5-schewi wich««»»»»»>«««> in Zürich(Schweiz) Perl», «. Herttt, Z»»uftr>«h»ll« Aieidach-Jürich Dißse»>»»»eu sr»»eo zigen sranco. »ewihnltch««rief« «»ch d«r Schweiz losten Ooppelporio. R' 19 Der SoMemokrat Internationales Organ der Sozialdemokratie deutscher Zunge Sonntag, 11. April. Aöonnemeuts werden nur beim Derlag und dessen belannien Agenten ent- gegengenommen und zwar zum vorau» zahl»»»»» BierteljahrSprei« von: Fr. 2.— für die Schweiz MI. Z.— siir Deutschland st. 1. 70 siir Oesterreich(ttauvrei) Ft. 2. 50 für alle übrigen Linder de» Weltpostverein»(Are», band). Ziserit» Die dreigespalteu« Petitzeile 25 St».= 20 Pfg. 188« .ttt bft.»M- A'i« t« die imrffralratn»> Ibnnnira kn.L-ziilkemikrit«. -*' und letztere dadurch zu schützen. Haupterfordernitz ist hiezu einersei«», daß unsere Freund- so selten a» möglich an den.Soiialdemolrat', resp. desten Verlag selbst adresstren, sondern fich möglichst an irgend eine unverdächtige Adresse außerhalb Deutschland» und Oesterreich» wenden, welche fich dann mit un» in Verbindung setzt; anderseit» aber, datz auch UN» möglichst unverfängliche Zustellung»adrefien mitgetheilt weroen. In zweifelhasten Fällen empfiehlt fich behus« größerer Sicherheit Retommandirung. Soviel an un» liegt, werden wir gewiß weder Mühe noch Kosten scheuen, um trotz aller ent- gegenstehenden Schwierigteiten den, Sozialdemotrat* unser» Abonnenten möglichst regelmäßig zu liesern. Uusern Abonuenteu in der Schweiz M gef. Kenntniß, daß wir diejenigen, welche die Abnahme unseres Blattes bisher nicht ablehnten, aucy als Abonnenten für das lausende Onartal Vortrag und Nachnahme mit Nr. 16 erheben werden, sojern beträ zuw 15. ds. M. die betreffenden Abonnements- ge nicht eingesandt wurden. Unfern auswärtigen Abonuenteu, Filialen, Vertrauensleuten zc. legen wir ans Herz, Abrechnungen und Ab onnemeutserneue- Zungen, soweit noch nicht erfolgt, ungesäumt zu �wirken, damit keine Unterbrechung in der Lieferung eintreten muß. UnsereBertrauensadressen sind bekannt. Briefmarken aller Länder werden für vpll angenommen. Größere Beträge in Papiergeld oder Post-Ein- zahlung. Die Expedition des„Sozialdemokrat". Flugschriften-Fonds. KMSßM Fonds zur Unterstützung � der Opfer des Sozialistengesetzes. t"8 Sozialistengesetze« als Zeichen ihrer Theilnahme, Ar- gesamm,,. i0n tv.A); Vom greulichen Freikorps auf dem ZUrichberg - Idst(�\n.>>ert Centime»——.80; Johannes B. 1,05;-— ger nmeit p...'». L: y -schl /�n,b€rt Centimes=—,80; Johannes. m Aeven x Ö�r*)— ,44; Von einer sozialrevolutionären Märzsner ,i'~' Selbstbesteuerung, Liste 1, vom 13. März bis mit iFr. 23,20) 18,50; zusammen Mk. 34 99 Bisher eingegangen Mk. 12,721 Ol Gefammteingang Mk. 12,756— bLher ,in!!®fn-'n Brg.(Rothwein) 8,10; St. O. durch Peter 2,—; 9 9angen 39,90; zusammen Mk. 50,— Allgemeiner Wahlfonds. An Deutschlands Herren! Ä! aus stolzen Thronen, die ZUgel in der Hand, U»! mkt nach Eurem Willen da« schöne deutsche Land. «jv b �ukt es hin und wieder und lenkt's— daß Gott erbarm. * Volt vom ew'gen Lenken wird matt und krank und arm. Boll, da» todesmuthig die blut'gen Schlachten schlug, t sadenschein'gen Banner zu neuem Glanz Euch trufi, S, � �Uthberauscht und hungernd, noch sterbend sür Euch focht, � um die Todtenschädel den frischen Lorbeer flocht. dmen gar so willig da« Volt solch Opfer gibt, diese« Volk der Wahnwitz, ob es der Hunger plagt?" Denn mit Eurem Herrscheu entschlugt Ihr Euch der Roth, �nbest ha« Volk geknechtet stirbt hundertfachen Tod; t?''"blich einzugreifen mit aller Eurer Macht, ®abt Ihr ihm neue Henker und Ruthen nur gebracht. Ünnt, wie Ihr den Beutel ihm fortan schneller leert. �"�rstlicher Gedanke, der wahrlich Ruhmes werth. �°ch scheint Ihr auch zu wissen, wa« Ihr dem Volke se.d,— ächtet gute Deckung für eine trllbre Zeit. K�hunderttausend Krieger, gezeugt von unsrem Blut, S»«»-? Eure Häupter und Euer Herrengut. Z"st schlug das Herz de« Volte« für manches Herrscherhau«, lu' tungen unmöglich gemacht hat. Das wußte man lange. Auf dem Bah»' Hofe Lindau wurde jüngst von den Zollaussichtsorganen gelegentlich der Zollrevision ein großes Colli behandelt. Es kam aus Vorarlberg»»> der Deklaration„Papierabsälle" und war in eine kleine, am Main g'' legene Stadt bestimmt. Was ergab sich aber? Oben und unten»»' ringsumher richtige Papierabsälle, in der Mitte eine große Sendung de« oben genannten sozialdemokratischen Organe«. Sie wurde nach dei» Reichsgesetze von der bayerischen Preßpolizeibehörde zu Lindau beschlag' nahmt und das Weitere eingeleitet. Wie klug war doch da« Ganze g'' plant! In einem obskuren Vorarlberger Orte war die Sendung auf gegeben und nach Franken in ein Mainstädtchen adresfirt, wo Niemand auch nur einen Sozialdemokraten vermuthen wird." Diese Darstellung ist im Wesentlichen richtig. Nachdem bereit« zahf reiche Sendungen von„Sozialdemottat" und andern verbotenen Schrif ten in ähnlicher Weise unter den blöden Augen der Zensurwächter die Grenztaseln mit dem fettgewordenen Raubvieh pasfirt hatten, fiel da« obenerwähnte Colli durch irgeudeinen widrigen Zufall den amtlichen i)«« tungsdieben in die Hand. Derlei kleine Unfälle muß sich natürlich J«8' geheime Propaganda, gefallen lassen, und werden einsach Mittel und Weg' geändert, worauf die Sache in der alten Weise wieder fortgeht. machten also gar kein besonderes Ausheben» von der Sache, umsomed' als wir sicher waren, daß die mit der Bewachung der betr. Linie de- trauten Bertrauensgenossen alle Umsicht entfalten würden, um der edle» Polizei den schon erhaschten Raub womöglich wieder zu entwinden. U»8 wir täuschten uns nicht. Denn nun kommt die Erlanger Hängemaxime. Am 11. März«f* hielten wir die Benachrichtigung der kgl. Güterexpedition Lindau, daß in dem erwähnten Colli aufgefundenen„zahllosen Exemplare" unser«« Blatte» von dem kgl. Bezirksamt Lindau auf Grund de» Sozialistenge' setze« mit Beschlag belegt worden seien. Schon am nächsten TU' aber befand sich die konfiszirte Sendung nicht mehr in dej Gewalt der Polizei! Sie war über Nacht aus„räthselhaften Weg«» verschwunden, und hat die Polizei trotz ihrer sprichwörtlichen Schl»� heit bis heute keine Spur mehr davon entdecken können, noch wird f' dieselbe mehr entdecke», da die Sendung längst und unbeirrt durch h'' kurze Rast im Lindauer Zollkeller an die richtige Adresse gelangt iß' Man kann daraus und au« manchen ähnlichen Fällen sehen, daß M unsere„Findigkeit" neben der der weisen Polizei doch einigermaße» sehen lassen kann, besonders wenn mau unsere geringe Uebung in derlet Dingen mit der überaus großen der Polizei vergleicht, und mögen hi«»' au« unsere Genossen einen gewissen Trost und das Vertrauen schöpse»l daß unserer Propaganda und vorzüglich auch der Verbreitung de«„Sozi»'! demotrat" gegenüber alle Rasfinirtheit und Diebssertigkelt der Poliz" nur geringe Erfolge zu erzielen vermag. Da wir aber die vorübergehend beschlagnahmte Sendung gewoh»' heitsgemäß nicht frankirt halten und die konfiszirende Lindauer Zo"'' bezw. Preßbehörde bei der Beschlagnahme die aus der Sendung stehend« Fracht bis Lindau bezahlen mußten, welchen Bettag wir bei der später«» Weitersendung ersparten, so müßten wir undankbaren Herzen« sein, wen» wir nicht hiemit der deutschen Polizei unser» aufrichtigsten Dank für ih«« uneigennützige Beihilfe zur billigen Versendung und Weiterverbreitu»i des„Sozialdemottat" aussprechen würden!— Vermuthlich erinnert dies heitere Polizeistllckchen, dem wir mit d«« Zeit»och andere werden hinzufügen können, manchen einigermaßen»» ähnliche von den„Nihilisten" der russischen Polizei gespielten Stteith«' über welche die ganze Welt lachte, ehe ihr über ernsteren Thaten d»« Lachen verging. Nun, die Zustände in Deutschland werden eben imw«« russischer; und wenn der Druck der Tyrannei so zunimmt wie bis')'1] dann wäre es nicht unmöglich, daß auch das dicke Ende noch nachkäi»«' hübsch bei der Hand sein. Leider schlug aber ihre Hoffnung denn jener Staatsstreichversuch mißlang bekanntlich schon � seinem Beginn. Freilich nicht etwa in Folge der Umsicht u»8 Thatttaft der„Republikaner", die im Gegentheil munter f»� schwatzten, sondern in Folge der Unfähigkeit der Verschwör� selbst. ES fehlte an dem Morny, Louis Napoleon, Perfigfß' ein Mac Mahon ist selbst zu einem Staatsstreich zu dum»' Wird er aber deshalb viel längere Dauer haben, jener ekelhaft« Wechselbalg, den sie drüben jetzt auf den hehren Namen � Republik getauft haben, diesen Namen dadurch schändend' Ich glaube es kaum. Wa» ist sie denn, bei Lichte besehen, diese Republik der Thitt� Favre, Gambetta? Nichts als eine neue— im Grunde au«? nicht einmal neue— Form für die alte Herrschast der herrschend«" Stände. Nachdem das wieder ausgegrabene ancien rögime Karls das Börsenkönigthum des Jobberkönigs Louis Philipp, der d«* magogische Humbug deS Kaiserreichs nach einander unmögl'� geworden, war die Zeit der erwähnten politischen Spekulant«" gekommen.„Versucht es doch einmal mit un«", sagten fie,„W unS dem Volke die Puppe Republik reichen, und ihr sollt Wund«« sehen, wie artig und folgsam der Unband wird. Der alte Sp'd' bube Thiers sagte eS ja seinerzeit offenherzig genug, die Aul' richtung der„konservativen" Republik sei daS einzige Mit'«' gewesen, die Revolutton, d. h. die wirkliche Republik zu v««' hindern, sie sei für jetzt die einzig mögliche StaatSfonn, m"" müsse den Versuch damit machm. Und der Versuch wurde gemacht- (Fortsetzung solgt.) Sozialpolitische Rundschau. peutschtand. * An der Spree vollzieht sich wieder einmal ein Götterschau- spiel, welches für die Dinge im Reich außerordentlich charakter- Wch ist. In der Bundesrathssitzung vom 3. bs. fand bct Feststellung des Gesetzentwurfs betr. die Erhebung von Reichs- stempelabgaben, über die Frage, ob Quittungen über Postan- Weisungen und Postvorschußsendungen der Stempelabgabi zu unterwerfen seien, eine Abstimmung statt, wobei die Reichsregierung, bezw. Bismarck den Kürzeren zog. Allerdings behaupten die Offiziösen, die Majorität von 30 Stimmen habe eine Bevölkerung von 7'/, Mill, die Minorität von 28 Stimmen dagegen eine solche von über 30 Millionen repräsentirt und sechszehn Stim- wen kleinerer Staaten hätten sich im Wege der Substitution ,n den Händen von zwei Mitgliedern des Bundesraths befunden. bezeichnend solche Dinge nun auch für die deutschen Ver- sassungsverhältnisie find, so sind sie doch einmal gesetzlich,\a vom Gesetzgeber Bismarck selbst ermöglicht; und überdies wird �ch das Mißverhältniß auch oft genug gegen die Kleinstaaten gelten machen. Weil aber der„große Kanzler" Unrecht bekommen. spielt er sofort den Trotzkopf und reicht seine Entlassung ein. mit der Motivirung: daß er den gegen Prelißen, Bayern un Sachsen gefaßten Majoritätsbeschluß nicht ve> treten könne. Münd- l'ch aber sagte er's deutlicher:„Ich habe keine Lust, mich von den Kleinstaaten majorisiren zu lassen; dazu habe dch da �eich nicht geschaffen!" Vortrefflich: ER hat das„�ch geschaffen, damit darin alles so geh«, wie ER es will! i. a s "llloet ist unbezahlbar und wir werden noch davon sprechen. Selbs verständlich ist die Sache nicht zu ernst zu nehmen, denn in dem allgemeinen Reichsdurcheinander kann Bismarck nie entbehrt wer- den und er wird deßhalb bleiben, während der ärgerliche Bun- d-srathsbeschluß suspendirt wird. Das heißt sich dann i" Deutsch- land konstitutionelles Regiment! Rur so fort— wir könnten s "'cht besser wünschen! , � Der Reichstag hat sich wieder versammelt und wird dieser Woche die zweite Lesung der Militärvorlage durchpeit- che«. An der Annahme der letzteren ist natürlich nicht zu zwei- soln— wofür wäre denn die Jasagergesellschast da! — Die ursprünglich auf den 7. ds. anberaumte Reichs- tagswahl im 2. Berlin er Wahlkreis wurde auf den 15. ds. ""schoben. Bei der jüngsten Nachwahl in Osnabrück erhielt d" sozialdemokratische Kandidat Freitag bei 1000 Stimmen, ein sur diesen Wahlkreis sehr ansehnliches Resultat. - Das Lügen aus die Sozialdemokratie ist der gegnerischen Presse schon zur zweiten Natur geworden und wird namentlich jetzt eifriger denn je betrieben, weil die tapferen Ver- leumder durch da« Sozialistengesetz davor geschützt sind, von "ner deutschen sozialdemokratischen Presse aus der That gefaßt ""d empfindlich gezüchtigt zu werden. Ganz besonders weiß eine «nzahl deutscher Blätter immer und immer wieder von einer »Theilung-,„Zersetzung" und„Auflösung" der deutschen Sozial- »emokratie zu berichten, unbekümmert darum, wie sehr die That- mchen der deutschen Regierung und Bourgoiste zu ihrem Leid- rsen das Gegentheil beweisen. So ging neulich folgende Nach- "cht durch die Blätter(auch die„Neue Zürcher Zeitung" ver- 'chlang den fetten Bissen natürlich begierig): -Innerhalb der Sozialdemokratie mehren sich die Anzeichen, auf eine stetig wachsend- Zersetzung dieser-inst so stramm grgllrderten und gut disziplinirten Partei hinweisen. So the,lt �mand. der neuerdings in geschäftlichen Angelegenheiten m �raunschweig weilte, der„Dresdner Zeitung" mit, daß an dre "vgebliche Krankheit des Herrn Bracke, der aus„Gesund- hmsrückstchtkn" sein ReichstagSmandat niederlegte, in Braun- 'chweig kein Mensch glaubt. Bekanntlich ist Bracke„Bourgeois "urch und durch, er ist Inhaber einer großen Getteidehandlung, �uchdruckereibesttzer. V-rlagsbuchhändler u. s. w. u. s. w.. und °uch seine MandatSniederlegung in einer Beziehung aus ge- Astl'che„Rücksichten" zurückzuführen sein. Als Getre.dehandler unterhält nämlich Herr Bracke mit einer Anzahl adeliger Groß- Grundbesitzer in Braunschweig und Hannover direkt- Verbindungen, "T dieser Umstand sei dafür mitbestimmend gewesen, daß er aus "n weiteres Hervortreten innerhalb seiner Partei und vor allem ""Reichstage Verzicht geleistet habe. Diese Nachricht wird auch -„""dadurch bestätigt, daß Herr Bracke seine Buchdruckerei und Blatt zu verkaufen beabsichtigt, somit also sich nur auf seine lltuUiche(kaufmännische) Thätigkeit beschränken will. In zweiter ""d hauptsächlicher Linie soll ihm aber noch mehr der gewal- £"'Sr Sozialismus, wie ihn da« offizielle Parteiorgan„Sozial- »"nokrat" in Zürich und die Most'sth«.Freiheit" in London uugenblicklich predigen, zu seinem Rücktritt bewogen haben. Bracke w*60" sth" der Feind von solchen Extravaganzen und.st in toll(.�'ch" Beziehung sogar(!) ein durch und durch achten«- N« Mann. Daß die Herren Bebel und Liebknecht von diesem �st wenig erbaut find, braucht nicht speziell erwähnt zu b, 2.� dieses ganze Histörchen nichts al» Eine plumpe Lüge sei, «nerseitS den Gegnern einen kleinen Trost für ihre Erfolg- °7"t im Kampf mit der Sozialdemokrat!� geben sollte und ""ders-its ein(natürlich vergeblicher) Versuch, ob sich nicht Miß- und Zwietracht in unsere Reihen säen ließe.— darüber tr«". Sozialist, noch sonst ein mit den Verhältnissen ver- J1"4« und vorurtheilSlo« urtheilender Mensch im Zweifel sein. d1"- Bracke hat aber ein U-brigeS gethan, indem" einem. to°d>ge Lüge reproduzirenden Blatt, unterm 27. v. M. au "unschweig folgende Berichtigung sandte'■.. tr,>•"kläre: 1) Mein Gesundheitszustand ist leider ein so -."urigir, daß noch vor Weihnachten mein Arzt, der Dr. med. �".Müller, wie er mir nach der seit einigen Monaten an- bin Katarrhen, welche allein genügen, mich zum„Stillsitzen vftw �" 3 V«; an einem rheumatischen Zustande, der mir Ji� erlaubt, ohne Hülfe wenige Schritte ,m Zimmer unk 5�«nem N-rvenleidm. welche« jede größere Anstrengung Thiere oder Engel verwandelt haben. 2) Geschäftliche„Rücksichten", wie überhaupt materielle Interessen haben mich nie in meinem Leben davon abgehalten, für meine Ueberzeugung meine Pflicht zu thum Die Behauptung des Gegentheils bei Gelegenheit der mir jetzt auferlegten Zurückhaltung ist eine höchst leichtfertige und grobe Beleidigung. Auf„eine Anzahl adeliger Großgrundbesitzer" habe ich bisher nie„Rücksicht" genommen und glücklicherweise auch keine zu nehmen; diejenigen Herren, welche bisher mit mir verkehrt, fanden offenbar Geschmack an meinen geschäftlichen Grundsätzen und fragten nicht nach meinem politischen Stand- punkte, und diejenigen, welche sich erdreisten möchten, hiernach zu fragen, thun am besten, mir fern zu bleiben. 3) Ich bedaure allerdings jedes gewaltthätige Vorgehen, aber die Geschichte zeigt, daß noch jedesmal die Gewaltthat von oben die Gewaltthat von unten erzeugte. Ich befinde mich deshalb auch mit meinen Freun- den Bebel uud Liebknecht, wie mit dem„Sozialdemokrat" in Zürich in vollem Einverständniß. Von einem„Verluste" in Ihrem Sinne kann deshalb keine Rede sein, wenn ich auch allerdings vorläufig zu den Ganzinvaliden gehöre. W. Bracke." Natürlich wird sich das Gesindel durch diese neue Züchtigung nicht abhalten lassen, es in der gewohnten Weise weiterzutteiben; wenn man einmal entehrt ist, kommt eS einem auf eine Ohrfeige mehr oder weniger nicht mehr an. — Polizei und Ordnungspartei haben eine interessante Eroberung gemacht. Die seit längerem in der Bewegung befindlichen und mit ihrer Geschichte vertrauten Genossen erinnern sich deS Namens Küster. Die Persönlichkeit, welche diesm Namen trägt, war von Hause aus Hutmachergeselle, trat später dem Allgemeinen deutschen Arbeiterverein bei und war um 1874 verantwortlicher Redakteur des„Neuen Sozialdemokrat". Seine Unzuverlässigkeit zeigte sich schon in einem Prozeß in Raum- bürg, in welchem er so feig war, sich seiner freiwillig übernom- menen Verantwortlichkeit entschlagen zu wollen und Hasselmann als den wahren Redakteur zu denunziren. Indessen nützte ihm dies gemeine Manöver nichts, indem er trotzdem verurtheilt wurde. Zu Pfingsten 1876 reichte er aus dem Gefängniß ein Urlaubs- gesuch ein, das ihm bewilligt wurde. Er entfloh darauf in die Schweiz, verbrachte sein mitgebrachte« Geld und richtete, nachdem dasselbe zu Ende war, ein in den demüthigsten Ausdrücken ab- gefaßtes Gnadengesuch an den König von Preußen, das indessen abschlägig beschieden wurde. Er schrieb nun von der Schweiz aus mehrere Schmähartikel gegen unsere Partei an den Berliner „Gewerkverein" und ging dann nach Deutschland zurück, um seine Strafe in Plötzensee abzusitzen. Al« der christlich-soziale Rummel in Berlin begann, schrieb Küster mit Genehmigung der Gefängnißdirektion von Plötzensee aus einen sehr albernen „Offenen Brief" an Most und ließ sich auch nach Ablauf seiner Haft bei den„Christlich- Sozialen" al« Agitator anwerben. Bald aber kam er mit seinem würdigen Kollegen Grüneberg in Streit(ob wegen der Kandidatur im vierten Wahlkreis oder wegen der Grammatik, ist ungewiß) und suchte nun durch einen ihm verwandten Sozialdemokraten sich wieder unserer Partei zu nähern, die sich aber für diese Ehre bedankte und ihn ferne bleiben hieß. Unter dem Regime deS Sozialistengesetzes hat nun der biedere Küster, nachdem er es fast mit allen Parteien versucht und überall mit Stank wieder abgegangen, den letzten, noch möglichen Schritt gethan, indem er sich in die Dienste der Polizei begeben hat. Und diese hat den sauberm Patron, der allen anderen zu schlecht war, mit Freuden aufge- nommen; denn je größer der Schuft, desto tauglicher für ihre Zwecke. Die letzte bekannt gewordene Heldenthat Küsters ist eine Serie von Schmähartikeln, welche vor kurzem in dem hochkonser- vativen Berliner„Reichsboten" erschien und unter Benützung ihm durch die Polizei zur Verfügung gestellter Daten über Partei- ereignisse der neueren Zeit und unter schamlosen Verdrehungen und Fälschungen aller Art im Auftrag seiner neuen Brodgeber für die Verlängerung des Sozialistengesetzes eintritt. Wir haben keine Ursache, unS aus den«Heils infamen, theils lächerlichen Inhalt dieser Artikel«inzulassen, sondern begnügen uns damit, ihren Verfasser der geeigneten Berücksichtigung unserer Genossen, namentlich derer in Berlin, zu empfehlen. — Zur„loyalen" Ausführung des Sozialisten- gesetze«. In München wurde eine von dem bekannten Sta- tistiker und Kulturhistoriker Kolb präsidirte demokratische Ver- sammlung, in welcher Abg. Sonnemann sprechen sollte, aus Grund des Sozialistengesetzes aufgelöst. So haben den alle Be- strebungm der„Frankfurter Ztg." sich bei den Machthabern durch Verleugnung der Sozialdemokratie anzuschmeicheln, nichts gefruchtet! -a». Berlin, 7. April. Am Vorabend de« Sozialistenpro- zesses Heiland und Genossen erscheint es angemessen, die schür- tische Art zu charakterisiren, aus welche dieser Prozeß eingeleitet worden. In der natürlich nicht veröffentlichten Antlageschnst findet sich folgende Stelle:„Nachdem der Silberdrücker Fr. Mark, Buckowerstraße 5. II. bei O. Heinrich(derselbe, welchen wir schon vor einiger Zeit als Polizeispitzel bezeichneten D.jR.) am 2. Januar er. durch eine mit der Chiffre Beb. verzeichnete Postkarte au« Eßlingen davon in Kcnntniß gesetzt war, daß in den nächsten Tagen eine Kiste an ihn ankommen würde, die er Demjenigen herausgeben sollte, der sich danach bei ihm melden würde, ging wirtlich am 7. Januar mittels Frachtschein« dä. Besigheim den 18./XII. 79 eine Kiste— angeblich Wollwaaren enthaltend— Hierselbst ein. Der Frachtbrief war ursprünglich an den Schneider Treptow, Kleine Alexander- straße, gerichtet gewesen. Dessen Adresse war jedoch ausge- strichen und die des Hrn. Marck darüber gesetzt. Dem Mark schien die Sache verdächtig, er machte der Polizei von dem Ein- treffen der Kiste Anzeige, woraus dieselbe geöffnet wurde. Es wurden darin 750 Exemplare der Nr. 10 de« Sozialdemokrat, 12 Exemplare de« ebenfalls verbotenen Schmähgcdichtes„ein Wintermärchen" und ein Brief des Herausgeber« des„Sozialdemokrat", Herter in Zürich, vorgesunden. Nachdem mehrere Personen den vergeblichen Versuch ge- macht hatten, die Kiste von Mark in Empfang zu nehmen, erschien bei ihm zu gleichem Zwecke der Tischler Hugo Blum. Auf Marl« Frage, was Blum abholen wolle, erwiederte Blum:„Sie wissen ja schon" und sagte, als Mark darauf bestand, er solle den Gegenstand näher bezeichnen, mit halblauter Stimme„eine Kiste". Zu seiner Legitimation holte er schließlich aus dem Futter seines Hutes einen mit mehreren Namen beschriebenen Zettel vor, den er dem Mark vorzeigte. Dieser erklärte jedoch die Art der Legitimation für ungenügend, woraus sich Blum entfernte. Aus dem Hausflur wurde er verhaftet Im Gefängniß gelang es dem Schutzmann Ewig, ihm den Zettel, den jener inzwischen aus dem tute genommen und in seinem Rockfutter verborgen hatte, abzunehmen. er Zettel enthält die Anweisung, daß Seewald 35 Stück, Pitschelmann 60 Stück, Beeck 100 Stück, Hiller 72 Stück, außerdem ein gewisser Hennig 35 Stück und ei» gewisser Künzel 150 Stück erhalten sollldn."— Mark stand als o erwiesener Maßen im Dienst der Polizei und verrieth derselben nicht nur, sondern diente auch al« Lockvogel zur Einsangung ihm Berttauender. Ueberdies wurden noch von der Polizei Fälschungen gemeinster Sorte begangen. Unter anderm sabrizirte die Polizei auch einen, angeblich von dem Verlag des„Sozialdem." aus- gehenden Brief, durch den ein Genosse zur Abholung der Kiste bei Mark bewogen werden sollte; derselbe schöpfte aber Verdacht und kam nicht. Wer hat nun die Fälschungen begangen? Manche Anzeichen deuten darauf hin, daß der schon von Bebel im Reichstag gekennzeichnete Polizei- kommissär Graf Stillsried seine Hand im Spiele hatte, der sich erwiesener Maßen zwischen dem 15. Dez. und dem 6. Jan. in Süddeutschland be- fand und wahrscheinlich dort die ganze Geschichte angezettelt hat. Man sieht, wie viel Stützpunkte der im Reichstag so viel belachte Ver- dacht Bebels, daß sich auf dem Polizeipräsidium eine Kiste mit„Sozialdem." befinde, die an beliebige dem Verderben geweihte Personen addresfirt werden, findet.— Ganz würdig dieses wahrhast bonapartistischen Polizei- treiben« ist die Behandlung des in der famosen Werner-(Geheimdruckerei-) Affäre mitverhafteten Buchbinders Anders. Die Polizei hat sich näm- lich aus dem Molkenmarkt nicht entblödet, denselben— einen politischen Angeklagten!— durch Schläge zu mißhandeln. Wie lange müssen wir diese unerttägliche Gemeinheit noch erdulden? Und wann wird end- lich die Abrechnung kommen? s. Elberfeld, 30. März. Es schweben dahier gegenwärtig Unter- suchungen gegen 5 Personen, welchen, wie s. Z. berichtet, nach dem„So- zialdemokrat" behaussucht wurden, nachdem sie von der Post au» bestoh- len worden. Sämmtliche mit der Post und Bahn ankommendm Sachen werden aufgerissen und durchschnüffelt. □ Chemnitz, 3. April. Die sächsischen Staatsretter find in komischer Ausregung darüber, daß den pflichwergessenen Abgeordneten der zweiten Kammer der„Sozialdemokrat" eine» schönen Morgen« im Landtage servirt wurde, ohne daß sie zu ergründen vermochten, woher diese Morgengabe gekommen. Da Chemnitz der Ausgabeort der Sendung war, erhielt Sieb d rat einen Stoß und stürzte sich mit gewohnter Plumpheit ins Geschäft. Er kalkulirte zunächst richtig: die Sendung muß von auswärts nach Chemnitz gekommen sein. Dann kalkulirte er falsch: sie muß an einen bekannten Sozialdemokraten gekommen sein. So viel Verttauen zu Stephans schwarzen Kabinetten bei un» zu vermuthen! Siebdrat zog also die Post zu Hilst. Welcher Sozialdemokrat erhält Pakete?„Wiemer" war die gehorsame Antwort. Wiemer ist Ge- schäftsmann und muß daher Sendungen erhalten. Dem Siebdrat genügt aber die Auskunft zu dem Schluß: Wiemer ist der Absender! Haus- suchungen, Beschlagnahme aller Geschästssendungen und Briest, kurz echt Siebdrat'sche Wirthschast beginnt. Man zieht sogar Geschäfts- freunde Wiemers in die Untersuchung und läßt ste Adressen an den Landtag schreiben; man untersucht die Kuverts, die sie benutzen, kurz, man stellt, um nur etwas Lärm zu machen, die ungeschickteste und aus- sichtsloseste Untersuchung an, die es je gegeben hat. Nun, diese Mühe konnte man sich gettost ersparen; wir wollen den Herren Staatsrettern verrathen, daß die Kuvert» aus Frankreich bezogen und die Adressen in Italien geschrieben sind, und die Absender sind ehemalige Liberale, welche erst durch die Rechtsverletzungen bei der hiesigen Landtagswahl und durch die schamlose Haltung der Kammermajorität zur Sozialdemokratie getrieben wurden! Herr Siebdrat kennt sie nicht als solche, und sie werden sich hüten, ihm ihre Bekehrung zu melden. Er mag also suchen, wenn es ihm Spaß macht, aber nicht unschuldige Leute(auch der Schnei- der Fischer wurde gestern durch eine süns Mann starke Haussuchung vier Stunden lang von seiner Berussarbeit abgehalten) so unverschämt be- helligen.— Nur kurz theile ich Ihnen noch mit, daß einer der Jaherren in unserem Landtage gegenwärtig sein Mandat niederlegen muß, weil er vor Gericht al« gemeiner Schwindler entlarvt wurde. Es ist die« der Bankdirektor, Ritter tc. Mehner«, dessen Schwindeleien schon vorigen Sommer die„Dresdner Presse" mit aktenkundigen Belegen öffentlich aufdeckte. Mehnert und sein Mitschuldiger und Verwandter Ackermann, der Führer der sächsischen Konservativen und Vizepräsident des Reichstages, wütheten damals gegen da« genannte, von einem Partei- genossen redigirte Blatt, und dasselbe wurde unter einem nichtigen Vor- wände verboten. Die Vertuschung der Mehnert'schen Schwindeleien gelang aber doch nicht, denn ein Theil der Enthüllungen war in ein liberales Blatt Ubergegangen; Mehnert mußte dieses verklagen, die Zeugen standen zur Verfügung, und bei der dieser Tage stattgefundenen Berhand- lung wurde der Kläger Mehnert der unsaubersten Wucher- und Be- trüger-Manipulationen llbersUhrt, weshalb zunächst der angeklagte Redakteur freigesprochen wurde. Da« Weitere findet sich, und Mehnert ist schon jetzt unmöglich. So fällt Einer nach dem Andern von diesen Tugend- und Eigenthumshelden! —dt— München, 1. April. Unser durstige« Jsarathen befand sich vergangene Woche in einer furchtbaren Aufregung, deren Wogen sich heute noch nicht verlaufen haben. Bei der Polizei war eine Anzeige ein- gelausen, der zusolge die vielgesuchten Haupwerbreiter de»„Sozialdemokrat" sich unter den hiesigen—„Haderlumperinnen"(Lumpensammlerinnen) befinden sollten. Und wie es so Sitte der hiesigen hochwe.isen Hermandad ist: ohne viel Ueberlegen wurde in« Zeug gefahren; die ganze Polizei- macht ward versammelt und da« Polizeigebäude in der Weinstraße spie nach allen Richtungen der Windrose über die arglose Stadt unisormirte und nichtunisormirte Ordnungswächter, die mit einem wahren Feuereifer in den Häusern, aus den Hösen und in den Straßen alle Haderlumperinnen, alt und jung(der letzteren gibt« freilich nicht viel), deren sie habhast werden konnten, zusammenpackten und ttotz manchen Widerstände« aus das Polizeipräsidium brachten. Dort wurden die Lumpensammlerinnen samml ihren Lumpensäcken aus« peinlichste nach dem„Sozialdemottat" und anderen gefährlichen Dingen durchsucht, jedoch mit vollständigem Mißerfolg. Man kann sich vorstellen, daß die wegen ihrer Mund- sertigkeit bekannten Frauen von der Straße über diese sonderbare Ueber- raschung nicht sonderlich erbau« waren und auch nicht« weniger al« da« Lob der weisen Polizei sangen. Im Gegentheil kam es während der Razzia und nach derselben auf der Sttaße zu lebhasten Auseinander- setzungen und schon am Abend und nächsten Tags waren ganze Viertel über den Gewaltstreich der Polizei allarmirt. Der Staat in Gefahr durch die Lumpensammlerinnen— ein köstliche« Bild, dessen Komik un« nur nützlich sein kann, denn die Lächerlichkeit tödtet! Auch danken wir besten« dafür, daß solchergestalt immer weitere Volkskreise in Gegnerschaft zur Regierung gebracht und mit den ihnen ehedem unbekannten sozialistischen Dingen vertraut gemacht werden! Uebrigens soll der Hauptgrund der vorgenannten Maßregel, sowie der seit dem 18. März nicht mehr endenden Haussuchungen da«„Abhandenkommen" eines s. Z. in Lindau beschlag- «ahmten Ballen« verbotener Schriften sein, von denen man vermuthet, daß sie hierhergebracht worden sind.(Das Nähere hierüber siehe im Art. „Polizeipech". D. R.) U Fürth, 1. April. Nachdem bereits von allen größeren Orten, wo unsere Partei Anhänger hat, Uber die jetzigen Verhältnisse im Partei- organ berichtet wurde, dürfte es auch an der Zeit sein, daß wir einmal etwa« von uns hören lassen; es könnte sonst unter den Genossen ander- wärt« leicht die Meinung austauchen, die Fllrther hätten sich wirklich durch das Ausnahmegesetz einschüchtern lassen, was keineswegs der Fall ist. War es doch ein wahrer Jubel, als s. Z. die Genossen Kenntniß von der in London erscheinenden„Freiheit" erhielten, und ein längst ge- fühlte« Bedllrsniß endlich beftiedigt wurde. Allerding« schlug dieser Jubel bald in das Gegentheil um, al« die„Fr." anfing, unsere ver- dientesten Genossen zu bekämpfe», Zwietracht unter die Genossen zu säen und so unsere Sache zu schädigen. Da erschien gerade zur rechten Zeit der„Sozialdemokrat", der die Schergen mit derselben Energie bekämpfte, als da« Most'sche Blatt und von uns sofort als die richtige Zenttalstelle anerkannt wurde.— Was nun die allgemeine Lage bei un« anbelangt, so ist dieselbe eine nicht« weniger als rosige. Die anhaltende Geschäfts- losigkei«, die sich trotz der offiziösen Versicherungen von dem Aufschwung der Industrie nicht zum Bessern wenden will; die fortwährend wachsenden Steuerlasten, die nachgerade unerschwinglich werden: kurz, unsere ganzen Verhältnisse wirken zusammen, um eine Mißstimmung zu erzeugen, die nicht allein die Arbeiterklasse erfüllt, sondern ganz besonders in klein- bürgerlichen Kreisen ihre Nahrung findet. Und diese Mißstimmung wird um so intinfiver werden, je mehr man sich bemüht, dieselben mit rohen Gewaltmitteln zu unterdrücken. Daß unter solchen Umständen der beste Boden für unsere Partei vorhanden ist, bedarf wohl keiner speziellen Ausführung. Wir können getrost sagen:„Wir haben unter der Herrschast des Oktobergesetzes in Arbeiterkreisen nichts verloren, in bürgerlichen Kreisen entschieden gewonnen." Der Attentatswahn ist schnell und gründ- lich verflogen, Uberall kann man wieder offen al« Sozialdemottat jaus- treten, und man muß unserer Partei Achwng bezeigen, auch wenn man ihr nicht angehört, ja, sie aus« bitterste anfemdet. In den von unserer Bewegung beeinflußten Kreisen ist die Stimmung eine sehr gereizte und wird es naturgemäß immer mehr, so daß matt' sich allen Ernste« fragen darf, ob das famose„Reich" noch lange über die verlängerte Dauer des Sozialistengesetze« hinaus am Leben sein wird. Diese Stimmung kennt und fürchtet der edle nationalliberale Vertteter unseres Wahlkreises, Pro- sessor Marquardsen, recht gut und gibt er fich deshalb in der Sozialisten- gesetz-Kommisfion auch alle Mühe, damit die Verlängerung de« Oktober- gesetzes zu Stande kommt; hat es doch schon bei der letzten Wahl hart genug gehalten, den Professor noch einmal durchzudrücken. Was übrigens an uns lisgt, so soll alle« geschehen, um dieses Individuum, einen der gefährlichsten Kompromißler und Volksverräther, sobald möglich au« dem Reichstag zu entfernen. Freilich wird die« nicht so leicht gehen, da unser Wahlkreis ein vorwiegend ländlicher ist, und das Organ de» Herrn Pro- fessors, die„FUrther Neuesten Nachrichten", an Verleumdung und Ver- dächttgung unserer Partei das Menschenmöglichste leistet. Selbstverständlich soll uns dieses nicht abhalten, für die Ausbreitung unserer Prin- zipien bei jeder Gelegenheit thättg zu sein; es soll uns im Gegentheil ein Sporn sein, unsere Thättgkeit zu verdoppeln— denn Druck erzeugt Gegendruck! Je stärker und ungerechter die Verfolgung, desto fester und ausdauernder der menschliche Geist! In stillem rosigen Gang des Lebens erschlafft die Kraft, aber der Kampf spannt alle Nerven an, und mit erneuter Gluth und Begeisterung tritt man für die Idee ein! Die Ueber- zeugungstteue'sist immer da am größten, wo sie überwinden und kämpfen muß. Parteigenossen Fürths! Beweisen wir dies unseren Gegnern. Sagt nicht: wa« richten wir Wenige aus? O daß der Mensch doch zur Sin- ficht käme, wie viel der Einzelne zu leisten vermag, wenn er von einer Ueberzeugung voll und ganz durchdrungen ist. Zwölf Apostel sollen einst die ersten Vorgänger des Christenthums gewesen sein; nehmen wir uns ein Beispiel an ihnen. Was da auch kommen möge: Unterdrückungen und Verfolgungen,— seien wir fest und standhaft, denn uns gehört die Zukunft! — In Pforzheim sind anfangs dieses Monats mehrere Genossen, ehemalige Vorstandsmitglieder des ausgelösten Ortsvereins der Gold- und Silberarbeiter verhastet worden. Es find dies die Genossen: Karl Weber, Daniel Lehmann und Ludwig Rühl; der ebensalls aus der Liste stehende Karl Stecher befand sich außerhalb des Machtbereiches der Polizei, in London. Das Verbrechen der Verhasteten soll in der„Unter- schlagung der jdem Verein gehörigen Gelder" bestehen. Ein Bericht ist uns leider noch nicht zugegangen. Indessen sind wir sicher, wohl nicht fehl zu gehen, wenn wir die Anklage der„Unterschlagung" schon jetzt als einen infamen, aber vergeblichen Versuch der Regierung, ihre politischen Feinde zu gemeinen Verbrechern zu stempeln, bezeichnen. Aller Wahr- scheinlichkeit nach wird der Grund der Bersolgung unserer Genossen wohl der sein, daß die Gelder der Arbeiter, bezw. des genannten Ortsvereins vor den räuberischen Klauen der sie aus Grund des Sozialistengesetze« einsacken wollenden Regierung bewahrt wurden,— eine Handlungsweise, welche wir nur als Verdienst rechnen könnten. Hesterreich-Angaru. * Im ruthenischen(kleinrussischen) Theil von Galizien haben neuerdings wieder zahlreiche Verhaftungen stattgefunden. So in Lemberg, wo hauptsächlich Studenten der sozialistischen Propa- ganda angeklagt werden, und in Kalomea; an letzterem Ort wurde auch der talentvolle Romanschriftsteller Jean Franko ver- haftet, der schon einmal an einem Sozialistenprozeß betheiligt war. Es sind das nicht die ersten Verfolgungen. Vor einigen Monaten wurden die beiden Schwestern Paulik, die Töchter eines Bauern im Kossower Kreis, verhastet, von denen die ältere bereit» in vier Sozialistenprozesien figurirte. Die tapferen Mädchen wurden gleich mehreren Bauern derselben Gegend vor kurzem ihrer sozialistischen agitatorischen und organisatorischen Thätigkeit unter der Landbevölkerung wegen verurtheilt. — Wien, 2. April. Seitdem die Wegnahme von sozialistischen Brie- fen bei der Uebergabe durch den Briefträger im Prozeß Bernhard in Miß- kredit gekommen ist, werden Briese und in Briefen kommende Zeitungen einfach aus der Zollbehörde unter dem Vorwand, daß zollpflichtige Waaren(!) oder verbotene Lotterieloosc darin sein könnten, aufgemacht und, je nach- dem die Durchschnüffelung ausfällt, gestohlen. Von dieser Maßregel wer- den sowohl Abonnenten der„Freiheit" als des„Sozialdemokrat" be- troffen. Auch anderwärts, z. B. in Klagenfurt, Laibach ic. ist dasselbe der Fall.— Auch an andern Maßregelungen: Haussuchungen, Verhas- tungen, Prozessen ic. fehlt es hier so wenig oder noch weniger als im „Reich". So sind gegenwärtig nicht weniger als 12 Wiener Genoffen in Hast: Schneider, Becker, Zlocha, Führer, Redtenbacher, Futschek, Ku- diu, DobrodinSki, Prager und Doktor. Gegen letztere drei hat man einen „Hochverraths"-Prozeß(wegen„geheimer" sozialistischer Verbindungen) eingefädelt, und wird die Verhandlung vor dem Schwurgericht am 23- ds. stattfinden. Die Anklage ist von A— Z aus willkürlichsten Verdrehungen und reinen Lügen zusammengesetzt und entbehrt jeglicher Beweise, so daß eine Freisprechung unter allen Umständen für gewiß angesehen werden müßte, wenn unsere Bourgeoisgeschwornen nicht in solchen Dingen ab- solut unberechenbar wären, worüber mir schon Ersahrungen gemacht ha- ben.— Außer den Obigen hat die hiesige Polizei letzter Zeit eine größere Anzahl, circa 25, fremdländischer Sozialisten, besonders Polen, wegen „Agitationen", besonders Verbreitung sozialistischer Schriften, verhastet. Unter ihnen befindet sich auch der Techniker und Präsident des wissen- schaftlichen Vereins polnischer Techniker, Korotynski, der den Berttieb „hochverrätherischer" Schriften nach Galizien besorgt haben soll; man soll bei ihm Exemplare des Genfer„Ruwnoscht", sowie Korrespondenzen mit den Krakauer und Lemberger Angeklagten gefunden haben. Die Presse bezeichnete ihn sofort als„Agenten des Nihilismus", ebenso wie einen Russen namens Omiros Fava, welcher kürzlich aus Odessa nach Wim kam und hier, wahrscheinlich durch die gutbesreundete russische Polizei signalifirt, sofort verhastet wurde. Letzterer wurde an das hiesige, ersterer an das Krakauer Landesgericht abgeliefert.— Als weitere Polizeimaßregel schurttschster Sorte muß bezeichnet werden, daß die Fabrikanten hierorts von der Polizei ersucht wurden, die in der Bewegung stehenden Arbeiter, sowie die Abonnenten sozialdemokrattscher Blätter von Zeit zu Zeit namhaft zu machen; welcher Einladung die Mehrzahl der Bourgeois zweifelsohne auch getreulich nachkommen wird! Alle diese Schandthaten werden uns indessen so wenig zu einem Verlassen unserer hehren Sache bewegen, als die bisherigen Bemühungen der Regierung; was durch derlei erzielt wird, ist nur eins, was bei gewöhnlichen„Unterthanen" schwer bestrast wird: Haß und Verachtung gegen den Hort von Unterdrückung und Infamie, der sich heutiger Staat und heutige Gesellschust nennt! Pnasda. Aelgie«. * Seit einem Monat befinden sich die Zigarrcnmacher von Grammont im Ausstand. Die Arbeitgeber haben, um den recht- mäßigen Forderungen der Arbeiter nicht nachgeben zu müssen, Arbeiter und Arbeiterinnen aus den Niederlanden kommen lassen. Seit der Ankunft derselben gibt es fortwährend Unordnungen zwischen den Streikern und den fremden Arbeitern, welche der- gestalt die proletarische Solidarität mit Füßen treten. Natürlich find die polizeilichen Ordnungswächter auf den Beinen und be- reits haben zahlreiche Verhaftungen stattgefunden.— Von einem industriellen Massenmord ist zu berichten: In einer Kohlengrube bei Charleroi fand eine Entzündung schlagender Wetter statt; die Zahl der dadurch Verunglückten beträgt 33 Tobte und viele Verwundete. Arankreich. * Durch Dekrete des Präsidenten ist der Jesuitenorden ver- boten, die nicht erlaubten kirchlichen Genossenschaften aber werden, wenn sie nicht die Erlaubniß nachholen, aufgelöst. Damit be- ginnt der Kampf zwischen der Republik und der Kirche. Der- selbe ist gar nicht so schwierig für die ersterc, wenn sie ihn am rechten Ende anfaßt; ob sie das aber thun wird, ist freilich nach sehr die Frage. Hroßbritaunien. * Das konservative Regiment Beaconsfield hat sich bös ver rechnet. In der Voraussicht, daß sich das Land,(d. h. die ge- ringe Zahl stimmberechttgter Bürger) mit großer Mehrheit für es aussprechen werde, löst es das Parlament auf und ordnet Neuwahlen an. Diese aber sind so entschieden gegen es aus- gefallen, daß die bisherige Regierung binnen Kurzem abtreten und den Liberalen, welche im Parlament eine größere Mehrheit auf sich vereinigen werden, als bisher die Konservativen hatten, das Regiment werden überlassen müssen. Für das arbeitende Volk wird dabei freilich wenig Vortheil herausspringen, da die politische und ökonomische Freistnnigkeit der„Liberalen" nicht viel weiter her ist, als die der Tories; die einen wie die andern lassen sich Zugeständnisse in dieser Richtung nur abzwingen. Itakien. * Der in unserer letzten Nummer angezeigte Kongreß der italienischen Sozialisten, auf welchem die Bildung einer sozialistischen Arbeiterpartei Italiens berathen werden soll, wird der„Plebe" zufolge vom 10.— 12. Mai in Mailand tagen, wenn nicht etwa, wie schon so oft, polizeiliche Willkür die Soziw listen der verfassungsmäßig gewährleisteten Rechte frech beraubt und ihnen verbietet, was allen anderen Parteien gestattet ist. Jvdeß würden sich die italienischen Genossen wohl auch in diesem Falle zu helfen wissen! Spanien. • Die heutigen Staaten gleichen sich alle: den Steuerzahlern den letzten Pfennig ausquetschen und wenn sie nicht mehr bezahlen können, ihnen ihr Hab und Gut, das letzte Hemd vom Leib weg verkaufen— das ist so allgemeine Art, wie die wirthschaft- liche Ausbeutung durch die Bourgeoisie und die Unterdrückung aller mit dieser„Ordnung" Unzufriedenen. Aber in wenigen Staaten wird die gesetzliche AuSraubung so rücksichtslos und raffinirt vollzogen wie in Rußland, Italien und Spanien. Von Italien haben wir schon wiederholt Belege mitgetheilt; wir wollm es heute bezüglich Spaniens thun. Der«Revista social» von Barcelona zufolge, welche den Bericht eines Rationalökonomcn von Ruf wiedergibt, beträgt die Zahl der bis 1879 wegen Steuerrückständen verganteten beweglichen und unbeweglichen Besitzthümer 348,474, wovon 229,258 bewegliche und 159,116 unbewegliche, von letzteren weitaus der größte Theil kleine Bauern- wirthschaften. Von dieser Zahl wurden 27,002 bewegt, und 13,926 unbewegt. Besitzth. verkauft; für den Rest fanden sich keine Käufer. 1877 war die Zahl der wegen Steuer» rückständen verkauften kleinen Bauernwirthschaften 4,566, diejenigen der in Konkurs getriebenen, jedoch mangels an Käufern unverkauft gebliebenen aber 51,854. Im Laufe der ersten beiden Monate des Jahres 1880 ließ der Fiskus allein 39,000 solcher Kleinwirthschasten in Konkurs bringen. Man sieht, wie die Ent- eignung in entsetzlicher Progression fortschreitet. Wenn es in Spanien so fort geht, wird es in kurzem keine kleinen Eigen» thümer mehr geben. Um dies Bild zu vervollständigen, muß hinzugefügt werden, daß in diesem Augenblick in sechs Provinzen(Katalonien, Valencia, Andalusien, Mancha, Estramadura und Salamanca) 6000 Manufakturen geschlossen und 1800 in Liquidation sind, 29,000 Webstühle feiern und 230,000 Fabrikarbeiter arbeitslos sind und von Almosen oder gelegentlicher Arbeit in den Steinbrüchen ihr Leben fristen oder verhungern und im Elend verkommen müssen. Infolge dieser Zustände nimmt die Auswanderung immer größere Ausdehnung an. Man berechnet die Anzahl der im Lause der letzten drei Monate von 1879 aus 9 Provinzen nach Südamerika ausgewanderten Spanier aus 61,470, und die während der- selben Zeit über Barcelona nach Frankreich(meist Algerien) ein- geschifften auf 12,000. Sind das nicht herrliche Zustände? Es darf aber nicht unterlassen werden, hinzuzusetzen, daß man in Spanien gleichwie anderwärts scharf hinter den Feinden der Ordnung her ist und mit unvergleichlichem Eifer die bekämpft, welche zene preiswürdigen Zustände zu bekämpfen wagen! Servie«. rnz. Belgrad, 4. April. Soeben erhalten wir mit dem Dampsschiss von Negotin die Nachricht von einem unerhörten Schurkenstreich, den die Regierung an einem hervorragenden serbischen Sozialisten verübte. Adam Bogosawlewitsch, der langjährige Abgeordnete zur Skuptschina und einer der Führer dersozialistischen Bauerndemokratte, war von der Regierung wegen seines„schädlichen" Einflusses auf die Landbevölkerung auf ad- ministrativem Weg von Negotin nach Zajetschar„versetzt" worden. Aber damit war die Feindschaft der Regierung noch nicht zn Ende. Bor kurzem wurde er unter einer lächerlichen Klage ins Gefänguiß geworfen. Nach 14 Tagen krank geworden, verlangte er einstweilige Freilassung, die man ihm indessen nicht bewilligte. Als er noch kränker wurde, ward er ins Krankenhaus gebracht und dort vergiftet. Er starb am 1. April, nachdem er vorher noch seine Mörder angeklagt. Die Gemeinde von Zajetschar und Paschitsch, d. h. sozialistische Abgeordnete dieses Departe- ments, wenden alles auf, um durch eine Untersuchung seitens Belgrader Aerzte die Schandthat unleugbar festzustellen. Adam hatte auf der Bel- grader Universität studirt und sich dort umsassende Bildung erworben, kehrte aber nichts destoweniger zu seinem Stand als einfacher Bauer zurück; er verfolgte und kannte auch die sozialistische Bewegung in Deutsch- land genau und stand mehrere Jahre mit der deutschen Partei in Ver- kehr. Wann wird diesem Gemordeten gleichwie tausend andern Opfern der Tyrannei ein Rächer erstehen? Gürkei. * Hunger und Empörung der Verzweiflung in der halben Welt! Nach Spanien, Italien, Rußland zc. ist die Reihe jetzt an dem ottomanischen Reich. In den verschiedensten Gegenden des- selben sind Revolten ausgebrochen, deren letzter EntstehungSgrund in der jüngst eingeführten„Münzreform", d. h. der willkürlichen Herabsetzung des Münzwerthes seitens der Regierung und der dadurch bewerkstelligten kolossalen Verrückung der ganzen Werth- Verhältnisse zn suchen sind. In Smyrna, Saloniki und Adrianopel stürmte das hungernde Volk die Bäckereien; in der armenischen Stadt Mardin begann man mit der Beraubung der Häuser der Reichen und der Niedermachung derjenigen, welche der Menge in die Hände fielen. In Aleppo, in Syrien, intervenirte die!<' waffnete Macht mit ausgepflanztem Bajonett zu Gunsten d« Reichen; die Ruhe konnte aber nur dadurch hergestellt werde», daß die Kornwucherer einen Theil ihres in Ueberfluß aufgespeicherten Getreides dem Volk auslieferten. In verschiedenen ander» Städtm kam es zum Straßenkampf. Sprechsaal. Der reorganisirte Kommunistische Arbeiter-Bildungs-Verei» in London, 3 Percy Street, Tottenham Court Road, ersucht alle zialistischen Blätter, ihn in der ersten Zeit, während welcher er für dK Klubhaus u. A. schwer erschwingliche Ausgaben hat, durch Gratisliest' rung zu unterstützen. Mit sozialdemokrattschem Gruß! E. Theodor Fisch, II. Sek- Nach Brüssel kommenden Genossen wird empsohlen, sich bei 0' nosse Franxois Goetschalck, Vlaamsche Leeuw, Gemeenteplaat«, Mole« beck-Brüssel, zu melden, wo ihnen mit Rath und That an die Hand gegange« wird. Briefkasten der Redaktion: K. Czerkauer Pari«: Ihr Brief geht erst an unser« Vertrauensmann dort; je n&ch Bericht in nächster Nummer. der Expedition: Oeg.: M U.: ö. fl. 1.20. Ab. II. Qu. erh.� Rg. N. K.: ö. fl. 1. 70. Ab. II. Qu. erh. 3 nachges.— Justin»� Schwaben: Dank für Anerbieten. 14 gieng nochmals an F., Weiteres«« die neue Addr.— Aßg.— l— nn: ö. fl. 1. 70. per II. Qu. nebst Add» verwendet.— N, N. Prag: Ersatz fl 10 und 12 am 1./4. fort;" übrigens wohl noch eingetroffen? 10 wahrscheinll auch noch erreichbar, hat durch dummen Zufall gehapert.— Ferdinand: Bf. v. 31./4. neb« Inhalt richtig hier. Ans. wird berichten.— Feldhptm.: Avis am 2./* hier. Weitere« erwartet. Reklamirte« abgg. Ueber die 50 rothen»«« M. wird Anselmus Aufschluß geben.— H. P.— tz.: M. 3—. II. O«* erh.— A. Bl. Paris: Fcs. 65. 75 erhalten. Neues vorgemerkt.#' Jdr. u. Lge.: sollen also separat und gemeinschaftlich an ei«« der 4 gehen? 13 wird dort sein. Tgw.: erh. Fr. 1. 25.— M. Paris: Fcs. 5.—. erh. Senden statt N. G. Ersatz, da erstere nW mehr erscheint.— F.—mm Hfl: ö. fl. 1. 70. p. II. Qu. erh.—*' K. K.: M. 6.—. Ab. II. u. III. Qu. erh.— Mm. Lttch. Fcs. 9."• Ab. Febr. 80 erh.— W. G.— g: M. 3.—. p II. Qu. erh." Schw. H.: M. 3.—. P. II. Qu. erh. Sdg. v. 28./3. hoffentl. n«« dort.— Karl Rothschild Z.: Bs. v. 2. am 3. hier. 40 Pfg. Strafpo«� weil Reichsmarken aus bayrischer Fahrpost ungiltig. Wahrscheml. i-$' i. d. falschen Zug geworsen. Alles vorgemerkt. 10, 11, 12 folgt. 3® Weiteren: Ja! Herzliche Grüße Allen!— T. V. C.: M. 3.— II. Qu. erh.— A. I. P.: Bf. v. 1 am 3. hier. Bravissimo! Job«« dem Teusel das Fell absuchen,— wenn er stille hält. Daß Hain?»' mann„nichts versteht",— alte Geschichte. Wa« nützt der Kuh M»«' kate!? Der Jrrthum a. d. Addr. hat Dr. Eisele verschuldet; Weiter� noch erwartet.— F. S. Brsseldn: M. 3.— für L. A. 2. Qu. vorg» merkt. Gestohlene« nochmals nach W. dirigirt.— Pole Budapest: Ff- ö. w. erh. 2. Qu. ic. folgt.— fff Himmeldonn.....: Nanu?! Brie? u. im Bsk. auch in 14 war geantwortet. Haben Einiges inheß von ein«« milden Seele für dich erhalten. Folgt. Kritik über Einladung ic. leich««« als Bessermachen. Daß Rab. f. d. Feldj. fein muß, begreift gewiß Je«««' Weiteres siehe Hptblatt. Bestllg. folgt. Alle« vorgemerkt. Bf. du«® A. am 5. dss. erst erh.— alter Brummbär!— Unbekannter U. a. D- Bewußte Addr. anlangd., längst Sperre angeordnet. Weitere« folgt."' N. N. Brsl: Das heißt mit Virtuosität gestohlen! Ihre Schnüsselgar«« muß gut bezahlt sein. Neue Ordre genau beachtet, Fehlendes gen«« melden, daß Ersatz folgen kann.— Amsterdam: O. B. u. G. durch««' haltene M. 10.— p. 2. Qu. versorgt.— D. V. Aarau: fl 2. Qu. N 2.— erh. Uebereinstimmung mit Halttmg sehr angenehm.— only® M. 1.80 für St. B. hier. Partielle Störung im Feldpostdienst, dah® möglich, daß 10 u. 12 als Nachzügler. 3 auf 8 erhöht. Alte Addr.««? vom 15 an löschbar, da weiter Weg.— H. H: Pest liefert lt. Orb«« Ersatz und Neues. M. 2.—' erh.— Ld. v. H: M. 6.— p. 2. O»- f' neue Addr. hier.— O. Peter: Bf. v. 1. hier. Vorschlag gut, sobal« Qu. Wechsel Uberstanden. Woher erhielt P-Freund Deck-Addr. v. 0' Stärkeren Tabak wünschen die Frde.? A. wird diesbezügl. Bescheids«? haben. War„H." zu Weihnachten oder später erst in G? Antwort?«% — Freunde A. O: M. 3.— erh. Sdg. folgt.— Indirekt T— z. N««? schub 2 Fl. erh. Durch uns, sowie durch die Volksbuchhandlung Hottingen-Zü»«� ist zu bezichen: JaMucli für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik. Herausgegeben von Dr. Ludwig Richter. I. Jahrgang. I. Hälfte, gr. Octav 20 Bogen stark, brooh.?« für Arbeitervereine nur Fr. 3. 50(im Buchhandel Fr. 4. 50). 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Theobald, Hr. 391 Main«t« Schweiz,«ereiniduchdeusne! H-Magen-Säetch.