Nr. 170. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Wierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post Beitungss Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich aufer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel selle ober beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, forte Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Ternspredjer: Rmf I, r. 1508. Telegramm- Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonnabend, den 23. Juli 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Vom Bäckereiverordnungs- Jammer. Noch kurz vor den Wahlen hatten sich Konservative und Freisimmige verbündet, um den angeblich so sehr bedrängten eine" bestimmte widerlegung der wiederholt aufgestellten Be- gewachsen. Das Resultat der Erörterungen mit Bäckermeistern kann als und der Berliner offiziösen Presse ist der Mund wie zuBäckermeistern zu Hilfe zu kommen und die Bäckereiverordnung Hauptung angesehen werden, daß die Verordnung das Bäckerei- Viele Blätter ergehen sich nun in Klagen über Ju des Bundesraths als unberechtigten Eingriff des Staates in gewerbe erheblich schädige. Zwar flagten noch manche, aber keiner diskretion" und dergleichen. Einige sagen, diese Indiskretionen die freie Gewerbsthätigkeit zu brandmarken; es galt bei ihnen er Befragten vermochte buch und ziffernmäßig seien ebenso schlimm, als wenn der Sozialdemokratie als feststehende Thatsache, daß das Bäckereigewerbe durch dieselbe eine schwere Schädigung des Geschäfts nachzu Geheimerlasse übergeben würden. Danach müssen diese zu grunde gerichtet werden müsse. Nun bringen die a mtlichen weisen."( Erfurt) Blätter das, was da geschehen, als etwas ganz außergewöhnBerichte der preußischen Gewerbe- Aufsichts-" Die Verordnung fann bei einigem guten Willen durchgeführt liches und als etwas, das des Tages Licht nicht. vertragen beamten für 1897 den Beweis, wie jämmerlich erlogen werden. Dazu ist allerdings eine schärfere ueberwachung könne, ansehen. und die Bestrafung der8uwiderhandlungen erforderlich." die Klagen der Meister waren, andererseits aber auch, wie ( Hannover.) ungenügend der gewährte Schutz für die Gesellen ist und Eine schwere wirthschaftliche Schädigung der Bäckereien durch wie jämmerlich er durchgeführt wurde und durchgeführt die Verordnung ist nicht nachzuweisen."( Minster.) werden kann. Diefe Mittheilungen zeigen zur genüge, wie unberechtigt Uebereinstimmend theilen die Beamten aus den ver- die Klagen der Bäckermeister sind. Weit berechtigter sind die schiedensten Bezirken Preußens mit, daß bei nur einigermaßen Klagen der Bädergesellen, daß die Verordnung nicht gutem Willen der Meister sich alle Bestimmungen der Verdurchgeführt, von der Polizei wenig oder gar nicht revidirt, hinzu, daß bisher die kontrolle, ob die Verordnung Fällen eine Verurtheilung des Meisters nicht erfolgen kann, ordnung durchführen ließen. Die meisten Berichte fügen aber von den Gerichten zu milde gestraft wird und in den meisten auch innegehalten wurde, nur bei einem kleinen Theile weil- es an Zeugen fehlt. Kennzeichnend für die Ursache der Bäckereien ausgeführt wurde, und auch bei diesen in sehr dieses Zeugenmangels sind die Mittheilungen des Aufsichtsmilder Weise, wohl um die zornigen Herren Bäckermeister mit beamten für Bonn, welcher meldet: ihrem furchtbaren Schicksal zu versöhnen, in der tollsten„ Ueberhaupt scheuen sich die Gesellen den revidirenden Ausbeutung ihrer Gesellen ein Klein wenig behindert zu sein. Beamten gegenüber, den Meister belastende Aussagen zu machen, Auch geht aus den Berichten hervor, daß eine strenge was man ihnen auch nicht verdenken tann, denn Ent Durchführung der bestehenden Verordnung schon des- lassung würde in den meisten Fällen die unausbleibliche halb gar nicht erfolgen tann und wird, weil dies folge fein. Die gleiche Wirkung würde vermuthlich ein Auftreten der Gesellen vor Gericht gegen den dem guten Willen der Meister überlassen meister haben; sie werden demnach einer Vorladung als Zeuge, bleiben muß, falls diese nicht von den Gesellen zur Durch wenn irgend möglich, aus dem Wege gehen." führung gezwungen werden. Sehr richtig heißt es in dem Magdeburger Bericht: der Verordnung in Bedrängniß gerathen sollten, so würde dafür Wenn diese Mittheilung einestheils von dem lippe'schen nicht der Verordnung, sondern der eigenen Hand- Hofe die Schuld an der Veröffentlichung der Angelegenheit lungsweise der Bäcker die Verantwortung zuzu abwälzt, so giebt sie doch zugleich den Thatbestand selbst zu. weisen sein.( Oppeln.) Für so verbergenswerth haben wir diese Angelegenheit nicht angesehen, im Gegentheil, wir finden sie sehr interessant. Die Logik der Thatsachen ist stärker als der Wille der Menschen. Das erfahren jetzt die Herren Agrarier mitsammt ihren Vorkämpfern in der Reichsregierung, den Herren von Hammerstein, Thielen, Posadowsky zc. Sie hatten, da gegen die Handelsverträge mit Rußland und Amerika nicht offen anzu dem Verwaltungswege, der in dem geliebten Rußland eine so Handelsverträge mit Rußland und Amerika nicht offen anzu kämpfen war, den schlauen Plan gefaßt, unter der Hand, auf große Rolle spielt, ihren Willen durchzusetzen und die Handelsberträge zu durchlöchern, ohne daß das Volk etwas merkte. Es begann nun die famose Schnüffelkampagne, die sehr lebhaft an die Tabats- und Kaffee- Riecherei des alten Friz erinnert. Schuß des nationalen Magens wurde die Losung. und gewiß war das ein edeles Ziel. Hätten die gutherzigen Herren Agrarier einen Feldzug gegen den abscheulichen Fuselschnaps eröffnet, mit dem das deutsche Volt seit Jahrzehnten in raffinirtester Weise vergiftet wird, jeder anständige Mensch hätte seine helle Freude gehabt und sich gesagt: sie sind doch im Grund ordentliche Leute, die Herren Junker. Allein leider sind es ja gerade die Herren Junker, welche das Schmapsgift im Großen fabriziren und die Schnapsvergiftung als HauptWährend also dieser Beamte pflichtgemäß es bedauer lich findet, wenn Gesetzesübertretungen seitens der Meister Der größte Theil der Bäckereien in den größeren ungefühnt bleiben und die Verordnung aus Mangel an Zeugen Städten, besonders in Magdeburg, übertritt die or nicht durchgeführt werden kann, nimmt der Aufsichtsbeamte lebenserwerb betreiben. schriften bezüglich der Arbeitszeit fast täglich, was aber durch Ste visionen nur in den seltensten Fällen für Schleswig, Gewerberath Rittershausen, in Es mußten also andere Gifte entdeckt werden: das festgestellt werden kann. Da eine einheitliche Arbeits- feinem Berichte einen Standpunkt ein, der im schärfsten amerikanische Schwein, das zwar weniger an Trichinen leidet, als zeit nicht festgefekt ist, solche auch für die einzelnen Betriebe Widerspruche zu den Obliegenheiten eines das national- germanische Junkerschwein, aber doch mitunter nicht festgelegt zu werden braucht, die Bestimmung derselben Gewerbe- Aufsichtsbeamten steht. Er erlaubt sich auch Trichinen hat: Also Kriegserklärung an das amerikavielmehr in jedem Betrieb dem Inhaber freisteht, so können nämlich, diejenigen Gefellen, welche Uebertretungen seitens der nische Schwein. Kriegserklärung an den amerikanischen Speck. Ueberschreitungen der zulässigen Beschäftigungszeit entweder nur Meister zur Anzeige bringen, als, Denunzianten" zu Striegserklärung an die amerikanischen Aepfel, weil einmal durch mehrmalige Revisionen in einer und der bezeichnen. Er schreibt: furz Kriegsselben Arbeitsschicht oder durch Ausfragen des auf einem eine Schildlaus entdeckt worden Die Meister pflegen, wie in Altona beobachtet wurde, sich Personals ermittelt werden. Beides, besonders das letztere, hat mit den Gesellen über die Arbeitszeit so lange gütlich zu einigen, erklärung an alles, was den Magen des geliebten deutschen viel Mißliches. Durch eine Aenderung der Vorschriften wird vor- bis das gute Einvernehmen aufhört und der Geselle eventuell Landsmannes verderben und die Preise der Junkerwaaren aussichtlich kaum etwas gebessert werden können, da der Kon- als Denunziant auftritt." herabdrücken könnte. furrenztampf der fleinen und mittleren Betriebe gegen die Die Bezeichnung als D'enunzianten schließt eine Gleichzeitig derselbe Minenkrieg gegen den russischen größeren im Berein mit den weitgehenden Ansprüchen des Publikums Beleidigung und Herabsetzung der Gesellen Handelsvertrag. Kriegserklärung an die ruſſiſchen Gänse, stets zu Uebertretungen anreizen muß. Wirksamer Schutz gegen übermäßige Ausnutzung wird nur durch gänzliches in sich. Daß der Beamte nicht ganz ohne Absicht dieses Wort weil das russische Gänsefleisch den deutschen Mägen und den Berbot der Nachtarbeit sich erreichen lassen, wobei zu Denunziant" für die um Verbesserung ihrer Lebenslage mit preußischen Junkertaschen gefährlich sein sollte. Neben diesem beachten bleibt, daß fürzere Nachtruhe viel werthvoller ist, als Hilfe der Staatsgesetze kämpfenden Arbeiter verwendete, Gänsekrieg alle möglichen Schliche und Kniffe, um die Ausfuhr längere Arbeitsruhe am Tage. Die geringen, den Konsumenten schließen wir aus den nachfolgenden Säßen seines Berichtes: billiger Lebensmittel aus Rußland zu verhindern und die aus einer solchen Maßnahme erwachsenden Nachtheile können ihnen" In Altona haben sich öfter Sendlinge der sozial- Junkertaschen zu füllen. bei der Bedeutung der Sache wohl zugemuthet werden. Auch würde demokratischen Agitation in die Backstuben gedrängt, um Während dieses Geheimkrieges mit fleinen und kleinsten das Publikum bei längerer Gewöhnung die Nachtheile bald nicht Zuwiderhandlungen festzustellen. Bei dem dortigeit Geiverbe- Mitteln ähnliche Schleichfeldzüge an allen anderen Grenzen mehr als solche empfinden." und alles nur mit dem einen Zweck, im vorgeschobenen Interesse des deutschen Volksmagens den deutschen Volksmagen u leeren und die Junkertasche zu füllen. " " zu Inspektor gingen im ganzen 18 Denunziationen ein, von Das gänzliche Verbot der Nachtarbeit war von unserer denen 4 zu Bestrafungen geführt haben." Seite stets gefordert worden, hatte aber die Beschüßer der Der Gewerbe- Aufsichtsbeamte, welcher in solcher Weise von „ Ausnutung" der Gesellen durch die Bäckermeister nur noch De nunziationen" spricht, macht es natürlich unmöglich, Das Spiel hat Jahre lang gedauert. Wir tamen bis hart an zu heftigerer Agitation gegen die so zahme und unzureichende daß er das Vertrauen der Arbeiter gewinnt, und schließlich sind den Rand eines Zollfriegs mit Amerika. Und wir tamen an den Nand Bundesraths- Verordnung veranlaßt, so daß ja schließlich die Anzeigen, die pflichtgemäß von ihm erstattet werden, für die eines Zollkriegs mit Rußland, als der preußische EisenbahnEugen Richter gemeinsam mit Herbert Bis- angezeigten Unternehmer wenigstens, auch nichts weiter als minister einen kühnen Husarentarifangriff auf den Handelsmard gegen den Bundesrath den Vorwurf er- Denunziationen", und es ist dann nicht verwunderlich, wenn vertrag machte und ein anderer preußischer Minister das behoben, daß seine Verordnung zu weitgehend sei und in Gerichtsurtheilen als Milderungsgrund rühmte Verbot des Gänsefußmarsches erließ. Da war aber die Bäckermeister zu grimde richte. Wie unberechtigt dieser für die Höhe einer Strafe angegeben wird, wie es im vorigen auch das Maß zum Neberlaufen gebracht. Die Logik Vorwurf ist, zeigen die nachstehenden im Auszuge wieder Jahre seitens eines preußischen Gerichtshofes geschah, daß die der Thatsachen trat in ihr Recht gegenüber der Junkeranmaßung gegebenen Mittheilungen der Aufsichtsbeamten: Anzeige vom Gewerbe Inspettor erstattet sei! Es ist und Regierungsgefügigkeit. Freilich, wie lange wird's dauern, bis die Junker sich Der Schutz, den wieder einen Krug verschafft haben und zum Brunnen iſt ,, Nachtheilige wirtungen lassen sich nicht mit Sicher- eine schwere Verkennung der Aufgaben eines Gewerbe- Der Krug ist zerbrochen. Die Scherben liegen ant heit erkennen. Die selagen über schwere wirthschaftliche Schädigung Aufsichtsbeamten, in solcher Weise, wie es im Schleswiger Boden. Mit Amerika giebt's feinen Zollfrieg, und mit Rußdes Arbeitgebers und das Schwinden guten Einvernehmens zwischen Bericht geschieht, die für ihn unentbehrliche Mithilfe der land auch nicht. Meistern und Gesellen ist im wesentlichen nicht begründet, da die Arbeiter bei der Durchführung der Geseze durch Ausstellenweise bestehende Entfrembung nicht erst mit brüde wie Denunziation herabzusehen. der Bädereiverordnung eingetreten ist."( Weſt die Bäckerei- Verordnung den Arbeitern gewährt, preußen.) " Die Gesellen arbeiten zu langsam mit zu vielen und zu langen gering genug, die kontrolle, ob die Verordnung durchgeführt gehen? Pausen, die Meister tümmern sich zu wenig um den wird, für die Beamten außerordentlich schwer; sie hätten es Betrieb. Wenn mit dem alten Schlendrian gebrochen daher mit Freuden zu begrüßen, wenn die Arbeiter ihnen würde und der Meister selbst den Betrieb mehr über- helfen, dem Staatsgejeze Anerkennung bei den Bäckermeistern wachte, würde die vorgeschriebene Arbeitszeit genügen, besonders zu verschaffen! wenn statt der veralteten Oefen solche besserer Konstruktion verwendet würden."( Potsdam.) „ Die Marimal- Arbeitszeit genügt den gewöhnlichen Bedürf nissen. Von einem Schwinden des guten Einvernehmens zwischen Meister und Gesellen als Folge der Bäckereiverordnung kann nicht gesprochen werden."( Guben.) Politische Ueberlicht. Berlin, den 22. Juli. Das Kaiser- Telegramm wird lebhaft besprochen. Die " Nachtheilige Wirkungen der Verordnung sind bisher nicht er- jenigen, welche erst meinten, es sei unglaublich, daß die Anfennbar geworden. Es fehlt nicht nur an thatsächlichen Beobachtungen, gelegenheit sich so verhalte, wie mitgetheilt wurde, müssen sich von denen auf wirthschaftliche Schädigungen geschlossen werden fönnte, sondern es wurde im Gegentheil von Meistern wohl oder übel jetzt zu diesem Glauben bekehren. Es ist oft ausdrücklich zugestanden, daß die Regelung jegt unzweifelhaft festgestellt, daß der betreffende Schrift der Arbeitszeit für das Personal eine Noth- wechsel zwischen dem Grafen- Regenten zu Lippe und dem wendigkeit sei. Daß den fleineren ungenügend eingerichteten Staiser stattgefunden hat. Die Tägl. Rundschau" veröffentlicht Bäckereien durch die größeren Betriebe scharfer Wettbewerb bereitet folgendes: wird, ist keine Frage; deshalb kann jenen aber nicht die Berechtigung willkürlicher Ausnutzung des Personals zugestanden werden. Wenn jene Betriebe, die mit unzulänglichen Mitteln oder ohne Mittel begründet wurden, die einerseits von der Mühle langes Biel fordern, andererseits der Kundschaft übermäßig borgen, also 001 vornherein ohne thatsächliche Existenzberechtigung dastehen und sich nur durch weitgehende Ausmuzung des Personals zu erhalten vermögen, bei Handhabung Den durch die Presse gehenden Mittheilungen über einen Schriftwechsel zwischen Sr. Majestät dem Kaiser und Sr. Erlaucht Schriftwechsel zwischen Sr. Majestät dem Staiser und Sr. Erlaucht dem Grafen- Regenten zu Lippe steht die lippische Staatsregierung gänzlich fern. Die Veröffentlichung ist von nichtlippischer Seite und ohne Wissen und Wollen der hiesigen Staatsregierung erfolgt. Detmold, den 21. Juli 1898. Fürstliches Staatsministerium. b. Miefitfch ed." " Deutsches Reich. Unternehmerwünsche. In Unternehmerkreisen plant man eine Eingabe an die geseßgebenden Körperschaften, die darauf abzielt, das Streitposten stehen" in jedem Falle als groben Unfug anzusehen und dementsprechend zu bestrafen. Bisher haben schon mehrfach Gerichte eine solche seltsame Gesezesauslegung zu wege gebracht. Aber den Unternehmern genügt das nicht. Sie halten ja jede Ausübung des Koalitionsrechtes für groben Unfug". Auf dem Papier mag dies Recht zur Noth stehen bleiben, aber in praxi sollen es die Arbeiter nicht benutzen dürfen. Poftreformen? Der Staatssekretär des Reichspostamts hat der Handelskammer zu Halberstadt mitgetheilt, daß die Frage der Zulassung von Rollenbriefen bei der bevorstehenden Revision einzelner Versendungsbedingungen in Erwägung gezogen werden wird. Ferner war die Handelskammer behufs Ermäßigung der Fernsprechgebühren und der BostanweisungsAntwort erhalten, daß eine anderweite Festsetzung in Aussicht gegebühr für fleine Beträge vorstellig geworden und hat darauf die nommen sei. Man spanne seine Erwartungen mur ja nicht zu hoch! Genossenschaftswesen. Aus der von der Zentral Genossen schaftstasse aufgestellten Statistik läßt sich auch zum ersten Male flar übersehen, welche Unternehmungen bei den einzelnen Richtungen im Genossenschaftswesen eine Rolle spielen. Vei der Ausdehnung " des Vorschuß- und Kreditwesens ist es selbstverständlich, daß die diesem| tinder fallen; das beste Verhältniß( 1: 41,5) findet sich in Char- daß die betreffenden grundlegenden Mittheilungen nur von be. Zweige gewidmeten Genossenschaften bei den drei größeren Rich lottenburg, das schlechteste( 1: 66) in Essen. theiligten Kreisen ausgegangen sein könnten, wurde der datungen überwiegen. Bei Schulze Delitzsch machen sie 714 von ins- Diese Zahlen führen eine deutliche Sprache und decken den Noth- malige verantwortliche Redakteur, Herr Faßhauer, zitirt. Herr Faßgesammt 1019 Genossenschaften aus, bei der Richtung Offenbach stand unseres Voltsschulwesens jedem der sehen will, flar auf. hauer that das, was seine moralische Pflicht war, er verweigerte 1180 von 2228 und bei Raiffeisen 2108 von 2217. Bei der Naiff- Dieser schreienden Noth muß gesteuert werden. Schulen gründen, jegliche Auskunft und wurde infolge dessen in Zwangshaft genommen. eisen'schen Richtung überwiegt also die Genossenschaftsart am meisten. mehr, viel mehr Schulen schaffen, als heute schon bestehen, das ist die man ihn in vollem Umfange, 6 Monate lang auskosten ließ. Bor Bei Naiffeisen kommen eigentlich nur noch die Produktivgenossen- das erste, was fezt Noth thut! Was soll denn ein Lehrer leisten kurzem wurde Herr Faßhauer aus der Haft entlassen, und nun ist schaften mit einer Anzahl von 83 in betracht, den übrigen Unter- tönnen, wenn er 72 Schulkinder zu unterrichten hat? Es kann ja man an den Redakteur Herrn Kreuz herangetreten. Aber auch nehmungen genossenschaftlicher Art sind nur ganz wenige Genossen garnichts anderes herauskommen als eine sehr geringe, eine viel zu dieser verweigerte jegliche Auskunft. Darauf wurde nun auch Herr schaften gewidmet. Bei der Richtung Offenbach kommen jedoch die geringe Leistung! Jeder Einsichtige wird mir in der Theorie zu Streub in 3wangshaft genommen, die er wahrscheinlich Produktivgenossenschaften den Kredit- und Vorschußvereinen an Zahl stimmen aber das Geld, das Geld!" Ich entgegne: auch bis zur Neige tennen zu lernen Gelegenheit haben soll. nahezu gleich, fie belaufen sich auf 720. Daneben fommen bei dieser as nothwendig ist, was sein muß, das muß sein, da giebt es Dieser Fall beweist wiederum, wie dringend nothwendig eine Richtung noch die Rohstoffvereine mit 294 in betracht. Bei Schulze- tein aber, und wenn es Geld, viel Geld kostet, so muß dies eben Reform des Preßgesezes geworden ist. Delizsch sind außer den Kreditvereinen lediglich die Konsum- beschafft werden; um des Geldes willen dürfen wir diese brennende Die antisemitische Presse erregt sich sehr und mit Recht bereine mit einer Anzahl von 243 von Bedeutung. Es ist zu Frage nicht an die Seite schieben, die Entwickelung des heran- über diese Angelegenheit. Bezeichnend ist nur, daß diese Presse erst verzeichnen, daß sämmtliche drei Richtungen an Wohnungsgenossen- wachsenden Geschlechts nicht vernachlässigen. dann in Zorn zu gerathen scheint, wenn behördliche Beschwerungen schaften mur 18 aufzuweisen haben, während es solcher allein 95 sie selbst treffen. So lange davon nur andere Leute, insbesondere giebt, denen vom Gericht ein Revisor bestellt wird. Auch bei den die Sozialdemokraten, betroffen werden, läßt es sie sehr fühl. Die Konsumvereinen fällt der letzteren Kategorie ein sehr bedeutender Folge hiervon ist aber, daß schließlich auch die„ Staatserhaltenden“ Theil zu, von den insgesammt 605 nicht weniger als 231. Was die selbst einmal mit leiden müssen. übrigen Genossenschaftsarten betrifft, so entfallen von den 43 Abfazgenossenschaften 14 auf Offenbach und 16 auf die gerichtliche Revision die gerichtliche zu erwarten. 4 " der Steuer: " Es ist wahrlich feine übertriebene Forderung, die höchst tzahl der Schulkinder einer Klasse auf 30 festgestellt zu sehen, denn diese Zahl ist in der That die äußerste Grenze nach oben für eine ersprießliche, dem Schulzwecke entsprechende Wirksamkeit des Lehrers, und darum muß dieser Leitsatz in einem kommenden Volksschulgesete ein führender Gedanke sein. Die Soldaten- Erkrankungen in Altona find, wie die„ Allund von den 12 Magazingenoffenſhaften 8 auf Offenbach und 5 auf la penadest haben, binigwinber, auch andere buntle Steden fantificem& dweinefleiſch hervorgerufen. Dieſes Fleiſch iſt Nur wenn wir diese Höchstgrenze der Schülerzahl für jede Volts- gemeine Fleischer- 8tg." mittheilt, durch die Verwendung von ameri schultlaſſe feſtgeſetzt verschwinden Nochmals Zentrum und Wahlrecht. Die Erhaltung des unseres Volksschulweſens, die uns von der Statistik aufgewiesen am vorigen Donnerstag in der Kantine der Kaserne des 31. Infanteriegeheimen Wahlrechts, wie die Erweiterung und bessere Siche werden. Es liegt doch flar zu Tage, daß die Forderung, jede Regiments zu Frikandellen verarbeitet worden und nach dem geheimen Wahlrechts, wie die Erweiterung und bessere Siche Kommunaleinheit solle mindestens eine Schule Genuß dieser Frikandellen sind mehr als hundert Mann erkrankt. rung bes Wahlgeheimniffes liegt, so führt die„ Zentrums forrespondenz" aus, im eigensten Interesse des gentrums. für sich befigen, eine sehr bescheidene ist; wie aber steht es heute Die Schuld an dem Vorfall soll in erster Linie den Lieferanten Es gehöre doch äußerst wenig Verstand dazu, um zu erkennen, daß das noch? Die Volksschulstatistik Preußens lehrt, daß, abgesehen vom Weiß in Altona- Ottensen treffen, der vor dem Erlaß des Zufuhrverbots Stadtkreis Berlin, von allen Provinzen nur Westfalen und ein großes Quantum amerikanischen Schweinefleisches aufgekauft und im Zentrum mit der Beseitigung des Wahlgeheimnisses sich fürchter- Rheinland diese Forderung eben erfüllen, während alle übrigen hinter Hamburger Kühlhause hatte lagern lassen. Dieses Fleiſch war verdorben, lich Fleisch lid in bas eigene Leif& ſchneiden, bagegen ben Kartell- ihr zurückbleiben, ja daß sogar Poſen und Schlesien durch aber auch im guten Zustande wäre die Lieferung unſtatthaft geweſen, parteien einen gewaltigen Vorschub leiſten würde. Noch niemand auf zwei Kommunal da nach ber kontrattlichen Bestimmungen Weiß Fleisch von Schweinen habe der Zentrumspartei die Dummheit zugetraut, den Ast, auf dem schnittlich nicht einmal einheiten eine Schule aufzuweisen haben. Damit zu liefern hatte, die in Hamburg oder Altona geschlachtet worden fie fißt, eigenhändig abzusägen. Die öffentliche Wahl ist vortheilhaft für diejenigen, welche die Leiber zu beherrschen, aber nicht die hängt eng zusammen, daß im preußischen Staate von den sind und zwar zum Preise von 55 M. pro Centner. Seelen zu gewinnen verstehen. Einen Druck auf die Wähler 4500 Schulorte bis aus drei Kilometer, 2600 Schulorte aus vier Kilorund 30 000 Schulorten etwa 6200 aus zwei Kilometer Entfernung, Aus Heffen, 21. Juli.( Eig. Ber.) Die Verjüngung der auszuüben, vermögen besonders die Behörden und die Brotherren. meter, 800 bis aus fünf Kilometer, 340 aus sechs Kilometer, 115 aus hessischen Regierungsbeamtenschaft scheint nunmehr servativen Partei zu Diensten. Die großen Arbeitgeber finden sich fernung die Schulkinder zum Unterricht ziehen. Der große Einflußapparat der Behörden steht bekanntlich der kon sieben Kilometer und 115 sogar aus über sieben Kilometer Ent- zum Abschluß gekommen zu sein. Die neuen Männer werden vermuthlich denselben Kurs steuern, den das verflossene Ministerium vorwiegend bei den Mittelparteien. Was die nationalliberalen Infernung Der Schulzweck fordert es, daß der Staat die Zahl der Schul- Finger- Weber innegehalten hat und der sich nach dem Berliner Wind dustriellen, Zechenverwaltungen zc. schon unter dem gegenwärtigen lassen gegenüber dem gegenwärtigen Bestand mindestens verrichtet. Der neue Staatsminister Herr Rothe hat sich seither durch Wahlverfahren an Wahltyrannei gegenüber ihren Arbeitern geleistet haben, hat bekanntlich aus den Wahlakten und aus den Zeitungen teifache, und es ist ja das eigenste Staatsintereffe, nichts besonders ausgezeichnet. Er gilt als brauchbarer Verwaltungs beamter, den weder originale Gedanken noch große Absichten aus ſchon oft zum Himmel geschrien. Wäre die Wahl öffentlich, so würde daß dieses sehr bald geschehe...." Der Chef des die plutokratische Wahlbeeinflussung gana unerträglich werden und aber unsere Junker, die in Preußen Herr Professor Rehnede hat recht: Es muß Gelb da sein! dem sicheren Geleise des Hergebrachten treiben. einmal die Finanzministeriums, Herr Küchler, war seither Oberbürgermeister sich ganz besonders gegen das Zentrum richten." Macht haben und der Residenz des Freiherrn v. Hehl, des„ Großherzogs von Worms", denen die die preußische Regierung ein und man schreibt seine Beförderung dem Einflusse zu, den dieser Die National Sozialen wollen ihren diesjährigen Delegirtentag gefügiges Werkzeug ist, brauchen das Geld in Darmstadt vom 2. bis 5. Oftober stattfinden lassen. Das zahler au ganz anderen Sweden. Und mehr noch, ihnen liegt hessische Stumm am Darmstädter Hofe ausübt. Ob das gut ist nähere Programm soll Anfang August bekannt gegeben werden. nichts ferner als der Wunsch, die Volksschule zu verbessern. Se hinterlassen hat, wird sich zeigen.- Bon den übrigen AemterJe für die Steuerreform- Projekte, die Herr Weber seinem Nachfolger dümmer das Bolt, um so demüthiger hält es seinen Herren" die verschiebungen und Rangerhöhungen ist für weitere Streise nur interDie ,, Deutsche Tageszeitung" nimmt Notiz von der Speku- Steigbügel, um so geduldiger läßt es sich jegliches Ünrecht ge- efiant die gänzliche Uebergehung des bekannten Vorsitzenden des lation der Löbauer Kornhaus- Genossenschaft mit amerikanischem Gefallen. Allgemeinen Verbandes landwirthschaftlicher Genossenschaften", Geh. treide und sagt dazu:" Da aber die Mittheilung aus einem sozial- Weitere Maßregelung wegen polnischer Agitation. Dem Regierungs- und Kreisrath Haas zu Offenbach, der zugleich demokratischen Blatte stammt, halten wir sie für unrichtig. Geselligen" in Graudenz schreibt die Danziger Ober- Postdirektion: Präsident der Zweiten Kammer ist und sich kürzlich das ReichstagsDeutsche Tagesztg." tönnte sich sehr bequem bei ihren agrarischen" Nach dem Ergebnisse der Untersuchung hat ein Briefträger des Post- Mandat für Erbach Bensheim erobert hat. Er galt als Freunden in Löbau, die jene Geschäftsmanipulationen gemacht amtes in Moder ein polnischen Interessen dienendes Flugblate mit eine beim Großherzog sehr gut angeschriebene Person und man er haben, erkundigen und hätte dort sofort die Richtigkeit der Mit der Aufschrift Gleiches Recht für alle" in einzelnen Fällen den von wartete allgemein, daß er in eine leitende Stelle einrücken werde. theilung erfahren. Anstatt sich aber der Machenschaften ihrer Freunde ihm zu bestellenden Exemplaren Ihrer Beitung beigelegt. Da der Brief- Er hat aber weder die Provinzialdirektion von Rheinhessen bekommen, zu schämen, bewahrt sie auch bei dieser Gelegenheit ihre übliche träger auf diese Weise seine dienstliche Stellung zu Zwecken der noch ist er„ Landwirthschaftsminister" geworden. agrarische Junterfrechheit. Ueber das niedrige moralische Niveau polnischen Agitation gemißbraucht und fich dadurch der Achtung, die Man muntelt, er verdante seine Nichtbeförderung der Gedenkrede, dieses Blattes herrscht jedoch längst ein so einstimmiges Urtheil, daß fein Beruf erfordert, unwürdig gezeigt hat, so ist von dem Herrn die er vor einigen Monaten zur Erinnerung an die Eröffnung des es verfehlt wäre, von demselben irgend welchen politischen Anstand Staatssekretär des Reichs- Bostamts gegen den betreffenden, welcher Frankfurter Parlaments vom Präsidententisch der zweiten Kammer aus unfündbar angestellt war, auf grund des Reichsbeamten- Gesetzes die gehalten hat. Sie schloß mit den Worten, Des Volkes Wille sei das oberste Die Berliner Zeitung" weiß auf unsere Abfertigung in Einleitung des förmlichen Disziplinarverfahrens auf Dienstentlaffung Gesetz." Das war eine gute Wahlrede, aber der„ Vollsmann" Haas hat dem gestriger Nummer nichts weiter zu thun, als einige nicht ganz zarte und seine Suspension vom Amte verfügt worden." Staatsmann" Haas, damit die Karriere verdorben. Wie verlautet, Worte, mit denen wir ihr Geschreibsel charakterisirten, zusammen- Selbst wenn man annehmen will, daß ein Briefträger seinen will Herr Haas nunmehr den hessischen Staatsdienst quittiren. Das zustellen. Irgend etwas Sachliches weiß das Blatt nicht zu Dienst selbst nicht zu politischer Bethätigung benußen solle, so ist sollte er thun. Daß der seitherige Provinzialdirektor von Oberheffen, sagen. Es fühlt also wohl selbst, wie sehr es sich blamirt hat.- doch ganz unverständlich, warum man den Beamten deswegen so Freiherr v. Gagern, den Mainzer Posten erhalten hat, scheint fort aus dem Amte jagen will. Eine Verwarnung wäre vollauf außerdem auf ultramontane Einflüsse zurückzugehen. Maximilian von Ausnahmebestimmungen gegen die sozialdemokratische genügend. Gagern ist der Kleinere Sohn feines größeren Vaters, des bekannten MärzLiteratur und Presse bestehen für die von den staatlichen Eisenbahn- Direktionen abhängigen Bahnhofs Buchhandlungen Schuhmannsbegnadigung. Aus Posen wird berichtet: Der ministers 2c. Heinrich v. Gagern. Er hat sich zeitgemäß" chon seit langen Jahren. Alle möglichen Werliner Parteiblätter Schußmann Josef Bartkowiak von hier, der von der Straffammer entwickelt und ist einer der Männer, auf die die ultramontanfind an den hiesigen Bahnhöfen zu haben, nur das gelesenste nicht, hiesigen Landgerichts wegen vorfäglicher und unberecreationäre Partei in Hessen ihre Hoffnungen sezt. Eine neue Aera der Vorwärts". Das ist ein Bustand, den die bürgerliche tigter Vornahme einer Verhaftung( 8 341 Strafgesetz- Dalwigt- Ketteler, das wäre den schwarzen Herren schon recht! Wenn Presse mit recht wenigen Ausnahmen gelobt und ganz in der buchs), sowie wegen Körperverlegung im Amte zu bier nur die böse Solfialdemokratie nicht im Wege stünde! Der vom Abg. Brunner( Natl.) im Landtag eingebrachte Ordnung gefunden hat, theils aus verbohrtem Parteihaß, theils wohl Monaten Gefängniß verurtheilt worden war, wurde zu vier Antrag, die heffische Regierung solle im Bundesrath für die Be feitigung der zinsfreien Bollkredite eintreten, hat Wir wären einigermaßen neugierig, was es für Gründe ge- bie einstimmige Billigung des vierten Ausschusses gefunden. Die preußische Staatskunst besteht ja seit sehr beträchtlicher Zeit wesen find, mit denen der Herr Justizminister eine derartige Be- Seine Annahme im Plenum erscheint somit gesichert, und es ist sehr darin, in fleinen Dingen Großes zu leisten und in großen Dingen gnadigung in Vorschlag zu bringen vermochte. fraglich, ob die neuen Männer in der hessischen Regierung Kleines. So haben denn die königlichen Eisenbahn- Direktionen dem Energie genug haben, Anfinnen der Disziplinarverfahren gegen einen Landgerichtsrath wegen Einsicht und Befehl erhalten, die Zensurbefugnisse, die sie sich anmaßen, nicht Begünstigung der Sozialdemokratie. Aus der bayrischen Pfalz wird geliebten Agrarier ein entschiedenes Rein entgegenzufezen. Die allein auf die sozialdemokratische Presse zu beschränken. Von der Redaktion der hier erscheinenden Kunstzeitschrift gemeldet: Nach unwidersprochen gebliebenen Berichten hatte bei der frühere Regierung hat es abgelehnt, dem Antrage zu entsprechen, Das Narrenschiff" geht uns folgende vom 21. Juli datirte Mit- Reichstags- Stichwahl Landgerichtsrath Feldbausch in öffentlicher ba der daraus zu erwartende Nugen für die Landwirthschaft zu getheilung zu: Versammlung in Frankenthal zur Stimmabgabe für den sozial- ringfügig, und andererseits die daraus erwachsende Belastung für „ In einer Angelegenheit, welche weite Kreise Ihres demokratischen Kandidaten Ehrhart aufgefordert. Darüber regten fich den Importhandel und die Großmühlen- Industrie zu bedeutend fei. Ueber den Antrag des Abg. Köhler Langsdorf( Reformp.), Publikums intereffiren dürfte, gestatten wir uns, Sie um wurde weiblich in ihrer Presse herumgezerrt. unsere nationalen" Streise ganz gewaltig auf, und der„ Missethäter" Nun scheint das der Staat solle„ jede im Lande zum Verkauf kommende Shre kollegiale Unterstügung zu bitten. Wie wir von den Bahnhofs- Buchhandlungen erfahren, ist denselben eine Verfügung nächste Ziel erreicht zu sein, denn es ist gegen den inzwischen von Mühle und jede verkäufliche Wafferkraft auftaufen der betr. Eisenbahn- Direktionen zugegangen, nach welcher der Frankenthal nach Landau versezten Landgerichtsrath Feldbausch die und je nach Umständen entweder zur landwirthschaftlichen BeDisziplinaruntersuchung eingeleitet worden. wäfferung oder zur Erzeugung von Elektrizität von Staats. Verkauf des„ Narrenschiffs", des Simplicissimus" Die politische Meinungsfreiheit der Beamten soll bis auf den wegen verwenden" liegt jetzt der vom Abg. v. Köth( 8.) er und der Zukunft auf sämmtlichen beutfchen Bahn- legten Stumpf ausgerottet werden. Nicht einmal in der Stichwahl stattete Bericht des vierten Ausschusses vor. Der Ausschuß ersucht höfen mit dem heutigen Tage verboten ist. Da wir uns darf ein Beamter von zwei„ lebeln" das ihm keiner erscheinende zwar, den Antrag„ borerst für erledigt" zu erklären. Er erkennt diese Maßregelung, die doch nur eine indirekte Benfur ist, nicht gefallen lassen wollen, nehmen wir diesen Kampf auf und hoffen, empfehlen. Und da wundert man sich, wenn dieses Zwangssystem aber den Grundgedanken als erwägenswerth an und meint,„ daß daß Sie uns durch Abbrud des beiliegenden Artikels hierin unter schließlich Erbitterung und Groll unter die Beamten trägt. Die eine Erforschung feiner Berechtigung und Durchführbar daß Sie uns durch Abdruck des beiliegenden Artikels hierin unter- Früchte dieser staatsretterischen Methode werden der Reaktion nicht teit recht wohl angebracht sein tönnte". stüßen werden. In der Hoffnung, teine Fehlbitte gethan zu haben, sagen wir Ihnen im voraus unseren verbindlichsten Dant." gut schmeden. Aus Elsaß Lothringer, 21. Juli.( Eig. Ber.) Zu dem Der nicht gerade glücklich abgefaßte Artikel beginnt mit einer Der Bürgermeister Knobloch in Sangerhausen hat in Eisenbahnunfall auf Station Schlettstadt der elsaßErinnerung an das legendäre Wort Friedrichs des Zweiten, wonach einer Versammlung des Kriegervereins- Bundes der dortigen Gegend Lothringischen Reichseisenbahnen bringt der in Straßburg erscheinende Gazetten nicht genirt sein dürfen und schließt mit den von starkem vor einigen Tagen eine der üblichen Reden gegen die Sozialdemo- Elsässer" folgende nähere Mittheilungen: Am 20. Juli, morgens Optimismus zeugenden Saz: Unser modernes Bublifum läßt sich fratie gehalten. Was Exzellenz Spitz vorgebracht hat, das machen gegen 1 Uhr, fuhr ein Güterzug aus dem Schlettstadter Güterbahnhof in geistiger Beziehung nicht durch Beamtenwillkür bevormunden; es die kleinen Spize jetzt allenthalben nach. Hiergegen haben wir auch auf einem Ueberführgeleise auf das Hauptgeleise nach Straßburg. wählt die ihm zusagende Lektüre selbst und auch dann, wenn ihm in garnichts einzuwenden und wenn der Bürgermeister von Sanger- Am Kreuzungspunkte, etwa 150 Meter nördlich der Station, tam zu unserem zensurfreien Staate eine tonstitutionelle Zensur" aufhausen alle Thorheiten wiederholt wie die, daß die sozialdemo- gleicher Beit ein anderer Güterzug von Straßburg und fuhr oftrobiert wird." fratischen Abgeordneten gegen die Versicherungs- Gesetzgebung gestimmt dem ersteren in die Seite. Ein Wagen wurde zertrümmert, Es muß sich ja herausstellen, ob unser modernes Publikum" und darum gegen die Interessen der Arbeiter gehandelt hätten, zwei schwer beschädigt, ebenso die Lokomotive des einfahrenden Zugs. so beiläufig auf eine rein platonische Anregung hin den Willen hat so wird er damit feinen Erfolg haben, vielleicht nur Propaganda Der Lokomotivführer, welcher leicht verlegt wurde, und der und im stande ist, die Bahnhofszenfur wirkungslos zu machen. Wie für uns machen. Burückweisen wollen wir jedoch eine Aeußerung Maschinist des von Straßburg kommenden Zuges schliefen dem aber auch sei, unsere Pflicht ist es natürlich, die neueste Groß- des Herrn Bürgermeisters, welche einen Beweis für die Richtigkeit auf der Lotomotive und fuhren daher trop des Signales that, die man eben im Kampf für Ordnung, Religion und Sitte der bekannten Auslassungen des Generals v. Spiz bringen sollte:" Halt" weiter. Beide sollen nach ihrer Angabe ausgeheckt hat, nach Gebühr festzunageln. Das Verhängniß, so klein-" Ich lese seit Jahren nicht, weil ich Sozialdemokrat bin, 36 Stunden im Dienst gewesen sein. Ein weiterer lich aufs Korn genommen zu werden, schwebt über allen Zeitungen, sondern um mich dauernd in Kenntniß über die Sozialdemokratie Bahnunfall, der jedoch glücklicherweise ohne schlimme Folgen verlief, die hier und da einmal zu einer oppositionellen Wendung ausholen. zu erhalten- auch eine sozialdemokratische Zeitung. In dieser wird bon der Lothringischen Station Lüzelburg geWas wird die bedrohte Presse thun? Wird sie sich durch Wohl- Beitung ist nicht einmal, sondern öfters empfohlen worden, es meldet. Einem von Straßburg kommenden Güterzug sollten verhalten der Ehre, auf deutschen Bahnhöfen verkauft werden zu möchten die Genossen Mitglieder von Kriegervereinen werden oder noch einige Wagen angehängt werden. Durch den Stoß, dürfen, würdig erweisen oder werden die Verleger Anstand und bleiben, aber geheim halten, daß fie der Sozialdemokratie an- den der zum theil im Tunnel vor dem Bahnhof stehende Selbstbewußtsein genug besigen, um zu Gegenmaßregeln aus- gehören und wie sie bei der Reichstagswahl gestimmt haben. Wer Bug erhielt, tam derselbe ins Rollen und lief in der Richtung auf zuholen? Siefer Empfehlung folgt, verdient Heuchler, Lügner und Betrüger Babern zurück. Die Maschine dampfte sofort dem entlaufenden Zug genannt zu werden." nach und holte ihn hinter dem zweiten Tunnel ein, wo er glücklicherauch aus Freude darüber, an einer beachtenswerthen Stelle die Wochen Gefängniß begnadigt. empfindliche sozialdemokratische Konkurrenz" los zu sein. 11 " = Reform der preußischen Volksschule ist eine der dringlichsten Forderungen der Gegenwart, für die wir auch kürzlich wieder in Es ist recht gut, wenn die Herren Beamten sozialdemokratische weise stehen geblieben war. Der Nacht- Schnellzug Basel- Ostende, einem Leitartikel eintraten, indem wir die jetzigen gänzlich un- Beitungen lesen, aber sie sollten sie auch wirklich lesen und nicht der um dieselbe Zeit die Strecke passiren sollte, mußte auf der von zulänglichen Verhältnisse im Schulwesen schilderten. Es freut uns, nur so thun, als ob sie dieselben lesen. Die Empfehlung ,, von der dem Vorfall telegraphisch benachrichtigten Station Babern zurüc daß sich ganz ähnlich zu dieser Frage der Rektor der Greifswalder Bürgermeister Knobloch spricht, dürfte er schwerlich in seiner gehalten werden. Die Untersuchung darüber, wen die Schuld an Universität, Professor Dr. Rehnede, im„ Deutschen Wochenblatt" ozialdemokratischen Zeitung gefunden haben, fie existirt sicherlich nur dem Unfall trifft, ist bereits eingeleitet. in seiner Phantasie. Der Herr würde arg in Berlegenheit gerathen, ausspricht. Er führt u. a. aus: Unsere Schulstatistit zeigt, daß in Preußen auf einen Lehrer Der Herr sollte mit seinen Vorwürfen etwas vorsichtiger sein. wenn wir ihn auffordern wollten, die betreffende Stelle aufzuweisen. durchschnittlich 72 Schulkinder fallen, und zwar in den Aus Kiautschou. Zur Verhütung der Einschleppung der in Städten durchschnittlich 64; auf dem Lande 77; die beste Broving Ein hartnäckiges Zeugnißzwangs- Verfahren wendet die den letzten Wochen in den südlichen Bezirken des chinesischen Reichs ist Schleswig- Holstein mit durchschnittlich 58, die schlechteste Staatsanwaltschaft in Magdeburg gegen die Redaktion der dort sich ausdehnenden Best hat Kapitän zur See Rosendahl für das Provinz ist Bosen mit durchschnittlich 91 Schulkindern auf erscheinenden antisemitischen Zeitung Sachsenschau" an. Vor Jahr deutsche Kautschougebiet die Quarantäne Untersuchung einen Lehrer. Die neueste Statistit über das Boltsschulwesen und Tag brachte das Blatt einen Artikel, der die Besoldungsverhält- angeordnet, was sich sowohl auf die vor Tsintau ankommenden von den 48 bedeutendsten Städten Deutschlands lehrt, daß nisse der Magdeburger Lehrerschaft tritifirte. Es wurde eine Unter- Schiffe vom Süden wie auch auf die in die eigentliche Bucht von felbst in diesen auf einen Lehrer durchschnittlich 58 Saul- fuchung eingeleitet, und da der Staatsanwalt der Meinung war, I Riautschou einlaufenden Fahrzeuge bezieht. H Desterreich. " " Die Liebe zum eigenen Besitz. zu wüthen, zu schlagen, um die Gerechtigkeit aufzu Neber die gegenwärtige Situation in Oesterreich schreibt die zwingen..." Und dann die vom General Jamont gebilligten und Wiener Arbeiter- Zeitung":" Graf Thun hat den" Zyklus" von beflatschten Rathschläge und Drohungen des Dominikaners an die Nichts gewährt eine behaglichere Freude, als an einem überKonferenzen absolvirt, und die Dinge stehen auf demselben Adresse der Regierung: Die höchste Regierungskunst besteht mächtigen Gegner eine Schwäche zu entdecken. Auch im politischen Fleck. Als das Parlament geschlossen werden mußte, weil darin, genau die Stunde zu erkennen, 100 die Duld- Leben wächst eine kleine Genugthung zu jauchzendem Frohlocken die leitende Idee" des Grafen Thun, die Einsetzung eines ſamkeit zur Mitschuld wird. Wehe denen, die an, wenn man an seinem erbittertsten Gegner eine Entdeckung ge Sprachenausschusses, gescheitert war, da schrieben wir, daß ihre berbrecherische Schwäche hinter der Un macht hat, die mit seinem ganzen politischen Programm in direktem fich Graf Thun den Sommer mit Ausgleichsverhandlungen zulänglichkeit der Gesetze versteden, wehe Gegensatz steht. Wir würden unseren Gegnern ein solches Frohlocken von vertreiben, wenn diese resultatlos bleiben, im Herbst sein denen, die das Schwert stumpf werden lassen, wehe Herzen gönnen; denn wahrhaftig, wir lassen ihnen in unserem Kampfe Glück wieder im Parlament versuchen werde. Der erste denen, deren Milde in Waschlappigkeit ausartet: Das Land, allen gegen die bestehende Gesellschaftsordnung wenig Zeit und Gelegenheit Theil dieser Vorhersagung wäre erfüllt, und es hat allen An- engsten ausgeliefert, wird sie bedauern und brandmarken, weil sie fich auch nur über Augenblidserfolge zu freuen. Auch jetzt müssen schein, daß sich auch der zweite bewahrheiten werde. Allerdings nicht verstanden haben, es selbst um den Preis des Blutes wir so ziemlich der gesammten bürgerlichen Bresse wieder eine Entreden die Allzuvielen in Desterreich wieder einmal vom vertheidigen und retten zu wollen..." Endlich ließ General täuschung bereiten, die seit einigen Tagen in siegessicherem Tone „ Staatsstreich"; Graf Thun, erzählt man sich, plane Ernstes Jamont den Dominikanermönch ausdrücklich gegen die Worte mit der Entdeckung haufiren geht, daß im gewerblichen Arbeiter die und Großes, und die Welt werde bald schaudernd erfahren, was in Brisson's und Cavaignac's von der Oberhoheit der Zivilgewalt" Liebe zum eigenen Besiz so start wurzele, daß man daraus schließen der sommerlichen Hige ausgebrütet worden sei. Nichts Einfältigeres zu Felde ziehen. Der Mönch sprach mit Berachtung fönne, er sei im Grunde seines Herzens doch ein Gegner der sozialals diese Reden. Ein solcher Staatsstreich, wie ihn dem Grafen von den Anmaßungen eines Bivilismus", wenn ich demokratischen Doktrin. Thun feine jungczechischen Freunde aurathen, wäre kein Staats- dieses barbarische Wort gebrauchen darf, der sich dem Militär Der Nationalliberalen Korrespondenz" war es vorbehalten, streich, sondern ein dummer Streich. Das Reich zer- nicht unterordnen will..." diese Entdeckung auf auf dem Gebiete der Landwirthschaftfällt, weil die Klammern, die es binden, brüchig geworden Die aufsehenerregende Kundgebung soll, wie die Petite Re- lichen Betriebsstatistik gu machen. Sie hat gefunden, sind, und die Jungczechen wünschen, daß Graf Thun das Neich publique" mittheilt, im Bariser Gemeinderath zur Sprache kommen daß unter den Millionen landwirthschaftlicher Betriebe in in Trümmer schlage! Der Marasmus Desterreichs stamunt daher, aber nur deshalb, weil die Musikkapelle der städtischen„ republikani- Deutschland nicht weniger als 3 Millionen unter 2 Heftaren weil wir kein Staat sind; welche grenzenlose Thorheit also, das schen Garde zur Verherrlichung der flerifalen Schulfeier sind, von denen ein großer Theil Personen gehöre, die in Uebel furiren zu wollen, indem man Oesterreich ganz zerreißt, die beordert worden war. Die hochwichtige politische Seite des Vorfalles Industrie, Handel und Verkehr als Arbeiter thätig sind. Mag die Königreiche und Länder" des Vormärz in den Mittelpunkt fönnte nur in der Kammer besprochen werden. Warten wir ab, ob Sozialdemokratie", erklärt die„ Nationalliberale Korrespondenz", rückt! Graf Thun wird sich wirklich auf so dumme Sachen nicht sich ein Abgeordneter getrauen wird, gegen den vom Oberbefehls über das Bohnen- und Sonnenblumenbeet des Bahnwärters und einlassen, schon deshalb nicht, weil er überhaupt nichts thun wird. haber gebilligten Appell an den Staatsstreich zu protestiren.- den Kartoffelbau des Vorortmaurers oder des Grubenarbeiters Das beste wäre freilich, wenn Graf Thun formell erklären Der zweite militärische Uebergriff ereignete sich in Belfort. spotten, in diesem Kleinen landwirthschaftlichen Besitz ist eines gewurzelt, wollte, er gehe jetzt auf Urlaub und werde die Krise erst im Herbst Der dortige Festungskommandant, General Gripois, hat in was in unversöhnlichem Widerspruch zu der sozialdemokratischen Doktrin lösen". Man könnte ihm dann wenigstens keine Vorwürfe machen, einem Tagesbefehl vom 19. Juli sich ein kleines Pronunziamento steht: Die Liebe zum eigenen Besiz, die Freude an eigenem, daß er unthätig oder untüchtig sei. Es ist an dieser Stelle schon geleistet gegen das Plakat der Liga der Menschen- und Bürger- selbständigem, unabhängigem Schaffen. Der Vorortmaurer und der so oft gesagt worden, daß es wirklich widerwärtig ist, es zu wieder- rechte", welches in ganz Frankreich zur Beantwortung der Rede Grubenarbeiter, der mit Weib und Kind auf sein Stückchen Land holen: Wit den kleinen Künsten und Kniffen geht es inDesterreich nicht mehr. Cavaignac's angeschlagen wird. Der General brandmarkte das hinauszieht, es beackert und bepflanzt, hat keine Neigung, diesen GeDas alte Oesterreich ist eben todt, und ein neues durchaus fachlich gehaltene Plakat als„ eine Beleidigung der uüssen die rauchgeschwärzte Kneipe vorzuziehen, wo der zielbewußte muß aufgebaut werden. So hoch man die spezifisch öfter- armee Chefs und der Urtheile der Kriegsgerichte. Das Gesetz Genosse gegen die" Besißbestie" und was sonst noch donnert." reichische Trägheit auch einschätzt, jene Faulheit, die am liebsten emig gestattet nicht, die Affiche zu beseitigen.... Die Soldaten der Jene Bergleute, Vorortmaurer und jene anderen Arbeiter, die im Irrthum beharren möchte: die Erkenntniß muß sich Bahn brechen, Garnison werden sie nicht lesen: sie werden diesen ihren Chefs und neben ihrer gewerblichen Thätigkeit noch ein kleines Fleckchen Land daß diese allgemeine Versumpfung nach einer ebenso allgemeinen Re- ihrer Fahne angethanen Schimpf verachten..."" Das Gesetz ge- bebauen, würden sich eines Lächelns nicht erwehren können, wenn sie organisation verlangt. Nicht die überlebten Formen der Bergangenheit stattet nicht mir nicht die Beseitigung einer Affiche, es gestattet diese Ausführung der„ Nationalliberalen Korrespondenz" zu Gesicht fönnen uns retten, sondern die Entwicklung der Völker in Desterreich ebenso wenig den Militärs, fich in politische Dinge einzumischen und bekämen. Hier sieht man einmal wieder, daß man von einer Sache braucht eine neue Form: die Freiheit für die Theile und den gar erst militäramtliche Urtheile über politische Vorkommnisse ab- die waghalsigsten Dinge mit einem Schein von Berechtigung schreiben Fortschritt für die Gesammtheit. Da Oesterreich das zugeben. kann für den, der sie nicht kennt. Von unseren Gegnern wird anLand ist, wo die Nothwendigkeiten der Zeit am spätesten von den Herrschenden begriffen werden, so muß man sich freilich darauf gewürden, während in der Wirklichkeit die Sache in der Regel so ist, daß Bergnügen, zu ihrer Erholung- nebenbei Landwirthschaft treiben genommen, daß die Arbeiter auf dem Lande gleichsam zu ihrem faßt machen, daß die Wahrheit noch eine große Reise braucht, bevor nur dort von den Arbeitern Land bebaut wird, wo die Löhne so niedrig sie ans Ziel gelangt. und das leis Schweiz. W Spanien. Ministerrath, welcher sich mit dem Ergebniß der Untersuchung Paris, 22. Juli. Wie gerüchtweise verlautet, hat der gestrige gegen Esterhazy beschäftigte, der Verhaftung des Obersten Henry zugestimmt. Ebenso verlautet, daß Major Path de Clam gestern verstehen, daß ohne den Landbau im kleinsten Stile der Unterhalt einer haftet worden sei. Familie garnicht zu ermöglichen wäre. Daß die Löhne auf Zürich, 20. Juli.( Eig. Ber.) Aus dem Geschäftsbericht des Sem Lande so niedrig sein können, das rührt daher, eidgenössischen Industriedepartements in Bern über die Durchführung des Fabrikgeseges im Jahre 1897 hierüber geschrieben ist, und worauf wir ja auch schon bezug ger der gewerblichen Arbeit ihre Arbeitskraft noch einmal anspannen daß die Arbeiter, nachdem sie in der Fabrik oder zu Hause von Wer hat Spanien zu grunde gerichtet? Das beste, was morgens bis abends gearbeitet haben, vor Beginn oder nach Schluß entnehmen wir zunächst die Beschwerde eines Jabrikinspettors gegen nommen haben, ist das betreffende Kapitel in Budle's" Geschichte müssen, um die Kartoffeln, das Gemüse 2c. für den Haushalt zu eine Stantonsregierung wegen der Gewährung einer täglichen der Bivilisation". Gerade dieses Kapitel ist ein Meisterwert in bauen. Ja, unsere Gegner tönnen noch weiter gehen und alle diese Ueberzeitarbeit von 8 Stunden für die Dauer von 71/2 Wochen diesem Meisterwerk. Wer sich insbesondere über die Thätigkeit und Arbeiter, die nebenbei gut sozialdemokratisch wählen, als Viehbefizer Das Industriedepartement erklärte die Beschwerde für berechtigt wirksamkeit der Priesterherrschaft( Inquisition, Jesuiten 2c.) genau gleich in die Reihe der Agrarier aufrücken lassen; denn jeder dieser und machte die betreffende Kantonsregierung darauf auf unterrichten will, der lefe die klassische Geschichte der Inquisition" Arbeiter zieht sich jährlich ein Schwein groß, damit überhaupt in mertfam, daß eine solche Arbeitszeit eine für von Glorente ein Buch, das in jeder besseren Leihbibliothek der Familie einmal Fleisch gegessen werden fann die Gesundheit verderbliche Ueberanstrengung zu haben ist. bedeute und daß man ziemlich allgemein von derartigen Uebrigens ist die katholische Geistlichkeit, obgleich augenblicklich fundheit unserer Arbeiter, ob für ihre ganze gewerbliche LeistungsOb aber mun diese Ueberspannung der Arbeitskraft für die GeBewilligungen, die nicht im Sinne des Gesetzes liegen, eine verhältnißmäßig, liberale Regierung am Ruder ist, auch heute fähigkeit, ob überhaupt für unsere Boltswirthschaft diese erzwungene zurüdgekommen sei; gleichzeitig richtete es an die fantonale Regie noch a II mächtig in neun Behnteln von Spanien. rung die eindringliche Mahnung, solche Ueberschreitungen der Die Herren Geistlichen dürfen jedoch nicht denken, sie allein steht auf einem ganz anderen Blatte geschrieben. Man frage dieſe Liebe" zum eigenen resp. gepachteten Befiz eine erfreuliche ist, das Normalarbeitszeit fünftig nicht mehr zuzugeben. Im Auslande hätten das Kunststüd fertig gebracht, das wunderbar reiche und Arbeiter, ob sie nicht gern auf ihr bischen Landwirthschaft verfind solche behördliche Arbeitszeitverlängerungen durchaus nichts naturbegnadete Land zu grunde zu richten die" Edelſten der zichteten, so bald sie nur etwas höhere Löhne erhalten. Wir find Seltenes. Die Fabrikinspektoren führten 6164 Revisionen aus bei 5494 stolzeste, der tapferste Adel der Welt, wie er sich selbst nannte und Freuden ihre paar Parzellen zu gunsten unserer nothleidenden Agrarier Nation" haben ihnen getreulich dabei geholfen. Der edelste, der fest überzeugt, die meisten dieser grundbesitzenden Arbeiter würden mit Etabliffements, die dem Fabrikgeset unterstellt sind. Der Fabrit als welcher er allgemein anerkannt wurde, hat so eifrig und erfolg weggeben. Aber bei Löhnen, wie sie unsere Fabrikanten heute auf inspettor Dr. Schuler machte in Begleitung des Züricher Universi reich an dem Ruin des Landes mitgearbeitet, daß nicht festzustellen dem Lande noch bezahlen, in der begründeten Spekulation, daß die tätsprofessors Dr. Roth eine Studienreise nach Baden und ist, wem von beiden die Palme des Sieges im Wettrennen des Arbeiter sich nebenbei durch eigene Landwirthschaft das nöthigste der Pfalz, wo besonders den Einrichtungen für Ventilation und Volks- und Länderverderbs zukommt: dem Klerus oder dem Nahrungsmittel zuarbeiten können, wird für den ländlichen Arbeiter Staubbeseitigung Aufmerksamkeit gewidmet wurde. Der Assistent Adel. Tezler besuchte die Düsseldorfer Ausstellung für Heizungsdie Erwerbung oder Pachtung eines kleinen Stück Landes zu einer umd Lüftungsanlagen. Die Fabrikinspektoren hielten vier Konstantinopel, 21. Juli. Die Regierungen Englands, Frank- durch diesen landwirthschaftlichen Betrieb hat, fönnen ihn nicht verwirthschaftlichen Nothwendigkeit. Die Genüsse", die der Arbeiter Plenarkonferenzen ab, eine am 21. Oftober in St. Gallen, reichs, Rußlands und Italiens beabsichtigen, an die Pforte eine mögen, sich mit der heutigen Gesellschaftsordnung irgendwie auszuföh da gerade bor zwanzig Jahren das Fabrikgesetz der Boltsabstimmung angenommen wurde. Der Anlaß wurde gestatten, daß die Türkei nach Kreta Truppen sende. Morgen findet Anschluß an die Sozialdemokratie an. Diese ganze Verbindung zwischen in Note zu richten, in welcher sie erklären werden, nicht zu nen; im Gegentheil, fie stacheln ihn gerade zur Unzufriedenheit und zum auf Einladung des Industriedepartements von sämmtlichen aus diesem Anlaß eine Zusammenkunft der vier Botschafter statt. gewerblicher Arbeit und landwirthschaftlichem Betrieb ist ein FauſtBeamten des Fabrikinspektorats besucht und in gemeinsamer Vereinigung gefeiert, wobei den Inspektoren gleichzeitig das fortgesette schlag gegen das Prinzip der modernen Arbeitstheilung, auf dem Vertrauen des Departements ausgesprochen und sie seiner wärmsten Ruffische Forderungen in China. Das„ Neuter sche Bureau" doch die Ueberlegenheit unserer modernen Kultur gegenüber anderen Anerkennung ihrer verdienstvollen Arbeit versichert wurden. meldet aus Beting vom 16. d. M.: Der russische Geschäftsträger ändern, wie z. B. Rußland, beruht. Die Deduktion der„ NationalAuf die Anfrage einer tantonalen Regierung entschied das De Pawloff hat das Verlangen gestellt, daß für die neuen chinesischen liberalen Korrespondenz" klingt daher auch eher russisch als liberal, partement, daß das Verlangen des Fabrikinspektors, es solle mit Schiffe ausschließlich russische Instruktoren bestellt und erinnert sehr lebhaft an die Ausführungen des ehemaligen der Einreichung einer Arbeitsordnung zur behördlichen Genehmigung werden sollen und daß ebenso in Zukunft alle Armee- und Marine- russischen Oberinspektors Michailowsky, der in seinem Werte auch der Ausweis darüber geleistet werden, daß die Arbeiter der Instrukteure Russen sein müssen. Die Chinesen widerseten Der Arbeitslohn und die Dauer der Arbeitszeit in den betreffenden Fabrik sich gemäß der Vorschrift des Fabrikgeseges über sich dieser Forderung. Fabriken" die russischen Arbeiter vor aller Welt als die die Arbeitsordnung aussprechen konnten, durchaus berechtigt und Die" Times" veröffentlichen folgende Depesche aus Peking vom glüdlichsten präsentirt. Denn," so führt er aus, für den russischen die Regierung verpflichtet sei, sich diesen Ausweis zu ver- 19. d. M.: Nußland hält die Forderung aufrecht, daß die Anleihe Arbeiter dient die Fabrikarbeit gewöhnlich nicht als einzige Subfür die nördliche Bahnfortführung mit der Hongkong fistenzquelle, er liebt seinen Boden und besigt Landeigenthum. So Für die kürzlich im Großen Rathe Basels erfolgte und Shanghai- Bant nur unter der Bedingung abgeschlossen werden kommt es, daß im russischen Fabrikleben Erscheinungen vorkommen, Ablehnung der staatlichen Mobiliar Versiche- solle, daß die Bahn selbst nicht als Sicherheit verpfändet werde. Die man in anderen Ländern selten oder gar nicht finden kann. So rung giebt der dortige Korrespondent des Winterthurer Land- Pawloff hat der chinesischen Regierung mitgetheilt, wenn die Hong große Unabhängigkeit bei Abschließung des Kontrattes mit kann der russische Arbeiter, da er Landeigenthum besigt, eine boten" eine sehr interessante Erklärung. In Basel hat die bedeutende fong- und Shanghai- Bank damit nicht einverstanden wäre, werde große Unabhängigkeit bei Abschließung Feuerversicherungs- Gesellschaft Baloise" ihren Siz und im Hinblick die russisch- chinesische Bank die erforderlichen Gelder vorstrecken. den Fabrikanten bewahren." schaffen. Ge Türkei. Afien. darauf wird gesagt:„ Der Einfluß der Gesellschaft reicht weit und da auch der Große Rath mehrere Verwaltungsräthe und Attionäre meldet aus Hongkong vom 22. b. M.: Der Aufruhr in Kwangsi ist Der Aufstand in Südchina. Das Reuter'sche Bureau" der Gesellschaft zu Mitgliedern zählt, war die Ablehnung fehr nahes noch nicht unterbrückt. Der Vizekönig sendet fortgefeßt nach dem liegend. Trotzdem ist fie unbegründet und überaus furzichtig." Schauplatz der Unruhen Truppen ab. Der militärische Mandarin wird dann weiter ausgeführt, daß Basel jährlich mindestens Wong erhielt Befehl, 500 ausgewählte Mannschaften zum Schuße 300 000 r. jährlicher Versicherungssumme zahlt, aber mur 20 000 bis 30 000 Fr. jährliche Entschädigungen erhält, so daß Ko- Kwan- Mun gab Befehl, die Flotte zur Fahrt nach Kwangsi in von Kanton und 1000 zum Schuße Kwangst's auszuheben. Admiral in den letzten 20 Jahren 1/2 bis 2 Millionen Franks den stand zu setzen. Der Admiral Laoziunting ließ gleichfalls 500 aus Gesellschaften als Reingewinn gezahlt wurden. Umso bedauerlicher ist die Ablehnung und umso dringender die Nothwendigkeit, sozial- gewählte Mannschaften ausheben, um sie für unvorhergesehene Fälle demokratische Vertreter zu wählen, welche die Interessen des Bolles zur Hand zu haben. über die Interessen einer Aktiengesellschaft stellen. Der Kanton Aargau erhält ein neues Lehrer Be soldungsgeses, welches die Minimalbesoldung für Lehrer wie Partei- Nachrichten. Lehrerinnen auf 1400 Fr. festsegt. Alle 5 Jahre erfolgt eine Zulage 31. Juli und 1. August in Bern ihren Kongreß ab. Die italienischen Sozialisten in der Schweiz halten am von 100 Fr., welche der Staat bezahlt. Die Arbeitslehrerinnen er halten 130 Fr. im Minimum für jede Schulklasse. Frankreich. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. " Welches Paradies für die Arbeiter! Nächstdem lesen wir in der Lande vor lauter Liebe zum eigenen Besitz und zur Verbesserung Nationalliberalen Korrespondenz", daß die deutschen Arbeiter auf dem ihrer gesammten sozialen Lage sich entschlossen haben, den deutschen Staub von den Füßen zu schütteln und in das gelobte Land Bäterchens zu wandern. Dann gute Nacht, arme Sozialdemokratie! Fünfte ordentliche Generalversammlung des Zentralverbandes der Hafenarbeiter Deutschlands. Hamburg, den 21. Juli 1895. Nachmittagssigung. In der Statutenberathung wird fortgefahren. Der Antrag Rostock zu§ 6: Mitglieder, welche wegen Schulden ge Genosse Büschel aus Vienenburg wurde wegen Richter- trittsgeld sowie einen dreimonatigen Beitrag nachzuzahlen", wird strichen werden mußten, haben bei ihrer Wiederaufnahme das Einbeleidigung, die er in einer Versammlung begangen haben soll, vom nach langer Debatte, an der sich fast alle Delegirten betheiligen, mit Paris, 21. Juli.( Eig. Ber.) Jeder Tag bringt neue Kund- Hildesheimer Landgericht zu sechs Monaten Gefängniß ver- allen gegen eine Stimme abgelehnt. Dagegen fand ein Antrag Ane gebungen des militärisch- diktatorischen Uebels, urtheilt. nahme, der ausdrückt, daß die einzelnen Mitgliedschaften diese Ane ias am Marke der Republik zehrt. Von den überaus zahlreichen- Das Bertheilen sozialistischer Wahlflug gelegenheit selbst zu regeln haben. Stundgebungen dieser Art seien heute die zwei allerneuesten und be- blätter ist als grober Unfug" strafbar. Natürlich deutsamsten hervorgehoben. Der Antrag Magdeburg, in Zukunft mur alle zwei Jahre eine ist das von einem sächsischen, und zwar von dem Schöffengericht in Generalversammlung abzuhalten, wird mit allen gegen 5 Stimmen General Jamont, Vizepräsident des obersten Kriegsraths Baußen entschieden worden. Acht dortige Genossen wurden zu angenommen. und als solcher Oberbefehlshaber der französischen Geldstrafen in Höhe von 12-20 m. verurtheilt, weil sie während der Es gelangt alsdann das vom Zentralvorstand zur Annahme Armee, führte am 19. Juli den Vorsitz bei der jährlichen Reichstagswahl, ebenso wie es von seiten anderer Parteien gethan empfohlene Streifreglement zur Berathung. Breisvertheilungs- Feier in einer Klerikalen Lehranstalt zu Arcueil, wurde, Flugblätter zu gunsten der Kandidaten ihrer Partei verbreiteten. Der Generalfommission der Gewerkschaften, Sabath, hält es für Der Vertreter bei Paris, deren Direktor der Dominikanermönch Pater Didon Das Gericht stützte sich einfach auf die bekannten Entscheidungen des durchaus nothwendig, daß dem vom Zentralvorstand ausgearbeiteten ist. Das war schon an sich seitens des Generals eine Herausforderung fächsischen Oberlandesgerichts und ließ die diesbezüglichen absolut Streitreglement ein Absatz eingefügt werde, nach dem Streiks mur in an die weltliche Regierung des antiklerikalen Brisson. Aber nicht flaren Bestimmungen der Gewerbe- Ordnung und des Reichstags- geschlossenen Mitgliederversammlungen der betreffenden Mitgliedschaft genug damit, empfahl der General in seiner Ansprache die Wahlgesetzes völlig unberücksichtigt. Personen, die sich belästigt" von einem hohen, vielleicht drei Viertel, Prozentsatz der Mitgliedernachfolgende Festrede des Paters Didon über den militärischen Geist gefühlt haben, fanden sich natürlich einige, so z. B. ein Oberförster. zahl beschlossen werden dürfen, wenn sie die im Streifreglement in einer Nation", die ihm natürlich im voraus bekannt war:„ Das bered- Das Gericht konstatirte aber außerdem, daß daß eine Be vorgesehene Unterstüßung beanspruchen wollen. Nur diejenigen, jame Bort( des Paters) wird die in meiner Ansprache angedeuteten Ideen lästigung" gar nicht vorzuliegen brauche; die Möglich die für die Aufbringung der Munition gesorgt hätten, indem sie entwickeln und bestätigen." Man höre nun die Entwickelung der Ideen teit einer solchen genüge schon zur Verurtheilung. des Generals aus dem Munde des Dominikaners. Unter Anspielung dolus eventualis in schönster Blüthe. Interessant war, daß ein als sorgten, hätten das Recht, über Streits zu beschließen. Also durch regelmäßige Zahlung der Beiträge für die Füllung der Kasse auf die Dreyfus Affaire appellirte der Priester der Beuge geladener Gendarm erklärte, daß er von seiner vorgesetzten Der von Sabath angeregte Gedanke wird von Döring in folgenchristlichen Liebe in brutalsten Worten an den Behörde, der Amtshauptmannschaft zu Baußen, beauftragt worden dem Antrage aufgenommen: Dem Streitreglement ist als Absatz 7 blutigen militärischen Staatsstreich:" Hat die Macht ist, bezüglich der Berbreitung von Wahlflugschriften Umfrage" bei anzufügen: Borstehendes Reglement findet auf einen Streit une der Ueberzeugung versagt, hat sich die Liebe ohumächtig erwiesen, dann den Empfängern zu halten, durch diese" Umfrage" stellten sich dann dann Anwendung, wenn sich mindestens zwei Drittel der Mitglieder gilt es, fich mit der zwingenben Gewalt zu bewafferst die Belästigungen" heraus. Gegen das Urtheil ist natürlich bei geheimer Abstimmung in einer geschlossenen Mitgliederversamm nen, das Schwert zu schwingen, au terrorisiren, Berufung eingelegt. lung an dem betreffenden Orte für den Streit erklärt haben M er= Der Zentralvorstand stellt schließlich folgenden Antrag: Bei[ keit, durch Beschaffung von Maschinen aller Art ihre Betriebsspesen abgeschlossen sein. Auch über Aenderungen im spanischen Ausbruch eines größeren Streifs sind die Mitgliedschaften ver- herabzumindern. Der Streit scheint den Anlaß zu geben, daß das Ministerium werden verschiedene, einander ganz widersprechende Mitpflichtet, den Bestand ihrer Lokaltasse auf Verlangen des Zentral- Bäckergewerbe einen bedeutenden Fortschritt in der Entwicklung zum theilungen gemacht. Üleber Paris wird gemeldet, man borstandes der Zentralfasse sofort zur Verfügung zu stellen. Neber Großbetriebe macht." Vielleicht gehen bei diesem Urtheil eines ge- warte in Madrid, daß General Polavieja das Kriegs- Portesämmtliche Anträge entspinnt sich eine heftige Debatte. wiß nicht gegen die Arbeitgeber eingenommenen Mannes etlichen feuille in einem Ministerium übernehmen würde, dem auch General Das Streikreglement erhält schließlich folgende Fassung:§ 1. noch im Schlepptau der Imung befindlichen Meistern die Augen Weyler angehören würde. Das Gerücht von der Berhaftung Angriffsstreiks müssen den Vorstande spätestens einen Monat vor darüber auf, wessen Geschäfte sie durch ihre Bockbeinigkeit besorgen. Weyler's wird als unrichtig bezeichnet. Weyler habe in seiner legten Ausführung des Planes zur Begutachtung unterbreitet werden.§ 2. leber das polizeiliche Vorgehen in den Versammlungen wird Audienz bei der Königin dieselbe seiner Hingebung versichert. Abwehrstreiks sind sofort, spätestens 24 Stunden nach Ausbruch dem uns noch geschrieben:„ Die Krämerrepublik Hamburg steht zur Zeit Vorstande zu melden.§ 3. Alle Unterstützungen bei Streits werden unter dem Zeichen der Versammlungsauflösungen. Am Mittwoch Kämpfe um Manzanillo. Die Uebergabe dieser in der Proim Streif beträgt für Verheirathete 10 M., für jedes Kind 1 M., dem Brotboykott beschäftigten, von der Polizei aufgelöst und am General Toral gefordert. Die Festung wurde jedoch nicht in die durch den Vorstand geregelt.§ 4. Die wöchentliche Unterstützung Abend wurden zwei Versammlungen, die sich mit dem Bäckerstreit und binz Santiago, auf der nach Meriko zugewandten Seite der Insel gelegenen Stadt wurde bekanntlich von den Amerikanern schon von für Unverheirathete 8 M., für Diejenigen, welche den Beitrag von Donnerstag Abend wurde außer einer Frauenversammlung einer Frauenversammlung Kapitulationsbedingungen eingeschlossen und so haben sich die 30 Pf. entrichten, 6 M. pro Woche.§ 5. Der Vorstand läßt Marken auch eine öffentliche Versammlung der Delegirten des à 10 Pf., 20 Pf. und 30 Pf. Herstellen, und sind dieselben jeder Hamburger Gewerkschaftskartells aufgelöst. In der Frauenverſamm- Amerikaner an ihre Eroberung gemacht. Nach einer in Madrid einMitgliedschaft in Vertrieb zu geben. Die Entnehmung dieser Marken lung, die im Vorort Eimsbüttel stattfand und von Tausenden be- gegangenen Privatdepesche aus Havana landeten die Amerikaner am durch die Mitglieder ist in normalen Zeiten freiwillig. Bei Ausbruch sucht war, referirte Frau Steinbach. Als sie darüber sprach, daß Dienstag Abend in der Umgegend von Manzanillo. Die spanischen Truppen, obligatorische Einführung für sämmtliche nicht am Streit betheiligten das Denunziantenthum organisiven wollten, um die Beamten, kanischen Geschwader zerstörten Kanonenboote rettete sich mit einem eines Streits kann der Vorstand für eine bestimmte Zeit die die Bürgervereine, der Arbeitgeberverband und die Bäckerimmung welche die Umgegend der Stadt bewachen, schossen auf die Amerikaner, weche das Feuer erwiderten. Die Mannschaft der von dem ameriMitglieder des Verbandes bestimmen.§ 6. Die auf diese Marken welche mit den Bäckergesellen sympathisiren, ihrer vor eingehenden Gelder sind unverkürzt an die Hauptkasse einzusenden. gesetzten Behörde anzuzeigen und sie dadurch außer Amt und Ver- Theil ihrer Habe an Land. Ein weiteres Telegramm von amerikanischer Seite berichtet über dienst zu bringen, und daß in der That einige Behörden, darunter natürlich die Postbehörde, schon in der von der Bäckerimmung be- ein Gefecht vor Manzanillo am Mittwoch: Das amerikanische Gebeschwader zerstörte drei spanische Handelsschiffe und fünf Kanonenabsichtigten Weise gewirkt hätten, löste der überwachende Beamte, schwader zerstörte drei spanische Handelsschiffe und fünf Kanonenboote. Die amerikanischen Schiffe führten dabei den ihnen erunter dem Bemerken, daß er keine Kritik behördlicher Maßnahmen dulde, die Versammlung auf. Die Versammlung des Kartells wurde theilten Befehl aus, die Schiffe des Feindes zu zerstören, mit Feldbatterien oder Forts dagegen keinen Stampf aufzunehmen. Die aufgelöst, als ein Kartelldelegirter ebenfalls die jetzt von den batterien oder Forts dagegen keinen Stampf aufzunehmen. Die Hamburger Borgern" beliebte Organisirung des Denunziantenthums Spanier sollen 100 Todte verloren haben, die Amerikaner hatten Die Verhandlungen werden sodann vertagt. fritisirte und dabei das bekannte Wort gebrauchte: Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Demmziant. Die Gegen Portorico. Der Londoner" Standard" meldet au Hamburg, den 22. Juli 1898. Kartellkommission hat beschlossen, jetzt gegen alle derartigen Auf- Washington, die Kriegsschiffe, welche nach San Juan unt Dritter Verhandlungstag. lösungen Beschwerde zu führen und dabei bis zum Bürgerausschuß Portorico abgehen sollten, sind am Donnerstag in See geDer Vorsitzende Kellermann eröffnet die Sizung um 8 Uhr zu gehen." stochen, ebenso ist General Miles abgereist. Dem„ Daily morgens. Zunächst wird ein Rechtsschutz Reglement anDie Verhandlungen der Magdeburger Maurer, Zimmerer, Telegraph" wird aus Washington telegraphirt, das Geschwader des genommen. Hierauf gelangen die Allgemeinen Anträge" zur Verhandlung. Bauarbeiter und Unternehmer unter dem Vorsitz des Oberbürger- Kommodore Watson werde sich an der Expedition nach Portorico beth eiligen und erst dann nach Spanien abgehen. Von den auf das„ Korrespondenzblatt" Bezug habenden Anträgen meisters haben für die Arbeiter zu keinem befriedigenden Ende geEine halbamtliche Mittheilung, die aus Washington kommt, gelangt der Antrag Magdeburg:„ Bewilligung einer bestimmten führt. Die Vertreter des Arbeitgeber- Verbandes, welche bisher 40 Summe zur besseren Ausgestaltung des„ Korrespondenzblattes" und bis 43 Pf. Stundenlohn geben wollten, erklärten sich bereit, 41 bis bejagt, Portorico werde von den Vereinigten Staaten behalten Aufnahme wissenschaftlicher Artikel", mit dem Zusagantrage von 43 Pf. und vom 1. April 1899 ab 42 bis 44 Pf. zu zahlen unter werden. Man hätte schon lange beschlossen, die Insel, wenn sie Heine der Hamburg:„ Das Organ führt den Titel„ Der Hafen- Die Arbeiter dagegen verlangten die Abgabe einer verpflichtenden Er- Besitz Portoricos werde die Vereinigten Staaten zum theil für der Bedingung, daß die Arbeit sofort wieder aufgenommen werde. einmal in Besitz genommen, nicht wieder herauszugeben. die großen anläßlich des Krieges gemachten Aufwendungen Der Antrag der Hamburger Schauerleute, statistische Formulare flärung, daß sie vom 1. April 1899 ab 45 f. erhielten. Diese Er entschädigen. Hinsichtlich der Philippinen hätte man sich noch nicht über die zu befolgende Politik schlüssig gemacht; dieselbe hänge von und Arbeitsverhältnisse zur Ausgabe gelangen zu lassen, fand eben arbeiter wird über die Annahme oder Verwerfung dieser Vorschläge der Entwickelung der Lage ab. Jedenfalls würde man die Ladronen falls Annahme. Mehrere andere Anträge, welche auf die Agitation endgiltig zu entscheiden haben. Inseln als Kohlenstation behalten können. Bezug haben, werden zurückgezogen, da diese schon beim Punkt " Agitation" ihre Erledigung gefunden haben. § 7. Bei Ausbruch eines größeren Streits sind die Mitgliedschaften verpflichtet, ihre lokalen Kassenbestände der Zentralkasse zur Verfügung zu stellen.§ 8. Vorstehendes Reglement findet auf einen Streit nur dann Anwendung, wenn sich mindestens zwei Drittel der Mitglieder in einer geschlossenen Mitgliederversammlung der Mitgliedschaft an dem betreffenden Orte bei geheimer Abstimmung für den Streik erklärt haben. " = arbeiter" und erscheint vierteljährlich", angenommen. wurde. " weder Todte noch Verivundete. Der Ein Arbeitersekretariat zu errichten, hat die organisirte hannoversche Arbeiterschaft beschlossen. Als Sekretär wurde Paulständischen. Das New- Yorker„ Evening Journal" veröffentlicht eine Bruch zwischen den Vereinigten Staaten und den AufHannover gewählt. Depesche aus Santiago, wonach Garcia an den General Shafter geschrieben hätte, die Aufständischen würden nicht mehr mit en Amerikanern zusammen wirken, sondern unabhängig von ihnen, wie vor ihrer Ankunft handeln. Er werde sich infolge dessen mit seinen Truppen in die Berge zurückziehen. Gewerbegericht als Einigungsamt in dem schwebenden Maurerstreit Die Baumeister von Greiz haben es abgelehnt, das dortige anzurufen, lautern find Lohndifferenzen ausgebrochen. Der Taglohn ist jetzt Ju der Kesselfabrik von O. Schimmelbusch in Kaisers 28-35 Pf. pro Stunde. Die Arbeiter beanspruchen nun 2 Pf. mehr pro Stunde und Afford wie bisher und glauben, daß das keine unbillige Forderung ist. Sämmtliche Kessel- und Feuerschmiede treten am Sonnabend, den 23. d. M., in den Streik. Zuzug ist streng fernzuhalten. Duisburg und Flensburg beantragen die Gründung einer Bentral- Sterbe- und Unterstüßungskasse, während die Hamburger Speicherarbeiter folgendes beantragen: Stirbt ein Mitglied, welches Die Maurer in Crimmitschau beabsichtigen, dies Jahr in zwei Jahre und darüber dem Verbande ununterbrochen angehörte, eine Lohnbewegung einzutreten. Sie beauftragten in einer Verso steht den Angehörigen desselben ein Sterbegeld von 50 M. zu. sammlung eine dreigliedrige Kommission, mit den Bauunternehmern In der sehr ausgedehnten Diskussion wird allseitig hervor- 81 verhandeln über Einführung der zehustündigen Arbeitszeit und gehoben, daß etwas gethan werden müsse, um die Mitglieder an Erhöhung des Stundenlohns um durchgängig 5 Pf. den Verband zu fesseln. Im Falle des Ablebens eines Mitgliedes müsse den Hinterbliebenen eine Unterstügung in Form eines Sterbegeldes ausgezahlt werden. In diesem Sinne sprachen die meisten Redner, worauf unter Ablehnung aller übrigen Anträge der Antrag der Speicherarbeiter mit allen gegen zwei Stimmen angenommen Außerdem wird ein Busazantrag angenommen, daß der soeben gefaßte Beschluß rückwirkende Kraft haben, daß also jedes Mitglied, das dem Verbande seit 1. August 1896 angehört, Anspruch auf die Sterbe- Unterstützung haben soll. Ein Antrag der Zahlstelle Kiel, Reise- Unterstützung einzuführen, wird nach längerer Debatte gegen eine Stimme abgelehnt. Es wird sodann übergegangen zur Vorstandswahl und der Wahl der daneben fungirenden aufsichtführenden Körperschaften. Als Sig des Verbandes wird wiederum Hamburg bestimmt, als Sitz des Ausschusses wiederum Lübeck. Zum Vor- tarif einzutreten. figenden wird der Schauermann Johannes Döring, zum zweiten Vorsitzenden der bisherige erste Vorsitzende Keller- Die Schmiede Münchens sind, nachdem die Meister ihre Formann, zum Schriftführer der Speicherarbeiter J. Heine der, derungen rundweg abgelehnt haben, in den Streit getreten. Die zum Saffirer und besoldeten Verbandsbeamten der Schauermann Gehilfen verlangen: 1. Einführung der zehnstündigen Arbeitszeit. Stehn Altona, zum Beisitzer der Kai- Arbeiter Landahl ge- 2. Abschaffung von Kost und Logie, soweit Gehilfen solche nicht aus wählt. Zum Obmann der Revisions- Kommission wird der Ewer- drücklich wünschen. 3. Bezahlung eines Minimallohnes von 3 M. führer 3. Will gewählt. Die nächste Generalversammlung, die in pro Tag. 4. Für Ueberstunden und unvermeidliche Sonntagsarbeit zwei Jahren stattfinden muß, soll aus Ersparnißrücksichten wieder in 25 pCt. Lohnzuschlag. Hamburg abgehalten werden. Auf Antrag des bisherigen Ausschusses wird einstimmig beschloffen, daß der Zentralvorstand verpflichtet sein soll, vor der Verausgabung von Summen über 300 M für außerhalb des Verbandes sich abspielende Streits den Ausschuß davon in Kenntniß zu setzen. Nachdem noch einige unwesentliche innere Verbandsangelegenheiten erledigt sind, schließt der Vorsitzende Kellermann mit einem begeistert aufgenommenen dreimaligen Hoch die diesmalige Generalversammlung. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. Die Mannheimer Hafenarbeiter waren an die Direftion mit Lohnforderungen herangetreten. Die Betriebsleitung hat sich erfreulicherweise bereit erklärt, in Verhandlungen über einen neuen LohnWie aus Havana nach Madrid gemeldet wird, haben die Die Insurgenten sind entschlossen, die Besetzung Kuba's durch die Insurgentenführer Garcia und Gomez sich vereinigt und sogar mit Marschall Blanco Unterhandlungen gepflogen. Ameritaner nicht zuzulassen. Diese Mittheilungen sind aber jedenfalls nur mit größter Vorsicht aufzunehmen. Marschall Blanco veröffentlichte in Havana eine Broklamation an die Bevölkerung und an die Truppen, worin er Widerstand bis zum legten Athemzuge fordert. tabelt aus Manila vom 17. d. Mts., daß die gesammten Streitan Vor Manila. Der Korrespondent des„ Neuter'schen Bureaus fräfte der Amerikaner am 15. und 16. dieses Monats gekommen find. Die Zahl der Amerikaner beläuft sich mumehr auf 5000. Wahrscheinlich wird vor der Ankunft des Generals Merritt nichts unternommen werden. Inzwischen haben die Aufständischen ihre Angriffe auf die Stadt kräftig erneuert. Die Spanier erwidern dieselben unter ganz ungeheurer Munitionsverschwendung, hoffen aber nicht mehr auf einen endgiltigen Erfolg. Die Lebensmittel werden knapp und alles deutet darauf hin, daß die Spanier bald kapituliren werden, obwohl, um den Schein zu retten, sie den Auschein zu erwecken suchen, als ob sie sich schlagen wollten. Die Bisayos wollen sich den Togalos nicht anschließen und es scheint gewiß, daß die Eingeborenen sich niemals zusammenschließen, noch jemals unter die spanische Herrschaft zurückkehren werden. Die einzige Alternative bleibe eine Fremdenherrschaft. Aus der Schweiz. Die städtischen Arbeiter in Chur Dem„ Reuter'schen Bureau" wird aus Manila vom 19. Juli verlangten vom Stadtrath in einer mit 32 Unterschriften versehenen gemeldet: Die Rebellen, welche nach und nach ihre Artillerie gegen Petition die Einführung des Zehnstundentages und Tondo, Santamefa und Malate in Thätigkeit treten lassen, verder Stadtrath bewilligte sie probeweise auf ein halbes Jahr.treiben hierdurch die Spanier aus ihren Berschanzungen außerhalb Der Spenglerstreit in Schaffhausen ist nach wochen- Malate's, welches die Rebellen, die in starken Verschanzungen liegen, langer Dauer durch einen Schiedsspruch des Regierungspräsidenten zu bombardiren begonnen haben. beendet worden, welcher für die Arbeiter einen theilweisen materiellen Depeschen vom General Anderson aus Manila melden, und einen vollen moralischen Erfolg bedeutet. Mit Ausnahme von Aguinaldo habe seine Diktatur und das Striegsrecht proklamirt. Die zwei Betheiligten wurden alle Ausständigen wieder eingestellt und Eingeborenen erwarten, die Unabhängigkeit der Philippinen zu ervon der Organisation die Sperre aufgehoben. langen. Ausland. Ans Genf wird uns vom 20. d. M. geschrieben: Der Generalausstand im Baugewerbe hat leider im Laufe der beiden letzten Budapest, 22. Juli.( B. 5.) Der auf einer Urlaubsreise befindliche Lehrer Jasmin Weiß aus Greiz ist hier spurlos verschwunden. Man befürchtet, daß derselbe einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. An alle organisirten Bauhandwerker! Die Organisirung Tage zu einer Reihe von Ausschreitungen geführt, die der Masse der Lehte Nachrichten und Depeschen. der Fliesenleger ist, da die Fliesenleger meist in getrennten Ausständigen die Sympathien der Vevölkerung zu entziehen drohen, Arbeitsstätten arbeiten, mit besonderen Schwierigkeiten verknüpft. obwohl selbstverständlich nur ein Bruchtheil der Streikenden an den Köln, 21. Juli. Der Kölnischen Volkszeitung" zufolge stürzte Wir richten daher an alle organisirten Bauarbeiter, besonders an Unordnungen theilgenommen hat. Dieser Bruchtheil von Under Landtags- Abgeordnete Fuchs gestern hier mit seinem Fahrrad, die Maurer, das dringende Ersuchen, uns in unserer schweren Or- disziplinirken, die die Würde und den Ernst des Ausstandes mit fiel unter einen Rollwagen und wurde überfahren; ein Arm wurde ganisationsarbeit zu unterſtüßen. Helfe jeder die große Zahl der tindischen oder rüpelhaften Handlungen herabzuzerren suchen, viermal gebrochen, außerdem erlitt der Gestürzte Verlegungen an Indifferenten unter unseren Berufskollegen aufklären und zum Bei- gereicht hier wie so oft der gerechten Sache zum Nachtheil. Gestern der Stirn. tritt zur Organisation zu veranlassen. Der Vertrauensmann. und vorgestern sind in einigen Baupläßen Sachbeschädigungen vorDie Holz- und Bretterträger der Firma Cassirer in gekommen, auf der Straße hat man Wagen mit Baumaterial umCharlottenburg hatten vor einigen Wochen die Arbeit niedergelegt, gestürzt, die Ladung zum theil zerstört und den Gendarmen, die So find fünf um einen Stundenlohn von 40 Pf. anstatt wie bisher 35 Pf. zu er- Ordnung herstellen wollten, Widerstand geleistet. halten. Nach etwa 14 tägigem Ausstand hat der Unternehmer zwar Gendarme durch Faust- und Stockschläge verwundet, ein Revolver Havre, 21. Juli.( W. T. V.) Der Staatsanwalt wird eine bewilligt, aber hat es abgelehnt, seine früheren Arbeiter wieder auf- schuß, den ein spanischer Anarchist im Dienste der Arbeiterzunehmen. Die Stadt hat Untersuchung gegen die österreichischen Matrosen eröffnen, welche besache" abgab, ging glücklicherweise fehl. Truppen einberufen, gestern ein Bataillon, heute fünf Kom- schuldigt werden, sich mit Gewalt eines Bootes der„ Bourgogne" pagnien und der ungewohnte Anblick der Soldaten hält die bemächtigt und andere Schiffbrüchige zurüdgestoßen zu haben. Die Achtung, Steinarbeiter! Die Granitarbeiter und Schleifer Bevölkerung in Aufregung. Auf der großen Ebene von Plaupalais Matrojen werden Sonntag mit der Bretagne" hier erwartet. London, 22. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Curzon erklärte, der Firma Schraep in Rostock befinden sich seit Dienstag im find tausende von Ausständigen zusammengeschaart; die Soldaten Ausstand. Betheiligt sind 24 Steinmetzen und 27 Schleifer mit ins- begeben sich einzeln durch die Wassen nach der Kaserne, ohne irgendwie die Regierung habe keinen Grund zu glauben, daß die russische Die Verhandlungen mit den Unternehmern Regierung gefordert habe, die Reorganisirung der chinesischen Flotte gesammt 76 Kindern. 8uzug nach Rostock ist streng fern behelligt zu werden. haben seit gestern Abend begonnen, begonnen, ohne bis jetzt zum solle allein unter die Kontrolle russischer Offiziere gestellt werden. zu halten. Den Gewerkschaftsvorständen sowie den einzelnen Vereinen, die Abschluß gekommen zu fein, obwohl die konserrative Tribune" Die Ernennung eines weiteren permanenten Unterstaats- Sekretärs uns bei den Lohntämpfen in Striegau und im Fichtel- de Genève schon heute früh meldete: die Arbeiter hätten das Ent für die Auswärtigen Angelegenheiten sei wahrscheinlich, aber Thätigkeit solle sich nicht speziell auf Afrika be= gebirge materiell sowohl wie moralisch unterstüßten, sprechen wir gegenkommen der Unternehmer zurückgewiesen. Da teine Streit- feine Das Arbeitsleld des Auswärtigen Amtes habe sich hiermit unsern Dank aus. Diese lettgenannten Streits sind beendet, gelder ausgezahlt werden, habe die Gewerkschaft selbst teine genaue ziehen. nur 29 Mann sind noch als Gemaßregelte zu betrachten. Die Quit- Kenntniß von der Zahl der Ausständigen, die auf etwa 6000 an in so großem Maße vermehrt, daß Salisbury die Schaffung tung über die an uns geleisteten Unterstützungen wird in nächster gegeben werden kann. Ohne jene Handvoll unbewußter Arbeiter, eines neuen Amtes zur wirksameren Behandlung der laufenden GeZeit im Vorwärts" veröffentlicht werden. Die Geschäfts- bie die Unruhen verschuldet haben, hätte dieser Streit als ein groß schäfte für nöthig halte. Chaplin beantragt, in die erste Lesung leitung der Steinarbeiter Deutschlands. 3. A.: artiger Beweis des Klassenbewußtseins gelten können, da die Mehr- der Bill betreffend bessere Vorkehrungen gegen die Fälschung ge= zahl der Arbeiter ohne Forderungen für ihren Gewerbezweig, allein wisser landwirthschaftlicher und Gartenbau Erzeugnisse einP. Mitschke. aus Solidarität die Arbeit niederlegt. Ein Ende des Ausstandes ist zutreten. Die Vorlage ermächtigt unter anderem die Zollämter, die Einfuhr von Milch und Butter aus dem Auslande zu verhindern, Zum Hamburger Bäckerstreik und Brotboykott nahmen am bis heute noch nicht abzusehen. Mittwoch Abend vier Frauen- Versammlungen in Hamburg Stellung. Ein Telegramm vom 22. Juli meldet: Da die Ausständigen falls Proben deren Fälschung ergeben haben. Die erste Lesung der In drei der Versammlungen gelangte eine Resolution zur Annahme, den Vermittelungsvorschlag der Regierung angenommen haben, wurde Vorlage wurde angenommen. worin die Frauen ihre Sympathie für die Streifenden aussprechen heute die Arbeit auf allen Baupläßen wieder begonnen. Der Staatsund in energischer Weise protestiren gegen die von den Polizei- rath beschloß die Schließung des italienischen Sozialistenklubs und behörden versuchte Beschränkung der freien Willensäußerung. Die die Entlassung eines Bataillons. Ein Landwehrbataillon und die vierte Versammlung verfiel der Auflösung, weil ein etwas scharfes Guiden verbleiben vorläufig noch im Dienst. Wort gegen die Bäckermeister ausgesprochen wurde. Ueber die zu erwartenden Wirkungen des Bäckerkampfes äußert sich Dr. Ernst Franke in der Sozialen Praxis" wie folgt: „ Bis jetzt sind die um Unterstügung nachsuchenden Meister Der Krieg. " Goschen gab bei Vorlegung der Nachtragsforderung für die Flotte einen Ueberblick über den Stand der ursprünglichen Vorlage, mit welcher die Admiralität gute Fortschritte gemacht habe, obwohl die Arbeiten und Schwierigkeiten die gewünschte Schnelligkeit etwas gehemmt hätten. Wir haben, eklärte Goschen, jezt in ganzen 41 eritflaffige Schlachtschiffe gebaut, das entspricht der ursprünglichen Forderung. Troß neuerdings von gewissen Großmächten gethaner Schritte er reicht unsere Zahl, was erstklassige Schlachtschiffe anlangt, noch die noch wenig zahlreich. Freilich werden die kleinen Friedensgerüchte erhalten sich noch immer, aber es liegt ihnen von irgend welchen zwei anderen Mächten. Diese 41 Schlachtschiffe Meister schwer geschädigt, wenn nicht ruinirt wer- feinerlei amtliche Kundgebung zu grunde. Wie aus Madrid ge- fönnen bezüglich ihrer Stärke, Schnelligkeit und Wirksamkeit von den, deren Bäckereien in den Arbeitervierteln liegen und deren Ge- meldet wird, soll Handelsminister Gama zo erklärt haben, feinen Schiffen irgend welcher anderen zwei Mächte übertroffen die schäftsführung schon bisher erschwert wurde infolge ihrer Unfähig ein für Armee ehrenvoller Friede werde in Bälde werden. Berantwortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Drud und Verlaa von Mar Rabing in Berlin Hierzu 2 Beilagen. Br. 170. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zwangsinnungen in Berlin. Die Umwandlung der in Berlin bestehenden Innungen in Zwangsinnungen wird jetzt von den Schwärmern, welche in der Zwangsinnung das Heil des Handwerks erblicken, auf das eifrigste erstrebt. In fast allen hiesigen Innungen wird zur Zeit die Agitation energisch betrieben, freilich nicht überall mit dem erhofften Erfolge, Von den zur Zeit in Berlin bestehenden 67 Innungen, haben sich bis jest 23 für die Zwangsinnung entschieden, während 13 Innungen Sarunter der Bund der Bau-, Maurer- und Zimmermeister Berlins- es vorzogen, sich als freie Inmungen zu konstituiren. Die übrigen 31 Jnnungen haben die Frage: Zwangsinnung oder freie Innung? noch nicht endgiltig erledigt. Es dürften noch Monate vergehen, bevor die Streitfrage in allen hiesigen Innungen in der einen oder anderen Weise ihren Abschluß gefunden hat. Wir können uns mit diesen Entscheidungen der Gewerbedeputation nur einverstanden erklären. auch die höhere Verwaltungsbehörde, welche sich jetzt mit den Im Interesse des Handwerks selbst dürfte es liegen, wenn Anträgen zu beschäftigen haben wird, zu einem ablehnenden Votum kommen würde. Geschieht dies nicht, so wird die Zukunft lehren, daß die Bwangsinnungen mur Unheil stiften, woran schon heute fein vernünftiger Mensch zweifelt. Die Verhältnisse werden sich so ungünstig Augenblid herbeisehnen wird, wo er die so sehr gepriesene Zwangsgestalten, daß selbst der wüthendste Anhänger der Zwangsinnung den innung wieder los wird. Die Arbeitszeit in der Kleiderund Wäschekonfektion. Sonnabend, 23. Juli 1898. Kommunales. Aus der Magistratsfizung vom Freitag. Wie wir seiner Beit mitgetheilt haben, hat der Rechtslehrer an der Universität Bern, Julius Baron, die Stadtgemeinde Berlin in erster Linie zu seiner Universalerbin mit der Bestimmung eingesetzt, daß dieselbe ver pflichtet sein sollte, seinen Nachlaß zum Besten armer, verwaister oder berlassener Kinder, welche der Erziehung der Armendirektion unterstehen, zu verwenden und dieselben nach vegetarischen Grundsätzen zu er die Ausschließung aller Nahrungsmittel, welche von todten Thieren nähren. Der Erblasser versteht unter Vegetarismus herrühren, wie Fleisch, Fisch u. a. m., dagegen die Ernährung durch Pflanzenkost beziehungsweise durch Erzeugnisse des lebenden Thieres, wie Milch, Butter, Käse, Honig, Eier. Der Nachlaß soll nach den Grundsäßen und gefeßlichen Regeln verwaltet werden, die für die Verwaltung des Vermögens von Minderjährigen gelten; der Nachlaß darf niemals mit anderen städtischen Fonds, mögen dieselben durch Beiträge der Steuerzahler aufgebracht werden oder sonst wie als Fonds der öffentlichen Wohlthätigkeit bestehen bezw. aufkommen, Auf alle Fälle ist zu konstatiren, daß ein großer Theil der Innungsmeister Berlins feineswegs davon überzeugt ist, daß die Zwangsinnung das Mittel ist, die Mittelstandsrettung", soweit sie Ueber die Durchführung der Bundesraths- Verordnung vom vermischt worden. Er soll vielmehr getrennt für sich allein und mit das Handwerk betrifft, herbeizuführen. 31. Mai 1897, betreffend die Ausdehnung der§§ 135-139 und des dem Namen„ Professor Baron's vegetarisches Kinderhaus" durch ein Daß das neue Inmungsgesetz den Handwerkern selbst nichts§ 139 b der Gewerbe- Ordnung auf die Werkstätten der Kleider- und besonderes Kuratorium verwaltet und verrechnet werden. Nur die must, haben verständige Menschen freilich schon lange gewußt. In Wäschekonfektion, enthalten die Jahresberichte der preußischen Re- Zinsen des Nachlasses sollen zur Verwendung kommen, das Kapital dieser Hinsicht scheint jetzt selbst der Kreuz- Zeitung", welche bekannt- gierungs- und Gewerberäthe für 1897 bemerkenswerthe Mit ist und bleibt eisern. Das Kuratorium soll bestehen: aus drei Mitlich die Mittelstandsrettung sportmäßig betreibt, ein Licht aufzutheilungen. Sie alle stimmen darin überein, daß die Bestimmungen gliedern, dem jedesmaligen Borsigenden derjenigen städtischen gehen; schrieb sie doch unlängst: derselben nicht wirksam genug seien, daß nur einige wenige Verwaltungsabtheilung, welcher die Armenpflege für arme, Sie( die Handwerksmeister) kommen noch heute zusammen in der Verordnung fielen und diese daher auch nur wenigen Artorium, einem Mitgliede der Stadtverordneten- Versammlung, welche Werkstätten der Kleider- und Wäschekonfektion unter die Schußvorschriften verwaiste, verlassene Kinder obliegt ,, er führt den Vorsitz im KuraBezirks, Verbands- und Handwerkertagen, und debattiren alsdann beiterinnen des Konfettionsgewerbes zu gute tämen. denselben aus seiner Mitte wählt, einem stimmfähigen von der über die Vorzüge der einen oder der anderen Form und be- Dies liege an dem Mangel einer genügend scharfen Definition des Stadtverordneten- Versammlung zu wählenden Bürger. Es soll jedoch weisen damit in der That, daß die Forderung: Begriffs Herstellung im großen" und an der Bestimmung, daß niemals ein Arzt in das Kuratorium gewählt werden. obligatorische" Innung, nicht vom ganzen Hand- Werkstätten, in denen auf Bestellung nach Maß für den persönlichen Magistratskollegium hat beschlossen, das Vermächtniß anzuwerterstande ausging, wie die Führer stets behaupteten. Bedarf der Besteller gearbeitet wird", nicht unter die Verordnung nehmen. nacht Soweit bis jetzt bekannt, hat nur ein ganz kleiner Theil der so- fallen." Damit ist", so führt z. B. der Berichterstatter für den Negenannten privilegirten Innungen( denen die Rechte aus den gierungsbezirk Köln aus, den Aufsichtsbeamten die Möglichkeit Baragraphen 100 e u. f. gewährt find), von dem ihnen im genommen, gegen Mißstände in der Konfektion, die im Aufsichts- gekehrt und hat den Vorsiz in der Armendirektion überHerr Stadtrath Münsterberg ist von seinem Urlaub zurückArtifel VI gewährten Recht Gebrauch gemacht und viele bezirk Köln gerade in diesen Werkstätten auf Bestellung nach Maß" nommen. werden wohl die sechsmonatliche Frist am 1. Otwährend der sogenannten Saison beobachtet wurden, vorzugehen. " Das tober d. J. verstreichen lassen, ehe sie zu einem Folgender Fall zeigt die bestehende Schwierigkeit besonders deutlich. Die Große Berliner Straßenbahn hat der Verkehrsdeputation Entschluß tommen. Und doch war gerade diese Bestimmung Eine Kölner Firma, welche sich mit der Herstellung von werth- mitgetheilt, daß die Motorwagen zur Abdämpfung etwa auftretender lediglich im Interesse einer leichten Bildung von Zwangsinnungen vollen Damenkleidern befaßt, beschäftigt in der Saison in Geräusche mit Gummiplatten bisher versehen waren. Neuerdings vorgesehen." eigenen Arbeitsräumen 50 bis 60 Arbeiterinnen. Nach einer werde an stelle des Gummi's eigens präparirter Filz verwendet, und Daß die obligatorische" Inmung nicht vom ganzen Handwerker früher ergangenen Reichsgerichts- Entscheidung war dieser Betrieb würde, da sich dieses Verfahren gut bewährt hat, mit der Verwendung stande ausging, haben wir und unsere Vertreter im Reichstage ja nicht den Fabriken zuzuzählen, da nicht auf Lager und für den Handel, fortgefahren. stets behauptet, daß wir darin recht hatten, muß also jezt, wenn sondern nur im einzelnen Falle passend zu fertigende werthvolle auch wider Willen, selbst die„ Kreuz- Zeitung" zugeben, ein Zu- Kleidungsstücke hergestellt werden. Nach der Anweisung vom 16. Juli geständniß, welches ihr nicht leicht geworden sein dürfte. Wie wenig Intereffe die Mitglieder selbst derjenigen Imungen, welche sich für die Zwangsinnung erklärt haben, der Streitfrage gegenüber befunden, geht zur genüge aus dem schwachen Besuch der Innungsversammlungen hervor, in denen die Frage über die fünftige Organisationsform zur Abstimmung gebracht wurde. " Lokales. " 1897 zur Bundesraths- Verordnung fällt dieser Betrieb aber auch nicht unter die Werkstätten", da eben die fertige Waare nicht in Massen hergestellt und in den Verkehr gebracht wird, sondern auf jedesmalige Bestellung nach Maß für den persönlichen Bedarf der Den beim Volksfest des 6. Kreises in Schloß Weiß Besteller. Eine Einwirkung auf Herabseßung der übermäßigen see am Sonntag mitwirkenden Sängern zur Nachricht, Arbeitszeiten in diesen Betrieben ist demnach zur Zeit nicht thunlich, heute Abend 81/2 Uhr, im Kolberger Salon, Kolber obwohl sie bei Beschäftigung von 50 bis 60 Arbeiterinnen im straße 23, eine Probe stattfindet. Gesungen werden die Die hiesige Tischlerinnung, welche sich für Zulassung als großen" herstellen. Nach den hiesigen Verhältnissen erscheint es" Saat und Ernte" von Himmb," Liedeslust" von Suchsdorf," Zwangsinnung erklärt und ihren diesbezüglichen Antrag der Gewerbe erwünscht, einen Weg zu finden, der die Anwendung der die Anwendung der ruf" von Zöllner, Sängermarsch" von Uthmann,„ Wir gl Deputation des Magistrats bereits unterbreitet hat, zählt nach Verordnung vom 31. Mai 1897 auf 31. Mai 1897 auf alle Arbeitgeber eigener Angabe 1348 Mitglieder, von denen 1120 das Tischler- möglicht, welche im er der Freiheit Sieg" von Suchsdorf"," Festgesang" von Uthn ganzen mehr als zehn gewerbe mit Hilfskräften( Gesellen und Lehrlingen) betreiben. oder Arbeiterinnen mit der Herstellung von Seonfektionsartikeln als zehn Jugendliche Der Beschluß, die Innung zur Zwangsinnung umzugestalten, wurde in eigener Werkstatt oder bei Zwischenmeistern beschäftigen. Der indeß in der Generalversammlung am 11. Mai c. zwar einstimmig, Busaß bei Zwischenmeistern" foll verhindern, daß die in gesundheit reaktionären Presse noch immer schwer im Magen. Daß Die Studentenversammlung des vorigen Sonnaben jedoch nur mit 171 Stimmen gefaßt, da mehr von den 1348 Mitlicher Beziehung weit günstigere Arbeitsbedingungen bietenden Groß statt einer wüsten Agitationsrede, gespickt mit Revolutio gliedern trotz eifrigster Agitation nicht in die Generalversammlung zu betriebe in einzelne fleine Werkstätten oder gar in die Hausindustrie einen ruhigen akademischen Vortrag hielt, daß war de bringen waren. Das Inmungsstatut schreibt vor, daß Au- übergeführt werden. Ein Anreiz zu letzterem Vorgehen liegt auch Reaktionären des Reichsbote" 2c. gar nicht recht, und sie träge auf Abänderung des Statuts mur Abstim- noch darin, daß dabei die Ausgaben für Unfall, Alters- und Invaliden- im Aerger ihrer Enttäuschung, der Vortrag habe nichts Ne mung gebracht werden dürfen, wenn mindestens Dreiviertel der versicherung gespart werden." Als ob es sich bei akademischen Vorträgen um Neues stimmberechtigten Innungsmitglieder in der betreffenden Generalversammlung sich an der Abstimmung betheiligen. Sind soviel MitDer Gewerbe Inspektor in M. Gladbach berichtet: Hier lehrten der Streuz Zeitung" und des Bundes der Landwirt und nicht um Darlegung des vorhandenen Wissenstoffs. glieder nicht zur Stelle, so kann eine später stattfindende General- besteht eine große Anzahl Konfektionswerkstätten, welche bis zu machen uns vielleicht einen Universitätsprofessor namhaft, der in versammlung, ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder 40 Arbeiterinnen beschäftigen, die jedoch nicht auf Vorrath, seinen Vorlesungen„ Neues" lehrt? Vielleicht die Herren zu nehmen, die Abstimmung vollziehen. Dieser Fall trat min bei sondern stets auf Bestellung, das heißt nach§ 8 der Verordnung der Tischlerinnung ein. Bereits am 13. April er. stand der Antrag, gelegentlich" arbeiten. Gerade in diesen Werkstätten wäre ein die Innung als Zwangsinnung umzugestalten, auf der Tages- energischer Arbeiterinnenschutz dringend erwünscht, da zur Zeit der er konnte indeß nicht zur Abstimmung gebracht verschiedenen Saisons die Mädchen oft die ganze Nacht durch ordnung; werden, weil eben die statutenmäßig vorgeschriebene arbeiten müssen mit Unterbrechung durch nur ganz furze Pausen." Anzahl von Dreivierteln der stimmberechtigten Mitglieder nicht an- Aehnlich liegen, wie der Regierungs- und Gewerberath in Düsselwesend war. Erst am 11. Mai dieses Jahres konnte der An- dorf hinzufügt, die Verhältnisse in den meisten nicht fabrikmäßig trag zur Abstimmung gebracht werden und hier wurde er, wie oben betriebenen Konfektionsanlagen des ganzen Regierungsbezirks. angeführt, mit 171 Stimmen einstimmig angenommen. In der That In Aachen hatte die Verordnung des Bundesraths mehrfach ein flägliches Resultat der eifrig betriebenen Agitation, welches be- unter den Arbeiterinnen der dort vorhandenen größeren Schneiderweist, daß die überwältigend größte Zahl der Innungsmitglieder, werkstätten, in denen Damenkleider u. dergl. lediglich auf Bestellung nämlich 1177 von 1848, sich der Zwangsinnungsfrage gegenüber nach Maß für den persönlichen Bedarf der Besteller hergestellt werden, die Meinung erweckt, daß auch ihnen die Wohlthat der genannten Beſtimmung zu theil werde. Der Aufsichtsbeamte in Aachen schreibt hierüber: Mehrfache Beschwerden über zu ausgedehnte Arbeitszeit überhaupt und Beschäftigung an den Sonnabend- Abenden bis 11 und 12 Uhr gingen aus den Streisen der Arbeiterinnen hier ein mit der Bitte, für Abhilfe in allen Fällen um solche Werkstätten handelte, welche nach der Auszu sorgen. Die sofort angestellten Erhebungen ergaben, daß es sich führungsanweisung vom 16. Juli vorigen Jahres nicht unter den Begriff der Kleider- und Wäschekonfektion fallen. Es fonnte daher diesen zeitweise bis tief in die Nacht beschäftigten und überangestrengten Arbeiterinnen leider nicht geholfen werden." vollständig indifferent verhalten hat. Und diese wohlgezählten 171 Jnnungsmitglieder verlangen, daß Und diese wohlgezählten 171 Jnnungsmitglieder verlangen, daß die die sämmtlichen zirka 2500 Tischlermeister Berlins, ohne gefragt zu werden, zwangsweise der Zwangsinnung als Mitglieder überwiesen werden sollen. Es liegt klar auf der Hand, daß unter diesen Umständen ein gedeihliches Zusammenwirken der wider ihren Willen zu Innungsmitgliedern gepreßten Tischlermeister mit den der Innung freiwillig beigetretenen wohl kaum zu erwarten ist. über. Schwenniger und Reinhold? Schwenniger und Reinhold? in den Aber der Haupttrumpf der Herren Reaktionäre ist: es war eine können wir ihnen nicht lassen. Infolge eines Mißverständnisses Auch diesen Troft Studentenversammlung ohne Studenten". befanden sich in der einen, der Bühne zugekehrten Hälfte des Saales vorwiegend, ja in den hinteren Reihen ausschließlich Akademiker be vorwiegend Nicht- Akademiker, während sich in der anderen Hälfte fanden. Wer von der Bühne aus sah, konnte deshalb leicht- und das geschah auch dem Berichterstatter des Vorwärts" Irrthum verfallen, das akademische Element sei wenig zahlreich verlanggestreckten Saales in der Mitte der Längsseite errichtet worden, treten gewesen. Wäre die Nednerbühne statt an einem Ende des so hätte der Irrthum nicht entstehen können. Schäßung, zwischen einem Drittel und der Hälfte der sehr zahlDie Studenten waren also da, und sie bildeten, nach genauer reichen Versammlung. Und mit ganz geringen Ausnahmen war die Haltung der Studenten eine durchaus sympathische. Das groteste reichen Versammlung. Und mit ganz geringen Ausnahmen war die Schwärmer, die sich berufen fühlten, für die Heiterkeit der VerFiasko der patriotischen Bier, Flotten und Reservelieutenants fammlung zu sorgen, hat diese Sympathie ficher nicht vermindert. Das akademische Element wäre jedoch ohne das erwähnte MißAehnlich aber liegen die Verhältnisse fast ausnahmslos in allen verständniß noch viel zahlreicher vertreten gewesen. Da eine Studentenversammlung mit einem Sozialdemokraten als Referenten nicht mög hiesigen Iniungen, welche sich bisher für die gwangsinnung erklärt lich war, und die Form einer allgemeinen Versammlung gewählt haben. Ueberall wurden die dahingehenden Beschlüsse nur von Auch in Frankfurt a. M. unterliegt der Verordmung troß werden mußte, war man, um zu verhindern, daß der Saal haupt fleinen Minoritäten der stimmberechtigten Mitglieder gefaßt, überall seiner ausgedehnten Konfektionsindustrie nur eine einzige fächlich von Arbeitern und Parteigenossen gefüllt werde, übereinherrschte dieselbe Interesselosigkeit der Zwangsinnungs- Frage gegen Werkstätte, ein größeres Damenpusgeschäft, das nur zu einem gekommen, die Studenten schon für 8 Uhr, die Genossen erst für fleinen Theil für Privatkundschaft und zumeist im großen arbeiten 8, Uhr einzuladen. Durch eine bedauerliche Verwechselung wurden Andererseits wurde hingegen eine rege Agitation gegen die läßt; alle anderen Konfektionsgeschäfte arbeiten fast aus- umgekehrt die Genossen für 8, die Studenten für 81% eingeladen. Zwangsinnung unter den hiesigen Tischlermeistern betrieben. Der schließlich für Privatkundschaft, und auch die meisten dortigen Die Folge war, daß die Mehrzahl derer, die nach Sperring des Verein der Tischlermeister Ost, Nordost und Südost, eine Organi- Wäschegeschäfte haben teine eigenen Werkstätten, sondern lassen in Saales zurückgewiesen werden mußten, Studenten waren. Ohne fation, welche ca. 140 Mitglieder zählt, wovon ein Drittel zugleich der Umgegend auf dem Lande arbeiten, wo dann vielfach kleine dieses Mißverständniß hätten die Studenten ohne Zweifel die Mehrder Junung als Weitglieder angehören, hat der Gewerbe- Arbeitsstätten vorhanden sind, in denen hin und wieder eine geringe heit der Versammlung gebildet. deputation eine Petition hiesiger Tischlermeister zugehen lassen, Anzahl nicht zur Familie des Arbeitgebers gehörige Personen bewelche, am 15. Juni cr. geschlossen, bereits 1061 Unterschriften trägt. schäftigt werden. Aber auch in jenem größeren Damen- Butzgeschäft Die Betenten ersuchen die Gewerbedeputation des Magistrats, dem fand der Gewerbe- Inspektor in Frankfurt die Schutzvorschriften nicht Antrage der Innung auf Zulassung als Zwangsinnung ihrerseits die durchgeführt. Namentlich wurden Arbeiterinnen an den SonnBustimmung zu versagen. Dieselbe Petition, vielleicht mit noch abenden ständig noch nach 51/2 Uhr abends beschäftigt. Die Inmehr Unterschriften versehen, soll der höheren Aufsichtsbehörde eben haber waren der Ansicht, daß sie, da auch für Privatkundschaft falls überreicht werden. gearbeitet werde, hierzu berechtigt seien, ebenso wie andere Konfektionsgeschäfte am Orte." In der Sitzung der Gewerbedeputation des Magistrats, welche am 20. d. M. stattfand, wurde über die bisher eingegangenen Anträge hiesiger Inmungen auf Zulassung als Zwangsimmung Beschluß gefaßt. Es liegen sechs folcher Anträge vor und zwar von folgenden Inmungen: = " Ein Beitrag zur Berliner ,, Schuluoth". Die rechtzeitige Beschaffung der Gebäude für neu zu eröffnende Gemeindechulen stößt angeblich deshalb auf erhebliche Schwierigkeiten, weil die Fluktuation der je nach der Zu- oder Abnahme der Arbeitsgelegenheit und dem Steigen oder Fallen der Miethspreise in raschem Wechsel hin und her ziehenden Arbeiterbevölkerung es unmöglich mache, mit einiger Sicherheit vorauszuberechnen, wieviel Sigpläge und Klassenräume in der nächsten Zeit in den einzelnen StadtDer Berichterstatter für den Regierungsbezirk Minden theilt theilen erforderlich sein werden. Nur daraus, fagt man, erkläre sich mit, daß die Bestimmungen der Bundesrathsverordnung mehrfach die beträchtliche Zahl von Schulen, die bei ihrer Ertheils aus Unkenntniß, theils auch absichtlich übertreten worden seien. öffnung zunächst in schnell gemietheten Wohngebäuden Gegen 15 Firmen der Wäsche- Industrie ist das Strafverfahren eingeleitet, untergebracht werden müssen, und von Klassen, die kein eigenes weil sie Arbeiterinnen über die gesetzliche Arbeitszeit beschäftigt Bimmer bekommen können, sondern als fliegende klassen' 1. Köche Junung; 2. Damenmäntelschneider haben. Von den Wäschefabrikanten wurden Arbeiten, wie das Bu- bald in diesem, bald in jenent gerade frei werdenden Zimmer Unter Innung; 3. Tischler- Junung; 4. Bund der Ber- schneiden, Sortiren, Etiquettiren, Berpaden, von einigen sogar das funft suchen müssen. Merkwürdig ist dabei nur, daß die Mißstände liner Buchdruckereibefizer; 5. Sattler Innung Hand- und Maschinennähen als zu den Geschäften des Komptoir in manchen Stadtgegenden schon seit einer langen Reihe von Jahren und 6. Korbmacher Jnnung. personals gehörig angesehen. Unterstützt werden die Arbeitgeber bei ununterbrochen fortdauern, und daß der„ vorläufige" NothNach eingehender Berathung, in welcher alle von den Jumungen ihren Zuwiderhandlungen gegen die gefeßlichen Bestimmungen durch behelf der Unterbringung einer Schule in einem ge= vorgebrachten Gründe für die Zulassung als Zwangsinnungen genau die Abneigung der Arbeiterinnen gegen die Beschaffung des Arbeitsmietheten Wohnhause, das naturgemäß nur wenig zu solcher geprüft, aber auch die Gegengründe scharf hervorgehoben wurden, buches und gegen die polizeilichen Revisionen. Vielfach wird auch Verwendung geeignet sein kann, gelegentlich 1-2 Jahr= entschied die Gewerbedeputation, allen vorliegenden An den Mädchen, nachdem sie die gefeßlich zulässige Zeit in Konfektions- zehnte hindurch als ein der Reichshauptstadt würdigers trägen gegenüber sich ablehnend zu verhalten. werkstätten gearbeitet haben, Arbeit nach Hause mitgegeben. Aller Bustand angesehen wird. Warum so geringe Anstrengungen Nachdem bereits früher ein Antrag der hiesigen Bäcker- dings kann die häusliche Thätigkeit der Arbeiterinnen nicht kontrollirt zur Linderung dieser Schulnoth" gemacht werden, Junung Germania" von der Gewerbedeputation, gegen deffen werden, immerhin wäre das Verbot, den tagsüber beschäftigten das wird einem allerdings sofort klar, wenn man sich erinnert, wie Annahme die„ Konkordia" lebhaften Protest eingelegt hatte, ab- Arbeiterinnen Arbeiten nach Hause mitzugeben, recht wünschens- wenig überhaupt von der freisinnigen" Gemeindeverwaltung Berlins gelehnt worden war, sind also bereits sieben Berliner Innungen von werth." der Gewerbedeputation- der unteren Verwaltungsbehörde ihren Anträgen abgewiesen worden. mit für die unbemittelte Bevölkerung( die ja für die Gemeindeschulen vornehmlich in betracht kommt) gethan wird. Höheren Lehranstalten würde kaum jemals zugemuthet werden, sich so lange mit wenig and er beim Wenden des Wassergeeigneten, ursprünglich zu ganz anderem gwede bestimmten Gebäuden soll der Verdächtigte den Nachweis beigebracht haben, daß er am Ein Fabrikbrand verursachte Freitag Abend 9 Uhr Alarm nach und mit„ fliegenden" Klassen zu behelfen. Selbst die Realschulen Tage vor der That und auch in der Nacht zum 5. Juni ds. Js. in Markusstraße 50. Dort befindet sich im dritten Stock der bleiben meist vor der Einquartirung in Miethsräumen bewahrt. Frankfurt a. D. fich aufgehalten hat. Wie diese sich widersprechenden beiden Seitenflügel und des Quergebäudes die Schuhfabrik von Wiederholt sind neu errichtete Realschulen vorläufig in Gemeinde- Nachrichten sich aufklären, bleibt abzuwarten. Graef. Auf noch nicht ermittelte Weise war die im Quergebäude Schulhäuser gelegt worden, und die Gemeindeschulen, die bisher darin befindliche Trockenkammer, in der ein größeres Lager von Filz und gehauft hatten, find in Miethsräume verwiesen worden. Ein wahres Eine aufregende nächtliche Szene spielte sich Donnerstag am Leber getrodnet wurde, in Brand gerathen, der den geMusterschulhaus" dieser Art ist das Haus Weißenburger- späten Abend in der Badstraße ab. Der Maurermeister M., ein sammten Trockenraum erfaßt hatte, als die ersten Löschzüge einſtraße 36, nahe dem Wörther Plaz. Es wird bereits seit 1881, also seit Mann von 36 Jahren, lebt seit einigen Jahren mit seiner ein halbes trafen. Die verursachte Hize war so intensiv, daß die eisernen jezt 17 Jahren, zu Schulzwecken benutzt. 1881 wurde dort die neu Jahr jüngeren Frau in Unfrieden. Die Schuld scheint auf beiden Thüren rothglühend geworden waren. Mittels dreier Schlauchleitungen ou eröffnete 121. Gemeindeschule untergebracht. Als dann diese Schule Seiten zu liegen. Während der Mann in Kneipen öfter über den gelang es, das Feuer zu lokalisiren, doch ist der Trockenraum total 1886 ein eigenes Gebäude in der Prenzlauer Allee bekam, wurde in Durst trinkt, thut die Frau mitunter zu Hause des Guten zu viel ausgebrannt und der verursachte Schaden bedeutend. Ein Arbeiter die Miethsräume der Weißenburgerstraße die neu eröffnete Die Folgen sind dann gegenseitige Vorwürfe, Bant und Streit. wurde durch ein herabfallendes Fensterkreuz verlegt, auch erlitt 162. Schule gelegt. 1894 bekam auch diese Schule ihr eigenes Ge- Gestern Abend kam der Mann gegen 11 Uhr nach Hause und fand der Feuermann Krüger von Zugwache 7 aus der Memelerbäude in der Danzigerstraße, aber die Miethsräume wurden mun der seine Frau so ziemlich in derselben Verfassung, wie diese ihn; straße einen Unfall, indem neuen 200. Schule überwiesen. Wird auch für diese ein eigenes Ges wenigstens war sie auch nicht ganz nüchtern. Es kam zu heftigen wagens von demselben herabgeschleudert wurde und neben Hautbäude fertig, so kommt wahrscheinlich wieder eine andere Schule in die Auseinandersetzungen. Die Frau rannte schließlich aus dem Vorder- abschürfungen auch eine starke Verstauchung des einen Armes davontrug. aufs neue freigewordenen Räume. Dabei hat das Haus alle Mängel zimmer in die nach dem Hofe zu gelegene Schlafſtube und schloß sich Den Besuchern der Treptow- Sternwarte" bietet sich in einer gewöhnlichen Berliner Miethstaserne. Die Treppe ein. Als M. die Thür eintrat, weil er feinen Einlaß bekam, sprang befindet sich sogar in einem Zustande, wie er selbst in einer Mieths- sie zum Fenster hinaus auf den Hof hinab. Das Publikum, das dieser Woche die feltene Gelegenheit, den Mond schon von 7 Uhr an tajerne nicht oft zu finden ist. Die hölzernen Stufen find so start Beuge dieses Vorgangs war, holte einen Arzt und die Polizei. Der in günstiger Phase mit dem Riefenfernrohr beobachten zu können. ausgetreten, daß die Ausbuchtung am vorderen Nande stellenweise Arzt erkannte zwar, daß sich die Frau bei dem Sprung aus dem ersten Von 2-7 Uhr steht die Sonne und Venus auf dem Beobachtungsbereits bis vier Zentimeter tief ist. Wir möchten das Geschrei nicht Stock nicht lebensgefährlich verlegt hatte, hielt es aber doch für ge- programm. Morgen, Sonntag, finden wie immer um 5 und 7 Ühr hören, daß sich erhöbe, wenn die städtische Verwaltung es wagen rathen, sie mit einem Lüd'schen Rettungswagen nach dem Lazarus Vorträge mit zahlreichen Lichtbildern statt, und spricht Direktor wollte, eine höhere Lehranstalt in ein solches Schulhaus" zu Krankenhause bringen zu lassen, da sie über Rückenschmerzen und F. S. Archenhold zuerst über" Die WeltuntergangsTegen. Seitenstiche flagte. M. jedoch widersetzte sich ihrer Ueberführung Prophezeiungen" und abends als Vorbereitung für die MondElektrisches. Des Lebens ungemischte Freude wird keinem in das Krankenhaus auf das heftigste. Als der Wagen beobachtungen über Ein Tag auf dem Monde."- Für den tam, mußten mehrere Männer aus dem Publikum ihn fest- Rest der Ferien sind die zu allen Veranstaltungen des Instituts Sterblichen zu theil, und so wird auch die Freude über die Erhalten, da er die Verletzte mit Gewalt zurückhalten wollte. giltigen Lehrer- und Schülerkarten auf 2 M. ermäßigt. öffnung des elektrischen Betriebes auf der Straßenbahnlinie Gefund Nachdem es so gelungen war, die Frau in den Wagen zu bringen, brunnen- Kreuzberg vielen durch die demselben noch anhaftenden fuhr dieser davon. Kaum hatte man M. mun losgelassen, so sprang Mängel etwas getrübt. Einzelne Wagen dieser Linie fahren näm er in eine Droschke und fuhr lärmend hinter dem Rettungswagen lich mit einem berartig dröhnenden und zur Abwechselung iinselnden her. Im Krankenhause verlangte er in der größten Erregung die und heulenden Geräusche, daß dadurch so mancher ehrsame Spieß- Herausgabe seiner Frau. Es wurde ihm bedeutet, daß er den nächsten straße 5/6 eine Voltsversammlung für Männer und Frauen statt. In Schöneberg findet am Montag im Baierischen Hiesel, Haupts bürger unliebsam aus seinem Mittagsschläfchen oder seiner wohl Morgen wiederkommen möge. verdienten Nachtruhe aufgeschreckt wird. Für nervöse Menschen und nicht aufhörte, mußte man ihn mit Gewalt aus der Anstalt entfernen. pationskampfe der arbeitenden Klasse theilzunehmen. Mittwoch ist Als er auch jetzt zu lärmen noch Frau Greifenberg spricht über die Pflicht der Frauen, am EmanziSpeziell Strante ist ja eine solche Begleiterscheinung des Fortschrittes Run fuhr er mit der Droschte nach Hause zurück. Die Verlegungen Borstandssitzung des Arbeiter- Bildungsvereins. allerdings sehr unangenehm, doch steht zu hoffen, diese Kinderkrankheit in absehbarer Zeit überwunden werden Manne, als er sie gestern Vormittag besuchte, in die Wohnung zudaß haben sich als nicht schwer herausgestellt. Frau M. konnte mit ihrem wird. Ein weiterer bitterer Tropfen in dem elektrischen Freudenkelche rückkehren. ist der Umstand, daß Anhängewagen vorläufig nur versuchsweise und in beschränkter Anzahl und dies auch nur für Sonn- und Feiertage Ein gefährlicher Zusammenstoß zwischen einem Mistwagen polizeilich gestattet sind. Der Riesenverkehr auf dieser Strede macht aus Mari- nfelde und einem Akkumulatorwagen der Linie Kreuze eine Erweiterung dieser Konzession entschieden wünschenswerth. berg- Gesundbrunnen fand gestern früh um 9 Uhr vor der Markthalle Zeit und Erfahrung werden auch hier zweifellos Wandel schaffen. in der Lindenstraße statt. Der Kutscher des Mistwagens war gerade Also nur Geduld! Die Geduld verloren hat aber bereits schon im Begriff zu wenden, als der Akkumulatorivagen ihn in die Seite mancher angesichts des Umstandes, daß von der bereits vor Jahres- fuhr. Der Wagen legte sich auf die Seite, der Kutscher flog im frist genehmigten Verlängerung der elektrischen Straßenbahn Bankow- Bogen auf das Pflaster, die Pferde, zwei werthvolle Thiere, über Gesundbrunnen durch die Bellermann, Grünthaler, Bad- und Hoch- schlugen sich und dem Motorwagen wurde der Vorderperron einstraße bis zur Mittelstraße bis dato noch nicht das geringste zu gedrückt. Außerdem wurden diesem Fensterscheiben zertrümmert, verspüren ist. Bon intereffirter Seite werden bemzufolge Schritte deren Scheiben zum Glück nach außen fielen. Der Kutscher hat Vervorbereitet, um in dieser Angelegenheit ein schnelleres Tempo zu legungen am rechten Arm, die Pferde an Vorder- und Hinterbeinen veranlassen. erlitten. Beide Wagen sind start beschädigt und müssen reparirt wagens treffen. werden. Die Schuld an dem Unfall soll den Führer des AffumulatorG Aus den Nachbarorten. In Friedrichsfelde haben die Parteigenossen im Lokale des Herrn Bube, Prinzen- Allee 30, ein Sommerfest mit reichhaltigem Programm, Bolts- und Kinderbeluftigungen arrangirt. Es wird zu zahlreichem Besuch eingeladen. Siehe Annonce. In Ober- Schönewveide findet heute bei Haferland Mitgliederversammlung des Arbeiter- Bildungsvereins statt. Gäste haben Zutritt. Die Bauthätigkeit in Charlottenburg zeigt in diesem Jahre eine eigenthümliche Erscheinung. Sie hat sich fast durchweg dem äußersten Südosten des Stadtgebietes, dem Kurfürstendamm- Viertel, zugewendet, während in allen übrigen Stadttheilen die Grundstückspetulation wie auch die Baulust seit dem letzten Frühjahr ganz auffallend nachgelassen hat. Selbst die großen Baulüden, welche im vorigen Jahre bei der Bebauung der südlichen Straßenzüge Ein nobler ,, Diensthere" gesucht. Die Gerichtsschreiberei des Charlottenburgs offen geblieben sind, zeigen sich nach immer unausgefüllt. Und sogar die mächtigen Baublocks, die sich im Innern der Stadt zwischen hiesigen Gewerbegerichts, Kammer VI, erläßt durch das Gemeindeder Bismarck, Leibniz- und Wallstraße einerseits und zwischen der latt" folgende öffentliche Zustellung:" Die unverehelichte Martha Wegen eines schweren Verbrechens ist der 23 Jahre alte Leibniz-, Grolmann- und Schillerstraße andererseits ausdehnen, stellen ickert, hier, Bremerstr. 41, flagt wider den Zigarrenmacher Heinrich Musiker Polzin aus der Bergstr. 21 in Untersuchungshaft genommen nach wie vor wildbewachsenes Gartenland dar oder dienen als KohlenFert, früher in Berlin, Bremerstraße 41, jezt unbekannten Auf- worden. Polzin heirathete im Alter von 19 Jahren eine Frau, die und Holzplätze wie Ablagerungsstätten. Wie schon das Statistische alts- Attenzeichen IV, 1267. 98 Gewerbegericht VI wegen ihm ein siebenjähriges Mädchen Lieschen in die Ehe mitbrachte. Das Amt der Stadt Charlottenburg festgestellt hat, befindet sich die Bautändigen Lohnes für die Zeit vom 20. Juli 1895 bis 13. Mai Rind war ihm anfangs augenscheinlich im Wege, jedermann merkte thätigkeit in Charlottenburg schon seit dem Jahre 1896, in welchem uf 3ohlung von 882 W. Der Beklagte wird hierdurch zu die Abneigung, die er ihm entgegenbrachte. Um so auffallender fie aus Anlaß der Errichtung des neuen Stadtbahnhofs Savignyf den 30. August 1898, vormittags 9 Uhr, anberaumten Termin war in der letzten Zeit eine Wandlung in das Gegentheil. Polzin plak ganz ungeahnte Dimensionen annahm, in stetem VI. Kammer des Gewerbegerichts, hier, Breitestr. 20a, zeigte sich nun zu dem Mädchen förmlich hingezogen und litt nicht, Südgang. Jeht aber gewinnt es sogar den Anschein, it, Zimmer 21, geladen." daß ihm jemand auch nur im geringsten zu nahe trat. Seine eigene als об sie mit dem Ende dieses Sommers zu einem em Unglücksfall in der Schwarzkopff'schen Maschinen- fchließlich eine schreckliche Aufklärung. Aus dem Hinterhause der sich jetzt nur deswegen mit der Bebauung ihrer Grundstücke beeilt, Frau konnte sich diese Wandlung am wenigsten erklären. Sie fand völligen Stillstand kommen wolle. Denn viele Unternehmer haben über den wir gestern berichteten, wird uns noch gemeldet: Ackerstraße, das der P.'schen Wohnung gegenüberliegt, nahmen weil sie glauben, nach dem Jukrafttreten der verhaßten neuen it wird auf höchst primitive Weise verrichtet. Sechs bis eines Mittags zwei Frauen wahr, daß sich P., während seine Frau Ba u polizeiordnung für Charlottenburg ihre Grundstücke änner helfen den 8-9 Zentner schweren Ring auf das schlief, mit seinem Stieftöchterchen zu schaffen machte. Die Frauen nicht mehr in der bisherigen Weise ausnutzen zu können. Bemerkensderart hinauf, daß er theilweise auf die Scheibe des theilten ihre Wahrnehmungen der Polizei mit und die Folge werth ist es dabei, daß 3. B. in bem südlich des Kurfürstendammes gewichtigste Hälfte jedoch hinten auf einen Bod zu liegen war, daß ein Kriminal- Schußmann des elften Meviers den liegenden Theile der Fasanenstraße, welche hier nur eine Breite von it diese Arbeit vollbracht, dann entfernen sich die übrigen Mann abholte. Im Weggehen schärfte P. dem Mädchen ein, daß es 19 Metern hat, die Bauunternehmer fast durchweg die neuen Häuſer id der Stoßer muß sehen, wie er mit dem schweren Eisen- nichts sagen solle. Anfangs hielt es denn auch sehr zurück und P. zwei Meter hinter die Baufluchtlinie zurücksetzen, weil sonst nach den fertig wird. So war es auch hier; der Ring verlor das selbst bestritt jede Schuld. Später aber machte das Kind so be- baupolizeilichen Bestimmungen dort nicht die Auffezung eines wicht, Schmidt kam zu Fall und das schwere Eisenstück zer- lastende Aussagen, daß der Unmensch überführt erscheint und nun- vierten Geschosses zulässig wäre. ug ihm buchstäblich den Kopf in zwei Hälften. Gestern sollte in der mehr in das Untersuchungsgefängniß abgeführt wurde. Fabrik über der Stoßmaschine ein zweiter Flaschenzug angebracht werden, doch wurde aus unbegreiflichen Gründen wieder hiervon abgelaffen. Ein solcher Apparat ist aber an der Stelle absolut nothwendig und hätte schon längst befestigt werden müssen. Warum zögerte man noch, wo infolge der Unterlassungsfünde bereits ein Menschenleben vernichtet ist? Mit falschen Zweimarkstücken ist in den letzten Tagen Gastwirthevereins von Schöneberg um allgemeine Verlängerung der Polizeistunde in Schöneberg und Berlin. Ein Gesuch des Polizeiſtunde während der Wintermonate von 10 auf 11 Uhr abends, das die Gleichstellung der Schöneberger Gastwirthe mit den Berliner Gastwirthen bezweckte und von dem Landrath des Kreises Teltow beforwürtet worden war, ist vom Regierungspräsidenten abschlägig beschieden worden. Ein Selbstmordversuch im Schnellzuge. Als Donnerstag Schöneberg geradezu überschwenunt worden. Die Scheu bor falschem Nachmittag der Breslauer Schnellzug zwischen den Stationen Wellniz Gelde ist infolge dessen so groß, daß es thatsächlich schwer fällt, zur und Fürstenberg dahinsauste, zog ein Passagier dritter Klasse, der Beit ein echtes Bweimarkstück in Zahlung geben zu können. Die schon vorher durch sein scheues Wesen das Befremden seiner Mit- Falschstücke sind geschickt nachgeahmt und scharf geprägt, weisen aber reisenden erregt hatte, einen Revolver. Ehe man ihn daran hindern doch bei genauerer Betrachtung untrügliche Merkmale auf, die ihre Die kapitaltreuen Arbeiter in der Fabrik, die vom Anschluß au fonnte, hatte er sich mit seinem Taschenmesser die Pulsadern durch Falschheil erkennen lassen. Sie haben ein etwas fettiges Aussehen die Organisation und von Treue gegen ihresgleichen immer noch nichts schnitten und sich eine Kugel in die Schläfe gejagt. Als der Zug in und fühlen sich ebenso etwas fettig an. Der Klang ist überdies wissen wollen, sollten aus dem neuesten Unglücksfall aber erkennen, wie Fürstenberg hielt, war sofort ein Arzt zur Stelle, der dem Selbst- tonlos und bleiern. Sie tragen das Bildniß König Ludwigs von wenig geschützt in einem modernen Betriebe ein Menschenleben mörder einen Nothverband anlegte und seine Ueberführung in ein Bayern, die Jahreszahl 1876 und das Münzzeichen D. Außerdem und wie sehr der Selbsterhaltungstrieb den Arbeiter zwingen Strankenhaus anordnete, wo er hoffnungslos darniederliegt. sind die Falschstücke tenntlich an einem Prägefehler, einer Blase rechts muß, sich seiner Organisation, die für Abhilfe der Mißvom Kopf des Königs Ludwig. stände sorgt, anzuschließen. Es ist ein tragisches Geschick, daß der Durch einen Sturz mit der Leiter ist gestern Abend der Unfall gerade eine Person traf, die sich in ueberarbeit und auch in 51 Jahre alte Maurer Heinrich Hartmann aus der FehrbellinerIndifferentismus kaum genug leisten fonnte. Noch am Tage vor Straße 46 verunglückt. H. hatte auf dem Flur des Hauses Brunnenseinem entsetzlichen Tode hatte Schmidt leider die Ungehörigkeit be- straße 156 auf einem Fleischerstande zu thun, stürzte von einer Stehgangen, bis abends 11 Uhr zu arbeiten. Hoffentlich dient das be- leiter herab und schlug mit dem Kopfe so heftig auf eine Eisenflagenswerthe 2008, das diesen Arbeiter betroffen, anderen In- schiene auf, daß er eine erhebliche Verlegung erlitt. Ein Arzt ließ differenten zur Warnung. ihn von seiner Wohnung mit einem Kopp'schen Rettungswagen in ein Krankenhaus bringen. Eine Zählung der Reisenden, die mit Rückfahrtkarten, Rundreife- Fahrkarten und dergleichen Schnellzüge benußen, wird in Ueberliftete Beamte. Auf Wilddiebe wurde Donnerstag Abend der letzten Woche dieses Monats auf den preußischen Staatsbahnen auf dem hiesigen Anhalter Bahnhofe gefahndet. Der Forstverivaltung erfolgen. Es handelt sich um die Feststellung, in welchem Umfange von Bossen war bekannt geworden, daß zwei Wilddiebe aus Britz sich Schnellzüge mit Fahrkarten zu Personenzug- Breisen benugt werden. in die an der Dresdener Eisenbahn gelegenen Reviere begeben hatten. Eine Streife blieb ohne Erfolg. Die beiden Wilderer wurden zwar Eine Preisermäßigung hat die Allgemeine Omnibus- gesehen und verfolgt, enttamen jedoch, obgleich ein Förster in aller Gile Gesellschaft auch für die Linie Hallesches Thor- Landsberger jogar beritten gemacht wurde. Nun beschloß man, den Wilddieben die Thor eintreten lassen. Der Fahrpreis für die ganze Strecke ist von Rückfahrt nach Berlin und Briz zu verlegen. Auf allen Stationen 10 auf 10 f. hevabgesetzt worden. der Strecke Bossen- Berlin wurden Försterposten aufgestellt, in Berlin Die Persönlichkeit des in Spandau verhafieten Einbrechers. auf dem Anhalter Bahnhof ein königlicher Förster und zwei Schuß ist noch nicht festgestellt. Mit dem Tafeldecker Schubert aus der männer, die die beiden Verfolgten, die dem Forstbeamten genau be- Prenzlauerstraße in Berlin, für welchen er sich ausgab, ist er nicht fannt sind, abfassen sollten. Trotzdem gelang es den Wilddieben, identisch, wie das Berliner Polizeipräsidium inzwischen konstatirt durchzuschlüpfen. Wie ein Schaffuer des um 11 Uhr abends hier hat. Die nach der Bertillon'schen Methode aufgenommenen Körpereintreffenden Zuges mittheilte, waren zwei Männer, auf die die Be- maße des Verbrechers werden von der Spandauer Polizei nach fchreibung der Wilderer genau paßt, in Lichtenrade ein- und in Berlin übermittelt, um auf diesem Wege die Persönlichkeit des Ver Mariendorf wieder ausgestiegen. hafteten festzustellen. Zur Lokalfifte. Am 6. August macht die Maschinenfabrik von C. Flohr, Chauffeestraße 28, eine Landpartie nach Beelitzhof, wo sämmtliche Lokale gesperrt sind. Die Lokalkommission. Die ersten Fiaker nach Wiener Art find nun doch in Berlin in Betrieb gestellt, nachdem die Ankündigung zuerst wiederrufen worden war. Sie gleichen ihrem Vorbild in Form und Bau und find im übrigen zweispännige Tarameter. Aus den Beständen der Nationalgallerie werden zur Zeit Schlächter Emil Hinze wurde gleich nach seiner Einlieferung in Der, wie gemeldet, von der Kriminalpolizei verhaftete Gemälde in größerer Anzahl, sowie einige Stulpturen an Provinzial- das Polizeipräsidialgebäude wieder entlassen. Die Verhaftung, ersammlungen abgegeben und einige Werke zur Aufstellung in folgte übrigens nicht wegen Mordverdachts, sondern wegen eines anderen öffentlichen Gebäuden überwiesen. Den Anlaß dazu hat die anderen Delifts. H. war seinerzeit schon einmal als des Mordes an Neuordnung der Nationalgallerie geboten, bei welcher die Aus- der Günther verdächtig eingeliefert worden, mußte jedoch entlassen scheidung eines Theiles der vorhandenen Werte unvermeidlich war, werden, da er sein Alibi unzweifelhaft nachweisen konnte. um der Sammlung im Ganzen eine würdige, den Eindruck der Ueberfüllung vermeidende Erscheinung zu sichern und eine Arbeitslosigkeit und Nahrungssorgen scheinen den 59 Jahre Anordnung zu ermöglichen, welche die ausgestellten Werke zur alten Lithographen Hermann Rollscheckt aus der Heimstr. 19/ in den vollen künstlerischen Wirkung gelangen läßt. Bei der Auswahl der Tod getrieben zu haben. R., ein Wittwer, bewohnte seit 11/2 Jahren abgegebenen und zurückbehaltenen Werke ist der Gedanke leitend ge- für sich abein eine Stube, die er vom Hauswirth gemiethet hatte. Er wesen, daß in der Nationalgallerie die verschiedenen Stadien unserer hatte in dieser ganzen Zeit nur wenig Arbeit und gerieth allmälig neueren Kunstentwickelung durch charakteristische Beispiele zu ver- beim Hauswirth und Geschäftsleuten in Schulden. Am Sonnabend anschaulichen sind und vor allem solche Werke der deutschen Kunst Nachmittag sagte er dem Wirth, er werde am Sonntag mit einem einen würdigen Platz und eine dauernde Stätte finden sollen, denen Bruder kommen, der ihm die Miethe bezahlen werde. Er kam jedoch ihr hoher künstlerischer Werth eine von dem Wechsel der Zeit nicht und blieb verschwunden, bis man ihn gestern Nachmittag im strömungen unabhängige, bleibende Bedeutung sichert. Landwehrkanal als Leiche wieder fand und an der Lichtensteinbrücke landete. Ist Guttmann der Mörder? Noch immer ist es zweifelhaft, Einführung der Zwangsinnung und gleichzeitig für eine Erweiterung Die Tischleriumung für Steglik und Umgegend hat sich für des Geltungsbereichs einer solchen entschieden. Der jezige Jungs bezirk umfaßt die Ortschaften Stegliz, Friedenau, Groß- Lichterfelde, Deutsch- Wilmerdorf und Schmargendorf. Dem gefaßten Beschlusse zufolge sollen künftighin auch noch die Ortschaften Zehlendorf, Südende, Lankwiz und Mariendorf in den Bereich der Zwangsinnung einbezogen werden. Soziale Rechtspflege. Die Zuständigkeitsfrage spielte in einem Rechtsstreit des Tischlers B. gegen den Tischlenmeister Bf. eine entscheidende Rolle. B. hatte Bf. beim Gewerbegericht verklagt und verlangte von ihm 2,40 Mart, um welchen Betrag er sich benachtheiligt glaubte. Es handelte sich um den Lohn für die Reparatur einer Bettstelle. In der Verhandlung vor der Kammer IV des Gewerbegerichts wurde nun festgestellt, daß jene Bettstelle zum Haushalte des Beklagten gehörte und darin nach der Reparatur wieder verwendet wurde. Nach der Berathung schlug der Vorsitzende Dr. Gerth namens des Gerichtshofes einen Vergleich vor, und als sich der Kläger dagegen sträubte, gab er als Meinung des Gerichtshofes befamit, daß das Gewerbegericht zur Entscheibung der Sache unzuständig sei. Es handele sich in dem Rechtsstreit um eine Privatarbeit, denn so lange Kläger zu der Reparatur brauchte, sei er nicht Arbeiter des Tischlermeisters, des Gewerbetreibenden Pf. gewesen, sondern er habe in der Zeit nur für den Privatmann Pf. ein diesem gedie Parteien. ob der des Mordes an der Bertha Singer verdächtige Schneider Hugo Durch den Hufschlug eines Pferdes ist vorgestern der sechs höriges Möbelstück ausgebessert. Das Gewerbegericht ſei indeffen ihn erhoben werden kann. Aus dem Zeuzenverhör vor dem Unter- Rügenerstraße 25 getödtet worden. Der Knabe spielte mit mehreren ständig. Um sich Weiterungen zu ersparen, verglichen sich nunmeh Guttmann so schwer zu belasten sein wird, daß eine Anklage gegen Jahre alte Sohn Otto des Bostbeamten Roggemann aus der nur für Streitigkeiten aus dem gewerblichen Arbeitsverhältniß zusuchungsrichter verlautet, daß Guttmann von einer Seite bestimmt anderen im Thorweg, als ein Wagen der Fouragehändlerin Beier beschuldigt wird, mit der Singer in der Mordnacht zusammengewesen aus der Stralsunderstraße 10 dort einfuhr. Ein Pferd schlug aus Die Kammer III des Gewerbegerichts hat ein Urtheil von zu sein. Ferner soll eine Taschenuhr, die früher im Besiz der Singer und traf den Knaben so schwer, daß er eine Schädelverlegung und prinzipieller Bedeutung gefällt. Bier Bauarbeiter beanspruchten getvefen ist, bei Guttmann beschlagnahmt worden sein. Andererseits eine Gehirnerschütterung erlitt, ber er erlegen ist. von dem Unternehmer Mercier ie eine vierzehntägige Lohn 9 Entschädigung. Sie waren nicht entlassen worden, sondern ob, das gegen ihn begangene Unrecht zum theil wieder gut zu Innungsmeister nennen, praktische Arbeiten nicht ausführen lassen. hatten selber die Arbeit niedergelegt. Die Kläger machten geltend, machen. Der Staatsanwalt nahm zu gunsten des Angeschuldigten Troßdem werde gegen die um ihre Existenz ringenden Maurer und fie hätten nach einer Vereinbarung Tagelohn fordern können, an, daß derselbe sich förmlich in den Wahn hineingelebt habe, seine Bauarbeiter losgezogen und immer aus boller Kehle nach Der Beklagte habe sie jedoch nach einer früheren Attord- Ansprüche seien berechtigt. Er beantrage gegen ihn deshalb nur eine Ausnahme Gesezen zur Bekämpfung der nach ihrer Meinung abrede entlohnen wollen. Sie hätten deshalb die Arbeit ver- Gefängnißstrafe von 2 Wochen. Der Gerichtshof ging weit über den streiklustigen Arbeiter Arbeiter geschrieen, so daß es selbst dem laffen. Da sie hierzu das Verhalten des Beklagten gezwungen habe, Antrag hinaus. Der Vorsitzende, Landgerichts- Direktor Linden- vernünftigen Theil dieser Herren über wird, diese es also vorziehen, so stehe ihnen eine Lohnentschädigung zu. Die thatsächlichen Be- berg, führte aus, daß das ganze Verhalten des Angeklagten ein auf anständigem Wege die ausgebrochenen Differenzen beizulegen. hauptungen der Kläger wurden erwiesen. Es kam dann zunächst höchst verwerfliches sei und daß er mit unbegreiflicher Hartnädigkeit Sollten die Unternehmer, auch die Innungsmeister, endlich zu Berein Vergleich zu stande. Beklagter sollte bis zu einem bestimmten sein unlauteres Ziel verfolgt habe. Erpreffer verdienten keine Milde. stand kommen und im Wege eines gegenseitigen Vertrages die neunTermin an jeden Kläger 25 M. zahlen. Er erfüllte diese Es sei deshalb auf eine Gefängnißstrafe von sechs Monaten stündige Arbeitszeit und den 60 Pf.- Stundenlohn auf bestimmte Zeit Verpflichtung nicht, so daß sich die Leute nochmals an das erkannt worden. festlegen, unsere Hand werden wir dazu bieten. Eine Gewähr für, Gewerbegericht wenden mußten. Jetzt verlangten sie auch noch Ein überaus frecher Diebstahl beschäftigte gestern die erste die Aufrechterhaltung eines einmal festgelegten Vertrages würde auf eine Bersäumnißgebühr. Der Gerichtshof verurtheilte nun Ferien- Straffammer des Landgerichts I. In der Nacht zum 30. April der einen Seite die hiesige Verbandsorganisation, auf der anderen mehr Mercier nach den Klageanträgen zu Lohnentschädigungen wurden dem praktischen Arzt Dr. Rosenthal in der Nähe des Hafen- Seite nachstehende nachstehende Tabelle bieten. Bei der Baukontrolle für 14 Tage und ferner dazu, jedem Kläger noch Berfäumnißgebühr von 6 bezi. 7 M. zu zahlen. Der Gerichts- plage drei Pferde aus seinem Stalle gestohlen. Der Dieb hatte die am 30. Juni d. I. arbeiteten auf 646 Baustellen 6845 Maurer, Thür mittels Nachschlüssels geöffnet. Die Polizei suchte am bavon arbeiteten auf 534 Baustellen 5640 Maurer zu einem Stundenvorsigende führte begründend aus, der Vergleich sei hinfällig, weil folgenden Morgen sämmtliche Ställe in Berlin ab und lohn von 60 Pf.. dagegen arbeiteten auf 112 Baustellen 1205 Maurer der Beklagte ihn nicht am Fälligkeitstage erfüllt habe, und dem es gelang auch in drei Ställen je eins der gestohlenen zum Stundenlohn von 55-571/ 2 Pf. Nach der von uns geführten Verlangen der Kläger habe im vollen Umfange stattgegeben werden Pferde zu ermitteln. In allen Fällen wurde der Arbeiter Lohnbewegung arbeiten jetzt zum Stundenlohn von 60 Pf. auf müffen. Die Lohnzahlung seitens des Beklagten sei nicht Johann Gruppke als derjenige bezeichnet, der den be- 557 Baustellen 6018 Maurer. Zu einem Lohn von 55-57½ Bf. in der ausbedungenen Weise erfolgt, die Kläger hätten treffenden Fuhrherrn gebeten hatte, ein Pferd, bas er gekauft habe, die Stunde arbeiten jezt noch auf 89 Baustellen 761 Maurer. Es deshalb nach§ 124 der Gewerbe Ordnung die Ar- für einige Stunden in seinem Stall unterbringen zu dürfen. Zwei wird sich jeder uns Fernstehende sagen, und auch wir halten daran beit sofort berlassen dürfen. Es sei aber auch ihr gutes der Fuhrherren benahmen sich völlig unverfänglich, der dritte aber, fest, daß nach vorstehenden Zahlen, weil auch auf jeder der anNecht, eine Lohnentschädigung zu fordern, denn der Be- der Fuhrherr Hermann hinge, machte so widersprechende An- geführten Baustellen der Neunstundentag eingeführt ist, daß klagte habe es ihnen durch sein Verhalten thatsächlich unmöglich ge- gaben, daß er in den Verdacht gerieth, an dem Diebstahl betheiligt für die Maurer Berlins und der Umgegend der Neunstundentag vollmacht, während der ihnen gesetzlich zustehenden vierzehntägigen gewesen zu sein. Er wurde verhaftet und auch des Gruppte ständig und der 60 Pf.- Stundenlohn für die Mehrzahl der hiesigen Kündigungsfrist bei ihm zu bleiben. Weiter habe das Gericht ge- wurde man leicht habhaft, als er eines der gestohlenen Pferde wieder Maurer gesichert ist. Es mag benn sein, daß uns trotz dieser glaubt, hier von seinem Recht, der obsiegenden Partei auf ihr Ver- abholen wollte. Gruppte gab im Termine ben Diebstahl zu, bestritt Errungenschaften noch manches Stück Arbeit bleibt. Spotten doch langen eine Berjäumnißgebühr zuzusprechen, Gebrauch machen zu aber, daß Hinge der Mitthäter gewesen sei. Allerdings habe er die Mißstände bei der heutigen Bauwuth in Berlin in bezug auf sollen, weil der Beklagte offensichtlich die Sache verschleppt habe. einen solchen gehabt, er wolle denselben aber nicht nennen. Nun trat Rüstungsbau-, Baubuden, Aborte u. s. w. jeder Beschreibung. Mitaber ein Beuge auf, welcher in der fraglichen Nacht gesehen hatte, zutheilen ist noch, daß in unsere Bücher 5966 Kollegen eingetragen daß drei Pferde von zivei Männern geführt wurden; einer berselben find, wovon 4248 Verbandsmitglieder sind. In der Hierauf folgenden habe mit Hinge eine auffallende Aehnlichkeit. Der Staatsanivalt fehr lebhaften Diskussion sprachen sich sämmtliche Redner befriedigend hielt den Angeklagten Hinge nur der Begünstigung für überführt, er über die Erfolge der Lohnbewegung aus. Um eine vernünftige Die fächsische Juftiz gegen die Arbeiter. Ein Arbeitgeber hatte beantragte gegen ihn 9 Monate Gefängniß, gegen Grupple 2 Jahre Arbeitsweise auf den Bauten herbeizuführen, versprachen die einigen feine Arbeiter folgenden Satz in das verlangte Beugniß ge- Zuchthaus, Chrverlust und Polizeiaufsicht. Der Gerichtshof hatte keinen Deputirten fräftig einzutreten. Ein Antrag, am Sonnabend, den schrieben:„ Sein Austritt erfolgte freiwillig, weil ein anderer Arbeiter Zweifel daran, daß Hinge der Mitthäter gewesen sei, derselbe wurde 23. Juli d. J., wegen des 8. Stiftungsfestes der hiesigen Filiale II von mir entlassen wurde, den wieder einzustellen ich mich weigerte." zu anderthalb Jahren Zuchthaus und Gruppte zu des Verbandes, welches in der„ Neuen Welt", Hafenhaide, abgehalten Das Gewerbegericht Dresden verurtheilte den Arbeitgeber, brei Jahren Buchthaus verurtheilt. Beiden wurden die wird, das Bureau der Lohnkommission um 6 Uhr abends zu schließen, den Klägern Zeugnisse auszustellen, die diesen sie aufs empfindlichste Ehrenrechte abgesprochen und die Polizei- Aufsicht über sie verhängt. die Beiträge, welche am Sonnabend zum Streitfonds gesammelt schädigenden Sah nicht enthalten, weil die Bemerkung mit dem Be= griff der Führung nichts zu thun habe. Auf erfolgte Berufung wurde dem Kaufmann Felix Schulze aus Schöneberg zur Last zuliefern, wurde einstimmig angenommen. Acht Wechsel innerhalb einer Woche gefälscht zu haben werden, am Montag, den 25. Juli, bei den Beitragssammlern abhat, wie die B. G. 8tg." mittheilt, das Landgericht Zimmerer. In der am 20. Juli im Königshof stattgehabten Dresden das gewerbegerichtliche Urtheil aufgehoben und gelegt, welcher sich gestern vor der ersten Ferien- Straffammer am Landgericht II wegen wiederholter schwerer Urkundenfälschung in Versammlung der Bimmerer der Bezirke Süden, Westen, Schöneberg die fragliche Bemerkung für zuläffig erklärt, weil sie für idealer Konkurrenz mit Betrug zu verantworten hatte. Im Monat und Wilmersdorf- Friedenau berichtete der Vertrauensmann Theodor den Entschluß anderer Arbeitgeber über die Anstellung der April dieses Jahres stellte er auf den Namen des Kauf- Fischer über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in diesen Bezirken. Kläger überaus erheblich und zur Beurtheilung des Gesammt manns Breizte erst einen Wechsel über 150 m. aus, den Der Redner bedauert die Schlaffheit derjenigen Kameraden, welche berhaltens der Arbeiter wichtig sei. Damit hat die er mit seinem Atzept versah und alsdann bei der Schöneberger bei der jetzigen günstigen Konjunktur niht den Muth haben, sächsische Justiz dem Unternehmerthum abermals einen werthvollen Genossenschaftsbant auf den Namen des Breigte bistontirte. Es für den so schwer erkämpften 60 Pf.- Stundenlohn und neunstündige Dienst geleistet. Nur weiter so! war ihm nämlich bekannt, daß Breigte bei dieser Bank wohl Arbeitszeit einzustehen. Er empfiehlt, auf allen Blägen und Bauten Gerichts- Beitung. Soziales. getlagte berief sich auf zwei Zeugen, welche bestätigten, daß das dem Angeklagten zur Last gelagte Gebahren mit seinem Charakter und seiner sonstigen Anschauung nicht im Einklang zu 17 bringen sei. Da Aussage gegen Aussage stand, so nahm der StaatsArbeiterrisiko. Aus Markranstadt wird berichtet: Ein anwalt zu gunsten des Angeklagten an, daß der Schutzmann sich in schwerer Inglidsfall ereignete sich in der Frühschicht des seiner Erregung geirrt habe, er beantragte ein freisprechendes Er- Leipziger Braunkohlenwertes. Ein Heuer wurde von Kohlenmassen, tenntniß, welches auch vom Gerichtshofe gefällt wurde. " Ein Mann, der einem Schuhmann zur Hand ging. aftreditirtes Mitglied war. Diesem ersten wohlgelungenen Versuche Plazdeputirte zu wählen, welches System sich in den 2 Vorjahren Durch den Irrthum eines Schutzmannes ist der Kaufmann Baul ließ er in derselben Woche noch sieben weitere folgen, die nicht minder bewährte. Hierauf brachte Fischer die Namen der Baugeschäfte Meier zu der Auflage wegen groben Unfugs gekommen, glidten, so daß er insgesammt 1620 M. einkaffirte. Da zur Kenntniß, welche Klassenlöhne zahlen und Ueberstunden arbeiten welche gestern vor dem Schöffengericht gegen ihn verhandelt der Akzeptant die Wechsel nicht einlöste, wurde der vorgeschobene lassen. Nach einer lebhaften Diskussion und der Aufforderung an wurde. In der Nacht zum 19. Juni wollte ein Schuhmann in der Aussteller Breizte in Anspruch genommen, der dadurch erst die noch fernstehenden, ſich der Organisation anzuschließen, würde Markgrafenstraße einen Buhälter arretiren. Dieser weigerte sich, zu Kenntniß erhielt von dem Mißbrauch, dem Mißbrauch, welchen Schulze mit die von zirka 200 Zimmereru besuchte Versammlung geschlossen. folgen, worauf der Schuhmann drohte, Gewalt anwenden zu wollen. seinem Namen getrieben hatte. In der Generalversammlung des Verbandes der Möbel: In diesem Augenblick soll nach der Bekundung des Schutzmanns der Pfennig zurüd erhalten. Der Angeklagte fuchte sich damit zu ent- polirer, welche am Montag, den 18. d. W., bei Stechert, Andreas lagte fuchte fich damit zu entWingeflagte hinzugetreten sein und den Buhälter aufgefordert haben, schuldigen, daß er früher mit Breigle in Geschäftsverbindung gestraße, tagte, berichtete zum ersten Theil der Tagesordnung, Bericht nicht mitzugehen. Bei dieser Aussage blieb der Beamte auch im standen und daraus noch 500 M. zu fordern habe( was andererseits des Vorstandes, Kollege Schulz, daß der in der legten GeneralTermine, während der Angeschuldigte ebenso bestimmt behauptete, bestritten wurde), doch mußte er zugeben, daß er das ganze Geld versammlung dem Vorstand überwiesene Antrag Höfert seitens des daß der Schußmann sich irren müsse. Er habe im Gegentheil zu dem in Gesellschaft von liderlichen Frauensleuten und in Kneipen ver- Vorstandes akzeptirt worden sei. Weiter hat derselbe behufs einer Maune, der arretirt werden solle, gesagt, er möge sich doch keine praßt habe. Der Staatsanwalt beantragte ein Jahr Zuchthaus. intensiveren Agitation 1000 Flugblätter versandt, außerdem noch Inannehmlichkeiten machen, sondern gutwillig mitgehen. Er glaube Da aber der Angeklagte in keiner Weise durch Noth zum Verbrechen 300 Protokolle des; Kongresses der Zentralorganisirten unter den auch, daß es seinem Zureden zuzuschreiben sei, daß es zu weiteren getrieben worden war, lautete das Urtheil auf zwei Jahre Kollegen vertheilt; außerdem ist das Abonnement der„ Einigkeit" auf Ausschreitungen 30 Exemplare erhöht worden. Rechtsschutz, welcher von 4 Mitgliedern beansprucht wurde, konnte nur dreien bewilligt werden. Den streifenden Bauhandwertern in Braunschweig sind 100 m. bewilligt worden. Nachdem Redner die alten Schuldner des Verbandes bekannt gegeben, beschloß die Versammlung, gegen diefelben gerichtliche Schritte zu unternehmen. Im unentgeltlichen Arbeitsuachiveis waren im letzten Quartal 584 eingeschriebene Kollegen, abgegebene Adressen 876, davon die einem herabstürzenden Steine nachfolgten, verschüttet und ge- erledigt 325. Nicht organisirt waren 23. Der Stassenbericht des Kassirers tödtet. Ferner wurde ein Fördermann schwer verwundet. Der durch Höfert lautete: Einnahme 1981,65 M., Ausgabe 912,50 M., Mehreinnahme Ein breifter, gegen ein junges Mädchen begangener die herabstürzenden Kohlenmassen verursachte Luftdruck war so start, 1069,15 M., Bestand vom letzten Quartal 4189,72 M., giebt einen Ueberfall hatte dem Auftreicher Reinhold& ange durch schöffen- daß den in dem Bergwerk befindlichen Arbeitern die Lampen er- Kassenbestand von 5258,88 M. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. gerichtliches Urtheil eine Gefängnißstrafe von einem Jahre ein loschen. Zum zweiten Punkt der Tagesordnung sprach Genosse Keßler unter getragen. Als die 17jährige Emma B. in der Frühe des 19. Juni Einer Anregung Milch austrug, wurde sie in einem Hause in der Wuladstraße von Düsseldorf aus an alle nach den Bestimmungen der Ar- Lederhause zufolge soll der Vortrag in sämmtlichen Filialen zur Zur Gründung von Arbeitervertreter- Vereinen ist von lebhaftem Beifall über Arbeitslosenunterstügung. einem Manne überfallen, der sich hinter einem Treppenpfeiler ver- beiterversicherungs- Gesetze gewählten Arbeitervertreter Disfusion gestellt werden. Der Antrag Weber, von jedem Mitborgen hatte. Er faßte fie von hinten um den Hals um sie am Schreien und an die Vorstände sowie Generalversammlungs- Mitglieder( Ar- glied pro Quartal 10 Bf. Erstrafteuern für Agitation zu erheben, zu verhindern und versuchte dann, ihr Gewalt anzuthun. gelang der Ueberfallenen dennoch, einen lauten Hilferuf auszustoßen, beitnehmer) der Orts- und Betriebs- Krankenkassen eine Aufforderung wurde angenommen. Nach Erledigung einiger unwesentlichen Angeworauf der Angeklagte ihr einen so heftigen Faustschlag gegen den ergangen. Nach dem mitgetheilten Statutenentwurf bezwedt der Berein, legenheiten erfolgte Schluß der Versammlung. Mund versetzte, daß sie drei Oberzähne verlor. Der Angeklagte er seinen Mitgliedern in regelmäßigen Zusammenfünften Gelegenheit zu Charlottenburg. In der Mitgliederversammlung der Fabrik griff darauf die Flucht, er wurde aber verfolgt und eingeholt. Nach bieten, sich über Kranken-, Unfall-, Invaliditäts- und Altersversicherungs- Hilfsarbeiter wurde nach einem Vortrag der Frau Greifenberg griff darauf die Flucht, er wurde aber verfolgt und eingeholt. Nach feiner Verurtheilung erhob Lange den Einwand, daß er die That in Geseze auszusprechen, durch geeignete Vorträge 2c. fich Aufklärung der Beschluß gefaßt, das Verkehrslokal von der Krummestraße nach unzurechnungsfähigem Zustande begangen haben müsse. Er sei über gesetzliche Bestimmungen und Kenntniß von Vorgängen auf der Potsdamerstraße 44 zu Paasche zu verlegen. dem Gebiet des Arbeiter Versicherungswesens zu verschaffen, durch Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 24. Juli, vormittags 9 Uhr, bereits früher in der Irrenanstalt gewesen und auch wegen regelmäßige Berichte über Entscheidungen der Schiedsgerichte in im großen Festsaal der Berliner Reſſource, Kommandantenstraße 57: Bers früher begangener begangener Strafthaten aus diesem Grunde freigesprochen worden. Im gestrigen Termine vor der Berufungs- unfallsachen, Besprechungen über Vorgänge im Krantentassenwesen sammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: straftammer benahm der Angeklagte sich so sonderbar, daß der Sach- und der Invaliditäts- und Altersversicherung eine einheitliche Wirk Bortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:" Pessimismus“. verständige, Geheimrath Dr. Long begutachtete, er fönne noch nicht samleit der Arbeitervertreter und deren Stellvertreter herbeizuführen. Ueber die Mitgliedschaft wird u. a. gesagt:„ Es handelt sich beurtheilen, ob der Angeklagte wirklich geiftestrant sei, oder mur heuchle. Der Gerichtshof beschloß darauf, den Angeklagten, der als darum, einmal die Rechte der Versicherten energisch zu vertreten, das gemeingefährlich angesehen werden müsse, auf acht Tage der Charitee andere Mal dieselben vor Enttäuschungen zu schüßen. Hierzu bedarf es aber nach der Ansicht der Konferenz der Arbeitervertreter Rheinzur Beobachtung zu überweisen. lands der Vereinigung der Arbeitervertreter, um somit gegenseitig Wegen Uebertretung der Polizeiftunde war der Gastwirth die Erfahrungen im Interesse der Gesammtheit austauschen zu feld. Levinsty aus Bielburg angeklagt worden. Das Schöffengericht können." Zu diesem ganz vernünftigen und berechtigten Bestrebens ſterte folgenden Sachverhalt feſt. Im 21, in in die der better. We to Am 21. September wurden in der Arbeiter, sich in die Bestimmungen der Geseze, bei deren Ausführung Pielburg Soldaten, die in der Nähe manövrirten, ein- fie mitzuwirken haben, einzuarbeiten, bemerkt die, Westf. 3tg." Den stärksten Ueberschuß der Neugeborenen über quartirt. Eine Anzahl davon tehrten abends bei Levinsky hämisch:„ Die Unterzeichner gehören der sozialdemokratischen Partei die Gestorbenen im Deutschen Neiche weist die Provinz Westfalen ein und fueipten dort. Um 10 Uhr, beim Eintritt der Polizei- an, und es handelt sich hier also um einen neuen Versuch, auch die auf. Er betrug im Jahre 1806 nämlich 21,1 pro Tausend, während stunde, gebot 2. Feierabend. Seine gewöhnlichen Gäste und einige tönigstreuen Arbeiter für die sozialdemokratische Partei einzufangen. der Durchschnitt in ganz Preußen nur 16,2 pro Tausend betrug. Soldaten entfernten sich auch; mehrere Unteroffiziere zeigten dazu Hoffentlich wird den Herren die richtige Antwort gegeben werden." Westfalen am nächsten fam in dem genannten Jahre die Proving aber sehr wenig Neigung, so daß sie Levinsky nach seinem Privat- Und wir sagen: Hoffentlich werden sich die Vertrauensleute der Posen, die unter 1000 Einwohnern 20,1 Mehrgeburten als Gezimmer führte und sie dort bewirthete. Die hier von ihnen Arbeiter durch das Geifern des Unternehmerblattes nicht abhalten storbene hatte. Damn folgt Westpreußen mit 18,8 und die genossenen Getränke bezahlten die Unteroffiziere. Das laffen, im Interesse ihrer Klaffengenossen thätig zu sein.Rheinproving mit 17,7, Berlin mit 16,5 Geburten- lleberSchöffengericht war entgegen der Anklagebehörde der Meinung, daß Arbeiterschutz im Buchdruckgewerbe. Mit dem 1. August d. J. schuß. Der betreffende Saz ist für Bayern 13,6, für Sachsen hier eine Ausübung des Schankgewerbes unter Mißachtung der treten sämmtliche Bestimmungen der Verordnung des Bundesraths, 17,4, für Württemberg 13,6, welcher Biffer sich auch Baden polizeilichen Vorschriften nicht vorliege, und sprach 2. frei. Die den Arbeiterschutz in Buchdruckereien, Schriftgießereien und Stereo- und Hefien nähern, für das ganze Deutsche Reich 15,4. Die Straftammer hob jedoch die Entscheidung wieder auf und verurtheilte typien 2c. betr. in fraft. Wir haben die Vorschriften seinerzeit im meisten Eheschließungen tamen in Berlin vor; es entfallen dort 2. wegen Uebertretung der Polizeistunde zu einer Geldstrafe. 28ortlaut wiedergegeben. auf je 1000 Einwohner 11, in Westfalen 8,8, in der Rhein. Das Berufungsgericht betonte in seiner Begründung des provinz 8 und im ganzen Deutschen Reiche 8,2. Urtheils, daß die Privaträume des Wirthes für die Zeit, wo darin gegen ein Entgelt Getränke ausgeschänkt wurden, zu Schant räumen geworden seien. Das Kammergericht gab indessen der Die Maurer zentraler Richtung Sprachen in ihrer letzten-In der Weseler Beitung" vom 18. Juli findet sich Revision des Angeklagten statt und sprach ihn mit der Begründung Baudeputirten- Versammlung über die Erfolge der von ihnen ge- folgende Notiz: Der hiesigen Armenfasse sind von dem Bejiper frei, daß in diesem Falle das Privatzimmer ein Privat- führten Lohnbewegung. Fritsch schilderte in seinem einleitenden des Kazen- und Hunde- Theaters 3 M. überwiesen zimmer geblieben sei und daß trotz der Fortsetzung des Aus Referat in furzen Umrissen den Vorstoß zur vollständigen Durch worden, die der Hund" Karo" gestern im 66 Spiel ge. schänkens gegen Bezahlung eine Uebertretung der Polizeistunde nicht führung des 60 Pf. Stundenlohnes für die hiesigen Maurer. Er wonnen hat. Weiter kann die Reklame wohl nicht gehen. nat vorliege. beleuchtete die Stellung, die ein Theil der hiesigen Maurer vor und bei Friedrich roda Heidelbeeren pflückende achtUnter der Anklage der versuchten Erpreffung stand gestern während dieses Kampfes einnahm. Dessen ungeachtet sei mit Freuden bis zehnjährige Knaben stürzten von einer hohen Felswand in einen der Kaufmann Edmund Hinze vor der ersten Ferien- Straffammer zu begrüßen, wie Leute, die jahrelang bei den Unternehmern wie angrenzenden Steinbruch. Einer war sofort todt; die anderen des Landgerichts I. Der Vater des Angeklagten hat ein Vermögen Tesch, Metzing, Kuhn, Möbus u. s. w. beschäftigt und sich der Be- wurden lebensgefährlich verlegt. von etwa 100 000 Mart hinterlassen. Im Testament ist der An- wegung der hiesigen Kollegenschaft vom Jahre 1896 und-Beim Abbruch des alten Gasthauses„ Zum weißen Roß" in geflagte auf den Pflichttheil gesetzt worden, während zwei Drittel 1897 feruhielten, jetzt endlich zur Einsicht zur Einsicht gekommen und Bensheim stieß man in einem Keller auf eine Sandstein des hinterlassenen Vermögens feiner Stiefschwester, einer un ihren Unternehmern die Forderung gestellt hätten. Auch sei platte mit folgender Jnschrift: chelichen Tochter seiner Mutter, zufielen. Hierin erblickte viel werth, daß ein Theil der in betracht kommenden Unterder Angeklagte eine schreiende ungerechtigkeit. Er hat an nehmer ohne Arbeitsniederlegung den gestellten Forderungen entdie Schwester seiner Mutter, die an einen reichen Rentner verheirathet sprechen. Es läßt dies den Anschein gewinnen, daß man auch von ist und deren Einfluß er das für ihn so ungünstige Testament zu dieser Seite den fortwährenden Kampf, welcher zwischen den Gefellen Schinderhannes verkehrte seinerzeit viel im Weißen Roß"; er war fchreibt, eine Anzahl Briefe gerichtet, worin er unter der und Meistern tobt, über ist, und es endlich vorzieht, den gerechten im gewissen Sinne bei armen Leuten der Gegend beliebt, weil er Drohung, sonst gewisse unsaubere Familienvorkommnisse ver- Forderungen der Gesellen zu entsprechen. Können wir doch fest- denen manches von seinem geraubten Gut zuwandte und auch manchöffentlichen zu wollen, 15 000 M. forbert. Der Angeklagte gab im stellen( durch unsere Bautentontrolle, welche immer an einem be- mal als eine Strafgeißel gegen Hartherzige Reiche vorging. SchinderTermine selbst zu, daß ihm ein rechtlicher Anspruch an feine ftimmten Tage von vierzig der zuverlässigsten Kollegen ausgeführt hamies wurde am 21. November 1803 in Mainz enthauptet: der Tante nicht zuitebe. aber moralisch liege derfelben die Verpflichtuna' wird), daß der größte Theil der Unternehmer in Berlin, welche sich obige Stein ist also seinem Andenken gewidmet. 201492 m Versammlungen. Bentral Kraufen und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer (..), Berlin, Bezirk IV. Versammlung am Sonntag den 24. b. M., vormittags 9 Uhr, bei Liewald, Manteuffelstr. 47. Tischler Verein. Heute Abend 8½½ Uhr, Melchiorstraße 15: Generals versammlung. Mitgliedsbuch) legitimirt. Elektro- technischer Gewerkverein Berlins und Umgegend. Hente bend 8 Uhr, Schillingstr. 36: Vortrag des Herrn Ingenieurs HirschFachkollegen als Gäste willkommen. Vermischtes vom Tage. y. Bei Kiel fenterte ein Segelboot. Die beiden Insassen, ein Postassistent und ein Sekundaner, ertranten. " " Johannes Bückler genannt Schinderhannes 1804. 0 " Briefkasten der Redaktion. Frank In einem Mainzer Gasthause gerieth eine Wünchener Gallerie. Museumstraße. Sonntag 12-6, Dienstag b. Sonnabend 10-3.- 12. Wenn sie älter als 21 Jahre ist, ja. R. 23. 27. 1. Jut Jahre 1887. Kellnerin mit dem Wirth in Differenzen. Ohne langes Parla- Banoptikum( Caftan, Friedrich- und Behrenstr.- Ecke). Tägl. 9-10. 2. Ja. 3. Da ist die Eintheilung eine völlig andere. 4. Ja. mentiren versetzte sie dem Wirth ein paar Watschen, daß dieser that. Serwarthstr. 4, 2. Bahnhof Alexanderplat, 3. An der Moltkebrücke, Paffage Panoptitum. Unter den Linden 22. Panoramen. furter Allee 107. 1. An den Magistrat. 2. Das kommt auf einen Verfuch an. sächlich umfiel. Alsdann verfuhr sie mit einem Schußmann und A. K., Sickingenstraße. 1. Ja. 2. Ihre Vermögensgegenstände. 4. Bachstr. Tägl. 9-8, Porzellan Manufattur, Königl. K. M. 1. Nach§ 104 des preußischen Gerichtskassen Gesezes wird in einem Wachtmeister, die man requirirte, ebenso und erst einer ganzen Wegelystr.( Thiergarten). Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr. Rath dem Verfahren, betreffend Austritt aus der Kirche oder einer Synagogen Anzahl von Männern gelang es, sie zu bändigen. haus. Tägl. außer Donnerstag und Freitag 11-3.( Thurm tägl. 20 Bf.) gemeinde, eine Gebühr von 3 M. erhoben.- F. C. 3. Bis zu 5 Jahren Ein achtzehnjähriger Bursche in Heidelberg Rauch Museum. Klosterstr. 76. Außer Sonntags 10-4. Reichs Gefängniß.- Fr. 21./7. 98, A. W. Nein. M. G. 23. 1-5. Ja. feuerte aus Eifersucht sechs Revolverschüsse auf ein gleichaltriges Post museum. Leipzigerstr. 15. Tägl. 11-2, außer Mittwoch und SonnMarie 100. Wenn der Beleidigte seit nicht länger als drei Mädchen ab und verlegte es schwer. abend, Sonntag 12-2. Reichstag. Besichtigung Wochentags 81/2 bis Monaten Kenntniß hatte, ja. Sparfame Hausfrau J. B. 2. Ja. Ein Priester aus Jagersce in Oesterreich wurde wegen 9 Sonntags 2-4. 50 Pf.- Ruhmeshalle( 3eughaus). Tägl. H. H. F. 49. Für den Fall einer Pfändung hätte eine Interventions. Schulmuseum. Stallschreiber flage Aussicht auf Erfolg. außer Sonnab. 10-2, Sonnt. 12-3. O. 16. R. 1. Ja. 2. Nein. 3. Nein: Die öffentlicher Gewaltthätigkeit, gefährlicher Drohung, Hausfriedenbruchsstraße 54. Sonntags 11-1, Mittwochs 3-4, Sonnabends 3-6.- Tech Räumung muß sofort" erfolgen. 4. Die Antiport wäre dieselbe.. und schwerer körperlicher Beschädigung verhaftet. Er hat durch nische Hochschule, königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 151. Gips. J. 1. Solange das Geschäft Sonntagsarbeit verrichten lassen darf; einen Revolverschuß ein Mädchen schwer verwundet. museum Sonnabend 10-12. Beuth- Schinkelmuseum Dienstag u. Donners: es tommt darauf an, in welcher Art Geschäft oder Betrieb Sie beschäftigt Das neue Stahlschiff Midas" aus London, mit tag 10-12, Mittwoch 12-3. Architektenmuseum Montag und Freitag sind. 2. Nein. A. O. Den Erben steht die Rente bis zum Tadestage 22 Mann Vesagung nach Portland unterwegs, gilt als ver- 10-3, Dienstag und Donnerstag 12-3, Mittwoch 10-12. Urania. zu und, wenn ein Rentenanspruch nicht anerkannt wird, das Recht auf Gr schollen. Taubenstraße und Invalidenstraße. 80ologischer Garten. stattung der Hälfte der Klebemarken. Otto G. Die Klage ist an die Gewerbedeputation des Magistrats zu richten. Ist inzwischen der noth wendig gewesene Stiefel bezahlt, so tritt an stelle der Forderung auf Lieferung die auf Erstattung der gehabten Auslagen. 3. 9. Nein. und Freitag von 6 bis 7 Uhr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag Vormund. Sprechen Sie in der, wie es scheint, recht verzwickt liegenden Sache in der juristischen Sprechstunde vor.. 2. 100. Der Pflichttheil A. M. 012. Das deutsche Zehnmartstück( die Krone, wie es amtlich beträgt im Gebiet des märkischen Rechts, wenn 4 oder weniger erbfähige heißt) ist nach Abzug der winzigen Prägekosten wirklich 10 Mart Gold Pflichttheilserben da sind, ½, wenn mehr da sind, ½ der Erbportion. In das Gold ist neun Zehntel fein, weil ganz reines Gold nicht gut Ihrem Fall scheint gar kein Pflichttheils fall vorzuliegen. Dann fällt dem Be N., Hochmeisterstraße. Mädchen, welche zu prägen ist. Da Deutschland Goldwährung hat, muß die Goldmünze auch treffenden nichts zu. ihren richtigen Goldwerth haben, während unser Silbergeld blos Scheide: heirathen, haben das Recht auf Zurüderstattung der Hälfte des Be münze ist und nicht die Hälfte des aufgeprägten Werthes hat. Sie können trages der für sie geklebten Klebemarken, wenn sie die Ehe eingehen, bevor daraus schließen, welch gutes Geschäft die bimetallistischen Junker machen sie in den Genuß einer Alters- oder Invalidenrente gelangt waren, wenn würden, wenn sie ihre Schulden in Silber bezahlen könnten, das von ferner mindestens 235 Marken für sie vor ihrer Heirath geklebt waren und dem Gläubiger nicht nach dem wirklichen, sondern nach dem auf wenn endlich spätestens innerhalb dreier Monate nach Eintritt in den Stand geprägten Werth zu nehmen wäre. Der aufzuprägende Silberwerth der geflickten Hosen der Antrag auf Erstattung gestellt ist. Dieser Antrag soll allerdings international" bestimmt werden, allein jede solche Bestim muß an den Vorstand derjenigen Versicherungsanstalt gerichtet werden, an mung würde, bei dem sinkenden Werth des Silbers, den wirt- welche zuletzt Beiträge entrichtet sind. Es ist zweckmäßig, dem Antrag die lichen Werth übersteigen und auf das gegenwärtige Verhältniß hinauslaufen. Heirathsurkunde beizufügen. Formulare für solche Anträge hat die BuchO. S. 1. Sie brauchen von dem Vertrag nicht abzugehen, sondern Handlung Vorwärts, Beuthstr. 2, zu verkaufen. Die Berliner Versicherungs Alb. 3., Blumenstraße. Nein. tönnen darauf beharren, in der Wohnung bis zum Ablauf des Vertrages zu anstalt wohnt Klosterstraße 41. bleiben, wenn der Wirth Ihnen nicht eine Ihnen genehme Entschädigung Witterungsübersicht vom 22. Juli 1898, morgens 8 Uhr. zahlen will. E. N. 12. Der Reichstag ist geschlossen und wird etwa k. In New York ist wieder ein Riesenhaus, ein„ Himmelsfrazer", im Bau, das alle bisherigen übertreffen soll. Während der Mittelbau mit 26 Stockwerken geplant ist, werden zwei Seitenflügel je 30 enthalten. 10 Aufzüge find für die Bewältigung des Vertikaltransportes darin vorgesehen. Die Gesammthöhe bis zur höchsten Spize des Gebäudes beträgt 366 Fuß, die größte Frontlänge 154 Fuß; die Grundfläche nimmt 15 000 Quadratfuß ein. Die an werth gewandte Pfahlrostfundirung enthält 3500 Pfähle. Berliner Sehenswürdigkeiten. Aquarium. Unt. d. Linden 68a. Täglich 9-7. Eintritt 1 M., Sonntags 50 Pf.- Ausstellung des Vereins Berliner Künstler. Wilhelmstr. 92/93( in Architekten hause"). Täglich 10-4, Sonntags 11-2. Eintrittspreis 50 Pf. Aus stellung moderner Kunstwerke von Eduard Schulte, Kunstbandlung. Unter den Linden 1, Ecke Pariser Platz. Täglich 10-7, Sonntags 10-3. Bibliothek, Königl. Am Opernplatz. Besichtigung Montag und Freitag 1-2. Botanischer Garten. Potsdamer straße 75. Täglich v. 8-7 und jeden zweiten Sonntag im Monat v. 2-7. Unentgeltlich. Botanisches Museum. Grunewaldstr. 6-7. Montag und Donnerstag 3-6. Bentral Viehhof. Eldenaerstraße.( Mitt woch Vormittag Hauptverkehr.) Besichtigung des Viehhofs frei, der Schlacht: höfe gegen Karten, die man im Verwaltungsbureau erhält. Hygiene: im November wieder einberufen werden. Die alten Reichstagsmandate sind Museum. Klosterstr. 32/35. Sonntag 12-6, Dienstag u. Freitag 10-2. seit dem 15. Juni erloschen. Hans. Die Antwort hängt von dem uns Justitut f. Glasmalerei, Königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 9. unbekannten Inhalt des Urtheils ab, das gegen Sie ergangen sein muß. Wochen äglich 9-11 11. 1-4. Kunstgewerbe Museum. Prinz Schloß 47. 1. Das ist gleich. 2. 235 Marten und Stellung des Antrags Albrechtstraße. Täglich, außer Montag und die ersten Feiertage sowie Char innerhalb 3 Monaten nach der Heirath. L. St. Br. Nach richtiger freitag, Simmelfahrt und Bußtag, 9-3, Sonntag 12-6. Rummelsburg. Wenn der Miethszins jährlich weniger Märkisches Ansicht: nein. 2woltig 13 Haparanda 751 Still Provinzial- Museum. Breitestr. 20a. Sonntag von 11--11/ 2, Mon- als 150 M. beträgt, so liegt ein giltiger, sonst kein verbindlicher Vertrag in Swinemde. 766 tag und Donnerstag 11-21/ 2 Museum( alt und neu). Am Lustgarten. Ihrem Fall vor. H. F. 12. Sie tönnten, wenn Sie die Zahlung der Hamburg 2wolfen! 14 Petersburg 756 WSW vermeiden Besuchsordnung stehe Kunstgewerbe- Museum. Museum der Land: Konventionalstrafe wollen, auf Aufhebung des Berlin 1wolten! 14 Cort wirthschaftlichen Hochschule. Invalidenstr. 44. Werftäglich, außer Vertrages 1wolfig 16 Aberdeen flagen. Sprechen Sie eventuell mit dem Vertrag in Wiesbaden Sonnabend, 12-2, Sonntag 12-6. Museum für Naturkunde. der Sprechstunde vor. Oesterreicher 102. An die Polizei München 767 O 2wolfig 14 Paris 2516. bed. 18 Invalidenstr. 43. Montag und Sonnabend 11-3, Sonntag 12-6. behörde. Ihre andere Anfrage ist vor kurzem ausführlich beantwortet. Wien 767 Still wolfent 12 Museum für Völkerkunde. Königgräzerstr. 120. Besuchsordnung A. B. 101. Ja. Stolpe. Das wäre zwecklos. Theilen Sie doch Wetter- Prognose für Sonnabend, den 23. Juli 1898. f. Kunstgewerbe- Museum. Museum Deutscher Voltstrachten. einfach mit, um was es sich handelt und was Sie in dem speziellen Fall Zunächst ziemlich heiter und wärmer bei mäßigen südlichen Winden Klosterstr. 36. Tägl. außer Mittwoch 11-2. Eintritt 50 Pf. National wissen wollen. 2. S. 100. 1. Bis zum zurückgelegten 24 Jahre. nachher zunehmende Bewölfung und Gewitterneigung. Am 21. Juli, früh 128 Uhr, wurde unser lieber Neffe, Bruder und Schwager Otto Müller im 32. Lebensjahre von seinen schweren 196 Metallarbeiter! Kommandantenstrasse No. 20: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: Aufstellung der Kandidaten zu den bevorstehenden Gewerbegerichtswahlen. Verschiedenes. nur Stationen 766 SO 767 SW 765 NO Wetter Stationen Achtung! 2. Wahlkreis. Achtung! Sonnabend, den 23. Juli 1898 am Tempelhofer Berg: Großes Sommerfest Leiden durch den Tod erlöst. Dieses Montag, 25. Jull, abends 8 Uhr, in den Arminhallen, in den Gesammträumen der Berliner Bock- Brauerei zeigen wir tief betrübt allen Kollegen hiermit an. Beerdigung: Sonntag, den 24. Juli, nachmittags 4 Uhr von der Leichenhalle des St. Simeons: Kirchhofes, Marienfelder Weg. Im Namen der Hinterbliebenen. E. Kregenbring, als Onkel. Hierdurch die traurige Nachricht, daß ant Dienstag, den 19. d. M., abends 10 Uhr, meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Urgroßmutter, Großmutter und Schwiegermutter Franziska Pieleke sanft entschlafen ist. Die Beerdigung 115/18 Der Vertrauensmann der Berliner Metallarbeiter. Otto Naether, N., Anflamerstr. 44. Verband der in Buchbindereien, geb. Griffuow 186 der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. ( Zahlstelle Berlin.) findet am Sonntag, den 24. b. M., nachm. 2 Uhr von der Leichenhalle * des St. Thomas- Kirchhofes aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Todes Anzeige. Am 20. Juli verstarb nach kurzem Leiden der Fabrikleiter der Firma Fr. Menzenhauer& Co., United States Guitar- Zither Co., 306 Montag, den 25. Juli cr., abends 82 Uhr: verbunden mit Sommernachts- Ball. Wetter FAATE 6° C.= 4° R. Regen 17 1woltig 14 755 SO 1Nebel 16 757 S 763 SO 1 heiter 19 Das beste und größte Br ist zu haben bei Ludwig Osterhage Bäckermeister, Brizerstr. 41. Vereinszimmer 39996 216 sowie Kegelbahn sind noch einige Tage zu vergeben. Krüger, Seydelstr. 30. Vereinszimmer 3. v. Pankow, Gottschaltstraße 7. Fahrräder, Ia Fabrikat, unter Garantie zu foul. Theilzahlung bei mäßig. Anzahlung direkt in d. Fabrit Dieffenbachstr. 33. Grosses Instrumental- und Vokal- Konzert. Mühlenstraße 8, a. d. OberTurnerische Aufführungen. Gesangsaufführungen unter Mitwirkung der Gefangvereine Kreuzberger Harmonie"," Frohe Hoffnung"," Gerechtigkeit"," Freiheit" u.„ Frühlingsluft". Grosser BALL. Herren, welche baran theilnehmen, zahlen 30 Pfennige nach.. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 1hr an geöffnet. Entree 20 Pfg.[ 211/1] Anfang 4 Uhr. Ordentliche General- Versammlung Achtung! Friedrichsfelde. Achtung! in Feuerstein's Festfälen, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Geschäfts- und Kassenbericht. 2. Ersatzwahlen zur Ortsverwaltung. 3. Vorschläge zur Wahl eines Gau- Bevollmächtigten. Herr Wilhelm Ullrich 4. Berbandsangelegenheiten. Um pünktliches Erscheinen aller Mitglieder wird dringend gebeten. Mitgliedsbuch legitimirt. Der Bevollmächtigte. und findet die Beerdigung am Sonn tag, den 24. Juli, nachm. 4 Uhr, von der Halle des St. Georgen- Kirchhofs, 24/17 Landsberger Allee, statt. Wir betrauern in ihm einen treuen Mitarbeiter und bewahren ihm ein treues Andenken. Kistenmacher! Das Fabrits Personal der Firma Montag, den 25. Jult, abends 8 Uhr in den Armin- Hallen, United States Guitar- Zither Co. Fr. Menzenhauer& Co. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Kommandantenftr. 20: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1898. 2. Der Streit bei Engel, MünzTheilnahme und für die schönen Krauz straße 4. 3. Neuwahl eines ersten Schriftführers und der Lohnkommission. spenden bei der Beerdigung meines 4. Verschiedenes. lieben Mannes, unseres guten Vaters, Mitgliedsbuch legitimirt. [ 94/12 NB. Der Streit bei Engel, Münzftr. 4, dauert un Der Vorstand. sowie dem Gesangverein, Grüne Eiche" verändert fort. fagen wir unsern innigsten Dank. Wittwe Kohns geb. Förster nebst Kindern. Danksagung. Für die vielen Beweise über: aus herzlicher Theilnahme und die zahlreichen Kranzspenden bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, Bruders, Onfels u. Schwagers, des Brunnenmachermeisters J. A.: Franz Schulz, Griebenomstr. 5. Tapezierer. Zentral- Kranken- und Sterbekasse, Filiale I. Sonntag, den 24. Juli, vorm. 10 Uhr, im Restaurant Flick, Simeonstr. 23: Mitglieder- Versammlung. Tages: Ordnung: [ 246 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1898. 2. Sassenangelegenheiten. 3. Ver schiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. 8ahlstellen: Flick, Simeonstr. 23; Werner, Bülowstr. 59, und beim Kassirer Engel, Neuenburgerstr. 19. August Wegner Verband der Möbelpolirer. fagen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten, sowie den Mitgliedern des Wahlvereins des 6.Berliner Wahlkreises unsern innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Mitglieder der Freien Volksbühne Gastspiel Montag, 25. Juli, abends 82 Uhr, Admiralstr. 18 c.: DF Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Bericht über WerkstattDifferenzen. Heute Abend in den Zahlstellen Ausgabe der„ Einigkeit" zur Agitation. Der Vorstand. 146/14] zahlen bei dem Enſemble: Gafſiſter Sozialdemokratischer Verein für Stralau- Rummelsburg H des Friedrich Wilhelmstädtischen Theaters im Zentral- Theater Sonn tag Nachmittag zur Vorstellung ,, Maria Stuart für Loge und Fauteuil nur 0,50 Pf. 255* Die Direktion. und Umgegend. Sonntag, den 24. Juli, mittags 1 1hr: General- Versammlung im Lokale des Herrn Piatkowsky, Hauptstr. 83. Tages Ordnung: [ 8/5 1. Vortrag des Genossen Dr. Freudenberg: Die Prostitution als soziale Krankheitserscheinung und als Gefahr für die Volksgesundheit“. 224/5] Sonntag, den 24. Juli 1898: Grosses Sommer- Fest im Lokale des Herrn Bube, Prinzen- Allee 30, arrangirt von den Genossen in Friedrichsfelde und Neu- Lichtenberg, unter gütiger Mitwirkung der Gesangvereine Vorwärts III"," Alpenglocke", ,, Loreley" ,,, Frisch auf", M. d. A.-S.-B., und des Boltshumoristen Michel. Grosses Konzert. Im Saale: Tanz. Volks- und Kinderbelustigungen. Billets 20 Pf. Anfang des Konzerts 4 Uhr. Herren, die am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Jedes Kind erhält eine Stocklaterne gratis. Das Komitee. Bitte genau auf Nr. 35 achten. Carl H. Klippstein & Co. Weberei und Versand- Geschäft Mühlhausen zu 1. Thür. No. 11. Hüte, Schirme. Gewähre den Genossen bei Borzeigung dieser Annonce 5 pt. 4659L* Otto Gerholdt, 2 Dresdenerstr. 2, Ede Stalizerstraße. Brunhilde, Hauskleiderftoffe: Roland Cheviot, Herren- Anzug- u. Ueberzieherstoffe; unfere unvezivüftlichen u. echtfazbigen Specialitäten oind, vielfache** Anerkennungen beweisen, unerreicht. SUBS Jede Uhr repariren und reinigen kostet bei mir unter Garantie d. Gutgehens mur 1 Mart 50 Pf. außer Bruch, fleine Reparaturen Unfere reichhal tige Collection von Damen- und Herrenstoffen, sowie( Portieren steht auf Wunsch franco zur Verfügung. Hüte für Herren u. Knaben in allen Preislagen. baumbrücke, 5 Min. von Station Warschauerstraße, sind v. 1. Of: tober frdl. Hofwohnungen v. 1 1. 2 Stuben nebst allem Bu behör v. 72-94 Thaler zu ver miethen. 54632* Näheres daselbst beim Verwalter. Möbl. Schlafstelle f. 6 M. Adalbert: straße 6, v. 4 Tr. Wwe. Boyle. 28/ 4* Frdl. möbl. Schlafstelle f. S., sep Eing., b. Klaffer, Budowerstr. 13, v.4 Tr Möbl. 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Telephon III, 1767. Münzstraße 26, part., Engel. V. 4 an die Erp. d. Bl. erb. abgeholt, verf.& Gälfte Roſtenpreis vis- à- vis Humboldthain, a. Nordbahnh. für dünne Mefferhefte. Offerten unt Verantwortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mar Bading in Berliu 20 Br. 170. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 23. Juli 1898. Literarische Rundschau. Literarische Anknüpfend = Handbuch der Gewerbekrankheiten. Von Dr. med. Th. worbenen Einbuße der Erwerbsfähigkeit ein. Anknüpfend an Ent-| Paul Erfurth: Waarenhaus und Kleinhandel. Berlin Sommerfeld. Bd. 1. Berlin, Oskar Coblenz 1898. 10 M. scheidungen unseres Reichs- Versicherungsamtes und der österreichischen SW. Verlag von Hugo Spamer. Preis 1 M. Die Gewerbehygiene ist in den letzten Jahrzehnten zweifellos Unfallversicherungs- Anstalten erörtert R. eingehend die Schwierigkeiten, Die heute in gewissen Kreisen lebhaft erörterte Frage, ob es nicht nur ein wichtiger Theil der öffentlichen Hygiene, sondern auch welche bei der Beantwortung der Frage, ob ein entschädigungs- möglich ist, der Schädigung der kleinen selbständigen Kaufleute durch ein bedeutungsvoller Fattor unseres gesammten öffentlichen Lebens pflichtiger Betriebsunfall vorliegt, sich ergeben können. Von be die großen Waarenhäuser Einhalt zu gebieten, hat auch Herrn Paul geworden tein Wunder, daß auch das Interesse aller Be- jonderem allgemeinen Interesse sind dabei die Ausführungen über völkerungsschichten für dieselbe in erfreulichem Zunehmen begriffen die Unterscheidung zwischen Betriebsunfall und Gewerbekrankheit: Erfurth bewogen, mit einem Vorschlage an die Oeffentlichkeit zu ist. Beweis deſſen die große Zahl ausgezeichneter Spezialarbeiten, da eine scharfe Abgrenzung unmöglich ist, folgert Verfasser, daß treten, den er selbst die einzige praktische Lösung der Frage nemnt, welche namentlich aus ärztlicher Feder in den letzten Jahren mindestens die Unfallversicherung zu einer Versicherung gegen alle der aber in Wahrheit ebenso wenig zum Ziele führen wird, über die Hygiene der verschiedenen gewerblichen Berufsarten schädigenden Einflüsse der Berufsthätigkeit erweitert werden müsse. wie diejenigen Wege, die in der im preußischen Finanzministerium veröffentlicht wurden, sowie die in rascher Folge erscheinenden Hand- Gegen die Ausführungen des Verfassers wird vom ärztlichen abgehaltenen Konferenz als gangbar bezeichnet wurden. In einem und Lehrbücher des Gesammtfaches. Neben dem großen Albrecht- Standpunkt wenig oder gar nichts. einzuwenden sein. Es muß jedoch Bunfte ist der Verfasser allerdings fenen Quacksalbern über, die schen Handbuch der Gewerbehygiene und den die Gewerbehygiene hervorgehoben werden, daß selbstverständlich die Durchführung der fürzlich im preußischen Abgeordnetenhause den Kampf gegen die behandelden Abschnitten des Weyl'schen Handbuches der Hygiene Reformvorschläge R.'s materielle Interessen der Arbeiterschaft nicht waarenhäuser eröffnet haben: er hat sich zu der Erkenntniß durchwird das Werk des Berliner Arztes, dessen erster Band vor furzem schädigen darf. Eine solche Schädigung würde sich z. B. dann er- gerungen, daß man wirthschaftlich gegebene Entwickelungsformen nicht im Wege der Steuergesetzgebung vernichten kann; er will deshalb erſchienen iſt, ſeinen Platz mit Recht behaupten, da es sich nicht, wie geben, wenn es den Unternehmern gelänge, bei der von R. vor nicht im Wege der Steuergesetzgebung vernichten kann; er will deshalb den Waarenhäusern nicht direkt, sondern indirekt zu Leibe gehen und genannten Handbücher, nur an die Fachleute, sondern geschlagenen Ausgestaltung der Unfallversicherung oder bei deren den Waarenhäusern nicht direkt, sondern indirekt zu Leibe gehen und an einen weiteren Lesertreis:„ Krankenkassen- Aerzte, Ver- Vereinigung mit der Krankenversicherung einen Theil der Kosten auf warnt sogar davor, das kräftige gesunde Glied zu unterbinden. waltungsbeamte, Beamte Beamte der Krankenkassen, Berufsgenossen die Schultern der Arbeiter abzuwälzen. Bisher tragen ja in Deutsch Ihm erscheint es richtiger, das franke und schwache Glied innerlich schaften und Alters- und Invaliditäts- Versicherungs- An- land die in den Verufsgenossenschaften organisirten Unternehmer die zu stärken, damit es dem starken gleich werde, er will dem Kleinstalten, Fabrikbefizer, Fabrikinspektoren, Nationalötonomen und Kosten der Unfallversicherung allein, wenigstens soweit die Ent- handels- und Handwerkerstand dadurch helfen, daß er ihn in die Techniker" wendet und, wie wir gleich hervorheben wollen, schädigungspflicht über die 13. Woche nach Eintritt des Unfalles Lage verfest, mit den großen Waarenhäusern ganz ebenbürtig fonfurriren. zu wegen seiner Gemeinverständlichkeit und Uebersichtlichkeit auch jedem hinaus reicht während die Kosten der Krankenversicherung zu lichen hinaus Seine Vorschläge im Laufen während die Kosten der Krankenversicherung zu lichen hinaus auf 1. eine Organisation im großen( BilArbeiter, der sich für diese Fragen interesfirt, als belehrende und zwei Dritteln die Arbeiter tragen. Die Durchführung der Voranregende Lektüre empfohlen werden kann. als Kleinhandels Berufsgenossenschaften, welche fchläge R.'s wäre nur dann wünschenswerth, wenn in dieser Be- Versicherungs- Anstalten und Krankenkassen für die Mitglieder ziehung eine Benachtheiligung der Arbeiter nicht bewirkt würde. und deren Familie zu wirken und den gemeinschaftlichen Einkauf für die gesammten Mitglieder, sowie das Kredit- und Sparwesen der= liche Verpflichtung der Kleinhändler und Handwerker zu geordneter selben zu besorgen haben), 2. eine Ordnung im Einzelbetriebe( gesetzBuchführung), 3. Sicherheit in der Familie( Versicherung der Mitglieder der Genossenschaften und ihrer Familien für Krankheitsfälle und gegen unvorhergesehenen Schaden). die " C. F. Dr. Johannes Jaeger, Kgl. Pfarrer und Strafanstalts- Geistlicher. Bunahme der Berbrechen und Abhilfe. Ein Beitrag zur Lösung der sozialen Frage. Leipzig 1898. bon wesent Partei einzugehen, lohnt nicht der Mühe. verantwortlich macht. Auf derartige Vorwürfe gegen unsere daß der Verfasser nicht, wie die nothleidenden Agrarier in Form Auch das vorliegende Werk ist stellenweise in ähnlichem Geiste Welch' P. H. Der vorliegende erste Band enthält auf etwa 500 Seiten die allgemeine Gewerbepathologie und Gewerbehygiene, sowie aus der speziellen Gewerbehygiene die Industrie der Steine und Erden, sowie die ganze metallurgische Industrie. Von besonderem Interesse ist namentlich der allgemeine Theil, in welchem die allgemeinen gefundheitsschädigenden Einflüsse der gewerblichen Thätigkeit, sowie die Schutzmaßregeln, sowohl die, welche die hygienische Wissenschaft vorschreibt als auch die, welche in Deutschland schon gesetzlich angeordnet sind, Die traurige Erscheinung, daß die Zahl der Verbrecher, namentunter Beibringung zahlreicher statistischer Tabellen abgehandelt werden. lich der jugendlichen Verbrecher in steter Zunahme begriffen ist, hat Von diesen Vorschlägen, die im einzelnen erörtert werden und Von allen schädigenden Momenten, welche hierbei in betracht kommen, in neuerer Zeit zahlreichen Autoren Anlaß gegeben, sich mit dieser die in vielen Punkten den Schulze- Delizich'schen Plänen gleichen, mißt S. wohl mit Recht der Luftverunreinigung sowie vor Frage zu beschäftigen. Leider übersehen die meisten von ihnen bei verspricht sich Herr Erfurth eine solche Hebung der kleinen Kaufallem der förperlichen Heberanstrengung die größte ihren Vorschlägen, daß es in erster Linie darauf ankommt, die Ur- leute, daß sie den Waarenhäusern gegenüber völlig konkurrenzfähig Bedeutung bei, und deren Bekämpfung widmet er denn auch eine stande sein, eine Krankheit mit Erfolg zu bekämpfen, der ihre lich ist, durch derartige Balliativmittel den Gang der wirthschaft= Bedeutung bei, und deren Bekämpfung widmet er denn auch eine fachen der Verbrechen zu erforschen, denn nur derjenige wird im bleiben können. Wir möchten unsererseits bezweifeln, daß es mög ausführliche Beſprechung. Wenn der Verfaſſer hierbei sich gelegent Wurzeln erkannt hat. Häufig genug finden wir auch, daß eine ge- lichen Entwickelung auch nur auf kurze Zeit zu henumen. Sollte es lich gegen den Normalarbeitstag wendet mit dem Bemerken, daß es ein Unding ist, für alle Arbeiter eine gleichbemessene Arbeitswisse Klasse von Literaten sich ihre Arbeit insofern recht leicht macht, wirklich zur Bildung derartiger Klemhandels- Berufsgenossenschaften dauer festzusehen, wie sie von einer politischen Partei in der als sie, weit entfernt davon, sich um die wirthschaftliche Lage des kommen, so würde wohl bald eine nach der anderen verkrachen, Höhe von acht Stunden programmatisch gefordert wird, und wenn Boltes zu kümmern und zu untersuchen, ob sich hier vielleicht ein und den Schaden hätten nicht die Großbazare, sondern die kleinen er einen solchen Normalarbeitstag für eine Ungerechtigkeit gegenüber Anhaltspunkt für die Zunahme der Verbrechen findet, einfach die Staufleute, die ihr Legtes geopfert haben, um sich über Wasser zu den schweren und gesundheitlich mehr gefährdeten Berufen erklärt, Sozialdemokratie für die Auswüchse unserer Gesellschaftsordnung halten und mun völlig mittellos bastehen. Anerkennung verdient es, so muß man mit zug und Recht darüber staunen, daß ein Autor, der sich mit der Gewerbehygiene so eingehend beschäftigt hat, es Schon die bloße der Zentralgenossenschaftskassen, den Staat in Anspruch nehmen will, nicht einmal für der Mühe werth gehalten hat, sich darüber zu in- Thatsache, daß die Zahl der Verbrechen gegen Eigenthum und Person sondern die Betheiligten auf den Weg der Selbsthilfe verweist, denn formiren, was denn die sozialdemokratische Partei unter dem Normal- im umgekehrten Verhältniß steht zur Zahl der in den einzelnen so werden wenigstens die Steuerzahler davor bewahrt bleiben, fiir arbeitstag versteht. Ebensowenig sozialpolitisches Verständniß ver- Gegenden abgegebenen sozialdemokratischen Stimmen, fönnte jeden von vornherein aussichtslose Experimente mit beisteuern zu müssen. räth der Verfasser, wenn er an stelle des Achtstundentages einen vorurtheilslosen Menschen eines besseren belehren. zehnstündigen Maximal arbeitstag empfiehlt und dann meint: " Ist der zehnstündige Maximalarbeitstag erst einmal eingeführt, so gehalten, wenngleich wir nicht verkennen wollen, daß sich hier und Dr. Paul Bergemann( Jena),„ Zur Lehrerbildungswird es Sache der Verständigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitern da auch einzelne vernünftige Gedaanken darin finden. frage". Jena, 1898, bei H. Haerdle, 31 Seiten. sein, in Betrieben, welche die Gesundheit in hervorragendem Maße blühender Unsinn aber ist es, wenn der Verfasser z. B. davon faselt, beeinträchtigen, die Arbeitsdauer auf neun bezw. auf acht Stunden mit feiner Ordnungslosigkeit und Genußsucht Voltsschule selber. Sie ist bald lebhafter, balb weniger lebhaft er daß der sozialdemokratisch materialistische Geist Die Frage der Volksschullehrer- Vorbildung ist so alt, wie die herabzufeßen." Ja, weiß denn der Verfasser nicht, daß der Ausgang ben Charakter erschlafft, die sittlichen Bande örtert worden. Ein reges Interesse wird ihr in unserer Zeit wieder solcher Vereinbarungen"( auf deutsch: gewerkschaftliche Kämpfe) Todert, die Begehrlichkeit nährt, das fast ausschließlich von Ge entgegengebracht, der jeweiligen Konjunktur, dem Vervon der Lehrerschaft und auch von weiterent das Glück hältniß zwischen Angebot und Nachfrage von Arbeitskräften ab- wissen tödtet, die Ehre, und Kreisen der Bevölkerung. Sie geht in der That nicht nur die Fachhängt, und daß Frieden von Großen und kleinen gerade in den ver leute an, sondern auch jeden Laien, dem etwas an der Volksschule gesundheitsgefährlichsten den Frieden Berufen in der Regel ein dauerndes ueberangebot von Arbeitskräften fasser ferner den Durchschnitt, den ein Fabritarbeiter schließlich, aber doch in erster Linie von der Vorbildung der nichtet!" Welch' blühender Unsinn ist es, wenn der Ver- liegt; denn die Leistungen der Schule hängen zwar nicht ausfast alle Bestrebungen der Arbeiter, auf diesem Wege zu des Sonntags„ verjubelt und in Sünden ver- Lehrer ab. Darum hat auch das arbeitende Wolf ein Im übrigen ist das Buch von einem entschiedenen Wohlwollen braucht", auf 15 bis 20 Mart angiebt und wenn er als ganz besonderes Interesse an dieser Frage. Auf für das Wohlergehen der Arbeiter diftirt- das kann nicht Wunder Folgeerscheinungen Roheitsdelikte, Schlägereien, Diebstahl, Mord, dem Grunde, den die Volksschule legt, sollen ja die Volksbildungsnehmen; denn es ist nicht möglich, sich eingehend mit den gesundheit Gefängniß und Zuchthaus an die Wand malt! Ist Herr Dr. Jäger und Volksaufklärungs- Bestrebungen weiterbauen. lichen Schäden der verschiedenen Berufe zu befassen, ohne Schritt für wirklich der Ansicht, daß es auch nur einen Arbeiter im Deutschen Die Mehrzahl der Volksschullehrer ist mit der bescheidenen VorSchritt von der Menschheit ganzem Jammer erfaßt zu werden. Reiche giebt, der nicht in schallendes Gelächter ausbricht, wenn er bildung, die ihnen in den Lehrer- Bildungsanstalten geboten wird, Der spezielle Theil des Buches ist auch keine bloße Zusammenstellung weiter liest. Bebel und Liebknecht hätten nicht den Muth, gegen das seit langem ebenso unzufrieden, wie das Wolf mit dem Wenigen, das es in der Volksschule lernen darf. Heute erwirbt der deutsche Boltsdes bisher in der Literatur über die einzelnen Berufskrankheiten Laster der Trunksucht zu eifern? publizirten Materials; vielmehr giebt S. sehr viel Neues aus eigener licher Publizist mehr ohne Seitenhiebe auf die Sozialdemokratie berufliche in der Präparandenanstalt und im Seminar bezw. mur im Doch das mur nebenbei, um zu zeigen, daß anscheinend kein bürger- schullehrer seine allgemeine Bildung zumeist in der Volksschule, seine Anschauung und Bearbeitung hinzu. Besonders werthvoll erschienen über eine soziale Frage schreiben kann. Was das Werk lefenswerth Seminar, wozu ihm aber nur eine knapp bemessene Zeit zur Ver mir die Krankheits- und Sterblichkeits- Statistiken, die er aus den Büchern der einzelnen Orts- und Zentralfassen zusammengestellt hat macht, ist die Kritit, die der Verfasser auf grund eigener Erfahrungen fügung steht. Der orthodox- theologische Geist und die Liebe zu blos und welche meist korrekter und verwerthbarer find an den heutigen Gefängnissen übt. Er ist zu der Ueberzeugung ge- äußerem Drill, die in den Seminaren herrschen, sorgen dafür, daß das was früher auf diesem Gebiete geleistet worden. Auf die ein- langt, daß der einmal Gefallene im Gefängniß von erfahrenen Lehr- der Seminarist mit seiner Bildung weit hinter zelnen Gewerbe einzugehen, würde zu weit führen; ich erwähne und fordert deshalb in llebereinstimmung mit zahlreichen anderen und der tünftige Lehrer möglichst ungeeignet meistern für immer dem verbrecherischen Handwerk gewonnen wird, den Anforderungen der Gegenwart zurückbleibt nur die mustergiltige Darstellung der Hygiene der Steinmetzen, Autoren einen rationelleren Strafvollzug. Namentlich wendet er sich gemacht wird, wahre Bildung und Aufklärung über welche S. schon früher eingehende Untersuchungen angestellt hat. Wohl giebt es Besonders hervorgehoben sei noch die vom Verfasser an die gegen die kurzzeitigen Strafen, er empfiehlt in der Regel unter dem Bolke zu verbreiten. Spize seines Buches gestellte Forderung, ärztliche Gewerbe Verbrecher, schwärmt für die Detention von Gewohnheits- und eine hervorragende Fach- und allgemeine Bildung erworben Einzelhaft, wünscht eine eine individualisirende Behandlung der Lehrer, die sich selber fortbildeten, die durch eigene Studien Inspettoren, als beigeordnet den technischen Gewerbe- Inspektoren, eine Forderung freilich, die, so selbstverständlich sie dem unbefangenen Berufsverbrechern auf unbestimmte Zeit und hält eine durchgreifende haben und eine Zierde der Lehrerschaft geworden sind; aber diese Beurtheiler auch erscheinen mag, doch kaum in absehbarer Zeit auf umgestaltung in der Ausbildung und Ueberwachung des Aufsichts- Lehrer können nach Lage der Sache doch immer nur Ausnahmen Verwirklichung rechnen kann. Denn es ist doch klar: Nur ein personals für nöthig. Des weiteren erstreckt sich seine Fürsorge auf bilden. medizinisch vorgebildeter Beamter vermag ein Urtheil über die darin übereinstimmen, daß die Polizei- Aufsicht ein zweischneidiges Lehrerbildung, die namentlich in den letzten Jahren gemacht die entlassenen Sträflinge. In dieser Beziehung können wir mit ihm Von den zahlreichen Vorschlägen zur Reform der gesundheitlichen Schädigungen eines Berufes zu fällen, nur er ver Schwert ist und mehr Unheil anrichtet, als sie nügt, da es wenig worden sind, werden die wichtigsten von Bergemann einer kurzen mag überhaupt richtig zu beobachten. Wenn der praktische Arzt Polizeisoldaten giebt, die in rechter, schonender Weise die Aufsicht Besprechung und Kritik unterzogen. solche Beobachtungen gemeinhin nicht zu machen pflegt, jo liegt das über entlassene Sträflinge bethätigen. Ebenso tann man ihm darin folgende: Die Nadikalen verlangen für den Volksschullehrer dieEs sind in der Hauptsache einmal, wie vor kurzem an dieser Stelle richtig ausgeführt wurde, an der recht geben, daß die freiwilligen Arbeiterkolonien keinen Nuzen selben Bildungsstätten, wie für den Gymnasiallehrer, also eigenthümlichen Stellung des Kaffenarztes, bie ihn in beständiger AbGymnafium und Universität. Die Gemäßigten befürchten, hängigkeit von Arbeitgeber und Kaffenvorstand erhält, sowie an der Volksschullehrer Völlig verfehlt scheint uns aber das zu sein, was Dr. Jäger daß der dadurch die Fühlung mit dem ganzen Art seiner Thätigkeit, die eine ruhige wissenschaftliche BeSie wünschen für die allgemeine obachtung von vornherein ansschließt. Andererseits aber- und man zur Verhütung der Verbrechen vorschlägt. Gewiß ist es Pflicht der Wolfe verlieren könnte. die Oberreal-, Gesellschaft, sich der Kinder der Sträflinge anzunehmen, gewiß Bildung höhere Bürger oder lateinlose darf sich darüber keinen Täuschungen hingeben befißt immer nur ist eine Ausdehnung der Schulpflicht bis auf das 15. Jahr( wobei Realschule oder eine neu zu schaffende Oberbürgerschule oder die eine Minorität von Aerzten( die sich darin nicht von anderen Menschen- man allerdings immer die soziale Besserstellung der arbeitenden Klasse entsprechend umgestaltete Präparandenanstalt, für die Fachbildung kindern unterscheiden) überhaupt die Gabe zu beobachten, das Be- im Auge haben muß) und die Einführung des obligatorischen un- das reorganisirte Seminar oder eine neu zu schaffende Anstalt, eine obachtete richtig aufzufassen, zu beurtheilen und wiederzugeben; entgeltlichen Fortbildungsschul- Unterrichts sehr zu wünschen; wenn Art pädagogische Hochschule. Demgegenüber empfiehlt B. für die es gehört auch neben der Begabung eine bestimmte für derartige aber dieser Unterricht hauptsächlich darauf verwendet werden soll, den allgemeine Bildung das Realgymnasium, für die berufliche die Untersuchungen berechnete Vorbildung dazu, welche der ärztliche Kindern und jungen Leuten kirchliche Religion zu lehren, so wird man Universität und eine pädagogische Fachschule. Er betont, daß dann Beamte in Zukunft sich wird angeeignet haben müssen, ebenso wie damit wenig erreichen. Es wird heute schon viel Zeit auf die Ertheilung natürlich auch die Besoldung eine bessere werden müsse; heute der Gerichtsarzt, der Physikus, seine besondere Lehrzeit, feine von Religionsunterricht verwendet, ohne daß deshalb dem Anwachsen des dadurch und durch die Hebung der Vorbildung werde das besondere Prüfung durchmacht. Aber es ist dafür gesorgt, daß die besondere Prüfung durchmacht. Aber es ist dafür gesorgt, daß die Verbrecherthums gesteuert würde. Statt dessen sollte man in den Ansehen des Volksschullehrers gesteigert werden. Daß diese Bäume nicht in den Himmel wachsen: folche ärztlichen AufsichtsBäume nicht in den Himmel wachsen: folche ärztlichen Aufsichts- Schulen lieber mehr Gewicht auf die Anteignung solcher Kenntnisse Reformen auch dem Lehrer für die Zeit der Ausbildung größere beamten würden binnen kurzer Zeit ganz andere Dinge zu tage fördern legen, die der Mensch im Kampfe ums Dasein braucht; eine Ab- petuniäre Opfer auferlegen, hebt er ebenfalls hervor; er übergeht und zur Sprache bringen, als unsere heutigen Fabrikinspektoren- und davor hat man an entscheidender Stelle doch einen heillosen Respekt. nahme der Verbrechen durch Religionsunterricht kann sich nur der aber die Frage, ob nicht dadurch noch größere Boltskreise als gegenDie meiste Förderung hat die Gewerbehygiene bisher durch frei- jenige versprechen, der, wie Dr. Jäger, auf dem Standpunkt steht, wärtig von diesem Berufe ausgeschlossen werden würden. daß die Wurzel aller Verbrechen in der Irreligiosität willig angestellte Untersuchungen einzelner Aerzte erfahren, die, anDie diesjährige deutsche Lehrerversammlung in Breslau hat in Wer eben erkannt hat, zu suchen ist. daß für die Zu der Hauptsache ähnliche Forderungen aufgestellt, namentlich auch geregt durch gelegentliche Klinische Beobachtungen, den Schäden nahme der Verbrechen in erster Linie die wirthschaftlichen die Universität für die Lehrer beansprucht. Leider darf aber gewiffer Berufe nachgeforscht und auf Abhilfe gesonnen haben. Verhältniffe maßgebend find, der wird sich bemühen müssen, unsere auf die Verwirklichung Vor der Hand wird denn auch wohl, wie S. richtig bemerkt, dieser Weg der beste bleiben, und er giebt einige verdienstliche Anweisungen, sozialen Zustände zu bessern. Geschieht das, so braucht man nicht nächst nicht gerechnet werden, weil die Hebung der Lehrerdiesem Grunde empfehlen wir den Kollegen das Buch aufs an- schlägt, der 3. B. der heranwachsenden Jugend den Besuch von Man darf nicht vergessen, daß die Volksschule nicht nur dem Zwede gelegentlichste; auch Arbeiterbibliotheken werden durch dasselbe eine Spinnstuben, Wirthshäusern und Tanzmusiken, sowie das Rauchen dient, dem Volke ein gewisses Maß von Bildung zu geben, sondern werthvolle und vielbegehrte Bereicherung erfahren. und Schnupfen bis zum 18. Lebensjahre verbieten will, der nicht auch dem anderen, die Volksbildung möglichst nicht über das begestatten will, daß ein junger Mensch unter 18 Jahren irgend willigte Maß hinausgehen zu lassen. Thatsächlich wird von reaktioRosenfeld, Dr. Siegfried: Medizinische Beiträge zur welchem Vereine ohne ausdrückliche Genehmigung des Meisters, närer Seite nicht auf eine Verbesserung, sondern auf eine Verschlech Handhabung des Unfallversicherungs- Geseze 3. Lehrherrn, Direktors oder Fabrikherreit beitritt. Ausge- terung der Lehrerbildung hingearbeitet. Die Volksschullehrer haben Sonderabdruck aus der Wien. med. Pr.", 1897, Nr. 16 u. ff. 48 G. nommen find natirlich evangeliſche Ver- den Widerstand, den sie im Kampfe für ihre idealen wie für ihre evangelische Arbeitervereine, Der Verfasser tritt vom ärztlichen Standpunkt für eine Vereine christlicher Jünglinge und ähnliche Institute. Wäre das Ver- materiellen Interessen finden, dem Umstande zu verdanken, daß sic schmelzung der Unfallversicherung mit der Kranten und Invaliditäts- brechen auf diese Weise aus der Welt zu schaffen, so würde es heute leben mur die Lehrer des„ niederen" Volkes sind. versicherung und für den Ersatz jeder bei und durch die Arbeit er schon längst teine Verbrecher mehr geben. P. H Dr. A. Bl. als F stiften. deshalb bm. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 23. Juli. Neues Opern Theater( Kroll). Bar und Zimmermann. Anfang 72 Uhr. Residenz. Frage an das Schicksal. Hierauf: Momentaufnahmen. An fairg 8 Uhr. Neues. Der Unterpräfekt. Anfang 71% Uhr. Westen. Der Freischütz. Anfang 712 Uhr. Der Hüttenbefizer. An-fang 8 Uhr. Zentral. Oftend. Auf Sumatra. Anfang 7½ Uhr. Thalin. Im Fegefeuer. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Der letzte Brief. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. = Zwei Tage Millionär. 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