Nr. 155. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Bfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags= Nummer mit illuftrirter Sonntags= Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Bettungss Preisliste für 1898 unter Er. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für die sechsgespaltene Koloneis getle oder deren Staum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. neidet . Husarentur. = Mittwoch, den 6. Juli 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " theilchen! daß sie nicht raisonniren dürfen, denn Raison, Ob Podbielski aber der Mann ist? Und Thielen? das ist Vernunft, und von seiner Vernunft Gebrauch Und die anderen Staatsmänner" des Deutschen Reichs? Die fleinen Mittel sind an der Tagesordnung im machen darf kein Staatsbeamter- das darf höchstens der Viel Häferling nnd kein Gold. Deutschen Reich. Nachdem man Jahre lang, Jahrzehnte lang Herr Vorgesezte, wenn er eine hat. Die Vernunft, das hat Ob die Leute" der Podbielski, Thielen und Genossen uns in allen Tonarten vorgeredet, daß alles im neuen Reich schon Luther gesagt, und hierin ist der Staat des wirklich Maschinentheilchen sind, und vergnügt, wenn sie bei groß angelegt sei, mit übermenschlich großem Zug in allem- Protestantismus ihm treu geblieben wenn er sich Käse- Brot und einfachem Bier sehen, wie die Exzellenz Austern was nur natürlich, da ja ein Uebermensch alles aus dem auch vom katholischen Zentrum regieren läßt- die ißt und Champagner trinkt? Nichts geschaffen, ein Uebermensch, wie die Welt noch Vernunft ist der Urgrund alles llebels, die Quelle Herr v. Podbielsti mag ein guter Husarenoffizier gewesen keinen gesehen, und um den die ganze übrige Welt uns be- aller Teufelei; und in der Thatsache, daß das französische sein vom menschlichen Herzen und der lebendigen nachdem so lange Komödie gespielt worden ,,, raisonner" zum deutschen, namentlich preußischen raison Menschen natur versteht er nichts. Und das geht nicht hat Hans Schnock glücklich die Löwenhaut abgeworfen und niren" geworden, liegt die ganze Geschichte, das ganze Wesen blos ih ni so. Hätten unsere Herren Staatsmänner eine grinst uns an: S der deutsch- preußischen Staats- Raison: grimmiger Haß der Ahnung von Psychologie sie wären nicht, was sie ,, So wisset denn, daß ich Hans Schnock der Schreiner bin, Unabhängigkeit, des Urwüchsigen, der natürlichen Freiheit, sind, und sie wären nicht, wo sie sind. Was werden die Kein böser Löw' fürwahr, noch eines Löwen Weib" der Vernunft Zwergmaß, Kleinheit, Kleinlichkeit, Früchte des Podbielsfi- Ilfas sein? Etwas mehr Heuchelei Kein Löwe fürwahr, wenn auch oft recht böse. Schablonenwirthschaft. Und heutzutage ist die Vermift Sozial- und viel mehr Erbitterung in den Reihen der Postbeamten. In dem Ufas Podbielski's und den Bruder- Ufasen, die Freilich von Zeit zu Zeit hat Hans Schnock Rückfälle demokratie. und versucht es mit der Löwenhaut- allein für gewöhnlich Herr von Podbielski ist zwar nicht mehr in seiner schon gekommen sind und noch kommen werden, enthüllt sich aus die ganze Beschränktheit des Bureaukratismus, der sich für fühlt er sich ganz wohl in seiner Kleinheit und stellt sie sogar mit Husarenkaserne, aber die Kasernenluft weht uns dem Stolze der selbstgenügsamen Kleinheit vor der Welt jedem Satz seines Erlasses entgegen. Und da der allivissend hält und das Volk für eine blöde, willenlose, nach zur Schau. Post- Utas feine vereinzelte Staatsaktion ist, und da Willkür zu lenkende Masse. Ufase für alle Zweige Kleine Menschen, kleine Mittel, alles klein und kleinlich ähnliche Mit Verlaub, Ihr Herren Podbielski und Genossen des Staatsdienstes - das ist die Regel. Dem biedern Reichs- Trifolium: nicht blos im Reiche, sondern auch in Preußen und den nicht Sie sind der Staat, auch nicht einmal im Sinne des Leckert, Lügow, Tausch heute heißt es wohl anders ist übrigen Einzelstaaten erlassen sind oder bevorstehen, so Beamtenstaates. das Normal Zwergmaß in Verwahrung gegeben, und wer müssen wir dieser neuesten Staats- und Gesellschaftsrettung ihm nicht entspricht, wie der„ Troupier ohne Ar und Halm", der bereits ein ziemlich gleichlautender Ufas des berühmten oder der süddeutsche Eindringling", den auch die Flucht Herrn Muster- Eisenbahn- Ministers Thielen zur Seite steht in die Oeffentlichkeit" vor dem Zorn der ostelbischen Schnocks eine typische, ja programmatische Bedeutung zuschreiben. nicht gerettet hat der fliegt ohne Gnade über Bord, falls Le style c'est l'homme, Der Podbielski- Thielen- Ufas ist Eisenbahnbeamten u. f. w. plöglich entfernt würden, so wäre er nicht vorzieht, freiwillig" über Bord zu springen. das Reich das Reich der kleinen Männer und kleinen es zu Ende mit dem Post- Staat, mit dem Eisenbahn- Staat und mit dem Reste von Staat. Nicht blos der Stil ist der Mensch, auch die Politik. Auch Mittel. Man hat gesagt: auch der kleinste und mittelmäßigste vom Stil in der Politit kann man sagen: der Stil ist der Es ist mit dem Staat genau, wie mit der GesellMann. Wie der Mann, so der Stil, der politische und un- Mensch hat Augenblicke, wo ihm der Weltgeist nahe und der schaft. Wie diese nicht sein kann ohne die Arbeiter, wohl aber politische. Und der politische Stil besteht in den politischen große Zug der Ereignisse auch in sein Fühlen und Denken ohne die Stumm und Konsorten, so kann auch der Staat sehr Bielen und den politischen Mitteln. Kleine Männer, fleine einen großen Zug bringt. Von Individuen mag das gelten, wohl ohne die Podbielski's und anderen Staatsmänner" Ziele und Kleine Mittel. Wer hat je ein Wort gehört, auch von Regierungen gilt's sicher nicht. Sonst hätte jetzt unter bestehn, nicht aber ohne die Armee der kleinen wer hat je von einer Handlung er- dem großen Bug der unter unseren Augen sich vollziehenden Beamten. Das wissen die kleinen Beamten, wie die Arbeiter es fahren, auch nur vom fleinsten Bruchtheil einer Handlung, weltbewegenden, weltumgestaltenden Ereignisse im Ausland woraus bei unseren modernen Reichs- Staatsmännern auf ein zum Beispiel: Untergang Spaniens, Staatsauflösung in wissen., Sie wissen, wie die Arbeiter es wissen, daß sie ausgebeutet sind, daß ihnen ihr Menschenrecht vorenthalten wird, großes Ziel, einen großen Zug hätte geschlossen werden können, Italien, Hereintreten Amerika's in die Weltpolitik und worauf nicht in scharfer Ausprägung gestanden hätte: und der nicht minder bedeutsamen Ereignisse im Inland, daß sie keine gleichberechtigten Menschen sind. Klein! Kleinlich! vor allem des soeben beendigten gewaltigen, an Lehren so Hieran scheifert der Podbielski Ukas, sammt den Auch die schärfste Lupe zeigt uns nichts, das den Stempel reichen Wahlkampfes ein einigermaßen großer Zug in Bruder- Ufasen. Und hieran scheitert die Politit der Größe trüge: Kleine Menschen, fleine Politik. Nehmen unsere Staatsmänner kommen müssen. Aber deutsche Staats- unserer Staatsmänner" der kleinen und wir gerade die zwei Gebiete, auf welchen die kleinen Männer männer und großer Zug! Wer kann Trauben ernten von kleinlichen Mittel. am meisten bemüht waren, großes zu leisten. Zunächst in Disteln? 0 nur eine Silbe " " 0 Wenn sämmtliche Exzellenzen nebst hochbezahten Zubehör aus dem Staatsdienste schieden, so wäre das ein leicht zu ersetzender Verluft. Vielleicht gar keiner. Wenn dagegen die Hunderttausende der niederen Postbeamten, der niederen " 1 " Politische Webersicht. Berlin, den 5. Juli. Der Rückgang der bürgerlichen Parteien bei der jüngsten Reichstagswahl. Amtliche Ziffern über die Stärke, in der die Parteien aus der Wahl des 16. Juni hervor. gegangen find, liegen noch immer nicht vor. Da ist es zu begrüßen, daß der Professor Hickmann einen vorläufigen Ueber., Hebung der Landwirthschaft" das heißt in Bereicherung Nie hat eine Regierung eine eindrucksvollere, eine deutlichere der Junker und Junkergenossen, in Staatsversorgung der Lehre empfangen. Der Millionen- Sammler Miquel, der die Junker und Junkergenossen, in Verjunkerung des Staates. Rolle des Wahlschlacht Denters übernommen hatte, mußte Man hat zwar tiefe Griffe gethan in die Taschen des Voltes entdecken, daß es leichter ist, Millionen in Gold und Silber manch großen Fischzug gemacht das einzige von großem, Bug", zu sammeln", als Millionen von Fleisch und Blut- die Nedas im Treiben unserer Hans Schnocke zu finden ist, aber das gierung hat die Wahlschlacht verloren. Eine verlorene Schlacht alles sind doch alte Ladenhüter, fertige Schablonen, die in England zeigt sprichwörtlich, von welchem Stoff ein Feldherr gemacht ist. und anderen. Ländern schon vor Menschenaltern als veraltet Der Stümper lernt nichts und bleibt Stümper. Der Tüchtige und überlebt beiseite geworfen wurden und nur noch in den zieht die Lehre und lernt aus der Niederlage den Sieg. Ländern möglich sind, wo das Interesse einzelner Menschen Die Regierung hat eine Niederlage erlitten, wie sie blick über die zahlenmäßige Stärke der Parteien zu geben und Stände mehr wiegt als das Interesse der Allgemeinheit. schlimmer und zerschmetternder nicht gedacht werden kann. versucht. Ob seine Zahlen ganz genau sind, läßt sich nicht Neben den Kornzöllen die Liebesgaben, Schnaps- und Zucker- Begreift fie die Lehre? Lernt sie? Nein! Eine Regierung übersehen; im allgemeinen dürften sie zutreffend sein. In prämien, Margarinegesetz, Börsengesetz, Maßregelung ameri- und lernen wäre das nicht ein Eingeständniß der bezug auf die Sozialdemokratie gelangt Professor Hickmann kanischen Fleisches und russischer Gänse, Krieg gegen die Schwäche, der Fehlbarkeit, daß sie nicht allwissend gewesen? zu einer Gesammtstimmtenzahl, welche von der von uns beSchildlaus u. f. w., u. f. w.- ach, wie klein und fleinlich! Nichts lernen und nichts vergessen! Das ist das rechneten und fürzlich mitgetheilten nur ganz wenig abweicht. Ob die Herren Mirbach und Kanik, eng wie ihr Horizont glorreiche Privileg der absoluten Regierungsweisheit. Freilich Er beziffert unsere Stimmen bei der letzten Hauptwahl auf und absonderlich wie ihr besonderes" Ehrgefühl ist, sich nicht ein gefährliches Privileg. Doch feien wir nicht ungerecht. 2120 000. Seine rechnerischen Ergebnisse sind in der Haupthat aus der Wahl gelernt. im Stillen manchmal geschämt haben des fleinlichen Bettels Die Regierung Sie fache folgende: Es habent am 16. Juni 7 600 000 Wähler und der bettelhaften Kleinlichkeit der kleinen und nicht hat gelernt, vas Podbielski'schen Ufas steht, abgestimmt, gegen 7 700 000 im Jahre 1893. Da die Bevölkekleinen Mittel, von denen die wenigst kleinen aber auch nur und im Thielen- Ukas. Sie hat gelernt, daß der rung und die Zahl der Wahlberechtigten aber seitdem, die der groß sind durch ihre Kleinheit und Kleinlichkeit? felige Sonnenfönig von Frankreich den Nagel auf den Kopf letzteren von 10 630.000 auf 11 200 000, gestiegen war, so betrug Ist die Verwandlung des Deutschen Reichs in eine getroffen, als er vor zweihundert und etlichen dreißig Jahren die Betheiligung am 16. Juni nur 68 pet. der Wahlberechtigten Staatspension für die Junker und Junkergenossen das eine sein: L'Etat c'est moi! sprach. Die französische Geschichte gegen 72,4 pct. im Jahre 1893. Es haben nun Stimmen der beiden Felder, auf welchen unsere Politiker sich seit hat zu dem Satz zwar einen sehr ungünstigen Kommentar erhalten im Vergleich mit 1893: Jahrzehnten mit Vorliebe herumtummeln und ihr Zwergmaß geschrieben doch stehen die Regierungen nicht über der bethätigen, so ist die Bekämpfung der Sozial- Geschichte, wie weiland der deutsche Staiser über der Grammatik? demokratie das zweite Feld. Und hier genau dieselbe Ma chen sie doch die Geschichte. Und wie, das sehen wir Kleinheit und Kleinlichkeit. Keine leitende Idee- überhaupt jetzt wieder. immer die gleiche Schablone der Polizeibei Thielen. im Sozialdemokraten Centrum Nationalliberale Konservative Freis. Volkspartei Reichspartei Antis. Reformpartei Freis. Vereinigung Bolen Südd. Volkspartei Bayerischer Bauernbund Bund der Landwirthe 1893 1898 1 786 000 2 120 000 1 468 000 997 000 1 333 000 1 160.000 1 038 300 900 000 666 400 500 000 438 400 220 000 263 900 310 000 258 500 230 000 229 500 180 000 166 800 72 000 120 000 140 000 60 000 feine Idee. Klägliches Leben von der Hand in den Mund, Der Staat bin ich! Gesagt wird bas jetzt nicht mehr Stolpern von Fall zu Fall. Mit Scheffeln Unzufriedenheit vom Kaiser und vom König aber gehandelt wird darnach ausstreuend, mit Löffeln Unzufriedenheit beschwichtigend. von den Podbielski, Thielen und wie die Herren„ StaatsKeine Idee, kein Plan, teine Methode. Immer das gleiche männer" alle heißen. Es giebt Staat und Staat. Ich bin der Post- Staat!" Zivergmaß Wachtstube oder Kaserne- und wäre es auch eine Husaren heißt es bei Podbielski. Ich bin der Eisenbahn- ,, Staat" faserne. Und so die übrigen Staats- Verkörperungen Einer Husarenfaserne entstammt Herr v. Podbielski, der Reihe nach. Was ich fühle und denke, hat jeder Meinem Befehl Die Zunahme der Nationalliberalen und Antisemiten ist der neue Reichspoſt- Vezier.( Wie der alte Stephan sich ge- meiner" Leute zu fühlen und zu denken. wundert haben mag, als er aus der Unter oder Oberwelt hat jeder meiner Leute blind zu gehorchen. Wenn ich sage: offenbar nicht sehr ernst zu nehmen. Sie ist lediglich auf Kosten beobachtete, wie dieser Nachfolger in seinen Postpalast ein- Nieder mit den Sozialdemokraten hat jeder meiner Leute einer bedeutend größeren Abnahme der Konservativen und 80g!) Und dem Geist des Herrn v. Podbielski ist der den Sozialdemokraten Hannibal- Haß zu schwören, und sie aufs Freikonservativen geschehen; bei den intimen Beziehungen Erlaß an und über die Postbeamten entsprungen, der ihnen äußerste zu befriegen! Wenn ich Austern esse und Sett trinke, zwischen all diesen Parteigruppen kann von einem wirklichen Fortschritt einer derselben nicht geredet werden, wenn dieser sagt, daß sie Staatsbeamite sind, und daß ein Staatsbeamter hat jeder meiner Leute vergnügt und glücklich zu sein! fein freier Mensch ist, sondern ein Ding, das dem Staat- So will ich es! Tel est mon plaisir! Und wenn alle Fortschritt nur auf Stoften des Freundnachbars geschah. Alles in allem zeigen die obigen Ziffern einen erheblichen behüte: nicht dem Staat, nein der Regierung Beaniten und Soldaten von diesem richtigen Geist der dienen muß, deren Brot er iẞt oder von modernen Sonnenfönige en miniature, also, um deutsch zu Rückgang der bürgerlichen Parteien, nämlich von 5598 800 deren Gnade - dann auf 5153000 Stimmen. Gegenüber diesem kolossalen Brot empfängt, welches das er sein: der modernen Klein- Sonnenkönige erfüllt sind ißt und wenn's auch so wenig ist, daß er nicht satt ist der poetische Bronze- Fels(" rocher de bronce") Wirklichkeit Rückgang erscheint der Vormarsch der Sozialdemokratie um so bedeutsamer! davon wird. Der famose Erlaß, der den Staatsbeamten geworden der Staat ist nicht länger in Gefahr. sagt, daß sie Gedanken nicht haben dürfen, oder was das nämliche: feine anderen Gedanken als der Herr Vorgesetzte, daß sie Maschinen sind was Maschinen? Maschinener Kein Zweifel: wenn! Der Mann, der das Wenn und das Aber erdacht Hat sicher aus Häderling Gold schon gemacht. Bürgerliche ,, Wahlstatistik". Es ist wirklich spaßhaft, was bürgerliche Blätter alles anstellen, um sich auf mehr oder weniger gute Manier über den Ausfall der Wahlen in Berlin hinwegzuhelfen. Sie geben sich alle erdenkliche] Erben der braunschweigischen Linie den Thron Braunschweigs be- Jin Berlin ist der Name des Finanzministers nicht einmal genannt Mühe, die Bedeutung der Thatsache abzuschwächen, daß die anspruchen. An dem„ legitimen Recht" der Welfen ist ebensowenig worden. Offen spricht die nationalliberale Presse es aus, daß er Berliner Wahlen, obwohl die Zahl der überhaupt abgegebenen zu zweifeln, wie an dem Wortlaut des Dresdener Schieds- auf eine nachfichtige Beurtheilung nicht mehr zu rechnen habe. So Stimmen diesmal relativ und auch absolut geringer war als spruchs aber wo Macht und Recht in Stollision kommen, liest man in ber jüngsten Nummer der Köln. Btg.": 1893, der Sozialdemokratie doch noch einen da hat das Recht schon manches Mal den kürzeren gezogen. Stimmenzuwachs, den bürgerlichen Par- Uns foll es übrigens gleich sein, ob Biesterfeld oder Schaumteten dagegen eine Stimmenabnahme ge burg die Lipper beglückt. bracht haben. Um zu zeigen, daß die Sozialdemokratie in Berlin trotzdem ihren Höhepunkt überschritten habe, " * Deutsches Reich. hat beispielsweise die Tägliche Rundschau" eine Tabelle Neuwahlen zur Kommiffion für Arbeiterstatistik wird der aufgestellt, die die Zahl der abgegebenen sozialdemokra Reichstag nach seinem Zusammentritt vorzunehmen haben. Die tischen Stimmen mit der Zahl der wahlberechtigten sieben( früher sechs) Mitglieder, welche der Reichstag in die Kom Personen vergleicht. Nach dieser sonderbaren Wahlstatistik" mission entsendet, werden immer für die Dauer einer Legislatur wären die sozialdemokratischen Stimmen von 1893 bis 1898 periode bestimmt. Nach dem Ablaufe dieser Zeit bleiben sie jedoch zurückgegangen: in ganz Berlin von 42 pCt. der Wahl- stets so lange weiter im Amte, bis nach Zusammentritt des Parberechtigten auf 38 pCt., speziell in Streis I von 26 auf 21, lamentes die Neuwahlen vollzogen find. Die letzte Neuwahl II von 39 auf 37, III von 44 auf 41, IV von 50 auf 47, geschah auf grund vorheriger Verständigung unter allen V von 36 auf 31, VI von 42 auf 41-, sodaß sich der Rüd Parteien am 20. Januar 1894 burch Attlamation. Sie fiel auf gang auf alle Kreise erstreckt hätte. Zunächst sind in Schmidt- Elberfeld und Siegle. Stropatiched und Siegle sind unterdeß die Abgeordneten Hiße, Kropatscheck, Letocha, Mirbach, Molkenbuhr, Dieser Aufstellung, die von einigen Blättern, z. B. auch von durch Jacobstötter und den Frh. v. Hey! erfekt worden. Der„ Berl. Ztg.", begierig aufgegriffen und nachgedruckt worden ist, merkwürdigerweise die meisten Zahlen direkt falsch. Die amtliche Feststellung ergab: wahlgiltige Stimmen fozial demokratische find% der Wahlberechtigten 1893 1898 40,4 39,1 20,2 19,3 35,4 34,2 11 411 39,1 37,0 45 293 49,8 46,7 10 024 31,1 31,7 58 778 42,4 41,3 berechtigte Personen 1893 1898 1893 1898 Stimmen 1893 1898 Berlin 373 930 397 214 269 604 261 188 151 122 155 412 Kr. I 20 169 18 836 15 293 12 759 4069 3 637 II 75 347 76 727 58 367 54 684 26 667 26 269 " III 32 570 30 852 26 576 23 714 12 732 " IV 93 036 96 924 64 961 61 967 " V 31 244 31 649 23 193 " VI 121 564 142 226 81 214 46 356 21 036 9 729 87 028 51 569 20 Sechs weitere Mitglieder werdeit bekanntlich vom Bundesrath gewählt. Der Reichskanzler ernennt alsdann noch ein Mitglied aus Sen Beamten des Kaiserlichen Statistischen Amtes, sowie den Vor ſizenden. Alle diese Ernemungen und Wahlen erfolgen stets auf fiinf Jahre, sodaß hier Ernennungen im Augenblick wohl nicht in Frage stehen. Vorsitzender war bis zum Winter 1895/96 Dr. v. Rottenburg vom Reichsamt des Innern, dann nach furzer Zivischenzeit Interstaatssekretär Fleck vom preußischen Ministerium der öffentlichen Arbeiten. Wir müssen ihn namentlich da um so nachdrücklicher bekämpfent, ivo von Jahr zu Jahr immer mehr zu tage tritt, daß die Art der Handhabung der Steuergeseze, wie wir sie oft nachgewiesen und beklagt haben, nur zu sehr geeignet ist, die Vortheile der Neuregelung des preußischen Finanzwesens in den Schatten zu stellent und die besten und steuerträftigsten Elemente gegen die innere Politik aufzuheben und zur rückfichtslosen Opposition zu treiben. Wir würden unsere Pflicht nicht erfüllen, wenn wir nicht mit vollster Entschiedenheit für eine nachdrückliche und umfassende Abstellung der schreienden Mängel dieser Miquel'schen Gesetzgebung eingetreten wären und so Yange eintreten, bis sie in der auf diesem Gebiete recht schwerhörigen Finanzverwaltung Verständniß und Berücksichtigung gefunden haben. Wir haben genugsam Gelegenheit gehabt, die große Geschicklichkeit und Fähigkeit, die umfassenden Kenntnisse und Erfahrungen des Herrn v. Miquel zu beobachten, zu bewundern und anzuerkennen. Um so mehr bedauern wir, daß er von Jahr zu Jahr immer weiter vom richtigen Wege abgerückt und schließlich zunt Ideal der hurzfichtigen und wortreichen Verfechter übertrieben agrarischer Interessen geworden ist. Nationalliberalen von Herrn v. Miquel nicht sowohl des letteren Allerdings scheint der wahre Grund für die Trennung der offenes Einschwenken in den reaktionären Kurs zu sein, als vielmehr die etwas, wenn auch nur ganz wenig schärfere Heranziehung der besten und steuerkräftigsten Glemente". Gemeint ist mit den besten und steuerträftigsten Elementen die Großbourgeoisie. " 1 Die Gewerbe- Ordnungs- Novelle, welche die Regierung am 18. Mai 1897 im Reichstage eingebracht hat, soll nach der Nationall. Internationale Solidarität. Von dem Sekretär der Mitglied Korresp." in der nächsten Seffion wieder eingebracht werden. Der schaft der Unabhängigen Arbeiterpartei zu Hachuey in London, Fred. Gefeßentwurf verlangte bekanntlich insbesondere Vollmachten für den G. Smith, geht uns ein Schreiben zu, welches in den wärmsten Aus Bundesrath zur Anordnung von Lohnbüchern oder Arbeitszetteln, zu dem drücken den Wahlsieg der deutschen Sozialdemokratie feiert. Mit Verbot, Arbeiterinnen oder jugendlichen Arbeitern, welche in der Fabrik den herzlichsten Glückwünschen für unsere Partei verbindet das oder Werkstatt über 6 Stunden beschäftigt sind, Arbeit mit nach Hause zu Richtig sind also in der Aufstellung der„ T. N.", wenn Schreiben die Zusicherung gemeinsamen Kampfes für die Befreiung nehmen und zur Einführung der Krankenversicherungs- Pflicht auch man auf Ganze abrundet, nur die Zahlen des 4. und 6. Streises. des Proletariats aller Länder.- odt min für Hausarbeiter. Der Gefeßentwurf bezog sich auf die Verhältnisse Für die übrigen Streise sowie für ganz Berlin ergeben sich Mit der Prüfung der Giltigkeit der Wahlen möchte die der Konfektionsbranche und soll nach der Nationallib. Korresp." mit erheblich andere Zahlen. Dabei stellt sich dann auch der Schlesische Zeitung" das Reichsgericht oder das Ober- Ver- Rücksicht auf diese Branche ergänzt werden.-o em Rickgang als geringer heraus, als er nach den Behauptungen waltungsgericht betraut sehen, d. H. also eine Instanz, deren Den Einfluß des amerikanischen Krieges auf den deutschen der". N." und ihrer Rachbeter erscheint. Das Minus ist: Mitglieder ausschließlich durch die Regierungen berufen werden und Export zeigt die Ausfuhrziffer des zweiten Quartals 1898 für den in ganz Berlin 1,3 pet., in I, II, III, IV, VI 0,9, 1,2, 1,9, die praktische Erfahrung über die Bedeutung von Wahlbeeinflussungen Amerika für 2,1 Millionen Dollar Waaren ausgeführt, diesmal nur welche der Wahlbewegung so fern stehen, daß ihnen schon deshalb Stonsulatsbezirk Barmen: 1897 wurden dort in diesem Zeitraum nach 3,1, 1,1 pct.; für V ergiebt sich noch ein kleines Plus, abgeht. Das Reichsgericht und das Ober- Verwaltungsgericht haben oft 1,3 millionen, genau für 773 381 Dollars Waaren weniger als in den0,6 pt. Es würde uns interessiren, zu erfahren, wie die so merkwürdige Urtheile gefällt, daß man sich nicht versucht fühlen kann, selben drei Monaten des Vorjahres. T. R." zu ihren falschen Resultaten gelangt ist. Zur Beleuchtung deren Zuständigkeit in solchen Fragen zu erweitern. Andererseits der Frage, ob die Sozialdemokratie in Berlin ihren Höhepunkt hat man bisher gegen die Entscheidungen der Wahlprüfungs- Daß das Jnnungsgeseh, die neueste Frucht vom Baume der überschritten" hat, ist natürlich nicht einmal die korrigirte fommission nur in den seltensten Fällen Einwendungen erheben Mittelstandsrettung, den Handwerkern selbst nicht nüßt, haben ver. Tabelle geeignet. Sie stüßt sich auf ein völlig sinnloses tönnen. Das Plenum des Reichstages ist durchweg den Vorschlägen ständige Menschen schon lange gewußt. Jezt erklärt auch ein Organ, Prinzip, indem sie mit einander vergleicht, was der Wahlprüfungskommission gefolgt. Im übrigen spricht ja aus das die Mittelstandsrettung sportmäßig betreibt, die„ Kreuz- Zeitung", unvergleichbar ist. Nun wird der plumpe Kniff, die der Furcht der Konservativen vor der unparteiischen Thätigkeit der daß die Handwerker mit dem neuen Gesetz überhaupt gar nichts anfozialdemokratischen Stimmen nicht den überhaupt abgegebenen fonfervativer und sonstiger reaktionärer Seite ausgehenden WahlWahlprüfungskommission das nackte böse Gewissen, daß die von zufangen wiffen. Das Blatt schreibt: Ein Jahr ist verstrichen, seitdem der deutsche Reichstag das Stimmen, sondern den Wahlberechtigten gegenüberzustellen, niffe und Pfiffe und Wahlbeeinflussungen nicht vor den Reichstag Gesetz über die Organisation des Handwerks angenommen hat, und damit zu begründen versucht, daß die Sozialdemokratie alle selbst, sondern vor die ganz zuverlässigen Richter des Reichsgerichts noch immer streiten sich die Handwerker über dasselbe und wissen, ihre Anhänger an die Urne gebracht habe, so daß man die oder der oberen Verwaltungsgerichte bringen möchte. Dieser Wunsch nicht in welcher Weise und in welcher Form fie fich organisiren Ausgebliebenen sämmtlich den bürgerlichen Parteien zurechnen ist zu begreiflich, aber da ist nicht zu helfen. Die Verfassung sollen. Obligatorische Innung war der Schlachtruf der verdürfe. Das ist freilich eine sehr bequeme Theorie! Sie läßt bestimmt nun einmal, daß der Reichstag die Legitimation der Ab- einigten Handwerker, und ihre Führer so sehr von der Nichtigdie bürgerlichen Parteien, je geringer die Wahlbetheiligung ist, desto geordneten selbst prüft. feit ihrer Forderung überzeugt, daß sie in dem ursprünglichent welchem die Errichtung obligatorischer Innungen unterbleiben sollte, Entwurf des Freiherrn v. Berlepsch den Passus strichen, nach falls die Mehrheit der Betheiligten dagegen wäre. Selbst örtlich ausgedehnte oder gemischte Imnungen sollten obligatorisch gebildet werden. Alles das sollte freilich die Behörde thun: sie sollte das Handwerk organisiren, Innungen errichten, Statuten entwerfen, die einzelnen Handwerker ihren für sie bestimmten Inmungen zu weisen u. f. w. Nun hat sich das Gesetz auf den historisayers Boden gestellt, die Form der Vereinigung den Handwerkern selbst überlassen und einer jeden Form den ihr zukommenden gesetzlichen Schutz verliehen, ja sogar die Bildung obligatorischer" Inmungen bebattiren über die Vorzüge der einen oder der anderen Form und heute zusammen in Begirls-, Verbands- und Handwerkertagen, und außerordentlich erleichtert. Und die Handwerker? Sie kommen noch beweisen damit in der That, daß die Forderung:„ obligatorische" Das Scheitern der letzten Unfallversicherungs: Novelle hätten nicht die Industriellen und die Regierungen, sondern die Innung nicht vom ganzen Handwerterstande ausging, wie die Führer Sozialdemokratie und die mit ihr in der Frage zusammenhaltenden wird uns geschrieben: Am Tage der Stichwahl erschien nachmittags Theil der jog. privilegirten Innungen( denen die Rechte aus den Ein wahleifriger Reservehauptmann. Aus Luckenwalde ftets behaupteten. Soweit bis jetzt bekannt, hat nur ein ganz kleiner Parteien des Reichstages verschuldet" Berliner Politischen Nachrichten" auf unsere Ausführungen in mann der Reserve Herr Karl Hammerschmidt in Ziviltleidung, um Recht Gebrauch gemacht und viele werden wohl die sechsmonatliche - so erwidern die offiziöfen im zweiten hiesigen Wahlbezirk der zur Uebung eingezogene Haupt-§§ 100e u. f. gewährt sind) von dem ihnen im Art. VI gewährten Wie immer, stellt die offiziöse Preffe auch hier die Thatsachen erklärte dem Herrn, daß er doch jetzt Golbat sei und nicht wählen Entschluß kommen. Und doch war gerade diese Bestimmung ledig feinen Stimmizettel abzugeben. Der Wahlvorsteher Herr Fähndrich Frist am 1. Oftober d. 3. verstreichen lassen, ehe fie zu einem festen auf den Kopf. Die Reichstags- Kommission war in der ersten Lesung könne. Der Herr Hauptmann war darüber aufgebracht und verlich im Interesse einer leichten Bildung von Zwangsinnungen vorden sozialdemokratischen Wünschen allerdings mannigfach entgegen langte, daß der Fall im Protokoll vermerkt werde, denn er sei doch gesehen." mächtiger erscheinen. Und die bürgerlichen ,, Wahlstatistiker" trösten Zum Wachsthum der Sozialdemokratie in Mecklenburg sich mit diesem Schein, da sie es ja mit dem thatsächlichen Schwerin theilt die„ Nation" die folgenden Zahlen mit: In 5 von ergebniß nicht können. Wollten sie, wie billig, die sozial- den 6 Wahlkreisen ist es der Sozialdemokratie gelungen, in die demokratischen Stimmen den überhaupt abgegebenen gegen Stichwahl zu kommen. Von 1893 bis 1898 wuchsen bei den Haupt überstellen, so bekämen sie heraus, daß die sozialdemokratischen wahlen die sozialdemokratischen Stimmen im: Stinimen von 1898 bis 1898, trot abfoluter Abnahme in mehreren Streisen, doch relativ in allen Kreisen gestiegen sind, nämlich: in ganz Berlin von 56,1 pct. der überhaupt abgegebenen giftigen Stimmen auf 59,5 pct., speziell in Kreis I von 26,6 auf 28,5, II von 45,7 auf 48,3, III von 47,9 auf 48,1, IV von 71,4 auf 73,1, V von 41,9 auf 47,7, VI von 63,5 auf 67,5. Nr. 153. gekommen. Soweit kann sich die Sozialdemokratie das nur zum 1. Wahlkreise von 4012 auf 4818 2. 3. 4. 5. 6. 6743 9828 " 3 362 5 391 " " 3 698 5 224 " 7 304 3811 " " 11 888 5469 og jung medlenburg, wo die Sozialdemokratie überhaupt keine Versamme Es ist bezeichnend, daß gerade im verfassungslosen Fendalstaat lungen abhalten kann, ein so sehr starkes Wachstum unserer Partei zu registriren ist. Jindal 29 " M Verdienst anrechnen, denn auch die Regierung wird wohl oder nur gefahren, um sein Wahlrecht ausüben zu können. Der Wahl- Gegen die latente Färbung der Margarine mit Sesamöl übel anerkennen müssen, daß die Partei der deutschen Arbeiter die vorsteher gab dem Herrn den Rath, sich beim Bürgermeister Suchs- war aus den Streifen der Chemiker von vornherein Widerspruch era Pflicht hat, für die Versicherten soviel herauszuschlagen, als mur land zu erkundigen, ob er wählen dürfe oder nicht. Der Herr hoben worden. Man wies darauf hin, daß Butter, die aus der irgend erreichbar scheint. Zwischen der ersten und zweiten Lesung Hauptmann ist dann natürlich nicht wiedergekommen. Milch von Kühen getvonnen würde, die mit Sefanttuchen gefüttert warf die Regierung alsdann ihren Einfluß gegen die Versicherten Drollige Leute. In Nr. 26 der Gastwirths 8eitung" feien, eine Realtion zeigen dürfte, wie sie die Margarine aufiveisen und für die Unternehmer- Berufsgenossenschaften in die Waagschale; ist zu lesen: foll, wenn sie nach den Anordnungen des Reichs Gesundheitsamtes indeß war auch sie zur Verständigung auf einer Mittellinie bereit.„ Das Gesetz zum Schuße der Waarenbezeichnungen jagt in§ 4 gefärbt worden sei. Diese Ansicht hat durch Versuche, die neuerDie von einer Subkommiffion vereinbarte, von der Reichstags- Kom- Absatz 1 Biffer 3 ausdrücklich, daß solchen Waarenzeichen, tve I che ings im landwirthschaftlichen Justitut zu Hameln gemacht worden sind, mission dann in zweiter Lesung angenommene, sehr abgeschwächte ergerniß erregen können, die Eintragung in die Zeichen- volle Bestätigung gefunden. Infolge dessen liegt jetzt die Gefahr Fassung würde unzweifelhaft die Zustimmung der Reichstags- rolle versagt werden soll. Damit sind nicht nur obstöne, b. h. unanständige, nahe, daß ein durchaus reeller Butterproduzent oder-Händler wegen mehrheit und dann auch des Bundesrathes gefunden anstößige Wörter ausgeschlossen, sondern auch solche, welche etwa Butterverfälschung in Anklage versetzt wird, aber daß ein wirklicher haben. Die freifonservativen Zentralverbändler drohten da- Bestrebungen versinnbildlichen sollen, die gegen den Staat, die Re- Fälscher die Thatsache, daß Sesamölreaktionen auch bei thatsächlich inals jedoch mit Obstruktion, ivenn man das Gefes ligion und dergleichen sich richten, so daß also Namen wie freie reiner Butter fich einstellen können, mit Erfolg zu feiner Vertheiüberhaupt noch vor das Plenum bringe. Beim Beginn der neuen Liebe"," Bebel" 1. s. iv. niemals ben geseglichen digung benutzt. Es zeigt sich hier, mit welcher Oberflächlichkeit heutniemals ben gefeglichen zutage Geseze fabrizirt werden, wenn es sich darum handelt, agrarische Session fündigte Graf Posadowsky darauf hin an, daß er die Novelle Schu erlangen tömmen." gar nicht wieder vorlegen werde. Also nach der Gastwirths- Zeitung" ist der Name Bebel" Wünsche zu erfüllen. Das nammten wir Widerstand der Industriellen" und Schtväch geeignet, ergerniß zu erregen. Einfach töftlich! Die Jahresberichte der preußischen Fabrikinspektøren sind lichkeit der Regierung", durch die jede Reform verhindert worden fei. Wenn daher die„ Berliner Politischen Nachrichten" die Arbeiter Bethätigung sozialdemokratischer Bestrebungen) begrüßen die Ham- die Handhabung der Arbeiterschutz Gesetzgebung und durch Bes Die angekündigte Kundgebung an die Beamten( gegen die soeben erschienen. Sie enthalten unter anderem Mittheilungen über auffordern, fich für das Scheitern an der rechten Stelle zu be burger Nachrichten" natürlich mit Freuben, zu bebauen bleibe nur, fchreibungen und Stizzen näher erläuterte Borschläge fiber Infalldanken, so, glauben wir, haben die Arbeiter damit bei den Wahlen daß man sich immer noch darauf beschränken zu wollen scheint, den verhütung oder Bekämpfung gewerblicher Strankheiten, ferner Aeußeschon einen guten Anfang gemacht. Noch eins nebenbei: Die offiziöse Auslaffung spricht sehr von zu untersagen, anstatt die en selbst zu beißen. Ginmal Magimal- Arbeitstages, fowie auch Mittheilungen aus dem Gebiete staatlichen Hühnern den Umgang mit dem Fuchse rungen fiber die Frage der Einführung eines sogenannten sanitären oben herab von der unsinnigen Forderung der Verkürzung wird man sich doch dazu entschließen müssen, meint das Blatt des der Arbeiter Wohlfahrtseinrichtungen. Wir kommen in den nächsten der Karenzzeit". Die Kommission hatte in erster Lesung die Herab- Fürsten Bismard, leider aber, so fügt es selbst hinzu, werde in- Tagen eingehend auf die Veröffentlichung zurück. fetzung der Karenzzeit von 18 auf 4 Wochen beschloffen also zwischen der sozialdemokratische Fuchs immer größer und stärker und genau dasselbe, was im ersten Bismard' schen Unfallentwurf infolge deffen wohl auch schwerer zu beißen. Da mag es recht (§ 6) bereits stand und was damals der Zentralverband deutscher Industrieller ausdrücklich, in der Ausschußfizung vom # " haben. " " D Ve Wir laffen hier jedoch schon einige statistische Mittheilungen aus den Berichten folgen: Während des Jahres 1897 sind im Bereiche des preußischen Staates 337 504 Arbeiterinnen über 16 Jahre(+ 19 019 30. Januar 1881, billigte. Seit wann schmähen die Offiziösen um unseren gestrigen Zeiter, und nennt es darin eine frivole An- die Textilindustrie, 52064 auf die Nahrungs- und GenußmittelDie ,, Norddeutsche Allgemeine" bringt einen Artikel gegen beschäftigt gewesen. Von den Arbeiterinnen entfielen rund 142000 auf gegen 1896) und 132352 jugendliche Arbeiter(+ 11086) in Fabriken Posadowsky ihre alten Herren und Meister? maßung", daß die Regierung vor dem Mißtrauensvotum zurücktreten gruppe, 37 000 auf Bekleidung und Reinigung, 24 000 auf Zwischen Lipp und Bechersrand schwebt des Schick soll. Diese frivole Anmaßung" ist Gesek in allen zivilifirten Bapier- und Lederindustrie, 23 000 auf die Industrie der Steine fals rauhe Hand-an diesen Vers Lessing's mag Graf Ländern. Das scheinen die Knownothings nicht zu wissen. Können und Erden und 17 500 auf die Metallverarbeitung. von Lippe Biesterfeld jetzt denken, dem in dem sie doch nicht einmal rechnen; denn 2 125 000 Wähler sind Sütten- und Bergbau, famosen Lippe'schen Erbfolgestreit mit dem Prinzen von Lippe- ihnen nur ein Siebentel des deutschen Wolfes geringste Bahl der Arbeiterinnen unter den verschiedenen BerufsSalinenwesen beschäftigten mit etiva 5000 die Schaumburg durch das fürstliche Schiedsgericht unter Vorsitz Nach der Rechnung der Norddeutschen" müßten am 16. Juni b. 3. gruppen. Von den jugendlichen Arbeitern kam die größte Anzahl, des Königs von Sachsen die Erbfolge zugesprochen ward. Es ungefähr fünfzehn Millionen deutsche Wähler genämlich rund 27 000, gleichfalls auf die Textilindustrie, es folgten taucht nämlich in sehr bestimmter Form die Nachricht auf er offenbar in einem Zustande, der ihn doppelt sehen ließ.dustrie der Steine und stimmt haben. Als der Redakteur seinen Artikel schrieb, war mit 22 000 die Metallverarbeitung, mit 16.000 die Ju der Spruch des Schiedsgerichts sei nicht anerkannt Erden, mit 14500 die MaschinenDie ihr 50 jähriges Jubiläum feiernde ,, Kreuz- Zeitung" industrie, mit 14.000 die Nahrungs- und Genußmittels Ein anderes Gerücht besagt, die Gemahlin des Prinzen hatte dem Kaiser ein Huldigungstelegramm gesandt; darauf ist aus gruppe. Von den größeren Industriezweigen beschäftigte die chemische Industrie mit etwa 2000 die geringste Zahl von jugend von Lippe Schaumburg habe einen heintlichen Besuch im Schloß Zivilkabinet die folgende Antwort ergangen: zu Braunschweig gemacht und sich dasselbe genau angesehen. lichen Arbeitern. An Kindern wurden im Königreich Preußen in Und ein drittes Gerücht läßt den bisherigen Regenten von den Fabriken 1359 gegen 988 im Jahre 1896 beschäftigt. Auch hier steht die Textilindustrie mit 413 an erster Stelle; es folgen Industrie Braunschweig, der bekanntlich ein Hohenzoller ist, abdanken. der Steine und Erden mit 213, Metallverarbeitung mit 183 und Einiges Dämmerlicht wirft in diese etwas dunkle Geschichte Nahrungs- und Genußmittelgruppe mit 152. der Gothaische Kalender, welcher uns mittheilt, daß die Gemahlin des Prinzen von Lippe- Schaumburg eine Schwester des Kaisers von Deutschland ist, und daß die Welfen als legitime worden. dem Se. Majestät der Kaiser und König laffen für das Gelübde der Trene gelegentlich des Jubiläums der„ Kreuz- Zeitung" danken. Auf Allerhöchsten Befehl v. Lucanus, Geh. Kabinetsrath." Besonders stolz dürfte ja die Kreuz- 8tg." auf diese etwas furz ausgefallene Mittheilung nicht sein. " -Der Mannesmuth der deutschen Burschenschafter. Dur Die nationalliberale Partei und Here v. Miqnet find mit die Presse ging Iürzlich die Nachricht, daß auf der letzten Cifenecher einander fertig. Auf dem jüngsten nationalliberalen Delegirtentage! Tagung der deutschen Burschenschaften die Absendung eines Ve か grüßungs- Telegramms an ben Raiser abgelehnt| Verblüffung, dann ebenso große Wuth. Jezt ging es, ber militärische Organisation des Eisenbahnpersonals. Auf eine Bemerkung wurde. Dieses Vorgehen seitens der Burschenschafter erregte in Pfarrer vorauf an die Ausrottung der schredlichen Saat. Barzilais erwiderte Bellour, er halte seine Erklärungen aufrecht, die er weiten Kreisen des Bürgerthums bedenkliches Aufsehen, da die Aber wie die Schuldigen finden? Sie hatten sich bisher ganz ruhig früher im Sinne der liberalen Partei gemacht. Es sei indessen seine Absicht Burschenschaften doch schon seit langen Jahrzehnten als langen Jahrzehnten als zu verhalten und auf die Verwirklichung ihrer Theilungsgelüfte bis jetzt gewesen, mehr als eine ministerielle Partei zu bilden.( Beweging.) Das verlässig reichs- und und faifertreu bekannt sind. Die er noch verzichtet; und die, von denen der Pfarrer wußte, daß sie der Ministerium, sich auf eine breite parlamentarische Grundlage stützend, wähnten studentischen Korporationen beeilen sich denn auch freien Liebe" pflegen, konnte es auch niemand sein, denn das waren fei bereit, als seine politischen Freunde Abgeordnete aus allen jekt, bekannt zu machen, daß man die Absendung eines alle echte Ordnungsfäulen. Da erfuhr man von zweien, von denen Parteien der Kammer anzuerkennen, vorausgesetzt, daß diefelben Begrüßungstelegrammes an den Kaiser lediglich aus dem Grunde der eine solchen, die ihn darum baten, sozialdemokratische Stimm- aufrichtige Freunde der staatlichen Einrichtungen seien.( Sehr gut; unterlassen habe, weil auf frühere Begrüßungstelegramme niemals zettel verschafft, und der andere fich sehr erfreut gezeigt hatte über lebhafte Zustimmung.) In Erwiderung auf die Auslaffungen Luzzatto's cine Antwort ergangen sei. Die Burschenschaftlichen Blätter" fügen die hohe hohe Zahl unserer Stimmen in einem 10 erz- bestreitet Bellong, daß man in der Unterdrückung der jüngsten Undieser Mittheilung wörtlich hinzu: fatholischen Dorf. Aber was nunt mit den Kezern be- ruhen zu weit gegangen sei. Die Lage sei sehr ernst gewesen; " Die unerschütterliche Liebe zu Kaiser und Reich wird durch ginnen? Die Zeiten des Autodafee sind leider dahin, in Mailand ernster als anderswo. Er verspreche, sein Regierungsden ziemlich belanglosen Vorgang bei der deutschen Burschenschaft und für einen ausreichenden Ersak hat das Zentrum programm zu verwirklichen, indem er im November eine Anzahl nicht im geringsten berührt; mit ihrer treuen Mitarbeit an den immer noch nicht gesorgt. Man mußte sich damit begnügen, unsere Gefeßentwürfe einbringen werde, welche er dem Urtheile der Kammer vaterländischen Aufgaben weiß fie fich in Herz und Sinn ganz Freunde wirthschaftlich zu ruiniren oder wenigstens zu schädigen. unterbreiten wolle. Er wünsche, sobald als möglich zum gemeinsamen eins mit Kaiser Wilhelm II., dessen ideale Thatkraft fie aufrichtig Sie sind beide Mitglieder des Meschenicher Darlehnskaffen- Vereins Recht für alle zurückkehren zu können; zuvor müßten jedoch die bei bewundert und verehrt, und so wird sich schon mit der Zeit eine und hier waren sie zu faffen. Sie erhielten dieser Tage folgendes den Militärgerichten schwebenden Prozesse erledigt werden. Er Gelegenheit finden, wo man von dem über die deutsche Burschen- Schreiben: schaft von einst und jetzt schlecht unterrichteten Staiser an den besser zu unterrichtenden Kaiser appelliren kann." Es hätte dieser Loyalitätsfundgebung nicht bedurft. Jederman tveiß, daß sich die Burschenschaften seit der Zeit, da von der vorachtundvierziger Polizei die Demagogenverfolgungen über fie verhängt wurden, gründlich geändert haben und sich längst im hurrahpatriotischen Lager befinden. Wer hieran etwa noch gezweifelt hat, dem konnte der Zweifel gründlich gehoben werden, als nach dem 18. März dieses Jahres dieselben Burschenschaftlichen Blätter" entrüstet erklärten, ein über den Gräbern der Märzgefallenen von 5 Burschenschaftern" aufgehängter Kranz mit schwarz- roth- goldener Schleife habe mit den deutschen Burschenschaften an sich nicht das mindeste zu thun. Nach dieser Erklärung hätte es der Entschuldigung wegen des unterlassenen Begrüßungs- Telegramms nicht mehr bedurft. = A " Jufolge Ihres agitatorischen Wirkens für die Sozialdemotratie bei der Reichstagswahl betrachtet der unterzeichnete Vorstand Sie nicht mehr als zur christlichen Kirche gehörig und schließt Sie daher statutgemäß als Mitglied des Vereins aus. Meschenicher Darlehnskassen- Verein, e. G. m. unbeschr. Haftg. Der Vereins- Vorsteher Hilger Rolshoven." werde indessen nach Möglichkeit bestrebt sein, die Ausdehnung des Belagerungszustandes zu verringern; übrigens bestehe der Belagerungszustand jetzt fast nur noch dem Namen nach. Er hoffe, daß es noch im Laufe des Monats Juli möglich sein werde, fast überall zum normalen Zustand zurückzukehren. Zum Schluß fordert Pelloug den Abgeordneten Vischi, welcher eine das Vertrauen des Hauses ausdrückende Tagesordnung eingebracht hatte, auf, dieselbe zurückzuziehen. Nachdem Vischi dieser Forderung zugestimmt, wird die Sizung aufgehoben. Es sei noch bemerkt, daß das Vereinsstatut nicht im mindesten eine Handhabe zu dem Vorgehen der ultramontanen Herren bietet. Auch im Senat knüpfte sich eine kleine Debatte an die ErWir hoffen, daß der niedrige Streich unseren Freunden nicht schadet. flärung des Generals Pellour. Fürst Odescolchi so wird teleIm übrigen aber ist dieser Fall wieder ein Beleg dafür, mit welchen graphirt- spricht über die religiöse Frage und führt aus, er ſei verwerflichen Mitteln man im rheinischen Zentrum den politischen damit einverstanden, daß man Personen, welche die vom Gesetz festGegner bekämpft. gestellten Grenzen überschreiten, bestrafe; aber man dürfe sie nicht aus Der Vorstand der Bonner freiwilligen Feuerwehr will der der Gemeinschaft aller ausschließen, da sie nichts Schlechtes gethan Sozialdemokratie in ähnlicher Weise zu Leibe. In der vergangenen hätter Cannizzaro ist der Meinung, es sei jest nicht der geeignete Woche fandte er einem Mitgliede eine Zustellung folgenden Inhalts: Beitynkt für eine derartige Erörterung. Bellour stimmt Cannizzaro Wir theilen Ihnen hierdurch mit, daß Sie auf grund Ihrer bei, erinnert indessen daran, die Regierung habe soeben erklärt, daß fozialdemokratischen Agetirung(!) aus der freiwilligen Feuerwehr mehrere von dem vorangegangenen Kabinet vorgeschlagene Maßals inaktives Mitglied ausgeschlossen sind." regeln zur Erörterung gebracht werden könnten, insbesondere dieStimmzettel vertheilt. Der Ausgeschloffene hatte am Wahltage sozialdemokratische jenigen finanzieller Natur. Der Ministerpräsident fügt hinzu, die Rheinische Zeitung"-, daß die freiwillige Feuerwehr in Bonn eine zulässigen Mitteln aufrecht zu erhalten. Damit ist der Zwischenfall Wir bezweifeln bemerkt dazu die Regierung beabsichtige die öffentliche Ordnung mit allen gefeßlich andere Aufgabe hat, als bei Bränden hilfreiche Hand zu leisten, und erledigt. den durch Brand Bedrohten ist es sehr einerlei, ob ihnen Rettung wird von nationalliberalen oder sozialdemokratischen Helfern." " 7 Wie's gemacht wird. Die Geschichte von der Heilbronner Revolution" wird immer intereffanter, je mehr deren Inspiratoren bekannt werden. Manches wird klar, wenn man nachfolgende Seilbronner Korrespondenz in Neuen Albb" liest: Geflärt ist durch die Erklärungen des Ministeriums noch nichts.Rußland. Vom Kampf der Kriegervereine gegen den Freifinn. Wie freifinnige Blätter entrüstet berichten, werden jetzt die Kriegervereine von den freisinnigen Elementen gesäubert. Der Vorfigende des nordhammoverischen Krieger Vereins, General Lieute nant a. D. v. Schmidt, hat jedes Vereinsmitglied, das freisinnig wähle, des Trenbruches an Kaiser und Vaterland bezichtigt, mußte aber doch den Rückzug antreten und sein Amt niederlegen. Dagegen ist in Stottbus ein Schuhmachermeister aus dem Kriegervereine aus gestoßen worden, weiller mit freisinnigen Stimmzetteln und Flugblättern aufs Land gezogen war, und in Mühlhausen ist der Vorsitzende des Bezirks- Kriegerverbandes Nordwest- Thüringen und Obereichsfeld seines Amtes enthoben worden, weil er den freisinnigen Wahlaufruf unterzeichnet Petersburg, 5. Juli. Ein Befehl des Kaisers erkennt die Verhatte. Da er auch Premier- Lieutenant der Landwehr ist, folgt vielleicht dienſte der Ausländer um die Hebung der Wohlfahrt Kautajiens an, noch mehr. Nachdem in den Stichwahlen der gesammte Regierungsverfügt aber im Interesse der russischen Ansiedler, daß Ausländer mechanismus für die Wahlen der Freisinnigen mobil gemacht hat Heilbronn, 30. Juni. Es ist munmehr ermittelt, daß die in den westlichen und nördlichen Grenzgebieten Stautasiens außerhalb und beispielsweise in Berlin die Beamtenschaft vom Minister herunter falschen Darstellungen über die Wahlumruhen in unserer Stadt teinen der Hafenstädte und der städtischen Ansiedelungen bis auf weiteres bis zum Hilfsnachtwächter in den Stichwahlen freifinnig wählte, andern als den Oberbürgermeister Hegelmaier zum Verfasser und Immobilien nur erwerben dürfen zur Errichtung von Fabriken und follten die Kriegervereine die Freifinnigen, diese harmlosen und das( Treiber'sche) Südd. Korrespondenzbureau" zum Verbreiter zu bergindustriellen Zwecken und zwar nur mit jedesmaliger Gepatriotischen Leute, doch etwas glimpflicher behandeln.haben. Als schreibende Hilfskraft ist der Schultheißenamtsaftuar nehmigung des Landeschefs des Kaukasus. Falls Zweifel entstehen Tapfere Krieger. Wunderliche Blüthen treibt die Angst der Drau benügt" worden, welchen die Bürgerschaft dafür bezahlen über den Zweck der Erwerbung des Landbefizes entscheidet auf eine bürgerlichen Kreise. Selbst die tapfer sein sollenden Leiter des muß, daß er im Nebenamt auf Befehl seines Herrn fie als eine diesbezügliche Vorstellung des Landeschefs der Finanzminister oder Rotte von Mördern und Todtschlägern hinstellt. Der Hegel- der Landwirthschaftsminister. Landerwerb zu anderen Zweden ift " Deutschen Kriegerbundes" sehen schon überall Gespenster. maier'sche Verfolgungswahn läßt ihn das Märchen erfimmen, das verboten. Der Befehl des Kaisers erstreckt sich auf einzelne Berziemlich radikale Artikel bringende Kritik", Monatsschrift für Rathstellers seien von langer Hand Die auf dem Boden keiner Partei stehende, wenn auch bisweilen Komplott, die thätlichen Angriffe und das Bombardement des sonen und auf Gesellschaften, hat aber keine rückwirkende straft. öffentliches Leben, übersandte, wie uns mitgetheilt wird, am 16. Juni Munition der Pflastersteine schon mehrere Tage zuvor im Odessaer Zeitung" macht über die Entwickelung der russischen Hand vorbereitet und die leber die Entwickelung der russischen Industrie. Die der Parole", dem amtlichen Organ des Deutschen Krieger- sozialdemokratischen Hauptquartier, in der„ Rose", aufgehäuft worden. Industrie, speziell der Eisenindustrie und ihre Fortschritte, Erfolge, bundes, folgendes Inserat:„ Die" Kritik" it. f. w. enthält miter Als Anstifter des Tumults soll der von Hegelmeier zu grunde ge- Fehlschläge, Bedürfnisse und Hoffnungen interessante Mittheilungen. anderem in ihrer neuesten Nr. 165 einen Aufsatz von Hugo Petersen: richtete Voltsdichter J. Wachter in den Massen gesehen worden sein. Aus denselben ergiebt sich, daß in der ersten Hälfte des Jahres 1897 Die deutschen Kriegervereins- Bestrebungen." Am 21. Juni fandte die Geschäftsstelle eine Postkarte mit dieser Ein altbekannter Trumpf aber wurde mit der falschen Nachricht wobei die fimnländischen und die der Krone gehörigen Fabriken, Das sind fammt und sonders Erfindungen eines franken Gehirns. 192 Privat- und 21 staatliche Hochofenanlagen vorhanden waren, Mittheilung an Dr. Wrede:„ Hierdurch theilen wir Ihnen mit, daß die Aufnahme der uns unterm 16. ds. gefandten Anzeige für Parole" viele Stunden ausgespielt, daß dem Oberbürgermeister Hegelmaier schon deren Produktion verhältnißmäßig gering ist, nicht inbegriffen sind. vom Deutschen Kriegerbund abgelehnt wurde". dem Tumult die Ankündigung seiner Die Produktion von Gußeisen allein ist in den letzten fünf Jahren Diese Ermordung zu theil geworden sei. Der Text der Annonce mußte erst reklamirt werden und folgte alt und zäh. Ente ist ist wift, um etwa 50 pet. gestiegen. Sie betrug in Millionen Bud So oft während der letzten zehn Jahre der( á Bud= 16,38 Kilogramm): nach fünf Tagen zurück. Bemerkt sei, daß die betreffende Nummer Gemeinderath Huber eine heftige Nede hielt oder die demokratische Ser Kritit" erst am 25. Juni erschienen ist, die tapferen Krieger Heilbronner Zeitung" einen Stampfartikel brachte, stand anderen also garnicht wissen konnten, was der Artikel enthalten würde.... Oder riechen fie's jedem Artikel an, Tags im Rathhausmoniteur zu lesen:" Dem Herrn Hegelmaier ist und in der ersten Hälfte 1897 56 Millionen Bud. Sehr bemerkensOb das Ding heilig ist oder profan? sein Tod durch Erschießen angekündigt worden, der Tanzlehrer Wolf werth ist dabei der Umstand, daß die Einfuhr von ausländischem Uns Sozialdemokraten pajfiren ja derartige Dinge alle Tage will mit Dynamit den Kilianskirchthurm in die Luft sprengen und die Eisen trotzdem in dieser Zeit ebenfalls bedeutend zugenommen hat, Uns Sozialdemokraten passiren ja derartige Dinge alle Tage zweite Staatsanwaltschaft hat schon diellntersuchung eingeleitet." Viermal die einheimische Produktion also troß ihrer großen Steigerung den und wir haben durch Schaffung einer eigenen Bresse solche Todt- war diese stereotype Phrase in der„ Neckarzeitung" zu lesen und damit Bedarf nicht decken konnte. schweige Braftilen der bürgerlichen Blätter und Zeitschriften über- lediglich bewiesen, daß ihr Verfasser reif ist für Julenau." Nur im Jahre 1897 ist die Einfuhr wunden. Daß auch linksstehende bürgerliche Organe ähnliche Ernicht weiter gestiegen. Worin findet dieses stetige und bedeutende Wachsen des Eisenverbrauchs seine Erklärung? Mit dem Bau fahrungen machen müssen, ist bezeichnend für den Hochgrad patrioneuer Eisenbahnen allein, sowie mit dem Ausbau alter tischer" Enggeistigkeit. Bahnen " " " " M vor Damit der Höhepunkt erreicht werde, läßt man nun aber auch noch 5 Personen verhaften, welche heftige Drohungen gegen den Reichstags Abgeordneten Hegelmaier ausstießen und zur Begehung weiterer Verbrechen mittels Sprengung aufreizten." Also wohl leibhaftige Anarchisten! Unter dem thut man's im Schwabenlande nicht. Defterreich. in Prag, 5. Juli. Wegen der morgen hier stattfindenden Gedächtnißfeier der Verbrennung von Huß wird Militär Bereitschaft gehalten.Schweiz. 1893 1894 69 80 1895 1896 87 97 läßt sich diese diese Erscheinung nicht erklären, da Aus Ostpreußen. Der Landrath des Kreises Labiau hat das die letzten 5 bis 6 Jahre gezeigt haben, daß im ganzen wirksamste Mittel erfunden, um die sozialdemokratische Agitation für Eisenbahnbau, Schienen, Sorteneisen, Eisenbahnwagen lahmzulegen. Vom Wahlkomitee in Königsberg war an einen Geund Lokomotivfabriken nicht mehr als 30-35 Millionen Bud im nossen im Kreise Labiau ein Packet Flugblätter abgeschickt worden. Jahre verbraucht werden. Ebenso läßt sich durch die natürliche Der Landbriefträger fand den Mann nicht zu Hause. Um das Badet Bevölkerungszunahme nicht diese alljährliche Verbrauchszunahme nicht auf der weiteren Tour mitschleppen zu müssen, ließ er es, wie von 10-15 Millionen Bud erklären, weil die Bevölkerung in solchen Fällen stets, bei dem Gastwirth des Ortes zurüd, um es Rußlands nur 1-21/ 2 pet. im Jahre zunimmt. Es bleibt m bei der Rückkehr abzuliefern. Beim Gastwirth sah der Gemeindeübrig, daß der Verbrauch von Eisen in Gestalt verschiedener Gevorsteher das Badet liegen und, tonfiszirte" es. Damit war die Post nicht einverstanden und forderte deshalb die Rückgabe. Zürich, 4. Juli.( Eig. Ber.) In der gestrigen Volts räthschaften aus Gußeisen, Stahl und Blech sich bei der Bevölkerung Darauf wurde der Postdirektion in Königsberg der Bescheid, das abstimmung des Kantons Zürich wurden sämmtliche vier Vor- Rußlands mehr eingebürgert hat, die in leister Zeit angefangen hat, Packet jei an den Landrath abgeliefert worden. Auflagen angenommen. Das Gesetz betreffend die Advokatur auch bei Ackergeräthschaften das Holz durch Eisen in einem Maße zu erfeßen, daß die Zunahme der Produktion der einheimischen Eisenteine Anfrage der Postdirektion beim Landrath ertheilte derselbe, wie mit 24 288 gegen 17 595 und der§ 5 betreffend die 3ulaffung werte nicht genügte, um den verstärkten Bedarf zu decken. Riefige dem Wahlkomitee von der Post jetzt mitgetheilt wird, den Bescheid, der Frauen zur Ausübung der Advokatur mit 21 717 daß die Flugblätter vernichtet seien. Dem Herrn gegen 20 046 Stimmen. Letzteres Resultat ist besonders erfreulich, Mengen von Gußeisen sind auf diese Weise in Gestalt von landwird Achtung vor dem Eigenthum der Sozialdemokraten beigebracht da es zeigt, daß das Bolt immer weitherzig und für Gleichwirthschaftlichen Geräthen aller Art unter die breite Masse der berechtigung ist. werden. 1 Maffen Maßregelungen in Oberschlesien. Uns wird gerieben: Frankreich. " Partei- Nachrichten. bäuerlichen Bevölkerung gedrungen. Wenn die Behauptung bc= gründet ist, daß die Entwickelung des Gebrauchs von Eisen ein unstreitiges Anzeichen fortschreitender Kulturentwidelung eines Volkes Paris, 4. Juli.( Eig. Ber.) Mit Beginn dieses Monats hat ift, fo kann man angesichts des oben Gesagten schließen, daß die der sozialistische Abg. Miller and die Chefredaktion des fulturelle Entwickelung des russischen Volkes trotz seiner schlechter Was befürchtet werden mußte, scheint leider einzutreffen: die bisher linksradikalen Blattes Lanterne" über- Regierung merklich vorwärts schreitet. Massen- Maßregelungen vieler tüchtiger Arbeiter, die sozialdemokratisch nommen, welches freilich schon seit mehr als einem Jahre Sozialisten zu seinen wichtigsten Mitarbeitern zählte. Einige frühere linksgewählt haben, hat bereits zu erheblichen Unruhen geführt. Ve- radikale Leitartikelschreiber der„ Lanterne" werden auch fernerhin sonders in Bojutschütz, wo es schon am Wahltage infolge von ihre Mitarbeiterschaft fortsetzen. Und zivar nicht nur Camille Belletan, der mancherlei Beschränkungen der Wahlfreiheit zu turbulenten Szenen gefinnungstreue Demokrat von altem Schrot und Korn, der in der letzten Tam, ist die Erregung der Bevölkerung bedenklich gewachsen. Den Wahlkanipagne proletarische Sozialisten gegen die Parifer Streitlinge und Zwicke unterſtügte, sondern auch der neugewählte Pariser AbGemaßregelten, die nirgends Arbeit bekommen, fehlt es bereits am geordnete P. Baudin, der den früheren allemanistischen Abgeordneten, nothwendigsten; bei oberschlesischen Löhnen ist das Zurücklegen eines ben Hutmacher Faberot, verdrängt hatte.... Der Petite Sparpfennigs selbstverständlich eine pure Unmöglichkeit. In großer Republique" wird die„ Lanterne" auch unter der neuen Redaktion ebbel ist in der politischen sowohl, als in der gewerkschaftlichen hoffentlich keinen nennenswerthen Abbruch thun. Millerand's Zahl erschienen am vergangenen Sonnabend die Frauen der Gemaß- Redaktionsprogramm streift in der That hart die Grenze, welche den regelten mit ihren kleinen Kindern auf den Armen und an der Hand proletarischen Sozialismus vom linksradikalen kleinbürgerlichen Auchvor dem Hause eines Beamten, der an den Maßregelungen besonders Sozialismus trennt. schuld sein soll, und schrieen: Gebt uns Brot für uns und unsere Kinder!" Auch an Drohungen fehlte es nicht. Was noch geschehen wird, ist nicht abzusehen, wenn nicht sofort eine Rektifizirung der maßregelnden Beamten und Unternehmer erfolgt. " Paris, 5. Juli. Es verlautet, die Regierung werde in nächster Beit Präfetten der Departements Allier, Gers und Aude wegen ihrer Haltung bei den legten Kammerwahlen pensioniren. Durchgreifende Beränderungen in der Verwaltungs- Beamtenschaft werden erst nach den Generalrathswahlen stattfinden. Italien. Gewerbegerichtswahlen. Bei den Beisitzerwahlen zum Ge werbegericht für den Streis Minden wurden die Genossen Schulze, verbegericht für den Kreis Minden wurden die Genossen Schulze, Riemann und Taake als Arbeitnehmer- Beisitzer gewählt. Todtenliste. In Halberstadt verstarb am Sonnabend der Genosse Eduard Hebbel in einem Alter von 48 Jahren. Belegung schon in feinen jüngeren Jahren und seitdem unaufhörlich thätig gewesen. Die Arbeiterschaft Halberstadts wird ihm ein treues Andenken bewahren. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Polizeilich behaussucht wurden in Magdeburg der Borsigende, der Schriftführer und der Kassirer des Zentral- Wahlfomitees, die Genossen Lantau, Fabian und Königstedt. Gesucht wurden Sammellisten, gefunden natürlich nichts. Dem polizeilichen Vorgehen liegt der Versuch zu grunde, die Geldsammlungeu des Wahlkomitees als eine unerlaubte Kollekte zu bezeichnen. Vom Rhein. Der Troft der Staatserhaltenden", das platte Da Esterhazy dem nicht- aktiven Militärstande angehört, wird Land sei das sichere Bollwert gegen die so machtvoll vordringende die Ueberfallsaffäre vor dem Buchtpolizei- Gericht zur Verhandlung Sozialdemokratie, hat sich vielfach als trügerisch erwiesen. Die lommen. Gewerkschaftliches. rheinische Zentrumspresse behauptet allerdings immer noch, die vom Rom, 5. Juli. Die Erklärung, welche General Bellour im Katholizismus beherrschten rheinischen Distritte seien für den Sozia Berlin und Umgegend. lismus uneinnehmbar. Es hat auch bisher den Anschein, als treffe Namen des neuen Ministeriums der Deputirtenkammer als Pro- Achtung! Zimmerer! Laut Beschluß der Plak Deputirtendas hier und dort zu. Das liegt aber feineswegs daran, daß da gramm abgab, ward gestern unter„ Neuesten Nachrichten" mitgetheilt. Versammlung vom 29. Juni findet die halbjährliche Kontrolle der die Bevölkerung gegen neue Ideen gefeit sei, sondern ist lediglich auf an die Regierungs- Erklärung die gleichlautend auch im Senat Quittungsfarten zum Agitations- und Unterstützungsfonds vom Wir ersuchen nunmehr den christlichen Stampf mit Snippeln und Steinen gegen sozialdemo- abgegeben ward knüpfte sich eine Debatte, über welche ein 1. bis 20. Juli statt. alle diefratische Eindringlinge zurückzuführen. Wo wir in der Lage sind, aus den weiteres Telegramm berichtet: jenigen unserer Berufsgenossen, welche sich an den Sammlungen bebäuerlichen Kreisen heraus an die Landleute heranzukommen, das Es sprachen die Radikalen Barzilai und Luzzatto, der Sozialist theiligt, ihre Karten unverzüglich vorzulegen oder bei den heißt, wo wir unter den Landleuten selber Seßhafte haben, da er Ferri und Vischi von der Linken. Ministerpräsident Belloug erklärt, Blazdeputirten und Bezirks- Vertrauensleuten zum Eintragen in die zielen wir in furzer Frist überraschende Erfolge. Die angedeuteten er tönne heute nicht das Programm detailliren, er beabsichtige, sich Bücher abzuliefern. Ilm dem in letzter Zeit vorkommenden UeberBedingungen sind in dem rein bäuerlichen Dorf Meschenich, das auf das unbedingt Nothwendige zu beschränken und nicht lange stundenarbeiten vorzubeugen, ist es Pflicht der Betheiligten, derzwischen Bonn und Köln liegt, vorhanden; und dort erhielt der Debatten über die Grundgefeße des Staates zuzulaffen. Er beab- artige Fälle umgehend der Kommission zu melden. fozialdemokratische Kandidat, Genosse Dr. Erdmann, 62 Stimmen, fichtige folgende Vorlagen aufrecht zu erhalten: Erstens Ratifizirung Lohnkommission der Zimmerer Berlins während auf den Zentrumsmanu mur 52 und auf den des Belagerungszustandes, zweitens die Vorlage füber den Zwangs- und Umgegend, C. Dragonerstraße 15, of part. Nationalliberalen 5 Stimmen fielen. Darob zunächst große aufenthalt, drittens Vertagung der Verwaltungswahlen, viertens Telephon Amt III Nr. 5028." Das unterzeichnete Schiedsgericht faßte in seiner Sizung am 4. Juli in Sachen des Streites zwischen den Klavierarbeitern und den Holzarbeitern folgenden Entscheid: Ausland. schwader Cervera's gehörige Torpedobootzerstörer wurden noch in Sicht von Santiago in Grund gebohrt. aus amerikanischen Quellen stammenden regiſtriren: Von den heute vorliegenden Meldungen wollen wir die folgender V New York, 4. Juli. Dem„ Even. Telegr." wird in einer Drahtung aus Santiago vom Sonntag folgende Darstellung der Ausfahrt der Flotte Cervera's gemeldet: Das Flaggschiff Cervera's bewilligen. Außerdem verlangen sie, daß nicht mehr als ein Lehr-( Cristobal Colon") eröffnete die Reihe der spanischen Schiffe. ling in einer Druckerei angestellt werden dürfe. Am Sonnabend Die amerikanischen Schiffe gingen sofort in Stellung, eröffneten auswärtigen Blätter wurden, als sie eintrafen, außerordentlich hohe Westen und fuhr so dicht wie möglich an der Küste entlang. Die fonnte in Chitago nicht eine einzige Zeitung erscheinen. Für die aber das Feuer erst, als die Spanier die Hafenausfahrt Preise gefordert und bezahlt. bereits überwunden hatten. Cervera richtete den Kurs gegen Die Zeitungsstereotypeure von Chikago haben, wie bürgerDie beiden Parteien, sowohl die im Holzarbeiter- Verband als alle Welt mit großer Spannung Nachrichten vom Kriegsschauplatz erliche Blätter melden, am Freitag die Arbeit niedergelegt, als gerade auch die im Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter organisirten wartete. Sie verlangen Herabsetzung der Arbeitszeit von 8 auf Klavierarbeiter sind gehalten, in einer gemeinsamen öffentlichen Ver- 7 Stunden bei einer Erhöhung des Lohnes von 3 Dollars 25 Cents sammlung eine aus je drei Mitgliedern jeder Richtung bestehende auf 4 Dollar den Tag und 75 Cents die Stunde für Ueberzeit zu Schuldentilgungs- Kommission zu wählen, um durch einheitliche Sammlungen die Deckung der infolge des letzten Streits noch vorhandenen Schulden zu regeln. In dieser von den Vertrauensleuten beider Richtungen einzu berufenden Versammlung wird ein Mitglied des Schiedsgerichts Bericht über die Schiedsgerichts- Verhandlungen erstatten. Wilh. Börner. Paul Litfin. Ad. Schulz. Tschernig. Theod. Fischer. H. Knüpfer. Otto Mäther. Unternehmer- Verbände. " Viscaya" und die Oquendo" folgten dem Admiralschiff, dann kamen die Torpedoboote. Jetzt begannen plötzlich die amerikanischen Panzer zu feuern, die Spanier mußten einen wahren Hagel von Kugeln Eine Aussperrung der Arbeiter in sämmtlichen Maurer: einer Sigung, die gestern im Kaiserhof" hier tagten, für alle von vom Morro- Kastell entfernt war, mußte sie jedoch gegen die Küste Die Vereinigten deutschen Emaillirwerke" beschlossen in und Granaten aushalten. Nichtsdestoweniger erwiderte die und Zimmermeister: Geschäften Potsdams soll laut Bchluß diesem Tage bis 1. September eingehenden Aufträge eine Preis- abschwenken. Die„ Biscaya" und die Oquendo" hatten kaum die „ Christobal Colon" ununterbrochen das Feuer; als sie zehn Meilen einer am Sonnabend stattgehabten Versammlung der Baugewerks- erhöhung Innung am Donnerstag, den 7. d. M., erfolgen, sofern die streitenden bis 1. Dezember 1898 eingehenden Aufträge eine Preis- in der Reihe entstanden war, als auch sie schon gezwungen waren, bon 5 Prozent, für alle bom 1. September Lücke ausgefüllt, die durch das Abschwenken der„ Christobal Colon" Gesellen nicht bis heute, Mittwoch, den 6. Juli, die Arbeit bei dem erhöhung von 712 Prozent. Maurermeister May Behertt, über dessen Bauten die Sperre ver- bas vierte Quartal 1898 hinaus werden nicht gethätigt. Ueber die Die Schiffsbesatzungen vollführten Thaten größter Tapferkeit. Die Abschlüsse zur Lieferung über noch unter hängt worden ist, wieder aufgenommen haben. noch unter dem Feuer sich gegen die Küste zurückzuziehen. getverts Innung hatte das Innungs- Schiedsgericht Die Bau- definitive Preisgestaltung für das erste Quartal wird in der Herbst- amerikanischen Schiffe litten wenig unter dem Feuer der Schiffe das Inmungs- Schiedsgericht ersucht, sigung beschlossen werden. Angesichts des lebhaften Konsums und Cervera's. Die„ Gloucester" ist das einzige Schiff, das beschädigt als Einigungsamt mit den streifenden Gesellen handlung zu treten. Zu der Versammlung der Innung am Sonn- Preisaufschläge in Aussicht genommen. in Ver- der stetigen Preiserhöhung für Rohmaterialien sind weiter prozentuale wurde. Ein Torpedoboot, das der Küste zu nahe kam, ist in die abend waren nun die Mitglieder des Schiedsgerichts, sowie die zum haben es doch die Unternehmer, eine Erhöhung ihrer Ent Wie ungeheuer einfach Luft geflogen. Vergleichstermin erschienene Deputation der Behert'schen Gesellen behrungslöhne zu beschließen". geladen. An stelle der letzteren erschien jedoch die Lohnkommission der Maurer, mit welcher die Jnnungsmeister jedoch nicht verhandelten. Nachdem die Lohnkommission sich wieder entfernt hatte, wurde von der Versammlung der Innungsmeister obiger Beschluß einstimmig gefaßt. Die Aussperrung soll so lange andauern, als die Bausperre über die Beyert'schen Bauten verhängt bleibt. = Dentsches Reich. " Boziales. beitsverhältnisse der an den Schleusen des Fienowkanals beschäftigten Ein Verzweiflungsschrei vom Fienowkanal. Ueber die ArSchleusenknechte wird uns geschrieben: Diese Leute gehören mit zu den ausgebeutetsten Arbeitern. Von morgens 3 Uhr bis abends 10 Uhr, Der Zimmererstreit in Flensburg währt nun bereits acht bei Wind und Wetter, häufig faum Zeit, um ihr färgliches MittagsWochen. Der ganze Streit dreht sich um eine Lohnaufbesserung von mahl hinunter zu schlingen, müssen sie thätig sein. Stommen noch in 45 auf 50 Pf. pro Stunde, den die Unternehmer nicht bewilligen späterer Stunde Dampfer an, dann wird die Arbeitszeit noch weiter wollen. Arbeitswillige haben sich etwa 20 Mann aus Hamburg ge- ausgedehnt. Die Sonntagsruhe besteht in vier Stunden Ruhefunden. Die Maurer wollen sich jetzt den Zimmerern anschließen. zeit von 8-12 Uhr, während welcher Zeit den Schleusenknechten Die Meister beschlossen dieser Tage in einer Versammlung, die das Glück geboten wird, Predigten zu hören. Die Löhne sind Forderungen der Gesellen definitiv abzulehnen und die Bauten ruhen äußerst gering; troydem die Kähne heute doppelt so groß sind als zu lassen. vor etwa 20 Jahren, wird auch heute derselbe Lohn nämlich 12 Pf. Der Streik der Maurer und Bauarbeiter von Neumünster pro Kahn bezahlt. Schon verhältnißmäßig frühzeitig müssen die war dem Einigungsamt unterbreitet worden. Ein Uebereinkommen Leute von selbst ihre Posten verlassen, ihre Körperkraft ist von den wurde aber nicht erzielt, und so hat das Gericht einen Schiedsspruch ungeheuren Anstrengungen ausgemergelt. Das zweifelhafte abgegeben. In demselben erklärt sich das Gericht in seiner Mehrheit Glück, Reichsrentner zu werden, wird nur wenigen unter ihnen gegen die Forderung der Streifenden auf Herabsetzung der täglichen zu theil. Arbeitszeit von 10 auf 9 Stunden und gegen Erhöhung des Stundenlohnes für Maurer von 44 auf 50 Pfennige und auf 42 Pfennige für die Bauarbeiter. Es sind also die Hauptforderungen der Streifenden, wesentliche Verkürzung der Arbeitszeit und bedeutende Erhöhung des Lohnes, vom Schiedsgericht nicht anerkannt. Aehnliche Zustände wie hier bestehen bei den Flößern und Schiffern, ähnliches läßt sich nachweisen bei den Zieglern und noch vielen anderen Arbeiterkategorien. Und doch bringt es Herr v. Posadowsky fertig, zu sagen: Die Sozialreform ist erfüllt! Eine Depesche, datirt 10 Meilen westlich von Santiago, vom Sonntag Nachmittag besagt, Cervera sei am Arm verwundet und als Gefangener auf der„ Gloucester". Nach der„ Evening World" hätte Cervera als Grund zu seiner Ausfahrt erklärt, er zöge es sterben. vor, das Wagniß eines Kampfes auf offenem Meere zu unternehmen und tämpfend zu fallen, anstatt in einer Maufefalle zu Washington, 4. Juli. Marinesekretär Long sandte telegraphische Glückwünsche an Admiral Sampson, und General Miles solche an Shafter. Die Kriegsleitung wünscht, daß die wichtigsten Städte an der spanischenküste sobald wie möglich bombardirt werden, da dieEreignisse der letzten 24 Stunden diesen Plan sehr erleichtern. Sechs Batterien und mehr als 4000 Mann sind auf dem Wege, die Truppenmacht Shafter's zu verstärken. habe sich ergeben, eine Bestätigung des Gerüchts liegt aber noch Washington, 5. Juli. Hier geht das Gerücht, Santiago nicht vor. Watson, daß in dem Gefecht mit der Flotte Cervera's 350 Spanier Das Marineministerium erhielt eine Meldung vom Admiral getödtet oder ertrunken, 160 verwundet und 1600 gefangen genommen worden seien. Washington, 5. Juli. Ein Telegramm aus Manila meldet, daß innerhalb 48 Stunden Manila von den Land- und Seetruppen gestürmt werden würde. " Bei den Die organifirten Glaser von Erfurt hatten an die dortige leuten aller Kategorien eine Erhöhung der Monatsheuer um 5 M. Die vereinigten Hamburger Rheder bewilligten den See Tekte Nachrichten und Depeschen. Jnnung ein Schreiben gerichtet, in welchem sie um Abschaffung der Dieſe freiwillige" Lohnaufbesserung wird vermuthlich nur deshalb Aufruhrprozeß wurde gestern abends um 18 Uhr nach fünftägiger Erfurt, 5. Juli.( Privatdepesche des Vorwärts".) In dem Ueberstunden ersuchten. Darauf erhielten sie folgende bezeichnende gewährt, weil infolge des amerikanisch- tubanischen Krieges jetzt sehr Antwort: Antwortlich Ihres Schreibens vom 3. d. M. theile ich zahlreiche Desertionen zu verzeichnen sind. Die Monatsheuer der Verhandlung das Urtheil gefällt. Es erfolgten neun Freisprechungen. Ihnen hierdurch mit, daß wir auf die Ueberstunden nicht rundweg Hamburger Seeleute betrug bis zum 1896er Streit etwas über 50 M. Sieben Angeklagte wurden wegen schweren Aufruhrs, fünf wegen verzichten können, vielmehr das Recht uns vorbehalten müssen, bei und im Jahre 1897 durchschnittlich 53,60 M. dringlichen Lieferungen 1-2 Stunden über die 10 stündige Arbeitseinfachen Aufruhrs, zwei wegen Widerstands gegen die Staatszeit verlangen zu können. Macht sich bei außergewöhnlichen ein- 1899 die Errichtung eines Gewerbegerichts erfolgen. 21/2 Jahren, ferner zu Zuchthaus von 1½- 3 Jahren neben EhrIn Bergedorf( Hamburger Landgebiet) wird am 1. Januar gewalt, einer wegen Beleidigung zu Gefängniß von 2 Monaten bis fretenden Ereignissen durchaus eine weitere, d. h. über 12stündige Das Gericht wird von einem Vorsitzenden, dessen Stellvertreter und verlust und und Polizei- Aufsicht verurtheilt. Arbeitszeit nöthig, fo find wir gern bereit, einen Zuschlag von 20 Beisigern gebildet werden. 331/3 pet. pro Stunde zu zahlen." Hätten die Jumungsbrüder geschrieben: Wir wollen durchaus keine Regelung der Arbeitszeit, Prag, 5. Juli.( Privatdepesche des Vorwärts".) sondern wünschen in der hergebrachten Weise fort zu wurschteln, Berufsgenossenschaft für das Jahr 1897 weist eine Zunahme der Gremium wurden 456 sozialdemokratische, 501 deutsche" und Der jetzt erschienene Verwaltungsbericht der Ziegelei- heutigen Wahlen des kaufmännischen Gehilfenausschusses ins Alte dann wäre das einfacher und bündiger gewesen. Betriebe von 12 691 auf 13 126, also unt 435, dagegen eine AbSchutz den Arbeitswilligen. Vom Dresdener Landgericht nahme der Zahl der in diesen beschäftigten Arbeiter von 277 619 auf 681 czechische Stimmen abgegeben. wurde ein am Pirnaer Maurerstreit betheiligt gewesener italie- 263 970, aljo von über 13 500 auf. Diese auffallende Erscheinung Wien, 5. Juli.( B. H.) Der vom niederösterreichischen Landnischer Maurer wegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- wird auf die immer steigende Einführung von Maschinen und Ver- tag beschlossene Gesezentwurf, wonach an allen öffentlichen VolksOrdnung zu 5 Wochen Gefängniß verurtheilt. Das Delift soll drängung der Handstricherzeugung zurückgeführt. Eine weitere Folge hier- und Bürgerschulen Niederösterreichs die Unterrichtssprache ausdadurch begangen sein, daß der betreffende seine der betreffende seine weiter von ist die Steigerung der Betriebsunfälle. Die Zahl derselben stieg von schließlich die deutsche sein soll, hat,„ Narodni Listy" zufolge, nicht arbeitenden Landsleute dadurch zum Streifen zu bewegen ver- 3468 im Jahre 1896 auf 4034 im Jahre 1897. Bezeichnend ist, daß die kaiserliche Sanktion erhalten. Das„ N. W. T." bemerkt hierzu, sucht haben soll, daß er ihnen zurief:" Wenn Ihr weiter arbeitet, nicht weniger als 5264 Anordnungen seitens des Vorstandes nach daß es auf deutscher Seite ernste Beunruhigung erregen sollt Ihr sehen, was Euch passirt." Außerdem soll er bei der darauf stattgehabter Revision der Betriebe getroffen werden mußten, von müsse, wenn ein einstimmig gefaßter Beschluß den Vertretung seitens eines dienstbereiten Schußmannes vorgenommenen Arretur benen die allermeisten auf Anbringung der allernothwendigsten Schuß- des Stammlandes der Monarchie, der sich als eine nationale und Widerstand" durch Einstemmen mit den Füßen geleistet haben. Es vorrichtungen bezug nahmen. In 188 oder 15,54 pet. Betrieben unter den gegenwärtigen Verhältnissen geradezu unerläßliche Schutzwaren nur zwei Belastungszeugen, der Schutzmann und ein Steuer- waren die Arbeitslöhne nicht richtig nachgewiesen. Die festgestellte maßregel darstelle, einfach zurückgewiesen wird. erheber, geladen, die aber die fragliche Aeußerung nicht selbst gehört, Summe der von den Unternehmern hinterzogenen Löhne belief sich sondern nur von den Bedrohten" erfahren haben. Die Ver- auf 1378 854 M. handlung war sehr umständlich und mußte mittels Dolmetschers geführt werden. " In Meerane hat die große mechanische Weberei von Schmieder u. So. wegen schlechter Geschäftslage sämmtlichen Angestellten und Arbeitern gekündigt. Die Zahl der Betroffenen beträgt über 700. Die organisirten Töpfer Nürnbergs beschlossen, nachdem die Unternehmer mittels schwarzer Listen die mißliebigen Arbeiter maßregeln wollen, jede Maßregelung sofort mit allgemeiner Arbeitsniederlegung zu beantworten. Klausenburg, 5. Juli.( B. H.) Anläßlich eines Streites erschoß der pensionirte Kreisarzt Dr. Weber den Grundbesitzer Balacs und Der Zug nach dem Westen. Auf der Zeche„ Minister Stein" dessen Ehefrau. Weber wurde verhaftet. bei Dortmund sind vor kurzem 170 Mann schlesischer Arbeiter Prag, 5. Juli.( B. H.) Graf Thun beabsichtigt, wie czechische eingetroffen als Vorläufer größerer Trupps, welche zum Herbst Blätter mittheilen, die Sprachenfrage in der Weise zu regeln, engagirt sind. Die„ Rh.- Westf. Arb.- 3tg." bemerkt hierzu: Danach daß an stelle der bisher geplanten Dreitheilung Böhmens scheint es an Arbeitsgelegenheit auf unseren Zechen nicht zu fehlen. fünf Sprachbezirke geschaffen werden sollen, darunter für Prag einen Wie mag es aber kommen, daß man unter diesen Umständen gar deutschen und einen böhmischen, einen vorwiegend deutsch- gemischtnichts davon hört, daß Arbeiter vom Piesberge hier eingestellt sind? sprachigen und einen vorwiegend czechisch- gemischt- sprachigen. Ob da wieder eine Art von Sperre vereinbart ist? zu werden. Der Krieg. Paris, 4. Juli.( W. T. B.) Die Akademie der Wissenschaften Die Anstellung der beiden Asfiftentiamen der Fabrik: wählte Profeffor Leyden- Berlin zum forrespondirenden Mitgliede. inspektion in Bayern soll am 1. Oktober d. J. erfolgen. An dem Paris, 5. Juli.( W. T. B.) Frau Dreyfus stellte das AnDer Nürnberger Feitenhauerstreik ist noch immer nicht be- Kursus, der zur Ausbildung der Fabrikinspektorinnen in München suchen an das Justizministerium, das Urtheil gegen ihren Gatten endet, da die Unternehmer hartnäckig auf Ablehnung der Forderungen stattfand, und zwar unter Leitung des Inspektors für Oberbayern, für nichtig zu erklären, weil geheime Attenstücke dem Kriegsgericht beharren. Der Zuzug wolle auch fernerhin vermieden werden. Herrn Poellath, nahmen 23 Damen theil. Es verlautet noch nichts, mitgetheilt worden seien ohne Wissen des Angeklagten und des VerBranerstreik in Fürth. Die Unterhandlungen der Lohn- welche der Bewerberinnen Aussicht haben, als Assistentinnen angestellt theidigers. fommission mit der Firma Evora u. Meyer sind resultatlos verRom, 5. Juli.( B. H.) Die Aufnahme, welche das laufen, da die Firma zwar die Forderungen bewilligen, aber vier Ministerium sowohl in der Kammer wie in der Deffentlichkeit Arbeiter nicht wieder einstellen will. Der Streik dauert daher fort. gefunden hat, ist eine kühle. Die Erklärungen Belloug haben sowohl auf der rechten wie auf der linken Ein herzoglicher Musterbetrieb scheint der Brauereibetrieb im Tegernsee( Oberbayern) zu sein. Mit einer schweren Niederlage für die Spanier hat der erste Seite enttäuscht. Die Reform des Gesetzentwurfs über die Dort haben sich die Gesellen Waffengang im großen Stile auf Kuba geendet. Gleich den arm administrative Verschiebung bedeute dessen Verstärkung. Für die chon seit langem bemüht, Arbeitsverhältnisse herbeizuführen, wie sie feligen Holzschiffen des Admirals Montojo in der Bucht von Bevollmächtigung zur Strafverfolgung der bei den letzten Ünruhen in anderen Betrieben Regel sind. Vor allem forderten sie die ihnen Manila hat das stolze Kap Verde- Geschwader des Admirals verhafteten sozialistischen Abgeordneten will Belloug mit allen Mitteln durch das Gesetz gewährleistete Sonntagsruhe. Statt den berechtigten Cervera an der Südküste von Kuba seinen Untergang gefunden. eintreten. Wünschen der Arbeiter nachzukommen, beliebten der Obermälzer, der Spaniens Wehrmacht zur See ist nun auf das Geschwader Camara's Oberbursche und der Gährführer wie auf Kommando noch schärfer und die paar Schiffe, die auf den heimischen Werften in hastiger Aus- berichte In dem heute der Deputirtenkammer vorgelegten Kommissionsüber die Genehmigung zur gerichtlichen Verfolgung anzutreiben und die Leute noch mehr zu chikaniren. Nicht rüstung begriffen sind und das sogenannte zweite Reservegeschwader und Inhafthaltung der anläßlich der jüngsten Unruhen verhafteten einmal an Ostern und Pfingsten wurden die Bestimmungen bilden sollen, vermindert, während die ganze Flotte der Vereinigten Abgeordneten werden der Belagerungszustand und die Kriegsbetreffend die Sonntagsruhe respektirt. Am Pfingstfonntag Staaten im Atlantischen Ozean und insbesondere in den Antillen- Ge- gerichte für gefeßmäßig erklärt; in dem Berichte wird beantragt, mußte sogar die eine Hälfte der Arbeiter von nachts bis 7 Uhr früh, die andere Hälfte von 3 Uhr nachts bis Weißen Hause zu Washington anzuordnen für gut befindet, frei wird. Morgari und Turati, sowie die gerichtliche Verfolgung des Deputirten 3 hr wässern mit einem Male zu jeder Unternehmung, die der Kriegsrath im Die Kammer möge die Verhaftung der Deputirten de Andreis, 7 Uhr abends„ schanzen". Als schließlich der Fabrikinspektor davon Sicher vor jeder feindlichen Flotte ist fortan die amerikanische Ost- Pescetti genehmigen, dagegen die Freilassung der Deputirten erfahren und den Betrieb inspizirt hatte, drohte der Braumeister füste, wenige Kriegsschiffe genügen, dem spanischen Landheer in Bissolati und Costa verfügen und die Genehmigung zur gerichtlichen alle Arbeiter zu entlassen, weil sie Mitglieder des Verbandes find. Havana alle Zufuhren abzuschneiden, wenn das Weiße Haus es Verfolgung des Deputirten Bertest verweigern. Das schroffe Vorgehen des Braumeisters veranlaßte die Brauerei- will, kann die Jagd auf Camara, kann die Heimsuchung der arbeiter aus der Abwehr zum Angriff überzugehen und der Betriebs- spanischen Küste durch amerikanische Kriegsschiffe in nächster Zeit Hampton( Newhampshire) hat ein furchtbarer Sturm einen Theil der New- York, 5. Juli.( W. T. B.) Nach einem Telegramm aus leitung ihre Forderungen zu unterbreiten. Es wurde verlangt das beginnen, während gleichzeitig nichts einer Expedition nach Portorico Küste von Hampton gestern Nachmittag heimgesucht und einen geKoalitionsrecht, die Wahl eines Arbeiterausschusses, Einführung einer oder einem mit gesammelter Kraft geführten Angriff auf Havana waltigen Schaden an Eigenthum verursacht. entsprechenden Arbeitsordnung und Aufhebung des Zwanges für die selbst im Wege steht. Viele Landhäuser Brauer, in der Brauerei wohnen zu müssen. Anstatt mit den Arund mehrere fleine Hotels sind umgeweht und die aus Holz Es ist anzunehmen, daß sich die spanische Regierung nunmehr gebaute Statingring Anlage ist zerstört worden; 7 Personen beitern zu unterhandeln, kündigte er der Hälfte der Leute und zeigte bald zu Friedensgesuchen wird bequemen müssen, obgleich auch jest find hierbei getödtet und etwa 100 verlegt. Eine Nacht kenterte, an, daß er in furzer Zeit das ganze Gesindel zum Teufel Haut." noch in Madrid eine sehr stolze Sprache geführt wird. Dies bewog die Brauereiarbeiter in den Streit einzutreten. wobei fünf Personen umkamen. Aus Beverley( Massachusetts) wird Merkwürdig ist, daß die Spanier noch immer behaupten, ihre gemeldet, daß der Vergnügungsdampfer Surf City" gesunken ist; Zuzug ist streng fernzuhalten. Flotte sei aus Santiago entkommen und den berfol- derselbe hatte 60 Personen an Bord, von denen, soweit bis jekt Die Glafer Mannheims find in eine Lohnbewegung genden amerikanischen Schiffen in westlicher Richtung ent- festgestellt werden konnte, sieben ertrunken sind; man fürchtet, daß eingetreten. Ihre Forderungen sind die Neuregelung des Lohntarifs gangen, während aus amerikanischenamtlichen und privaten die Zahl der Opfer eine noch größere ist. sowie Einführung der 91/2 stündigen Arbeitszeit. Da die bisherigen Quellen immer neue Einzelheiten über die Vernichtung des Montevideo, 4. Juli.( Meldung des„ Reuter'schen Bureaus.") Verhandlungen mit der hier bestehenden Glaserinnung zu feinem Geschwaders Cervera's bekannt werden. Dieser krasse Widerspruch erklärt Der Aufruhr wird für unterdrückt erklärt. Die Chefs der aufendgiltigen Resultat geführt haben, sehen sich die Gesellen genöthigt, sich jedenfalls so: dem Geschwader Cervera's gelang es, unbehelligt rührerischen Regimenter sowie 4 Generale haben sich unterworfen. mit sämmtlichen am Orte bestehenden Geschäften, wo Glaser be- vom Feind die Ausfahrt der Bucht von Santiago zu passiren und das Man wird ihnen das Leben schenken. Die Zahl der beim Aufruhr schäftigt werden, in Unterhandlungen zu treten, eventuell bei ab- offene Meer zu gewinnen; ziemlich nahe der Küste in westlicher Richtung Getödteten und Verwundeten beträgt 400. Großer Materialschaden schlägiger Antwort zu kündigen. Zuzug ist deshalb bis auf weiteres fahrend, wurde es von den Amerikanern bemerkt, die sich ist angerichtet worden. Die Stadt ist zur Zeit ruhig. fernzuhalten. alsbald mit großer Uebermacht an seine Verfolgung machten. Buenos Aires, 4. Juli.( Meldung des„ Renter'schen Bureaus.") In den Oberrheinischen Metallwerken zu Mannheim haben In so beträchtlicher Entfernung von Santiago, daß von dort Nach einem Telegramm aus Montevideo bemächtigte sich General sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen die Kündigung eingereicht. aus das Ende der Jagd nicht mehr beobachtet werden konnte, voll- Esteban des Artillerieparks. In den Straßen der Stadt wird ge= Zuzug namentlich von Klempnern, Metalldrückern und Lacirern ist zog sich die Vernichtung der spanischen Schiffe, die man in Santiago fämpft. Englische Matrosen sind gelandet worden, um das englische fernzuhalten. Sant ihrer Schnelligkeit entkommen glaubte. Nur zwei zum Ge- Konsulat zu schützen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. iluterhaltungsblatt. = " : C Ar. 155. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Generalversammlung des Unterstützungsvereins für alle in der Hut- und Filzwaaren- Industrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Guben, den 2. Juli 1898. Mittwoch, 6. Juli 1898. Indem der Polizeipräsident beiläufig mittheilt, daß die neuliche Gemeindeschulen durch Verfügung ermächtigt, die Beurlaubung der Beitungsmeldung von der Abweisung einer an das Polizeipräsidium in Frage kommenden Kinder für den 7. und 8. Juli d. J. eintreten gerichteten Eingabe einiger hiesiger Radfahrvereine wegen Sperrung der zu lassen, sobald ein mündlicher Antrag, unter Vorlegung einer Straßen Berlins für den Radfahrverkehr,„ böllig aus der Luft gegriffen" Bescheinigung des Komitees für Ferien- Kolonien, von den Eltern ist, giebt er ferner folgendes bekannt:" In Anerkennung des Um- gestellt wird. standes, daß an verschiedenen wichtigen Bertehrspunkten die Sicher- Als eine Folge der Einführung des elektrischen Betriebes heit und Leichtigkeit des Verkehrs durch die Zweiradfahrer erheblich auf der Straßenbahnlinie Gesundbrunnen- Kreuzberg ist die baldige bedroht wird, hat das Polizeipräsidium in lezter Zeit in eingehende Beseitigung eines Uebelstandes zu begrüßen, welcher seither sehr unAm letzten Verhandlungstage wurden zuerst die von der Filiale Erwägung genommen, den Zweiradverkehr noch an mehr liebsam empfunden worden ist, nämlich der mangelhaften Be Altenburg( wo sich der Vereinssit befindet) vorgeschlagenen Mit Stellen auszuschließen, als dies durch die Polizeiverord- leuchtung des so außerordentlich verkehrsreichen Plages am Roſenglieder der Vereinsverwaltung einstimmig gewählt resp. zur Wahl mung vom 25. Januar 1896 geschehen ist."- Eine solche Ver- thaler Thor. Im Einverständniß mit der Straßenbahn- Geſellſchaft Burch Urabstimmung in Vorschlag gebracht. Unter dem Bunkte: ordnung würde unseres Erachtens gerade im Interesse des Verkehrs benugt die Stadtverwaltung vier der dort errichteten Masten zu Bes Allgemeine Anträge fand dann folgende Resolution Annahme: aufs lebhafteste bedauert werden müssen. leuchtungszwecken dergestalt, daß an jedem Maste vier große " In Erwägung der ungünstigen Verhältnisse, in denen sich die Verkehrsangelegenheiten. Zur Einführung von 5 Pfennig- Laternen in mäßiger Höhe angebracht werden und zum größten Mehrzahl unserer Gewertsangehörigen, trotz des allgemeinen wirth- Theilstrecken auf der Linie Rigdorf- Rosenthaler Thor hat die Neue Theile schon angebracht sind. Diese 16 neue, für Gasglühlicht ein schaftlichen Aufschwunges, befindet: in weiterer Erwägung, daß ein Theil der Arbeitgeber ständig be- ständigen Behörden nachgesucht, Berliner Omnibusgesellschaft die Genehmigung der zu- gerichtete Laternen werden nun bald auch diesem Plaße eine ausDie Aktiengesellschaft reichende Beleuchtung verschaffen, mit welcher es im Norden Berlins strebt ist, die Lohnverhältnisse noch mehr zu verschlechtern, um billiger Siemens u. Halste hat jetzt der städtischen Verkehrsdeputation im allgemeinen nicht besonders glänzend bestellt ist. Bielleicht wird produziren zu können, und dem Polizeipräsidium einen Entwurf zu der von der Stadt be- in gleicher Weise später an anderen Stellen das dunkle Berlin etwas ersucht die Filiale Köln die Generalversammlung, den Vereins- willigten Verlängerung der elektrischen Straßenbahn Christiania- aufgeklärt. vorstand zu beauftragen: Straße Oranienburgerstraße und Artilleriestraßen- Ecke durch die Verschwunden ist seit Donnerstag voriger Woche das zwanzig 1. die Agitation unter den uns noch fernstehenden Berufs- Artilleriestraße über die Ebertsbrücke durch die umgestaltete Jahre alte Dienstmädchen Louise Brachvogel, das in der Linkstraße angehörigen intensiver betreiben zu wollen, Stallstraße( verlängerte Universitätstraße)- Georgenstraße- Prinz Nr. 28 bei Frau Ewald, geb. Hassold, seit September v. J. in 2. eine genaue Erhebung über die in den einzelnen Branchen be- Louis Ferdinandstraße und Charlottenstraße bis zur Mittelstraße Stellung war. Das Mädchen besorgte alle Einkäufe für den Hausstehenden Zustände vorzunehmen, die die Grundlage für ein einheit mit der Bitte überreicht zum Bau und Betriebe der halt und legte auch das Geld dafür aus. Frau Ewald glaubte nun, liches Handeln abgeben soll, dessen Ziel die Erreichung eines Minimal- fraglichen Verlängerung die Genehmigung zu ertheilen. Der baß es sie übervortheile, indem es ihr mehr als die bezahlten Preise lohnes und eines den heutigen Produktionsverhältnissen angepaßten Fahrpreis für die ganze ganze Linie Christianiastraße( Gesund- anrechne, und ging bei den Geschäftsleuten herum, um sich Marimal- Arbeitstages in denjenigen Branchen unseres Gewerbes ist, brunnen)-Mittelstraße foll 10 Pfennige betragen. Die zu vergewissern. Alle aber mußten ihr den Verdacht als wo die Möglichkeit der Durchführung vorhanden ist, wie bei Seiden- Große Berliner Straßenbahn hat sich dem Magistrat durchaus unbegründet bezeichnen; das Mädchen hatte hutmacherei und Wollarbeitern." von Schöneberg gegenüber bereit erklärt, den Ausbau der für die wiederverlangt, was es wirklich ausgelegt hat. Die grundlos In einer weiteren angenommenen Resolution wird der Vereins- Entwickelung Schönebergs wichtigen Linie Schöneberger Ufer Verdächtigte erfuhr von diesen Nachforschungen, war sehr empört vorstand beauftragt, geeignete Schritte zur Besserung der Lohn- Genthinerstraße- Biethenstraße mit thunlichster Beschleunigung aus und stellte am Donnerstag Vormittag Frau Ewald zur Rede. Nach verhältnisse in denjenigen Orten der Seidenhut- Branche einzuleiten, zuführen. Der Schöneberger Magistrat hat infolge deffen an die einer heftigen Auseinandersetzung ging fie mittags weg und iſt ſeit wo dieselben am ungünstigsten sind und dadurch die Basis für Ein- städtische Verkehrsdeputation das Ersuchen gerichtet, der Gesellschaft dem nicht wieder zum Vorschein gekommen. Auch ihre Sachen hat führung eines allgemeinen Minimal- Lohntarifs zu schaffen. Der Vater, ein Beamter aus der Provinz, Zweds Durchführung dieser Resolutionen wurde für jede Branche bie Genehmigung zur Benutzung der in Frage kommenden Straßen fie nicht abbolen laffen. und zur Ausführung des Baues baldigst ertheilen zu wollen. war am Sonnabend hier, mußte aber unverrichteter Sache wieder ein Vorort gewählt, deſſen Aufgabe iſt: ſtatiſtiſches Material zu Wie die Unternehmer ihren Patriotismus anzubringen heimfahren; auch seine Nachforschungen hatten keinen Erfolg. Die sammeln und zu sichten, sowie die Agitation selbstthätig zu treiben suchen. Von gewerkschaftlicher Seite schreibt man ums: Am 29. Juni Vermißte ist mittelgroß, hat dunkelbraunes Haar und ein blasses und zu fördern. Inbezug auf das Fachblatt Korrespondent" wurde der Wunsch gab die Seifenfabrit R. Hermann in der Zoffenerstraße ein Nicht Gesicht und trägt eine helle Blouse, einen rothbraunen Rock und ausgesprochen, daß der unterhaltende Theil mehr berücksichtigt werden fest, da der Erweiterungsbau des Fabritgebäudes entsprechend einen braunen Hut. fertig gestellt war. Die Firma hatte den Einfall, den ArBei der Arbeit tödtlich verunglückt ist am Montag Abend solle. Eine unt 7 Uhr der 38 Jahre alte Kutscher Karl Zimmermann, der bei Die Beziehungen zur Generalfommiffion sowie zu dem inter- beitern hierbei so patriotisch wie möglich zu kommen. nationalen Hutmacherverband werden ferner aufrecht erhalten. Die Dragonerkapelle mußte bei dem Feste die Musik machen. Die An- dem Fuhrherrn Reh in der Scharnhorststraße 17 seit 8 Jahren in aber die wesenden erhielten Liederbücher des- Jünglingsvereins zugetheilt, Stellung war. Er hatte auf dem Hamburger Güterbahnhof Eiſenitalienischen und französischen Gesellschaften sollen 1. Juli 1899 eine bessere Regelung der Reiseunterstützung vor- und die ersten Chorgesänge, die angeſtimmt wurden, lauteten: platten auszuladen. Hierbei trat er fehl und fiel rüdlings so unnehmen, andernfalls wird die Gegenseitigkeit hinsichtlich der Reise- Deutschland, Deutschland über Alles" und" Heil dir im Sieger- glücklich aus dem Wagen heraus, daß er mit dem Kopfe gegen nehmen, andernfalls wird die Gegenseitigkeit hinsichtlich der Reise- franz". Dann gab es wohl ein Dutzend mehr oder minder patriotischer einen eisernen Beschlag anschlug. Ein Schädelbruch mit Gehirnunterstügung mit diesen Ländern aufgehoben. Nach Erledigung der eingegangenen Gesuche und Beschwerden Hochrufe, wobei die Arbeiter besonders aufgefordert wurden, sich von verletzung führte sofort zum Tode. und der Beschlußfassung, die nächste Generalversammlung in Braun- den Plätzen zu erheben. Nachdem das Hochrufen erledigt war, Von einem Ringbahn- Zuge überfahren und getödtet wurde ließ die Kapelle ein Fanfarengeschmetter los. Bei diesen Unterschweig abzuhalten, wurde die Generalversammlung mit einem drei- haltungen war es mittlerweile 8 Uhr geworden, und nun wurde den gestern Vormittag ein bisher noch unbekannter Mann, welcher fachen Hoch auf den Unterstützungsverein geschlossen. Bauarbeitern wie auch den Arbeitern der Fabrik bedeutet, daß es für zwischen den Stationen Jungfernhaide und Beusselstraße jedenfalls in selbstmörderischer Absicht aus dem Zuge gesprungen war. Hierbei sie Zeit sei, nach Hause zu gehen. Zum Schluß aber hatten sie noch gerieth er so unglücklich unter die Räder eines von der anderen " Ich hab' mich ergeben" zu singen. Sowie die Arbeiter weg waren, jezten die Honoratioren in dem großartig illuminirten Garten Seise heranbraufenden Zuges, daß der Tod auf der Stelle eintrat. die Feier auf ihre Weise bei Konzert fort. Mit welchen Gefühlen Selbstmord im Dienste. Am Dienstag früh hat sich der die Mehrzahl der Arbeiter dem Trubel folgten, brauchen wir wohl 45 Jahre alte Privat- Nachtwächter Albert Schenderlein aus der nicht erst darzulegen. Tempelherrnstr. 12 im Dienste auf der Straße erschossen. Schender Auch ein Nothstand. Die Arbeitslosigkeit, dieses Schreckens- lein gehörte dem Institut der Privatwächter an, das sich nach der gespenst der arbeitenden Klassen, ergreift immer weitere Streise und Auflösung der städtischen Nachtwache gebildet hat und hatte in der hat jetzt bereits Gebiete mit ihrem grauen Elend überschattet, welche Nostiz- und Gneisenaustraße zu schließen. Schon seit längerer Zeit man so lange für immun" gehalten hat, auf denen stets eine emfige war er leidend, im März und April hatte er einen Blutsturz. Bon Thätigkeit geherrscht hat. Es wird nämlich über Arbeitslosigkeit Tag zu Tag wurde er schwermüthiger und nervöser. Montag Abend geklagt seitens derjenigen Architekten, deren Spezialfach- Sir dhe n- hatte der Kranke wieder einen heftigen Anfall. Gegen 3 Uhr früh bauten bilden. So hat, wie glaubhaft versichert wird, der Ge- hörten Schutzmänner in der Gneisenaustraße einen Schuß fallen. heime Baurath Orth, der gepriesene Schöpfer so manchen„ Gottes- Sie forschten nach und fanden Schenderlein erschossen vor. Sein Revolver lag neben ihm. hauses", augenblicklich nicht einen Kirchenbau auszuführen. Nun, dem Manne wird wohl bald geholfen werden. Es wird sich wohl noch ein freies Fleckchen Erde, auf dem noch keine Stirche oder Kapelle steht, auftreiben lassen. Der Arbeitslosigkeit der Kirchenarchitekten dürfte jedenfalls früher abgeholfen werden, als derjenigen des arbeitenden Boltes. Tokales. bis Den Vorstandsmitgliedern des Wahlvereins für den sechsten Berliner Wahlkreis zur Kenntniß, daß sich Umstände halber eine sofortige Vorstandssigung nöthig macht, welche heute Abend pünktlich 9 Uhr bei Franz Gleinert stattfindet. Präzises Erscheinen ist erforderlich. Der Vorsitzende. = Mit welchen Mitteln die Freifinnigen im zweiten Berliner Wahlkreise für die Freiheit und Geheimhaltung der Wahl eintraten, dafür noch ein Beispiel. Jm 107. Wahlbezirk wies der freisinnige Wahlvorsteher, der Schultommissions Borsteher Stellvertreter Schwarz, Yorkstraße wohnhaft, jeden Stimmzettel zurück, der mehr als einmal( in der Mitte) zu fammengelegt war. Natürlich faßten viele Wähler, besonders Beamte, Pferdebahnkutscher, Arbeiter, dies als Gefährdung des Wahl geheimnisses auf, und da der Wahlvorsteher diesen seinen Entschluß auch den Stimmzettel- Vertheilern vor dem Wahllokal zur Kenntnißgabe an die erscheinenden Wähler mittheilen ließ, so ist der Ums Der Abbruch des alten Reichstagsgebäudes in der Leipstand, daß in diesem Wahllokal über 300 Wähler ihre Stimme zigerstraße, mit welchem bereits am 1. Juli begonnen werden sollte, nicht abgeben, nicht weiter auffallend. ist bis auf weiteres verschoben worden, da noch kein Beschluß vor Natürlich ließen die Sozialdemokraten dieses völlig unliegt, welchem Unternehmer die Abbrucharbeiten übertragen werden gesetzliche Verhalten des freisinnigen Wahlvorstehers sich sollen. Das Gebäude selbst ist jedoch schon vollständig geräumt. nicht widerspruchslos gefallen; aber alle Einwendungen blieben erfolg Auf dem Grundstücke des alten Reichstagsgebäudes soll bekanntlich los, bis Genosse Fischer dem Wahlvorsteher erklärte, er werde jeden das neue Herrenhaus errichtet werden. Erflärung ab, daß er nunmehr jeden auch mehrfach geArbeiterrifiko. In der Steindruckerei von Bierbach in der Urbanstraße kam der Steindruckerlehrling Paul Meißner mit seinem Arbeitsanzuge der Antriebswelle einer Tritthebelpresse zu nahe. Er wurde von der Welle erfaßt und mehrmals herumgeschleudert. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde Meißner nach der Unfallstation I gebracht. " Der Kellner Hermann Frank, Barnimstraße 13, ersucht uns um Veröffentlichung der Mittheilung, daß er mit der in Nr. 153 des Vorwärts" unter der Spigmarte Mißglückter Mordversuch" erwähnten Person gleichen Namens nicht identisch ist. " Ein größerer Ladenbrand rief die Feuerwehr gestern gegen 6 Uhr nach Mohrenstr. 60. Hier war aus noch nicht ermittelter Wähler auffordern, diesem ungesetzlichen Verlangen sich nicht zu Nobleffe. Uns wird berichtet: Auf dem städtischen Wasser- Ursache in dem Lugus- Delikatessengeschäft der Firma Grunewald fügen. Als Fischer diese Drohung wahrmachte und jeden werf in Lichtenberg werden etwa 50 Arbeiter beschäftigt, welche Feuer ausgebrochen, das sich vom Verkaufsladen schnell auf die daerscheinenden Wähler aufforderte, den Bettel nicht auf zufalzen, sondern ihn so gefaltet, wie er es für gut halte, am 16. Juni einen halben Tag zur Ausübung ihres Wahlrechts be- neben liegende Backfammer ausdehnte und dort an Holzwolle Kisten zufalzen, sondern ihn so gefaltet, wie er es für gut halte, willigt erhielten. Am 2. Juli war Lohntag, und nun wurde jedem und Körben reichliche Nahrung fand. Obgleich zug 19 rajch zur abzugeben, mußte Herr Schwarz, da er sich weiter keinen Arbeiter für die versäumte Zeit der Betrag von 1 M. 92 Pf. vom Stelle war und unausgesetzt Waffer gab, brannten doch beide Räume Rath wußte, nachgeben. Er gab auch öffentlich die Lohne gekürzt. Nicht alle städtischen Verwaltungen stellten eine so total aus. Auch wurde die Decke start in Mitleidenschaft gezogen. falzten Wahlzettel anstandslos abnehmen werde und ließ die Stimm- genaue Rechnung auf. So haben die Arbeiter, welche auf dem Vieh- Der Schaden ist sehr beträchtlich, aber durch Versicherung gedeckt. Feuerbericht. Montag Abend 91/2 Uhr ging Jerusalemer zettel- Vertheiler von diesem seinem geänderten Entschluß benach- hofe beschäftigt find, ebenfalls die zur Ausübung des Wahlrechts zettel- Vertheiler von diesem seinem geänderten Entschluß benach erforderliche Zeit bewilligt erhalten, ohne daß ihnen die versäumten straße 52 eine Kiste mit Schuhwaaren in Flammen auf. richtigen, worauf der zur Ueberwachung der Wahlhandlung herbei Stunden vom Lohne abgezogen wurden. Wäre es nicht möglich, Dienstag Nachmittag i Uhr entstand Joachimstraße 13 bein gerufene Genoffe Fischer sich entfernte. Bald darauf kehrte der frei baß jetzt noch eine generelle Anweisung gegeben würde, den städtischen Ladkochen ein Kellerbrand, der den Naum sehr verfinnige Wahlvorsteher im Gegenfab zu feinem gearbeitern in Lichtenberg die 1 m. 92 Bf. wieder zurückzuzahlen? Um 4 1hr qualmte, aber schnell abgelöscht werden konnte. gebenen Worte! zur alten Praxis zurück, trotzdem ihm Das Polizeipräsidium theilt mit: Bei der chemischen Unter- brannte Weberstraße 24 ein Posten Papier hinter dem Ofen. Biese als Einschüchterung der Wähler charakterisirt worden war, und blieb bei seinem gefezwidrigen Verhalten bis fuchung von Milchproben ist neuerdings wiederholt festgestellt worden, Kurz darauf war Bandelstraße 5 ein Küchenbrand zu bes zum Schluß der Wahlhandlung. Ob er aus eigenem Antrieb daß die Milch durch hineinwerfen von Eisst fidchen gefühlt feitigen, der Küchengeräthe und Brennmaterialien zerstörte. Bald oder auf Informationen hin seinem gegebenen Worte wieder ent- worden ist. Die betheiligten Kreise werden darauf aufmerksam ge- nach 5 Uhr brannte Winterfeldtstraße 32 die Balkenlage gegenzuhandeln beschloß, tönnen wir natürlich nicht entscheiden: macht, daß das in Berlin zu wirthschaftlichen Zwecken in den unter der Kochmaschine. Eine Stunde später wurden Koblants Thatsache bleibt und über die Folgen wird die Wahlprüfungs- Handel kommende Eis, wie schon in der Bekanntmachung vom straße 18 verschiedene Möbel eingeäschert. kommission den Herrn Wahlvorsteher belehren-daß über 24. Mai dieses Jahres hervorgehoben, selbst bei gutem Aussehen in 300 Wähler dieser Art der Stimmabgabe sich entzogen. Zur Zeit, als der Berliner Freifinn noch alleinherrschend war, waren derartige Brattifen gang und gäbe, heute aber dürfte -wenn auch mit saurer Miene sogar Herr Richter sie nicht mehr vertheidigen. Aus den Nachbarorten. Die Gemeindevertretung von Neu- Weißensee hat jetzt den Vertrag mit dem Zweigverein Berlin des Vaterländischen Frauenvereins wegen Errichtung eines Krankenhauses endgiltig genehmigt. Die Gemeinde stellt dem Verein ein acht Morgen großes Gelände unentgeltlich zur Verfügung. Der Verein verpflichtet sich dagegen, auf diesem Baugrunde das Krankenhaus zu errichten und dafür mindestens die Summe von 160 000 M. aufzuwenden. ihrer Entwickelungsfähigkeit nicht veränderte, gesundheitsgefährliche Kleinwesen enthält und daß der Genuß von Getränken und anderen Nahrungsmitteln, welche in der vorerwähnten Weise init Eis gekühlt sind, gesundheitsgefährlich sein kann. Außerdem wird jede durch Stückchen Eis gefühlte Milch als gewässert angesehen und gegen Eine wichtige Neuerung für Radfahrer. Die„ Berliner Personen, welche derartige Mittel feilhalten auf grund des Nahrungsmittelgeseges bezw. der Polizeiverordnung betreffend den VerBolitischen Nachrichten" bringen die folgenden für Radfahrer wichtigen tehr mit frischer Kuhmilch vom 6. Juli 1887 eingeschritten werden. Mittheilungen: Wegen der mancherlei Unzuträglichkeiten, die mit der bisherigen Beförderung der Fahrräder durch die Eisenbahnen ver Aus der herrlichsten der Welten. Am 21. v. M. zog in der Schöneberg. In der gestrigen Stadtverordnetensißung in Schönes bunden waren, werde beabsichtigt, für die Abfertigung und Verladung Bappel- Allee 8 eine Frau Schulz mit zwei Töchtern, Anna und unverpackter einsigiger Bweiräder- es find das etwa 90 pet. aller auf den Bertha, im Alter von 13 und 12 Jahren zu. Die Frau trennte sich berg stellten die beiden Bürgermeister Wilde und Dr. Gerhardt fest, Eisenbahnen gefahrenen Räder- im Binnenverkehre der preußischen vor einigen Jahren von ihrem Manne, weil er ein Trunkenbold daß der Abfindungsbeschluß der alten Gemeindevertretung rechtsgiltig Staatsbahnen andere Vorschriften zu erlassen. Hiernach erfolgt war, unb ernährt sich und ihre Kinder durch einen Obsthandel im erfolgt sei und daß die beiden Schöffen Hewald und Weiß die Abfindungss die Abfertigung nicht mehr an den Gepäckabfertigungs- Stellen, fon- Umherziehen. Die Kinder waren vom frühen Morgen bis zum fumme rechtmäßig ausgezahlt hätten. Sie beantragten, daß von einer dern in einfacher Weise an den Gepäckwagen der Züge durch späten Abend sich selbst überlassen. Sie behaupten auch, von Weiterverfolgung der Beschwerden gegen die Abfindung wegen Aussichtsdie Badmeister. Die Radfahrer haben ihre Näder an die der Mutter wiederholt zum Betteln ausgeschickt worden losigkeit Abstand genommen werde, daß aber die Versammlung ihr Seitdem bei Ankunft daselbst abzuholen. zu sein. die beiden Mädchen in der Pappel- lebhaftes Badwagen zu bringen und in der Pappel- lebhaftes Bedauern über die verlegende Rücksichtslosigkeit" Auf Unterwegsstationen beim Wechsel des Packwagens hat der Rad- Allee wohnten, besuchten sie teine Schule mehr, sondern trieben ausspreche, mit der in einer das Interesse der Stadt beeinträchtigenden fahrer gleichfalls sein Rad aus dem einen in den anderen Gepäck- sich den ganzen Tag mit den kleineren Kindern der Nachbars- Angelegenheit gegen den Einspruch der Stadtverordneten verfahren wagen zu bringen. Für die Beförderung der Räder ist eine Fahrrad- leute auf dem Hof und auf der Straße herum. Die Polizei erhielt fei. Die Versammlung beschloß mit großer Mehrheit nach dem Anden Fahrkartenschaltern zu lösen, die im ganzen von der Schulverfäumniß Kenntniß und ein Kriminalbeamter holte trage. Inzwischen ist Herr Schmock als Gemeindevorsteher von Gebiet der preußischen Staatsbahnen für jede Entfernung die Kinder am Sonnabend vom Hofe weg zur Revierwache. Hier Treptow bestätigt worden. 50 Pf. toftet. Diese ist dem Padmeister abzugeben, der dagegen eine stellte sich heraus, daß beide auf das schwerste mit der Kräße be Marte aushändigt und eine gleiche Marte am Fahrrad befestigt. haftet sind. Nach einer genauen ärztlichen Untersuchung ließ die Gegen Rückgabe der Marke wird das Fahrrad ausgeliefert. Polizei fie fofort in ein Krankenhaus bringen. Die Wohnung wurde Die Beförderung unverpackter einjiziger Zweiräder in Schnellzügen polizeilich geschlossen; Frau Schulz erhielt im selben Hause ein neues findet grundsäglich nicht mehr statt. Die neuen Bestimmungen, Quartier, bis das alte gründlich desinfizirt ist. die von den Eisenbahnen demnächst veröffentlicht werden, sollen am 1. September d. J. in traft treten. farte an Das Ausscheiden Schönebergs and dem Kreise Teltow stößt bekanntlich auf große Schwierigkeiten. Der Kreisausschuß verlangt, daß Schöneberg 1 500 600 M. von den Kreisschulden und einen jährlichen Chauffeebau- Beitrag von 30 000 m. übernehmen Die soll, der, für 25 Jahre fapitalisirt, 750 000 M. erforderte. Das Komitee für Ferien- Kolonien hat das Ersuchen an die Stadt hingegen berechnet ihren Schuldenantheil auf höchstens eine städtische Schuldeputation gerichtet, diejenigen Kinder, welche im Million und den Chausseebeitrag auf 3000 m. Außerdem möchte Die Radfahrer Rüpeleien, von denen mehrfach zu berichten Juli in Seebäder entsandt werden, einige Tage vor den Ferien vom die Stadt bereits am 1. Oktober dieses Jahres ausscheiden, während Die städtische Schuldeputation hat der Kreisausschuß den 1. April 1899 angesetzt hat. Die Stadtwar, scheinen im Verein mit dem Wehegeschrei des jeder Neuerung Schulbesuche zu beurlauben. abholden Philifteriums auf die Polizeibehörde eingewirkt zu haben. dieses Gesuch genehmigt und sämmtliche Sektoren der hiesigen verordneten- Versammlung hat gestern ihre Wünsche formulirt und ivar Mit Fem Magisivat namentlich auf den früheren Termin der Ausscheidung] v. Stumm eine Geldstrafe von 300 M. auferlegt, tole folgt daffelbe ungiltig sei, denn es lautete auf die Vorstellung au dringen empfohlen. begründet: Die vier Behauptungen des Freiherrn vom Abende vorher. N. mußte das Theater wieder verlassen. Er Ein Eisenbahnunfall ereignete fich gestern Morgen auf dem v. Stumm find an sich beleidigend. Es wird Stöcker wandte sich an den vor der Ausgangsthür stehenden Schuhmann, Bahnhofe in Friedrichsfelde. Dort steht des Nachts über auf vorgeworfen, daß er von den Verbrechen Hammerstein's ge- bem es noch gelang, den Angeklagten, der die Flucht ergreifen wollte, einem todten Geleiſe der Zug, welcher am anderen Morgen von wußt und dennoch denselben bei der Flucht unterstützt habe. Auch einzuholen und festzunehmen. Der Staatsanwalt wollte jetzt ten Friedrichsfelde nach Lichtenberg fährt, dort die zahlreichen Fabrik- und die weitere Behauptung von der Hochstehenden Dame, die nach der vielfach wegen Betruges vorbestraften Angeklagten mit einem Jahre sonstigen Arbeiter, die in Berlin beschäftigt find, abholt und sodann Aussage Stumm's Stöder fallen ließ, weil er die Unwahrheit sage, Buchthaus und 150 MW. Geldstrafe bestraft wissen, der Gerichtshof über Friedrichsfelde nach Berlin fährt. Das todte Geleise ist am Ende durch ist geeignet, Stöder tief zu verlegen; sie fällt darum umso schwerer billigte ihm aber noch einmal mildernde Umstände zu und beließ es einen schweren, gut versteiften Prellbock abgeschlossen. Gestern Morgen ins Gewicht, weil sie gegen einen Verkündiger des Wortes bei einer Gefängnißstrafe von neun Monaten. Es wurde aber fuhr der Zug fahrplanmäßig nach Lichtenberg hinaus und kehrte nach Gottes gerichtet ist. Nicht minder tränkend für den Kläger ist die sofortige Bechaftung des Verurtheilten angeordnet. einiger Zeit nach Friedrichsfelde zurück. Hier hatte der die Weiche der Vorwurf der Feigheit, der ihn mit der Behauptung Es regnete förmlich Zuchthausstrafen in einer Verhandlung, bedienende Hilfsbeamte vergessen, die Weiche umzustellen. Der Bug trifft, er flage nicht aus Furcht vor der Oeffentlichkeit. Die welche gestern vor der 2. Straffammer des Landgerichts I stattfand. fuhr deshalb statt auf dem nach Berlin führenden Geleise auf dem zweite Frage ist, ob man dem Angeklagten den Schutz des Auf der Anklagebant befand sich eine aus acht Köpfen bestehende todten Geleise, welches er eben verlassen hatte, in voller Fahr-$ 193 zubilligen müsse. Der Angeklagte hält die christlich- Diebes- und Hehlerbande, welche ihrer Gefährlichkeit wegen inter geschwindigkeit in den Bahnhof ein. Zum Unglüd mußte der soziale Bewegung für sehr gefährlich, und wenn er seine Wähler besonderen Vorsichtsmaßregeln aus der Untersuchungshaft vorLokomotivführer, als er einfuhr, Dampf auslassen, da der Keffel zu und Arbeiter zusammenruft, um sie auf die vermeintliche Gefahr geführt worden war. Das Haupt der Diebesbande hohe Spannung hatte. Er konnte deshalb nicht sehen, daß er auf aufmerksam zu machen, so steht ihm das Gesetz zur Seite. Er der Buchdrucker Otto Charles, welcher in den ein falsches Geleise gerathen war, und so bremste er auch nicht. konnte dabei auch die gegnerischen Führer fritisiren, aber angeklagten Musiker Hermann Charles, Komiker Leopold Die Maschine stieß mit großer Wucht auf den Prellbock, wurde aus nicht ohne Einschränkung. Es durfte sehr wohl, allerdings e venich, Arbeiter Oskar Jensch und Schlächter Konrad dem Geleise gehoben und zur Seite geschleudert, ohne Willfür, eine Charakterisirung Stöcker's als Partei Tost würdige Kumpane gefunden hatte. Diese fünf Personen wo sie sich in das Erdreich einbohrte. Maschinist und Heizer wurden führers gegeben werden, aber die beleidigenden Aeußerungen beziehen haben den Norden Berlins längere Zeit hindurch unsicher gemacht. herabgeschleudert. Der hinter dem Tender laufende Schutzwagen wurde sich nicht auf den Politiker, sondern auf den Pri batmann. Sie gehörten zu den sogenannten Sonntagnachmittags- Dieben und vollständig zertrümmert. Wunderbarerweise erlitten zwei im letzten Ab- Sie stehen also nicht im ursächlichen Zusammenhang mit der Wahr- gingen in der Weise vor, daß einer von ihnen sich durch mehrfaches theil dieses Wagens ſizende Beamte nur leichte Quetschwunden. Auch die nehmung des zu vertheidigenden Rechtes des Freiherrn v. Stumm, vergebliches Klingeln an der zu bestehlenen Wohnung davon überzeugen nächsten Wagen wurden stark beschädigt. Die Insassen, meistens sondern befinden sich dazu in gar keiner oder lofer Beziehung. Infolge mußte, daß niemand zu Hause war. Nachdem dies geschehen, Fabrikarbeiterinnen, wurden nur arg durcheinander geworfen. Der dessen ist die Inanspruchnahme von§ 198 nicht angebracht." In mußten die Einbrecher mit Dietrichen, Nachschlüsseln und anderem Berkehr war anderthalb Stunden gestört. Dem Maschinisten drang der Urtheilsbegründung des Prozesses Stöder Schwuchow Diebesgeräth so geschickt zu arbeiten, daß ihnen selten eine Thür ein Holzstück in die Hüfte, der Heizer erlitt Kontufionen. heißt es: Entgegen der Auffassung des ersten Richters ist das oder ein Behälter widerstand. Kamen die Ausflügler nach gebenden Einfluß auf das„ Volt" besessen habe. Es muß vielmehr des Mitnehmens werth war, hatten die Diebe fortgeschleppt. Richterkollegium nicht überzeugt worden, daß Stöcker einen maß- Sause, so bot sich ihnen eine traurige Ueberraschung. Was nur nach den Aussagen der Herren von Gerlach, Oberwinder und des Besonders auf Bettzeug hatten dieselben es abgesehen. Die Besizers des„ Volt", Regierungsaffessor Pressins, dahin erachtet werden, Frechheit der Angeklagten ging in einigen Fällen so weit, daß sie daß die Behauptung Stöcker's in der Tonhallen- Versammlung, er besitze eine Droschte annahmen, um die Beute fortzuschaffen. Einer der teinen maßgebenden Einfluß auf das„ Volt", auf Wahrheit beruhe. Bestohlenen, ein Musiklehrer, schilderte thränenden Auges, in Ferner ist der Scheiterhaufenbrief anders beurtheilt welchem Zustande er seine Wohnung gefunden, als er mit seiner worden wie vom Amtsgericht. Der Privatkläger erklärt ihn dahin, Familie von einem Spaziergange zurückkehrte. Auf dem Pianino daß er bei der Abfassung des Schreibens das Ziel verfolgt habe, habe ein scharfes und spitzes Küchenmesser gelegent, welches die jene Punkte besonders in der Kreuz- Zeitung" zu betonen, in denen Diebe aus der Küche geholt und augenscheinlich bereit gelegt fich feine Partei mit dem Kaiser eins gewußt habe. Die hatten, um es im Falle einer Ueberrumpelung zu gebrauchen. Der Gestaltung des Verhältnisses zwischen Kaiser und Kanzler sei Berth' des gestohlenen Gutes berechnet sich nach Tausenden. Ein thatsächlich unberührt gelassen worden. Stöcker habe, wie er Theil desselben wurde zu den„ Bräuten" der ersten drei Angeklagten, selbst behauptet, die Verdienste des Fürsten in der äußeren Politik den unverehelichten Pauline Miller, Eva Rzarak und Emma Buffetier und Gewerbegericht. Einen Rechtsstreit, bei dem stets und gern anerkannt. Diese Aufstellungen des Klägers konnte Schwitt gebracht, weshalb diese sich wegen Hehlerei zu verantworten die Zuständigkeitsfrage eine große Rolle spielte, hat un- nicht widerlegt werden." hatten. Der Gerichtshof verurtheilte Otto Charles zu zehn, Hermann längst das Gewerbegericht erledigt. Der Restaurateur Heinze Geschäftspatriotismus mit Hindernissen. Vor der Handels- Charles au vier, Revenich zu fünf, Toft zu drei und Jensch hatte dem Buffetier Bed bei seinem Abgange am 13. November fammer des Landgerichts 1 gelangte gestern ein interessanter rivat- zu zwei Jahren 1 Monat 3uchthaus, Chrverlust und 1897 100 Mark von der Kaution und 11 Mart Lohn vor- prozeß zur Verhandlung. Eine hiesige größere Firma hatte bei Polizeiaufsicht. Die Nzarak wurde zu neun, die Müller zu zwei enthalten. As Pfand für den Kautionstheil hatte Beck einen einem Fabrikanten von elektrischen Beleuchtungskörpern Monaten Gefängniß verurtheilt, die Schwitt wurde freigesprochen. Gastautionsschein erhalten. Beck wandte sich alt das Wilhelms II. Geburtstag einen Apparat bestellt, welcher zu Gewergericht, unt dort seine Forderung an Heinze geltend Illuminationszwecken dienen follte. Er bestand aus einer zu machen. Das Gewerbegericht wies den Kläger wegen großen drehbaren mit vielen verschiedenfarbigen Glüh Unzuständigkeit an die ordentlichen Gerichte. Hier ging es ihm nicht förpern besetzten Scheibe. Die Drehung der Scheibe sollte Der Tegeler See hat am Sonntag wieder ein Opfer gefordert. Der Kolonnenführer der Geschützgießerei in Spandau, Rehm, der in Tegelort mit seiner Familie eine Sommerwohnung bezogen hatte, und der Techniker Häubler, Sohn eines Ingenieurs von Siemens u. Halste, fuhren in einem Segelboot, das Eigenthum des letzteren war. Infolge eines Fehlgriffs beim Handhaben des Segels brachte ein Windstoß das Boot bei der Liebesinsel zum Kentern und Rehm, der nicht einmal schwimmen konnte, ertrant. Sein Gefährte wurde von einem anderen Boot aufgenommen und gerettet. Soziale Rechtspflege. = Versammlungen. besser. Das Landgericht als Berufungsinstanz wies ihn ebenfalls durch einen hinter ihr angebrachten, dem Publikum unsicht wegen Unzuständigkeit ab und erklärte das Gewerbegericht für die baren Motor bewirkt werden. Als die Scheibe an dem betreffenden letzten Freitag Fräulein elene Simon in sehr interessanter Im fozialwiffenschaftlichen Studentenverein sprach am zuständige Stelle. Nunmehr versuchte Kläger fein Heil wieder Abend angebracht war, stellte sich heraus, daß sie alle Augenblicke und anregender Weise über die Geschichte der englischen Genoffenbeim Gewerbegericht und erzielte auch, daß ihm jetzt die Klage- stehen blieb. Auf grund der Beschwerde sandte der Fabrikant einen schaftsbewegung. Es war das nach vielen Semestern der erste Vorforderung zugesprochen wurde. Der Kläger wollte aber auch die nicht seiner Angestellten, um die Ursache des Fehlers zu ermitteln und trag, den eine Frau mit Genehmigung des Rektors hiesiger Universität geringen Kosten, die durch das Verfahren bei den ordentlichen Gerichten Abhilfe zu schaffen. Der Angestellte erklärte, daß der Motor zu schwach in einem Studentenverein halten konnte. Die Referentin sieht die erstanden, ersetzt haben. Mit diesem Verlangen wurde er abgewiesen. sei, um die Scheibe zu drehen. Er beauftragte einen Mann, durch Wiege der Genossenschaftsbewegung der ganzen Welt in England. Gewerberichter Krause bemerkte, der Beklagte brauche nicht für den Handarbeit die Drehung der Scheibe zu bewirken. Nun zeigte sich Dort sind die Genossenschaften reine Arbeitervereine: von Arbeitern Verlust aufkommen, den Kläger dadurch erlitt, daß er den Fehler aber, daß Kopf und Arm des Mannes bei jeder Umdrehung dem ins Leben gerufen und von Arbeitern zu einer Höhe erbeging, bei dem unzuständigen Amtsgericht zu klagen. Das mag Publikum sichtbar wurden. Es machte dies einen so komischen Eindruck, hoben, daß man heute mit Fug und Recht von einem richtig sein; aber hat nicht erst das Gewerbegericht den Kläger zu daß die Zuschauer lachten und es an spöttischen und höhnischen genossenschaftlichen Staat im Staate ſprechen kann. Jen jenem Fehler gezwungen? Wie wäre es, wenn das Gewerbe- Bemerkungen nicht fehlen ließen, Die Firma zog es vor, von der seits des Kanals finden sich finden sich alle Arten der Genossengericht für die fraglichen Kosten auffäme? Der Haupterfolg des Umdrehung der Scheibe Abstand zu nehmen. Nun weigerte sich die schaften vertreten: Die Konsum- und Produktiv- Genossenschaften, Rechtsstreites und seines Irrgangs über die ordentlichen Gerichte ist, Bestellerin, den vereinbarten Preis von 450 M. zu zahlen, worauf sowie die kleineren, weniger bedeutungsvollen Organisationen daß nunmehr endgiltig die Zuständigkeit des Gewerbe der Lieferant klagbar wurde. Der Vertreter der beklagten Firma, der Bolts- Konsumvereine, welch letztere im Gegensatz zu den ersteren gerichts für die meisten Klagen der Buffetiers aus ihren Rechtsanwalt Dr. Werthauer, führte im Termin aus, daß der Auf- vorzugsweise die tiefsten Schichten der Bevölkerung organisiren Bertragsverhältnissen zu den Restaurateuren fest steht und daß die trag nicht so ausgeführt sei, wie er geschehen sollte. Die Bestellerin wollen. Als die Konsumvereine immer zahlreicher wurden, traten Buffetiers nicht mehr ganz allgemein als selbständige habe anstatt Ehre nur Spott geerntet und deshalb könne der Kläger sie zusammen und bildeten Großhandelsgesellschaften. Theils wurden Unternehmer" behandelt werden können. für eine mangelhafte Leistung auch nicht den vereinbarten Preis fie auch produktiv thätig, indem sie die von ihnen gebrauchten Unzulänglicher Lehrvertrag. Der Fahrradfabrikant Seelig beanspruchen. Das Gericht trat diesen Ausführungen bei und ver- Waaren in eigenen Wertstätten Herstellen ließen. Die Angestellten hatte mit dem Vormund des jugendlichen 2. einen Lehrvertrag ab urtheilte die beklagte Firma zur Zahlung von 200 W. und wies im der Geschäfte haben als solche feinen Antheil am Gewinn, sondern geschlossen, wonach W. bei Seelig die Schlosserei erlernen sollte. übrigen den Kläger kostenpflichtig ab. mur in ihrer etwaigen Eigenschaft als Konsumvereins- Mitglieder; Nach einiger Zeit flagte der Vormund des Lehrlings gegen den Eines Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe Ordnung jedoch werden sie so gut gestellt so gut gestellt und behandelt, daß genannten Fabrikanten auf Auflösung des Lehrvertrages, indem er sollte sich der Maurer Karl Schröder schuldig gemacht haben, verschiedene Fabritinspektoren der Vortragenden gesagt haben, behauptete, 2. fei vom Lehrherrn nicht fachgemäß in der Schlosserei welcher sich deshalb vor der ersten Straffammer am Land- sie nähmen in den Fabriken der Genossenschaften überhaupt unterwiesen worden. Der Beklagte bestritt dies und bestand gericht II zu verantworten hatte. Am 7. März d. Js. feine Revisionen vor. Gleich der Gewerkschaft hat die Genossenschaft darauf, daß der Kläger die Konventionalstrafe von 100 Mart traf Schröder in der Schilling'schen Restauration Char ganze Arbeiterklassen und Massen ihrer sozialen, wirthschaftlichen zahle, die im Vertrage für für den Fall Vertrags- lottenburg mit dem Maurer Brallow zusammen, der soeben und geistigen Vereinsamung entzogen; sie hat alle Bestrebungen zur bruches vorgesehen war. Die Kammer V des Gewerbe- bei dem Maurermeister Strüger in der Wielandstraße Arbeit an- Hebung des Volksniveaus vorbereitet. Gleich der Politik erzieht sie gerichts verurtheilte indessen den Beklagten, in die Lösung des Lehr- genommen hatte. Als der Angeklagte den Brallow auf die Erfüllung den Privatmann und die Privatfrau zu Weltbürgern und macht den verhältnisses zu willigen, und wies ihn mit seiner Geldforderung ab. feiner Organisationspflichten aufmerksam machte, antwortete dieser Arbeiter mit dem Zusammenhang alles wirthschaftlichen Lebens beGewerberichter Techow führte aus, der Klage müsse schon deshalb mit beleidigenden Aeußerungen. Darauf versette ihm Schröder lannt. Freilich ist die Genossenschaft tein Altheilmittel, aber fie stattgegeben werden, weil ein schriftlicher Vertrag als nicht vor einen Schlag ins Gesicht. Die Straflammer vermochte mun nicht fann zusammen mit der gewerkschaftlichen Organisation liegend anzusehen sei. Das bemußte Formular sei nicht ordnungs- anzuerkennen, daß Schröder eine dirette Einwirtung auf den Verder viel Fruchtbares Arbeiterschutz- Gesetzgebung mäßig ausgefüllt.§ 3, der ein Lehrgeld vorfehe, sei ganz gestrichen, legten bezweckt habe, um diesen zu zwingen, an dem Bestreben zur leisten. Das Bestehen. der Genossenschaften beweist auch, während§ 11, der anführe, unter welchen Umständen das Lehrgeld Erreichung befferer Lohn- und Arbeitsbedingungen theilzunehmen. daß die Leitung der Güterhervorbringung und vertheilung wieder herausgezahlt werden müsse, vollinhaltlich stehen geblieben sei. Um solche Bestrebungen handelte es sich zur Beit nicht. Schröder nicht an den Einzelunternehmer gebunden ist, sondern sehr Bei einer folchen unzulänglichteit tönne von habe nur bezweckt, den Brallow anzutreiben, das zu thun, was er wohl von den Angestellten einer Gemeinschaft und im Interesse der einem schriftlichen Vertrage im Sinne der für nothwendig hielt.§ 153 der Gewerbe Ordnung lönne daher Gemeinschaft übernommen werden kann. Die lebhafte Diskussion, Gewerbe Ordnung nicht mehr geredet werden, nicht zur Anwendung gelangen. Jeboch liege einfache Störperverlegung die dem Vortrag folgte, drehte sich zum großen Theil um die mündliche Lehrverträge seien aber rechtlich unwirksam. vor, die aber nicht allzumilde beurtheilt werden dürfe, weil dieselbe Stellung der sozialdemokratischen Partei Deutschlands ein Ausfluß des Aergers darüber war, daß sich Brallow nicht an Gründung von Genossenschaften; die gegen unsere Partei gerichteten der Streitkasse" bethätigte. Demgemäß wurde auf drei Wochen Angriffe wehrten sowohl die Referentin wie Frau Adele Gerhard Gefängniß erkannt. mit bestem Erfolge ab. " Gerichts- Beifung. = staatlichen und Der Engros- Gifthandel bedarf keiner polizeilichen Er: Die Puterträger besprachen in einer am Montag abgehaltenen Prefprozeß gegen unser polnisches Partei- Organ. Gegen laubniß. Gegen die Kaufleute Manthey u. Daniel, die ein Drogen- öffentlichen Versammlung ihre gegenwärtige Lohnbetwegung. Die den Redakteur der hier erscheinenden sozialdemokratischen polnischen Engrosgeschäft betreiben und dabei auch mit Gift handeln, wurde Buyer hatten gewünscht, daß in dem von ihnen anerkannten Tarif Wochenschrift Gazeta Robotnicza", Richard Bendisch ein Strafverfahren eingeleitet, weil sie feine Erlaubniß zum Gift der Träger nicht Wochen, sondern Tagelöhne festgesezt werden. Die aus Warschau, und gegen den Verleger des Blattes, Franz handel hatten. Die Angeklagten machten geltend, daß sie zum Höhe der Löhne sollte aber dieselbe bleiben. Die Versammlung verMorawsti, wurde gestern vor der zweiten Straffammer des Land- Engroshandel mit Giften einer besonderen Erlaubniß nicht be- warf jedoch diesen Vorschlag. Nach längerer Debatte über das Ver gerichts I eine Anklage wegen Beleidigung durch die Presse verhandelt. dürften. Das Schöffengericht und das Landgericht sprachen sie hältniß zwischen Buzern und Trägern, sowie über die Thätigkeit der Am 26. Februar d. J. erschien in der„ Gaz. Rob." ein aus Lippihne denn auch frei. Die Straffammer führte zur Begründung Lohnkommission wurde ein Antrag angenommen, welcher die Lohndatirter Artikel, worin mitgetheilt wurde, daß ein dortiger Kolporteur folgendes aus:$ 84 Abjat 3 der Reichs- Gewerbe- Ordnung tommission beauftragt, an die Buyer das Ersuchen zu stellen, endlich vor das Amtsgericht geladen und vom Amtsgerichtssekretär Müller bestimme, daß die Landes- Gesezgebung das Recht eine bessere Stellung ihren Hilfsarbeitern gegenüber einzunehmen, darüber befragt worden sei, wie viele Abonnenten er auf eine von zum Handel mit Giften von einer besonderen Genehmigung widrigenfalls die legteren zu Bausperren schreiten würden. Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure 2e. ihm vertriebene sozialdemokratische Zeitung besitze. Der Kolporteur abhängig machen könne. Für Preußen fei deshalb in diefer Behabe erwidert: Das geht niemanden etwas an." Darauf habe ziehung der§ 49 der preußischen Gewerbe- Ordnung vom 22. Juni hielt am 20. v. W. ihre Monatsversammlung ab. Klarbaum Müller einen dicken Stod ergriffen und dem Kolporteur damit 1861 maßgebend, worin für diejenigen, die Gift feil- gab den Bericht der Kongreßlommission. Es gelangten sieben Anunter Schimpfworten einen heftigen Schlag über den Kopf halten wollen, eine Genehmigung vorgeschrieben werde. Unter träge, welche auf dem diesjährigen Kongreß gestellt werden sollen, fo bersetzt, daß der Getroffene schwer verlett wurde. dem Feilhalten einer Waare sei nun lediglich zu verstehen ihr zur Annahme. Als Delegirter wurde selbig gewählt. Auf Der Inhalt dieser Mittheilung soll erfunden sein. Die Anklage- Bereithalten an einer dem Publitum zugänglichen, aum genommen wurden drei neue Mitglieder. Den Seifenverkauf überStelle, Die Angeklagten hätten nahmen Kappe, Lehmann, Kuschte, Klarbaum und behörde nimmt an, daß Morawski von dem Artikel vor dessen Ver- Verkauf bestimmten dem allgemeinen Sprachgebrauch Christoph auf unserem Arbeitsnachweis, Rosenthalerstr. 57. öffentlichung Kenntniß genommen hat, da Bendisch, ein 22jähriger jedoch in diesem, mit Schneidergeselle, taum bie Fähigkeiten besigen dürfte, eine Beitung fich beckenden Sinne ihr Gift nicht feilgeboten. Die Endlich wurde ein Antrag, unsere Versammlungen alle 14 Tage ab zu leiten. Moratosti bestritt dies; er sei in der fraglichen Zeit gar- Staatsanwaltschaft legte Revision ein und rügte eine Ver- zuhalten, statt wie bisher alle Monate, abgelehnt. Die Gold. und Silberarbeiter hielten am 28. Juni im nicht zu Hause gewesen und habe genug zu thun, um sich als fennung des Begriffes feilhalten". Unter feilhalten sei hier nichts Tischlergeselle zu ernähren. Bendisch erklärte, daß er die in anderes zu verstehen, wie jeder Handel mit Giften. In der Dresdener Garten eine Versammlung ab, in der Herr Dr. med. Nede stehende Notiz aus einem anderen Blatte entnommen habe. Verhandlung vor dem Straffenat des stammergerichts bertrat Wurm über die Erhaltung der Schkraft einen interessanten und Als er später erfahren habe, daß an der Geschichte tein wahres Wort Rechtsanwalt Wolfgang eine die Angeklagten. Der Senat ver- beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Im Verschiedenen berichtete fei, habe er in der„ Gazeta Robotnicza" einen Widerruf veröffent- warf die Revision des Staatsanwalts als unbegründet. Der§ 49 Henning, daß er mehrere offene Stellen, darunter zwei für licht.- Staatsanwalt Börmann hob hervor, daß die beleidigende der preußischen Gewerbe- Ordnung fei zutreffend angewendet worden Besteckarbeiter, zu befehen habe. Offerten von Düsseldorfer BestedAbsicht schon durch die Schlußbemerkung des Artikels:" Solche und unter„ feithalten" sei zu verstehen, was der Vorderrichter aus Fabrikanten follen hinfort zurückgewiesen werden. Zum Schluß treue Wächter der öffentlichen Ordnung hat in Schlesien die geführt habe. Diese Auslegung werde unterstützt durch die Motive wurde um schnelle Ablieferung der statistischen Fragebogen ersucht. Bourgeoisie!" bewiesen werde. Er beantrage gegen Bendisch zu§ 49 der preußischen Gewerbe- Ordnung und durch die kaiserliche Eine öffentliche Versammlung der Arbeiter und Areinen Monat, gegen Morawski, der ein zielbewußter Führer der Verordming vom 27. Januar 1890, welche au gunsten des Groß- beiterinnen Rigdorfs tagte am Montag bei Gröpler, Bergstraße, Arbeiterpartei und bereits wegen Theilnahme an einer geheimen handels Ausnahmen begründe. in der Frau Greifenberg über„ Die elende Lage der FabrikVerbindung mit 1 Jahr Gefängniß vorbestraft sei, sechs Monate Eines recht plumpen Betruges war der Billethändler arbeiter und Arbeiterinnen und wie ist dieselbe zu verbessern?" Gefängniß. Der Gerichtshof war nicht zu der Ueberzeugung gelangt, Gu ft av Constantin beschuldigt, welcher gestern vor der zweiten referirte. Dem von den Versammelten mit lebhaftem Beifall aufdaß der Angeklagte Morawski von dem Inhalt des Artikels vor Straffammer des Landgerichts I stand. Am Abend des 26. April d. J. genommenen Vortrag folgte eine furze Diskussion, in der zur dessen Veröffentlichung Kenntniß gehabt habe und sprach diesen frei, wollte der Ober- Telegraphenaffistent R. das Schauspielhaus besuchen, Erringung besserer Arbeitsbedingungen, gleich der Referentin zum Bendisch wurde zu 100 M. Geldstrafe verurtheilt. fam aber vor die geschlossene Kasse, da ausverkauft war. Als er Anschluß an die Gewerkschafts- Organisation, den Verband aller " Das Urtheil in den Stöcker- Stumm- Prozeffen. Aus Saar- sich zum Gehen wandte, wurde ihm vom Angeklagten ein Billet zum Fabrit- und gewerblichen Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen" aufgefordert rücken wird berichtet: In dem Prozesse Stöder Stumm Kauf angeboten. N. ging darauf ein. Der Aufseher, dem S. sein wurde. Hierauf wurden von dem Vertrauensmann Schuhmann wurde das Urtheil, das, wie bereits gemeldet worden ist, dem Frhrn. Billet vorzeigen mußte, machte ihn darauf aufmerksam, daß die Lohn- und Arbeitsverhältnisse der in der Gummifabrik von GL 1 Hoffnung I", Briefkasten der Redaktion. Daubiz, Kopfstraße, beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen| fraße 21. Cinde", Schebera, Schönhauser Allee 65. Eingelaufene Druckschriften. ciner Kritik unterzogen. Außer den schlechten Löhnen, Arbeiter Weißensee, Flohr, Prenzlauer Allee 78. erhalten einen Stundenlohn von 26 Pf., in dem gleichen Verhältniß Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dietz' Verlag) ist soeben das Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Mittwoch: Statklub 41. Seit des 16. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir her: Gesell. Verein Hoffnung", Dieseler, steht der Verdienst der Akkordarbeiter und Arbeiterinnen rügte der Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Die materialistische Geschichtsauffassung und der Redner insbesondere die sanitären Mißstände und die leber- woch abends und Sonntag vormittags. Lebuserstr. 14. Artistenv. Vereinte Kraft", Bepfe, Plan- Ufer 92a, Mitt vor: Die Stichwahlen. Die Wahlen in Frankreich. Athletenv." Atlas", Dase, praktische Idealismus. Von Sadi Gunter. Der soziale Boden der jüngstent auftrengung der jugendlichen Arbeitskräfte, sowie die Be- Brunnenstr. 152. Gesell. Verein Türkische Pfeife", Hansen, Danziger: Von Dr. B. Kritschewski.( Schluß.) Handlung der daselbst Beschäftigten im allgemeinen. Die straße 93. Tambouro. Froh- Frei", Bolz, Wiesenstr. 27, Mittwochs und Ereignisse in Italien. Von B. A. Olivetti. II.- Literarische Rundschau. Feuilleton: Versicherungsschwindel.( Baraterie.") Von A. MassonArbeitszeit in diesem außerordentlich gesundheitsgefährlichen Sonnabends. Musikverein Schachtl. Norden", Mandel, Seestr. 25. Betriebe ist von 7 Uhr Morgens bis 52 Uhr Abends fest- naatsch", Steffens, Kolbergerstr. 2. Pfropfenv.„ Nord- Ost", Bogel, Forestier. Autorifirte Uebersetzung von Alfred Götze.( Fortsetzung.) gesetzt, bei einer einstündigen Mittagspause und einer viertelstündigen Elbingerstr. 9. Rauchft. Schmoke's Werke", Hegener, Krautſtr. 39. Frühstückspause, während eine Vesperpause gar nicht besteht resp. Berche", G. Gerber, Schönhauser- Allee. Gesangv.„ Sangestreue", Spreeterrasse an der Jannowitzbrücke. Gesangv. dieselbe den Lohnarbeitern vom Lohn abgezogen wird. Durch die Demminerstr. 56/57, 81-102 1hr abds. ,, Vereinigung der Turnfreunde", Turnv.„ Osten", Männerabth., viel zu kurzen Pausen ist es den Arbeitern unmöglich, sich vor der Blumenftr. 63a, 8-10 Uhr abds. Tambourv. Ruf", Dresdenerstr. 58, Cinahme der Mahlzeiten von den giftigen Substanzen gehörig zu Mittwochs und Sonnabends.- Musilv.„ Vorwärts", Nebelin, Langestr. 108. reinigen und zu waschen, und durch den Mangel einer Nachmittags- Bitherfl., Alpenglöckchen- Edelweiß", Gipsstr. 11.- Theaterv. ,, Proletariat", pause sind dieselben gezwungen, sogar während der Arbeit zu essen, Pritsch, Stalizerstr. 30. Statfl. Pique Bube", Jost, Adalbertstr. 99. was, wie ärztlich festgestellt ist, außerordentlich gefahrbringend für Artistenkl. Freiheit", Schulz, Dunderstr. 90, Mittwochs und Sonnabends. das Leben der betr. Arbeiter wirken muß. Jm weiteren wurde über Statfl.„ Naturstock", Wittwer, Martusstr. 31, Mittwochs und Sonnabends. die sehr hohen Lohnabzüge für angeblich nicht gut ausgeführte Arbeit, die wille", Märkischer Hof, Admiralstr. 18c. Statfl." Namentos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Theaterv. Freier Anglerverein Freundschaft", wie angeführt wurde, völlig willkürlich von der Firma vorgenommen jeden Mittwoch nach dent 1. und 15. int Monat. Vereinslokal Wilhelm werden und bei einzelnen Arbeitern die Höhe von 6 M. in einer ftraße 27.- Statflub„ Oller ehrlicher Seemann", Dieke, Ackerstr. 123. Woche erreicht haben, Klage geführt. Zum Schluß wurde bekannt Theaterverein Violetta 1886", Linder, Danzigerstr. 23. gegeben, daß am Mittwoch, den 13. Juli, eine Mitgliederversammhung des Verbandes bei Ewald, Schönleinstr. 6, stattfindet, in der Dr. Wehl über Berufskrankheiten referiren wird. Lese: und Diskutirklubs. Mittwoch.„ Gleichheit", abends 81% Uhr, Stramm, Ritterstr 123. Heine", Rirdorf, abends 8/2 Uhr, Prinz Handjerystr. 60.„ Einigkeit", abends 81/2 Uhr, Beige, Triftstr. 1. Morgenroth", abends 9 Uhr, Diefe, Lothringerstr. 67." Sozialdemokr. Agitationsfub Osten", abends 8% Uhr, Janer, Fruchtstr. 52." Freigeist Arfona", abends 8 Uhr, Wesener, Arfonaplag 3.- Friedrich Engels Norden", 9 Uhr abends, Aeißen, Voltastr. 34. 1 " Die inristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. D. S. 1. Gütergos liegt fast in der Mitte zwischen Potsdam und Großbeeren. Die Heilstätte hat einen guten Ruf. O. 2. 25. Wir haben keinerlei Krankenkasse empfohlen, thun wir auch niemals; für den Inseratentheil übernehmen wir keine Verantwortung. Zwei Wettende, Werdohl. 2. ist allerdings einmal bei einent Zimmermann in Lehre gewesen, jedoch nicht, um sich dem ehrsamen Handwert zu widmen, sondern um sich zu der, damals von ihm geplanten Auswanderung in die Hinterwälder von Amerika vorzubereiten. Er hat von vielen Blättern abgedruckte humoristische Stizze für die Neue deutsche Rundschau" geschrieben. darüber eine Briefkasten der Expedition. Arbeiter Turnerbund. Mittwoch: Turnv. Fichte", Berlin, abbs. Binder. Wenn eine Versicherungspflichtige Beschäftigung verlangt und von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abth. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abth. Böckh nur für das eine Geschäft die Betreffenden arbeiten: ja. B. B. 46. straße 21. 2. Lehrlings- Abth. Staligerstr. 55/56. 4. Lehrlings- Abth. Stephan 1. Ja. 2. Nein. 3. Wenn der Betreffende innerhalb 2 Jahren nach seinent straße 3. Freie Turnerschaft Nixdorf- Briz", 2. Schüler- Abth. von 6 Zuzug Armenunterstüßung erhält, fann die frühere Gemeinde die Rück bis 82, 2. Männer- und Lehrlings- Abth. von 8-10 Uhr abds., Bethge sendung verlangen, sonst nicht. m. 100. Leider nein. Chiffrenlose in Brizz, Chauffeeftr. 39. Schülerinnen- Abth. von 612-81/ 2, Frauen- Abth. aus Waidmannslust. Beschweren Sie sich bei der Ober- Postdirektion. voit 81/ 2-10 Uhr abds., Wiersing, Knesebecstr. 113. Freie Turnerschaft F. G. Soweit ersichtlich haben Sie nicht zu zahlen.- N. 25. Wenn Johannisthal, abbs. 8-10 Uhr, Genſtleben. Arbeiter Turno. Adlershof", keine Vergütung vereinbart ist, können Sie mit Erfolg nicht flagen. „ Turnerschaft Uebungsst. von 81/-10%/ 2 Uhr abds., Herrguth, Oppenstr. Müller. Schriftliche Antwort ertheilen wir nicht. Strafantrag ist inner6. V. Nereus", Lehrlings- Abth. von 8-10 Uhr, Reichenbergerstr. 131/132. halb 3 Monaten nach Kenntniß der Strafthat zu stellen. Als Strafe iſt Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Geldstrafe, Haft oder Gefängniß angedroht. N. 8. Mit Uebergabe des Arbeiter: Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender 2. Sof. Mittwoch: Artona", Bannewitz, Stalizerstr. 41. Bereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdenerstr. 80, Buchs an Sie ist das auf Ihre Tochter lautende Sparkassenbuch deren Sumatra Eigenthum geworden. I. S., Bergstr. 42a. Beleidigung liegt nicht Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender Süd- Ost", Manegold, Liegnizerstr. 18. Waldesgrün", Kunze, Forster vor. Die Berufsgenossenschaft hat zu zahlen. D. 23. Der Wirth ist find zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Mittwoch. ftraße 36." Virginia", Schnieber, Admiralstr. 21. Frei Weg", Schöne im Recht. W. V. Theilen Sie deur Wirth mit, daß Sie am 31. März 1ebungsstunde abds. 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. Liedesfreiheit I", berg, Muchel," Grunewaldstr. 129." Fidele Raucher", Ruppel, Böckhstr. 49. 1899 räumen werden. A. B. C. 3000. 1. Ja. 2. und 3. Nein. Rebelin, Langestr. 108. Norddeutsche Schleife", Lübble, Melchiorstr. 15. " Intelligenz", Schmidt, Kottbuser Damm 101." Granate", Tujuntte, K. 2. 1. 44. 2. Nein. 3. Das ist Ihre Sache. 4. Geldsirafe bis 600 Dr. Freya I"( Gemischter Chor), Schiller, Rosenthalerstr. 57.„ Lorbeer: Forsterstr. 40. Fidele Brüder", Friedrichsfelde, Lohse, Luisenstr. 20. oder Haft oder Gefängniß bis zu einem Jahr ist möglich, 3 M. wahrscheinlich. franz", Späth, Weinstr. 28. Liederlust I( 1865)", Noll, Adalbertstr. 21. Frohsinns- Heimath", Nował, Morgenroth", Rolland, Landsberger Allee 44.Powera. Das betreffende Gericht ist nach dem Gesez zuständig. Spandau", in Spandau, Radtke, Neumeisterstr. 5." Deutsche Eiche I", Wilhelmshavenerstr. 10.- Deutscher Michel", Pantow, Griffel, Kaiser FriedrichSimmermann, Grüner Weg 29.-„ Echo I", Bantow, Clemens, Wollantstr. 122. ftraße 15. Kairo", Löhrich, Pantstr. 32d. Ohlauer", Rirdorf, Elias, " Trene", Mariannen- Ufer 2 im Luyhof. Allegro", Grube, Wrangel- Berlinerstr. 14.„ Abguß I", Gorn, Markusstr. 23." Die Dampfenden", ftraße 141. Freiheit I", Richter, Bülowstraße Nr. 65. Freier Feratsch, Reichenbergerstr. 160. Weiße Nelte", Felske, Lausitzerstr. 26. Männerchor Nord West", Lautsch. Stephanstr. 31. Kupferschmiede", Bufriedenheit", Nixdorf, Rheden, Mühlenstr. 5. Postabonnenten in Durlach u. s. w. Um Unregelmäßigkeiten in der „ Apfelblüthe", Schmidt, Feind, Weinstr. 11. Gleichheit I", Hirte, Brunnenstr. 160. Schnee Zustellung zu verhüten, sollte die Erneuerung des Abonnements spätestens Fliederduft", Schmidt, Friedenstr. 74.Pantstr. 3b. Weichfelduft", Görlitz, glöckchen I", Nixdorf, Köpke, Hermann und Karlsgartenstraßen- Ece. Hoffnung mm", Brandenburg a. H., Wilhelmsdorferstr. 25. Stargarderstr. 7. Alter Huffit", Zimmer, Jasmunderstr. 4.-" Kein Ton", Tage vor dem Ablauf des Quartals erfolgen. Wir haben wiederArbeiter: Neckel, Rylestr. 13.„ Rothe Fahne", Sievert, Görlizerstr. 50. Kornholt darauf aufmerksam gemacht. Gesangverein" Briz" in Briz, Dorn, Bürgerstraße 4. Seeger'scher blume", Menzel, Gneisenaustr. 71. Veilchenblau", Dimte, Marienburger: Männerchor", Göbel, Landsberger Allee 156. Maiengruß II", Witterungsübersicht vom 5. Juli 1898, morgens 8 Uhr. straße 22.„ Einigkeit II", Peufert, Köpniderstr. 38. Guter Zug", Charlottenburg, Bartsch, Straße 6a, Nr. I. Seimathflänge", Köpenick, Prell, Oderbergerstraße 36. Kräftiger Bug", Fürstenau, Reichenberger Meyer, Rosenstr. 101. Wacht auf I", Lambeck, Danzigerstr. 71. Bor: straße 39 b. " Frohe Lust", Brandenburg a. H., Harwardt, Große wärts X", Nauen, Hobusch, Marktstr. 16. Schneeglöckchen II", Potsdam, Gartenstr. 47a. Alter: Stamm", Lasow, Jahnstr. 2. Bolldampf", Glaser, Brandenb. Kommunit. 16.- Treu und Fest", Lohmann, Koppenstr. 17. Werder a. H., Martin, Kugelweg 58. Lebensblüthe", Vogel, Pallisaden" Bruderbund", Fidinger, Usedomiſtr. 22." Sängerluft", Werder a./ straße 9." Fidelibus", Zimmermann, Petersburgerstr. 56. Rugelweg im Lokal.„ Ost- und Westpreußen", Englischer Garten, Alexanderstr. 27c. Rienzi", Schulze, Lausitzer Platz 2.„ Osten", MetallArbeiter Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Schulstr. 24. arbeiter, Pipple, Grüner Weg 13. Rosalie", Plaen, Königsbergerstr. 34. Mittwoch: Schwimmklub Nord". Uebungsstunde abends 72 Uhr im Seebad Reinickendorf. Keramit", Charlottenburg, Prestel, Kepplerstr. Baget nicht", Steglitz, Schwarzer Adler, Albrechtstr. 125." Froh- Hoffnung", Faller, Ballas ftraße 16. Liedeslust II", Potsdam, Glaser, Brandenburger KommuniTation 16. Weltenruf", Schiller, Rosenthalerstr. 57. Schmidt, Swinemünder- und Ramlerstraßen Ede." Frohe Stunde", Scholz, Naunynstr. 6. ,, Melodia", Rirdorf, Thomas, Bergstr. 162. Treu und Fest II", Schöneberg, Krahayn, Grunewaldstr. 116.- 3ufunft II", Nieder- Schönhausen, Settekorn, Lindenstr. 1.- ,, Vorwärts I", Roll, Adalbert: 0 -וי 1 Zentralverband der Konditoren und verwv. Berufe. Donnerstag, den 7. Juli, abends 812 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: General Enterbten", Versammlung: Bericht des Vorstandes und Neuwvaht desselben. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Sonntag, den 10. Juli 1896, vormittags 11 Uhr, im Saale der Aktien- Brauerei ,, Friedrichshain" Uebungsstunde. Stationen 763 NW 764 NAB Swinemde. 762 23 Hamburg Berlin Wiesbaden 767 NW München Wien 768 NW 764 2 Wetter Stationen stand mm Barometer Winds richtung Windstärke Wetter 3wollig 13 Haparanda 758 SSW 2bedeckt 4hlb. bed. 14 Petersburg 763 NW 4 bedeckt 12 Cort 2016. beb. 13 Aberdeen 4 bedeckt 11 Paris 3 Regen 15 Temp. n. C. EFS 15° G.= 4° 9. 13 1wollig 16 14 2 bedeckt 13 770 ONO 1volfent 13 772 NNO 1heiter 767 S Wetter- Prognose für Mittwoch, 6. Juli 1898. Ein wenig wärmer, zeitweise heiter, vielfach wolfig mit etwas Regen und mäßigen westlichen Winden. Achtung! Freie Volksbühne. Mittwoch, den 13. Juli, abends 812 Uhr: General- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht des Vorstandes. 2. Statutenund des Eintrittsgeldes. 3. Verschiedenes. Vorbereitung zum Sängerfest in Pichelsdorf am 7. August. anderung: Erhöhung des Beitrages( von 60 auf 65 Pf. pro Monat) Siehe Annonce am Sonntag, den 3. Juli. Achtung! Manrer. Achtung! Donnerstag, den 7. Juli, abends 8% Uhr: 4 öffentliche Versammlungen der Maurer Berlins und Umgegend. Für Moabit, Wedding und Gesundbrunnen: 133/11 Für Osten, Südosten, Friedrichsberg, Rummelsburg und Weissensee: bei Stechert, Andreasstraße 21( großer Saal). Für Süden und Westen: bei Trapp( Wedding Park), Müllerstraße 178. Für Norden und Nordosten: bei Wernau, Schwedter Straße Nr. 23-24. in Habel's Brauerei, Bergmannstraße 5-7. Tagesordnung: 1. Die Nothwendigkeit und der Werth der Abstempelung der Sammelkarten vom Jahre 1898 und der Zweck der Gegenagitation der Wohnkommission der Filiale II des Verbandes. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Pflicht eines jeden Kollegen ist es, die Versammlungen zu besuchen. Die Lohnkommission der Maurer Berlins und Umgegend J. A.: Heinrich Metzke. Das Beste ist immer das Billigste! Dies trifft auch ganz besonders zit beim Einkauf von Waschartikeln! Dr. Thompson's Seifenpulver hat seinen seit nahezu 25 Jahren bestehenden Ruf als vorzügliches Wasch- und Bleichmittel glänzend bewährt. Man erzielt bei deffen Anwendung blendend weiße Wäsche ohne Bleiche, erspart viel Mühe, Zeit und Geld und schont die Stoffe mehr als bei anderen Waschmethoden. Nur echt mit der Schutzmarke, Schwan". Zu haben in den meisten Seifen, Droguen und Kolonialwaarenhandlungen. Möbel auf Theilzahlung Wohnungs- Einrichtungen und bei bescheidener Anzahlung 5473L* und auf Jahre hinaus vertheilten Ratenzahlungen. Bei Zahlungsschwierigkeiten grösste Rücksicht Stets enormes Lager vom einfachsten sis feinsten Genre. Central- Möbel- Halle Kommandantenstr. 51, Ecke Alexandrinenstr. Todes- Anzeige. Der Vorstand. Zutritt haben nur Mitglieder gegen Vorzeigung der Um zahlreichen Besuch der Mitglieder bittet Wir bringen dem Fräulein Martha Mitgliedskarte. Habicht zunt 21. Wiegenfeste ein dreimal donnerndes Hoch und wünschen 230/2 eine gute Besserung. 43600 Beim Boltsfest in Weißensee am Sonntag, den 6. Juli, wurde ein Trauring berloren. Der ehrliche Finder wird ersucht, denselben b. A. Kopp, Friedrichsberg, Friedrich Karlstr. 4 abzugeben. 43656 Parteigenossen mit Bekanntschaft in Arbeiterkreisen w. im VersicherungsDer Vorstand. I. A.: G. Winkler. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Filiale Schöneberg. Donnerstag, 7. Juli, abends 8 Uhr, bei Obst, Grunewaldstr. 110: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung. 2. Die Gewerkschaften, wie sie find fach hoher Verdienst nachgewiesen. Off. und wie sie sein sollen. Referent: Kollege Hermann Köster. L. 4 an die Exp. d.„ Borw.". 105/7 Die Ortsverwaltung. „ Brunnenbad", Brunnenstraße 16, mit Bereinsgimmer verfäuflich. So, 11 tücht. Schlosser, Brüdemängen Postamt 89. Carl Becker selbständig SO., 43546 anfert. fann, verl. Müllerstr. 179. Geübter Kartonzuschneider mit Anders Nach f., Fürstenstr. 7. Verein fozialdemoke. Gaft und ist wieder eröffnet. Cigarren, Cigarretten, Tabake Bengu, erb. bauternde Stellung. Schantwirthe Berlins n. 1mg. Ant Montag abends 10 Uhr ver: starb int Alter von 20 Jahren der Sohn unseres Kollegen Hermer: schmidt. 69/10 Die Beerdigung findet am Donners: tag, den 7. Juli, nachm. 6 Uhr, vom Trauerhause, Beuffelst. 90, nach dem Neuen Luisen- Kirchhof am Fürsten-. brunner Weg( Westend) statt. Die Kollegen werden um zahlreiche Betheiligung gebeten. 55492*] H. Mania. Gebrauchte Möbel, Kleiderspind, Spiegel u. Spiegel: spind, gut erhalten, Umstände halber billig zu verkaufen bei Dalbock, Mühlenstr. 42, v. 4 Tr. Töpfer. Gute Waare. 43636 Gerichtstr. 28, Bahneingang part. Halbrenner, erfitt. Fabrikat, feinste Renupedale, wenig gefahren und sehr gut erhalten, verf. W. 110,-Steffani, Allte Leipzigerstr. 2, Flur links. 43626 Kleine Tischlerei, SO., zu verk. 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Die trauernde Familie Hermer: schmidt, Schankwirth. Nach langem, schweren Leiben starb heute früh meine liebe Gattin Fran Lilli Bamberger geb. Schneider. Berlin, den 5. Juli 1898. Dr. A. Bamberger, pratt. Arzt. Von der Reise zurück. Dr. Lilienthal, Arzt für Hautkrankheiten. Kommandantenstr. 33. ( 43246 nach Maaß Herren Knaben Anzüge für Arbeitsmarkt. Größte Auswahl in in- und aus: Achtung! ländischen Stoffen für Paletots, Anzüge, Beinkleider 2c. werden unter Garantie des guten Sites zu überaus billigen Preifen schnellstens angefertigt im Tuchgeschäft et A. Karle, Waldemarstr. 66. Herren- Anzüge 43665 Suche tüchtigen Kreissäge- Schneider, der schon auf Goldleisten geschnitten, Werkmeister, Brunnenstr. 194. Achtung! Holzarbeiter. Bandage- Näherin. warth& Riegel, Wienerstr. 50, In der Möbelfabrik von Rückhaben sämmtliche Tischler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Buzug ist fernzuhalten. Ein tüchtiger Kunstschmied für Treib: u. 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Dr. Simmel [ 40956* Moritzplatz, Haus v.Aschinger 2 Treppen rechts. Spezialarzt f. Santu.Harnleiden. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. 1.3ichung d. 1. Klasse 199. Kgl. Preuß.Lotterie. 387 509 68 90 608 39 707 935 114250 417 77 539 825 Biehung vom 5. Juli 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 60 Mart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 105 42 72 264 364[ 100] 91 743 52 898 923 52 1071 100 9 279 382 788 890 95 2044 243 544 720 44 882 86 B070[ 100] 161 241 92 545 89 646 863 916 53 4158 258 641 66 718 44 5287 374 418 65 69 525 655 737 48 6090 165 272 323 84 510 71 635 888 7066 451 517 652 872 93 39 8022 146 79 245 54 307 18 46 423 663 839 920 9043 98 154 201 59 318 71 93 434 597 747 10248 72 318 31 474 535 61 82 90 826 11017 244 50 573 713[ 100] 17 64 858 93 910 12005 78 311 690 709 824 988 13062 103 30 317 407 93 593 645 760 813 902 14003 102 248 440 772 928 55 15037 120 48 417 89 575 99 691 789 58 985 16009 37 126 46 323 29 598 916 56 17024 49 50 554 89 623 751 75 929 60 69 18253 736 884 977 19010 56 689 97 901 20197 419 79 544 739 57 77 829 917 37 21005 458 563 97 606 744 810 952 22129[ 200] 99 297 354 695 827 28039 141 252 93 537 726 54 24181 300 13 63 418 734 829 40 25066 99 279 395 544 78 714 816 31[ 100] 40 26138 76 92 245[ 100] 336 81 519 66 85 746 69 837 27098 148 52 383 403 84 644 54 817 974 28013 106 446 526 703 813 959 76 83 20032 134 46 69 228 380 97 436 539 608 809 86 921 30161 326 770 91[ 150] 31025 34 59 70 115 409 582 820 47 32250 385 431 545 935 82 33020 148 602 68 99[ 200] 866 67 81 88 923[ 100] 34049 136 300 11 485 659 729 897 993 85023 26 66 256 308 23 422 27 70[ 100] 622[ 100] 758 98 874 86 949 86 36041[ 150] 49 104 81 499 508 23 70 669 92 779 834 44 37276 430 503 61 628 29 705 9 38636 843 85 949 39131 84 250 620 29 748 [ 500] 53 92[ 100] 93 854 40021 44[ 100] 115 92[ 300] 245 92 324 624 99 759 95 926 41001 13 210 556 603 806 70 42130 89[ 150] 211 423 664 73[ 100] 719 86 806 64 912 43061 113 29 81 241 444 625 46 771 870 924 44201 40 51[ 100] 60 385 400 512 18 26 33 965 70 86 45152 70 235 90[ 100] 92 436 565 867 46203 5 86 572 606 896 934[ 100] 47101 49[ 200] 213 49 54[ 150] 97 615 44 77 48121 27 81 211 33 37 499[ 100] 935 42 69[ 100] 98 49084 365 714 89 887 988 98 50032 208 27 54 517 47 866 903 61 51050 242 48 354 438 80 574 624 67 95 927 52214 61 585 797 99 58132 298 512 622[ 100] 80 848 92 54056 135 52 245 465 599 55180 431 38 78 539 762 67[ 100] 830 56000 5 208 56 301 436 771 831[ 100] 98[ 300] 57120 40 93 460 95[ 100] 697 732 58004 13 178 308 508 38 800 61 913 53 59164 68 273 1500] 410 86 507 62 929 60051 133 221 35 302 39 576 908 44[ 200] 61042 200 2 386 741 959 62098 172 214 464 510 681 765[ 200] 937 54 71 63036 157 239 333 61 645 725 800 91 64216 36 401 30 64 65 555 626 764 801 52 92 65010 119 30 55 228 332[ 150] 62 494 513 616 816 29 86 98 922 66088 238 731 916 29 67119 213 98 393 461 500 656 805 68432[ 200] 561[ 150] 658 79 933 69 69098 137 41 336 57 59 408 65 688 709 839 70134 86 213 35 376 82 495 579 763 843 71181 275 490 657 722 97 894 974 89 72204 38 91 301 628 894 983 73033 36 229 97 318 463 534 81 753 892 938 93 74010 49 64 110 40 71 228 407 88 603 46 49 54 841 75115 97 303 68 71 410 72 738 57 82 975 76026 253 543 741 77292 339 404 505 632 819 74 988 78096 221 71 384 663 757 79024 118 244 334 407 505 619 79 734 80[ 150] 862 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Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inserstentheil vecantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.