Hrscheiut wöchentlich einmal in Zürich(Schweiz) JlerUd A Hertee, AndustrtehaUe RicSbach-Anriä' �otseudungr» iranco franc o. Äewi>r,ulichr Briefe nach der Schwei- losten Dovvesporte-. Der KoMemckmt Internationales Organ der Sozialdemokratie deutscher Zunge Abonnements werden nur deim Aerlag und denen derannten Agenten ent- gegengenomme,- und zwar zum »» o r a»t s z a lz l b a r e r» Vierteljayrsvreis von: 8fr.-.— für die Schweiz(Jtmizbaiid) Mt Z.— für Deutschland»Eouverl) st. l. Tu für Oesterreich(ttuudettt Fr. 2. 50 für alle übrigen Länder des Weltpostvereins lKreuzband). Juserite Die dreiqelpallene Petiljciie 25 Cts.- 20 Psg. N? lO. Sonntaq, 7. Dezember. 1879. MBT* A»i« ll» dir WrrfpimhfHlfu und Adanaenten dr»„Zoiinldrmiikrnt". «ls mi>«lich an btu Sojialbemofrat- resp. dessen Verlan sildst adresstren. fondern sich möglichst an irgend eine unverdächtig Ädresje auurrlialv Deut, chiando und O-iterreutiS wenden, welche sich dann mi, uns in Vcrbindang seht! anderseits aber, da» ttti Mi ii n a iiirVitinrtsi t I Ii dr, r r...rli.lii* r) i, s«. Ii Ii rr> iä a» dn...!d...1..l i..___ �.. v>... r....*... r.--—— llrößerer aller ent- Preßgeschichtl iche R ückblicke. ». Größeres Interesse dielen die Buudesbeschlüsse Dom ö. Juli 1832. Tie Verordnungen betreffend die Zensur ganz bei Seite lassend, wenden wir uns zum zweiten Punkte der Beschlüsse, der wie folgt lautet:„Alle Vereine, welche politische Zwecke haben, oder unter anderen Namen zu poliiischen Zirecken benutzt werden, find in sämmilichen Bundesstaate» zu verbieten und ist gegen deren Urheber und die Theilnehmer an denselben mit angemcffe- »er Straff vorzuichreite»." Voiksvenainmlungen und Volksfeste, die bis dahin noch nicht gestattet waren, sollten ohne vorher ein- geholte Erlaubniß nicht veraiistaliei werden. Ocffenlliche Reden Politischen Jnhalis stnd übcrhanpt zu halten verboten...Wer eine Volksversammlung dazu mißbraucht(!), Adressen oder Be- schlüffc in Vorschlag zu bringen und durch Unterschrift oder mündliche Beistimmung genehmigen zu lnffe», ilt mit geschärfter Ahndung zu belegen." Da blieb allctdingS etwaigen Volksver- lammlungen nur»och übrig, Gebete für die ewige Dauer der be� stehende» Ordnung abzuhalten! Springen aber die deutschen Regierungen von heute mit dem Versammlungsrecht— so weit es die Sozialistc» betrifft— viel anders um? Doch alle diese schrecklich drohenden Erlasse und Gesetze mach- te» das mir den damaligen sozialen und polilitckien Ver- Hältnisse» unzusriedene Bürgerlhum nicht todl enie«Sache, die f'ch von selbst versteht für jeden mit dem menschheitlickieii Ent- wicklungsgaug Vertrauten und unergründlich nur ist sü'. jene Zünnigei, Diplomaten, die gar nicht begreife» wollen, daß sich der Geist der Geschichte nicht in die engen Formen ihrer klein- lichen Schachzüge und Jniriguen hineingießen laste. Es traten nun Aitsangs 1 834 die deutschen Regierungen in Wien zusam- wen, wo der damalige„Geniale", der..große" Metternich, in der Eröffnungsrede Folgendes sagte:..Ans den Stürmen der Zeit ist eine Partei entsprossen, deren Kühnheit, wenn nicht durch Entgegenkommen, so doch durch Nachgiebigkeit, bis zum Ucber- maß gestiegen ist. Jede Autorität anfeindend, weil sie sich selbst zur Herrschaft berufen wähnt, unterhält sie mitten im allgemei- nen politischen Frieden einen imicreu Krieg, vergiftet den Geist und das Gemürh des Volkes, verführt die Jugend, bethör! selbst das reifere Alter, trübt und verstimmt alle öffentlichen und Pri- vaiverhältnisse, stachelt mit voller Ueberleg> ng die Völker zu systematischem Mißtrauen gegen ihre rechtmäßigen Herrscher auf, imb predigt Zerstörung und Vmiichlimg gegen Alles, was be- steht." Wir enthalten uns, weiter z» zitiren, und wollen auch aus das lange, in Wien gebrattte Protokoll nicht eingehen: Alles athmet denselben Geist der blinden Ralhlosigkcit und Schwäche, die ihie Zuflucht zu drakonischen Maßregeln nehmen. Zudem braucht man ja auch, um solche Herzensergüsse zu lesen, wahr- 'ich nicht bis au' Metternich zurückzugehen. Das Vorstehende Zkuügt, um zu zeigen, daß man in jener Zeit von der Bourgeoisie genau so sprach, wie heüte von der Sozialdemokratie! Die Zeitungen der Bamberger und 8asler drucken die Schmähredcn, die s. Z. die Feudalen gegen sie im erkünstelten heiligen Zorne aus sich herauspreßten, täglich i'i unveränderter Auflage ab. Wie früher die Feudalen, so ge- beu sich jetzt die Bourgeois als Beschützer aller Palladien der Menschheit aus, während der von ihnen auf allen Gebieten der menschliche» Thä'igkeir proklamirte Individualismus in der That in die bodenloseste Lersumpsnng und beispielloseste Veiflachung hineinführen muß. Alle hierher gehörige Polemik, die heule ar's Tageslicht tritt, ist nur ein Abklatsch der früheren; nicht einmal für das Wort„Untergrabung" im Sinne des Sozial fftcngesetzes �ann Herr Laster für sich Originalilät beanspruchen! Am 10. Dezember desselben Jahres 1834 faßte die Bundes- Versammlung einen Beschluß, der werth ist, dem Gedächtniß des Deutschen Volkes eingeprägt zu bleiben. Derselbe begann:„Nach- vem sich in Teutschland in neuerer Zeit und zuletzt unter der Benennung„das junge Teutschland" oder„die junge Literatur" °ine literarische Schule gebildet hat, deren Bemühungen unvcr- Polen dahin gehen, in delletristi'chen, für alle Klassen v?» Lesern iugänglichen Schriften die christliche Religion auf die frechste T�nse anzugreifen, die bestehenden sozialen Verhältnisse herabzu- würdigen und alle Zucht und Ordnung zu zerstören: so hol die deutsche Bundesversammlung, in Erwägung, daß es dringend »othwendig sei, diesen verderblichen, die Grundpfeiler aller gesetz- "che» Ordnung untergrabenden Bestrebungen durch Zu'ammen- wirken aller Bundes-Regi.rungen sofort Einhalt zu lhun, und unbeschadet weiterer vom Bunde oder von den Regierungen zur Erreichung des Zweckes nach Umständen zu ergreifenden tlstaß- vtgeln, sich zu nachstehenden Bestimmungen vereinigt"... Es nun die näheren Angaben, daß und wie die Verfasser, Berleger, Trucker und Verbreiter von Schriften, die aus der ge- Mmnien Schule hervorgingen, bestraft werde» solle». Als zu jener Schule gehörend, werden Heinrich Heine, Karl Gutzkow, Heinrich Laube, Rudolf SB im barg und Theodor Mündt genannt.—, Jedes Wort der Rechlferligung für diese Männer, die den besten unserer Zeit beigrzählt werden, wäre schlecht angebiacht. Die Geschichte und das deutsche Volk haben längst über jenen Diplomoten-Beschluß zu Gericht gesessen, und mit dem Brandmal, das dieser dem..jungen Deutschland" auf- zudrücke» versuchlc, die Urheber selbst gekennzeichnet. Heine ist längst der Liebling seines Volkes und sein Wort: „Rennt man die besten Namen, Wird auch der meine genannt ist vollauf in Etfiillung gegangen. Gutzkow und Laube stehen auf einem ehrenvollen Platze im Gedächtniß der Nation. Hier wie oft war oas Volk, indem eS dem jungen Deutschland folgte, in seinem dunkeln Drange sich des rechten Weges wohl bewußt, während seine hochweisen Regierungen und Diplomaten auf dem Holzwege waren. Für uns Sozialdemokraten aber ist der Ver- gleich mit oieseu Männern, oenen man damals genau dieselben Ehrentitel:.Beschimpfe, der Religion, Herabwürdiger aller bestehenden Verhältnisse, Zei störer all r Zucht und Ordnung" te. an de» Kopt warf, wie heute uns, nur ehrend und geeignet, Vernünftigen die Augen zu öffnen. Trotz Utas und Verbot nahm aber die revolutionäre Propaganda täglich zu, sei es, daß sie sich auf religiösem Gebiete. i» Freigemeinden ic., sei es, daß sie sich in den Ständever- sammlungen oder Zeitungen äußerte. Um dieser unruhigen und gefährlichen Partei die Spitze abzubrechen, gab der König von Preußen seinem Volk tm Jahre 1847 eine neue„Verfassung", in der man den Ständen zwar einige kleine Berechtigungen einräumte, der damals am lautesten geltend gemachten Forderung aber: der Einführung einer Konstitution, wie sie jetzt besteht eben so fern blieb, wie trüher. Ja. über diese Forderung der Bourgeoisie äußerte sich der König in der Eröffnungsrede des Vereinigten Landtags am ll. Ap.it 1847, wie folgt:„Es drängt Mich zu der feierlichen Erklärung: daß es keiner Macht der Erde je gelingen soll, Mich zu bewegen, das natürliche, gerade, bei uns durch seine iiiim'e Wahrheit>0 mächtig machende Verhältniß zwischen Fürst und Volk in ein konventionelles, konstitutionelles zu wandeln, und daß Ich es nimmermehr zugeben werde, daß sich zwischen unsern Herrgott im Himmel und dieses Land ein beschriebenes Blatt, gleichsam als eine zweite Vorsehung eindränge, um uns mit seinen Paragraphen zu regieren und durch sie die alte heilige Treue zu ersetzen" Das sprach der König tni Jahre 184 f. Das Jahr 1848 kam, und ohne daß es eine„Macht der Erde" bedurft hat te,>o»rde die konstitutionelle Monarchie zu Recht angenommen. So viel gilt in der Geschichte ein Königsworl In derselben Eröffnungsrede bezeichnet der König die Bestreb- ungen der Bourgeoisie wie folgt:„Bei aller Anerkennung des ehrenhafte» Slrebens, die Presse durch einen edlen und gewissen Geist zu heben, ist es doch unzweifelhaft, daß in einem Theile derselbe» ein finsterer Geist des Verderbens herrscht, ein Geist der Auflockerung zum Umsturz und frechster Lüge, schmachvoll für die deut'che Treue und die preußische Ehre. Ich weiß es, daß der reine Volksflnn fest steht, doch täuschen wir unS darum nicht über die argen Früchte des argen Baumes, die unS unter der Gestalt der Verstimmung, des Mißtrauens und schtnählichcr Einschüchternng vor dem des Liberalismus eiugegertrate:i und an der Hanv noch schlimmerer Erfahrungen, offenen Ungehor'ains, geheimer Verschwörung, erklärten Absalls von Allem, was gnten Menschen heilig ist, versuchten Königsmords." Wir schließen. Vierzigjährige Maßregeln haben das Jahr 1848«ich! abwenden können. Die damals eintretenden Ereig- nisse mußten kommen, entweder mit allen Segnungen des Friedens, wenn die Regierungen den Forderungen der Zeil genügt hätten oder— und da sie dies letztere nicht thalc», blieb leider kein anderer Weg übrig— auf dem Wege d e r gewaltsamen Revolution! Kann es wirklich Menschen, Politiker, Staatsmänner gebe», welche kurzsichtig genug sind, zu glauben, daß ihre abgenutzten Polizeimiltrlchen gegen die krasivolle, welterschütterndc)lrbeil.;r- bewegnng mehr Eriolg haben werden, als sie gegen die bürge,- lich freiheitliche Bewegung vor und mit 1848— 49 hatten V Betrogene Betrüger ihr! Der Siegestag der Arbeiterbewegung, des Sozialismus wiro anbrechen und ihr weidet seine ausgehende Sonne weder durch Minister- und Pfaffeiizeschwätz, noch durch Ketleurasseln und Wasiengeklirre verscheuchen! Das Einzige, was in Eurer Macht steht, ist die Wahl, aus welche Weise die Umwandlung der alten staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung in die neue sich vollziehen soll: ob sie den Charakter einer ruhige», all m äligen Entwicklung tragen oder ob die sozialeRevolution gewaltsam hereinbrechen soll mit wild w e h e ii d e in L o ck e n h a a r und e h e r n e S a n- dalen an den Füßen! Irland und die Grund- und Bodenfrage. Airmiugham, 24. November. Die Ursache der heutigen Bewegung in Irland ist die Grund- und Bodenfrage. Leider ist dies eine Frage, deren Lösung augenscheinlich außerhalb der Tragweite der gegenwärtigen Agitation liegt, und doch hat durch sas Grund- und Boden-Monopol kein Land mehr gelitten als Jrlm.d. Die Jrländcr sind stets als eine besiegte, abhängige und zugleich als eine rebellische Nation behandelt worden, die man nur duich brutale Gewalt im Zaume halten könnte. Nach ver Eroderung Irlands ward dessen parlamentarische Unabhängig- keil vernichtet, indem es volltominen abhängig von der Krone Englands gemachl wurde. Im Jahre 1800 wurde es Großbritannien einverleibt, aber die Vereinigung geschah mittelst ver- ächUichster Bestechung; die große Masse des Volkes war der- selben durchaus nicht geneigt. Nach der Vernichtung oer parlamentarischen Unabhängkeit Jr- landS schult die englische Regierung zu den lyrannischsten Maßregel», um de» Handel und die Industrie des unterworsenen Landes brach zu legen, so daß die Bevölkerung gezwungen ganz allein aus den Ackerbau angewiesen wurde. Seine Mi- neral-Hülfsquellen vurfieil sich ebenfalls nicht entwickeln, damit das Volt ja desto leichter in armer und entwürdigter Stellung gehalten wurde. Weder vor noch bei oder nach seiner Einver- leibung hat Englana je gerecht oder edel an Irland gehandelt. Im Jahre 1801, während Enzland mit einer Bevölkerung von 10,471,778 Seelen 489 Mitglieder, also 1 Mitglied auf je 21,414 Seelen im Parlamente zählte, hatte Irland mit einer Bevölkerung von 5,393,000 nur 100 Repräsentanten, also l Mitglied aus je 53,930. Dieses Mißverhältniß stieg noch durch die Reform Akte von 1832, wonach in England auf je 27,790, in Irland aber nur auf je 77,880 Köpfe 1 Mitglied kam. Wolle» wir uns auch nur oberflächlich mir der irländischen Grund- und Bodensrage beschästigen, so müssen wir um drei Jahrhunderte zurückgehe». So geknebelt Irland auch schon lange vor der Reformation war, so brachte die Reformation selbst Irland doch ausnahmstveiie grausame Gesetze, grausamer als sie i» irgend einem Zeitalter oder Lande cxistirten. Man begann die systematische Austoltung der ganzen Nation zu unternehmen, so grausam, wie sie die Geschichte nur je auszuweisen hat. So erzählen uns die Geschichtsschreiber z. B., daß zwischen Smer- wicke und Waierford, auf einer Strecke von 120 englischen Meilen, nicht ein einziger Eingeborner, weder Mann noch Frau noch Kind, ungcmordet blieb Das auf diese Weise entvölkerte und sodann von der Krone konfisftrte Land wurde hieraus von der Königin Elisabeth mii englischen Soldaten neu besiedelt, indem jeder sich niederlassende Fußsoldat 120 und jeder Reiter 200 Acker erhielt. James I. zog 6 ganze Grafschaften ein, Charles II. 8 Millionen Acker und William III.»ahm 2 Millionen Acker weg und belohnte damit theilweise Diejenigen, die ihm bei der Plünderung des Landes geholten. Cs erhielten Mr. W. Ben- linck(später Lord Bentinck) 135,000 Acker, Lord Albemarle 1 08,000 Acker, Lord Romsay 49,500 Acker, Lord Rochford 39,000 Acker, Lord Galway 36,000 te. Die Folge dieser Länderräuberei ist, daß heute 52 Grundbesitzer je über 5,000 Acker, 135 je über 10,000, 90 je über 20,000, 16 je über 50,000 und 3 je über 100,000—170,000 Acker besitzen. Es besitzen 292 Personen zusammen 6,500,000 Acker, 744 9,612,000 Acker, 942 Personen aber zwei Drittel ganz Irlands! Kann es etwas Widernatürlicheres gebe», als solch ein Sy- ium? Braucht man sich da zu wundern, daß das Volk arm ist und heute am Rande des Verhungcrns und der Empörung steht? Aber schlimmer noch sieht die Sache aus, wen» man bedenkt, daß die Pachte» meistens von abwesenden Grundbesitzern bezogeil werden, die das Geld in fremden Ländern ver- zehren. Die ganzen Pachtgelder Irlands belrugen nach parla- mentarische» Statistiken im Jahre 1876 13,319,255 Pfund (266,833,100 Marl) von denen weuigsteas 9,000,000 Pfund (180 Millionen Mt) außerhalb der Gienzen Irlands veraus- gabt wurden. Das Resultat kann unier solchen Umständen nicht zweifelhaft sein. Die Bevölkerung betrug im Iahte 1845 8,296,000, im Jahre 1875 5,297,000, also eine Abnahme von nahezu 3 Millionen Köpfen! Im Jahre 1847 herrschte eine schreckliche Hungcrsnoth, die die Menschen zu Zehn- lausenden hinraffte. Die Ursache war aber nicht etwa der Mangel an Nahrungsmilteln überhaupt, sondern der Umstand, daß die Pächter zunächst die Renten zu bezahlen halten und da»» nicht so nel übrig hatten, um das Leben zu fristen. Große Quantitäten Korn und Vieh wurden nach englischen Märkten verschifft, um die Pachtgelder zu bezahlen, während das irische Volk selbst verhungerte. Jni Jahre 1849 wurden 50,000 Familien vertrieben, aus ihren Häusern und Hütte» gewiesen und die letzter» zcrstöit. An der Zeit von 1852 bis 1872 wurden mehr als 180,000 Familien ausgewiesen. Lord Lucau, ein schottischer Edelmami, der 2000 Acker Land in Irland besitzt, wies 200 Familien aus und vernichtete ihre Wohnungeiu Und dieses Zerstören der Wohnuiige» und Vertreiben der Jr- länder wird immer noch fortgesetzt So zählten In den jüngst veröffentlichten Statistiken finden wir die fol- gende Abnahme von Pachtungen in den letzten Iahren: Pachtungen von 5 bis 15 Acker 27,397 „16„ 30„ 4,247 31,644 und Zunahme der Verwandlung von kultivirtem(Ackerbau-) in Wiesen- und Waldboden: Abnahme Getreideland 1855 2,832,564 1875 1,916,808 915,756 Acker 1875 1,916,808 1878 1,831,521 85,288„ 1878 1,831,521 1879 1,761,800 69,721.. Gemüseland 1878 1,317,863 1879 1,296,636 23,227„ demnach Abnahme d. Ackerbaulandes v. 1878— 79 92,948 Acker Damit vergleiche man die offiziellen Polizeistatistiken über die Landarbeiterwohnungen; diese sprechen für sich selbst und be- dürfen weiter keines Kommentars. Anzahl der Mud Cabins*) mit mehr als 1 Zimmer 371,129 Anzahl der in denselben wohnenden Familien 432,774 Ueberzahl der Familien**) 61,645 Anzahl der Mud Cabins mit nur 1 Zimmer 155,675 Anzahl der darin wohnenden Familien 227,379 Ueberzahl der Familien 71,704 Ueberzahl der Familien im Ganzen 133 349 Sämmtliche oder beinahe alle diese Arbeiterwohnungen haben nichts als, die bloße Erde zum Fußboden. Und dies ist eine Thatsache im 19. Jahrhundert bei unserer so viel gerühmtcu Zi- vilisation, unserem Rcichthum und unserer Größe! Und trotz aller dieser Landräuberei und trotz des Elends und Hungers der großen Masse des Volkes sind die Vorschläge und Maßregel» der Führer der jetzige» irländischen Bewegung doch nichts weiter, als ein schwächliches Kompromiß. Die Bewc- gung Hai durchaus nichtsSozialistisches oderKom- munistisches an sich. Man staune- die bis jetzt gestellten Forderungen sind nur: das Aushören der Pächteraustreibungen und die Ermäßigung der Pachten auf den Stand von 1840 und 1846. Außerdem äußert man den Wunsch, die Regierung solle Grund und Boden zu ermäßigtem Preise aufkaufen, an die Bauern wiederverkaufen und den Käufern die Zahlung so weit erleichtern, daß die jährlichen Abschlagszahlungen genau im Verhältniß zu den ermäßigten Pachtgeldern stehen. Doch ist die Bewegung immerhin eine wichtige, weil sie im weiteren Verlauf wahrscheinlicherweisc zu einer Agitation von ernsterem und vorgeschrittenerem Charakter führen wird. Heute steht daS irische Volk noch viel zu sehr unter dem Einflüsse seiner katholischen Priester, um wirklich revolutionär werden zu können, und dieser priesterliche Einfluß muß erst beseitigt werden, ehe wir ernstlich auf die politische und soziale Erlösung der Jlländer hoffen dürfen. Später werde ich noch einmal auf die Grund- und Boden- frage mit Bezug ans ganz Großbritannien zurückkommen. I. Sketchley. Oesterreichische Zustände. Rft. Aus Hesterreich-Nngarn, 26. November.„Halb Molch, halb Schlange ist's", wie Schiller sagt, etwas Reptil und ein wenig Schafshirn dazu gemischt— möchte ich hinzufügen, um den Homunculus, den man österreichisch-ungarischen Staat nennt, besser zu charakterisiren. Da ist vor Allem Eis- leithanien oder das eigentliche Oesterreich, dem als Kuriosum ersten Ranges bei meiner Besprechung hiesiger Zustände der Vortritt gebührt. Wer je Gelegenheit gehabt, das innere Ge- triebe dieser jämmerlich zusammengelötheten Staatsmaschine zu beobachten, kann sich eines Gefühls des Ekels und der Verach- tung nicht erwehren. Die Bourgeoisie will gleich den Fröschen in Lafontaine'« Fabel den Storch, d. h. den Preußen zum Oberhaupt. Die Arbeiterklasse ist ganz apathisch und das Beamten- Ihum so wie die Presse trinkgeldsüchtig; das Habsburgerthuni aber ist unmännlich und eunuchenhaft und küßt auS lauter Furcht vor dem Gespenst der Revolution dem Schnapsbrenner vo» Varzin die Hände.„Hier in Wie»— sagte mir eine hoch gestellte Persönlichkeit, die ich in der Hosburg sprach— regiert niemand Anderer als der Botschafter Preußens. Das Reichs- kanzleramt in Berlin braucht nur zu befehlen, und die hiesige» Behörden erfüllen pflichtgetreu Alles, besonders wenn es sich um eine kleine Demagogenjagd handelt." Sie haben kaum einen Begriff davon, welcher Polizciapparat blos zur Ueberwachung einer einzigen mißliebigen Persönlichkeit aufgewendet wird. Ein einziges Beispiel: Als Genosse Sigmund Politzer sich»och in Wien aufhielt, überwachten vier Detektives allein das Haus jenes Arztes, bei dem sich unser kranker Genosse immer Raths erholte! Daß unter solchen Umständen zur Ueber- wachung der Spitzbuben keine Mannschaft mehr übrig bleibt, braucht nicht erst gesagt zu werden. Unter dem Polizeiregime de«„Ritter" von Marx erfreut sich die Spitzbubenwelt Wiens, und nicht die Wiener Bevölkerung, der größtmöglichen Sicher- *) Anmerkung de« ll c b e r s e tz c r»: sluil Cabina find miä Chnussre und Straheudreck und Steinen gebaute Wohnung, n, mehr Höhle» al» Hütte», die meisten« nicht einmal Aenfter besitzen. Zimnier kann man hier natnr lich auch nicht im deutschen Sinne auffassen: Raum ist der richtigere Ausdruck. Rudolf Bleibet ren. **) D. h. die Anzahl der Familien, welche selbst nach den polizeilichen, ehr bescheidene» Begriffe» von Wohnlichkeil über die höchstzuläisige Zahl on Bewohnern in diesen Hohlen de« Elend« hausen. D. Red. heit. Es ist das eine noch vo» der selige» Bachperiode über- konimene Uebei lieferung, welche von dem ehemaligen Haynau'schen Henker-sknechi Marx bisher getreulich eingehalten worden ist. Man findet, Dank diesem Systenie, in Wie» eine Unmasse von zweifelhaften Existenzen, die sich ziemlich ungenirt herumtreiben. Freilich kann man ja einem Revolverjournalisten, Louis, Kau- tionsschwindler ic. ec. manches nachsehen, da jeder dieser Leute eine» recht brauchbaren Spitzel abgibt. Zudem sei noch bemerkt, daß nicht wenige Wiener Polizisten von den Diebe» und Ein- bracher» einen Prozentantheil des„Massemateu" Betrages als Schweigegeld bezichen! Treibt ei» solcher Polizist es z» arg, nun, dann kommt etwa ei» Prozeß ä la Elefant-Friedmann; aber meistens werde» schmutzige Affären, vo» denen die Por- gesetzten wissen, vertuscht. Bei der Polizei hält nämlich „Einer den Andern in der Hand", mit andern Worten: schuld- beladen fühlt sich ein Jeder, und daher die Praxis des gegen- seitigen Durchdiesinger-Sehens. Wie man sieht, ist demnach die österrcichiiche Polizei nichts Anderes als eine Art Maffia, eine Verbindung, deren Mitglieder sich gegenseitig die straflose Aus- Übung von Verbrechen zusichern. Soll man sich dann»och wun- der», wenn eine solche Polizeimaffia mit verdoppeltem Eiser sich auf jene Partei w>rft, deren Losung„fort mit allen Dieben" lautet? Die erbärmlichste Rolle, die eö nur geben kann, spielt aber der österreichische Krüppelstaat, dieser mit Ach und Krach zusammengeflickte Völkermosaikhausen, der nur armen Handwerks- burschen oder Sozialisten die Zähne zu zeigen versteht. nach auswärts. Er läßt seinen Konsul in Widdin durch die Russen prügeln und küßt dabei den russischen Knutenhelden ehr- furchtsvoll die Hände, gibt sich zum speichelleckerischen Bedienten der russischen und deutschen Polizei her. Russische Polizisten richten sich hier in Oesterreich häuslich ein und begehen mit einer bodenlosen Frechheit Attentate gegen die persönliche Freiheit. Daher kommt es, daß man in Oesterreich nur Russe zu sein braucht, um als Nihilist zusammengepackt und dingfest gemacht zu werden. Russen, die sich in Oesterreich aushalten und daselbst gar kein anderes Verbrechen begehen, als höchstens, dein Väter- chen an der Newa nicht grün zu sein, werden par ordre du mufti in den Kolter gesteckt, wenn dabei auch— wie beim Kra- kauer Sozialistenprozeß— schließlich gar nichts herauskommt. Erst vor einigen Tagen wurden von den in Krakau intzastirten Ge- nossen sechszehn auf freien Fuß gestellt, nachdem sie monatelang Kerker, Mißhandlungen und Erpressungen zu erdulden gehabt. Bei dieser Gelegenheit sei auch einer Thatsache erwähnt, über die bisher Stillschweigen beobachtet werden mnßle. Bekanntlich wurde die erste Nummer der weiland in Wien erscheinenden„Freiheit" konfiszirt. Die Ursache der Konfiskation stand im Zusammen hange mit der Affäre der Krakauer Sozialisten und wirft ein charakteristisches Licht auf die österreichische Knuten- und Büttel- Herrschaft. Die„Freiheit brachte nämlich gleich in ihrer ersten Nummer Enthüllungen über die Vorgänge in den Krakauer Gefängnissen und enählte, daß man, um den gefangenen Sozialisten Geständnisse zu erpressen, die kör per- l i ch e Tortur anwende! Statt nun diese Thatsache zu dementiren oder gegen das Blatt einen Berläumdungsprozcg an- zustrengen, suchte man durch Konfiskation die oben gemachte Enthüllung zu vertuschen. Wir wissen freilich um diese Ange- legenheil, abe, das große Publikum nicht. Letzteres weiß des- halb auch nicht, was es von den vor einer Woche in den Blättern iiiitgctheilten Telegrammen halten solle, welche meldeten, daß die gefangenen Sozialisten drei Tage lang jede Annahme vo» Nahrung verweigerten. Einer von ihnen hatte schon fiüher, durch die barbarische Behandluugswcise der Schergen zur Ver- zweiflung gebracht, seinem Leben durch den freiwilligen Hunger- «od ein Ende gemacht. Ist eö bei solchen Zuständen ein Wunder, wenn sich in ein- zelnen Theilen des Reiches Losreißungsbestrebungen geltend ma- chen?— Das war von jeher Oesterreichs Verhängniß, daß es seine verschiedenen durch Heirathen zugekuppelten Länder durch seine bornirt- brutale Wirthschaft sich entfremdete. Da ist z. B. die Jrredentisten-Bewegung zu erwähnen, weiche unsere Herrscher in Angst und Schrecken versetzt. Das schlechte Gewissen des De- spotismus läßt sie in Angst und Schrecken geraihen, so oft zwei oder drei Gymnasialschüler in Triest Knallerbse» werfen. Auch in Unaarn gewinnen die Losreißungsbestrebungen immer mehr Terrain. Tißa, der an Servilität gegenüber der Hospartei und Bismarck noch nie Dagewesenes geleistet, wird bald seine Rolle ausgespielt haben. Der mit günstigem Erfolge für unsere Gesinnungsgenossen durchgeführte Preßprozeß gegen Kütföldi und Csorba(Redakteure der„Nepßava") war die erste Niederlage, die sich Tißa geholt. Die Abstimmung in der bosnischen Frage bedeutet gleichfalls eine Niederlage. Ob es besser für uns wird, wenn Tißa geht, könne» wir nicht gerade behaupten; schlechter kann es aber schon nicht mehr werden. Noch ünd wir daraus neu- gierig, wie Tißa seine ungesetzliche» Maßregeln gegen die So- zialisten vertheidigcn werde. Es wurde nämlich von einem Ab geordneten der äußersten Linken bezüglich dieser Angelegenheit jüngst eine Interpellation im Reichstage eingebracht. Eine erfreuliche Thatsache ist endlich aus unser» Ar- beiterkreisen zu verzeichne». Es werden in neuerer Zeit seitens eines Komite's Versuche gemacht, die Gegensätze, welche im hie sigen sozialistischen Lager herrschen, auszugleichen. Möge diesen Bestrebungen der Erfolg nicht ausbleiben, denn eine einheitlich geleitete Arbeiterpartei könnte unter de» jetzigen Verhältnissen er- staunlich viel leisten. Bei uns hat eben Tißa den Boden zur sozialistischen Saat recht wacker gepflügt; schade nur, daß die Arbeiterpartei bisher so wenig gethan um dieß gehörig auszu- nützen. Vieles ließe sich hierüber sagen, doch will ich mir dies, sowie die Besprechung der ungarischen Parteiverhältnisse, auf spä- ter vorbehalten. Sozialpolitische Rundschau. — Der devtsche Bundesrath hat die Verlängerung des kleinen Belagerungszussandes auf ein weiteres Jahr genehmigt. Moti- virt wurde der von der preußische» Regierung gestellte Antrag durch Gras Eulenburg damit,„daß die Organisation der sozialdemokratischen Partei rin verändert fortbe- stehe uno daß deimiach die Rückkehr der ausgewiesenen Führer lediglich de» früheren Zustand wiederherstellen würde." Einen weitern Grund für die verfügte unerhörte, eine ganze Reihe verfassungsmäßiger Rechte kurzweg aushebende Maßregel wrchte der Minister auch vor dein Landtag(dessen Berhandlungs- bericht uns im letzte» Aug»blick vor Schluß des Blattes zugeht) nicht anzuführen. Das Einzige, was er seiner..Begründung" vor dem BundeSrath Neues hinzufügte, war, daß er mit einer Einsicht, die in solchen Dingen bei der Regierung höchst selten ist, sich.regen der Zeugenschaft für seine Behauptung von der ungeschwächten Fortexistenz der deutschen Sozialdemokratie an die kompetenteste Stelle wandle— nämlich an den„Sozialdemokrat", von dem er meinte, daß er als offizielles Organ der deutschen Sozialdemokratie„angesehen werden kann." In Nr. 4 dieses Blattes befinde sich ein Berliner Bericht, welcher hervorhebe, daß die bisherigen Maßregel» keinerlei Einfluß auf die sozialistische Bewegung gehabt hätten?c. Dieß müsse auch er zugeben: die Wirkung der ergriffenen Maßregeln sei eine sehr problema- tische! Allein eben so sicher sei, daß ohne dieselben die Zustände noch viel schlimmer sein würde»; aus jeden Fall habe man ein Jahr lang Ruhe vor den Sozialdemokraten gehabt, habe ihren wüsten Lärm und ihre Verhöhnung von Recht und Gesetz nicht gehört, was allein schon viel werth sei.— Man sieht, wie be- scheiden die Leute, welche die Sozialdemokratie ehedem mit Haut und Haaren verspeisen wollten, in ihren Wünschen schon geworderr sind. Sic werden sich mit der Zeit schon noch mehr einz» schränken lernen müssen. — Der Nothstand, nicht der chronische, welcher die weitesten Volkskreise Deutschlands schon seit Jahren heimsucht und aus manchen Gegenden nie verschwindet, sonder» der akute, welcher direkt an der Schwelle des packten Hungertodes steht und bereits dessen erste Form ist, breitet sich—'die ebenso unverschämte als gewissenlose Behauptung der Regierung von der„zunehmenden Verbesserung der wirthschaftlichen Lage" durch die schreckliche Wirklichkeit Lügen strafend— mit furchtbarer Schnellig- keit über immer weite- e Gebiete Deutschlands aus. Von Ober- schlesien, Thüringen, Braunschweig und dem sä ch- fischen Erzgebirge haben wir bereits berichtet; in letzterem ist(in Mülsen St. Jakob) bereits ein Hungeriyphusfall vorgekommen. Zu diesen bisherigen Nott'standsbezirken ist nun ei» neuer getreten: die bairiichc Rhön Unweit des Ortes Frankenheim, wo vor einigen Jahren der Hungertyphus ausbrach, in dem Dorf Rüdcnschwanden, herrscht eine Typhus-Epidemie, welche an Ausdehnung den stärksten Epidemien nahekommt; von den 200 Einwohnern des Ortes find 68 erkrankt. Die Krank- heit wurde lediglich durch die unbeschteibliche Noch, welche in der Rhön herrscht, hervorgerufen. Schlechte Nahrung, ungenü- gende Kleidung, enges Zusammenwohnen in den dürftigsten Hütten— ose Kranke und Gesunde auf einem Lager— sind typisch in den Dörfern am Abhang der Rhön. Dies Jahr aber mangelt in Folge der schlechten Kartoffel- und Getreideernte, sowie des gänzlichen Darniederliegens der den Haupterwerbs- zweig bildenden Hausindustrie, selbst das Allernöthigste. Der Staat aber treibt, von solchem Elend ungerührt, die erdrückenden Steuern rücksichtslos ein, und wenn der Pflichtige den unent- behrlichsten Hausraih oder das letzte Stück Brod dafür hin- geben muß. Die eingehendsten und traurigsten Nachrichten über den Nothstand liegen indeß aus O b e r l ch l e s i e n vor. Die ganze Höhe des in dieser Gegend herrschenden Elends kann man erst dann crmessen, wenn man sich vergegenwärtigt, wie dort stets eine Dürftigkeit des Lebens, eine Äiiipruchslosizkeit existirt, von der man in den meisten Gegenden Deutschlands kaum eine Ahnung hat. Nach den gewiß unverdächtigen Berechnungen der Profes- soren v. d. Goltz und Richter-Tharand stellt sich der Tagelohn in der Provinz Sachsen durchschnittlich auf 15.2 Pfund Roggenwerth; in der Provinz Schlesien durchschnittlich auf 10.8 Pfv. Roggenwerth, speziell im Regierungsbezirk Oppeln aber nur auf 8.8 Pfd. Roggenwerth und auf dem rechten Ooerufer desselben kaum halb so hoch wie in der Provinz Sachsen! Die Vorgänge auf den fiskalischen Kohlengruben in Zabrze,(welche heute noch der ver- sprochenen Aufklärung harren) brachten dazu die Beläge, und sie beweisen weiter, daß auch die hochentwickelte Industrie keine höheren Löhne zahlt. Unter solchen Umstände» genügt stlbst- verständlich schon die kleinste Steigerung der Lebensmittelpreise (ohne gleichzeitige Arbeitsverdiensterhöhnng), um einen Nothstand zu erzeugen. Daß eine solche, und zwar ganz bedeutende Preis- steiget ung der unentbehrlichsten Lebensmittel infolge der schlechten Ernte und der Votirung der Kornzölle eingetreten ist, weiß man bereits. Der Arbeitsverdienst aber hat sich, statt zugleich zu steigen, eher noch verschlechtert. Nach Erhebungen der ober- schlesischen Ortsvereine bettagen die Schichtlöhne der besser be- zahlten Industrie 1 bis höchstens 2 Mark, der höchste Taglohn aber Mk. 1,40; mithin sind die Löhne um ein volles Drittel niedriger als;. B. im Saarbezirk. Und trotzdem fehlt es selbst für diese Hungcrlöhne noch au genügender Arbeit!'Die Roth ist in einigen Gegenden bereits auf einem erschrecklichen Grad angekommen„Daß die wankenden Mütter, die lagelang nichts zu essen haben, weil der Mann nichts zu erwerben vermag, ihre Säuglinge nicht mehr nähren können, so daß Eines oder das Andere stirbt, wird man gar nicht glauben wollen— so schreibt ein Geistlicher au die„Schles. Ztg." Und doch, während ich schreibe, präsentirt sich eben eine solche Mutter, die das Begräb- »iß ihres Kindes anmeldet und bitterlich vor mir weint. Ach, wie viele Schulkinder gehen barfuß, halbnackt, in winterlichem Frostwetter nüchtern in die Schule, um die Eltern vor den Schul- strafen zu bewahren! Wir befinden uns also in wirklich bitterer Roth!" Diese bis auf's Aeußerste zu steigern, bleibt nur mehr der Hungertyphus übrig, der in Rybnik bereits seinen Ein- zug gehalten hat und wohl bald zahlreiche Opfer fordern wird. Ber der Mangelhaftigkeit der„Hilfe" der Regierung, welche den Nothstand dadurch zu beseitigen gedenkt, daß sie durch die hungernden, frierenden und schwachen Nothleidenden für einen Tagelohn von je 60—70 Pf. einige Straßen bauen läßt, ist das Schlimmste, nämlich eine Humgertyphusepidemie ähnlich der des Jahres 1847 zu befürchten. Ist das nicht eine Herr- liche„Ordnung", in welcher für Tausende von fleißigen Arbeitern, Erzeugern der gesellschaftlichen Genußmittel, nicht einmal die arm« seligsten zur Erhaltung des Lebens nöthigen Existenzmittel übrig bleiben, in welcher das arbeitende Volk massenweise schnell ober langsam verhungert und in unbeschreiblichem Elend verkommt, während seine Bedrücker und Ausbeuter die Früchte seines Fleißes und Schweißes üppiger denn je verschwenden und verschwelgcn?! — Klassenjustiz. Anfangs Oktober wurde bei Gniewkowo im thornev Kreis von einem rohen, übermüthigen Arbeitgeber, dem Pfarrgutspachter Frevert Gr. Murzynno, an einem„sei- ner" Arbeiter kalten Blutes ein Mord verübt, indem Frevert einen Landarbeiter, der eben seinen Dienst verließ und mit wel- chem er wegen widerrechtlicher Zurückhaltung einer demselbe» ge- hörigen Kuh in Streit kam,„wie einen tollen Hund" niederschoß. Als wir damals(in unserer Nr. 3) über diese empörende Gewaltthat zuerst berichteten und konstatirten, daß der Mörder länger als eine Woche nach der' Thal von der sonst so schnell zugreisenden Polizei noch nicht verhaftet worden sei— da knüpften wir an unfern Bericht die bittere Bemerkung: daß der Mordbube von Arbeitgeber vermuthlich zu guter Letzt von seinen Bourgcoiskollegen von Geschworenen auch noch freigesprochen werde. Diese„gehässtge, aufreizende" Bermerkung hat natürlich die Bour- geoisprcsse schnell in gewaltige„Entrüstung" gebracht, welche sie der Schandthat des Pachters gegmüber nicht hatte finden können (ist doch der Mord in den» weitaus größten Theile der deutschen Presse todtgeschwicgen worden!). Ja sogar verschiedene Partei- genossen sind damit unzufrieden gewesen, weil sie glaubten, daß es unrecht sei, dem Geichwornengericht eine solch eklatante Un- gerechtigkeit, eine solche nimmer erhörte Infamie zuzutrauen. Man hielt angesichts der Unangreifbarkeit de« Schuldbeweises die exrm- plarische Berurtheilung des feige» Mörders für undiskutirbar. Und nun das Resultat der dieser Tage staltgesundenen Schwur- gerichtsverhandlung? Der mörderische Arbeitgeber ist vollkommen freigesprochen worden!! Wie man steht, ganz wie wir, durch ftühcrere Ereignisse ähnlicher Art über das Wesen unser Heuligen Justiz belehrt, es vermuthet hatten. Natür- lich, wie kann sich auch der Arme, der Lohnsklave unterstehe», dem Reichen, dem„Herrn" gegenüber sein Recht behaupten und sich gegen seine patriarchalische Gewalt auflehnen zu wollen? Das, was unserer zuchtlosen Zeit vor Allem Roth thut, ist die Stärkung des Autoritätsinn« und deshalb der Gewalt des Staates, der Kirche und des Arbeitgebers und Dienstherrn. Der Arbeitgeber darf deshalb nicht Unrecht bekommen, vielmehr muß dem Knecht gezeigt werden, daß er von Rechtswegen in der Ge- walt seines Herrn steht und ihm unbedingten Gehorsam zu leisten hat— ohne Murren noch Deuteln und Rechlhaberei. Und wenn er seinen Nacken nicht willig beugt, nun, so muß er ihm eben gebrochen, wenn er sein Lebenslichtlein nicht bescheiden nieder- schraubt, so muß es ihm ganz ausgeblasen werden! Gibt es doch von diesem Arberterpack ohnehin mehr als genug. Wofür wäre denn sonst der Arbeitgeber Herr, als daß er Recht be- kommt, und wofür unterhielte denn die herrschende Klasse ihre „Justiz", als daß sie in der herrschenden Klasse Sinn und In- teresse wirkt?! — Di e Börse ist bekanntlich gleich den ihrer Geschäfts- lhätigkeit nahe verwandten gewöhnlicherm, dem Sttafgesetz mehr ausgesetzten Formen der prwaten Enteignung in ihrer Wirksamkeit lvesentlich auf Dunkel und Finsterniß angewiesen und sie fürchtet deßwegen nichts so sehr, als den Lichtstrahl, der die Geheimnisse ihres Treibens der von ihr ausgeplünderten Welt offenbart. Gleich wie in einem Bienenstock der durch die Glasschkibe fal- lende Blick des neugierigen Menschen ollgemeines«ummen und Schwärmen hervorruft, worauf die in ihrer lichtscheuen Thätigkeit Gestörten schnell die Scheibe zu verschmieren und dadurch ihre Arbeit dem Zudringlichen wieder zu entziehen suchen,— ebenso empfindlich zeigt sich die Börse gegenüber jedem Versuch, ihre Thätigkeit zu untersuchen, zu analyfiren und zu kontroliren Ein solches Gesummt, einen allgemeinen Aufruhr in dem Börsenstock brachte eine Bemerkung hervor, welche der preußische Minister Maybach im Laufe der jüngsten Eisenbahndebatte machte, und w welcher derselbe— offenbar durch den sozialistischen Zug der Verstaatlichungsvorlagc mitgerissen— die Börse einen„Gift- bäum" nannte,„der über das Leben des Volkes seinen Verderb- l'chen Schatten wctfe und dem die Wurzeln zu beschneiden und seine Acste zu nehmen, ein vekdienstliches Werk sei." Eine solche Sprache hatte die Börse von„Oben", wo sie immer der licbens- würdigsten Protektion und Kooperation sicher gewesen, noch nicht gehört und ihre Wuth, aber auch ihr Schreck war deßhalb nicht gering, weßhalb sich die Börsianer eiligst in den Börsenkoinmis- sionen, Handelskammern, Kaufmannsältestenkollegien u. bgl. ihren Interessen dienstbaren Körperschaften sammelten und Rath hielten, wie der„Anmaßung" des Ministers wirksam entgegen zu treten und weiterer Schädigung der Börseninteressen vorzubeugen sei. Eine interessante Information über die Stimmung, die Be- fürchtungen und Hoffnungen in den Börsenkreisen bringt die "Magdeb. Ztg.«, die derlei wissen kann.„Unsere Jobber, die ü>glich in wilder Lust den„Giftbaum" umtanzen— schreibt Ne— sind, zum ersten Male vielleicht in ihrem Leben, nach- oenklich geworden. Es erfaßt sie der Gedanke, plötzlich könnte ""e staatliche Kontrole ihrem bisher unkontrolirten Treiben ein Ende machen oder es auch nur einschränken. Diese Besorgniß °n der Börse ist allgemein, den» die Jobberei treibt ihr Wesen nicht etwa blos an der„Lombarden-Ecke", sondern sie be- herrscht, bis auf einen ehrenwerthen Bruchtheil großer und «einer Bankiers, die gesammte sogenannte«haute fi- nance». In ihr herrscht als allgewaltige Macht das Haus Rothschild, und hierin liegt für die kleinen Macher ''nt Beruhigung; denn sollte wirklich einmal eine Reinigung oer Börse inszenirt werden, käme also der Spekulations- schwindet in Gefahr, von den Börsen schlechtweg ausgeschlossen Zu werden, so hätten das erste Ausweisungsdekret Rothschild und snne Agenten zu gewärtigen. Es ist zwar schon bekannt, muß # ln Erinnerung gebracht werden, wie dieses erste Welthaus den Börsen operirt. Neulich brachte es in Paris durch einen samten des Finanzministeriums Absichten der Regierung in �zug auf Rentcnkonvertirung„in Erfahrung", und sofolt wurden bou„Uneingeweihten" Millionen von Reuten aufgehalst. Das Haus Rothschild erfuhr rechtzeitig, daß die Konvertirung nicht �or sich gehxn sollte, und so wurde denn die bei stürmischer Hausse abgegebene Rente bei Panik zurückgekauft. DaS Ge- fchäfichen brachte ein paar Millionen Francs ein. Das rechtzeitige Verkaufen und Kaufen des Hauses Rothschild spielte eme große Rolle vor der Kriegserklärung Frankreichs und Jta- liens an Oesterreich und kurz vor dem Frieden von Villafranca. Die Rothschild's, immer zuerst unterrichtet, verkauften und kauften deßhalb immer rechtzeitig, kurz, sie verschmähten nie- mals die Manipulationen der ordinärsten Jobberet, sie blieben bis zu dieser Stunde die Spekulanten par excellence. Ihnen habcn's erst die kleinen Jobber abgesehen, wie ein„Ge- schäftchen" zu machen sei, und käme also in das Treiben an der Börse plötzlich ein Wetter hineingefahren, würde mit den „Machern" vor und hinter der Koulisse aufgeräumt unsere sogenannte«haute linance» wäre dann zuerst auf die Straße gesetzt. Dieß beruhigt die kleinen Existenzen, die sich nicht vorzustellen vermögen, es könnte an die „Großen" irgend wer sich heranwagen. Da? Nach- denke» über die möglichen Gefahren witd bald genug wieder dem Gefühl absoluter Sicherheit den Platz räumen" Und dies Gefühl„absoluter Sicherheit" vor der Einichränkung ihres schwindelhaftev Treibens, welches der- Börse bald wieder zurückkehren wird und zum Theil bereits wieder zuiückgckehrt ist, ist vollkommen berechtigt. Mögen auch der Hof, der. Adel, das höhere Beamienihum theilweise eine noch so große Abneigung vor dem gesellschaftlichen Umgang mit den„Juden" und„Parvenüs" der Börse haben— im Grunde verbindet sie alle, die ganze herrschende Klasse, doch das gemeinschaftliche Interesse der- Be- herrschung und Ausbeutung des Volkes diesem gegenüber allznfest mit einander, als daß sie sich in ihren speziellen Ausbeutungs- zweigen gegenseitig auf die Dauer entgegenarbeiten könnten. Warum auch gerade dir Börse allein zum Sündenbock machen, da dieselbe doch nur eine Form der kapitalistischen.„Theilerei" und Räuberei ist, die überdies das nothwendige Produkt der kapi- talistischen Wirthschäft ist und nur mit derselben falle» kann und fallen wird! Ueberdies wiffen auch die„Angestamm- ten", die Aristokraten und RcgierungSmänner die Vortheilc der Börse und des Zusammenwirkens mit ihr recht wohl zu schätzen und zu berechnen und kennen viel zu gut, welch süße Früchte der „G'stbaum" für den mit ihrer Gewinnung Vertrauten liefert, als daß sie ihn ernstlich schädigen möchten. Und dann darf auch die Macht der Börsenpotentaten nicht vergessen werden. Die „Magd. Ztg." hat ganz recht, daß stch„an die„Großen" Niemand heranwagen wird"! Man braucht deshalb das hochtrabende Wort des Herrn May- dach nicht allzu ernst zu nehme»; es war kein Brustion. Und daß man sich in unserer humanen Zeit jetzt nicht mehr damit begnügt, die kleinen Diebe zu hängen, sondern sie auch noch martern, prügeln und rädern will, hindert durchaus nicht, daß das Steh- len und Rauben der Großen nach wie vor straflos bleibt, sondern auch zu Ansehen, Ehren und Würden bringt! — In den sächsischen Landtag, in welchem sonst die rührendste Harmonie zwischen der vortrefflichen Regierung und den edlen„Volksvertretern" und die musterhafteste Ruhe und Gleich mütbigkeit herrschte, welche höchstens durch eine wichtige Hoftheater- dcbatte gestört wurde,— in dieses Haus des Friedens ist durch den Eintritt der drei soziäldeMokratischen Abgeordneten eine arge Unruhe und tiefgehende Bewegung gekommen, dergleichen dort- selbst seit den Bewegungsjahren 48— 49 nicht mehr erlebt wor- den ist. Nachdem die Genosse» Liebknecht und Freytag schon einige Tage vorher in der Debatte über das Landarmenwesen gesprochen hatten, um darzulegen, wie durch das von den sächsische» Be- Hörden besonders infam ausgelegte Unterstützungswohnsitzgesetz die einst vielgerühmt«„Freizügigkeit" großentheils gänzlich illusorisch gemacht werde, und für den Uebergang der von den Gemeinden elend gehandhabten Armenpflege an den Staat zu plaidiren,— ergriff Liebknecht am 27. v. Mts. in der Besprechung einer Interpellation des Abg. Stephani wegen der eingetretenen theil- weisen Unterstützungsunsähigkeit verschiedener bei den sächsischen Staatsbergwerken bestehenden Knappschaftskassen das Wort, um die Regierung wegen der kopflosen und arbeiterfeindliche» Art der Verwaltung der Knappschaftskassen und der rasfinirt ansbeuieri, schen Verwaltung der Staatsbergwerke überhaupt heftig anzu, greifen. Es liegt uns leider weder ein eigener Bericht, noch der Wortlaut der betreffenden Verhandlung vor und wir müssen uns daher angesichts der gänzlichen Unzuverlässigkeit der lügnerischen und gehässigen Berichte der- Bourgeoispresse einerseits und dei Boraussichtlichkeit, daß wir bis zur nächsten Nummer einen eigenen Bei icht aus Dresden eihaltcn, anderseits, vorläufig auf eine Notiz der unparteiischen„Dresdner Abendzeitung" beschränken. Demnach mußte die Regierung in ihrer Beantwortung der In- terpellation die Thatsache, daß die Knappschastskassen ihren Ver- pflichtungen gegen die unterstützungsbedürftigen Mitalieder nicht nachkommen und die Jiwalidenpensionen auf die Hälfte des Ver- sprochenen herabsetzten, vollkoinmen zugestehen. Siesuchte dieses skandalöse Vorgehen aber dadurch zu entschuldigen, daß sie behauptete, der Grund der enotmcn Vermehrung der Invaliden liege darin, daß jetzt die Zeit gekommen sei, in welcher die srit Begründung der Kassen denselben angehörigen Mitglieder invalid werden; dieser Umstand aber sei bei Berechnung der Höhe der Pensionen nicht beachtet worden!— Hieraus erklärte Liebknecht, daß der Grund der Mehrung der Invaliden ein ganz anderer, nämlich der vernunftwidrige, Leben und Gesundheit der Arbeiter gefährdende ge- w i» n sü ch I i g e B ei r i eb der Staatsbergwerke und die mangelnde strenge Aufsicht über d i e P r i v a l b e r g- werke sei, und gab hierauf eine sachkundige Eharakteristik der Kasse»- und Arbeitsverhältnisse der Bergleute, indem er die Aus- beuterwirthschast des sächsischen BergwerkSbetriebes einer vernichtenden Kritik unierzog Die Antwort der hierauf sprechenden Redner aller Parteien waren in Ermangelung von Gegengründen wüthende Angriffe auf die Sozialdemokratie. Dieselbe» wurden indessen von Liebknecht, welcher noch zwei Mal das Wort ergriff, in einer Weise abgeseriigt, welche nicht nur in der Kammer selbst, sondern auch auf den Tribünen zc. solche Sensation erregte, daß z. B. viele Mitglieder der ersten Kammer bestürzt herübergeeilt kamen, um dem Redekaiupse beizuwohnen. Die Herren werden sich an solche„unerhörte Szenen" wohl oder übel noch gewöhnen müssen! — Der deutsche Liberalismus hat wieder einmal einen vollgültigen Beweis seiner politischen Ehrlosigkeit und Niedertracht gegeben. In der zur Borbereitung drr Mag de- burger Reichst agöivahl am 25. v. Bits, rn Magde- bürg ftaltgebabten Berjammlung„liberaler Wähler" erfehien auch der Kandidat der Sozialdemokratie, Genosse Viereck- und meldete sich sofort, nachdem der Kandidat der Fortschritts' Partei feine Kandidatenrcde beendigt hatte, zum Wort. Der „ liberale" Vorsitzende crthciltc ihm dasselbe indessen nicht, in- dein er erklärte, daß es sich lediglich um„eine häusliche An- gelcgenhcit Magdeburgs" handle, und daß deßhalb der in Leipzig woyiiende Biereck nicht zum Spreche» berechtigt sei! Selbstverständlich riß den zahlreich anwesende» Sozialdemokra- ten ob solcher Infamie die Geduld und sie protestirtcn euer- gisch gegen diese feige Mundtodtmachung des Gegners durch die augeblich für das„freie Wort" schwäruienden„Liberalen", die sich dadurch zu Helfershelfern der Polizei»lachen. Alle Bolstellung.'n gegen die Schamlosigkeit dieses von den tapfern Liberalen natürlich schon vorher gefaßten Beschlüsse», die So- zialdemokraten um keinen Preis zum Wort zu lassen, führten zn keinem Resultat, vielmehc benützte der Vorsitzende die Aeußerung der Empörung seitens der Versammlung dazu, um „wegen des eingetretenen Tumultes" die Versammlung für geschloffen zu erklären und den Saal mit Beihilfe der Polizei schnell räumen zu lassen, was indessen nicht so schnell geschehen konnte, daß nicht vorher noch von der Mehr- ziht der Versammlung der Sozialdemokratie und ihrem Kau- didaten donnernde Hochs ausgebracht werde» konnten. Unsere Genosse» werden natürlich auch in küniiigen Versammlungen nicht dulden, daß die BonrgeoiSpartcien das Recht der Mein- ungSäußerung nur für sich allein üben und unter dem Schutz des Ausnahmegesetzes im Trüben fische» Wen» die Magde- burger Ordnungslente aller Sorten demnach etwa gehofft haben, die gesürchtete Sozialdemokrat e durch das Sozialisten- gcsetz loa geworden zu sei», so sind sie ebenso cklich enttäuscht worden, wie früher ihre Gesinnungsgenossen i» Breslau, Erfurt, Sachse»«. Die Sozialdemokratie zeigt eben, wo immer sich die Gelegenheit dazu bietet, daß sie noch eben so zahlreich, gut organisirt und schlagfertig ist, wie sie e» vor dem Ausnahmegesetz war. Das Resultat der Magdeburger Wahl wird es wohl noch weiter beweisen. — Ein wahre res Bild uit serer gerühmten moder- n e n„Z i v i li s atio n", als Bücher voll begeisterter Lobeshymnen, gibt eine trockene Zahlenzusammenstellung, welche der belgische Akademiker Löon Donnat veröffentlicht hat und welche wir dem L Etat de Californie entnehmen. Tie statistische Aufstellung enthält eine Vergleichung der Geldaufwendungen, welche die grö- ßeren Staaten einerseits für den Volksunterricht und anderseits für Militärzwecke machen. Demnach gaben aus pro Kopf der Es wird demnach— von den einzelnen Ländern, unter wel- eye» Deutschland gleichfalls eine traurige Rolle spielt, ganz ab- gesehen— im Durchschnitt für Zwecke des systematischen Massen- mordcs mehr als das Vierfache von dem ausgeben, was für die Bildung des Volkes, für die Vervollkommnung des Menschen, für die wahre Zivilisation aufgewendet wird! — Die portttgisischeu Sozialisten haben sich bei den im Oktober stattgehabte» allgemeinen Wahlen zum ersten Mal be- theiligt und 6 Kandidaten, 3 in Porto und 3 in Lissabon. aufgestellt. Indessen baben sie nur geringe Erfolge-erzielt, da die Macht der Regierung gegenwärtig übermächtiger als je ist und letztere außerdem vor keinem Mittel zur Verstärkung ihrer Siimmenzahl und Einschüchterung ihrer Gegner zurücischcute. „Der Samum, der Gluthwind der Korruption, welchem unser Land wehrloser als andere preisgegeben ist— schreibt unser por- mgisischks Parteiorgan ,,0 Proteste"— hat sein Werk gelhan und?llles verwüstet. Wein, Geld und Versprechungen, das waren die voricehmsten Wahlagitatoren. Und so hat das„frei be- fragte" Land die Volksvertreter gewählt, welche der Versicherung der Thronrede zufolge das Land regeneriren sollen I In der Herr- schenden politischen Atmosphäie ist alles vom Brand ergriffen. Trotz unserer lltiederlage aber herrscht in unsere» Reihen keine Muthlosigkeit. Haben wir heute nur 130 Stimmen, so wiffen wir, daß wir morgen mehr haben werden und daß uns die Zu- kunst gehört." Daß die siegreiche Regierungspartei unsere portugistichen Genoffen wegen ihrer Wahlniederlage verspottet, darüber ist nichts zu sagen; die Herren am Tajo werden das Lachen dereinst noch eben so gut verlernen, als ihre Standesgcnossen an anderen Or- ten. Aber auch arberterfreundliche Blätter, wie die»stevista social« von Barcelona, halten die Beiheiligung an der Wahl für verfehlt, weil das voraussichtliche Resultat ein zu uubcdeu- tendes gewesen. Wir sind nicht hinreichend informirt, welche Be- .deutuug die auf die sozialistisehen Kandidaten gefallene Stimmen- zahl hat, da ja hierbei der Wahlmodus von entscheidendem Ein- flüß ist. So viel wir jedoch wiffen, ist das portUjsisische Wahl- geictz durch Klaffenwahl und hohe» Zensus für die Arbeiter über- aus ungünstig und wäre alsdann das Häuflein sozialistischer Stimmen durchaus nicht so unbedeutend. Auf alle Fälle aber sind durch die Wahlbeiheiligung zwei Vortheile gewonnen: Erst- lich ist durch den Eintritt der Sozialisten in die parlamentarische Bewegung vor dem ganzen portugistichen Volk offen das Bauner des Sozialismus aufgepflanzt und dadurch weite» Schichte» erst dessen Existenz gezeigt worden. Sodann aber konnten die poetugisiicheu Genoffen im Wahltampf ihre Kräfte messen; die rich- tige Erkenutniß ihrer Kräste aber ist für eine politische Partei das Grunderforderniß jeglicher ersprießlichen Thätigkeit. und ist das Bedauern über die Betheiliguug au einer Wahl wegen schlech- ten Resultates um so thörichter, als die U e b e r s ch ä tz u n g der eigene» Kräfte gefährlicher als deren Unterschätzung ist Vor Allem aber sind wir über die Betheiligung der portugisi- schen Genossen an den Wahlen auch deswegen befriedigte weil diese Genossen dadurch bewiesen haben, daß sie politisch den rech- ten Weg erkannt haben, den in der»eueren Arbeiterbewegung zuerst und mit so großen Erfolgen die deutsche Sozialdemokratie ein- schlug und au' dem ihr nach anfänzlicheni heftigen Widerspruch und zahllosen Anfeindungen allmälig die aufgeklärte» Arbeiter der meisten Länder geiolgt sind; und weil durch ihre Wahlbelheiligung aufs Neue hie Zahl politischer Kinder sich vermindert hat, welche der Welt wunder wie sehr zu imponiren und sie zu er- schüttern glauben, indem sie sich in die Schmollecke stellen und „nicht mitthun"! — Tiesei Sozialismus ist wirklich einc verteufelt ge- fährliche Seuche, viel schlimmer noch als die Pest von Wetljanka; denn während sich diele durch Absperrung und Anstilgung der Seuchenheerde durch Feuer und Tod unterdrücken ließ, hat sich gegen jenen bisher noch gar kein Mittel probat erwiesen und kein Land, keine Zone und— in den Augen der Herrschenden sicher das Allermerkwürdigste— auch kein Stand ist sicher vor ihm. Die Arbeiter, die ohnehin nur ein nothwendiges Ucbcl für die armen Reichen sind, bleiben natürlich von vorneherein außer Frage— von dieier„rohen, unzufriedenen, meuterischen Rasse" ist ja ohnehin nichts Gutes zu erwarten. Aber der„ver- brecherische Wahnsinn" hat auch schon eine Menge Angehöiige der herrschenden Klasse selbst ergrifsen. Bourgeois, Fabrikanten, Gelehrte, ja sogar Erben altersmorscher Stammbäuinc finden sich in den Reihen der sozialistischen Armee und daß die ultima ratio regium, das Heer, nicht mehr intakt ist, ist schon eine alte Geschichte. Erst jüngst ist in Amerika ein Mann gestorben, der beiden letzteren Ständen zugleich angehörte und trotzdem sein Leben der Sache des arbeitenden Volkes gewidmet hat: wir meinen H. von Ende, den Sohn des früheren hessischen Kriegs- Ministers. Die amerikanischen Genossen haben ihm in zahlreichen Gedächtnißversammlungen das rühmende Zeugniß gegeben, daß er der hingebendsten Genosien Einer gewesen. Das einzige der sozialistischen Minirarbeit ganz unzugängliche Bollwerk der alten Ordnung und Zucht war bisher noch die hochwürdige Geistlichkeit. Aber— schrecklich zu sagen!— auch in ihren heiligen Körper hat nun der böse Feind sein fressendes Gift geiräulelt, und schon zeigen sich hier und dort deutlich die Verwüstungen. In der Schweiz niunkcll man schon seit einiger Zeit von verschiedenen sozialistischen Pfarrherren. In den ehedem so glaubensstarken Niederlanden ereignete sich jüngst das schreck. liche Schauspiel, daß ein hervorragender proiestantlscher Prediger, Dom�la Nicuweithuis, aus der Kirche austrat, um sich ganz der Sache des Sozialismus zu weihen. Uno jetzt ereignet sich ein ähnlicher Fall auch in den frommen Vereinigten Staaten, dem goldeilen Land aller transzendentalen Schnurrpfeifereicn. Ein Prediger von Ruf, Mr. Eduard Everett Hale, hat sich nämlich zum Sozialismus bekehrt und predigt densetben mit Feuereifer in den ihm als«Reverend» zugänglichen„höchsten" Kreisen der Gesellschaft. Indessen dürfte diese Art Propaganda wohl bald ihr Ende erreicht haben, denn Hale dürfte bald die Erfuhrung machen, daß sein Einfluß in jenen Kreisen nur an dem Piaffenrock hängt und in dem Augenblick zu Ende ist, wo er Vernunft und Freiheit predigt. Denn diese sind die Todfeinde der herrschenden Klasse, und wo sie Anhänger finden, beginnt das Reich der Ausbeuter zu wanken. Wenn Hale, Nicuwenhuis und ihre Gleichgesinnten aber von ihren bisherigen Veichrern in der Bourgeoisie vor die Thüre gesetzt werden, so werden sie dafür um 10 treuere Freunde und ein um so dankbarere» Feld für ihre humanitäre Thäligkcit beim Volk finden! Berichte. a. b. Leipzig, SO. November. Es war vorauszusehen, daß die Berliner Gewalthaber die Macht, die sie besitzen, rücksichtslos aus- nutzen würden. Der Belagerungszustand ist erneuert worden. Darüber ist kein Wort zu verlieren, obgleich es die Lachlust und die Logik gleichmäßig herausfordern heißt, wenn Graf zu Eulen- bürg als Motiv für die Erneuerung anführt,„die Organisation der Sozialdemokratie sei noch in alter Kraft vorhanden." Damit ist doch wohl bewiesen, erstens, daß das Sozialistengesetz nicht seinen Zweck erreicht hat, zweitens, daß die gesammien Berliner Polizisten El'el sind, indem sie diese Organisation nicht fassen und zerstören konnten. Schade um das schöne Geld; sind ts doch Millionen, welche die Steuerzahler für eine solche Institution ausgeben müssen! Nun kommt aber die Hauptsache. Da der Belagerungszustand nach dem Sozialistengesetz nicht verlängert werde» konnte— $ 28 des Gesetzes schreibt vor, daß der Belagerungszustand längstens auf die Dauer eines Jahres verhängt werden dürfe— sondern in aller Form erneuert werden mußte, als sei er vorher gar nicht dagewesen, so ist auch klar, daß die unter dem früheren Belagerungszustand getroffenen Maßregeln nicht ohne Weiteres auf den neuen übertragen werden konnten. Dieser einfache, jedem Laienverstande sich von selbst darbietende Gedankengang ist aber vom Berliner Polizeipräsidium unbeachtet gelassen worden. Frei- lich, wozu wäre man auch Polizeipräsident, wenn man sich an Recht und Gesetz kehren sollte; Polizeier sein und heißen ist im deutschen Reich synonym mit Gewalt und Willkürmensch. Es mußte um jeden Preis verhütet wer den, daß die Ansge- wiesenen, u»o sei es uuch nur aus 24 Stunden, nach Hause zu ihren Familie» kamen; wie leicht hätte auch während ihrer Anwesenheit eine Revolutio» ausbrechen und die Reihe des Ausgcwiesenwerdens an Herrn v. Madai und Konsorten kommen könne»! So wurde also flugs verordnet, daß alle alte» Ausweisungen auch für den »eu e.r Belagerungszustand Geltung hätten. Jndeß scheint Herr v. Madai doch nicht ganz seiner Sache sicher zu sein, denn er hat sich damit begnügt, diejenigen unserer ausgewiesenen Ge- nassen, die nach Ablauf des Belagerungszustandes, in der Nacht vom 28. auf den 29., nach Berlin zurückkehrten, im Laufe des gestrigen Tages in ibren Wohnungen festnehmen und nach dem Molkenmarki-Gcsängniß tiansportiren zu lassen, woselbst ihnen nach mehrstündiger Haft bedeutet wurde, daß sie auch ferner ausgewiesen seien und noch im Laufe des Tages Berlin zu verlassen hätten. Um Aussehen zu vermeiden, wurden die Sistirten von ihren Wohnungen nach dem Molkenmarkt und von dort theilweike später wieder nach ihre» Wohnungen per Droichke iransportirt. Genosse Bartsch, der für besonders ge- fährlich gilt, wiebersuhr fogar Die Aufmerksamkeit, daß man ihn Abends ver Droichke aus seiner Wohnung abholte und ihn nebst seiner Frau(der die Begleitung gestaltet wurde)»ach dem Anhult'sche» Bahnhof expe-äo besorgte dos Alles selbst, und nebenbei bemerkt, wachte er auch eifersüchtig darüber, daß nicht etwa strebsame Männer und ehrliche Arbeiter sich hervordrängten und ihm ans die Finger sahen. Bei denen, welche heuie noch die Partei bilden, fehlt eS nicht an gutem Willen, vorwärts zu kommen, wohl aber oslmols an Einsicht cn die richtigen Mittel und Wege, dem hohen Ziele zuzustreben. Am besten wird die Partei durch ihr Organ„Sozialdemokraten" reprätenlirt, welches seil Anfang dieses Jahres eine» mehr ziel- bewußten Inhalt bietet, und in Folge dessen auch Mitarbeiter in Kreisen außerhalb der Arbeiterpartei findet, so daß es bereits die Aufmerksamkeil der Regierung in dex Ihnen bereits berichteten Weise auf sich zog. Der Strike der Bautischler zur Erlangung eines überall ein- geführten und gegen den früheren ermäßigte» Tarif scheint neuer- Vings ins Stocken gekommen zu sein(obgleich er von den meisten Meistern schon angenommen war), weil sich ein Theil, und zwar die bedeutenderen, verbunden haben, ihn unter keinen Umständen anzuerkennen und„den unverschämten Arbeitern den Brodkorb noch höher zu hängen." Die Versammlungen der Arbeiter sind deshalb auch stets sehr zahlreich besucht und oft auch stürmisch. Ein anderer Strike ist in einer unserer westindischen Kolonie» eirrögebrochen und macht den Pflanzern aus St. Eroix weidlich das Leben sauer; denn feil dem 1. Oktober weigern sich die Neger, kraft des neue» Dienstboleitgesetzes, sich wieder wie früher auf ein volles Jahr zu verdingen. Die Zuckerrohr-Paschas wollen aber die Neger in der alten Abhängigkeit erhalten wie bisher und be- achteten das Gesetz nicht, im Vertrauen, daß die dänische Regierung zuletzt geiiölhigl sein werde, das„Landstreichergesetz" zu Hand- haben. Die Neger, offiziell„Plantugenarbeiter" genannt, war- teten einige Tage, daß sich die Herren besiunen möchten, vom Jahreskontrakt abzulassen und den Lohn von 70 Oere(ungefähr 1 Franken) entsprechend zu erhöhen. Da dies nicht geschah, so kamen am 6. Oktober 2— 3000 Neger in Frcdrikstad an und baien,»ach de» Nachbarinselir übergesetzt zu werden, um dort Arbeit zu suchen. Ein englisches Kriegsschiff ist bei Frcdrikstad vor Anker gegange», auf Wunsch des englischen Konsuls, welches die Aufgabe hat, daraus zu achten, daß der Streit nicht, wie letztes Mal, die„friedliche Grenze" überschreitet. Jörgen Gaardmand. Briefkasten der Erpedition: Avis! Uiisern Aboniiente» zur Nachricht, daß die Nrn 4, 5 niid 6 vergriffen sind, also nicht nachgeliescrt werden können. Wir versenden stet« pünktlichst»nd thnnlichft sicher: bei der Schwierigkeit unsere» Postdiensted aber sind einzelne Verluste uuteeweg» nicht immer ver- meidlich. Nachlieferungen erfolge» deshalb so weit Vorrath reicht auf Reklamationen, die wir un» jedoch erst frühestens 3 Tage nach dem Erscheinen de» Blatte« auf sicherstem Wege erbitten. Neue Adressen find diesfalls erwünscht. BestellunqSbriefe wolle nlan zur Vermeidung von Weiterungen möglichst durch betanuie Vertrauensleute gegenzeichnen lassen, da wir verdächtige Be steller besonders bedienen mlissen.— ff f. Geld erhalten und Korrespemdenz.— Rothaut Di«d.: Dank für Referenz. Es ist un» trotz Allem durchaus nicht gleichgiltig, ob >oir gezwungen sind, Spitzel» auf die Nase zu binden, was nur f ü r Genosse» kenntlich sei» darf. Verstanden? Gruß!— Quittung. Jür den Zluterstütznngsfoads find eingegangen: Vom 17. bis 2g. November: R., Bade» 2: Alfeld(!,50, Franken Hausen r Th. 9; Rhoda 2; Ein bapr. tzndtqS. Abg. 5; M., Leipzig 8,20; Groitzsch 1;%., Leipzig 4,60; B. Cassel 8,0'>; Zwickau»0; Cassel 10: Reutlingen 4; Braudenburg 4; Verden 25,80; G., Haniburg 10; R, Freudeulbat i öftr. Schi es. 8,55; Stra' bürg 15; llnler-Vredvw 2; F., Ver vier» 12,10; Mannheim 30, F. L., Aussig 8,67; Lechhaujen 14,30; E., Augsburg 6; Hohcnstcm-Ernstlhal 3,50; Rendsburg 23; Lausigk 5; Jser lohn 10; Pieschen b Dresden 6,40; Gumbiniien 75; Cottbus 3; F, E., Brüsa» i/Mnhren 10,30; Reutlingen 15; Dessau 2; Leipzig 2; Sachsen? Hausen 15; Aachen 10; ffrohburg 4,86; Groitzsch-Pegau 6,45; Dortmund 5,90; Osnabrück 13,45; Paderborn 3; Burckhardtsdorf 3; Moimheim 25; Rcukirchen b/Rhcina 3,80; Landshut t/Bayern 5; Güstrow 7,30; Landau 3,50; Stuttgart 7; Ulm 14,25; Lübeck 16; Delitzseb 6,41; Wigstadtel Öftr. Schles, 3,32; Leipzig 4,10; 3., Leipzig 2; Minden i/Westph. 22; P., Leipzig 5; Burgstädt b. Chemnitz 7,30; Chemnitz 14; L., Cöln 30; Leipzig 60; Fürth i/Bayern 30— Mark; Beim„Sozialdemokrat"— vom 13. bis 30. November: R. W. B. 6,15; Alle für Einen, Einer für Alle, Coino 3; Für die verfolgten deutschen Genosien, Ertrag der Abendun'eshallung am 23, Nov. Im Deutschen Verein in Zürich, durch Sörgel 67,70— Franken. Aür den Wagdeönrger Wahlfonds find eingegangen: Beim„Sozialdemokrat": H, Zürich 2; X., Hottingen l; Br., Hottingen 1; Bst., 1; 11., 0,50; Alle für Einen, Einer für Alle, Como 2— Franken. Schwriz. Vtreinsbuchdruckerei Hottingen-Ziirich.