erb. 4 40 Uch! muß Qu. iwfi. am -reS. sl! 3— flirt nze: >. 3. >.H. i. u. >uS: cbht. ipfet »an» A 710 noch 5&; Hb. «h. 2- tetel B vc d. Abottuements jBlKn bei allen schweizerischen Masidureaux. sawie beim Verlag «b besten b-iannten vgeeiien oXgkgengenan-.lnen. und zwar zum »««au», ahlbar«« vierteljahrlpreig»an: für dieEchveiz lAreuziaNd) M. Z,— str D-uischlanb(S«u»«ri) st. 1,1« str Oesterreichwd folgende: ,.»Strafbar unter dem Gesetz ist: wer an einer Kriminal'Ber- lywörung theilnimmt, um irgend Jemand zu z w i n g e n, seinen Wichen B-rpflichtunz-n nicht nachzukommen; oder irgend welches Land it �»etmiechen, miethen, zu benutzen oder zu bewohnen, oder für gend Jemand nicht zu arbeiten, oder ihn nicht in Dienst zu nehmen, Geschäfte mit ihm zu treiben; wer Jemand zwingt, der Aus- �ung des Gesetzes hinderlich zu sein, wer ohne gesetzliche Autorität « w alt oder Einschüchterung gebraucht, um Jemand zu �-agen, etwas zu thun, was nicht zu thun er ein gesetzliches °cht hat, oder umgekehrt etwas nicht zu thun, das ihm gesetzmäßig pteht; mer an einem Aufruhr, einer ungesetzlichen Ver- 1 3 M m l u n g theilnimmt; wer innerhalb von zwölf Mona- e» nach Vollstreckung eines EnteignungsbefehlS von Haus oder Land Besitz hat oder den ausübenden Beamten ungesetz- � a de at>t s a i�e n Widerstand leistet, velsällt w suminatisch�. Gsrichtsver; ihren. »Angeklagten steht da» Recht einer Lpezial-Jury und Verlegung deS ?°i«sses nach einem andern Distrikt zu. Das Gleiche kann der General- "nwalt veranlassen. . jP« Lord-Statthalter kann unter Leirath des lenglischen)«abinets btüer � lur irgend einen Theil Irlands, wo es nöthig sein mag, W». m®ie Proklamation bleibt in Kraft, bis bei der Königin oder ?s Parlamente um Aufhebung nachgesucht worden ist. » �nn der Lord-Statthalter die Ueberzeugung gewinnt, daß irgend-ine .'�bindung sich gebildet hat zur Begehung von oder zur Aufreizung il"}«-rbrech-n. zu Gewaithätigkeit oder Einschüchterung, oder zur Ver- Gerung der Ausübung des Gesetzes, oder zur Störung der Ruhe und »�"ung, so kann er diese als g e f S h r l i ch p r o k l a m i r e n; und -J/°a,}n rwer solchen Gesellschaft angehört, deren Versammlungen ein- kl r-I1•en beiwohnt oder in irgend einer Weise den Zwecken der- Men förderlich»st macht sich eines Vergehens schuldig und verfällt «ein summarischen Gerichtsverfahren.» � v P'°'lamation ist dem Parlament vorzulegen und an ««ies auch etwaige Apellation zu richten. 5 a »er unter dem neuen Gesetz schuldig befunden wird, verfällt einer «efangnißstrafe von sechs Monaten, ohne harte Ar- V««in Liqueurverkäufer, so kommt der Etrafverme»? in das �«'Protokoll. Die Zwangsvorladung von Zeugen geschieht wie unter »Iii gewöhnlichem Gesetz. Jede Proklamation oder Spezial Proklamation H».«* lliilerschrift des LordstatthalterS oder seines Chef-Sekretärs muß »»„. Dublin-Gazette veröffentlicht werden und gilt diese Veröffentlich �6«I» Beweis der Proklamation. �'««nand kann wegen desselben Vergehens zwei- �»I. bestraft werden. ».�«-uigungen, welch« nach dem Gesetz betreffs der Gewerks- z,""ssenschaften von 1871-76 oder dem Gesetz zum Schutz ''„ ii? 4.�«rschwörungen von 1875 gesetzlich find,«erden von diesem Gesetz Jl Ä«n~l0fien-" „ Haussuchungen nach Waffen oder der» '»wenn■ �uttstnden und weiter darf der Generalanwalt für Irland, ß«h»»'?«inem der proklamirten Distrikte ein Ber» 'Sangen w o r d e n i st, darüber eine Untersuchung anstellen, Z,.o6 J«mung, doch ist ihnen dabei die K'.ag�sache, in welcher fie vorge- »tt-" wurden, abschriftlich beizulegen. Die Vernehmung kann durch«ine * Wsige Magistratsperson geschehen." aC ,bfm Verhör Minderjähriger dürfen Eltern oder Vormunder zu» ie �ukbestimmunzen der wahrhaft„gesetzgeberischen Arbeit"— zesik wiche Biedermann Bennigsen das deutsche Zwang«- nannte— nach denen das Schicksal jeder Versammlung r. ib**«ti srof r. in das Belieben jedes Strebers von Polizisten gelegt ist. Hier muß vorher, von einer bestimmten Zentralstelle aus, genau bezeichnet werden, die die und die Verbindung ist„gefährlich" und daher strafbar. Jedermann weiß wenigstens, woran er ist. Und dann sind es immer nur bestimmte Verbind un- gen, welche das Gesetz trifft: an dem Versammlung«- recht, an der Verbreitung des gedruckten Wortes wird nicht gerüttelt. Und dazu die ausdrückliche Sicher- stellung der GewerkSgenossenschaften— wahrlich, die deutschen Arbeiter, die das lesen, werden die Jrländer zu— beneiden anfangen I Es ist der auf die Mürbemachnng berechnete Guerillakrieg gegen die Landlords, der den Jrländern unmöglich gemacht werden soll: insbesondere der Boykott, der Widerstand gegen die Ausführung der Austreibungen, die geheime Vehme der Mondscheinritter:c. Nun, alles das ist in Deutschland schon auf Grund der gewöhnlichen Straf- und Gewerbegesetze verboten, und wo diese nicht ausreichen, hat die Polizei fast überall das schöne Recht, auf bloßem„Berordnungs"wege einzuschreiten, dazu braucht es nicht einmal eines speziellen Gesetzes. Selbst wenn das Aus- nahmegesetz heute aufgehoben würde, so würden die deut- scheu Arbeiter darum noch keineswegs freier sein als die Jr- ländcr unter dem Zwangsgesetz. Das beschönigt nicht dieses, aber es charakterisirt die nieder- trächtigen Zustände in Preußen-Deutschland. Keine Regierung in England, selbst die torystischste nicht, würde es wagen, einen Arbeiterverein wegen Betheiligung an einer Petitions- bewegung zu Gunsten von Arbeiterschutzgesetzen für„sozialdemokratisch" zu erklären und aufzulösen, und kein Richter würde sich finden, solch' infamem Mißbrauch einer an sich schon ungeheuerlichen Polizeivollmacht durch Ver- urtheilung des betreffenden Bereinsvorstandes noch juristische Sanktion zu verleihen, wie dies in Preußen-Deutschland zu den alltäglichen Dingen gehört, und erst neuerdings wieder in Altona gegenüber dem Vorsitzenden des dortigen Tischler- FachvcreinS geschah. Man lege dem reaktionärsten Engländer, und wenn es Lord Salisbury selber wäre, das neulich von der sozialdemokrati- schen Fraktion des deutschen Reichstages erlassene Manifest vor, und frage ihn, ob er in demselben auch nur einen Passus findet, der ein Verbot rechtfertigte, und er wird antworten: „Aber da sind ja überall nur Ansichten und Urtheile entwickelt, von einer Aufforderung zu Ungesetzlichkeiten oder gar Gewaltthätigkeiten kein Wort! Wer wird Ansichten und Urtheile verbieten wollen?" Jndeß, das Manifest geht immerhin von einer politisch oppositionellen Partei aus, die der Staatsregierung feindlich gegenübersteht, wir wollen also selbst dieses Verbot noch gelten lassen. WaS soll man aber dazu sagen, wenn, wie in diesen Tagen, die Regiernng zu Schleswig das Flugblatt des durchaus gesetzlichen„Allgemeinen deutschen Schiffsbauvereins" an die deutschen Werft-Ar- beiter, blas weil es diese zu einer Organisation behufs Erringung besserer Löhne auffordert, auf Grund des Aus- nahmegesetzeS verbietet?! Solche freche Fauftschläge haben selbst die Bersailler Kraut- junker unmittelbar nach Niederwerfung der Kommune den französischen Arbeitern nicht zu bieten gewagt. Und da hat ein Miguel noch die Stirne, in seiner Festrede auf dem Schützenbankett in Frankfurt am Main— man denke in der Stadt, wo der kleine Belagerungszustand die Mehrheit der Bevötterung ächtet!— bombastisch zu prahlen: Wir Alle haben unser Aller Ziel glücklich erreicht; Alle freuen sich dessen, alle Länder, Stämme und Gauen, alle Stände und Klassen, alle Parteien emfinden die Seg- nungen desReiches undwerden sichdessen immer bewußt werden!"(Siehe„Frankfurter Zeitung" vom 4 Juli, Morgenblatt). Daß sich unter den vielen Tausenden deutscher Schützenbrüder, die so viel von Mannhaftigkeit schwatzten, auch nicht ein einziger Mann fand, der dem sal- bungsvollen Ex-Gründer im Namen der Hunderttausende im Reiche Geächteter und Geknechteter, der Tausende in's Exil Gejagter zurief: Du lügst, Schurke! Oder wenigstens das einzige Wort: Belagerungszustand! Aber nein, Demokraten und Konservative, Freisinnige und Ultramontane— wie sie sich auch zu Hause nennen mögen,— die biederen Schützenbrüder klatschten dem Oberbürgermeister und Ministerkandidaten wie rasend Beifall und stimmten wein- und bierbe— seligt ein in das Hoch auf den alten Wilhelm, der in seiner neunzigjährigen Impotenz allerdings der würdige Repräsentant dieses Kastratengeschlechts ist. Und bilden etwa die unter das Ausnahmegesetz Gestellten eine so winzige Minorität des deutschen Volkes, daß es gar nicht der Mühe lohnte, sie in Betracht zu ziehen? Ist das Irland in Deutschland etwa an Zahl seiner Angehöriger ge- ringer als da« Irland, über dessen Laos die deutschen Castle- reagh heuchlerische Krokodilsthränen weinen? Sehen wir zu. Wir wollen nun gar nicht davon reden, daß da« Schandgesetz in seinen Wirkungen die Gesammtarbeiterschaft Deutschlands trifft, wir wollen nur die Partei und ihre Nim Hänger in Betracht ziehen, gegen die es direkt gerichtet ist.' Am 21. Februar 1887 gab es im deutschen Reiche bei eitter Gesammtbevölkerung von ca. 47,500,000 Einwohnern(am 1. Dezember 1885 46,855,704) 9,769,802 eingeschriebene Wähler, von denen 7,540,938 ihr Wahlrecht ausübten. Da» Berhältniß jedes eingeschriebenen Wählers zur Gesammtbevöl- kernng stellt sich somit wie 1: 4,8, jedes am Wahlakt Theil- nehmenden wie 1: 6,4. Die Zahl der für die Sozialdemo» kratie abgegebenen Stimmen betrug 763,128. Demnach repräsentirt die sozialdemokratische Wählerschaft, wenn wir ihre Zahl mit der eingeschriebenen Wählerzahl in Ver» gleich stellen, eine Bevölkerung von 3,668,0l4 Menschen, stellen wir aber in Bezug auf sie, wozu wir berechtigt wären, nur die Zahl der Wählenden in Rechnung, so erhalten wir eine Bevölkerung von 4, 884, VIS Menschen. Aber schon die erstere Zahl entspricht genau der Bevölkerung der drei„aufrührerischen" Provinzen Irland«. Das deutsche. Irland ist an Zahl seiner Angehörigen um nichts gerin»' g er als das de« großbrittischm Reiches! Eine Bevölkerung von gegen 4 Millionen Menschen ist far deutschen Reiche unter ein schuftiges Ausnahmegesetz gestellt/ unter ein Zwangsgesetz, gegen das das englisch-irische noch eins Strahl goldener Freiheit ist. Da« schafft erst ab. ihr deutschen Pharisäer, wenn ihr über Englands Zwingherrschaft in Jr» land Kritik üben wollt! Zur Lage in Belgien.*) (Eingesandt.) In der Nummer des„Sozialdemokrat" vom 3. Juni findet sich ein Artikel über die jüngste Streikbewegung in Belgien, wel- cher zu einem Zeitpunkt geschrieben ist. da sich deren Erfolg noch nicht genau beurtheilen ließ. Gleichwohl sprach der Verfasser mit Recht die Befürchtung aus, daß, falls nicht die Hauptstadt Brüssel mit impo» santen Massenversammlungen und Manifestationen die Bewegung unterstütze,„die Erhebung für diesmal verloren fei." Nun, seitdem hat auch der„Sozialdemokrat" bereits konstatiren können, daß die Massen- Versammlungen und Manifestationen wirklich auf sich haben warten lassen, d. h. gar nicht erfolgt sind, und daß-S mit der Erhebung„für diesmal vorbei" ist. Die Schuld an diesem Mißerfolge, der ebenso gut ein Erfolg hätte sein können, liegt aber nicht blas am Mangel an thatkräftiger Initiative der Arbeiter von Brüssel, sowie nicht minder derer von Gent und Antwerpen, sondern, was diesen Mangel zum guten Theil erst be« greiflich macht, noch weit mehr an ber politischen Unfähigkeit, dem klein» bürgerlichen Geist und dem gänzlichen Mangel an Muth— um keinen anderen Ausdruck zu gebrauchen— auf Seiten der Parteileitung, de« Generalraths". Der Verfasser des Artikels im„Sozialdemokrat" hat den Generalrath in Schutz genommen gegen den von anarchistischen Blättern sowie im Pariser„Cri du Peuple" erhobenen Vorwurf, daß er„nicht entschieden genug vorgehe, daß er die Arbeiter einschläfere, statt sie aufzurütteln, kurz, daß er schuld sei, wenn der Streik nicht schneller um sich greife." Diese Vorwürfe waren und sind aber vollkommen berechtigt. Schreiber dieser Zeilen theilt nicht entfernt die Anschauungen der Anarchisten» allein es bedarf auch der Grundlage und des AuSgangpunkteS nicht, von denen aus diese, hier übrigens nicht sehr bedeutende Gruppe die Dinge beurtheilt und handelt, um daS Verhalten der Leiter der belgischen Ar» beiterpartei auf das Schwerste zu tadeln und verwerflich zu finden. Man stelle sich doch nur vor, wie die Dinge verlaufen sind. Auf de« jüngsten Kongressen der Arbeiterpartei ist der„allgemeine Streik" offen von den Leitern dieser Partei nicht blo» besprochen, sondern als«in entscheidendes Kampfmittel angepriesen worden. Es war dies ein Segen« stand der Tagesordnung. Man ließ die universell« Arbeitseinstellung seit Jahr und Tag vor den Augen der ungeduldigen Arbeitermaffe der Provinz schillern und befestigte den Glauben an deren Macht in den Ge« müthern. Allerdings wurde bisher dieses Kampfmittel nicht beschloffen, auch auf dem Kongreß von Dampremy nicht, obgleich dort die mit Desuisseaux haltende Minorität es bereits entschieden verlangte, vielmehr wurde es reservirt bis zu gelegener Stunde. Aber die Wirkung dieser politischen Reklame steckte doch einmal in den Köpfen, und da Held Defuiffeaux von jenseits der Grenze aus sicherem Versteck dieselbe Reklame-Trommel rührte, konnte eS da ausbleiben, daß die allezeit zu energischer Erhebung bereiten ehrlichen Bergarbeiter deS Borinage und des Charleroier Beckens und mit ihnen viele Arbeiter der Retall« brauche und anderer Industriezweige die Geduld verloren und aui de« Worte der Führer, daS längst ein Schlagwort geworden, die That machten!? Was aber geschieht nun? Anfangs brechen partielle Streik» au», ziemlich planlos und ohne feste Führung; sie breiten sich rasch au» und scheinen Zusammenhang zu gewinnen. Desuisseaux hetzt von außen, der Generalrath räth ab und folgt der Bewegung nur gezwungen und wider- strebend. Im Centre scheinen einige Tage hindurch t h a t s ä ch l i ch die Anarchisten der Bewegung sich zu bemächtigen, bis einige ihrer Redner — wir führen nur den jungen, auS Paris herbeigeeilten Jahn an— verhastet worden. Nichtsdestoweniger dauert dt« Bewegung fort; fie ge« winnt daS Lütticher Gebiet, zahlreiche Etreik-Symptome zeigen sich auf anderen Punkten, selbst in Brüffel. Der Generalrath fährt fort, mit Macht entgegenzuarbeiten; er scheint bestrebt, insbesondere in Brüffel und Gent, die beginnende Bewegung im Keim zu ersticken. Die Mecha- niker in Brüffel— sie gehören keineswegs der Klein- oder Hausindustrie an, wie der Artikel„Räch der Schlacht" in Nr. 25 des„Sozialdemokrat" vorauszusetzen scheint— regen sich und sind bereit, für die inzwischen zur Kampsparole gewordenen politischen Forderungen auch ihrerseits«in» zutreten. Ein Streik entsteht, aber er dauert nur vom Morgen bis zum Nachmittag und bleibt nur partiell. Die Parteileitung überläßt die ein« *) Indem wir die nachstehende, die weiter der belgischen Arbeiter» partei aus'S Schärfste kritisirende Einsendung zum Abdruck bringen, stellen wir«S zunächst den darin Angegriffenen anheim, an dieser Stelle auf die ihnen gemachten Vorwürse zu antworten, ehe wir selbst zur Lache noch einmal das Woet ergreisen. Zu Letzterem veranlassen uns indeß nicht die persönlichen, sondern vielmehr die sehr wichiigen prin» , i p i e l l e n Fragen, um die es sich bei dieser Diskussion handelt. Die Redaktion d«S„Sozialdemokrat." {einen Sewerkschaiten sich selbst, läßt ihnen kein Zeichen der Ermuthi- i»ng zukommen, im Gegentheil entmuthigt sie, und beschränkt sich, da doch etwa« gethan werden muß, auf„Sympathiebezeuzungen" und schwächliche Demonstrationen in den Straßen, die in Brüssel allabendlich zu nutzlosen Krawallen mit der Polizei führen, in Gent aber nur dem neugegründeten katholischen„Arbeiterhaus" und der Konkurrenz, die dieses dem„Booruit" macht, gelten. Denn— das ist ja klar— die Konsum-Kooperalion muß vor Allem hochgehalten und gerettet werden! Nebenbei wird dann auch etwaS„Marseillaise" gesungen und das„all> gemeine Stimmrecht", das aber noch nicht geboren ist, leben gelassen. Die Bewegung, für die im Borinage und Centre die Bergleute die höchsten Opfer zu bringen, Alle« einzusetzen bereit sind, beginnt in ein planloses, wechselndes Auf- und Niederzucten örtlicher Streiks auszuarten, sie stirbt hin und zeigt zur Zeit, da die liberal-progressistische Versammlung um Pfingsten in Brüssel das allgemeine Stimmrecht amputirt, bereits ein hektisches Gesicht. Die Herren Progreffisten hatten ein Bewußtsein von diesem Verlöschen der Bewegung— sie haben ja zwei Wochen lang alt stumme Zeugen dem Fieberprozeß beigewohnt, und so dekretiren sie aus dem Papier daS „savoir Urs et ecrire"(da« Lesen- uud Schreiben-Können) als Borstufe des allgemeinen Stimmrechts-Jdeals, und ihr wohlbeleibter Präsident und Tonangeber Janson antwortet auf De Paepe's Borschlag, die öko- nomischen Forderungen der Arbeiterpartei dem Kongreß-Programm ein- zuverleiben, mit dem spöttischen Worte: Es besteht ja ein Parallelismus zwischen unserem Programm und dem der Arbeiterpartei. Bollkommen richtig, denn Parallelen treffen sich bekanntlich nie! Was hatte auch Herr De Paepe bei den Progreffisten zu suchen! Inzwischen haben Dutzende, ja Hunderte von Arbeitern im Centre, im Lütticher Revier und im Charleroier Bezirk ihre ehrliche Schwärmerei für den„Universal- streit" mit Haftstrafen und Entlassungen aus Gruben, Hochöfen und Fabriken büßen müssen, ganz ungerechnet die Säbelhiebe und Bajonnett- stich«, mit denen sie von Gensdarmen und Soldaten bedacht worden find. Es war die Aufgabe der Parteileitung, die belgischen Arbeiter durch den energischen Hinzutritt der Brüsseler, Genter und Antwerpener Ar- beiter gleich in den ersten Tagen des Streiks direkt zu unterstützen und unbekümmert um Desuiffeaux die Bewegung in die Hand zu nehmen. Das war gar nicht schwer. Die Bewegung wäre unwiderstehlich geworden und hätte höchst wahrscheinlich den Kongreß der Progreffisten zum Anschluß gezwungen, jedenfalls seine Leiter unmöglich gemacht, wenn sie sich, wie schon bei der großen Brüsseler Arbeiter-Manifestation vom August vorigen Jahres, scheu und feige zurückgehalten hätten. Thatsäch- sich hat in den Brüsseler Regierungskreisen im Beginn der Streikbewegung die größte Besorgniß und Unruhe geherrscht, und das schon blos um des Sennegaues willen. Einige energische Anstrengungen in Brüssel, und die egierung wäre genöthigt gewesen, daS allgemeine Stimmrecht zu oktroyiren, und das hätte vielleicht ohne Blutvergießen erreicht werden können. Aber um es zu erreichen, bedurfte es Männer und einer Kooperation ganz anderer Art, als die Konsum-Kooperation. Die poli- tischen Forderungen, zu denen sich die jüngste Streikbewegung rasch er- klärte, waren ganz konservative Forderungen, und, was man auch da- gegen einwenden möge, wir sagen denen gegenüber, welche von einer möglichen oder bereits angeregten Intervention des Auslands, des „Gendarmen im Osten", sprachen: eine solche war schon aus dem ange- führten Grunde nicht zu fürchten und wird es auch überhaupt aus zahl- reichen andern Gründen nicht sein. Ein von den herrschenden Parteien im Zensussumpf erhaltenes Belgien mit hinstechender, in Konsum-Jdeen befangener und gegängelter Arbeiterbevölkerung kann unter gewissen Umständen als„quantita nögligcable" s nicht zu beachtende Quantität) selbst von dem Wächter der Reaktion an der Spree betrachtet werden— ein sich befreiendes, den Kampf der Emanzipation des Arbeiterstandes kämpfendes n i e, vielmehr hat er da allen Grund, sich nicht die Finger und noch viel mehr zu verbrennen. Schreiber dieses stimmt vollkommen den in dem Leitartikel„Nach der Schlacht" in Nr. L5 des„Sozialdemokrat" ausgesprochenen Ansichten zu, der„allgemeine Streik" als pure Arbeitseinstellung ist eineUnmöz- lichkeit: allein so ist die Sache auch nicht von den belgischen Arbeitern verstanden worde.i. Instinktiv fühlen sie, daß dies nur«in Aushänge- schild für eine Volkserhebung fem kann. Wenn solche wirklich verfrüht wäre, wozu wirft man dann ein Schlagwort unter die Massen und bedient sich eines Vorwandes für eine Sache, die man auszuführen nicht die moralische Kraft, noch das Zeug in sich hat?! Nicht an Organisation fehlt es den Arbeitern in Belgien, obgleich noch viel in dieser Richtung geschehen kann, wohl aber an Männern, die eine große Bewegung zu leiten vermögen und entschlossen sind. Sie sind hier unsindbar in al l e n Lagern; in kleineren Kreisen fehlt es allerdings nicht an tüchtigen und ehrlichen Leuten, allein, wie so oft— Jerusalem ist nicht Galiläa. Die Konservativen spotten jetzt nach überstandener Gefahr über das „Streik-Spiel", und die belgischen Bourgeois, die Progressisten voran, bie sich bereits die Herren der Zukunft glauben, führen seit dem letzten Streik in Chatelineau, Marimont und an vielen anderen Orten der Pro- vinzen sowie in Brüssel eine Komöoie der Versöhnung zwischen Bour- geoisie und Arbeitern auf, einen chemischen Wischungsprozeß, bei dem hoffentluh die Arbeiter sich als ein verbindungsscheues Element erweisen werden. Gleichwohl haben die Progressisten die Brüsseler Parteileiter bereits durch den Beschluß, bei jeder Art von Wahlen eine Anzahl von Arbeitern auf ihre Listen aufzunehmen, anzulocken verstanden. Es hat in der Thal erst dieses Beschlusses, der übrigens noch kein definitiver ist, bedurst, den„Vooruit", im Gegensatz zu dem„Peuple"(dem Brüs- 'üer Organ der Partei) zu einem fulminanten Protest gegen dieses ge- ihrliche Zusammengehen zu veranlassen� Anseele scheint allmälig ein �icht aufzugehen über die Folgen der Jnaktivität während der Streik« bewegung. Wöge dieses Licht zu einer die ganze Partei erleuchtenden und erwärmenden und, wenn nöthig, die Bersöhnungslomödianten versengenden Flamme werde»! Sozialpolitische Rundschau. Zürich. 12. Juli 1SS7. — Liberal« Blätter frischen jetzt allerhand Erinnerungen aus früheren Reaktionsperioden auf, aus denen hervor- geht, daß so schamlose Verhöhnungen aller Rechtsbezriffe, wie die mili- tänsch-ehrengerichlliche Maßregelung des freisinnigen MajorS Hinze»c.. damals doch nicht gewagt wurden. In der sogenannten Konflikts- zeit». B. gehörten eine ganze Reihe von Berufsoffizieren außer Diensten der Opposition im preußischen Abge- ordnetenhause an, und doch ist Niemand, so heißt es alSdann, „damals auf den Gedanken verfallen, daß diese früheren Berufsoffiziere, nachdem sie längst den Abschied genommen, durch militärische Ehren- gerichte politisch gemaßregelt werden könnten— und doch hat jeder ein- zelne von ihnen in Wähler- und Wahlmänner-Versammlungen seiner oppositionellen Stellung gegen die Militär-Reorganisation Ausdruck geben müssen und auch gegeben." Ganz richtig, und das bestätigt nur, was wir schon oft hervorgehoben, daß die ganzen Verfolgungen der damaligen Zeit relativ harmlos waren im Vergleich zu dem. waS heute in dieser Beziehung geleistet wird. Einestheils ist die? dem Umstand zuzuschreiben, daß damals die Opposition fast ausschließlich eine bürgerliche war, während sie heute im Wesentlichen auf die Arbeiterklasse übergegangen ist. WaS von bürgerlichen Elementen heute noch Opposition macht, vertritt nicht mehr die Kiasse des Bürgerthum» oder— korrekter ausgedrückt— hat nicht mehr das Bürgerthum als Klasse hinter sich und wird daher ge- legentlich nolenn volons mit der Partei der grundsätzlich revolu- turnären Klaffe, der Arbeiter partei, zusammengeworfen. Aber nicht bieS allein, sondern noch eitk zweiter Umstand erklärt die„Entwickelung zum Schlimmeren". Als der preußische Militärkonflikt sich abspielte, da war kaum ein halbes Menschenalter über daS„tolle" Jahr 1 S 4 s hinweggegangen, die Erinnerung an die Revolution spuckte hüben und drüben noch in den Köpfen. Wilhelm war in der Sffent- lichen Meinung— selbst der„gebildeten"— nicht der Heldengreis, son- dern der„Kartätschenprinz", und„MajestätSbeleidigunz-n" fielen da- mal» nicht nur im engeren Kreise, sondern in Wirthschasten, auf der Eisenbahn, an allen öffentlichen Plätzen, ohne daß man sich um die Rachbarschast gekümmert hätte. Damals wäre ein Piloty thatsächlich unmöglich gewesen. Man ertrug die Monarchie, aber man betrachtete sie höchstens als nothwendiges Uebel, man lag noch nicht vor jedem GotteSznadenlümmel auf den Knieen und hatte noch andere„Joeale" als Kanonen und Torpedo». Achtundvierzig hat Bieles gesündigt, aber im Großen und Ganzen hatte es doch außerordentlich befruchtend auf die Geister gewirkt und den oben Sitzenden eine heilsame Furcht einge- jagt. Zu dem Bielen, waS dem deutschen Bolke heute fehlt, gehört eine ordentliche revolutionäre Tradition. Wenn die Völker nur nicht gar so schnell vergäßen! — Di«„Geheimbundsprozesse" machen die Runde durch Deutsch- land, wie weiland die Trikolore durch Europa. Zu dem Breslauer und den übrigen bekannten Geheimbundsprozessen sind neuerdings solche in Halle, Mainz und O f f e n b a ch hinzugekommen. In Mainz wie in Offenbach ist es die Schurkerei von Individuen, die sich einst„Ge- Nossen" nannten, was der Polizei die Prozesse„apportirt" hat. In diesen beiden Orten, wie auch in Halle, liegt nicht das mindeste greif- bare Material vor. Freilich— das will wenig besagen in einer Zeit wie der unsrigen, wo das„A u S l e g e n" der Gesetzssparagraphsn zu einem„Einlegen" geworden, und wo die willkürliche Polizei-Annahme an die Stell: der juristischen Ueberzeugung getreten ist. WaS den Breslauer Rattenkönig von Geheimbundsprozessen betrifft, so steht jetzt so viel fest, daß die Polizei vollständig im Dunkeln tappt und die Verhüttungen aus'» Geradewohl und in's Blaue hinein unternommen hat. Die Fragen, welche den als Zeugen Verhörten— es sind über 220!— vorgelegt werden, beweisen dies auf's Bündigst«. Die jetzige Untersuchung hat nur zum Zweck, Material zu sin- den, welches die Verhaftungen rechtfertigt. Inder guten alten Zeit hatte man erst das Belastungsmaterial und verhaftete dann. Heute macht man's umgekehrt. Wir haben's ja„so herrlich weit gebracht." Uebrigens hat der„anarchistische" Student mit dem Revolver schon wieder in Freiheit gesetzt werden müssen, weil die Suche doch gar zu— komisch war. Geiser, Kräcker und IS Andere aber sitzen noch„fest"— der brave Herr Untersuchungsrichter fürchtet offen- bar, sich zu kompromittiren, wenn er die Gefangenen aus der Haft entläßt. Run— daß er sie nicht entläßt, kompromittirt ihn erst recht; aller- dings nicht in den Augen der Veranstalter dieser schmachvollen Prozesse und Verfolgungen. —„Balsam auf gar manche Wunde ist ei« Lob aus solchem Munde." Bismarck darf stolz sein, sein Ruhm ist dieser Tage wieder in hellen Tönen erklungen, und zwar nicht blos in seinen in- und ausländischen Reptilienblättern, sondern in den Organen der Muster- Patrioten der Schweizerischen Republik. Und das ging so zu. Der Schweizerisch- Bundesrath hat die Kühnheit gehabt, die Leitung einer der einflußreichsten Eisenbahngesellschasten in der Schweiz auf Grund giltiger Verträge anzuhalten, erst ihren eingegangenen Berpflich« Jungen nachzukommen, ehe sie daran geht, Profite zu vertheilen, die nur unter Mißachtung dieser Verpflichtunzen herauszerechnet werden konnten. Darüber natürlich große Entrüstung in den Kreisen der Aktionäre, und die Organe der Banken- und Bötseninteressen, sonst die geschoornen Hüter der Autorität, werden nicht müde, gegen die„Tyrannei" der Bundes- regierunz zu eifern.„Eine Stimmung der E n t r ü st n n g," heißt es z. B. im Kursbericht des liberal-konseroatioen„St. Galler Tagblatt",„durch- zieht die ganze Schweiz, glücklicherweise aber geht die Majorität der rechtlich Denkenden nicht einig mit dem, was in Bern vorgeht." Der B-schluß des Bundesraths sei ein Gewaltstreich, einem Ukas deS Zaren gleich. Und gegenüber dem Bundesrath Welti wird die Gerechtigkeit Bismarcks hervorgehoben, die ER bei Verstaat- lichunz der deutschen Eisenbahnen bewiesen habe. Die Gerechtigkeit Bismarcks! Wie der alte Zyniker von Friedrichsruh gelacht haben mag, als er daS gelesen. Bismarck und Ge- rechtigkeU I Wann hätte der Eisenstirnige je von dieser Eigenschaft— richtiger Schwäche, Proben abgelegt? Er, der nur eine Maxime kennt: baigner ti blaac.— bis auf# Blut audpveff«tt, ob sS sich nun um s«in» Gegner oder um seine Mitarbeiter handelt, die er freilich von Anfang an ebenfalls als seine stillen Gegner betrachtet. Bismarck und Gerechtigkeit l Der Mann, dessen staatsmännische Laufbahn mit Polizei- und Ausnahme- gesetzen begonnen hat und enden wird, weil er ohne Gewalt nicht leben kann, der Mann, der jedesmal, wo von der Rechtspflege die Rede ist, nur über die zu große Milde der Gesetze und ihrer Anwendung zu jammern weiß. Und wenn er auch alle Tugenden für sich reklamiren sollte, auf den Beinamen des Gerechten hat er bei aller Unver- srorenheit noch nie Anspruch zu erheben gewagt. Jndeß, gerecht und gerecht sind schließlich zweierlei. Wenn jemand z. B. seinen Freunden, den Schnapsjunkern, für ihre„Mitwirkung am patrio- tischen Werk" einer Schnapssteuererhöhung ein Geschenk von so und so viel Millionen aus den Taschen des steuerzahlenden„PlebS" in die ohnehin gesüllten Beutel wirst,— je nun, so wird er eben auch nur ihren Ansprüchen„gerecht". Es kommt da nur auf die Ansprüche an, nicht auf die Lage derer, auf deren Kosten man sie befriedigt. Und von diesem Standpunkte aus haben die patriotischen Börsenorgane der Republik allerdings Recht. Bei den Verstaatlichunzen der preußischen Eisenbahnen ist der große christlich-germanische Busenfreund des kleinen Semiten Bleichröder— pardon, des BaronS und Geheimrath von Bleichröder den Ansprüchen der Börse in einer Weise„gerecht" geworden, wie sie es sich nicht besser wünschen konnte. Für die Mitwirkung an diesem patrio- tischen Werk haben die beschnittenen Christians und die getauften Jtzigs von der Burgstraße in Berlin Millionen über Millionen„verdient". Die nunmehr„königlichen" Sisenbahn-Angestellten, insbesondere die Werkstätten- und Betriebs-Srbeiter wissen davon zu erzählen, wie diese Profite gedeckt werden. Aber sie thun ei nicht, denn »ehe ihnen, wenn sie sich mucken. Sie sind ja jetzt Beamte, und die haben zu hungern und zu schweigen. Ja, die Schwärmerei der Börse für Bismarck ist vollauf gerechtfertigt. Der Papierfabrikant, Schnapsbrenner und Sägemüller hat Verständniß für's Geschäft wie nur Einer. Er weiß, wie's gemacht wird. Die Untern macht man mittels der Polizei mundtodt und die Oberen werden nach dem Grundsatz, Schweigen ist G o l d,„entschädigt". Solchen Staats- s o z i a l i s m u s läßt man sich gern gefallen, aber die Interessen der G e s a m m t h e i t über die der Börse stellen, psui BundeSrath. das ist gar nicht— gerecht! — Empörend ist es allerdings, wenn man mit der schnöden Hal- tung des schweizerischen Bundesrathes den Finanzrittern gegenüber die Hochherzigkeit der preußischen R-gierungSleute vergleicht, die diese Leuten von erprobter patriotischer Gesinnung gegenüber in Geschäftssachen an den Tag zu legen weiß. Ran erinnert sich deS von Lasier seinerzeit aufgedeckten Handel» in Eisenbahnkonzessionen, wie er unter dem konservativen Mi- nister Jtzenplitz im Schwung« war. Jtzenplitz mußte nach den Lasker'schen Enthüllungen gehen— wie naive Leute meinten, unter dem „Gewicht der öffentlichen Entrüstung", thatsächlich weil er unbequem geworden war und ihm die«eußerung,„wir wissen ganz genau, wel- chet Minister Aktien besitzt," an gewisser Stell« nicht verziehen wurde. Run, mit den Eisenbahnkonzessionen ists seit den Berstaatlichungen vor- bei, aber auch sonst gibt es noch artige Geschäfte zu vergeben, und grade in neuester Zeit, unter dem System Putty, hat sich ein Handel mit StaatSeigenthnm entwickelt, der an die schönsten Zeiten der Gründer« Epoche erinnert. So wurde dieser Tage in Berlin«in dem FiSkus gehöriges Terrain, die sogenannte schwedische Eisbahn, veräußert, und zwar auf folgende Art: Ein Herr Schwerde erhält den Verkauf per Schlußzettel übertra- gen; diesen Zettel verkauft er an der Börse an die Firma Söndprott um zwei Millionen Mark und erhält für den Schlußzettel daS artige Sümmchen von 240,000— sage zweihundertvierzigtausend Mark„Entschädigung". Wer aber ist die Firma mit dem schweüisch klingenden Namen, die so„feine" Geschäftchen zu machen vermag? Nun, es sind allerdings alte Schweden, denen sie als Außenschild dient: Seelig, Landau(Chef der Bankfirma Jakob Landau), Tr eitel«., liebe alte Bekannte aus der Gründerzeit, an denen die Hochfleth der antisemitischen Bewegung spurlos vorübergegangen, die so manch m ehr- lichen armen Teufel, blos weil er das Pech hatte, Jude zu sein, Extsten, und LebenSglück gekostet. Weiter. Der Staat braucht daS Haus Leipzig-rstcaße 2. um das StaatS- und Handelsministerium unterzubringen, vielleicht gar„der woh- nunzSlosen, der schrecklichen Zeit" für den stellvertretenden Borfitzend«» des StaatSministeriumS, Herrn von Puttkamer, der gegenwartig bei de« Minister deS Innern, Putty, um 3000 Mark zur Rieth« wohnen muß ein Ende zu machen. Ein Unterhändler Namens Könitz läßt sich dai Hau« per„Schlußzettel" übertragen, und Seine Exzellenz— wir wisse» nicht genau, ob Herr von Puttkamer oder Putty, aber einer von beide» war eS— überläßt dem braven Könitz(der Name hat eine merkwürdig Aehn lichkeft mit dem Namen des berüchtigten Spion Könitz« aus de Zeiten des selig entschlafenen Kulturkampfs) einen Nutzen von 200, 00( sage und schreibe zweimalhunderttausend Mark. Wie vü davon auf gewisse„Räthe" zurllckgetröpf-lt, davon schweigt des Sänger! Höflich keit. Und ebenso von den H u n d e r t t a u s e n d e n, welche U Unterhändler beim Ankauf der polnischen Güter zu den famosen Kol» nisatio nszwecken— und zu diesen Unterhändlern gehöre» d> Räthe aus den Provinzialregierungen!— höchst patriotisch—»et dienen. Wie häßlich ist doch die Korruptton— in Rußland und Am«ika! — Ei« Nsiner Lichtschimmer. Bish« wurde von unseren Re» tilien und Staatssozialisten— Verzeihung: Polizei sozialiflen, hart näckig die Behauptung aufgestellt, die Altersversorgung wer» den Schlußstein d«„Sozialreform" bilden, welch: also auS den bekaw ten drei— bekannten und unbekannten— ArbeiteroerstcherungsgesetzS bestehen würde. Bismarck selbst bezeichnete mit der ihm eigenen Unwisse» heil und Selbstüberhebung jene drei Gesetze als die„Sozialrefor«' Bergebens wurde von sozialdemokratischer Seite geltend gemacht, d«! die betreffenden Gesetze(und Gesetz entwürfe) mit der Sozialresorm gl» nichts zu thun haben und den Kern der sozialen Frage überhaupt g» nicht berühren. Die Reptilien und Polizeisozialisten blieben dabei:„Dm> drei Gesetze sind die Sozialreform." Jetzt auf einmal lesen wir in einem offiziösen Waschzettel: „Die Altersversorgung wird den Schlußflein der ersten Verl sozialpolitischer Maßnahm en bilden." Also nur„erste Serie". Und nicht mehr„Sozialresorm' nnr anspruchslose„ sozialpoliti sche Maßnahmen" Den Herren scheint also di e Erkenntniß aufgedämmert zu sein, jene drei Polizeigesetze noch lan ge keine Sozialresorm find. Aber wl hrbsn sie dieser Erkenntniß, wenn auch blos indirekt und auf Um Ausdruck gegeben? Sie hätten es ja auch für sich beh- können? Die Antwort ist sehr einfach: Die von der Reichsregierung geplante Altersversorgung ist ein« lächerlich unzureichende Maßregel, daß unsere Sozi pfuscher und-Schwindler das Bedürsniß empfinden, die Albeiter d neue Verheißungen zumNarren zu halten., Nun, die Mühe hätten die Herren sich sparen können— geglaui wird ihnen doch nicht. j rr«»zo; Damit der verpfuschten und in'S Wasser gefallenen„Sozialrefor« hinweg «Mut La sich «-Sri Schwie Leide Ä van eye Aichsg Veit a Die tofcenlt wickelt sein.! Zwed soll die preußis bilden. ein Fe! Di« «mSzeic Reich geword ttetn v ist dienen er angelte «Pitz ■outnm wn di- «»» 5 «us «rieht b unser; Uns w Kein «et 6, g-schäsl «tgeses Wir Werth« tinstint Kunde zosen; Troge Reichsj die Tu fctwzös nicht auch noch der Stempel der Lächerlichkeit fehle, hat Bismarck an? ordnet, daß das Lltersversorgunzsgesetz, ehe es in den Bunde srs kommt, von dem„BolkswirthschaftS rath" geprüft werde. Ein W e ch s e l b a l g von einem Gespenst untersucht— daS' nicht übel. — Die Polizei im Dienste der Kabrtkante». Man schrei! unS aus Offenburg: „Zu den arbeiterfeindlichen Firmen, welche ihre n Arbeitern jede sin gewerbliche Vereinigung untersagen, gehört die Hutfabrik der Gebrüd« Schweiß in Offenburg. Die Herren verste hen von der Hutfat» lation selber gar nichts; sie machen th-ils in Res« rveoffizier, Jagd»» Liebe, theils in Er�werben von Titeln, z. B. Bezirksrach. Die ihip mangelnde fachmännische Intelligenz im Hutfabrizi ren muß durch � Arbeiterschaft repräsentirt werden. Zwei solcher Arbeiter machten desh* auch Studien über Farbenmischungen, Reagenzien ic. beim Kessel«« setzten sich oft nach der langen Arbeitszeit Nachts zusammen, um V Beobachtungen beim Färben privatim niederzuschreiben. Kürzlich st»' nun der Eine und so nahm, wie selbstverständlich, der Andere das meinschaftlich angelegt« Notizbuch zu sich, und als der Hutsabriki»? Gustav Schweig, vi« Herauvzabr de, StvUzdu che» vrrt,ngie, widekseV er flch dem und meinte, das Buch und die Noti zen seien sein Eig-Nth«« Da erschien der Reserveoffizier und Bezirksrath Gustav Schweiß>» einem Gensdarmen, der den Arbeiter wie einen Arrestanten dar durch die Stadt in dessen Wohnung führt«. Man droht« mit Berh» tung und Haussuchung und erpreßte auf diese unverschämte M das Eigenthum des Arbeiters, um ihm nachher unter Hohnlachen! sagen, daß der Gensdarm nicht wegen des Arbeiters erschienen sei, st dern um den von Herrn Schweiß erlegten Schwans?) zu sehen. Ist« nicht eine unerhörte Frechheit von dem jug-udliche» Bezirksräihcst mit Umgehung von Staatsanwalt und Richter nach Belieben mit' Gensdarmerie zu operiren und dieselbe zur Berübung von Diebstäh zu verleiten? Einen solchen Respekt hat der Geldprotze vor der Jus Der Arbeiter heißt Maurer, und ist der Sohn«meS verstorb« Werksührers der Fabrik, welcher diese zur Blüthe bringen half. Rad lich hat Maurer jetzt darauf verzichtet, länger bei diesen Eigenthu» Verehrern zu arbeiten." Wir würden es doch auf einen Versuch ankommen lassen, die E p r e s s e r vor Gericht zur Verantwortung zu ziehen. oder i ausspii Kriegs Wir unsere t Lügen! Die her ei Oder, P« sin! — Zu dem neueste« Leipziger Hochverrathsprozeß— SP Grebs« u. f. w.— schreibt man uns: Bon bösen Sozialdemokraten ist dem„genialen" Staatsmann, der 25 Jahren die Geschicke Deutschlands in so wunderbar wohlthäti Weise leitet, doch ein schweres Unrecht angethan worden: man hat! nachgesagt, er habe in seinem ganzen Leben keine neue Idee und edle Gefühlsregung gehabt. Letzteres mag ja wahr sein, tndeß das spri nicht gegen ihn, denn ein Politiker seine» Schlags darf keine Gesül regunzen haben— wenigstens keine sogenannten edlen, die sich« der Politik der Polittker seine» Schlags nicht vertragen und sie h> stens durchkreuzen würden. Was aber die neuen Gedank«« betrv so ist man jedenfalls zu weit gegangen, ihm solche ganz abzuspr«? Wie ein Krieg zu beginnen ist, ohne daß man ihn erllärt— wie' Schwachkopf zu umgarnen— wie eine Volksvertretung zu verg-walti»' und ein Volk zu beschwindeln ist— wie Schurkenstreiche im Namen« Religion und Surlichkeit zu verüben und der Diebstahl und Betrug den Mantel der selbstlosen Tugend zu hüllen— das Alles ist Hund» mal, tausendmal schon vor unserem„genialen" Staatsmann dagew« so daß er nur nach uralten Schablonen und Rezepten zu handeln h» Allein eine neue Idee hat er doch gehabt, eine Idee, die ihm' keinem seiner Vorbilder und Borgänger überliefert worden ist—' meinen den ProvokationS-Prozeß, die jüngste Spezies politischen Prozesses, welche jetzt Mode geworden ist. Alle Versuche, die Franzosen zu reizen, zu unbesonnenen Ausbrü aufzustacheln, sind kläglich mißglückt. Die Hetzereien und Schimpfet» der Reptilien werden von den bösen Franzosen mit souveräner Bei tung ignorirt— die brutale Verletzung deS Völkerrechts in der Pe« Schnäbele's rief nicht die gewünschte Explosion in Paris hervor»' führte in Folge dessen nur zu einer beispiellos blamabel» Niederlage Kanzlers Eisenstirn. Es mußte etwas NeueS erfunden, oder das Spiel aufgegeben» den. Der„geniale" Staatsmann zeigte sich der Gelegenheit gewachst» —! denz" i »rb« biskuti Präsid. «eint, iusamn strophe Nun ttedrnd sie ebe Handel! In — vot und de «ordnr »arone Mußte» »ü Pai Mac ähnlich wegen. Int« St de F« Nötl wir «ungss sie ihr Wir Kalles Ech- Röhl Zeitun linder Mit Nl ht üachhei und i« nicht t «n bfiö .Zur in Gr az a ! Y« Mit P «ohlfe ttonop «ouirt ?l-sp> ihnen «.leri «* 6i 59.W er hat etwa» Neues erfunden: den erwähnten Provokatio»- Prozeß. Wobei wir das Wort kollektiv nehmen— mit Ein auz zz ProvokationS-Prozeß ist's nicht gethan, es müssen ihrer mehrere ft Jetzt sind wir am zweiten. Und unser Freund, der blödäugige Ter dorf, hat den dritten bereits angekündigt. Der Provokationsprozeß— wie schon gesagt und wie auch aus i Geschichte seines Ursprungs erhellt— gehört zur SpezieS der p0'! tischen Prozesse und hat mit allen politischen Prozeßspielarten d- gemein, daß er von der P o l i z e i präparirt und von den G e r i ch« ycrnciu, uup c* vvn vt-t- u« t g c t wn««i«< im Einklang mit der Polizei, arrangirt wird. Was ihn von den an? politischen Prozessen unterscheidet, das ist sein Zweck. Er hat Zweck, eine auswärtige Regierung, der man sonst nicht beikommen k* „in aller Form Rechtens" die denkbar größten Beleidigungen und y_ Handlungen zuzufügen. Deswegen figuriren in dem Provokation«]*» immer Ausländer, sei es nun, daß sie direkt oder indirekt aus Anklagebank fitzen. Der erste dieser neumodischen Prozesse war der gegen die Phus. der P a t r i o t e n> L i g a, mtt d-m wir uns schon früher beschäm pnd R »«n si «tob «werk fcfcwn. lande ön z» sorsch, haben. Bon jedem andern Gesichtspunkt aus betrachtet, ist jener PC ö-itur gl KMtchnnlo! und unverstiindlich. ZW ProookattonsprozeH aufgefaßt, der suy gegjp-diefranzisilch- Regierung und auch gegen da» französische Sog richtete, itegt er sonnenklar vor u«S und bietet dem Forscher keine Schwierigkeiten und keine dunklen Partien. Leider wurde der Zweck verfehlt. Die Franzosen lachten den„genialen" Regisseur au», verhielten sich mäuschenstill und beschränkten ihre Re- vonche darauf, daß sie mit teuflischer Freude die Infamie de» deutschen Reichsgerichts, da» sich zu so schmutziger Arbeit hergegeben, vor aller Welt au den Pranger stellten. Die DosiS mußt« also wiederholt werden. Der Prozeß«lein wurde inszenirt. Im Augenblick, wo wir dies schreiben, ist er noch nicht abge- wickelt— eh« das Blatt erscheint, wird der Ausgang Ihnen bekannt sein. Auf den Ausgang kommt übrigens ja auch gar nichts an. Der Zweck ist Alles. WaS der Prozeß gegen die Patriotenliga verfehlte, soll diesmal erreicht werden. Oder sollte; denn auch nicht der dümmste preußische Polizist, selbst der Puttkamer nicht, wird fich heute noch ein- bilden, der Zweck könne erreicht werden. Es ist wieder einmal nichts: «in Fehlschlag, ein FiaSko, viel Lärm um nichts. Di« phänomenale Ungeschicklichkeit, welche die BiSmarck'sche Polizei auszeichnet, und welche, seit unser« Richter, namentlich unsere Reichsrichter, die willen- und würdelosen Handlanger der Polizei geworden sind, auch unseren Richtern, und namentlich den Biedermän- »ern vom Reichsgericht anklebt— diese phänomenale Ungeschicklichkeit ist diesmal mit einer Macht zu Tage getreten, die sogar uns mit Stau- Nm erfüllte. Man denke nur: beim ersten Wort, welches der Haupt- «ngeklagte hervorbrachte, entpuppte sich derselbe als— preußischer Spitzel. Ein hundsgemeiner Lumpazius, der für eine bestimmte Summe von R-ichsnick-ln die Rolle des Agent Provokateurs übernahm, um die französische Regierung oder doch hohe französisch« Behörden in «toe Fall« zu locken. Auch dieser Streich hat sein Ziel verfehlt, und wenn Nr. 3 nicht bester gelingt, dann allerdings kann die einzige„neu- Idee", die imser„genialer" Staatsmann in seinem ganzen Leben zu Tage gefördert, >MS wahrhaftig nicht imponiren. Kein Zweifel: ER wird schwach und stumpf. Und der Sumpf gemei- «er Serailinttiguen, in dem sich herumzuwälzen, seit Jahren sein Haupt- Geschäft ist, kann nicht als Jungbrunnen für die geistigen Fähigkeiten angesehen werden." Wir sind bezüglich des Klein nicht vollständig mit der Ansicht des «erthen Einsenders einverstanden, wenn wir auch mit ihm darin über- einstimmen, daß dieser elsästische„Patriot" ein verzweifelt zweideutiger Kunde zu sein scheint. Aber selbst zugegeben, daß er nur den Fran- zosen gedient und nicht gleichzeitig oder hinterher auS dem Berliner Troge Futter bezogen, was beweisen seine ganzen Aussagen vor dem Reichsgericht? Oder vielmehr, wem sagen sie etwas N.ues? Wen wollen die Tugendbolde der deutschen Presse, die jetzt in„Entrüstung über die ßimnzösische Spionirerei" machen, damit über die allbekannte Thatsache hinwegtäuschen, daß sich heute alle Regierungen— ob befreundet oder nicht— über ihre militärischen Neueinrichtungen»c. gegenseitig ausspioniren lassen? Wollen sie uns glauben machen, daß das deutsche Kriegsministerium kein„Nachrichtenbureau" unterhält? Wir unserseits halten die Herren in Berlin für zu sehr auf der Höhe vnserer vielgerühmten Zivilisation, als daß wir daran auch nur«inen Bugenblick zweifelten. Die deutsche Entrüstung über die französische Spionage läßt uns daher ebenso kalt wie die Deklamationen der Revanche-Hetzer in Paris. Oder vielmehr, sie erfüllt uns mit demselben Widerwillen, denn st« sind Heuchelei von A bis Z. — BourgeoiS-Beklemmungen. Die„Nationalliberale Korrespon- »enz" ist durch die Nachrichten über das Wachsen der amerikanischen Arbeiterbewegung so aufgeregt worden, daß sie schon die Frage diskutirt, was geschehen würde, wenn Henry George bei der nächsten Präsidentenwahl in den Bereinigten Staaten die Majorität bekäme. Sie Meint, alle ordnungsliebenden Klassen der Bevölkerung würden sich dann »usammenthun, um daS Gemeinwesen zu retten und-ine furchtbare Kata- strophe zu verhüten. Nun, wenn Henry George gewählt würde, und sich die„ordnungs- Hevenpen Parteien" dann nicht fügen wollten— je nun, so wären sie eben Rebellen und Auf rühr er, und würden als solche be- handelt werden. 3« den Vereinigten Staaten haben wir schon etwa« Aehnliches gehabt vor jetzt ungefähr einem Menschenalter, als die Majorität des Volks und der Gesetzgebung sich gegen die Negersklaverei erklärte. Die »ordnungs"- und natürlich auch„freiheitS"liebendön Herren Sklaven- barone lehnten stch auf gegen den Wahrspruch der Nation und— sie mußten mit Gewalt zu Paaren getrieben werden; und wurden z» Paaren getrieben. Machten die„ordnungsliebenden Parteien" der Gegenwart ein ähnliches Experiment, so würde ei ihnen ebenso ergehen— von Rechts- wegen. Interessant aber ist es, daß ein Organ der Ordnungsparteien schon jetzt derartige Eventualitäten im Auge hat und schon jetzt im Voraus die Fahne der Rebellion entfaltet. Nöthig war's übrigens nicht. Wir kennen unsere Pappenheimer und wissen, daß diese Herren Ord- «ungsfeinde nur dann für die„Ordnung" und das Gesetz sind, wenn fi« ihre Rechnung dabei finden. Wir können ihnen die Versicherung geben, daß wir sie gegebenen Falles nach Verdienst behandeln werden. Schade nur, daß es— noch nicht so weit ist.~ — Missionäre, TchnastS und Schießgewehre. Gerhard Röhls S, der berühmte Afrikareisende, schreibt die„Newyorker Bolks- Zeitung", wurde bei seinem Hiersem gefragt, was wohl das größte Hinderniß der Einführung von Kultur in Afrika sei, und er antwortete Mit Rachdruck:„Die Missionäre." Wir legen uns die Sache so lutecht: Im Gefolge der Missionäre kommen die Händler; denn man bekehrt die rückständigen Völker zum Christenthum nur, damit man sie Nachher zum Bustausch einheimischer mit fremden Produkten gewinnen «nd im Handel betrügen kann. Dieser Handel ist wesentlich Betrug, «cht bloi in dem Sinn, wie Benjamin Franklin allen Handel Jo nannte, sondern well er im Produktenaustausche mit Naturvölkern «>« Unverschämtesten Profite nimmt. die schlechtesten Waaren fltgen Produkte von großem Gebrauchswerthe hingibt und Entsittlichung «absichtigt. Zur Bestätigung dieser Ansicht liefert unser Konsul S t r i ck l a n d M Gori-Daka an der Westküste von Afrika die Bestäti- »mg. daß die neue dortige deutsche Kolonisation den Handel der Dankees stanz aus dem Felde zu schlagen drohe. Noch im vorigen Jahre hätten die AankeeS dort Schiffe voll Dankee Rum, jedes 1000 Barrel haltend, Mit Profit absetzen können. Jetzt lieferten die Hamburger Kaufleute den wohlfeilen fuseligen Kartoffelschnaps zu 1 Dollar für 3 Gallonen, und Monopolisirten, da ihre Dampfer von der deutschen Regierung subven- Jjonirt waren, auch andere Waaren sBaumwolle, Gewehre, Schießpulver, Glasperlen, Messer und Scheeren) so wohlfeil, daß die Dankees mit thnen nicht konkurriren könnten. Herr Strickland räth dem Staatssekretär B ayard, dem Kongresse «« Subventionirung amerikanischer, nach Afrika segelnder Dampfer zu wnpfehlen, damit die DankeeS, welch« bessere Maare liefern könnten, wicht völlig aus den dortigen Märkten vertrieben würden. Kein Zweifel, °U« Mais gebrannter Whiskey ist—„besser" als deutscher Kartoffel- pnd Runkelrüben-Syrnp-Fusel, und amerikanische Gewehre und Patro- w«n find vielleicht weniger„lebensgefährlich" als deutsche. .Das ist die„Zivilssation und Kultur", um deren Einführung m •siÄa die christlichen Handelsvölker einander halsabschneiderischen Mit- dewerb machen. Die deutschen Händler scheinen nebenbei noch die In- struktion zu befolgen, Land anzukaufen und Neger als Lohnarbeiter darauf zu miethen, respektive sie mit der Peitsche fleißig arbeiten zu «hren. 4enry Stanley hat vor semer jüngsten Abreise nach dem Kongo- et geäußert, er werde europäischen Kapitalisten die schönsten zu Handel und Ackerbau geeigneten Distrikte dort verkaufen und hoffe, bald Millionär m werde». Also darum hat er das Kongo-Gebiet er- forschtz .~ Stuf«ct rtchtigen Fährte. Ein Reporter der„Frankfurter L-ituag" ttbewaicht« neulich die Welt mit der Nachricht, in Lajjel habe eine Z u s a mm e n-k u.mf.t f-p.Hi a>r a.t isch e r�Ber« tr a wen S männer auS ganz Deutsch l and getagt. Darob all- gemeines Erstaunen und lange Gesichter in verschiedenen Polizeikabinetten, bis fich herausstellt, daß die„BertrauenSmänneroersammlung" in einer harmlosen„Generaloersammlung des Kranken- U n t er» stütz ungsbundes deutscher Schneider" bestand. Aber die Polizei läßt sich nicht um nichts und wieder nichts in Aufregung setzen. Schnell greift ein Puttkämerling zur Feder und schreibt in der Berliner „Post", die Notiz der„Frankfurter Zeitung" sei keineswegs so ganz ohne gewesen, denn diese KrankenunterstützungZvereine:c. geben in der Thai den Deckmantel ab für sozialdemokratische Zusammenkünfte, woraus sich der bekannte Schluß ergibt: Auflösen! Der Bourgeoisinstinkt des Mitarbeiters der Frankfurterin und der Polizeiinstinkt des„Post"-PuttkämsrlinzS sind, daß wir eS nur offen eingestehen, aus der richtigen Fährte. Arbeiterkrankenkassen, Arbeiter- turnvereine, Arbeitergesangvereine— kurz, alle nur denkbaren Zusam- menkünfte von Arbeitern sind in Deutschland nur Deckmantel für sozial- demokratische Parteiberathungen. Ja, und hier verrathen wir das intimste Geheimniß unserer Partei— die deutschen Arbeiter gehen nur deshalb in Fabriken und Werkstätten, um unter dem Deckmantel des Arbeitens sozialdemokratische Berathungen abzuhalten. Und nicht nur in den Pausen, nein, auch während des Arbeitens wird berathen. Es existirt eine eigene Hammsr-, Meißel-, Hobel-, Stich:l-, Nadel- tc. Sprache, die nur der Eingeweihte versteht. Also auf, Spür- nasen, es gibt noch viel Arbeit zu verrichten, und manchen Judaslohn zu verdienen, bis der Staat endgültig von den umstürzlerischen Agita- tionen befreit ist. An's Werk! An's Werk! — Die Londoner„Arbeiter- Zeitung" verlangt von uns für unsere Mittheilung, Genosse Heine habe die ihm von den Zeitungen in den Mund gelegten Worte nicht, hezw. nicht in dem Zusammenhange gebraucht, der ihn als Anhänger des Bismarck'schen Polizeisozialismus erscheinen ließe,„Beweise, und zwar in Gestalt eines stenogra- p h i s ch e n Berichtes, erst dann wolle sie eventuell das gegen Heine Gesagte zurücknehmen, und„ihm sein, durch polizeipräsidentliche Gnade errungenes Mandat wieder wünschen." Das Organ deS Kommunistischen Arbeiterbildungsvsreins weiß natür- lich nicht, daß das Stenogramm sich nicht beschaffen läßt, und nur des- halb ist ihm der Zeitungsbericht maßgeblicher als unsere, auf Mitthei- lungen zuverlässiger Genossen gestützte Berichtigung. Da das Sache der Schätzung ist, so verlieren wir darüber kein Wort. Es steht der Lon- doner„Arbeiterzeitung" frei, zu glauben, wem sie Lust hat, und ihre Sympathien dem zuzuwenden, der ihr derselben für würdig erscheint. Ist ihr der Bericht eines Gerichtsreporters ein Evangelium, gut; nur erlaube sie uns, den Berichten bewährter Genossen, die noch nie so schlecht waren, ein Mandat zu besitzen, auch noch nie nach diesem be- glückenden Gut gestrebt haben, unsererseits einigen Glauben beizumessen, zumal wo es sich um Jemand handelt, der ein jahrelanges, mit aller- Hand Opfern verbundenes Wirken für die Partei hinter sich hat. Näher auf die Sache einzugehen, liegt für uns um so weniger V-r- anlassung vor, als gegen Heine, wie wir erfahren, noch verschiedene Anklagen schweben, die demnächst zur Verhandlung kommen, und wir keine Veranlassung spüren, ihm zu Nutz und Frommen deS Staats- anwalts in die Parade zu fahren. — Hüben nnd drüben. Man schreibt uns: In einer der letzten Nummern der Londoner Zeitung„Lloyds Weekly" lesen wir: Eine Frau, Sarah Hawthorne, stand vor Gericht wegen Beleidigung, wobei sich auch herausstellte, daß sie den Mann ihrer Gegnerin denunzirte, im Jahre 1883 desertirt zu sein. Der Richter, Mc. Williams, verur- theilte sie wegen Beleidigung zu 7 Tagen G-fänzniß und äußerte sich bezüglich der Denunziation wörtlich: „Es war eine niederträchtige Sache und eine graus ame und feige Rache, Anzeige zu machen. Es liegt nicht im allgemeinen Interesse, in solch' rachsüchtiger Weise zu handeln uno die Frau ihres Mannes und die kleinen Kinver ihrer Stütze zu berauben." Im Reich der Gottesfurcht und frommen Silte werden D e n u n- z i anten abgerichtet(Jhring-Mahlow) und belohnt und gibt eS korrumpicte, lakaienhafte Richter, welche anstatt daS Recht zu schützen, es prostitutren! —„Die unnatürliche Mutter ist noch nicht entdeckt" oder„ist entdeckt"— lautet die stereotype Redensart, mit denen Berichts über KindeSaussetzungen geschlossen werden. „Die unnatürliche Mutter"!— Gewiß ist„unnatürlich", daß eine Mutter ihr Kind aussetzt, im Stich läßt. Es ist gegen die Natur. Kein im Naturzustand lebendes Thier thut es. Und ein Weib sollte weniger Anhänglichkeit an ihr Kmd haben, als ein Thier an sein Junges? Das annehmen, hieße die Menschennatur unter das Vieh stellen. Statt von„unnatürlichen" Müttern zu reden, sollten die„sittlich entrüsteten" Herren Zeitungsschreiber in solchen Fällen von den unnatürlichen Verhältnissen reden, die eine Mutter zu so unnatürlichem, naturwidrigem Handeln ver- anlassen konnten. — Ans Belgien. Als gehorsame Dienerin der Bismarck'- schen Polizei hat die belgische Regierunq unseren, wegen Theilnahme an der„geheimen Verbindung" der Frankfurter Sozialisten zu vier Monaten Gefänzniß verurtheilten und alsdann auS Frankfurt am Main ausgewiesenen Genossen, Schriftsetzer Josef Huber, aus den Grenzen Belgiens ausgewiesen. Eine Liebedienerei, die, wenn sie seinerzeit einen bürgerlichen Flüchtling getroffen hätte, die Entrüstung aller„Gebildeten" erregt hätte. Heute meldet's die„Frankfurter Zeitung" als simple„vermischte" Notiz. Huber, der sich in Belgien durchaus ruhig verhalten hatte, soll stch jetzt zur Abbüßung seiner Strafe gestellt haben. Korrespondenz. Köln, 15. April.*) Die Beleuchtung der Rheinischen Gummi- waarenfabrik zu Nippes, einer unserer Vorstädte, soll diesmal die Aufgabe unserer Zuschrift sein; außerdem bezwecken wir auch,-in weiteres Beispiel zu liefern für die V-rd-rbniß der Säten in den beffe- ren Ständen, die nicht genug über die Schlechtigkeit des Proletariats klagen können, und deren verbrecherische Mitglieder doch nur deshalb nicht dem Zuchthaus verfallen, weü ihre Sippe die Gesetze macht und ausführt. F. C l o u t h> der Besitzer jenes Werkes, gehört zu den Menschen, die vor dem Geldsack aus dem Bauch liegen und immer mit der Regierung gehen, die ihren Götzen schützt. Er wurde deshalb im„Kulturkampf" auch altkatholssch sseine Freunde behaupten, damit er in Nippes keine Kirchensteuer zu zahlen brauche, aber das ist Verleumdung), es genügte ihm schließlich sogar der altkatholische Herrgott nicht mehr, er ernannte sich nach berühmten Mustern selbst zum Gott. Es war im Jihc 1881, am ersten Sonntag im Mai, als Clouth unter dem Thorw.-g seiner Fabrik einige Arbeiter erwartete, die zur Sonntagsheiligung an die Werkbank bestellt waren, und statt Punkt K Uhr Morgens erst«'/, Uhr kamen. Als alle versammelt waren, fuhr er sie auf preußisch an:„Wo seid Ihr gewesen?"— Antwort:«In der Kirche."— Daraus P-tit-Nero mit einem Fingerzeig nach der Fabrik:„Das ist Euer Dom, und ich bin Euer Gott, denn ich halte Such das Maul offen, und nicht der Pfaffe. Sonntags sollt Ihr, wenn ich Euch nicht brauche, ausruhen, die Läuse absuchen und neue Kräfte sammeln, damit Ihr Kontags wieder arbette» könnt. Es muß noch dahin kommen, daß Ihr aus der Kühl- heimer Haide Gras freßt!" Die? war 1882, aber 1385, als stch die Regierung zum Canoffagang vorbereitet«, nahm auch der Kaulschuk-Clouth sein Kreuz aus sich uno *) Di« erste Hälft« dieser Korrespondenz ist bereits in einer Anzahl Exemplaren einer früheren Nummer dieses Blatte« abgedruckt w07083« in einer öffentlrchen Wählerversammlnng, deren Vorsitzender er war, erklärt,„ich gestatte keinem auswärtigen Sozial- d-motraten das Wort, und wenn es der Bebel selbst wäre." SS gelang Genoff- Meist bald, den Laagerhans kalt zu stellen, und Letzteeer b« mugle sich o.rg.bens, etwub wärmer zu werden. Alsdann meldete sich Genofse Copalle zum Wort, es wurde ihm aber von seinem früheren Berufsgenoffen, dem jetzigen Vorfitzenden deS liberalen Wahlvereini, Fabrikant Vollmann, nicht gestattet. Ob dies auf einen Wink des ur« sprünglich jüdischen, jetzt aber zum Ehristenthum übergetretenen Recht»« anwalt L ö w e n t h a l von hier— welcher allen seinen Rechtsbeistand zu- sichert, aber niemals einen Sozialdemokraten vertreten würde, und der zweiter Vorsitzender deS liberalen Wahlvereins ist— geschah, will ich dahin gestellt sein lassen. Der„Iserlohner Kreis-Anzeiger" brachte nur die Rede des Dr. Langer- Hans, mit dem Bemerken, Schluß folgt, aber bis zum heutigen Tage hat er aus wohlweiSlichen Gründen den Schluß der Versammlung nicht gebracht. Dahingegen lagerte nun das hiesige filoakenblatt, genannt „Iserlohner Zeitung», amtliches Organ, aus der Feder eines gewissen, hierorts allbekannten Pädagogen einen von Gemeinheit, Niederträchtigkeit und persönlicher Gehäfligkeit strotzenden Artikel über obige Versammlung ab. Der Redakteur dieser„Iserlohner Zeitung» hat es überhaupt loS, Leute zu verunglimpfen: als voriges Jahr das Gau-Turnersest statt- fand, beleidigte dieser Patron den H. Mager aus Wehringhausen*) in feinem Blatt derartig, daß Letzterer Klage gegen ihn erhob und Hahn zu einer empfindlichen Geldstrafe verurtheilt wurde. In der Nacht vom 25. auf den 28. Dezember v. I. wurde er, weil er sich nächtlicherweise wie ein gemeiner Straßenlümmel bettug, von der Polizei aufgegriffen und mit zur Wachtstube genommen. Auf Befragen nach seinem Namen antwortete er:„Mein Name ist Hähn, Redakteur der„Iserlohner Zei- tung», und das genügt!»(Das genügt allerdings.) Ueber den Artikel- schreiber, den bekannten Pädagogen, liegt eine delikate Sache vor, in der ich jedoch den Dingen nicht vorgreisen will; vielleicht komme ich in dem nächsten Artikel darauf zu sprechen. Als nun, wie oben schon angeführt, das Arveiter-Wahlkomite verboten war, fanden fast in dem ganzen Wahlkreise Altena-Jserlohn bei den be- treffenden Komitemitgliedern Haussuchungen statt. Den Ordnungsbanditen war es ja eben darum zu thun, eine geheime Verbindung nach dm jetzt zu Allem herhaltenden§§ 123 und 123 herauszustibitzen. Aber leider vergeblich! Dann, um auch dem heiligen Post-Stephan in Betreff seines Aus- spruchs:„Die Briefe auf der Post sind so heilig wie der Bebel im Ge- sängniß" gerecht zu werden, lasse ich die„Dortmunder Zeitung" Nr. 47, Abend-Nusgabe vom Mittwoch den 16. Februar 1887» hier sprechen: „In unserer Nähe ist kürzlich ein Fall paffirt, der zu den schwersten Bedenken Anlaß gibt. Wie nämlich jetzt bekannt wird, erschien am Dienstag vor acht Tagen auf dem Hofe des Herrn Schmidts in Ober- eving der Herr Amtmann von Lünen in Begleitung eines Gendarmen und forderte Herrn Schmidts auf, seinen Sekretär zu öffnen, er sei näm- lich durch eine landräthliche Verfügung angewiesen, Nachforschungen zu halten, ob Herr Schmidts in Verbindung mit dem Sozialistenführer Copalle in Iserlohn stehe. Die Sache löste sich dann aber sofort auf eine sehr harmlose Art und Weise auf. Herr Schmidts hat eine Tochter in Iserlohn in Pension und erhielt von ihr jede Woche einen Brief; nun können wir uns nicht anders denken, als daß man in Iserlohn auf diese regelmäßige Korrespondenz aufmerksam geworden ist und vermuihet hat, daß«ine politische Korrespondenz zwischen Herrn Copalle und Dort- nmnd über Obereving gehe, und diese hat abfangen wollen. Unerklärlich ist uns nur, wie man hier auf dem Landrathsamte und namentlich auf dem Amte in Lünen nicht sofort den Ungrund eines solchen Verdachtes eingesehen hat, denn Herr Schmidts ist doch ein weit bekannter und an- gesehener Mann, dem Niemand Umsturz-Gedanken zuschreibt. Hätte man sich namentlich zunächst mit dem Vorsteher von Eving in Verbindung gesetzt, so würde man sofort den Ursprung der Iserlohner Korrespondenz erfahren haben und brauchte nicht einem ruhigen Manne mit einem Gen- darmen ins Haus zu rücken, während ein berittener Gendarm draußen patroullirte und verschiedene andere Helmspitzen anzeigten, daß der ganze Hos besetzt war. Es fehlte blos noch eine Kompagnie Soldaten I Man kann sich denken, daß Herr Schmidts über solchen Besuch auf's tiefste entrüstet und gekränkt ist. und das mit Recht, denn denke sich Jemand selbst in solche Lage. Man hat allerseits größtes Bedauern mit dem Opfer eines Mißverständniffes, und es bleibt zu hoffen, daß ihm behörd- licherseits eine eklatante Genugthuung gegeben wird." Natürlich wurde dem„gelrüniten" Schmidts die„Genugthuung» nicht. Um die Schlappe, welche sie am 10. Februar erhalten, wieder auS- zuwetzen, verschrieben sich die Fortschrittler zum 18. Februar den ehe- maligen Reichstagsabgeordneten H a m s p o h n aus Köln, wir unserer- seits hatten Genosse C. Wesch benachrichtigt, welcher auch erschien. Der Hamspohn legte sich gehörig ins Geschirr, um die katholischen Wähler zu gewinnen, was auch zuerst den Anschein hatte. Nachdem er geendet, ging Genoffe C. Wesch an die Arbeit und hob den Hamspohn aus dem Sattel. Wesch mochte zirka ein« Viertelstunde gesprochen haben, da auf einmal erhob sich der Vorsitzende Vollmann und wollte ihm das Wort entziehen, die Versammlung rief ihm aber stürmisch entgegen:„Aus- sprechen laffen! Weiter reden!» und so konnte Genoffe Wesch ruhig weiter sprechen und erntete am Schluß zum Aerger und Verdruß der Deutschfreisinnigen rauschenden Beifall. Daß unsere Polizei schon Wind hatte, daß wir einen Wahlaufruf ver- breiten würden, wußten wir,— denn verschiedene Polizisten hatten„so einige» schon angesragt, wann wir mit der Verbreitung beginnen wür- den, und wo wir die Aufrufe versteckt hätten zc. Nun kam es grade den Morgen, also am 18. Februar, daß ein Genosse aus Untergrüne hier war, und sich ein Paket des Wahlaufrufs mitnahm. Eben stand er im Begriff, Iserlohn damit zu verlaffen, da auf einmal springen zwei Polizeikerle auf ihn zu, der eine reißt ihm das Paket ab und der andere fordert ihn auf, mit zum Polizeibureau zu folgen. Da angelangt und vom Polizei-Jnspektor befragt, wo er die Ausrufe her habe, hat der Genoffe es denn auch gleich gestanden. Nach Durchsicht des Aufrufs gab ihm der Inspektor das Paket wieder, behielt stch drei Exemplare und sagt« zu dem Genoffen, er könne den Wahlausruf nur verbreiten, es liege nichts drin(und es war auch so, denn so zahm wie der unsrige ist jedenfalls kein zweiter Aufruf). Doch— der Inspektor denkt und der Landrath und Bürgermeister lenkt. Diese hatten im hohen Rath be- schloffen, den Wahlaufruf zu verbieten, und zugleich bei den bekannten Genossen zu haussuchen. Bei solcher Gelegenheit zeichnet stch immer mit Bravour unser hochgestellter Polizeikommissar Hoch aus. Der Kerl schnüs- fette mit seinen Untergebenen nicht allein in den Wohnungen der Genoffen, sondern rückte auch in die Fabriken, wo dieselben beschäftigt waren, ja fogar bei dem Laufwerk der Schleiferei, an das er sich sonst bei seiner amllichen Inspektion gar nicht heranwagt, suchte er. Auch die Idas?) soll er so arg nicht gehabt haben, aber diesmal galt es ja den verfluchten Sozialdemokraten. Doch war die Liebesmüh umsonst, der Hochgestellte fiel mit seiner Kenntniß herein und beförderte kein einzig Exemplar an's Tageslicht. Am Samstag Morgen den 19. Februar erhielt Genosse Copalle Vor- ladung vor dem hiesigen Polizei-Jnspektor Hoffmann, eS wurde ihm dort die mündliche Mittheilung gemacht, daß die Reichikommiffion zu Berlin das Verbot des Arbeiter-Wahlkomite aufgehoben. Also in zwölfter Stunde! Reizend, nicht wahr? Copalle bestand nun darauf» daß ihm die Entscheidung eingehändigt werde, oder eine Ausfertigung der Entschei- dung, wie dies der Z 8 des GefchästsregulativS für die Reichskommiß:on vorschreibe, es half rym jedoch nichts, es stand geschrieben, dem Fabrik« Arberter L. C. mündlich mitzutheilen rc. Copalle verlangte nun, daß ihm wenigstens eine Bescheinigung ertheilt würde, daß das Arbeiter-Wahl- kvmite in der zwölften Stunde doch noch tagen könnte, und dem kam dann auch der Inspektor nach. Die Bescheinigung lautet: „Die Tagung des Arbeiter-Wahlkomites des Wahlkreises Altena-Jser- lohn in dem Gartenlokale des Wirths F. Brenscheidt aus der Luisen- siraße wird hierdurch polizeilich für den 21. d. Mts. erlaubt. Iserlohn, den 19. Februar 1887. Der Bürgermeister: v. C. Der Polizei-Jnspektor: Hoffmann.» Am Samstag den 19. Februar hielten die Deutschsreistnnigen in Altena ihre Versammlung ab, in der Langerhans sprach. Die Altenaer Genoffen hielten uns an, herüberzukommen; so gingen denn einige Freunde mit Genoffe Wesch hinüber. Merkwürdig mit diesen Deutschfreisinnigen im Kreise Altena! In den Orten Lüdenscheid, Halver, Dahlenbrücke-c. wird bekannt gemacht:„Kandidatenrede Dr. Langerhans, freie Diskussion,» und in Altena war Diskuffion ausgeschloffen. Nur durfte Wesch den Langerhans interpelliren, was er denn auch gründlich that, trotzdem ihm von Dr. Eichhoff, dem Vorsitzenden des dortigen Liberalen Wahivereins, «ur 12 Minuten gewährt wurden. Im Rteis« Altena-Lüdenscheid haben wir gegen die vorletzte Wahl bedeutend an Stimmenzahl gewonnen. Hoffentlich wird auch Lüdenscheid, die Hochburg des Fortschritt», mit der Zeit fallen, dafür bürgt mir die heranwachsende Generation. Speziell Altena muß noch gehörig beackert werden. Wären nur zuverlässige Männer dort, aber die fehlen augenblicklich noch; die Besten find von Firma Basse 4 Selve gemaßregelt, darunter auch viele Familienväter, die sich nun eine neue Heimath suchen müssen. Was nun unsere Gesammt-Stimmenzahl gegen letzte Wahl anbetrifft, so haben wir um 609 gewonnen. Von Iserlohn hatte ich mir ein besseres Resultat versprochen. Viele Arbeiter lassen sich eben noch von den Deutsch- freifinnigen in» Schlepptau nehmen, sie gehen von dem Grundsatz aus: unser Arbeiterkandidat kommt doch nicht durch, es gibt eine Stichwahl, darum wollen wir von vornherein deutschfreisinnig wählen rc. Es muß den Arbeitern zukünftig klar gemacht werden, daß das Unrecht ist. Genosse Copalle erhob bei der ReichSkommiffion in Berlin Beschwerde darüber, daß man ihm ihre Entscheidung nicht eingehändigt habe. Aber zum Erstaunen Aller wurde ihm die Antwort,„die ReichSkom- Mission habe keinLerbot erlassen und auch keinLer- bot aufgehoben!» Gegen die Wahl des Dr. Reinhard ist Protest erhoben, die Wahl ist einstweilen beanstandet, bis zum Herbst oder nach- fies Jahr, dann wird die schöne Majorität des Reichstags die Wahl für gültig erklären, trotzdem die Regierung in Arnsberg die Agitation des Arbeiter-Wahlkomites für die Wahl des Arbeiterkandidaten Meist absichtlich bis zum zweiten Tage vor dem Wahltermine in durchaus ungesetzlicher Weise hintertrieben hat. Denn wir leben in emem Rechtsstaat, und die Wahl ist eine freie. — Al«S Schweden. Ich halte ei an der Zeit, wieder einmal etwas über die Bewegung in Stockholm hören zu laffen. Leider bin ich aber diesmal nicht in der Lage, Erfreuliches mittheilen zu können. Die Vertreter und Handlanger unserer Kapitalistengesellschaft suchen durch alle möglichen Jntriguen die schwedische Arbeiterpartei zu schädi- gen. Den letzten Winter über war es fast unmöglich, em großes Lokal für uns zu bekommen; die Besitzer derselben wurden von der Polizei durch alle möglichen Redensarten in gegentheiligem Sinne bearbeitet, und so waren wir außer Stande, eine größere Versammlung anzuberaumen. Auf der andern Seite schwingt man die Hungerpeitsche, mit einem Wort, man will hier der jungen Sozialdemokratie um jeden Preis das Genick umdrehen. Und thatsächlich ist Dank dieser Machina- tionen die Partei geschwächt worden, hoffentlich nicht auf die Dauer. Einige hatten eben den Sozialismus mit großen Löffeln eingenommen, und nun, wo das Feuer zu brennen ansängt, wo die Sache kein Spiel mehr ist, ziehen sie sich zurück und legen sich schlafen. Vorigen Sommer herrschte hier eine äußerst rege Agitation für eine tagliche Ausgabe des Parteiorgans, leider hatte sie nicht den gewünschten Erfolg; wir brachten es nur dazu, es zweimal wöchentlich herauszugeben, seit einem Monat aber erscheint es wieder nur einmal die Woche. Das Ausnahmegesetz, das da kommen sollte, haben die biedern Landesvertreter in unserer Reichsbude in ein Maulkorbgesetz in Bezug auf Presse und Versammlungsrecht umgedrechselt. Ein Ausnahmegesetz gegen die Sozialdemokraten, o nein, das wollen wir nicht, das hört sich zu grob an unter dem Volke. Nur so ein kleines Gesetz, auf Grund dessen man jedem, der gegen unsere Jntereffen in Worten oder in Schrff- ten sich äußert, das Maul stopfen kann, so lauten ungefähr die Motive. Im September wird jedenfalls Neuwahl stattfinden, doch hat dieselbe für die schwedischen Arbeiter wenig Werth, denn unter ihnen sind ja nur wenige, die das Wahlrecht haben. Genoffe Palm hat sich erlaubt, die hochlöblichen Volksvertreter bei ihrem Vornamen— Lumpen— zu nennen, darob faßte ihn der Arm der Ordnung und verdonnerte ihn zu einem Monat Gefängniß nebst Tragung der Gerichtskostm, die sich aus ziemlich 150 Kronen belaufen. Ferner schwebt eine Klage gegen den Redakteur des Organs, weil er eine fiaatsgefährliche Notiz geschrieben, kann vielleicht 180—200 Kronen kosten. Die Sommertage werden von der hiesigen Partei nach Kräften aus- genützt, fast jeden Sonntag findet eine Versammlung im Freien statt, was di« Handlanger des KavitatiSmus noch nicht verbiete» können, wenn uns auch hier Manches in den Weg gelegt wird. Im Ganzen bleibt in Bezug auf die Agitation noch viel zu wünschen übrig; es muß noch planmäßiger und ökonomischer gearbeitet werden, wenn die Partei Großes leisten will. A. A. Aachruf. Am 2. Juli verstarb in K ö n i g s b e r g i. Pr. im Alter von»och nicht 34 Jahren unser unermüdlicher Genoffe Schlossermeister Augnst Godau. Eine eingehende Würdigung der Verdienste de» Verstorbenen und Be- richt über die näheren Umstände seines Todes und die Demonstration bei seiner Beerdigung erwarten wir von den Königsberger Genoffen. Für heute widmen wir ihm nur das wohlverdiente Ehre seinem Andenken! Sprechsaal. London. Aus Anlaß der Betheiligung unserer bayerischen Genossen an den jüngsten dortigen Landtagswahlen und speziell wegen der von bayerischen Sozialdemokraten mit der sogenannten bayerischen Bolls- partei geschlossenen Wahlbündelei hat sich unser Verein in seinen beiden letzten Sitzungen mit der Betheiligung der Arbeiter an den Wahlen im Allgemeinen und an den Landtagswahlen ,m Besonderen, sowie speziell mit der einzunehmenden Stellung gegenüber der Betheiligung der baye- rischen Genossen an den jüngsten dortigen Landtagswahlen befaßt. Die Diskusston schloß damit, daß die nachstehende Resolution einstimmig an- genommen und beschloffen wurde, dieselbe im Zürcher Parteiorgan und gleichzeitig in der„Londoner Arbeiterzeitung« zu veröffentlichen: Der Kommunistisch- Arbeiterbildungsverein erachtet, daß der Betheili- gung der sozialdemokratischen Partei an den polittschen Wahlen der konstitutionellen Staaten nur eine sehr beschränkte propagandistische Be- deutung beizumessen ist, indem die Vortheile meistens von den gleich großen Nachtheilen ausgewogen werden; daß ferner jede Wahlbetheiligung, welche au» anderen Motiven al» zum Zweck der Agitation geschieht, unbedingt zu verwerfen ist; daß drittens unter allen Umständen jede Betheiligung an«lassen- wählen, sowie ein Zusammengehen mit bürgerlichen Parteien al» ver- wirrend und korrumpirend streng zu vermeiden ist. Mit sozialdemokratischem Gruße t Im Auftrage: Der II. Sekretär: S. Belle. Briefkasten *) Vorstandsmitglied deS Gau-VerbandS. Preisrichter. Derselbe fungirte hier alS der Redaktion: Sinsendungen«. sind eingetroffen aus Bar, men, Berlin, Bremen, Mailand, N-wyork, Pari», Wien.— Fragesteller in Ist.: Ob der alte Wilhelm in irgend einem geschichtlichen Werk„Kartätschenprinz» genannt wird, ist uns nicht er- innerlich. Die Thatsache. daß und warum er diesen Beinamen erhielt, wird wohl hie und da erwähnt sein. Vielleicht weiß einer unserer Leser diese Quells anzugeben. der Expedition: I. G. K.: Mk. 880 Ab. S. u. 4. Qu.«h.— E. 85. O. a. N.: Mk. 3 60 Ab. 3. Qu.«. erh.— Schwarzer Taugenichts; Mk. 30— i Cto Ab. ,c. erh.— Rother Knops Kffhs.: Mk. 12— ü Cto Bb. 8. Qu. erh.— Ftjn. Amsterdam: Fr. 13 50 Ab. 2. Qu. pr. Vbhdlg. erh.— Fckw. Ich.: Fr. 2— Ab. 2. Qu. erh.— R. O. O.: Mk. 3— Ab. 8. Qu. erh.— Seesturm: Mk. 7 50 Ab. 3. Qu. u. Schft. erh. Adr. notirt. Stimmt, hat leibst berichtet.— Mk. 4 40 Ab. 3. Qu. erh. Ers. folgt. War an alte Adr. gegangen. Bfl. Weiteres.— Kümmeltürke: In Nr. 18 quittitte Mk. lO— pr. Schft. u- Ab. 3. Ow. belassen noch 40 Pfg. zu Ihren Gunsten pr. 4. Qu. Bstllg. folgt.— Der Alte Lgz-i Mk. 30— a Co. Ab.«. erh. Bfl. Weiteres.— Die 8 Gleichen: Ms» 125— a Cto Ab. je. erh. Mk. 16— pr. Ggrch. gutgebr.— FuchS- schwänz: Mk. 4 05 ä Cto Ab. erh. Bf. erw.— A. G. H. a. N.: Mk. 8 30 Ab. 3. Qu. erh.— Rother Distelfink: Mk. 4 40 Ab. 3. Qu. erh: Adr. je. notirt.— W. Sch. Lpg.: Mk. 4 40 Ab. 3. Qu. erh.— S. Clu» Slav. O'straß: Fr. 2— Ab. 3. Qu. erh.— B. Rbg. Kst.: Swfl. 3— a Cto Ab. 2. u. 3. Qu. erh.— C. S. H. a. N.: Rk. 8 80 Ab. 3. O» erh. Adr. geordn.— Arb.-Vsreinigung Oberengadin: Fr. 18— erh. u. hievo» Fr. 12— pr. Ab. 3. Qu. u. Fr. 6— ä Cto Vbhslg. veno.— August: Mk. S— Ab. 3. Qu. u. a Cto 4. Qu. erh. Archioalien dktb abgelfrt.— E. B. L.: Mk. 3 20 Ab. 3. Qu. erh. Erst mit2S abg. Ad» notirt.— Spitzberg u. Gen.: Mk. 12— Ab. 3. Qu. u. Mk. 10— pr. Ufd. Mb. erh.— L. D. O.: Mk. 3— Ab. 3. Qu. u. Mk. 2— pr. Ufb. dkd. erh.— Lappländer: Mk. 3— Ab. 3. Qu. u. Referenz Br. dkt» erh.— R. Frg. Thun: Fr. 2— pr. An. erh. Bfl. Wettere» am 8/7.— Leopold: Mk. 9— Ab. 3. Qu. erh. Sie haben Recht. Cto. beigelegt DMZ.: Adr. geändert. Sdg. folgt.— L. v. L. Efd.: Mk. 4 40«ö a Qu. pr. Httg. erh.— Mr. u. Zllr. Zch.: Fr. 7 50 Ab. 3. Qu. erh.— Vesuvstock: Fr. 5— Ab. 3. u. 4. Qu. u. Fr. 2— pr. Usds. dkd. erh. — K. F. Bln.: Mk. 3— dir.«. Mk. 1 40 pr. Vbhdlg. Ab. 3. Qu. erh — Regulus: Mk. 20— Ab. 3. Qu. 1 dir. u. i Cto erh. Bfl. meh» E. Gk. B'ried: Fr. 2-»b. 3. Qu. u. Fr. 1— pr. Ufd. dkd. erh.- Pstmstr.: Mk. 3— Ab. 3. Qu. pr. Sch. geordnet.— C. Schttg. Bern! Fr. 4 65 pr. Schst. Cto am 8/7. d. Vbhdlg. abgeliefert.— Philologus! in Bergen: Fr. 5 35 Ab. 3. Qu. erh.(i. 4 Kr.) Fr. 1 85 pr. 4. Qu. vorgettgn. Früheres eingerechnet. Gruß an Sch. bestellt u. erwidert.— Paulusen Ngs.: Mk. 12— Ab. 3. Qu. erh. Warum wieder ge» trennt?— Rothe Faust: Mk. 150 5 Cto Ab. u. Schft. erh. Adr. notttt. Weiteres am 8/7. bfl.— Joh. Schwarz: Mk. 4 40 Ab. 3. Qu. erh Aufschluß betr. Auszahlung e,ngg.— Dr. B. M. W.: öwfl. 3 10 4 Cto Ab. je. erh.— N. Anvers: Fr. 12— Ab. 3. Qu., Fr. 180 pr. Ast» u. Fr. 4— pr. Ufd. dkd. erh.— Fl. Ltp. Fltrn.: Fr. 4— Ab. 3. und 4. Qu. erh.— L. Cpn. Jln.: Mk. 27 25 Ab. 2. Qu. u. Schst. je. erh Bstllg. u. Adr. notirt.„Schl. Z." am 9/7. abzesdt. Bfl. Weitere».— I. Schfr. St. llrbain: Fr. 20— Rckzhlg. v. 2/9. 86 u. Fr. 6— Ah 8. u. 4. Qu. u. Schft. f. F. D. erh. Bfl. Weiteres.— Blitz: Bf. o. S/Z erh. E. G. besorgt. Bfl. Näheres.— Haß: Bs. v. 10/7. erh. u. ab. — Großes Zuchthaus: Mk. 50— pr. Ggrchg. gutgebr. Alles Brie. erh. Z. geordn. Dank u. Gruß.— G. K. Sbg. i. H.: Mk. 3— Ab. 3 Qu. erh.— Rother Franz: Fr. 2 75 a Cto. Ab. erh. Bf. folgt.— A. Rothenburg: Mk. 3 50 Ab. 3. Qu. u. Schft. erh. Sdg. folgt.-» A. Z. Rhl.: Mk. 2 10 f. Bldr. erh. Lsg. abg.- N.Z. Chbrg.: Fr. 12 60 a Cto Ab. 87- 1/4. 88 erh.— G. P. P. i. S.: Mk. 4 40 Ab. 3. Qu. erh.— C.: Mk. 4-» Cto 3. u. 4. Qu. u. Mk. 2— f. d. Au» gewiesenen dkd. erh. lt. Nota.„Z. G.» beigelegt.— Portobello: Rk. 13 03 Ab. 3. Qu. u. Schft. u. Mk. 21— vom Sozialisten-Club f. d. jüngsten„G-Heimbunds"-Opfer dkd. erh. Bfl. am 13/7. Weiteres.— La Billette: Fr. 52 50 v. Dtfch. Sozialdemokraten-Club ä Cto Ab. je.«rh Adr. notirt.— Rothes Bürschel: Mk. 3— Ab. 3. Qu. erh.— 38. 0» Lonvain: Fr. 2 50 Ab. 3. Qu. erh. Ihre Legitimatton war unsrankirt und kostet 50 Cts. Strafporto.— Winterthur: Fr. 30— Ab. I. u. 2. Qu. in baar u. Ggr. erh.— Clara: Rk. 3—«b. 3. Qu. k" erh. Bstllg. je. unterwegs. Nachr. pr. R. nicht erh. Bitten kün' Alles nur an bekannte Adr.— Sch. B.: Mk. 2 40«b.-Rest 3. Qu. u. S. erh. Stimmt. Bfl. mehr.— Bamberg: Mi. 20— f. unsere au» gewiesenen Brüder dkd. erh.— Regulus: Adr. notirt. Weitere« nach Wunsch.— Hansen: Rk. 6— Ab. 2. Qu. u. Schft. je. erh.— Leseclub Ehosen: Mk. 4 80 Ab. 2. Qu. erh.— Allg. Arb.-Ver. Chauxdefond» i Fr. 6— Parteibettr. d. Landesaussch. abglst. Adr. notirt.—Felix Ii! Mi. 20 20 a Cto. alter Rest je. dkd. erh. H. besorgt.— Brauner Bärt Mk. 36 60 ä Cto Ab. ic. erh. Adr. geordnet. Bfl. Nähere» am I2,7l — Lionel: Mk. 650 5 Cto Ab. je. erh. Ggr. gutgebr. Zldr. notirt Weiteres beachtet.— R. Trz. Zch.: Fr. 2 65 Ab. 3. Qu. erh. feit* pifil i»k »18« v fftä «j.! s-r. *t.8 n fH Pc Kons Obm Alfre besitz! in je oder Jhri, ZU sei land eines pvliti Deuts Deutj von Fn werde land? In "Nd t Anzeigen. Zur Beachtung. Oßrtfrtf DaS Lokal der hiesigen Mitgliedschaft der deutsche« "Clltstl Sozialisten befindet stch von jetzt ab im Restaurant Bürgt, Riehenth orstraße Nr. 15, wovon Tit. Vereine, Genossen und Freunde Notiz nehmen wollen. sFr. 125) Der Ausschuß. Zürich -a Samstag, den 16. Juli, Abend»«'/» Uhr. im große» Saal«(3 Treppen hoch) des Schwanen(Stadt):? Heffeutttche Mersammlmtg der deutsch« FoziaNste». Tagesordnung: Der Patentschutz vom sozialistische» Standpunkt an». Referent: Bgr. Manz. Zu zahlreichem Erscheinen ladet fteunbUchst ein De« LdkalanSschnß, Jedermann hat Zutritt. Wi stillt: Sozia den si Deuts Bevör toitb Wc mglisc Masse Sil übrige daß d Torfa "eren, lisch«» *1 irgend Da> kstte Pachtz tventu ttung" grundl Dtdiu bfinge; Dal Wtzes Legen Meine Adresse ist von jetzt an: F.«. Sorge, Rochester, Rew-Nork» �bonnvmonts auf den„Sozialdemokrat'1 werden ausser beim Verlag und dessen bekannten Agenten— m* wohl auf einzelne Monate als ganze Quartale— jederzeit eatgeghO*' genommen bei folgenden Filialen and V erkaaftw teilen: New- York John Heinrichs, 130 Third Street. Esst H. Utiaohe, 548, 9. Arenne, City. IM. Strus», 855 I. Avenue. JL Höhne, care of„New-Torker ▼olkauttUg'H 184 Wuliam Street. V. Bäthko, City 536, 13. Street U. F. Schmidt, Nr.«18 CaUenhül Staed» Philadelphia caro of Philad. Tageblatt. V. V. Frltsache, 825 CallowhlU Street. Chicago JU. i. lanibmann, 349 Divisionsstreet. T, Langner, 649"W. 18 Street. Gineiunatl, O* 0, Schamann, 1« Uereer Street, 6. Muehler, Hamerstr. 47. Charleston 8. C. V. Eberhard, 48 Anson Street. St* Lools, Mo. Hebr. Hermlnghans, 1707 Franklin Avenue, Bnenos-Alreo Sooiedad»Vorwärts", Calle Commereio Aitzü , Bio de Janeiro ftedertco Faephe, OlltoinadeaTelegraphesa Praga da Acolamaga, Porto Alogre Carl Crlaun, Bio Grande de Sol Breail, Melbonrne 9. Scheele, 43 Rotsir. Riehmend. Sidney, J. Harm, Kent Street 49. Sta SzpeüUaft tu„SttlaltaaekreW ?erder »«stel «9 de Nick �ttni 1° fö °tr i ütßen .Mit äfften fctin, Littel Kill 9 9 de ** jfttt de "0ften S-Ht d fcßleid S?1 "vrher ßttr ni Borst Schill:, •h � r9tt«en