Nr. 163. 3hdall Abonnements- Bedingungen: S Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1898 unter r. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 13 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonne und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternsprecher: Rint I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die Brutstätte der Reaktion. Freitag, den 15. Juli 1898. foweit sie nicht vom Kreis oder sonstigen Verbänden unter halten werden, fast stets in schlechtem Zustand sind. 11 346 Gutsbezirke bildeten im Jahre 1885 selbständige Ortsarmenverbände. Daß die Armenpflege, allein vom guten Willen des Gutsherrn abhängend, hier sehr schlecht ist, unter liegt keinem Zweifel. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. persönlichem Ehrgeiz, eine Eigenschaft, mit der ihn die Natur in umgefehrtem Verhältniß zu seinen Fähigkeiten und seiner Intelligenz bedacht hat? Genug, er ist zur Stunde thatsächlich Diktator. In Süd- und Mitteldeutschland so gut wie in den nordfchlächters General Cavaignac, hat er mit einem Ein würdiger Sohn seines Vaters, des Juni deutschen Hansastädten kann man wie in früheren Zeiten noch Schlage die Willtüratte des Kabinets Meline ganz in den Schatten jekt die immer mehr um sich greifende Verpreußung Deutsch gestellt. Man wußte zwar aus alter Erfahrung, daß ein zur lands beklagen hören. In weiten Schichten der deutschen Be- Verfasser dieser Zeilen tennt aber Beispiele, wo von der Ministerwürde gelangter Radifaler keineswegs ein radikaler Minister völkerung weist man damit auf das stete Vordringen der Re- Selbständigkeit des Gutsbezirks als Ortsarmenverband ein eigen ist. Aber das willtürregiment eines Reaktionären wie Meline, von attion hin. Aber selbst in Preußen scheint man noch nicht artiger Gebrauch gemacht wird. Eines schönen Tages wird den einem Radikalen übertroffen das ist denn doch zu stark!... mit gehöriger Klarheit begriffen zu haben, daß die preußische ständigen Gutsarbeitern die Wohnung gekündigt; die VerUnter Meline wurde Oberst Picquart auf das Drängen des Reattion ihre Kraft in allererster Linie aus den ostelbischen waltung gebrauche die Räumlichkeiten anderweitig; die Generalstabes und dessen Preßmeute vor einen militärischen wer Gutsbezirken zieht, während der Begriff des Gutsbezirkes dem Arbeiter sollten ins Dorf ziehen. Die Folge ist sehr einfach beim besten Willen die schuldlosen Offiziere nur mit dem AusDer im geheimen richtende Nath hat Disziplinarrath verwiesen. nichtpreußischen Deutschen die Mecklenburger ausge daß die Arbeiter früher aufstehen müssen und später nach schluß aus der Armee bestrafen können. Man hat es Hause kommen, ist der Gutsherrschaft gleichgiltig. Sind die damals nicht gewagt, Picquart friegsrechtlich oder nommen völlig fremd ist. nach dessen Mit der Befreiung" der Bauern in Preußen, die abgeraderten Leute aber alt und arbeitsunfähig geworden, so Ausschluß aus der Armee zivilgerichtlich zu verfolgen. Cavaignac 1811 eingeleitet erst in der zweiten Hälfte des Jahr haben sie ihren Unterstützungswohnsik im Dorf und fallen der aber hat es gewagt. Und der Grund, d. h. der Vorwand der hunderts zum Abschluß gelangte, ist der eigenartige Dorfgemeinde zur Last. Verfolgung? Picquart wird nun wegen desselben angeb Gegensatz zwischen der Dorfgemeinde und dem Gutsbezirk Wieviel ähnliche Mißstände durch die Selbständigkeit der lichen Vergehens dem Zuchtpolizeigericht überins Leben getreten. Den Gutsbezirk bildet im wesentlichen Gutsbezirke bedingt sind, entzieht sich der Beurtheilung. Von liefert, über welches der Disziplinarrath bereits der frühere Besitz des Gutsherrn vermehrt um cin volles größtem Werth wäre es, wenn aus ländlichen Kreisen über Gericht gesessen hat! Der alte juristische Grundsatz: non bis in idem( nicht für eine Sache zweimal strafen) ist unter Drittel des früheren Bauernlandes, das der Gutsherrschaft solche Mißstände berichtet würde. Cavaignac's Diftatur abgeschafft, als Eigenthum zufiel. Daß die junkerliche Polizeigewalt noch schlimmer wirkt, Inter Meline hat die Militär justiz die kategorische VorAber neben diesem Gewinn hat die preußische Gesetzgebung liegt auf der Hand. Niemand außer ihnen selbst kontrollirt schrift des Untersuchungstoder mit Füßen getreten, indem sie gelegentlich der Bauernbefreiung" den Gutsherrn noch schwer die gesundheitlichen Verhältnisse der Wohnungen, die denn Picquart in dessen Abwesenheit behaussuchte. wiegende Vortheile gesichert. Wir sehen ab von den Summen, auch häufig für Vieh zu schlecht sind im Gegensatz zu den Unter Cavaignac ist es die ordentliche 8i viljustiz, welche den welche neben der erwähnten Landabtretung für die Ablösung prächtigen herrschaftlichen Ställen. Die ganze Härte der selben Gesezesbruch verübt. In Picquart's Wohnung wurde gestern der alten Verpflichtungen gezahlt werden mußten und fassen Gesinde- Ordnung und unter ihren Paragraphen feufzt wiederum in deſſen Abwesenheit gehaussucht. nur die Vortheile ins Auge, die den Gutsherren daraus er außer dem eigentlichen Gesinde etwa ein Viertel aller Land- Biequart's, blos gemaßregelt durch seine Amtsentsetzung als BürgerUnter Meline wurde Leblois, der Freund und Rechtsanwalt wachsen, daß sie nicht den Landgemeinden angehören, sondern arbeiter tritt erst in den Gutsbezirken in die Erscheinung, meister- Adjuntt. Cavaignac läßt ihn als Mitschuldigen" Picquart's daß ihre Befizungen unter dem Namen„ Gutsbezirk" völlig wo der Arbeitgeber oder sein Angestellter als Polizeiorgan gerichtlich verfolgen. selbständig und unabhängig gemacht wurden. Solcher Guts- das Recht vorläufiger Entscheidung und zwangsweiser Vollbezirke wurden im Jahre 1893 in Preußen 16 482 gezählt. strechung hat. Unter ihren Befizern befinden sich die Familien des hohen Mit vollem Recht schrieb ein Berliner Universitätslehrer und niederen Adels, die berüchtigten ostelbischen Sunker. im Jahre 1894: " " " Es wurde bereits bemerkt, daß der angerufene Grund der Verfolgung, die Mittheilung von Dokumenten, die die äußere Sicherheit des Staates betreffen, an eine unbefugte Person", ein bloßer Vorwand ist. Schon die Thatsache, daß Picquart seinerzeit nicht Am fürzesten läßt sich für den Kenner sozialpolitischer Die Lage der ländlichen Bevölkerung in diesen Kreisen der von neuem erhobenen Anklage abfolut nichts zu grunde liegt. vor ein Kriegsgericht verwiesen wurde, zeigt hinlänglich, daß Verhältnisse die bevorzugte Sonderstellung der Gutsbezirke ist geradezu unwürdig und die Verwaltung ist schlecht. Außerdem aber ist die Anklage auch deshalb hinfällig, weil es sich durch folgenden Saz klarstellen: Für die Gutsbezirke Namentlich auf dem Gebiete der Schule ist die einzige Nichtnur um dieselben Dokumente" han tann, stehen mit den aus der Natur der Sache folschnur für die Verwaltung die, daß die Höhe der Schullast welche am 7. Juli" von Cavaignac in offener genden Maßgaben dem Gutsbesizer alle nicht über das Maß des unbedingt nothwendigen steige. Statt& ammer an die ganze unbefugte" zivilifirte Rechte und Pflichten der Gemeinde zu. Ins daß die Gutsbefizer eine gewisse führende Stellung in dem Welt mitgetheilt wurden. Und diese Dokumente, deren besondere tritt er in Person oder durch einen Verwaltungsleben der ländlichen Bevölkerung einnehmen ungefährlichkeit für die Staatssicherheit Cavaignac selber betonte, als Stellvertreter zu bestellenden Guts sollten, sind sie und ihre Gutsbezirke gerade das retar- follen nun auf einmal Staatsgeheimnisse geworden sein?! Zu vorsteher an die Stelle des die Stelle des Gemeinde- dirende Element in der heutigen preußischen Schul- alledem kommt noch, daß Oberst Henry, der Nachfolger Picquart's borstehers. Die Gemeindevertretung fällt entwickelung. im Informationsbureau des Kriegsministeriums, während des Wenn die Anschauungen über das, was prozesses Zola in öffentlicher Sizung des Schwurgerichts das eine hier fort."( Graf Hue de Grais, Handbuch der Verfassung man von einer Schule zu verlangen hat, so erbärmlich ber betreffenden Dokumente( Canaille von D.") besprach, während und Verwaltung). Wir wollen die Folgen dieses Verhältniedrig geschraubt sind, so sind daran zu einem erheblichen General de Pellieur ebenfalls vor dem Schwurgericht das zweite nisses an einigen Einzelheiten auch weiteren Streifen flar zu Theil die Gutsbezirke schuld, in denen Wohl und Wehe der Dokument"( die Fälschung mit dem vollen Namen Dreyfus) der machen versuchen. Schule in die Hände einer Gesellschaftsklasse gelegt ist, welche Oeffentlichkeit preisgab. Warum werden also mit Picquart nicht Als Gemeindevorsteher" repräsentirt der Gutsbesitzer eine un der eigenen Kinder willen an der Volksschule gar kein zugleich Oberst Henry. General de Pellieur und Cavaignac wegen öffentliche Behörde; er hat Rechte und Pflichten des mittel Interesse hat und deren gesellschaftlicher Ein Landesverraths" verfolgt?.. Man weiß wirklich nicht, ob man fich baren Staatsbeamten, nicht auf grund seiner Befähigung fluß start genug ist, um ihren Anschauungen über die brutale Willkür entrüsten oder über die Blödigkeit des Voroder einer noch so eingeengten Wahl, sondern auf grund bis in die höchsten Kreise hinauf bewußt oder geheus lachen soll. Der wahre und einzige Grund der Anklage gegen Picquart und des ererbten oder erkauften Besizes. Ihm stehen in unbewußt Na chdruckzugewähren. In den Gutsbezirken, Beblois ist des ersteren muthiger Brief an Brisson, worin er Ausübung seiner„ obrigkeitlichen Gewalt" Zwangsbefugnisse in denen die Bevölkerung niemals mit Gemeinde- Angelegen sich erboter hat, den Nachweis vor Gericht zu liefern, daß die von zu. Er kann Geld- oder verhältnißmäßige Haftstrafe anheiten befaßt wird, niemals den Werth gemeinsamer Verwaltungs- Cavaignac in der Kammer verlesenen zwei Schriftstücke mit dem drohen oder festsetzen, freilich nur bis 5 M. oder 1 Tag Haft; thätigkeit kennen lernt, da wird der Geist groß gezogen, Anfangsbuchstaben D. auf Dreyfus nicht anwendbar seien und daß er kann die Ausführung zu erzwingender Handlungen" welcher in den einen die Anschauung aufkommen läßt, als ob das entscheidende" Dokument mit dem vollen Namen des Dreyfus durch einen Dritten auf Kosten des Inanspruch genommenen sie zum Herrschen geboren wären, und in den andern eine Fälschung fei. Daher die racheschnaubenden Artikel der anordnen. Unmittelbaren Zwang soll er nur äußersten das dumpfe Dahinleben in politischer Beforderte, damit die öffentlich angeschlagene Rede Gavaignac's, wie Generalstabspresse, welche welche die sofortige Verhaftung Picquart's falls" anwenden. Gegen seine Anordnungen und Fest ziehung, welche es als natürlich betrachtet, forderte, damit die öffentlich angeschlagene Rede Cavaignac's, wie der„ Gaulois" zynisch schrieb. nicht durch Picquart's Brief annullirt" segungen ist eine Beschwerde im im Aufsichtswege mit am Tage der Wahl den Stimmzettel abzu wird. Daher der Gewaltstreich Cavaignac's. zweiwöchentlicher Frist an den Landrath und weiter geben, den der gnädige Herr in die Hand Der naive Picquart! Er hatte sich vertrauensvoll an den an den Regierungspräsidenten zulässig, das heißt an brüdt." „ guten Glauben" Brisson's und sogar Cavaignac's gewendet. Männer, die östlich der Elbe meist wieder mit den Hier haben wir es in der That mit einem mächtigen Die gutgläubigen" Minister antworteten mit der Knebelung des Besizern der Gutsbezirke auf das engste zusammenhängen.") Ueberreft des alten Feudalismus zu thun, der im Interesse Mannes, der vielleicht allein im stande ist, die Wahrheit an den *) Bis in die neueste Beit hinein hatten die Gutsbefizer auch mit Stumpf und Stiel ausgerottet werden müßte! Aber die lichen und thatsächlichen Seite des Justizmordes nehmen muß, des gesammten deutschen Volkes so schnell als möglich Tag zu bringen!.. Daß diese Unthat jedermann die letzten Zweifel an der rechtbie Ortspolizei( Strafbefugniß bis 60 Mark oder 1 Woche Haft). Macht des ostelbischen Junkerthums und seiner Verbündeten fümmert Cavaignac und feine Auftraggeber nicht. Jezt sind in den öftlichen Provinzen( außer Posen) Amtsbezirke ge- ist groß; nicht nur das preußische Herrenhaus ist seine Monaten schon handelt es sich für den militärischen Klingel einzig bildet, innerhalb deren die Ortspolizei möglichst im Ehrenamt vom Amtsvorsteher verwaltet wird. Im Jahre 1875 bestanden in Domäne, nein, im bisherigen preußischen Abgeordneten- und allein darum, den grob materiellen Sieg" davon diesen Provinzen 5658 Amtsbezirke mit durchschnittlich je 1600 Einhause fehlten ihm nur wenige Stimmen an der absoluten zutragen, die unbequemen Zeugen und Protestler zu beseitigen, zu wohnern, resp. je 6 Gemeinden oder Gutsbezirken. 340 waren be- Majorität. Im Herbst finden Neuwahlen zum Abgeordneten nebeln. sondere Gemeinden oder Gutsbezirke. Eine Statistik würde ergeben, hause statt, ein Ereigniß, das für ganz Deutschland von Wird dieses Treiben noch lange dauern? Was werden die letzten daß die überwiegende Mehrzahl der Amtsvorsteher ebenfalls Guts- allerhöchster Bedeutung ist. Erhält die agrarisch- junkerliche Klique Konsequenzen davon sein? Jedenfalls ist es nicht die Kammer, die Herren oder Angestellte von solchen sind. die Majorität, so wird eine Verstärkung der Reaktion in Preußen der militärischen Dittatur in den Weg treten wird. Die geftrige Höchst bedeutsam ist die Selbstherrlichkeit des Gutsherrn für plakgreifen, die auch auf die Entwickelung der Dinge im Kammierſigung ist ein neuer Beweis dafür. Es hat sich nämlich endlich ein sozialistischer Abgeordneter ges die Volksschule, worauf wir noch unten zurückkommen. Hier Reich nicht ohne Einfluß bleiben kann. Hier wäre Gelegenheit funden, der neugewählte Fourniere, um die Regierung wegen sei nur ein charakteristischer Zug erwähnt, der zeigt, wie man für den fast todt scheinenden Liberalismus, sein Leben zu be- bes Picquart'ichen Dementis und der Anklage gegen Picquart zur gerade den als Schulpatronen ungeeignetsten Gutsherrn reweisen! Hier stört ihn fein Kampf nach links hier vertede zu stellen. Aber mit 492 gegen blos 24 Stimmen wurde gierungsseitig entgegenkommt. Graf Hue de Grais schreibt: schwinden die Gegensäge in Heer- und Marinefragen, die auf Verlangen Cavaignac's der Interpellant gefnebelt. " Die Verfassung verheißt die Betheiligung der Gemeinden( bei sonst den liberalen Gruppen untereinander als Zanfapfel Die Bertagung der Interpellation ,, auf einen Monat" ist der Anstellung der Volksschullehrer); zur Zeit kommt sie nur dienten! Wird der Liberalismus sich noch einmal aufschwingen? eine groteske Formel, da die Kammer alsbald in die dreimonatlichen bereinzelt bor, insbesondere hat in den östlichen Provinzen in Wir wollen es abwarten. der Regel die Ortsobrigkeit( Magistrat, Gutsherr) das Vorschlagsrecht." 1 19 Cavaignac's Diftatur. Paris, 13. Juli. Sommerferien geht. Seit langen Unter den 24 Abgeordneten, welche gegen Cavaignac's Gewalt streich, wenigstens indirekt protestirten, befanden sich nur 19 Sozialisten und 5 Linksradifale. 14 Mitglieder der sozialistischen Fraktion, faft jämmtlich Guesdisten, stimmten für die Knebelung des sozialistischen Interpellanten, die übrigen fünf Fraktionsmitglieder enthielten sich der Abstimmung. Bekanntlich ist durch Gesetz bom 1. April 1895 die Grundund Gebäudesteuer als Staatssteuer außer Hebung gesetzt, während sie nach wie vor veranlagt wird. Die Gutsherren haben hier einen doppelten Vortheil. Einmal bemißt sich ihr Die Oberhoheit der Zivilgewalt" des Ministeriums Brisson Demnach fann natürlich von einem Protest der sozialistischen Wahlrecht sowohl für den preußischen Landtag, wie auch für feiert immer glänzendere Triumphe. Ministerium Briffon? Kammerfrattion gegen Cavaignac's Diftatur nicht die Rede sein, die Kreistagswahlen nach der veranlagten, aber nicht bezahlten kann man noch die neue Regierung mit dem Namen ihres offi- Die Ehre des Protestes verbleibt den wenigen Zeitungen, darunter Steuer. Andererseits tönnen sie von feiner Gemeinde auf ziellen Hauptes bezeichnen? Brisson, der unbeugfame Republikaner", die sozialistische Petite République" die bereits seit Monaten un grund der Einschätzung zur Kommunalsteuer herangezogen des Kriegsministers Cavaignac, der seinerseits, tros eines Generals ein tollektiver Proteft der neulich gegründeten Liga der Men ist nur noch ein Strohmann, ein jämmerliches Spielzeug in der Haud erschrocken den Kampf ums Recht führen. Wahrscheinlich ist ferner werden, wie die sonstigen Grundbesizer. Der Umstand, daß Billot, ein schneidiges Werkzeug des Generalstabes ist. schenrechte", an deren Spize der gemäßigte Senator Trarien g sie für ihren Bezirk sich die Lasten selbst aufzuerlegen haben, Die Zeit ist noch nicht gekommen, um die inneren Beweggründe nebst berühmten Gelehrten, wie Duclaux, Havet und Paul Meher bewirkt nun, daß einerseits die Schule auf dem Mindestmaß der Handlungen Cavaignac's mit Sicherheit zu erkennen. Ist er ein steht. Der„ Siècle" eröffnet eine Geldsammlung für des Nothwendigen gehalten wird, daß aber auch die Wege, beschränkter patriotischer" Fanatiker? Handelt er aus wüstem den öffentlichen Anschlag in ganz Frankreich folgender Schrifts Stücke: des Briefes von Picquart an Brisson, des Briefes p des Dreyfus'schen Vertheidigers Demange an den Justiz minister, worin jener erklärt, daß kein einziges der Cavaignac'schen Dokumente" int Dreyfus- Prozeß dem Angeklagten und seinem Vertheidiger vorgelegt wurde, und schließlich der von Demange dem Justizminister soeben übermittelten Denkschrift des Dreyfus, die das Datum des 31. Dezember 1894 trägt und aus welcher die Halt losigkeit der beüchtigten Geständnisse", die fünf Tage nachher abgelegt worden sein sollen, bis zur Evidenz hervorgeht. Der öffentliche Anschlag dieser Dokumente wäre in der That eine vernichtende Antwort auf den öffentlichen Anschlag der Rede Cabaignac's, insofern nämlich die große Masse sich für die Sache intereffirt und noch urtheilsfähig ist. leber die Gründe der plöglichen Verhaftung Esterhazy's schwebt bisher völliges Dunkel. Dessen Einsperrung in einem 8ivil gefängniß, sowie die gleichzeitige Verhaftung seiner Maitresse lassen darauf schließen, daß es sich um eine Kriminalfache handelt, die mit der Dreyfus- Affaire nichts gemein hat. In diefem Falle aber wäre das Zusammentreffen der Verhaftung Esterhazy's mit dem Gewaltakt gegen Picquart weiter nichts als ein plumper Kniff, darauf berechnet, die Unparteilichkeit" des Diktators in helles Licht zu rüden. " d SO In Bromberg wurde in einer konservativen Versammlung Bündler und Konservative. Ueber das Verhältniß dieser nach der Volksztg." vorgeschlagen, ungeachtet des nationalliberalen beiden feindlichen Brüder untereinander werden der Kölnischen Widerspruchs den Gutsbesizer Meysenburg als Kandidaten aufzu- Wolfsztg." folgende, die Situation richtig beleuchtende Bemerkungen stellen. Ein anderes Mitglied der Versammlung schlug den Regie- geschrieben: rungs- Präsidenten v. Tiedemann vor. Letzterer erklärte Meysen- Wahrscheinlich werden die Bündler in ber neugebildeten tonferburg für sehr geeignet. Er fönne über die Annahme einer Kandi- vativen Reichstags Fraktion noch weniger zu bedeuten datur seinerseits eine definitive Erklärung noch nicht abgeben, haben, als in der alten, die Herrn v. Ploeg so felten au denn da er die Annahme der Kandidatur nicht mit seinem Bosteu Bort lommen ließ. Die Kreuz- Beitung" deutet das ja auch schon als Regierungspräsident vereinigen könne, so würde er den an, indem sie schreibt, angesichts der schlechten Wahlresul Abschied aus dem Staatsdienste nehmen müssen, und das sei doch tate des Bundes würden die alten Parteien noch weniger eine Frage, die er in einer Viertelstunde nicht beantworten fönne. Neigung fühlen, als bisher, sich ihm gegenüber ihrer Er wolle jedoch nicht unbedingt Nein sagen, da dies eine Ber Selbständigkeit zu entäußern." Glaubt man aber, daß die legung feiner Pflicht als Deutscher wäre, vielmehr würde er als Bündler fich dies gefallen lassen und nicht wider den Stachel Deutscher nicht Nein sagen dürfen, wenn sich alle in Frage löfen? Die konservative Partei steht vor der Wahl, entweder kommenden Parteien für seine Kandidatur erklären würden. Es selbst die Bündler unterzukriegen oder sich von ihnen unterkriegen wurde dann beschlossen, in erneute Verhandlungen mit den anderen zu lassen. Daher erklären sich auch wohl die mahnenden Worte an Parteien zu treten. den Bund, doch den Anschluß an die fonservative Partei zu suchen, Für den Regierungspräsidenten tann felbft was trop der höflichen und freundschaftlichen Form, in der es ausverständlich tein Freisinniger stimmen. Herr gesprochen wird, schließlich doch auf ein„ se soumettre ou von Tiedemann außer Amt aber ist eine polis démettre"( Unterwerfung oder Abdantung) an die Leiter des Bundes tische Null. Der freisinnige Kandidat für hinausläuft. Bromberg ist bekanntlich Stadtrath Wenzel." Die Mufen haben dem Landbunde manch schöne Gabe Bei alledem ist morgen der 14. Juli, die Nationalfeier des Der letzte von uns gesperrte Busaz giebt unverkennbar die Fortuna's nicht mit in die Wiege gelegt; ganz besonders aber nicht Jahrestages der Erstirmung der Bastille. Dieses Jahr damalige persönliche Auffaffung des Parteichefs felber wieder: Die Eigenschaft, fich beliebt zu machen und sich Freunde zu er soll die Feier mit besonderem Glanze arrangirt werden. foll die Feier mit Den Selbstverständlich kann tein Freisinniger für den werben. Wenn jetzt auch die Konservativen beginnen, das Tafelbleiben Gipfelpunkt der Feier bildet die übliche Truppenschau. Und Regierungspräsidenten stimmen! tuch zwischen sich und Bunde zu zerschneiden, schon seit einigen spontane" Ovation während Am 18. Mai cr. aber lesen wir in derselben Freisinnigen dem Bunde als einzige Freunde nur die Antifemiten übrig, der Truppenschau bereitet dem Helden des Tages, dem Armeechef Beitung": und das ist wenig. Die Deutsche Tagesztg." predigt wieder, der imb Diktator Cavaignac, der unter der Republik die Bastille der Im Wahlkreis Bronberg ist eine Verständigung Bund wolle den Anschluß an teine Partei fuchen, alfo in parteiWilltür und der Staatsraison" wieder aufgerichtet hat. zwischen den deutschen Parteien erfolgt dahin, daß politischer Beziehung gewissermaßen international sein. Das ist aber Stadtrath Wengel feine Kandidatur für den leichter gesagt als gethan. Der, welcher über den Parteien stehen Reichstag zurückzieht, wogegen von den übrigen will, tommt leicht unter die Räder, ebenso wie man unschwer zwischen deutschen Parteien der Freisinnigen Bolts- tvei Stühle geräth, wenn man sich auf zwei zugleich fezzen will. partei ein Landtagsmandat von den drei Mandaten Der Bund wird noch trübere Erfahrungen machen als bisher. Bis des Wahlkreises zugesichert ist. Gegenwärtig ist der jetzt war alle Welt gespannt, was er leisten könne, aber jetzt, wo er Wahlkreis bekanntlich durch einen polnischen Abgeordneten so schlecht abgeschnitten hat, ist sein Nimbus dahin und die Kritiker im Reichstag vertreten, während von den drei Landtagsmandaten beginten sich zu regen. Von allen Seiten regnet es Büffe und die Konservativen, Freikonservativen und Nationalliberalen je ein Rippenstöße. Die„ Kreuz- 8tg." leitartikelt über seine Mißerfolge" Mandat besigen." und freifinnige Blätter über seine„ Misterfolge"( nämlich in bezug auf den von ihm verkauften tünstlichen Dünger, wie Thomasmehl und Rainit)." Tagen wird eine e stimmentiger für den werben. Wenn auch die - Politilhe Mebericht. Berlin, den 14. Juli. Deutsches Reich. der im Senat jedoch unerledigt liegen blieb. A " Und weiter schildert die Zuschrift recht drastisch die PrahlHansereien der Bündler: " Die Bebentung des Erfolges der Sozialdemokratie bei ben diesjährigen Reichstagswahlen wird überall im Auslande anertannt und in vielen Zeitungen des Auslandes wird auch die Man sieht, auch Herr Richter fucht, wo es ihm paßt, davon zu Kurzsichtigkeit erwähnt, welche ein großer Theil unserer Presse bei profitiren, daß man in unserer raschlebigen Zeit längst vergessen hat, Beurtheilung der Wahlergebnisse an den Tag legt. In einem was er in seinem Moniteur vor drei Monaten seinen Mannen ver Artitel der Coming Nation"( Kommenden Nation) von Rustin, fündete. Nichts mehr von jenem politischen Non possumus bes Tennessee, wird als das bemerkenswertheſte an unserer tvunder- 15. Februar; feine Spur der Mißbilligung dessen, was nach dem Einstweilen läßt allerdings der Bund sich durch kein Mißbaren politischen Bewegung" die Stätigkeit des Wach 3 apodittischen Ausspruch vom 15. Februar auch jedem waschechten geschid in seinen Großfprechereien stören. Man kann wohl thums hervorgehoben, welche die Lebensdauer der sozial- Freifinnigen als ein schmachvoller Handel" erscheinen mußte! Wie sagen, daß, je schlechter es ihm geht, fich gerade im umgekehrten demokratischen Partei verbürge. steht es nun, Herr Richter, mit unserer beweislosen„ Unterstellung"? Berhältniß seine Renommirsucht äußert. Hätte der Bund bei den Deutsch- Westindien? Einen sonderbaren Borschlag macht Der Entwurf eines Reichsgesehes betreffend die Sicherung diesjährigen Wahlen keinen einzigen Abgeordneten durchgebracht, so Frhr. v. Waltershausen in seiner von uns schon besprochenen Schrift der Bauforderungen bildet feit längerer Zeit den Gegenstand der würden seine Organe wahrscheinlich die größten Wetten offerirt haben, über Deutschland und die Handelsbeziehungen der Vereinigten Vorarbeiten im Reich 8 justiza mt. Gegenwärtig, so wird mit daß er bei den nächsten Wahlen alle 397 Streise erobern werde. In Staaten". Er befürwortet nämlich den Antauf der dänischen getheilt, ist man damit beschäftigt, die zahlreichen Gutachten dieser Art des politischen Kampfes, deren hervorstechendste Eigenschaften Inseln St. Croix, St. Thomas und St. John durch Deutschland. über den im Dezember v. J. veröffentlichten Entwurf zu sichten. Prahlerei und Reklamesucht sind, stellt der Bund ein völliges Novum Für unseren Exporthandel, der mit Süd- und Mittelamerika so enge Die Arbeit ist schwierig und zeitraubend, da die Meinungen über in unserem Parteileben dar. Das alles beruht aber nicht auf jugendVerbindungen unterhalte, sei ein eigener Hafen mit Handelsplatz diese Frage sehr weit auseinandergehen. Es besteht hierbei nicht nur licher Begeisterung, die überschäumt in Worten und Zielen, die, geblendet und Kohlenstation in Westindien eine wesentliche Förderung ein scharfer Gegensatz zwischen den großen und fleineren Städten, von Luftspiegelungen, pochenden Herzens mit tausend Masten in den Dänemart hingegen sei seines Besizes überdrüffig, weil er bei dem sondern auch zwischen den verschiedenen Einzelstaaten. Während Ozean schifft, sondern auf berechnender„ smartness"( Gerissenheit), gegenwärtigen Zustande der dänischen Handelsflotte und des in einigen Theilen des Reiches ein allgemeines Bedürfniß für die so eifrig die Reklametrommel rührt und sich in ungeheuerlichen dänischen Handels muylos erscheine. 1866 und 1867 feien eine gesetzliche Regelung der Frage unbedingt anerkannt wird, Superlativen ergeht, um das p. t. Publikum anzulocken. Der Bund daher die Inseln bereits den Vereinigten Staaten angeoten worden; wird es in anderen mit aller Bestimmtheit in Abrede gestellt ist nicht zu vergleichen mit den unreifen deutsch- nationalen Studenten der vereinbarte Vertrag habe jedoch im Washingtoner Senat keinen Es macht sich in dieser Hinsicht der Mangel an zuverlässigen in Wien, die im Feuer jugendlichen Enthusiasmus den Offa auf den Anklang gefunden. Jetzt sei der richtige Beitpunkt zum Erwerb statistischen Ermittelungen über die Verhältniffe im Baugewerbe Belion thürmen möchten, sondern eher mit den geschäftsfingen durch Deutschland, da die Union andere Sorgen und zudem ein fühlbar. Angesichts der erheblichen Meinungsverschiedenheiten war Politikern der goldenen Hundertzehn, die stets über 10 000 SchlafInteresse daran habe, sich Deutschlands wohlwollende Neutralität die Frage erwogen worden, ob es sich nicht empfehlen würde, von röcke" verfügen und fünfmalhunderttausend Schneider" beschäftigen. zu sichern. einer reichsgefeglichen Regelung der Angelegenheit überhaupt abzu- Der Appell an gewisse weit verbreitete Eigenschaften der menschlichen So ganz giveifellos will uns das Testere nicht scheinen, und sehen und den Schutz der Bauhandwerker den Einzelstaaten je nach Natur hat noch niemals versagt, und deshalb ist es eigentlich noch unferes Wissens ist es überhaupt ein Irrthum, daß die erwähnten hervortretendem Bedürfniß zu überlassen. Man ist indessen von sehr mäßig, wenn der Bund blos 118 Reichstags- Abgeordnete für Unterhandlungen seinerzeit von Dänemart ausgegangen feien. Diesem Gedanken alsbald zurückgekommen. Diese Frage gilt auch fich beansprucht. So viel Abgeordnete im Dienst und so viel Geld Vielmehr legte die Union infolge der Erfahrungen des Bürger- jezt noch als so wenig geklärt, daß man in Regierungskreisen daran in der„ Kriegskasse" was will man mehr? Auf die Dauer frieges Werth darauf, bon den Inseln, die in weitem zweifelt, ob es möglich sein werde, dem neuen Reichstag bereits in wird man allerdings mit solcher Windbeutelei keine Erfolge erzielen." Kreise ihre ihre Südostfüfte umfäumen, einige zu erwerben. dessen bevorstehender Tagung einen den Schutz der Bauhandwerker Die Wahlschwänzer" haben es den Ordnungsparteilern an Man wandte sich deshalb vertraulich an Dänemark. Hier regelnden Gesetzentwurf zugehen zu lassen. gethan. Ja wenn die Herren Konservativen und Bündler alle wollte jedoch die konservative Regierung nichts davon wissen. Ende 1866, nachdem in Dänemark ein Ministerwechsel eingetreten war, Nordd. Allg. 3tg.":" Die Verhandlungen des Reichs- Poftamtes fonnten, wie schön das wäre. Und so zerbrechen sie fich min den Kopf Zur Verstaatlichung der Privatpost- Anstalten schreibt die Wahlberechtigten, die der Wahlurne fern blieben, für sich rechnen erneuerten die Vereinigten Staaten ihren Versuch. Darauf fam in nach allerlei Mittelchen, um die Schwänzer fünftig herbeizuholen. der That ein Kaufvertrag über St. Thomas und St. John zu stande, mit den verschiedenen Privat- Postanstalten bezüglich der ihnen zu Ein Vorschlag ist immer seltsamer als der andere. Die„ Deutsche gewährenden Entschädigungen, im Falle die Ausdehnung des PostMan sieht daraus, daß der Union die Inseln durchaus nicht fo wanges auf die Beförderung von geschlossenen Briefen im Orts- Tages- Zeitung" ist jetzt auf folgenden Vorschlag der Selbsthilfe" verfallen: völlig gleichgiltig waren, wie es nach v. Waltershausen scheinen friedigendes Ergebnis für beide Seiten erwarten." Daß das Erin der Negel von den Parteien abgeschrieben, damit die Abverkehr beschlossen werden sollte, lassen, wie wir hören, ein beBekanntlich werden die Wählerlisten öffentlich ausgelegt und fönnte. Ob die Vereinigten Staaten jezt gerade in der Nähe von Könnte. Ob die Vereinigten Staaten jest gerade in der Nähe von gebnis der Verhandlungen auch für die Angestellten der schriften am Wahltage zur Kontrolle der Wähler verwendet werden Kuba und Bortorico Fremde willkommen heißen werden, möchten wir ebenfalls als recht fraglich bezeichnen. Dazu bestand Dänemark Privatpost- Anstalten befriedigend sei, kann die„ Nordd. Allg. Ztg." tömmen. Wie wäre es nun, wenu mait diese Abschriften bor dreißig Jahren auf einer vorherigen Boltsabstimmung der selbst nicht mittheilen. Dies wäre aber das richtigste. bengte, um die Namen der Wahlschwänzer zur Inselbewohner über die Annegion; die Abstimmung fand auch statt Ueber die wirthschaftlichen Rückwirkungen des spanisch- öffentlichen Kenntniß zu bringen? Die Sache und fiel zu gunsten der Vereinigten Staaten aus. Mit dieser amerikanischen Krieges auf Deutschland hat der Geschäftsführer ist unseres Wissens schon einmal, wenn auch nur andeutungsweise, Stimmung der Bevölkerung wird man auch rechnen müssen. Indeß, des Vereins der Industriellen im Regierungsbezirk Köln einen probirt worden. In einer mitteldeutschen Stadt hatten sich mehrere was fümmert das alles unsere Kolonialphantasten? Jede Woche, in Bericht verfaßt, dem nachstehende Angaben entnommen sind: sonst hochangesehene Männer mehrmals der Wehl enthalten. Da der sie nicht ein Stück Land oder eine Flottenstation neu erwerben, In bezug auf Spanien lassen die eingelaufenen Mittheilungen er wurde in einem Blatte vor der Wahl damit gedroht, daß gegebenenfcheint ihnen vergebens verlebt. tennen, daß der Krieg von höchst verderblichen Folgen für den Geschäfts- falls die Namen der Wahlschwänzer öffentlich bekannt gegeben Sympathien für Amerika macht die Kreuz- Zeitung" links- verkehr mit diesem Lande ist. Die Zahlungsverhältnisse haben sich außer werden sollten. Das half. Die Wahlbetheiligung stieg, und die stehenden Blättern zum Vorwurf. Sie wundert sich, warum diese ordentlich verschlechtert, und der Abschluß von Geschäften hat fast gänzlich Herren, auf die man's gemünzt hatte, tamen zur Urne. Wir verBlätter den Rechtsbruch, den Amerika durch die Eröffnung des aufgehört. In erstererBeziehung ist es besonders die ungemeine Verschlech- muthen, daß auch in anderen Fällen und im allgemeinen schon Krieges begangen habe, nicht tadeln. Ueber den amerikanischen terung der spanischen Währungsverhältnisse, die zu großen Schwierig die Androhung solcher Veröffentlichung mancher OfenRechtsbruch" ließe sich gewiß manches sprechen, aber mit unseren feiten in der Erledigung der schwebenden Verbindlichkeiten der Hocker hinter dem Ofen hervorbringen, manchen Feigling Patrioten"-Blättern darüber zu diskutiren, wäre Zeitvergendung. spanischen Geschäftswelt geführt hat, in letzterer hat die unsichere zwingen würde, Farbe zu bekennen. Es läßt sich gegen den VorWenn die Kreuz- Zeitung" und ihresgleichen über amerikanischen politische Lage, in Verbindung mit der verringerten Kauffraft des schlag wenig fagen. Die Wahlhandlung ist öffentlich, die WahlRechtsbruch zetern, so macht sich das höchst drollig, sintemalen das Landes und mit der geschwächten Zahlungsfähigkeit des Kaufmanns betheiligung wird kontrollirt, man tann also nichts dagegen haben, Preußen, das jene Blätter als das vollkommenste Staats- standes, eine völlige Stodung im Abschluß von Geschäften zur Folge daß solche Veröffentlichungen stattfinden. Wollte man dagegen an gebilde der Erde ansehen, nur durch Rechtsbrüche" gleicher gehabt, und hier und da sind sogar bereits abgeschloffene Geschäfte führen, daß dann auch die Namen der Kranken und der wirklich und oder noch schlimmerer Art, wie die Amerikaner jetzt begehen, ent mit spanischen Häusern wegen der sehr ungünstigen Kursverhältnisse ernstlich Behinderten mit veröffentlicht werden würden, so ist darauf zu standen ist. ridgängig gemacht worden. Hinsichtlich des Geschäftsverkehrs mit den erwidern, daß diese es in der Hand haben, vorher oder nachher ihr FernDie ganze Litanei der Kreuz- 8tg." zeigt, wie unbehaglich es Vereinigten Staaten von Amerika ist zwar zu bemerken, daß der bleiben ebenso öffentlich zu entschuldigen. Der Vorschlag gehört, wie wir dem Blatte wird, daß das alte Spanien von dem jungen Amerika unmittelbare Einfluß des Striegszustandes auf die in unserem Bezirk wiederholen, in das Gebiet der Selbsthilfe. Zu seinerDurchführung bedarf fiber den Haufen geworfen wird. Das alte Spanien mit seinem vertretenen Geschäftszweige ziemlich gering ist, doch liegen immerhin es feines Gesezes, feiner Verfassungsänderung, feines Beschlusses irgend stehenden Heere von der vielgeschmähten Milizarmee" der Ver- einzelne Fälle folcher Schädigungen vor. Die lediglich oder Haupt- welcherArt. Und doch glauben wir, daß er wirksamer sein würde, als irgend einigten Staaten! Spanien, bas Land der Adels- und Klerus- fächlich für den inländischen Bedarf arbeitenden deutschen großgewerb welche Wahlversäumnißstrafe. Es wäre mindestens rathsam, ihn in wirthschaft, ein Hort europäischer Reaktion, geht zu grunde, einer lichen Werte haben im ganzen einen Nachtheil von dem Kriege nicht den Kreisen zu beachten und einen Versuch damit zu machen, der dealstaaten unserer deutschen Edelsten beweist vor aller Welt, verspürt. In einigen Zweigen hat der Kriegszustand für den inlän- wo es auf jede Stimme antommt, und wo die Wahlschwänzerei am wohin junterliche Raubpolitik und muckerische Volksverdummung bischen Waarenabsatz sogar Vortheil gebracht. Eine Erschwerung des üppigsten ins Kraut geschossen ist." führen hinc illae lacrymae, daher jene Thränen der Kreuz- geschäftlichen Verkehrs durch ungünstige Fracht- und VersicherungsBitung".verhältnisse ist nicht wahrgenommen worden." Zu den Landtagswahlen in der Proving Posen. Die Die Redaktion der Deutschen Tageszeitung" war von mangels neuen thatsächlichen Materials" allerhand„ olle Kamellen" unserer Wigblätter. Heute hat bas dumm- breifte agrarische Blatt emniy ist ein alter Anhänger des Freisinns. Trotzdem wurde, Freifinnige Beitung" wirft dem Vorwärts" vor, er habe jeher wegen ihrer fläglichen geistigen Silflosigkeit der Liebling aufgewärmt, welche für ein freifimig- fonfervatives Bündniß sprechen wieder eine außerordentliche Leistung zu verzeichnen. sollen; er versteige sich außerdem zu der findlichen Behauptung, Jm boltswirthschaftlichen" Theil lucus a non lucendo jo theilt die Nathenower Beitung" mit, nach der Reichstagserfazdaß der stattgehabte Redaktionswechsel in der Posener Beitung" macht zunächst eine gefchäßte Seite" ihrem Merger darüber Luft, vahl von 1896 von dem Landrath v. Loebell gegen ihn ein mit einem schmachvollen Handel zwischen der freisinnigen und fon- daß im Wartesaal zu Jüterbog ein Plakat zur Anpreifung der Disziplinarberfahren eröffnet, weil es hieß. Luce fei fervativen Partei" im Zusammenhang stehe 2c. Mit der Herrn Richter Margarine hänge: Sozialdemokrat. Von dem Kreisausschusse, der in erster oft schon nachgewiesenen Rabulisterei versucht er auch in dieser An- Ich bin fiber diesen Aushang der Reklame um so mehr ver- Instanz unter dem Vorsitz des Regierungsassessors v. Tschirschkh zu gelegenheit, das Faktum, welches der Vorwärts" einen schmach- wundert gewesen, weil ich früher glaube gelesen zu haben, daß die entscheiden hatte, bot Lude Beweis dafür an, daß nur eine Intrigue vollen Handel" genannt hatte, zu estamotiren und den Lesern der Eisenbahn- Verwaltung in anerkennenswerther Weise gegen ihn vorläge. Aber der Kreisausschuß lehnte alle Beweisanträge Freifinnigen Zeitung" zu unterschlagen; der Vorwärts" hatte gegen die Margarine und ihre Verwendung auf Bahnhöfen vor- ab und verurtheilte Lucke zur Amtsentsegun g. Seitens des Landnämlich von der Zeit gesprochen, gegangen sei. Ich mache Ihnen von meiner Wahrnehmung Mit- rathsamts wurde Lucke denn auch vom Amte vorläufig suspendirt. theilung in der Heffnung, daß ein Hinweis Ihrerseits die Bahn- Gegen das Urtheil des Kreisausschusses legte Luce Berufung ein verwaltung veranlaßt, nicht ferner zur Berbreitung eines so und der Disziplinarsenat verhandelte, nachdem er alle Beweise erfragwürdigen Fabrikates, wie Margarine, beizutragen. hoben hatte, in der Sache. Das Urtheil des Kreisausschusses wurde Die Redaktion empfahl das mit der an ihr gewohnten Feier- in allen Puntten aufgehoben, Lude freigesprochen und die Kosten des Verfahrens wurden der Kreis- Kommunalfaffe auflichkeit der zuständigen Stelle zur Beachtung" erlegt; Lude muß also wieder in sein Amt eingesetzt werden. Wehe aber, wenn Lude wirklich sozialdemokratischer Sympathien verdächtig" befunden worden wäre! als in Bromberg, der schmachvolle Handel zwischen der frei finnigen und konservativen Partei perfekt wurde, der den Freifinnigen das Landtagsmandat in diesem Streise verschaffen soll dafür, daß sie geschlossen für den hakatisten von Tiedemann und gegen den Polen stimmten. Und das ist auch geschehen." Offenbar ist es Herrn Nichter doch etwas unangenehm, wenn er oder die Leser der Freis. 8tg." an dieses Bromberger Vortommniß erinnert werden. Vornehm erklärt er, feinen Anlaß zu haben, der unterstellung des Vorwärts" entgegenzutreten, da dieser dafür in seiner neuerlichen Auslaffung nicht eine einzige neue That fache anzuführen weiß". Vielleicht helfen ihm nachstehende Zitate aus der Freis. 8tg." etwas auf die Sprünge. Am 15. februar v. J. schrieb die Freis. 8tg.": " Wie täglich sich doch das alles ausnimmt. Auf solche Mittel müssen die Leute sinnen, welche sich gern rühmen, daß ihnen die Zukunft gehört. Mit ihren Wahlschwänzern" werden sie die Welt wahrlich nicht erobern. Ein rehabilitirter Ortsschulze. Der Schulze Luce in Gleich daran schließt sich immer rebattionell- ein Hinweis auf die Ausgabe neuer Attien der Speisefettfabrit C. u. G. Müller in Rigdorf; diese Fabrik gehe so gut, daß die Aftien zum Kurse von 190 pet. zur Beichmung aufgelegt werden könnten.„ Wir verweisen Ein schwerer polizeilicher Mingriff ist in Düsseldorf immer redaktionell auf das in dieser Nummer abgedruckte paffirt. Dort hat infolge einer Namens verwechselung ein Inferat." Schlosser 65 Stunden im Gefängniß fizen müssen. Der Mann Die so außergewöhnlich empfohlene Gesellschaft betreibt erhielt eines Tages eine Aufforderung, sich beim Kommissariat einMargarinefabrikation. Auch wir empfehlen diese Neflame„ der zuzufinden. Dort wurde ein Haftbefehl gegen einen Schlosser Johann itändigen Stelle, das heißt dem Kladderadatsch", zur Beachtung".- Schmig verlesen und dann der anwesende Schlosser gleichen Namens eingesperrt. Seine Betheuerungen, er fet unschuldig, fanden Tein Gehör, und fein Verlangen, dem Untersuchungsrichter vorgeführt zu Schmit untergelaufen war. Frankreich. ber betr. Artikel ber S..- 8tg.", nicht auch schon längst zu ber Entdeckung hätten kommen sollen, welche jener Parteigenosse da gemacht zu haben glaubt. infälligkeit zu erweisen. Will die S. A.- 8tg." behaupten, daß wir Ein einfacher Hinweis genügt, um jene Kritik in ihrer völligen die Wahlkreise, die wir in verschiedenen Theilen des Reiches verloren haben, deshalb verloren haben, weil bort bie Barte Spige getrieben" hat, wie es die S. A.- 8tg.", als wünschenswerth presse nicht alle Momente des politischen Kampfes auf die einfach zu lösen find, sollte dem Verfasser des Artikels boch ein Blick hinstellt? Will fie ferner behaupten, die Parteipresse sei schuld, wo wir neue Mandate gewonnen haben? Daß solche Fragen nicht fo einfach zu lösen sind, sollte dem Verfasser des Artikels doch ein Blick unserer sächsischen Parteipreffe vorwerfen wollte, ihre tattische und auf Sachfen zeigen. Was wäre wohl thörichter, als wenn jemand agitatorische Haltung sei schuld daran, daß in etwa der Hälfte der sächsischen Wahlkreise das Wahlresultat unseren Wünschen nicht entprochen hat, daß wir in Sachsen zwei Wahlkreise verloren haben, daß Leipzig- Stadt ungünstig abgeschnitten hat. Einen Bruch in der sozialistischen Frattion anwerden, wurde geſetzwidrigerweise erst am Morgen des dritten Tages läßlich der Dreyfus- Sache meldet bas Wolff'sche Telegraphenbureau. erfüllt, während die Vorführung nach den gefeßlichen Bestimmungen Hoffen wir, wenn sich diese Nachricht bewahrheitet, daß wenigstens innerhalb 24 Stunden nach der Verhaftung hätte erfolgen müssen. ein Weg der Wiedereinigung gefunden werde. Dort stellte sich heraus, daß der Polizei ein Irrthum in bezug auf Paris, 18. Juli. Der Senat nahm den Gesezentwurf, beden sehr häufigen, im Adreßbuch 51 Mal ſtehenden, Namen Johann treffend die direkte Besteuerung, an. Nachdem Finanzminister Beytral das Dekret, betreffend den Schluß der Session, verlesen hatte, Zum Kampfe gegen die kaufmännischen Großbetriebe. wurde die Sigung geschlossen. Der Detaillisten Verband bon Rheinland und 23eftfalen feste in seiner letzten Hauptversammlung in Düffel- Domizil bei Trarieur, um sich in den Justizpalaft zu begeben, wo Paris, 18. Juli. Picquart verließ am Nachmittag sein dorf einen aus 14 Vertretern des Textil- Kleinhandels bestehenden er mit Leblois zusammentraf. Picquart und Leblois wurden einzeln Ausschuß ein, der Maßnahmen gegen die Großbazare ermitteln sollte.[ vernommen. Bei Picquart wurde heute Vormittag Saussuchung Dieser Ausschuß ist zu folgenden Beschlüssen gelangt: 1. Großgehalten. Zahlreiche Schriftstücke wurden beschlagnahmt. bazare follen mit einer Sondersteuer belegt werden. Unter Der Untersuchungsrichter Fabre, welcher den Oberst Picquart in Großbazaren find Geschäfte zu verstehen, die alle mög- Gegenwart des Vertheidigers Labori verhörte, fragte picquart, ob lichen, nicht zusammengehörenden Artikel führen( zum Beispiel er einwillige, über die Anklagealten vernommen zu werden, ohne Manufakture, Kurze, Emailles, Korb, Porzellan- und Glas- baß Labori hiervon Kenntniß nehme. Picquart verweigerte dies, waaren, Schuhe und Stiefel, Möbel, Bücher und Mujitalien, Küchen- worauf der Richter seine Verhaftung verfügte. Irrthümlich ist auch, wenn der Verfasser des Artikels uns vorwirft, wir scheuten die Polemit überaus zahlreiche Nummern unferes Artikel, Christbaumschmud, Lebens- und Genußmittel 2c.) und die Picquart wird nach dem Gefängniß de la Santé gebracht Blattes widerlegen diese Behauptung. Freilich, es giebt auch gewiffe durch die Anzahl ihrer Angestellten und den Umfang ihrer Verkaufs- werden. Die Verfolgung geschieht auf grund des Spionage Bolemiken, die man nur mit fühlem Schweigen übergehen kanu; räume bie Werkmale eines Großbazares an sich tragen. Führt jemand gesetzes.zwar einzelne dieser, jedoch ihrem Wesen nach einen verivandten Paris, 18. Juli. Esterhazy wurde auf Veranlassung des wo wir dies bisher thaten, war die Bartei mit uns durchaus einverstanden. Ans komische endlich streift der Verfasser, indem er Waarenzweig darstellenden Artikel, so ist darin noch nicht das Merk- Untersuchungsrichters verhaftet unter der Anschuldigung der mal eines Großbazars zu erblicken. 2. Wenn jemand in einer Stadt Fälschung und der Verwendung gefälschter Schrift- meint, man würde ihn gern in ein Parteizuchthaus sperren, falls es ein solches gebe. Da irrt er sich denn doch ganz gewaltig in den außer dem Hauptgeschäfte 8 weigstellen errichtet, so sollen diese it ide. Die Verfolgung hängt zusammen mit den Telegrammen, von der Gemeinde mit einer progressiven Steuer belegt werden. welche seinerzeit an Oberst Picquart gesandt wurden und„ Speranza" Empfindungen, die seinen Polemiken gegenüber in der Partei vorherrschen. Zweigstellen auswärtiger Detailgeschäfte sollen ebenfalls von der Ge- gezeichnet waren. meinde mit einer Sondersteuer belegt werden. Es ist wünschenswerth, Paris, 13. Juli. Unter dem Titel Appell an die öffentliche Kritiker weder Inhalt noch Form des Vorwärts" gefällt. Wir sind Hiermit erübrigt sich für uns ein Eingehen darauf, daß dem diese Steuer nach der Anzahl der im Lande bestehenden Zweigstellen Meinung" veröffentlicht das Blatt„ Siècle" im Namen der„ Liga es gewohnt, daß derselbe am„ Vorwärts" fein gutes Haar findet, und des Mutterhauses progreffio an gestalten. Der letzte Vorschlag foll für die Vertheidigung der Menschen- und Bürgerrechte" einen Protest wir ertragen dies um so philosophischer, da wir wissen, daß es nicht zur Einschränkung des Firmenwuchers dienen. Erfolgt die gegen die Verhaftung des Obersten Picquart. Unter den Personen, im Bereich des Menschenmöglichen liegt, dem Dottrinarismus, der Hebertragung eines Geschäfts, das noch nicht sechs Jahre besteht, so welche den Aufruf unterzeichnet habent, befinden sich Trarieur, ves sich für unfehlbar hält, etwas recht zu machen. ist die alte Firma zu löschen. Die neu einzutragende Firma muß Guyot, mehrere Senatoren, mehrere Mitglieder des Instituts den Namen des neuen Inhabers führen. Nimmt die Firma einen oder mehrere Theilhaber auf, so muß der Name des oder der hinzutretenden Theilhaber in der Firma zum Ausdruck kommen. Ausgenommen find in beiden Fällen Firmen, die an direkte Erben über gehen. Jede Bezeichnung, die sich auf die frühere Firma bezieht, ist verboten. Sterbefall oder Arbeitsunfähigkeit des Geschäftsinhabers oder solcher Familienangehörigen, deren Fehlen die Fortführung des Geschäfts erschweren würde, heben diese Bestimmungen auf. de France, Schriftsteller u. f. w. Paris, 14. Juli. Anläßlich des heutigen Nationalfestes find Straßen und Denkmäler mit Fahnen geschmückt. Mehrere patriotische Vereine machten den üblichen Umzug zur StraßburgStatue, dem Jeanne d'Arc- und Gambetta- Denkmal und legten daselbst Kränze nieder. Es fand kein Zwischenfall statt. : bor Eine Robert Blum- Feier. Aus Better weil bringt die Paris, 14. Juli. Dem Journal" zufolge soll der Justiz- Frtf. Volksst." einen Bericht über eine eigenartige Feier, die am minister Sarrien entschlossen sein, die Helfershelfer in den Intriguen vergangenen Sonntag dort stattgefunden hat. Von Frankfurt, der Dreyfus- Affäre zur Rechenschaft zu ziehen. Der Freitag werde Bodenheim, Homburg u. f. w. waren etiva 150 Genossen leberraschungen bringen. nach dort gekommen, um die Erinnerung an die denkwürdige VerParis, 14. Juli. Wie nun bekannt wird, war Oberst Picquart sammlung zu begehen, die der Voltsmann Robert Blum derjenige, der dem Kriegsgericht bei der Verhandlung gegen Dreyfus 9. Juli 1848 dort abgehalten hat. Zur Erinnerung an jene im Auftrage des Kriegsministers die geheimen Schriftftüde vorzu- große Voltsversammlung unter freiem Himmel wurde Der Handel Hamburgs. In einem umfangreichen Bande legen hatte, auf grund deren Dreyfus verurtheilt wurde. Da min wenigen Jahren ein Robert Blum Stein gefeßt, um den sich liegen die im Handelsstatistischen Bureau Hamburgs aufgestellten mehrere dieser geheimen Aftenstücke verschwunden sind, nimmt man die Erschienenen versammelten, um sich im Geiste in jene bewegte ,, tabellarischen Uebersichten des hamburgischen Handels im Jahre 1897" an, daß Picquart dieselben an sich genommen hat. Deshalb erfolgte Beit zurückzuversetzen und das Andenken des großen Volksredners und Mannes zu ehren. Nachdem der Gesangverein Eintracht ans bor. Die mitgetheilten Zahlen lassen erkennen, daß der Handel Ham- auch vorgestern die Hausfuchung bei ihm.burgs auch in dem verflossenen Jahre sich in aufsteigender Richtung Homburg ein Lied gesungen, hielt Genosse Brand aus Frankfurt a. M. bewegt hat. Die Seeschifffahrt weist im Vergleich zu dem Vorjahr für eine Ansprache, in der er ein Lebensbild Robert Blum's entivarf, die angekommenen Schiffe eine Zunahme von 10 477 auf 11 178 zum Schlusse darauf hinweisend, wie die Sozialdemokratie die auf, deren Tonnengehalt 6,7 Mill. To. betrug gegen 6,4 Mill. To. Erbin jener Volksbewegung von 1848 geworden sei. Hierauf fang die Eintracht noch ein Lied und dann ging's wieder zum Dorf im Vorjahr. Bei den abgegangenen Seeschiffen ist eine Zunahme von 2945 auf 3367 erfolgt; der Tonnengehalt stieg von 4,3 Mill. To. zurifd, wo sich in einer Wirthschaft ein recht geselliges Leben ents wickelte. Das Denkmal ist das Einzige, was Blum gefeßt wurde, auf 4,6 Mill. To. Interessant ist eine Vergleichung der Ziffern für Rom, 12. Juli.( Eig. Ber.) Unser Berichterstatter schreibt und mur einigen eifrigen Arbeitern Betterweils ist es zu verdanken, 1897 mit denen der früheren Jahre. Die Statiſtik reicht bis 1846 uns: Der Prozeß gegen die Deputirten Turati, Morgari daß es überhaupt noch existirt. Denn es war schon einmal vergraben zurüd. In diesem Jahre gingen 8763 Seeschiffe mit 461 770 To. und De Andreis wird nächste Woche vor dem Kriegsgericht und vergessen, bis es bei der Flurbereinigung wieder aus Tagesein und 8759 Seeschiffe mit 460 073 To. aus. In den 51 Jahren in Mailand beginnen, nachdem die Kammer die Infamie be- licht kamfund auf diese Weise hinter dem Dorfe aufgestellt wurde. hat sich demnach die Zahl der ein- und ausgegangenen See- gangen hat, ihre Mitglieder der Militärdiftatur auszuliefern. schiffe mehr Polizeiliches, Gerichtliches 2c. aber als verdreifacht, die Tonnenzahl bas 14 bis 15fache gehoben. Bei der Flußschifffahrt stieg die Zahlschen Journalisten, die in die Schweiz geflüchtet sind, den Prozeß werden. Wir haben in der Nr. 159 von der Auflösung einer nachher wird man ungefähr dreißig republikanischen und sozialistiWarum in Sachsen Versammlungen aufgelöst der Fahrzeuge von 4354 bez, 4087 in 1846 auf 16 599 bez. 16 676 hen Journalisten, die in die Schweiz geflüchtet sind, den Prozeß werden. machen in Abwesenheit. Versammlung in Oberlungwi Notiz genommen, in der während in 1897; der Tonnengehalt wies 1846 827 942 bez. 285 924 To. auf, In Deutschland habt Ihr eine lex Arons bekommen. Wir der Wahlbewegung Genosse Auer gesprochen hatte, und berichtet, 1897 bagegen 8,85 Will. bez. 3,87 mill. To. Das Gewicht der haben schon längst ein solches Gesez. Oder richtiger wir haben die daß gegen diese Auflösung Beschwerde erhoben wurde. Diese BeEinfuhr ist seit 1851 bon 10,7 Mill. Doppelzentnern auf Wirkungen ohne Gesch. Drei Professoren der Universität, fchwerde wurde von der Amtshauptmannschaft in Glauchau zurüc 122,6 mill. D.- 8. gestiegen, das der Ausfuhr von 6,8 Mill. D.- 3. Ciccotti, Panebriano und Fabio Luzzato, sowie schwerde wurde von der Amtshauptmannschaft in Glauchau zurückgewiesen, weil durch Verlesung einer Resolution: auf 79,4 Mill. D..8. Der Werth der Einfuhr betrug 1851 „ die Arbeiterbevölkerung vermittelst Entstellung von Thatsachen 515 Min. Mart, 1897 dagegen 8026 Will. Mart; der Werth der der Universitäts- Assistent Dr. Georg Levi sind schon von dem gewiesen, weil durch Verlesung einer Resolution: vorigen Unterrichtsminister Senator Cremona blos weil sie außer= Ausfuhr ist von 405 Mill. Mark in 1851 auf 2693 Min. Mark ge- halb der Hörsäle sich als Sozialisten bekannt haben, gemaßregelt gegen die anderen Klassen aufgereizt werden sollte." stiegen.unt Vom Heilbronner Krawall. Der Untersuchungsrichter vom Landgericht Heilbronn, so wird uns von dort mitgetheilt, er sucht jetzt durch eine öffentliche Anzeige jedermann, der über das Thun und Treiben der wegen der Unruhen vom 24. und 25. Juni in Untersuchung und Haft Befindlichen an diesen Tagen etwas aussagen kann, dies zu thun. Da muß es ja um die Beweismittel zu einem erfolgreichen" Prozeß herzlich schlecht stehen. Schweiz. worden. Italien. Selbst die" Tribuna", ein Regierungsblatt, protestirt gegen diese Maßregelung und fragt, ob der neue Ünterrichtsminister diesen Angriff auf die Lehrfreiheit billigen werde? " Der überwachende Beamte durfte dies nicht zulassen und er schritt mit Recht zur Auflösung. Heute sind wir in der Lage unsere Leser mit dem Wortlaut der Resolution bekannt zu machen, deren Berlesung inhibirt und deren Unsere Freunde Biffolati uud Cost a find infolge des Inhalt eine tlassenverheßende Entstellung von Thatsachen enthalten soll. Die Resolution lautet: Kammervotums vom Sonnabend in Freiheit gesetzt worden. Die heute im Garten des Kafino zu Oberlungwit statt In Turin hat am Sonntag eine Nachivaht stattgefunden in gefundene Volfsversammlung erklärt sich mit den Ausführungen des dem Kreise, der bisher durch den jetzt verstorbenen Striegsminister Referenten voll und ganz einverstanden und verspricht, am 16. Juni Brin besetzt war. Trotz des Ausnahmegesetzes und der brutalen mur für den bewährten Vollstämpfer J. Auer aus Berlin ihre Zürich, 12. Juli.( Gig. Ber.) Der hiesige Große Stadt- Gewaltmaßregeln, die gegenwärtig in Italien gegen unsere Partei Stimme abzugeben. Die Versammlung spricht ihre Ueberzeugung in Anwendung kommen, trotzdem eine Wahlagitation unsererseits aus, daß mir von dieser Seite das arbeitende Volt eine rath führte in zwei Sigungen die Generaldebatte über den Bericht faft gar nicht stattfinden konnte Ferri wurde daran verhindert, allgemeine Verbesserung seiner Lage zu erwarten hat, wohingegen feiner Kommission betreffend die stadträthliche Arbeitswahlreden zu gunsten unseres Kandidaten zu haltenbrachten die anderen Parteien mur Ziele verfolgen, die geeignet sind, Tosen- Versicherungsvorlage zu Ende und lehnte sodann wir es doch auf 865 Stimmen, während die beiden Gegner 589 die Lage des arbeitenden Volkes zu verschlimmern. Dahin gehört das Eintreten in die Einzeldebatte mit 54 gegen 42 Stimmen a b. Damit refp. 567 Stimmen erhielten. Im Jahre 1895 waren auf unsere vor allem die Abänderung des sächsischen Land.ngs- Wahlrechts, dann ist die Sache für jetzt abgethan, aber nicht für immer und über furz zwei Protest- Standidaten, die sich damals im Gefängniß befanden, die Einschränkung des Koalitionsrechtes, wie sie in dem Erlasse des oder lang wird sie wieder zur Diskussion stehen. Die Verwerfung 372, im Jahre 1897: 487 Stimmen abgegeben worden. Zwischen Grafen Posadowsky angedeutet ist, sowie der Antrag des Grafen durch die Mehrheit des Großen Stadtrathes beweist natürlich gegen unserem Genossen De Amicis und dem Konservativen Hat Stich v. Kanig auf Einführung eines staatlichen Getreidemonopols. Die die zweckmäßigkeit und Berechtigung des Projekts garnichts, sondern wahl stattzufinden, bei welcher die Aussichten für uns nicht schlechte Bersammlung erklärt, am 16. Juni nur für den Kandidaten der nur das eine, daß, die Arbeiterschaft noch nicht ihrer Stärke und find. sozialdemokratischen Partei einzutreten." Bedeutung gemäß in dieser Behörde vertreten ist. Aus den Ver handlungen erwähnen wir das Bedauern des konservativen Kommissions- Referenten Hirzel- Burthard darüber, daß die. London, 13. Juli. Bei der Parlamentswahl in Gravesend Berufsorganisationen der Meister und Arbeiter noch nicht so weit wurde Ryder( Unionist) mit 2327 Stimmen gewählt. Der Radikale ausgebildet find, um auf sie die Arbeitslosen- Versicherung stigen zu Runciman erhielt 1956 Stimmen. Ryder tritt an Stelle des Uniofönnen. Bon den Gegnern, Unternehmern und ihren Anwälten nisten Palmer, der zurückgetreten ist. Die unionistische Mehrheit ist sowie Demokraten, die plöglich manchesterliche Anwandlungen jedoch bedeutend zurückgegangen. belanten, wurde wieder die längst abgebrauchte Phrase, England. Rußland. Türkei. von der Bedrohung der individuellen Freiheit" ins Feld geführt Petersburg, 14. Juli. Die„ Nowoje Wremja" melbet, amtlich und sodann weiter angeführt, daß nur die untüchtigen Arbeiter be- werde die Nachricht, Port Arthur sei als Deportation sort fchäftigungslos würden. Die Versicherung würde nur die schlechten in Aussicht genommen, für falsch erklärt. Arbeiter des Auslandes anzichen und dadurch unseren Arbeitern Konkurrenz gemacht. Der gleiche Redner erklärte auch:„ Es ist leider Thatsache, daß die einheimischen Arbeiter wenig zu qualifizirter Der französisch- türkische Konflikt. Einer Depesche aus Arbeit geeignet find". Das ist keine Thatsache, sondern Unsinn. Konstantinopel zufolge hat die Pforte die Reklamationen der franFür die Vorlage sprachen recht gut unsere Genossen Greulich, zösischen Botschaft dahin beantwortet, daß sie jede Verantwortung Lang und Seidel, sowie einige Demokraten. Ersterer sagte, für die armenischen Massatres ablehne. Die französische solange die Gemeinde noch keine Aktiengesellschaft ist, solange ist es Regierung hat daraufhin sofort Einspruch gegen die Auszahlung der ihre Pflicht, für ihre Angehörigen Vorsorge zu treffen. Das alte griechisch- türkischen Kriegsentschädigung bis zur Höhe der von ihr Lied von der persönlichen Freiheit würde immer gesungen, wenn es zu fordernden Summe erhoben. fich um den Schutz der Arbeiter Handele. Hätte man sich daran gefehrt, dann müßten unsere Kinder heute noch 12 bis 14 Stunden arbeiten. Man will die Arbeitslosen Versicherung nicht, aber statt dies ehrlich zu sagen, macht man alle möglichen Ausflüchte. Ungarn. Afrika. festes gestern stattgehabten Fackelzuges zertrümmerte ein Trupp die Algier, 14. Juli. Nach Beendigung des anläßlich des National Schaufenster in verschiedenen jüdischen Geschäften. Die Truppen zerstreuten die Manifestanten, fünf Berhaffungen wurden vor genommen. Partei- Nachrichten. Budapest, 14. Juli. Heute wurde die 8ollenquete unter großer Betheiligung aller interessirten Streise eröffnet. Der Handelsminister Baron Daniel erklärte, die Regierung halte es entsprechend den Interessen des Landes, die Zoll- und Handelsgemeinschaft mit Oesterreich in der Weise aufrecht zu erhalten, Der diesjährige Parteitag der sozialdemokratischen Partei Daß die wirthschaftlichen Interessen des Landes ihre volle Deutschlands, der, dem Beschlusse des Hamburger Parteitags entWürdigung finden. Um diesen Standpunkt zur Geltung zu sprechend, in Stuttgart tagen wird, wird in der Woche vom 8. bis bringen, werde die Regierung in Zukunft alles Nöthige verfigen. Sollte dieses Bündniß nicht zu stande fommen, wie das 9. Ottober stattfinden. Alle näheren Bekanntmachungen werden Landesinteresse es erfordere, so sollen die Vorbedingungen dafür rechtzeitig veröffentlicht werden. Aber die Ein Wort der Kritik an die amtshauptmannschaftliche Verbotsbes gründung zu knüpfen, verlohnt sich nicht. Bemerkt sei nur, daß um derselben Resolution willen, deren Verlefung der überwachende Be amte ein Regierungsassessorum feinen Preis bulden wollte, zwei Versammlungen aufgelöst wurden. Wie wir bereits berichtet haben, wird gegen den abweisenden Bescheid der Amtshauptmanna schaft weiter Beschwerde geführt werden. Helfen wird das freilich nichts, aber die Herren müssen wenigstens einen abweisenden Bescheid geben und diese verfehlen in ihrer monumentalen Größe nie ihre wirkung auf die Oeffentlichkeit. Ein merkwürdiges Urtheil aus Sachsen. Das Schöffengericht zu Oelsnit i. V. hat die Illumination, die der Genosse Härtel am Vorabende des 1. Mai in seiner Wohmmg veranstaltete, nicht als groben Unfug angesehen. Obwohl ein Schuhmann und ein Eisenbahnbeamter daran Anstoß genommen, sprach das Gericht doch Härtel frei, da es nicht genüge, um den Thatbestand des groben Unfugs festzustellen, wenn einzelne Lente sich über das Thun und Lassen eines anderen ärgern. Auch eine Störung der Ruhe und Ordnung habe nicht stattgefunden. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. V M Achtung, Korbmacher! Da sich in der Grünbranche in der Umgegend Berlins fchon wieder recht traurige Verhältnisse herausgebildet haben, beruft die Werkstatt Kontrollfommission zu heute Abend eine öffentliche Korbmacher Versammlung für die Vororte Friedrichsberg, Lichtenberg ein, um diese Verhältnisse einer gründ lichen Besprechung zu unterziehen. Wir ersuchen mun auch die Ber liner Kollegen, diese Versammlung zu besuchen. Dieselbe tagt im Lotal Mojer, Dorfstr. 3, Lichtenberg. Die Werkstatt kontroll! ommiffion. Achtung, Töpfer! Die Töpfer im Ofenseßgeschäft von O. Wagner in Potsdam befinden sich seit dem 5. d. M. im Ausstand. Trotzdem mun Herr Wagner Zugeständnisse, Stundenlohn von 40-45 Pf. zu zahlen, gemacht hat, wird genannter Lohn nur tommission. geschaffen werden, daß das Selbstverfügungsrecht des In eigener Sache. Ein Artikel in der„ Sächsischen Arbeiter. andes gewahrt werden könne. Der Minister erklärte ferner, Beitung" will den Vorwärts" für den Verlust des zweiten und fünften denjenigen gezahlt, welche am Streit betheiligt resp. in Potsdam daß die vorliegenden Daten vollkommen zuverlässig und aus Berliner Wahlkreises verantwortlich machen. Es fällt uns nicht ein, wohnen. Es ist deshalb bedauerlich, daß sich 10 Berliner Kollegen reichend feien, um für weitere Verfügungen zur Grundlage zu fagen zu wollen, daß nicht fehler in Berlin gemacht seien bereit gefunden haben, unter den alten Bedingungen zu arbeiten. dienen. Ferner betonte der Minister, daß der vorliegende Zoll- und daß der Vorwärts" nicht, verbesserungsfähig sei. tarif ein Wert von Fachmännern sei. Die Regierung habe Kritik des Artikelverfassers der„ S. A.- 3tg." ist durchweg verfehlt Der Zuzug ist bis auf weiteres fernzuhalten. Die Lohna diesem Werk gegenüber noch feine Stellung genommen. Sie und werthlos. wünsche freie Meinungsäußerung der Enquete. Dem Entwurfe lägen Die Ursachen, welche das Berliner Wahlresultat herbeigeführt übrigens mur Magimaltarife zu grunde, die in Wirklichkeit gewöhnlich haben, wie überhaupt die Ursachen für die verschiedenartige Gestaltung nicht eingeführt würden. Die Auffassung, der Tarif sei gegen Oester des Wahlresultates in den verschiedenen Landestheilen und Städten reich gerichtet, sei unzutreffend. Der Tarif bilde nur die Grundlage sind nicht so einfach gefunden, wie sich der Dresdener Kritiker diese für die Einleitung der Verhandlungen. Wenn auch das gemeinsame Aufgabe macht, indem er turzweg dem Parteiblatt die Schuld beiVerschiedene Breslauer Gewerkschaften weigerten fich, wie Bollgebiet aufhören werde, so müsse man doch mit Defterreich einen mißt. Es wäre doch wunderbar, daß die Berliner Parteigenossen, Vertrag schließen, der auf Gegenseitigkeit beruhe. welche sicherlich die Dinge ein wenig besser kennen als der Verfasser der Voff. 8tg." mitgetheilt wird, die vom Polizeipräsidium gea Achtung, Zinkgießer und Stürzer! Die Differenzen bei Rummer, Prinzenstr. 18, find zu gunsten der Arbeiter beigelegt. Die Sperre bei N. Borsch, Oranienstr. 36, dauert unverändert fort. Die Agitations- Kommission. Deutsches Reich. forderten Mitgliederverzeichnisse einzureichen, und stützen sich auf| pro Tag. Hand in Hand mit denen der Zwischenmeister gehen die eine tammergerichtliche Entscheidung, welche die polizeiliche Ein- Forderungen der bei ihnen beschäftigten Arbeiter. Da meistens forderung solcher Listen nur bei der Vereinsgründung für gerecht- Familienväter bei diesem Streit betheiligt sind, ist Unterstützung um fertigt hält. so nothwendiger und sind solche sowie Zuschriften an Clubul unfitorilor, Str. Doamei Nr. 7, Bukarest, zu senden. Die Haltung ist vorzüglich, die Aussicht günſtig. Aus Waltershausen wird uns geschrieben: 127 Webern und Gummiarbeitern wurde hier zum 30. Juli gekündigt, weil sie ihren Verbänden beigetreten waren. Zuzug ist fernzuhalten. " Für die Streitfommission: Für die Gewerkschaftskommission: Anton Hlouset. Alexander Da Rin. NB. ll NB. Um Nachdruck wird gebeten. Boziales. gabe nicht anhalten, müssen Ihnen vielmehr anheimstellen, im ordentlichen Prozeßverfahren vor den Gerichten Ihren Anspruch geltend zu machen. Der Vorstand der Anwaltskammer." Der Krieg. Santiago hält sich noch immer. Doch werden die Verhand Zum Hamburger Bäckerstreik läßt sich die Kreuz- Zeitung" lungen wegen der Kapitulation fortgeführt. In Washington am von dem Anwalt der Unternehmer, Herri Vielhaben, im Mittwoch bekannt gegebene Depeschen des Generals Shafter und des Interesse der Wahrheit" die Bekanntmachung der Hamburgischen Ju Belostok( West- Rußland) befinden sich schon seit 3 Wochen Generals Miles melden, daß auf Ersuchen des Kommandanten von Gewerbekammer zustellen. Diese Bekanntmachung ist ein Auszug aus 2000 jüdische und polnische Weber im Ausstande. Santiago, Generals Toral, der Waffenstillstand bis Donnerstag verdem Fabrikinspektoren- Bericht und soll aus demselben hervorgehen, Sie fordern eine Erhöhung der Löhne um 15 pet. Vierzig Arbeiter längert worden sei. Toral wünscht sich mit der Regierung in Madrid über daß in den Hamburger Bäckereien alles in der allerbesten Ordnung sind nach ihren Heimathsorten ausgewiesen worden, achtzig wurden das Anerbieten der Vereinigten Staaten in Verbindung zu seßen, die Garnison von Santiago nach Spanien zu schaffen. Toral erklärt, sei. Zum Beweise dafür wird das Zeugniß der Arbeitswilligen verhaftet und befinden sich zur Zeit im Belostoker Gefängniß. er sei ermächtigt, die Garnison zurückzuziehen, den Hafen, die herangezogen. Seit Ausbruch des Streits seien 106 Bäckereien Kriegsvorräthe und den östlichen Theil von Kuba zu übergeben. revidirt. In diesen haben sich auch 81 Gesellen befunden, welche Das hiesige Kriegsdepartement hat indessen die Einwilligung zu von auswärts gekommen waren und die Streifenden ersetzt hatten. Diese fremden Bäcker erklärten wiederholt, daß ihnen bislang Bäcke- bahnen den unteren Beamten derselben gezahlt werden, zeigt wenn die Stadt Santiago nicht fapitulire, werde er das Feuer mit Welche unglaublich geringen Gehälter von Privat- Eisen: dem Abzuge der Garnison verweigert. General Shafter hat erklärt, reien nicht bekannt geworden seien, die hinsichtlich der Wasch- wieder in recht krasser Weise eine Stellenausschreibung, die soeben von allen ihm zur Verfügung stehenden Geschützen eröffnen und das Geeinrichtungen, den Bedürfnißanlagen, sowie der Sauberkeit im all- der Direktion der Stargard- Küstriner Eisenbahn für Militär- schwader werde bei der Beschießung mitwirken. gemeinen sich mit den hiesigen Bäckereien vergleichen könnten. Wie anwärter im Bezirk des III. Armeekorps erlassen ist. Die genannte Nach einer am gestrigen Tage 11 Uhr 40 Min. vormittags in rührend! Weiter wird in der„ Bekanntmachung" gesagt:„ Seit Erlaß der Direktion( in Soldin) verlangt nämlich 3 Stationsdiätare, 3 Weichensteller, Washington eingelaufenen Depesche des Generals Shafter hätten die 3 Bahnwärter und 3 Bremser und bietet den Stations- Diätaren, Spanier Kommissare ernannt, um des weiteren über die BeVerordnung eines Hohen Senats vom 10. Dezember v. I die eine Kaution von 600 M. zu stellen haben, ein Jahres- dingungen der Kapitulation Santiagos zu verhandeln. Nach einer betreffend die Einrichtung und den Betrieb von Bäckereien und Konditoreien, sind abseiten der Fabrik- Inspektion 297 Bäderei- ehalt von- 600 m. nebst Dienstkleidung, den Weichenstellern Konferenz im Weißen Hause wurde alsdann an General Shafter eine Anlagen mit 947 Arbeitsräumen revidirt und wurden zur und Bahnwärtern je 540 M. und die Dienstkleidung, wozu Depesche gesandt, worin derselbe aufgefordert wird, den spanischen aber noch ein Wohnungs Zuschuß oder eine Dienst Vorschlag zu verwerfen und alles abzulehnen, ausgenommen die soDurchführung dieser Bestimmungen in 290 Anlagen Vorschriften in verschiedener Hinsicht gegeben. Durch 305 Nachrevisionen wurde wohnung kommt, endlich den Bremsern ebenfalls 600 m. fortige bedingungslose Uebergabe Santiagos. und Dienstkleidung sowie Nebenbezüge". Dabei ist teine Nach einer weiteren Depesche aus Washington festgestellt, daß die Bestimmungen der Verordnung bis auf einige, Rede von einem bei längerem Dienstalter später foll Santiago bereits tapitulirt haben. den Vorschriften nach nicht genügende Klosett- Anlagen, durch eintretenden Steigen des Gehaltes und von fester Anstellung Das gelbe Fieber. Inzwischen wird auch die Lage der BeBädereien ausreichende, den gesetzlichen Bestimmungen genügende mit ihren monatlich 50 M. zufrieden sein, solange fie bei der Lagerer schwierig infolge des Auftretens des gelben Fiebers. Aus Wascheinrichtungen hergestellt." Also bon 297 Anlagen Stargard- Küstriner Bahn bleiben wollen oder sie von der Direktion paren 290 in einem nicht einwandsfreien Zustande, denn es mußten gebraucht werden können. geführt sind. Danach sind also in sämmtlichen dort Vorschriften in verschiedener Hinsicht" gegeben werden. " Aber was soll dieser Bericht überhaupt! Die Bäckergesellen wollen fich in gegenwärtigem Kampfe das jedem Arbeiter zu tommende Recht erringen, zu wohnen, wo und wie sie wollen und auch ihre Mahlzeiten nach ihrem eigenen Geschmack einrichten. Gerichts- Beitung. M. wird hierüber gemeldet: Mehrere Mitglieder des Kabinets machten nach Sem Schlusse des Kabinetsrathes am 13. Juli Mittheilungen, in denen sie zugaben, daß die Lage auf Kuba infolge der beständigen Regenfälle wenig befriedigend sei; denn die Leiden der Truppen, namentlich der Kranken und Verwundeten würden durch dieselben sehr verschärft. Das VorhandenEiner improvifirten Arbeiter- Schutzhütte halber kam der sein des gelben Fiebers ist festgestellt. Watson nach Spanien. Der spanische Marineminister beUebrigens muß sich der Arbeitgeber- Verband jetzt sogar von der bekannte Maschinen- Industrielle Ernst Borsig und dessen Bauleiter, aut einem Strafverfahren, stätigt, daß das Geschwader des Admirals Watson auf dem Wege amtlichen Leipz. 3tg.", die, wenn es irgend angängig, gewiß Architekt Wilhelm Metzmacher, Straffammer am Land- nach Spanien sei. Das Geschwader Camara's werde jedoch einen gern die Gelegenheit ergreift, auf die Arbeiter mit zu hegen, recht welches gestern vor der vierten Bei dem Bau der neuen sicheren Hafen erreicht haben, ehe Watson's Geschwader dasselbe aufunangenehme Dinge fagen lassen. Das föniglich fächsische Organ gericht II seinen Abschluß fand. erklärt, daß es den Standpunkt der Hamb. Nachrichten" und des Borsigschen Fabrik in Tegel wurden hunderttausende von Mauer- finden würde. In Madrid. Die Epoca" glaubt, daß die Starlisten eine Verbandes, erst die Kraftprobe zu gunsten der Unternehmer durch- steinen auf dem Wasserwege herangefahren und in der Nähe des Sees aufgestapelt. Die mit dem Steinkarren beschäftigten Arbeiter, Erhebung vorbereiten und räth zur militärischen Besetzung der zuführen und dann zu sehen, was sich thun lasse, nicht theilen die offenbar keine andere gedeckte Unterkunft hatten, bauten sich aus Nordprovinzen und zur leberwachung der Karlisten an der frankönne: Sind Uebelstände wirklich vorhanden und werden sie von eine zösischen Grenze. allerdings ohne Wissen der Bauleitung Ministerpräsident Sagasta hat erklärt, die den Unternehmern selbst nicht in Abrede gestellt, so sehen wir nicht diesen Steinen ein, weshalb es geboten sein soll, diese Uebelstände so primitive Schutzhütte. Sie stapelten die Steine so auf, daß in der Friedensbedingungen, die von den Blättern veröffentlicht lange fortbestehen zu lassen, bis die Untesverfung der Ar- Mitte ein freier Raum blieb, auf welchem sich etwa 30 Menschen und als die von Mac Kinley gestellten bezeichnet würden, seien unDrei Seitenwände dieses Raumes wurden durch annehmbar. beiter zur Thatsache geworden ist. Weder für gerecht und lagern fonnten. Aus Manila. Der Spezialforrespondent des„ Reuter'schen billig, noch für politisch flug und taktisch nothwendig halten wir Steinstapel gebildet, die vierte nach dem See zu gelegene Seite das. Steht die Unbilligkeit der Arbeiterforderungen von vornherein wurde durch eine rechtwinklich übereinander geschichtete, durch Mörtel Bureaus" meldet aus Manila vom 10. Juli: Die Amerikaner fest, so kann die Disziplin der Arbeitgeber nicht stramm genug sein. jedoch nicht verbundene Steinmauer, in welcher sich ein Eingang und die Insurgenten in Cavite gehen unabhängig von befand, gegen Wind und Wetter geschützt. Das Ganze war einander vor. Es scheint schwierig zu sein, ein auf UebereinAnders, wenn die Arbeitgeber selbst zugeben, daß die Forderungen mit lose aufliegenden Brettern überdeckt und dieses improvifirte Dach Stimmung beruhendes Vorgehen zu ermöglichen. Es herrschen auch der Arbeiter zum theil berechtigt sind. Selbst wenn die Sozial- wurde durch aufgelegte Dachpappe undurchlässig gemacht. Diese zweifel über die Ausdehnung und das Anhalten des Einflusses vorher erfüllt werden, ehe man in die Kraftprobe eintritt. Nur dann, Hütte war von keiner Seite des Bauplatzes zu sehen und eigentlich Aguinaldo's. demokratie hinter den Streikenden steht, müssen gerechte Forderungen Die Muhamedaner im Süden des Archipels erkennen wenn der Verband der Arbeitgeber seine Bereitwilligkeit zur Abhilfe nur den Arbeitern bekannt. Die Bauleitung hatte von der Griſtenz die Autorität Luzons über die anderen Theile des Archipels nicht an. belundet hat und dieses Entgegenkommen zurückgewiesen worden ist, derselben keine Ahnung, die Hütte wurde erst durch einen Amts- Wahrscheinlich wünschen sie nur sich Aguinaldo's und der Amerikaner wird das weitere Vorgehen der Arbeitgeber die moralische Unter- diener entdeckt, als ein Windstoß eines Tages das primitive zu bedienen, bis die Spanier vertrieben sind. Die Amerikaner verstützung der Unbetheiligten und damit die Bürgschaft des Gelingens für Dach abdeckte. Es wurde darauf ein Strafverfahren wegen schieben die Operationen, bis sie genügend vorbereitet sind, um lebertretung des§ 367 Nr. 15 gegen den Bauherrn den Insurgenten die Spige bieten zu können, falls dieselben sich fich haben. Der umgekehrte Weg kann die Organisation der Arbeitgeber, Ernst Borsig sowohl als auch gegen den eigentlichen widerspenstig zeigen sollten. für die wir immer eingetreten sind, in der Meinung aller Billig- Leiter des Banes, Herrn Architekt Metzmacher, erhoben. Der Korrespondent der„ Associated Breß" meldet aus Manila denkenden nur diskreditiren." Hierzu bemerkt die„ Frankfurter Das Schöffengericht am Amtsgericht II nahm an, daß diese pro- vom 9. Juli: Der Gouverneur von Manila veröffentliche eine Zeitung" Bekanntlich hat nun aber der Arbeitgeberverband nicht nur jedes Eingehen auf die Forderungen der Gesellen verpönt, visorische Schutzhütte ein Bauwerk darstelle, zu welchem eine Proklamation, in welcher er die Autonomie verspricht und die banpolizeiliche Genehmigung erforderlich war und fand die Insurgenten zu gewinnen sucht, sich mit den Spaniern zu ver sondern er wendet gegen diejenigen Meister, die zu Kompromissen lebertretung darin, daß diese Genehmigung nicht eingeholt einigen. Aguinaldo erwiderte, daß diese Anbahnungen zu ſpät geneigt sind, den schnödesten Terrorismus an. Es trifft also auf worden war. Herr Borfig wurde allerdings freigesprochen, fämen. ihn zu, was die„ Leipziger Zeitung" bedingungsweise von ihm sagt: weil ihm darin geglaubt wurde, daß er sich um den Bau Lekte Nachrichten er ist in den Augen aller Billigdenkenden diskreditirt. Das fei feſt- in Tegel garnicht fümmern könne, da und Depelichen. gestellt namentlich gegenüber der Bettelei für den Streitbrecher- der Berliner Fabrit vollauf zu thun habe und daß er im übrigen Rostock, 14. Juli.( Privatdepesche des Vorwärts".) Die Straf fonds", der, wie wir schon ausführten, den Zweck haben soll, den für sachverständige Vertretung gesorgt hatte. Herr Mehmacher wirde tammer hiesigen Landgerichts verhandelte heute gegen den verantStreit nach Möglichkeit in die Länge zu ziehen. jedoch in seiner Eigenschaft als oberster Bauleiter verantwortlich ge- wortlichen Redakteur der„ Mecklenburger Volts- Zeitung", Genossen Die Forderungen der Magdeburger Bauarbeiter sind nun- macht und zu 15 M. Geldstrafe verurtheilt. Dieser legte Berufung mehr auf 30 Bauten bewilligt. Zu den neuen Bedingungen arbeiten ein und suchte durch Justizrath Kempner den Einwand der Ver- Starosion, gegen den der Staatsanwalt fünf Anklagen erhoben 530 Man, zu unterſtüßen bleiben noch 600 Mann mit 1025 Kindern. jährung zu erheben und außerdem nachzuweisen, daß ein Ver- hatte, nämlich eine wegen Majestäts-, zwei wegen Minister, eine Ostpreußische Arbeiter, deren Ankunft signalisirt war, find noch nicht schulden seines Klienten in keiner Weise vorliege. Der Bau- wegen Richter- und eine wegen Regimentsbeleidigung; alle diese gekommen. Sistirungen von Streikposten der Arbeiter finden täglich platz umfaffe eine Arenal von 72 Hektaren, derselbe werde Beleidigungen sollten in Artikeln enthalten sein, welche Starosson statt, dagegen bleiben die von den Unternehmern aufgestellten Posten von drei öffentlichen Straßen durchschnitten, es sei daher ganz un im Mai und Juni in der„ Mecklenburger Bolts- Zeitung" vers nach wie vor unbehelligt. möglich gewesen, das nur von der Ecke am See zugängliche Bauwerk " 1 da er mit der Leitung Die Schwarzen Listen werden von den Unternehmern immer zu bemerken. Außerdem trage die Hütte keineswegs den Charakter öffentlichte. Der Staatsanwalt beantragte wegen der Majestätsmehr zu einem vollständigen System durchgebildet. Jezt hat auch eines genehmigungspflichtigen Bauwerkes. Die Kanmer gelangte beleidigung 2 Monate, wegen der ersten Ministerbeleidigung 2 Monate, die Dachdeckermeister- Genossenschaft zu Frankfurt a. M. eine solche nach eingehender Prüfung aller Einwände zu dem Schlusse, daß wegen der zweiten 9 Monate, wegen der Richter- und wegen der versandt. In dem Rundschreiben, das ein günstiger Wind der doch ein Bauwerk vorliege, die polizeiliche Genehmigung erforderlich wegen der zweiten 9 Monate, wegen der Richter- und wegen der Boltsstimme" zugeweht hat, wird den Mitgliedern bekannt gegeben, war und für die Nichteinhaltung der Angeklagte verantwortlich sei. Regimentsbeleidigung je 1 Monat, zusammen 15 Monate Gefängniß. daß die namhaft gemachten Arbeiter, die weiter nichts verbrochen Die Berufung wurde daher verworfen. Der Gerichtshof erkannte wegen Majestäts- und Regimentsbeleidigung haben, als daß sie Lohnforderungen stellten, nicht in Arbeit genommen werden dürfen. In Offenbach a. M. find nach den Mittheilungen des dortigen Kartells 2339 Arbeiter und 121 Arbeiterinnen gewerkschaftlich organisirt. Ausland. " die Im weiteren Verlaufe des Prozesses gegen den Schuh auf Freisprechung: wegen der ersten Ministerbeleidigung mann Kiefer befundete, wie aus Bonn gemeldet wird, der auf 2 und wegen der zweiten auf 5 Monate, sowie wegen der Polizei- Inspektor Weinand, er habe den Kiefer immer für einen zu Richterbeleidigung auf 1 Monat, zusammen auf 8 Monate Gefängniß, verlässigen und nüchternen Beamten gehalten. Ueber den Rapportbefehl vom 26. Juni 1891 sei Kiefer instruirt worden; es sei nicht für welche eine Gesammtstrafe von sieben Monaten GeDie Tischler und Zimmerer in Untertürkheim haben be- anzunehmen, daß er ihm unbekannt geblieben sei. Ueber das fängniß festgesetzt wurde. schlossen, die Arbeit solange niederzulegen, bis die Meister gesommen Vorhandensein von Dienstanweisungen, die mit den gedruckten Köln, 14. Juli.( B. H.) Der R. 3." wird aus Berlin gefind, mit der Zohukommission wegen Arbeitszeit und Arbeitslohn in im Widerspruch ständen, sei ihm, dem Zeugen nichts bekannt; meldet: Die„ Assoc. Preß. verbreitet aus Manila vom 9. d. M. ein Unterhandlung zu treten. Gestützt auf den neugegründeten Sola- eine widersprechende Auffassung in der Auslegung der Dienst Telegramm, demzufolge das deutsche Kriegsschiff Irene" bie Auf wechselverband der süddeutschen Baugewerksmeister gaben die Herren anweisungen zwischen dem Polizeipräsidenten und dem Polizei- ständischen durch Gewalt verhindert haben soll, die Spanier auf die Eingabe ihrer Arbeiter eine progige Antwort. Sie schrieben: inspektor bestehe nicht. Gegenüber der Behauptung des Polizei- anzugreifen. Der amerikanische Admiral Dewey habe darauf zwei Wir werden von einer Regelung der Arbeitszeit, wie Sie es wün- inspettors Weinand, er habe den Kiefer immer für einen zuverlässigen Striegsschiffe abgeschickt, bei deren Erscheinen die Irene" sich schen, ganz absehen. Früher arbeitete man 12 und noch mehr Beamten gehalten, verweist Rechtsanwalt Scheiff auf Kiefer's Arrest zurückgezogen habe. Später habe die Irene" in Manila Stunden und haben sich die Arbeiter recht wohl dabei befunden. strafe wegen ungehörigen Benehmens gegen eine Dame. Abgesehen auf einmal Einmischungsgelüfte gezeigt, die aber von Dewey Betreffs der Arbeitslöhne theilen wir mit, daß solche nur nach von diesem Fall bleibt der Zeuge bei seinem Urtheil. Dr. Scheiff zurückgewiesen wurden. Die Kölnische Zeitung" fagt, Leistungen bezahlt werden und lassen wir solche niemals fest- beantragt, nunmehr den Bericht des Polizeipräsidenten an den ganze Nachricht trage den Stempel der Erfindung an der Stirn und sezen. Das„ niemals würde nicht mehr fern sein, wenn alle Regierungspräsidenten vom 10. Juli v. J. zu verlesen. Dieser gehöre offenbar zu den wiederholt gekennzeichneten Meldungen Arbeiter organisirt wären. Bericht war darüber eingefordert worden, ob der Fall durch burch die eine Verhezung zwischen Amerika und Deutschland herbei die Berichte der Presse aufgebauscht sei. Durch diesen Bericht geführt werden soll. In Berlin sei von einem solchen oder ähn Der Streit der Grubenarbeiter in Jaworzno( Galizien) ist will der Vertreter der Nebenklägerin das Urtheil des Polizeilichen Vorfall nichts bekannt. beendet, es wird unter den früheren Bedingungen weiter gearbeitet. inspektors über Kiefer beleuchten; der Vertheidiger und der Paris, 14. Juli.( B. H.) Beim heutigen Nationalfest war die Die Zahl der das Bater Stojalowsti hat den Friedensvermiffler" gespielt. Nach einem Erste Staatsanwalt widersprechen. Dr. Scheiff stellt den Eventual- Stimmung des Publikums sehr gebrüdt. in der Beuthener„ Braca" erschienenen Situationsbericht aus Jaworzno antrag, den Regierungsrath Weegmann, den Dezernenten in dieser Paradefeld Besuchenden war nur halb so groß wie in den früheren herrschen auf den Guttmann'schen Gruben diese betraf der Streit, Sache, zu vernehmen. Das Gericht lehnt den ersten Antrag ab; es Jahren. an dem sich 2000 Arbeiter betheiligten himmelschreiende Zustände. handle sich um den amtlichen Bericht eines Polizei- Organs an feine Rom, 14. Juli.( W. T. B.) Senat. Bei der Berathung der Die Löhne für Schlepper sinken bis auf 10 Gulden( 17 M.) vorgesetzte Behörde, dessen Verlesung nach der Strafprozeßordnung Vorlage über die Maßnahmen in betreff der öffentlichen Ordnung monatlich; feste Gedinge giebt es nicht. Die Beamten find forrum unzulässig sei; das Reichsgericht habe in diesem Sinne mehrmals erflärte der Ministerpräsident Bellour, er tönne, wie er sich bereits pirt, aus Habenichtsen sind sie schwerreiche Leute geworden; be entschieden. Der Eventualantrag auf Ladung des Regierungsraths in der Kammer geäußert, nicht zugeben, daß die jüngsten Unruhen fonders viel verdienen sie und ihre Frauen(!) durch Erud. Brannt- Weegmann wird bis zum Schluß der Beweisaufnahme vertagt. Der übertrieben worden seien. Die Regierung werde sich nicht einschläfern wein und Wurst wird neben Geld als Lohn gegeben. Die Behand. Vertheidiger hatte den Eventualantrag gestellt, den Minister des lassen, sie sei weit entfernt davon. Die materielle Ordnung fei lung der Leute durch die Beamten ist unmenschlich, insbesonders die Inneren zu laden. Dieser Antrag wurde durch den Beschluß des zwar wieder hergestellt, aber zur Herstellung der moralischen aus Preußen kommenden Beamten zeichnen sich durch Grobheit aus! Gerichts hinfällig. Ordnung werde es einiger Zeit bedürfen. Mait müsse mit großer Die Verwaltung hätte es sehr gerne gesehen, wenn es zu blutigen Wegen Vertriebes von Loosen auswärtiger verbotener Vorsicht vorgehen, um zum normalen Zustande zurückzukehren; be Krawallen gekommen wäre, und die Gendarmen wurden auf die Lotterien wurde am Mittwoch der Banfier Carl Heinze von der sonders sei dies der Fall bezüglich der Presse und der Bea Wenn diese Wachsamkeit nicht Leute gehetzt; diese aber blieben ruhig bis zum Ende des Streiks. ersten Strafkammer des Landgerichts I zu einer Geldstrafe von schlagnahme von Zeitungen. Zirka 600 Schneider sind am letzten Dienstag in Bukarest 2000 m. verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte 8000 M. beantragt. genügen würde, so werde dies ein Zeichen sein, daß die Gefeße nicht In den Lohnkampf eingetreten. Man schreibt uns darüber von dort: ,, Ist der Rechtsanwalt verpflichtet, vor Berichtigung seiner ausreichten und man würde sie reformiren müssen.( Sehr gut.) Es sind die Zwischenmeister, d. h. jene, welche von den Kleider Auslagen und Gebühren das in einer Prozeßfache ergangene Urtheil Er müsse dieses sagen für die umstürzlerischen Gesellschaften. Die Vorlage wurde in geheimer Abstimmung mit 64 gegen 4 Stimmen magazinen die Arbeiten übernehmen, welche den Streit veranlaßten. dem Mandanten herauszugeben?" angenommen. Die Löhne im Vorjahre sind derart niedergedrückt worden, daß Wochenverdienste während der Saison von 8-10, höchstens 15 Frants die Regel waren, Löhne, mit denen hier zu leben einfach unmöglich ist. Der Vorstand der hiesigen Anwaltskammer hat nach den Blättern für Rechtspflege" entgegen seiner früheren Pragis diese Frage in nachfolgendem Bescheide verneint: " Auf Ihre uns am 18. März cr. eingereichte Beschwerde über Herrn Rechtsanwalt Dr. M. eröffnen wir Ihnen, daß wir dieselbe als unbegründet zurückweisen. Hongkong, 14. Juli.( W. T. B.) Die Niederlage der chinesischen Truppen durch die Aufständischen bestätigt sich. In Wutschau wur den die Leichen von etwa 1000 Mann aus dem Flusse gefischt und beerdigt. Wahrscheinlich sind die Verluste der kaiserlichen Truppen größer, als zunächst angenommen wurde. In Kanton heißt es, der Nach der Mittheilung des genannten Anwalts schulden Sie Dr. Sun- ya- tjen, dessen Festnahme in der chinesischen Gesandtschaft demselben aus den betreffenden Sachen Gebührenbeträge, wegen deren in London seinerzeit so großes Aufsehen erregte, sei ein hervor derselbe die Urtheile zurüdhält. Wir können denselben zur Herausragender Führer der Aufständischen. Im Laufe der letzten vier Wochen fanden mehrere öffentliche Versammlungen statt, in denen die Lage gründlich diskutirt und Forderungen gestellt wurden in bezug auf Erhöhung der Preise und Regelung der Arbeitszeit; erstere schwanken zwischen 25 bis 35 pet., lettere auf Reduzirung von 16-18 auf höchstens 12 Stunden Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Br. 163. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. " Rod A ***** Freitag, 15. Juli 1898. " Schäßung, so haben diese 20 000 Aerzte zusammen ein Jahres- wenigsten geschadet; wie jede Märzfeier aufs neue ergiebt, lebt das einfommen von 60 Millionen Mark. Aerzte und Krankenkassen. Zu dieser Summe Andenken an den größten Ruhmestag des deutschen Volkes in tragen aber die Krankenkassen nur den Theil, proletarischen Kreisen ungeschwächt fort. Wohl aber stachelt man Unser Leitartikel vom Sonntag, der, wie erinnerlich sein wird, ca. 20 Millionen Mart, bei, woraus ohne weiteres ersichtlich ist, daß den liberalen Mann, der sich infolge der Hilfe, die ihm bei der fich mit dem gesundheitlichen Maximal- Arbeitstag und mit der der heutige Kaffenarzt mit dem größeren Theile seines Einkommens Reichstags- Stichwahl aus reaktionären Kreisen zu theil geworden, Stellung der Aerzte zu hygienischen Reformen beschäftigte, hat uns auf die Privatpraxis angewiesen ist. Daraus folgt unmittelbar seine so leicht hätte zutraulich machen lassen, durch die neue, überaus aus ärztlichen Kreiſen einige Zuſchriften gebracht, die wesentlicher versicherungszwang unterliegenden Publikum bezw. vom Unter- Glaubt man oben, sich ruhig solches leiſten zu können, so kann es größere wirthschaftliche Abhängigkeit von dem nicht dem Kranken- empfindliche Kränkung abermals gegen das heutige Regiment auf. Beachtung werth find. Die erste Zuſchrift, welche von einem hiesigen parteigenössischen nehmerthum. In Konsequenz dieser Abhängigkeit wird er also in uns ja nur recht sein. Aber staatsflug und staatserhaltend ist das Arzte herrührt, lautet: erster Linie die Interessen des letzteren wahrzunehmen bestrebt sein, wahrlich nicht gehandelt. In dem Leitartikel der Nr. 159:„ Der gesundheitliche Marimal- durch die Tradition und durch gesellschaftliche Bande an den Unter- eines Artikels über Rigdorf gegen die Kölnische Beitung" abgesehen davon, daß er als Angehöriger der Bourgeoisie schon Der Lokalpatriotismns der Rigdorfer, der sich jest wegen Arbeitstag" tabelt der Vorwärts" in scharfen Worten die geradezu nehmer gefesselt und übrigens infolge seiner überaus mangelhaften wendet, wurde vor etwa 1/2 Jahren durch etwas Aehnliches nicht standalöse Stellung" der Krankenkassen- Aerzte, welche bei Gelegenheit der Erhebungen über die Nothwendigkeit eines solchen Marimal- Ausbildung in der sozialen und Gewerbehygiene faum befähigt ist, weniger start erregt. Damals hatten wir einen von dem Rigdorfer Arbeitstages enthüllt worden ist. Die Ursache dieses Verhaltens selbst wenn er wirthschaftlich unabhängig wäre, auf diesem Ge- Volksschullehrer Herrn Ag a hd verfaßten Artikel, der auf die Sch u lsucht der Aufsatz in der Abhängigkeit der Aerzte von den Unter- biete Untersuchungen anzustellen und Fortschritte anzubahnen. nehmern und Kassenvorständen" und er schlägt deshalb zur Milde Kassenpragis begegnet werden soll, ist wirklich nicht einzusehen; denn geeignet war, aus dem stilleren Winkel eines pädagogischen FachWie nun diesem Uebelstande durch die völlige Freigabe der verhältnisse Nixdorfs ein nicht gerade günstiges Licht zu werfen rung dieses Uebelstandes die obligatorische freie Aerztetvahl vor. blattes an die Oeffentlichkeit gezogen und weiteren Kreisen zuNun, die Gerechtigkeit erfordert es festzustellen, daß die deutschen werden noch mehr Aerzte zur Behandlung der Kassenmitglieder zugänglich gemacht. Obwohl Herr A. in seinem Artikel nur eine Aerzte längst die unwürdige Stellung erkannt haben, in welche sie gelassen, dann wird die ohnehin schon so starke Konkurrenz noch Aerzte längst die unwürdige Stellung erkannt haben, in welche sie die bon ihm selbst geleitete, geschildert drängt sind; ihre Vertreter haben darum auf den Aerztetagen stets noch kleiner, die Nothwendigkeit, in der Privatpraxis für den Ausfall heftige Erregung. Sie versuchten sogar, die vorgesetzte Behörde durch die gegenwärtige Handhabung des Krankenkassen- Gesetzes ge- größer, der Einnahme- Antheil des Einzelnen aus der Kaffenpraxis hatte, geriethen die Hausbesizer von Mirdorf doch sofort in Ersatz zu suchen, noch dringender, daher die Abhängigkeit vom Unter- gegen den freimüthigen Boltsschullehrer mobil zu machen, der so mit großer Mehrheit sich für die freie Arztwahl" ausgesprochen. Herrscht soweit Uebereinstimmung zwischen den Bestrebungen nehmerthum noch fühlbarer. Ganz abgesehen davon, daß die zu wenig bedacht hatte, daß er am Ende gar den Zuzug nach der Aerzte und den in dem genannten Artikel entwickelten Ideen, so laffung zur Kaffenpraxis an und für sich schon in den meisten Fällen Nixdorf und die Vermiethbarkeit der Rixdorfer bedarf doch die scharfe Beurtheilung, welche dabei den Aerzten zu thums bedeutet, nämlich bei den Betriebr-, Bau- und Innungs- Schulverhältnisse so schilderte, wie sie sind. Vielleicht suchten die geradezu eine Unterjochung unter die Interessen des Unternehmer- ohnungen beeinträchtigen tönnte, wenn er die dortigen theil wird, nach einer andern Seite der Berichtigung. Es ist nach Krankenkassen, zum theil auch der Gemeinde Krankenversicherung, Herren auch nur nach einem passenden Vorwande, Herrn A. noch Ansicht des Schreibers dieser Zeilen nicht angängig, die traurige Rolle", welche die Aerzte bei der Gelegenheit der erwähnten Er- chließlich auch bei den sehr zahlreichen Orts- Krankenkaſſen, die sich heute nachträglich eins dafür auszuwischen, daß er bereits früher durch seine hebungen gespielt haben, allein durch ihre Abhängigkeit von den noch in den Händen des Unternehmerthums befinden, weil die Arbeiter auf eigene Faust vorgenommenen Untersuchungen gezeigt hatte, in Unternehmern zu erklären; neben dieser, ja in den meisten Fällen wohl alles in allem bei drei Vierteln aller Kassen überhaupt. Oder glaubt sein muß. Herrn A. iſt damals, unseres Wissens, trotz des Geschreis noch nicht genügend intelligent sind, um die Leitung zn übernehmen, welchem Umfange in Rigdorf die Schuljugend schon erwerbsthätig mehr als diese kommt in betracht die leberlastung der Aerzte, welche fast etwa der Herr Verfasser, daß nach obligatorischer Einführung der der Rigdorfer Hausbesitzer, nichts Schlimmes widerfahren. Wohl durchweg mit dem gegenwärtigen Raffenarzt- System verbunden ist, und freien Arztwahl sämmtliche Stassenärzte alsbald ein Kartell bilden aber erfreut er sich heute der Achtung weiter Kreise der Lehreres den Aerzten unmöglich macht, den Fragen der öffentlichen Ge- würden mit dem Programm, von jest ab ohne Rücksicht auf die schaft, weil er durch sein Vorgehen den Kampf der Schule gegen die sundheitspflege die gebührende Aufmerksamkeit zu widmen. Es ist wohl nicht nothwendig, diese Ueberlastung nachzuweisen; die Refer Unternehmer oder sonstige, den Zwecken der Medizin und Hygiene Kinderausbeutung ein tüchtiges Stück gefördert hat. Mit den verdes„ Vorwärts" kennen ja wohl zum größten Theile aus eigener zuwiderlaufende Sonderinteressen nur ihrer Pflicht und der Stimme Erfahrung die überfüllten Sprechstunden der Kassenärzte. Es muß ihres ärztlichen Gewissens zu folgen? Da fennt er die heutige dienstlichen Arbeiten des Herrn A. kann natürlich der Artikel der dagegen noch darauf hingewiesen werden, daß gerade bei den Aerztewelt schlecht! Oder was sonst verspricht er sich von der freien ölnischen Zeitung", der sich in der That in lebertreibungen erging, nicht auf eine Stufe gestellt werden. Nur die Auffigirten", d. H. mit festem Gehalt angestellten Kassenärzten- und Arztwahl für die Entwickelung der gewerblichen Hygiene und Schutz- regung, die er bei den Stügen der Rigdorfer Gesellschaft hervorruft, das sind, wenigstens in Berlin, die meisten die Entlohnung in die Entlohnung in gesetzgebung? feinem Verhältniß zu den geforderten Leistungen zu stehen pflegt, zum Ziel, also die Beschränkung der Zahl der Kassenärzte. Wohl Charakter jetzt von bürgerlicher Seite gegen den Vorwurf der Ver Das gerade Gegentheil seines Vorschlages führt nämlich allein ist dieselbe. Man könnte es fast rührend finden, wie eifrig die Jugend dieses Berliner Vorortes von ausgesprochen proletarischem und daß hierdurch so manches, was den Aerzten zum Vorwurf gemacht wird, eher verständlich wird. So ist für Berlin zumi verstanden es scheiden hier von vornherein alle diejenigen Kassenwenn man nicht wüßte, Beispiel feiner Zeit nachgewiesen worden, daß beim Gewerkskranken- fategorien aus, die nach ihrer Organisation oder aus anderen tommenheit in Schuß genommen wird, verein die auf die einzelne ärztliche Leistung entfallende Summe etwa Gründen einen Einfluß der Arbeiterschaft auf die Führung der Ge- daß sonst gerade die bürgerliche Klasse, speziell die Herren Hausbesitzer, über die angebliche Verkommenheit des Proletariats, der 11-13 Pfennige beträgt; unter solchen Umständen erscheint es doch schäfte nicht zur Geltung kommen lassen, also so ziemlich alles mit Kinder wie der Eltern, zu flagen und zu schelten pflegt. In entschuldbar, wenn der Arzt für diese kümmerliche Bezahlung eben Ausnahme der Orts- Krankenkassen. Für dieſe aber ergiebt sich im einem Arbeiterort wie Rigdorf dürfen freilich die pas= Erfüllung seines Berufs im engeren und weiteren Sinne untauglich schelten. Namentlich dürfen sie nicht die proletarische Bevölkerung Teistet, und für die darüber hinausgehenden Fragen der öffentlichen Gesundheitspflege kein Interesse bekundet. Es verdiente dies hervorgehoben zu werden, weil leider die in den Kassenvorständen sigenden sozialdemokratischen Arbeiter bisher nicht durchweg ein ausreichendes Verständniß für diese Seite der Frage bewiesen haben; auch sie haben hier, wo sie die Arbeitgeber" sind, die auf Besserung der Arbeitsbedingungen abzielenden Bestrebungen der Arbeitnehmer", der Aerzte, häufig ohne Prüfung der Berechtigung mit dem Hinweis darauf zurückgewiesen, daß es ja ein leichtes wäre, filr den gezahlten Lohn, ja womöglich noch billiger, andere Aerzte, d. h. Lohndrücker oder Streitbrecher, zu bekommen. Die betreffenden Kassenvorstände handelten gewiß im besten Glauben; sie vermeinten damit, das Interesse der Kasse in geeigneter Weise wahrzunehmen. Aber wenn man unter dem " : 1. den Arzt dem forrumpirenden Walten der freien Konkurrenz lassen, weil sie sonst fürchten müssen, daß ihnen der Profit ge ihres eigenen Ortes zu schlechten Menschen machen oder machen zu entziehen, indem sie ihn durch ein auskömmliches Jahresgehalt, chmälert wird. Sie möchten ihren Ort und seine Bevölkerung eventuell mit Dienstalterszulage und Urlaubsberechtigung materiell lieber in möglichst günstigem Lichte dargestellt sehen; denn ste nach allen Seiten hin unabhängig machen und seiner Stellung wünschen ja nichts schnlicher, als daß auch zahlungsfähigere, gewissermaßen den Charakter eines Beamten der Arbeiterschaft besser fituirte Leute in größerer Zahl zu ihnen hinausziehen. Aus geben; 2. ihn unter Verbot der Privatpraxis ausschließlich mit der über die durchaus sachgemäßen Veröffentlichungen des Herrn A. auf, diesem Grunde regten sich damals die Honoratioren von Rigdorf Behandlung von Kaffenmitgliedern zu beschäftigen und ihm so und zweifellos aus demselben Grunde schreien sie jetzt über das Gelegenheit zu geben, denselben menschlich näher zu treten und allzu häßliche Konterfei, das die„. 3." von ihrem Orte ent sein spezielles Fachwissen im Hinblick auf die Eigenart der kassen- worfen hat. ärztlichen Thätigkeit und die besonderen Aufgaben der Sozialgesetzgehung zu vervollkommnen. Lokales. " = 2. Professor Mommsen bringt Heinrich Heine um. Unzählige " Interesse der Kasse" nicht blos die möglichst schleunige Anhäufung in Zukunft die Grundlagen zum Ausbau der Arbeiterschutz- Gesetz- deutschen Arbeiterschaft schon in Grund und Boden gespießt und Mit derart gestellten und vorbereiteten Aerzten dürften sich dann male haben die Nachkommen des Atta Troll den Lieblingsdichter der sondern wenn man dasselbe darin sieht, daß die Vorkehrungen, welche gebung beschaffen lassen; jeder andere Weg hingegen muß noth- immer ist der Kerl noch nicht todt. Da ist es denn ein wahres Labfal für die geistig Armen, daß ein wahrhaftiger deutscher Professor den Mitgliedern der Kasse im Erkrankungsfall die Wieder- wendig ohne praktische Ergebnisse bleiben. Herstellung ihrer Gesundheit ermöglichen sollen, thunlichst voll- Versicherungswesens hochbedeutsame Problem habe ich ausführlich Dieses ganze und für die weitere Entwickelung des Kranken- ihnen zur Seite springt. In reaktionären Blättern ist zu lesen: In dem Streite über die Errichtung eines Denkmals für tommene seien, wird man ein solches Verhalten kaum billigen in meiner beiliegenden Broschüre„ Die Lösung der Kaffenarztfrage" Heinrich Heine hatte sich der Verleger Hans Fischer in Mainz an berfönnen. Oder sollten sozialdemokratische Arbeiter, abweichend von ihrem sonstigen Standpuntt, gerade in arbeitswilligen" Aerzten die behandelt; dieselbe sei Ihrem Herrn Mitarbeiter ebenso zur Lektüre fchiedene Persönlichkeiten gewandt, um zu erfahren, welche Stellung geeignetsten Berather in Krankheitsfällen sehen? empfohlen, wie der ebenfalls beigefügte Verwaltungsbericht der sie zur Frage des Heinrich Heine Denimals am Rhein Allgemeinen Ortskrantenfasse zu Barmen, worin ich an einem einst einnehmen. So auch an Theodor Mommsen. Sein Gutachten Bemerkt sei dabei noch, daß leider häufig genug der Ton, in weilen noch vereinzelten Beispiele gezeigt habe, welche nothwendigen war damals nicht veröffentlicht worden. Jezt hat Herr Fischer welchem solche Verhandlungen zwischen Kaffenvorständen und ihren" und aussichtsvollen Aufgaben auf dem Gebiete des Kassen- Medizinal- bei Professor Mommsen um die Erlaubniß nachgesucht, ſein GutAerzten geführt wurden, nicht ein solcher ist, wie ihn Sozial- wesens noch zu lösen bleiben. achten in der von ihm neubegründeten Wochenschrift„ Siegfried" demokraten gegenüber Arbeitern für angebracht halten können. nachträglich veröffentlichen zu dürfen. Professor Mommsen hat zuSo hat erst jüngst die Generalversammlung einer Ortsgestimmt. Sein Gutachten lautet:" Ihrer Aufforderung, hinsichtlich Krankenkasse gelegentlich eines Streits der Stassenärzte eine des Heine- Denkmals mich zu äußern, fann ich nicht folgen, und ich Resolution gefaßt, in welcher behauptet wird, daß der Streit bitte Sie, mir kurz eine Darlegung meiner Gründe gestatten zu zwischen Kasse und Aerzten sich um eine Machtfrage Eine öffentliche Versammlung findet morgen, Sonnabend, wollen. Dag Heine zu unseren allerersten Dichtern gehört und die brehe und daß das Vorgehen der Aerzte sich gegen die Selbständig im Feen- Palast statt; es wird dort Genosse Wilhelm Scheffel und Freiligrath 2c. gegen ihn Kleinmeister sind, ist zweifelkeit der Kaffe richte. Dabei forderten die Aerzte neben länger Liebknecht über:„ Die Stellung der Akademiker los. Aber leider ist er nicht blos ein ungezogener Liebling der Grazien, dauernden Kontratten im wesentlichen nur, daß Beschwerden über Arzneivergendung seitens der Aerzte und dergl. zunächst einer Aerzte- um Sozialismus und in der Sozialdemokratie" sondern auch kein Mann rechter Ehre. Was ich von seiner persönlichen Haltung und seinem politischen Thun weiß, ist schmähfommission zur Begutachtung, nicht zur Entscheidung, vorgelegt sprechen. Bei dem voraussichtlich großen Andrang werden die lich, und wenn das Genie alle Verirrungen deckt, so gilt dies doch werden sollten; d. H. fie verlangten das, was man in industriellen Genossen und Genossinnen gebeten, möglichst frühzeitig zu erscheinen. nicht von ehrlosem Thun. Wenn mich das verhindert, mich zu Unternehmungen als Errichtung eines Arbeiterausschusses bezeichnet. Der Beginn ist auf 8 Uhr festgesetzt. gunsten der Denkmals- Errichtung auszusprechen, so möchte ich auch Angesichts dieser Uebertreibungen der Kassen- Generalversammlung muß man unwillkürlich an das Verhalten des Hamburger Unter- Zur Lokalliste. In welcher Weise Befizer von gesperrten nicht öffentlich dagegen auftreten..." Die Antwort auf dieses professorale Gutachten ist vor 27 Jahren nehmerverbandes denken, der auch behauptete, daß der Hafenarbeiter- okalen versuchen, die Arbeiter zum Besuch zu veranlassen, zeigt streit sich darum drehe,„ wer Herr im Hamburger Hafen sein solle", folgender Fall: Der Wirth von dem gesperrten Moabiter beutschen Arbeiterschaft gern gelesenen Neuen Wintermärchen". Dort hon gegeben worden, und zwar in dem auch heute noch von der Gesellschaftshause" vertheilt unter den Arbeitern der darauf hinzuweisen, daß die materielle Lage der deutschen Aerzte öte u. Komp. Billets, in welchen er zu einem von ihm Schon nach dem bisher gesagten ist es eigentlich überflüssig, Deutschen Waffen- und Munitions fabrit& udwig sagt eine redivivus bei seinem Besuch in neuen deutschen Reich der Gottesfurcht und fromnien Sitte von sich: feineswegs eine schroffe Abweisung ihrer Bestrebungen auf Hebung arrangirten Sommerfest bei freiem Entree einladet. Nach diesen derfelben gerechtfertigt erscheinen läßt. Die Erwerbsverhältnisse liegen gegenwärtig aus den verschiedensten Gründen für den über- Einladungen soll es scheinen, als ob die Fabrik das Festi wiegenden Theil der Aerzte so ungünstig, daß dieselben durch ihre hat seine Rechnung ohne die Arbeiter gemacht, da diese entschlossen veranstaltet habe. Das ist jedoch nicht der Fall. Der Birth Berufsthätigkeit kaum das zum Lebensunterhalt nöthige Einkommen sind, sich nicht auf diese Art zum Bruch der Lokalliste gebrauchen zu Die Bekleidung der Ferienkolonien- Kinder ist, wenn sie den gewinnen tönnen, geschweige denn, daß sie in der Lage find, Er- laffen. Hoffentlich wird der Wirth in seinem gesperrten Saale am Vorschriften des Komitees für Ferienkolonien entsprechen soll, bersparnisse zu machen. Schon aus diesem Grunde sollte also die Sonnabend, den 16. Juli, dem Tage dieses Festes, allein Herr hältnismäßig kostspielig und für ärmere Eltern geradezu unerschwing Sozialdemokratie, die nicht blos die hand voll Schwielen", sondern im eigenen Hause sein. lich. Wir haben früher mehrfach die Behauptung aufgestellt, daß auch die Interessen dessen zu vertreten hat, der mit Scheitel und Die Lokalkommission. J. A.: Oskar Mahle. schon aus diesem Grunde manches bedürftige Kind zurückbleiben mit Hirn hungernd pflügt", den Aerzten etwas mehr Wohlwollen entgegenbringen. C. F. Dritter Berliner Reichstags Wahlkreis. Sonntag, den muß, theils, weil es bei unzureichender Ausrüstung schlechterdings Die zweite Buschrift, die uns von einem Elberfelder Arzte zu- 17. Juli, Familien- Ausflug nach Schmargendorf, Restaurant nicht mitgenommen werden darf, zum theil auch deshalb, weil viele Eltern geht, lautet: Sanssouci". Treffpunkt daselbst 10 Uhr früh. Hierzu ladet angesichts der Bekleidungsvorschriften von vornherein auf ein AufnahmeDer Vorstand des Wahlvereins. gesuch verzichten. Nun wird zwar die Kleidung, wenn die Eltern Zu ihren Ausführungen über den gesundheitlichen Maximal- ergebenst ein völlig außer stande sind, sie ihren Kindern in der geforderten Güte Arbeitstag im Leitartikel der Nr. 159 erlaube ich mir folgende Die Parteigenossen des vierten Wahlkreises werden auf und Vollständigkeit mitzugeben, zuweilen vom Komitee selber aus Bemerkungen: das vom Lese- und Diskutirklub„ Süd- Ost" am Sonnabend, den einem vorhandenen Fonds und aus privaten Spenden beschafft bezw. Daß der Erlaß des Handelsministers an die Gewerbe- 16. Juli, im Restaurant Starpfenteich", Köpenider ergänzt. Das hat aber bei der Geringfügigkeit der hierfür vorhan Aufsichtsbeamten, mit Unterstützung der Krankenkassen und ihrer and straße, veranstaltete Sommernachtsfest ganz besonders denen Mittel bisher immer nur ganz vereinzelt geschehen können. Aerzte Material zur Begründung der Nothwendigkeit eines gesundheit aufmerksam gemacht. Die getroffenen Arrangements versprechen Nach einer berichtigenden Zuschrift, die uns das komitee im Mai lichen Marimal- Arbeitstages zu sammeln, ergebnißlos bleiben würde, jedem Besucher einen durchaus genußreichen Abend. Die Wer dieses Jahres zusandte, mußte man allerdings annehmen, daß die darüber herrschte schon auf der vorjährigen Versammlung des Zentral- trauenspersonen. Unterſtügung mit Kleidung in neuerer Zeit in zahlreichen Fällen" verbandes Deutscher Orts- Krankenkassen nur eine Meinung. erfolgt ist. Aber der kürzlich ausgegebene Bericht pro 1897 fagt, das sehr diese Auffassung durch die Thatsachen gerechtfertigt worden ist, Die Politik des Kleinlichen. Es wird von nenem in liberalen Komitee habe aus den Mitteln der Constant Sala- Stiftung darüber bringt der erwähnte Artikel unzweideutige Beläge; auch Blättern berichtet, daß gar nicht daran zu denken sei, daß die von 147,90 M. zur Beschaffung von Kleidungsstücken erhalten, daniit werden darin dieselben Gründe, die bereits auf der Kölner Versammlung Magistrat und Stadtverordneten beschlossene Umfriedigung des Fried- fein armes Kind lediglich aus dem Grunde unberücksichtigt bleiben geltend gemacht wurden, zur Erklärung des Mißerfolges der ministeriellen hofes der Märzgefallenen in diesem Jahre angebracht werden sollte, weil die Eltern nicht im stande waren, die unbedingt noth" Enquete" herangezogen, nämlich die durchschnittlich jammervoll rück- tönne. Wenn die Leute, welche es auf Verzögerung oder Hinter- wendige Bekleidung zu beschaffen". Der Betrag fei für 23 Kinder ver ständige Organisation und Verwaltung der Krankenkassen, und die treibung einer harmlosen Ehrenbezeugung abgesehen haben, doch nur wendet worden.( Frühere Berichte gaben keine bestimmte Zahl an.) erscheint das darin vorgeschlagene Mittel zur Abhilfe; der Herr Ver- licher Mittel ins eigene Fleisch schneiden und auch den harmlosen Zwede 150 M. bewilligt, wodurch einer weiteren Zahl von Kindern ge= fasser erblickt nämlich ein wesentliches Moment für die Besserung Bürger topfschen machen. Denn das Eine sollten die wunder- holfen worden sei. Wie vielen dadurch geholfen sei, sagt der Bericht dieser Zustände in einer Verallgemeinerung der freien Arztwahl. lichen Staatsretter fich gesagt sein laffen, daß bei aller nicht; da aber der Geldbetrag fast derselbe war, so dürften es etwa Eine solche Maßregel hieße aber das Uebel nur noch verschlimmern, grundsätzlichen Stellungnahme gegen die Sozialdemokratie ebenso viele gewesen sein. Bon weiteren Spenden und Unterwie folgende Betrachtung zeigen wird. auch die bürgerlichen Streise Berlins bis weit in die stüßungen dieser Art haben wir nichts in dem Bericht gefunden. Wir Wie " " Ich war kein Charakter, doch ein Genie, Und ein Schlingel dazu, ein vertracter, Doch heute in deutsch- nationaler Brüh, Heut wär ich der größte Charakter! Veranschlagt man das Durchschnittseinkommen eines Kassenarztes, liberalen Reihen sanfterer Richtung hinein den Platz, wo die dürfen also die Zahl der mit Kleidung unterstützten Kinder auf knapp b. h. eines Arztes, der neben seiner Privatpraxis auch Kaffenpraxis Kämpfer des 18. März 1848 begraben liegen, als eine Stätte der ein halbes Hundert schätzen, während über 3000 in die Kolonien ge ausübt( unter den 25 000 deutschen Aerzten find das etwa vier Ehre betrachten, der jeder gefittete Mensch Achtung zu zollen hat. schickt wurden und gegen 6000 andere, die ebenfalls zur Aufnahme Fünftel, also ca. 20 000) auf 3000.. jedenfalls eine nicht zu hohe Uns Sozialdemokraten wird mit der Politik des Kleinlichen ja am gemeldet waren, abgewiesen werden mußten. Unsere Leser mögen rutschten. in Nr. 130 des entscheiden, ob man da von zahlreichen oder nur vereinzelten Fällen| Papier aufschreiben mußte, stellte sich heraus, daß er gar nicht der leute gegenüber; vielleicht hätten wir diese unter v. Oppen's Regieder Kleidungs- Lieferung sprechen darf. Es würde uns freuen, wenn rechtmäßige Juhaber jener Karte fei. B. gestand denn auch ein, ment mit der Zeit auch noch zum großen Theil zu uns herüber das Komitee in der Lage sein sollte, uns den Nachweis zu führen, daß er die Monatskarte gefunden und für sich gebraucht habe. Der gefriegt. Vorläufig wirkt der Amtsvorsteher allerdings immer noch daß unsere Schägung doch zu niedrig ist, und daß noch von anderer leichtsinnige junge Mann dürfte sich wegen Betruges und wegen in seiner Weise staatserhaltend; namentlich der Gastwirth Linden. Seite in nennenswerther Zahl Unterstützungen durch Kleidung Fundunterschlagung zu verantworten haben. hayn in Grünau wird immer noch tapfer von Herrn v. Oppen erfolgen. Auf frischer That wurde gestern Morgen der Hausdiener bedachtt. Bis vor kurzem hatte dieser Wirth, der sein Lokal Die Juvaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Berlin Wilhelm H., der bei dem Delikatessenhändler Banasty in der trotz alledem unerschrocken zu Arbeiterversammlungen ten errichtet bei Beelitz eine Heilstätten Anlage, wie sie wohl Spandauerstraße 37 in Stellung war, bei einem Diebstahl ertappt. hergiebt, wenigstens jeden vierten Sonntag für öffentliche eilstätten- Anlage, wie war, bei ihrem Umfange und ihrer ganzen Einrichtung nach unerreicht da- Banasty war es schon länger aufgefallen, daß H., wenn er morgens Tanzmusit frei. Aber auch dieser letzte Sonntag ist ihm genommen stehen soll. Es wird darüber berichtet: Das Gelände, auf welchem nach Berlin zur Markthalle fuhr, eine Menge Säde mitnahm. Gestern worden und er ist jetzt einzig auf Vereinsveranstaltungen angewiesen. die Anlage errichtet wird, ist durchweg Waldterrain und hat einen Morgen sah er einmal genauer zu und fand nun in die Säcke ein- Kürzlich mußte es Herrn v. Oppen paffiren, daß sein staatsUmfang von 500 Morgen. Das Terrain bildete bisher einen Theil geschlagen Chokolade, Wein, Honig und Hummern im Werthe von erhaltender Eifer einer gerichtlichen Korrektur unterworfen wurde. der Beelitzer Stadtforst, ist unmittelbar am Bahnhof gelegen und 25 M., die H. fich heimlich angeeignet hatte. Der Ertappte wurde Wie unsere Leser aus der Mittheilung wird von der Weglarer Eisenbahn in zwei Theile durchschnitten. Auf festgenommen, gestand, derartige Diebstähle schon wiederholt verübt Vorwärts" wissen, war Herr Lindenhayn mit einem Strafmandat der einen Seite werden die Lungenheilstätten für Männer und zu haben, und gab an, daß er die gestohlenen Sachen zu einem Ver bedacht worden, weil er genau zu der Zeit, als die famofe Frauen, auf der anderen Seite Sanatorien für Männer und Frauen wandten in Berlin gebracht habe. Ob diese Angabe richtig ist, bedarf Sabbathschändung am Sportdenkmal soweit wir wissen, errichtet. Die Gesammtbettzahl ist auf 550 festgesetzt, doch ist noch der Untersuchung. straffrei verübt wurde, seinen durstigen Gästen im Garten Bier das Projelt von vornherein auf eine dreifache Vergrößerung bes Unfall im Straßenverkehr. Auf dem Kreuzungspunkte der fredenzt und dadurch angeblich gegen die Sonntagsruhe gefrevelt rechnet. Es kommen im ganzen 26 verschiedene Gebäude zur Er- Potsdamer- und Bülowstraße stieß vormittags ein Wagen der hatte. Lindenhahn beantragte gerichtliche Entscheidung und hatte den richtung, welche mit den besten hygienischen Einrichtungen der Neuzeit elektrischen Straßenbahn der Linie Schöneberg- Alexanderplatz mit Erfolg, daß er vom Schöffengericht in Köpenick freigesprochen wurde. In dem Erkenntniß heißt es, daß das Auflegen der Bierversehen werden sollen. Der Gesammtkostenaufwand einschließlich dem Anhängewagen eines Wagens der Linie Zoologischer Garten- wurde. In dem Erkenntniß heißt es, daß das Auflegen der Bierder Kosten für das Terrain und die innere Einrichtung wird sechs Schlesisches Thor zusammen. Von den Insassen der Wagen wurden fässer im Garten weder geräuschvoll noch bemerkbarer als das Millionen Mark betragen. Das Bauprojekt ist vom fal. Baurath sechs Personen unbedeutend verletzt; der Wagen der ersteren Linie Austragen der Biergläser gewesen sei und der Angeklagte sich einer Schmieder und dem Verwaltungsdirektor des Krankenhauses Moabit, wurde stark beschädigt. Eine Betriebsstörung trat nicht ein. Die lebertretung der Verordnung, betreffend die Sonntagsruhe, nicht Herrn Merke aufgestellt worden. Die Leitung des Baues liegt in Ursache des Zusammenstoßes dürfte darin zu suchen sein, daß die schuldig gemacht habe. Solche kleine Korrekturen muß man jich den Händen des zur Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalt Wagen auf dem frisch gesprengten Geleise trotz des Bremsens weiter eben noch im Kampf für Ordnung, Religion und Sitte gefallen laffen. Berlin beurlaubten Regierungsbaumeisters Scholz. Aber das darf einen braven Beamten nicht verdrießen. Vielleicht Eine ganz unglaubliche Dummheit traut ein hiesiges Lokalblatt der preußischen Regierung zu. Der muthmaßliche Mörder der Handelsfrau, die neun Kinder und ihren Mann zu ernähren bestimmt, daß an Sonntagen die südliche Seite nur von Radfahrern Wie wir vor einigen Tagen mittheilten, gerieth eine arme bleibt Herr v. Oppen dem Staate doch noch erhalten. Die Verkehrsordnung für den Kurfürstendamm, welche Bertha Singer hat sich wochenlang in Berlin herumbrücken können, hat, dadurch in große Bedrängniß, daß sie an einem Tage nicht benutzt werden darf, bringt für die Droschkenkutscher, wie unsere ohne daß die Polizei feiner habhaft wurde. Das mag vielleicht weniger als acht Aufforderungen zum Haftantritt auf fällig genicht von einer außergewöhnlichen Intelligenz der Polizei zeigen. wordene Strafmandate hin erhielt. Zwei Tage später wurden der Refer aus einer früheren Wittheilung wissen, manche UnannehmlichWeil dem nun so ist, soll, dem Lokalblatt zufolge, nicht etwa die Handelsfrau anonym durch Postanweisung fünf Mark zugeschickt; feit mit sich. Gegen diese Bestimmung nahm der Vorstand des Bolizei gefcheidter gemacht, sondern der anständige Bürger mit gleichzeitig theilte ein hiesiger Kaufmann aus dem Zentrum der Fachbereins der Droschtenbesiyer" entschieden Stellung und beschloß, neuen Scherereien belästigt werden. Der Landtag soll, wie das Stadt der Armenkommission des betreffenden Bezirtes mit, daß er die Charlottenburger Bolizeidirektion zu ersuchen, die Verordnung Blatt herausbekommen zu haben vorgiebt, nächsten Winter bei Be- die Zahlung der gesammten vorliegenden Strafen für die Frau über wieder aufzuheben und anzuordnen, daß auf dem Kurfürstenrathung der neuen Polizeigefeße sich mit einer Verschärfung der Annehmen werde, nur knüpfte er hieran die Bedingung, daß sein Name damm ebenso in der Richtung von Berlin nach Halensee und Abmeldepflicht in der Richtung zu beschäftigen haben, daß nicht genannt werde. wie in der umgekehrten Richtung von Halensee nach Berlin auch die Miether und Aftermiether für die sofortige Meldung aller sämmtliche Fuhrwerte nur auf der rechten Seite fich bei ihnen auch nur besuchsweise aufhaltenden Personen für morgens um 4 Uhr, der Drechsler Georg Neumann von einem Schuß genau derselben weise auch für die Radfahrer Mit mehreren Stichwunden im Kopfe wurde Donnerstag, der Straße fahren dürfen, und daß diese Bestimmung in haftbar erklärt werden, und daß für Richtbefolgung der Bestimmungen mann des 12. Reviers am Rosenthaler Thor bewußtlos aufgefunden gelten soll. im Wiederholungsfalle Haftstrafen festzusehen sind. und in ein Krankenhaus gebracht. Nach den bisherigen Ermitte Wir halten von der Intelligenz der preußischen Regierung nicht lungen hat Neumann mit zwei anderen Männern in einem SchantDas elendefte aller Wahlsysteme. In Charlottenburg schließt mehr, als von der Intelligenz ihrer Polizei. Aber mmöglich trauen lokale gespielt und ist dabei um etwa 50 M. erleichtert worden. Das die erste Abtheilung der Landtagswähler mit einem Steuerbetrage wir ihr die Thorheit zu, daß sie den braven Bürger ins Gefängniß Ende war ein Streit, in dem Neumann von seinen beiden Gegnern betrage von 2850,70 2. und endigt mit 664,90 M., während die von 2854,20 m., die zweite Abtheilung beginnt mit dem Steuersteckt, wenn er den Besuch seiner Schwiegermutter nicht auf dem auf der Straße mit dem Messer bearbeitet wurde. Die Messer Revierbureau anmeldet. Den Kriminalpolizisten möchten wir aber sehen, der da glaubt, daß die schweren Jungen und ihre Helfers- stecher find festgenommen worden. Der Gestochene ist noch nicht dritte Abtheilung mit 664,79 M. beginnt. Die Stadtgemeinde Charlottenburg hat mit der Stadthelfer sich um schwere An- und Abmelde- Verordnungen fümmern werden! Im Kampfe mit Rowdies fand gestern Abend eine Arretirung gemeinde Spandau einen Vertrag abgeschlossen, um einen AbfangeRaufereien. Eine Lokalforrespondenz meldet: Ein Säbel- firche steht, ist mit fleinen Gebüschen verziert. Gegen 1/28 1hr hörten burger Nieſelfelder Karolinenhöhe- Gatow aufgetretenen Durchnnd ein Pistolen- 8 weikampf haben in den letzten Tagen Baffanten aus einem dieser Gebüsche jämmerliches Geschrei einer feuchtungen, statt. Der Kaiser Friedrichsplay, wo die neue evangelische Garnison graben anzulegen zur Beseitigung der nördlich der Charlottenin der Nachbarschaft von Berlin stattgefunden. Das Säbelduell Frauensperson. Als man näher hinzutrat, kam ein junges Mädchen Zu der Festnahme zweier junger Mädchen in Rigdorf wurde am Sonnabend zwischen zwei Zivilpersonen bei der Ulmen- und hinterher ein Mann, dem Zuhälterthum angehörend, heraus, wird weiter berichtet, daß in Verfolgung dieser Angelegenheit der Allee auf Westend ausgefochten. Einer der Kämpfer wurde ver Der Mann versetzte dem Mädchen unter unfläthigen Schimpfworten Polizei die Aufhebung eines ganzen Supplerneftes gelungen ist. Die wundet. Der Kampf ist von einigen Leuten aus der Nachbarschaft mehrere Schläge ins Gesicht. Ein Schutzmann wollte den Rowdy Mädchen waren nach einer in der Cuvry- Straße belegenen Wohnung gesehen worden. Näheres ließ sich indessen bisher nicht ermitteln. nach der Wache bringen. Aber unter den Zuschauern befanden sich verschleppt worden, wo sie mit berüchtigten Dirnen und zuhältern Das Pistolenduell fand Donnerstag früh in der Spandauer Forst Genossen des brutalen Menschen, die sofort auf den Schußmann ein zusammen hausten und von wo aus sie abends auf den Männerfang statt. Es scheint unblutig verlaufen zu sein. Die Gegner find auch drangen, ihm den Sistirten entrissen und ihn bedrohten. Die Sache gehen mußten. Außer der von uns bereits geſtern gemeldeten Berin diesem Falle nicht bekannt. Der muthmaßliche Mörder der Singer, der Schneider Gutt- hätte auf jeden Fall für den Schutzmann ein schlimmes Ende ge haftung zweier Zuhälter ist inzwischen auch die Festnahme einer nommen, wenn nicht zwei Soldaten vom Kaiser Franz- Garde- Dirne G. erfolgt. manu, bestreitet nach wie vor, mit dem Verbrechen in Verbindung regiment, ein Gefreiter und ein Spielmann, hinzugekommen wären, Granfiger Fund. Ein menschlicher Fuß wurde gestern zu stehen. Er will die Singer nicht näher gefannt haben und die dem Schußmann Hilfe leisteten. So fonte schließlich die Morgen nach dem Einlaufen eines Südring- Buges auf dem Bahnleugnet, daß er anonyme Briefe an die Polizei gesandt habe. Dem- Arretirung erfolgen. Der Mann hatte das Mädchen nach dem Ges hofe Zoologischer Garten gefunden. Die Ermittelungen ergaben, gegenüber soll die Identität der Handschrift der anonymen Briefe büsch geschleppt, um es dort zu vergewaltigen. daß er zu einem Manne gehörte, den der Zug bei Tempelhof übermit derjenigen Guttmann's festgestellt sein. Gerade durch diese Schreiben wurde der Verdacht auf G. gelenkt. Bemerken wollen wir fahren und zermalt hatte. noch, daß die Verhaftung des Guttmann in einer Gastwirthschaft in Königs- Wusterhausen gelang. werden. vernehmungsfähig. Gerichts- Beifung. Einem verfehlten Leben hat der Schornsteinfegermeister Heinrich Koch aus der Großen Frankfurterstr. 54 ein gewaltsames Ende gemacht. Die Verirrungen des schon 56 Jahre alten Mannes sind unbegreiflich. Schon vor zwei Jahren machte er einmal von Brandenburger Sängerfeft. Die Fahrkarten zu den fich reden. Koch, der seinerzeit in der Blumenstraße wohnte, machte Aus dem Leben und Treiben der ermordeten Bertha Zügen am Sonnabend Abend 8/49 Uhr und Sonntag frühr 72 Uhr bei Buggenhagen ein Fest mit, das bis in den Morgen hinein Singer brachte eine Berhandlung, welche gestern unter dem Vorsitz müssen bis Sonnabend Mittag, gleichgiltig ob von Wer dauerte, und war dann verschwunden. des Amtsrichters Schlesier vor der 134. Abtheilung des SchöffenDer frühere Er war mit 1600 M. nach gerichts stattfand, bemerkenswerthe Mittheilungen. einen oder Privaten bei Hübner, Wilhelmsir. 134, abgeholt Hamburg gefahren, und hatte dort sein Geld in furzer Zeit ver Drofchlenkutscher Baul Köhler, welcher zur Zeit eine neunmonatige geudet. Seine Frau schickte ihm das Geld zur Rückreise, die er denn Die Große Berliner Straßenbahn hat den zweigleifigen auch sofort antrat. Da Koch ohne weiteres seine Arbeit vernachlässigte, Gefängnißstrafe wegen schweren Diebstahls verbüßt, wurde vorge führt unter der Auflage, die Singer schwer verletzt und wiederAusbau der Weißenseer Linie zwischen der Verbindungsbahn so schritt die Innung gegen ihn ein und kündigte ihm sein Amt. führt unter der Anklage, die Singer schwer verletzt und wiederund der Weichbildgrenze in Aussicht genommen; fie beabsichtigt, in Da die Kündigung für das laufende Jahr zu spät kain, so mußte holt mit dem Verbrechen des Todtschlags bedroht zu haben. Der Angeflagte bekannte sich schuldig. Er habe zivei nächster Zeit die Pantower Linie zwischen Kastanien- und man den Meifter bis zum Januar 1899 in seiner Stellung und Jahre lang mit der Singer verkehrt und habe die ernſte Pappel- Allee und der Ringbahn ebenfalls zweigleisig auszubauen feinen Einkünften belassen, beschritt aber den Ausweg einer Ab- Jahre lang mit der Singer verkehrt und habe die ernſte und ferner die Endhaltestelle am Wirthshaus von Zeuner in findung. Koch erhielt seinen eigenen Angaben nach 4000 m. Mit bficht gehabt, fie zu heirathen. Er habe ihr deshalb auch Treptow zu vergrößern, da die jetzige turze Haltestelle, insbesondere dieser Summe wollte seine Frau ein Geschäft anfangen, sie bekam feine Zuhälterdienste geleistet, sondern sich bemüht, fie auf einen bei startem Sonntagsverkehr, zu Beschwerden Veranlassung gefie jedoch nicht zu sehen. Am 7. April ging der Mann zum Mollen guten Weg zu bringen. Seinem Anfrage, die Singer von der geben hat. marft, um einen Termin wahrzunehmen. Er hatte versprochen, recht. polizeilichen Aufsicht zu befreien, sei deshalb auch stattgegeben worden. Aber die Ermordete sei stets wieder rüdfällig geworden Für den elektrischen Betrieb auf der Straßen- Ringbahn zeitig zurückkehren zu wollen, kam aber überhaupt nicht wieder, und wenn er sie dabei betroffen habe, sei es allerdings vorgekommen, find die Einrichtungsarbeiten jest in der Hauptsache beendet. Die sondern verschwand mit den erhobenen 4000 m. daß er sie geschlagen habe. Eines Tages habe die Singer die Eröffnung des elettrischen Betriebes kann aber erst zum Oktober forschungen der Frau blieben ohne Erfolg, obwohl der Mann Nähmaschine, welche er ihr angeschafft hatte, verkauft, weil sie nicht erfolgen, da vor der geplanten Umgestaltung des Potsdamer Plazes es fertig brachte, seine Kleidung und seine Wäsche heimlich Nähmaschine, welche er ihr angeschafft hatte, verkauft, weil sie nicht die polizeiliche Genehmigung für den elektrischen Betrieb nicht er aus der Wohnung herauszuholen. Wie sich später herausstellte, arbeiten wollte; da sei er denn dermaßen in Wuth gerathen, daß er sie zu Boden geworfen und ihr einen Fußtritt gegen den Bauch vertheilt wird. lag Koch eine zeitlang den ganzen Tag in den Mädchenkneipen, fegt habe. Jedesmal, wenn er mit ihr in Streit gerieth, habe die Verlegung durch Huffchläge. Der 50 jährige Stallmann 30g dann mit einer Straßendirne zusammen, die er als seine Richte Singer die ungeheuerlichsten Beschuldigungen ausgestoßen und geanmeldete. Bekannten gegenüber bemerkte er in der letzten Zeit Johann Leider wurde, als er in dem Stalle des Fuhrherrn Wieprecht mehrfach, wenn es mit dem Gelde zu Ende sei, würde er sich das droht, daß sie ihn in's Zuchthaus bringen würde, wie jo manche vor in ber Memelerstraße ein Pferd zum Puzen herausführen wollte, Leben nehmen. Seine wirthsleute ahnten nicht, daß" Onkel und der Nitsche- Mörder, ich werde es Dir beweisen!" Im Auguſt v. J. ihm. Wiederholt habe sie bei solchen Auftritten gerufen:" Du bist von diesem geschlagen und innerlich so schwer verlegt, daß er bald darauf den Geist aufgab. Ebenfalls durch Hufschläge eines Pferdes Richte" ein Liebespaar seien. Wiederholt machte der bejahrte Mann wurde vor dem Hause Königgrägerstr. 13 der Droschenlutscher mit seiner Geliebten auch Reisen. Endlich war das letzte Geld ausWilhelm Grabow schwer verletzt. Nach Anlegung eines Verbandes gegeben. Während seine Geliebte abends ausgegangen war, angeb auf der Unfallstation I erfolgte seine leberführung in das Krankenhaus Moabit. Ein Eisenbahnunglück ereignete fich, wie uns berichtet wird, gestern Mittag gegen 1 hr auf der Ringbahnstrecke zwischen Stralau Rummelsburg und Friedrichsberg. Von einem Güterzuge entgleisten zwei Wagen; während der vorletzte Wagen zum theil zertrimmert wurde, tam ber letzte quer über dem Geleise zu stehen. Auch wurde ein Wärterhaus durch den Unfall beschädigt. nügend gesichert sind." Alle Nach ich um das Theater zu besuchen, erhängte er sich in der gemeinsamen Wohnung in der Golz- Straße. Die Geliebte fand ihn als Leiche laffen. Die entlarvte Nichte mußte sofort die Wohnung räumen. wieder. Bis zum letzten Athemzuge der Deine" hatte er ihr hinter Donnerstag hatte die Singer sich zur Kriminalpolizei begeben und den Angeklagten wegen Körperverlegung und Bedrohung angezeigt. Der Vorsitzende bemerkte, daß es jedenfalls ein Glück für den Angeklagten war, daß er sich in Untersuchungshaft befand, als die Singer ermordet wurde, denn sonst würde er wohl wie so viele, die zu der Ermordeten in Beziehungen gestanden hatten, in den Verdacht der Thäterschaft gerathen sein. Das Rammergericht wies gestern die von unserm Genoffen 8appen, dem Redakteur der Märk. Volksstimme", eingelegte Stevision zurück, die sich gegen seine Berurtheilung wegen Beleidigung des Polizeikommissars Weinert gerichtet hatte. Etwas Deutliches fiber die Gründe war aus dem Vortrage des Kammergerichtsrathes v. Uechterih nicht zu entnehmen. Der schon bejahrte Herr giebt seine Referate meistens im Flüstertone, was in der Wirkung einem Ausschlusse der Oeffentlichkeit gleichkommt. " Feuerbericht. Mittwoch Nachmittag 6 Uhr war Tilsiter Da eine Zeugin, welche bei den Mißhandlungen zugegen getraße 45 ein Kellerbrand zu beseitigen, der Gerümpel und Werg wesen sein soll, nach England gegangen ist, so war der Gerichtshof einäscherte. Abends 9 Uhr erfolgte Alarm nach Waldemar lediglich auf das Geständniß des Angeklagten angewiesen. Er wurde straße 42 und Gleditsch str. 43. Im ersten Falle hatte sich unter Bubilligung von mildernden Ümständen zu sechs Wochen Geeine fleine Menge Phosphor entzündet und die Umgebung in fängniß verurtheilt. Nach Mittheilung des Polizeipräsidinms ist der Polizei Flammen gesetzt, im andern Falle brannte der Inhalt eines berordnung über den Verkehr mit Sprengstoffen vom Schaufensters von einem Konfettions Geschäft. 19. Oftober 1893 bei Abja 4 des§ 21 folgender Say hinzugefügt Nachmittag wurde die Wehr nach Blumenstr. 80/81 gerufen. Hier worden:„ Mit unserer Genehmigung kann auch in geringerer Ent- war im Keller der Droguenhandlung von Otto Kuzner ein Ballon fernung von bewohnten Gebäuden eine Stelle angewiesen werden, Benzin ausgelaufen, das Feuer fing, als ein Arbeiter ein Licht an sofern diese Gebäude durch Erdwälle oder in anderer Weise gegen zündete. Glücklicherweise war er beherzt genug, um die im Keller die Wirkungen einer auf der Ladestelle eintretenden Explosion ge- befindliche Wasserleitung aufzudrehen und den Brandherd unter Wasser zu setzen, so daß der herbeigerufenen Wehr nichts zu thun Ein von Berlin and steckbrieflich verfolgter Verbrecher, übrig blieb. Der entstandene Schaden ist unbedeutend. Ein Flottenschwärmer und Kommerzienrath wegen Ber ber vielfach vorbestrafte, gemeingefährliche Buhälter Karl Ewert, Aus den Nachbarorten. gehens gegen das Vereinsgesetz angeklagt. Der Verein für ist gestern in Hamburg der Kriminalpolizei in die Hände ge= die Wahrung der gemeinsamen wirthschaftlichen Interessen im Rheinfallen. In der Reichenstraße war eine Frau mit einem fremden Köpenick. Der Magistrat giebt bekannt, daß die Liste der land und Westfalen", dem 400-500 Mitglieder angehören, besitzt Menschen in Streit gerathen. Ein hinzukommender Schumann stimmfähigen Bürger für 1898 vom 15. bis 30. Juli im Magistrats- einen Ausschuß von 36 Mitgliedern, die mit dem Vorstande und den forderte beide auf, fich zu entfernen, worauf mun der Mann sich bureau Bimmer 8 öffentlich ausliegt. Während dieser Zeit kann Generalversammlungen berufen sind, die Zwecke und Ziele des Vereins gegen den Beamten wendete und ihn beschimpfte. Er sollte infolge jedes Mitglied der Stadtgemeinde gegen die Richtigkeit der Liste zu fördern. Der Vorsitzende des Vereins, Kommerzienrath August beijen verhaftet werden, wehrte sich dagegen aber aufs heftigste beim Magistrat Einspruch erheben. Wahlberechtigt ist jeder, der seit Servais, ließ durch den Landtags- Abgeordneten Dr. Beumert, der und konnte erst nach längerer Zeit und nur mit Hilfe einiger einem Jahre im Stadtbezirk wohnt, feine Armenunterstützung er- geschäftsführendes Mitglied ist, die 36 Ausschußmitglieder brieflich einBaffanten überwältigt und zur Wache gebracht werden. Hier aber halten, seine Gemeinde- Abgaben bezahlt hat und zu einem Ein- laben, am 13. Januar 1898 in einem Düsseldorfer Gasthof zu einer Sitzung stellte sich heraus, daß der Verhaftete eben jener stedbrieflich ver- fommen von mindestens 660 m. veranlagt ist. Zur näheren Aus- zu erscheinen. Neben anderem sollte Stellung genommen werden zu folgte Zuhälter war, worauf er mun in sicheren Gewahrsam ge- funft find gern bereit die Parteigenossen Adolf Schula, einer Kundgebung für die Marinevorlage der Regierung, und zwar, nommen wurde, um dann der Berliner Staatsanwalt Fiedler, Biegelmann, Fr. Richter, Böttcherstr. 45, 11. wie betont wurde, aus wirthschaftlichen Gründen". Die elf Ausfchaft ausgeliefert zu werden. Niemand versäume, zur rechten Zeit nachzusehen. Der Vertrauensschußmitglieder, die dem Rufe gefolgt waren, besprachen denn auch die Recht verhängnißvoll wurde vorgestern dem 21 jährigen Hand- mann. Flottenvorlage nach einem Referat des Dr. Beumert und erklärten dann fungsgehilfen B. der Verlust einer Monatstarte der Stadtbahn. Er Der Amtsvorsteher von Oppen, dem die Sozialdemokratie in einem Beschluß, daß der Verein die Verstärkung und Ausgestaltung hatte bie Starte auf dem Bahnhof verloren und bemerkte das Fehlen für seine unfreiwillige Mitarbeit an der Förderung ihrer Ideen so der deutschen Kriegsflotte in dem durch die Regierungs- Vorlage ge Derselben, als er sie dem Bahnsteigschaffner vorzeigen wollte. Der vielen Dank schuldig ist, nimmt Abschied von Adlershof und forderten Umfange für eine wirthschaftliche Nothwendigkeit halte und Handlungsgehilfe begab sich nach dem Stationsbureau, wo er die läßt sich demnächst pensioniren. Bon 1893 bis 1898 hat sich die daß den Mitgliedern dringend zu empfehlen sei, an einer nach Berlin Mittheilung erhielt, daß eine Monatstarte soeben abgeliefert sei. Bahl der sozialdemokratischen Stimmen in diesem Orte ungefähr einberufenen Versammlung theilzunehmen. Den Vorfiz in der Nach feinem Namen gefragt, gerieth B. einen Augenblid in Ver- verdoppelt. Den 924 Wählern, die am 16. Juni d. J. unserm Sigung führte Stommerzienrath Servais. Außer den brieflich legenheit, und als er mun auch noch den Namen auf ein Stüd Rubeil ihre Stimmen gaben, standen aber immer noch 184 Rückschritts- eingeladenen Vereins- Ausschußmitgliedern durfte niemand daran theil Auf diese Entscheidung werden die Vorstände von Arbeiter bereinen, welche wegen ähnlicher Lappalien angeklagt werden, sich hoffentlich mit Erfolg berufen können. Kontrolleure: Trebert nehmen. Weil Herr Servais die Zusammenkunft der Polizeiverwaltung bis 10 Uhr bei Streit, Naunynftr. 86, Beiträge entgegennimmt,[ beiträge fret abgeftempelt, biefes sei deshalb nur eingeführt, um den nicht angezeigt hatte, erhielt er eine Strafe von 15 M., wegen Vertheilte der Vorsitzende noch mit, daß die Berliner Filiale II des Mitgliedern, welche das Unglück haben lange arbeitslos zu sein, eine gchens gegen das Vereinsgesetz. Die Sigung des Ausschusses wurde Verbandes deutscher Maurer gegenwärtig ca. 3600 Mitglieder zähle, Erleichterung zu verschaffen.- Marken à 20 Bf. von dem örtlichen als eine Bersammlung angesehen, die auf öffentliche Au- und haben nach dessen Angaben auch die Filialen in den Vororten Fonds find seit dem 1. Februar d. J. 19 706 verkauft worden. Die gelegenheiten einzuwirken bezweckt habe. Sämmtliche Gerichtsinstanzen erhebliche Fortschritte in der Mitgliederzahl zu verzeichnen. Einnahme betrug 4656,35 M., Ausgabe 3002,22 M., Bestand 1653; 38. sprachen aber den Angeschuldigten frei, das Kammergericht verwarf Zu der Einnahme bemerkte Redner, daß dieselbe eine Summe von gestern die Revision der Staaatsanwaltschaft mit folgender Begründung: Die Maurer lokaler Richtung waren am Mittwoch sehr 25 M. von dem Kameraden Schöning aus Friedrichsberg enthalte. Sie scheitere an der thatsächlichen Feststellung, daß es sich hier um eine zahlreich in der Tonhalle versammelt. Megte, der über die Dieser Betrag sei noch von dem öffentlichen Fonds der Zimmerer Sigung des Vereinsausschusses handelte und andere als die ein- Arbeitsniederlegungen der letzten Zeit referirte, und die Einzelheiten vom Jahre 1897. Nachdem die andere Richtung den genannten Fonds geladenen Ausschußmitglieder nicht daran theilnehmen durften. So- verschiedener Bausperren besprach, war der Ansicht, daß diejenigen sich angeeignet hatte, habe der pp. Schöning das Geld an unser mit liege keine Vereinsversammlung vor, sondern nur die Sigung Kollegen, welche jetzt noch unter 60 Pf. arbeiten, nicht den Muth Bureau gezahlt. Der Kassirer Adolf Ridert von der Zahlstelle eines Organs des Vereins, und bei einer solchen bedürfe es teiner haben, mehr zu fordern, und überhaupt für die Bestrebungen der Berlin gay die Abrechnung vom zweiten Quartal 1898. Anzeige bei der Polizei. Berliner Maurer nicht zu gewinnen seien. Auf den Bauten, wo Der Mitgliederstand hat sich um ca. 200 vermehrt, abgemeldet haben folche Kollegen arbeiten, werde man auch durch den Beschluß sich 89, ausgeschlossen sind 120, gestorben 7, übergegangen zu einem einer allgemeinen Arbeitsniederlegung nichts erreichen. Nachdem anderen Beruf 24, unbekannt verzogen 30. In Summa 270. Einmehrere Redner sich in ähnlichem Sinne geäußert hatten, wurde eine getreten sind 445, vom Verein der Zimmerer 26, im ganzen 471. Es Die wenig benutzte Sintertreppe im Haufe des Hotelbesitzers dem Bericht der Lohnkommission, daß da, wo die Arbeit einheitlich haben aber das Einschreibegeld anstandslos bezahlt, die 26 find ohne Resolution angenommen, welche besagt, die Versammlung ersieht aus feien noch mehrere Kameraden vom Verein übergetreten, dieselben Rothenburg war gewöhnlich nicht beleuchtet. Eines Abends ging die Kinderfrau die Treppe hinunter, wobei sie ein brennendes zicht niedergelegt wurde, ein Erfolg zu verzeichnen war, daß aber da, wo Eintrittsgeld aufgenommen worden. Nachdem noch mehrere Fragen, mitnahm. Im Luftzuge erlosch die Flamme, so daß sich werden müssen, um sie für die Forderungen der Berliner beantwortet waren, wurde denselben auf Antrag der Revisoren es nicht zur Arbeitsniederlegung kam, die Kollegen aufgeflärt die Kassen Angelegenheiten betreffend von den Kassirern Frau K. im Dunkeln weiterhelfen mußte. Sie tam zu Falle Maurer zu gewinnen. Im weiteren spricht die Resolution eine Decharge ertheilt. Die Diskussion über den Geschäftsbericht wurde, und verlegte sich nicht unerheblich. Das Verlangen der Verletzten, sie zu entschädigen, wies Rothenburg zurück. Er wurde Mißbilligung über das unsolidarische Verhalten der Kollegen einiger ba bie Zeit schon vorgeschritten war, geschlossen. Den Kaffivern, darauf angezeigt und vom Schöffengericht, wie auch vom Landgericht ordnung wurde ausgefüllt durch eine abfällige Kritit, welche Kater, Mantogelder von der Gesammteimiahme bewilligt. Ferner beschloß namhaft gemachten Bauten aus. Der zweite Punkt der Tages- welche Marken vom örtlichen Fonds vertreiben, wurden 11/2 pet. wegen fahrlässiger Körperverlegung zu einer Geldstrafe verurtheilt. Man nahm an, daß er die Hintertreppe hätte beleuchten müssen. It. ezte, Knöppchen und Blaurod an einer kürzlich von die Versammlung einstimmig, daß die Kameraden Neumann und legte Revision ein und machte geltend, es sei der Frau und seinen zentraler Seite herausgegebenen Broschüre übten. Die Versammlung webers, welche noch im Befiz von Geldern von dem Fonds übrigen Angestellten bekannt gewesen, daß die Hintertreppe nicht be- sprach in einer angenommenen Resolution die Ansicht aus, daß die vom Jahre 1897 sind, diese im Bureau abzuliefern hätten. leuchtet sei; Frau. hätte sie auch nicht benutzen genannte Broschüre, entgegen der Abficht ihrer Verfasser, für die In den Frau St. hätte sie auch nicht bennen totale Richtung agitatorisch wirte. Blauroc, über den die Broschüre Leopold Fischer zweiter Vorsitzender. Ridert erster, Tabbert Vorstand wurden gewählt: Knüpfer erster, brauchen, sie hätte über die Bordertreppe gehen können. Wellso Der Ober- Staatsanwalt beantragte die Abweisung der Re- verschiedene, wie er sagt, unwahre Behauptungen bringt, wird gegen zweiter Kassirer. We II sow erster, Lindo w zweiter Schriftführer. vision und betonte, den Herausgeber flagen, wozu ihm die Kosten aus den Mitteln der Revisoren: 3ühlte und Werner. die Hintertreppe müßte so beschaffen fein, daß fie die Dienstboten auf jeden Fall ohne Gefahr Lohnkommission bewilligt wurden. und Iauer. Für den Bezirk Moabit wurde Ortmann, in den hätten benutzen können. Der Anwalt der Verletzten hob noch hervor, Zimmerer. Eine Generalversammlung der Verübrigen 9 Bezirken wurden die bisherigen Bezirkskaffirer wiederdaß der Angeklagte auch dann schuldig wäre, wenn die Frau wirklich band 3-8 ahlstellen Berlins und Umgegend tagte gewählt. Mit der Führung der Geschäfte im Bureau wurde ein geringes Verschulden träfe. Der Straffenat des Kammergerichts am Sonntag, den 10. Juli, in den„ Arminhallen". Den Geschäfts- tube betraut. Die Bibliothek wurde vom Versammlungslokal schloß sich dieser Ausführung an und wies gestern die Revision des bericht des Vorstandes erstattete se nüpfer. Einen gedrudten Be- nach dem Bureau verlegt. Der Bezirkskaffirer Schuhmann Angeklagten als unbegründet zurüď. richt herauszugeben sei von einer Sigung, welcher die Vertreter von giebt bekannt, daß sich seine Wohnung jetzt Hochstraße 32a befindet. den umliegenden Bahlstellen, sowie sämmtliche Bezirkstaffirer bei- Ins Vergnügungskomitee zum Stiftungsfest wurden gewählt: wohnten, abgelehnt worden, da der Lohnkampf unter den auswärtigen Webers, Benade, Schupahn, Balzhorn, Ortmann, Kameraden tobt wie noch nie zuvor, und das Geld hierfür sehr Graz, Sauermann, Henzed, Bierow und Kalisch. Die Maurer zentraler Richtung waren am Mittwoch sehr nothwendig gebraucht würde. Außerdem enthalte die Broschüre, Dasselbe findet bei Keller, Koppenstraße, in den Gesammträumen zahlreich bei Keller, Koppenstraße, versammelt. Dem Bericht der welche jetzt zur Vertheilung gelangt sei, in welcher die Berliner statt. Dem Streiffonds der Zimmerer Deutschlands wurden 500 M. Lohukommission über den gegenwärtigen Stand der Lohnbewegung, Zimmererbewegung geschildert wird, so ziemlich alles. In dem überwiesen. Nachdem noch Rickert empfohlen hatte, mehr wie den Fritsch erstattete, war zu entnehmen, daß auf grund des in verflossenen Jahr sind 11 Versammlungen abgehalten worden; eine bisher für unsere Kameraden in den deutschen Gauen zu thun, der vorigen Versammlung gefaßten Beschlusses, vom Donnerstag ab ist ausgefallen wegen der Reichstagswahl. Es tonnten nur in zwei sowie auch die Kameraden der anderen Richtung dazu anzuspornen, auf 25 Baustellen von 339 Maurern der Stundenlohn von 60 Pf. Versammlungen Vorträge gehalten werden, da die übrigen erfolgte Schluß. gefordert wurde. Auf 8 Bauten mit 81 Maurern wurde die sich mit den Lohn- und Arbeitsverhältnissen sowie mit den Einigungs- den 17. Juli: Ausflug nach Johannisthal. Treffpunkt vormittags 10 Uhr, Zentralverein der Burcan- Angestellten Deutschlands. Sonntag, Forderung ohne Arbeitseinstellung und auf 8 Bauten mit versuchen beschäftigen mußten. Außerdem wurden drei Bezirks Schlesischer Bahnhof( Fahrkarten- Ausgabe) Madaistraße. Treffpunkt für 102 Maurern die Forderung nach kurzer Arbeitsruhe bewilligt. versammlungen abgehalten. 24 Vorstandsfizungen beschäftigten sich nachzügler: Nachmittag von 2 bis 4 Uhr in Johannisthal, Senftleben's Während auf mehreren Bauten die Maurer noch ausständig mit den internen Angelegenheiten. Außerdem mußte der Vorstand Boltsgarten. find, mußten einige Bausperren aufgehoben werden, weil die an mehreren anderen Sigungen theilnehmen. Die Mitgliederzahl Internehmer genügend Ersatzkräfte fanden. Von dem Referenten beträgt zur Zeit zirka 1500, gegen 1200 im vorigen Quartal.( Die fowohl, als auch von den Diskussionsrednern wurde es lebhaft be- Mitglieder, welche über 9 Wochen Rest haben, sind hier nicht mit mängelt, daß von den 1305 Maurern, welche nach der letzten Bau- eingerechnet.) Der Redner geht sodann näher auf die einzelnen kontrolle unter den aufgestellten Forderungen arbeiten, nicht ein Arbeitsniederlegungen ein, wo vom Bureau aus mit dem Untergrößerer Theil derselben für die Erringung des 60 Pf. Stunden- nehmer verhandelt wurde. Sammelfarten für unseren örtlichen lohnes eingetreten ist, zumal bei der gegenwärtig sehr günstigen Fonds find 1896 ausgegeben. Die Arbeitslosigkeit unter den MitBaukonjunktur die Unternehmer zur fofortigen Bewilligung ge- gliedern betrug in den letzten 26 Wochen im Durchschnitt pro Woche zwungen wären. Nach einer längeren Diskussion wurde ein Antrag, 123 Mann. Doch seien diese Zahlen nicht genau, da mehrere Mitdie Lohnkommission zu beauftragen, eine Kontrolle vorzunehmen, um glieder die Woche, wo fie arbeitslos waren, eine Marke geklebt diejenigen Maurer festzustellen, die unter einem Stundenlohn von haben und sich nicht die Arbeitslosigkeit haben abstempeln lassen. 60 Bf. arbeiten, abgelehnt. Hingegen wurde ein Antrag, den Stolz können wir auf unsere Erfolge sein, so schließt Redner, nicht wöchentlichen Beitrag zum Streiffonds von 25 auf 50 Bf. zu er- allein der Mitgliederstand hat sich vergrößert, sondern auch höhen, fast einstimmig angenommen. Motivirt wurde der Antrag die Organisation ist in den Vordergrund gestellt worden. Seube Samit, daß zur völligen Durchführung der aufgestellten als nächster Redner bemerkt, daß die Thätigkeit des Vorstandes im Forderungen und Beseitigung der Mißstände auf den Bauten verflossenen Jahre eine recht schwierige gewesen sei, da ein Theil Swinembe. 752 1wollig 12 Haparanda 746 Der Kampf unausgesetzt fortgeführt werden muß und zu der hiesigen Kameraden eine andere Meinung hatten. Redner Hamburg 756 WNW der Streitfonds für die Bukunft mög- schildert sodann die Thätigkeit des Bureaus, die Unterhandlungen Wiesbaden 761 2 Berlin diesem Zweck 755 WNW lichst gestärkt werden soll. Insbesondere soll durch die bei Differenzen mit dem Unternehmer, die Agitation in der München 761 NW Erhöhung der Beiträge ein ansehnlicher Reservefonds geschaffen Provinz Brandenburg, auch haben haben die Ausstände in den Wien werden, damit auch in der ungünstigeren Konjunktur der Kampf zur einzelnen Städten in der Provinz vom Bureau aus Erhaltung der Errungenschaften in nachhaltiger Weise geführt werden geleitet werden müssen. Es sei sehr nothwendig, daß derjenige, kann. Nachdem noch bekannt gegeben war, daß der Beitrags- welcher arbeitslos fei, sich auch seine Karte abstempeln lasse. Sowie sammler für den Südosten außer Sonnabends auch Montags von 8 die Karte den arbeitslosen Stempel enthält, werden auch die MitgliedsDerlammlungen. Sonnabend, den 16. Jult, abends 8 Uhr, im Beenpalat, Verband der Sattler und Tapezirer. Burgstraße 22: Große öffentliche Bersammlung Tages Ordnung: Sonnabend, den 16. Juli, abends 9 Uhr, Allgemeine Kranken und Sterbekasse der Metallarbeiter ( E. H. 29, Hamburg) Filiale Berlin 6. Sonnabend, den 16. Jult, abends 9 Uhr, Mitglieder- Versammlung bei Dieke, Ackerſtr. 123. Mufik Berein" Zorking". Heute Abend 9 Uhr Stalizerftr. 59: Uebungsstunde. " Berliner Kranken- Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen", gegr. 1892. Jeden Freitag, abends 7-9 Uhr bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55. Bahlabend. Witterungsübersicht vom 14. Juli 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm Wind richtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5°.= 4° R. હો Stationen BarometerWinds richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. Bo Do A 2 bedeckt 14 18 16 13 5 bedeckt 13 Petersburg 746 WSW 1bedeckt 5 volfig 13 Cort 766 N 2 bedeckt 261b. bed. 12 Aberdeen 760 1 bebect 4Negen 10 Paris 765 2516. bed. 14 754 23 4 Regen 15 Wetter- Prognose für Freitag, den 15. Juli 1898 Bunächst ziemlich heiter bei mäßigen westlichen Winden und steigender Temperatur; nachher neue Trübung und etwas Regen. Berliner Wetterbureau. Kraufen Unterstützungsbund der Schneider. Für die Orts Krankenkasse der Hutmacher, Sutfournituren- und Rendanten Die Beerdigung unseres Mitgliedes Filzwaaren- Verfertiger zu Berlin H. Genewski findet nicht um ist zum 1. Oktober cr. die Stelle des im Lokal Englischer Garten, Alexanderstrasse 27c: 4 Uhr, sondern heute Nachmittag Versammlung. 3 Uhr statt. 44876 Danksagung. Für die rege Theilnahme und zahl erdigung des Formers August Poczatek, sagen wir den Herren Chefs, dem Personal der Fabrik von Tages Ordnung: 1. Vortrag über:„ Agitation und unsere Fachzeitung". Referent Kollege reichen Kranzspenden bei der BeDie Stellung der Akademiker zum Sozialismus Sassenbach. 2. Disfuffion. 3. Verschiebenes. und in der Sozialdemokratie. 4479b Die Versammlung wird pünktlich um 9 Uhr eröffnet. Referent: Reichstags- Abg. W. Liebknecht. 177/18 Der Vorstand. Ban- Strauber Magenbau- Fabrik Des voraussichtlich großen Andranges wegen ist zeitiges Er Kranken- Unterstühungs- und Begräbnißverein der Ban- Stralau und allen Bekannten unseren scheinen rathsam. und gewerblichen Hilfsarbeiter Berlins. Sonntag, den 17. Juli, vormittags 10%, Uhr, Langestraße 65: Achtung! Einsetzer. Achtung! General- Versammlung. Sonntag, den 17. Juli, vormittags 11 Uhr, Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1898. 2. Vereinsangelegenheiten und im Lokal des Herrn Schöning, Köpnickerstr. 68: Verschiedenes. Versammlung Tages Ordnung: 1. Wie steht es um unser jeßiges Arbeitsverhältniß? 2. Berbauds angelegenheiten. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. 40/3 Jedes Mitglied ist verpflichtet, zu erscheinen. Freie Vereinigung der Bananschläger Freie Vereinigung der Bananschläger Berlins und Umgegend. Alle Kollegen werden hierdurch aufmerksam gemacht, daß unsere Bahl: Am Sonntag, den 17. Juli 1898, vormittags 10% Uhr: stelle im Versammlungsfo fal ist und zwar jeden Sonntag in der Morgen sprache. Das Erscheinen eines jeden Kollegen ist nothwendig. 105/13 Der Vertrauensmann. Adhtung! Zimmerer. Achtung! General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Sassenbericht und Bericht der Revi: soren: 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Verschiedenes und Fragelasten. Um pünktlichen und zahlreichen Besuch ersucht Der Vorstand. Der Familien Ausflung des Vereins findet am 25. Juli nach Sonntag, den 17. Juli, vormittags 10 Uhr, in Cohn's Tegel statt. Abfahrt Stettiner Bahnhof früh 8 Uhr 50 Minuten oder Bahnhof Gesundbrunnen 8 Uhr 56 Min. Festsälen, Beuthstrasse 20-21: General- Versammlung des Vereins der Zimmerer Berlins und Umgeg. Tages Ordnung: 1. Abrechnung. 2. Vortrag des Reichstags Abgeordneten Genossen Pfannkuch über:„ Die bei Lohnbewegungen zu beachtenden strafgesek: lichen Bestimmungen. 3. Diskussion. 4. Vereinsangelegenheiten. Um zahlreichen und pünktlichen Besuch bittet Der Vorstand. 257/14 J. A.: Otto Hoppe, Schöneberg, Schönholzftr. 45. Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins und Umg. Am Sonnabend, den 16. Juli, abends 8½ Uhr, in den, Oranien: Hallen", Oranienstraße Nr. 51: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 8. Vereinsangelegenheiten. 142/7 Unser Sommerfest findet am 23. Jult in Treptow fatt. Billets fönnen bei sämmtlichen Borstandsmitgliedern abgehoben werden. Delegirten Versammlung Guckel's Zahnateliers Lausitzer Platz 2, Elsasserstr. 12, Steglitzerstrasse 71. Bestrenommirt und wohlbekannt. Zähne v. 3 M., Plomben v. 2 M. an. Ratenzahlung gestattet. ( Woche 1 M.) Ausschneiden! Dieser Konpon wird mit 1 M. angerechnet. Freunden und Bekannten empfehle Ehren- Erklärung. 33/16 mein Weiß- u. Bairisch- Bierlokal Erkläre hiermit, daß Frau Ludwig, Sur Grünen Linde". Vereins3. Piano. Borndorferstraße 38, eine ehrenhafte J. Benkert, 43136 Frau ift. 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