Mr. 152. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für bas übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonei getle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr Dormittags geöffnet. Rernsprecher: mt 1, Mr. 1508. Zelegramm Adresse: ,, Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Volk lernt. Sonnabend, den 2. Juli 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Hiervon hat auch das Zentrum sich überzeugt, unter Der Wahrspruch des 16. Juni, der die Großkorndessen Wählern es sich gar bedenklich regt und das nur durch wucherer und Voltsunterdrücker verurtheilte, war zum Glück den Schreck über die Fortschritte der sozialistischen Propaganda auch ein Machtspruch. Und das deutsche Volt, welches in katholischen Arbeiterkreisen zu dem unnatürlichen und am 16. Juni so klar und so wuchtig gesprochen, es wird seinen selbstmörderischen Stichwahl Bündniß mit dem National- Spruch auch zu vollstrecken wissen, wird dem Satz Geltung liberalismus getrieben ward. Sonst heißt es: mit einem zu schaffen wissen: Leichnam kann man sich nicht verbünden" die Angst Der Wille des Boltes ist oberstes Gefeß! des Zentrums vor der Sozialdemokratie war aber so groß, daß es die Weisheit dieses Sprichworts vergessen und seine Interessen einem Augenblickserfolg geopfert hat. " Wenn wir die Angehörigen eines modernen Staats, das heißt eines Staats mit entwickeltem Kapitalismus, nach den Interessen gruppiren, so kommen wir zu dem Schluß, daß die ungeheuere Mehrheit ein Interesse hat, dem kapitalistischen Produktionssystem sobald wie möglich ein Ziel zu sehen, und daß nur eine winzige Minderheit von diesem System Vortheil, und folglich ein Interesse an seinem Fortbestande hat. Was insPolitische Uebersicht. besondere Deutschland betrifft, so tennt jeder die Lassalle'schen Gegen den neuen Schwindel des National Sozia Berlin, den 30. Juli. Ziffern. Heut aber sind diese Ziffern, die vor 35 Jahren, lismus hat die Wählerschaft sich ebenso ablehnend ver Die Beamten und die Sozialdemokratie. Der Erlaß also zu Beginn der kapitalistischen Aera in Deutschland halten, wie gegen den alten Schwindel des Stöcker'schen des Herrn v. Podbielski, der die Postbeamten vor der Sozialaufgestellt wurden, von der wirthschaftlichen Entwickelung Scheiterhaufen Sozialismus. weit überholt und ist das Mißverhältniß zwischen der demokratie warnen sollte, ist nur ein Glied in einer Kette von Das beste Reifezeugniß liegt freilich in der Thatsache, daß ähnlichen Maßnahmen der verschiedenen Reichs- und Staatsbesitzenden und ausbeutenden Minderheit einerseits und weit über ein Viertel der deutschen Wählerschaft seine behörden. Es verlautet, daß die Regierung entschlossen sei, der nicht besitzenden und ausgebeuteten Mehrheit anderer Stimme für den Sozialismus abgegeben hat, anf der ganzen Linie und mit allen zu Gebote stehenden feits ein noch viel größeres. Und trotzdem erhellt aus den einzigen Retter" der Nothleidenden in Stadt und Mitteln" gegen das Eindringen der Sozialdemokratie in die den Wahlen nach allgemeinem Stimmrecht- namentlich in Land, welcher tein Schwindler, und dessen Liebe Kreise der Beamtenschaft vorzugehen. Es heißt weiter, das Deutschland und Frankreich, daß die überwiegende Mehr zu seinen Schüßlingen nicht die Liebe des Wolfs oder des Losungswort zu diesem Kampfe gehe von einer gemeinsamen, heit der Staatsangehörigen sich durch die Wahl kapitalistischer Metzgers zum Schafe ist. Kandidaten für das kapitalistische System ausspricht. Bei der maßgebenden Stelle aus, bei welcher der lebhafte Wunsch bestehe, Genug das allgemeine Wahlrecht hat seine erzieherische daß alle diese Maßregeln nicht, wie sonst häufig, auf dem Wahl des Jahres 1893 für den deutschen Reichstag waren es Straft trefflich bewährt, und der Haß unserer Junker und Papier stehen bleiben, sondern thatkräftig und nachdrücklich ungefähr drei Viertel sämmtlicher Wähler, die für tapi- Junkergenossen, die ihm deshalb den Tod geschworen haben, ist durchgeführt werden; dieselbe maßgebende Stelle habe sich, talistische Kandidaten stimmten, obgleich höchstens ein durch den Ausfall dieser Wahl wahrhaftig nicht vermindert worden. um die Erfüllung dieses Wunsches zu sichern, einen fortlaufenden Zehntel dieser Majorität ein Interesse an dem Fort- Hätten wir Proportionalwahl, so würde die Sozial- Bericht über die Wirkungen dieser Maßregeln eingefordert. bestand des Kapitalismus hatte. Und in Frankreich war es demokratie allein, statt 56, ungefähr 120 Mandate befizen, ungefähr ebenso. Ja, es verlautet sogar, der Kaiser wolle selbst und dem Zentrum und den konservativen Parteien wären einen Appell an die gesammte Beamtenschaft Das wäre zum Verzweifeln, wenn eine Nebeneinander nur die Hälfte bis zwei Drittel der Mandate zugefallen, über richten. stellung des Ergebnisses der Wahlen, die seit Einführung des die sie jetzt verfügen. Wir sehen diesem Appell und seinen Wirkungen sehr allgemeinen Wahlrechts in Deutschland und Frankreich statt- Bei keiner früheren Wahl ist die Anomalie unseres Wahl- gleichmüthig entgegen. All das, was man jezt unternimmt, gefunden haben, nicht ein stetiges Wachsthum der systems so augenfällig zu tage getreten wie diesmal was was jekt Herr v. Podbielski gesagt hat und was andere Staatsantitapitalistischen Minderheit befundete- ein darin seinen Grund hat, daß die Unterschiede der Bevölkerungs- fetretäre vielleicht noch sagen werden und was selbst etwa Wachsthum, das, durch unsere Erfolge auf dem Lande, den zahl der einzelnen im Jahre 1867 eingerichteten Wahlkreise der Kaiser noch in dieser Sache thun möchte, all dies ist nicht albernen Sak vom„ antikollektivistischen Bauernschädel" in mit jedem Jahre größer werden müssen. nichts auflöst. " " neu und schon längst an der Beamtenschaft probirt worden. Weil man gerade bei der letzten Reichstagswahl die bisherigen Versuche als gescheitert erfannt hat, weil man es da erleben mußte, daß viele biele tausende Beamte sozialdemokratisch gewählt haben, darum jekt neue, doppelt eifrige Bemühungen. Aber was bisher nicht wirkte, wird auch in Zufunft nicht wirken. Und welche Verschiebungen haben die legten dreißig Wie kann überhaupt die Mehrheit eines Boltes fich Jahre gebracht. Man betrachte nur die 6 Berliner Wahl über ihre Interessen dermaßen täuschen, daß sie ihren Willen freise, von denen heut einer achtmal so viel Wähler zählt direkt gegen ihre Interessen setzt? Die Beantwortung der als ein anderer, während vor dreißig Jahren alle sechs anFrage ist nicht so leicht, als sie vielleicht auf den ersten Blick nähernd gleich waren. scheint. Das Beharrungsvermögen und die den Menschen Diese flagranten Mißstände, durch welche das allgemeine angeborene Trägheit reichen zur Erklärung der Thatsache nicht Wahlrecht gefälscht und in seinen Wirkungen abgeschwächt hin. Diesen natürlichen Faktoren, die allerdings sehr mächtig wird, genügen jedoch den herrschenden Klassen ebenso wenig, nicht verstehen können, warum sie eine Partei, die für VerDie Angestellten des Staates werden es trotz aller Erlasse find, fügt sich noch der künstliche Faktor der Erziehung wie die politischen, polizeilichen und sonstigen moralischen und befferung ihrer Lage stets eingetreten ist, hassen sollen und an, welche die herrschende Minderheit durch die Schule, unmoralischen Machtmittel, durch welche das Volk an der Aus- warum sie einen Staat, der sie oft genug höchst stiefväter die Kirche und die Presse, sowie im praktischen übung seiner Souveränität gehindert oder doch in der Ausübung lich behandelt, besonders lieben sollen. Die Angestellten des Leben den Staatsangehörigen, man tann sagen: von beschränkt werden kann. Der Stein des Anstoßes muß aus dem Staates werden es nicht verstehen, daß man von ihnen verlangt, der Wiege bis zum Grabe angedeihen läßt eine Er Weg geräumt, die Quelle des Uebels verstopft das Wahlrecht sich ihrer politischen Meinungsfreiheit und ihres Wahlrechts ziehung, welche der Appell an den Egoismus und vernichtet werden. Die Vernichtung hat natürlich einen zu entäußern, als hätten sie mit ihrer Arbeitskraft auch ihre die Feigheit des Individuums mächtig unterstützt, so daß viel anderen Namen. In dieser Zeit der Auflösung einer Welt ist die Ueberzeugung verkauft. persönlicher Muth dazu gehört, sich dem Banne dieser Er- Wahrheit verpönt und die Wortfalschmünzerei, gleich anderer ziehung, die auf Verherrlichung der herrschenden Minderheit Falschmünzerei an der Tagesordnung. Die Vernichtung nennt gierung gegen die Durchtränkung des Beamtenthums mit Die mannigfaltigen und eifrigen Bemühungen der Reund ihrer Gesellschaftsordnung hinausläuft, zu entreißen. sich Verbesserung",„ Korrektur". So kommt es, daß die Masse in der Regel erst durch die fozialdemokratischen Anschauungen machen gerade auch die Vor der Wahl nahmen die junterlichen Umsturz- Ratten bisher gleichgiltigen Elemente auf die Sozialdemokratie und Nothwendigkeit und durch die Noth zum Nachdenken noch eine Maste vor und eine ehrbare Miene an. Auf ihre Bestrebungen aufmerksam. Wißbegierde und Rechtsund zum Bewußtsein ihrer wirklichen Interessen ge- Ehre! sie schwärmten für das allgemeine Wahlrecht bracht wird. Gefördert wird dieser Prozeß durch die Theil- wie sie es meinten". Ist doch sogar das„ elendeste daß die Sozialdemokratie immer tiefer in ihnen Wurzeln sinn der Reichs- und Staatsangestellten führen dann dahin, nahme am öffentlichen Leben, durch demokratische Einrichtungen aller Wahlgefeze" das für den preußischen Landtag schlägt. und in erster Linie durch das allgemeine Wahlrecht, allgemeines Wahlrecht". Wie sie knuppern und das dem Einzelnen die Möglichkeit giebt, seine Interessen im fnappern, die edelsten" Umsturz- Ratten! Wie sie wühlen methoden. Dadurch treibt man die Beamten wohl dazu, Also man fahre nur fort mit diesen BekämpfungsStaat zu vertreten. Mit Einführung des allgemeinen Wahlrechts und pfeifen! Heidi! So wohl haben sie sich nicht gefühlt, ihre wirkliche Ueberzeugung in der Tiefe ihres Herzens zu ist das deutsche Volt erst zur politischen Mündigkeit ge die Patrone der Ohm, Piersig und Gödsche, seit Gründung verbergen, aber ausrotten wird man sie auf diese Art Yangt. Und das allgemeine Wahlrecht hat unser Volt politisch der Kreuz- Zeitung", die gestern ihr 50jähriges Jubiläum am wenigsten. Der„ fortlaufende Bericht", der an die maßerzogen. Das zeigt uns die Reichstags- Wahlstatistit seit 1867.das Jubiläum der Juni- Reaktion von 1848- gebende Stelle erstattet werden soll, mag dann stets sehr Welche Fortschritte in diesen 31 Jahren! Jede Wahl eine feierte. Der Prinz", später Wilhelm I., war ihnen rosige Schilderungen über die Abkehr der Beamten von der neue Etappe. Und das gilt in besonders hohem Grade von zu monarchisch absolutistisch zwar, aber zu wenig bösen Sozialdemokratie entwerfen und es mag Freude um, der diesjährigen Wahl. geneigt, ihnen den Willen zu thun". Und der zweite Freude herrschen bei den obersten Staatsämtern und in den Die Erziehung durch das allgemeine Wahl- Hohenzollerntaiser von der Engländerin" verdorben Balästen der Mächtigen, aber, wenn wieder ein Tag der recht hat in dem Zwischenraum zwischen dieser und der liberal", fogar fortschrittlicher Tendenzen" verdächtig. Wahl, des Volfsurtheiles kommt, dann fallen neue zehn vorigen Wahl, also feit 1893 nach allen Richtungen hin die Allein jetzt jekt sigen sie im Rohr, die Herren Junker und tausende von Beamten- Stimmzetteln in die Urne, auf denen ſizen erfreulichsten Fortschritte aufzuweisen. Sämmtliche Parteien schneiden Pfeifen. Warum nicht gleich aus dem Rohr des nicht der Name des„ Ordnungs"-Kandidaten zu lesen ist. oder Gruppen, die ihre Sache auf die Dummheit der Massen allgemeinen Wahlrechts ein Jagdpfeifchen schneiden, mit dem gestellt haben, sind in der diesjährigen Wahl übel gefahren. das Volk gehegt wird und nach dem es zu tanzen hat? Die Großkornwucherer und Wahlrechtsattentäter Es gilt das hauptsächlich von den Agrariern und deren ,, Das allgemeine Wahlrecht ist die Revolution!" Das werfen in der Kreuz- Zeitung" uns wieder einmal vor, wir Handlangern, den Antisemiten. Diese so siegesgewissen allgemeine Wahlrecht ist der Sieg des Sozialismus."" Was verschleierten unsere Ziele". Hätte das Volk unsere Ziele geBauernfänger haben sehr schlechte Wahlgeschäfte gemacht. hilft Polizei, Sozialistengesetz, Buttkamerei, wenn das Wahl- fannt, so hätten wir nicht über zwei Millionen Stimmen beUnd der Verlust an Mandaten drückt noch lange nicht die ganze recht bleibt?" so pfeift und zischt es von allen Seiten aus fommen. Der ertappte Taschendieb schreit bekanntlich am Größe ihrer Niederlage aus. Die Landbevölkerung hält zähe den junkerlichen Rattennestern. Das Gleichheitsprinzip, wie lautesten: Haltet den Dieb! Was die Ziele der Sozialdemokratie an Autoritäten fest, auch nachdem der Zweifel schon Wurzel es im allgemeinen Wahlrecht zum Ausdruck kommt, ist sind, weiß jeder, der lesen und denken kann. Wann und wo hat gefaßt hat. eine der verhängnißvollsten Täuschungen", aber die Partei der Kreuz- Zeitung" ihre wahren Ziele" ent Und der Zweifel an den großmüthigen Rettern, die sich zischt der Reichsbote", das allgemeine Wahlrecht hüllt? Wann und wo hat sie ehrlich gesagt, was sie will? dem Bruder Bauer" und Gevatter Handwerksmann auf ist die Herrschaft des Understands, ist der Untergang und wie hätte sie es gefonnt? Hätte die Partei der Großgedrängt haben, herrscht überall in Bauern- und Handwerker der Kultur, ist das Ende aller Dinge so pfeift fornwucherer und Wahlrechtsattentäter ihre wahren Ziele" freisen auch da, wo die Wahrheit nicht schon erkannt und zischt das umstürzlerische Ratten- und Junkervolt in der den Wählern verrathen, sie hätten sammt ihren Spießgesellen ist: die Wahrheit, daß die Herren Retter nur sich„ Leipziger Zeitung", in der Schlesischen Zeitung" und in in ganz Deutschland keine 100 000 Stimmen bekommen selber, retten" wollen, auf Kosten der GeDußenden anderer Rattennester. nämlich nur ihre eigenen und die ihrer Spießgesellen. retteten". Sind auch die Zustände und Stimmungen in Wohlgemerkt, jetzt ist's nach der Wahl. Jezt hat man den verschiedenen Theilen Deutschlands verschieden, so stimmen den Wahrspruch des Volkes nicht mehr zu fürchten. Deutsches Reich. doch unsere sämmtlichen Agitatoren und Wahlredner darin Und die Regierung? Das Volk lernt. Aber die überein, daß die Aufnahme, welche sie in den bäuerlichen Regierung? Regierung? und kleinbürgerlichen Kreisen gefunden haben, fast durchweg Was ist die Regierung? eine freundliche war. Eine Ausnahme bilden nur solche " " Gegenden, die dem Verkehr fern liegen und von den Herren Rettern" in geistiger Quarantäne gehalten werden konnten. Doch dieser abgelegenen Winkel giebt's nicht viele mehr, und in die abgelegensten dringt allmälig der Verkehr und die Er fenntniß. " " " " Wer ist die Regierung? Haben wir, seit Caprivi von den Leckert- Lützow- Tausch. Gesellen zur seidenen Schnur verurtheilt ward, eine fest definirbare Regierung in Deutschland? Von dort tommt dem allgemeinen Wahlrecht keine Hilfe. Im Gegentheil. Dort rechnen die Um stürzler auf Hilfe. Schutz findet das Wahlrecht nur bei dem Volt. it ir Ciss in tent ent die 82 Das Verhältniß des Freisinns zur Volksschule erfährt in der Päd. 8tg." eine Beurtheilung, die Herr Nichter fich für die nächste Auflage seines ABC- Buches aufheben sollte. Der Umstand, daß bei den diesmaligen Reichstagswahlen besonders auf männern unter den Kandidaten waren, fei in Lehrerkreisen the freifinniger Seite eine ganze Reihe von Schulverschieden beurtheilt worden. Optimisten hätten darin einen Erfolg der Lehrerschaft erblickt und es der Partei hoch angerechnet, daß sie endlich ihr oft gepredigtes Interesse für Schule und Lehrerstand nun durch die That beweisen wolle". Pessimisten dagegen, namient " Professor Hänel, der freisinnige Abgeordnete für Kiel, hat feine Wiederwahl in den Reichstag mit einer fo sozialistenfresserischen Rede gefeiert, daß er den vollsten Beifall der" Post" findet. Das Blatt des Freiherrn von Saarabien ist ganz entzückt über den frei finnigen Umsturzvertilger. Uebrigens kennt man den Herrn Professor längst als Befürworter aller möglichen erzreaktionären Maßregeln. Er ist es gewesen, der bereits 1878 bei Berathung des Sozialistengefezes die brutale Niederknüttelung der sozialistischen Jdeen durch eine Verschärfung des Strafgesetzbuches von der Art des späteren Köller'schen Umsturzgefeges verlangt hat. Wahrlich eine Leuchte des„ Freisinns", deren Glanz da wieder im Reichstag aufgeht. 1895 D.-C. 117 114 8776 440" Deutsch Südwest- Afrika 1897 D.-C. 1663= 88 610. 1896 D.-C. 8827= 94 600" 156= 191715 020 997 720 M. 1896 D.-C. 4 200= 1048 080" 1895 D.-C. 2 081= = 542 490 Deutsch Ostafrita = 1895 D.-C. 1897 D.-C. • Aus Neu Guiné a wurde überhaupt nichts nach Deutsch land eingeführt, taum nennenswerthes aus dem Bismarck- Archipel. Die Ausfuhrziffern nach den deutschen Kolonien sind folgende: Deutsch- West- Afrika.. 1897 D.-C. 116 833= 4 267 750. 1896 D.-C. 99 4063 294 780 19 1895 D.-C. 82 671= 2790 060 Deutsch- Südwest- Afrika 1897 D.-C. 91 347== 3 635 870. 1896 D.-C. 31 719= 2405 160" 1895 D.-C. 15 796 1 482 860 m. 24 5581 587 290. 59 558= 1831 460" 31 380= 1569 680 1242 118 110 M. 8.843= 158 900" 73 180 Deutsch- Ost- Afrika... 1897 D.-E. 1896 D.-C. 1895 D.-C. .. 1897 D.-C. Bismard Archipel.. 1896 D.-C. 1895 D.-C. = " Der Berliner Korrespondent der ,, Hamb. Nachr." sendet feinem Blatte von neuem eine telegraphische Antwort auf unsere Darlegung, daß selbst vom Standpunkt der Feinde der Sozial demokratie ein Ausnahmegesez sinnlos sei. Der Herr möchte gar zu gern recht behalten. Oder, trauen wir ihm zu, er weiß, daß er nicht recht hat, aber er darf das Hamburg- Friedrichsruher Blatt nicht anders bedienen. Thatsächlich ist er durch unsern zahlenmäßigen Nachweis ganz in die Klemme gerathen. Er sucht sich nun zu helfen, indem er die uns finnigsten Rechenfunststückchen macht. Er vergleicht nicht mehr das Wachsen der Sozialdemokratie unter dem Sozialistengesetz mit dem Wachsen der Partei nach dem Sozialistengeset, sondern er zieht im Handumdrehen die Beit von 1887-1890, ivo also gerade der Unwille über das Sozialistengeset besonders für uns wirkte, von der Diese Ziffern zeigen, daß von einer stetigen aufsteigenden Entsozialistengesetzlichen Zeit ab und rechnet sie zu der nachsozialisten- wickelung des Handelsverkehrs mit den Kolonien nach wie vor keine gefeglichen Periode. Mit solchen Kindereien lohnt es sich nicht länger Steuerzahler aufbringen müssen, immer mehr an. Rede ist. Dafür wächst aber der Kolonialetat des Reiches, den die zu rechten. " Neu Guinea. 551= .1897 D.-C. 332: • 351 1896 D.-C. 1895 D.-C. Oesterreich. 588:= 9 640 m. 22 470" 36 050 Frankreich. lich Personen, bie seit Jahren in der politischen Bewegung stehen, I am Landgericht II stattfand. Der Maurer Eduard Bienide aus Rückschritt begriffen wäre! Und zu welchem Zwede würde diese hätten fich dieser Ansicht nicht anschließen mögen. Sie hätten viel- Friedrichsberg war wegen Majestätsbeleidigung angeklagt. Derfelbe Nachsicht geübt? Bur Erhaltung einer Industrie, in welcher fich mehr in der verhältnißmäßig großen Zahl von Lehrerkandidaten tam ab und zu zu einer Frau Petersen zum Besuch. Eines Tages nach der Aussage kompetenter Personen die Arbeiter mit Löhnen von einen Beweis dafür gesehen, daß es mit den Parteien, die sich war er angetrunken und stieß in diesem Zustande grobe Beleidi- 30 Cts. bis 1,20 Fr. pro Tag begnügen müſſen.“ Der Bundesrath mit besonderer Vorliebe freifinnig nennen, abwärts gehe", und gungen gegen die Person des Kaisers aus. Nachdem er sich mit der wies denn auch das Dugend gemachter Gesuche zurück und haben zwar feien sie zu diesem fie zu diesem Schluß gelangt" lediglich Frau Peterson verfeindet hatte, zeigte ihn diese an. Die unter Aus- nunmehr auch die zuchtlosen Tessiner Ausbeuter auf die Kinder aus dem Grunde, weil ihnen dies Entgegenkommen schluß der Oeffentlichkeit geführte Beweisaufnahme ergab zwar, daß unter 14 Jahren zu verzichten. Es wird aber fleißige Kontrolle zu ungewohnt erschien und sie daffelbe mit den der Angeklagte start angetrunken gewesen war, dies konnte ihn aber nöthig sein, wenn nicht trotzdem die Fabrikarbeit dieser schulpflichtigen früheren Gepflogenheiten der Partei nicht in in den Augen des Gerichtes weder straflos machen, noch einer Kinder fortdauern soll. Einklang bringen tonnten." Die Päd. 8tg." erivartet, milderen Beurtheilung empfehlen. Das Urtheil lautete auf sechs daß diese Vorliebe für Lehrerkandidaten nun auch bis zu den Monate Gefängniß. Landtagswahlen anhält, fügt aber hinzu:„ Oder wird man Paris, 80. Juni. Ueber die Programmerklärung des neuen Unsere herrlichen Kolonien Das handelsstatistische Bureau Ministeriums, von der wir gestern bereits unter den„ Letzten Nach. uns dann wieder vergeblich anklopfen tassen? Wird man wieder die sicheren Bläge für die alten Herren reserviren, für die bekanntlich von Hamburg nach den deutschen Kolonien für das Jahr 1897 mit. führlichere Depesche vor. Die Erklärung, welche vor dicht besetztem Hauſe zu Hamburg theilt soeben die Einfuhr und Ausfuhrziffern richten und Depeschen" ein kurzes Resumé gaben, liegt jezt eine ausdie Last eines Reichstags Mandats zu schwer ist? Wir werden ja Dabei ist zu bedenken, daß der Handelsverkehr zwischen Deutschland von Brisson selbst verlesen ward, gedenkt zunächst des Kammervofums, sehen!" Biel Hoffnung spricht nicht aus diesen Worten. Daß man in und seinen Kolonien fast ausschließlich über Hamburg geht, daß also welches bedeutet habe, die Kammer wolle den Zusammenschluß der der That allen Grund hat, den Versprechungen des Freisinns speziell die Biffern des Hamburger handelsstatistischen Bureaus die wirth- Republikaner lediglich, damit diese die Republik regieren. Das in bezug auf die Volksschule und die Volksschullehrer zu mißtrauen, schaftliche Entwidelung, oder sagen wir gleich richtiger: den Kabinet wolle dieses Votum zur Ausführung bringen. Indem das das hat ja die Haltung der freisinnigen Wortführer bei der Berliner wirthschaftlichen Stillstand der deutschen Kolonien ge- Kabinet seine Bestrebungen fest eingrenze, wünsche es, daß das ParLehrergehalts- Regelung bewiesen. Die" Päd. Btg." deutet sogar an, nügend beleuchten. Es betrug die Einfuhr aus: daß die neuesten Wahlerfolge, die der Freifinn mit Hilfe lament fich hauptsächlich mit zwei Grundreformen beschäftige: Deutsch Westafrita.. 1897, D.-C. 63 321= 3 088 050 m. schulfeindlicher Parteien durchgesezt hat, vielleicht um Erstens mit der Steuerreform. Das Kabinet werde die Abschaffung den Preis der Schule erreicht worden seien. Man sieht, was 1896 D.-C. 96 861-8 378 940 der Personal- und Mobiliar, sowie der Thür- und Fensterdie die Lehrerschaft bei dem Freisiun bereits für möglich hält. steuer vorschlagen und Ersetzung derselben durch eine Einkommensteuer, die sich richtet nach den äußerlich erkennbaren An zeichen des Vermögens, wobei eine Belästigung und inquisitorische Ausforschung ausgeschlossen sein solle. Diese Steuer werde degressiv sein, um die kleinen Steuerzahler zu entlasten. Die zweite Reform werde die Frage der Altersversorgung der städtischen und ländlichen Arbeiter betreffen. Unabhängig von diesen beiden Hauptreformen werde die Regierung Gefeßentwürfe betreffend die Erbschaftssteuer, die Reform der Getränkesteuer und die Schaffung von Landwirthschaftskammern vorschlagen. Die Regierung werde ihr ökonomisches System, dessen Stabilität für Industrie und Handel unerläßlich sei, Toyal zur Anwendung bringen. Die Regierung wird Mittel in Erivägung ziehen, um die Auswüchse der Spekulation, welche der Industrie, bem Aderbau und dem Handel schädlich sind, zu beschränken. Entsprechend den von Ihren Vorgängern überkommenen Traditionen," fährt die Erklärung fort, wollen auch Sie die Vertheidigungsmittel des Landes auf den Gipfelpunkt der Vollkommenheit bringen! Keine Opfer find zu groß, wenn das Land weiß, daß alle Mittel, welche den Verwaltungen des Krieges und der Marine gewährt werden, auch wirklich zur Vermehrung der Macht unserer Flotte und unferes Heeres, diefer beiden Lieblingsfinder unseres Vaterlandes, dienen. Die Regierung wird Sie ersuchen, baldigst über die Frage der Kolonialarmee zu beschließen, um die Vertheidigung unserer Kolonien sicher zu stellen. Zudem muß die Auswanderung intelligenter und fapitalfräftiger Leute nach den Kolonien gefördert werden. Tren festhaltend an einer Allianz, welche populär und durch die Zeit bereits geheiligt ist, wird unsere auswärtige Politik von dem nationalen Geiste durchdrungen bleiben, in dem dieser große Aft geschlossen wurde. Die auswärtige Politik der Regierung wird den Patriotismus, die Moral und die materiellen Interessen Frankreichs Die Herren von den„ Hamb. Nachr." werden sich auch wohl mit gleicher Wachsamkeit schirmen. Ebenso werden wir das Land selbst sagen, daß sie mit derartigen Beweisen" der Reichstagsmehrheit Der Andnahmezustand in Galizien. Die 88 Bezirle, über für jene große Veranstaltung des Friedens, die Weltausstellung, vorbereiten. nimmermehr imponiren können. Die Regierung fichert jeder Meimmg gleiche Achtung die der Ausnahmezustand verhängt ist, umfassen ganz Westgalizien Die Heilbronner Unruhen erweisen sich immer mehr als die und einige ostgalizische Landstriche mit im ganzen 2800 000 Gin- 8; fie verpflichtet sich, einer jeden gleiche Freiheit und gleiche GeFolgen Hegelmaier'scher Ungeschicklichkeit, um fein treffenderes Wort wohnern. Es wird gemeldet:„ Alles ist jetzt in Ordnung." Schöne rechtigkeit zu gewähren, und sie erkennt den Nugen der Opposition " Wir sind nur der Ansicht," fährt die Erklärung fort, zu gebrauchen. Es stellt sich immer deutlicher heraus und die bürger- Ordnung", die Standrecht und Unterdrückung jedes an." lichen Zeitungen müssen das jetzt selbst zugeben, daß die ersten De- freien Wortes hergestellt wird. Aus Kratau wird tele- daß es unsere Pflicht sein wird, den Gegnern eines von der Nation peschen und Hezartikel, die von Hegelmaier selbst veranlaßt waren, graphirt: Auf grund des Ausnahmegesetzes verbot des Ausnahmegesetzes verbot die gewollten Regierungssystems und denjenigen, die es angenommen die ganzen Borkommnisse total unrichtig dargestellt hatten Bolizei das weitere Erscheinen der hiesigen haben, um feine Grundgesetze besser bekämpfen zu können, feinerlei Die Sache wird bei genauer Untersuchung sich als etwas ganz sozialistischen Blätter. Andere Blätter erhielten den Einfluß auf die Negierung der Republik einzuräumen. Wir werden anderes, feineswegs aber als sozialdemokratische Ausschreitungen dar Auftrag, das Pflichtexemplar bereits drei Stunden bor uns energisch gegen jeden Versuch vertheidigen, welcher einen stellen. Bis heute ist noch kein Mitglied der sozialdemokratischen Partei dem Erscheinen der Behörde einzureichen. In ganz Galizien herrscht Eingriff in die Unabhängigkeit der Laiengesellschaft und der in Haft. Ein Theil der Berhafteten ist bereits polizeilich abgeurtheilt, andauernd Ruhe, trotzdem ist an eine baldige Aufhebung des Stand- Suprematie der bürgerlichen Gewalten bedeutet. Wir werden Diejenigen, welche Kittler Hoch!" gerufen hatten, wurden bestraft. rechtes nicht zu denken, da in dem Bezirk Limanova noch mehrere von allen Zweigen der Verwaltung fordern, daß sie sich diesen Bon einer Bestrafung solcher, die Hegelmeier hoch leben ließen, ist tausend Bauern sich in den Wäldern und Gebirgen versteckt halten. Prinzipien anschließen." Die Erklärung schließt mit einem Appell an alle Republikaner, die Aufgabe des Kabinets zu erleichtern. bis jetzt nichts bekannt geworden. Um die unangenehmen Folgen Schweiz. Die Erklärung wurde von der Linken mit Beifall aufgenommen, für die Inhaftirten etwas weniger fühlbar zu machen, hat eine Anzahl Heilbronner Bürger sich veranlaßt gesehen, folgenden Sonntag zur Bolksabstimmung gelangenden Ab votaturgefeges fallen äußerten. Zürich, 80. Juni.( Eig. Ver.) Bezüglich des am nächsten während die Nechte und das Zentrum an mehreren Stellen ihr MißAufruf zu erlassen:" Durch die zahlreichen Verhaftungen vom An die Erklärung knüpfte fich fofort eine Debatte. Eine InterFreitag und Sonnabend sind viele unbemittelte Familien ihrer Er- ist die Arbeiterschaft gespalten: eine Mehrheit ist für Verwerfung, ( Castellin's) über die Dreyfus Sache wird nährer beraubt. Große Noth steht in den einzelnen Familien bevor eine Minderheit für Annahme. Nach der Auffassung der Mehrheit pellation vertagt. Hierauf interpellirt der oder ist bereits eingetreten. Wenn auch zum theil Selbstverschulden steht das Gesetz prinzipiell im Widerspruch mit dem ganzen auf nächsten Donnerstag d. H. verkappte Rüdschrittler h. Krank über vorliegt, so kann man doch die Frauen und Kinder nicht dafür büßen Rechtsorganismus des Kantons Zürich und außerdem sei es auch Progressist". Den des Ministeriums unterzeichnen können.( Unterbrechungen auf der beizutragen, daß bis zur Rückkehr der Ernährer die Familien über Wasser gehalten werden." Das Vorgehen des Militärs wird§ 5 bezüglich der Zulassung der Frauen zur Advokatur will Linken.) Kranz fragt, was die Radikalen aus ihrem Programm allgemein verurtheilt und hat dem Landtags- Abgeordneten der Stadt auch die Mehrheit annehmen, aber er ist gegenstandslos, sobald das gemacht hätten und weshalb sie auf die Gesammt- Einkommensteuer Gesetz verworfen wird. Dieser Umstand ist aber mit ein Grund und auf die Revision der Verfassung verzichteten?( Lärm.) Krantz Heilbronn, Bey, Gelegenheit gegeben, folgende Interpellation an für die Minderheit, auch das Gesetz anzunehmen. Die übrigen drei fügt hinzu, die von der Regierung vorgeschlagene Steuerreform den Minister des Innern einzubringen: sei sehr annehmbar, befürchte jedoch, die Regierung sei eine Re" Ist der Herr Minister des Innern bereit, Auskunft darüber Referendumsvorlagen will die Arbeiterschaft einmüthig annehmen. zu geben, ob es richtig ist, wie behauptet wird, daß bei den Wahl- falls eine Boltsabstiminung statt, und zwar über ein neues Widerspruch auf der äußersten Linken.) Ministerpräsident Brisson Im Kanton Thurgau findet am nächsten Sonntag eben- gierung der Theilung und des Kampfes.( Beifall im Zentrum; Erzeſſen in Heilbronn am Abend der Stichwahl, 24. Juni, Aus- Steuergeset, welches die Tendenz hat, die besiglosen Klassen erwidert, die Regierung sei auf grund eines Votums der Kanumer schreitungen und Sachbeschädigungen von seiten der Demonstranten erst dann erfolgten, als diese durch das Erscheinen des Ober- zu entlasten und die befizenden Klassen durch schärfere Pro- gebildet worden, und die Kammer werde sich äußern darüber, ob bürgermeisters und Eingreifen der Feuerwehr dazu gereizt wurden, greſſion beim Einkommen und Vermögen etwas mehr zu be- fie ihr Votum wiederholen wolle. Redner verlangt von der Kammer und ist dem Herrn Minister weiter bekannt, daß am darauf aften. Das Gesetz fixirt ein steuerfreies Existenzminimum von 600 Fr., Vertrauen und sagt, die Regierung werde den Gegnern der Republik folgenden Abend, am 25. Juni, das herbeigerufene Militär in führt aber eine Personalsteuer ein, welche 60 Cts. beträgt bei einer feinerlei Einfluß einräumen. Er finde es jedoch befremdlich, daß brutaler Weise gegen harmlos heimkehrende Bürger und Personen 2 Fr. bei 29/00 Steuer u. f. w. Während bisher die Grund- und greffisten einen Schritt entgegengekommen zu fein. brutaler Weise gegen harmlos heimkehrende Bürger und Personen Vermögenssteuer von 0,6000 und dann steigt auf 1 Fr. bei 10/00, auf man ihm den Vorwurf gemacht habe, dem Programın der ProBrisson verfuhr und selbst Frauen nicht verschonte?". Häuserbefizer die darauf lastenden Schulden versteuern nuußten, wird schließt, er verwerfe eine Politik, welche die Gegner der Zur Ausführung des Margarinegefches. Der Stadtrath nach dem neuen Gesetze der mittlere Ertragswerth des Bodens als Republit unterstütze.( Beifall auf der Linken.) Déroulède erklärt, zu Meerane( Sachsen) hatte eine Bekanntmachung erlassen, die ähn Grundlage für die neue Vermögenstagation angenommen. Die er werde die Regierung unterstügen, weil der Kriegsminister Cabaignac lich wie in Würzburg und Schweinfurt, unter Strafandrohung organisirte Arbeiterschaft tritt für Annahme des Gesetzes ein. sich über die Dreyfus- Angelegenheit flar ausgesprochen habe. Cavaignac forderte, daß Brot- und Badwaaren, die unter Verwendung von Mar Bern, 80. Juni.( Gig. Ber.) Der Kampf um die erividert, seine Kollegen seien ebenso entschlossen wie er, den großen garine, Kunstbutter, Brotöl zc. hergestellt werden, als solche durch Kinderhände, den die ebenso ausbeutungswüthigen wie nationalen Interessen Achtung zu verschaffen.( Beifall.) Ribot einen im Verkaufsladen angebrachten, leicht sichtbaren Anschlag zu be- renitenten Lessiner Seidenbarone seit 2 Jahren gegen das Fabrik- wirft Déroulède vor, daß er die Debatten zu einer Anzeichnen sind. Ein Bäcker, der zur Herstellung von Kuchen Margarine verwandte und einen solchen Anschlag nicht angebracht hatte, wurde gefeß führten, ist vom Bundesrath zu ihren ungunsten und gelegenheit einzelner Personen herabwürdige.( Zwischenrufe.) Ribot deshalb mit Strafe belegt. Das sächsische Oberlandesgericht in hoffentlich definitiv entschieden worden. Handelskammer, Gemeinde- fährt fort, die Regierung habe das progressistische Programm es gebe jedoch auch eine Möglichkeit, außers Dresden erkannte jedoch auf Freisprechung, und die Kosten sämmt fapitalistischem Einfluß stehen, und die Arbeiter einer Reihe von halb eines Programms zu regieren; aber es sei unmöglich zu ge sämmt- behörden, Kantonsregierung, Arbeitervereine, die offenbar unter angenommen; licher Instanzen wurden der Staatskasse zur Laft gelegt. Die jetzt Fabriken sowie die Fabrikanten selbst bestürmten in einem Dutzend ſtatten, daß die Regierung sich auf die Sozialisten stiize.( Beifall.) 15. Juni 1897 den Verkehr mit Margarine regele und jene verkehrs- Eingaben den Bundesrath, daß er doch um Gotteswillen den Viviani( Soz.) greift die Politik des letzten Ministeriums an und polizeiliche Verfügung umsomehr nicht zu Recht bestehe, als der armen Seidenbaronen auch fernerhin und bis ans Ende der Welt billigt es, daß Brisson die republikanischen leberlieferungen wieder die Ausbeutung der Kinder inter Jahren gestatten aufgenommen habe. Brisson erklärt, er erkenne die Lehrsäge der Gesetzgeber die in der Bekanntmachung des Stadtrathes zu grunde ginge. zu Die mit Sozialisten nicht an. Beauregard( Progressist) ergreift inmitten großen Meerane bezeichnete Art absichtlich nicht habe treffen wollen; aus möchte, andernfalls alles der Begründung des Gesetzes gehe hervor, daß bei Berathung des zusammen 995 Unterschriften bedeckten Petitionen der Ar- Lärmes das Wort. Er tadelt die Radikalen, weil sie ihre Fahne selben derartige Anträge gestellt, aber nicht angenommen worden beiter und Arbeiterinnen aus vier Fabriken erinnern an den gleichen versteckten. Darauf wird die Berathung geschlossen. Eine Tagesalten Schwindel, den vor bald hundert Jahren die englischen Kapi- ordnung Dujardin- Beaumeg, welche die Erklärungen der Regierung feien. talisten prattizirten und der dann bei der parlamentarischen billigt, wird mit 316 gegen 230 Stimmen angenommen.( LangPrimaner als Politiker. Der Ruhrorter Beitung", gehen Enquete so schön enthüllt und beleuchtet wurde. Der Bundesrath anhalter Beifall auf der Linken.) Lasserre verlangt, daß der Tagesaus der Prima des dortigen Realgymnasiums folgende Beilen zu: hatte die Fabritinspettoren mit der Begutachtung der An- ordnung die Worte hinzugefügt werden:„ Um eine Politik anNicht nur einige Oberprimaner, sondern die ganze Prima hat dem gelegenheit betraut, die dann einen längeren und interessanten Be- zuwenden, welche die progressive Gesammt- Einkommensteuer Kommerzienrath Herrn Theodor Möller ein Glückwunsch- Telegramm richt im Sinne der Abweisung der Fabrikantenwünsche erstatteten. ausschließt". Brisson verwirft den Zusatz, der darauf mit 314 gegen übersandt, das folgenden Wortlaut hatte:" Dem neuen Vertreter Wir erwähnen daraus nur, daß 1895 unter 1052 in den Tessiner 251 Stimmen verworfen wird.( Lauter Beifall.) Sodann wird die des Wahlkreises ein donnerndes Hoch! Die Prima des Real Seidenfabriken beschäftigten Personen nur 75 Kinder unter 14 Jahren Sigung aufgehoben. gymnasiums zu Ruhrort." In später Abendstunde tam noch ein waren, wovon 68 Italienerinnen, eine Fabrik beschäftigte überhaupt leber die Erklärung des neuen Ministeriums ist noch nichts zu Antworttelegramm des Herrn Kommerzienraths, das lautet: Den tein Kind unter 14 Jahren; heute sind von ca. 1200 Arbeitern fagen. Wie man sieht, beobachten ihm gegenüber unsere Genossen patriotischen Primanern herzlichen Dank für freundlichen Glüd 150 unter 14 Jahren, wovon 85 Italiener beiderlei Geschlechts. eine ähnliche Taktik der Reserve, wie vor zwei Jahren gegenüber wunsch. wieder dem öffentlichen Leben ihr Interesse zu dieselben Fabrikanten schon 1878 den sofortigen Ruin der bort aber nicht zu einer Debatte. Die Majorität des Senats ist der Es ist sehr erfreulich, daß die Jugend Das Fabrikinspektorat erinnert in sehr wirksamer Weise daran, daß dem Ministerium Bourgeois. Die nämliche Erklärung ward auch im Senat verlesen. Es kam Tessiner Seidenindustrie" prophezeiten, wenn auch für " Lassen. Wir bitten daher opferwillige Menschen, ihr Scherflein dazu Rechtspflegegesetz in organischer Weise geregelt werden. unzweckmäßig. Die bezügliche Materie soll vielmehr im neuen die Politik des Kabinets und sagt, Meline würde auch die Erklärung wendet. Möller." " Wenn junge Burschen, die noch auf der Schulbant figen, fich fie der 11 stündige Arbeitstag gelten sollte. Ferner wird der 1894 neuen Regierung ebenso wenig gewogen wie weiland dem Ministerium für nationalliberale Politit aussprechen, so ist das dem gethane Ausspruch eines Teffiner Seidenfabrit- Direttors angeführt, Bourgeois. Herrn Möller und Kommerzienrathsgenossen sehr willkommen. Wenn wonach es gar kein Vortheil sei, Kinder unter Belgien. aber junge Arbeiter, die ihren Lebensunterhalt bereits selbst er 14 Jahren zu beschäftigen. Es wird sodann auf die Von einer Sozialreform ist auch in Belgien erst seit der Zeit werben, sozialdemokratische Gesinnungen befunden, so wird ein längst beraltete Arbeitsmethode in den Teffiner etwas zu verspüren, seitdem im Parlament Sozialdemokraten figen mörderlicher Spektakel erhoben über die Verwilderung der Jugend, Seidenfabriken hingewiesen, welche doppelt so viele Kinder erfordert, und schonungslos die sozialen Mißstände aufdecken und auf Abhilfe die sich nicht um Politik zu Kimmern habe. als die neuere Methode. Damn fragt das Gutachten: Was machen drängen. So ist in der letzten Session das von sozialdemokratischer angeregte Gesetz über die Beaufsichtigung der BergChronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Während denn die Kinder von 14-16 Jahren? Die finden eben besser Seite durch Arbeitervertreter gekommen, zu stande Truntenheit bei Rohheitsvergehen und Verbrechen noch immer als bezahlte Arbeit, denn in den Seidenfabriken betragen die Tage- werte ein Strafmilderungsgrund angesehen wird, gilt das bei Majestäts- löhne nur 30 Cts. bis 1,20 Fr. Es wird ein Einwand nach es auch nicht in vollem Umfange dem von den Sozialisten beleidigungen wohl nie, was all denen immer wieder zur Warnung dem andern zerpflückt und gefragt:„ Mit welchem Gewissen Geforderten entsprach. Wie es bei Berathung dieses Gesetzes zu borgehalten werden muß, die ihrer Zunge nicht Herr find, sobald sie könnte in Zukunft die Schweiz vor die anderen industriellen scharfen Auseinandersetzungen zwischen den Arbeitervertretern und etwas zu tief ins Glas gegudt haben. Als ein Erempel dieser Art Staaten mit Vorschlägen der internationalen Regelung der der tlerital- tonservativen Rechten gekommen ist, so wird es auch iit darf eine Verhandlung dienen, die heute vor der ersten Straftammer Fabrikgesetzgebung hintreten, wenn sie selbst im Kinderschutz im der nächsten Session geschehen, wenn die Regierung die bereits von ihr wenn Br. 152. 15. Jahrgang. 1. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Der Erfurter Krawall vor Gericht. zu Sonnabend, 2. Juli 1898. Es zweifellosen Eindruck gemacht, daß man es nunmehr mit auf Befragen der Vertheidiger aus: Infolge des Schießens seien einer plannen zusammenrottung thun mehrere Personen verletzt worden. Wer verlegt worden und welche habe: am frühen Morgen hätten sich die Leute Verlegungen erfolgt seien, sei aber nicht festgestellt. Auf Befragen Die Verhandlungen über den Aufruhrprozeß, dessen Vorgeschichte gruppenweise auf dem Wilhelmsplay eingefunden. Die Zahl der der Bertheidiger bestreitet Bastor Köhler, daß das Publikum die wir in der Mittwochsnummer wiedergaben, begann am Donnerstag Umherstehenden wuchs von Stunde zu Stunde. Ich machte dem Polizeibeamten irgendwie belästigt habe, ebenso daß Ansammlungen Vormittag vor dem Schwurgericht zu Erfurt. Regierungspräsidenten von den Vorkommnissen Meldung. Darauf stattgefunden haben. Auch aus den äufern sei nicht geworfen worden. Den Vorfiz führt Landgerichts- Direktor Matthes. Beisitzende Nichter hin erschienen dann des Abends drei Gendarmen zu Pferde und Auf Antrag des Vertheidigers R.-A. Poppe wird beschlossen, noch find die Landgerichtsräthe Dr. Jacobsen und Pfannkuchen. Amtsgerichts- vei zu Fuß. Eine Kompagnie Infanterie stand am Peters- den Gemeinde- Aeltesten Kramer als Zeugen zu laden. rath Sillich ist als Hilfsrichter berufen. Die Anklage vertritt der Erste berge in Bereitschaft, von den zur Verfügung stehenden werden danach noch einige Gendarmen, Polizeibeamte und einige Staatsanwalt Wippermann. Die Vertheidigungführen die Rechtsanwälte Polizeimannschaften wurden drei Beamte beritten gemacht. its Privatpersonen vernommen, die die Haltung der Menge am 26. Mai Moßdorf, Anderfect, Poppe, Schneichel, Wallach, Weigelt und die der Abend nahte, suchte man zunächst die Menge durch Thätigkeit als höchst bedrohlich bezeichnen. Die Verhandlung wendet sich Referendare Sommerlatte, Birkenhagel, Winkler. Auf den Änklagebänken eines Hydranten zu zerstreuen. Dies war ohne Erfolg, das Gefohle hierauf zur Erörterung der gegen die einzelnen Angeklagten erbefinden sich 24 Personen, die mit großen Ziffern beheftet sind. wurde vielmehr noch größer. Als dann bei Einbruch der Dunkelheit hobenen Anschuldigungen. Gegen 1/2 Uhr tritt die MittagsNeun von den Angeklagten find unbescholten; die übrigen sind vor der Tumult kein Ende nehmen wollte, wurde mit blanker Wasse pause ein. bestraft, zum theil wegen schwerer Eigenthumsdelikte. vorgegangen und ist auch geschossen worden. Der Polizei Nach Auslosung der Geschworenen stellt Rechtsanwalt Wallach Inspektor äußert sich im gleichen Sinne. Er erklärt den Antrag auf Ladung der Stadtverordneten Rebs, Möller und ausdrücklich daß wiederholt in Gutem gemahnt, und Generalversammlung des Zirlusbefizers Deile, welche bekunden sollen, daß Polizeibeamte dann gedroht worden sei, daß mit aller Energie vorgegangen des Vereins für alle in der Hut- und Filzwaaren- Induſtrie bei dem Krawall am Wilhelmsplatz sich provozirend benommen haben. Rechtsanwalt Schneichel beantragt die Ladung des Bruders vom Angeklagten Schaumburg. hat beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. werde. Die Antwort bestand in Verhöhnung. Gläser, Flaschen, Lampen u. f. 1. flogen aus den Fenstern auf die Polizeimannschaften. Der Wasserschlauch wurde zerschnitten, der Hydrantenkarren fortDerfelbe soll bekunden, daß der Angeklagte ein durchaus fried- gefahren, Straßenlaternen mit Steinen eingeworfen, FeuerwerksGuben, den 29. und 30. Juni 1898. liebender Mann ist, der sich sogar" seinerzeit von dem umfangreichen förper abgebrannt. Daraufhin sei er( Megler) von den Gendarmen Ueber die zum Statut gestellten Anträge wurde zunächst in eine Maurerstreit ferngehalten habe. Rechtsanwalt Andersed wünscht gefragt worden, ob sie schießen sollten. Er habe ihnen Generaldiskussion eingetreten, welche sich in der Hauptsache auf die die Vernehmung des Prokuristen Schwedthelm, Eisenbahn- Sekretärs dies anheim gestellt. Die Beamten machten von der Waffe Gebrauch beantragte Ausscheidung der Arbeitslosen- Unterstügung aus dem Voigt, Kaufmanns Kühne, welche befunden sollen, daß der Polizei- und es fielen eine Anzahl Schüffe, worauf endlich die Menge in die Berein und Aufhebung des Klassensystems für männliche Arbeiter fergeant Flucke auf ruhig ihres Weges gehende Straßen- Seitengassen der Andreasstraße flüchtete. Gegen 1/212 Uhr nachts erstreďte. passanten mit der Waffe geschlagen. Der Staatsanwalt war, nachdem eine Anzahl Verhaftungen vorgenommen, die Ruhe Durch die Ausmerzung der als Versicherungswesen bezeichneten gegen die beantragte Beugenladung prinzipiell nichts hergestellt. Die Zeugenvernehmung wird abends 1/49 Uhr ab- Abeitslosen- Unterstützung sollte der Verein mehr den Charakter einer einzuwenden, beantragt aber auch den Regierungspräsidenten gebrochen. Freitag früh 1/29 Uhr erfolgt Fortsetzung der Ver- Kampfesorganisation insofern erhalten, daß die Mittel zur Unterv. Brauchitsch zu laden, der aus eigener Wahrnehmung befunden handlung, stützung bei Streits und Maßregelungen nicht für Arbeitslose ausfoll, daß die Polizei sehr ruhig vorgegangen und erst zu schärferen 8 weiter Verhandlungstag. gegeben werden müssen und ferner genügende Mittel zur Agitation Maßnahmen griff, als der Tumult immer größere Dimensionen anvorhanden sind. Die Gegner dieser Anträge machten geltend, Streik nahm. Der Gerichtshof beschließt, den gestellten Anträgen statt. und Arbeitslosen- Unterstützung sei nicht zu trennen; da lettere gezugeben. wissermaßen als Streitunterstützung anzusehen ist, die Kampfes organisation würde aber auch bedeutungslos ſein, fehlte das Zugund Bindemittel Arbeitslosen- Unterſtügung, mit der namentlich die Indifferenten rechnen. Die verflossenen drei Jahre, in welchen der Bere in 81 000 m. für Ausstände 2c. verausgabte, widerlegen gesellschaft und versetze die Unternehmer in den Glauben, Kraftproben provoziren zu können, weil es an Mitteln fehle, Widerstand leisten zu können. Die Mehrheit der Delegirten vertrat diese Auffassung und wurden alle auf die Ausscheidung bezughabenden Anträge abgelehnt. Mittags 1/21 1hr ist die Vernehmung der Angeklagten beendet. Es tritt eineinhalbstündige Pause ein. Alsdann wird in die Beweisaufnahme eingetreten. Für den ersten Tag find 28 Zeugen geladen. Beschlossen wurde: Zur Agitation und zur Errichtung resp.: Unterstützung von Bibliotheken 2c. hinreichende Mittel zur Verfügung zu stellen und die Berufs- und Lohnstatistik wieder aufzunehmen. Der Vereinssit bleibt in Altenburg, ebenso der Ausschuß, von dem eine in Braunschweig domizilirende Beschwerdekommission abgezweigt wurde. Die namentlich in Berlin erfolgte Verimtreuung von Vereinsmitteln qab Anlaß zur Annahme schärferer Kontrollbestimmungen. Das Kassensystem mit 30 und 45 Pf. Wochenbeitrag wurde wie bisher beibehalten, gleichfalls das Eintrittsgeld von 1,25 M. resp. 2,25 M., weibliche Mitglieder zahlen 10 Pf. Wochenbeitrag und Kommunales. lebigen: der Stadtverordnete Hellriegel vom 1. bis 15. Juli Stadtverordnete Wilhelm Gericke( I) vom 16. bis 31. Juli, Stadtverordneten- Vorsteher- Stellvertreter Michelet vom 1. 15. August und der Stadtverordnete Seibert vom 16. bis 31. Aug Die Stadtverordneten Versammlung genehmigte in ih geheimen Sigung am Donnerstag, daß die Regierungs- Baumeis Billmann, Maey, Hedde und Behner vom 1. April 1898 ab a Stadt- Baumeister angestellt worden. T Freitag Vormittag 1/29 Uhr wird die Verhandlung fortgesetzt. Der erste von den für diesen Tag geladenen ca. 50 Beugen, welche bernommen werden sollten, ist Generalmajor v. Kröchler. Derselbe beDer Präsident giebt nach Feststellung der Personalien fundet: Nachdem ich von den Vorkommnissen des 25. Kenntniß erhalten einen furzen Rückblick, wie der Grzeß fich entwickelt hat. hatte, ging ich am 26. abends schon zeitig nach dem Wilhelmsplay, um zu Am 26. war der Auflauf so groß, daß Militär und Gendarmerie fehen, ob ein Einschreiten der fonfignirten Kompagnie nothwendig requirirt wurde. An diesem Abend erfolgte denn auch das Schießen fei. Auf mich machte die Menschenmenge, welche den Birkus umstand, der Gendarmerie und das Einschreiten der Polizei mit blanker Waffe. zunächst einen recht harmlosen Eindruck, es änderte sich das Bild übrigens die Meinung, der Verein sei eine bloße UnterstützungsAn diese Ausführung des Präsidenten schließt sich die mehrere aber, als von der Marktstraße her die Polizeimannschaften und Stunden dauernde Bernehmung der Angeklagten. Gendarme in Trupps nach der Turnhalle beim Wilhelmsplatz Die Angeklagten bestreiten ausnahmslos, etwas Strafmarschirten. Es begann ein Gejohle, und die Menschenmenge wuchs bares begangen zu haben. Sie wollen theils aus Neugier, theils immer mehr an. Nun wurde der Platz durch berittene Mannschaften auf dem Nachhausewege von der Arbeit über den Wilhelmsplay gesäubert, was auch ohne Schwierigkeiten vor sich ging. Der Menschen gegangen und dort in den Menschenknänel gerathen, mit knäuel zog sich dafür aber nach den angrenzenden Straßen, wodurch Diesem bolt der Polizei zurückgedrängt und schließlich mit der Verkehr verhindert wurde. Mittlerweile fielen bei der ZirkusSäbelhieben traktirt sein, wenn sie sich verantworten wollten, vorstellung einige Schüsse, es schien, als wenn die Leute immer fumult nicht schnell genug flüchteten oder gar stehen bleiben oder ihres lustiger wurden. Ich muß fagen, wenn die Polizei mum nicht scharf Weges über den Wilhelmsplatz weitergehen wollten. Nur vorgegangen, wäre der Skandal noch schlimmer geworden. Gegen 10 1hr der Angeklagte Haber giebt zu, daß er in der Erregung gerufen: wurde dem Oberbürgermeister, der sich mit dem Polizei- Juspektor Steine her!" Der Angeklagte Reinhardt will sich an dem ebenfalls auf dem Wilhelmsplatz eingefunden, gemeldet, daß an der Gendarmi Henning nur vergriffen haben, weil dieser auf ihn los- Andreasstraßen- Ecke die Polizei vor Steinhagel sich zurückziehen müsse. geritten sei. Von dem ihm abgenommenen Säbel habe er dem Auf den Rath des Polizei- Inspektors wurde mm die ganze bewaffnete Gendarm gegenüber keinen Gebrauch gemacht. Macht nach befagtem Endpunkte des Wilhelmsplates tommandirt. Kurz Darauf fielen dann etwa 30 Schüsse. Daraufhin wurde es mit einem Mal ganz still und die Mannschaften kamen mit der Meldung zurück, daß 50 Pf. Aufnahmegebühr. alles in Ordnung" sei. Der Zeuge Kaufmann Wunder, welche von seiner am Wilhelmsplatz belegenen Wohnung aus den Der erste Zeuge ist Oberbürgermeister Dr. Schmidt. Derselbe Krawall mit angesehen und sich gegen mehrere Bürger tadelnd über gicbt über die Organisation der Erfurter Polizei im allgemeinen und ein provozirendes Vorgehen der Polizei geäußert hatte, weiß sich über die Befugnifie des Polizei- Inspektors im besonderen Auskunft. auf die Vorkommnisse nicht mehr gut zu erinnern. Ober- fich Mitte nächster Woche in Ferien. Die laufenden Geschäfte der: Der Stadtverordneten Vorsteher Dr. Langerhans begiebt Er erklärt, daß der Inspektor als Leiter der Exekutive Gendarm Heinemann erklärt, er fei vom Regierungs- Stadtverordneten- Versammlung werden während der Ferien er: polizei die Pflicht habe, für Ruhe und Ordnung auf den Straßen präsidenten durch einen Boten zum Erscheinen am Wilhelms zu sorgen. Es stehe ihm das Recht zn, in dieser Beziehung selbst- platz beordert worden. Auf die Frage an den Polizei- Inspektor, ob ständige Maßnahmen zu treffen. Der zweite Zeuge ist Polizei- man schießen solle, wurde der Bescheid, dies bei einem Angriff seitens inspektor Megler. Er bekundet: Der Kommissar Brehme war der Menge zu thun. Oberaufseher Heim konstatirt, daß am Morgen am 24. Mai tommandirt, die Ordnung beim Zirkus aufrecht zu er- nach dem Krawall in dem am Wilhelmsplatz befindlichen Vorgarten halten. Am 25. früh meldete mir der Beamte, daß sich viel Bubli- des Landgerichts- Gefängnisses ein Haufen Pflastersteine, ja sogar fum vor dem Birfus unnük aufgehalten und sich der Polizei Eisenstücke von Straßenbahnschienen lagen. gegenüber renitent benommen hätte. Des Abends, ivo Nach einer kurzen Pause bemerkt der Erste Staatsanwalt: militärischer Zapfenstreich stattfand, ging ich selbst nach dem Wilhelms- Er sei in der Lage, auf die Zeugen, die über die allgemeinen Vorplay, um mich über die Situation zu orientiren. Ich hörte, wie der gänge Aussagen machen sollen, zu verzichten. Geschworener Das Polizei- Präsidium beabsichtigt das zur Zeit geltend Birtusbesitzer schimpfte, weil der Weg zum Zirkus versperrt war. Ich Stadtrath Stenger: Es ist mir mitgetheilt worden, daß Herr Polizeireglement hinsichtlich der Fütterung der Zugthiere traf Anordnungen, Abhilfe zu schaffen. Als der Zapfenstreich begann, Pastor Köhler sich den Herrn Oberbürgermeister aus der Stadt- auf den Straßen abzuändern, indem es dem Schlußſage des wuchs die Menschenmenge auf dem Wilhelmsplatz auf etwa 2000 Personen verordneten- Versammlung hat herausrufen lassen, um mit diesem über§ 96 desselben die Fassung geben will: daß das Füttern von an. Ich befahl, den Platz zu säubern. Da die Beamten, welche den Befehl die Vorgänge am 26. Mai Rücksprache zu nehmen. Ich möchte doch 3ugthieren auf öffentlichen Straßen nur wäh ausführten, mit Steinen beworfen wurden, so ließ ich von der Waffe Ge- bitten, den Herrn Pastor Köhler darüber zu vernehmen. Erster rend des Ladens und Entladens der Fuhrwerke brauch machen. Mehrere Personen wurden arretirt. Um 11 Uhr war die Staatsanwalt: Wenn Herr Pastor Köhler vernommen werden soll, dann gestattet sein soll, und hat hierzu die Zustimmung des MagiRuhe wieder hergestellt. Zeuge Polizeikommissar Gay befundet, kann ich vorläufig auf teinen Zeugen verzichten. Der Gerichtshof strats nachgesucht. Das Magistratskollegium hat beschlossen, dieser daß schon am 24. Mai die Polizei mit Steinen beworfen und ver- beschließt die Bernehmung des Pastor Köhler. Letterer erscheint beabsichtigten Reglements veränderung seine Zustimmung zu ertheilen, höhnt worden sei. Polizeikommissar Brehme schildert die Vorkommnisse sehr bald und bekundet: Ich ging am Abend des 26. Mai über jedoch mit der Maßgabe, daß noch hinzugefügt werden solle: Jede vom 24. und 25. Mai, und fügt hinzu, es sei ihm, sobald er sich wo den Friedrich Wilhelmsplatz und durch die Andreasstraße und Verunreinigung der öffentlichen Straßen und Pläße ist dabei zu fehen ließ, der Spitzname Rollmops" zugerufen worden. Von der ich muß sagen, ich war über das Vorgehen der Polizei vermeiden oder wieder zu beseitigen. Waffe sei erst nach wiederholter höflicher, aber auch erfolgloser geradezu empört. Ich selbst wäre sehr bald unter die Die Große Serliner Straßenbahn beabsichtigt, um den Aufforderung, den Platz zu räumen, Gebrauch gemacht worden. Hufe der Pferde gekommen. In der Andreasstraße ritten wünschen der betheinigten Kreise nachzukommen, eine Bahnverbindung Polizeikommissar Michels fonstatirt, daß aus der Menge gerufen: die Polizeibeamten und Gendarmen auf dem Trottoir und zwischen dem Küsteinerplatz und der Frankfurter Allee durch die Verfluchte Hunde! Hut ab! Ihr Bande zahl: keine Steuern schlugen mit blankem Säbel auf alle, die ihnen in den Weg Königsbergerstraße herzustellen und hat hierzu die Genehmigung der Nieder mit den Hunden!" Auf ihn habe die Sache den Eindruck tamen, Harmlose Leute, die an ihrer Hausthür standen, mußten sich städtischen Verkehrs- Deputation nachgesucht. Die Verbindung soll gemacht, als gelte es die Polizei zu verhöhnen. vor den Schuyleuten und Gendarmen flüchten. In einem Hausflur zur Weiterführung der Linie Uhlandstraße( Wilmersdorf)-KüstrinerEs folgt hierauf die Vernehmung einer ganzen Anzahl Zeugen, der Andreasstraße standen zwei anständige Arbeiter in ruhigster plag bis zur Frankfurter Allee dienen. die dem Krawall am 25. Mai als unbetheiligte Zuschauer bei Weise. Die Schußleute ritten direkt auf die Thür zu und schlugen Mit der Asphaltirung des Potsdamer Plates soll nach gewohnt haben. Diese bekunden durchweg, auf sie habe die ganze mit den Degen auf die beiden Leute los. Einer von den GeSituation den Eindruck gemacht, als ob man es auf einen Krawall schlagenen rief:" Was wollen Sie denn, ich wohne ja hier." da die Verkehrsverhältnisse sowohl, als auch die Umwandlung der Beschluß des Magistratskollegiums nunmehr vorgegangen werden, abgesehen hätte. Die Polizei habe erst zur Waffe gegriffen, nachdem In der Andreasstraße pfiffen und johlten wohl zwei Jungens Ringbahn in elektrischen Betrieb die Umgestaltung des Plages oftmalige Ermahnungen an die Menge, nach Hause zu gehen, im Alter von 12 bis 13 Jahren, das übrige Publikum das übrige Publikum bringend erfordern. Benn auch bei dem in Aussicht gestellten erfolglos waren. Gefangenenaufseher Heine bekundet, daß er ge- bestand aber aus durchaus anständigen, harmlosen Leuten, Bau der Unterpflaster- Bahnen von dem Potsdamer Bahns sehen, wie halbwüchsige Burschen mit Steinen nach den Polizei die zufällig ihr Weg über den Friedrich Wilhelmsplatz und hof nach dem Bahnhof" Friedrichstraße" beziehungsweise nach beamten warfen. Wo der Polizeikomissar Brehme sich sehen ließ, die angrenzenden Straßen führte, und sich vollständig ruhig verhielten. Sem Spittelmarkt ein beträchtlicher Theil des Plages wieder rief man ihm Bierfaß! Chauffeewalze!" u. f. w. zu.( Große Präs.: Haben Sie nicht Steine werfen sehen?-Beuge: Durch aufgerissen werden muß, fann doch mit Rücksicht hierauf die Heiterkeit im Gerichtssaal). aus nicht. Die Polizeibeamten schlugen rücksichtslos auf durchaus Die Stadtverordneten Rebs und Möller erklären, harmlose Leute, die ruhig nach ihrer Wohnung gingen und denen Regulirung des Plates nicht weiter hinausgeschoben werden, da der es sei ihnen von durchaus glaubwürdigen Personen das Vorgehen man auf den ersten Blid ansehen mußte, daß sie feine Tumultuanten Beitpunkt, wann die Unterpflasterbahn zur Ausführung kommen tann, der Polizei als ein zu scharfes, boreiliges gewaren. Meine Empörung wurde von mehreren meiner Gemeinde- noch nicht feststeht. Es sei aber anzunehmen, daß auch bei der schildert worden. Sie müßten daher ihre bereits im Stadt- Kirchenrathsmitglieder getheilt. Man mußte nach diesem Vorgehen der größten Beschleunigung der Bahnprojekte der Beginn der Ausführung verordneten- Kollegium darüber geäußerte Meinung auch heute noch Polizei annehmen, daß etwas im Werke sei. Das Vorgehen der derfelben erst in etwa zwei Jahren eintreten werde und es sei uns Der Präsident bemerkt hierzu, die Aussagen dieser beiden Ich war wiederholt genöthigt, Leute vor den Säbelhieben der Polizei Oberpräsidenten betreffend die Errichtung eines staatlichen LaboraPolizei hat das Gegentheil von dem bewirkt, was beabsichtigt war. möglich, bis dahin mit der Pflasterung des Plages zu warten. Nahrungsmittel Untersuchung. Hinsichtlich des Erlasses des Zeugen seien unwesentlich, δα fie nichts aus eigener zu schüßen. Einen Mann, der vor meinem Hause einen Schlag mit Wahrnehmung befunden könnten. Der nächste Zeuge, Lehrer dem Säbel auf den Kopf erhielt, nahm ich in meine Wohnung, um toriums zur Untersuchung von Nahrungsmitteln und GebrauchsGothe, fagt folgendes aus: Am Abend ging ich mit dem ihn zu verbinden. Bastor Köhler bekundet ferner auf Befragen: gegenständen hat das Magistratskollegium beschlossen, da die StadtKaufmann Thieme und dem Prokuristen Schwedthelm durch Von 7 bis etwa 10% Uhr war ein durchaus anständiges Publikum verordneten- Versammlung ferien hat und deren Mitbestimmung die Marktstraße. Unterwegs begegnete mir der persönlich gut auf den Straßen. Das Publikum nach 10/2 Uhr, das die Beamten erforderlich ist, den Oberpräsidenten um einen entsprechenden Aufschub bekannte Polizeifergeant Flude. Wir fragten ihn, was mit Steinen warf, die Laternen zertrümmerte u. s. tv. bestand aus zu bitten; unterdessen soll eine Subkommissian des Magistrats, be denn eigentlich los fei, daß in der Stadt so eine große Aufregung ganz anderen Elementen, das war allerdings Pöbel. Gegen 11, Uhr stehend aus dem Bürgermeister Kirschner sowie aus den Stadträthen herrsche. Auf diese höfliche Frage zog der Beamte seinen war alles vorüber. Erster Staatsanwalt: Wissen Sie, aus welchem Haack, Marggraff, Dr. Straßmann und Selberg, die speziellen die Säbel und rief in sichtlich großer Erregung:„ Was, ich soll Grunde die Leute in der Nähe Ihrer Wohnung von der Polizei Stadt betreffenden Fragen zum Gegenstand vorläufiger Erörterung Ihnen wohl Kindermärchen erzählen. Ich will's Ihnen gleich zeigen fortgetrieben wurden, ob die Beamten Befehl zu ihrem Vorgehen machen. was los ist." Durch dieses Benehmen des Flucke fühlte ich mich erhalten hatten? Beuge: Das weiß ich allerdings nicht. Auf getränkt und machte andern Tags der vorgesezten Behörde Mit- fernteres Befragen bekundet der Beuge: er habe keine geschlossene Masse theilung. Diese lehnte jedoch ein Einschreiten ab, weil der Beamte sondern nur einzelne Leute, zumeist harmlose Menschen gesehen, die ausdrücklich angewiesen worden, mit blanker Waffe augenscheinlich von der Arbeit tamen. Polizei- Inspektor Mezler Den diesmaligen Kündigungstermin zum 1. Juli hat ein durch die Straßen zu patrouilliren. Thatsache sei aber, daß Flucke und Polizeikommissar Michels bezeichnen es als unwahr, daß das großer Theil der Berliner Hausbesizer für den geeigneten Moment erst nach der harmlosen Frage den Säbel gezogen hat. Publikum aus harmlosen Menschen bestanden habe; die Haltung erachtet, die Miethsschraube etwas fester anzuziehen. Dies scheint Der Polizeiwachtmeister Herwig und der Polizeisergeant der Menge war eine solche, daß jeder fortgetrieben werden ganz besonders im Norden der Fall gewesen zu sein. Ueberall, Schmidt befunden, sie seien am Abend des 25. Mai, als sie die mußte, ob er einen schlechten oder einen guten Rod an- wohin man hört, sind Miethssteigerungen von Wohnungen und Ges Wache am Zirkus hatten, mit Steinen beworfen worden. hatte.- Polizeikommissar Michels bemerkt: In der Andreas- schäftslokalen zu verzeichnen. Daß so manchem Hansagrarier die dabei ausgerutscht ist, Hiermit ist die Zeugenvernehmung über die Vorkommnisse vom straße sei aus den Häusern auf die Polizeibeamten mit Steinen Hand ift, beweist in ein Fall 25. Mai zu Ende. Es beginnt nach einigen Fragen der Bertheidiger geworfen worden. Er hatte daher Befehl erhalten, die Andreas- Usedomstraße, woselbst eine Baugesellschaft sämmtliche Miethen um und Geschäftslokale, die Beweisaufnahme über den zweiten, den Hauptkrawallabend. ftraße mit gezogenem Degen zu säubern. Die Leute flüchteten sich im Hause, Wohnungen Oberbürgermeister Dr. Schmidt, der nochmals vernommen wird, zwar, sobald aber die Polizeibeamten außer Sicht waren, begannen bis 120 m. pro anno gesteigert hat. Wenn die Miethssteigerungen erklärt, auf ihn haben die Erscheinungen des zweiten Tages den sich die Leute wieder zu sammeln. Polizei- Inspektor Megler sagt im allgemeinen auch nicht so rigorose sind, so haben sie doch einen aufrechterhalten. Lokales. der 60 Mart großes Gewicht darauf gelegt wird, daß die„ neue" Wohnung auch thatsächlich eine neue ist. tönnte." . 1 279 744 zu daß er mehrere Zähne des Unter- und Es wird also Stadt„ Der erheblichen Wohnungswechsel zum 1. Oktober zur Folge, der jetzt) Von einem Wagen der elektrischen Straßenbahn über- hierauf von Stadthagen eingelegte Revision hatte den bereits in der Massenerscheinung der Wiethszettel fich erkennbar fahren wurde gestern Mittag der 81 Jahre alte frühere Arbeiter Erfolg, daß das Reichsgericht das Ürtheil vom 8. Oktober macht. Das bekannte und gefürchtete Wohnungsuchen wird nun bald Alexander Werfene, der bei seinem Schwiegersohn in der Kirchbach 1897 aufhob und die Sache an das Landgericht II verwies.. wieder feinen Anfang nehmen. Zu etwas wenigstens wird dieses qual- straße 16 wohnt. Der Greis glaubte an der Charlottenstraße vor Das Landgericht II erkannte am 18. November 1897 auf 300 Mart volle Geschäft jetzt erleichtert durch die veränderte Gestaltung der Mieths- dem Wagen, der langsam fuhr, noch vorüberkommen zu können, Geldbuße. In der gestrigen Verhandlung vor dem II. Senat des zettel, die trotz aller Wohnungszeitungen immer noch das beliebteste wurde jedoch von einem Rade gefaßt, das ihm das rechte Fußgelent Reichsgerichts gab dieses unter Vorfiz des Senatspräsi Kommunikationsmittel zwischen Miether und Vermiether bilden. Die zerschmetterte. Der Verunglückte wurde mit einem Wagen der nächsten denten Freiherrn von Bülow der Revision StadtYakonischen Antiindigungen: Hier sind Wohnungen zu vermiethen", Unfallstation einem Krankenhause zugeführt. hagen's nach, hob das Urtheil auf und verwies die find so ziemlich von der Bildfläche verschwunden. An ihre Stelle Ein Ehedrama. In einem Hause in der Mulachstraße betreibt Sache abermals an das Landgericht II. In der mehrstündigen find zumeist Plakate getreten, welche die Lage der Wohnung und seit dem April die Frau des Malers N. eine Plättaustalt. Die erst Verhandlung vor dem Reichsgericht, in der Stadthagen sich ſelbſt deren Räumlichkeiten angeben, wodurch den Wohnungsuchern vor einem Jahre geschlossene Ehe gestaltete fich höchst unglücklich. vertrat, beantragte die Reichsanwaltschaft Verwerfung der prozeſſnalen wenigftens ein Anhalt geboten ist und ihnen viele unnüße Wege er Nachdem N. am Mittwoch die Frau aus dem Hause gewiesen hatte, Rügen, auf die die Verhandlung beschränkt wurde. Stadthagen fpart werden. Auch die Preisangabe hinzuzufügen, dazu haben sich fehrte sie am Donnerstag in Begleitung ihrer Eltern in ihre rügte u. a., es liege tein hinreichender Strafantrag vor, durch Abbisher nur wenige Wirthe entschlossen, obgleich eine solche Angabe Wohnung zurück, um, unterstützt von einigen Freunden, ihr Eigen- lehnung einer großen Reihe von Anträgen ſei ſeine Verdoch im beiderseitigen Interesse liegt. Vollständig vermiethet find thum abzuholen. Darüber kam es mit dem Manne zu einem Streit, theidigung beschränkt, auch beruhe das gesammte Verfahren auch diesmal wieder sämmtliche neu erbauten Häuser, einmal, weil der sich bis auf die Straße fortsette. Als N. mit einer Eisenstange auf einem Verstoß gegen das Briefgeheimniß und gegen die Es hätte nach letzterer Richtung darüber eine klaffende Kopfwunde beigebracht. Er floh in seine Wohnung, Beweis erhoben werden müssen, ob sich der Vorgang mit dem Brief und verbarrikadirte sich dort vor der nachdrängenden Menge, bis die wie folgt abgespielt habe. Der Brief sei an Matthies nur unter Er scheint Gnade zu finden wenigstens bei Herrn Schwein Polizei erschien und die Massen zerstreute. Unter dem Schuße der der Bedingung ausgehändigt, ihn vorher vom Beamten leſen zu burg. Zu der Wahl des Herrn Kirschner zum Oberbürger Beamten wurde der Verwundete dann zu einem Arzt gebracht. laffen. Dann sei Abschrift des Briefes an die Staatsanwaltschaft gemeister von Berlin äußern sich die Berliner Politischen Nachsendet. Diese habe das Original, ohne daß eine gerichtliche richten" nämlich wie folgt:„ Wenn es ohne Zweifel von entscheidender mensch", ist seit einigen Tagen in der Ausstellung Indien am ziehentlich von der Gefängnißverwaltung abgenommen, um den Eine Abnormität auf medizinischem Gebiete, der Stein- Beschlaguahme vorlag, am 4. November 1892 von Matthies beBedeutung ist, ob der Gewählte die Gewähr dafür bietet, daß er Kurfürstendamm zu sehen. Der Steinmensch ist der jetzt 33 Jahre Brief als Beweismittel für das Verfahren gegen ihn Stadthagen den auf Erreichung des maßgebenden Einflusses in der alte Albert Schwarz aus Rumänien. Die Erkrankung begann ohne zu benutzen. In diesem Vorgang liegt ein Verstoß gegen die zum Schutz Gemeindeverwaltung gerichteten Bestrebungen jede ersichtliche Ursache im 19. Lebensjahre und führte in 3 Jahren der bestehenden Eigenthumsordnung gegebene Vorschrift, daß nur ein Der Sozialdemokratie energischen Widerstand einer Versteinerung der rechten Seite, dann ging der gleiche nicher Briefbeschlagnahmen anordnen dürfe. Es beruhe mithin entgegenseben wird, so fällt doch zugleich ins Gewicht, daß Prozeß an der linken Seite vor sich. Seit acht Jahren sind aber das Verfahren auf einem Verstoß gegen die Rechtsordnung und dürfe Herr Kirschner erst vor wenigen Jahren als zweiter Bürgermeister be teine weiteren Erkrankungen mehr aufgetreten. Das Gesicht ist fast der zu Unrecht erhaltene Brief nicht als Beweismittel in einem stätigt wurde und diesen Atte der Staatsaufsicht die sorgfältigste Prüfung ganz verschont geblieben, aber die Kiefermuskeln find fest verkaltt, Strafverfahren verwendet werden, das ja gerade dazu bestimmt aller einschlägigen Momente vorhergegangen ist. Aus der Zeit der Berliner Amtsthätigkeit des Herrn Kirschner ist, soweit bekannt, hat sich, um Nahrung zu sich nehmen zu können, selbst in der fei, die Rechtsordnung zu schützen. Darüber, ob der Brief in dieser Weise behandelt sei, hätte mithin Beweis erhoben werden müssen. Ergebnisses der damals vorgenommenen Prüfung Anlaß geben Oberkiefers an der Seite herausgerissen und nun durch die Lücke die Das Reichsgericht erklärte, der letzte Begriff sei begründet, es seien Speisen einführt, die Flüssigkeiten durch ein langes Saugrohr. deshalb die übrigen Beschwerdepunkte nicht erst zu prüfen, vielmehr Wie mag der, energische Widerstand" arrangirt werden sollen, Längs der Arme fühlt man lange, steinharte Leisten, welche in die habe, wie erwähnt, erkannt werden müssen. der dem völlig legalen Streben auf Erlangung und Erweiterung des Knochen untrennbar übergehen. Es sind verkalfte Muskeln, nur haben, daß die Ausübung seiner Pflicht als Bertheidiger strafbare hagen sich demnächst zum vierten Male dagegen zu vertheidigen Einflusses, welcher der sozialdemokratischen Wählerschaft von rechts- Handgelenk und Finger sind frei geblieben. An den Beinen find Beleidigungen im Falle Matthies enthalten habe. ist? Soll das Stadtoberhaupt sich etwa durch öde Schimpfreder auf auch hier überall Knollen und Ballen zu fühlen, so daß Schwarz In dem Organ für die Post- Unterbeamten uns vor den Augen der Welt lächerlich machen? burgischen thun gut daran, die Welt in Ruhe ihren Gang gehen vollkommen steif. Der bedauernswerthe Mann, der vor vier Jahren welcher dem Verfasser, dem Redakteur Ernst Stemmers eine Ans Die Schwein- sich nur auf Stöcken mühsam fortbewegen kann. Der Nacken ist Deutsche Postbote", erschien am 3. April d. J. ein Artikel, zu lassen. von Professor Virchow der medizinischen Gesellschaft vorgestellt flage wegen verleumderischer Beleidigung zuzog, die gestern vor der Ueber den Pfingstverkehr in Berlin in diesem Jahre liegen worden ist, scheint sein trauriges Geschick mit Ergebenheit zu fragen. fiebenten Straffammer des Landgerichts I verhandelt wurde. Es nun endgiltige statistische Zahlen vor. Danach wurden befördert mit Omnibussen, Pferde-. Dampf- und elektrischen Bahnen und mit der straße 16 eine Stehbierhalle total aus. Möbel, Regale und richtet, welches sich beim Haupt- Telegraphenamt in Berlin zuFenerbericht. Freitag früh 1 1hr brannte Alegander- wurde in dem Artikel von einem traurigen Vorkommniß beStadt- und Ringbahn am Pfingstsonntag Der Posthilfebote Lehmann sei am 1251 475 Personen, Spirituosen wurden zerstört. Mittags 11 1hr mußte as getragen haben sollte. Pfingstmontag munderstraße 20 ein Küchenbrand abgelöscht werden. Kurz 26. März erkraukt und deshalb vom Dienst ferngeblieben. Es insgesammit 2 531 219 Personen, nach 1 Uhr brannte Veteranenstraße 19 Möbel und Gardinen. wurde am Abende seitens eines Vorgesetzten eine Revision in der das ist um 245 520 Personen mehr als im Vorjahr. Der Haupt- Bald darauf erfolgte Alarm nach dem Güter- Bahnhof der Lehmann'schen Wohnung vorgenommen, bei der Lehmann aber nicht autheil der Zunahme fällt der Stadt- und Ringbahn, die an beiden Ostbahn, wo ein von dem am 18. Juni dort stattgefundenen angetroffen wurde. Er hatte sich auf etwa 20 Minuten entfernt, Tagen 900 855 Personen beförderte, mit 110 336 Personen zu. Am folgenden Tage Brande herrührender Haufe Pappe Fener gefangen hatte. Im um nothwendige Einkäufe zu besorgen. 6 Uhr entstand Schwerinstraße 6 ein großer Schornsteinbrand. habe Lehmann wieder Dienst thun müssen. Sein Vorgesetzter, Postsekretär Krause, habe ihm eine Rüge ertheilt, daß er seine Wohnung verlassen habe und den Verdacht ausgesprochen, daß Lehmann Krankheit heuchle. Lehmann habe an diesem Tage wieder wieder Dienst thun müssen. Am folgenden Tage habe sich sein Zustand sehr verschlimmert, er habe seine Braut nach dem Postamt geschickt und durch sie um einen Krankenschein bitten lassen. Man habe ihr gesagt, daß der Schein nach Lehmann's Wohnung geschickt werden solle. Bevor der Krankenschein aber eingetroffen fei, sei Lehmann verstorben. Sein Kollege und Stubennachbar Wolff habe sich zum und befindet sich in der„ Krummen Straße". Die Anstalt ist ge Haupt- Telegraphenamt begeben und dem Ober- Telegraphensekretär öffnet vom April bis September von morgens 6 Uhr, im März und Kretzschmar den Tod Lehmann's gemeldet. Dieser habe in herzOktober von 7 Uhr, im November bis Februar von 7½½ Uhr an. Lojer Weise erwidert: Ach, was gehen uns die Posthilfeboten an, Stassenschluß tritt Sonnabends um 9 Uhr, an den übrigen Wochen- melden Sie es der Ober- Postdirektion". An diese Mittheilungen knüpfte tagen um 8 1hr, Sonntags um 12 bezw. 1 Uhr mittags ein. Für der Verfasser Bemerkungen des Bedauerns, daß ein schwerkranker weibliche Personen ist die Schwimmhalle vormittags von 9½ bis Beamter fich noch verlegende Bemerkungen von seiten seines Vor12 Uhr und nachmittags von 2-4 1hr geöffnet, Montags auch von gefegten gefallen lassen müsse. 61/2 bis 9 Uhr. Es kostet ein Wannenbad 25 Pf., ein Schwimmbad Der in dem Artikel geschilderte Sachverhalt soll nicht der 20 Pf.( für Personen unter 14 Jahren 10 Pf.); Monatsfarten für Wahrheit entsprechen. Die Behörde hat namens der Beleidigten, Schivimmschüler kosten 4,50 Pf. und 2,50% f. des Postsekretärs Krause und des Ober- Telegraphensekretärs Mit der Einführung von Gasautomaten geht die städtische Kretzschmar, Strafantrag wegen Beleidigung gestellt. Der AnVerwaltung von Charlottenburg jest weiter vor. Die Depu- geklagte, der vom Rechtsanwalt Oskar Neumann vertheidigt wurde, tation für das Erleuchtungswesen hat beschlossen, zunächst weitere hatte einen umfangreichen Entlastungsbeweis angetreten. Beuge 30 Apparate bei Privatleuten aufzustellen, nachdem sich die bisherigen Krause gab zu, daß er dem Lehmann Vorhaltungen darüber Versuche durchaus bewährt haben. Die allgemeine Einführung der gemacht habe, weil er am Abende zuvor nicht zu Hause Gasautomaten in Charlottenburg soll zum 1. April nächsten Jahres gewesen sei. Lehmann habe erwidert, daß er nur auf zu erwarten sein. zwanzig Minuten fortgewesen sei, unt etwas zu genießen. habe Sie an Die Pferdebahnlinie Halensee- Wilmersdorf- Spittelmarkt, Darauf der Zeuge ihm gesagt: Gehen Der Zeuge erklärte Gastwirthschaftsmisere. Uns wird berichtet: Großer Kehraus die bereits am 15. Wai in Betrieb gesetzt werden sollte, ist gestern Ihren Dienst, das übrige wird fich finden. fand gestern im Restaurant" Zum Justizpalast" statt, dem besten dem Verkehr übergeben worden. Die Wagen verkehren alle zwölf ferner, daß es häufig vorkomme, daß Posthilfeboten sich des Sonn Bier- und Speiselofal in unmittelbarer Nähe des Moabiter Kriminal- Minuten. abends frank meldeten, um am Sonntage dienstfrei zu sein. gerichts, welches geradeüber vom Hauptportal liegt und den meisten Berlinern bekannt geworden ist, welche mehr oder minder oft auf dem Schlachtensee gegenüber der Nenen Fischerhütte. In dem Fahr- Wolff ihm die Mittheilung von dem plötzlichen Tode des Lehmann Ein Boot mit drei Insassen kenterte gestern Nachmittag auf Zeuge Kreshmar bestritt mit Entschiedenheit, daß er die ers wähnte lieblose Bemerkung gethan habe. Als der Posthilfsbote dem Gericht zu thun haben. Der strebsame Wirth ist ein Opfer des zenge, einen Miethsboot, befanden sich die Kaufleute S. und B. und Miethswuchers geworden, den viele Hausbefizer der dortigen Gegend die Schwester des S. Als sich das Boot etwa in der Mitte des Wolff habe gefragt, ob die Eltern nicht von Amts wegen Nachricht von gemacht habe, habe er theilnehmende Fragen an Wolff gestellt. treiben. Er hat sein Hab und Gut gleich zahlreichen Bor- Sees befand, versuchten die drei Personen die Plätze zu wechseln. dem Todesfall erhielten, worauf der Zeuge erwidert habe, Wolff möge gängern zugesetzt und ist mit leeren Händen aus dem Lokale ge hierbei schlug der Nachen um, und die des Schwimmens Unkundigen fich an die Ober- Postdirektion wenden, welche die Personalakten des gangen, welches in der Gegend bereits das„ Erbbegräbniß" genannt gingen sofort unter. Sowohl von dem Restaurant Neue Fischer Verstorbenen führe. Ein großer Theil der Zeugen bekundete, daß wird. Gestern wurden nach erfolgter Versteigerr ng fünf große Möbel- hütte als auch von anderen benachbarten Lokalen wurden sofort Lehmann in der That schwer ertranft war, obgleich man wagen voll Möbel und Wirthschaftsinventar davongefahren, die eine Boote flott gemacht, und es gelang auch, nach längerem Bemühen es ihm nicht habe ansehen können. Er habe sich sehr geärgert, daß ant dem Geschäft interessirte Brauerei erstanden hat. Ver- die Verunglückten in bewußtlofem Zustande zu landen. Einem in anlassung zu dem Fallisseinent war die enorm hohe Miethe der Fischerhütte weilenden Arzt gelang es, die beiden Männer bald er zufällig bei dem Besuche seines Vorgesetzten nicht zu Hause von 7500 Mark, die für die dortigen Verhältnisse mindestens wieder ins Leben zurückzurufen, Fräulein S. erholte sich jedoch nur gewesen sei, und alle seine Kräfte zusammengerafft, um die Hälfte zu hoch ist, da sich in der Umgebung des Krintinal sehr schwer; sie war bis gestern Abend 10 Uhr noch nicht trans- fchwerer habe der Verstorbene sich dadurch gekränkt gefühlt, daß man trans- um am folgenden Tage zum Dienst erscheinen zu können. Noch um am folgenden Tage zum Dienst erscheinen zu können. Noch gerichts einschließlich der Weinrestaurants und Café's vierzig portfähig. 2otale, oft zwei in einem Hause, befinden, die in der Hauptsache 8 weifel in seine Wahrheitsliebe gesezt habe. Zeuge fast gänzlich von der Kundschaft leben wollen, die ihnen der Ver- Abend gerufen. In der Kaiser Friedrichstraße stand ein großer Dach nichts bemerkt haben, dagegen hatten mehrere Postboten gehört, daß Nach Pankow wurde die Berliner Feuerwehr am Donnerstag Wolff will von einem lieblosen Wesen des Zeugen Kretschmar's tehr auf dem Gericht liefert. Abgesehen von den leistungsfähigen ftuhl in Flammen. Trotz schneller Hilfe wurde der größte Theil der Ober- Telegraphensekretär Kr. beim Verlassen des Dienstzimmers die Weinstuben und einigen gutgelegenen und festfundirten Bierhäusern Am Worte vor sich hingesprochen habe:, Was gehen uns die wechseln die Wirthe in den Wirthschaften nie die Tauben in einem Dachtonstruktion eingeäschert. Der Verlust ist bedeutend. Während Staatsanwalt Taubenschlage, trotzdem und troß ihres in amensen Schadens geben Freitag früh um 1 Uhr brannte eine Stehbierhalle in der Alexander- Bost hilfs boten die Hauswirthe die Sneipen nicht auf, auch laffen sie die Miethen straße völlig aus. nur Aus den Nachbarorten. Berliner Rettungsgesellschaft. Die Sanitätswache MauerStraße 23 ist Donnerstag Abend definitiv der„ Berliner Rettungsgesellschaft beigetreten. Gemäß dem Organisationsplane ber Rettungsgesellschaft wird die Wache Mauerstr. 23 von jetzt an nicht In Steglitz findet am Dienstag Abend 8 Uhr bei Schelhase, wie bisher Nachtdienst, sondern auch Tagesdienst haben und Tag und Nacht mit der Zentrale der Rettungs- Ahornstr. 15a, die Generalversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins gesellschaft verbunden sein. statt. Zahlreichen Besuch erwartet der Vorstand. Das erbarmungswürdige Dasein, das den Straßen- Die neue städtische Volks- Bade- Anstalt in Charlottenburg Händlerinnen bereitet ist, wird durch folgenden Fall beleuchtet: ist heute früh 6 Uhr der allgemeinen Benugung übergeben worden Nicht eniger als 8 Aufforderungen zum Strafantritt hat eine arme Handsfrau in der Gollnowstraße an einem einzigen Tage erhalten. Es handelt sich hierbei um 8 Polizeiſtrafen, mit welchen die Händlerin innerhalb furzer Zeit belegt worden ist und die sie, da sie Bahlung nicht leisten konnte, abzujigen hat. Die Gesammt- Strafzeit aus den 8 Mandaten beträgt annähernd zwei Monate. Die Händlerin, eine Frau G., haufirt auf der Straße mit Obst und Eis und hat in Sieser Weise 9 Kinder, von denen 7 noch schulpflichtig sind, 2 fich in Lehre befinden und einen franken Mann zu ernähren. Sie erit sich bei den Anwohnern der Gollnowstraße eines guten Rufes, so hat sich nunmehr die Armentommission des Bezirks mit dieser agelegenheit beschäftigt. Da die Bezahlung der Strafen aus Armen itteln nicht zulässig ist, so haben die Mitglieder der Kommission in Bittgefuch an den Kaiser gerichtet, in welchem um Aufhebung der Strafe für die arme Frau gebeten wird, da sonst die Kinder der Aermsten ins Waisenhaus gebracht werden müßten und der schon feit einigen Jahren arbeits- und erwerbsunfähige Gatte auf das Betteln angewiesen wäre. nicht herab, weil sonst der Werth ihres Grundstückes herabgesett würde. hans. Eine Revolveraffäre. Der Schankwirth Johann Rammowat Gerichts- Beifung. Im Bericht an?". b. Jaroczewski das Verhalten der beleidigten Beamten für durchaus vorwurfsfrei und den vom Angeklagten angetretenen Wahrheitsbetveis für mißlungen erachtete und gegen den Angeklagten 300 Mark Geldstrafe beantragte, plädirte der Vertheidiger Stritit sei. Der Gerichtshof hielt ebenfalls eine Beleidigung für vors für Freisprechung, da der Inhalt des Artikels nur eine zulässige liegend, die aber bei der ganzen Sachlage mit einer Geldstrafe von 30. genügend geahndet sei. in der Beteranenstraße gerieth gestern in seinem Lokal mit mehreren Bebel- Jacobey, den wir gestern brachten, enthält zwei Fehler, die Der stenographische Bericht über den Prozeß Fink kontra Gästen der Zeche wegen in Streit, in dessen Verlauf er von vier einer Rorrettur bedürfen. Auf Zeile 48 Spalte 1 des Berichts Personen thätlich angegriffen und gemißhandelt wurde. Er 309 muß es heißen, daß die Herren Sudermann, Vollrath, Sarauf einen Revolver hervor und gab zwei blinde Schüsse auf seine Wenzel und Dahms die Angelegenheit besprachen. Gegner ab, die darauf flüchteten, der Schlosser Hermann Thiele ist statt des Herrn Wenzel irrthümlich Herr Schweizer als wurde gestern Vormittag wieder aufgenommen. Es war in der Die Verhandlung gegen den Schuhmann Otto Volkmann schlug jedoch in der Straßenwärts gelegenen Eingangsthür wiederum Theilnehmer an der Besprechung genannt. Ferner ist auf Beile 58 Sigung am Mittwoch beschlossen worden, zweds möglichst weitauf Rammowat ein, worauf dieser einen scharfen Schuß auf seinen auf Stammowat ein, worauf dieser einen scharfen Schuß auf seinen der zweiten Spalte zu lesen, daß Herr Dahms am 6. Oftober gehender Aufklärung der Sache noch den Hausbefizer Mündner zu Gegner abfeuerte, der ihn nicht unbedenklich am Unterleib verlegte. nicht am 26. Oftober- offiziell erflärt habe, daß Herr Fint aus laden, in dessen Hause, Bergstr. 12, die vielerwähnte Pauline Thiele schleppte fich mun bis vor das Haus Lothringerstr. 25, wo dem Verein Berliner Preffe ausgetreten sei. Schiller gewohnt hat. Es sollte mit mit Hilfe des Hilfe des Hauss er zusammenbrach. Ein Schußmann brachte ihn in ein Krankenversucht werden, diese Person, dem diese Person, welche An Der Reichstags- Abgeordnete Genosse Arthur Stadthagen wirths Ein jugendlicher Durchbrenner, Mit 1000 m. ist der 17 Jahre hatte sich gestern abermals vor dem Reichsgericht als Angeklagter zu geklagten in der fraglichen Nacht entflohen ist und welche von ihm vertheidigen. Stadthagen soll, wie unseren Lesern erinner- sowie von einigen Zeugen für einen verkleideten Mann gehalten alte Schreiber Ernst Brambring seinem Prinzipal, bem Berlage lich sein wird, am 11. Oftober 1892 die Mitglieder des Land- wurde, zu ermitteln. Diese Versuche sind vergeblich gewesen. buchhändler Finking in der Chausseestraße, durchgebrannt. Dieser hatte ihn in seine Wohnung in der Hessischenstraße geschickt, um gerichts zu Magdeburg und den Bürgermeister Rein wie der Beuge Mündner angab, hat die Schiller eine zeitlang bei hard zu Staßfurt durch einen Brief beleidigt haben, Verwandten, zu Staßfurt durch einen Brief beleidigt haben, Verwandten, welche in seinem Hause wohnten, Aufnahme 1000 M. zu holen. Die Tochter Finting's steckte einen Tausend- den er an den in Magdeburg angeklagten Parteigenossen Matthies gefunden, ist aber bald wieder berzogen, ohne ihren martschein in einen Briefumschlag und übergab ihn dem jungen als Vertheidiger schrieb. Dieser Brief ist ohne Genehmigung Berwandten oder der Polizei ihren neuen AufenthaltsManne. Dieser unterschlug das Geld und brannte durch. Schon Stadthagen's von einem Beamten geöffnet und dann zu der ort anzugeben. Es ist festgestellt worden, daß sie Ende in einer früheren Stellung in einem Agenturgeschäft soll B. sich als Anklage gegen ihn wegen Beleidigung benutzt worden. Das Landgericht Januar nach Amerika gereist ist. Zeuge Mündner bekundet, daß die Berlin I sprach Stadthagen am 20. Juni 1894 frei, weil der Brief nicht Schiller eine auffallend große Figur hatte und ein Gesicht mit so Vermist wird seit Montag der 50 Jahre alte Schneidermeister in die Hände des Matthies gelangt und unbefugt eröffnet sei. Das groben Bügen, daß man sie wohl für einen verkleideten Mann halten Emil Grezestiewicz aus der Wilhelmstraße 106. Er ist schwer nerven- Urtheil wurde vom Reichsgericht am 13. November 1894 aufgehoben. konnte. Sie habe einen lüderlichen Lebenswandel geführt. Nachdem Das Reichsgericht nahm an, auf etwaige Gesegesverletzungen in nunmehr die Beweisaufnahme endgiltig geschlossen war, nahm der Mit Morphium vergiftet hat sich gestern um die Mittagszeit dem Prozeß Matthies käme es für den Prozeß wider Stadt- Staatsanwalt v. Bezinger das Wort. Er hielt die Anklage aufrecht. Es sei der Arzt Dr. M., der seit vier Wochen in der Johannisstr. 22 bei hagen nicht att. In der erneuten Berhandlung bor mun erwiesen, daß der Angeklagte keinen verkleideten Mann, sondern der Zimmervermietherin Friebel wohnte. Der Vergiftete, ein Mann dem Landgericht beantragte der Staatsanwalt fechs Monate eine Frauensperson arretirt hatte. Er hatte die Arretirung aber ohne in den fünfziger Jahren, wurde in ein Strankenhaus gebracht und be- Gefängniß. Die Verhandlung hatte ergeben, daß der Brief dem einen ersichtlichen Grund vorgenommen und die Person auf einem findet sich auf dem Wege der Besserung. Ueber den Beweggrund ist Matthies eingehändigt, aber ihm dann wieder abgenommen war. Umwege, durch eine besonders stille Straße zur Wache führen wollen. gichts bekannt. Das Landgericht I erkannte auf einen Monat Gefängniß. Die Die Person sei ihm entlaufen. Die Annahme liege nahe, daß Voltmann nicht vertrauenswürdig erwiesen haben. leidend. Nr. 152. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksbleit. Sonnabend, 2. Juli 1898. Der Zuckerkrieg*), V ist in der Dingley- Bill der Zucker- Differenzialzoll entstanden, der eine so gewaltige Aufregung in der gesammten euro päischen Buder industrie hervorgerufen hat und der in der That einen flagranter Bruch der Meistbegünstigungsverträge darstellt. die Jahre noch möglichst beeinträchtigt werde und die Amerikaner eigenen Lande zu erzeugen. Wesentlich aus diesem Streben heraus durch die Absperrung des in den fubanischen Häfen lagernden Zuckers gezwungen werden, ihren nächsten Zuderbedarf bei uns zu decken. ffo wird der im Namen der Humanität und anderer schönen Dinge Auf dieser letzteren Hoffnung beruht überhaupt ausschließlich die gwischen den Vereinigten Staaten und Spanien geführte Waffen bessere Saltung der Zudermärkte, und damit steht die Thatsache in gang in weiten und namentlich eingeweihten Kreisen furzweg genamit. llebereinstimmung, daß der Sieg der amerikanischen Flotte bei den Wenn nun aber auch die Rübenzucker- Erzeugung in den Ver Und das mit vollster Berechtigung. Denn erstens wird der Krieg Philippinen auf die Zudermärkte in hohem Grade verflauend gewirkt einigten Staaten unzweifelhaft einer ganz gewaltige Ausdehnung auf keinem wirthschaftlichen Gebiete auch nur annähernd so bedeut hat. In der That muß, wie die Verhältnisse einmal liegen, jedes fähig ist, so würde diese Entwickelung doch eine geraume Zeit in fame Umwälzungen herbeiführen als in den Verhältnissen der Zucker- Ereigniß, das geeignet ist, einen baldigen Abschluß des Anspruch nehmen. So lange kann oder will der Trust nicht warten. erzeugung und des Zuckerhandels; und zweitens pfeifen es ja längst Strieges herbeizuführen, die Zuckermärkte in entschieden un- Schon lange hat er deshalb sein Auge auf zwei Zuckerländer par die Spazen von den Dächern, daß, wenn auch nicht die günstigem Sinne beeinflussen, und ein schneller Friedensschluß würde excellence geworfen: auf Hawai und Kuba. In den Urnwälzungen, einzige, so doch die eigentliche, tiefere Ursache des an ihnen geradezu eine Panik hervorrufen. die in letzter Zeit die Sandwichsinseln durchgemacht haben, hat der Krieges in den Machinationen der eine ganz fabelhafte Man versucht allerdings, sich mit allen möglichen Erwägungen Budertrust seine Hand gehabt, und nun hat er diesen Staat so Kapitalmacht repräsentirenden amerikanischen Zuckerinteressenten zu zu trösten. Man meint, daß es nicht so schwer gelingen werde, die weit, daß er selbst dringend um seine Aufnahme in die Union nachfuchen ist. dem Lande durch den jahrelangen Aufstand und den Krieg ge- sucht. Und amerikanische Dollars waren es, in der Hauptsache vom Gewiß hat der Krieg auch auf anderen Gebieten eine ganz schlagenen Wunden zu heilen, so daß eine Zunahme der Zucker- Buckertrust stammend, die den kubanischen Insurgenten den jahrea außerordentliche Wirkung geübt und wird sie noch weiter üben; erzeugung sich höchstens mur ganz langsam entwickeln werde. Man langen Widerstand möglich gemacht haben. Nun hat es den Hinterbei weitem am fühlbarsten für die weiten Wolfskreise ist ja erörtert die voraussichtliche Entwickelung der politischen Zustände männern aber doch zu lange gedauert, und so haben sie endlich die Preissteigerung des Getreides, wenn sie auch feineswegs auf Ruba und hofft, daß nach der Unabhängigkeitserklärung die meisten nirgends ist ja die politische Korruption so im Schwange wie in allein durch den Krieg verursacht, so doch zweifellos durch Spanier die Insel verlassen werden, so daß dann das Negerelement Amerita den Humanitätstrieg durchgesetzt. ihn verschärft und beschleunigt worden ist. Es muß fogar die Oberhand gewinnen dürfte, jenes von Natur faule und ver Ob Kuba nun durch den Krieg ein selbständiger oder ein 1Inionsder Krieg auf den Zucker- rottete Negerelement, das durch den gänzlichen Mangel an innerer staat wird, ist, wie gesagt, ziemlich gleichgiltig, da die Selbs ändigpreis lange nicht so start eingewirkt hat wie auf die Zucht, in höchstem Grade begünstigt durch die republikanische Staats- teitserklärung doch einer Annegion in wirthschaftlicher Bez ehung Bewerthung anderer Produkte und eben namentlich des Getreides. form, den wirthschaftlichen Aufschwung Kubas hemmen oder gar ganz gleichkommt. Der Trust ist Hauptbesizer der Zuckerfabriken auf Zwar sind auch auf den Zuckermärkten die Kurse seit Ausbruch des hintanhalten wird. Oder man spekulirt selbst bereits auf einen, sich der Insel, und alle Sachverständigen stimmen darin überein, daß Krieges in die Höhe gegangen, aber doch in recht mäßigen Grenzen an den spanisch- amerikanischen Krieg unmittelbar anschließenden neuen es ihm nach Eintritt des Friedens in nicht zu langer Zeit und überdies sind auch in letzter Zeit schon mehrfach ziemlich Strieg zwischen den Vereinigten Staaten, die Kuba gern einſteden nicht nur gelingen wird, die Zudererzeugung Kubas auf ihre frithere empfindliche Rückschläge erfolgt. Aber die Beeinflussung der Markt möchten, und den fubanischen Insurgenten, die nichts als die Freiheit" Höhe zu heben, sondern, wenn nöthig, fie sogar noch auf das doppelte verhältnisse aller anderen Produkte ist mehr oder weniger vorüber haben wollen! zu erhöhen. Dann könnte durch die Produktion Kubas, der Sandgehend, während die Weltmarktverhältnisse des Buckers zweifellos Aber alle diese Reflexionen sind doch nur ein schwacher Trost, wichsinseln und der alten Staaten in nicht zu ferner Zukunft der e eine dauernde und gewaltige Umgestaltung erfahren werden, die denn sie wurzeln nicht in dem Boden der Thatsachen, sondern schweben gesammte Verbrauch der Vereinigten Staaten leicht gebedt werden, namentlich für die deutsche Zucker Industrie mit großen völlig in der Luft. Es kann so kommen, und es fann auch anders und das große Ziel wäre erreicht. Schmerzen, wenn nicht mit noch schlimmerem, verknüpft sein wird. fommen. Und es wird wahrscheinlich anders kommen. Daß die Ver- wichtigsten Importstaate sogar leicht ein Exportstaat werden und dem Kuba ist das Land, das seit Alters her bei weitem die größte Menge einigten Staaten sich mit den Infurgenten herumbalgen werden, ist europäischen Zucker auf den europäischen Märkten Konkurrenz machen! gan Rohrzucker erzeugt hat. Trotz der spanischen Mißwirthschaft wohl von vornherein ausgeschlossen, da die Insel ihnen über furz und daß die Entwicklung nach dieser Richtung hin gehen wird, ist konnten vor dem legten Aufstand im Betriebsjahre 1893/94 von den oder lang doch von selbst als reife Frucht in den Schooß fallen zweifellos. tubanischen Häfen nicht weniger als 22/3 Millionen Zentner Rohr- würde; an den Sandwichs- Inseln haben wir ja das beste Beispiel was soll dann aus unserer Zuderindustrie werden? Sie zucker zur Ausfuhr gebracht werden. Infolge des Aufstandes, der dafür. Gewiß wird es nicht leicht sein, die dent Lande geht offenbar einer furchtbaren Zukunft entgegen. Wenn nicht eine sich nicht zum geringsten Theil im Niederbrennen von Rohr von der Kriegsfurie geschlagenen Wunden zum Verharrschen furchtbare Katastrophe eintreten soll, so giebt es nur einen Ausweg. plantagen und Zuckerfabriken äußerte, schrumpfte diese Ausfuhr zu bringen, aber ob Kuba nun in Zukunft als ein und der geht dahin, mit dem bei uns beliebten System der Begünstigung schnell ganz gewaltig zusammen. 1894/95 betrug sie noch neuer Stern im Sternenbanner der Union aufgehen oder der Ausfuhr und der Vertheuerung des inländischen Konsums entschlossen 15 Millionen, 1895/96 aber schon nur 74 und 1896/97 fich als selbständige, Republit konstituiren wird, in jedem Falle zu brechen. Die ganze Prämienwirthschaft muß über Bord geworfen gar nur 5 Millionen Zentner; im laufenden Betriebsjahre 1897/98 werden die Vereinigten Staaten einen so gewaltigen Einfluß auf werden, die hohe Verbrauchssteuer muß fallen, mit anderen Worten, wird sie den Betrag von 6 Millionen Zentner nicht erreichen, falls die wirthschaftliche Entwidelung nehmen, daß die Spekulation auf der Zuder, dessen vortreffliche Eigenschaften für die Ernährung von der jetzt durch den Krieg im Lande zurückgehaltene Zucker noch zur die Regerherrschaft völlig verfehlt sein dürfte. Mit dem amerikani- Menschen und Vieh erfreulicherweise immer mehr erkannt und geVerschiffung gebracht werden sollte. Diesen gewaltigen Ausfall in schen Kapital und dem amerikanischen Unternehmungsgeist wird würdigt werden, muß bedeutend verbilligt werden, damit er das der Weltproduktion haben die europäischen Zuckerländer, und vor Kuba, wenn es sich endlich erst einmal des Friedens erfreut, sich wird, was er zu sein verdient: ein unentbehrliches Nahrungsmittel allem Deutschland, schnell auszufüllen vermocht. Die Zucker- wirthschaftlich wahrscheinlich viel schneller erholen, als man in den der großen Massen. Daß der Zuckerverbrauch in Deutschland noch produktion Deutschlands entwickelte sich von 1893/94 bis zum laufenden Streisen unserer Zuckerinteressenten hofft und als es ihnen lieb eine ganz gewaltige Bermehrung erfahren kann, ist ganz zweifellos, Betriebsjahre in folgender Weise: 27,8; 36,8; 32,4; 36,7; zirka sein wird. aber natürlich ist das mit einem Schlage nicht zu erreichen. Die 37 Mill. Bentner. Und die entsprechenden Zahlen für Oesterreich- Ungarn Und damit komme ich zum zweiten Theile meiner Ausführungen, Entwidelung würde auch hier langsam vor sich gehen, deshalb ist es lauten: 16,8, 21,1, 15,8, 18,5, zirka 16,8, und für Frankreich: 11,6, die das Interesse der Vereinigten Staaten an dem Zuckerkriege" nöthig, rechtzeitig auf sie hinzuarbeiten. Will man damit so lange 15,9, 13,3, 14,9, zirka 16,5 Millionen Zentner. Zu bemerken ist und an der Verdrängung Spaniens aus seiner westindischen Kolonie warten, bis erst unserer Zuckerindustrie das Feuer auf den Nägeln hierbei, daß das Jahr 1895/96 quantitativ eine ungewöhnlich geringe behandeln sollen. Denn daß es wirthschaftliche Interessen waren, brennt, dann dürfte es freilich zu spät geworden sein, um ihr Schicksal die die Union zu ihrem Vorgehen im Grunde veranlaßt haben, und abzuwenden. Infolge der langen Dauer des Aufstandes und damit zusammen nicht Humanitätsgefühl oder irgend ein anderes jener schönen GeHängend der Minderproduktion an Zucker auf Kuba hat sich die fühle, die die bürgerlichen Politifafter aller Länder immer im Berliner Sehenswürdigkeiten. Aquarium. Unt. d. Linden 68a. europäische und vornehmlich die deutsche Zuckerindustrie längst an die Munde, nie aber im Herzen tragen, das ist für jeden, der nicht die Täglich 9-7. Eintritt i M., Sonntags 50 Pf. Ausstellung des gewaltig erhöhte Produktion gewöhnt und denkt nicht mehr Schlafmüße über Augen und Ohren gezogen hat, vollkommen flar. Bereins Berliner Künstler. Wilhelmstr. 92/93( im Architektendaran, daß die Möglichkeit dieser Ausdehnung nur bedingt war und zwar ist es ganz wesentlich der kubanische Zucker, der es den Hause"). Täglich 10-4, Sonntags 11-2. Gintrittspreis 50 Pf. Auss durch Umstände, die immerhin nicht ewig währen konnten. Amerikanern angethan hat. stellung moderner Kunstwerte von Eduard Schulte, Kunsts Und wie es bei solchen Gelegenheiten gewöhnlich geschieht, Der Zuckerverbrauch der Vereinigten Staaten, der schon vordem handlung. Unter den Linden 1, Ede Pariser Play. Täglich 10-7, Sonnschossen die Produzenten sogar noch weit über das Ziel hinaus und sehr bedeutend war, ist in den letzten zwei Jahrzehnten in ganz ge- tags 10-3. Bibliothet, Königl. Am Opernplatz. Besichtigung Botanischer Garten. Potsdamer vermehrten die Produktion gleich in einem so gewaltigen Tempo, waltiger Weise gestiegen. 1881 erreichte er noch nicht die Höhe von Montag und Freitag 1-2. daß die Zuckerindustrie jetzt unter einer bedeutenden Ueberproduktion 20 Millionen Zentnern, 1890 hatte er die 30 Millionen überschritten, ſtraße 75. Täglich v. 8-7 und jeden zweiten Sonntag in Donat tag Botanisches Museum. Grunewaldstr. 6-7. Montag und im Zusammenhange damit unter einem gewaltigen Preisdruck bereits 1894 betrug er über 40 Millionen, und 1897 wurden an- und Donnerstag 3-6.- 3entral Viehhof. Eldenaerstraße.( Wittseufzt, während früher, als Kuba noch das 4-5fache produzirte, nähernd 42 Millionen Zentner konsumirt. Das ergiebt in 16 Jahren wech Vormittag Hauptverkehr.) Besichtigung des Viehhofs frei, der Schlachtnormale Verhältnisse geherrscht hatten. Hygiene eine Steigerung von 111 pet.! Kommt doch der Durchschnitts- höfe gegen Karten, die man im Berwaltungsbureau erhält. Unter diesen Umständen sahen unsere Zuckerbarone natürlich mit Amerikaner im Zuckerverbrauch gleich hinter dem Engländer und läßt Museum. Kloſterſtr. 32/35. Sonntag 12-6, Dienstag it. Freitag 10 Heimlichem Schmunzeln und mit Wohlbehagen auf den fubanischen alle übrigen Europäer weit hinter sich zurück. Auf den Kopf der Institut f. Glasmalerei, Königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 9. Kunstgewerbe Museum. Prinz Aufstand, der gar kein Ende finden wollte und damit ihnen eine Bevölkerung entfielen nach den letzten Angaben jährlich an Zucker- d Märkisches höchst unliebſame Konkurrenz vom Halse hielt. Wie heutzutage ja verbrauch in Großbritannien 40 Kilogramm, in den Vereinigten Albrechtstraße. Täglich, außer Montag und die erſten Feiertage ſowie Charfreitag, Simmelfahrt und Bußtag, 9-3, Sonntag 12-6. überhaupt des einen Schaden des anderen Vortheil ist, so war die Staaten 30, in Dänemark 22, Schweiz 21, Schweden und Nor- Provinzial Museum. Breitestr. 20a. Sonntag von 11-1, MonFortdauer der fubanischen Wirren für unsere Zuckerindustrie von wegen 15, Frankreich 14, Deutschland 12, Holland 11, Belgien 10, tag und Donnerstag 11-22. Museum( alt und neu). Am Lustgarten. Höchstem Nutzen, die Wiederkehr geordneter Zustände auf den Desterreich 8, Rußland 5, Spanien 4, Jtalien 3 Kilogramm. Besuchsordnung siehe Kunstgewerbe- Museum. Museum der Land: Antillen aber von bedenklichen, ja vielleicht von verhängnißvollen Bon jenem gewaltigen Zuckerverbrauch erzeugen die Vereinigten wirthschaftlichen Hochschule. Invalidenstr. 44. Werktäglich, außer Folgen. Staaten selbst jedoch nur einen ganz geringen Bruchtheil, 6 bis Sonnabend, 12-2, Sonntag 12-6. Jetzt ist nun durch das Eingreifen der Vereinigten Staaten der 7 Millionen Zentner, wovon 5 Millionen Louisiana- Rohrzucker, der Invalidenſtr. 43. Montag und Sonnabend 11-3, Sonntag 12-6. Moment nahe gerückt, in dem die Bevölkerung Kuba's unter Rest Rübenzucker ist, der vornehmlich in Kalifornien und Nebraska Museum für Völkerkunde. Königgräßzerstr. 120. Besuchsordnung f. Kunstgewerbe- Museum. Museum Deutscher Voltstrachten. dieser oder jener Staatsform allmälig zu friedlicher Arbeit wird gewonnen wird. Bis zum fubanischen Aufstande war es in erster Klosterfir. 36. Tägl. außer Mittwoch 11-2. Eintritt 50 f. National: zurückkehren können, und da erhebt sich denn auch bereits Linie eben Kuba, das den gewaltigen Fehlbetrag deckte; seitdem Gallerie. Museumstraße. Sonntag 12-6, Dienstag b. Sonnabend 10-3. unter den europäischen Zuckerinteressenten Heulen und Zähneklappern. Kuba's Produktion aber so außerordentlich zurückgegangen ist in- Banoptikum( Caſtan, Friedrich- und Behrenstr.- Ede). Tägl. 9-10. Die Zuckermärkte haben sich zwar dem allgemeinen Preisaufschwung folge des chronischen Kriegszustandes, sind die amerikanischen Bassage: Panoptifum. Unter den Linden 22. nicht entziehen können, aber sie sind ihm doch nur zögernd gefolgt, Importeure gezwungen worden, in sehr bedeutender Weise auf den 1. Herwarthfir. 4, 2. Bahnhof Alexanderplat, 3. An der Moltkebrücke, Porzellan Manufattur, Königl. und das heimliche Grauen vor der entsetzlichen Zukunft, in der unsere europäischen und vor allem natürlich auf den deutschen Nüben- 4. Bachstr. Tägl. 9-8, Mitmenschen auf der Perle der Antillen den Säbel mit dem Spaten zucker zurückzugreifen, dessen Produktion am meisten vermehrt Wegelysir.( Thiergarten). Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr. bertauschen werden, erhält sie in einem nervösen Zustande, der nur wurde, so daß sie jetzt zu zwei Drittheilen auf die Aus- haus. Tägl. außer Donnerstag und Freitag 11-3.( Thurm tägl. 20 Bf.) Rauch Museum. Klosterstr. 76. Außer Sonntags 10-4. zu leicht Preisrückschläge herbeiführt. Vorläufig flammert sich ihre fuhr angewiesen ist. Die Abhängigkeit von den enropäischen Zuder- Postmuseum. Leipzigerstr. 15. Tägl. 11-2, außer Mittwoch und Sonnganze Hoffnung daran, daß der Krieg nun wenigstens möglichst lange märkten ist den Amerikanern aber höchst fatal, da jene ihr Erscheinen abend, Sonntag 12-2. Reichstag. Besichtigung Wochentags 8 bis chates harte geughaus). Tägi. dauere, damit die Zuckererzeugung Kuba's wenigstens im nächsten naturgemäß durch Preiserhöhungen möglichst auszunuzen suchen. 9, Sonntags 2-4. 50 Pf. Es ist deshalb schon lange das Streben des tapitalgewaltigen Buder- außer Sonnab. 10-2, Somnt. 12-3.- Schulmuseum. Stallschreibertruſts und hierin begegnet er sich mit den Wünschen der auch in ftraße 54. Sonntags 11-1, Mittwochs 3-4, Sonnabends 3-6.- TechAmerika durchaus nicht seltenen Schwärmer für die„ nationale ische Sochschule, königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 151. Gipsmuseum Sonnabend 10-12. Beuth- Schinkelmuseum Dienstag u. Donners Arbeit", die es für ein Unglück halten, wenn ein Amerikaner etwas tag 10-12, Mittwoch 12-3. Architektenmuſeum Montag und Freitag fonsumirt, was nicht in Amerika gewachsen oder hergestellt ist 10-3, Dienstag und Donnerstag 12-3, Mittwoch 10-12. sich von Europa ganz unabhängig zu machen und den Zucker im Taubenstraße und Invalidenstraße. goologischer Garten. Rübenernte brachte. *) Vorstehenden Artikel, der die wirthschaftlicher Ursachen des Krieges zwischen Nordamerika und Spanien flarzustellen sucht, können wir der Wahlbewegung wegen leider erst jetzt veröffentlichen. Auf Wunsch des Autors stellen wir fest, daß er schon vor längerer Zeit geschrieben ist. D. Red. Unentgeltlich. 1000 : Dr. N. " -A Museum für Naturkunde. Panoramen., Rathe Reichs: Urania, Wasserschaden. Heute, Sonnabend, den 2. Juli, beginnt der Verkauf aller beschädigten und befchmukten Waaren. Manufacturund Modewaaren. M. Schneider, Brunnen- Strasse No. 193. Rosenthaler Thor. In Kellnerschuhen bedeutende Auswahl. Schuhwaaren- Haus S. Selbiger, 40 Landsbergerstr. 40, / 9 Ecke Lietzmannstrasse. Um meinen geehrten Kunden Gelegenheit zu geben, auch in diesem Jahre ihre zu Ausnahme- Preisen decken zu Reise- Einkäufe können, habe ich mich entschlossen, Ausnahme- Preise für die Tage von Sonnabend, den 2. Juli bis Sonntag, den 10. 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Juli 1898, in der ,, Neuen Welt", Hasenhaide 108-1141 Bezirks- Versammlung Gr. Sommer- Fest für Tegel im Lokal von Müller, Schloßftr. 7. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion.- 3/ Verbandsangelegenheiten.- 4. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht 112/13 Die Ortsverwaltung. Verband der in Buchbindereien, zur Feier des guten Montags. Gr. Konzert, Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Großes Feuerwerk. der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Induſtrie Fackelpolonaise. Kinderbelustigungen aller Art. beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) Montag, den 4. Juli 1898, abends 82 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75: Jedes Kind erhält 2 Bous für Stocklaterne und Schaukel 2c. Im Bal champêtre: Gr. Sommernachts- Ball. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten zur Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwieger- u. Großvater, der Tischler 43116 Carl Sprotte im 63. Lebensjahr gestorben ist. 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In geringer Tiefe wurde eine zwölf Meter breite und ebenso hohe Höhle mit Tropfsteingebilden gefunden, an welche fich ein 14 Meter langer und 2/2 Meter breiter Gang anschließt, der jetzt verſchüttet ist. Unparteiischer als der General Anzeiger" in Neus ft adta. H. kann ein Blatt nicht gut sein. Am Tage vor der Stichwahl schrieb er:„ Morgen findet wiederum Wahl statt; auch zu dieser Wahl wollen wir nicht verfäumen, unsere Leser auzufordern, Mann für Mann an die Wahlurne zu treten, um dem Kandi. daten, welcher die meisten Anhänger hat, zum Siege zu verhelfen. " -Rüdfahrt Karten von Te plik aur Jubiläums- Ausstellung in Wien sollten zu bedeutend ermäßigten Preisen ausgegeben werden. Jetzt sind diese Karten zu haben, die Ermäßigung beträgt bier Heller! auch bei der Arretirung gefchlechtlichen Genüssen habe fröhnen wollen. I den Fabritherrn schädigen wollten. Mit Rücksicht auf die begleitenden Nachdem ihm dies mißlungen, habe er ein neues Opfer in der Umstände, daß die Angeklagten für ihre Entlassung Rache üben Person des Fräulein Schulz gesucht. Der Staatsanwalt blieb bei wollten u. f. w. verbiete sich eine Geldstrafe; deshalb beantrage er In der Großen Berliner Kunstausstellung fint feinem Antrage- 1 Jahr 3 Monate Gefängniß stehen. gegen den Anführer Graumann einen Monat Gefängniß und gegen in den ersten beiden Monaten 72 Delgemälde, 10 Aquarelle, 16 Ra Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Dr. Schwindt, trat für die Stopper und Franke je 1 Woche Gefängniß. Der Bertheidigter schloß dirungen, Zeichnungen 2c., 28 plastische Werte und 44 tunstgewerb Freisprechung ein. Ein verurtheilendes Erkenntniß laffe fich sich den Ausführungen des Staatsanwalts bezüglich des$ 153 der liche Gegenstände, insgesammt 165 Kunstwerke, vertauf auf grund des vorliegenden Ergebnisses schwerlich rechtfertigen. Reichs Gewerbe Ordnung an, stellte im übrigen anheim, ob worden. Die Berathung des Gerichtshofes erfuhr eine Unterbrechung, da der die Aussagen Selchow's genügten, im übrigen anheim, ob worden. um unbe scholtene Staatsanwalt anzeigen ließ, daß er noch einen Antrag zu stellen Angeklagte zu belasten und führte schließlich aus, daß gerade die Jahre 1897: 453 375 Kilogramm, um 22 031 Kilogramm mehr als - Die Silberproduktion Deutschlands betrug in. habe. Der Staatsanwalt theilte mit, daß ihm soeben die Anzeige vom Staatsanwalt als erschwerend betonten Umstände, Man hätte rund als beforate mit elite mise 1590 und 44163 Silogramin e os 1.0. zugegangen sei, daß ein Mann namens Kutut fich anderen welchen die Sachbeschädigung eventuell erfolgt sei, für eine milde 27 Millionen Thaler daraus herstellen können. Personen gegenüber damit gerühmt habe, daß fraglichen Abende einem Schuhmanne auf dem Königsplate ent- Bemerkung beweise ihm, daß seine( des Staatsanwalts) Welt Geliebte vier Schul Schuß in den Mund. an dem Geldstrafe sprächen. Staatsanwalt Plaschcke erwiderte, diese legtere Ein Seemann in Altona gab am Donnerstag auf seine sei. Es seien zwei zur tödtlich. Dann tödtete er arten des Kutuk gehört hätten und er beantrage nun, auch den sei. Der Gerichtshof verurtheilte Graumann zu 60 M. Geld strafe, sich selbst durch einen Ropper und Franke zu je 50 M. Geldstrafe und ſprach Rüdiger und In der Stadt Kiel haben bei der Stichwahl 92 pet. der Der Gerichtshof glaubte, diesen Beweisantrag nicht abschneiden Bröbrock frei. Wähler vom Wahlrecht Gebrauch gemacht. Von bürgerlicher zu sollen und vertagte deshalb die Verhandlung bis zwei Uhr NachSeite wählten alle, die nicht verreist waren oder körperlich unfähig, Ein Nachspiel zum Hauseinsturz in der Jagowste ake. bis auf einen, dem es seine Frau verboten hatte. Die mittags. Um 2%, Uhr wurde die Verhandlung zum dritten Male wieder Die Frage, ob dem Architekten Czaika, dem Besitzer des eingeſtün zten Schlepper hatten ihn schon halb umgestimmt, da hörte man in der aufgenommen. Der Gerichtsdiener ist mit dem Bescheide zurück Hauses, der ihm durch den Einsturz entstandene Schaden von der Nebenstube die scharfe Stimme der Fran: Un he schall nich wählen!", gekehrt, daß der Kaufmann Kukuk in seiner Wohnung nicht zu finden Städtischen Feuersozietät ersetzt wird, wurde zu gunsten des Eigen worauf der arme Mann zusammentnicke und sagte:„ Ne, dat geiht sei. Er solle sich auf Reisen befinden. Dagegen ist ein Zeuge zur thümers entschieden. Die von der Sozietät mit der Untersuchung nicht, Ji hebbt dat nu sülbst hört!" betraute Sachverständigen- Kommission ist zu dem einstimmigen welcher verdächtige Aeußerungen des Kukut gehört y. In einem Kornfeld in der Nähe von Warmunthau bei hat. Zunächst wird der Zeuge Kaufmann Enne vernommen, Urtheil gekommen, daß die Katastrophe durch eine Gasexplosion Gnadenfeld( Schlesien) wurden ein Mann und eine Frau ermordei der folgende Aussage macht: Er sei am Donnerstag Nach herbeigeführt worden ist. Den durch Gaserplosionen an Gebäuden aufgefunden. mittag von Berlin in einem Eisenbahnzuge nach Ertner fortgefahren. entstandenen Schaden ist aber die Sozietät laut Statut zu ersetz en verpflichtet. Uebrigens wäre Herr Czaifa auch dann schadlos ge Ihm gegenüber habe ein junger Mann gesessen, welcher eine Zeitung halten worden, wenn ihm die Auszahlung der Versicherungssumm te aus der Tasche hervorgenommen und darin den Prozeß Volkmann verweigert worden wäre. Auf Initiative des Bundesvorstandes der gelesen habe. Der Lejende habe dann zu seinem Nachbar Berliner Hausbesitzervereine beabsichtigte man nämlich in diesen geäußert, daß Voltmann doch einen verkleideten Mann verfolgt habe. Falle, bei den Mitgliedern eine Sammlung zu veranstalten, deren Es sei ein der Polizei wohlbekannter Mensch namens Schulz ge- Ertrag dem Geschädigten überwiesen werden sollte. Es. wäre auf wesen, der sich ihm gegenüber damit gebrüftet habe, daß er einem jedes Mitglied ein Betrag von 4 M. gekommen, um den Schaden zu Schußmann, der ihn am Königsplatz arretirt habe,„ ausgerissen" fei. Schulz sei ein Mensch, welcher widernatürlichen Lastern decken, und zur Entrichtung dieses Betrages hatten sich bereits alle fröhne und in Frauenkleidern, zumeist Mitglieder des Bundes bereit erklärt. Auch den Hausbewohnern grauen Jacket fich herumzutreiben pflege. Der Zeuge sei durch wird, soweit sie versichert sind, der ihnen entstandene Schaden ersetzt. Diese Mittheilungen aufmerksam geworden, er habe den jungen die Entschädigungssummen ausgezahlt. Die betheiligten Glasversicherungen haben zum größten Theil bereits Mann bei Seite genommen und ihm vorgehalten, daß er das, was er wisse, doch nicht für sich behalten könne, sondern es im Interesse v nemad mergreen debated a der Gerechtigkeit der Staatsanwaltschaft anzeigen müsse. Der junge Mann habe dem Zeugen nun seine Papiere gezeigt, die auf den Namen Julius Kukut" lauteten und seine Angaben genau wiederholt. Der Beuge hat seine Erlebnisse sofort nach seiner Rückkunft der Polizei mitgetheilt. Staatsanwalt v. Pezinger hielt es für In Bern hat eine in drückendster Noth lebende junge Frau Eine öffentliche, gutbesuchte Versammlung der Bäcker wichtig, den Schulz zu ermitteln, er wolle hierzu die Polizei in An- Berlins fand am 30. Juni statt, um zu dem Streit der Kollegen deren Mann krank im Spital liegt, ihre beiden Kinder, ein Mädcher spruch nehmen und beantrage nochmalige Bertagung der Sache bis am burg 3 Stellung zu nehmen. Der Referent Höpfner legte in von 8 Monaten und einen Knaben von 2 Jahren, mit Phosphor ber Montag Vormittag. Rechtsanwalt Dr. Schwindt widersprach diesem einem beifällig aufgenommenen Vortrag die Bedeutung des Streits giftet. Sie versuchte sich darauf selbst mit Kohlengas zu vergiften Antrage. Er halte die Sache für spruchreif. Daß Bollmann an dem bar. Das progige Verhalten der dortigen Innungsmeister, welche sich fan aber wieder zu sich. betreffenden Abende eine Verfolgung aufgenommen habe, sei er- durch viele Maßregelungen bemerkbar machten, habe einen Sturm der c. e. Einer der bekanntesten Aerzte in Bologna ließ sich vo wiefen und es könne ziemlich gleichgiltig sein, ob die verfolgte Person Entrüstung unter den Kollegen hervorgerufen und dieselben endlich ge- seinem Diener den linken Daumen abschneiden, unt eine Versiche ein Mann oder ein Weib war. Solle aber eine nochmalige zwungen, in den Streit zu treten. Hierauf verliest der Referent das rungssumme von 10 000 Lire einzuheimfen. Als der Schwinde Bertagung eintreten, so beantrage er, den nächsten Termin so weit Zirkular des Herrn Obermeisters Gemeinhardt, worin derselbe seine entdeckt wurde, stellte er sich noch vor der Verhaftung der Behinauszuschieben, daß auch der Angeklagte neue Anstrengungen Innungsbrüder auffordert, Streiffolommen heranzuschaffen, welchem hörde. machen könne, um weitere Beweise seiner Unschuld zu erbringen und Wunsche denn auch Folge geleistet wurde; leider ist es sehr be= wenn er nach Amerika reisen solle, um die Schiller ausfindig zu dauerlich, daß gerade von Berlin und Umgegend die meisten Streit machen. Der Gerichtshof beschloß die Verhandlung bis Montag vor brecher kommen; ferner forderte Redner die Anwesenden auf, nicht mittags 9 Uhr zu vertagen. Es soll versucht werden, den Schulz zu Berräther an unserer gerechten Sache zu werden und den Hamburger Kollegen nicht in den Rücken zu fallen. Möge ein jeder Kollege sein Scherflein dazu beitragen, um den Kollegen Hamburgs zum baldigen Sieg zu verhelfen: denn ihr Sieg ist unser Sieg. An der Disussion betheiligten sich die Kollegen Briestorn, Hesschera Aus Lebensüberdruß beging der 98 jährige General Ralli i und Müller, welche sich im Sinne des Referenten äußerten. then Selbstmord. Hierauf wurde folgende Resolution einstimmig angenommen: „ Die heute bei Gründel, Brunnenstraße 188, tagende Bei einem furchtbaren Unwetter im Gebirge von Sina öffentliche Bäckerversammlung erklärt sich mit den strei-( Rumänien) stürzte eine riesige Buche auf eine Hütte, in die s fenden Kollegen in Hamburg- Altonc und Umgegend soli- sechs Holzarbeiter geflüchtet hatten, und zertrümmerte sie. Vier A darisch und begrüßt dieselben als Borkämpfer für die beiter wurden sofort getödtet, einer erlag bald darauf seinen Ver endliche Befreiung aus den unwürdigen Banden des Kostlegunger, der Zustand des sechsten ist hoffnungslos. und Logiswesens beim Unternehmer. Sie beglückwünscht die Streifenden zu ihren schönen Erfolgen und verspricht ihrerseits, durch Aufklärung der Unwissenden das Kampfgebiet Kampfgebiet von Streif brechern freizuhalten, sowie durch petuniäre Unterstützung den kämpfenden Brüdern zum baldigen glänzenden Siege zu vermir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine 3 helfen. Im Verschiedenen wurde noch auf das vom Verband anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antw der Bäcker arrangirte Sommerfest aufmerksam gemacht und die wird nicht ertheilt. Kollegen gebeten, sich an demselben rege zu betheiligen, da der Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnersta Wegen Vergehens gegen§ 153 der Reichs- Gewerbe- leberschuß für unsere im Stampfe befindlichen Kollegen Hamburgs und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Ordnung bezw. wegen vorsätzlicher Sachbeschädigung standen am verwendet werden soll. Hierauf wurde die Versammlung mit einem Mittwoch die Schlosser Graumann, Kopper, Rüdiger, dreifachen Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung geschlossen. Pröbrock und Franke vor der 131. Abtheilung des Amtsgerichts I. Im Oftober v. J. waren die Angeklagten in der Metall- 20. Juni mit der Lage in der Grünbranche. Von mehreren Rednern Die Korbmacher beschäftigten sich in der Versammlung am waaren Fabrit vou Stephan beschäftigt und bereiteten sich zur Abwehr vor, weil ihnen wurde besonders über die lange Arbeitszeit Klage geführt und als mit einer neuen Arbeits ordnung nicht eine neunstündige Arbeitszeit bewilligt werden Beispiel der überaus traurigen Zustände angeführt, daß in Friedrichs- vollständigung des Materials noch einige andere folgen. sollte. Am 16. Oktober vorigen Jahres trat Graumann des- felde in einer Werkstatt zwei Arbeiter in der Werkstube übernachten. Die nur ganz vereinzelt auf einen Namen abgegeben werden. halb mit dem Fabrikbesizer Stephan in Verbindung; die Unter- Der Verein wird deshalb in nächster Zeit sich angelegentlich mit den redung endete damit, daß beschlossen wurde, Graumann sollte dem Verhältnissen in dieser Branche beschäftigen und sollen mehrere Ver- 1890 wurde zum ersten Male auf grund des geänderten Reichstags- Wah Fabrikherrn zwei andere Arbeitsordnungen zwecks Einsichtnahme vor- sammlungen für diese Berufsgruppen einberufen werden. Nach EntTegen. Das geschah auch; als aber Graumann am 19. Oftober gegennahme des Kaffenberichtes gelangten einige interne Angelegenwieder bei Stephan erschien, erklärte dieser schließlich, die ihm vor- heiten zur Besprechung. Von einem Redner wurde gewarnt, bei der gelegten Arbeitsordnungen bewiesen ihm nichts, er würde die Firma Schmidt u. Ko. in der Krautstraße in Arbeit zu treten, da Forderungen nicht bewilligen. Mit diesem Bescheide und der Ordre: diese Firma bei dem legten Submissionsgebot für Stugelförbe so Die Arbeit niederlegen!" erschien Graumann bei seinen Kollegen und die niedrige Preise offerirt habe, daß ein anständiger Arbeitslohn nicht Leute waren bereit, in den Streit einzutreten. Stephan tam jedoch bezahlt werden kann. hinzu und meinte:„ Warum wollt Ihr das thun; ich brauche dann Eine Versammlung der Glasschleifer, die am 22. Juni ermitteln. Eine allzu gemüthliche Art, einen Gefangenen zu transportiren, hat für den Nachtwächter Gustav Leder zu Rummelsburg die Folge gehabt, daß er sich gestern wegen fahrlässigen Ents weichenlassens eines Gefangenen vor der dritten Straffammer des Landgerichts I zu verantworten hatte. Am 11. Februar d. J. hatte Leder einen Insassen des Rummelsburger Gefängnisses, den Töpfer Gottschalt, nach Moabit zur Wahrnehmung eines Termins zu transportiren. Auf dem Rückwege besuchten sie mehrere Bokale, um sich am Bier zu Taben. Vertrauensselig ließ der Transporteur seinen Gefangenen un beaufsichtigt in einem Lotale figen, während er den Hof aufsuchte. Als Leder zurückkehrte, hatte sich Gottschalt inzwischen davongemacht. Er meldete sich am folgenden Morgen freiwillig bei der Gefängnißdirektion in Rummelsburg mit dem Bemerken, daß die Gelegenheit zu günstig gewesen wäre; er habe seiner Braut einen Besuch abgestattet. Dr. Schwindt, der Vertheidiger Leder's, führte im Termin aus, daß demselben die Beamteneigenschaft fehle, der Gerichtshof trat dieser Anschauung aber nicht bei, sondern verurtheilte den Angeklagten zu einer Geldstrafe von 50 m. Der bekannte Radfahrer Platt Betts fam im Stryftall- Balast zu London schwer zu Falle. Die Schrittmacher, fünf auf einem Tandem, stürzten infolge Bruches der Lenkstange. Alle sind schwer verlegt. Betts fuhr mit furchtbarer Wucht in den Knäuel hineir Sein Rad flog mehrere Meter hoch in die Luft und er fiel schwer nieder. Der untere Kiumbacken ist zerschmettert, mehrere Mippen sind gebrochen und innere Verletzungen festgestellt. Briefkasten der Redaktion. M- r. Die Nachwahl im zweiten Wahlkreise kann kaum vor Anfar Januar stattfinden. Auch für die Ungiltigkeitserklärung der Wahl i fünften Berliner Wahlkreise ist Aussicht vorhanden. ſtützung von 15 Mitgliedern. F. Edelm- n. Initiativanträge bedürfen im Reichstage der Unte Giese 006. Dem Artikel in der Donnerstagnummer werden nach Ve D. B. 25. Als zersplittert werden diejenigen Stimmen gezähl Gänsefopf. 1888 wurde die fünfjährige Legislaturperiode Gese gejeges gewählt.. Witterungsübersicht vom 1. Juli 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Wind: Sun: pi Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 768 0 764 23 769 26 -bedeckt 3hlb. bed. 20 1 bedeckt 2 wolfig 2 bedeckt 18 1' neue Schloffer und Ihr einen neuen Meister; arbeitet bis Sonnabend tagte, beschäftigte sich mit dem Ausstand bei der Firma Koch u. Bein, weiter, bis dahin wird eine Einigung erfolgt sein." In der Hoffnung Ritterstraße. Der Ausstand wird durch das unsolidarische Verhalten Swinemde. 764 SSW 4bedeckt 17 Saparanda 758 Still auf das Zustandekommen einer Einigung legten Sie Angeklagten einiger Arbeiter sehr erschwert. Besonders übel wurde es be- Hamburg 764 2N3 4 bedeckt 14 Petersburg 757 SSW 765 SW 3 bedeckt 16 Cort denn auch thatsächlich die Arbeit nicht nieder; als aber der Sonn- merkt, daß ehemalige Mitglieder der Genossenschaft Fikel Berlin 1 bedeckt 16 Aberdeen abend, der 28. Oktober, herankam, wurde ihnen plöglich gekündigt, berg ut. Comp. den Ausständigen in den Rücken fielen, und Wiesbaden 767 München 770 2 4wollig 16 Paris angeblich wegen lässiger Arbeit. So hatte der in Berlin schließlich fand sogar eine moralisch sehr anrüchige Person bereit Wien 768 23 3wolfen 16 damals nicht anwesende Fabrikbesizer Stephan telephonisch willigst als Streifbrecher Unterkunft. Mitgetheilt wurde, daß die Wetter- Prognose für Sonnabend, 2. Juli 1898. seinen Kompagnon angewiesen. Juzwischen waren von der Unternehmer die Vereinbarung getroffen, keinen der Streifenden einEtwas wärmer, theils heiter, theils wolkig, bei füdwestlichen Winder Fabrik bereits am Freitag vorher zwei neue Arbeiter zustellen, widrigenfalls eine Konventionalstrafe von 500 M. zu zahlen erheblichen Niederschläge. ( einer von ihnen hieß Selchow) eingestellt worden. Diesen ist. Die Versammlung beschloß, im Streit auszuharren und die BeBerliner Wetterbureau. gegenüber sollen sich Rüdiger und Pröbrock des Vergehens gegen den theiligten gut zu unterstützen. V § 153 der Reichs Gewerbe Ordnung schuldig gemacht haben. Zu einem soll gesagt worden sein:" Arbeitet doch nicht in dieser Laufe eine gutbesuchte Mitgliederversammlung ab, in welcher das Mitglied Die Kistenmacher hielten am 27. Juni in den Arminhallen bude!", zu dem andern:„ Ich werde Euch schon das Gas ausdrehen." Am Entlassungstage sollen nach der Bekundung des Selchow, Märten über die Gewerbegerichts- Wahlen sprach. Bei Besprechung welcher bei dem Aft zugegen gewesen sein will, durch Graumam, der Vereinsangelegenheiten ermahnt der Vorsitzende die Versamm Kopper und Franke grobe Sachbeschädigungen verübt worden lung, recht rege die Arbeiterpresse zu unterstützen. Zum Schluß sein; so feien die Schraubstöcke auseinandergeriffen und wurde auf die Lohndifferenzen bei der Firma Gauert u. Engel, Theile derselben zerstört worden, Spiegelscheiben seien zer- Münzstraße, hingewiesen. B " " teine Beim Quartalswechsel empfehlen sich folgen Partei- Speditionen: Guft Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Fruc Straße 30, Hof II. SO.: Frizz Thiel, Stalizerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Karl Anders, Salzwvedele trümmert, Schienen zerbeult und Feilen zerbrochen worden. Fabrik- Herr Tischendörfer bedenkt uns wieder einmal mit einer Be- straße 8, part. im Laden. Wedding und Oranienburge befizer Stephan bestätigte, daß am Montag die Schraubstöcke so richtigung. Er habe in der letzten Versammlung der National Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Gesund entzwei gemacht gewesen seien, daß sie nur mit großen Kosten Sozialen nicht gesagt, daß ein Theil seiner Parteigenossen für brunnen: Wilhelm Gaßmann, Grünthalerstr. 64/65. Rosen wiederhergestellt werden konnten. Die bisher unbestraften An- angerhans gestimmt habe, sondern daß, weil das Wahlresultat thaler Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: ar geklagten betheuerten dagegen, daß sie das nicht gethan hätten. Es der Stichwahl absolut sicher gewesen sei, der größte Theil derselben Mar 3, Kastanien- Alle 95/96. Charlottenburg: Deutsch- Wilmer liege ein Irrthum vor, die betreffenden Theile der Schraubstöde Wahlenthaltung geübt habe. Demgegenüber hält unser Bericht: Scharnberg, Schillerstr. 94, v. 1 Treppe. müßten noch da sein, wohin sie sie gelegt hatten, in eine Schieb- erstatter aufrecht, daß Herr Tischendörfer gesagt hat:„ Es dorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34, und Frau Heineman Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die Brandenburgische Volts- Zeitung" lade unter dem Tische, man solle dort nur nachsuchen. Durch den werde sich wohl ein Theil. 2c. Mit Bestimmtheit erhalten.) Rixdorf: Ostermann, Erfstraße 6. Schön Werkmeister wurde dagegen festgestellt, daß nichts mehr zu konnte er es natürlich nicht behaupten. An sich ist es ja überhaupt berg: mehr zu fonnte er es natürlich nicht behaupten. An sich ist es ja überhaupt berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. finden fein könne; denn was da war, sei als altes Eisen herzlich gleichgiltig; wichtig und für alle Zukunft festzuhalten ist ir Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Ot verkauft worden. Staatsanwalt Plaschke führte aus, daß ein Vergehen der Umstand, daß die Führer der National- Sozialen entweder feige John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahu gegen den§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung nicht vorliege, da die genug waren, überhaupt keine Stellung zu den Stichwahlen zu stellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Bigarrengeschäft. Johann Friedenau- Steglitz: Angeklagten nicht gestreift hätten, sondern entlassen worden seien, nehmen, wie das in Berlin der Fall war, oder aber, daß fie direkt that: Senftleben, Restaurateur. ganz gleich, aus welchen Motiven das geschah. Die inkriminirten die Reaktion zu unterstützen empfohlen haben, wie in Leipzig und Bernfee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen a Steglitz: H. Mohr, Düppeltraße 8, und Fr. Schellhafe, Ahorn Ausdrücke seien daher zwar eine Ungehörigkeit, doch fielen sie weder Jena. Das werden die Arbeiter sich ein für allemal merken. Baumschulenweg: Rich. Ulbricht, Marienthaler unter den§ 153 der Reichs- Gewerbe- Ordnung noch unter irgend Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 3. Jult, vormittags 9 Uhr, einen Paragraphen des Strafgesetzbuches, deshalb bean= im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: Ver Außerdem ist fämmtliche Bacteiliteratur, sowie alle wissenschaftliche trage er hinsichtlich Rüdiger's und Pröbrock's die Frei- fammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr ebendaselbst: Vortrag des Werte dort zu haben. Auch werden Inserate für den„ Borwärts fprechung. Dagegen sei erwiesen, daß sich die drei anderen Herrn Dr. Bruno Bille:„ Untere Unsterblichkeit". Gäste willkommen. entgegen genommen. Ingeklagten einer Sachbeschädigung schuldig gemacht hätten, Sozialdemokratischer Agitationsverein Stralsund Franzburge umso gröblicher sei, als sie nicht allein die Werkzeuge vernichteten, Rügen. Sonntag, den 3. Juli, vormittags 10 Uhr, bei Mörschel, Jüdendern durch Erschweren oder Unmöglichmachen der Weiterarbeit straße 35/36: General Bersammlung. 3 Straße 18, I. Um genaue Angabe der Adresse wird dringend gebeten. Kohlenoxyd- Vergiftungen. Die Zahl der Unglüdsfälle, die durch Vergiftung mit Kohlenoryd verursacht werden, ist bedeutender, " Es wird bekannt gemacht, daß morgen von 10 Uhr ab die als gewöhnlich angenommen wird. Während die Unfälle durch zu Wahl stattfindet zwischen dem Sozi und Kettner, Reichstags- frühzeitiges Schließen der Ofentlappen in der letzten Zeit Abgeordneter in München, früher in Schorndorf. Es wird in abgenommen haben, weil infolge baupolizeilichen Verbotes diese der hiesigen Einwohnerschaft verlangt, daß der Vorrichtungen an Oefen seltener geworden sind, haben die gewerb= Abgeordnete Kettner einstimmig gewählt wird. lichen Vergiftungen durch Kohlenoryd zugenommen. Von Es wird darauf hingewiesen, daß die Sozi von jedem Wahl- den 273 Personen, die im Jahre 1895 in Preußen infolge von Einberechtigten und christlich gesinnten Bürger abgewiesen und die athmung giftiger Gase( im wesentlichen durch Kohlenoryb) gestorben Soziwahlzettel vernichtet werden. find, tamen nur 16 durch Selbstmord um, während 257 durch Verunglüdung starben. Partei- Nachrichten. Wie wir seitens der Polizei beschwert wurden, mag folgendes| Tage vor der Stichwahl folgendes durch die Ortschelle amtlich beBeispiel zeigen: Unser Genosse Wiese hatte vom Beginn der Wahl- tammt gemacht worden: bewegung bis zur Wahl nicht weniger wie zwei Haussuchungen, einen anderen polizeilichen Besuch zu Hause, einen solchen im Geschäft, vier oder fünfmal war er zur Polizei zitirt, einmal zum Untersuchungsrichter. Kopiszirt wurde: Unser erstes Flugblatt( dasfelbe ist bis heute noch nicht herausgegeben), eine Broschüre von Kautsky( in polnischer Uebersetzung, ebenfalls noch nicht herausgegeben). Ferner wurden am Frohnleichnamstage sämmtliche Flugblattverbreiter zur Polizei geführt und denselben ein zweites Flugblatt ebenfalls abgenommen, auf energischen Protest von unserer Seite letzteres jedoch bald wieder frei gegeben. Hier machten uns die Polizeibeamten die erfreuliche Mittheilung, Die Zahl der in öffentlichen Heilanstalten in Preußen wegen daß sie Auftrag hätten, alles, was von Moravski ist, anzuhalten Vergiftung durch Kohlenoryd behandelten Personen betrug in Aus Sonneberg wird uns berichtet: Am Montag hatten wir den drei Jahren 1889-91 zusammen 199( 131 männliche und und wegzunehmen. Und so ging es die ganze Wahlbewegung hin- hier Gemeinderaths- Wahl und zwar zum ersten Male nach dem 68 weibliche); die Zahl der dieserhalb im Jahre 1895 Behandelten durch, nur in den Vororten und Umgegend noch schlimmer. Ein Geldbeutel- Stimmrecht. Wir stellten keine Kandidaten auf, ließen betrug 92( 56 männliche und 36 weibliche). Von diesen 92 starben Lokal, auch das fleinste, besigen wir überhaupt nicht. Diesen un- ein Flugblatt verbreiten, forderten in demselben auf, durch Abgabe infolge der Vergiftung 25. 8 von ihnen waren Bergarbeiter, die bei geheuren vereinten Anstrengungen unserer Gegner fonnten wir nicht von weißen Stimmzetteln gegen das Geldbeutel- Stimmrecht zu„ Grubenbrandwettern" verunglückten; 2 männl. und 2 weibl. Hüttenstand halten, und so war auch das Resultat 500 Stimmen weniger protestiren. Trotzdem wurde unser Landtags- Abgeordneter Genosse arbeiter erstickten beim Hüttenbetriebe von Hochofengafen, 4 Arbeiter wie 1898. Wir haben es weder an Arbeit noch an Geduld fehlen Wehder mit 1489 Stimmen als siebenter von neun zu wählenden infolge des Aufstellens von Koatsförben auf Neubauten, 1 Heizer laffen und sicher hätten wir auch einen Stimmenzuwachs gehabt, gewählt. Unser Genosse wird das Mandat jedoch nicht annehmen. bei der Bedienung einer Dampfmaschine, 1 Biegelei- Arbeiter infolge wenn nicht zu allem Ueberfluß uns die polnische Volkspartei noch Aus Amerika. Paul Grotttau's Ueberreste sind am Schlafens auf dem Ofen. den Wind aus den Segeln genommen hätte. Denn von den 6132 5. Juni in Milwaukee im Krematorium auf dem Forest Home- Diese Unfälle würden gewiß ebenso abnehmen, wie die durch Stimmen, die für die genannte Bartei abgegeben wurden, wären Friedhofe verbrannt worden. In dem Zuge nach dem Friedhofe Schluß der Ofenklappen verursachten, wenn beim Bergbau, in zum mindesten die Hälfte auf uns entfallen. Doch, wie in Ober- gingen dem Sarge zunächst die Brauereiarbeiter mit florumhüllter Hüttenwerken, Schmelzereien, auf Bauten 2c. zur Verhütung der schlesien, so wird es auch hier endlich tagen! Fahne, diesen folgte bas Zentralfomitee der Sozialdemokratie, hinter Sohlenogydvergiftung strengere Bestimmungen erlassen und ihre diese die einzelnen Zweige derselben sowie die übrigen Theil- Durchführung besser kontrollirt würde. Die Wahlstatistik der ,, Sozialen Praxis". Unternehmer- Verbände. nehmer, unter denen alle Mitglieder der Sozialistischen Ein internationaler Kongreß zur Erörterung der Frage für Herr Dr. Ernst France schreibt in der genannten Zeitschrift Arbeiterpartei vertreten waren. Ueber 500 Perfonen befanden Arbeiterwohnungen tagt im Juli in Brüssel. Die belgische Regie( Nr. 39) über das„ Ergebniß der Reichstagswahlen":" Im ganzen sich im Zuge, der durch 80 Wagen beschlossen wurde. Für die rung nimmt an ihm theil, und zahlreiche Anmeldungen sind aus hat sich unserere Annahme als zutreffend ermiesen, daß die große Liebe und Verehrung, die Grottkau zu Lebzeiten entgegen- Deutschland, England, Frankreich, Belgien und der Schweiz erfolgt. sozialdemokratische Partei fammt ihren Mitläufern den gebracht wurden, legten auch die herrlichen, fast unzähligen Blumenfünften bis sechsten Theil der Wähler und selbst von spenden beredtes Zeugniß ab. Die Feier auf dem Forest Homeden Lohnarbeitern nur den vierten Theil hinter sich hat." Friedhofe war einfach und schlicht, wie auch das ganze Leben des Dr. Frande geht von der Ansicht aus zur Stunde da er fchrieb, Mannes gewesen, der für das höchste Jdeal gestritten und gelitten standen die genauen Ziffern noch nicht fest daß unsere Partei hat. Mit dem herrlichen Liede Vor dem Sturm" von Robert Die Vereinigten Zimmermeister" Düsseldorfs( Innung) über 2 Millionen Stimmen erreicht hat. Wie groß die Gesammt- Bruz, vorgetragen vom sozialdemokratischen Männerchor, wurde die wenden sich durch Zirkular an ihre Kollegen in Rheinland, zahl der Abstimmenden, mußte er gar nicht, intereffirte Bestattungsfeier eröffnet. Darauf hielten die Parteigenossen Karl 23 estfalen, Hessen- Nassau und Hannover und fordern thn auch nicht. Die„ Wähler", das find für ihn Kleist und Bittor 2. Berger tief empfundene Ansprachen. fie auf, sich in Junungen zu vereinigen. Diese sollen dann zu einem die Wahlberechtigten. Diejenigen, die gar nicht abgestimmt Paul Grottkau ist in tiefster Armuth gestorben. Ein Verbande über ganz Deutschland zusammentreten. haben, deren Ansicht er also nicht kennt, rechnet er einfach zu den Kranz, den ihm ein Freund widmete, trug die erschütternde InDer Zweck des Verbandes," so heißt es in dem Schreiben, foll Gegnern der Sozialdemokratie. Es mögen überzeugte Sozialdemo- fchrift: Gelebt und gelitten, viel errungen, aber nicht für sich, ein festes Zusammenhalten sämmtlicher Meister zur Wahrung aller fraten darunter sein, die krankheit am Wählen verhinderte, oder die zu sondern für andere, die es vielleicht noch nicht einmal ahnen, ge- gemeinsamen Interessen sein, und da, wo ein Streit besteht einschreiten, die spät zur Wahl kamen, die eine dringende Arbeit nicht aufgeben mochten, schweige denn erkennen und würdigen; während er selbst als oder auszubrechen droht, soll der Verband oder die es nicht wagten, für den Sozialdemokraten zu stimmen und einer der Aermsten der Armen burch das Leben wandelte Angelegenheit prüfen thunlichst regeln. Ist gegen ihn nicht stimmen wollten soll eine Einigung 811 erzielen foll gegen eine un= einen Sack mit unseren Gegnern und thut so, als ob die Abhaltung Elend und die schwarze Verzweiflung. Wer da weiß, was Paul versucht werden. der Wahl an einem Werktag und die ungenügende Wahrung des Grottfau für die Menschheit gethan, der erinnere sich jetzt seiner berechtigte Forderung seitens der Gesellen mit allen geWahlgeheimnisses nicht eristirten oder Einrichtungen wären, die Familie." gerade Gegner der Sozialdemokratie und nur sie am Abstimment Unter den Parteigenossen Amerika's ist bereits eine Sammlung hinderten. für die Familie Grottfau's im gange. Auch in Deutschland wird man sich der Hinterbliebenen des Mannes erinnern, der hier in der Jugendzeit der sozialdemokratischen Bewegung treu im Vordertreffen gefochten hat. Ehre seinem Andenken! und Dr. France wirft sie alle in und feiner Familie nichts hinterlassen konnte als das graue der Streit berechtigt, so aber Dagegen Wie kommt aber Dr. Frande dazu, zu erklären, daß unsere Partei nur ein Viertel der Lohnarbeiter hinter sich hat? Das verräth er in seinem Artikel nicht. Aber wenn wir die Zahlen der Statistik ansehen, finden wir, daß etwas über 2 Millionen sozialdemokratische Stimmen abgegeben, 1895 aber etwas über 9 Millionen männlicher Lohnarbeiter beschäftigt wurden. Die Annahme, daß die Sozialdemokratie nur ein Viertel der Lohnarbeiterschaft hinter sich hat, stimmt also nur unter der Vorausfegung, daß nicht bloß jeder wahlberechtigte Sozialdemokrat auch wirklich wählt, sondern auch, daß jeder Lohnarbeiter tahlberechtigt ist. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Holzbildhauer! Die Kollegen werden hiermit auf die Werkstatt des Herrn Schulz, Tischlerei in Potsdam, aufmerksam gemacht. Es ist dort noch die zehnstündige Arbeitszeit üblich und der Verdienst ist noch unter dem Minimallohn. Im Falle diese Firma Arbeitskräfte durch die Zeitung verlangen sollte, wird hiermit ersucht, dieselbe zu meiden und sich strikte an die Stellenvermittelung zu halten. Die Delegirten- Kommission der Bildhau er. Deutsches Reich. Da ist aber eins auffallend: die Anzahl der männlichen Erwerbsthätigen betrug 1895 15 500 000, die der Wahlberechtigten das gegen nur 11 Millionen. Es sind also wohl nicht alle Griverbs thätigen wahlberechtigt. In welchen gesellschaftlichen Schichten sind aber von den Erwerbsthätigen die meisten vom Wahlrecht aus geschlossen? Der Bezug einer Armen unterstügung nimmt Die Schmiedegesellen von Kaffel haben den Meistern folgende sicher nicht den Wohlhabenden das Wahlrecht. Aber auch die Forderungen unterbreitet: 10stündige Arbeitszeit, Lohnerhöhung von Jugend ist ein ausschließungsgrund, der unter den Eciverbs- 25 pCt., Abschaffung der Sonntags- und Neberarbeitszeit, Lohnthätigen hauptsächlich die Lohnarbeiter trifft. Unter ihnen zählte zahlung an jedem Freitag, Beseitigung des Kost- und Logiswesens man 1895 2 500 000 Personen im Alter unter 20 Jahren und bei den Meistern. Ausland. setzlich dauernd erlaubten Mitteln vorgegangen werden. Den Streitbewegungen kann nur dann mit Erfolg begegnet werden, wenn keiner der Streifenden an irgend einer Stelle wieder Arbeit findet." Es ist gewiß nichts dagegegen einzuwenden, wenn die Unternehmer sich organisiren; diese Organisation aber dann allein entscheiden zu lassen über die Berechtigung oder Nichtberechtigung von Arbeiterforderungen ist durchaus unangängig. Das ist nur durch unabhängige Schiedsgerichte( Einigungsämter) unter Mitwirkung beider Theile möglich. Ein Verband füddeutscher Baugewerksmeister ist vor furzem in Stuttgart gegründet worden. Dieser neu geschaffenen in Württemberg bereits 180 Baufirmen, welche gegen 8000 Arbeiter Organisation sind nach vorliegenden Berichten in Bau- Fachblättern beschäftigen, beigetreten. Auch sind Verhandlungen eingeleitet, um die Angliederung der Baugeschäfte in Baden, Bayern und ElsaßLothringen an den Verband zu bewirken. Wie es heißt, ist der Verband ins Leben gerufen, um die Intereffen der Unternehmer gegenüber der organisirten Arbeiterschaft zu wahren und einen billigen Ausgleich zwischen den beiderseitigen Interessen anzustreben. Wie dieser Ausgleich beschaffen ist, wissen wir. Der Krieg. Auf Kuba. Aus New York wird gemeldet: Das Gerücht von einer Schlacht bei Santiago, die 2 700 000 Personen im Alter von 20-30 Jahren. Rechnen wir Eine schwarze Liste haben die Nürnberger Hafnermeister aufvon den letzteren die Hälfte auf die Beit vom 20.- 25. Jahre, so gestellt. Die Arbeiter, die vor einigen Wochen sich erkühnten, die gestern stattgefunden haben soll, wird amtlich für falsch erklärt. erhalten wir fast 4 Millionen männliche Lohnarbeiter, bie durch Forderungen der Gehilfen energisch zu vertreten, follen mit der del Este gemeldet wird, Lebensmittel und Munition in Santiago Nach aufgefangenen Depeschen Cervera's sind, wie aus Playa ihre Jugend vom Wählen ausgeschlossen sind. Sie alle rechnet Hungerpeitsche geknutet werden. Der Obermeister der HafnerDr. France den Gegnern zu! Wir dürften eher den Spieß inmung will zwar die Sache ableugnen, doch giebt er zu, daß Maß- sehr knapp, letztere werde bald aufgebraucht sein. Seit Tagen schon umdrehen und gerade sie am ehesten der Sozialdemokratie zurechnen. regeln gegen die„ Blaumacher" geplant seien. Ein anderer Meister war es der amerikanischen Flotte nicht möglich, die Batterien am Die Jugend, der Nachwuchs gehört uns. Rechnen wir diese vier indessen hat schon am Tage, nachdem obiger Beschluß gefaßt war, Eingange des Hafens zum Feuern zu veranlassen, obgleich sie sehr Millionen Arbeiter ab, dann bleiben nur etwas über 5 Millionen die Sache seinen Gehilfen gegenüber ausgeplaudert und sogar die nahe heranging. Lohnarbeiter im wahlberechtigten Alter, und Wie ein Telegramm aus Playa del Este vom 28. Juni meldet, rbenn man Namen der zu Maßregelnden genannt. Die Hafner Nürnbergs erwägt, daß auch bon diesen nicht alle wahlberechtigt werden den gegen sie geführten Streich wirksam zu pariren wissen. glaubt man dort, daß Garcia mit 3000 Mann zurück nach dem waren, von den Wahlberechtigten nicht alle gewählt haben, Westen von Santiago gesandt werden wird, um sich dem Vormarsch dann kann man wohl sagen, daß die Sozialdemokratie unter den Arbeitern im Alter von über 25 Jahren die Hälfte hinter sich funft einem Schiedsgericht unterbreitet werden. Das bereits geDie gewerblichen Streitigkeiten in Dänemark sollen in Bu- des spanischen Generals Pando, der Santiago entsegen soll, entgegenzuwerfen. hat, von den jüngeren sicher weit mehr. Eine weitere Nachricht aus Playa del Este vom 1. Juli, vorm. wählte Schiedsgericht besteht aus 6 Mitgliedern, nämlich je 2 Ver- 11 Uhr 20 min., besagt, daß der allgemeine Angriff zu Lande und tretern der Unternehmer und der Fachvereine, dem Abgeordneten zu Wasser auf Santiago in vollem Gauge ist. Der Vesuvius" hat Philipsen und dem Direktor Bramsen, der Dänemark auf dem Ar- 3 Wasser auf Santiago in vollem Gange ist. Der„ Vesuvius" hat beiterfongresse in Berlin vertrat. Ob das neue Gericht praktische Linie tobt erbitterter Kampf. mit gutem Erfolge aus Dynamitkanonen geschossen. Auf der ganzen Bedeutung erhalten wird, muß die Zukunft lehren. General Lawton's Division hat Cabano, einen Vorort von Aus Bukarest wird uns geschrieben: Im Streik der Emaille- Santiago, besetzt. Die Flotte bombardirt das Fort Morro und die arbeiter in der Fabrit J. Kabu. Komp. ist keine Wende- anderen Forts am Eingang des Hafens von Santiago. Die spanische rung eingetreten. Das Streiffomitee suchte neuerdings mit dem Fabritinhaber zu unterhandeln, wurde jedoch nicht zugelassen; jedoch flotte feuert auf die amerikanischen Truppen, die schon ganz nahe versucht dieser Herr, einzelweise Arbeiter zur Wiederaufnahme der an die Stadt herangekommen sind. Arbeit zu bewegen, was ihm aber nicht glückte. Zum Einpacken der Schlacht bei Santiago berichtet: G3 verlautet, die Regierung habe Aus Madrid wird über die angeblich für Spanien günstige fertigen Waaren gelang es dem Fabrikanten, einige Weiber, welche ein wichtiges Telegramm über eine Schlacht bei Santiago erhalten, Das Fluchblatt im ,, Bochumer Anzeiger", sonst die Zimmeriveißlerei betreiben, zu bekommen, welche jedoch deren Ausgang für die Spanier günstig sei. Das Gerücht wurde das mir als Probe extrem- ultramontaner Kampfesweise am vorigen gleich ihren Lohn verlangten und austraten, als sie erfuhren, indeß bis jetzt nicht bestätigt.; Sonntag veröffentlichten, treibt der Märkischen Volkszeitung" fann diese Woche geschehen; es herrscht eine große Begeisterung unter Kölnischen Zeitung" theilt eine Meldung aus Hongkong mit, wonach bas gestreift wird. Die erste Auszahlung der Unterstügung Von den Philippinen. Der Madrider Korrespondent der die Schamröthe ins Gesicht. Statt aber einfach den Arbeitern und wenn Zuzug von Emaillearbeitern ausbleibt, ist die Rohheit zu verurtheilen, deren die fanatisirten Hezz der Sieg gesichert. Allerdings wäre Unterſtügung auch vom Aus- Aguinaldo, durch seinen Triumph übermüthig geworden, volle brüber sich schuldig gemacht haben, sucht das katholische Blatt lande nöthig, wenn der Streit sich länger hinzieht. Der Buchhalter unabhängigkeit sowohl von Dewey als auch von Europa, dieses Machwert durch das häßliche Mittel der Lüge von seiner Partei sowie Herr Raz selber sollen im Auslande sein, und ist anzunehmen, Japan und China verlangt. Wie es in der Meldung weiter abzuschütteln. Zunächst greift die„ Märk. Voltszig." zu der unglück- baß diese unter falschen Namen Arbeiter suchen. Es zirkulirt auch heißt, ist die amerikanische Expedition noch nicht vor Manila an lichen Ausflucht, daß das Anathema im„ Bochumer Anzeiger" für evan- bas Gericht, das Geschäft solle in eine Aktiengesellschaft umgewandelt gekommen. gelische Arbeiter bestimmt gewesen sei. Was es mit dieser sehr thörichten werden. Genossen! Unter welchem Namen immer Metallarbeiter Aus San Francisco wird telegraphirt: Es befinden sich Von den Lohnarbeitern waren aber 3 200 000 Landarbeiter, 900 000 faifmännische Arbeiter. Daß wir unter diesen noch viel nachzuholen haben, wollen wir keinen Augenblick ableugnen. Von den fünf Millionen industrieller Arbeiter, von denen 1 300 000 unter 20 Jahren, 1 500 000 20 bis 30 Jahre alt sind, darunter also ca. 750 000 20 bis 25 Jahre, so daß wir nicht ganz drei Millionen wahlberechtigter industrieller Lohnarbeiter annehmen können, von denen hat die Sozialdemokratie sicher nicht ein Viertel, sondern die große Mehrheit heute schon hinter sich, troß alles Unternehmerterrorismus und trotz der seelenbeherrschenden Macht der römischen Kirche. Doamnei 7, Bukarest. Adresse des Streitkomitees; Club Muntitorilor, Strada Arbeiterblätter werden um Abdruckt gebeten. Für den Eisen- und Metallarbeiter- Verein Rumäniens: G. Klaus, Schriftführer. Manila. Im Kanal von Snez. Der amerikanische Konsul in Port Said hat 20 000 Tonnen Kohlen aufgekauft, um sie den Admiralen Sampson und Schley zur Verfügung zu stellen. Wawahrheit auf sich hat, ergiebt der Anfang der Fluchepistel: Wir möchten aber den katholischen Arbeiter sehen, der angesichts gebote an. Der erste größere Streit Rumäniens, welcher von Orund Emaillirer nach Rumänien gesucht werden, nehmt keine An- nunmehr 470 Offiziere und 10 464 Mann auf dem Wege nach folcher Dinge einem Sozialdemokraten seine Stimme giebt. erganisationen geleitet ist, er soll mit unserem Siege enden. lucht wird sein Haus, verflucht sein Lebensglück u. s. tv." Dann meldet die„ Märt. Voltsztg.", daß der„ Bochumer Anzeiger" garnicht zur Zentrumspresse gehöre und den sog. parteilofen Beitungen zuzuschreiben sei. Angenommen, dies sei der Fall, dann läge die Angelegenheit für die Zentrurnspartei insoweit noch schlimmer, als deren Anhänger einen neutralen Boden zur Ablagerung ihrer Unfläthigkeiten benutzt hätten. A ir bedauern, konstatiren zu müssen, daß die in diesem Falle von de:„ Märt. Bolfsztg." beliebte Kampfesweise die katholische Sache mir verunglimpfen kann. Ein Blatt, welches auf Anstand Anspruch macht, sollte sich so unschicklicher Ausreden doch nicht schuldig machen. Vom ,, freien und ,, geheimen Wahlrecht. Den in Bechenhäusern wohnenden Bergleuten in Court, welche 2ütgenau gewählt hatten, ist Arbeitsverhältniß und Wohnung gekündigt worden. Wahlprotefte. Boziales. Der Verband fächsischer Orts- Krankenkaffen hielt jetzt in Döbeln seine Jahres- Hauptversammlung ab. Zur Zeit gehören der Vereinigung 197 von den 574 sächsischen Kassen an. Es wurden unter anderen folgende wichtigere Beschlüsse gefaßt: Dem Reichstage soll eine Petition unterbreitet werden, dahingehend, daß in Zukunft in jedem Ort nur eine allgemeine Orts- Strankenkasse zugelassen und der Neugründung von Betriebs- und Immungskassen die behördliche Genehmigung versagt werde. Die Dienstboten sollen durch landesgesetzliche Bestimmungen der Kranken- Versicherungspflicht unterworfen werden, damit für sie im Falle der Krankheit besser geDie egyptische Regierung hat die Lieferung von Kohlen für das spanische Geschwader verboten, mit Ausnahme einer Quantität, welche es dem Geschwader ermöglicht, die spanischen Küsten wieder zu erreichen. Die spanischen Schiffe dürfen indessen Kohlen aus ihren eigenen Kohlenschiffen übernehmen. Diese Kohlen übernahme hat bereits begonnen, nachdem die Isla de Luzon" mit einer Ladung Kohlen für das Geschwader hier eingetroffen ist. Das Geschwader wird noch die Anfunft zweier anderer Kohlenschiffe abwarten, bevor es die Fahrt durch den Kanal antritt. Die spanischen Torpedoboote werden bis auf weiteres hier bleiben. die Die Beendigung des Krieges befürwortet der Bischof von Barcelona, während der Bischof von Segovia einen Erlaß für Handels Fortsetzung des Krieges veröffentlicht. Auch fammer in Barcelona richtetete ein Schreiben an die Regierung, in In einem welchem um Abschluß des Friedens gebeten wird. Manifest des 3entral Komitees der sozialistischen Partei heißt es, es wäre Thorheit, den Krieg fortzusetzen; die Die Wahlen im 5. und 10. württembergischen forgt ist als jetzt. Wahlkreis werden angefochten werden. In Eßlingen Weiter beschloß man, bei den Behörden vorstellig zu werden, daß ergab sich bekanntlich bei der Hauptwecht Stimmengleichheit. Bei der letzte Absatz in den Regulativen zum Unfallversicherungsgesetz- Arbeiter wünschten Frieden. der amtlichen Feststellung des Resultats ergab sich aber, daß von die Wahlen der Arbeitervertreter zu den Schiedsgerichten betreffend unserem Kandidaten Schlegel mehrere Bettel für ungiltig erklärt folgende Fassung erhält:„ Die Stimmzettel werden an die Kaffen Lehte Nachrichten und Depeschen. wurden, die der Reichstag anerkennen wird. Dadurch hätte Schlegel eines Wahlbezirkes an ein und demselben Tage ausgegeben. mehr Stimmen wie Brodbeck erhalten, der durchs Loos in die Stich- Spätestens nach Ablauf von sechs Wochen nach Empfang des Haag, 1. Juli.( W. T. B.) Die Erste Kammer nahm mit 82 wahl fam. In Göppingen sind verschiedene Unregelmäßigkeiten Stimmzettels ist letzterer portofrei an den Schiedsgerichts- Vorsitzenden gegen 18 Stimmen den Gesezentwurf betreffend die persönliche vorgekommen. So ist in einer Gemeinde im Oberamt Welzheim am einzusenden." Militärdienst an. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen, eingebrachten Gefeße über den Arbeitskontraft und über die Unfallentschädigung zum Abschluß zu bringen suchen wird. Die arbeitenden Klassen und die sozialistische Arbeiterpartei Belgiens fordern die Zwangsversicherung und Unfallversicherung nach deutschem Muster. Der staatliche obere Industrie- und Arbeitsrath hat nach langen Debatten sich ebenfalls für die Zwangsversicherung nach deutschem Muster ausges sprochen. Die Großindustriellen und die Führer der Rechten in der Kammer haben jedoch entschieden gegen dieStaatseinmischung Stellung genommen. Infolge dessen hat das Ministerium eine Schwenkung vollzogen. Sein eingebrachtes Gesetz bestimmt furzweg, daß bei jedem Betriebsunfall, welches auch sein Anlaß sein mag, der beschädigte Arbeiter die Hälfte feines Tagelohnes zu erhalten hat. Mit dieser Regierungsvorlage find aber weder die Arbeitgeber noch die Arbeiter zufrieden, und es wird auch in der Kammer zu einem heftigen Kampfe givischen den Anhängern und Gegnern der deutschen Unfallsversicherung England. tommen. London, 80. Juni. Bei der Ersagwahl in Durham für das verstorbene radikale Mitglied des Unterhauses Fowler wurde der Unionist Elliot mit 1167 Stimmen gewählt, während sein Gegenkandidat, der Radikale Boyd, 1102 Stimmen erhielt. 1898 1898 1. Gießen- Nidda. 2853 4495 1642 2. Friedberg- Büdingen. 2453 4204 • 3. Alsfeld- Lauterbach 604. 809 4. Darmstadt- Groß- Gerau 5997 9013 1751 205 3016 5. Offenbach- Dieburg. 11063 13404 2341 . 6. Bensheim- Erbach 1581 3279 7. Worms- Heppenheim 2236 8. Bingen- Alzey 2603 1698 367 • 1768 1071 10064 697 +- 1099 +11423 9. Mainz- Oppenheim. 8965 Bufammen 37519 48942 = # Aus dem Wahlkreise Schwelduth- Striegan wird uns geschrieben: Als Schrittmacher der Reaktion hat sich die freisinnige Boltspartei auch in dem schlesischen Wahlkreise SchweidnitzStriegau erwiesen. Bei der Hauptwahl erhielten: Freiherr v. Nichthofen( fons.) 10 332; Feldmann( Soz.) 6745 und Goldschmidt( frs. Vp.) 5626 Stimmen. 12 371 freifinnige und sozialdemokratische Stimmen ftanden gegen 10 332 tonservative, nationalliberale und Bentrumsstimmen. Die letzteren drei Parteien, die 1893 zusammen 12 287 Stimmen aufbrachten, marschirten diesmal von vornherein zusammen. Bei der Stichwahl am 24. Juni cr. erhielt Freiherr v. Richthofen 13 251 und Feldmann 9801 Stimmeu. Der Freifinn hatte sich geWir haben also, mit Ausnahme von Bingen- Alzey, in allen spalten, was umsoweniger merkwürdig erscheint, als von einigen Wahlkreisen eine stattliche Stimmenzunahme zu verzeichnen. Der Schlesischen freisinnigen Organen unverblümt zur Unterstützung der Rüdgang in Bingen Alzey erklärt sich wohl zum theil daraus, daß Neaktionäre aufgefordert wurde. In diesem Falle ist dies aber um dort mancher uns sonst freundlich gesinnte Wähler sofort für den so schlimmer anzurechnen, als der konservative Standidat jede bündige freisinnigen Reinhard Schmidt eingetreten ist, um ihn vor einer sehr Erklärung bezüglich des allgemeinen, gleichen, geheimen und direkten zweifelhaften Stichwahl zu bewahren. Das Bentrum hat fogar seine Wahlrechts abgelehnt hatte. Das hielt die freifinnigen Mannes3500 Stimmen sofort im ersten Wahlgang für Schmidt eintreten feelen nicht ab, in einzelnen Orten sogar Mann für Mann für den lassen, um auf jeden Fall den nationalliberalen Haas zu Fall zu Konservativen zu stimmen. Trotz alledem wäre das Resultat für bringen. Auf diese Weise hat die freisinnige Boltspartei ein Mandat uns sowohl in der Hauptwahl seit 1893 haben sich unsere Stimmen im ersten Wahlgang behauptet, das ihr ohne die Zentrumshilfe sicher- um 1861 vermehrt wie in der Stichwahl noch günstiger gewesen, lich definitiv verloren gegangen wäre. wären nicht die Wahlbeeinflussungen an der Tagesordning gewesen. Zum Dant dafür sind die Freisinnigen in Mainz in der Stich- An einigen Orten gab es Freibier, an anderen wurden die Wähler Aus dem Kongostaat wird nach Brüssel unter dem 30. Juni wahl für den Zentrumsmann eingetreten. Das würde freilich nicht wie Schafe zur Wahl geführt, so daß sie nur einen dem„ Herrn" Aus dem Kongostaat wird nach Brüssel unter dem 30. Juni depeschirt: Mehrere hundert Aufständische griffen am Tanganjika ausgereicht haben, unserem Kandidaten Dr. David, der dort im genehmen Stimmzettel abgeben fonnten. Dann tam es vor, daß Sce die Kolonne des Lieutenants Chargois an, welche 177 Wann hatte und in der Stichwahl noch 2000 Stimmen hinzugewanu, das wähler ausgeübt wurde. All dies wird der Wahlprüfungs- Komdepeschirt: Wehrere hundert Aufständische, griffen am Tanganjika- ersten Wahlgang einen Vorsprung von ca. 2500 Stimmen ge vommen durch die Art des Faltens der Stimmzettel eine Kontrolle über die start war. Chargois mußte sich auf seine Reserven zurückziehen, er mandat zu entreißen. Das fonnte dem Zentrum nur durch ein mission Gelegenheit zur eingehenden Prüfung geben. griff aber mit deren Hilfe wieder die Offensive und zersprengte die Handelsgeschäft mit seinen„ Zodfeinden", den Nationalliberalen ge Aufständischen vollständig. Dieselben hatten 25 Todte und 50 Ver- lingen, die dafür die Zentrumshilfe gegen die Sozialdemokratie wurde ein Genoffe, welcher im Wahllokale der Wahl beiwohnen wundete, während die Truppen des Kongostaates nur 5 Todte und in Friedberg Büdingen und Bensheim Erbach einhandelten. wollte, einfach hinausgewiesen und als Genosse Feldmann dann in 27 Verwundete verloren. Lieutenant Chargois erhielt einen Schuß Die Nationalliberalen in der Stadt Mainz sowohl wie im das Wahllokal ging, wiederholte sich dieselbe Geschichte. Als F. sich in die Achselhöhle. Oppenheimer Bezirk, die früher stets Stimmenthaltung proflamirt aber nicht so leicht entfernen ließ und energisch sein Recht, im Wahlhatten, warfen sich diesmal mit der ganzen Wucht ihrer 5000 Stimmen lofale zu bleiben, betonte, schickte der Herr Wahlvorsteher zur Polizei. auf die Seite der Ultramontanen. So haben wir den Kreis, trop Gin Polizeikommissar und zwei Schußleute erschtenen denn auch der imposanten, bei keiner früheren Stichwahl von uns erreichten bald, die den Genossen Feldmann dann wegen Hausfriedensbruchs Zahl von 12 004 Stimmen nicht wiedererringen können. Schreitet die aufschrieben. Uns fann es recht sein, denn nun wird hoffentlich: Bewegung aber weiter so fort wie seither, Sam wird in fünf Jahren gerichtlich entschieden werden, daß die Wahlvorstände nicht das Recht auch die Koalition zwischen Zentrum und Nationalliberalen nicht haben, wähler aus dem Wahllotale zu weisen. Aus mehreren länd mehr im stande sein, uns Widerstand zu leisten. Anerkannt muß lichen Wahllofalen wurden unsere Genoffen ebenfalls ausgewiesen, noch werden, daß die Mainzer Demokraten im wohlthuenden Gegen trotzdem sie mit einer Bescheinigung folgenden Inhalts ausgerüstet fat zu ihren Frankfurter Parteifreunden von vornherein für unseren waren: kandidaten eingetreten sind. Freilich handelt es sich dabei nur um einige hundert Stimmen. Afrika. Wahlbekrachtungen. Ju der Wahlkreisgeometrie 9 haben es ja unsere oſtelbischen Landräthe zu einer gewissen und zwar durchaus berechtigten Berühmtheit gebracht. Bekanntlich versteht man unter diesem Begriff das Zuſammenlegen von Wahl bezirken derart, daß die Wähler von Ortschaften, die im Geruche oppositioneller Gesinnung stehen, weite, oft über Land sehr weite Strecken zum Wahllokal zurückzulegen haben, wodurch dann fo mancher gezwungen wird, auf sein Wahlrecht ganz zu verzichten, da Infolge der Koalition zwischen Ultramontanen und Kulturkämpfern er die ihm durch die große Zeitversäumniß erwachsende materielle sind uns denn auch die Mandate der Kreise Bensheim- Erbach Schädigung nicht tragen fann. Es giebt aber noch eine andere Art und Friedberg- Büdingen, in denen wir zum ersten Male Wahlkreisgeometrie, und zwar gerade entgegengesetzter Art, und die in die Stichwahl gelangten, vorenthalten worden. Im ersteren scheint namentlich in Sachsen, dem gelobten Lande der Neaktion, im Streise ist Genosse tau, der die Odenwälder Kleinbauern dem Schwange zu fein. Hierbei handelt es sich um die Bildung früheren Abg. Hirschel abgetrieben hat, gegen den nationalliberalen von möglichst fleinen Wahlbezirken. Es liegt auf der Hand, Kreisrath und Genossenschaftsmann Haas mit 2000 Stimmen Minderheit daß in einem Wahlbezirk von etiva einem Dutzend oder womöglich noch weniger Wählern von einem wirklichen Wahl- unterlegen. In Friedberg hat Graf Oriola mit einer Mehrheit geheimniß, wie es die Verfassung gewährleistet, nicht mehr die Mandat- gegen Gen. Prinz behauptet. von zirka 3000 ultramontanen und freisimmigen Stimmen das Ebenso hat der Reform Rede sein kann. Der Wahlvorsteher, der in solchen Fällen gewöhn- parteiler Köhler das Mandat des Gießener Kreises, dank lich mit dem Gutsbesitzer identisch sein wird, hat die Möglichkeit, nationalliberaler und freisinniger Wahlhilfe gegen Gen. Scheidemann die Stimmenabgabe seiner" Angestellten und Arbeiter genau zu kon- behauptet. Wohl zum letzten Mal! Die fräftige Landagitation trolliren, und wehe dem, der dann einen anderen wählt, als der " Herr" es wünscht. Um solche Vorkommnisse zu vermeiden, schreibt das Wahlreglement vor, daß, wenn auch der Regel nach jede Ortschaft einen Wahlbezirk für sich bildet, doch einzelne bewohnte Befizungen und kleine, sowie solche Ortschaften, in welchen Personen, die zur Bildung des Wahlvorstandes geeignet sind, sich nicht in genügender Anzahl vorfinden, mit benachbarten Ortschaften zu einem Wahlbezirke vereinigt werden. Eine untere Grenze schreibt das Wahl reglement leider nicht vor, doch kann man ruhig sagen, daß nach der obigen Bestimmung Wahlbezirke von weniger als, sagen wir 50 Wahlberechtigten nur ganz ausnahmsweise aus zwingenden Gründen gebildet werden dürften. Am schlimmsten war es am Tage der Stichwahl. In Schweidnik Langenbielau, den 22. Juni 1898. Dem u. f. w. wird bescheinigt, daß er Wähler zum deutschen Reichstag ist, weder Armenunterstützung bezogen hat noch erhält; ferner sich nicht im Konkurs befindet und im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte ist. ( Folgt Stempel der Amtsverwaltung Langenbielau.) Obgleich eigentlich der erste Theil der Bescheinigung schon aus reichend ist, paffirte es einem unserer Genossen, daß man sagte, die Bescheinigung sei schon gut, aber man wisse doch nicht, ob er( der Genosse) unter Vormundschaft oder Kuratel stehe! An einem Orte hielt man den Stempel sogar für gefälscht und der Wahlvorstand nahm mit dem Genossen ein langes Protokoll auf, wahrscheinlich wird er nun eine Anllage wegen Urfundenfälschung erhalten. Damit bekommt die Sache schon einen Stich ins Heitere. Deshalb sei hier Scheidemann's hat auch dort die Reihen der antisemitischen Klein- beigefügt, daß der Wahlvorstand in Striegelmühle seine freie banternschaft so start erschüttert, daß es keiner fünf Jahre mehr Beit benutzte, um einen gemüthlichen Sfat zu spielen. Etwas weniger bedarf, um die antisemitische Herrlichkeit vollends umzustürzen. freundlich ging es in Silsterwit zu. Dort wurden unsere: Ansturm gewonnen. Gen. 11Irich hat Offenbach zum ersten Wale im ersten Stimmzettelvertheiler mit der Peitsche vom Wahllokal fortgetrieben. Das hat die hessischen Parteigenossen ganz In Wilkau ging der geistige Kampf unserer Gegner soweit, einem besonders gefreut und als Genoffe Cramer dann noch das Mandat Genossen die Kleiber zu zerreißen. In Groß- Wierau sagte der. der Residenz Darmstadt in der Stichwahl glänzend eroberte, war Pfarrer in einer Versammlung vor der Wahl: auch der Mainzer Mandatsverlust wett gemacht. = = " Wer diesmal einen Sozialdemokrater: wählt, wird aus dem Ariegerverein und der Kirche ausgestoßen, auch darf er die heiligen! Satramente nicht mehr enipfangen." Der Amtsvorsteher von Stanowis, Freiherr v. Richthofen, ein erwandter des Gewählten, sandte an seine Gemeindemitglieder Briefe folgenden Inhalts: „ Es ist Pflicht eines jeden patriotischen Mannes, seine Stimme: abzugeben gegen die religions- und vaterlandsfeindliche Sozialdemokratie, und einen königstreuen Mann zu wählen. Ich er laube mir daher, Sie dringend zu bitten, am 24. bei der Wahl nicht zu fehlen. Die Sozialdemokratie ist nun auch in Hessen zur stärksten Partei geworden. Bei der Hauptivaht 1893 wurden im Großherzogthum 158 880 Stimmen abgegeben. Davon erhielten die Konser vativen 567= 0,3 pct., das Zentrum 17 118= 11,1 pct., Wie wenig jedoch dieser Vorschrift des Wahlreglements genügt die freisinnigen Gruppen 18 808 11,6 pCt., die Anti wird, dafür ein praktisches Beispiel. Wir greifen den 18. sächsischen femiten 24 200 15,7 pct., die Sozialdemokraten Wahlkreis Zwickau heraus, in dem bekanntlich unser Genosse Stolle 37 519 24,4 pct. und die Nationalliberalen 55 618= 36,2 pct. im ersten Wahlgang mit großer Mehrheit( mit 18 362 von 30 367 Bei der Wahl 1898 wurden insgesammt 144 250 Stimmen im ersten giltigen Stimmen) gewählt worden ist. Vorweg muß bemerkt werden, Wahlgang abgegeben. Davon famen auf das Zentrum 18 599 gleich Saß Stolle auch in den ländlichen Wahlbezirken eine große Zahl 12,3 pct., die Antisemiten 19 409= 13,5 pct., die freifinnigen von Stimmen, in den größeren sogar fast durchweg die Mehrheit Gruppen 15 302= 10,5 pCt., die Nationalliberalen( inkl. Freiherr v. Richthofen." erhalten hat. Wir führen nun hier, um die Liste nicht zu lang Bund der Landwirthe) 40 677= 28,2 pt., und die Lange Bemerkungen, an diese eine deutliche Sprache redenden werden zu lassen, zur Vergleichung die Wahlbezirke mit weniger als Sozialdemokraten 48 925= 33,9 pet.! Die getremite Thatsachen zu knüpfen, wird überflüssig sein. Nur zu wünschen 40 Wahlberechtigten auf; die erste Zahl ist die der eingeschriebenen Bezeichnung für Freifinnige und Nationalliberale ist jedoch nicht an- wäre, daß die Wahlprüfungskommission des neuen Reichstages Wähler, die zweite zeigt die für den Kartellkandidaten Wiede und gängig, da sich dieselben diesmal in Mainz und Gießen zu recht schnell arbeitete und wir auch in Schweidnitz- Striegau den die dritte die für Genossen Stolle abgegebenen Stimmen an: Kompromißkandidaturen gesammelt haben. Rechnet man alle Libes frisch- fröhlichen Wahlkampf von neuem aufnehmen tönnten. ralen" zusammen, so erhielten sie 1893 insgesammt 74 426 gleich 12112122 Culten Thonhausen 20 14 18 13 Grobsdorf 14 13 Hartmannsdorf 26 12 Hilbersdorf 9 9 Kleinbernsdorf 38 19 Lengefeld 9 8 Lietzsch 16 11 • Loitsch 9 9 Niebra 9 8 Oberalbertsdorf. 32 23 Bösned. 14 13 Rüdersdorf 16 14 8wirkschen.. 87 11 Helmsdorf. 30 Schneppendorf. 21 19 16 4 Ans Posen. 47 pCt., während sie es im Jahre 1898 nur noch auf 55 979 gleich 38,7 pet. der abgegebenen Stimmen brachten. Das diesmal voll- Obgleich die Wahlen längst vorbei sind und es darum keinen zogene Bündniß des„ liberalen Bürgerthums" mit der flerifalen Zweck hat unnüze Lamentationen anzustellen, will ich auf wieder-, Reaktion bietet eine sichere Gewähr für den weiteren beschleunigten holtes Driingen hin doch versuchen, Ihnen einige Betrachtungen über Rückgang des Liberalismus. Uns soll's recht sein. Die stärkste die Wahl" im Bosener Kreise zu geben. Partei sind wir geworden und nun heißt's: stärker werden als alle anderen zusammen genommen! Meiningen II. wurde, Wohl überall im Reiche haben während des Wahlkampfes unsere Genossen unter den Nücken und Tücken der Gegner zu leiden gehabt; es tam freilich nicht eine Nummer unserer Beitungen, in der nicht von groben Berstößen gegen das jedem Die Freisimmige Zeitung" jammert in Nr. 148 über die Wahl- Staatsbürger gewährleistete Recht berichtet wurde, indessen unser) agitation der Sozialdemokraten im 2. Meininger Kreis- Sonneberg- Wahlkreis hat hierin unbestreitbar den Rekord erreicht. Obgleich der Saalfeld. Sie zitirt die Berliner Zeitung", in welcher der frei- Rückgang der sozialdemokratischen Stimmen hauptsächlich dem Auffinnige Kandidat Perls das Szepter führt. Nun, es ist wohl selbst- treten der sogenannten polnischen Boltspartei zuzuschreiben ist, kann verständlich, daß Herr Perls mit der bekannten„ Wahrheitsliebe", doch nicht geleugnet werden, daß die Verfolgungswuth, unter der welche die Meininger besonders schäzen lernten, die Agitation unsere Genossen zu leiden hatten, einerseits, und dem gegenüber die nicht mehr Wer wollte wohl behaupten, daß diese Wahlresultate der wirk- schildert. Thatsache ist, daß wohl kaum in einem andern Wahlkreise wüste, an die galizischen Wahlen erinnernde Hetze der polnischen Hofpartei, ein gut Theil Lichen Meinung der Wähler entsprechen? Nur selten wagt es unter mit verdrehungen, unwahrheiten und Entstellungen gearbeitet Agitation worden ist, wie seitens des„ demokratischen" Kandidaten Schuld mit daran tragen. Was hauptsächlich am Wahlsolchen Umständen ein Wähler durch Abgabe eines sozialdemo Perls. Entblödete sich doch dieser Herr nicht, in einer Sonne tage, von der genannten Bartei hierin geleistet fratischen Stimmzettels feine Stellung aufs Spiel zu setzen; und „ Die Sozialdemokraten ist einfach unbeschreiblich. Den Wählern wurden die Stinumzettel in den kleinsten Bezirken kann er nicht einmal Wahlenthaltung üben, berger Volksversammlung zu sagen: sondern da wird vielfach der letzte Mann mit Gewalt für den Ordnungs- fchließlich aus Sozialdemokraten bestehende Versammlung die ge- war, fortgeworfen und zerrissen. Dabei ist zu bedenken, daß der. find Gegner der Handelsverträge." Als ihm durch die fast aus aus der Hand geriffen, nachgesehen, und, falls er nicht von Motth kandidaten an die Wahlurne geschleppt, vor der der Herr Guts- bührende Antwort zu their wurde, schimpfte der wahrheitsliebende polnische Arbeiter einer Behörde gegenüber ängstlich und befangen befizer und die Herren Gemeindevorsteher als Wahlvorstand strengste Demokrat" wie ein Rohrspatz. Berls' ganze Agitationsreden waren ist und daß eine mit allerhand Drohungen begleitete Aufforderung, Wache halten. Unsere Genossen sollten in ihren Wahlkreisen auch auf diese staat, Zuchthausstaat, Waterlandslose u. a. Ammenmärchen neben Genossen Unsere Genossen sollten in ihren Wahlkreisen auch auf diese ein ununterbrochenes Geschimpfe auf die Sozialdemokraten, Zukunfts- den und den zu wählen, in den meisten Fällen Erfolg hat. Unsere hatten am ganzen Tage nichts weiter zu Seite der indirekten behördlichen Wahlbeeinflussung genau acht geben. und Aufpassern dieser Es wäre auch ganz angebracht, wenn wieder einmal der Wahlprüfungs- erbärmlichem Gewinsel um die Stimmen der Nationalliberalen und thun, als mit den Bettelvertheilern Bauernbündler. Partei im Kampfe zu liegen. Sehr oft waren die VerKommission des Reichstages Gelegenheit gegeben würde, sich darüber Die gemeine Lüge, welche die Sonneberger Zeitung" über trauensleute gezwungen, die Hilfe der Wahlvorsteher anzurufen auszusprechen, wie der Begriff der kleinen Ortschaften" im§ 7 des unseren Genossen Reißhaus bezüglich des Staatsraths Biller in den oder durch die Polizei die Namen der betreffenden Personen Wahlreglements auszulegen ist und ob eine gröbliche Verlegung dieses letzten zwei Tagen vor der Wahl verbreitete, machte sich Herr Perls stellen zu lassen. Und doch konnte hiermit nicht viel erreicht werd Baragraphen nicht event. zur Ungiltigkeitserklärung einer Wahl leichtfertigerweise zu eigen. Dann wundert sich solche Gesellschaft, da fie fedes Lokal mit 5 bis 6 Mann oder noch mehr besetzt hatten, un wenn sie in gebührender Weise behandelt wurde. da die Wahllokale in vielen Fällen sich eine Treppe hoch befande Den ,, Sandlangern" ins Stammbuch. Nach den ersten Versammlungen, wo noch so viel Freifinn dieselben sich überall hin vertheilen fonnten. Unsere Genosse Der„ Franff. 3tg." und ähnlichen Realtionsstigen empfehlen wir herrschte, daß eine Diskussion stattfand, merkten die Verfechter des konnten ein solches Aufgebot natürlich nicht stellen und so ware zur freundlichen Beachtung die folgende Ausführung der links- freien Versammlungsrechts, daß sie schlechte Geschäfte machten, denn wir diesem Treiben gegenüber ziemlich machtlos. Dazu kommt freifinnigen Breslauer Morgen Zeitung": unsere Genossen zerpflückten die Schimpfereien, sowie die freisimmigen daß die meisten thätigen Genossen nicht polnisch sprechen aller Arbeiter Polen und zum " Die sozialdemokratischen Führer hatten auf weit stärkeren Heldenthaten nach Noten. Dann gab's nur noch 5 Minuten Rede- können, während 90 pCt. Mandatszuwachs gerechnet und sie hätten denselben zweifellos zeit, und als dies auch die Vernichtung der Phrasenhelden nicht großen Theil der deutschen Sprache überhaupt nicht mächtig auch erzielt, wenn die Freisinnigen nicht in sehr vielen Wahl- hinderte, gab's überhaupt teine Redefreiheit mehr. Die find. In einem Lokal beobachteten wir, wie ein Herr ohne Kopffreifen direkt oder indirekt die rechtsstehenden Kandidaten und Feigheit ging soweit, daß nur noch mit Einlaßkarten gewirthschaftet bedeckung zwei Arbeiter grob anfuhr, als ihm ein hofparteilicher Bettelvertheiler mitgetheilt hatte, daß sie Stimmzettel für unseren darunter sogar extrem Konservative immterstützt hätten." Daß wir auf weit stärkeren Mandatszuwachs gerechnet hätten, Wenn nun die Freisinnige" und" Berliner Zeitung" schreiben, Kandidaten in der Hand hatten und abgeben wollten. Hierüber man als einen Brot- entschieden zur Nede gestellt, ließ er von den armen Arbeitern ist nicht richtig. Aber im übrigen stimmt die Bemerkung des Bres- den demokratischen Perls schilderte lauer Blattes durchaus, wenn sie auch denen um Richter und Sonne- vertheurer, Mucker und Dunkelmann 2c., so sollte doch dieser Finten- jedoch erst ab, als ihm mit dem Gefängniß gedroht wurde, ging schläger Perls wissen, daß neben ihm noch ein Bauernbündler hinein ins Wahllokal und setzte sich an den Tisch des mann nicht angenehm flingt. und ein Antisemit aufgestellt waren. Sollte Herr Perls aber diese Wahlvorstandes. In einem anderen Lokal trieb ein Kirchens Aus Heffen. Säge auf sich beziehen resp. glauben, auf sich beziehen zu müssen, diener sein Wesen, stets unter allerhand Das Ergebniß der Reichstagswahlen in den 9 Kreisen des Groß- so wollen wir uns seiner eigenen Auffassung gern anschließen, denn Drohungen- den 2Bählern die Stimmzettel einfach aus herzogthums Hessen zeigt dasselbe Gepräge, wie das Gesammtbild jeder muß doch am besten wissen, wohin er gehört. Die einfichtigen der Hand riß, fortwarf und ihnen dafür die feinigen einhändigte; auch der Wahlen im Reich: Startes Anwachsen der sozial- Meininger Freifinnigen erklärten mehrfach, leider kämpft unser Kan- den Mann ließen wir polizeilich feststellen. Und so ging es demokratischen Stimmen im ersten Wahlgang und Abdidat Perls mit den schmutzigsten Argumenten gegen die Sozial- nicht etwa in dem einen oder anderen Wahllokal; dies Treiben jagung der Mandate in der Stichwahl durch die demokraten. Diesem Urtheil haben wir uns ganz angeschlossen. herrschte in sämmtlichen Lokalen, überall die gleiche Methode, und Koalition der gegnerischen Parteien, die sich früher Perls hat es fertig gebracht, die Stimmen der Freifinnigen von scheint es die fromme, vornehme" Hofpartei förmlich organisirt zu bis aufs Messer bekämpften. Es wurden abgegeben sozial- 6875 im Jahre 1893 auf 5870 zurück zu agitiren und dies ge- haben. Ift noch ein Unterschied zwischen hier und österreichischDemokratische Stimmen im ersten Wahlgange: nügt. polnischen Schlachzizen- Wahlen? führen kann. wurde. indem er