Erscheint+ J ± A u Abonnements A W g w erdin nur beim Verlag Der Sojialöemokmt� wöchentlich einmal in Zürich Schwei;) vrrl»z H. Serler, Znduftrtehallc VierteljahrSpreiS von: Fr. 2.— für die Schweiz Ml. 3.- fiir Deutschland lCouvcrN Riedbach-Zürlch � M fl. I. TO für Oesterreich(Couvert) Fr. 2. 50 für alle übrigen Länder de» K»stst»>»»ztl(m Weltpostverein«(ftteuzband). frunco gegen franco._ «ewihnlich. Brief. Vfilfttt ft tt fltt Hl 5)�t7l1N l«ftralt nach der Schweiz losten Die dreigespaltene Pelitzeile � der Sozialdemokratie deutscher Zunge'" N? 21._ Sonntag, 23. Mai._ 1880. MF* Ali« an die KarresPandcuteu und Abonnenten de«„Ao>iildemobr»t".'MW Da der.Soziald, molrat' sowohl in Deutschland als auch in Oesterreich verboten ist, bezw. versolgt wird und die dortigen als möglich a» den.Sozialdemolrat', resp. dessen Verlag selbst adresflren, fondern flch möglichst an irgendeine unverdächtige Behörden fich alle Müh? geben, unsere Verbindungen nach jenen Ländern möglichst zu erschweren, resp. Briefe von dort an uns Adresse austerhalch Deutschlands und Oesterreich« wenden ,- welche stch dann mit uns in Verbindung seht; anderseits aber, dah und unsere Zeitung«- und sonstigen Jendungen nach dort abzusangcn, so ist die äußerste Vorstcht im Postverlchr nvthwendig und auch uns möglichst unverfängliche ZusteNungsadrcflen mitgetheilt werden. Zu zweifelhasten Fällen empfichtt fich behuss größerer darf leine Vorflchtsmaßregel versäumt werden, die Brieimarder über de» wahren Absender und Empfänger, sowie den Inhalt Sicherheit Relommandirung. Soviel an uns liegt, werden wir gewiß weder Mühe noch Kosten scheuen, UNI tcvh aller ent» der Sendungen zu täuschen, und letztere dadurch zu schützen. Hauptersorderniß ist hiezu einerseits, daß unsere Freunde so selten gegenstehenden Schwierigleiten den.Sozialdemolrat' unfern Abonnenten möglichst regelmäßig zu licsern. Flugschristen-Fonds. N. N. Prag. 1.—;„Die Wahrheit bleibt ewig doch wahr",(durch O. Peter) 1. 20;— h— P.(ö. w. fl. 1. 30) 2. 20;— Spenglerausflug ZUrich(Fcs. 1. 35) 1. 08; von einer Abendunterhaltung in der Meierei (Fe«, IG. G5) 13. 32;— o Hanau: 5. 40; Pole Budapest(ö. fl. 1. 20.) 2. 20; Justinn« Schwaben 2. 10; Für eine Annonce Br. 3.—;— f. Pfalz 2.—; v. d. nasenkönigliche» Tafelrunde, Prinz Näslcin u. Gen. (Fe«. 1. 40) 1. 12; Prinz Näslein für Abfingung der schwedischen Nationalhymne(Fcs. 1. 83) 1. 48; Sauerkraut fiir D. 1.—; Vogelfutter vom Onkel: 7.—.; N. Ä. in R.(ö. fl. 1.—.) 1. 70; F. M— z: (25 kr. östr.)—. 42; zusammen... M. 4G. 20 bisher eingegangen„ 295. 98 Gesammteingang M. 342. 18 Fonds zur Unterstützung der Opfer des Tozialistengesetzes. Seit dem 18. März gingen weiter ein; Ulm 50.—; Augsburg 40.—; Forst i./L. 10.—; Iserlohn 5.—;„So neben her" Leipzig 28. Darmstadt 157.—; Viersen 1. 50; Von einem Rcichsseind 551.—; W. Leipzig 6.—; Besigheim 15.—; B. Leipzig 15.—; Cordon Berlin 10. H. Berlin 20.—; S. Berlin 4».—; Berlin 300.—; Berlin 30.—; Halle a./S. 23.—; Leipzig 2. 10; Aus der Strafkasse Leipzig 3. 20; Frankfurt a./M. 10.—; Grafenberg 10. 30; Lernburg 7.—; Nürnberg 35.—; Neumiinfler 13.—; Änantfchenbach Leipzig 10.—; Hannover 35.—; Augsburg 20.—; Pforzheim 10.— Marburg 8. 20; Vervier« 30.—; Deutscher Verein Zürich, Ertrag der Versammlungen zu Gunsten der Familien der Ausgewiesenen abgehalten(Fr. 92. 42) 73. 94; Deutscher Verein Frauenfcld; für politisch Verfolgte(Fr. 8.—.) 4. 80; Deutscher Verein Glarns dgl.(Fr. 5.— I 4.—; Deutscher Verein Basel für die Familien der Ausgewiesenen:(Fr. 15.—) 12.—; Gesammelt am Biertisch in St. Gallen: durch Jul.— Dol.(Fr. 4. 85.) 3. 72; Selbftbesteucrung 1. Liste Zürich(Fr. 21. 40).17. 12. zusammen Mk. 2717.08 bisher ein gegangen Mk. 12,790. 12 Gesammteingang Mk. 15,507. 20 Wir bitten die Genossen allerorts, ihre Sammlungen fortzusetzen und die Gelder an die ihnen bekannte» Adressen zu senden Allgemeiner Wahlfonds. Leivlia f. d. Berliner Wahl 85.—; 6. 10; B. U.(Fr. 24.(50) 19. 88; früher eingegangen 50.—; zusammen M. 180. 78. Delescluze. 25. Mai 1871. Die Kommune liegt ain Bode», stirbt in einem Strom von Blut, Nur die letzte Barrikade zeugt von ihrem H-ldenmuth. Von V-rtheidigern verlassen, gibt auch sie dem Femde Bah», Und der Ordnung" blut'ge Massen stürmen gegen sie heran. WWWW-�7' KZMMVr wsmmm W-UGZN5 WKMGUW- UAMMZw- WMUWM? Die Lehre vom Sozialismus. Mitten in den hochtönenden Phrasen und dem Flüstern der diplomatischen Komödienspielerei, mitten im Kampfe zur Berei- cherung der Börsen- und Jndustriewölfe, von denen einer dem andern durch betrügerische Bankerotte und ähnliche Manipulationen die gestohlenen Güter aus dem Rachen stehlen will, mitten in diesem bunten Durcheinander hört man von der neuen Generation immer lauter die Lehre vom Sozialismus. Es ist ganz natürlich, daß diese unsere Lehre von allen Seiten angegriffen wird, daß sie das Jammern der geeinte» Gegner verursacht und ihren Feindseligkeiten zur Zielscheibe dient. Sozialismus ist Diebstahl! schreien die Kapitalisten. Der Sozia- lismus ist Vaterlandsverrath! jammern die bürgerlichen Politiker. Sozialismus ist die Verleugnung alles Heiligen! rufen die Pfaffen. Sozialismus ist die Vernichtung der Menschheit! schreien die Philister. Der Sozialismus ist eine absurde Phantasie, ein Widerspruch gegen die Naturgesetze und die historischen Prozesse! — behaupten die Vertreter der Bourgcoiswissenschaft. Da nun die Sozialisten bekennen, daß sie natürliche Feinde des Kapitalismus, der Finsterniß und des gedankenlosen Dahin- lebens sind, so können sie sich nicht im Geringsten ärgern, wtnn sie von Denjenigen, denen sie selbst den unversöhnlichsten Kampf erklärten und ans deren Bestegung sie emsig hinarbeiten, mit Vorwürfen und Verleumdungen überschüttet werden. Wenn man aber gegen den Sozialismus im Namen der Wissenschaft und im Namen der Zivilisation ankämpft, so könne» die Sozialisten nicht dazu schweigen. Es ist geradezu lächerlich, den Sozialismus im Namen der Wissenschaft bekämpfen zu wollen, da diese doch seine beste und stärkste Stütze bildet. Welcher Zweig menschlicher Wissenschaft verurtheilte nicht die heutige Einrichtung ihrem Wesen nach? Fragen wir die Philosophie, was der Zweck des Menschen- geschlechtes und was der Zweck der Wissenschaften überhaupt sei, und wir bekommen die Antwort: Der Mensch ist um seiner selbst willen da und hat die Aufgabe zu immer höherer Voll- kommenheil zu streben. Die Wissenschaft ist nur Mittel zum Zweck, nämlich zum Zwecke der Veredlung des Menschengeschlechts; sie muß daher im Laufe der Zeit nothwendig Gemeingut werden, um diese Veredlung und denkbar höchste Vollkommenheit der Menschen, d. h. aller Menschen, zu ermöglichen. Das ist Sozialismus, denn dieser verlangt ja die sorgfältigste und best- möglichste Erziehung und Ausbildung für alle Menschen. Sein Ruf lautet ja:„Bahn frei!" Er will die Entwicklung aller Talente, er will den Menschen auf eine höhere Stufe der Voll- kommenheit heben. Fragt man nun aber die Naturkundigen nach den Resultatcn ihrer Forschung, und ihre Antwort, gegeben durch ihre vornehmsten Vertreter, wird einstimmig lauten: Alle Menschen sind gleichen Ursprungs, weil aus Wesen niederer Gattung hervorgegangen, Alle sind naturgemäß ganz gleich berechligi. Das ist ein sozia- listischcr Fundamentalsatz. Aber fragt man selbst den Juristen, der die heutige Ungleich- heil schön findet, der sie vertheidigt und zu erhalten wünscht, was seine Wissenschast lehrt, und man bekommt die Antwort: Vorrecht ist Unrecht. Die Gleichheit der Individuen ist die noth- wendige Vorbedingung der Selbstverantwortlichkeit. Diese aber ist die Grundlage, von der aus überhaupt erst von Recht oder Unrecht die Rede sein kann. Das Gesetz ist für Alle, ergo wird die Gleichheit vorausgesetzt. Die Gleichheit aber zur Wahrheil zu machen, ist das Ziel des Sozialismus. Aber genügt denn nicht schon der eine Gedanke des Sozialismus, um demselben zum Siege zu vlrhelfen: Freiheit und Gleichheit allen Menschen? Genügt nicht die eine Thatsach", daß der Ruf nach Emanzipation der Unterdrückten und Enterbten, von Mit- lionen über den ganzen Erdball zerstreuten Menschen so laut, so einmüthig und so beharrlich ausgestoßen wird, daß er alle übrigen Fragen der Gegenwart übertönt? Genügt nicht das Zengniß f",v den Sozialismus, daß es keine andere Frage von der Wichtig- kcit der sozialen Frage mehr gibt? Genügt nicht die eine That- fache, daß Millionen Menschen bereit sind, für die Lösung der sozialen Frage Blut und Leben zu lasse»? Genügt es nicht, daß die Hoffnung ans die baldige Lösung dieser Frage die Sterbe- stunde der Armen und Elenden versüßt und daß die Furcht vorder Lösung dieser Frage die Mächtigen in ihren Palästen nicht mehr ruhig schlafen, wohl aber erzittern und beben macht? DerSozialismusistderweltbewegendeGedanke derGegenwart, errcpräsentirt die fortschreitende Zivilisation, den» er erstrebt Bildung, Wohlstand und Freiheit für alle Menschen! ?lrb.-Woch.-Chron, Zur Lage Deutschlands. Wer jetzt unser herrliches deutsches Kaiserreich unter der' Lupe gesunder Kritik besieht, wird unbedingt versucht, zu glauben, daß ein Simson an den Säulen des vor einem Dezenium erst errichteten gleißenden Kaiserpalastes seine Kraft erprobt habe. In sichtlichem Zerfall ist der Bau, den einst Tausende zur ver- meintlichen besseren Haltbarkeit mit ihrem Blute auf den Schlacht- feldern Deutschlands gekittet hatten. Kein Wunder, daß erfahrene, über den beengenden Gesichtskreis des gewöhnlichen Unterthancn- Verstandes hinaussehende Männer dem Bau ein baldiges Ende prophezeien. Hat man doch mit Hintansetzung der gewöhnlichsten technischen Kenntnisse zu dem stolzen Gebäude neben einigen, den modernen Anforderungen entsprechenden Materialien, baupt- sächlich Jahrhunderte alte, von dem Wellenschlag der Zeit längst zerstörte Steine genommen. Ein kräftiger Sturm, ein Widerstands- fähiger Anprall des verheerenden Elementes und— am Boden liegt das mit so unendlicher Mühe und unendlichen Opfern auf- gerichtete Kaiserhaus. Gleich einem Kinde, das sein mit vieler Geduld aufgebautes Kartenhaus durch einen leisen Luftzug zu einem Häufchen loser Blätter verwandelt sieht, und zweifelnd über diese» ver- meintlichen Spuk dasteht, so wird einst die im Dunkeln tappende Menge staunend einer Thatsache gegenüberstehen, die andere, mit klarem Auge Prüfende fast mit mathematischer Gewißheit voraus- sehen konnten. Den Baumeister und seinen Architekten mag wohl zuweilen eine leise Ahnung beschleichen, daß man bei Errichtung des Palastes die modernen Techniker zu sehr hintangesetzt und deren Kenntnisse unterschätzt hrbe, und versucht er nun, den Auf- lösungsp>ozeß aufzuhalten. Er versucht— durch veraltete längst von der Erfahrung und kundigen Männern verurtheilte Maß- regeln iziesen rapid fortschreitendem Zerfall der Zinnen auszu- halten, von welchen herab er sich vor einem Dezennium in strah- lendem Glänze von einer blendenden Milliardensonne beschienen, der erstaunten Welt präsentirte. Mit maulwurfsartiger Emsigkeit umwimmeln gedungene Gesellen den Bau, um da, wo zerbröckelndes Gestein zu sehr der Außenwelt die angehende Rninc klarlegen will, die Blößen mit einem neuen Ausputz und frischem Anstrich zu vertuschen. Vergebliche Mühe. Er wird fallen wie Alles, was nicht mehr stark genug ist, dem verheerenden Zahn der Zeit zu trotzen, und wird unter seinen Trümmer» alle Die bc graben, welche noch mit kindlicher Naivität und Trotz versuchen, mit ihren kleinen, ungeschickten Händchen den Koloß vor dem Fall zu schützen! Wersen wir nun einen Blick auf die Verhältnisse, welche so mächtiger Natur sind, in der kurzen Spanne Zeit von zehn Jahren ein Produkt zum Wanken zu bringen, dcni gewiegte „Staatsmänner" ersten Ranges beinahe ein ganzes Menschen- alier hindurch ihre Kräfte widmeten. Wer hätte vor zehn Jahren, als der niedergeworfene Erbfeind uns mit seinem Milliardcnregen auf eine scheinbar bewundernswerthe Höhe von Wohlstand brachte, und die überall wie Pilze aus dem Boden wachsenden schwindel- haften Unternehmungen der Industrie einen augenblicklichen Auf schwung gaben/ geahnt, daß bald darauf nach kaum sechs Jahren, der Hunger sein grinsendes Gesicht in verschiedenen Theilen Deutschlands erheben würde? Die Folgen dieser glorreichen 70er Errungenschaften haben den kaum genossenen National-Wohlstand Deutichlands zu Grabe getragen. Wer hätte geglaubt, daß»ach Beendigung einer ganzen Reihe glücklicher Kriege, die Heere—■ diese Vampyre der Völker— wieder vermehrt werden müßten. deren Präsenzstärke eine kaum glaubliche Höhe erreicht hat? Wer hätte vermuthet, daß die riesigen Kriegskostcn zerfließen würden, wie Butter an der Sonne, bis auf die zinslosen Schätze, die im Stande wären, Hunderte von darbenden Familien vor dem Untergang zu retten, und nun als Kriegsreservefond un- fruchtbar im Jnliusthurm zu Spandan liegen?! Und wer hätte neben anderem noch vor zehn Jahren gedachl, daß das neue deutsche Reich, welches doch hauptsächlich einem liberalen Gedanken seine Entstehung verdankt, in seiner Liberalität so weit ginge, einem großen Theile seiner„Unterthancn" den Boden des ge- meinen Rechts unter den Füßen wegzuziehen? Man hat— mit Beiseitesetzung jeder liberalen Regung— den Despotismus und die Tyrannei zum anbetenden Gott erhoben. Polizeiwillkür, Herrschsucht und Servilität ist die neue Dreieinigkeit, zu der Jeder beten und sich bekennen muß, der Vortheile für seine werthe Person in diesem Eldorado der Gerechtigkeit beanspruchen will! Und daß die Korruption der Regierung auf die parlamcn- tarische» Kreise seinen nachtheiligen Einfluß nicht verfehlt hat, unterliegt natürlich keinem Zweifel. Wer heute noch auf den deutschen Reichstag mit dem Ge- danken sieht, eine freie Vereinigung von freien Männern, welche unbeeinflußt durch irgendwelche Gunst oder Gewinn, ihre Meinung, nach eigenem besten Wissen und Willen kundgeben, vor sich zu habe»,— der ist entweder ein Narr oder er ist für das politische Leben nicht reis, weil er über den Zweck einer vom Volke gewählten Vertretung vollständig im Unklaren ist. Das Abgeordnetenhaus des deutschen Volkes hat ausgehört, eine„Volks- stimme" zu sein, wenn es überhaupt je eine war; es ist herab- gesunken zu einem Marionettentheater, dessen Figuren je nach Wunsch der Regierung und ihrer Schranzen zu Allem ihr„Ja" nicken. Wer die stenographischen Berichte dieses Puppentheaters liest, kann sich eines Gefühls des Abscheues und des Ekels über diese parlamentarischen„Mannesseelen" nicht erwehren. Die Debatten über Zoll-, Militär-, Sozialisten- und andere dergl. „famose" Gesetze haben zur Genüge zur Erftarkung des genannten Gefühls beigetragen. Wahrlich, es wäre au der Zeit, diesem schmachvollen Treiben ein Ende zu machen. Dem Volk wird endlich klar werden, daß man eben nicht Feigen von einem Dornstrauch sammeln, nicht von einem Liberalen, Konservativen oder Zentrumsmann Fürsorge für die Wohlfahrt des Volkes erwarten kann. Die mit dem Schutzzoll hervorgerufene Vertheuerung der nothwendigstcn Lebens- mittel haben dazu die passendste Illustration geliefert. Es ist eben alles dieses ein Piodukt der seit Jahrzehnten über jede freiheit- liche Regung hereingebrochenen Reaktion. In keinem Staat könnte eine Volksvertretung sich mit so beispiellosem, verdammenswerthcm Gleichmuthe über die wichtigsten Lebensfragen der Nation hinwegsetzen, wie gerade in Deutschland bei dem„Volke der Denker"! Durch unerhörte Lasten wird der Kleinbürger bedrückt und aus- gesogen, und Alles deni gierigen Vielfraß„Militarismus" in den Rachen geworfen. Und zu diesem einzig dastehenden Aus- beutungssystem sagt unsere Volksvertretung in sklavischer Unter- würfigkcit ihr„Ja" und„Amen". Pfui! Doch Geduld!— Gerade dieser unerhörte Terrorismns, diese systematisch betriebene Aussaugung des Volkes und die dadurch bedingte Abnahme des Rationalwohlstandes ist es eben, was mit unwiderstehlicher Gefräßigkeit den Boden unternagt, aus dem die absolute Gewalt ihren Altar errrichtet hat. Riesig schnell geht es abwärts und läßt das überraschte Auge eine Kluft scbaucn, in welcher diese ganze zermori'chte Gesellschaft ihr Grab finden wird. Die Sozialdemokratie aber wird ihre Erbin sein. Damit dies aber recht bald geschehe, ist es unsere Psticht, thatkräftig mit Hand anzulegen. An uns ist es, der großen Masse des Volkes klar zu machen, was sie sich von jenen Par- teien zu gewärtigen hat, welche neben schönem, wohlklingendem Phrasengedrechsel von Freiheit und Gerechtigkeit, noch nichts weiter gethan haben, als immer und zu jeder Zeit die Interessen des Volkes ihren eigenen Interessen unterzuordnen und so der Reaktion bewußt oder unbewußt Schergendienste zu leisten. Mag man uns Anarchisten, Umstürzler, Wühler w. nennen— wir haben für diese kleinlichen Wuthausbrüche einer erbosten Gegner- schaft nur ein mitleidiges Lächeln. Weil sie den Anfang vom Ende ihrer Aera herannahen sehen, suchen sie uns in ihrer Ohnmacht mit ihrem Gift anzugeifern. Thörichtes Beginnen! Wenn große Thaten ihre Schatten vorauswerfen, so können wir mit Bestimmtheit sagen, daß das Ende dieser verruchten Miß- wirthschaft in nicht zu weiter Ferne ist, daß bald dem geknechteten Proletariat die Erlösungsstunde schlägt zum Heile der Menschheit! Sehen wir daher, daß uns dieser große Augenblick nicht un- vorbereitet finde. Seien wir auf dem Damm; schaffen, wirken, wühlen wir! Ja, wühlt bis der Boden untergraben ist, auf dem die politische und ökonomische Tyrannei ihren Thron auf- geschlagen hat, bis sie fallen wird, um unter ihren Trümmern all die alten Traditionen und Ungerechtigkeiten, all den jähr- tausende alten Wust von Bedrückung und Ausbeutung zu be- graben und einer besseren Zeit der Freiheit und Gleichheit, des besseren Menschenthums die Wege zu bahnen! Sozialdemokratie und Christentbum. Es ist einmal nicht anders, und darum muß es offen ans- gesprochen werden; daS Christenthum ist der ärgste Feind der Sozialdemokratie Das Kapital ist der Sozial- dcmokratie nur feindlich wegen seiner kommunistischen Tendenzen. Die Monarchie bekämpft im Sozialismus nur seine demokratischen und republikanischen Bestrebungen und winde sich unter Umständen gern mit der bloßen Existenz ohne Gottesgnadenschwindcl begnügen, greift auch sogar zum Staatssozialismus als letztem Rettungs- anker. Dos Christenthum dagegen ist dem Sozialismus nicht bloß deswegen feindlich, weil er atheistisch, sondern auch deshalb, weil er republikanisch und kommunistisch ist. Das Dogmenchristenthum, wie es in den heutigen Kirchen und Pfaffen zum Ausdruck gelangt, ist monarchisch und muß monarchisch sein, weil es mit der Person des Monarchen den nützlichen Gottesgnadenthumschwindcl treiben kann, und weil ihm in der Monarchie in jeder Weise mehr Vortheil erblüht, als in der Republik. Darum sieht es auch in jedem Anhänger der Republik einen Untergraber seiner Privilegien und seiner ganzen faullenzenden Existenz, den es aufs beste hassen, denunziren und verfolgen muß, trotz aller schönen Gebote von Nächstenliebe zc. Das Kapital hingegen ist in dieser Beziehung viel duldsame,, es ist entweder gleichgültig gegen die Monarchie oder geradezu selbst republikanisch. Und wenn auch die heutigen Republiken ebenso ausbeuterisch sind, wie die Monarchie, so bezeichnen sie doch einen Fortschritt gegenüber der letztere», schon deswegen, weil es in ihnen keinen Gottesgnadenschwiudel mehr gibt und somit ein unheilbarer Riß in den Autoritätsschwindel überhaupt gcniacht ist. Das Christenlhum ist aber der Sozialdemokratie auch des- wegen feindlich, weil sie kommunistisch ist, ebenfalls aus guten Gründen. Die Sozialdemokratie will auf diesem Wege Roth und Elend aus der Welt schaffen, das Christenthum aber braucht Roth und Elend ganz nothwcndig zu seiner Existenz. Das klingt paradox, ist aber dennoch wahr. Wie eine so blödsinnige Religion, wie es das Christen- thum. ist, überhaupt nur bei der gänzlichen Verkommenheit der Menschheit vor 2000 Jahren Wurzel schlagen und sich aus- breiten konnte, so hat eS seither auch immer mehr dahin gestrebt, Roth und Elend nicht etwa aus der Welt zu schaffen, sondern dieselben für seine Zwecke und zum Deckmantel für seine sonstigen Sünden und Verbrechen auszunutzen. In seinen ersten Anhängern freilich nahm das Christenlhum einen besseren Anlauf, indem cd den nacktesten Kommunismus auf seine Fahne schrieb. Als man aber diesen bald als unausführlich erkannte und sich dann später die Reichen und Mächtigen der Erde aus Politik dem Christe.:- thum zuneigten, wurde der ursprüngliche Kommunismus bald vergessen und verleugnet, obwohl kommunistische Stellen noch in den Schriften der Kirchenväter und ersten Päpste keine Selten- heit sind. Man organistrte als Nothbehclf die Almosenpflege, und Machthaber und Reiche benutzten dann diese Gnadenmittel, un � sich den Schein der Frömmigkeit und wohl gar noch der Popu- larität zu erwerben. Die Almosenspenden waren seitdem das einzige, wodurch sich die Kirche bei wenig denkenden Menschen und beim Lumpenproletariat populär machte, und sie braucht daher nothwcndig Bettler und Kranke, um sich in Ansehen zu erhalten. Kein Wunder also, daß die Vertreter des Christenthums unsere Partei auch deswegen hassen, weil sie einen Zustand schaffen will, in dem Niemand mehr Almosen nöthig hat. Was sollen denn da auch wohl die wohlhabenden alten Jungfern und Weiber mit ih�er Zeit anfangen, wenn sie keine Armensuppen mehr kochen und keine Kranken mehr mit Bekehrungsversuchen quälen könnten? Das Christenthum hat aber noch einen andern Grund, die Sozialdemokratie wegen ihrer kommunistischen Tendenzen anzu- feinden. Wie man weiß, hat eine Sache keine ärgeren Feinde, als solche, die ihr einst angehört haben und von ihr abgefallen sind; die Apostaten sind wie die verächtlichsten, so auch die gefährlichsten Gegner. Theils um ihr böses Gewisse» zu übertäube», theils um sich bei einem neuen Herrn beliebt zu machen, suchen sie ihre einstige» Freunde zu vernichten. Das Christenthum ist aber ja auch so eine Art Apostar des Kommunismus, also auch daher die tödtlichc Feindschaft. So feindet also das Christenlhum die Sozialdemokratie nicht allein wegen ihrer atheistischen, sondern auch wegen ihrer kommu- nistischen Bestrebungen an und wir hätten eigentlich alle Ursache, es noch heftiger zu bekämpfen, als Kapitalismus und Monarchie, wenn nicht zum Glück eine innige Wechselbeziehung bestände zwischen den drei Seiten des öffentlichen Lebens, also zwischen den religiösen, politischen und gesellschaftlichen Einrichtungen, wie sie heute in Gestalt von Christenlhum, Monarchie und Kapo taliSmus vorhanden sind. Das soll heißen, daß alle drei so eng mit einander verbunden, so von einander abhängen, daß der Kampf gegen eins von ihnen zugleich auch gegen die beiden andern gerichtet ist und daß mit einem alle drei über kurz oder lang fallen müssen. Da aber die Kritik der staatlichen und gesellschaftlichen Zu- stände jetzt im deutschen Reiche sehr erschwert, dagegen die Ver- breitung von atheistischen Ideen noch verhältnißmäßig un- gehindert ist, so möge sich jeder Genosse, dem sonst die Hände gebunden sind, wenigstens bestreben, atheistische und naturwisse»- schaftliche, besonders darwinistische Schriften und Anschauungen zu verbreiten. Mögen auch bornirte Bourgeois, die selbst an nichts mehr glauben, es nicht begreifen, es bleibt nichtsdestoweniger wahr: Wenn Gott aus den Gehirnen der Menschen v-rtricben ist, so fällt auch das Gottesgnadenthum, und wenn der Himmel im Jenseits als eine große Lüge erkannt ist, so suchen die Menschen sich den Himmel diesseits auszurichten. Wer also das Christenlhum bekämpft, bekämpft dadurch zu- gleich Monarchie und Kapitalismus. 9! och einmal die Pariser Affäre. Die Londoner„Freiheit" brachte in ihrer Nr. 1l> einen Leitartikel, in welchem sie dem„Sozialdemokrat" vorwirft, dasz er, anstatt die sran- zösische Regierung für die Ausweisung der deutschen Sozialisten zu brand marken, diese in Schutz nehme und die Ursache der Ausweisung aus die Handlungsweise der sog.„Sozialrevolutionäre" abwälze. Wer nun den „Soziatdem." liest, der wird wisseiz, daß derselbe nicht bloS die Hand- lungSweise der französisch«» Regierung gebrandmarkt, sondern auch das unverantwortliche Schweigen der französischen radikalen und sozialistischen Presse schars getadelt hat. Wenn er aber nebenbei einzelnen Herren scharf ans die Finger klopfte und sie ermahnte, aus den Affaireu, weiche der Ausweisung vorausgingen, eine Lehre zu ziehen, so war das nur voll- kommen gerechtfertigt. Da nun aber die„Freih." den Artikel des„Sozialdem." als„aus lauter Verleumdungen und Denunziationen bestehend" bezeichnet, so halte ich es für meine Pflicht, die Vorgänge etwas eingehender zu 'beleuchten, und stelle es der Redaktion des„Sozialdem." anHeim, belie- bigen Gebrauch von diesen Zeilen zu machen. Es wird dadurch auch zu gleich die einzige Echtheit, Klugheit und Ehrlichkeit der Mosl'schen An- hängerschast einige Streiflichter erhalten. Seit mehreren Jahren hatten sich die deutschen Sozialisten in Paris in öffentlichen Lokalen frei zusammengesunden, um gemeinsam ihre Zeitungen zu abonnircn und sich Uber sie interesfirende prinzipielle Fragen zu unter halten. Durch die bekannte Annonce von 1878, in welcher Sozialisten, die die Ausstellung besuchen wollten, ein„Andiehandgehen" versprochen war, wurden wir zuerst durch die Polizei belästigt. Und zwar glaubte die französische Polizei— vielleicht durch Bismarck in die Irre geführt—, daß jenes Unterstützungs- Komite, in welchem verschiedene Sprachen gesprochen wurden, der Urheber des damals geplanten internationalen Kongresses sei. Gen. Karl Hirsch war bekanntlich das unschuldige Opfer jener Affairc, mir deren Ende sich auch die Polizei eine Zeitlang zurückzog. Mit Zadeck's Ankunft stellte sich dieselbe jedoch wieder ein. Zu- gleich nahm auch die Mosterei ihren Ansang und Zadeck spielte schon damals wie heute den agoiit provocateur für die zugleich mitgebrachten Geheim spitzet. Dieses Subjekt, welches nicht blos die Parteikasse in London beschwindelte, sondern auch dort, wie in Deutschland, zahlreiche Privatschuldeu der gemeinsten Art hinterließ, und außerdem von Dresden aus wegen Unterschlagung steckbrieflich ver- folgt war, wurde sofort von mir mit Hülse eine« Londoner Freundes als Schwindler entlarvt. An eine Ausstoßung konnte man jedoch nicht denken, da seine Freunde die Majorität hatten und er ja ein ans- gezeichneter Vertheidiger des Most'schen Treibens war. War mau doch sofort bei der Hand, mich des Parteihasses und eines gefälschten Briefwechsels zu beschuldigen, woran natürlich kein wahres Wort war. Zadeck durste also ruhig sein saubere« Handwerk fortsetzen, und zwar unter dem Schutze der sogen.„Sozialrevolutionäre", welche sich einen Hauptspaß daraus machten, ihn fortwährend für Most ins Feuer springen und uns aus den Leib gehetzt zu sehen, iveil man wohl wußte, mit welchem Abscheu wir vor dem Menschen zurückweichen. So hatte er freies Feld für sein Metier und als er einmal die Altentätcrei glorifizirte und für die Ermordung de« Kaisers Propaganda machte, wurde unsere Entrüstung mit höhnischen Phrasen über unsere Ansicht und mit Zustimmung für Zadeck beantwortet. Zadeck wurde dadurch natürlich ermuthigt, und packte in einer späteren Versammlung noch besser au«; mit Pathos erklärte er,„jeden anwesenden Polizisten nieder schießen zu wollen wie einen tollen Hund", zu welcher Heldenthat nicht nur die„Sozialrevolutionäre", sondern auch die beiden andern anwesende» Polizisten(Zadccks Vorgesetzte) laut Beifall klatschten! Tic Absicht aller dieser Handlungen Zadeck's lag klar auf der Hand. Er hatte die Rolle, Hochverrath und Majestätsbeleidigung zu provoziren, die Zusammenkünfte der Sozialisten als solche zu kompromittiren und unbedachte Leute zu gleichem Vorgehen zu reize», damit dieselben bei etwaiger Rückkehr nach Teutschland der Polizei zum Opfer fielen; denn bekanntlich sind Hoch- und Landesverrath, wie Majestätsbcleidignngcn, selbst wenn sie int Auslände begangen werden, in Deutschland strafbar und können bei etwaiger Rückkehr der betr. Personen geahndet werden (siehe dciffg 4'dcs Reichsstrafgesetzbuches). Trotz alledem ließ man Zadeck gc- währen,*) und ich behaupte, er wäre noch heute nicht als Polizist er -) Herr Most sucht in seiner Erlommunilations- und Berleumdungswassc, der.Freih.- darzuthun, als ob ich»Alles initgemacht- und auch an dem Worte»Sozialrevolutionär- keinen Anstoß genommen hätte. Diese Behauptung wundert mich gar nicht. Wenn Kinder Dummheiten begangen haben, sehen sie sich ängstlich nach Mitschuldigen um. Die pariser Genosten aber Misten, daß ich stets und ständig die Attentats» und Revo. "lutiousmachereipolitik ä In Most bekämpst, und aus da« gcsährlichc und provokatorische Treiben Zadeck's und Anderer hingewiesen habe. Hätte ich eS aber damals gewagt, Zadeck öffentlich als Polizeiagent anklagen, so wäre eS mir sicher schlecht ergangen, indem ja seine ganz« Haltung von seinen Freunden al«»echt demokratisch und revo» klärt, wenn wir uns nicht von den Zusammenkünsten in der tue de la Bastille zurückgezogen hätten. Man hätte den Kampshahnlzu gernz konservirt. Nachher jedoch wurde er zunächst aus den Inder gesetzt und später als Polizeispion bezeichnet. Doch war damit nicht das Geringste erreicht, denn wenn man später beikam und sich offen an der Wahl des Redakteurs der„Freih.", wie auch über den Ausschluß der zweiten Sektion des Kom. Arb.-Bild.-Ver. zu London, betheiligte, so denunzirte man sich ja dadurch selbst der. Theilnahine an einem außerhalb Frankreichs domi- zilirten Zentralverein! Und, als ob man die Polizei noch recht daraus aufmerksam machen wollte, wurden diese Abstimmungen obendrein öffentlich in der„Freiheit" bekannt gemacht!*) Wahrlich, da konnte man Zadeck entbehren(der ja überdies längst Ersatz hatte), und Uber so gescheidte Leute durfte sich die Polizei ins Fäustchen lachen. Und er will leugnen, daß sich unter den sog. Sozialrevolutionären zwölf Theilnehmcr am B.'schen Klub befunden, und daß sich Lehmann unter den Delegirten befand? Zu verwundern wäre es nach all dem Vorangegangenen freilich nicht, aber wir werden im Nothfalle auszu- warten vermögen. Vielleicht sprechen wir darüber noch eingehender. Die sogen.„Sozialrevolutionäre" nennen serner die Durchprügelung Lehmann'« in der Versammlung vom 18.'März ein Bravourstück. Mir scheint es das Gegentheil zu sein. Man konnte das, was Lehmann wußte und seinen Chefs mitgetheilt hatte, nicht mehr aus ihm herausprilgeln; und wenn man ihn selbst todtgeschlagen hätte, so hätte man dadurch nicht die Polizei vertilgt. Andrerseils aber hätte man sich aber wohl sagen können: wenn sich Bismarck und Andricur Polizisten halten, dann iverden sich dieselben auch zu schützen wissen und die Folgen sind bekannt. Es fällt mir nicht ein, zu behaupten, daß nicht Bismarck auch ohnedem früher oder später Ausweisungen jc. erwirkt hätte, ja der„Sozialdemokrat" hat sogar ganz recht, wenn er sagt, daß noch weit Schlimmeres hätte ent- stehen können(was übrigens möglicherweise auch so nicht ausbleibt); aber den Vorwand zur gegenwärtigen Ausweisung haben die Hexren„Sozial revolutionäre" geliefert und zwar insonderheit durch die freilich nicht unverdiente, aber unbesonnene Durchprügelung Lehmanns in einer offenen Versammlung. Mag man sich da- gegen sträuben wie man will— jeder vernünftige Mensch wird es ein- sehen. Wcii,t_ daher der„Sozialdem." den Leuten den Rath gab, aus den Vorkommnissen eine Lehre zu ziehen, so war er dazu vollkommen berechtigt. Das„Berleumdungs"-Gezetler der„Freiheit" ist daher lächerlich. Ebenso das„Denunziations"-Geflllnker. Wie! Kau n denn der„Sozialdem." etwas denunziren, was Herr Lehmann und die Polizei viel besser wissen, indem m a n sie ja selbst zu Eingeweihten gemacht hatte? lind was die Beschreibung der Durchprügelung L.'s im„Sozialdem." anbelangt: Hat man nicht selbst Alles bis ins Kleinste hinein überall ausgeplaudert und sich noch obendrein d a in i l ge brüstet? Man muß vor allen Dingen selbst den Mund halten können, bevor man ein Recht hat, andere Leute Denunzianten zu nennen. Das können aber jene Leute nicht. So schreibt der Herr Ehrhardt in der „Freih." ganz offen:„Auf der Bastille werden wir uns nicht mehr ver sammeln, aber die Meisten wissen schön, wo wir Ersatz finden." Er macht also die Polizei selbst aufmerksam, und das„Wo" wird sie um so leichter fiiideu, als sie mir einige Dutzend'Nachforschungen zu machen braucht, was bei der Menge der Geheimspitzel wohl nicht so schwer ist. Hat sie mm einen Theilnehmcr erwischt, und läßt sich darauf a la Zadeck und Lehmann einführen, um ihr Spiel aufs Neue zu treiben,— dann hat natürlich der„Sozialdem." die Schuld. Und solche„Stolpersriye" wollen der Gesammtpartei, in welcher sich taufende alter, erfahrener Sozialisten befinden, Zwangsregeln aufdiktiren! Natürlich wird mich Herr'Most nun als„Autoritätsschleppenträger" bezeichnen, aber wenn 8000 berliner Sozialisten, sowie alle alten ham burger Parteisreunde in der„Freiheit" beschimpft und verlästert werden, dann muß ich es mir auch schon gefallen lassen. Herr Most weiß übrigens sehr gut— und ebenso alle pariser und londoner Genossen— daß das gerade Gegentheil von dieser Behauptung der Fall ist; aber wer Herrn Most nicht in seinem verbrecherischen Treiben gegen die Partei unter- stützt, der wird gcmißhandclt. Was aber die strenge Konsequenz anbetrifft, denen sich Herr Most und mit ihm seine Anhänger rühmen, so sieht es damit leider ebenfalls sehr traurig aus.„Jeder Sozialist wußte,— heißt es in der„Freih."— auch vor dem Ausnahmegesetz, daß die Diüge so kommen würden, wie sie jetzt liegen"... und:„Wir akzeptiren auch die Verschwörung zur Grreichung unseres Zieles." Was sagt nun aber derselbe Herr Most in seiner Broschüre„Die soziale Frage:„Zurückgewiesen ist der Vorwurf ve rschwörcrischer Gewaltthätigkeit leicht mit w e n i g e u W o r t e n, weil er auf einer geradezu mathematischen Unmöglichkeit fußt. Die Sache ist einfach die: So lange die sozialistische Idee von einer Minderheit eines Volkes verfochten wird, kann sie selbst mit der größten Gewaltthätigkeit nicht durchgefochten werden, weil die Gewalt der feindlichen Mehrheit Siegerin bleiben müßte; sobald dagegen die große'Mehrheit aller Kulturvölker sozialistisch denkt, ist die Gewaltthätigkeit überflüssig, da aus die Dauer kein System aufrecht erhalten werden kann, von welchem die Mehrheit der Menschen nichts wissen will. Damit ist auch die Ausgabe der modernen Sozial- demokraten gegeben; sie haben nicht die Gewalt zu predigen, sondern die Geister für sich zu gewinnen... Nicht Ihre Fäuste, sondern Ihre Köpfe reklamire ich!" Und heute?! Brüssel, II. Mai. I. Voß. „Ausschreitungen" der preußischen Polizei. Eine zeitgemäße Erinnerung. (Schluß.) Einer der schlagfertigsten Führer der Demokratie in der preußischen Nationalversammlung ivar der Abgeordnete für Berlin, Geheimer Ober- tribunalrath W a l d e ck, ein Volksmann im wahren Sinne des Worte«, wie schon seine sechsfache Wahl zum Abgeordneten beweist. Waldeck war der Verfasser der bekannten Anklageschrift der Nationalversaininlung gegen das Ministerium Brandenbnrg-Manreuffel auf Hochverrath; er stimmte für Steuerverweigcrnng und unterzeichnete nach der Sprengung der Versammlung die Proklamation an das Volk vom L7. November 1848. Am 16. Mai 1841) erfolgte plötzlich die Verhaftung Waldecks. Darob lautes Frohlocken und Jubeln bei den rachedurstigen Kreuzzeitungsrittern, großes Erstaunen bei dem redlich denkenden Theil des Volkes; letztere« beruhigte sich indeß, als es den Grund der Verhaftung erfuhr. Nie ist die Niedertracht plumper, mit so viel Ungeschicklichkeit zu Werke gegangen, als hier.„Waldeck steht im Verdacht, Mitglied eines gehei- m e Ii hochverräthcrischcn Komplotts zusein, welches be- zweckt, die bestehende Ordnung umzustürzen und an deren Stelle die r othe Republik einzuführen,"— so lautete die Anklage gegen Waldeck, die sich vornehmlich aus einen Brief stützte, den der in die Schweiz entflohene Abgeordnete d'Est er au einen Juden Ohm geschrieben haben sollte, worin Waldeck als Eingeweihter in gewisse hochverrätherische Pläne bezeichnet war. Dieser Brief stellte sich aber sehr bald als eine Fälschung heraus, geschmiedet von Ohm selbst, und zwar im Auftrag und für Rechnung des Postsekretärs Gödschc, der sich wiederum als Agent der„Kreuzzeitung" und als Polizcispion ent- larvte. In öffentlicher Gerichtssitzung wurde erwiesen, daß Ohm und Gödsche während d e r B o r u n t e r s u ch u n g mit dem Polizeipräsidenten von Hinckeldey in sehr regem Verkehr standen, daß dieser Verkehr thunlichst geheim gehalten wurde und daß Hinckeldey, als er einst von einem Besuch überrascht wurde, seine anwesenden beiden Geschäftsfreunde versteckte. Am lutionär", die meinige als.fortschrittlich' verrufen wurde. Was aber die Benennung .Sozialrevolutionär' anbelangt, so ist dieselbe, so lange noch nicht die Trennung stattgefunden(Anfang November 1879) nie offiziell gebraucht. Zn Anträgen und Neso« lutioncn hieß es stets:.Die deutschen Sozialisten' jc. Wenn aber einzelne Leute sich schon damals so nannten, so hatte ich natürlicherweise nichts einzuwenden. ') Die ganze Abstimmung war übrigens eine grobe Schwindelei. Nicht etwa, daß man eine Versammlung einberief und nach reiflicher Diskussion abstimmte, o, nein, daö hätte ja eine verflucht kleine Stimmenzahl ergeben. Darum ließ man Listen zirku» liren, auf die jeder beliebige seinen Namen schreiben und auf die gestellten Fragen .Ja' oder.Nein' hinzufügen konnte. Manko nntc sich aber auct noch längere Tage nach der Versammlung unterschreiben und wie daher die 78 Ja- Stimmen und nur eine verneinende in dte Liste hineingekommen sind, das wissen die- jenigen, welche jene echt„freiheitlich-demokratisch-revdlutiouäre" Handlung verübten 7. Dezember, also nach fast fiebenmonatlicher Untersuchungshast, erschien Waldeck, der das Gesangnijz in dunklem Haar betreten, als Greis au? der Anklagebank vor den Geschwornen in Gemeinschaft mit dem gedungenen Lumpen Ohm. Und was ergaben die Verhandlungen? Nichts, absolut nichts— gegen Waldcck: Llige, Fälschung, Meineid gegen seine Denunzianten. Ter Ztaatsanwalt lieh natürlich die Anklage falle» und es erfolgte Freisprechung.„Ein Bubenstück, ersonnen, um einen höchst ehrcnwerthen Mann zn verderben", nannte der Staatsanwalt die Denunziation, und auf seinen Antrag wurde Ohm in Haft gehalten und später wegen der für die Kreuzzeitungsritter geleisteten Meineide und Fälschungen bestraft. Einen schlagenden Beweis für die Richtigkeit unserer oben gemachten Behauptung, daß die Polizei in jener Periode sich an die Stelle des Staate« gesetzt und alle anderen Funktionen desselben sich zu unterwerfen gesucht habe, lieferte während der Verhandlung der Polizeipräsident v. Hinckeldey gelegentlich seiner Vernehmung als Belastungszeuge. Wie der Korporal gegen den neu eingetretenen Rekruten ans dem Exerzier- platz, so benahm sich v. Hinckeldey gegen den Gerichtshof. Die an ihn gestellten Fragen, welche meistens sein intimes Berhältniß zu dem mein- eidigen Schuft Ohm und dem Spion Gödsche berührten, paßten ihm nicht, daher er dieselben gar nicht oder nur ausweichend beantwortete. Hart vom Präsidenten Taddel gedrängt, vergaß er sich soweit, mit der Faust auf den Zeugentisch zu schlagen. Daraus bemerkte ihm der würdige Präsident in ruhiger Festigkeit:„Das schickt sich nicht!" und eröss- nete dem bis dahin allmächtigen Polizeipräsidenten, er, Herr v. Hinckeldey, stehe hier als Zeuge und sei dem Gerichtshof Achtung schuldig, wie jeder andere Zeuge.' Er habe die an ihn gerichteten Fragen erschöpfend zu beantworten und sich anständig zu benehmen, widrigenfalls er, der Präsident, die Ehre und das Ansehen des Gerichtshofs ihm, dem Zeugen gegenüber zu wahren wissen werde. Diese wenigen Worte genügten, den Tyrannen zu überlyrannisiren.„Bleich und beklommen, nieder- geschmettert stand er da, der Allgewaltige und nicht eine Silbe zur Recht- sertigung entkam seine» Lippen. Tausend Augen waren aus ihn gerichtet und in jedem konnte man deutlich lesen: v. Hinckeldey ist ein ab- gethaner Mann". So schrieb Einer, der dabei war. Kehren wir nun zunächst zu dem Zuchthäusler Lindenberg zurück. Lindenberg war ein geriebner, verschmitzter Mensch, ein geborncr Polizei- spio», gewandt i» der Feder, zu Allem fähig und wußte sich in allen Kreisen, wo er fremd war, Eingang und Autorität zu verschaffen. Von den Kreuzzeitungsrittern engagirt, erhielt er vorläufig Königsberg als Wohnsitz und Wirkungskreis angewiesen. Seine Amtspflichten bestanden darin, auf alle erdenkliche Weise gegen die Demokraten loszuziehen, und wie gewissenhast er diesem Berufe in Wort und Schrift nachkam, geht daraus hervor, daß er wiederholt wegen vcrlänmderischcr Beleidigung K. sc. zu empfindlichen Gcfängnißstrafen verurtheilt wurde. Ob, wie man sagte, dem Schuft Straflosigkeit vorher zugesichert war, können wir nicht behaupten; Thatsache aber ist, daß Lindenberg seine sämmllichen Strafen im Wege der königlichen Gnade vollständig nachgelassen wurden. Im Oktober 1856 stand Lindenberg vor den Schranken der Kriminaldeputation zu Berlin, unter der Anklage der verübten Späherei und Verleumdung gegen den Prinzen von Preußen— jetzigen Kaiser von Deutschland.— Als Zeuge mußte der General Leopold v. Gcrlach erscheinen, der wäh- rend seiner Vernehmung nicht daran zu denken schien, daß er hier vor einem Gerichtshose stand und nicht etwa aus einem Exerzierplatz oder in einer Kaserne sich befand. Sein Benehmen, wodurch er wahrscheinlich die Schande, mit einem solchen Lump, wie der Zuchthäusler Lindenberg, in den traulichste» Verhältnissen gestanden zu habe», von sich abwaschen wollte, war ganz ä la Hinckeldey, und �s war nur zu bedauern, daß diesmal kein Taddel prüsidirte. Mit dem Gerichtshose machte er wenig Umstünde, benahm sich barsch und spöttisch, nannte die Aktenstücke wieder- holt„Wische", und behandelte die an ihn gerichteten Fragen als„lächer- liehe Dummheiten". Sein Freund Lindenberg wurde gleichwohl wegen verübten Spähen« und Verläumdung gegen den Prinzen von Preußen zu längerer Gesängnißstrafe verurtheilt, was die Parteigenossen Gerlachs hauptsächlich dessen Benehmen vor Gericht zuschrieben. Kur; daraus brachte die„Kreuzzeitung" folgende jedensalls denkwürdige Nachricht:„Seine Majestät der König haben durch Kabinetsordre v o» de»sell>tll Tage ld. h. von dem Tage, wo das Gericht die Berurtheilung aussprach),»och ehe der Per- »rtheilte ei»«uadeusesuch eingereicht, die Begnadigung des Einil Lindenberg mit all ihren Folgen ausgesprochen." Eines der thäligsten Werkzeuge Hinckeldey'« und ein besonderer Liebling der„Kreuzzeilung" war der von ehrlichen Leuten allgemein gejürchtete Konstablerwachtmeisler Kayser. Der Berus diese« Menschen schien einzig darin zn bestehen, Demokraten zn mißhandeln. Sein brutales Drein- schlagen, seine niederträchtigen Rohheitc» und Grausamkeiten gegen die -r,-, mm-fn allaemein bekannt; aber alle Klagen und Beschwerden Demotraten waren allgemein bekannt; der Mißhandelten blieben lange Zeit unberuckiichligt. Endlich wurde die blullcchzende Bestie entlasse». Von Untersuchung und Bestrafung aber war nicht die Rede. Kayser ging nach England, trat die englisch X., s'-ninn n,riilitf einen schweren Diebnahl a» Militardecke» deutsche Legion ein, verübte einen schweren Diebstahl und wurde zu süns Jahren Kerker verurtheilt. So endete der Liebling der„Kreuzzcitung", der Freund Hinckeldey s, der Demokratenfresjer Zur selben Zeit wurde der höhere Polizeibeamte Patzke, der in Berlin mit unbeschränkter Machtvollkommenheit herrschte, ebenfalls von seinem Thron herabgestürzt und hinter Schloß»nd Riegel gebracht. Zu den Obliegenheiten Patzke's gehörte es u. a., cliien Theck der Mo»- tirungsstücke für die Schutzmanuschaften für Rechnung der sladt anzuschaffen, wofür er die Zahlungen in Empfang nahm. Eine« Tages stellte sich nun heraus, daß Patzke den Berliner Magistrat mit gcsalschten Sch n eider rech n un g en um eine namhaste Sninme betrogen, lmsz er bedeutend wehr Kommißhose» in Rechnung gebracht hatte, als schütz- inänner da waren. Patzke wurde entlassen und bestrast. Es kann übrigens ganz gut der Fall sein, daß Patzke im Jrrthum gehandelt, nämlich Schutz Männer geschrieben und Schutzengel, welche belauntlich keine Hose» tragen, und die ihnen angebotenen sicher dankend zurückgewiesen haben, gemeint hat. Daß die Schutzengel nicht aufzufinden gewesen, daran war lediglich ihre Unsichtbarkeit schuld und keineswegs Patzke. Wir sind»un mit unserer Geschichtsschrciberei endlich aus einem Punkte angekommen, wo uns angst und bange ivird. Wir sollen nun, wenn wir weiter schreibe» wollen, müssen wir Züge aus dem Leben eines Planne« ansühren, dessen Namen wir nicht ohne Schaudern und Ekel nennen rönnen. Wir wünschen, wir könnten uns dieser Verbindlichkeit entheben. Es ist indcß nicht zu ändern, und so wollen wir uns den ruhig in unser Schicksal ergeben. Im Jahre 1645 erschien in Schlesien, iin Riesengebirge ein gewisser Maler Schmidt aus Berlin, angeblich zu dem Zwecke, Ausnahmen für seine Mappe zu machen. Ein Meister in der Kunst, sich in Familien- kreise selbst i» die„höchsten", einzuschmeicheln, oder vielmehr ein zu- schleichen, wurde Schmidt ohne daß es ihm große Mühe gekostet hätte, in Hirsch bcrg und Umgegend, wo sein Standquartier war, bald ein bekannter Mann, namentlich erwarb er sich da« Vertrauen des ersten Industriellen jener Gegend, des Fabrikbesitzers Schlösset, und sand in dessen Hause stets gmiliche Ausnahme, wofür er sich, wie wir bald sehen werden, später aber auch sehr dankbar zeigte. Maler Schmidt war, um kurz zu sein, em verkappter, in den Mantel der Pseudonymität gehüllter, mit weitgehenden Vollmachten ausgeftatleter Polizist, der e« sich zur Ausgabe gemacht halte, m Schlesien eine kommunistische V er« schwörung zu entdecken, welche u.«. beabsichtigen sollte, die Festung Schweidnitz zu überrumpeln, stch dort festzusetzen und sich von da aus d'e« ganze» Erdboden« zu bemächtigen. Hier bricht die skizze ab. Ter Verfasser, einer der trcuesten Partei- genossen, ein„alter Achtundvierziger', der nie gewankt und gewichen, der aus dem Todtenbctt, al« cr inckst mehr sehen konnte, sich aus seiner heilig gehaltenen„Neuen Rheinnchen Zeitung" vorlesen ließ, Architekt Koch in Dortmund— hat � welche die Thaten der deutschen Polizei in zusammenhangender Aeihe vonühren sollte, nicht mehr vollende» ::::: welcker am vöAInfi~ ante, wuroe 0� r: KZ*,»"mcn. Ter„Maler Schmidt, welcher am�schluß anstaucht, ist Stieb er, (Verlag' der Leipziger G-nossenschajtsbuchdruckerei). Vielleicht findet sich ein Kundiger, der Zeit und Lust hat, die Arbeit des todten Veteranen fortzusetzen und zu vervollständigen. Die Nach- folg er der Gödsche, Ohm, Lindenberg, Stieber dürfen am Schandpsahl nicht sehlc». Sozialpolitische Rundschau. peutschland. � Das großmächtige deutsche Reich ist bekanntlich ein konsti- tutioneller oder Verfassungs-Staat. Ein solcher bedingt nun selbst- verständlich ein freies Wahlrecht. Wie es mit diesem in Deutschland aussteht, namentlich seit dem Sozialistengesetz, darüber haben wir schon Erfahrungen in Hülle»nd Fülle gemacht u. a. noch ganz jüngst und in hervorragendem Maße bei der Ham- burger Wahl. Immerhin aber ist es interessant, unsere Wahl- Herrlichkeit von N i ch t sozialisten schildern zu hören. Die Wahl des konscrvaliven Abg. Saro wird von dem früheren fortschritt- lichen Abg. Frentzel in einem Wahlprotest folgendermaßen ge- schildert;„Landräche, Geistliche, Regiernngsbeamte, Gendarmen, Landraihsboten, Landbriefträgcr, Alles hat in unserem Kreise mitgewirkt, mitwirke» müssen, um eine konservative Wahl zu Stande zu bringen. Wir bedauern diese Beeinflussungen, nicht sowohl der gelungenen konservativen Wahl wegen, als weil die Art, wie sie geschehen und angeordnet ist, demoralistrend auf die dazu benutzten unteren Beamten und das ganze Volk wirken muß, und zweitens weil diese Beeinflussung und überhaupt die ganze Art und Weise der Agitation der Anfang gewesen ist, bei den Arbeitern unlautere(!) so zialdemo- kratische Ideen in Anregung zu bringen. Wenn diese Geister, die durch die Wahlbeeinflussung von konservativer Seite hervorgerufen worden sind, stch einst nicht, oder doch nur schwer werden bannen lassen, so legen wir hiermit schon jetzt Zeugniß ab, wer sie herauf beschworen hat. Der allergrößte Theil der Gutsbesitzer und unterrichteten bäuerlichen Grundbesitzer gehört der Fortschrittspartei an. Gegen diese ist die arbeitende Bevöl- kernng gehetzt und unter derselben die Ansicht verbreitet worden, daß die Gutsbesitzer den Arbeitern den Sonntag»nd die Kirche nehmen und die Leibeigenschast einführen wolle», daß Jeder bestraft werden würde, der nicht zur Wahl gehe und nicht konservativ wähle, und daß, wenn ein konser- vativer Abgeordneter gewählt werden würde, den verfluchte» Demokraten, die alles Geld haben, dieses fortgenommen und verthcilt werden sollte. Dergleichen Hetzereien haben leider bei den Arbeitern, die zum größten Theil auf einer nied- eigen Bildungsstufe stehen, sehr willige Aufnahme gefunden."— Natürlich würde es die Fortschrittspartei, wie alle aus der poli- fischen und ökonomische» Bevorrechtung basirenden Parteien, nicht anders machen, wenn sie an der Herrschaft wäre. Trotzdem aber sollen die durch ein solches Treiben eingeführten sozialdemokra- tischen Ideen„unlauter" sein!— Damit indessen Logik in der Sache ist, wurde die Wahl trotzdem genehmigt! Recht so; solche Roßkuren werden das blinde Volk doch zum Sehen bringe». — Bismarcks„Kran kheit" spielt in»euerer Zeit wieder nicht nur in der Presse, sondern in der ganzen deutschen Politik eine sehr bedeutende Rolle. Denn an den kanzlerischen Nerven hängt nicht nur die Stellung der obersten Staatsbeamten, Minister, Gesandten sc., sondern das Wohl des gesammtcn Reiches. Demnach ist es gewiß von größter Wichtigkeit, die Art dieses Leidens zu kennen und über die Art seiner Entstehung, Eni- Wicklung und seines voraussichtlichen Endes, seine Heilbarkeit u. s. w. genaueres zu wissen. Run: von einem der angesehensten Psysiologen Deutschtands und der Welt, der Bismarck zn beobachten Gelegenheit hat, ist die Vermuthung fast als Gewißheit ausgesprochen woiden, daß Bismarck an nichts anderem' als an Alkoholismus leidet. Alle Symptome treffen zu. Während seiner letzten Rcichstagsrede vertilgte er corarn publico 6, schreibe sechs große Glas„Wasser", zur Hälfte aus dem allerstärkst en Cognak bestehend! Man bedenke, das alles in ca. dreiviertel Stunden! Nun denke man, wie viel der Mann den lieben, langen Tag über und besonders in seiner ungeninen Häuslichkeit hinter die Binde gießen mag; und man wird dann leicht begreise», auf wie natürliche Weise er,— selbst wenn man seine langjährige Ucbung und seine Eigenschaft als Schnapsbrenncr in Betracht zieht—, zu seinem„im aufreibenden Dienste des Vaterlands" empfangenen„Leiden" kam. So mußte der enden— ain„preußischen Schnaps"! Deutschland von Bismarck regiert, Bismarck aber vom Geist des Fusels— ein nettes Bildchen, nicht wahr? — Als Liebknecht s. A heftige Anklagen gegen den deutschen Bergwertsbetrieb schleuderte, bezeichnete ihn die ganze Bourgeoismeute als Ucbertreiber, Lügner und Verleumder. Jetzt aber schreibt der königliche Fabrikinspektor zur Oppeln;„Dieser ausgedehnte Bergbau ist nun, da es an Organen für die Auf- ficht nach Lage der bestehenden Gesetze bisher gebrach, derart verwahrlost, daß auch nicht den bescheidensten Anfor- derungen für die Sicherheit der Arbeiter genügt wird. Tie Zimmerung fehlt fast gänzlich, die Schächte sind ohne Fahrten, die Baue werden ohne Fütterung von Gruben- rissen und ohne jede Kontrole von Seiten der Behörden unterirdisch derart beliebig»ngestcuert ausgedehnt, daß Häuser, Kirch Höfe, Ehaussecn, Eisenbahnen plötzlich zn Bruche gehen, wie es wiederholt geschehen ist und noch geschieht."»— Wo steckt nun Lüge und Verleumdung? Und solche im vollsten Sinne des Wortes verbrecherische Betriebsgebahrnng, die nicht viel besser als offener Mord ist, geht unter den Augen der„ordnungs rctterischen" Regierung ungestraft vor stch; die Sozialisten aber, welche derlei für immer unmöglich machen wollen, sind Staatsverbrecher! — I» Frankfurt fand vorige Woche die dritte Fortsetzung der schmachvollen„Meineids"-Prozesse gegen Sozialisten statt, welche als Zeugen nicht zur Berurtheilung ihrer Genossen beitragen, nicht dcnunziren wollten. Diesmal jedoch saßen Männer auf der Gcschwornenbank, welche es mit Ehre und Gewissen— wenn auch gegen politische Gegner— genauer nahmen, infolge dessen die Angeklagten, Gen. Oskar Hendschel und Marie Frenz cl(die s. Z. während des Prozesses Ibsen in offener Sitzung verhastet wurden und seitdem mehrere Monate unschuldig gefangen saßen) freigesprochen wurden. Die unerhörte Infamie der Berurtheilung unseres Genossen Ibsen zum Zuchthaus in voriger Geschwornensitzung tritt mit dieser Freisprechung nur um so greller hervor! — H e r r H a s s e l m a n n hat seinen parteibekannten— Muth auch gelegentlich der jüngsten Reichstags-Affäre nicht verleugnet. Dieser tapfere Tribun hat nämlich die„rothe Fahne", die er mit solchem Aplomb im Reichstag herausgesteckt, sofort als er den Saal verließ, diskret wieder in die Tasche gesteckt, und die Kraftstellen seiner Rede nicht nur im stenographischen Bericht bedeutend abgeschwächt, sondern in seinem eignen Blatt ganz unterdrückt! Das war die erste„That" dieses„Marat vom Molkcnmarkt", wie ihn Liebknecht früher einmal genannt. Die zweite aber scheint der ersten vollkommen würdig zu werden. Wie nämlich Berliner Blätter mittheilen, wird Herr Hasselman» demnächst eine Schrift erscheinen lassen, welche„Enthüllungen über die gegenwärtige Leitung der sozialdemokra- tischen Partei durch die parlamentarischen Mitglieder der- selben" enthalten wird. Das verspricht auf alle Fälle für unsere Gegner und besonders für die Regierung sehr interessant zu werden, weil letztere daraus etwas über diedurchdasSozia- l i st e n g e s e tz v e r b o t c n e und l a n g e g e s u ch t e Parteileitung erfahren zu können hoffen darf, woraus sie dann möglicherweise eine Waffe zu neuen Verfolgungen und zur Vernichtung der Sozialdemokratie schmieden könnte. Nach Berichten Berliner Blätter soll sich Gen. Liebknecht nach Herrn Hasselmann's letzter Rede dahin ausgesprochen haben: daß er begierig wäre, zn wissen, wie viel Herr Hasselmann wohl vom Reichskanzler für seine Rede bekommen habe, die sich so prächtig als Popanz und Vor- wand zur Verschärfung der reaktionären Gewaltmaßrcgeln ver- wenden läßt. Wir wissen nicht, ob sich Gen. Liebknecht wirklich so geäußert hat und ob Herr Hasselmann von der Regierung gleich für diesen ersten öffentlichen Dienst entlohnt worden ist. Aber wir unsererseits möchten jene Aeußerung auf die erwähnte Schrift bezichen und fragen: Wieviel wird wohl Herr Hasselmann für seine„Enthüllungen" bekommen? Ln. München, Ende April. An« Ihren jüngsten Berichten läßt sich schon erkennen, daß wir hier in München noch sehr munter und beim Zeuge sind, und ebenso auch unsere getreue Leibgarde, die wackeren Man neu der Polizei. Diese werden nicht müde, durch Bereitung größerer oder kleinerer Annehmlichkeiten unsere Gunst zu erringen und haben die Leute dabei die artigsten Manieren: Der eine Polizeimann packt einen Buch händlerjuugen beim Kragen, schüttelt ihn ein wenig heftig, schleppt ihn dann zur Tramway, um mit seinem Objekt zur Polizeidirektion„betreffs Durchsuchung" zu jähren; ein anderer sucht mit seinen fetten bierklebrigen Fingern Fleisch, Brod, Eier, kurz Alles, was sich in dem Korbe der Frau zur Bereitung der Mittagskost befindet, durch; ein dritter schüttelt ein jedes Stück der Leib- und Bettwäsche, die wohl geordnet»nd gebügelt im Kasten ausbewahrt ist, und schlenkert es ordentlich au«, dann wirst er es mitten in'« Zimmer zu einem großen wüsten Haujen, darob die Frau diesen Mann natürlich zum Küssen liebenswürdig findet». s. w. Und keiner von ihnen allen findet den verfluchten„Sozialdemokrat". Die höchste und edelste der rothvernarbten Polizeinasen, deren Besitzer sich Polizeirath Pfister nennt, arbeitet selbst nicht wie vorstehend Unter geordnete, sondern kommandirt nur nach Angabe seines Adjutanten Po- lizeikommissär« Gehrel, wobei sein greisbares„Ich" sich in einer sehr schäbigen, fast„destruktiven" Uniform befindet, so z. B.:„Ich sehe um' den Anwesenden verschiedene Anhänger der Sozialdemokratie, ich löi.- deßhalb aus Grund des Sozialistengesetzes die Versammlung e:.s.mv fordere die Anwesenden aus, sofort und ohne Widerrede den Saat zu verlassen." Weinend sieht der Kellner zu, wie die Gäste ohne ihn bc zahlen zn dürfen, hinausgetrieben werde». Und so beeilt sich jeder, seine Finger an uns abzuwischen, ermischt aber in der Eile meist den eigenen Rock und wird ausgelacht.— Es wäre aber ungerecht, die ausgedehnte Thätigkeit der Polizei nur aus diesem Felde zu betrachten; sie ist ja auch aus anderen Feldern in„segensreichster" Weise thätig. So bestanden früher außer dem städtischen Leihhause 174 privilegirte Leihanstalten, die gegen eine Verzinsung von mindestens IWV/o Darlehen ans Fanst- pfänder gaben. Es ist klar, daß der Ungliicksmann, der zu solcher Aus hülse seine Zuflucht nahm, sein Bischen Habe ganz verlor; denn nimmer ward's ihm möglich, Zin«, Zinseszinsen und Kapital zurückzuzahlen. Da wollte man denn durch ei» Gesetz der„maßlosen Ausbeulung der Ar- muth" vorbeugen. Diese hehre Ausgabe ließ sich im Handumdrehen lösen: man stellte den Zinsfuß aus lL°/„ fest, kontrolirte die Psandvcrleiher po lizeilicherseits und forderte für alle Fälle von denselben die Hinterlegung einer Kaution von LG» Mark. So that die Münchner Polizei aus Grund jenes Gesetzes und ging sosort gegen sämmtliche Psandverleiher scharf in's Zeug. Und mit welchem Erfolge? Hört und staunt! Von 174 Psandverleiher» wurden 17? zur Geschäftsaufgabe gezwungen und nur L konnten den neuen Vorschriften genügen. Da blies sich denn die Polizei in gerechter Würdigung ihres erfochtenen Sieges, ihrer hohen Weisheit und Besorgtheit silr's„Gemeinwohl" durch alle Blätter einen Jubel- und Lobchoral. Nun war geholfen: der Leute leichtfinniges Ver setzen war mangels der Gelegenheit verhindert, und war wirklich jemand in Noth, so brauchte er nur mehr IL"/, zu zahlen. Doch das Jubellied war noch nicht zu Ende, als man in unliebsamer Weise auf das Spedi tions- und Kommissionswescn aufmerksam wurde. Die P f a n d v e r l e i h ea' verschwanden— Spediteure entstanden. Faustpfänder wurden Handelsgegeustände, d. h. verkaufbar, statt„Darlehen" gibt es nun V o r schlisse, die Zinsen heißen„Lagerspesen", statt verpfändet wird„einge- lagert", statt ausgelöst„spedirl"! Und so blüht der alte Wucher trotz der polizeilichen Fürsorge und Weisheit lustiger denn je und olmc daß die hohe Polizei auf den Gedanken verfällt, daß s i e am Ende gar nicht das Instrument zur Verhütung der„maßlosen Ausbeutung der Armuth" sei.— Mit Schluß vorigen Jahres wurde der damalige hiesige Polizeipräsident Frhr. v. Feilitzsch Regierungspräsident von Oberbayern. Es ist einmal so bei uns, daß der Münchner Polizeipräsident an der Schwelle der höchsten StantSwürden steht; der eine wird Minister, der andere nicht viel weniger. Allgemeine Spannung herrschte: denn wer wird jetzt Polizeipräsident?„Staatsanwalt Barsch" hieß es ans einmal. Schmunzelnd lehnte dieser die voreiligen Gratulationen ab; er war e« ja noch nicht. Aber warum sollte er es nicht werden? Hatte der Konig ja doch einen andern Staatsanwalt zu seinem Kabiuelssckretär gemacht und dann geadelt. Warum sollte es ihm nicht gerade so ergehen? Ein gewaltiges Staatslicht ist er zweifelsohne, das hat er doch in den vielen Sozialisten- vrozeffe» bewiesen.„Oben" mußte man aber doch anderer Ansicht sein, denn das Gerücht war widerrufen und ein Appellationsgcrichtsralh Frhr. v. Pechmann Polizeipräsident. Barsch erhielt nicht einmal einen Orden zum»enc» Jahr, geschweige mehr. Dies Unglück schreibt der bedauern«- werthe Streber seiner bürgerlichen Herkunst zu. Mag er sich trösten: wir bleiben ja doch; da kann er sich vielleicht noch verdienen, was er so sehr ersehnt! Dem neuen Herrn Polizeipräsident aber wünschen wir gesegneten Appetit zn seiner Ausgabe. Wir überleben ihn Kotz seines gestickten Kragens.— Seit einigen Monaten wurde der Kriegsminister etwas un- sanft in einer hiesigen, sollst bedeutungslosen Zeitung angegriffen. Das brachte die Exzellenz dermaßen in Harnisch, daß er seinen exzelleuzlichen Kollegen Vorwürfe machte, sie ließen ihn ohne allen Schutz. Diese Vor- stellung wirkte; es wird von dem Konfiskationsrechte jetzt wieder aus giebigcr Gebrauch gemacht; außerdem verordnete da« Justizministerium, daß der Strafvollzug gegenüber politischen Gefangenen in gesep und hausordniingsgemäßer Weise vor sich gehe. Auf diese Weise sollen die „Starrköpfigen" wahrscheinlich mürbe gemacht werden. Wollen sehen! — r- Ulm, a./D. 10. Mai. Die glänzenden Ersolgc der Hamburger Wahl haben auch hier die Schläfer etwas aufgerüttelt; freilich sind es vorläufig nur wenige Genossen, doch können auch diese, wenn sie nur wollen, etwa« Tüchtiges leisten durch allseitige Propaganda. Zu kon- «tatiren ist namentlich, daß unftee Ideen mich allmälig Anhänger in den herrschenden Klassen selbst gewinnen. Es;eigt dies am besten silr die siegreiche Gewalt unserer Grundsätze und ist um so erfreulicher, als die Renegaten aus der Bourgeoisie anerkanntermaßen in unserer Bewegung oft die entschiedensten radikalsten Elemente und tüchtige und muthige Parteigenossen find.— Wie ich von Zoldaten höre, ist die gesammte Mi litärverwaltung vom Sergantcn bis empor zu Seiner klugen Excellenz, dem Herrn Gouverneur, momentan in größter Bestürzung und Panik. Man rührt die Trommel, allarmirt die ganze Garnison, rezitirt mit ge- waltiger Salbung die sog. Kriegsartikel, und es sehlt nur noch, daß man die alte Reichsstadt Ulm in den Belagerungszustand versetzt! Warum? Run, da kam vor kurzem eine Anzahl Kuverte in die hiesigen Kasernen, alle mit demselben Stempel, wie es heißt, und alle ganz auffallend und und verdächtig schwer und d i cf. Die patriotische Rase der Mi lilärspitzel wittert Unrath, öffnet die Kuverte, und herausspazieren-- — sozialistische Blätter aller Art! Darüber also große offizielle Be- stürzung im ganzen Vager. Natürlich beeilt mau sich, die Adressaten inquisitorisch zu verhören, doch umsonst. Und umsonst wird auch serner gewiß eure Mühe sein, ihr lieben Ritter von der Pickelhaube, zum Heil euerer Schafe den bösen Wölfen auf die Spur zu kommen; denn ich bin überzeugt, daß die betr. Genossen nicht so dumm gewesen find, als die deutsche Polizei wünschen möchte.— Die 1U. Woche geht nun zu Ende, seit zwei wackere Genossen(worunter Apotheker Leistner aus Chemnitz) in lliitersuchungshasl sitzen; sie find für uns verschollen und wir haben leider keine Hoffnung, sie bald wieder zu begrüßen. ü Leipzig, 11. Mai. Am Freitag, den 7. ds., war an den Säulen augenfällig zu lesen, daß der Gewerkverein zu Leipzig und Lindenau nächsten Tags eine öffentliche Versammlung in der Zcntralhalle abhalte. in welcher der zur Genüge bekannte Clown Herr Dr. Max Hirsch das Reserat haben werde. Es sollen hier etwa HD Gewerkvereinler sein, während die Versammlung von etwa HM» Menschen, der überaus größte Theil Sozialdemokraten, besucht>var. Wie männiglich bekannt, ffebt Mäxchen das Theatralische, und so trat er denn in erster Linie mit einem respektablen Bureau von 8 Personen an; den Vorsitz im Gewerkverein führte,(wie kann es auch anders sein) der Herr Schuldirektor Pache aus Lindenau. Ruchdem derselbe die Versammlung eröffnet und etwas von der„großen Ehre" gesprochen, die Leipzig durch die Anwesenheit Müschens widerfahre, erthcilte er sofort Herrn Hirsch das Wort. Run verlangte aber die Versammlung vorerst Bureauwahl,»vorauf aber die Herren vom Fortschritt bekanntlich nie eingehen; so auch hier, worauf laute Proteste gegen dieses Verfahren aus der Versammlung entstanden. Mäxchen versuchte trotzdem seine Rede abzuspinnen, tonnte es aber beim besten Willen nicht über das ühliche„Meine Herren" hinausbringen, da die Versammlung durchaus keine Reizung zeigte, sich das Recht der Bureau- wähl nehmen zu lassen. Während der nun vernehmlich werdenden Jnter vention blickte Hirsch mit dem ihm eigcuthümlichen blödsinnigen Lächeln auf die Versammlung und murmelte»vohl etwas in sich hinein, Iva« der »vahrheitsliebende Referent des„Tageblattes" mit:„Worte der tiefsten Verachtung der Versammlung zuschleudernd" zu bezeichnen beliebt. Wie schrecklich, von Hirsch verachtet zu werden! Jedoch, vorerst schien sich die Versammlung der niederschmetternden Gewalt dieser Verachtung nicht gleich bewußt zu»verde», im Gegentheil, sie ertrug dieselbe und die Folge war, daß die Versammlung geschlossen werden mußte, ohne die Heilmittel gegen die bestehenden sozialen Schäden vo»> dem erbärmlichsten aller Quacksalber sich aufzählen lassen zu müssen. Darob nun groß Geschrei— wegen Versammlungssprengung seitens der Sozialdemokraren;„man hätte dieselben auch zu Wort« kommen lassen" u. s.>v Als ob»vir diese Sorte nicht schon seit Jahren kennen; das»nögen sie einem»veiß machen, der keine Krempe am Hut hat. Die größte Frechheit aber ist, daß die Herreu plötzlich ein so großes Geschrei»vegen Versammlungssprengung erhebe», während doch der Vorsitzende Pache Versaminlungssprengex conuno il laut ist, denn derselbe hat ja seine Virtuosität darin bei unseren Versammlungen in Zschocher und Lindenau bewiesen. Daß der bekannte Rarrenköuig Sparig, ein Ordnungshäuptling ersten Ranges, die Ali' »vesenden in frechster Weise zu Ausschreitungen zu provozircn suchte, sei hier noch envähnt, und nur der größten Selbstbeherrschung unserer Genossen hat er's zu verdanken, daß er imgelyncht davon ge- kommen; es wäre aber in diese»» Falle sehr leicht gewesen, zu kon statiren, daß dieser„Ordnungsinann" ein„die öffentliche Ruhe und Ordnung gefährdendes Jndividium" ist!— Hätten die Gewerkvereinler in dieser„öffentlichen" Versammlung das Bureau von der Versammlung wählen lassen, dann hätte dieselbe ihren ruhigen Verlauf genommen, i»i dem dann eine Garantie der Redefreiheit vorhanden gewesen wäre; so aher erfreuen sich diese Herren in dieser Beziehung keines guten Re- nomine'«, und daran sind sie eben selbst schuld! Aesgien. * Die„liberale" Mehrheit des Abgeordnetenhauses verlängerte das berüchtigte Fremdengesetz, welches der Regierung die Besugniß gibt, jeden„Fremden" kurzer Hand auszuiveisen, aber- mals um ein Jahr. In welcher Weise dies eines zivilisirten Volkes unwürdige Gesetz gehandhabt wird, zeigt die Statistik der in den letzten Jahren Ausgewiesenen. 1878 betrug die Zahl der Ausgewiesenen 2,828; 1879 3,889, also ein tausend mehr als im Vorjahre. Die Zahl der sich in Belgien niederlassenden Fremden betrug aber 1879 um 1400 mehr als das Vorjahr und von diesen 1400 wurden mehr als 1000 wieder verjagt. Ein gastfreundliches, acht„liberales" Land!— Der sozialistische Zirkel von Lüttich hat gegen die jüngste Ausweisung unseres Genossen Koch, dem nichts zur Last gelegt werden konnte, als in Deutschland(nicht in Belgien) sozialistische Schriften verkauft zu haben, der aber trotzdem auf Anfordern Bismarcks abgeschoben wurde, energisch protestirt, und hat dieser Protest auch anderwärts bei den belgischen Genossen brüderliche Unter- stützung gefunden. Arankreich. * Der anfänglich mäßig große Strike in Roubaix hat sich infolge des Eigensinns der Fabrikanten weiter ausgedehntt und riesige Dimensionen angenommen. Es sind über 7U Etablissements geschlossen und die Zahl der Ausständigen beträgt gegen 20,000. Grund der Arbeitseinstellung ist der geringe Lohn, der im Höchstbetrag nur l'/, Francs per Tag erreicht und trotzdem jetzt von den Fabrikanten durch Einführung eines neuen Tarifes noch mehr herabgedrückt werden soll, obgleich ge- rade jetzt die Arbeit sich mehrt, und die Arbeitgeber mehr Ge- winn denn je machen. Räch alter französischer Gewohnheit stellt sich die Regierung feindselig gegen die Ausständigen, bietet Mili- tär aus, und die Bourgeoisie läßt alle Mienen springen, um zu Ausschreitungen aufzureizen und damit einen Grund zu ge- waltsamem Einschreiten zu erlangen. Die Arbeiter aber haben sich bisher vortrefflich gehalten und werden es wol auch weiter thun, so daß ein Erfolg zu hoffen ist.— Die Regierung hat eine neue Ausweisung verfügt, die eines russischen Arbeiters, Namens Saper. Als Vorwand brauchte die feige Willkür die angebliche Beschäftigungs- und Mittellosigkeit Sapcrs; bald aber stellte sich heraus, daß dieser ein trefflicher Arbeiter sei, und sein Arbeitgeber wollte für ihn gut stehen, was aber nicht an- genommen wurde. Der wahre Grund ist natürlich, daß Saper Sozialist ist.— Das Kabinet erklärt, daß es einer Demonstration für die Kommunekämpfer am 23. ds. mit Gewalt ent- gegentreten werde. Hoffentlich wird das französische Volk nächstes Jahr dieser Regierung der Schmach ein gründliches Ende machen! Itakien. * Der durch Regierungswillkür jetzt verbotene Kongreß der italienischen Sozialisten wird kommenden Herbst stattsinden. Unser Mailänder Parteiorgan«Plobe» veröffentlicht in dieser Angelegenheit einen treffend geschriebenen Aufruf„An die Sozialisten und das italienische Volk", in welchem die unerhörte Willkürlich- keit und Ungesetzlichkeit des Verbotes und ihre nothwendigen Folgen erörtert werden.„Wir waren es, welche sich ans die geschriebenen Rechte der Verfassung stützten. Und wer sie ver- letzte, war die Regierung. Die Gesetzesverächter, die Verschwörer sind also die Regierenden; sie sind es, welche die öffentliche Ordnung stören und sich als agenls provocateurs aufspielen. Sodann sind aber auch(durch das Verbot) die sogenannten liberalen Fortschrittsmänner entlarvt worden, und das Volk weiß, daß es von der Regierungsgewalt, gleichviel, ob sie sich in den Händen der Rechte» oder der Linken befinde, keine freiwilligen Zngestä»idnisse zu erwarten hat. Diese Lehre wird nicht verloren sein." Sicher wirb si- weder in Italien noch anderwärts ver- lorcn sein und bald ihre Früchte tragen, wenn sie nur erst von den Völkern begriffen sein»vird. Hiußland. * Die zarische Polizei behauptet, einen Fang von ungeheurer Wichtigkeit gemacht zu haben, indem sie den bekannten nihilisti- scheu Ingenieur Saschka, der ihr durch sein in den Dienst der revolutionären Sache gestelltes Wissen soviel Schaden zu- fügte und der trotz dreimaliger Verhaftung immer wieder entkam, erwischt habe. Derselbe heiße in Wirklichkeit Jurkowski und sei wie zufällig in Kursk angehalten und eist später erkannt worden. Ob sich diese Nachricht bewahrheitet, muß noch dahingestellt bleiben; denn die Negierung hat Eifolgc nöthig, und erfindet sie nach Umständen auch.— Auch bezüglich der behaupteten Gefangennahme des Urhebers des Winterpalast- Attentats, S z e w i c z's, weiß man noch nichts Sicheres, indem zwar verschiedene Zeugen ihn erkennen wollen, die Identität mit dem früher in dem»Winterpalast wohnhaften und dann verschwnn denen Tischler aber noch nicht nachgewiesen ist.— Die Regierung des„milden" Zaren, von deren Milde jetzt die Presse nicht genug zu sagen weiß, hat wieder eine famose Maßregel ergriffen. Dem Genernlgouvernenr von Ostsibirien wurde nämlich durch einen Ukas hinsichtlich der»Ausweisung der'Verdückitigen auf ad- ministrativem Weg die gleichen Vollmachten wie den piovisoii- scheu Generalgouverneuren beigelegt. Demnach hat der General- gouverneur von Oststbirien eine vollkommen schrankenlose Gewalt über alle Verbannten und er kann jeden derselben, der ihm miß- fällt, ohne Weiteres nach dem äußersten Norde»„verschicken", wo die Lebensbedingungen so schwierige sind, daß nur Tnngusen und Eskimos zu bestehen vermögen, Europäer dagegen zu Grunde gehen müssen. Eine Verschickung nach diesen Gegenden ist den,- nach einem Todesurtheil gleich, ohne jedoch soviel Lärm als die- ses zu inachen. Alles dies binden aber nicht, daß die Presse Tag für Tag von„liberalen Reformen" faselt und die Regierung darum preist! Sprechsaal. Geehrter Herr Redakteur! Ich bitte Sie, einem Genossen Ihre Spalten zu einer Erwiderung zu öffnen, dein niederträchtige Insinuationen die Ehre, sein einziges Gut, rauben»vollen. Zu meinem größten Erstaunen sinde ich nämlich in der Nummer des „Sozialdemokrat" vom 9. ds eine Notiz über meine'Person aufgenommen, die von einem pariser Genossen herstammen soll, und mich in einem Satz dem Herrn Zadeck koordinirt. Leider kann ich mich nicht mit dem Tröste der Redaktion, vielleicht un- schuldig verdächtigt zu sein, zufrieden stellen. Auch läuft die Partei nicht Gefahr, mich weiter an ihrem Busen zu nähren, da ich noch niemals von ihr irgend welche materielle Nnlerstützungen empfangen habe und dies auch in Zukunft nicht thun werde. Ich erkläre daher den Einsender dieser»Notiz so lange als ehr- losen Verläumder, bis er mir auch nur die geringsten Beweise für die Wahrheit seiner Behauptungen erbringt Seine Perfidie ist um so größer, als er nicht einmal so viel Much im Leibe hat, seinen Namen darunter zu setze». Ich habe sofort, nachdem die Gerüchte über meine Verdächtigung und die sich daran schließenden Lügen mir zu Ohren kamen, Schritte gethan, um meine Unschuld an den Tag zu bringen. Ich wurde aber unterdessen ausgewiesen, und die Sache konnte nicht zum Austrag gebracht werden. Sofort nach meiner Ankunft in London nahm ich die Angelegenheit wieder i» die Hand, und es ist bereits durch die Sympathie einiger pariser, besonders aber der londoner Genossen eine Kommission eingesetzt worden, um meinen Fall zu untersuchen und zum Abschluß zu bringen. Es wird sich zeigen, daß meine unbescholtene Vergangenheit sowohl in meinem Heimathlande Russisch-Polen als auch in Berlin, wo mich viele brave Genossen während meiner Studienzeit kennen lernten, und ebenso in»Paris keinerlei»Material für die Kom- binationen dieses Herrn bieten. Es könnte ja aus diese Weise jeder sich eines andern entle- digen, indem er eine anonyme•) Einsendung der Redaktion zu- kommen läßt und sie ohne jegliche Beweisführung zum»Abdruck bringt. Ich kann daher schließlich nicht genug mein Befremden darüber ausdrücken, wie sich die Redaktion dazu hergeben konnte, auf vage Behauptungen hin meinen Namen zu entehren. Mit vorzüglicher Hochachtung London. 10. Mai 1880. H. Poznanski. (Wir sandten vorstehenden Brief sofort an unfern pariser Bericht- erstatter, mit der Aufforderung, die Warnung vor Poznanski zu begründen, bezw. des letzteren Erklärung zu entkräften. Wir er- hallen daraus folgende Antwort): Herr Poznanski! Auf Ihre Erwiderung diene Ihnen folgendes zur Antwort. Der„S.-D." Nr. 19 warnte die Genossen, Ihrer Person mit allzngroßem Vertrauen zu begegnen, machte jedoch einsn wesentlichen Unterschied zwischen Ihnen und dem Polizei- Zuträger Zadeck. Dieses vorausgeschickt, wollen wir die Gründe *) Die Einsendung der Warnung ist nicht anonym geschehe», da wir uns aus anonyme Einsendungen überhaupt nicht, am allerweuigsteu aber in solchen Dingen einlassen. Ter Name des Einsenders ist uns vielmehr wol bekannt und zivar al« der eines vertrauens»vtirdigen Genosse». D. R. angeben, warum vor Ihnen gewarnt wurde. Wie der„S.-D." Nr. 18 schon bemerkte, wurde vor dem ze. Zadeck längst in eindringlichster Weise gewarnt. Hier in Paris war derselbe vorigen Sommer Gegenstand eingehender Erörterungen, und unterblieb dessen Ausschluß aus den Reihen der damals noch einigen Ge- nossen nur deshalb, weil derselbe eine wesentliche Stütze der „Sozialrevolutionäre" war und von denselben in jeder Weise protegirt wurde. Diese Umstände waren Ihnen nicht unbekannt; nichtsdestoweniger hielte» Sie zu Zadeck und versuchten, denjenigen, »reiche denselben durchschauten, unlautere Motive unterzuschieben. Es ist erklärlich, daß Sie jetzt jede Gemeinschaft mit Zadeck ableugnen. In der Sitzung nach der Mitgtieder-Versammlung der„Sozial- Revolutionäre" vom Donnerstag den 1. April, in der rue de la ßastille, wurden Ihnen von einem der thäiigsten»Mitglieder (Sie werden wissen, wer gemeint ist) verschiedene Fragen vor- gelegt; 1) Welchen Unterhalt haben Sie? Worauf Sie erwiderten, daß Sie deutschen Sprach- Unterricht crtheilen, während Sie anderwärts bei anderen Gelegenheiten Berichterstatter verschiedener Zeitungen waren. 2) Wurde festgestellt, daß von„Sitzungen", in welchen Sie zugegen waren, die Polizei Kenntniß erhalten hatte. Die Probe wurde gemacht und„Sitzungen" ohne Sie abgehalten— die Polizei erfuhr nichts davon; nachdem wurden Sie»vieder zugezogen, und die Polizei war wieder unterrichtet. Bei diesen„Sitzungen" handelte es sich um die Entlarvung des Spitzels Lehmann und die sich daran schließenden polizeilichen Untersuchungen. Sie wußten auf diese sonderbaren Umstände weiter nichts zu erwidern, als daß Sie nicht dafür verantwortlich gemacht»verde» könnten,»oas die»Polizei erfährt. Sic wurden varaufhi» von den Mitgliedern des Komites der „Sozial-R.'volutlonäre" als mit Lehmann solidarisch angesehen, und wir vor Ihnen getvarnt. Als erschwerender Umstand kam hinzu, daß Sie mit Lehmann viel verkehrten und anscheinend Freunoschaft mit demselben geschlossen hatten. Bei Ihrer Abreise von hier nach London bemerkten Sie auf dem Bahnhof zu einem Genossen(dessen Name Ihnen eventuell privatim mitgetheilt werden kann) aus Befragen, ob Sie denn auch mit ausgewiesen seien; daß dem nicht so sei und daß Sic nur„so" intireisten, während Sie anderwärts und auch in obiger Erwiderung das Geaeniheil behaupten. Sei dem nun, wie ihm sei. Sie haben die Warnung in Nr. 19 des„S.-D." ihrem hiesigen Verhalten, sowie den»Mit- gliedern des Komites der„Sozial-Revolutionäre" zuzuschreiben. Sollte die londoner Kommission, welche, wie Sie berichten, sich mit Ihrem Fall zu beschäftigen hat, die Grundlosigkeit der Ver- dächtigung darlegen, so werden die Mitglieder des Komites der „Sozial-Revolutionäre", wie sich annehmen läßt, die geeigneten Schritte nicht unterlassen, um Ihnen wieder zu Ihrem ehrlichen Namen zu verhelfen, und wird der„S. D." einer eventuellen Erklärung sciue Spalten gerne öffnen. Die Aussälle in Ihrer Erwiderung,„niebei trächtige Insinuation",„Perfidie"?c. lassen Sie mich übergehe», da dieselben mich nicht treffen, ebensowenig wie mir daran liegt, mich Ihrer Person zu entledigen. Wenn Sie aber meinen, daß es ein großer Beweis von Much sei, Artikel und Zuschriften mit seinem Namen zu unterzeichnen, in einem Blatt, welches sich im offenen Kampf mit der Regierung des Landes, für welches es erscheint, befindet und infolge dessen ins»Ausland sich flüchten muß,— so zeugt dies für wenig Kenntniß der vorhandenen»Verhältnisse; verlangen Sie nicht, dag Andere ebenso wenig politsch klug sein sollten. Paris, 16.»Mai 1880. Der Berichterstatter des„Sozialdemokrat". Briefkasten der Expedition: M. Tzsch.— a: M. 3.— p. II. Du. erh. Abgeg. ist. Alles und zivar nach früherer Ordre. B. hat bez. u. Sdgn. erh. Weint fehlend, dann gestohlen!— R. K— bürg: 1 ö. w. fl. k nach Vorschrift besorgt. 18 war im Eutrepüt in's Stocken gerathen.— T. V.— ig: Senden Sie Briefmarken. Warum aber 5 Addr. riskireu, wenn eine genügt.»Alles pilgerte über I. Was gilt die Wette, die Bande kommt so nicht nach!?— D.— 43: 19 konnte nicht so schnell reisen, 18 war verspätet ohne Gefahr.— Z. f. m. e. n.: M. 3. 50. Ab. II. Qu. u.»Rest erh. Flgbl. folgen.— Tz. M.— z: ö.>v. fl.—. •25 kr. erh. Freut uns, daß Sie befriedigt.— O. Peter:»Post vom 10. hier. Geld noch nicht. Wahrscheinlich im Entrepüt verzögert, wie 18, das nun nebst Flgbl. nngernpft dort sein»vird. Weitere 400 durch Feldjäger Uber Rgn. abgeg. Bs. durch Cla. erhalten?— O. Hau.— Bfe. v. II. u. 15. erst am 17. hier,»Antw. abgeg. S i e haben den ganzen „F i tz" selbst verschuldet.---- rr— z: M. 3.—.»Ab. II. Qu. erh. Bf. abgeg. In D. erfahren Sie Weiteres. Durch Bkrt.— A. H. H.: In Post seit Marz Alles bestellt. Der Teufel mag solche Zieherei verstehen!— t t t himmcldoun---—: Bf. v- 15. hier, aber bis heute keinen vom M.„Scheusal", nur deine Hand. Mit 18 warst im neuen Entrepüt mit aufgesessen. Keine Gefahr. Grüßt— Petroleum: Wunderbarer Heiliger! Können nicht alle»Rester im„Jenseits" kennen. 18 kommt nochmals nach M— d— m.»Bf. kam zu spät, Re drefsement unmöglich. Empfohlenes System nicht praktisch.»Bf. folgt an 10, M. 35.—. Donnerstag hier.—»Rord- West: Da besondere Trans- port- Spesen und bei wenigstens 30 Ex. wollen mit Mk. 1.80 berechnen. 17— Ä> abgeg.»Weiteres folgt.— R. R.»Prag:»Bf. abgegangen, Auch 18 u. 19 nach Vorschrift. Störung im Entrepüt bei 1*.— h— in P.:»Alles in Ordnung. Bf. v. 14. am 19. hier. Weiteres vorgemerkt. Bf. folgt.— Ferdinand: 18 wird jetzt dort sein. Bf. v. 15. hier. Flugbl. allseits bestens aufgenommen und nachbestellt., Durch uns, sowie durch die Volksbuchhandlung Hottingcn-Zürich ist zu beziehen; llccliensclial'lsbericlit der stcialdemokralischen Mitglieder des lleiitsHien lleirlistages über ihre parlamentarische Thütigkeit während des Jahres 1878-79. Preis 25 Cts.— 20 Pfg.(ohne Porto.) In Partien von wenigstens 20 Stück 20 Cts.— lö Pfg.(ohne Porto). Von 100 Stück an 20 Prozent Rabatt. Partien von über 500 Stück an nach Uebereinkunft.' Es wird nur gegen Vorausbezahlung geliefert.— Risiko zu Lasten des Bestellers. Erste Auflage(10,000) nahezu vergriffen; zweite Auflage in Vorbereitung. Expedition des Sozialdemokrat Schwttj. Vcreinsbuchdruckerei Holiingen-ZUrich.