Nr. 166. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags Betlage, Die Neue Welt" 10 Bfg. BoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Bettungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 花 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgefpaltene Rotoneis zetle ober deren Naum 40 Pfg., für Beretns- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächfte Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition. abgegeben werden. Die Expedition. ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Jernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm- Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Vom Idealreiche der Junker. Den preußischen Junkern, den Umstürzlern von oben, die lieber heute als morgen das allgemeine und direkte Wahlrecht nebst der ganzen Reichsverfassung umstürzen möchten, schwebt bekanntlich als politisches Ideal das 3arenreich vor. Sie erblicken in demfelben ein Muster der Unbeweglichkeit, eine allen revolutionären Stürmen und allen Hungersnoth- Krisen trogende Organisation zur Knechtung und Auspowerung der Boltsmasse im Interesse eines privilegirten Häufleins. Dienstag, den 19. Juli 1898. Leroy- Beaulieu's, eines sachkundigen Konservativen, hat der Baris mus dadurch nur eine Galgenfrist gewonnen, die deſſen ſchließlichen Zusammenbruch zum Nachtheil der westeuropäischen Reaktion desto gründlicher gestalten muß. Politische Uebersicht. Berlin, den 18. Juli. Herrn Dr. Barth ins Stammbuch. Der Führer der freisinnigen Vereinigung fagte uns neulich in der„ Nation" Die von sozialdemokratischer Seite wiederholt nachgewiesenen dasselbe, was die reaktionärsten Reaktionäre sagen, nämlich Entwidelungstendenzen, welche auf die Unterwühlung der Baren- daß die Wahlstimmen der Sozialdemokraten nicht gleichwerthig herrlichkeit hinarbeiten, vermögen nicht den Junkerglauben an die und nicht gleichwichtig seien den Stimmen der anderen alleinfeligmachende Kraft des zarischen Absolutismus zu erschüttern. Parteien. Den Redakteur der„ Nation" wollen wir nur Es ist ja so bequem, den sozialdemokratischen Nachweis auf innerpolitische Parteirücksichten zurückzuführen. bitten, einen ganz vortrefflichen Artikel zu lesen, den g " Da ist es von hohem Interesse, das Urtheil Leroy ein anderes freifinniges Blatt, die Bossische Zeitung", in Beaulieu's über die neueste Entwidelung Ruß- seiner Sonntags Nummer unter dem Titel„ Masurische lands kennen zu lernen. Der Verfasser des bekannten Skizzen" veröffentlicht. Der Verfasser, Dr. Frizz Stowronnet, gründlichen Werkes" L'Empire des tsars et les Russes" ist gewiß den die diesjährige Reichstags- Wahlbewegung nach Masuren weder des Revolutionarismus noch der Ruffenfeindlichkeit verdächtig. geführt hat, schildert seine Erlebnisse dort. Im zweiten Absatz Politisch und sozial durch und durch konservativ, hat der franzöbes Artikels schreibt er: fische Bourgeoisgelehrte, angesichts der russischen Allianz, cher allen Anlaß, Schönfärberei zu gunsten des Zarenreiches zu treiben. Wenn mun Leroy- Beaulieu trozdem zu einem negativen Urtheil über die unerschütterlichkeit des russischen Absolutismus gelangt, so muß ja wohl die sozialdemokratische Auffassung von den russischen Verhältnissen durchaus zutreffend sein. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Schimpfereien gegen das bestehende Reichs- Wahlrecht zu verzeichnen, so charakteristisch dieselben auch für die Absicht der Reaktion sind. Nur wenn diese Wahlrechts Befehdung einmal wenigstens den Schein eines neuen Argumentes aufweist, mag man sie beachten. So ist zwar auch nicht neu, aber immerhin nicht uninteressant, was die Berl. N. Nachr." über diese Frage sagen: " „ Wir halten derzeit, wie die Dinge liegen, eine Aenderung des Reichstags- Wahlrechts nicht für angebracht und nicht für möglich; deshalb glauben wir auch, daß dahin gehende Anregungen borerst mehr schaden als nügen. Angesichts des Wahlergebnisses im Königreich Sachsen möchten wir aber das Zentrum und den gemäßigten Freisinn, welche in der Wahlkampagne sich in so moralisch gewaltiger Pose als grundsätzliche Hüter des geltenden, angeblich gefährdeten Wahlrechts aufspielten, Hand aufs Herz, fragen: Wenn einmal wie in Sachsen im ganzen Reich die Hälfte aller Wähler es ist bereits über ein Viertel!-sozialdemokratisch stimmen, wenn die Sozialdemokratie, wie im Sachsen, im ganzen Reich fast die Hälfte aller Reichstagsmandate imme haben wird: wird und muß dann nicht, ehe eine sozialdemokratische Reichstagsmehrheit das unterste zu oberst tehrt, unbedingt auch Zentrum und Freisinn eine solche Abänderung des Reichstags- Wahlrechts billigen und verlangen, welche derartige schwere Wirren verhütet?! Und ist dem so, dann sollte man in diesen Kreisen doch jetzt nicht so fittlich entrüstet thun, wenn überhaupt die Abänderungsbedürftigkeit diskutirt und im sehr erklärlichen Eifer hier und da in diesen Erörterungen und Forderungen weiter gegangen wird, als derzeit nöthig und praktisch ist." " ,, Es wäre ein werthvoller Beitrag zur Psychologie der Massen, wenn man alle die Momente zusammenfassen könnte, die bei mehr als drei Millionen Wählern die Scheu vor dem amtlichen und kirchlichen Ein. d fluß, und die Furcht vor wirthschaftlicher Man höre, was Leroy- Beaulieu im Nachwort zur demnächst Schädigung soweit überwunden haben, daß erscheinenden dritten Ausgabe seines genannten Werkes schreibt. fie wagten, einen freisinnigen oder gar sozial. Dies Nachwort ist im Journal des Débats" vorweg erschienen, dem de motratischen Stimmzettel abzugeben. In Das freikonservative Organ hielt es der gleit" für konservativen Bourgeoisorgan Frankreichs, zu dessen Mitarbeitern den Großstädten gehört dazu fein besonders großer Muth, unflug, gegen das Wahlrecht zu wühlen. Aber im Prinzip iſt Leroy- Beaulieu zählt. Leroy- Beaulieu beginnt mit einer Kritik des reaktionären wohl aber auf dem Lande, wo die Arbeiter es völlig einig mit den Hamb. Nachr.", der" Post", der Regiments Alexanders III., dessen kurze Regierungszeit den ent- unter den Augen ihrer Brotherren Bettel Leipz. Btg.", der„ Kreuz- 3tg." 2c. Die„ Berl. Neueste Nachr." schiedensten Verächtern politischer Freiheiten eine hochbedeutsame abgegeben haben, die an ihrer Farbe und halten es für flüger, wenn man von diesen Dingen nicht so Lehre ertheilt hat." Die Lehre besteht darin, daß alle politischen Form dem geübten Blid leicht zu erkennen viel spricht, sondern etwa, wie es in Sachsen geschah, bei Freiheiten miteinander eng verknüpft seien, daß man an teine waren." günstiger Gelegenheit, das Wahlrecht erdrossele. einzelne derselben rühren könne, ohne sie sämmtlich in Frage zu Deutlicher als es durch diese Worte geschieht, kann nicht Denn eine sozialdemokratische Mehrheit im Reichstage stellen. Daher tomme es, daß Rußland unter Alexander III. zum Ausdruck gebracht werden, daß eine sozialdemokratische das erscheint den Herren Junkern und Laurahüttenkapitalisten nur um den Preis der Rückkehr zu den Zeiten Nikolai's I. auf der Stimme, weit entfernt weniger zu wiegen als eine ordnungs. als das Ende der Welt. Ja, es mag das Ende der kavon Alexander 1. eröffneten Bahn habe stehen bleiben können. parteiliche Stimme, weit schwerer wiegt, weil sie in pitalistischen Ausplünderung bedeuten. den meisten Fällen mehr ist als eine Gesinnungsäußerung dieser Wirthschaft ein Ende zu machen, bedeutet so ungefähr das Gegentheil von dem, was das Kardorff- Blatt als Schreckoder Willensmeinung eine Mannesthat. gespenst heraufführt, da ist nicht die Rede von einem Wahlstatistisches. Es wird für unsere Leser von Jntereſſe das unterst zu oberst kehren", sondern im Gegenfein, zu sehen, in welcher Weise unsere Partei sich an ihren Haupt- theil: da soll alles schön auf den rechten Platz geſtent figen entwickelt hat. Wir geben deshalb nachstehend eine Zusammenabsolute Majorität errungen haben und wo demnach unsere Kandistellung der Wahlkreise, in denen wir bei der legten Wahl die werden. daten im ersten Wahlgang gewählt worden sind, und fügen die Herrschenden: So lange sie selbst die Mehrheit für sich haben, Verhältnißzahlen unserer Stimmen bei früheren Wahlen hinzu: Unter 100 abgegebenen Stimmen waren sozialdemokratische Der gegenwärtige Bar, Nikolai II., der gleich in den er wochen seiner Regierung alle Verfassungsgelüfte für Wahnsinn" erklärt hat, feße die Politit seines Vaters fort. Zugleich sei die verfassungsfreundliche Stimmung bei den Ruffen" es sollte genauer heißen: innerhalb der befizenden Klassen, der liberalen„ Geſellſchaft" schwächer geworden, und zwar, wie Leroy- Beaulien meint, infolge der Diskreditirung der politischen Freiheiten im Westen. Letzteres ist eine falsch ausgedrückte Wahrheit, die, richtig aus gedrückt, so viel besagt, daß die herrschenden Klassen Westeuropa's immer stärkere Abneigung gegen ein politisches Regime empfinden, das sich für den Befreiungskampf des Proletariats so förderlich ers wiesen hat. Doch darauf kommt es hier nicht weiter an. Es soll nur beiläufig betont werden, daß Leroy- Beaulieu auch als Kritiker des russischen Absolutismus den westeuropäischen konservativen Bourgeois nicht abzuftreifen vermag. " Die Aufmerksamkeit der Russen", schreibt weiter der Autor, habe sich von den Verfassungsfragen ab- und den wirthschaftlichen und nationalen Fragen zugewendet, nämlich der Eröffnung und der Eroberung neuer Abjazmärkte, der Kolonifirung und der Eroberung neuer Gebiete, der Ausdehnung des russischen Reiches in Asien auf Kosten der Türkei, China's 2c.: Was bedeuten gegenüber diesen Aussichten die vagen liberalen Bestrebungen einer winzigen Elite und die unsicheren Verfassungsgelüfte der Nachahmer des Westens? Die politischen Freiheiten mögen warten, bis das fortwährend wachsende Gebäude der russischen Macht, von den Meeresengen des Mittelmeeres bis zu den Gewässern China's, endlich vollendet worden ift. 1234 1878 im Wahlkreis: 1898 bei der Wahl im Jahre: 1893 1890 Berlin IV 73,09 71,36 72,48 2 Hamburg II 72,33 66,37 66,98 56,95 62,25 Altona 70,50 63,80 62,09 53,44 Berlin VI 67,54 63,50 62,19 51,55 5 Leipzig- Land 64,88 63,72 61,33 49,05 6 Hamburg I. 63,95 57,93 58,75 52,50 7 Chemnig 62,48 60,81 62,48 45,70 8 Nürnberg 61,91 57,16 56,41 51,91 9 Glauchau 60,66 65,01 60,20 42,09 10 8ividau 60,47 58,55 57,00 46,95 11 Stollberg 59,93 61,06 57,90 33,05 12 Mülhausen i.&. 58,11 53,09 63,44 2,55 13 Neuß j. 2 58,10 57,15 50,39 34,68 14 Hamburg III. 57,78 56,01 53,19 45,36 15 Lübeck 55,34 48,45 45,41 33,41 16 Reuß ä. 2. 55,12 56,55 51,37 41,08 17 Hanau 55,06 42,08 38,63 24,54 18 Offenbach 54,97 46,27 44,69 34,77 19 Dresden Land 54,78 48,39 46,08 34,09 Niederbarnim 54,36 48,94 45,27 22,43 21 Auerbach. 53,15 53,81 48,53 32,19 22 Breslau II. 53,14 51,81 46,52 36,18 23 23 Pinneberg 52,73 49,63 43,06 28,33 . 24 Hannover 52,22 45,93 44,44 36,75 25 Stönigsberg i. Pr.. 52,15 45,25 49,31 36,60 26 Elberfeld 52,05 46,57 51,46 46,47 27 Gotha 51,70 53,18 46,07 38,52 Gegen die Mitte der Regierungszeit Alexander II. konnten sich die Russen noch schmeicheln mit der Hoffnung, den fürchterlichen Uebergang vom Absolutismus zu einer freien Regierung ohne gewaltsame Erschütterungen zu bewerkstelligen... Eine folche Hoffnung ist jetzt nicht mehr angebracht; vielleicht war sie übrigens stets 28 München II 51,69 56,58 52,31 36,50 29 Magdeburg. 51,28 46,42 50,22 40,09 30 Sonneberg 51,12 55,27 41,04 28,41 31 Stuttgart 51,06 42,30 37,21 32 Frankfurt a. M. 50,82 43,68 42,29 Darauf antwortet nun Leroy- Beaulieu: Selbst das alles zugegeben, giebt es ein Ding, das die Russen Unrecht hätten zu übersehen: Die Fortschritte selbst des ungeheuren Reiches, das Auftommen einer Großindustrie und eines Großhandels, die wirthschaftliche Evolution des alten Stußlands werden, indem sie aus dem Schooße der Nation neue Gesellschaftstlaffen erstehen lassen. früher oder später politische Umänderungen hervorrufen. Beiläufig, welch' streng regelrechte geschichts- 20 materialistische Auffassung und Ausdrucksweise bei dem Bourgeois gelehrten da, wo er den Sozialismus nicht zu vernichten braucht! Die heute vertagten Probleme, so fährt derselbe fort, werden sich dem Lande von neuem dringender und drohender aufdrängen. So groß es an territorialem Umfang oder au materieller Macht je sein mag, das autokratische Rußlandwird nicht dem Dilemma entrinnen: Evolution oder Revolution. nur ein Traum..." werden können... 33 16,15 34,08 Dazu käme dann noch als Nr. 38 Solingen, wo Scheidemann 27,42 und Schumacher 23,37 pct., zusammen also 50,79 pct. erhalten haben, das aber durch die bekannten Umstände zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten in der Stichwahl verloren gegangen ist. " Aber Das aber ist die gewaltthätige Sinnesart unserer ist der Mehrheitsgrundsatz löblich und maßgebend für Gesetzgebung und Staatsleitung; die Minorität muß sich fügen. Aber verwandelt sich einmal ihre Mehrheit in eine Minderheit, so soll nicht mehr dasselbe Prinzip bestehen, sondern die Minderheit soll der Diktatur der Mehrheit unterworfen werden. Ein wenig neugierig sind wir auf die Beantwortung der von den B. N. N." an das Zentrum und den gemäßigten Freifinn" gestellten Frage. Ob diese Parteien wohl auch glauben, daß sie durch Wahlrechts- Verschlechterungen den unaufhaltsamen Gang der Geschichte zu hemmen vermöchten?! Ein Interview mit Costa. Aus Rom wird uns vom 16. Juli geschrieben: In der letzten Kammersißung sah ich den sozialistischen Deputirten Costa, der durch das feine Verfolgung ablehnende Kammervotum aus dem Zellengefängniß von Mailand befreit wurde. Andrea Costa ist ein Veteran der revolutionär- sozialistischen Bewegung Italiens. Mit Carlo Cafiero und Enrico Malatesta, dem bekannten Anarchisten, trat er zuerst auf die politische Bühne. Er war im Jahre 1872 auf dem internationalen Kongreß in Rimini und war der erste Sozialist, der als Sozialist in die italienische Kammer gewählt wurde. Ich werde hier durch die Porträtstizze, welche Frau Severine vor einigen Tagen im Pariser Eclair" von ihm entworfen hat, an die stolze und mannhafte Vertheidigungsrede Costa's vor dem Gerichtshof von Paris erinnert, wo er damals, jung und arm, unter der Anklage des Internationalismus stand. Wie begeistert sprach er für die Verbrüderung der Menschheit! " Seitdem hat er sich ans Gefängniß gewöhnt, so daß man ihn den Blanqui taliens nennen konnte. Aber obgleich er einen großen Theil seines Lebens im Gefängniß verbracht hat, sagte er mir doch, daß er an die Vorgänge in Mailand während der drei letzten Aufstandstage mit Grausen dente. Die Brutalität der Polizei war unbeschreiblich. Das Losungswort der Polizisten und Soldaten war: todt! Und man tödtete um ein Schlagt fie Nichts, um eine lebhafte Antwort. Und nachher die Greuel der Gefängnisse, die Angst, der Wahnsinn vieler Gefangenen, die kühle Grausamkeit der militärischen Ankläger es war in der That entsetzlich. 28ie in dem alten Regime Frankreich, so im zarischen Rußland „ besteht das sicherste Mittel, die Revolution zu verhindern, darin, ihr zuvorzukommen auf dem Wege der Initiative seitens der Regierung selber. Reformen von oben oder Revolutionen von unten, fagte Alexander II. im Beginn seiner Regierung. Bei alledem aber giebt Von den 1893 im ersten Wahlgang genommenen Kreisen haben es so tiefgreifende Aenderungen, bei denen man sich mit Angst wir Braunschweig und Breslau I diesmal erst in der Stichwahl be fragt, ob sie friedlich, ohne Unruhen und Revolutionen durchgeführt Hauptet, Mittweida und Kiel aber verloren. Die Liste zeigt vielfach erfreuliche Fortschritte. Die ökonomische Entwickelung und die AufMit seinen zwei Monaten Gefängniß war Costa beinahe Man sieht, Leroy- Beaulien läßt deutlich erkennen, auf welche flärung der Geister werden bewirken, daß dieselbe sich von Wahl zu zufrieden, denn sie geben ihm Gelegenheit, den Klassenkampf Seite des Dilemmas:„ Evolution oder Revolution" Rußland ge- Wahl verlängert. in seiner brutalsten Form, und das Treiben der Polizei und drängt wird. Die Jeremiaden der Wahlrechtsfeinde dauern fort. der Militärbehörden aus nächster Nähe zu studiren. Trotzdem Die reaktionären Mächte Westeuropa's haben an ihrem Theil Statt darüber nachzusinnen, warum die Zahl ihrer Wähler er das volle Bewußtsein seiner Unschuld hatte- und dies dazu beigetragen, den Barismus zu fräftigen, indem sie deſſen diplomatische und militärische Machtstellung außerordentlich gestärkt zusammenschmilzt und warum die Opposition wächst, wünschen allein war es, was ihn aufregte und empörte- hatte er sich haben. Andererseits haben sie die realtionäre Halsstarrigkeit des sie das Mittel, durch das die Unzufriedenheit des Volkes sich doch schon in sein Schicksal ergeben und seine Verurtheilung Barismus auch in direkter Weise gesteigert durch ihre fortwährende Ausdruck verschafft, zu zerbrechen. Es lohnt sich nicht, die als sicher erwartet. Bühlarbeit gegen die politischen Freiheiten. Aber nach dem Zeugniß tagtäglich in ödem Einerlei wiederkehrenden Klagen und Als er in die Freiheit zurückkehrte, traf ihn ein neuer Schmerz: er mußte seine Kollegen Turati und Morgari] zurücklaffen, die zweifelsohne von den Militärgerichten werden Derurtheilt werden. : überhaupt einen Werth von über 364 Millionen Mark, während gekauft und | an die Müller der Umgegend wieder verkauft fie zur Zeit des Bollfrieges( 1893) auf 185 Millionen Mark( um hat. Die Löbauer Kornhaus Genossenschaft ist also weiter 25 pet. weniger als im Jahre vorher) gesunken war!" nichts als eine Getreide- Handelsfirma, die ebenso gut Handels- und Aber es ist wohl möglich, daß sie nicht all zu lange im Damit haben sich die Herren des Agrarierthums selbst wider Spekulationsgeschäfte betreibt wie jeder andere Getreidehändler; nur Gefängniß verbleiben werden, denn die herrschenden Klassen Tegt. mit dem Unterschiede, daß die Getreidehändler nicht mit Staatshaben alle Ursache, die aufgeregten Gemüther, die verletzte geschrieben: Des General Spig unvorsichtige chauvinistische Rede an eigenen Mitteln arbeiten. Vor den Wahlen ereiferte sich ber kon General Spitz und die Polen. Aus Oberschlesien wird uns kredit zu 21/2 pCt., wie die Kornhaus Genossenschaft, sondern mit öffentliche Meinung in etwas zu beruhigen, und so dürfte bie Kriegervereine hat schon jetzt in Oberschlesien viel böses Blut fervative Kandidat im Wahlkreis Löbau, Förster- Spremberg, in die Amnestie wohl nicht zu lange auf sich warten lassen. gemacht, und die polnische Presse wird dafür sorgen, daß diese Rede erster Reihe gegen das ausländische Getreide und seine Freunde von Die militärischen Provokationen lassen so schon die Mailänder bas Gegentheil von dem bewirkt, was sie bewirken sollte. Die der Kornhaus- Genossenschaft unterſtügten in dabei. Aber Herr Bevölkerung nicht zur Ruhe kommen und es gährt im stillen Striegervereine find in Oberschlesien eins der wichtigsten Germani- v. Heldreich, welcher vor der Reichstagswahl gegen die Börse und weiter. Wer fann wissen, ob die unterdrückte Volkswuth nicht firungsmittel. Besonders in den jetzt vergangenen Jahre gegen die Getreidejuben, wie er sich mit Vorliebe ausdrückte, losbon nenem zum Ausbruch kommt? Wer kann es ver- find riesige Anstrengungen gemacht worden, um die pol- donnerte, derselbe Herr v. H. ist es, der als Vorsitzender der Kornhindern? nischen Arbeiter für die Kriegervereine einzufangen und sie haus- Genossenschaft durch den Handel mit ausländischem Getreide da nach und nach zu Deutschen zu machen". Die Mitgliederzahlen auf die einheimischen Getreidepreise einen Drud ausübt. dieser Kriegervereine find auch wirklich sehr groß; wer aber weiß, Die Tabak- und Zigarrenhändler Deutschlands beabsichtigen welcher Druck auf die Arbeiter ausgeübt wird, damit sie bei- nach den Mittheilungen verschiedener Fachblätter dem neuen Reichstreten, und wie widerwillig ein Theil der Mitglieder da mitmacht, tag eine Massen petition zu unterbreiten, in der Protest dawird in betreff der Germanisirung der Bevölkerung durch diese gegen erhoben werden soll, daß, während die BigarrenVereine teine Illusionen hegen. Die Organisation der Krieger- handler gezwungen feien, am Sonntag mit Ausnahme von vereine hat übrigens sehr viel Geld gekostet und kostet noch jetzt wenigen Stunden die Läden zu schließen, in Gast- und Schankfehr viel; darüber, wer es bezahlt, existiren die verschiedensten Verwirthschaften den ganzen Sonntag hindurch ungehindert Tabak fionen; aus Oberschlesien allein stammt es sicher nicht. und Zigarren verkauft werden dürften. # Deutsches Reich. " Die Internationalität des Kapitalismus befindet sich am schlagendsten und würdigsten durch die Internationalität seiner Lügen und Verleumdungen. Die Villa Bebel" prangt in den französischen, belgischen, italienischen Zeitungen und wird sicherlich auch die amerikanischen schmücken. Obgleich fie fest steht am Züricher See, macht sie doch, gleich der Trikolore, die Nunde durch die Welt; aber in Begleitung. Genosse Jaurès, der von Haus aus wohl habend ist, hat sich ein Schloß gekauft, und dieses Schloß wird nun in es ei zunächst in der französischen Presse, auf die es aber nicht lange beschränkt sein wird zusammen mit der„ Villa Bebel" von den biederen frommen, die Augen verdrehenden Bourgeois den von ihnen ausgebeuteten Arbeitern gezeigt: feht, so leben Eure Führer! Von Eurem Schweiß mästen sie sich! Von Euren sauer verdienten Groschen bauen sie sich Villen und Schlösser!" Ach, wenn die Komödie nicht gar zu boshaft und niederträchtig wäre, man müßte über die Dummheit lachen, welche so unsinnig und riesengroß die Dummheit sich einbildet, auf welche sie spekulirt. Halten die Herren Bourgeois denn die Arbeiter für Idioten? Glauben sie, daß die Arbeiter nicht wissen, von wem sie aus gebeutet und unterdrückt werden? Glauben sie, daß die Arbeiter ihre Feinde und Freunde nicht kennen? = presse wird dieses Vorgehen der Regierung gar nicht in den Kram Unserer mit besonderer Vorliebe gegen England Hezzenden Agrarierpaffen.Hamburg, 18. Juli. Das endgiltige Ergebniß der Unterſuchung über die Ursache der Soldaten Ertrantungen in Altona hat festgestellt, daß nicht das Mittagessen sondern die frankungen war. Es ist festgestellt, daß Fleischklöße aus nicht einwandwarme Abendkost am 13. Juli die Veranlassung zu den Erfreiem Fleisch bereitet waren. Die Besserung sämmtlicher Erfrankten schreitet fort. Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozesse. Zu unserem Bericht in Nr. 152 über einen Majestätsbeleidigungs- Prozeß gegen den Maurer Reinide ersucht uns Frau Petersen mitzutheilen, es fei nicht richtig, wie dort geschildert worden ist, daß sie den betreffenden beim Gericht angezeigt habe, fie sei nur als Zengin geladen gewesen.Schweiz. Gebiete Die höheren Wertbeamten, aber auch die sonstigen Reserve- Einen recht vernünftigen Rathschlag an die deutschen, im offiziere, Richter, Staatsanwälte u. dgl. strapazieren sich für die Auslande verbreiteten Exportzeitschriften hat das Reichsamt des AusKriegervereine in einer Weise, die große Zwecke deutlich wärtigen ergehen lassen. Man hatte bemerkt, daß zahlreiche unserer erkennent Täßt. vergeht taum ein Sonntag, ohne Exportzeitschriften durch ganz unnöthige und verlegende Angriffe das daß irgendwo eine Fahnenweihe, Stiftungss, Sommerfest u. dgl. konsumirende Ausland, besonders England, anreizten und dadurch mit großem Klimbim und Geräusch gefeiert wird. Nach dem äußeren den deutschen Export nur schädigten. Deshalb hat das Auswärtige Augenschein zu urtheilen, ist der preußisch deutsche Hurrahpatriotis- Amt die in betracht kommenden Konsulate veranlaßt, den betreffenmus nirgends stärker als in Oberschlesien. den Zeitschriften ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden und zu berichten, Nicht unrichtig bemerkt u. a. der„ Dziennik Slasti", das täglich sobald dieselben solche Artikel bringen. Auch sollen die Exporterscheinende Organ der oberschlesischen Polen, zu dieser Angelegen- firmen auf diese Dinge hingewiesen werden, damit sie ihren Einheit: Nicht genug, daß die Herren über den Arbeiter in der Arbeit fluß verwenden, um unfluge Angriffe gegen das Ausland zu verfommandiren, sie bemühen sich, ihn auch nach der Arbeit unter hindern. ihrer Aufsicht zu haben. Je mehr fie sich darum bemühen, desto weniger Gelegenheit haben die Arbeiter zur Erwägung ihrer Lage, zur Verbindung mit ihren Kameraden, um bessere ArbeitsGlauben fie, daß die französischen Arbeiter, die seit Jahren verhältnisse, beffere Verdienste, bessere Invalidenversorgung und dersehen, wie Jaurès, weil er die Rechte der Arbeiter verficht, aufs gleichen herbeizuführen. Es handelt sich bei den Unternehmern schmählichste verlästert und verfolgt wird, ihm den Rücken Sarum, die Arbeiter einzuschläfern, so daß sie nicht zum Bewußtsein fehren, weil er, der dem Proletariat sein Leben gewidmet hat, ihrer Lage kommen. Deshalb behaupten wir: Weil sich nicht als Profetarier geboren ist? Glauben sie, daß die deutschen gewisse Leute in den Kriegervereinen bemühen, voltsfeindliche, Arbeiter, an deren Spize, in deren Mitte, Bebel seit länger als gegen die polnische Bevölkerung polnische Bevölkerung gerichtete Politik hineindreißig Jahren kämpft, ihren Vorfämpfer, der seinen Opfermuth und zutragen, deshalb trete jeder aus ihnen aus, feine Selbstlosigkeit durch sein ganzes Leben so glänzend bewiesen, soweit er das thun kann, ohne sich großen Schaden zuzuziehen. und manches Jahr seines Lebens für die Sache der Arbeiter im Ge- Jeder möge seiner Fachorganisation beitreten." fängniß hat zubringen müssen glauben fie, daß die deutschen Wir zweifeln nicht, daß die einflußreiche polnische Preffe mit Arbeiter es glauben, Bebel sei ein Ausbeuter und Bourgeois ge- diefer Erklärung große Wirkungen erzeugen wird. Schon jetzt beworden? Glauben fie, es gebe auch nur einen deutschen Arbeiter, dauern einige der Macher in den Kriegervereinen, daß General Spitz der, wenn ihm erzählt wird, Bebel bereichere sich auf Kosten der ihnen durch seine Unflugheit ihre patriotische Arbeit gewaltig er Arbeiter, nicht entrüstet ausruft: Das ist gelogen!, und der schwert hat. sich nicht aufrichtig freute, daß Bebel zwar nicht reich, aber doch wirthschaftlich unabhängig ist? Preußische Bahnzustände. Aus großer Lebensgefahr sind, Zürich, 15. Juli.( Eig. Ber.) Der Züricher RegierungsIn diesem Appell an die niedersten Triebe und Leidenschaften wie erst jetzt bekannt wird, am vorigen Montag die Passagiere des des Menschen und andere kennt diese Söldnerbrut des Kapita- 8 1hr 12 Min. morgens von Cranz abgehenden Personenzuges rath Locher veröffentlicht im Winterthurer Landboten" einen befisnus ja nicht, die alles nach sich selber beurtheilt tommt auch durch die Geistesgegenwart des Lokomotivführers gerettet worden. merkenswerthen Artikel über die Frage des internationalen die krasse Unwissenheit der Sippe zum Ausdruck, die von dem Dieselbe war statt nach dem Durchfahrtsgeleis nach dem Ladegeleise gierung den Bundesrath darauf aufmerksam gemacht hat, daß gemäß Als der Zug nach Station Mollehnen tam, lag die Weiche falsch. Arbeiterschußes, in dem er mittheilt, daß die Züricher ReWesen des Sozialismus feine Ahnung hat. Die Herren find offenbar der Ansicht, die Sozialisten wollten die Gleichheit gestellt, auf welchem sich eine größere Anzahl Güterwagen befand. Der Gruppen- und Klasseneintheilung für die Weltausstellung der Menschen im Elend, und sie verlangten, daß jeder, bem weichenstellung und es glückte ihm, den Zug noch rechtzeitig zum Nationalökonomie, der Hygiene und der öffentlichen Wohlfahrt zur der Menschen im Elend, und sie verlangten, daß jeder, dem Im letzten Augenblick entdeckte der Lokomotivführer die falsche in Paris im Jahre 1900 in Gruppe XVI Gegenstände der es heute noch verhältnißmäßig gut geht, fich freiwillig zum Prole. Stehen zu bringen. Wäre der in voller Fahrt befindliche Bug auf Darstellung gebracht werden sollen und daß es daher als sehr tarier mache. Als ob dadurch das Elend der anderen irgend ge- das Labegeleis gekommen und auf die Güterwagen aufgefahren, wünschenswerth zu betrachten wäre, wenn insbesondere das umfangmildert werden könnte! Wir Sozialisten wollen Gerechtigkeit, aber wir sind keine Neidhammel; Neid und Mißgunst sind Eigenschaften so wäre das Unglück bei dem stark besetzten Zuge ein unberechen- reiche Gebiet des schweizerischen Arbeiterschutzes zur Ausstellung geder kapitalistischen Welt. bares gewesen. Es langen würde. dürfte dies hauptsächlich", erklärte die Bur fraglichen Zeit auf der Station Mollehnen war als Regierung,„ angezeigt sein in Hinsicht auf Wir wünschen, daß es jedem wohl ergehe, und je mehr auf weitere die BeMenschen es heute schon wohl ergeht, desto lieber ist es uns. Und diensthabender Stationsbeamter" die Ehefrau strebungen zur Ausdehnung desselben des Haltestellenwärters anwesend. ist ein Genosse von Haus aus wohlhabend oder ist es ihm durch hatte auf einer anderen Station Dienst. Die Station Mollehnen unsere Konkurrenten ohne oder ohne irgend welche nennens Ihr Ehemann und namentlich auch ausländische Staaten. Die bis dahin seine Tüchtigkeit und seine Arbeit*) gelungen, zu Wohlstand zu ge- wurde früher von einem Vorsteher und einem Affiftenten verwaltet. werthen Einschränkungen waren." Der Regierungsrath ersuchte langen, so freuen wir uns und bedauern nur, daß solcher Genossen Heute hat Wollehnen einen viel stärkeren Verkehr und doch hat man deshalb den Bundesrath, das Zustandekommen einer derartigen nicht mehr sind. Wir hassen den Ausbeuter; und wenn die diese Station zu einer Haltestelle mit nur einem Haltestellenwärter Ausstellungsabtheilung durch die geeignet scheinenden Schritte thundie Genossen Bebel und Jaurès seien Auch- Ausbeuter, so haben gemacht, der noch ab und zu auf einer anderen Stelle Dienſt thun lichst zu unterstützen und fügte diesem Ansuchen die Bitte bei, bei die Arbeiter für solch' albernen Schwindel nur das Lächeln der muß. Während seiner Abwesenheit liegt seine Vertretung in den den Behörden der französischen Republik Schritte zu thun, daß anBerachtung. Händen seiner Ehefrau, die aber zugleich noch die Postagentur läßlich der Weltausstellung im Jahre 1900 die Abhaltung Wenn wir aber der Sache überhaupt erwähnt haben, so geschah zu verwalten, mehrere kleine Kinder zu beaufsichtigen und dazu das eines internationalen Kongresses für Arbeiter schutz in Aussicht genommen werde, indem eine solche internationale es nicht, um einen Bebel und Jaurès zu vertheidigen oder zu entfen für die Familie zu besorgen hat. schuldigen, sondern um die Dummheit und Niederkracht der Urheber sich wirklich nicht zu wundern. Wie lange soll es noch dauern, daß schutes wieder etwas aus dem Stillstande herauszubringen, in Wenn unter solchen Umständen ein Unglüd passirt, braucht man Tagung unzweifelhaft dazu beitragen würde, das Werk des Arbeiterdiefer Lügenkampagne vor dem Forum des öffentlichen Anstandes bie spareifrige Eisenbahn- Verwaltung auch nur derartige allergröbste welchen es gerathen sei und die Anhandnahme bezüglicher und vor der gesammten Arbeiterwelt zu brandmarten. Mißstände aus der Welt schafft! gefeggeberischer Reformen zu fördern. Der Bundesrath hat Russische Repreffivmaßregeln. Die„ Nordd. Allg. 3tg." theilt aber beide Anregungen abgelehnt. Für eine mit, es sei" zum mindeſten verfrüht", wenn gemeldet werde, der„ Hezblatt", sondern ein gut staatstreues" Organ, die Deutsche Raum. Sodann habe die Sache auch eine große finanzielle Trag Wohnungsmisère in Oftelbien. Nicht ein sozialdemokratisches Ausstellung im Sinne des Vorschlages fehle in Paris der russische Finanzminister habe bereits gewisse Grenzmaßregeln gegen Deutschland zur Anwendung gelangen lassen. Ge Verkehrs- Zeitung", entwirft folgende Schilderung von den Wohnungs- weite, da die gewerbe- hygienischen Sammlungen des Fabritbestätigt sich aber, daß man sich in Rußland über die von den verhältnissen in den junterlichen Gefilden: inspektorats, die am Polytechnikum zugleich Lehrzweden dienen, auspreußischen Behörden erlassenen Verfügungen bezüglich der unterbeamten des platten Landes herrschenden Wohnungsstellungen des Arbeiterschutzes finden nur geringe Beachtung. Die angestellten Erhebungen über den Umfang der unter den gestellt werden müßten; denn bloße Drudsachen und graphische DarArt und Weise des Gänsetransports beschwert fühlt und gewisse Repressivmaßregeln in Aussicht genommen hat. In noth zeigten nur zu deutlich, daß Abhilfe dringend nothwendig ueberdies sei das Ausland über den schweizerischen Arbeiterschutz dessen schweben über diese Angelegenheit noch Verhandlungen, und war. In den kleinen Landorten des Ostens ist der Mangel nicht genügend unterrichtet. Was die Abhaltung eines internationalen es sei nicht ausgeschlossen, daß diese ein beiderseitig befriedigendes Wohnungen vielfach so groß, daß die im Landbestelldienste be- fich für die Schweiz aus allgemeinen politischen Gründen kaum an ausreichenden, sondern überhaupt an vermiethbaren bearbeiterschutz- Rongreſſes betreffe, fe meine ben en rather taun Ergebniß haben werden. schäftigten Unterbeamten in vielen Fällen am Amtsorte tein Ueber die Wahlen zum preußischen Abgeordnetenhause Untert om men finden, vielmehr in Entfernungen von 3, 4 und 5, nachdem sie bei Einberufung des lezten den Vortritt empfehlen dürfte, bei Frankreich eine solche Anregung zu machen, führt der Berliner Korrespondent der Frankfurter Zeitung" aus, ja in einzelnen Fällen von 6 Kilometern Wohnung nehmen müssen. Deutschland habe überlassen müssen. Wenn die Zeit daß die Wahlbewegung vermuthlich ziemlich flau bleiben werde, da Die gleiche Wohnungsnoth liegt häufig da vor, wo die Poſtanſtalten gekommen ist, wird es unserem Lande besser anstehen, die Inidie Regierung leine besondere Wahlparole habe und ein Haus von wegen des Anschlusses der Landpostfurse an die Eisenbahn auf tiative aur Abhaltung eines bei uns tagenden ähnlich günstiger Zusammenfegung erwarten dürfe wie das vorige isolirten Bahnhöfen haben untergebracht werden müssen. Auf diese songreffes zu ergreifen und selbst als einlabender gewefen. Mit recht weist der Korrespondent darauf hin, wie Weise wird den Unterbeamten neben der durch den Dienst bedingten Staat aufzutreten. gefährlich es sein würde, wenn die Bevölkerung sich dieser Wahl Marschleistung eine so erhebliche todte Begeleistung aufgegenüber unthätig und gleichgiltig zeigen wollte l erlegt, daß ile beranstrengung eintritt und die dienstliche Frankreich. „ Es wird nothwendig sein, die Wähler daran zu erinnern, daß Verwendbarkeit darunter leidet. Im weiteren fällt ins Gewicht Der sozialistische Deputirte für die franzöfifche No. innerhalb der nächsten 5 Jahre Personalveränderungen und auch der überaus mangelhafte Zustand der ländlichen lonie Guadeloupe ist ein Vollblut- Neger. Er ist auf Kurswechsel innerhalb der Regierung nicht mur möglich, sondern Wohnungen, zumal im Osten, wo tleine und niedrige das sozialistische Parteiprogramm hin gewählt und trägt, nach Negersehr wahrscheinlich sind, und daß nicht so sanft(?) fortgewurstelt Räume von noch nicht 2 Meter Höhe, Lehmfußböden, art, einen volltönenden lateinischen Namen und zwar, in seltsamen wird, wie bisher. Es fann ein Kultusminister fommen, der den schlechte Defen, gemeinschaftliche Schlafräume Kontrast mit seinem Glaubensbekenntniß, den Namen Legitimus. Ehrgeiz hat, ein Schulgeseß durchzubringen, und es kann ein für beide Geschlechter u. f. w. nur zu häufig sind, und das Wohnen Wie Genosse Lavique uns aus Bordeaux schreibt, ist Legitimus Ministerpräsident und ein Minister des Junern kommen, die geschickter in diesen Räumen nicht nur die Gesundheit; sondern auch die Sitt am 14. Juli dort mit dem Paquetboot angekommen und hat sich und mit mehr Energie auf dem Wege eines Vereinsgefeges lichkeit der Familienglieder ernstlich gefährden. Es find Fälle be- sofort den Genossen vorgestellt. Er ist organisirter Genosse der mit Benugung freitonservativer Antendements die Handhabe zur fannt geworden, in denen Unterbeamten mangels besserer Unterkunft Parti Ouvrier und der erste Neger, der in Europa das Mandat eines fog. Um sturz betämpfung in Preußen zu erlangen suchen, sich mit Wohnungen begnügen mußten, deren mangelhafter Zustand Abgeordneten innehat. Mulatten, also Mischlinge, waren allerdings die der Reichstag versagt. Diese Gefahr liegt fogar sehr ieder Beschreibung pottet. Am traurigsten sind die Woh- schon früher in der französischen Kanimer. nahe, auch wenn kein Bersonenwechsel erfolgt. Es ist doch im mungsverhältnisse in den fleinen Ortschaften der ehemals polnischen höchsten Grade wahrscheinlich, daß die Bekämpfung der Sozial- Landestheile. Beispielsweise wurde im Jahre 1895 im Bromberger nommene Nachricht des Wolffschen Telegraphen- Bureau's über eine Paris, 17. Juli.( Eig. Ber.) Die der Generalstabspresse entdemokratie, die neuerdings auf dem Verivaltungswege versucht wird, Ober- Postdirektions- Bezirke eine Reihe von Fällen ermittelt, in in Preußen auch zu einem gefeßzgeberischen Versuche führen wird, denen Familien von 6 bis 8 Köpfen, darunter erwachsene it unwahr.( 23ir konnten dies bereits früher feststellen. D. Ned.) Spaltung" in der sozialistischen sammerfrattion und dann wieder zu einem, der nicht die Sozialdemokratie Kinder beiderlei Geschlechts, zum Wohnen, Kochen Die Spaltung" reduzirt sich auf eine augenblickliche Verallein, sondern die politische Freiheit im allgemeinen und Schlafen einen einzigen Raum von 15 bis bedroht. Es wäre geradezu auffällig, wenn bei der jetzt herrschenden 20 Quadratmeter Grundfläche zur Verfügung hatten. Stimmung der 14 sozialistischen Abgeordneten, die in der Sigung Stimmung in den maßgebenden Kreisen dieser Versuch nicht gemacht Nicht besser liegen die Verhältnisse im Ober- Postdirektions- Bezirke ftimmt hatten und deshalb von der Petite République in allervom 12. Juli für die Vertagung der Interpellation Fournière gePosen, wo ebenfalls festgestellt wurde, daß zahlreiche Unterbeamten Es erfolgte dings herben Worten getaoelt worden waren. Die Handelsverträge, namentlich der deutsch russische, find Familien an kleinen Landorten auf einen einzigen Raum angewiesen nun eine Auseinandersetzung zwischen unserem Pariser Barteiblatt ben Konservativen sehr verhaßt. Stets heißt es in der agrarischen sind. Aber auch in den Bezirken Oppeln, Stettin, Köslin, Frankfurt und den 14 Abgeordneten, welche aber frieblich beigelegt wurde, Bresse, diese Verträge haben der Industrie nichts genügt, und mit( Oder), Potsdam und insbesondere Gumbinnen, Königsberg und und den 14 Abgeordneten, welche aber friedlich beigelegt wurde, indem die Petite République" in der nächsten Nummer ihren Tadel formell zurücknahm. Das ist alles. Im übrigen muß noch gesagt dieser selben Behauptung suchte man im verflossenen Wahlkampf zu Danzig bestehen gleiche oder ähnliche Mißstände." frebsen. Jetzt schreibt aber die Kreuz- Beitung" in einer Betrachtung Agrarische Agitation und agrarische Thaten. Amerikanisches werden, daß die verschiedenartige Abstimmung der sozialistischen Abgeordüber die Entwickelung des deutschen und englischen Handels also: Korn bei uns einzuführen und zu verhandeln ist bekanntlich nach neten ein Erbstück der alten Kammerfraktion ist. Kann auch dieser Mißstand „ Am erfreulichsten entwickelte sich unser Handel mit Rußland. dem agrarischen Katechismus eine Art Todsünde. Da ist ganz inter nicht beseitigt werden, ehe der französische Sozialismus organisatorisch Während England noch im Jahre 1893 dorthin an Eisen und essant, was über die Geschäfte der Kornhaus Genossen geeinigt ist, so kann es doch nicht zu Spaltungen, d. h. zu Maschinen 161 413 Tonnen geliefert hatte, sant sein Absatz schon schaft zu Löbau in Sachsen bekannt wird. Diese von Vollblut- formellen Ausscheidungen aus der Fraktion führen, so lange die im folgenden Jahre auf 138 518, während der unsrige zu derselben Agrariern geleitete Genossenschaft mußte sich schon vor einiger Zeit Fraktionsmitglieder nicht zu einem einheitlichen Verhalten verZeit in denselben Artikeln von 50 588 auf 156 800 Tonnen stieg. den Vorwurf machen lassen, daß sie amerikanischen Roggen ein- und pflichtet sind. Und zwar gilt diese" Unabhängigkeit" der einUnsere Gesammtausfuhr nach Rußland erreichte im Jahre 1896 verkauft habe. Damals mac, te man die Ausrede, der Direktor der zelnen Abgeordneten nicht nur für die Dreyfus- Frage. Genossenschaft habe privatim ohne Wissen des Vorstandes gehandelt. Sachlich haben sich zum Urtheil der" Petite Rép." über das *) und sicher nicht durch die Parteidiäten. Diese Diäten, von Jegt erfährt aber der Oberlaus. Voltsbote", daß die Kornhaus Verhalten der 14 Abgeordneten angeschlossen das Liller Organ denen Bebel sich bereichert haben soll, sind erstens sehr färglich, und Genossenschaft vor zwei bis drei Wochen zwei bis drei Wochen wieder amerikani- der guesdistischen Arbeiterpartei, der Révail du Nord" und das zweitens hat Bebel auf diese Diäten verzichtet. sches Getreide, und alvar diesmal amerikanischen Weizen sozialistische Organ in Lyon, der Peuple". Daß das Pariser würde." nur " Wochenblatt der allemanistischen sozialistisch- revolutionären Arbeiterpartei, der Parti Ouvrier" noch viel schärfer als die„ Petite République" die 14 Abgeordneten tabelt, ist selbstverständlich. Der Parti Ouvrier" steht in der Dreyfus- Frage durchaus auf dem Standpunkte des Genossen Jaurès. Partei- Nachrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Bodenbid, Getreide- Arbeiter, Hamburg, Stabe, Schiffsmaler, Hamburg, Evers, Mauerfteinarbeiter, Hamburg, schildern die Zustände in ihrem Beruf. Es geht daraus hervor, daß auch - Drei sozialdemokratische Sünder sind in diesen in diesen Berufen die Arbeitszeit dringend einer Regelung bedarf. Tagen der preußisch- deutschen Freiheit wiedergegeben worden. Hoffmann, Vertreter der Seeleute: Wir begrüßen es mit Die allemanistische Partei- Organisation von In Lübeck verließ am Sonntag der Genosse ein das Freuden, daß die Hafenarbeiter auf eine Berkürzung der Arbeitszeit Paris hat soeben, dem wiederholten Rufe von Jaurès folgend, be- dortige Gefängniß, nachdem er 1/2 Jahr und 3 Wochen Kaffeebohnen dringen wollen. Dieselbe wird auch den Seeleuten zu gute kommen. fchloffen, eine große Boltsversammlung aur Be gelesen und Werg gezupft hat, wie es in Republiken für sündiges Dann sind wir vorstellig geworden beim Fabrikinspektor. Es wurde Beck Mannheim: Bis 1894 hatten wir 16stündige Arbeitszeit. sprechung der Dreyfusfrage und des diktatori Schreibvolt sich geziemt. fchen Auftretens des Generalstabes einzuberufen. Am Montag öffneten sich die Pforten des Gefängnisses zu infolge dessen die Arbeitszeit für den Sommer auf 10 und für den Neben allemanistischen Rednern und anderen Anhängern der Revision Gommern für den Genossen Görlig, der wegen Beleidigung Winter auf 9 Stunden festgesetzt. Eine Petition der Arbeitgeber des Dreyfus- Prozesses, wie Jaurès und Clemenceau, sollen auch des Oberbürgermeisters zu Magdeburg 8 Monate dort fizzen mußte. dagegen ist noch unerledigt. fozialistische oder halbsozialistische Gegner der Revision, wie Mille- Aus dem 3 widauer Gefängniß wurde am 16. Juli der rand und Mirman, als Redner eingeladen werden. bes Crimmitschauer Feuerwehr Kommandanten sechs Wochen GeGenosse Goldstein entlassen. Dieser hatte wegen Beleidigung fängniß erhalten. " Hoffen wir, daß die Genannten durch die Haft teinen schweren Schaden an ihrer Gesundheit erlitten haben, damit sie den Kampf für das Proletariat von neuem wieder aufzunehmen vermögen. Genosse Adler, Redakteur des Haarburger Voltsblattes", wurde wegen zwei Privatbeleidigungen zu 100 beztv. 150 W. verurtheilt. Der Amtsanwalt hatte zwei bezw. drei Wochen Gefängniß beantragt. Die Generalstabspresse führt mit der üblichen Frechheit eine Kampagne für die Massenverhaftung der Agenten des Verraths- Syndikates" und die Freilassung des Schüßlings des Generalstabes, Esterhazy. Es steht nun fest, daß Esterhazy's VerHaftung vom Untersuchungsrichter Bertulus förmlich erzwungen werden mußte. Cavaignac rächte sich dafür am Untersuchungsrichter, indem er eine ganz beispiellose offiziöse Note veröffentlichen ließ, um zu erklären, daß der Untersuchungsrichter„ auf eigene Initiative" gehandelt hätte. Wer die Abhängigkeit der französischen Juſtiz von dem Juſtizminister kennt, weiß, daß eine eigene Initiative" in einer solchen Haupt- und Staatsaktion ganz undenkbar ist, daß der Untersuchungsrichter un bedingt die Zustimmung des Justizministers, mit dem er offiziell durch die Redakteur der Sächsischen Arbeiter- Beitung", Genosse Fischer, vom -Wegen Beleidigung eines Fabrikanten wurde der Vermittelung des Generalprokurators verkehrt, hatte erlangen müssen. Schöffengericht in Zittau zu 100 Mark Geldstrafe verurtheilt. Aber Cavaignac wollte von sich jeden Verdacht ablenken, für den Die Beleidigung soll in einer Nummer des„ Armen Teufel", eine Aft der Gerechtigkeit und Gefeßlichkeit mit verantwortlich zu sein. Wahlzeitung, die während der Wahlbewegung im Zittauer Kreise Der feige Justizminister ließ den Streich Cavaignac's geschehen herausgegeben und von Fischer redigirt wurde, begangen sein. und so wurde jene offiziöse Note das Signal zu einer niederträchtigen Verleumdungs- und Beschimpfungskampagne gegen Bertulus. Wird dieser ausharren? " Kunze Bremerhaven: Bei uns ist die Arbeitszeit durchaus ungeregelt. Es find 48, ja 72 Stunden keine Seltenheit. Drescher Magdeburg und Schlüter Kiel führen aus, in ihrer Heimath sei es verhältnißmäßig besser bestellt, als z. B. in Hamburg. Aber Mißstände seien auch noch sehr viele vorhanden. Eine gute Organisation werde die beste Abhilfe schaffen, denn auf gefegliche Regelung sei sobald nicht zu hoffen. 9 Lihr Hamburg, Vertreter der Baggerer, schildert eingehend die Zustände in seinem Berufe. Die Nachtarbeit tomme in den Staatsbaggerei Betrieben nur zum theil vor. In den Privatbetrieben herrsche die Akkordarbeit und oft werde 15 bis 18 Stunden gearbeitet. Sotags brauche in diesen Betrieben niemand zu arbeiten; geschehe dieses doch, dann sei es Schuld der Arbeiter. 0 Jünger Hamburg, Vertreter der Schauerleute, führt aus, er vermisse in der bisher geführten Debatte positive Vorschläge. Energisch müsse gegen die Mißstände vorgegangen werden. Redner stellt zu der Resolution folgendes Amendement: " Der Kongreß ersucht die diesjährige Generalversammlung, den Zentralvorstand bezw. die zu wählende Agitationskommission mit Ser Sammlung von Material betreffs der übermäßigen Arbeitszeit in Hafenarbeiter- Betrieben Verkürzung bezw. Beseitigung und Sonntagsarbeit auf gesetzlichem Wege herbeizuführen." Der erste Bräfettenwechſet, der im geftrigen Ministerrath Zweiter Kongreß der Hafenarbeiter, Binnenschiffer, Flößer, i ben Safenarbeiter. Betrieben zu beauftragen, um eine Berfiraung warten! und Das Mailänder Kriegsgericht hat zwei weitere ungeheuerliche Urtheile gefällt. Ein Arbeiter, der einige Steine nach Polizisten geworfen, wurde mit zwölf Jahren Gefängniß bestraft. Für den Ruf: Es lebe der Sozialismus! Es lebe die Republik! erhielt eine Frau drei Jahre Gefängniß. Spanien. -Flußmaschinisten und anderer am Wasser beschäftigen Personen Deutschlands. Hamburg, 17. Juli 1898. 9 Ahrens Stettin führt aus, daß die Nachtarbeit in seinem Heimathshafen nicht so umfangreich sei wie in Hamburg. Sonntagsarbeit komme nur in Nothfällen vor. # D der beschlossen wurde, ist beinahe ebenso schüchtern, wie alle bisherigen Handlungen Brisson's, wenn man bedenkt, daß in diesem Punkte Cavaignac und der Generalstab nichts dreinzureden haben. Unter den 87 Präfekten sind nur 12 ausrangirt worden und weitere 25 haben blos den Ort ihrer reaktionären Thätigkeit gewechselt. Nicht einmal die Meher Bremen hebt hervor, daß auf den Hansa- Dampfern schlimmsten Handlanger der Meline'schen Ordnungskoalition sind Der Kongreß wurde um 31 Uhr nachmittags in Eschte's eine überaus lange Arbeitszeit vorherrschend sei. Bis zu 48 Stunden sämmtlich entlassen worden. Um der Unzufriedenheit der Links- Gesellschaftshaus eröffnet. Der Kongreßsaal ist reich geschmidt mit werde dort in einer Tour gearbeitet. Sehr schlimm sehe es auf den radikalen die Spize abzubrechen, läßt jedoch die Regierung einen Fahnen, Bannern, Emblemen u. s. w. Der Einberufer Landahl- Leichterfahrzeugen des Bremer Lloyd aus. Diese Leute seien total zweiten Präfektenwechsel ankündigen, der nach Abschluß der Departe- Hamburg heißt die von Nah und Fern erschienenen Delegirten herzlich abgeſtumpft und daher nicht für die Organisation zu gewinnen. Der mental- Wahlen( am 31. Juli und 7. August) stattfinden soll. Ab- willkommen und weist auf die reichhaltige Tagesordnung hin. Der Lohn betrage für die Schuppenarbeiter pro Tag 3,30 M., während erste Stongreß habe im Jahre 1890 in Kiel stattgefunden, dessen die Gelegenheitsarbeiter 40 Pf. pro Stunde erhalten. Paris, 17. Juli. Im Auftrage des Untersuchungsrichters Fabre rufen, während der jetzige Kongreß sich mit dem Ausbau derHauptaufgabe es gewesen sei, die jeßige Organisation ins Leben zu Um 6 Uhr wird die Sigung auf Montag vertagt. beschlagnahmte bie Polizei bei einem gewissen Ducasse, einem felben und mit den sozialpolitischen Gesezen, soweit sie Hamburg, den 18. Juli 1898. Freunde Picquart's, zahlreiche Papiere. Fabre vermuthet, für den Hafenarbeiter- Beruf in betracht tommen, Bicquart habe bei Ducasse Schriftstücke, welche die Dreyfus- Sache faffen werde. be: 8 weiter Verhandlungstag.( Vormittagssigung.) Bei der Agitationskommission haben sich die Angelegenheit der verschleierten Dame" betreffen, bis jetzt 29 Delegirte gemeldet, die mit 31 Mandaten ausgerüstet lifte wird wie folgt festgestellt: Anwesend find 29 Delegirte. Davon fich Kellermann eröffnet um 8 Uhr die Sibung. Die Präsenzhinterlegt. find. Als Vertreter der Generalfommission der Gewerkschaften vertreten 14 Delegirte 12 Arbeiterkategorien aus Hamburg. Bremer Paris, 18. Juli. Brisson hatte gestern umfassende Maß- Deutschlands ist deren Vorsitzender C. Legien erschienen. Das haven und Altona sind durch je 2 Delegirte, Lübeck, Rostock, Stettin, regeln zum Schutz der zum Zola Prozeß in Versailles vor- Hamburger Gewerkschaftskartell vertritt Kretschmer, der Vor- Harburg, Geesteminde, Bremen, Kiel, Magdeburg, Mannheim, geladenen Beugen getroffen. Brisson hatte den Polizeipräfekten zu sigende der Kartellkommission; der Verband der Seeleute ist ver- Ludwigshafen und Flensburg durch je 1 Delegirten vertreten. Vou sich gerufen und ihn persönlich für etwaige Kundgebungen gegen treten durch Hoffmann- Hamburg und Büsching- Bremer Hamburg find unvertreten die Kesselreiniger Hamburgs. Zola und dessen Freunde verantwortlich gemacht. haven. Die sozialdemokratische Fraktion des deutschen Reichstages Zum ersten Punkt der Tagesordnung, Verkürzung der Arbeitszeit, Paris, 18. Juli. Trarieur richtete einen Brief an den hat die Abgeordneten H. Moltenbuhr und W. Megger zu sprechen noch Johannsen Flensburg, Schleef, Ewerführerden Verhandlungen belegirt. " Intransigeant", in dem er fortfährt, gegen die Verfolgung des Delegirten werden per Afflamation gewählt zu Vorsitzenden des ange, Kohlenarbeiter- Hamburg, Steen- Altona, Döring Auf Vorschlag aus den Reihen der Hamburg, Krägenau, Maschinisten- Hamburg, Evers Rostod, Oberst Picquart zu protestiren. Er versichert, es sei juristisch unmög- Kongresses: Kellermann- Hamburg und 2 andahl- Hamburg. Hamburg. lich, daß Picquart, der bereits zu schlichtem Abschied verurtheilt Dieselben ergänzen ihre gestrigen Ausführungen. ist, wegen derselben Handlung nochmals einem gerichtlichen Wer gesetzt: 1. Regelung der Arbeitszeit, sowie Sonntags und Nacht absolut ungeregelt. Sehr häufig geht es Nacht und Tag hindurch. Die Tagesordnung des Kongresses wird folgendermaßen fest- Bedey- Harburg: Die Arbeitszeit der Schauerleute ist bei uns fahren unterworfen werde, dessen Ergebniß sicherlich eine Straf arbeit in den verschiedenen Berufen. Referent: eineder Die Speicherarbeiter haben eine von 9 Uhr morgens bis 6 Uhr verschärfung, vielleicht sogar Ausstoßung aus dem Heere sein werde. Hamburg. 2. Einführung staatlicher Hafeninspektoren durch das abends gehende Arbeitszeit. Die Arbeitszeit der Kastenſchutenschiffer Italien. Reich. 3. Das Unfallversicherungs- Gesez. 4. Das Gewerbegericht. ist eine sehr lange und durchaus ungeregelte. Rehl Hamburg, 5. Die Arbeitsvermittelung. 6. Organfrage. Vertreter der Binnenschiffer Deutschlands: Die Lage Bum ersten Bunkt führt eine der Hamburg folgendes aus: Binnenschiffer ist eine überaus traurige. Die Arbeitszeit ist eine Es giebt wohl faum eine Berufsorganisation, die nicht darauf durchaus ungeregelte. Es muß gearbeitet werden, wie das die Verbedacht ist, die Arbeitszeit zu verringern. Die Nachtarbeit ist in allen hättnisse gerade so mit sich bringen. Es ist jetzt eine Organisation Hafenarbeiterbetrieben gang und gäbe. Redner erörtert hierauf den unter den Binnenschiffern gegründet, die Hoffentlich bald eine bon der Senatskommission zur Prüfung der Arbeitsverhältnisse im Besserung schaffen wird. Heitmann Lübeck: Aus den AusHafen veröffentlichten Bericht und weist zahlenmäßig nach, wie viel führungen des Referenten und der übrigen Delegirten geht hervor, Nachtarbeit und Ueberstundenarbeit geleistet werden müssen. Daß daß die Verhältnisse bezüglich der Arbeitszeit in den größeren Häfen Die Diktatur der rohen Gewalt, das Schreckens- hierdurch die physische Kraft der Arbeiter frühzeitig zu grunde geht, recht traurige und in den kleineren beffere sind. Was in bezug auf die regiment herrscht jetzt in Spanien wie in Italien. Die Verfassung liegt klar auf der Hand. Von einem wahren Familienleben kann kleinen Häfen gesagt ist, trifft auch im großen und ganzen auf Lübeck ist aufgehoben, was ein anderes Wort ist für Staatsstreich, die unter diesen Umständen keine Rede sein. Eine große Firma ver- zu. Mißstände existiren auch bei uns, jaber sie sind nicht so groß wackelnde Monarchie stützt sich auf die Armee als lezte Stüße, langte von ihren Arbeitern, die bereits 36 Stunden hintereinander wie z. B. in Hamburg. Drescher- Magdeburg: Man soll nicht glauben, und diese letzte Stüße ist selber wadelich, und an die auf dem Wasser gearbeitet hatten, daß sie noch weitere daß bei uns feine Mißstände existiren. Ganz ist die Sonntagsarbeit noch Stelle der Gesetze und der Justiz ist der Säbel ge- zwölf Stunden thätig sein sollten. Im Jahr 1895 mußten nicht abgeschafft. Damit ist die Rednerliste erschöpft. Die Resolution treten und das Standrecht. Zunächst richtet die Angstwuth der die Hafenarbeiter insgesammt 57 764 Nächte und 1200 8431/4 eineder wird mit dem Amendement Jünger einstimmig angenommen. Machthaber sich gegen die sozialistische Partei, obgleich diese in Ueberstunden arbeiten, im Jahre 1896 wurden 59 6091/2 Bum zweiten Punkt der Tagesordnung: Einführung Spanien, wie unseren Lesern bekannt, in den politischen Kämpfen Nächte 1176 9911/2 Ueberstunden gearbeitet. Man dürfe jedoch staatlicher Hafeninspektoren durch das Reich, stricht zwischen der Regierung und den bürgerlichen Parteien so wenig nicht glauben, daß es im Jahre 1896 besser geworden sei, sellermann Hamburg: Ueber diese Frage ist wohl nicht lange hervorgetreten ist, daß sie von republikanischer Seite wiederholt der denn während des Streites hätten die Betriebe geruht, und hierdurch zu diskutiren. Die Anstellung von Hafeninspektoren würde uns Sympathien für die Regierung angeklagt ward. Ueber die Vorgänge resultire der scheinbare Rückgang in der Ueberstundenarbeit. In allen zu gute kommen. Wir haben von Hamburg aus schon 1894. in Spanien erfahren wir nur wenig der telegraphische Ber- einer großen Speicherfirma müßten die Arbeiter die Nacht zum an den Reichskanzler die Bitte gerichtet, Hafeninspektoren von Reichs tehr wird überwacht und von den Behörden alles gethan, um Sonntag durcharbeiten. Eingehend bespricht Redner die in den wegen anzustellen. So höflich unser Schreiben gehalten war, wir feine Nachrichten ins Ausland gelangen zu lassen. So erhalten einzelnen Betrieben vorkommende Nacht- und Ueberstundenarbeit. haben nicht einmal Antwort erhalten. Später erfundigte fich der wir wahrheitsgetreue Schilderungen und Nachrichten hauptsächlich Auch in den Staatskaibetrieben müsse Nachtarbeit in großem Um- Vertrauensmann der Speicherei- Berufsgenossenschaft nach dem durch die Flüchtlinge, denen es gelingt, nach Frankreich zu entfange geleistet werden. Die lange Arbeitszeit übe eine ruinöse Wirkung Wortlaut und der Begründung unserer Petition. Nach dem fommen. So hören wir jetzt aus Bordeaux, daß dort drei aus; deshalb sei es Pflicht aller Hafenarbeiter, hiergegen laut zu prote- hiesigen großen Hafenarbeiterstreite wurde dann ein Hafens unserer spanischen Genossen, Freunde von Iglesias, die stiren. Die Organisation der Hafenarbeiter müsse ausgebaut werden und Inspektor im Hamburger Hafen angestellt. Derselbe hat Redakteure und Herausgeber der" Lucha de Classes"( des die einzelnen dem Verbande noch nicht angehörenden Organisationen aber noch nichts Ersprießliches für die Hafenarbeiter geleistet Klaffentampfes") aus Bilbao eingetroffen sind, die Genossen müßten sich demselben anschließen. Der zügellofen Ausbeutung und konnte auch nichts Ersprießliches leisten, denn seine MachtPeresagna, Pascual und Garretero. Alle drei müsse Einhalt gethan werden. Die Regelung der Arbeitszeit müsse befugnisse reichten nicht aus. Er ist von der unteren Verwaltungssind durch das Vertrauen der Mitbürger zu Gemeinderäthen er auf gesetzlichem Wege erfolgen. Die Arbeitszeit im Hafen dürfe behörde abhängig und hat durchaus nicht die Befugnisse eines ste betheiligten sich an einer Manifestation für den höchstens 10 Stunden betragen. Redner empfiehlt zum Schluß Fabrikinspektors. Wir müssen energisch auf eine Aenderung dieses Frieden, und sind dafür vom Kriegsgericht zu je drei Jahren feines mit großer Sachkenntniß vorgetragenen Referats die Annahme Bustandes dringen. Ich schlage Ihnen folgende Resolution zur AnGefängniß verurtheilt worden! Sie haben ihre Erlebnisse in folgender Resolution: nahme vor: In Erwägung, daß zum Schuße des Lebens und einer Volksversammlung erzählt, und sind von den französischen Ge" Der am 17., 18. und 19. Juli 1898 in Hamburg tagende der Gesundheit der Hafenarbeiter und Binnenschiffer durch noffen brüderlich aufgenommen worden. Kongreß der Hafenarbeiter Deutschlands erkennt, da die materielle die Gesetzgebung und durch behördliche Vorschriften weniger und geistige Lage der Hafenarbeiter, hervorgerufen durch die gesorgt ist, als für alle anderen Arbeiterbranchen, fordert niedrigen Löhne und überlange Arbeitszeit, welche in den Hafen- der Kongreß die betheiligten Arbeiter aller Orte auf, Material Liberaler Stimmrechts- Humbug. Bekanntlich besitzt Schweden pläßen üblich sind, den Hafenarbeitern es nicht gestattet, an den zu sammeln, aus dem hervorgeht: noch immer ein überaus mangelhaftes Wahlrecht. Es hat fich daher Genüffen der Kultur theilzunehmen, die zentralisirte Organisation schon vor längerer Zeit ein Stimmrechts- Verein" gebildet, haupt für alle in und an Hafenplägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands fächlich aus den liberalen Kreisen, der von Zeit zu Zeit einen als die zweckmäßigste an. Da die Branchenorganisationen nicht die Beschluß faßt, ohne daß irgend Etwas ernstes daraus wird. Jetzt Macht haben, die Forderungen der Arbeiter nachdrücklich zu verist wieder ein solcher Beschluß gefaßt worden. Man hat treten, muß die Zentralorganisation durchgeführt werden. Die erfte 1 200 000 Adressen ausgeschrieben und wird an diese Leute Flug- Aufgabe der Organisation ist die, daß die Arbeitszeit verkürzt wird. blätter senden, 11 verschiedene, von denen jeder ein paar entsprechende Dies kann nur durch ein gemeinsames Vorgehen der Hafenarbeiter erhält. Für diese„ Riesenagitation" hat man bei„ besser fituirten" und durch Einwirkung auf die Gesetzgebung von seiten der Arbeiter- Das Material und die gemachten Vorschläge find den VorLeuten 2000 Kronen aufgebracht. Mit recht sagt unser Partei- Organ vertreter im Reichstage geschehen." ständen der Hafenarbeiter und Binnenschiffer- Organisationen zu überdazu: Ob man wohl glaubt, mit diesen Blättlein den Widerstand Will, Vertreter der Ewerführer Hamburgs: Die Arbeitszeit mitteln, damit diese durch Petitionen bei den gesetzgebenden Körperdes schivedischen Oberhauses und der schwedischen Regierung zu der Ewerführer beträgt hier 181/2 Stunden. Ueberstunden sind aber schaften oder Behörden den Erlaß von Gefeßen oder Vorschriften brechen? Das einzige Mittel sei die Organisation aller Arbeiter, die an der Tagesordnung. Die Lehrlinge müssen ihren Arbeitgebern zum Schutze für Leben und Gesundheit der Arbeiter fordern dann traft ihrer Macht ihre Forderungen werden stellen können. stets zur Verfügung stehen. Am schlimmsten steht es mit den können." Kastenschuten Schiffern. Dieselben dürfen ihre Schute überhaupt Reichstags Abgeordneter Mo Itenbuhr: Wenn auch ein Asien. nicht verlassen. Nicht einmal Proviant dürfen sie sich von der ganzes Dußend Inspektoren für einen Hafen ernannt werden würde, so würde dies für die Hafenarbeiter feinen praktischen Werth haben, Stadt holen. Döring, Schauerleute, Hamburg: In unserer Branche ist die bevor keine Schutzbestimmungen existiren. Ob der Hafeninspektor Arbeitszeit absolut ungeregelt. Nachtarbeit giebt es bei uns außer vom Reiche oder von der Landesregierung angestellt wird, ordentlich viel. In sehr vielen Betrieben wird eine bestimmte Ar- ist ganz gleich. Die Hauptsache ist, daß diesen Beamten gefangenes Schiff leer ist. Auch Sonntagsarbeit ist etwas ganz Safenarbeitern nicht durch den Hafeninspektor, sondern durch Bebeitszeit garnicht festgesetzt; es wird solange gearbeitet, bis ein an- Machtbefugnisse zu Gebote stehen. Der Schutz wird Selbstverständliches. Es darf am Sonntag ja nur sogenannte Roth- ftimmungen zu theil. Daß die Unternehmer in Hamburg mit der Ein französisch- chinesischer Zwischenfall. Aus Shanghai arbeit verrichtet werden, aber es ist unglaublich, was nicht alles Anstellung eines der Machtbefugnisse entbehrenden Inspektors einwird gemeldet: In der franzöfifchen Konzession brachen Notharbeit ist. In der Senatskommission wurde bestritten, daß es verstanden sein würden, war vorauszusehen. Nach den Bestimmungen Unruhen aus, weil die französischen Behörden am Sonnabend Gebrauch sei, daß die Schauerleute 36 Stunden hintereinander ar des§ 120 a bis 120 e der Gewerbe- Ordnung können SchutzVormittag 80 Matrosen von einem französischen Kanonenboot beiten müssen. Durch einen Arbeitswilligen" ist aber sogar be- bestimmungen für die Arbeiter erlassen werden. Suchen Sie den landeten, um einen chinesischen, auf dem französischen Ge- fundet, daß er 72 Stunden hintereinander gearbeitet hatte. ganzen Hafen nach diesen Vorschriften ab, Sie werden teine finden. biet liegenden Friedhof wegen fanitärer Gefahr aufzuheben. Kragenau, Maschinisten, Hamburg: Trozdem die Maschinisten Auf grund des§ 120 e Absatz 2 der Gewerbe- Ordnung sind bisher Die chinesischen Behörden hatten es abgelehnt, denselben gegen Ent- unter Aufsicht der Baupolizei arbeiten, ist die Arbeitszeit nicht selten erst in 170 Fällen Anordnungen erlassen worden. In schädigung zu verlegen. Die Eingeborenen überfielen die Matrofen 36, 40 ja 48 Stunden hinter einander. Daß bei solcher Arbeitszeit einem Falle ist erst eine Bestimmung für Hafenbetriebe er bei ihrer Landung mit Steinwürfen. Sonntag früh erneuerten fich die Leute nicht auf alles genügend sehen können, ist selbstverständlich. lassen worden, und zwar für Danzig. Aber diese Schuß die Unruhen. Dabei tödteten die französischen Matrosen 15 Auf- Und wenn sie etwas versehen, werden sie bestraft, nicht der Arbeit bestimmung ist gegen Feuersgefahr erlassen worden. Nicht die rührer. Seitdem ist alles ruhig. geber. Arbeiter sollen dort geschikt worden, sondern die Waaren,( Seiterkeit.) nannt Schweden. Yokohama, 18. Juli. Der Polizeipräfett von Tokio ist seines Postens enthoben worden, weil er seine Untergebenen in einer Rede dazu verleiten wollte, sich mit Politik zu befassen, in der Absicht, eine Oppositionspartei ins Leben zu rufen. Auch dieser Vorgang zeigt, welch' lebendige Formen das politische Leben in Japan annimmt. V 1. durch welche Arbeitsmethoden und in welchen Einrichtungen ( Arbeitsmaschinen, baulichen Einrichtungen an Gebäuden, Schiffen u. s. w.) die Unfallgefahr besteht und wie dieselbe herabgemindert oder beseitigt werden kann; 2. welche Arbeiten oder Einrichtungen die Krankheitsgefahren herbeiführen oder erhöhen, und wie die Gefahren beseitigt oder gemildert werden können. 0 den genommen. Auf Antrag Landahl wird sodann der Punkt„ Die Arbeitsbermittelung" vorweggenommen. Zu demselben hat der ReichstagsAbgeordnete v. Elm das Referat übernommen. Deutsches Reich. V wurde die Ausladebrüde reparirt; sie war bedenklich wadelig geworden und genügte den gesetzlichen Vorschriften nicht mehr. Damit Erzellenz aber nicht die Neuheit der Reparatur bemerke, wurden die dazu verwendeten Bohlen vorher durch kohlenschmut Exzellenz sahen an alles was da war, und siehe da, Der Verbandstag der deutschen Ortskrankenkassen wird Gerichts- Beitung. " So lange nicht Vorschriften, die unter Strafandrohungen durchgeführt? werden müssen, erlassen werden, so lange ist der Hafeninspektor ein In Sachen des Ausstandes der Malergehilfen in Lands: todter Mann. Mit Einführung des Bürgerlichen Gesetzbuches tann es berg a. W. hat das dortige Innungs- Schiedsgericht die aus vielleicht besser werden, denn nach§ 618 sind die Unternehmer ver- ständigen Gehilfen zur Rückkehr in das verlassene Arbeitsverhältniß pflichtet, die Arbeiter u. s. w. vor Gefahren zu schüßen. Erfüllt der resp. zum Schadenersatz an die Arbeitgeber verurtheilt, weil sie die gezogen. Unternehmer diese Verpflichtung nicht, dann wird er nach den Be- 14 tägige Kündigung nicht innegehalten haben. Sollten die Gees war alles sehr in Ordnung. Es geht nichts über eine gute stimmungen der§§ 842-846 zur vollen Schadensersatzleistung heran- hilfen bas eine oder das andere verweigern, so wird das Innungs- Inspektion. gezogen. Tritt der Tod ein, so haben die Hinterbliebenen Anspruch Schiedsgericht die Zwangsvollstreckung aus§ 774 der Zivil- Prozeßauf Versorgung. Fortgesetzt muß an den Senat petitionirt werden, Ordnung beantragen, weil dasselbe von der Annahme ausgeht, daß vom 11. bis 13. September in Weimar abgehalten werden. damit er von den Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung Gebrauch die Wiederaufnahme der Arbeit eine Handlung sei, welche ausmache. Geschieht dies doch nicht, dann muß durch die Reichs- Gesetz- schließlich von dem Willen der Schuldner( Gehilfen) abhänge. In gebung eine Aenderung der Gewerbe- Ordnung erfolgen. Wer be- diesem Falle läßt die Zivil- Prozeß- Ordnung eine Geldstraße bis zu straft jetzt, wenn die Unfallverhütungs- Vorschriften nicht innegehalten 1500 M. oder entsprechende haft als Zwangsmittel zu. Gegen diese Der Schriftstellername. Amtsgerichtsrath G. Wilhelmi in werden? Es sind die Berufsgenossenschaften, die Unternehmer. Entscheidung des Innungs- Schiedsgerichts ist seitens der Gehilfen Homburg v. 6. H. veröffentlicht in der D. Jur. 8tg." folgenden Welche Strafen diese bei Uebertretung über die betreffenden ver- Klage beim Amtsgericht erhoben worden. Artikel: Am 13. August v. J. hatte das Landgericht I. zu Berlin hängen, das weiß man ja. Wie oft mag es vorgekommen sein, daß auf die Höchststrafe( der doppelte Beitrag) erkannt worden ist. Bäuch darf nicht mehr geredet werden, weder vornehme Welt", nach§ 18,2 des Preßgesezes zu einer GeldZum Hamburger Brotboykott schreibt das„ Echo":" Ueber den verantwortlichen Redakteur des„ High life, Zeitschrift für die Redner schließt seinen instruktiven Vortrag unter Hinweis it ber dicke, noch über dünne, das ist das neueste, was strafe von dreißig Mark berurtheilt, darauf, daß zunächst der Boden geschaffen werden müsse auf auf dem Gebiete der praktischen Handhabung der revidirten Ver- richtigen, weil er nicht seinen sondern seinen Schriftstellernamen auf dem Blatt dem der Hafeninspektor stehen könne, denn bisher habe sich ordnung zur Verhütung des Mißbrauchs des Versammlungs- und angegeben hatte. naturgemäß die Thätigkeit des Hafeninspektors nur auf die Abfassung Vereinigungsrechts zu verzeichnen ist. Am Donnerstag Abend wurde frei, Das Reichsgericht sprach den Angeklagten weil die That als verjährt anzusehen sei, ohne). bon Berichten erstrecken können.( Beifall.) In der Debatte sprechen eine der, Bodendid, Döring, Steinbach en passant auch der diden Bäuche der Jmmings Beichnung unter allen Umständen strafbar sein? Wir möchten dies in Eimsbüttel eine öffentliche Versammlung aufgelöst, weil Frau sich über die Prinzipienfrage auszusprechen. Sollte aber eine solche Schleef, Lange- Quai Arbeiter, Rabe, sämmtlich aus Ham- Bäckermeister Erwähnung that, während am Freitag Abend in einer bezweifeln. Denn§ 7 schreibt zwar für die periodischen Zeitungen burg, und zum Schluß noch der Abgeordnete Molten buhr für An- in Eppendorf stattgehabten Versammlung, die sich ebenfalls mit dem und Zeitschriften vor, daß jede Nummer resp. jedes Heft den Namen nahme und energische Durchführung der von Kellermann vor- Brotboykott beschäftigte, dieselbe Rednerin vom überwachenden und Wohnort des verantwortlichen Redakteurs enthalte, es geschlagenen Resolution. Dieselbe wird darauf einstimmig an- Beamten unter Androhung Versammlungs Auflösung ist aber diese Bestimmung, wie das Reichsgericht gelegents ersucht wurde, nicht über die dünnen Bäuche der lich einer früheren Entscheidung ausgeführt hat, mir eine VorBädermeister zu sprechen." Einige Bäckermeister ver schrift formaler Natur, welche behufs Aufrechterhaltung der Ordnung suchen es, die Theilnehmer am Streit in deren Abgangszeugnissen bei dem Vertrieb einer periodischen Druckschrift es ermöglichen soll, zu kennzeichnen. Einer derselben stellte folgendes Zeugniß aus: daß außer dem Verleger auch die Person des Redakteurs, welchem eine Der Inhaber dieses ist vom 29./5. 97 bis 22./6. 98( am Tage des erhöhte Verantwortlichkeit für den strafbaren Inhalt der Zeitschrift obBäckerstreits). in Arbeit gestanden.- Daß der Brotboykott seine beab- liegt, sofort identifizirt werden kann; welche Anforderungen an diese fichtigte Wirkung erzielt, hat der Besitzer einer größeren Bäckerei Angabe zu stellen sind, unterliegt dem konkreten Ermessen des Richters." erfahren, der diese in den letzten Tagen verkauft hat. Laut Ausweis Es gab jedoch zu allen Zeiten und giebt auch heute noch SchriftVersailles, 18. Juli. Der erneute Prozeß gegen Zola wegen der Geschäftsbücher erzielte vor dem Streit der Inhaber einen durch- steller genug, die mit ihrem schriftstellerischen Namen aller Welt beBeleidigung des Kriegsgerichts findet heute vor dem hiesigen Schwurschnittlichen wöchentlichen Umfag von 1300 M., in der letzten Woche fannter find, als mit ihrem wahren Namen, und es gilt dies in noch gericht statt. In der Umgebung des Justizpalastes find Sicher einen solchen von 250 M. Der Jmmungsausschuß hat wiederum erhöhtem Maße für die Bühne, so daß, falls ein solcher Publizist heitsmaßregeln getroffen und vierhundert Pariser Polizeibeamte ein Flugblatt verbreitet, das mit den üblichen Schimpfereien auf die oder Schauspieler eine Zeitschrift mit seinem Familiennamen zeichnete, find zur Unterstützung der Polizei Orte eingetroffen. Sozialdemokratie gespickt ist. die Mehrzahl der Leser und wahrscheinlich auch der Behörden außer stande General Billot. Gonje und mehrere andere Offiziere in Uniform, General Pellieug in Zivil, ebenso Zola und Reinach Eine Magdeburger Maurer Versammlung soll, der wäre, sofort herauszufinden, wer eigentlich hinter dem Namen stecke. trafen nach einander ein. Auch Oberst Picquardt wurde nach Ver- Schneider zur Beilegung des Ausstandes um seine Vermittelung Grund den Gebrauch solcher Schriftstellernamen bei der Benennung trafen nach einander ein. Auch Oberst Picquardt wurde nach Ver- Magdeb. 8tg." zufolge, beschlossen haben, den Oberbürgermeisters haben daher die Polizei- und Justizbehörden seither mit gutem sailles gebracht. des verantwortlichen Redakteurs nicht beanstandet, und wir müssen Die Verhandlung wird um 12 Uhr 10 Minuten eröffnet. Den zwischen den Parteien zu ersuchen. Vorsiz führt der erste Präsident des Appellgerichtshofes Périvier. Die Leipziger Modell- und Fabriktischler sind am Sonne annehmen, daß im vorberegten Fall des High life" der SachDie Staatsanwaltschaft vertritt der Generalstaatsanwalt Bertrand. abend in den Streit eingetreten. Nachdem alle Bemühungen der verhalt faktiſch ſo lag, daß sich über die Person des Redakteurs beBei Beginn der Verhandlung stellte vor der Konstituirung Lohntommiffion, eine gütliche Regelung der Lohn- und Arbeits- gründete Zweifel aufwerfen konnten. der Jury der Vertheidiger Labori Anträge dahin, der verhältnisse zu erzielen, gescheitert find, haben die Modell- und Gerichtshof möge den von Mitgliedern des Kriegsgerichtes als Neben- Fabriktischler folgende Forderungen aufgestellt: 1. 9½stündige tlägern gestellten Strafantrag als nicht zulässig zurückweisen. Arbeitszeit; 2. 45 Pf. Mindestlohn für Modelltischler, 40 f. Er wies bei Begründung des Antrages darauf hin, daß Zola feines Mindestlohn für Fabrittischler; 3. Abschaffung der Affordarbeit wegs die Ungiltigkeit der Vorladung geltend machen werde, 4. Abschaffung der Ueberzeitarbeit; 5. Vergütung der Ueberstunden, und daß er, wenn es sein müßte, ins Gefängniß gehen die unumgänglich nothwendig sind; 6. Regelung der Werkstattwürde. Der Generalstaatsanwalt warf Zola vor, daß er verhältnisse. Wo diese Bedingungen nicht erfüllt werden, wird die die Zwischenfälle bei dem gerichtlichen Verfahren zu vermehren und Arbeit niedergelegt. Wir bitten hauptsächlich die Metallarbeiter, uns fich den Folgen seiner Angriffe zu entziehen suche. Er verlangte die in dieser Bewegung moralisch zu unterstützen. Zuzug ist streng zu Ablehnung des Antrages Labori. Nach der Erwiderung Labori's vermeiden. zog sich der Gerichtshof zur Berathung zurück und lehnte den Die Lohnkommission. Antrag Labori's ab, erkannte somit den Mitgliedern des Kriegsgerichts das Recht zu, als Nebenkläger aufzutreten. Prozeß Zola. 10 J. A.: Karl Peter, Schönefeld, Dimpfelstr. 29. Arbeiterfreundliche Blätter werden um Abdruckt gebeten. Den Töpfern( Werkstubenarbeitern) der Firma Ernst Teichert Labori bringt sodann weitere Anträge ein, welche sich auf den Zusammenhang zwischen der Affäre Dreyfus und der in Meißen Kölln wurde vor 14 Tagen, ohne daß es zum Affäre Esterhazy beziehen und fügt hinzu, Zola sei bereit, in die Berhandlungen einzutreten, aber er wünsche, daß dieselben in der ausgedehntesten Weise stattfinden, um das Licht in die Sache zu bringen, das man ihm beharrlich verweigere. Der General staatsanwalt bekämpft die Anträge der Vertheidigung, welche die Verhandlungen nur zu hemmen suchen. Der Gerichtshof weist hierauf die Anträge ab und ordnet die Ausloosung der Geschworenen an. Deroulède ist. = Ausland. " = Ein zum Nachtheil der Orts- Krankenkasse verübter Betrug führte gestern den Maurer Peter C. vor die 133. Abtheilung des Schöffengerichts. Der Angeklagte bezog zwei Monate hindurch Krankengeld, und zwar einen höheren Saz, da er angab, daß er Später verheirathet sei und seine Ehefrau unterstützen müsse. stellte sich heraus, daß C. seit Jahren von seiner Ehefrau ge= trennt Tebt und für dieselbe dieselbe keinen Pfennig von den Die Person, erhaltenen Unterstützungen aufgewendet hatte. war seine Birthdie die Gelder für ihn erhoben hatte, schafterin gewesen. Der Vorstand der Orts- Krankenkasse stellte Strafantrag, da die Kasse nicht dazu da sei, Unbefugte zu unterstützen. Der Angeklagte würde 40 M. weniger erhalten haben, wenn man die wahre Sachlage gekannt hätte. Der Staatsanwalt fannte auf 50 M. Geldstrafe oder 10 Tage Gefängniß. beantragte eine Gefängnißstrafe von 14 Tagen, der Gerichtshof erDie Blüthe der deutschen Nation. In Halle wurden am 15. Juli die drei Studenten Adolf Pilet, Ludwig Gertung und Auguſt Arndt vom Schöffengericht zu je 200 M. Geldstrafe verurtheilt. Sie hatten sich in der Nacht zum 7. Juni im dortigen Café Bauer bestialisch roh benommen, die Kücheneinrichtung zertrümmert, Geflügel todtgeschlagen und ein Huhn mitgehen heißen. Vor einigen Tagen hat ein Hallenser Student, der nachträglich ermittelt wurde, eine Statue, die vor dem Universitäts- Museum stand, vom Poftament herabgestürzt. Schade, daß es keine Arbeiter waren, die diese RohHeiten begingen. Es hätte in staatserhaltenden Blätterrn so schöne Artikel über die verrohende Wirkung der Sozialdemokratie und am Ende vielleicht noch eine kleine Landfriedensbruchs- Affäre gegeben. Der Krieg. Ausstande gekommen war, eine 121/ 2prozentige Lohnerhöhung auf die gangbarsten, aber bisher am schlechtesten bezahlten Arbeiten bewilligt und auch im allgemeinen bemerkenswerthe Erleichterungen in den Arbeitsverhältnissen geschaffen. Nunmehr ist auch die Sächsische Ofenfabrik( vormals Karl Teichert) diesem Beispiele gefolgt und hat die neuerdings von ihren Arbeitern gestellten Forderungen bewilligt. Wesentlich beigetragen zu diesem Entschluß beider Firmen hat die gute Organisation der Töpfer am Orte und der noch in aller ErNach der Zurückweifung des auf den Zusammenhang zwischen innerung stehende Streit in der Ofenfabrik Sayonia", der fast der Dreyfus und der Esterhazy- Affäre sich beziehenden Antrages 7 Monate andauerte und mit einem theilweisen Erfolge der Arbeiter erklären Labori und Zola, den Saal verlassen endete. zu wollen. In dem Saale und außerhalb desselben finden Bei den Gewerbegerichtswahlen in Lahr( Baden) haben Manifestationen statt und eine Schlägerei, eine Schlägerei, deren Mittelpunkt die gewerkschaftlich organisirten Arbeiter Lahrs einen glänzenden Sieg über ihre Gegner errungen, indem die von ihnen vorDer Vertheidiger Labori kündigt an, daß er bei dem Kaffations- geschlagenen Beisiger bei sehr starker Wahlbetheiligung mit großer hofe Berufung einlegen werde gegen den Beschluß, durch Majorität gewählt wurden. Die Uebergabe von Santiago. Die spanische Garnison unter welchen feine General Toral verließ am Sonntag früh 9 Uhr die Verschanzungen wurden, Anträge abgelehnt und fordert, daß diese Berufung aufschiebende Kraft habe. Der Generalund rückte in die amerikanischen Linien ein. Hier wurden regimenterftaatsanwalt widerspricht der Behauptung, daß ein solches Gesuch an alle Orte der Länder, mit denen es in Fühlung steht, Frage- Degen an Shafter, welcher ihm denselben zurückgab. Hiernach Das internationale Sekretariat der Lederarbeiter versendet weise die Waffen niedergelegt. Toral übergab seinen aufschiebende Kraft habe. Die Anwälte der Nebenkläger werfen bogen zur statistischen Erhebung aller Fragen, die für die gesammten ritten Shafter mit Begleitung und Toral durch die Stadt zur Zola vor, daß er vor der Verhandlung fliehe. Der Lederarbeiter in betracht kommen. Hauptgewicht wird hierbei auf offiziellen Besißnahme, welche im Gouvernementspalaste fliehe. Vertheidiger Clémenceau erwidert:„ Wir würden vor die Verhältnisse der Arbeitszeit, auf Arbeitslosigkeit, Organisations- stattfand. Mittags wurde in Gegenwart von 10 000 Personen die der Verhandlung nicht fliehen, wenn man uns gestattete, unsern Beweis zu führen."( Großer Lärm; Rufe: Nieder fragen und ſanitäre Verhältnisse gelegt. Die Formulare müssen dem amerikanische Flagge gehißt. Nach dieser Beremonie, mit Zola! Nieder mit den Juden! Hinaus aus Frankreich!) Der internationalen Sekretariat bis zum 1. September 1898 wieder ein- welche mit Vorträgen patriotischer Lieder durch die Militärkapellen und mit Salutſchüssen ihren Abschluß fand, kehrte Shafter Präsident und der Generalstaatsanwalt erheben Einspruch gegen diese gesandt werden. Sundgebungen. Der Gerichtshof zieht sich zur Berathung zurüid. Die Schneider Bukarests, die, wie bereits mitgetheilt, in der in das Lager zurüd, während er die Stadt und Munizipalität der Es herrscht lebhafte Erregung. Zola und Berreur( Verleger der Bahl von etwa 600 in den Streit getreten sind, bedürfen, wie uns Aufsicht des Generals Mac Kibben überließ, welcher zum proa " Aurore") unterzeichnen die Berufung an den Rasfationshof. von dort berichtet wird, sehr der Unterstützung. Wir geben daher visorischen Militärgouverneur ernannt wurde. Zur Aufrechterhaltung Der Gerichtshof verkündet den Beschluß, daß die Berufung nochmals die Adresse bekannt, an welche eventuell Gelder zu senden der Ruhe verblieben zwei amerikanische Regimenter in der Stadt. zum Kaffationshofe teine aufschiebende Wirkung habe. Labori find: Clubul Munsitorilor, Str. Doamei 7, Butarest. Die Spanier lagern außerhalb der amerikanischen Linien, bis die Einschiffung nach Spanien vor sich geht. erklärt hierauf, daß er der weiteren Verhandlung nicht beiwohnen Ulm Nachdruck wird gebeten. werde.( Unruhe und Bewegung.) Die Angeklagten Zolá und Berreur Ans Verviers wird der„ Köln. 8tg." geschrieben, daß zwei Amerikanischer Kriegsplan. General Miles soll mit begeben die gleiche Erklärung ab und verlassen mit ihren Drittel der Arbeiter der dortigen großen Aktien Maschinen- deutender Streitmacht nach Portorico abgehen und die Insel Aktien- Maschinen- einnehmen. Anwälten den Gerichtssaal. fabrik wegen Lohnkürzung ausständig sind. Danach wird die Verhandlung ohne Zuziehung der Geschworenen fortgesetzt. Ployer, der Vorsteher der Advokatenschaft, spricht namens der Mitglieder des Kriegsgerichts. Boziales. Ob das Geschwader Watson's an die spanische Küste abgehen wird, wie bisher gemeldet wurde, ist nicht ganz klar, da jezt verlautet, es sei Kontreordre gegeben worden. Eine andere Mittheilung besagt, das Geschwader werde schon in wenigen Tagen in Tanger( gegenüber Gibraltar, an der afrikanischen Küfte) erwartet. Nach dem Plaidoyer des Staatsanwalts zog der Gerichtshof Arbeiter Risiko. Abermals ein Grubenunglüd, bei dem sich zur Berathung zurück und verkündete nach einer Viertelstunde 24 Menschenleben vernichtet wurden. Aus Gleiwit das Urtheil. Danach werden Zola und Berreug in contimaciam, Ju Madrid. Die Zensur wird den Blättern gegenüber sehr und zwar jeder zu 1 Jahr Gefängniß und mit dem anderen wird unterm 18. Juli gemeldet! Wie der„ Oberschlesische Wanderer" solidarisch zu 3000 Frants Geldstrafe verurtheilt; ferner werden meldet, stürzte heute früh in dem gräflich Schaffgott'schen Gotthardt streng gehandhabt. Die Zeitungen erscheinen infolge der von der ihnen als Schadenersatzleistung an die Zivilpartei die Kosten des Schachte der Paulusgrube bei Morgenroth bei der Einfahrt der Militärbehörde vorgenommenen Streichungen mit großen weißen Brozesses auferlegt. Belegschaft die Förderschale mit einem Steiger und 28 Bergleuten Flächen. Die Mitglieder der Oppositionspartei beabsichtigen, gegen jede Gebietsabtretung ohne Genehmigung der Kammern Einspruch In der Begründung des Urtheils im Bolaprozeß heißt es, daß in die Tiefe. Sämmtliche Abgestürzte sind todt. die Beleidigung, deren äußerst schwere Bedeutung die Beschuldigten Wie ferner gemeldet wird, sei das Unglück dadurch entstanden, meldet, eine ziemlich fritische, obwohl keine ernste Ruhezu erheben. Die innere Lage ist, wie die„ Agencia Fabra faltblütig überdacht haben, die Gemüther tief erregt und den Geschäfts- daß das Seil an der Förderschale aus dem Seilschloß heraussprang störung gemeldet wird. verkehr gelähmt hat, und daß die Beschuldigten durch ihre Haltung und die Schale in den 250 Meter tiefen Schludmann- Flög stürzte. eine etwaige farlistische Bewegung. Die Regierung ergreift Maßregeln gegen anscheinend noch die unheilvollen Wirkungen der Beleidigung verlängern wollen auf die Gefahr hin, das Vertrauen der Soldaten in Die Bergung der Leichen geschieht vom Kynast- Schacht aus. Ein späteres Telegramm aus Gleiwit meldet: Dem„ Oberihre Führer zu verringern und die Disziplin, diese Hauptbasis einer guten militärischen Organisation, zu erschüttern. schlesischen Wanderer" zufolge war bis heute Mittag die Hälfte der Trhte Nachrichten und Depeschen. Infolge der Vorgänge im Gerichtssaal sandten sich Dérouléde im Gotthardt- Schachte Verunglückten zu Tage gefördert. Dieselben Lemberg, den 18. Juli.( W. T. B.) Der„ Gazeta Lwowska" und Hubbard ihre Zeugen. Außerhalb des Gerichtssaales ver- find bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. wird aus Bursztyn telegraphirt: Gestern Nachmittag fanden hier ursachten mehrere Kundgebungen und Gegenfundgebungen Lärm. Eine Konferenz der Handwerker Vereine Berlins und indenfeindliche Erzesse statt, an welchen sich die bei der Reguliring Die Polizei nahm mehrere Berhaftungen vor. Als die Offiziere der Umgegend wird auf Einladung des Vereins selbständiger Hand- des Flusses Gnila- Lipa beschäftigten Masuren betheiligten. Die Erzesse wurden von den Juden dadurch veranlaßt, daß sie gestern das Gerichtsgebäude verließen, wurden wiederholte Rufe laut: werker zu Schöneberg im Monat Oktober stattfinden, für welche als lebe die Armee". Der Wagen Zola's war bei der Abfahrt von Besprechungsgegenstände vorgesehen sind: die Gründung eines früh einen maſurischen Arbeiter halbtodt schlugen und einen zweiten Gendarmen umgeben; die Menge stieß, als sie desselben ansichtig Provinzialverbandes der Handwerkervereine der Provinz Branden- verlegten. Nachmittag sammelte fich eine Gruppe masurischer wurde, Rufe aus. Irgend ein ernster Zwischenfall ereignete sich nicht. burg; die Einberufung einer Delegirtenversammlung jämmtlicher welcher sich ungefähr 300 Ortsinsassen und Bewohner der Umgebung anschlossen. Die Menge Handwerkervereine Deutschlands; Stellungnahme der Handwerker- trümmerte die Fensterscheiben mehrerer Judenhäuser; eine Jüdin vereine zu den Zwangs- und freien Innungen, zu dem Gesezentwurf, betreffend den Schutz der Bauhandwerker, und zu anderen für den und drei Juden wurden geschlagen und erlitten Verwundungen, der Rabbiner erlitt einen Armbruch. Die Bezirkshauptmannschaft hat Handwerkerstand wichtigen Fragen. Achtung Zimmerer. Am Montag, den 18. d. m., legten bei Vom Submissionswesen. In Lübed waren die Tischler- zur Wiederholung der Ordnung die entsprechenden Maßnahmen anTischler- geordnet. Zimmermeister Seidel in Charlottenburg 7 Mann wegen Lohnarbeiten an einem Rajernenbau zu vergeben. Die Forderungen geordnet. Die Untersuchung ist im Zuge. Seit geſtern Nacht herrscht Ruhe. differenzen Sie Arbeit nieder. Die Kameraden, welche Arbeit suchen, bewegten sich zwischen 11 215 M. und 15 858 M. London, 18. Juli.( W. T. B.) Das Unterhaus nahm mit 237 machen wir darauf aufmerksam, und erwarten von ihnen, daß die Mindestfordernde die 4643 M., die er weniger fordert als sein gegen 127 Stimmen den Antrag Balfours, der für den Rest der Arbeitsstelle bis auf weiteres gemieden wird. Die Verbands Konkurrent, anders her verdienen, als aus den Arbeitern. Sigungszeit das Mitternachts- Reglement suspendirt, an. Im Laufe leitung. Der Herr Minister kommt. Minister Brefeld besuchte als der Debatte erklärte Balfour, der erste Lord der Admiralität Goschen Achtung, Bauarbeiter! Wir machen die Kollegen darauf oberster Chef des deutschen Bergwesens die Grube Voß" im werde am Freitag ein Programm bezüglich die Ergänzung der Flotte aufmerksam, daß wegen Lohndifferenzen der Zuzug nach Zehlendorf Weißenfelser Kohlenrevier. Schon mehrere Tage vor seiner anfündigen. Jedoch werde während der jetzigen Sigungszeit kein bis auf weiteres zu unterbleiben hat. Die Lohntommission. Hinkunft war es bekannt, daß er kommen werde. Mit allem Eifer Nachtragskredit für die Flotte beantragt werden. Verantwortlicher Nedakteur: Ananit Jacebey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Es " Wo will der Arbeiter an, gers Br. 166. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Ehe und Familie in der bürgerlichen Gesellschaft. Dienflag, 19. Juli 1898. Gebild., freidenfender Herr, m. eig. Geschäft, wünscht sich zu fangenen auf der Teufelsinsel begeistert, rufen wir zu: Was einem verh. Beding, mindestens 50 Mille. Wenn ſonſt guter Charakter, Dreyfus recht ist, ist einem Ziethen billig. wird über alles Andere hinweggesehen. Jüdin bevorzugt. Eltern, Bleihaltiger Staub in den Sekereien. Der in der Reichsbezw. Vormund bitte sich mit mir ins Einvernehmen zu setzen. Gebruderei angestellte Chemiker Dr. Fromm hat auf Veranlassung werbsm. Vermittl. ausgeschl. Adr. an d. Exp. d. Bl., Prinzenſtr. 41 seiner vorgesezten Behörde in der Neichsdruckerei und in zwei anderen „ Wenn Ihr das Familienleben, welches die Grundlage eines. E. L. 1060. Berliner Buchdruckereien den Staub der Sezerräume mit bezug auf jeden geordneten Staates bildet, nicht vernichten lassen wollt, dann Bum 1. Oftober ist eine vorzügliche Landlehrerstelle in Sinters feinen Bleigehalt untersucht. Das Ergebniß der Untersuchung ist in wählt freifinnig" so flang es in Berlin während der Wahl- ponumern durch den Patron zu vergeben. Wunsch des Vergebers ist einem in Nr. 10 der Hygienischen Rundschau" von 1898 verbewegung im Kampfe gegen die Sozialdemokratie.„ Ehe" und Einheirathung in die Stelle. Offerten erbeten sub A. B. poftlagerud öffentlichten Auffage zusammengestellt. Durch die Untersuchungen Familie", die heiligsten Güter der Nation, wurden dem Schuße des nach Köslin. ist festgestellt, daß der im Letternfach durch das gegenseitige Reiben freisinnigen Publikums empfohlen und im Namen von Ordnung, Heirath. Für seine Schwester sucht ein katholischer Geistlicher der Buchstaben sich bildende Staub ganz erheblich bleireicher ist, Religion und Sitte" der Vernichtungskampf gegen unsere Partei ges einen Lebensgefährten. Genannte ist 26 Jahre alt, vornehme Er- als der allgemeine flugfähige Staub. Ersterer hat infolge führt, welche die Berufung auf diese Hilfsmittel, deren sich die herrschenden scheinung, liebevoll, später einige tausend Mark Vermögen. Da seines hohen Bleigehalts auch ein hohes spezifisches Gewicht, so daß Klassen bei der Ausraubung der Volksmassen bedienen, als groteste meine Schw. seit 4 Jahren mir die Wirthschaft geführt hat in einem er unter normalen Umständen, insbesondere wenn der Kasten nicht Heuchelei und elenden Schwindel brandmarkt. Wie heilig" der guten Ge- Diasporaort, so hat es ihr bisher an jeder kath. Herrenbekanntschaft ausgeblasen wird, den Ort seiner Entstehung taum wird verlassen sellschaft" Ehe und Familie find, ergiebt ein Blick in den Annoncen gefehlt. Reflektirende Herren in gesicherter Lebensstellung wollen fönnen. Unter dem schweren Antheil des Staubes im Segfasten theil der bürgerlichen Presse. Wir greifen für heut das" respektabelste gütigst mit mir in Korrespondenz treten unter B. H. 103 an die sind 38,77 pCt., und unter dem leichten flockigen Antheil 17,27 pct. Organ" der auf" Ordnung, Religion und Sitte" haltenden liberalen Expedition der„ Germania". Vollste Diskretion. Bourgeoisie Berlins heraus und finden in der letzten Sonntags= Bleigehalt gefunden worden. Dagegen haben drei Versuche, von nummer der Bossischen Zeitung" fünfundzwanzig Anzeigen, in Presse mit der„ Vossin" an der Spige nur ruhig weiter gegen die inspektors der Reichsdruckerei, Hermsen, besonders dazu angefertigten Wir glauben, dieses Pröbchen genügt. Mag die bürgerliche denen zwei unter Benuzung eines nach Angabe des Ober- Betriebsdenen die vorbereitenden Schritte zur Gründung von Ehe und Sozialdemokratie als" Zerstörerin von Ehe und Familie" wettern, Apparates gemacht worden sind, im Luftstaub inir 0,62, 0,54 Familie gethan werden. wir benciden die Gevatterin in der Breitenstraße" nicht um das beziv. 1,55 pCt. Bleigehalt ergeben. Daß das Blei der Lettern edle Handwert, welches sie in ihrer Zeitung nach dem von Goethe durch Reibung in schädlichen Mengen dem Körper einverleibt im" Faust" gekennzeichneten Vorbild der„ Marthe Schwerdtlein" he wird, ist bisher nicht nachgewiesen; andere Schädigungen treibt. durch die ziemlich bedeutenden Mengen des in den Setzfäften u. f. v. festliegenden Bleistaubes, wie sie z. B. beim Einnehmen von Mahlzeiten mit ungewaschenen Händen, durch Rauchen und Schnupfen während der Arbeit eintreten, kan aber jeder Sezer durch gehörige Vorsicht leicht vermeiden. Die Menge des in der Luft schwebenden Staubes giebt einen Werthmesser ab für die Sorgfalt, mit der in den Druckereien den Anforderungen der Hygiene genügt wird. In dieser Beziehung zeichnet sich die Reichsdruckerei besonders aus, da ihre Arbeitsräume hoch und mit fünstlicher Bentilation versehen sind. Auf den Kubikmeter Luft ergaben sich in der Reichsdruckerei 0,5 bis 0,82 Milligramm, in den anderen Druckereien, auf welche sich die Ermittelungen erstreckt haben, 1,12 bis 1,79 Milligramm Staub. Jm allgemeinen ist die Staubmenge in den Segerwerkstätten eine recht geringe und nicht größer, als z. B. in Wohn- und Kinderzimmern. Im Vergleich mit anderen technischen Betrieben stehen die Druckereien in bezug auf die Staubmenge am günstigsten da. " Lokales. Wir drucken einige der Angebote auf dem in der Bossischen Zeitung" vom vorigen Sonntag etablirten Menschenmarkt ab, wollen jedoch der Gerechtigkeit halber die Bemerkung nicht unterdrücken, daß mit sehr geringen Ausnahmen die bürgerliche Bresse aller Richtungen um den Record bei diesem schmählichen Handel mit Menschenfleisch startet. Daß in der bürgerlichen Gesellschaft der auf„ Geld" begründete Busaminentrieb von Männlein und Weiblein ganz interkonfessionell ist, Parteiversammlungen. Der Wahlverein für den vierten versteht sich von selbst. Protestanten, Katholiken und Juden betreiben Reichstags- Wahlkreis Südosten hat heute Abend bei Brüder, das Geschäft in gleicher Weise. Für alle ist die Annonce, das öffent Waldemarstr. 75, eine Versammlung, in der Kogte einen Vortrag liche Ausgebot, der Grundstein für die Ehe und das Familienleben, Wahlbetrachtungen" hält. In der Königsbant, Gr. Frankfurter welche angeblich die Bürgschaft für Moral und Sitte des nachfolgen- ftraße 117, findet heute eine Versammlung des Wahlvereins für den den Geschlechts bilden sollen. Wie muß aber auch die Moral der vierten Wahlkreis Often statt. Dr. med. t. Silberstein spricht über höheren Töchter, die Sittlichkeit der heranwachsenden Söhne ge- Prostitution und Geschlechtskrankheiten vom Standpunkt der öffent kräftigt werden, wenn ihnen Tag für Tag durch das Familienorgan, lichen Gesundheitspflege". Der sozialdemokratische Wahlverein für auf das Vater und Mutter schwören, beigebracht wird, daß der den sechsten Wahlkreis hält ebenfalls heute eine Versammlung im " Himmel, in dem Ehen geschlossen werden", in den Annoncentheil Feldschlößchen, Müllerstr. 142, ab. Genosse 2. Liebknecht wird einen den Zeitungen verlegt ist. Und nun zu den Proben moderner An- Vortrag halten. preisung der für die Ehe geeigneten Kauf- beziv. Verkaufsobjekte, alles bis auf vier Annoncen aus der legten Numuner Ser für die Erhaltung des soliden, ehrbaren Bürgerthums streitenden Vossischen Beitung". Staatsbeamter, Sekretär, liebensw. Jungges., 36, evangel., Geh. 3600 Mt. u. vermög., wünscht sich e. j. h. Lebensgefährtin aus wohlh. Familie. Ausf. Off. m. Vermögensangabe u. O. B. 195. Exp. dieser Ztg. erbet. Gentleman! Einem geb. solid. christl. Herrn v. repräs. gr. Erscheinung, ehrenv. Charakt.. a. g. Familie, v. tadellos. Vergang., nicht unter 31 3., biet. sich Gelegenheit z. Bekanntsch. m. d. bejahrten Inh. eines g., nicht offenen feinen Geschäfts 3. Unterst. des. 2c., bei gegens. Zuneigung Verbindung m. d. einz. Erbin. Nur direkte, nicht anon. Offert. von Ehrenmännern unter B. C. 467 alt d. Exped. dies. Zeitung 111. curr. vitae, Photogr. u. Angabe d. Fam.- u. Bermögensverh. erb., worauf persönl. Begegnung empfohlen wird. Str. Diskretion a. Ehrenvort versichert und verlangt. Eruster Antrag. Eine sympathische, sehr distinguirte Dame, musikalisch, wirthschaftlich, heitern Temperaments, Norddeutsche, Protestantin, mittleren Alters, mit einem Vermögen von 20 000 M., das sie sicher zu stellen wünscht, beabsichtigt sich mit einem feinen, gebildeten, gutfituirten älteren Herrn, der höheren Klaſſe angehörend, zu verheirathen. Vermittler ausgeschlossen. Adresse unter B. W. 486 an die Exped. dieser Zeitung. Ein Jurist( hoher Staatsbeamter), Ende 30, evang., von angen. Aeuß., wünscht sich zu verheirathen. Vermittler ausgeschlossen. Off. unter S. A. 5 Berlin Postamt 9 lagernd. Welch. fromm. christl. Herrn würde z. Lösung heilgr. Lebensaufg. Bekanntsch. fromm. arm. Wittwe( 38) z. bald. glücklich. Ehe erwünscht sein? M. G. 38. Postamt Königsgraben. " Das erfährt der Mann auch an bemokratie zu benußen, empfiehlt der Gefängnißlehrer Erfurth in Die Gefängnißschule als Schuhwehr gegen die SozialPlößensee in einem Gutachten, das er für die diesjährige Versamm berichtet: Nachdem für die Errichtung eines neuen städtischen VerStädtisches Verwaltungsgebäude. Aus dem Rathhause wird lung( in Darmstadt) des Vereins der deutschen Strafanstalts- waltungsgebäudes der Blazzzwischen der Parochial, Klosters, StralauerBeamten" verfaßt hat( mitgetheilt in den Blättern für Gefängniß- und Jüdenstraße von den städtischen Behörden angenommen worden funde", 32. Band, 1. und 2. Heft). Er hält es für wünschenswerth, ist, mußte der andere Plan, das Gelände in der Stralauerstraße bis daß alle Gefangenen der gemeinsamen haft bis zum zur Kleinen Stralauerstraße zu wählen, gegenstandslos werden. 30. Lebensjahre die Schule besuchen, auch an Wochentagen, und will Indeffen hat der Magistrat geglaubt, diesen zweiten Plan einer Befreiung vom Unterricht nur unter ganz besonderen Umständen nochmaligen Prüfung unterziehen zu müssen, namentlich von dem ( z. B. bei höherer Bildung) zulassen. Den Gefangenen gegenüber, Gesichtspunkte aus, ob das alte Weisenhaus und die daran stoßende meint Herr E., müsse jede Gelegenheit wahrgenommen werden, Waisenhauskirche nicht für andere städtische Zwecke, z. B. zur Erihnen auch die gangbarsten sozialistischen Doktrinen in ihrer Halt richtung eines Sparkassengebäudes verwendbar gemacht werden Tofigkeit und Sinnlosigkeit darzulegen". Das geschehe am besten können. Innerhalb der Sparkassenverwaltung scheint besondere mit Vorsicht" in der Schule. Man unterhalte fich da", führt Neigung für eine Verlegung der Sparkassenräume nicht vorhanden Herr E. aus, über wirthschaftliche und andere Dinge des öffent zu sein. Man ist vielmehr der Ansicht, daß, wenn eine Erweiterung lichen Lebens, das macht den Unterricht interessant und ist aus der Sparkassenräume als unabweisbar sich herausstellen sollte, man dem Anschauungskreise der Schüler entnommen. Gegen die auf Errichtung von Zweiganstalten in den verschiedenen Stadttheilen fozialdemokratischen Lehren muß der junge Mensch gesunde in erster Reihe bedacht sein müsse. volkswirthschaftliche Begriffe erhalten". Und welcher Art sind die einen Ausschuß eingesetzt, der über die weitere Benutzung des Inzwischen hat der Magistrat " gefunden volkswirthschaftlichen Begriffe", die Herr E. seinen halb Waisenhaus- Grundstückes berathen soll. Schule bringt ihm( dem Gefangenen) lebhaft zum Bewußtsein, daß uebernahme der Unterpflasterbahnen in eigene Regie der Stadtoder ganz erwachsenen Gefängnißschülern eintrichtern will? Ueber die in einigen Zeitungen gemachten Angaben über die die bestehende Gesellschaftsordnung keine militärische, verwaltung wird uns geschrieben, daß weder die städtische Verkehrsfondern eine gottgewollte, also gottgewollte, also eine segensreiche Himmelstochter ist, unter derent. Schutz tausend fleißige Hände deputation noch der Magistrat in dieser Angelegenheit endgiltigen fich regen und in munterem Bund fich helfen, alle Sträfie in feurigem Beschluß gefaßt haben; es find zunächst lediglich vorberathende MaßBewegent sich fund thun können. nahmen beschlossen worden. der Hand von geeigneten Lesestücken, daß jeder an seinem Ein Ferienidyll. Aus unserm Leserkreise wird uns geschrieben: Blaze, der sich in Ausübung seines Berufes befindet, einstehen Die Schulferien sind da und die Kinder des Berliner Proletariats muß, sei er ein Knecht, ein Handwerker oder Professor; tummeln sich, soweit es ihre Zeit erlaubt, auf den ihnen zugänglichen alle Berufsart hat sittliche Bedeutung, ehrt und adelt den Menschen." freien Plätzen. Im äußersten Norden sind immerhin noch Wiesen, Für 28jähriges Mädchen von sympathischem Aeußeren, Wienerin, Nun, vielleicht gestaltet man die Gefängnißschule wirklich in diesem Felder und am Ende auch ein Stück Wald vorhanden, mag der fonfeffionslos, aus feiner Familie, mit 25 000 M. Mitgift, welches Simne um! Dann giebt Herr E. den jungen Leutun, die ihm zu Fiskus auch das Betreten der Jungfernhaide alle Augenblicke durch besonders große BVorliebe für Deutschland hat, sucht verheirathete feiner Aufklärungsarbeit überwiesen, die antisozialistische Lesefibel in Tafeln mit Strafandrohungen verpönen. Der Weg führte mich an Freundin auf diesem Wege passenden Bewerber. Derselbe muß an die Hand, paukt mit ihnen ein„ geeignetes" Lesestück nach allen Regeln der Weichbildgrenze zwischen See- und Triftstraße, an Wiesen- und genehmes Aeußere, höhere Intelligenz und Bildung, sowie ein sicheres der Kunst durch( etwa ein Geschichtchen von Stumin, dem waderen Brachland vorbei. Jahreseinkommen von mindestens 6000 Mart befigen. Religion Hammerschmied Religion Hammerschmied, dem durch Arbeit Geadelten) und seine Mein achtjähriger Sohn geht neben mir und beschäftigt mich Nebensache. Zuschriften unter Chiffre W. O. 2861. an Rudolf Böglinge sind für alle Zeiten gegen das Gift des Sozialismus ge- mit Fragen über diese und jene Blume und was sonst ein KinderMosse, Wien. heilt. Wer weiß, ob man nicht auf diese Weise auch die sozial- gemüth zu interessiren vermag. Wir schlürfen mit Wonne den Duft demokratischen Aufwiegler selber, wenn man sie bei der Wiesen ein, denn Luft, frische Luft ist es ja, was der Kassenarzt Heirathsgesuch. Realschullehrer, seminar. vorgeb., fath., 36 Jahre Gelegenheit nach Plößensee hinausbekommt und in die Gefängnißschule mir zur Heilung meines Berufsleidens empfohlen hat. In der alt, Bittw. m. 2 Kind., 6 u. 4 J. alt, forſche u. in feinen Kreis. be- steckt, noch zu begeisterten Anhängern der„ gott ge wollten" Nähe der Sandberge sehen wir, wie hunderte Kinder sich tummeln, liebte Persönlichkeit, 3600 m. jährl. Einkommen u. etw. Vermög. Gesellschaftsordnung machen kann! sucht reiche Partie. Damen in entsprech. Alter belieben gefäll. Offerten lich bei den Ausführungen des Herren G. aufgefallen. Herr E. weiß aus Sand, allen aber glüht das Gefühl der Freiheit auf dem Eines ist uns frei- daß es eine Freude ist. Einige bauen Höhlen, andere Festungen mit Angabe des Vermögens u. Photographie an die Expedition d. gerade aus seiner Thätigkeit als Gefängnißlehrer, daß die gott Gesicht. Manch fleiner ruppiger Strick ist unter der Schaar, aber du Zeitung unter J. P. 7367 abzugeben. Diskretion. gewollte" Gesellschaftsordnung doch auch allerlei recht schlimme lieber Himmel, unsereiner war ja auch nicht der beste; das Leben uswüchse hat. Er hat auf der diesjährigen deutschen Lehrer- Ver- formt erst den Menschen. sammlung( in Breslau) selber zugeben müssen, daß unter den vielen Auf dem Felde sind noch etwa zwanzig Soldaten mit VerJugendlichen, die nach Blößensee tommen, 70 pet. schon im schul- messungsarbeiten beschäftigt. Als ich meinem Sohne deren Beschäftigung pflichtigen Alter haben erwerbsthätig sein müssen, und daß nach erkläre, schreit dieser plöblich:„ Vater, Ulanen!" Gin Offizier und vier feinen eigenen Erhebungen bei ungefähr zwei Dritteln diefer 70 pCt. Lanzenreiter kamen in gestrecktem Galopp herangesprengt. Die meisten das Vergehen auf jene Erwerbsarbeit zur i dKinder drängen sich ob der in dieser Gegend ziemlich unbekannten zuführen war. Er selber unterrichtet nur 18-30 jährige Ge- Erscheinung zu einem Knäuel zusammen. Plößlich schwenkt der fangene, aber wenn er( so führte er in Breslau aus) tiefer auf den Offizier ab und reitet gerade auf die Kinder zu, die Grund geht, so findet er, daß ihr Vergehen meist irgendwie mit der heftig auffreischend auseinander sprengen. Ganz herzerbarmend ist früheren Beschäftigung zusammenhängt. Ueber die Kegeljungen das Gefchrei eines davonstürzenden Knaben, den der Offizier befagte er nach dem stenographischen Bericht: Weitans die größte sonders aufs Korn genommen zu haben scheint.„ Aber Herr Mehrzahl von Kegeljungen sind da wegen Betruges; die werfen Lieutenant", ruft ein älterer Mann," Sie jagen ja den armen Kegel um für einen, von dem sie wissen, daß er anständig bezahlt; Jungen zu Tode. Was hat er gethan, wollen Sie etwas von ihm, da lernen die Jungen den Betrug..... Und wenn ich noch eins so werde ich ihn greifen"." Lassen Sie das", lautet die Antwort, verrathen soll: unsere Bengel, die wir da haben, die Mörder, er hat geworfen". Und richtig jagt der Offizier weiter hinter die sind, wie ich mich genau informirt habe, alle Jungen gewesen, dem Stinde her, bis es an die ersten Häuser der Straße vertrieben die in den Destillen gesessen und Kegel aufgesetzt haben. Und ist. Es war ein Glückszufall, daß der Knabe nicht unter weiter:" Viele Jungen, die des Diebstahls wegen da sind, find die Hufe des Pferdes kam. Wie ist so etwas möglich", fragte ich früher Semmelträger gewesen. Mit Kleinen Diebstählen fangen mich. Ist ein ungezogenes Kind etwas so Schlimmes, daß man es fie an, eine Stufe reiht sich an die andere, und endlich kommen auf solche Weise verfolgen muß?" Mir war die Freude an der Wahrheitsgetreues, streng reelles Heirathsgesuch! Alleiniger die Jungen wegen Diebstahls zu uns." Weiß Herr E. nicht, daß Ferienfreiheit gründlich verdorben. Inhaber hochfeinster Engrosfirma, solid und von tadellofem Ruf, es auch eine sozialistische Doktrin" ist, daß die Erwerbsarbeit Die kaufmännischen Fortbildungsschulen sollen vom Staat 38 Jahre alt, evangelisch, sehr große, schöne Erscheinung, im Besis im schulpflichtigen Alter, zu welcher viele unzureichend entlohnte oder übernommen werden. Die Leitung dieser Schulen theilt erworbenen nachweisbaren Vermögens von 275 000 Mark und großem arbeitslose, manches Mal auch gewissenlose Eltern ihre Kinder an- uns mit: Die bisher von einem freien, unter Leitung Einkommen, möchte wegen Verheirathung feiner einzigen Schwester, halten, nicht nur gesundheitliche, sondern auch sittliche Gefahren in des Rechtsanwaltes Dr. Haase stehenden Kuratorium ge= welche ihm bisher den Haushalt führte, jezt ganz alleinstehend fich birgt? Die bösen Sozialisten gehen aber freilich noch einen führten Kaufmännischen Fortbildungsschulen in Berlin" werden und fremd, fich ebenfalls recht bald glücklich verheirathen, und alsdann Schritt weiter: sie sagen, die Erwerbsarbeit der Kinder ist eine Be- minmehr" bom Handelsministerium direkt übernommen, und dauernden Wohnsiz in Dresden oder Berlin nehmen. Reflektirt wird nur gleiterscheinung der tapitalistischen Gesellschaftsordnung, unter deren zwar derart, daß dem Minister in Zukunft die Ernennung der auf eine durchaus besten Kreisen angehörende hübsche Dame( dunkel) von" Schutz" nicht tausend, nein Hunderttausende von fleißigen Kinder- Leiter und Lehrer, die Feststellung der Lehrpläne und Lehrmittel, großer, stattlicher Erscheinung, seelensgutem Charakter und häus- händen sich regen müssen, während hunderttausende von träftigen sowie die Feststellung des Etats obliegen wird. Die unmittelbare lichem Sinn. Gr. Vermögen nicht unbedingt erforderlich. Da Gesuch Männern zur Arbeitslosigkeit verurtheilt find. Herr E. wird, wenn Zeitung der Anstalt wird im Auftrage des Ministeriums eine von wahrheitsgetreu und ernstgemeint, ist bei der Heiligkeit der Sache er die kapitalistische Gesellschaftsordnung seinen Gefängnißschülern dem Winister berufene, im wesentlichen aus den Mitgliedern des strengste Diskretion gegeben und gefordert. Geft. Zuſchriften mit als gottgewollt" und" segensreich" hinstellen will, fonfequenter alten Kuratoriums bestehende Kommission besorgen, während im genauen ausführlichen Darlegungen event. Bild erbitte unter J. L. Weise auch die Erwerbsarbeit der Kinder als eine" gottgewollte" übrigen die Schulen durch einen besonderen Kommissar des Herrn 5852 an die Erped. des Berliner Tageblatt" SW, einzusenden. und„ fegensreiche" Einrichtung preifen müssen. Wir fürchten nur, Ministers regelmäßig beaufsichtigt werden. Anonym und gewerbsmäßige Vermittler unberücksichtigt. daß er damit gerade bei den früheren Kegel- und Semmeljungen, Vom Kuratorium der Berliner Unfallstationen erhalten Heirath! Für hübsches, jüd. Fräulein( 20 Jahre) 60 000 Mart die er so massenhaft unter seine Finger bekommt, fläglich Fiasto wir folgende Buschrift: In den letzten Tagen gingen mehrfach gleich, dreifache später, aus best. Hause, wird Bet. eines Herrn, machen würde. Notizen durch die Zeitungen, nach denen bei Unglücksfällen speziell Stud. od. Kaufmann od. Fabrikant in entspr. Position beh. Heirath Betreffe der Ziethen. Sache gehen verschiedene Nachrichten auf Bauten lange und vergeblich nach ärztlicher Hilfe gesucht worden ges. Vermittl. verbeten, dag. Anbahnung durch Berw. od. Bet. an- durch die Blätter. Denen, die an die Unschuld des Zuchthäuslers fei. In Rücksicht hierauf möchten wir wiederholt darauf hinweisen, genehm. Off. unter G. W. 2819. Erp. des Berl. Tagbl., Friedrich von Verden glauben und mit Ausnahme einiger Wenigen thun daß die 18 Berliner Unfallstationen jederzeit bei Tag und das alle, die den Fall tennen können wir die Mittheilung machen, Nacht- Arzt und eventuell Krankenwagen entsenden und die Weiterftraße 66. Für meine Verwandte, Jüdin, 20 Jahre alt, v. angenehmem daß die Vertheidiger Ziethen's den Kampf nicht aufgegeben haben, beförderung eines jeden Verlegten oder plößlich Erkrankten in seine Aeußern, die die Nevenuen ihres hiesig. Grundstücks genießt, wird daß demnächst neue Schritte zur Geltendmachung des Rechts bevor- Wohnung oder ein Krankenhaus übernehmen. Alle 18 Stationen, ein jg. Mann in gesicherter Position behufs Heirath gesucht. An- stehen, und daß der Kampf nicht eher aufgegeben wird, als bis das deren Adressen an den Anschlagsäulen vermerkt sind, sind an das meldungen unter U. J. 218. an die Exp. dies. Ztg. Recht gefiegt hat. Und dem Publikum, welches sich für den Ge-| öffentliche Fernsprechnetz angeschlossen. Alleinst. Bittw.( 61 J.), von gut. Charalt. u. mit angenehm. Manieren, Besizer einer hübschen Gärtnerei u. ländl. Beſigung, ist genöth., fich bald wied. zu verh. Alleinst. Wittfrau oder Jungfr. von gut. Charakt, und angenehm. Aeußeren, welche über 20-30 000 m. frei verfüg. tönn. bel. gef. Off. m. Bild u. näh. Ang. an d. Exp. d. 8tg. u. S. D. 456. gel. zu lassen. Für Zahnärztin, jung, hübsch, best. Famil., mit 5jährig., gut eingeführt. Praxis, vollst. zahnärztl. u. Wohnungs- Einricht., gut. Aussteuer, auch wirthsch. sehr gew., wird Arzt zwecks Heirath gef. Anonym unberücks. Diskret. selbstverst. Offert. Postamt 30 u. Millionärin, 39 J., wünscht Herrn in gut. Position zwecks Heirath tennen z. 1. Nh. Wallnertheaterstr. 41 pt. r. M. P. 70. The- Glück sucht ein in den 40er Jah. steh., respekt., mos. Mann, der ein sehr gut. u. schuldenfreies Fabrikgeschäft befigt. Sein Wunsch ist, eine hübsche, anmuth. Dame im Alter von ca. 30 Jah. kennen zu lernen, die ihm ein glüdl. Eheleben mit ihr wahrscheinlich macht Gefäll. Offert. mit Photogr. u. Angabe der event. Mitgift unter U. J. 212. in der Erped. d. Zeitung erbeten. " 27 Die Anerkennung der 12. Realschule zu Berlin und Höhe des ersten Stodes reichenbe Mauer ein. 8wei Mann sprangen unsererseits von diesem Worte gemacht werbe, gespottet. Er tönne gwar mit rüdwirkender Kraft bis zum diesjährigen Ostertermin rasch bei Seite und wurden an den Beinen nur leicht verletzt, fo fich als Kommilitone bezeichnen, denn er sei gewissermaßen heute noch wird, wie der Magistrat bekannt giebt, durch das nächste Nach- daß sie auf dem Bau berbunden werden und weiter arbeiten konnten. Student, da er vor Abschluß seiner studentischen Laufbahn als politischer trags- Verzeichniß der berechtigten Lehranstalten veröffentlicht werden. Der Dritte, der Arbeiter Schippanowsky, erhielt an den Schultern Flüchtling ins Ausland gehen mußte und seine Studien nicht beenden Die Saison der Dachstuhlbrände scheint angebrochen zu sein. und am rechten Schienbein so schwere Verlegungen, daß man ihn fonnte. Der„ Reichsbote" habe unter Hinweis auf diese Versammlung geEs vergeht jest tein Tag, an dem nicht ein oder mehrere Dachstühle in ein Krankenhaus bringen mußte. schrieben, er( Redner), der alte Revolutionär, wolle die Studenten in Flammen stehen. Auch am Sonntag war ein solcher abzulöschen Auf dem Zweirad wurde Sonntag Abend der 25 Jahre alte aufheben und bei dieser Gelegenheit seine Popularität wieder aufand zwar Laufizer Play 1. Diesmal wurde das Feuer so früh Mechaniker Otto Ulrich, der bei dem Zimmermeister Göbel in der frischen. Bu solchen Verunglimpfungen greife mur der, der keine bemerkt, daß es noch mittels einer Schlauchleitung zu beseitigen war. Man wollte fich vor dem Hauſe Aderstr. 83/84 den Gästen einer anlaffung, seine Popularität aufzufrischen. Es falle ihm gar nicht Dresdenerstr. 97 wohnt, von einem Omnibus überfahren. Der junge Gründe dem Gegner gegenüber hat. Redner habe keine VerMann Die hiesigen Theaterdirektionen sind von Polizeipräsidium Schankwirthschaft im Kunstfahren zeigen und gerieth bei einer Wen- ein, die Studirenden aufhezzen oder gar zu Ungeſetzlichaufgefordert worden, bis zum 1. Januar 1899 ihre Bühnen mit dung unter einen Omnibus, um den er sich nicht gekümmert hatte. leiten verleiten zu wollen. Regenvorrichtungen versehen zu lassen. Den Veranstaltern der BerDas Rad wurde zertrümmert und der Fahrer mußte mit einem fammlung fomme es nur darauf an, daß den Studenten flar Das Polizei Präsidium theilt mit: Bei einem Taschendiebe Schlüsselbeinbruch und Verlegungen am Hals und den Armen gemacht werde, sie, die doch den gebildeten Kreiſen angehören, ist eine goldene Damen Remontoir Taschenuhr Nr. 159 833 vor durch einen Kopp'schen Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht dürften nicht zurückſtehen hinter der Jugend der Arbeiterklasse. Bor gefunden, die offenbar aus einem Diebstahle herrührt. Das werden. 58 Jahren sei er, Redner, als junger Student nach Berlin gekommen. Zifferblatt ist mit blauen römischen Zahlen versehen. Der hintere Deckel hat Eisgravirung. Die Bestohlene wird ersucht, sich an den wurde eine Frau an der Ecke der Thurm- und Bredowstraße von Ideale der bürgerlichen Freiheit. In einem Kommersbuch aus der Bengen gefucht. Am 15. Juni, abends zwischen 6 und 7 Uhr Zwischen jener Zeit und der heutigen sei ein gewaltiger Unterschied. Damals habe sich die studentische Jugend noch begeistert für die Wochentagen vormittags im Zimmer 97 des Polizei- Dienstgebäudes, einem Radfahrer mit der Lenkstange zu Fall gebracht. Die Personen, Mitte der vierziger Jahre werde in jedem Liede für Freiheit geschwärmt. Alexanderstr. 36, Eingang Stadtbahnfeite, zu melden. Am 9. d. M. welche den Vorfall beobachtet haben, werden gebeten, ihre Andressen den heute gebräuchlichen Kommersbüchern finde man nichts von abends gegen 71/2. lihr wurde einem unbekannten Manne in der Ackerstraße unweit des Bahnüberganges der Stettiner Bahn ein beim Dreher Holfeldt, Bandelstr. 7, abzugeben. Packet mit Seife gestohlen. Die Seife wurde noch an demselben In der Vergiftungsaffäre der Matha Sch., über welche wir fingen, feien erfüllt von Begeisterung für die höchsten Ideale der Freiheitsbegeisterung. Die Lieder dagegen, welche die Arbeiter heut Abend polizeilich beschlagnahmt; der Eigenthümer kann dieselbe im in voriger Nummer berichteten, wird uns von dem Zuschneider Menschheit und von glühendem Haß gegen alles, was die Freiheit Gebäude des Polizeipräsidiums, Zimmer 887 II, in den Vormittags- Herrn Lothar Jahrmann, Swinemünderstr. 84, geschrieben: Die hindert. Da sehe man die große Kluft, welche zwischen den Anstunden in Empfang nehmen. Mittheilung verdient nach verschiedenen Seiten hin richtig gestellt zu fchamungen der Arbeiter und denen der besigenden Klasse besteht. Eine Jerfahrt mit einer schwerkranken Frau soll nach liegt vielmehr so, daß ich um den Schutz der Kriminalpolizei gebeten und die daraus resultirende Entstehung der Bourgeoisie auf der werden. Vor allen Dingen bin ich nicht verhaftet worden; der Fall Genosse Liebknecht schildert nun eingehend die ökonomische Entwickelung Mewes gemacht haben. Er wurde, als er eines Tages an der Ecke habe, weil man mir in der Charitee den Zutritt zu der Patientin einen und des Proletariats auf der andern Seite. Er weist an der Hand der Louisen- und Schumannstraße hielt, gegen 5 Uhr nachmittags Martha Sch. sich wirklich in anderen Umständen befindet. Des- bestrebungen vergessend, aus Furcht vor dem klassenbewußt aufverweigert hatte. Ferner ist überhaupt noch nicht festgestellt, ob der Geschichte nach, daß sich das Bürgerthum, seine früheren Freiheitsnach dem Varadenlazareth der fgl. Charitee gerufen, um von dort gleichen ist noch zu bemerken, daß die Kranke nicht gesagt hat: tretenden Proletariat in Frankreich nach der Junischlacht dem aus eine schwer leidende Frau, welche auf ihren eigenen Wunsch aus" Wenn Lothar nicht bestraft wird, werde ich alles gestehen." Biel- Napoleon, und später in Deutschland dem Junker Bismarck in die dem Krankenhaufe entlassen werden sollte, nach der Fehrbelliner mehr waren ihre Worte:" Ich will alles sagen, nur Lothar soll Arme geworfen habe, um die Arbeiterklasse niederzuhalten. Der straße 34 zu einer Frau T. zu fahren. Als der Kutscher dort an- feine Strafe haben," und zu diesen Worten tam fie, nachdem man akademischen Jugend werde allerdings vorgeredet gekommen war, erklärte Frau T., daß sie die Stranke nicht bei sich ihr gesagt hatte, ich sei in Saft, woraus fie natürlich schließen mußte, es daß Bismarck die deutsche Einheit geschaffen habe. In den und sie glaube beherbergen könne. Infolge dessen fuhr der Kutscher nach der daß ich in der That verdächtigt worden sei. Charitee zurück, wo man sich jedoch entschieden weigerte, die Märzkämpfen des Jahres 1848 habe sich auch die studirende Jugend Stranke wieder aufzunehmen. Der Kutscher wandte sich mun an das Straßensperrung. Die Wollinerstraße von der Fürstenberger- für die deutsche Einheit und Freiheit begeistert. Freilich Polizeibureau in der Albrechtstraße und fragte dort an, was 18. b8. mts. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. bacht, als fie jest vollzogen sei. Rational jei es nicht, daß die bis zur Griebenowstraße wird behufs Umpflasterung vom habe man sich die Lösung der nationalen Frage damals anders geer mit der Kranken machen solle. Der Wachtmeister gab ds. ihm den Rath, noch einmal nach der Charitee zu fahren Orgelfonzert. Der in der Marienkirche ohne Eintrittsgeld am deutschen Desterreicher hinausgestoßen wurden unter die Herrschaft ind bei dem du jour- habenden Arzte auf die Aufnahme der Mittwoch den 20. Juli, Mittags 12 11hr, von Herrn Musikdirektor der Slaven. Daß das heutige Deutschland fein freier Staat jei, Frau zu bringen. Der Kutscher that dies, doch wurde ihm Otto Dienel zu haltende Orgelvortrag verspricht Kompofitionen von das sehe man beispielsweise schon an der Schwierigkeit, welche die von dem Portier kurz und bündig erklärt, daß die Stranke Seb. Bach( G- moll- Fantasie, Kantate, Air für Violine), Händel Abhaltung einer Bersammlung verursacht. Ein Hinblick auf die unter feinen Umständen Aufnahme finden fönne. Run gings( Sonate, Josua- Arie), Mozart( Agnus Dei), Merkel( Adagio), Dienet englischen Verhältnisse zeige den Studirenden, daß bei abermals zum Polizeibureau zurück, wo der Kutscher erklärte, die( Bußlied, Weihnachts- Sonate) 2c. Mitwirkende sind: Fräulein Elise uns noch manches nicht so ist, wie es sein sollte. bir Kranke aussehen zu wollen, was er jedoch unterließ, als der Löfer, Fräulein Lotte Dienel, Herr Carl Nipkow, Organist und In den Freiheitskämpfen des Jahres 1848 hätten die Wachtmeister ihm erklärte, daß er sich dadurch strafbar machen Gesanglehrer, Herr May Keller, Biolinist, und Herr N. Schwießel- Studenten eine große Rolle gespielt. Redner wünscht nicht, daß würde. Nach einer nochmaligen Fahrt nach der Charitee kam der mann. es heute noch so wäre, denn heute leben die Studenten in den AnKutscher endlich auf die Idee, die Kranke nach dem Asyl für Obdach- Feuerbericht. Der Brand einer Badestube rief die Feuerwehr schauungen des Bürgerthums und vertreten nicht die modernen lofe in der Fröbelstraße zu bringen, wo die arme Frau um 1/48 Uhr, Sonnabend Abend 8 Uhr nach Wilhelmshavenerstraße 60. Freiheitsideen, welche ihre Stüge im Proletariat haben. Mit der nachdem sie fast drei Stunden lang umhergefahren worden war, Friedrichstraße 240/41 war nachmittags 14 Uhr ein Ballon Bemerkung, die Sozialdemokratie sei eine revolutionäre Partei, suche denn auch endlich aufgenommen wurde. Das Blatt weist endlich Salzsäure im vierten Stock ausgelaufen, doch wurde die Feuers- man die Studenten in einem Flugblatt von gegnerischer Seite bange darauf hin, daß die Kutscher in solchen Fällen gut thun würden, fich gefahr durch Aufwerfen von Sand und Sägespähnen beseitigt. Bur zu machen. Ja, sei denn die Revolution unter allen Umständen an die Berliner Rettungsgesellschaft zu wenden, deren in der Ober- felben Zeit hatte die Wehr Gerhardtstraße 13 ein Pferd aus etwas Gewaltsames? Die größte Revolution auf ökonomischem wafferstraße gelegene Bentrale auf telephonischen Anruf fofort für einer Grube herauszubefördern. Hilfe forgt. Eine Erklärung der Chariteeverivaltung auf die Mittheilungen des Fachblattes wird wohl nicht ausbleiben. Diese Mittheilungen flingen denn doch zu ungeheuerlich. der Revolution habe auch zu einer Revolution der Gedanken geführt. Aus den Nachbarorten. Denjenigen, welche der Sozialismus für ein spontan in den Köpfen Banmschulenweg. Den Parteigenossen zur Nachricht, daß der der Sozialismus überall dort bemerkbar macht, wo der KlassenEinzelner entstandenes Hirngespinst halten, möge gesagt sein, daß sich Eine Familienkatastrophe. Die Dachdecker Boblensky'schen sozialdemokratische Verein Vorwärts" am Mittwoch, den 20. d. M. gegensatz zwischen Bourgeoisie und Proletariat besteht. Diese ErEheleute in der Wrangelstraße 94 nahmen vor ungefähr 7 Jahren feine regelmäßige Versammlung abhält. Auf der Tagesordnung cheinung fehe man in allen tapitalistisch entwidelten Ländern. Der einen im ersten Lebensjahre stehenden Senaben Otto Penczynsky in steht u. a.: Die Umwälzung der wirthschaftlichen Stellung der Kapitalismus sei international, ebenso wie der Sozialismus. Pflege und gewannen ihn ini Laufe der Zeit sehr lieb. Frau Frau". Zu gleicher Zeit machen wir noch bekannt, daß am Sonn- um uns einen Vorwurf zu machen, suche man einen Gegensatz zu Boblensky, die Zeitungen austrug, wurde vor vierzehn Tagen auf tag, den 24. Juli, nachmittags 41/2 Uhr, ein Besuch der Treptower tonstruiren zwischen national und international. der Straße von einem Schlaganfalle getroffen und verstarb dieser Tage Sternwarte stattfindet. Billets sind in der Versammlung beim Bor- demokratie sei zwar international, fie erkenne aber das Recht der Die Sozialin der Charitee. Kaum war ihr Mann mit den Gängen fertig, welche stand zum ermäßigten Preise von 75 Pf. zu haben. die Beerdigung seiner Frau erforderten, da traf ihn ein neuer Schlag. Nation an, ebenso wie das Recht des Individuumis. Sie dente nicht Ein Bubenstreich wurde Sonnabend Nacht gegen den um daran, die Individualität zu unterdrücken, das geschehe, aber Der fleine Otto ging am Sonnabend Vormittag vom Hause weg, 11 Uhr 4 Min. vom Bahnhof Savignyplatz abfahrenden Südring- in der heutigen Gesellschaft, 100 um zu spielen. Als der Knabe nicht wiederkam, ging der Mann ver- 3ug vor der Station Charlottenburg verübt. Etwa an der Krummen mangels Talent so manches ziveifelt umher und erklärte, von einer bösen Ahnung erfaßt, wenn Straße flog plöglich ein faustgroßer Feldstein in einen Abtheil des fümmern müsse. zur Ausbildung erforderlichen Geldmittel verSem Kleinen etwas zugestoßen sein sollte, so wolle er auch nicht zweiten Durchgangswagens hinter der Maschine und verletzte durch erstrebe den Buchthausstaat. Die Sozialdemokratie fo fagt man Die Den haben wir heute. länger leben. Inzwischen war der Knabe schon aus dem Leben ge- bie umberfliegenden Glassplitter eine dort sigende Frau Buttig aus Sozialdemokratie aber wolle den Zuchthaus- und Kasernenstaat fchieden: ein Spieltamerad hatte ihn am Görliger Ufer in den Land Schmargendorf. Leider war es unmöglich, des nachts den frechen abschaffen und ein freies Staatswesen herbeiführen, wo niemand wehrkanal gestoßen und er war ertrunken. Als Boblensky abends Thäter zu verfolgen. um 12 Uhr in der Nähe seiner Wohnung auf der Straße stand, vergewaltigt werden könne. Wir werden hingestellt als die Partei brachte man ihm den Knaben. Ohnmächtig brach er zusammen. dürfte der Schuppenbrand an der Canner Chaussee in Rigdorf zurück- Wahlrecht ein Mittel, durch welches das Bolt seinen Willen zur Auch ein Kulturbild. Auf eine fahrlässige Brandstiftung des Umsturzes. Die Sozialdemokratie steht in dem allgemeinen Nachdem er sich erholt hatte, ging er weg und war bis gestern Abend 10 Uhr noch nicht zurückgekehrt. Es scheint, daß er sich wirt zuführen sein. Durch die Vernehmung verschiedener Personen, welche Geltung bringen kann. Wo das allgemeine Wahlrecht besteht, da fei eine lich das Leben genommen hat. in der Nacht zum Freitag in dem betreffenden Schuppen geschlafen sichere Bürgschaft gegeben gegen die Gefahr des gewaltsamen Umhaben, ist festgestellt worden, daß am Donnerstag Abend 5 Männer, sturzes und eine Gewähr für friedliche Entwicklung. Diejenigen, Acht Tage lang todt in ihrer Wohnung gelegen hat die darunter der verbrannte, am 19. Juli 1859 zu Sangerhausen ge- welche das allgemeine Wahlrecht zerstören wollen, seien die Um Näherin und Almosenempfängerin Elisabeth Cammert aus der borene Babier Wilhelm Gebhardt, in dem Schuppenanbau ge- stürzler. In dem Kampfe zwischen Bourgeoisie und Proletariat Wilsnaderstr. 25. Die 66jährige Frau wohnte hier schon seit mehreren nächtigt haben. Diese Personen tamen in trunkenem gu tönne niemand abseits stehen. Auch die akademische Jugend stehe Jahren einsam in Stube und Küche im Seitenflügel. Den Tag stand aus einer Destille in der Richardstraße und schickten unter dem Einfluß dieses Kampfes. Redner erinnert daran, daß der ilber war sie selten zu Hause, da sie viel von Herrschaften zum Aus einen der Kumpane nachts um 11 Úhr noch einmal nach ganze Staatsmechanismus in Bewegung gesetzt wurde, um Dr. Arons bessern von Kleidern und Wäsche geholt wurde. Am Sonnabend vor Schnaps. Es ist anzunehmen, daß diese Pemnbrüder dann wegen seiner Zugehörigkeit zur Sozialdemokratie acht Tagen wurde sie zulegt von einer Nachbarin gesehen. Wieder noch einmal Streichhölzer angezündet und dieselben achtlos in alademischen Lehrerschaft zu entfernen; daß erst kürzlich in holt tamen im Laufe der Woche Nachfragen, die Hausgenossen dachten brennendem Zustande ins Heu geworfen haben. Die Trunkenen sind Freiberg zwei Studenten relegirt wurden, weil sie mit sich aber nichts dabei, weil sie glaubten, die alte Frau sei zu einer alsbald eingeschlafen und erst infolge des Feuerlärms erwacht. sozialdemokratischen Arbeitern Umgang hatten, daß es vor JahresNichte zum Besuch gegangen. Erst als am Freitag eine Dame kam, Dabei aber haben die Schlaftrunkenen gar nicht geahnt, in welch frist einer Dame verboten wurde, in einem Studentenverein Vors die sie zu Donnerstag zu sich bestellt hatte, wurde man stuzig. Am entsetzlicher Gefahr sie schwebten, da sie das Geräusch der auf das träge zu halten, und daß der Aerztetag sich gegen das Studium Sonnabend machte der Pförtner der Polizei Anzeige und als diese Dach des Vorschuppens niederpraffelnden Funken für hernieder- der Frauen erklärt habe. Das müsse doch jedem Akademiker zum nun durch einen Schloffer die Wohnung öffnen ließ, fand man die fallenden Regen hielten. Erst als das Gebält des Schuppens zu Nachdenken bewegen und ihn zu der Erkenntniß bringen, daß der halbentkleidete Infassin auf dem zerwühlten Bette liegen. In der brennen begann, retteten sich die vier Männer durch Qualm und Kapitalismus die Unterdrückung bedeute. Wir verlangen nicht, Rüche fand man Neste von erbrochenen Speisen. Die Leiche war Feuer mühsam ins Freie. Gebhardt, um den sich die Genossen gar daß die akademische Jugend agitatorisch für die Sozialdemokratie schon start in Verwesung übergegangen. nicht gekümmert, lag berauscht auf dem Stroh und ist, da die Penn- eintrete, denn wir wissen, daß das gleichbedeutend wäre mit In Lebensgefahr schwebten am Sonnabend Nachmittag Führer brüder der anrückenden Feuerwehr keine Mittheilung von dem Vor- ihrem Ausschluß vom Studium. Wir wollen, daß die studentische und Insasse einer Droschte. Das Fuhrwerk bog, von der Fennbrücke Handensein eines Menschen in dem brennenden Gebäude machten, in Jugend sich Jdeale schafft. Nicht die Ideale der herrschenden Geselltommend, nach dem Südufer ein, als plöglich von dem links ge- den Flammen umgekommen. schaft, der Machtpolitit, gestützt auf Flinten und Kanonen, sondern legenen Schlichting'schen Holzplatz ein mit Brettern beladener Wagen Ein Bootsunfall ereignete sich Sonntag nachmittags gegen die Ideale, welche in der sozialistischen Bewegung zu finden find. richwärts quer über den Damm geschoben wurde. Da der Weg 5/2 Uhr auf der Dahme bei Grünau gegenüber dem Wenden- Man fagt, der Sozialismus sei nur für die Arbeiter, etwas abschüssig ist, war bei der kurzen Entfernung an ein Halten schlößchen. Bei dem bewegten Wasser schlug ein kleines mit zwei verachte die Wissenschaft. Lesen Sie unsere Schriften und Sie der Droschte nicht zu denken und der Zusammenstoß unvermeidlich. Herren und zwei Damen, die sich zum theil bereits in vorgerüdtem werden das Gegentheil finden. Sie haben gegen sich selbst Der Droschkentutscher fuhr bis hart an den Bürgersteig. Er kam Alter befanden, besetztes Segelboot um und ſank. Die in der Nähe imd im Hinblick auf Ihre Zukunft die Pflicht, den nicht mehr vorbei, die Bretter, welche weit über den hinteren befindlichen zahlreichen Bergnügungsboote sowie ein Dampfer eilten Theil des Wagens hinausragten, durchquerten die Droschle, zum alsbald an die Unfallstätte und es gelang ihnen, sämmtliche Insassen Glück so, daß der Insasse, Baumeister Beimann aus Moabit, durch beim Emportauchen über Wasser zu halten, bis sie von einem FährZurückwerfen feines Körpers in den Rücksitz der Droschte von Ver- boot aufgenommen wurden. legungen verschont blieb. Er wurde bald aus seiner bedrängten Lage befreit. Die Droschke war derart beschädigt worden, daß jie außer Betrieb gesetzt werden mußte. Der Fall lehrt wiederum, daß man beim Hinausschieben eines Wagens aus einem Thorwege sich stets vorher davon, überzeugen soll, ob der Verkehr frei ist. Das Polizeipräsidium hat auf der seit Sonnabend elektrisch betriebenen Straßenbahnlinie Gesundbrunnen- Moltenmarkt- Kreuzberg den Verkehr mit Anhängewagen für Sonn- und Feiertage versuchsweise freigegeben. Auf dem langen See, in der Nähe der Kleinen Rohrwaldinsel bei Karolinenhof, fuhr am Sonntag Morgen 11 Uhr ein Basiagierdampfer ein Angelboot an. Der Jusaffe des Bootes, der Tischler Julius Insasse Stoch, Reichenbergerstr. 130, ist gezwungen, sich an dem Führer des unbekannten Dampfers schadlos zu halten und bittet daher die Bassagiere, welche Zeugen des Vorganges waren, sich in seiner Wohnung zu melden. Feuer in Pankow. In der Nacht zum Montage wurde die Berliner Wehr nach Pankow gerufen, wo Brehmestraße 13 in einem Petroleumteller ein gefährlicher Brand ausgebrochen war. Da die anwesende Orts- Feuerwehr des Feuers nicht Herr werden konnte, mußte die Berliner Wehr Löschhilfe geben. Eine über dem Keller liegende Wohnung und ein Geschäftsladen sind mit ausgebrannt. Versammlungen. aus der er Sozialismus zu studiren, damit Sie nicht in Ihrem späteren Beruf der Gedankenwelt des Arbeiters fremd gegenüberstehen. Beim welche man Ihnen vom Sozialismus beigebracht hat, falsch sind. Studium unserer Schriften werden Sie finden, daß die Vorstellungen, Wir wollen nichts, als die Bahn frei machen für eine gesunde Ent wickelung von der kapitalistischen zur sozialistischen Gesellschaft. Wenn die Akademiker sich dem Sozialismus zuwenden, so haben sie ein Ideal gefunden, dessen sie sich nicht zu schämen haben. Ich wünsche, daß bei den Studirenden die Ansicht über den Sozialismus geklärt werde, und daß, wenn sie auch nicht der Partei beitreten, sie doch einsehen lernen, daß sie es mit einem Gegner zu thun haben, der Achtung verdient, und daß der, der uns niedertreten will, die Geseze der Entividelung nicht fennt. Die Versammelten folgten dem zweistündigen Vortrage Liebknecht's mit großer Aufmerksamkeit und spendeten ihm am Schluß stürmischen Beifall. Wegen drohender Einsturzgefahr des zweistöckigen Haufes Linienstraße 246 mußten am Sonntag die Linienstraße zwischen der Als erster Diskussionsredner nahm ein Herr Neumann, Neuen Königstraße und Steibelstraße für den Wagenverkehr und ebenso Redakteur des„ Kleinen Gegen- Lassalle" das Wort. Nachdem er der Bürgersteig für den Fußgängerverkehr gesperrt werden. Das einige gar nicht zur Sache gehörende Bemerkungen gemacht hatte, Nachbargrundstid Linienstraße 247 wird zur Beit umgebaut, und es trat er unter ironischem Applaus ab. Dann folgte Gustav Lanmachten sich infolge dessen an dem Mauerwerk des über 100 Jahre alten Hinterhauses des oben erwähnten Gebäudes, welches dem Roßdauer, der sich in sachlicher Weise und beredten Worten an die Studirenden wandte, sie zum Anschluß an den Sozialismus aufschlächter Frand gehört, Risse bemerkbar. Am Sonnabend Rachmittag Eine Volksversammlung, die der Agitation unter den fordernd. Gymnasiallehrer Pause schwärmte für eine Flotte, spaltete sich plötzlich die vorspringende Brandmauer des Vorderhauses Studenten gewidmet war, tagte am Sonnabend im Feenpalast so groß wie irgend möglich", und ein Student der Theologie erFr. 246, und die Front begann sich nach der Straße hinüber zu Schon von 7 Uhr an strömten die Theilnehmer in hellen Schaaren laubte sich, die Versammlung anzuulfen, indem er versicherte, die neigen. Da bei dem in diesem Theil der Linienstraße herrschenden nach dem Verfanımlungslotal. Um 8 Uhr war der Riefensaal von deutschen Studenten bleiben beim Bier und würden nicht zum fulturgroßen Wagenverkehr eine weitere Senkung des Hauses, ja ein einer aus einigen tausend Personen bestehenden Menschenmenge an- feindlichen Schnaps greifen. Nachdem Genosse Liebknecht in Gebäude- Einsturz zu befürchten war, so ordnete die Polizei die vor- gefüllt, bald darauf wurde er polizeilich abgesperrt, und feinem Schlußwort den Flottenschwärmer abgefertigt hatte, vers erwähnten Sperrmaßregeln an, bis die Gefahr durch Absteifungen Hunderte, die feinen Einlaß mehr fanden, mußten wieder ließen die Bersammelten unter lebhaften Hochrufen auf Liebknecht beseitigt worden war. umkehren. Die Studenten waren dem Anschein nach nicht den Saal. sehr zahlreich vertreten. Genosse Liebknecht, bei seinem Solzarbeiter Verband. Bezgirts Bersammlungen, Erscheinen mit stürmischem Beifall begrüßt, sprach über die Stellung Im Bezirk Moabit wurden am 11. Juli nach einem Vortrag der Akademiker zum Sozialismus und in der Sozialdemokratie. Er Millar g's zu Beitragssammlern Koßwig und Prestel, als begann: Meine Damen und Herren! Ich kann auch sagen: Schriftführer Worm und zum Bezirksleiter Van der Seide Kommilitonen. Ein hiesiges Blatt habe über den Gebrauch, der gewählt. Ein Banunfall hat sich Montag Vormittag uin 91 Uhr auf bem Grundstück der Litfaß'schen Erben in der Adlerstraße 6 zu getragen. Hier werden das Vorderhaus und die Seitenflügel abgeriffen, um einem Neubau Platz zu machen. Während drei Mam daran arbeiteten, stürzte am rechten Seitenflügel eine noch bis zur 3 Kom Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag Jim Bezirk Gesundbrunnen und Wedding referirte| In Friedrichsfelbe sprach Bitfin über die wirthschaftLankow. Sodann wurden die Nenwahlen vorgenommen. Als lichen Umwälzungen und die Gewerkschaften. Dem sehr beifällig Dem ſehr beifällig Briefkasten der Redaktion. Beitragssammler wurde Gollnow, in die Kontrollkommission| aufgenommenen Vortrag folgte eine lebhafte Diskussion. Als Hierdurch bitte ich dringend, mir ohne Aufforderung keinerle Döhling, Wiegner, Schmidt, Scheller, Tompell, Beitragssammler ward Brunt einstimmig gewählt. Aften oder Briefe in Privatangelegenheiten zuzusenden, da ich völlig teinftimmig gewählt. Ludan, Felste, hummel, Ebel, 2ehmann, Mochert In der Versammlung in Weißensee referirte Rusche außer stande bin, dieselben durchzusehen oder auch nur zurückzusenden; und als Schriftführer Vogel gewählt. Zum Schluß wurde noch Berlin. In der Diskussion sprach Kollege Did, welcher mit seinen es liegen mir zur Zeit gegen 600 noch unbeantwortete Aften und eingehend das erschienene Flugblatt besprochen, und den Kollegen Ausführungen den Vortrag recht treffend ergänzte. Hierauf gab Schriftstücke vor. Als Privatmann bin ich nicht in der Lage, derans Herz gelegt, die von den Innungsmeistern einzuführenden Kirchner, als Obmann der Kontrollkommission, über seine artige Zusendungen zu beantworten oder auch nur zurückzusenden. Arbeitsscheine energisch abzuweisen. Im Bezirk Rosenthaler und Schönhauser or Monate 14 Werkstellen-, 2 Vertrauensmänner- und Thätigkeit Bericht. Demnach find während der letzten drei Arthur Stadthagen. stadt hielt Herr Dr. Joel einen interessanten Vortrag. Hierauf missionssizungen abgehalten worden. Gerügt wurde das Verhalten nnd Freitag von 6 bis 7 Uhr abends statt. wurden Richter und Hildenberg als Beitragssammler gewählt. Der Kollegen der Werkstatt von Baschin, Gäblerstraße, welche, trob P. Eisenhauer. Mit dem fogenannten un fallzuschuß verhält Mehrere Redner sprachen sich dahin aus, daß die„ Arbeitsscheine" ihres gegebenen Versprechens, sich dem Verbande anzuschließen, und es sich wie folgt: Nach§ 5 Absatz 9 des Unfallgeſetzes ist vom Beginn ber der Meister von jedem Kollegen zurückgewiesen werden müßten. zu dieser Versammlung besonders eingeladen waren, nicht erschienen fünften Woche, also vom 29. Tage nach Eintritt des Unfalls bis zum AbIm Nord- und Nord- Ost- Bezirk referirte das Mitglied find. Getadelt wurde ebenfalls der schwache Besuch der Vertrauens- lauf der 13. Woche das Krankengeld auf mindestens 2½ des bei der Be Otto Klinger über das Schädliche der Ueberzeitarbeit. männer- Sigungen, auf welchen noch verschiedene bessere" Werkstellen, wirklichen Lohns, sondern gewöhnlich des im Statut bezeichneten orts rechnung des Krankengeldes zu grunde gelegten Arbeitslohns( also nicht des Er wies an verschiedenen Beispielen treffend nach, wie durch die wo früher die Organisation gut war, durch Abwesenheit glänzen. Der üblichen Tagelohns) zu erhöhen. Erreicht das Krankengeld/ des bek Ueberstunden nach und nach die Löhne herabgedrückt würden. Auch Bericht und die Taktik der Kommission fand allseitige Anerkennung. Der Berechnung zu grunde gelegten Arbeitslohns oder mehr( gleichgiltig ob besprach der Referent eingehend die geplante Einführung der Arbeits- Nach einem kräftigen Appell an die Anwesenden, reche fleißig für den es von einer oder mehreren Kassen gezahlt wird), so wird zuſchuß nicht gescheine seitens der Innungsmeister und bemerkte, daß nur allein der Verband zu agitiren und die persönlichen Reibereien aus dem Spiel zahlt. Diesen Zuschuß legt die Strankenkasse aus und zieht ihn von dem deutsche Holzarbeiter- Berband im stande sei, diese für den Arbeiter eine zu lassen, wurde die Versammlung geschlossen. Unternehmer wieder ein. Der Anspruch auf diesen Zuschuß verjährt, wie fwarze Liste bedeutende Einrichtung nicht zu stande kommen zu lassen. bie Krankenkassen Ansprüche überhaupt, in zwei Jahren. In Eine Resolution im Sinne des Referats wurde einstimmig ange also jetzt sicher nichts mehr zu machen. Ihrem Falle wäre Mart wöchentlich Sie scheinen übrigens insgesammt 12,30 halten zu haben, hätten demnach also ben Zuschuß erhalten. Grabowsee. Ueber den Inhalt des Artikels werden von uns weitere Recherchen angestellt werden. Sie müssen sich daher noch ein wenig gedulden. E. Schi. Uns ist über den Allgem. deutschen Spar Verein nichts bekannt. nomment. Im Bezirk We ft und Südwest unterrichtete Dr. Bernstein in seinem Vortrage die Anwesenden über die gewöhnlichen Symp tomie der am häufigsten vorkommenden Krankheiten und die dabei anzuwendenden Vorbeugungs- und Heilmethoden. Die Wahl des Beitragsammlers für die Zahlstelle bei Zubeil fiel auf F. Schulz. Die Werkstatt- Kontrollkommission wurde ergänzt im W. durch Brandt, im SW. durch M. Schulz, Czach, Manthey und Freigang. Für den Inhalt der Juserate übernimmt die Redaktion dem Bublifum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Dienstag, den 19. Jult. Neues Opern Theater( Kroll). Bajazzi. Cavalleria rusticana. Anfang 72 Uhr. Residenz. Frage an das Schicksal. Hierauf: Momentaufnahmen. An fang 8 Uhr. Neues. Aschermittwoch. Mein treuer Antoine. Anfang 71% Uhr. Westen. Carmen. Anfang 7 Uhr. Oftend. Auf Sumatra. Anfang 72 Uhr. Thalia. Im Fegefeuer. Anfang 8 Uhr. Belle- Alliance. 6 Der letzte Brief. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die Doppelgänger. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Die Ehebrecherin. Anfang 8 Uhr. Hrania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich eichshallenGarten- Theater. Leipzigerstr. 77. Neu! MISKO Neu! und das sprechende Pferd " Punch"! Miß Lester's Lawinen stürze. Die Kunstradfahrer ,, Derrington". Ferner bei kolossalem Beifall: Berlin auf Stelzen! bon W. Agoston und K. Wilhelm. Sonntags 7 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Familien Vorzugskarten giltig. Bei ungünstiger Witterung im großen Theatersaal. 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Gesangsaufführungen unter Mitwirkung der Gesangvereine Kreuzberger Harmonie"," Frohe Hoffnung"," Gerechtigkeit"," Freiheit" u. Frühlingsluft". Grosser BALL. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pfennige nach. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an geöffnet. Entree 20 Pfg. Anfang 4 Uhr. [ 211/1] Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Osten). Dienstag, den 19. Juli, abends 8 Uhr, bei Warsany( Königsbank), Gr. Frankfurterstr. 117: Versammlung Tages Ordnung: " 1. Vortrag des Herrn Dr. R. Silberstein über: Prostitution und Geschlechtskrankheiten vom Standpunkt der öffentlichen Gesundheitspflege". 2. Distusfion. 3. Verschiedenes. 242/ 20* Die Versammlung wird präzise eröffnet, das Erscheinen aller Mitglieder ist Pflicht. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südost). Dienstag, den 19. Juli, abends 8%, Uhr, im Lokal des Herrn Brüder, Waldemarstrasse 75: Versammlung. Tages: Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Kotzke über: Wahlbetrachtungen". 2. Dis fuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. 243/ 1* Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. = Dienstag, den 19. Juli, abends 8% Uhr: Versammlung im„ Feldschlößchen", Müllerstraße Nr. 142. Tages Ordnung: Vortrag des Genoffen W. Liebkneclit. Diskussion. Vereins: angelegenheiten. Verschiedenes. 247/ 10% Der Vorstand. NB. Die Genossen, welche noch Anträge zur Generalversammlung haben, werden ersucht, dieselben bis Dienstag einzureichen, damit dieselben auf die Tagesordnung gesezt werden. Arbeiter- Bildungsschule. Dienstag, 26. Juli, abends 8 Uhr, in Stabernack's Salon, Inselstrasse 10: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und der Revisoren. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Verschiedenes. 5/ 4* Mitgliedsbuch legitimirt. Beiträge werden entgegen genommen. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Mittwoch, 20. Juli, abends 8 1hr, bei Cohn, Benthstr. 20/21: Centrum- Vertrauensmänner- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Gewerkschaftsorganisation und ihre erzieherische Wirkung" 2. Bericht über Werkstattdifferenzen. 3. Verbandsangelegen heiten und Verschiedenes. 105/ 18* Die Ortsverwaltung. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Verwaltungsstelle Berlin. Mittwoch, den 20. Juli cr., abends 8½½2 Uhr: Bezirks- Versammlung für den Morden Achtung! Parteigenossen Berlins! Achtung! Sonntag, den 24. Juli, im Schloß Weißensee Gr. Volksfest arrangirt von den sozialdemokratischen Parteigenossen des 6. Berliner Reichstags- Wahlkreises Mallen- Gefänge von ca. 500 Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes unter Leitung des Bundes: Dirigenten Herrn Blobel. Großer Radfahrer- Korlo auf festlich geschmückten Fahrrädern durch das ganze Etablissement unter Vorantritt einer Musit- Kapelle. Eine Stunde später Großes Reigenfahren ausgeführt von Mitgliedern des Arbeiter- Radfahrer Vereins Berlin. Grossartige turnerische Aufführungen von Mitgliedern der Männer und Damen Abtheilungen des allgemein beliebten Arbeiter- Turnvereins ,, Fichte: Im herrlich gelegenen See: Gr. Schwimm- Pantomime. Die Besikergreifung von Sing- sang- Sing oder: Die gepanzerte Fauft ausgeführt vom Berliner Arbeiter- Schwimmerbund( ,, Neptun" ,,, Nord" ,,, Vorwärts"). Auftreten der berühmten Norddeutschen Konzert- Sänger. Auftreten altbewährter Spezialitäten in dem herrlich gelegenen See- Theater. iple Konzert- Musik 20 von zwei Stark belekken Mulk- Kapellen ou unter Leitung der Dirigenten Herren Tietz und Schonert. Kinderbelustigungen aller Art mit großartigen Ueberraschungen. Am Abend: Großzes Brillant- Wasser- Feuerwerk ausgeführt von dem berühmten Pyrotechniker Herrn C. Albers. Von 4 Uhr nachmittags an in beiden Sälen: Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Tanz. E 21 Die Kaffeeküche steht den geehrten Damen von 2 bis 6 Uhr zur Verfügung. Anfang des Konzerts früh 8 Uhr. Billet 20 PT. Für hinreichende Fahrverbindung wird Sorge getragen. Da wir weder Mühe noch Kosten gescheut haben, das Fest großattig zu gestalten und die Besucher in jeder Weise zufrieden zu stellen, so ersuchen wir um recht zahlreichen Besuch. 220/1 Das Comité. Billets sind bei allen bekannten Parteigenossen zu haben. Hiermit die traurige Nachricht, daß ( Gesundbrunnen, Schönhauser u. Prenzlauer Vorstadt) Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter unfere Schwefter im Lokal von Wernau, Schwedterstr. 23/24. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Ingenieurs Grempe über:" Berufsausbildung ber Metallarbeiter in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft." 2. Dis tuffion. 3. Verbandsangelegenheiten und Verschiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen.. und Berufsgenossen Berlins und Umg. Sonnabend, den 23. Juli cr.: Gr. Sommer- Fest Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaur. Mörschel, in Joël's Vittoria- Garten, Treptow, Köpnicker Landstraße 4, 45696 Elise Biedermann geb. Thiermann am Sonntag fanft entschlafen ist. Be: erdigung Donnerstag Nachm. 5 Uhr von der Charitee aus. Wwe. Thiermann. Allen Freunden u. Bekannten, welche vergeßlichen Mannes Fritz Steinicke ihre Theilnahme bewiesen haben, fagen wir hierdurch unseren herzlichsten Dant. Sozialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß der Parteigenosse Brunnenmachermftr. August Wegener nach schweren Leiden entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 20. d Mts., nachmittags 5 Uhr, von der Müllerstr. 34 nach dem Neuen Nazareth- Kirchhof statt.[ 247/7 Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. J. A.: Tauschel. Deutscher Metallarbeiter Verband. ( Verwaltungsstelle Berlin.) Todesanzeige. Am 16. d. M. starb unser Mitglied der Schmied Karl Neumann. Ehre seinem Andenken. Die Beerdigung findet am Dienstag, den 19. Juli, nachm. 4 Uhr, vont Augusta Hospital, Scharnhorststraße, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht 112/17 Die Ortsverwaltung. Am Sonntag, den 17. Juli, nachm. 314 Uhr, verstarb nach langen schweren Leiden im Alter von 62 Jahren mein lieber Mann, unser guter Bater, Großund Schwiegervater, der Maurer Mathias Kohns. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 20., von der Leichenhalle des Nix: 45706 dorfer Friedhofes aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Emma Kohns geb. Förster n. Kindern. Kranken- u. Begräbnißk. d. Berl. Gürtler, Brouceure. ( E. 5. 60.) Die Beerdigung des am 15. d. M. verstorbenen Mitgliedes, Gürtler Herm. Gürtler findet am Dienstag, den 19. Jult, nachm. 6 Uhr, auf dem Neuen Jeru falemer Kirchhofe( Briz) statt. Um rege Betheiligung bittet 45686 Der Vorstand. Nach langen schweren Leiden ver: starb am Freitag Nachmittag 33/4 Uhr mein lieber Mann unser guter Vater, der Gürtler [ 45496 Hermann Gürtler im 48. Lebensjahre. Um stille Theil: nahme bittet Frau Gürtler nebst Tochter. Die Beerdigung findet Dienstag Nach mittag 6 Uhr von der Leichenhalle des Neuen Jerufalemer Kirchhofes zu Briz aus statt. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 16. d. M. meine liebe Frau 45506 Marie Ruhland nach langen schweren Leiden ver storben ist. Die Beerdigung findet am 19. d. M., nachmittags 4 Uhr, nach dem neuen Jerusalemier Kirchhofe statt. August Nuhland nebst Kindern, Friedrichstr. 249. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 19. d. M. mein lieber Mann, der Metalldreher Otto Beyer, nach furzem aber schwerem Leiden verschieden ist. Die Beerdigung findet am 20. d. M., nachmittags 62 Uhr, von der Halle der Zions- Gemeinde in Neu- Weißensee aus ſtatt 45576 Die trauernde Wittwe Martha Beyer, geb. Schmidt. Todesanzeige. Gestern Abend, den 17. d. M., starb unser lieber Sohn, Bruder u. Schwager, der Tischler [ 4565b Otto Kunert im 32. Lebensjahre. Die Beerdigung findet Dienstag, den 19. d. M., nachm. 5 Uhr, von d. Danzigerstr 2 aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Für 2-3 Mark Steste sehr groß, zu Senabenanzügen 7-10 m. Für 12 M. ff. Cheviot: Reste zu Herrenanzügen, schöne Muste. auch Kammgarnreste, Baletot: und Soseureste so lange der Vorrath reicht im Riesenstofflager Krausenstr. 14, 1., fein Laden. Die trauernde Ww. Auguste Steinicke Fahrrad, 105. Geldverlegenheit. Jüdenstr. 35. Diefelbe ist geöffnet jeden Abend von 7/2 bis 9 Uhr. fünf Minuten vom Bahnhof Treptow, Haltestelle der Elektrischen Bahn bei der Beerdigung meines lieben un Sonn- und Feiertags geschlossen. Die zu heute am 19. Juli angesezten Bezirksversammlungen für den Osten und für Nixdorf finden erst am 26. Juli in felbigen Lokalen statt. 112/18 Die Ortsverwaltung. ( Siemens u. Halste). Im Garten Großes Konzert, von 4 Uhr an: ausgeführt von Mitgliedern der Freien Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker unter Leitung des Herrn Guttmann. Verein d. Lithographen, Steindruderu. Berufsgen. Deutschl. Gelangs- Aufführungen ( Filiale Berlin I.) Donnerstag, den 21. Juli 1898, abends 82 Uhr, im Englischen Garten, Alexanderstraße Nr. 27c: General- Versammlung Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Kassenbericht. 3. Wie stellen sich die Mitglieder der Lokal Arbeitslosen- Unterstützungstaffe zur Beibehaltung derselben? 4. Dis tussion. 5. Berschiedenes. Die Mitglieder werden besonders darauf aufmerksam gemacht, daß in dieser Versammlung darüber Beschluß gefaßt wird, ob zur Lokal- Arbeits: losen Unterſtüßungstaffe weiter gezahlt wird oder nicht. In anbetracht der Wichtigkeit der Versammlung ist es Pflicht aller Mitglieder, zu erscheinen. Mitgliedsbuch legitimirt. 96/20 Die Verwaltung. Maler, Lackirer, Austreicher und verwandte Berufsgenossen. Am Mittwoch, den 20. Juli, abends 8% Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Kombinirte Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht der Agitationskommission der Provinz Brandenburg. 2. Wahl der Delegirten zum Provinzialtag. 3. Bericht und Abrechnung der Fachschulfommission. Der wichtigen Tagesordnung halber ist das Erscheinen der Mitglieder unbedingt nöthig. Mitgliedsbuch legitimirt. 124/19 Der Einberufer. 1 B. Günzel, Lothringerstr. 52. Spezialität: Porträts sozialistischer Führer, Lassalle, Mary 2c. in Cigarrenspizen, Pfeifen, Nadeln, Brochen, Knöpfen, Büsten, Bildern u. dgl., sowie jede Drechslerivaare u. Repar.( Man verl. Preisturant.) I bom Sängertreis der Musitinstrumenten Arbeiter. Im Saale: Grosser Ball. Herren, die am Tanz von 8 Uhr an theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. ( Tanzleitung: Richard Heinrich.) Jedes Kind bekommt beim Eintritt eine Stocklaterne gratis. Beim Dunkelwerden: Großer Fackelzug. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 3 Uhr nachmittags an geöffnet. Billets à 20 Pf. sind zu haben im Restaurant Heinrich, Naunynftr. 78 und beim Vorf. G. Darsow, Grünauerstr. 25.- Deffentl. Staſſe findet nicht statt. Da Umstände halber die Delegirtenversammlung am Montag nicht stattfinden konnte, so ersuche ich sämmtliche Delegirte, am Mittwoch, den 20. d. M., abends 8½ Uhr, Oranienstr. 54, zu erscheinen. 142/8 Der Vorstand. Direkt von Aachen! der ersten Tuchfabrikstadt Deutschlands, versenden wir zu bekannt billigen Preisen berühmte prämiirte Aachener und Stoffe zu troff. Auswahl. andere erstklassige Anzügen, Paletots etc. in unüberTausende Empfehlungen und die stattliche nachweisbare Anzahl von ca. 30 000 Kunden beweisen unsere hervorrag. Leistungsfähigkeit. Muster vom Einfachsten bis Hochfeinsten franko an jedermann. unsere berühmte Spezialität, echtfarbig, reinwollig, modern, 3 Meter Monopol- Cheviot zum gediegenen Anzuge 12 Mark![ 23/ 17* Wilkes& Cie., Tuch- Industrie, Aachen No. 78. nebst Sohn. [ 45666 Halbrenner, ganz neu, Bigarrenladen, Friedrichstr. 125. Achtung! Bauarbeiter. Achtung! Laut Beschluß der Kommissionssihung vom 16. und laut Beschluß der öffentlichen Versammlung vom 17. d. W. machen wir die Ortsverwaltungen resp. Vorstände darauf aufmerksam, daß sie darauf hinzuwirken haben in ihren Mitgliederversammlungen, daß alle Versammlungen an einem Sonntag stattfinden. Jedoch muß dieserhalb noch eine Konferenz stattfinden und bitten wir, etwaige Anträge formuliren zu wollen. 40/4 Die Kommission. J. A.: W. Noack. Die Mitglieder der 5624L* 80191 Freien Volksbühne und der Freireligiösen Gemeinde genießen Taut Bertrag mit der Victoria zu Berlin besondere Vergünstigungen derart, daß bei Volks: und Kinder. Versicherungen und bei lebenslänglichen Eisenbahn- Unglück Versicherungen( letztere mit nur einjähriger Wochenprämie) die Aufnahmegebühr fortfällt, und bei größeren Lebens- und Unfall: Versicherungen die Policengebühr nicht berechnet wird. gegen Versicherungs- Anträge nimmt schriftlich und mündlich entE. Vogtherr,| Julius Cohn, General- Agentur Oranienstraße 57. General- Agentur Stephanstraße 30. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin