Nr. 160. Adomement«-Hedingungen: «bonntmtnt»-Pret» pränumerando: «ierteljShrl. 3£0 SM., monatr. 1,10 SM., wöchentlich 28 Psg. frei ins Hau«. Einzelne Nummer 6 Psg. Sonntag«. Nummer mit illustrirter Sonntag«. Beilage„Die Neue Welt" 10 Psg. Poft- Abonnement: 3P0 Marl pro Quartal. Eingetragen In der Post. Leitung». Preisliste sür ISO» unter Er. 7570. Unter»reu, band für Deutschland und Oesterreich> Ungarn 2 Marl, sür da» übrig« Ausland 8 Marl pro Monat. Erscheint»glich«uster»onUg,. Devlinev Volksbl�kk. 15. Jahrg. Die Inserttons- Gebühr »«trägt siir die sechSgespaltene»olonei. «eile oder deren Raum«0 Psg., sür verein«- und Verlammlungz-Anzeigen, sowie Arbeitsmarlt 20 Psg. Inserat« sür die nächste Nummer müssen bi« « Uhr nachmittag« in der Srpedilion abgegeben werden. Die Erpedition ist an Wochentagen bi« 7 Uhr abend«, an Sonn- und Festtagen bi« S Uhr vormittag» geössnet. Rrriisprecher: Sml I, Nr. 1608. Telegramm-Adresse: «SoiialdemoKrak Srrlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Ledaktion: SW. 19, S-uth-Siragc 2. Dienstag, den 1A Juli 1808. Expedition: SW. 19, Beullz-Steahe 3. Ouitkttng. Im Monat Juni gingen bei dem Unterzeichneten folgende Partei- beitrage ein: Berlin, Beiträge der Wahllreife: 4. Kreis Südost 2200.— (darunter Kranz-Ueberschust der Firma Rosenhein 3,—, Liberi<5, Ton- blüthe, Acacia 13,50, Gonell, z. Wahlfonds 3,—, Ueberschutz vom Bierkons. d. Wöllmer'schen Fabrik 100,—, Namenlos 5,—, Llmeise 10,—, §es. am Biertisch Oranienstr. 204 1,60, Acacia 10,—, Tischlerei H. 3,10, Engels 21,—). 6. Kreis Roseuthaler Vorst, u. Gesund- brunnen 1600,—(darunter der rothe Rottenbäcker P. 2,—, für Knap- Hausen 3,—). 6. Kreis, Wedding und Oranienburger Vorstadt 1600,— (darunter K. L. 3.—, Bau Hessifchestr., Chem. Institut, v. Bauarb. 7,55, Stricknadel-Fiauen 61,80, Polarlicht 150,—, Droschkenkutscher Reinickendorf durch Bergm. 2,55, Dornröschen 10,—, R. R. 3,—). 6. Kreis, Moabit 500,—. 6. Kreis, Schönhauser Vorstadt, 1000,—. Berlin diverse Beiträge: Bierprozente von 3 Militärschneidern Jägerstr. 6,—. S. L. 20,—. Aufgelöste Freundschaft zum Wahlfonds 12,—. A. R. B. 50,—. Bierprozente der Tischlerei von F. u. Kl., Wrangelstraste 56, 6,50. F. S. 100,—. Apfelblllthe A. R. L. 10.—. Dr. L.». 100,—. Rehfelde K. 30.—. O. B. 100.—. Machetes 5.—. Möbelfabrik R. Schultz, Krautstr. 38 a, 2. Rate, 6,—. Dr. Z. 20,—. Rothe Buchbinder Grünstr., 5,—. Gesammelt im Sanatorium Güter- gotz 3,66. Richard M. 2,—, P. S. 50,—. 81. B. 50,— und 77,—. Vergolder, Wrangelstr., 5,—. Chamissoplatz und Seeburgstr. 4,50. P.H. 12,50. 6. Kr. 131, 121, 817 1,60. Von 8lrbeitern u. Arbeiterinnen der Buchbinderei v. M. Babing 15,—. Bernburg 10,—. Bern, zur Parteikasse 50,—. Bielefeld, ein Ruf geht durch Westfalenland 100,—. Bremen, v. Genossen 300,—. Barth, v. d. Tabakarbeitern 6,—. Bamberg, Jäcklcin Rohrbach 5,—. Crimmitschau 500,—(darunter Mai: Ch. C. 1,50, O. N. 1,—, Golddrossel d. B. 1,—, am 1. Feiertag Doppelkopf b. R. 1,50, Bayern d. G. St. 4,40, O. Fr. 0,58, Os. G. 0,60, C. D. 1,—, Maiblume 1,65, 0. Fest, Uebersch. Bier- abend 1,80, L. 3,—,.rothe Vigogne" d. I. 3,—, H. Dietsch. Ueberschust 1. Mai 8,—, Frege'scher grüner Junge 1.—. Sebast. G. d. H. 0,50. Juni: O. L. 1.—. Joh. St. 1.—. B. B. d. Ed. I. 0,50, Sch. d. I. 0,40, Ed. L. 0,65. Am Wahltag .Bayrischer Hof" 1,50, M.— z. d. H. 1.—. K. K. i. L. 5.—. Gr. H. Nachf. 5.-. A. K. d. H. 2.-, H. I. 1,50, W. Bierabend 2.-. Doppelkopf Bierabend 1,45). Döbeln, Romanus 20,—. Dortmund Fr. für die Stichwahlen 10,—. Elberfeld, Beitrag zu den Stich- wählen 400,—. Frankfurt a. M., A. M., für die Stichwahlen 300,—. Furtwaugen, v. d. Genossen 20,—. Freiburg, v. badischen Genossen 10,—. Falkenberg(Oberschl.) 2,—. Gorzyn, H. Parteibeitrag 20,—. Greiz, Wahlkr. Reust ä. L. 60,—. Grabowsee, Patienten der Volks-Heilstätte(darunter voin Buchbinder M. B. 1,65) L,—. Gablenz, Uebersch. 2,20. Giehen, E. K. 10,—. Halbe, F. C. zum Wahlfonds, 2. Rate 4,60. Hamburg, Getränke-Ucbersch. v. Neubau Holst, O'swaldquai, 2 Raten 84,—. Hemelingen, f. d. Stichwahlen 60,— Hamburg. Zigarettenfabr. v. Otto, St. Pauli 18,60. Hnm- bürg, Geburtst. im Eichenwalde 1,60. Hannover 2000,—. Halber- stadt, durch A. B. 50,—. Innsbruck, Dr. Schn. 300,—. Lübeck, Uebersch. v. d. Maifeier 300,—. Leipzig, Plebejer 5,—. Lambrecht, H. 25,—. Leipzig, rother Holzwurm My. 5.—. Luxemburg L. 200,—. Leipzig, durch Ä. B. 15,—. München, Waldläufer 5,—. Magdeburg 1000,—. Marburg, ein Einsamer 10,—. Niederbarnimcr Kreis, Darlehen zurück'2000,—. Nürnberg, durch A. B. 50,—. Rixdorf, Predigtamts-Kandidat 5,—. Remscheid, schwarze Kaffeegesellschaft 1,—. Ronsdorf, d. d. Vertr. 20,—. Schönlanke 10,—. Saarabien, auS dem Königr. Stumm 10,—. Schönebeck b. Vetschau, rothe Kindtaufe 1,—. Tilsit, lithanischcr Genosse 5,—. Wien, v. Genossen durch A. 500,—. Wür-ttemberg 100,—. X. 2). Z. 2000,—. Zürich, v. einer studirenden Genossin z. Wahlfonds 2,—. Zeulenroda, H. W. 20.—. Berlin, den 8. Juli 1893. Für den Parteivorstand: A. G e r i s ch, Katzbachstr. 9, I. Die eine reaktionäre Masse. Das Wort von der„einen reaktionären Masse", das Lassalle zugeschrieben ward, rührt bekanntlich nicht von ihm her, sondern gehört zu jenen geflügelten oder ungeflügelten Worten— zu jenen Schlagworten und Schlagsätzen, die, an- knüpfend an irgend eine persönliche Aeußerung, vom Volk, oder doch einer Gruppe von Personen durch geistige Kollektiv- arbeit geschaffen und in diese bestimmte Form geprägt werden. Das Wort von der„einen reaktionären Masse", in die alle bürgerlichen Parteien, was immer ihre Unterscheidungs- und Streitpunkte unter sich auch sein mögen, aufgehen und versinken, sobald eS gilt den Sozialismus zu bekämpfen, knüpft an Aeußerungen Lassalle's an, verdichtete sich aber erst nach dessen Tod in die Gestalt, welche im Gothaer Einigungsprogramm von 1875 zu finden ist. Ueber das Wort ist viel geschrieben und noch viel mehr gesprochen worden— es hat zu einer ganzen Literatur, und zu zahlreichen Polemiken innerhalb unserer Partei und nach außen gegen andere Parteien Anlaß gegeben. Es hat eine Geschichte, und ist mit der Anfangsgeschichte unserer Partei innig verwachsen. Und nicht blos mit der Anfangsgeschichte. Jetzt wieder, im Laufe der Neichstagswahl, die wir soeben durchgemacht haben, hat das Wort eine hervorragende Rolle gespielt und zu heftigen Debatten für und wider geführt. Es steht nicht im neuen Programm der Partei, und wie die Genossen wissen, ist seine Aufnahme in das Gothaer Einigungsprogramm seinerzeit von Marx mißbilligt, und das Wort selbst einer scharfen Kritik unterzogen worden. Run weiß aber jeder Genosse, der an dem letzten Wahl- kämpf thätig oder als aufmerksamer Zuschauer theilgenommen hat, daß die G e s a m m t Haltung aller bürgerlichen Parteien (von Ausnahmen, ivelche die Regel bestätigen, abgesehen) die Richtigkeit des Satzes mit wahrhakt erdrückender Wucht daraethan hat. Da ist es wohl an der Zeit, uns den Satz einmal genauer anzusehen. Wenn wir sehen, mit welcher Erbitterung in Deutschland das Junkerthum und das liberale Bürgerthum seit dem Wiederaufleben bürgerlichen Lebens zu Ende der fünfziger Jahre einander befehden, so fühlt man sich versucht, dem Satz jede Berechtigung abzusprechen. Und es kann auch nicht ge- leugnet werden, daß eine Politik, die sich auf die Anschauung gründete, daß bürgerlicher Liberalismus und feudales Junker- thum gleich reaktionär seien, einer Unterstützung des Junkerthums gleichkommen und einzig der Reaktion nützen würde. Lassalle hatte dies nicht mit genügender Klarheit hervor- gehoben— und nach Lassalle's Tode machte Herr v. Schweitzer diesen Satz von der„einen reaktionären Masse" zur Grundlage seiner Politik und nahm dem Fürsten Bismarck gegenüber eine Haltung an, durch welche Marx, Engels, Joh. Phil. Becker, Herwegh und Liebknecht gezwungen wurden, sich von ihm zu trennen. Durch die Taktik Schweitzer's, der freilich in all seinen theoretischen oder programmatischen Aus- lassungen sich möglichster Korrektheit befleißigte und seiner eigenen Taktik ins Gesicht schlug, und der sich außer- dem auf manche Aeußerung und Handlung Lassalle's(man denke nur an das famose Bismarck- Telegramm vom„fort- schrittlichen Bürgermeister") berufen konnte— durch diese reaktionäre Taktik wurde Marx veranlaßt, sich gegen den Satz von der„einen reaktionären Masse" zu wenden. Daß innerhalb der bürgerlichen Welt verschiedene Jnter- essen-Strömungen sind, die in politischen Parteikämpfen sich äußern, und daß diese auf dem gemeinsamen Boden des Kapitalismus sich abspielenden Jnteressenkämpfe der Sache der Arbeiter von sehr großem Nutzen sein können, das hatte Marx in England reichlich beobachten können. Wurde doch der Zehn stundentag wesentlich durch den Gegensatz und Widerstreit des industriellen und des agrarischen Kapitalismus erfochten. Und im Kommunistischen M a n i f e st wurde schon 1848 für die Taktik des. Proletariats der Satz auf- gestellt, daß es alle bürgerlichen Bewegungen, die einen wirk- lichen Fortschritt bedeuten, zu unterstützen habe. Mit Aus- nähme der Episode Schweitzer, die jedoch von dem gesunden demokratischen Sinn des deutschen Proletariats gründ lich überwunden ward, hat die deutsche Sozialdemokratie durchweg und mit unerschütterlicher Konsequenz auch unter den schwierigsten Umständen den demokratischen Kurs verfolgt; und alle späteren Versuche, z. B. Stöcke r's, eine Rückkehr in die Bahnen des Herrn v. Schweitzer zu veranlassen, scheiterten an dem gesunden Sinne der deutschen Arbeiter. Weder Lockungen noch Drohungen verfingen, und statt dem Junkerthum gegen das Bürgerthum Dienste zu leisten, hat die deutsche Sozialdemokratie vom Anfang ihres Bestehens an das Junkerthuni und die junkerliche Reaktion systematisch und rückhaltlos bekämpft und dem fortschreitenden Bürger thum Unterstützung gegen das Junkerthum geboten. Mit Ausnahme der erwähnten Episode kennen wir keinen Fall, wo das nicht geschehen wäre. Und diese unsere Taktik war im vollsten Einklang mit der Lehre und den Grundsätzen von Karl Marx, dessen ausdrück liche Billigung sie hatte, und dessen Kritik des Satzes sich gegen jene Ausnahme richtete. Dies zur Klarstellung, Daß das Bürgerthum aller Schattirungen in Momenten, wo ihm der Sozialismus und das klassenbewußte Proletariat feindlich entgegentritt, alle demokratischen und liberalen Ziele und Strebungen vergißt, und„eine reaktionäre Masse" wird— das hat Marx selber an der P a r i s e r I u n i s ch l a ch t und an der Wahl Louis Bonaparte's zum Präsidenten der Republik schon 1848, und 23 Jahre später an der Pariser Kommune mit unübertrefflicher Tiefe und Deutlichkeit nach gewiesen. Und daß dieses Sichzusammenballen der bürgerlichen Elemente in„eine reaktionäre Masse" auch bei Wahlen vorkommt, das haben wir seit 15 Jahren in Sachsen, und auch in vielen anderen Gegenden Deutschlands mit starb entwickelten Klassengegensätzen erlebt. Bei der diesjährigen Juniwahl war es nur allgemeiner und trat schärfer hervor. KeinZweifel, die Hauptwahl dieses Jahres und noch mehr die Stichwahlen bewahrheiteten drastisch das Wort von der einen reakttonären Masse. Kein Zweifel, das Bürgerthum. auch das'mehr liberale und sogar demokratische, hat bei der diesjährigen Wahl der Reaktion Handlangerdienste gegen uns geleistet. Hierbei denken wir gar nicht einmal an Vorkommnisse wie den Frankfurter Flinsch-Skandal(die ein köpfige Drei-Kandidatur), der sich aus dem kapitalistischen Lokal- Nährboden zur Genüge erklärt. Wir denken an das durchschnittliche Verhalten des Bürgerthums, auch da, wo es noch nicht vom Großkapitalismus durchseucht ist. Und wir rufen als klassischen Zeugen einen Mann an, der trotz gewisser rollenwidriger Seitensprünge gegenwärtig wohl der vollkommenste und reinste Vertreter des bürgerlichen Liberalismus in Deutschland ist, nämlich Herrn Dr. T h e o d o r Barth, der an echtem Liberalismus und an wissenschaftlicher Erkenntniß des bürgerlichen Wesens Herrn Eugen Richter entschieden weit überragt. Und was sagt Herr Dr. Barth, den wir sehr ungern im neuen Reichstag vermissen, über den Verrath der bürgerlichen Freiheit durch das deutsche Bürgerthum?(Siehe das neueste Heft der „Nation".) Er leugnet den Verrath nicht, er entschuldigt den Verrath nicht— er findet ihn ganz natürlich— die sozialdemokraftsche Partei— so hat er entdeckt(er gehört nämlich zu den Utopisten, die an die allmälige Verbürger- lichung der Sozialdemokratie glauben)— die sozialdemo- kratische Partei hat, der Logik der Thatsachen sich fügend,„ihr kollektivistisches Dogma",„das keine lebendige Kraft mehr hat", in die Rumpelkammer geworfen und treibt statt dessen, gewissermaßen um ihre Kunden zu entschädigen,„übertriebenen Radikalismus". Und— so argumentirt nun Herr Dr. Theodor Barth— und „ein Radikalismus, der den erreichbaren Fortschritt als Bagatelle behandelt, um die sich zu bemühen nicht der Mühe lohnt, ist von jeher ein erfolgreicher Schrittmacher der Reaktion gewesen. Er hat von jeher den R ü ck- schrittlern den erwünschten V o r w a n d zur Rettung der Gesellschaft geliefert. Dies e Abneigung gegen einen unfruchtbaren und lärmenden Radikalismus ist bei allen Völkern, gerade in den Mittelschichten, tief eingewurzelt. Diese Mittelschichten pflegen allenthalben, wenn man ihnen nur einigermaßen glaubhaft machen kann, daß die bürgerliche Ordnung bedroht i st, lieber der Reaktion sich in die Arme zu Wersen, als dem Radikalismus kaltblütig zu begegne n." Nach diesem klassischen Zeugniß brauchen wir uns nicht weiter nach Beweismaterial umzusehen. Es hieße Eulen nach Athen tragen. Also Dr. Barth ist genau derselben Ansicht, wie sein feind> licher Bruder Herr Eugen Richter: daß es die Furcht oder der Abscheu vor dem Sozialismus ist, was die„Mittelschichten" ins Reaktionslager treibt. Die Thatsache ist zugegeben— komisch ist blos, daß der Sozialdemokratie ein Vorwurf daraus gemacht wird, die „Mittelschichten" zur Offenbarung ihrer Feigheit und Erbärm- lichkeit zu bringen! Oder sollen wir uns, um die zarten Nerven der Angstphilister zu schonen, verleugnen und ähnlich wie Hans Schnock im Sommernachtstraum, den zitternden Mannesscelen zuinfen:„wir sind keine Löwen, sondern harmlose gutmüthige Pudel, die Euch mit Wollust über den Stock springen, apportiren, und durch sonstige Pudelkunststücte ergötzen wollen?" Das kann Herr Dr. Theodor Barth doch im Ernst nicht verlangen. Was seinen Glauben betrifft, daß wir eigentlich doch gut- müthige Pudel sind, so wollen wir darob nicht mit ihm rechten. Nur das sei ihm zum Schlüsse gesagt: er b e- zeugt uns nicht blos mit deutlichen Worten den reaktionären Charakter des Bürgerthums, sondern er i l l u st r i r t ihn auch durch sein eigenes persönliches Beispiel. Wir nieinen da nicht seine Haltung in der Militärfrage und in der Marinefrage— wir meinen das Glaubens- bekenntniß, das ihm zu Anfang des von uns zitirten Artikels der„Nation" entschlüpft ist. Es heißt von der neunten Zeile des(„Umfang und Stärke der Sozialdemokratie" über- schriebenen) Artikels an: „Die Stärke einer poliftschen Partei beruht keineswegs allein auf der Zahl der Stimmzettel, die für ihre Kan- didaten abgegeben werden; nicht einmal vorzugsweise. Das allgemeine Wahlrecht mit seiner Gleichwcrthigkeit aller Wähler st ininien ver- führt leicht zu einer arithmetischen Auffassung des politischen Lebens, und ein großer Theil der Befürch- tungen einerseits, der Enttäuschungen andererseits, die sich an das allgemeine Wahlrecht knüpfen, hängt mit dieser arithmetischen Auffassung zusammen. In Wirklichkeit aber steht auch unter der Herrschaft des allgemeinen Wahlrechts die politische Bedeutung einer Partei keineswegs in direktem Verhältniß zu ihrer Wählergefolg- s ch a f t." So Herr Dr. Theodor Barth von der„Nation,,. Herr Dr. Kropatscheck von der„Kreuz-Zeitung" wird seine helle Freude daran haben— anderes hätte er auch nicht sagen können. Auf eine Zergliederung der Worte wollen wir uns nicht einlassen— es wäre überflüssige Arbeit. Der Sinn liegt ja sonnenklar zu Tage. Die Stimmen derMähler sind nicht gleichiverthig und nicht gleichwichtig. Die Stimmen müssen gewogen, nicht gezählt werden. Die„arithmettsche Auffassung" der Gleichheit ist zu verwerfen, die Stimme des Arbeiters hat nicht dasselbe Gewicht wie die des—„freisinnigen" Geldsackes. Und die nothivendige Konsequenz? Herr Dr. Barth hat nicht den Muth sie zu ziehen. Allein Dr. Kropatscheck hat den Muth. Und das übrige Reaktions- Volk hat den Muth. und es ruft: Nieder mit der„ a r i t h- metischen A u f f a s s u ng"— hoch das„allgemeine" Wahlrecht. das i e d em eine Stimme giebt, aber nicht gleichwerthige Stimmen. sondern den Leuten des Hern Dr. Barth. Kropatscheck, Stumm-c. gewichtigere Stimmen, wie bei dem p r eu ß i s ch en Drei- k l a s s e n s y st e m. oder mehr Stimmen, wie bei dem b e l- g i s ch e n P I u r a l s y st e m. Kurz. Dr. Theodor Barth, mit dem wir über den Werth und das Gewicht sozialistischer und frei- sinniger Stlmnien noch reden werden, ist selber ein Reakttonär. wie er im Buch steht. Mit dem Preisgeben des Gleichheits- Prinzips giebt er das F u n d a in e n t des L i b e r a l i s- mus und der Demokratie preis und ivirft sich sammt seinem Musterliberalismus kopfüber in den Ordnungs- drei der„einen reaktionären Masse".. vi.. Politische Nebersicht. Berlin, den 11. Juli. Wir arbeiten ja nur für Sie, sagte in einer schwachen Shunde der Herr v. Bötticher zu den rheinischen Industriellen. Daß der neueste Kurs nach der gleichen Richtung geht, zeigt zu allen früheren Beweisen eine vor uns liegende Broschüre über Geschichte und Erfolge des Bundes der Industriellen," die gegenwärtig von Berlin aus an alle Industriellen mit einer Reihe anderer Drucksachen verschickt wird. " In der Broschüre werden die Aufgaben, die sich der Bund gestellt hat, sowie feine bisherigen Leistungen dargestellt. Wie sehr nun die Regierung die Geschäfte dieses Interessen- Bundes in der Gesetzgebung zu besorgen bereit ist, zeigen nachfolgende Auslassungen der Bundes- Broschüre: auf 1000 im Vorjahre. Eine Erwerbsunfähigkeit von respondenz" konstruiren will, die Stellung unseres Parteimehr als 13 Wochen hatten 157( im Vorjahre 122), eine blattes in Barmen, von dem es im Bericht der preußischen solche von mehr als 4 Wochen 401( im Vorjahre 254) Unfälle Gewerbe- Aufsichtsbeamten von 1897 heißt: zur Folge. Der Aufsichtsbeamte, Bergmeister Jotisch, bemerkt " Den Berkehr mit den Arbeitern betreffend wäre zu erwähnen, hierzu: daß in letzter Zeit die hiesige sozialdemokratische Es hat demnach eine Zunahme der tödtlichen und der eine Zeitung den Arbeitern wiederholt in längerer Ausführung längere Eriverbsunfähigkeit verursachenden Unfälle stattgefunden, empfohlen hat, in Beschwerde und sonstigen Streitfällen mit den welche darauf zurückzuführen ist, daß die Werke ihre Arbeitgebern die Unterstützung des zuständigen Gewerbe- InLeistungsfähigkeit wegen der guten Lage des spektors in Anspruch zu nehmen. Gewiß kann es nur der Steinkohlenmarktes oft und andauernd bis an die Sache dienen und nüßlich sein, wenn auch von dieser Seite das Grenzen der Möglichkeit anspannten. Der gefahrlose Vertrauen der Arbeiter in unsere Thätigkeit gestärkt wird." Stredenbetrieb trat deshalb gegenüber dem gefähr Jin Vorwärts" wie in der gesammten Parteipresse und lichen Pfeilerabbau start in den Hintergrund. im Reichstage wird gerade von uns die Gewerbe- Aufsicht als Welch' furchtbare Anklage liegt in diesen Ausführungen Institution vertheidigt und ihre Verbesserung und AusBesonders wird die Mitwirkung bei der Vorbereitung der des Aufsichtsbeamten! So hat also die Profitgier wieder ein- bildung aufs nachdrücklichste gefordert. Unsere Angriffe richten Handelsverträge und die große Frage der Ormal nicht vor Menschenleben Halt gemacht und rücksichtslos sich gegen ihre Mängel; dadurch, daß wir dieselben bloßganisation der Arbeitgeber" betont, bor welche die Arbeiter preisgegeben, um höhere Dividenden heraus- legen, fördern wir die Einrichtung selbst, und gerade das die deutsche Industrie durch die herausfordernde Thätigkeit zufchinden! ist es, was so vielen Unternehmern, welche Herrn in ihrem der sozialdemokratischen Agitation unabweislich gestellt worden Nur zum Nußen der Aktionäre! Denn während viele Hause" sein wollen, so außerordentlich unangenehn ist, weil ist". In letter Hinsicht wird auf die unseren Lesern bereits Lebensmittel, wie der Bericht nachweist, gegen das Vorjahr unsere Kritit ganz gute Früchte getragen und manchen Fortbekannte Gründung einer Versicherung gegen Verum 20-25 pct. im Preise stiegen, sind die Löhne höchstens schritt in der Gewerbeaufsicht hervorgerufen hat. Iuste durch Arbeitseinstellungen" besonderes um 2-4 pet. erhöht worden. In verschiedenen Bergwerfen Mit den Wahlprüfungen beeilt sich die franzö Gewicht gelegt, die sich als wirtsamstes Mittel für eine find die Löhne bei einem Drittel der Gruppen sogar gefallen fische Kammer mehr, als der deutsche Reichstag. zeitgemäße Gesammtorganisation der Arbeitgeber erweisen und in einem Bergwerk durchwegs! Erst Ende Mai war die Wahl in Frankreich beendigt, in dürfte". Wo bleibt da der Arbeiterschutz, wenn der Aufsichts- und jetzt- Anfang Juli- sind schon zwei Mandate beamte nicht mehr thun kann als nachträglich flar für ungiltig erklärt und noch im Laufe des Jahres werden zulegen, wie es nur die Profitwuth ist, welche die Arbeiter sämmtliche Wahlprüfungen erledigt sein. Diese getödtet und verstümmelt hat! Gewiß hätte Bergmeister Schnelligkeit des Verfahrens wird dadurch ermöglicht, daß die " Der Bund der Industriellen" ist durch Ernennung seines gotisch die gefährliche Arbeit gern verhindert, wenn er die französische Kammer, gleich dem englischen Parlament, alle UnterVorstandsmitglieds Herrn v. Dreyse- Sömmerda seitens des Herrn Macht dazu besessen hätte! Es sind also die Instrut suchungen selbst und direkt, ohne Vermittelung der RegierungsReichskanzlers zum Mitglied des Wirthschaftlichen Ausschusses tionen und von der Reichsregierung als Gefete, welche die Beamten in die organe zu führen das Recht hat, während der deutsche Reichstag eine Gefamemtvertretung der deutschen Industrie anerkannt worden. Da der„ Bund der In- üble Lage bringen, Menschenleben vernichten zu sehen, ohne sich nur durch Vermittelung der Reichsregierung und der Landesdustriellen" bereits bereits fast ausnahmslos alle Branchen der daß sie helfen können! ll th regierungen an die Behörden wenden kann. Dies ist ein deutschen Industrie in sich vereinigt, wird er in jedem einzelnen Ein schneidenderer Hohn auf die Vortrefflichkeit unserer arger Mißstand, und jedenfalls müssen Mittel und Wege geFalle einen Sachverständigen der Branche in den wirthschaftlichen Arbeiterschutz- Gesetzgebung fann nicht erbracht werden, als es funden werden, um zu erwirken, daß das WahlprüfungsAusschuß einzuführen ſuchen, wie das zuvörderst mit der Montan- dieses Geständniß der Ohnmacht seitens des Bergbeamten ist. geschäft des Reichstages sich rascher erledigen läßt. und Hüttenindustrie geschehen ist. Der Bund hat vor allen anderen Wie ein unabwendbares Schicksal wird es betrachtet, daß, Die italienische Kammer ein Werkzeug der Säbelbereits im April 1897 die Einſegung eines ständigen Ausschusses wenn das Kapital gute Geschäfte macht, die Arbeiter noch herrschaft. Die kriegsgerichtliche Verfolgung mehrerer ſoziabeschlossen, der als is Zollkommission bezw. Bundesstelle zur Vorbereitung neuer Handelsverträge konstituirt worden ist. Der zahlreicher wie sonst getödtet und verstümmelt werden. Solistischer Abgeordneter ist am Sonnabend von der AbgeordnetenThätigkeit des Bundes der Industriellen" ist es zum their heißt es z. B. im Bericht aus Myslowiz- kattowi kammer beschlossen worden, die dadurch Selbstschändung ver„ Die Zahl der tödtlichen Unfälle kann nicht gering genannt werden, eine Folge der bei der starken Nachfrage nach Arbeitern übt und sich zum Werkzeug der verhaßten Gewaltpolitik herabgewürdigt hat. vielfach geschehenen Einstellung ungeübter Leute." Aehnlich ein Bericht des Bergreviers Halberstadt: Infer italienischer Korrespondent schreibt uns darüber: Die größere Zahl der Gesammtverlegungen folgt lediglich Rom, 9. Juli. Heute verhandelte die Kammer über den Antrag aus der Vermehrung der Belegschaften in sonderheit durch der Regierung: die sozialistischen Abgeordneten Turati, Bissolati, durch imgelernte, mit den Betriebsverhältnissen nicht vertraute Arbeiter Morgari, Costa, Pescetti und Bertesi, und den repu Demgemäß war auch Unachtsamkeit der Verlegten selbst die bei blikanischen Abgeordneten De Andreis wegen Theilnahme an dem Aufstande von Mailand in Antlagezustand zu versetzen. weitem häufigste Ursache der Unfälle." von der Regierung war bekannt, daß sie die Verfolgung aller gefangenen Abgeordneten aufs lebhafteste wünsche. tommission, der die Sache zur Entscheidung übertragen war, schlug vor: Pescetti, Turati, Morgari und De Andreis zu verfolgen, dagegen die Genehmigung zur Verfolgung der drei anderen Abgeordneten nicht zu ertheilen. Herr Bellour, der neue Ministerpräsident, ergriff selber das Wort. Er meinte naiverweise, daß er mit dem Antrag der " zu verdanken, daß die Regierung sich entschlossen hat, eine neue Grundlage für die Vorbereitung von Handelsverträgen durch Berufung des„ Wirthschaftlichen Ausschusses" zu schaffen und die Revision unseres veralteten Generaltarifs durch Ausarbeitung eines neuen autonomen Zolltarifs zu ersetzen. Auf dieser Grundlage dürften die im Anfang nächsten Jahrhunderts neu abzuschließenden Handelsverträge eine unvergleichlich bessere Fassung für die Interessen jeden einzelnen Industriezweiges in Deutschland erhalten. • " 15010/11597 " EL Die KammerDe Andreis Der Bund der Industriellen" hat ferner in seiner General- Demgemäß-sehr richtig! Und dem gemäß versammlung vom 4. Oftober 1897 die Ehre gehabt, durch einen müßten diejenigen Unternehmer, welche ungelernte Arbeiter offiziellen Vertreter aus dem Reichsamt des Innern bezw. des zu gefährlichen Arbeiten annehmen, streng bestraft und von Reichskommissars für die Pariser Weltausstellung 1900 ausführliche den Aufsichtsbeamten gerügt werden. Mittheilungen über die Zwecke und Ziele der Regierung in Gestalt Oft aber werden nur die leichtsinnigen" Arbeiter eines Vortrages entgegenzunehmen. Der thatfräftigen Initiative des Bundes der Industriellen ist bestraft! endlich der bedeutsame Schritt zur Gesammtorganisation der Auch im Bergrevier Königshütte wurde so sehr nach Kommission zur Verfolgung der vier Abgeordneten einverstanden sei; Arbeitgeber entsprungen, der am 28. Oftober 1897 zur Gründung dem Profit gesehen, daß als hauptsächlichste Gebetreffs der drei anderen Abgeordneten aber gebe er der Kammer der Industria", Versicherungs- Aftiengesellschaft gegen Verfahrenquelle im amtlichen Bericht angegeben wird, die die Verantwortlichkeit zu bedenken, welche sie auf sich lade. Das Ministerium wolle die Frage der Kammerprivilegien feiner Ablufte" durch Arbeitseinstellungen, geführt hat. Nach monate Streckenförderung..., bei welcher große stohlenmengen von ſtimmung unterwerfen; es hoffe jedoch, daß der Sturm, der über langen Borbereitungen und ümfragen bei verschiedenen Zweigen jüngeren, theilweise noch ungeübten und un- bas Land gegangen, eine, wenn auch harte Lehre gewesen sei, der Industrie ergab sich eine derartige Versicherung gegen Streits als erfahrenen Arbeitern schnell bewegt werden müssen". welche allen bie großen zum Theil schmerzlichen Pflichten gegen der gangbarste Weg für einen Zusammenschluß der Industrie zum Also auch hier sind die Unfälle eine Folge rücksichtsloser das Baterland ins Gedächtniß gerufen habe. Zwede der Abwehr der sozialdemokratischen Agitation Von den 4 Abgeordneten, die verfolgt werden sollen, ist Befcetti und zum Schuge der willigen Arbeiterschaft. Profitfucht, denn sie veranlaßt es, daß die jüngeren Nicht nur in ganz Deutschland, sondern auch in Oesterreich, Eng- ungelernten und billigeren Arbeiter anstatt der besser zu augenblicklich in Paris. Er soll zum Bürgerkrieg aufgereizt" haben. land, Dänemark, in der Schweiz und selbst in überseeischen Staaten bezahlenden gelernten älteren angestellt werden. Daß dabei In Wirklichkeit hat er in Mailand, wie in einem Brief an den hat der Gedanke lebhaften Anklang gefunden, weil er eigentlich Arbeiter zu zugrunde gehen das bringt's Geschäft länder Dom zur Ruhe aufgefordert, als die Menge, gereizt durch bringt's Geschäft Avanti" des näheren erzählt ist, bei der Demonstration am Mainur darstellt, was jedermann nachträglich als selbstverständlich so mit sich! Und das wird nicht eher ein Ende nehmen, als die Polizei, gegen diese vorzugehen begann. empfindet. Die Ministerien in Preußen und Sachsen haben bis ein wirklicher Arbeiterschutz und eine wirkliche De Andreis und Turati sind in Mailand gefangen, sie sollen ihre grundsätzliche Zustimmung zu der Versicherung bereits Aufsicht bestehen, durch welche die geistigen Urheber der Un beide zum Bürgerkrieg aufgefordert" ausgesprochen. fälle, die Profitmacher, wegen fahrlässiger Tödtung und wurde im Redaktionsraum der republikanischen Italia del Hier ist der Angelpunkt gefunden, um den sich die Intereffen Rörperverletzung zur Verantwortung gezogen werden. Das Popolo" verhaftet. Turati hatte am 6. Mai in einer aller Industriellen ohne Unterschied der Branche, des Wohnorts es sei Thorheit, neues Blutvergießen herbeiund der Vereinszugehörigkeit gruppiren und bewegen können. bischen Unfallrente, das sie jetzt zu zahlen haben, schreckt Rede erklärt, zuführen, das Volt sei machtlos, der Augenblick zu handeln, fei noch Darum, Industrielle Deutschlands, tretet dem Bunde der sie nicht! nicht gekommen; jei er gefommen, so würden die sozialistischen AbIndustriellen" bei!" Das Vertrauen zu den Gewerbe- Aufsichtsbeamten geordneten am Bosten sein. Ferner wird ihm ein an ihn adressirter, Die Herren Kapitaliſten werden berufen zur Mitwirkung werde von unserer Seite geflissentlich untergraben, behaupten Esperance( Hoffnung) 338 gezeichneter Brief aus Florenz zur Laft bei der Vorbereitung von Handelsverträgen und Boll die journalistischen Vertreter kapitalistischer Interessen mit gelegt, in welchem Einzelheiten über den Aufstand in Florenz er festsetzungen. Die Herren Kapitalisten werden mit Vorträgen einer Ungenirtheit, wie sie bei ihrem Handwerk üblich ist. zählt werden. Dieser Brief ist eben eine Fälschung, verübt von über die Zwecke der Pariser Ausstellung„ beehrt". Um die Arbeiter, die an alledem das höchste Interesse haben, kümmert" Das sozialdemokratische Zentralorgan", so schreibt die einem gewissen Sciascia, gegen den deshalb Anklage erhoben ist. Nationalliberale Korrespondenz", ist auch Schweiz heimgekehrten italienischen Arbeiter in Lugano„ aufgewiegelt" Der Abgeordnete Morgari endlich wird beschuldigt, die aus der man sich keinen Augenblick. aus Anlaß der 1897er Gewerbeberichte wieder bemüht, die zu haben. Er wurde in Rom verhaftet, obgleich hier kein BeDie Arbeitervereine, welche eine Abwehr übermäßiger Ausbeutung durch das Unternehmerthum und eine Arbeiterschaft dadurch mit Mißtrauen gegen die Gewerbe lagerungszustand herrscht, und von hier nach Mailand transportirt. mäßiger Ausbeutung durch das Unternehmerthum und eine Inspektion zu erfüllen, daß man ihr einflüstert, die Die Kommission beantragte ferner, die Autorisation zur Berfolgung Hebung der sozialen und kulturellen Lage ihrer Mitglieder unmittelbaren Beschwerden beim Gewerbe- Inspektor seien der Deputirten Bissolati, Costa( gegenwärtig im Gefängniß bezwecken, werden durch tausend Schwierigkeiten beschwert, unsicher." zu Mailand) und Bertesi zu versagen, diese sind erst nach Maigelten der gegenwärtigen Regierung als ein Uebel, das man Diese Verdrehung, die sich da die„ Natlib. Corr." erlaubt, land gekommen, als die Revolten bereits unterdrückt waren; verleider nicht mit Stumpf und Stiel von heute zu morgen aus wird ihr zwar bei ihren Auftraggebern eine gute Note ein haftet wurden fie noch innerhalb des Bahnhofs, auf dem fie roden kann, das man aber beharrlich mit allen Mitteln be bringen, bleibt aber doch eine dreiſte tendenziöse unwahrheit. gerichts, fo hieß es im Bericht weiter, sei zugegeben, daß die angekommen. Selbst in den Auslassungen des Mailänder Kriegskämpfen müsse. Wo einmal die Arbeiterorganisationen in Nicht wir erfüllen die Arbeiter mit Mißtrauen gegen die Emeuten spontan zum Ausbruch gekommen feien und selbst die gerichts, fo hieß es im Bericht weiter, fei zugegeben, daß die gewesen. Bald " 1 15: 090 # Attion treten, fofort heißt es auch vom Regierungstische: das Gewerbe Inspektion, sondern diejenigen Unternehmer Führer der Republitan Ausbruch gekommen seien und selbst die ist ein unberechtigtes, herausforderndes, sozialdemokratisches find es, welche die Arbeiter, die mit den Aufsichtsbeamten man könne diese Abgeordneten also nicht lediglich deswegen verVorgehen! Die Unternehmer- Verbände jedoch, durch in Verkehr treten, beobachten lassen und maßregln. folgen, weil sie nach Mailand gegangen seien. welche eingestandenermaßen die Interessen der Kapitalisten Daß" man" das den Arbeitern nicht einflüstert, sondern laut Gegen Biffolati hatte man noch ein Schreiben aus der Redaktion einseitig gefördert werden sollen, finden stets den Beifall der und deutlich verkündet, geschicht nicht infolge unserer des" Avanti", in dem die Korrespondenten des Blattes in den Geheimräthe und Minister. Auch die Versicherung der Unter- subjektiven nehmer gegen Verluste durch Arbeitseinstellungen, also eine subjektiven Anschauungen, sondern auf grund der amtlichen größeren Städten aufgefordert wurden, sich bei der Meldung wichnehmer gegen Verluste durch Arbeitseinstellungen, also eine Berichte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten. Die Beschwerde einer Geheimschrift) zu bedienen, ausspielen wollen. Man ließ tiger Greignisse einer verabredeten besonderen Ausdrucksweise( also reine Parteisache des Unternehmerthums, findet die ausdrücktommissionen sind dem Unternehmerthum außerordent diesen Punkt jedoch fallen, nachdem man sich überzeugt hatte, liche Zustimmung und moralische Beihilfe der Beamten des lich unbequem und deshalb möchten sie dieselben für über- daß diese Maßnahme nur getroffen war, damit die Behörde, die alle Staats, der angeblich über den Parteien stehen will. Wollen aber die Arbeiter gegen ungerechtfertigte Ent- flüssig erklären. Wir können den Klopffechtern des Kapitalismus beim„ Avanti" einlaufenden Storrespondenzen zensirte, die Briefe unlaffungen und Maßregelungen ihrer Kameraden geeignete und aber sagen, daß je mehr fie irgend eine Institution der gehindert pafsiren laffe.. Arbeiter angreifen und herabzusetzen fuchen, die Arbeiter diese Mit dem Fall des Deputirten Rondani hat sich die Komdurchaus gesetzliche Schritte unternehmen, so verwandelt sich der Beifall und die Hilfe des Staates, die er den Profit- mfomehr benutzen und werthſchäßen. Der Verkehr der Auf- mission nicht beschäftigt, weil in seinem Wahltreise nach Beschluß der genießern gewährt, in Mißfallen und Bekämpfung der Profit- ichtsbeamten mit den Beschwerdekommissionen der Arbeiter Kammer Stichwahl ftattzufinden hat; er stehe also nicht mehr unter Unternehmern zuwider, weil sie mit Recht fürchten, parlamentarischem Schuße. In der heutigen Sigung hat sich die Kammer trok energischer Schaffer. daß durch jene der Aufsichtsbeamte auf Mißstände aufmerksam und treffender Gegenrede des sozialistischen Deputirten Berenini Wir arbeiten ja nur für Sie" sagte Herr v. Böttcher. gemacht wird, die er sonst bet den Revisionen nicht steht. Den den Anträgen der Kommission angeschlossen. Die brei genannten Darum müssen sich die Arbeiter sagen: Wir müssen Aufsichtsbeamten sind aber solche Beschwerdekommissionen sehr Genoffen werden also der Freiheit wiedergegeben werden, während doppelt eifrig für uns arbeiten. Denn wir haben nützlich, wie auch amtlich anerkannt wurde, da eine richtig die Genossen Turati und Morgari sowie der Republikaner De Andreis keinerlei Hilfe von oben" zu erwarten. Wir können nur auf geleitete Beschwerdekommission erst prüft, ob die ihr mit den Kriegsgerichten ans Messer geliefert werden, und auch Pescetti die eigene Kraft bauen! Die Arbeiter ersehen wieder aus den obigen Aus- getheilte Beschwerde auch in das Ressort des Aufsichtsbeamten wird diesem Schidjale verfallen. Damit trifft die Realtion die beſtlassungen des Bundes der Industriellen," wie sich das gehört und feststellt, auf welche Punkte es hauptsächlich an- gehabtesten und von ihr am meisten gefürchteten der sozialistischen Unternehmerthum rüstet, um, gestützt durch den neuesten Kurs kommt, dem Beamten also unnüze Arbeit erspart! Wo teine Deputirten. Beschwerdekommission vorhanden ist und die Arbeiter den der Regierung, ihnen den Fuß in den Nacken feßen zu können. direkten Verkehr mit dem Aufsichtsbeamten nicht zu fürchten Deutsches Reich. Mop sedia u Mögen die Arbeiter die richtigen Lehren daraus ziehen und haben, find wir stets dafür eingetreten, daß die Arbeiter sich an Belohnt. Wie der Reichs- Anzeiger" mittheilt, wurde dem unermüdlich an der Ausgestaltung ihrer Organisationen jene wenden und dies auch mit Vertrauen thun können. Kultusminister Dr. Bosse das Großkreuz des Rothen Adler- Ordens Gerade in unserem von der Natlib. Korr." angegriffenen mit Eichenlaub verliehen. Ist das die Anerkennung für die Durch Die Ursachen der Gruben Unfälle sind in großem Artikel heißt es ja: Daß die Arbeiter in sehr vielen Fällen führung der lex Arons? ,, Vaterlandslose Gefellen". Bei der am 10. Juni v. J. Maße auf rücksichtslose Profitsucht zurückzuführen, sich fürchten müssen, direkt ihre Beschwerden beim Gewerbewie aus den Mittheilungen der fgl. preußischen Bergbehörden Inspektor vorzubringen, nicht weil sie Verrath von stattgehabten Landtagsnachwahl in Dirschau hatten bekanntlich fünf freifinnige Wahlmänner sich der Stimmen enthalten. Dieses Verfür 1897 hervorgeht. Nach denselben verunglückten im Berg- hm, sondern Spionage seitens der Unternehmer zu fürchten halten hatte givei Tage später in einer Versammlung des Bundes rebier Zabrze im Berichtsjahre 1252 Mann oder 9 pct. haben." der Landwirthe der Reichstags- Abgeordnete Meyer- RottmannsWir betonen also, daß die Arbeiter nicht Verrath bom borf scharf, kritisirt und die fünf Herren als vaterlandslofe der Belegschaft, gegen 1290 oder 9,6 pct. im Vorjahre. Die Zahl der Unfälle mit tödtlichem Ausgange betrug 38 oder 2,73 Gewerbe- Inspektor zu fürchten haben! Reineswegs steht daher Gesellen" bezeichnet. Diese erhoben gegen Herrn Meyer die auf 1000 Mann der Belegschaft gegen 32 oder 2,38 im Widerspruch zu uns, wie die„ Nationalliberale Stor- Beleidigungsklage, doch wurde letzterer vom Schöffengericht wirken! " 1719 To End dori = 200 freigesprochen. Auf eingelegte Berufung hob indeß die Straftonuuer dieses Urtheil auf und verurtheilte den Angeklagten zu 1S0 M. Geld- strafe. Der Ausdruck„Vaterlandslose Gesellen" sei eine recht grobe Beleidigung, was der An- geklagte als gebildeter Mann sich habe sagen m ü s s e n, und der Z 193, der dem Angeklagten zugebilligt wurde, schütze ihn nicht vor Strafe, da aus diesem Ausdruck' die Absicht der Beleidigung Herborgehe. Wir wären neugierig, ob das Landgericht sich auch dazu auf- schwingen würde, Sozialdemokraten, die durch den Ausdruck „Vaterlandslose Gesellen" beleidigt worden, den Schutz des Straf- gcsctzbuchs angedcihen zu lassen.— Eine LiebeSgnbe an die Grostindnstvie. Die bayerische Staatsbahn-Verwaltung wird jetzt von„zuständiger" Seite in den„Münch. Neuest. Nachr." gegen die Angriffe der Schutzzollpatrioten vertheidigt. Danach handelte es sich bei den Lieferungen um 3100 Güterwagen, von denen 2600 an bayerische ffabrikauten übertragen wurden, deren Leistungsfähigkeit damit er- schöpft war. Wegen der Herstellung der übrigen 500 Wagen habe man alsdann, jedoch vergeblich, mit Gotha und Görlitz unterhandelt. „Von den anderen in betracht kommenden norddeutschen Fabriken wußte die Gcneraldirektion ohnehin, daß sie so mit Arbeit überhäuft sind, daß keine Aussicht bestand, die 600 Güterwagen innerhalb der Zeit geliefert zu erhalten, binnen welcher sie nöthig sind. Sie unterließ deshalb weitere Umfragen.— Für uns ist wichtig: einmal die Feststellung der Thatsache, daß die Waggonfabriken bis in das Jahr 1900 hinein mit Bestellungen versorgt und überhäuft sind— es kommen dabei wohl nicht nur die enormen Neuanschaffungen aller unserer Staatsbahnen, sondern auch die großen Umwandlungen im Trambahnbetrieb in betracht. Dann ist jedoch weiter noch lehrreich, daß die Generaldirektion sich von Belgien„anerkennenswerth gute Arbeit" verspricht, während „jeder Wagen um rund 500 M. b i l l i g e r ist, als bei den ein- heimischen Fabriken". Wenn die deutschen Waggonfabriken, wie man annehmen darf, sich allen inländischen Staatsbahnverwaltungen gegenüber von gleicher patriotischer Opserwilligkeit beseelt erweisen, so summen sich diese 500 M. Mehrveroienst an jedem Wagen zu einer recht erklecklichen Zahl von Millionen zusammen. Wird diese„Liebesgabe" an die Großindustrie dem kritischen Blick des Grafen Könitz entgehen? Zu Rcntengiitcrn sind auf grund des Rcntengutsgesetzes im Jahre 1897 93 angekaufte Güter verwendet worden, aber nicht in ihrem Gesammtflächeninhalt von 15 581 Hektar, sondern nur 9990 Hektar davon. Neue Nentengüter entstanden 915, die wenigsten (35) in einer Größe unter 2Ve Hektar, die meisten(300) in einer Größe von 10 bis 25 Hektar. Das Rentengutsgesetz— von dem polnisch-deutschen Ansiedlimgsgesetz wohl zu unterscheiden— wird am meisten in Westpreußen' und Posen zur„Sanirung" des Groß- gruudbesitzeS, vielfach auch nur zur Abstoßung werthloser Außen- schlage benutzt.— Im ganzen sind seit dem Inkrafttreten des Gesetzes(1891) bis Schluß 1897 gebildet von 802 Gütern 7104 Renten- guter mit einem Gesammt-Flächeninhalt von 77 283 Hektar und einem Taxwerth von 60 330 959 Mark, wovon etwa der sechste Theil an- gezahlt worden ist.— Das freisinuige-konfervative LandtagSwahl-Biindniß in der Provinz Posen wurde von der„Freis. Ztg." abgeleugnet. Wir haben darauf verschiedene Momente betont, die doch für die Richtigkeit der unS gewordenen Mittheilung sprechen. Auch die„Franks. Ztg." tritt jetzt der„Freis. Ztg." entgegen und macht nachfolgende Bemerkungen zu dieser Angelegenheit: „So unbedingt läßt sich die Sache doch nicht abstreiten, und wir möchten hier daran erinnern, daß schon vor Monatsfnst die„Frank- furter Zeitung" von dem Bevorstehen eines derartigen allerdings partiellen Wahlbündnisses Mittheilung gemacht und dies in seiner ganzen Gefährlichkeit charakterisirt hat. Um aber die Erörterung dieser Angelegenheit aus einen festen Boden zu stellen, nennen wir nunmehr als erste? Beispiel einen bestimmten Wahlkreis, in welchem diese Verabredung im Gange ist. Es ist dies der Wahlkreis Murowanna-Goslin, zu welchem auch die Hauptstadt der Provinz selbst gehört. Der Wahlkreis hat drei Abgeordnete zu wählen. Die Freisinnigen sind die stärkste Gruppe, haben aber für sich allein nicht die Mehr- hcit. Da nun bei den preußischen Landtagswahlen jede Stärkung der Konservativen die Gefahr einer alles erdrückenden konservativen Landtagsmehrheit bedeutet, und da alle anderen Parteien ein gleichmäßiges Interesse haben, einen solchen Zustand zu ver- hindern, so gingen selbstverständlich bei den Landtagswahlcn des JahreS 1893' die Freisinnigen mit den Polen zusammen, so daß ihre vereinigten Wahlmäuner 2 freisinnige und 1 polnischen Abgeordneten wählten, während die konservativen Kandidaten unter- lagen. Für die bevorstehenden Landtagswahlen ist, wie an andern Punkten der Provinz, so auch hier, eine Verabredung im Gange, nach welcher umgekehrt die Freisinnigen sich diesmal mit denKonservativen gegen diePolen zusammen- thun sollen, so daß die Freisinnigen selbst dazu beitragen sollen, den Konservativen ein Mandat in die Hände zu spielen und an der Herstellung einer konservativen Landtagsmehrheit zuarbeiten." Das ist genau dasselbe, was wir mitgetheilt hatten. Uns wird noch aus Posen hierzu geschrieben: „Daß ein derartiges Bündniß zwischen den genannten beiden Parteien nicht nur im Werden begriffen ist, sondern thatsächlich schon besteht, unterliegt flir unS keinem Zweifel, und das bestätigt uns fast jede Nummer der hiesigen freisinnigen„Pos. Ztg." DaS bestätigt uns ferner die plötzliche Entlassung des ehemaligen Chefredakteurs dieser Zeitung, des Herrn Wagner, die, wie unS jetzt bekannt wird, nur deshalb erfolgte, weil derselbe die völlige Umschwenkung der Zeitung in der Polenpolitik nicht mitmachen wollte. ES wäre sonst sicher eine regelrechte Kündigungsfrist eingehalten worden, wenn darüber nicht die Landtags- Wahlen herangekommen wären und es somit zu spät geworden wäre. Und merkwürdigerweise ging dieser Rcdaktionswechsel vor sich zu derselben Zeit, als in Bremberg der schmachvolle Handel zwischen der freisinnigen und konservativen Partei perfekt wurde, der den Freisinnigen das LandtagSmandat in diesem Kreise verschaffen soll, dafür, daß sie geschloffen für den Hakati st en von Tiedemann und gegen den Polen stimmten. Und das ist auch geschehen.— Im übrigen bestreitet die Berliner „Freisinnige Zeitung" etwas, das die freisinnige„Posener Zeitung" jedem nur einigermaßen aufmerksam Lesenden an jedem Tage be- stätigt. Und die„Pos. Ztg." ist das einzige Organ der freisinnigen Volkspartei in der Provinz, um die es sich hierbei gerade handelt." Die„Freisinnige Zeitung' thäte also gut, wenn sie, statt uns Unrichtigkeiten vorzuwerfen, mit ihrem Parteifreunde in Posen ein ernstes Wort reden würde.— Die Erhaltung einer ausreichenden Bewaldung in den Quellgcbietcn der Hochwafferflüffe ist zur Verminderung der Ueber- schwemmungsgefahr durchaus erforderlich. Der Staat hat bisher keine rechtliche Möglichkeit, die Grundbesitzer in jenen Quell- gebieten anzuhalten, fich einer für die Anlieger der GebirgSflüsse gefährlichen Benutzung ihrer Grundstücke als Acker- oder Weideland zu enthalten. Dazu bedarf es bei dem jetzigen Stande des öffentlichen Rechts eines besonderen Aktes der Gesetzgebung. Wie die„B. P- N." mitzutheilen wissen, schweben Erwägungen über ein solches gesetzgeberisches Vorgehen zur Zeit, und es ist daher nicht unmöglich, daß der Landtag'in seiner nächsten Tagung mit einer entsprechenden Vorlage befaßt werden wird. rel natürliche TodeSkcime" fressen am Herzen der Sozial- demokratie,„dieses stupidesten aller modernen Parteigebilde". Diese „drei TodeSkcime"— eigentlich wäre einer schon genug— sind „her Atheismus, die Judensreundschaft und die Jnteniationalität". Das ist die neueste Entdeckung deS„ReichSbotcn". Vorläufig befindet die Sozialdemokratie sich be, ihren„drei Todeskcimen" sehr wohl. lind wenn Voltaire, wie mänuiglich bekannt, bei einem TodeSlcim steinalt wurde, wie alt kann dann die Sozialdemokratie gar bei drei werden?— BedanernSwerther Kriegervereln. Im„LudwtgSluster Tage- blatt" lesen wir folgende Notiz: „Kirchen-Einweihung. Nach höchster Bestimmung soll die Ein- weihung der neuen Kirche zu Pampow am Sonntag, den 17. d. M., stattfinden. Se. Hoheit der Herzog-Regent hat, wie uns aus Pampow mitgetheilt wird, seme Theil nähme an der Feier abgelehnt, weil bei der letzten Reichstagswahl in der Gemeinde Pampow so zahlreiche sozialdemokratische Stimmen, mithin für eine politische Partei abgegeben sind, welche den Umsturz von Thron und Altar erstrebt." Ob die Pampower sehr traurig sein werden?— Gegen die Wahl Gtöcker'S hat das nationalliberale Wahl- komitee m Siegen Protest erhoben. Stöcker ist nur mit 27 Stimmen Majorität gewählt und es sollen zahlreiche Unregelmäßigkeiten vor- gekommen sein. Das„Volk" hofft, daß Stöcker im Falle der Kassirung der Wahl schon im ersten Wahlgange wiedergewählt werde.— Die„Post" verkündet jetzt der aufhorchenden Welt, daß sie ihr eigenes Sprachlexikon habe und sich nicht den Sprachbegriffen, die allein üblich sind und allein Sinn haben, fügen brauche. Sie nehme das Recht für sich in Anspruch, zwischen eurem„eigentlichen Proletariat", einer aus besitzlosen Vagabunden bestehenden Menschen- klaffe" und„dem Proletariat im sozialistischen Sinne, zu dem auch die besitzlosen Arbeiter gezählt werden", zu unterscheiden.„Mit Worten läßt sichs trefflich streiten"... Wie gefiele es der „Post", wenn man ihr sagen wollte, sie verdiene nicht „konservativ" genannt zu werden, sie sei ein Plünderer- und Busch- klepper-Blatt? Wenn der„Post" weiter der Ton deS„Vorwärts" nicht gefällt, so wollen wir ihr nur sagen, daß sich unser Ton nach den Menschen richtet, mit denen wir zu thun haben. Der Brutalitätspolitik und den PferdeknechtSmanieren der„Post" gegenüber ist ein kräftig Sprüchlein wohl angebracht. Das Blatt, dessen Herr mit„Lause- jungen" um sich wirst, hat am wenigsten Anlaß, sich zu beklagen, wenn es einmal etwas hart angefaßt wird.— Aus Ostpreußen. Unser Gewährsmann schreibt unS: Der Landrath des Kreises Labiau erklärt jetzt, daß er ein an das Landrathsamt abgeliefertes Packet Flugblätter nicht habe ver- nichten lassen. Die Druckschriften seien vielmehr an den Staats- anwalt in Jnsterburg zur weiteren Veranlassung zugesandt, weil die mangelhafte Umhüllung erkennen ließ, daß die Flugblätter durch Beschlüsse der Strafkammer in Jnsterburg beschlag- nahmt seien; die dem Postamt gegebene Auskunst, die Flug- blätter seien vernichtet, beruhe auf einem Jrrthum seines Bureaus. Wie dieser Jrrthum entstehen konnte, ist aber um so weniger klar, da der Herr Landrath die Mittheilung an die Post eigenhändig unterzeichnet hatte. Ist seine letzte Mittheilung richtig, woran nicht zu zlveifeln sein wird, so hat er die erste Erklärung unterschrieben, ohne ihren Inhalt ge- nügend zu prüfen! Höchst sonderbar ist an der Mittheilung des LandrathcS ferner, daß die Umhüllung der Druckschriften so mangelhaft gewesen sein soll, daß' der Inhalt der Blätter erkennbar gewesen sei. Jedenfalls� wird versucht werden, festzustellen, ob das Packet be- schädigt war, als der Landbriefträger es zur Aufbewahrung abgab. Im Jrrthum befindet sich der Landrath ferner, wenn er annimmt, daß die Flugblätter beschlagnahmt waren. Das Jnsterburger Gericht hat allerdings die Beschlagnahme von Flugblättern an- geordnet, aber derjenigen Flugblätter für den Kreis Ragnit-Pill- lallen; nicht aber galt die Anordnung für jene Blätter, in denen die Wahl des Genossen Haase im Kreise Labiau-Wehlau empfohlen wurde.— Die obcrschlesischen ZwaugSvegetarianer und die Regierung. Schon jetzt, kaum vier Wochen nach der Wahl, hat die Regierung gezeigt, Zdaß sie aus dem Ausfall der Wahlen in Ober- schlesien entweder überhaupt nichts gelernt, oder wenn sie etwas ge- lernt, das schon wieder vergessen hat: sie denkt nicht daran, die Schweinesperre aufzuheben. Das war das Ergebniß emer der letzten Oppelner Handels- kammersitzuna, in der' die Frage der Erleichterung der Schweine- einfuhr ziemlich eingehend besprochen wurde, und zwar in Gegen- wart eines Regierungsvertreters, des Departements- Thierarztes Dr. Arndt, der auch selbst in die Verhandlungen eingriff. Angeregt wurde die Erörterung dieser Frage durch eine Petition des Beuthcner Bankiers Landsberger, in der— zum wie vielten Male?— nachgewiesen war, daß infolge der Grenzsperre (seit dem 15. Juni 1896 dürfen wöchentlich nur 1360 Stück russische Schweine in den Jndustriebezirk gebracht werden; der Bedarf dieser Gegend beziffert sich aber auf 2500 Stück, und inländische Schweine werden hier so gut wie gar nicht eingeführt) die Jndustriebevölkerung zum Zwanasvcgetarismüs verurtheilt, daß die Angabe, durch die Oeffnung der Grenze werde die Seuchengefahr gesteigert, ein un- bewiesener Vorwand sei, und daß die ganze Maßregel der Grenzsperre eine künstliche und schädliche Vertheuerung der Fleischnahrung herbei- führe, die nicht einmal der inländischen Landwirthschaft zu gute komme. Aeußerst auffällig war es, daß während der Berathung dieses Gegenstandes auf den Antrag des Regierungsvertreters Dr. Arndt die Oeffentlichkeit ausgeschlossen wurde. Warum vertrugen denn die„Gründe" der Regierung gegen die steie Einfuhr von Schweinefleisch das Licht der Oeffentlichkeit nicht? Wurde etwa das „bedrohliche" Anwachsen der Sozialdemokratie im Jndustriebezirk in Verbindung mit der Grenzsperre besprochen, und in welchem Sinne? Nach den bürgerlichen Blättern zu urtheilen, war der Ausschluß der Oeffentlichkeit eine grundlose Maßregel, nichts als die„ollen Kamellen" wurden gegen die Aufhebung der Grenzsperre vor- gebracht. Das Ende war, daß der Antrag auf Freigabe der Schweine- Einfuhr abgelehnt wurde. Agrarisch ist Trumpf auch fernerhin; für das Anwachsen der Sozialdemokratte ist das jedoch durchaus nicht ungünsttg. Auf zwei Jahre suspcndirt wegen sozialdemokrattscher Ge- sinnung. Dem Chemnitzer„Beobachter" wird aus Ehrenfriedersdorf gemeldet: „Kürzlich theilten wir mit, daß von dem Hauptmann der 1. Kompagnie des hiesigen Jägerkorps der Arbeiter Petzold die Auf- forderung erhalten hatte, wegen der Bekundung seiner sozialdemo- krattschen Gesinnung in einer Wählerversammlung aus dem Korps auszuscheiden. Petzold that dies jedoch nicht. Am 22. vor. Mts. er- hielt er nun fistgcnden Brief I Jägerskorps Ehrenfriedersdorf. An Herrn Albin Petzold hier, Mitglied des Jägerkorps. In der am 22. Juni stattgefundenen AuSschußsitzung wurde beschlossen, Sie für zwei Jahre vom Jägerkorps zu suspendiren. Beweisen Sie dann nicht, daß Sie der Sozialdemokratie nicht mehr angehören und huldigen, soll eventuell der Ausschluß erfolgen. Bis zur Aufhebung der Suspension, resp. bis zu Ihrem Ausschluß haben Sie keine Stcuem zu zahlen, erhalten aber auch leine Zinsen für die Einheiten. Im Auftrag Ehrenfriedersdorf, gez. Hermann Heeg d. 23. Juni 1898. Hauptmann der 1. Kompagnie im Jägerkorps." Es gewinnt sehr den Anschein, als ob derartige Vereinigungen wie dieses Jägerkorps durch materielle Nachtheile die mtt Aus- schließung bedrohten Mitglieder zur Verleugnung ihrer polttischen Ueberzeugung treiben möchten. Das entspräche steilich durchaus den Tendenzen dieser Mitkämpfer für„Religion und gute Sitte".— Ueber die Heilbronner Unruhen veröffentlicht jetzt der„Staats- anzeiger für Württemberg" die beiden„amtlichen" Berichte des Oberamtmanns Maier ans Ministerium des Jimern und des Oberst- lieutenants Bruckmann an das Kriegsministerium. Beide Berichte beweisen, daß ihre Verfasser vollständig befangen sind und keinerlei Anspruch auf Objekttvität machen können.' Die Herren bebauvtcn vosittv, daß von der»Rose",»der Niederlage der Sozial- demokratte" mtt Champagnerflaschen geworfen worden sei, trotzdem beide zugeben müssen, daß sie erst lange nach den Würfen auf den Platz kamen. Diese Art amtliche Benchte machen es überflüssig, darauf einzugehen. Warten wir daher die gerichtliche Untersuchung ab.— Schweiz. Will HanS Blum den deutschen Staub von den Panwffeli», schütteln? Aus Zürich wird uns geschrieben, daß der kleine Sohn seines berühmten Vaters, der handwerksmäßige Sozialistentödter Hans Blum, nach der Schweiz übersiedeln und m Rheinfelde n Aufenthalt nehmen will.„Ob er gar Schweizer werden will?" fragt das„Volksrecht" und meint:„Es ist kaum anzunehmen, denn einen größeren Gewaltanbeter als diesen Blum giebr es schwerlich und es ist nur zu verwundem, daß diesem Menschen die Schweizerluft nicht zu wenig bismärckffch, zu wenig unterthämg gegen die Monarchen ist.— Bern, 9. Juli.(Eig. Ber.) Im„Schweizer BundeSbl." ver- öffentlicht der Bundesrath den Gesetzentwurf, betreffend Versicherung der Militärpersonen gegen Krank- heit und Unfall. Dem Entwurf ist eine sehr eingehende Be-» gründung beigegeben. Er bringt erhebliche Verbesserungen gegenüber dem bishengen Zustand auf dem detteffenden Gebiete und wird daher von der Presse sympathisch aufgenommen.— Oesterreich. Die Obmännerkonferenz der deutschen Opposittwnspartck hat nach langer Berathung am Sonntag abgelehnt, mit der Regierung in Vorberathungen einzutreten, bevor mcht die Sprachen- Verordnungen aufgehoben seien. De Parteien waren der Meinung, die Wählerschaft würde nie begreifen, wenn die Ab- geordneten ihre Haltung der Regierung gegenüber ändern würden, bevor nicht die Spmchenverordnungen in aller Form aufgehoben seien. Die deutschen Abgeordneten müßten auf der Fordening bestehen, daß die Regierung vorerst ihre Pflicht erfülle. das heißt durch Aufhebung der Sprachenverordnnngen jenen Zustand wieder herstelle, wie er vor den Badenischen Erlassen bestanden. Von diesen Beschlüssen wurde Graf Thun abends benachrichttgt, er berief sofort einen Ministerrath ein, der die Antwort feststellen soll, so daß dieselbe am Montag Nachmittag mitgetheilt werden kann.— Frankreich. Paris, 10. Juli.(Eig. Ber.) Die Wahl Turrel's. deS ehenialigen Ministers der öffentlichen Arbetten im Kabinet Meline, ist von der Kammer kassirt worden. Zwar hat es Tnrrel keines- wegs ärger getrieben als so viele andere Meline'sche Kandidaten, deren Wahl bereits stir gilttg erklärt wurde. Im Gegentheil, der schlimmste Wahlkniff Turrel's kann nicht das Wahlergebniß entscheidend beeinflußt haben, indem der durch den Kniff benachcheiligte Konkurrent, ein ehemaliger Offizier namens Berlioz, der Stimmenzahl nach erst an dritter Stelle rangirt. Aber es handelte sich diesmal um eine Beleidigung der„Armee-Ehre", das war das entscheidende Argument des die'Wahl anfechtenden ex- boulangistischen� Abgeordneten Le Hörissö. Tnrrel hatte nämlich als Minister sich die g e h e i m e n Personalnoten über Berlioz aus den Archiven des Kriegsmini st eriums verschaffen können. Nach dem im ge- gebenen Falle unverdächtigsten Zeugnitz Le Höxisse's besitzt das Kriegsministerium derartige Noten über etwa 200 000 aktive und ehemalige Offiziere, Noten, dieauf unkontrollirten geheim- polizeilichen Berichten beruhen, die also mit den offiziellen Dienstattesten nichts gemein haben. Diese verdächtigen, meist fälschlichen„Dokumente" benutzte nun Turrel zur Bekämpfung seines Gegners im Wahlkampfe I für die moralischen Eigenschaften deS ehemaligen Ordmn�S- ers ist es noch bezeichnend, daß er bis zuletzt seine Betheiligung an dem Dokumcnten-Debstahl, sowie an der Veröffentlichung der Dokumente in feinem lokalen Leibblatte eisenftirnig leugnete. Aber wenige Tage vor der Kammerdebatte über die Wahl ging der Wahl- prüfungs- Kommission das von Turrel's Hand geschriebene Manuskript zu, worin eine Abschrift der Dokumente nebst dem in Turrel's Leibblatte veröffentlichten Kommentar enthalten war. Der Ehrenmann, der zuvor„auf dem Haupte des ihm auf Erden. theuerstcn Wesens, seiner Mutter", geschworen hatte, nichts mit der Sache gemein zu haben, wurde also auf handfester Thät ertappt. Aber auch da noch griff er, wie der elendeste Klein- dicb, zur unglaublichen Ausflucht, das von ihm geschriebene Manu- skript wäre nur eine nachträgliche Abschrift der Zeitungsartikel I So daß Le Hörissö in offener Kammer den ehemaligen Minister mit der Nase darauf stoßen mußte, daß das Manuskript schon deshalb keine nachttägliche Abschrist sein könne, weil es fast auf jeder Zeile durch- sttichene Worte, Korrekturen jc. enthält.... Jedoch das Gefühl des Ekels wäre schwerlich hinreichend ge- Wesen, um die Kammer zur Ausstoßung Turrel's zu bewegen. Le Hörisis pochte, wie bemerkt, vor allem auf die in der Person Berlioz' beleidigte„Armee-Ehre". Das hat den Ausschlag gegeben. Der beste Beweis dafür, daß die Kammer auch in diesem Falle von keinen R e ch t s sknlpeln geleitet wurde, ist der Umstund, daß der anfänglich von der Wahlprüfnngs-Kommission gestellte Antrag auf Veranstaltung einer Enquete über den Dokumenten- dieb stahl aus dem Kriegsarchiv wieder zurückgezogen wurde.... Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß der neuliche Ber- leumdungsartikel des' Generalstabs- Journalisten Judet(vom„Petit Journal") gegen Zola's Vater ebenfalls auf den„geheimen" kriegS- ministeriellen Personalnoten aufgebaut ist. Zola's Verurtheilung im Schriftsachverstän- digen-Prozeß ist desto selbstverständlicher, als vor dem Zuchtpolizeigericht des Wahrheitsbeweis nicht gestattet ist. Und der in bezug ans daS Bordereau im schwurgerichtlichen Zola-Prozxß er- brachte Wahrheitsbeweis geht natürlich einen„unabhängigen" Zucht- Polizeirichter nichts an. Der Vorsitzende der betteffenocn Gerichts« kammer, Richard, genießt übrigens seit langem den wohlverdienten Ruf eines besonders gefügigen richterlichen Werkzeuges.— Paris, 10. Juli. Ein von Oberst Piequart, dem früheren Chef des JnformationSburcaus im.Krtegsmimsterinm, an den Minister- Präsidenten Brisson gerichtetes offenes Schreiben wurde im„Temps" veröffentlicht. Dasselbe lautet: „Herr Ministerpräsident l Ich hatte bisher nicht die Möglich- keit, mich betreffs der geheimen Schriftstticke, mittels deren man die Schuld Dreyftis' festzustellen vorgab, frei auszusprechen. Da der KriegSminister drei dieser Schriftstücke auf der Kammer- tribüne zitirt hat, halte ich es für meine Pflicht, Ihnen nritzu- theilen, daß ich in der Lage bin, vor jeder zuständigen Gerichts- bchörde festzustellen, daß die beiden Schriftstücke, die das Datum von 1894 tragen, nicht auf DrehfuS anwendbar sind und daß daS Schriftstück, welches daS Datum von 1896 trägt, alle Merkmale der Fälschung an sich hat. Es wird dann offenkundig zu tage tteten, daß die Gutgläubigkeit des Kriegsministers getäuscht wurde, und daß dies übrigens bei allen jenen der Fall war, welche an den Werth der beiden ersten Schriftstücke und an die Authentizität des letzten geglaubt haben." Paris, 11. Juni. Der Brief Piequard'S bildet den Gegenstand heftiger Erörterungen in der Presse.„Jntransigeant" sagt, das Anerbieten Piequard'S sei der reine Zynismus und bedeute eine grobe Beleidigung deS Kriegsnnnisters.„Figaro" führt auS, er fei nicht dafür, daß gegen Piequard außerordentliche Maßregeln gettoffen werden, aber Piequart gehe doch zu weit, und die ganze Kraft der bestehenden Gesetze müsse gegen ihn zur Anwendung ge- bracht werden. Der„GauloiS" berichtet, die Regierung beabsichttge, Picquart verhaften zu lassen.„Aurore" sagt, das radikale Kabinet werde hoffentlich semem Programm treu bleiben und das Licht nicht nochmals unter den Scheffel stellen, um Esterhazh zu retten. Asien. Hongkong, 10. Juli. Nach Berichten aus Canton bestehen die Aufständischen in der Provinz Kwangsi aus Schwarzflaggeu und Annamiten. Die letzteren seien von Soldaten ausgebildet, welche von den ftanzösischen Truppen descrtittcn. Die Aufständische:! würde» von drei Ausländem geführt. Eins Truppe Aufständischer iei marschiren.Amerika. zur Zeit auf dem Marsche gegen Stwang- Tichou- Wung auf der Halb- seinem Werke schalten und über seine Arbeiter verfügen. Nachgiebig- Jm ganzen zeigt sich die Wirkung des Einigungsgefeges reche insel Lien- Tschou, um die Franzosen anzugreifen. Sechs Kanonen- teit seitens der Wertsverwaltung in diesem Ausstand war unmöglich. unerheblich, 218 beigelegte Ronflitte auf 2262 Stretts, macht weniger boote seien mit 8000 Mann Mandschu- Truppen von Canton nach Er war vorbedacht und geradezu gewaltsam von politischem Fana- als 10 pet. Und vollends für die Verhinderung von Streiks kommt Batoi entsandt. Die Truppen sollten über Land nach Wutschou tismus in eine ruhige und zuverlässige Belegschaft unter Vorspiege- das Gefes so gut wie gar nicht in betracht. Insgesammt wurden, lungen von Gewissensbedrängniß hineingetragen worden. Nach wie erwähnt, 29 Anwendungen des Gesetzes vor dem Ausbruch des Yokohama, 11. Juli. In Söul ist wiederum ein Romplot geben wäre gleichbedeutend gewesen mit Verzicht auf Ordnung Streits versucht, wodurch aber nur in 14 Fällen der Streit vergegen die Regierung entdeckt worden. Verschiedene angesehene und Disziplin und hätte Elemente zu Macht und Ansehen hindert wurde. Beamte sind verhaftet worden. mit einem Einige andere Persönlichkeiten, gebracht, die ordnungsmäßigen Geschäftsbetrieb Unternehmer- Verbände. unter denen sich auch der frühere Kriegsminister befindet, find ge- ebenso unverträglich sind, wie mit einem geordneten Staatsflohen. wesen. Etwa 1000 meist am Biesberge ansässige Arbeiter haben Der Gesammtverband deutscher Metallindustrieller hat in Monate lang nichts verdient und sind jest dauernd entlassen. Ihre seiner stattgehabten Jahresversammlung den Herren Kühnemann und Empfindungen gegenüber den Hezern und Schürern dieses Ausstandes Michael Schwab ist am 29. Juni in Chilago gestorben. haben gewiß Anspruch auf unsere Theilnahme; aber es giebt eine Genoffen eine kleine Abfuhr zu theil werden lassen. Zwar hat derSchwab wurde mit Parsons, Spieß, Lingg, Fischer, Engel und Neebe Grenze dessen, was sich jemand gefallen lassen darf. Die fremden ſelbe beschlossen, weitere Arbeitsnachweisstellen nach Berliner Muſter zu schaffen, jedoch vermochte derselbe sich für die mit so großem für das Chikagoer Dynamitattentat vom 4. Mai 1886 verantwortlich Leute", welche auf den Werken der Gesellschaft schalten"" wollten, zu schaffen, jedoch vermochte derselbe sich für die mit so großem gemacht, welches bei dem Haymarket- Aufruhr den Tod von 7 Poli- waren bekanntlich nicht etwa die bösen Sozialdemokraten, sondern Metallindustriellen, die Versicherungs- Gesellschaft Industria", welche Tantam ins Leben gerufene Schöpfung des Vereins der Berliner zisten verursachte. Er wurde zu lebenslänglicher Haft im Jolist- der„ Gewerkverein christlicher Bergleute". berufen sein soll, die Metallindustriellen bei Arbeitseinstellungen vor Gefängniß verurtheilt, aber am 26. Juni 1893 von Gouverneur Aus Zwickau wird uns geschrieben: Dem Streiffomitee der Berluften zu schüßen, durchans nicht zu erwärmen. Und ohne die John B. Altgeld begnadigt und in seine Bürgerrechte wieder ein- Bimmerer wurde in den letzten Tagen von Polizeistelle mitgetheilt, Betheiligung des Gesammtverbandes dürfte die„ Industria" kaum gefeßt. Nach feiner Rüdlehr nach Chitago nahm er seine politische daß der Streit für beendet anzusehen sei, da nur noch einige lebensfähig sein. Thätigkeit als Mitarbeiter der Arbeiter- Beitung" wieder auf, trat Bersonen nicht arbeiteten und die Nachfrage nach Zimmerern am Die Dresdener Schuhmacher- Inmung hatte zu ihrer letzten aber 1895 von dieser Stelle zurüd. Seit dieser Beit lebte er in hiesigen Orte gededt wäre, infolge deffen löse die Polizeibehörde das Versammlung alle selbständigen Schuhmacher geladen, um deren größter Armuth und wurde schließlich ein Opfer der Schwindsucht. Streiffomitee auf. Dagegen wird Beschwerde erhoben werden, doch Meinung zu hören über die 8 wangsinnung. Nachdem der beschloß eine Zimmererversammlung Vertagung des Streits wegen Vorsitzende den Nutzen und die Vortheile sowie die zu tragenden der gegenwärtigen Aussichtslosigkeit desselben. Während der neun- Lasten einer freien sowie Zwangsinnung eingehend erläutert hatte, wöchentlichen Dauer desselben sind die Löhne wenigstens um einige fam man nach längerer freier Aussprache allgemein zu der Ansicht, Pfennige pro Stunde aufgebessert worden; der Minimallohn beträgt daß eine Zwangsinnung den Mitgliedern mehr Pflichten auffett 34 Pfennige. erlege wie eine freie Innung, sonst ebenso wenig Die Arbeiter der Fahrrad Werke von Waldhof- nüze, nur würden bei Gründung einer Zwangsinmung Mannheim sind in den Ausstand getreten, weil fortgesezt Lohn- noch mehr unzufriedene. Alles, was Zwang sei, sei lästig reduzirungen vorgenommen wurden. und die Innung würde außerdem ihre mit schweren Opfern geschaffene, glänzende Resultate erzielende Fachschule aufgeben müssen. In Zürich, Horgen und Romanshorn haben die Friseur Ferner sprach man sich allgemein dahin aus, daß dem kleingehilfen ihre Forderungen betreffend Sonntagsruhe und halben gewerbe überhaupt nicht mehr, weder durch freie Feiertag in der Woche durchgesetzt, nur in Horgen ist lettere Forbe- oder 3wangsinnung zu helfen sei, da der Großbetrieb ung abgeschlagen worden. In Zürich half bei den Widerspenstigen stets wachse und sich bezüglich der Leistungsfähigkeit in Qualität und der Boykott nach, so daß von 164 Meistern 162 bewilligten. Die Quantität durch Verbesserung der Maschinen immer mehr verrestlichen 2, welche weiter boykottirt bleiben, erklären, lieber taput bollfommene. Ein Beschluß bezüglich der freien und Zwangs. innung wurde nicht herbeigeführt, sondern bleibt einer späteren zu gehen, als nachzugeben. Innungsversammlung vorbehalten. Partei- Machrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. 3wei Freisprechungen an einem Tage erzielte Genosse Müller, Redakteur der Magdeburger Boltsstimme". Der eine Fall, den wir bereits gemeldet haben, betraf die Anklage wegen des Pfingstgedichtes. Im zweiten Falle follte er den Polizeipräsidenten Keßler beleidigt haben. Auch hier gelangte das Gericht zu einem Freispruch. In einer Versammlung in Brodau bei Reichenbach i. V. hatte Genoffe Wolf die Anwesenden aufgefordert, diejenigen Wirthe zu unterstüßen, die den Arbeitern ihre Lokale zur Verfügung stellen. Daraufhin hatte Genosse Wolf eine Vernehmung vor dem Amtsgericht Reichenbach, und jetzt erhielt er einen Strafbefehl, auf 20 m. M. Tautend, wegen groben Unfugs. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Gewerbegerichtswahl Berlin. Während der Frist für die Neuaufstellung der Wählerlisten haben sich in den amtlichen Stellen im ganzen eintragen lassen: Arbeitgeber Arbeitnehmer 1817 1. Im Zentral- Wahlbureau Boststr. 16 2. Turnhalle Tempelhofer Ufer 2 123456 8218 465 2709 3. Schmidstr. 38 281 2333 " 4. " Stalizerstr. 55/56 316 5. " Strausbergerstr. 9 504 6. Gipsstr. 23a 418 4433 3697 876 7. Kastanien Allee 82 613 2354 8. Pantstr. 7/8 881 4297 9. Thurmstr. 86 281 1801 11 977 24 317 Stellen wir diese Gesammtzahlen denen der vorigen Eintragung ( 1896) gegenüber, so muß konstatirt werden, daß sich dieses Mal die Arbeitgeber bedeutend mehr haben eintragen laffen, hauptsächlich auf Agitation von Seiten der Gegner( Freisinu, Antisemiten) und N Ausland. Aus Bukarest wird uns geschrieben: Der Streit der Emaille waarenarbeiter dauert fort. Der Fabrikant, Herr Katz erklärte, mur diejenigen Arbeiter wieder aufzunehmen, welche ihm passen, und unfer Bedingungen von ihm diktirt, Die Ausständigen blieben alle fest, niemand begann die Arbeit. Es wurde bekannt, daß Katz von den Kunden zur Lieferung gedrängt wird. Wir ersuchen dringend, Zuzug von Metall- und Emaille- Arbeitern fernzuhalten und bitten, uns in diesem Kampfe auch materiell zu unterstüßen. Sendungen sind zu richten an: Club muncitorilor, Str. Doamnei 7, Bucarest. Arbeiterblätter werden um Abdruck gebeten. Für den Verein der Eisen- und Metallarbeiter Rumäniens: Gottlieb Klaus. Boziales. Die Spezialkommiffion der Stadt Mainz zur Regelung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse der in den städtischen Betrieben beschäftigten Arbeiter beschloß, eine Fürsorge für die Arbeiter bei eintretender Arbeitsunfähigkeit oder im Todesfalle zu schaffen. Die 10 Versammlungen. lung des Zentralverbandes deutscher Maurer statt. Vor Eintritt in Charlottenburg. Am 5. Juli fand hier die Generalversamm die Tagesordnung ehrte die Versammlung das Andenken des verstorbenen Mitgliedes Bergemann in der üblichen Weise. In seinem Referat geißelte Schulze u. a. die Arbeitsverhältnisse, die der Maurermeister Hanisch beim Bau der Kanalisation anzuwenden beliebt. Dort werde den Maurern pro Stunde 50 Pf., den Arbeitern nur 25 Pf. bezahlt, während der Magistrat eine höhere Summe für die Arbeiter auswerfe. Hierauf gab Bunge als Kassirer die Abrechnung vom Charlottenburger Streitfonds, worauf demselben Decharge ertheilt wurde. Sodann wurde beschlossen, daß Schulze jeden Donnerstag und Sonnabend von 6 bis 8 Uhr abends zur Um schreibung der Sammelfarten im Verbandslokal anwesend sein soll, und daß jeden Donnerstag, Freitag und Sonnabend die Karten der Arbeitslosen abgestempelt werden. Der Wittwe eines fürzlich vers storbenen Kollegen wurden 30 m. Unterstützung bewilligt. Hierauf wurde die Versammlung geschlossen. Charlottenburg. Am 30. Juni hielt die hiesige Gewerkschaftsawar ein Plus von 4827 Wähler gegenüber dem Jahre 1896 Bürgermeisterei ist beauftragt, unverzüglich ein Statut auszuarbeiten.ommission eine öffentliche Sigung ab. 8um ersten Bunkt der Die Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A.: Rud. Millarg. Die Arbeitnehmer haben sich ebenfalls mehr eintragen lassen, und Staatsbetriebe Musterbetriebe". In den staatlichen Tagesordnung gab Genosse Flemming den Jahresbericht als zwar mit einem Plus von 3864 Wähler gegenüber dem Artillerie- Werkstätten zu München werden gegenwärtig Kürzungen Vertrauensmann. Aus demselben war zu entnehmen, daß die GeJahre 1896. Gegenüber der Arbeiter= Zunahme in den an den Affordlöhnen vorgenommen. Für die Bearbeitung eines wertschaftsorganisationen ganz bedeutend gestiegen find. Ebenso Berliner Betrieben seit dem Jahre 1896 ist die Bahl jedoch Speichens( Arbeitslohn sieben Reichspfennige) wird fünftighin nur opferwillig war die hiesige Arbeiterschaft bei den Sammlungen zu noch nicht sehr hoch anzurechnen, denn es giebt bedeutend noch 61/2 Pf. bezahlt. Für das Auspußen eines Rades sollen gleich hartnädigen Streifs. Nachdem selbiger noch den Kaffenbericht ermehr wahlfähige Arbeiter in Berlin, aber leider spielt die Lässigkeit 12 Pf. in Abzug kommen, da ſich aber mehrere Arbeiter zum stattet, wurde ihm auf Antrag des Ausschusses Decharge ertheilt. derselben noch eine große Rolle. Auch hier sind die Gegner bemüht Rapport meldeten und Beschwerde führten, begnügt man sich mit dem Nach einer längeren Diskussion wurde der Antrag Menge ange gewesen, noch etwas zu leisten. Agitire daher noch jeder für die Abzug von 61/2 bis 8 Pf. pro Stück. nommen, wonach das übrige Geld sicher angelegt werden soll. SoWahl am 22. September für unsere Kandidaten. Die Wahllokale Niedergang des Handwerks. Ueber die Lage des Klein- dann wurde Flemming als Vertrauensmann, Menge, John zur Wahl, als auch die Tableaus dazu und der Termin betreffs Schuhmacher- Handwerks im Leipziger Bezirk enthält der lezte Jahres- und Jutiinski in den Ausschuß gewählt. Ferner wird beschloſſen, Einsichtnahme in die aufgestellten Wählerlisten wird innerhalb der bericht der Leipziger Gewerbekammer folgende Angabe: Das hiesige in der nächsten Zeit eine Agitation unter den Bädern zu entfalten. legten Tage im Juli bekannt gegeben werden. Schuhmacher- Handwerk befindet sich mit einigen Ausnahmen in besonders Rach Erledigung einzelner Angelegenheiten erfolgte Schluß der Vergedrückter Lage. Die Massenproduktion der Schuhwaarenfabriken, sammlung. Nicht anwesend waren die Maurer und Schuhmacher. Inventur- und Konkursausverkäufe, Waarenhäuser 2c. erschweren den Schuhmacherit, welche nach Maß arbeiten, nicht nur ihre Thätigfeit, sondern bringen auch die Preise derartig herab, daß unter diesen Verhältnissen eine nicht geringe Anzahl Kleinmeister weniger verdient als der Arbeiter. Der geringe Verdienst der Schuhmacher ist wohl auch die Ursache, daß der Nachwuchs im Schuhmacher:„ Daily Telegr." will wissen, daß Spanien bereits Schritte thue, um handwerk immer geringer wird, und daß gelernte Schuhmacher sich eine Waffenruhe und dann den Friedensschluß herbeizuführen. Diese mehr den Fabriken zuwenden, in welchen sie, unbekümmert darum, Meldung dürfte aber noch verfrüht sein. Vielmehr scheint man daß sie in denselben nur als Fabrikarbeiter gelten, naturgemäß mehr innerhalb der Madrider Regierung noch zu feinem festen verdienen können. Entschluß gelangt zu sein. Einige Minister und General Blanco bis für Fortführung des Krieges zum äußersten. Sie fürchten, daß das Heer sich einem Friedensschluß widersetzen werde. Man spricht daher von der Möglichkeit der Bildung eines Militärkabinets. Andererseits besteht die Meinung, daß jest, vor dem Fall Manila's und Santiago's bessere Friedensbedingungen zu erreichen seien als später. Achtung, Vergolder! Die Differenzen bei der Firma Liepmann in Königswusterhausen sind in Güte beigelegt und zahlt Liepmann die alten Preise weiter. Der Bevollmächtigte der Filiale Berlin. Deutsches Reich. Die Breslauer Maurer haben beschlossen, einen Stundenlohn von 45 Pf. bei zehnstündiger Arbeitszeit zu verlangen und diese Forderung event. durch einen Streit zur Geltung zu bringen. Vom Hamburger Bäckerstreik. Um den bürgerlichen Blättern Gelegenheit zu geben, sich zur Abwechselung auch einmal über den Terrorismus der Unternehmer zu entrüsten, bringt das " Hamb. Echo" nachstehendes Schreiben eines Hamburger Bädermeisters an den Leiter der Bäckerbewegung zum Abdruck: hauptsächtlich am „ Hamburg, den 2. Juli 1898. habe, und nun hat der Die Löbtauer Bäckerinnungsmeister wollen Knaben vom find 12. Lebensjahre an mur dann zum Austragen von Backwaare verwenden, wenn vorher die Genehmigung der Schuldirektion eingeholt ist. Wenn Bedenken aus Gesundheitsrücksichten vorliegen, so hat eine ärztliche Untersuchung zu entscheiden. Das Austragen im Winter soll nicht vor halb 6 Uhr und im Sommer nicht vor 5 Uhr früh erfolgen. Auch muß den Frühstück austragenden Knaben vorher von ihrem Auftraggeber Kaffee oder Milch nebst Brötchen verabreicht werden. Elende Verleumdung, zu sagen, die Bädermeister feien nicht human. Herr Allmann! Das Messer sigt mir an der Kehle, ich muß meine Bewilligung zurückziehen, denn ich werde von allen Seiten bedrängt. Das habe ich aber dem gesammten Vorstande der Bäderimmung zu verdanken, die wissen, daß ich meine Kundschaft das Schwert in die Hand genommen und sämmtlichen Brotträgern Das Einigungsverfahren bei Streiks in Frankreich von aufgegeben, mir die Lieferung zu fündigen, wenn ich die Bewilligung 1893 bis 1897. Das französische Einigungsgesetz ist mit Ende nicht zurücknehme. Deshalb bin ich in die Lage geſetzt, in kurzer Zeit 1897 ſeit fünf Jahren in kraft. Das Arbeitsamt veröffentlicht aus ein Bettler zu werden. Aber, liebe Kollegen, auf diese Zeit kommt eine diesem Anlaß eine zusammenfassende Statistik über die Anwendung andere. Sie werden wohl wissen, was mein Hauswirth für ein jenes Gefeßes in den Jahren 1893 bis und mit 1897. Mann ist. Am liebsten schludte er mich ganz über, aber ich muß mich den Geldsäcken fügen! Es grüßt vielmals würden. Der Krieg. Die Friedensgerüchte treten stärker auf. Der Londoner Santiago ist seit Sonnabend Nachmittag mit Ablauf der Die Amerikaner fordern Waffenruhe der Kampf neu entbrannt. angeblich bedingslose Uebergabe, wozu sich General Toral nicht entschließen will. Beide Theile haben ihre Verschanzungen bedeutend verstärkt. Lehte Nachrichten und Depeschen. Hildesheim, 11. Juli.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: einzelnen Jahren betrug in Prozent: 17,09, 25,88, 20,74, 21,86, infolge der gestrigen heftigen Niederschläge etwa 24 Stunden lang Das Verhältniß der Einigungsversuche zu den Streits in den Da die Strecke Baddeckenstedt- Ringelheim durch Ueberfluthung Ihr Kollege 2c." 24,71; und im Durchschnitt für das ganze Jahrfünft 21,53 pet. gesperrt ist, werden die Personenzüge von Hildesheim nur bis Derneburg und zurück und von Goslar nur bis Ringelheim und Wie der Schreiber dieses Briefes, so dürfte ohne gweifel noch 487 Einigungsversuche auf 2262 Streifs. eine große Anzahl Bäckermeister vorhanden sein, die wohl bereit Die Einigungsversuche gingen aus in 19 Fällen von den Unter- zurück befördert. Die Schnellzüge von Hannover nach Leipzig und wären, die bescheidenen Forderungen der Arbeiter zu bewilligen, nehmern, in 256 Fällen von den Arbeitern, in 12 Fällen von umgekehrt werden über Braunschweig geleitet. Unternehmern und Arbeitern zugleich, in 200 Fällen vom Friedens- Braunschweig, 11. Juli.( W. L. B.) Jufolge von Ueberwenn sie nicht durch die Drohungen der Innungsleiter eingeſchüchtert richter. Bon diesen 487 Einigungsversuchen wurden 171 abgelehnt, schwemmung der Bahngeleise bei Börſſum und Bienenburg iſt ſeit Der Vorstand der Berliner Bäckerinnung Germania" hat der und zwar 148 von den Unternehmern, 15 von den Arbeitern und 8 heute früh der direkte Eisenbahnverkehr zwischen Braunschweig und Nat.- 3tg." zufolge in seiner letzten Sigung beschlossen, sofort den von beiden Seiten zugleich. Diese Bahlen zeigen deutlich die Harzburg eingestellt. In der Umgegend von Braunschweig und im Hamburger Bädermeistern eine Streit"-Unterstützung in der Höhe Friedensliebe der Arbeiter und die Prozenhaftigkeit der Unternehmer. Harz find große Ueberschwemmungen eingetreten. Außer den 171 gescheiterten Einigungsversuchen sind 41 gegen- München, 11. Juli.( W. T. B.) Die erste Straffammer des von 2000 m. azu gewähren. Mitgetheilt wurde, daß der Gesellen streit nahezu zu Ende sei, dagegen fanden sehr eingehende Erörte- stands los geworden infolge der inzwischen eingetretenen Wieder- Landgerichts München I bestätigte in heutiger Verhandlung die schöffen rungen statt, wie dem Boykott energisch zu begegnen sei, da derselbe aufnahme der Arbeit. Bleiben somit 275 Verfuche, welche zur Ein- gerichtliche Verurtheilung des Schriftstellers Marimilian Harden die in Arbeiterbezirken Hamburgs wohnhaften Meister schwer fegung von 280 Einigungsausschüssen führten, indem in einigen in Berlin zu 14 Tagen Gefängniß wegen groben Unfugs, begangen schädige. Die Mehrzahl der aus Berlin nach Hamburg zur Aus- Fällen mehrere Ausschüsse im Laufe eines und desselben Streits in einem Artikel in seiner Zeitschrift Die Zukunft über König hilfe entsandten Bädermeisterssöhne sowie Gesellen ist wieder nach funktionirten. Aber von diesen weiter gediehenen Versuchen sind Otto von Bayern. Harden kündigte die Berufung an das Obers wiederum 122 erfolglos geblieben. landesgericht München an. hier zurückgekehrt. Insgesammt hat die Anwendung des Einigungsgesetzes, unter Budapest, 11. Juli.( W. T. B.) Im Fogarafer Romitat Berücksichtigung von 29 vor der Arbeitseinstellung gemachten( Siebenbürgen) wurde der größte Theil der Ernte durch Hochwasser Einigungsversuchen, 218 Konflikte beigelegt, während sie in vernichtet. Infolge Wolfenbruchs trat am letzten Freitag der fleine 268 Fällen miglang, sei es vor, sei es nach Einsehung von Fluß Olt über seine Ufer und überschwemmte das Gebiet von Einigungsausschüssen. Die Zahl der durch Schiedsgerichte bei- fieben Gemeinden bei der Station Kiselit. Das Waffer riß die gelegten Konflitte ist verschwindend klein, 16 im Laufe des ganzen Eisenbahnbrüden fort, sodaß der Bahnverkehr auf der Strede ein" Zwischen der Lohnkommiffion der Lübecker Maurer und der dortigen Junung Banhütte" haben Verhandlungen statt. gefunden bezüglich eines Lohntarifs. Die Meister verpflichteten sich, vom 1. April 1899 an einen Stundenlohn von 50 Pf. zu zahlen. Der Vertrauensmann der Magdeburger Maurer ist nach Die Bauarbeiter streifen noch fort. 22 stündiger Haft wieder in Freiheit gesezt worden. Jahrfünfts. gestellt werden mußte. Paris, 11. Juli.( W. T. B.) Der Senat nahm einen Gesetzentwurf an, der bezweckt, die Strafen für die Verbrechen des Landesberraths und der Spionage zu verschärfen. Die Ergebnisse der 218 zu stande gekommenne EinigungsUeber den Ausstand am Piesberge äußert sich die Dort versuche sind vom Standpunkte der Arbeiter: 41 Erfolge, 118 Ausmunder Handelskammer in ihrem Jahresbericht wie folgt: gleiche und 59 Mißerfolge, oder in Prozent: 18,81, 54,13; Paris, 11. Juli.( W. T. B.) Der Sozialist Fournière bea Die gesammte Industrie hat bei allen sich bietenden Gelegenheiten 27,06.. Dagegen sind die Ergebnisse der 268 Streits, die nach der Direktion des Georg- Marienvereins ihre volle Sympathie aus dem Mißlingen der Einigungsversuche fortgesetzt bezw. erklärt absichtigt morgen in der Kammer den Ministerpräsidenten Brisson gesprochen, ihr für ihre durchaus feste und torrette Saltung gedankt wurden: 33 Erfolge, 112 Ausgleiche und 128 Mißerfolge, oder in wegen des Briefes zu interpelliren, den Oberst Picquart in der und wird dies auch thun für die letzte und härteste Konsequenz, mit Prozent: 12,30; 41,80; 45,90. Man sieht daraus, daß die Unter- Dreyfus- Angelegenheit an ihn gerichtet hat. Rom, 11. Juli.( W. T. B.) Der Senat genehmigte mit 58 welcher der Verein einen Schnitt ins eigene Fleisch thut, indem nehmer klasse, an deren Widerstand ja fast sämmtliche mißlungene er erklärte, lieber auf die zeitige Benutzung seines Eigen Einigungsversuche scheiterten, mit richtigem Instinkt die Einigung gegen 4 Stimmen die Vorlage betreffend die Betheiligung Italiens an der Pariser Weltausstellung von 1900. thums verzichten, als gestatten zu wollen, daß fremde Leute auf i nur in den für sie ungünstiger liegenden Konflitten atzeptirt. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glede in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Br. 160. 15. Jahrgang. Beilage des Tokales. " Für diese Konkurrenz der schlecht bezahlten jugendlichen Arbeiter wird es den Berliner Arbeitern wenig Trost gewähren, daß, wie der Bericht meldet, Seine Majestät der König auch in diesem Jahre wieder mehrere in langer, treuer Dienstzeit bewährte Arbeiter durch Verleihung des Allgemeinen Ehrenzeichens ausEine gute Organisation erhält gesünder! gezeichnet hat." = Dienflag, 12. Juli 1898. Eine für ganz Preußen giltige Fahrrad- Ordnung scheint demnächst in Wirksamkeit treten zu sollen. Das darf man, wie das Berl. Tagebl." meldet, aus der Thatsache schließen, daß eine im Provinzialrath von Schlesien zur Verhandlung gestellte PolizeiOrdnung über den Verkehr mit Fahrrädern ihren Grundzügen nach aus dem Staatsministerium stammt. In dem vom schlesischen Provinzialrath angenommenen Entwurf, dessen Genehmigung durch das Staatsministerium nicht zweifelhaft ist, sind im wesentlichen Die Volksheilstätte am Grabowfee wurde am Sonntag vom Berliner Arbeitervertreter- Verein besucht. Die vor einigen Jahren vom Verein Rothes Kreuz" errichtete Anstalt war ursprünglich nur für die Aufnahme von 80 Lungenleidenden während der Sommermonate eingerichtet. Um auch die Kur in den Wintermonaten zu ermöglichen, sind neuerdings zwei massive Gebäude aufgeführt worden, Vom Dreiklaffen- Wahlsystem. Die Liste der stimm welche für weitere 80 Patienten Raum zu bieten. Die Anstalt ist also fähigen Bürger Berlins ist, wie alljährlich, berichtigt folgende Gesichtspunkte aufgestellt: " Fahrräder dürfen in der Regel nur auf den für Fuhrwerke jezt in der Lage, im Sommer 160 und im Winter 80 Personen zu worden und wird vom 15. bis einschließlich 30. Juli täglich von bestimmten Wegen und Straßen benutzt werden. Bestimme verpflegen. Der leitende Arzt der Heilstätte, Herr Stabsarzt a. D. 9-3 Uhr im städtischen Wahlbureau, Poſtſtraße 16, öffentlich Wege u. s. w. dürfen, auch durch örtliche Verordnung, von dieser Dr. Brecke, führte die von Herrn Dr. Friedeberg begleiteten Besucher ausliegen. Die Gesammtsumme der für die Abtheilungsbildung Benutzung ausgeschlossen werden. Die verbotenen Wege sind in der durch die neuen Gebäude und erläuterte deren Einrichtungen. Bei zusammengetragenen Steuern ist 48 580 728,13 M. Nach der hier Regel durch Tafeln als solche zu kennzeichnen. Innerhalb der Ortder Herstellung und Ausstattung dieser Räume hat man, um eine nach bewirkten Feststellung der drei Abtheilungen gehören schaften und überall da, wo ein lebhafter Verkehr von Wagen, Ablagerung von Staub möglichst zu verhindern, die Anbringung von zur I. Abtheilung die Wähler mit einem Steuerbetrage von Reitern, Radfahrern und Fußgängern stattfindet, darf nur mit borspringenden Kanten durchweg vermieden. Alle Ecken und Winkel mindestens 5067,80 m., zur II. Abtheilung die Wähler mit Beim Passiren von find abgerundet, wodurch die Reinigung wesentlich erleichtert wird. einem geringeren Stenerbetrage abwärts bis zu 892,60 m., mäßiger Geschwindigkeit gefahren werden. engen Brücken, Thoren und engen Straßen, beim Einbiegen Die Gebäude sind mit guten Heiz- und Ventilationsvorrichtungen doch nur bis zum III. Abtheilung Buchstaben C, zur aus einer Straße in die andere, bei scharfen unübersichtlichen versehen. Die Beleuchtung erfolgt durch Acetylengas, welches in alle übrigen Wähler abwärts, von 892,60 M. und dem Straßenkrümmungen, bei der Ausfahrt aus Grundstücken, die an einer eigenen, auf dem Grundstück der Heilstätte befindlichen Gas- Buchstaben D an. In den vier Jahren 1898, 1897, 1896, 1895 war öffentlichen Straßen liegen und bei der Einfahrt in solche Grundanstalt erzeugt wird. In dem größeren der beiden Gebäude befindet die Summie aller für die Abtheilungsbildung zusammengetragenen stücke muß so langsam gefahren werden, daß das Fahrrad nöthigensich ein Gesellschaftszimmer, zum Aufenthalt der Kranken an den Steuern( abgerundet) 48 580 728, 47 890 295, 45 320 728, 43 761 980 falls auf der Stelle zum Halten gebraucht werden kann. In allen Abendstunden bestimmt. Ein Klavier, ein Billard, Kegelspiele, sowie Mart, und der erforderliche Mindest- Steuerbetrag war( abgerundet: diesen Fällen ist es verboten, beide Hände gleichzeitig von der eine kleine Bibliothek stehen den Insassen der Heilstätte zur Ver- für die Wähler der 1. Abtheilung 5068, 4851, 4848, 3891., für fügung. Die schr sauberen Wasch- und Baderäume sind durchaus die der II. Abtheilung 893, 869, 834, 782 M. Die Grenze für die entstange oder die Füße von den Pedalen zu nehmen. An Ecken und Kreuzungspunkten von Straßen, auf schmalen Brücken, in zivecmäßig eingerichtet. I. beziv. II. Abtheilung rückt von Jahr zu Jahr weiter hinauf, und Thoren sowie überall, wo die Fahrbahn durch Fuhrwerke u. s. w. Die Heilmitel, welche die Anstalt den Lungenkranken bietet, es werden immer mehr wähler in die III. Abtheilung verengt ist, ist das lleberholen verboten. Es müssen bei sich bestehen bekanntlich der Hauptsache nach in guter Ernährung und in hinabgedrängt. führen und den Aufsichtsbeamten auf Verlangen vorzeigen: der Einathmung reiner, guter Luft. Um den heilenden Einfluß der Das Komitee der Ferienkolonien hat in diesen Tagen seine 1. Radfahrer, welche in Preußen einen Wohnsiz haben, eine auf Lust zur Geltung zu bringen, müssen sich die Patienten, falls fie eigentliche Wirksamkeit begonnen und mit den Mitteln, die ihm zur ihren Namen lautende, von der zuständigen Behörde des Wohnortes nicht durch zwingende Gründe ans Zimmer gefesselt sind, den ganzen Verfügung standen, eine entsprechende Anzahl Kinder aufs Land ge- ausgestellte, für die Dauer eines Kalenderjahres giltige RadfahrTag im Freien aufhalten. Zur Unterſtüßung des hygienisch- diate- schickt. Groß müssen diese Mittel nicht gewesen sein. Wenn auch farte. Diese wird in Landkreisen durch den Landrath, in Stadttischen Heilverfahrens wendet man in der Anstalt auch mit gutem Erfolg die Klagen der Eltern, welche mit ihren Gesuchen abgewiesen worden freisen durch die Ortspolizeibehörde ausgestellt. Für Personen unter eine Wasserbehandlung an, die den Zwed hat, die Hautthätigkeit anzu- find, feinen sicheren Schluß zulassen, so geht aus ihnen doch das 14 Jahren erfolgt die Ausstellung auf Antrag des Vaters, Vorzuregen und den Körper nach Möglichkeit abzuhärten. Die Kranten erhalten Eine hervor, daß die Institution sich von ihrem eigentlichen Zweck, mundes oder sonstigen Gewalthabers. 2. Radfahrer, welche ihren je nach Lage des besonderen Falles. laue Bäder oder fühle Douchen den Bedürftigsten zu helfen, in diesem Jahre wohl mehr denn je hat wohnsiz außerhalb Preußens in einem Staat haben, in dem Radvon furzer Dauer. Die Krankheitserreger der Lungenschwindsucht abwenden müssen. Ein Beispiel mag für viele dienen. Ein Arbeiter fahrkarten gleicher oder ähnlicher Art vorgeschrieben sind, eine nach finden sich bekanntlich nur in dem Auswurf der Kranken. Deshalb hat ein Kind, dessen Kränklichkeit durch ein ärztliches Attest aus den dortigen Bestimmungen giltige Radfahrkarte. 3. Radfahrer, werden auch die Patienten der Anstalt dazu angehalten, mit ihrem drücklich mit dem Vermerk konstatirt ist, daß das Mädchen dringend welche weder in Preußen noch in einem unter 2 genannten Staate Auswurf vorsichtig umzugehen. Jeder hat stets eine Spudflasche eines Aufenthalts in der Sommerfrische bedürfe. Er wendet sich an ihren Wohnsiz haben, einen anderweitigen genügenden Ausweis bei sich, die nur allein für den Auswurf benutzt werden darf, und das Komitee für Ferienkolonien, wo ihm in Aussicht gestellt wird, ihrer Person. Militärpersonen, welche das Fahrrad dienstlich benutzen, die er täglich an einer besonderen Vorrichtung mit heißem Wasser zu daß seine Tochter berücksichtigt werden könne, wenn er einen Beitrag bedürfen einer Radfahrkarte oder eines sonstigen Ausweises nicht. reinigen hat. Die Stranten werden vom Arzt über die Gefahr, welche in Höhe von 10 M. zu den Kosten zusteuere. Zur völlig freien Ein Kampf im Wasser zwischen einem Droschkenkutscher das Ausspucken auf den Boden, ins Taschentuchu.s.w. für die Gefunden mit Verpflegung des Kindes reichten die Mittel nicht aus. Der Arbeiter und einem Selbstmörder verursachte am Sonntag Abend turz nach sich bringt, belehrt und lassen sich deshalb die erforderliche Vorsicht mußte blutenden Herzens auf die in diesem Falle so nothwendige 8 Uhr einen Auflauf an der Weidendammer Brücke. Ein gut ges angelegen sein. Eine derartige Erziehung zur Vorsicht ist namentlich Wohlthat verzichten. Sein Nachbar aber, der es durchaus nicht so fleideter junger Mann stürzte sich östlich von der Brücke, nach der von großem Werth für solche Stranke, welche ungeheilt die Anstalt besonders nöthig hat, und dessen Kind verhältnißmäßig blühend Ebertsbrücke zu, kopfüber in die Spree, nachdem er ein Stück Weges verlassen, und durch unvorsichtiges Umgehen mit dem Auswurf leicht aussicht, konnte die zehn Mark blechen und genoß die die Ladetreppe hinuntergegangen war. Er trieb unter Wasser stromeine Gefahr für ihre Umgebung werden tönnen. Freude, sein Kind für die Ferienzeit untergebracht zu sehen. abwärts und tauchte erst westlich, unterhalb der Brücke, wieder auf. Alles in allem fann die Einrichtung der Heilstätte am Grabow- Wir machen dem Komitee für Ferienkolonien aus Vor- Sobald ihn einer von den Droschkentutschern, die hier halten, enpor See als eine durchaus ziveckmäßige und gute angesehen werden. Be- tommnissen dieser Art natürlich keinen Vorwurf. Die Privat kommen sah, warf er Hut, Mantel und Rock ab und sprang in die fremden erregte es unter einem Theil der Besucher, daß die Alters- wohlthätigkeit wirkt wie ein Tropfen auf den heißen Stein und fann und Invaliditätsanstalt Berlin, welche für die von ihr zu ver- namentlich in der in Frage stehenden Angelegenheit, wie wir schon Fluthen, um ihn zu retten. Kaum aber war der Retter an den Lebensmüden herangekommen ihn fassen, den Lebensmüden herangekommen und forgenden Lungenkranken 60 Plätze in der Heilſtätte reservirt hat, oft dargelegt haben, ihre Aufgabe auch beim besten Willen nur ba begann dieser aus Leibeskräften aus Leibeskräften um sich zu schlagen. jeit einigen Wochen etwa 6 freigewordene Plätze nicht wieder mit höchst ungenügend erfüllen. Man sollte sich aber hinfort von der Auch der Droschkentutscher machte jetzt alle Austrengungen, sein Patienten besetzt hat, obgleich eine große Zahl von Vormeldungen gittion trennen, daß der Segen der Ferienkolonien gerade den Rettungswert dennoch durchzuführen, aber der Selbstmöder setzte sich bei der Alters- und Invaliditätsanstalt vorliegt. Die Angelegenheit Bedürftigsten am meisten zu statten komme. Das ist nicht der Fall. so heftig zur Wehr, daß es ihm nicht gelang. Der Retter war gewird demnächst von einem Arbeitervertreter im Vorstande der lettDas Schwimmfest des Arbeiter- Schwimmerbundes konnte zwungen, den jungen Mann loszulassen und im selben Augenblid genannten Anstalt zur Sprache gebracht werden. vorgestern des schlechten Wetters wegen nicht abgehalten werden. fant dieser wieder in die Tiefe und ertrant. Eine große MenschenDas Fest findet bestimmt am tommenden Somtag statt. Die Starten menge hatte sich angesammelt, konnte aber ebenso wenig helfen wie die Polizei. Dem Droschtentutscher blieb nichts anderes übrig, als nach dem Mißlingen des muthvoll unternommenen Werkes an seine eigene Rettung zu denken und an's Ufer zu schwimmen. Der Selbstmörder kam nicht mehr zum Vorschein. Mögen sich die Nichtorganisirten das merken! Der befte Geschäftsaufschwung nüßt ihnen nichts, wenn sie nicht organisirt sind. Und da leider, leider die übergroße Mehrzahl der Berliner Arbeiter nicht organisirt ist, hat sie auch nicht den jenigen Vortheil vom Aufschwung der Industrie gehabt, den sie mit Hilfe der Organisationen hätte haben können. wollte Der Aufschwung der Industrie in Berlin- Charlottenburg im Jahre 1897 wird auch im Bericht des Gewerbe- Aufsichts- behalten für den 17. Juli ihre Giltigkeit. beamten dieses Bezirks konstatirt; mur in einigen Industrien, wie Zum Brandenburger Sängerfeft, welches fommenden Sonntag 3. B. in der Seifen- und in der Parfümerie Fabritation, stattfindet, tönnen Starten, welche für die drei Extrazüge Giltigkeit in der Textilindustrie mit Ausnahme der Teppichweberei, und haben, nur noch bis zum Mittwoch verkauft werden. Der Verkauf in der Damentonfettion ist ein Rüdgang zu verzeichnen, dieser Karten findet statt bei Hübner, Wilhelmstr. 134. Mit Blaufäure hat sich am Sonnabend Nachmittag die vierzig welcher vornehmlich auf ungünstige Zollverhältnisse des Auslandes Gerichtsferien im Reichs- Versicherungsamt. Während der Jahre alte Ehefrau Klara des Gelbgießers und Kassirers K. aus der zurückzuführen ist, die den Export erschweren oder unmöglich machen." Zeit der Gerichtsferien wird die Spruchthätigkeit des Reichs- Alexandrinenstr. 41 vergiftet. S. war mit seiner Frau seit 16 Jahrell Die Folge des guten Geschäftsganges war, wie der amtliche Bericht an- Bersicherungsamts, wie in den früheren Jahren, eine Einschränkung verheirathet, aus der Che gingen 3 Kinder hervor. Eifersucht son giebt, reichliche Arbeitsgelegenheit, in manchen Branchen auch ohnerfahren. Vom 15. Juli bis zum 15. September werden zur Er die Ursache des Selbstmordes gewesen sein. erhöhungen, die sich in einzelnen sogar auf 10 pet. belaufen." ledigung der besonders eilbedürftigen Sachen in Unfallversicherungs- Wie böse Folgen es haben kann, wenn Kinder beim Spielen Von diesen Lohnerhöhungen werden weitaus die meisten Berliner Steitigkeiten wöchentlich abwechselnd eine und zwei Spruchsizungen, sich auf die Bordschwellen der Bürgersteige fezen, zeigt ein Unfall, Arbeiter erst aus diesen Berichten des Aufsichtsbeamten erfahren, in Invaliden- und Altersrenten- Streitigkeiten durchschnittlich nicht durch den ein kleines Mädchen für immer zum Krüppel geworden ist. denn leider finden auch bei einem Aufschwung der Industrie nicht mehr als je eine Sigung wöchentlich stattfinden. Auf die Fristen Die sechsjährige Margarethe Brauer, die bei ihren Großeltern, dem allgemeine Lohnerhöhungen statt, sondern höchstens dort, zur Einlegung des Rechtsmittels des Rekurses und der Revision( vier Mietmann'schen Ehepaar in der Ließmannstr. 27 wohnt, saß vor tuo durch eine gute Organisation die Arbeiter Macht genug befizen, ihre Interessen zu wahren. Und diese Wochen vom Tage der Zustellung des Schiedsgerichts- Urtheils an einigen Tagen vor dem Nachbarhause Nr. 26 auf der Schwelle, während in ihrer Nähe ein Flaschenbierwagen der Bötzow- Brauerei Organisation muß auch dauernd start fein, wie folgende gerechnet) hat diese Ferienregelung keinen Einfluß. sehr beherzigenswerthe Mittheilung des Berliner Im städtischen Arbeitshause zu Rummelsburg betrug die hielt. Der Kutscher Herzberg sah das Kind nicht, als er aus dem Berichts über die Berliner Detatur- und Appretur- Zahl der Korrigenden am 31. März d. J. 1205( 1075 Männer, 130 Hause herauskam und fuhr an. Das linke Hinterrad ging dem anstalten beweist, in denen, wie der Beamte zugiebt, außer- Frauen), am 30. Juni 1212( 1087 Männer, 125 Frauen), die der Mädchen über das linke Vein und verletzte es so schwer, daß es ordentlich lange Arbeitszeit unter gesundheitlich ungünstigen Ver- Hospitaliten am 31. März 433( 336 Männer, 97 Frauen), am 30. Juni jetzt abgenommen werden mußte. 428( 326 Männer, 97 Frauen), somit die gesammte Bevölkerungshältnissen geleistet werden muß". Der Beamte berichtet: Durch Erschießen hat am Sonnabend Nachmittag in der Als Kranke waren Hasenhaide der ehemalige Gärtnereibefizer Heine, wohnhaft in Groß" Zu Beginn des Jahres 1895 wurde auf Drängen der ziffer am 31. März 1638, am 30. Juni 1635. Arbeiter, welche sich organisirt hatten, die Arbeitszeit am 30. Juni 1898 in dem Lazareth der Anstalt und in den Lazareth- Lichterfelde, Berlinerstr. 24, seinem Leben ein Ende gemacht. Heine, in den meisten Anlagen auf 10-11 Stunden täglich herab- stationen von den Korrigenden 37 Männer und 13 Frauen, von den selbst sehr wohlhabend, war durch seine vor einer Reihe von Jahren gesetzt, doch scheint diese Errungenschaft wieder verloren ge- Hospitaliten 129 Männer und 52 Frauen, im ganzen 231 Personen erfolgte Heirath in den Besitz eines nicht unbeträchtlichen Vermögens gangen zu sein, da etwa nur 50 pct. der Arbeiter untergebracht. Während der Monate April bis Juni 1898 befanden gelangt. Durch seine noblen Passionen, besonders aber durch die sich im Arbeitshause im Durchschnitt täglich 1202 Korrigenden und Thierliebhabereien seiner Frau, die sich Pferde, Hunde, allerhand organisiri sind." 486 Hospitaliten; insgesammt waren demnach täglich 1638 Personen zahme Thiere u. f. w. hielt, war er bald feines Vermögens ver von der Arbeitshaus- Verwaltung zu verpflegen. luftig gegangen. Die Schuldenlast nahm von Tag zu Tag immer Am Stattisch wurde Sonnabend Abend der 53 Jahre alte größere Dimensionen an, sodaß ihm zulegt sein ganzes Hab und Kaufmann Johannes Gerding aus der Jahnstr. 5 vom To de über- Gut gepfändet worden war. Als H. vor einigen Tagen von einem rascht. Gerding hatte feinen Stammtisch seit Jahren in der Unions- Betammten als letzte Hilfe ein nochmaliges größeres Darlehn nach brauerei in der Hafenhaide. Auch am Sonnabend ging er dorthin Hause brachte, erschien sogleich ein Gerichtsvollzieher, der sofort die Um so ungenirter konnte sich das Kapital die günstige Lage und begann um 83/4 Uhr wohl und munter mit drei Stammtisch- Summe mit Beschlag belegte. Dies scheint H. sich so zu Herzen ge= zu nutze machen. Es vermehrte fofort die Zahl der billigen gästen einen Stat. Während des Spieles wurde er vom Schlage nommen zu haben, daß er, nachdem er längere Zeit umhergeirrt war, jugendlichen Arbeiter, die von 8407 auf 10 115, also um gerührt. Ohne noch ein Wort zu sprechen, brach er auf seinem sich erschossen hat. 20 pet., stieg, am meisten mit in der Metallverarbeitung, wo Stuhl todt zusammen. 21,4 pet. der jugendlichen Arbeiter beschäftigt werden. Wie rüdVom Kaiser weiß die Staatsbürger Zeitung" zu befichtslos man dieselben mitunter ausmußt, darüber meldet der amt- richten, daß er auf der Kieler Regatta war und daß dort einer der In einer größeren Maschinenfabrik war ein jugend. Sieger, der Engländer Quentin, das Mißfallen des Kaisers erregt bhabe. Ueber die Ursachen hierzu giebt das Antisemitenblatt folgendes licher Arbeiter mit der berantwortungsvollen und anstrengenden Bedienung des Dampfteffels betraut, an: Mr. Quentin hat das Mißfallen des Kaisers dadurch erregt, wurde. und in einer Bettfedernreinigungs- Anstalt wurde ein daß er aus dem von ihm gewonnenen großen Kaiserpotal die Von einem eigenartigen Unfall ist die 41 Jahre alte taub Anabe unter 14 Jahren in einem dunklen, staub- atrofen seiner siegreichen„ Merrythougth" und der kaiserlichen Mr. Quentin bemerkte den stumme Frau Marie Taubert aus der Markusstr. 18 betroffen worden. erfüllten Kellerraume mit dem Reinigen von Kranten- Segeljacht Meteor" trinken ließ. Unmuth des Kaisers und zog es daher vor, der Preisvertheilung Frau Taubert und ihr tauber Mann nähen für ein Geschäft Wäsche. betten beschäftigt. In beiden Fällen wurde schnelle Abhilfe völlig fern zu bleiben." Am Freitag Nachmittag wollten beide nach der Holzmarktstraße geschafft." liefern gehen. An der Ecke der Markusstraße und des Grünen Weges Auch die Zahl der Arbeiterinnen nahm zu. In Die Entlassung des früheren Redakteurs der, Kreuz2332 Fabriken wurden 17621 Arbeiterinnen von 16-21 Jahren und 3eitung" Freiherrn v. Hammerstein aus dem Moabiter lief die Frau in ihrer Unbeholfenheit gegen ein schweres Schwungrad, das ein junger Mann über den Fahrdamm rollte. Das Rad 23 772 über 21 Jahre alte, zusammen 41 393 erwachsene Ar- Buchthause soll, wie eine Lokalforrespondenz wissen will, nahe bevor- fiel um und quetschte der Frau einige Zehen, sodaß hilfsbereite beiterinnen beschäftigt, gegen das Vorjahr mehr um 2438-6 pct.; ſtehen. Freiherr v. Hammerstein wurde am 22. April 1896 wegen Männer sie in ihre Wohnung tragen mußten. Gestern verschlimmerte im ganzen sind etwa ber vierte Theil( 25,3 pet.) der erwachsenen seiner verschiedenen Gaunereien von der hiesigen Straffammer zu sich der Zustand der Verunglückten so, daß man sie mit einem KoppFabritarbeiter des Aufsichtsbezirtes Arbeiterinnen! Die größte drei Jahren Zuchthaus und zu einer Geldstrafe verurtheilt, für welche Bahl( 35,6 pt. der Arbeiterinnen) war in den Industrien der im Nichtvermögensfalle noch drei Monate Buchthaus angesetzt wurden. ichen Wagen in ein Krankenhaus brachte, wo ihr die Zehen abiväre am 22. April 1899 nommen werden müssen. Nahrungs- und Genußmittel beschäftigt, 16,6 pct. in der Papier- Die Hauptstrafe drei Jahre Zuchthaus industrie, 13,1 pct. in der Textilindustrie, 8,9 pet. im Baugewerbe(!), verbüßt. Beim Anlegen eines Gerüftes ist Montag Vormittag um Nun besagt aber das Reichs- Strafgesetzbuch im§ 23: je 6,5 pot. in der Metallverarbeitung(!) und chemischen Industrie(!). Die zu einer längeren Zuchthaus oder Gefängnißstrafe Ver- 10 Uhr der Gerüstbauer Karl Heinisch aus der Berlinerstr. 86 zu Außerdem waren in 1786 Sonfettionswertstätten noch urtheilten können, wenn sie drei Viertheile, mindestens aber 1 Jahr, Rigdorf schwer verunglückt. Er stürzte auf dem Grundstück Münz2640 Arbeiterinnen von 16-21 Jahren und 5391 über 21 Jahre der ihnen auferlegten Strafe verbüßt, mit ihrer Zustimmung vor- straße 30 aus einem Fenster des dritten Stockes auf den Hof herab alte, zusammen 8031 erwachsene Arbeiterinnen be- läufig entlassen werden, wenn sie sich während der Strafzeit gut und zog sich schwere innere und äußere Verlegungen, und noch einen schäftigt. geführt haben." Freiherr v. Hammerstein hat sich der Korrespondenz Bruch des linken Unterarmes und des rechten Oberschenkels zu. Die Zahl der erwachsenen Fabritarbeiter stieg von zufolge während seines Aufenthalts im Moabiter Zuchthause vor Ein Lückscher Rettungswagen brachte ihn in das St. Hedwigs1896 zu 1897 von 114 879 auf 122 119 in 4808 Fabriken, also um züglich" geführt viel besser, als er sich jemals gefürt hat, da er Krankenhaus. Einen fleinen Schauerroman, der im Humboldthafen endete, 7240 6 pct., demnach nicht mehr als die der Arbeite- noch Redakteur der Kreuz Zeitung" war, auch soll er sich im allrinnen und weit weniger als die der jugendlichen, gemeinen gebessert haben. Darum, so meint die errwähnte Kor- will der 25 Jahre alte Ladkirer Broeder aus der Chausseestraße 24 um 20 pCt. ſtieg! Dieses Anwachsen ist fast respondenz, wird er am 22. d. M. nach Verbüßung von drei Vierteln erlebt haben. Der junge Mann wurde am Sonntag Nachmittag um ¡ die viermal so groß, als es in der gleichen Zeit im ganzen feiner Strafe„ dem öffentlichen Leben" wieder zurückgegeben werden. 3 Uhr an der Sandkrugbrücke aus dem Wasser gerettet und von Königreich Preußen war, wo die Zahl der jugendlichen Ar. Danach scheint es, daß Herr v. Hammerstein seine frühere Thätigkeit einem Schußmann des& Reviers mit einer Droschke in ein beiter von 21 955 auf 23 136 alfo um 1181= 5,4 pct. ftieg! l wieder aufzunehmen gedenkt. Krankenhaus gebracht. Seinen Angaben nach ging er am Sonnliche Bericht: " = 0 Durch einen Sturz aus dem Fenster ist am Sonntag Vormittag der dreijährige Sohn der Arbeiterfrau A. im Hause Pappelallee 21 zu Tode gekommen. Die Mutter hatte auswärts eine aufwartestelle, mußte daher ihr Kind unbeaufsichtigt im Hause zurüdlassen. Das Kind kletterte auf die Fensterbant und stürzte dann auf den Hof hinab, wo es mit zerschmetterten Gliedern aufgefunden abend Abend mit mehreren Arbeitsgenossen aus, um ein Jachtlos fortgetvorfenes Streichholz ein vor den Betten liegender lich bat, den Hintermann, der nichts befehe, nicht unglücklich zu machen. | Glas Bier zu trinken. Die Bierreise dehnte sich aber bis zum Läufer entzündet, und das Feuer hatte sich bereits auf das Bett Inzwischen hatte Kallmann aber feinen Hintermann, den Kaufmann Sonntag Nachmittag aus. Als er dann kein Geld mehr hatte übertragen. Michaelis, in Anspruch genommen und von diesem unter der Vord. Fuhriverke und Reiter gesperrt. Orgelfonzert. Herr Otto Dienel wiederholt Mittwoch, den 13. Juli, mittags 12 Uhr, in der Marienkirche das vierte Orgelkonzert von Händel. Frl. Gertrud Mautsch, Frl. Helene Breeft, Herr May Keller, Violinist, und Herr Karl Wendt unterstützen den bei freiem Eintritt stattfindenden Orgelvortrag. Aus den Nachbarorten. " Gerichts- Beifung. und nichts mehr zum besten geben konnte, warfen ihn seine Auf dem Sevdinfee ist am Sonntag der Klempnermeister spielung, daß er seinem Auftraggeber eine Entschädigung von 200 W. Begleiter in den Humboldthafen. Er trieb den Kanal hinab, Mieczuchowsky aus Berlin verunglückt. Er betheiligte sich an einer habe zahlen müssen, eine gleiche Summe erhalten. Durch einen bis an der Sandkrugbrüde Soldaten ihn retteten und einem Schutz Regatta, wobei sein Boot fenterte. Während die übrige Mannschaft Bufall kam die unreelle Handlungsweise nach längerer Zeit zur Ents mann übergaben. Soweit die Darstellung Broekers. Der junge gerettet wurde, fand M. seinen Tod in den Wellen. Er hinterläßt bedung. Der Kaufmann Rettnig kam eines Tages zu Michaelis, Mann ist allerdings froß des falten Bades immer noch nicht ganz eine Wittive mit zwei Kindern im Alter von 6 und 3 Jahren.] um mit diesem in Geschäftsverbindung zu treten. Michaelis horchte nüchtern; man wird also abwarten müssen, ob er später bei dieser auf, als er den Namen des Besuchers hörte. Ich habe bereits indirekt mit Ihnen Darstellung bleibt, und ob sie auch durch andere Ermittelungen bes mit Ihnen zu thun thun gehabt, Sie haben mir stätigt wird. Das erste Mal wäre es ja nicht, daß eine Bierreise in einmal 200 Mart geloftet", meinte Michaelis lächelnd. Rettnig Berlin so endete. Broecker mag am Humboldthafen wohl dem war aufs höchste erstaunt, als er er den Sachverhalt erfuhr, schlimmsten Gelichter in die Hände gefallen sein. Daß seine ursprüng Ein Schuhmann, der am Zuchthause vorbeigeschlüpft ist. und Michaelis war empört, als er erfuhr, daß er hintergangen war. lichen Begleiter, die Arbeitsgenossen, ihn ins Wasser geworfen haben wiederum war es ein Schußmann, welcher sich gestern vor der ersten Im Termin behauptete der Angeklagte Springer, daß er mit der sollten, ist nicht wahrscheinlich. Straftammer des Landgerichts I wegen Vergehens im Amte zu ver- Sache nichts zu thun gehabt habe und ein Gegenbeweis konnte aucy Aus Liebesgram verfuchte sich gestern, Montag, Vormittag antworten hatte. Der 30jährige Schuhmann Karl Held war be- nicht erbracht werden, so daß der Staatsanwalt gegen ihn die Freium 10%/ 4 Uhr die 23 Jahre alte Blousenmäherin Anna H. aus schuldigt, fich bei der Sistirung einer Prostituirten in unfittlicher sprechung beantragte. Dagegen hielt der Staatsanwalt die Behauptung der Swinemünderstr. 50 zu vergiften. Das Mädchen, das bis zum Weise vergangen zu haben. Staatsanwalt Fiedler beantragte, die des Angeklagten Kallmann, daß er zu Michaelis gesagt habe, er, Stall1. d. M. in der Zionstirchstr. 51 bei Frau Edelmann gewohnt hatte, Sache unter Ausschluß der Oeffentlichkeit zu verhandeln, der Ver- mann, solle an Hauschild u. Kettnig 200 m. hatten, für eine Ausrede fennt seit 1/2 Jahren einen Bahnbeamten Adolf Horinger. Das theidiger Rechtsanwalt Wronter protestirte hiergegen, indem er geltend und beantragte gegen ihn eine Geldstrafe von 500 M. Der Gerichtshof Verhältniß war schon öfter getrübt und schon wiederholt hatte das machte, daß gerade in jetziger Zeit, in der so wiederholt Ver- war der Ansicht, daß die Handlungsweise des Angeklagten Stallmann, Mädchen geäußert, daß es sich um Adolf" noch einmal vergiften fehlungen seitens der Schußleute vorgekommen seien, die Allgemein- die sich als ein grober Verstoß gegen Treu und Glauben im laufwerde. Am Sonntag muß wohl wieder etwas vorgekommen sein. heit ein Interesse daran habe, den wahren Sachverhalt kennen zu männischen Verkehr kennzeichne, mit einer Geldstrafe nicht zu fühnen Gestern Vormittag hörte ihre Nachbarin Frau Klingbach die H. lernen. Der Gerichtshof, unter dem Vorsitze des Landgerichts- sei. Das Urtheil lautete auf eine Woche Gefängniß, plöglich um Hilfe rufen; sie hatte Oleum genommen und mußte in Direktors Felisch, trat den Ausführungen des Vertheidigers bei und Springer wurde freigesprochen. bedenklichem Zustande mit einem Lück'schen Rettungswagen in das beschloß, in öffentlicher Sigung zu verhandeln. Gegen den AnLazarus- Krankenhaus gebracht werden. Das Geheimniß der Schlafwagen. In Würzburg fand getlagten trat die 34jährige Prostituirte Martha Heine auf, welche Feuerbericht. Sonnabend Abend gegen 9 Uhr erfolgte folgende Aussage abgab: In der Nacht zum 19. Januar d. J. Habe diefer Tage eine interessante Schwurgerichts- Verhandlung statt. Sie fast gleichzeitig Alarm nach drei verschiedenen Stellen. 23 ienerte auf dem Wolfenmarkt einen Herrn angesprochen. Derselbe habe endete mit der Freisprechung des Angellagten, Schlafstraße 22 war ein Kellerbrand ausgebrochen, Landsberger- von dent gerade herankommenden Angeklagten ihre Siftirung verwagen- Schaffners Emil Clauer aus Ostende, der seit straße 41 mußte ein Brand in einer Wattenfabrik gelöscht werden, langt. Sie sei ruhig mit dem Schußmann nach dem Polizei Monaten in Untersuchungshaft gesessen hatte und dessen Frau mit welches sich sich in der Neuen Friedrichstraße be- ihren vier Kindern bereits in die größte Noth gerathen ist. Clauer während Bernauerstraße 91 Wäsche in Flammen stand. Eine bureau, Stunde später wurden Klosterstraße 100 Möbel und Gardinen findet, gegangen. Unweit der Wache habe der Angeklagte war beschuldigt, an einer Dame, Fräulein Harden aus Freiburg i. Br., eingeäschert. Aus gleichem Anlaß wurde die Wehr um 12 Uhr nach sie um die Taille gefaßt. Sie habe sich dies verbeten. Als sie die von Osterburken ab den Schlafwagen des Nacht- Schnellzuges um nach Zehdenickerstraße 16 gerufen. Sonntag früh 1 Uhr war den Flur des Polizeireviers erreicht hatten und sie vor dem Schitt Stuttgart- Berlin( Nr. 37) benügen wollte, zwischen Schweinfurt Mödernstraße 34 auf einem Lagerplatz ein Braunkohlenlager mann die zum Bureau hinaufführende Treppe hinaufgehen mußte, und Rigschenhausen im Schlafwagen ein Sittlichkeitsverbrechen durch Selbstentzündung in Brand gerathen. Nach vorläufiger Ab- babe dieser ihre Kleider unterhalb des Rüdens berührt. Sie habe versucht zu haben. Die Fr. 8tg." berichtet: Die auf einen reinen Löschung wurde eine Sicherheitswache mit Schlauchleitung auf der erklärt:„ Na, na, so etwas dürfen Sie als Beamter nicht thun." Indizienbeweis gestützte Anklage vermochte die Geschworenen nicht Brandstelle belassen. Um 5 Uhr nachmittags entstand Arndt- Der Angeklagte habe feinen Angriff auf der Treppe noch zweimal von der Schuld des Angeklagten zu überzeugen. Wohl aber wurde straße 32 in einem Posamentiergeschäft ein Ladenbrand, der wiederholt. Im Bureau habe ber Angeklagte feine Eintragung ge- in der Verhandlung eine Reihe von Thatsachen festgestellt, die zwar Regale, Wolle, Posamentierwaaren und den Fußboden zerstörte. Ein macht und sich wieder auf seinen Dienst begeben, ohne ihre Ver- das Dunkel, das über der ganzen Sache schivebt, nicht zu erhellen Wäschebrand bildete um 10 Uhr den Anlaß eines Alarms nach nehmung abzuwarten. Bevor sie entlassen worden sei, habe sie dem vermögen, aber auch für weitere Kreise Intereffe haben werden. bernehmenden Beamten Anzeige von der Behandlung von der Behandlung Vor allem mußte den Zuhörer befremden, daß die internationale Wallnertheaterstraße 4. Zur ſelben Zeit brannte Schön- gemacht, die ihr widerfahren sei. Der Beschuldigte bestritt, Schlafwagen- Geſellſchaft ihren Bassagieren out buit so wie hauser Allee 46 die Kloſetverpackung. Die Beugin daß an der ganzen Sache ein wahres Wort sei. feinen Schutz für ihre Person und ihr Eigenthum Straßensperrung. Behuss Umpflasterung wird der füdliche habe ihn wiederholt gebeten, sie laufen zu lassen und wolle sich nun gewährt; denn sowohl die Thüren zu den Schlafwaggons selbst, wie Kreuzdamm der Potsdamer- und Königin Augustastraße vom 12. bis an ihm rächen. Da die Zeugin aber ihre Aussage beschwor, so hielt die Thüren, die vom Gange zu den einzelnen Schlaftoupees und 18. 5. M. und die Königin Auguſtaſtraße zwischen Viktoriastraße und der Staatsanwalt den Angeklagten für überführt. Es müsse gegen wiederum von einer Kabine zur anderen führen, tönnen laut Ausfage Potsdamer Brücke, sowie die sich daran anschließende nördliche Hälfte die sich in letzterer Zeit so häufig wiederholenden Uebergriffe der der als Zeugen vernommenen Schlafwagen- und Staatsbahnder Potsdamerstraße vom 18. d. Mts. ab bis auf weiteres für Schutzleute energisch eingeschritten werden, er beantrage deshalb, bediensteten mit jedem gewöhnlichen Vierkantdrücker, wie er in den den Angeklagten unter Ausschluß von mildernden Umständen zu Eisenhandlungen für 50 Pf. zu haben ist, geöffnet werden. Nun soll einem Jahre Buchthaus zu verurtheilen. Der Vertheidiger, wohl beständig ein Schaffner wachend auf dem Gang des SchlafRechtsanwalt Wronter führte aus, daß eine Verurtheilung auf wagens anwesend sein; es wird aber jedenfalls die im Prozeß grund der Aussage einer einzigen Zengin hin nicht möglich sei. Cine Clauer festgestellte Thatsache, daß der Schaffner, von Müdigkeit solche Zeugin verdiene keinen Glauben. Welcher Schuhmann würde es im überwältigt, einschläft, nicht vereinzelt dastehen. Aber auch, wenn Falle einer Verurtheilung in Zukunft wagen, ohne Zeugen die der Schaffner wach ist, kann ein Passagier unter Benütung eines Sistirung einer Prostituirten vorzunehmen? Er sei ja der größten Vierkantschlüssels aus seiner Stabine durch die Verbindungsthür, die Gefahr ausgesetzt und es sei leichter, ein Einbrecher oder sonstiger noch dazu so angebracht ist, daß ein großer Thell der Reisenden von Rigdorf. Sozialdemokratischer Verein„ Vorwärts" Dienstag, Berbrecher zu sein, als ein Schußmann. Der Gerichtshof nahm ihrer Eriſtenz gar nichts merkt, direkt ohne Benüßung des den 12. Juli d. J., abends 8 Uhr, Generalversammlung in der zwar an, daß der Angeklagte die Zeugin in der Weise angefaßt Ganges in das Schlafkoupee seines Nachbars eindringen. Der Vereinsbrauerei Nixdorf( großer Saab), Hermannstr. 214/19. Vortrag habe, wie diefe es bekundet hatte. Aber es sei nicht Kondukteur wird, wenn sich alles ohne Lärm abspielt, nichts bemerken. des Genoffen Wagner: Was hat uns die letzte Wahl gelehrt?" angenommen worden, daß dies in unfittlicher Absicht geschehen sei. Schläft er jedoch, was verboten ist, aber, wie in der Verhandlung Neue Mitglieder werden aufgenommen. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Angeklagte habe aus Aerger darüber, daß die Zeugin ja festgestellt wurde, doch vorkommen kann, in einer Kabinte, ( Siehe Inserat.) Die Zahlstellen des Vereins, in welchen auch mit sein unverfängliches Umfassen um die Taille abgewehrt habe, so ist es sehr leicht möglich, daß er bei dem Geräusch, das der glieder aufgenommen werden, sind: Köpfe, Rest., Karlsgartenstr. 1. seine Macht zeigen wollen und deshalb die stärkeren Angriffe Bug verursacht, auch das Alarmsignal des elektrischen Läutewerkes Regerau, Zigarrengeschäft, Hermannstr. 50. Klein, Restaurant, verübt. Zweifellos liege eine Beleidigung vor, und der An- überhört. Unter diesen Umständen ist es auch erklärlich, daß in Kaiser Friedrichstr. 236. Thomas, Restaurant, Bergstr. 162. geflagte würde dieserhalb verurteilt worden sein, wenn der jüngsten Zeit ein österreichischer Schriftsezer in LieutenantsHerrmann, Zigarrengeschäft, Kirchhofstr. 1. Sy, Restaurant, ein Strafantrag wegen dieses Bergehens vorliege. Dies sei nicht uniform während einer längeren Zeit Schlafwagendiebstähle ausJägerstr. 69 2egert, Restaurant, Herthastr. 1. Vorsitzender der Fall und müsse deshalb das Verfahren gegen den Angeklagten führen konnte. Als weitere auffallende Thatsache ist der Umstand Otto Klein, Kaiser Friedrichstr. 236. Kassirer Wilhelm eingestellt werden. Krüger, Prinz Handjerystr, 58. Die Bibliothet des Vereins be Eine außerordentlich merkwürdige Begründung! ing findet sich bei Wurbs, Ziethenstr. 76 part. Dieselbe ist täglich Eine frivole Verfündigung gegen Leben und Gesundheit des geöffnet. Die regelmäßigen Mitglieder Versammlungen finden Bublifums wurde dem Roßschlachter Ferdinand Große und Dienstag vor dem 15. eines jeden Monats statt. Der Vorstand. dem Handelsmann Friedrich Schmidt zur Last gelegt, welche gestern fümmerte, die jedenfalls am Tage nach der That in Grünan. Die Sammellisten 854 und 855 für die Reichstags- vor der zweiten Straffammer am Landgericht II unter der Beschuldi- Berlin noch zu ermitteln gewesen wären. Man begnügte sich So tam es, daß wahl im Streife Teltow- Beeskow find verloren gegangen. Es wird sung standen, Wurst und Fleischwaaren aus verdorbenem und ge- mit der Verhaftung des Schaffners Clauer. gebeten, nichts darauf zu zeichnen und sie bei H. Steinid, Köpenider- sundheitsschädlichem Fleische hergestellt und unter voller Kenntniß man von den beiden Kabinen Nachbarn Fräulein Hardens im straße 15 in Grünau, abzuliefern. von der Beschaffenheit des Fleisches in Verkehr gebracht zu Schlafwagen bei der Verhandlung nichts weiter erfuhr, als daß der haben. Der 15. Feuerwehrtag, der gegenwärtig in Charlotten- irborf Große, der auf dem Grundstück Berlinerstraße 26 in eine ein Engländer, der andere irgend ein Graf gewesen sein soll. burg abgehalten wird, hatte am Sonntag natürlich sehr unter der Rigdorf eine Roßschlächterei mit Wurstfabrik betreibt, faufte am Der Umstand, daß man sich in Berlin darauf beschränkte, auf grund 4. September v. Is. bei der Importfirma Roder u. Liezmann der vorhandenen Indizien den Nachweis zu liefern, daß Clauer 38. Ungunst des Wetters zu leiden. Der strömende Regen, der ohne sieben Faß verdorbenes Fleisch. Es war aus Dänemark eingeführtes der Täter gewesen sein müsse, spricht nicht sehr für die Unterlaß vom Himmel heruntergoß, verhinderte das Zustandekommen eingesalzenes Knochenfleisch, aber es war mit Karbol durchsetzt und um sicht der Berliner Kriminalpolizei. Eine Aufdes Festzuges, auf den sich die Neugierigen lebhaft gefreut hatten. deswegen bezeichnete der von der Firma ständig herangezogene flärung des geheimnißvollen Vorganges im Schlafwagen ist bei der Daß das nasse Element, das sonst der Bundesgenosse der Feuerwehr Thierarzt Dr. Grams das Fleisch als zur menschlichen Nahrung eigenthümlichen Lage des Falles nicht zu erwarten, wenn man ist, den Wehrmännern diesmal so sehr wider den Strich ging, für ungeeignet und rieth der Firma, mur unter sich nicht jenem Theil der Ausführungen des Bertheidigers anschließenwar fatal, aber zum Glück litten wenigstens die ernsthaften der Bedingung zu verkaufen, daß der Käufer sich ver- will, in dem er darauf hinwies, daß der ganze Vorfall vielleicht auf Veranstaltungen nicht besonders unter dem Hundewetter. pflichte, dasselbe nur zu technischen Zwecken zu verwerthen. eine hysterische Sinnestäuschung der Dame zurückzuführen sei. Die Ausstellung in der Halle des Sportparts am Bahnhof Char- Die Firma ist diesem Rathe gefolgt und Große, der das Fräulein Harden gab nämlich an, daß sie den nächtlichen EindringTottenburg war weit zahlreicher besucht, als dies wohl bei gutem Wetter der Fall gewesen wäre, und erregte unter den Fachleuten 10 Bf. pro Pfund) taufte, hat sich in einem der Firma ausgestellten gehalten und geglaubt habe, daß er ihr das beim Einsteigen abWetter der Fall gewesen wäre, und erregte unter den Fachleuten Fleisch im Gewicht von etwa 4000 Pfund für 400 m.( also für ling, als er sich im Dunkeln ihrem Bette näherte, für den Schaffner das lebhafteste Interesse. Feuersprizen ber mannigfachsten Art, Revers ausdrücklich verpflichtet, das Fleisch nur technisch zu vergeforderte Billet zurückgeben wolle. Als er auf sie zutrat und ihr Löschzüge, Hydranten, Requisiten für Wehrmänner, Telegraphen, werthen. An eine derartige Verwendung hat nun Große aber gar zusprach, ruhig zu sein, er thue ihr nichts, habe sie deshalb ihr Kontrolluhren waren Gegenstände, die vornehmlich den Kenner anzogen, während der Laie seine Studien an Objekten machen konnte, nicht gedacht, er hat vielmehr in Gemeinschaft mit dem mit Billet von ihm gefordert. Da habe der Mann erwidert:„ Was die mehr als Erfindungen auf dem Gebiete der allgemeinen angeklagten Schmidt und dem Schlächter Wenzel in feiner wollen Sie von mir? Ein Billet? Ich bin ja ber ungarische Technik zu betrachten sind. Wir nennen die ausgestellten Fahr- wurst, Rollschinten und Kasseler Rippespeer ge- von Freiburg ans gefolgt. Ich kenne auch Ihre Freundinnen.. Technit zu betrachten sind. Wir nennen die ausgestellten Fahr- oßschlächterei aus dem Schweinefleiche Schlad. und Mett Graf Larish. Ich kenne Sie schon lange mud bin Ihnen bereits räder für Feuerwehrleute, unter denen sich ein dreifiziger gevon Requisitenwagen mit vielerlei Zubehör befand, sowie das Modell macht und alle drei haben diese Waaren vertrieben. Es wird von( Der Eindringling namite die Namen zweier mit Fräulein Harden Requisitenwagen mit vielerlei Zubehör befand, sowie das Modell Belastungszeugen behauptet, daß Große für sich allein 2000 m. bei dem bekannten Damen in einer völlig aus Asbest hergestellten und daher feuersicheren Theater- Geschäft verdient habe. Unter anderen hatte auch der Schlächter wenn Sie sich aber toehren, bringe ich Sie um." Als fie Freiburg). Ich thue Ihnen nichts, bühne. Nachmittags 3 Uhr begannen die Uebungen. Die Spandauer Feuerwehr zeigte ihre Gewandtheit im Klettern an Steigleitern und meister 3 eug in Rigdorf 25-30 Pfund von dieser Waare für den dann nach der Klingel langen wollte, habe er ihr die Hand wegFeuerwehr zeigte ihre Gewandtheit im Klettern an Steigleitern und Preis von 30 Pf. pro Pfund von Schmidt und Wenzel gekauft und gezogen und ihr gedroht, er werde sie zum Fenster hinauswerfen, Die Brandenburger Freiwillige Feuerwehr führte unter Anwendung wiederverkauft, die Kunden haben ihm Wurst und Fleisch wegen des wenn sie ihn nicht gewähren lasse. Sie habe dann aber umbemerkt aller möglichen Rettungsinstrumente einen Scheinangriff auf ein anhaftenden penetranten Starbolgeruches jedoch wieder zurück ziemlich lange das Läutervert in Bewegung gefeßt, jedoch ohne brennendes Haus aus. Ungemein groß war das Interesse an dem gebracht, und als Schmidt und Wenzel wieder tamen, um einen Erfolg. Schließlich habe der Eindringling nach vergeblichem Beaus Asbest aufgeführten und mit Asbestschiefer gedeckten Hause, in weiteren Posten anzubieten, da hat er die beiden aus seinem mühen, ihr Gewalt anzuthun, von ihr abgelaffen, ste jedoch unter welchem ein mit Petroleum getränkter Holzstoß ausbrannte, ohne Geschäft herausgeworfen und Anzeige gegen dieselben erstattet. Drohungen gezwungen, einen Eid zu leisten, daß sie keine Anzeige welchem ein mit Petroleum getränkter Holzftoß ausbrannte, ohne irgendwelchen Schaden anzurichten. Juwieweit derartige Bersuche Als die Sache anhängig geworden war, ist Wenzel verduftet erstatten wolle. Hierauf habe er sie verlassen. Unter der Thüre praktischen Werth haben, kann der Laie ja schwer beurtheilen. und bisher nicht zu ermitteln gewesen, so daß sich die Anklage des Koupees habe er noch gesagt: Gottbehlite Sie!" Für Angler. Der Regierungspräsident in Potsdam hat an vorläufig nur gegen Große und Schmidt richten konnte. Die beiden Sie sei dann aufgesprungen, habe die Thir des Schlaftoupees geordnet, daß bei Vorlegung von Gesuchen um Ertheilung von Angeklagten suchten sich mun auf Kosten des abwesenden Wenzel zu entwieder abgeschlossen und fich angekleidet. Als der Zug Erlaubnißscheinen zum Angeln am Sonntag stets anzugeben ist: lasten. Große wollte das Fleisch nur aus Gefälligkeit für Wenzel gekauft in Ritschen hausen hielt, sprang site, nachdem sie zuerst um Hilfe ge1. ob und welche Strafen der Antragsteller schon erlitten hat; haben, und garnicht wissen, was aus demselben geworden fei; rufen hatte, aus dem Koupeefenster in die Arme der Aufwartefrau 2. ob sonstige Bedenken von fischereipolizeilicher Seite vorliegen; Schmidt will nur als Lohnarbeiter beschäftigt gewesen sein des D- Zuges. Den Angreifer, dessen Geficht Fräulein Harden in 3. ob und wodurch der Antragsteller daran behindert ist, Wochen und von der Beschaffenheit des Fleisches teine Ahnung gehabt der Dunkelheit nicht erkennen tonnte, schildert sie als einen Manntags zu angeln und 4. ob er zum Vergnügen oder des Erwerbes haben. In welcher Weise das Fleisch mit Karbol getränkt mit fräftigem Schnurrbart und rauhen Händen, der nur wegen angelf. worden ist, ließ sich nicht feststellen, Kreisphysikus Dr. Elten mit Hose und Hemd bekleidet gewesen sei. Auch gab sie noch an, ér er aber habe Beim Abbrennen eines Feuerwerkes zog sich in Birken- erklärte das Fleisch nicht gesehen und habe stark nach Branntwein gerochen, was ihr schon beim Betreten werder der Pyrotechniker 2. schwere Verlegungen zu. Aus Anlaß nicht untersucht, sei basselbe aber mit Starbol durchsetzt gewesen, dann bes Schlafwagens an dem Schaffner aufgefallen set. Deshalb sowohl des Eintreffens der Sommergäste am Freitag und Sonnabend in war es auch gesundheitsschädlich. Der Vertheidiger Dr. Leopold als auch weil Dialekt und Stimme des Eindringlings mit denen de dem genamten Vorort wurde bortselbst ein sogenanntes Rosenfest Meyer bot zwar für Große noch einen Entlastungsbeweis an, der Schaffners übereingestimmt hätten, glaube sie, daß diefer der Thäter veranstaltet. Zum Schluß desselben fand ein Feuerwert statt, das Gerichtshof lehnte denselben jedoch ab, weil Große vor der Polizei gewesen sei. Interessant ist nun, daß thatsächlich früher ein Graf von dem Pyrotechniker 2. geleitet wurde. Bei dem Abbrennen eines in der ersten Bestürzung ein umfassendes Geständniß abgelegt hatte. a risch in Freiburg als Offizier in Garnison stand, den aber größeren Feuerwerkskörpers versagte die vermuthlich naß gewordene Das Urtheil lautete auf je awei Monate Gefängniß und Fräulein Harden, wie sie angab, nur vom Sehen famnte. Er garni Zündschnur und Herr 2. trat dicht an den Körper heran, um die 300 Mart Geldstrafe oder noch 30 Tage Gefängnißionirt jest in Lissa( Posen), lag aber, wie der Stegimentskommandeur Effektnummter zur Entzündung zu bringen. Er vermochte jedoch auch wurde die Publitation des Urtheils auf dem Untersuchungsrichter mittheilte, während der kritischen Zeil aut nicht mehr schnell genug zurückzutreten; Theile des brennenden Pulvers Kosten der Angeklagten angeordnet. Kniegelenkentzündung trant darnieder. Wie nun der Schaffner flogen auf feine rechte Hand, die hierdurch schwer verletzt wurde. Unter der Anklage des Betruges standen gestern die Inhaber Glauer bazu tommen soll, obwohl er niemals in Freiburg i. Br. war, den 2. mußte fofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. der Firma Springer u. Kallmann, die Kaufleute Ernst Namen des Grafen Larisch zu mißbrauchen und sich auf die Namen Durch einen fremden Feuerwehrmann, der aus Anlaß des Springer und Adolf Kallmann, vor der 139. Abtheilung zweier Freundinnen Frl. Hardens zu berufen, das ist eine Frage, die jetzt stattfindenden Feuerwehrtages in Berlin weilt, ist am Sonntag des Schöffengerichts. Die Angeklagten hatten laut Schlußschein von den Fall Clauer- Harden entschieden auf das Gebiet der Psychologie ein Brand im Entstehen unterdrückt worden. Der Feuermann passirte dem Kaufmann Michaelis 125 Kilo Federtiele getauft, welche sie hinüberspielen läßt, selbst wenn man davon absehen will, daß ein Mann die Langhansstraße in Weißenfee, als er aus einem Fenster des wiederum der Firma Hauschild u. Kettnig zu liefern hatten. Michaelis ber ein Sittlichkeitsverbrechen begehen wollte, mit den pathetischen Hauses Nr. 123 Rauch hervordringen sah. Der Beamte lief fofort war außer stande, die eingegangene Verpflichtung zu erfüllen, und Worten: Gott behüte Sie!" Abschied genommen haben soll. nach der betreffenden Wohnung und sprengte, da er dieselbe ver- somit konnten auch die Angeklagten die Waare nicht an die Firma Schließlich wurden dem Clauer von allen Seiten die besten Zeugnisse schlossen fand, die Thür mit der mitgeführten Art. In der un- Hauschild u. Kettnig liefern. Die letztere verlangte von den Angeklagten ausgestellt. Wegen seines guten Verhaltens hat er bei der inter? beaufsichtigt gebliebenen Wohnung hatte sich vermuthlich durch ein Schadloshaltung, nahm aber davon Abstand, als Kallmann sie schrift- nationalen Schlafwagen- Gesellschaft sehr rasch Karriere gemacht anzusehen, daß der dienstthuende Stations Assistent in Berlin, obwohl ihm Mittheilung von dem Vorfall gemacht worden war, die Passagiere des Schlafwagens ruhig weggehen ließ, und daß auch die Berliner Kriminal. polizei sich nicht weiter um die Mitreisenden " = Derlammlungen. M solche, wo eine Aussicht auf Erfolg fit, | Briefkasten der Redaktion. Die nächste juristische Sprechstunde findet am Mittwoch statt. W. W. Grundbefizer- Beitungen find: Allgem. Hausbesizer- Zeitung", Lüneburgerstr. 30,„ Allgem. Berliner Smis- und Grundbesitzer- Zeitung" Greifswalderstr. 216," Anzeiger für Grundstücksverkäufe", Alexanderstr. 31, " Das Grundeigenthum", Stöniggrägerstr. 41/42. H. N. Im vorigen Reichstag hatte das Zentrum kein Mitglied evangelischer Konfession. 2. B. Fragen Sie an bei König, Dieffenbachstr. 30. Kuschta. Zirka 5 M. au vermeiden, insbesondere folgenden Bunkt der Tagesordnung waren die Mitglieder der dann, wenn nur ein geringer Theil der auf dem betreffenden Bau Ansicht, daß es doch besser wäre, wenn das VersammlungsDer Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer beschäftigten Maurer gewillt ist, sich an der Arbeitsniederlegung zu Total mehr nach dem Südosten verlegt wird. Es wurde Berlins und Umgegend hielt am Sonntag in der Tonhalle" betheiligen. Dieses Vorgehen mache sich um so mehr nothwendig, schließlich der Antrag, die Bersammlungen bei Roll, Adalbertstr. 21, feine Generalversammlung ab. Bor Eintritt in die Tagesordnung als mehrfach schon Bauten wo nur ein Theil die Arbeit abzuhalten, einstimmig angenommen. In die Arbeitsvermittelungsehrten die Anwesenden das Andenten des in Amerika berstorbenen eingestellt hat, von indifferenten Maurern besetzt wurden Kommiffion wurde Hoffmann gewählt. Nachdem der Vorsitzende Mitbegründers des Vereins P. Grotttau in der üblichen Weise. und für die organisirten Kollegen völlig verloren verloren sind, die Kollegen noch anfmerksam machte, daß die Versammlungen ( Grottfau war Mitgründer des Allgemeinen deutschen Maurervereins Im Anschluß hieran wurde von Beiersdorf gewünscht, pünktlich um 9 Uhr eröffnet werden, forderte er die Mitglieder auf, und so lange er in Deutschland war, wie alle bekannteren älteren daß auf alle Fälle, wo die Vereinsmitglieder von den Verbands- recht rege für den Verein zu agitiren, damit die Versammlungen Genossen, ein entschiedener Anhänger der zentralistischen Organi- mitgliedern gemaßregelt werden, der Lohntommission der lokalen noch besser besucht werden und wir dann auch eher etwas leisten fationsform.Ob Ob Lokal- oder Zentralorganisation, war zur Zeit, als Richtung gemeldet werden. Nachdem bekannt gegeben worden war, können. Grottkau noch in Deutschland wirkte, keine Streitfrage mehr, daß das Stiftungsfest des Vereins am 16. Juli bei Keller, Koppensondern zu gunsten der Zentral Organisationen entschieden. straße, stattfindet und die Versammlung mehrere Unterftüßungs- Jakobftr. 54/55 bei Mehrwald: Versammlung. Verein selbständiger Fensterputzer. Heute Abend 8 Uhr, Até Dieser müßige Streit konnte erst unter dem Drucke des gesuche an den Ausschuß zur Erledigung überwiesen hatte, wandte Sozialistengesetzes wieder angefacht werden. D. R.) Nachdem sich ka ter gegen den Inhalt einer von der Lohnkommission der der Vorsitzende bekannt gegeben hatte, daß die Verbreitung zentralen Richtung herausgegebenen Broschüre, die sich gegen die des Vereinsorgans„ Die Einigkeit" wie bisher von den Kollegen in Lokalorganisirten, insbesonders gegen deren leitende Personen richtet. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahn den betreffenden Stadttheilen vorgenommen werden soll, womit sich Am Mittwoch, den 13. Juli, findet in der„ Tonhalle" eine große anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort die Versammlung einverstanden erklärte, erstattete A. Dietrich öffentliche Versammlung statt. wird nicht ertheilt. den Kassenbericht für das zweite Quartal. Danach betrugen die Ein- Eine Mitgliederversammlung des Verbandes der Schneider nahmen: Kassenbestand vom ersten Quartal 1732,84 M., für Beiträge und Schneiderinnen tagte am Dienstag, den 5. Juli, in den Arminà 10 Pf. 1510,30 M., Beiträge à 20 Pf.= 188,- M., Eintrittshallen gweds Wahl von Delegirten zu dem diesjährigen Verbandstag gelder 164,70 M., für Deckel 33,60 m., insgesammt 3624,44 M. Die in Mannheim. Gewählt wurden Witte und Frl. Baader. Der Ausgaben betrugen in derselben Zeit 1793,39 M., mithin war am Wahl ging ein Vortrag des Kollegen Witte über die Bedeutung 1. Juli ein Kassenbestand von 1841,05 M. vorhanden. Die Ab- des Verbandstages voraus. In einem Rückblick über unsere Berechnung wurde von den Revisoren als richtig bestätigt und auf An wegung wies Redner besonders auf die Drangfalirungen und Kämpfe, trag derselben dem Kassirer die Decharge ertheilt. Wie der Kassirer die der Verband seit Beginn seines Bestehens mit den Behörden zu bekannt geben konnte, sind dem Verein im verflossenen Quartal bestehen hatte, hin. Mögen die Beschlüsse des diesjährigen Verbands- A. D. 9. Da nicht 235 Marten vor der Heirath geklebt sind, wäre der 578 neue Mitglieder beigetreten, sodaß gegenwärtig ca. 1800 tages dazu beitragen, unsere Organisation einen Schritt weiter nach Antrag zwecklos. Hoffnung 29. Der frauverlassene Ehemann kann zahlende Mitglieder der Organisation angehören. Den Be- vorwärts zu bringen. Eine lange Diskussion schloß sich dem Vortrage an. mur bei dem Amtsgericht seines Wohnorts einen Rückkehrsbefehl gegen richt über den Stand der Bibliothek, die von den Mitseine Frau beantragen und, wenn dieser nicht befolgt wird, Mage erheben. Die Mitglieder des Verbandes der in Buchbindereien 2c. Aslen 150. 1. Unverständlich. 2. Nein. 23.. 26. 1. Ja. gliedern verhältnißmäßig gut benutzt wird, erstattete Blauro c. beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen hörten in ihrer am 2. Diese Selage wäre nicht aussichtsvoll. P. 2. Schweidnitz. 1. Nur Der vorhandene Bibliothekfonds von 15,75 M. soll zur Neuanschaffung 4. Juli stattgehabten Versammlung einen von Herrn Dr. Borchard soweit Fahrlässigkeit vorliegt: darüber ist von Fall zu Fall zu entscheiden. von Büchern verwandt werden. Ferner wurde angeregt, sämmtliche gehaltenen Vortrag über:" Die Fortschritte der Elektrotechnit unter 2. Soweit ersichtlich: nein. B. J. Erst an das Landgericht behufs Druckschriften, Protokolle, Broschüren, Flugblätter, Abrechnungen 2c., die aus der Lohnbewegung der letzten Jahre resultiren, zu sammeln Berücksichtigung der sozialen Entwickelung", welcher mit großer Auf- Aenderung im Standesamtsregister, dann nach Wenderung in diesem an B. R. 17. 1. Die Klage ist aussichtslos. 2. Nein. und dem Vereinsarchiv einzuverleiben. Hierauf wurden W. Garbe merksamkeit verfolgt wurde; einige an den Referenten gerichtete das Pfarramt. A. G. Sie können Hinterlegung verlangen oder retiniren. und E. Witte als Revisoren gewählt. As Hilfskaffirer wählte Fragen wurden von demselben in eingehender Weise beantwortet. Geringer Fehler: Breitfüßigkeit. Frau K. Wenn Terminsladung erfolgt die Versammlung folgende Mitglieder: Für den Often: G. 2eh wesenden die Mittheilung, daß Kollege Seyfach abgereist ist und Mnemotechnit zu ihrer Erlernung bedürfen und ob sie Nußen tragen, hängt Unter Verbandsangelegenheiten machte Brüdner den An- ist: ja.- Kunst. 1. Wie lange Zeit die verschiedenen Methoden der mann; für den Norden: Heller; für Nord- Ost: W. Schulz; an dessen Stelle bis auf weiteres Kollege 2emser mit der Führung von der Individualität des Lernenden ab. 2. Lieder außerhalb befür Süd- Ost: Thiele; für Süd- West: Kigbach; für Westen: der Geschäfte eines ersten Kassirers betraut ist. Zur Bibliothets- wohnter Gegenden fingen, ist auch in Preußen keine strafbare Handlung. Saland; für für Moabit: Grünert; für Wedding und Gesundbrunnen: Deubert; für Oranienburger Vorstadt: tommiſſion wurde an stelle des abreisenden Kollegen Hellrich Truppweiser Marsch unter Absingung von Liedern in Dorfgebieten ist schon Maltowsti; für Zentrum: Blaurod; für Friedrichs- Borstandes des Vereins der Wasserfreunde zur Kenntniß der Mit- ohne Genehmigung des Besitzers an Bäumen zu befestigen, gestattet kein Gesek. für Friedrichs- Fräulein Oppenkowsky gewählt. Hierauf gelangte ein Brief des als Verlegung des juris schen Mädchens für alles erachtet. 3. Hängematten berg: Schneider; für Rummelsburg und Stralau: Basch; für Nixdorf: Aug. Behrendt; für Weißensee: glieder, welcher den Mitgliedern unseres Verbandes bei Vorzeigung Schilling; für die neugegründete Bahlstelle für Pankow und des Mitgliedsbuches in ihrer Bade- Anstalt, Kommandantenstr. 7-9, Schönhausen wurde Ang. Rippler als Hilfskassirer gewählt. ermäßigte Preise zusichert. Nachdem Brückner noch zu reger Agitation Das Verkehrslokal für diese Orte befindet sich in Nieder- Schönhausen, für unsere am 25. Juli stattfindende ordentliche Generalversammlung Lindenstr. 25, Klubhaus Sanssouci. Sodann beschloß die Versammlung aufgefordert hatte, wurde mit dem Hinweis auf rege Betheiligung Stationen nach furzer Debatte, der Geschäftskommission der durch Vertrauensmän an unserem am 18. Juli stattfindendes Sommerfest die Versamm ner zentralisirten Getvertschaften 200 m. zur Agitation zu überweisen. lung geschlossen. N 6. J. Witterungsübersicht vom 11. Jult 1898, morgens 8 Uhr. Barometer765 Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4º R. Stationen Barometer775 9 772 26 Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. Do 17 17 1heiter 1woltig 770 NNW 4H1b. bed. 12 Gleichzeitig wurde dem Vorstande anheimgegeben, die ausständigen Der Verein der in Koffer- und Taschenfabriken beschäftigten Swinembe. 760 NNO 3Dunst 17 Haparanda 766 SSD 256. bed. 18 Maurer in Halle nach Maßgabe Hamburg 764 28N 4HIb. bed. 17 Petersburg Verhältnisse zu unterſtüßen. Personen hielt am 5. Juli im Englischen Garten, Alexanderstr. 27c, 760 NW Berlin 3wolfig 17 Cort Das Protokoll vom diesjährigen Kongreß der lokalorganisirten Ge- feine regelmäßige Mitglieder Versammlung ab, in der Genosse Biesbaden 764 N 2bebedt 15 Aberdeen werkschaften soll an die Mitglieder für 10 Pf. abgegeben werden und hoffmann über„ Glauben und Vernunft" einen interessanten und München 5beiter 14 Paris die event. Mehrkosten durch die Vereinskaffe gededt werden. Die beifällig aufgenommenen Vortrag hielt. Weyher gab den Kassen- Wien Entschädigung für den Vereinskassirer wurde von 10 M. auf 20 m. bericht vom zweiten Quartal. Die Einnahme betrug 192,20 M., die Wetter- Prognose für Dienstag, den 12. Juli 1898. pro Quartal erhöht. Hierauf erörterte Mette die Tattit bei Bau- Ausgabe 163,55 M., bleibt ein Bestand von 28,65 M., bei einer Ein wenig fühler, zeitweise heiter, vielfach wolkig mit etwas Regen und sperren, wobei er empfahl, die möglichste Vorsicht hierbei zu üben, Mitgliederzahl von 92 männlichen und 4 weiblichen. Zum frischen nördlichen Winden. Maler, Austreicher u. verwandte Berufsgenossen. Seffentliche Versammlung 3 am Dienstag, den 12. Juli, abends 82 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. ages Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht und Wahl des Vertrauensmannes. 22. Nechenschaftsbericht und Wahl des Delegirten der Gewerkschafts- Kommission. abu F3. Wahl eines Gewerbegerichts- Beisitzers. ade: 4. Verschiedenes. Sozialdemokratischer Verein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 14. Juli, abends 812 Uhr, im Lokale von Böhow, Prenzlauer Allee 242( Ecke Saarbrüderstr.): General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Das Ergebniß der Wahlen. Referent Genosse Dr. Weyl. 2. Die fussion. 3. Bericht des Vorstandes und des Kassirers. 4. Vereinsangelegen Die Mitglieder werden gebeten, recht zahreich zu erscheinen. Der Vorstand. Diejenigen Kollegen, welche sich noch im Befize von Marken befinden, werden gebeten, fofort abzurechnen. Heiten und Verschiedenes.. Der Vertrauensmann. Achtung! Maurer. Achtung! Mittwoch, den 13. Juli, abends 8 Uhr, im Lokal des Herrn L. Keller, Koppenstr. 29: 245/6 Eintrittskarten für die am Sonntag, den 18. September, nachmittags 2 Uhr, in der„ Urania", Taubenstraße 48-49 stattfindende Sondervorstellung sind beim Saffirer und den Abtheilungsführern zu haben. Versammlung der Maurer Berlins und Umgeg. Deutsch. Metallarbeiter- Verband 3. Gewerkschaftliches. ( Zentralverband deutscher Manrer). Tages Ordnung: Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 13. Juli 1898, abends 8½ 1hr, im Lokale von Rautenberg, Oranienstraße 180: 135/ Bezirks- Derlammlung 1. Bericht der Lohnkommission über den Stand unserer jetzigen Lohnbewegung. 2. Diskussion. Alle Kollegen, welche ein Interesse an der weiteren Gestaltung unserer Lohnbewegung haben, ersuchen wir, in der Versammlung zu erscheinen. Die Lohnkommission der Maurer Berlins und Umgegend. ( Central- Verband deutscher Maurer.) Achtung! J. A. Wilh. Fritzsch. Manrer! Achtung! Mittwoch, den 13. Juli 1898, abends 8 Uhr, in der Tonhalle, Friedrichstraße 112: Gr. öffentl. Versammlung d. Maurer Berlins n. Umg. Tages- Ordnung: 1. Die Arbeitsniederlegungen der letzten Zeit und welche Lehre haben wir daraus zu ziehen? 2. Diskussion. 3. Das neueste Stück der Verbändler, die Broschüre, und welchen Zweck verfolgt man damit? Hierzu sind alle Maurer Berlins und Umgegend eingeladen. Die Lohnkommission der Maurer Berlins u. Umgegend. 133/13 Für 36 Mark fertige feine Anzüge nach Maaßs, flir 30 Wt. ff. Sonunterpaletots nach Maaß, fitr 8-12 M. feine Hosen nach Maaß. Riesenstoff lager Krausenstr. 14, 1, kein Laden Eddeſtillation, gangbaresGeſchäft frankheitshalb. bill. verläuft. Erfc. Grlinberg, Usedomstr. 22. W. Pahr J. A.: H. Mette. Achtung! Freie Volksbühne. Morgen, Mittwoch, abends 8% Uhr: General- Versammlung in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: für Süd- On. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaur. Mörschel, Jüdenstr. 35. Dieselbe ist geöffnet jeden Abend von 72 bis 9 Uhr. Sonn- und Feiertags geschlossen. 212/16 Achtung! Die Ortsverwaltung. Achtung! Musikinstrumenten- Arbeiter. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und unser guter Vater, der Puter Gustav Lindner nach langein schwerem Leiden im Alter von 42 Jahren am Montag früh verstorben ist. Die Beedigung findet ant Mittwoch, den 13. Juli, nachin. 4 Uhr, vom Trauerhause, Fürstenbergerstr. 15, aus statt. Frau Lindner nebst Tochter. Achtung! Putzer! Zentralverband der Maurer Deutschlands. Filiale I( Puker). Den Mitgliedern, sowie den Mitgliedern des Gesangvereins „ Gemüthlichkeit" zur Kenntniß, daß unser Mitglied Gustav Lindner nach langem Leiden am Montag früh verstorben ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch nachmittags 4 Uhr vom Trauer: hause Fürstenbergerstr. 15 aus statt. Um recht rege Be theiligung bittet Die örtliche Verwaltung. Todes- Anzeige. Allent Freunden und Genossen die traurige Nachricht, daß meine Frau fere gute Mutter Clara Kräker, geb. Nowsky, am Sonnabend, den 9. Juli, im Dienstag, den 12. Juli, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Alter von 38 Jahren plötzlich vers Stechert, Andreasstraße 21: Große öffentliche Versammlung aller in der Musikinstrumenten Branche beschäftigten Arbeiter. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über das am 4. d. M. stattgefundene Schiedsgericht betreffs der beim letzten Streit eingegangenen Verpflichtungen. Wahl einer aus gleichen Theilen bestehenden Kommission. 2. Wie stellen sich die Musikinstrumenten- Arbeiter zu den von den Fabrikanten errichteten Arbeitsnachweis. Otto Klinger, Vertrauensmann der Holzarbeiter. J. Arendt, Bertrauensmann der Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins. Rixdorf. Sozialdemokrat. Verein ,, Vorwärts Dienstag, den 12. Juli, abends 8 1hr, 1. Geschäfts- und Kassenbericht des Vorstandes. 2. Statuten- in der Vereinsbrauerei Rixdorf, Hermannstraße 214/19: änderung: Erhöhung des Beitrages( von 60 auf 65 Pf. pro Monat) und des Eintrittsgeldės. 3. Verschiedenes.n Arbeitsanzüge Brunnenstr. 112. Mitgliedskarte. Fahrräder, Ia Fabrikat, unter Garantie zu foul. Theilzahlung bei mäßig. Anzahlung direkt in d. Fabrit Dieffenbachstr. 33. Fahrräder! Zutritt haben nur Mitglieder gegen Vorzeigung der Um zahlreichen Besuch der Mitglieder bittet 230/ 3* Der Vorstand. I. A.: G. Winkler. Achtung! Fliesenleger Achtung! Berlins u. Umgegend. Alexanderstraße 27c: nur erstklassig, verkauft zu äußerst Donnerstag, den 14. Juli, abends 8 Uhr, in Hofmann's Lotal, niedrigen Preisen [ 55812* Fr. Stange, Oppelnerstr.7 1. Betten, Steppbeden, Gardinen Bettfedern, Inlette spottbillig Bettenhaus Neanderstr. 8. Goldabfälle. Gold, Silber, Kehr gold, Treffen, Platin Tauft die Scheide Anstalt Zimmer ftraße 32. 54792 Große öffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 1. Halbjahr 1898. 2. Vortrag über die Lage der Fliesenleger. 3. Diskussion. 4. Unterſtützungsfrage gemaßregelter Kollegen; hierzu Wahl einer Kommission. 5. Verschiedenes. General- Versammlung. Tages Ordnung: storben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch Nachmittag 61/2 Uhr von der LeichenHalle des Freireligiösen Friedhofes ( Pappel Allee) aus statt. Um stille Theilnahme bitten Otto Kräfer nebst Kindern, Alexandrinenstr. 41. Dautjagung. Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme und schönen Kranzspenden bei der Beerdigung meines geliebten Mannes Karl Lahne jage ich allen Verwandten, Freunden und Be tannten meinen herzlichsten Dank. 44416 Wwe. Lahne. Mühlenstraße 8, a. d. Cher: baumbrücke, 5 Min. von Station Warschauerstraße, find v. 1. Ot: tober frdl. Hofwohnungen 1. Rechnungslegung des Kassirers. 2. Bericht des Vorstandes. 3. Ab- b. 1 u. 2 Stuben nebst allem 3nrechnung von der„ Urania"-Vorstellung und des März- Vergnügens. 4. Vor- behör v. 72-94 Thaler zu vertrag des Genoffen Wagner über: Was hat uns die letzte Wahl gelehrt?" 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegenheiten und Fragekasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Mitgliedsbuch legitimirt. 232/7 Der Vorstand. Werkstatt, ca. 80 Quadrat Tischlerei etc. meter, für Vereinszimmer Da, te geeignet, event. einige Tage in der Woche zu vergeben. mit Dampffraft, billig zu vermiethen. Meißner, Chauffeestr. 72. 55942* Alexanderstr. 26. 55892* Restauration, alte tes Geschäft, Lexica miethen. 54632* Näheres daselbst beim Verwalter. Genossen finden möbl. Schlafft. bei Schulze, Alte Jakobstr. 64a 1. Quergebäude 2 Tr. Möbl. Schlafft. f. H. Manteuffelstraße 51 v. 1 Tr. r. 44346 Former Werkzeuge off. billigst Kollege C. Reichow, Berlin, Blücherstr. 12. 44366 jowie jebes andere brauch Dr. Simmel Moritzplatz, v. Meyer u. Brockhaus, i.Haus v.Aschinger Es ist Pflicht eines jeden Fliesenlegers, in anbetracht der wichtigen umständehalber sof. verkäuft. Auskunft bare Buch, auch Romane 2 Treppen rechts. Tagesordnung in dieser Versammlung zu erscheinen. Bur Deckung der ertheilt A. Kopp, Friedrichsberg, fabelhaft hohe Beleihung, Eintauf, Spezialarzt f. Santu.Harnleiden. Untoften Tellersammlung. Louis Menz, Vertrauensmann. Friedrich Karlstr. 4 4442b Verkauf( tostenlose Abholung). 66/ 7* 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Bublikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 12. Jult. Neues Opern Theater( Kroll). Don Juan. Anfang 72 Uhr. Residenz. Frage an das Schicksal. Hierauf: Momentaufnahmen. Anfang 8 Uhr. Neues. Aschermittwoch. Mein treuer Antoine. Anfang 71% Uhr. Westen. Der Postillon von Lon: jumeau, Anfang 72 Uhr. Ostend. Auf Sumatra. Anfang 8 Uhr. Thalia. Im Fegefeuer. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschwister. Hierauf: Die Doppelgänger. Anfang 8 Uhr. Mexanderplat. Die Ehebrecherin. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. Apollo. Don Juan in der Hölle. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. Speziali D täten Vorstellung. Reichshallen. Spezialitäten- Bor stellung. Anfang 8 Uhr. Ostend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Tag: Auf Sumatra.. lich: Neues Borzugsbillets haben Giltigkeit. Ostend- Theater- Konzert- Garten. Spezialitäten Vorstellung. Programm. Gebr. Forré. Geschw. Vanoni. Franka Sylou. Müller- Römer. Pantomime. The Garreton. Gebr. Buchholz. Anfang 512 Uhr. Passepartouts haben Giltigkeit. Mitt woch: Kinderfest. Sonnabend: Sommernachts Fest. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Täglich im schönen Garten: Theater- und SpezialitätenVorstellung. Heimlich. Liederschwank von E. A. Paul. Musik von Conradi. Mord und Büd. Operette in 1 ft von Kinderer. Musit von Thiele. Im Saale: Grosser Ball. Ostbahn- Park. Am Küftriner Plak. Direttion: H. Imbs. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang des Konzerts: Wochent. 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung finden die Vorstellungen im großen Saale statt. Meine neuerbauten Festfäle stehen Vereinen zur Verfügung. Apollo- Theater. Vollständig neues Programm. 8 Debüts. Ferner: M Don Juan in der Hölle. Phantastische Ausstattungs- Burleske mit Gesang u. Tanz in zwei Bildern von Benno Jacobson, Musik von Wilh. Rosenzweig, in Szene gesetzt v. Direktor Glück. Vor der Vorstellung: Grosses Garten- Konzert. Kasseneröffnung 62 Uhr, Konzert 7 Uhr, Anf. der Vorst. 8 Uhr. eichshallen. Garten- Theater. Leipzigerstr. 77. Das Beste vom Besten, was bisher über die Bretter gegangen, ist: Berlin auf Stelzen! Von W. Agoston und K. Wilhelm. Ferner: 20 Spezialitäten 1. Ranges. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Familien Vorzugskarten giltig. Bei ungünstiger Witterung im großen Theatersaal. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Letzte Saison vor dem Abbruch. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Tausend und eine Nacht. Anfang: Sonntags 7, Wochent. 8 Uhr. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN Schaustellungen OFTEN BRAUEL In der Arena: Wochent. 6 u. 8- Uhr nachm., an Sonn- u. Festtagen 4, 6 u. 8 Uhr nachm., im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Entree 50 Pf., Kinder die Hälfte. FRICOR EDRICHSHA Actien- Brauerei Friedrichshain früher Lipps am Königsthor. Heute, Dienstag, sowie folgende Tage ( außer Sonnabends) wird Herr Hofballmusikdirektor Eduard Strauss aus Wien mit seiner gesammten, aus Rünstlern bestehenden Kapelle in meinem Etablissement touzertiren. Anfang 7 Uhr. Entree 30 Pf., Sperrsitz. 50 Pf., numerirter Platz 1 M., wozu ergebenst einladet 55702* G. Niemann, Gastwirth. Bet ungünstiger Witterung im großen 3000 Personen fassenden Konzertsaal. Am KönigsThor. Her Schweizer Garten. Haltestelle Ringbahn. Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. Täglich: Theater u. SpezialitätenVorstellung, Volksbelustigungen.teAn Wochentagen freier Damentanz. Auch ist die Fu Ball. Staffeetliche von 3-6 Uhr geöffnet. Anfang des Entree 30 Pf. Konzerts 42 Uhr, der Vorstellung 6 Uhr. Billets zu ermäßigten Preisen in Handlungen. Größeren Vereinen empfehlen wir unser Zur Beachtung! Etablissement( mit Vorstellung und Ball) zur Abhaltung ihrer Sommerfeste( speziell Sonnabends). Max Kliem's Sommer- Theater, Hafenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Ulrico's Wunder- Tauben. The Dissenato's. The Georges. Charles Goyen, Parodist. Paul Franziska Wünsch, Soubrette. Frey, Charafterfomifer. Lena Werner, gent. der kleine Kobold. Neu! Unsere blauen Jungens oder Kiantschau in Berlin. Operetten- Burleske von W. Geride. Die kleine Bombe. Schwant in 1 Aft von Ely. Jm schattigen Garten vor und nach der Vorstellung: Grosses Doppel- Konzert. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr. Sonntags 5 Max Kliem. " 4 " " " Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 ( nahe Potsdamer Plazz). Garten resp. Saal. Täglich: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien Billets à 1 Mart ( siehe Platate). Stets wechselndes Programm! Prater- Theater, Rastanien- Allee 7/9. Täglich: Friede auf Erden". Lebensbild mit Gef. u. Tanz in drei Abth. von Hugo Schulz. Musik v. A. Kersten. Eugenie Formes, Kostüm: soubrette. Gebr. Milardo, Grotesque Duett. Osrani Troupe, musit. Excentr. The 3 Wartons, Parterre Afrobaten. Mr. Barna mit s. dress. Ratten: Ballet. Pantomime. Konzert und Ball. Anf. 4 Uhr. Eintritt 30 Bf., reserv. Platz 50 Pf. Kalbo. Puhlmann's " Achtung! Maurer. Achtung! Sonnabend, den 16. Juli, in Keller's Festsälen, Koppenstr. 29: 16. Stiftungs- Fest des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlius und Umg. bestehend in grossem Vokal- und Instrumental- Konzert Strzelewicz. - Auftreten der Theater- Gesellschaft ( Mufit von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker). Anfang 7 Uhr. Herren- Billets 50 Pf., Damen- Billets 30 Pf., Kinder frei, und erhalten dieselben am Eingang eine Müze gratis. Billets find bei allen Vorstandsmitgliedern und Hilfsskassirern zu haben. 129/13 Kranzbinderei u. Blumenhandlung von 50452* Robert Meyer, No. 2. Mariannenstr. No. 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, Ballsehr Der Vorstand. Der Rumtopf billig nur durch Reicher's Echte Jamaica- RumBasis nebst brillantem Rezept zu Rum- Compot, siehe hentiges Inserat, empfehle den geehrten Hausfrauen einer besonders aufmertfamen Beachtung. Otto Müller, Naunynstr. 37. ittagstisch nach firäußchen, Bouquets 2c. werben febr Weiss- u. Bayrisch- Bier- Lokal mit schattigem Garten, geschmackvoll und preiswerth geliefert. Auswahl inkl. Bier 50 Pf. Neichhaltige Abendkarte von 30 Pf. an. Vereins: zimmer. Fr. Billard. Jeden Donnerstag: Frei- Konzert.[ 5504L* Pfd. Brot 50 Pfg. Bitte zu lesen! 42 Tiefert[ 50462* Albrecht's Bäckerei, Wrangelstr.8. Laugeft.26. Falckensteinstr. 28. Lausitzerstr. 2 Töpfer. Schleifsteine und Handstücke, feinförniger Sandstein, stets vorräthig. Gute Waare. Solide Preise. A. Franz Nachfl.. Berlin NO., Pufendorferstr. 1, Ecke Friedenstraße. ficher Brauerei Werm, Bionskirchftr. 39. Das Verbot der Saccharin- Verwendung bei der Herstellung von Bier ist von der Reichstagsmehrheit angenommen worden und trift mit dem 1. Oktober d. J. in fraft. Dieser künstliche Süßstoff enthält durchaus feinen Nährwerth und dient eigentlich nur dazu, den gehaltlosen, theilweise schlechten Geschmack des Bieres zu verdecken. Infolge dessen erlaube ich mir hierdurch nochmals bekannt zu machen, daß ich bei meinem Breslauer Weizenbier fein Saccharin, sondern nur den feinsten Raffinadezucker, sowie das beste Malz und den edelsten Hopfen verwende. Meinen ver ehrten Kunden liefere ich daher ein reclles und wirklich nahrhaftes Bier; Brauerei gefüllt für M. 1,10 frei ins Haus: Auch in Flaschen zu 10 Pf. gründl. in furz. Zeit zu entfern. M.2,50. sende ich mein Breslauer Weizenbier nach allen Gegenden Berlins und Finnen, literweise ist dasselbe vormittags von 6-12 Uhr, an Sonn- und Feiertagen Mitesser, von 7-10 Uhr in meiner Brauerei und in meiner Filiale, Sellerstr. 35 Pro Liter 15 Pf. Hautröthe, schnell und radikal zu beant Wedding, zu haben. Fässer und Flaschen feitigen M. 2, Franko gegen Briefm sind mit meiner Firma versehen, worauf ich noch besonders zu achten bitte. oder Nachn. Garantie für Erfolg und Unschädlichkeit. Viele glänzende Dantschreiben. Nur direkt d.[ 4744L* 5378L* Reichel, Spezial., Berlin, Eisenbahnstr.4. Sommersprossen bas fleinste Faß, die/ Tonne, mit 8 Str. Inhalt und nur in der Gesichtspickel, und Haut- und Harnleiden heilt gründl. Homöop. Haedecke, Rosenthalerstr. 23. 9-11, 3-5. Dr. med. Schaper, prakt. homöopath. Arzt u. Spezialarzt f Haut, Harn, Geschlechtsleiden, Frauenkrankheiten. Spr. 9-1, 4-8. Schöneberger Ufer 25. Homöopath. Poliklinik: Montag, Mittwoch, Sonnab. 2b. 7-8. Große Hamburgerstr. 20, I. Für 2-3 Mark Neste sehr groß, zu Knabenanzügen, Reste zu Herrenanzügen, schöne Muster 7-10 M. Für 12 M. ff. Cheviot auch Kammgarnreste, Baletof- und Hosenreste so lange der Borrath reicht * im Riesenstofflager Krausenstr. 14, 1., fein Laden. August Werm, Brauereibesitzer, 39 Zionskirchstr. 39. Direkt von Aachen! der ersten Tuchfabrikstadt Deutschlands, versenden wir zu bekannt billigen Preisen berühmte prämiirte Aachener und Stoffe zu troff. andere erstklassige Anzügen, Paletots etc.in unüber Tausende Empfehlungen bare Anzahl von ca. 30 000 und die stattliche nachweisKunden beweisen unsere hervorrag. Leistungsfähigkeit. Muster vom Einfachsten bis Hochfeinsten franko an jedermann. unsere berühmte Spezialität, echtfarbig, reinwollig, modern, 3 Meter zum gediegenen Anzuge 12 Mark![ 23/ 17* Wilkes& Cie., Tuch- Industrie, Aachen No. 78. Monopol- Cheviot B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spezialität: Porträts fozialistischer Führer, Lassalle, Mary 2c. in Cigarrenspitzen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten, Bildern u. dgl., fowie jede Drechslerwaare u. Repar.( Man verl. Preisturant.) Fordern Sie nur den vorzüglich schmeckenden preisgekrönten dänischen Kantabak Passage- Panopticum. Baskocher, often reloc 15. Kopenhagen.- General Vertrieb für Berlin: Carl Röcker, Sparsystem 22, 8wei aus der größten Tabaksfabrit Dänemarts C. W. Obel, Aalborg und to Gasbratofen 10 M. Gasplätteisen bill. Grüner Weg 8. ThéâtreVariété. Sensationell: Die schöne Tätowirte Sga. Radolfi als Athletin. Castan's 4070b* 54042* 26/27. Wallnertheaterstraße Nr. 26/27, Werkstatts- Bekleidung auft man gut und billig bei[ 5517L" Putzger, Stegliterſtr. 65. für jedes Gewerk Adolf Wecker, Molkenmarkt 3, Blusenfabrik für alle Gewerke. 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilzahl. wöchentl. 1 M. Sprechst. 9-6. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22. ( nfallsachen, Klagen, Eingaben Zähne 2 M. Rumtopf und Rumcompot! Man trinke: OriginalPanopticum. Rum Löwenbitter Major Graf Neu!! WalsinEsterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Wedding- Park Müller- Strasse 178. Jeden Dienstag W Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger Telber zu machen nehme man 1 Originalfl. Reichel's Echte Jamaica- Rum- Basis für 75 Pf., 1 Liter Weingeist ( Spiritus vini) und 1 Liter Wasser. Man erhält so 2 Biter Echte Jamaica- Rum- Mischung von wundervolleut Aroma und köst: lichem Geschmack, vorzugsweise geeignet zur Thee: und Grog bereitung. Reichel's Echte Jamaica- Rum- Basis ist teine bloße Effenz und feine bloße Intitation. Der daraus bereitete Rum ist im Vergleich eine naturgetreue Wiedergabe des echten Jamaica- Rums mit seinen eigenartigen Vorzügen und Merkmalen und kommt demselben entsprechend an Feinheit gleich. Echt nur in Originalflaschen mit nur direkt bei Entree 20 Bf., Borzugsbillets 15 Bf meinem Namen und einzig und allein Vaudeville- Theater Fahrräder. Inhaber F. Lehmann, Schönh. Allee 148, Kaftan.- Allee 97/99. Stets großes Lager erstklaff. FabriTäglich: Konzert, Theater BERLIN, Otto Reichel, Gisenbahnstr. 4, Fernspr. IV 3190. Alles Andere ist Fälschung. fate auf 4999* Verkaufsstellen nirgends! Busen Theilzahlung lachen. Auswärts durch die Poſt. dung frei Haus, auch einzelne u. Spezialitäten- Vorstellung ohne Breiserhöhung zu den koulantesten Die Selbstbereitung von Cognac, mit stets neuem Programm. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Vom Matterhorn z. Jungfrau. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Bahlungsbedingungen. Herren- u. Damen- Räder v. 150 M. an. Nordhäuser und an 40 Sorten Adomeit& Landau, Lothringerstraße 48 I, dicht am Rosenthaler Thor. Ausschneiden! Giltig 1 M.!! Zähne 2 M., Garantie 10 Jahre. Bollfom. schmerzl. Zahnzieh. 75 Pf. Blomben 1 M. Theilz. wöchentl. 1 M. Zahnärztl. Institut An: dreasstr. 24 I. Spr. 10-6 Uhr. feinfter Liqueure, Magenbitters, mit d. Combinirten OriginalReichel- Essenzen( BatentDas beste für den Magen. Jn Flaschen à Mt. 0,60, 1,10 u. 1,80. Wie im Ausschant überall zu haben. Wo nicht vorhanden, bitte zu verlangen.[ 50489 R. F. Mittelstädt Weinhandlung und Likör- Fabrik N., Brunnenstr. 152. auch Reffe Gelernter Materialist, jett Leiter einer Zigarren- Filiale in ungekündigter Stellung, fucht in größerem Betriebe, Fabrik oder dergl. als Arbeiter Beschäftigung. Suchender ist arbeiten gewöhnt, in sämmtlichen schriftlichen Arbeiten erfahren, und fucht die Gelegenheit, sich vom Arbeiter emporarbeiten zu können. Wer kann mir diese bieten oder hierzu ver: helfen? Gefl. Offerten unter R. 4 ant 44436 die Erped. d. 8tg. erbeten. für gute Bau- u. Tücht. Tischler Möbelarbeit finden dauernde Beschäftigung bei 55932* Gossow, Teltowerstr. 53. Stab- und Parkettbodenleger verlangt A. Kofeld, Rastoderstraße 40. Mamsells auf gute Capes verlangt Guth, Templinerstr. 8/9. Redegewandte Herren finden lohnende Nebenbeschäftigung event. Anstellung. Subdirektion der Fides, Verf. Ges, Kaiser Wilhelmstr. 28. Presser auf Silber und Kitt berlangt 43976 H. Meyer u. Co., Sebastianstr. 20. Acquisiteure( 44116 Rive, Damast, Crêpe, erhalten für Feuer- und Glasver: und [ 49719* Phantasie, Gobelin Plüsch spottbillig! Proben franko! in allen Qualitäten zu Lünserstoffe Gavetpreisen. Emil Lefèvre, Oranienstr. Berlin S., Nr. 158. Wheeler- Wilson, 6 M., verkauft Eckstein, Mariannenstr. 22. 44356 Arbeitsmarkt. Redakteur amtlich geschützt). Tausende ehrenvolle für ein füddeutsches Parteiblatt ge Anerkennungen. Rezepte gratis und sucht. Offerten unter Chiffre P. 4 franto, nebst Rezept zu herrlichem befördert die Erp. des„ Vorw." 55902* Rum- Compot. Möbel auf heilsabung Neue Für ein Partei- Organ wird ein er: fahrener, fleißiger, in jeder Beziehung gut empfohlener Redakteur ge fucht. Angebote mit Angabe der J. Kellermann, Gehaltsansprüche und Zeit des Ein Jakobstr. 26. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. ritts unter J. D. 7230 an Rudolf Mosse, Berlin SW. sicherungen hohe Provisionen, auch 100 M. Firum, Neue Friedrichstr. 71 II. Lehrling verl. Rössel, Steinfegmstr., Wriezenerstr. 33. Sprechst. 7-9 vorm.* 6 Korbmacher auf grüne Arbeit bei hohemi Lohn und dauernd sofort verlangt Nobert Zwerner, Friedrichsfelde b. Berlin. Schlosser auf Geldschrank u. Tresorbau, gewandt u. geübt, finden dauernde Beschäftigung. 66/ 17* S. J. Arnheim, Badstraße 40. Zwei Plätterinnen verl. Frau Huras, Halensee, Hobrecht straße 6. Fahrgeld vergütigt.[ 43695 Karton- Arbeiterinnen verlangen Welzel& Co., Mehnerstr.4. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin