Nr. 159. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft- Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel setle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Butt I, Mr. 1508. Zelegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der gesundheitliche Maximal- Arbeitstag. Sonntag, den 10. Juli 1898. der sich frank meldenden Kassenmitglieder hinwirken." Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. auszustellen, als der andere. Auch die Vorstände der Kranken- ich wo er erkrankt ist, dann geht er entweder freiwillig zu kaffen üben in dieser Beziehung einen großen Einfluß aus, einem anderen Berufe über, oder er wird vom Unterwelchem sich die Aerzte nicht ganz entziehen können, zumal nehmer an die Luft gesetzt. Dieses lettere einfache" die Stellen der Kaffenärzte, namentlich der jüngeren Aerzte, Verfahren meldet der Potsdamer Bericht aus den Vor einigen Tagen fühlten sich gewisse industrielle Kreise gesucht sind. Ebenso können die Inhaber und Betriebsleiter Bleinitrit- und Mennigefabriken, Der Fabriken auf eine mildere oder schärfere Untersuchung gesammte Arbeiterschaft alle zwei Monate ent. wo„ die lebhaft beunruhigt durch die Nachricht, daß von der Regierung die Einführung eines Marimal- Arbeitstages geplant Der Gewerbe- Inspektor zu M. Gladbach schreibt überlassen und durch neue Kräfte ersetzt wird." Trotzdem und von seiten der preußischen Gewerbe- Auf seine Bemühungen, die längst bekannten bedenklichen kommen 211 Erkrankungen aufs Hundert der Krankenkassensichtsbeamten im Jahresberichte für 1897 Bustände in verschiedenen Neußer Delmühlen Klarzustellen", mitglieder vor! Man kann sich danach vorstellen, was für sehr weitgehende Vorschläge sogar von einem fechs folgendes: Mordbuden diese Fabriken sein müssen! stündigen Marimal- Arbeitstage war die Rede!- gemacht Bei den Orts- Krantentassen fand ich wenig, bei den Ebensolches Verfahren herrscht in den Zementfabriken worden seien. Sehr bald brachten die„ Berliner Polit. Nachr." Rassenärzten gar kein Entgegenkommen. Die Aerzte des Potsdamer Bezirks. Dort ist eine Kontrolle über die eine offiziöse Beschwichtigung, welche zeigte, daß ein Rückfall beantworteten meine schriftlichen Anfragen nicht." gesundheitsschädliche Einwirkung des Staubes auf die Arbeiter in die Sentimentalitäten von 1890" nicht zu fürchten sei; Diese traurige Rolle, welche die Aerzte ausgeschlossen, weil junge Arbeiter aus Russisch- Polen es handele sich nicht, hieß es da, um einen Wunsch der ge- spielen, ist freilich längst bekannt, die Berichte melden und Galizien massenhaft zur Arbeit herbeiströmen, mit Beginn sammten Fabrikaufsicht Preußens, sondern lediglich um damit nichts Neues; aber daß gerade sie es endlich zu melden des Winters aber wieder über die Grenze befördert die Wiedergabe eines Vorschlags, den ein einzelner Be- gezwungen werden, ist sehr werthvoll, denn so oft es von werden." amter nnd zwar der für Potsdam gemacht habe. unferer Seite hier und im Reichstage zur Sprache gebracht Ueberhaupt werden die jüngeren Altersklassen Dieje offiziöse Beschwichtigung ist allerdings nur zum wurde, besonders bei Berathung der Krankenkassen- Novelle, von 20-35 Jahren von der Industrie angezogen, bie theil wahr; wohl bringt der Potsdamer Bericht die weit- beliebte man von gegnerischer Seite dies als sozialdemo- älteren abgestoßen; neuere Betriebe stellen in der Regel gehendsten und ausführlichsten Vorschläge, wie dessen Ver- fratische Verdächtigung" zu bezeichnen. Diese Abhängig teine über 40 Jahre alten Leute ein." fasser auch der einzige zu sein scheint, der die keit der Aerzte von den Unternehmern Dieses Anziehen und Abstoßen" der Arbeiter trägt auch in betracht kommende Literatur und die ausländische und Kassenborständen kann nur durch obliga dazu bei, daß die Gesundheitsschädlichkeit eines Betriebes nicht Gesetzgebung fennt. Immerhin sind aber bon der torische freie Aerztewahl gemildert werden; festgestellt werden kann, wenn man nur die Zahl ihrer überwiegenden Mehrzahl der Beamten Vorschläge für im großen ganzen aber ist sie eine mit der kapitalistischen noch zum Berufe gehörigen Opfer, der Kranken und diese und jene Erwerbsgruppe gemacht worden, je nachdem Organisation der Ausbeutung so unzertrennlich verknüpfte Todten, in betracht zieht; auch das durchschnittliche und höchste fie Gelegenheit und Lust hatten, Einblick in die Betriebs- Erscheinung wie die Abhängigkeit jedes anderen Arbeiters. Lebensalter der in ihr Beschäftigten giebt keine zuverlässige berhältnisse zu gewinnen. Ihre Vorschläge für Einführung Die Art, wie die Erhebungen vorgenommen werden sollten, Auskunft, weil die Ruinirten entlassen nnd zu einem anderen eines sanitären Marimal- Arbeitstages umfassen nur ein zu war also eine ungenügende; den Aufsichtsbeamten fehlte es an Berufe übergegangen sind. tleines Gebiet und sind meistens nicht weitgehend Zeit und vielfach an Vorkenntnissen, die Krankenkassen und Demnach läßt sich die Gesundheitsschädlichkeit eines Begenug; das konnte aber nach der ganzen Art des Erhebungs- ihre Aerzte eriviesen sich als unbrauchbar und die Ergebnisse triebes nur feststellen auf grund wissenschaftlicher Gutachten berfahrens gar nicht anders sein und sollte es wohl der Invaliditäts- und Altersversicherung als unzuverlässig, feitens unabhängiger Aerzte, objektiver Beobachtungen auch nicht. weil der letzte Beruf eines invaliden oder siebzigjährigen von technischen Sachverständigen, wozu die Gewerbe- AufsichtsVeranlaßt sind diese Erhebungen über die etwaige Noth- Arbeiters feineswegs sein ständiger gewesen zu sein braucht beamten, soweit sie es noch nicht sind, sich auszubilden haben, wendigkeit eines gesundheitlichen Maximal- Arbeitstages, den und in den meisten Fällen auch nicht gewesen ist; naturgemäß und vor allen Dingen durch Vernehmung der in den Berufen der Bundesrath nach§ 120e, Absatz 3, der Gewerbe- Ordnung geht der Arbeiter zu immer leichteren Berufsarten über, je beschäftigten Arbeiter. Wenn aber der Aufsichtsbeamte einführen kann, durch den Verlegenheitsantrag, den schwächer und älter er wird. für Potsdam am Schluß seiner so anerkennenswerthen Dar-. im Februar 1897 das Zentrum stellte, als von uns die Dazu kommt aber noch, daß der gesundheitliche legungen vorschlägt, daß Gewerbetreibende und Arbeiter durch Einführung des Achtstundentages beantragt war. Als Marimalarbeitstag überhaupt nur einen ganz ungenügenden die Polizeibehörden zu vernehmen seien, so begeht er offenfundiger Vertreter der Unternehmerinteressen stellte Prof. Arbeiterschutz gewährleistet, weil ja die Erhaltung einzig und damit einen argen Mißgriff. Die Arbeiter sind nicht gewöhnt, Freiherr v. Hertling diesen Antrag, um unseren und allein der Gesundheit der Arbeiter noch keineswegs eine in den Polizeibeamten die ihnen wohlwollenden Vertrauensden seines Fraktionsgenossen Prof. Hie zu Falle zu bringen, menschenwürdige Existenz sichert. Sehr richtig sagt der Ber- personen zu erblicken, denen sie sich rückhaltlos offenbaren. der wenigstens für Fabritarbeiter über 16 Jahre eine wöchent liner Bericht: Eine brauchbare Untersuchung könnte weit eher von liche Arbeitszeit von 63 Stunden vorgeschlagen hatte. 8 Stunden Schlaf sind mindestens zur Erholung noth- der Kommission für Arbeiterstatistit angestellt wendig. Bei 12 Stunden Arbeit durch Pausen von etwa werden, besonders wenn dieselbe solche Vernehmungen der 2 Stunden unterbrochen, also 14stündiger Arbeitsschicht, würden Arbeiter an Ort und Stelle, natürlich ohne gefährlicher dann den Arbeitern für in- und Rüdweg zu und von der Zeugen Gegenwart, vornehmen und mit persönlichen BeArbeitsstätte und für andere Obliegenheiten mur fichtigungen der Betriebe verbinden würde. 2 Stunden täglich bleiben. Daß Arbeiter, welche eine tägliche Arbeitsschicht von 14 Stunden haben, ihren Pflichten gegen Fa Zeit, daß etwas geschähe, ist es wahrhaftig; während milie, Gemeinde, Staat und Kirche nicht in erwünschter Weise im Deutschen Reiche erst für 17 Betriebsarten ein sanitärer nachkommen tönnen, und ohne jede geistige Erholung Marimal Arbeitstag festgesetzt ist, nimmt die französische Gesetzauch geistig verkümmern müssen, bedarf der Erörterung gebung 127, die belgische 122 gesundheitsschädliche Betriebe nicht." an. Wie grauenvoll die Verwüstungen sind, welche Großindustrie wie Handwerk unter den Arbeitern anrichten, werden wir auf grund der amtlichen Mittheilungen in einem späteren Artikel eingehend darlegen! Material zum sofortigen Einschreiten bieten sie für die Gesetzgebung genug. Die Ergebnisse dieser dem Hertling'schen Antrage gemäß vom Reichskanzler angeordneten Erhebungen mußten schon deshalb ungenügend werden, weil die Gewerbe- Aufsichtsbeamten mit ihren laufenden Berufsgeschäften viel zu viel überlastet sind. Wollte man ernstlich die gestellte Aufgabe lösen, dann mußte die Kommission für Arbeiterstatistit damit beauftragt werden, die sich natürlich auch an die Gewerbe Aufsichtsbeamten um Auskunft hätte wenden müssen, aber auch selbständige Nachforschungen im großen Stile vornehmen konnte. Zu legteren fehlte es den allermeisten Aberfanitär", gesundheitlich, ist nach der Meinung Gewerbe Aufsichtsbeamten an Zeit, einem Theil auch an des Berliner Gewerbe- Aufsichtsbeamten der zwölfftündige genügenden Vorkenntnissen. Der Hertling'sche Antrag ver- Maximal Arbeitstag vollkommen; er führt keine die Ge Yangt, daß außer den Gewerbe Aufsichts.sundheit gefährdende ueberanstrengung herbei", und beamten auch die Krankenkassen- Vorstände der Beamte beruft sich dabei darauf, daß ja das Gesetz und Aerzte befragt und die Statistit der Kranken- dem jugendlichen Arbeiter zehn Stunden und der er tassen nnd Invaliditäts- Anstalten verglichen wachsenen Arbeiterin elf Stunden Arbeitszeit auferlegt! werden solle. Dies hatte der preußische Minister für Handel Der Potsdamer Beamte betont, daß er bei den Paris, 8. Juli. und Gewerbe auch noch den Gewerbe- Aufsichtsbeamten aufgehalft. Erhebungen nicht grundsätzlich je de zehn Stunden über- der Oberhoheit der Zivilgewalt" versteht, von der die ministerielle Man weiß jetzt, was das Ministerium Brisson- Cavaignac unter Da die ganze Anordnung erst Ende Mai 1897. den Aufsichts. steigende Arbeitszeit als zu lang und auf die Dauer gefund Programmerklärung so schön gesprochen hat. Besagte„ Oberhoheit" beamten bekannt gegeben wurde, so ist es kein Wunder, daß heitsschädlich angesehen hat, sondern auf die Art des besteht darin, daß die Zivilgewalt thatsächlich der militärischen sehr viele Berichte recht dürftig ausgefallen sind. Immerhin aber Betriebes wie die Intensität der Arbeit Rücksicht Oligarchie zu gehorchen hat, wogegen diese jener gnädigst gestattet, zeigen einzelne derselben ein grauenbolles Bild der nahm. Im allgemeinen hat er aber doch schon in Worten sich als die Oberherrin zu geriren. brutalften, rücksichtslosesten Aus pressung und Verzehn Stunden für ein genügendes Maß gehalten. Andere nichtung, der die Arbeiter in manchen Berufen ausgefegt Beamte gingen in ihrer Rücksicht auf die Schädigungen, sind. Wir werden auf dasselbe noch eingehend zurück tommen. 9 " Die Dreyfus- Affäre vor der Kammer. Das ist der ganze Unterschied in bezug auf die beiderseitige Haltung in der Dreyfus- Affäre zwischen dem radikalen Kabinet und Militär, General Billot und dem militärischen Dilettanten, dem bem Ordnungsministerium Meline, zwischen dem gewerbsmäßigen zivilen Kriegsminister Cavaignac. Dieser hat entschieden seinen Vorgänger übertrumpft- in puncto Heuchelei. welche die Industrie erleiden kann", soweit, daß sie, wie der Beamte für Posen, sich zu der außerordentlichen Leiſtung Daß einige Gewerbe- Aufsichtsbeamte in anerkennens aufschwingen, zu empfehlen, längere Arbeitsschichten werther Weise schlimmsten Schattenseiten des heutigen Aus- als 18( achtzehn!) Stunden, von welcher Art sie auch General Billot beharrte konsequent auf dem Standpunkt, daß beutungssystems enthüllten, ist nur ihnen zu danken, nicht sein möchten, gänzlich zu verbieten". die Unfehlbarkeit der Militärjustiz nicht erst bewiesen zu werden den Krankenkassen- Borständen und am allerwenigsten den Man sieht, der willkürlichen, fubjettiben brauche. Bei jeder neuen Dreyfus Interpellation wiederholte er Worte, die Verurtheilung Aerzten. Es ist ein sehr wichtiges Nebenergebniß dieser Schägung ist Thür und Thor geöffnet, zumal immer wieder die sakramentalen Worte, Dreyfus wäre gerecht und gesetzlich". Cavaignac Erhebungen, daß sie die ganze Jämmerlichkeit der sich ja nur bei geradezu vergiftenden Arbeiten direkt bes Organisation des Krantentassenwesens und nachweisen lassen wird, daß je fürzer die Arbeitszeit, um dagegen hat den Versuch gemacht, dazu übrigens durch die Chauvinisten selber gezwungen, die Unfehlbarkeit der Militärdie geradezu skandalöse Stellung, welche die so weniger intensiv gesundheitszerstörend die Vergiftung wirkt. justiz dokumentarisch zu beweisen. Auf den ersten Blick ſicht dies Aerzte dabei einnehmen, enthüllten. Einige m allgemeinen wird, und das heben auch die verständigsten aus wie ein Bugeständniß an die moderne Rechtsauffassung. In Aerzte führen zu ihrer Entschuldigung an, daß sie durch den Berichte wie die von Potsdam und Arnsberg hervor, die Wirklichkeit aber ist dies eine diktatorische Rechtsverlegung. Hat Konkurrenzkampf zu dem unwürdigen Ver- Art der Arbeit, der Zustand der Arbeitsräume, einmal die neue Regierung die Nothwendigkeit dokumentarischer halten getrieben würden, das sie laut Zeugniß tgl. preußi- bor allem aber der Lohn und die diesem entsprechende öffentlicher Beweise anerkannt, so blieb ihr nichts weiter übrig, scher Gewerbe- Aufsichtsbeamten einnahmen. Ernährung ebenso wie das Alter der Arbeiter ver- als, fraft des betreffenden Gesetzes von 1895, das Revisions. So heißt es in dem Berichte aus Oppeln: schieden maßgebend ouf die Gesundheitsschädigung bei verfahren im Dreyfus- Prozeß einzuleiten. So aber hat sich der Die Gewerbe- Aufsichtsbeamten sind im wesentlichen auf die gleicher Arbeitszeit für verschiedene Industrien und In- liche Rolle eines Revisionshofes, die dem Kassationsgericht zusteht, Kriegsminister Cavaignac mit seinen Kollegen die widergesez eigene Wahrnehmung angewiesen. Die meisten Kranken- dividuen sein. angemaßt. tajien Vorstände und fast alle kassenärzte gaben Und wie soll die Gesundheitsschädigung fe st geste IIt Soviel zur Kennzeichnung der rechtlichen Verirrung des radikalen auf die an sie gerichtete Anfrage überhaupt feine Antwort werden? Durch das Aussehen? Was beim reichen Ministeriums. Die Aerzte sind oft aus Rücksicht auf ihre Existenz, wie Mann für frankhaft gilt, ist beim Arbeiter normal. Durch Nun zu den von Cavaignac beigebrachten vier Dokumenten". einige auch unumwunden zugeben, wenig geneigt, Hebel: die Krankenkassen? Ganz abgesehen von der un- Die ganze Macht des Generalstabes und der entfesselten chauvinististände und Schäden aufzudecken, auch pflegen sie eine geregelte genügenden Statistik und der Unzuverlässigkeit unter den Stassen schen Leidenschaften offenbart sich vielleicht durch nichts so deutlich, Statistik gar nicht zu führen." Im Bericht aus den Bezirken Hildesheim und ärzten bieten sie schon deshalb kein richtiges Bild, weil die wie durch die Thatsache, daß Minister, von denen mehrere berufsArbeiter sich meistens erst dann frant melden, wenn sie mäßige Juristen und die sämmtlich jedenfalls Menschen mit gefunden Sinnen sind, auch nur einen Augenblick an die Beweiskraft jener Lüneburg wird erklärt: „ Die Höhe der in der Statistik der einzelnen Kaffen ent- bolt om men arbeitsunfähig sind, weil besonders Dokumente haben glauben können. Da war das Kabinet Meline, haltenen 3 ahlen hängt auch noch von manchen anderen für die Verheiratheten die Kassengelder nicht zur Erhaltung welches unter dem nunmehr als nichtig und lügnerisch erwiesenen Umständen ab, welche sich der Beurtheilung entziehen. der Familie ausreichen. Wurde aber die Gesundheits- Vorwande der Staatssicherheit" die Cavaignac'schen Dokumente Ein Arzt ist leichter geneigt, einen Krankenschein schädigung durch die Arbeit so start, daß der Arbeiter nicht hatte bekanntmachen wollen, doch viel gescheidter. " sein, es wird also darauf ankommen, wie sich die Linke zu der Frage stellt, ob ein Sozialdemokrat dem Präsidium angehören soll oder nicht." In der That, die Dokumente find inhaltlich nichtssagend oder bildet sie sich ein oder sucht sie glauben zu machen, eine„ eincher für Dreyfus günstig und formal liefern sie den Anhängern der seitige Zentralstelle für Arbeiter". Andererseits will sie gegen Revision neue starke Waffen. Nur zwei Dokumente datiren aus der die Aufnahme einer zuverlässigen Statistik über die Arbeiterdem Dreyfus- Prozeß vorangegangenen Zeit. Es sind aber die glei Gewiß hat die Sozialdemokratie nach den bisher vom Reichstag bereits bekannten Briefe( vom März und April 1894), in denen die verhältnisse nichts einzuwenden haben. Ja, was will sie denn geübten Gepflogenheiten das Anrecht auf einen Präsidentensiz. Verfaffer, zwei ausländische Militärattaché's, von einem Spion sprechen, eigentlich? Offenbar ist ihr, die sich auch als sozial Aber ob sie dies Verlangen stellen wird und wie sich die Ander nur mit dem Anfangsbuchstaben D. bezeichnet wird. reformerisch" aufspielt, das ganze Thema unbequem und deshalb gelegenheit dann gestalten könnte, darüber sollten sich die Herren der Das einzige Dokument, worin Dreyfus mit vollem Namen genannt bewegt sie sich in komischen Widersprüchen. Wollten die Konser Breffe vorläufig nicht ihre Köpfe zerbrechen, denn das Verhalten wird, datirt dagegen vom November 1896, d. h. just aus der Zeit, vativen ernstlich an einer statistischen Aufnahme der Arbeiter- unserer Fraktion kann erst festgestellt werden, wenn die Fraktion sich da Oberst Picquart ans Paris entfernt wurde, nachdem er mit verhältnisse mitarbeiten, dann hätten sie nicht stets und stets allen versammelt hat. Genehmigung seines Vorgesetzten, des Generals Gouse, der derartigen Bestrebungen anderer Parteien die größten Schwierig. Wenn die Deutsche Tagesztg." der obigen Notiz hinzufügt, fie Schuld des Efterhazy und der Unschuld des Dreyfus auf die feiten gemacht, dann hätten sie z. B. nicht dafür gewirkt, daß würde bebauern, wenn die tonservative Frattion Spur gekommen war! Also selbst die Echtheit dieſes Schriftstückes die Reichskommiffion für Arbeiterstatistit nur noch eine eine Stelle im Präsidium annahme, so glauben wir, zugegeben, wäre es von feinem Belang für die Rechtlichkeit des die„ Deutsche Tagesztg." dürfte allerdings leicht zu diesem awei Jahre vorher gefällten Dreyfus- Urtheils. Aber das Schattenkommission geblieben ist. Bedauern" Veranlassung bekommen. Denn wenn die Herren Schriftstück ist eine offenbar plumpe Fälschung. Es ist derselbe Dann mißfällt der Kons. Korresp." unsere Betrachtung Konservativen erst dann wieder in das Präsidium eintreten wollen, Brief, der vom General Pellieux im Prozeß Bola als lezte Rettungs- über die Bevormundung, der man die Unterbeamten wenn ein Hurrah- und Bismardfeierlichkeiten geneigter Reichstag planke beigebracht wurde. Oberst Picquart hat damals sofort unterwerfen wolle. Da ist die„ Kons. Korresp." so geistes- wiederkommt, so dürfte sie bis in alle Ewigkeit warten müssen. unter Eid den Brief für eine Fälschung erklärt, und verlassen, daß sie nur" Retourkutschen" loszulassen weiß. Wenn Neber den Wahltermin für den preußischen Landtag Labori, Bola's Vertheidiger, hat dies überzeugend nachgewiesen. wir Besserung der Lage der Unterbeamten forderten, so findet finden in der Presse Erörterungen statt. Nach den„ B. N. N." Jetzt, δα Cavaignac den Wortlaut des rettenden Dokuments verlesen hat, springt die Fälschung jedermann in die sich das konservative Organ damit ab, daß es sagt, auch die werden diese Wahlen erst Ende Oktober oder Anfang November Augen. Der Brief soll von einem derselben Militärattachés fozialdemokratischen Arbeiter befäßen nicht Schlösser" stattfinden, ein bestimmter Beschluß scheint noch nicht gefaßt zu sein. schrieben worden sein, die im März und April 1894 von dem D. wie Bebel und Vollmar. Abgesehen davon, daß diese Zur Wahlstatistik wird uns aus medizinischen Kreisen nachAls Beweis für die Identität des Ursprungs berief sich Schlösser" nur in der von Sozialistenhaß von Sozialistenhaß benebelten folgende recht interessante Betrachtung zugesandt: Bei den ver Phantasie der Herren von der Kons. Korresp." existiren, so gleichenden Betrachtungen über den Zuwachs oder die Abnahme an ist der Unterschied doch wohl der, daß die Bebel und Vollmar Stimmen bei den verschiedenen Parteien ist bis jetzt ein Moment jedenfalls ihr Leben daran sezen, den Arbeitern zu helfen, barf, wenn man zu einem einwandsfreien Urtheil gelangen will; ganz außer Rechnung geblieben, welches nicht vernachlässigt werden während die Konservativen alles thun, um dieselben im Elend das ist der Umstand, daß die verschiedenen Parteien sich aus sehr zu erhalten. Und wenn die Kons. Korresp." auf unsere verschiedenartigen sozialen Schichten rekrutiren, verschiedenartig Kritik, daß die Podbielski, Thielen und Genossen ihre wegen der durchschnittlichen Lebensdauer der ihnen angehörigen Leute" als bloße Maschinentheilchen" betrachten, nichts Individuen. waren. ge= " " " Cavaignae darauf, daß alle drei Briefe mit blauem Stifte" geschrieben find! Wie kommt es aber, daß die Briefe von 1894 in durchaus forrettem Franzöfifch abgefaßt find, während derrettende" Brief von 1896 von den gröbsten grammatikalischen Fehlern strogt?! Bu alledem ist es bezeichnend, daß General Bellieng vor dem Schwurgericht ganz andere Beweise für die Echtheit des Briefes angeführt hatte, die aber von der Vertheidigung freilich in ihr Nichts zurückgewiesen worden Schließlich die Geständnisse" des Dreyfus. Cavaignac hatte weiter zu sagen weiß, als daß unsere Parteigenossen„ nur Von einem Wahltermin zum anderen hat eine jebe Bartei, fich bekanntlich zur Stellung eines Vaterlandsretters aufgeschwungen Maschinentheilchen für die Wahlmaschinerie der sozialdemo- wenn sie nicht nur ihren Befihstand an Stimmen behaupten, durch seine Forderung an das Kabinet Meline, den amtlichen Be- kratischen Parteigrößen find," so übersieht die„ Kons. Storr." sondern ihn auch vermehren will, offenbar die doppelte Aufgabe, den richt über fene Geständnisse zu veröffentlichen. Meline hütete fich, nur das eine, worauf es gerade ankommt, daß die sozialdemo- Stimmenverlust, den sie in ihren Reihen durch den Tod das zu thunnatürlich im Namen der Staatssicherheit". Aber kratischen Parteigrößen" feine Erlasse herausgeben, ähnlich darüber hinaus neue Anhänger zu werben. Letzteres bleibe hier fortgesetzt erleidet, wieder zu decken, andererseits noch auch Cabaignac hat den Bericht nicht verlesen. Und warum? Weil denen, durch welche die Regierungsgrößen" die Poſt- und außer Betracht; was aber den ersteren Bunkt anbetrifft, so wird er, wie Jaurès neulich enthüllt und wie Dupuy und Cavaignac sonstigen Staats- und Reichsbeamten zu stummen Werkzeugen hier offenbar diejenige Partei am ungünstigsten gestellt sein, deren bestätigen mußten, erst im Oftober oder November 1897, das heißt im Beginn der Dreyfus Campagne, auf Verlangen des General- ihrer Herrscherpolitik machen wollen. Anhänger das fürzeste durchschnittliche Lebensalter erreichen, und stabes abgefaßt wurde!... Ant stelle dieses Berichtes verlas Endlich hat die„ Kons. Korr." den gescheidten Einfall, der dies ist bei der hauptsächlich durch das industrielle Proletariat Cavaignac eine Tagebuch- Notiz des Hauptmanns Lebrun Sozialdemokratie aus Anlaß unserer Beschwerden über die repräsentirten Sozialdemokratie der Fall. Ein Fabrikarbeiter wird Senanit, welche am Tage der Deportation des Dreyfus auf Maßregelungen in Oberschlesien- vorzuwerfen, sie ver- im Durchschnitt 35 Jahre alt; er kommt also während seines ganzen geschrieben worden sein soll. Aber selbst in dieser verdächtigen stoße gegen ihren Grundsatz vom gleichen Recht für alle", wenn sie Anders bei den Angehörigen aller übrigen Bevölkerungsschichten, die Lebens im günstigsten Falle dazu, dreimal sein Wahlrecht auszuüben. Notiz betheuert Dreyfus seine Unschuld und spricht von den Unternehmern nicht das Recht zubillige, rücksichtslos ein höheres Durchschnittsalter( bis zu 50 Jahren) erreichen. Speziell ausgelieferten Dokumenten nur zum Zwecke, fich wichtigere mili- gegen die Arbeiter zu verfahren, wofern von den Arbeitern die Angehörigen der Bourgeoisie und des Mittelstandes stimmen während tärische Dokumente aus dem Auslande verschaffen zu können. Der Verstoß ihres Lebens nicht mir dreimal, sondern vier- bis siebenmal, woraus Es fehlt der Raum, um die ganze Unmöglichkeit dieser irgend eine Bedingung nicht erfüllt wird." Geständnisfe" zu erweisen. Daher nur die Bemerkung, daß Jaurès gegen jenen Grundsatz soll nämlich darin liegen, daß die erhellt, daß bürgerliche Partein weit weniger Lücken, hervorgerufen durch nach wie vor sich bereit erklärt, unter dem Zeugeneide auszusagen, Sozialdemokratie für die Arbeiter rücksichtsloses Verfahren Todesfall unter ihren Anhängern, auszufüllen haben, als z. B. die daß Dupuy, Ministerpräsident zur Zeit des Dreyfus- Prozesses, ihm gegen die Unternehmer als gutes Recht in Anspruch nehme. Sozialdemokratie. Je tiefer herab auf der sozialen Stufenleiter, um Lebrun- Renault hätte, von Dupuh zur Rede gestellt, gelenguet, von die Konf. Korr." gefälligft auch nur einen einzigen Fall an- fchäßungsweise berechnen, daß von den 1786 000 Wählern, die sie ( Jaurès) während des Bola- Prozesses aufs bestimmtefte erklärt habe, Diesem Vorwurf gegenüber stellen wir die Frage: Will uns so mehr überschreitet also der thatsächliche Stimmenzuwachs die bei der Wahl ermittelte giffer. So läßt sich z. B. für unsere Bartei Dreyfus Geständnisse empfangen zu haben. Und Dupuy hat es bei führen, wo die Sozialdemokratie irgend welches Vorgehen im Jahre 1893 auf sich vereinigte, bis zum Jahre 1898 ca. 150 000 aller Feigheit doch nicht gewagt, Jaurès' Enthüllung offen und direkt gegen einen Unternehmer wegen feiner politischen verstorben sind, daß also der wirkliche Stimmenzuwachs im letzten zu bestreiten.. Gavaignac hat für die Revision des Dreyfus- Prozesses auch inGesinnung angerathen hätte? Die Aufwerfung dieser Jahrfünft nicht ca. 350 000, sondern etwa eine halbe Million bedirekt, durch seine Verschweigungen, viel geleistet. Es fiel allgemein einfachen Frage genügt, um die Blödigkeit des Vergleiches, tragen hat. Demgegenüber verliert die vereinzelte Stimmenzunahme auf, daß er es vermieden hat, das Dreyfus Urtheil den die" Kons. Korr." zieht, zu verdeutlichen. bei anderen Parteien in demselben Maße an Bedeutung, wie fich als gefezlich" zu bezeichnen. Die beiden Briefe von Mit solchen Windbeuteleien und Trivialitäten glaubt das diefelben aus sozial günftiger gestellten Bevölkerungsschichten zu 1894 mit dem Anfangsbuchstaben D. find eben jene famofen ge- offizielle Organ der konservativen Partei gegen die Sozialsammensetzen. heimen Dokumente, die Dreyfus und deren Bertheidiger unbekannt demokratie kämpfen zu dürfen. Auch die Thatsache, daß ein vorgelegt wurden. Ferner geftand Cavaignac die Mittheilung größerwerden bisher nicht hindern konnte, veranlaßt die geblieben sind und bem Kriegsgericht erst im Berathungszimmer derartiger Kampf gegen die Sozialdemokratie deren Immer der geheimen Dokumente noch deutlicher bezw. ungeschickter Herrschaften nicht zur Einkehr bei sich selbst. Sie fahren un ein, indem er rundweg erklärte, die Verurtheilung Esterhazy's auf beirrt fort zu verleumden und findestöpfiges Zeug zu produgrund des Bordereau's. d. H. der einzigen geseglichen Grundlage des Dreyfus Prozesses, hätte noch immer ziren. Kein Wunder, daß wir dabei sehr gut die Inschuld des Dreyfus nicht erwiesen gedeihen! " Die deutsche Goldwährung bestand am 9. d. m. 25 Jahre. tapitalistischen Entwidelung entsprach und sich, tros der agrarischen Durch das Münzgesetz vom 9. Juli 1878 erhielt das Deutsche Reich eine Geldverfassung, welche den wirthschaftlichen Bedürfnissen der, Kritiken, bewährt hat. der Goldwährung hatten Adolf Soetbeer, Otto Michaelis, Ludwig Das Hauptverdienst an der Durchführung Bamberger, Rudolf Delbrück, welche letztere zwei noch heute leben. Die internationale Zuckerkonferenz soll zufolge einer Nach " Die 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands son, wie die Germania" erklärt, in Krefeld, vom 21.- 25. August; abgehalten werden. ,, Proletariat, d. H. eine nur aus befiglofen Vagabunden bestehende Menschentlasse"- also zu lesen in der heutigen Nummer der" Post", dem Organ des„ Laufejungen"-Stumm. Auch dies Wort wird gemerkt werden. Das einzig geschickte vom Standpunkt des Generalstabes ist der Das neue französische Ministerium wird von der richt des B. T." aus Brüssel bestimmt im Oktober wieder Entschluß Cavaignac's, Esterhazy endlich ein klein wenig den russischen Regierungspresse auffallend fühl behandelt. Es zusammentreten. Deutschland, Oesterreich, England, Belgien, standalösen Schuß, den dieser bisher genoß, zu entziehen. Das war ist dies nichts Zufälliges, nicht Ergebniß einer bloßen Laune. Holland, Spanien und Schweden sollen schriftlich ihre unbedingte ein unvermeidliches Opfer, nachdem der Untersuchungsrichter Bertulus schon seit Wochen die Echtheit des Ulanen- Briefes festgestellt hatte. Die gleiche Erscheinung trat schon dem Ministerium Bour- Zustimmung zur Abschaffung der Zuckerprämien gegeben haben. Beiläufig, desselben Ulanen- Briefes, den die Schreibsachverständigen" geois gegenüber zu tage. Die französischen Radikalen, Rußland und Frankreich sei bis zum Oktober Zeit gelassen worden, im Prozeß Esterhazy als gefälscht erklärt hatten! Aus diesem Grunde Brisson und Cavaignac so gut wie Bourgeois, schämen sich wie die Dinge liegen, dürfte auch die neue Konferenz gleich den um der Konferenz ihre Vermittelungsvorschläge zu unterbreiten. ist aber auch die verspätete Verweisung Esterhazy's vor einen doch ein wenig der elenden Rolle, die Frankreich als Lakai früheren erfolglos auslaufen. Disziplinarrath neues Waffer auf die Mühle der Anhänger der Rußlands in den letzten Jahren hat spielen müssen und sie Revision. suchen wieder etwas Fühlung mit England zu gewinnen. Daß die Kammer, die neue Kammer, ihre Vorgängerin an Feig- Das will man natürlich in Petersburg verhüten, wo man heit übertraf, fann nach dem Ausfall der Wahlen nicht verwundern. sehr wohl weiß, daß Rußland seine jeßige einflußreiche, ja Der öffentliche Anschlag der Rede Cavaignac's wurde( nach den berichtigten Zahlen) e instimmig votirt, ohne daß ein einziger Ab- dominirende Stellung der Allianz mit demselben Frankreich geordneter es gewagt hätte, vom Kontrollrecht eines Wolfsvertreters verdankt, das es zur Lakaienrolle herabgedrückt hat. Deshalb Gebrauch zu machen und die offenkundigen Haltlosigkeiten und verhält sich die russische Diplomatie wenig freundlich gegen Widersprüche der Rede zu kennzeichnen. Nur 13 Sozialisten haben über dem neuen französischen Ministerium und ist gern Nach den Kriegervereinen die Turnervereine. Ein Mitglied fich neben ein paar Nicht- Sozialisten der Abstimmung ent- bereit, an feiner baldigen Abwirthschaftung mitzuwirken.- des Turnvereins zu Schweidershain b. Waldheim hatte während halten, 24 Sozialisten stimmten mit der ganzen, Kammer für den öffentlichen Anschlag des Generalstabs- Manifestes! Die Einverleibung Hawai's seitens der Vereinigten der Wahl sozialdemokratische Flugblätter ausgetragen. Dies VerStaaten fann man nunmehr als vollendete Thatsache betrachten. brechen mußte gerochen werden, er erhielt von dem Turnrath, ein Die" Petite République" tadelt die Haltung der sozialistischen Mac Kinley hat den letzten Kongreßbeschlüssen zugestimmt, ein Kriegs- Schreiben, in dem ihm bekannt gegeben wurde, daß er in geheimer Fraktion und Jaurès schreibt in einem„ Briefe an Cavaignac", schiff dampft bereits den Zuckerinseln zu, um dort die Nationalflagge Sigung“ des Vorstandes aus dem Verein ausgeschlossen worden sei. er fei mehr denn je überzeugt, daß ein monströser Gerichts zu hissen. Das Pflanzerkapital hat nach jahrelangen Wühlereien das Aber die Turner scheinen doch etwas nachsichtiger zu sein.„ Es bleibt irrthum begangen wurde Die unerschrockenen Gewissen werden Biel feiner Wünsche erreicht, - so heißt es in dem Schreiben Ihnen jedoch vorbehalten, später: in ihrem schonungslosen Kampfe gegen alle Lügen, gegen alle Niederund nach erfolgter Reue Für die Union dürften die Schwierigkeiten jedoch jetzt erst behin, nach nachweisbarer trächtigkeiten fortfahren. ginnen, wie ja bei allen kolonialen Erwerbungen der Anfang das Besserung sich beim Vereine zur Wiederaufnahme anzumelden." Leichteste ist. Von etwaigen Protesten Japan's und vielleicht Wird sich der Sünder nun bessern? auch China's schen wir dabei ganz ab, obwohl sie während der Borbereitung der Annektirung häufig genug nach Washington gerichtet wurden. Ernstliche Folgen werden sie auch bei ihrer Wieder holung so wenig haben wie früher. Die Schwierigkeiten liegen darin, daß die Angliederung der hawai'schen Kolonien wahrscheinlich zu einem vollständigen Bruch mit der bisherigen politischen leberlieferung Amerika's nöthigen wird. " . Politische Mebersicht. . " 1 " Schon damals' Ju ostpreußischen Jagdrevier des Kaisers, der Rominter Haide, wurden im Frühjahr des Jahres die Mannschaften des Pionier- Bataillons Fürst Radziwill monatelang mit der Ver. tilgung der Nonnenraupe beschäftigt. sprachen wir unsere Verwunderung darüber aus, ob die Ausbildung der Soldaten darunter nicht zu leiden habe. scheinend fann aber die militärische Ausbildung An= von Berlin, den 9. Juli. Die Krenzzeitung" und das sonstige reaktionäre Zeitungsgeschwister, vor allem die Organe des Scharf machers von Saarbrücken und des Thomasphosphatmehl Praktikanten von Ploek scheinen daran zu verzweifeln, daß die Regierung sich zu einer Revolution von oben" herbei. Seit ihrer Errichtung hat die große Republit jenseits des Pionieren, die sonst länger dauern soll, als die einLassen wird. Alles Streicheln und Schmeicheln am Reichs. Meeres zwar ungeheure Landstriche ihrem Besisstande zugefügt, facher Infanteristen, in recht kurzer Zeit vorgenommen werden. tanzler, das Reichstagswahlrecht zu reformiren", will nichts aber immer handelte es sich vielleicht mit Ausnahme Alaska's Es sind nämlich wiederum Mannschaften des genannten Pioniernügen. Die Regierung schweigt. Auch der„ lebermensch" um Gebiete, die geographisch und politisch leicht verschmolzen und bataillons in die Rominter Haide geschickt worden, um dort Blod Die Sandwichinseln liegen tausende häuser aufzubauen. Dieselben werden in Rominten( Theerbude)' im Sachsenwald hat zunächst kein Glück mit seinem affimilirt werden konnten. von Meilen von der amerikanischen Stifte entfernt mitten und Szittlehmen Quartier beziehen und zwar anfänglich 1 Offizier, Belfern nach einem neuen Sozialistengesetz. So müssen denn im Stillen Ozean. Eingeborene und Asiaten, aber wenige 4 Unteroffiziere und 30 Mann, später bis zu 4 Offizieren, 11 Unterdie kleinen Mitter" der Reaktion dienstbar gemacht werden Europäer bilden ihre Bevölkerung. Weder als" Staat" noch als offizieren und 88 Mann. und einstweilen bildet die Heze gegen die Berliner Stadt Territorium" wird dieser Bissen leicht zu verdauen sein. Gegen Aus Ostpreußen. In Nr. 155 unseres Blattes hatten wir berordneten Versammlung das Hauptthema für das vier eine Beamtenverwaltung wie in Alaska und im Indianergebiet von der Beschlagnahme eines Packets Flugblätter durch den Gemeindeblättrige Reaktions Kleeblatt Bismard- Stumm- Ploetz werden sich jedoch wiederum die Pflanzer auflehnen, die bisher die vorsteher eines Ortes im Kreise Labiau berichtet. Unsere Notiz Kropatscheck. Diese braven Vertheidiger von„ Sitte, Religion Republik, in den Händen hatten, nachdem 1893 mit dem alten fagte dann weiter, daß auf Recherchen bei der Postbehörde unseren und Ordnung" schreien immer noch Zeter Mordio darüber, patriarchalischen Kanakentönigthum aufgeräumt worden war. Dazu Parteigenoffen die Mittheilung geworden sei, der Landrath habe die kommt die völlig veränderte diplomatische und militärische Stellung Flugblätter vernichten lassen. daß unser Genoffe Singer zum Mitgliede der städtischen der Union, sowie diese erst einen fernabliegenden Kolonialbejių zu Schuldeputation in Berlin gewählt ist und setzen Himmel und schützen hat, der an kommenden inneren und äußeren Verwickelungen Hölle in Bewegung, um die Thätigkeit Singer's in der nichts zu wünschen übrig lassen wird. Deputation zu hintertreiben. Namentlich liegt der Kreuz- Wenn gar noch die Philippinen den Vereinigten Staaten Zeitung" die Geschichte schwer im Magen drei Leitartikel dauernd zufallen follten, so werden die amerikanischen Arbeiter recht hat sie dieser Kasus schon gefoftet. Es ist kostbar, wie auch diese bald fühlen, was die Politik fulonialer Erwerbungen zu bedeuten verhältnißmäßig so unbedeutende Angelegenheit zum Prüfftein hat, nicht blos für den Stenerzahler, sondern für den ganzen für die Loyalität, Vaterlandsliebe und Königstreue des Charakter des politischen Lebens überhaupt. Magistrats aufgebauscht wird und wie die reaktionären Dunkelmänner alles aufbieten, um es zu einem Konflikt zu treiben. Denn das ist des Pudels Kern- die Leutchen glauben, wieder einmal im Trüben fischen zu können. Ob die Regierung sich diesem Treiben willfährig zeigen wird? Uns fann es recht sein.Eine ganze Garnitur thörichter Schwätzereien bringt die Konservative Korrespondenz". Von einem„ ReichsArbeitsamt" will sie nichts wissen, denn das wäre, so Dentsches Reich. ماء Bitte abwarten! Das Präsidium des neuen deutschen Reichstags bildet den Gegenstand von Preßerörterungen. Die Mil. u. Bol. Korr." schreibt darüber folgendes: Berichtigung auf. Das Packet habe Druckschriften enthalten, die durch Herr Landrath Rötger in Labiau fordert uns jedoch zu einer Beschlüsse der Straffammer des Landgerichts Insterburg beschlagnahmt gewesen seien. Er habe die Vernichtung derselben nicht angeordnet, sondern sie seien der Staatsanwaltschaft in Insterburg zugesandt worden. Wir werden weitere Auskunft über den Sachverhalt von unserem ostpreußischen Korrespondenten einholen. Vorläufig erscheint u verständlich, wie die Postdirektion in Königsberg, wenn die Schilderung des Landraths zutreffend ist, die Auskunft ertheilen konnte, der Landrath habe die Flugblätter vernichten lassen. Die Sache wird sich ja aufklären lassen. Ungarn. " Der neugewählte Reichstag wird gleich nach seinem Zu- Der autonome ungarische Zolltarif- Vorschlag, den die unsammentritt stürmische Szenen erleben, weil die Sozialdemokraten garische Regierung für den Fall des Nichtzustandekommens des Aus das Verlangen stellen werden, in der Leitung der Geschäfte gleiches mit Oesterreich bis Ende dieses Jahres in Vorschlag gebracht des Hauses mit vertreten zu sein. Das Zentrum dürfte hat, stellt sich als ein Hochschutzoll- Tarif dar, dessen diesem Anspruch in seiner Mehrheit Folge zu geben geneigt Einführung nicht nur den Zoukrieg mit Desterreich bedeuten, " Frankreich. Afien. Partei- Nachrichten. # = V zur fondern auch die ungarische Bevölkerung aufs allerschwerste schädigen Rom richtete, protestirt fte gegen das Projett einer Bekanntlich hatte die Berliner Stadtverordneten- Berfammlung muß. Die übermäßigen Säge des Tarifs scheinen vorläufig nur provisorischen Regierung auf Kreta, betont die Un- am 17. März beschlossen, die im Kampfe für die Freiheit im Jahre als Drohung gegenüber Desterreich aufgestellt zu sein. gesetzlichkeit der tretensischen Nationalversammlung und ladet behufs 1848 gefallenen Berliner Bürger durch Niederlegung eines Kranzes Auch der Bester Lloyd" ist der Meinung, daß die veröffent Lösung der Frage zu Berathungen mit der Pforte ein. auf dem Friedhof im Friedrichshain zu ehren. Der Oberbürger lichten Pofitionen des Tarifes den 8ollkrieg bedeuten und die Die französische Botschaft drang infolge neuer In- meister beanstandete alsbald auf Anordnung des Oberpräsidenten Ausarbeitung des Tarifes lediglich deshalb erfolgt sei, damit Ungarn struktionen aus Paris abermals bei der Pforte darauf, daß die den Beschluß, weil er über die Befugnisse der Stadtverordneten, die im Falle des Scheiterns der Ausgleichsaktion und nach Ablauf des Frage der Reklamationen französischer Staatsangehöriger in betreff Gemeinde Angelegenheiten zu berathen, hinausgehe geitenden Gesezes nicht ohne jeden Behelf bleibe. Kein vernünftiger der während der armenischen Unruhen erlittenen Verluste geregelt(§ 35 der Städte Ordnung). Der Oberpräsident war sogar soMensch in Ungarn suche den wirthschaftlichen Kampf und wolle zu einem werde. Wenn die Sache nicht bis zum 9. d. M. geordnet sei, werde weit gegangen, bon einer politischen Demonstration solchen herausfordern. Selbst im Falle der Trennung werde nur an eine die französische Regierung die nothwendigen Maßnahmen treffen. Verherrlichung der Revolution zu sprechen. Die StadtverordSeparation gedacht, bei welcher sich die beiden Staaten ganz Die italienische Regierung hat bereits Schritte in Paris gethan, um neten- Versammlung focht dann jene Beanstandungs- Berfügung besondere Begünstigungen mit Ausschluß des sich an den Vorgehen Frankreichs zu betheiligen. mit der Klage an. Die Angelegenheit fam gestern vor dem zweiten weiteren Auslandes gewähren. Für diese Eventualität Senat des Ober- Verwaltungsgerichts zur Verhandlung. As Verhaben selbst den extremsten Anhängern der Trennung stets besondere treter der Stadtverordneten- Versammlung war Rechtsanwalt Hugo Begünstigungen und Erleichterungen für Oesterreich vorgeschwebt. Aber Bom Aufstand in Süd- China. Aus Hongkong wird vom Sachs erschienen, während der angeklagte Magiftrat, wie vorausdem übrigen Auslande gegenüber, dem Ungarn entweder nichts zu 8. Juli telegraphirt: Das Kanonenboot" Tweed" ist heute Mittag bieten habe oder so viel bieten müßte, daß die Grundpfeiler des bieten habe oder so viel bieten müßte, daß die Grundpfeiler des nach Wutschau abgegangen. Es wird berichtet, daß der Aufstand zusehen war, sich nicht vertreten ließ. Der Minister hatte den OberTarifes zusammenbrechen, würde der organische Zusammenhang sich nach Kwangst ausbreitet. Yungtſchin und Beiliuhsien sind ge- fandt. Der Referent des Gerichtes trug nicht nur den eigentlichen kurzen präsidialrath v. Bethmann- Hollweg als Kommissar zur Verhandlung gedieses Tarifes einfach verloren gehen. Man weiß wahrhaftig nicht, was fallen und Swachau, Wuchnen und Wutschau sind jetzt bedroht. Thatbestand vor, sondern ging in seinem Referat ausführlich auch man mit den traffen Agrarzöllen beginnen soll. Hat der auf die Verhandlungen der Stadtverordneten- Versammlung ein, die Verfasser des Entwurfes an die Beziehungen Ungarns zum Orient die Denkmalsfrage betrafen. Besonders hervorgehoben gedacht? Die Erhöhungen sind nicht genügend motivirt und nicht wurden die Ausführungen des Stadtv. Singer, so die, nach einem bestimmten Systeme durchgeführt. Bei den Industrie- Dr. Pankhurst. Die englische Sozialdemokratie hat einen daß die sozialdemokratische Frattion teinen Zweifel dazöllen, namentlich den Textilzöllen, gewahrt man einen totalen schweren Verlust erlitten durch den Tod Dr. Pankhurst's in Man- rüber laffen wolle, daß sie für die Errichtung eines Mangel an Einheitlichkeit. Man darf wohl sagen, daß Ungarn chester, eines Mitgliedes der" Unabhängigen Arbeiter- Partei" und Denkmals einzig und allein stimmen werde, um den großen diesen Tarif in unveränderter Form nicht zu eines der fähigsten und eifrigsten Propagandisten der Sozial- Tagen der Revolution ihr Andenten zu weihen. Es erhielt darauf ertragen bermöchte. Die Vertheuerung der demokratie in England. Dr. Pankhurst, der sich der Laufbahn Rechtsanwalt Sachs das Wort, die Klage zu begründen. Konsumartitel wäre so bedeutend, daß alle Schichten der eines Rechtsanwalts gewidmet hatte, trat schon im Jahre Er verwies zunächst darauf, daß der Magistrat in seiner Bevölkerung davon betroffen würden. 1883, wo er in Manchester als unabhängig"-radikaler Kandidat sich Klage- Beantwortung ausdrücklich nur die Gründe des um einen Parlamentssig bewarb, auf die politische Bühne und ent- Oberpräsidenten anführe. Hieraus gehe hervor, daß Magistrat wickelte sich sehr bald zu einem überzeugten Sozialisten. Seit Mitte und Stadtverordneten= Versammlung einig seien. Weiter Paris, 9. Juli. Die gegen Esterhazy wegen des Ueber der 80er Jahre für den Sozialismus thätig, hat er, unterſtügt von führte Redner aus nach einem Erkenntniß des Obera falles auf Bicquart eingeleitete Untersuchung wurde suspendirt, feiner Gattin, die an Begeisterung und Talent ihm gleich ist, un Verwaltungsgerichts habe die Stadtverordneten- Versammlung die bis die von dem militärischen Disziplinargericht zu ermüdlich für unsere Sache gewirkt als Redner, als Schriftsteller fittlichen und wirthschaftlichen Intereffen der Gemeinde zu pflegen. fällende Entscheidung getroffen fei. und als Rechtsanwalt. Die Niederlegung eines Kranzes am Grabe der Berliner MärzClemenceau erklärt in der„ Aurore", es könne kein Zweifel Am legten Internationalen Arbeiterkongreß( in London) nahm gefallenen durch eine Abordnung der Stadtverordneten sei nun nichts obwalten, daß der von Cavaignac zitirte Brief, in welchem Dreyfus er, nebst seiner Frau, als Delegirter theil. Der Verlust einer solchen als ein Ausdruck der Pietät und Dankbarkeit und als solcher mit vollem Namen genannt wird, eine lächerliche Fälschung Straft ist für die Partei um so schmerzlicher, weil Pankhurst in der die Erfüllung einer sittlichen Pflicht. Die Ausführungen einzelner fei; das Argument Cabaignac's, daß dieser Brief auf demselben Blüthe der Kraft und in einem Lebensalter weggerafft ward, wo Redner in der Stadtverordneten- Versammlung seien gar nicht heranPapier und mit demselben blauen Stift geschrieben sei, erscheine ihm noch reiches Leben der Thätigkeit für die Partei beschieden schien. zuziehen, im übrigen könnten ihnen diejenigen Reden entgegengehalten geradezu kindifch. Aehnlich äußert sich Jaurès in der Petite Ehre seinem Andenkey! werden, die gelegentlich Bewilligung von Beihilfen zur Bentenar Républiqué": Schon der unglaublich fehlerhafte Stil zeige, daß eine Fälschung vorliege, welche an Plumpheit die bekannten Norton- in Amerika schreibt unser New Yorker Korrespondent man die Niederlegung des Kranzes verbiete, hätten 160 000 m. Ueber die Ankunft der Wahlnachrichten aus Deutschland feier gehalten worden seien. Dieselben Stadtverordneten, denen Fälschungen übertreffe. unterm 23. Juni: ersten Kabelnachrichten über die aus allgemeinen Mitteln für die Hundertjahr Feier hergegeben. Die Dreyfus feindlichen Blätter verlangen die strengsten Wahlen in Deutschland waren so ungewiß und schwankend, Die Behauptung, fie hätten diesmal die Revolution verherrlichen Maßregeln gegen die Führer der Dreyfus- Partei, welche sichtlich wie nie zuvor, und dies ließ annehmen, daß wir sehr wollen, falle also in sich zusammen. Und sei die Bentenars entschlossen seien, die Kampagne fortzusetzen. " unangenehme" Fortschritte gemacht haben. Hätten wir, wie feier und seien andere Jubiläen und Feierlichkeiten, woran Paris, 9. Juli. In dem Verleumdungsprozeß der Schreib- dies die hiesige deutsch- kapitalistische Presse bei jeder passenden Ge- die Gemeinde hervorragend Antheil nahm, nicht polifachverständigen gegen Emile Zola und den Heraus- legenheit ihren Lesern auftischte, schon bei den vorigen Wahlen tische Afte gewesen? Da sei man nicht gegen geber der„ Aurore" verkündete heute das Zuchtpolizeigericht das unseren„ legten Mann" ins Feld geschickt gehabt und wären also die Stadtverordneten- Versammlung eingeschritten. Der Oberpräsident Urtheil. Bola wurde zu 2000 Frants Geldstrafe und 15 Tagen diesmal nicht in vermehrter und verbesserter Auflage" erschienen, meine, er habe nichts gegen Ehrungen bedeutender Männer, die auf Gefängniß unter Anwendung des Gesetzes über den Strafaufschub so würde das Kabel weniger zurückhaltend" gewesen sein. Immer dem Boden des Bestehenden ständen. Solch Messen mit zweierlei verurtheilt. Ferner wurden Bola und der Herausgeber der„ Aurore" hin sette es 27 Siege und 57 Stichwahlen auf unser Konto; nach Maaß sei unzulässig. Rechtsanwalt Sachs wies schließlich dokumentarisch solidarisch zur Bekanntgabe des Urtheils in zehn Beitungen und zur und nach läpperte sich's aber immer mehr zusammen, so daß wir nach, daß die Todtenfeier am 22. März 1848 nicht von einer politischen Zahlung von 5000 Frants Schadenersatz an jeden der drei Schreib- heute unterrichtet sind, in 33 Wahlkreisen gefiegt zu haben und in Partei, sondern vom ganzen Volte begangen worden sei. Die sachverständigen verurtheilt. 97 in die Stichwahl zu kommen, sowie über zwei Millionen Stimmen Feier habe sich zu einem Afte edelster Versöhnung gestaltet. Das England. erhalten zu haben. Und dies, obwohl im allgemeinen die Wahl- Volk in allen seinen Schichten habe damals die Märzgefallen nicht Wir als Meuterer, sondern als Märtyrer angesehen und geehrt. betheiligung als eine unerwartet schwache gemeldet ward. London, 7. Juli.( Eig. Ber.) Ein Stüd Finanz und fönnen also aus vollem Herzen gratuliren! Und es sind heute Jezt nach 50 Jahren habe sich nun die Stadt durch ein bescheidenes Breßlorruption. Erpressung oder Bestechung? Das ist das nicht, wie früher, fast ausschließlich deutsche Genossen, Beichen dem Dante jener Generation anschließen wollen, artige Thema einer Bolemit, die sich zwischen dem verkrachten Geldmann Hooley und seinen Freunden einerseits und den Redaktionen welche das Wahlresultat mit freudiger Genugthuung begrüßen, Dieser Att von Pietät und Dankbarkeit, die jedem edlen Wollen gemann Hooley und seinen Freunden einerseits und den Redaktionen verschiedener Zeitungen andererseits entsponnen hat. As Herr Hooley Hat doch gerade in den letzten fünf Jahren unsere Partei ihren Bu bührten, sei die Erfüllung einer fittlichen Pflicht im Seine Beanstandung müsse deshalb aufsich genöthigt sah, seine Zahlungen einzustellen, hatte er nichts wachs vorwiegend aus den Reihen der anglo- amerikanischen Arbeiter eminentesten Sinne. sich genöthigt sah, seine Zahlungen einzustellen, hatte er nichts erhalten, so daß angenommen werden kann, daß sie in den gehoben werden. Eiligeres zu thun, als der Welt durch Reporter kundzugeben, 320 Parteisektionen, die sich heute in 38 Staaten der Union bedaß Herr v. Bethmann Hollweg legte hierauf den Stander das Opfer unerhörter Erpressungen von feiten der Hyänen des Geldmarktes und Die Niederlegung eines Kranzes an forrupter Redaktionen finden, das Hauptkontingent bilden. Es sind dies sattelfeste" punkt der Regierung dar. sei. Namen nennen," schrie Genossen, welche nicht von der Kinderkrankheit des Debs'schen echt einem Grabmale enthalte oft neben dem Ausdrucke der Pietät eine im Chorus aus einer Anzahl Redaktionen, denn alle fühlten sich verdächtigt. amerikanischen Sozialismus" angesteckt worden sind und von denen Ehrung. Eine Ehrung sei auch hier beabsichtigt worden, und zwar fein Rückfall zu befürchten ist!" könne nicht angenommen werden, daß die einzelnen Personen geehrt Aber Herr Hooley erklärte, er werde erft mit Namen herausrücken, ein Rückfall zu befürchten ist!" wenn es zur Abrechnung vor dem Konkursverwalter gekommen sei. werden sollten, die auf dem Friedhof liegen. Vielmehr hätten hier Nur soviel ließ er verlautbaren, daß eines der angesehenen Londoner Die Magdeburger Genossen Müller, Bethge und die Vorgänge des 18. März geehrt werden sollen, also aufAbendblätter und eine der vornehmeren Wochenschriften zu den Harbaum, welche angeklagt waren, durch Abdruck des Gedichtes rührerische Kämpfe. Damit hätte aber die StadtverordnetenBlutabzapfern gehören. Welche Abendzeitung er meinte, ist jetzt Pfingsten im Wahljahre 1898" groben Unfug verübt zu haben, find Versammlung ihre Befugnisse überschritten, denn das habe mit Geheraus; es ist die Pall Mall Gazette" des Herrn Astor. vom dortigen Schöffengericht freigesprochen worden. Der Amts- meindeangelegenheiten im Sinne der Städteordnung nichts mehr zu Natürlich thun. hat Herr Astor nicht selbst Geld genommen, anwalt hatte drei Wochen Haft beantragt. der mehrere Millionen Pfund schwere Amerikaner hat das nicht Vom sächsischen Juwel. In Oberlungwitz fand am Der Präsident verweigerte es dem Rechtsanwalt Sachs, nöthig, und auch Sir Douglas Straigst, der derzeitige Chefredakteur 12. Juni eine Boltsversammlung statt, in der Genosse Auer referirte. auf die Ausführungen des Regierungsvertreters tritisch eindes Blattes, scheint reine Hände zu haben. Der Sünder soll der Im Anschluß an das Referat wollte der Vorsitzende eine ihm über- zugehen. Der Herr sei nicht Partei, nur thatsächliches dürfte Herr mittlerweile verstorbene Unter- Redakteur, der den Börsentheil des gebene Resolution zur Verlesung bringen, doch verbot der über- Sachs noch ausführen. Rechtsanwalt Sachs verzichtete hierauf. Das Gericht wies die Klage als unbegründet ab. Der Blattes redigirte, gewesen sein. Und mun dessen Name genannt ist, wachende Beamte das weitere Verlesen derselben und auch jede dreht die Ball Wall Gazette" den Spieß um und klagt Herrn Abstimmung hierüber. Als hierauf von dem Vorsitzenden Begriff der Gemeinde- Angelegenheit sei allerdings nicht zu Hooley an, ihren Redakteur bestochen zu haben, nicht Erpressung, gejagt da nachdem Dazu verboten, eng zu faffen. gehöre die Pflege der sittlichen sondern schnöde Bestechung liege vor, und nicht Herr Hooley, sondern ebenso im voraus jede Abstimmung hierüber, so könne und wirthschaftlichen Interessen der Gemeinde- Angehörigen im die Presse habe ein Recht, sich zu beschweren. Eine ganze Reihe wohl trokalledem angenommen werden, daß alle Anwesenden dieser allgemeinen, soweit nicht Spezialgefeße Ausnahmen zuließenbon Zeitungen sekundiren dem konservativen Blatt, darunter wohl Resolution im Geiste die Zustimmung von und ganz ertheilen was die Gemeinde innerhalb ihrer Grenzen zur fo manche, die selbst von Herrn Hooley's Berführerkünften zu erwürden, verfiel die Versammlung der Auflösung. Dagegen wurde förderung jener Interessen vermöge, soweit es nicht versagt sei; zählen wüßten. Dieser aber erklärte die Anklage der Pall Mall Beschwerde bei der Amtshauptmannschaft erhoben, die aber ab- tönnten Gemeinde- Angelegenheiten sein. Immer aber sei vorausGazette" für geschickte Erfindung um einen Korn Wahrheit gewoben. gewiesen wurde. Die Resolution habe die Arbeiterbevölkerung zusetzen, daß sich die Gemeinde oder ihre Organe auf die InterDas Publikum geht nicht sehr irre, wenn es beiden Theilen mittels entſtellter Thatsachen gegen die anderen Klassen aufreizen essen der örtlichen Gemeinschaft beschränkten. glaubt. Diese großen und in ihrer Art auch die Kleinen sollen, das habe der Beamte nicht dulden dürfen.- Der Beschwerde- Danach falle aber der fragliche Beschluß der Stadtverordneten nicht in den Rahmen der Gemeinde Angelegenheiten. Die Gründer sind gewöhnlich gleichzeitig Urheber und Opfer der mit dem führer wird sich mun an die nächste Instanz wenden. Finanzwesen fast unvermeidlich verbundenen Korruption. Der Der Redakteur Joos vom Gothaischen Voltsblatt" war Ehrung bedeutender Persönlichkeiten und die Ausschmückung von GrabGründer braucht Leute, die seine Gründungen dem Publikum vom Schöffen- und Landgericht wegen Beleidigung eines Schul- mälern im Bezirk der Stadt könne als totales Interesse aufgefaßt empfehlen, und wenn er nicht genug Organe findet, die es von selbst direktors zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Dies Urtheil ist Stempel allgemein politischer Tendenz anhaften und zwar so werden. Andererseits könne leicht solcher Kundgebung der auf seinen Prospett hin thun, so fauft er sie sicher bezahlt ihnen nun auch vom Oberlandesgericht zu Jena bestätigt worden. die Mühe, seinen Prospekt 2c. studiren." Wo aber Aas ist, sammeln eine allgemeine politische sehr, daß die Kundgebung als Das sei hier der sich die Geier, und neben der großen Bresse, die auf derartige Emolumente entweder garnicht oder nur als Nebeneinnahme angewiesen Fall. Die Vorgänge bei der Berathung des Antrages, sowie die ist, giebt es überall eine Anzahl Kleiner Blätter, die fast ausschließ hat gestern das Oberverwaltungs- Gericht beschäftigt. Die Abweisung errichten, ließen teinen Zweifel darüber. Borgänge bei den Verhandlungen über den Antrag, ein Denkmal zu Es set verwiesen auf die lich von ihnen leben und bei denen es heißt: bist du nicht willig, der Klage der Stadtverordneten- Versammlung auf Aufhebung der Resolution vom 10. Februar 1898, worin es heiße, daß die Verso brauch ich Gewalt. Nirgends ist deren Zahl größer als hier, im Auftrage des Oberpräsidenten durch den Oberbürgermeister er- fammlung in der Ehrung der Märzgefallenen das Anerkenntniß der was London an solchen Winkelblättern hat, ist unglaublich. Es haben nun verschiedene Blätter schön sagen, wenn Herrn Hooley's folgten Beanstandung des Stadtverordneten- Beschlusses wird im historischen Thatsachen erblicke, die mit der Entwickelung des tonDer Staatſtitutionellen Lebens verknüpft seien. Hier wie in der Klage werde Gründungen solide waren, brauchte er die Attaden dieser Blätter Lager der Realtion ungeheuren Jubel hervorrufen. nicht zu fürchten. Das geht nur, solange der Markt willig ist. So ist wieder einmal gerettet und der den Gräbern der die Verfassung hervorgehoben. Daraus gehe hervor, daß für bald er spröde wird, ist ein Gründer mit soviel Kompagnien an der Märzgefallenen zugedachte Erinnerungskranz hat sich zu einem Hand wie Herr Hooley dem Gewürm unrettbar verfallen. Denn keine Lorbeerkranz für Herrn Achenbach gewandelt. Wir geben nachstehend Menschenklasse ist so leicht zu beeinflussen wie die kleinen Anlage- den Bericht über die Verhandlung, aus dem hervorgeht, daß es sich fucher. Halbe Glücksspieler, lassen sie sich ebenso leicht aufreden, nach Ansicht des Ober- Verwaltungsgerichts bei der Ehrung der Märzwie einfangen. Und da nach dem hiesigen Gesetz jeder auf dem gefallenen weder um die Wahrung eines lokalen noch eines sittlichen Registriramt die Liste der Aftionäre der verschiedenen Kompagnien einsehen kann, ist es für den Nebatteur des„ Börsenwächters"," Ka- Interesses der Gemeinde, sondern um eine allgemeine politische Kundpitalienhüters" und wie die Wische sich sonst noch nennen, ein un- gebung gehandelt habe. Vor fünfzig Jahren dachte man anders über die geheuer leichtes, das betreffende Bublifum gegen die Gründungen zur Ehrung der Märzgefallenen vorgenommenen Handlungen. Nicht eines schwerhörigen" Finanziers zu bearbeiten. Kein Zweifel, daß nur das Bürgerthum fand ein sittliches Interesse der Gemeinde" Hooley hier mit Fug und Recht von Erpressung spricht und bei dem feierlichen Leichenbegängniß der für Freiheit und Recht in fie vielleicht auch beweisen kann. Den größeren Blättern den Tod gegangenen Helden der Offizier und Richtergegenüber wird es schon schwerer sein, denn diese haben stand sowohl als die Geistlichkeit betheiligten sich an Die Steinmetzen der Firma A. Schraep in Rostock( 27 Mann) To plumpe Mittel nicht nöthig. Aber daß in einer ganzen Anzahl der Ehrung, und auch schlechter sind als jene fleinen Blutigel, das ist ebenso sicher. So " darauf es " wurde, Polizeiliches, Gerichtliches 2c. weitere Verlesen Sundgebung angesehen werden könne. Die Ehrung der Märzgefallenen " den Beschluß allgemeine politische Gesichtspuntte maßStadt von der gleichen Bedeutung wären, wie für Berlin. gebend gewesen seien, die für jede andere preußische auch sei die Annahme des Oberpräsidenten gerechtfertigt, daß die Revolution hätte verherrlicht werden sollen. Es habe sich um die 50jährige Gedenkfeier einer Revolution gehandelt. Die Ausführungen des Stadtverordneten- Vorstehers Langerhans ließen das erkennen, und Singer als Vertreter der Majorität der Stadtverordneten- Versammlung habe das wiederholt betont. Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. von Redaktionen Leute fizen, die nicht besser sondern vielleicht noch versagte sich nicht die Ehrung der Märzgefallenen, indem er ent- fernzuhalten. König Friedrich Wilhelm Wilhelm IV. haben wegen Lohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist In Magdeburg arbeiten nun im ganzen 350 Bauarbeiter zu wenig Sympathie man mit dem Glücksspieler Hooley haben kann, blößten Hauptes den Zug des Todes mit einem stummen Gruße be- den neuen Bedingungen. In den bisher als geregelt geltenden die Presse hat fein Recht, tugendhaft über ihn herzufallen. Die sich gleitete. Daß es der Vertretung der Bürgerschaft Berlins Firmen ist nun noch die Maschinenfabrik von Gruson getreten. nicht von ihm haben bestechen lassen, haben herzlich wenig oder gar verwehrt werden konnte, das Andenken ihrer in dem ehren- Der Unternehmer, der dort die Bauarbeiten ausführte, weigerte sich, nichts gethan, ben besagten großen und kleinen Blutegeln das Hand- vollsten aller Kämpfe für Volksrechte gefallenen Brüder die Forderungen der Streifenden anzuerkennen. Darauf übernahm wert zu legen. durch Ausschmückung der Gräber zu ehren, zeigt aufs neue, die Firma die Arbeit in eigene Regie und bewilligte. In bürgerwie herrlich weit wir es in Preußen- Deutschland gebracht haben. lichen Blättern werden Stimmen laut, welche den Wunsch aussprechen, Denkmäler für Fürsten dürfen die Gemeinden stiften- das ist keine daß die Stadtleitung Einigungsversuche mache. Die Arbeiter erklären politische Kundgebung- eine Ehrung für Boltshelden wird verboten fich, wie immer, zu Verhandlungen bereit. In den Räumen des Streifbureaus wurde am Donnerstag Nachmittag abermals gehausa hierfür liegt kein sittliches Intereſſe" der Gemeinde vor jucht. Einige hundert Flugblätter in italienischer Sprache wurden Diese Thatsache muß, wenn es besser werden soll, sich mit beschlagnahmt. Der Vertrauensmann der Maurer, Karl Scho eherner Schrift einmeißeln in die Köpfe und Herzen des Volkes wurde verhaftet. dann wird jener angefochtene Stadtverordneten- Beschluß durch die Beanstandung des Oberpräsidenten und die Entscheidung des OberVerwaltungsgerichts erst die rechte Weihe erhalten. Welches aber ist das angesehene Wochenblatt, von dem Herr Hooley gesprochen? Noch ist sein Name nicht bekannt, und so wil ich auch meine Vermuthungen unterdrücken. Erwähnt sei nur, daß sowohl bem„ Truth" des radikalen Herrn Labouchère wie den ton fervativen„ Saturday Review" wiederholt vorgeworfen wurde, in ihrem Finanztheil schwer gegen die Gebote anständiger Gebahrung verstoßen zu haben, und daß sie diese Vorwürfe ohne Klage über sich ergehen ließen. Türkei. Konstantinopel, 8. Juli. In einem Rundschreiben, welches die Pforte an die türkischen Vertreter in London, Paris, Petersburg und * * Vom Hamburger Bäckerstreit ist viel neues nicht zu berichten. Am Donnerstag haben wiederum drei große Volksversamma lungen stattgefunden, die sich mit dem Ausstand beschäftigten; durch Tellersammlung wurden dabei für die Streifenden aufgebracht 283,40 m = " bat, ihm Dem praktischen Arzt, der sich, wie wir gestern mittheilten, für die sprechende Entmuthigung folgt. Dagegeu ist die Festlegung der Bürgermeister und Pfarrer. Ein Boltsschullehrer in dem Forderungen der Arbeiter ausgesprochen hat, antwortet im Fremden Mindestgrenze von großer Wichtigkeit; sie verhindert das Herab- nassauischen Städtchen Kleeberg mußte eine mit der Schule verbundene blatt" der Obermeister der Bäckerinnung Blindmann. Dabei versteigt brüden durch ruinirende Unterbietung beim Abschluß von Lieferungs- Baumschule beaufsichtigen und pflegen. Da die Umzäunung so er sich zu der Behauptung, die Löhne seien im Bäckergewerbe in den verträgen und gewöhnt überhaupt die Geschäftswelt immer mehr mangelhaft war, daß Menschen und Thiere ungehindert Zutritt legten 30 Jahren um 100 pet. gestiegen, die Arbeitszeit um 50 pet. daran, jenen Mindestlohn" als unabänderliche Thatsache zu be- hatten, gediehen die Bäumchen nicht recht, obwohl sich der Lehrer herabgesezt worden. In treffender Weise antwortet das Hamb. Echo" trachten, sozusagen als Naturbedingung" der Produktion. In große Mühe gab. Seine Versuche, vom Bürgermeister eine VerHierauf: Bekanntlich schreibt die Bundesraths- Verordnung eine zwischen kann die Gewerkschaft, deren Mittel in der letzten Zeit durch besserung des Baunes zu erzielen, blieben erfolglos. Der ge= Maximal Arbeitszeit für die Bäckergesellen von zwölf Stunden allerhand lokale Ausstände sehr in Anspruch genommen wurden, plagte Schulmeister machte deshalb eine Eingabe an täglich vor. Die Bäcker- Jnnungsmeister haben nun durch den Mund ihre ganze Energie auf ihre innere Kräftigung verwenden. die Kreis Schulinspektion, worin er darum des Herrn Blinkmann wiederholt verkünden lassen, daß sie Der oben erwähnte Einigungsvertrag von 1893 bestimmt, daß die Aufsicht der Baumschule wegen ihrer Zwedlosigkeit zu erlassen. bei einer solchen Arbeitszeit nicht eristiren können und das Einigungsamt aus einer gleichen Anzahl von Vertretern der Die Gründe gab er näher an. Die Eingabe händigte er dem Lokaldas Gejez fortgesezt übertreten müßten, was sie auch gethan Arbeiter und Unternehmer bestehen soll, die sich gemeinsam über Schulinspektor Pfarrer Diel ein, damit dieser sie weitergebe. Der haben, indem sie entgegen dem Gesetz 13, 14, 15, 16 Stunden einen unparteiischen, ihrer Industrie nicht angehörigen Vorsitzenden Pfarrer versah sie noch mit einer eigenen Beischrift". Er beund darüber hinaus arbeiten ließen. Man kann also behaupten, daß verständigen oder, falls sie sich darüber nicht einigen können, dem stätigte, daß der Raum einen traurigen Eindruck mache, und bedie Arbeitszeit der Bäckergesellen zur Beit mindestens 12 Stunden, Sprecher des Hauses der Gemeinen die Ernennung eines solchen merkte mit bezug auf das Verhalten des jeder Ausbesserung häufig aber 13-16 Stunden beträgt. Und mun behauptet Herr überlassen sollen. abholden Bürgermeisters Keil, daß daß dies auf denselben Blindmann, die Arbeitszeit der Bäckergesellen sei in den lezten Das Gebiet der Bergarbeiter- Föderation umfaßt alle Kohlen- Gründen beruhe, wie alle Streitigkeiten mit Keil, näm30 Jahren um mindestens 50. pCt. ermäßigt worden". Danach felder von England und Wales mit Ausnahme von Durham, lich auf seinem unglaublichen Hochmuth, seiner thrannimüßte die Arbeitszeit bor der 50prozentigen Ermäßigung Northumberland und Süd- Wales. schen Herrschsucht und boshaften Gesinnung." Der Bürgers doppelt so groß gewesen sein, wie jetzt, wie jetzt, die Bäckergesellen Auf die Gestaltung der Dinge im legteren Gebiet dürfte das meister erfuhr dadurch, daß ihm später die Eingabe zur Aeußerung müßten also nach Herrn Blindmann mindestens vierundzwanzig Zustandekommen des Vertrages von ziemlichem Einfluß sein. Auf übergeben wurde, von diesem Urtheil des Herrn Diel. Er beantragte Stunden täglich, häufig aber 26-32 Stunden gearbeitet haben!! der einen Seite kann die Bergarbeiter- Föderation, wenn für sie selbst darauf gegen Diel das Hauptverfahren wegen Beleidigung. Das Leuchtet Herrn Blindmann der ganze Blödsinn seiner Statistik" nun die Gefahr eines allgemeinen Lohnkampfes beseitigt ist, den Walliser Amtsgericht in Usingen ging auch darauf ein, bervor es vielleicht ein?! Arbeitern größere Unterstüßungen zuwenden, auf der anderen wird aber zur Verhandlung kommen konnte, erhob die Regierung zu gunsten Hier in Berlin wird am Dienstag, nachm. 312Uhr in Kellers die bloße Thatsache seines Zustandekommens ein große moralische des geistlichen Lokalschulinspektors den Konflikt, in dem sie ausFestsälen eine Bädereiarbeiter- Versammlung stattfinden, in welcher Wirkung auf die Walliser ausüben. Denn, wie schon berichtet, ist der führte, er habe nur seine Amtsbefugnisse ausgeübt und nicht wider der Vorsitzende des Verbandes der Bäcker Herr Allmann über Kampf in Süd- Wales seines prinzipiellen Objekts nach ein Rivali- besseres Wissen über den Kläger Keil geurtheilt. Das Oberden Ausstand sprechen wird. tätsstreit zwischen der Politik der Bergarbeiter- Föderation mit ihrer Verwaltungsgericht erklärte jedoch den konflikt für nicht bes Die schwersten Strafen denjenigen 2c. Die Rheinisch- Betonung des Mindestlohnes zum Leben, und dem Prinzip der begründet, weil Herr Diel mit seiner Cemerkung über den BürgerWestfäl. Arbeiter Beitung" ist in der Lage, folgendes Schriftstück zu dingungslosen Regelung der Löhne nach den Marktpreisen( der bis- meister entschieden zuweit gegangen sei. Das Verfahren gegen den beröffentlichen: , Dortmund, den 28. April 1898. herige wandeltarif), der seit einem Vierteljahrhundert daselbst ge- Pfarrer Diel wegen Beleidigung des Bürgermeisters Keil hat also herscht hat. Herrn C. Schirm, Eidel b. Wamie! feinen Fortgang zu nehmen. Mit heutigem nehmen wir Veranlassung, Sie zu bitten, dem bei Ihnen beschäftigten H. F., der zu den hiesigen Streitenden gehört, doch gütigst wieder entlassen zu wollen. In Elberfeld, Düsseldorf, Bochum, Werden, wo auch Streifende beschäftigt wurden, sind solche sofort entlassen worden und nach hier wieder zurückgekehrt. Indem wir Ihnen noch eine Liste der in den Streit getretenen Gesellen beifügen, möchten wir Sie ersuchen, unserem Wunsch nachkommen zu wollen und begrüßen Sie Hochachtend H. Gärtner." Und das schreit über den„ Terrorismus der Arbeiter"! Gerichts- Beitung. " 4 Der Krieg. Vom Hilfsarbeiter- Kriegsschauplatz. Nicht blos mit seinen Prozessen gegen die Bureau- Hilfsarbeiter, sondern auch mit denjenigen gegen die Wittwen von Hilfsarbeitern schneidet der Berliner Der Reichstags- Abgeordne Genoffe Zubeil hatte sich gestern Magistrat in der Mehrzahl der Fälle schlecht ab, wie aus der or dem Charlottenburger Schöffengericht wegen öffentlicher Be- folgenden Busammenstellung der bereits abgeurtheilten Klagen leidigung der Charlottenburger Bolizeibehörde und des Polizei- hervorgeht: lieutenants Henz zu verantworten. Der Anklage lag ein Auftritt zu 1. Fall Wittau, Wittwe. Das Landgericht I verurtheilte den grunde, der sich am 1. Mai in der Wilmersdorferstraße bei der Beerdigung Magistrat zur Zahlung einer jährlichen Beniton von 800 M. vom Ses Parteigenossen Bartels abspielte. Viele Theilnehmer an 1. Ottober 1895 ab. 2. Fall Scheurich, Wittwe. Urtheil des Landdem Leichenbegängniß hatten Kränze mit rothen Schleifen gerichts I: jährliche Pensionszahlung von 300 m. vom 1. Mai 1894 Die vereinigten Brauereien und Küfermeister. mitgebracht. Polizeilieutenant Henz, der auch die polizei- ab. Wegen der Pensionsforderung pro 1891 bis März 1894 hat lichen Anordnungen bei dem Leichenzuge leitete, hatte die An- beklagter Magistrat das Verjährungsrecht in Anspruch genommen. weisung erhalten, Kränze mit rothen Schleifen nicht zu dulden. 3. Fall Krause, Wittwe. 300 M. Pension und 60 M. WaisenDie Zimmerer Dresdens beschlossen am 7. Juli in einer von hiervon machte er den Leuten, die solche Kränze brachten, schon ehe geld für die Tochter vom 1. Juli 1896 ab, 4. Fall Darr, Wittwe. 5 Fall Schroeder, ca. 1200 Wann besuchten Versammlung, die am 28. Juni gestellten der Zug sich schloß, Mittheilung, auch dem Abgeordneten gubeil. 300 M. Pension vom 1. Juni 1896 ab. Als Zubeil Wittwe. 300 M. Pension vom 1. März 1896 ab. 6. Fall Forderungen: 48 Pf. Stundenlohn u. 1. w. zur unbedingten Durch- Dieser verweigerte, die Schleife abzunehmen. führung zu bringen, widrigenfalls die Arbeit Sonnabend, den 9. Juli dann den Kranz mit unverhüllter Schleife im Zuge trug, Rosinski, Wittive. 300 M. Pension vom 1. Juni 1897 ab. 7. Fall sofort niederzulegen ist. Zuzng von Zimmerern nach Dresden ist packte ihn der Lieutenant und nahm ihm den Kranz weg. Nun kam Sondheim, Wittive. 300 M. Pension. es zu gereizten Auseinandersetzungen. Zubeil bezeichnete das Vordaher bis auf weiteres abzuhalten. In dem Falle Rosinski hat der Magistrat Berufung beim gehen des Lieutenants als eine Gefühlsrohheit. In diesem Ausdruck Kammergericht und im Falle Sondheim Revision beim Reichsgericht Alle Anfragen, Mittheilungen u. f. w. sind zu richten an wurde die Beleidigung gefunden. Vor Gericht vertrat Zubeil die eingelegt. Mit ihrer Klage in erster Instanz abgewiesen wurden P. Gubisch, Drehgasse 8, part. Ansicht, der Polizeilieutenant habe kein Recht gehabt, die Entfernung folgende Hilfsarbeiterwittwen: Durchflag, Tschepe, Leitloff, ListeIn Greiz streifen seit dem 11. Juni die Maurer. Die der rothen Schleife zu fordern und der Ausdrud Gefühl rohheit sei mann( die Frau flagt als Pflegerin ihres geistestranten Mannes) Unternehmer arbeiten mit Hochdruck, um fremde Hilfskräfte heran- gerechtfertigt gegenüber einem Vorgehen, durch das er thätlich be- Hübner und Jakob. Sämmtliche Abgewiesenen haben Berufung einzuziehen. Zu diesem Zwecke entsandten sie einen Herrn Stichter, leidigt und das eine Leichenschändung darstelle. Auch der Ver- gelegt. der früher bei der Leipziger Baupolizei angestellt war, aber schließtheidiger Rechtsanwalt Dr. Herzfeld vertrat diesen Standpunkt. Der lich von dort ge- gangen wurde, als Agenten nach Schlesien, Gerichtsof hielt indessen eine öffentliche Beleidigung des PolizeiBöhmen und Ungarn. Es gelang diesem Herrn auch, indem er den lieutenants für vorliegend und verurtheilte Genossen Zubeil zu 150 m. Maurern hohe Löhne, 30-40 Pf. bei 10stündiger Arbeitszeit, ver- Geldstrafe. In der Begründung des Urtheils bemerkte der Vorsprach, etwa 40 Mann nach Greiz zu Toden. Diese zeigen aber nicht ſizende, Amtsrichter Dr. Friedmann, u. A., daß durch die rothen abend mittag lief der Waffenstillstand in Santiago. Kriegerische Aktionen haben sich nicht ereignet. Bis SonnDie geringe Lust, nachdem sie den wahren Sachverhalt kennen gelernt Schleifen die Politik in eine Trauerversammlung hineingetragen Bibi Ibehörde soll die Stadt verlassen und sich in das haben, die Stadt wieder zu verlassen. Die Streitenden selbst ver- werde(??), in die sie nicht gehöre. Dieses demonstrative Borgeher amerikanische Lager geflüchtet haben. halten sich durchaus ruhig und warten die Entwicklung der Dinge wirke störend. Dagegen befagt eine des Meldung Aberglaube oder Verstellung? Der Arbeiter Friedrich Toral habe es abgelehnt, New York Herald" ab. Sie ersuchen um Abhaltung des Zuzugs. aus Havana, General Zum Münchener Schuhmacherstreit erhalten wir folgende Grundmann war vom Schöffengericht wegen eines recht schnöden faner einzugehen und Santiago zu übergeben. Zoral habe erklärt, oral habe es abgelehnt, auf das Anfinnen der AmeriBuschrift der Streiffommission: Wie aus der Tagespreffe sowie aus Diebstahls zu einer Gefängnißstrafe von vier Wochen verurtheilt faner einzugehen und Santiago zu übergeben. Toral habe erklärt, er sei entschlossen, die Stadt bis aufs Aeußerste zu ver= dem Fachorgan der Schuhmacher zur genüge bekannt ist, streiken worden. Die Arbeiter- Ehefrau Henschke hatte am 1. April bon theidigen; Marschall Blanco billige seine Festigkeit. seit 4. Juni sämmtliche Arbeiter und Arbeiterinnen der Regen- der Armenkommission 20 M. Unterstügung erhalten und es war Dem Reuter'schen Bureau" wird von der amerikanischen Flotte steinischen Schuhfabrik in München. Alle Einigungsversuche der ihr gleichzeitig ein Betrag von 19 Mark für eine andere Lohnkommission, sowie des Herrn Fabrikinspektors scheiterten an der Almojenempfängerin, welche der Henschke bekannt war, mit- bor Santiago gemeldet: Der Hilfskreuzer" Harvard" ist gestern nach Portsmouth( Virginia) mit dem Rest der gefangenen Spanier abHartnäckigkeit des Fabrikanten. Freitag, den 1. Juli, begab sich der gegeben worden. Die Frau war besorgt, wo fie die Verbands- Vorsitzende Siebert- Nürnberg mit der Kommission noch für sie verhältnißmäßig große Summe unterbringen solle, da sie gegangen. Die Gesammtzahl der Gefangenen beträgt nunmehr 1750. mals zu Regensteiner, um eine Einigung zu erzielen, welche dann des Tags über auf Arbeit war. Sie versteckte das Geld in ihrem Aus dem Hauptquartier des Generals Shafter bor Santiago auch dahingehend erzielt wurde, daß 21 Personen am Montag, Bett und schärfte ihren beiden Kindern im Alter von 5 und 7 Jahren wird unter dem 7. Juli gemeldet: Die Amerikaner hätten den 3. Juli, die Arbeit aufnehmen können, weitere 20-25 ein, einem etwaigen Besucher unter keinen Umständen das Bersted ihre Stellungen in den legten 48 Stunden erheblich verstärkt. eventuell auch 30 können nach 14 Tagen die Arbeit aufnehmen. des Geldes zu verrathen. Am 2. April, dem folgenden Tage, stattete ihre Stellungen in den letzten 48 Stunden erheblich verstärkt. Herr Regenſteiner aber hielt sein Versprechen nicht und ver- Grundmann in der Henschke'schen Wohnung einen Besuch ab, wie Ihre Batterien auf dem Abhang beherrschten die Stadt. Sollten die Feindseligkeiten erneuert werden, so sei der Operationsließen daher am Mittwoch sämmtliche 21 Personen die Arbeit eben- er es häufig that. Am Nachmittage erschien er wiederum, plan folgender: Admiral Sampson werde die Spanier aus falls wieder, weil sie nicht zum Verräther der anderen Kollegen diesmal mit einem großen alterthümlichen Buch unter dem Arm. ben Forts am Hafeneingang vertreiben und nach Ausschiffung von werden wollten. Wir können jetzt auch mit Sicherheit behaupten, Er wußte, daß die Kinder allein zu Hause waren.„ Wollt Ihr mir daß Regensteiner mit diesen Leuten, welche noch in der Fabrit sagen, wo Mutter das Geld versteckt hat?" redete er die Kinder in tausend Mann die Forts besetzen. Boote mit Enterhaken sollen die Minen auffischen. Alsdann werde die Flotte in den Hafen einfind, unmöglich fortarbeiten kann, weil die Arbeit größtentheils drohendem Tone an. Die Kinder fürchteten sich, aber eingedent der fahren, die Stadt bombardiren und den Sturm der Landtruppen auf unbrauchbar ist und nur der vierte Theil von dem fertig wird, empfangenen Warnung schwiegen sie.„ Nun gut, ich habe ein die Stadt unterstützen. was die alten Arbeiter gemacht haben. Es sind jetzt noch anderes Mittel, es zu erfahren," erklärte der Angeklagte. große Buch auf den Tisch, klappte es auf Gerüchte. Der amerikanische Staatssekretär Day erklärte, nach Ueber Friedensverhandlungen gehen mittlerweile allerlei 50 Personen am Streit betheiligt, die übrigen sind abgereist oder Er legte das große Buch auf den Tisch. anderweitig beschäftigt. Fahnenflüchtig wurden blos 6 von 109 in und sagte:„ Hier habe ich ein altes Buch, da steht alles drin, seiner Ansicht sei die Lage derart, daß einige Anhaltspunkte dem fünfwöchentlichen Kampf. Wir richten deshalb an die Arbeiter auch wo das Geld liegt. Nun paßt mal auf!" Das jüngste der allerorts das Ersuchen, uns in jeder Beziehung zur Seite zu stehen, Kinder lief jetzt vor Angst nach der Küche, das größere hielt stand. für friedliche Aussichten vorhanden ſeien; er würde sich nicht wundern, wenn uns die Unterſtüßung reichlich zufließt, ist der Sieg unser, da Petrus, Pontius und Pilatus! rief der Angeklagte mit lauter wenn Eröffnungen direkt von Spanien oder durch Vermittelung einer sich in den 5 Wochen von den Fabrikschuhmachern Deutschlands sowie Stimme und machte dabei allerlei sonderbare Bewegungen mit den Aus Madrid dagegen wird berichtet, daß die Regiedes Auslands keiner als Streifbrecher finden ließ. Doch ist darauf Händen. Jetzt verlor auch das älteste Kind den Muth; es flüchtete zu achten, daß auch ferner der Zuzug streng fernzuhalten wird. ebenfalls nach der Küche. Der Angeklagte verblieb längere Beitung nicht an Frieden dente. Ueber die Lage auf den Philippinen wird aus London Anfragen und Sendungen sind zu richten an Georg Gallen allein im Zimmer, erst als die Kinder an dem Geräusch der zu telegraphirt: Hier ist ein Telegramm des Insurgentenführers Aguinaldo müller, München, Blutenburgerstr. 120. schlagenden Thür gehört, daß er die Wohnung verlassen hatte, eingetroffen, worin es heißt, die Insurgenten hätten Besitz von Die deutschen Bergarbeiter werden, wie uns aus Bergmanns- wagten sie sich aus der Küche hervor. Als Frau H. am Abend nach allen Provinzen der Insel Luzon genommen. Manila sei noch nicht kreisen mitgetheilt wird, zu dem diesjährigen internationalen Hause kam, und durch die Kinder von demselben Besuch Kenntniß in ihren Händen. Eine provisorische Regierung sei gegründet. Bergarbeiter Rongreß in Wien teine Delegirte entfenden. erhielt, eilte sie voll banger Ahnung zu ihrem Schazz. Mehrere tausend Spanier, darunter viele hochgestellte Beamte, find Niemand ein Zwanzigmartstid. Der zweite Vorsitzende des Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Es fehlte Verbandes, Ludwig Schröder, wird nur als Gast den Verhand- mann hatte die Wohnung betreten. er sich bor dem Schöffengericht lungen beiwohnen. Dieses Vorgehen wird begründet mit den An- Belastungsmomente legte trägen der deutschen Delegirten auf den früheren Kongressen, die aufs Leugnen. Er fördete bei seiner Vertheidigung den ärgsten Tehte Nachrichten und Depeschen. gegen die alljährliche Abhaltung derselben gestellt wurden und alle Blödsinn zu tage. Durch Erbschaft sei er in den Besitz einer über zwei Jahre tagende Kongresse für genügend hielten. 100 Jahre alten Bibel gelangt. Daraus könne er erfahren, was er Ulm, 9. Juli.( W. T. B.) Heute Vormittag lief eine von Ulm nur wissen wolle. Richtig sei es, daß er am 2. April in der H.'schen kommende Lokomotive auf einen Materialzug auf, der zwischen Wohnung gewesen sei, um dort die alte Bibel zu Nathe zu ziehen, er habe Jungingen Beimerstetten auf freiem Geleise in einem Einschnitt nahe Die Vertreter der organisirten Unternehmer und Arbeiter sie aber nur zu Rathe gezogen, um zu erfahren, wie es seiner anßer- bei einer Blockstation sich befand. Die Maschine und drei Wagen des Gebietes der großen Bergarbeiter& öderation halb verheiratheten Schwester gehe und das Buch habe ihm auch des Materialzuges wurden aus dem Geleise geworfen. Ein Bahnhielten am 6. Juli eine gemeinschaftliche Konferenz in London ab. eine zufriedenstellende Antwort gegeben. Denselben Unsinn versuchte beamter wurde leicht verlegt. Einem Italiener wurden beide Beine Ueber den Verlauf derselben schreibt unser Londoner Korrespondent: gestern der Angeklagte der sechsten Straffammer des Land- abgefahren, ein zweiter verlor ein Bein und ein dritter trug leichtere " Es handelte sich um die von den Arbeitern erhobene Forderung gerichts 1 aufzutischen. Der Gerichtshof verzichtete darauf, das Verlegungen davon. Den Lokomotivführer scheint keine Schuld zu einer zehnprozentigen Lohnerhöhung. Nach mehrstündiger Verhand- merkwürdige Buch, welches die Ehefrau des Angeklagten des Aufrufs treffen, da der Materialzug sich auf einer Kurve befand. lung einigte man sich über folgende Punkte, die nun einer Stati- gewärtig auf dem Flur mit Würde und Wichtigkeit in einem Budapest, 9. Juli.( W. T. B.) Gegen die bei dem Komplot fizirung burch Urabstimmung der betheiligten Arbeiter unterstehen: Korbe behütete, in Augenschein zu nehmen. Der Angeklagte gegen das Leben des Kaisers Franz Josef betheiligten Arbeiter 1. Bom 1. Oftober d. J. ab werden die Löhne um 21/2 pet. habe zweifellos das Zwanzigmarfstüd gestohlen und müsse die vier Muzsit, wurde heute laut Gerichtsdes Tarifs von 1888 erhöht, so daß sie alsdann 32/2 pCt. über Wochen Gefängniß behalten. beschluß die Anklage wegen Hochverraths erhoben. In der Bes jenem Tarif stehen. Wie die Vertreter des Deutschthums im Osten arbeiten. gründung des Beschlusses wird hervorgehoben, daß sich die An2. Vom 1. Januar 1899 ab entscheidet über die weitere Aus Ratibor wird uns berichtet: Ein Aufsehen erregendes geschuldigten gegen Ende des Jahres 1897 oder im Anfang des Bemessung der Löhne ein nach den Bedingungen des Friedens- Urtheil hat das hiesige Landgericht gefällt. Der Redakteur Jahres 1898 verbündet hätten zum Zweck der Ermordung des schlusses von 1898( der Rosebery Vertrag") zusammengefegtes v. Storaszewski aus Oppeln war wegen Aufreizung zum Königs mittels Dynamit. Einigungsamt, das auf zwei Jahre hinaus in Funktion bleibt. Zara, 9. Juli.( W. T. B.) Gestern fanden in Trilj abermals Klassenhaß verurtheilt worden, weil er in einem polnischen Volks3. Dieses Einigungsamt soll bei Abmessung der Löhne nicht falender die polnische Bevölkerung dazu ermuntert haben sollte, gegen fünf sehr starke, dem ersten Erdbeben ähnliche Erschütterungen des unter den Sak bon 30 pCt. über dem Tarif von 1888 die sie unterdrückenden Deutschen aufzutreten. Der Statibor Bodens statt. In Sinj erfolgte um Mitternacht ein sehr heftigen und nicht über den Satz von 45 pCt. über jenen Tarif hinausgehen. Anzeiger" versah den Bericht über die Gerichtsverhandlung gegen Stoß. Es herrscht große Panit. Es wird angenommen, daß die Arbeiter dieser Abmachung zu Koraszewski mit der Spigmarke„ Ein großpolnischer heßer". Paris, 9. Juli.( W. T. B.) Die Kammer erklärte nach leba stimmen werden, obwohl ein Theil der nicht an der Konferenz be- Koraszewski verklagte den verantwortlichen Redakteur des R. A.", hafter Debatte die Wahl des Deputirten Turrel, des ehemaligen theiligten Delegirten der Gewerkschaft sich entschieden dagegen erklärt Peterknecht, wegen öffentlicher Beleidigung und Peterknecht wurde Ministers, für ungiltig. haben. Sie bleibt zwar vorläufig hinter der von ihnen verlangten vom Ratiborer Schöffengericht verurtheilt, allerdings mur zu 10 M. Mom, 9. Juli.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Der Theil der Lohnerhöhung zurück, aber sie sichert ihnen bis 1901 den Mindest- Strafe. Doch Peterknecht legte gegen dieses Urtheil Berufung ein. Tagesordnung, nach welchem die Genehmigung zur gerichtlichen Lohn zum Leben"( ,, living wage"), der ihnen so sehr am Herzen In der Straffammer- Verhandlung machte er geltend, daß die von Verfolgung der Deputirten Bissolati, Costa und Bertesi versagt, liegt, und der mangels einer bestimmten Verpflichtung ihm gewählte Spizmarte ein großpolnischer Heger" ebenso zu werden soll, wird durch Erheben von den Sigen fast einstimmig tompromittirt wäre, jeden Augenblick auch wenn zeit beurtheilen sei, wie etwa ein Falschmünzer, ein Brand= angenommen, der Theil der Tagesordnung, nach welchem hinsichtlich. weilig die 10 pet. Aufschlag durchgesetzt würden. Von diesem stifter, wenn es sich um Falschmünzerei oder Brandstiftung handle! der Deputirten Pescetti, de Andreis, Turati und Gesichtspunkt aus hat man auch den Verzicht auf eine 45 pCt. Auf- Das Gericht trat seiner Auffassung bei und sprach ihn Morgari die Genehmigung ertheilt werden soll, wird in schlag auf den Tarif von 1888 übersteigende Lohnerhöhung zu ver- frei. Der Beuthener Katolit" frägt, was man zu einem solchen namentlicher Abstimmung mit 207 gegen 57 Stimmen bei 16 Stimma, stehen. Gelegentliches Aufschnellen der Löhne ist kein ungemischter Urtheil sagen soll? Vielleicht stellt die Zentrumspartei im Reichstage enthaltungen ebenfalls angenommen. Unter den dafür Stimmenden Segen, da ihm nur zu oft ebenso rascher Niedergang und ent- gelegentlich eine ähnliche Frage. befanden sich Crispi, Zanardelli, Sonnino und Giolitti. Ausland. = " außer Grund anderen Macht gemacht würden. Trozz der erdrückenden Gefangene der Insurgenten. " " Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt, Br. 159. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Lokales. epin A Sonntag, 10. Juli 1898. Will man durchaus gewiffe Straßen ausschließen, so verbiete man darauf aufmerksam gemacht, daß die Treppen des Hauses Nr. 17 diejenigen, die Pferdebahngeleise haben; diese sind zunächst für den tageshell erleuchtet seien. Er eilte hin und fand die mit Läufern Radfahrer selbst, der bei einer kleinen Unaufmerksamkeit leicht in die versehene Treppe vom zweiten zum dritten Stock brennend, Zur Lokalliste. Ilm den von gewisser Seite infolge der Geleise geräth, und dann auch für das Publikum, weil es nicht so Es gelang, das Feuer mittels einiger Eimer Wasser zu ersticken, und Sperre über das Lokal von Rutkowski( Rauchfangierder) ver- frei ausweichen kann, die gefährlichsten. Man laffe aber Straßen deshalb sah man davon ab, der Feuerwehr Meldung zu erstatten. breiteten Gerüchten entgegenzutreten, diene folgendes zur AufHärung. Der Gastwirth Rutkowski, welcher seit drei Jahren in wie" Unter den Linden"," Friedrichstraße", die keine Schienen Als die Frau des Verwalters Freitag früh 61/2 Uhr die Treppe der Lokalliste aufgeführt wird, verweigerte seinen Saal haben und jetzt verboten find, unbedingt frei, denn die Menge des betrat, fand sie den Treppenläufer abermals brennend. Es wurden den Genossen von Adlershof zu einer von diesen geplanten Ver- Verkehrs als solchen bringt nicht die Unfälle hervor, sondern ver- nun Beobachtungsposten ausgestellt, um die Passanten des Hauses mindert sie eher. zu kontrolliren. Trotzdem wurden sowohl mittags 12 Uhr wie sammlung unter folgenden Umständen: Die Versammlung laut, und in beiden follte am Montag, den 13. Juni, in seinem Lokal stattfinden; Nachdem die Verwaltung der tgl. V. Bau- Jnfpettion auch nachmittags 4 Uhr Feuerrufe laut, und Diesmal wurde die Feuernatürlich hatte der Wirth feine Zustimmung hierzu er von dem Bau- Inspektor Herrn Baurath Lütde übernommen worden Fällen brannte dieselbe Treppe. theilt. Nun war von den organisirten Hausbienern ist, sind die Geschäftsräume derfelben von Alexanderstr. 46/48 nach wehr benachrichtigt und diese bestätigte den Verdacht, daß Brand Stiftung vorliege. Es wurde auch in einer Ecke eine leere PetroleumBerlins das Lokal zum Sonntag, den 12. Juni, gemiethet worden; Friedenstr. 29, 2 Tr., verlegt worden. sie traten auf Wunsch der Adlershofer Genossen an diese Neue polizeiliche An- und Abmelde- Formulare sind vom flasche gefunden, die sicher zum Tränken des Läufers benutzt worden den Saal für einige Stunden zu einer Versammlung bereit- Bolizeipräsidenten vorgeschrieben. In einer besonderen Nubrik ist ist. Allem Anschein nach wohnt der Thäter im Hause. Auffällig ist, willigst ab. Da erklärte der Wirth Stuttowsti plöglich, daß er die Frage nach der Staatsangehörigkeit enthalten; auch ist die daß in letzter Zeit die im Treppenflur befindlichen Gasarme wiederunter keinen Umständen hierin willige und auch seine bereits Wohnungsbezeichnung genauer als bisher anzugeben. Die alten holt gemeinsam verbogen wurden. gemachte zustimmung zur Montags Montags Versam m- Formulare gelten nur noch bis zum 1. Auguft. Die Meldungen sind Iung zurückziehe. Unter diesen Umständen blieb der in drei Exemplaren bei den Revierbureaus einzureichen. Lokal Kommiffion von Adlershof nichts weiter übrig, als das Lokal zu sperren. Auf den Wunsch des Herrn Rutkowski wurden zur eventuellen Beilegung des Streitfalles Unterhandlungen angeknüpft und er zu dieser Zusammenkunft ein geladen. Der Herr erklärte aber, nicht kommen zu können und nun mehr wurde gezwungenerweise ohne ihn verhandelt. Es ergab sich, daß das Vorgehen der Genossen von Adlershof, gerecht fertigt war und daher wurde auch von Berlin aus die Sperre über Rauchfangwerder verhängt. Herr Rutkowski erklärte nachträglich, daß er jeden Verein auf Wunsch von seinen Verpflichtungen ihm gegenüber gern entbindet.. Es liegt mu in den Händen der Berliner Genossen, die Sperre durchaus aufrecht zu erhalten. Die Lokaltommission. J. A.: Oskar Mahle. Zu der Angelegenheit der Frau Schulz, über die wir in Nr. 155 berichteten, ersuchen uns die Eigenthümer des Hauses BappelMit 6400 Mark verschwunden ist der Technikerlehrling Allee 7/8 um Veröffentlichung der Nachricht, daß die erwähnte Familie in diesem Hause nicht wohnt. Wilhelm Zierow, der in dem Baugeschäft von Schmid und Weimar in der Krummestr. 17 zu Charlottenburg in Stellung war und Die start verwefte Leiche eines neugeborenen Kindes Fehrbellinerstr. 100 wohnte. Der junge Mann wurde gestern, Sonn- wurde gestern im Spreekanal vor dem Hause Friedrichsgracht 38 abend, Mittag nach der Reichsbank geschickt, um einen Check über gefunden. Die Leiche hat mindestens 14 Tage lang im Weser) 5400 m. einzulösen und einen Tausendmarkschein in Gold und Silber gelegen. umzuwechseln. Er hat das auch besorgt, ist aber in das Geschäft Feuerbericht. Freitag Abend 10 Uhr gingen Belles nicht zurückgekehrt. Im Laufe des Nachmittages theilte er einem Alliancestraße 24 Betten und Gardinen in Flammen auf. Mitlehrling durch eine Postkarte mit, das Geld sei ihm entwendet Kurz vorher erfolgte Rost o derstraße 28 ein Schornsteinbrand. worden, oder er habe es verloren; er werde daher nicht zurückkehren, Den Sonnabend über erfolgte keine Alarmirung. sondern sich das Leben nehmen. Man nimmt an, daß der Lehrling diese Karte nur geschrieben hat, um seine Lehrherren irrezuführen. Bei einer Acetylengas- Explosion ist Sonnabend früh 11 Uhr Schöneberg. Die Parteigenossen und Genoffinnen werden auf Nachtrag zur Lokalliste. Die über die Brauerei König- der in der Acetylengas- Fabrik von Goliasch u. Ko., Lindenstraße 23, die am Donnerstag, den 14. Juli, abends 8 Uhr. im Lokale stadt verhängte Sperre ist aufgehoben. Für die Un- ſeit 18 Jahren beschäftigte Meister Heinrich Reimann ums„ Bayrischer Hisel", Hauptstr. 5/6, stattfindende Volksversammgegend von Potsdam kommt folgendes in betracht: In Ne deben gekommen. Die Fabrit fertigt Acetylenapparate an und lung aufmerksam gemacht, in welcher der Reichstags- Abgeordnete Tig ist das Lokal zur Römerschanze( Inh. Buge) frei, die anderen hatte dem Verunglückten einen zurüdgelieferten Apparat zur Prüfung Fri 8ubeil über das Thema" Was lehren uns die vergangenen Bahlreiche Bes. Lokale sind zu meiden. In Neu- Bornim ist Fähnrich, Mittel- und Neumontirung überwiesen. Nach Ansicht des leitenden Ingenieurs Reichstagswahlen?" einen Vortrag halten wird. Der Vertrauensmant. straße, frei. In Biegenhals- Niederlehme( Station muß nun noch eine Quantität Gas in dem zu montirenden Apparat theiligung ist erwünscht. Zeuthen- Hantel's Ablage) ist das Lokal zum Sportshaus( Inhaber und eine Eisenstange traf den p. Reimann so unglücklich am Kopfe, wähler von Charlottenburg ergeht der ernste Ruf, nunmehr dafür zurückgeblieben sein, denn derselbe explodirte, zersprang in Stücke, Charlottenburg. An alle sozialdemokratischen Reichstags P. Hildebrandt) frei. In Birkenwerder a. d. Nordbahn ist daß er todt niederſtürzte. der Paradiesgarten von Burgemeister frei. Merkwürdigerweise wurde durch die Sorge zu tragen, den Wahlverein für Teltow- Beeskow- StorkowExplosion, die im 4. Stock des linken Seitenflügels stattfand, nicht Charlottenburg in bezug auf Mitgliederzahl würdig auszubauen. eine einzige Fensterscheibe zertrümmert. Der Verunglückte war ver- Bei weit über 10 000 für die Sozialdemokratie abgegebenen Stimmen heirathet und Vater zweier Kinder. zählt der Verein nur ca. 500 Mitglieder. Ein sehr großer Theil von Die nächste juristische Sprechstunde findet ausnahmsweise nicht am Montag, sondern am Mittwoch statt. Dritter Berliner Reichstags- Wahlkreis. Heute, Sonntag, 10. Juli, Familenausflug nach Schmargendorf, Restaurant Sans souci", Treffpunkt daselbst 10 1hr früh. Hierzu ladet ergebenſt ein Der Vorstand des Wahlvereins. " Aus den Nachbarorten. Die Vertrauensleute. Die zwölfjährige Hedwig Krüger, deren Verschwinden wir Parteigenoffen entzieht sich mithin leider der vornehmsten Pflicht, sich am Dienstag meldeten, hat sich immer noch nicht angefunden. Der politisch zu organisiren. Genossen, die Ihr es ernst meint mit dem Vater des 11 Jahre und 9 Monate alten Kindes, der Lederarbeiter Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung, helft uns durch Euren Albert Krüger, wohnt Andreasstr. 67, 4 Tr. Das Kind war von den Eintritt in den sozialdemokratischen Wahlverein an der weiteren Die Parteigenossen des vierten Wahlkreises( Often) Eltern nach der Sebastianstr. 84 geschickt worden, hatte dort seinen Organisations- und Agitationsarbeit! Folgt dem Sammlungsrufe Es darf nicht genug gethan, sein. werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Versammlung des Wahl- Auftrag auch ausgerichtet, ist aber nicht wieder nach Hause zurüd Enrer fämpfenden Brüder! vereins umständehalber erst am Dienstag, den 19. Juli, stattfindet. gelehrt. Den Eltern fehlt jede Erklärung für das Verschwinden des mit der Abgabe der Stimmzettel; wir haben rastlos weiter zu Der Vorstand. Durch den niedrigen Beitrag: Mädchens. Hedwig Krüger ist etwa 1 Meter 20 Zentimenter groß, wirken, bis unser Ziel erreicht ist. An die Parteigenossen im vierten Wahlkreise( Südost). hat dunkle Augen und ist leicht kenntlich an einem Handgroßen Haut bon mur 20 Pfennigen monatlich ist einem jeden Gelegenheit ge leber zwanzigtausend Stimmen sind bei der letzten Reichstagswahl ausschlag am linken Arm, der infolge der Impfung entstanden ist. boten, sich leicht einer politischen Organisation anzuschließen, in: allein in der südöstlichen Hälfte unseres Kreises abgegeben worden. Die Verschwundene trug eine grane Taille mit grünem Sammet welcher er durch politische und wissenschaftliche Vorträge und DisUnser Wahlverein zählt nur 1500 Mitglieder. Dieses Mißverhältniß besaß, weißen Ueberrod mit gelben Blumen, schwarze Strümpfe, fussionen sich in reichlichem Maße Belehrung aneignen fann. Darum zeigt, wie groß die Arbeit ist, die wir im Interesse unserer Organi- schwarze Knöpfstiefel und grauen Strohhut mit weißem Seidenband. nochmals, Brüder, schaart Euch um unser Banner, tretet ein in den fation noch zu verrichten haben. Thue ein Jeder seine Pflicht und Wer etwas über das Mädchen weiß, wird gebeten, die Eltern oder Sozialdemokratischen Wahlvercin von Charlottenburg! Aufnahmen sind zu bewirken bei Dörre, Krummestr. 19, Leder, Bismarc überzeuge die nichtorganisirten Genossen davon, daß es mit der Ab- das nächste Polizeibureau zu benachrichtigen. straße 74, Bredlow, Augsburgerstr. 78, Beyer, Wallstr. 96, gabe des Stimmzettels allein nicht gethan ist, sondern daß nur ein Das Polizei- Präsidium theilt mit: Bei der Kriminalpolizei Gimpel, Osnabrückerstr. 28, Pasche, Potsdamerstr. 44. Die altives Wirken im Rahmen der Organisation unserer Partei Feftig wird seit dem 19. April d. J. ein mittelgroßer Reiseforb aus Weiden- Versammlungen finden an jedem Donnerstag nach dem 15. ftatt.: keit und Ausdehnungskraft sichert. Der geringe Beitrag von 20 Pfgeflecht aufbewahrt, welcher auf der Treppe eines Hauses in der Unsere Parteipreffe abonnire man bei Scharnberg, Schillerfür den Monat ermöglicht einem jeden die Mitgliedschaft. Eintritts Annenstraße Herrenlos vorgefunden worden ist, vermuthlich aus einem straße 94. Dortselbst ist auch die gesammte sozialdemokratische Litegeld wird nicht erhoben. 107 Diebstahl herrührt und noch nicht vermißt zu sein scheint, da die zum ratur zu haben. Der Vorstand. Die Zahlstellen befinden sich bei: Erbe, Cuvrystraße 25. Verschluß dienende Oese am Deckel des Korbes durchschnitten ist und Gonell, Falkensteinstr. 5. Tolksdorf, Görligerstr. 58. fich der Eigenthümer noch nicht hat ermitteln lassen. Ini Korb selbst Charlottenburg. Die Fabrik- und Handarbeiter- Krankenkasse. Köppen, Stöpniderstr. 20a. Bachmann, Eisenbahnstr. 35. befanden sich drei Chemisetts, sowie einige neue Stoffreste und eine veranstaltet am Sonntag, den 10. Juli, in den Räumen der Scholz, Wrangelstraße 110. Beyer, Wrangelstraße 131. leere Blechdose. Mittheilungen über den Eigenthümer werden 3 Spandauerberg- Brauerei ein Sommerfest. Da auch in ArbeiterStreit, Naunynftr. 86. Mener, Oranienſtr. 184. Schid, J.-Nr. 2999 IV/ 80. 98 im Polizeipräsidium bei der Kriminalpolizei, freisen versucht wird, Billets umzusetzen, machen die unterzeichneten Manteuffelstr. 74. Golz, Grünauerstr. 8. Rubisch, Forster Bimmer 240, während der Vormittags- Dienststunden von 9-1 ühr darauf aufmerksam, daß die Räume der Spandauerberg- Brauerei straße 17. Seidler, Natiborstraße 16. Gottfr. Schulz oder in den Polizeirevieren entgegengenommen. Am 31. Mai d. 3. für die Arbeiterschaft gesperrt ist. Admiralstr. 40a. Außerdem werden Beiträge entgegengenommen bei hat eine unbekannte Frau bei dem Portier des Hauses Brücken- In Charlottenburg ist gestern der 15. deutsche Feuer Schilling, Manteuffelstr. 88, Gesche, Wrangelfir. 58 und in Allee 36 einen alten mit Belz gefütterten Damen Radmantel, in wehrtag eröffnet worden. Die mit dem Feuerwehrtage vers der Parteiſpedition von Thiel, Skalizerſtr. 35 part. Die Mitglieder deffen innerer Tasche sich ein Petzbarett, ein schwarzer Schleier und bundene Ausstellung von Feuerlöschgeräthen auf dem Gelände der werden ersucht, die oben genannten Zahlstellen mehr wie bisher in ein fleiner Schlüssel befanden, zur Aufbewahrung übergeben und Sportpark- Gesellschaft am Bahnhof Charlottenburg weist zweifellos Anspruch zu nehmen, damit der Kassirer in den Wahlvereins- Ver- wollte sich die Sachen an demselben Abend wieder abholen. Da viele beachtenswerthe Leistungen auf. Sehr bemerkt wurde bei sammlungen entlastet wird. bisher die Person bei dem betreffenden Portier nicht wieder er der Eröffnung eine Rede, die von dem russischen General Arbeiter- Bildungsschule. Sonntag, den 17. Juli, Familienfchienen ist, wird vermutthet, daß die Sachen vielleicht aus einem Bogdanowitsch, der zum Studium der Ausstellung hierher gesandt Ausflug nach Bichelswerber, verbunden mit einer Besichtigung der Diebstahl herrühren. Die Sachen befinden sich im Zimmer Nr. 824 ist, in französischer Sprache gehalten wurde. Der General fagte it. a.: Brauerei Bichelsdorf. Treffpunkt: Station Grunewald 9,34 Uhr; des tgl. Polizeipräsidiums und können daselbst während der Vor- Wir Nussen sind seit langer Beit gewöhnt, in den Deutschen ein, für Nachzügler Freund's Inselgarten, Pichelswerder. Abfahrt vom mittagsstunden rekognoszirt werden. scharfsinniges und praktisches Volt zu sehen, bei dem man stets Schlesischen Bahnhof Vormittag 8,57 Uhr; Potsdamer Bahnhof Eine Berliner Familie hat bei dem Untergange der 2a dieser glücklichen Gelegenheit, nähere Bekanntschaft mit all dem lernen ten. Darum erfüllt es mich mit besonderer Freude, dant 8,56 Uhr. Die Mitglieder mit ihren Angehörigen und Freunden der Bourgogne" den Tod in den Wellen gefunden. Es handelt machen zu können, was in Deutschland zur Bekämpfung des Feuers Schule find hierzu freundlichst eingeladen. In dieser Woche findet sich um den Kaufmann Theodor Strauß, der im Jahre 1882 nach der Semeſterschluß statt. Während der Monate Juli- September findet New- York verzog, nachdem er mit seinem Kolonialwaaren- geschehen ist, in diesem Lande, das durch seine hohe Kultur in der fein Unterricht statt. Während dieser Zeit ist die Bibliothet geschäft, das sich hier in der Neuen Königstraße befand, vordersten Reihe der zivilifirten Völker einen der ersten Bläge ein jeden Donnerstag Abend von 8-9 hr geöffnet. Wieder fallirt hatte. Strauß siedelte damals mit seiner Gattin und nimmt." Am Sonntag Vormittag 10 Uhr findet ein Feftzug statt. Strauß siedelte damals mit seiner Gattin u beginn der Kurse Anfang Ottober. Wir bitten die Mit dem fünfjährigen Töchterchen Wally und der dreijährigen Ein drittes Landgericht in Berlin? Wegen der immer glieder, die Ferienzeit zu reger Agitation zu benußen und neue Martha nach merita über, um die Erbschaft eines verstorbenen mehr anschwellenden Bevölkerung der Vororte Berlins find nicht nur writglieder für die kommenden Semeſter zu werden. Die Dheims, eines Pianofortefabrikanten, anzutreten. Strauß hatte die Amtsgerichte derselben, insbesondere Charlottenburg, Ochöneberg General Bersammlung findet am 26. Juli, abends 1/29 Uhr, Glück; nach einigen Jahren verkaufte er sein Geschäft und lebte als und Nixdorf, sondern auch die nächst höhere Instanz derselben, das in Stabernad's Salon, Inselstr. 10, statt. Rentier. Er spekulirte in Eisenbahnpapieren und wurde im Laufe Langericht Berlin II, derart mit Geschäften überbürbet, daß man in der Zeit vielfacher Millionär. In New- York ließ sich St. vor der Justizverwaltung nicht nur der Frage der Vermehrung der Bei der Juvaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt einigen Jahren eine Billa bauen, zu deren Bau er einen Berliner Amtsgerichte in den Vororten, sondern auch der der Errichtung eines Berlin find im Laufe des Bierteljahrs April- Juni 1898: 75 Architekten nach dort kommen ließ. Nachdem er schon gelegentlich der dritten Landgerichts hierselbst näher getreten sein soll. Berliner Gewerbe- Ausstellung nach Berlin gereist war, entschloß er sich, Von einem bebauerlichen Unfalle wurde gestern, Sonnabend, träge auf Gewährung von Altersrente eingegangen; aus der mit seiner Gattin und seinen Töchtern jetzt abermals nach Europa zu reisen. Vormittag in Charlottenburg der Tischlerlehrling Albert Henze aus Zeit vor dem 1. April 1898 lagen noch 26 Anträge vor, hinsichtlich Einem kurzen Aufenthalt in Paris sollte ein längerer in der Schweiz der Wilmersdorferstr. 155 betroffen. Vor dem Hause Wallſtr. 4 war deren die Entscheidung noch ausstand. Von diesen 101 Anträgen und später in Berlin folgen. Zu diesem Zwede hatte Strauß vor das Pferd eines Milchwagens gestürzt. Der junge Mann lief hilfsfind bewilligt 59, abgelehnt 28, anderweitig erledigt 3 und unerledigt einigen Tagen einer hiesigen Bant ein Depot von 10 000 Dollars bereit hinzu, um den Kutscher bei seinen Bemühungen, das Thier auf das das folgende Vierteljahr übernommen 11. Bis zum überweisen lassen. Ursprünglich wollte Strauß mit dem deutschen wieder auf die Beine zu bringen, zu unterstützen. Nachdem es fich 30. Juni 1898 waren insgesammt bewilligt an Altersrenten 3808. Dampfer der Hamburg- Amerika- Linie„ Kaiser Friedrich" reifen, durch schon halb erhoben hatte, fiel das Pferd wieder hin und Henze auf Von diesen sind ausgeschieden durch Tod 1075, ans anderen den indessen auf der Heimreise erlittenen Unfall, entschloß er sich mit den linken Unterschenkel, der unter der schweren Last zusammenGründen 92, zusammen 1167, so daß am 1. Juli 1898: 2641 Alters- dem französischen Dampfer zu fahren. Strauß stand im Alter von brach. Der Verunglückte wurde mit einer Droschke in das städtische renten- Empfänger vorhanden waren. 53 Jahren. Krankenhaus gebracht. Innerhalb des gleichen Vierteljahrs find 640 Anträge auf Gewährung von Invalidenrente eingegangen und 174 unDie von Schöneberg nach Wilmersdorf führende VerDer Schuhmann Volkmann wird, entgegen anderer Meldung erledigt aus dem Vorvierteljahre übernommen. Von diesen eines Berichterstatters, der Bolts- 8tg." zufolge bis zur erlangten längerung der Grunewald- Straße( Wilmersdorfer 814 Jnvalidenanträgen sind 460 bewilligt, 154 abgelehnt, 32 ander- Rechtskräftigkeit des von der Straftammer am Landgericht I gefällten Chauffee), deren unglaublicher Zustand schon seit Jahren Anlaß zu weit erledigt, 168 unerledigt auf das folgende Quartal übernommen Urtheils vom Amte nach wie vor suspendirt bleiben. Sollte heftigen Klagen gegeben hat, soll bis zum Herbst regulirt und worden. An Invalidenrenten find bis zum 30. Juni 1898 überhaupt die Staatsanwaltschaft bisher ist dies nicht geschehen gegen fanalisirt werden. 5821 bewilligt worden. Ausgeschieden sind inzwischen durch das Urtheil Revision einlegen, so muß dies bis Montag Mittag Oeffentliche Promenaden Konzerte sollen, wie eine hiesige Tod 1851, aus anderen Gründen 133, zusammen 1984; mithin war 12 Uhr geschehen. Für den Fall, daß dies nicht geschieht, hat das Korrespondenz meldet, in Zehlendorf von nächster Woche ab am 1. Juli 1898 ein Bestand von 3887 Invalidenrenten- Empfänger Polizeipräsidium bereits Schritte gethan, um in den Befiz der einmal wöchentlich abends von 5 bis 8 Uhr am Wilhelms- Denkmal aufzuweisen. Gerichtsaften zu gelangen, da die Einleitung eines Disziplinar stattfinden. Gegen die Absicht der Polizei, bas Radfahrer in Berlin berfahrens gegen Bollmann bevorsteht. Erst der Spruch des auf wenige Straßen zu beschränken, wendet sich Prof. Hans Dellbrüd in Disziplinarrichters wird über die fernere Thätigkeit des Vollmann entscheiden. Der Vorstand. " Witterungsübersicht vom 9. Juli 1898, morgens 8 Uhr. einem von der„ Täglichen Rundschau" veröffentlichten offenen Brief Auf dem Bas verunglidt ist Freitag Mittag der 46 Jahre Stationen an das Polizeipräsidium. Nachdem Herr Delbrüd auf die Bedeutung des Fahrrades für die Universitätsbesucher hingewiesen, schreibt er: alte Maurer Friedrich Hud aus der Wollinerstraße 52. Auf dem " Mir scheint aber der Nachweis, daß es gerade die engen Passagen Neubau Lüßowstraße 36 fiel er aus dem ersten Stock herab und zog Hamburg Berlin Barometerstand mm Wind 761 NW 759 NA richtung Windstärfe Wetter Temp. n. C. 5° C. 4° R. Stationen Barometer Winds richtung 1woltig 15 Haparanda 763 SH Windstärke Wetter Temp.n.. o Do bedeckt 15 bedeckt 16 15 13, find, wo die Unfälle stattfinden, noch feineswegs erbracht. Im Gegen- fich innere Verlegungen zu, die zwar nicht lebensgefährlich, aber theil, hier fahren die Nadler von selber langsam, die Unfälle werden doch so schwer sind, daß ein Wagen der Unfallstation ihn in ein Swinemde. 759 NO 2 bedeckt 14 Petersburg 757 ONO aber fast immer durch zu schnelles Fahren herbeigführt und Krankenhaus bringen mußte. 3 bedeckt 14 Cort 771 SO 1 Mebel das geschieht auf den breiten, nicht gar zu verkehrs- Viermalige Brandstiftung innerhalb 18 Stunden in ein Wiesbaden 764 23 2woltig 13 Aberdeen 772 NW 2 heiter reichen Straßen. Das Innere der Stadt Köln ist bekannt und demselben Hause und auf derselben Stelle dürfte bisher das München 764 NW 5 bedeckt 10 Baris 768 M 2516. bed. 13 durch seine überaus dem stärksten höchste sein, was in diesem Falle geleistet worden ist. Der Verwalter Wien 76023 engen Straßen mit 3wolfig 14 Verkehr; trotzdem ist das Radeln völlig frei. Die Unfallverhütung des Hauses Potsdamerstr, 17 hat eine Kellerwohnung im NachbarWetter- Prognose für Sonntag, den 10. Juli 1898. muß also erstrebt werden auf dieselbe Art wie beim Wagenverkehr: hause Nr. 16 inne. Als Donnerstag Abend nach 10 Uhr das Gas Ein wenig wärmer, theils heiter, theils wolfig, mit leichten Regenfällen durch das Verbot und strenge Bestrafung des zu schnellen Fahrens. längst erloschen war, wurde der Verwalter von Nachbarsleuten und mäßigen nördlichen Winden. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 10. Juli. Neues Opern Theater( row). Undine. Anfang 72 Uhr. Montag: Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg. Residenz. Momentaufnahmen. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Vom Matterhorn z. Jungfrau. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Neues. Aſchermittwoch. Mein treuer Passage- Panopticum. Antoine. Anfang 7 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Cavalleria rusticana. Hierauf: A Basso porto. An fang 7 Uhr. Montag: Der Barbier von Sevilla. Ostend. Auf Sumatra. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Thalia. Im Fegefeuer. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Belle Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 8 Uhr. Montag: Der letzte Brief. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Doppelgänger. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Wilhelm Tell. Montag: Die Doppelgänger. Alexanderplatz. Die Ehebrecherin. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Urania. Taubenstrasse 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 1hr: Sternwarte, Operntelephon. Apollo. Don Juan in der Hölle. Anfang 8 Uhr. # Baffage Panoptikum. Speziali: täten Vorstellung. Reichshallen. Spezialitäten Bor stellung. Anfang 8 Uhr. Ostend Carl Weiß- Theater. D Gr. Frankfurterstr. 132. Auf Sumatra. fang 72 Uhr. Montag: Dies. Vorstellg. Anf. 8 Uhr. Ostend- Theater- Konzert- Garten. Gr. Spezialitäten- Borstellg. Theater. Gebr. Forré. Geschw. Vanoni. Franka Sylou. Müller- Römer, CharakterKomiter. 2c. Pantomime. The Garreton. Gebr. Buchholz. Anfang 4 Uhr. Montag: Dies. Vorstellg. Anf512 Uhr. Vorzugsbillets z. Theater u. Garten: Passe- partouts haben Wochentags Giftigkeit. ThéâtreVariété. Sensationell: Die schöne Tätowirte Sga. Radolfi als Athletin. Castan's Panopticum. Neu!! WalsinEsterhazy. Major Graf Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich im schönen Garten: Theater- und SpezialitätenVorstellung. Heimlich. Liederschwant von C. A. Paul. Musit von Conradi. Mord und Büd. Operette in 1 Aft von Linderer. Musik von Thiele. Im Saale: Grosser Ball. Ostbahn- Park. Am Küftriner Plak. Direttion: H. Imbs. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Apollo- Theater. Spezialitäten Vorstellung Vollständig neues Programm. 8 Debüts. Ferner: Don Juan in der Hölle. Phantastische Ausstattungs- Burleske mit Gesang u. Tanz in zwei Anfang des Konzerts: Wochent. 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung finden die Vorstellungen im großen Saale statt. Meine neuerbauten Festsäle stehen Vereinen zur Verfügung. Puhlmann's Bildern von Benno Jacobson, Vaudeville- Theater Musik von Wilh. Rosenzweig, in Szene gesetzt v. Direktor Glück. Vor der Vorstellung: Grosses Garten- Konzert. Kasseneröffnung 6 Uhr, Konzert 62 Uhr, Anf. der Vorst. 72 Uhr. Prater- Theater, Kastanien- Allee 7/9. Täglich: Friede auf Erden". Lebensbild mit Ges. u. Tanz in drei Abth. von Hugo Schulz. Musik v. A. Kersten. Eugenie Formes, Kostüm: foubrette. Gebr. Milardo, Grotesque Duett. Osrani Troupe, mufit. Excentr. The Wartons, Parterre: Afrobaten. Mr. Barna mit s. dress. Ratten. Ballet. Pantomime. Konzert und Ball. Anf. 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., referv. Kalbo. Platz 50 Pf. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 ( nahe Potsdamer Plaz). Garten resp. Saal. Täglich: Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang heute 7 Uhr. Entree 50 Pfennig. Nach der Soiree: Tanzkränzchen. Morgen Montag: Auf. 8 Uhr. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Letzte Saison vor dem Abbruch. Täglich: Hoffmann's Quartett Inhaber F. Lehmann, Schönh. Allee 148, Kaftan.- Allee 97/99. Täglich: Konzert, Theater u. Spezialitäten- Vorstellung mit stets neuem Programmt. eichshallenGarten- Theater. Re Seipzigerstr. 77. Das Beste vom Besten, was bisher über die Bretter gegangen, ist: Berlin auf Stelzen! Bon W. Agoston und K. Wilhelm. Ferner: 20 Spezialitäten 1. Ranges. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Familien Vorzugskarten giltig. Bei ungünstiger Witterung im großen Theatersaal. Wedding- Park Müllerstrasse 178. In dem 3000 Personen fassenden Garten mit schönen Lauben Jeden Sonntag: Frei- Konzert u. Ball. Kaffeeküche. täglich von 3 Uhr ab geöffnet. 7 verdeckte SommerKegelbahnen. Franz. Billard. Volksbelustigungen. Empfehle mein Lokal den ge ehrten Vereinen zu Festlichkeiten [ 5381L* Wilhelm Trapp. 2C..2C. Elykum Landsberger Allee 40-41 Jeden Sonntag, Montag, Mitt: 54012* woch und Freitag Frei- Konzert. Anf. Sonnt. 4 Uhr, Wochent. 7 Uhr. NB. Sonnabende sind noch frei für Vereine bis 3000 Personen. Carl Eisermann. Haferland's Restaurant, Ober- Schöneweide, und Humoristen. Tausend und eine Nacht. empfiehlt feinen Saal, Garten, Regel: Unfang: Sonntags 7, Wochent. 8 Uhr. I bahn, Kaffeeküche. Solide Preise. Donnerstag, 14.: Schlangenfest. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. CARL HAGENBECK's INDIEN Heute, Sonntag, den 10. Juli: Drei grosse Schaustellungen in der Arena, um 4, 6 u. 8 Uhr. Am Schluss der letzen einmalige Wiederholung des seinerzeit mit so grossem Beifall aufgenommenen buddhuistischen Tauffestes mit Blumenkorso und Festaufzug der Indier. Um 10 Uhr gr. Fest- Fackelzug Am KönigsThor. Haltestelle der Ringbahn. Doppel- Konzert. Entree 50 Pf., Kinder die Hälfte. Schweizer Garten. I Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. Täglich: Theater u. SpezialitätenIm Vorstellung, Volksbelustigungen. Ball. An Wochentagen freier Damentanz. Auch ist die Kaffeefüche von 3-6 Uhr geöffnet. Anfang des Entree 30 Pf. Konzerts 42 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Billets zu ermäßigten Preisen in Handlungen. Größeren Vereinen empfehlen wir unser Zur Beachtung! Etablissement( mit Vorstellung und Ball) zur Abhaltung ihrer Sommerfeste( speziell Sonnabends). Brauerei- Ausschank Der Victoria- Brauerei, Stralau. Spezialitäten und Theater- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Großes Garten- Konzert und im elektrisch erleuchteten Riesensaale: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an ununterbrochen geöffnet. Für gute Speisen und Getränke habe ich bestens Sorge getragen Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll 5361* Karl Mittag, Defonom. MSHAIN Actien- Brauerei Friedrichshain früher Lipps am Königsthor. Heute Sonntag: Gr. Doppel- Konzert, ausgeführt von den gesammten Kapellen der Herren Hofballmusikdirektor Königl. Musikdir. Eduard Strauss F. A. Bergter aus Wien. Anfang 5 Uhr. Kapelle des 4. Garde- Reg. zu Fuß in Uniform. Entree 50 Pfennig. Bei ungünstiger Witterung im großen 3000 Personen fassenden Konzertsaal. Morgen Montag, sowie folgende Tage( außer Sonnabend): Großes Strauß- Konzert. Anfang 7 Uhr. Jägerhaus Entree 30 Pfennig. Augustin's Lindenpark, Kastanien- Allee No. 11. Jeden Montag: Grosses Kinder- Freudenfest und große Präsentverloosung, verbunden mit Voltsbeluftigungen aller Art. Um 6 Uhr: Kinder Ball. Um 9 Uhr: Fackelpolonaise. Entree à Person 10 Pfg., wofür jedes Kind ein Loos gratis erhält. Hauptgewinn: ein eleganter Sportswagen sowie verschiedene andere werthvolle Gewinne. Jeden Sonntag: Künstler- Freikonzert. Kaffeetochen: 1 Liter 50 Pf. " Vorzügliche Biere. ff. Weißbier. 12 Liter 25 Pf. Altes Schützenhaus. Linienstrasse 5 und Jostystrasse 7. Wegen Umbau und Renovirung der Säle und Nebenränme bleibt das Alte Schüßenhaus" bis Anfang August geschlossen. Die Festräume werden von Kräften ersten Ranges, modernen Ansprüchen Rechnung tragend, aufs eleganteste hergestellt. Die Besichtigung der Säle ist jederzeit gestattet und empfehlen wir dem geehrten Publikum unsere Festräume unter Zusicherung. des größten Entgegenkommens zu allen vorkommenden Festlichkeiten. Ein großes Vereinszimmer ist zu vergeben. Mit Hochachtung 43876 E. C. A. Kuhn. Paradiesgarten in Birkenwerder nahe der Havel am Mühlen- See und meilentiefem Wald herrlich gelegen. Saal und Halle für 1000 Perf., großer dichtbelaubter Garten, hart am See gelegen, für 3000 Perf., daher best geeignet( felbft für größte) Bahn- u. Kremserparthien. Belustigungen aller Art, auch Angeln, Bootfahren 2c. Um recht regen Zuspruch bittet Ad. Burgemeister, Baradieswirth. 55852* Volks- Badeanstalt Rixdorf. Canner Chaussee. Wellenbad. A. 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Juli, abends 8 Uhr, im Lokal von G. Beyer, Wallstraße 96: Bezirks- Versammlung für Charlottenburg. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genossin Frau Greifenberg über: 62 Millionen erwerbsthätiger Frauen. 2. Diskussion. 3. Verbands: angelegenheiten. Mittwoch, den 18. Juli, abends 8 Uhr, im Lokal von Ewald, 13. Schönleinite. 6: Bezirks- Versammlung für SO. und Rixdorf. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein über: Moderne Heilmethode". 2. Distusfion. 3. Wahl eines Kassirers und Ersazwahl der WerkstattKontrollfommission. 4. Verschiedenes. Flugblätter sind in Empfang zu nehmen. Nichtmitglieder haben Zutritt und werden aufgenommen. bei Rautenberg, Süden und Südosten: Oranienftr. 180. Tages- Orbnung: 1. Vortrag des Genossen Nät her über: Die Kampfesmittel der Gewerkschaften." 2. Distuffion. 3. Die Einführung der Arbeitsentlassungs: Innung. Wahlverein des III. Berliner Reichstags- Wahlkreises. Zentral- Kranken und Sterbekasse der Tischler Verwaltung A. Siermit die traurige Nachricht, daß der Heizer Friedrich Rönnebeck am 7. Juli freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 11. Juli, abends 62 Uhr, von der Leichenhalle des St. Thomas- Kirchhofes aus statt. Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Scheine durch die gemeng. 4. Wahl eines Bezirkstellers und Beitrags- Dance, the auf 13. E3 iſt eines jeden Kollegen Ehrenpflicht, in der Bersammlung zu erscheinen. Neue Mitglieder werden in der Versammlung aufgenommen. 19 Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: Schwedterstraße 23 bei Wernau. Tages Ordnung: 44306 Verband der Tapezirer Versammlung Filiale Nord: rented. 11. Juli, abemos o Mor, Montag, unser Mitglied, ber Gürtler Fritz Yorpahl. ben 7. b. M., starb Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. Juli, Nachm. 4 Uhr von der hofes in der Rudowstraße aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 112/15 1. Vortrag des Herrn Dr. Joel über:„ Aus der Steinzeit." 2. Dis Leichenhalle des Neuen Nixdorfer Kirch tuffton. 3. Verbandsangelegenheiten. Nichtorganisirte haben Zutritt. more 2. Disfuſion. 3. Verbands: Wedding und Gesundbrunnen: im Lokale des Herrn Raabe( Kolberger Salon), Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen& autow. 2. Diskussion. 3. Wahl eines Die Kollegen werden ersucht, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäste, auch Frauen, haben Zutritt. Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Weyl über: Die Berufs: frankheiten der Gummiarbeiter. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Donnerstag, den 14. Juli, abends 8% Uhr, im Colberger Salon, Colbergerstr. 23: Bezirks- Versammlung für den Norden. Tagesordnung: 1. Vortrag der Genoffin Frau Greifenberg über: Die Lebenshaltung und Kindersterblichkeit des Proletariats. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. 64/13 Kolleginnen und Kollegen! Agitirt für guten Besuch dieser Versam lungen. Gäste willkommen. Die Ortsverwaltung. Kranken- Unterstützungsbund der Schneider ( Filiale Berlin). Dienstag, den 12. Juli 1898, abends 8% Uhr, in den Arminhallen( oberer Saal), Kommandantenstr. 20: Derlammlung. Tages Ordnung: Beitragssammlers. 4. Neuwahl der kommiſſion. b. Berbandsangelegenheiten. Moabit: Stromtr. 28 bei Mowls. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen i llarg über:„ Das Unfallversicherungs: Gesetz und die Arbeiter." 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Wahl eines Bezirksleiters, eines Schriftführers und zweier Beitragssammler. Berlinerstr. 112. Tages- Ordnung: Friedrichsfelde: in der Brauerei von Hirche& Köpper, 1. Bortrag des Genossen Bitfin. 2. Distuffton. 3. Wahl eines Beitragssammlers. 4. Werkstattangelegenheiten. Die Kollegen von Frenzel find hierdurch besonders eingeladen. bei Beulling, Rummelsburg: Goethe: und Kantstraßen.Ede. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Klingner. 2. Verbandsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. Die Kollegen von Kettner, Pfarrstraße, und die Kollegen ber Drechslerei von Pusch sind hierdurch besonders eingeladen. Stellmacher. 1. Abrechnung vom 1. Quartal 1898. 2. Bortrag über die Bedeutung Donnerstag, den 14. Juli, abends 81% Uhr, bei Schiller, Rojen ber, Berliner Rettungs- Gesellschaft". 3. Verschiedenes. 166/8 xede Die Ortsverwaltung. Weissensee. Achtung! Maurer! Achtung! Dienstag, den 12. Juli cr., abends 8½ Uhr: Oeffentl. Versammlung der Maurer Weissensee's im Lokale des Herrn Kühne, Rölte: Pistoriusstraßen- Ecke. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Paul Jahn- Berlin. 2. Diskussion. 3. Abrechnung des Zentral- Streitfonds der deutschen Maurer. Es ist Pflicht fämintlicher Maurer Weißensee's, die Versammlung zu Besuchen. 133/12 Der Vertrauensmann der Maurer Weihensee's. Montag, den 11. Juli, abends 8½½ Uhr: thalerstraße 57. Parkettbodenleger. Dienstag, den 12. Juli, abends 8 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: Sigung der Kommission mit Vertrauensleuten. Die Kollegen werden ersucht, dafür zu sorgen, daß jede Firma ver: treten ist. die Ortsverwaltung. Lackirer! Filiale IV. Am 8. d. M. starb nach langen, Schweren Leiden unser Kollege Carl Lahne im Rebengiare an berries frankheit. Beerdigung findet am Sonntag, den 10. d. M. vom Trauer: hause Rykestr. 48 nach dem Emanuel Kirchhof in Falkenberg statt. Um recht rege Betheiligung der Kollegen ersucht Der Vorstand. 124/17 Toded Anzeige. Brunnenstr. 188: 1. Vortrag: Normal Arbeitstag. Filiale Süd: 2. Bereinsangelegenheiten. Mittwoch, 13. Juli, abbs. 91 bei Zubeil, Lindenstr. Uhr, 1. Vortrag des Genossen P. Jahn über: Der Welthandel im 19. Jahrhundert. 2. Vereinsangelegenheit. 177/17 Die Ortsverwaltungen. Verband d. in d. Kürschnerci beschäft.Arb.u. Arbeiterinn. Berlins und Umg. Mitglieder- Versammlung. Montag, den 11. Juli, abendé 81 Uhr, bei Feind, Weinstr. 11 bei serb Tagesordnung: 1. Vortrag des Gen. Dr. Borch hardt: Die Elektrizität und ihr Einfluß auf das wirthschaftliche Leben. 2. Disfuffion. 3. Abrechnung vom 1. Quartal 3. Jahrgang. 4. Verschied. 93/13 Der Vorstand. Am 7. Juli, vormittags 9. uhr, ber Hört! Radfahrer. Hört! schied nach kurzem, aber schwerem Leiden mein geliebter Mann, der Möbelpolter Hugo Behrends. Die Beerdigung findet am Sonntag, den 10. Juli, nachmittags um 5 Uhr, vom Katholischen Krankenhause aus nach der Barfußstraße statt. 44316 Die trauernde Wittwe nebstTochter. Verein der Bananschläger Berlins u. Umgegend. Den Kollegen zur Nachricht, daß unser Kollege E. Pilz Die am 8. b. m. verstorben ist. Beerdigung findet am 11. d. M., nachmittags 4 Uhr vom Trauerhause, zahlreiche Betheiligung ersucht Neue Herrenräder mit Zubehör, Preis 90 M., so lange der Vor rath reicht. Hartmann, Anklamerstr. 21Fahrrad, fast neu, billig, Lindowerstraße 12, 3 Tr. rechts. 44206 Arbeitsmarkt. Achtung! Achtung! Holzarbeiter. In der Möbelfabrit von Rückwarth& Riegel, Wienerstr. 50, weißenburgerfir. 68 aus ftatt. Um haben fämmtliche Eiſchler wegen Differenzen die Arbeit niedergelegt. Der Borstand. Zuzug ist fernzuhalten. Agitationsverfammlung für Often u. Nordosten Intereffen der Maurer Berlins und im Mittwoch, den 13. Juli, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Stechert, Andreasstraße 21, Tages Ordnung: Todesanzeige. Dem Verein zur Wahrung der Umgegend" zur Nachricht, daß meine Frau am Donnerstag, den 7. d. M., verstorben ist. Wollen die Kollegen bessere Verhältnisse im Bezirk und Abschaffung der den 10. d. M., nachmittags 3 Uhr vom Ueberstunden? Referent: Otto Klinger. Sämmtliche Holzarbeiter müssen anwesend sein. Schöneberg. Der Arbeiter- Bildungsverein feiert am Die Beerdigung findet Sonntag, Krankenhause Friedrichshain aus statt. Der trauernde Gatte nebstTochter. Hermann Nehlitz. Danksagung. Farbigmacher verlangt Neu- Weissensee, Gustav Adolfstr. 15. Presser auf Silber und Kitt verlangt 43976 H. Meyer u. Co., Sebastianstr. 20. 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Wie ist das Werkstatt- Bertrauensmänner- System besser auszubauen? 94/10 Der Vertrauensmann: E. Tschernig. 15/10 Rammer! Steinsetzer u. Berufsgen. Achtung! Dienstag, den 12. Juli, abends 8 Uhr, in Hensel's Lokal( fr. Nanded), Invalidenstr. 1a: Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Der Vorstand. Achtung! Ausserordentl. Mitgliederversammlung sämmtlicher in Holzbearbeitungs- Fabriken 2c. beschäftigten Arbeiter Berlins beider Filialen Waldemarstraße 75. 49482* 1. Vortrag: Sind die Lohn- und Arbeitsverhältniffe der Berliner am Montag, den 11. Juli, abends 8 Uhr, im Englischen Garten, Rammer den Berhältnissen der Großstadt entsprechend und wie tönnen dieAlexanderstraße Nr. 27 e. felben eventuell verbessert werden? Referent A. Knoll. 2. Diskussion. Tagesordnung: 1. Bericht des Ausschusses. 2. Abrechnung vom 3. Wahl eines provisorischen Vorstandes für die Verbandsfiliale der Nammer. 1. Quartal 1898. Die Kollegen werden in anbetracht der wichtigen Tages: 4. Verschiedenes. 174/2 obnung ersucht, zahlreich zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimitzt. Die organisirten Steinfeger und Berufsgenossen sind ber: 82/11 Der Ausschuk. pflichtet, für zahlreichen Besuch dieser Versammlung zu agitiren. Etablissement Süd- Ost, Der Einberufer. Achtung! Achtung! Mehrere Sonnabende und Sonntage sind noch an Vereine zu vergeben. Musikinstrumenten- Arbeiter. Wer fertige Anzug 20 Mt., feinste zu hat thaten, 2 Amproben, saub. Näharbett. Stoff hatten, Garantie guter Sig. Dienstag, den 12. Juli, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Für 35 Mr. liefere reinwollenen Anzug nach Maaß, neueste Muster. Stechert, Andreasstraße 21: Für 50 Mt. Gehrock- Anzug nach Maaß, ff.- Tuch Rammgarn, nie glänzig. Große öffentliche Versammlung Für 10 mt. praktische Hose nach Maaß, 1 Jahr Garantie. Garantie für Haltbarkeit. Ohne Konkurrenz. Schneiderei Engel, Münzstraße 26 parterre. $ aller in der Musikinstrumenten Branche beschäftigten Arbeiter. Tages Ordnung: 14 1. 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Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin Br. 159. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Versammlungen. Der Verband der Maurer, 3ahlstelle I( Buzzer) hielt am 3. Juli feine Mitgliederversammlung ab, in welcher man sich mit der Angelegenheit Neumann beschäftigte. Es wurde demselben auf Antrag eine ernste Rüge ertheilt und von einem Ausschluß Abstand genommen. Zum Schluß wurde noch mitgetheilt, daß das Bureau vom 4. Juli ab sich in Rosenthalerstr. 57 bei Schiller befindet. Arbeiter Bildungsschule. Inselstr. 10, v. 2 Tr. In den Monaten Juli, August und September findet tein Unterricht statt. Während dieser Zeit ist die Bibliothet jeden Mittwoch Abend von 8-9 Uhr geöffnet. Wiederbeginn der Kurse Anfang Oktober. Mit gliedsbeitrag monatlich 25 Pf., Kursus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in folgenden Stellen: Gottfr. Schulz, Admiralstr. 40a; Reul, Barnimstr. 42; Schiller, Rosen thalerstr. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a, und in den Sonntags- Versammlungen. Vorsitzender: Hugo Warschawski, C., Steinstr. 11. Kassirer: H. Königs, S., Dieffenbachstr. 30. " Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. 1. Vorsitzender: Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinkalender find zu richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Montag, abds. 9-11 Uhr, Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. 3ulunft I", Steglitz, Ahornstr. 10.„ Harmonie II", Restaur. Feind, " Weinstr. 11." Tonblüthe", Häusler, Oppelnerstr. 19. ,, Liedesfreiheit II", Strausberg, Magnus, Wilhelmstraße." Freya II"( gemischter Chor), Fichtestr. 19." Apollo", Charlottenburg, Müller, Krummestr. 33. " Solidarität", Miehlte, Schüßenstr. 29." Felsenburg", Scheerbe, Blumenftraße 38.„ Rirdorfer Liederkranz", Nirdorf, Maresch, Ziethenstr. 77. Einigkeit III", Reinickendorf, Balzer, Berlinerstr. 17. Süd- West", Fitch, Simconstr. 23. Berliner Damenchor Harmonie", Drescher, Linien: straße 218. Rütli", Friedenau, Handjerystr. 64.„ Eichenkranz II", Mnoblich, Soldinerstr. 36." Septime", Stalizerstr. 142.„ Vorwärts III" Lichtenberg- Friedrichsfelde, Schulz, Prinzen- Allee 6. ,, Concordia", Restau: rant Willibald- Alexisstr. 10. Steinnelle", Sachse, Lindowerstr. 26. Alpenblume", Neu- Weißensee, Sturm, Lothringerstr. 33. Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener ftraße 80, 2. Hof.- Montag, abds. von 9-11 Uhr: Klub- Abend und Aufnahme neuer Mitglieder: Mexikaner", G. Seifert, Elbingerstr. 15. Abguß II", Zimmermann, Marsiliusstr. 8." Freundschaft Vorwärts", Sydow, Weißenburgerstr. 47. ,, Blaue Schleife", Boden, Oppelnerstr. 13. „ Berolina", Klann, Buttmannstr. 2." Fidele Kolonisten", Klinge, Koloniestr. 137.„ Eintracht", Brzongla, Weidenweg 43. Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Sonntag. Theaterverein ,, Crescendo", Linienstr. 73. Dramatischer Klub„ Liebesglück", Tremmener straße 1. Bergnügungsv.„ Ingwelde", Schulz, Dunckerstr. 90.- Theaterv. Vorwärts", Jonas, Gr. Frankfurterstr. 42.- Theaterv. Schiller", Garbriel, Wildenowftr. 5. Theaterv.„ Alpenrose", Eisenbahnstr. 44. Geselliger Klub " " Sonntag, 10. Juli 1898. " Montag: Neptun", Roßstr. 3. Theaterv.„ Amorella", Brizerstr. 19. Theaterv.„ Weiße Rose", Neichenbergerstr. 19. Vergnügungsv.„ Bavaria", Zitherv. Schulz, Dunderstr. 90. Rauchtl. Portorito", Bülowstr. 46. Tyrol", Waldemarstr. 13. Arbeiter Turnerbund. Sonntag: Turnb. Fichte", Lichtenberg, Asche, Weißenseeer Weg; jeden Sonntab von 3 Uhr an volksthümliches Turnen. Montag: Turns. Fichte", Berlin, abends von 8-10 Uhr, 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen- Abth., Ackerstr. 67. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an G. Bratte, Schulstr. 24. Montag: Schwimmklub„ Borwärts", Uebungsstunde abends 72 Uhr im Studenten- Bad, Görlizer- Ufer 37/38. 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