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Vergeht der Verfolgten und Gemaßregelten nicht! »Iii n.— 4 40 be«i ».- dkft '•'1 unsch « Bier» itiÄ 3m. t «.jetl et> . Oft )»ft ,«r 4 40 I. Oft -gi» »u» strr» nog« « !» i« im ird >4 "l* ** Zur irischen Frage. Einem längeren Artikel Karl KautSky'S in der Wiener »Gleichheit" über die irische Frage, die wieder in den Bordergrund getreten, entnehmen wir folgende sehr interessante «teilen: ...„Noch daS letzte Zwangsgesetz Gladstone'S von 1882— (stgen Irland— war von Liberalen und Konservativen ge- weinsam votirt worden... Heute kämpfen Gladstone und Parnell Schulter an Schulter, und der Sieg der Autonomie für Irland ist nur mehr täte Frage weniger Jahre, vielleicht Monate. Woher dieser plötzliche Umschwung? Eine der mächtigsten Ursachen, die ihn hervorgerufen, ist die amerikanische Lebensmittel-Konkurrenz, oder besser gesagt, die überseeische Lebensmittel-Konkurrenz, denn Indien vnd Australien spielen auch schon eine Rolle bei der Herab- drückung der Preise der landwirthschaftlichen Produkte in Groß- dritannien. In England führte dieser Preisfall zu einer Abnahme der landwirthschaftlichen Produktion und zu einem allgemeinen Sinken der Renten. Die Pächter, die ihre Rechnung nicht fanden, gaben ihre Pachten auf und wandten sich nach besseren Gegenden. Anders in Irland, wo die Pächter vom Landlord abhängen. Die alten Renten sollten fortbezahlt werden, wur- den Nachlässe gewährt, so waren sie in den meisten Fällen Ungenügend. Ein verzweifelter Widerstand der Pächter folgte. Gladstone'S ZwangSbill von 1882 erwies sich als un- fähig, ihn zu brechen; ebenso erwies sich dessen„Sozial- resorm" von 1881 als wirkungslos gegenüber dem Preis- rückgang. Die Landakte von 1881 hob die„Freiheit des Kontraktes" für irische Pachten zum großen Theil auf und führte das System des zweifachen Eigenthums an Land(dual ownership) «ia, wonach der Pächter gewisse Ansprüche auf das Land er- hielt, das er bebaute. Gerichtshöfe wurden eingesetzt, die das Nccht hatten, auf Verlangen des Pächters seine Pachtrente festzusetzen, wenn sie zu hoch war. Die Ansprüche auf das Land erhielt der Pächter aber nur, wenn er seine Pachtrente regelmäßig zahlte. Die erwähnten Gerichtshöfe arbeiteten sehr laugsam, und die Renten wurdm auf 15 Jahre festgesetzt, indeß die Preise von Jahr zu Jahr fielen. Kurz, es ist allgemein zugegeben, daß heute selbst die von den Gerichten festgesetzten Renten zu hoch sind und nicht ge- zahlt werden können, daß also die Lage der Jrländer heute keine bessere, eher eine schlechtere ist als damals, wo Glad- ftone sich gezwmigen sah, den Jrländem den Köder seiner »Reform" vorzuwerfen. Dazu kam aber noch ein anderer, ungemein wichtiger Um- stand: Das Wachsen deS Einflusses der Arbeiter- klaffe in England, und die Veränderungen in der Zusam- wensetzung der liberalen Partei. Die englischen Staatsmänner sind seit einem halben Jahr- hundert von der Arbeiterklasse stetig vorwärts gedrängt wor- dm, haben ihr eine Konzession nach der anderen machen müssen. Die jüngste derselben ist die Gewährung des Wahlrechts an die Landarbeiter im Jahre 1885. Diese Gewährung war «icht möglich ohne eine Erweiterung de« Wahlrechts und eine Veränderung der Eintheilung der Wahlkreise in Irland. Die irischen Homeruler sind dadurch in den Besitz von mehr als LO Sitzen gelangt, eine Macht, die als Bundesgenosse wie als Gegner nicht zu verachten ist. Die liberale Partei hat sich aber inzwischen auch verändert. Bis 1885 war die Rechte, die WighS, in ihr tonangebend gewesen. Diese waren eine Grundbesitzerpartei wie die TorieS, sie wolltm daher von Home Rule(Selbstregierung für Irland) ebensowenig wissen, wie diese. Die Wahlreform hat die Zahl der radikalen Elemente in der liberalen Partei bedeutend verstärkt. Diese stnd aber kvt- fchiedene Gegner de« Landlordismu«. Die Whigs waren Grundbesitzer, welche ihre Macht dadurch ju behaupten suchten, daß sie die Bourgeoisie in ihr Interesse ö°gen, für sie bis zu einem gewissen Grade eintraten. Die Radikalen sind Bourgeois, welche ihre Macht dadurch zu be- haupten suchen, daß sie die Arbeiter in ihr Interesse ziehen, für sie bis zu einem gewissm Grade eintreten, d. h. soweit die dnrgerlichen Interessen dadurch nicht geschädigt werden. Die Radikalen müssen soziale Reformm verlangen, von cenen sie erwarten, daß durch sie die Unzufriedmheit der Ar- deiler gedämpft werden kann. DaS Kapital wollen fie nicht «netzen, so halten sie sich an den Grundbesitz. Die «taatssozialisten in Deutschland und Oesterreich suchten die Nroelter fjjx Hw Grundbesitz dadurch zu gewinne», daß sie aus das Kapital schimpften— ohne ihm weh zu thun. Die Radi- kalen in England halten die Arbeiter im Schlepptau des Ka- pitalismus dadurch, daß sie gegen den großen Grundbesitz zu Felde ziehen. Sie weisen die Arbeiter auf die Abnahme der landwirthschaftlichen Produktion hin— eine Folge der ameri- kanischen Konkurrenz; sie zeigen, wie immer mehr Landarbeiter entlassen und in die Städte gedrängt werden, wo sie der in- dustriellen Bevölkerung Koukurrenz machen. Man beseitige den großen Grundbesitz, setze an dessen Stelle eine Unzahl kleiner Bauernstellen, und die Arbeiter werden von der Stadt aus das Land strömen und die Arbeitslosigkeit in den Städten wird aufhören. So sagen die Radikalen und dementsprechend handeln sie.... ... Nach vielen Jntriguen haben denn auch die unter dem neuen Wahlgesetz gewählten Parteien sich so gruppirt, wie es ihre Interessen erheischen: ans der einen Seite die Konserva- tiven und Whigs, auf der anderen Seite die größtentheils radikalen Liberalen und die Jrländer. Damit ist eine bedeutsame Veränderung eingetreten. Der Kampf um Home Rule, der längst anfgehört hat, einer zwi- schen Katholizismus und Protestautismus zu sein, hat damit auch aufgehört, ein Kampf zwischen der irischen und englischen Nation zu sein. Er hat aufgehört, ein nationaler Kampf zu sein, wie er schon früher aufhörte, ein religiöser Kampf zu sein, und die ökonomische Grundlage, auf der er stets fußte, ist nun klar und unverhüllt zu Tage getreten: der Kampf um Home Rule ist zu einem reinen Klassenkampf gegen den großen Grundbesitz geworden und als solcher ein gemeinsamer Kampf der englischen und irischen Demokratie. Der Kampf der irischen gegen die englische Nation war aussichtslos. Im Kampf der bürgerlichen Demokratie gegen den Landlordismus stehen dagegen die mächtigsten, ausdauernd- sten Elemente Englands auf Seite der ersteren. Diejenigen, denen die Zukunft gehört, die Arbeiterklasse. Mit der Wahlreform, die der Masse der besser gestellten Arbeiter das Wahlrecht gab, war also eigentlich der Sieg von Home Rule entschieden. Eö kam nur mehr darauf an, wann, wie und unter welchen Umständen vs durchgeführt wurde. Was bedeutet denn Home Rule? Besteht dessen ganze Er- rungenschaft darin, daß die künstigen Gesetze Irlands von Jrländern, statt von Engländern gemacht werden sollen? Nein. Home Rule bedeutet die politische Herrschaft der Pächter in Irland, es bedeutet die Preisgabe der Landlords an diese. DaS wissen alle englischen Parteien. Die Radikalen sind aber eine bürgerliche Partei, und so sehr sie auch den großen Grundbesitz hassen, zu seiner Konfiskation, in welcher Form immer, werden sie nie die Hand bieten, sondern höchstens zu seinem zwangsweisen Verkauf an die Pächter. Die Radikalen fühlen sich ebenso wie die Konservativen berufen, das Eigen- thum zu vertheidigen. Alle englischen Parteien sind daher auch darüber einig, daß gleichzeitig mit Home Rule auch die Art und Weise der Grundablösung, der Entschädigung derjenigen irischen Landlords zu bestimmen sei, die eö nach der Gewährung der Autonomie in Irland in diesem Lande zu ungemüthlich finden werden, um dort ihre Güter zu behalten. Es ist aber klar, daß die Entschädigung der Grundbesitzer eine ganz andere sein wird, wenn sie von einem konservativen Parlament festgesetzt, von einem konservativen Ministerium durchgeführt wird, als wenn die Radikalen darüber bestimmen. Es ist fernerhin klar, daß die LandlordS umsomehr fordern können und Aussicht haben, zn erhalten, je höher die Pachtrenten, die sie jetzt beziehen. Die Herren LandlordS möchten am liebsten einen fetten Profit bei der Ablösung herausschlagen; die Verwandlung der Pächter in Bauern sollte ein ähnlicher Schwindel werden, wie ihrer Zeit die Aufhebung der Leibeigenschaft in Rußland, bei der den Bauern der beste Boden weggenommen wurde. Nachdem die Konservativen durch eine Verkettung von Um- ständen, die darzulegen zu weitläufig wäre, im vorigen Jahre zur Regierung gelangt waren, lag ihre Aufgabe klar zu Tage: Verhinderung von Home Rule solange, bis die irischen LandlordS ihre Schäfchen in'S Trockene gebracht. Die jüngsten Gesetzesvorlagen bewiesen, wie gut sie ihre Aufgaben begriffen haben. Vor Allem hatten sie dafür zu sorgen, daß die Pachrenten so hoch als möglich gehalten wurden. Der gesammte Polizei- und Justizapparat wurde daher den Landlords zur Verfügung gestellt, um widerspenstige Pächter auszutreiben und die Orga- uisation der Pächter, die National-League, zu brechen. Da trotz der schamlosesten Gesetzesverdrehungen und-Verletzungen die bestehenden Gesetze sich noch immer als unzulänglich dazu erwiesen, hat jetzt die Regierung dem Parlament ein Zw ang S- gesetz vorgelegt, ein Ausnahmegesetz, das der Polizei und den Richtern völlig freie Handhaben gegen mißliebige Personen gibt. Diese« Gesetz soll nicht für eine bestimmte Zeit, sondern für immer gelten, das heißt, nicht ohne Zusümmung deS Ober- hauseS abgeschafft werden können, in dem daS Interesse der LandlordS ausschließlich herrscht. Die Konservativen glauben natürlich selbst nicht, mit einem solche» Gesetz die Jrländer niederschlagen zu können. Ts ge- nügt für ihre Zwecke, wenn mit seiner Hilfe die Renten fÄ nächster Zeit hochgehalten werden. Gleichzeitig mit der Zwangsbill hat die Regierung im Ober» haus eine Landbill eingebracht. Diese soll das Zuckerbroit bilden, welches nach berühmten Mustern die Anwendung ief Peitsche zu begleiten hat. Kein Ausnahmegesetz ohne Sozial« reform. Die Sozialreform, die eines Ausnahmegesetzes bedarf/ um annehmbar zu erscheinen, ist freilich darnach. Im vorigen Jahre hatte die Regierung eine Kommissiott zur Untersuchung der irischen Zustände eingesetzt. Jetzt hat diese Kommission ihren Bericht erstattet und nicht umhin ge» könnt, zu erklären, daß die Renten in Irland viel zu hoch seien. Sie hat verschiedene Vorschläge gemacht, wie die Rente» reduzirt werden sollten, um den Verhältnissen zu entspreche»» Von diesen, natürlich sehr zahmen Vorschlägen ihrer eigene» Kommission hat die Regierung keinen einzigen ak- zeptirt. Ihre Landbill bringt im Wesentlichen einige Moda- litäten, um die Austreibung bankrotter Pächter für einen kur» zen Zeitraum zu sistiren— Futter für Advokaten— und—' einen Steuernachlaß für Landlords, denen ihr� Pächter die Rente schuldig geblieben sind. In Aussicht gestellt aber ist eine Landankaussbtll, Wir können uns nach den beiden Proben denken, wie sie aus« fallen wird: ein Aderlaß am arbeitenden Volk von Irland, wahrscheinlich auch von England, um den bereit« Halbbank- rotten irischen Landlords auf die Beine zu helfen. Die Regierung hat die entschiedene Majorität für sich und scheint entschlossen, die Gelegenheit so gut als möglich auSzu- nutzen. Wenn die LandlordS einmal ihren Raub— vielleicht in der Form von Staatspapieren— in der Tasche haben, dann mögen die nächsten Wahlen immerhin eine Majorität für Home Rule bringen; die Ausbeutung wird dann vielleicht de» Namen wechseln, im Wesen dieselbe oder eine noch ärgere seil» Ob der Jrländer dem Landlord einen Theil seines Arbeits- ertrages als Pächter in Gestalt von Grundrente hingibt oder als freier Bauer in Gestalt von Hypothekenzinsen und Steuerte zur Verzinsung der Staatsschuld, das macht keinen große» Unterschied. Die Regierung hat die Majorität, aber diese ist eine sehr unsichere. Sie drängt daher mit aller Macht, ihre Anträge durchzupeitschen. In ihrer Hast begeht sie eine Menge Dumm- heiten, in ihrem Bestreben, der Habgier ihrer Parteigenossen gerecht zu werden, die mit jedem Erfolg wächst, spannt sie de» Bogen immer straffer. Schon hat die Stimmung im Lande umgeschlagen, wie die Nachwahlen beweisen, die überall erheb- lich vermehrten Stimmenzahlen für Home Rule, dagegen Still» stand oder Rückgang der Stimmen für die Unionisten zeigen» Sollte die Grundablösungöbill zu unverschämt ausfallen, so. dürfte sich ein Sturm der allgemeinen Entrüstung erheben� stark genug, die TorieS sammt ihren Schützlingen wegzufege» und den LandlordismuS im ganzen Königreich zu erschüttern.. Wie dem auch sei: Home Rule kommt und damit wird i». England Raum gemacht für den Sozialismus. Die Fortsetzung des Artikels:„Anarchistisches" folgt t» nächster Nummer. nnV. Aus einem Wahlprotest. Sin Beitrag zumThema, wie man imReichdes Gottesfurcht und frommen Etttk PlehiSiite' fabritird- »n den deutschen Reichstag I«„,, Berlin.."- „Die ergebenst unterzeichnete» Wähler erheben hiemit Protest, die Wahl deS Herrn Oberstaatsanwalt» Dr. Hartmann zum treter deS 2 S. Wahlkreise» im Königreich Sachs«» beantragen die Ungiltigkeitierklärung dieser Wahl." Die Thatsachen, auf welch« die Unterzeichneten diesen Antrag stützen» stnd folgende: Am 14. Februar I8S7 wurden in Pausa dem Maurer Heinrich Jakob. au« Plauen ca. IVO Wahlaufrufe konfiSzirt und derselbe auS der vtadtz verwiesen. Zeuge: Heinrich Jakob, Maurer, Plauen. Am 14. Februar I8S7 wurde der Sticker Richard Hibschman» auft Plauen in Adorf von dem dortigen Schutzmann D i ck zwei Stunde«. in den Laden de» Färber Gramer eingesperrt und ihm, alS er de». Schutzmann Dick auf§ 48 der Gewerbeordnung aufmerksam machte, mit Prügeln gedroht; nebenbei bemerkte Dick noch, er, Hibschmann,«ürd� wegen Verbreitung von Wahlaufrufen mit 8 Monaten Gesängniß be- straft. Ferner wurde am Wahltag der genannte Sticker Hibschmann vo«� dem Wahlvorsteher Nicolai au» dem Wahllokal verwiesen. Zeugeng. Richard Hibschmann au» Plauen und Färber' Gramer in Adorf. Am 18. Februar 1887 wurden in Markneukirchen der Sticke«. Anton Schmidt, der Sticker Reinhard Wolf und der Mal«r Heinrichs Himmelmann, sämmtliche aus Plauen, verhastet und dann gewaltsam� über daS Stadtweichbild auf Anordnung des dortigen Stadtwachtmeifierst U h l i g entfernt, und so an der Wahlagitation verhindert. Zeugen� die obengenannten Schmidt, Wolf und Himmelmann auS Plauen. Am 14. Februar hat die Polizei zu OelSnitz dem Tischler Ferdij, nand Junge auS Plauen(Forststraße 10ö) 80 Wahlaufrufe bei Beq, breitung derselben abgenommen, ihn selbst nach der Polizeiwals bracht, anderthalb Stunden festgehalten, dann nach dem Bahnhds l portirt, von wo er mit dem nächsten Zug» Ygch Plaue» fahrest I Zeuge: Ferd. Junge M Pfauen.. Am 14. Februar 1887 wurde, ebenfalls in OelSnitz, der Maurer Richard Schubert verhaftet und einer Durchsuchung unterworfen, wobei er sich sämmtlicher Kleidungsstücke, sogar de» Bruchbande», entledigen mußte, und von dem Wachimeister mit den Worten empfangen wurde: «Sie sollte man schlagen, daß Sie nicht laufen können." Räch weiterem «erhör wurde von demselben der Ausdruck gebraucht:„NuS dem Kerl bringt man doch nichts heraus, jetzt machen Sie, daß Sie fortkommen, und werden Sie nochmals bei Verbreitung betroffen, so werden Sie ■ eingesperrt." Zeuge: Richard Schubert, Mauer in Plauen. Am 13. Februar 1887 wurden in Mühltroff dem Strumpfwirker LouiS Jahn vom Gutsbesitzer Gottlieb Bauer beim Verbreiten der Wahl« aufrufe 190 Stücke gewaltsam weggenommen und verbrannt, mit dem Bemerken: Er, Bauer, sei von der Behörde hiezu beauftragt. Zeug«: Louis Jahn, Mühltroff. Am 14. Februar 1887 wurde vom Gemeindevorstand dem Musiker Ernst Haffe ebenfalls eröffnet, daß er beaustragt sei, die Stimmzettel, sowie die Wahlausrufe wegzunehmen. Haffe machte hierauf den Gemeinde- vorstand auf die Ungesetzlichkeit dieser Gewaltmaßregel aufmerksam, »orauf auch dieser von seinem Borhaien abließ. «m 13. und 14. Februar 1887 wurde dem Strumpfwirker Louis Jahn au» Mühltroff in Langenbach eröffnet» er dürfe weder Wahl- aufrufe noch Stimmzettel verbreiten und würde bei der ersten Verbreitung verhaftet werden. Der Brigadier des Bezirk» hatte sogar an die Gemeindevorstände de» Bezirk» die Weisung ergehen laffen, daß Die- jenigen, welche am Sonntag, den 18. Februar, Wahlaufrufe verbreiten, zu verhaften seien. Zeuge ist: N. R., deffen Name erst dann durch den Musiker Ernst Hasse aus Mühltroff bekannt gegeben wird, wen« e» die Erörterungen des deutschen Reichstages erfordern, um denselben nicht vor der Zeit seines BrodeS verlustig zu machen. Zeugen: Loui» Jahn und Ernst Haffe au» Mühltroff. Der Gemeinde vorstand in Langenbach ging sogar soweit, die Verbreitung von Wahlaufrufen und Stimmzetteln amtlich zu ver- bieten, und hat auch noch darüber gegen den deutschfreifinnige« Kandi- baten ein gestempeltes Verbot ausgestellt. Zeuge: Robert Eschke in Mühltroff.... .... Der Bauunternehmer Schäfer hat 20—80 Stimmen g»- kauft, dadurch, daß derselbe den Leuten vor der Wahl Freibier ge- geben, sie dann an das Wahllokal geführt, ihnen vor demselben die Stimmzettel eingehändigt und st« unter Begleitung an die Wahlurne geführt hat. Auch nach der Wahl haben dieselben wieder Freibier bekommen. -Zeuge: Musiker Ernst Haffe in Mühlttoff. . In den Dörfern der Umgegend Mühltroff's wurden sogar von G e« metndedienern die Stimmzettel und Wahlaufrufe wieder ein- gesammelt. Zeug«: Eryst Haffe in Mühltroff. ... In Brunndöbra wurde der Schneidermeister H. Schnei- ch« n b a ch aus dem Militärverein ausgeschloffen, weil er für die Wahl Kaden's agitirt hat: ferner hat der Borsteher vom Rilitärverein seine Ritglieder aufgefordert, für den Oberstaatsanwalt Hartmann zu flim- nun, und die Stimmzettel beim Gemeindevorstand, welcher gleichzeitig als Wahlvorsteher fungirte, abzuholen. Zeuge: H. Schneidenbach, Schneidermeister in Brunndöbra. JnUntersachsenberghatder Militärverein in seiner Versamm- lung Stimmzettel für Oderstaatsanwalt Hartmann vertheilen lassen. Zeuge: Robert Slaß, Obersachsenberg. In Wernitzgrün hat der Gemeindevorstand Stimmzettel für Ober- staatSanwalt Hartmann austragen laffen, trotzdem er Wahlversteher war. Zeuge: August Brückner in Wernitzgrün. Jn BoigtSberg konfiSzirte der dorttge Genidarm Berger dem Weber Emil Schloffer ca. 200 Stück Wahlaufrufe. Zeuge: Smil Schloffer in VoigtSberg. JnRansbach wurden der Maurer Heinrich Jakob und der Maler -Hermann Bühring au» Plauen am 1». Februar 1887 Nachmittag ver- 'hastet, anderthalb Stunde in Gewahrsam dehatten, denselben die Wahl- ausrufe abgenommen und zurückbehalten, bezw. gewaltsam aus den -Händen gerissen und beschädigt, ohne daß sie nach Namen und Wohnung gefragt wurden, und trotzdem sie den Gemeindevorstand auf h 43 der Sc- /Werbeordnung hinwiesen. Aufnahme eines Protokolls über Verhör wurde �denselben vom Gemeindevorstand Schlosser mit der höhnischen Bemer- hing verweigert: Ich kann nicht schreiben, und weiter: der Gensdarm -hätte ihn angewiesen, jeden Verbreiter von Stimmzetteln und Wahl- -ausrufen zu verhasten, da ihm mitgetheilt wurde, für Oberstaatsanwalt Hartmann dürften auch keine verbreitet werden, dieselben würden am Mahllokal vertheilt. Zeugen: Heinrich Jakob und Hermann Bühring au» Plauen. In Schöneck wurden am Wahltage, den 21. Februar 1887, zwei Rann vor das Wahllokal mit Schnaps und Bier gestellt, welche, wenn »in Wähler kam, ftagten, was für einen Zettel er habe. Sagte er: Hart- . mann, so ließen sie ihn SchnapS und Bier trinken, nahmen ihm aber den Zettel, wenn er auf Kaden lautete, ab, beschmutzten oder zerknitterten ihn und gaben ihm einen mit den Namen Oberstaatsanwalt Hartmann versehenen zusammengefalteten Zettel. Zeugen: Albert Schuster und Sraupner in Schöneck. In Plauen wurde am 19. Februar 1887 auf Grund von§ 12 de» Vereins- und Versammlungsgesetzes vom Jahre lübS eine Sffent- »che Wählerversammlung verboten. Zeuge: Friedrich Langenstein in Plauen. Planen, den 10. Mär, 1887. DaS Arbeiter-Wahlkomit« und Wähler de» 28. Wahlkreise» im Königreich Sachsen. (Folgen Unterschriften.) V Ob alle die hier aufgeführten Punkt« vom Reichstage, bezw. der WahlprüsungLkommission desselben, als unzulässige Wahlbe- -einflussungen werden anerkannt werden, ist namentlich bei ihrer diesmaligen Zusammensetzung mehr wie zweifelhast, unleugbar dagegen, daß sie e« sind. Sie beweisen sammt und sonders, welcher schamloser DerroriSmus ganz besonders in den kleineren Ortschaften behördlicher- seits— denn auch die Kriegervereine nehmen immer mehr einen a m t- l i ch e n Charakter an,— aufgewendet wurde, um die freie Ausübung de» Wahlrechts und der Wahlthätigkett zu hintertreiben. Dazu kommt aber noch der Druck de» Ausbeuterthums auf die von ihm Abhängigen, der in Neineren Ortschaften»um vollständigen DeSpottSmu» wird, gegen dm e» kewm Appell gibt. und deffm Uebergriffe nicht einmal vom Reichstag al» unerlaubte Mittel der Wahlbeeinfluffung betrachtet werdm, obwohl er notorisch noch viel intensiver in dieser Richtung wirkt, al» alle amtttche Beeinflußung. Und ein« unter solchen Umständen zustande gebrachte Wahl sollm wir al» dm Ausdruck der LollSmeinung respektiren? Nimmermehr. Material für Sozialisten, an» de« werken anerkannter Statifttke»«nd Rationalökonomen. (Fortsetzung.) ▼. Die Landrente. Der gesammte„ZahreSwerth" der Grundstücke, Häuser, Zehntm»c. beträgt nach der Einkommensteuer-Einschätzung für 18»4/«b 104,375,167 Pfund Sterling. Darin find die Erträge der Bergwerke, Steinbruche, Eisenwerke, SaS« und Wasserwerke, Kanäle, Fischereim, Jagd-, Markt- und Zollgerechtigiettm»c. nicht inbegriffen.(Einkommentabelle für da» Inland, 1886, Z.— 4816.) Die gesammte Netto-„Rente"*) für da» »ereinigte Königreich muß daher aus mmdestens 200 Millionm Pfund Sterling angesetzt werden, beziehungsweise ein Sechstel de» Sesammt- Produtt». Das Aerhättniß wird durch folgend« Figur veranschaulicht, *) Im Jahre 1848 betrug diese für Sroßbrittannien ohne Irland inSgesammt nur Pfd. 95,284,497, im Jahre 1885(für da« vereinigte Königreich) Pfd. 124,871, 885. derm Studium wir namentlich dmen empfehlen, die mtt der Lerstaat- lichung de» Grund.und Bodens die- soziale Frage gelöst glaubmi P— Gesammlprodickt: Pfd.. 1250 Millionen. »— Rente:„ 200„ VI. Der Kapitalzin». Der Zin» wird von den Oskonomen von der Landrmte«inerfeUS und den„Löhnen für Sefchäftsleitung" oder der Bezahlung für ähnlich« Leistungm anderseits unterschieden. Die Erträge der öffentlichen Gesellschaften, auS ausländffchm Anleihm, Eisenbahnen w. betrugen nach der Einkommensteuerveranlagung von 1834/85 Pfd. 112,044,537. Die Zinsen auS öffentlichen Anleihm»c. betrugm zufammm Pfd. 41,018,640.(EinkommenS-Tabelle für 1886, Z.— 4816.) Diese Beträge find nach Mulhall zu niedrig angesetzt, der dm Besitz an Aktim, Schatzscheinen, Obligationen ic. in Großbritannien allein aus 3,941,000,000 Pf. Sterl., die ein jährliches Einkommen von über 155 Millionm Pfund ergeben, schätzt.(„Stattstisches Lexikon", v. 256.) Auch Sir Loui» Malet schätzt da» Einkommm auS fremden Anleihen in Eng- land allein auf 100 Millionen Pfund jährlich.(„Nationaleinkommm und Besteuerung, S. 18.) Fast der Gesammlbeirag dieses gewalttgm Ein- kommens kann, als jegliche gleichzeittge Gegenleistung fetten« der Em- pfänger entbehrend angesehen werden. Wir haben jedoch noch dm ZinS für da» in Privatuntemehmungen in Handel und Industrie angelegte Kapital hinzuzufügen. Dieser wird sowohl in den Einkommensteuerlisten als auch in den landläufigen Redm zusammen mit dm„Löhnen für Geschäftsleitung" k. in dm Unter- nehmerprostt einbegriffen. Herr Giffen schätzt ihn, unter Abzug der Ein- nahmen für persönliche Dienste, auf 89 Millionen Pfd. Sterl.(„Auf- sätze über Finanzwesen, 2. Bd., S. 403.) Der Gesammtbetrag des Kapitalzinses kann daher nicht niedriger al« 250 Millionen Pfd. Sterling sein. Addirm wir hierzu die im vorigen Abschnitt genannte Rmte, so haben wir ein Total für ZinS und Rmte von zusammen 450 Millionen Pfd. Dies« Schätzung wird durch Herrn Gissens Berechnung unterstützt, daß der unter diese Rubriken entfallmde Betrag der Einkommenssteuer� Einschätzung 407 Rillionen Pfd. Sterling bettägt.(„Aufsätze über Finanzwesm". 2. Bd., S. 401.) ES ist von dm Einkommenssteuer-Kommiffwnm oft schon hervorgehoben worden, daß viel Zinserträge der Steueremschätzung«ntgehm, und eS ist allbe- kannt, daß viele unter anderen Rubriken fizuriren. Die folgende Figur zeigt das Verhäliniß deS von dm»rbettetn so bestrittenen Einkommens, da« keine Entschädigung bildet für irgend welche der Gemeinschaft geleisteten Dienste, sondem die bloße Bezahlung ist für die Erlaubniß, den Grund und Bodm und daS beretts aklumulirte K-pttal des Landes zu benutzen. P— Gesammtprodukt: Pfd. 1250 Millionen. »— Rente:„ 200„ Z— Zinsen:„ 250„ VII. Prosite und Löhne. Doch nicht Alle, welche an dem bisher zusammmgestellten arbeitslosen Einkommen theilnehmm, könnm mit R°cht al« die„faulm Reichm" bezeichnet werdm, selbst wenn sie auch, unter der Weigerung zu arbetten, nichts davon abtreten wollen. Die meisten von ihnen suchen e» durch«in thätigeS Lebm zu vermehren, besonders diejmigm, derm Antheil zur Deckung ihrer Bedürsniffe nicht ausreicht.») Wenn die Mitglieder dieser mtt Besitz ausgestattetm Klaffe sich mt- schließen, zu arbetten. so sind sie in der Lage.«S unter außergewöhnlich günstigen Umständen zu thun. Ihnen gleichgestellt find in dieser Hinficht die glücklichen Besitzer außergewöhnlich« Fähigkeiten und die Eig-nihümer literarischer od« kommerzieller Monopole jeglich« Art. Diese Leute leistm d« Sesammtheit oft unschätzbare Dienste, und sie find in der Lage, für dieselben eine Entschädigung zu»«langen, die wed« ihrer Nützlichkeit noch den Kosten ihrer Erziehung od« Ausbildung, sondern nur der verhällnißmäßigen Seltenhett ihrer Eigenschaften mtspricht.(Siehe Prof. Walk«, Prinzipien der polittschen Oekonomie.) Die Zahl und das Gesammteinkommm dies« großm Klaffe könnm nicht genau bestimmt werden. Sie schließt»rbeil« all« Grad«, vom qualifizirten»rbett« bis ,umPremi«minister und vom kaufmännischen Buchhalter biS zum Präfidmtm d« königlichm Akademie«in. Für statistische Untersuchungm empfiehlt e« sich, nur die ihr« Mit- glieder in Bettacht zu ziehen, die nicht zur„Handarbetterklasse" gehörm. vo definirt, kann dieser, in günstigen Umständen lebend« Th-il der Be- völkerung in Bezug auf da» Einkommen au« seiner Thättgkett auf 850 Millionm Pfund jährlicher Sinnahmen geschätzt w«dm. E» liegen darüb« folgend« Schätzungm vor: R. Giffen, Löhne d« zur Einkommmsteu« v«an- tagten GeschäftSlett«(Aufsätze üb« Finanzwesen. 2. Bd. S. 404).•.. Rr. Rulhall, Einkommen der Geschästtleutt allein (StattscheS Lexikon, E. 246). Prof. A. Marshall, ArbettSeinkonnnm all« üb« d« Handarbetterklasse Stehenden(Bericht d« industriellen Lohnkonserenz) R. Giffen, Totalkeinkommen abzüglich von Rente, Zinsen und Löhnm d« Handarbeit«klaffe(Auf- sätze üb« Finanzwesen, 2. Bd. v. 404) Pfd. Sttg. 180,000,000 244,000,000 800,000,000 818,000,000 ») Da die Summe nicht gleichmäßig»«theitt ist, so befinden sich einige d« Thettnehmer in vnhältnißmäßig ungünstig« Lage. Doch ist zu bem«k«n, daß die„Handarbeitttllaffe", bezw. die Armen so gut wie nicht» davon besttzen; das Gesammtkapital der Sparbanken, Trade» Union«, HilsS» und Segmsettigkettskaffm aller Art beläust sich, wie Herr Mul- hall in d«„Contemporary Review", Dezember 1886, S. 869, auSsübtt, aus bloS 156.000,000 Pfd. oder wmig« al« 6 Pfd. Kapital pro Mit» glied der Arbett«klasse(ll), selbst wmn man voraussetzt, daß die ganze Summe auf diese Klaffe entfällt. Außerdem muß man diesen vetrag die Schulden der Arbeit« bei Krämern und Andern gegenüberstellen, die in ihr« Gesammtheit eine«hebliche Summe auSmachm. Rr. R u l h a l l.(Stattstisches Lexikon S. 28) Pamphlet» der Kooperativ-HilfSgefell- schaft: Sinnahmen d« Unternehmer und Anderer..... 350,000,000 niss« im L 400,000,000«01 Pfd. Sttg. 675,000,000 720,000,0 viu. Die Klassen und die Rassen. Die Sesammtsumme, welche die gesetzlichen Besitzer üb« da», wa> man öfttr die„drei Renten"(Land. Kapital, Fähigketten) genannt hat, beziehen, b« läuft sich somit auf ungefähr 800 Millionen Pfund Sterliuz od« nahezu zwei Drittel de« Nationalprodukt«. Schätzungen: Prof. A. M a r s h a l(Cambridge), Bericht d« Jndu- striellen Lohnkonferenz, S. 194 R. Giffen, Aufsätze üb« Finanzwesen, 2. Band, S. 467..... Prof. Leone Levt(Kings Kollege, London) in d« „TimeS" vom 13. Januar 1385 Mr. M u l h a l l, Statistisches Lexikon, S. 246. Dagegen empfängt die Handarbeitnklaffe für die Millionen ihr« Mit«' glied« nur 4—500 Millionen Pfd. Sttg. Schätzungen: Giffen, Aussätze über Finanzwesen, 2. Bd. S. 467 Rulhall. Stattstische» Lexikon. S. 246. I. v. Jean», Journal d« Stattstischen Gesellschaft, 87. Bd., S. 681. Prof. LeoneLevi(wie oben).,. A. Rarshall(wie oben).... 758,000.0 818,000,0 Pfd. Sttg. 550,000,000 447,000,000 600,000,000 521,000,000 500,000,000*1 P=— Gesammtprodukt: Ii— Löhne:„ Einkommen d« gesetzlichen In- Haber der drei„natürlichen" Monopol«— Land, Kapttal «nd Talent:„ (Forssetzung folgt.) 1250,000,000 450,000,000 800,000,000 ♦•) Sozialpolitische Rundschau. Zürich. 12. April 1887._ — Eine juristische Kalle. Wir könnten auch sagen eine Sozi« l i st e n f a l l«, nach Analogie der sogenannten Hexenfalleu, ver> mittelst deren die Richter und Henker(„Staatsanwälte" wurden sie d» malS noch nicht genannt) de» stebzehnten und achtzehnten Jahrhunderti die Hexen auf den Schetterhaufen od« an den Galgen zu bringen such ten. Heutzutage ist man ja humaner geworden, und in den Sozia> l i st e n p r o z« s s e n, die an die Stelle dnHexenprozesseg» treten find, handett e« sich nicht mehr um Scheiterhaufen um Galgen, sondern nur um Gefängniß und Zuchthau». Uni demenssprechend find auch die juristischen Fallen modifizirt und modtt nisirt worden. Statt d«„Hexentreppen",„Drudensüße", und wie dt sinnreichen Borrichtungen alle benamset waren, haben wir heutt d« Eid. Man zitttt oder„fistirt" den Sozialdemokraten, welchen m« fangen will, al« Zeuge vor den Staatsanwalt und JnquifitionSrichttt überrumpelt ihn durch»«fänglich« Fragen, bringt ihn in Konflikt M> seinem Pflichtgefühl und Sewiffe», benützt die Tortur d« Unterfuchungl hast— der angedrohten od« d« vollstreckten und willkürlich vnlÄ gerten— zwingt ihn, entwed« einen ehrlosen Lerrath zu begehet od«— die Wahrhett zu sagen, und hat man ihm schließlich" eis Aussage erpreßt, al« Frucht diese« Konflikt« und dies« Tortur, so taH die Fall- zugeklappt werden:„Sie müssen Ihre«»«sage b« schwören." Da« Ops« ist v«blüfft,«S hat von den drakonisch« Silasen gehört, die auf einem R« i n« i d stehen, wenn d« Falst schwörer kein Pfaffe ist oder kein Fürst— die«chreckniffed� Zuchthause» steigen vor ihm auf—« zermartert sein Hirn:„Hast D auch nicht» gesagt, wa« man gegen D t ch wenden könntt? Ist jed< Ausdruck genau auf die Goldwaage gelegt?" Es geht ihm wie«t Mühlrad im Kopf herum. Dank uns«« famosm Volksschule—«i viele Menschen gibt e», die ihre Gedanken richti «»»drücken, eine Thatsache, und sei«»die einfach fll richtig beschreiben können?— Da« Opf« findet diesen, jnü nicht, so wird sofort da«»erfahren gegen«tt«öffnet wegen ZeuS nißverwetgerung. Und ich behalte Sie gleich hiel- Da« Opfer schwört! Die Falle ist zu. Er ist in d« Gewalt seiner Peinig«, sein« Verfolg«. Jede« Wort, da»« beschworen hat, wird auf die Goldwaage gel» Er ist ja kein Pfaffe und kein Fürst. Und weh« ihm, wenn die gering? Handhabe sich bietet:«in Wemeidiproß wird eingeleitet— die Unts suchungshast verhängt mtt all ihren Folterqualen, und da» unglücklia Ops« muß von Glück sagen, wenn e» nicht auf Jahre in» Zuchthai« Und nun«ine Frage an die deusschen Nicht« und vtaattanwältt l Wie reimt e» sich zusammen, daß die deutsch« Staatsanwälte und Richter» welche den Eid»o Sozialdemokraten in Dutzenden von politische Prozessen für werthlo» erklärt haben, doch dara» bestehen, daß Sozialdemokraten den Sid leisten? E« liegt hierin ein Widerspruch, welch« auch dem im De«? wenig Geübten auf den ersten Blick auffallen muß. Wa« ist d« Zweck de« Eide«? Die Wahrhett zu ermitteln. Durch eine feierliche Formel und durch w Aulficht gestelltt Schrei ♦) Diese Schätzungen, die auf Grund von Durchschnitt«löhn«' mulliplizirt mtt d« Zahl der Arbeiter, beruhen, fetzen jede eine leidliche Regelmäßigkeit der Beschäftigung� au«, und tragen der Thaisache ketne Rechnung. daß ein groß« Th des Ä-sainmib-trageS d« Nominallöhn« den Arbeitern in Form vi Grundrente wted« abv«langt wttd. S» müssm dah«, um den Nett Betrag ihr« Lohnentschädigung zu ermitteln,«hebliche Abzüge vo» V obigen Summen vorgenommen wttden. —)«ei dies« Gelegenhett sei noch erwähnt, daß die Totaleinnahk d« Wohlihäiigkeitsanfialten im Vereinigten Königreich, inklusive Seht kungen unv Bermichwiff«. 10.040.000 Pfd. Sttlg., od« wenig ü» 1 Prozent der obigen Totalsumme bettägt. Davon wurden 2.040,0 Pfd. Strig. allein für Bibelgesellschaften»«ausgabt.(Rulhall, Slat? sches L-xikon, S. 78.) Die Gesammlkosten der Armenunt«stützung' liefen sich im Jahre 1885 auf 10.278,588 Pfd. Sttlg.(aorüd« spt' Genaueres.) Mi soll hü- Ml £i «i «I -» P 000 aal hat. 000 000 ,000 Riti US- ,000 ,000 ,000 ,000 00») WO liifje des Jenseits und d«S DiesieitS soll die Wahrheitstreue der«US. Me gesichert werden. WelchenSinn hatei, einen Mann zu vereidigen, Vondemmanüberzeugtist, daßertrotzdeSEidesdie Wahrheit doch nicht sagt? Der Zweck des Eides, die Wahrheit zu ermitteln, kann bei einem Jüchen Rann nicht erreicht werden— dieser Zweck sällt voll- pindig weg— der Eid in einem soschen Fall ist also, vom juristi« ling fäen Standunkt aus betrachtet, absolut zwecklos. Trotzdem vereidigen die Richter und Staatsanwälte Sozialdemokraten 1« Borliebe. »' Welchen Zweck Haien sie dabei im Auge? Der Zweck des Eid« i kann es nicht sein; emem Rann, von dem man überzeugt ist, daß er OOO durch den Eid nicht gebunden wird und daß er trotz des Eides die Wahrheit nicht sagt— einem solchen Rann einen Eid abfordern, hat keinen Sinn. Also welchen Zweck habendi« vereidigungswüthigen Staats- anwiilte und Richter? Bei Beantwortung dieser Frage sind wir natür- lich auf Vermuthungen angewiesen. Allein wir kennen unsere Pappenheimer, und nach ihrer Natur und nach ihren Motiven können wir ihre Handlungen beurtheilen. Tin Richter oder Staatsanwalt, der«inen Mann, von dem er über- Kugt ist, daß er falsch schwören wird, zum Gide zwingt, kann dabei »wr die eine Absicht haben, einen Meineid herbei, ujühren. Kurz, der Eid unter solchen Umständen ist, wie wir eS gesagt, eine Falle und nichts eine Falle. Das müssen unsere Genossen stets vor Augen haben.— Und bei dieser Gelegenheit machen wir auf einen Paragraphen der Strafprozeßordnung aufmerksam, der Manchem die Möglichkeit bieten wird, das Spiel der sozialistensresserischen Staatsanwälte und Richter tzu vereiteln, nämlich den Paragraphen S4 der Strafprozeßord- »«ng, der lautet: »Jeder Zeuge kann die Auskunft auf solche Fragen verweigern, deren Beantwortung ihm selbst oder einem der in§ 51 Rr. 1—3 bezeichneten Angehörigen die Gefahr strafgerichtlicher Ber» folgung zuziehen würde." Und die hier erwähnten Rr. 1—3 deS§ 51 lauten: »ZurLerweigerung des Zeugnisses find berechtigt: 1) der Verlobte deS Beschuldigten; 2) der Ehegatte deS Beschuldigten, auch wenn die Ehe nicht mehr besteht; 3) diejenigen, welche mit dem Beschuldigten in geraderLinie verwandt, verschwägert oder durch Adoption verbunden, oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grad verwandt oder bis zum zweiten Grad verschwägert sind, auch wenn die Ehe, durch welche die Schwägerschaft begründet ist, nicht mehr best-ht." I Demnach kann Jeder da« Zeugniß verweigern, der sich e l b p» oder einen Bruder, eine Schwester, seine Frau, seine I r a u t, einen Schwager, überhaupt einen Verwandten im Sinne des§ 51 Rr. 1 bis 3 durch sein« wahrheitsgetreue Aussage strafrechtlicher Verfolgung aussetzen könnte. Sobald der Zeuge eine dahin gehende Erklärung abgibt, muß auf die Vereidigung verzichtet werden. Rur muß der betref- sende Zeug« aus Verlangen beschwören, daß er die Ueberzeu- gung hat, event. sich oder einem der in§ 51, Rr. 1—8 aufgezählten ««wandten die Gefahr strasgerichtticher Verfolgung zuzuziehen. AllerdmgS schließt da« nicht aus, daß die str a fg e ri ch t l i ch« Ver- f o l g u n g dann gegen ihn eröffnet wird, aber das ist doch immer- hin ein weit geringeres Uebel als die Gefahr, entweder einen ehrlosen Berrath begehen, oder einen E i d schwören zu müssen, »MS dem ein findiger Staatsanwalt einen Meineid konstruiren könnte. — Männerstolz vor Königsthrone«. Wir lesen in der Ber- Kner„Volkszeitung": „Durch die Press« geht die Nachricht, daß in der Soiröe im könig- vchen Schlosse am Geburtstage des Kaisers die Stadt Berlin nicht durch den Oberbürgermeister v. Forckenbeck, sondern durch den «weiten Bürgermeister Duncker vertreten war, und zwar auS dem Grunde, „weil Herr v. Forckenbeck keine Einladung erhalten hatte". Diese Thatsache ist in Berlin fest langer Zeit öffentliches Ge- heimniß und im Publikum sehr lebhast besprochen worden. Die Berliner Blätter haben in begreiflicher Diskretion darüber geschwiegen. Jetzt dür- sen wir die Mittheilung dahin ergänzen, daß von den Borstehern der Stadtverordnetenversammlung nur Herr Dr. Stryck anwesend war; der stellvertretende Vorsteher Dr. LangerhanS hatte gleichfalls keine Einladung erhalten. Allgemein bekannt ist, daß auch der erste Vize- Präsident deS Abgeordnetenhauses, das Zentrumsmitglied Freiherr von Heeremann, übergangen worden war. Eines Kommentars bedürfen diese einfachen, aber bedeutungsvollen Thatsachen nicht— am wenigsten von unserer Seite." SD« Schlußsatz läßt fich höchstens durch den Hinweis aus den Z 95 deutschen Reichsstrafgesetzbuches rechtfertigen, nach unserer Ansicht ürsen diese„einfachen, aber bedeutungsvollen Thatsachen" grade erst »echt eines Kommentars. Man mag über„Kaisers Geburtstag" und ähnliche Feste denken wie man wA, nach der Art, wie fie nun einmal in der offiziellen Welt gefeiert werden, erforderte es die Rückficht auf die Bevölkerung der Haupt- Padt, ihren ersten Vertreter einzuladen, gleichviel ob er gewissen Leuten angenehm ist oder nicht— wie wir über Herrn Forckenbeck denken, brauchen wir nicht erst zu sagen. Dadurch, daß man es unterließ, hat Man in unzweideutigster Weise aufS Neu« den persönlichen Cha- »akter des Regierungssystems w Preuße« bezw. dem deutschen Reich bekundet. Herr Forckenbeck wie Herr LangerhanS sitzen im Parlament «ms der Linken, fie haben gegen daS Septennat gestimmt, und deshalb «vurden fie bei der Einladung übergangen. Ran will von Sr. Majestät »llergetreuesten Opposition einfach nichts wissen, und«er es ernst meint ttit den Rechten des Volkes, kann diesen offenen Bruch mit der ver- häugntßvollsten aller politischen Einbildungen: daß die Regierung in Preußen„über" den Parteien steh«, nur begrüßen. Sie ist Partei, «d je mehr dies dem Volke klar gemacht wird, um so Keffer. Und eine au s ch u« g d e» Volkes begehen diejenigen, welche so thun und ein, als glaubten fie noch immer an da« Erste«. Forischriltler und okraten. die sich vor dem„allverehrten Kaiser" auf den Bauch Wersen, sind alles ander«, nur keine Männer. Was aber soll man von den Herren Duncker und Stryck sagen, j>i« trotz der beletdigenden Jgnorirung ihrer Kollegen hingingen und sich �allerguädigst" traktiren ließen? Hätten sie«in Gefühl von dem, was «an im„finster» Mittelalter"»ürgerstolz nannte, fie hätten die Einladung kurzerhand zurückgeschickt. Sie waren nicht um ihrer schönen iAugen, sondern um ihres Amtes willen«ingeladen. Run, so mußten He auch die Würde ihre« Amte«, der»ertrauensstellung. die He«innahmen, in erster Linie w's Auge fassen. Sklaven mögen fich freuen, wenn die Gunst des Herrn fie ihren Ritsklaven vorzieht, wer K«f den Titel von M ä n n e r n Anspruch erhebt, verschmäht so ent« würdigende Zumuthungen. Aber freilich, wo sind in unserem heutigen Bürgerthum noch Männer I« finden, die nach oben—„vor Königsthronen", wie der Rational» vichter singt— ihr gute« Recht vertreten? Die Bürgerschaft, die in ihren Vertretern beleidigt ist, zieht fie die Konsequenzen dieser vehand« Kmg. demonstrirt sie in irgend«wer Weise dagegen? O nein, sie tuschelt leise, ganz leise darüber. Das ist alles, Und dal sagt alle«. - vor Tafcheudiebe« wird gewarnt. Diese Inschrift, welch« svi, häufig aus Bahnhöfen und an andern öffentlichen Orten finden, iollte auch an augenfälliger Stelle in dem Zimmer jedesSozial» vemokraten angebracht sein. Gerade Sozialdemokraten de« stürfen einer solchen Warnung in ganz hervorragendem Maße. Rur würde es gut sein, wenn sie hinter die Taschendieb« auch noch die«in» brech,, setzten, denn die Taschendieb«, welche es besonder« auf die «ozialdemokraten abgesehen haben, find zu aleicherZeit auch «tnbrecher. Daß sie zum Theil ein« Uniform tragen— auch die Straßenräuber der guten alten Zeit, die Dick Turpin u. f.«., liebten Ms. sich in Umformen zu hüllen— macht diese Swbrecher nicht weniger {efährlich; und daß die. welche keine Uniform tragen,„im Ramen e» Gesetzes" einbrechen, erhöht nur ihre Gefährlichkeit. Sind st« ginmal w der Wohnung, dann W. nicht»»or ihnen sicher,.fie nehmen i nicht nur, waS in Schränken, in Kommoden, auf Bücherbrettern und auf den Tischen ist, sie durchsuchen auch ihre Opfer, stiebern in deren Taschen herum und stibitzen Alles, was in den Bereich ihrer Langfinger kommt. Hauptiächlich Notizbücher, Briefe und P a p i e r z e t t e l mit Adressen, für die sie eine«igenthümluhe Vorliebe haben. Da nun im Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte der altgermanifche Satz:„Mein Haus ist mein Schloß" nicht gilt, und diese Art Taschendiebe und Einbrecher staatlich approbirt und privi- l e g i r t sind,«s also keinen gesetzlichen Schutz gegen sie gibt, so hat jeder Sozialdemokrat fich möglichst selbst zu helfen und wenigsten» dafür zu sorgen, daß ihnen, wenn sie bei ihm einbrechen und in seinen Taschen herumstiebern, kein Beutestück in dieHände fällt. Man darf den Spitzbuben und Räubern keinen Vorschub leisten. Ihnen Vor- schub leisten, heißt sich zu ihrem Mitschuldigen machen. Und wer ihnen Notizbücher, Briefs und Papierzettel mit Adressen in die Hände fallen läßt, leistet ihnen Vorschub. Jeder Sozialdemokrat be- denke das, und um es nicht zu vergessen, hänge er in seiner Wohnung einen Zettel aus mit den Worten: Bor Taschendieben und Einbrechern wird gewarnt! — Da« Septennat ist der Fried«, wurde den ReichswShlern vor dem 21. Februar in allen Tonarten vorgesungen, vorgepfiffen und vorgebrüllt. Nun— seit einigen Wochen haben wir glücklich das Septennat— nur eine winzige Minorität hat im Reichstage dagegen gestimmt. Wie sieht's aber um den„Frieden" aus? Genau wie vor dem Septennat. Die Reptilien, allen voran der Leib-Pindter des Otto mit der ehernen Stirn, zetern wieder mit äußerster Lungenkraft: DaS Baterland ist in Gefahr I und hetzen in der alten unverschämten Weise gegen die französische Republik. Nun— das verstand sich ja von selbst, und nur Dummköpfe konnten es ander? erwarten. Da« deutsche Volk darf eben nicht zur Ruhe und zur ruhigen Sammlung kommen— sonst gehts zu Ende mit dem Schwindelregiment. Schwindel in jeder Bedeutung des Worts— politischer Schwindel, soz ialer Schwindel, ökonomischer Schwindel, finanzieller Schwindel— last not loast— Börsenschwindel.„Die Alarm- Artikel der„Norddeutschen", der„Post", der„Berliner politischen Nachrichten" u. s. w.," schreibt man uns,„sind sämmtlich auf die Börse berechnet; und dabei hat dieses Gesindel die Rollen genau unter sich vertheilt— grade wie in Paris zu den Zeiten des braven Bonaparte, der den Börsen» schwindet geschäftsmäßig betrieb, weil seine„Zivilliste", enorm wie sie war, doch für ihn und seine unersättliche Räuberbande auch nicht annähernd ausreichte. Das Spiel wird jetzt bis in das kleinste DetaU nach dem damaligen Muster betrieben. Das eine Reptil schreibt — natürlich aus Patriotismus— einen Alarm- Artikel, der die Fonds fallen macht, worauf die Eingeweihten kaufen; dann bringt ein anderes Reptil einen rosigen Artikel, der die Fond« wieder in d i e Höhe treibt, worauf die Eingeweihten wieder verkaufen, und die Differenz einstecken. Bei geschickter Muchs lassen sich so im Handumdrehen Millionen„verdienen". Und auch in diesem Punkt scheint das deutsche Kaiserreich sich vorgenommen zu haben, dem französischen Original„über" zu sein. Daß in die Taschen der Pindter, Schweinburg und wie da« Pack sonst heißt, nur die Abfälle kommen— das versteht sich von selbst."- Au» dem Wahlkreis Teltow- BeeSkow• Storkow(bei Berlin) erhalten wir folgende Anfrage: „Es ist in unserm hiesigen Lokalblatt(freisinniger Richtung) vor der Wahl bekannt gemacht worden, daß Stimmzettel Gültigkeit haben, wenn der darauf gedruckte Name durchstrichen und ein anderer daneben aufgeschrieben ist. Nun ist es bei uns mehrfach vorgekommen, daß Wähler den konservativen Namen durchstrichen und dafür den des Ar» beiter-Kandidaten krohm hingeschrieben haben, am 2l. Februar sind jedoch diese Zettel bei der Stimmenauszählung meistens für ungültig erklärt worden, nur auf einer Stelle im ganzen KreiS und einer Stelle in unserem Ort wurden sie für gültig erklärt. Woran hat man sich da zu halten? Denn im Wahlgesetz ist dieser Fall nicht vorgesehen." Soviel wir wissen, war eS der vorige Reichstag, der grundsätzlich dahin entschied, daß solch» Stimmzettel wie die vorstehend geschilderten gültig seien. Und das war ein sehr vernünftiger Beschlus!, denn bei der niederträchtigen Sucht der Ausbeuterparteien, durch Anfertigung iefon- ders kenntlicher und schwer nachzuahmender Stimmzettel einen Druck auf die abhängige Wählerschaft auszuüben, ist die Freigabe der Durch- streichung de» gedruckten NamenS das einzige Mittel, wenigsten« in Etwas den gesetzlich vorgeschriebenen geheimen Charakter der Wahl wieder herzustellen. Wenn nun einzelne Wahlkommissarien die betreffen» den Stimmzettel dennoch für ungültig erklärten, so geschah«S entweder auS Unkenntniß des betreffenden Reichsta�ebeschlusses oder, und zwar wahrscheinlich in der Mehrzahl der Fälle, aus Nichtachtung deffelben. Wozu wären die Herren auch sonst durch die Bank Bewun- derer de» großen Bismarck, wenn sie seine hervorragendste Eigenschaft — Nichtbeachtung unbequemer ReichStagSbeschlüsse oder Gesetze— nicht nachahmen sollten? Und bei der herrlichen Zusammensetzung deS neuen Reichstags ist eS noch sehr die Frag«, ob dieser wenigsten» bei den Wahl- Prüfungen da« saubere Manöver zunichte machen wird. Regierte Recht, so müßten alle Stimmzettel, bei denen sich heraus- stellt, daß fie zu dem Zweck verfertigt und ausgegeben worden, das Wahlgeheimniß zu hintertteiben, für ungültig erklärt und ihre llr- Heber und deren Helfershelfer bestraft werden. Aber daran ist natür» lich gar nicht zu denken. Denn wollte der Reichstag nach diesem Grund- satz verfahren, so würde die Mehrheit seiner Mitglieder ihr Bündel schnüren müssen. Lüge und Betrug haben bei seiner Geburt Hebammen- dienst geleistet, und darum wird er die Lüge sanktioniren und dem Be- trug Gesetzeskraft verleihen. — Die Polizei-Jnteruationale an der Arbeit. Die I n t- r- pellation in der belgischen Kammer, betr. die Aus» Weisung, richtiger A u S l i e s e r u n g des Anarchisten R e v e und eineS gewissen Groß, von dem nur bekannt ist, daß er mit Reve ver- kehrte, hat das Bestehen der Polizei-Jnternationale auf'S Deutlichste ge- zeigt. Nachdem preußische Spitzel in Berviers den Aufenthalt Neve's ermittelt, informirttn sie ihre delgischen„Kameraden", diese packten Reve und Groß und schoben fle— betleibe nicht als politische Lerbrecher. sondern als„Vagabunden" an die preußisibe Grenze ab. direkt in die Arme der inzwischen msormirten preußischen Polizei, die sie nicht alS Vagabunden, sondern als politische Verbrecher sofort in Hast nahm. Natürlich erklärte der belgisch« Justizminister, daß er diese Verletzung der Grundsätze der belgischen Verfassung höchlichst bedauere. natürlich leugnete er, daß Auslieferungsverträge zwischen Deutschland, Bel> gien und Luxemburg bestehen, natürlich versprach er, Alles aufzu- bieten, um bei der preußischen Regierung die F r e i l a s s u n g des Groß— warum nicht auch Neve's? Wir haben nicht gehört, daß der- selb« wegen gemeiner Vergehen unter Anklage stünde— zu erwirken, und natürlich ist bis heute— die Sache ist schon 14 Tage her— noch nichts dergleichen erfolgt und wird auch schwerlich erfolgen. Wen die preußische Polizei einmal in Händen hat, den gibt ste auch nicht wieder her, selbst wenn der belgische Justizminister wirklich darum gebeten hätte. Daran glauben wir aber solange nicht, alS wir nicht erfahren, daß der- selb« die Schurken von Polizisten. die die Auslieferung verübt, wegen Amtsmißbrauch im Dienst einer ausländischen Macht, infam kasstrt hat. Solang« derartige Liebesdienst« nicht drakonisch bestrast werden, werden sie sich immer wieder von Neuem wiederholen. Also fort mtt den Schuldigen, und zwar nicht etwa den unbewußten Handlangern, sonderst den bewußten Urhebern der schimpflichen Thatl —«-der«olkSaufständ- und«trabenschlachteu schrieb die Rew-Yorker„Bolkszeitung" vor einiger Zett. und wir schließen un« ihr im Wesentlichen an:.. � „Mehrer« Zeitungen haben neuerdmgs Betrachtungen darüber angestellt, daß die Zett der«olksaufstände und Straßenschlachten wohl auf immer vorbei gegangen sei. Di« Verbesserungen des Schieß- wesens und der Kanonen gestatteten die Eröffnung eine? so mörderischen Hagels von Geschossen auf die aufständischen, schlecht geführten und noch schlechter bewaffneten Volishaufen; die stehenden Heere und(wo eS keme gibt) die Milizen seien so sehr und würden immer besser auf de« Straßen kämpf eingeübt z die Telegraphen in den Händen der herrschenden Ge- walten seien so sehr dem Volk« unzugänglich; die Arsenal« und(wo es deren gibt) die Kasernen seien so fest gebaut und rohen Empörern un- angreifbar; ja selbst das Dynamit, wovon sich die Fenier und die Anar- chisten so viel überlegene Kampfesmittel verspr achen, würden den Volks- Massen immer schwerer zugänzlich gemacht, daß es zu Straßenkcimpfen von Bedeutung nie mehr kommen könne, zumal man überall einsehe; daß jeder Auftuhr am leichtesten im An fange durch entschlossene Strenge unterdrückt werden müsse. Rechne man hinzu, daß das Volk zerstreut wohne und schwer sich in größerer Zahl zusammenrotten könne, ohne daß die herrschenden Gewalten ihr« Raßreg eln treffen könnten; daß es unter den Unzufriedenen jederzett Spione oder Verräther gebe, welche von beabstchttgtem Aufruhr Anzeige machte n; daß keine Barrikaden mehr gebaut werden würden, welche heutigem schweren Geschütz widerstehen könnten; und daß selbst in Paris, dem Sch auplatz so vieler erfolgreicher Straßenschlachten, daS Urtheil der Militärs über die zukünftige Erfolg» losigkeit jedes anderen Aufstandes(ausgenommen dem der Truppen selbst) behauptet werde: so würden künftig nur Halbwahnsinnige mtt Gewalt der Waffen die Regierung zu stürzen versuchen, aber schon im Beginn erdrückt werden. Wir zweifeln nicht, daß die obigen Ansichten in vieler Hinsicht nur gar zu wohl begründet sind. Eine Regierung, welche zum entschlossenen Widerstand gegen Bolksauffiände bereit ist, hat heute unvergleichlich mehr und bessere Mittel, ste zu verhüten oder zu vereiteln Und heut- zutage wissen alle Regierungen, womit ste bedroht sind und immer mehr werden, und an ihrer Entschlossenheit, sich aufs Aeußerste zu wehren» kann man nicht wohl zweifeln. Allein, wer verbürgt ihnen, daß nicht. ihre Truppen selbst fich ge gen sie kehren werden? Wenn es all» bekannt ist, daß ihrVolk in der großenRehrzahl ihrer Aussaugung und Vergewaltigung müde ist, dann sind auch ihre Trupven nicht mehr zuverlässig. Diese bestehen ja meist aus Söhnen deS leidenden Volkes und werden durch die lange Dienstzeit und„stramme Zucht" immer mehr empört und zu Bundesgen offen ihrer Väter, Brüder und Leidensgefährten gemacht. Das Signal deS Ausstand«? wird über das ganze Land zugleich gegeben sein, wenn eine Volksvertretung in ihrer Mehrzahl wahrhaft revolutionär gesinnt ist, und wenn man sich an ihr mit Gewalt vergreift— und dahin muß es überall in nicht serner Zeit kommen. Daß die Milizen, die zum Theil sei bst zum arbeitenden Volks gehören, auf die Dauer keinen Schutz gegen Tyran nei gewähren, versteht sich von selbst. Die fleißig fortgesetzte Aufklärung der Massen einer- und die wachsende Unerttäg lichkeit der RegierungSmaß« regeln andererseits müssen es dahin treiben. — Stattstisches. Die Beamten- und Arbeiter-Armee dev deutschen Giseubahnen. Wie die kürzlich erschienene, im Reichs» eisenbahn-Ami bearbeitete„Statistik der im Betriebe befindlichen Eisen» bahnen Deutschlands über das Bettiebsjahr 1. April 1885 bis dahin 1886"(Band VI, Berlin, Mittler u. Sohn) nachweist, war für die ge». sammte Verwaltung der deutschen Eisenbahnen im Jahre 1835/86 bei. einer Bahnstrecke von 37.511,23 Kilom. ein Beamten- und Ar» beiter-Personal von 333,430 Personen erforderlich. Di«. Besoldungen und persönlichen Zulagen für deren Leistungen bezifferten sich auf 360,310,669 Mk. Auf die Betti ebsverwaltung entfielen 283,068 Beamte und Arbeiter mit 311,187,543 Mk. Besoldung und auf die Werkstättenverwaltung 50,371 Beamte und Arbeiter mtt 49,128,12(1 Mark Besoldung. Die Gesammtzahl der von de n Verwaltungen deutscher Eisen» bahnen im Jahre 1885/86 beschästtgten etatmäßigen und diätarischen Beamten betrug 134,414 mit einer Besoldungssumme von 211,003,931 Mark. Was die Arbeiter der deutschen Eisenbahnen im Jahre 1385/86, und deren Einkommen betrifft, so lassen sich auS der vorliegenden Statistik hierüber folgende Auszüge machen: Hiernach betrug die Gesammtzahl der bei den Bahn Verwaltungen im Jahre 1835/86 beschäftigten Arbeiter 199,020 gegen 124,451 im Jahre 1334/35. Die Besoldungen für die Arbeiter beliefen sich im Jahre 1885/86 auf 147,511,006 Mk. und 1834/85 auf 143,609,501 Mk. ES ist somit eine Vermehrung der Arbeiterzahl um 4574 Köpfe mit einer. Mehrbesoldung von 3,801,505 Rk. zu konstaliren. Der Lohn der Ar- betrug im Durchschnitt(!) 1885/86: 741 Mk., d. h. noch nicht 2 Rk. pro Tag! Im Durchschnitt noch nicht zwei Mark pro Tag, was mag da erst die, große Zahl derer beziehen, die unter dem Durchschnitt abgelohnt werden?! Aber frettich, was die Arbetter und unteren Beamten anbetrifft, da. nimmt es der Staat— denn die überwiegende Mehrzahl der deutschen. Eisenbahnen sind in Staatsbesitz— mit dem filzigsten Bourgeois auf.. Dafür dürfen aber auch diese 200,000 Lohnsklaven keinem tttAr« beiterverein beitreten, noch sonst in irgend einer Weise fich mucken. Bei den Wahlen hat man ei freilich nicht verhindern können» daß ein Theil. von ihnen, in gänzlicher Verkennung ihrer Pflichten als„königliche Be«. amte", sozialdemokratisch wählten, aber daS ist lediglich eine Folge der. geheimen Stimmabgabe. Ist erst dies«, die nach dem sehr morali- scheu Herrn von Pattkamer den Gipfel der Jmmoralttät bildet, endgültig auS der Reichsversaffung beseitigt, dann wird die Verstaatlichung erst ihre vollen politischen Frücht« tragen. Dann werden die mtt einer. Mark pro Tag bezahlten Proletarier so loyal und königStreu stimmen» als bezögen ste zweimal 36,000 Mark pro Jahr nebst einer splendiden. Amtswohnung und einer Extra«Miethsentschädigung von 9000 Mqrk. pro Jahr. Man ist eben nicht umsonst„löniglicher Beamter". — Eskobar. Unter dem Kollektivtitel(großgedruckt)„ Soz iq�i.-, stisches" bringt die„Leipziger Zeitung" vom 5. April d. I. drei. ausführliche Notizen: die Hauptnotiz von„Anarchisten" handelnd� die zweite von„Nihilisten", und die dritte und kleinste von einem. wirklichen Sozialisten. Die jesuitische Absicht tritt um. soz deutlicher zu Tage, als die„Leipziger Zettung", die. heiläusig au st unsere Ansrage noch nicht geantwort.e.t hat,»u den. wez, nigen Blättern gehört, die aus sozialem. GebiM und. über bi£ soziM Bewegung gut unterrichtet find. — Belgien. Ueber die Nothlage hetz flämisch««. Bauer» finden wir in einem Briefe C. de P ae�e's. am die Wiener �Gseichhett.'i' folgende interessante Schilderung: „Neulich begaben sich einige unserer Henosserz hinqu« sntz Waiis.», Land, welches nur von Ackerbauern bewohnt, ist; sie waren nicht; wenig erstaunt, als sie die Bauern dort' flämische Sozialistenlieder singen. hörten— wie z. B. den„Stemrecht-Marsch",„Het Kanaille"»c.' Sie. glaubten sich einen Moment lang"in den Voorutt von Gent versetzt.. Als sie sich dann mit den Leuten, in«in Gespräch eingelassen hatten, waren sie nicht minder erstaunt, in ihnen, durchdrungene überzeugt� Kommunisten zusehen, welche insbes anders, �anz offen die NuiionaUsirung von Grund und Boden verlangen. Sie. hahen versprochen, wieder in da«. Versammlungslokal zukommen und eine starke Gruppe von sozialistischen. Bauern zu gründen. ES wird gut sein, wenn ich Sie aufmerksam mache, daß die Bauern in Waas und im Allgemeinen in Flandern blo« kleine, Pächter, aber nicht Eigenthümer der winzigen Parzellen sind, welche sie, so mühsam bebauen. Die große Bebauung durch Lohnarbeiter ist dort. nicht bekannt, doch ebenso unbekannt ist es dort, kleine Grundstücke selbst zu besitzen, wie man das häufig in verschiedenen Thetten Frankreichs. findet. Sett den agrilolen Krisen— hauptsächlich durch den Weizen- Import auS Indien, Amerika und Australien verursacht— find diese. Bauern ganz heruntergekommen und nichtsdestoweniger gezwungen, da». Pachtgeld weiter zu zahlen.— Stuart R,ll zitirt in seinem Buche:. „Prinoiplos vi political eoonomy" das Waasland als Beispiel für die, intensive Kuttur des Bodens, wenn er sich in den Händen der Bebauet selbst befiiioet; w und alle Anderen haben stch geirrt oder wurden»um I r r t h ü m verleitet durch falsche Angaben; und Jene, die aus, Viesen Beschreibungen den Schluß gezogen hatten, als seien die flämischen Bauern der Thpu« deS ruhigen, beschaulichen Glückes, alS erfreuten sie sich einer rechtschaffenen Wohlhabenheit, diese haben sich doppelt geirrt.. Es ist traurig, eine so schön« Legende zerstören zu' müssen, doch in. Wahrheit gleicht daS LooS der flämischen Bauern dem der irischen. Der, ganz- Unterschied besteht darin, daß hier der Grund im Besitz eine», Bourgeois auS der Stadt stch befindet und in Irland ein Landlord der, Besitzer ist. Hier lümmert stch der Eigenthümer gar nicht um die Kul- tivrrung, sondern trachtet blos das höchst mögliche Pachtgeld zu erzielen.. In Wahrheit geht es den Thieren der Pächler besser als ihnen selbst;. sie nähren sich von Erdäpjeln und Buttermilch, und wie di» ttischen werden unsere Bauern vom Hungertyphus dezimirt." Korrespondenzen. A«S dem 15. sächsischen ReichStagSwahlkreise. Schon seit einigen Jahren ist im Parleiblatte kein« Korrespondenz auS dem hiesigen Kreise erschienen, und so halten wir uns für verpflichtet, doch endlich einmal wieder ein Lebenszeichen von unS zu geben. Die Wahlschurkereien drücken mir die Feder in die Hand, wie sie die Röthe des Zornes und der Scham in jedeS ehrlich« Männerherz getrieben haben. Der„Plebiszit- Held" von 1870 ist übertroffen, vollständig ins Dunkle gestellt von den Helden unsere! 21. Februar auch die verdammenswertheste That findet Nachfolger, Nachäffer der schlimmsten Sorte. Wehe Deutschland, wenn unsre Wahlen, der Abstimmung vom April 1870 in Frankreich ähnlich, wo Napoleon der Kleine, auf die Frage:„Wollt Ihr das Kaiserreich? Ja oder Nein!" ein glänzendes Vertrauensvotum sich durch List und Gewalt erschwindelte, von denselben Folgen wie diese begleitet sein sollten l Da» Kaiserreich ist der Friede, verkündete Napoleon glück- strahlend über seine Erfolge, und die Reptilienpresse von ganz Europa flötete es in allen Tonarten wieder. Drei Monate später forderten die Kanonen ihr„Futter". Und die Ströme Blutes schwemmten auch Napoleon hinweg. Aber er ist wieder auferstanden, der böse Genius der vver und KOer Jahre; seine„Regierungskunst" feiert jetzt Triumphs auf deutschem Boden. Es waren„brave deutsche Patrioten", die wie eine Meute los- gekoppelter Jagdhunde auf Alle stürzten, die inmitten der allgemeinen Sittenverderbniß sich noch Männerwürde und Ueberzeugungstreu« be- wahrt haben, um sich dem Schlammstrom entgegenzustemmen, dessen Pesthauch jeden idealen Zug im Volke zu vergiften droht. Wir kämpfen für unser Recht und tragen Stimmzettel aus für Männer, die unser« Forderungen in der höchsten Körperschaft des Reiches gellend machen sollen. Da kommen ste, diese Büttel, diese einfältigen Nachtwächter, in- spirirt von oben, von dem Herrn Amlshauptmann und Herrn Amts- richte?:c., stecken ihre Rase in unsere Flugblätter, in die Geistespro- dukte unserer befähigtsten Genossen, und erklären, bevor sie nur einen Satz richtig gelesen haben, geschweige denn verstanden, mit Hochwohlweiser Miene:„Das konfiszire ich AlleS, und Du, Bursche, marsch, ins Ge- fängniß! Aber halt, gib Deine Legitimation erst Herl" Was kratzt sich da der gestrenge Herr Zensor, Kreishauptmann, Gensdarni und Wahl- treiber in einer Person hinter den Ohren, was flimmert ihm da vor den Bugen, das ist ja ein Kamerad, den er gesackt hat, ein„braver" Landwehrmat-n ist es, der mit Liebknecht- Stimmzetteln herumläuft. „Schämen Sie sich nicht als Soldat?" fährt er ihn an. O nein, der hat alle Scham verloren, der hat nur Hunger von dem Gejagtwerden bekommen. Aber transportirt wird er von dem Nachtwächter, drei Stun- den weit inS Amtsgericht Augustusburg, wo er dem Amtsrichter und Wahlagitator Böhme vorgeführt wird.„Schämen Sie sich nicht?" fährt der den armen Schächer ebenfalls an, und konfiszirt ihm Flugblätter und Stimmzettel. Dann wird er in die„Heimath" verwiesen; auf der Bahnstation trifft er noch mehr, Verschickte". Währenddem unsere Genossen auf solche Weise chitanrn gnd:?mpfunfähig gemacht werden, arbeiten die Kartellbrüder mit Hochdruck; w!« tollgewordene Affen fallen ste über unsere Stimmzettel her, zerreißen vor den Augen des Armen und Elenden die letzte Hoffnung, seinen Klagen und Leiden beredten Auedruck an der Wahlurne zu geben; denn wer arm ist, ist ver- dächtig, und wird wie ein Verbrecher, nicht selten per Wagen, zur Wahlurne geschleppt; der Sieg muß„glänzend" werden, das ist die Parole. Und tapfere Leute waren beim Wahlkomite, so z. B. der Landwehrhauptmann Hoffmann in Mittweida, Amts- richter und dadurch auch Verhörrichter unserer Genossen nach einer— leider erfolglosen— Haussuchung am 19. Februar, ferner Stimmzettelausträger, sowie Mitglied des Nebenbureaus und der„fliegenden Kolonne" am. Wahltag. Und wie wurde da gearbeitet! Selbst kranke Almosengenössige mußten ohne Gnade mit für den„Frieden" stimmen. In Mittweida war freilich aller Liebe Müh' umsonst, der„unpatrio- tische Vaterlandsfeind" Liebknecht trug in der Geburtsstadt seines Gegners, des Advokaten Schneider, doch den Sieg davon. Wir brach- tm es dort auf 981 Stimmen, Schneider auf 934.„Ist das derselbe Schneider," wurde einer unserer Genossen auf einem Dorfe gefragt, „welcher in der Gegend von Hertha und Waldheim so viel Bauern „gelegt" hat?" Allerdings, wir haben nur einen Schneider hier, der das so gut kann, die Regierung hat ihm in Anerkennung seiner Ver- diensie den Titel„Justizrath" beigelegt, im Volksmund heißt er„Hals- abschneider". Und doch wurde er mit 15,600 Stimmen Majorität gewählt, währenddem wir nur zirka 850 Stimmen mehr wie 1884 mach- ten, nämlich 7800 Stimmen; das Land stimmte überwiegend für ihn. Wie läßt sich daS erklären? Ganz einfach! Man merke sich das Verslein:„Rur die allergrößten Kälber— wählen ihre Metzger selber." Wo der gute Wille nicht recht bemerkbar wurde, hals man eben mit Püffen nach. Jedoch Metzger gelten immer noch als muthige Männer, aber„unser" Schneider, das ist einer von denen, die jedenfalls vor Schreck— fall. n, denn er hat es nicht gewagt, Liebknecht Mann gegen Mann gegenubei.ntreten. Nur Ordnungsmänner hatten Zutritt zu seinen „geistreichen" MobilisirungSreden, welche die Amtsblätter schon einige Wochen vorher gebracht hatten. Auch thaten seine Freunde alle«, damit daS sozialistische„Gift" ja nicht zu tief in das Volk eindringen konnte. Wir haben ungefähr während der ganzen Wahlperiode nur Iv Versamm- lungen in 8 Orten von zirka 130, welche zu unserm Kreis gehören, ab- hallen können, währenddem Amtsrichter und Psarrer jedes Dörfchen mehreremale in die Kur nahmen. Und was für Kuren wurden da an- gewendet. Wahre Pferdekuren, um die Verdummung vollständig zu bewirken. Nun, alle„Kunst", und auch diese„Wahl-Kunst" wird noch ihr Ende finden. Wir werden aus dieser Niederlage Lehren für die Zukunft ziehen und die Genoffen werden sich wieder fester zusammenschließen und hoffent- lich von jetzt ab noch beffer auf dem Posten sein als bisher. Je schwieriger uns der Sieg gemacht wird, um so hartnäckiger müffen wir ihn uns zu erringen suchen. Unsere beste Bundesgenoflin, die soziale Roth, machen unsere Gegner nicht todt, sondern sie wächst, Dank ihrer erbärmlichen Gesetzgeberei, die ihre gleißnerischen Worte stets Lügen strast, ihnen über den Kopf, und an ihrem Appell an die Vaterlandsliebe, den sie jedesmal loslassen, wenn sie das Volk zu verleiten suchen, seine theuersten Rechte zu opsern, wird sich die alte Warnung bewähren: Dann rufen sie den Geist an in der Roth, Und wundern sich, wenn er sich weigert zu erscheinen l Kartätschenprinz. Gachfeu-Altenbnrg» 5. April. Es find hier 4 2 00 Stimmen ,ur R-ichstagSwahl für unseren Kandidaten abgegeben worden, illso über 100 Prozent Zuwachs. Dafür haben wir nun aber auch mehrer-Gemaßregelte und Arbeitslose und sogar einen Ausgewiesen en(Oesterreicher) zu unterstützen. Diesmal haben die Gegner daS richtige Register gezogen, um ihre Partie mit der Zeit desto gründlicher zu verspielen. Beim diesmaligen Wahlskat find wir gehörig„aus dem Schneider.» L i e b l- b. Schwäbisch-Hall. Auch wir können mit dem Ergebniß der dies- malten Reich-tagswahl zufrieden sein, indem wir auf Bebel 484 Stimmen vereinigten, nebst einer verhältnißmäßig großen Anzahl für ungültig erklärter Bebel'scher Stimmen(in einem Wahllokal allein 25). Ferner wurden für Genosse Schwend sen. in Gailenkirchen, O.-A. Hall, 28 Stimmen abgegeben, so daß die für unsere Partei abgegebene Stim- menzahl 512 beträgt gegen 84 Stimmen vor zwei Jahren, und haben wir hiemit die höchste Stimmenzahl, die wir je erreichten (274 im Jahr 1878 für V a hlt ei ch), nahezu verdoppelt. Im Anschluß hieran, d. h.«rst nach derWahl, folgten Haussuchungen, Beschlagnahme einzelner Schriften, sowie Vernetz- mung einer großen Anzahl Arbeiter, Festnahme des Genossen K r ö n e r, welcher jedoch nach einer Stund« wieder entlassen wurde. Und das alle? wegen Verbreitung eines ganz unschuldigen Wahlflugblattes, von dessen Verbot hier niemand eine Ahnung hatte, da es im hiesigen Amtsblatte nicht bekannt gemacht wurde. Schiußresultat: Kröner wurde zu 40 Mark und in die Kosten, drei «eitere Genossen zu je 20 Mark verurtheilt l «m 19. Mär, starb nach längerem Krankenlager ander Schwind» sucht unser Genosse Oicar Schi Ibach, Cigarrenarbeiter. Sein Andenken wird stets in Ehren gehalten werden. «ltenburg i. S., 28. März 1887. Die Parteigenosse». Sprechsaal. Geehrte Redaktion! I« Nr. 18 de?„Sozialdemokrat" lese ich eine Berichtigung au» Raumburg-Zeitz, worin es von der Person deS Genossen Kühn heißt, er sei freisinnig. Diese Behauptung ist grundfalsch. Kühn ist min- destenS ebensoguter Parteigenosse als der berichtigende Genosse auS Zeitz oder Umgegend. Die obige Lesart wurde von einem hiesigen Genossen, der während der vorigen Reichstazsperiode eine Vertrauensstellung bekleidete, im Wahlkreise Naumburg-Zeitz verbreitet, um die Kandidatur Kühn'S, der bereit» von Raumburger Genossen nominirt war, zu hintertreiben, waS ihm, da Kühn ei verabscheute, den Gegnern daS Schauspiel eines per- fönlichen Zankes im Parteileben zu geben, und seine Kandidatur freiwillig zurückzog, vollkommen gelang. DieS zur Steuer der Wahrheit, wofür ich eventuell den Beweis an- treten werde. Von dem Naumburg-Zeitzer Genossen erwarte ich aber, daß er die durch nichts zu begründende oder zu rechtfertigende Verdäch- tigung eines wackeren, bewährten, treuen Parteigenossen öffentlich auch wieder zurückzieht. Gera, 5. April. Wilh. Fink. Warnung. Wir warnen vor einem Cigarretttenmacher Edelmann, angeblich aus Warschau, der im September 86 von London nach V e r v i e r S kam und von der russischen, französischen und deutschen Polizei verfolgt sein will. In Berlin will derselbe öfters„zum Verhör" bei von Hülsen gewesen sein. Er war in der Schweiz und London, das er Apnl 1886 verließ. In Hamburg ist er wegen Diebstahls mit Gesängniß bestraft und in England betrog er verschiedene Arbeiter. Er ist als arbeitsscheu und Bauerfängern daselbst flüchtig gegangen und n i e- mal» Parteigenosse gewesen. In Verviers spielt er den Geheimnißvollen und erzählt viel von Most, um sich Vertrauen zu er- werben. Wahrscheinlich dient er daselbst der internationalen Polizei. Hüte man sich vor ihm und gebe uns, wo er auftaucht, von seinem Treiben Nachricht. Letzte Nachricht. (Nach Schluß der Redaktion eingetroffen.) Aus Odra« in österreichisch Schlesien geht uns bei Redak- tionsichluß ein Aufruf der dori gegen eine Lohnreduktion von 20 Prozent in Streik befindlichen Arbeiter der Seiden- waarenfabrtl Franz Smolka zu, mit der Bitte, zu Unter- stützungen der Streikenden aufzufordern. Auch der kleinste Beilrag werde dankbar angenommen. Wir kommen dieser Bitte hiermit nach und ersuchen, etwaige Sendungen an Johann Sturm, Gast- wirth, Franz Langer, Seidenarbeiter, oder August Malcher, S-idenarbeiter, in O d r a u, österreichisch Schlesien, zu richten. Alle Arbeiterblätter sind gebeten, von dem Streik Notiz zu nehmen. Redaktion des„Sozialdemokrat". Der Streik der Weber t» Crimmitzschau droht größere Dimensionen anzunehmen, weil die Fabrikanten von der alten betrügerischen Abrechnungsweise nicht abgehen wollen. Es wird daher dringend um Fernhalten von Zuzug und Sendung von Unterstützunge« gebeten. Letztere sind an R. Stetnmann, Bayerstraße 808, Crimmitschau, zu senden. Alle Arbeiterblätter, insbesondere auch die ausländischen, sind gebeten, hiervon Notiz zu nehmen. Briefkasten der Redaktion: Einsendungen»c. sind eingetroffen aus Berlin, Kiel, Kopenhagen, Löbau, Odrau, Stuttgart, Thal- weil. der Expedition:(Fortsetzung der Eingänge in Bfk. Nr. 15 ab 30/3) L. R. U.: Mk. 5 40 Ab. 2. Qu. u. Bldr. erh. Sdg. abg.— Soz.' Club Slavia O'straß: Fr. 2— Ab. 2. Qu. erh.— Mönus: Mk. 80— ä Cto Ab.»c. erh. Bstllg. notirt. Weiteres bfl.— Mercurius: Mk. 3— Ab. 2. Qu. erh. Rechnen auf Worthalten. — Paris, vom„Socio liste", Organ der Arbeiterpartei(Pariser Ver- .-r.«mi__ i. Rate zum deutschen Wahlfond mit Gruß einigungen): Fr. 350— 1. Rat- zum deutschen Wahlfond u. Sympath.- Ertlärung dkd. erh.- Vankol Sotoebondo- Fr 25- pr. llsds. dkd.�erh.� Gruße�bestenS erwidert.— �Dr. W. SB. Richmond Ft. 20— ä Cto Ab. pr. B. erb.— Rothe Warne•----- ««Uete Mitthlg. dkd. erh.— Der Bekannte:«k. LS— erh u biernon pr. Ab. 1. w. 2. Qu. u. Schft.(Mk. 24 80) u.Mk.— 20 pr. UfdS. dkd. verw. Weiteres in Bsk. 41,86 bereits quittirt. Beleg bfl.— Bukarest: Fr. 108 90 Ab. 1. Qu., Schft. u. i Cto(1 16) erh. Fr. lö— P�Beitr. 1. Qu. u. Fr. 5— pr. Ufds. dkd. verw. Weiteres besorgt, u. bfl.— Igt. Zch.: Fr. 2— Ab. 2. Qu. erh.— Liöge: Fr. 18 50 Ab. 2. Qu. ,!ar.-lly.: AT.--—»o. iu.u. erg.— gc. ioou no.». u,u. nh. Fr. 3- d. Mds. dkd. zugew-- C. Msr. Mrslle.: Fr. 2 50 Ab. 2 Qu. erb.— H. Gwld. Montreux: Fr. 2— Ab. 2. Qu. erh.— Möro«: ___. 7 � MX....\ �._c oocr orn-is___ S a. a. /«l# u. erg. vy iv i u•. o»*— ivsvsvv» Mk. 44— pr. Ab. 2. Qu. u. ä Cto erh. Bfl. Weiteres.— H. H. Gdf.: Mk. 3— Ab. 2. Qu. erh.— G.«. Verviers: Fr. 2 50 Ab. 2. Qu. erh. — 91.0.: Mk. 3— Ab. 2. Qu. erh. B. besorgt.— Pan: Mk. 4 80 Ab. 2. Qu. erh. Weiteres unthunl.— Th- Sp. Schfh.: Fr. 2— Ab. 2. Q. erh.— L. v. L. Sild.: Mk. 4 40 Ab. 2. Qu. pr. Z. erh.— Johann Schwarz: Mk. 4 4» Ab. 2. Qu. erh.„Trauerspiel vorher unter- blieben.— YZX.:«dr. geordn. Bstllg. folgt. Ggrchg. gutg.«f. folgt. — Heinrich: Ai chiosache u. P.-K. dkd. erh. Adr. notirt. Im Uebrigen Alles unterwegs.— Brennu»: Auftrag v. 4. d. besorgt. Mk. 2b— belastet.— Cötn a. Rh.: Mk. 10— gesammelt in einer Lotteriegesellsch. durch Schn. am 4/2 pr. Usvs dkd. erh. Nochmals quittirt, da nur»n emem Theile von Nr. 7.— Lionel: Mk- 300— ä Cto Ab.»«. pr.» Febr. 21 gutgebr. Weiteres lt. Bf. v. 30/3. notirt.— E. Condor: Rk. 9— Ab. 2. Qu. erh.— Spr. A. Bu.: Mk. 4 40 Ab. 2. Qu. erh.— Dreibein: Ml. 8— Ab. 3. Qu. erh.— Rother unter Rappen: Mk. 3— Ab. 2. Qu. erh. Hoffentl. bald mehr.— Pan: Mk. 8— Ab. Gg. M. pr. Math, zu verrechnen.— Kst. Biel: Fr. 2— Ab. 2. Qu. erh. I. Blli. Httq.: Fr. 9 05 f. Schstvkf. ,. Mrzf. erh.— Dr. B. M. W.: öwfl. 6— Ab. 1. u. 2. Qu. u. Schst. erh.— G. H. M.: Mk. 5— Ab. 2. Qu. u. Schft. erh.— Moritz©.: Rk. 16— Ab. 1. Qu. u. Schft. erh. Bfl. Weiteres. D.-Adr. gut.— Dr. H. H. R.-B.: Fr. 5 50 Ab. 2. Qu. erh.— M. P. Rabg.: Mk. 42 91 Ab. 1. Qu. rc. erh.— R. S. Rouanne: Fr. 3 75 Ad. ab 1,3—80.6. u. R. T. erh. Sdg. am v/4. fort.— Jugendl.: Mk. 1 60 Ab. 2. Qu. rc. erh. Bfl. mehr.— A. Bglr. Horgen: Fr. 3— Ab. 1. u. 2. Qu. pr. F. erh.— L. L. N-K. B.: Mk. 6— ä Cto Ab. 2. Qu. rc. gutgebr.— O. Lang, Schaffh.: Fr. 20— f.d. FamMen der Ausgewlefenen dkd. erh.— L. E. Rdh.: Rk. 87? f. Schft. erh.— M. L. Lp.: Mk. 4 40 Ab. 2. Qu. u. 80 Pf. pr.»fd. dkd. erh. Portoerfparniß bei ganzjähriger Borauszhl. Mk. 1 20. — Gracchus F.: Mk. 150— pr. baar u. Mk. 90 65 lt. Borfchr. gut« gebr.— Nr. 681 U. a. D.: Mk. 4 40 Ab. 2. Qu. erh.— Kd. Dd.: Mk. 7 80 Ab. 2. Qu.«. u. R. erh.— A. Hör. Die.: Fr. 5— Ab. 2. u. 3. Qu. erh.— Katzbursch: Rk. 7 80 f. Schst. rc. erh. Warum ohne Referenzbeigabe? Dadurch Verzögerung.— W. Ebhdt. Eharleston: Fr. 15 18 ä Cto. Ab. 2. Qu. rc. erh.— F. Dhme. Cernier: Fr. 2— Abi 2. Qu. erh.— H. O. Pari«: Fr. 7 50 Ab. 2. Qu. erh.— Dr. Clemm: Mk. 4 40 Ab. 2. Qu. erh. Werteres unbedingt unthunl. Adr. notirt.— Schkr. RLbch.: Fr. 2— Ab. 2. Qu. erh. Adr. geordnet.— R. K. N.& v.: Mk. 9— Ab. 2. Qu. erh. Adr. notirt. Ohne Versuch keme Lesse« rung.— F. Ky. Altsttt.: Fr. 2— Ab. 2. Qu. erh.— Rothe Schwefel« bände: Mk. 10— i Cto Ab. 1. Qu. rc. pr. P. erh. Adr. notirt.— L. W. Gpg.: Mk. 2— stehen gleichfalls zur Verfügung, dafern nicht ander» bestrmmt wird.— W. Wgr. Luzern: Fr. 2— Ab. 2. Qu. erh. verde! »ofibi rm» NNgeg r>« «fr. 2,- Sit. 3, »- 1.7 '«fr.«,) «e We 5*- 8—«. d-„Arbst." abgelft. Bitten künstig, an bekannte Ädr. einzu« {«tsXovt X/x____ orrua__•> w. n____...-_ö——----- ,.D, tu 151*» senden, da sehr weitläufig.—-atore: Mk. 20— Ab. 2. Qu. rc. erh. »eil. besorgt. Aufhebung d. DetailkramS wäre nicht zu früh.— Leo« pold: Rk. 10— Ab. 2. Qu. rc. erh. Weiteres nach Wunsch.— Dtsch. Ver. Rorschach: Fr. 5— pr. Ufd. dkd. erh.— D. Sanften R.: Fr. 8— Ab. 2. Qu. erh.— A. H. Rustschk.: Fr. 2 50 Ab. 2. Qu. u. Fr. 1 50 per Ufd. dkd. erh.— Schwarzer Taugenichts: Mk. 80— ä Cto Ad. u. Schft. erh. Bstllg. u. Adr. notirt.— Rothe Wanze: Mk. 1— pr. April erh. Früheres auch lt. Qttg. i. 15. Derartiges müssen Sie selbst besorgen.— Kyfihäuser: Mk. 12 35 Ab. 2. Qu. rc. erh. Bstllg. folgt. Bfl. mehr.— L. H. Fthl.: Mk. 6— Ab. 2. u. 3. Qu. erh.— L. Pf. Gbf.: Rk. 8- Ab. 2. Qu. erh.- H. S. Olbn.: Mk. 3- Ab. 2. Qu. K. erh.- C. N. Gr. Gl.: Mk. 2 30 pr. Ab. April, Mai«. Refl erh. Bfl. mehr.— B. R. Lm.: Mk. 8— Ab. 2. Qu. erh. (Fortsetzung der Eingänge ab S/4, folgt in nächster Nummer.) Pa Anzeigen. Vi Durch Unterzeichnete ist zu beziehen: Prehstimmen über daS Freiberger Urthell w ider die Angeklagten Auer, Bebel, Dietz, Frohmch Heinz« l, Müller, Ulrich, Biereck und Voll mar. Preis: 50 Pf.(75 Et».) Porto extra. TolksbnchhandlaiiK Hottinsen. von hätte Gsen von i Nur bilde der( Mittt Abonnements auf den„Sozialdemokrat" 5g werden ausser beim Verlag und dessen bekannten Agenten_ w JJeifi wohl anf einzelne Monate als ganze Quartale— jederzeit entgegen-(X" genommen bei folgenden Filialen und Verkaufsstellen; lten Nli Zürich Tolksbashhandinng, Casinostrasse 8, Hottineen, und oll' n Deatschen Yereln.§jifo| Winterthar Deutscher Arbeiterverein, Haldenstrasee 1026. �nti Aaran E. Bennert, Vordere Vorstadt 668. nnen Basel Deutscher Verein, Schwanongasse 4 und Deutsche Solle- der<£ listen, Barfüsslerplatz 2. Bern Deutscher Verein. Biel E. Poppitz, Dentscher Verein. Char F. Pflasm, Baohdrnokerei Manatschal 4 Ebner. Frauenfeld Dentscher Verein. J-it.(Hallen J. Zach, Handlung, BrOhlgasaa 33. Genf Deutscher Verein. nicht Opfer Es daß s Recht, l-ansanne Allgem. Arbeiter- Verein,„Cafd National*, raf St. Laurent I. Stock. Ttaal Lnzern C. Barth, hei Wirth, M.-Tailleur, Züricherstraaeo.®tQft Neuenbürg; Dentscher Arbeiterblldungsverein. Überal Bchaffhausen Allgem. Arbeiterverein, zum„Schiff*. der