Nr. 162. Abonnements- Bedingungen: of = Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungss Preisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel getle ober beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müffen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 1hr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xerusprecher: But I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Ein Kampf- Zollverein gegen die Vereinigten Staaten. Donnerstag, den 14. Juli 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. politischen Bund ohne wesentliche Fortschritte im nationalliberalen Kandidaten nicht wählen mögen, aber sich auch freieren Verkehr nach innen zu, hingegen mit einer nicht zu der Wahl eines Sozialdemokraten entschließen können. berdoppelten Kampfzollrüstung nach außen. Die Lust Die Einführung der Wahlpflicht dürfte daher der Sozialdemokratie zu einem ähnlichen Vorgehen, wie es Waltershausen empfiehlt, wenigstens ebenso große Vortheile bringen wie den Gegnern ist also lange schon vorhanden. Es frägt sich mir, ob andere derselben. Das Beispiel Belgiens, wo die Wahlpflicht Die Zentralstelle für Vorbereitung der Handelsverträge Staaten so leicht Deutschland zu folgen bereit sind. Schon besteht, ist gewiß beweiskräftig genug. hat soeben eine Schrift von dem bekannten Professor das möchten wir bezweifeln. Werden Oesterreich und Rumänien, Die Kreuz- Zeitung" selbst scheint dies auch einzusehen, Sartorius Freiherrn v. Waltershausen über die eine starke' eigene Petroleumindustrie zu erringen hoffen, denn in einer Bemerkung zu dem Artikel ihres Parteifreundes ,, Deutschland und die Handelspolitik der Vereinigten Staaten das amerikanische Petroleum gleich behandeln wollen wie sagt sie, daß sie wohl dessen Kritik, aber nicht seinem von Amerika" ausgegeben. Sie verwahrt sich dabei selber Deutschland, das mit Ausnahme der Spiritusglühlicht- Optimismus" zuzustimmen vermöge. Die Kreuz- Zeitung" im Vorwort, alle Anschauungen des Autors zu theilen. Freunde nur als Konsument und als Reichsschazamt ein würde ganz andere, radikalere" Mittel vorzuschlagen haben, Unseres Erachtens sehr mit Recht, denn was Herr v. Walters Interesse an der Einfuhr hat? Wird sich die französische um den„ Mängeln" des bestehenden Wahlrechts abzuhelfen. hausen als Vorschlag zur Abwehr" empfiehlt, wird überall Agrardemokratie mit Getreidezöllen in der Höhe der Aber welcherlei Mittel die Reaktion auch vorschlagen auf die stärksten Bedenken stoßen müssen. heutigen deutschen zufrieden geben? Werden Italien möge, Rettung werden sie ihr nicht bringen. Das eifrige " Derartige, zunt großen Theil unreife, schließlich doch ohne das erforderliche Maß gründlicher Sachkenntniß gemachte Vorschläge gehören als vorläufiges Material in die Akten, nicht aber in die Oeffentlichkeit. Denn welcher noch so tüchtige Geiverbe- Aufsichtsbeamte kann das ganze Gebiet der Industrie, das hier in Frage steht, beherrschen?" Sofern die Geiverbe- Aufsichtsbeamten mit Vorliebe und " 1 Waltershausen hält einen isolirten Zollfrieg Deutsch und Spanien dazu dazu bereit sein? Und wenn alle Suchen nach Rettungsmitteln zeigt nur, wie ungemüthlich die lands gegen die Vereinigten Staaten für eine Thorheit. diese auseinandergehenden Köpfe und Interessen unter einen Situation bereits jenen Leuten geworden ist, die sich für die Zwei der Haupteinfuhrartikel, die Rohbaumwolle mit 159,8 Hut zu bringen wären: ist ihre Betheiligung an der Einfuhr geborenen Herrscher halten und nicht begreifen wollen, daß Millionen Mark und das Rohkupfer mit 41,4 Millionen, seien nach Amerifa irgend gleichartig, sodaß ein gleichartiges Pro- sich die Völker ohne sie weit wohler befinden werden. für uns nothwendige Rohmaterialien, die zu vertheuern für gramm für die erstrebten Zugeständnisse seitens der Vereinigten ein industrielles Exportland wie Deutschland Selbstmord wäre. Staaten so bald gefunden werden könnte? Es ist bezeichnend, Berichte fordern, wie wir mittheilten, mehrfach einen gesund. Kapital und Gewerbe- Aufsicht. Die FabrikinspektionsAehnliches gelte von Häuten, Fellen, Holz, Walfischbarten. daß in der ziffernreichen Schrift des Straßburger Professors eitlichen Marimalarbeitstag. Da haben es die Das amerikanische Petroleum, von dem wir jährlich etwa für auch nicht eine Zahlenangabe zu finden ist über die besonderen Aufsichtsbeamten aber sofort mit dem Unternehmerthum ver60,6 Millionen Mark beziehen, könnten wir nur unter starker Handelsbeziehungen, welche für die zum Kampfbund bestimmten dorben. Die Köln. 3tg." zieht bereits in rabiaten Worten Bertheuerung aus Rußland heranschaffen, und wenn es richtig verschiedenen Staaten in ihrem Verhältniß zu Amerika, in der gegen diese Nathschläge zu Felse. Diese Vorschläge, so erklärt sei, daß der amerikanische Petroleumfönig Rockefeller auch die Einfuhr wie in der Ausfuhr, bestehen. Man wird daraus sie, haben in der deutschen Industrie eine große BeAktien der russischen Nobelgesellschaft zur Hälfte in Besiz habe, wohl schließen dürfen, daß der Vorschlag so ziemlich aus dem unruhigung hervorgerufen", und das unverfälschte Kapitalistenso würden wir ihm vollends wenig schaden können, fondern freien Handgelenk entworfen ist. ald nur den Gewinn aus seiner westlichen in seine östliche Tasche blatt kanzelt die behördlichen Herausgeber der Berichte zugleich Doch davon abgesehen: würde die kontinentale Industrie mit den betreffenden Aufsichtsbeamten also ab: leiten. Die Brotgetreide- Einfuhr aus Amerika sei verhältnißmäßig die als Gegenschlag drohenden Kampfzölle Amerika's tragen nicht bedeutend( Weizen 34,2, Roggen 5,9 Millionen Marf) können, während die englische Konkurrenz nicht nur ihre Rohund bei ihr, wie bei der Gerste und dem Hafer würde der stoffe für die Fabriken weiter billig beziehen, sondern auch amerikanische Farmer ohne allzu große Schwierigkeiten die von Kampfzöllen beim Absatz in Amerika verschont bleiben, Lücken ersatzweise ausfüllen, die durch unsere stärkeren Anfäufe also doppelt in Vortheil gesezt sein würde? 1896 tamen für an anderer Stelle entstehen müßten. Nur beim Mais mit 419 Millionen Dollars Waaren aus Europa nach der Union, feinen 38,8 Millionen Import will Waltershausen eine fühl darunter 170 Millionen aus England. In fast allen Geschäfts. barere Einwirkung auf Amerika für möglich halten wobei zweigen hat der englische Wettbewert von alters her seine Ausführlichkeit über die Wohlthätigkeits". Einrichtungen der er nur vergißt, daß unsere Agrarier gerade die Vertheuerung Verbindungen.„ England träte gern an unsere Stelle", zitirten Unternehmer und die, wie die vielfach übliche Phrase dieses wichtigen Futterstoffes und Hilfsmittels für die land wir oben Herrn v. Waltershausen selber. Er hat denn auch lautete, verhältnißmäßig günstige Lage der Arbeiter wirthschaftlichen Nebengewerbe am allerletzten erstreben. Bei einen Beruhigungsgrund zur Hand, nämlich – daß England berichteten, hatten sie stets den Kampfzöllen gegen Tabat, Fleischwaaren und Schmalz, gegen bei der„ Verwirklichung des britischen Welteinheitsstaates" bürgerlichen Presse, und jede Kritik von sozialdemokratischer Obst, Pferde und Del müßten wir eine unerwünschte ſo feinerseits auch die Rohstoffe aus nichtbritischen Gebieten und Seite gegen jene Berichterstattung wurde als Versuch einer fortige Belastung des Konsums auf uns nehmen. Dazu Kolonien zollbelasten und so für sich selber vertheuern werde. unberechtigten Herabwürdigung der lobenswerthen Beamten, hätte unser Gegner doch auch Waffen gegen uns Das heißt doch den Trost für ein nahes irdisches Leiden im als Aufhebung der Arbeiter scharf verurtheilt. Und sobald in Bereitschaft oder im Nothfalle rasch geschaffen. An erster fernen Jenseits suchen! Der Kampfzollvorschlag gegen Amerika nun einmal die Aufsichtsbeamten, nachdem sie im Laufe Stelle hätten Zucker, Woll- und Baumwollwaaren, Drogerien hat es auf die nächsten Monate und Jahre abgesehen, und längerer Amtsthätigkeit die Arbeiterverhältnisse gründlicher und Farben, Seide und Seidenwaaren, Kleider, Wäsche, Thon auf die Imperial Federation wird man vielleicht noch nach fennen gelernt, mancherlei Mißstände entdeckt haben und waaren, furze Waaren, Quincaillerin und Lederwaare zu leiden, ein paar Jahrzehnten vergebens warten. Auf jeden Fall alles wie umgetauscht. Da werden ihre Vorschläge von derselben daraufhin Abhilfsvorschläge machen siehe, da ist plöglich welche zuſammen mehr als 72 pCt. unseres Exportes nach kann mit ihr für handelspolitische Maßnahmen der Gegen alles wie umgetauscht. Da werden ihre Vorschläge von derselben den Vereinigten Staaten ausmachen. Von unserer Industrie wart nur rechnen, wer Fragen immer gleich für reif zur bürgerlichen Presse als„ barer Unsinn" bezeichnet, da heißt es, müßten also sofort große Opfer gebracht werden, während Lösung hält, weil bereits eine ganze Literatur" über sie be- es fehle den Beamten an Sachkenntniß und ihre Berichte gegleichzeitig andere Nationen den unmittelbaren Vortheil davon steht. Die hat sich auch über den mitteleuropäischen Zoll- hörten höchstens in die Aften, nicht in die Deffentlichkeit. haben und vielleicht ein neues oder vergrößertes Absatzgebiet verein längst gebildet; aber gerade die Schrift des Herrn Wir wundern uns nur, daß noch nicht die Abſekung jener erobern würden. England träte gern an unsere Stelle im v. Waltershausen zeigt, daß die ernstlichen Schwierigkeiten Beamten gefordert wird, die es gewagt haben, gegen Se. Woll, Baumwoll-, Lederwaaren- Export, Belgien und Frank meist erst da anfangen, wo die Literatur gewöhnlich aufhört. Majestät Stapitat ein wenn auch nur sehr mildes Wörtchen reich übernähmen den des Zuckers, Desterreich den von Kleidern Damit wollen wir den Werth der sonstigen Theile der zu sagen! und Wäsche." Das müsse selbst die Zucker und Hopfen und Schrift in keiner Weise herabgesetzt haben. Im Gegentheil, In sehr energischen Erlassen" soll das Halten Wein liefernde deutsche Landwirthschaft zu ruhigem Blute wir wünschen der Darstellung der Geschichte und Bedeutung sozialdemokratischer Zeitungen, wie die„ Schles. mahnen. der amerikanischen Handelspolitik recht viele Leser. Wir Zeitung" erfährt, seitens aller preußischen Ressorts den Waltershausen fordert nun alle westeuropäischen konti- möchten nur warnen, allzu sorglos auch mit dem Feuer eines Beamten verboten werden. Gegen die vergeblich gewarnten nentalen Staaten, an erster Stelle Desterreich- Ungarn, Frant- Stoalitions- Bollfrieges zu spielen, der die deutschen Arbeiter Beamten wird man sehr energisch vorgehen, eventuell mit reich, Belgien, dann die Schweiz, die Niederlande, Italien, als industrielle Produzenten wie als Lebensmittel- Konsumenten sofortiger Dienstentlassung." Spanien und Portugal, Dänemark, Skandinavien, endlich die schwer schädigen würde, ohne daß auf einen lohnenden, entfernterem Grade Rumänien, Bulgarien und Serbien" auf, dauernden Erfolg vorläufig zu hoffen wäre. gemeinsam gegen Amerika vorzugehen. Für den Anfang würden vielleicht auch der Dreibund, Belgien und die Schweiz genügen. Der Zweck der Vereinigung soll gerichtet sein einerfeits auf den Schutz der westeuropäischen Landwirth. schaft, andererseits auf die Erhaltung der westeuropäischen Export- Industrie. " 1 Politische Webersicht. Berlin, den 13. Jult. M Unter dem Sozialistengesetz war das Halten sozialdemokratischer Blätter allen deutschen Staatsbürgern so gut wie unmöglich gemacht. Trotzdem verbreiteten sich die sozialdemofratischen Ideen, ja der Zwang und die Unterdrückung förderten sie noch in besonderem Maße. " Hätten unsere Staatsmänner" nur ein winzig soziale Einsicht und psychologische Beurtheilungsfähigkeit, so müßten sie sich sagen, daß sie mit derartigen Zwangsmaßnahmen unter den Beamten ebenfalls nur Mißerfolge ernten können. Deutsches Reich. Der europäische Export verlangt nach Waltershausen Von der Einführung der Wahlpflicht erhoffen viele Tarifverträge von umfassenderem Inhalt und mit unserer Gegner einen bedeutenden Aufschwung ihrer Parteien längerer Giltigkeit, als sie die Union bisher jemals abzu- und eine Zurückwerfung der Sozialdemokratie. Früher haben schließen bereit war: die amerikanischen Zollfäße müßten etwa die Herrschaften an so etwas nicht gedacht; jest, da ihr Glanz in der Höhe des Wilson- Tarifs gebunden werden, der bekannt. immer mehr verblaßt und Wahl um Wahl ihre Reihen gelichteter und agrarische Schlesische Beitung" bestätigt, daß es zwischen Zollfrieg mit Rußland in Sicht! Auch die freitonservative lich 1894 den alten Mac Kinley- Tarif etwas abschwächte, um zeigt, tommen sie auf allerlei folche Verzweiflungsmittelchen. ben Regierungen Deutschlands und Rußlands zu Differenzen gekommen zuletzt vom Dingley- Gesez wieder überholt zu werden. Dafür Eine Zuſchrift, welche die„ Kreuz- Zeitung" als Leitartikel ab- ist, weil in Deutschland, dem Handelsvertrag widersprechend, für sollte den amerikanischen Erzeugnissen der Einlaß nach dem druckt, schildert mit Behagen die Vortheile der Einführung der das einheimische Getreide günstigere Transport- Bedingungen verbündeten Europa ungefähr in der Höhe der heutigen Wahlpflicht für die konservative Partei. auf den deutschen Eisenbahnen beständen, als für das russische # " deutschen Zölle verbürgt werden, die im Vergleich zum übrigen Dieser Vorschlag aber, so scheint uns, tft überaus bla- Getreide. Diese Begünstigung fäme natürlich unseren Agrariern zu gute. Europa sehr milde seien. Weise Amerika die Vorschläge Mittel- mabel gerade für seine Urheber und deren Parteien. Die Nach der Schlesischen Zeitung" hätte die russische Regierung schon und Westeuropa's zurück, so hätten die Alliirten einen pro- Buschrift an die Kreuz Zeitung" ist der Ansicht, die Lauen mit Represalien gegen deutsche Waaren gedroht. Unsere Industriellen hibitiven( die Einfuhr völlig abschneidenden) Zoll zu schaffen und die Drückeberger, die nicht zur Wahl gehen, seien werden gut thun, sich zu regen, sonst könnte die agrarische Begehrgegen amerikanischen Labat, Fleisch, Schmalz, Mais, gegen patriotischer" Gesinnung und diese Patrioten" müsse man lichkeit ihnen theuer zu stehen kommen. Das Petitionsrecht der Beamten an die Parlamente ist be alle industriellen Produkte. Sogar eine differentielle durch Zwang heranziehen, da sie ihr politisches Recht nicht kanntlich dadurch schwer beeinträchtigt worden, daß die Regierung, Behandlung der Rohbaumwolle gegenüber der egyptischen, richtig würdigen und nicht freiwillig ihre Stimme ab- welcher die Namen der Unterzeichner der Petition mitgetheilt worden kanntlich dadurch schwer beeinträchtigt worden, daß die Regierung, indischen, brasilianischen, chinesischen, ferner der amerikanischen geben. Wenn dies richtig ist. so stellt der fon- waren, gegen die betreffenden disziplinarisch vorging. Aus der Mitte Bergbauprodukte gegenüber den spanischen und sonstigen euro- fervative Herr den Wählern Wählern seiner Gesinnung sowie der Parteien wurde alsbald Verwahrung gegen dieses ungehörige feiner Partei ein gar schlimmes Zeugniß aus. Jenen und verwerfliche Verhalten der Oberbehörden eingelegt. Jetzt wird Wählern, indem er sie als pflichtvergessene Elemente hierzu der Natlib. Korr." geschrieben: schildert, seiner, der konservativen Partei, Wähler indem er sie als unfähig einschätzt, zu freiwilligem Mitwirken an ihrer Arbeit heranziehen, in ihnen Begeisterung für das konservative Programm und die konservativen Ideale" zu entzünden. päischen sei zu überlegen. die Der Vorschlag ist, wenigstens in seinem eigentlichen Kerne, nicht neu und, wie es scheint, hat er auch in manchen Re gierungsfreifen feine Anhänger. Die allerdings fast un beachtet gebliebenen Aeußerungen des bayerischen Minister präsidenten in der Münchener Kammer vor ungefähr einem Jahre, die Rede des Grafen Goluchowski vor den österreichisch Aber thatsächlich dürfte die Sache doch etwas anders ungarischen Delegationen und manche anderen Kundgebungen deuten nicht auf einen nach außen friedlichen mittel- liegen. Unter den Wählern, die der Wahl fern bleiben, ist curopäischen Rollverein hin, sondern auf einen handels- die Zahl derer sehr groß, die einen konservativen oder 11 Bisher war es im Reichstage Sitte, die eingegangenen Bes amtenpetitionen sammt den Unterschriften den darum ersuchenden Behörden mitzutheilen. Der Reichstag hat aber keinen Zweifel daran gelassen, daß er diese Pragis der Reichstagsbeamten als durchaus ungehörig betrachtet, und die Reichstags= leitung hat die strenge Anordnung erlassen, daß in Zukunft einem Ersuchen um Mittheilung des Inhalts beziv. des Wortlauts von Petitionen mur insoweit entsprochen werden darf, als den darumi ersuchenden Behörden die Abschrift von n 3 zu " Ungarn. " Ein in Budapest, 18. Juli. Unter den Feldarbeitern in Alföld herrscht große Nothlage, da andauerndes Regenwetter die Erntearbeiten unmöglich macht. Hier traf eine Deputation ein, um von der Regierung Hilfe zu verlangen. Die ungarische Regierung wird für die Deputation der Alfölder Feldarbeiter nur leere Worte haben. Frankreich. Betitionen unter Weglassung der Namen der nicht damit, die Person auf die Anklagebank zu bringen, Die Sozialistenhak in Galizien wird mit ungeschwächten etenten zur Verfügung gestellt wird. Es wird demnach welche die Flugblätter verantwortlich gezeichnet hat, sondern er will träften fortgesetzt. Unser Wiener Bruderorgan, die Arbeiter- 3tg." nicht mehr vorkommen, daß irgend ein Beamter wegen der Unter- alle diejenigen bestraft haben, welche bie Blätter verbreitet haben. schreibt dazu: zeichnung einer Petition von seiner Behörde zur Rechenschaft ge- Die Landrathe erhielten daher Anweisung, die Gendarmen, Amts- Jeder Tag bringt die Kunde von neuen Verfolgungen, von zogen wird. vorsteher u. 1. w. anzuweisen, Ermittelungen anzustellen, welche neuen Bedrückungen, denen die polnischen Sozialdemokraten im Ge Der Feeupalaft: Streit scheint so schnell noch nicht zur Ent- Personen in ihrem Bezirk die Flugblätter verbreitet haben. In biete des Ausnahmezustandes ausgesetzt sind. Der Vergleich mit der fcheidung gelangen zu sollen. Das Ober. Verwaltungs- diesen Tagen haben eine Anzahl Genossen in den verschiedensten ungarischen Sozialistenhezze stimmt täglich beffer; es ist eine und gericht kann sich noch nicht zur Urtheilsfällung entschließen, sondern Orten die Auflageschrift zugestellt erhalten. Ob dies Vorgehen dieselbe halbasiatische Barbarei, eine ähnliche Oligarchie des Adels hat beschlossen, dem von dem Vertreter des Klägers gestellten even Erfolg" haben wird, ist noch sehr zu bezweifelt. und der Korruption, eine gleiche rücksichtslose Ausbeutung des ärmsten, tuellen Bertagungsantrag stattzugeben und beiden Parteien das in unwissendsten Volles, die auch auf politischem Gebiete dieselben Erder Berhandlung vom 2. Juli d. J. von dem Ministerialkommissar eine sächsische Beleuchtung. Seither war es üblich und unbeanstandet, ausgewiesen, konfinirt, gehausgesucht. Die deutsche Rechtseinheit findet fezt auch in Schwaben scheinungen möglich macht. Wie in Strakau, so wird auch in Przemysl beigebrachte neue Material für die Auslegung des§ 1 des Reichs- bas von den Flugblättern, die zur Verbreitung im ganzen Land fratische Organisation bestanden hat, entfaltet der Ausnahmszustand Wo immer eine sozialdemioBörsengesetzes sowie ferner dem Beklagten die von dem Vertreter des Klägers überreichten Schriftstide, welche durch die von dem die Behörde eingereicht wirde. bestimmt waren, ein Pflichteɣemplar ant Drudkort ant seine Wirksamkeit. Er geht peinlich an den Orten vorüber, wo die Tegteren veranstaltete Enquete entstanden sind, zugänglich zu machen. Dies wurde als genügend Judenegzesse gewüthet haben; von denen ist mun keine Rede mehr. Dieser Beschluß ist dem Vertreter des flagenden Vereins mit dem angesehen und die Verbreitung konnte ungehindert von statten Es ist eine frische, fröhliche Sozialistenheze, nichts mehr und nichts Bemerken zugestellt, daß das Material des Ministerialkommissars geheit. Die Gerichte hatten auch immer dahin entschieden. Bei der weniger. Man erinnert sich, welche Entrüstung in der ganzen ge= zur Einsicht bereit liegt und Erklärungen hierauf binnen sechs verbreiter im Oberamt Brackenheim und im Oberamt Horb angehalten, Bester Polizei bei den Sozialdemokraten hervorriefen, besonders von sechsicht verflossenen Reichstagswahl wurden aber unsere Flugblatt fitteten Welt die Nachrichten von dem nächtlichen Einbruch der och en schriftlich einzureichen sind. Mit dem Börsengeſetz und seiner Ausführung haben die maß- ginn der Verbreitung der Flugblätter nicht ein Exemplar der Orts- Przemysl bekommt der„ konfinirte" Genosse Witht allnächtlich einen vorgeführt und ihnen die Verbreitung untersagt, weil sie vor Beden Rücksichtslosigkeiten, die gegen Frauen begangen wurden; in gebenden Kreise" sich selbst eine recht harte Nuß zu tnaden ge- behörde eingeliefert hatten. Die Sache fam zur gerichtlichen Ent- Besuch, damit er nicht entfliehen könne. Daß dieser Besuch zugleich er scheidung. Das Schöffengericht ging von der Anschauung aus, daß die Nachtruhe vom Sterbelager einer alten Frau verscheucht, fann Die Geschäftsinden des Bündlerthums. Durch die verschie es genügt, wenn am Ausgabe- Ort ein Exemplar bei der Behörde ein- doch die Przemysler Ruheftifter nicht beirren. Aber gerade solche denen Enthüllungen, die hinsichtlicht des Bezuges von Thomasmehr gereicht sei und sprach die Verbreiter frei. Am Sonn- das menschliche Gefühl aufstürmende Einzelheiten machen die Ausund von Kainit durch den Bund der Landwirthe gemacht worden abend, den 9. d. M., hatte mum das Landgericht über den Fall zu führung des Planes werth. Wie darf man erwarten, daß die sind, sind die Herren Bundesbrüder schließlich so in die Enge ge- urtheilen. Dies hob das schöffengerichtliche Urtheil Willfür dort eine Schranke finden könnte, wo es möglich ist, trieben worden, daß sie selbst erklären, es giebt fein auf und Ein verurtheilte die Leute und Aus mehr. Geld die scheinbar gegen bestimmte Ausschreitungen erlassenen AusnahmeUnd fo sieht sich denn, um strafen und Sprachaus, daß die württembergischen maßregeln gegen ganz unbetheiligte, gegen die den intellektuellen den gequälten und doch muslosen Ausredercien ein Ende Ausführungs- Bestimmungen zum Reichs- Preßgesetz dahin auszulegen Urhebern der Bewegung feindliche Partei zu fehren! zu machen, die„ Korresp. des Bundes der Landwirthe" zu dem Ge- feien, daß nicht nur am Ausgabe- Ort, sondern auch europäischen Begriffen von Recht, Gesez und Staatsordnung aufständniß veranlaßt, daß wir( d. h. die Bundesleitung), von am Werbreitungs- Ort ein Exemplar eines zu gewachsener Mensch wird ein derartiges Vorgehen nicht begreifen, allem, was wir kaufen oder vermitteln, einen verbreitenden Flugblattes der Ortsbehörde ein feine Möglichkeit garnicht faſſen können. Bei uns haben die galizischen Rabatt, Provision oder dergleichen für die Kasse zureichen sei. Wenn es auch sehr erfreulich ist, daß die Herren Vorgänge in der öffentlichen Meinung nicht den geringsten Widerhall des Bundes auridbehalten". Damit ist das zugestanden, was die Herren stets abzulengnen angehalten werden, was ihnen gewiß nichts schaden kann, Die berufsmäßigen Hüter der bürgerlichen Freiheit lassen sich durch Ortsvorstände dadurch auch einmal zu einer vernünftigen Lektüre erzeugt. Alles ist ruhig im Blätterwalde der bürgerlichen Presse. versucht haben. so wird unsere Partei gegen diese, dem gesunden Menschen- solche Kleinigkeiten, wie Ausweisungen und Konfinirungen unNoch eine Stimme gegen das Wahlrecht. Vor den Wahlen verstand und dem Wortlaut des Gesetzes widersprechende bescholtener Staatsbürger nicht aus ihrer Gemüthsruhe stören. hörte man aus dem Munde der Konservativen und vorzüglich auch in gerichtliche Gesetzes- Auslegung vorgehen höhere Ent- So die Wiener Arbeiter- Zeitung". Folgende neue Telegramme Sachsen, wo man besonderen Anlaß hatte, sie zu befragen scheidungen herbeiführen. Daß der Gesetzgeber das Geschäft sind eingelaufen: nichts als Betheuerungen, daß an eine Abänderung des bestehenden während der ausgeschriebenen Wahlzeit erleichtern wollte, hat er Wadowice, 12. Juli. Anläßlich der antisemitischen Unruhen Reichswahlrechts nicht zu denken sei. Nach den Wahlen erklärt das durch den§ 43 der Gewerbe- Ordnung bewiesen, worin er die Ver- wurden beim hiesigen Kreisgericht vier Strafverhandlungen gegen Vaterland", das Hauptorgan der sächsischen Konservativen: breitung von Stimmzetteln oder Drucksachen ohne polizeiliche Er 18 Personen, ausschließlich Dorf- Tagelöhner und junge Burschen, Was wir wünschen, ist, daß mit dem bestehenden Wahl- laubniß gestattete. Diese Heilbronner Entscheidung bringt aber eine durchgeführt. Fünf Personen wurden zu schwerem Kerker von fünf recht gründlich aufgeräumt werde. geführt, als man die Existenz einer großen, direkt vaterlands- vernunftgemäßeren Auslegung des§ 9 des Reichspreß- Gesezes, acht zu fünf Tagen Arrest und eine Person wegen Trunkenheit verEs wurde ein ganz bedeutende Erschwerung und entspricht garnicht einmal einer durchgeführt. Fünf Personen wurden zu schwerem Kerker von fünf bis zehn Monaten, eine Person zu sechs Wochen schwerem Kerker, feindlichen Partei nicht vorausschen konnte; nachdem diese unwelcher nur sagt, daß von periodischen Druckschriften, sobald urtheilt. Zwei Personen wurden freigesprochen. Im Zuge sind noch erhörte Thatsache aber in die Erscheinung getreten, ist es Pflicht der die Austheilung oder Versendung beginnt, ein Eremplar gegen 30 Strafverhandlungen, die demnächst durchgeführt werden. Reichsregierung, Wandel zu schaffen und die Maßnahmen zu treffen, eine sofort zu ertheilende Bescheinigung an die Polizeibehörde welche das Wohl des Vaterlandes gebieterisch erheischt." des Ausgabe Orts unentgeltlich abzuliefern ist". Für die Flug- Reeszow, 12. Juli. Bei den heutigen Schlußverhandlungen Ein Straßenkrawall in Köln. Aus Köln wird gemeldet: blätter, die der Landesvorstand der Sozialdemokratie ausgiebt, ist des Kreisgerichts wurden zwei wegen der jüngsten Ausschreitungen Auf dem Chlodwigplay hierselbst tam es zu einem scharfen Bu- Stuttgart der Ausgabe- Ort, und muß es so als dem Gesetz ent- Angeflagte freigesprochen und zwei andere zu ein- bezw. zweiwöchent fammenstoß zwischen einer tausendlöpfigen Menschenmenge und sprechend angefehen werden, wenn in Stuttgart das Pflichteremplar lichem, burch Fasten verschärften Arrest, verurtheilt. einem zahlreichen Polizei- Aufgebot. Die Ursache zu diesem Wienschen eingereicht ist. Es stellt sich demnach diese Entscheidung als die auflauf war ein Streit zwischen einem Metzgerburschen und einem Einführung eines der so vielfach beliebten Kleinen Mittel" dar, die Meggermeister, in dessen Verlauf letzterer dem Burschen eine tiefe geeignet sind, der Sozialdemokratie die Agitation zu erschweren und Kopfwunde beibrachte, so daß dieser blutüberströmt in das Hospital die Redensart„ Ein Reich, ein Recht" zur Phrase zu machen. gebracht werden mußte. Durch diesen Vorgang sammelten sich Leute vor dem Hause des Metzgers an. Da gerade nach Schluß badischen Kammer verhandelt; dabei erklärte Minister Buch enleber die Besteuerung der Waarenhäuser wurde in der der Fabriken viele Arbeiter die Stelle paffirten, entstand eine berger, die Bestenerung der Großbazare 2c. miffe besonders große Menschenansammlung. Man verlangte in drohender Haltung gesetzlich geregelt werden, doch sei eine gesetzliche Regelung dieser Sie Herausgabe des Metzgermeisters und drohte die Thür des Hauses Materie nur im Zusammenhange mit anderen größeren einzuschlagen. Der Verkehr war lange Zeit hindurch vollständig ge- Bundesstaaten möglich. Die Dreyfus- Esterhazy- Sache ist, wie sich nach der Rede des laffen, wurde feine Folge gegeben. Man verhöhnte die Beamten bindung gesetzt. hemmt. Den Anforderungen der Schuyleute, die Straßen zu ver- gierung habe sich deshalb bereits mit Preußen in Ver- Kriegsministers Cavaignac erwarten ließ, durch die Verhaftung Esterhazy's in ein neues Stadium getreten. Auch gegen Picquart und drängte sie guriid. Das Polizei- Aufgebot requirirte die Feuersoll ein Haftbefehl ausgestellt sein. Die Rede Cavaignac's ist inwehr und ließ den Platz absperren. Zugleich wurden Hydranten an- Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. zwischen in allen Mairien Frankreichs angeschlagen worden. Folgende geschraubt, um erforderlichen Falles die Menge durch Wasserstrahlen majestätsbeleidigung, die in dem vorjährigen Bericht der Telegramme liegen vor: anseinander zu treiben. Nach etwa 4 Stunden verlief sich dann die sozialdemokratischen Reichstagsfraktion über ihre Thätigkeit sich be- Paris, 12. Juli. Der Senator Trarieng schrieb an den Menge. 12 Personen wurden festgenommen. Wir sind neugierig, welcher politischen Partei man diesmal den Verurtheilung der Redakteure unserer dortigen Partei- Organe ge- Obersten Bicquart ein Asyl einräume und daß die Polizei, wenn fie finden sollte, hat bekanntlich in Magdeburg und Erfurt zur Justizminister Sarrien, um ihn zu benachrichtigen, daß er dem Straßenanflauf auf das Kerbholz setzen wird. führt( 3 beziv. 2 Monate). Der Erfurter Genosse hatte keine Bergakademic. Der Ausweisungsbeschluß, von dem wir bereits hatte aber das Reichsgericht verworfen. Genosse Huth hatte sammen mit seiner Geliebten Madame Pays verhaftet. Zur Ausweisung zweier Studenten von der Freiberger Revision eingelegt; die Revision des Magdeburger Genossen den Oberst verhaften wolle, ihn unter seinem Dache finden würde. Paris, 12. Juli. Major Esterhazy wurde heute Abend zuberichtet haben, hat folgenden Wortlaut: bekanntlich indeß in der Brandenburger Zeitung", An den Bergakademiker N. N. um seinem Magdeburger Kollegen für die Hauptverhandlung zu Paris, 13. Juli. Die Verhaftung Esterhazy's soll auf grund Nach den Ergebnissen der stattgehabten Disziplinar Unter- Hilfe zu kommen, den fraglichen Paffus noch einmal abgedruckt einer Prüfung verschiedener Schriftstücke beschlossen worden sein, die, suchung ist für erwiesen zu erachten, daß Sie in der legten Zeit mit der Behauptung, er enthalte nichts Strafbares, und die be- wie man annimmt, von Esterhazy diktirt und von seiner Geliebten am hiesigen Orte mit erklärten Anhängern der sozial- treffenden Nummern an den Magdeburger und den Potsdamer Madame Pays auf seine Beranlassung geschrieben sein sollen. Nach demokratischen Partei Verkehr gepflogen haben. Staatsanwalt geschickt, mit der wiederholten Aufforderung an letteren, anderweitiger Meldung wäre die Verhaftung Esterhazy's wegen Mit den Begriffen von Sitte und Anstand doch einzuschreiten, wenn er etwas Strafbares finde. Der Herr Wechselfälschung erfolgt. (§ 3d des Disziplinarregulativs), wie sie in denjenigen Kreisen Staatsanwalt in Potsdam war sich aber, nach seinem eigenen Ge- Paris, 13. Juli. Der Polizeipräfett erstattete dem Präsidenten maßgebend sind, welchen die Studirenden der Bergakademie an- ständniß, nicht klar, ob etwas Strafbares in der frag- Faure gestern Abend Bericht über die vorgenommenen Haus gehören, ist ein solches Verhalten unvereinbar. lichen Stelle des Berichts zu finden sei, und wartete erst suchungen und Verhaftungen. Die Blätter erklären einstimmig, die Der Senat der Bergafademie erachtet deshalb Ihr ferneres das Magdeburger Urtheil ab. Auf seine nunmehrige Anklage Dreyfus- Angelegenheit nehme eineimmerbeunruhigendere Verbleiben an der Bergakademie nicht für angängig und hat auf weigerte sich indeß die zuständige Potsdamer Staffammer( sogenannte Ausdehnung an. Die nationalistischen Blätter protestiren gegen grund der obenerwähnten und der Bestimmung in§ 5 Abs. 4 des Anklagekammer), das Hauptverfahren zu eröffnen. Erst das Kammer- die Berhaftung Esterhazys. Es heißt, die Angelegenheit werde in Disziplinarregulativs beschlossen, Sie, wie Ihnen hiermit eröffnet gericht beschloß das Hauptverfahren, das am 29. März vor der der Kammer zur Sprache gebracht werden. Auch in der wird, mit der Strafe der ( detachirten) Straffammer am Amtsgericht Brandenburg stattfand Wohnung der Frau Esterhazy sollte eine Haussuchung vors " Wegweisung von der Bergakademie" und mit der Freisprechung Suth's endigte. Das schriftliche genommen werden; dieselbe unterblieb jedoch, da Frau Esterhazy zu belegen. Urtheil gipfelte in folgender Feststellung: auf dem Lande weilt. In der Wohnung der Geliebten Esterhazy's Die Fraktion hatte bekanntlich den Antrag gestellt, den wurden zahlreiche Papiere beschlagnahmt. Esterhazy gerieth, als Majestätsbeleidigungs- Paragraphen abzuschaffen und hatte zur der Untersuchungsrichter Bertulus ihm seine Verhaftung anBegründung dieses Antrages auf gewisse Vorgänge der letzten Jahre fündigte, in furchtbare Aufregung und weinte. Esterhazy stieß dann Die Sächs. Arb.- 8tg." bemerkt hierzu zutreffend: Es ist dem- hingewiesen, in denen der Kaiser eine attive Rolle gespielt hat. In Drohungen aus und soll gesagt haben:" Jezt werde ich auch nach unfittlich für Studenten, mit Sozialdemokraten zu verfehren... den fraglichen Auslaffungen war inkriminirt das Wort„ unerhört". sprechen." Täglich, ja stündlich kann man das Rowdythum der Studenten Die Straffammer hat aber festgestellt, daß dasselbe dem ganzen Zu- Der Siècle" eröffnet eine Substription behufs Affichirung des sehen, eine große Zahl läuft mit zerfetzten Gefichtern herum, die sie sammenhange nach sich nicht auf den Kaiser beziche, sondern auf den Briefes Picquart's an Brisson und Demange's an den Justizminister bei Begehung einer strafbaren Handlung erhielten, die Bordelle Zustand, von welchem dort die Nede ist. Dieser Zustand sei charakteri Sarrien. find die angenehmsten Aufenthaltsorte, Weibspersonen zweifel- firt worden durch die folgenden drei Erscheinungen: 1. der Kaiser macht Serbien. haften Rufes verkehren bei Tag und Nacht in Studenten- Angriffe auf Personen und Parteien, 2. diese wehren sich dagegen, wohnungen. Das alles ist so bekannt, daß es die Spatzen 3. die Staatsanwälte erheben Anklagen wegen Majestätsbeleidigungen Belgrad, 6. Juli.( Eig. Ber.) Hier soll man eine Verschwö von den Dächern pfeifen, aber daß irgend ein Student ob dieser gegen solche Personen. In dem Urtheil wird ausdrücklich betont, rung entdeckt haben. Ueber dieselbe haben bis heute nur einige Thaten weggewiesen wurde, hörte man nicht. daß es unzulässig sei, den Inhalt der fraglichen Darlegung aus- russische gut informirte Zeitungen berichtet, jedoch sie selbst sagen Es ist sittlich für die Kreise, welchen die Studirenden der Berg- einander zu reißen und das Wort unerhört" nur auf eine der nicht, wer die Verschwörung angezettelt hat und was man durch sie akademie angehören, mit Huren zu verkehren, Flegeleien zu begehen, drei Erscheinungen zu beziehen. Der Gerichtshof erblickte in dem zu erreichen hoffte. Ich theile Ihnen das mit, was hier erzäh aber sie werden umsittliche Menschen, wenn sie mit unbescholtenen inkriminirten Passus feinerlei Majestätsbeleidigung und war der wurde und was mir nicht sehr unwahrscheinlich erscheint. Arbeitern oder Handwerkern verkehren. Es ist ebenfalls fittlich für Ansicht, daß weder der Verfasser noch der Angeklagte Die serbische Post, die in dem Oeffnen der Briefe sehr fleißig diese Kreise, Denunziant zu sein. Ein wahrhaft klassisches Zeugniß die Absicht hatten, eine Majestätsbeleidigung zu begehen, ist, soll auch einen Brief der Königin Natalie an einen hiesigen für den Bildungsgrad der gebildeten Streife".— noch weniger aber der Angeklagte sich des etwaigen beleidigenden Schriftsteller und ihren ehemaligen Sekretär tonfiszirt haben. Aus dem Die Wahl- küren. Ans dem Bunzlauer Kreise wird uns Inhaltes bewußt war oder sein mußte. fein mußte. Gegen dieses Briefe überzeugte man sich, daß sie darauf hinarbeite, ihren Sohn Seine Gesundheit erlaubt gefchrieben: In einem Dorfe unseres Kreises hatten sich vor dem Urtheil hatte der Staatsanwalt Revision eingelegt, die am zu der Abdizirung zu vermögen. Bahllokal die Töchter des Amts- und Wahlvorstehers als Bettel- Dienstag vor dem 2. Straffenate des Reichsgerichts zur Ber- ihm nicht lange dazubleiben und ich bitte Sie also, mit den Vorvertheilerinnen aufgestellt, um vorkommende andere Better, die sie handlung kam. Der Reichsanwalt Herr Heinemann erklärte, dieselbe bereitungen schnell fertig zu sein," soll es im Briefe heißen. Natalie sich mit schmeichelnder Bitte zeigen ließen, umzutauschen, und jeder, nicht vertreten zu können, da sie lediglich in unzulässiger Weise gegen habe einige einflußreiche Radikale und Progressisten für die Sache der darauf einging, erhielt ein Glas Bier angewiesen. Einer er die thatsächlichen Feststellungen, die einen Rechtsirrthum nicht erkennen gewonnen. und diese sollen versprochen haben, ihr mögliches zu thun, Die flärte: Bier trinfe er nicht. Nun da bekommen Sie dafür eine ließen, anfämpfe. Der Senat war der gleichen Ansicht und erkannte daß die Stupschtina dem jungen König eine Pension votive. Abdizirung sollte zu gunsten Kara- Georgevitsch stattfinden und die Wurst. Die Damen haben sich nun den Spottnamen:" Die Wahl- Es bleibt mun also dabei, daß in der gleichen Sache zwei Ber- russische Regierung habe sich sogar einverstanden erklärt und ihren auf Verwerfung der staatsanwaltlichen Revision. Aus Ostpreußen. Nochmals bie beschlagnahmten Cache Verurtheilung und Freisprechung reichsgerichtlich bestätigt behilflich zu ſein. teurtheilungen und eine Freisprechung erfolgten, in der gleichen Bertreter angewiesen, sich nach Belgrad zu begeben, um bei der Sache Flugblätter. Unser Gewährsmann schreibt uns zu dieser An- wurden. Man machte aber die Rechnung ohne den Wirth. Der alte gelegenheit noch folgendes: andaigused pune önig wurde bei Zeiten informirt und die Kombination wurde Oesterreich. uspiju pilibiy Zu der Notiz, betreffend die Berichtigung des Landraths des S bereitelt. Milan ist gar nicht gewillt, das Stück fallen zu Kreises Labiau, muß ich bemerken, daß ich mich irrte, als ich schrieb, Wien, 13. Jult. Wie die Neue Freie Presse" meldet, wäre lassen, das ihm so gut schmeckt. Unter der Firma seines Sohnes, die Blätter für den Kreis Labiau- Wehlan seien nicht beschlagnahmt. das Ergebniß der gestrigen Konferenz der Klub- Obmänner der Ver- unter Alexander's moralischen und historischen Verantwortlichkeit Wie ich jetzt festgestellt habe, ist die Beschlagnehmung am 13. Juni einigten Linfen die Ablehnung der vom Ministerpräsidenten Grafen macht er heute sein Aussaugesystem geltend, füllt seine und seiner vom Landgericht Insterburg ausgesprochen, am 14. Juni vom Land- Thun gemachten Vorschläge. Das Blatt hebt hervor, das Hauptrath publizirt. Der Gemeindevorsteher, welcher die Blätter weg gewicht sei darauf zu legen, daß eben die Vorschläge abgelehnt nahm, wußte resp. fonnte von einer Beschlagnehmung der Blätter feien, daß dies aber die Erörterung besserer fünftiger Vor nichts wissen, weil er sich das Packet früher aneignete, als er die schläge nicht ausschließe. Publikation des Landgerichts in Händen hatte. füren" zugezogen. Der Senat der Königlichen Bergakademie. Winkler. " Die Die Rene Freie Presse" meldet weiter: Neue Propofitionen Der Staatsanwalt zu Insterburg geht mit besonderem Eifer und Zugeständnisse an die Deutschen hat Graf Thun nicht in Ausgegen die Sozialdemokraten vor. Der Herr hat die Beschlagnehmung sicht gestellt. Weitere Verhandlungen sind daher zunächst nicht gevon sozialdemokratischen Flugblättern wegen einiger Säge angeordnet, plaut. Doch wird der verfassungstreue böhmische Großgrundbesig in bon denen wir nicht glauben, daß sie einem Gerichtshof der morgen stattfindenden Konferenz beim Ministerpräsidenten verzu einer Verurtheilung genügen können. Der Herr Staats- suchen, den Faden der Verhandlungen weiter zu spinnen und ver anwalt will gründliche Arbeit machen. Er begnügt fich mittelnd einzuwirken. Genossen Taschen für die Zeiten, die nicht sehr entfernt sein sollen. Sobald sein Sohn fort wäre, würde auch die einzige augenscheinlich legale Stüße seiner despotischen und verschwenderischen Regierung fallen und er kaum noch 24 Stunden in Serbien verbleiben können. ind so ist der König jetzt streng überwacht. Er befindet sich wie in einem Gefängniß: er darf niemand empfangen, mit niemand in einer unmittelbaren Korrespondenz stehen. Damit die Kontrolle über ihn leichter wäre, habe man die Uebersiedelung nach Nisch angeordnet. Von seiner Reise nach Biarriz darf natürlich keine Rede sein. So erzählt man sich die Sache hier. Es kann wohl sein, daß alles das übertrieben ist, es ist leicht möglich, daß die ganze Ver fchwörung in einem Austausch der Gedanken zwischen der Königin herabgesetzt wurde, die Bahl der Krankentage von 492 im Köche 80 M.; das Anfangsgehalt für Stewards und Jungen beträgt und ihren Intimſten bestand, aber es ist nicht zu leugnen, daß Jahre 1896 bei gleichbleibender Arbeiterzahl im Jahre 1897 auf 20. 2. Ueberstunden werden mit 40 Pf. pro Stunde bezahlt. Natalie, die sich über die Krankheit ihres Sohnes teine Illusionen 293 sant. Hierdurch ist wohl eklatant der ursächliche Zu- 3. Als Ueberstunden gelten auch Sonntagsarbeiten, Verholen des macht, auch überzeugt ist, daß er für die weitere Regierung un- sammenhang zwischen langer Arbeitsdauer und Erkankungs- Schiffes, Deckslastzurren, Deckwaschen, Ladegeschirr auf- und abbringen fähig ist und daß sein sein weiteres Verbleiben in Serbien häufigkeit und der wohlthätige Einfluß der Arbeitszeit- Verkürzung nach der Arbeitszeit, ebenfalls Arbeiten auf der Freiwache; ferner ihm sehr schädlich sein und mur Milan zu gute kommen für den Gesundheitszustand der Arbeiter dargethan, daß aber eine wird das Wachegehen im Hafen als Ueberstunden bezahlt. 4. Die Kündi wird. Diesen aber haßt sie über alles und wäre natürlich Einschränkung der Arbeitszeit auf 12 Stunden, wie sie die Bundes- gung ist gegenseitig und hat innerhalb 24 Stunden nach Ankunft des fehr froh, wenn sie ihn des Mittels berauben könnte, das ihm die raths- Bekanntmachung vom 8. Juli 1893 für die in Bleifarben- Schiffes im deutschen Hafen zu erfolgen. 5. Der Vorschuß ist in Regierung in Serbien ermöglicht. Jedenfalls stehen wir vor den fabriken Beschäftigten festsetzt, feinen Schutz für die Gesundheit der baarem Gelde auszuzahlen. 6. Die Abgabe an die Stiftung für großen dynastischen Kämpfen: Kara- Georgevitsch mit einem großen Arbeiter bietet. Gerade in Betrieben, wie sie die chemische Industrie hilfsbedürftige Seeleute und deren Hinterbliebenen kommt in WegTheile der serbischen Radikalen, Natalie mit alten Progreffisten, einschließt, in den Bleifarben-, Chromat, Theerfarben-, Chlortalt, fall; an deren Stelle tritt eine freiwillige Abgabe. Da die Milan mit einem kleinen Haufen höherer Offiziere, denen er viel Schwefelsäure-, Soda-, Dynamit- und Bündholzfabriken sollte eine Be- Flensburger Rheder hierauf keine Antwort gaben, beschlossen die gegeben, noch mehr versprochen hat. Ob aus alledem etwas für schränkung der Arbeitszeit auf etwa 8 Stunden allgemein angeordnet Seeleute, sich die Anerkennung dieser Forderung durch Verweigerung bas erschöpfte Serbien herauskommen wird- werden wir bald werden. Die Arbeitsleistung würde nicht wesentlich geringer, aber die Er- der Anmusterung zu erkämpfen. Wir hoffen nun bestimmt, daß kein sehen.sparung an Krankentosten und namentlich an Arbeitergesundheit sehr Seemann unseren Flensburger Kollegen dadurch den Kampf erAsien. bedeutend sein. Natürlich dürfen deshalb andere Schußvorkehrungen schwert, daß er sich für Flensburger Schiffe anheuern läßt. nicht vernachlässigt werden, wie kräftige Absaugung von Staub und Der Zentral Vorstand des Seemanns- Verbandes in Deutschland. Dämpfen aus den Arbeisräumen und möglichst Entgiftung der ent- 3. A. P. Hoffmann. wickelten Dämpfe durch Kalfmilch 2c. Die deutsche chemische Industie ver- Die Arbeiterpresse wird um schnellen Abdruck gebeten. trägt eine solche Einschränkung ihrer Arbeiterausnutzung sehr wohl. Der Werth ihrer Exporte allein ist von 226,7 Millionen Mart im Arbeitgeberverbandes und des mit ihm liirten Bäcker- InnungsVom Hamburger Bäckerstreik. Alle Versuche seitens des Jahre 1889 auf 321,5 millionen Mart im Jahre 1897 gestiegen und vorstandes, einen wirksamen Gegenbontott gegen die Meister, die be die Dividende der chemischen Aktiengesellschaften betrug im Durch- willigt haben, zu entfalten, sind bisher mißglückt. Zunächst machte schnitt in den letzten Jahren 12 bis 13 pct. man den Versuch, ihnen die Mehllieferanten abzutreiben. Diese waren aber flug genug, nicht auf den Leim zu gehen. Auch die Hefelieferanten, die in gleichem Sinne beeinflußt wurden, be= schränkten sich auf die Abgabe einer diplomatischen Erklärung, die zu nichts verpflichtet. Neuerdings haben nun wieder 54 Mitbürger" eine mit Namensunterschrift versehene großmächtige Annonce, über die sich die damit beglückten bürgerlichen Blätter gewiß sehr freuen werden, veröffentlicht. Darin erklären sie, den Boykottirten in ihrem schweren Kampfe jede mögliche Unterſtügung zu gewähren"; fie werden ihr Brot mir von solchen Brothändlern entnehmen, die mit einer blauen Karte versehen sind. Blau ist die Farbe der Innungsmeister. arbeiter, Maurer Trade enues Partei- Machrichten. am M. " Ueber den Stand der Arbeiterbewegung in Japan waren wir schon oft in der Lage, Nachrichten wiederzugeben, die darauf hindeuten, daß Japan das erste Land Afiens sein wird, das auch in dieser Beziehung westeuropäischen Verhältnissen zustrebt. Die japanischen Industrie- Arbeiter beginnen sich nicht nur nach europäischem Muster in Fachvereine zu organisiren, sondern sie setzen auch Ausstände ins Werk und scheuen sich nicht, den Kampf mit der Polizeimacht aufzunehmen. Das Organ der englischen Interessen in Japan, Japon Mail", " Japon Mail", schätzt die Zahl der organisirten Arbeiter in Japan auf 300 000, doch dürfte dies auf einer Verwechselung mit den leberresten des alten feudalen Bunstwesens beruhen. Sicher aber ist, daß sich in Japan eine beachtenswerthe Arbeiterbewegung entwickelt, wie sich auch aus Der sozialdemokratische Parteitag für Thüringen wird Berichten europäischer Konsuln und anderen Quellen ersehen Sonntag, den 14. August in Arnstadt abgehalten. Tägt. Die Weber in Yokohama und Lamb Koh haben Die Parteigenoffen der Pfalz halten ihren Parteitag am fich nach dem Muster der englischen Unions" ersten Sonntag im September in Frankenthal ab. organisirt, ebenso die Maschinenarbeiter, Typographen, Dekorations- Todtenlifte der Partet. In Chemnis starb am 9. d. und Gerberei- Arbeiter in Tokio. Fast in der Genosse Former Karl Fischer im Alter von 54 Jahren. allen größeren Städten Japans find Arbeiterorganisationen in Bildung begriffen, obgleich ihnen von Arbeitgebern und Behörden Polizeiliches, Gerichtliches 2c. In Magdeburg ist jetzt eine Anzahl Italiener angekommen, große Hindernisse in den Weg gelegt werden. Der amerikanische Genosse Rudolph sollte als Redakteur der Erfurter welche die Plätze der streikenden Bauarbeiter einnehmen sollen. Konjul Barker theilt in seinem letzten Bericht mit, daß die japani Tribüne" den dortigen Ersten Staatsanwalt in seiner Eigen- Ihnen ist ein Stundenlohn von 46 Pf. versprochen, währenddem schen Fabrikanten Vereinigungen gebildet hätten, um die Löhne zu fchaft als Vorsteher des dortigen Strafgefängnifies beleidigt haben. man den Streifenden 45 Pf. verweigert. In den Magdeburger drücken oder wenigstens Erhöhungen der Löhne zu entgehen, und Die Beleidigung war gefunden worden in einem Artikel, der sich bürgerlichen Blättern wird bekannt gegeben, daß bis zum Montag derselbe Konsul berichtet, daß die Fabrikanten große Mühe hätten, mit der Entlassung des Genossen Schulz aus dem Gefängniß be 261 Arbeitswillige" den Unternehmern zur Verfügung standen. Die angesichts der sich reich entwickelnden Industrie immer hinreichende schäftigte und daran eine Kritik des heutigen Strafvollzuges knüpfte. Boltsstimme" bezweifelt die Richtigkeit dieser Zahlen und weist Arbeitskräfte zu bekommen. Dann ist es allerdings nicht zu ver- Nach Lage der Sache konnte aber nur der Oberstaatsanwalt in außerdem darauf hin, daß gelernte Arbeiter darunter nicht seien. wundern, daß die Arbeiter ihre Lohnforderungen bedeutend Naumburg gemeint sein, was auch das Gericht anerkannte und einen Nach den Berichten der Lohnkommission arbeiten zu den neuen Beerhöht haben und daß die Arbeiterbewegung in Japan Freispruch fällte. dingungen 416 Maurer und 100 Zimmerer. Eine Versammlung, denselben Charakter wie die Lohntämpfe in Europa an= Die Revision des Genossen Nitsche, Redakteurs der die zum Bauarbeiterstreit Stellung zu nehmen hatte, verfiel, als nimmt, also in in Verrufen, Ausständen, Angriffen auf Sächs. Arbeiter Beitung", gegen das Urtheil des Dresdner in der Diskussion ein Redner die Maßnahmen der Polizei kritisite, Streitbrecher, was wieder Konflikte mit der Polizei herbeiführt, zum Landgerichts zu sieben Wochen Gefängniß wegen Befchimpfung der der Auflösung. Vorher war schon die Tellersammlung konfiszirt Ausdruck kommt. Auch eine sozialistische Bewegung ist bereits vor- christlichen Kirche und Verübung von groben Unfug durch Abdruck worden. handen. Unter den Gebildeten giebt es verschiedene, die mit der eines Gedichts aus dem Jahre 1849 wurde vom Reichsgericht versozialistischen und sozialwissenschaftlichen Literatur in Europa recht vorfen. gut vertraut find. So wurden nach dem Kriege mit China fünf japanische Generalstabs- Offiziere nach England geschickt, um die Organisation des Heeres kennen zu lernen, und bon diesen kehrten zivei als Anhänger des wissenschaftlichen Sozialismus nach Japan zurück, wo sie einige der hervor Nach den im Berliner Tapezirergewerbe vorgenommenen ragendsten sozialistischen Werke ins Japanische übersetzten. Ein statistischen Erhebungen, an welchen die Tapezirer von 30 Geschäften junger Japaner, der träftigen Antheil an der sozialistischen Arbeiter- theilnahmen, wurden im Januar 295, im Februar 317, März 379 bewegung in Australien genommen, hat in Tokio eine Zeitung Die Gehilfen, 112 Näherinen und 38 Lehrlinge beschäftigt. Zukunft der Arbeiter", gegründet, worin er in kräftiger Weise dafür Die Arbeitszeit betrug in: eintritt, daß die Arbeiter in Japan politische Rechte erhalten. Gegenwärtig haben die dortigen Arbeiter so gut wie gar kein Wahlrecht, weil blos diejenigen wählen dürfen, die etwa 60 M. Staatssteuern zahlen. Auch die liberalen Blätter Tokios mahnen jezt die Regierung, die berechtigten Forderungen der Arbeiter nach einer Berbefferung ihrer wirthschaftlichen wie politischen Stellung zu erfüllen. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. 10 Geschäften mit 160 Gehilfen 8% Stunden täglich 2 " 17 1 " " " 58 158 3 88/4 " 9 10 An Aufschlag für Ueberstunden wurden in: Die Nothwendigkeit einer Beschränkung der Arbeitszeit gezahlt. in chemischen Fabriken. 2 Werkstätten 10 pct. 1 " 2 1 15 20 30 " " " " " 13 Formstecher legten in Nordhausen die Arbeit nieder, weil einem Kollegen, der in der betreffenden Fabrik bereits 32 Jahre ununterbrochen thätig war, ohne jeden Grund gekündigt worden war. Streifpoftenstehen- grober Unfug. Vom Schöffengericht zu Mühlhausen in Thür. waren eine Anzahl Maurer wegen groben Unfugs zu Geldstrafen verurtheilt worden, weil sie während des letzten Maurerstreits Streitposten gestanden hatten. Ihre Berufungen wurden am Freitag von der Straftammer zu Mühlhausen verworfen. In der Urtheilsbegründung heißt es: Im allgemeinen könne im Streifpoftenstehen ein grober Unfug nicht erblickt werden, so lange damit eine Belästigung des Publikums im allgemeinen nicht verbunden sei. Die Art und Weise aber, wie das Streifpoftenstehen während des letzten Streits von den Maurern hier ausgeübt worden sei, der dabei angewandte Terrorismus gegenüber den Arbeitswilligen stelle eine Belästigung des freien Verkehrs und des freien Willens dar und enthalte die Kriterien des groben Unfugs. Das Düsseldorfer Landgericht hat, wie wir fürzlich mittheilen fonnten, in ganz entgegengeseztem Sinne entschieden. Die Klempner Kaffels haben den Meistern folgende Hauptforde rungen unterbreitet: Cinführung einer 9 Stunden pro Tag betragenden Arbeitszeit. In Verbindung hiermit eine Lohnerhöhung von 15 pet. Für Ueberstunden- Arbeit einen Lohnzuschlag von 331/3 pet. pro Stunde; desgleichen für Sonntags- oder Nachtarbeit einen Zuschlag von 50 pct. pro Stunde. Zur Beantwortung sind 8 Tage Frist gegeben. Der Vorstand der Vereinigten Gewerkschaften Stuttgarts Davon arbeiten 170 Gehilfen auf Lohn und 209 auf Afford; der Lohn schwankt bei den ersteren zwischen 18-33 M., bei den Wiederholt wiesen wir darauf hin, daß die Bekanntmachungen, legteren zwischen 18-40 M., und sind es freilich blos immer die der Bundesrath am 8. Juli 1893 und am 2. Februar 1897 zum schwankt der Lohn zwischen 9-20 m. einzelne, welche den höchsten Satz erreichen. Bei den Näherinnen Schutz der Gesundheit der in Bleifarbenfabriken und in Alkali- stala ist hierbei noch ein günstiges, weil sich nur meistentheils die Das Verhältniß der Lohnchromatfabriken beschäftigten Arbeiter erlassen hat, ungenügend zur Erreichung ihres Zweckes sind. Wie sehr wir Recht hatten, be- ersten Geschäfte daran betheiligt haben, in Wirklichkeit würde ein hat seinen Jahresbericht für die Zeit vom 15. April 1897 bis weisen die Berichte der Gewerbe- Aufsichtsbeamten über den Ge- noch viel schlechteres Resultat herauskommen, wenn auch die schlechter 21. April 1898 in Form einer Broschüre herausgegeben, die ein reichsundheitszustand einiger dieser Fabriken. Der Jahresbericht des gestellten Geschäfte daran theilgenommen hätten. haltiges Material über die Entwickelung der Gewerkschaftsbewegung Regierungs und Gewerberathes für den Bezirk Köln Die angedrohte Arbeiteranssperrung der Potsdamer in Stuttgart enthält. über das Jahr 1897 theilt mit, daß in einer Blei- Bangewerks- Junungsmeister ist nicht in traft getreten. Sie war Das Kartell umfaßte am 31. Dezember 1897 41 Gewerkweiß- Fabrik dieses Bezirkes, in dor durchschnittlich 250 Arbeiter nur ein Schrechschuß, der allerdings seine gewünschte Wirkung nicht schaften( gegen 39 im Vorjahre). Insgesammt sind von 19 605 beschäftigt wurden, die Zahl sämmtlicher während des Jahres be- verfehlt hat. Auf den seitens der Arbeiter gesperrten Behertt'schen männlichen Arbeitern 5490, gleich 28 pet. organisirt, von 8781 schäftigten Arbeiter 1417 betrug. Es war also im Durchschnitt jeder Bauten hat nämlich ein großer Theil der alten Arbeiter, d. H. der weiblichen dagegen nur 307, also 3,4 pet. Jn 13 Gewerkschaften, Arbeiter mur 9 Wochen beschäftigt. Trotzdem und obgleich die jenigen, die vor dem Streik dort gearbeitet hatten, die Arbeit wieder welche über das Vorhandensein von Frauenarbeit berichten, beträgt für diese Fabriken erlassenen Arbeiterschutz- Bestimmungen streng aufgenommen, nachdem mit Herrn Beherit ihrerseits eine Ver- die Gesammtzahl der Berufsangehörigen 19 276, folglich bilden die befolgt wurden, erkrankten von den Arbeitern dieser Fabrit ständigung" erzielt worden war. Auch die streikenden Töpfer wurden Arbeiterinnen 45,5 pet. der überhaupt Beschäftigten, gegen 44,3 pct. im Jahre 1897 85 nur an chronischer Bleivergiftung. Das find durch andere Arbeitskräfte ersetzt. im Vorjahre, so daß eine Vermehrung der Frauenarbeit 6 pet. aller im Jahre beschäftigten und 34 pt. der durchschnittlich Achtung, Zinkgießer und Stürzer! Jufolge ausgebrochener um 1,2 pet. zu fonstativen ist. stets beschäftigten Arbeiter! In einer anderen Bleiweißfabrik des Lohndifferenzen ist die Gießerei von N. Borsch, Oranienstr. 36, In den 41 Gewerkschaften betrugen 1897 die Ausgaben für felben Bezirts waren durchschnittlich 71 Arbeiter beschäftigt, sowie die Gießerei des Zwischenmeisters" W. Kummer, Prinzen- Reise unterstützung zusammen 6516,24 M.( gegen 5590,23 M. während die Zahl aller im Laufe des Jahres beschäftigten Ar- straße 18, gesperrt. Die Agitationskommission. im Vorjahre) bei 2160( 1919) Empfängern, so daß auf den einzelnen beiter 250 betrug. Von diesen erkrankten ebenfalls 24 an Achtung Steinbildhauer! Bei der bekannten Firma Casal Durchreisenden 3,01 M.( 2,91 M.) entfallen. An Arbeitslosenchronischer Bleivergiftung; das sind 9,6 pCt. aller im Laufe( Charlottenburg, Leibnizstraße) haben alle fünf dort beschäftigt unterstüßung wurden 8134,90 m.( 11 401,80 m.) an 452( 549) des Jahres beschäftigten und 33,8 pt. der durchschnittlich stets gewesenen Gehilfen( Staliener) die Arbeit eingestellt. Sie verlangten Empfänger ausgezahlt, folglich an den einzelnen Arbeitslosen 17,99 m. beschäftigt gewesenen Arbeiter. Wenn die Gesundheit der Arbeiter in die Einführung der 7/2 stündigen Arbeitszeit, die in allen Ateliers( 20,76 W.). Die gesammte Einnahme aller 41 Gewerkschaften einer so furchtbaren Weise von den direkt durch den Betrieb ver- und auf Steinmezpläßen üblich ist. Diese Forderung wurde rund- belief sich auf 122 482,18 m.( 140 161,53 ursachten Schädlichkeiten zerstört wird, obwohl die zur Verhütung diefer weg abgelehnt. Es wird ersucht, das Geschäft von Casal zu meiden. auf 115 195,91 m.( 121 898,06 m.), worin 55 155,27 M.( 87 795,20 M.) Gesundheitsschädigungen erlassenen Bestimmungen befolgt wurden, so Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruck gebeten. kann man doch nicht sagen, daß diese Bestimmungen ihrem Zweck genügen. Ueber die im Jahre 1897 vorgekommenen Erkrankungen der Arbeiter einer in Rheinhessen neuerrichteten Alfalichromat- Fabrik macht der Die Bautischler der Firma Binge in Trebbin haben wegen Fabrifinspektor für Rheinhessen und Oberhessen Mittheilungen. In Lohndifferenzen gefündigt und werden, falls eine Einigung nicht er dieser Fabrik, die im Monat Mai 1897 ihren Betrieb begann, und in zielt wird, die Arbeit am 23. d. M. niederzulegen. der die Einrichtungen durchaus den Bestimmungen der BundesrathsBekanntmachung vom 2. Februar 1897 entsprachen, wurden bis zum Dezember, zusammen 64 Arbeiter beschäftigtigt, von denen aber nur 34 während einer Zeit von 3 Monaten dauernd in Arbeit standen. Diese 34 Arbeiter bekamen sämmtlich sehr schmerzhafte Anägungen der Nasenscheidewand, die in 21 Fällen zur vollständigen Durchlöcherung der Nasenscheidewand( des Septum) führten, in folge dessen diese Arbeiter unter dem Einfluß schärferer Witterung viel stärker litten und die Nafe ihre Funktion als Respirator voll ständig verlor. Auch an Händen, Armen, Füßen und Lippen betamen 19 Arbeiter Geschwüre und 14 davon so bedeutend, daß sie die Arbeit zeitweise aufgeben mußten, 2 davon zweimal und zwei drei mal. Alle diese Erkrankungen waren offenbar durch die Einwirkung der Chromate verursacht. Angesichts dieser Thatsachen wird niemand behaupten können, daß die Bestimmungen in den Bekanntmachungen 1622 bei Beginn des Ausstandes auf 228 Bauten beschäftigten. Auf des Bundesrathes vom 2. Februar 1897 ihren Zweck, die Arbeiter 34 Bauten und Scharwerken wird nur theilweise gearbeitet; die Zahl dieser Betriebe vor Gesundheitsschädigungen zu schützen, erreicht der dabei Beschäftigten beträgt 92. Ueber 98 Maurer fehlen Anhaben. Wohl heißt es in dieser Bekanntmachung, daß" thunlichſt" gaben. Von den Streifenden sind 1054 verheirathet, die 1530 Stinder für Entfernung der Dämpfe beim Abdampfen der Chromat- haben. Abgereift sind 298 Mann. laugen gesorgt werden soll, und daß die Arbeitsräume Deutsches Reich. Achtung, Steinsetzer( Pflasterer)! In Ludenwalde haben gestern vier Mann die Arbeit niedergelegt wegen schlechter Behandlung seitens des Steinfegermeisters Neubert. Es mißfällt demselben sehr, daß sich die Luckenwalder Steinseher firzlich der Organisation angeschlossen haben und glaubte er dieselbe auf solche Art zu vernichten. Herr N. äußerte sich, er bekäme soviel Gesellen, als er brauchte. Buzug ist also fernzuhalten. Ablieferungen an die Hauptkassen der Zentralverbände einbegriffen find, so daß als Netto Ausgaben 60 040,64 m.( 84 102,86 m.) verbleiben. Der Unterschied mit dem Vorjahre erklärt sich aus den höheren Aufwendungen für die großen Streits im Jahre 1896. Der Verkehr mit den übrigen württembergischen Gewerkschaften war ein äußerst reger und wird bei weiterer Entwickelung desselben in absehbarer Zeit der Vorstand der Vereinigten Gewerkschaften Stuttgarts sich zu einer gewerkschaftlichen Zentralstelle für Württemberg herausgebildet haben. Die Einnahmen des Gewerkschaftskartells betragen in den 9 Monaten von April bis Dezember 1897 7316 M., die Ausgaben 6631 M., so daß ein baarer Kassenbestand von 685 M. Die Streits in Gühliz bei Ottiliengrube und verblieb. Außerdem sind noch 2000 m. beim Gewerkschaftshaus ans eichenbach i. V. find beendet. In Gühliz find sämmtliche gelegt. Für die streifenden Hamburger Safenarbeiter Forderungen bewilligt, dagegen find in Reichenbach die gingen beim Kartell 11 136 M. ein, wovon 10 850 M. für die HafenStreifenden nach wenigen Tagen wankelmüthig geworden. In arbeiter und 130 M. für fonftige Streikende verwendet wurden. Sana u find die Differenzen ebenfalls ziemlich erledigt, jedoch ist An das Arbeitersekretariat leistete das Kartell 1897 es rathsam, den Zuzug vorläufig noch fernzuhalten. 969 M. zur Einrichtung und als pflichtgemäßen Beitrag. Bei den Lohnbewegungen handelte es sich nur um größere Anzahl streitender Personen in betracht. Die Lohnbewegung Am Breslauer Maurerstreik sind 1436 Mann betheiligt von einere Werkstattskonflikte, nur bei den Schuhmachern kam eine der Bäder, die namentlich den Zweck hatte, dem gesetzlichen 3 If ft it n digen Magimal- Arbeitstag in allen Bäde reien Geltung zu verschaffen und auf die Beseitigung der Nachtarbeit hinzuwirken, konnte deshalb einen nennenswerthen Erfolg nicht haben, weil die Bäckergesellen in der seitherigen Gleichgiltigkeit verharren und sich um ihre Organisation nicht fümmern. Ein Formerstreit wurde nach 20 wöchiger Dauer vor dem Gewerbegericht als Einigungsamt beendet, wobei die zehnstündige Arbeitszeit bewilligt und auch die übrigen Forderungen in der Hauptsache anerkannt wurden. Der Streit foftete 4546 M., achtzehn zusetzen, zeigt eine Mittheilung des Gewerbe- Aufsichtsbeamten für den Achtung, Seeleute! Infolge der günstigen Geschäftslage der Mann waren daran betheiligt. Die Holzarbeiter verhinderten Bezirk Wiesbaden. Derselbe berichtet, daß in einer dortigen Theer- Schifffahrt und der im Verhältniß zu anderen Hafenorten in durch ihre Organisation, daß die in den kleinen Geschäften im Vorfarbenfabrik trotz Einrichtungen für eine kräftige Absaugung der Flensburg gezahlten niedrigen Heuer richteten die Flensburger jahr bewilligte 9 stündige Arbeitszeit wieder auf zehn Stunden Dämpfe und für eine lebhafte Staubventilation und anderer fanitärer Seeleute am 1. Juli an die dortigen Rheder folgendes Gesuch: erhöht wurde. möglichst" frei von Chromatstaub zu halten sein. Aber es ist nicht in In Lübeck sind nun sämmtliche Bauarbetter von der Bekanntmachung angegeben, in welcher Weise das zu geschehen seiten der Meister ausgesperrt worden, soweit sie der Organisation habe. Namentlich fehlt aber in dieser Bekanntmachung jede Be- angehören. Es ruht daher die Arbeit fast allgemein. Wo gearbeitet stimmung über die zulässige Länge des Arbeitstages in diesen wird, behelfen sich die Meister mit ihren Lehrlingen. Auf mehreren Betrieben. Wie sehr aber gerade hier eine vorsorgliche Einschränkung Bauten wurden heute auch die Maurer entlassen, weil man sie ohne Der Arbeitszeit im stande ist, die Zahl der Erkrankungen herab Silfsarbeiter nicht gebrauchen kann. Einrichtungen die Erkrankungen an Anilismus zc. nicht abnahmen, 1. Die Heuer der Matrosen und Heizer beträgt in Zukunft pro Erfolgreich operirten noch die Schuhmacher und Gas. daß aber, als die Arbeitszeit in der Fabrit von 10 auf 7 Stunden Monat 55 M., die der Leichtmatrofen und Trimmer 40 M., die der anstalts Arbeiter. Die Gasanftalts- Arbeiter erreichten durch Einigkeit, daß ihnen ohne Streit eine Lohnerhöhung von] 3,40 M. pro Tag auf 4,20 m. gewährt wurde. Literarisches. „ Borwärts" erschienen. Der Historifer der englischen Trades Unions tommt nach eingehenden Untersuchungen, die sich auf ein umfang Recht lebhaft war auch die agitatorische Thätigkeit des Kartells am Zu unserer Besprechung der Schrift von W. Heine über reiches Material stüßen, zu dem Schluß, daß unzweifelhaft ein Theil Ort selbst. Als besonders erfreulich ist die Gründung des Vereins Die Sozialdemokratie und die Schichten der Studirten" wird uns der englischen Arbeiter durch unaufhörlichen Kampf sich eine ungleich der städtischen Arbeiter und einer Organisation der in aus Akademikerkreisen eine Zuschrift gesandt, die gegen eine Be- bessere Lebenshaltung errungen hat. Ebenso sicher sei aber, daß Buchdruckereien beschäftigten Hilfsarbeiter und merkung der Besprechung Stellung nimmt. Es wird in der Be- heutzutage eine noch größere Zahl, wenn auch ein geringerer Hilfsarbeiterinnen mit je über 200 Mitglieder zu nennen. Sprechung gesagt, die akademische Jugend, die nicht den Muth befize, Prozentsay, hoffnungslos elender Eristenzen" vorhanden ist. Int Den Bemühungen des Vorstandes ist es auch gelungen, verschiedene sich offen zur Sozialdemokratie zu bekennen und die deshalb, soweit Sweating system, in der Heimarbeit, sicht der Verfasser Lokalorganisationen ihren Zentralverbänden zuzuführen, so die Bäcker, sie nicht von elendem Strebergeist beseelt ist, vielfach zu Herrn neue Formen des Elends, zu denen auch noch die Existenzdie Friseure, Fuhrleute, Maschinisten und Heizer und Tapezirer. Nur Naumann halte, werde aus den Heine'schen Darlegungen die Er- unsicherheit getreten ist. Das Werkchen bringt trotz seiner fenntniß schöpfen 2c. Knappheit eine große Fülle von hochinteressantem Material, das die Hafner und Handlungsgehilfen stehen noch zurück. Hiergegen bemerkt die uns gesandte Zuſchrift, von einem Mangel auch in der Uebersetzung, die im ganzen als eine recht gelungene an Muth dürfe feineswegs geredet werden, denn angesichts der bezeichnet werden kann, in glücklicher Weise Verwendung geH. P. Thatsache, daß jedes Bekenntniß zur Sozialdemokratie den Studenten funden hat. sofort von der Universität vertreiben würde, wäre es thöricht und gegen das Parteiinteresse, wenn die sozialistischen Studenten nicht Zurückhaltung üben würden. Die Zuschrift weist auf eine Ausführung Franz Mehring's in der Neuen Zeit" hin, die besagt: Die Kabinet8fritse, so wird den Times" aus Madrid gemeldet, " Jedem Studenten, der sich an der sozialdemokratischen Propa- ist noch immer in der Schwebe. Da die Konservativen nicht darauf Rele- noch ganda betheiligte, stände an allen deutschen Univerſitäten die Rele- eingerichtet sind, jetzt das Amt zu übernehmen, muß Sagasta die girung bevor. Und es wäre gewiß ungerecht, die Reserve, die sich Verantwortung für die Entscheidung tragen, ob sofort Schritte für Sie sozialistischen Studenten deshalb auferlegen, in denselben Topf die Eröffnung von Friedensunterhandlungen zu er zu werfen mit der Feigheit des Philisters, der seine leberzeugung greifen sind. berleugnet, um sein Aemtchen zu behalten. Ein Student der thöricht Der Minister des Auswärtigen erflärte einem Berichterstatter, genug sein volles Herz nicht wahrte, hätte nicht eine ehrenvolle die von den Blättern bezüglich des Friedens veröffentlichten NachArmuth und Verfolgung, sondern die verbummelte und verkommene richten entbehrten durchaus der Begründung. Halbheit einer gewaltsam deklassirten Eristenz zu erwarten. Mit Ob diese Nachricht richtig ist, muß jedoch sehr dahingestellt Die Bibliothek der Vereinigten Gewerkschaften zählt jetzt 1842 Bände, im legten Jahre wurden 216 neu angeschafft. Die Frequenz ist eine gute. Das Stuttgarter Gewerkschaftshaus ist jetzt in einem eigenen 235 000 M. fostenden umgebauten Haus untergebracht. Der Betrieb brachte 1897 4585 M. Ueberschuß, seit 1894 im ganzen einen solchen von 14 668 M. Ausland. In Wien sind die Kohlenträger des Lieferanten der Kommune Wien in den Streit eingetreten. Sie fordern eine bescheidene Lohnerhöhung. Der Grazer Bäckerstreit ist der Meldung des Herold- Bureaus zufolge beendet. 2091 Soziales. Frauen und Kinderarbeit im preußischen Bergbau. Von ben Bergwerken, Salinen und Aufbereitungsanstalten Breußens, deren es im Jahre 1897 2215( gegen im Jahre 1896) mit einer Belegschaft vont 417 071 (+24 338) gab, beschäftigten im leztverflossenen Jahre 266 Arbeiterinnen und 728 jugendliche Arbeiter. Die Belegschaft dieser Werke umfaßte die Zahl von 388 745 Arbeitern. Die Zahl der Ar beiterinnen, die in ihnen beschäftigt wurden, betrug 7970 und machte 1,91 pet. der Gesammtbelegschaft aus. Im Jahre 1896 waren auf den Bergwerken u. f. tv. 8270 Arbeiterinnen oder 2,11 pt. der Gesammtbelegschaft beschäftigt. Absolut und relativ hat dem nach die Beschäftigung von Arbeiterinnen in den Bergwerfen u. f. w. abgenommen. Die Zahl der jugendlichen Arbeiter hat sich dagegen um etwas vermehrt. Es wurden 12 172 gegen 11 326 im Jahre 1896 beschäftigt. Auch die Zahl der beschäftigten Kinder hat sich von 63 auf 83 gesteigert. Von den männlichen jugendlichen Arbeitern waren 10 882 über Tage und 800 unter Tage beschäftigt. Die Zunahme der jugendlichen Arbeiter entfällt hauptsächlich auf den Oberbergamtsbezirk Dortmund mit 490 Köpfen, es folgen Bonn mit 194, Breslau mit 169, Halle mit 11 und Clausthal mit 2 Köpfen. Die Abnahme in der Beschäftigung der Arbeiterinnen entfällt gänzlich auf den Oberbergamtsbezirk Breslau. Die anderen Oberbergamtsbezirke haben kleine Zunahmen aufzuweisen. Der Krieg. solchen Hilfstruppen wäre der Sozialdemokratie am allerwenigsten bleiben. Wie dem„ Reuter'schen Burau" aus Washington gemeldet gedient, und deshalb hat die Zurückhaltung, die sich die wird, wäre die völlige Räumung ubas und Porto= ozialistischen Vertreter in ihrem öffentlichen Auftreten auferlegen, ricos von seiten Spaniens das nicht herabzusetzende Mindeſtmaß ihren guten Sinn." an Fordern jent, über welches Amerika bei Erörterung der Frage Wir haben dieser Zuschrift gern Raum gegeben. Wir möchten der Beendigung des Krieges verhandeln könnte. aber bemerken, daß der Verfasser unserer Kritik wohl überhaupt nicht sozialistische Studenten treffen wollte, sondern solche Studenten, die zwar einige Neigung für die Sozialdemokratie befizen, die aber, da Vorurtheile und Energielosigkeit sie von dem Anschluß an die ozialdemokratie abhalten, sich der Naumann'schen Bewegung an welchem Swede. geschlossen haben. Die Die Kämpfe um Santiago. Nach Privatdepeschen, die aus New- Yort nach Madrid gelangten, wurde in Santiago, nachdem auf beiden Seiten eine Zeit lang Gewehr- und Geſchüßfeuer unterhalten war, die weiße Flagge gehißt; man wisse noch nicht, zu Zwecke. Die Hiffung der Flagge war jedenfalls nur die Folge der sozialistischen Gewerkschaften in Deutschland seit dem wiederholten Verhandlungen zwischen General Toral und General Erlasse des Sozialistengefehed. Von Dr. phil. Josef Shafter über die Stapitulation, die sich jedoch stets zerschlagen Schmöle, Privatdozent an der Universität Greifswald. haben. Neber die Vorgänge in und um Santiago liegen folgende Jena 1898, Gustav Fischer. Nachrichten vor: beharren. Die Von diesem Werke liegt jetzt die erste Abtheilung des Playa del Este, 12. Juli. Der Kommandant von Santiago, zweiten Theils vor, welcher Theil der Schilderung der einzelnen General Toral, hat heute früh General Shafter's zweite Gewerkschaften vorbehalten ist. Die erste Abtheilung enthält die Aufforderung zur bedingungslosen Uebergabe von Santiago be Geschichte des 8immererverbandes. Es dürfte das die erste antwortet, welche am Montag Nachmittag an ihn gerichtet große wissenschaftliche Abhandlung sein, die über den Entwickelungs- worden war. Toral wiederholte in seiner Antwort seinen gang der deutschen Zimmererbewegung bisher veröffentlicht worden Entschluß, bei dem Widerstand zu ist, und man fann nur wünschen, daß auch die Organisations- Nichtsdestoweniger haben die amerikanischen Batterien heute morgen bestrebungen anderer Arbeiterkategorien so eingehend besprochen das Bombardement nicht wieder eröffnet, das wahrscheinlich verschoben wurde bis morgen, bis zu welchem Zeitpunkt man hofft, Ueber die zunehmende Verrohung der unteren Volks- werden möchten, wie hier die der Zimmerer. Der Verfasser schildert zunächst die im Baugewerbe Herrschenden daß alle amerikanischen Batterien in Stellung sich befinden werden. flaffen" werden bekanntlich die Preßorgane der Bourgeoisie nicht unternehmungsformen, insbesondere die Bauspekulation, und fommt Infolge des Ausbruches des gelben Fiebers in Caimanera, müde zu jammern. Demgegenüber verdient die Thatsache Beachtung, dabei zu dem Schluß, daß die widerstreitenden Interessen der am Guantanamo und in anderen Städten nahe bei dem Camp daß im Jahre 1897 von preußischen Gerichten in erster Justanz Baugewerbe betheiligten Unternehmer es zu einem wirklich soli- Macalla wurde die schärfste Quarantäne eingeführt. Demzufolge im ganzen 463 360 Personen verurtheilt worden find gegen 482 555 darischen Zusammenhalten derselben gegen Arbeiterausstände nur ist keine Verbindung mit der Nordseite der Bai erlaubt und es wird im Jahre 1896 und 493 208 im Jahre 1895. Der Rückgang gegen schwer kommen lassen, weshalb Ausstände, die zu günstigen Zeit- niemand gestattet, ohne besondere Erlaubniß des kommandirenden das Vorjahr hat also 19 193 Personen oder 4,0 pt. betragen. punkten und bei ausreichender Betheiligung unternommen werden, Offiziers sich von den in den Hafen einlaufenden Schiffen an Land Beachtenswerth ist auch die Zahl der Freisprechungen. In den letzten insbesondere auf dem Gebiete des Spekulationsbaues gute Chancen zu begeben. Deshalb ist die Verbindung mit den in der Gegend Jahren haben sich die Freisprechungen im Verhältniß zu den Ber- haben, wenn die Arbeiter zusammenhalten; daß aber die Auf- von Guantanamo befindlichen Insurgenten unterbrochen. urtheilungen stets erhöht, und auch das Jahr 1897 zeigt eine kleine rechterhaltung der Berufsorganisationen in der der Baubranche New- York, 13. Juli. Eine Meldung des Reuter'schen Zunahme. Von den Straffammern sind 18,3 pet. aller Angeklagten dennoch sehr schwierig ist. Vinerseits liege das daran, Bureaus" aus Playa del Este vom 12. d. M. besagt: Regengüsse verurtheilt gegen 18,5 im Jahre 1896 und 18,7 im Jahre 1895, von daß im Baugewerbe verhältnißmäßig vielen Arbeitern ein überflutheten die Linien der Belagerungstruppen und verjagten den Amtsgerichten 22,8 gegen 22,3 und 21,9 pct., von den Schwur- Vorrücken in höhere soziale Stellungen( die von Polieren, die Amerikaner aus ihren Verschanzungen. Die Straßen gerichten 29,0 gegen 29,4 und 30,1 pct. Hiernach sinkt bei den Aufsehern, Kleinunternehmern) möglich sei, wodurch bie sind fast unpassirbar; der Regen wird voraussichtlich die Ankunft Straffammern und Schwurgerichten der Antheil der Freisprechungen, Gewerkschaften nicht nur eine Menge der brauchbarsten Sträfte ein- ber Belagerungsgeschütze verzögern. Die Kubaner unter Garcia bei den Amtsgerichten steigt er. Insgesammt sind 22,0 pet. aller Angeklagten freigesprochen gegen 21,8 im Jahre 1896, 21,5 im büßten, sondern ihnen auch ein mächtiges Agitationsmittel insofern find an beiden Seiten der Straße verschanzt, welche die Spanier entgehe, als die Kluft zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern einschlagen müßten, falls Toral sich zurückziehen sollte. Jahre 1895 und 20,8 im Jahre 1894. Dabei läßt sich doch gewiß nicht behaupten, daß preußische hier weit weniger unüberbrückbar tief als in anderen Gewerben" er- Amerikaner haben Stellungen inne, welche den linken Flügel der Dabei läßt sich doch gewiß nicht behaupten, daß preußische scheine. Eine andere Schwierigkeit bestehe darin, daß den Bau- Spanier bedrohen. Die Amerikaner zerschnitten das Kabel, welches Gerichtshöfe im allgemeinen die Vergehen und Verbrechen, nament- gewerben der Städte fortgesetzt Arbeitskräfte vom Lande und aus Havana, Santiago über Cienfuegos mit Trinidat und Manzanillo lich der unteren Volksschichten, zu milde beurtheilten. zurückgebliebenen Gegenden zuströmen, die nur sehr schwer an verbindet. Weinbaubetriebe zählte man nach der letzten Landwirthschafts- dauernde Opfer zu gewöhnen wären, ohne welche die Gewerkschaften Die amerikanische Küste sicher. Aus Washington wird. statistit 1895 344 850 im Deutschen Reiche, mit 126 109 Heftaren niemals widerstandsfähig sein könnten. In der That hätten die Bauarbeiter weinbepflanzter Fläche. mit der Wahrnehmung ihrer Interessen nicht erst die Erstarkung der Ge- depeschirt: Washington, 13. Juli. Das Kriegsdepartement hat den Die von einer Haushaltung aus bestellte Weinbaufläche ist meist werkschaften abzuwarten, sondern in der plöglichen Zusammenschaarung Befehl gegeben, daß alle Minen aus den amerikanischen Häfen entFläche von weniger wie 10 Ar ab, weitere 67,53 pct. innerhalb der Geltung zu bringen. Es wird hierbei die Ansicht Keßler's registrirt, fernt werden sollen, da eine Invasion der Spanier jetzt nicht mehr Größenklasse von 10 Ar bis 1 Heftar. Die 25,62 pct. der erwähnten der die zentralen Verbände als, wie er meint, vollkommen zwecklos zu befürchten fei. Ein dänisch- amerikanischer Zwischenfall. Dem New- Yorker fleinsten Anpflanzungen sind allerdings in feiner Weise typisch für verwirft. Die Verbesserung der Arbeitsbedingungen grundsäglich den den eigentlichen Weinbau, denn sie umfassen nur 3,94 pGt der öffentlichen Berufsversanmilungen der einzelnen Städte und den Evening Journal" aus St. Thomas geht die allerdings nur mit ganzen Weinfläche Deutschlands. Dagegen nähert sich die zweite von diesen eingesetzten Kommissionen überlassen und dem Drang großer Reserve aufzunehmende Meldung zu: Der Gouverneur der Klasse so ziemlich dem Durchschnitt für Deutschland: die 67,53 pet. nach engerem Zusammenschluß der Fachgenossen durch die Errichtung Dänischen Antillen, Oberst v. Hedemann, hat dem Konsul der Verder Betriebe umschließen auch 59,46 pet. der Fläche. Namentlich ist von lokalen Vereinen Rechnung tragen will, deren Hauptaufgabe in einigten Staaten von Amerika in St. Thomas, van Horne, erklärt, daß es die Größenfategorie 20-50 Ar, in welche besonders viele Wein- der Revolutionirung der Geister, in der Aufklärung über die Regel- die in St. Thomas lagernde amerikanische Kohle Kriegs- Kontrebaubetriebe mit ihrer Weinbaufläche sich einreihen. Tosigkeit der heutigen Wirthschaftsordnung, in der Aufrüttelung der bande, und daß es eine Verlegung der Neutralität Dänemarks sei, Die Amerikaner Vor einem Mißverständniß wird man sich bei dieser Statistit Massen zum Kampfe gegen die kapitalistische Gesellschaft be- wenn diese Kohle von Amerika benutzt würde. würden daher an der Entfernung der Kohle durch besonders hüten müssen: die Ziffernt für den einzelnen Weinbau- stehen soll. betrieb erschöpfen natürlich niemals das zu einer Wirthschaft gehörige Dann werden die zentralen Zimmererorganisationen, die bis dänisches Kanonenboot gehindert werden. Der amerikanische Konsul Land. Vielfach bestellen größere Befizer ein kleines Stück Berg- zum Erlasse des Sozialistengesetzes bestanden, geschildert; hieran erwiderte, die Kohlen würden dann mit Gewalt genommen hang mit Wein; fie erscheinen dann unter den kleinen Weinbau- schließt sich eine Darstellung der in den 80 er Jahren begonnenen werden, worauf Gouverneur von Hedemann erklärte: wenn das betrieben. Umgekehrt kann ein mittlerer Weinberg das ganze Befiz- Bewegung der Berliner Zimmerer, die zur Errichtung des noch jetzt versucht werden sollte, würden die im Hafen und den an thum bilden, so daß der Juhaber in der Reihenfolge der gesammten bestehenden Verbandes deutscher Zimmerleute führte, und hierauf grenzenden Gewässern befindlichen ausländischen Kriegsschiffe auf Befiggröße tief unter der der Mitte steht. Die folgende Liste spiegelt folgt die Geschichte dieses Verbandes selbst, die mit erstaunlichem die Amerikaner feuern. Konsul van Horne hat geantwortet, er werde das deutlich wieder. Fleiße behandelt ist. In einem Anhang wird noch den neueren trotzdem versuchen, die Kohle wegzuschaffen. Ueber die Angelegendie sonstige so daß auf 1 ha Lohnbewegungen und den Organisationszwiftigkeiten der Berliner heit ist nach Washington berichtet worden. mit landwirth- Weinland Zimmerer eine ausführliche Besprechung gewidmet, die sich bis auf wein schaftl.Fläche immer eine Sen jüngsten, leider wieder fehlgeschlagenen Versuch erstrect, eine Weinbau- bestellten umfaßte Betriebe Heftaren weitere Fläche kam von Heftare Hektaren 20020123LE In der Größenklasse zählte man zur " ein weitere landw. Einigung zwischen den lokal- und den zentralorganisirten Binimerern Lehte Nachrichten und Depeschen. inter 2 a 3 092 2 a bis 5 27 644 37 898 6752 182,49 63 321 70,51 " 5 10 57 626 4 027 151 267 37,56 " " D 20 81 936 11 399 258 756 " " " " " 50" 108 777 32 179 371 857 50 1 ha 47 148 81 407 201 888 " 2 17 692 22486 103 832 " " 3 3 202 7213 28 644 " " " 4 1 120 3523 16 990 " #P " 4 5 528 2177 8781 22,70 11,54 6,43 4,62 8,97 4,82 4,08 " " " 5 ha u. darüber 1 085 10 763 30 599 2,84 9,85 1 ha Zusammen 844 850 126 109 1 242 187 Je größer also der Weinberg, desto mehr wird er zum ausschließlichen oder doch zum vorwiegenden Betrieb, denn selbst in der höchsten Klasse ist die sonst landwirthschaftlich bestellte Fläche noch immer über 23/4 mal so groß, allerdings sicherlich noch lange nicht so kostspielig und so einträglich. zu stande zu bringen. und A. E. Braunschweig, 13. Juli.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Der Verkehr auf der Strecke Börssum- Harzburg ist heute mit Zug 495 in vollem Umfang wieder aufgenommen worden. Die Schmöle'sche Darstellung der Zimmererbewegung ist aber durchaus keine trodene Aneinanderreihung von Daten, sondern der Verfasser unterivirft die Thatsachen und die handelnden Personen Traunstein, 13. Juli.( W. T. B.) Heute erfolgte die Publikation ständig einer scharfen kritischen Beleuchtung und hat dadurch ein Buch zustande gebracht, das jeder, der sich für die Geschichte der des Urtheils betreffend den Eisenbahn- Zusammenstoß bei Freilassing, Gewerkschaften intereffirt, mit Aufmerksamkeit bis zu Ende lesen bei welchem mehrere Personen getödtet wurden. Alle drei Ange wird. Leider ist der Preis des Buches- 6 M. für Proletarier flagten wurden freigesprochen und die Kosten der Staatstaffe aufzu hoch, als daß viele Arbeiter des Bimmerergewerbes sich die An- erlegt. Lemberg, 13. Juli.( B. H.) Der Bankier Schellenberg, Chef schaffung gönnen könnten; aber die Bibliotheken ihrer Ortsvereine werden das vermögen. Diesen fann die Anschaffung der anregenden der Firma Schellenberg u. Krüger, hat heute früh Selbstmord durch Erschießen begangen. Schrift besonders empfohlen werden. ( W. T. B.) Vorgestern find in Sinj drei Zara, 13. Juli. H. Thurow, Die prattischen Erfolge der Acht leichte, in Trilj acht leichte und zwei starte Erdstöße verspürt worden. Achleichte, stunden Agitation. Berlin 1898. Verlag Vorwärts. Sofia, 13. Juli.( N. Fr. Br.) Der frühere Rittmeister Boitschew 20 Pf und der Polizeipräfekt Novelitsch, die Mörder der Anna Simon, sind Diese Broschüre stellt in übersichtlicher Weise die Erfolge aus heute früh in Philippopel durch den Strang hingerichtet worden. sammen, die die Achtstunden- Bewegung seit 1889 in den verschiedenen Paris, 13. Juli.( W. T. B.) Oberst Picquart wurde Ländern erreicht hat. Und zwar werden ebensowohl die Fortschritte heute Abend verhaftet, als er das Zimmer des Untersuchungsrichters der Gesetzgebung verzeichnet, als auch die Maßnahmen staat berließ. Diese Beobachtung würde unseres Erachtens noch schärfer her- licher städtischer Verwaltungen, die ihren Angestellten Paris, 13. Juli.( W. T. B.) Deputirtenkammer. Justizder Arbeitszeit zukommen ließen. vortreten, wenn man auf allen Größenstufen die zahlreichen Hand- eine Verkürzung Ebenso minister Sarrien verlas das Dekret, durch welches die Session ge= Unter lebhaften Protestrufen der Rechten und der werker, Industrielle, Beamten, Rentner( 88 473 oder 25,66 pet. wurden jene Fälle von Beschränkung der Arbeitsdauer vermerkt, die schlossen wird. aller Weinbergsinhaber) ausgeschieden hätte, die offenbar über relativ durch gewerkschaftlichen Kampf oder durch persönliches Vorgehen äußersten Linken wurde die Sizung aufgehoben. sehr wenig sonstige landwirthschaftliche Fläche verfügen. Die Wein- feitens einsichtiger Unternehmer die Erfolge der Achtstunden- Bewegung Haag, 13. Juli.( B. H.) Ein offizielles Telegramm aus Batavia baubetriebe dieser Nicht- Landwirthe sind übrigens in der vermehrt haben. Das verdienstliche Schriftchen greift aus dem Die Rebellen hat. verloren 80 Todte, die Holländer mur Ueberzahl sehr klein, und von den erwähnten 25,66 pCt. bleiben überaus reichen Materiale zwar nur die typischen Beispiele heraus, meldet, daß die Pedir- Expedition die Aufrührer aus Edi vertrieben erreicht aber damit vollständig seinen Zweck, dem kämpfenden zwei Todte und 23 Verwundete. Die Expedition befindet sich auf 15,67 unter 20 Ar und 6,55 zwischen 20 und 50 Ar. Die Landwirthe in der Weinbau- Größenklasse von 20 Ar bis Proletariate neuen Muth einzuflößen, in einem Kampfe auszuharren, dem Wege nach Perlak, südlich von Edi. 3 Hettar tann man als den eigentlichen Grundstock der Weingärtner der von Jahr zu Jahr sich immer siegreicher gestaltet. Hongkong, 13. Juli.( Meldung des„ Neuter'schen Bureau's.) ansehen. Sidney Webb:„ Englands Arbeiterschaft 1837 Infolge der Niederlage der kaiserlichen Truppen bei Wutschou wurden Die deutschen Weinbaugebiete sind: die preußischen Provinzen und 1897". Deutsch von D. Landé, Verlag von Vanden- 1000 Mann ausgesuchter Truppen von Kanton entsandt. von den kaiserlichen Truppen Hessen- Nassau und Rheinland, sodann Bayern( Unterfranken un Pfalz). Württemberg, Baden, Hessen und Elsaß- Lothringen. Voet und Ruprecht in Göttingen. Preis 60 Pf. Anläßlich Präfett von Butschou meldet, Wenn die Verstärkungen nicht vor des 60jährigen Regierungsjubiläums der Königin Vittoria von Eng- feien 1500 Mann gefallen. der Gesammtzahl der Weinbaubetriebe treffen auf diese Gebiete land im Vorjahre veröffentlichte der bekannte Fabier Sidney Freitag einträfen, wäre er zur Uebergabe gezwungen. Die Führer 333 821 oder 96,80 pet., von der Weinbergsfläche 118 213 Heftar 23 e b b oben genannte Broschüre, in welcher er die Lebenshaltung ber Rebellen erklären, sie beabsichtigten, die Mandschu- Herrschaft in der englischen Arbeiterklasse von heute in Parallele stellt mit der der Provinz zu stürzen. Der allgemeine Vormarsch auf Wutschou vom Jahre 1837. Ein Auszug aus diesem Schriftchen ist s. 3. im foll Heute oder morgen angetreten werden. Sierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin. cher 93,74 pt. Der Nr. 162. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 14. Juli 1898. verzehrten. Wir fanden allerdings bald, daß dies mit dem Gebrauch bei allen Studententommersen übereinstimmt, und richteten uns natürlich gern und willig danach." Das Erstaunen der Schweden ob solcher Gastfreundschaft ist begreiflich. und Topfschlagen vergnügen, sind genau zu unterscheiden in zwei Kommers, den die Berliner Studentenschaft bei Kroll gab, erregen Die junge Generation. Theile; die Arbeiterkinder sind deutlich an den dürftigen, oft aus zum theil das lebhafte Erstaunen des Korrespondenten: so der gewachsenen Waschkleidchen zu erkennen, während die Sprossen der unisone Gesang, die studentische Sitte, nach jedem Verse eines allDie Gegner zermartern sich ihren Kopf, woher der gewaltige Kleinbürger ganz reputirlich gekleidet find. Woher soll denn auch genteinen Cantus Silentium zu gebieten; die Mützen und Stimmenzuwachs der Sozialdemokratie bei diesen Wahlen herrühren eine Arbeiterfrau das Geld zu„ anständiger" Kleidung für ihre Bänder der Studenten und der wichs der Chargirten bezw. möge. Es war doch alles geschehen, um die Stimmung der Wähler köpfereiche Kinderschaar nehmen? Wenn die kleine Gesellschaft in den Präsiden. Dann heißt es weiter: Reden kennen auch wir gegen die Sozialdemokratie zu bearbeiten. Man hatte unsere Partei frischgewaschenen Röckchen mit glänzenden Augen sich herumtummelt, bei den schwedischen Studentenfesten, und Gesang fenuen wir verfehmt und geächtet, man hatte sie durch Polizei, Staatsanwalt sieht sie ja auch ganz anmuthig aus. Aber man muß die Vor- ebenfalls, was aber absolut fremdartig für uns schwedische und Gerichte fortgesezt bekämpft; Minister und allerhöchste Personen bereitungen zu solchen Festen miterlebt haben. Mit welchem Grauen Studenten ist, das ist, wie man während einer ganzen langen haben in Reden und Erlassen aufs Nachdrücklichste vor ihr gewarnt, und die Mutter die unvermeidlichen Lücken in ihrer Kasse nach dem Fest Festlichkeit immer nur Bier und wieder Bier in sich hineinpumpen frogalledem ist die Sozialdemokratic die einzige Partei, die innerhalb voraussieht; die quälende Borahnung, die ihr diese Gewißheit be- fann. Bier ist nämlich das einzige, was gereicht wird, wenn deutsche der deutschen Wählerschaft reichlichen Zuwachs gewonnen hat. Das reitet! Und dann giebt sie doch endlich dent Drängen der Kinder Studenten bei solcher festlichen Veranlassung zusammen sind wie ist eine betrübende Thatsache für Regierung und bürgerliche nach. Ihr Herz krampft sich zusammen, wenn sie denkt, daß ihre z. B. bei diesem Kommers am Dienstag. Aber mehr noch als durch Ordnungsparteien; sie muß zu der Erkenntniß führen, daß alle Ver- Kinder sonst gar nichts, gar nichts haben würden von der Kindheit. den Umstand, daß es nur Bier gab, wurden wir dadurch überrascht, fuche, die Sozialdemokratie zurückzudrängen, vergeblich waren. Und Und dann erzählt die Großmutter, wie auch sie einmal mit ihren daß wir, obwohl eingeladen, selbst bezahlen mußten, was wir man fragt sich, woher dieser beispiellose Erfolg unserer Partei! Da Kindern hinausgezogen ist nach dem Prater. Einmal wird mun lustig nach einem Schuldigen gesucht. Auf der einen Würde sie es wohl im Gedächtniß behalten haben, wie ihre Kinder Seite soll die Regierung ihre Pflicht nicht gethan haben. Sie hätte vor dem Kasperletheater andächtig gelauscht und gejauchzt haben, mit mehr Energie die gesetzgebende Körperschaft zu einem neuen wenn sie öfter solche Feste mit ihnen besucht hätte? Freuden, die Sozialistengeset drängen müssen. In der offiziösen Presse dagegen man selten genießt, vergißt man nie... Und so figen sie denn wird wiederum den bürgerlichen Parteien der Vorwurf nicht nun wirklich alle im Garten beim Kinder- Freudenfest: die Kinder, die erspart, daß sie sich nicht ermannt hätten, die gemeinsame Gefahr Mutter und die alte, vor Aufregung glühende Großmutter. Oh, das Polizei und Umsturz. Daß der patriotische Brauch, den„ Um zusammen mit der Sozialdemokratie zu bekämpfen. Bei all' diesen ist alles so rührend! Besonders das alte Mütterchen! Mein, Sturz" als Popanz hinzustellen, durchaus nicht neueren Datums iſt, Erörterungen komint aber niemals ein Punkt in Frage, der uns traurig ist es und eine Schande, daß die, die ihr ganzes Leben mit beweist eine recht interessante Ausgrabung der„ Voss. Ztg." aus dem wirklich das Wachsthum der Sozialdemokratie erklärte. Es ist nicht der Noth, in der Fabrik und am Kochheerde gerungen haben, den Jahre 1848. Der Kaiser Nikolaus von Rußland, der in der nachder einzige Grund, aber doch ein sehr wesentlicher, daß nämlich die warmen, erfrischenden Trank der Freude so selten genießen! folgenden Reaktionszeit zum Zaren von Deutschland avancirte, mußte mit Greuelberichten über die deutsche Revolution gefüttert werden. Zu Wählermassen sich seit der letzten Wahl im Jahre 1893 gleichsam ver- Wirklich, wir leben sehr behäbig! jüngt haben, d. h. fünf junge Jahrgänge sind hinzugekommen, die diesem Zweck schickte der Generalgouverneur der Ostseeprovinzen, Fürst Von einer hiesigen Bäckermeistersfrau erhalten wir eine Suwarow, einen der geschichtesten" Riga'schen Polizeibeamten inzwischen wahlfähig geworden sind. Es ist diesmal besonders aufgefallen, daß in ländlichen Gegenden so gut für die Sozialdemokratie schrift, die sich mit unserer Mittheilung über die Löblauer Bäder- namens Schmitt an die" preußisch- furländische Grenze und befahl meister befaßt. gewählt worden ist. Das mag einmal damit zusammenhängen, daß Bäderimmung beschlossen hatte, Knaben von 12 Jahren an zum Aus- austelliger Mann, aber gleich seinem Berliner Kollegen Stieber ein In dieser Notiz war mitgetheilt, daß die Löblauer ihm, über die Vorgänge dort zu berichten. Schmitt war ein ganz die Industrie in diesen Bezirken sich ganz bedeutend entwickelt hat, tragen der Waare nur dann zu verwenden, wenn vorher die Ge- Wichtigthuer und Aufschneider. Seine Berichte erhielten dadurch und so die Vorbedingungen zum Entstehen sozialdemokratischer Auffassungen gegeben waren; aber damit allein wäre die Zunahme nehmigung der Schuldirektion eingeholt sei. Wenn Bedenken aus gewisse Bedeutung, daß sie vom Generalgouverneur zu seinen Gesundheitsrücksichten vorhanden seien, solle die ärztliche Unter- Berichten an den Kaiser benutzt wurden und den Zaren unserer Stimmenzahl noch nicht erklärt. Wir haben auch Zuwachs suchung entscheiden. Nun soll das Austragen im Winter nicht vor Nikolaus in seinem Born gegen Preußen und den königlichen in dem rein kleinbäuerlichen Theil dieser Bevölkerung erhalten; 1/26 11hr, im Sommer nicht vor 5 Uhr morgens beginnen. Schwager nur noch bestärkten. Aus einem der Berichte dieses und da war es eben das heranwachsende Geschlecht, das für uns An diese Nachricht hatten wir die Bemerkung geknüpft: Elende unverschämten Aufschneiders geben wir hier eine recht lustige feine Stimme abgegeben hat. Der fleine Handwerker auf dem Lande, Verleumdung, zu sagen, die Bäckermeister seien nicht human." der kleine Bauer ist, nachdem er einmal ein gewisses Alter erreicht Probe. Von Preußen heißt es in dem langen Berichte im allDiese Bemerkung scheint es der Bädersfrau angethan zu haben gemeinen, daß alle weltlichen und religiösen Gesetze für den gegenhat, kaum mehr noch für unsere politischen Forderungen zu und sie schreibt denn mit Hinweglassung einiger nebensächlicher wärtigen Augenblick aufgelöst sind, daß die Pöbelherrschaft an der gewinnen. Ein alter Bauer, der schon nahe an die siebziger war, Punkte:" Knaben zum Frühstück- Austragen unter 12 Jahren wird Tagesordnung ist und daß Raub und Mord an allen Ecken äußerte sich im diesjährigen Wahlkampf, nachdem er eine Rede des ein verständiger Meister gar nicht annehmen, denn das wenigste, nicht ausbleiben werden", und von Berlin im besonderen:" Die sozialdemokratischen Kandidaten angehört hatte:" Ja, das ist alles was solch ein Knabe austrägt, sind doch 15-20 Beutel; der Korb Greutelszenen, die sich in Berlin zugetragen, vernichten durchschön und gut, was der Redner gesagt hat, und recht hat er auch noch dazu gerechnet, ist ein Gewicht von 8-10 Pfund. Da es nun aus alle und jede Achtung, die man bisher vor dem deutschen aber ich bin uun zu alt geworden und will mich in meinen alten meist Leute sind, welche 3 und 4 Treppen wohnen, wäre es eine Volte gehabt hat. Die Bandalen können nicht ärger gehauft Jahren nicht mehr ändern." Sünde, jüngere Kinder anzunehmen, auch würden dieselben es nicht haben, als hier es Der konservative Bauer auf dem Lande besitzt nicht die schaffen können. Ich halte 4 solcher Jungen. Dieselben treten um das durch Geld und Branntwein den Pöbel aufgereizt hat. ein hochgebildetes Publikum gethan, Wandlungsfähigkeit eines Miquel. An den Ueberzeugungen, 1/26 1hr an und sind um 1/27 Uhr fertig. Jeder Junge erhält für den Dreist können diese Szenen denen der französischen Revolution im die er in seiner Jugend gewonnen, hält er mit Bähigkeit Monat 4,50 M., außerdem einen Topf Kaffee und für 10 Pf. vorigen Jahrhundert an die Seite gestellt werden. Die Zahl der und Ausdauer bis an sein Lebensende fcft, ivent er Frühstück. Gefallenen beträgt, wie ich aus einem sicheren Privatbriefe entnommen, beim Militär 80 Offiziere und 1000 Gemeine(!), bei der Bürgerschaft 200 Mam.... Damen aus den ersten Ständen haben gleich den berüchtigten Fischweibern in Paris an dem Blutbade theilgenommen. auch noch so oft an ihnen zu zweifeln in der Lage ist. Ganz anders haben das Militär mit siedendem Wasser begossen, die Dächer abgedeckt und Steine und Möbel auf die sich längs den Häusern schleichenden Soldaten geschleudert, welche wieder Genug: das preußische Volt und das preußische Militär wird in der mehr Mörder und Plünderer, als Soldaten genannt werden müssen. Geschichte für immer gebrandmarkt dastehen Der Finanz Es Aeltere Leute zum Austragen zu verwenden, wäre ich gern die Jugend, die erst in eine politische Gesinnung hineinwächst. bereit, man kann sich mehr auf dieselben verlassen. Diese würden Gerade die jungen Söhne von kleinen Bauern schlagen einen ganz aber für den Lohn nicht gehen und müßte dann das Publikum eine anderen politischen Ton an, als ihre Väter. Durch ihre Militärzeit haben sie das Großstadtleben mit all seinen Ansprüchen und Ver- Kleinigkeit dazu steuern, denn ich habe gerechnet und gegrübelt, gnügungen fennen gelernt; und wenn sie dann wieder hinaus in mehr geben kann ich nicht, sonst gebe ich Geld dabei zu. ihre Heimathsgemeinde kommen, so merken sie den himmelweiten Wenn Sie auch in Ihrem Blatt( ich lese es alle Tage und gebe Unterschied zwischen der Lebenshaltung der Stadt und ihrer seien Sie froh, nicht in ihrer Haut zu stecken. Diese Scheerereien Unterschied zwischen der Lebenshaltung der Stadt und ihrer Ihnen in vielen Sachen recht) weidlich auf die Bäcker schimpfen, heimischen Umgebung. Sie bringen die Unzufriedenheit mit alle Tage, diese viele Arbeit, welche eine Bäckerfrau hat! Um und werden fie nicht mehr Tos, mochte ihnen auch 4 Uhr beginnt unser Tag, um 1/211 1hr ist er beendigt; hat man minister Nother wird beschuldigt, für die Erlaubniß zur Erbauung von ihren Hauptleuten beim Miiitär noch so sehr der Kampf munt noch fleine Kinder und muß oft des Nachts gegen die Sozialdemokratie gepredigt worden sein. In Döfern, wo stehen, wo bleibt dann eine Ruhepause? auf der Eisenbahn von Berlin nach Dresden eine Million genommen ausschließlich Bauern leben, haben wir zum Theil einen StimmenDie gewöhnlichste zu haben; mehrere Kabinetssekretäre, daß sie den König zuwachs bei dieser Wahl erhalten, der kaum glaublich erscheint. Vor Arbeiterfrau ist besser daran, sie kann wenigstens am Lage mit den haben Papiere unterschreiben lassen, deren Inhalt ein ganz Kindern nach den Spielplätzen und ins Freie gehen; ich gehöre, wie anderer war, als er dem Könige unterlegt worden. fünf Jahren noch keine oder nur wenige Stimmen haben wir jetzt meinesgleichen, hinter den Ladentisch. Dann noch Gins: Kennt man soll nachgewiesen werden, daß der verstorbene General- Postgleich beim ersten Wahlgange die meisten Stimmen erhalten. Wenn die konsumirenden Kunden nicht ganz genau, und hat 4 Wochen ihnen meister Nagler( ein allbekanntlich armer Mann) ein Vermögen wir diesen für uns so glücklichen Erscheinungen auf den grund gehen, waare geschickt, bekommt man kein Geld, und ich wünschte Ihnen, von 30 Millionen hinterlassen hat, welches sequestrirt werden soll, so finden wir, daß in solchen Dörfern ein starker Wechsel der Wähler einmal das Kontobuch durchzusehen; diese faulen Zahler, dieser große ja, man geht noch weiter und verlangt eine Revision des königstattgefunden hat, daß namentlich viel jugendliche Kleinbauern die Schaden alle Jahre. Wenn die Nahrungsmittel aufgezehrt sind, lichen Schabes, indem man behauptet, daß diefer leer sei.... Ich frühere konservative Gesinnung verdrängt haben. Und zum Merger dann denken gewisse Leute nicht ans bezahlen. habe einen Privatbrief aus Berlin gelesen, wonach der König sich unferer Regierung müssen wir die Wahrnehmung machen, daß all Entschuldigen Sie, daß ich Ihre kostbare Zeit so in Anspruch so popular macht, daß er die bei ihm zur Wache aufgestellten diese jungen Leute ihre sozialdemokratische Gesinnung aus der Stadt nehme, aber ich wollte mal einen Stand beleuchten, welcher immer Bürger eigenhändig mit Champagner bewirthet mitgebracht haben, die sie während ihrer Militärzeit kennen lernten. ben größten Schmähungen ausgesetzt ist, und der( einige große und und ihre Gesundheit ausbringt. Welch eine Herabwürdigung für den Das angeblich sicherste Bollwerk gegen die Sozialdemokratie ist es also, das der Sozialdemokratie indirekt den größten Vorschub leistet. die ganz alten Betriebe, ich meine damit die Erb- Bäckereien, aus- angestammten Herrscher!.. Mag man in den Kasernen die Soldaten noch so sehr von jeder genommen), obgleich die ganze Familie, Mann, Weib und Kinder, gläubig hin, und so darf man sich nicht wundern, wenn sein Zorn sozialdemokratischen Agitation fernhalten, mag man die Refruten en ganzen Tag im Geschäft sich abmüht, um redlich jedem gerecht zu gegen Preußen und den König- Schwager feine Grenzen fannte. Die geschilderte Art Staatsretterei hat sich, wie alles in noch so sehr vor den gefährlichen Verführern des Volkes warnen, werden, es aber auch nicht weiter bringt wie„ von der Hand zum Mund"! das eine ist nicht zu verhindern, daß die jungen Bauern Nochmals Entschuldigung und bitte nicht immer von Prozen zu der Welt, im Laufe der Zeit natürlich bedeutend vervollkommnet. söhne, nachdem sie nun einmal zum Heer einberufen sind, sprechen. Sie beleidigen damit den ganzen Stand, und es giebt Aus der Zeit von Deutschlands tiefster Schmach wissen wir z. B., daß die preußischen Polizei- Agenten Schröder und Haupt für die das großstädtische Leben kennen lernen und Geschmack an ihm finden. doch darin nur einige von dieser Sorte. 200 und 250 m., die sie monatlich von Berlin aus bezogen, nicht Und daß sie Geschmack daran finden, dafür sorgen schon die Dienſtallein Lügenberichte fabrizirten, sondern selbst den Druck der anarchistischen Freiheit" mit preußischem Gelde bewirkten und Dynamit bei sich lagern ließen. So weit war der Russe 1848 noch nahmslos der Sozialdemokratie zu. Die junge Generation ist mißBen Hochachtungsvoll Eine Bädersfrau aus dem Norden." Kaiser Nikolaus nahm das alles In mädchen und Köchinnen unserer Garnisonstädte. Und wie bei den Soweit die uns recht vernünftig scheinende Bäckersfrau, der wir Bauernföhnen, so ist es auch bei den ländlichen Handwerkern. Die aber doch in Einigem entgegnen müssen. Zunächst glauben wir, daß junge Generation, die mit großstädtischen Ansprüchen einmal infizirt die Mehrzahl der Berliner Bäckermeister nicht zu den verständigen" lange nicht! wieder draußen auf dem Lande leben soll, befindet sich in der un- gehört, die jüngere Kinder überhaupt nicht beschäftigen. Würden erquidlichsten Situation; ihre Unzufriedenheit treibt sie fast aussie Bädermeister aus teinen anderen Gründen den Brotpreis er- Moderner Unternehmer- und Streikbrecherschutz. trauisch geworden, sie glaubt nicht mehr an die Versprechungen der höhen, als wegen des Verzichtes auf die Kinderarbeit, so wären die einer fürzlich abgehaltenen Versammlung des Holzarbeiter- Verbandes bürgerlichen Parteien, sie hört namentlich nicht auf die Lockungen des Arbeiter gewiß von Herzen froh. Statt, daß aber die Bäckermeister wurde von dem Tischler L. folgende Episode aus dem Streit bei Bundes der Landwirthe. Sie ist politisch vielmehr radikal und ihre Organisation zu solchem menschenwürdigen Handeln ausnügten, Rückwarth und Riegel mitgetheilt: Am 29. Juni früh begegneten sympathisirt mit der industriellen Arbeiterschaft auf dem Lande. dient dieſe ihnen fast nur dazu, die Bestrebungen der Arbeiter auf einige organisirte Arbeiter einer Anzahl Streitbrecher und sprachen Es dauerte nicht lange, so Verbesserung ihrer Lage niederzuhalten. Daher auch unsere Stellung mit ihnen über den Ausstand. Dieser Zuwachs der Sozialdemokratie verstärkt sich aber von Jahr nahme gegenüber den Bäckermeistern, die uns geradezu aufgezwungen kam der Maschinenheizer mit einem Schuhmann heran, und zu Jahr; er bietet die sicherste Garantie, daß endlich die Zeit vorwurden bon dem Beamten aufwird durch deren wir müssen das Wort wiederholen sehr oft die organisirten Arbeiter über ist, wo unsere Agitation auf dem Lande eine vergebliche war. geradezu proßenhaftes Benehmen gegenüber den bescheidensten Forde gefordert, mit auf die Revierwache zu gehen. Dort ertheilte Ja, unsere Stimmenzahl auf dem Lande wäre noch viel größer ge- tungen ihrer Arbeiter. Man blicke nur nach Hamburg. Wir wollen ein anderer Beamter den Befehl, fie in Einzelhaft zu stecken. Abends worden, wenn unsere Preſſe dort hinaus überhaupt dringen würde; mit der Bäckersfrau nicht darüber rechten, ob die gewöhnlichste Ar- elf Uhr wurden die Arbeiter endlich wieder hervorgeholt und beraber da dies bis jetzt nicht der Fall ist, so können wir um so freudiger beiterfrau" besser daran sei als sie, geben aber gern zu, daß die nommen. Sie erklärten, daß sie nichts begangen hätten und grundauf den Erfolg zurückblicken, den wir so bei der ländlichen fleinen Bädermeister, wie alle Kleingewerbetreibende, recht hart um los verhaftet seien und beantragten ihre sofortige Freilassung. Der Bevölkerung zu verzeichnen gehabt haben. Und wenn wir dem heutigen Militarismus mit recht gram sind, so wollen wir ihm doch ihre Existenz kämpfen müssen. An ihnen liegt es, sich an den Ve- Lieutenant erklärte jedoch, er könne laut Instruktion nichts anderes das eine Gute nachsagen: Die junge Generation vom Lande, brutale Form des Kampfes ums Dasein für immer zu be- Uhr wurden sie mit dem grünen Wagen abgeholt und auf dem strebungen der Sozialdemokratie zu betheiligen, die dahin gehen, die thun, als sie nach dem Polizeipräsidium schicken. Nachts halb drei an die wir nur schwer herankommien tönnen, bildet er in seinen ſeitigen. Alexanderplatz eingeliefert, wo sie bis 103/4 Uhr warten und Garnisonstädten zu einer Truppe des Sozialismus aus. hungern mußten, da sie seit dem Tage vorher 24 Stunden lang Ein wunderliches Stück deutscher ,, Gaftfreundschaft" erregt nichts zu effen bekommen hatten. Endlich wurden die Arbeiter dem in Schweden berechtigtes Kopfschitteln. Es handelt sich um den Stommissar vorgeführt, der sie ohne weitere Vernehmung für entEmpfang, der den schwedischen Sängern von dem schneidigeren Theil laffen erklärte! der Berliner Studentenvereinigungen bereitet wurde. In einem von Ohne Inschrift und namenlos werden die vier Bildsäulen der Nordd. Allg. 8tg." gebrachten Bericht kommt dies Befremden bleiben, welche auf der Potsdamer und der Vittoria- Brücke zur AufKinder Freudenfeste. Hatte sich da kürzlich die" Deutsche über diese Sorte deutscher Sitte" zum Ausdruck. Der Korrespondent Tageszeitung" erdreistet, von dem behäbigen Leben der Berliner des„ Svenska Dagblad" wundert sich zunächst über einige Seltsam- ſtellung kommen. Die vier Bildnisse sollen blos vier Vertreter der eratten Forschung und der Technik unseres Jahrhunderts im allgeArbeiterschaft zu faseln. Menschen, die den Nugen redlicher Thätigkeiten beim Empfang auf dem Lehrter Bahnhof." Am Donnerstag meinen darstellen. Die Bostamente bleiben deshalb ohne Inschrift. teit preifen er, tamen wir wenn sie von anderen geleistet wird, mögen wohl Mittag", so schreibt auch wirklich auf den tindischen Gedanken tommen, daß die Berliner wurden auf dem Bahnsteig" von der schwedischen Gesandtschaft war tragen die Bildnisse die Züge von Werner v. Siemens, HelmArbeiter ein Dasein herrlich und in Freuden führen. Wenn sie die und einer Reihe von Berliner studentischen Holz, Gauß und Professor Röntgen in Würzburg, nach der urAnschlagsäulen nach Anpreisungen neuer Sensationen und Langeweile- Vereinigungen empfangen. Müde von den Festen und der durch- sprünglichen Absicht der städtischen Verwaltung, da die Künstler vertreibungen absuchen, finden sie auch die vielen Ankündigungen wachten Nacht in Hamburg, kaput und staubig nach einer beschwer Bildhauer Felderhoff die Modelle für den Guß bereits ausgeführt Professor Moser, Bildhauer Max Klein, Professor G. Janeusch und unserer großen Sommerlokale, die jetzt mit ihren Kinderfesten lichen Eisenbahnfahrt, wußten wir uns recht wenig für einen so Bildhauer Felderhoff die Modelle für den Guß bereits ausgeführt Gäste anlocken wollen. Und dem ehrbaren Staatsbürger schiebt bei großartigen Empfang vorbereitet. Ohne weitere Umstände wurden hatten, als der Plan, die genannten vier Forscher durch die Aufstellung von Denkmälern in Berlin zu ehren, aufgegeben wurde. dieser Bezeichnung„ Kinder- Freudenfest" ein Bild von süßer Lieblich- zwischen uns und den deutschen Studenten Begrüßungen ausgetauscht, mit der Aufstellung der Postamente hat man jezt auf der Südseite keit und eitel Wonne vor. Und wenn er nun gar in seinem lokalen und dann bestiegen wir die auf unsere Rechnung bestellten Tara- der Potsdamer Bride begonnen. Dort kommen die von Klein und den um uns in das Hotel Bu Klatschblatt Schilderungen dieser Feste liest, muß eine tiefe Rührung meterdroschkeit, ihn durchziehen über die gütige Einrichtung dieser Welt, die jedem Jahreszeiten" zu begeben, wo wir während" unseres Aufent- ofer modellirten Bildsäulen zu stehen, welche ursprünglich Helmholtz und Siemens zugedacht waren. haltes in Berlin wohnen sollten und wohin uns die sein wohlgemessenes Maaß Freuden bescheert Tokales. den Vertretern in Berlin an und vier Die Sache sieht aber unter den unbebrillten Augen der Wahrheit deutschen Studenten eingeladen hatten, einen Salamander zu Was einem anständigen Mann in Berlin passiren kann, anders aus, als in den Moraltratschereien der bürgerlichen Blätter. reiben, noch ehe wir etwas anderes in Berlin vornehmen konnten. lehrt folgendes Abenteuer. Der Lackirer H. kam am Dienstag Abend Die Besucher der Kinder- Freudenfeste sezen sich aus zwei Bevölke- Zuerst fuhren wir müden schwedischen Studenten in unseren nicht 111/2 1hr an dem am Prenzlauer Thor belegenen Grerzierplaz rungsklassen zusammen: Den Familien der Arbeiter und denen gerade allzu eleganten Tarameterdroschken, und dann tamen in vorbei und sah dort, wie ein Feldwebel sich beim Aufschließen des der Kleinhändler und ihrer Klassengenossen. Die Arbeiterfamilien Landauern die Deutschen, in funkelnagelneuem Wichs, fein wie Thores abmühte. Einige Arbeiter gingen in diesem Augenblick sind nur dort zahlreich vertreten, wo so ein Fest in den reinen Garde- Offiziere, in Ladstiefeln und weißen Handschuhen, in Feder- ebenfalls des Weges und sagten im plattdeutschen Dialekt zueinander: Arbeitervierteln veranstaltet wird, wie am Wedding, im äußersten barrets oder anderen prächtigen Kopfbedeckungen, mit Degen, Die ganze Kaserne ist zugeschlossen." Der Feldwebel, der offensar Moabit und im Often. Und die Kinder, die sich beim Sackhüpfen Sammetjacken und Farben." Die studentischen Sitten bei dem diese Sorte nicht verstanden haben mochte, drehte sich unt, und | übergeben. Bleibt er dem Staate erhalten? Kriminalkommissar v. Tausch font, einer Lokalforrespondenz zufolge, am 1. Oktober ein anderes polizeiliches Amt antreten. Wohin der frühere Kommissar der Berliner politischen Polizei kommen wird, weiß er, wie die Lokalforrespondenz hinzufügt, selbst noch nicht. Die Nachricht ist mit Vorsicht aufzunehmen. aus " an, Sprach etivas von Unterlaffen einer Beleidigung. Während die Leute Straßensperraug. Der Große Weg, von der Thiergarten- und einer Reihe von Entscheidungen anderer Senate ihrer Verwunderung Ausbrud gaben, trat der Lackirer auf firaße bis zu der Hofjäger- Allee, wird behufs Ausbefferung des Wahrnehmung berechtigter Interessen liege nicht vor, wenn den Feldwebel zu und suchte dem Mann zu bedeuten, daß die Fahrbahnbelages der Chauffeebrüde an der Rousseau- Insel bis auf jemand aus ethischen Gründen die Interessen anderer vertrete Arbeiter wirklich nichts Beleidigendes gesagt hätten. In diesem Augen- weiteres für Fuhriverke und Reiter gesperrt. blick ging das Thor auf, der Posten trat heraus und griff ohne weiteres und lehnte es ab, zu prüfen, ob Angeklagter das Recht der Stritit nach dem Lackirer. Dieser wurde mit dem Bedeuten, daß er mit alte Dienstmädchen Martha Wirsing, das seit drei Monaten bei der hatte, Verschwunden ist seit Sonnabend Vormittag das 15 Jahre des amtsgerichtlichen Beschlusses als Sozialdemokrat oder deshalb weil das Urtheil eine wissenschaftliche Leistung sei dent Seitengewehr Bekanntschaft machen werde, wenn er mudfe, Familie S. in der Bergstr. 55-57 in Stellung war. Die Dienst- und deren Kritit 193 mit dürren Worten als § Recht zunächst ins Schilderhaus gesperrt und dann von drei Soldaten nach herrschaft gab dem Mädchen stets Geld mit, um die Einkäufe baar eines jeden jeden hinstellt. Die Verhandlung ergab dasselbe der Kaserne in der Alexanderstraße gebracht. Dort behielt man den zu bezahlen, erhielt aber nach einiger Zeit trotzdem von fünf Ge- Resultat wie die vorige, nur mit einem interessanten Unterschied. Gefangenen etwa dreiviertel Stunden. Als er den Sachverhalt aus- fchäftsleuten Rechnungen zugeschickt. Als Frau S. die Magd zur Bis dahin hatten die Gendarmen als ihre Ueberzeugung einandersetzen wollte, wurde ihm bedeutet, den Mund zu halten. Stede stellte, um sie zu vermahnen, lief sie mit den Worten:„ Ich ausgesprochen, daß von zwei, heute, daß von drei Buchstaben ge= Schließlich brachte man ihn nach einem Revierbureau, von wo er gehe ins Waffer" sofort aus der Küche und ist seitdem verschwunden. sprochen sei, einer von ihnen sogar, daß er dies auch früher be ebenfalls ohne weitere Frage nach dem Vorfall entlassen wurde. Gestern Vormittag fand die landespolizeiliche Abnahme der Emilie L., die wittwe eines Schuhmachermeisters, durch einen Nichter und das Protokoll bestätigten, durchaus irrig. Der StaatsEinem langjährigen Leiden hat die 61 Jahre alte Frau hauptet habe. Zweifellos ist diese Ansicht des Gendarmen, wie die fir den elektrischen Betrieb eingerichteten Straßenbahnlinie Sreuz- gewaltsamen Tod ein Ende gemacht. Die Frau wohnte seit zehn plädirte für seine Freisprechung und Aufbürdung der Auslagen auf anwalt beantragte wiederum einen Monat Gefängniß; Stadthagen berg- Gesundbrunnen statt. Der Wagen, ein sogenannter Jahren, seit dem Tode ihres Mannes in der Familie ihres ver- bie Staatstaffe. Er führte u. a. ins Feld, daß unmöglich die inAffumulator- Monopolwagen der Linie Dönhoffplatz- Schlesisches Heiratheten Sohnes, zuletzt in der Naunynſtr. 61. Seit 27 Jahren friminirte Wendung gebraucht sei, die Gendarmen könnten leider Thor für gemischten Betrieb, verkehrte ohne jeden Unfall. Die nervenfrant und in den letzten Jahren auch krampfleidend, machte Große Berliner Straßenbahn beabsichtigt, die Linie Gesundbrunnen- sie schon vor einem halben Jahre den Versuch, sich zum Fenster feinerlei Notizen vorlegen. Es liege nahe, daß die Zengen sich ein schiefes Kreuzberg schon in den nächsten Tagen dem öffentlichen Verkehr zu hinauszustürzen, nachdem sie sich vorher schon einmal vor einen Bild über den Inhalt der Rede konftruirt hätten, und daß sie dieſe Pferdebahnwagen geworfen hatte. Als ihr Sohn gestern Nachmittag danken- und Ausdrudstreis übersetzten und das von ihnen in gutem Konstruktion, je längere Zeit verfloß, desto mehr in ihren Ges auf Arbeit war, und die Schwiegertochter sich mit ihren Kindern nach Glauben Konstruirte, die aus seinen Redewendungen hervorgegangenen der Laube in Treptow begeben hatte, erhängte sich die Greisin in Schlüiffe als vermeintlichen Inhalt der Rede erachteten. Daß dieser ihrer Wohming an einem Kleiderhaken. Hergang stattfinde, sei menschlich und psychologisch selbstverständlich Bei einem größeren Brande wurden Mittwoch zwei Personen und zeige sich besonders flar durch Umwandlung der 2 in eine 3 durch die Feuerwehr gerettet. Nachmittags 31/2 Uhr stand Prinzen und durch die Ansicht des einen Zeugen, er habe stets von 3, nicht straße 55, Ede Dresdenerstraße, der Dachstuhl in Flammen. Das von 2 Buchstaben gesprochen, während das Gegentheil nachHaus befigt in seinem oberen Geschoß mehrere Dachwohnungen, weislich sei. Wenn folche Aussagen die Grundlagen einer Anklage Der neneste Mörder der Singer. Zu der Verhaftung des deren Bewohner beim Ausbruch des Feuers sich größten bilden, dann erst 10 Monate später der Angeklagte vernommen wird der Ermordung der Singer beschuldigten Schneiders Hugo Gutt- theils in Sicherheit bringen konnten. mann wird noch folgendes bekannt. G. gehört dem Zuhälterthum gegeben, als Schon wurde Wasser und das„ Gegentheil" wie im früheren landgerichtlichen Urtheil als seit etwa vier Jahren an und ist ein zu Gewaltthätigkeiten geneigter chollen und zugleich festgestellt wurde, daß zwei Personen beamten an stelle der Richter. Das unsinnige, widerspruchsvolle, einer Dachwohnung laute Hilferufe er- Thatsache erachtet würde, so setze das Gericht dadurch die PolizeiMensch, der bereits wegen Erpressung vorbestraft ist. Diese Straf- fehlten, denen bie der Rückzug über that ist dadurch begangen, daß G. ein Mädchen durch Schläge zwang, abgeschnitten war. verqualmte Treppe seiner Auffassungs- und Denkweise ins Gesicht schlagende Beug, was ihr Geld ihm auszuhändigen. In ähnlicher Weise soll sich der nuns gestellt wurde, um die Bedrängten durch die Fenster zu retten, erachtet haben, wenn sie und er unmittelbar nach jenem Vorgang Während in Gile die mechanische Leiter auf die Beugen heute gehört haben wollen, würden sie nimmer als gehört mehr Verhaftete häufiger vergangen haben. Guttmann hat sich seit brangen einige Wehrmänner unter Lebensgefahr über die bereits vernommen wären. Wahrung berechtigter Interessen liege deshalb Ende 1896 unangemeldet in Berlin aufgehalten und die wiederholten brennende Treppe, schlugen die Thüren ein und trugen die Wittwe besonders vor, weil er als Sozialdemokrat, Abgeordneter und Bürger Nachforschungen nach feinem Verbleib waren stets vergeblich. Neubelt mit ihrer 17 jährigen Tochter ins Freie. Die Mutter war das Recht habe und haben müsse, die völlig unhaltbare Behauptung Der Verdacht, den Mord an der Singer begangen zu haben, bereits besinnungslos, erholte sich aber bald wieder. Feuermann des Gerichtsbeschlusses, die Sozialdemokratie führe zur„ sittlichen richtete fich Mitte vorigen Monats auf Guttmann. Der Schneider, Kiehne erhielt beim Löschen erhebliche Brandwunden. Ein großer Verwahrlosung", zu besprechen. leberdies sei der Beschluß trotz der bei seinem Aufenthalt in Berlin vorwiegend in den nörd- Theil des Dachstuhles wurde eingeäschert. lichen Stadttheilen Schönhauser, Rosenthaler und Oranienburger seiner totalen Hinfälligkeit eine wissenschaftliche Leistung. Solche zu Fenerbericht. Mittwoch früh 10 Uhr brannte Schönhauser fritifiren, gestatte§ 193 Str.-G.-B. ausdrücklich. Nach Vorstadt zu verweiler pflegte, wurde seit langer Zeit vergeblich allee 58a allerlei Hausrath. Außerdem wurde die Wehr im Laufe stündiger Berathung erkennt das Gericht auf einen Monat gesucht. Das wiederholte Ausräumen der Veebrecherlokale in der des Mittwoch noch nach Viktoria ft r. 19 und Neue Friedrich- Gefängniß. Das Gericht fei an die Rechtsauffassung des reichsLinienstraße und Umgebung hatte zwar auch wenig Erfolg, doch straße 109 gerufen, wobei es sich aber um blinden Lärm handelte. gerichtlichen Urtheils gebunden. Es könne auch dem Angeklagten founte bei dieser Gelegenheit festgestellt werden, daß sich der Gesuchte vielfach in den nordöstlichen Vororten aufhielt. Wiederholentlich weder in seiner Eigenschaft als Abgeordneter noch als Sozialdemo schon hatten Kriminalinspektor Braun und Kommissar Weiß Ausflüge trat, noch als Kritifer des Urtheils Wahrung berechtigter Interessen nach Köpenick, Ertner, Fürstenwalde und weiter hinaus unternommen, Aus den Nachbarorten. zubilligen und habe in thatsächlicher Beziehung die inkriminirte doch wußte fich G., der vermuthlich gewarnt worden war, seiner Schöneberg. Im Schwarzen Adler", Hauptstr. 134, findet Aeußerung für festgestellt erachtet. Man vergleiche mit dieser AbFestnahme zu entziehen, bis es endlich am Sonntag den Beamten heute Abend eine vom Romitee für Errichtung einer Rettungswache erkennung der Wahrung berechtigter Interessen die Anerkennung gelang, festzustellen, daß G. an diesem Tage nach Königswusterhausen einberufene öffentliche Versammlung statt, in der Prof. v. Bergmann folcher im Fall v. Stumm- Stöcker. Selbstverständlich hat Stadthagen gefahren fei. Die Kommissare verfolgten den Burschen und konnten über die Rettungsgesellschaft spricht. Unsere Parteigenossen, welche Revision eingelegt. feine Verhaftung in dem erwähnten Vorort bewirken. Guttmann sich hierfür interessiren, werden auf diese Versammlung aufmerksam Der Skandal der Behandlung politischer Gefangener vor leugnet die That mit aller Entschiedenheit, doch sollen gegen ihn gemacht. Ernst Obst. Gericht. Aus Erfurt wird uns vom 12. Juli berichtet: Wegen zahlreiche Verdachtsmomente vorliegen. Abgesehen davon, daß er nicht in der Lage ist, sein Alibi in der Mordnacht nachzuweisen, erscheint er auch vereins haben am Sonntag Mittag 1 Uhr vom Richardplatz aus hatte sich unser Parteigenosse Rudolph vor der Straffammer zu Rigdorf. Die Mitglieder des Frauen und Mädchen- Bildungs- Beleidigung des Ersten Staatsanwalts Wippermann verbächtig durch anonyme Briefe, die bei der Kriminalpolizei eingetroffen einen Ausflug nach Johannisthal, Restaurant Senftleben. Gäste Tribüne" wurde getadelt, daß man den wegen Preßvergehens zu verantworten. In der am 1. Juni erschienenen Nummer der und die, wie durch Handschriftenvergleich festgestellt, von Guttmann sind willkommen, herrühren. In diesen Schreiben, in denen über den Mord genauere zwei Monaten Gefängniß verurtheilten Genossen Heinrich Schulz Angaben gemacht werden, sucht der Absender der Briefe die Polizei Tageblatt" her. Das Blättchen enthält folgende Aufforderung: Zu einem traurigen Gewerbe giebt sich das„ Nigdorfer während seiner Inhaftirung mit Erbfenlesen beschäftigt und auf eine falsche Spur zu leiten. G. bestreitet ferner, die Singer überhaupt gekannt zu haben; trotzdem ist erwiesen, daß ihm die unseren Ort gebrachten Schmähartitels strafrechtlich vorgegangen schloß mit der Bemerkung, daß dieser Strafvollzug für einen feine Gegen die Kölnische Zeitung" soll mmmehr wegen des über staatsanwaltschaft Naumburg abgelehnt worden sei. Der Artikel ihm die beantragte Selbstbeschäftigung seitens der OberErmordete schon vor zwei Jahren nicht mehr fremd war und daß werden, nachdem die Redaktion das Ersuchen unseres Gemeinde- Vor- chrliche Ueberzeugung mit Kerterhaft büßenden Politifer unwürdig er mit der S. im Mai einen engeren Verkehr unterhielt. Auch haben standes um Richtigstellung des betr. Schandartikels einfach ignorirt fei und diese Gleichstellung mit Dieben, Brandstiftern ac. eine Anzahl Mädchen, die die Singer in der Mordnacht auf der hat. Im Interesse des Verfahrens gegen die Kölnische" werden schon öfters von der sozialdemokratischen Preffe gerügt worden ist. Straße in Begleitung eines Mannes gesehen, diesen Fremden in G. diejenigen Einwohner Rigdorfs, welche im Monat Juni etwa Der Erste Staatsanwalt fand als Vorsteher des hiesigen Landgerichtswiedererkanut. Wiewohl auf Rekognoszirungen nach bisher gemachten Abonnenten des genanten Blattes waren, um Mittheilung ihrer gefängnisses hierin eine Beleidigung. Gestern wurde eine Geld, Erfahrungen im allgemeinen nicht viel zu geben ist, sind die Feststellungen Adresse an den hiesigen Gemeindevorstand gebeten." der Zenginnen doch von Bedeutung, da sich diese bei bisherigen strafe von 300 M. event. 30 Tage Gefängniß beantragt. Der GeGegenüberstellungen stets als sicher erwiesen. Jnivieltveit diese uns von einem Berichterstatter zugegangenen Nachrichten auf That fachen beruhen, tönnen wir nicht feststellen. follen neuerdings wiederum verschiedene Beamte, darunter der In der Angelegenheit der Durchstechereien in Plößensee Gefangenenauffeher Bertram, verhaftet worden sein. " einwill, aber nimmer sollte sich eine Zeitung der Beihilfe schuldig machen, weil die Stritit über den Strafvollzug bezüglich politischer Ge Man mag über das Verhalten der„ Köln. 8tg." denken wie man richtshof erkannte indeß auf to stenlose Freisprechung, wenn es einer Behörde beliebt, dem ambulanten Gerichtsfangener sich nicht gegen die Person des Ersten Staatsanwalts ge= stand ein warmes Nest zu bereiten. Vor allem steht solche das in liberalen Alüren schwelgt und dem ortseingesessenen Kom- Gründen freigesprochen wurde gestern die geschiedene Ehefrau des Förderung der reaktionärsten Bestrebungen einem Blatte übel an, richtet, sondern gegen den Strafvollzug im allgemeinen sich wandte. Wahrnehmung berechtigter Jnteressen. Aus rechtlichen munalfreisinn als Sprachrohr dient. verantworten hatte. Der Rechtsanwalt Angust Heute ist am Montag aufs neue In Adlershof wird unausgefeht der Staat gerettet. Gestern praktischen Arztes Dr. M. von der Anklage der Beamtenbeleidigung, berhaftet worden. Henke wurde, wie erinnerlich sein wird, vor verbot der Gendarm Grundmann den Zeitungsfrauen, auf dem wegen der sie sich vor der 135. Abtheilung des Schöffengerichts zu einiger Zeit von der vierten Strafkammer des Landgerichts I wegen Bahnhofe die Blätter zu vertheilen. Es ist nämlich Branch, daß die M.'schen Eheleuten war auch ein Schußmami vernommen worden. Unterschlagung zu drei Monaten Gefängniß verurtheilt. Gegen sein früh nach Berlin fahrenden Arbeiter unterwegs ihr Blatt lefen; der um dessen Glaubwürdigkeit zu erschüttern, hatte die Angeklagte Versprechen, die Flucht nicht ergreifen zu wollen, wurde er auf freien Bequemlichkeit halber überreichen die Zeitungsträgerinnen die neueſte durch ihren Anwalt in einem Schriftstück die Behauptung aufFuß gesezt. Gegen das Urtheil wurde von den Vertheidigern Nummer den Abonnenten am Bahnhofe. So sehr, wie der gestellt, eine Zengin habe gesehen, daß ihr Ehemani dem Hente's, ben Rechtsanwälten Wronker und Dr. Werthauer, das Illuminationsprozeß, wird diese staatsretterische That allerdings nicht Schumann etwas in die Hand gedrückt habe, worauf dieser Rechtsmittel der Revision eingelegt. Das Erkenntniß des Reichs- zum Erfolge für unsere Partei beitragen. un God seine Aussage geändert habe. In dieser Behauptung gerichts steht noch aus. Inzwischen sind noch weitere Anzeigen Der Niederbarnimer Kreistag wird am 30. d. M. zu einer erblickte die Anklagebehörde eine Beleidigung des Schutzmannes. gegen Hente wegen Unterschlagung und Arreſtbruchs eingelaufen und sehr wichtigen Sigung zusammentreten. Der Kreistag wird sich vor 3m gestrigen Termine befundete eine Zengin nur, daß Dr. M. eine bie vom Landgerichtsrath Brandt geleitete Boruntersuchung hat soviel allem darüber zu einigen haben, wen er für die Wiederbesetzung des Handbewegung gemacht habe, aus der sie geschloffen habe, daß er belastendes Material ergeben, daß Hente aufs neue verhaftet erledigten Landrathsamtes in Vorschlag bringen will. Er wird dem vor ihm stehenden Schutzmann etwas gegeben; Dr. M. wie der wurde. Zwei Kriminalbeamte überführten ihn nach dem Unter ferner zu beschließen haben über die Gewährung zinsfreier Darlehne Schutzmann versicherten dagegen unter ihrem Eide, daß nichts gefuchungsgefängnisse. an den Zweigverein Berlin des Vaterländischen Frauenvereins und geben oder empfangen sei. Der Staatsanwalt beantragte darauf Noch ein verhafteter Nechtsanwalt. Wegen wiederholter an die Stirchengemeinde zu Rummelsburg zur Erbauung von gegen die Angeklagte 1 Monat Gefängniß, da die von ihr in dem Unterschlagungen ist, wie nachträglich bekannt wird, in vergangener Krankenhäusern in Neu- Weißensee und Rummelsburg. Beide Schriftsaß angeführten Thatsachen nicht erweislich wahr seien und Woche der hiesige Rechtsanwalt B. verhaftet worden, der sich, Strankenhäuser sollen zur Aufnahme von Stranken aus dem mit Rücksicht auf die Stellung des beleidigten Beamten eine trotzdem er noch nicht lange praktizirte, bereits einer zahlreichen Streise bestimmt werden. Ferner soll der Kreistag sich ein empfindliche Strafe am Blaze sei. Dagegen führte der Bertheidiger Stlientel erfreute. Seit einigen Tagen fiet es mun auf, daß er die verstanden erklären, mit der Aufhebung der Natural- Verpflegungs- Rechtsanivalt Dr. Werthauer aus, daß es Pflicht und deshalb auch ihm übertragenen Prozesse, deren er täglich eine ganze Anzahl stationen. In Frage kommen die sieben Stationen in Bernau, durch§ 198 Str.- G.- B.fgeschütztes Recht jeder Prozeß führenden Partei hatte, bei den Gerichten nicht persönlich wahrnahm, daß Mahlsdorf, Bergbrück, Alt- Landsberg, Falkenberg, Basdorf und Griei, alle ihr erheblich scheinenden Thatsachen und Mittheilungen dem vielmehr die betreffenden Aftenstlide regelmäßig bei dem Schönebeck. Die Frequenz dieser Stationen ist in letzter Zeit erheblich Gericht zu unterbreiten, damit deren Wahrheit erörtert werden könne. Bureau- Vorsteher P. des Anwaltszimmers in der Jüdenstraße ab- zurückgegangen, von 4955 Stationsgästen in 1896 auf 3941 in 1897. Wenn die Partei mur wirklich ihr gewordene Mittheilungen vortrage, gegeben wurden. Dieser pflegte für Vertretung zu sorgen, sobald An Kosten entstanden im letzten Jahre 2877 m. Der Kreistag wird so sei fie fraffrei, da§ 193 sowohl wahre, als thatsächlich nicht ein Amivalt an der Wahrnehmung eines Termins verhindert ist, endlich noch zu beschließen haben über die Betheiligung des Kreises richtige Ausführungen schüße, wenn sie eben mir im berechtigten indem er die bei ihm deponirten Aften einem der Kollegen des be an dem Unternehmen einer Eisenbahn von der Station Steinickendorf- Interesse und ohne verlegende Form vorgebracht seien. hinderten Anwalts übergiebt. Da mun aber von jenem Anwalt tag- Rosenthal der Berliner Nordbahn nach Basdorf mit Weiterführung Das Gericht trat diesen Ausführungen bei und fällte deshalb täglich ganze Stöße von Aften beim Bureauvorsteher eingingen und theils nach Liebenwalde, theils nach Gr.- Schönebeck unter gleich ein freisprechendes Urtheil. dieser fie gar nicht unterzubringen vermochte, so forschte man näher zeitiger Aufgabe der Betheiligung an dem Unternehmen einer Eisen nach dem Behinderungsgrunde und erfuhr schließlich, daß dieser Grund bahn von Eberswalde über Liebemvalde nach Oranienburg. in der Verhaftung des Anivalts zu suchen sei. Es handelt sich um mehrfache Unterschlagung von eingezogenen Geldbeträgen, die übrigens gar nicht besonders hohe Summen repräsentiren sollen. Der Lotteriekollekteur Karl Heinte, gegen den ein Verfahren wegen Lotterievergehens schwebt, wurde gestern Morgen in haft genommen, weil er mehrfach zu Terminen, die in der Sache auberaumt worden waren, nicht erschienen ist. Einen Selbstmordverfuch machte in Charlottenburg der 35 Jahre alte Porzellanhändler Richard Schiefer aus der Spree straße. Schiefer, der aus Meerane in Sachsen stammt, war seit 15 Jahren verheirathet. Die Ehe war in den letzten Jahren recht unglücklich, und auch die petuniären Berhältniffe Schiefer's ver schlechterten sich beständig. Gestern Morgen gegen 7 Uhr jagte er fich eine Kugel in den Kopf. Er wurde noch lebend in das Char lottenburger Krankenhaus gebracht, an seinem Aufkommen wird geweifelt. Vera Soziale Berrüttung. Gestern standen 11 Knaben im Alter von 18 bis 14 Jahren vor der zweiten Strafkammer des Lands gerichts I. Sie sollten sich verbunden haben, um gemeinschaftlich Ladendiebstähle zu begehen. Einige von ihnen waren trotz ihrer Jugend bereits mit Gefängnißstrafen und Verweisen vorbestraft. Der Gefährlichste war der dreizehnjährige Schulfnabe Emil Dölle, ein Bürschchen, welches taum über die Einfriedigung der Anklagebant hinwegblicken konnte. In seinen Gesichtszigen lag ein hervorstechender Zug von List und schnitztheit, und diese Eigenschaften hatte er bei Begehung der jezt zur Anklage stehenden Strafthaten auch in der weitgehendsten Weije angewendet. Zur Zeit verbüßt er eine einjährige Gefängnißstraße. Dölle war denn auch die allein ausübende Kraft bei den Diebstählen gewesen, seine Genossen waren mehr oder weniger mur von ihm zum Schmierestehen" verwendet worden, wie Dölle fich Die Verhandlung gegen unseren Parteigenoffen Reichstage nach Art alter Verbrecher bereits ausdrückte. Des Nachmittags zog bgeordneten Arthur Stadthagen, über welche wir gestern aus er, bald von diesen, bald von jenen Freunden begleitet, auf Raub anau einen kurzen Bericht brachten, drehte sich, wie wir heute aus, an dem einen Tage diesen, an dem anderen jenen Stadttheil noch ergänzend anführen, in erster Linie um ein Urtheil des Reichs- heimsuchend. Er fabudete auf solche Läden in wenig belebten gerichts. Unser Frankfurter Parteiorgan berichtet darüber: Das Straßen, welche von Frauen bedient wurden, die sich während der Nach Schmöckwit, wo sämmtliche Lokale gesperrt sind, ver- teichsgericht, vierter Strassenat, setzte sich bei diesem Erkennt geschäftsstillen Zeit in dem hinter oder neben dem Laden befindlichen anstalten die Arbeiter der Maschinenfabrik von Päzold in der Wall- niß in offenbaren Widerspruch mit einer Reihe Erkenntnisse Wohnraume aufzuhalten pflegten. Beim Oeffnen der Thür bückte straße am Sonnabend eine Partie. Dieser Fall sollte die Partei anderer Senate. Es nahm zunächst an: auch für die er sich so, daß man von innen von seinem Körper nichts sehen genossen von neuem zur genauen Beachtung der Lokalliste veranlassen. richterliche Thätigkeit gäbe es trotz Thätigkeit gäbe es trotz der Behauptung komite. Leiſe drückte er die Klinke nieder und behutsam öffnete er des§1 des Gerichtsverfassungs Gesetzes, daß die Richter die Thür so weit, daß er eben durch den Spalt schlüpfen konnte. Ju Die elektrische Beleuchtung des Wasserfalls im Bittoria Bart hat sich bereits ein in der Nähe ansässiger Hausbefizer zu Nuge gemacht. Der Mann hat nämlich seine Miether gesteigert, weil sie fünftig an mehreren Abenden in der Woche den schönen Anblick des farbig beleuchteten Wasserfalles genießen fönnten. Verhaftet wurden auf dem Schlesischen Bahnhof gestern zwei Ritpel, welche während der Fahrt auf der Stadtbahn das Publikum durch zotige Lieder belästigt hatten. Nohheiten dieser Art sollen im Stadtbahnverkehr leider nichts seltenes sein. Die Lokalfommission. Gerichts- Beifung. Der feit kurzer Zeit verheirathete Poftassistent Adolf M. wurde unabhängig sind, Vorgesezte: die Entscheidung beispiels- fauernder Stellung wartete er ab, ob das leise Anschlagen der Glode gestern nachmittag von der 35 jährigen unverehelichten Modistin weise des ersten Senats vom 7. April 1881( Bd. 4, S. 220) fegt im gehört worden sei. War dies der Fall, jo kam er doch unentdeckt Auguste St., zu der er früher Beziehungen hatte, in dem Hausflur Gegentheil fest: nur dann könne es ein Antragsrecht im Sinne des davon, denn die Inhaberin des Ladens begnügte sich damit, durch eines Haufes der Lübeckerstraßr, wo er wohnte, überfallen. Sie§ 196 geben, wenn durch die Beleidigung eine dienstliche Sphäre das Fenster des Nebenraunts einen Blick in den Laden zu werfen feuerte mehrere Schüsse aus einem Revolver auf ihn ab, die ihn getroffen wird, in welcher der Beleidigte dem Strafantrag felber und da sie den am Boden liegenden Einschleicher nicht sah, nahm ant Rücken und Unterleib anscheinend leicht verlegten. Die Thäterin Gehorsam schuldig" ist. Ferner nahm das Reichs- fie an, daß sie sich geirrt habe, und begab sich wieder an ihre Arbeit. gericht im Gegensatze zu früherer einzelner ist festgenommen worden. Entscheidung Nach einer Weile froch Dölle auf allen Vieren um den Ladentisch am 191102 Derlammlungen. mo 1 Eingelaufene Druckschriften. Von der Nenen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Berlag) ift foeben das - Aus industrie. 1 Briefkasten der Redaktion. Bon ( Fort Der Herum bis zur Kaffe, die er leise offenzog und ihres Juhalts beraubte. Gegner jeden Boden entzieht. Eine Veröffentlichung des Vereins| tombinirte Versammlung ber Organisation in den Arminhallen stattAuf gleiche Weise nahm er den Weg zurück. Behn derartige Dieb- stellt die Behauptung auf, daß 41,35 pet. sämmtlicher Erkrankungen findet und zum regen Besuch derselben eingeladen. stähle räumte er ein. Bisweilen waren ihm Beträge bis zu 30 M. an Trichinofis und 49,7 pet. sämmtlicher Todesfälle infolge Trichi Verband deutscher Barbier, Friseur und Berrückenmacher. in die Hände gefallen. Das Geld wurde mit den Kumpanen ver- nosis, welche in der Zeit vom Jahre 1893 bis zum Jahre 1897 in Gehilfen. Heute Abend 10% Uhr bei Schiller, Nosenthalerstr. 57: Bernascht und vergendet. Dölle wurde vom Gerichtshofe mit einer Deutschland vorgekommen sind, auf den Genuß von europäischem sammlung. Gäste willkommen. Zufasstrafe von 7 Monaten Gefängniß belegt, von den übrigen zehn Schweinefleisch, welches in Deutschland untersucht und trichinenfrei Oeffentliche Versammlung heute Abend 9 Uhr im Restaurant Hensel, Komitee zur Errichtung eines Denkmals für die Märzgefallenen. Angeklagten wurden einige freigesprochen, die übrigen tamen theils befunden worden war, haben zurückgeführt werden können. mit Verweisen, theils mit gelinden Gefängnißstrafen davon. Junge, Brunnen und Invalidenstraßen Ecke. bist Du denn nicht einmal erivischt worden und hast tüchtige Prügel fich fünf Uhrfederfabriken in der welschen Schweiz zu einer Art Uhrfeder- Ring in der Schweiz. Vor einigen Wochen schlossen bekommen?" fragte der Gerichtsdiener den Dölle, als er ihn nach Trust zusammen, der sofort den Preis für das Groß einer beder Zelle zurückführte. Nee," erividerte der Gefragte freudestrahlend, jetriegt haben sie mir nich een eenziget Mal". Die Annahme, daß stimmten Federnummer ganz enorm hinaufschraubte. Diese Preis- 42. Seit des 16. Jahrganges erſchienen. Aus dem Inhalt heben wir herdas Gefängniß im stande ist, die jugendlichen lebelthäter zu beffern, steigerung war für die Uhrenindustrie ein so schwerer Schlag, daß por: Was Eleanor Warr in den Tod trieb. Von Ed. Bernstein. Von Z. Balugdgitsch. Die Reform der wird bekanntlich nicht zum wenigsten von manchen Fachmännern auf eine förmliche Strife eintrat. Um Abhilfe zu schaffen, vereinigten sich der neueſten ferbischen Statistit. Kleine Briefe. dem Gebiete der Strafrechtspflege entschieden verworfen. die Uhrenfabrikanten zur Gründung g einer Attiengesellschaft mit Gewerbegerichte in Desterreich. Von Dr. J. Freundlich. Literarische Rundschau. Notizen: 1 Million Grundkapital, um die Federn selbst herzustellen. Nun kam Zur Frage des Dirnenkaufs. Eine Blutthat, welche sich am Morgen des 2. Juni im Hauſe es zu gegenseitigen Unterhandlungen, die folgendes Ergebniß hatten: Die Betroleumproduktion der Erde. Entwickelung der schweizerischen FabrikMünchebergerstraße abspielte, erinnerte an die Ermordung der Bertha Der Uhrfeder- Ring geht auf den Tarif von 1895 zurück mit einer A. Masson- Forestier. Autorisirte Ueberfegung von Alfred Göze. Feuilleton: Versicherungsschwindel.(„ Baraterie.") Singer und glaubte die Kriminalpolizei auch anfangs, daß der Preiserhöhung von 10 pct. für Spiralfedern aus weichem und von ſegnng.) Thäter mit dem Morde in Verbindung zu bringen fei. Gegen 4 Uhr 20 pet. für solche aus hartem Stahl. Anderseits hat die neuist soeben das 197, Seft Von der Wiener Wochenschrift Die morgens wurden die Bewohner des erwähnten Hauses durch laute gegründete Fabrit ihre Produktion auf 1/10 der Gesammtproduktion erschienen. Galizische Aus dem Inhalt desselben heben wir hervor: Hilferufe aus dem Schlafe geweckt. Vor ihrer Thür stand halb zu beschränken, Die Aktionäre der neuen Fabrik verwarfen aber Regierungskünste. Von K. Freie Kritit. Von Profeffor Julius Blatter. bekleidet die unverehelichte Wolter, eine unter fittenpolizeilicher Auf- fast einstimmig diese Vereinbarungen und nun sizt der Ring völlig Bur österreichischen Sprachenfrage. Vom Bezirkshauptmanu Dr. Aurel sicht stehende Person. Sie drückte die Linke gegen die untere Brust, auf dem Trockenen. b. Onciul. Der Niedergang Spaniens und die Kirche. Von Dr. Julio um das aus einer Wunde hervorquellende Blut zurückzuhalten, Brouta. Die Entwickelung des Kapitalismus in Rußland. Von eine zweite Wunde hatte sie am rechten Handgelent. Sie Der fächsische Innungsverband hält am 17. Juli in v. Ruffow. Atmosphärische Elektrizität. Von Dr. E. Wölffing. Am Grabe Burne- Jones'. erklärte den herbeieilenden Personen, daß sie das Opfer to chlitz seine Generalversammlung ab. Zur Verhandlung gelangen Menschheitskongreß. Von Mathieu Schwann. Ludwig Hevesi. Von Hermann eines Mordanfalles geworden sei, Von Harald Arjuna van Jostenoode. der Thäter sei die folgende Bunkte: Bücher. Revue der Revuen. Der Teufel und Treppe hinaufgelaufen und müsse sich noch im Hause befinden. Man 1. Freie oder Zivangsinnungen? 2. Was sind verwandte Hand- Bahr.- Die Woche. holte Schuhleute herbei, welche das Haus absuchten. Sie fanden werte? 3. Was ist Fabritbetrieb? 4. Die Aufgaben des Gesellen- das böse Weib. Bon Rudolf Christoph Jenny. auf dem obersten Treppenabsag einen jungen Menschen, welcher das ausschusses. 5. Die Auslegung des§ 100d des neuen Gesetzes. Messer, das er in der Hand hielt, bereitwillig aushändigte und sich Außerdem sollen noch über die Handwerkerkammern in Sachfen und ebenso ruhig festnehmen ließ. Es war der 23jährige Wolkerei über die Sicherung der Forderungen der Bauhandwerker Beschlüsse wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahn Arbeiter Karl Gury, welcher gestern der ersten Straftammer des gefaßt werden. Landgerichts I vorgeführt wurde. Der Verdacht, daß der Angeklagte mit der an der Bertha Singer verübten Mordthat in Verbindung stand, hat sich nicht bestätigt. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Aus der Urtheilsverkündigung war zu entnehmen, daß der Angeklagte mit der Wolter in einen ge- in einer am Dienstag abgehaltenen Versammlung mit dem Schieds. Langerhans im ersten Berliner Wahlkreise. ringfügigen Streit gerathen war. Er hatte zufällig noch das Messer, spruch, den das Schiedsgericht der Gewerkschaftskommission in betreff mit dem er ein Stückchen Leder von seinem Schuh losgetrennt hatte, Ser Streitschulden der Musikinstrumenten- Arbeiter gefällt hat. Der Vielleicht werden Sie sich einmal an einen der Herren von der Königlichen in der Hand. Plöklich wurde er von einem Wuthanfall ergriffen, Schiedsspruch macht es bekamtlich sowohl den im Holzarbeiter- Witte. Ihre Angelegenheit ist der Lokalkommiffion überwiesen worden. er stach die ihm gegenüberstehende Wolter in die Brust und der Verband, wie den im Fachverein organisirten Kollegen zur Pflicht, zweite Stich traf die zum Schutze vorgehaltene Hand. Der Gerichts- sich gleichmäßig an der Schuldentilgung zu betheiligen und zu. D. 64. Davin kann ein unbefugtes Berlaffen der Arbeit erblickt hof verurtheilte den Angeklagten zu einer Gefängnißstrafe biefemt. Zwed eine aus Mitgliedern beider Richtungen be- werden. Ein solches berechtigt zur sofortigen Entlassung. von vier Jahren. stehende Kommission einzusetzen. Litfin als Mitglied des Moabit. 1 und 2: Nein.-R. R. 21. Beantragen Sie die Uebermittelung Die Gefindesklaverei und das gleiche Recht für Alle in Schiedsgerichts begründete die Entscheidung desselben und des zugestellten Urtheils mit der Vollstreckbarkeitsklausel beim Gewerbegericht Deutschland. Für die deutschen Kulturzustände ist der folgende, empfahl, daß nun nun auch jeder Musikinstrumenten- Arbeiter und beauftragen Sie dann einen Gerichtsvollzieher mit der Zwangsvollstreckung. Ehefrau. 1. Ja. 2. Nachdem der Sühnetermin fruchtlos verlaufen ist, am 12. Juli erledigte Strafprozeß charakteristisch: Unser Partei zur Deckung der Schulden beitrage und man die Streitig betreiben Sie die Bewilligung des Armenrechts in der auf S. 216 des von genosse Dr. David war bekanntlich früher Redakteur unseres feiten zwischen beiden Organisationen ruhen laffe. Grundmann Ihnen angeführten Buches ersichtlichen Weiſe. 3. Die Frau würde ihre Mainzer Parteiblattes und hatte sich in dieser Eigenschaft eine An- erklärte sich namens der Mehrheit des Fachvereins und Beste Alimentationsansprüche in diesem Falle verlieren. 4. Der Sühne- Antrag flage zugezogen. Der inkriminirte Artikel, durch den das Schöffen- namens feiner Kollegen im Holzarbeiter- Verband mit dem Schieds- nicht, die spätere Klage ja. 909. Eine Berufung ist, da es sich um gericht zu Nebra beleidigt sein soll, war am 2. Oktober 1896 aus spruch einverstanden, den auch die Versammlung nach einer weiteren weniger als 100 Mt. Handelt, ausgeschloffen; ein Grund zur Wiederaufnahme Kläger hätte vor Erlaß des einem anderen Parteiblatt entnommen worden und schilderte unter Debatte annahm. In die Schuldentilgungskommission wurden Mark- bes Verfahrens liegt nicht vor. der Stichmarke " Wenn zwei daffelbe thun" folgenden Fall: mann, Siegfeld, Unruh, Drefe, Rosemann und genforth urtheils in der Sprechstunde Rath nachsuchen sollen.- P. 3. 1016. Vor dem Schöffengericht in Nebra hatte sich ein Knecht zu gewählt. Ueber den zweiten Punkt der Tagesordnung: Wie stellen wir uns Leiber steht dem Dienstmädchen folch' Necht nicht au.- A. S. Ja. N. B., Velten. Ja; falls nicht etwa der Wittwe Unfallrente gezahlt verantworten, der seinen Dienstherrn mißhandelt hatte; ivegen zu dem von den Fabrikanten gegründeten Arbeitsnachweis? referirte wird, hat sie Anspruch auf Erstattung der Hälfte der Klebemarkenbeiträge. diefer Mißhandlung bekam der Angeklagte vier Wochen. Ge- Schumann. Er empfahl, den Nachweis zu meiden, da derselbe in 20. G. 37. Gegen Versäumniß- Urtheile beim Gewerbegericht ist Ginfängniß. Zu der gleichen Zeit hatte sich am Schöffengericht erster Linie den Zweck habe, die gewerkschaftlich thätigen Kollegen zu spruch innerhalb 3 Tagen zulässig. Zwei Streitende 2299. 1. Nein. in Delitzsch ein Gutsbesiger zu verantworten, der seine schwächliche maßregeln. Zwei andere Nedner hielten einen solchen Beschluß für un 2. Junerhalb 6 Wochen nach erfolgter Kenntniß kann hieraus Grund zur $. G. 10, Berlin. Magd mit einem Prügel bearbeitet hatte; dieser Angeklagte bekam durchführbar, da die Organisationen nicht in der Lage seien, die arbeitslosen Ungiltigkeitsflage der Ehe entnommen werden. 20 M. Geldstrafe. Im Schlußsatz des Artikels wurde noch vom Kollegen so lange zu unterſtüßen, bis sie ohne den Nachweis Arbeit Sprechen Sie auf der Redaktion in der juristischen Sprechstunde vor. gleichen Recht für alle gesprochen. Der Landgerichtspräsident v. Nebra bekommen. Von anderer Seite wurde empfohlen, mit den Fabri-.. 100. 1. Wenn der Sohn nach dem Vater starb, sonst nein. 2. Ja. M. H. 1000, M. 15, E. 26, 2. P. 37: Ja. Zorndorfer 51. Hatte Strafantrag wegen Beleidigung des Gerichts gestellt, das fanten wegen Betheiligung der Arbeiter an der Verwaltung des 1 und 2: Nein. C. 2. Liegt kein Testament vor, so erbt die Frau in Gericht von Delißsch hatte es abgelehnt, Strafantrag zu stellen. In Arbeitsnachweises in Unterhandlung zu treten. Wieder andere der Mart nur die Hälfte vom gemeinschaftlichen Vermögen; die andere der Verhandlung vor dem Schöffengericht lobte der Amtsanwalt die Redner stellten sich auf den Standpunkt des Referenten. Schließlich Hälfte fällt bet kinderlosen Ehen an die Eltern beziehentlich anderen Ber. Unparteilichkeit des deutschen Richterstandes und beantragte dann wurde eine Resolution angenommen, in der es heißt: Die Verwandten des Mannes. 2. K. 1. Ja. 2. Ja. 3. Nein. P. S. 32. zwei Monate Gefängniß. Diese hohe Strafe hat nämlich das durch sammlung erblickt in der Gründung eines Arbeitsnachweises durch die Die Steuer zu zahlen sind Sie verpflichtet, die Steuerbehörde ist im Recht. feine Stellung gegen die Sozialdemokratie bekannt gewordene Freie Vereinigung der Musikinstrumenten- Fabrikanten eine Bevor die Gerichtsfosten fällig waren, tritt Berjährung ein. 2. Ja. Bieskau 95. 1. In vier Jahren vom Ablauf des Jahres ab, in dem Invalide. Magdeburger Gericht für denselben Artikel ausgesprochen. Das mundung und Entrechtung der Arbeiter. Die Musikinstrumenten- Arbeiter Der Antrag muß bei der Invaliditätsanstalt( klosterstr. 41) gestellt werden. Mainzer Urtheil gegen unseren Parteigenossen David lautete auf werden daher verpflichtet, diesen Arbeitsnachweis zu meiden, auch Engel 10. Erst beantragen Sie beim Amtsgericht Anberaumung 100 M. Geldstrafe. die Tischler werden um solidarisches Verhalten in dieser Angelegen- eines Sühnetermins beim A. 3., Brit. Ja. ist, Die Musikinstrumenten- Arbeiter Berlins beschäftigten sich anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 Uhr abends statt. C. D. In der Stichwahl am 23. Juni 1893 unterlag Täterow gegen S.200. Wir können Ihnen eine derartige Adresse nicht geben. Bibliothek. A. S. Uns unbekannt. Baumann, 1 sich an den Armenvorsteher. Das Hamburger heit ersucht. Ferner proteſtirt die Versammlung dagegen, daß die gefallen ist, wenden Siegert. Erst wenn dieser fruchtlos ausM " Witterungsübersicht vom 13. Juli 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Berlin Barometer Wind Wiesbaden 760 9 762 23 München Wien 759 NM richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. DIGER 2olfig 17 4 bedeckt 17 2 bedeckt 2 bedeckt 11 15 Ein Mucker ins Zuchthaus geschickt. Landgericht verurtheilte am Dienstag dieser Woche den Kaufmann Fachschule, welche der Fabrikanten- Verband errichten will, aus öffentund Agenten Karl Traugott zu 3 Jahren Zuchthaus, 3 Jahren lichen Mitteln unterstützt werde, da bei der weitgehenden Arbeits Ehrverlust und Stellung unter Bolizeiaufsicht. Traugott, der schon theilung in der Musikinstrumenten- Industrie eine besondere Fach wegen Körperverlegung, Diebstahls und Sittenverbrechens bestraft schulbildung des Arbeiters nicht erforderlich ist. 118 war Hamburger Vertreter eines Berliner Privatdetektiv- Eine ordentliche Mitgliederversammlung des Vereins Bureaus und im Nebenamte Lehrer bei den Kinder Gottes- der Töpfer Berlins und Umgegend" fand am 6. Juli bei Wilke, diensten des St. Anschar- Vereins und auch ein eifriges Mitglied Andreasstraße, statt. Genosse Seßler hielt einen Vortrag über eines christlichen Jünglingsvereins. Jetzt hatte er sich wieder zu„ Elektrizität", welcher mit großem Beifall aufgenommen wurde. Swinembe. 755 WSW 3bedeckt 14 Haparanda 746 NO verantworten wegen Betruges, Unterschlagung und wiederholten 3 Regen 14 Petersburg In einer gutbesuchten öffentlichen Versammlung der Hamburg 755 S Sittenverbrechens an Kinder unter 14 Jahren, die ihm als Helfer Kistenmacher, welche am 11. Juli in den Arminhallen tagte, gab 765 NW 757 WSM 3 bedeckt 14 Cort 760 NW bei den Kindergottesdiensten anvertraut waren. 1wolfig 15 Aberdeen Er stellte jegliche der bisherige Vertrauensmann Tschernig die Abrechnung vom 4moltig 15 Paris 762 3 Schuld in Abrede und vertheidigte sich in einem ekelhaften I und II. Quartal. Das Endresultat ist ein Baarbestand von 1 bedeckt 16 muckerischen Tone. Der gegen ihn geführte Schuldbeweis war 264,72 m. Im 2. Punkt wurde als Vertrauensmann und Gewerkjedoch erdrückender, sodaß er zu der oben angegeben Strafe verschaftsdelegirter der Kollege Franz Splinter, Wetter Prognose für Donnerstag, den 14. Juli 1898. als Stell Ein wenig fühler, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Regents urtheilt wurde. vertreter Kollege Schwanherz, und als Revisoren des Ver- fällen und ziemlich frischen nordwestlichen Winden. Aus dem Wahlkreise Liegnitz wird uns berichtet: Wortrauensmannes Buhlmann, Merten und Tschernig gewählt. Berliner Wetterbureau. Ausschreibung der Wahlen, am 17. April cr., waren im Der 3. Punkt der Tagesordnung, welcher lautete: Ausbau des Wahlkreise Liegniß- Goldberg- Haynau bereits Flugblätter verbreitet Berkstatt- Bertrauensmännersystems, zeitigte eine rege Debatte. Beworden. Vier der Verbreiter und der Vertrauensmann in Liegnig, fürwortet wurde, daß gerade das Werkstatt- Vertrauensmännersystem als Anstifter, erhielten darauf richterliche Strafmandate in Höhe von die geeignetste Institution ist, die Organisation auf die Höhe der 15 M. Verlegt sollte sein das alte preußische Preßgefeß und die Beit zu bringen. Dann wurde die schwarze Liste der Unternehmer Oberpräsidial- Verordnung für die Provinz Schlesien vom 9. März einer herben Kritik unterzogen, besonders wurde das Betragen des 1896, betreffend die äußere Heilighaltung der Sonntage und Feier- Fabrikanten Drechsel, Barnimstr. 22, gegeißelt. tage. Die gegen die Strafbefehle eingelegte Berufung wurde vom Dieser Herr legte einem Arbeiter, den er vom Arbeitsnachweis Schöffengericht in Liegnitz verworfen. Diese Entscheidung dürfte sich verlangte, die Frage vor: Haben Sie schon mal gestohlen. Leider 98/16 faum aufrecht erhalten lassen, da das Gericht eben Hausflure als war der betreffende Kollege nicht beschlagen genug, dem Herrn 1. Wie verbessern wir unsere Lage in der Grünbranche? 2. Diskussion. öffentliche Orte bezeichnete, was sie nach den wiederholten Ent- die gebührende Antwort zu theil werden zu lassen. Aber 3. Wahl von Vertrauensleuten. 4. Berschiedenes. scheidungen des Kammergerichts nicht sind. Ebenso wenig ist ein auch andere Praktiken betreibt der Herr. So wurde ihm von Um zahlreiches Erscheinen und rege Agitation zu dieser Versammlung Der Einberufer. zusehen, wieso das Vertheilen der Flugblätter die Sonntagsruhe einem Arbeiter vorgehalten, daß ein früherer Arbeiter dieses ersucht tören tönnte. Wir sind doch nicht in Sachsen. Herrn schon geklagt habe über schlechte Preise, die von seiten dieses Ich gestern der Arbeiter W. vor dem Landgericht Altona zu veraut werde jofort bei dem Fabrikanten antlingeln, bei dem worten. Am 17. Februar fand in Ottensen eine Versammlung des der Arbeiter in Stellung ist, derselbe muß sofort entlassen werden. Freitag, den 15. Jnli, vorm. 11 1hr, bei Stabernack, Inselstr. 10: Verbandes der Fabrik, Land- und gewerblichen Hilfsarbeiter und Die Versammlung bedankte sich für dieses unwürdige Betragen Arbeiterinnen statt, welche sich mit dem bekannten Posadowsky'schen Erlaß mit einem einstimmigen Pfui. Ein Antrag, einen Streiffonds zu Sonnabend, den 16. Juli 1898, abends 8 1hr, im Lokal von Moser, Lichtenberg, Dorfftr. 2: Oeffentl. Korbmacherversammlung für Friedrichsberg, Lichtenberg, Friedrichsfelde. Tages Ordnung: Wegen Beleidigung des Grafen Poſadowsky hatte sich Herrn gezahlt würden. Die Antwort des Herrn Drechsel war: Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker beschäftigte. Der Angeklagte ergriff dazu das Wort und kennzeichnete den sammeln, zu welchem jeder Kollege 50 Pf. pro Woche zu zahlen Erlaß in scharfer Weise. Dadurch soll er den Grafen Posadowsky hat, wurde einstimmig angenommen. Die vom besten Geiste beseelte beleidigt haben. Der Angeklagte gab zu, daß er den Ausdruck gebraucht Versammlung schloß um 12 Uhr. habe. Er sei an dem Abend sehr erregt gewesen und der Ausdruck Die Maler, Anstreicher und verwandten Berufsgenossen sei ihm entfahren, ohne daß er sich in dem Augenblick darüber klar hielten am Dienstag eine öffentliche Versammlung in den Armingeworden sei. Die Absicht der Beleidigung habe er nicht gehabt. Hallen ab. Der Vertrauensmann Mart, der über seine einjährige Der Staatsanwalt hielt den Angeklagten schuldig und beantragte Thätigkeit Bericht erstattete, schilderte die Arbeitsverhältnisse im Gegegen ihn 40 Tage Gefängniß und Publikationsbefugniß des Bewerbe als überaus traurige, wobei er seinem Bedauern Ausdruck gab, leidigten in zwei hiesigen Zeitungen. Der Gerichtshof erkannte daß die Betheiligung an der Bewegung eine so flaue war und wegen der Schwere der Beleidigung und der„ Unverschämtheit" des durch die Intereſſelosigkeit eines großen Theils seiner Berufsfonegen Angeklagten auf sechs Wochen Gefängniß. Unternehmer- Verbände. eine Besserung der Zustände nicht erzielt werden konnte. Die Ein nahme des Vertrauensmannes im verflossenen Jahre betrugen 179,83 m., die Ausgaben 114,05 M., so daß ein Bestand von 65,78 m. verbleibt. Die Abrechnung wurde als richtig bestätigt einer Berlins und Umgegend. Ausserordentliche General- Versammlung. Tages Ordnung: 50/11 1. Neuwahl des Saffirers und des Beisigers. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Berschiedenes. Mitgliedsbuch und Karte legitimirt. Bahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand Charlottenburg. Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Tischler und anderer gewerblicher Arbeiter( E. H.) in Hamburg. General- Versammlung Freitag, den 15. d. Mts., abends 8 Uhr, bei Lehder, Bismarckstr. 74. Tages Ordnung: 1. Bericht der Ortsverwaltung und Neuwahl Jedes Mitglied ist verpflichtet zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. Die Ortsverwaltung. Buchdruckerverein Rixdorf. Ein Verein zur Wahrung der gemeinsamen Intereffen und dem Vertrauensmann Decharge ertheilt, worauf Nagel, da am des deutschen Handels und der Industrie von Fleisch- und der bisherige eine Wiederwahl ablehnte, als Vertrauensmann geFettwaaren ist in Köln auf Veranlassung vieler Städte Deutsch- wählt wurde. Zu Revisoren wurden Blum und Mart bestimmt. lands ins Leben gerufen worden. Die Aufgaben, die der neue Nachdem Link über die Thätigkeit der Gewerkschafts- Kommission derselben. 2. Stafsenangelegenheiten. Berein sich gestellt hat, sind die folgenden: 1. Aufklärung der berichtet hatte, erklärten sich die Versammelten nach Debatte mit dem Behörden über alle den Fleisch- und Fettwaarenhandel betreffenden furzen beschlossenen Regulativ Der 44776 als Fragen und Anstrebung von Verordnungen, die ebenso dem hygie- Kommission, als auch mit der Anstellung eines zweiten nischen Bedürfnisse Rechnung tragen, als auch den breitesten Beamten für das Gewerkschafts- Bureau einverstanden. Voltsschichten eine bessere Ernährung durch Bezug billiger Delegirter wurde Link wiedergewählt. Nach einer längeren Fleisch und Fettwaaren zu ermöglichen. 2. Abwehr un- Diskussion, in der einige Urtheile des Gewerbegerichts von der berechtigter Angriffe auf ausländische Fleisch- und Fettwaaren Kammer für das Baugewerbe bemängelt wurden und in der das und Nichtigstellung von Mittheilungen über deren Herstellung Berhalten des Beisigers Knappe von allen Rednern einer herben und Beschaffenheit. 3. Befürwortung in den Produktionsländern Stritit unterzogen worden ist, wurde Mark von der Versammlung einer immer mehr vervollkommneten Behandlung der Waaren, damit einstimmig als Gewerbegerichts- Beifizer nominirt. Zum Schluß statt. deren Vorzüglichkeit den Anfeindungen böswilliger oder furzsichtiger wurde bekannt gegeben, daß am Mittwoch, den 20. d. m., die Als Statt bes verregneten Walbfeftes findet am 24. Juli cr., nachmitt. 2 Uhr, in Hollbach's Saal u. Garten, Hermannstr. 120, ein, Sommerfest i Kränzchen mit Kinderbeluftigungen, Preisquadräteln, Preistegeln, Gratis- Verloosung 2c. Raffeekochen à Liter 60 Pf. Gäste willkommen. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Berantwortung. Theater. Donnerstag, den 14. Juli. U Neues Opern Theater( Kroll). Carmen. Anfang 72 Uhr. Apollo- Theater. Neues Programm. Um 9 Uhr: Don Juan in der Hölle. Phantastische Ausstattungs- Burleske in 2 Bildern. Ferner: Residenz. Frage an das Schifal 20 Spezialitäten 1. Ranges. Hierauf: Momentaufnahmen. Anfang 8 119r. Neues. Aschermittwoch. Mein treuer Antoine. Anfang 7 Uhr. Westen. Der Troubadour. Anfang 712 Uhr. Oftend. Auf Sumatra. Anfang 8 Uhr. Thalia. Im Fegefeuer. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ein toller Einfall. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Doppelgänger. Anfang 8 Uhr. Vor der Vorstellung: Grosses Garten- Konzert. Generalversammlung der Urania Sterbekasse ehem. Bilug'ſcher Taubenstr. 48/49. Täglich: Arbeiter( Hegel'sche Kaffe) am Sonntag, den 24. Juli, 10 Brauerei- Ausschank Vom Matterhorn Z. Jungfrau. in Grünbel's Zaal, Brunnenſtr. 188. Die Staffelüche iſt den geehrten Damen von 2 ühr an ununterbrochen Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Tagesordnung: 1. Berlesung des Protokolls der Generalversammlung vom 23. Januar 1898. 2. Kassenbericht pro 1. Halb: jahr 1898 und Bericht der Revisoren. 3. Festsetzung der Zeitungen für das Jahr 1899. 4. Antrag Schivittau: Kasseneröffnung 61/2 Uhr, Konzert Passage- Panopticum.chiebene Staſſen- Ungelegenheiten. Uhr, Anf. Vorst. Ostbahn- Park. Am Küstriner Platz. Direttion: H. Imbs. Täglich: Konzert, Theater und Alexanderplatz. Die Ehebrecherin. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. Apollo. Don Juan in der Hölle. Anfang 8 Uhr. Passage Panoptikum. # täten Vorstellung. Speziali Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Ditend- Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. ag Auf Sumatra. lich: 8 Uhr. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Ostend- Theater- Konzert- Garten. Vollständig neues Programm! Gebr. Forré. Geschw. Vanoni. Franka Sylou. Müller- Römer, CharakterKomiter. The Garreton. Pantomime. Slown Tutti m. f. Biegen, Gänsen u. sprechend. Schwein. Anfang 512 Uhr. Passe- partouts haben Giltigkeit. Sonnabd.: Gr. Sommernachtsfest. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich im schönen Garten: Theater- und SpezialitätenVorstellung. Heimlich. Liederschwant von C. A. Paul. Musik von Conradi.' Mord und Büd. Operette in 1 Aft von Linderer. Musik von Thiele. Im Saale: Grosser Ball. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 ( nahe Potsdamer Plaz). Garten resp. Saal. Täglich: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien Billets à 1 Mark ( siehe Plakate). 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Druck und Verlag von Max Bading in Berlin