Srscheini jwSchentlich einmal inM Zürich lTchweiz) Verlag A. Serter. Znduftrithall« Ricsbach-Zürich Vokseudangea franco gegen franco. Gewöhnliche Briefe nach der Schweiz kosten Doppelporto. Der SoMldemckmt Jentral-Hrgan der deutschen Sozialdemokratie Ävonnements Werden nur'beim Verlag und besten bekannten Agenten ent- gegengenommen und zwar zum vorans zahlbaren VierteljahrspreiS von: Fr. 2.— für die Schweiz lKreuzband) Mk. 3.— für Dev��land �Couvert) fl. 1. 70 für Oesterreich(Eouvert) Fr. 2. 50 für alle übrigen Länder de> Weltpostvereins(Kreuzband). Juseralt Die dreigespaltene Petitzeile 25 EtS.= 20 Pfg. R? 21. Sonntag, 22. Mai. 1881. Aiia an die Kirrespondellteu und Adonaeate» de«„Sojiildemokrat". Da der.Eoiialdemokra«' sowohl in Deutschland als auch in Oesterreich verboten ist. b-jw. verfolgt wird, und die dortigen als mSglich an den.Soiialdemolrat'. resp. dessen«erlag selbst adresstren. sondern fich möglichst an irgendeine unverdächtige ««Hörden fich alle Mähe geben, unsere Verbindungen nach jenen Ländern möglichst zu erschweren, resp. Briese von dort an UNS Adresse außerhalb Deutschlands und Oesterreichs wenden, welche fich dann mit uns in Berbindung seht; anderseits aber, daß und unsere Zeitung», und sonstigen Sendungen na» dort abiuiangen, so ist die äußerste Vorficht im Poftverlehr nothwendig und auch uns möglichst unverfängliche Zustellungsadressen mitgetheilt werden. In zweiselhaften Fällen empfiehlt fich behufs größerer dorf leine VorflchtSmaßregel versäumt werden, die Briesmarder«der den wahren Absender und Empfänger, sowie den Inhalt Sicherheit Relommandirung. Soviel an UNS liegt, werden wir gewiß weder Mäh- noch kosten scheuen, um tcoh aller-nt. dtr Sendungen zu täuschen, und letztere dadurch zu schätzen. Hauptersorderniß ist hiezu einerseits, daß unsere Freunde so selten gigenftehenden Schwierigleiten den, Sozialdemolrat' unsern Abonnenten möglichst regelmäßig zu liefern. Parteigenossen! Vergeßt der Versolgten und Gemaßregelten nicht! Gedenktage des Proletariats. Die blutige Maiwoche. Von allen Gedenktagen, welche die Anhänger der proletarischen itevolution in beiden Welten feierlich begehen, find keine so be- deutungsvoll, als die Tage des Unterganges der Pariser Kom- i mune, als die blutige Maiwoche von Paris. Die Erinnerung an die Racheorgien, welche die feige Kanaille Thiers, unterstützt von dem rasenden Beifall der„Ordnunqs*- Crcsfe der ganzen sogenannten zivilistrten Welt, an den besiegten Vorkämpfern des arbeitenden Volkes verüben ließ, sie ruft in unserem Herzen auf's Neue jene Gefühle hervor, mit denen wir zum ersten Male die Schilderung jener unerhörten Greuclthaten vernommen haben. Auf's Neue sprechen die blutigen Massakres, die summarischen Erschießungen, die Quälereien der Gefangenen >hre beredte Sprache zu uns, aufs Neue verkünden sie uns, wessen die in ihrem„heiligsten- Recht, dem Recht der Aus- beutung bedrohte alte Gesellschaft zur Aufrechterhaltung ihrer herrlichen Ordnung fähig ist. Auf's Neue verkündigen sie uns und allen Denen, die aus der Geschichte zu lernen im Stande find: Die Ströme des edelsten MenschenbluteS, die in den blutigen Maitagen zu Paris vergossen wurden, sie sind zusammengeflossen zu einem großen Meere, zu einem Meer, das gleich dem Ozean zwei Welten von einander scheidet: die alte Welt der Unterdrückung und Ausbeutung, des Einzelreichthums und des Massen« elends, die Well der Korruption und Prostitution, der Verschwen- dung und des Hungertodes, des VorurtheilS und der absichtlichen Verdummung von der neuen Welt der politischen und sozialen Befreiung, der sittlichen und geistigen Emanzipation, der all- gemeinen Wohlfahrt und des allgemeinen Fortschrittes. Und dieser Ozean von Blut, er läßt sich nicht hinwegspülen mit dem Wasser wohlklingender Harmoniephrasen, kein Girmen- gesang vermag den Wellenschlag zu übertönen, keine Spiegel- fechterei uns über seine Größe zu täuschm, immer und immer wieder zeigt er sich uns in seiner vollen und ganzen Ausdehnung, immer und immer wieder umfluthet er uns, wenn irgendwo die neue Welt ernsthaft gegenüber der alten in die Schranken tritt. Erst jüngst, als an der Newa ein starrer Vertreter der alten Welt seinen hartnäckigen grausamen Verfolgungskrieg gegen die begeisterten Vorkämpfer der neuen Welt mit dem Tode büßte, zeigte es sich wiederum mit wunderbarer Deutlichkeit, wo die Vertreter der einen, wo die der andern sich befinden. Da, als eS im ersten Augenblick darauf ankam, rücksichtslos Farbe zu be» kennen, als alle Nebenrücksichtcn zurücktraten vor d»r offenen Stellungnahme Für oder Wider, da standen plötzlich, ebenso wie M Zeu der Pariser Kommune, die Halben, die Vermittler, die Auchmanner auf Seiten der alten, der noch herrschenden Gesell- schast und stimmten theils verschämt, theils unverschämt mit ein in das Verdammungsurlheil der„feigen Mörder-, und erst als der schrecken sich etwas gelegt, kamen sie etwas zur Be- finnung und begannen von Neuem ihr verdienstvolles Werk die Arbeit des Sysiphus! In solchen Momenten zeigt es sich, auf wen das arbeitende Volk in der Stunde der Gefahr— die kommen wird, wann wir es am wenigsten gewärtigen, unerwartet, überraschend— mit Sicherheit rechnen darf, auf wen nicht. Eine charakteristische Erscheinung! So wenig als die Hin- richtung des russischen Zaren, so wenig war die Pariser Kom- mune bei ihrem Ausbruch ein sozialistischer Akt. Und doch sehen wir, daß in der ganzen Welt nur die Sozialisten allein sich von Anfang an voll und ganz für beide erklärten. Das Programm, mit welchem die Kommune in die Aktion trat, ent- hielt nur die Forderungen des vorgeschrittneren Liberalismus, war ein rein bürgerlich-demokratisches, ebenso wie das Programm des russischen Exekutivkomites rein bürgerlich-demokratischer Natur war, wie aber die bürgerliche Demokratie die Pariser Kommune verleugnete und im Stich ließ, so hat sie auch die russischen Vorkämpfer für die bürgerliche Freiheit im Stich gelassen. Sie Zollte wie Petrus das einstige Erbe antreten und beeilte sich, ihm wenigsten? im Verleugnen nichts nachzugeben.— Die Pariser Kommune war bei ihrem Ausbruch nichts weniger �is sozialistisch, sagten wir, und Niemand, der ihre Geschichte kennt, wird das Gegentheil behaupten wollen. Aber, und auch i?8 ist für den Geist der gegenwärtigen Epoche im höchsten �rade bezeichnend, diese rein demokratische Bewegung, von den �gnern von Anfang an als sozialistisch verschrien, nimmt in 'Yrem Perlaufe während des Kampfes, und gerade wegen des Kampfez, von Tag zu Tag mehr den Charakter einer proleta- ulch-sözialistischen an, bis sich schließlich in dem Kampf zwischen Varrs und Versailles der Klassenkamps der bürgerlichen Gesell- �Mt auf's Treueste wiederspiegelt: hier die Bourgeoisie mit den Resten der alten Gesellschaft, dort das Proletariat und ein ver- schwindender Bruchtheil des Kleinbürgerthums, dessen große Masse seitab steht, um nachher mit dem Sieger zu gehen. Für die Freiheit kämpft und fällt heute nur noch— abgesehen von einer kleinen Anzahl Ideologen— einzig und allein das Proletariat. Und es weiß, warum es das thut. Die Freiheit, die es sich im Kampfe erringt, sie soll, sie muß ihm auch die soziale Er- lösung bringen. „Denn die Freiheit, die uns nicht den Hunger stillt, Ist doch nur ein elendes Truggebild!" Und indem da» Proletariat für feine Freiheit kämpft, kämpft es' in Wahrheit für die Freiheit Aller; die Beseitigung seiner Roth, heißt die Beseitigung aller Roth, der Kampf für seine Klasseninteressen, ist der Kampf für gleiche Rechte und Pflichten und die Abschaffung aller Klassen- Herrschaft. Wo immer- das Proletariat heute klassenbewußt auf den Kampfplatz tritt, da vertritt es den Fortschritt auf allen Ge- bieten, die„brutalen" Arbeiter kämpfen für die Humanität, die „Unwissenden- für die Wissenschaft, die„Ungebildeten" für die allgemeine Bildung. Groß und erhaben ist es in seinem Kampfe, verschrien al« nur auf Befriedigung seiner roh materiellen Triebe bedacht, entwickelt es den höchsten Idealismus, liefert es Beweise bisher unerhörter Selbstverleugnung, während seine Widersacher, die„Hüter der Kultur", die„Wahrer der Zivilisation", die „Wächter der Ordnung" an Grausamkeit und Zerstörungswuth den Barbarismus aller Zeiten übertreffen. Es liegt uns fern, die Pariser Kommune nur zu verherrlichen. Ihr Programm war ein unklares, ihre Führer uneins, die meisten derselben der nicht von ihnen geschaffenen Situation nicht gewachsen, sie gehört heute, zehn Jahre nach ihrem Niedergange, und nach- dem ihrm überlebenden Kämpfern wenigstens die Rückkehr ins Vaterland freisteht, voll und ganz der Geschichte an; ihre Fehler verschweigen, heißt die Geschichte fälschen, das Volk täuschen, ihm eine Niederlage bereiten. Und was waren die Fehler der Pariser Kommune? Auch sie sind bezeichnend für das moderne Prole- tariat. Abgesehen von der Unfähigkeit einzelner militärischer Führer, wurde der Sturz der Kommune beschleunigt durch ihre Ver- trauensseligkeit, durch ihre Scheu vor Repressalien, wie sie sonst im Kampfe unerläßlich sind, durch ihre M äß igung. Wer den Kamps will, wer ihn, sei es auch unfreiwillig, auf- nimmt, der darf auch vor den Konsequenzen desselben nicht zurückschrecken. Keine überflüssige Grausamkeit, keine kindische Zerstörungssucht, aber auch keine Schwäche in dem Moment des Kampfes, das ist die eine Lehre, die wir aus der Geschichte der Kommune zu ziehen haben. Sie ist wichtiger als die Kritik der einzelnen Maßnahmen der Kommune, denn sie bildet den Maßstab derselben, und es ist kaum anzunehmen, daß der Kampf zwischen Proletariat und Bourgeoisie sich noch einmal unter gleichen Verhältnissen als der Kampf in Pari« abspielt. In welcher Form jedoch er sich immer abspielen möge, die Maßnahmen, welche die Männer de? Volkes zu treffen haben, sie sind bestimmt, wenn diese Erfahrung, die so theuer bezahlt wurde, beherzigt wird. Die andere Lehre haben wir bereits Eingangs unseres Artikels hervorgehoben: es ist das Blutbad, welches die Sieger angerichtet, es sind die Verleumdungen, die Beschimpfungen, welche die Be- siegten über sich ergehen lassen mußten, es ist die feige Verleug- nung der Kommune durch die bürgerlichen Radikalen im Augen- blicke der Gefahr. Seit jener Zeit haben diese Leute, deren Ehrlichkeit wir nicht bestreiten wollen, die aber im Grunde sehr unwesentlich ist, wiederholt Versuche gemacht, die Arbeiter für sich zu gewinnen, oder wenigstens zu Kompromissen zu bewegen, im Interesse der Erringung politischer Rechte. Aber kühl und mißtrauisch stehen die Arbeiter ihnen gegenüber, sie fühlen es, die Einen bewußt, die Andern instinktiv, daß die Brücke zwischen ihnen abgebrochen ist, daß eine Kluft sie trennt, die sich von Tag zu Tag erweitert, und wenn dann die Erinnerung an die blutigm Maitage in ihnen wach wird, dann füllt sich diese Kluft mit Blut, mit heißem, dampfenden Menschenblut, dessen aufsteigende Dämpfe sich verdichten zu einer gewaltigen Erscheinung, eS sind die Geister der ermordeten Kommunekämpfer, die ihren Nachkommen ihre entsetzlichen Wunden, ihr schmerzverzogenes Todtenantlitz warnend entgegenhalten, als wollten sie ihnen zurufen: Hütet Euch! Ihr aber Philantropen aller Art, die Ihr Euch beschwert, daß die Arbeiter Euch kühl gegenüberstehen, denkt an die Maitage 1371 und Ihr werdet es begreifen, warum das Volk ein Recht hat und warum es seine Pflicht ist, Euch zu mißtrauen. O, die Arbeiter fühlen es wohl heraus, waS heute nur noch ihre Losung ist, und nicht zum Mindesten die, von denm Ihr glaubt, daß sie sich in ihr Loos mit Ergebung gefügt haben. Ihr würdet erstaunen, vermöchtet Ihr in das Innere der Herzen einzudringen und die Gedanken der Menschen auszukundschaften, wie groß die Zahl Derer ist, die heute nur noch ein Ziel im Auge haben, die mit wachsender Sehnsucht den Tag erwarten, an dem es heißt: Weg, Könige und Nachtgesellen! Es läßt die Roth ihr Banner wehn! Das Korn ist reif— und die Rebellen Sind da, die Erndte abzumäh'n! Leo. Entweder, Oder! Die Liberalen und Fortschrittler sträuben sich zwar dagegen, auf das„Für oder wider Bismarck" einzugehen, das wird ihnen jedoch nichts helfen. Wie dies bei Bonapartc im zweiten fran- zösischen Kaiserreiche der Fall war, und genau aus denselben Gründen, hat die Regierung in Deutschland die Form der per- sönlichen Diktatur angenommen, und da muß mit Nothwendig- keit auch der Kampf gegen das System sich zu einem Kampf gegen die Person zuspitzen. Das ist nicht zu umgehen, und wer sich um diese logische Konsequenz der Verhältnisse herum- drücken will, der wird eben einfach in die Ecke gedrückt, oder an die„Wand, daß er quietscht". Bismarck beharrt aus dem Entweder, Oder, und er spitzt die Hörner des fatalen Dilemmas immer mehr zu. Seine Losung ist: Caesar, aut Nihil! Alles oder Nichts. Der ganze Parlamentarismus mit allem, was drum und dran hängt, soll vor der ganzen Welt zur vollständigsten Bedeutungs- lostgkeit degradirt werden. Da lese man wieder einmal seine letzte Expektoration! Nach den Elementarbegriffen des Liberalismus hat die Re- gierung fich den Beschlüssen der Volksvertretung zu fügen. Bis- marck erklärt es für eine„Rücksichtslosigkeit", daß der Reichstag sich herausnimmt, Beschlüsse zu fassen, die nicht nach dem Ge- schmacke der Regierung find. Er beklagt sich, daß man ihm„Ueberarbeitung" zumuthet, daß man ihn„aufreibt". Er wirft dem Reichstag vor, daß er sich mit„hoher Politik und Fraktionspolitik", das heißt überhaupt mit Politik beschäftigt. Und, last not leasl, er macht es dem Reichstag zum Ver- brechen, daß so viele der diätenlosen Mitglieder durch Abwesenheit glänzen— er, der die Diätenloflgkeit eingeführt, und den Reichstag, wo zu sein er doch mindestens ebensogut verpflichtet war, wie ein Reichstagsabgeordneter, jahrelang„geschwänzt" hat. Es ist das absolute Auf den Kopf stellen der Verhältnisse. Der Reichstag wird, um den Privatausdruck eines national- liberalen Führers zu gebrauchen,„wie ein Hausknecht behandelt"; er läßt sich bedientenhaft die Hausknechtsbehandlung gefallen, und— von seinem Mißhandle? wird er der„Rücksichtslosigkeit" angeklagt. Und warum? Der Reichstag soll begreifen, daß er blas von Bismarcks Gnaden da ist; er soll für die Hausknechtsbehandlung sich noch bedanken und nach jedem Peitschenhieb noch die Hand küssen, die ihm die Karbatsche über den Rücken hat sausen lassen; er soll nicht„aufmucken", auch nicht den Schein der Opposition aus sich laden, und wenn er einen Wunsch auf dem Herzen hat. erst den gestrengen Herrn fragen, ob's ihm auch genehm ist, daß der Wunsch geäußert wird. Wer das" nicht thun will, der ist„wider Bismarck"! Da gibt's kein Entrinnen. Herr Bennigsen mag sich noch so dünn machen, zwischen den Hörnern des Dilemma's„Für oder wider Bismarck, schlüpft er nicht durch. Und es ist ein wahrer Segen, daß wir so weit sind. Die Reptilienblätter ersten Grads sprachen, als Bismarck vor einigen Monaten nach Berlin kam, von„klärenden Ereignissen". Die„klärenden Ereignisse" sind in der That eingetteten, jedoch andere und in anderem Sinn, als die Reptilien meinten. Nicht die Gesetzesvorlagen und konfusen Programmskizzen ihres Herrn und Meisters sind die„klärenden Ereignisse",— die Ausbrüche seiner„Zäsarenkrankheit" sind es. In Hamburg hat er einen Zollkrakehl— Hätz gegen Ham- bürg und dessen Freihafenstellung. In Berlin hat er einen Steuerkrakehl— Hätz gegen den „Fortschrittsring" und Enthauptstadtung Berlins. Das sind„klärende Ereignisse", die wahrhaft wunderkräftig gewirkt und so gar Manchem den Staar gestochen haben, der unheilbar blind schien. Selbst unter Ludwig XVI. ist das I/IStut c'eat moi!— der Staat bin ich! nicht in dieser krassen, beleidigenden Form zu Tage getreten. Geschweige denn unter Bon aparte, dem kleinen Lehrmeister des großen Bismarck. Die Diktatur der Klassenherrschaft, verkörpert in der Person des Fürsten Bismarck, ist zur Türkischen Sultanswirth- schaft geworden. Und zwar muß man auch bei den Türken in frühere Jahrhunderte zurückgreifen. Jede Laune, jede Rancune des Diktators verdichtet sich in ein Gesetz, in einem Gesetzesvorschlag. Jede Indisposition des Diktators wird zu einer Staatskrise; jede schlaflose Nacht zu einem größeren oder kleineren Staats- streich. Es ist— und darin liegt der Hauptvorlheil— die drastischste reductio ad absurdum des persönlichen Regiments und der Klassenherrschaft. Die Bourgeoisie seufzt— und duldet. Sie hat durch ihre Feigheit die Situation herbeigeführt, und sie büßt jetzt von Rechtswegen. Bekämpfen kann sie dies System nicht, denn sie hat es geschaffen; aber sie kann es auch nicht billigen, denn in seinen Konsequenzen verletzt es sie tödtlich in ihren wichtigsten Interessen. Um so günstiger ist die Lage für die Sozialdemokratie. Die„klärenden Ereignisse" nicht blos der letzten Wochen, sondern der letzten Jahre haben uns ein überwältigendes Anklage- Material gegen das herrschende System und seine Träger und Miffchuldige geliefert. Die Orgien der Reaktion und der Servilität, der junkerliche Größen- und Verfolgungswahn, die zunehmende Volksverarmung, die sozialen Pfuschkuren— und als traurige Frucht dieser Miß- wirthschaft die immer massenhaster auftretende Auswanderung— das sind treffliche Waffen für den Wahlkampf, und wir werden sie benutzen. Das Programm der russischen Volks- Partei*) i. Ziel und gegenwärtige Anfgnde der Partei. Die Volkspartei, die das Programm der föderalistischen Sozialisten anerkennt, macht es sich zur Aufgabe, eine Gesellschaftsordnung zu Stande zu bringen, welche den Idealen jenes Programms entspricht. Zur Basis ihrer Thätigkeil wählt sie die Prinzipien aller der Bolksparteien, welche sich auf die geschichtlich im Volksleben ausgebildeten und zur lebendigen gesellschaftlichen Macht gewordenen Verhälmisse und Weltanschauungen stützen. Demgemäß und in Erwägung, daß 1. nur diejenigen Reformen im Staats- und Gesellschaftskörper praktisch durchführbar sind, welche sich aus den Bedürfnissen und Interessen einer Klasse der Gesellschaft herleiten und den Idealen derselben entsprechen; 2. daß in Rußland nur die Bauernschast allein ein ganz bestimmtes Ideal,„Selmja i Wolja"er Itntetgang der Kommune. .Ermorde» habt ihr die Kommune, Allein befiegt habt ihr sie nicht.- M. Kegel. Vae yictis! Wehe den Besiegten! Wann hätten diese Worte blutiger, grausamer, entsetzlicher ihre infame Bedeutung geoffenbart als vor 10 Jahren im Kommunekampf? Wann ist je ein Sieger blutgieriger gewesen als damals die sranzöfische Bourgeoisie? Bürgerkriege werden stets mit größerer Erbitterung geführt, ihre Epi- soden erzeugen stets mit dem tieferen Haffe auch hestigere Explosionen, aber wo ist ein Beispiel, daß der besiegte Gegner, der wehrlose Bruder, der Genosse von gestern so hingemetzelt wurde wie beim Untergang der Kommune? Nirgends, niemals! Die Morde der„goldenen Jugend", die Rache der Bourbonen und des Emigranrenthums, die Junischlächrerei 43, die Meuchelmorde vom 2. Dezember, ja, sie waren entsetzlich; die Rastatter Standrechteleien, die Kroaienwürgerei in Wien, die Schinderei an den Nihilisten, die langsame, gliedweise Hinschlachtung der Helffmann— sie sind bestialisch, aber fie sind doch nur erbleichende, verschwindende Gedanken vor dem Meere von Blut und Bestialität, in dem das„Ordnungsthum", die Bourgeofie, seinen Haß gegen das Volk von Paris und in ihm gegen das Volk der Arbeit stillte! Am Sonnabend, den 27. Mai, war der Kommunekamps aus; Abends 11 Uhr war die letzte Barrikade in der Rue Ramponneau in den Hän- den der Versailler: eine Viertelstunde lang war fie von einem einzigen Föderirten vertheidigt worden. 3l*X) Todte und Verwundete hatte der Kamps gekostet. Am Morgen des nächsten Tages herrschte die„Ordnung" in Paris. zipien der gesellschaftlichen Ordnung auf, welche aus der Kultur, dem Charakter und den ökonomischen Verhältnissen des russischen Volkes logischerweise hervorgehen und welche unermüdlich zu propagiren die Partei für nothwendig hält: a) Die Unabhängigkeit �der Nationalitäten, welche zur Zeit nur mechanisch zum großen russischen Reich vereinigt sind, d) Die Autonomie der Gemeinden, c) Die freie Föderation der Gemeinden. Im Moment der Erhebung des Volkes wird die Partei die Jniziative der Konstituirung provisorischer Regierungen auf sich nehmen, die geeignet wären, den revolutionären Kampf zu leiten und ihren Platz, nachdem der Kampf erfolgreich beendet ist, der vom Volke sanktionirten politischen Organisatton abzutteten. II. per praktische Weg jur verwirklichiag der gegtawäriigell pirteiaufgike. 1. Die ttaurige ökonomische Lage des Volkes einerseits, die Bestimmt- heit(? Red.) des Volkes andererseits— das sind die Triebsedern der Umwälzung. 2. Die Abwesenheit bewußter, gemeinsamer Solidarität im Volke, der Mangel an Vertrauen auf die eigenen Kräfte und der eng mit denselben zusammenhängende traditionelle Glaube, daß der Zar Vertteter und Vertheidiger der Volksintereflen ist, die Abwesenheit einer weitverzweigten und starken Organisation im Volke, das find die Hindernisse für den Volksausstand. Die Volkspartei wird demgemäß ihre Kräfte der Beseitigung dieser Hindernisse widmen. a) Durch verdoppelte Thätigkeil der Partei in der Bauernschast muß dahin gearbeitet werden, eine revolutionäre Organisatton im Volke zu schaffen, ohne welche es keine Garantie sür den günstigen Ausgang des Volksausstandes im Sinne der Verwirklichung der Volksideale gibt. Die Organisatton im Volke saßt die Partei in dem Sinne auf, daß in jeder Gegend ein eng zusammengefaßter Kern gebildet werden muß, um welchen herum im Moment des Ausstandes sich die ganze Bauern- schaft organisiren und eine zum Kamps bereite gesellschaftliche Macht bilden könnte. Was die Städtearbeiter bettifft, so erscheint der größte Theil derselben als ein bewegliches der Stadt noch nicht vollständig assimilirtes und von den Bauerninreressen noch nicht isolirtes Element. Dieser Be- standtheil der Arbeiter unternimmt während eines bestimmten Zeittaumes öftere Ueberfiedelungen aus dem Dorf in die Stadt und umgekehrt. Alle seine Gedanken und Bestrebungen sind dem Haupttdeale der Bauernschaft„Semlja i Wolja" gewidmet. Tie Partei muß diesen Theil der Arbeiter benützen, um einen mächtigen Einfluß aus das Be- wußtsein der Masse der Bauern auszuüben und eine Organisatton.in derselben bilden Helsen. Der andere Theil der Städtearbeiter hat sich schon seinen Interessen und Idealen nach von der Bauernschaft gettennt. Diese Klasse der Gesellschaft bildet ihrer Zahl und der strategischen Bedeutung der indu- striellen und administrattven Zentren nach, eine sehr ernste Macht in der ganzen Masse des russischen Volkes. Die Organisations- und Agitations« thätigkeil soll dahin gerichtet sein, in diesen Kreisen das erhabene Ideal des Kollektivismus anstatt der beschränklen, gegenwärtig sich äußernden Forderungen zu verbreiten. d) Der natürliche Zerstörungsprozeß der Idee des Zarentbums im Volke, der sich gegenwärttg durch eine ungeheuere Menge von diesen Glauben untergrabenden als solche anerkannten Thatt'achen vollzieht, wird mit der Zunahme der Aktivilär im Volke, des Verttauens aus seine eigenen Kräfte und theilweise mittelst der entsprechenden Propaganda und Agitation gleichzeitig beschleunigt werden. c) Wie im Einzelleben das Vertrauen aus die eigenen Kräfte erst nach praktischer Betbättgung derselben eintritt, so wird dieses Vertrauen auch im Bölkerleben durch aktiven Kamps mit den unmittelbaren Feinden be- festigt. Die Bolkspartei soll demgemäß jeden sich darbietenden Konflikt zwischen dem Volke und der Administration, den Gutsbesitzern ic. tc. benutzen, um diese Konflikte im Lichte der revolutionären Idee darzustellen, einen wenn auch vorübergehenden Erfolg denselben zu sichern und je nach den Verhältnissen agrarischen oder industriellen Terrorismus gelegentlich au- zuwenden. In Erwägung, daß 1. Der Moment der Verwirklichung der Volksideale aus dem Wege einer Volkserhebung nicht direkt von dem Willen der Partei ab- hängt, 2. Daß die Agitattou und Organisation des Volkes auf dem Boden der unmittelbaren Roth und der Bedürsnifle des Volkes geführt werden muß, stellt die Volkspartei solgende Forderungen aus, welche als Veranlassungen zur Agitation in den Massen gelten mögen: a) Aus ökonomischem Gebiete: Abschaffung der Pertheilung der Gemeindeländer, Vergrößerung des gemeinschaftlichen Besitz- thum« der Bauern an Grund und Boden. Stcuerverminderung und Verbesserung des Steuermodu«, Aushebung der Persteigerung der Bauerninventare wegen unbezahlter gegenwärtiger oder alter Steuerschulden, Normalarbeilstag, Verbot der Kinderarbeit bis zu einem bestimmten Alter und Regulining der weiblichen Arbeit durch eine Fabriksgesetzgebung zc. jc. b) Aus politischem Gebiete: Ausrechterhaltung der Unverletz lichkeit der Person, Freiheit des Gewissens, Freiheit der Belehrung durch Wort und Schrist, Versammlungsrecht, Bereinsrecht, Theil- nähme des Volkes an der Regierung und Gesetzgebung tc. ec. Tombrowski, der Feldherr der Kommune, war begraben; Deleecluze, ihr Kriegsminister, am Abend vorher gestorben, kühn und heldenhaft groß wie ein Prophet der Revolution: auf der Barrikade,„die Kugel mitten in der Brust"; Bermorel war gefallen. Milliere gestandrechlel, der Pete Lachaise hatte die letzten Kämpfer todl in seinen Schooß ausgenommen, die Erstarrung der Verzweiflung, die Verzweiflung der hilf- und hoff- nungslosesten Agonie lag aus den Arbeiterquartiercn; unter den Thüren saßen die Frauen, regungslos wie die Weiber des untergehenden Jerusa- lems, den Kops in die Hände gestützt und das glühende Auge wirre in die Ferne gerichtet: sie erwarteten ihre Väter, ihre Männer, ihre Söhne, ihre Brüder, die eben von den„Siegern" kalt und berechnend, nicht in der Wuth des Kampfes erschlagen, nein, nach einem längst festgesetzten Plane gemeuchelt wurden! 42 Männer, 3 Frauen, 4 minder waren in der Rue de Rösters tt als erste Rache für die Generäle Clement und Thomas auf die Kniee geworfen und erschossen worden; ihnen folgte Zug aus Zug mit dem- selben Schicksal. Beim Gesängniß St. Lazare theilren 17 Gefangene das gleiche Loos; in den Kasernen und öffentlichen Gebäuden wurden die Gefangenen noch während des Kampses mit Mitrailleusen erschossen- aber die volle Rache beginnt erst nach Beendigung des Straßenkampfcs als die Versailler Armee sich in zahllose Exekutions-Pelotone verwandelt hatte. Vom Sonntag bis zum Montag früh werden allein im Gesängniß La Ro- quem 1900 Personen erschossen, ohne Verhör, ohne Urlheil, ohne Frage; ein Offizier bestimmte mit dem Fingerzeig Tod oder Aussckub' dieselbe Schlächter-, m der Militärschule. im Park Moncean und in Mazas, woselbst allem ,n gleicher Zeil 400 G-sangene ermordet wurden. Noch schrecklicher wütheten d,e Prevotalgerichre, die sogar Frauen und Kmder ohne Verhör zum sofortigen Tode„verurthe,llen." Di- Soldaten und Gensdarmen, welche die Henkersdienste versahen, schoflen d,e G-f-ngenen wie da» Wild an und jagten fie die Mauern emlang, sie leerten ihnen die laichen und besudelten dann die Leichname. Dirnen und„Damen" aus Versailles verimreinigten die Leichen, und unter dem Beifall- der vor den Preußen feige ausgerissenen Ossiziere stachen Coronen III. Die aclessorische Thiitigkeit der jltttiei. Außer der Bauernschast und den Städtearbeitern, welche ihrer eigeneu Lage nach den größten Theil der Volkspartei bilden sollen, soll dieselbe! noch verstärkt werden von Personen, die aus anderen Gesellschaftsklassen! stammen: a) Aus dem Heere: Bei der gegenwärtig verhältnißmäßig kurzen Dauer des Militärdienstes ist der Soldat noch nicht vollständig den Interessen der Bauern entfremdet. Soweit der Soldat für jene Interessen! begeistert ist, hält die Partei sür nothwendig, ihn zu benutzen. 1) alsj Vermittler zwischen der revoluttonären Intelligenz und der Bauernschaft;! 2) als zur Schlacht organisirte Macht, die im Moment des Volksaus- standes mit dem Volke sich vereinigen und damit erheblich dessen Kräfte steigern kann. b) Die Gesellschaft: Die Jugend, die Presse, die Semstwo's, das Beamtenthum, der Osfiziersstand jc. jc. sollen ebenfalls gehörige Berücksichtigung finden. Die besten Kräfte der Gesellschaft für die Sache des Volkes zu gewinnen, sie mit der Volkspartei zu assimilireu bestrebt, richtet die Partei ihre Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die intelligente! Jugend, um die Grundsätze des wissenschaftlichen Sozialismus in dieser � Kreisen zu verbreiten, die praktische Anwendbarkeit desselben bei uns in! Rußland zu zeigen und die altruistischen") Neigungen der Jugend zna Kamps für die Volksideale zu lenken. IV. Die Stellllllg»er Partei im Volke. Die Volkspartei darf keine Sußerlicb imponirende Macht bilden, auf j welche das Volk seine Hoffnungen überttagen könnte, sondern sie soll' von dem Volke unzertrennlich werden, einen Theil de ffelben bilden. Ihr engere Mitgliedschaft soll sich hauptsächlich aus den besten derjenig» Kräfte rekrutiren, welche aus den Reihen des Volkes selbst hervorgegang» sind und mit demselben im engsten Zusammenhing stehenden. Die Befreiung des Volkes ist nur dann denkbar, wenn das Volk uni i die Volkspartei in ein unzertrennbares Ganze zusammenschmelzen. 7./19. April 1881. Fliegende Druckerei der„Semlja i Wolja" j St. Petersburg. Aus der Rede unseres Genossen Bebel! Uber den Arbeiter-Ztufall- Perlichervngs- Gesetz- Hatwurf. Gehalten in der Sitzung vom 4. April 1881. (Nach dem stenographischen Bericht.) (Fortsetzung.) Ich komme aus den Baubetrieb noch mir ein paar Worten speziell.: Wie soll z. B. da da« Verhälmiß sich gestalten zwischen dem eigentlichen Bauunternehmer, z. B. dem Baumeister, und denjenigen Kleingewerbe' tteibenden, die bei Ausführung des Baues durchaus nothwendig find, � aber— das bitte ich besonders zu beachten— vollständig selbständig und' unabhängig von dem Baumeister arbeiten, z. B. Schlosser, Klempner, Dachdecker u. s. w.; hat für Unfälle, die bei diesen selbständigen Klein- gewerbtteibenden und deren Personal vorkommen, der Baumeister zv sorgen oder wer sonst? Nach dem Entwurf nur der Bamneister;>ä glaube aber, daß das eine große Ungerechtigkeit ist, denn er kann keim Konttole üben, weil er kein genaues Verständniß sür diese Betriebe hat Gleichwohl sind Unjälle bei diesen Bauhandwerkern häufig; es ist alst dringend nothwendig, daß Sie das Kleingewerbe mit ii den Kreis der Hastpsticht hineinziehen. Sie können doch nicht verlange» daß der Bauunternehmer genöthigt wird, sür jeden selbständigen Gewer»! treibenden nach der Bersichcrungsklasse, in die er rangirr sttr i*#'" Arbeiter die Beiträge zu zahlen. Dehnen Sie die Hastpsticht in dem an- gedeuteten Sinne nicht au», dann hören die Streitigkeiten bei Unfällen auch zwischen den verschiedenen selbständig Gewerbtteibenden nicht ans da bekommen Sie nicht blos Prozesse mit den Arbeitern, sondern auch mit den Arbeitgebern untereinander, und Sie haben das Gegentheil er- reicht von dem, was Sie erreichen wollen. Sie sehen also, wie notfr wendig es ist, daß die Haftpflicht mit der Verficherungspflichl in beben- lcndem Grade ausgedehnt wird. Meine Herren, ich plädire aber auch noch aus einem anderen sep gewichtigen Grunde sür die Ausdehnung der Hastpflicht aus die gesammte»-, Gewerbe. Nicht allein, daß es unter denselben eine Reihe gibt, derer Bettieb mindestens so gefährlich ist wie der der Industrie mit Tamph betrieb und motorischen Krästen, wie bereits Herr Oechelhäuser in seinel» Borttag zur Genüge dargethan, nein, meine Herren, noch ganz andere« kommt dabei in Frage.' Wenn Sie die Kleingewerbe, wie es bisher schon nach dem Hast Pflichtgesetz der Fall war, nicht haftpflichtig machen, so lausen Sie Gesahr daß das Kleingewerbe in seiner Existenz noch mehr geschädigt wird, al« es bis jetzt der Fall ist, und das sollten Sie, namentlich aus de« Rechten, die sie neben der positiven Bekämpjung der Sozialdemokratt« e« als ihre Hauptaufgabe bettachten, ganz besonders da« Kleingewerbe i» seinem Bestand zu schützen, genau im Äuge haben. Es ist schon gegen' wärttg nämjich die unbestreitbare Thatsache vorhanden, daß die koiilinuird lichere Arbeil in den Fabriken fast da« ganze Jahr hindurch, die geregelte Arbeitszeit, die bequemeren Arbeitsräume, die größere Arbeitstbeilung- die Thätigkeil an der Maschine, der gesellige Verkehr der Arbeiter unter- einander in der Fabrik eine ganze Reihe von Anziehungspunkten fi»* für eine sehr große Zahl von Arbeitern, daß fie ihre Arbeitskrnst lieber einem Fabrikanten als den Kleingewerbtteibenden verkaufen. (Sehr richtig! link».) Weiter resultirl gerade aus dies» Thalsache die Folge, daß f'.' Arbeitsleistung des Arbeiter« durch die Fabrik für den Kleing:werd- *) Altruistisch— aus das Wohl Anderer bedacht, Gegensatz von egoistiftd- Anin. d. Red. den gefangenen Kommunard« mit ihren Sonnenschirmen die Augen aus• B arlin, dem jungen idealen Buchbinder mit der hohen Denkerftirne, wurde aus einem stundenlangen Marsche durch die Sttaßen das Gesicht mit Säbelhieben zu einem unförmlichen Fleischklumpcu zerhackt, ehe man ihn erschossen, und dann wurde sogar noch sein Leichnam mit Kolbenschläge» zersteischl. Doch nicht genug damit, im Grabe noch beschimpfte ihn die ehrlose Preßmeule mit der schändlichen Verleumdung des Diebstahls. Wenn die Soldaten müde von diesen Metzeleien zusammensanken, dann brachten ihnen Priester und Hohe Damen in Seide Erfrischungen und hetzten sie zu neuem Metzeln. An den ermordeten Frauen stillten Offizier« ihre viehischen Begierden, während man Dirnen die Leichname und die Körper der Sterbenden schänden sieht. Die Seine hat sich roth gefärbt mit dem Blute, das von den Straßen fließt, denn überall wird in Masse gemorder— aber die Blutgier ist nach nicht gestillt, das ist nur die Rache des ersten Tage»! Nun beginnen die Züge der Gefangenen, die erst nach langen Marlern getödtel werden. Mit dem ersten Tage sangen die Verhaftungen an; ein Wort, ein Verdacht, die leere Denunziation des nächsten beste» Feindes ohne Am gäbe des Namen«, fie genügen, in wenigen Tagen 40,000 Gefangen« zusammenzubringen. Wer sich der Verhaftung widersetzt, wird wie ein Hund todtgeschlagen, ja sogar an den Schweis des Pferde« gebunden und durch die Sttaßen geschleift! Diese Gejangenenzüge zu Hunderten und Tausenden werden nach Versailles dirigirt; in La Muette erwartet« sie General G a l l i f e t, der Gemahl der Dirne seiner Kumpane und Heus« der Günstling Gambetla's! Er reitet die Reihen aus und ab;»'« großen Leute, die intelligenten, energischen Köpfe, er läßt sie in Rott-n zu 92 Mann aufstellen und— da« ist seine Rache sür 1792— soso«' an der Mauer erschießen; desgleichen die Jüngsten und alle Jene, deren Haar vom Alter gebleicht ist; denn erster- find die„böse Saal" von heute und diese die Reste vom Juni 4 8. Was von den Gefangenen noch nach Versailles kommt, wird von dein höheren Pöbel, Osfizieren,. Beamten, Deputirten, Geistlichen, Damen d«« seinen und der Halbwelt, kurz von der„Elite" der ftanzöfischen„Gei-U' treibenden bedeutend verschlechtert wird. Wenn der an der Maschine oder bei großartiger Arbeitslheilung Jahre lang in einer Fabrik thätig gewesene Arbeiter wieoer zurück in ein Kleingewerde kommt und dort nach den verschiedensten Richtungen in dem Gewerbe seine Arbeitskraft bethätigen soll, so ist er in der Regel untauglich, wenigstens minder brauchbar für den Kleingewerbtreibenden geworden. Andererseits hat er durch die Theilarbeit in der Fabrik oder durch die Arbeit vermittelst der Maschine in der Regel einen höheren Lohn bezogen, als ihn das Klein- gewerbe bezahlen kann. Der Arbeiter verlangt, daß ihm auch der Kleingewerbtreibende den gewohnten Lohn zahle, und doch ist er in seiner Leistungsfähigkeit für den Klemgewerbtreibenden minderwerthig, weil in seiner Leistung zurück- geblieben. Daraus resnltiren dann eine große Zahl von Streitigkeiten und Mißverhältnissen zwischen Arbeitern und Kleingewerbtreibenden. Die Zustände werden sich noch verschärfen, wenn sie durch die größere Sicher- heir der Unterstützung, die der Arbeiter im Falle des Unsalls in der Fabrik hat, diese Arbeit mit einem neuen Reiz für ihn versehen, die Arbeiter werden sich künstig noch mehr, als es jetzt schon der Fall ist, der Fabrikthätigkeit zuwenden und auch dadurch das Kleingewerbe noch mehr wie bisher geschädigt werden. Sie müsien also den Arbeiter an das Kleingewerbe möglichst zu sesseln suchen, indem Sie das Kleingewerbe mit in die Unsallversicherung hineinziehen. Dazu kommt noch eins. Der Herr Bundeskommissar hat vorhin selbst ausgeführt, wie ja außer den Bestimmungen des Haftpflichlgesetzes auch s ILO der Gewerbeordnung Bestimmungen enthalte, nach denen eventuell jeder Arbeitgeber sür Unfälle hastpfiichtig gemacht werden könne. Ja, die Haftpflichtmachung ist recht schön, sie muß aber die Möglichkeit haben, erfüllt und bethätigt werden zu können, sonst nützt sie nichts. Für uns Sozialdemokraten ist das mit der wesentlichste Punkt, wes- halb wir z. B. nicht allein für die Zwangsversicherung, son- dein auch für die Reichsversicherungsbank eintreten werden, weil wir verlangen, daß der Arbeiter im Falle des Unfalls unter allen Umständen gesichert ist; was er nicht ist, sobald sein Arbeilgeber nicht gezwungen wird, in eine Unsallbank einzutreten, damit der Arbeiter sicher auch die Unterstützung erhält, die ihm zukommt. Jetzt liegen die Dinge häufig so, daß der ordentliche, solide, gewisienhafte Arbeit« geber durch die Unsallversicherung seine Arbeiter zu schützen sucht, aber der unsolide Arbeitgeber, der sieht, daß er über Jahr und Tag unzweifelhaft dem Bankerott entgegengeht, wird nicht versichern, er wird denken: Ich will die hunderte oder tausende von Mark, die ich nach der Größe meines Betriebs jährlich an die Unfallbank zu zahlen habe, lieber sparen, lieber im eigenen Nutzen verwenden, tritt ein größerer Unfall ein, ich stehe doch vor der Pleite, was liegt mir daran, schlimmeres, als was mir so wie so bevorsteht, kann mir auch daraus nicht erwachsen, und so ist gar mancher Arbeiter in der Lage, das, was er auf Grund des Hast- pflichlgesetzes beanspruchen kann, nicht zu erhalten, weil der Arbeitgeber nicht bei Zeiten Vorsorge getroffen hat, die ihn sicher stellt. Diese Thatsache spricht meines Erachlens sehr bedeutend nicht allein für die Zwangsversicherung, sondern auch sür die Reichsunfallversicherung und sehr gegen die gegenwärtigen P r i v a I u n f a l l s- danken, die nicht allein aus der Freiwilligkeit der Versicherer basiren, denen auch der weiteste Spielraum gegeben ist, einen Unternehmer anzunehmen oder nicht und die Prämiensätze festzustellen, je nachdem sie es sür gut finden. Meine Herreu, ich habe noch ausdrücklich zu betonen, daß auch die Ausdehnung der Hastpflicht sür die gesammte Schifsfahrt nothwendig ist. Tie Motive des Gesetzentwurfs behaupten allerdings, es beständen gegenwärtig aus Grund des deutschen Handelsgesetzbuchs Bestimmungen, die in dieser Beziehung für die Arbeiter genügende Vor- sorge träsen. Das ist nicht der Fall. Die Bestimmungen des deutschen Handels- gesetzbuchs treffen in der Hauptsache die Maaren und deren Ver- tust, der Mensch kommt im Handelsgesetzbuch nur in sehr untergeordneter Weise in Betracht. Nach dem Handelsgesetzbuch hat der Schiffseigner nur in so fern sür den Unglücks- fall, der auf einem Seeschiff eintritt, einzutreten, als er verpflichtet wird, den Arbeiter heilen zu laffen, und wenn der Unsall auf irgend einer entfernten Seeslation oder mitten auf dem Meer passirt ist, ihn kosten- los- wieder nach der Heimaih zu bejördern. Hat er das gethan, so ist er aller und jeder Verpflichtung bar, er Hai sür den Arbeiter nicht weiter einzutreten. Das ist, denke ich, ein weiterer Unterschied zwischen der Verpfiichrung, die das Haftpflichtgesctz für die Industrie auferlegt und die, wie wir wollen, künstig sür alle Gewerbe konstituirt werden soll. Ich kann hier einen recht drastischen Fall von einem Unsall aus der See und dessen Folgen vorführen. Ein Arbeiter— ich habe den Brief hier— ein Matrose, wird im Februar des Jahres 1879 geheuert von einer Ham- burger Firma, dem Senator Herz, um eine Reise nach Ostindien zu unternehmen. Als das Schiff aus dem Hasen von Singapore fährt, scheint sich ein Sturm zu erheben, es sind einige kleine Segel los, und her hier in Frage stehende Matrose bekommt die Weisung, die Segel sestzumachen, die ungefähr 30 Fuß Uber Deck angebracht waren. Der Matrose kommt dem Befehl nach. In dem Moment nun, baß er die Segel fest macht, ersaßt ihn der Ichwindel, er stürzt herunter und findet sich nach einigen Stunden, als er wieder zur Besinnung getommen, im Hospital zu Singapore unter den Händen des Arztes, der ihm mittheilt, daß er durch den Sturz in sehr gesährlicher Weise das Bein zweimal gebrochen habe. Er liegt Monate im Hospital, wird verpflegt und endlich geheilt. Abermals muß er monatelang warten, bis ein Schiff ihn nach der Heimath bringt. Er kommt nach der Heimath im März 1880 zurück, er wird ans Land gesetzt und ist entlassen. Der Malrose ist derart körperlich geschädigt, daß er für seinen Dienst untauglich ist, aber, meine Herren, er ist nicht nur sür den Dienst un- tauglich, sondern auch sür sein alte« Gewerbe, als Segelmacher. Bei der segelmacherei muß er sitzen, sobald er aber sitzt, schmerzt ihn das Bein so, daß er nicht arbeilen kann. Da der Arheiter keinen rechtlichen Anspruch aus Entschädigung erheben kann, wendet er sich an den Senator Herz, um geeignete Arbeit zu erhalten, sie wird ihm zugesagt. Er kommt verschiedene Male. Endlich wird dem Herrn, wahrscheinlich weiter keine Stelle hat, die Sache unangenehm, er weist kurzer Hand den Mann ab, und dieser sitzt jetzt da, führt ein jäm- m etliches Leben und weiß nicht, wie er serner weit sich und seine Familie ernähren soll. schast" in unglaublich roher Weise beschimpft und mißhandelt, mit Flaschen und Unrath beworfen. In dumpfe Kerker ohne Licht, ohne Lust, ohne Lager, ohne Nahrung geworsen, werden die Gefangenen, halbtodt und mit brandenden Wunden, wahnsinnig vor Schmerz und Durst; aber beim geringsten Geräusche schießen die Gensdarmen mitten in den dunklen Hausen von Männern, Weibern, Kindern. Und als die Frauen zu trinken verlangen, führt man sie an Pfützen, wo ihre gefangenen Brüder sich die Wunden ausgewaschen hatten und welche die Gensdarmen ungcnirt ver- unreinigten! Was in den Gewölben nicht Platz hat, ist in den Höfen den Unbilden de« Wetters ausgesetzt, ohne Kopfbedeckung, zum Theil ohne Kleider, und gezwungen, im Kolh und eigenen Unrath zu liegen. Dabei fortwährend Massenmassacres vor den Augen der Gefangenen. Die Verbrechen sind zahllos, undenkbar entsetzlich. Und diese Metzeleien, dieses in der Geschichte beispiellose Blutbad dauerte bis in die Mitte Juni; noch im Juli betrug die Zahl der täg- lichen Verhaftungen über 100. Die Erschießungen einzelner Gefangenen dauerten monatelang; im Januar 1873 wurden noch 3 Kommunard« an den Pfählen von Satory erschossen— neunzehn Monate nach dem »Siege!" Jede dieser Gräuelthaten ist ein historisches Faktum, sür jede einzelne können wir Namen, Ort und Datum anführen— und dennoch ist die Mach, der Lüge heule nach 10 Jahren und ein Jahr nach Rückkehr der amnestibten Kommunard«, noch so stark, daß die große Maffe nur von �reuelthaten der Kommunard«, die niemals geschehen sind, zu Haren be- dagegen nichts von diesen schaudervollen Morden d-r Bonrgeo.si. � unter den Augen und dem Beifall von ganz Europa volltührt wurde,,. Ds- ganze europäische Bourgeoisie lechzte damals nach ahnl,ch-n G-l g n. hmen, das„skr ophulöse Gesindel", wie d« h°henzollern(che �'bpr°Ms� �' 0 so akademisch edel und menschenbewußt da« Volk der Arbeit nannte, öu dezimiren. "Fünsundzwanzigtausend Männer, Weiber und Kinder Sie sehen also, daß die Verpflichtungen, die unsere Rheder in Bezug auf die Schifffahrt, in Bezug aus die Hafenarbeiter und Reisenden haben, in keiner Weise ausreichen, um sie von der Hastpflicht frei zu machen; es muß also nach unserer Auffassung nach allen diesen Rich- tungen hin eine bedeutende Verschärfung der Haftpflicht eintteten, und ich wiederhole, wir rechnen dabei aus Ihre Unterstützung, hauptsächlich deshalb, weil Sie mit diesem Gesetz die Sozialdemokratie positiv be- kämpfen wollen. (Fortsetzung folgt.) Sozialpolitische Rundschau. — Zur Landfrage. Nach einer vom bayerischen Ministerium angestellten Untersuchung standen im Monat Februar 1830 wegen ein- geleiteter oder vollzogener Zwangsveräußerung 698 länd- liche Güter mit 9041 Hektaren außer Bewirthschastung. Im Lause des Jahres 1880 wurden dagegen in Bayern allein 3739 ländliche Anwesen mit zusammen 20,059 Hektaren, also im Durchschnitt nur 5 Hektaren pro Anwesen, zwang«weise veräußert, wovon 5394 Hektaren wegen Zwangsverkauss außer Bewirthschastung blieben. Man sieht, wie es immer mehr der k l e i n e Grundbesitz ist, der zu Grunde geht. „Allenthalben", heißt es,„erweist sich bei den Zwangsver- käusen der kleinste Grundbesitz als vorzugsweise bethei- ligt". Das sind Thatsachen, die nicht nur zum Nachdenken, sondern zu eifriger Agitation unter dem Landvolk anspornen, und zwar zur Agitation mit ossenem Bisir, mit vollem soziali- listischen Programm. Alle Halbheit ist heut vom Uebel, leistet nur den Gegnern Vorschub, rücksichtsloseste Offenheit, das sei unsere Parole. —„Es ist charakteristisch, daß man weder in den fortschrittlich- liberalen, noch in den konservativen und antisemitischen Volks ver- sammlungen den eigentlichen Arbeiterstand vertreten findet. „In den fortschrittlichen Versammlungen sieht man neben vielen Juden meist wohlgenährte Kleinbürger, Hausbesitzer, Lehrer, städtische Beamte. In den konservativen Versammlungen erblickt man Studenten, Klein- bürger, Beamte, Handwerker; nur vereinzelt tauchen in beiden Ver- sammlungen Arbeiter auf",— so wird dem„Wiener Vaterland" aus Berlin geschrieben. Wird uns auch von anderer Seite bestätigt, und ist auch ganz in der Ordnung. Was haben die Arbeiter mit jenen Leuten zu schaffen, von denen die einen so gut wie die andern die herrliche Gesellschaftsordnung, d. h. die Ausbeutung de« besitzlosen Proletariats, konserviren wollen. Es ist ganz derselbe Faden, den sie spinnen, nur eine andere Nummer— um mit Bismarck zu reden. Ruggel-Henrici und Konsorlen haben übrigen» neuerdings ein großes„soziales" Pro- gramm ausgeheckt, das wir in einer der nächsten Nummern unter die Lupe nehmen werden. — Soldatenschindereien werden noch immer flott bettieben im Reiche der frommen Humanität. Bon fünf uns vorliegenden Berichten nur einer. Aus Mainz wird berichtet: „Während der militärischen Exerzier-Uebungen, welche am vorigen Dienstag auf dem sogenannten großen Sand zu Mainz stattfanden, wurde gegen Mitlag, beim Bajonnettiren auf der Esplanade, der Soldat S. von der 4. Kompagnie des 118. Regiment«(ein seiner Militärpflicht anerkanntermaßen mit großer Pflichttreue obliegender Mann) vom Unter- offizier B. ohne ersichtliche Veranlassung aus der Linie gerufen und ihm befohlen, sich in Kniebeugstellung mit angriffsmäßig vorgestrecktem Gewehr vor die Frout zu stellen. Dies dauerte ohne Unterbrechung so lange b i»3 d er Soldat die Kraft verlor, leichenblaß wurde, zu zittern und zu schwanken begann und umzu- sinken drohte. Den Kameraden, welche dies mit ansehen mußten, entschlüpften unwillkürlich Rufe des Schreckens und Mitleid«; allein zu spät: der Soldat war bereits zu Boden gestürzt und lag regungslos auf der Erde. Er hatte» einen Schlaganfall und eine Lähmung der linken Seite davongetragen." Bestialisches Gesindel, diese preußisch-deutschen Volkserzieher! Wäre doch den Kameraden des Gefolterten etwas Anderes entschlüpft, als nur „Rufe des Schreckens und des Mitleids"! Aber die herrlichen Militär- gesetze ertödten jedes selbständige Gefühl, sie machen den Menschen zum willenlosen Siwjekt, wie es die Ausrechterhaltung der staatlichen Ordnung erheischt! Und da« deutsche Volk trägt's noch immer willig, denn wie schon Herwegh ihm und seinen Söhnen zurief: „König, Gott und Vaterland Heißt die deutsche Prachtdevise. Lust'ger deutscher Heldenstand, Was erträgst du nicht für diese? König, Gott und Vaterland Gingen sicherlich verloren, Schlüg kein deutscher Lieutenant Dich mehr um die deuffchen Ohren." — In den„gefährdeten" Wahlkreisen wird bereits das Einsammeln von Beiträgen zur Förderung der Wahl sozialdemokratischer Abgeord- neten, sowie der öffentlichen Aufforderung zur Leistung solcher Beiträge auf Grund des Sozialistengesetze» verboten." Das ist die beste Mahnung an die Genossen, die Sammlungen nicht zu vergessen. Genosse Liebknecht hat am 15. Mai nach sechsmonatlicher Haft das Leipziger Bezirksgesängniß verlassen. Wir begrüßen unfern wackeren Vorkämpfer in der„Freiheit." während oder nach der Schlacht getödtet, dreitausend zum Mindesten in den Gesängnissen, den Pomous, den Forts oder an Krankheiten, die sie sich während ihrer Gefangenschaft zugezogen, gestorben, dreizehn- tausend siebenhundert verurtheilt, die meisten zu lebensläng- lichen Strafen. s i e b e n z i g t a u s e n d Frauen, Kinder, Greise ihrer natürlichen Stützen beraubt oder aus Frankreich hinausgestoßen, also h u n d e r t e l j t a u s e n d Opfer zum Allermindesten, das ist die Bilanz der Bourgeoisrache allein für die Revolution vom 18. März." So der gewissenhafte Lissagaray. Die Grausamkeit, die Bestialität der Bourgeoisie war groß; aber größer war der Heldenmuth der Föderirlen. Ohne Zagen, ohne Schwanken hatten die ausgehungerten Pariser Ar- beiter den Kampf für die Republik gegen die verrätherische und wort- brüchige„Kammer des Friedensschlusses" aufgenommen. Groß im Ent- stehen, schwächlich und unentschlossen im Verlaufe, war die Kommune gigantisch erhaben in ihrem Falle. Wie die Löwen haben sich die Pariser geschlagen, wie die stoischen Helden der klassischen Sagen find dieselben gestorben: „Verbannung— schreckliche Kunde! Sie sprachen, als Tod uns kam: Wir sterben lieber zur Stunde Durchs Blei, als durch Hufiger und Gram Oder bettelnd demüthig und zahm! Du, das die Kugel zerfleischte, Du gabst, o schönes Paris, Den Soldaten der Verzweiflung Nichts, als ein Grabesverließ!" Sie wußten, daß sie für die Idee» der Menschheit gekämpft; das gab ihnen die Kraft, muthig und gesaßt mit dem Schweigen der Verachtung über die Beschimpfungen seiidns ihrer Feinde zu sterben. Sie konnten im Leben die Idee, die ihnen mit dem Niedergang der Kommune erst faßlich klar wurde, nicht verwirklichen, ihr Tod aber hätte dieser Idee — Byzantinismus. Die Kriecherei nach oben steht in vollster Blüthe, auch ein Zeichen der Zersetzung der heutigen Gesellschaft. Der österreichisch-belgische Hochzeitsschwindel hat dem gesammten Bedientenpack beider Länder erwünschte Gelegenheit zu Bauchrutsch- und Schweif- wedlungsparaden gegeben, daß die Knechtsseelen der übrigen Länder vor Neid platzen könnten. Eine dieser kostbaren Perlen hündischer Unter- thanendemuth, die durch die ganze österreichische Presse wandert, soll auch unfern Lesern nicht vorenthalten bleiben. Es heißt da: „W i e n. Unter allen Schulfesten dürfte wohl das an der Mädchen« Bürgerschule im neunten Bezirke abgehaltene das Interessanteste gewesen sein, indem der Direktor R. L e i t g e b seine Festrede mit einer seltenen Widmung abschloß; er übergab nämlich, wie uns mitgetheilt wird, der Schule ein Stück Papier mit dem ersten, mithin ältesten Namenszuge des Kronprinzen, welches kleillod derselbe vom k. k. Hofkalligraphen Greiner...... erhalten hat." Das erste Gekritzel eines vierjährigen Burschen ein„Kleinod"! Man sollte dieser Gesellschaft die ersten Windeln ihres„geliebten" Kronprinzen um die Ohren schlagen. — Ueber die bereits in unserer vorigen Ziummer erwähnte am 7. d. Mts. in Paris-Battignolles, Saal Levis, stattgehabte Ver- sammlung ist uns von einem unserer Genossen in Paris ein ein- gehender Bericht zugegangen, der für die vorige Nummer leider zu spät eintraf, und den wir Raummangels halber auch in der heutigen Nummer nicht abdrucken können. Hervorheben wollen wir aus demselben, daß die Adresse der deuffchen Sozialisten mit besonderem Beisall aufgenommen wurde. Diese Versammlung, sowie die Haltung der Pariser Arbeiterblätter, haben ein lautes Echo in der Provinz gefunden, von allen Orten lausen Zustimmungsadressen ein, und fast keine Arbeiterversammlung findet statt, in der nicht die Brutalität der russischen, sowie die feige Servilität der französischen Regierung scharf gegeißelt und Sympathieerklärungen für die russischen Revolutionäre angenommen würden. Es geht da nicht immer ohne Uebertreibungen und etwas sehr naive Ueberschwänglichkeiten ab, aber unsere französischen Brüder können in dieser Beziehung eben etwas mehr vertragen, als die bedächtigen Schweizer oder die nüchternen Deutschen. Jedenfalls geht ein kräfffger Zug durch das ftanzösische Arbeitervolk, nur mit der Organisation, da will es noch immer nicht gehen. Die Sache ist auch nicht ganz leicht, es muß erst mit vielen Traditionen gebrochen werden. Der„Citoyen", der bisher über die ausländische Arbeiterbewegung nur sehr mangelhaft und meist aus gegnerischer Quelle unterrichtet war, hat neuerdings aus Veranlassung und unter der Leitung B e n o i t M a l o u s dafür gesorgt, daß er in Zukunft seinen Lesern Original- berichte aus den verschiedenen Ländern zur Mittheilung bringen kann. Die Berichterstattung sür Deutschland hat ein bewährter und gut unter- richteter deutscher Genosse übernommen, dessen Namen wir aus leicht begreiflichen Gründen hier nicht nennen wollen. In seinem ersten Bericht gibt er bereits eine ausführliche Skizze der Entwickelung und Lage unserer Partei vor Eintritt des Sozialistengesetzes. — Aus Polen wird uns berichtet, daß in W i l n a zahlreiche Verhaftungen polnischer Sozialisten stattgefunden haben; die Advokaten Groß und Szostakowski, der Buchhändler Wölk und mehrere Andere, unter ihnen ein Ingenieur sind von der russischen Polizei gefänglich eingezogen worden. Aus Krakau hat die österreichische Polizei drei polnische Emigranten, u. A. P o l i s z e w s k i aus Warschau, ausge- wiesen. In Warschau haben unsere Genossen einen Spion, Namens Neu- manu, der es verstanden hatte, viele polnische Sozialisten in die Hände der russischen Polizei zu liesern, d. h. um Freiheit und Leben zu bringen, sein schuftiges Handwerk sür immer gelegt. Die Genossen, denen die traurige Aufgabe der Beseitigung dieses gemeinschädlichcn Subjektes zu Theil wurde, sind bis jetzt von der Polizei noch nicht erwischt worden, was hoffentlich auch nie der Fall sein wird. — Ueber die Judenexzesse in Süd- und Mittelrußland(Klein- rußland bezw. Ukraine) schreibt Mich. Dragomanow, eheutal« Professor in Kiew, in der„Rev. soc." u. A. folgendes: „Die seichte liberale Presse sieht in diesen Ausständen nur den Aus- bruch des religiösen Fanatismus. Verschiedene Blätter sehen in ihnen sogar die Reaktion gegen die Nihilisten jüdischer Abkunft, die am Attentat gegen den Zaren betheiligt waren. Zweifelsohne spielt von alledem ein Wenig bei diesen Emeuten mit, aber eben nur sehr wenig. Im Grunde haben die antijüdischen Emeuten in der Ukraine durchaus soziale Ursachen und sind nicht mehr und nicht minder als die Anfangssymptome eines sozialen Krieges, wie sie sich in diesem Lande im Laufe des 17. und 18. Jahrhunderts mehr als einmal abgespielt haben und an welche das Volk die lebhaftesten Erinnerungen bewahrt hat, die durch epische Gesänge, wie den über die Riedermetzelung der polnischen Herren und der Juden in U m a n' im Jahre 1768, unterstützt werden. „Als im 17.— 18. Jahrhundert das Land dem polnischen Staate unterthan wurde, waren die Juden die Finanzagenten des Feudaladels. Gegenwärtig, unter der Herrschaft des heiligen Rußland, haben sie großentheils diesen Berus beibehalten und sind gleichzeitig die Vertreter der kapitalistischen Herrschaft geworden. Kommt noch hinzu, daß die russischen Gesetze die Auswanderung der Juden in die moskowitischen (altrussischen) Provinzen des Reiches nicht gestatteten und auch jetzt noch hemmen. So ist in der Ukraine, wie in Westrußland, in Litthauen und Polen die große Masse des Volkes gezwungen, eine mehr als eine Million (mit den angrenzenden Provinzen gegen 3 Millionen) starke jüdische Be- völkerung zu ernähren, von der sich nur ein Drittel produktiven Berufen widmet, wie Arbeiter, Handiverker k., deren Mehrheit sich aber aus die Unsterblichkeit gesichert, wen» die Idee der Menschenwürde und Freiheit sterblich wäre! Allen voran aber gingen die Frauen der Kommune. Im Kampfe an der Seite ihrer Männer und Brüder, auf dem Schlachtfeld wie an den Verbandplätzen, so gingen sie mit ihnen leuchtenden Auges und starken Herzens in den Tod und ins Gefängniß! Wenn je aus Erden von Seelengröße und Heldensinn gesprochen wird, den Frauen und Mädchen der Pariser Kommune gebührt die erste Krone! und der Schimpf, den man ihnen anthun wollte, er hat ihren Ruf nicht beflecken können! Mit dem Rufe:„Es lebe die Kommune! Es lebe die Freiheit!" starben sie alle, vom ersten bis zum letzten Helden des jüugsten Klassen- k a m p f e s! Wir aber, die wir denselben Klasse»kämpf, wenn auch jetzt noch in anderer Form kämpfen, wir müssen uns schwören, ebenso treu zur Fahne zu stehen wie jene. Wie jene es ivußten, wissen wir es: in diesem Kampf gibt es keinen Halt, keinen Stillstand, keine Versöhnung! Zwischen jenen und der Bourgeoisie standen die Junischlächtereien; zwischen uns und den herrschenden Klassen steht das Meer von Blut und der Berg von Leichen vom Mai 71. Für uns gibt es nur Sieg oder Tod, denn die Rache des Sieger« wäre dieselbe. Aber wir werden siegen! Seitdem in den Oktobertagen des Jahres 1831 die Lyoner Weber in die Straßen hinabstiegen, um„arbeitend zu leben oder kämpfend zu ster- ben", hat sich in jeder Erhebung des Proletariats die Zahl seiner Kämpfer vermehrt, ist sein Schlachtruf bestimmter, entschiedener geworden. Mit stetig sich steigernder Wucht kämpft es gegen die alte Gesellschaft an, deren Widerstandskraft in demselben Maße abnimmt. Es ist unversöhnlich, es schließt keinen Frieden, ehe nicht seine Mission erfüllt ist. Bis dahin aber wollen wir kämpfen und werben ohne Unterlaß. K. F. Kaufleuten. Wucherern. Schenkwirthen und Agenten derselben zusammen- setzt- „Zugestanden muß werden, daß die Masse der Juden in der Ukraine außerordentlich arm ist und ein erbärmliches Dasein sristet. weil das Land nicht genug liefert, um so viel unproduktive Elemente zu ernähren, und daß sogar unter den jüdischen Ausbeutern nur etwa die Hälfte von dieser Ausbeutung des ukrainischen Volkes mittelst einer Hierarchie jll- bischer Agenten Vortheil zieht— aber die Lage des ukrainischen Volkes bei dieser Ausbeutung ist deshalb nicht günstiger. Es gibt in der ganzen Ukraine— in Rußland wie in Oesterreich— nicht ein Bauern- haus, wo man nicht den Augenblick ersehnt, in welchem man das wüh- rend der Revolution von 1648 entstandene Lied:„Man kann es nicht besser haben, man kann nicht würdiger sein als bei uns in der Ukraine, wir haben keine Herren, wir haben keine Juden, und wir werden sie nicht haben in alle Ewigkeit" mit Recht wiederholen können wird. „Hier muß man die Erklärung der Vorgänge suchen, die sich jüngst in Elisawetgrad und Smela abspielten, und welche, wir sind davon über- zeugt, sich bald in größerem Umfange erneuern werden. „Um den blutigen Charakter der Krisis zu mildern, gibt es nur ein Mittel, die jüdischen Proletarier von ihren Kapitalisten zu trennen nnd die Arbeitermassen unter sich zu einigen ohne Unterschied der Rasse und des Kultus— eine zweifelsohne sehr schwierige aber nicht unmögliche Arbeit. Vor nur wenigen Monaten wollte eine Gruppe jüdischer So- zialisten aus Rußland, unterstützt von einer Gruppe ukrainischer Sozia- listen, es unternehmen, sozialistische Agitationsbrochüren für die jüdischen Arbeiter Ost-Europas, geschrieben in ihrer Sprache und ihren Lebens- bedingungen entsprechend, zu veröffentlichen. Zu diesem Zweck wurde in Genf eine freie jüdische Druckerei gegründet. Aber dieses Unternehmen zerschlug sich insolge der leidenschaftlichen Opposition der russischen und polnischen Sozialisten, besonders gerade der jüdischer Ab- stammung, welche die spezielle Organisation jüdischer sozialistischer Pro- paganda unnütz und sogar reaktionär fanden, weil sie— wie man sagte— ein nationalistisches Element in den internationalen Sozialismus einsühren und gleichzeitig eine Trennung in der russischen und polnischen sozialistischen Partei, die so viele jüdische Mitglieder in ihren Reihen zählt, zur Folge haben würde. Da« ganze Unternehmen beschränkte sich auf die Publikation eines Manifestes, in welchem die kleinen Gruppen jüdischer und ukrainischer Sozialisten ihre Ideen über die Frage dar- legten. Die Ereignisse haben die Voraussetzungen der Unterzeichner des Manifestes nur bestätigt. Möchten sie Diejenigen, die es angeht, von der dringenden Rothwendigkeit Uberzeugen, das in diesem Manifest ent- wickelte Projekt znr Ausführung zu bringen, besonders die Organisarion für die sozialistische Propaganda unter den jüdischen Arbeitern Ost- europa's, und sllr deren Vereinigung mit den sogenannten christlichen Bauern und Proletariern derselben Orte. „Es ist keine Zeit zu verlieren!" Soweit Dragomanow, der die Verhältnisse seines Heimathlandes sehr genau kennt und dessen sachliche Darlegung sür unsere deutschen Leser sicher von hohem Interesse ist gegenüber dem parteiischen Geschwätz so- wohl der liberalen als auch der antisemitischen Presse unseres lieben Vaterlande?. Ob die Borschläge Dragomanow's zweckmäßig sind, ver- mögen wir nicht zu entscheiden, ob sie, wenn zweckmäßig, im nothwendigen Umfange durchsührbar, möchten wir sogar bezweifeln. Es darf doch nicht verkannt werden, daß die Rassen- und Kultusfrage noch ihre bedeutende Rolle spielt, und diese dürfte durch eine separate jüdisch-sozialistische Bewegung eher verschärft als abgeschwächt werden. Wie schon heute die Schranzen des Zarismus die russischen Revolutionäre als Juden und Deutsche denunziren, so würde das edle Geschäft mit besonderem Eifer und Erfolge wenigstens den Juden gegenüber fort- gesetzt werden und so die Propaganda unter ihnen bedeutend erschweren. Propaganda unter den jüdischen Arbeitern ist sicher zu empfehlen und zu befürworten, aber sie muh aus einen unmittelbaren Anschluß derselben an die russische, bezw. polnische revolutionäre Partei abzielen, sie aus ihrer separistischen Sphäre herausreißen, nicht noch darin— sei es auch nur zeitweilig— bestärken. Der Föderalismus hat, und ganz besonders in Rußland, zweifelsohne seine große Berechtigung, aber man soll ihn nicht übertreiben, am aller- wenigsten eine Partei, die einen so schwierigen Kamps zu führen hat als die Revolutionäre Rußlands. I Uebrigens kann man mit Recht daraus hinweisen, daß auch die Revo- lution von 1789 mit dem Aufhängen jüdischer Kornwucherer begann, denen Arbeiterexzesse— z. B. Zerstörung der Maschinen einer Papier- sabrik in Paris— folgten, in denen die Arbeiter noch mit Hülfe des Militärs niedergeworfen wurden, wobei es Hunderte von Tobten und Verwundeten gab. Erst zum Schlüsse folgte das Anzünden der Schlösser. Es gährt überall im russischen Volke, die Unzusriedenheit will sich Luft machen; einmal entsesselt, wird sie nicht bei den Juden stehen bleiben, des können die Diener des Czaren, die sich schon in's Fäustchen lachen, gewiß sein. — H e ssj a Helfmann hat eine Fehlgeburt gehabt, meldet lakonisch der Telegraph aus St. Petersburg. Die russischen Henker werden sich auch hüten, hinzuzufügen, daß die physischen und geistigen Qualen, die sie der edlen Märtyrin zugefügt, die Ursachen ihrer vorzeitigen Entbindung sind, daß sie absichtlich das Kind im Mutter- leibe ermordeten. Sie konnten wohl die Zeit nicht erwarten, die gehör« samen Diener des russischen Despoten, bis auch das sechste Opser er- drosselt sein werde, damit der racheschnaubende feige Tyrann, der nun- mehr der Welt sein wahres, Haß gegen die westliche Kultur athmendeS Gesicht gezeigt hat, sehe, wie gut er sich auf seine Subjekte verlassen kann. Vielleicht ist schon, indem wir dieses niederschreiben, ein Telegramm unterwegs, das auch die Erhängung der russischen Märtyrin meldet, vielleicht will man— was uns zwar unwahrscheinlich scheint— mit dem an Leib und Seele gebrochenen Weibe doch noch eine Gnaden- komödie aussllhren;— wie dem auch sei, aus jeden Fall können wir den Schritt nur billigen, den die Redaktion des„Citoyen" im Verein mit der Redaktion vom„dli Dieu ni Maitre", sowie verschiedene sozialistischrevolutionäre Komite's unternommen hat, die auf Sonntag den 22. Mai eine neue große Versammlung in den Cirque Fernando einberusen haben, um gegen die Folterung der Hessja Helfmann im Namen der Mensch- lichkeit zu Protestiren. Die Versammlung wird zwar nur eine private sein— eine össcntliche würde die re p u b l i k a n i s ch e Regierung nicht gestatten— aber die Arrangements sind so getrosten, daß ein mästen- haster Besuch zu erwarten ist. — Der Angstmeier von Gatschina hat ein so albern-aumaß- liches Schriftstück in die Welt gesendet, daß selbst die Bismarck'sche Ber- liner„Post" darob ganz verblüfft ist. Es ist auch wirklich stark, daß sich der Mensch noch immer„Zar von Rußland" nennt. K a t k o w, der Todfeind der westlichen Kultur, und Tschernajew, der„Befreier" Serbiens, sollen jetzt seine Ralhgeber sein. Ein heiteres Kleeblatt! — Amerikanisches. Eine der nach ungarischemVor- bilde in Minneapolis, Minn., eingerichteten Mühlen bedeckt ein Areal von 380 bei 8v Fuß und hat sieben Stockwerke. Sie hat eine Leistungsfähigkeit von 4200 Barrels(1 Barrel— 100 Kilogramm) täglich. Es erfordert ungefähr 20,000 Bushel(i 36., z Liter ungefähr) Weizen, um die Mühle im Betriebe zu erhalten. Welche Riesen- kapitalien, setzt der„Vorbote", dem wir diese Notiz entnehmen, hinzu, gehören dazu, täglich dieseMassen Korn herbei« zu schassen und umzusetzen? — Nicht übel. Der Häuptling des Jndianerterritoriums, Bushy head, sagt in einem Briese an den„Jndependent": „Wenn wir Privateigenthum am Lande gestatteten, so würde unser Gebiet bald in die Hände Weniger fallen, und unsere armen Leute würden, wie eure armen Leute, nicht einmal bei ihrem Sterben einen Fuß breit Erde besitzen, um begraben zu werden. Wenn das die Zivili- ätion sein soll, wozu ihr uns so dringend einladet, wundert ihr euch da noch, wenn wir die Folgen dieses anti-republikanischen Systems be- denklich finden? Unser Volk ist seit dem fernsten Alterthume gelehrt worden, daß die Erdfläche nur zur Benutzung, aber kein Handelsgegen- tand ist. Wir sind weder Sozialisten, noch Kommunisten; aber wir haben ein Landsystem, besser als jedes, das ihr uns anrathen könntet. Persönliche Rechte waren vollkommen respektirt; aber die Rechte des ganzen Volkes dürfen nicht zerstört werden. Könnt ihr uns nicht un- behelligt lassen, unseren Plan auszuführen und zu sehen, wie weit ihr mit dem eurigen kommt." Man merke wohl— der so spricht, ist ein Cherokee-Jndianer und ein ganz Zivilisirter! Korrespondenzen. — Aus Sachsen. Der 13. Wahlkreis halte bekanntlich bisher immer unter einer gewissen Kandidatennoth zu leiden. Das erhellt schon aus einem kurzen Rückblick auf die drei letzten Wahlperioden. 1874 lehnte der von den Parteigenossen mit großen Opfern erst in der Stichwahl durchgibrachte Johann Jakoby das Mandat ab und die dadurch hervorgebrachte Erschlaffung und wohl auch Verstimmung unter unfern Wählern verschuldete den Durchfall unseres leider zu früh verstorbenen Bracke im dritten Wählgange. Die Wahl im Jahre 1877 brachte uns den glänzenden Sieg des alten Hosbmirathe« Temmler über die drei gegnerischen Kandidaten, während unter dem Eindruck der Attentate beim letzten Wahlgange der„Ordnungskandidat" Wietze von Pomßen unfern Genossen Ramm, der ca. 12,000 Stimmen erhielt, schlug. Da nun Ramm aus hier nicht zu erörternden Gründen eine fernere Kandidatur ablehnte, ebenso wie vorher Temmler, so standen die Genossen wiederum vor der Rothwendigkeit einer neuen Kandidawr. Dieselbe ist jetzt in der Person unseres bekannten und bewährten Genossen Joseph Dietzgen in Siegburg nominirt und damit hoffentlich einmal diese Frage auf eine längere Zeit hinaus gelöst. An einem Siege zweifelt hier trotz des even- tuellen Belagerungszustandes Niemand, denn der„Kornzöllner" Vietze hat den reaktionären Parteien die Suppe gründlich versalzen, ganz abge- sehen von der notorischen Unfähigkeit dieses Herrn, der allenfalls einem hinterpommerschen Landkreise entspräche, nicht aber dem unseren. Mittlerweile agitirt die Polizei rüstig weiter für unsere Sache, indem es jetzt förmlich Haussuchungen. Berhaslungen sc. regnet. Mancher, der un« sonst unerreichbar bleibt, wird durch solche„Thalen" stutzig gemacht und erfährt, daß der gemarterte und gefolterte„Wechselbalg" Sozial- demokralie nicht nur noch am Leben, sondern auch sehr gesund und munter ist. Aber auch das uationalliberale Fabrikantenlhum kämpft wacker mit. So lasen wir erst jüngst im Leipziger Schweinoknöchelorgan-inen Be- richt Uber eine öffentliche Versammlung des Gewerbeschiedsgerichts, die ein artiges Dennnziatiönchen enthält. Der Herr Fabrikant erzählte näm- lich, daß der gegen ihn klagende Arbeiter den Kongreß in Wyden besucht habe! Was hieran Wahres liegt, lassen wir dahingestellt sein, Tharsache aber ist, daß der betreffende Arbeiter, ein Notenstecher und zwar einer der besten in seinem Fache, nirgend mehr Arbeit erhalten konnte. Nur zu, Ihr Herren, bis znr baldigen Vergeltung! — Nürnberg, 11. Mai. Die heutige Nummer des hiesigen Denuu- ziantenblattes„Fränk. Kurier"(selbstverständlich gehört dieses saubere Organ, dem in letzter Zeit keine Denunziation gegen uns zu schofel war, wenn es glaubte, unter dem Schutze des Unterdrückungs- „Gesetzes" Kapital gegen uns daraus schlagen zu können, der„Fort- schritt«"-Partei au) enthält folgende Polizeinotiz: „Erlangen, 11. Mai. Nach heute bei dem Prorektorate eingetroffenen Ministerialreskript ist der stall, jnr. Karl Moor von der Universität zu verweisen und hat innerhalb der nächsten 24 Stunden die Stadt zu verlassen. Es ist dies der nämliche junge Mann, welchem bereits vor etwas über einem Jahre das gleiche Loos blühte, welcher aber am An- sang vorigen Semesters wieder in Gnaden ausgenommen wurde. Wenn wir recht berichtet find, verdankt Herr Moor die Wiederholung des Bersahrens seinem intimen Verkehr mit dem sozialdemokratischen Abg. Bebel bei des Letzteren neulicher Anwesenheit i� Fürth. SBit haben dem blas beizusügen: Es ist dies der nämliche„junge Mann", der unserer Sache als Sekretär des schweizerischen Arbeiter- bundes in den siebzcher Jahren sehr gute Dienste geleistet hat, der aber. durch die Verhältnitze gezwungen, seit Jahr und Tag jeder aaitato- rischen oder überhaupt politischen Thätigkeit fern steht, und seine Aus- Weisung dem Umstand verdankt, daß er bei Bebels l-tzrex Anwesenheit dahier mit diesem, den er von Leipzig her kennt, und einigen hiesigen bekannteren Genossen in einem Gasthaus ein Glas Bier getrunken Das ist auch ein„Grund", einen Menschen„innerhalb 24 Stunden" au« seinem Wohnort-c. auszuweisen!!! Nach neuester Mittheiluno ist Moor aus ganz Bayern ausgewiesen. — Stuttgart, 10. Mai. Wir haben einen schweren Verlust zu beklagen. Einer unserer lhätigsten Genossen, der Präzeptor Eitle ist vor einigen Tagen im Alter von noch nicht 23 Jahren einem mehr- jährigen Leiden erlegen. Er ist als Opfer für unsere Sache qesallen. und zwar in zwiefacher Hinsicht, als Opfer der Reaktion und als Opfer der sozialen Frage. Seitdem seine Anschauungen seiner vorgesetzten Behörde(natürlich durch Denunziationen) bekannt geworden waren, wurde er auf die qe- m-mste. unwürdigste Weise zurückgesetzt und beleidigt. Trotz seiner Fähigkeiten wurde er nicht definitiv angestellt, sondern jüngere Leute wurden ihm vorgezogen, während man ihn in provisorischen Stellungen Jahre lang von Ort zu Ort hetzte, bis er endlich im Dezember vorigen Jahres aus die grundlose Denunziation eines Pforzheimer Mostianers verbastet wurde. Nach einigen Tagen wegen Mangel an jeglichem An- Haltspunkt wieder fr-ig-lass-n, wurde er gleichwohl von seiner Stellung lusp«-d'rt und stand nun da al« kranker Mensch ohne Vermögen und Erwerbsmoglichkeit. In dieier läge fand er in dem Hause unseres Partelg-no„-n, des Fabrikanten Lutz in Besigheim, die liebevollste und uneigennützigste Aufnahme, bis dieier ihn endlich, da sein Leiden sich fortwährend verschlimmerte, nach Sttittgart ins Ludwigsspital brachte, um einen letzten �Versuch zu seiner Retrung zu machen. Aber es war schon zu spät.<�ein Leiden, zu dessen gründlicher Heilung ihm von Ansang an die Mittel gefehlt hatten, hatte sich, wesentlich in Folge der durch die erlittene Zurücksetzung und Hetzerei verursachten Gemürhsauf- regungen immer vergrößert, und er starb einige Tage nach seiner Uebersührung nach Stuttgart. Konsequent bi» zum Einttitt der Bewußtlosigkeit hatte er noch beim Abschied den Freunden, die ihn nach Stuttgart gebracht hatten, den Wunsch zu erkennen gegeben, in keiner Weise weder im Leben noch im Tode mit Pfaffen und Christenthum behelligt zu werden, und seine letzten Worte an uns waren, daß man ihm den„Sozialdemokrat" recht regelt mäßig senden möge. Auch hatte er es niemals Uber sich gewonnen nur mit einem Worte seinen Vorgesetzten gegenüber Reue zu bezeigen' oder seine Ansicht zu verleugnen, was ihm sicher sofort Beförderung verschafft hätte. Lieber wollte er die Heimath und die Freunde verlassen, und er hatte schon Schritte gethan, sich im Ausland eine Existenz zu schaffen al« der Tod ihn ereilte. So seien seinem Andenken die Worte Tkreil arätb's gewidmet, die seinen Grabstein zieren sollten: s"..>gr°-y- Aus der Lippe den Trotz und den zuckenden Hohn In der Hand den blitzenden Degen, Noch im Sterben rufend„die Rebellion", So ist er in Ehren erlegen. Sein L-ichenbegängniß gestaltete sich zu einer für Stuttgart großartigen P°rte.d-m°nstrat-°n Ohne daß uns eme Möglichkeit gegeben wäre, durch Versammlung, öffentliche Aufsorderung oder dergleichen für ein-abl- reiche« Ge,olge zu sorgen, begleiteten ihn(und zwar an einem Werktao e t Uber 100 Genossen zu seiner l-yt-n Ruhestätte, von denen fast jeder eine rothe Blume im Knopfloch trug, ein glänzender Beweis ür den(Keift und Zusammenhalt der Stuttgarter Genossen. Die Leichenrede b lt unser Genosse Dr D ulk in wahrhaft zroßartiger Weift. Nüht nu dag er der Behandlung, welche der Verstorbene erduldei. ausführlich ge dachte, er vertrat auch den Standpunkt der Sozialdemokratie in offener nnd energischer Weise, und als er erwähnte, wie der von allen verstoßene Mann bei einem Parteigenossen Aufnahme gefunden habe, da füllten sich selbst die Augen unbetheiligter Zuschauer mit Thränen. Nach der Rede Dulks wurden im Namen von Mitgliedern der früheren sozialdemokra- tischen Partei, sowie von Cannstatter Genossen, deren Kandidat bei der Stadtschultheißenwahl er gewesen war, Kränze mit rothen Schleifen am Grabe niedergelegt; auch Eßlinger Genossen hatten sich zahlreich bei der Beerdigung eingefunden. Bei Beginn der Feierlichkeit und am Schluß derselben, wurden von einem Sängerchor passende Lieder trefflich vor« getragen und nach dem Begräbniß gab sich sast das ganze Gefolge Rendez- vous in einem der größeren Lokale Stuttgarts, das vollständig überfüllt wurde. Hier herrschte die begeistertste Stimmung, und man trennte sich endlich mit dem B-wußtsem, ein energisches Lebenszeichen und zugleich vielen Genossen neuen Muth und Anregung zu neuer Thätigkeit gegeben zu haben. Catilina. Briefkasten Anzeigen. der Redaktion: Aug. B. in N.-9).: Brief empfangen, halten Er- klärung zur Veröffentlichung im„Soz.-Dem." nicht für geeignet, da die betr. Angelegenheit kaum über die H.'schen Kreise hinaus bekannt und nunmehr ja auch erledigt sein dürfte. Wir haben aber zunächst bei C. G. und I. B. in N. angefragt und werden auch wegen M. in H. Erkundigungen einholen, worauf Ihnen Weiteres mittheilen werden. Grüße werden dankend erwidert, besonders von E. B. seinem alten Freunde„Iepperl". Ch. W. in B.: Dummes Geschwätz. Wer die Revolution in der Tasche hat, der ist natürlich über solche„Kleinigkeiten" erhaben, ebenso- wenig wie er die Verpflichtung hat, richtig zu zitiren. An unsere Leser. Raummangels halber mußte ein großer Theil u n s e r e r R u n d s ch a u, sowie vieleEin-, sendungen für die nächste Nummer zurückgestelltH werden. der Expedition: Cfld: Mk. 13.20 ä Tto.-Ab. 2. Qu. u. Schst. j erh. 8 St. V., Flgpr. nebst 17—20 abgg.— Bekannter Br.: Aufstellg. mit ö. fl. 16.10 akzeptirt. Spezielle Autwort sandte B. am 12. ds. Adr. berichtigt.— St. Gallen: Fr. 56.10 an D. eingetr. und nach Borschr. verwendet. Siehe später Fdsquittg.— A. Schdr. Wyl: Fr.—.65 für Schft. erh. Verwechslg. berichtigt.— Dr. B.: Fr. 1.10 erh. und an "'fds verwiesen.— G. Gsg. London: Fr. 11.20 pr. Schft.-Tto. ver- wendet.— A. L. B.: Mk. 6.— Ab. 3 Expl. Mäi, Juni erh. Sdg. fort. — P. Hz. Wthur: Fr.—.35 für Bl. erh.— A. Bz. Luzern: Fr.—.20 ~chst. erh.— Rothkehlchen sen.: Mk. 5 60 Ab. 2. Qu. erh.— B. Ich. Str.: Fr. 3.65 Ab. 2. Qu. erh. Nachljrg. bewirkt.— A. H. H.: Krzbd. u. Mk.—.40 Schrft. erh.— H. ch R.: Mk. 28.— Ab. Mär; u. Schft. erh. Wie stehts mit dem Alten!? Bf. v. 17./5. hier.-- 0— Hu: Mk. 46.50 Ab. 2. Qu. u. Jb. erh. Brf. v. 13. auch. Antw. am 17. an L. abgeg.— . B....e U.-B.: Mk.—.30 für Flgbl. erh. Gewünschte« abges.— F. Jonsch. N.-D.: Fr. 125.40 h Cto. erh.-- x-t. Mr.: Mk. 6.— Ab. 2. Qu. erh. 20 bringt Adr.— Feldhptm.: 12 besorgt.„Bei die Hitze" wären neue Rezepte sür die Konserven endlich sehr angebracht. Zeig' also Dein gutes Herz, aber— heuer noch!— ttthimmel—: Himmelblaues Tableau erh. Nebclstreis C hoffentlich ausgehellt.— N. R. Prag: Ersatz 14 war bereits abgeg. Weiteres erwartet und nach Wunsch besorgt.— G. L. Londons Ichftsdg. folgt in 2 Raten. Dragom. direkt bestellen. Porto dann billiger.— E. Klässig N.-D.: Schftbestellg. v. 29./4. folgt in 2 Raten, früheres hoffen jetzt komplett dort. Briest, mehr.— F. A. Sorge Hoboten: P.-K. v. 30./4. erh. 2 Jahrb. abges. Weiteres besorgt. Gruß.— Spaßvogel Bern: Au! Au! Euer Witz duftet nach Neid,— nach„hirnverwirrenden, herzzerfressenden Neid"— wie ihn der idealisirte Gamin Narziß beichtet. Ihr kennt ihn doch,— den Neid nämlich!? — A. B. C.: Prosit! 1 und 2 sind noch an K. n. B. in C. abgeg. 4 Quart, wurde ganz geliefert, also Nicht« gut. Mitthlg. erwünscht.— Brgr. Hfsns.-Brdr. Brf. v. 14. am 18./5. beantw.— Dlfch. Ver. Chnr: 20 scheint bei Ihnen abhanden gekommen.— Russey: Beide besorgt, Zahlg. erwartet.— I. H. Gdn.: ö. sl. 4.— Ab. 2 u. 3. Qu. u. Sdg. mit 21 fort.— K. T. Paris: Kat. mit 46 nun zweimal abges. Braffttw Wüst 35, rue äs I'ardro seo, oder Brasserie Tauber 80 rus kranyo!» Miron erfragen Sie das Erwünschte.— W. D. London: Freilich,— auch deckt ein„t h a t e n k r ä f t i g Maul" recht hübsch, was eitel, feig und faul!— Budapest: ö. fl. 2.— Ab. 2. Qu. u. Schft. erh. Alles vorgemerkt.— Rothhahn: Bs. v. 17. erh. Meistens bereits derart behandelt. Dank!— H. Ritzsche N.-D.: Bestllg. erh. Sdg. folgt.— Pickelhaube: Bf. v. 16. erh. Alle« nach Wunsch. Soeben empfingen wir und ist durch die Expedition des„Sozial- demokrat" und durch die Volksbuchhandlung in Hotnngm- Zürich zu beziehen: Photographie von Sophia Perowstaja, der heldenmüthigen Vorkämpferin des russischen Volkes. Gestorben durch Henkershand am 15. April 1881. Preis: 1 Mark; sür Arbeiter: 50 Pfennige. Ter Reinertrag ist sür Propagandazwecke der russischen Revolution«' Partei bestimmt. In unserem Verlag ist erschienen und durch uns zu beziehen: Revanche! Episode aus den Kämpfen der Kommune. Von Leon Cladel. Aus dem Französischen übersetzt, nebst einem Vorwort von ID. liekkiecht. Preis: pr. Exemplar einzeln: 15 Ct«.— 10 Pfg. netto baar vor»«*- Porto beizulegen für 1-5 Expl. in der Schweiz übliches Krem»«� oder Packetporto, sür Teutschland 5 Pfg.; bei größeren P arnea � Exemplar 1 Pfg. Bei größeren Parthien entsprechender Rabatt. Lie ferun a n u r a-g� Laar- Vorauszahlung. Bestellung franko und baldig�*' beten, da nur mäßiger Vorrath. Riesbach-Zürich. Verla« des„Sozialdemokrat�- In unserem Verlage ist soeben erschienen und durch un« sowie dur» die Expedition des„Sozialdemokrat" zu beziehen: Karl Fourier. [Ein Vielverkannter. Versuch einer i arlegung seines sozietärcn JdeengangeS � l'ichte des modernen Sozialismus. Von Herman chreutich. (separatabdruck au« dem„Jahrbuch für Sozialwissenschast".) 72 Seiten 8°. Mit dem Bildnisse Fourier'« und einer Skizze seines Phalanstöre-Gebäudet- Preis: 50 Et«.-- 40 Pfg. Volksbllchhandlu»» _____ Hottingen-Zürich. 8niinlbu4)>tu