Abonnements werden bei allen ichweijerischen Postbureau;, sowie beim Verlag und dessen bekannten Agenten entgegengenommen, und zwar zum vorauS zahlbaren VierteljahrSprei-»on i Fr. Z,— für dieSchweiz< Kreuzbands Ml. sllr Deutschland(Couvert) st. l.70 sllr Oesterreich Fr. 2,S0 sllr alle llbrigen Linder de» Weltpostvereins(Kreuzband) Juserate die dreigespaltene Petitzeile 25 Cts.----- 20 Pfg. Der oMenifllimt Krsch.iut entral-Hrgan der deutschen Sozialdemokratie. wScheueltch einmal Zürich(Schweiz). Jerlag der »ollSbuchhaudlung Hottingen»Zürich. Nollseildungell franko gegen franko. Gewöhnliche Briefe nach der Schweiz kosten Doppelporto. M 22. Briefe an die Redaktion und Erpedition des in Deutschland und Oesterreich verbotenen.Sozialdemokrat' wolle man unter Beobachtung äußerster Vorsicht abgehen lassen. In der Regel schicke man uns die Briefe nicht direkt, sondern an die bekannten Deckadressen. In zweifelhaften Fällen eingeschrieben. 27. Mai 1886. Parteigenossen! Vergesst der Verfolgten und Gemaßregelten nicht! Das Recht zur Rebellion. Herrn von Puttkamer und verschiedenen anderen Leuten ins Stammbuch. Der preußische Tugend- und Sitten-Minister hat es sich in der Reichstagssitzung vom 21. Mai wieder einmal nicht ver- sagen können, zum Zeichen der Schlechtigkeit der deutschen Sozialdemokratie einige Stellen aus dem verruchten„Sozial- Demokrat" zu verlesen. Run leugnen wir gar nicht, daß in unserem Blatte bisweilen ganz unverantwortliche Dinge stehen, z. B. die Geschichte von dem Minister, der doppeltes Gehalt bezieht, eine prächtige Amtswohnung unter den Linden in Berlin hat und nebenbei noch 900(1 Mark M i e t h s e n t- schädigung einstreicht, und wir würden es daher durchaus begreiflich gefunden haben, wenn Herr von Puttkamer uns durch Vorlesen dieser Geschichte einmal gründlich beschämt hätte; statt dessen aber begnügte sich Seine Exzellenz, unseren so zahmen Artikel über die Chicagoer Unruhen zum Besten ju geben. Unseren so zahmen Artikel, wir wählen das Wort mit Bedacht. Denn mäßiger, zurückhaltender als wir kann ein sozialdemokratisches Blatt sich gar nicht über jene Borgänge äußern, will es sich nicht der bodenlosen Feigheit schul- dig machen, das elementarste Recht, das der Vertheidigung gegen einen unberechtigten Angriff, zu verleugnen, blos weil seine Gegner—• die Anarchisten— von demselben Gebranch gemacht. Wir haben weiter nichts gethan, als dieses Recht vertheidigt, und es ist wirklich weit gekommen im deutschen Reich, daß ein Minister es wagen darf, aus einem so selbst- verständlichen Vorgehen der entschiedensten Opposition im Hause einen Strick drehen zu wollen, ohne oaß ihm ein erdrückendes Hohngelächter antwortet. Man hat in Deutschland alles Verständniß dafür verloren, — zuviel hat man ja leider nie davon gehabt— was Volksrecht ist. Was würde Herr Puttkamer erst gesagt, woher würde er das Pathos genommen haben, seiner stets auf's Acußerste er- regten Entrüstung noch eine„Steigerung" zu verleihen, wenn »vir im„Sozialdemokrat" mit dürren Worten das Recht zur Rebellion, und zwar zur Rebellion gegen die erste beste mißliebige Regierung als ein verfassungs- wäßigeS Recht proklamirt, den gewaltsamen Weg als ganz in der Ordnung zu erklären gewagt hätten? Und das hat— man merke wohl!— just am Tage vor jener Reichstagssitzung ein Klassen- und Parteigenosse des Herrn Puttkamer vor versammeltem Parlament gethan. Freilich geschah es nicht im Lande der„freien Frommen", sondern in jenem Lande, auf welches jeder gute Deutsche mit souveräner Verachtung herabblickt als„das Land, wo die Heuchelei zn Hause ist": in England. Im englischen Parlament wurde am 20. Mai die Verlän- gerung des Gesetzes über das Verbot des Waffentragens in Irland und die Ausdehnung desselben auf Nordirland debattirt. Herr Parnell hatte darauf hingewiesen, daß verschiedene Führer der Konservativen die protestantischen Bewohner Nordirlands, die sogenannten Orangisten, aufgefordert hätten, der Durchführung des Home-Rnle-Gesetzes eventuell mit den Waffen in der Hand Widerstand zu leisten. Da erhob sich Lord Randolph Churchill, Bruder des Herzogs von Malbor ough, im letzten Tory-Mini- sterium Minister für Indien und als solcher lebens- bängliches Mitglied des Staatsrathes(xrwy Council) und führte nach einigen einleitenden Worten Folgendes aus(wir zitiren nach dem Parlamentsbericht der„Daily News"): „Was er gesagt habe, sei, daß unter gewissen Umständen, wenn ein Theil des irischen Volkes einer anderen legislativen Körperschaft als dem Reichsparlament unterstellt werde, alsdann die Loyalisten (Orangisten) von Ulster mit jenem Theil des irischen Volkes, auf den er angespielt, höchst wahrscheinlich zum bewaffneten Widerstand greifen würden. Auf den Zuruf des irischen Abg. S e x t o n:„Sie sagten, sie sollten es thun", antwortet Churchill, das sei nicht wahr. Es liege nicht in seiner Absicht, sich um die Frage herumzudrücken. Was er gesagt habe, sei, daß wenn solche Umstände, wie sie gefürchtet, einträten (d. h. wenn ein irisches Parlament in Dublin eingesetzt würde. Red. des Ed.), s i e Recht habenwürden, zudenWaffenzugreifen. Er erkläre, und fordere auf, ihn zu widerlegen, daß das, was er aus- geführt, die verfassungsmäßige Auffassung sei, wie sie seit der Revolution von 1688 vom Lande acceptirt sei. Bevor er darauf näher eingehe, möge es ihm gestattet sein zu erklären, daß für die Sprache, wie er sie geführt, er die Autorität der ausgezeichnetsten Vorgänger auf seiner Seite habe. 1833 habe Lord Althorp, ein Name, den man hoffentlich auf gegnerischer Seite nicht mit Gelächler aufnehmen werde, erklärt, daß wenn er zwischen der Aufhebung der Union(mit Irland) und dem Bürgerkrieg zu wählen hätte, er den Bürgerkrieg vorziehen würde.(Sehr gut! auf der Opposition, d. h. bei den Tori es!) Lord Althorp sei ein großer Whig- Staatsmann gewesen, der einen Einfluß im Unterhaus ausübte, wie ihn weder vorher noch später Jemand im Parlament ausgeübt. In derselben Debatte habe Robert Peel er- j klärt, daß, um die Union aufrecht zu erhalten, die Regierung sich nicht nur auf die Wirkung des Schaffots verlaffen, sondern die Felder Irlands mit Blut tränken müßte...... Um dem ihm gemachten Vorwurf zu begegnen, wolle er die größte historische Autorität im Hause, den Herrn Staatssekretär(John Morley) zitiren. Der Staatssekretär habe viele historische Essays von außerordentlichem Interesse und literarischem Werth geschrieben. Von diesen sei keines interessanter als das Essay über Robespierre. ! Darin befinde sich folgende entscheidende Stelle:„Moderne Schriftsteller haben das Gottesgnadenthum der z fetzgebenden Versammlungen an die j Stelle des alten monarchischen Gott-sgnadenthums gesetzt. Wir bekennen uns außer Stande, den Aberglauben der Unantastbarkeit von einem König aus eine Kammer zu übertragen. Kein Zweifel, je eher ein Volk eine geordnete Regierung erhält, um so besser für dasselbe, vor- ausgesetzt, daß die Regierung wirklam ist. Ist sie das aber nicht, so fällt das Vergehen, sie zu unterdrücken, weit leichter in's Gewicht als das, sie fortbestehen zu lassen."........ Die Theorien, die er entwickelt, seien nicht nur von den erwähnten Personen(er hatte inzwischen auch Chamberlain und Lord Salisbury angeführt) vertreten worden, sondern, wie er glaube, auch von dem gegenwärtigen Premierminister(Gladstone). Im Herbst 1884 fand eine Debatte statt, welche vielen Mitgliedern des Hauses wohl noch in Erinnerung sei, sie betraf die Äston-Unruhen. In dieser Debatte habe er(Redner) das Ritglied für West- Birmingham der Aufreizung zur Gewalt beschuldigt und eine Rede zitirt, worin gesagt wurde, daß 100,000 Männer auf London marschiren würden, und der Premierminister habe den geehrte» Herrn vertheidigt und mit dem angedrohten Marsch ziemlich sympathistrt.(Rufe: Nein, nein!) Doch! Seine Rede enthält nichts, was darauf hindeutete, daß er es nicht that. Aber diese Rede enthält eine Stelle, die meine Ausführungen merkwürdig unterstützt.... Der Premierminister sagte, auf den Ausspruch von dem Marsch der zehntausend Männer anspielend:„Dieser Ausspruch ist von dem Marquis von Salisbury als eine Aufreizung zur Gewalt bezeichnet worden. Glauoen Sie, daß es unter den jetzigen Umständen die Pflicht von Ministern oder irgend sonst Jemand ist, vor das Volk dieses Landes, das jenes gewaltige Hinderniß(den WahlzenwS) sich gegenüber steht, hinzutreten und ihm zu sagen:„Liebe die Ord- nung und hasse die Gewalt? Sicherest es Pflicht, dem Volke zu lehren, die Ordnung zu lieben und die Gewalt zu hassen, aber habe ich ihm nicht auch Anderes zu sagen? Hab-, ich keinen Appell an dasselbe zu richten? Habe ich nicht auf die Wü:de und die Macht hinzuweisen, die den wohlüberlegten Beschlüssen eines großen Volkes zur Seite stehen? Sollen wir die natürlichen, berechtigten, mächtigen Waffen unserer Kriegführung auf die Seite legen? Ich möchte die Gewalt um jeden Preis vermeiden, und deshalb wende ich mich gegen die Rede des Marquis von Salisbury. Aber w nn ich die Gewalt zu vermeiden wünsche, so kann und will ick- 8 o ch nicht diese weibische Methode des Redens akzeptiren, welche dem Volk die ermuthigend-Thatsache verschweigt, daß es aus derErinnerung an frühereKämpfe, aus derErinne- rung an die großen Eigenschaften seinerVorfahren und dem Bewußtsein, daß es diese noch heute belitzt, Begeisterung schöpfen kann. Wen« in Politischen Krisen dem Balte unseres Landes keine anderen Rath- schlage crtheilt worden wären als, die Ordnung zn lieben, Gewaltthätigkeit zu hassen und Geduld zn üben, dann würden die Freiheiten dieses Landes nie errungen worden sein." Das heißt doch noch reden! Wir bedauern, daß uns der Raum mangelt, auf den weiteren Verlauf der interessanten Debatte einzugehen. Es ist ja klar, daß der ehrenwerthe Lord Churchill das Recht auf Revolution und Rebellion in der von ihm entwickelten Weise nur solange anerkennt, als er in der Opposition sitzt, wie auch Herr Gladstone als Premierminister sich gehütet hat, Herrn Churchill mit einer ähnlichen Rede zu antworten als die oben zitirte. Er suchte sich in seiner Ant- wort herauszureden; aber so sehr er sich auch bemühte, Chur- chill zu widerlegen, eines wagte er doch nicht: das Recht zur Revolution als solches zu verleugnen. Jndeß darauf kommt es ja schließlich für unsere Betrachtung nicht an, was die Herren sagen, wenn sie an der Regierung sind, sondern eben daraus, wie sie in der Opposition kämpfen. Da geniren sich, wie wir sehen, Männer wie Althorp, Peel, Morley, Gladstone, Churchill durchaus nicht, das Recht auf Revolution als verfassungsmäßige Theorie zu predigen. Und das in England, das als das Land der Gesetzlichkeit pur sxcsllcncs gilt. Im deutschen Parlament aber, das nur besteht kraft einer Reihe von gewaltsamen Revolutionen— freilich Revolutionen von Oben—, glaubt ein'Minister gegen die Opposition den vernichtendsten Streich zu führen, wenn er ihr vorwirft, ihre Bestrebungen könnten möglicherweise zu einer Revolution führen, oder ihre Ziele könnten nur durch eine Revolution verwirk- licht werden. Nicht die Opposition,— der Minister, die Regierung droht mit der Revolution, mit Gewaltstreichen. Die bürger- liche Opposition aber wird nicht müde zu betheuern, daß sie an absolut nichts Anderes denke als an die strengste Beobach- tung der bestehenden Gesetze. Sie sind verwöhnt, Exzellenz Puttkamer, das deutsche Bür- gerthum hat sich von seinen bürgerlichen und pfäffischen Wort- führern einlullen lassen und duldet Ihre Unverschämtheiten. Die proletarische Opposition läßt sich aber von Ihnen nicht ins Bockshorn jagen, und wenn Sie uns sogar das Recht auf Vertheidigung gegen ungesetzliche Angriffe streitig machen wollen, nun, so antworten wir Ihnen damit, daß wir Ihre englischen Klassengenossen ins Feld führen als Gewährsmänner für das Recht auf Rebellion. Aus Amerika. Es liegen jetzt authentische Berichte über die Chicagoer Un« ruhen vor, und nach diesen steht es außer allem Zweifel, daß die Schuld an denselben ausschließlich der Polizei zur Last fällt. Die- selbe ist, ermuntert von der kapitalistischen Presse, mit einer Brutalität gegen die streikenden Arbeiter vorgegangen, welche nicht nur unter diesen, sondern bei allen gerechtigkeitsliebenden Menschen die größte Erbitterung hervorrufen mußte. Die Polizei war es, welche provozirte— sowohl bei den Vorgängen vor der Mc. Cormick'schen Fabrik als auch bei dem Handgemenge aus dem Heumarkt. Es waren etwa 300—400 Arbeiter, darunter viele Frauen und Kinder, die am 3. Mai vor die Mc. Cormick'sche Fabrik landwirth« schaftlicher Maschinen zogen, um die dort noch Arbeitenden zum Aufhören zu veranlassen. Sie wurden von der Polizei angehalten und zum Aus« einandergehen aufgefordert. Als sie sich dem nicht sofort fügen wollten, gab die Polizei zwei Salven über die Köpfe der Masse hinweg ab. „Die zusammengedrängt« Menge", heißt es im Bericht der„Newyorker Volkszeitung",„zog sich nun. so gut es ging, in die freien Grasplätze im Nordosten der Fabrik zurück; statt nun ruhig die Leute sich verlaufen zu lassen, schoß die Polizei nochmals, und dies bracht« die Sache zur Krisis. Einzelne Streiker griffen erbittert nach Steinen und der Polizist Tom Condon wurde von einem Ziegelstein getroffen. Die Polizisten gingen nun mit Revolvern und Knüppeln zu einem wüthenden Angriff vor, mehrere Streiker nahmen den Kampf auf und schössen auf die Polizisten, aber ohne einen derselben zu treffen. Während dieses Geplänkels trafen die mit Polizisten beladenen Polizei- wagen aus allen Richtungen ein, bis an 200 Mann an der Fabrik waren. Während des Kampfes waren die Polizisten Kelley und Kaiser durch Steinwürfe schwer verletzt worden. Die Menge hatte sich inzwischen nach Blue Island Ave. begeben, wo die Straße von Robey Str. bis nach Western Ave. mit dichtgedrängten Menschen besetzt war. Nun schwoll den Polizisten der Kamm und Captain O'Donnell gab den Befehl, die Straßen zu säubern. Die zweihundert Polizisten stellten sich auf und gingen zum Angriff vor. Schuß auf Schuß krachte, und während dieses Angriff« fielen vier Streiker; zwei davon waren durch den Unter- leib geschossen worden. Sie wurden von ihren Kameraden aufge« nommen und fortgetragen, ehe die Polizei sich ihrer bemächtigen konnte. Eines der Opfer war ein Knabe, fünf Männer fingen ihn auf und trugen ihn nach dem Car-Schuppen. Dort bat er um einen Trunk Waffer, man brachte es ihm und er trank, um dann in herz- brechender Weise zu stöhnen und zu bitten, man sollte ihn nach Hause bringen. Ein Wagen wurde herbeigeholt und der sterbende Knabe hinein- gehoben; seinen Namen wußte Niemand anzugeben. Joseph Drehyk, 422 West 17 Str., war in den Unterleib gefchoss-n worden und wurde im Polizeiwagen nach Hause gefahren. Als später der Polizist Casey nach dem Hause kam, wurde er von einer aufgeregten Menge umringt, welche schrie:„Lyncht ihn! viertheilt ihn!" Der Polizist wurde ergriffen, ein Mann versucht, ihm einen Strick um den Hals zu werfen, doch kam ein Polizeiwagen herbei und befreite den Polizisten. Mehrere Verhaftungen wurden hier vorgenommen." Die Versammlung auf dem H e u m a r k t fand erst am folgenden, nicht, wie wir auf Grund der telegraphischen Berichte früher annahmen, am gleichen Tage statt. Daraus und aus der Thatsache, daß der vierte Mai ein sehr regnerischer Tag war, mag sich der verhältnißmäßig schwache Besuch erklären. Jedenfalls geht aus ihrem Arrangement her- vor, daß sie eine Protestversammlung und nichts weiter sein sollte. Weder war die öffentliche Ruhe und Ordnung gefährdet, noch sollte— es war Abends 8 Uhr— irgend jemand in der berühmten„Freiheit der Arbeit" gestört werden. Es lag also absolut kein Grund für die Polizei vor, einzuschreiten. Wenn sie es doch that, so lediglich, weil die Herren Polizeihauptleute sich vor ihren kapitalistischen Gönnern auszuzeichnen wünschten. Sie sind die wah- ren Schuldigen, sie gehören vor das Tribunal. Hören wir den Bericht der„Newyorker Volksztg.": „Die Polizeikapitäne Benfield und Ward hatten in dem benach- barten Stationshaus an 200 Polizisten angesammelt und warteten vergeblich auf eine Ruhestörung, um gegen die Menge vor- gehen zu können. Als keine solche eintrat, wurde eine Berathung abge- halten, und da die D e t e k t i v e s(Spitzel) es nicht an Berichten man- geln ließen, daß Brandreden gehalten würden, so beschlossen die Herren Polizeibeamten, nicht länger zu warten, sondern die Versammlung zu zerstreuen. Die Ordres wurden sofort erlassen und fünf Abtheilungen Polizisten traten den Marsch an, um e i n z u h a u e n. Als die erste Abtheilung an der Versammlung angelangt war, machte dieselbe Halt vor dem Wagen, auf welchem die Redner standen, und Capitän Bon- fied schrie:„Im Namen des Staats Illinois befehle ich der Menge, sich zu zerstreuen." „Bezüglich der weiteren Vorgänge hat man nur die Angaben der Polizisten selbst, welche behaupten, daß sie nur die Knüppel zogen, aber die Menge nicht angriffen. Im nächsten Augenblick sei au« einer„Alley" in der Nähe ein funkensprühender Gegenstand im weiten Bogen durch die Luft geflogen. Dies war eine Dynamitbombe mit bren- nendem Zündsaden, dieselbe fiel genau in der Mitte der Straße nieder und explodirte zwischen den beiden ersten Reihen der Polizisten." Was nun geschah, ist bekannt. Einj Art weißer Schrecken wurde in Chicago inszenirt. Man begnügte sich mcht damit, diejenigen Kämpfenden, deren man habhast werden konnte, zu verhaften, man steckte nicht nur die Redakteure und Verwalter der„Arbeiterzeitung" ein, nein, man ging gleich so weit, das ganze Arbeitspersonal bis zum Setzerjungen herab zu verhaften. Die„Arbeiterzeitung" wurde unter Zensur ge- stellt, und zwar ist der Zensor— sei stolz darauf, deutsches Volk!— ein Deutsch-Amerikaner, Polizei-Superintendent E b e r s o l d. Und nicht genug damit, alle Drucker weigerten sich, selbst das zensirte Blatt zu drucken, so daß es erst nach großen Mühen fertiggestellt werden konnte. In Anbetracht der Umstände, unter denen es erschien, ist die Sprache des Blattes eine anerkennenswerth muthige. Soviel von Chicago. Nicht minder gewaltthätig sind die Büttel des Kapitalismus in M i l- w a u k e e vorgegangen. Der Telegraph hat zwar auch über die dortigen Vorgänge berichtet, jedoch war aus seiner Darstellung so wenig Genaue» zu entnehmen, daß wir es für besser hielten, abzuwarten, bis ausführ- liche Berichte eingetroffen. Nun, in Milwaukee gibt eS fast gar keine Anarchisten, in Milwaukee war keine Bombe gefallen, und doch gaben die am 5. Mai dort von den Milizen, unter Führung deS„Majors" Träumer— ebenfall« ein Deutsch-Amerikaner— verübten G e waltthätigkeiten den Chicagoern absolut nichts nach. Die Arbeiterkanaille sollte zu Paaren getrieben werden, das war die Parole. In den ersten Tagen des Mai war es wohl insofern etwas lebhaft zugegangen, als die Streikenden in Trupps vor die Fabriken rc. zogen, um die etwa noch Arbeitenden zum Anschluß zu bewegen, aber gerade am S. Mai bot die Stadt bereits einen vollständig ruhigen Anblick. „Die großen Fabriken", schreibt der Berichterstatter der„Newyorker Volkszeitung",„blieben geschlossen, ausgenommen da, wo der Achtstunden- Tag bewilligt worden war. In der Vorstadt Bayoiew wurde in Allies' Fabrik von etwa der Hälfte der sonst beschäftigten Leute gearbeitet und sechs Kompagnien lagerten an den Werken, um die Streiker ab- zuhalten, an die Fabrik zu kommen und Unterhandlungen wegen des Achtstunden-Tages wieder anzuknüpfen. Die Soldaten standen unter dem Befehl des Major Träumer, eines bekannten Turners und professionellen Politikers. Gegen 8 Uhr Vormittags bildete sich ein Zug von Streikern, denen sich viele Frauen und Kinder als Neugierige anschlössen, da kein Mensch an Gewaltthätigkeiten dachte und Niemand ahnte, was der„Befehlshaber" der Milizen im Sinne hatte. Die Leute zogen durch South Bay Street und bogen nach den Werken, die noch volle 300 Jards entfernt waren. Jetzt war für den tapferen Major Träumer der Augenblick da, sich den waffenlosen Männern, Frauen und Kindern gegenüber als heldenmüthiger Heerführer zu zeigen. Er rief den Leuten„Halt" zu, aber dieselben konnten ihn wegen der weiten Entfernung nicht verstehen und schritten ahnungslos weiter. Ohne weitere Warnung ertheilte der unifor- mirte Mordbube das Kommando„Feuer!" und da den Soldaten ja auch schon ans Herz gelegt worden war, beim Schießen auch zu treffen, so leisteten sie ihr Möglichstes in dieser Richtung. AlS der Rauch sich verzogen halte, ergab sich, daß neun Personen ent< weder getödtet oder tödtlich verletzt worden sind, davon drei oder vier, die gar nicht an dem Zuge theilgenommen hatten, sondern zufällig in der Nähe waren. So wurde Franz K. Kunkel, ein grau- baariger, 60 Jahre alter Taglöhner, kein Streiker, der auf der Vor- treppe an seinem Wohnhause stand, ins Herz getroffen und augenblicklich getödtet. John M e r f h, ein zwanzigjähriger Kutscher, fuhr mit seinem Wagen durch 4. Ave., als eine Kugel ihn in die Brust traf und sofort tödtete. John Navalzek, ein zwölfjähriger Knabe, wurde mit seinen Schulbüchern noch unter dem Arm sterbend am Boden ge- funden....." Und nun begannen, grade wie in Chicago, die Repressionsmaßregeln wider die Führer der Streikbewegung. Paul Grottkau und H. R ö ß l e r, die hauptsächlich für den Achtstundentag agitirt, sowie ver- schieden«„Anarchisten", im Ganzen 19 Mann, wurden verhaftet. Erste- rer, weil er die Streikenden aufgefordert haben soll, sich nicht wehrlos niederschießen zu lassen. Und charakteristisch! Während der große Hans Most in Newyork gegen eine Bürgschaft von 1000 Dollars freigelassen wird, fordert man in Milwaukee für den von ihm ob seiner„Mäßigung" in Acht und Bann gethanen Grottkau 5000 Dollars. Die Bourgeoisie weiß sehr gut, wer ihre gefährlichsten Gegner sind. Uebrigens haben sich die Arbeiter Milwaukee's trotz aller Polizeibruta- litäten, trotz des rasenden Geschimpfes der kapitalistischen Presse nicht einschüchtern lassen. Die„Central Labour Union"(Zentraler Arbeiter- bundj von Milwaukee hielt am 9. Mai eine Sitzung und erließ eine Proklamation, in welcher eine kühne Stellung der Polizei und Miliz gegenüber eingenommen ward. Die Proklamation erklärt, daß die Central Labour Union als solche mit Riots(Straßenkämpfen) nichts zu thun hatte, daß sie aber daraus besteht, daß die Streiker dasRecht hatten, den auf sie gemachten Angriff zurückzuweisen. Die Aufrührer seien auf Seiten der Veitheidiger der sogenannten„Ordnung" gewesen. Die Ver- Haftung Groltkau's wird ein„wohlberechneter Schritt" genannt, durch welchen beabsichtigt worden sei,„die Arbeiterbewegung lahmzulegen." Ueberhaupt ist das Fruktifiziren der Bombe rc. drüben doch nicht so einfach gewesen, als etwa im alten Europa. Wo die Arbeiter gut orga- nisirt waren, haben sie, unbekümmert um das Geheul der Gegner, für ihre Forderungen weitergekämpft, und auch noch eine ganze Anzahl von Siegen errungen. Es ist selbstverständlich, daß die amerikanische Arbeiterpresse in ihrer Beurlheilung der geschilderten Vorgänge das brutale Verhalten der Polizei und Milizen in der gebührenden Weise brandmarkt, ohne übrigens auf eine Kritik der auf Seiten der Arbeiter gemachten Fehler zu verzichten, bezw. die Lehren aus den bei dieser Gelegenheit gemachten Erfahrungen zu ziehen. Wir behalten uns vor, in einer späieren Nummer auf dieses Thema zurückzukommen, und geben für heute noch einmal der Newyorker„Volks- Zeitung" das Wort. Dieselbe schreibt in einem:„Männer oder Feiglinge" überschriebenen offenen Brief an die amerikanische Presse mit Bezug auf das Vorgehen der Chicagoer Behörden gegen die dortige „Arbeiterzeitung": ....„Wie übrigens der Polizeichef von Chicago Zensur geübt hat, thut nichts zur Sache. Worauf es ankommt, ist, d a ß er sie geübt hat, daß ein unter der Konstitution der Ver. Staaten stehender Diener des souveränen und freien Volkes dieser Republik sich dazu hergegeben hat, eines der Grundrechte di-ses Volkes mit Füßen zu treten. Der Artikel I zu der Konstitution der Ver. Staaten bestimmt, daß „der Kongreß kein Gesetz machen soll,____ welches die Freiheit der Rede oder der Presse verkürz t." Solange dieser Artikel in der Konstitution besteht, ist Jeder, welcher eigenmächtig die Freiheit der Presse beeinträchtigt oder gar eine Zensur über dieselbe anordnet oder ausübt, als Hochverräther gegen die individuellen Rechte und Freiheiten des Bür- gers zu betrachten. Man mag uns vielleicht einwenden, daß zur Zeit in Chicago Aus- nahmezustände herrschten, daß die Ruhe der ganzen Stadt auf dem Spiele stand, wenn man das„anarchistische Hetzblatt" weitererscheinen hätte lassen. Welch' jämmerlicher Einwand! Erstens trifft er im gegebenen Falle nicht zu, denn die Verhältnisse lagen in Chicago durchaus nicht so, daß aus der einen geplatzten Dynamitbombe ein allgemeiner Aufstand hätte entstehen können. Und zweitens— ist dies gerade dasselbe Argument, welches seit Menschengedenken stets von allen Tyrannen und Volks- peinigern gebraucht wurde, um jede Freiheitsregung zu ersticken.„Die Ordnung" verlangt e!" war der ewige Schlachtruf auch der Gewalt- haber, gegen welche Eure eigenen Vorjahren das Bollwerk Eurer Kon- stltution errichtet haben. Darin soll eben die Macht, die innere Stärke freiheit- licher Institutionen bestehen, daß sie auch in Sturm- z e i t e n aufrecht bleiben und nicht beim ersten schwachen Windstoß wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Wo letzteres geschieht, da ruht das ganze Gebäude der Fwheit auf schwankendem Sandboden und kann bei der ersten besten Gelegenheit von dem ersten besten Ordnungsretter über den Haufen geworfen werden." Aus Oesterreich. Im Mai 1886. Vor einiger Zeit machte ein oppositioneller Abgeordneter dem Grafen Taaffe den V rwurs, daß er Arbeiterversammlungen mit der Tages- ordnung: Das Sozialistengesetz, rücksichtslos verbieten lasse. Dadurch werde grade jenen die Mögluhkeit einer Aeuherung entzogen, welche einzig und allein kompetent feien, über die Bestrebungen zu sprechen, die in Bau'ch und Bogen verdammt werden sollen. Geistreich und schlag- fertig wie er nun einmal ist, antwortete der Ministerpräsident daraus! „Es ist gesagt worden, daß es eine Absurdität ist oder war, daß als die Sozialisten zusammenkamen und über das Sozialistengesetz Berathun- gen halten wollten, die Regierung sie aufgelöst hat. Nun, ich bitte, in dem Moment, wo ein Gesetz dem Abgeoranelenhause überreicht wird, dürfte es doch nicht angezeigt sein, daß die Sache auf der Gasse dis- kutirt weide."„Nachher noch weniger!" riefen einige Stimmen zu dieser Rechtfertigung, die nur mit der Bezeichnung„zu dumm" qualifizirt werden könnte. Von der Unhaltbarkeit seiner unsinnigen Aeußerung scheint auch Graf Taaffe überzeug« worden zu sein, denn am 9. Mai fand ihaisächlich eine großartige Arbei'erversammlung mit der Tages- ordnung: Da» Sozialistengesetz, statt. Von den fünf Einberufern war einer, Dr. Kronawetter, ein demokratischer Abgeordneter, zwei waren deul chnationale Abgeordnete und zwei deutschnationale Parteimänner. We che polmsqe Zw cke diese Männer bei der Einberufung vor Augen hatten, ist unbekannt; auch was den Grafen Taaffe bewogen hat, die Verfamu lung zu gestatten, w iß man bisher nicht. Seine Vorliebe für seine heftigsten Gegner, die Deutichnationalen, bestimmte ihn gewiß nicht dazu. Eher etwas anderes I Man erinnert sich, daß auch im Vorjahre alle Versammlungen über das Sozialistengesetz verboten wurden, nur jene nicht, in der Dr. Kronawetter, gleich wie in der zuletzt stattgefun- denen, das Referat erstattete. Man erinnert sich, daß es Dr. Kronawetter war, welcher den Arbeitern die von der Regierung gespendeten 500 Gulden zur Arrangirung der berüchtigten Schwenderversammlung vom 14. November 1880 überbrachte, jener Versammlung, in der eine reak- tionäre Regierung die Sozialdemokratie dazu benutzte, sie als Trumpf gegen die Liberalen auszuspielen. Man erinnert sich daran, daß Dr. Kronawetter zwar in allen seinen Reden die herrschenden Mißstände grell beleuchtet, allein niemals noch in seinen Aeußerunzen der Regierung direkt nahegetreten ist. Es ist unleugbar, daß sich Dr. Kronawetter fast bei allen Arbeitern der größten Sympathien erfreut. Dem aufmerksamen Beobachter kann es jedoch nicht entgehen, daß der demokratische Mazi- stratssekretär ein feiner Politiker ist, der zwischen Kleinbürgerthum und Reaktion, zwischen Proletariat und Regierung, zwischen Recht und Macht ausgezeichnet zu laviren versteht. Dieser Mann war es, der in der letzten Versammlung, zu der sich wohl 10,000 Arbeiter drängten, von denen nur 4000 im Saale Platz fanden, in einer wirkungsvollen Rede seine Stimme gegen das geplante Sozialistengesetz erhob. Die Regierung wird ihm deshalb gewiß nicht gram sein, ist doch in allen Blättern zu lesen, daß einige Wochen später derselbe Dr. Kronawetter zu Gunsten der taaffefreundlichen Wirthschaftspartei in irgend einem böhmischen Stävt- chen eine Rede halten wird. Nach dem demokratischen Redner sprachen noch vier Arbeiter, sowohl sozialdemokratische als auch„radikale". Biel Neues ist nicht gesagt wor- den. Was ließe sich auch gegen das Schandgesetz vorbringen, das nicht von den deutschen Genossen schon hundertmal wiederholt worden wäre? Zum Schlüsse der Versammlung sollte eine Resolution zur Abstimmung gelangen, was von dem anwesenden Polizeioffizier jedoch untersagt wurde. Der in dieser Resolution(die wir bereits in voriger Nummer abgedruckt. Red.) am Schluß erhobene Appell an die sogenannten„Volksvertreter" hätte füglich unterbleiben können, zvenn er nicht als reine Ironie auf- zufassen ist. Eine gesetzgebende Versammlung, die das bekannte schänd- liche Vagabundengesetz, d. h. die kkiminelle Bestrafung jedes beliebigen Arbeitslosen ohne Debatte angenommen hat, ist thatsächlich voll- ständig vom KlassenegoismuS erstickt und hat kein R-chtsgesühl. Bei der Abstimmung über das Sozialistengesetz wird eine wunderbare Einig- kett herrschen. Da wird es keinen Streit der Nationen, der Konfessionen und der politischen Gesinnungen geben. Das Abstimmungsbilv läßt sich schon heute ziemlich genau entwerfen. Für das Gesetz werden»ans plirass stimmen: die Polen— dieselben Polen, welche so oft für die Frei- heit ihrer Nation stritten und die doch wissen sollten, wie das bittere Brod der Verbannung schmeckt. Dann die Tschechen, vom ersten bis zum letzten; die Jungtschechen, welche ungeheuer viel von Freiheit, Volksrecht und Tyrannenhaß schwärmen, haben, um den Schein zu wah- ren, erklärt, daß sie— elende Komödianten!— einige„freisinnige" Amendements zum Gesetze einbringen werden. Dann die K l e r i k a l e n und Autonomisten, die Slo venen, die Italiener und die Mittelpartei. Dann die Opposition, voran der d e u t s ch- ö st e r- reichische Klub, von dem einige Mitglieder vielleicht ihren schäbigen Liberalismus durch Stimmenenthaltung auszuputzen glauben werden, dann einige Mitglieder des deutschen Klubs, dessen Majorität wohl der Abstimmung fern bleiben dürfte, dann vielleicht auch die drei Mann hohe Schönerer-Garde sammt ihrem General, dem die„soziali- stische Rotte" schon lange ein Dorn im Auge ist. Gegen das Gesetz werden sicher stimmen: die drei Demokraten und der soziale Flügel des deutschen Klubs, etwa 10—1S Mann. Diesen dürften sich noch etliche Wiener Liberale und verschiedene Nationale zugesellen. Für das Sozialistengesetz werden im Ganzen etwa 200 Abgeordnete stimmen, mehr als 100 von allen Parteien werden sich der Abstimmung enthalten und ungefähr 30—40 dagegen votiren. Dem echten Oesterreicher wird dieses Bild vielleicht noch zu optimistisch erscheinen, denn er weiß, was er von dem zisleithanischen Reichsrathe zu halten hat. Die mystischen Worte Göthe's:„Das Unzulängliche, hier wirds Ereigniß, das Unbeschreibliche, hier wirds gethan!" passen vortrefflich auf den österreichischen Völkerrath. Der Konstitutionalismus im Habsburgerlande lebt nur von Absolutismus Gnaden. Die Reichs- boten haben nichts zu sagen als J— A— Ja, und das sagen sie pflicht- gemäß unter allen Umständen. Eine parlamentarische Regierung existirt nicht, sondern nur eine Regierun,.�„über den Parteien". Diese hält alle Parteien am Schnürchen, sie hetzt die eine Nation gegen die andere (was hierzulande„Völkerversöhnunz" heißt), und hält dadurch die eine mit der andern im Schach. Es ist die alte Metternich'sche Politik, ein wenig mit konstitutionellem Flitter versehen, womit sich die Völker noch immer zum Narren halten lassen. In Bezug aus die politische Freiheit ist Oesterreich vor Rußland ein gut Stück voraus, aber hinter Deutschland noch zurückgeblieben. Diese eigen- thümliche Mittelstellung bewirkt es, daß die Taktik der österreichischen Arbeiterpartei sich fortwährend ändert und trotz der 1 8jährigen Be- wegung noch kein nennenswerthes Resultat erzielt hat. Der Terroris- mus ist hier zwecklos, und der Klassenkampf in den legislativen Körper- schaften ist unmöglich, denn der Arbeiter hat kein Wahlrecht. Das Pe- titioniren und Kompromisseln endlich ist seit jeher fruchtlos geblieben. Die Unzufriedenheit wächst immer mehr, mit ihr aber auch die Hoff- nungslostgkeit. Das österreichische Proletariat befindet sich heute in einem ähnlichen Zustande, wie die franzöfischen Bauern vor 1789, nur ist es geistig vorgeschrittener. Die Herrichenden Parteien, die Bureaukratie, der Feudalismus und die Bourgeoisie, züchten förmlich den Revolutions- gedanken. Sie züchten ihn durch ihre kodifizirten Bedrückungen des Volks, durch ihre Parteinahme für die Unternehmer im Lohnstreite, durch ihr parlamentarisches Gaukelspiel und neuerdings durch ihre Sozialisten- gesetze. Triumphirend verkündet ein Tschechenblatt, daß das Gesetz über die Ausscheidung der sozialistischen Vergehen aus der Kompetenz der Geschwornengerichte, sowie über die Behandlung der verurtheilten So- zialisten als gemeine Verbrecher zwar verfassungsgemäß der Zweidrittel- Majorität bedürfe, dieselbe werde aber erlangt werden, weil die Linke wiederholt erklärt habe, daß die Tendenz dieses Gesetzes zu billigen sei. Solche Aeußerunzen prägen sich dem Gedächtnisse des Volkes gut ein. Es sieht alle bürgerlichen Parteien bereit, auf seinen Rücken loszuschla- gen, und sein Blut geräth in Wallung. Was hat es denn so schlimmes gedacht, gesprochen, gethan, daß man es noch mehr knechten, noch mehr treten will? Es sehnt sich nach Freiheit. Thaten das die Bourgeois nicht auch vor 1848? Es gibt weltgeschichtliche Phasen, in welchen neue Ideen mit veralteten Zuständen heftig aufeinanderstoßen. Dann glauben die Vertheidiger der bestehenden Verhältnisse im Kampfe gegen die Reformgedanken am besten mit Gewaltmaßregeln auszukommen. Sie legen der neuen Idee Kette auf Kette' an. Aber in den Händen der Neuerer werden diese zu scharfen Schwertern, welche die altersmorschen Zustände in Schutt und Trümmer stürzen. Zu spät werden die öfter- reichischen Machthaber merken, daß die Einschränkung der Recht- des Arbeiters nicht der Weg ist, der zur friedlichen sozialen Entwicklung führt. Taaffe. SozialpolMsche Rundschau. IZürich, 26. Mai 1886. — Die Jnterpellatio« der sozialdemokratischen Abgcord- neten über das Puttkamer'sche Attentat auf das KoalitionS- recht der Arbeiter kam am 21. Mai im Reichstage zur Verhandlung und zu ihrer programmmäßigen— Erledigung. Die Genossen Hasen- clever und Meister kennzeichneten den Ukas als das, was wir ihn Eingangs genannt, und wiesen an der Hand einer ganzen Reihe von Beispielen nach, daß er bei der üblichen Praxis der preußischen Polizei seine Spitze ausschließlich gegen die Arbeiter richtet. Herr von B ö t t i ch e r, als Bevollmächtigter des B u n d e s r a t h s. erklärte, daß dies« erleuchtete Körperschaft sich weder veranlaßt gesehen habe, noch sich veranlaßt sehen werde, irgend einer Maßregel der preußischen Regierung entgegenzutreten. Der Bundesrath hat sich keine Gedanken gemacht, macht sich keine Gedanken und wird sich keine Gedanken machen. Das über- läßt er der preußischen Regierung. Sie ist das Wort und sie ist das ; Gesetz, und wie kann das Gesetz in eigener Person etwas Ungesetzliches begehen? Traut man der preußischen Regierung zu, daß sie so ungeschickt ist, nicht den Wortlaut ihrer Verfügungen so abzufassen, daß kein Staatsanwalt sie packen könnte? Eine solche Unterstellung ist nicht deutsch und nicht patriotisch. Sprachs und setzte sich befriedigt nieder. Die Konservativen, National- liberalen und Zentrumzlsute hatten in rührender Eintracht beschlossen, an der Debatte über die Interpellation nicht theilzunehmen, am Schluß der Debatte ließ sich aber W i n d t h o r st doch herbei, dem Minister zu attestiren, daß in dem Erlaß nichts Gesetzwidriges enthalten sei. Daß der Ton die Musik macht und nicht der Text, geht den Zentrumsführer nichts an. Dieser Umstand gilt nur, wenn die Interessen des katholischen Klerus in Frage kommen. Im Uebrigen ist das Sozialistengesetz Gesetz, und so lange es Gesetz ist, ist der Minister in seinem Recht, wenn er von den Rechten, die ihm dasselbe einräumt, den ihm— dem Minister— recht scheinenden Gebraucht macht. Und mit diesem Freibrief für alle Schweinereien war dem Rechtsprinzip, das keinen getreueren Champion im Reichstage hat als Herrn Windthorst, Genüge geschehen. Namens der Deutschfreisinnigen drückte Herr Bamberger sein Bedauern über den Puttkamer'schen Erlaß aus, der den Verdacht erwecken könne, daß er gegen das Koalitionsrecht der Arbeiter gerichtet sei. Herr Bamberger hofft, daß das nicht der Fall sei. Er ist ein warmer Anhänger des Koalitionsrechtes und bereit, es im Nothfalle zu vertheidigen. Wenn auch nicht grade wie eine brüllende Löwin ihr Junges—„es sind nicht immer die edelsten Löwen, die am lautesten brüllen"— so doch mindestens wie eine sanstklazende Nachtigall. Und erging sich in so seelenvollen elegischen Tönen, daß das ganze Haus gerührt lauschte. Leider aber sollte diese rührende Stimmung nicht lange andauern. Die Nachtigall-Bamberger hatten ihre Rechnung ohne den Z i e g e n b o ck> Puttkamer gemacht. Der Reichsspitzelminister ist zwar ein mehr oder minder geschickter Komödiant, aber ein sehr schlechter Musikant. Wenn ein Ziegenbock elegisch wird, erregt sein Gesang die entgegengesetzte Wir« kung bei den Hörern, und wenn Herr von Puttkamer von der Rein- heit seiner Absichten spricht oder sprechen will, so beweist er jedesmal just das Gegentheil davon. Es liegt ihm nichts ferner als eine Ein- schränkung des Koalitionsrechtes, aber— er hält„die Früchte des Koalitionsrechtes im Großen undGanzen für äußerst beklagenstverth"(!), der„materielle Wertb dieses Rechts „als einer legitimen Waffe des Arbeiterstandes" ist ihm„im höchsten Maße zweifelhaft". Kann man deutlicher— meckern? Konnte es nach einer solchen Erklärung noch zweifelhaft sein, wessen sich die in Preußen Deutschland ohnehin schwachen Keime des Koalitionsrechtes von dem Minister-Ziegenbock zu versehen haben? Und auf diese Erklärungen, gewürzt durch die unverschämtesten Ausfälle auf die Vertrauensmänner der Arbeiter, denen Herr Puttkamer die Aus- Weisung in sichere Aussicht stellte, sobald dem Jhring-Mahlow Genüge was Ein der Beh! hätten d können, Sonnt um über ist. daß keine f streich defchlosse erwies si Fruerwe! besorgt k in recht lich noch nung ein >n Spren berichten euhrs an- aus r0 . Und sl ipäter {Horben, hebun bodenlos Absicht. kann." Sowei wähnte! Setennzei lehr b> »Dienst «ozialde - Regierun «esprech, Mnann Urttkel d jo b e u c »eife, d "erSleini ivtuuuy Iii(iuycic IlCUlt, VWil Vi.tllLiyv geschehen, blieb der brave Reichstag dem Herrn Minister die g e b ü h- 1 oifem{, geilyeyen, vlieo ver orave vieitysiag oem«errn v i e g e o u y> rende Antwort in jeder Weise schuldig, so daß selbst die,? �ng sich»u jeder radikalen Neigung unverdächtige„Frankfurter Zeitung" dem Ausruf veranlaßt sieht: „M ehr oder weniger fitzt derPolizeistaat fast allen Parteien in den Gliedern, und wenn er sich demnächst noch herrlicher entfalten sollte, so trägt das Parlament ein gehäuftes Maß von Mitschuld." Das ist's. Den Polizeistaat können die Herren aus dem eignen Innern nicht herausbringen, wie sollen sie ihn da wirksam nach außen bekämpfen können! — Die Puttkamer und Puttkämerlinge werden„immer töller", gleich den zu ihnen gehörigen zwei Herren Köller— dem senior und junior— heitertraurigen Angedenkens. Neulich der Ukas gegen das K o a l i t i o n s r e ch t, vor einigen Tagen die Aufhebung des Versammlungsrechtes für Berlin und Umgegend, und jetzt die Verhängung des„kleinen Belagerungszustandes" über— Sprem' berg! Sehr schön! Und wir fragen nur:„Was weiter, Herr von Puttkamer?" V o r w a n d des jüngsten Streichs: einige Rekruten sangen die Ar- wendig e g s n praktisch. — wora wäre, abnähme .»Le Prinz Jtten v< öweckr Der S �ojialbei "anarchij Hptifty Jen Radj ?ewaltm Bisten , Hat di !° ist es «rtikels beitermarseillaise und es gab eine Prügelei, wie sie seit Menschengedenken ez von Rekruten in Szene gesetzt zu weroen pflegen! Grund und Zweck der fa e s p e n st" FLkfch» .Rothen Jeden! - H Hände, {n Deuts ihums, i Velsen, her noch , Hände °in„hej 'ich e s, erhabenei letariats ehrliche( oet mod Diebsmo Vstohlen 1>Sen Ei Uns den was sie b* 'ieb stahl auchen des jüngsten Streichs: dem knieschlotttigen etwas Oel auf die Lampe zu gießen. Hören wir jedoch, was man uns aus der belagerten Stadt selbst schreibt: „S premberg— 1 1, 000 Einwohner— Belagerung s- zustand! Die Genossen werden, wenn sie diese Zeilen lesen, bereit? erfahren haben, daß über unser kleines Spremberg der große— pardon, über das große, große Spremberg der kleine Belagerungszustand verhängt worden ist. Daran ist nun einmal nichts mehr zu ändern; es handelt sich für uns nur darum, den Genossen im In- und Auslande zu be- richten, auf welche Art und Weise wir zu diesem Stück„Sozial- r e f o r m" gekommen sind. In den letzten Tagen des April war hier Rekrutirung. Die jungen Burschen sind bei dieser Gelegenheit etwas angeheitert gewesen, was wohl zu entschuldigen und jedensalls nichts Außergewöhnliches war. Der Polizei-Sergeant Hubrich, ein Flegel vom ärgsten Ka- liber, hatte nun schon auf dem Schützenhause, wo die Gestellung stattfand, fortwährend Händel mit den jungen Leuten, indem er ihnen das Bier ausgoß, sie mit D u anredete oder vielmehr anschnautzte tc. jc. Als das Ersatzzeschäst zu Ende war und Alles nach Hause ging, macht« sich eine kleine Schaar von 6 oder 7 Mann das Vergnügen, ein Taschentuch an den Spazierstock zu binden, und zog unter dem Gesang deS Liedes:„Ich bin Soldat doch bin" u. s. w. der Stadt zu. Der obengenannt- H u b r i ch versuchte nun, diese Leute zu arretiren, was ihm jedoch nicht gelingen wollte, denn die jungen Burschen gingen einfach nicht mit. Da es nun grade Mittagsstunde war und die Arbeiter aus den Fabriken nach Hause gingen, so sammelte sich bald eine aus Männerü, Frauen und Kindern bestehende größere Gruppe von Zu- schauern, die neugierig warteten, was aus dem Ding wohl werden sollte. Inzwischen war derPolizei-SergeantSchilling hinzugekom- men und hatte durch sein vernünftiges Auftreten die Angeheiterten be- reits zum Auseinandergehen bewogen, als H»brich, kaum daß er ge- sehen, daß er Hilfe hatte, wie ein Wüthender auf einen der ExzedenteN lossprang; dieser hielt sich an Hubrich fest, und im nächsten Augen- blick lagen beide am Boden. Allgemeine Heiterkeit brach aus, kaum aber befand sich Hubrich wieder aus den Beinen, als er, ohne auch nur irgendwie thätlich angegriffen zusein, den Degen zog und ausLeibes- kräften in die Menschenmenge einHieb, wobei er mehrere Personen verwundete. Inzwischen waren auch der Landrath Hoff« mann, nebenbei gesagt ein Prachtexemplar aus des Schöpfers Thier« garten, der Bürgermeister W i r t h sowie auch einige GensdarmeN hinzugekommen, und nun ging das Verhasten los, wobei unsere ehr- samen Bürger: der Vorsitzende der Tuchmacher-Ortskrankenkasse Adolf Schmidt, gebürtig aus Kamenz, sowie noch mehrere andere, gehörig zuzriffen. Das war Mittag. Abends fanden sich wieder einige junge Leute in der Langenstraße ein, um, wie es schien, dem p. Hubrich für sein Verhallen die Jacke auszuklopfen. Der Säbelheld wurde mit Bier- und Kaffeeflaschen be« warfen und retirirte schließlich in ein in der Näh« gelegenes Lokal. Um-uei 9 Uhr brannte in der Bautzenerstraße eine Scheune ab, was mtt dieser 1° ftatf Sache nichts gemein hat, aber die Leute zum Auseinandergehen veran« laßte. Das war der erste Abend." e t ja Sonnabend den 1. Mai, Abends, zogen Männer und Frauen, Jung i'��ibe und Alt, durch die Straßen, aber keiner wußte, was er eigentlich wollte. JJB die Bürgermeister und Polizei waren ebenfalls stark vertreten, und so wogte es bis zum Marktplatz hin. Hier wurden von mehreren jungen Leuten verschiedene sozialistische Lieder vorgetragen, woran sich das Publikum im Großen und Ganzen sehr zu amüsiren schien, denn als der Bürger- meister die Menge aufforderte, nach Hause zu gehen, leistete ihm Nie- mand Folge. Nun forderte der Bürgermeister die Bürger in den an- liegenden Lokalen auf, ihn zu unterstützen, was auch geschah. Jeder ieten Lo! gebrach« Bemalt, sinn der in der 3 Jpb dil Vünben Jnht, ist fassend« Leitet. fiampsmi dritte de . Da hi �»lichei druck un �rrsch-n �r mchj gliche dsä liebe liinmt. ».«»n «tnge vände ..Und s �stet 'Oy d Und r i. Ei Ordnet. en dumme Junge oder Bllrgerssohn, der bis dahin lustig mitgemacht und �stsälisi m Auseinandergehen sowenig Hen den Aufforderungen des Bürgermeisters zum i wie Andere Folge gegeben, packte jetzt seinen Nebenmann an und„v e i haftete" ihn, oder folgte der Polizei bei der Verhaftung. Wenn bis dahin alles harmlos verlausen, so war es grade der letzterwähnte Ilm- �krale o.». v»,"».--- Niemand wollte sich»nti gewartet stand, welcher die Leute zum Widerstand reizte. verhasten lassen. Sie setzten sich zur Wehr, und dabei soll mit Steinen und Flaschen geworfen worden sein, doch ist von einer Verletzung nichts �-- I ch bekannt geworden. Bei der Verhaftung wurde nun nicht danach gefragt,*« et l.fotf sind, daß die Arbeiter fie nicht wegstoßen können, so bleibt nur n' v"' Eine übrig: das Eigenthum der Arbeiter aus der Grifsweite langen Polizeifinger zu entfernen. Und um das ft J* w n g e u �UlljCljbUgcv z u C» i I c t H t II. um wu». .» JJ�Jnbe weg! Polizeifinger weg!" zu verwirklichen und zu vollstrecken, e. �"B die praktische Losung sein: Weg von den Händen! Weg te°N den Polizeifingern! >n Und wohlgemerkt: die deutschen Polizeifinger sind sehr lang. m r- n. interessantes Geständnis. Der preußische Landtags-Ab- *> Ordnete Berger-Witten ist zwar politisch ein charakterloser Patron, n> � unzweifelhaft ein sehr gescheuter Kopf, der als Großbourgeois schon er eine gute Witterung gezeigt hat. Anläßlich der Berathung der id JWälischen Kreisordnung im preußischen Abgeordnetenhaus am 20. Mai ig � Herr Berger eine Aeußerung gelhan, die für die Situation so cha- r- �seristisch ist, daß wir sie hier wiedergeben müssen. Von deutsch freisinniger is wurde das Gesetz bekämpft mit dem Hinweis, daß eine spätere n>.�rale Regierung in Preußen ein besseres Gesetz vorlegen werde. Dar- ch"I antwortete Herr Berger-Witte: er habe jetzt schon 2l Jahre darauf -n»'«artet und habe das Warten satt. ts �''3ch warte und hoffe auf eine liberale Regierung >t,"ch meinem und meiner Freunde Geschmack nicht was Einer gethan hatte, sondern es genügte, daß man der Aufforderung der Behörde, sich zu entfernen, nicht gefolgt war. Wir fragen nun, hätten die Arbeiter nicht mit demselben Recht auch die Bürger verhaften können, die ebenfalls nicht dahin gehörten? t Sonntag Vormittag war Magistrats- und Stadtverordneten-Sitzung, um über die etwa zu treffenden Maßregeln zu berathen. Zu bemerken daß der Bürgermeister in dieser Sitzung erklärte:„Das sind keine sozialistischeKrawalle, sondernDummejungen- ßreiche, alles schon vorbestrafte Subjekte!" Es wurde beschlossen, Abends die Feuerwehr in den Polizeidienst zu stellen, doch «wies sich dieser Beschluß als überflüssig. Alles blieb ruhig, so daß die Feuerwehr Zeit hatte, tüchtig zu— löschen, was sie denn auch brav besorgt hat; man konnte die Männer von der Spritze noch früh 4 Uhr >n recht„feuchter" Stimmung nach Hause gehen sehen. Wenn ich schließ- iich noch erwähne, daß dem Bürgermeister eine Fensterscheibe seiner Woh- nung eingeworfen worden sein soll, so habe ich Alles mitgetheilt, was « Sprembergs Schreckenstagen, von denen noch die spätesten Geschlechter berichten werden, Fürchterliches sich ereignet. 44 Personen sind des Auf- «hrs angeklagt, Staatsanwalt H a u k e und Landgerichtsrath G r a n d t k e nus K o t t b u s leiten hier in Person die Untersuchung. . sind schließlich haben wir nun auch noch, nahezu drei Wochen i p ä t e r, während denen die Ruhe in keiner Weise gestört «Orden, den k l e i n e n B e l a g e r u n g s z u st a n d und die A u f> Hebung des Versammlungsrechtes— eine Maßregel, so bodenlos lächerlich, daß nur eine idiotenhaft-kindische Angst oder die edle Absicht, einem kindischen Idioten Angst zu machen, sie diktirt haben >°an." Soweit die Zuschrift. Wir selbst bemerken noch, daß der darin er- «ähnte Landrath Hofsmann der Verfasser des von uns früher Kennzeichneten Pamphlets für das P l e b i s z i t ist. Der Mann jcheint I-hr beförderungssüchtig zu sein. Nun, unser« Segen hat er, denn »Dienst um Dienst". Spremberg wird bei den nächsten Wahlen der Sozialdemokratie zufallen. -7 Die„Leipziger Zeitung", das amtliche Organ der sächsischen „ Regierung, ist sehr ärgerlich darüber, daß der„Sozialdemokrat" bei t«'Iprechung der Chicagoer Vorkommnisse sich gegen die . jogendunte„anarchistische Taktik" erklärt hat; und da ihr der bezügliche �-"tikel des sozialdemokratischen Parteiorgans nicht in den Kram paßt, - w b e u g t sie denselben in der ihr eigenthümlühen biedermännischen «eise, die sich mit einer kleinen Variation des bekannten schwäbischen "usleins kennzeichnen läßt: A bissele Trug und Lügerei Und a bissele Fälschung ist allweil dabei. Wenn man das biedermännische Resum« der amtlichen„Leipziger ökstung" liest und den resumirten Artikel nicht kennt, so muß man noth- «endig zu der Ansicht gelangen, der Artikel habe so ziemlich das e g e n t h e i l von dem gesagt, was er in Wirklichkeit sagt. Rämlich: die sogenannte„anarchistische Taktik" sei„noch nicht" praktisch, weil die Macht der bürgerlichen Gesellschaft noch zu groß sei "- woraus selbstverständlich folgt, daß die„anarchistisch- Taktil" richtig «öre, wenn die Macht der bürgerlichen Gesellschaft entsprechend obnähme oder geschwächt würde. Nach dem biedermännischen Resumö „Leipziger Zeitung" hätte der„Sozialdemokrat" sich also im Prinzip für die sogenannte„anarchistische Taktik" erklärt, und blos ö'ren verfrühte Anwendung, aus opportunistischen oder oveckmäßigkeitsgründen verurtheilt. Der Artikel des„Sozialdemokrat", des amtlichen Organs der deutschen Sozialdemokratie, hat stch aber im Prinzip gegen die sogenannte »anarchistische Taktik" erklärt und bei dieser Gelegenheit an verschiedenen historischen Beispielen, u. A. an dem Beispiele des Kulturkampfs den Nachweis geliefert, daß der Glaube an die Allmacht der mechanischen Gewaltmittel— einGlaube, den Bismarck mit den„Anar- Listen" theilt— ein thörichter Irrwahn ist. Hat das amtliche Organ der sächsischen Regierung sich nur geirrt, ho ist es verpflichtet, durch richtige Wiedergabe des Inhalts jenes «rtikels seinen Jrrthum nach Möglichkeit wieder gut zu machen. Thut dies nicht, so müssen wir gegen das amtliche Organ d«.r sächsischen Regierung formell die Anklage der �ch den Uebereifer des betreffenden Meisters, veranlaßte, da es gerade Mittags- zeit war, eine kleine Verkehrsstockung, und daraufhin erließ der liberal- konservative Stadtrath von Zürich eine Verordnung, die angeblich nur den freien Verkehr schützen sollte, thatsächlich aber ihre Spitze gegen die Arbeiter kehrte. In einer ebenso imposanten wie würdig verlaufenen Versammlung haben diese am vorigen Montag gegen den Erlaß Protest eingelegt und dürfte derselbe auch schwerlich zur Anwendung kommen. Das ist Alles. Der Streik selbst dauert wie gesagt fort. Es gilt also auch fernerhin die Loosung: Zuzug feruhalten und Unterstützungen senden. Letztere sind zu adressiren an: Höhl, Predigerplatz 90, Zürich. — Von Nah und Fern. Bei den i t a l i e n i s ch e n D e p u- tirtenwahlen wurde Andrea Co st a inRavenna gewählt, ferner soll seine Wahl in I m o l a, seiner Vaterstadt, so gut wie sicher sein. Der Kommunekämpfer Hamilcar Cipriani, der tapfere Adjutant Flourens, der aus Grund eines skandalösen Prozesses im Zuchthaus schmachtet, wurde zweimal gewählt: in Ravenna und in F o r l i. Die Kandidaten der Arbeiterpartei erhielten in M a i l a n d gegen 1000 Stimmen. Das Gesammtresultat wird wohl eine Majorität für das Ministerium Depretis ergeben. Bei den Provinzialrathswahlen in B e l g i e n haben in Brüssel die Radikalen gesiegt. Für die Kandidaten der Sozialdemokratie war der Kampf bei dem herrschenden Wahlsystem von vornherein aussichts- los, doch haben sie wenigstens eine Vermehrung ihrer Stimmen erzielt. In Gent erhielt Anseele 1178 Stimmen gegen»28 im Jahre 1834. Beiläufig ist gegen Anseele Anklage wegen Maje- stätsbeleidigung eingeleitet worden, er hatte nämlich den Wüst- ling Leopold IL einen Volksmörder genannt. Die preußische Regierung soll der belgischen einen„Wink" ertheilt haben, die Pfingstdemonstration für das allgemeine Stimmrecht zu verbieten. Unverschämt genug ist sie dazu. Die Pariser Sozialisten und Revolutionäre feierten am vorigen Sonntag auf dem Kirchhof Pöre Lachaise das Andenken der Opfer der blutigen Maiwoche. Es mögen etwa 15,000 Theilnehmer dort gewesen sein. Da die Polizei sich im Ganzen anständig verhielt, so verlief die Demonstration in aller Ruhe. Die Berliner Polizei führt den Puttkamer'schen Ukas in der rücksichtslosesten Weise gegen die Arbeitervereinigungen durch. Man verbietet ihnen alle Versammlungen— aber„der Ukas richtet sich in keiner Weise gegen das Coalitionsrecht der Arbeiter." Ich krümme Dir kein Haar, sagte die Katze zur Maus, und biß ihr den Kopf ab. Die K r ei s h a u p t m an n s ch a f t von Leipzig hat die Leiter des dortigen Tischlerfachvereins, Robert Weber und Richard Köppe, auf Grund des Schandgesetzes ausgewiesen. Puttkamers Ukas bezieht sich nur auf Preußen und geht den Bundes« rath nichts an, sagt Herr von Bötticher. O Bund, Du Hund, Du bist nicht gesund ic. Korrespondenzen. Leipzig, 22. Mai. Einige in letzter Zeit vorgekommene Bestrafungen und Verhaftungen sollen hiermit zur Kenntniß der auswärtigen Genossen registrirt werden. Als erster in dieser Reihe ist Genosse Eichhorn anzuführen, wel- cher sich der„Verbreitung verbotener umstürzlerischer Schriften" schuldig gemacht hat und dafür 14 Tage Gefängniß aufgebrummt erhielt. Das Verbrechen bestand darin, daß Eichhorn jemandem unser Organ zur Lek- türe übergeben hatte, was, weil nur Mittheilung an eine Person, nach einer früheren reichsgerichtlichen Entscheidung keine strafbare Verbreitung im Sinne deS Gesetzes ist. Um so eigenthümlicher muß die Verurthei- lung berühren. Der zweite Genosse, welcher durch das Damoklesschwert der mit ver- bundenen Augen— das heißt blind— waltenden Justiz ereilt wurde, ist Genosse Grünberg. Ihm wurde wegen demonstrativenf?) Borgehens am Grabe eine Geldstrafe von 10 Mk. zudiktirt. Grünberg gab sich mit dem ersten Bescheid nicht zufrieden und legte Revision ein, und zwar nach Ansicht der Parteigenossen in berechtigter Weise. In der Anklageschrift war ihm nämlich zur Last gelegt worden, daß er, nachdem er dem Verstorbenen ein„R u h e s a n f t" nachgerufen, die Partei durch ein Hoch verherrlicht habe. Das ist nun in der schöffen- gerichtlichen Verhandlung von vier der sozialdemokratischen Partei nicht angehörenden Zeugen entschieden in Abrede gestellt worden(was auch sämmtliche Theilnehmer am Begräbniß, zirka 500, thun würden). Dem gegenüber behaupten der Ankläger, Spitzelmajor Döbler, und sein Kumpan, Friedhofaufseher Kühn, auf ihren Eid— so wahr ihnen Gott helfe l— das Hoch sei ausgebracht und auf eine ziemliche Entfernung gehört wor- den. Das Plädoyer des Staatsanwalts war wieder ein Muster von Staatsreiterei, verstieg sich doch der brave Mann des Gesetzes bis zu der Aeußerung: die Zeugen f ü r uns würden nur gewogen, nicht ge- zählt. Das Gericht erkannte— natürlich!— auch demgemäß, und wurde eine Geldstrafe von 10 Mk. als erforderlich erachtet, das Verbrechen zu sühnen. Vor einiger Zeit kam hier eine mit der Deklaration„Fettwaaren" gezeichnete Kiste an. Der Adressat konnte dieselbe aber nicht ausgehändigt erhalten, weil sie, wie die Oeffnung auf dem Zollamt ergab, umflürz- lerische, unser Pleiße-Athen gefährdende Schriften enthielt. Die weitere Folge war, daß der Adressat(Cigarrenmacher Keinitz) sofort mit einer Haussuchung beehrt(deren Resultat aber unter Null blieb, obgleich die „Beamten" eine rührende Sorgfalt an den Tag legten) und dann weiter in Untersuchung genommen wurde. In der Verhandlung, die nach sieben- wöchentlichem beschaulichen Leben abgehalten wurde, konnten nun aber keine weitern Beweise gebracht werden als:„Adreffat ist Sozialdemo- krat und seine Wohnung ist mit sozialistischen Bildern ausgeschmückt." Hiernach hätte man meinen sollen, der Angeklagte würde sofort freige- sprachen, aber— weit gefehlt,„der Mensch denkt und der Richter lenkt." 2 Monate Gefängniß unter Abrechnung von 14 Tagen für die Unter- suchungshaft war der Lohn für dieses horrende Verbrechen(angeführt waren nämlich die§Z 49 des R.-Straf-Ges.-B. und 19 des Soz.-Ges.). Als humoristische Episode sei noch erwähnt, daß nach Verlesung de ganzen Inhalts in der Verhandlung der Staatsanwalt auf die glücklich Idee kam, das Flugblatt„d e s N a r r e n k ö n i g s E n d e" auf Gruit des Sozialistengesetzes zu verbieten. Zum Schluß mögen noch einige Punkte aus der Organisa tio> unserer Polizei angeführt werden. Aageflellt werden nur noi! mit Ehren(?) aus dem Soldatenstand entlassene Unteroffiziere, und sid diesen im Kontrakt zur Pflicht gemacht,-ine bestimmte Anzahl Anzeig« zu bringen. Gelingt es nun einem oder dem andern nicht, diese Anzaji fertig zu bringen, so muß derselbe Strafarbeit liefern— Rappor- schreiben, und zwar wie beim Militär, 50, 75, ja sogar bis 300, tri' eine hiesige Zeitung(„Bürger-Zeitung") berichtete. Infolge dieser Ve» öffentlichung wurden auf Wachtstube 2(Gartenstraße 4) 4 Schutzlelck sofort entlassen, während 8 andere versetzt wurden. Angenommen wurd von diesen Leuten, sie hätten die Veröffentlichung möglich gemacht ui« wären Sozialdemokraten.(Bravo!) Nebenbei gesagt, sind Leute entlaffä worden, welche schon 12—15 Jahre im Dienste der„Gerechtigkeit standen. Uebrigens ist laut Kontrakt Jeder(und dies kommt fehr häuft vor, weil Jeder dazu gestempelt wird) Sozialdemokrat, welcher, wie ob« gesagt, nicht genügend Anzeigen bringt oder sonst einen Fehler mach Entlassen werden derart überführte Schutzleute ohne Kündigung, u»' ohne irgendwie Lohnentschädigung zu erhalten.— ZB* meinen nun, diesen Leuten müßten denn in der That endlich die Auge über eine derartige Behandlung seitens ihrer Vorgesetzten aufgehe- Schöpfer dieser herrlichen Organisation ist unser noch herrlicherer Polize direktor Bretschneider. Verden Vestbur anb b WjtQfl vo> ffl Fr. 2,- nt. 3,- fl. 1,70 Fr. 2,5C V-l, die Jl — Vom badischen Oberlande wird uns unterm 4. Mai b richtet, daß auch da sich eine thatkrästige Bewegung zu entwickeln begiw-- So faßten auch die am 2 7. April daselbst versammelten Arbeit-- einstimmig eine Resolution, worin sie sich für das soziall demokratische Parteiprogramm erklärten, und speziell de« sozialistischen Abgeordneten für ihr mannhaftes Auftreten im R-lchstag gegen die Verlängerung des Schandgefetzes ihre volle Anerkennu«? aussprachen. Sie erklären sich zugleich gewillt, auch in Zukunft für die Arbeite« interessen energisch einzutreten. Nur Es Eine veranstaltete Sammlung ergab Mk. 1 80 Beitrag zum Diätenfo« Die Beauftragten. -- J Warnung. eines wir i geben, weistei Aus Mainz wird vor dem Schreiner Michael Roch aus Ne« cvtt stadt am Stein gewarnt, der sich g e m e i n e r D e n u n z i a t i q. schuldig gemacht. � Weiteres in nächster Nummmer.-�ruck zuvor, — 1 iiebels Briefkasten der Redaktion: Einsendungen»c. sind eingetroffen aus: H al n ov e r, Leipzig(Gedicht), Halle, London, Volkmarsdo« Leipzig(von der Polizei), Berlin(rother Puttk.), Apold Mainz.—„Ein Genosse" bei London: Mit Leuten, die nicht mal den Muth haben, ihre Zuschriften zu unterzeichnen, lassen wir in keine Debatte ein. Uebrigens finden Ihre liebenswürdigen Rathsch durch die Aufnahme, welche der Friedensruf in der„ganz antiaui tären" anarchistischen Presse gefunden, ihre Erledigung.— r. in L o d o n: Replik Raummangels halber für nächste Nummer zurückgelegt. der Expedition: Rother Vorposten Lünebrgr. Haide: Mk. 6 Ab. 2. Qu. erh. Mk. 3 41 a/Zhlg. v. 13/2 pr. Dfd. dkd. verw. in Nr. 3 somit richtiggestellt. Alles abgg.— Frdr. Horgen: Mk. 1 pr. Ab. 2. Qu. gutgebracht.— Franz: Mk. 4 40 Ab. 2. Qu. C. M. erh.— Gänseleber: Mk. 65— ä Cto. Ab. 1. Qu.-c. S Abrchg. kreuzte mit Bf. v. 18/5. Verl. gutgebr. mit Mk. 3 1 Adr. geordn. Weiteres wird besorgt.— Claudius: Mk. 2 20 f. S-f erh. Sdg. fort.— Angler W.: Bstllg. u. Avis v. 19/5. etngekr. besorgt.— Falken: Am 20/5 erh. u. besorgt. Gruß.— Calembow Alles lt. P.-K. v. 20/5. hier. N. G. folgt gelegen« l.— I. H.: Mk. I1 ä Cto Ab. k. erh. Adr., Bstllg. tc. notirt.— Ahlemann: Mk. 4- Athl. gutgebr. Bse. v. 21. u. 22 nebst 4 Beiln. erh. u. besorgt. Bstllg.:c. notifizirt bis auf Weiteres.— Louise: Bf. v. 12, 5 u. B erh. Sdg. am 22/5. fort.— Nr. 2002 Lchtst.: Alles prompt beso« Mitunter Stockung in Zwischenhand.— H.©ch. Neuchatel: Fr. 1 pr. Usds. dkd. erh. Adr. geändert.— Veritas: Bf. v. 23/5 erh. N besorgt.— Felix l.: sibd. v. 25. am 26. hier. 20 durch Einwurf spätet.— A. Hhne Newyork: Fr. 405— ä Cto. Ab.»c. u. Remti erh. Weiteres notifizirt. Durchschnittskurs auf Papier dollars Jahresfrist zwischen Fr. 5 08— Fr. 5 12 hier. Grüße und beste Wü» für Jo.— Fuchs: Mk. 304 ä Cto baar u. Athle. Ab. ,c. erh. Qttg- Nr. 19 nach heutiger Bestimmung auf rund Mk. 300— verlautb« Beilage besorgt. S. B. V. kurz nach 16 fort. Bfl. Weiteres.— Ä grauen Staar: Mk. 10— zu lokalen Zwecken in K., desgl. in Nr. notifizirt« Mk. 8 60 daselbst dkd. verw.- I. L. Mz.: Mk. 3— Ab. 3. Qu. gebucht. Alles vor 14 Tagen bereits fort. Verzöger« wahrscheinlich in Zwischenhand.— Mauerbrecher: Mk. 30— ä Cto. 1 ic. pr. Prs. erh. C. glaubte, es kommen ihm nur baar erhaltene! 23— zur Last. Ausschluß u. Weiteres erwartet.— A. Heims Syrast« (1 Doll.) Fr. 510 pr. Ufd. dkd. erh. Grüße!— L. Luzern: Fr. l Ab. Mai u. Juni erh.-- r-: M. sandte Mk. 14 68. Melden Sie« Eingang. Warum nicht Alles durch Sie? Erwarten Angabe, wofür, G. Schzr. Chur: Fr. 3— f. Schft. erh. Werden in M. anfragen.& folgt.— Abigail: Mk. 10— erh. u. ä Cto. 1. Qu. Ab.-Rest, so« Forts, verw. Nachlfg. folgt.— Psaffenfeind Gr. St: öwfl. 1 70 Ab. I. Juni bis Ende Äug. erh. duktioi bis w hat, i der I t'alen, der de dem B bessern Blätte: hicht r 'vi ga, breußii lchar . Als 'chmiefc evtschu sei, mi wus d nicht< ®csch (siehe Äeuch bangen Zu un die B< verlier Ist pflichte stssor, wir di ankomi staglich geslellt hat sis Schichte als sel Und perrer w den Soeben ist erschienen und durch die Volksbuchhandlung, ftj*..{h'1 die Expedition des Sozialdemokrat in Hottingen-Zürich � fallen zu beziehen: beitxrb VI««?« V.«««�««. Die Iran �3» Stelle kamer' in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. �@ Bon Von 2) «. Bebel. sgmc Preis: Bei Bezug von mindestens 5 Exemplaren Mk. 1.50(Fr. l' Einzeln Mk. 2,—(Fr. 2,50). A. Neöet. Der deutsche Bauernkrieg mit Berücksichtigung der hauptsächlichsten sozialen Beweguv b°rzur �dglick Mnen Diaßre *" b J Elativ teil UNg des Mittelalters. p Preis Fr. 2--- Mk. 1.60..-'w Da nur noch kleiner Vorrath, werden Bestellungen umgehend erb�.�afl 1 Volkiibachhandinng �silt und| Also Expedition des„Soxialdemokrat". Herren Hottinzceu-Zfirlch. Soziatistisches Kauptquartier in Aemvol'� � Kreie Lesehalle mit Bibliothek 143 Achte Str. Täglich, inclu�. Uligei Sonntags, geöffnet von 9 Uhr Morgens bis 10 Uhr Abends."Ifln,'*11, an Schriften und Büchern dankbar entgegenommen.— Adresse velegx, Looialist Library, 148 Eigth 8t. New-York. U. 3. Schwei» erUch« Gni-genschaftz-vuchbruckerei HbXtngea-Ztrich hrzer � alt christlic