Krschewt Wöchentlich einmal in Zürich(Schweiz). Acrlag der Volksbuchhandlung Holling«»-Zürich. NoKseudungeil franko gegen franko Gewöhnliche Briefe nach der Schweiz kosten Doppelporto. Der SoMliiemckmt >entra5Argan der deutschen Sozialdemokratie. Abonnements »«tfctn 6(1 all», lchwcijdlschrn Postbureaux, sowl« beim Bttlag und dessen bekannten Aqenten entgegengenommen, und zwar zum voraus zahlbaren Vierteljahrspreis von Fr 2— sllr die Schweiz lKreuzbandj MI 2— sllr Deutschland lCouvert) fl. 1.70 sllr Oesterreich Fr. 2 5l> sllr alle übrigen Länder de» Weltpostvereins lltreuzband) Znstrate dle dceigeipaltene Petitzeile 25 CiZ.= 20 Psg. M 39 Donnerstag, 25. September. 188/4. Avis an die Abonnenten»nd Korrespondenten des„Soziakdemostrat." �nd unlere �eituna�- und lonsiigen Speditionen nach dort abzufangen.° ist die iiuße.ste Borsicht Im Postv-rk-hr n° hwend.g und auch UN» möglichst unverfängliche Zust-llungS-dr-ss-n mitgethellt werden. 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Oktober. Der Wahltermin ist nunmehr festgesetzt. Am 28. Oktober finden die Neuwahlen zum deutschen Reichstag statt. Diese Nachricht wird die Genossen überall, mit so großem Eifer sie sich auch schon vorher den Arbeiten für den Wahltampf hingegeben haben mögen, zu verdoppelter Thätigkeit anspornen. Sie rönnen jetzt die Zeit bemessen, die sie noch von dem Tage trennt, der ein SiegeStag in der Geschichte des deutschen Prole- tariatS, des Proletariats aller Länder fein muß und auch sein wird. Er muß ein Siegestag sein. Er muß zeigen, daß die klassen- bewußte Arbeiterschaft Deutschlands noch in ungebrochener Kraft dasteht, ihrer Ziele, ihrer Aufgaben zu jeder Zeit eingedenk, daß ste nicht nur an Terrain nicht eingebüßt, sondern auch diesmal erheblich gewonnen hat. Er muß ein Siegestag sein, damit die Gegner der Arbeitersache nicht ermuthigt, die Arbeiter selbst nicht entmmhigt werden; damit die Ersteren nicht ermuthigt werden, ihre Politik der Unterdrückung, der Einschüchterung, der Verfolgung einerseits und der Täuschung, der falschen Versprechungen, der Korrumpirung fortzusetzen, die Arbeiter dagegen nicht entmuthigt werden in ihrem Widerstande gegen diese entnervende, korrum- Pirende Politik, Er muß der Arbeiterklasse das Bewußtsein ihrer Kraft belbringen, indem er ihr zeigt, wie stark daS Heer ihrer Vorkämpfer angewachsen. Nur daS Bewußtsein der eigenen Kraft gibt den Muth, dessen die Arbeiterklasse in ihrem Kampfe gegen die Welt der AuSbeu- lung, die ihr heute gegenübersteht, bedarf. Sie hat nicht auf fremde Hülfe zu rechnen, sondern kann ihre Befreiung nur durch sich selbst erwarten. WaS ihr der heutige Staat freiwillig gibt, find nur Knochen, daran sie sich die Zähne ausbeißen soll; nur als kämpfende Macht kann sie zu ihrem Recht gelangen. Wir sprachen von dem Muth, dessen die Arbeiterklasse bedarf. Wir haben daS Wort absichtlich gewählt. Wie im wirk- lichen Kriege jeder einzelne Soldat ein Löwe an Muth sein kann und doch daS gesammte Heer ausreißen, weil ihm das Bewußt- sein von seiner Kraft gegenüber einem anderen Heere fehlt, so auch in den Kämpfen unsere« politischen LebenS. Der Muth de« Einzelnen ist eine sehr alltägliche Sache; worauf eS ankommt, ist der Muth der Gesammtheit, der Klasse. Der 28. Oktober muß ein SiegeStag für die Arbeitersache sein, weil der politischen Niederlage der Arbeiterklasse die wirth- schastliche auf dem Fuße folgen würde— ein Rückgang in der wtrthschaftlichen Lage der Arbeiter ist aber gleichbedeutend mit einem Rückschritt in der Kultur der Menschheit. Denn die Arbeiterklasse ist heute die echte, wahre Trägerin der Kultur, des Fortschritt«, die Arbeiterpartei kämpft den wirk- lichen, echten Kulturkampf der zivilifirten Menschheit, diesen Kampf, dessen Ziel ist die auf der Gleichheit und Solidarität Aller begründete Gesellschaft: der Kommunismus. Der Kommunismus, den die Vertreter der alten Gesellschaft »IS daS Grab der Freiheit hinstellen, er wird den Millionen, die heute in der Knechtschaft schmachtm, die heißersehnte Freiheit geben, er wird die Menschheit erlösen von den Fesseln, welche die Herrschast des Kapitals ihr geschlagen. Wessen Freiheit bedroht der Kommunismus? Die einer Hand- voll Menschen, welche sich einbilden, die menschliche Gesellschaft zu vertreten, weil sie, Dank ihres Geldbeutels, über da» Wohl und Wehe derselben verfügen. Fragt aber die Millionen von Proletariern, ob sie frei find I Ob im despotischen Rußland oder im republikanischm Amerika— fix find Sklaven. In der Fabrik Sklaven der Maschine— die Maschine, die Beherrscherin der modernen Produktion, duldet keinen steien Willen außerhalb der Fabrik Sklaven der GeschäftSkonjunktur. Gleich willen« losen Geschöpfen werden sie mittelst der Konjunkturen de» Arbeit»- markte» hin- und hergeworfen, nur eine Freiheit gibt e» für ste: die des VerhungernS. Nur eine Gesellschaft, welche durch Regelung ihrer Gesammt- Produktion die Unmasse von Produktivkräften freigibt, die im Schooße der heutigen, auf ProduktionSanarchie beruhenden Ge- sellschaft gebunden ruhen, nur die auf kommunistischer Bast» wirthschaflende Gesellschaft kann und wird allen ihren Mitgliedern die höchstmögliche Freiheit gewähren. Für einen privilegirten NichtSthuer mag der Gedanke allgemeiner Arbeitspflicht etwa» Furchtbares haben, für die große Masse heißt er die Erlösung von der Knechtschaft. Nur ein Harlekin ä la Stöcker, nur ein Taschenspieler a la Richter, nur ein Ignorant a la Köller kann davon reden, daß die Sozialdemokratie ihre wirklichen Ziele verberge, daß die For- derungen, für welche sie heute eintrete, nur eine MaSke feien, hinter welcher sie ihr wahres Gesicht verbergen. O nein, ihr Herren, die Sozialdemokratie bedarf keiner MaSke, weder des christlich-religiösen Bettelmantels, um gewisse Schnaps- brennerinteressen dahinter zu verhüllen, noch des rothgefütterten Manchesterkostüms, um gewisse Geldsacksinteressen in glänzendem Lichte erschemen zu lassen. Die Sozialdemokratie gibt sich, wie ste ist, sie hat nicht? zu verhehlen; und daß nicht sie eS ist, welche die offene Darstellung ihrer Endziele zu fürchten hat, zeigt die Thatsache, daß man ihr daS Verkünden derselben ver- mittelst eineS infamen Ausnahmegesetzes verboten hat. Nur das Fälschen unserer Ziele ist heute in Deutschland gestattet— noch mehr: der Fälschung die Wege zu ebnen, das ist der Zweck deS Sozialistengesetzes. Fälschung, das ist die Devise der heutigen Gesellschaft, Fäl- schung und Betrug, Lüge und Heuchelei, wohin wir nur blicken. Nie wurde die Fälschung der öffentlichen Meinung mit größerer Raffinirtheit betrieben, oder richtiger: nie machte sich die Heuchelei breiter als in unseren Tagen. Sie jammern und Heulmeiern über den Materialismus unserer Tage, und ihr ganzes Sinnen und Trachten ist auf die Befriedigung ihrer materiellen Bedürf. nisse gerichtet; sie zetern über den Tanz um das goldene Kalb und liegen auf dem Bauch vor dem Gott Profit; sie predigen christliche Liebe und möchten am liebsten die Scheiterhaufen wie- der anzünden, sie singen von Männerstolz vor Königsthronen, und keine Zeit sah ein jammervolleres Eunuchenthum als die unserige. Wahrlich, nicht nur«ine politisch soziale, sondern auch eine moralische Neugeburt der Gesellschaft ist von Nöthen. Diese aber ist noch nie von einer im Untergang begriffenen Gesell- schaftSklasse ausgegangen, nur eine aufstrebende Klasse besitzt die dazu erforderlichen Eigenschaften. Und auch darum ist der Sieg der Arbeiterklasse eine Roth- wendigkeit, und auch darum muß der 28. Oktober ein SiegeS- tag für die Sozialdemokratie sein. Und er wird ein SiegeStag für sie sein, wenn alle Genossen, alle Freunde der Arbeitersache, alle, welche im Kampfe zwischen Unterdrückten und Unterdrückern auf Seite der Ersteren stehen, ihre Schuldigkeit thun. Arbeiter Deutschlands! Ihr seid auf's Neue in die Lage ver- fetzt, Eure Stimme geltend zu machen für Eure Befreiung aus dem Joche politischer Knechtschaft und wirthschaftlicher Unterdrückung. Achtet diesen Moment nicht für gering, waS Euch auch von Seite Eurer Feinde, von Seite abenteuernder Demagogen dagegen vorgeschwatzt werden möge. Laßt Euch weder durch das Versprechen momentaner Vortheile noch durch den Hinweis auf die kommende Revolution bethören. Die momentanen Vortheile werden um so größer sein, je energischer Ihr für die Sache Eurer Klasse eintretet, die Revolution aber, das heißt die gesell- schaftliche Umwälzung im Sinne de» Sozialismus, wird durch den Wahlkampf weder aufgehalten, noch macht sie ihn überflüssig. Ihr seid die Träger einer gewaltigen Kulturbewegung, eine weltgeschichtliche Mission ist eS, die Ihr zu erfüllen habt,— zeigt, daß Ihr Eurer Aufgabe gewachsen seid! Benutzt die Zeit deS WahlkampfeS zu unabläffiger regster Agitation unter Euren Kol- legen, Euren Freunden! Jeder werde ein Agitator, ein Werber für unser« Sache! Bleibe Keiner zurück, in der Meinung, auf ihn komm« e» nicht an! ES kommt auf Jeden an, gerade bei der Arbeiterklosse. WaS Ihr seid, seid Ihr durch die Z a h l. Vereinzelt Nicht»— und wäret Ihr Helden an Kühnheit— vereint Alle«! Und Ihr Freunde und Genossen im Ausland, Ihr habt die Pflicht, in allen Kreisen, wo Ihr nur könnt, für Eure kämpfen- den Brüder im Reich Beittäge zu sammeln. Der Kampf wird ein heißer, unsere Feinde werden Alle« aufbieten, die entschlossensten Kämpfer außer Schußlinie zu setzen, Drohung, Einschüchterung, Maßregelung— kein Mittel werden sie unversucht lassen, unfern Sieg zu verhindern. Unsere Feinde wissen, w a» für sie auf dem Spiele steht, seien auch wir un» dessen bewußt! Es wird Ge- maßregelte zu unterstützen, Verfolgte zu schützen, Machinationen zu durchkreuzen geben— zu Allem gebrauchen unsere Genossm Geld. Schafft daher Geld, eS ist die unentbehrlichste Munition im Kampf«! Kaum fünf Wochen kennen un« vom Wahltage; sie werden schnell vorüber sein. Widmet Euch daher in dieser Zeit ganz der großen Aufgabe, vor di, unsere Partei sich gestellt sieht. Je mehr Ihr Eure Pflicht erfüllt, um so größer wird Eure Genugthuung sein. w«m e» am 28. Oktober auf der ganzen Linie heißt: »Erheblicher Zuwachs der sozialdemokratischen Stimmen." Auf zum Kampf, wir müssen siegen! In Sachen der Börsensteuer bitte ich Sie, mir nochmals die Spalten zu öffnen, zuvörderst um zwei schlimme Druck- oder vielleicht auch Schreibfehler zu korrigiren, die sich in den Artikel:„Wie stellen wir uns zur Börsensteuer?" in Nr. 37 eingeschlichen haben. 1) Sollte es im vierten Absatz statt 15 Pfennige auf 100 Mark 12 Pfennige auf 100 Mark heißen, und 2) ist am Schluß meiner Einsendung das Wörtchen„nicht" zu streichen, so daß der Satz heißt:„Würde der Entwurf Gesetz werden, so wären die Folgen" ic. Und nun zur Sache selbst! Sie fragen, was soll die Börsensteuer, und antworten: Der Regie- rung eine bedeutende Mehreinnahme verschaffen. Sie sagen: Ein pom- merscher Junker war es, der den ersten Börsensteuerentwurf einbrachte. „Es ist der Haß des sogenannten immobilen gegen das mobile Kapital, der in ihm seinen Ausdruck findet. Und wenn wir auch keine Ursache haben, das Letztere zu lieben, so verpflichtet uns dieser Umstand noch nicht, dem Ersteren Liebesdienste zu leisten." Das ist Alles ganz richtig; aber Gründe, hinreichend, uns zu veran- lassen, die Börsensteuer frischweg von der Hand zu weisen, sind das trotzdem noch lange nicht. Ich denke, uns sollte es ziemlich Wurst sein, wer irgend einen Vorschlag macht, und aus was für Motiven ein Vorschlag gemacht wird. Ich denke, wir sollten an jedes Projekt, das an die Oeffentlichkeit tritt, nur Einen Maßstab legen, den nämlich, zu fragen, zu untersuchen: Ist aus diesem Projekt etwas herauszuschlagen zu Gunsten des Arbeiter st andes? Wenn ja, dann sind wir dafür, wenn nein, dann sind wir dagegen. Legen wir jetzt einmal diesen Maßstab an den Börsensteuerentwurf! Die Börsensteuer würde große Summen: 40, 50, 60 Millionen, viel- leicht noch mehr, jährlich einbringen. Und auf wem würde sie lasten? Auf dem Arbeiter st and nicht, sie würde das mobile Kapital treffen. Was soll aber mit dem vielen Gelde geschehen? Die Reichs- regierung möchte es in ihren großen Sack stecken zur Stütze des Mili- tarismus. Dafür sind wir natürlich nicht zuhaben.— Darüber braucht es doch wahrlich im„Sozialdemokrat" nicht mehr viel Worte. Müssen wir nun aber, weil die Regierung das vor hat, die Börsensteuer einfach verwerfen? Könnten denn die Erträge der Börsen- steuer nicht auch zu guten Zwecken verwendet werden? Der Arbeiter zahlt 6 Pfennige auf jedes Pfund Salz, 20 Pfennige auf jedes Pfund Kaffee, zirka 3 Pfennige auf jedes Glas Bier, und jetzt ist die Regie- rung gekommen, und Hot bewiesen, daß die Millionen, die durch die Salz-, Kaffee- und Malzsteuer größtentheils aus dem armen Mann her- ausgepreßt werden, vermittelst der Börsensteuer bei den Viertels-, Halb- und Ganz-Millionären spielend zu holen wären und wir, wir sollten nicht aus voller Kehlen schreien: Her mit der Bö rsensteuer zur Entlastung des Ar- beiter st andes?! Wenn die Regierung eine progressive Einkommenssteuer verlangen würde,„dafür," schreiben Sie,„würden wir eintreten, natürlich unter der Voraussetzung unseres guten Freundes: Abschaffung aller indirekten Steuern." Run, die Börsensteuer wäre— immer unter der bekannten Voraussetzung— einfach eine Abschlagszahlung auf unsere Programm- forderung, auf die progressive Einkommenssteuer, und zwar eine Ab- schlagszahlung, die uns mächtige Bundesgenossen werben würde für den Kampf um den Rest der Forderung. Di» Börsensteuer würde nämlich die Börsenjobber ohne Zweifel härter treffen als eine sehr progressive Einkommenssteuer. Die Jobber würden daher, sobald sie durch die Börsensteuer eine Zeit lang ordentlich gestriegelt worden wären, sicher- lich mit Feuereifer für den Ersatz der Börsensteuer durch die progressive Einkommenssteuer, von der sie jetzt nichts wissen wollen, eintreten. Sie wären für einen solchen Tausch, nicht nur weil sie selbst dann billiger davon kämen, sondern auch aus Haß gegen die Junker und Bureau- kraten, die die Börsensteuer angeregt haben, und die unter der progres- siven Einkommenssteuer selbst auch gehörig bluten müßten. Wir nehmen sonst Abschlagszahlungen an, warum nicht auch auf die progressive Ein- kommenssteuer? Ich will mit einem Bild schließen: Die Neichsregierung verlangt von dem deutschen Volk eine Scheere, um damit den Wolf und den Bär, den L ö b und den Adler und alle anderen Raubthiere, die an der Börse Hausen, zu schceren. WaS sollen wir auf dieses Verlangen ant- worten? Ich denke Folgendes: Es ist zwar ein Unrecht, die Börsen- wölfe allein zu scheeren; es gibt noch viele andere Raubthiere, die auf Schlössern und Burgen, in Ministerhoteli und sonstigen Regierungsgebäuden ihr Wesen treiben, die auch sehr wollig sind und die von Gotts- und Rechtswegen über denselben Kamm geschoren gehören. Da aber die Regierung sich darauf partout nicht einläßt und Niemand anders als das Börsengethier scheeren will— weil die Herren sich sonst in's eigene Fleisch schneiden würden— so«»llt»u wir uns vorderhand, bis auf Weiteres auch damit begnügen. Eine Bedingung knüpfen wir aber an die Bewilligung: die Wolle muß dem armen Manne gehören. Unter dieser Bedingung bewilligen wir die Scheere— die Börsensteuer— sonst natürlich nicht. Ich hoffe, mit dieser Ansicht nicht allein zu stehen. I s a a c s o h n. Wenn unser Freund„Jsaacsohn", der ja„vom Handwerk" ist, als Geschäftsmann in gleicher Weise spekulirt wie hier als Politikus, so könnten wir ihm nach berühmtem Muster nur den wohlgemeinten Rath geben: Gehe hin und laß Dich taufen! Also die Börsensteuer ist eine Abschlagzahlung auf die progressive Einkommenssteuer, denn— die Börsenjobber würden... mit Feuereifer für den Ersatz der Börsensteuer durch die progressive Einkommenssteuer, von der sie jetzt nichts wissen wollen, eintreten." Lieber Freund„Jsaac- söhn", die Börsensteuer ist di« Börsensteuer und nichts anderes. Sie soll der Reichsregierung Mehreinnahmen liesern— 60, 100 Millionen, wenn Sie wollen. Ob diese Mehreinnahme durch eine Erhöhung der Einkommenssteuer für die ober» Klassen oder auf anderem Wege erzielt werden soll, kann doch nur für Den in Frage kommen, der sie üb er- Haupt bewilligen will. Das ist die entscheidende Frage. Sobald wir ste bei Seite lassen und darüber tifteln, welche Steuer die ange- nehmere oder gar die populärere sei, haben wir schon halb verlorenes Spiel. Diese schlaue Politik können wir den Nationalliberalen über- lassen. W i r danken bestens für eine solche Abschlagszahlung. Wir sollen uns vorderhand mit der Börsensteuer„begnügen". Ja, verlangen w i r denn eine neue Steuer, wir, die wir bei der Verwendung derselben nichts dreinzureden haben? Oder verlangt nicht just dieselbe Regierung die Steuererhöhung, die un« ächtet und verfolgt, verlangt sie ste nicht zu Zwecken, die wir bekämpfen? Unsere Programmforderung ist nicht Abschaffung der Börsensteuer und Ersatz derselben durch die progressive Einkommenssteuer, sondern Ab- schaffung aller indirekten Steuern und Einführung einer progressiven Einkommenssteuer. Nun. daß die Herren Börsenjobber„mit Feuereifer" für die Abschassung der Vörsensteuer eintreten würden, darin stimmen wir mit Freund„Jsaacsohn" überein. Weiter aber nicht. Wie wir dieselben kennen, werden sie zu jedem andern„Ersatz" eher zu haben sein al aller Orten sehr pünktlich auf den„Sozialdemokrat" abonnirt. Freilich, abonniren und lesen ist zweierlei, und für Abonnenten, die nicht lesen können, ist, was offen und öffentlich im„Sozialdemokrat' steht, allerdings etwas„Geheimes". Nun, der Polizei darf man solche Gebrechen nicht zu hoch an- schreiben, von unseren Richtern aber, die sich doch sämmtlich rund ein Dutzend Jährchen auf dem Gymnasium und auf der Universität „studirenshalber" ausgehalten haben, sollte man eigentlich etwas Besseres verlange». Jndeß wir bescheiden uns. Der richterlich-polizeiliche Analphabetismus jUnkenntniß des Lesens), welcher sich unserem Pareiorgan gegenüber bekundet, waltet übrigens auch dem deutschen Strafgesetzbuch gegenüber, den» sonst wäre es nicht erklärlich, daß den Polizei- und Gerichtsgöttern, die diesen Prozeß veranstaltet haben, folgende Bestimmu.>g des Reichs straf- gesetzbuches unbekannt geblieben wäre: „8 4. Wegen im Ausland begangener Verbrechen und Ver- gehen findet in der Regel keine Verfolgung st att. Jedoch kann nach den Strafgesetzen des deutschen Reiches ver- folgt werden: 1) ein A u s l ä n d e r, welcher im Auslande eine hochverräthe- rische Handlung gegen das deutsche Reich oder einen BundeS- staat oder ein Wünzverbrechen begangen hat; 2) ein Deutscher, welcher im Auslande eine h o ch v e r- r ä t h e r i s ch e oder landesverrätherische Hand- lung gegen das deutsche Reich oder einen Bundesstaat, eine Beleidigung gegen einenBundesfürsten oder ein Münzverbrechen begangen hat; 3) ein D e u t s ch e r, welcher im Ausland eine Handlung be- gangen hat, die nach den Gesetzen des deutschen Reiches als Verbrechen oder Vergehen anzusehen und durch die Ge- setze des Ortes, an welchem sie begangen wurde, mit Strafe bedroht i st." Nun sind aber die Theilnehmer am Kopenhagener Kongreß weder Ausländer noch haben sie Hochverrath, Majestätsbeleidigung oder ein Münzverbrechen begangen, und sintemalen das, was sie in Kopenhagen gethan, in Harmonie mit dem dänischen Gesetze, das keine Be- schränkung des Versammlungsrechtes kennt, gethan wurde, die Theil- nehmer am Kongreß also nicht eine Handlung begangen haben,„welche durch die Gesetze des Ortes, an welchem sie begangen wurde, mit Strafe bedroht ist", so ist es klar wie die Sonne, daß der§ 4 des Reichs- strafgesetzbuches eine Verfolgung wegen des Kopenhage- ner Kongresses ausschließt. Dies zur juristischen Klarstellung. Juristisch eine Unmöglichkeit, kann der Prozeß blos eine politische Basis haben. Und diese ist ja auch mit Händen zu greifen. Es handelt sich um einen W a h l k o u p gemeinster Sorte, den der erz< reaktionäre sächsische Justizminister Abelen auf Kommando der preu- ßischen Oberkommandanten, für welche er die Kastanien aus dem Feuer holen soll, in Szene gesetzt hat und zu dem man das Chemnitzer Gericht gebrauchen zu können glaubt. Nun, bisher hat es seine Erwartungen gerechtfertigt. I oben! Z u n ü ch st hat man die Verfolgung auf diejenigen Kongreßmitglieder �schränkt, welche auf der Rückfahrt von Kopenhagen von der Polizei soll»erhaftet wurden. Es hat dies den doppelten Vortheil, daß es keines weitläufigen B e- Sie«eisverfahrens bedarf, da die Thatsache der Theilnahme juristisch Kreits feststeht; und zweitens, daß dem Chemnitzer Lanogericht, isein,«uf welches Herr v. Abelen sein besonderes Vertrauen setzt, die Prozeß- alte» Wrung übertragen werden konnte, da Wollmar, einer der damals rsam«erhafteten, in M i t t w e i d a, d. h. innerhalb des Chemnitzer Gerichts- vird, Prengels, seinen Wohnsitz hat. >, an Im Augenblicke, wo wir dies schreiben, wissen wir Genaueres nur von«on den Vernehmungen Bebel's in Grimma und Ulrich's in � f f e n b a ch. Beide Vernehmungen waren am vorigen Mittwoch(den dung 17. September) und Bebel sowohl wie Ulrich verweigerten alle ihren Auskunft, obgleich sie natürlich die Theilnahme am Kongreß nicht be- »ritten. Ebenso werden wohl Alle verfahren, die noch in die Sache ge- ecken logen werden. Ge- Amüsant und zugleich lehrreich ist dieser Prozeß jedenfalls. Wir er- i, ist Mten Gelegenheit, festzustellen, wie weit deutsche Richter in der Ge- den Migkeit gegen deutsche Regierungen gehen, und wie weit die, in den vrei letzten Jahrzehnten so eifrig geübte Kunst der Rechtsbeugung im »eich der Gottesfurcht und frommen Sitte gediehen ist. dung Apropos, seit Herr v. Schwarze unheilbar erkrankt ist, soll Herr ihren». Abelen sich mit der Hoffnung tragen, preußischer oder gar Reichs- öustizininister zu werden. icher Daher die freudige Bereitwilligkeit zu den Hand- und Spanndiensten, ochen»eiche man ihm von Berlin aus zumuthet. Daß schon nach dem W y d e n e r Kongreß ähnliche Manöver gemacht »urden, aber nur zu schmählichem Fiasko führte», sei der historischen Vollständigkeit halber erwähnt. Das Fiasko wird auch diesmal nicht ausbleiben. Nachschrift. Außer B e b e l und U l r i ch sind auch Auer und Viereck bereits vernommen worden, die Beide zu den nach dem Kon- Ureß Verhafteten gehören. SB o II m a t scheint bisher nicht„gesunden" »orden zu sein, obgleich sein Wohnort doch sonst bekannt genug ist. Slie es scheint, hat die jetzige Untersuchung an die gelegentlich jener Verhaftungen gemachten Protokolle angeknüpft Da es an O.aierial fehlt, [°st die Qualität durch die Quantität ersetzt werden— ähnlich wie beim leipziger Hochverratheprozeß. Ein Tendenzprozeß in des Wortes ver- »egeiister Bedeutung ist geplant. Es steht jetzt fest, daß die Sache von Berlin aus eingefädelt worden ist. und daß sich der sächsische Justizminister fteiwillig zu oer Schandrolle "»erboten hat, zu welcher keiner unter seinen Kollegen sich hat hergeben wollen. In, Uebrigen hat der„Prozeß" die denkbar größte Aehnlichkert mit dein nach dem Wydener Kongreß infzenirten, der anderthalb Jahre nicht leben und nicht sterben konnte. Das Material oder richtiger Nicht- Material war damals genau dasselbe. Bios die Richter sind jetzt andere. Das Chemnitzer Landgericht gilt für das reallionärste und dienst- fertigste in ganz Deutschland. Es ist nicht Zufall, daß man dasselbe ge- wählt hat. Hexenmeister sind aber die Chemnitzer Richter doch nicht, und ste können weder die Reichsgesetze ändern, noch das juristische Recht von Hestern in das juristische Unrecht von heute verwandeln. Um zu einer richterlichen, d.h. von einem Richte rkollegium gutgeheiße- den Anklage zu gelangen, niühte das Gesetz nicht blos gebeugt, sondern Seradezu gefälscht werden. Ob das möglich? Je nun, wir leben in Deutschland. — GroßerSchrecken imLager derBerlin erFort- Ichrittler und Liberalen! Das Unerhörte ist geschehen: die Polizei des Herrn Madai hat einen liberal fortschrittlichen und Nicht ausländischen Schriststell-r. Namens Alwin V ö h m e, aus Verltn ausgewiesen, und zwar, was das erschreckendste an dieser erschrecklichen Maßregel ist,„nicht auf Grund des Sozia- listen gesetzes". Ja, wäre die Ausweisung auf Grund des Sozia- listengesetzes erfolgt, und hätte sie einen Sozialdemokraten betroffen, so wäre nichts Schreckliches an der Sache, denn an oie Ausweisung von Sozialdemokraten hat sich das liberal-sortichrittliche Philistergemüth mit der Zeit gewöhnt und betrachtete sie nachgerade als etwas> e l b v e r- st ä n d l i ch e s, und nicht ohne eine gewisse Schadenfreude und nainent- lich nicht ohne jenes Gefühl heimlichen Behagens, das egoistische Men- stheiikinder zu empfinden pflegen, wenn sie aus sichcrem, wohlgeheiztem ZiiNi.ier die von. kalten Schneesturm gepeitschten Wanderer auf der Straße beobachten. Dieses Gefühl behaglicher Sicherheit und sicheren Behagens hat nun urplötzlich ausgehört, der Schneesturm hat vre Fenster- scheiden zerbrochen und tobt in dein so sicher geglaubten Zimmer. Also die Sozialdemokraten sind nicht mehr die einzig Bedrohten. Auch die übrigen Oppositionsparteien schweben in der gleiche» Gefahr. Es ist wahr, auf Grund des regulären Polizeigesetzes, dem Herr AIw.n Böhme, ein geborner Preuße und preußischer Bürger, soeben zum Opfer gefallen ist, können nur solche preußische Staatsbürger ausgewiesen wer- den, die an dem Orte nicht den Unterstützungswohnsitz haben und die bereits bestraft sind, aber wie Viele sind nicht in dieser Lage? Und, was speziell Berlin anbelangt, so kann die Polizei, wenn sie einmal den Fortschrittlern an den Kragen will, auch auf Grund des Sozialistengesetzes gegen sie vorgehe». Ter Belagerungszustands- Paragraph ist nämlich— was die Herren Fortschrittler jetzt geflissent- Uch ignoriren— so gehalten, daß Jeder niann, welcher Partei er angehöre, ausgewiesen werden kann. Wir wünschen den Fortschrittlern nichts Schlimmes Seitens der Po- lizei, aber daß es ihnen ein Bischen ungemüthlich gemacht wird, kann gar nichts schaden. Die Tüchtigeren unter ihnen werde» nach Links gedrängt, und die Anderen— nun, ste mögen und werden sich mit der Polizei abfinden. — Je näher der Wahltermin rückt, um so verzweifelter gebahren sich die Herren Anarchisten darüber, daß die deutschen Arbeiter auf das Revolutionsgeschrei dieser Herren nicht hineinfallen, sondern zielbewußt und entschlossen ihres Weges gehen, unbekümmert um die Uebenswürdigen Schmeichelworte, wie„Wahlmichel" und dergleichen, wo- mit Herr At o st sie zu beehren geruht. Hat doch der ehemalige Abgeord- nete für Chemnitz es mit allem seinem Wüthen nicht verhindern können, oaß die deutschen Arbeiter in Amerika schon nahezu achttausend Mark für den Wahlkampf in Deutschland aufgebracht haben. Wie wirkliche Revolutionäre, denen selbst ein Most nicht die Sucht nach Mandaten und billiger Popularität nachzusagen wagt, wie Marx und Engels über den Werth des Wahlrechts für die Arbeiterklasse denken, ist unter solchen Umständen und nanientlich angesichts der That- fache, daß der biedere Anarchist die Väter des inodernen Sozialismus für sich zurechtzu fälschen liebt, gewiß nicht uninteressant. In der Vorrede zur zweiten Auslage seines„Deutschen Bauernkrieges" sagt Fr. Engels von der Gründung des Norddeutschen Bundes, daß für die deutsche Arbeiterklaffe bei„dieser Haupt- und Staatsaktion nur von Bedeutung sei: „Erst us, daß die Arbeiter durch das allgemeine Stimmrecht die Macht erlangt haben, in der gesetzgebenden Versannnlung sich direkt vertreten zu lassen." Daselbst an einer andern Stelle: „Es gereicht den deutschen Arbeitern zur höchsten Ehre, daß sie allein es durchgesetzt haben, Arbeiter und Vertreter der Arbeiter in's Parlament zu schicken, während weder Franzosen noch Engländer dies bis jetzt fertig brachten." Und schließlich in der 1874 geschriebenen Erweiterung zu der dritten Auflage: „Wenn auch die im Januar abgegebenen sozialistischen Stimmen schon eine hübsche Armee repräsentiren, so machen sie doch bei Weitem noch nicht die Majorität der deutschen Arbeiterklasse aus; und so ermuthigend auch die Erfolge der Propaganda unter der ländlichen Bevölkerung sind, so bleibt doch gerade hier noch unendlich viel zu thun übrig. Es gilt also, nicht zu ermatten im Kampf, es gilt, dem Feinde eine Stadt, einen Wahlkreis nach dem andern zu entreißen."... Das war vor dem Ausnahmegesetz. Wie stand es später? Als im Jahre 1881 die deutschen Sozialisten trotz Ausnahmegesetz bei den Wahlen mit 370, 000 Stimmen aufmarschirten, da ließ uns Marx, oer sich damals gerade von einen, Unwohlsein erholt hatte, niittheilen, daß,„wenn ein äußeres Ereigniß dazu beigetragen, seinen Gesundheitszustand zu verbessern," dies von dem glänzenden Ausfall der Reichstagswahlen gesagt werden könne. Und in dem Nachruf an Frau lgniß inem iaten dung i"- caten r a k- ozial- sähr- der durch e tzt d die > in- Usch« efuli- .'ins» olizei durch llche» ingen vo» ! sehr inaN Ische» aus r die r ak- ezeigt ahres rga»e ckung läu- ionen erden be- i es- und vom tokoll auch Slau- agen, wg-m »der» oliz«> lnirt- , die krat" an- rund csität seres des >altet wäre iese» af' Ver- a t t- ver< ithe» des» er» and» eine oder ; be» als Se- zen eder ein I igen Be-. heil- eiche rase ichs- ge» eine ifen. erz» reu- i euer eicht Jenny Marx, die treue Kampfgenossin ihres Mannes, schrieb Engels am 4. Dezember 1881(„Sozialdemokrat" Nr. 50) und unter- strich diesen Satz: „Und eine ihrer letzten Freuden war noch der schlagende Beweis unverwüstlicher Lebenskraft, den unsere deutschen Arbeiter in den letzten Reichs- tagswahlen gegebe n." Deutlicher kann man wohl nicht reden. Zum Schluß dürfen wir wohl noch auf unser» Briefkasten in voriger Nummer verweisen. Der dort verzeichnete Beitrag hätte gewiß auch zur Fabrikation von„Bomben und dergleichen" verwendet werden können, wenn der Mitversaffer des„Kommunistischen Manifestes" nicht die„Wahl- michelei" vom Standpunkt eines revolutionären Sozialisten, anstatt von dem eines anarchistisch-sozialrevolutionären Exabgeordneten betrachtete. Niemand wird Marx und Engels der Schwärmerei für parla- mentarische Froschmäuslereien verdächtigen wollen. Aber zwischen diesen und der politischen Bethätigung der Arbeiterklasse im Parlament liegt ein gewaltiger Unterschieb, de» nicht zu verstehen man einem Neuling in der Arbeiterbewegung allenfalls verzechen kann, nicht aber einem Manne, der sich einst selbst Anhänger von Marx nannte. Ein solcher beweist durch das Zusammenwerfen so verschiedener Dinge nur seinen bösen Willen oder seine Unsähigkeit— oder auch Beides. Es kann ja vorkommen, daß Jemand im Auslande die Verhältnisse in der Heiinath anders ansieht als vorher und sich einer anderen Taktik zuneigt als seine zurückgebliebenen eheinaligen Kampfgenossen, und Niemand wird es ihin verargen, wenn er seinen veränderten Standpunkt geltend macht. Wer sich aber in seinem Dünkel soweit erhebt, Andere deshalb, daß sie seine Sinnesänderung nicht mitgemacht, in jeder Weise zu beschiinpfen und ihnen nach Bubenart in jeder Weise Ste.ne in den Weg zu legen, der zeigt damit nur, daß er sich selbst nicht ernst nimmt. — Ausweisungen, Verbote und Auflösungen, diese heilige Dreieinigkeit unter den preußisch-deutschen Regierungskünsten, sind in den letzten Tagen in solcher Alasfenhaftigkeit erfolgt, daß eine pflichtgemäße Registrirung jedes einzelnen dieser von der Weisheit, Um- ficht und Unparteilichkeit ui«serer Regierenden zeugenden Akte geradezu unmöglich ist. Gleichzeitig mit den liberalen Journalisten K o h u t und Böhme— Erslerer als geborener Ungar wurde trotz 18jährigen Aufenthalts in Deutschland als„Ausländer" kurzerhand abgeschoben, weil er sich„lästig" gemacht, über Letzteren berichten wir an anderer I Stelle— gleichzeitig mit diesen wurden verschiedene Arbeiter aus Grund des Sozialistengesetzes aus Berlin ausgewiesen, darunter der Klempner O h l e r i ch wegen seiner hervorragenden Theilnahiiie an der Berliner Laffalle-Feier. Die Versainmlungs-Verbote und-Auflösungen gehören nachgerade so zu den Alltäglichkeiten, daß über diese infamen Eingriffe in oas die Basis alles politischen Lebens bildende Recht des freien Meinungsaustausches kein Mensch ein Wort mehr verliert. Als beson- dere Zeckblüthe verdient indeß hervorgehoben zu werden, daß an vielen Orten P a r t e i- A g i t a t o r e n, die in ihren' Mußestunden Polizei- assesjoren ic. sind, von dem Recht des Bersammlungsverbietens gegen ihre Gegner den ausgedehntesten Gebrauch machen. Ein solch' liedens- würdiger Rechtshüter ist z. B. der n a t i o n a l l i b e r a l e Assessor Hübsch in Forchheim.— Von Druckschristen-Verboten ist neben den Verboten von Wahlflugblättern k. besonders zu erwähnen das von der Behörde in Gera erlassene Verbot der von Dr. Bruno Schön- l a n k redigirten„Politischen Wochenschrift". In den Mo- tiven zum Verbot heißt eS unter Anderm:„Insbesondere(war maßgebend) der Ausfall in Ztr. ti des Blattes gegen den Stadtrath von Gera, von dem gesagt ist,„er sei leider ein Bischen sehr von nationalmiserablen Elenienten insluirt". Das ist auch„hübsch"— nicht wahr? Aber all' diese Chikanen halten unsere Genossen im Reich nicht ab, mit unermüdlichem Eifer und unverwüstlichem Humor weiter zu agitiren, denn„der Sieg muß uns doch werden". — Kusch' Dich, Kanaille! Zu welch' infamer Rolle das„Volk in Waffen" bei unserm herrlichen Mililärsystem verdammt ist, das hat sich dieser Tage wieder einmal recht drastisch gezeigt. Drei Land- w e h r in ä n» e r, die zu den Uebungen eingezogen worden waren, hatten die Anweisung erhalten, die Fahrt von Leipzig nach Torgau in einem Viehwagen zu machen. Entrüstet über diese Zumuthung— sie dachten in ihrer Naivetät, daß ihre Eigenschaft als Landwehrleute sie nicht ihrer Eigenschaft als Menschen entkleide— hatten sie sich zu- nächst geweigert, ihr Folge zu leisten, dann aber, als man sie zwingen wollte, an Kaiser Wilhelm, der sich damals in Gastein zur Nachkur aufhielt, telegraphirt und ihm— zweifelsohne glaubten sie in ihrer Naive- tät an das Märchen von Wilhelm dein Soldatensreund— die Frage vorgelegt, ob er es billige, daß man se'ne Soldaten wie Schweine behandle. Da kamen sie aber an den Rechten. Reglementsnräßig vor- gehen! lautete de- Bescheid— auf deutsch:„Man bringe die Kanaille zur Raison!" Und man brachte die„Kanaille" zur Rai- so». Von den„Ausrührern" wider das heilige Reglement, das ihnen vorschre bt, sich auf Kommando wie Schweine behandeln zu lassen, sind zwei vor einigen Tagen ob ihres Vergehens zu acht Jahren Zucht- Haus(!!!) aerur.heilt worden, der dritte, der„Rädelsführer", sieht noch einer härteren Strafe entgegen,— schade, daß man ihn nicht zu Galgen und Rad verdonnern kann. Sich für einen Menschen zu halten, ein Deutscher,— es ist unerhört! Die Kanaille muß gehörig zur Raison gebracht werden, zum warnenden Exempel. Zum wa. nenden Exempel, hoffentlich. Merke es Dir, deutsches Volk, das demnächst an die Wahlurne gerufen wird, um durch Dein Votum Deine Meinung kunozugeben über das herrschende Regierungssystem, das gerade im Militarismus seinen charakteristischen Ausdruck findet! Bist Du es zufrieden, Deine Söhne als Schweine behandelt oder, wenn sie sich weigern, in's Zuchthaus wandern zu sehen, fühlst Du Dich wohl als Knecht, nun, so wähle Dir Anhänger dieses Systems; bist Du es aber müde, um des Phantoms nationalen Ruhmes willen politisch geknechtet u..d ivirthschasllich ausgesogen zu werde», so gibt es nur Eine Partei, der Du Deine Stimme geben kannst: die S o z i a l- d e»i o k r a t i e. Sie ist die einzige grundsätzliche Gegnerin des heuti- gen Militarismus. Acht Jahre Zuchthaus für eine telegraphische An- frage! Welche Schurkereien und wie viel Schurkereien muß einer von de. hochgebo.enen Sippe verübt haben, ehe er zu einer solchen Strafe verurtheilt wird, wenn er überhaupt yerurtheilt wird! Der Gauner von Schleinitz reist vergnügt in der Welt umher, denn— er war Hauptmann und nicht Landwehrmann. Kusch' Dich, Kanaille! —7 Ein„fr e isi n n i g e s" W a h l m a n ö v e r, das in seiner ganzen Niedertracht gebrandmarkt zu werden verdient, ist das von den Richter'schen Reptilen erhobene Geschrei, unsere Genossen hätten freisinnige Versamm- lungen„gesprengt" und sich dadurch als die schlimmsten Feinde des freien Versammlungsrechts erwiesen. Wer da weiß, was die Deutsch-Freisinnigen unter„freiem Versammlungsrecht" verstehen; nämlich freies Verlerrm- dungsrecht mit Mundtodtmachung des politischen Gegners, der wird auch, ohne spezieller insormirt z» sein, den Werth solcher Anklagen ab- zuschätzen wissen; die große Masse der Bevölkerung aber, und auf diese ist das Geschrei berechnet, weiß das nicht und fällt regelmäßig auf den Schwindel hinein. Um das System, nach welchem die Herren„arbeiten", zu kennen, sei hier die Geschichte der letzten„Sprengung" mitgetheilt. Dieselbe soll in Berlin an, 17. September stattgesunden hoben. An diesem Tage fand im Saale der Habel'schen Brauerei eine �on den Deutsch-Freisinnigen einberufene Wählerversaminlung statt, zu der sich auch Anhänger der Arbeiterpartei eingefunden. Referent war Herr Zelle. Nun versteht man doch allgemein unter Sprengung die Verhinderung des pro- gramnimäßigen AbHaltens einer Versammlung; wie wenig eine solche aber in den Absichten der Arbeiter lag, beweist die Thatsache, daß Herr Zelle sein Referat ohne die geringste Störung ablegte. Nach ihm sprach der Medailleur Krohm und enipfahl unter großem Beifall die Kandidatur T u tz a n e r. Da er das Verhalten der Deutsch-Freisinnigen in der Miethssteuersrage kritisirt hatte, so versuchte Herr Zelle in seiner Replik, seine Partei reinzuwaschen— wer die Wahlbewegung 1878 mitdurch- geinacht, weiß, wie Herr Zelle zu diskutiren pflegt. Dennoch blieben die Arbeiter ruhig. Erst als der Herr sich zu der Behauptung verstieg: „Meine Herren, bedenken Sie die fteie Schweiz, da wird auch Mieths- steuer gezahlt; da müssen die Leute, die 4—6 Kinder haben, mehr zah- len als diejenigen, die gar keine oder nur 1—2 haben," riß einem Ar- beiter die Geduld und er rief:„Das ist eine Lüge." Statt daß nun der Vorsitzende diesen allerdings scharfen Ausdruck zurückgewiesen hätte, stürzte sich sofort ein Hausen Deutsch-Freisinniger auf den einen Mann los und wollte ihn aus dem Saal hinaus- Wersen, und als ihm eiuige Arbeiter zu Hülfe sprangen, löste der deutsch- freisinnige Vorsitzende die Versammlung aus. Das die Geschichte der„Sprengung". Tags darauf aber hieß es in den deutsch-freisinnigen Zeitungen: „Unter solchen Umständen erweist sich die Forderung nach unbedingter Oeffenllichkeit der liberalen Wählerversammlungen als durchaus undurch- führbar und ist der Ausschluß derartiger Eleinente von den Versaium- lungen schon im Interesse der öffentlichen Ordnung dringend geboten." Mit andern Worten, die Herren benutzen den Zwischenfall als Vor- wand, um die freie Diskussion aus ihren Versaminlungen zu ver- bannen und das Gehässige ihres feigen Verhaltens auf die Arbeiter ab- wälzen zu können. So verächtlich dieses. Manöver ist, von so geringer politischer Einsicht zeugt es. Das Geschrei über die bedrohte„Ordnung" kommt in letzter Instanz nicht den Herren von der deutsch-freisinnigen Partei, sondern den reaktionären Dunkelmännern zu gut. Der Philister im Reich, der solche übertriebene Darstellungen liest, bekreuzt sich und wählt— den Hüter der Ordnung, den Herrn Landrath. Mit ciesein Hetzen gegen uns schneiden sich die Herren in's eigene Fleisch. Und zweitens. Die Herren spekuliren für die Stichwahlen, deren es diesmal sehr viel geben wird, vielfach auf die den Ausschlag gebenden Stimmen der Arbeiter. Nun, da mußte ihnen doch die einsachste Ueber- legung sagen, daß sie durch so niederträchtige Verleumdungen eine Er- bitterung hervorrufen, die just das Gegentheil von dem zur Folge haben muß, was sie wünschen. Es liegt in i h r e m Interesse, wenn es ihnen um ihr politisches Programm ernst ist, sich nicht selbst um den letzten Rest von Achtung zu bringen, den sie vielleicht bisher genossen. Nirgends wird das Recht der freien Diskuision so hoch geachtet als bei den sozialistischen Arbeitern, in keinen Versammlungen ge. ließen die Gegner so ausgedehnter Redefreiheit als bei ihnen. Wohl mag sie ihr Temperament hier und da zu Zwischenrufen veranlassen, die nach dem streng parlamentarischen Kodex nicht zulässig wären, aber einmal ist eine Volksversammlung eben kein Parlament, und dann kommt es den Leuten am Wenigsten zu, sich über dieselben zu beschweren, die selbst von dem Recht der Zwischenbemerkung innerhalb und außerhalb des Parlaments den ausgedehntesten Gebrauch machen. — Noch einmal der„verhältnißmäßige Arbeits- l o h n." Wir bemerken zunächst, daß in unser,» Artikel in Nr. 36 sich ein Druckfehler eingeschlichen hat, der der Richtigstellung bedarf. Wenn Herr Bahr sagt:„Ist heute der Antheil der Grund- und Kapitaleigen- thümer j e vier Zehntel, der der Arbeit zwei Zehntel— gut! so soll es immer so bleiben!" so braucht es keiner besondern Rechenkünste, um zu ermitteln, daß das die Rate des Mehrwerthes nicht auf 200, sondern auf 400 Prozent festsetzen heißt. Dies zur Kennzeichnung des El- dorado, welches der liebenswürdige Rodbertusianer den Ardeitern in Aussicht stellt. Wir haben in dem erwähnten Artikel nachgewiesen, daß diese ganze Theorie vom„verhältnißmäßigen Arbeitslohn" eine so abgeschmackte Utopie ist, wie es nur je eine gegeben, daß das Bestreben, ein festes Verhältniß zwischen dem Arbeitslohn und dem Werth des Arbeitsproduktes vermittelst der Gesetzgebung zu diktiren, weder durchführbar noch überhaupt im Interesse der Arbeiterklasse gelegen ist. Damit haben wir natürlich nicht sagen wollen, daß die Arbeiterklasse sich zu stetigen Lohnherabsetzungen, sei es absoluten oder relativen, ver- dämmt halten, den Gedanken an Lohnerhöhungen aus dem Kops schlagen müsse. Im Gegentheil. Nach wie vor bleibt es Pflicht der Arbeiter, neben der Herabsetzung der Arbeitszeit die Erhöhung ihrer Löhne im Auge zu behalten. Wenig Arbeit, hoher Lohn muß ihre Kampfparole bleiben. Wenig Arbeit, hoher Lohn. Das klingt für ein gut bürgerliches Ohr entsetzlich, so entsetzlich, daß besagtem gute» Bürger der Gedanke, ein verständiger Mensch könne solche Parole im Ernst ausgeben, schier unfaß- bar erscheint. Er begreift es nicht, daß in ihr das Heil der Menschheit, der Fortschritt der Kultur enihalten ist. Sie ist ihm so unfaßba», daß er lieber den größten Blödsinn annimmt, als sich in den Gevankengang, der ihr zu Grunde liegt, hineinzuarbeiten. Das hatte Schreiber dieses erst jüngst Gelegenheit, zu beobachten. In einem Bericht über eine von uns gehaltene Festrede— dessen Ganzes jeden Verdacht einer absichtlichen Verdrehung ausschließt— heißt es unter Anderm: Die Aufgabe der sozialen Bewegung liegt darin, all- mälig das gestörte Gleichgewicht zwischen der Produktion und Konsum- tion wieder herzustellen durch Abkürzung der Arbeitszeit, d. h. durch Einführung eines Normalarbeitstages, durch Einschränkung der Maschinenfabrikation(!), insbesondere aber durch Uebertragung der Produktion von dem Einzelnen auf die Gesammtheit, sowie durch Regelung der produzirenden und konsumirenden Thätigkeit durch die bürgerliche(!) Gesellschaft." Daß wir den unterstrichenen Satz nicht gesagt, liegt zu sehr auf der Hand, als daß wir darüber noch ein Wort zu verlieren brauchten; wir haben vielmehr just das Gegentheil gesagt, und obwohl wir so populär, so deutlich als möglich uns ausdrückten, hat uns gerade der den„gebildeten" Klassen angehörige Referent doch so gründlich als nur möglich inißverstanden, während die ungebildeten Arbeiter uns ganz zweifelsohne sehr wohl verstanden haben. Hier unsere betreffenden Ausführungen. Die Technik macht von Tag zu Tag größere Fortschritte. Maschinen werden erfunden, die man früher für absolut unmöglich gehalten hätte. Und es würden noch viel mehr erfunden werden, noch viel Größeres ivürde geleistet werden, wenn nicht die heutige Gesellschaftsorganisation, die heutige privatkapitalistische Produktionsweise ein immer größeres Hinderniß für die Weiterentwicklung darstellte. Die Produktionsinittel wachsen ihr über den Kopf, die Großartigkeit derselben steht im Wider- spruch mit der verhältnißmäßigen Kleinheit der Privatbetriebe. Das hochgepriesene Reizmittel für den Fortschritt, der Eigennutz, das Privat- intereffe, versagt. Und warum? Weil der Fortschritt eben vielsach nicht mehr r e n t i r t. Und warum rentirt er nicht? Weil die mensch- liche Arbeitskraft fast überall zu billig ist. Viele Arbeiten, für welche heute noch Menschenkraft verwendet wird, wie die meisten so beschwer- lichen Erdarbeiten z. B., könnten durch Maschinen verrichtet werden, und würden durch Maschinen verrichtet werden, wenn nicht die inenschliche Arbeit dazu noch so billig zu beschaffen wäre, daß die Einführung von Maschinen nicht rentirt. Wo sehen wir die Maschine am Meisten ent- wickelt? In jenen Ländern, wo die menschliche Arbeitskraft am theuersten ist. Die großartigste Entwicklung der landwirthschastlichen Maschinen finden wir im Westen von Amerika, wo es bisher am stärkste» an „freien" d. h. im Sinne des Kapitalismus freien Arbeitern gefehlt. So lange die heuttge kapitalistische Gesellschaft besteht, ist daher die Ver t Heuer un g der menschlichen Arbeitskrast der wirksamste Hebel des menschlichen Fortschritts, die Vertheuerung, die auf zwei Wegen erreicht werden kann: durchErhöhung derLöhne und Herabsetzung der Arbeitszeit. Erklärt die Gesellschaft dies für unmöglich, macht sie es durch ihr Gesetz der„freien" Konkurrenz unmöglich, so unter- zeichnet sie damit ihr TodeSurtheil. Denn sie kennzeichnet sich damit als ein Hemmniß der Weiterentwicklung der Produktion des Maschinenwesens, welches die Grundlage ist des gesellschaftlichen Fortschritts überhaupt. Aus diesen Worten die Forderung der Einschränkung deS Ataschinen- wesens herauszulesen, dazu gehört, wie gesagt, ein bürgerliches Gehirn. Und nur ein bürgerliches Gehirn vermag den Gedanken nicht zu fassen, daß in den Lohnkäinpfen des modernen Proletariats die sogenannten positiven Errungenschaften von weit geringerer Bedeutung sind als die Thatsache des Kampfes selbst. Die Arbeiter wissen den Werth der Letz- teren besser zu schätzen, und wenn ihnen gewisse„gute Freunde" vor- rechnen, daß sie bei ihren Stteiks, zur Unterhaltung ihrer Organisationen, gewöhnlich mehr Geld ausgeben als der Vortheil in baar beträgt, den dieselben ihnen einbringen, so wissen sie, daß das Exempel nicht stimmt, und fahren unbeirrt fort, ihrer Kampsesorganisationen zu pflegen. Nur ein durch und durch bürgerlich-kapitalistisches Gehirn kann den Plan aushecken, das Verhältniß deS Arbeiters zum Kapitalisten heute gesetzlich binden, seudalisiren zu wollen, wie es der„verhältnißmäßige Arbeitslohn" bezweckt. Das zeigt sich sofort, wenn man diesen „großartigen Gedanken" seiner utopistischen Form entkleidet und ihn im Lichte der thatsächlichen Verhältnisse betrachtet. Die einzige rationelle Form, in der er sich in der bürgerlichen Gesell- schast realisiren ließe, wäre eine Art gesetzlicher Gewinnbetheili» oung der Arbeiter, wäre das wohlbekannte Partnership- s n st e m. Nun, über die wohlthätigen Folgen dieses Systems brauchen wir uns wohl kaum noch auszulassen. Die Arbeiter wissen, was da- hinter steckt. Und ebenso gut, ja noch besser, wissen es die Kapitalisten. Das hat sich jüngst in Frankreich wieder auf dem Kongreß der„Ver- einigung zur Beförderung der Wissenschaften" gezeigt. Dort hielt in der Abtheilung für Volkswirthschaft Herr Chaix, Direktor einer der größten Pariser Druckereien, einen Vortrag über die wohlthätigen Folgen dieses Systems. Der Lobgelang gipfelt nach dem Bericht des„Algemeen Handels- blad" in folgendem Schlußeffekt: „Herr Chaix versichert, daß er sich bei diesem System sehr wohl be- findet. Die Arbeiter leisten mehr und bleiben länger in derselben Fabrik. Während des Schriftsetzerstreiks im Jahre 1878 wurde er nur von 62 Arbeitern sauf 1200) im Stich gelassen und darunter war kein einziger, der zu den Antheilberechtigten gehörte." Das genügt! — Welcher Geist über der„heiligen Allianz" in Skiernewice gewaltet, geht aus der Thatsache hervor, daß Tißa, nachdem er mit dem österreichischen„Bismarck" Kalnoky eine Unterredung gehabt, den Belagerungszustand für Ungarn proklamirte, und Bis- marck nach seiner Rückkehr von dem„weltgeschichtlichen" Neste der „Norddeutschen" Kommando gab, gegen Bennigsen Front zu machen, der auf dem Parteitag der Hannoverschen Nationalliberalen es gewagt hatte, die s ch w a r z e S e e l e des Bismarck'schen Ministeriums, Herrn Puttkamer, zu attakiren. Dafür durfte dann Pindter, der just Tags zuvor Bennigsen gelobt und auf die Zentrumsleute geschimpft hatte, diesen seine Anerkennung über die Mäßigkeit ihres Wahlaufrufes— derselbe ist allerdings nicht Fleisch und nicht Fisch— zollen, was der Geheime Kommissionsrath mit freudigem Wedeln auch sofort besorgte. Alles natürlich, um den braven Nationalliberalen, die den Kopf etwas zu erheben wagten, zu Gemüthe zu führen, daß sie nur von Bismarck's Gnaden existiren und keine eigene Meinung haben dürfen. Es wird also fortgeputtkamert. — Bismarck's Söhnlein sind wieder einmal befördert war- den. Die alte Geschichte!„Da wurden seine Geschwister"-c. Spaßhaft ist nur, daß Herbert, der zum Major ernannte, einen ebenso großen Abscheu hat vor dem Schießpulver, wie der„Floh" vor dem— Insektenpulver. — Sozialistische Reichstagskandidaturen. Magde- bürg: August Heine, Hutmacher in H a l b e r st a d t. 9. s ch l e- s i s ch e r Wahlkreis(Striegau- Freiberg- Schweidnitz): Oswald Richter, Drechslermeister in S t r i e g a u. — In Zürich sind die Anarchisten N e v e und Kaufmann, sowie die Wittwe Stellmacher verhaftet, letztere aber nach einigen Tagen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Ob die Behörden Anhaltspunkte haben, daß dieselben bei gemeinen Verbrechen betheiligt, wissen wir nicht; was bisher in dieser Beziehung verlautbarte, betraf nur die politische Thätigkeit der Genannten. Wir halten einstweilen mit unserem Urtheil zurück, die Anarchisten haben ja leider selbst dafür gesorgt, daß man bei ihnen in dieser Beziehung stets im Unklaren ist. — Der Anarchist Anton Kammer er ist am 20. September in Wien„kriegsrechtlich" erhängt worden. Sein Prozeß wurde hinter verschlossenen Thüren geführt. Die Geständnisse, die er angeblich abgelegt, sind bekannt. Er soll ausgesagt haben, daß er der Mörder des Polizei- beamten H l u b e k sei und daß er in Gemeinschaft mit Stellmacher und einem.Dritten den Stuttgarter, Straßburger und den Eisert'schen Raub- mord'verübt. Ob er dies Geständniß freiwillig abgelegt, ob es ihm erpreßt wurde, bleibt Geheimniß des Kriegsgerichts. Nach dem offiziösen Bericht hat Kammerer bis zuletzt keinerlei Reue über seine That zu er- kennen gegeben und ist mit dem Trotze des Fanatikers gestorben. Und damit ist der„Gerechtigkeit" Genüge geschehen. — Ein echter Apostel der Religion der Liebe. Nach der Hinrichtung Kammerer's richtete der zu seiner„Seelsorge" abkom- mandirte Pfaffe Molek folgende, die Bornirtheit der kirchlichen Denk- weise in drastischer Weise charakterisirende Worte an die Truppen— vorsichtigerweise hatte man ungarische Truppen zu dem Abdeckerakt kommandirt: „Wie er gelebt, so ist er gestorben! Der Missethäter, der das Herz gehabt hatte, sieben Menschenleben zu vernichten, der gegen Gesetz, Kaiser und Staat sich vermessen, ist dem zeitlichen Gerichte verfallen und mußte enden, wie dieser geendet. Doch wie er hier auf Erden keine Gnade gefunden, wird ihm eine solche auch im Himmel nicht beschieden sein, denn er hat bis zum letzten Augenblick den Glauben und die Kirche verleugnet— er ist auch o hne Glauben gestorben." Gibt es einen roheren, brutaleren und zugleich kindischeren Materialismus, als der sich in diesen Worten ausprägt? Korrespondenzen. 9. schlcsischer Wahlkreis. Strieg au- Fr ei bürg- Schweidnitz Um das Parteiorgan nicht unnöthig in Anspruch zu nehmen, macht das unterzeichnete Komite bekannt, daß unser Kandidat zur bevorstehenden Reichstagswahl Herr Drechslermeister Oswald Richter in Striegau ist. Derselbe ist als ein langjähriger, treuer Parteigenosse im ganzen Kreise bekannt, und so hoffen wir, daß jeder Arbeiter es als seine Ehren- Pflicht betrachten wird, für denselben zu stimmen. Darum frisch auf zur Wahl! Mit sozialdemokratischem Gruß Das Wahlkomite. Aus dem 19. sächsischen Wahlkreis(Stollberg- Schneeberg). Mitte September. Die Wahlbewegung ist bei uns sehr schön in Fluß gekommen. Die vorige Woche war unser Kandidat Liebknecht in dem Wahlkreise und hielt vier Versammlungen ab: in Geyer, Stoll- berg, Niederwürschnitz und T h a l h e i m. Später wird Lieb- knecht noch nach S ch n eeberg, Oelsnitz und L ö ß n i tz gehen. Die vier erwähnten Versammlungen waren sehr gut besucht— auch Gegner fanden sich ein, von denen sich jedoch, außer in Geyer, keiner hervor- wagte. In Geyer versuchte es ein Kaufmann(der sich übrigens, was von dem Referenten ausdrücklich anerkannt wurde, eines durchaus an- ständigen Tones befleißigte), durch einige Interpellationen unseren Kan- didaten und unsere Genossen in Verlegenheit zu bringen, erreichte jedoch bloß, daß Liebknecht sich schließlich noch in eingehendster Weise über die Konsequenzen und letzten Ziele der Sozialdemokratie aussprechen und dadurch manchen Schwankenden von seinen Zweifeln kuriren konnte. Die Versammlung hatte aus die Wählerschaft eine ausgezeichnete Wir- kung, was selbst von Gegnern anerkannt werden mußte. Welcher Um- schwung gegen sonst! In Geyer wurden früher, vor dem Sozialisten- gesetz, unsere Versammlungen regelmäßig von Gegnern gestört, einmal gesprengt, so daß seit Jahren keine Versammlung mehr dort stattfinden konnte. Aber die Verhältnisse haben vortrefflich für uns agitirt. Der Verdienst ist schlecht, das Posamentirgeschäst, das in Geyer vorherrscht, liegt, gleich der Strumpfwirkerei, der Stapelindustrie des ganzen Wahl- kreises, vollständig darnieder; die Versprechungen des Herrn Ebert haben sich als ebenso viele Lügen erwiesen, und der Führer der Gegner, ein reicher Geldprotze, der bei jener Versammlungssprengung die erste Rolle spielte, hat für das praktische„Theilen" eine so lebhafte Begeiste- rung verrathen, daß er diesen Sommer, nach längerer Untersuchungs- Haft, wegen betrügerischen Bankrotts vom Schwurgericht zu Chemnitz zu mehrjähriger Zuchthausstrafe verurtheilt wer- den mußte. Auch verschiedene Verwandte und Angehörige(z. B. der Buchsührer) des Mannes— Grunert ist sein Name— waren in die theilerischen Geschäftsmanipulationen verwickelt und mußten ebenfalls auf längere Zeit nach Woldheim geschickt werden. Daß die Gegner es unter diesen Umständen nicht für klug halten, uns das„Theilen" zum Vorwurf zu machen, das begreift sich. In Stollberg, wo die Konservativen des Wahlkreises ihre Hauptkräfte und ihr Hauptquartier haben, forderte Liebknecht, nachdem er die„Sozial- reform" einer unbarmherzigen Kritik unterworfen hatte, die(allerdings in geringer Zahl) anwesenden Freunde des Herrn Ackermann und Konsorten zur Debatte heraus, aber keiner getraute sich, den Handschuh auf- zunehmen, was natürlich auf unsere Genossen einen ebenso erheiternden, als auf die Gegner niederdrückenden Eindruck machte. Die Gegner räch- ten sich des andern Tags, indem sie in das„Chemnitzer Tageblatt" schrieben, die Versammlung sei nur schwach besucht gewesen und vor Ende des Vortrags von vielen(!) Arbeitern verlassen worden. Nun, die „vielen Arbeiter" in der„schwach besuchten" Versammlung sind bis zu Ende geblieben, entfernt haben sich vor Schluß bloß zwei oder drei Frauen, jedoch nicht freiwillig, sondern weil die Polizei es verlangte, da die Versammlung keine Volks-, sondern eine Wz hier- Versammlung war. In derselben Notiz von der„schwach besuchten Versammlung", aus der sich„viele Arbeiter" vor Schluß entfernten, befindet sich komischer Weise ein gewaltiger markerschütternder Nothschrei: „Der Wahlkreis ist in Gefahr! Wenn die Konservativen sich nicht sofort aufraffen, so geht er an die Sozialdemokraten verloren!" Nun,„verloren" wird er an uns nicht gehen, sondern einfach an uns zurückfallen, denn er g e h ö r t u n s. Bei der letzten Wahl hatten die Gegner nicht mehr Stimmen als bei der vorhergehenden Wahl, wo sie(mit dem famosen Ordnungskandidat Ludwig Löwe, Musterfortschrittler aus Berlin) uns das Feld räumen mußten. Wir unterlagen das letzte Mal, weil die Hälfte unserer Leute nicht stimmten. Diesmal wird es aller Voraussicht nach anders sein. Ich würde mich bestimmter ausdrücken, allein der Wahlkreis ist so außerordentlich weitläufig und zerstreut, daß man das Ganze nicht leicht übersehen kann Genug, wir werden unsere Schuldigkeit thun, und die aktiven Genossen gehen in den heurigen Wahlkampf mit der festen Hoffnung, zu siegen. Jedenfalls wird die Scharte von 1881 ausgewetzt und die Ehre des 19. sächsischen Wahl- kreises wieder hergestellt werden! Glasgow, 14. Septbr. Am 30. August starb unser Kollege und Parteigenosse, der Glasmacher Louis Schneider, acht Tage nach seiner Ankunft in Dresden, im Alter von 25 Jahren. Ein langjähriges Nieren- und Lungenleiden nöthigte ihn, seine Arbeit hier aufzugeben, und der Tod machte seinem noch so jungen Leben ein schnelles Ende. Wäre er ein Kind vermögender Eltern gewesen, so hätte er der hart- näckigen Krankheit entgehen können, aber so wie alle Proletarierkinder mußte er von seiner frühesten Jugend, schon während der Schulzeit, in der Glashütte arbeiten, und diese so schwere und körperaufreibende Ar- beit der Glasmacher legte den Keim zu seinem Leiden und kürzte sein Leben. Seit einigen Jahren gehörte er voll und ganz unserer Partei an und trug jederzeit sein Scherflein bei zur Verbreitung unserer Ideen für die Befreiung der Arbeiter aus der Knechtschaft. Ehre seinem Andenken! Seine Kollegen in Glasgow und A l l o a(Schottland) und Castleford(England). Zur Wahlschlacht. Deutsche Proletarier all', Wieder steht Ihr vor der Wahl! Tretet drum zur Urne an, Aber wählt den rechten Mann! Kein Philister, kein Baron, Kein Minister, noch sein Sohn, Keiner aus den hohen Neih'n Kann des Volkes Anwalt sein. Nur ein Mann aus Deiner Mitt' Sei's, o Volk, der Dich vertritt. Wer die Macht schon hat im Staat, Hat kein Recht auf's Volksmandat. Wahrlich, es ist hohe Zeit, Daß die Arbeit werd' befreit Von dem Druck der Sklaverei,— Weg mit Bismarck's Schwindelei! Fühlst Du nicht die Roth und Pein? Hörst Du nicht der Kinder Schrei'n? Rühret Dich ihr Klagen nicht, Wenn's im Haus an Brod gebricht? Proletarier, auf zur That! Denn die Zeit der Wahlschlacht naht. Wirke, willst Du leben frei, Mit am Sturz der Tyrannei! Baue fest auf Deine Sach', Laß im heil'gen Kampf nicht nach, Bis die Ketten sind zersprungen Und die Freiheit ist errungen! Vorwärts! Ob der Feind auch droht, Ob die Brandung wüthend tost; Von der Ostsee bis zum Rhein Laßt ein einzig Heer uns sein! Stehet fest zum Bunde all'! Rief uns sterbend zu Lassall'! Heut' erinnert Euch daran Ein Kam'rad, ein Arbeitsmann! Der rothe Hahn in J. An die Bertrauenslente. Ks wird wiedcrhokt und dringend ersucht, von allen Partei- Publikationen(Flugblättern, Broschüren u. s. w.), die in Zlentschtand oder im Ausland erscheinen, dem sNarteiarchiv mehrere Kremptare zuzusenden. pie Archivverwattung. Hnittnng. Von den deutschen Genossen in Bern haben wir zum Besten unserer Jnhaftirten die Summe von 15 Fr. erhalten(Liste Nr. 31), wofür wir ihnen, sowie namentlich den freundlichen Vermittlern, den Genossen S ch ä t t g e n und Schiele, an dieser Stelle noch unseren ganz besonderen Dank sagen. Am 13. September 1884. Das Komite polnischer Sozialisten. Braunschweig. Zu dem bevorstehenden Wahlkampf im hiesigen Wahlkreise sind uns von den Braunschweigischen Parteigenossen in New- Jork 141 Mark 85 Pf g. zugegangen, was wir hiermit dankend quittiren. Die Braunschweiger Vertrauensleute. Achtung! In Kopenhagen kämpfen die Vergolder gegen eine Lohnherabsetzung von 15 bis 40 Prozent. Zuzug ist fernzuhalten. Unterstützung erbeten an H. Andersen, Tömmer Krog Adelgade Kopenhagen. Brieflasten der Expedition: B. B.: Alles in Ordnung.— Ferd.: Chargebf. und spätere Notizen eingetr.? Weiteres per Verrina.— Feuerblume: Mit Mehrbstllg. Weiteres künftig durch Brgr. Sanftmuth. Bf. am 23/S. fort.— Roland: Eingetroffen. Warum Nr. nicht bezeichnet?— Ver> rinna: Bstllg. ac. notirt. Erwartetes nicht fort. Bfl. am 23/9. geant«. — Michel Stieber: Avisirtes bis 24/9. nicht eingetr.—-b-dr. M.: Beil. an E. besorgt. Nachr. v. 22/9. erh. u. beantw.— Feuerländer: Mk. 50— u. Mk. 35— ä Cto. gutgeb. Bstllg. folgt. Bf. am 24/9. abg. — XyZ.: Nichts— Mathilde: Bfe. vom 17. u. 19/9. erh. und beantw. Bstllg. folgt nach Vorschrift.— Stillvergnügt: P.-K. und Bf. mit Bstllg. hier. Antw. am 23/9. fort.— Nova: Bfe. vom 9. und 17/9. besorqt und beantw.— Rother Voigtländer: Bfe. zc. kreuzten sich laut Mitth. vom 23. ds.— Bäff: Fsr. ab 1. Okt. eingereiht zu Deinen Lasten.� ff-f Himmel--: Wk. noch nicht hier. Da nützt alles Lärmen nichts. — Feldhauptmann: Frankatur war damals zugestanden, also nur Ml. 4 50 belste.— Heinrich: P.-K. am 19/9. erhalten. Erwarten baldigst Weiteres.— Onkel: Klappt's jetzt?— Neckar: Ist Dreischläfriger ein- getroffen?— Rothkragen a. d. Cislar: Nachr. vom 14/9. unklar, laut Antw. vom 17/9. an E.— v. d. Eider: Bf. am 17/9. fort. Weiteres hoffen erledigt.— Castleford, Th. V.: Senden Sie Wahlgelder nach Belieben hierher oder a. d. Wahlkr.— Pickelhaube: Bstllg. war unter- wegs. Rem. u. Porto dkd. d. Wfd. zugew.— Rothbart: Mk. 300— ä Cto. erh Weiteres lt. Aufstllg. gutgebr. Alles beachtet.— Fuchs: P.-K. v. 22/S. erh. Ja. L. ist derselbe, nach dem wir am 27/5. bei Ihnen anfrugen. Weiteres notirt und besorgt.— Dreyfuß i. L.: Gut.— Morgenroth N.: Bestellbf. kostet 25 Cts. Strafporto, da nur mit 10 Pfh frankirt.— Zopyron: Da reklamiren, wohin bezahlt. Unseres sieb- Bfk. 30. Bfl. Weiteres.— Adalbert: Mk. 150— ä Cto. alter Rest erh Weiteres angenehm.— I. St. Stg.: Mk. 4 30 Ab. 4. Qu. erh." Bruno: Mk. 130— Ab. 2. Qu. erh. Bfl. Weiteres. Bstllg. fort. FM ist nur nach den örtlichen Verhältnissen korrekt beurtheilbar.--- b.: Mk. 81 40 ä Cto. Abon. erh. Hoffentl. bald weitere Aufschlüsse.— Pkt. Bsl.: Fr. 9— f. Schst. erh.— I. Bernstein: Mk. 5— Abon. 3. Qu und Nachr. vom 20 9. erh. Bfl. mehr.— Marat M.: Bstllg. erh., folgt W. nur gegen baar.— E. Arnst. Aarau: Fr. 8 30 Ab. Sept. u. Schst. erh.-' Frauenfeld, Dtschr. Ver.: Fr. 9— Ab. 3. Qu. erh.— R. M. Serno.: Fr. 2 50 pr. Ab. 4. Qu. erh. Weiteres durch R. F.— Sch. H. D-: Mk. 4 40 Abon. 4. Qu. erh— I. F. Zch.: 20 Pfg f. d. R.-W. d� erh.— P. i. S.: Mk. 25 20 Ab. 3. Qu. erh. Bstllg. notirt. Weiteres nach Wunsch.— H. C. Hg.: Mk. 5— Ab. 4. Qu. und ä Cto. 1. Qu gutgebr.— Neckarspitze: Mk. 1— pr. Agfds. dkd. erh. Falsche Adr. räthselhaft, da stets ohne— adressirt. Bstllg. folgt.— Rother Franz: Bf. sofort beantw. am 24,9.— Newyork, A. Hne.: Bf. v. 11/9. hier Antw. demnächst.— C. A. B. V. London: Bundesräthe 7. Betr. Ver- faffungswesen werden Nachfrage halten. WS ch< Zur Ball« Ho fr an S, nach d Jtä Behörden ®nb unsei bötf leim der Cend Pari Wa Anzeigen. In unserem Verlage ist erschienen: Das Recht auf Faulheit. Aus dem Französischen. Von Paul Lafargue. Preis: Bei Einzelbezug für die Schweiz und das Ausland: 29 CtS. „ Deutschland: IS Pfg. Bei größerem Bezug entsprechender Rabatt. Wen ste länj Wahl z Umscha Stimm Platze. wir ü! darum, � der A j bedarf schieder gesamr wollen Lasi Expsilltlon des„Sozialdemokrat" und 'V olksbachhandlans; Hattingen• Zarich. Durch uns ist zu beziehen: Münchener Polizeizustände. Preis: 1 5 Pfg.— 25 Cts. KrpedUion des Soziatdemollrat. Mokksbuchhandtung. Kottingen-ZSrich. Billige Schriften. Der Unterzeichnete wünscht sein fast vollständiges Lager in sozialistichen Schriften in deutscher und englischer Sprache zum Kostenpreis(Zürich) zu verkaufen. Einzeln oder im Ganzen. Personen oder Sektionen, welche darauf reflektiren, wollen sich wenden an 3/4 f2.00f Herrman« Ritzsche, 548, 9. Ave, R e w- D o r k City. Sozialistische Arbeiterpartei. Sektion Philadelphia. Unser«uskunftsbureau befindet sich: 1,25] Callowhill Stree 325 in F. W. Fritzsche'S Lokal. Einladung zum Abonnement. „per Sozialdemolirst,« ze»tral-Or«an»er deutsch»»«»zialdemakratte. erschilnt wlckientlich einmal in Zürich. Auf dem«qdener Kongreß iura offi,itllen Organ der so,>aUst>schen Arbeiterpartei Deutlchland» ertlärt, hat da» Blatt eine Verbreitung gesund ra, wie sie bei seiner »ründung laum erhofft worden war. Ans dem Kongreß IN s»op»nhage>« sonnt« deshalb ml» G-nngthuung gesagt werden, daß die deutsche eo>ialdemolrntie In ihre« Organ die wichtigste Waffe gegen da» über st-»erhängte Au»nahmegeseß destße. Da» Abonnement ans da» Blatt Ist durch diese» Aeseß nicht verboten, sondern nur die Verbreitung, und|u letzterer haben fich fast allerort» energische und aus- opserung»fähig- Senossen genug gesunden