tf. ll. m s- ): r S ix* o* tx tu te m ls er Krscheivt jwSchentlich«t««al in Zürich �Schweiz) Nerl-i «. Heri«r, Anduftriehall« Ri-Sbach.Zllrich Pißstitullze« sranco gegen franc». Gewöhnliche Briese nach der Schweiz losten Doppelporio. Der SoMldemckrat K3&..:x.•. V?? Jentrat-Hrgan der deutschen Sozialdemokratie Abonnements werden nur beim Verlag und dessen belannien Agenten ent» gegengenommen und zwar zum voraus zahlbaren Bierteljahrspreid von i Kr. 2.— sür die Schweiz(Kreuzband) Ml. 3.— für Deutliblind'Couv'rt) st. l. 70 für Oesterreich(Eouvert) Fr. 2. 50 für alle übrigen Länder de» Welipostverein»(Kreuzband). Juserate Die dreigespaltene Petitzeile 25 CtS.-- 20 Pfg. R? 7. Sonntag, 13. Februar. 1881. Ali» n die Kirresstolldenten und Adoneute» de»„Zojialdemokrat" Da der.Eozialdemolrat' sowohl in Deutschland al» auch in Oesterreich»erboten ist, bezw. versolgt wird, und die dortigen Behörden stch alle Mühe geben, unsere Berdindungen nach jenen Ländern möglichst zu erschweren, resp, Briefe von dort an uni und unsere Zeitungs- und sonstigen Sendungen nach dort abzufangen, so ist die äußerste Vorficht im Postverlehr nothwendig und darf leine Vorstchtdmaßregel versäumt werden, die Brieimarder über den wahren Absender und SmpfSnger, sowie den Inhalt der Sendungen zu täuschen, und letztere dadurch zu schützen. Haupterforderniß ist hiezu einerseits, daß unsere Freunde so selten als möglich an den.Sozialdemokrat', resp, dessen Verlag selbst adresstren, sondern stch möglichst an irgendeine unverdächtige Adresse außerhalb Deutschlands und Oesterreichs wenden, welche stch dann mit uns in Verbindung setzt; anderseits aber, daß auch uni möglichst unverfängliche Zustellungsadressen mitgetheilt werden. In zweiselhasten Fällen empfiehlt stch b-huss größerer Sicherheit Relommandirung. Soviel an uns liegt, werden wir gewiß weder Mühe noch Kosten scheuen, um trotz aller ent- gegenstehenden Schwierigkeiten den. Sozialdemokrat' unsern Abonnenten möglichst regelmäßig zu liefern. A. fl. >«- 1 m: vi. m m. rt. b. rit 5 )s. )•••■ 16. ch- »st., 85 rh. E. m., tä. rcn- >as bcr lu« "9 Parteigeuossen! Vergeßt der Verfolgten und Gemaßregelteu nicht! cu Fonds zur Unterstützung der Opfer des Sozialistengesetzes. II. Q u i t t u n g s s e r i e. Vom 1. Januar bis 31. Januar: Mitweida 20,—. Ungenannt 500,—. W. Leipzig 1,—. Kossuchen 10,—. Ungenannt Leipzig 2,10. Bochum 7,50. Hamm 15,—. Gera 45,50. Breslau 31,50. Leipzig 36,—. Halle a. B. 25,—. Stettin 10,—. Frankfurt a. d. O. 12,05. Zu Ehren Madais 386,—. Deutscher Genf 42,—. Hannover 34,—. W. Leipzig 6,—. Leisnig 15,05. Meißen 15,—. Magdeburg 30,—. M. Rochlitz—,50. Leisnig 1,60. Minden i. W. 4,50. Görlitz 8,—. K. Breslau 21,—. Brandenburg 33,25. Forst i. L. 50,—. Solingen 39,30. Magdeburg 100,—. Quedlinburg 1,70. F. Leipzig 90,—. Iserlohn 10,25. Dresden-Altstadt 40,—. Hainichen 5,60. Apolda 18,—. Elberfeld 25,—. Magdeburg 16,05. Hanau 40,—. Braunschweig 50,—. Apolda 8,50. Wilhelmshasen 20,—. Pirna 10,—. NUrnberg alte Garde 195,80. Hannover 30,—. Luga» 10,—. Gumbinnen 20,—. Ulm 100,—. Königsberg 20,—. Ers urt 10,—, Leipzig M. 3,—. Planitz-Niederdörfel 4,—. Crimmitschau 1,—. Braunschweig 17,—. Gelenau 11,40. 4i. Schfl. Leipzig—,35. Delitzsch 1,25. Möckern 1,50. Ofsenbach 15,—. Crimmitschau 15,—. Zittau 10,—. Callnberg 5,—. Mannheim 21,—. Odenheim 10,—. Dortmund 51,—. Stuttgart 50,—. Taura b. Burgstädt 6,—. Fürth 50,—. Burgstädt 10,-. M. Gladbach 7,—. C. B. Leipzig 25,—. 29,22. D. A.-B. Herisau ges. b. d. Weihnachtsfeier(Fr. 6,—) 4,80. Deutsche Sozialisten Zürich, Ertrag der Weihnachtsseier(Fr. 60,76) 48,60. Parteigen. in M. a. Rh. 3,—. Parteigen. i. Slzbrg(ö. fl. 2,24) 3,75. Deutsch. Ber. Chauxdesonds(Fr. 25,—) 20,—.— sse Paris(Fr. 2,90) 2,32. St. Gallen, Abendunterh. d. Glaser(Fr. 6,30) 5,04. I. Mit. Chicago (2 Doll.) 8,—. Manz, Zürich Rückzahlung für Kothe(Fr. 10,—) 8,—. W. u. A. M. Renan(Fr. 4,—) 3,20. Sozialdem. Chur d. Pflaum (Fr. 16,70) 13,36. E.— s Milano(Fr. 1,—)—.80. Durch Com- merzienralh v. St. U. O. 10,—. Deutsch. Ber. Frauenfeld(Fr. 6,—) 4,80. Deutsch. A.-B. Zürich, Ertrag versch. Vorträge z. Besten d. Aus- gewiesenen(Fr. 30,—) 24,—. W. S. i. W.(Fr. 1,—)—,80. Som- merschwalbe im Gebirge 10,—; zusammen Mk. 2,737, 94 Früher eingegangen Mk. 18,223, 59 Gesammteingang Mk. 20,961, 53 Flugschriften-Fonds. hc cn s- ler ei- en ei- sse Paris(Fr. 2,90) Mk. 2,32. F. F. i. Bheim 4,50. Peter Blitz, 10.- D. A.-V. Zürich(Fr. 2,16) 1,72; zusammen Mk. 18,54 Früher eingegangen„ 958,85 Gesammteingang„ 977,39 Allgemeiner Wahlfonds. A. M. Wldbrg.(Fr. 1,—)—,80; früher eingegangen Mk. 250,48 zusammen Mk. 251,28 Die zehn Gebote. ii. An das siebente Gebot, welches da» heiPge Eigenthum schützen soll, schließen sich eng an da? neunte und zehnte Gebot, denen der- selbe Zweck zu Grunde liegt. Sie lauten nach dem Luther'schen Gl n 13 *0 Das neunte Hebot. „Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Haus!" Das zehnte chevat. „Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Weib, Gesinde oder Vieh, noch Alles, was sein ist!" Welche tiefe Erkenntniß liegt diesen herrlichen Geboten zu Grunde I Gibt es häßlichere, verderbenbringendere Eigenschaften als Neid und Habsucht, diese Wurzeln alles UebelS? Und doch, wie sehr sind— leider!— gerade diese Laster noch im Volke verbreitet! Kommt eS nicht nur zu häusig vor, daß Arbeiter, wenn sie Abends auS der Fabrik kommen und die Wohnräume ihrer Fabrikanten «leuchtet sehen, Worte fallen lassen wie„Verjubelung unseres Schweißes";„Uns zwackt man es ab, wa« man oben mit vollen Händen wegwirft";„Wenn wir nur einen Tag so leben konnten, wie das Drohnenvolk das ganze Jahr hindurch" und ähnliche von Neid und Mißgunst zeugende Bemerkungen? O wie häßlich ist daS! Ja, die Verderbtheit ist so weit vorgeschritten, daß nicht nur solch« Worte fallen, sondern daß sogar viele Arbeiter— glück- licherweise aber nur ein Theil der gesammten Arbeiterklasse— allen Ernstes daran denken, die von Gott geschaffenen Unter- schiede in der Vertheilung der Güter dieser Erde zu beseitigen � wie abscheulich! Ach, die Verblendung dieser Leute geht noch weiter, s« daß üi sogar daran denken, ihre verbrecherischen Bestrebungen, wenn t8 nicht anders geht, eine« Tage« mit Gewalt durchzusetzen. Kann es etwas Verwerflichere? geben? l Wie viel besser sieht es in dieser Beziehung in den höheren Klassen aus! Hat man je davon gehört, daß ein Fabrikant dem andern seine Existenz nicht gönnte und alle Hebel in Bewegung setzte, seinen Konkurrenten zu Grunde zu richten? Ist es jemals vorgekommen, daß ein Großgrundbesitzer danach gestrebt hätte, die Kleinbauern seiner Nachbarschaft durch unehrenhafte Manipulationen zu„legen", d. h. aus ihrem Besitz herauszuchikaniren, blas um seine Be- sitzungen„abzurunden"? Nein, Neid und Habsucht kennt man in diesen Kreisen nur dem Namen nach, und je höher wir hinauf- steigen, desto leuchtendere Beispiele von Uneigennützigkeit und Wohlwollen treffen wir an. Unerreichbar in dieser Beziehung stehen unsere Fürstenhäuser da, allen voran das Hohenzollern'sche. Wer hätte von diesem je Züge von Neid und Habsucht vernommen? Wer würde es wagen, zu behaupten, daß ein Hohen- zoller je begehrt hätte nach seines Nächsten Haus, Weib, Gesinde oder irgend Etwas, was sein ist? Schmach über Jeden, der so etwas zu denken wagte! Rein ist die Geschichte der Hohenzollern von derartigen G°'üsten, wo wir sie auch aufschlagen mögen. Ein Beispiel aus der neueren Zeit, das uns anläßlich der Hochzeit des Prinzen Wilhelm ins Gedächtniß kommt, möge jeden Zweifler niederschmettern: Anfangs der sechziger Jahre brach im kleinen Staate Däne- mark der Einheitskoller aus, diese Gehirnkrankheit, welche seit zehn Jahren so arge Verwüstung," in Deutschland angerichtet hat. Dänemark sollte ein Einheitsstaat werden, man hob also die alte feudale Verfassung von Schleswig-Holstein auf und führte dafür die demokratische dänische Verfassung ein. König Wilhelm von Preußen und sein Minister Bismarck konnten es natürlich nicht mit ansehen, daß ein König die Ver- fassung seines Landes nicht strenge beobachtete; solch' schmachvolles Verbrechen empörte das von Treue und Gerechtigkeit überfließende Hohcnzollernherz so sehr, daß sofort ein Ultimatum von Berlin nach Kopenhagen abging: Achtung vor der Verfassung Schleswig-Holsteins! Sofortige Wiederherstellung derselben— oder Krieg! Die Dänen gaben nicht nach, es mußte also Blut vergossen werden zur Aufrechterhaltung der Schleswig- Holsteinischen Verfassung. Nachdem ca. 50,000 Menschen tobt und zu Krüppeln geschossen waren, hatte König Wilhelm— auch Könige leiden manchmal an Gedächtnißschwäche— glücklich den Grund des Krieges ver- gessen. Der verfassungsmäßige Herzog wurde aus dem Lande gejagt, Land und Leute 1866 annektirt, und mit der preußischen Verfassung beglückt. Der Dänenkönig verlor die Herzogthümer wegen seines Ver- fassungsbruchs, der Preußenkönig nahm sie in Besitz als Be- lohnung für seine Verfassungs— treue. Damals trieb der Dänenkönig noch ein kleines einträgliches Ncbengeschäft als Herzog von Lauenburg. Nachdem Wilhelm der Verfassungstreue von Preußen und Franz Josef der Schlau- meier von Oesterreich mit dem Geld und Blut ihrer Unterthanen den Krieg geführt hatten, ließen stch die uneigennützigen Waffen- brüder als Provision für billige Friedensunterhandlungen das Ländchen Lauenburg privatim abtreten. Franzi verkaufte seinen Antheil für 1,200,000 Thaler an Wilhelm, und dieser zahlte die Kaufsumme aus seinem— Privatportemonaie. Welch' unerhörte Großmuth! so Etwas durste nicht unbelohnt bleiben: Das bisher schuldenfreie Lauenburg kam unter Bismarck's Verwaltung; die erste Maßregel des neuen Ministers war die Aufnahme einer Anleihe, auS der Sr. Majestät das aller- gnädigst vorgestreckte Geld nebst Zinsen zurück- bezahlt wurde. So wurde Wilhelm, der Verfassungstreue, mit preußischem Blute und lauenburgischem Gelde Herzog von Lauenburg. Nach dem guten Beispiele seines„in Gott ruhenden hochseligen Bruders" betrachtete er nun das Staatseigenthum als sein Privateigenthum. Der große Sachsenwald, das Gemeincigcnthum des Landes wurde in gleicher Weise Privatbesitz der Hohen- zollern, wie 1848 der preußische Staatsschatz. Und heute sitzt Bismarck als leuchtendes Beispiel von der Dankbarkeit des Hohenzollernkaisers mitten im geschenkten viele Millionen werthen Sachsenwalde, dessen Werth durch die er- höhten Holzzölle noch gesteigert worden ist, und wehe dem armen Teufel, der es wagen sollte, eilige Pilze oder Beeren oder gar einige Stück Holz sich widerrechtlich auS den Bismarck'schen Besitzungen anzueignen! Er ist ein Verbrecher am heiligen Eigenthum! Und zur großen Betrübniß unseres genialen Reichskanzlers gibt es im Lauenburgischen so rerkommene Subjekte. Unter der ärmeren Bevölkerung soll es sogar Leute geben, die so verstockt sind, daß sie dem Fürsten den Besitz des herrlichen Waldes über- Haupt nicht gönnen, sondern meinen, daß er von Rechtswegen ihnen, dem Volke gehören sollte. Doch fort mit den Gedanken an eine Verworfenheit, wie man sie nur in den niederen Klassen findet. Erheben wir uns lieber an den herrlichen Beispielen unseres edlen Kaisers Wilhelm und seines trefflichen Kanzlers. O Volk, eifere ihnen nach in Wohl- wollen und Uneigennützigkeit, halte gleich ihnen hoch das neunte und zehnte Gebot, die da lauten: „Du sollst nicht begehren DeinesNächsten Haus. Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Weib, Gesinde oder Vieh, noch Alles, was sein ist." Amen! Zu den Wahlen. ii. Wenn wir in unserem vorigen Artikel sagten, die Sozial- demokratie müsse bei der bevorstehenden Reichstagswahl ihr Programm voll und ganz vertreten, so sollte das nicht be- deuten, daß jede Wahlkundgebung der Partei, die Wahlaufrufe und so weiter, unbedingt das volle und ganze Programm der Partei enthalten müßten. Bei den elenden Preßverhälwisseu in Deutschland und bei der ungleichen Praxis, die in den verschiedenen Orten und Provinzen seitens der Behörden beobachtet wird, war dies schon in früheren Zeiten unmöglich, und für Wahlflugblätter, die in Massen verbreitet werden müssen, ergab sich häufig eine durch die Lokalpraxis modifizirte Fassung als geboten. Mit Erlaß des Sozialistengesetzes ist nun aber unserer Partei gegenüber die Willkür zum obersten Regierungs- grundsatz gemacht, die Sozialdemokratie den Launen der Polizei- behörden überliefert. Unter solchen Umständen kann es sich in manchem Wahlkreis als nothwendig herausstellen, den Flug. blättern, welche die Stimmzettel begleiten, eine Form zu verleihen, welche der Behörde keine Handhabe zur gerichtlichen Verfolgung der Verbreiter bietet. Es ist das eine einfache Maßregel der Vorsicht, eine rein praktische Frage, die mit der Theorie, mit dem Prinzip gar nichts zu thun hat,-und an der sich nur ein gedankenloser Mensch stoßen kann, der von wirklicher Aktion und Agitation keinen Begriff hat. Aber kann auch unter Umständen für lokale Wahlflugblätter eine gewisse Zurückhaltung gerathen, selbst nothwendig sein, so darf die Zurückhaltung nie so weit gehen, daß sie zu einer Ver- leugnung unserer Prinzipien oder gar zu einem positiven Ver» stoß gegen dieselben wird. Das wäre geradezu ein Verrath, und sollten Männer, die wir bisher für unsere Parteigenossen gehalten, sich zu einer derartigen Handlungsweise verstehen, ffo würden wir sie als aus der Partei ausgeschieden zu betrachten haben. Abgesehen von den oben erwähnten Möglichkeiten der Lokal- agitation hat der Wahlfeldzug in denkbar unzweideutigster Klarheit den prinzipiellen Parteicharakter zu tragen. Zunächst hat dies zu geschehen in Bezug auf die Ernennung der Kandidaten. Je mehr wir daran gehindert sind, durch die Presse, durch Flugblätter und durch Versammlungen zu wirken, desto schärfer muß unsere Parteistellung, unser Partei- Programm in der P e r so n unseres Kandidaten hervortreten. Hier gilt es zuerst und vor Allem den Satz zur Geltung zu bringen: keine Kompromisse! Jeder Kandidat muß ein aus- gesprochener Sozialdemokrat sein, rein und zweifelsohne. Jeder unserer Kandidaten muß in seiner Person das Parteiprogramm verkörpern. Wer auf zwei Achseln trägt, mit dem einen Fuß in einer„verwandten Partei" steht, oder sich weigert, rücksichts- loi Farbe zu bekennen— der kann nicht von Sozial- demokraten als Kandidat aufgestellt werden.' Daß jeder Kandidat dem Parteiprogramm in allen seinen Konsequenzen anhängig sein muß, versteht sich von selbst; eS wird indeß gut sein, wenn die Genossen nur solche Männer als Kandidaten aufstellen, die durch ihre Thäti gleit im Dienste der Partei genügende Bürgschaft für ihre Gesinnung und ihre Festigkeit geliefert haben. An Versuchungen, von dieser Linie abzuweichen, wird es nicht schien. Wir haben bereits darauf aufmerksam gemacht, daß die durch da» Sozialistengesetz geschaffene Lage in anderw Parteien die Hoffnungen erweckt hat, sich auf unsere Kosten zu verstärken, sich aus der sozialdemokratischen Partei zu rekrutiren. An vielen Punkten ist von„verwandten",„nahestehenden" oder„befreun- deten" Parteien in diesem Sinne probirt und operirt worden. Natürlich erfolglos. Jetzt, da die Wahlen herannahen, werden die„Verwandten",„Nahestehenden" und„Befreundeten" zu- dringlicher mit ihren Zumuthungen werden. In allen Fällen, ohne Ausnahme, gibt es nur eine Ant- wort: non possumus, wir könney nicht! Wir können nicht, weil wir durch jeden Kompromiß unsere Sache schädigen, und die einzige Stellung gefährden würden, welche unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes unserer Partei würdig ist, die Stellung der absoluten Abgeschlossenheit gegenüber den Einen, und der absoluten aktiven Feind- schaft gegenüber den Andern. Wer unsere Grundsätze für die richtigen hält, der schaare stch unter unser Banner! Wer das nicht will, der bleibe uns vom Hals! Nie hat für eine Partei in so vollem Maße wie jetzt für uns, das Wort gegolten: Wer nicht für uns ist, der ist wider uns! Aus Frankreich. Paris, Ende Januar. Mit den Parteien ist es wirklich, wie mit den Völkern— sie müssen geschlagen werden, um zur Vernunft zu kommen. Die einzige Schlacht, die den Preußen etwas genützt hat, war— Jena, die einzige, die den Franzosen.— Sedan; und bei den letzten Munizipalwahlen haben die französischen, speziell die Pariser Sozialisten ihr Jena und ihr Sedan gefunden. Und— sie können sich dazu gratuliren. Es ist wahr, man suchte Anfangs die Augen zu schließen und durch allerhand Phantasieberechnungen die harte Wahrheit wegzucskamotiren, allein erstens ging das nicht und zweitens war man doch zu der- nünftig, bei solchen Kindereien lange zu verweilen. Also es w a r eine Niederlage. Das wird jetzt nicht mehr geleugnet und das ist gut. Die Thatsache, daß Gambetta nicht gesiegt hat, kann an der Thatsache nichts ändern, daß die Pariser Sozialdemokratie eine Niederlage erlitten hat. Wenn auf die Wunde das Beispiel Berlins als Pflästerchen gelegt wird, wie es z. B. der „Citoyen" gethan, so ist das ein harmloser Scherz, der das Gute hat, daß er nichts schaden kann und den Parisern einen kleinen Wink gibt, wie Parteien zu organisiren sind. Im Ernst läßt sich natürlich das Paris des Jahres 1881, das Paris, welches seinen Bastillesturm, seinen 5. Oktober, sein 1792— 1794, seine Julirevolution, seine Februarrevolution, seine Junischlacht und sein» Kommune gehabt hat, nicht mit dem Berlin von 1871 vergleichen, das nur einen 18. März gehabt hat, der mit einem:„Jesus meine Zuversicht" endigte. Während die Sozialisten vor zehn Jahren in Berlin noch äußerst dünn gesäet waren, enthält das heutige Paris eine sozialistische Majorität. Ja, eine Majorität! Ich will nicht auf die Kommune zurück- greifen— ich halte mich an das Resultat der letzten Munizipal- wählen. Obgleich die Sozialisten ohne gemeinsames Programm, ohne Organisation, in verschiedene Abtheilungen zersplittert warm, hatten sie doch zusammen 121,739 Stimmen, während die ge- schlössen'auftretenden und wohl organisirtcn Gambettisten es blos auf 99,386 und die ebenfalls geschlossen auftretenden Monarchisten und Pfaffenknechte gar nur auf 4.6,386 brachten. Di« Zahlen der beiden reaktionären Parteien geben allerdings addirt eine höhere Ziffer, als die der Sozialisten, allein wir können getrost annehmen, daß diese, wären sie organisirt und geschlossen in den Kampf eingetreten, mindestens 299,999 Stimmen bekommen hätten— jedenfalls mehr als die vereinigten Reaktionäre. Aber, wird man da einwenden, wer sagt denn, daß diese 129,999 Wähler Sozialisten sind? Ich antworte, Kommunards wie Longuet, Jourde und Andere, die nicht unter der Fahne der„Arbeiterpartei" marschiren, stehen vollständig auf dem Boden des Sozialismus, und wenn sie diesmal nicht mit der „Arbeiterpartei" gingen, so war es, weil sie— und mit Recht— an deren Organisation nicht glaubten. Und die Organisation einer Partei, das heißt die Existenz einer Partei. Und um den angeblich am weitesten«chts stehenden dieser Gruppe zu nennen,— Clemenceau— hat er nicht vor drei Monaten in seiner b(rühmten Marseiller Programmrede sich so unzweideutig zu Gunsten des Sozialismus ausgesprochen, daß Malon und G u es d e, die beiden Hauptgründer der„Arbeiterpartei", in ihrem mittlerweile eingegangenen Organ(der„Emanzipation") erklärten, Clemenceau habe das Minimum-Programm angenommen, auf welchem die Arbeiterpartei— parti ouvrjer— fußt? Ich bin sicherlich für.strenges Festhalten am sozialistischm Prinzip, aber war denn bis jetzt die Möglichkeit zur Gründung und Organi- sation einer großen sozialistischen Arbeiterpartei gegeben? Nein! Die furchtbare Reaktion, welche der Kommune-Katastrophe folgte, ließ weder prinzipielle Klärung noch überhaupt eine sozialistische Organisation zu. In dem Ringen mit den Feinden der Republik mußten nothwendig die Grenzlinien zwischen den oppositionellen Parteien sich einigermaßen verwischen und die sozialistischen Ele- mente mit bürgerlichen hie und da gemischt werden. Und als endlich freies Terrain gewonnen war und die Verbannten und Deportirten nach Paris strömten, haben diese auch nicht gerade klärend gewirkt. Die Zahl Derer, für welche das Exil, das Ge- fängniß und die trockene Guillotine Stätten des Lernens wurden, ist schr gering—. das ist eine alte Erfahrung, die sich hier wieder bestätigt hat. Kurz, die Möglichkeit einer gesunden sozialistischen Partei- bildung hat bisher gefehlt, und erst die jüngsten Munizipalwahlen haben den Boden einer solchen geschaffen. Es wird noch viel Zänkereien und Streitigkeiten absetzen, viel überflüssiger doktri- närer und„opportunistischer" Kohl wird noch aufgetischt werden, — Trinquet sogar ist zum„Opportunisten" gemacht worden! — man wird aber vorwärts kommen und auch ans Ziel ge- langen. Guesde und Malon gebührt das Verdienst, Grundlagen ge- schaffen zu haben, auf denen sich weiter bauen läßt. An Sozia- listen fehlt es in Paris nicht. Was fehlt, das ist die Organi- sation. Die Pariser Sozialisten organisirt— das heißt: Paris gehört den Sozialisten! Daß die Pariser Sozialisten aber an Berlin denken, wenn es sich um Organffation handelt, das ist sehr erfreulich. Da können sie in der That etwa« lernen. Und nehmen sie sich unsere Berliner Genossen wirklich zum Muster, dann wird der internationale Sozialismus bald seine Hauptstadt in Paris haben. Selim. Sozialpolitische Rundschau. peutschkand. — Fürst B ismarck ist bekanntlich ein Gegner der S ta t istik, denn deren dürre Zahlen sind es, welche unwiderleglich ein vernichtendes Urtheil über die wirthschaftlichen und poli- tischen Zustände des deutschen Reiches fällen. Das thun auch die neuesten statistischen Publikationen. Aus denselben ersehen wir, daß die Zahl der Eheschließungen in steter Abnahme begriffen ist,(1879 um fast 5999 weniger als 1878) indeß die Auswanderung in erschreckendem Maße zunimmt. Uebcr Bremen, Hamburg, Stettin und Antwerpen allein wurden 1889 196,191 Auswanderer aus Deutschland befördert, gegen 33,327 im Jahre 1879 und 24,217 im Jahre 1878. In diesem Jahr wird die Auswanderung noch stärker werden. Im Januar d. I. wanderten 2,892 Personen aus gegen 1144 im gleichen Monate des Borjahres. Das AuSwanderungSfieber ist zu einer förmlichen Epidemie geworden. Es ist dies ganz erklärlich, da ja der geniale Schnapsbrcnner und seine Spießgesellen im Interesse der„positiven" Bekämpfung der Sozialdemokratie die herrschende Roth so viel es in ihren Kräften steht, steigern und den Auf- enthalt in Deutschland für jeden ehrlichen Arbeiter zu einer Hölle gestalten. Aber so erklärlich dies Auswanderungsfieber ist, ebenso sehr müssen wir es bedauern und bekämpfen. Einerseits im Interesse der Auswandernden, namentlich, so weit sie Fabrikarbeiter sind, da dieselben durch die Auswanderung ihre Lage nicht im Geringsten verbessern. Die Geschäfte gehen in Amerika nicht viel besser, als in Deutschland, ja es sind sogar Anzeichen dafür vorhanden, daß die Union am Vorabend'., einer neuen wirthschaftlichen Krise steht, und unter diesem schlechten Geschäftsgang leiden die Neuankommenden am meisten, die weder die Umgangssprache noch die Verhältnisse kennen. Wir können unsere Genossen in Deutschland nicht besser warne», als wenn wir unser New-Uorker Parteiorgan, die„Volkszeitung" reden lassen. Dieselbe schreibt in ihrer Nummer vvm 29. Januar: „Wir werden nach wie vor unser Möglichstes fiir die ankommenden Freunde und BrUder thun; aber das Eigen-Jnteresse der AuswanderungS- lustigen gebietet uns die ernste Mahnung, nicht ohne die allerge- wichtigsten Gründe den weiten Schritt über das Meer zu thun. Eine Beherzigung diese« Mahnwortes wird Manchem eine Reihe schlimmster Ersahrungen erspare» I" Aber nicht nur im Interesse der Auswandernden selbst, sondern auch im Interesse der Arbeiterklasse müssen wir von der Auswanderung nachdrücklichst abrathen. Nicht die Schwachen, Kranken und Muthlosen, nein, die Starken, Energischen, Kühnen, sie, welche bestimmt sind, die Schlacht des Proletariats zu schlagen und den Sieg zu erringen, sie sind es, die jetzt ihre Fahne ver- lassen, wo schon das Vorpostenzefecht sich entsponnen hat, wo schon die Kugeln in unsere Reihen schlagen und wo es bald heißen wird: vorwärts, zum Angriff! Nur die vom Feinde Getroffenen haben das Recht, sich hinter die Gefechtslinie zurück« zuziehen, die andern haben die Pflicht, Stand zu halten. — Leute, die an Allein herumnergeln, behaupten, die Volks- erziehung sei heutzutage eine mangelhafte, es werde nicht genug für sie gethan. Welche�Verläumdung! Der ganze unge- heure He er es etat dient blos pädagogischen Zwecken, alle Kriege Preußens wurden blos aus pädagogischen Rücksichten geführt, weil die Hohenzollern keine Opfer scheuen, um ihre Unterthanen zu bessern und zu veredeln. Wer's nicht glaubt, der lasse sich von Moltke eines Bessern belehren. Dieser Oberprügel- Pädagoge schrieb unlängst an das«Institut<1« droit international«: „Der ewige Friede ist ein Traum, und zwar nicht einmal ein schöner Traum. Der Krieg ist Element der von Gott eingesetzten Ordnung. Die edelsten Tugenden des Menschen entfalten sich daselbst: der Muth und die Entsagung, die treue Pflichterfüllung und der Geist der Aufopferung; der Soldat giebt sein Leben hin. Ohne den Krieg würde die Welt in Fäulniß gerathen und sich im Materialismus verlieren." Dieser Blödsinn ist so horrend, daß nicht einmal die Hunde- demuth der„Naffonalliberalen" ihn hinunterwürgen konnte. Es wäre eine Beleidigung unserer Leser, ihn zu kritistren. Wir müssen uns blos wundern, daß der„geniale Schlachtenlenker" noch in Europa bleibt, wo die meisten Leute den Krieg als schädlich. überflüssig, im besten Falle als eine traurige Nothwendigteit ansehen. Da wir die schönen Zeiten des dreißigjährigen Krieges mit ihren veredelnden Wirkungen doch nicht mehr heraufbeschwören können, rathen wir ihm und seinen Gesinnungsgenossen, zu den Zulukaffern oder nach Dahomey auszuwandern. Dort betreibt man noch den Krieg um seiner selbst willen, als edles Vergnügen, und in letzterem Lande unterliegen sogar die Frauen der Wehr- Pflicht: dorthin gehören die preußischen Junker. Hoffentlich schickt das Volk sie bald dahin. O großer Schweiger! Li tacuisses. pliilosopstus mansisses, Hättest du's Maul gehalten, wärest du ein Denker geblieben. — In demselben Maße als die Phrasen von sozialen„Re- formen" und sozialem„Frieden" sich mehren, mehrt sich auch die Arbeiterschinderei. Alles gibt zu, daß die Lage der Arbeiter eine erbärmliche ist und daß sie gebessert werden muß— in der Praxis steigert stch gerade jetzt die Ausbeutung und Aus- saugung der Arbeiter in noch nie dagewesenem Maße. Da sind z. B. die Eisenbah narbeiter. Seit einigen Monaten sind die Bahnbediensteten in Folge des überanstrengenden Dienstes so erschöpft, daß sich Schlaganfälle unter ihnen furchtbar häufig ereignen. Sind das die Früchte der versprochenen sozialen Re- formmaßregeln, durch welche die Arbeiter vor den verderblichen Lehren der Sozialdemokratie bewahrt werden sollen? Es scheint, als cxistirte wirklich in Deutschland eine Verschwörung, das deutsche Volk zur Empörung aufzuwiegeln— aber nicht eine Verschwörung der Armen, sondern eine Verschwörung der Reichen. Sie agitirt nicht durch Reden oder Flugschristen, sondern durch Maßregelungen, Reduzirungen der Hungerlöhne und barbarische Mißhandlungen der Arbeiter. Sie agitirt nicht für sich, sondern zu ihrem eigenen Verderben. — Justiz und Polizei werden immer wüthender. Trotz aller angeblich entdeckten Verschwörungen, geheimen Versammlungen und dergleichen will eS dem edlen Geschwisterpaar nicht gelingen, dem„weitverzweigten Netz des großen sozialistischen Geheim- bundeS* auf die Spur zu kommen. Verhaftungen und Haussuchungen bei Verdächtigen helfen nichtß— kein Wunder, daß man schließlich dahin gekommen ist, auf's Geradewohl Leute zu verhaften, um nach der Verhaftung zu untersuchen, ob sie verdächtig seien, oder nicht! Das passirte erst unlängst in Mannheim einem im Gerüche der Sozialdemo- kratie stehenden Kunden der Fink'schcn Buchhandlung in Leipzig. Derselbe wurde verhaftet und 14 Tage lang in Untersuchung gehal- ten, weil es möglich sei, daß er verbotene Schriften bezogen— nicht verbreitet— haben könnte. Weder Staatsanwalt noch Richter waren im Stande, dem Verhafteten mitzutheilen, was für Schriften man im Auge habe. 14 Tage lang forschte man nach, ob stch nicht irgend etwas Verdächtiges auffinden lasse, um schließlich, nachdem sich nicht das Mindeste vorgefunden, den so frivoler Weise Verhafteten— natürlich ohne Entschädigung— freizu- zulassen. Vierzehn Tage in Untersuchungshaft, ohne daß eine Anklage erhoben werden kann,— das Nationalzuchthaus macht stch. „Ob es wohl schon vorgekommen ist, fragt die„Franks. Ztg.", daß Jemand wegen Diebstahlsverdacht verhaftet wurde, ohne daß die Behörden eine Ahnung hatten, was der Betreffende gestohlen habe?" Nein, liebe Frankfurtcrin, das ist noch nicht vorgekommen. Welch unerhörte Naivetät aber, im Reiche der Bismarck und Konsorten einen Dieb auf die gleiche Stufe mit einem Sozial- demvkralen stellen zu wollen. Ehrliche Leute kann man im Zuchthaus natürlich nicht brauchen, es ist daher nur konsequent, daß der Gastwirth Flachmann aus Altona ausgewiesen wurde, obwohl er nicht einmal Sozialdemokrat, sondern blos ein gewöhnlicher ehrlicher Mensch ist. Das sollte er büßen. Flachmann, der in den letzten Jahren eine kleine Wirthschaft betrieb, ist nämlich ein gelernter Schneider und als solcher auch I unter seinen früheren Kollegen wohl bekannt. Als nun das Sozialistengesetz in Aussicht stand, übergab ihm der Vorstand des früheren Schneidervereins die noch vorhandenen Gelder des- selben, welche Fl. auf seinen Namen belegte. Im letzten Früh- jähr erhob indeß der kränkliche Mann das Geld wieder und gab es den Eigenthümern zurück. Von diesem Vorgang hat nun die Polizei Kenntniß erhalten, denn gelegentlich der Ausweisung Flachmann's erklärte ihm Polizeikommissar Engel:„Hätten Sie das Geld der Schneider seinerzeit an mich(Polizei) abgeliefert, dann würden Sie jetzt nicht ausgewiesen". Wer anvertrautes Geld nicht veruntreut, untergräbt die Ach- tung vor der Familie, Moral und Eigenthum und fällt unter das Sozialistengesetz! Das sieht wirklich darnach aus, als ob das preußisch deutsche Nationalzuchthaus sich nur dadurch von anderen Zuchthäusern unterschiede, daß es hier die Zuchthäusler sind, welche regieren. so b- hc w m rn den wer m Ar VI ein teei hei Be lib- s-ll ver fävd lung encri Hew er Be tn die Nach Sch. möch lung Alto des fallei Freu lassei mniz net rät — Ein Meisterstück juristischer Rabuli st ik. Das Reichsgericht, erster Strafsenats hat die Revisionsbeschwerde Ehrhardt's abgewiesen, weil, wie Reichsanwalt Hofinger ausführte, Ihatsächlich festgestellt sei, daß das Vergehen(Ver- breitung der„Freiheit") in Deutschland zur Vollendung ge- kommen sei; bei diesem Thatbestand sei es gleichgültig, von wo aus die Verbreitung stattgefunden habe. Lbrij Bl von essen ziötil tinzu — Allerhand Polizeistückchen. In Hamburg wurde ein Arbeiter wegen Verdachtes, sozialistische Schriften ver- breitet zu haben, verhaftet.— In Meerane wurde ein Arbeiter, bei dem man eine Sammelliste für die Ausgewiesenen gefunden, fünf Wochen in Untersuchungshaft gehalten, wonach man ihn, da kein Grund zu einer Anklage vorlag, wieder laufen ließ. Wie gnädig!— In Frankfurt a/M. beschnüffelte beim Begräbniß des als Sozialisten bekannten Spengler Mecking die Polizei die zahlreichen Leidtragenden in skandalöser Weise. Für jeden Theilnehmer im Leichenzuge waren zwei Schutzleute auf den Beinen. Da weiß man doch, wofür das Volk die hohen Steuern aufbringt. streu verei räD erha Tiin Aus — WaS sich ein preußischer Fabrikpascha nicht alles erlauben darf. Herr Stumm, dieses Muster eines Schlotjunkers, denunzirte vor Kurzem 32 Arbeiter der Königl. Grube Heinitzdrehcn als Abonnenten des damals den Arbei- tern verbotenen„Neunkirchner Tageblattes". Obwohl stch bei näherer Untersuchung herausstellte, daß die sämmtlichen 32 Personen fälschlich beschuldigt waren, hat man bis heute nichts davon gehört, daß der infame Angeber wegen falscher Denunziation vom Schöffengelichte zur Verantwortung gezogen worden wäre. Aber das ist noch das Geringste, was uns auf- bringt, wir erwarten von den Bourgeoisrichtern von Saarbrücken gar nicht, daß sie gegen den allmächtigen Millionär vorzugehen sich erdreisten, zum Verzweifeln aber ist eS, daß die Arbeiter alle diese Fußtritte eines hochstehenden Geldprotzen ruhig über sich ergehen lassen. Habt Ihr denn wirklich keinen Stachel mehr, Mensche»dienen?! II des suche! vieler erkläi Linie der dieses sah Bezir w. flegen ist m Vors, sattle deren — Geologisches. Einem Hamburger Fabrikanten, der seiner Verwunderung Ausdruck gab, daß man über das friedliche Hamburg-Altona den Belagerungszustand verhängt habe, antwortete ein„hoher Beamter":„Sic täuschen sich, lieber Herr N., wir stehen hier auf einem Vulkan und sind keinen Augenblick sicher, wenn eS losgeht". Beruhigt Euch, Ihr friedlichen Hamburger, Ihr seid des Belagerungszustandes nicht bedürftiger, als die andern Deutschen. Wenn es losgeht, dann geht eS in ganz Deutschland los! — Alleweil fidel. Er hat sie wieder einmal beisammen gehabt, Seine„Lieben und Getreuen, verstärkt durch die Garde Seines VolkswirthschaftsratheS. Kein Wunder, daß Er sich so recht mollig fühlte und ganz Huld und Herablassung war. Und je später der Abend, um so gehobener wurde die Stimmung, deren Glanzpunkt die„begeisterte" Ansprache eines Arbeiters— der arme Teufel ist das viele Trinken noch nicht gewöhnt— bildete, der„dm Tag pries, wo der Arbeiter über seine Interessen direkt mit dem Kanzler verhandeln dürfe". Glücklicher Arbeiter, der seine Interessen, die Interessen von Millionen seiner Brüder, dem Kanzler verhandeln, verschachern darf! Denn so muß eS heißen, verehrtes Mitglied des Volks- wirthfchaftsrathes, wenn Sie inzwischm nüchtern geworden sein sollten! Sozi> Gelec sächsi und semit Jude wach Pers Rup; unbe! � besch, «inzu P-st'sc unsei � Jud am j Ann« aber Kam demo denn dran Einz ansta flifog samn Ichre den um eine, schr Ä Dies Eine Spn zersp gesSI kraie in — Nicht nur im Wein, sondern auch im Brannt- wein ist Wahrheit.„Man hat mich verdächtigt, bei meinen Resormplänen meine Interessen alS Grundbesitzer im Auge ge- habt zu haben; da« brauche ich nicht, denn ich bin durch die Gnade Sr. Majestät reich genug geworden", Sozi entg wotzi fltioi erst sagte Er in der Reichstagssitzung vom 4. Februar, nachdem Er no- bereits mehrere Gläser.halb Wasser, halb Cognak hinabgegossen jig. hatte. Stimmt auffällig, nur Schade, daß ihn Niemand fragte, \ah wer betio lm Kosten d ieser Gnade hat tragen — müssen!•' iter ten—»Der Tabak muß noch meh� bluten", sagte Er sich derselben Rede. Der Tabak— d. h. die T ab a karbeiter, ■, öcnn die Herren Fabrikanten werden schon gehörig entschädigt � werden. iu' 1•— Proletaricrekend. Laut„Leipriger Tageblatt" beträgt ue in den Mceraner Manufaktur-Fabriken der Lohn eines guten �as Arbeiters, vorausgesetzt, daß es immer Arbeit gibt, in 7% Tagen neun Mark vier Pfennige macht pro Tag eine Mark siebzehn Pfennige. U.. d die Fabrikanten aß werden dabei Millionäre— wie lange noch? len- — Als charakteristisch für unser Bürgerthum ist en. hervorzuheben, daß die Flunkereien über Ve> hängung des kleinen „d Belagerungszustandes in Kiel, Mannheim-c. sich vorzugsweise in al- liberalen und fortschrittlichen Blättern vorstiioen. Die feige Ge. sellschaft scheint Stimmung machen zu wollen. en'•— Bravo! In Chemnitzrfand End«.xlanuar eineMassen M Verbreitung„aufreizender" Flugschrifteit''tait� In Dresden fänden sich in einer von den Antisemiten' grranhirten P'ersamm- 1 e lung die Sozialisten in Massen ein und dvkumentirten eine so energische Haltung, daß dem von Berlin� verschriebenen Herrn 1 das tapfere germanische Herz in die Hosen rutschte und ICH er mit echt semitischer Vorsicht sich seitwärts in die Büsche schlug. a Berliner Arbeiter haben jüngst den Herren Körner und Fhm 11>n einer von diesen einberufenen zweiten Versammlung gehörig '' die Wahrheit gesagt. Herr Körner fand es für gerathen, auf dem Nachhauseweg die Begleitung eines Wächter? der Ordnung vuIao Schutzengels in Anspruch zu nehmen. Bei dieser Gelegenheit ie möchten wir unseren Berliner Genossen empfehlen, die Versamm- "8 lungcn jener Herren ebensowenig zu besuchen, wie die Hamburg- 'te Altonaer Genossen auf die Versammlungen drr unter Anführung 1' des berüchtigten Marr agitirenden Bräuer'schen Klique hinein-. fallen.*) Die Bismarck'schen weißen Blousen haben keine größere Freude, als wenn sich einige entschiedene Sozialisten hinreißen lassen, ihnen Opposition zu machen. Dann haben sie ihren de» � nunziatorischen Zweck erreicht. Es gibt wohl noch gceig- ™ neierc Gelegenheiten� mit den erbärmlichen Ver- er räthern abzurechnen. I Sie wollen den Bismarck'schen weißen Blousen a übrigens an Erbärmlichkeit nicht nachstehen, die weißen e Blousen des Kapitals. So sah sich jüngst der in Berlin 3ei von Arbeiter» gegründete„Verein zur Wahrung der Jnter- ir' essen der Tischler und Berufsgcnossen" genöthigt, gegen die Denun- 3e' zilltioncn des Hirsch-Potke'schen Gewerkvereins energischst Protest einzulegen. .— In Löbtau(Sachsen) haben trotz krampfhafter An. � strengungen des dortigen Ortsvereins, der durch den Militär- er' vercin und Turnverein n.och unterstützt wur.�, tü der Gemeinde-- ein rathswalhl der Unansässigen die Reichstreucn nur 55— 76 Stimmen A ��iten, während die Liste der Sozialdemokraten mit nahe an 366 � Stimmen(286 bez. 272 Stimmen) siegte. DaS deutet auf gute im �"�stchlen für die nächste ReichstagSwahl. ug V. X. Berlin, Anfang Febr. Die Versammlungen des Bezirksvereins |e des 29. Kommunal-Wahl-BezirkS erfreuen sich feit einiger Zeit des Bc- ' Mches zweier Ubermachender Polizeibeamten zur großen Verwunderung aie vieler Mitglieder dieses äußerst liberalen Vereins. Aus Anfrage en erklärte endlich ein Vorstandsmitglied, der Klempner Schmidt, wohnhasr . rmienstraße 7, ein eifriger Gewerkvereinler, daß die Polizei das Recht der Ueberwachung besitze— war uns längst bekannt—, daß sie aber h t diese« Recht bisher nicht geübt habe, weil der Perein für unge- ies jährlich gelte. Da»un aber vor Kurzem im 2. Wahlkreis ein Bezirksvereill von Antiseinilen und Sozialdemokraten gesprengt worden 3s' i se>, habe der Vorstand den Beschluß gefaßt, die Polizei um immer ei- � gegenwärtigen Schutz gegen derlei mögliche Fälle zu bitten. Natürlich bei'st»un auch jede etwaige Opposition mnndtodt gemacht, auch gegen den !j2 Vorstand, und dies war der eigentliche Zweck, der erreicht werden . sgstle. Wahrlich, das sind echt„liberale" Vertreter. Ehre ihnen, , deren Vorstand das Haudrechr unter den Büttel stellt! her ie» Dresden, 5. Febr. Am letzten Dienstag haben die Dresdener Iis-!?°isl>llsten dem Unfug der Judenhetzer ein Halt geboten und bei dieser uz- Gelegenheit dargethan, daß sie nach wie vor das öffentliche Leben in der ken sächsischen Residenz beherrschen, unbekümmert um Ausnahmegesetze jen""d Polizeichikgnen. Vor einiger Zeit annoncirte jder Dresdener Anti- et nmitenclub eine Reihe von öffentlichen Vorträgen von Agitatoren der der �udenhctze in Berlin. Ten Anfang sollte der Buchdrucker Ruppel Machen, dann sollte H e n r i c i jolgen und schließlich Stöcker in eigener en Person. Unsere Partei nahm zu dieser Aktion stillschweigend Stellung. «tuppcl mit seinem Thema:„Der Berliner FortschrittSring" war uns zu unbedeutend, um die Massen gegen ihn in Bewegung zu setzen. Wir der ueschlossen also, ihn zu ignorircn und erst beim Henrici'schen Vortrag che'Ulzugreisen. Die Parteidisziplin bewährte sich auch glänzend. Die Rup- telp Pel'fche Versammlung gegen Ende Januar verlief ungestört, nur wenige teie unserer Genossen wäre», gleichsam als Vorposten, auf dem Platze. Die l r Judenhetzer glaubten nun, nicht« mehr zu fürchten zu haben, und ließen e N jju Dienstag ihren Henrici kommen. Von sozialistischer Seite erging keine ich"Unonce, keine öffentliche Aufforderung zum Besuch der Versammlung, v<-«« b'e®enoffen wußten Bescheid und waren pünktlich am Platze. 77«aum war der Saal des„Tivoli" um 7 Uhr geöffnet, als die Sozial- eht, demoiraten die besten Plätze besetzt hatten. Die Judenhetzer triumphirten, denn sie hielten die Gekommenen sllr ihre Genossen. Als aber der An drang stärker wurde, provozirten sie an der Kasse allerlei Exzesse gegen NM �mzelne, deren Aeußeres den Arbeiter verrieth. Namentlich der Ver- rdi"stswlter der Hetzversammlung, P i n k c r t, zeigte gegen Arbeiter einen ss-b Abscheu und wies viele derselben zurück, welche sich unten an- lwninelten. Plötzlich erhob sich unter den Thllrstehern ein großes Ge- iar. lchrei:„Die Sozialdemokraten kommen, Polizei herbei, Polizei!" und aus ng, den Treppen hörte man da« Nahen großer Massen. Alles eilte hinunter, _ ll,m den Sturm abzuschlagen, aber plötzlich füllten sich die Vorräume mit _ �'"em großen Menschengewimmel. Tie Judenhetzer hatten nämlich einen lehr schmalen Eingang arrangirt, damit ja Niemand ungestraft an dem eins Kassenteller vorbeikomme, und jeder aus seinen Anzug geprüft werden könne, ob er auch würdig genug sei, dieser Versammlung beizuwohnen. von fc.'dfr Spekulation rächte sich jetzt, denn die Massen wurden, da sie den ern nicht passiren konnten, von den Nachstürmenden gegen die großen Spiegelscheiben der geschlossenen Eingangsthüre gedrängt, die Scheiben Iks- zerspränge» und stürzten klirrend zusammen, und nun löste sich das lebens- sein gefährliche Gedränge in den Vorräumen. Etwa dreihundert Sozialdemo. traten, darunter auch die„notorischen"(die Wortführer, deren Eintritt w der Einladung ausdrücklich verboten war), marschirlen durch die nt>- ntn Einem Arbeiter, der kürzlich von dieser in Hamburg unter den ... Sozialisten allgemein üblichen Taktik abwich und den Bismarckschwärmern 3' entgegentrat, erklärte der berüchtigte Polizeischust Engel:„Sie wollen r ch wohl auch ausgewiesen werden, daß Sie hierher kommen und Oppo- n", sttion machen?" Bresche in den Saal. Sie wurden von der Majorität der Versammlung mit lautem Hurrah begrüßt, welches draußen erwidert wurde und sich bis auf die Straßen fortpflanzte, wo immer neue Schaaren andrängten. Damit war das Schicksal der Versammlung entschieden, denn jetzt konnte dem immer sortdauernden Eintreten der Sozialisten kein Hinderniß mehr entgegengesetzt werden, bis alle Räume des Saales dicht gefüllt waren. Das Komire und der tapfere Germane Henrici wagten sich gar nicht auf die Tribüne, weshalb die Arbeiter bald sämmtliche dort befindlichen Stühle herunterholten. Wahrscheinlich wären die Redner ebenso herunter- geholt worden, wenn sie den Versuch gemacht hätten, die Versammlung noch stattfinden zu lassen. Aber dazu waren sie schon selbst zu feig. Man löschte die Lichter aus dem Podium aus. Auch das Gas der übrigen Flammen wurde eingedreht und im Schutze der Dunkelheit schlüpfte Pinkert aus die Tribüne und meldete,'es sei heute kein Vortrag. Stllr- mischer Applaus. Wo ist Henrici? hieß es. Er hatte sich nach der Garderobe geflüchtet, obgleich er von Niemand erkannt worden war. Jetzt forderten die Leute ihr Eintrittsgeld Drück, und während die Polizei mit der Räumung des Saales begann, ertönte die Arbeitermarseillaise, von vielen Hundert begeisterten Sozialisten gesungen, mit dem trotzigen Refrain: Die neue Rebellion! Die ganze Rebellion! Marsch, marsch, und wär's zum Tod! Denn uns're Fahn' ist roth! Die Räumung de« Saales, bei welcher übrigens die Polizei angesichts der Machwerhältniffe im Saale schr vorsichtig versuhr, konnte nur lang- sam vollzogen werden, und unten wogteü noch immer die sozialistischen Massen, welche die ganze Straße fstllten, und in Hochs auf Bebel, Lassalle k. ausbrachen. Es waren mindestens 2500 Sozialisten aus dem Platze. Unter den„Antisemiten" herrschte eine furchtbare Panik und man kann wohl annehmen, daß ihnen sUpchzmniek die Lust zur Veranstaltung öffentlicher Hetzversammlungcn vergangen ist.— Wir unsererseits haben dadurch unser Hausrccht in den öffaitlichen Versammlüngen Dresdens gewqhTt r.-d media dies auch in Zukunft lhun.. Wenn die Inden eine Versammlung einberufen, in w«e r wir nicht ordnungsgemäß zmn Worte kommen, werden wir dieselbe ebenfalls sprengen. Prm zipiell gibt es tür uns überhaupt e i, c I u d e n s r a g e nicht! Wir bekänspsev den Kapitalismus al« solck-e«, gleichviel ob Christen oder Juden ihn- vertreten. In erster Linie aber bekämpfen wir die erbärmliche SiPP- schafr, welche den wirthschastlichcn Experimenten und Volksbetrügereien des Bismarck'schen Regime's durch Uinerstützung der christlich. sozialen Komödien Vorschub leistet.<.5 X Hamburg- randbezirl-, Fe!:. Hamburg widerhallt mm den Kürassiertritten des Reichskanzler« un» die veiter der Elbrepublik winden sich zu den Füßen eines nloiiarchischen Glücksritters, alt) ob man durch hündische Demuthsbezengung, durch einen Alt schmachvollster Erniedrigung den letzten Rest hamburgischer Selbststä.idigkeir retten könnte! Die unmotivirte Verhängung des Be-nzerungSzuftandes und der damit verbundenen Masseuausweisungcn hat-auch hier auf dem Landgebiete bei allen ehrliche» Menschen die entschiedetifle Verurtheilung gefunden. Die Liberalen, die Macher des Sozialistenstisetzes, dürsten kaum mehr den Muth habeu, mit einer Kandidatur zmn Vorschein zu kommen. Der Vertreter unseres Wahlkreises, Dr. Wolfs o n, eiuer der Hauptheroen des dereiußigen'gewaltigen liberalen RcichStagswahlvereiiis, der noch im Jahre 1877 in' einer zu Eppendorf abgehaltenen Wählerversammlung pathetisch ausrief:.„Es ist viel an den Arbeitern gesündigt worden und wir müssen daher für Erhaltung und lErweitcrung des Koalitionsrechtes eintreten!" und der gleich daraus das Ausnahmegesetz votire» half, wird wohl nicht länger mehr zu den Rcickflssagsabgeordnete» zu zähle» sein, obwohl derselbe beim letzten Wahlgang' 14,000 Stimmen auf sich ver- einigte, während unser Genosse a(s einziger Gegenkandidat es nur aus 7000 Stimmen brachte. Die Fortschrittler geben sich alle erdenkliche Mühe, um den Wahlkreis zu erobern, und allem Anscheine nach Gaben sie schon alle Bezirke orga- nifirt. Ihr Kandidat, Dr. Gicscheu,. ver frühere Bundesgenosse von Wolffon und Möring, hat sich ein freiheitliches Mäntelchen umgehängt, nur verspürt man in der Bürgcrschäst,' deren Mitglied er ist, nichts davon; auch scheint die warme Theilnählne, die er anfangs für die Aus- gewiesenen an den TZstJegte, �«pjich>j«rkKltz!t„M. Up. f« J# ja auch Winter,' und Standhastigke« von einem Fortschrittler zu verlangen, wäre zu viel gefordert. Obwohl die Fortschrittler ausgesprochene Freihändler sind, scheint Herr Dr. Gieschen sich über die Frage, ob Zollanschluß oder Freihafen das Beste für Hamburg sei, noch nicht recht klar zu sein. Trotz Alledem glaubt Herr Gieschen Reichstagsabgeordneter werden zu könuen, nur fürchtet er den sozialistischen Rivalen.„Die Sozialdemokraten", so meinte er in einer kürzlich abgehaltenen Bezirksversammlung,„kennen gar nicht die Legionm ihrer Anhänger, die unstreitig durch die allgemeine Erbitte- rung noch gewachsen sind, welche die schroffen Maßnahmen der Regierung überall hervorgeruse» haben, sie kennen nicht die Sympathie, deren sie sich in allen Gesellschaftskreise» erfreuen, darum müssen wir doppelt auf der Hut sein." Wahrlich, jämmerlicher kann mau nicht mehr seinen eigenen Bankerott anzeigen. Sie sind frei und>vir gefesselt, sie können uns ungestraft verhöhnen, beschimpfen und verläumden,*) indeß jeder Versuch unsererseits, sie zu widerlege», als Verbreche» gilt, sie dürfen schreien, indeß man uns geknebelt hat, und dach hört das Volk nicht auf sie, sondern aus uns! Ihr selbst seid es eben, die am besten für un« agitiren, Eure Feigheit, Eure Unfähigkeit, Eure Habsucht, Eure Fri- volität— kurz und gut, Eure Schurkerei! Ihr seid Eure eige« neu T o d t e n g r ä b e r! Wir aber, Genossen, wir wollen dem ganzen Gezücht die richtige Antwort geben, indem wir allen Verfolgungen zum Trotz unentwegt unsere Ideen in's Volk tragen, es ausrütteln und auf seine Stärke und die Schwäche seiner Feinde aufmerksam machen. Eine unserer ersten Pflichten ist das massenhafte Abouniren aus unser Zentral- organ, den„Sozialdemokrat". Wohl wird das Verbreiten desselben, nicht aber das Abouniren bestraft, und wenn unsere Abonnentenzahl sich aus Tausenden» beläuft, so wird selbst der scharfsinnigste Staatsanwalt nichts dagegen machen können. Durch das Abouniren nimmt man wieder Theil an der Entwickelung unserer großen Sache, dadurch wird die Organi- sation wieder hergestellt und zu einer unzerstörbaren gestaltet. E-ck. AuS Wttrtrmbrrg, Ende Januar. Das Ausnahmegesetz, obwohl uns fast ganz von der Oeffentlichkeit zurückdrängend, hat im Großen und Ganzen unsere Kadres nicht zu zersprengen vermocht. Ueberall im Lande, wo wir früher Anhänger hatten, besteht auch jetzt noch ein mehr oder minder starker Stamm treuer und zuverlässiger Genossen. Einzelne Plätze leiden zwar unter der Ungunst der mirthschastlichen Verhältnisse, aber in den meisten Orten hat der sozialistische Gedanken nicht nur eine tüchtige Schaar Uberzeugungswener und klarer Anhänger bewahrt, sondern sogar neue, treffliche Elemente gewonnen. Auch aus dem Lande, unter de» Bauer»!, beginnt's Heller zu werden, und wir können mit Freuden konstaliren, daß sich nicht nur in kleinen Städten, sondern sogar aus abgelegenen Dörfern Anhänger unserer Sache gesunden haben. An eifriger Propaganda lassen wir es allerdings nicht fehlen. Bereits zu mehreren Malen haben wir trefflich organisirte Flugschristenver- breitungen vorgenommen. Bon besonders durchschlagendem Erfolge war die letzte, wo wir 10,000 Exemplare hauptsächlich unter die bäuerliche Bevölkerung brachten, weil der Jnbalt speziell aus diese berechnet war. Kein Genosse wurde ertappt, indem die Verbreitung in einer Nacht für alle in Betracht kommenden Plätze in umsichtigster Weise vorbereiter war. Unsere Stellung gegenüber den anderen Parteien ist eine den Beschlüssen des Whdener Kongresses vollkommen angepaßte, stiamcntlich aber halten wir es aus taktischen und prinzipiellen Gründen sür wichtig, die gegen- wärtige Bourgeoisdemo kr ati.'e in ihrer Kurzsichtigkeit und Halbheit scharf zu kennzeichnen, da gerade sie die Zeitverhälwiffe auszubeuten sucht, um die Arbeiter zu sich herüber zu ziehen. Dementsprechend iverden wir auch bei den Wahlen vorgehen. Getreu den Beschlüssen des Whdener Kongresses weisen wir jeden Kompromiß zurück und werden wir uns bei Stichwahlen, in denen unsere Kandidaten nicht in Betracht kommen, der Wahl enthalten. Es ist aber gar nicht unwahrscheinlich, daß bei der Zersplitterung, die im gegnerischen Lager herrscht, unsere kräftig betriebene Agitation den Erfolg hat, unseren Kandidaten Dr. Dulk in die Stichwahl zu bringen. Diese selbst Und sie thun e« auch, der„Meister" Eugen an der Spitze! Anmerkung des Setzers. —) Die Tausende sind längst erreicht. E« handelt sich jetzt um die Zehntausende. D. R. ist allerdings aussichtslos, da sich die Gegner wider ihn vereinigen werden und die Volkspartei im besten Falle sich der Abstimmung enthält. Aber möge das Resultat ausfallerfl' wie es wolle, ein bedeutender mora- lischer Erfolg ist uns gewiß und das ist die Hauptsache. Unsere Gegner sollen sehen, daß das Ausnahmegesetz keinen andern Ersolg gehabt hat, als den, unfern Haß zu kräftigen, unsere Energie zu verdoppeln! Hesterreich-Angar«. — Die österreichischen Behörden und deren Vorgesetzte, das Miniflcrium des Innern, gehen manchmal in ihrer administrativen Unverfrorenheit so weit, daß sich nicht einmal das willfährige Reichsgericht damit einver» standen erklären kann. Dieß war jüngst der Fall in der Angelegenheit imserer Genossen Perz und Loy, welche wegen Verbreitung verbotener Bücher vom Landesgericht Innsbruck zu einer Geldstrafe verurtheill wurden, welche ihrer Zahlungsunfähigkeit wegen in eine Arreststrase verwandelt wurde.' Nach verbüßter„Strafe" wurden sie aus Grund des Vagäbundengesetzes(!) vom Magistrate Innsbruck au« dem Gebiete dieser Stadt ausgewiesen und diese Abschaffung von der Statthalterei in Innsbruck bestätigt. Diese Art, ohne Sozialistengesetz und Belagerung«. zustand Ausweisungen zu verhängen, erschien unseren Genoffen doch zu preußisch, weßhalb sie sich an's Reichsgericht wendeten. Das Vagabundeü- gesetz erlaubt mir die Ausweisung von entlassenen Sträflingen, welche der Sicherheit der Person und des Eigenthums gefährlich sind. Der Vertreter des Ministeriums erklärte nun vor dem Reichsgericht, die beiden Ausgewiesenen seien der auserlegten Geldstrafe wegen als Sträflinge(!) zu betrachten, und eigenthumsgefährlich wären sie, weil sie als Sozial- dem o kraten d a s Eig en thum theilen wollten! Diese Argumen- täiion war selbst dem Reichsgericht zu dumm, und es gab daher dem Rekurs Folge und hob die Verfügung des hochweisen Magistrates trotz Statthalterei und Ministerium als ungesetzlich aus. Ein Fingerzeig für die Behörden, ein andermal nicht gar zu dn'm m vorzugehen, wenn sie Sozialisten chikaniren wollen. — Die Schulpflicht soll abgekürzt werden. Es sind schon zu viel Schulen in-Oesterreich und noch zu wenig Kasernen. •)-r. Wien, 2. Februar. Die Bauernbewegung zieht immer weitere Kreise. Der Hunger ist eben ein ausgezeichneter Agitator, wen» er an Kreise herantritt, die bisher in verhältnißmäßigem Wohlstande gelebt haben, wie es beim österreichischen Bank, der.Fall war. Selbst die tiroler Bauern rühren sich. Am 16. Januar haben die zu Brixen versammelt gewesenen Vertreter der alten Gerichtsverbände von Brixen, Mühlbach und Sterzing ein Komite gewählt,„welches die Gründung eine? jjjereins von deutsch-tirolischen Haus- und Grundbesitzern, vorzüglich aus d'eiik' Bauernstände behufs Wahrung ihrer materiellen Interessen mit entschiedener Abwehr der bestehenden Agrar-Mißstände anbahne» soll." Das Komite hat in diesen Tagen einen Ausruf an alle kommunalen VerlrctlNigen Deutsch-Tirols erlassen, in ähnlicher Weise vorzugehen, um später gemeinschaftliche'Berathungen darüber pflegen zu können, auf welche Weise Hilfe geschaffen werden soll,„um eine Besserung unserer Zustände zu erzielen." Besorgniß erregende, staats- und wirthschastliche .-Mißstände aller Art,"— heißt es am Schlüsse diese« Ausrase«—„häufen sich in unserem lieben Vaterland, so daß es endlich an der Zeit ist, mit eiserner deutscher Konsequenz und neuen Mitteln gründliche Abhilfe mauithast zn suchen." 'Noch energischer drückt sich eine Petition der Bauern aus dem Paffeier- rhal,— der Heimath Andreas Hofers— aus, welche einen ungeheuren B» u e r n k r a ch i» Aussicht stellt, gegen die reichen Geld ir�ä n n e r loszietit, und zum Schlüsse ausruft:„Werden nun noch fortwährend neue Auflagen auf die Schultern des Bauernvolkes gewälzt, so wird sich auch bei uns wie anderwärts der Bauer erheben, um zu seinem Rechte zu gelangen!" Deutlicher kann man wohl nicht sein, als die„loyalen" Landslcute Andreas Hofers. Sie gedenken heute ebenso die Beamten und Kapitalisten gegen Franz Josefs Willen zum Lande hinauszujagen, wie.seinerzeit die Franzosen gegen Franz IL Willen— zugleich aber„ihrem Kaiser" treu zu bleiben. Daß der Wiener Regierung vor einer solchen sonderbaren„Loyalität" bange Äßt sich denken. Zse Mx.jhr Möglichstes. chj« Bauerubewegung niederzudrücken. Der Versuch, der Bauernpartei din'ch Gründung eines Bauernvereins eine der deutschen Sozialdemokratie ähnliche Organisation zu geben, ist von der oberösterreichischen Statthalterei hintertrieben worden, welche die vorgelegten Statuten auf Grand der samosen§ß 4 und 6 de« Vereinsgesetzes als gesetzwidrig und staatsgesährlich zurückwies. Daß die Bauern dadurch dem bestehenden Staatswesen nicht günstiger gestimmt werden, ist klar. Die Ursache ihrer Bewegung, die Roth, kann eben von der Statthalterei nicht verboten werden, und wenn sie noch so staatsgefährlich ist. Die Unterdrückungsversuche werden daher nicht den Ersolg haben, die Bewegung einzudämmen, sondern die Bauern gegen das bestehende Staatswesen zu erbittern. Rur so fort, Ihr Todtengräber der bestehenden Gesellschaft— uns kann's recht sein! Kroßöritannien und Irland. — Die Fenier haben eine Proklamation erlassen, welche auch sür die deulsche» Genossen manchen beherzigenswerthen Gedanken enthält. Sie lautet: „sonatns Lonsultum-Proklamation. Männer aus Irland! Das Land macht gegenwärtig eine Krisis durch, welche sür die nationale Sache voller Gefahren ist. Da« Vorgehen der britischen Regierung und ihrer Anhänger und Helfershelfer ist äugen- scheinlich oarauf gerichtet, einen verfrühte» Widerstand hervorzurufen. Auf Euch lastet daher die Verantwortlichkeit, Niederlage und Erniedrigung zu vermeiden. Ihr habt traurige Ursachen zur Empörung, allein Ihr seid noch nicht vorbereitet und es würde eine erdrückende Niederlage der nächsten Generation die Ausgabe übertragen, das bereit« so weit vorgeschrittene, große Werk von Neuem zu beginnen. Die Rettung unseres Volkes liegt allein in der Erlangung nationaler Unabhängigkeit, aber die Zeit des Kampfes ist noch nicht herangebrochen. Seid daher auf Eurer Hut und laßt Euch nicht durch falsche oder thörichtc Freunde, oder durch den Feind zu fruchtlosen Ausbrüchen verleiten. Derjenige, der Euch heute v erleitet, einen Jnsurre ktio» s versuch zumachen, arbeitet England in die Hand und muß als des Berralhes an Irland schuldig betrachtet werden. Die strengste Disziplin muß eingehalten, jeder einseitige Ausbruch verhindert werden. Das Weitere nur aus Befehl Eurer Offiziere. Unsere augenblickliche Pflicht ist, uns vorzubereiten, zu wachen und zu warten, bis die Stunde der That gekommen. Nehmt eine Haltung der ruh igen E n ts ch l ossenh e i t, der Auf- opferung und des unerschütterten Vertrauens in den schließlichen Triumpf unserer Sache an. Im Auftrage de» irischen Nationaldirektoriums". Die Proklamation sei allen denen zum Nachdenken empfohlen, welche die Sozialdemokratie der Feigheit und Leisetreterei be- schuldigen, weil sie nach Erlaß des Ausnahmegesetzes nicht losschlug. X. London, 28 Januar. Obwohl ich weiß, daß unser Blatt nicht allzuviel Raum für Auslands-Berichte hat, so scheint es mir doch wichtig genug, Einiges über die Situation hier zu Laude zu berichten. Sensatio- nelle Ereigmsse folgen Schlag auf Schlag und jeder Tag bringt etwa«, was für uns Sozialisten wissenswerth ist. Im Vordergrund steht natürlich vor Allem die Bewegung in Irland. Bekannt ist, daß die englische Regierung ein Ausnahmegesetz, welches seine Spitze gegen die Laudliga und deren Führer richtet, im Parlament durchzusetzen sizcht. Wenn man nun als deutscher Sozialist die dies- bezüglichen Parlamentsverhandlungen verfolgt, so findet man viele Paral- lelen zwischen dem sich hier abspielenden Kamps der Unterdrückten gegen ihre Tyrannen, und dem Kampf unserer Partei im deutschen Reichstag gegen das Sozialistengesetz. Und man muß gestehen, der Muth der irischen Parlamentsmitglieder ist achtungswürdig, wie der Muth, die Einigkeit und Ausdauer der gesammten Landliga bewunderungswürdig sind, und wir deutschen Sozialisten könnten manches von ihnen lernen. Schade, daß dieser Kamps nicht unserem Prinzip gilt. Hier nur ein Beispiel von der ausdauernden und muthigen Kampfes- weise der Landliga, und gleichzeitig ein Beweis sür deren gute Organi- sation. Nach einem Bericht des General-Jnspektors der königl. irischen Polizei, der mir zu Händen ist, fanden seit Januar 1879 bis zum Dezbr, 1880 in Irland 738 Versammlungen der Liga statt und wurden in der- selben Zeit 3453 sogenannte Gewaltakte verübt, welch' letztere darin bestanden, daß man z. B. exekutirte Farmer wieder mit Gewalt in ihr GeHöst zurückbrachte, oder gelegentlich auch einmal einen Vampyr, ge- nannt Landlord, über den Haufen schoß. Wie man dabei zu Werke ging, zeigt ein Fall, wo in einer Nacht 500 Mann kamen, von denen 200 einer exekutirten Farmerswittwe ihr niedergerissenes Hau« ausbauten, während die andern 300 eine Posten- kette zur Abwehr bildeten. Solcher Organisation gegenüber glaubt nun die Regierung mit Aus- nahmegesetzen auszukommen, von denen Parnell ganz richtig bemerkte, daß sie nur das Signal zur Forcirung des Kampfes seitens des irischen Volkes sein würden. Fast zur selben Zeit, in der die Regierung mit solchen echt hohen- zollern'schen Plänen vors Parlament trat, erlitt sie schon eine be- deutende Schlappe, indem das Gericht in Dublin sämmtliche unter An- klage gebrachte Agitatoren von der gegen sie erhobenen Anklage auf Hochverrath, Konspiralion ic. freisprach. Ja, ja, englische Geschworene sind ebe n noch keine deutsche. Infolge dieser Freisprechung waren die größeren Städte Irlands illuminirt, man brannte Freudenseuer ab und überall herrschte großer Jubel;— Gladstone aber arbeitet mit Hochdruck und läßt da« Parlament 22 Stunden ununterbrochen tagen; die irischen Mit- glieder des Parlaments kämpfen möglichst geschickt und gewinnen Zeit, um die Regierungsberichte über die Zustände in Irland aus ihren wahr- heitsgetreuen Inhalt zu prüfen. Vielleicht erfahren wir da auch noch, daß es die Regierung, hier wie in Deutschland, versteht Berichte zu „m a ch e n".—!! Ganz brutal, wie immer diese Sorte von Menschen ist, zeigen sich die Lords im Oberhaus. Einer dieser Lords meinte: Es sei ganz überflüssig, lange Ausnahme- gesetze zu machen; die Regierung solle einfach in Irland„K o n st i t u- t i o n e l l e Despotie" üben, die Habeas- Corpus-Akte suspendiren und sich nachher Indemnität ertheilen lassen. Es wurde ihm natürlich bedeutet, daß dies nichts nützen könne, da sich kein Richter in England finden würde, der unter so willkürlich erfolgter Suspendirung der Habeas- Corpus-Akte verurtheilen werde, da er eidlich verbunden sei, nur nach den Beschlüssen des Parlaments zu handeln. Also— vorläufig abgeblitzt, aber es ist gut, wenn man sich einmal merkt, was dieser Herr unhedacht ausgesprochen hat, nämlich wie diese Leute sich den Kon- stitutionalismus denken; ganz so, dünkt mich, wie Lassalle sagt:„Schein- konstitutionalismus reineDesPoti e." Soviel über Irland. Ueber den Streik der Kohlenarbeiter in Lancashire haben Sie schon berichtet und will ich nun nur noch hinzufügen, daß das Volk als Kon- sument die Kosten der ganz gemeinen Frivolität der Herren Kohlen- grubenbesitzer tragen muß, indem diese Herren den Strike und die gleich- zeitig herrschende Kalte benutzten, um die Kohlenpreise in ca. 2—3 Tagen um ca. 50 Proz. hinauszutreiben.— Macht aber nichts, das Volk wird doch mit den Arbeitern und nicht mit deren Ausbeutern sympathisiren. Daneben ist es interessant, zu wissen, daß der Krieg in Afghanistan bis zum letzten vorliegenden Rechnungsabschluß in runder Summe schon 18,000,000 Pfd. St. oder 360,000,000 Mark kostet, und was kostet nun der Zulu- und Boerskrieg? Schadet aber Alles nichts, cher Steuerzahler Tasche ist tief und ihre Geduld groß. Wenn das Volk in Deutschland schon über hohe Steuern klagt, so möge es sich trösten mit dem armen englischen Steuerzahler, denn ich glaube, der ist noch schlimmer daran(? d. Red.); ich will Ihnen nur im Vertrauen mittheilen, daß so ein armer Packesel, der vielleicht für Geschästs- und Wohnungsräume 40 Pjd. St., also 800 Mk. Miethe pr. Jahr bezahlt, dem Staat und der Stadt ca. 200 Mk. jährliche direkte Steuer bezahlen muß, abgesehen von den vielen indirekten Steuern. Sie sehen, hier gilt auch die Parole: Steuerzahlen und Maulhalten! Freilich klagt mancher über hohe Steuern, ohne zu bedenken, was wir auch Alles zu versorgen haben. So hat die Stadt Lonhon z. B. in den letzten Wochen W,564 Arme zu versorgen gehabt, von denen 52,776 in den Arbeitshäusern und 43,788 außerhalb derselben zu ernähren waren; das kostet heidenmäßig viel Geld. Hätte man aber die ganz unnütz für den Afghanenkrieg vergeudeten 18 Millionen Pfd. St. für die Armen verwendet, so hätte jeder Arme 186, Pfd.St. 8 Sh. IV. Pence oder 3,728.01 Mark bekommen können, und London hätte keine Armen mehr zu ernähren gehabt. Aber was hilft das Alles! Der Krug geht solange zum Wasser bis er bricht; hoffen wir, daß er bald bricht, hier wie überall, wo es noch Herren und Knechte, Tyrannen und Unterdrückte gibt. — London. Versammlungsbericht. Sonnabend, 22. Januar, hielt Bürger F r i tz s ch e, welcher auf seiner Reise nach Amerika in unserem Bereine vorgesprochen, vor einem zahlreichen Auditorium einen Vortrag über das Thema:„Was wollen die Sozialdeiiiokrateu?" Wenn wir, so begann der Redner, durch die Straßen Londons schreiten, so sehen wir auf der einen Seite ungeheuren Reichthum, aus der andern das bitterste Elend und die krasseste Roth. Und kann es anders sein in einer Gesell- schaft, in der der Arbeiter nur ew Drittel von dem erhält, was er pro- duzirt, in der er mit diesem Drittel alles Das voll bezahlen muß, was er geschaffen? Da ist es dem Arbeiter nicht möglich, ein menschenwürdi- ges Dasein zu führen. Daraus ersehen wir aber auch, daß die heutigen Zustände unhaltbar sind und eine Abänderung derselben erstrebt werden muß. Geben wir uns keinen Illusionen hin, daß die Besitzenden uns entgegenkommen werden, erkämpfen müssen wir unser Recht mit aller Macht, die uns zu Gehote steht. Unmöglich wäre die friedliche Lösung der sozialen Frage nicht. Aber ich glaube nicht an eine solche, denn ich bin im Klassenkampfe alt geworden und habe manchen harten Strauß gekämpft. Aber ich weiß auch, daß Revolutionen nicht gemacht werden können; die Revolution kommt, sie kommt über Nacht, und sie ist da. Putsche können wohl gemacht werden, würden uns aber auf Jahrzehnte hinaus zurückschleudern, und wir müßten wieder von vorne ansangen. Bismarck und Konsorten würden sich am meisten freuen, wenn einige Tausend Arbeiter vor das Palais zögen: man würde sie ganz einfach niederkarlätschen. Ich sage mir immer, eine Republik ohne Republikaner . ist ein Unsinn, und eine Revolution ohne Revolutionäre ist dasselbe. Daher ist es unsere Aufgabe, die revolutionäre Idee des Sozialismus in immer weitere Kreise zu tragen, dem Volke zu zeigen, was ihm noththut, aber auch dem Volke zu sagen, welche Früchte ihm zusalleu werden, wenn wir unser Ziel erreichen. Auf diese Weise erziehen wir die wahren Revolutionäre, mit denen werden wir dann die Schlachten der Revolution schlagen können. Durch gassenbubenartiges Schimpfen aber werden keine Revolution«- soldaten geworben, Männer der Thal bekommen wir nur durch Ueber- zeugung. Nehmen wir uns doch ein Beispiel an Preußen! Bereitete es nicht jahrelaug vorher sein Heer, ehe es mit Frankreich den Krieg an- fing? So wollen auch wir uns organisiren und rüsten, bevor wir zum Kampfe schreiten. Wenn von Deutschland au« wenig an die Oeffentlichkeit gelangt, so hat es seinen Grund darin, daß offen nichts unternommen werden kann; dafür wird aber desto mehr im Geheimen gearbeitet. Wir schweigen nicht au» Feigheit, sondern die eiserne Nothwendigkeit zwingt uns dazu, und ich glaube, wer dix deutschen Verhältnisse in der jetzigen Zeitperiode kennt, wird dies einsehen. Im Jnlande können wir nicht frei reden. Sollen wir alten Genossen auswandern und die deutsche Partei im Stiche lassen? Wenn wir das wollten, würde uns die deutsche Re- gierung noch das Reisegeld dazu geben, damit wir über den Ozean schwimmen könnten und sie uns los würde. Aber ein anderer Faktor spricht hier noch mit: jüngere Kräfte werden jetzt sehr schwer ausgebildet, daher müssen die allen am Platze bleiben, und sie werden es thun, dessen seien Sie gewiß. Sprechen Sie sich aus, ob wir recht daran thun und ob wir Ihrer Sympathien gewiß sein können, dann werden wir mit freudiger Hoffnung unsere Arbeit fortsetzen, wie wir dieselbe begonnen haben." Brgr. Viereck sprach hierauf ebenfalls noch zu den Versammelten, worauf sich eine lebhafte Debatte entspann, die bis in die Nacht hinein währte. Folgende Resolution wurde einstimmig angenommen. Resolution: „Die heutige öffentliche Versammlung de« Kommunistischen Arbeiter- Bildung«- Vereins, 3 Percy Street, erklärt sich mit den Ausführungen des Bürgers Fritzsche vollständig eiuverstaiiden und erklärt ferner, indem sie die von der deutschen Sozialdemokratie seil dem Erlaß de» Sozialisten- gesetzes eingeschlagene Taktik als die allein richtige anerkennt, die deutsche Sozialdemokratie nach besten Kräften unterstützen zu wollen." Eine Tellersammlung zu Gunsten der Gemaßregelten ergab die Summe von 17 Sh. 3 Pence. Der Sekretär: G. Lemke. Yttßlatrt. — Man sendet uns die erste Nummer der„Rabotschaja gazeta" (Arbeiterzeitung), gedruckt in der Druckerei der„Narodnaja Wolja", vom 15./27.Dezember 1880. An der Spitze bringt dieselbe einen Nekrolog Kariatkowsky's und Presniakoff's, worauf ein Artikel folgt, welcher die Gründe, weshalb die Arbeiterzeitung erscheint, und das Programm der- selben enthält. Ein zweiter Artikel führt aus, daß die Arbeiter vor der Regierung der Romanoff's freier waren als jetzt; ein dritter Artikel führt den bezeichnenden Titel:„Arbeiterleben". Außerdem finden wir noch ein Gedicht:„Gespräch eines Arbeiters mit einem Fabrikanten" und eiu Feuilleton unter dem Titel:„Macht die Augen aus!" Wir kommen auf die interessante Publikation noch zurück. — Petersburg(Fortsetzung.) Wenden wir uns nun zu den „geheimen" Druckschristen der letzten Zeit, so ist uns Folgendes zur An- ficht gekommen: seitens der terroristischen Fraktion die 4. Num- mer der geheim zu Petersburg erscheinenden„Narodnaja Wolja" vom 24. Dezember 1880(5. Januar 1881), N. M o r o s o w:„Der terroristische Kampf"(London), Tarnowsky(Pseudonym):„Der Terrorismus und die Routine"(London); seitens der Fraktion der Na- r o d n i k i:„ S e r n o"(Der Kern), Arbeiterblättchen,(Petersburg), Stephanowitsch:„Sloba dnja"(Zeit- und Streitfrage)(Genf), Borissow(Pseudonym):„Der Anfang vom Ende"(Genf). Die 4. Nummer der„N. W." enthält u. a. folgende Artikel: Zum Prozeß der Sechszehn(im„Soziald." bereits behandelt), Zur Statistik der Staatsverbrecher in Rußland, Die Senatorenrevision. Der Artikel: Zur Statistik ic. beabsichtigt, aus Grund des Materials vom ersten Halbjahre des Jahres 1879 den Nachweis zu liefern, daß die allgemein verbreitete Ansicht, nach welcher die meisten Anhänger und Märtyrer der sozial-revolutionären Bewegung Rußlands den besser situirten Klaffen und den Studirenden angehörten, ja, wie Manche be- haupten, nicht einmal Russen, sondern nur Polen oder Juden seien, eine ganz irrthümliche ist. � Bei aller Reserve gegen eine sechsmonatliche Zahlenreihe zur Beur- theilung der Bezugsquellen und des Kontingentes einer Jahrzehnte lang dauernden Bewegung, bei aller Vieldeutigkeit statistischer Ziffern über- Haupt und des nnbekannten Ursprungs insbesondere halten wir es doch nicht für überflüssig, diesem Artikel Einiges zu entnehmen. Danach sollen au» den vom 1. Januar bis zum 31. Juni 1879 wegen Staatsverbrechen angeklagten 376 Personen 346(OL"/») Männer und 30(8%) Frauen gewesen sein. Die Angeklagten vertheilten sich folgendermaßen: 1) Nach den Altersstufen: vom 15.-25. Jahre 96(25»/,) „ 25.— 40.„ 160 42„ „ 40.-55.„ 75 20„ „ 55.-75.„ 43 11„ Unbekannten Alters 2 Summa: 376. 2) nach der Herkunft: Adel....... 58(15•/„) Geistlichkeit..... 25 6„ Ehrenbürger..... 4 1„ Kausleute...... 8 2„ Bürger...... 50 13„ Bauern..... 133 35„ S old aten k inder.. 67 18„ K o s a k ejn...'.. 4 1„ Kolonisten..... 2 0„„ Ausländer..... 8 2„ Unbekannt....... 15 3„„ Summa: 376. 3) nach den Religionsbekenntnissen: Rechtgläubige.... 278(74»/») Katholiken(Polen)... 59 15„ Juden...... 17 4„ Protestanten. v».. 11 2,8„ Raskolniki..... 1 0,,,„ Unbekannt..... 10 2,!0„ Summa: 376. 4) nach dem Bildungsgrade: Des Lesens und Schreibens Unkundige 107(28�»/,) Blos de« Lesens und Schreibens Kundige 95 25„ Privatunterricht erhielten..... 51 13„ Schulen besuchten....... 109 28„ (Darunter besuchten nur die Hochschulen)..... 34 9„ Unbekannt......... 14 3„„ Summa: 376. 5) nach den Familienverhältnissen: Unverheirathete.... 149(39"/„) Berheirathete.... 192 51„ (Davon haben Kinder) 162 43„ Wittwer...... 22 5„ Unbekannt..... 16 3,5„ Summa: 376. Die Hauptschlllsse des Artikelverfassers gehen dahin, daß die russische sozialrevolutionäre Bewegung keine aus den höheren Gesellschaftsschichten, den„oberen Zehntausenden", oder aus den Polen und Juden, sondern eine aus den schauerlichen und verfaulten staatlichen und gesellschaftlichen Verhältnissen Rußlands hervorgehende, alle Schichten der Bevölkerung gleichmäßig umfassende, auf dieselben sich entsprechend vertheilende, eminent volkSthümliche Bewegung sei.(Forlsetzung folgt.) Die Arbeiter an ibre Brüder. Frei nach dem Türkische». Wir schüren in den Essen die Feuer Tag und Nacht, Am Webstuhl, an den Pressen steht unsre FriedenSwacht. Wir schürfen in dem Qualme der Gruben nach Metall, Den Segen golhner Halme dankt uns der Erdenball. Doch wenn das Korn gedroschen, dann heißt es: Stroh als Lohn, Dann heißt's: für uns den Groschen, den Thaler dem Patron. Dann heißt's: für uns den Schrägen, das weiche Bett dem Gauch! Dann heißt's: Nichts in den Magen, und Kugeln in den Bauch! Vergebens aus der Tiefe steigt der Beraubten Chor, Mit seinem Vollmachtsbriefe ans Glück, zum Licht empor. Was hilft es, daß wir trotzen, so lang noch, mordbereit, Ihr gegen uns den Protzen die starken Arme leiht? O weh, daß Ihr, im Bunde mit ihnen, uns verließt, Und daß Ihr uns wie Hunde auf ihr Geheiß erschießt! Ach, wenn sie Euch nicht hätten, wär' Alles wohlbestellt; Aus Euren Bajonetten ruht die verkehrte Welt. An Euren Bajonetten klebt aller Zeiten Fluch; Wir trügen keine Ketten, trügt ihr kein bunte« Tuch; Wir brauchten nicht zu frohnen für Sultan und Vezier, Nicht länger für die Drohnen zu darben brauchten wir. Wir hätten nicht zu beben vor Pascha oder Scheck Und könnten bald erleben den größten Fürstenstreik. Durch Euch sind wir verrathen, durch Euch verkauft allein: Mauu Seit Ihr,» Soldateu, die Ardeit endlich ei»? Georg Herwegh. Briefkasten der Expedition: Viktoria: 1. Qu. 81 bereits in Nr. 39 quittirt. � Taube eingeflogen. Weiteres besorgt und erwartet.— Rdb.: 32 Bfm. ang. 49 abg.— W. G.— g: Mk. 4,10. Ab. 1. Qu. u. Ichft. erh. Bestllg. u. Nachlieferung mit 6 fort.— IV. Rbg.: Fr. 5,75 Ab. 1. Qu. erh. Weiteres gulgebr.— Stieber auf Durchreise: Mk. 2,— Ab. Febr. und Mr;. erh. Sdg. an R. Sch..mit 6 fort.— Rother Franz: Fr. 1,50. Schft.! erh. Uebriges retour senden. Haben Verwdg. Hatten Sie denn vom englischen Lumpenprotektorat Anderes erwartet? Schufte ä la Ichr. sind sein Element.— Rothwein Brg. Z.: Mk. 3,— Ab. 1. Qu. erh. War so angegeb.— Rothschwanz: Mk. 2,50 f. Ichft. erh. Alles Frühere war besorgt, wie verlangt. Neubestellg. mit 6 an Hrr.— Staatssozialist: Mk. 3,90 s. P.-Zuschlag bis Ende März erh.— F. I. N.: Mk. 3,— i Ab. 1. Qu. erh.— Rothbart: Bf. v. 3. erh. Sie haben ja mit Stieber „verkehrte" Welt aufgeführt.— Rothhahn: Bf. v. 31. 1. m. Poststempel v. 2. 2. am 4. 2. erh. u. beantw.— Eisenzahn: Bs. v. 2. 2. am 4. 2. erh. u. beantw. Krzbd. abgg. 1 später.— Hanauer: Mk. 2,— Ab. erh. Alles vorgemerkt. Dank!— Deutsch. Verein Zürich: Fr. 3,60 Schft. u. Flgbl. erh.: Fr. 30,— i. Ufds. quitt.-- l.— r.: M. Gl.: Mk. 6,—- f. Jhrb. I. u. IT. erh.-- o H.: Mk. 25,20 Ab. 1. Qu. erh.— W. S. Wthr.: Fr. 6,65 nach Vorschr. verwendet.— M— pt. W.: Mk. 6,— i Ab. 1. Qu. 81 erh.— I. G. H. B.: Bf. v. 4. 2. erh. Lagen nur Mk.—,80 statt Mk. 1,— bei.— Der Bekannte C.: Mk. 40,— i Cto. erh. Reuer Auszug abgeg. am 7. 2.— P. Ich. D.: für Mk. 1,85 Schft. abges.— Sommerschwalbe im Gebrg.: Mk. 22,— div. Ab. Schft. u. U.-Fds. erh. Alles beachtet. Nach E. u. I. keine Fühlung. Ihnen viel- leicht noch möglich?— Kommerzienralh: Mk. 6,— Ab. 1. Qu. erh Gruß!— Peter Blitz: Fehlendes und Neues kommt. Notiz war bekannt. — Sorge Hoboken: 2 Expl. 29 nachges.— B. St.-Louis:„Neben jeden Heuchler einen Schandpfahl und neben jeden Stänkerer eine Haselstaude stellen" wie Konrad sagt, das ist hübsch gedacht. Dann müßte aber dag Schamgefühl erst im Preise steigen und gewisse Hosen kein so üppiges Lorbeerpolster haben. Uehngens„Jung gewohnt, alt gethan"— würde Bumbum sagen. Anzeigen. In einigen Tagen erscheint: Jahrbuch für Soziatwissenschaft und Soziatpotitik. II. Iahrzang. Herausgegeben von Dr. Ludwig Richter. Der 399 Seiten starke Band enthält unter Anderem: I. Aiffäht: KarlFourier, ein Vielverkannter, von H. G r e u li ch. — Tschernischewsky und Malthus von K. Kants ky.— 1 Die Auswanderung als Mittel zur Lösung der sozia- len Aufgabe von A. Douai u. s. w. II. Zahlreiche Keieasiaaea. III. ßerichie über de» Fartgallg der sajialiftischtn Kewegllug: von A. Douai(Vereinigte Staaten von Amerika), Jacquette'Lilienkrantz (Skandinavische Länder), I. Sketch ley(Großbritannien), C. DePaepe (Niederlande), P. Axelrod(Rußland und Rumänien), M. Theodo« rowitsch(Serbien) u. s. w. IV. Preisauoschreibe». Preis: Bei Bezug durch die Exped. des Sozialdemokrat: ca. Fr. 4,—. Im Buchhandel: ca. Fr. 6,—. Um Mißverständnissen und absichtlich kolportirten Unwahrheiten ent- gegenzutreten, bemerken wir, daß da»„Jahrbuch" nicht eine Publi« kation der sozialistischen Arbeiterpartei, sondern lediglich ein Unternehmen privater Natur ist, dem Studium und der Diskussion aller in das Gebiet der Sozialwissenschaft und So- zialpolitik einschlägigen Fragen gewidmet. Ferner ist erschienen: Die EntWickelung der sozialrevolutionären Bewegung in Rußland. Von P. Axelrod. (Separatabdruck aus dem„Jahrbuch für Sozialwissenschaft". II. Jahrg. 46 Seiten 8°. Preis: Beim Bezug durch die Exped. de» Sozialdemokrat: Fr.—,50. P. Axelrod, früher Redakteur der„O b s ch t s ch i u a" und Mitarbeiter am„Tschorn ii Peredjel", steht wegen seiner Objektivität bei allen Fraktionen der gegenwärtigen revolutionären Bewegung Rußlands in hoher Achtung. In unserem Verlag ist erschienen und durch uns zu beziehen: Revanche! Episode aus den Kämpfen der Kommune. Von Leon Cladel. Aus dem Französischen übersetzt, nebst einem Vorwort von lv. liedkllecht. Preis: pr. Exemplar einzeln: 15 Cts.— 10 Psg. netto baar voran«. Porto beizulegen für 1—5 Expl. in der Schweiz übliches Kreuzband« oder Packetporlo, für Deutschland 5 Psg.; bei größeren P artien pr» Exemplar 1 Psg. Bei größeren Parthien entsprechender Rabatt. Lieferungnurgegen Baar-Borauszahlung, Bestellung franko und baldigst er» beten, da nur mäßiger Borrath. Riesbach-Zürich. Berl«g des„Sozialdemokrat" A. Herter, Jnvustriehalle. � Alle Freunde und Genossen im In- und Ausland ersuche UgMUUlU ersuche ich keine Korrespondenzen oder Drucksachen mehr an mich zu senden, da ich nächster Tage mit Familie nach New-Vork auswandere. H. Mer z. Q II vi rfl Wegen meiner wahrscheinlichen Abreise von hier ersuche ich Freunde und Bekannte, bis aus Weiteres keine Briefe mehr an meine bisherige Adresse richten zu wollen. 1. Februar 1331. C. Härer-Schmidt. ff Oomm. Arbeiter-Bildung«-V«rem ' � 3 P«r»y IttMt TottMhun Coirl Ktad. Die Wirthschaft des Vereins ist geSll'net Ton Morgens 9 bis Nachts 12 Uhr. Wir ersuchen die reisenden Genossen auf unsere Adresse zu achten. 1 A. Der Sekretär: G. Lemke. atwil». VeretNtbachsruckerei Hvttinqen-ztirich.