stotchived sismondi Erscheint Gräddigiek si no hidup Lanil noitudo oid ala asthelbi ojede dm& pitre oinods loira ahjund sid fi and dun wöchentlich einmal th 204 Zürich( Schweiz) Verlag Der Sozialdemokrat jod A. Herter, Industriehalle bild Riesbach- Zürich SHI 796 doar dodatni opis Poftfendungen auspurs& sin rida spall franco gegen franco. of stud Gewöhnliche Briefe Jauno slightsmit dis ad finis nach der Schweiz foften Doppelporto. M: 52. farto jodid silon ding of 1918 do Abonnements werden nur beim Verlag und ( deffen( bekannten Agenten entfor gegengenommen und zwar zum Toraus zahlbaren Bierteljahrspreis von: Fr. 2. für die Schweiz( Kreuzband nimt. 3. für Deutschland( Couvert fl. 1. 70 für Oesterreich( Couvert) de vodo di modo di Fr. 2.50 für alle übrigen Länder de Weltpostvereins( Kreuzband). gral dumping& blood gu ispozitii Zentral- Organ der deutschen Sozialdemokratie spis Springbi oni sal 1950 Sonntag, 26. Dezember. bili oid nordi dun si schluguferate binDie dreigespaltene Petitzeile) 25 Gts, 20 fg. Damn moois todo odbild ujuming moni mis mod pidusundton& um jaid dum mod pagsiljani oni doblo] oni Titilag iji 1880. Avia an die Korrespondenten und Abonnenten des„ Sozialdemokrat“, oni voljod ei mus find our hire i Bok als möglich an den Sozialdemokrat", resp. dessen Verlag selbst adressiren, sondern sich möglichst an irgend eine unverdächtige Adresse außerhalb Deutschlands und Oesterreichs wenden, welche sich dann mit uns in Verbindung setzt; anderseits aber, daß auch uns möglichst unverfängliche Zustellungsadressen mitgetheilt werden. In zweifelhaften Fällen empfiehlt sich behufs größerer gegenstehenden Schwierigkeiten den Sozialdemokrat unsern Abonnenten möglichst regelmäßig zu liefern. Gidarbeit Bekommandirung. Sobiel an uns liegt, werden wir gewiß weder Mühe noch kosten scheuen, um icog aler erte Da der Sozialdemokrat sowohl in Deutschland als auch in Oesterreich verboten ist, bezw. verfolgt wird und die dortigen Behörden sich alle Mühe geben, unsere Verbindungen nach jenen Ländern möglichst zu erschweren, resp. Briefe von dort an uns und unsere Zeitungs- und sonstigen Sendungen nach dort abzufangen, so ist die äußerste Vorsicht im Postverkehr nothwendig und darf keine Vorsichtsmaßregel versäumt werden, die Briefmarder über den wahren Absender und Empfänger, sowie den Inhalt der Sendungen zu täuschen, und letztere dadurch zu schüßen. Haupterforderniß ist hiezu einerseits, daß unsere Freunde so selten 190 Parteigenossen! Vergeßt der Verfolgten und Gemaßregelten nicht! #sdam ibi nusidio; floa Da die deutsche Reichspoft in letterer Zeit ihre bekannten Diebskünfte verdoppelt und verdreifacht hat, so ift es nöthig, daß unsere Freunde allerorts uus mit genügend sicheren Zustellungsadreffen versehen, damit wir dieselben nach Bedarf wechseln können. 350 and J Jour Hund mdi and drijor ill 18 thusnaige spiti Unsern auswärtigen Abonnenten, Filialen, Vertrauensleuten 2c. legen wir ans Herz, Abrechnungen und Abonnementserneuerungen, soweit noch nicht erfolgt, ungesäumt zu bewirken, ebenso wollen alle Abonnenten an unsere Vertrauensleute unbedingt während des ersten Monats im Quartal Zahlung leisten, damit keine Unterbrechung in der Lieferung eintreten muß. Unsere Vertrauensadressen sind bekannt. Briefmarken aller Länder werden für voll angenommen. Größere Beträge in Papiergeld oder Poſt- Einzahlung. jondothis 190 Alle Lieferungen erfolgen nur auf Gefahr der Besteller. Da nicht wenige auswärtige Besteller, besonders in Deutschland, sowie in Desterreich, ihre Briefe immer wieder ungenügend frankiren, wodurch uns erhebliche Verluste durch Strafporti entstehen, so bemerken wir hiemit wiederholt: vole ju sjette vigiling Einfache Briefe( bis zu 15 Gramm) nach der Schweiz kosten: aus Deutschland istras aus Oesterreich- Ungarn Bei schwereren Briefen kosten immer je 15 Gramm weitere dod nodig 20 Pfg. 10 Kr. od 20 Pfg., bezw. 10 Kr. Die Genossen wollen hierauf in Zukunft um so mehr achten, als wir ungenügend frankirten Sendungen in der Regel die Annahme verweigern müssen. 031 300 S aded Die Expedition des„ Sozialdemokrat". Pod doma Weihnachten. thin out dus!( ods 10 fed higis di sid sunod samopin bon 3900 od nedenis Was macht der Arm' in dieser Stunde, mad hon punandung Wenn rings die Häuser sich erhellen? jodato) Bonis do Er weint, er weint! Weihnachten, das Fest der Freude, auf welches tausende von Kinderherzen das Jahr über sehnsüchtig harren, ist wieder da. Es ist ein uraltes Fest der Erlösung, der Auferstehung, der Wiedergeburt, von zahlreichen Völkern als Freudensest über die Winterfonnenwende, die Geburt der jungen Sonne, die der eisigen Herrschaft des Winters bald ein Ende machen wird, gefeiert. Vor allem die germanischen Völker feierten ihr Julfest, ihr Weihnachten mit besonderem Glanz und es war ihr höchstes und liebstes Fest, dessen heidnische Feier mit dem Tannenbaum selbst das Christenthum nicht auszurotten, sondern nur äußerlich umzuwandeln vermochte. Jetzt ist an die Stelle des alten, mannhaften, lichthellen Sonnengottes der finstere, kalte Christengott getreten, den die Pfaffen vor mehr als achtzehnhundert Jahren geboren sein lassen, um die Welt zu erlösen von allen Fesseln und Kümmernissen. So machte das Christenthum aus der sinnig gedeuteten Wahrheit der heidnischen Naturfeier eine große Lüge. and exchlo an " Freue jich alles Volk, denn heute ist der Erlöser geboren! Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen, die eines guten Willens sind!" So näfeln die Pfaffen Jahr um Jahr die gleiche Leier und das Volk betet mit In brunst und hofft auf die verheißene Erlösung. Und die religiösen Betrüger und ihre Bundesgenossen in Hermelin, Waffenrock und Frack reiben sich die Hände. Sie haben eine Ursache, sich des Festes der Geburt des„ Kindleins von Bethlehem" zu freuen; denn aus seiner Krippe ist ihnen viel Heil erblüht und seine Windeln sind ihnen ein mächtigerer Schut, als Schwert und Ketten. Aber das Volf? 3it ihm wirklich ein Heiland, ein Lichtbringer, ein Erlöser geboren worden? Ist Armuth, Abhängigkeit, das Elend in seinen verschiedenen 997( bug 11sdo 0 od 1 mmol bus sid chil od julho bodomino dias, od chilo k Formen denn wirklich aus der Welt verschwunden? Sehennai Revolution oder Reform? wir nicht vielmehr überall, wohin unser Auge blickt, die Noth, die Unfreiheit, den Druck auf der Menschheit lasten? Sehen wir nicht, wie die Sucht nach Geld, die Sucht nach Macht die Menschheit nicht zum Frieden, nicht zur Freiheit kommen läßt? der Engel" in her, tout, Von allen Kanzeln tönt heute das Halleluja, der„ Gruß Und doch, ist er nicht eitel Lug gund Trug? Wo ist der Friede? Sehen wir nicht, wie auf Kommando der " Großen", der Machthaber, die Völker übereinander herfallen, wie sie sich zerfleischen in wilder Mordlust? Und thun sie das etwa für sich, für die Begründung ihrer Freiheit, die Begründung ihres Glücks? Oder nicht vielmehr für die Beute gründung ihres Glücks? Oder nicht vielmehr für die Beutesucht ihrer Machthaber, für die Ländergier der Fürsten? Wo ist das Wohlgefallen", das nach dem Worte aus Priester mund dem Menschen geworden sein soll durch den Erlöser", den„ Messias"? Lug und Trug ist's! Wenige, sehr wenige gibt's, die ein Wohlgefallen haben.un daginn? Sehen wir uns nur ein wenig um. Dort in dem großen Hause mit den hellerleuchteten Fenstern, dort, wo der Reichthum mit goldenem Szepter thront, dort zwar strahlt der thum mit goldenem Szepter thront, dort zwar strahlt der Weihnachtsbaum in blendendem Glanze, und fröhliche Menschen umstehen denselben. Reiche Geschenke werden ausgetauscht. Seht einmal diesen Schmuck er verkörpert einen Werth, von welchem eine Arbeiterfamilie vielleicht das ganze Jahr hindurch ihr Dasein haben könnte. Oder dieses Spizzengewebe, das arme Weib, welches dasselbe verfertigte, arbeitete monatelang unter Hunger und Elend, Tag und Nacht an demselben und büßte schließlich ihr Augenlicht dabei ein. An solche Dinge denkt aber in diesem Augenblicke niemand. Da tönt es:„ Ah- wie schön, wie kostbar!" und unter leerem Formelwesen wird der Mangel an Gefühl verdeckt. Wie anders schaut es dagegen dort aus, in jener Hütte der Armuth. Ein Weib, durch die dünne Kleidung kaum vor der Kälte geschützt, sitzt da an dem aus rauhen Brettern zusammengefügten Tisch; sie hat den Kopf in die Hand gestützt, und Thränen, heiße Thränen rollen ihr die bleichen Wangen hinab. Sie blickt zurück auf ihre Vergangenheit, ihre Jugend, und erwägt, wie wenig Freude, wie wenig Glück ihr beschieden war all' ihre Tage. Von frühester Jugend an war sie gezwungen, in der Fabrik ihr Brod zu suchen, von morgens früh bis abends spät saß sie am Webstuhl; der Lohn war schlecht, der Fabrikherr hart. Sie heirathete einen Mann aus dem Volke, einen ihres Gleichen. Aber auch in der Ehe ward ihr wenig Freude; ihr Mann starb bald an der Schwindsucht, und sie saß da mit ihren kleinen Kindern. Jetzt mußte sie doppelt arbeiten, schaffen Tag und Nacht, beim spärlichen Lichte nähen, daß die Augen kaum noch ihren Dienst versehen wollten. Ihre Kinder sind eben hinausgelaufen, um bei dem reichen Nachbar durchs Fenster bewundern gegenüber den Weihnachtsbaum durchs Fenster bewundern zu können. Sie denkt an ihre Zukunft und an die ihrer Kinder; die Wehmuth übermannt sie, das Haupt sinkt ihr auf die Hand sie weint, sie weint! Oder seht hin zu jener Villa, die ebenfalls im Lichterschmuck strahlt und über deren Portal in schöner Bildnerei der Christen„ Kommet her zu gott steht mit dem heuchlerischen Spruch: mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!" während unten an der Pforte dem Hilfesuchenden das Betteln verboten" entgegenleuchtet. Seht dort, wie der arme, frierende und hungernde, Gaben heischende Knabe, der wie man da singt:„ Vom Himmel hoch, da kam ich her" ihn mit einem Stückchen trockenen Brodes abspeist, während drinnen der Tisch sich biegt unter der Last der Speisen und Getränke. ( bund ( biz Dem Menschen ein Wohlgefallen? Lüge tausendfache, verdammte Lüge! Das Christenthum, diese angebliche Religion der Liebe" hat dem Menschen keine Erlösung, feinen Frieden, kein Wohlgefallen gebracht. Gedrückt, betrogen und ausgebeutet wie seit Jahrtausenden schmachtet die Menschheit noch immer in dem Banne der Knechtschaft. Tausende leben in Elend, Abhängigkeit, und nur wenige sind's, die ein„ Wohlgefallen" haben! Doch schon tönt den Massen der Armen, den Massen der Gedrückten eine neue Verheißung von jemanden, der da kommen soll, die Menschheit zu erlösen". Aber nicht von „ droben", vom„ Himmel hoch", da kommt er her. Nein von unten, auf der Erden, durch die Massen selbst wird die Erlösung werden. Der Sozialismus ist der Name des neuen Messias" er wird es sein, der das Bolt frei macht. Möge die Menschheit recht bald dieses Weihnachtsfest, dieses Erlösungsfest feiern! " finite es im trimming milom sing song si mi dil billiged moda mobily you put on a hilobiti dojed( Schluß.) og du du spilionid Wir meinen unter dem, was es außer dem Hinweis auf die erlösende, heilbringende Revolution bedarf, hier nicht die Propaganda, die Agitation, die Gewinnung immer weiterer Volksschichten für unsere Grundsätze und die Zusammenfassung und Schulung der Gewonnenen in einer nach Lage der Dinge nothwendig geheimen Organisation. Das versteht sich von selbst. Agitation und Organisation sind die elemen tarsten Erfordernisse jeder Partei, und wenn man von einer Vorbereitung auf die kommende Revolution spricht, so ver stehen sich hiebei jene von selbst. Auch ist theils im Parteiorgan, theils in vertraulichen Rundschreiben und auf sonstige Weise über die Art, wie hiebei vorzugehen ist, genugsam gesprochen worden und wird nach Nothwendigkeit weiter darüber gesprochen werden. Heute wollen wir eine andere Art der Parteithätigkeit behandeln, die ebenfalls eine Vorbereitung auf die kommende Umgestaltung und ihre Kämpfe im besten Sinne des Wortes ist und die wir behandeln müssen, um unsere Ueberschrift ,, Revolution oder Reform?" zu rechtfertigen. Auer führt aus, daß die deutsche Sozialdemokratie gerade durch eine gewisse Mäßigung und durch das Betonen und Fordern obe stimmter Reformen zu Gunsten der Arbeiter mächtig geworden sei, und daß die Regierung und Bourgeoisie weit weniger vor der Drohung mit Revolution erschrecke, als vor der mit Bestimmtheit, Energie und ruhiger Würde geforderten Reform. zur Besserung der Lage des arbeitenden Volfes, welche den denkenden Arbeiter und Kleinbürger für uns gewinne. Kein erfahrener Sozialist wird dem im wesent lichen widersprechen können. Was die herrschende Klasse Regierung und Bourgeoisie betrifft, so glaubt sie bekanntlich nicht an die Möglichkeit einer erfolgreichen Revolution, die sie deshalb auch wenig fürchtet. Wer also hofft, von der herrschenden Klasse anders als in einer ganz außerordentlichen Zwangslage durch die Drohung mit einer späteren Revolution Zugeständnisse für die Arbeiter zu erhalten, befindet sich am Holzweg.Wenn solche theilweise Zugeständnisse möglich sind, so können sie es nur dadurch sein, daß augenblickliche günstige Umstände( die wir weiter unten andeuten) auf den friedlichen Wegen der Gewerkschaftsbewegung, der litera rischen Propaganda, des Parlamentarismus 2c. zu Gunsten einer bestimmten Arbeiterforderung ausgenützt werden. Was aber das arbeitende Volf, bezw. dessen für uns zunächst am meisten in Betracht kommende Schichten anlangt, so hat es in der That und sehr begreiflicher Weise für die einzelnen, ihm naheliegenden, unmittelbar greifbaren Verbesserungen seines Looses: Beschränkung der Arbeitszeit, Erhöhung des Lohns, Schutz vor allzuoffenbarer und unverschämter Ausbeutung, Beseitigung der ärgsten Gefahren des Arbeitsbetriebes, Entschädigung bei Verunglückungen, Versorgung in Krankheitsfällen, sowie für das Alter u. dgl. weit mehr Sinn und Verständniß, als für einen, seinen ganzen bisherigen Ueberlieferungen direkt widersprechenden Umsturzkampf, dessen Ausgang ihm feineswegs sicher scheint und dessen Folgen für die Verbesserung seines Schicksals ihm nichts weniger als klar sind. Die Arbeiter begreifen sogar von Haus aus nur solche nächstliegende Verbesserungen, und erst eine lange, arbeitsvolle Lehrthätigkeit des Sozialismus vermag sie zu der Ueberzeugung zu bringen, daß auch alle erdenklichen Einzelerleichterungen ihr Loos nicht gründlich und auf die Dauer zu verbessern vermögen, sondern daß es dazu ganz anderer Mittel bedürfe. Dieses Ziel der gänzlichen Befreiung mag nun aber dem Arbeiter im denkbar rosigsten Licht erscheinen,-- sie ist für den im Drang des täglichen Kummers in erster Linie nur dem Täglichen Lebenden doch immer ein verhältnißmäßig fernes; der Arbeiter ist aber meist durchaus nicht geeigenschaftet, jahre lang unverwandt einer fernen Zukunft nachzustreben, ohne eine, wenn auch noch so geringe Hoffnung für die Gegenwart. Und dann wo sollen die Arbeiter das Vertrauen in ihre Kraft zur Umgestaltung der ganzen Welt hernehmen, wenn man ihnen sagt, daß sie nicht die Macht zur Herbeiführung kleiner Veränderungen bejizen? Wie erhält und vermehrt man diein Kraft: indem man sie brach liegen, verrosten und versumpfen läßt, oder indem man sie übt? Die Anziehungskraft des Magnets, die Sehnenkraft der Arme schwindet dahin, wenn sie ungenügt, ungeübt bleiben. Das wußten auch die alten Kriegervölker und führten deshalb auch im Frieden eine Art von Krieg, die Jagd. Zu demselben Zwecke, zum Zweck der beständigen Frischerhaltung und der Vorbereitung auf den größeren Kampf dient uns der kleine Krieg des„ friedlichen" Kampfes um die Einzelforderungen der Arbeiter, har sid jun pugoni route du 1915 Eine politische Partei und das ist die deutsche Sozial demokratie, weder eine bloße oppositionelle Sefte, noch eine reine wissenschaftliche Schule kann nicht von fernen Idealen allein leben; sie bedarf, wie der Mensch des täglichen Brodes, auch naher Ziele und Erfolge, täglicher Erstrebungen und Erreichungen, an denen sie sich immer von neuem auffrischen und ermuthigen kann. Man forsche doch einmal nach, ob uns die hunderttausende von Wählern nur durch die idealen Verheißungen des Sozialismus zugeführt worden sind, oder ob es nicht vielmehr eine Reihe von. näher erreichbaren Forde rungen waren, welche die Massen am meisten anzogen. Die Gewerkschaften waren nichts anders als Zugeständnisse an dies momentane Erfolgsbedürfniß; was wären wir ohne sie ge blieben? Das Volf hat einen gesunden realistischen Instinkt und dieser muß es nothwendig von einer reinen Zukunftspolitik zurückhalten. Eine solche, d. h. eine Ausschließung vom | ebenso gutes und ebenso schlechtes als die Revolution. Uns aber müssen alle Mittel, wenn sie uns unserm Ziele entgegen fördern, willkommen sein. In diesem Sinne gibt es auf die Frage: Revolution oder Reform? nur Eine Antwort: Revolution und Reform. Erscheint uns letztere heute dienlich, so müssen wir sie anwenden; kommt einmal der Tag, wo uns die Revolution mehr fördert, so werfen wir jene weg, gleichwie wir die Urväterwerkzeuge vor den unsere jene weg, gleichwie wir die Urväterwerkzeuge vor den unsere Kräfte verhundertsachenden Maschinen der Neuzeit verlassen. Unser Ziel aber, die ganze und volle, die wahrhafte BefreiUnser Ziel aber, die ganze und volle, die wahrhafte Befrei ung des Volkes aus geistiger und körperlicher, staatlicher und politischer Knechtschaft, Armuth und Elendigkeit und die Aufges banung einer Geſellſchaft der Freiheit wird der Gleichheit,) dies hehre Ziel werden wir über den wechselnden Mitteln nie vergessen; gelten letztere doch nur seiner Erreichung! Lasse sich politischen Leben und ein Händeindenschoßlegen wäre aber auch führen, die on dogmatischen, Phrasen irre106 Formeln an ein Wort Fluch oder Segen knüpfen. Prüft unbefangenen Blicks, ihr Genossen, was man euch preiſt und, was man verdammt, nicht minder; und kleinsten Häuflein euver was den Feinden schadet und was dem Brüder nützt, was die Geister klärt und die Leiber stärkt zum großen Kampf das nehmt als gute Waffe, wie es auch heiße. Bereitet euch und werbet Freunde unserm Werf, verfahrt mit Bedacht und sammelt die Kräfte ohne Vergenden und schmiedet sie zusammen zu einem gewaltigen Hammer, der da einſt die deſſein ſamt den Feßtern in Trümmer ſchlägt, Sammelt von allen Seiten den Heerbann, das unwiderstehliche Schlachtheer der Freiheit, stählt seine Kraft und schulet sie. Und kommt er dann der große Augenblick, auf den auch unsere Hoffnung steht, biss un biltrie od diese und seht ihr leuchten die willkommnen Flammension nods Dann auf die Feinde stürzt wie Wetterstrahlist sid those Und brecht den Bau der Tyrannei zusammen! hin si momumo didis thin bin isdb] sid Stabl jus Etwas von der deutschen Polizei. 1130 Πα 110 0 Sendungen telegraphisch an die Polizeibehörden der Empfänger berichtete, worauf letztere nach Ankunft der Sendungen behaussucht und ihnen die Blätter genommen wurden. K. rühmte sich dieser Diebsthat selbst, indem er renommirte, daß er sofort„ am Griff" fenne, wenn ein Brief den " Sozialdem." enthalte und daß er in Bälde zweitekein Stück von diesem Blatt mehr nach Deutschland toen werde, daß mal veranlaßte er die Wegnahme einer ihm verrathenen größeren Sendung in Lindau; dieselbe verschwand indessen bekanntlich schon am Tag nach der Beschlagnahme aus dem behördlichen Gewahrsam auf räthselhafte Weise, und fand sich auch seitdem teine Spur mehr davon. Auch einige Denunziationen von Genossen, die wohl zu Verhaftungen und Anklagen, aber nie zu Verurtheilungen führten, find auf die Rechnung Kaltenbachs zu setzen. Im Uebrigen aber hat, die von K. organisirte Spionage seit den beiden mitgetheilten Haupt ,, thaten" herzlich wenig ausgerichtet, was freilich lediglich der Wachsamkeit der zürcher Genossen und ihrem guten Kundschafterdienst zu verdanken ist. Wir vermögen uns die auffallende Thatsache, daß die deutsche Regierung die Spigelrotte trotz alledem noch weiter füttert, nur mit der Annahme zu erklären, daß Kaltenbach sammt seinen Untergebenen ihren Auftraggebern neben allgemein Bekanntem und gelegentlich einmal Aufgefischtem nach Art der Gehilfen Stiebers im fölner Kommunistenprozeß direkt erlogene Berichte einschicken, um sich ihr Brod zu erhalten. Trotz dieser Mißerfolge aber ist die Bande, die, wie gesagt nur durch die angestrengte Aufmerksamkeit der die Schliche der Spitzeln kennenden und sie durchkreuzenden Genossen unschädlich gemacht wird, keineswegs gänzlich ungefährlich. Sie lungern in Zürich, Basel, Bern, Winterthur und auf der Reise an anderen Orten herum, schnappen jedes unbedachte Wort auf und benützen es zuv Denunziation. Ferner verfügen sie über bedeutende Geldmittel,( welche aus nicht weniger als drei Quellen fließen: von der Reichskasse, dem berliner Polizeipräsidium und der elsässisch- lothringischen Landeskasse); die Erfahrung hat uns aber gezeigt, haben, au daß sich au maſere Bewegung manche anſaubere" Elemente angehängt freiwilligen, am liebsten aber bezahlten Polizeidienst nicht verschmähen. Also Vorsicht, Zurückhaltung und Verschwiegenheit gegenüber allen Unbekannten und Unzuverlässigen, besonders aber Wachsamkeit gegenüber den bezeichneten Polizeispionen, deren Steckbrief wir nachstehend anderen notorischen liefern. Begegnet man einem derselben weer Spitzel( wir werden nach Bedarf noch weitere ähnliche Veröffentlichungen machen) auf Schweizerboden und wird von den Herren durch Nachlaufen, Nachfragen ze. belästigt, so laffe man seine Personalien vom nächsten Polizeimann feststellen, um eine Klage wegen Beinträchtigung der persönlichen Freiheit versuchen zu können. Sollte man aber gar den Spionenchef Kaltenbach auf republikanischem Gebiet treffen, so suche man denselben in irgend eine Affäre zu verwickeln, welche die Möglichkeit gewährt, ihn festnehmen zu Es würde dann dafür gesorgt daß der Herr wegen versuchter Verleitung zum Diebstahl und ähnlichen Dingen einem schweizerischen Gericht vorgestellt würde, das ihm dann wohl eine Zeitlang bas Handwerk légen möchte. 1914 1 Hier die nöthigen Sted briefe: Polizeiinspektor Kaltenbach ist von mittlerer Größe, beleibt, trägt einen schwarzen, spitzen Schnurrbart, hat bräunliche Gefichtsfarbe; man merkt ihm in der Sprache, den Badener an. Sein Aussehen im allgemeinen ist das eines Offiziers im Zivil; ein besonderes Kennzeichen ist ein fortwährendes Blinzeln mit den Augen. Kleemann, Preuße, 40 Jahre alt, mager, übermittelgroß, blaß, blonder Bart, trägt Brille. Hi b ch Baier, 40 Jahr alt, wenig Bart, übermittelgroß, mager, große Nase, trägt bisweilen Brille, hat eine Schwäche für's schöne Geschlecht. bad!! Es ist bekannt, daß die deutsche Regierung nicht nur innerhalb der schwarz- weiß- rothen Schranken, sondern auch im Ausland, soweit, sich politisch selbstdenkende und thätige Deutsche finden, ihren wohleingerichteten Spitzeldienſt hat. Die bekannten Heldenthaten der deutschen zum Theil mit dem bekannten internationalen Polizeibureau und dessen Filialen zusammenarbeitenden Geheimpolizei in Paris, London, Brüffel 2c. sc. sind auch die Prozesse Just, Kaufman 2c. 2c., die Affaire Zadeck und Lehmann, die Ausweisungen in Paris und Belgien jedermann bekannt geworden. Ein besonderes Augenmerk richtet die deutsche Polizei seit der Gründes Sozialdemokrat" und der mit Ausbildung der letzteren zu dung sammenhängenden Parteieinrichtungen und Verbindungen selbstverständ lich auch zürich. Gilt doch diese schöne Stadt den Jüngern Stiebers als der Sitz der finſterſten Verschwörung und den ihrer Macht leider unzugänglichen Entstehungsherd aller fie beunruhigenden Teufeleien. Auf is so disgrein welche Art die Polizei sich über das in Zürich Vorgehende zu unterrichten sucht, darüber einiges mitzutheilen, halten wir nicht nur zur Kennzeich nung der Polizeischliche interessant, sondern auch zur Warnung der G nossen und aller ehrlichen Leute vor den betreffenden Spizeln für nüßlich und nöt fommen bei einer Beaufsichtigung und Auslundschaftung im " Ge von den schlimmsten physischen und moralischen Folgen für das Volf. Es ist nicht wahr, daß es um so besser für uns ist, je schlimmer die soziale Lage wird. Das Elend korrumpirt weit mehr als es revolutionirt, und durch Hunger entnervte, an Körper und Gehirn entartete Menschen sind wohl zu Ver zweiflungsthaten, nicht aber zu einer organisirenden, bei aller Vernichtung des Schlechten zugleich aufbauenden Revolu tion im Stande. Dagegen bewirkt jede materielle Hebung der Einzellage der Arbeiter zugleich eine geiſtige und ſittliche Hebung; geistig und sittlich starke Menschen sind aber allein das Material, das die sozialistische Revolution brauchen kann. Wir kommen demnach zu dem Schluß, daß sich die deutsche Sozialdemokratietro( und rubeschadet ihrer revolutionären Grundsätze nach wie vor am gesammten politischen Leben zu betheiligen und auch politische und besonders wirthschaftliche Reformen nicht von Haus aus zurückzuweisen, sondern von Fall zu Fall Stellung zu ihnen zu nehmen und zu ihrer Er strebung und nach Umständen selbst zu ihrer Durchführung mitzuwirken hat. Wir können uns hier nicht darauf einlassen, alle die Reformen aufzuzählen, von denen wir für möglich halten, daß sie innerhalb des Zeitraumes, der uns noch vom Sieg des Sozialismus tremut poauf die Tagesordnung kommen können und geben uns bezüglich ihrer auch durchaus feinen überschwenglichen Hoffnungen hin Aber wer die Ent wicklung der Dinge in Deutschland verfolgt und den Einfluß erwägt, den die zum Theil von Erfolg gekrönten Bestrebungen der Arbeiter in anderen Ländern und andere Dinge auffie üben müssen, der wird einsehen, daß solche Forderungen in der einen oder andern Form auch in Deutschland auf der Bildfläche des parlamentarischen Lebens erscheinen fönnen. Und wer ferner die eigenthümliche Stellung der bürgerlichen Parteien und der Regierungskreise zu einander, das Bedürfniß derselben, sich gegenseitig die stützende Masse abspenstig zu machen, den großen geistigen Einfluß der sozialistischen Ideen und anderes mehr kennt, der wird auch begreiflich finden, daß Lagen eintreten können, welche unserer Partei trotz Sozia listengesetz einen Einfluß auf die Behandlung solcher Forde rungen ermöglichen. Durch ein kluges Vorgehen in dieser Richtung können wir unsere Sache erheblich fördern. an Aber was wir freilich bei einem solchen Verhalten in Bezug auf Reformen nie aus den Augen lassen dürfen, das ist, daß wir nie Reformpolitiker werden, welche vermittelst solcher Einzelreformen und nur auf diesem Wegen eine wesentliche Besserung der Lage des Volkes zu erzielen vermeinen. Dies ist auch der tiefgehende Unterschied zwischen Auers Standpunkt und dem unsrigen. Nicht zwar, als ob wir glaubten, daß Auer plötzlich das reiche Erbe der sozialistischen Erstgeburt für ein armseliges reformistisches Linsengericht dahingeben wolle; vor dieser Annahme ist unser Genosse durch seine pjahrelange aufopfernde Thätigkeit im Dienste des revolutionären Sozialismus genügend geschützt. Weshalb wir uns gegen Auer wenden müssen, das ist, weil seine Darstellung eine solche ist, daß un erfahrene glauben können, ja fast glauben müssen, die refor mistische Thätigkeit sei gegenwärtig die Hauptaufgabe der Partei und der revolutionäre Geist sei zu perhorresziren. Die refor mistische Thätigkeit ist aber für uns nur eine vorüber gehende, nur als Mittel, nicht als Zweck zulässig; wir dürfen nur unsere Kräfte in ihr üben und stärken, nicht aber sie in ihr verschwenden. Wir dürfen nicht aufgehen in dieser Nebensache, sonst verlieren wir sicher das Verständniß für die Hauptsache, sonst bleiben wir auf unserm langen Wege in den ersten schlechten Schenken hängen und verlieren das herrliche Endziel aus den Augen. Und um es keinen Augenblick zu ver gessen, ist es gerade jetzt doppelt nöthig, den revolutionären Geist zu wecken und zu entflammen und die Arbeiter immer wieder von dem Theil auf's Ganze zu verweisen, damit sie nicht am ersteren kleben bleiben, sondern sich an das letztere halten. Wir müssen uns stets bewußt sein, daß alle diese kleinen Verbesserungen nur unzulängliches Flickwerk sind, währegelmäßig schriftlich berichterstatten; diese Berichte gehen jedoch nur in rend das Volk, während die Menschheit eines von Grund aus neuen Hauses bedarf, das nur aus einer gründlichen Umwälzung entstehen kann.dll( bum and pidu gug Schließen wir Die windschiefe, palterszerfressene Barrake des heutigen Staates und der heutigen Gesellschaft ist freilich ein schändliches Bauvert und wir alle freuen uns auf den Augenblick, wenn sie zusammenbricht in Staub und Moder. Aber vorläufig steht sie noch und, was die Hauptsache iſt, wir müssen in ihr wohnen. Sollen wir uns da aus Feind schaft gegen das alte Gerümpel und in Erwartung des fom menden Bessern anregnen, anhageln und jede Unbill über uus kommen lassen; oder sollen wir nicht vielmehr die Schäden, soweit wir unter ihnen zu leiden haben, zu verbessern und uns dabei im Bauen zu üben suchen? Werden wir darum weniger nach einem ganz neuen Bau verlangen? Wir denken, kaum. Ausland zuerst die Gesandtschaften und Konsulate in Betracht. Auch in unserm Fall gehört die Spigelei unter den deutschen Sozialdemokraten deutschen Konsulats in Zürichs zu den Amtsobliegenheiten sowohl des Zürich als der deutschen Gesandtschaft in Bern. Letztere hat schon verschiedene Tausende von Franken an eine sichere Person für Spionage ausbezahlt; der Konsul in Zürich aber befand sich wenige Wochen vor dem wydener Kongreß zur persönlichen Berichterstattung über das„ zürcher Treiben" in Berlin, ohne freilich das geringste von dem bevorstehenden Kongres melden zu können, wofür er kaum einen Orden erhalten haben wird. Beiläufig gesagt: Sollte dem armen Mann der einſt( 1848) selbst politischer Flüchtling gewesen und dem die aufgezwungenen Polizei aber wegen feiner dienste vielleicht nicht besonders angenehm ſind a Ununterichtetheit über eine so wichtige Angelegenheit am Ende gar eine Naje zugekommen sein, so dürfte ein gewisser ihm nahestehender Sozialrevolutionär" a. D. wohl ebenfalls seinen Theil abbekommen haben. Wir stellen letzterem übrigens das Zeugniß aus, daß er beim besten Willen nichts melden konnte, weil er nämlich selbst nichts wußte. Im Ganzen läßt sich aber mit der bloßen Gesandtschafts- und Koufulatsspizzelei, namentlich in einer nur mäßig großen Stadt wie Zürich, wo von den Beaufsichtigten die Personen und Verbindungen ihrer Aufseher allzuleicht beobachtet werden können, und auch die erforderlichen, mit allen Hunden geheizten Kujone( um mit dem alten Fritz zu reden) nicht immer zur Hand find, nicht viel machen. Die Hauptspitzelei wird darum dieses Amt übt Herr Madai direkt von dem Reichspolizeiministerium in Berlin aus, wenn er auch den Namen noch nicht führt aus ge= leitet. Und zwar geschieht das auf zweierlei Weise, nämlich durch außer ordentliche, vorübergehende und durch ordentliche, dauernde Missionen". Ueber die ersteren, nämlich zeitweise Spionage durch eigens hergesandte „ höhere" ,, niedere" Spigeln haben hier nicht zu sprechen, sondern lediglich über den zur dauernden Ueberwachung und Auskundschaftung der deutschen Sozialdemokraten in Zürich und der Schweiz überhaupt eingerichteten Spionirapparat. indi 119 Der Siz deſſelben ist im Elsaß und zwar in Mühlhausen. Die ,, technische" Leitung ist dem kaiserlichen Polizeiinspektor Kaltenbach, einem in der Nähe von Lörrach gebürtigen Badener, anvertraut, der in dieser Sache unmittelbar mit dem berliner Polizeipräsidium verkehrt. Derselbe tommt zu Spionirzwecken häufig nach Basel, wo er bei Herrn Karl Weiß, in Firma Hermann Weiß, Bant( angeblich seinem Schwager), verkehrt. Von den von ihm in Zürich angestellten Spitzeln läßt er sich " 1 den allerfeltensten Fällen an ihn unmittelbar, sondern der Vorsicht halber an verschiedene Zwischenadressen, meist an ihm unterstehende Bolizeibeamte: Sekretär Kleemann, Wildemannsgasse 12, Theil, ebenda, Hübsch, Belforterstraße 7, sämmtliche in Mühlhausen. Kaltenbachs eigene Adresse ist Hoffnungsgaffe 2. Von Zeit zu Zeit läßt sich K. von seinen Spürhunden mündlich berichten und kommit zu diesem Zweckt nach wechselnden Bahnstationen der Nordostschweiz.dard Die Spitzeln in Zürich sind durch Dienstinstruktion beauftragt, der zu Polizei insbesondere über folgende Punkte so ausführlich als möglich zu berichten: Die Verbindungen des Sozialdem." und der sonstigen in Zürich bestehenden Parteiorganisationen mit Deutschland; die Art der Bersendung( Aufgabsorte), die Empfänger und Berichterstatter des Blattes; neuerscheinende Schriften, besonders geheime" Rundschreiben u. dergl.; am Parteiorgan und sonst mit Deutschland in lebhaftem Ver tehr stehende Personen; politische Führung der deutschen Sozialdemo fraten in den Versammlungen, Vereinen 2c.; Reisen von in Zürich be findlichen Sozialisten nach Deutschland zc. Kurz und gut: die Spione sollen die deutsche Polizei über alles in der deutschen Sozialistenkolonie auf dem Laufenden halten, und ihr durch Ausschnüffelung Und wenn dann der ersehnte Zeitpunkt kommt, wo der Plunder plänen in Kenntniß jezen allem aber sie zum vornhinein unter Ach und Weh seiner Besitzer zusammenkracht, dann werden wir eher zur Hand sein und mehr Geschick zum Neuaufbauen zeigen, als diejenigen, welche sich trotzig und thöricht in die Wälder verlaufen haben, weil sie die Mauern nicht mit dem Kopf einzurennen vermochten argi allo si ho star # 9 Wenn man unter Revolution den gewaltsamen Umsturz verſteht, ſo iſt ſie kein Zweck, ſondern nichts als ein Mittel, das an sich weder gut noch schlecht ist, sondern es erst durch den damit erzielten Erfolg wird. Die Reform ist aber auch ein Mittel, und zwar in Bezug auf die Zweckmäßigkeit ein von der Reisewege des Sozialdem." die Möglichkeit zur Abfassung des gehaßten Blattes geben. Hinsichtlich der Mittel zur Erreichung dieſes 3wedes ist ihnen feinerlei Grenze gezogen sie sollen Berratherkaufen, Bedienstete bestechen, Gespräche behorchen, Schriftstücke stehlen, furz vor nichts zurückscheuen! Freilich haben Herr Kaltenbach und seine saubere Rotte trotz ihrer Unbedenklichkeit hinsichtlich der anzuordnenden Mittel bis jetzt nur wenig Erfolg gehabt, Ginzige zwei Mate gelang es ihnen, einen größeren Fang zu machen. Das erſtemal, ziemlich zu Anfang des„ Sozialdem.", als eine Nummer im Elsaß aufgegeben worden war. Kaltenbach war es, der damals, im Zusammenwirken mitder elsäßischen Post einen großen Theil der Auflage st a h I und bezüglich der übrigen ihm in die Hände gefallenen Wir empfehlen die genannten Spizlen und ihren Verkehr der Aufmerksamkeit der Genossen. ni Tom sports jä Der Prozeß der„ Narodnaja Bolja" und des revolutionären Exekutivkomites vor dem petersburger Kriegsgericht. duof97. bis 12. November( 25, bis 30. Oftober) biff G & ( Schluß.) di( Schluß.) 7) Sky Afanassi, 25 Jahre alt, Popensohn, cand. med. der Universität. 1877 wurde in seiner Wohnung zu Kijew in seiner Abwesenheit gehaussucht und eine große Anzahl verbotener Schrif ten vorgefunden; er floh ins Ausland, kam Ende 1878 zurück, wurde zufälliger Weise im Dorf Sasulje, poltamer Gouvernement, unter dem Namen Sakowit verhaftet, am 14. Mai 1879, Er leugnete, an, Krapotfins Ermordung Theil genommen und von Bulitsch darauf Geld bekommen zu haben. Verurtheilt zu 20 Jahren Zwangsarbeit in den Bergwerken, begnadigt" zu 15 Jahren. Holbitu 8) Kobiljansti Ludwig, 22 Jahre alt, Pole, Edelmann aus Wolynien, Schloffer. Er wurde 1878 beschuldigt, unter den Arbeitern in Warschau, wo er damals arbeitete, Propaganda gemacht zu haben, floh und wurde am 21. Kindheit auf der sozialistischen Partei anhaftet. Er erklärte, daß er guſt 1879 in Wijew auf der Straße ver gehört und was er gethan, aus Ueberzeugung gethan habe. Sein Vertheidiger hatte nämlich seine Thätigkeit mit jugendlichem Leichtsinn zu ent schuldigen versucht. Bis Goldenberg auf ihn zuging und ihm mittheilte, daß er soeben den Fürsten Krapotkin getödtet habe, habe er von der Absicht und den Vorbereitungen zum Attentat nichts gewußt. In Bezug auf die Beschuldigung, den Zusammenfünften mit Solowjoff beigewohnt zu haben, erklärte er: Als er aus Kijew nach Petersburg gekommen, um die Zeitung Semlja i Wolja" zu holen, habe er Goldenberg getroffen. Derselbe habe ihn in ein Gaſthaus geführt, wo er einige Personen traf, die ihr Gespräch bei seiner Ankunft abgebrochen hatten; wovon sie vor und nachher gesprochen, wisse er nicht.( Sundelewitsch und Kwiatkowsky Er wurde zu 20 Jahren Bergzwangsarbeit verurtheilt. bestätigten das). " 9) Bulitsch Alexander, 27 Jahr alt, Kreisarzt aus dem tschernigower Gouvernement. Sollte zur Ausführung der Ermordung Krapotfins Geld gegeben haben, was er jedoch leugnete. Vorher war er nicht politisch kompromittirt. Bekam 15 Jahre Arbeitshaus, wurde aber nach Verlust aller erblichen und erworbenen Rechte zur Verbannung nach dem tomster Gouvernement( in Sibirien) ,, begnadigt". 10) Buch Nikolai, 26 Jahre alt, Sohn eines Geheimraths, erzogen auf dem Gymnasium zu Samara, nachher auf der pawlow'schen Akademie zu Petersburg, Militairſchule, zuletzt Student der medizinischen seit 1874 zur sozialistischen Partei gehörig, 11) 3udermann Leiser, Israelit, aus dem wilnder Gouvernement, Kaufmann, 28 Jahre alt, stbisxldog mod dopadsid red 12) Iwanowa Sophie, Tochter eines Majors, 23 Jahre alt, 1877 bei der Kafanplatz- Demonstration verhaftet und 1878 in dem Prozeß der 193 verwickelt und nach dem archangelsschen Gouvern. ver bannt, von wo sie indeß 1879 nach Petersburg entfloh, und HCT 13) Grja snowa Marie, 22 Jahresjalt, Bäuerin des Dorfés Sutti, Gouvernement Twer vorher nicht in Untersuchungen wegen politischen Verbrechen betheiligt gewesen, " wurden am 18. Januar 1880 in der geheimen Druckerei der Narodnaja Wolja" verhaftet und sind beschuldigt: a) in derselben gearbeitet zu haben 10 b) bewaffneten Widerstand geleistet zu haben; und can den letzten Ereignisjen Theil genommen zu haben, weil u. a. auch Dynamit, Cholturins) Paß, sowie ein Bohrer gefunden wurden, den Goldenberg als denselben, mit welchem bei den Vorberei tungen in Moskau gearbeitet wurde, anerkannten od Busch bekannte sich als Mitglied der Narodnaja Wolja, aber nicht als solches das Exekutivkomites. Er gestand zu, an den Arbeiten der Druckerei theilgenommen und als Wirth muter dem Namen Lyſſento die Wohnung für die Druckerei gemiethet zu haben, wobei Iwanowa als seine Frau ausgegeben wurde. Bewaffneten Widerstand habe er nicht geleistet wer den Bohrer und Paß zu ihm gebracht habe, wisse er nicht.3) Wurde zu 20 Jahren Bergwertszwangsarbeit, die nachher in 15 Jahre umgewandelt wurden, verurtheilt. 3udermann bekannte sich nur als Sozia list, gehörte aber der Organisation nicht an; er fam aus dem Auslande, wo er von 1875 an war, erst zwei Monate vor seiner Verhaftung'); nahm Soldad se adunaid hij disa ho DOT 111) Ee ging mit Goldenberg und als der Wagen des Fürsten ankam, jo verließ ihn G. und ließ ihn warten, isqui suis au 2) Attentäter im Winterpalaste. 3) Schirjajew bekannte, Bohrer und Paß während der Haussuchung in der Druderei jur Aufbewahrung übergeben zu haben. and 1956 4) Was Sundelewitsch, der ihn mitgebracht und in der Druderei empfohlen hat, estätigt, dual od istinad er 11a1 Be erfl Be Di Ba hat St der zu Ve nu Bi fun ein zwe Go та tha 23 Si die ihr Be Li die sch be jag ar ter G Tel 311 de flc 110 26 3 et I 11 ST b je tr fe 11 m ht b 3 213 1122 3 I C t 317 e t g ט be 11 ts 8 t, = T= t= e, g f. or -y t. t= t h ㄢ ˇ t, 8 1, 19 ht er ie [ 8 es ³) RE m T eß ei } er nur geringen Antheil an dem Drucke der Nro. 2 und 3 der„ Narod naja Wolja" Widerstand hat er nicht geleistet. Verurtheilt zu 15 Jahren Bergwertszwangsarbeit, die in 8 umgewandelt wurden. Iwanowa erklärte, Mitglied der„ Narodnaja Wolja" gewesen zn sein und in der ruderei gearbeitet, sowie bewaffneten Widerstand geleistet zu haben. Berurtheilt zu 15 Jahren, begnadigt zu 4 Jahren Zwangsarbeit. Grias now a figurirte zum Schein als Köchin Buchs, arbeitete in der Druckerei, aber nicht lange, nut. 6 Wochen. Auf die Frage betreffe ber Barteiangehörigkeit wollte sie nicht antworten bewaffneten Widerstand hat sie nicht geleistet. Zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurtheilt, welche of fie in Verbannung umgewandelt wurde. 14) Martinowski Sergei, 20 Jahre alt, Edelmann, Beamter der Feldmeßkanzlei. Er wurde in fonstantiatow'schen Feldmeßinstitute zu Moskau erzogen, war in politische Verbrechen vorher nicht verwickelt. Verhaftet am 4. Dezember 1879 in Petersburg, wobei in seiner Woh nung Dynamit, Gifte, Nummern der„ Narodnaja Wolja" und ei ein PaßBureau vorgefunden wurde. Er erklärte, Terrorist zu sein; die vorgefundenen Sachen habe ein Bekannter den er nicht nennen werde, auf einige Tage zur Aufbewahrung zurückgelassen. Bekam 15 Jahre Berg15) Figner Eugenie, 21 Jahre alt, Adelige aus dem kasaner Gouvernement, erzogen" im potomner Gymnasium zu Petersburg. Sie war schon früher beschuldigt, an der geheimen Gesellschaft zu Saratow thätig gewesen zu sein, wurde aber nicht erwischt. Verhaftet in Kwiatkowski's Wohnung am 24. November 1879 unter dem Namen Bobereichskaja. Sie bekannte, der revolutionären sozialistischen Partei anzugehören; aber die auf ihrem Zimmer vorgefundenen Sachen erkennt sie nicht als die ihrigen an. Verurtheilt zu 15 Jahren Zwangsarbeit, umgewandelt in Berbannung nach Sibirien. bon du suduj neflans smiled tim 16) Drigo, 31 Jahre alt, vorher Volkslehrer, später Verwalter pon Lisogubs Gütern. Er ist angeschuldigt, aus den Geldern Lisogubs für die Bedürfnisse der Partei verausgabt zu haben. Er bekannte sich nicht schuldig, da er alles auf Befehl seines Herrn gethan und sich nicht darum bekümmert habe, wozu die Gelder ausgegeben worden seien. Diese Ausſage wurde von Sundelewitsch beſtätigt. Berurtheilt zu 15 Jahren Zwangsarbeit, umgewandelt in Verbannung nach dem tomster Gouvernement. Dieser Prozeß spricht für sich selber. Die große Anzahl der Angeklagten, welche dem Bauern und Arbeiterstande angehören, zeigt wie der Gedanke der Befreiung von dem Joch der Knechtschaft bereits in's, Volk felbst gedrungen ist. Wöge man ihm auch mit grausamen Strajen den Mund sperren, damit es nicht von seiner sozialen Lage sprechen könne, es wird Mittel finden, um seine ihm vorenthaltenen Menschenrechte 3u erobern. Die heroische Haltung der Angeklagten erinnert an die Zeiten der großen französischen Revolution und legt Zeugniß dafür ab, daß das flare Bewußtsein der Ziele stark und muthig macht.issions W.G. 10 but i gmised side cogno E hour dun sisid an onist on auto major sidoroji indo] c dinsdagbisg atisbe gitis( i) usijusi nopidion si simpo 1993# 191mdil Sozialpolitische Rundschau. sind is 56 k Deutschland. H " 1 * Wie mißtrauisch sich auch die deutsche und die französische Regierung sonst betrachten mögen, wenn es gegen die Sozialisten geht, da sind sie einig. Einem gut unterrichteten englischen Blatt zufolge befand sich fürglich ein französischer und bost mit szofſiſcher Diplomat in Friedrichsruhe und schloß dort mit Bismard ein Uebereinkommen, wonach beide Regierungen sich verpflichten, alle Mittel zu ergreifen, um sozialistische und kommunistische Bestrebungen niederzuhalten, und alle Vorkehrungen für eine gegenjeitige Ueberwachung behufs Durchführung dieses Zweckes zu treffen. Gleichzeitig versicherte Frankreich Deutschland, daß es feinerseits Nichts zu befürchten habe. Der Sinn des letztern Sazes ist dunkel. Daß das offizielle Frankreich heute noch nicht sozialistisch ist, weiß man ja ohnehin; für das unoffizielle wird die pariser Regierung aber wohl kaum bürgen können. Die Uebereinkunft wird übrigens wohl Ueberwachungen, Ausweisungen, Verhaftungen und Schädigungen von Sozialisten verurjayen gingegen den Sozialismus felbft aber wird sie so wenig etwas ausrichten können, als die beiden Regierungen in ihren zändern etwas dagegen zu thun vermögen.side robin Die Ausweisungen aus dem hamburger Bes lagerungszustandsgebiet dauern fort. Diesmal traf das Loos die Genossen Walther, Zigarrerhändler; Petersen, Tischler; Bein, Maschinenbauer; Stange, Maschinenbauer; Wille, Tischler; Hackenberger, Maler; Eichler, Tischler und Garve, Expedient. In Ottensen fanden Verhaftungen statt.& D digi pandise Die hiesigen W. Berlin, 16. Dez. Ob die letztgemeldeten nihilistischen" Berhajtungen ats Frucht sozialrevolutionärer" Thätigkeit anzusehen sind, wird die Folge lehren. Im Berl. Tagebl." phantafirt ein Stribler allerdings ohne Garantie" daß nach der Art der nihilistischen Propaganda das revolutionäre Gift in höhere" Gesellschaftskreise verpflanzt würde, durch anscheinend harmlose Vergnügungsvereine. Wir glauben den Einsender jener Notiz zu kennen, einen wüthenden, sich Fortschrittler nennenden Dummkopf, dem wir gelegentlich durch eine scherzhafte Bemerkung eine Gänsehaut verursacht haben. " Sozialrevolutionäre" protestiren( auch in der Freih.") dagegen, daß einige Wenige ihre persönliche Meinung für die der Partei ausgeben; sie vergessen leider, daß sie diese Wenigen selbst sind. Wir ließen es uns mit Eifer angelegen sein, selbst und durch vertrauenswürdige Leute Fühler in die Werkstätten und Fabriken auszustrecken, und können ohne lebertreibung fonstatiren, daß das Vertrauen zur Parteivertretung durch aus nicht geschwunden ist, daß die alte Gesinnung nicht erschüttert wurde; die Wahlen werden reden! Da wo die sozialrevolutionären" Ideen durch gewandte Agenten gepredigt wurden, ohne daß eine Vergleichung mit dem Prinzip der Arbeiterpartei möglich war, haben sie hie und da Eingang gefunden. Die Genossen aber, die ohne engeren Verkehr mit irgend einer Richtung standen, blieben, was sie ie waren: Sozialdemokraten. Un fruchtbar und falsch wäre es ganz und gar, hier in Berlin von zwei verschiedenen Parteien zu sprechen. Die Gegensätze sind nur künstlich gemachte; sie verschwinden, sobald ein bedeutenderes Ereigniß eintritt, oder wo es sich um gemeinsame Arbeit handelt. Es gibt wohl theoretische Sozialrevolutionäre, aber praktische findet man unter den Arbeitern wohl keine. Die Wost'schen" Thaten" werden auch nur geredet. Es liegt uns fern, gegen die Leute„ Ränke spinnen" zu wollen; aber wir wünschen, daß die Thatsachen nicht verdreht werden. Mag jeder seine Ueberzeugung vertreten, jeder für sie eintreten( ein ehrlicher Deann thut das immer); wir nehmen zur Ehre des Trüppchens der hiesigen " Sozialrevolutionäre" an, daß sie den Schein für Wahrheit nehmen, daß sie getäuscht sind. Wir können aus verständlichen Rücksichten nicht näher auf die Verhältnisse in Berlin eingehen; aber die Tiraden in der Freih." geben uns keinen Anlaß zu Erwiderungen. Die Inkonsequenzen des Most'schen Systems(??) und die Zeit werden weit besser wirken, als die besten Widerlegungen. Wir beklagen aber die Agitation der Freih." aus dem Grunde ,, weil durch sie traurige Verwirrung, geschaffen wird bei denen, die thätig sind oder sein sollten für die gemeinſame Sache des Sozialismus: Kampf gegen die Reaffion, gegen die Feinde des Proletariats! Zeit und Arbeit wird um eingebildeter Gegensätze willen vergeudet; weshalb verneinigt man sich? Weshalb begibt man ſich freiwillig einiger Mittel zum Zwecke? Meist aus Frrthum, nicht aus Böswilligkeit.( Es fehlt leider nicht an solchen, welche die Uneinigkeit aus unlautern Beweggründen aller Art zu erregen und zu fördern suchen. Gegen diese darf man sich nicht von falscher Versöhnlichkeit leiten lassen. D. R.) Wir aber lassen uns nicht entmuthigen, wir nehmen jede sich bietende Hilfe an, gleichviel ob aus den Reihen unserer nächſten Freunde oder aus den sich zurückziehenden Freunden und können auch irren, b Xxx Pforzheim, 14. Dez. Unser Staatsanwalt Uebel will ſeinen Degen immer noch nicht in der Scheide lassen und besonders dem vielgehetzten Gen. Lehmann immer noch keine Ruhe gönnen. Nachdem bereits vor ungefähr drei Wochen mehrere Verhaftungen wegen angeblicher Verbreitung verbotener Druckschriften sozialrevolutionären" Inhalts erfolgt war, fanden gegen Schluß der letzten Woche, maffenhafte Haussuchungen, Freiheitsberaubungen, Vorladungen zc. statt, deren Spitze sich gegen die Gastwirthschaft unseres Genossen Lehmann kehrte. Sogar zwei Auswärtige, welche als Gäste des Lokals von Lehmann rekognoszirt waren, wurden als„ Verdächtige" behaussucht, festgenommen und hierher eingeliefert, wo sie mehrere Tage im Gefängniß einquartirt wurden. Von den vierzehn Verhafteten sind vier bereits wieder auf freien Fuß gesetzt; über die andern ist die Voruntersuchung noch nicht völlig abgefchloffen, doch sind die meiſten ſchon nach Karlsruhe gebracht.— Kein halbwegs im Geruch des Sozialismus Stehender ist mehr seines Besitzthums und seiner persönlichen Freiheit sicher. Ueber die Lehmann'sche Wirthschaft aber ist ein förmlicher Belagerungszustand verhängt: Tag und Nacht ist das Lotal der Polizei zernirt and blokirt, am Dienstag: Mittag wurden sogar alle anwesenden Gäste polizeilich aufgeschrieben. Was mit dieser, terroristischen Maßregel bezweckt werden soll, liegt auf der Hand Borläufig ist soviel erreicht, daß wieder paar Gri stenzen mehr ruinirt find! Zum Schluß noch einige Bemerkungen über Veranlassung, Gang und Verlauf der großartig angelegten Razzia Motiv: Gemeine Denunziation eines Rachsüchtigen und Verzweifelnden, der möglichst viele Genossen ſeines Unglücks haben wollte. Daher auch die Ausdehnung der Unterfuchung auf das württembergische Gebiet: Neuenbürg, Besigheim, Stutt gart. Das Verfahren der fungirenden Behörden bei den Haussuchungen und Vernehmungen war ausnahmsweise taktvoll und nach Möglichkeit schonend. Auch die Untersuchung selbst wurde nach Möglichkeit beschleunigt, namentlich war die Arbeitsleistung des Untersuchungsrichters, Landgerichtsrath v. Schmidt Eberstein in der That enorm, wohl in der Exkenntniß, daß die meisten grundlos Verdächtigten frivoler Weise in die Sache hineingezogen waren. Auf dem mit Aufbietung des ganzen Polizeiappavats in Szene gesetzten Monſtreprozeß trifft übrigens das Wort des römiſchen Dichters& Parturiunt mo nascetur ridiculus mus! fieh! heraus kommt Berge freisten, Maustein zum Lachen! ps. Nürnberg, 15. Dez. Die Spionirerei hier dauert auch nach der Abreise Auers ungeschwächt, ja eigentlich im verstärkten Maße fort. Die unglückliche Weizenstraße, wo sich das Arbeitslokaf Grillenbergers befindet, ist mit einer geradezu beispiellosen polizeilichen Aufmerksamkeit bedacht, welche Aufmerksamkeit so peinlich gehandhabt wird, daß unter den Augen Stricke 11901101 wurden die ersten Flugschriften in sämmtlichen Bezirken von Wien und in den westlichen Vororten vertheilt. Zwei Tischler Nit. Trojan und Georg Mühl wurden in der Leopoldstadt bei Ausstreuung der Flugschrift festgenommen, ein dritter Arbeiter in Ottakring. Am 6. dauerte die Verbreitung der Flugschrift trotz aller Wachsamkeit der Polizeiorgane fort, und die Polizei nahm infolge dessen zahlreiche Hausdurchsuchungen bei bekannten Sozialdemokraten vor. Schuhmachermeister Satrawet wurde bei dieser Gelegenheit verhaftet; es sollen auch noch drei andere Parteigenossen verhaftet worden sein, was wir im Augenblickes noch nicht zu zu beglaubigen vermögen. Am 5. wurden von den wegen angeblicher Theilnahme an früheren Flugschriften vertheilungen Berhafteten pavier, Tischlermeister Netuschil, Drechslermeister Steiner und die Tischlergehilfen Laufer und Treibenreif, auf freien Fuß gesetzt. Zehn Barteigenpijen bleiben noch in Haft im wiener Landesgerichte. In der Nacht vom 7. auf den 8. Dez. wurden neuerdings Flugschriften verbreitet, ohne daß jemand festgenommen worden wäre. Die beiden Sicherheitswachmänner, welche die zwei Tischlergehilfen in der Leopoldstadt feſtnahmen, haben bereits je 25 fl. als Prämie erhalten. Es dürften sich aber wenig Nachfolger finden, weil unsere Genossen immer geschickter werden. ibilgam do 9 jod chail schijnt mandi gö& hillbillion de simic sid and sorgmatratisdy! 896 resil Frankreich. sunt alomat mediatsid asisid 1190 Nachdem schon früher verschiedene Berechnungen der VerLuste, welche der Krieg von 1870/71 herbeigeführt, aufgestellt worden, bezeichnet der Economist français» jetzt auf Grund amtlicher Aufstellungen die finanziellen Kosten des Krieges auf 14,638,098,814, also über 14, Milliarden. Den Verlust an Menschenleben berechnet Oberst Pierron, Lehrer an der Kriegsschule, folgendermaßen Deutsches Heer: gefallen 18,673, infolge Verwundung verstorben 11,516, infolge Krankheiten gestorben 11,516, bermißt 4.009, überlebende Verwundete 127,867. Französisches Heer: gefallen und verstorben während des Krieges 116,925, in der Gefangenschaft verstorben 17,249, in der Schweiz verstorben 1,701, in Belgien gestorben 124, verwundet 143,066. Diese Zahlen, besonders die der auf dem Schlachtfeld gefallenen Deutschen, bleiben indeß offenbar weit die Zahl der Opfer eine off größere. Aus einem amtlichen Bericht, der 1878 im Ministerium des Innern herausgegeben wurde, geht hervor, daß in den von der französischen Verwaltung zu beaufsichtigenden Massengräbern auf den einstigen Schlachtfeldern nicht weniger als 87,396 Soldaten begraben liegen, wovon 55,000 Franzosen und 32,000 Deutsche; außerdem liegen im Friedhof von Metz 18,000 Franzosen. Rechnen wir dazu den Verlust von Elsaß und Lothringen bemerkt der « Citoyen» und wir wiffen, was uns das Plebiszit von 1870 gekostet hat. His( no hidd o Wir fürchten, wenn der Reichsrummel noch lange fortdauert, so wird uns Deutschen die glorreiche Wiederaufrichtung des Reiches in Versailles mindestens ebensoviel kosten. die Waaren a en diefer fantfengenden Grede vor Bolizeibenen enten hinter der Wirklichkeit zurück. Nach deutſchen Auſſtellungen wat daß, während diese Maulaffen mit wichtiger Miene in genannter Straße, dumm wie die Heupferde, auf und abstrolchen, um den Sozialdemokrat" abzufangen, der der natürlich nach ihrer Meinung nur von da aus expedivt werden kann, die letzten Nummern ruhig und f ficher von guter Stelle aus an den Mann gebracht worden sind. O sancta simplicitas! mod fi and 191 mg 50@logi mu bogia efterreich- Anzarn. us Oefferreich- Anzara mladnod 819dur TAOTH Aus Oesterreich, 16. Dez. Nachdem die Deutschliberalen länger als ein Jahrzehnt Gelegenheit hatten, die Gemeinschädlichkeit, ihrer Bestrebungen auf das Ueberzeugendste durch ihre eigenen Thaten auf dem Gebiete der Gesetzgebung und Verwaltung darzuthun," sind nun die Konservativen daran, dasselbe auch von sich zu beweisen. Als die sozia listische Partei ihre Kundgebungen gegen die deutschliberalen Barteitage begann, wiesen einige der Preßorgane die Tendenzen des neuen Finanzumane der Deutſchliberalen höhniſch auf Dunajewsky hin, die den ausgesprochenen Gegensatz zu der Forderung unserer Partei auf Abschaffung der indirekten Steuern bilden. Es ist bekannt, daß Dr. Dunajewsky, als er noch Abgeordneter war und noch keine Aussicht auf ein Miniſterportefeuille hatte, sich als einen fanatischen Anhänger der indirekten Steuern zeigte, und es war daher um so gewisser anzunehmen, daß mit seinem Eintritte in das Ministerium die indirekten Steuern eine neue Förderung und Steigerung der fahren würden. Der moderne Militärstaat ist ohnehin zu ſeinem Bestande auf das indirekte Steuerſyſtem in erster Linie angewiesen, und es sind auch solche Minister, die von der Ungerechtig feit dieses Systems überzeugt sind, gezwungen dasselbe zur Aufbringung der sonst uneinbringlichen Heereskosten anzuwenden, wenn sie anders innerhalb des bestehenden Staatswesens die Finanzleitung übernehmen wollen. Niemand konnte daher von dem gegenwärtigen Finanzministerium erwarten, daß es die indirekten Steuern durch eine progressive Einkommensteuer ersetzen werde niemand konnte auch nur eine Erleichterung der bestehenden indirekten Stenerlast erwarten. Die in unseren Versammlungen ausgesprochene Forderung richtet sich selbstverständlich an teine der herrschenden Partien, von denen, wir überhaupt nichts erwarten, sondern Hie wurde dem Volfe gegenüber ausgesproche fie war ein Mittel Mittel der Propaganda. Die liberaten Organe hatten aber am wenigsten Beranlassung, uns deshalb als Bundesgenossen der Regierung" zu ver höhnen, da gerade das liberale" Ministerium Lasser- Auersperg die indireften Steuern auf die nothwendigsten Lebensbedürfnisse in außerordentlicher Weise steigerte und da die deutschliberalen Abgeordneten es waren, die trotz aller volksfreundlichen Phrasen die Erhöhung des Zolles auf Kaffee, Thee, Petroleum 2c. bewilligten. Am 30. Nov. wurde der Reichsrath eröffnet und der neue Finanzminister legte den Staatsvoranschlag fit: 1881 vor. Aus demselben erfahren wir, daß das Defizit trotz aller Steueverhöhungen hauptsächlich infolge der gesteigerten Wiilitärauslagen wieder gestiegen ist; es beträgt für 1881 34.4 Millionen, ist also um 98 Millionen größer als das diesjährige. Da eine ausgiebige Verminderung der Ausgaben nach Aussage des Ministers nicht möglich ist der Moloch des Heeresetats muß natürlich heilig gehalten werden und da das Schuldenmachen auch seine Grenze hat, so müssen die bestehenden Steuern erhöht und neue geschaffen werden. Da aber die indirekten Steuern einträglicher sind und dem Interesse der herrschenden Klassen besser entsprechen, da auch noch zum Ueberfluß der gegenwärtige Verwalter des österreichischen Defizits ein besonderer Verehrer der indirekten Steuern ist, so wird auch der größte Skeptiker einsehen müssen, daß die indirekten Steuern erhöhtund neue indirekte Steuern erfunden werden müffen. Die Logik der Selbstvernichtung, die sich der moderne Staat geschaffen hat, ist eben eine zwingende nach uns die Sintfluth" ist die Parole der modernen Finanzminister der großen Militärstaaten Dr. Dunajewsky kündigte die Erhöhung der Gebäudesteuer, der Erwerbstener, der Petroleumsteuer und eine Gassteuer an; eine bereits in Berathung befindliche Schanksteuer repräsentirt eine neue Besteuerung des Branntweines. Von letzterer verspricht„ man" sich„ moralische" Wirfungen, als wenn es nicht bekannt wäre, daß jede erhöhte Besteuerung des Branntweines nur eine Verschlechterung seiner Qualität zur Folge hat; wenn man den Branntweingenuß einschränken will, hebe man den allgemeinen Volkswohlstand und sorge man dafür, daß die arbeitenden Klassen bessere und fräftigere Nahrung erhalten, dann wird sich der Branntweingenuß auch ohne gesetzliche Zwangsmaßregeln verminderit. Von der erhöhten Gebäudesteuer erwartet der Minister einen Mehrertrag von 1,600,000 fl., von der erhöhten Zuckerſteiter 400,000, von der Petroleumſteuer 4,000,000 fl. Obwohl außerdem auch eine Börsensteuer, eine Erhöhung der Grundsteuer und eine Personaleinkommensteuer projektivt ist, so läßt sich doch jetzt schon voraussehen, daß trotzdem noch ein Defizit bleibt, das nur durch Aufnahme einer neuen Schuld gedeckt werden kann. otisla di hon madhisi pidi on Wie aber der Weg zur Hölle nach Angabe eines Kirchenschriftstellers mit guten Vorsätzen gepflastert ist, so ist auch der Weg zum finanziellen Banterott Desterreichs mit trostreichen Versicherungen unserer Defizit minister übersät.„ Es wird bald besser werden", sagte Depretis im Jahre 1875; als das Defizit noch größer geworden war, die Vernichtung des bäuerlichen Grundbesizes rapide Fortschritte gemacht hatte, der Gewerbestand über allgemeinen Niedergang der Geschäfte flagte und die Steuererhöhung eine noch nie gesehene Höhe erreichten, erklärte derselbe Minister unverfroren:„ Es ist schon besser geworden". Auch Dr. Dunajewsky behauptet eine bereits eingetretene Besserung, doch setzte er kluger Weise hinzuer behaupte dies nur auf Grund gewisser Anzeichen, die aber sie das arbeitende Volk parüber denkt, haben seine Vertreter nicht nur jedermann hörbar in den fetzten großen Versammlungen ausgesprochen, auch die seit dem 5. Dez. in Wien massenhaft ausgestreuten Flugschriften mit der Ueberschrift:„ Der Reichsrath ist nun wieder einmal versammelt" haben darüber, ein deutliches Wort verkündet. Schon einige Tage vorher war die wiener Polizeidirektion über die Absicht, solche Flugschriften zu verbreiten, informirt und hatte außergewöhn lusstreuung zu verhindern. Sie hatte liche Maßregeln getroffent, um die Ausstreuung sogar auf die Festnahme eines jeden Verbreiters folcher Flugschriften eine Prämie von 25 fl. ausgesezt! Am 5. d. M., cnachmittags und abends 92) 0033 1881 D 100 " Einen Beweis von der riesigen Höhe des Raubes den das Kapital durch Vorenthaltung des vollen Arbeitsertrages an der Arbeit begeht, liefern die Rechenschaftsberichte der« Compagnie d'Anzin». Jn 27 Jahren von 1850 bis 1876 haben die Bergarbeiter und andere Arbeiter dieser reichen Unternehmergesellschaft einen Betrag von 132 Millionen Werthe dergeugt, den Betrag ihrer elenden Löhne, sowie den zur Erhaltung der Werksanlagen und auf Bildung der Refervefonds verwandten Summen bereits abgerechnet. Die Arbeiter haben demnach, nicht für sich, sondern für ihre Ausbeuter ein jährliches Mittel von 4,867,000 Frs. erarbeitet. Und zum Dank dafür haben die Herren Kapitalisten bei der leisesten Unzufriedenheit durch ihre Soldaten, Polizisten und Richter Flintenschüsse und Gefängniß austheilen lassen! Im Jahre 1874 betrug die Zahl der Arbeiter der Gesellschaft ungefähr 10,000. Angenommen, daß diese Zahl während der früheren Jahre nicht geringer war, hat jeder Arbeiter der Ausbeutergesellschaft alljährlich nicht weniger als 4867 Franken geschenkt, oder besser die kapitalisten gefeld fchaft hat jedem Arbeiter jährlich 4,867& anten gestohlen! Und während derselben Zeit lebten die Erzeuger dieses Reichthums von einem durchschnittlichen Lohn von 3 Franken den Tag oder 1095 Franken das Jahr. Das Kapital hat demnach der Arbeit über vier Fünftheile ihres Fleißes räuberisch entrissen, um davon ein faules Schlemmerleben zu führen, während die rechtmäßigen Eigenthümer förperlich und geistig in Elend fast verkommen. go of molded modig egoissani 930 9190100 03 1196 Havre, Dezember. Sozialistentongreß.( Schluß). Die zehnte Sigung war ausschließlich der Fassung der Beschlüsse gewidmet. Sie war eine sehr stürmische, indem sich das Zuhörerpublikum sehr feindfelig benahm; die Opportunisten machten den Versuch, die Beschlußfassung zu hindern, was aber bei der ruhigen und würdigen Haltung der Vertreter nicht gelang. Die wichtigsten Beschlüsse des Kongresses sind folgende: Ueber das Eigenthum. Ju Erwägung, daß die Befreiung der Arbeiter nur durch den Besitz der Arbeitsmittel und Rohstoffe möglich ist; in Erwägung, daß dieser Besitz der Arbeitsmittel aus zwei Gründen fein Einzelbesitz sein darf: 1) weil dieser unverträglich ist mit dem Fort schritt und selbst mit dem gegenwärtigen Stand der gewerblichen und landwirthschaftlichen Technik( Arbeitstheilung, Maschinenwesen, Dampf 2c. 2c.) und 2) weil wenn er auch nicht der Wirthschaftslehre zuwiderliefe, er bald allen heutigen gesellschaftlichen Ungleichheiten Raum geben würde; in Erwägung daß der gemeindlicher sein kann, ohne alle Uebelstände des heutigen kapitalischen Eigenthums, d. h. die Ungleichheit der Mittel zur Bethätigung unter den Arbeitern, die Unordnung in der Erzeugung, die mörderische Konkurrenz zwischen den Produktionsgruppen 2c. 2c. zur Folge zu haben: erklärt der vierte sozialistische Arbeiterkongreß für nothwendig, daß die kollektive Aneignung von Grund und Boden, Innerem der Erde und Arbeitsmitteln so schnell als möglich erfolge, und betrachtet diesen Zeitraum( des Kollektivismus) als eine vorübergehende Gestaltung auf dem Weg zum freien Kommunismus. Diese Fassung wurde angenommen mit 48 gegen 7 Stimmen. verschaftlicher oder gemeen Bitbeitsmittel weiter fein förUeber das Lohn wesen. In Erwägung, daß die auf dem vierten sozialistischen Arbeiterkongreß vereinigten Abgeordneten erkannt haben, daß es keine mögliche Reform gibt, welche die Lage der Lohnarbeiter nicht allein verändern, sondern auch verbessern könnte; in Erwägung, daß er ebenso erkannt hat, daß das einzige Mittel zur Umgestaltung der Lage der Arbeit die vollständige Beseitigung der widerrechtlichen Ein richtung des Lohnwesens, dieser letzten Form der Sklaverei, ist; in Erwägung, daß die neue Gesellschaftsgliederung nur die gemeinschaftliche ( follettivistische) Besitzergreifung von Grund und Boden, Jnnerem der Erde und Arbeitsmitteln zur Grundlage haben kann: erklärt der Kongreß, daß das einzige Ziel, welches sich die Lohnarbeiter vorstecken müssen, die möglichst baldige Erreichung dieser Umgestaltung ist. Zur Erreichung dieses Ziels müssen sich die Arbeiter in einer besonderen, der Bourgeoisie entgegenstehenden Partei organisiren, indem sie eine möglichst große Anzahl von Gewerkschaften( Syndikatskammern), Gruppen, Arbeitervereinen, Studienzirkeln oder andere beliebige Formen von revolutionären Gruppen an jedem Ort gründen, die sich bezirksweise vereinigen und nach Landestheilen( Regionen) verbünden. In weiterer Erwägung, daß es zur Erreichung ihrer Befreiung nöthig ist, daß die Arbeiter die Zeit haben, sich mit ihren Interessen und den öffentlichen Angelegenheiten zu beschäftigen, räth der Kongreß, für die Verminderung der Arbeitszeit auf acht Stunden zu agitiren. In fernerer Erwägung, daß die Arbeitseinstellungen die nothwendigen Folgen der jetzigen gesellschaftlichen Ordnung und inunted f ein Mittel zur Agitation, That und Organisation sind, ladet der Kongreß die Arbeiter zur Bildung von beständigen Strikeausschüssen in allen Städten ein. An Sißen von Bundesausschüssen können sich diese als Streikausschüsse niedersetzen. Ebenso fordert der Kongreß die Arbeiter an solchen Orten, an welchen noch keine Verbindung der Gruppen besteht, auf, auf unmittelbare Bildung solcher zu dringen. In schließlicher Erwägung, daß es dringend ist, daß das arbeitende Volk wisse, was zu thun ist und wie es sich nach Erringung seiner Befreiung zu organisiren habe, um eine neue Gesellschaft zu gründen: beantragt der Ausschuß für das Lohnwesen, daß auf die Tagesordnung des nächsten Kongresses die Frage gesetzt werde: Die gesellschaftliche Organisation nach vollendeter Revolution. Diese Beschlüsse wurden mit 51 gegen 2 Stimmen angenommen; 4 enthielten sich.jun modis H bo Ueber die Frauenfrage. In Erwägung, daß die gegenwärtige Ungleichheit des Weibes das Werk der herrschenden Bourgeoisklasse ist, welche gegen das Weib nur deshalb so handelt, weil sie dasselbe lediglich als ein Werkzeug der Ausbeutung und der Luft betrachtet; in Erwägung, daß dem Kongreß die Erklärung zukommt, daß das Weib die Gleiche des Mannes sein und gleich ihm alle bürgerlichen, staatlichen und wirthHerren zu fürchten, sondern letztere hätten eine gehörige Tracht moralischer Prügel zu scheuen; einer derartigen unverschämten Aufforderung werde er aber umsoweniger Folge geben, als die Herren sich selbst außerhalb der Partei gestellt hätten. Damit zogen die Vertreter des Most'schen Vereins, dem eine von sozialistischen Rednern besuchte, bewegte Versammlung nur hätte auf einige Zeit ein gewisses Interesse verleihen können, von dannen. Bebel hat uns versprochen, nächstes Jahr nach den Wahlen, wenn er über mehr Zeit verfügt, wieder hierher zu kommen und dann vor einer von uns zu veranstaltenden Massenversammlung zu sprechen. Solche Besuche sind für die Entwicklung der deutschen Sozialistenkolonie von der erfreulichsten Wirkung. dalfashofen. Tas polnische sozialistische Organ« Rownosc»> schließt mit seiner Nr. 12 den ersten Jahrgang. Die Redaktion theilt in einem Prospekt ihre Absichten für die Zukunft mit. Indem sie erwähnt, was gewirkt worden, zählt sie die widrigen ſchaftlichen Rechte besitzen muß; daß es aber unmöglich ist, zu hoffen, Verhältnisse auf, mit denen sie kämpfen muß. Die Umstände, daß die unrechtmäßigen Inhaber des gesellschaftlichen Vermögens ihnen dieselben jemals zuerkennen: erklären die Mitglieder des Arbeiterkongresses, daß sie die Einſebung der Gleichheit der beiden Geschlechter chung vieles Revolution erwarten. Nichtsdestoweniger unter denen die erste Nummer des rein sozialistischen polnischen Blattes erschien, waren sehr schwierige und kritische. " In Kongreßpolen, wo die Bewegung sich erst zu regen be gann, kamen die Verhaftungen des April und des Juli. Die Ungewißheit über das Loos der zu Krakau eingekerkerten Sozialisten hinderte die Arbeit in Galizien. Es war fast unmöglich, zu hoffen, daß man im Lande eine Stüße finden werde. Wir begriffen diese Schwierigkeiten, aber die Ueberzeugung, daß ein im Ausland erscheinendes Blait unserer Sprache eine Noth zur Erreichung Bietes wichtig, daß alle Sozialisten ihre ganze Thätigkeit aufwenden, um die Bürgerinnen von der Nothwendigkeit zu überzeugen, sich zu vereinigen und ihre Befreiung zu fordern, damit sie den Beweis liefern, daß ste gleichen Schrittes mit den Bürgern der Rückforderung ihrer Rechte durch die Revolution der friedlichen, wenn möglich, der gewaltsamen, wenn die Bourgeoisie dazu zwingt entgegenmarschiren. Diese Beschlüsse wurden einstimmig, mit 52 Stimmen gefaßt; 4 enthielten sich. Ueber die Bildung und Erziehung. In Erwägung der Nothwendigkeit sei, befestigte uns. Wir wollten nicht, daß die Protowendigkeit des jedem menschlichen Wesen zustehenden unbedingten Rechtes auf die vollkommenste Entfaltung aller seiner Fähigkeiten; in Erwägung, daß das Kind nur durch die gemeinsame Ausbildung das Gefühl der Gleichheit und die Uebung der bürgerlichen Tugenden empfängt; sin gleichwohl nur die Mutter die Entwicklung vom Standfolle des frakauer Prozesses in den Gerichtsarchiven begraben würden Wir wissen nicht, ob unsere Arbeit den erwünschten Erfolg hatte; wir können hier nicht Richter sein. Wir betonen nur, daß das außerhalb der Landesgrenzen erscheinende Blatt punit der affettiven( auf Gefühl, Rührung, innerer Bewegung beruhenden) nach einem Jahr seines Beſtehens für unsere gemeinsame Sache, Fähigkeiten leiten fann; in Erwägung, daß diese Erziehung und Ausbildung dem Kind von der Gesellschaft gegeben werden muß, welcher es als Erzeuger und als Mitglied der großen menschlichen Familie angehört: fordert der Kongreß: 1) bürgerliche, vollständige und gleiche Erziehung für alle; 2) diese Ausbildung muß von der Gesammtheit gegeben werden, bis das Kind den normalen Grad der Entwicklung aller seiner Fähig feiten erreicht hat; 3) die erste Erziehung muß der Familie überlassen werden, auf Kosten der Gesammtheit, welche für den Unterhalt des Kindes zu sorgen hat. Diese Fassung wurde mit 28 gegen 17 Stimmen und 10 Enthaltungen angenommen; ein weniger scharf gefaßter Antrag des Vertreters der Lehrer erhielt 26 gegen 17 Stimmen und 12 Enthaltungen. Ueber die Vertretung des Proletariats in den Wahlförpern. Der sozialistische Arbeiterfongreß zu Havre erklärt, bei den Gemeindewahlen und den Gesetzgebungswahlen von 1881 einen letzten Versuch zu machen; falls derselbe zu nichts führt, wird er( der Kongreß, beſſer: werden die franzöſiſchen Sozialisten) ſich rein an die revolutionäre That halten. Der Kongreß nimmt als Grundlage für die Wahlen von 1881 das( von dem mittelfranzöſiſchen, Kongreß zu Paris beſchloſſene, von uns bereits mitgetheilte) Programm aber er forbert alle Wahltreise, welche im Stande find, ſich dirungen z an; gefaßten Programms zu bedienen, auf, dementsprechend zu handeln. Es versteht sich, daß bie bedienen, auf, Programm unprechend zu handeln. Es der Formen der Gruppirung aufstellt und daß der beständige Zweck des Proletariats der ist, die Revolution durch alle möglichen Mittel zu betreiben." Die Min derheit des Ausschusses, die Anarchisten, wollten den Gebrauch des allgemeinen Wahlrechts in keiner Gestalt annehmen und beantragten einfache Wahlenthaltung, indem sie die Propaganda durch die That" empfahlen. Indessen wurde der obige Beschluß mit 43 gegen 10 Stimmen angenommen; unter den Gegnern waren außer den 5 Anarchisten auch solche, denen der Beschluß zu absprechend über die Wahlen war. " d Nach einer langen Berathung über den Ort des nächsten Kongresses wurde Reims gewählt und zugleich bestimmt, daß vom nächsten Jahr an die Kongresse international sein sollen. sid nadod led les mus 58000, a bydd Großbritannien und Irland.i London, 16. Dez. Im Laufe dieser Woche hatten wir das Vergnügen, die Genossen Bebet und Bernstein in unsrer Mitte zu sehen. Im Einverständniß mit Bebel berief der Vorstand unseres Vereins auf Montag den 13. d. Abends eine öffentliche Versammlung ein, in welcher Bebel unter großem Beifall der zahlreichen Anwesenden Bebel unter über die politische und soziale Lage Deutschland's sprach. Indem er auf die Geschichte verwies, zeigte er, daß eine politische Partei, wenn auch geistig hoch entwickelt, noch nie seine Revolution gemacht" habe, sondern daß eine solche stets dann eingetreten sei, wenn die poli tische und soziale Lage eines Volkes so drückend gewesen sei, daß dieses gleichsam instinktiv das Bedürfniß fühle, das auf ihm lastende Joch abzuschütteln. In Wer das Gegentheil glaube oder behaupte, zeige dadurch nur, daß er feine Geschichte kenne. Redner wies dann an verschiedenen Ereignissen nach, daß die deutsche Regierung auf dem besten Wege sei, das Herannahen jenes Zeitpunktes nach Möglichkeit zu beschleunigen; und alles, was die Regierung in dieser Michichte Richtung seit Erlaß des Sozialistengesetzes gethan habe, könne uns, so unangenehm es auch häufig es die Bartet ſcheinen lönne, doch nur recht ſein, denn es treibt, bie Volksmasse zur Erkenntniß und verstärkt unsere Reihen. Beides sei aber nothwendig, bevor irgendwie an eine Besserung zu denken sei. Bebel wies dann noch ganz entschieden den Vorwurf zurück, der häufig in letzter Zeit gegen die deutsche Partei erhoben worden: daß dieselbe unter dem Sozialistengesetz nicht agitatorisch thätig sei. Solche Vorwürfe feien vollständig unberechtigt; und die häufigen Haussuchungen, Verhaftungen, Ausweisungen, sowie überhaupt die fieberhafte Thätigkeit der deutschen Polizei, besonders der berliner, deren Etat doppelt so hoch sei wie der Etat der ganzen übrigen preußischen Polizei, sollten allein schon jeden Genossen überzeugen, daß sowohl die Parteileitung wie die einzelnen Genossen es au Thätigkeit nicht fehlen lassen und ihre Schuldigfeit thun. Nur böswillige Zungen oder Nichtswisser könnten das Gegentheil behaupten. Nachdem Bebel seinen zweistündigen Vortrag beendet hatte, zeigte die von fast 300 Personen besuchte Versammlung durch reiche Beifallsbezeugungen, daß sie mit den gehörten Ausführungen vollkommen einverstanden war, und wurde hierauf nachfolgende Resolution einstimmig¹) angenommen:" Die heutige Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des Genossen Bebel vollständig einverstanden und ist durch dieselben vollkommen befriedigt. Dieselbe erklärt weiter, daß fie die deutschen Genossen in ihrem schweren Kampf gegen die Reaktion mit allen zu Gebote stehenden Mitteln unterstützen wird." Eine sodann beantragte, genehmigte und von zwei Tamen des Vereins vorgenommene Tellersammlung ergab Pfd. St. 1. 5. 1134 zu Gunsten der Gemaßregelten. Bemerken will ich noch, daß die Moſtianer 2) für Lachstoff gesorgt hatten, indem sie uns einen Brief sandten, in welchem sie ihre wohlweise Meinung dahin abgaben, daß sie unsere Versammlung nicht als eine öffentliche betrachten könnten, da ihnen die Räume unseres Klubhauses ( Bercy Str. 3) nicht groß genug seien. Dagegen forderten sie, die nicht oft genug betheuern können, daß sie mit uns absolut nichts gemein haben, den Genossen Bebel auf, in einer von ihnen veranstalteten Versammlung über eine ausschließlich von ihnen bestimmte Tagesordnung zu referiren. Ich brauche wohl kaum hinzuzufügen, daß die Versammlung diese weise Meinung und die naive Forderung entsprechend zurückwies, indem sie der Ansicht Ausdruck gab, daß der öffentliche Charakter einer Versammlung nicht abhängig sei von der Länge und Breite eines Lokals. Bebel bemerkte, daß es ihm persönlich sehr angenehm gewesen sein würde, vor so viel Tausenden zu sprechen, als es nun Hunderte wären; auch würde es ihm lieb gewesen sein, Herrn Most und seine Anhänger in der Versammlung zu sehen, denn nicht er oder seine Partei hätten diese 1) Es war eine Anzahl Anhänger Most's anwesend die aber weder opponirten noch dagegen stimmten.de sid and pidän pisti pubist spi2) Man weiß nicht recht, was man diesen Beuten für einen Namen beilegen soll. Sie sind weder Sozialisten noch Anarchij en 73 der richtige Name für sie wäre wohl 1.Schimpferisten, denn auf alles und jedes nach Leibeskräften schimpfen, das ist das einzige wirklich Most sche Prinzip. 6 moglo sgidsordion sid für die Sache des Sozialismus in Polen, ebenso nöthig ist, wie vor einem Jahr. Ja wir glauben, daß es noch größere Dienste leisten kann, als es geleistet... Tas ist unsere Ueberzeugung Wer für das Beste des Volkes arbeiten will, hat eine riesenhafte Arbeit vor sich, welche gute Früchte tragen wird. Vor allem aber ist auf jede Weise darnach zu trachten, daß die Arbeit niemals ben zum Ziele führenden Weg, das ist den Sozialismus, verläßt; wir haben zu wenig Macht, um anders zu handeln." Die Rownosc» wird im kommenden Jahrgang nicht mehr unter der Form von Monatsheften, sondern als gewöhnliche Zei tung erscheinen. Auch erachtet es die Redaktion für angezeigt, mehr volksthümlich zu schreiben, um den Agitatoren die Arbeit zu erleichtern; diesen soll das Blatt die Broschürenliteratur er setzen, welche in der polnischen Bewegung noch sehr fehlt. D bei einem Alter von 25-28 Jahren ein sehr abgelebtes Aue sehen. Er hat einen dünnen blonden, bezw. fuchsfarbigen Bar und pflegt seine Haare stachelschweinartig in die Höhe zu käm men. Besondere Kennzeichen sind: schwarze ungesunde Zähne unl ein scheuer unsicherer Blick.( Lepterer ist übrigens das best Merkmal bei derartigen Subjekten.) Neumann pflegt sich seh gewählt zu fleiden( Diamantring, goldene Uhr 2c.) und ist im übrigen auch leicht zu erkennen an seinen schnoddrigen berline Rebensarten. Sim Gerüchte, denen zufolge sich Neumann nach der Schweiz ode nach Wien begeben wolle, find vorsichtig aufzunehmen.Dat Wahrscheinliche ist, daß ein derartig geriebener Bursche weit ehe in Deutschland seine passende Stelle findet. Einstweilen führ er noch sein Stellenvermittlungs Büreau für Dienstboten ( 15 Francis Street, Tottenham Court Road), fort und Parteipresse berichten, dürfte er bei einem neuen Auftauchen wenn die londoner Genossen seine etwaige Abreise sofort an die bald erkannt sein. Hoffentlich bringt nun auch die Freiheit" ge mäß ihrem vor zwei Monaten gegebenen Versprechen bald das Nähere über den ihr 10 genau bekannten Neumann. " " Besonders wird noch darauf aufmerksam gemacht, daß Neu mann von London aus eine umfangreiche Partei- Korrespondenz" mit berliner Genossen führte und nach seiner Angabe im Zentral: hiemit alle Betheiligten gewarnt sein! komite der organisirten berliner Genossen gewesen ist. Es mögen in that di nodomisi Idɔj969 jun 20 Sprechsaal. Diestsónu nad dur An die deutschen Sozialdemokraten in der Schweiz. o Der unterzeichnete Landesausschuß, gemäß§ 9 der auf der oftener Délegirtenversammlung entworfenen und von den Genossen angenommenen Organisation am 5. d. M. in einer Versammlung der züricher Parteimitgliedschaft gewählt, hat sich konstituirt und zu seinem Vorsitzenden Gen. Härer ernannt, an welchen alle für den Landesausschuß bestimmten Schreiben zu richten sind.pl dan nojin Die Genossen einer Anzahl Orte haben sich der neuen Organisation angeschlossen oder die Vorbereitungen hierzu getroffen, während von anderen Orten noch keine Nachrichten eingegangen sind. Wir fordern die Genossen dort, wo noch keine Anregung zu diesem Schritt geschehen ist, auf, die Mittheilung zu machen, auf Sache in die Hand zu nehmen und sodan wie viele Mitglieder ungefähr zu rechnen ist, damit die nöthigen Utensilien( Duittungsmarken, Karten u. s. w.) zeitig übermittelt werden können. Wir erwarten von den deutschen Sozialisten in der Schweiz, daß sie tionen des arbeitenden Volkes in anderen Ländern anreihen und unser Theil mit beitragen an der Befreiung des Proletariats von den Fesseln, welche dasselbe noch überall belasten! si dibd Mit sozialdemokratischem Gruß! anschliens Zürich, im Dezember 1880. C. Härer, Storchengasse 8. E. Beck. K. Beyerer. sobi E. Derossi. Georg. E. Kautsky. E. Richter. sich mit regem betheiligen damit wir uns würdig den Organisaof a Briefkasten Die Redaktion beginnt auch mit folgenden Veröffentlichungen: einer Bibliothek der Sozialwissenschaften, einer Bibliothek der « Rownose», fowie eirer fleinen Bibliothek der« Rownosc». Tiefe letztere iſt nicht zu verwechseln mit der Kleinen sozial demokratischen Bibliothek" Dr. Limanowski's. Was die letztere i sin dudan negand betrifft, so wird sie soweit wir nach dem Prospekt urtheilen können die Bestrebungen der sozialistischen Patrioten, welche die Ueberlieferungen der nationalen Unabhängigkeit mit dem Pro gramm der Befreiung der Arbeiterklasse vereinigen, zum Ausdruck bringen. Die Vereinigung reaktionärer Bestrebungen( welche sich auf nationale Gegenfäße stüßen) mit dem Internationalismus der sozialen Revolution wird von der« Rownosc», wenn nicht als schädlich, so doch mindestens als irrationell gehalten. Wir glauben, daß die soziale Revolution, welche die Befreiung auf allen Gebieten verheißt, die freie Entwicklung der Nationen nirgends behindern wird, und daß der Verlust der für einen Kampf von jener Art aufgewandten Kräfte den Tag unseres Sieges hinausschieben wird. " W. Pietarsti. Nordamerika. der Expedition: M. B. Emhfn: Fr. 2, Ab. 1. Qu. 81 erh. b. wird besorgt.Sommerschwalbe i. Gbge: Mt. 10, nach Vorschr. verwendet. Stets Alles fort, Besuch also erklärlich. Veränderung bewirft. N. N. Prag: Aufstellg. u. neue Addr. erhalten. Met. 3, f. K.B. u. Gegenrechnung eingestellt. Möglich, daß Sie Recht haben. Füchslein stellt sich todt, zeigen wir ihm, daß wir noch leben! Rother Franz: Fr. 15, A6. 4. Qu. erh.+++ himmel: mit. 50 à Cto. hier. Verlagsspezialien erwünscht. Vielleicht daß die Ersten die Letzten werden. Erbetenes betr. Wzb. unerläßlich. Tz. Paris: Sdg. infolge Deklara tionsumständlichkeiten bei hies. Bost, 3 Tage verspätet. D. 43: Bj. v. bei hief. Boſt, 3 Tage verspätet. 14 12. u. Kassa erh. fr. 3. wie 51 u. am 21. 6ß. berichtet. Rhei nischer Postdieb: Kennen Sie vielleicht auch den Absender anderer zugleich verlorener" Weihnachtspräs. und deren jetzige unfreiwillige" Besitzer? Handwäsche anempfohlen, damit nicht sonstwas hängen bleibt. Dant für Verlustmeldung! J. aus D. F. Rsgr. W'thur: Bf. v. 16. hier. Adresse M. vorgemerkt. Rn: Mt. 4,10 erh. 46/47 p. xbd. nachges. Stets Alles fort, allein Bruder Langfinger liebt tant dieu que maître". A. 3. postlagernd: Endlich Addr. durch e e erh. Sog. fort. Knörke: Bf. v. 15. erh. u. am 18. beantw. 50 St. Neubestllg. sofort besorgt. Alle 3 Neuen sind im Gang. J. G. H. B: Gesund und munter find " Ueber den Empfang der hamburg altonaer Ausgewiesenen in Neuyoik schreibt unser dortiges Parteiorgan: „ Nachdem die Schwierigkeiten überstanden waren, welche das Gepäck und die Untersuchung desselben Seitens der Zollhausbeamten verursachte, wur den die Ausgewiesenen nach Castle Garden( das Einwandererhaus) Togebracht. Dort angelangt, wurden dieselben Seitens der Castle Garden Beamten in der zuvorkommendsten Weise behandelt und ihre Angelegenheit auf das Prompteste erledigt. Nachdem die Gäste noch einen Sturm neuigkeitshungriger Reporter wacker überstanden hatten und das Komite das Gepäck in Sicherheit gebracht hatte, fuhr der Trupp mittels Hochbahn nach dem Hauptquartier. Daselbst angelangt, spielte sich zwischen den Eingewanderten und dem Komite eine kurze Empfangsszene ab, da es galt, die Gäste sobald als thunlich unter Dach und Fach zu bringen. Der Empfangsredner Seelig hieß die Angekommenen willkommen, frente sich der gewonnenen neuen Kämpfer und schloß mit einem Hoch auf die deutsche Sozialdemokratie, das lebhaft aufgenommen wurde. Es autwor tete demselben der ehemalige sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Otto Reimer. Er dankte herzlich für den überraschend warmen Empfang und indem er betonte, die Neuangekommenen würden sich nicht zum Schaden der hiesigen Partei in Fragen mischen, deren Verständniß sie noch nicht haben fönnten, gab er gleichzeitig die Versicherung, daß die hiesige Bartei an den frisch Angekommenen in allen prinzipiellen Fragen eine energische Stütze haben würde. Er schloß mit einem Hoch auf die amerikanischen Sozialisten, das gleichfalls begeistert aufgenommen wurde. Hierauf folgte ein Massengesang der Marseillaise, an dem sich alle Anwesenden betheiligten.indum to dun onnidouationismsple Mittlerweile wurden im unteren Saale Tische gedeckt und den Gästen ein Mahl bereitet. Wie ein Lauffeuer verbreitete sich während des Tages die Nachricht von der Ankunft der lang erwarteten Gäste und eine be deutende Anzahl von Parteigenossen fanden sich im Hauptquartier ein, um die Genossen aus dem alten Vaterlande zu begrüßen. Da bereits eine bedeutende Anzahl von Offerten Seitens der hiesigen Parteigenossen einlief, in welchen den Gemaßregelten freie Unterkunft und auch Beschäf tigung angeboten wurde, so blieb dann nach kurzem Beisammensein mur noch übrig, dieselben nach ihren Quartieren zu geleiten, was von Seiten der anwesenden Parteigenossen auch geschah.go and desig Nachdem sämmtlichen Ankömmlingen Wohnungen beschafft waren, hielt das Empfangskomite noch eine Sigung, in welcher beschlossen wurde, eine große Massenversammlung einzuberufen und hierzu sämmtliche Ausgewiesenen, sowie alle Parteigenoffen und freisinnigen Bürger einzuladen." Diese Massenversammlung gestaltete sich zu einer großaitigen sozialistischen Rundgebung, welche zugleich befruchtend auf das neuyorker Parteileben wirken wird. Es ist bereits für lämmt. liche Antömmlinge Arbeit beschafft. So empfingen unsere e noffen in Amerika die Männer, welche die Reaktion schändlich aus ihrer Heimath vertrieben hat und welche einige Abtrünnige nicht minder schändlich als Diebe, Lumpen und Verräther beutſchiren wir zur Stelle die Teufel in die Hölle, schimpft haben! odojo wir. Aber woher sollen wir denn wissen, daß Sie zu kurz kommen, wenn Sie Nichts hören lassen? St. Dammbach W: Bestelltes müssen selbst baar zahlen, also baar senden. Betr. Brdi. wie früher berichtet, Nichts zu erfahren. Ihre Verlagsnote senden. Weiteres brieft. W Fischst. Basel: Fr. 47,60 p. 4. Qu. u. Flgfds. 2c. eingetrgn. Bestllg. fort. Alles dankend vorgem.-h C- h- e: Bf. v. 16. am 17. beautw. Löschung besorgt. Der leidige Anlaß bedingt eiserne Mannszucht. Sorgen Sie dafür. Brüssel: Bis jetzt von It noch nichts da. Sonstiges nach Angabe. Lüttich: He. dient neuerdings als Trunkenbold und Tagedieb dem londoner Selbstbeflecker durch den notorischen Päderasten Schft. als moralischer Hintergrund. Wie soll man nun eine solche Kloake durch Erklärungen oder gar mit Rede und Gegenrede fäubern können? F. Jonscher N.- 9: Ab Neujahr kommen 75. Schft. u. Nachtfrg. fort am 16. ds. 3. Brg: Mahnung kreuzte mit Ihrer Zahlg. 45 ging an Fl. Fehlt mehr, dann neue Addr. senden. Br. u. V. hier: Wenn man mit Lügen Schulden bezahlen könnte, wäre der Schmarozzer Brgs. Millionär. Russische Grenze 6: Mit 48 Sdg. abgg., noch Mt. 2, Rest. Reklamirtes gestohlen.-y Altdorf: Fr. 1, erh. Dank! K. Mz. hier: Fr. 2,- Ab. 1. Qu. 81 erh. Pickelhaube: Mt. 20, Ab. 4. Du. erh. Bf. am 22. de. bringt Verlangtes. te Paris: Dithrings Umwälzg." siehe Verzeichn. Nr. 46.„ Abholg. über N. De." v. D. nicht bekannt. sis) sid( hun blundell in tim natiji Amd nsdod Johandle si zodit neistari Steckbrief. med spi ndo his inferer Feldpoft zum Jahresschluß. our 35da Der rothe Postillon, trotz Bann und Reaktion, housing Begrüßt die Seinen alle mit Sang und Peitschenknalle: sub jour Trarrah, im heitren Trab futschirt er übers Grab sil Des alten in das neue Jahr hinein schon3 ord and stabi Ich bin der rothe Postillon, die ganze Welt bereist ich schon, astf itsid Halli, halloh mit Peitschenknall begleit ich mein Gesang! and and dör Ein jeder brave Mann ersehnet mein Gespann, " dis Von Ich bin der rothe Postillon zc. Das spornt mich auf der Reise und lehrt mich frohe Weise.idn Und jeder Schurke bebt, wenn sich mein Horn erhebt, Wenn meine Peitsch' ihm tuallend fährt ums Ohr. railoigo וחומו! חח rist on jeder treuen Hand wird Vorspann mir im Land, Quartier für Roß und Reiter bei jedem tapfern Streiter; Mein Zehrgeld ist die Lieb', mein Schutz der Opfertrieb In Sturm und Wetter, wie im Sonnenschein. Ich bin der rothe Postillon it. bung mung mit riginis piliet isgi So mag es fürder sein, ihr Brüder spannet ein, in 110 80 80 bin m til Jns Grab die blasse Noth, ins Haus dem Bolt sein Brod, sosi Dann zieh'n wir fingend in den Himmel ein silk( de mohan Jch bin der rothe Postillon, Himmel und Höll' bereist ich schon, tburn, ns Halli, halloh mit Peitschentnall begleit ich mein Gefang Brdtr. Der öfters genannte Spion Neumann ein Vierteljahr lang Freund des Herrn Most und Mithelfer an der Expeditions ardito] ed dewe Bereinsbuchdruderet Hottingen- Zürich.i] der Freih.is von mittelgroßer, schlanker Statur und hat most op series c