e. = 00 mer Rür Sinne bi Band ntion Tin t. Erscheint wöchentlich einmal in Zürich( Schweiz). Verlag der Boltsbuchhandlung Hottingen Zürich. Poßfendungen franto gegen franto Gewöhnliche Briefe 9 Rach ber Shweta toften ed h sligetsu un Abonnements werden bei allen schweizerischen Postbureaux, sowie beim Verlag und dessen bekannten Agenten entgegengenommen, und zwar zum beraus zahlbaren Bierteljahrspreis von: Der Sozialdemokrat Doppelporto. the sp фон No 7. brud istre sofig om hans g sisnguod simpled Zentral- Organ der deutschen Sozialdemokratie. wis aided here mish 6821 0 Donnerstag, 12. Februar des" Sozialdemokrat." 即 毗 Fr 2 für die Schweiz( Kreuzband) mt 3 für Deutschland( Couvert) f. 1.70 für Oesterreich( Couvert) Fr. 2 50 für alle übrigen Länder des Weltpoftvereins( Kreuzband). liferate die breigespaltene Petitzelle 25 Cts. 20 Pfsa sad of 1885. als möglich an den Sozialdemokrat, resp. beffen Berlag felbft abreffiren, sondern fich möglichst an irgend eine unverbächtige Moreffe außerhalb Deutschlands und Oesterreichs wenden, welche fich dann mit uns in Berbindung fekt; anderseits aber, bah auch uns möglichst unverfängliche Zustellungsabreffen mitgetheilt werden. In zweifelhaften Fällen empfiehlt sich behufs größerer Sicherheit Rekommandirung. Soviel an uns liegt, werden wir gewiß weber Mühe noch Roften scheuen um trok aller entgegen stehenden Schwierigkeiten den Sozialdemokrat unseren Abonnenten möglichst regelmäßig zu liefern 12110019 avis an die Abonnenten und Korrespondenten Da der Sozialdemokrat Jowohl in Deutschland als auch in Defterreich verboten ik, bezw. verfolgt wird und die dortigen Behörden fich alle Mühe geben, unsere Berbindungen nach jenen Ländern möglichst zu erschweren, res Briefe von dort an uns Ad and unsere Zeitungs- und sonstigen Speditionen nach dort abzufangen, jo ist die äußerste Borsicht im Boftverkehr nothwendig und tont barf teine Borfichtsmaßregel versäumt werden, die Briefmarder über den wahren Absender und Empfänger, sowie den Inhalt der Sendungen zu täuschen, und lettere dadurch zu schüßen Haupterforderniß ist hiezu einerseits, daß unsere Freunde so selten desde noa epaidrslo spric blutige Schauspiel einer Hinrichtung aufführten, der Hinrichtung die sich heute einbilben, die vorgeschrittensten, die radikalsten aller So zialisten zu sein, noch in jener Auffassung befangen sind, bie Marr schon eines Sterbenden! 1846 als utopistisch charakterisirte. chrif Ichen nnes ( 6. 1 5. 9.5 er 5. Mar Snad 5. er : F Parteigenossen! Vergeßt der Verfolgten und bieſes Schauspiel war angeordnet worden von einem und Gemaßregelten nicht! Mann, der selbst schon mit einem Fuß im Grabe steht. Denn man tomme uns nicht mit der Ausrede, daß der Kaiser nur noch das Recht der Begnadigung habe, daß aber das Urtheil auch ohne seine Genehmigung rechtsfräftig war. Das ist eine Spitfindigkeit, welche in unseren heidnischen Verstand nicht hinAllg. Wahl- und Unterstützungs- c.-Fond. eingeht. Wer durch einen bloßen Feberstrich eine Hinrichtung Wah Im Januar 1885 gingen ein: 681 c. er te m S End 206. meiden Schloßchemnitz Mt. 25 Hannover 200. Halberstadt 40Mainz 80. Nürnberg 238- Oberlungwiz 10. Bernhardt, Leipzig 10. Mainz 125 Sch. Berlin 40 Braunschweig 100- Köln R.hagen 5 am Rhein 200-. Pforzheim 1. Neviges 20. Deffau 9. AnkersDelitzsch 2 50. Poriksch 1. Berlin 30 Limbach 100 Bhrch. 3ch.( Fr. 3) 240. Striegau 15 40. Röln 200 und 300 eiber( D). Dreibein 5-( D). 3. G. Winona( 1 Doll.) 409. Eggelfior burg( Fr. 1-) 80. C. A. B. V. London:( Pf. St. 610-) 131 04. 5 f. R. Milano( Fr. 120)-96. Dtsch. Arbeiter- Leſeverein Paris( 120) 16. 96. anfer ilmu dur 30/1 Bell it - no pte Rothe Erzelstor und für die österr. Genoffen( 80) 64. B. Landesausschuß Zürich( 300) 240 Lodernde Flamme 1. Kellinghusen 7-. Gesellschaft aus der Weinstube Croce Zürich( 450) 3 60. ( Fortsetzung folgt.) Nieder mit der Barbarei! verhindern kann und es nicht thut, der hat fie gewollt, der ist für sie verantwortlich. 3001 naa stannis& Derselbe Mann, der bei jeder Gelegenheit die Nothwendigkeit ber Rückkehr zum pofitiven Glauben betont, unter dessen Aegide das Pfaffenthum in Deutschland herrscht, dieser 87jährige Mann hat so wenig Vertrauen zu seinem Gott, daß er demselben vor greift und einem Sterben ben ben Kopf abschlagen läßt. In der That, Reinsdorf hat das richtige Wort gefunden, als er auf dem Schaffote den Ruf ausstieß: Nieder mit der Barbarei! and i nadas d se Wer kann den Bericht der Hinsichtung der beiden, wegen eines nicht zur Ausführung gelangten Anschlages zum Tode verurtheilten Männer lesen ohne Abscheu gegen die Henter? Wir find Gegner des Mordes und auch der anarchistischen Dynamit Taktit. Wir sind nicht ber Ansicht, daß man durch den Appell an die brutale Gewalt, an die robesten Instinkte der Barbarei ein Ende machen kann, aber das abscheulichste Verbrechen, Das Kapitel beginnt mit einem Bitat aus Proudhon: Jedes Steigen der Löhne kann feine andere Wirkung haben als ein Steigen der Preise des Getreides, des Weines 2c.: die Wirkung einer Theuerung. Denn was ist der Lohn? Er ist der Kostenpreis des Ges treides 2c.; er ist der volle Preis jeder Sache. Gehen wir noch weiter. Der Lohn ist die Proportionalität der Emente, die den Reichthum bilden, und die täglich von der Masse der Arbeiter reproduktiv verzehrt werden. Nun, den Lohn verdoppeln... heißt also, jedem Produzenten einen größeren Antheil als sein Produkt zukommen lassen, was ein Widerspruch ist; und wenn die Steigerung nur auf eine kleine Zahl von Industrien sich erstreckt, so heißt es, eine allgemeine Störung im Austausch, mit einem Wort, eine Theuerung hervorrufen.. Es ist unmöglich, erkläre ich, daß Arbeitseinstellungen, die Lohnerhöhung zur Folge haben, nicht auf eine allgemeine Preissteigerung hinauslaufen: das ist eben so sicher, wie daß zweimal zwei vier ist." ( Proudhon, 1. Bd. S. 110, 111.) 1 Wir bestreiten antwortet Marg alle diese Behauptungen, außgenommen die, daß zweimal zwei vier ist. Erstens gibt es feine allgemeine Vertheurung. Wenn der Preis aller Dinge gleichzeitig mit dem Lohne um das Doppelte steigt, so ist das keine Veränderung in den Preisen, sondern eine Veränderung in den Ausdrücken. Ferner fann eine allgemeine Steigerung der Löhne niemals eine mehr oder minder allgemeine Bertheuerung der Waaren herbeiführen. In der That, wenn alle Industrien die gleiche Anzahl Arbeiter im Verhältniß zum figen Kapital( zu den Werkzeugen, die sie vers wenden) beschäftigten, so würde eine allgemeine Steigerung der Löhne ein allgemeines Sinken der Profite bewirken, und der Marktpreis der Waaren keine Veränderung erleiden.s Da indeß das Verhältniß der Handarbeit zum firen Kapital in den Am vergangenen Sonnabend wurden im Zuchthaus zu Halle welches es gibt, ist in unseren Augen der überlegte, mit aller verschiedenen Industrien ungleich ist, werden alle Induſtriezweige, welche fe.zwei Menschen ermordet von Rechtswegen." Wir meinen die Hinrichtung der beiden Anarchisten Küchler und Reinsdorf. Ms vor wenigen Tagen die Nachricht durch die Preſſe lief, baß der Zustand Reinsdorf's, dessen hochgrabige Schwindsucht edur bereits vor Gericht fonstatirt worden war, fich so verschlechtert habe, daß sein Ableben jeden Augenblick zu gewärtigen sei, da war allgemein die Ansicht verbreitet, man werde so vernünftig, um nicht zu sagen so menschlich, sein und babon abstehen, einen Sterbenden auf das Schaffot schleppen zu wollen. Naive Gemüther, die so dachten! Sie kennen den Geist unserer Herrschenden schlecht. Was Bernunft, was Menschlichkeit! -es mußte ja ein Exempel statuirt werden! Tohn Es ist die barbarischste Auffassung des Strafrechts, welche heute im aufgeklärten Deutschland an der Tagesordnung ist. Man unterscheidet im Allgemeinen brei Theorien, welche im Laufe der Zeiten dem Strafrechte zur Grundlage dienten. tent: Die robeste, die im ganzen Mittelalter maßgebend war, war die famose Abschredungstheorie. Die Strafe sollte bor der Befolgung des schlechten Beispiels abschrecken. Diese Theorie ist natürlich nur möglich, wenn man von den wirklichen Ursachen der Verbrechen keine Ahnung hat, sondern den Menschen als von Natur an böse annimmt. Ein etwas vorgeschrittener Standpunkt spricht von der Strafe lebiglich als Sühne, es ist die sogenannte GerechtigkeitsTheorie. and int sconfitor Aber mit der Gerechtigkeit ist es ein eigen Ding, die Begriffe off über das, was gerecht ist, wechseln, und so hat sich denn in diesem Jahrhundert eine edlere Auffaffung Geltung verschafft, welche die Strafe vorzugsweise als Mittel der Besserung betrachtet wissen will. grat ter 13. le b uß. welch waren beding cat. Wir wollen hier nicht in eine Untersuchung über die weitere Bedeutung dieser Theorie eintreten, wir zählen sie nur des Ver. gleiches halber auf. sida dom Es ist klar, daß die Todesstrafe mit der BesserungsTheorie absolut unvereinbar ist, da sie ja gerade jede Möglichkeit einer Besserung abschneidet, fie läßt sich nur unter dem Gesichtspunkte der Sühne und der Abschreckung motiviren.di) 2: 2 Der Abschreckung! 715 Brauchen wir noch ein Wort zu verlieren zur Widerlegung der kindischen Auffassung, als ob man durch Abschreckung Berbrechen verhindern könne? Wir brauchen gar nicht auf das Beispiel früherer Jahrhunderte zurückzublicken, die neueste Zeit gerabe hat uns den drastischen Beweis geliefert, wie wenig die Abschreckungstheorie auszurichten vermag. in Nach einer mehrjährigen Pause, während welcher der TodesRuhe ausgeführte Mord im Namen der Gerechtigkeit. Den Mord im Affekt sei es Leidenschaft, Verzweiflung, Бар können wir uns erklären, ben politischen Mord als letzte Zuflucht der Unterdrückten, denen kein anderes Mittel, zu ihrem Nechte zu gelangen, zur Verfügung steht, wird kein Mensch schlechtweg verdammen; der gesetzliche Mord aber, begangen von einer Gesellschaft, die über alle Machtmittel verfügt, die nöthig sind, sich zu schützen, der von den Macht habern ausgeübte Word ist ein Att der Barbarei, und um wie viel mehr ein Aft der Barbarei, wenn er verübt wird an Jemandem, der absolut unschäblich ist, der so gebrochen ist, daß er, wie Reinsdorf, selbst ein Gnadengesuch einreicht mit dem Hinweis auf seinen leidenden Zustand. Dabei wollen wir die Frage ganz unerörtert laffen, inwieweit ein Mensch mit so hoch entwickelter Tuberkulose überhaupt als juristisch verantwortlich betrachtet werden kann. Daß die Schwindfucht in vorgerüdten Stadien auch Partien des Gehirns anzugreifen pflegt, ist eine bekannte Thatsache. Schon diese eine Rückficht hätte für ein Eingehen auf das Gnadengesuch des todtfranken Mannes gesprochen. 9120 Aber was vermögen alle Gründe der Vernunft, der Menschlichkeit da, wo man nur noch für die Politik der Unterdrüdung Verständniß hat! Die Proklamirung der Rückkehr zum Christenthum" bedeutete nicht die Umkehr zu besseren Sitten, sondern die Rückkehr zu brutaleren Zuständen: zur Intoleranz, zu Ausnahmegesetzen, zur Verschärfung der Strafgesetze. Man proklamirte die Religion der Liebe und inaugurirte eine Politik des Hasses. ( Dark) Das Niederwald- Attentat hat außer bei den Parteigängern der Dynamit- Taktik nirgends Billigung gefunden, die versuchte Explosion in der Festhütte, die bei ihrem Gelingen einer großen Anzahl ganz unbetheiligter Menschen das Leben gekostet hätte, hat allgemeine Entrüftung hervorgerufen wenn etwas im Stande wäre, diesen Eindruck abzuschwächen, so war es der am 7. Februar vollzogene Art der Gerechtigkeit". Nicht die Ver nur bei Anarchisten, nein, gerade bei der zum Glück doch noch ihre Thaten find durch ihn justifizirt worden. Nicht brecher- ihre Thaten find durch ihn justifizirt worden. Nicht großen Masse Derer, die trotz der in Deutschland herrschenden geistigen und politischen Reaktion den Sinn für edlere Menschlichkeit noch nicht verloren haben, findet der Ruf des auf das Schaffot geschleppten Reinsdorf den lebhaftesten Widerhall: sadieber mit der Barbarei! shind nguars asti smisj mi isdod Isiju da napel Wie Karl Marr im Jahre 1846 über ein verhältnißmäßig größeres fires Rapital und weniger Arbeiter perwenden, früher oder später gezwungen sein, den Preis ihrer Waaren herabzusetzen. Im entgegengesetzten Fall, wenn der Preis ihrer Waaren nicht fällt, wird sich ihr Profit über den durchschnittlichen Profitsat er heben. Die Maschinen sind keine Lohnempfänger. Das allgemeine Steigen der Löhne wird somit die Industrien weniger treffen, welche im Vers hältniß mehr Maschinen als Arbeiter verwenden. Da indeß die Konkurs renz stets die Tendenz hat, die Profite auszugleichen, können Profite, die sich über den Durchschnittssag erheben, nur vorübergehend sein. So wird, von einigen Schwankungen abgesehen, ein allgemeines Steigen der Löhne, anstatt nach Herrn Proudhon einer allgemeinen Bertheuerung, vielmehr ein theilweises Sinken der Preise zur Folge haben, das heißt, ein Sinten des Marktpreises der Waaren, die vorzugsweise mit Hilfe von Maschinen hergestellt werden. vted Das Steigen und Fallen des Profits und der Löhne drücken nur das Verhältniß aus, in welchem Kapitalisten und Arbeiter an dem Produkt eines Arbeitstages theilnehmen, ohne in den meisten Fällen den Preis des Produkts zu beeinflussen. Daß aber Arbeitseinstellungen, die Lohnerhöhung zur Folge haben, auf eine allgemeine Preissteigerung, sogar auf eine Theuerung, hinauslaufen" find Jdeen, die nur dem Hirn eines unverstandenen Poeten entspringen können. 11 In England sind die Streits regelmäßig Veranlassung zur Erfindung und Anwendung neuer Maschinen gewesen. Die Maschinen waren, man darf es behaupten, die Waffe, welche die Kapitalisten anwendeten, um die Revolte der Geschick erfordernden Arbeit niederzuschlagen. Die selfacting- mule, die größte Erfindung der modernen Industrie, schlug die rebelischen Spinner aus dem Felde. Hätten Gewerkschaften und Streits teine andere Wirkung als die, mechanische Erfindungen gegen sich wachs zurufen, schon dadurch hätten sie einen ungeheuren Einfluß auf die Entwicklung der Industrie ausgeübt."... do( bod om Wir überspringen nun eine Stelle, die nur für die Leser des ganzen Buches Interesse hat, und knüpfen an ein zweites Bitat aus Proudhon an. ,, Der Streit der Arbeiter ist illegal, und es ist nicht nur das Strafgesetzbuch, welches das verkündet, sondern auch das ökonomische System, die Nothwendigkeit der bestehenden Ordnung Daß jeder einzelne Arbeiter freie Verfügung über seine Person und seinen Arm hat, kann geduldet werden: aber daß die Arbeiter mittelst Koalitionen dem Monopol Gewalt anzuthun sich erfrechen, kann die Gesellschaft nicht zugeben."( Bd. 1, S. 237 und 235.) Herr Proudhon antwortet Marr will uns einen Artikel des Strafgesetzbuches als ein allgemeines und nothwendiges Resultat der Ver hältnisse der bürgerlichen Produktion auftischen. " In England sind die Koalitionen durch eine Parlamentsakte autori firt, und es war das ökonomische System, welches das Parlament ge zwungen hat, diese Autorisirung von Gesetzeswegen zu verkünden. Als im Jahre 1825 das Parlament unter dem Minister Huskisson die Ges setgebung abändern mußte, um sie mehr und mehr mit einem aus der freien Ronkurrenz hervorgegangenen Zustand der Dinge in Einklang zu setzen, mußte es nothwendig alle Geseze abschaffen, welche die Koalitionen der Arbeiter verboten. Je mehr die moderne Industrie und die Konfurrenz fich entwickeln, desto mehr Elemente treten auf, welche die Koalitionen hervorrufen und fördern; sobald die Koalitionen eine ökono= mische Thatsache geworden sind, von Tag zu Tag an Bestand gewinnend, fann es nicht lange dauern, bis sie auch eine gefeßliche Thatsache werden. Somit beweist der Artikel des Code pénal höchstens, daß die mo derne Industrie und die Konkurrenz z unter der Konftituante und dem Kaiserreich noch nicht genügend entwickelt waren." trafenparagraph außer Wirksamkeit getreten, tobter Buchstabe gewor Streiks und Arbeiter Koalitionen dachte., et meinen sie diese ben war, wird seit einigen Jahren wiederum in Preußen- Deutschland getöpft, des Beispiels, der Abschreckung halber. Hat diese neue Braris etwa eine Verminderung ber schweren Verbrechen zur Folge gehabt? Mit Nichten, eher noch das Gegentheil! Wir lesen heute ebensoviel, vielleicht noch mehr von Raubmorden als zuvor.nsloasunto d Und die Sühne? b z Nun, es ist bezeichnend, daß just dieselben Leute für die un Todesstrafe als Sühne für ein begangenes Verbrechen eintreten, die sich der Anhängerschaft einer Religion rühmen, in der es heißt: Die Nache ist mein, spricht der Herr." Die Sühne ist ein Art der Vergeltung, der Nach e. Es find die Anhänger ber„ Religion der Liebe", welche am Sonnabend bas BG I. ि Jm Berlag von J. H. W. Diek in Stuttgart ist vor einiger Zeit eine Streitschrift in deutscher Uebersehung erschienen, welche Mary 1846 gegen Proudhon geschrieben, als Antwort auf dessen Philosophie des Elends oder System der ökonomischen Widersprüche". 1091 Es ist nicht unsere Absicht, diese Abfertigung des damals für einen Ultrarevolutionär gehaltenen Bertreters des fleinbürgerlichen Sozialis mus, der Marg mit dem ihm eigenen Sarkasmus den Titel: Das Elend der Philosophie" gab, hier ihrer ganzen Bedeutung nach zu wür bigen, wir wollen vielmehr nur als Probe dafür, wie klar Marg zu jener Beit über die wirklichen Kämpfe der Arbeiter im Gegensatz zur metaphysisch utopistischen Spekulation der zeitgenössischen Sozialisten dachte, das Schlußkapitel: Streits und Arbeiterkoalitionen" theilweise abbrucken. Es wird sich dabei nicht nur zeigen, wie sehr der Verlauf der Geschichte Mary Recht gegeben hat, sondern auch, wie sehr gewiffe Leute, dang si 201 Kolonialpolitik und Dampfersubvention. ( Eingesandt.) 793 In den letzten Nummern des Parteiorgans ist dieses Thema von ver schiedenen Gesichtspunkten beleuchtet worden. Der Zweck war, zu entscheiden, ob unsere Abgeordneten für oder gegen diese Vorlagen, vornehmlich aber die lettere, zu potiren haben. Ich glaube, daß es auch mir gestattet sein wird, meine Meinung in dieser Frage abzugeben. Ich lebe zwar im Ausland, doch wird das hoffentlich nicht Ursache sein, mir das Recht der Meinungsäußerung zu schmälern. Denn obgleich es unbestritten ist, daß uns im Ausland lebenden Genossen die Detail kenntniß der Dinge, wie sie sich in der Heimath abspielen, abgeht, so wird doch Niemand bestreiten können, daß wir vielleicht gerade deshalb, weil freier und unbeeinflußt von diesen alltäglichen kleinen und großen Plackereien, in der Lage sind, die Dinge ausschließlich und allein vom prinzipiellen Standpunkt aus zu beurtheilen. Ich werde mit dem Artikel von V. L. in Nr. 2 beginnen. In diesem wird zunächst behauptet, daß, wenn unsere Vertreter für die Dampfersubvention ganz oder theilweise stimmen, dies dem bekannten Kongreßbeschluß von Kopenhagen nicht widerspreche, indem es sich doch nicht um eine prinzipielle Frage im strengeren Sinne des Wortes handle. Ich meine nun, daß es überhaupt schon nicht thunlich ist, von Prinzip im strengeren und weiteren Sinne zu sprechen, denn wenn wir diese Unterscheidung erst als berechtigt anerkennen, dann sind wir meiner Meinung nach auf dem besten Wege, daß wir eines schönen Tages unser Prinzip so weit auffasien, daß innerhalb dieser„Weite" Platz für alles Mögliche ist. Ich nieine, es gilt hier nicht zu entscheiden, ob es eine Prinzipiensrage im weiteren oder strengeren Sinne ist, sondern einfach, ob es eine Prinzipienfrage ist. Ist es dies— und ich bin der Meinung, daß es eine solche ist— dann haben unsere Abgeordneten den Kongreßbeschluß zu beachten. Weiterhin ist im angezogenen Aufsatz davon die Rede, daß man unter gewissen Voraussetzungen dafür stimmen könne, nämlich dann, wenn die Regierung uns gewisse Garantien und Aequivalente dafür biete, und es wird nun der Vorschlag gemacht, von der Regierung 4— S Millionen für Arbeiterastoziationen w. zu verlangen.*) Ich muß gestehen, als ich Solches gelesen, war ich ziemlich perplex, solche Vorschläge im Ernste von einem Genossen zu hören. Statt aller weitgehenden Erörterungen möchte ich nur an zwei Dinge erinnern. Als vor langen Jahren(damals marschirte die Partei noch in ge- trennten Lagern) die Militärdienstzeit im Reichstag auf der Tagesord- nung stand, sprach Genosse Hasenclever für Einführung des Volks- Heeres und bemerkte dabei, daß wir unter Umständen auch mit uns handeln liehen, und auch eine Verkürzung der Dienstzeit akzep- tiren würden. Ein Theil der damaligen Parteipresie- kritisirte dies„mit sich handeln lassen" auf das Allerscbärfste und nicht immer in an- ständiger Weise. Damals aber waren wir noch nicht geächtet, noch nicht durch ein infames Ausnahmegesetz unserer bürgerlichen Rechte beraubt, damals konnte man wenigstens noch mit einer„anständigen" Regierung„han- dein", und man fand es doch schon für unrecht, daß ein Abgeordneter mit sich handeln lasse; jetzt aber macht man uns denselben Vorschlag, wenn auch für eine andere Sache, und heute müßten wir handeln mit einer schuftigen Regierung. Weiter bringt man uns allen Ernstes den Vorschlag mit den 4—5 Millionen zu Assoziationen. Hier frage ich einfach: 1) Will man denn wirklich vom heutigen Staat, von dem miserablen preußisch-deutschen Polizeistaat, Subvention annehmen? 2) Will man denn wirklich mitten in die heutige kapitalistische Pro- duktion hineinspringen mit unseren Produktiv. Genossenschaften, mitten hinein in die Schmutz, und Schwindelkonkurrenz der heutigen Ausbeuter? 3) Denkt man gar nicht daran, daß diese Großkapital-Schwindler Alles daran setzen werden, um durch Schmutz- und Schwindelkonkurrenz unsere Genossenschaften zu ruiniren, um hinterher den Beweis zu liefern, daß es nichts mit unserem Prinzip sei? 4) Kann man uns wirklich solche Vorschläge machen, wenn man vor- her nur diese nächstliegenden Punkte in's Auge gesaßt hat? Bezüglich dieses Punktes will ich nur wieder an jene Zeit erinnern, wo die Partei in Deutschland in zwei Lagern marschirte. Damals wurde von einem Theil unserer Presse in der schärfsten Weise gegen solche Projekte polemistrt, und was damals galt, gilt auch heute noch: „Wir wollen nichts vom heutigen Staat, wir bewilligen ihm aber auch nichts." Damit basta! Ich schließe diesen Theil mit den umgekehrten Worten des Artikels: „Ich glaube, daß wir gut thun, diesem Vorschlag keine Beachtung zu schenken, wer dann schreien will, daß wir über der Zukunft die Gegen- wart vergessen, der mag immerhin schreien, er wird uns nicht betäuben." Ich komme nun zu dem Artikel in Nr. 5 von J. A. Genosse J. A. sieht in der Dampsersubvention eine Hebung des Ver- iehrs und Förderung der Werke des Friedens. Auf die Gefahr hm, mich auch der Verquickung der Kolonialpolitik mit der Dampsersubvention schuldig zu machen, behaupte ich, daß das Resultat nicht Werke des Friedens, sondern Werke des abscheulichsten Krieges sein werden. Beweise für diese Behauptung wird wohl Niemand von mir verlangen, sie liegen überall klar zu Tage, man braucht nur wissen zu wollen, und man weiß. Freund J. A. betrachtet die projektirten Dampferlinien als Kultur- träger; es liegt mir ferne, dies bestreiten zu wollen, sie könnten wenigstens Kulturträger sein. Was ich aber bestreite, ist, daß das, was diese Einrichtungen tragen oder tragen sollen, überhaupt Kultur ist. Auch hier bin ich der Beweisführung wohl überhoben, ich brauche nur auf England zu verweisen: Schwert, Kanonen, Pulver und Blei, Schnaps und die Bibel, das ist die Kultur, die von diesen Einrichtungen getragen wird. Vielleicht sagt nun hier der Eine oder Andere: Ja, das ist wohl wahr, aber dann müssen wir alle dergleichen Dinge verdammen. Dar- über ließe sich viel schreiben, es genügt aber für meinen Zweck, zu sagen, wir sollen nicht mithelfen, der Bourgeoisie die Kastanien aus dem Feuer zu holen, denn solange alle diese Einrichtungen Monopol der Geldprotzen sind, werden sie keine Träger wahrer Kultur sein, und der Arbeiterstanb als solcher wird keine Vortheile daraus ziehen. Wäre Letzleres der Fall, so müßte England ein wahres Eldorado für die Ar» beuer sein, und doch ist wohl in keinem Lande der Arbeiterstand im Verhältrnß miserabler gestellt wie hier, nirgends mehr Armuth wie hier. Bezuglich dieses Punktes möchte ich noch auf die Fußnote der Redaktion betreffs des Bremer„Lloxd hinweisen. Ich meine, uns muß daran liegen, daß die heutige Gesellschaft sich so fchnell wie möglich abwirthschastet. Wir haben also alles das zu thun, was diesen Prozeß beschleunigt, und alles das zu Unterlasten, was zur Verlängerung destelben beitragen kann. Der Schlußsatz des Artikels versichert uns, daß unsere Abgeordneten nur nach reiflicher Ueberlegung handeln werden. Das ist erfreulich, enlhedt uns aber nicht der Verpstichtung, selber zu denken und unsere Meinung abzugeben. Denn als Sozialdemokraten dürfen wir zunächst nicht Ander« für uns denken und machen lasten, sondern müssen dies selbst besorgen, und unsere Vertreter sollen nur die Aussührer des Parteiwille»» sein. Endlich meint Freund 3. A., daß alles das, was„im Kulturinteresse geschieht, auch im Interesse der Arbeiter ist." D»es mag richtig sein in einer sozialistisch organisirten Gesellschaft, unter der heutigen Schandwirthschaft aber trifft das durchaus nicht zu. Heute ist meistens das Gegentheil der Fall. *) Wir sind nicht ganz der Meinung des Genosten R. Wir haben den betreffenden Passus so verstanden, daß er nach Ansicht des Versasters die einzige Bedingung angibt, unter welcher wir uns nicht von vorn- herein der Dampfersubvention ablehnend gegenüberstellen, sondern auf eine Diskussion derselben eintreten könnten. Er war nicht an die Adreffe der Gegner der Vorlage gerichtet, um diese umzustimmen, sondern an die Anhänger derselben. Für die grundsätzlichen Gegner d e r D a m p f e r sub- vention st and er daher von vornherein außer Frage. Dies auch der Grund, weshalb die Redaktion des„Sozialdemokrat" sich nicht veranlaßt sah, Stellung zu ihm zu nehmen. Od nun die Arbeiter vom heutigen Staat— ein Unterschied zwischen der Regierung von 1874 und heule besteht für uns nicht— Unterstützungen annehmen können, kommt nach unserer Ansicht ganz auf die Bedingungen und Umstände an. Daß sie sie in gegebenen Fällen zu fordern haben— bei Arbeitslosigkeit ic.— dafür werden wir stets eintreten. Wir bewilligen dem heutigen Staat nichts— ganz recht. Aber nichts- destoweniger desteht er und nimmt ganz gehörig von den Arbeitern. Warum sollen ihn daher diese schnöde ignoriren, wenn sie auf Hilfe an- gewiesen sind. Das kann nur der verlangen, der der famosen Theorie von» Sprung in'» sozialistische Jenseits huldigt. Wir verwerfen die Slaalshilfe für die Arbeiter nur dann, wenn sie denselben Verpflichtungen auserlegt. Die Redaktion. Diesbezüglich verweise ich nur auf die stetigen Fortschritte auf dem Gebiete des Maschinenwesens und der Technik im Allgemeinen. Alle Fortschritte auf diesem Gebiete sind eminente Kulturfortschritte, aber daß sie unter der heutigen Mißwirthschast auch im Interesse der Arbeiter liegen, wird wohl kein Sozialist bei reiflichem Nachdenken behaupten wollen. In einem Punkte bin ich mit dem Genosten<1. A. einverstanden, nämlich daß auch ich nicht eine so große Gefahr in einer Meinunzsver- schiedenheit unserer Abgeordneten für die Partei sehen kann. Ich bin der Ansicht, daß, wo Meinungsverschiedenheiten wirklich schwerwiegend werden, die Partei kräftig genug ist, eventuelle störrische Elemente aus- zuscheiden(siehe den Fall Hasselmann und später Rittinghausen)— die Partei wird aber intakt bleiben. H. R. Sozialpolitische Rundschau Zürich,'11. Februar 1885. —"Wie recht wir hatten, als wir uns den Rachrichten über den angeblichen Attentäter des Rumpf, Julius Lieske, gegenüber skeptisch verhielten, zeigt sich mit jedem Tage deutlicher. Wäh- rend es anfangs hieß, Lieske sei bereits rekognoszirt und quasi über- führt, wird jetzt eingeräumt, daß es noch an jedem Beweismittel gegen ihn fehle. Und aus der einzigen Thatsache, daß Lieske jegliche Auskunft über seine Person verweigert, ist noch kein Schluß auf die Thäterschaft zu ziehen. Wiener Blätter, die sich in solchen Dingen allerdings von jeher mehr durch Phantasie als durch Wahrheitsliebe auszeichneten, haben berichtet, daß Lieske im Untersuchungsgeftngniß einer wahren Tortur unterworfen werde, um aus ihm Geständnisse herauszupressen. Namentlich werde er häufig Nachts geweckt und schlaftrunken einem peinlichen Verhör unter- worsen. Vom Untersuchungsrichter ist die Wahrheit dieser Nachricht ent- schieden in Abrede gestellt worden, was natürlich noch kein Beweis von ihrer Unwahrheit ist. Uns selbst schreibt man aus Frankfurt am Main in dieser Sache: „Das„Klapperfeld", wo der angebliche Attentäter sitzt, ist von vier- fachen Posten bewacht, in der Umgebung darf kein„Rendezvous" abgehal- ten werden. Die umliegenden Gebäude sind nach Dynamit untersucht worden. Zirka 200 fremde Spitzel sind hier, worunter manchmal alte Bekannte von Dresden, Berlin zc. gesunden werden. „Nach dem Berliner Enten-Tagblatt waren die meisten Betheiligten bei der Beerdigung von Rumpf Sozialdemokraten mit blauen Blousen. Famos! Vielleicht meint der Korrespondent dieses und anderer auswär- tiger Blätter(für die hiesige Preste darf er nicht schreiben, da dieselbe schweigen muß, und fo geht er auswärts sein Brod verdienen) die Tram- bahn- und Eisenbahnarbeiter, welche gezwungen wurden, mttzuzehen. Selbst die Neugierde trieb unsere Leute nicht dahin. Der Korrespondent weiß, wie wir über die Sache denken, und sollte er es nicht wissen, so sagen es ihm die hiesigen Spießbürger, die in diesem Punkt mit uns derselben Meinung sind. Nächstens werden wir Ihnen ein Exemplar der Grabrede des Pfaffen v. S e tz d e w i tz, die im Druck erschienen ist, für das Archiv senden, und Ihnen zugleich an einigen Beispielen nach- weisen, wie loyal Rumpf gegen uns war. R.K. Die Debatte über den Belagerungszustand, oder richtiger über die„Denkschriften" der preußischen Regierung und des Hamburger Senates betreffend die Verlängerung des über Berlin und Hamburg-Altona verhängten Belagerungszustandes fand am Sonnabend, den 3. Januar, statt. Als erster Redner unserer Partei sprach Singer, welcher die Denk- schrift, soweit sie Berlin angeht, einer schai fen Kritik unterzog, aber die Materie auch von höheren allgemeinen Gesichtspunkten behandelte. Er zeigte den flagranten Widerspruch, der darin liegt, daß die Reichsregie- rung einerseits für die Sozialreform einzutreten behauptet, andererseits diejenige Partei unter ein Ausnahmegesetz stellt, von welcher Bismarck selbst erklärt hat, daß ihr die Initiative in der Sozialreform zu ver- danken ist. Im Lauf seiner sehr wirkungsvollen Rede kam Singer auch auf die famose Abstimmung der deutschfreifinnigen Partei in Sachen des Sozia- listengesetzes zu sprechen und verurtheilte die zweideutige Haltung der Deutschfreisinnigen. Natürlich geschah auch der absoluten Willkür Erwäh- nung, mit der die Berliner Polizei bei dem Verbot und der Auslösung der Versammlungen zu verfahren pflegt. Namentlich beschäftigte Redner sich mit jener Versammlung, in welcher das Resultat der letzten Berliner Stichwahlen verkündet werden sollte, und die den Anlaß zu der durchaus ungerechtfertigten Ausweisung des Stadtverordneten Ewald bot. Herr von Puttkamer machte sich die Antwort außerordentlich leicht. Die Polizei habe einfach ihre Pflicht gethan, und was Ewald anbetreffe, so habe derselbe die Leidenschaften geschürt und, statt zu be> schwichtigen, Oel ins Feuer gegossen~ eine Behauptung, die der Wahr- heit geradezu ins Gesicht schlägt. Er versicherte übrigens, die Ausweisung Ewald'S sei dem Polizeipräsidenten„sehr schwer geworden", was insofern nicht ganz unwahr ist, als der Polizeipräsident gar nicht daran dachte, Ewald auszuweisen, und erst durch Herrn v. Puttkamer dazu gezwungen wurde. Sonst gab Puttkamer sich die äußerste Mühe, der Sozialdemokratie ein sreundliches Gesicht zu schneiden. Die Regierung wünsche sehnlichst die Aufhebung des Ausnahmegesetzes,— nur müßten die Sozialdemo- kraten sich gut aufführen, mit ihrer revolutionären Vergangenheit brechen, und was derlei Redensarten weiter sind. Das Sozialistengesetz, meinte der brave Staaisretter, habe eine vortreffliche„erzieherische" Wirksamkeit gehabt, früher sei es undenkbar gewesen, daß die sozialdemokratische Fraktion mit einem Arbeiterschutzgesetz, wie dem soeben eingebrachten, hervorgetreten sei. Dieses Arbeiterschutzgesetz sei durchaus gemäßigt und hätte auch von der rechten Seite des Hauses kommen können— eine Aeußerung, über welche die Herren Konservativen nicht wenig erstaunt waren, und an die wir den konservativen Minister von Puttkamer ge- legentlich erinnern werden. Nicht minder gelungen war die Prophezeiung, aus der sozialdemokratischen Partei werde sich mit der Zeit vielleicht eine radikale Bourgeoispartei entwickeln— Alles natürlich unter dem„erzieherischen" Einfluffe des wunderthätigen Sozialisten- gesetzes. Die Zukunftsphantasien deS Herrn von Puttkamer begeisterten seinen Parteigenossen von Kölker(der„immer töller" wird) zu einer wahren Orgie des unfreiwillig-komischen Blödsinns. Genosse F r o h m e, der als zweiler Redner unserer Partei nach diesem heiteren Reichstagsclown das Wort erhielt, machte dem heiteren Junker in gebührender Weise den Standpunkt klar, und beschäftigte sich mit dem edlen Geschlecht der Spitzel und axoot» proroeatsurs, die durch das Sozialistengesetz massenhaft gezüchtet werden. Er gab ferner sehr eingehende Details über die Handhabung des„Kleinen" in Hamburg- Altona, und beleuchtete endlich aus eigener Anschauung die Vorkomm- niste in jener Versammlung, die für die Ausweisung Ewald's den Vor- wand bildeten. Herr von Puttkamer hatte inzwischen seine erkünstelte Ruhe abgestreift; er wollte Frohme widerlegen und verfiel dabei in seine alten Gewohn- hetten und— Ungeschicklichkeiten. Nachdem er in seiner ersten Red- die Sozialdemokratie für so zahm erklärt hatte, daß sie auf der rechten Seite des Hauses sitzen könne, meinte er jetzt, wir hätten den Dolch für Rumpf mitgeschliffen, denn— wir sympathisirten mit dem Mörder. Zum Beweis dieser synipathetischen Dolchschleiserei verlas er-ine Notiz des„Sozialdemokrat", betreffend das Frankfurter Attentat, lieh aber fürsorglicherweise mit der ihm-ige- nen„Moralität" und„Moral" die wichtigsten Stellen weg. Diese Fälschung durfte nicht unbestraft bleiben. Liebknecht, der ihm folgte, konstatirte zunächst die Unterschlagung, indem er die ausgelaffene Stelle verlas, in welcher die Verantwortlichkeit für den Rumpf und den Rumpftödter dem Herrn Puttkamer und Genossen zugeschleudert wird, und führt- diesen Gedanken hernach in seiner Rede aus. Er dreht- gegen Puttkamer den Spieß voll- ständig um, bezeichnete diesen nebst Bismarck und Kompagnie als„Nähr- väter" der Anarchisten, und wies nach, daß nur die organisirte Sozial- demokrati« uns noch von dem Nihilismus trenne. Herr von Puttkamer steckte die Züchtigung ein und— schwieg, das Gescheidteste, was er thun konnte. Hätte er überhaupt „geschwiegen still, und den Mund gehalten fein", dann wäre es bester für ihn gewesen. Seine eigenen Parteifreunde gestehen zu, daß der ziegenbärtige Tugend bald mit seiner Dolchschleiserei sich entsetzlich blamirt hat. Jedenfalls war Sonnabend, der 2l. Januar, ein Tag, mit dem dv deutsche Sozialdemokratie zufrieden sein kann. — Die oben erwähnte Aeußerung Singer's bezüglich der famos!» Abkommandirung deutsch- freisinniger Abgeordneter gelegentlns der vorjährigen Abstimmung über das S o z i a l i st e n g e s e tz führt zu einer äußerst amüsanten Episode. Herr Eugen Richter mit d« bekannten Unverfrorenheit läugnete nämlich die Abkommandirerei.& mußte sich aber selbst rektifiziren. Nachdem er anfänglich erklärt hat» „weder von Seite des Partei Vorstandes, noch von Seiten dst geschäftssührenden Ausschusses sei„abkommandirt" wor den, mußte Herr Richter, durch Singer mit Hinweis auf einen Br«' des ehemaligen fortschrittlichen Abgeordneten Kämpfer gezwungen sein Dementi dahin einschränken, daß er nur noch von Abkommand» rungen Seitens des„Partei v o r st a n d s" sprach. Der bei der letzte» Wahl durchgefallene deutsch-freisinnige Abgeordnete Otto Hermes, vo» dem ein solcher Abkommandirungsbrief vorhanden und in sichere» Besitz ist, gehörte nämlich zwar nicht dem Partei» o r st a n d e, ab» dem„geschäftssührenden Ausschuß" als Schriftführer a» In der äußersten Verlegenheit wollte Herr Eugen Richter sich du«! die Erklärung:„wir werden es nie wieder thun!" aus der Affai« ziehen; die bösen Sozialdemokraten gaben ihm aber ihre respektlos« Zweifel so deutlich zu erkennen, daß er zuletzt das Verzweiflungsgelüb« ablegte, er selbst wenigstens werde nie für die Verlängerung des S» zialistengesetzes stimmen, und wenn die deutsch-freisinnige Partei sis in dieser Frage abermals spalten sollte, werde er— Eugen Richter ihr nicht mehr angehören. Somit wäre also Eugen Rich persönlich angenagelt— sonst nichts. Denn daß etwa andertl Dutzend seiner jetzigen Fraktionsgenossen unter keinen Umständen gege' die Verlängerung des Sozialistengesetzes, und theilweise positiv für dl Verlängerung stimmen wollen und werden, steht fest und ist dem He Eugen Richter ebenso wohl bekannt wie uns. Er könnte also leicht die unangenehme Lage gerathen, zwischen Wortbruch und Austritt seiner Fraktion wählen zu müssen.— Der P o st e t a t führte, wie immer, zu einer ziemlich langen Debatst in welche verschiedentlich Seitens unserer Genoffen eingegriffen wurK Unter Anderm brachte Liebknecht die Postfpjtzelei zur Sprache, wis rend V o l l m a r für die so stiefmütterlich behandelten niederen Posh beamten eintrat. Ersterer verlangte Beseitigung der ungeheuerlichst (schon 1873 von ihm zur Sprache gebrachten) Verfügung vom k. Febru»» 1879, durch welche die Po st spitzelet förmlich legalisirtui« o r g a n i s i r t ist. Es versteht sich, daß„das hohe Haus" diese ska» dalöse Verfügung Berjügung sein ließ, und die Hände gemüthlich in dst Schooß legte. Sogar Herr Windthorst, der vor sechs Jahren ein» Abänderung für nothwendig erklärt hatte, blieb diesmal mäuschensttf- � Auch die Frage der Sonntagsruh« kam bei dem Postetat zu» Sprache. Es braucht nicht hervorgehoben zu werden, daß unsere Abg» ordneten— selbstverständlich unter Abstreifung des religiösen Elements im Prinzip für die Sonntagsruhe eintraten. — 8. Der Eindruck der letzten B e l a g er u n g s z usta n d i' Debatte war durchweg ein der Sozialdemokratie günstiger, und zw« innerhalb sowohl als außerhalb des Reichstags. Was zunächf den Reichstag selbst betrifft, so blieben die Puttkamer'schen Reden, trol der krampfhaften Effekthascherei des Genannten, ohne allen und je? lichen Effekt; es kam nicht einmal zu einem Achtungserfolg. Und nu» einmal, bei einer deklamatorisch-pathetischen Kraststelle, die von der Dolch schleiferei handelte, rafften sich einige Nationalliberale und Konservativ zu einem pflichtschuld>g-patriotisch-n Bravo auf, erschracken aber über dst Schall ihrer eigenen, traurig vereinsamten Stimmen, und sahen einand« ersch-eckt an, wie Schulkinder, die aus einer Dummheit ertappt worde» sind. Am verlegensten war Herr von Puttkamer, der doch sonst nich» gerade zu den verschämten Jungfrauen gehört und„einen zu guten G« schmück" hat, um so leicht aus der Fassung zu kommen. Mitglieder aller Parteien, die uns feindlichsten eingeschlossen, spr« chen sich während und nach der Sitzung dahin aus, daß Puttkamer„seh» schwach" gewesen sei, und daß, wenn man nichts Befferes für den B« lagerungszustand zu sagen wisse, man lieber den Belagerungszustand aus hebe, oder wenigstens den Mund halte. Genug, Herr von Puttkamer hat sich blamirt und wider Willen sü> die bösen Sozialdemokraten Stimmung gemacht.„Das war das letzt« mal!" meinte ein konservativer Abgeordneter. Nämlich, daß oe» Reichstag sich mit dem Belagerungszustand zu beschäfttgen habe. De» gute Mann lebt allerdings in einer naiven Illusion, wenn er glaubt der Reichstag werde das Sozialistengesetz abschaffen, sobald er sich vo» deffen Nutzlosigkeit oder Gemeinschädlichkeit überzeugt habe. Diese Hebe« zeugung ist bei den meisten Reichslagsabgeordneten längst vorhqndst — man braucht nur die Leutchen unter vier Augen zu sprechen— un» doch wurde vor dreiviertel Jahren das Sozialistengesetz mit großer M» jorttät erneuert. Und so wird es auch wieoer geschehen. Für den Ein» druck der Puttkamer'schen Rede und der ganzen Belagerungszustanos' Debatte ist die Aeußerung aber charakteristlsch. Noch günstiger haben die Debatten im Publikum gewirkt. Au> Kreisen, von denen man sich früher solcher Kundgebungen nicht versehst hätte, sind den sozialdemokratischen Abgeordneten die lebhaftesten Syn» pathiebezeugungen zugegangen. Und namentlich findet es allseitige Zustimmung, daß das Frankfurt« Attentat, sammt allem„Anarchistischen", einzig und allein auf das So' zialistengesetz zurückzuführen ist, ohne daffelbe nicht möglich wäre.— 1 — Der Reichstag wird sich wahrscheinlich im letzten Drittel dst Februar bis nach Ostein vertagen. Der Plan Bismarck's, die Zoll tarifnooelle rasch durch das Plenum peitschen zu laffen(ohne Kommiß sionsberathung) und dann vor Osterff die Seffion zu beschließen, wir! sich aller Voraussicht nach nicht verwirklichen. Wenigstens scheint es als wolle die Majorität sich aus die Hinterfüße stellen. — Die Engländer sind im Sudan in einer höchst fatalen& tuation. Das Expeditionskorps Wolseley's war bis wenige Tagemärsch» vor Khartum angelangt, als General Wilson die überraschende Kund! brachte, daß die Festung in den Händen des Mahdi sei, und der fromme Hell Gordon entweder gefangen oder todt.„Verrath" von Seiten zwei« Paschas habe den Truppen Achtned's die Thore geöffnet. Natürlich Hai d-ejer Erfolg des Mahdi dessen Ansehen in den Augen der ganzen B« völkerung bedeutend gehoben, so daß die Engländer froh sein könne», wenn Wolsetey und seine Truppen nicht doch noch das Schicksal dst Hicks'schen Korps theilen werden. Wir sind zu wenig Freunde vom Blutvergießen, um überhaupt at einem Siege, wenn die Sache nicht eine über jeden Zweifel erhabst gute ist, eine besondere Freude empfinden zu können, aoer wir müsse» doch sagen, daß die Engländer, d. h. die Anstifter der egyptischef Unruhen, den Schlag, der sie getroffen, wohl verdient haben. Frei lich, die Sache der Menschheit hat durch Viesen Sieg der Sudanesst wenig gewonnen, denn wenn dieselben auch sür ihre Freiheit tämpseit so ist doch ihre Freiheit gleichbedeutend Mit grausamer Unterdruckunj der nichtarabischen Bevölkerung im Umkreise ihrer Macht. Wir könnet uns daher auch nicht zur Gestnnungshöhe der BiSmarck'schen Reptilist aufschwingen, welche über die Schlappe der Engländer ein wahres In dianergeheul angestimmt haben. — Ein„echter Hohenzoll« r." Vergangenen Sonnabend fant auf der Werft in Kiel die„Taufe" einer Kreuzerlorvette statt m> obligatem Festschmaus— natürlich derer, die nicht an ihr gebaut. Au diesem Festschinaus brachte Wilhelm, vorläufig noch Prinz, so„Gott' w-ll, aber dereinst König von Preußen, das ebenso obligate Hoch auf dst Kaiser aus, wovon wir natürlich keine Notiz nehmen würden, wenn be sagtes Hoch nicht gar zu charakteristisch für den hoffnungsvollen Jung ling wäre. Da heißt es ,. B.:„Möge es auch diesem Kreuzer vergönnt sein,»t späteren Tagen, von kundiger Hand und sicherem Auge geführt, zu> Ehre des Kaisers und des Reich» den F-inden Vernichtung den Angehörigen Schutz zu bringen. Möge e» seiner tünsl.gen Bejatzunl gelingen, jenen guten, strammen, preugischen Geist der Disziplin, de> unbedingten Gehorsams und der aufopfernden, hlngebendst Tapferkeit zu beweisen, wie derselbe sich schsn öfters und noch»n jüng frt Zeit— durch die Macht der Tradition erhalten— so schön bewährt hat! Meine Herren, ich glaube, daß niemand unter uns ist, der sich nicht am heutigen Tage dankend an jenen Mann erinnern wird, dem die Ma- nne ihre Grundlage und vor Allem ihren Geist verdankt! Ich meine Men braven, ritterlichen, allseitig verehrten Hohenzollern, den »dmiral Prinz Adalbert! WaS dieser hohe Herr damals mtt der noch Zanz jungen preußischen Marine schon zu leisten vermochte, beweist be- ttdter als Worte, wie er seine Ausgabe zu lösen verstand. Mit weitem Blick und Hohenzollern-Muth pflanzte er die Traditton des großen Kurfürsten und seiner Befehlshaber fort, und hellleuchtend, in Flammenzügen uns anspornend, reden zu uns von ihm die Namen »Tres'Forcas, Jasmund, Helgoland". Man muß wirklich recht starke Geruchs nerven haben, um eine so lieblich duftende Selbstverherrlichung loslassen zu können. Hohenzollern- Ruth, w i r Hohenzollern, wie anm— uthig! Natürlich darf auch der Hin- weis auf den„unbedingten Gehorsam", den der preußische Soldat diesen muthigen Hohenzollern schuldet und der sich erst in jüngster Zeit so„schön bewährt" hat, nicht fehlen. Es muß in der That sehr schön gewesen sein, als die Besatzung des„Bismarck" am Kamerunfluß aus Kommando verschiedene Negerdörser niederbrannte und soviel„Feinde" Zernichtete als nur irgend möglich.„Ihr könnt Euch gar nicht vor- stellen, wie wir gegen die Neger gehaust haben"— diese Worte aus bem Briefe eines Matrosen an seine Angehörigen lassen darüber keinen Zweifel auskommen. Was nun den braven Prinzen Wilhelm anbetrifft, so wollen wir ihm allerdings nicht abstreiten, daß er ein echter Hohenzoller ist, er hat das nach verschiedenen Seiten hin schon bewiesen. Er ist noch ziemlich jung, und doch weiß man in Potsdam schon recht viel von seinen l i e b e n s- würdigen Eigenschaften zu erzählen. So berichtet Fama von der schönen Tochter des Bäckermeisters K....... vor dem Brandenburgerthor, daß sich der Prinz gar herablassend gegen sie gezeigt, und staunt über die„wunderbare Wendung durch Gottes Fügung", daß besagte Bäckerstochter am gleichen Tage wie die Prinzeß Wilhelm eines Kindes üonas, was aber mit dem sechsten Gebot nicht das Mindeste zu thun hat. Tste Religion muß dem B o l k e erhalten bleiben. Andere wissen wiederum von einem Fräulein Helene Handschke >u berichten, die jetzt in Neuend orf bei Potsdam residirt, nachdem biese„schöne Helena" auf Betreiben der Kronprinzessin aus Potsdam herausgegrault worden ist. Ein Bruder dieser Dame war Schreiber bei einem Nechtsanwalt gewesen, aber wegen einer— Ver- >rrung zum Teufel gejagt worden. Er hat eine nützliche Verwendung ous der Polizeidirektion gefunden, denn„wer den Papst zum Bttter hat, kann Kardinal noch werden!" Das und Aehnliches er-ählt man sich vom echt hohenzollern'schen Privatleben des zukünsttgen„von Gottes Gnaden". Was nun seine militärischen Leistungen anbetrifft, so hat er bisher nur Ge- legenheit gehabt, solche auf dem Exerzirplass zu bethätigen. Da aber sind wir aus authentischster Quelle, nämlich von Soldaten, die der Ehre lheilhastig wurden, vom Prinzen Wilhelm„gedrillt" zu werden, Unterrichtet, daß derselbe es in dieser Beziehung mit dem„kommissigsten" Unteroffizier habe aufnehmen können. Die Schasskopf, Ochse ic. seien Uur so geflogen. Also auch in dieser Beziehung em echter Hohenzoller! — Die Ignoranz unserer Gegner tritt bei Beurtheilung »es von unseren Abgeordneten im Reichstag eingebrachten Arbeiterschutz- Gesetzes in wahrhast komischer Weise zu Tage. Daß der Gesetzentwurf durchaus„praktisch" ist, das heißt sich vollständig aus dem Boden der Gegebenen Verhältrisse bewegt, und vor allen Dingen nichts„Revolutio- näres" im Philistersinne des Wortes enthält, da« kann von unseren Eegnern beim besten Willen nicht geleugnet werden. Und da müssen sie denn um jeden Preis irgend etwas heraustüsteln, was den sozialdemo- tratischen Antrag vom Standpunkt der bürgerlichen Welt aus unannehm- bar erscheinen läßt. Man hat auch in der That etwas herausgetüftelt. Eine Forderung in denr Antrag sein, welche den extremsten Sozialismus involvirt Und mit der bürgerlichen Gesellschaftsordnung sich in keiner Form und aus keinen Fall verträgt. Was aber ist diese extrem sozialistische, mit der bürgerlichen Gesell- schastsordnung unvereinbare Forderung? Rathe, mein lieber Leser. Rem— laß es sein, Du wirst es nimmer errathen; und so sei es denn gleich gesagt: Der Minimallohn! Das hätten sich die französischen„Minimalisten" nie träumen lassen, daß ihre Forderung, welche ihnen von allen sozialistischen Seiten nur Angriffe, Spott und Hohn eingebracht hat, jetzt auf einmal von der bürgerlichen Presse des Volkes der Denker und Gelehrten— das sich doch auf derartige Dinge verstehen muß— für uttra- und extrem- sozialistisch erklärt und in Bann gethan wird. Der Minimallohn sozialistisch! Wrr hatten uns bisher in dem Wahne gewiegt oder hatten geträumt, der Mimmallohn fei in den alten Zeiten, und namentlich in der guten alten Zunft- und Zopfzeit schon einmal Gesetz gewesen— in jener guten alten Zeit, wo die Preise aller Waaren von der hohen Obrigkeit be- stimmt waren, und unter anderen Waaren folgerichtig auch die mensch- liche Arbeit. Es war ein Wahn, ein Traum, und obendrein kein sonderlich schöner. Herr Ackermann aber, der große Zunftapostel, der denselben Traum geträumt hat und mit vollen Segeln auf die obrigkeitliche Tari- strung der Preise und den Minimallohn lossteuert, wird entsetzlich ver- dutzt sein, wenn er jetzt einmal erfährt, daß das phantastische Ziel, das er sich gesteckt hat und das mit anderen Zunstherrlichkeiten in seinen Konsequenzen auch den Minimallohn einschließt, eigentlich nur auf einer optischen und historischen Täuschung beruht, und daß die Tausende von Chroniken und sonstigen Schriftstücken, welche von der Zunftherrlichkeit mit obligatem Minimallohn reden, eitel Blendwerk der Hölle sind. Der arme Ackermann! Doch Spaß bei Seite! Den Minimallohn als eine extrem-sozialistische Forderung hinstellen, das ist wahrhaftig ein starkes Stück. Es liegt ja in der Natur der Dinge, daß die sozialdemokratische Fraktion bei der Entwersung ihres Arbeiterschutzgesetzes von jeder Prin- zipienreiterei absehen und, ohne das Prinzip zu opfern, den gegebenen Verhältnissen Rechnung ttagen mußte. Sie wollte von vorne- herein dem Einwanve vorbeugen, wir seien entweder unfruchtbare Ver- Neiner oder unfruchtbare Utopisten. Deshalb wurde der zehn stündige Arbeitstag anstatt detz neun- oder a ch t stündigen(oder noch kürzeren) Arbeitstages angenomm, n; man sagte sich, das scheinbare Weniger sei hier das wirtliche Mehr. Der einzige Punkt, gegen den ernsthaft prinzipielle Bedenken er- hoben wurden, war der— M i n i m a l l o h n. Es wurde geltend ge- macht, daß der Mimmallohn das„Recht aus Arbeit" bedinge, daß er ohne dieses, d. h. ohne die Garantie fester Arbeit, keinen Sinn habe, und daß, wenn einmal der Staat die Arbeit„garantire" und im Jnter- esse der G-sammtheit sozialistisch organisire, der Minimallohn dann ganz überflüssig sei. Jndeß die Mehrheit der Fraktion war der Meinung, daß die prak- tischen Vortheile die prinzipiellen Bedenken auswiegen, und so kam der Minimallohn in diesen Entwurf. Daß aber gerade diese Forderug von unseren Gegnern als ultra- oder extrem sozialistisch herausgegriffen worden ist und denunzirt wird, das gehört zum Humor der Weltgeschichte. — Die Kreishauptmannschast Leipzig hat sich das Ver- dienst erworben, die Broschüre„Reporter und Sozialist" und das Organ unserer amerikanischen Genossen, den„Sozialist", welcher bereits eine Verbreitung von 400» Exemplaren hat, durch ein Verbot in weitesten Kreisen zu empfehlen. — p-v. Ein beredtes Zeichen für den in Deutschland Herr- schenden erbärmlichen Servilismus und Byzantinismus ist das Sammeln für ein Ehrengeschenk für den großen Otto. Wo es gilt, Charakterlosigkeit zu zeigen, sind die Nationalliberalen und— die deutschen Studenten immer am Platz; die wenigen Ausnahmen können wir nicht rechnen, und diese thun noch am besten, wenn sie das Streberherr ganz sich silbst überlassen. Von Breslau ergeht jetzt ein Aufruf an die Studenten, beizutragen zu dieser Ehrengabe, der mit dem üblichen Phrasen- drei vermischt ist. Die gesinnungslosen Streber wenden sich mit viel Behagen an die Jugend,„der die Zukunft gehört." Dieser Satz hat uns auch behagt. Es fragt sich nur, welcher Jugend, ob derber Bour- geoissöhnchen oder der Arbeiterjugend. Nun, wir dächten, der letzteren, und diese wird hoffentlich bald ein so kräftiges Wort mitreden, daß den strebsamen Bourgeoissöhnchen ein Licht ausgehen dürfte. — Der Bettelsack für das Ehrengeschenk für Bismarck wird übrigens auch im Auslande geschwungen, und auch Zürich hat sein Bismarckkomit«, das wahrhafte Riesenanstrengungen macht, um eine möglichst hohe Summe für den Bismarckfonds zusammenzube- kommen. Da werden denn nicht blos Deutsche, sondern auch Schweizer haranguirt, für den größten Staatsmann des Jahrhunderts einen milden Beitrag zu stiften. Ein Schweizerbürger nun, der nicht blos dem Namen nach Republikaner ist, hat den Herren eine derbe Antwort auf ihr Bettel- zirkulär gegeben. Er sei ein armer Proletarier, schrieb er ihnen, und könne daher kein Geld senden, aber um ihnen seinen guten Willen zu zeigen, sende er ihnen in einem beiliegenden Packet ein Geschenk, wel- ches Bismarck, der ja Papieifabrikant sei, gewiß gut verwenden könne. Die Physiognomien der Komitemitglieder sollen sich beim Oeffnen be- sagten Packetes bedeutend verlängert haben. Sein Inhalt bestand nämlich aus— Lumpen! — Zur Charakteristik der Krieger-, auch„Kamerad- s ch a s t s"- V e r e i n e. Aus Apolda erhalten wir folgende Zuschrift: An unser Parteiorgan Zürich! Sie werden verwundert sein, einen Be- richt aus Köln von hier aus zu erhalten. Zur Aufklärung diene Ihnen Folgendes: In unserer Branche(Zuckerwaarenfabrikalion) ist es gebräuch- lich, von September bis Ende Dezember überzuarbeiten; dann tritt flaue Zeit ein, und die will ich benutzen, um meinen überanstrengten Körper in meiner Heimat etwas wieder in's Gleichgewicht zu dringen, zugleich benutze ich meine Muße, um Ihnen Folgendes einzusenden: Sozialdemokraten werden nicht zugelassen! Dieses Feldgeschrei zu hören hatte ich Gelegenheit an einem Abende in den ersten Tagen des Monats September vorigen Jahres, als die Stadt Köln resp. deren Vertreter vollauf zu thun hatten mtt den Vorbereitungen zum Empfange ihres„allerhöchsten Heldenkaisers", des„ErringerS" aller glorreichen Siege. Hatten doch die Väter der Stadt das respektable Sümmchen von 30,000 Mark zu jenem Fetischtage bewilligt. An dem obenerwähnten Abend hatte der Vorsitzende des deutschen Kriegeroereins, feines Zeichens Vollstreckungsbeamter, ein Blutsauger comrno ii faut!— eine Anzahl hoffnungsvoller Bourgeoissöhnchen, Reserveoffiziere, die sich um die Mtt- gliedschast des Vereins bewarben, behufs Aufnahme, sowie zu einer Be- sprechung in Sachen der Empfangsfeierlichkeiten in den Garten des Vereinslokals, in dem ich zugegen war, geladen. Im Laus der Ver- Handlung nun wurde an den obenerwähnten Vorstand des Vereins die Frage gerichtet, wie viel Kriegervereine in der Stadt existirten, und ob die Theilnahme der auswärtigen Vereine als eine rege zu bezeichnen sei. Da erhob sich der Herr Präsident und sprach würdevoll:„Meine Herren! Unser Berein repräsentirt in seinen Mitgliedern nur die bessern Stände der Stadt und der nächsten Umgebung, weshalb wir auch arme Kameraden, welche im Voraus eine demnächstige Unterstützung, wie sie unser Vereinsstatut in sich schließt, in Aussicht stellen, prinzipiell nicht aufnehmen. Erst kürzlich"— fuhr der große Geist fort—„meldete sich bei mir ein hiesiger armer Kamerad, und zwar im Besitz von acht Orden; diesen hätten wir wohl mtt Rücksicht auf seine Dekorationen aufgenommen, allein ich brachte in Erfahrung, daß sein Weib nicht mit in den Vereinsversammlungen an den Tischen unserer besseren, ja sogar feineren Damen sitzen könne, weil e» seinen Erwerb als Markt- srau sHöckerin) auf dem Markt sucht. Ich theilte deshalb dem Reflek- tauten eine abschlägige Antwort mtt." Armer, bedauernswerther Käme- rad! sieh dich nach einer„besseren" Hausfrau um, wenn du in das Heer der patentirten Patrioten eintreten willst! Die zweite Frage beantwortete der geniale Redner dahin, daß die Betheiligung der Be- zirksoereine voraussichtlich stark werde und er mehrere Vereine, die dem Verband nicht angehöiten, abgewiesen habe.„Denn, meine Herren, soll- ten wir Vereine, wie zum Beispiel Poll und B i n g st(zwei Ortschaften bei Köln), welche aus lauter Sozialdemokraten zusammengesetzt sino, zu einer so hochwichtigen Feierlichkeit zulassen, bei der ich als Kommandeur des großen Ganzen die Verantwortung habe? Wer bürgt mir dafür, daß nicht bei dem Umzug aus den Rotten der Sozialdemokraten heraus gepsiffen wird? Nein, Sozialdemokraten werden nicht zugelassen!" Nun, besser können die T-noenzen der Kriegervereine nicht gekenn- zeichnet werden, als es ver Herr Präsident selvft gelyan hat. Und od- gleich jener große Geist»och so schöne patriotische Reden reden kann, so scheint er doch im Entferntesten keine Ahnung davon zu haben, daß es die wirklichen Sozialdemokraten absolut unter ihrer Würde erachten, irgend welchem Kriegerverein beizutreten, und daß sie daher gar nicht zugelassen werden wollen. Mit genossenschastttchem Gruß! Ewigtreu. — Das Attentat auf O'Donnovan Rossa zeigt so recht handgreiflich die Adgeschmacklheit der Dynamit Taktik, so wie sie von diesem Herrn betrieben, ober doch ihm zugeschrieben wird. Vielleicht fälschlich. Denn man weiß ja, daß er ein sehr großer Prahlhans ist — gleich andern Hänlen. Wir machien schon früher darauf aufmerksam, daß eine solche Taktik, welche sich nicht gegen die Feinde richtet, son- dern unterschiedslos jeden Engländer bedroht, mit Rothwen- digkeit die englischen Volksmassen erbittern und zu Repressalien oder Lynchjustiz gegen die Jrländer führen muß. Es ist wirklich zum Ver- wundern und zum Bewundern, daß es in England noch zu keiner Zrenhetze gekommen ist. Die junge Engländerin aber, welche sich entschloß, an O'Donnovan Rossa zur Charlotte Corday zu werden, hat ihm in der denkbar drastischsten Weise feine Dynamit-Taktik aä ab-ur lum geführt. Wenn der Mann und seine Genossen lernsähig sind, dann wer- den sie jetzt begriffen haben, daß sie bisher auf dem Holzwege waren, und mit ihrer blödsinnigen„Taktik" nur das Gegentheil dessen hervei- führen können, was sie erstreben. Hoffentlich geht die Lehre nicht verloren. Die russischen Agenten, von denen Friedrich Engels die jüngsten Londoner Dynamit Attentate verübt glaubt— eine Annahme, die sehr viel Wahrscheinlichkeit für sich hat— werden sich selbstverständlich an der ferneren Ausübung ihres wohlbezahlten Handwerkes nicht hindern lassen. — Rückwärts, rückwärts, Don Rodrigo! Herr Pr. S ch ä f f l e hat den gegenwärtigen Moment für geeignet erachtet, eine Broschüre über die„Aussichtslosigkeit der Sozialdemokratie" vom Stapel zu lassen, in welcher ei zür seine quasi sozialisti chen Auslassungen in der„Quintessenz" und im„Bau und Leben des sozialen Körpers" hübsch pater psccavi sagt. Desgleichen hat Herr F. W i e d e, weiland Her- ausgeber der„Neuen Gesellschaft", in einer„Das Recht aus Arbeit" betitelten Schrift seine Kapitulation vor St. Bismarck vollzogen. Die Herren haben ganz recht. Die Zeiten des platonischen Sozialis- mus sind vorüber; jetzt heißt's Farbe dekennen: proletarischer Sozialis- mus oder mehr oder minder verschämte Bismärckerei. Vertreter des proletarischen Sozialismus sind aber weder Herr Schäffle noch Herr Wiede je gewesen. Die Schrift des Letztgenannten ist Dutzendwaare, wir verspüren daher keinen Anlaß, auf sie einzu ehe», dagegen werden wir uns in der näch- sten Nummer mit Herrn Schäffle näher zu befassen haben, dessen Schrift gewissen Leuten sehr bequem gekommen ist und daher auch einiges Auf- sehen erregt hat. — In deutschen Arbeiterblättern finden wir als einen Zeugen zu Gunsten des MinimaUohns den„konservativen" Rodbertus angeführt, und insbesondere dessen Ausspruch, daß der Normalarbeitstag ohne entsprechende Festsetzung de« Lohnes keinen Sinn habe. Ohne auf die Frage der Minimallöhne hier näher eintreten zu wollen, möchten wir doch davor warnen, sich in die Frage der Arbeitsschutzgesetz- gebung aus die Zeugnißschast von Rodbertus zu berufen. Bei den Herren Konservativen wird man dadurch schwerlich etwas erreichen, denn ersten» würden sie keinen Anstand nehmen, Rodbertus, selbst wenn er ihr Parteigenosse gewesen wäre, zu desaoouiren, wo er etwa» befür- wortet, nas ihren Interessen widerstrebt, zweitens aber kann man Rod- bertus gar nicht einen Konservativen im Sinne der Herren nennen, welche in den Parlamenten die konservative Partei bilden. Wie er viel- mehr über diese dachte, geht aus seinem Ausspruch über den Klub der Landwirthe hervor, dem sie fast durch die Bank angehören, und den er den„Klub der Ignoranten" nannte. Ist so der Hinweis auf Rodbertus in Bezug aus die Durchführung der M i n i m a l l ö h n e von höchst problematischem Nutzen, so ist er dagegen in Bezug auf den N o r m a l a r b e i t s t a g geradezu gesähr- lich. Rodbertus wirft beide Fragen zusammen, behauptet, ein« könne nicht ohne die andere geregelt werden, wir aber haben alles Interesse daran, sie getrennt zu halten, damit nicht die Gegner des Normal- arbeitstages sich hinter die Minimallöhne verkriechen können. Der Nor- malarbeilstag, wie ihn jeder vernünftige Mensch versteht, und wie er auch im Gesetzentwurf unserer Abgeordneten präzisirt ist— das heißt als Maximalarbeitstag,»st auch ohne Regulirung der Löhne durchführbar, das hat das Beispiel der Schweiz immerhin bewiesen, und daran müssen wir unbedingt f e st h a l t e n, wie ja auch im Arbeiterschutzgesetz der Normalarbeitstag nicht nur mit Recht an ganz besonderer Stelle figurirt, sondern auch als allgemeines Gesetz genau fixirt ist, während die Festsetzung von Minimallöhnen den Arbeits- kammern zugewiesen werden soll. Lassen wir also hier den Rodbertus aus dem Spaß. — In G u m b i n n e n hat die drttte Wählerabtheilunz jüngst einen Sozialdemokraten in die Stadtverordneten-Ver- sammlung gewählt. Es rückt! — In Paris ist am vergangenen Montag wieder einmil die Gesellschaft gerettet worden. Bekanntlich existiren zwei Arbeits- losen Komites, das eine aus den Delegirten der Syndikaiskammern»c. zusammengesetzt, welches die früher erwähnten Forderungen zur Abhilfe der Krists an Regierung, Parlament und Gemeindevertretung gestellt hat, und ein anarchistisches, das„nur Revolution" will und immer dann auf dem Platze ist, wenn es gilt, die Schritte des ersterwähnten Komites zu durchkreuzen. Diese» Komite nun hatte zu Montag ein Meeting unter freiem Himmel in der A.rollug cko l'Opöra einberufen, was für die Polizei eine erwünschte Gelegenheit war, eine Reihe von Verhaftungen vorzunehmen, und die Paffanten— es hatten sich natürlich nur Neugierige eingefun- den � nach Polizeimanier zu brutalistren. Weiter hatte die Geschichte keinen Zweck. — England. Von einem deutschen Genossen in London, dessen Ehrenhaftigkeit für uns keinem Zweifel unterliegt, erhalten wir eine längere Zuschrift gegen die in Nr. 3 des„Sozialdemokrat" veröffent- lichte Korrespondenz über die Spaltung in der englischen sozialistischen Partei. Wir würden keinen Augenblick zögern, ihr Aufnahme zu ge- währen, wenn wir nicht befürchten müßten, daß sich an sie eine längere Polemik knüpfen werde, als sie der Raum unseres Blattes gestattet. Wir glauben deshalb der Pflicht der Unparteilichkeit zu genügen, wenn wir das Schreiben des Genossen C. V. insofern resümiren, daß derselbe die Berechtigung aller gegen Hyndmann erhobenen Vorwürfe bestreitet, und insbesondere den Austritt der Majorität des Exekutivraths aus dem Verbände der Federation lebhast mißbilligt. Dadurch habe dieselbe just das Gegentheil von dem bewirkt, was sie habe erzielen wollen. Zum Schluß meint der Genosse, daß trotz der Spaltung, oder vielleicht gerade wegen der Spaltung noch mehr gearbeitet werden dürfte als zuvor. DaS wünschen und hoffen auch wir. Korrespondenzen. p-n. Königsberg i. Pr., 31. Januar. Das Arbeiterschutz- g e s e tz ist von den Sozialdemokraten nun im Reichstage eingebracht. Einige Mittheilungen über den Inhalt desselben waren ja schon früher in die Oesfentlichkeit gedrungen und haben auch unserer„Königsderger Hart. Ztg." Veranlassung gegeben, sich über dasselbe zu äußern. Wir sind nun durchaus der Meinung, daß der Raum des Parteiorgans im Allgemeinen viel zu schade ist, als daß man jedem beliebigen Kläffer aus der reaktionären Meute in demselben Gehör schenken sollte. Hier machen wir einmal eine Ausnahme: Besagte Zeitung ist nämlich„deutsch- freisinnig" und zeichnet sich durch einen hohen Grad von Verlogenheit aus, was neben den andern Zeitungen im Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte immerhin schwer ist; außerdem ist sie Organ unseres Reichstagsabgeordneten Möller, der in ihm seine„Weisheit" allen seinen Parteiuiitergebenen zur Anbetung und allen Sozialisten zur Belustigung preisglbr. Dieses edle Wurstblatt schreibt nun, daß in diesem Gesetz der Zwiespalt, der durch die Taktik unserer Partei hindurchgeht, sich in voller Deutlichkeit zeige, wir wollten„gemäßigt" sein und können doch unsere„wirklichen Tendenzen" nicht verleugnen. Bim, bam, bam, bim! Die Abkommandirer beim Sozialistengesetz, die Umfallskandioaten in punkto des zweiten Direktors reden von Zwiespalt der Parteitaktik l Wer nimmt sich heraus, zu behaupten, daß wir„gemäßigt" sein wollen? Wir sind Revolutionäre und keine Gesinnungslumpen, wir vergessen nicht, was die„Regierung der Brutalität" uns gethan und wie die „Lumpenhunde", um mit Vollmar zu reden, uns beschimpfen und be- schimpft haben. Wir küssen keine Hand, die uns schlägt, und lassen uns von keinem Kürassierstiefel, und mag ihn auch ein brutaler Junker tragen, treten. Der Sozialdemokrat, der„gemäßigt" sein wollte, würde wohl bald schlimme Ersahrungen machen und sehen, daß die Arbeiter nicht hinter ihm sind. Wenn wir aufhören, Revolutionäre zusein, hören wir überhaupt aufzusein!— Die Be- stimmuiigen über das Arbeitsamt u. s. w. nennt das„freisinnige" Lügen- blatt rein agitatorisch und bezeichnet sie als aussichtslos. Nun, das Blatt und seine Hintermänner müssen es ja wissen. Hier können ein- mal alle Phrasenhelden und„Arbeitersreunde" zeigen, ob sie wirklich den Arbeitern etwas anderes als Zuckerbrod und Peitsche geben wollen. Sie werden die Probe nicht bestehen, die ganze reaktionäre Masse wird sie nicht bestehen, und die Arbeiter werden sich zusammenschaaren und sich selbst nehmen müssen, was man ihnen nicht gutwillig gibt. Arbeiter von Königsberg! Ihr habt am 28. Oktober und 11. November einen guten Ansang gemacht. Laßt Euch die Gemeinheiten der„frei- sinnigen" Gesellschaft zum Sporn dienen, wühlt rüstig weiter, dann nehmen wir nach drei Jahren das saubere Nest aus, und Königsberg ist unser! Gaardeu bei Kiel. Der Wahlkampf ist vorüber, darum ist e« auch an der Zeit, daß die Gaardener Genossen einmal im Parteiorgan von sich hören lassen. Trotz der sehr regen und eifrigen Agitation sei- tens unserer Genossen in Kiel, Neumünster, Rendsburg und hier ist eS uns diesmal noch nicht gelungen, in der Stichwahl die Hochourg der Liberalen zu nehmen und den freisinnigen Dr. Hänel zu stürzen. Der Grund liegt zum größten Theil darin, daß alle Wähleroerjammlungen verboten wurden. Auch unsere Zusammenkünfte schnüffelte die Polizei aus, kam aber leider zu spät. Es haben hier und in unserm Nachbar- orte Ellerbeck Vernehmungen wegen Verbreitung der Wahlflugblätter stattgesunden, welche aber für die Polizei ganz resultatlos verliefen; und weil man sich auch bewußt ist, daß die große Masse der hiesigen Bevölkerung sozialistiich gesinnt ist, stand man davon ab, die Geister auf's Aeußerste zu treiben. Es war wirklich ein Hochgenuß für uns, zu sehen, wie sich unsere Gegner in ihren Zeitungen blamirten, aus Angst und Furcht vor dem bösen„rothen Gespenst". Der Inhaber der„Kieler VolkSzettung" ver- weigerte den Gaardener Genossen sogar die Ausnahme einer Wahl- Annonce, was seinem Wisch aber sicher nicht zum Vortheil sein wird. Professor Hänel, unser„Mischmajch'Kandidat", der uns zur Zeit im Reichstag zertritt, kann sich dessen gewiß nicht rühmen, daß er seinen Sitz im Reichstage Kiel u»d der nächsten Umgebung zu verdanken hat; er ist hier auf der ganzen Linie geschlagen; so hat er denn, da der 7. schleswig-holsteinische Wahlkreis mit einer sehr großen Landbevölkerung verbunden ist, die Hochburg nach dort verlegt; und in Wirklichkeit haben ihm seine„braven Bauern" auch diesmal wieder zum Siege verholftn. Die arbeitende Landbevölkerung in unserm Wahlkreise muß sich ja un- bedingt dem braven„Großdauern" fügen, sonst ist es aus den meisten Ortschaften um ihre Existenz geschehen. Doch die Genossen hier haben wacker gekämpft trotz VersammlungS- verbot und Polizerchikanen. Wir erhielten hier in dem 8000 Einwohner zählenden Gaarden bei der eraen Wahl für unseren Genossen Stephan Hemzel aus Kiel l08S Stimmen, bei der Stichwahl l lvö Stimmen. Unsere Stimmenzahl wäre gewiß noch eine größere gewesen, wcnn nicht gerade zur Zeit der Wahl in Folge der GeschailSkrise im Schiffbau auf der„Howaldt'schen Werst" Ditlrichsdors und hier aus der„Kaiserlichen Werst" massenhafte Arbeiterentlassungen stattgefunden hätten, und von den Betroffenen Viel«. um auswärts Arbeit zu suchen, unfern Ort verlassen mußten. Ihr aber, Arbeiter Gaarden's, die ihr noch immer unthätig auf uns, die wir stets im Kampfe stehen, blicktet, an euch richten wir die Aufforderung, tretet ein in unsere Reihen, damit wir zur nächsten Wahl einen Vertreter unserer Interessen in den Reichstag schicken. Vorwärts sei unsere Parole! Nieder mit allen Mischmasch- Parteien, nieder mit der einen reaktionären Masse! Hoch die Sozialdemokratie! Die Genossen von Gaarden. Bromberg, 7. Januar. Wie an vielen Orten, so hat auch hier der lette Wahlkampf Manchem die Augen geöffnet. Arbeiter und Handwerker! Ihr habt viele Reden gehört, aber was sagten alle diese Schöns schwäger? Sagten sie nicht Alle wie Hoffmann von Fallersleben: " Gern will ich sein ein Rather, verlangt nur teine That, Ich bin Familienvater, und auch Geheimerath, Doch ein Familienvater, der Punkt ist delikat, Doch noch viel delikater ist ein Geheimerath." Und sie haben es glücklich soweit gebracht, daß ein Geheimerath gewählt wurde. Was sagt Ihr nun dazu, wie schön vertritt der uns Proletas rier? Seht Ihr jetzt, weshalb der Landrath die Wahlzeitungen und Bettel durch Polizei und Gensdarme aus den Häusern holen ließ? Seht Ihr jetzt, was es für einen Zweck hatte, daß der Inspektor Kolath hier bei Handwerkern Haussuchung hielt, und von braven Frauen unter An brohung der sofortigen Verhaftung es erzwang, daß sie vor diesem Lump den Busen öffnen mußten, damit er sehen könne, ob fie nicht vielleicht verbotene Schriften versteckt hielten. Und wie inbelte die Polizeigesellschaft, als es endlich gelang, einige alte Zeitungen zu finden, welche obendrein jezt doch wieder zurückgegeben werden mußten. Was erwartet Ihr nun von diesen Vaterlandsfreunden, an deren Spike der Hauptmann Schneider steht, und zu deren Zierden Auditeur Simon und Zeichenlehrer Wolf gehörten? Brauchen wir noch zu erzählen, wie die Lettgenannten sich eines schönen Tages erschossen aus Furcht vor den Folgen ihres Patriotismus, wie aber Schneider, der nun aussagen konnte, was er wollte, weil seine Komplizen stumm, recht brav begnadigt worden? Wähler Brombergs, wir wollen diesen Helden ein Denkmal sezen in unserem Kopfe und darunter den Namen des GeneralSchwindlers, Stadtraths und Herrenhausmitglieds Beleites schreiben, welcher jetzt hier im Gefängniß standesgemäß in seinem eigenen Bette schläft, aus seiner Küche ißt, Zeitungen liest und Zigarren raucht, nach echter deutscher Reichsgerechtigkeit. Und gehört dieser Beleites nicht wieder zu den Edlen, welche hier am Drte nach den Attentaten auf unschuldige Menschen einschlugen? seht und hört Ihr sie nicht, wie seine Kollegen in allen Lokalen auf die Abgeordneten der Arbeiter, auf Alles, was sozialdemokratisch ist, schimpfen, ist nicht jede Nummer vom Tageblatt" voll von Gemeinheiten gegen die Arbeiterpartei? Freilich, dieser Eifer hat seine tiefen Ursachen, und über diese wollen wir Euch im nächsten Brief mehr sagen. " Laura a. d. Weichsel. Bremen, 4. Februar. Bei den beiden noch ausstehenden Bürgerschafts- Wahlen sind wir in einer unterlegen, in der andern glänzend als Sieger hervorgegangen. Unser Genosse Karl Wohler jr. erhielt sogar 219 Stimmen, während sein konservativer Gegner nur auf 138 Stimmen fam. Bisher hat noch nie ein Bürgerschaftskandidat eine solche Stimmenzahl, wie Genosse Wohler bekam, erhalten. Man kann hieraus ersehen, wie sehr uns das famose Sozialistengefek ohne Ausnahme auch bei uns hier seine erzieherischen Wunder übt. Ja, ja, wir beffern uns täglich. -ld. Aus dem Wahlkreis Westhavelland, 2. Februar. Vor Allem ein donnerndes Hurrah unserm eifrigsten Verbreiter des Parteiorgans, dem Herrn Reichsspizel, Minister Exzellenz von Buttkamer in Berlin! Derselbe hat im Reichstag aus Nr. 4 des„ Sozialdemokrat" die allein richtige Anschauung und Beurtheilung vom Rumpf- Attentat vorgelesen, welche auch wir theilen. Als Nachklänge von der Wahl kommen wir jetzt aus Terminen und Verhören gar nicht heraus. Alles wegen des Wahlmanifestes. Die Gerichte haben offenbar Anweisung, die Agitation in unsern Reihen wach zu halten, damit ihre soziale Reformpolitik" auf geeignetes Verständniß" in den Massen sicher rechnen kann. So ist's recht, wir wollen vorwärts, und der Wind bläst in unsere Segel! Ohlau, 5. Februar. Am 3. Februar hat in der Gebr. Deter': schen Eigarrenfabrik ein Arbeitsausschluß stattgefunden. 136 Personen sind dadurch erwerbslos gemacht. Die Stimmung der Ausgeschlossenen ist eine feste, entschlossene, und hoffen dieselben im Kampf gegen das Kapital zu siegen, wenn die Arbeiter allerwärts ihr Scherflein bazu steuern. Die in Breslau bestehende Kommission hat es für gerecht befunden, daß die betroffenen Arbeiter, auf dreimalige Aufforderung des Fabrikanten hin, die Arbeit niederlegten. Näherer Bericht folgt. Etwaige Unterstützungen find zu senden an: 3115 Karl Halled, Restauration zur goldenen Sonne. Alle arbeiterfreundlichen Blätter werden um schleunige Weitergabe dieser Mittheilung gebeten. Leipzig, Anfang Februar. Unsere Parteigenossen im 12. und 13. Wahlkreis Stadt und Land Leipzig haben sich ebenfalls mit der Stellung unserer Partei zur Dampfersubventionsvorlage befaßt und ist in allge meiner Urabstimmung beschlossen worden: 1) Daß die Parteigenoffen im 12. und 13. sächsischen Wahlkreis die Bewilligung von Reichsmitteln für eine Dampferlinie als eine Prinzipienfrage auffaffen und die Partei von ihrem Standpunkt aus eine solche Subvention nicht bewilligen dürfe; 2) daß die Partei jeder Schacherpolitik, wie sie durch den Vorschlag in Nr. 2 des ,, Sozialdemokrat" vorgeschlagen werde, auf das Entschiedenste zurückweisen müsse; 3) daß die Parteigenossen von Leipzig Stadt und Land hoffen, die Fraktion werde sich verständigen uud geschloffen gegen die Dampfersubventionsvorlage stimmen. Die angenommenen Resolutionen sind der Fraktion zur Kenntnißnahme mitgetheilt worden. Aus Mitteldeutschland.( Was man sich in Frankfurt erzählt.) Bekanntlich erließ der hiesige Polizeipräsident eine Todes= anzeige, daß es ,, dem Allmächtigen gefallen habe, den Polizeirath Rumpf zu sich zu nehmen"( wörtlich getreu). In einem Café tam nun fürzlich zwischen einem Genossen und einem Fremden ein Gespräch in Fluß, in welchem folgende Episode vorkam: Fremder: Was halten Sie von der Rumpf'schen Affäre?" Genosse: D die gefällt mir ganz gut! Unser Polizeipräsident hat ja annoncirt, es habe dem Allmächtigen gefallen", und es wäre doch sicher eine Empörung, wenn uns das, was dem ,, Allmächtigen" gefällt, nicht auch gefallen würde, denn wir leben ja doch im deutsch- christlichen Staate!" Tableau! " Rumpf soll übrigens ein überaus netter Mensch gewesen sein. Mit Allen, die unter ihm waren, redete er stets nur per„ Er." Um seine großen politischen Erfolge"(?) zu erzielen, bediente er sich der gemeinsten Zumpen und Louis, wie auch der ordinärsten Huren. Beweise haben wir zu Dutzenden. Und solche Leute vertheidigt und dotirt ein Puttkamer! Wahrlich eine saubere Gesellschaft! So die Genossen in Frankfurt. Nachschrift. Allgemeine Befriedigung ruft die Stellung des Sozialdemokrat" in Sachen der Dampfersubventionsvorlage hervor. Entscheide Dich! Es tobt der Kampf jetzt allerwärts Bei Deutschen, Briten, Franken. od wad Entscheide Dich, Du Männerherz, Du darfst nicht länger schwanken! sablingMit Deinem Wollen halte Rath, 100 900$ 158 Geöffnet sind die Bahnen; Gerüstet rings die Feinde steh'n Nun such' Dir Deine Fahnen! Für Vorrecht und für Geistesnacht Siehst Du die Einen streiten. N. Sie wollen dreh'n mit aller Macht Zurück das Rad der Zeiten. Sie stüßen auf die Bibel sich Und auf Geburt und Ahnen, Und wie ein schwarzes Leichentuch Weh'n kläglich ihre Fahnen. Da seh' ich eine and're Schaar olonie Nach Recht und Freiheit lungern E Nach Recht und Freiheit für das Geld; Der Proletar mag hungern. Ihr Recht und ihre Freiheit ist Ein Ei von einem Hahnen. Für uns den Lohn, für Euch die Müh'!" Ist Loosung ihrer Fahnen. Und dicht gedrängt, in heil'gem Ernst, Steht dort das Volk der Gaffe; Es fordert Freiheit, Gleichheit, Recht: Es fordert Brod die Masse. Sie fümmert um das Gold sich nicht, Um Bibel nicht und Ahnen Der Kampfruf schallt und vorwärts stürmt Das Bolt mit seinen Fahnen! Entscheide Dich, Du Männerherz, #pastis Du darfst nicht länger schwanken! Entscheide Dich und tritt mit mir i spimen Boll Kampfluft in die Schranken! Ich hasse Vorrecht, Glaubenstrug, Geld sperrt mir nicht die Bahnen Dort wo das Volk der Armuth kämpft, Da weh'n auch meine Fahnen! Sprechsaal. R. L. Aar. In Sachen der Dampfersubvention. ,, An die Redaktion des„ Sozialdemokrat" und an die Abgeordneten der sozialistischen Arbeiterpartei im deutschen Reichstage! Resolution. " Nach eingehendem Referate und Diskussion über die Dampfer Subvention und die Stellung der Sozialdemo tratie" erblickt die Mitgliederversammlung des Kommunistischen Arbeiterbildungsvereins vom 31. Januar 1885 in der Dampferfubvention nur einen Theil der deutschen Kolonialpolitik, das Ganze aber nur als einen Verband auf die Wunde der bankerotten kapitalistischen Gesellschaft, deren Bestand zu verlängern das um seine Emanzipation ringende Proletariat keine Veranlassung hat. Die Versammlung, in welcher alle Redner für den Anschluß an die Resolutionen der Zürcher und Bariser Genoffen eintraten, erwartet von den Vertretern des Proletariats im Parlamente nur noch eine feste, Klaffenbewußte Stellung gegenüber der tyrannischen Ausbeutergesellschaft. Die Genossen in London." 530 Auch die Genoffen in Brüssel haben in einer am 2. Februar stattgehabten Versammlung im gleichen Sinne resolvirt. Warnung. Vor dem früher in der Ernst' schen Buchdruckerei in Mün chen beschäftigt geweſenen Radireiber Martin Bayerlein, der sich als schurkischer Denunziant erwiesen hat, sei hiermit des Nachdrücklichsten gewart. Bayerlein ist früher Unteroffizier gewesen, Kriegervereinler, und scheint jetzt Vigilant zu sein. Signalement: Hagere Figur, lauernde Augen, eingefallenes Gesicht, blonder, langer Schnurrbart. Also Vorsicht!! Die Münchener Genossen. Der Schwindler und Beutelschneider Seidler du Mesnil, vor dem in Nr. 6 des„ S.D." gewarnt wurde, sucht unser ferneres Stillschweigen" durch folgende briefliche Leistung zu erpressen, die wir veröffentlichen, um die volle Berechtigung unserer Warnung weiter darzuthun. Bemerkt sei noch, daß Seidler bereits vor Erlaß unserer Warnung unter ausdrücklicher Berufung auf unseren Genoffen Dr. Br. Schönlant in München und solche in Stuttgart hiesige Journalisten und Schriftsteller abzuklopfen versuchte, zu gleicher Beit aber die Unverschämtheit hatte, einen hiesigen Genoffen in einem Restaurationslokal ohne jede Veranlassung als Dynamit bruder" zu insultiren. Der Brief lautet wörtlich: " Ich theile Ihnen mit, daß wenn Sie noch einmal sich erEn as di swiss Ind son nepied Briefkasten ur silure set sa aber Rebattion: Görlig, Vegesac, Leipzig, Merses burg: Jn nächster Nummer. A. Heims in Palmyra: Des gleichen. Besten Dank und Gruß. C. V. in London: Wir hoffen Sie mit unserer Notiz einverstanden, andernfalls würden wir uns aller dings für verpflichtet halten, Ihrem Wunsche zu entsprechen. N. N. Salzstadt: Mr. 6 80 Pfge. der Expedition: 9 Nova: Archivalien in 2 Brf. drd. erh. (-500.): Mr. 5- Ab. 1. Du. u. 2 Mt. erh. FBh. Vienne I. cht: Fr. 250 Ab. 1. Du. erh. Otto Born. Jammerthal: Mr. 72 45 à Sto. Ab. u. Schft. erh. Ggr. und in 47 fehlende 90 Pfge. gutgebr. Feuerländer: Mr. 40- à Cto. Ab. pr. Ggr. gutgebr. Bft. Weiteres. Ab. 1. Du. erh. Schft. u. Nota fort. A. toftet J. Af. B.- G.: Mt. 15- Ab. 1. Du. u. à Cto. 2 Du ( 3 dir.) erh.Dreyfuß in 2.: Mr. 78 Ab. 1. Du. u. Schft. und Mt. 25 05 gr. gebucht. Weiteres nach Vorschr. Reklamirtes prompt fort. Rother Teufel: Mr. 11 60 Mb. 1. Du. R. F. D. erh. Weitere Bfab. dorthin unzulässig. Bftllg. folgt.- Lübeck: Mr. 30 pr. Dfds. dkb. erh. Rother Gaucho: Mr. 1- pr. Portozuschlag erh. Bft. Weiteres, B. Schbsch.: Mt. 3 Ab. 1. Du. erh. F. 2. D. a. M.: Mt. 6 Ab. 1. Du. erh. Veilchenstein: Mt. 50 à Cto. Ab. 1. u. 2. pr. Fd. erh. M. P. Rg.: Mr. 28 50 Eto. Ab. 2c. übermittelt erh. Mr. 15 Ab. W. N. St. pr. Ggrchn. vorgemerkt. Weiteres notirt besorgt und erwartet. Der Bekannte: Mt. 210Ggrahg. gutgebr. Bft. Näheres. Newyork, Wahlverein der Schlefter: ( Doll. 11 50) Fr. 58 25 für Breslau dfd. erhalten und angewiesen. Geesthacht: Mt. 18- pr. Ufd. bkd. erh. Stettin: Mr. 50 Eto. gutgeb. Weiteres laut Bf. v. 9/2. B. A. P. Wodt.: Mt. s. 4. Du. 84 und Du. Kopenhagen: Fr. 119 Ahasverus: wo c Zü Bolt & fram nach Ja Behörder und unse barf tein à Cto. Ab. nebst der Sent 2C. 3r. 12 à Cto. Soft, ath, ofing, fort. – Ziberta: Mr. 1- Abon. Par Schft. erh. Bstlg. pr. Ufd. drd. erh. боп 26. Febr. und Mt. 2 Rp. Bdf.: Mt. 2 Februar u. März erh. Lüttich Schw.: Fr. 4 à Cto. Ab. erh. W. S. Hövits: Fr. 250 à Cto. Ab. 1. Du. erh. J. Bernstein: pr. Ab. Eto. erh. Bfl. mehr. Michel Stieber: Mt. 200 Ein Rother Btgh.: Mr. mr. 12à Cto. Ab. 2.c erh. Bftllg. 2c. notirt. f. Schft. u. Porto erh. 40 Pf. pr. Ufd. dkd. notirt. 60 Schrot: Mt 860 Ab. 1. Du. S. u. B. erh. Weitere Mr. 430 pr. 2. Du. 64. Die gutgebr. Näheres an G. berichtet. Rosa Beck: Mt. 8 80 Ab. 1. Du. S. u. E. u. Mt. 41 20 à Cto. erh. Bfl. Weiteres. Z. v. Main: Mr. 86 40 Abon. 4. Du. erh. Bortheim Hastings: Fr. 5- Ab. 1. u. 2. Du. erh. Nr. 1972: Mr. 3 50 Abon. 1. Du. erh. 50 Bfg Ihnen gutkommend. Weiteres mündlich. erh. Schblz.: Fr. Ab. 1. Du. erh. Die Schrift C. Manz 3.: Fr. 9 50 Cto. Hit. pr. Ab. erh. demokra E. E. Btta. i. D.: Mr. 12 21 Abon. pr. 1885 man sc 40 für 2 Gr. S. erh. Trz. 3ch.: Fr. 2 Gtfn. 3ch.: Fr. 2- Ab. 1. Du. erh. Grütlver. Ab. 1. Du, 2 Expl. erh. Rother Lulu: Mt. Schäfft lismus Thalweil: Fr. 4. 12 80 Ab. bis Ende März erh. Rückständiges abgesandt. Rübezahl eines G.: Mr. 33 10 Ab. 1. Du.( zuzüglich Einspänner) erh. Weiteres bf punktes Separatbf. toftete 40 Pf. Strafporto, da unfrankirt. Warum? F. Mich. i. S.: Mt. 3 Ab. 1. Du. erh. E. B. 2.: Mt. 3 50 für Schft. erh. Sdg. folgt. Adalbert: Bf. v. 9/2. erh. u. besorgt. Noricensis: Bf. am 10/2. erst erh. Weiteres demnächst. Gänseleber: Bf in Sch v. 7/6. erh. Adr. 2c. vorgemerkt.-h. Gut. Adr. gelöscht. land: Mstr. hier. Bf. v. 4/2. desgl. Bfl. mehr. Ferd.: Bf. v. 7/2. erh.- Baron Juchzer: Bf. am 8/2. hier. Weiteres folgt. 1 orafelh Schreiß No beshalE nifters worden Aus an die rüftung burcha An unsere Korrespondenten. Wir bitten in jedem Brief u. s. w. ftets deutlich anzugeben, welche Briefe, Sendungen u. s. w. bis zu Abgang eingetroffen waren. Bei Adreßänderungen, Adreßlöschungen und dergleichen ist unbedingt Vorkehrung zu treffen, etwa Laufendes in sichere Hand zu nicht a leiten. Alle Adreßmeldungen bitten wir in Deutsch- und Lateinschrift( behufs Rontrole) deutlichst zu schreiben. Deckadressen oder deren Angehörige find zur Ablieferung sofort nach Empfangnahme strengstens anzuhalten. Expedition des Sozialdemokrat. Frik Elser, Es Scrifi S. 21 „ daß E berspri ound F Schreiner aus Schwäbisch Hall, zur Zeit in Baltimore(?), bents wird freundlichst gebeten, seine Abreffe umgehend an seinen Bruder ge prattife langen zu laffen. wir ihr R. K. [-80] nicht a Zürich Restaurant wibbet, Rennweg: d 1790 Tagesordnung: 00 190 Wichtige Parteiangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen erwartet Samstag, 14. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale des unbew Her diag nodod sd Geschlossene sidol greift, Bersammlung der deutschen Sozialisten. listische beutent ugeber will, e Wie to Der Lotalausschuß. be S Mary' erlöfeni imputi Es tis Jm Verlage der Bolfsbuchhandlung Hottingen- Zürich ist erschienen: Vorwärts! lauben, gegen meine Person im Sozialdemokrat Angriffe loszulaffen Eine Sammlung von Gedichten für das arbeitende Volk. eine 3 ich nicht ermangeln werde in Anbetracht der niederen Natur solcher Angriffe, deren Autor ich in einem ziemlich berüchtigten Individium( welche Drthographie!) zu kennen glaube, der Verläumdungen und Behauptungen die jeder Basis entbehren, das zu thun was ich in diesem Falle als einzig maßgebend erachte. Ich warne Sie hiermit und will den Vorfall ignoriren, kommt mir aber das Geringste vor, so suche ich Sie auf und will danach nicht verfehlen, den Behörden das bekannt zu geben, was mir der R.-A. Grillenberger außer einer Empfehlung mitgetheilt hat kaum für die Partei günstig. Dies mein Wort.' Boststempel: 8/ II. 85. Der Techn. Seidler du Mesnil Zürich. Aachruf. ./surse si sasiak Noch sind die Kränze auf dem Grabhügel unseres Genossen Schmidt nicht verwelft und schon wieder hat der Tod einen unserer thätigften Genossen aus unseren Reihen geriffen. Am 15. Januar starb nach längeren Leiden der Bandwirker Wilhelm Mengel in fast vollendetem 36. Lebensjahre. Mengel stand in dem großen Emanzipationskampfe der Arbeiterklaffe in den vordersten Reihen. Mit der Schlichtheit und Gradheit seines Charakters verband er eine unermüdliche Energie, die selbst dann nicht erlosch, als ein langjähriges Magenübel ihn auf's Krantenlager warf In der letzten Wahlkampagne hat er seine ganze Kraft in den Dienst der Partei gestellt. Welcher Achtung der Verstorbene unter den Arbeitern fich erfreute, davon zeugte sein Leichenbegänguiß, an welchem Tausende von Nah und Fern theilnahmen. Exoriare aliquis nostris ex ossibus ultor! Barmen, den 23. Januar 1885. Die Genossen von Barmen. In 4-5 Lieferungen à 50 Cts. 40 Pfg. Heft 3. gerechti Diesen lichen Enthaltend die beften revolutionären Gedichte von Herd. Freiligrath, wit be Serwegh, Geib, Seine, Shelley, der französischen Arbeiters Dichter und vieler Anderen.spot post na mamil Vollständigfte Gedicht Sammlung sozialdemokratischer Tendenz. Wiederverkäufer erhalten Rabatt. aj potetied a sindrecht End bit stop m#mapu spatetisd in fein fich fo ftändni Engels Im Verlag der Boltsbuchhandlung ist erschienen und durch unterzeichs burch nete zu beziehen: beffen To blid m astard and Felbe Der Arsprung der Familie, Der des Privateigenthums und des Staats. baß W Von Spiegel ausgewiefe as# 149schrift FL dads 10 d sid sladrosolitu Дб > site Fr. Engels. Billige Ausgabe.iddelste der E Diese bedeutende, 148 Oktavseiten starke Schrift kostet bei Bezug 8 von mindestens 5 Exemplaren Fr. 1( 80 Pfg.) netto pr. Exempl. Herrn bei Bezug von weniger als 5 Exemplaren stellt sich der Preis auf Werth Fr. 1 25( 1 M.). RQPorto ertra. di glaubt dazu bür Zahreichen Bestellungen sehen entgegen: 13 in b Volksbuchhandlung und Expedition des ,, Soz. 0001 Hottingen- Zürich. Sozialistische Arbeiterpartei Amerika. Sektion New- Yort. maßfta Polemi Da and hicht Ausleg onderr über S in Sigung des Zentralfomites jeben Freitag Abends 8 Uhr in Lincoln Hall, Ede Allen und Houston Street. Jeden Samstag finden Bersammlungen statt. Näheres ftehe New- Yorker Bolkszeitung", besonders Freitags und Samstags. Deutlic " phus eme D Schweizerische Genossenschafts- Buchdruckerei Hottingen- Zürich. Die He