H, scheint •({nm«! Zürich(Schweiz) i«l«i 4»ttt»S»a-Aarich. ifffenkinttn Itaneo gegen ftonco. «eloöhnlich» Briefe »ach der E ch« e i t kosten Doppelp orio. Der LamldeiiioKrat Jentrat-Hrgan der deutschen Sozialdemokratie. Aöonnements werden bei allen schw->,erische» Postbure-ur, sowie beim Verlag und dessen dekannten Agenten entgegengenommen und zwar zum voraus, ahlbar«« »ierteljahriprei» von i Kr. 2.— fttt die Schweig(Rttujband) MI. S.- für Deutschland(Soudnt st-!•'0 für Oesterreich Gouvert Fr. 2.bo für alle übrigen Länder bei Weltpostverein»(Kreuzbands Inserate Die dreigespaltene Petitzeile 25= HO Pfg. R' 45. Donnerstag, 1. November 1885. Iiis n Ue}kn«nin and ßarresstinkenten»es«Soiiilstenakr-t". Da der.Sozialdemokrat' sowohl in Deutschland ali auch in Oesterreich verboten ist, bezw.»erfolgt wird, und die dortigen --—' t g.ben, unsere Verbindungen nach jenen Ländern»iglichst �« erschwere«, rH. Briese von dort an UN» Dehörben stch aUe____ y,_________,_______________ �___ w____________ »ad»nser« Zeitung»', und sonstigen Sendungen nach dort' abzusaugen, so iß die Äußerste vorficht im voftoerlehr nothwendig und »«es keine Vorilch-Znmhreg-l»ersäumt werden, die Briesmarder über dm wahre» Absender und«mpsänger, sowie de de, Smdnngen zu täuschen, und letztere dadurch zu schützm. Haupt ersordernitz ist htezu einersett», daß Misere»reund« i Inh s» I-ll iNlt ten Parteigenossen! Vergeht der Verfolgten und Gemaßregelten nicht! Die Schule und die soziale Frage. In seiner Rede an die Spitzen der Bourgeoisie von Rouen, welche eine Kriegserklärung an den„Radikalismus- war oder sein sollte, ließ der Ex-Jnternationalist und Erzreaktionär F err y, französischer Ministerpräsident und Staatsstreichkandidat, nach- stehende, scheinbar ultrademokratische Phrasen vom Stapel: „Welches ist der erste Theil der Politik? Die Erzieh ung. Und welches ist der zweite Theil der Politik? Die Erziehung. Und welches ist der dritte Theil der Politik? Die Erziehung.(Beifall.) Sie haben sich rüstig an das volkSthümliche nationale Werk gemacht. Nachdem Sie mächtig Ihr Netz von Volksschulen ausgebreitet, haben Sie die zwei großen Instrumente des demokratischen Fortschrittes in die Hand genommen: die Erziehung der Mädchen und den gcwerb- lichen Unterricht. Ihre Stadt ist die zweite in Frankreich, welche ein Lyceum für Mädchen errichtet hat, und mit welchem Erfolge! Keine andere Stadt, ich bezeuge es Ihnen, hat auf dem Gebiete des gewerblichen Unterrichts Größeres und Besse res geschaffen als Sie.(Lebhafter Beifall). Nun, ist da« nicht gut und wahrhaft demokratisch? Ist das nicht, wie man es nennen kann, der große und wahre demokratische Sozialismus?(Sehr gut!) So bezahlt die liberale und republikanische Bourgeoisie alle Tage ihre Schuld an die Demokratie der Enterbten, indem sie dieselben unab- lässig dem Lichte, der Arbeit und der Freiheit entgegenführt. (Zlllgemeine Zustimmung und wiederholter Beifall.)" Also der„große und wahre demokratische Sozialismus", d.h. in eine geläufigere Form gebracht: die wahre Sozialdemo- kr atie, besteht darin, daß„die liberale und republikanische Bour. geoifie" dem Volke der„Enterbten" Erziehung gibt. Also die soziale Frage ist im Grunde genommen nur eine S ch u l f r a g e. DaS wäre sehr schön, wenn nur nicht das Umgekehrte wahr und die Schulfrage eine soziale Frage wäre! Wir wollen, der Kürze halber, annehmen, daß wenn alle Menschen eine gute Erziehung hätten, die soziale Frage nicht existirte oder— falls man diesen Ausdruck vorzieht— gelöst wäre. Aber ist es denn möglich, allen Menschen eine gute Er- Ziehung zu geben, ohne eine vollständige Umgestaltung der sozialen Verhältnisse? Als der französische Kon- vent im Jahre 1792 die Schulftage in die Hand nahm und die nationale Erziehung ernsthaft verwirklichen wollte, stieß er sofort auf die soziale Frage und mußte dekretiren, daß der Staat verpflichtet sei, für den Lebensunterhalt: Kost. Wohnung, Bücher ic. der Kinder des Volkes zu sorgen und außerdem die Eltern, welche die Arbeitskraft ihrer Kinder verlieren, materiell zu unterstützen. Der großartige Erziehungsplan de» Konvents(von Lakanal und Lepelletier ausgearbeitet) kam nicht zur Ausführung, weil der Konvent weder die Fähigkeit noch die Zeit zur Lösung der sozialen Frage hatte. Heute sehen wir, wie jeder Versuch, die Bildung dcS Voltes zu heben, bei den besitzenden Klassen auf dm heftigsten Wider- stand stößt, so daß sogar daS Institut der gewiß in den beschei- .dmsten Grenzen sich bewegenden FortbildungSschule in Folge der offenen und geheimen Opposition der Arbeitgeber nicht leben und nicht sterbm kann. Die Herren Arbeitgeber(wir ver> weisen u. A. auf bekannte Debatten im sächsischen Landtag) betrachten die Arbeitskraft der jungen Arbeiter und Arbeiterinen alS ihr Eigenthum und glauben sich durch die Fortbildung»- schule in ihren EigenthumSrechten geschmälert. Währmd der paar Stunden, welche die Fortbildungsschule für sich erheischt, kann natürlich die Arbeitskraft von den Herren Arbeitgebem nicht aus- gebeutet werden,— folglich sind diese paar Stunden ihnen gestohlen! Herr Ferry, so eifrig er auch die Erziehung zum ersten, zweiten und dritten„Theil der Politik" erhebt, steht doch genau auf demselben Standpunkt, und verräth die« dadurch, daß er die Erziehung sofort zu„gewerblichem Unterricht" zusam- menschrumpfcn läßt. Und zwar bezeichnmder Weise zum gewerb- lichen Untenicht der Mädchen. Gewerblicher Unterricht das heißt Erhöhung der Arbeitskraft, Vermehrung des durch die Bour- gcoifle auszubeutenden Kapitals der Arbeiter. Und gewerblicher Unter- richt der Mädchen, daS heißt Erhöhung der billigsten, am leichtesten auszubeutenden Arbeitskraftl Herr Ferry wußte sehr wohl, was seinm Bourgcois-Zuhörern gefallen würde. Die„Erziehung", welche die Essenz deS„wahren demokratischen Sozialismus" der Bourgeoisie bildet, ist nichts Andere« als die Züchtung und Drillung eines den Zwecken der kapitalistischen Ausbeutung möglichst vollkommen dienenden Heeres von Lohnsklaven. Ein ehrlich demokratisches Schweizerblatt, die„Züricher Post", bemerkt zu den von uns zitirten Tiraden deS Herrn Ferry: „Wer hört da nicht die Stimme auch des schweizerischen korrekten Liberalismus? Alles wollen sie nur mit „Schulbildung" machen, als ob diese allein schon die sozialen Uebel heilen könne. Korrigirt denn dieses Bischen Erziehung alle Bedingungen der ökonomischen Ungleichheit und bringt sie im wilden Konkurrenzkampf die Intelligentesten und Besten obenauf?" Diese Bemerkung trifft nicht blos den schweizerischen „korrekten Liberalismus", sondern auch den korrekten Oemokra- tiSmuS(das Wort Liberalismus ist in Deutschland zu verrufen, um es in Verbindung mit sonst anständigen Leuten zu brauchen) gewisser deutscher Demokraten, die in der Lösung der Schul- frage, in der Organisation eines guten Volksschulsystems die Lösung der sozialen Frage erblicken. Wir haben schon gesagt, daß dies die Dinge auf den Kopf stellen heißt. Die Organisation einer den Namen wirklich ver- dienenden Volkserziehung ist unter den heutigen gesellschaft« lichen Umständen einfach unmöglich; der Versuch zu ernster Durchführung führt unS sofort, wie wir an dem berühmten Er- ziehungsplan des franzöfischm Konvents gesehen, direkt vor die soziale Frage, deren Lösung die unerläßliche Vorbe- ding ung eines guten Volksschulsystcms ist. Was, unter Umgehung der sozialen Frage, gegenwärtig auf dem Gebiete deS Volksschulwesens(und hier nehmen wir den Ausdruck im weitesten Sinn) geleistet wird, kommt zwar theil- weise unzweifelhaft, durch Verbreitung von Kenntnissen und Wissen, der sozialen Bewegung und Emanzipation zu Gute, theilweise aber dient es— ähnlich wie die Eisenbahnen, die Elektrotechnik u. s. w.— den Feinden des sozialen Fortschritts, überhaupt den herrschenden Klassen, welchen es bessere Macht- und Ausbeutungsmittel gibt. Ein Volksschulsystem, daS nicht die Anlagen und Fähigkeiten Aller entwickelt, nicht allen Mitgliedern der Gesellschaft die gleiche Möglichkeit der Bildung gewährt— und das ist blos in einem sozialistischen Staate denkbar— kann nur dazu bei- tragen, die bestehende soziale Ungleichheit noch zu ver- mehren, indem es die Ausbeutungskraft der herrschenden und die AuSbeutbarkeit der arbei- tenden Klassen steigert. Ein gebildeter Arbeitgeber kann mehr auS den Arbeitern„herausschinden" als ein ungebildeter, und aus einem„gebildeten" Arbeiter(nach dem Bourgeoisideal „gebildet") läßt sich auch mehr„herausschinden" als aus einem „ungebildeten." Eine einseitige, unharmonische, nicht zu selbstständigem Denken befähigende Bildung ist ein Mittel der Knechtung, nicht der Befreiung. Die Ersten, die dies begriffen, waren die Jesuiten, welche unser modernes Schulwesen begründeten und in den protestantischen Lenkern des preußischen Staates ge- lehrige Schüler fanden. Die Jesuitenschulen dresfiren zum Dienste der theokratischen Kirche und Priesterschaft, die preußischen Schulen, die von allen übrigen Staaten zu Vorbildern genommen sind, dresfiren zum Dienste deS Junker- und PolizeistaateS, der sich, stolz auf diese Dressur, gerne„Jntelligenzstaat" nennt. Die„höheren Schulen" besorgen die Dressur der zur Herrschaft Berufenen und ihrer Werkzeuge, die niederen die der misora oontridueus pleds: der immer auszubeutenden und gelegentlich als Kanonenfutter zu verwendenden Heerde. Die Kulturmifflon deS„Schulmeisters von Sadowa" ist weltbekannt und überhebt unS weiterer Ausführungen. Genug: Herr Ferry, der die Erziehung als oberste Forderung des demokratischen Sozialismus und' als die einzig wahre Lösung der sozialen Frage hinstellte, sprach ein schwindelhaftes S o p h i S m a auS; und Herr Ferry ist ein zu geriebener Patron, um sich dessen nicht bewußt gewesen zu sein. Wir sind sicherlich von der hohen Bedeutung der Volksschule durchdrungen. Neben der wirthschaftlichen Organisation der Gesellschaft wird die Erziehung deS Volkes die Hauptaufgabe und Hauptfunktion deS sozialdemokra- tischen Gemeinwesens sein, aber die Erziehung deS Volkes wird eitel Stückwerk oder geisttödtende Dressur bleiben, solang« die soziale Ungleichheit dauert. Die Bildungsfrage ist ein Theil der großen sozialen Frage und kann nur mit dieser gelöst werden. Sozialpolitische Rundschau. Zürich, 31. Oktober 1833. — Wie die gebildeten Europäer den Barbaren Kultur beibriugeu. Bekauutlich unterzieht sich die Regierung de» Herrn Ferry, die sich wegen ihrer Bekämpfung der Radikalen der gauz besonderen Protektion der„Frankfurter Zeitung" erfreut, der rllh- menswerthen Ausgabe, die europäische Kultur, d. h. Ausbeutung, Brannt« wein und Syphili», nach Ostasien zu tragen. Ein Berichterstatter de» Pariser„Figaro", de« Organ« der gebildeten Prostitution, hat nun jüngst in seinem Bericht über die Einnahme von H ü ö znm großen Ber- druß der französischen Bourgeoisie der Pikanterie halber ausgeplaudert, wie es den Anamiten, diesen„Halbwildeu", klar gemacht wird, daß sie e« mit Trägern einer höheren Zivilisation zu thun haben. Wir können hier natürlich seine AuSlassungea nicht vollständig wiedergeben, auch wohl deshalb daraus verzichten, weil sie von der deutschen Presse mit pharisäischer Entrüstung bereit» verössentlicht worden sind, nur einige Probe« mögen hier Aufnahme findeu: „Sie sahen nicht au« wie sonderlich ernsthafte Feinde".... „Man tödtete beinahe zum Zeitvertrei b."... „Einige Augenblick- später ging da» Dorf in Flammen auf. Eine Bombe von der Escadre war mitten hinein in die Strohhütteu gefallen. Mauern aus bemalten Brettern, feines Bambus-Gebälk, durchbrochene Gitter aus Palmrinde, Alles stand fast gleichzeitig in Flammen. Da» Feuer sprang so schnell von einem Hau« zum andern über, daß man kaum Zeit hatte, sein Fortschreiten zu verfolgen. Um jene Brandstätten herum müssen sich seltsame Dinge ereignet haben(II), doch die Entfernung ist weit, und von Bord au« kann man nichts sehen. .... Aber man freute sich, alle diese Feuersbrünste zu erblicken, zu sehen, wie Alle« schnell und gut marschirte, wie diese» ganze Land in Flammen aufging. Man hatte von nicht« mehr Be- wußtsein und alle Gefühle gingen auf in dieser erstaunlichen Freude, zu zerstören. In der That, diese erwarteten Flüchtlinge sind unter dem Feuer der Matrosen der„Athalante" passirt. Man hatte sie erscheinen sehen, wie sie sich halb geröstet am Ausgang ihre» Dorfe« sammelten, wie sie noch zögerten, wie sie sich sehr hoch ausschürzten, um besser lausen zu können, und den Kops gegen etwaige Kugeln mit Bretterstücken zu decken, mit Schilden aus Weidengeflecht zu schützen suchten— kindische Schutzmaßregeln, wie man sie gegen einen Regenguß nehmen würde. Und dann halten sie versucht, vorbeizukommen, indem sie au« Leibeskrästeu liefen. Da begann die große Metzelei. Man gab Salvenfeuer, zwei Mal, und es war ein Vergnügen, zu sehen, wie dieser Kugelregen aus dieselben zwei Mal in der Minute in methodischer und sicherer Weise oiederfiel. E« war eine Art von Besprenguug, welche Alle gruppenweise in den Schmutz de» Sande« niederstreckte. Man sah unter ihnen Leute wie vollkommen wahnsinnig, die wieder aufsprangen, ergriffen von einem Taumel, zu laufen, wie verwunoete» Bieh; sie machten diesen Todeslauf im Zickzack, indem sie sich bi» zu den Hüsten ausschürzten; ihre lo«- gelösten Chignons und ihre langen Haaer gaben ihneu da« Ausehen von Frauen. „Andere stürzten sich in die Lagune, sich fortwährend den Kops mit Weiden- und Strohgeflechten deckend, und suchten ihre Jouken zu erreichen. Man tödtete sie im Wasser. E« gab sehr gute Taucher unter ihnen, die sehr lange am Grund blieben— e» gelang doch, sie zu er- wischen, wenn sie den Kops heraussteckten, um etwas Luft zu schnappen, wie die Seehunde"... Und in dieser Tonart geht es fort bi« znm Schluß, wo Herr Marine- Offizier B i a u d, der sich al» Schriftsteller Pierre L o t i nennt, die- jenigen seiner Leser, denen etwa Bedenken ob solcher Heldenthalen auf- tauchen sollten, mit folgenden Worten beschwichtigt: „Wenn man mit einer Handvoll Mannschaft nach dem äußersten Orient kommt nnd sich da einem unermeßlichen Lande aufdrängen will, ist da« Unternehmen so abenteuerlich, daß mau viele Todte machen, vielSchrecken um sich her verbreiten muß, wenn man nicht selbst unterliegen will." Da» ist eine Logik, der kein BaurgeoiSgemüth Widerstand leisten kann, und so finden wir denn in einer zweiten Notiz der„Frankfurter Ztg." Uber dies« Affäre folgenden charakteristischen Zusatz der„�-Korrespondenz"*) anstandslos— da» Wort in seinem doppelten Sinne zu verstehen— abgedruckt: „Es kann im Allgemeinen nur mit Freude begritßtztz hn, wenn Frankreich die europäische Kultur im Osten verbreitetHfl inständiger be- mit senüber trioteu- elegenheit de» letzte» Deutscher wird den Franzosen dort ihre Erfolge mißt greift sich auch, wenn die Letzteren die Anamiten n i>' Glacehandschuhen(I) anfassen. Lächerlich ist einer so rücksichtslosen(I) Kriegssüh rung der Franzosen,>' Liga und die elsaß-lothriugischen Protestler noch be über angebliche deutsche Barbarei schreien, weil während deutsch-französischen Kriege« hie und da, dem Kriegsrecht entsprechend, ein meuchlerischer Franc-Tireur erschossen worden ist." Wo ist die Zeit hin, da man in Frankfurt am Main Uber da» Nieder- schießen von wehrlosen Gefangenen, über da» Einäschern von ganzen Dörfern noch ander»— wir wollen nicht sagen: dachte— aber wenig- sten» schrieb?! Heute hat man dasür den trefflichen Ausdruck:„nicht gerade mit Glacehandschuhen anfassen". Ein wunderbar schöne« Wort! Was kann man nicht Alle» damit beschönigen I Die Bauern Südrußland« z. B. haben die dortigen Juden auch nur„nicht gerade mit Glacehand- schuhen angefaßt". Und wenn die deutschen Antisemiten nicht iu dieser Frage mit der„Frankfurter Zeitung" ein Herz und eine Seele wären, wer wollte e» ihnen verbieten, den gleichen Satz al« Motto ihrer Agitation voranzustellen»nd mit dem wackeren Graziano zu rufe«: „Dank Jude, der Du un» da« Wort gelehrt"? Herr B i a u d ist zur Strafe für seinen Bericht abberufen worden. „DaS"— sagt der„Röpablicain gocialUte du Centre"—„ist Alle«. Nicht da« unwürdige Borgehen ist e«, da« die Regierung damit bestraft, e» ist nicht die durch die Metzeleien und Räubereien so schmachvoll ver« letzte Ehre de« Laude«, der sie Genugthunng verschafft, indem sie dieselbe mißbilligt und ahndet. Nein, die heuchlerische Regierung bestrast Herrn Maud, weil er diese Thatsachen veröffentlicht hat, welche sie sicher sehr kalt gelassen hätten, wenn sie nicht dem Publikum zu Ohren gekom- men wären und die Entrüstung Aller, die Kritik der Feinde Frank- reich» hervorgerufen hätten." Solche Stimmen werden von der deutschen Presse, die jede chauvi- *) Zweifelsohne die stark reptilische land„Korrespondenz Laudsberg". „Französische Korrespondenz", wei« mstische Aeußerung mit Sorgfalt dem deutschen Volke zur Kenntniß bringt, verschwiegen, auch von der immer lebhafter betriebenen Agitation der sranzöfischeu Liga zur Abschaffung der stehenden Heere, die jeden Angriff«- krieg verurtheilt, erfährt das deutsche Volk kein Wort. So hat die wackere „Frankfurter Zeitung", die plötzlich so milde über die Heldeuthaten vou Hü 6 urtheilt, für alle gegen die Säbelherrschaft in Frankreich gerichteten Agitationen nur Spott und Hohn. Ju ihrer Nummer vom SO. Oktober fährt sie z. B. über den radikaleu Pariser Gemeinderath her, weil derselbe„einen Antrag angenommen hat, der dahin geht, ersten« die Nationalgarde, die allgemeine BUrgerbewafs- uung, wieder einzuführen und zweitens sämmtliche Polizeibeamte zu ver- abschieden: der Dienst der Polizei soll künftig von den bewaffneten Bür- gern, natürlich gegen Bezahlung, versehen werden. Da« ist, bemerkt sie spöttisch,„wieder so ein Beispiel von radikaler Politik." Ju dieser Weise wird über da» Bestreben, zwei Forderungen der bürgerlichen Demokratie— die Berliner Bürgerschaft kämpft z.B. seit Langem um die Unterstellung der Polizei unter die städtische Ver- waltuug— zu verwirklichen, in einem Blatte, da« sich demokratisch nennt, abgeurtheilt. Alle« zur Verherrlichung der Politik Jule« Ferry'», de»„klugen,,,„umsichtigen" Politiker« Jule« Ferry, der die orleanistischen Intriganten beschützt, während er den radikaleu Republikanern den Krieg erklärt. Aber er schwärmt für Handel»-, vulgo Auspressungikolonien, das einzige Geschäft, da« heutzutage dem redlichen Spekulanten noch einen anständigen Gewinn abwirft, heute, wo in der„zivilifirten Welt" der Krach beständig hereinzubrechen droht, und da« erklärt Alle« l — Eine Spaltung in der deutschen Sozialdemo. k r a t i e, da« ist da« Thema, Uber welche« sich neuerdings verschiedene gegnerische Blätter, insbesondere die reptilisch-duftenden, unterhalten, und au welches sie allerhand politische Erörterungen knüpfen. Uns ist von einer solchen Spaltung nicht« bekannt. Meinungsverschiedenheiteu haben stet» in unserer Partei existirt, und werden auch stet« vorhanden seiu— da« Gegentheil wäre Berknöcherung— aber von Meinungsdifferenzeu zu Spaltungen ist ein gewaltiger Schritt, und wie wir die Stimmung der Genossen keunen, ist jeder Versuch, eine Spaltung unserer Partei her- vorzurufen, komme er vou recht« oder von liuk«, absolut aussichtslos. Außerdem liegt die Frage, welche Veranlassung zu eiuer Spaltung ge- geben haben soll,— die sogenannte Sozialreform Bismarck»— so klar, die Vertreter der Partei haben aus dem Kopevhagener Kongreß so ein- müthig ihr Urtheil darüber abgegeben, die klassenbewußten Arbeiter haben demselbou, wo sie ihre Stimme erheben konnten, so unzweideutig zuge- stimmt, daß just in Bezug auf sie kaum Meinungsdifferenzen existiren. Die deutschen Sozialisten, da» ist unzählige Male erklärt worden, weisen keine sozialen Reformen von der Hand, sie verlangen solche vielmehr, aber sie wollen die politischen Rechte der Arbeiter, ihre Unabhängigkeit, uicht für da« Linsengericht von Schein- und Schwindelreformen verscha- chern, sie sind nicht gewillt, von dem Kampf für die politische, soziale und geistige Emanzipation de« arbeitenden Volke« auch nur einen Augen- blick abzulassen, und wenn heute ein„Führer" austteten wollte»nd ihnen Gegentheilige« zumuthen, selbst dann würde— da« mögen sich die„Nord- deutsche" und ihr Gebieter gesagt seiu lassen— von einer Spaltung keine Rede sein, sondern die Bewegung würde über diesen sonderbareu Schwär- wer ebenso zur Tagesordnung schreiten, wie sie über Körner, Finn, Most und Konsorten zur Tagesordnung übergegangen ist. Un» ist aber, wie gesagt, von solchen oder ähnlichen Bestrebungen der Partei nicht« bekannt. E» war eben nur der Wunsch der Vater de« Gedanken«.*) Die Bismarck'sche Soziahreform soll der Zankapfel sein, der nur in die Reihen de« streitbaren Proletariat« hineingeschleudert zu werden braucht, um dort Zerwürfniß und Hader hervorzurufen. Aber, o wehl dieser Apfel ist von solcher Beschaffenheit, daß, wenn der berühmte Apsel der Tri» von gleichem Kaliber gewesen wäre, Pari« die schöne Helena sicher nie zu Gesicht bekommen hätte. — Die Lutherverherrlichung wird von Seiten der sogen. Freisinnigen in Deutschland nachgerade in eiuer Weise betrieben, daß da« Wort Humbug noch zu milde dafür ist. Man kann gegen die in Deutschland grassirende niederträchtige Unsitte, gewiffen populären Persön- lichkeiten Eigenschasteu anzudichten, die sie nicht befitzen, beziehungsweise *) Unterstützt allerdings durch einige nicht gerade geschickte Aeußerun- gen de» Abgeordneten Kays er, der e» liebt, gegen Fortschrittler und «ewerkvereiuler Bismarck in'« Feld zu führen, der doch wenigstens an- erkenne, daß den Arbeitern geholfen werden müsse. Wenn die„Nord- deutsche" mit dieser Art Lob zufrieden ist, dann ist sie sehr bescheiden. Und Bescheidenheit ist doch sonst nicht ihre schwache Settel Feuilleton. Z>ie Arbeit ist die einzige Huesse asscs Yeichthums. ii. Zur Klärung der ökonomischen Begriffe ist erforderlich, die Aucharbeiter von den Lohuarbeuern streng zu scheiden. Erst so können wir zu der entschiedenen Erkenntniß gelangen, daß Arbeit uichr nur die Quelle de« Lohne« ist, sondern die Auchquelle aller Werlhprodukte, die Quelle de« ge- sammleu Reichthum». Jedoch ist eine Verständigung erforderlich Uber Da«, wa« Reichthum ist. Wir befinden un« in der ökonomischen Disziplin, wo da« Wort«inen beschränkte», speziell ökonomischen Sinn hat. In diesem Sinne z. B. ist Gold und Silber unwidersprochener Reichthum; dagegen gehören Dinge wie Lust, Wasser, Sonnenstrahlen-c., die wegen ihrer Unentbehrlichkeit sosehr zu �unserem Reichthum gehören, doch nicht zum ökonomncheu. Gold und Silber haben Tauschwerlh, für sie können wir Beliebige» ein» lauschen, während Luft und Wasser keinen Pfifferling„Werth" sind. Die Werththeorie, die Frag«: wa» ist, woher stammt der Tauschwerlh, ist absolut erforderlich zur Debatte Uber ökonomische Dinge. Zum ökono» mischen Reichthum gehören nur Werthgegenstände. Unser Vorwurf, die Frage nach der Quelle de« Reichthums, ist die Frage nach der Werthquelle. Wir antworten daraus: Arbeil allein schafft Werth, d. h. Tauschwerth. Weun Lust und Wasser zum Reichthum gehören, so doch nicht zum ökonomischen, wenn sie Werth haben, so doch keinen Tauschwerth. Werth hat nur, wa« Arbeit kostet, und hat riel oder wenig davon, je nachdem viel oder wenig Arbeit im Artikel steckt. Die mangelhafte Einficht unserer Gegner gipfelt in dem Manoel einer klaren Werlhiheorie. Da heißt es, Arbeit ist nicht die einzige Quelle de« Reichthum», Arbeit ist nicht der einzige Werthschöpser. Die Natur gehört mit dazu. Ei jal Wer ist so stumpfsinnig, das zu leugnen? Da« bornirte und imer- esfirte Vorurtheil hat für den Unterschied zwischem natürlichem und ökonomischem Reichlhum, zwischen Gebrauchiwerlh und Tauschwerth kein Verständniß. Marx sogt wörtlich:„Arbeit ist nicht die einzige Quelle der von ihr produzirten Gebrouchswerthe, de« stofflichen Reichlhum«. Die Arbeit ist seiu Vater, wie William Petty sagt, und die Erde seine Mutter." Solch' scharfe Begriffsbestimmung geht dem Verfasser von„Fortschritt und Armuth" gänzlich ab, wie sehr er sich auch darum müht. Darum nur kann er sich so arg verirren, im 3. Kapitel, Buch III, alle« Das wieder gründlich zu verderben, wa« da« 3. Kapitel, Buch I, gut gemacht hat. Nachdem er hier weit und breit und hell und klar auseinandergesetzt, wie der Lohn nicht vom Kapital, sondern von der Arbeit ausgeht, wie da« ganze Kapital nur Arbeitsprodult ist, leistet er hinterher den bösen Kapitalifiendienst, darstellen und erhärten zu wollen, daß nicht Arbeil die Kapitalien schafft, sondern die Natur sie heckt. Unter der Ueberschrist:„Jntereffeu und die Ursache der Interessen". handelt Henrv George extra die Genesis(Werdeprozeß) der Kapital, bildung, die Frage ab, wie es kommt, daß au« 100 Mark über Jahr 105, 110, 120 werden köuneu. nie besessen haben, nicht energisch genug Protestiren. Wir erinnern uur an den vou den Liberalen zum Streiter für den geistigen Fortschritt emporgeschwiudelten Bismarck;— und wie mit dem klassischen Vertreter de» reaklionäreu Junkerthums, so machen sie es jetzt mit Luther, der zu den wirklich fortgeschrittenen Männern seiner Zeit in ossenbarem Wider- spruch staud und direkt zu den Fein den de« fteien Geiste« gerechnet werden muß. Luther'« Verdienste, und e« wäre abgeschmackt, diese zu bestreiten, liegen auf einem ganz anderen Gebiete als auf dem de« Liberalismus— diese« Wort im weiteren, umfassenden Sinne genommen. Angesicht» de« Lutherhumbug nun, der nur den Zweck haben kann, indirekt Reklame für da« Pfaffenthum zu machen, sehen wir un« veranlaßt, zu den bereit» veröffentlichten Zitaten au« Luther'« Schriften und Pre- digten einigeweitere zu veröffentlichen, zur Beherzigung sür Diejenigen, welche die historische Wahrheit der Tendenzlüge vorziehen. Am bezeichnendste» für den großen„Resormator" ist der folgende Ausspruch: „Die Vernunft ist eine verfluchte Hure, die sich erhebet wider die Gebote Gotte». Der Geist soll sich nach Gottes Geboten schinden und drücken lassen, weltliche Dinge gehen ihu uicht au; er läßt vielmehr nehmen, rauben, drücken, schiu- den, schoben, fressen, toben, wer da will. Und wer solches duldet, ist ein Märtyrer aus Erden. Da» Herz ist immer ftöhlich bei den Christen, obwohl sie an Leib, Gut und Ehre äußerlich leiden müssen.— „Wo die Christenheit ist, muß es Blut kosten, oder es sind nicht rechte Christen. Es sind uicht Weideschafe, sondern Schlacht- schafe--" denn an diesen Sprüchen greift ein Kind wohl, „daß christliches Recht sei, nicht sich sträuben wider Unrecht, nicht zum Schwert greisen, nicht sich wehren, nicht sich rächen, sondern dahingeben Leib und Gut, daß es raube, wer da raubet. Leiden, leiden, Kreuz, Kreuz ist der Christen Recht und kein andere»." Kann man die Niederträchtigkeiten der Bauernschinder schamloser be- schönigen? In seiner Kirchenpostille schrieb Luther: „Die Obrigkeit müsse den Pöbel, Herrn Omne»(Alle), treiben, schlagen, würgen, henken, brennen, köpfen und radebrechen, daß mau sich fürchte und das Volk also im Zaume gehalten werde." Bei der Nachricht von dem Rachegericht der Bauern bei Weinsberg schrieb Luther an Dr. Rühle: „Man muß die Bauern alle umbringen: der Herr wird die Unschuldigen schon errelteu; thot er e« nicht, so sind sie gewiß nicht unschuldig, sondern haben zum wenigsten geschwiegen oter gebilligt." Mit dieser Phrase haben fanatische Katholiken die Bluthochzeit, die »lbigenserveruichluug und alle sonstigen Metzeleien zu verherrlicheu ge- wüßt. Der ganze Bildungshaß Luther'« aber gipfelt in folgendem Ausspruch, mit dem wir unsere Blütheulese schließen wollen: „Die hohen Schulen sind de» Teufels Huren- Häuser, Sodom und Gomorrha sind dieAkade- mien. Der Teufel hat kein gewaltigeres Boll- werk erfinden können, da« Evangelium au«zu- rotteu, als Ausrichtung der hohen Schule u." So sieht der richtige Luther aus. Wäre er wirklich ein Manu der Freiheit und de« Volk« gewesen, er hätte wahrscheinlich wie Huß, Savo- narola und Giordano Bruno aus dem Scheiterhaufeu geendigt. Aber er ward wohlbestallter Hosprediger. Und so mögen seiue Nachfolger im Amt ihn feiern, da« Volk hat keine Ursache dazu. — Sie kriegen Angst. Da«„Osfizier-Vereinshou»", vou dessen Gründung wir uusere Leser bereit« in Kenntniß gesetzt haben, hat einen wabren Sturm der Entrüstung in den betheiligten oder vielmehr nicht- betheiligten Kreisen hervorgerufen. Bourgeois fühlt, daß e« ihm an Fleisch und Blut geht, daß er um den Profit, diese« unveräußerlichste seiner Menschenrechte, gebracht werden soll, und schreit deshalb Zeter und Mordio. Er, der bisher so lammftomm jede« Opfer für den heiligen, unantastbaren Militarismus auf den Altar de« Vaterlande» niederlegte, der sich jedes Dareinsprechen« enthielt, wenn e« sich um die heilige Drei- einigkeit: Jnsauterie, Kavallerie, Artillerie, handelte, ist tief entrüstet ob solchen Eingriffen in seinen, desBourgeoi«, Wirkungskreis. Handelskammern, Gewerbekammern und Handwerkerverbände sollen Eingaben machen, um „allerhöchsten" Orte« vorstellig zu werden, damit da« drohende„Attentat" auf die Privilegien der Plusmacher abgewendet werde. Aeußerst er- heiternd ist es, zu beobachten, wie die guten Leutchen dabei um den Kern der Sache herumstreichen wie die Katze um den heißen Brei.„Es ist gewiß nicht Sache de» einsichtigen Handwerker« und Industriellen", läßt Daß Geld nicht schwanger geht und Junge wirft, ist ihm wohl bekannt, und doch möchte er mit einem derartigen Märchen die Sache zum Austrag bringen. Er will im« weiß machen, das da« Kapital selbstthätig- produzire, daß da« ökonomische Produkt sich theile, iu Arbeit«- uud Kapitalprodukt, daß der Kapitalist ein natürliche« Gewächs sei, dem nach ewigen Naturgesetzen au» der Produktion ein Theil de« Ertrage« zufließe, unabhängig von aller sozialen Institution. Behuf» dessen theilt Henry George die Materie entzwei uud versichert, e« gebe davon zwei differenle Arten, lebendige und todte. Wein z. V. sei lebendig, wa» derselbe durch seine Gährung und Verzuckerung beweise, so daß er mit der Zeit, ohne Weitere», Mehrwerth gewinne. Ebenso vermebren die Bienenstöcke, die Schaf- und Rinderheerden ihren Werth. Bus dem Kalb erwächst eine Kuh. Danu erzählt er uns weiter, wie durch den gesellschaftliche Austausch die Kraft der lebendigen Materie auch aus todte Dinge übertragen werde: „Die Tauschsähigkeit de» Reichthum» bedingt, daß, wenn irgend eine Art desselben besonders vortheilhaft ist, dieser besondere Vortheil sich al« DurchschuittSvortheil aus alle Arten vertheilt, denn Niemand wird Kapital iu einer Form an Hand halten, die er gegen vortheilhastere Form au«. tauschen kann", d. h. Niemand wird einen todten Stoff halten mögen, der nicht» einbringt, wenn er lebendigen, d. h. einträglichen Stoff dagegen tauschen kann. „Auch erzeugt der Handel eine Vermehrung, welch« in etwa« derjenigen gleicht, wa« die lebendigen Kräfte der Natur produziren. An einem Ort« z. B. mag ein gegebenes ArbeitSquanlum 200 vegetabUische Nahrung oder 100 animalische erzeugen, während anderswo die umge- kehrte Bedingung stattfindet und dasselbe ArbeitSquanlum 200 animalische oder 100 vegetabilische Nahrung zeuge» kann. An dem einen Ort wird der relative Werth der Pflanzennahrung zur thierischen sich verhalten wie 2 zu 1, am andern wie I zu 2. Unter der Voraussetzung nun, daß gleiche Beträge von jeder Sorte gefordert find, wird dasselbe Arbeit«- quantnm hier wie dort 150 zeugen. Wenn jedoch jede Oertlichkeit ihre Arbeit aus den Artikel verwendet, wozu sie am geeignetsten ist, die eiuc auf vegetabilische, die andere aus animalische Nahrung, und beide Plätze ihr Produkt nach Bedürjuiß austauschen, wird jeder Plag mit demselben ArbeitSquanlum 200 produziren, so daß ein allgemeiner Mehrwerth entsteht. In solcher Weise kommt Whittington'S Katze, welche in ein ent- serute« Land gesandt wurde, wo Katzen rar und Ratteu häufig waren, mir Gülerballen und Geldsäcken beladen in ihr Vaterland zurück." Um in unserer Antwort mit dem nächsten anzufangen, so ist die Fruchtbarkeit, die Henry George dem Handel zuschreibt, denn doch weiter iiichl», wie die alte Geschichte von der„Theiluog der Arveit". Daß durch solche Theilung die Arbeit produktiver wird, war, wenn ich uichr irre, da« erste Wort de« allen Avam Smith. Wa» sollte darüber noch weiter zu sagen sein? Wa» dagegen der Altmeister der Oekonomie und ihr neuester Weltverbesserer weniger begriffen haben, ist da«: Bevor man die Arbeit therlen kann, muß sie eine Einheit sein. Um zu verstehen, wie der Reich- tbum der Nationen in die Welt kommt, ist priwo Ioco zu verstehen, daß all« die verschiedenen Produkte Theile sind eine» einzigen, de» sozialen Produkt«. Es will die Arbeil und ihr Produkt nicht al« Augelegenbeit der Pr.vaten, nicht als Privat-, sondern al» soziale, al» kommuue An- gelegeuheit begriffen sein.— sich der Ausschuß de« Stuttgarter Gewerbeverein« vernehmen,„gegen die große Militärlast zu deklamiren(natürlich uicht, weiß doch der„ein- s i ch t i g e Industrielle", gegen wen da» Militär ihn schützen soll!) da« aber sollte man erwarten dürfen, daß denen, die zum Militärauf» wand beitragen, nicht der Verdienst geschmälert wird, wa« iu diesem Falle um so mehr zu verwundern wäre, al« viele andere Bestrebungen der obersten Leitung de» Reiche« auf die Ausgleichung sozialer Mißver- hältnisse gerichtet find. Man glaubt aber annehmen zu dürsen, daß, wenn diese Angelegenheit dem obersten Kriegsherrn nicht in einseitiger Weise vorgetragen und neben der Lichtseite für die Betreffenden auch die Kehr- feite beleuchtet wird, da« Projekt nicht zur Ausführung kommen werde." „Man" ist mit dieser„Annahme" bedeutend auf dem Holzwege,„mau" scheint nicht zu wissen oder— und in diesem Ausweg gipfelt ja die ganze Pfiffigkeit de» deutschen Musterbllrzer«— nicht wissen zu wolle», daß„der oberste Kriegsherr" sich um die„Kehrseite" den Teufel scheert, sondern nur die«ine Seite— ganz und gar einseitig: die geliebte Armee in Betracht zieht. Damit ist es also nicht«, liebe Gevatter Schnei- der und Handschuhmacher, und da Ihr zum offenen grundsätzlichen An- griff auf den Militarismus sammt Allem, was drum und dran hängt, zu feige, zu erbärmlich seid, so bescheidet Euch mit dem Trost« Eugeu Richter'«, daß das„OffizierS-BereinShaus" möglicherweise ein schlechte» Geschäft machen wird. Ein schwacher Trost, aber er ist immer noch mehr werth, al» die Hoffnung aus den Manu, vou dem Georg Herwegh sang, er hat ...„ ein starkes Heer, Hat Pulver und Patronen, Für Jesum Christum schwärmt er sehr, Doch mehr noch für Kanonen! Und in seine Schwärmerei läßt er sich nicht hineinreden, da hat sogar Bismarck der Allgewaltige„nix to seggen". — Die Berliner Fortschrittler befolgen die Taktik ihrer lieben Feinde, der Natioualliberalen: sie reiben sich verstohlen den Körper- theil, auf welchem sie Schläge bekommen haben, und versichern dabei, mit krampfhaft vergnügtem Geficht, sie seien außerordentlich zufrieden uud hätten einen großen Triumph zu verzeichnen. Die Stadtverordneten- Wahl wird un» al» großartiger Sieg ausgetischt, als ein Sieg, so wunderbar, daß man ihn in dieser Ausdehnung gar nicht zu erwarten gewagt habe. Nun— solche Siege gönnen wir den Herren. Das ab- gedroschene Wort von dem Pyrrhussieg wollen wir nicht ihnen aber unfern Lesern schenken. Wie verhielt sich die Sache in Wirklichkeit? Da» Gemeindewablrecht haben in Berlin ungefähr 186,000 Wähler, die je nach der BestcuerungShöhe in drei Klassen abgetheilt find; die obersten zwei Klassen— d. h. die der Bourgeoisie angehörenden Wähler— sind zusammen etwa» über 20,000 stark, während die dritte Klasse— mit den Mivdestbesteuerteu, also den Minderbemittelten— gegen 166,000 Wähler enthält. In den zwei obersten Klassen hat die Fortschrittspartei aller- ding«„glänzend gesiegt", in der dritten Klasse hat sie aber ebenso un- zweiselhaft eine Schlappe erlitten, welche al» die Borläuserin einer schweren Niederlage bei den Reichstagswahlen im nächste» Jahre be- trachtet werden kann. Bon den 166,000 Wählern der Wählern der dritten Klasssse haben 66,687— etwa 40 Prozent— von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht unb von diesen haben 33,470, eine ganz knappe Majorität, wo ftüher so gut wie fortschrittliche Einstimmigkeit herrschte, sür die Fortschrittler gestimmt, an 33,000 Stimmen haben gegen die Fortschrittler gestimmt, davou 23,672 sür die Kandidaten der Stöcker- Wagner'schen„Bllrgerparlei" und 7845 für die der Arbeiterpartei. Der Rest der Stimmen zersplitterte sich, oder war au« dem einen oder au- derem Grund ungültig. Wenn man nun bedenkt, daß die Zahl der Reichstagswähler eine be- trächtliche größere ist als die der kommunalen Wähler, daß bei der Reichstagswahl die Abstimmung geheim ist, und nicht öffentlich wie bei der Stadiverordneteuwahl, daß für den Reichstag nicht nach Klassen ge- wählt wird und jede Stimme gleich viel gilt,— so kann man beur- theilen, wa« e» mit dem„g'äuzenden Siege" auf sich hat. Im ersten Schreck über diesen„glänzenden Sieg" hatte die„Bosfische Zeitung" auch noch nicht die Selbstbeherrschung, Freude zu heucheln, und jammerte.(S. die Morgenausgabe vom 19. Oktober):„Es würde nicht der Wahrheit entsprechen, wenn man sagen wollte, daß Diejenigen, denen die Wohlfahrt unserer Stadt am Herzen liegt (natürlich die Herren Fortschrittler), und denen sie ihr Blühen und Ge- deihen zum großen Theil zu verdanken hat(natürlich wiederum die Herren Fortschrittler) mit Befriedigung aus diesen Au«- Da« internationale Arbeitsprodukt wird allerding« nur mit Hilfe der natürlichen Fruchtbarkeit geschaffen, jedoch hängt dieselbe nicht einzelnen Materien an, sondern ist Eigenthum der Gesammtnatur, welche wiederum nicht ewige« Eigenthum der Kapitalisten, sondern von ihnen durch Au?- beulung ihrer Mitmenschen zu kapitalistischem Eigenthum gemacht wird. Weil es also in der Natur Dinge gibt, die fruchtbar find, und i n der Gesellschaft gutmüthige Leute, die lebendige Dinge gegen todte auStauschell, z. B. ein Schaf, da« Lämmlein trägt, gegen Vermehrung«- uosähige Breiter oder Silberlinge, so will der geniale Bersasser von „Fortschritt uud Armuth" die Fruchtbarkeit de« Kapitalismus daraus herleiten. Die natürliche Fruchtbarkeit soll ewiger Grund und uuvergäng- liche Ursache sein, daß der Ertrag der Produktion zwischen dem Lohn- arbeiter und seinem Kapitalisten so getheilt wird, daß der eine kaum den erbärmlichsten Unterhalt und der andere die Löwenbeute davon trägt. O Natur, was für unnatürliche praktische und theoretische Bocksprüuge macht man mit dir! Mir dünkt, Henry George, versteht weder da» Theilen noch Eintheilen; er ist in der sozialen Distribution der Güter ungerecht uud verkehrt iu der Logik. Schon die Theilung in todte und lebendige Materie ist faul. Nicht nur der Wein, die Bienen und Rinder, auch die Bretter und todten Stoffe sind zeugungsfähig, sie gehen selbstchSlig allerlei Verbindungen ein. wenn keine animalischen und vegetabilischen, dann doch chemische und physische. Iu der Natur lebt Alle« nnd au» dem faulen Holze wachsen Trlif�&u Scheiden und Unterscheiden ist allerdings logisch, wenn man aber den Unterschied zu weit treibt, hört alle Logik uvd Natur auf. Henry George hat soviel« Leidensgefährten, welchen die Nawrhils« den ökonomischen Kops konsu« macht, daß e» mir gestattet seiu darf, die Sache mit wenigen Worten noch gründlicher zu ventiliren. Die Kapitalisten haben die Natur nicht gepachtet; sie gehört wenigsten» ebensoviel den Arbeitern, wie den Faullenzern. Die Natur ist absolut und ist da« Absolute; sie ist oben und unten, hinten und vorn, allgegeu- wältig und allmächtig und von Ewigkeit zu Ewigkeit; sie ist lebendig und todl und Alle» iu Allem. Wer kann von Etwa» sprechen, ohne von der Natur zu sprechen? Und wer vom lieben Gott spricht, spricht doch wieder von der Natur Gottes. Weun die Theologie zwischen weltlicher und göttlicher Natur metaphysischen Unterschied macht, geben wir doch keinen Deut sür die Logik der Theologen. Nach unserem Verstände find die Rabauen und die Reinetten, obgleich zwei Arten, doch von einer und derselben Apfelnatur. Wir kommen au» der einzigen und allgemeinen Natur so wenig heran», wie Müncbhausen sich am eigenen Schopf au» dem Sumps ziehen konnte Wer kann an die Arbeit gehen, davon sprechen oder denken, daß sie die Quelle de« Reichthumz sei, ohne in und mit der Natur zu denken, zu sprechen, zu wirken? Wer un» Sozialisten noch sagen zu müssen glandt, daß die Natur bei der Arbeit und bei der Er- zengung de« Reichlhum» mitwirkt, ist ein unnatürlicher Narr oder Einer, der da« PluSmachen unterstützen will. Der geneigte Leser, der soweit gefolgt ist, wird jetzt wissen, wa« er davon zu halten hat, wenn wir sagen: Arbeit ist die einzige Quelle de» Reichlhum». I. D i e tz g'e u. gang blicken könnten." Da« war wenigstens ehrlich— wenn auch nur die Offenherzigkeit der blassen Angst. Wenn die Fortschrittler sich Hintenach damit tröste» wollen, daß die 100, OOV„zu Haus gebliebenen Wähler" gute Fortschrittler seien, die nur deshalb nicht gewählt hätten, weil sie gewußt, daß auch ohne sie gesiegt werde'— so erinnert dies an das bekannte Argument des Kon- flikt-KriegSminister R o o n, welcher der Regierung die Stimmen aller Landtagswähler, die nicht gestimmt hatten, zuzählte, denn„sie seien jeden- keine Gegner der Regierung, und würden daher, wenn sie gestimmt hätten, für die Regierung gestimmt haben." Wie die„zu Hause gebliebenen" Kommunalwähler im Fall des N i ch t- zuhansebleibenS gestimmt haben würden, darüber wollen wir uns den Kops nicht zerbrechen— Thatsach« ist. Die Betheiligung(in der dritten Klasse) war diesmal eine fast dreimal so große als bei den früheren Wahlen, wo kaum 14 Prozent der Stimmberechtigten von ihrem Stimm- recht Gebrauch machten. Der Beschluß der Berliner Arbeiter, bei den Stichwahlen zwischen Fortschrittlern und Bürgerpartei sich streng der Abstimmung zu enthalten, kann nur unsere vollste Billigung haben; ob ein paar „Bürgerparteiler" mehr oder weniger in der Stadlverordnetenversamm- lnng sitzen, ist ziemlich-gleichgültig, dagegen würde es entschieden ein taktischer Fehler gewesen sein— vom Prinzip gar nicht zn reden— hätten die Berliner Arbeiter sich jetzt mit der Fortschritts- Partei alliirt, gegen die sie bei den nächsten Reichstag«- Wahlen in erster Linie zu kämpfen haben. — Die Franksurterin lenkt ein. Wir haben die„Frank- snrter Zeitung" so oft im„Sozialdemokrat" anzugreifen Veranlassung gehabt, daß wir ihr auch gern einmal Abwechslung halber unsere Auer- kennung aussprechen. Seit einiger Zeit hat das volksparteiliche Haupt- organ in Bezug auf die Beurtheilung der Berliner Arbeiterbewegung eine bemerkenswerlhe Schwenkung nach links gemacht. Genau an derselben Stelle, wo noch vor wenigen Wochen ihr �-Korrespondent seinen Geifer auf die Wortführer der Berliner Arbeiter ungehindert verspritzen durste, lesen wir jetzt in einer Besprechung der magistratlichcn Ungültigkeit«- erklärmig der aus Ewald und Kreutz abgegebenen Stimmen: „Aber besser wäre es jedenfalls gewesen, Magistraln« hätte diese philo- logischen Belustigungen unterlassen und die Entscheidung darüber sammt deren Odium der Oberbehörde anheimgestellt. Denn man spricht uud schreibt wohl in einiger Anerkennung davon, wie manierlich in dieser Kam- Pagne sich die Arbeiterpartei betragen habe, aber man schweigt wohl- weislich davon, wie wenig man selbst dazu mitge- wirkt. Abgesehen von den Spöttereien und Aussäl- leu gegen einige Ungeschicklichkeiten der Arbeiter- r« d n e r— aus den Probereden der miuorum gentium(der unter- geordneten Leute) der liberalen Partei hätte sich auch manch artiges Blümlein pflücken lassen— war da« Verfahren am Wahltisch selber stellenweise ein sehr ungehörige«. Gab da, wo ein Hansbesitzer zu wählen war, Einer seine Stimme für einen Aibeiterkandidaten ab, so �folgte stets seitens de« Borsitzenden eine Belehrung über besagte Hausbesitzbedingung und zum Schlüsse die Frage, ob denn der betreffende Kan- didat Besitzer sei oder gar ein direkter Zweifel an der Möglichkeit solcher Qualifikation. Bisweilen war die Folge, daß die Arbeiter dann einen Andern nannten, und zwar den Bürgerkandidalen, die Allermeisten ver- harrten stumm, aber mit verbissener Miene, bei ihrem Votum. Offenbar hielten sie die« Bersahren für den Versuch einer Beeiuflussung, zumal dä ja jene Besitzbedingung ohnebin groß und breit den Wahleinladezetteln vorgedruckl war. Bei der Schlnßaddirung wurden dann diese Stimmen kurzweg für ungültig erklärt, ja bisweilen nicht einmal im Protokoll ver- merkt, wem diese„ungültigen" Stimmen zugefallen, so daß eine Statistik, die sich auf dies Material stützt, nothwendig unrichtig sein muß. Der- gleichen erbittert uud weckt Mißtrauen, man schiebt der Fortschrittspartei in die Schuhe, was vielleicht nur bureaukratisches Ungeschick war, und so wird vorweg ein Berhältniß getrübt, auf da« man einige Hoffnung setzen konnte. Denn werden die Vertreter der Arbeiterpartei in der neugewähl- ten Versammlung mit bona fideo empfangen, wird ihnen da« politische GesellschastSrecht in der Vertretung dee größten Kommune des Reichs zuerkannt, so wirkt da« mehr dahin, die Fortdauer der Ausnahmegesetze unmöglich zu machen, al» zehn im verzweifelten Muthe sicherer Minorität abgegebene Reichsvota dagegen." Da« läßt sich doch wenigstens hören, auch wenn man den Standpunkt des Schreibers nicht«heilt und ein„Berhältniß" der Arbeiterpartei zur Fortschrittspartei in seinem Sinne für keineswegs wünschenswerth hält. Die Arbeiterpartei hat bewiesen, daß alles Gerede von ihrer Ver- bindnng mit der Reaktion leere« Geflunker war, und wo die Fortschritts- Partei für wirkliche demokratische Forderungen eintritt, kann sie deren Un- terstützung sicher sein, da» ist immer so gewesen uud wird so bleiben; im Uebrigeu aber beruht die Stärke der Arbeiterpartei just in ihrer Selbst- ständigkeit und strengen Trennung von allen bürgerlichen Parteien. Darum halten wir auch den Borschlag der Berliner„BolSzeitung", die Fortschrittspartei solle der Arbeiterpartei drei weitere Sitze freiwillig ab- treten, für keineswegs verführerisch für die letztere. Es wäre ein Danaer- geschenk, dessen Kosten die Arbeiter bei den nächsten Reichtsagswahlen zu bezahlen hätten. — In D o r t m« u d hat die öffentliche Gerichtsverhandlung gegen die Martener Bergleute wegen de« bekannten Krawalls aus der Zeche„Germania" ihren Ansaug genommen. Bis jetzt haben die Verhandlungen nur so viel ergeben, daß die Verwaltung der Zeche durch raffinirte Steigerung ihre» Ausb eutungsspstem« die Arbeiter ge- radezu provozirt hat, und daß die Empörung derselben- mehr wie gerecht- fertigt war. Ganz systematisch wurde die Arbeitslast vermehrt und der Lohn herabgedrückt. Erst stellte man größere Förderwagen ein und hinter- her wollte man außerdem die Schichtzeit verlängern. Mit wie gutem Gewissem die Gesellschaft dabei vorging, zeigt folgende Episode au» den Prozeßverhandlnngen: „Rechtsanwalt Mausen frägt den Obersteiger Nietmann, ob e» wahr sei, daß man den 17. Juli deshalb und auch so plötzlich zur Einführung der verlängerten Schichtzeit benützt habe, weil auf einer benachbarten Zeche um diese Zeit größere Arbeiterentlassungen stattfinden sollten. „Obersteiger Nietmann: Ja, man habe die Arbeiter- entlassuugen benützen wollen, um die Maßregel sofort einzuführen. Hätten die Bergleute sich dann geweigert, so hätte man genug andere habenkönnen. (Große Sensation.)" Kann man infamer vorgehen? Dieser kurze Satz ist die vernichtendste Kritik unsere« ganzen herrscheuden AusbeutungSsYstemZ. Einem solchen Verfahren gegenüber gab es kaum ein anderes Mittel als die Revolte. Weiteres über den Prozeß, sobald nn» der Ges ammtbericht über den- selben vorliegt. — Der christlich-konservative„Reichsbote" flunkert anläßlich einer Rede Liebknecht» in Bremen über die Sozial- r e f o r m wieder einmal mit dem„Segen der Monarchie". So viel wie im monarchischen Deutschland geschehe in keinem politisch noch so freien Lande; die Republik bedeute weiter nicht» als die schrankenlose Herr- Ichast de« Kapital», und so weiter, und so weiter.— Da? heißt die Dinge geradezu auf den Kopf stellen. Da» Kapital ist vorderhand noch in allen sogenannten Kulturstaaten— ob Republik oder Monarchie ohenans. Da« Köaigthum aber, wo es heute noch besteht, und in welcher Form e» sich auch präsenlirt, ist weiter nicht« al» der Geschäftsträger der Kapitalisteuklaffe, und zwar kaum in irgend einem anderen Lande mehr als in Deutschland, dessen WirthschaftSpolitik in der letzten Zeit ausschließlich den Interessen des großen Kapital« diente. Die Stumm, die Baare, die Kardorf, die Minnigerode— die ganze Sippschaft der Schlotjunker und Landbarone haben da» entscheidende Wort in Deutschland zu sprechen, und wenn heute die deutsche Regierung eine wirkliche soziale R-sormpolitik einschlagen wollte, sie würde an dem Widerstande dieser Herren scheitern. Da» Königthum, das über den Parteien steht, ist eine Fabel, erfunden von Schurken, um Narren zu betrügen, da» Königthum steht nur über den Parteien der Herr- scheu den Klassen, gegenüber den Unterdrückten ist es, wie oben gesagt, nichts als der Hausknecht der Ersteren. Die einzige Frage, in der in Preußen Kinigthnm und Bourgeoisie ernsthaft disserirten, ist der Mili- tarismus, und hier behält das Köaigthum nur deshalb Recht, weil die Bourgeoisie das stehende Heer zum Schutz für ihre Interessen braucht. Was nun aber die Fürsorge sür die arbeitende Klasse anbetrifft, so ist es nicht da» monarchische Deutschland, sondern die republikanische Schweiz, welche die beste Fabrikgesetzgebung hat, im Monarch- ischen Deutschland schlummern die Ausführungsbestimmungen des Ge- setze« behuss Anzeige von Berunglückungen zc. noch in den Akten, weil nach Bismarcks Ansicht„die Industrie" unter diesem Gesetze leiden könnte. Im monarchischen Deutschland schwebt über der Bereinigung der Arbeiter zur Wahrung ihrer Interessen das Damoklesschwert eines infamen Polizeigesetzes, im republikanischen Frankreich ist man mit der Fertigstellung eine« Besetze« beschäftigt, welche» den Arbeitersachvereinen Korporationsrechte sichert. Hier Phrasen und dort T h a t e n, das ist der Unterschied zwischen dem Polizeistoat und dem demokratischen Gemein- wesen. — Zur Naturgeschichte de« preußischen Junker. thum». DaSpreußifche Junkerthum herrscht bekanntlich in dem preu- ßischen Staat, welchen e» den„Staat der Intelligenz" zu nennen Pflegt. Da« vornehmste und feinste Preßorgan diese« Junkerthums ist die „Neue Preußische Zeitung", meist„ K r e u z z e i t u n g" geheißen. Wohlan, die„Kreuzzeitung", welche in der„allzu großen Humanität" unsere« Strafgesetze» und Strafvollzug» die Ursache der„Verwil- derung unserer gottlosen Zeit" erblickt, macht in einer ihrer letzten Rum- mern den Vorschlag, man solle sür„besonders haarsträubende Verbrechen" die Strafe der Vivisektion einführen. Es ist kein Scherz: der Vorschlag ist in vollem Ernst gemacht. Um die„Humanität" de« vornehmsten und feinsten Jnnkerorgan« vollständig zu begreifen, muß man sich vergegenwärtigen, daß die„Kreuzzeitung" eine sanatische Gegnerin der Bivi- sektion von— Thieren ist, weil die Vivisektion eine Grausamkeit sei, die durch keine wissenschaftliche Erwägung gerechtfertigt werden könne. Was also Thieren gegenüber eine durch nicht« zu rechtfertigende Grausamkeit ist, soll für Menschen eine verdiente Strafe sein! Wir danken der„Kreuzzeitung", daß sie die bestialische Rohheit ihrer junker- lichen Patrone so unverhüllt zum Ausdruck gebracht und— au den Pranger gestellt hat. — Freue dich, Schweizervolkl Du hast Gnade gefunden vor den Augen des Herrn— Stöcker. In einer Rede über das„Brechen der Judenmacht, eine Kulturausgabi", stellte der würdige Lehrer der Nächstenliebe, wie sein Leiborgan mittheilt, die Schweiz als Beispiel ans.„Dort genießen die Juden zwar den bürgerlichen Rechtsschutz, aber man läßt sie nicht recht aufkommen. Die Juden find bei der dortigen Demokratie eben nur geduldet. Es ist noch kein Fall vorgekommen, daß ein jüdischer Händler, Banqnier oder Zeitungsbesitzer in einen Ge- meinderath oder gar in den Nationalrath der Schweiz gewählt worden wäre. Da« wäre dort undenkbar." E« ist un« so gl-ichgiltig, ob Inden in den schweizerischen Behörden fitzen oder nicht, daß wir un« gar nicht die Mühe nehmen, zu untersuchen, ob der biedere Psaffe nicht auch hier wieder geflunkert hat. Zudem ist der Prozentsatz der Juden zur übrigen Bevölkerung der Schweiz so gering, daß die Stöcker'sche Behauptung, selbst wennfie wahr wäre, nichts Wun- derbares hätte. Eine namhafte jüdische Bevölkerung hat eigentlich nur Genf, und wenn die Juden den Genfern gegenüber„nicht auskommen," so hat man in der Schweiz dafür ein Sprichwort, da« nicht sehr schmei- chelhaft für die— Genfer ist. Aber ein anderer Grund veranlaßt uns, den Ausspruch Stöcker'S hier festzunageln. Wenn nämlich in der Schweizer D e m ok r a t i e die Juden nicht auskommen können, eil so gibt e» ja ein probate« Mittel, die „Judenherrschast" in Deutschland zu brechen: Mau führe die demokratischen Institutionen der Schweiz in Deutschland ein! Zu dieser Lösung der Judenfrage würden wir dem Herrn Hosprediger freudigst die Hand bieten. Ob er aber als Befürworter der freiheitlichen schweizerischen Verfassung noch lange H o f Prediger sein würde, er, der so nngenirt immer auf's Neue den Rassenhaß schüren darf— daran zu zweifeln wäre MajestätSbeleidigung. — Wackere B o l k« f r e u n d e, diese frommen Katholiken! Die„Dublin Rwiew", ein offiziell nltramontane« irische« Blatt, schreibt in ihrem Juliheft in einem gis«geschwollenen Artikel gegen die irische RevolutionSpartei: „Englische Politiker haben die Hand der Revolutionäre und Mörder geschüttelt, haben Verbrechen und Ausstand angepriesen, haben aus Irland« Stimme aufmerksamer gehört, wenn Irland zu- schlug und sprach. Aber es ist besser, daß Jrländer und— alle Katholiken werden zustimmen— e« ist besser, daß eine Ration leidet, besser selbst, daß siezuGrunde geht, als daß sie sündigt, oder ihr Kleru« ge- meinsame Sache mit Männern macht, die dem Volke keine Ruhe mehr lassen werden, bisdaß sie e« in ihren politischen Atheismus hinein- gezogen haben." Und die„Christlich-sozialen Blätter", denen wir diese» nette Zitat entnehmen, fügen hinzu: „Wir unserseits stehe» nicht an, diese» sehr ernste Schlußurtheil zu unterschreiben, und schließen mit dem Wunsche, e« möge an dem edlen keltischen Volke die entsetzliche Gefahr, in die es durch die Geheimgesellschaslen und die sozialistischen Führer gerathen, um seine« makellos treu bewahrten katholischen Glauben« willen vorüber- gehen." Der Schluß ist ebenso logisch, wie das Ganze„christlich" gedacht ist. Nachdem lang und breit vorher darüber gejammert worden ist, daß da» irische Volk sich von der Kirche ab und den revolutionären und sozialisti- scheu Gesellschaften zuwendet, soll plötzlich die„Gefahr", daß es die« thut, „um seine» mackello« treu bewahrten katholischen Glauben» willen" an ihm vorübergehen, sonst mag e»— zum T e.n f e l gehen. Die„Un- eigennützigkeit der Kirche" kanu gar nicht besser gekennzeichnet werden, al» e« hier geschieht. Rom übernimmt die Rolle de« Retter« de» Land- lordismu«, weil von den edlen Herren, an denen ja mehr zu verdienen ist, al» an dem von ihnen ausgehungerten irischen Volke, Einer nach dem Andern in den Achooß der alleinseligmachenden Kirche zurückkehrt. E» ist die reinste gegenseitige Rückversicherung aus Ausbeulung und Ver- dummung des Volkes. Rom hat diese Parole ausgegeben— man erinnere sich des famosea Hirtenbrief» Leo'« Xlrl. wider den Sozialismus — und seine Gläubigen gehorchen. Auch in Deutschland verflüchtigt sich der katholische Sozialismus immer mehr im blauen Dunst, der R.-st ist Pfaffengewäsch. Man lese nur den Artikel„Zur Lohnfrage", im gleichen Hest der„christlich-sozialeu Blätter". Da wird mit großem Auswand voa Scharssinn ausgeführt, daß die Ar- beiter Lohnsklaven bleiben müssen, weil— in dem Gleichniß von den Arbeitern im Weinberge auch der Herr mit den Arbeitern über den Lohn freiwillig.übereinkommt". Gegen solche Logik kann Niemand ans- kommen. — Die wirthschaftliche Krisi«, welche über Frankreich hereingebrochen ist, unterscheidet sich von früheren Krisen dadurch, daß sie hauptsächlich den Bauernstand trifft. Die mangelhaften G e- treibe- und Weinernten der letzten 8 Jahre, verbunden mit den Fortschritten der Reblaus und mit der immer übermächtiger werden- den amerikanischenKonknrrenz, haben die sranzöstschen Bauern auf'« Schwerste geschädigt und den ökonomischen Auslösungsprozeß, dem dieselben unlerworsen find, wesentlich beschleunigt. Der Rückgang der französischen Getränke- und Weinproduktion wird am besten durch die Thatsache illustrirt, daß Frankreich, welche« früher wenig oder kein Getreide importirte und da« weinreichste Land der Welt war, im vorigen Jahre einen Getreide i m p o r t von S80 Millionen Mark hatte, und obendrein sür 230 Millionen Mark Wein einführte, nachdem die Weineinsuhr in früherer Zeit nicht der Rede Werth gewesen war. Für die soziale Bewegung in Frankreich, welche bisher den aktiven und passiven Widerstand der Bauern nicht zu überwinden vermochte, kann die gegenwärtige Krisis nur von dem größten Vortheile sein, denn sie wirft die Bauern gewaltsam in den Pauperismus und stellt sie vor die Alternative de« wirthschaflichen Untergangs oder der sozialen Revolution. — Einen wunderbar weisen Entscheid hat jüngst die Münchener Polizei getroffen, die einem dort gegründeten Verein „Kr a l> k en s ch u tz" die Genehmigung versagte, weil— der„Allgemeine männliche und weibliche Krankenunterstützungsverein", dem sein letzter Kassier 36,000 Mark unterschlagen hat— die ganz gleichen Zwecke verfolge! O Schild», mein Baterland I — Frankreich- Die bereit« von uns angedeutete Konferenz behuss internationaler Agitation für die Arbeiterinteressen ist am 29. Oktober in Pari« zusammengetreten. An ihr nahmen außer den Einberufern Theil: 1) Au» E n g l a n d: die Herren Broadhurst(Parlamentsmitglied), Baily(Schneider), Burnett(Mechaniker), Delegirte de« parlamen« tarischen Komite« der Trades-Uaion«; G. S i x t o n, Dekorationsmaler, E. C o u l s o n, Maurer, R. King, Buchbinder, Delegirte de« Ver- bandSralh« der Londoner Gewerkschaften, W. Dapp, Delegirter de« nationalen Schueiderverbandes, M. T r o w, Delegirter der Metallarbeiter, Frau Heatherley, Delegirte der Schneiderinnen und Modistinnen von London, M. D r n in o n d, Delegirter der Londoner Schrislsctzer. 2) Aus Italien: AndreaCosta, Parlamentsmitglied, und ver- schieden« Delegirte von Mailänder zc. Arbeitervereinen. 3) Au» Spanien: Brgr. Felgueroso, Delegirter de« Komite'« der Arbeiterpartei von B a r c.e l o n a, P a l i a», Delegirter der Arbeiter der„drei Dampsindustrien"(Texeilgewerbe) zc. sc. Die Gründe, weshalb die deutsche Sozialdemokratie, neben den Trade« Union«, die aber nicht ausgesprochen sozialistisch sind, die stärkste und bestorganistrte aller Arbeiterparteien, aus der Konferenz nicht vertreten ist, schweigen wir vorderhand mit Rücksicht aus die Sache, um die es sich daselbst handelt, und der wir unsere vollste Sympathie schenken. Nur soviel sei bemerkt, daß irgend ein Chauvinismus, wie die„S entin elle" in Berv ier s vermuthet, dabei absolut keine Rolle spielt. — Da« Dynamit geht um. Zwei Dynamit-Attentate werden wiederum gemeldet. In Frauksurt am Main wurde am 29. Oktober, 5 Uhr Abend«, der Versuch gemacht, da« dortige Polizei- gebäude in die Lust zu sprengen, während am 30. Oktober in London ein Bahnzug der unterirdischen Eisenbahn, wahrscheinlich durch aus die Schienen gelegte» Dynamit, demolirt wurde, wobei 32 Personen, meist Arbeiter, verunglückten. Wir stehen nicht an, letzteres Attentat al« ei» infame« Verbrechen zu bezeichnen. — Au« Polen. Unsere polnischen Genossen sind rührig an der Arbeit und wirken, getreu ihrem Programm, mit Eifer dafür, daß sich in den Ländern, welchen Dank der Perstdie der drei„großen" Man« archen Friedrich II., Joseph II. und Katharina II., da» ehemalige Polen heule gehört, die polmschen Arbeiter zur Erringung ihrer politischen und sozialen Freiheit organisireu, im Anschluß an die unter der gleichen Fahne kämpsenden Arbeilerparlele» dieser Länder und au die Taktik derselben. Von der Thätigkeil der Partei in der preußischen Provinz Posen haben wir in der letzten Zeit mehrfach berichtet, heute sind wir in der Lage, Einige» über den Fortgang der sozialistischen Agitation in Russisch- Polen, wo die Agitation doppelt schwierig ist, zu berichten. In W a r s ch a u ist seit diesem Frühjahr e,ne— natürlich geheim wirkende— Arbeiterpartei iu'S Leben gerufen worden, die den Titel führt:„Solidarität". Da« Programm dieser Partei lautet: „Die Arbeiterpartei„Solidarität" hat zum Zweck die Befreiung der arbeitenden Klasse von dem ökonomisch- politisch- sozialen Joche; diese« unter drei Formen bestehende Joch wird abgeschaffen sein, sobald: „1) Die Ländereien, die Fabriken und sämmtliche Hilfsmittel der Arbeit Gemeingut aller Arbeiter werden uud die von den sozialistischen Arbeitern orgauistrle Kollektivarbeit die Lohnarbeit ersetzen wird; „2) Die politische Autonomie sich aus da» allgemeine und direkte Stimmrecht stützen wird; aus die vollständige Freiheit de« Worte«, der Presse, de« Verein«- und Versammlungsrechtes; aus die Glelchheit der Rechte aller Staatsbürger, ohne irgendwelchen Unterschied de« Geschlecht«, de« Standes, der Nationalität und der Religion; „3) Der von allen Borurtheilen befreite Unterricht allen Mitgliedern der Gesellschaft zugänglich sein wird. „Um diesen Zweck zu erreichen, muß man vor Allem trachten, sämmt- liche Arbeiter unsere« Lande» in eine organisirte Partei zu vereinigen, welche „1. ihre Tendenzen al« die einer unterschiedenen Klasse kennt und �2. zm Kampfe mit Allem und Jedem, was ihre Emanzipation behiu- der«, bereit ist. „Indem die Partei ihre Thäligkeit „1. auf die Solidarität der Interessen aller Arbeiter ohne Unterschied des Geschlechtes, der Religion und der Nationalität, „2. aus die Absonderung uud den Antagorismu« der Interessen der privilegirlen Klassen und der unterdrückten Arbeiterklaffe stützt— „tvitd sie mit größter Energie alles Da« bekämpfen, was darauf ab« zielt, da» unlerfcheldende Jnteressengesühl, sawte da« der internationalen Solidarität abzuschwächen und den nationalen oder religiösen Haß zn erwecken.. „Ohne da» ökonomische Feld zu verlassen, wird die Arbeiterpartei „Solidarität" ihre Thäligkeit kundgeben: „Indem sie die unterschiedlichen Interessen der Arbeiterpartei, sowie die Prinzipien de» Sozialismus verbreitet und die Tendenzen der privi- legirten Klassen, welche sich anstrengen, den gegenwärtigen, aus der Ab- hängigkeit der arbeitenden Klasse gestützten Zustand der Dinge andauern zu lassen, kennzeichnet. „2) Indem sie die Arbeiter gegen alle Formen der Ausbeutung und gegen alle Bersügungen ausstachelt, welche bezwecken, die Unterdrückung der Arbeiterklasse zu einer fortwährenden zu machen und der Würde de» Arbeiter» Abtrag zu thun; ,.3) Indem sie sich organifirt und die Streik«, sowie alle durch die Mißb�änch- der Kapitalisten und deren Parteigänger h-rbeigesührteu Konflikte unterflützt; „4) Indem sie geheime Arbeitervereine organifirt, bereit, den gegen- wältigen Stand der Dinge zn bekämpfen. „Wir fordern sämmtliche Arbeiter in de» Städten nad ans dem Lande ans, in unsere Reihen einzutreten." Seit mehreren Wochen erscheint neben dem in Genf herausgegebenen „Przedswit" in Warschau selbst ein in geheimer Druckerei hergestellte» Organ„Proletariat". Zwei Nummern diese» Blatte» liegen uns im Original vor. An der Spitze de« Blatte« figuriren al» Motto die For- derungen:„Swodobh, Fabryk i Ziemi l"(Freiheit, Fabriken und Land I) und„Proletarier aller Länder vereinigt Such!" Herstellung und Druck find, wie man nicht ander« erwarten kann, ziemlich primitiv. De» Weiteren geht un» von unseren polnischen Genossen ein in der „Partei druckerei" hergestelltes Flugblatt de»„Arbeiterkomites von Bialy- stock und Umgegend" an die dortigen Fabrikarbeiter in mehreren Sxem- plaren zu. Jede» dieser Exemplare enthält den Aufruf in zwei Spra- chen(russisch- polnisch oder russisch- deutsch), da die Bevölkerung von Bialhstock gemischt ist. Wir lassen den Schluß diese» Flugblatt«» hier folgen: „Arbeiterl Vereinigen wir un» zum Kampf, der in beiden Welttheilen geführt wird, vereinigen wir un» mit �unseren Brüdern, denn nur mit ihnen verbündet, vermögen wir ein bessere» Loa« zu erreichen, un» Rechte zu erkämpfen. Lassen wir den Nationalitätenhaß fahren, denn er hilft nur unseren Feinden, nn« in Unterthänigkeit zu halten. E» gibt keinen Unterschied der herrschenden Ausbeutung gegenüber; keine Nationalität schützt den Arbeiter vor deren Folgen. Jeder Arbeiter ist unser Bruder, jeder Ausbeuter— unser Feind. Nur die internationale Arbeiter- Revoluttion wird un» befreien, nur sie allein wird die Arbeitswerkzeuge Denen übergeben, die damit produziren, nur sie wird die Lohnarbeit, die Klassenvorrechte abschaffen, die Regierungen stürzen und Allen nicht nnr da» Recht, sondern auch die Möglichkeit zu einem ruhigen Leben geben. „Gemeinschaftlich mit anderen Arbeitern zu diesem Ziele strebend, müssen wir bei nn» zu Hause die Hindernisse Uberwindens, die un» im Wege stehen, müssen unsere Feinde vernichten, sie durch Kamps und Widerstand schwächen, Unrecht und vergossene» Blut rächen und überall, zu jeder Zeit, Einigkeit und Frieden unter nn« verbreiten, falsche Begriffe auseinandersetzen, die Wahrheit erklären. „Zum Bündniß mit un», zum Kampfe für unsere Sache rufen wir Such auf, Arbeiter I"— Selbstverständlich ist die russische Polizei eifrigst hinterher, die Mit- glieder zu ermitteln und einzukerkern, nnd ist auch— leider I— die Zahl der Opfer keine geringe. Aber immer wieder treten neue Kämpfer für die im Kampeunterlegenen ein, immer wieder erhebt die revolutionäre Hydra ihr Haupt und wird e« erheben, bi» ihre Aufgabe erfüllt, die Freiheit errungen ist und Land und Fabriken dem Volke gehören. Den muthigen Kämpfern Gruß und Solidarität! Nachschrift. Dieser Bericht war bereit» gesetzt, al» wir au» den Zeitungen die Nachricht von der Verhaftung unsere» Genossen W a r i n s ki, sowie der Entdeckung der Druckerei de»„Proletariat" ersehen. Da» ist für eine so junge Partei ein harter Schlag, aber wir wissen, daß unsere polnischen Freunde deshalb im Kampfe nicht nachlassen werden. Schon ist ein neue» Flugblatt in Warschau erschienen, da» die Genossen aus- fordert, den Kopf nicht sinken zu lassen, und hoffentlich wird auch die Nr. 3 de«„Proletariat" nicht lange ans sich warten lafien. Korrespondevzev. — Mannheim, 20. Oktober. Wir haben schon lange nicht« mehr von un« hören lassen!— so oder doch ähnlich sangen die meisten Situationsberichte an. Zur Beschwichtigung der darob erregten Gemülher folgt dann:„doch waren wir unter der Zeit nicht unthätig" jc. E« ist hie» zwar eine abgenützte, aber immer noch bequeme Einleitung, weshalb wir sie auch bevützen und dann Einige«„siiuationsberichten": In den letzten Tagen de« Monat» März d. I. wurde nochmal» eine Partie Flugblätter:„Ein Wort zur Aufklärung" verbreitet, und zwar umhüllte man sie mit Touverten, welche die Ausschrist trugen:„Badische Anilin- und Soda-Fabrik",„Berein für Verbesserung de« Dienstboten- Wesen»",„Lantwirthschaftlicher Berein":c. Die Post war so freundlich, gegen geringe« Honorar die Blätter an Ort und Stelle zn befördern. Eine« dieser„skandalösen" Flugblätter erhielt auch der ehrenwerthcste frühere Stadtdirektor E n g e l h o r n(jetzt mit Hinterlassung eine» un- ehelichen Sohne« avancirt und versetzt) und bewirkte die Berhaftonz unsere« Genossen Ehrhardt, den er im Verdacht hatte, fragliche« Touvert beschrieben zu haben. Vierzehn Tage wurde Ehrhardt seiner Freiheit beraubt, und schließlich mußte man ihn entlassen, weil man sich überzeugte, daß Ehrhardt die Adresse nicht schriev. Vierzehn Tage brauchte die Bande, um eine Handschrist zu vergleichen! Ehrhardt erhob Beschwerde, welche für begründet erachtet wurde— wer zieht aber den nun den fittenreinen Stadtdirektor, wer den Staatsanwalt zur Rechen- schast?? Derartige Herren gehen stet» leer au«! Doch halt, sie gingen nicht leer an«! Der Stadtdirektor wurde LandeSkommiffär und der Staatsanwalt badischer Gesandter in Berlin! Beide haben'» redlich verdient! Ueber den famosen Theaterskandal, der einige Stützen der Ge- sellschaft in ihrem wahren Lichte erscheinen ließ, brachten wir schon eine Notiz, und wie schwer der Artikel den sauberen Patronen im Magen gelegen haben mag, geht au» der Erklärung de» darin benannten Max Hahn, Besitzer de«„Mannheimer Tageblatte«", einem unserer Genossen gegenüber hervor, wonach der famose Wadenbeschaner H. Lan; 2000 Mi. für Erlangung de» Manuskripte» oder Habhaftwerdong de» Korrespon- Kenten de«„Sozialdemokrat" geboten haben soll. Die betreffende Num« mer wurde unserem Freunde Hahn zur 20jährigen Feier feiner Geschäst»- gründung eingesandt, nnd da» scheint ihm einen großen Theil femer JubiläumSfreude v ertrotzt zu haben. Armer Kikriki I Nicht ein einzige« Blatt hat die Thatsache Deine« 20jährigen Bestehen« besprochen, oder auch nur registrirt l Deswegen hast Du auch in Deinem eigenen Blatt einen Lobgesaug auf Dich selbst angestimmt. Fremde« Lob klingt, Eigenlob stinkt! Schwamm darüber! Bor einiger Zeit machten ca. 200 Mannheimer Genossen vermittelst eine» extra gemietheten und festlich geschmückten Dampfer« eine Ber- gnllgnngSfahrt nach der altehrwürdigen Stadt Speyer. Dort ange- kommen, wurde ihnen sofort eine Ehrenkompagnie GenSdarmen und Poli- zisten zur Verfügung gestellt. Dieselben hatten die Aufgabe, darüber zu wachen, daß kein Sozialdemokrat zu viel trinke. Bon Wirthschaft zu Wirlhschast verfolgten, resp. begleiteten un« die Kumpane, verboten, daß die mitgebrachte Musik spiele, und gingen in ihrer Albernheit so weit, einem Wirth da» Faß zn versiegeln. Alle» auf Grund de« Sozialistengesetze» I Armer Staat, arme Gesellschaft, die schon au» dem Leim zu gehen drohen, wenn Sozialdemokraten gemüthlich Bier trinken wollen! Wie muß da» erst dann au»seheu, wenn sie erst ungemülhlich werden I Da« Benehmen dieser Schlingel war eine sehr gute Propaganda für un«. Ueberoll herrschte Erbitterung, und Tausende standen am Ufer, al« da» Schiff, begleitet von au» tausend Kehlen erschallenden Hoch» ans die Sozialdemokratie, Abend« die Heimfahrt antrat. Einige Sonntage daraus erwiderten die Speyerer Genossen den Besuch, bei welcher Gelegenheit eine Konferenz der pfälzischen Vertrauensleute in Ludwigshafen stattfand, welche den Geist der Solidarität ans', Nene bekräsiigte. Hier lies die Polizei den Gästen wie ein Rudel Hunde nach, nnd da» berüchtigte„Mannheimer Tagblatt" theilte da» Tagesereigniß seinen Lesern wie folgt mit: „Sine Anzahl Speyerer Sozialdemokraten statteten gestern mit ihren Familien— im Ganzen waren e« 125 Personen— den Gesinnung«. genossen in Ludwigshafen und Mannheim einen Besuch ab. Vormittag» traf man in Ludwigshafen ein, wo man sich zunächst im GesellschaftShau, mit etwa 20 dortigen Freunden vereinigte, um alsdann nach Mannheim zu ziehen, wo sich zirka 50 Manu anschlössen. Da« Mittagsmahl nahm man in der„Neuen Welt" ein, worauf mau in die Brenner'sche Wirth- schast jenseits de» Neckar» und dann zum„Anhaltspunkt" in der Schwetzingen Borstadt zog. Da alle diese Wirthschasten poli- zeilich überwacht waren, kam bei den Herren Sozialdemokraten keine rechte Gemüthlichkeit zum Turchbruch, und früher al« beabsichtigt war, kehrte man— unter polizeilicher Begleitung— nach LudwigShafen zurück, w o die Ueberwachung von der dorti- gen Gens darmerie übernommen wurde. Daß e» bei den Kreuz« und Quersahrten nicht ohne Hoch« auf DreeSbach und Ehrhardt (auch die Polizei ließ man in echtem Galgenhumor hochleben) abging, läßt sich denken. Seiten« der hiesigen Polizei waren a u ch d i e R h e i n b r ü ck e, d i e L o k a l d a m p f b o o t e und der Bahnhof überwacht worden." Mau sieht daran«, wie wohlig sich die Herreu vom„Tageblatt" fühlen, daß die Polizei so sehr aus der Hut ist. Alle« war überwacht, denn die Rheinbrücke ist sozialistisch, die Lokaldampsboote find sozialistisch, der Bahnhof ist sozialistisch, sogar der Redakteur de»„Tageblattes", der dicke R o t h ist � nein 1— der ist nicht sozialistisch, der ist dnmm, aber etwa» gründlich I Da Dummheit auch eine Gottesgabe ist, so ... rühret, rühret nicht daran, Den Götterfunken löscht nicht au«,— Fürwahr, der Roth wär' schlecht daran, Wenn ihm die Dummheit ginge au«! Genosse Ka y s er sprach vor einiger Zeit in einer Tabakarbeiter- Versammlung hier Uber da« Krankenkassengesetz, und war die„Frankfurter Zeitung" entzückt über„die wohlthuende Rede Kayser'«". Wir wollen, ohne eine Polemik hervorzurufen, doch hier konstatiren, daß die Mehrzahl der Genossen in Mannhein nicht mit dem ganzen Inhalt der Rede ein- verstanden waren, noch find. Eine Lobrede auf die lozialresorma- torische Thätigkeit der Reichsregierung find wir von einem Partei- genossen nicht gewöhnt, noch haben wir eine solche erwartet. Den Dank, den Gen. Kayser dem Reichskanzler für Einbringung der Arbeiter-„Schutz"- gesetzt»c. schuldig zu sein wähnt, mag er ihm unter vier Augen au«- sprechen, wenn e« ihn so sehr danach gelüstet. Wir sind unserer Ansicht nach dieser Reichsregierung keinen Dank schuldig. Die Wahlen zum badischen Landtag verliefen sehr ruhig. 27 Prozent der Wähler thaten den schweren Gang zur Wahlurne. Wir betheiligten nn« an dem ganzen Firlefanz nicht. Die Regierung aber mag au» dieser lendenlahmen Bethciligung ersehen, daß da» Volk von der indirekten Wahl, diesem veralteten System, absolut nicht» wissen will. Gewählt wurden hier in Mannheim die beiden„Demokraten" Feder und Schneider. „Kühl bi» an'» Herz hinan" that kürzlich auch unser biederer Polizei« zeiinspektor B a u m a n n einen Ausspruch:„Solange ich hier zu befehlen habe, darf kein Sozialdemokrat in einer Versammlung sprechen." Biel läßt sich über den armen Teufel und sein Anathema nicht sagen. Wir machen'« mit ihm wie Bracke mit dem Sozialistengesetz: W i r p s e i s e n ans ihn I Am Sonntag, den 23. September, taaten in Heidelberg die Vertrauensleute von Unter- und Mittelbaden, sowie der Pfalz, 24 an der Zahl. Mit warmen Worten gedachte der Borfitzende unsere« leider so frühe dahin- geschiedenen Genossen Lehmann von Pforzheim. Der Haup'punkt der Tagesordnung war die Agitation zu den nächsten Reichs- tagswahlen, auch wurden die Kandaten für die einzelnen Kreise bestimmt. Unser Hauptaugenmerk werden wir auf den Wahlkreis Speyer- Frankenthal werfen nnd wir hoffen, daß unser dort aufgestellter Kandidat diesmal siege. Mittel- und Unterbaden wie die Pfalz sind vortrefflich organifirt und wird überall eine so rege Agitation entfaltet, daß man seine Freude daran hat. In dieser Kovsereuz wurde neben anderen Beschlüssen mehr internen Tharakter« folgende Resolution einstimmig angenommen: „Die in Heidelberg anwesenden Vertrauensleute beschließen, die Parteileitung energisch aufzufordern, mit allen Kräften daraus hin- zuwirken, daß da» aus dem Kopenhagener Kongreß beschlossene Manifest unter allen Umständen schleunigst'fertiggestellt und zur weitesten Verbreitung gebracht wird." Veranlassung zu dieser Resolution, die hiermit der Parteileitung unter- breitet wird, gab eine Aeußeruug eine» unserer Reichsboten, woraus zu entnehmen war, daß die Ausführung de» Beschlusses unter Umständen unterbleiben könne.— Einen Schurkenstreich sondergleichen verübten die Justizbanditen in Ludwigshasen. Saßen da am Pfingstdienstag die Genossen D r e e»- dach, Ehrhardt und Andere im Garten der Schisser'schen Wirthschaft gemühlich beim Bier. Einer au« der Gesellschaft rief einem vorübergehenden Pfaffen in jovialer Weise zu:„Prosit Schwarzer, komm' herein und trink' einmal I" Hieraus kam der würdige Psosse— Fischer ist sein Name— in den Garten und, nicht wissend, wer ihn rief, wandte er sich an Dreesbach mit den brüsken Worten:„Ich verbitte mir der- artige Flegeleien", woraus ihm Dreesbach treffend erwiderte:„Der Herr scheint viel mit Flegeln umzugehen, weil er so rasch mit Flegeln bei der Hand ist. Darob entspann sich später eine Keilerei, der jedoch unsere Genossen völlig ferne standen. Nichtsdestoweniger klagt« man Obige wegen groben Unfug« und Körperverletzung an und Alle wurden zn empfind- lichen Strafen verurtheilt. Natürlich reknrrirten unsere Genossen und wurden vor einigen Tagen von der Frankenthaler Strafkammer voll- ständig freigesprochen, weil die Verhandlung deren gänzliche Schuld- losig keit darthat. Der Vorfitzende in dieser Verhandlung konstatirte, daß Dreesbach zu der Antwort, welche er dem streitbaren Kaplan Fischer gab, berechtigt war und hierin kein Unfug erblickt werden könne, und ferner, daß Ehrhardt, Schmitts, unschuldig wie neugeborene Kinder(hört l hört!) seien. Bergeben« suchte der Staatsanwalt F a u« die Anklage ausrecht zu erhalten; ihm leuchtete der Vertheidiger unserer Genossen, Dr. W e i l, so gründlich heim, daß er nur noch zu stottern vermochte. Wir haben übrigen« noch keinen Staatsanwalt gehört, der so konfuse« Zeng schwatzte, als dieser Bruder F a u«, welchem wir den wohlgemeinten Rath ertheilen, erst Deutsch sprechen zu lernen, ehe er zu plai- diren versucht. Die Namen der LudwigShafener Richter, denen es nur darum zu thnn war, unserer Sache einen Schlag zn versetzen, die in ihrer verblendeten Wuth nur verurtheilten, ohne Gründe, ohne den sichern Beweis erbracht zu haben, daß unsere Genossen wirklich schuldig seien— zwei Knaben von 12 und 13 Jahren waren da» BelastungSpersoual—, sie seien hiermit der Oeffeutlichkeil preisgegeben. Der Vorsitzende heißt Hanuwacker, OberamtSrichter, der Amisanwalt hat den edlen Namen Mayer, und al« Murmelthiere, pordon! als Schöffen fignrirten Johann Merle, Ackerer von Mundenheim, und Peter Kunz, Bäcker in Oggersheim. Freund Hannwackel ist übrigen« nunmehr in die Abruzzen nach Pirmasens versetzt, vamil er dort sein edle« Handwerk weiter führe lj Da« ist so im großen Ganzen da» Neueste„vor Pari«." Ueber kleinere Polizeiousmerksamkeiten decken wir den Mantel der christlichen Liebe. Die Leute find eben hier wie allerwärt«; sie lungern auf der Straße herum, stehlen uuserm alten Herrgott die Zeil ab und find nie da, wo sie zu brauchen wären. Kürzlich bekam unser«allverehrter"— wie die hiesigen Blätter schweif- wedelten— Oberbürgermeister am hellen Tag, Morgen« 8 Uhr, in einer der frequentesten Siraßen eine Tracht Prügel, die übrigen« eher einem Andere» gebührt hätte— Polizei war nicht zugegen. Jede Nacht finden Schlägereien ans der Straße statt, wobei immer Etwelche halb- iodt gepochen werden— Polizei ist nicht da! Warum? Je nun, die Polie» ist klug und weis«; sie mischt sich nicht gerne in Raushändel, da» ist zu gefährlich. Schnüffeln, spioniren u. s. w. ist weniger mit Gefahr verbunden, da« thut sie lieber! Und nun für heute genug; wir schließen mit der Versicherung, daß wir alle auf dem Platze und zu jeder Zeit bereit sind, für unsere Sache, für die Sache der unterdrückten und geknechteten Menschheit in die Ä chranken zu treten. Die Mannheimer Genossen. Warnung. Ein Denunziant. Der Schriftsetzer Günther Bernhardt in S t ö t t e r i tz bei Leipzig ist der D e n u n z i a t i o u mehrerer Ge- nassen bei der Polizei überführt, und wird vor demselben nachdrücklich gewarnt. Bernhardt ist in Königs««(Schwarzburg Rudolstadt) geboren, 24 Iabr« alt, mittelgroß. Hat dvnkle, krause Haare, schwarzen Schnurr- und Backenbart, ist korpulent und von einschmeichelndem Wesen. Kur Beaclitung. Da den au« Berlin ausgewiesenen Parteigenossen behördlicherseits keineAuSweisungSordre mehr eingehän- digt wird, womit ein neue» Bubenstück in Szene gesetzt ist, welche» daraus hinausläuft, etwaige Unterstützungen der Genossen zu verhindern, so erhalten von jetzt ab alle auSgewieseneneu Genossen eine Partei» Legitimation und bitten wir die Genossen allerwärrt», dieselbe anzuerkennen. Berlin, 23. Oktober 1333. Da« Zeutralkomits. Brieftafteu der Expedition: v. d. Eider: Mehrbstllg. u. Schft. folgen.— Lpzg.: Mk. 400,— ä Eto. gutgebr.— Epilog: Mk. 100,— ä Cto. Ab. gutgebr. Bs. v. 26/10. hier.— B. v. O.«mstdt.: Fr. 3,50 f. Schft. und Fr. 6,50 pr. Ufd. dkd. erh. Sdg. abg.- G.N. Arbon: Fr. 14,20 f. Schst. erh. Sdg. fort.— Waldenburg i/Schl.: Mk. 10,— ä Eto. 4 Ab. 4. Qu. gutgebr.—„Roth ist die Farbe", Payern«: Fr.—,90 für Bldr. erh. Wird besorgt.— Blli.: Fr. 9,90 s. Schst. Bers. am 27/10. erh.— L. Hffmn.Z.: Fr. 2,— Ab. 3. Qu. erh.— P. B. Amstdt.: Fr. 25,50 Lb. bi» Ende 83 u. Schft. erh. P.-K. für Montagsdg. zu spät hier gewesen.— E. Bck. Z.: Fr. 54,15, Fr. 13,33 u. Fr. 3,05(zus. Fr. 71.- Borsch, v. LdSauSsch.) erh.— Nr. 500: Mk. 3,—«bau. 3. Qu. erh— P. H. G. B.: Mk. 15,— k Cto. alter Rest gutgebr. Ge- wünschte« nur gegen Baar-Borau«zahlung lieserbar, wenn Alle» zuvor glatt.— Seesturm: Mk. 5,— Ab. 4. Qu. und Schst. erh. Warum nicht mit Blume u. Gen.?— I. B. Basel: Er. 2,25 f. Schst. erh.— K. T. Z.: Fr. 14,40 Ab. bi, Ende 3. Qu. l und Schft. durch M. W. erh. Fr. 5,60 d. Wahlfoud« dkd. zugew.— Hansen: Mk. 9,60 Ab. 4. Qu. gutgebr. Jgdl, gemahnt.— P.-Gen. singen: Fr. 13,82 Parteibeiträge d. Landesausschuß übergeben.— Peter: Ggrchg. w. laut Ausstllg. vom 28/10. gutgebr. Weitere» beachtet.— Badener: Mk. 46,10(nicht 20 Pfg.) ä Cto. Ab. 2. Qu. baar erh. u. Mk. 85,90 p. Ggrchg. guigebr. Bfl. mehr.— I. St. Bern: Fr. 2,60 f. Schft. u. Porto erhalten.— K. M. E. Lsgk.: Mk. 2, Ab. Nov.-Dez. erh. Alle» fort. Adr. nottrt.— A. Heim«, Clyde: Fr. 24,3» ä Eto. Ab. u. Schst. gutgebr. Fr. 1,— für E. au B. gezahlt. Wegen Verspätung bei Hauptpostamt N.-J. Beschwerde führen. Beste Grüße!— A. B. Pari«: Fr. 104,85 ä Cto. Schst. u. Fr. 3,30 Ab.„Arbst." 3. u. 4. Qu. erh. Bstllg. folgt.- O. F. Z.: Fr. 2.- Ab. 4. Qu. erh.- C. Mz. Z.: Fr. 10,95 Ab. 4. Qu. und Sch. erh.— G. Rth. Locle: Fr. 10,— ä Eto. erh. Weiteres angenehm. 2 neue besorgt.— I. B. Buffalo: Fr. 6,— Ab. 4. Qu. 83 u. 1. Qu. 84 erh. Haben Sie gut Fr. 1,— pr. 2. Qu. 84.— Rother Holländer: Mk. 4,10 Ab. 4. Qu. Schft. rc. erh. Beste Wünsche!— Gracchu» F.: Nur Mk. 220,— k Cto. Ad. w. lt. P.-K. erhalten.— P.-Gen. Sarau: Mk. 20,— pr. Ufd«. dkd. erh.— Arb.-Lsclb. Lausanne: Fr. 2.10 k Cto. Schst. durch Bk. am 31/10. erh. Nur bei direkter Bestellung an Exped. d.„S." kann prompt geliefert werden.— A. B. Zch.: Fr. 2,— Abonn. 4. Qu. erh.— Lehm. Zch.: Fr.— ,50 für 2 Nr. 31 erh.— Adelbert: Mk. 150,— k Cto. erh. u. Adr. geordn. Können noch mehr vertragen. Gruß! Blanc: Mk. 18,— ä Cto. erb.„Zwischen Lipp' nnd Bechersrand schwebt"— eben öfter« Herrn Stieber» Hand.— Himmelblau: Fr. 20,63 ä Cto. Ab. erh. Bf. erw.— Nrnbrg.: Lumpaziu« Meyer hat polizeil. Erlaubuiß zum Revolverttagen nur mit der Bedingung, daß er jeden Bornirteren al» er ist, ii m B e tr et un g» f a l l e nieder- schießen darf. Weitere Warnung überflüssig, da er keinen zweiten findet.- Th. Bkl. Cstlefrd.: Fr. 20,10 k Cto. Ab. erh.- G. D. Grenvble: Fr. 2,55 Ab. 4. Qu. erh.— A. H. Toriuo: Fr. 3,—(vorbehaltlich Koursverlust auf Zettel) Ab. 4. Qu. erhalten. Weitere» nach Wunsch. Zur Seachtung für die Schwei). Briefe, Sendungen ic. für die Expedition der„Arbeiterstimme", sowie für die Volksbuchhandlung bitten wir stet» ohne Bei» fttgung oder Vorausschickung der Namen unserer Expe» dienten zu adressiren, da ander« Adressirte» sonst leicht von der Post al« Privatsache bettachtet und die Aushändigung dadurch verzögert werden kann. VoIIi«imeI»Ii»n«Hunx, CaHlnostraHge\r, 3, ]lottin!;en und Expedition der„Arbeitergtimme4', Hottingen. Diese Adressen genügen vollauf. Ueberhaupt bitten wir, olle» für un« Bestimmte nicht per Lande»- auSschuß-Beipack w., sondern stet» direkt zu senden, da sonst Irrungen und Verzögerungen unvermeidlich find. Beilagen für den Lande«- a u» s ch u ß befördern wir nur, wenn dieselben separat geschrieben vorliegen. Soeben ist in unserem Berlage erschienen: ZU Trutz und Schutz. Bon W. Liebknecht. siFüuste unveränderte Nea-Auflage. Preis: Bei Einzelbezug für die Schweiz und Ausland: 30 Ct». „„ für Deutschland: 25 Pfge. Gegen Baar. Borauszahlung. Kei gröherrm Ltiaze entsprechküdkr Matt. *! **! Soeben ist eingettoffeu und durch un» zu beziehen: Oie Guintessen) des Sozialismus. Von Dr.«. Schäffle. Preis: Einzeln franko 75 Pfg.(95 Et».), in größeren Partien ent- sprechender Rabatt. � VolksbacbhandlnDg und Expedition des„Sox." Hottingen-Zürlch. nfi-i IsnutSf, den 3. Noyember, Abende 8 Uhr, im Cafd ZjLIL IQi-l. j[eggieri Stüseuihofetatt Geschlossene Versammlnng der deutschen Sozialisten. Tagesordnung: 1) Wahl ton zwei Mitgliedern in'e Aktionakomite des Schweiz. Arbeitertags., 2) Stellungnahme zur Frage der Bibliothek des„Internationalen Studienklubs". 3) Abrechnung- Zahlreichem Erscheinen der Genossen sieht entgegen Der Lokalausso hass der deutschen Sozialisten. CiSBmjmfSe««»»fimschasttbatdnlckewi H»Ni»g»».zür!q.