Mr. 172. = • Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 m., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungs Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mark pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Soloneigeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr pormittags geöffnet. Fernsprecher: But I, nr. 1508. Telegramm- Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. " Dienstag, den 26. Juli 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Zur russischen Finanz- und Zollpolitik. Der durch den Tarif des Jahres 1891 auf die Spige ge- find, er hat nämlich am 6. April 1869 eine Gräfin Karoline Arbeiten des Finanzministeriums sich in erster Linie beziehen. wird, aber seinen Kindern, die das Erzeugniß dieses Verbrechens triebene Protettionismus bedrücke Gerade zur richtigen Zeit, in dem Moment, da die öffent- Konsum in unerhörter Weise. den russischen v. Wartensleben geheirathet. Und besagte Gräfin hat bürgerliche Aufmerksamkeit auf die zollpolitischen Differenzen zwischen Druck nur Die Annahme, daß dieser liches Blut in den Adern- ihre Mutter war eine einfache nicht ein zeitweiliger sei, daß sich alle Opfer geborene" eine gemeine Bürgerliche. Und die Kinder und Deutschland und Rußland gerichtet ist, erscheint eine Flug durch die Entwickelung der Industrie, die angeblich in Bälde Enkel bürgerlicher Frauen können nach deutschem Fürſtenrecht schrift, die sich besonders mit der russischen Zollpolitik be- ein hohes Niveau erreichen und dann des Zollschutzes nicht auf keinem deutschen Throne ſizen! Sehr schmeichelhaft ist das schäftigt. Der Verfasser ist der russische Nationalökonom mehr bedürfe, bezahlt machen werden, sei irrthümlich. Issaxeff beiläufig für das deutsche Volk nichtadeliger Herkunft. A. A. Issaïeff; der Titel der Schrift lautet: 3ur sieht einen Beweis für seine Anschauungen in dem Rückgange Den Kindern des Regenten von Lippe wird deshalb die Politik des russischen Finanzministeriums des russichen Exportes und in der Zunahme der Einfuhr. So Erbberechtigung abgeftritten. An sich würde das nicht viel seit Mitte der achtziger Jahre."*) Die russische weit freilich die Handelsbeziehungen zwischen Rußland und sagen, wenn es sich blos um den Staat Lippe handelte, der Finanzpolitik, die auf den ersten Anblick so überraschende und Deutschland in Frage kommen, sind diese Ausführungen nicht ja zu seinem zu seinem Glück kein Weltreich ist. Doch die glänzende Resultate zeitigt, erfährt hier eine überaus zutreffend. Der russische Export nach Deutschland ist vielmehr Folgen! Die Konsequenzen! Was dem Staat herbe Kritik, indem der Nachweis versucht wird, in den letzten Jahren ganz rapide gewachsen. Seit dem Lippe recht ist, ist dem Staat Preußen, Sachsen daß der Finanzminister Witte eine den ökonomischen Grund- Jahre 1881 hat er sich beinahe verdoppelt oder um rund Bayern u. s. w. billig. Und Und Leser, beginnt das Entsetzlagen des russischen Reiches nicht entsprechende, rein fiskalische 300 Millionen Mark zugenommen, während die deutsche liche Dir aufzudämmern?- und was soll denn aus der und für die Volkswirthschaft Rußlands ver Ausfuhr ohne Edelmetall in gleicher Zeit nur ein Wachsthum Welt im allgemeinen und dem Deutschen Reich im besonderen derbliche Finanzwirthschaft getrieben habe und von 40 Millionen Mark aufweist, wovon 22 Millionen Mart werden, wenn die Erben des Regenten von Lippe sich auf die noch treibe. auf größeren Maschinenversandt, also auf eine Stärkung Hinterfüße stellen und troziglich in die deutsche Fürsten- Idylle Nach den Denkschriften des russischen Finanzministers der russischen Industrie entfallen. Jedenfalls haben aber die hineinrufen: Haut Ihr meinen Stammbaum, so müßte die Volkswirthschaft Rußlands sich in einem glänzenden hohen Zollabgaben für die Heranbildung der russischen hau' ich Eueren Stammbaum! und aktenmäßig den Zustande befinden. Thatsächlich beweisen aber die statistischen Industrie bis jetzt sehr wenig geleistet. An der Eisenindustrie Nachweis liefern, daß es in Deutschland und auch in sonstigen Sammelwerke der Landschaften, daß das russische Volt sich in und an der Metallurgie sucht faïeff auf grund eines Buches Ländern feine Fürstenfamilie gebe, in die nicht bürgerliches großer, oft jammervoller Armuth befindet. Für viele Gou- des bekannten Staitstikers A. A. Radzig über„ Eisenindustrie Blut hineingeflossen sei gefeglich, denn mit ungefeßlichen vernements ergiebt sich, daß ein Viertel bis ein Drittel der ganzen Welt" nachzuweisen, daß die russische Eisen- Nebenkanälen beschäftigt sich die offizielle Legitimität nicht. der Dorfbevölkerung in Hütten wohnt, die eine industrie sich in einer kläglichen Lage befindet. Doch sei auch Für sie gilt der bequeme Satz: Was ich nicht weiß, macht Länge und Breite von von je 4/2 Meter, eine Höhe hier erwähnt, daß das nach der altrussischen Gewerbe- Aus- mich nicht heiß. Aber was man weiß, ist so viel, so unaber von nicht mehr als 24 Meter haben. In einer solchen stellung zu Nischny- Nowgorod im Jahre 1896 erschienene heimlich viel! Und wenn die bösen Biesterfelder es, wie Stube befindet sich oft nicht nur die ganze Bauernfamilie, Werk über die Produktivkräfte Rußlands eine ganz bedeutende ihnen zuzutrauen, mit dem: Wie Du mir, so ich Dir! ernst sondern auch die Hausthiere. In vielen Gouvernements, Entwickelung der Eisenindustrie ziffernmäßig festgestellt nehmen, so könnte das Furchtbare, das unübersehbar, unauch solchen, die über gute Schwarzerde verfügen, wirth hat. Auch die neuerlichen Zollermäßigungen für den denkbar Furchtbare geschehen: Deutschland hätte keine schaftet ein Viertel bis ein Drittel und sogar zwei Fünftel Bezug von Maschinen können nur einen weiteren industriellen regierenden, weil keine erbberechtigten Fürsten mehr! Deutschder Gesammtzahl der Bauernhöfe ohne Pferde. In dem Aufschwung Rußlands bedeuten. Jedenfalls stehen den An- land würde, o schnöder Wit der Weltgeschichte- Republik umfangreichen, von der Kanzlei des Ministerkomitees heraus- gaben Issaïeff's hier Autoritäten gegenüber, die nicht ohne aus Legitimität. gegebenen Sammelwerke wird darauf hingewiesen, daß im weiteres zu ignoriren sind. europäischen Rußland 6½, pCt. der Bevölkerung feine BeWas uns aber die Ausführungen des russischen National- Ein Agraviergeschenk. Die Gefügigkeit der Regierung schäftigung finden können. Die alljährlichen vom Landwirth- ökonomen unwiderleglich beweisen, das ist der große Wider gegenüber den Wünschen der Herren Landbarone führt zu schaftsministerium herausgegebenen Uebersichten zeigen, daß der spruch, der zwischen der ungemein üppigen Finanzwirthschaft ftets neuen und stets wachsenden Mißständen für die gesammte durchschnittliche Tagelohn der ländlichen Arbeiter im Sommer und der sozialen Lage des Volkes besteht. Da eine Wechsel- nichtagrarische Bevölkerung. Eine Meldung aus Hamburg während der besten Saison und in der ertragreichsten Gegend wirkung zwischen der Volkswirthschaft und der Finanzpolitik zeigt wieder recht eindringlich, wie weit es agrarische Begehr27-36 Ropeten( 462 Stopeken= 1 M.) ausmacht; im Süd- eines Landes besteht, so kann man mit Issaïeff wohl be- lichkeit gebracht hat. Es wird berichtet, daß in Hamburg westen Rußlands 40-60 Stopeken, im lithauischen und weiß- haupten, daß die russische Finanzpolitik zum mindesten keine eine allgemeine Erhöhung der Fleischpreise russischen Rayon 35-40 Kopeken. Fast überall wird der gesunde sein kann. Verfall des Kleingewerbes beobachtet. Aus den Nachrichten, die das Landwirthschaftsministerium über die Hausindustrie sammelt, ersehen wir, daß der Jahresverdienst des Hausindustriellen, wenn er 50 Rubel erreicht, bereits als sehr bedeutend gilt. Für die Holzarbeiter des Gouvernements Tambow, für die Töpfer und Mattenflechter des Gouvernements Kostroma überschreitet er 40 Rubel. Politische Nebersicht. rc. zum 1. August bevorsteht. Von 141 Schlächtern der Stadt, denen sich noch 13 Schlächtermeister des zum hamburgischen Staate gehörenden Bergedorf angeschlossen haben, ist am Sonnabend Abend folgende Erklärung erlassen worden: Infolge der von der deutschen Regierung erlassenen Ein fuhrverbote von lebendem Vieh ist der Preis für Schlachtvieh außerordentlich gestiegen. Alle die vielen Bemühungen verschiedener Schlächter und auch des deutschen Fleischerverbandes um Aufhebung dieses Verbotes sind von der Regierung unbeachtet gelassen. Da mun, so lange diese Verbote bestchen, keine Aussicht vorhanden ist, daß sich die Preise erniedrigen, sondern im Gegentheil noch bedeutend erhöhen werden, so sehen sich die Unterzeichneten genöthigt, um ihre Eristenz noch ferner fristen zu können, die Preise für ihr Fleisch und Fleischfabrikate vom 1. August d. J. zu erhöhen." Das sind die Geschenke, welche die Ochsengrafen dem Berlin, den 25. Juli. Das revolutionäre Legitimitätsprinzip. Der Lippe'sche nicht Etikettenstreit zieht immer weitere Kreise; und aus der Frage, Der Filzwalfer des Gouvernements Rajan ob die Soldaten die Angehörigen des Regenten von Lippe muß zufrieden sein, wenn er 30 Rubel erarbeitet, mit der einen Hand an der Hosennaht und der anderen am der Filzwalker des Gouvernements Kostroma sogar, wenn er Helm oder der Dienstmüße zu grüßen haben oder nicht25 Rubel einnimmt. Der Verdienst der Marmorarbeiter und hat sich eine große politische Frage entwickelt, welche Nagelschmiede des Gouvernements Perm macht im günstigsten die Grundlagen des Deutschen Reichs bedroht. Es ist traurig Falle 26-27 Rubel aus und der der Töpfer nur 17 Rubel aber wahr, und nicht blos die politischen Anstandsdamen pro Jahr. sondern auch die übrigen politischen Waschweiber beider GeGroße Mengen von Arbeitslosen halten auch schlechter sind in Verzweiflung. Und fürwahr nicht ohne Volfe verehren. Zur Brottheuerung die Fleischtheuerung! in der Großindustrie den Arbeitslohn auf einem sehr Grund. Sogar auf dem Reichstag von Regensburg Zur höheren Ehre des„ nationalen Rindviehes" mag der niedrigen Niveau. Nach den für das Jahr 1894 gemachten in den guten alten Zeiten des heiligen römischen Reiches hat deutsche Arbeiter den Schmachtriemen enger und enger Angaben es war ein Jahr guter Ernte verdiente ein fein Etiketten Streit fo bedenkliche Dimensionen angenommen, schnallen. Weber durchschnittlich 10-16 Rubel im Monat, ein Band- wie der Lippe'sche Streit. Waren die Sessel, auf denen in Die Eisenbahnzenfur. Die preußischen Eisenbahn- Vermacher 14 Rubel, andere Industrie- Arbeiterschichten noch be Regensburg die Reichsstände ihren hinteren Menschen zu weitungen haben nicht nur, wie bisher bekannt wurde, den deutend weniger. bergen hatten, schon mit unheimlichem, an moderne Schieß- Vertrieb einiger Zeitschriften und Wizblätter verboten, Woher erklärt sich nun der Widerspruch, daß auf baumwolle erinnerndem Polster- Material gefüllt, so lassen die nein, sie haben sich einen Ufas allgemeinen Charakters geder einen Seite die russische Finanzlage sich als überaus Brief- und Telegrammhüllen, die in dem Lippe'schen Streit leistet, durch den alle Eisenbahnhallen von allen Anstößigkeiten glänzend darstellt, daß aber zweifellose Thatsachen trotzdem hin- und hergeflogen sind, sich mit der Pandora büchse befreit und das Seelenheil des Publifums bewahrt werden einen bedeutenden Verfall des Volkswohlstandes, eine Ver- vergleichen, in der die verderblichsten Uebel eingesperrt waren, soll. Die überaus vorsorgliche Behörde hat von den Eisenbahngrößerung der Verschuldung des Staates und der Bevölkerung um auf die ahnungslose Erde losgelassen zu werden. Daß es buchhändlern die Einsendung eines Verzeichnisses aller von ergeben? diesmal nicht die ganze Erde ist, über die das Unheil herein ihnen zum Verkaufe feilgebotenen Bücher, Zeitschriften und Indem Issaïeff die gesammte Politik des russischen Finanz- bricht, sondern nur das Stückchen Deutschland genannt, das Beitungen gefordert. Diese schriftlich ergangene Aufforderung ministeriums untersucht, die ja in der Hauptsache die ganze ist für uns, die wir nun einmal gerade dieses Stückchen Erde schließt folgendermaßen: ökonomische Politit des russischen Reiches ausmacht, führt er bewohnen, ein sehr geringer Trost. Die Büchse sieht höchst die Schuld für die vorhandenen Mißstände auf eine Reihe harmlos aus aber der Inhalt! Da steckt, wie verkehrter Grundsätze der russischen Wirthschaftspolitik zurück. eine Dynamitpatrone, in der harmlos aussehenden Büchse die Ohne uns vollständig mit der Issaïeff'schen Kritik ein- schicksalsschwangere Frage der legitimen Erbfolge und der verstanden zu erklären, wollen wir in fürze seine Aus- Legitimität nicht für Lippe allein, sondern für Aldeutschstellungen wiedergeben. Zunächst ist nach ihm die ganze landwenigstens soweit es zum Deutschen Reich gehört. Kreditpolitik des russischen Staates eine für die minder und da liegt der Haase im Pfeffer. Da liegt die Gefahr bebölferte Klasse des Landes überaus nachtheilige. für den Staat. Nicht für den Gegenwartsstaat, sondern für Sie bietet zwar der Großindustrie und dem Großhandel große den 8 utunftsstaat den Zukunftsstaat Lippe, an dem Vortheile, schädigt aber die Kleinindustrie, den Kleinhandel aber die übrigen deutschen Bundesstaaten einzeln und in ihrer und auch die Landwirthschaft. Die zu Anfang des Jahres 1897 Gesammtheit als Deutsches Reich hängen. „ Wir bemerken hierbei ausdrücklich, daß Preßerzeugnisse, ins besondere periodisch erscheinende, die durch Wort, Bild, oder Geschäftsanzeigen Anstand und gute Sitten verspotten oder verletzen, die Sinnlichkeit überreizen, die die idealen Güter des Lebens herabzuwürdigen, werthvolle vaterländische Einrichtungen und deren Träger verächtlich zu machen, Neid und Haß unter den Staats angehörigen zu erregen geeignet sind, auc wenn sie die Grenzen des Strafgesetzbuches vermeiden, von dem Verkaufe in Zukunft auszuschließen sind, was Sie bei dem einzureichenden Verzeichnisse berücksichtigen wollen." Nach diesem famosen Progranim zu handeln haben sich ins Werk gesetzte Geldreform dürfte zu einem großen Krieg zwischen Lippe und Preußen giebt's vermuthlich nicht, ja die Eisenbahnverwaltungen schon stets erlaubt, indem sie Goldabfluß ins Ausland führen und den Werth des Kredit- und anch sonst ist vor der Hand nichts Ernsthaftes zu besorgen, sozialdemokratische Blätter vom Vertriebe ausschlossen. So rubels vermindern, dadurch aber der russischen Volkswirthschaft aber wenn der jezige Regent von Lippe das Zeitliche segnet, lange verfuhr man summarisch und das Verfahren war höchst einschaden. Die Verstaatlichung der Bahnen sei für dann beginnt die Reihe der kritischen Tage. Dann taucht fach; der Herr Minister verbannte die gesammte sozialistische Presse russische Verhältnisse ein entschiedener Nachtheil. Die Vor- die schicksals- und unheilschwangere Frage auf: Was nun? aus seinem Eisenbahnreich, das da errichtet ist auf Kosten der bereitungen für die Uebernahme der Privatbahnen in Wer wird nun den Staat Lippe regieren? Legitim regieren? Steuerzahler, auf Kosten zum erheblichen Theil derjenigen Hände des Staates feien so ungenügend gewesen, Wohlgemerkt: legitim! Steuerzahler, deren Gesinnung man rücksichtslos verpönt, da die erwarteten Vortheile nicht eintreten konnten. Es Das ist der Punkt, und dieses friedliche, Gefeßlichkeit deren Zeitungen man verbietet, deren Steuergroschen man ... me vor, daß Waaren an manchen Stationen drei bis vier athmende Wort: Tegitim ist eben die Dynamitpatrone. aber gern annimmt und die man auch gern in den Waggons Monate warten müssen, ehe sie weiter befördert werden. Der„ Regent" von Lippe ist legitim- das haben die deutschen der Staatsbahn befördert, um fiskalische Ueberschüsse zu er Wesentlich zum Rückgange der russischen Volkswirthschaft Fürstengerichte feierlich anerkannt. zielen. trägt aber die Zollpolitik bei, auf die die Interessen und ") Stuttgart 1898, Verlag von J. H. W. Diez- Nachf Allein mit ihm endet auch die Legitimität. Graf Nun aber wird die Sache schwieriger werden. Wir wären Ernst zur Lippe- Biesterfeld hat nämlich in seiner Jugend ein einigermaßen neugierig, wie fürder diese Eisenbahnzenfur großes Verbrechen begangen, das zwar ihm nicht angerechnet durchgeführt werden soll. Will Herr Thielen in hoch eigner Person die Schriften, welche Anstand und gute Sitte wahren, von denjenigen, welche sie verlegen, sondern? Will Herr Thielen die zahlreiche Literatur und die Menge der Zeitungen, die auf Bahnhöfen feilgeboten werden, daraufhin prüfen, ob nicht eine unter ihnen eines jungen Fräuleins Sinnlichkeit überreizen oder Träger werthvoller väterländischer Einrichtungen verächtlich machen oder Neid und Haß erregen könnte? Es wäre eine hübsche Beschäftigung, die sich der Eisenbahnminister da zugemuthet hätte! Oder soll das Zenforenamt den einzelnen Eisenbahn- Direktionen überlassen bleiben? Wie nett wird es dann sein, wenn der preußische Reisende auf Berliner Bahnhöfen nicht lesen darf, was ihm in Königsberg oder in Köln gestattet ist. Wer mag es er ntessen, zu welch reizvollen Zuständen es führen wird, wenn jede preußische Eisenbahn Direktion ihre besonderen Anschauungen über„ Anstand und gute Sitten" kundgeben wird. letzten Jahren ein so gewaltiger, daß sie in der That eine Art Jaus, und mehrere Personen wurden durch Schläge mit Eimern, Versumpfung der berufsständischen Organisation zu wege gebracht Kannen und anderen Wassergefäßen schwer verletzt oder kamen in hat. In dieser Frage liegt, wie Graf Hoensbroech noch am Mitt- dem Gedränge zu schaden. woch in Neuß mit Recht hervorgehoben hat, ein Hauptgegensatz zwischen uns und Köln. Wir vertreten die alte Zentrumspolitik die Reform der Handelskammern durchgeführt worden ist, soll auch, Reform füddeutscher Handelskammern. Nachdem in Preußen und den Standpunkt aller katholisch- sozialen Autoritäten, während wie uns von zuverlässiger Seite mitgetheilt wird, in Württem die Kölnische Volkszeitung" von einem organischen Wiederaufbau der ihr besser." Gesellschaft nichts wissen will; das Chaos des Liberalismus gefällt berg und Baden in gleicher Weise eine Reorganisation der Handelskammern angestrebt werden. In Württemberg Schöner können es auch„ Kreuz- Beitung" und„ Neichsbote" nicht wird beabsichtigt, die Handels- und Gewerbefammern in reine machen. Freilich gehört das Zentrumsblatt, das so spricht, dem Handelskammern umzuwandeln und die fakultative Klaſſenwahl einagrarischen Flügel der Partei au und liegt auch in anderen Fragen lammern eine selbständige Stellung zu geben und ihnen dann gegen zuführen. In Baden verfolgt die Regierung den Plan, den Handelsmit der jetzigen Parteileitung in Hader. Immerhin ist es ein be- jetzt erweiterte Rechte zuzuweisen. gehören will und nicht unbeachtliche Persönlichkeiten hinter sich hat, merkenswerthes Sympton, wenn ein Blatt, das dem Zentrum zu eine solche Sprache gegen das Reichswahlrecht führt! Die verehrlichen Eisenbahnbehörden scheinen garnicht zu ahnen, Schale grimmigen Zornes über unser Haupt, weil wir es gewagt, zu der Berechnung der Alterszulagen nicht in Anrechnung gebracht wie reichliche Gelegenheit sie den verpönten Wigblättern spenden, die Geißel ihrer Satire zu schwingen!= Deutsches Reich. febt dem Wortlaut nach bekannt. Wie den„ Leipz. N. N." aus 2ippe Das Kaiser- Telegramm an den Graf- Regenten zu Lippe wird 130 Beamte in betracht Hamburg, 24. Juli. Eine Klage gegen den ham burgischen Staat will eine größere Anzahl hamburgischer Volk und Regierung. Gegen unseren so betitelten Leitartikel beamten bestimmt, daß die Dienstzeit vor dem 25. Lebensjahre bei 3011beamten anstrengen. Das Besoldungsgesetz der Zollvom Sonntag polemifirt ein hiesiges Abendblatt und gießt die sagen, daß das Bolt gewiffe Rechte nur in der Theorie habe, daß wird, wollen die davon betroffenen Zollbeamtenes tommen etiva sie ihm aber in der Praxis verweigert würden. Jetzt eben habe das wird, wollen die davon betroffenen Zollbeamten Bolt doch bei der Wahl gezeigt, daß es das Wahlrecht auch in der von etwa 80 Bollbeamten besuchten Versammlung eine Kommission Klage erheben. Vorläufig wurde in der Praris ausübe. Für wie hirnverbohrt" müßten wir unsere Gewie müßten toh aufere verstehens, die an Genialität grenzt. Wir machen in unserem Artikel auf Nichtauszahlung des Durchschnittsgehaltes. Wab recht nicht in der Praxis ausgeübt! Es giebt wirklich eine stunſt des Mig- gleiches Vorgehen beabsichtigen auch mehrere Beamte wegen der nossen halten, daß wir ihnen zumuthen, zu glauben, sie hätten das Wahl von vier Mitgliedern erwählt, die die Klage einleiten soll. Ein die offenkundige Thatsache aufmerksam, daß die Regierungsbaserem Schweiz. Berlin Schloß, 17. Juni 1898. Ihren Brief erhalten, Anordnungen des kommandirenden Grund abschaffen wollen, als weil das Volt wirklich gewählt fanu seit gestern als beendigt gelten, und zwar haben die streikenden parteien das allgemeine geheime Wahlrecht aus feinem anderen Genf, 24. Juli.( Eig. Ber.) Der Streit im Baugewerbe Generals geschehen mit meinem Einverständnisse nach vorheriger und nicht nach der Pfeife der Regierung getanzt hat. Aus dieser Arbeiter ihre Forderung nur theilweise durchgesetzt( Erhöhung des Anfrage. Dem Regenten, was dem Regenten zukommt, weiter Thatsache erhellt doch wahrhaftig mit genügender Deutlichkeit, daß Stundenlohnes um 2 Cent.). Doch haben die vereinigten unternichts. Im übrigen will ich mir den Ton, in die, welche so argumentiren, das Wahlrecht nur für ein theoretisches, nehmer sich zur Wiederbeschäftigung aller Streifenden verpflichtet. welchem Sie an mich zu schreiben für gut be- nur auf dem Papier stehendes Recht halten, von dem das Volk Einige Maurer, zirka 200 an der Zahl, stehen noch aus, doch nimmt funden haben, ein für alle Male verbeten haben. feinen Gebrauch machen soll. W. R." man an, daß auch fie Montag die Arbeit wieder aufnehmen werden. Nach den Jnformationen, die dem genannten Blatte ebenfalls aufnahme der Arbeit ab. Während des Ausstandes hat sich der Die Geschichte dieses Streites schließt aber nicht mit der Wiederaus Lippe zugehen, ist der Hergang der Angelegenheit bereits in einem Aftenstüd sämmtlichen Bundesregierungen zugegangen: Es iſt, wie bereits bekannt, darin betont worden, daß der Beder konservativen Presse, die stark nach italienischer Polizei rochen, maßregeln der Regierung, dank aber auch der schlauen Insinuationen Genfer Bevölkerung, dank der unverhältnißmäßigen Repressionsfehl des Graf- Regenten, seinen Angehörigen den Titel„ Erlaucht" eine so blinde, topfscheue Angst bemächtigt, daß das ſonſt in den zu geben und ihnen militärische Ehrenerweisungen zu erzeigen, fo lange unbeanstandet befolgt worden, bis der kommandirende schweizer Kommunen lebende Gefühl der Gerechtigkeit und Billigkeit General des VII. Armeekorps dem Regenten mittheilte, daß diesem Befehle nicht mehr Folge zu geben sei. Damals hat sich der Regent Abend in Karlsbad verstorben. Herr v. Plötz, der bekannte Agrarierführer, ist am Sonntag ganz in die Brüche gegangen ist. Und so hat eine republikanischBerthold von Plötz wurde am radikale Regierung, vor die Wahl gestellt, dem Prinzip oder naturgemäß zunächst an den General gewendet, von ihm jedoch die 9. August 1844 geboren, besuchte das stadettenhaus, war 1862 bis der„ öffentlichen Meinung zu folgen, alle freiheitlichen Ideale an Anwort erhalten, daß er nach den Dienſtvorschriften sein Verhalten 1864 Offizier im 2. Garde- Regiment zu Fuß, und widmete sich dann den Ragel gehängt und sich so reaktionär gezeigt, wie es kaum ein einzurichten und daß er einen entgegengesetzten Befehl vom Kaiser der Landwirthschaft; 1892 wurde er in Torgau- Liebenwerda in den konservatives Kabinet gewagt hätte. nicht erhalten habe. Graf Lippe hat hierauf Mitte Juni, den an- preußischen Landtag, 1893 im Wahlkreise Sorau in den Reichstag gewiesenen militärischen Instanzenzug innehaltend, eine Bitte gewählt, wo er der deutsch- konservativen Partei beitrat. Da er und Vorstellung" an den Kaiser gesandt, Se. Majestät möge aller- teine Aussicht hatte, in Sorau wiedergewählt zu werden, kandidirte gnädigst geruhen, ihm huldvollst Gehör zu schenken und ihm seinen er zulegt in Pommern und wurde wiedergewählt. mächtigen Schutz und Beistand gewähren zu wollen. Auch hat Graf Mit Herrn v. Plög verliert der Bund der Landwirthe einen Lippe vorausgeschickt, daß er, wenn, irgendwie der Wunsch nach seiner eifrigsten Führer. Zwar konnte sich Herr v. Plötz in den einer Modifikation seiner Anordnungen an ihn herangetreten wäre, Barlamenten feine angesehene Stellung erringen, dafür hat er er sich nicht widerſetzt hätte; daß er auch jezt nur deshalb die aller- agitatorisch unter den nothleidenden Agrariern starken Anhang geDaß das Volk Gebrauch von seinem Wahlrecht gemacht hat, das haben wir ja ausdrücklich betont, aber auch gesagt, daß es dafür bestraft werden soll. wenn wir das beinahe geniale Mißverständniß nicht in einem Blatte Wir hätten diese sonderbare Attade gar nicht berücksichtigt, gefunden hätten, das doch ernst genommen sein will; nämlich in der Germania"." " Vergnanini jetzt allem die Krone auf. Vergnanini, der Sekretär Die schon gemeldete Ausweisung des Genossen Antonio der italienischen Partei in der Schweiz, war seit vier Jahren in Genf ansässig, hatte nicht nur die Genehmigung zum Aufenthalt( permis de séjour), sondern auch die Erlaubniß zur Niederlassung erhalten. Aber schlimmer als die Ausweisung ſelbſt ist die Begründung derselben: man motivirt die Ausweisung damit, daß Vergnanini kein politischer Flüchtling, sondern ein gemeiner Verbrecher sei, in Italien wegen einfachen Banterotts und Körperverlegung verurtheilt. Vergnanini vertritt die italienische sozialistische Partei in der Schweiz; nicht nur ihm selbst, sondern der Bewegung sind wir es schuldig, gegen Veröffentlichungen Stellung zu nehmen, die seinen Namen in den Schmuz ziehen. Und darum, einige Worte über die gemeinen Verbrechen" des Verganini. Vergnanini, der einem alten, reichen Adelsgeschlecht der Provinz mushiet Emilia entstammt, sah sich bei dem plöglichen Tod seines Vaters, nehmen mit seinem Erbtheil, für seine Unternehmungen einzustehen der den Zusammenbruch gewaltiger Unternehmungen zur Folge hatte, vor die Wahl gestellt, die Verpflichtungen feines Vaters zu überoder nicht. Er hat das erstere gewählt und war vor dem Gesetz ein Bankrotteur, der übrigens zu 100 Lire Strafe verurtheilt wurde. andere. Hat er doch einen jener feilen Journalisten, einen so rechten Und wie ihn diese eine Verurtheilung ehrt, so ehrt ihn auch die wicht und Jämmerling, geohrfeigt, der das Andenken seines Vaters anzutasten gewagt hatte. Felice Cavallotti hat Vergnanini zu jener merkwürdigen Ohrfeige sein Glückwunschtelegramm gesandt, und jeder anständige Mann hätte gehandelt, wie unser Genosse es that. Matrose der Kriegsmarine mit einem Mädchen in Streit gerathen. Giner Arretirung suchte er sich durch die Flucht zu entziehen, wobei er, als er auf Anruf nicht stehen blieb, durch einen Schuß, der ihn verfolgenden Patrouille in den Oberschenkel schwer verletzt zusammen brach. Durch Strantenwagen mußte der Schwerverletzte ins Lazareth geschafft werden. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht vom Sonngnädigste Hilfe des Kaisers erbitte, weil er in dem Verhalten funden. des kommandirenden Generals einen Eingriff in die Rechte des. Kontingents und Landesherrn erblide. Der Regent Herr v. Köller und die Musik. Den erst verbotenen ftützte sich hierbei zweifellos auf die Militär- Konvention Umzug der Turner in Altona hat Herr v. Köller schließlich doch vom 23. Juni 1874, in der zwar die Militärhoheit an den Kaiser noch gestattet. Aber damit er wenigstens etwas Recht behalte, mußte abgetreten wurde, gleichzeitig jedoch dem Kontingentsherrn alle es ohne Mufit abgehen. Musik erscheint dem Herrn Oberpräsidenten Rechte verblieben, die nicht Gegenstand jener Uebereinkunft waren. als Beeinträchtigung der Sonntagsheiligung. Wie ist doch der Es sind ihm jedoch ausdrücklich die Stellung und die Ehrenrechte" flotte Bursch" bigott geworden! eines kommandirenden Generals gegenüber den im Fürstenthume dislozirenden Truppen eingeräumt worden. Graf Ernst hat sich Militärpatrouille niebergeknallt worden und zwar einer Wieder ist ein blühendes Menschenleben durch eine num besonders darüber beklagt, daß zwischen diesen verfassungs- Sache wegen, die dem Betroffenen vielleicht einige Tage Arrest einmäßigen Ehrenrechten und den Thatsachen insofern ein Widerspruch gebracht hätte. In einer verrufenen Gegend Kiels war ein bestehe, als der kommandirende General eine von ihm, dem Negenten, erlassene Dienſtvorschrift seinerseits aufhob und überdies seinen Landestindern befahl, eine von dem Herrscher getroffene, nicht auf militärischem Gebiete ruhende Anordmung nicht aus zuführen. Der Regent hat zweifellos befürchtet, daß durch ein folches Vorgehen eine Autorität im Lande untergraben und der Geist des Widerspruchs gestärkt werden könnte, er mochte abend auf Sonntag. auch besorgen, daß die Bevölkerung selbst durch die ihrem Aber nicht deshalb war Vergnanini in Genf, sondern weil er Regenten angethane Demüthigung schwer getränkt werden würde. Nicht nur Sozialdemokraten und Polen verfallen den in Italien als politischer Verbrecher, will fagen als Sozialist, zur Daß er mit dem Ausdruck unwandelbarsten Respektes" sich an den friegervereinlichen Maßregelungen. Der Braunschweig. Deportation verurtheilt war. Und das weiß niemand besser, als die Kaiser gewandt hat, ist bei einem Manne selbstverständlich, der zu Landeszeitung" wird aus Peine geschrieben: Anstifterin seiner Ausweisung, die italienische Polizei. allen Zeiten treu zu Kaiser und Reich gehalten hat. " Der Führer der deutschsozialen Reformpartei, Es ist unnöthig, hinzuzufügen, daß Vergnanini alles gethan hat, Georg Weber, ist aus dem Kriegerverein und dem Landwehr- um die bedauerlichen Unruhen während des Streiks zu verhindern. verein ausgeschlossen worden, weil er gelegentlich einer am Interessant ist, daß die„ Stefani" eher von der Ausweisung Tage vor der Stichwahl stattgehabten, von der deutsch- hannoverschen wußte, als die hiesige Presse. Auch der italienische Partei einberufenen Versammlung die Aeußerung gemacht hatte, Konsul dürfte eher darum gewußt haben, als die republikanischer könne die Welfen als Reichsfeinde nicht betrachten. Herr radikalen Behörden! Weber wird, wie verlautet, gegen beide Vereine im Klagewege vorgehen." Graf Ernst zur Lippe hat, wie er glaubt, durch das obige Telegramum sich der Möglichkeit beraubt gesehen, sich weiterhin bittend an den Kaiser zu wenden und hat sich zu dem außerordentlichen Schritte entschlossen, eine feierliche Rechtsver wahrung den Souveränen des Deutschen Reiches zu unterbreiten. Er dürfte auch hierin feierlich vor Gott bezeugt haben, daß er stets in Treue zu der Person des Trägers der deutschen Kaiserkrone gestanden habe und daß alle bitteren Er fahrungen ihm nicht eine andere Gesinnung einpflanzen würden, Nur als von Gottes Gnaden und von Rechts wegen berufener Regent eines deutschen Bundesstaates hat Graf Ernst sich gezwungen gesehen, gegen Form und Inhalt des ihm ge wordenen Bescheides Einspruch zu erheben, um die Rechte und Ehren der Lippeschen Krone an den Nachfolger rein und ungeschmälert übergehen zu lassen." Die Sache wird also immer intereffanter. Die Berliner Offiziösen tragen immer noch das Schloß vorm Mund. " Frankreich. Wir können nicht leugnen, daß diese Maßregelung uns rechten Paris, 24. Juli.( Eig. Ber.) Die Peitschenhiebe, die der Spaß macht. Einestheils weil sie zeigt, wohin die Bahn führt, die Dominikaner Didon unter dem Beifall des Generals Exzellenz v. Spitz und seinesgleichen den Kriegervereinen weisen, Jamont der Zivilgewalt versezt hatte, haben denn doch Herrn nämlich zur Ausschließung aller Elemente, die nur irgendwie Brisson die Schamröthe ins Gesicht getrieben. Dazu hatte es freilich von der vorschriftsmäßigen patriotischen Gedankenlosigkeit und bedurft der nahezu einmüthigen Proteste der republikanischen Preſſe, Unselbständigkeit abzuweichen wagen. Andererseits ist jene Maß von der sozialistischen Petite République" bis zum großregelung interessant, weil sie das Mitglied einer Partei trifft, die bürgerlichen Temps" und der selbst„ République france", dem an hündischer Byzantinerei besonders großes leistet und jede Hinaus- Leiborgane des Herrn Méline. Und wer weiß, ob weisung von Sozialdemokraten aus Kriegervereinen mit Freuden- diese Proteste genügt hätten, wenn nicht der sozialistische geheul begrüßt. Abgeordnete Fournière außerdem eine Interpellation angekündigt hätte? Bisher horcht, in der That, die Regierung ausPolenbekämpfung. Aus Posen wird berichtet: Die Straf- schließlich auf die Wünsche der Generalstabspresse. Diese aber hat fammer verurtheilte heute den früheren Redakteur der polnischen in ihren flerital- monarchischen Organen die Staatsstreichrede DidonWochenschrift Praca" Boleslaus Ratowski wegen Auf- Jament mit Begeisterung gelobt, während ihre auch- republikanischen reizung zu Gewaltthätigkeiten und Beleidigung gane, darunter das Schandblatt Rocheforts, den Vorfall ganz der Deutschen zu vier Monaten Gefängniß, nachdem das Reichs- todischwiegen. gericht das erste Urtheil aufgehoben hatte. Sodann verurtheilte sie Daß die Antwort der Zivilgewalt auf den frechen Uebergriff ben gegenwärtigen Redakteur des Blattes Anton Lipinski wegen des Oberbefehlshabers der französischen Armee recht harmlos aus Beleidigung des Staatsministeriums zu zwei gefallen ist, versteht sich von selbst. Der Ministerrath beguügte sich Monaten Gefängniß. Samit, vom Kriegsminister Cavaignac ein Rundschreiben zu erlangen, worin den Armeespizen, unter Berufung auf eine vor 22 Jahren erlassene kriegsministerielle Anweisung, aufgegeben wird, fortan den Borsiz in nicht- staatlichen( d. h. Hlerifalen) Schulfeiern nicht ohne vorherige Erlaubniß des Kriegsministers anzunehmen. General Jamont kommt also mit einem sehr schonenden und sehr indirekten Nochmals Zentrum und Wahlrecht. Bei Gelegenheit einer Besprechung der neuesten Grafen Mirbach'schen Aeußerungen über das Reichs- Wahlrecht geht die" Germania" auch auf die Mit theilungen der Bolts- Beitung" ein, welche die Unzuverlässigkeit der Zentrumspartei in derselben Frage betont hatten. Das Zentrumsblatt erklärt diese Mittheilungen für eine„ fette Ente" und er imert an den letzten Wahlaufruf der Zentrumsfraktion, der sich klar genug für die Erhaltung des Wahlrechts ausgesprochen habe. Wir hatten die Mittheilungen der Bolts- Zeitung" von vorn berein nicht als eine neue Offenbarung auffassen können, denn wir hatten schon früher dem Zentrum auch in der Wahlrechtsfrage nicht Feuergefährlichkeit von Schulhäusern. Auf Veranlassung über den Weg getraut. Aber die Germania" braucht sich deshalb der Regierungen finden gegenwärtig Erhebungen über die noch vor der Bolts- Zeitung" gegenüber wahrlich gar nicht so dünfelhaft handenen älteren Schulhäuser statt, die ganz oder theilweise Strohgeberden. Wir möchten nur citiren, was der„ Kölnischen Volks- bezw. Rohrdächer haben. Es sollen dann durch die Kreiszeitung", die für das jetzige Wahlrecht zintrat, ein anderes Zentrums- Baubeamten Feststellungen hinsichtlich der Feuergefährlichkeit solcher organ, die" Rheinische Voltsstimme", erwidert hat: Gebäude vorgenommen werden. " = Stellungen bedarf. Es ist schwer zu verstehen, wozu es da noch besonderer Fest überhaupt noch vorhanden sind. Schlimm genug, daß derartige Schul, häuser" überhaupt noch vorhanden sind. " Tadel davon. " Dame" „ Wir unsererseits halten in ähnlicher Weise, wie sich Herr Dr. aufrecht. Es wird namentlich darüber Aufklärung verlangen, ob Genosse Fournière hält natürlich sein Interpellationsbegehren Lieber neulich in Montabaur aussprach, die Beibehaltung des Cavaignac gewillt sei, in Zukunft die Betheiligung von Generälen allgemeinen gleichen Wahlrechts für eine Nothwendigkeit; an Staatsstreich- Kundgebungen zu verbieten bezw. anders zu dagegen halten wir die heutige rein geographische Eins Von einer schweren Wasserkalamität in Königshütte wird ahnden, als mit der Ausgrabung längstvergessener und mißachteter theilung der Bezirke für ein System, bei welchem erfahrungs- der Bolts- 8tg." unterm 23. Juni berichtet: Instruktionen. mäßig die Produktivstände zu furz kommen, Handel, Industrie Einen eigenthümlichen Anblick gewährt seit gestern früh unsere Ueber die Untersuchung in Sachen Esterhazy steht und freie Berufe"( besonders Juristen und Journalisten) un- Stadt. Auf allen Straßen sieht man Männer, Frauen und Kinder soviel fest, daß der Generalstab alle Minen springen läßt, um den verhältnißinäßig beborzugt werden, und speziell der Bolts mit Krügen und Eimern bewaffnet und mit sorgender Miene Wasser Arm des Untersuchungsrichters Bertulus zu lähmen. Es handelt verhebung Thür und Thor geöffnet wird. Ein Wahl- suchend. Unsere Wasserleitung, die von vier Meilen her das Wasser sich dabei nicht mehr um Esterhazy allein. Auch die famose förper, der von allen Ständen und Gruppen in unsere Stadt und die umliegenden Ortschaften leitet, ist an verschleierte im Offiziersrock ist höchst ge= Tosgelöst auf dem gesellschaftlichen Chaos aufgebaut ist, einer Stelle geplakt und wir befinden uns daher in der fährdet. Schon seit dem ersten Prozeß Zola konnte man wird sein revolutionäres Ursprungsattest immer wieder vorzeigen, schrecklichsten Lage. Die königlichen Gruben, die in und um Königs- hinter dem Schleier besagter Dame, die Esterhazy das„ rettende Wir wünschen daher eine berufsständische Eintheilung hütte fördern, fangen uns sämmtliche Quellen ab, so daß wir einzig Dokument" aus dem Geheimschranke des Kriegsministeriums ausder Wahlkörper unbeschadet des gleichen Wahlrechts. Wenn die und allein auf unsere Wasserleitung angewiesen sind. Trozdem hat geliefert hatte, die Züge eines Generalstabs- Offiziers erkennen. Ferner Sölnische Volkszeitung" meint, dafür fehle noch die Grundlage, man es nicht für nöthig gefunden, eine Reserve- Wasserleitung herzu- deutete alles darauf hin, daß es derfelbe Offizier war, der Esterhazy weil die Organisation der Berufsstände erst im Werden sei, so ist stellen. Es läßt sich auch taum übersehen, welches Unglück während geholfen hatte, die falschen Telegramme an Picquart zu verfertigen. das nicht ganz unrichtig; auch wir wollen die Reform nicht von der wasserlosen Zeit unserer Arbeiterbevölkerung droht, die Bertulus scheint num auch die juristischen Beweise in Heute auf morgen; wenn sie aber die Sache so darzulegen sucht, sich den Lugus des Bier= den und Seltertrinkens nicht leisten Händen zu haben, daß die verschleierte Dame" fein anderer ist als handele es sich hier um Privatpläne der Konser- tamm der Verwarnungen unseres Magistrats ihren als Oberst du Paty de Clam, der geistig und moralisch unvativen, so verleugnet fie die ganze Geschichte Wasserbedarf aus Pfügen und unreinen Gewässern zurechnungsfähige Untersucher im Dreyfus- Prozeß... In den letzten des Zentrums und die gesammte katholische Sozialpolitik! entnehmen muß. Die Wasserkalamität dauert mun schon zwei Tagen sprachen mehrere Zeitungen verschiedener Richtung von einer Wir brauchen nur wieder anzufangen, Zitate aus Hize, Weiß, Tage, und man weiß nicht, ob sie heute schon beendet sein wird. In bevorstehenden fürchterlich- sensationellen Verhaftung. Gemeint war Oberdörffer u. f. w. zu publiziren, um die Kölnische Boltszeitung" der Nacht zu Sonnabend Holten sechs städtische Gespanne aus Kattowig damit eben du Path de Clam. Und heute nennt der„ Siècle" zum Schweigen zu bringen, wie wir das in dieser Frage oftmals und Lipine Trinkwasser, welches unter Polizeiaufsicht im Rathhause offen dessen Namen als eines Mitschuldigen an den gethau haben. Leider aber war ihr Einfluß im Zentrum in den I vertheilt wurde. Bei der Wasservertheilung brach ein förmlicher Kampf Fälschungen Esterhazy's " so fort. Det Generalitab and Cavaignac dürfen selbstverständtich auf keinen Fall die Ver- Provinz Petschili auf gleicher Grundlage wie bei der Konzession als auf Bestellung geliefert hatte. Von besonderem Interesse wurde wickelung du Bath de Clam's in die Esterhazy- Affäre zulassen. in der Provinz Schansi zu erlangen. Das Syndikat will gegen die Verhandlung nur durch die sehr eingehenden Fragen des VorDenn das wäre der Zusammenbruch! Cavaignac's Unterſtügung ist Verpfändung der Tong- tschan Stohlenminen 250 000 strl. aufbringen, sigenden nach den Subsistenzmitteln des Dylong. Von was er lebe, dem Generalstab desto gewisser, als du Paty de Clam welche zur Ausbeutung der Konzession und zur Errichtung von Werft ob ihn die Verleger oder sonst jemand unterſtüße u. f. w. man beachte es wohl! ein Better und Duzfreund des anlagen in Tsching- Wangtao dienen sollen. gegenwärtigen Kriegsministers ist... Der Unterfuchungsrichter Bertulus müßte also ein wahrhafter Cato sein, um difat Mine n' Ronzessionen ein. Die foreanische Regierung räumte einem englischen Syn feine Pflicht bis zu Ende zu thun. Paris, 23. Juli. Advokat Labori begab sich heute in das Bureau des Untersuchungsrichters Fabre, um Einsicht in die Picquart betreffenden Akten zu nehmen. Es wird allgemein angenommen, daß die gegen Picquart und die gegen Esterhazy eingeleitete Untersuchung Ende nächster Woche zu Ende kommen werde. bekannt. strafen. Paris, 25. Juli. Entgegen den Gerüchten, welche gestern Rachmittag im Umlauf waren, fand gestern bei dem Major du Paty de Clam keine Haussuchung statt. Ein Schutzverband der englischen Gewerkschaften. London, den 22. Juli. Der Gen. Schmidt in Kellinghusen( Schleswig) wurde zu 9 Mark Geldstrafe verurtheilt, weil er am 1. Mai durch Veranstaltung einer sogenannten amerikanischen Auktion eine Sonntagsentheiligung begangen haben soll. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Tapezirer! Die Verhandlungen, welche die AgiParis, 24. Juli. Der„ Siècle" beschuldigt den Major du tationstommission der Tapezirer am Montag mit Herrn Eber Paty du Elam in formeller Weise, er sei durch Ertheilung von Verhältnißmäßig unbeachtet von der Tagespresse hat von Mon- hardt geführt hat, sind resultatlos verlaufen, indem Herr Eberhardt Rath Mitschuldiger Esterhazy's gewesen bei der Absendung tag, den 18., bis Mittwoch, den 21. Juli, in Manchester eine die Forderungen der Ausständigen nur zu einem Theile anerkennen der falschen Telegranime an den Oberst Picquart und habe Esterhazy Konferenz von Gewerkschaftsvertretern getagt, die sich mit einer sehr wollte. Zuzug ist nach wie vor fernzuhalten. Die Agitationsdas Dokument mit dem Attenauszug mitgetheilt, welches dem bedeutsamen Angelegenheit, nämlich der radikalen Lösung des Pro- Kommission. Ministerium durch die Dame mit dem Schleier zugestellt worden sei. Der Gewertschaften beschäftigte. Ein Problem, das so alt ist legten Versammlung( vergl. Bericht in der heutigen Nummer) bereit, blems der Schaffung eines Truz- und Schuhverbandes Der" Siècle" behauptet ferner kategorisch, Major du Path de Die Freie Vereinigung der Kaufleute erklärte sich in ihrer Clam habe das Geheimniß der verschiedenen Untersuchungen verwie die Gewerkschaftsbewegung selbst, unzählige Male in Angriff ge- fich zu gunsten einer gentralisation aller auf dem Boden des rathen, um Esterhazy zu retten; du Paty de Clam selbst habe nommen und dann wieder fallen gelassen wurde, um nach etlicher einen falschen Sperenza- Brief geschrieben; du Baty de Clam fei Zeit durch irgend ein Ereigniß stets wieder von neuem auf die Stlassentampfes stehenden kaufmännischen Vereinigungen aufzulösen. selbst die verschleierte Dame gewesen, welche Esterhazy das rettende Tagesordnung gefeßt zu werden. Ein Problem, dessen GrundDeutsches Reich. Dokument Kanaille de D..." übergeben. Der" Siècle" er- Gine gewiffe Annäherung an die Verwirklichung des Gedankens stellt Telegramm: Die Aussichten des Schneiderstreits sind an sich sehr gedanke ebenso verführerisch ist, wie seine Ausführung schwer ist. Achtung, Schneider! Von Bukarest erhalten wir folgendes flärt weiter, alles das sei den meisten Mitgliedern des Kabie Schutzver- günstig, binets Brisson, wie auch denen des früheren Kabinets Meline die in den lezten Jahren vollzogene Schaffung von Schußver günstig, nur ist Unterstügung dringend nothwendig, wenn der Streik bänden in bestimmten großen Industrien dar, wie nicht doch verloren gehen soll. Die Noth unter den Ausständigen ist In einem Briefe, welchen Lucien Millevohe an den Minister- der Verband der Gewerke der Schiffbau- und Maschinenbau- sehr groß. Sendungen sind zu richten an Anton Hlousek, Aber diese Verbände Clubul Munzitorilor, präsidenten Brisson gerichtet hat, benachrichtigt er letteren, Induſtrie, der Verband der Baugewerfe 2c. Str. Doamei No. 7, daß er in anbetracht der Fortsetzung der Agitation zu gunsten sind gerade, was die Vorsorge für gegenseitige finanzielle Bucarest. Dreyfus und des Verleumdungs- Feldzuges gegen die Heerführer unterstützung anbetrifft, bisher noch sehr schüchtern vorIn Stettin sind die Stellmachergehilfen in den Ausund gegen Frankreich ihn beim Wiederzusammentritt gegangen, und ferner wird gegen ihre Leistungsfähigkeit geltend gedes Parlaments über die geseßlichen Maßnahmen befragen einander bei Ausständen am wenigsten zu helfen vermögen, fall des noch im Stellmachergewerbe üblichen Wohnens und der macht, daß Organisationen verwandter Industriezweige stand getreten. Sie fordern eine 102stündige Arbeitszeit und Fortwerde, welche die Regierung zu treffen oder dem Parlamente vor- weil sie durch die Rückwirkungen solcher gewöhnlich start in Mit Beköstigung der Gesellen im Hause des Meisters. Auf die letztere zuschlagen gedente, um das" Syndikat des Verrathes" zu beweil leidenschaft gezogen werden. In der That hat z. B. der Forderung wollten die Meister eingehen, die Festlegung der Arbeitsein ganzes Vermögen an Arbeitslosenunterstüßung gefoftet. große Maschinenbauer- Kampf der Organisation der Kesselschmiede zeit dagegen glaubten sie ablehnen zu müssen. Vom Hamburger Brotboykott ist heute nur soviel zu melden, Dieser und ähnlichen Schwierigkeiten fucht ein Plan zu be daß sich ein Theil der dortigen Mehllieferanten vom Arbeitgebergegnen, den ein Mitarbeiter des sozialistischen Blattes Clarion", Verband dazu hat drängen lassen, denjenigen Meistern, welche die P. J. King, gemeinsam mit dem Redakteur des Blattes, R. Blatchford, bescheidenen Forderungen der Gehilfen bewilligt haben, kein Mehl mehr ausgearbeitet und seit mehr als Jahresfrist eifrig in ganz England zu liefern. Daß diese Mehlhändler und-Makler den kürzesten hierbei propagirt hat. Nach diesem Plan sollen sich alle Gewerkschaften zu ziehen werden, liegt klar auf der Hand. Bereits am Sonnabend einem großen Versicherungsverband zusammenschließen, in trafen, wie das„ Echo" mittheilt, sechs Eisenbahnwagen mit Mehl in den jede einzelne Gewerkschaft pro Mitglied wöchentlich einen be- Hamburg ein, das den vom Arbeitgeber- Verband boykottirten Bäckerstimmten Beitrag einzahltHavre, 24. Juli. Heute Abend ist die„ Bretagne" mit 23 Schiff und es ward vorgeschlagen 6 Bence meistern zur Verfügung steht. Abschlüsse mit großen Mühlen des dafür im Falle eines bom Verband brüchigen der„ Bourgogne" hier eingelaufen, vier derselben sind Ausstandes anerkannten Kontinents sind bereits erfolgt. Die Streifleitung der Bäckergesellen pro Rate jeder im Verband vertretenen Or hat diese Mehllieferungen organisirt. bereits vom Staatsanwalt an Bord der„ Bretagne" verhört worden. Woche für Woche ganisation fo viel Sixpence zurückDie Schiffbrüchigen sind angewiesen worden, das Schiff nicht zu verhält, als sie selbst jeder dieser Organisation durch ihren Wochen- Der Streik der Lübecker Bauarbeiter und Manrer dauert beitrag in solchem Falle leisten würde. So daß also z. B. eine unverändert fort. Die Tyrannei des Arbeitgeber- Verbandes, von Die Glashütte der Arbeiter. Die Lügen haben kurze Beine, Gewerkschaft, die 1000 Mitglieder zählte, falls ihre Mitglieder in der wir seit Bestehen des Streits schon mehrfache Beispiele anführen fagt das Sprichwort, aber die Beine sind sehr dauerhaft, namentlich Ausstand treten, von einer Gewerkschaft, die 500 Mitglieder zählt, fonnten, wird nun auch schon den Unternehmern selbst lästig, wie die Beine der Bourgeoislügen. Seit die Arbeiter- Glashütte nur 500 Sixpence erhielt, dafür ihr aber gegebenenfalls ebenfalls folgende Anzeige in Lübeder Blättern beweist: Oeffentliche Erin Albi besteht, taucht in der Bourgeoispreffe periodisch, in kürzeren nur 500 Sixpence zahlte. Einer Gewerkschaft mit mehr als 1000 flärung. Die heute in der" Flora" stattgefundene Zusammenkunft oder längeren Zwischenräumen, die Nachricht auf, die Glas- Mitgliedern würde sie ihrerseits nur 1000 Sixpence zahlen und von von 42 Lübeckischen Bauunternehmern erklärt hierdurch laut einhütte sei bankrott, unfägliches Elend herrsche unter den ihr auch nur 1000 Sixpence erhalten. Und so nach oben stimmigem Beschluß:" Daß sie mit der vom Lübeckischen Arbeitunglücklichen Arbeitern, die von den bösen Sozialisten sich hätten und unten weiter, so daß Leistung und Gegenleistung der geberverband veröffentlichten Berrufserklärung derjenigen Arbeitgeber, vorführen lassen, dem guten Papa Rességuièr, dem franzöfifchen einzelnen Gewerkschaften in ihrer Beziehung zu jeder anderen, die sich in Güte mit ihren Leuten geeinigt haben, nicht einverstanden Mitbürger Stönig Stumm, Konkurrenz zu machen. Seit einigen Wochen geht dem Verband angehörenden Gewerkschaft stets proportionell blieben. sind, und weisen dies Verfahren energisch zurück." die Nachricht wieder durch die internationale Bourgeoispresse. Und Das Projekt ist mit großem Scharfsinn bis in seine Einzelheiten Lübecks! In anbetracht dessen, daß die Bauunternehmer Lübecks, den einzelnen unsere deutschen Zeitungen insbesondere theilen herzbrechende Einzel- ausgearbeitet. So wird dem Umstande, daß bei dieser proportio- fogar Mitglieder der Innung, schon 1897 heiten über die Noth der armen mißleiteten Arbeiter mit, nellen Butheilung der Unterstützungen zwar die den einzelnen Gewert- Arbeitern 37 Pf. Stundenlohn gezahlt haben, erachten die anwesenden und die Krokodilsthränen fließen so reichlich, daß eine schaften zufallenden Unterstützungssummen mit der Zahl ihrer Mitglieder Unternehmer den zur Zeit herrschenden Streit als von der BauUeberschwemmung zu befürchten stand. Um dieses Unheil abzu wachsen, die Unterstützungen pro Kopf aber fallen würden, dadurch hütte" und vom Arbeitgeberverband provozirt und wenden sich hierwenden, schrieben wir an Freund Gerault- Richard von der begegnet, daß vorgeschlagen wird, die großen Gewerkschaften für die durch an die Bürger Lübecks, dem Wunsch des Arbeitgeberverbandes, " Petite Republique", und die Antwort fiel natürlich so aus, wie wir Bwvede des Verbandes in fleinere Sektionen abzutheilen, von denen uns feine Arbeit zuzuwenden, feine Folge zu geben. Wir erklären erwartet hatten: jede dann eine Unterstützungseinheit bilden würde. hiermit, daß wir trop des Beschlusses des Arbeitgeberverbandes, Der Brief Björnson's an Zola, welcher von Aeußerungen des deutschen Reichskanzlers zur Dreyfus- Frage erzählte, wird jetzt seinem ganzen Juhalt nach als irrig bezeichnet. Björnson, der sich in München befindet, erklärt dagegen, jein Gewährsmann, der den Fürsten Hohenlohe gut kenne, sei durchaus zuverlässig. laffen, und werden morgen vor Gericht erscheinen. J Alles gelogent" Alles gelogen erstunken und erlogen! Die Glashütte ſteht auf durchaus festen Füßen, der Geschäftsstand beffert sich fortwährend und unter den Arbeitern herrscht, nachdem man sich Die bezahlten Spize! des Herrn Rességuièr vom Halse geschafft hat, die schönste Harmonie. Arbeiter, merkt Euch das! Und wenn die Bourgeoispresse wieder ähnliche Geschichten erzählt, dann erinnert Euch an das Wort: Alles gelogen!" higa od England. Der Plan ist indeß nicht ohne seine technischen Mängel. Troß- uns kein Material zu verkaufen, jederzeit leistungsfähig sind, und dem hat er eine große Anhängerschaft gewonnen, und auf der ersuchen das geehrte Publikum, uns trop der Verrufserklärung gütigst oben erwähnten Konferenz ist er mit einigen Abänderungen zu berücksichtigen, da die„ Bauhütte" uns in feiner Weise von ihrem einstimmig angenommen worden. Die Konferenz Beschluß in Kenntniß gesezt hat. Lübed, den 21. Juli 1898. Die war von rund 200 Delegirten besucht, die gegen 750 000 organi der Innung fernstehenden Bauunternehmer Lübecks." In dem sirte Arbeiter vertreten haben sollen. Das wäre gut die Lübecker Anzeiger" einem nationalliberalen Blatt findet sich Hälfte der fämpfenden englischen Gewerkschaftswelt; es muß aber ein Bericht über die erwähnte Versammlung der Unternehmer, jedenfalls noch abgewartet werden, in wieweit die vertretenen worin es u. a. heißt:„ Einzelne Redner sprachen sich scharf Arbeiter die Beschlüsse ihrer Delegirten gutheißen und durch die gegen diese Handlung des Arbeitgeberverbandes aus und erThat bekräftigen werden. Es wurde ein provisorisches Komitee ge- achteten es als eine Verrufserklärung und Geschäftsschädigung, wählt, das die Beschlüsse der Konferenz zur Ausführung bringen daß die Herren in solcher Weise gegen kleinere Handwerker und London, 22. Juli.( Eig. Ber.) In Reading, unweit von soll und das auch, nach den Darlegungen King's in der Schlußsizung Berufsgenossen vorgehen. Es ist sogar von seiten des Arbeitgeber= London, findet am 27. Juli eine Parlaments- Nachwahl statt, bei der der Konferenz, ein politisches Attionsprogramm des zu Verbandes auf die Lieferanten für Baumaterialien der Terrorismus auch die englische Sozialdemokratie im Felde ist. Kan- schaffenden Verbandes ausarbeiten soll. soweit ausgedehnt worden, daß die Leute sich verpflichteten, Unterdidat ist en ry Quelch von der Sozialdemokratischen Föderation, Wir haben es also offenbar mit einer Art Gegen Organi- nehmern, die sich in Güte mit ihren Leuten einigten, fein Material der langjährige Redakteur der Justice". Ihm steht von seiten der fation gegen den Allgemeinen Gewerkschafts- zu liefern. Die auswärtige Konkurreuz, macht sich dies jedoch zu Liberalen der Inhaber der dort gelegenen bekannten Biskuitfabrit Kongreß oder dessen Leitung zu thun. Auf dem letzteren Nutzen, und steht den Unternehmern jederzeit Material zur BerHuntley u. Palmer, W. G. Palmer, gegenüber. Unser Genosse hat dominiren die Vorstände der großen Gewerkschaften, auf der fügung, so daß diese Handlungsweise vollständisch illusorisch wird. feinen leichten Stand, denn der Einfluß der Famlie Palmer in Konferenz in Manchester waren von diesen wenig au Die Unternehmer vereinigten sich dahin, eine öffentliche Erklärung Reading ist sehr groß; fie gelten bei der Bevölkerung als merken; ihre Vertretung bestand aus Vorständen kleinerer zu erlassen und zum Schluß, auf Anregung mehrerer Unternehmer, diejenigen, die die Stadt zu etwas gemacht haben. Aber Gewerkschaften, Borständen von Lokalen Mitgliedschaften und in nächster Zeit einen Berein zu gründen, damit man in der Lage die für die Wahl Quelch's abgehaltenen Versammlungen Delegirten von lofalen Kartellen( Trades Councils"). Die ist, seine Interessen gemeinschaftlich zu vertreten." zu find trotzdem in ihrer Mehrheit gut ausgefallen. Neben Gegensäße zwischen den letzteren und den Zentralleitungen der Ge- Die Verhandlungen zwischen den Magdeburger Bau den Mitgliedern der andern sozialistischen Fraktionen Englands treten wertschaften sind bekannt. Sicher fehlt es den Trades Councils Unternehmern und den Bauarbeitern sind nunmehr als gänzlich auch verschiedene vorgeschrittene Radikale, die mit der jetzigen schlaffen häufig an der Kraft, ihre Beschlüsse durchzuführen, und so ist der gescheitert zu betrachten. Die Unternehmer haben einem italienischen Führung der liberalen Bartei unzufrieden sind, für Quelch ein. Bei Titel, den die neue Verbindung sich beilegt:„ Nationaler und Inter- Agenten Auftrag ertheilt, Leute für sie heran zu schleppen, es dürfe alledem ist jedoch an einen Sieg desselben nicht zu denken. Reading nationaler Verband von Gewerkschafts- und Arbeiter- Vereinen", foften, was es wolle, er brauche nicht zu sparen mit Depeschen u. f. w., hat außer der Palmer'schen Fabrit so gut wie gar keine Induſtrie. pompöser als der Juhalt; aber es fehlte auf der Konferenz auch auch wird diesen derselbe Lohn versprochen, den die Ausständigen verFür die Mehrheit der Wähler scheint die Befreiung vom Impfzwang nicht an Personen, die in der britischen Gewerkschaftsbewegung einen langen. Eine Anzahl Arbeitswilliger stehen den Meistern schon seit längerer größere Bedeutung zu haben, als die Befreiung vom Druck des angesehenen Namen haben. Zeit zur Verfügung; sie sind in einem Schuppen auf dem Luckauer Kapitalismus, und so hat im Hinblick auf diese Nachwahl die Regierung gestern im Parlament dem neuen Impfgefeß eine Klausel einverleibt, die für alle, welche Gewissensbedenten gegen das Impfen zu Protokoll geben, den Impfzwang abschafft. zu geben. Türkei. Es muß nun abgewartet werden, was aus der Sache weiter Rangirbahnhof einquartirt und werden von und zu dem Arbeitsplatz wird. Auch das Komitee des allgemeinen Gewerkschaftskongresses geführt, sie dürfen auch den Schuppen nicht verlassen, die Thüre ist hat einen Entwurf für einen Allgemeinen gewerkschaftlichen Schutz- bewacht. So wird die freie Arbeit" geschützt. hält verband ausgearbeitet, der sich aber in bescheidenen Grenzen Die Versammlung der Streifenden, die am Sonnabend statter sieht nur Vierteljahresleistungen pro Mitglied gefunden hat und die zu dem Schiedsspruch des Bürgermeisters der zu verbündenden Organisationen vor und auf der Stellung zu nehmen hatte, soll der Magdeburg. Beitung" zufolge vorerwähnten Konferenz wie auch vorher schon in vielen beschlossen haben, die Arbeit wieder aufzunehmen. Die Bestätigung Versammlungen und auf örtlichen Konferenzen als gänzlich dieser Nachricht bleibt jedenfalls abzuwarten. ungenügend verworfen wurde. Verschiedene Borstände größerer Konstantinopel, 24. Juli. Die Situation in Yemen verschlimmert sich. Die aufständischen Scheits gewinnen durch die Vertheilung von Lebensmitteln immer größeren Anhang bei der hungernden Bevölkerung. Troß eingetroffener Militärverstärkungen Gewerkschaften, wie der große Verein der Maschinenbauer, die Der Zimmererstreik in Dresden ist durch eine Versammlung befürchtet man einen allgemeinen Aufstand. Gewerkschaft der Zimmerer, erklären ihn gleichfalls für unzulänglich, für beendet erklärt. Die Arbeiter haben zum theil ihre Forderungen Kanea, 23. Juli. Die tretische Nationalversammohne sich freilich direkt für das Projekt des" Clarion" auszusprechen. durchgefeßt, Die noch mangelhafte Organisation verhinderte einen lung hat munmehr den Vorschlägen der Admirale, betreffend die Jedenfalls wird diese Frage wohl den Hauptgegenstand der Debatten vollen Sieg. provisorische Verwaltung der Insel zugestimmt. Gleichzeitig erklärte Die Tragweite der Sache liegt auf der Hand. Unzweifel- getreten. Sie fordern eine Erhöhung und zweifelsfreie Berechnung des diesjährigen Allgemeinen Gewerkschaftskongresses bilden. Die Dresdener Dachdecker sind in eine Lohnbewegung ein sie ihre Bereitwilligkeit, unter der Bedingung, daß die türkischen haft bietet eine Ausstandsversicherung neben den finanziellen bes Lohnes für sich und die Hilfsarbeiter, zehnstündige Arbeitszeit, Truppen Kreta verlassen, den Mohamedanern, welche in das auch sonstige Schwierigkeiten aller Art und mag sich in vielen Fällen entsprechende Lohnzuschläge für Ueberstunden und Nachtarbeit( für Innere des Landes auf ihre Befizungen zurückkehrten, sicheres Geleit als eine zweischneidige Waffe erweisen. Aber die Entwickelung der die letztere 1,50 M. pro Stunde), Vergütung der Fahrt, wenn Afrika. Dinge drängt auf immer größere Vereinigungen und so wird die die Arbeitsstätte weiter als eine halbe Stunde vom Werkplatz ente Bewegung faum ganz resultatlos ausgehen. Bis es dahin kommt, fernt ist. Bloemfontain, 23. Juli. Der Volksraad des Oranje- daß der zu schaffende Versicherungsverband außergewöhnliche Mittel Freistaates wurde heute geschlossen. Der Präsident sagte zur Verfügung hat, wird er auch gelernt haben, von ihnen einen in seiner Rede, die Ratifikation des Bollvertrages mit dem Kapland zweckmäßigen Gebrauch zu machen. und Natal werde zu dem Guten führen, was man allgemein erhoffe, nämlich zu einer Föderal Union. Er vertraue, daß binnen furzem sämmtliche südafrikanische Staaten dem 3ollvereine beitreten würden. Ebenso hoffe er eine weitere Einigung darin zu sehen, daß eine Eisenbahn- Konferenz_abgehalten und sämmtliche Tarife auf eine gleiche Grundlage gestellt würden. Asien. Partei- Machrichten. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Eine ganze Anzahl Königsberger Genossen hatten Strafmandate erhalten, weil sie während der Wahlzeit auf dem Lande Flugblätter vertheilt hatten. Gerichtlicher Entscheid wurde in Aus Peking wird den" Times" gemeldet, die 8entral- allen Fällen beantragt. Die bisher verhandelten Fälle endeten mit regierung sei beunruhigt wegen der Ausdehnung des Freisprechung. Aufstandes in Kwang- si und Kwang- tung, da sie die Möglichkeit Der Genosse Dylong war angeklagt, die Gazetta von Verwicklungen mit Frankreich fürchtet. Der Zollkommissar Robotnicza" und andere Druckschriften verbreitet zu haben, ohne Detring hat sich in Vertretung eines deutschen Syndikates an einen Gewerbeschein zu befizen. Er hatte sich dieserhalb vor dem das Tsung- li- Yamen gewandt, um eine Konzession zur Aus- Schöffengericht zu Königshütte zu verantworten, mußte aber freibeutung aller Kohlenminen in genau bezeichneten Gebieten der gesprochen werden, ba niemand ihm nachweisen konnte, baß er anders. " Schöffengericht der frühere Bevollmächtigte des deutschen MetallWegen ,, unerlaubten Kollektiren8" wurde vom Chemnitzer arbeiter Verbandes zu 50 M. Geldstrafe verurtheilt. Er hatte ge= legentlich eines Ausstandes Sammellisten verausgabt. Ein anderer Metallarbeiter, der beim Sammeln mit einem seiner Kollegen in der Fabrit in Wortwechsel gerieth, der schließlich in Thätlichkeiten ausartete, erhielt vier Wochen Gefängniß. Ausland. diesen Tagen in Norrköping abgehalten. Es waren 22 Vertreter Der II. schwedische Bäckerei Arbeiter Kongres wurde in für 17 Berbände anwesend. In einer Resolution wurde die Abschaffung der Nachtarbeit als eines der ersten Ziele der Or= ganisation bezeichnet. Für neugebildete Verbände tritt ein Unterfüßungsanspruch im Streitfalle erst nach sechs Monaten ein. Es wird die Begründung einer Krantentasse in Angriff genommen. Waarenhäuserit Boziales. Termine hatte der Angeklagte verschiedene Zeugen aus Potsdam ge-| Er wurde damals jedoch freigesprochen. Diesmal scheint es nun, laden. Uebereinstimmend bekundeten diefelben, daß Pape am 1. Februar als ob Ewers nicht durch die Maschen des Nezes schlüpfen sollte. In Linden- Hannover ist der Neun Uhr Ladenschluß dort gewesen sei und von ihnen Miethen eingezogen habe. Pape durchgeführt. Kaum ist dieser segensreiche Beschluß aber 14 Tage befizt auch ein Haus in Potsdam. Gewöhnlich pflege er erst am 2. litten gestern die vor der 133. Abtheilung des Schöffengerichts anDurch das unentschuldigte Ausbleiben eines Schöffen erdurchgeführt, so finden sich, wie der Hannoversche„ Volkswille" mit des Monats zu kommen und gerade der Umstand, daß er im Februar theilt, schon wieder gewisse Geschäftsleute, welche hinter herunter- schon am ersten erschien sei, hafte in ihrem Gedächtnisse. Außerdem beraumten Verhandlungen eine erhebliche Verzögerung, da es geraume gelassenen Jalousien oder auch bei offenem Laden weiterverkaufen. könnten sie sich auf ihre Quittungsbücher berufen. Dem gegenüber Zeit währte, bevor der Gerichtsdiener einen Hilfsſchöffen herbeigeschafft, Namentlich soll das von Kleinhändlern geschehen, welche die Konzession blieben die vernommenen Kinder wie auch mehrere Er- hatte. Der ausgebliebene Schöffe wird eine erhebliche Strafe zu haben, Schnaps in Gemäßen zu verkaufen. Das Beispiel zeigt wachsene dabei, daß Pape am 1. Februar zu Hause gewesen sei, gewärtigen haben. Kürzlich wurde ein solcher, welcher sein Auswiederum, was die sogenannte freie Entschließung" für einen Werth 8wei der letzteren beschworen, daß sie persönlich an Pape hat. Kleinlicher Krämergeist, Brotneid, sind ohne staatlichen am 1. Februar die Miethe gezahlthätten. Der Bergericht eingereichte Beschwerde hatte keinen Erfolg. Es wird vielfach Geldstrafe von 600 M. genommen und seine hiergegen beim Land3wang nicht zu überwinden. theidiger wies darauf hin, daß schon aus der Handschrift zu ersehen Auch eine Folge der weisen Mittelstandspolitik. Die sei, daß nicht Pape, sondern seine Frau oder sein Sohn die geltend gemacht, daß die Vorladungen den Schöffen zu lange Zeit Stadt Beuthen hat, wie bereits mitgetheilt, den dort bestehenden Quittungsvermerte in die Miethsbücher eingetragen habe. Troß vor dem Termine zugestellt werden, wodurch ein Vergessen leicht dem eine Umsatzsteuer auferlegt. Auf die Firma blieben die Belastungszeugen bei ihren Behauptungen. angängig wird. Demgegenüber ist aber einzuwenden, daß vielen Barasch sollen etwa 10 000 M. entfallen. Diese Firma droht nun, Sache für nicht aufgeklärt zu erachten; der Angeklagte wurde unter Berufsstörungen vorbeugen zu können. Dem Gerichtshof blieb schließlich nichts anderes übrig, als die Schöffen eine frühzeitige Ladung willkommen ist, um etwaigen falls sie zur Zahlung dieser Steuersumme gezwungen werden sollte, die auf den Kopf der einzelnen Angestellten entfallende Steuer den Aufhebung des ersten Urtheils freigesprochen. Ein entsehlicher Unglücksfall führte gestern die 22 jährige selben am Salair abzuziehen. Das Angebot für derartiges Ge Ein Ortsverein der Maurer( Hirsch- Duncker) war am Beschuldigung vor die zweite Ferien- Strafkammer vom Landgericht II, Arbeiterfrau Marie Hornig geb. Schulz aus Schöneberg unter der schäftspersonal sei so groß, daß die Firma mit Handfuß Kräfte auf- 10. Oftober 1897 in Steele gegründet worden. An der Versammlung, den Tod ihres leiblichen Kindes durch Fahrlässigkeit herbei. zutreiben im stande sei, die ihr gegen ein viel niedrigeres Salair welche die Gründung vornahm, betheiligten sich etwa 20 Personen, geführt zu haben. Die Angeklagte wohnte mit ihrem Mann im dienen würden. Die Angestellten würden also auf diese Weise die die meistens bereits Mitglieder des Gewerkvereins deutscher Bau- Hause Golzstr. 3, während ihre Mutter mit Bruder und Schwester in Zeche bezahlen und diese gehen vielfach aus demselben Mittelstande handwerfer( Zentralverein Hirsch- Dunder) waren. Zum Vorsitzenden derselben Straße Nr. 9 eine vier Treppen hoch belegene Hofwohnung hervor, sind die Söhne und Töchter derselben kleinen Leute, die man des Ortsvereins wählte man den Polier Jung. Dieser und die inne hatte. Am 25. April d. J. begab sich Frau Hornig am mit solchen Maßnahmen angeblich schützen will. beiden anderen Vorstandsmitglieder erhielten alsbald Strafmandate Vormittag in die Wohnung der abwesenden Mutter, um den beiden Was der deutsche Gastwirthe- Verband unter Hebung der wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes, weil sie nicht binnen Geschwistern das Mittagessen zu bereiten. Standesintereffen versteht. Als der deutsche Gastwirthe- Verband drei Tagen, vom 10. Oktober ab gerechnet, Statuten und Mitglieder auf der Maschine brodelte, stand sie mit ihremt 11/2 jährigen Während das Essen unlängst hier in Berlin seinen„ Gastwirthstag" abhielt, verkündete verzeichniß des Ortsvereins der Polizeibehörde eingereicht hätten. Söhnchen am Fenster der Küche. Sie hatte das sind auf das sehr der Verbandspräsident, Herr Theodor Müller, mit vollem Brusttone, Sie hatten dies erst am 18. Oftober gethan. Die Angeklagten be- breite Fensterbrett des geschloffenen Fensters gesezt, wo es die Großdaß der Verband sich neben der Hebung der Standesinteressen die antragten richterliche Entscheidung und machten geltend, die Gründung mutter auch immer hinsette. Plöglich brannte das Essen an, die Aufgabe stelle, denen zu helfen, denen Noth und Elend beschieden des Vereins sei mit der fraglichen Versammlung und ihren Be- Küche füllte sich schnell mit Rauch, die Frau riß einen Flügel des sei. Da nun solches auch unter den Gastwirthen selbst wie auch schlüssen noch nicht abgeschlossen gewesen, denn der Generalrath Fensters auf, um dem Qualme Abzug zu verschaffen und rief unter den dem Gastwirthsgewerbe zugehörigen Personen in hohem des Verbandes habe nach Maßgabe der Statuten erst die Geschnell ihre 13 jährige Schwester heran, um das Kind zu bewachen, Maße zu finden ist, so steht dem reichen Verbande, dessen Vermögen nehmigung dazu ertheilen müssen. Seine Genehmigung sei während sie selbst nach dem Essen sah. Die Schwester hielt auch das über 160 000 m. beträgt, ein sehr weites Feld zur Beackerung zur sofort nachgesucht worden, und sowie man Verfügung. Wie der Verband dieser sich selbst gestellten Nebenauf- hätten sie, die Angeklagten, das Mitgliederverzeichniß und das Bonbons lagen, um welche das Kind gebeten hatte. Zwar dauerte sie erhielt, sind fest, langte aber nach dem Küchentische hinüber, auf welchem gabe gerecht wird, das lehrt die Abrechnung für das Geschäftsjahr Statut des Ortsvereins der Polizei übermittelt. Das Schöffen- die 1897/98. Das Verbandsvermögen setzt sich zusammen aus der Ver- gericht sprach darauf die Angeklagten frei, das Landgericht hob aber das sehr behende und schnelle Kind diesen Moment, um sich auf Inaufmerksamleit nur einen Augenblick, doch benuzzie bandskasse, aus der Theodor Müller- Stiftung( aus welcher bekannt- das Urtheil wieder auf und verurtheilte sie zu Geldstrafen von je das vor dent Fenster befindliche Blumenbrett zu legen Das lich auch die„ treudienenden" Gastwirthsgehilfen bedacht werden, 15 Mark. Die Straffammer nahm an, daß die Gründung des Orts schwache Holzgitter des Blumenbrettes brach, das Kind stürzte vier nachdem sie zuvor für„ treue Dienste" ein Diplom und vereins am Tage der Gründungsversammlung Gründungsversammlung erfolgt sei. Etagen hoch hinab und würde beim Aufschlagen auf die Steinfliesen eine Medaille eingeheimst haben), sowie aus der Wittwen- An diesem Tage sei der Bestand des Vereins in die äußere Erschei- zerschmettert worden sein, wenn nicht noch Schlimmeres eingetreten und Waisen- Unterstüßungskasse. Die Verbandskasse hatte einen Besitz- nung getreten. Die Genehmigung durch den Generalrath sei eine wäre. Das Kind fiel nämlich auf einen eisernen stand von 34 390,20 m. und eine Jahreseinnahme von 11123 M. innere Angelegenheit, auf die es bei der Erfüllung der Gitterzaun, die Spigen desselben drangen und verausgabte für Unterstüßungszwecke im ganzen 50 M. Die gefeglichen und polizeilichen Vorschriften nicht ankommen. In ihrer ih m Becken in Oberschenkel und Theodor Müller- Stiftung hatte einen Besigstand von 93 390,39 M., Revision betonten dann die Angeklagten, daß das Landgericht den führten gräßliche Berreißungen hinein und vereinnahmte 5828,64 m. und verausgabte für Unterstügungs- Begriff der Stiftung verkannt habe. Bon einer Stiftung hätte erst entsetztlichen Todesqualen starb Berreißungen herbei. Nach der Liebling der Familie zwecke 1120 M. Die Wittwen- und Waisen- Unterstüßungskasse die Rede sein können, nachdem die Zustimmung des Generalrathes noch hatte einen Besigstand von 34 872,20 m. und verausgabte im ab- eingelaufen war. Der Ferien- Straffenat des Kammergerichts In Thränen aufgelöst betrat die schwergeprüfte Mutter heute die Lage im Elisabeth Krankenhause." gelaufenen Vereinsjahre für Unterstützungszwecke nichts. Da nun verivarf jedoch die Revision als unbegründet. Das Landgericht in Anklagebant. Die Anklage nahm an, daß eine sträfliche Fahraber die Summe der gesammten Ausgaben eine nicht unbeträchtliche Essen habe durchaus das richtige getroffen. ist, die Ausgaben für Unterstützungszwecke aber verschwindend gering lässigkeit schon darin liege, daß die Mutter ihr Kind einem anderen sind, so muß nothgedrungen angenommen werden, daß die verEin intereffanter Prefprozeß steht in Hamburg bevor. Die Kinde in solch bedenklicher Situation zur Obhut anvertraut habe. Bon bleibenden Ausgaben für„ Hebung der Standesinteressen" Verwendung Hamburger Staatsanwaltschaft hat gegen den verantwortlichen Re- diesem Gesichtspunkte aus beantragte der Staatsanwalt drei gefunden haben. Nicht uninteressant ist nun, sich die einzelnen dakteur des Verbandsorgans der Eisenbahner, den„ Wedruf", Tage Gefängniß. Der Vertheidiger, Rechtsanwalt Wronker, mit Wärme für Freisprechung der armen Frau, Ausgabeposten zur Hebung der Standesinteressen" einmal ein wenig H. Bürger, und gegen den technischen Geschäftsleiter der Druckerei plaidirte näher anzusehen. Da findet sich denn die merkwürdige Thatsache, von Auer 11.[ No. Genossen Bérard Anklage wegen Berübung die durch den Verlust ihres Lieblings schon schwer genug daß die Verbandskasse allein für„ Reiſediäten"( fast ausnahmslos groben unfugs erhoben. Der Weckruf" wurde bis vor sei der Angeklagten nicht als an Vorstands- und gutfituirte Verbandsmitglieder) 2882,50 M. ber- furzem in der Druckerei von Auer u. Ko. gebrudt, während als Fahrlässigkeit anzurechnen, wenn sie ihr Kind der 13 jährigen ausgabte, eine Summe, die 21/2 Mal so groß ist als die Summe Auf den Ausgang dieser Kampagne der Hamburger Staats- betreiben das Kinderwarten schon als Gewerbe, indem sie sich als Verleger und Redakteur der Verbandsvorsitzende Bürger fungirt. Schwester zur Bewachung übergab, denn Mädchen in diesem alter der aus allen drei Kassen zusammen gezahlten Unterſtüßungen. anwaltschaft gegen die Presse darf man gespannt sein. Ferner figuriren unter den Ausgaben folgende Posten: für Depeschen, Kindermädchen vermiethen. Es sei von einem 13jährigen Mädchen Portis, Reisespesen 2c. 1152,15 M.; für Drucksachen 1939,75 M., für& ch o", Genossen G. Wabersky, ist ein amtsrichterlicher Strafbefehr Bertheidiger drang mit diesen Argumenten durch, denn der GerichtsGegen den verantwortlichen Redakteur des" Hamburger durchaus nicht zu viel verlangt, ein Kind zu beaufsichtigen. Der Gedenkblätter, Lehrbriefe, Einrahmungen zc. 1545,95 M., für Peti- über 60 M. erlassen, weil er eine ihm von der Bäckerimmung resp. of erkannte auf Freisprechung. tionen 200 m., für Medaillen 461,50 M. 2c., so daß die Ausgaben vom Arbeitgeberverband zugesandte Berichtigung, die sich auf eine von die Höhe von 8380,55 M. erreichten. Diese Ausgaben find perma der Streifleitung im Inseratenthetl des„ Echo" veröffentlichte Boykottlifte nente, denn der Kostenvoranschlag für das Vereinsjahr 1898 99 ver- von Bäckereien bezog, nicht aufgenommen hat. Er hat gerichtliche langt bereits wieder: für Drucksachen 2500 M., für Reisespejen Entscheidung beantragt. Die Sache ist außerordentlich intereſſant, 2500 M., für Gedenkblätter, Lehrbriefe, Einrahmungen 2c. 2000 m., indem es sich darum handelt, daß Bäckermeister, die von der Streikfür Portis 1000 M., für Medaillen 800 M. 2c. Also hebt der deutsche leitung als nicht boykottirt aufgeführt waren, durchaus unter Friedensgerüchte erhalten sich, aber sicheres barüber ist noch immer nicht bekannt. Der Madrider Ministerrath beschloß, die Gastwirthe Verband Wohlthätigkeit, mit welcher stets in so hohem der Nedakteur des„ Echo", von dem der Boykott nicht ausging, Gastwirthe- Verband die Standesinteressen! Also übt der deutsche den boyfottirten aufgenommen sein wollten, worüber natürlich gegenwärtige Zensur aufrechtzuerhalten. Maße renomirt wird! Ein Vorgehen der Karlisten wird befürchtet. Don absolut nicht zu entscheiden hatte, sondern die Streilleitung, die Karlos selbst hat Brüssel verlassen und soll nach Basel abgereist übrigens ihrerseits auch boykottiren fonnte, wen sie wollte. Wie sein. Andererseits verlassen die Führer der Karlisten das spanische man bei dieser Sachlage überhaupt einen Strafbefehl erlassen konnte, Gebiet, vielleicht um mit dem Prätendenten zusammenzutreffen. ist uns unerfindlich. 195 an demselben bestraft worden sei. E3 Der Krieg. Soziale Rechtspflege. Unruhen werden aus La Granada und La Garriga( Provinz Rentenquetscherei. Der Arbeiter Kamp, der einen Betriebs unfall erlitten hatte, bezog zunächst 6623 pCt. der Vollrente von Juwelier Ernst Ostrowski es zu verdanken, daß er sich gestern vor Einer Verkennung der ihm zustehenden Rechte hatte der Barcelona) gemeldet. Man nimmt an, daß ihre Ursachen rein lokaler Art sind; etwas genaueres zu erfahren ist jedoch unmöglich. der rheinischen landwirthschaftlichen Berufs- der dritten Ferienstraffammer des Landgerichts I wegen FreiheitsAuf dem Kriegsschauplak. Ueber das Treffen in der Bucht genossenschaft. Die Berufsgenossenschaft ließ Kamp dann beraubung zu verantworten hatte. Am Abend des 15. Mai dieses von Nipe( an der nordöstlichen Küfte der Insel), werden folgende mehrere Monate lang in der Anstalt des Professors Wizel Jahres erblickte der Angeklagte in einem Zigarrengeschäft in Einzelheiten bekannt: Die zwei Forts am Eingang in den behandeln. Hier hielt es der Verunglückte schließlich nicht mehr der Friedrichstraße aus; auf sein fortwährendes Drängen wurde er deshalb aus der Jahresfrist auf betrügerische Weise einen Herrn, welcher ihn bor etwa Hafen leisteten nur geringen Widerstand, aber der Kreuzer um eine goldene Uhr" Jorge Juan" und ein auf einem Hügel gelegenes Fort in Unstalt entlassen. Bizel ſtellte nunmehr fest, daß K. thatsächlich noch nebst Stette gebracht hatte, und der dieserhalb auch zu sechs Monaten der Nähe der Stadt Mavari erwiderten einige Zeit lang in 50 pCt. erwerbsunfähig sei, daß seine Erwerbsfähigkeit aber nur Gefängniß verurtheilt worden war. Ostrowski glaubte zu bemerken, nachdrüdlicher Weise das amerikanische Feuer. Die" Jorge Juan", noch um 40 pCt. beschränkt wäre, wenn er sich in der Anstalt nicht daß der Herr die erwähnte Kette trug, er hoffte, wieder zu ſeinem die von vier amerikanischen Schiffen umzingelt wurde, welche fie so" tenitent" benommen hätte. Die Berufsgenossenschaft setzte Eigenthum gelangen zu können, rief einen Schugmann herbei und fortwährend mit einem heftigen Geschüßfeuer überschütteten, war darauf die Rente auf 40 pct. herab, indem sie geltend machte, der ersuchte ihn, den gerade auf die Straße tretenden Herrn zur Bald darauf plagten zwei amerikanische Bomben in dem Fort voir Verletzte sei selber daran schuld, daß er in Wirklichkeit noch mache zu bringen. Hier stellte sich heraus, vollständig gefechtsunfähig geworden und sant in 20 Minuten. daß es nicht zu 50 pet, erwerbsunfähig sei, er müsse darum den Schaden tragen. die dem Angeklagten abgeschwindelte uhr nebst Sette war, die der Wahari, welches darauf die weiße Flagge hißte. Boote, welche von Diese Serabsetzung der Stente wurde rechtskräftig. Im Jahre 1897 ließ Siftirte trug. Das Vorgehen des Angeklagten wurde vom Gerichts- den amerikanischen Schiffen abgelassen wurden, ermittelten, daß der die Berufsgenossenschaft den K. abermals untersuchen. Der Sanitäts: hof zwar als unzulässig bezeichnet, aber doch ein freisprechendes Bug der„ Jorge Juan" offenbar von der Mannschaft, ehe sie das rath Dr. Säuster begutachtete, daß sein Zustand jetzt eine Urtheil gefällt, da zu gunsten des Angeflagten angenommen wurde, Schiff verließen, zertrümmert worden war. Der Hafen war mit Besserung um weitere 15 pet. erfahren habe. Die Berufsgenossen- er habe sich in einem Rechtsirrthum befunden. einer großen Anzahl von Minen versehen. Eine Mine explodirte schaft sette flugs die Rente von 40 pCt. auf 25 pCt. herab. S. legte 100 Yards vom Bug der„ Topeka", eine andere 200 Yards von hiergegen Berufung ein, und das Schiedsgericht ersuchte den Die im Dienst überbürdeten Telephonistinnen müssen gegen ihrem Heck. Dr. Häusler um eine nochmalige Aeußerung. Der Arzt führte aus, Beleidigungen und Rüpeleien des Publitums entschieden in Schutz Wie aus Manzanillo gemeldet wird, haben die Amerikaner er schätze die thatsächliche Erwerbsunfähigkeit des Verlegten auf genommen werden. Von diesem Grundsage ließ sich der Vorsitzende die Stadt von der Land- und Seefeite aus umzingelt. 35 pCt., und bei der Feststellung der Besserung um 15 p. sei er des Schöffengerichts leiten, als es sich um die Abmessung der Strafe Zahlreiche Schaaren Aufständischer griffen den Hafenort Gibara ausgegangen von der früheren Feststellung des Professors Wizel, gegen den Kaufmann Paul Krüger handelte, welcher sich einer an, welchen die kleine Garnison nach heldenmüthiger Bertheidigung wonach St. damals thatsächlich 50 und nicht 40 pet. geschweren Ungezogenheit gegenüber einer Telephonistin schuldig ge- räumen mußte. schädigt gewesen sei. Ihm, dem Dr. Häusler, erscheine es über macht hatte. Der Angeschuldigte hatte eines Tages wiederholt Amerikanische Truppen landeten bei Tahabacoa und haben, haupt sehr zweifelhaft, ob K. damals wirklich, wie Wizel flingeln müssen, bevor er den gewünschten Anschluß mit einem unterstützt durch zahlreiche Schaaren Aufständischer, Tuna's de annehme, statt 50 nur 40 pct. erwerbsunfähig gewesen wäre, wenn anderen Amt erhielt. Als die Telephonistin ihm erklärte, daß er 3 az a eingeschlossen, zu dessen Angriff sie sich rüsten. er in der Wizel'schen Anstalt weniger Widerspruchsgeist einen Augenblick warten müsse, bevor sie ihn mit der ge Von den Aufständischen. Die Londoner Morning Post" gezeigt hätte. Komplizirte Beinbrüche, wie der des Klägers, wünschten Nummer verbinden könne, wurde der Angeklagte durch meldet aus Washington, man sei über den zwischen den Amerikanern führten zu langandauernden Beschwerden. Das Schiedsgericht ver- diese erneute Verzögerung so erregt, daß er der jungen Dame eine und den Aufständischen ausgebrochenen Zwiespalt sehr beun urtheilte die Berufsgenossenschaft unter Aufhebung ihres Herabsetzungs- recht häßliche Redensart zurief. Der Gerichtshof belegte den Ange- ruhigt. Man wüßte, daß Garcia mit seinen Truppen nach dem bescheides, dem Kläger 35 pet. der Vollrente zu zahlen. Es erklärte klagten mit einer Gefängnißstrafe von einer Woche, der Staatsdie Herabsetzung der Rente von 40 auf 25 pet. unter den ob- anwalt hatte sogar eine 14tägige Gefängnißstrafe beantragt. waltenden Umständen für unzulässig und das Reichs- Versiche rungsamt bestätigte seine Entscheidung mit der Begründung, daß die Nente des Klägers nach seinem thatsächlichen Zustande zu bemessen sei. Gerichts- Beitung. Junern abgegangen sei und sich weigere, mit Shafter zu verhandeln. General Shafter hat über die Lage feinen Bericht nach Washington gesandt. Der Kriegsminister hat Shafter den Befehl gegeben, alle Einzelheiten ihm mitzutheilen. meldet: General Miles hat am 22. d. M. mit 3415 Mann, einGegen Portorico. Aus Washington wird vom 24. geDas Verfahren gegen den in Saft befindlichen Arzt Leonhard Ewers, welcher, wie mitgetheilt, unter der Anschuldigung, den§ 218( Verbrechen gegen das keimende Leben) verlegt zu haben, in Untersuchungshaft genommen worden, gestaltet sich recht umfangreich. Ewers, der in der Neuen Königstraße seine Woh- schließlich 5 Batterien, Guantanamo verlassen und ist vor Mole nung hatte, hat die strafbaren Handlungen als eine Spezialität St. Nicolas( auf der nordwestlichen Halbinsel der Insel Haiti) betrieben und weibliche Mittelspersonen für die Empfehlung ge- eingetroffen. Er befindet sich auf der Fahrt nach Portorico. eigneter Klientinnen an seine Adresse besoldet. Den Titel Unlösbare Widersprüche zwischen den Zeugenausfagen traten in einer Verhandlung zu tage, welche gestern in der zweiten Instanz Dr. med." führt er zu Unrecht, denn diese Würde ist ihm wegen Paris, 25. Juli.( W. T. B.) Der Universitätsrath lehnte das Ervor der achten Straffammer des Landgerichts I stattfand. Der Haus- feiner zahlreichen schweren Vorstrafen durch das Gericht aberkannt Lehte Nachrichten und Depeschen. eigenthümer Pape sollte am Nachmittag des 1. Februar d. J. den worden. Er ist dreimal wegen Betruges in den Jahren 1872 bis fiebenjährigen Paul Klebsch, den Sohn eines seiner Miether, 1879, zuletzt mit 1/2 Jahren Gefängniß vorbestraft. Seine Praris mittels eines Spazierſtockes gezüchtigt haben, weil derselbe übte er damals in Forst i. 2. aus. Seine Thätigkeit fand dort ihren mit anderen Kindern auf dem Hausflur Lärm verübte. Der Abschluß, als er im Jahre 1879 unter der Anklage des Betruges und suchen Jaurès', betreffend das Abhalten von Vorlesungen über den Knabe ist, mehr vor Schreck, als infolge der erlittenen der Anstiftung zum Meineide wegen Uebervortheilung einer Ver- Sozialismus, mit der Begründung ab, daß es an der Bürgschaft fiir Züchtigung, die keine sichtbaren Spuren hinterlassen hatte, in eine sicherungs- Gesellschaft in Untersuchungshaft genommen wurde. Das Auf dem Bahngeleise in der Nähe von Le Mans wurde die furchtden rein wissenschaftlichen Charakter der Vorlesungen fehle. ziemlich schwere Krankheit verfallen. Pape wurde Schwurgericht in Sorau trat der Anklage in vollem Umfange bar verstümmelte Leiche des Deputirten Chaulin- Servinière aufgewegen Mizhandlung unter Anklage gestellt. Er bestritt vor dem bei und verurtheilte ihn zu acht Jahren Zuchthaus und zum funden. Man vermuthet einen Unfall. Schöffengericht entschieden, daß er von dem Vorfalle etwas wisse, er Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die gleiche Zeit. Damals sei am 1. Februar morgens um 8 Uhr nach Potsdam gereist wurde ihm der Doktortitel aberkannt, während ihm nach dem Brüffel, 25. Juli.( W. T. B.) Der internationale Binnenund erst des Abends nach 10 Úhr zuriidgekehrt. Da geltenden Rechte die Ausübung der ärztlichen Praxis nur auf vier schifffahrts- Kongreß wurde heute eröffnet. Mehr als 1000 Delegirte aber eine ganze Anzahl Kinder mit aller Bestimmtheit be- Jahre nach Verbüßung der Strafe untersagt werden konnte. In sind dazu eingetroffen. kundeten, daß sie sich in der Person des ihnen wohlbekannten Berlin ließ sich Ewers später als Spezialarzt für Hautkrankheiten Rom, 25. Juli.( W. T. B.) Das Amtsblatt veröffentlicht heute Angeklagten nicht irren könnten, wurde der letztere für schuldig be- nieder. Er hatte eine gute Praris, die sich freilich in der oben Abend ein Dekret, welches den Belagerungszustand, welcher über die funden und zu mir 20 M. Geldstrafe verurtheilt. Zum gestrigen l' erwähnten Nichtung bewegte und ihm wiederholt Anklagen eintrug. Provinz Neapel verhängt war, aufhebt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glode in Berlin. Drud und Verlag von Max Bading in Berlin Hierzu 1 Beilage u. ilnterhaltungsblatt. Ur. 172. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienſtag, 26. Juli 1898. Arbeiter- Sanitätskommission. Presser( Hof ( Hof im Keller) Leiden unter Sigt da der Begründer der physiolischen Optik, einer unserer größten Phyſtter, gestützt auf drei Bibeln und vor ihm ein möglichst dumm dreinschauender nichts darstellender Junge mit sehr unschönen Füßen man fragt sich immer wieder: wer sind denn nur die Leute, die einem Künstler solche Aufgabe stellen und dann nicht einmal die Fähigkeit besitzen, bei der Lösung dieser Aufgabe auch nur einigermaßen annähernd der Bedeutung der Person Rechnung zu tragen. Noch schlimmer ergeht es Siemens mit seinem Jungen. Jeder von beiden ist nämlich mit einem Jungen ausgestattet. Siemens dreht schlechten Berlinern auf der soeben fertig gewordenen Potsdamer Brücke zum Luft, durch die bor ihrem Fenster stehenden Säure- besten giebt. Wer mag denn nur die Triebkraft dieser ausgesuchten Baffins und die beim Bleischmelzen entstehenden giftigen Gase. Geschmacklosigkeiten sein? Die gesammte zivilisirte Welt beneidet Mit dem 1. Juli d. J. traten die Vorschriften in fraft, Außerdem ist in der dritten Etage eine weibliche Person mit zwei uns um diese beiden außergewöhnlich hervorragenden Männer, die in welche der Bundesrath unterm 11. Mai über die Einrichtung und Männern zusammen in einem Raume beschäftigt, ohne daß ein An- England und Frankreich schon bei ihrem Tode die höchsten Ehrenplätze den Betrieb von Anlagen zur Herstellung elektrischer AkkumuKleideraum für dieselbe existirt. erhalten hätten und hier erlauben sich die Kunstphilister, diese Männer latoren aus Blei oder Bleiverbindungen erlassen hat. Die VorIn der Werkzeug- Fabrik von Segeler, Kom zu Brückenköpfen zu verarbeiten. Abgesehen von der Geschmacksverirrung, schriften enthalten neben Bestimmungen über die Größe, Ventilation mandantenstr. 31 a, Quergeb. 2 Tr., soll der Gasmotor defekt von der die ganze Idee zeugt, muß aber die Art der Ausführung und Reinigung der Arbeitsräume, über Wasch-, Ankleide- und Speise- sein und beklagen fich die in der dritten Etage beschäftigten Ar- geradezu als gänzlich verfehlt bezeichnet werden. räume, neben Verhaltungsmaßregeln für die gefährdeten Arbeiter beiter der Buchbinderei von Linz( ebenso wie die Nachbarschaft) über und dem wichtigen Verlangen allmonatlicher ärztlicher Unter- die durch das ausströmende Gas bedingte Luftverschlechterung und suchungen vor allem die Beschränkung der Arbeitszeit den Geftant. auf 6 Stunden ununterbrochen resp. 8 Stunden bei Unter- In der elektrotechnischen Fabrik von Krause u. Ko., brechungen durch eine Pause von mindestens 11/2 Stunden. Friedrichstr. 110, wird viel mit flüssigem Pech gearbeitet. Beim Wenn diese Bestimmungen streng durchgeführt Sieden entwickelt sich ein Qualm, der durch ein kurzes Rohr nach werden, ist mit Sicherheit anzunehmen, daß die erschreckend außen geleitet wird und die in der 3. Etage befindlichen Arbeiter großen Zahlen von Bleivergiftungen, über die wir in der Spezial- Wagenfabrit von Koppelow arg belästigt. einem früheren Bericht aus einer hiesigen Affumulatorenfabrik Aus dem Fabrikgrundstück Waldemarstr. 14 im berichteten, zurückgehen werden- während die ganz ungenügende 2 Hof kommen Klagen über die geringe Zahl und schlechte Be- der Brücke den Rücken zu, er braucht nur noch den Kopf ein Beschränkung der Arbeitszeit in Bleifarben- Fabriten schaffenheit der Klosets. Die Wasserspülung sei ungenügend, vor wenig zu wenden, dann tann er ins Wasser spucken. Es ist schon auf 12 Stunden( Bekanntmachung des Bundesraths vom 8. Juli 8 Uhr Morgens fließe kein Wasser, um zu sparen; die Klosets würden an sich köstlich, die Positur der beiden Gruppen zu vergleichen. 1893) nach den letzten Berichten der Gewerbe- Aufsichtsbeamten mangelhaft gereinigt und 20 bis 30 Arbeiter seien auf ein Kloset Helmholtz ist dem Blick des Beschauers auf der Brücke vollständig gar nichts genugt zu haben scheint, wie vorauszusehen. angewiesen. zugewendet, Siemens will von der neuen Brücke nichts wissen, er Auch heute haben wir uns ausführlich mit einem Ber= Hagelsberger str. 52 find die Arbeiter der Tischlerei von ist so abgewendet, daß der Beschauer von der Brücke herunter liner Betrieb zu beschäftigen, in welchem Blei zur Ver- Alschner u. Hagen sowie von 4 anderen Firmen( ca. 50-60 Personen) muß, um einen Eindruck von der Gruppe zu erhalten. arbeitung gelangt und die darin beschäftigten Arbeiter mangels auf die Benutzung von drei finsteren, oft unreinen Klosets angewiesen, Man hatte doch ein hinreichend abschreckendes Beispiel an der Darungenügender Betriebs Einrichtungen und zufolge langer die auf dem Hof etwas eingebaut sich befinden und weder Tageslicht stellung der beiden Humboldt's vor der Universität, die sich in der Arbeitszeit der beständigen Gefahr der Bleivergiftung noch künstliche Beleuchtung haben. tünstlerischen Auffassung noch nicht einmal so unterscheiden wie Müller und Schulze. Wenn also dem Künstler hier das Verständniß Ausweisen der Krankenkassen zahlreich bereits daran erkrankt Franse distr. 5, Quergebäude part. links, Küche und fenster- abging, Helmholz, feiner Bedeutung entsprechend, in eine Gruppe zu find. Und wiederum wie seinerzeit bei der Schilde- lose dunkle und feuchte Stube mit zwei Laftlöchern von 15 Quadrat- bringen, dann müßten doch der städtischen Bauverwaltung Kritiker rung jener Attumulatorenfabrik verlangen wir zentimetern und viel Mäusen. Kloset dunkel und schmutzig. zur Verfügung stehen, die diese gedankenarme Gruppe ablehnten, das Einschreiten der Gesetzgebung zum Schutz Andreas str. 13, Eckhaus mit naffen Wohnungen; 4 Treppen und die auch fähig waren, für die Siemens- Gruppe die der in ihrer Gesundheit aufs äußerste bedrohten bei Schulz dicker Schimmel an den Wänden, ausgedehnter Stockfled geradezu standalöse Positur mit der Rückenfassade zu ändern, an der Decke, die Fenster schließen nicht, weil das Holz verzogen ist. Namens- Inschriften sind wohl absichtlich vermieden. Man würde Sämmtliche Sachen stocken, Frau und Säugling frant. auch nach diesen Leistungen das Andenken der beiden Männer durch Namens- Inschriften herabwürdigen. Es genügt, daß Bädecker den Fremden darüber belehrt, wie armselig es mit der Berliner Dentmalskunst bestellt ist, wenn einmal Personen zur Darstellung kommen sollen, deren Verdienste außerhalb des Militarismus liegen. Der Magistrat scheint für den Spott, den er über die Berolina auf dem Alexanderplatz geerntet hat, eine unüberwindliche Gleich giltigkeit zu haben; der Voltswiz muß sogar über ungeeignete Denkmäler für große Männer herfallen. ausgesezt sind und nach den Angaben derselben wie nach den Arbeiter. * In der Bleirohrfabrik von Teichelmann, Bres Iauerstr. 29, sind 9 bis 11 Personen mit Bleigießen und Bleischmelzen, Bleiwalzen und Aufziehen der Beirohre beschäftigt, außerdem helfen auf dem Hofe fünf Arbeiter beim Expediren. Der Arbeitsraum der Gießer ist parterre gelegen( Größe 16 Meter, Länge 72 Meter Breite und 4 Meter Höhe und enthält 6 Kessel zum Blei= schmelzen. Die Luft in diesem Raum ist meist so schlecht, daß es faum auszuhalten ist. Es werden außer reinem Blei altes Bleirohr ( Stlofettrapse 2c.), alte Granaten und andere ausrangirte Bleiprodukte eingeschmolzen, aber auch das neue Blei ist vielfach mit Del oder Für die Arbeiter Sanitätskommission wurden ferner Brottorn- je nachdem die zuführenden Schiffe anderweitige Ladung einnahmt: haben durchsetzt, so daß sich beim Schmelzen Schwefel und andere Bom Metallarbeiter- Verband, 16. Mai( Vortrag) 6,- M. übelriechenden Dämpfe entwickeln, welche selbst die Dreher und Metallarbeiter- Verband, 13. Juli( Vortrag) 6,- M. Gelbgießer im vierten und fünften Stodwert arg belästigen. Zum Ableiten des Qualms ist gar keine Vorrichtung, getroffen, derselbe zieht ins Treppenhaus oder durch fünf Luken in der Decke, durch welche die Bleirohre gezogen werden. Die Bleizieher im 1. Stockwerk leiden darum am meisten unter den Dämpfen, weil sie sich während der Arbeit nicht von diesen Luken entfernen dürfen. Mariannenplay 13 im rechten Seitenflügel, der nach drei Seiten frei steht, 4 Treppen bei Haacke nasse Wohnung mit Pilzen in den beiden Stuben. Frau und Säugling kränklich. Kanarienvögel starben. Birkenstr. 25 naffe Hofwohnungen bei Hechler, Lucas und wulf. Letztere polizeilicherseits geräumt, bereits wieder vermiethet, ohne daß etwas geschehen. Kommunales. D verBom Das Verbot des Radelus in den städtischen Parkanlagen, das die Parkdeputation beim Magistrat anregen will, soll damit gegründet werden, daß das in den Anlagen Erholung suchende Publikum durch die Radler belästigt und gefährdet werde. In dieser Frage werden die Nicht- Nadler meist rasch bereit sein, die Bes lästigungen und Gefährdungen aus der Rücksichtslosigkeit der Radler zu erklären, während die Nadler eher die Un der achtsamkeit Nicht- Nadler dafür verantwortlich macjen möchten. Vielleicht trifft aber die Schuld weder die einen Ebenso gesundheitsschädlich ist die Beschäftigung des Ofen- Auslegung der Gemeinde Wählerlisten mit dem 30. d. M. Ehe man dazu schreitet, die durch die städtischen Anlagen führenden Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß der Termin für die noch die anderen, sondern nur die städtische Parkverwelitung. arbeiters, welcher den Kessel auf dem Hofe zu bedienen und die abläuft. Bleiasche zu sieben hat. Der Kessel befindet sich in dem Winkel zwischen zur nachträglichen Eintragung müssen daher bis zu diesem Zeitpunkte suchen, ob die Belästigungen und Gefährdungen des Publictums durch Einsprüche gegen die Giltigkeit beziehungsweise Anträge Fahrivege den Radlern zu sperren, sollte man erst einmal unterFabrikgebäude nnd Kesselhaus direkt unter den Fabrikfenstern. Er mündlich oder schriftlich im Wahl- Bureau, Poststr. 16, II. angebracht Radler nicht auf die Beschaffenheit der Wege zurüe zuführen find. dient dazu, das alte Blei zu schmelzen und ist deshalb völlig ge- werden, anderenfalls ruht das Wahlrecht für ein ganzes Es giebt in den städtischen Parts einige Fahrwege, die auf keiner schlossen; da er aber undicht ist, verbreitet er einen pestilenzialiſchen Jahr. Gestank, der bei ungünstigem Wind in das Fabrikgebäude getrieben Seite von einem Fußwege begleitet sind. Diese Fahrvege werden wird. Von Zeit zu Zeit wird das geschmolzene Blei abgeschöpft und weg, der quer über die am Friedrichsdenkmal beginnende, viel debom nichtradelnden Publikum als Fußwege betrachtet und in ihrer ganzen Breite begangen. So hat z. B. im Friedrichshain der Fahrsuchte Allee( die sog.„ Friedrichstraße") nach dem Krankenhause führt, auf keiner Seite einen abgegrenzten Fußweg. Dasselbe ist im Treptower Straße abzweigt und am Karpfenteich vorüberführt. Beide Fahrwege Park der Fall bei dem Fahrweg, der sich von der Köpenicker Landfein Stadler ist und auch keiner zu werden beabsichtigt, hat mehrfach werden von Fußgängern stark benutzt. Schreiber dieser Zeilen, der beobachtet, daß es auf diesen Wegen bei lebhaftem Berkehr für Plakes wird eine anderweitige Beleuchtung daselbst nöthig. Durch die bevorstehende Umgestaltung des Potsdamer Radler wie für Kutscher schlechterdings unmöglich ist, Belästigungen Da des Publikums zu vermeiden, da eben nirgends zu sehen ist, jedoch durch die Anlage einer Unterpflasterbahn in absehbarer Zeit wo das Neich der Räder aufhört und das der Füße anfängt. Die finden muß, dürfte die jetzt vorzunehmende Abänderung mur als Fußivegen würde diese Uebelſtände, auch ohne Verbot des Radelns, von neuem eine Veränderung der Beleuchtung an jener Stelle statt- Ausbildung der Randstreifen jener Fahrwege zu sicher abgegrenzten provisorisch anzusehen sein. Es sollen denn auch vorläufig daselbst beseitigen. Im Friedrichshain, wo der erwähnte Fahrweg ziemlich die Gaslaternen ganz beseitigt werden, dagegen die vorhandenen schmal und obenein abschüssig ist, hätte man mit Rücksicht auf die elektrischen Bogenlampen statt bisher bis Mitternacht fernerhin Gefahr, die den dort spielenden Kindern von dem Wagenverkehr des Strankenhauses droht, sich schon längst zu einer Aenderung entschließen während der ganzen Nacht bremen. sollen. Betrieb der städtischen Gaswerke thätig und befindet sich im Alter September die nöthigen Schritte thun zur Wiederbesetzung dieses von 66 Jahren. Die Gas- Deputation wird nach den Ferien im bedeutsamen Bostens. in einem offenen Siebe in einer offenen Kiste hin und her gehabten Sigung der städtischen Gas- Deputation wurde zu In der geftrigen unter Vorsitz des Stadtraths Ramslau stattgeschüttelt, um die Verunreinigungen zu entfernen. Der betr. Ar- nächst berichtet, daß der Betriebsdirektor Reißner die Absicht habe, beiter trägt dabei Schutzbrille und Mundschützer. Trotzdem ist der vom 1. Mai 1899 ab von seinem Amte zurückzutreten und sich Ofenarbeiter so gefährdet, daß 3 Personen, die innerhalb pensioniren zu lassen. Herr Reißner ist seit 32 Jahren bei dem eines Jahres damit beschäftigt waren, wegen Bleikolik die Arbeit niederlegen mußten. Die Sie im Arbeitssaal ist besonders in heißen Sommertagen unerträglich; es befinden sich darin noch 5 Bleipressen und eine Pfanne zum Walzbleigießen, in welcher Blöde von 25 Zentnern gegossen werden. Das Walzwerk zum Herstellen der Bleiplatten ( 9 Meter lang, 3 Meter breit, 0,75 Meter hoch) befindet sich ebenfalls in dem Raum, der Treibriemen, ohne genügende Schut vorrichtung Betriebsunfälle kommen in der Fabrit Ein besonderer Ankleideraum eristirt nicht. Im Arbeitsraum befindet sich ein Schrank ohne Rückwand, dicht am großen Walzbleikessel. Wenn in diesem geschmolzen wird, sollen die Kleidungsstüde im Schrank, die auch sonst vollstauben, mit Bleitheilen vollgesprigt werden. Dagegen haben die Bleizieher einen dichten, verschließbaren Raum zur Aufbewahrung der Kleidung in ihrem des öfteren vor. Arbeitssaal. Ueber den Antrag, den Verkauf von Soaks statt nach Maaß, fünftighin nur nach Gewicht zu verkaufen, werden zunächst Erhebungen vorgenommen werden. Lokales. Ein besonderer Waschraum, Bäder oder dergleichen sind nicht vorhanden. Außer Faßseife wird von der Fabrik nichts ge= liefert. Ein Speisera um eristirt und ist um so nothwendiger, als viele Arbeiter wegen der weit abgelegenen Wohnung auch ihr Mittagsmahl in der Fabrik einnehmen. Indeß bringen die Arbeiter im versammlung bei Stabernac, Inselstr. 10. Wir erwarten zahlArbeiter Bildungsschule. Heute, abends 81/2 Uhr, GeneralWinter ihre Frühstücks- und Mittagspause im Arbeitsraum zu, weil der Speiseraum, trop rechtzeitigen Ersuchens seitens des Arbeits- Donnerstags, abends von 8-9 Uhr geöffnet; dort werden auch reichen Besuch. Die Bibliothek ist während der Ferienzeit ausschusses, nicht heizbar ist. Beiträge entgegengenommen. Der Vorstand. " der Beitsch. f. b. deutschen Unterricht" scharf gerügt und der Beachtung Eine ,, Verhöhnung der vaterländischen Gefühle" wird in der Behörden empfohlen. Die Frevelthat, gegen die sich die Dennunziation richtet, ist diesmal nicht von„ vaterlandslosen" Sozialdemotraten verübt worden, sondern von ganz patriotisch gesinnten Leuten, die bei ihrem von anderer Seite als„ Verhöhnung" empfundenen Thun die besten Absichten hatten. In einem lieder"( in der genannten Zeitschrift, 1898, Juliheft) wird Auffage von über H. Boll Die Terte unserer Volksvom Volt, sondern auch von den Herausgebern der Schullesebücher darüber getlagt, daß die Volkslieder Terte nicht nur Die Arbeitszeit beträgt laut Fabrikordnung 10 Stunden, theils aus Nachlässigkeit, zum theil auch mit Absicht und Vorbedacht doch müssen Ueberstunden gemacht werden und das geschieht geändert und verstümmelt werden. Der Verfasser wünscht, daß die meistens und zwar oft bis 10 Uhr abends. Mancher Arbeiter berufenen Behörden" dieses Treiben nicht länger dulden, sondern Zu einer imponirenden Revne gestaltete sich am Sonntag bagegen einschreiten. Als Beispiel benutzt er drei patriotische Lieder. hat bis 13 Ueberstunden die Woche, die Hofarbeiter sogar 24 das Parteifest, das die Genossen des sechsten Wahlkreises im Schloß Er kann aus dem„ Preußenliede" vier, aus der Wacht am Rhein" und noch mehr. Der Lohn beträgt durchschnittlich 322 f. pro Weißensee abhielten. Das große Lotal war mit seinem weitaus Stunde, der auf dem Hofe beschäftigte Arbeiter hat sogar nur gedehnten Garten so gedrängt voll, daß es schwer war, ein beschei- sechs, aus dem Poem, das er„ Nationalhymne" nemnt, gar neun 30 Pf. Stellen auführen, die in zwei, in drei, ja jogar in denes Plätzchen zu erhalten und hunderte Frauen, Männer Infolge der geschilderten gesundheitsgefährlichen Qustände in der Fabrit sind Erkrankungen der dort beschäftigten lagern zu können. Es flappte aber alles; auch der Rafen fand seine des Tertes," sagt er,„ liegt die reine Verhöhnung der vater " In einer solchen Mißhandlung Arbeiter sehr häufig. Nach der Angabe der Orts- Kranten Werthschäzung, ja es will uns bedünken, daß man sich auf seinen ländischen Gefühle, die jedem Preußen, jedem Deutschen hehr und tasse der Maschinenbauer erkrankten von den dort be- grünen Teppich viel wohler fühlte, als in der Säle bangvoll fürchter- heilig sind." Der Verfasser scheint uns da doch etwas über das Ziel schäftigten Arbeitern( arbeitsunfähig): licher Enge. Imponirend wie immer auf sozialdemokratischen Partei- hinauszuschießen. Die Verstümmelung von Liederterten ist allemal festen war die Ordnung, die überall auch im dichtesten Gewühl waltete. Dieser Selbstzucht ist es zu danken, daß zu bedauern und zu verwerfen, auch wenn es sich um patriotische Lieder handelt. Aber als eine Verhöhnung vaterländischer Gefeinerlei Mißton die Feier störte. Der einzige laute Tadel von Be- fühle" dürften gerade bei diesen Liedern kaum viele die Verdeutung, der erhoben wurde, richtete sich gegen die Sanitätskommission, stümmelung empfinden. Den Kindern wie den Erwachsenen, die diese die unter ärztlicher Leitung für alle Fälle zur Hilfe bereit stand. Lieder bei festlicher Gelegenheit fingen oder singen müssen, Es drehte sich in dem Streite um eine Etikettenfrage. Eine der ist es meist sehr gleichgiltig, ob ihnen z. B. vorgeschrieben wird: Medizinflaschen in dem Zimmer der Samariter war nämlich" Nicht Noß, nicht Reisige", oder:" Nicht Roß und Reisige". Sie mit ,, Cognac vieux" etikettirt. Mit dem Inhalt der denten sich bei solcher Singerei überhaupt selten etwas. Das Bei der Kleinheit des Betriebes( zirka zehn mit der Blei- Flasche sollten nach dem Verlangen eines Nörglers allen leidenden" Denken" hat auch bei der meist sehr phrasenreichen, aber gedankenzumal wenn wir die unter den Rubriken: Magentartarrh, Rheuma- Shren erwiesen werden; eine Kühnheit, die von kompetenter Stelle mal immer gefahrlos. Das beweist das nicht nur für den Vollsverarbeitung beschäftigten Personen) sind das bedeutsame Zahlen, Söhnen und Töchtern des Volkes die diesen angeblich zukommenden armen patriotischen Dichtung seine Schwierigkeiten und ist nicht einfisnus, Nerven leiden verzeichneten Fälle, was wir mit großer was ihnen gebühre, sonst weiter nichts, und daß man sich im übrigen bie einst ein jugendlicher Mußpatriot in die„ Nationalhymne" hineinmit den Worten zurückgewiesen wurde, daß man den Betenten gebe, etymologen interessante Geschichtchen von der Wonnegans". Wahrscheinlichkeit annehmen tönnen- ebenfalls der Bleivergiftung den Ton verbieten müsse, in dem ein solches Verlangen gestellt werde. zurechnen, Zahlen, die den Gewerbe Aufsichts= gedacht" haben soll. beamten auffordern, dem Betriebe seine be- Damit war der Zwischenfall erledigt. Unter den Vorträgen und Aufführungen fanden die ansprechenden Die Baulichkeiten des alten Landtags: und des alten sondere Aufmertsamteit zu schenten In der Metallwaarenfabrit von Tade, Adalbert- Festgefänge lebhaften Beifall, aber auch die meist heiteren Weisen, Reichstagsgebäudes find am Sonnabend im Wege der Substraße 92, fühlen sich die Arbeiter durch die beim Brennen sich welche die Norddeutschen Sänger zum besten gaben, wurden mit Applaus mission für 10 900 M. an den Kaufmann H. Eyner verkauft worden. entwidelnden Gaje arg belästigt. Die Salz- und Schwefelsäure- belohnt. Prächtig gestaltete sich in der achten Stunde das Zusammen- Der Abbruch wird schon heute beginnen. bassins stehen frei auf dem Hof, Abzugsrohre sind nicht vorhanden. Turnvereins Fichte und der Frauen und Mädchen, welche einen städtischen Verkehrsdeputation den Entwurf für die Umwandlung des wirken der Arbeiter- Radfahrer, des Arbeiter- Schwimmerbundes, des Die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft hat der Der Heerd zum Glühen in der ersten Etage hat nicht genügenden Blumenreigen aufführten; ein hübsch entworfenes und poetisch wirk- städtischen Verkehrsdeputation den Entwurf für die Umwandlung des Abzug, die Gase ziehen in die zweite Etage, wo 4 bis fames Ensemblebild. Erst in später Stunde, nach dem Abbrennen eines eingleifigen Bahntheils der Linie Hanjaplaz- Alexanderplatz in der 6 Schleifer arbeiten. Selbst im Winter die genſter auflaſſen, um sich erträgliche Luft zu schaffen; wird aber Brillant- Feuerwerks, leerten sich die Säle und der große Garten des Markt, in eine zweigleisige Anlage zur Zustimmung übersendet. müssen dieſelben Jäger- und Kurstraße, zwischen Oberwallstraße und Werderscher dann im Hof Metall gebrannt, so strömt der scharfe, Augen und Das Konsortium für die südliche Vorortbahn hat seine Rechte und Kehlkopf reizende Säuredampf durch's offene Fenster in den Saal. Helmholt und Siemens als Verzierung auf Brücken- Pflichten aus dem mit dem Magistrat abgeschlossenen Vertrage an Der Bleitiegel im Keller hat keinen Abzugsverschluß. Auch die pfeilern ist das Neueste, was unsere städtische Kunstkommission den die errichtete Aktiengesellschaft„ Südliche Berliner Vorortbahn" überund Kinder froh waren, sich auf den weiten Rasenflächen sammlungen u. s. w. stehen. vier verschiedenen Lesarten in den Lesebüchern, Liederdavon an Verlegungen ( Betriebsunf.) an Bleikolit an Magenfatarrh an Rheumatismus Nervenleiden 1895 1896 1897 13 24 19 1 5 1 1 1 3 4 6 1 u. s. tv. 7331 Lokals. " tragen und bittet den Magistrat dem Vertrage gemäß um Ge- Mann vom Seebataillon betrat in Uniform um 9 Uhr vormittags handeln und so sein Theil dazu beitragen wird, daß die Sozialnehmigung dieser Uebertragung. die Beichtkapelle, segte sich auf eine Bank und rauchte seine Zigarre. demokratie trotz allem in dem gegenwärtigen Kampfe Sieger bleibt. Radler und Droschkenkutscher. Zur Regelung des Verkehrs den Mann auf das Unpassende seines Benehmens aufmerksam und Ein Dr. T., der zum Beichten auf den Geistlichen wartete, machte Aus Rigdorf. Plötzlich irrfinnig geworden ist der Weber auf dem Kurfürstendamm an Sonn- und Feiertagen hat die Polizei- rief, als er damit keinen Erfolg hatte, den Kirchendiener Fennemann Pohl aus der Schönweiderstraße, der seit einigen Tagen aus seiner direktion von Charlottenburg die linke Seite des Dammes für herbei. Auch von diesem ließ sich der Soldat, der angetrunken zu Wohnung spurlos verschwunden war. Personenfuhrwert gesperrt. Hiergegen wandte sich der Verein Kreuzbamms mit der Burgstraße bis zur Poſt- und Heiligegeiſttraße Die Königstraße von der Kurfürstenbrücke einschließlich des wird wegen Regulirung und Umpflasterung bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Am Sonnabend Nachmittag Berliner Droschkentutscher mit einer Eingabe, in der namentlich an- sein schien, nicht bewegen, das Rauchen aufzugeben, er beschimpfte wurde P. von mehreren seiner Bekannten im benachbarten Rudow geführt wurde, daß die Pferde vor den Dampfstraßenbahnwagen, vielmehr den Kirchendiener in der gemeinsten Weise. Als alles güt- in start herabgekommenem Zustande angetroffen. Da P. ihnen eran denen sie dicht vorüberfahren müssen, leicht scheuen und daß es liche Zureden nichts half, mußte Fennemann ihn mit Gewalt ent- zählte, er fei jest Schah von Persien und werde sie alle freihalten, fo zu vielen Unglücksfällen tomme. Die Polizeidirektion hat auf fernen. Der Widerspenstige aber versuchte noch zweimal in die lockten ihn seine Bekannten mit nach Hause. Hier wurde er aber diese Eingabe erwidert: Kirche wieder einzudringen. Nun holte man einen Schutzmann und bald von solch heftigen Tobsuchtsanfällen befallen, daß er gestern " Bei dem außerordentlich lebhaften Verkehr, der bei schönem Wetter ließ den Soldaten nach der Hauptwache bringen, von wo ihn zwei nach einer Heilanstalt gebracht werden mußte. B. grübelte schon seit an Nachmittagen der Sonn- und Feiertage auf dem Kurfürstendamm Mann mit einer Droschte in das Militärarrestgebäude in der Linden Jahren über die Erfindung einer verbesserten Webemaschine nach und scheint schließlich hierüber den Verstand verloren zu haben. Wegen stattfindet, erscheinen Radler und Fuhrwerte gleichmäßig gefährdet, wenn straße in Untersuchungshaft abführten. Radler und Fuhrwerke sich durcheinander bewegen. Die vielen beeines versuchten Sittlichkeitsvergehens wird der Kutscher Chozeck rechtigten Klagen hierüber und die vielen hierdurch hervorgerufenen UnBu dem muthmaßlichen Luftmord bei Spandan, über den von hier polizeilich gesucht. fälle machen eine Abhilfe bringend nothwendig. Es ist deshalb auch in wir bereits furz berichteten, wird uns noch mitgetheilt: Bei dem Aussicht genommen, auf dem Surfürstendamm besondere Radfahrwege anzulegen. Die Verhandlungen hierüber schweben. Bis zur endgiltigen Regelung erscheint es der Polizeidirektion indeß geboten, Acerbürger Paul zu Spandau beschäftigte Schnitter fanden am Telephonschwindel. Das Telephon ist schon wieder zur Ver- Freitag Nachmittag gegen 4 Uhr beim Abmähen eines Roggenfeldes vorläufig wenigstens an Lagen, an denen ein lebhafter Verkehr auf übung eines dreisten Schwindels benutzt worden, durch den einer der an der Falkenhagener Chaussee, etwa 500 Meter von der Straße dem Kurfürstendamm stattfindet, so gut als möglich Abhilfe zu bekanntesten Hofjuweliere der Friedrichstadt um Schmucksachen im entfernt, die bereits start in Verwesung übergegangene Leiche eines schaffen. An solchen Tagen den Kurfürstendamm für die Radfahrer Werthe von über 2000 m. betrogen ist. Im Laden des Juweliers naben. Hände und Füße sowie der Kopf des fleinen Todten Den Verkehr von Fahrrädern und Fuhrwerken möglichst zweckmäßig angesehenen, im Thiergartenviertel wohnenden Familie, die schon die Kleidung war theilweise vermodert. Die sofort benachrichtigte zu sperren, erscheint nicht angängig und es blieb deshalb nur übrig, erschien ein feingekleideter Herr, um angeblich im Auftrage einer lagen neben dem Körper, das Fleisch bildete eine schwammige Masse, auf beide Fahrdämme zu vertheilen." längere Zeit zu den Kunden der Firma gehört, Verlobungsringe aus Sriminalpolizei stellte fest, daß der Todte der am 7. April 1891 zu Die Polizeidirektion weist darauf hin, daß diese Verkehrsregelung zuwählen. Da die Verlobung der Tochter jener Familie in den Spandau geborene Sohn Friz der in der Fortstraße wohnenden fich gut bewährt habe und im allgemeinen auch im Bublifum und Beitungen des Tages angezeigt gewesen war, erschien der Auftrag Bergmann'schen Eheleute sei, welcher seit dem 30. Mai d. I. der Breffe als eine Verbesserung anerkannt worden sei. glaubhaft. Der Herr wählte acht mit Brillanten, Perlen und farbigen als vermißt gemeldet ist. Der Knabe hatte sich an dem genannten Die Thorheit, den Sturfürstendamm für Radfahrer zu sperren, Edelsteinen besetzte Ringe im Werthe von je 200-300 M. aus und Tage, dem zweiten Pfingstfeiertage, nachmittags mit dem jezt vierwird auch niemand im Ernst von der Polizei verlangen. Vielleicht bat, die acht Ringe der Familie zur endgiltigen Wahl vorlegen zehnjährigen Starl Modricker, Sohn eines in der Mauerstraße hätte aber doch das Gesuch der Droschkentutscher etwas mehr Ent- zu lassen. Als der Diener des Juweliers die Ninge brachte, waren wohnenden Arbeiters, nach dem an der Havel belegenen Lindenufer gegenkommen verdient. die Herrschaften trok Innehaltung der für die Ablieferung bestimmten begeben; hier trennten sich nach der Angabe des M. die beiden, und Im Berliner Vorortverkehr ging es am Sonntag etwas Beit nicht zugegen und der Diener ließ das Packet mit den acht als der ältere Knabe später seinen Spielgefährten abholen wollte, stürmisch zu. Trotz des nicht schönen Wetters war der Verkehr nach Ringen gegen Quittung mit der Bemerkung dort, daß er die nicht fand er diesen nicht mehr. Schon damals deuteten verschiedene Umden Ausflugorten ganz gewaltig. Auf dem Stettiner Vorortbahnhof gewählten Ringe nach sechs Stunden wieder abholen werde. Kaum stände auf ein Verbrechen hin, und da eine Frau zu Protokoll war der Andrang zu den Bahnsteigen so start, daß diese von Bug hatte er das Haus verlassen, als den Dienstboten der Familie gab, daß sie gesehen habe, wie an jenem Abend ein Mann einen sich zu Zug gesperrt werden mußten, zu welchem Zweck polizeiliche Hilfe durch das Telephon die Weisung zuging, daß ein Packet mit Ringen heftig sträubenden Knaben in der Richtung nach Berlin verschleppte, erforderlich wurde. Für den Verkehr nach Friedrichshagen, Ertner bei ihnen falsch abgegeben sei und infolge dessen sofort wieder ab- 10 fanden ausgedehnte Untersuchungen des Gewässers der Havel mußten vom Schlesischen Bahnhof aus zahlreiche Sonderzüge einge geholt werden solle. Alsbald erschien auch ein anderer„ Geschäfts- und im Grunewald statt, an denen sich eine Kompagnie des Garde Yegt werden: trotzdem waren sämmtliche Wagenabtheile überfüllt. Diener", dem die Dienstboten, obgleich er die ausgestellte Quittung Pionier Bataillons betheiligte, jedoch ohne Erfolg. Später Ebenso stark war der Andrang zu den Zügen nach Spandau, wohin das nicht bei sich führte, die Ringe aushändigten. Als nach sechs Stunden entstand das Gerücht, daß der Knabe Modricker über das VerSchüßenfest tausende von Berlinern gelodt hatte. Auch die Züge nach der wirkliche Diener erschien, stellte sich der Schwindel heraus. schwinden des fleinen Bergmann näheres wisse. Bei mehrfachen Potsdam, Wannsee waren stets sehr gut besetzt. Die Rückbeförderung Bernehmungen erzählte in der That der Knabe, daß er den Spielder Massen konnte nur unter großen Schwierigkeiten stattfinden, so haftung und zwar auswärts erfolgt. Sie betrifft einen aus der näheren Umstände befragt, verwidelte er sich in Widersprüche und In der Günther'schen Mordsache ist abermals eine Ver- gefährten beim Streit in das Wasser gestoßen habe. Ueber die daß zahlreiche Ausflügler es vorzogen, aus näher gelegenen Vor- Provinz Posen stammenden Arbeiter namens Ewald Mattich, nahm schließlich sein Geständniß zurück. orten zu Fuß nach ihrem Heim zurückzukehren. Auf dem Bahnhof der seit sechs Wochen bei einem gegenwärtig in Duderstadt( Eichs- an dem genannten Tage gespielt, liegt gerade in entgegengesetter Der Ort, wo die Knaben Alexanderplaß, wo sich drei Schalter für den Borortverkehr befinden, feld) gastirenden Zirkus beschäftigt war und wegen mehrerer Be- Richtung der Fundstelle der Leiche und ist von dieser eine gute war in der Mittagsstunde trotz des riesigen Andrangs nur ein trugsfälle polizeilich gesucht wurde. Man vermuthet, daß der Ver- halbe Stunde Weges entfernt. Dieser Umstand, sowie die ThatSchalter geöffnet, und so verzögerte sich der Fahrkartenverkauf der haftete mit dem vielgesuchten Schlächter- Emit" identisch ist, fache, daß der Knabe so weit in das Roggenfeld verschleppt worden artig, daß Personen, die acht Minuten vor Abgang des Zuges auf der am 15. April den Mord an der Luise Günther in der Hafenhaide ist, macht die Annahme, daß Modrider um den Tod des Kindes dem Bahnhof waren, den erwählten Zug nicht mehr benutzen verübt haben soll. Er wurde bereits photographirt und ein Bild an gewußt, fast hinfällig. Die Untersuchungskommission, an deren fonnten. Im Nordbahnverkehr wurde streng darauf geachtet, daß das Berliner Polizeipräsidium eingesandt, von wo jedoch noch keine Spike Herr Gerichtsaffeffor Dr. Negelein steht, ließ das Roggenfeld die Wagen nicht überfüllt wurden, und so kam es, daß Personen, Entscheidung eingetroffen ist. Bis zur endgiltigen Erledigung der abmähen und nun fand man etwa 5 Meter von der Leiche entfernt, die von ihren Fäusten nicht genügend Gebrauch machen konnten, Sache wird der Verdächtige im Duderstädter Untersuchungsgefängniß eine nur ungenügend ausgeworfene flache Grube und neben dieser, drei oder vier Züge abfahren lassen mußten, che sie befördert wurden. verbleiben. im Sand steckend, einen eisernen Spaten. Der lettere, der allerdings Das Opfer einer Opiumvergiftung ist das 31/2 Jahre alte Söhnchen Richard des Arheiters Nordimann aus der StraßburgerDer Verein von Freunden der Treptow- Sternwarte bält Rostflede zeigte, war fast neu; die Spize deffelben ist noch scharf Der Verein von Freunden der Treptow- Sternwarte hält und noch gar nicht abgenutzt, ebenso deutet der Holzstiel, der jedenstraße 29 geworden. Nordtmann leidet an Athembeschwerden und am Mittwoch, den 27. Juli, abends 9 Uhr, den ersten Beobachtungs- falls durch Witterungseinflüffe etwas grau geworden ist und Risse hatte hiergegen Opiumtropfen vom Arzte verschrieben erhalten. Die abend ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Mondbeobachtung mit zeigt, darauf hin, daß das Instrument noch wenig benutzt und Flasche wurde stets so hoch gestellt, daß man glaubte, der Knabe bem Riesen- Fernrohr. 2. Praktische Uebungen im Aufsuchen und wahrscheinlich erst kurze Zeit vor der Verübung des Mordes gekauft den fönne fie nicht erreichen. Der kleine hatte sie aber dennoch in die Erkennen der Sternbilder. 3. Beobachtung von Saturn, Doppel- worden ist. Daß ein Verbrechen vorliegt, ist zweifellos; in welcher Hände bekommen und von dem Gifte getrunken. Als die Eltern sternen ze. mit fleinen Fernrohren. Bei ungünstiger Witterung Weise dasselbe verübt, dürfte bei dem vorgeschrittenen Verwefungsvorgestern das Unglück wahrnahmen, holten fie fofort einen Arzt. findet im Vortragssaal der Sternwarte ein Vortrag mit Lichtbildern zustande des Körpers schwer festzustellen sein. Die näheren Umstände Dieser ließ den Patienten in das Krankenhaus am Friedrichshain von Direktor F. S. Archenhold„ Die Resultate der Mond- Beuten aber darauf hin, daß an dem Knaben ein Luftmord verübt bringen, aber auch hier konnte man ihm das Leben nicht mehr retten. Forschung" statt. worden ist. Anderthalb Stunden nach der Einlieferung war der Knabe schon todt. und Sonnabend. " Aus den Nachbarorten. barn| Seine neueste = Die Staatsanwaltschaft hat die Leiche zur Einleitung einer Unter- Montag Nachmittag 5 Uhr der 21/2 Jahre alte Sohn des Geschäftsthätigteit Bericht erstattet. Der Bericht umfaßt das fechſte Bei einem Zimmerbrande ums Leben gekommen ist Das Gewerbegericht Charlottenburg hat über seine suchung beschlagnahmt; es scheint aber niemanden eine Schuld zu Schloffers Kuschani, Rostockerstr. 28. St. bewohnt die vierte treffen und es wird sich auch wohl nicht aufklären lassen, wie der Etage des Quergebäudes und ist in der Löwe'schen Fabrit be- einschließlich von 14 aus dem Vorjahre unerledigt übernommenen Geschäftsjahr 1896/97. Zu verhandeln war über 629 Streitfachen Kleine zu der Flasche gekommen ist. schäftigt. Seine Frau, die ihm nachmittags den Kaffee brachte, hatte Fällen. Die Klagen waren fast ausschließlich von Arbeitnehmern Königliche Bibliothek. In der Woche vom 1. bis einschließlich den Seleinen allein in der Wohnung zurückgelassen, nachdem er im gegen Arbeitgeber angestrengt. Nur sechsmal hatten Arbeitgeber gegen 6. August findet nach§ 48 der Benutzungs- Ordnung die Zurück Bette eingeschlafen war. In ihrer Abwesenheit war der Senabe er Kieferung sämmtlicher aus der königlichen Bibliothet enttiehenen wacht, hatte Streichhölzer zu erlangen gewußt und entzündet, Streitfachen waren das Baugewerbe mit 36 pet., die Fabrikbetriebe Arbeiter und nur einmal Arbeiter gegen Arbeiter geklagt. An den Butcher statt. Alle, welche solche Bücher in Händen haben, werden wobei sein Kleid Feuer fing, das denn auch auf andere Gegen mit 7 pct., das übrige Gewerbe und das Handwert mit 57 pet. fie in den in aufgefordert, fie in den Geschäftsstunden( 9-3 Uhr) zurückzuliefern. stände übersprang und das Zimmer in dichten Rauch hüllte. Die Zurücknahme der Bücher erfolgt nach alphabetischer Ordnung Auf das Feuer aufmerksam geworden, alarmirten die 24 Streitfachen handelte es sich um Antritt oder Fortsetzung des betheiligt. Nur in Fast sämmtliche Fälle betrafen den Lohn. der Namen der Entleiher: von A bis H am Montag und Dienstag, die Feuerwehr, die aber bei ihrer Ankunft das am ganzen Störper Arbeitsverhältnisses, sowie Aushändigung oder Inhalt des Arbeitsvom I bis R am Mittwoch und Donnerstag, von S bis Z am Freitag fchrecklich verbrannte Kind als Leiche vorfand. Der Brand konnte buches oder Zeugnifies. Um die Berechnung der Krantenversicherungsschnell gelöscht werden. Die Mutter ist über den Verlust ihres ein Beiträge handelte es sich in 6 Fällen. 39 pet. aller Lohnflagen be Wie wir fürzlich mittheilten, ist vom Polizeipräsidium in 3igen Kindes der Verzweiflung nahe. tuary trafen Ansprüche wegen nicht eingehaltener Kündigungsfrist. Der Berlin verfügt worden, daß die bisher im Gebrauch gewefenen Fenerbericht. Sonntag Abend 111/2 Uhr gingen Prinzen Werth des Klage- Objettes überschritt in beinahe der Hälfte aller polizeilichen uns und Abmeldungsformulare verändert und nur noch straße 87 Betten, Tische und ein Sopha in Flammen auf. Montag Fälle( genau 47,5 pt.) nicht 20 M. Ueber mehr als 300 M. wurde bis zum 1. Auguſt d. I. als zulässig anerkannt werden sollen. Da früh 1 Uhr war Friedrich str. 114 ein Gardinenbrand abzulöschen. fünfmal verhandelt. Von sämmtlichen 629 Streitfachen kamen nur 188 durch diese Verfügung ein sehr großer Theil Berliner Verleger und Mittags 11 Uhr brannte Friedrichstr. 232 der Fußboden und die durch kondittorisches Endresultat zur Erledigung, durch VersäumnißGeschäftsinhaber, die diese Formulare vertreiben und größere Bor- Balkenlage in der Küche. Nachmittags 5 Uhr war Oppeiner urtheil 45. Abgewiesen wurden 107, vom Gericht anerkannt 75 Klagen. räthe davon haben, sehr geschädigt werden, hat der Vorstand des straße 34 ein Zimmerbrand zu beseitigen, der Möbel und Gardinen Zurückgenommen wurden 111 Klagen, anerkannt von der Partei Papiervereins Berlin und Provinz Brandenburg im Auftrage und einäscherte. 8, durch Vergleich erledigt 166. Bon den Klagen wurden 19 pet. im Interesse seiner Mitglieder das Polizeipräsidium gebeten, die innerhalb 3 Tagen, 24 pet. innerhalb 6 Tagen, 28 pet. innerhalb Annahmefrist für die alten Formulare möglichst bis 15. Januar 1899, 13 Tagen und 29 pet. nach längerer Frist erledigt. Berufung gegen mindestens aber bis 15. Oktober d. J. zu verlängern. Endurtheile wurde nicht eingelegt. An Ordnungsstrafen wurden einEin unheimliches Abenteuer auf der Polizeiwache hatten Der Amtsvorsteher von Oppen in Adlershof will offenbar mal 20 M. Geldstrafe, einmal zwei Tage Haft gegen einen Seläger zwei junge Leute am Sonntag zu bestehen. Sie waren in der Nacht die Zeit, wo er noch im Amte ist, gründlich im Stampf gegen die wegen Ungebühr vor dem Gericht festgesezt und von der Polizeivorher durch den Grünen Weg gegangen und hatten dort vor dem ihm so bitter verhaßte Sozialdemokratie ausnuten. direktion vollstreckt. Im Vorsitz des Gewerbegerichts wurden StadtHause 9 und 10 verschiedenes Hausgeräth, darunter einen Regulator, Aktion ist am Sonntag vollführt worden. Ein Vergnügungsverein Stadtrath Horn als zweitem Stellvertreter ersetzt. Bei der Neuwahl rath Samter, welcher seine Wiederwahl abgelehnt hatte, durch einen Schirm, eine Portière 2c. auf dem Bürgersteig liegen sehen. Lustige Brüder" in Grünau wollte vorgestern bei dem Gastwirth der Beisiger, deren Zahl von 18 auf 24 erhöht worden war, am Sie brachten gemeinsam mit einem Schutzmann, den sie auf den Lindenhahn eine Tanzunterhaltung abhalten. Diesem Wirthe jetzt 17. Januar ist die Betheiligung bei den Arbeitgebern um 6 pt., Fund aufmerksam machten, die Sachen auf die Polizeiwache in der Herr von Oppen bekanntlich ganz besonders zu, weil er seine bei den Arbeitnehmern um 4 pet. gegen das Vorjahr zurückAndreasstraße. Am Sonntag Nachmittag wurden die beiden plößlich Räume zu sozialdemokratischen Versammlungen hergiebt. Am genommen und nach der Wache in der Brunnenstraße gebracht, wo- dieser hatte am Tage vorher nämlich das Fest verboten. Herr von selbst sie erfuhren, daß sie wegen Einbruchs verhaftet seien. Man Oppen sagte in der Unterredung rund heraus zu dem Vorschaffte fie nach dem Polizeipräsidium, und dort erst stellte sich heraus, sigenden, daß es für Lindenhahn und feine Genoffen" daß sie an dem Einbruch, von dem die gefundenen Gegenstände her- überhaupt keine Tanzerlaubniß mehr gebe; es ginge Macht gegen rühren sollten, völlig unschuldig waren. Den einen von den beiden Macht und er wolle sehen, wer stärker sei, seine Gewalt oder die der Siftirten trifft der Vorfall um so unangenehmer, als er seine Arbeit Rothen. Die Sozialdemokraten könnten versichert sein, daß ihnen verlor, weil er am Montag nicht zur Stelle war. der Krieg am Ort noch verschiedene Tausende kosten werde. Des vielleicht doch für die Anklage ungünstig verlaufen werde, und schließ weiteren sprach v. Oppen noch über den Illuminationsprozeß, der lich brachte er es fertig, auf die Erfurter Krawalle hinzuweisen; daran möchten die Grünauer sich ein„ warnendes Beispiel" nehmen Am Sonntag hatte sich bei Lindenhayn eine große Anzahl Gäste eingefunden, darunter verschiedene Mitglieder einer Landpartie. Einer der Anwesenden spielte zeitweilig ein Stückchen am Klavier. Ein Gendarm hatte Herrn Lindenhayn inzwischen auf das Tanz verbot aufmerksam gemacht. Ans Tanzen war nun so wie so nicht Ordnung war aber doch auf dem Posten, denn bald nach sechs Uhr zu denken, weil der ganze Saal voller Tische stand. Die staatliche tamen plötzlich sieben Gendarmen in den Saal, und fast im gleichen zum Montag einer der Einbrecher, die in Charlottenburg schon seit Auf frischer That ertappt wurde in der Nacht vom Sonntag Augenblick sahen die Gäste, wie der Amtsvorsteher in einer Kutsche langer Zeit durch Eindrücken von Fensterscheiben in Schankwirtham Lokal vorbeifuhr. Einer der Gendarmen richtete an den schaften und andere Geschäftsräume eindringen. Der SchuhwaarenKlavierspieler das Verlangen, seinen Vortrag zu unterlassen und er- händler Bemitat in der Kirchstr. 29 hörte gegen 3 Uhr früh, wie an ließ dann an das Publikum die Aufforderung, den Saal zu ver- seiner an den Laden grenzenden Reparaturwerkstatt eine Fenſterſcheibe wurde geboten, seinen Saal für den Abend zu schließen. Als Herr stand er auf und stieß im Laden auf einen fremden Mann, der lassen, widrigenfalls er blant ziehen werde. Dem Wirthe aber zertrümmert wurde. In dem Glauben, daß der Wind sie eingedrückt habe, Lindenhayn erklärte, daß er feinen Grund finde, dieses Verlangen neben dem Ladentische stand und auf die Frage, was er suche, antauszuführen, ließ der Wachtmeister selber die zum Saal führenden wortete:" Ich bin nicht etwa allein!" Bemitat ließ sich aber dadurch nicht verblüffen, riß aber die Ladenthür auf und rief um Hilfe. in ihrer Wohnung in der Demminerstraße von Schußleuten fest Sonntag ging der Vorsitzende desammlungen hergiebt. Wenn die Polizei helfen soll. Ein Leser theilt uns folgen des mit: Am Sonnabend Abend gegen 6 Uhr sah ich im Flur des Hauses Alte Leipzigerstr. 16 einen anscheinend start betrunkenen Mann bewußtlos liegen. Es standen mehrere Personen um ihn herum, doch keine machte Anstalten, irgend etwas zu seiner Hilfe zu thun. Auch ein Schutzmann bildete einen der thatenlosen Theilnehmer dieser Gruppe. Ich bat den Beamten, den Betrunkenen, dessen arg zer schundenes Gesicht den widerwärtigsten Eindruck machte, doch auf die Polizeiwache zu schaffen. Ja, jagte der Sicherheitsbeamten, das tann ich nicht. Eine Droschke wird ihn in seinem schmutzigen zu flande nicht mitnehmen, und wenn ich einen Dienstmann zum Fortschaffen des Mannes herbeihole, so laufe ich Gefahr, daß ich die Kosten aus meiner eigenen Tasche bezahlen muß. Nachdem der Beamte diese Erklärung abgegeben hatte, ging ich weiter. Nach einer guten Stunde kam ich abermals an dem Hause Alte Leipziger. straße 16 vorbei. Das Bild von vorhin hatte sich noch nicht im geringsten verändert. Der Betrunkene versperrte immer noch den Hausflur, das Publikum, das inzwischen durch einige Kindergruppen verstärkt worden war, stand theilnahmsvoll, aber unthätig daneben, und auch der Schutzmann verharrte noch in seiner passiven Rolle. Ich ging auf eigene Hand nach der Rettungswache in der Oberwasserstraße und binnen einer Viertelstunde war der Bewußtlose in einem Wagen der Rettungsgesellschaft nach der Charitee geschafft. Haben die Schutzleute keine Instruktion, in derartigen Fällen dasselbe zu thun, was ich als Privatperson für geboten hielt? Thüren verschließen. gegangen. zwei Personen ihren Tod gefunden. Ein Arbeiter Hermant Beim Wafferfahren haben am Sonntag auf dem Tegeler Tee aus Spandau wollte am Nachmittag mit seiner Frau und seinem sechsjährigen Sohn in einem kleinen Segelboot nach Tegel fahren, woselbst in einem Lokale ein Fischerfest stattfand, zu dem auch er geladen war. Als das fleine Fahrzeug gegen 4 Uhr nachmittags den Tegeler See kreuzend sich in der Nähe des Reinhardt'schen Lokals Sie Segel herumgeriffen. Unglüdlicherweise befand sich das Boot Zum Leuchtthurm" befand, wurden plöglich durch einen Windstoß zwischen zwei Zillen, sodaß. nicht genügend laviren konnte, und der Nachen schlug um. Wiewohl von allen Seiten Hilfe herbetiam, gelang es doch nur, den Arbeiter, wenn auch in besinnungslosem Zustande, den Wellen zu entreißen; seine Frau und das Kind waren in dem Wasser verschwunden. Bei der stürmischen Witterung mußten die alsbald aufgenommenen Bergungsversuche der Leichen unterbrochen werden; die Leichen sind bis jetzt noch nicht aufgefunden worden. Borfall von neuem zum Anlaß nehmen wird, den hart bedrängten Pförtnerinstitut in der Nähe. Dieser packte den Einbrecher und Wir sind überzeugt, daß die Berliner Arbeiterschaft diesen Zufällig war gerade der patrouillirende Privatwächter Schimon vom Wirth Lindenhahn durch zahlreichen Besuch für die Unbequemlich brachte ihn auf die Wache des 7. Polizeireviers in der Kaiser feiten, die er von unseren Feinden auszustehen hat, zu entschädigen. Friedrichstraße. Hier gab sich der Festgenommene für einen Unter den gewärtigen Umständen ist es ganz besondere Ehrenpflicht Schneidergesellen aus der Kantstr. 62 aus. Seine Angaben erwiesen Kein braver Christ. Eine schwere Ausschreitung hat am aller Parteigenossen, in Grünau fein gesperrtes Lokal zu betreten. fich jedoch als falsch, und man weiß noch nicht, mit wem man es Sonntag ein Soldat in der Hedwigskirche begangen. Ein Wir sind überzeugt, daß jeder ordentliche Arbeiter pflichtgemäß zu thun hat. Ein Sittlichkeitsverbrechen ist am Sonnobend Nachmittag um| Christoph als Beisitzer. Zu Revisoren wurden Bath, Jeeze und 1 Uhr in Schmödwig verübt worden. Sechs Kinder, zum theil Hausmann gewählt. Als Stranfenfaffen- Rassirer wurde Kappe wiederaus Schmödwig, zum theil aus Berlin, waren in die haide ge- gewählt. Für das Schiedsgericht wurden Schroth, Klarbaum, Hennig. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) Briefkasten der Redaktion. gangen, um Brombeeren zu pflücken. Zu ihnen gesellte sich ein un- Schwarzer, Hausmann, Böhlke und Heidmann gewählt. Sodann wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) bekannter Mann, überfiel plötzlich das älteste der Kinder, eine zwölf- wurden dem Delegirten Helbig die Anträge und Wünsche der anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort jährige Anna Lehmann, und vergewaltigte sie. Die anderen fünf hiesigen Vereinigung für den Kongreß übergeben und zwar wird nicht ertheilt. Kinder liefen entsetzt davon und benachrichtigten die Einwohnerschaft ohne gebundenes Mandat. des Ortes. Diese nahm alsdann die Verfolgung auf, der Unhold Schroth wieder die Expedition der Fachzeitung. In der Debatte Paul S. Sie haben ganz Recht. Es ist das ein Irrthum gewesen. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag Vom 1. August ab übernimmt und Freitag von 6 bis 7 Uhr abends statt. aber entfam, obgleich man ihn in der Nähe des Thatortes noch sah. über den Arbeitsnachweis wurden verschiedene Slagen gerade über Er ist ein Mann in der Mitte der dreißiger Jahre, hat eine fleine einige organisirte Gehilfen laut; der anwesende Vertreter der 6. W. Siehe Brieffaften der Nr. 171 des Vorwärts". Gestalt und einen blonden Schnurrbart und trägt einen blauen Rod hiesigen Gehilfen, Kollege Deichsel, versprach, Abhilfe zu schaffen A. F. Fragen Sie den Arzt. und ein rothes Hemd. Mr. 28. Nicht in unserm Besitz. dadurch, daß diejenigen Gehilfen, welche ferner Anlaß zu berechtigten Glogan. 1. Nein. 2. a. Aufgenommen wurden sechs neue Mitglieder.lalausda Klagen gäben, aus der Organisation ausgeschlossen werden sollen. O. P. 14. Fehlt jeder Zusammenhang. X. in Lugau, Sachsen. Den frommen Herren Direktoren, die Ihnen fagen, Sie sollten sich an uns Sozialdemokraten um Arbeit und unterihes Benehmen ist, sondern auch ein sehr dummes. Daß wir amigung wenden, erklären Sie nur, daß dies nicht nur ein ein sehr un christnicht im stande find, allen Arbeitern Arbeit und Verdienst zu schaffen, das sieht doch jedes Kind ein; durch solche Gefühlsrohheit liefern die Arbeiter für gerechte und me was man Ihnen gesagt hat, schon vielen Taufenden pafsirt. Diese Diret menschenwürdige Zustände sorgen. Beiläufig ist, toren. Fabrikanten und sonstigen Stüßen" der heutigen Gesellschaft sind alle über einen Keiſten geſchlagen. Rücksichtsvoll. Der Gastwirth Krüger in Eiche hat schon längere Zeit Versuche gemacht, des Sonntags die Erlaubniß zur Veranstaltung von Tanzmusik zu erhalten. Bisher wurde er immer abschlägig beschieden mit der Motivirung, daß die Kirche des Dorfes Dienstag, den 19. Juli, ihre ordentliche Generalversammlung. Unter Die Graveure und Biseleure der Filiale Berlin hatten zu nahe beilegen sei. Auch auf ein kürzlich die„ Potsd. 8tg." Lexikon anzukaufen. Laut Bericht des Kassirers hatte die Filiale Herren aber nur einen neuen Beweis dafür, wie nothwendig es ist, daß die erneutes Gesuch erfolgte Geschäftlichem wurde beschlossen, die Illustrationen zu Brockhaus' ablehnender Bescheid und zwar diesmal, wie ſchreibt, mit der Motivirung, daß durch Veranstaltung von Tanz- vom 1. April bis 30. Juni eine Einnahme von 300,44 M. und eine musik der Kaiser im Neuen Palais erheblich gestört werden Ausgabe von 121,19 M., mithin am 30. Juni einen Bestand von tönnte. 179,25 M. Auf Antrag der Revisoren wurde der Kassirer entlastet. I'm legten Vierteljahre fanden vier Gigungen statt entire Generalversammlung und drei Filialversammlungen, welche im Durchschnitt von 55 Kollegen besucht wurden. Ferner fanden statt drei Vertrauensmännerfißungen und find 29 Werkstätten durch 28 Vertrauensleute vertreten. Versammlungen. 0 " E. R. 50. Der Mann haftet nicht. Pfändung durch einen Gerichts: hre Kündigung ist um einen Tag zu spät erfolgt, weil sie volle 8 Tage vollzieher tönnen Sie vornehmen laffen. E. R. Nein. S. S. 100. in den Händen des Rother Otto 100. Dirths fein mußte, und deshalb ohne Wirkung. Sachen müssen Sie herausgeben.- R. G. 22. Darüber besteht teine gesetzliche Vorschrift. Die Frage wird im allgemeinen zu verneinen sein.-R. G. Sie haben keine Verpflichtung zum Ersatz der Scheibe. F. B. Sch... Sie fönnen mit Aussicht auf Erfolg auf Ausstellung eines wahrheitsgemäßen Zeugniffes flagen. K. K. 1. Die Firma fann das Erhaltene zunächst auf die Kosten verrechnen und ist, soweit ersichtlich, Verpflegung im letzten Jahre erfolgte: nein, sonst ja. leider im Rechte. Alter Abonnent 100. Wenn die Krankenhauswenden Sie sich an das Rumpferberger Gericht. M. J. 22. Pr. B. 8. In einer öffentlichen Buchdrucker- Versammlung, die am Sonntag in Keller's Saal tagte, referirte Massini über das Weißensee. Am 21. Juli fand hier eine öffentliche VoltsverInnungsgesetz. Er vertrat den Standpunkt, daß die Gehilfen zwar sammlung statt, welche sehr gut besucht war. Der Gemeindevertreter den gegenwärtigen Innungsbestrebungen fühl gegenüberstehen, daß Genosse Caro gab seinen Bericht. Anwesend waren eine Anzahl das Gesetz, wenn die Zwangsinnung für das Buchdruckgewerbe ein Gemeindevertreter, so auch der Amtsvorsteher Feldtmann. Es geführt werde, den Prinzipalen in mehrfacher Hinsicht eine Handhabe kam zu einer lebhaften Diskussion, in welcher ein Herr Schöpe und biete, die Interessen und Bestrebungen der Gehilfen zu beeinträchtigen, Herr Hütche sowie die Genossen Bajewalt, Haat und Goldberg das und die letzteren daher an den Wahlen zum Gesellenausschuß theilnehmen Wort nahmen; fämmtliche Redner kritisirten die Mißstände hier am 1. Nein. 2. Jm allgemeinen erhält der Vater das Erziehungsrecht. müßten, um dort ihre Rechte zu wahren.-Arendsee und Rosen- Orte, vor allem sei die Beleuchtung zur Zeit eine sehr traurige. Der Amts- R. 33. Jn der Mart Brandenburg ist die Erbfolge, falls tha I polemifirten gegen den Verband der Buchdrucker und meinten, man vorsteher Feldtmann versprach in seinen Ausführungen in Zukunft Abhilfe fein Testament vorhanden ist, folgende: In der ersten Klasse erben die Abfolle in den Gesellenausschuß nur flassenbewußte Arbeiter, wirkliche zu schaffen. Es stellte Genoffe Goldberg zwei Anträge. Der erfte, tömmlinge( Söhne, Töchter, Enkel u. s. w.) und der Ehegatte. In der Massini erwiderte darauf, auch die Versammlung hält die Errichtung einer Sanitätswache für noth- zweiten Selaffe( also wenn teine Abkömmlinge vorhanden sind) erben die er wünsche, daß Sozialdemokraten gewählt werden, aber wendig und ersucht die Gemeindevertreter, entsprechende Maßnahmen Kinder ersten Grades verstorbener vollbürtiger Geschwister und der Ghegatte. nächsten Ascendenten( Eltern, Großeltern u. f. w.), vollbürtige Geschwister, solche, die dem Verbande angehören. Es wurde folgende zu treffen. Der zweite Antrag, die Bersammlung wolle beschließen. In der dritten Klaffe erben Halbgeschwister und Kinder ersten Grades vorResolution angenommen: Die Versammlung erklärt sich daß die Gemeindevertreter Caro und Gerstenberger über jede verstorbener Halbgeschwister, sowie der Ehegatte. In der vierten Klaſſe mit den Ausführungen des Referenten einverstanden; sie beauf Sigung der Gemeindevertretung einen gedruckten Bericht anzufertigen erben die entfernteren Seitenverwandten mit dem Ehegatten. Der nähere tragt das Bureau, für Kandidaten zum Gesellen Ausschuß und dem Vorwärts" zur Veröffentlichung zu übersenden Verwandtschaftsgrad schließt den entfernteren aus. Ist tein Verwandter zu sorgen und erwartet von den Gewählten, daß sie jeder Beschrän- haben. Beide Anträge wurden angenommen. Es wurde vom Ge- da, so tritt der Fistus als Erbe ein. Das Erbrecht des Ehegatten in der fung der Interessen der Gehilfen entgegentreten, und der Einrichtung meindevertreter Gerstenberger weiter ausgeführt, da der größte Mart ist ein eigenthümliches. Er hat die Wahl, ob er Erbe sein will oder versagen. Hierauf wurden, öppner, Massini und Base wals die Vororte im Osten darunter leiden, hauptsächlich der hiesige Ort so muß er sein eigenes Bermögen einwerfen und erhält die Hälfte von Unterstützungskassen innerhalb der Innung ihre Zustimmung Theil der hiesigen Arbeiter seine Beschäftigung in Berlin hat und nicht. Erklärt er sich als Nichterbe, so nimmt er das Seinige zurück und überläßt den Nachlaß den Erben. Erklärt er, Erbe sein zu wollen, als Kandidaten für die Gewerbegerichtswahl aufgestellt. If skandidaten für die G Weißensee, indem die Schulen schon überfüllt sind, und die Armen- der gemeinschaftlichen Maffe. Die andere Hälfte erhalten die anderen Erben. lasten von Jahr zu Jahr steigen, die Stadt Berlin zu ver Oranienstr. 100. 1. Das ist verschieden: der Betreffende kann sich anlaffen, einen Theil zu den Kosten beizutragen. In der hierauf direkt bei dem Regiment erkundigen. 2. Ja. 3. Die Militärbehörde hat folgenden Diskussion regte Caro an, eine Statistit aufzunehmen dieses Recht. Ein Einspruch wäre zwecklos. J. K. B. Gladbach. Die über die Zahl der Arbeiter in Berlin, sowie darüber, wo sie ihre Zuständigkeit der Bezirksausschüsse ist sehr mannigfaltig. Je nach dem Beschäftigung haben. Stein führte aus, daß die Besserfituirten in Gegenstande, um den es sich handelt, ist die Entscheidung endgiltig oder nicht. Beschwerden gegen die Rechtsgiltigkeit der Gewerbegerichtswahlen petuniärer Beziehung die Sache unterstützen follten. Goldberg und werden für Berlin von Oberpräsidenten, für Gewerbegerichte, die für einen Bajewalt versprachen sich sehr wenig davon; fte äußerten außerdem ihre Provinzialverband errichtet sind, vom Provinzialrath, für andere GewerbeBedenken dahin, daß die Listen einmal zu Steuerveranlagungszveden gerichte vom Bezirksausschuß endgiltig entschieden. 2. S. 500. Ste verwandt werden könnten. Hierauf sprachen der Gemeindeverordnete würden sich strafbaren.R.S. Ihr Wunsch ſoll erfüllt werden. Lambertus sowie der Amtsvorsteher Feldtmann und gaben die Er- Klage und Widerklage erheben. flärung ab, daß die Liſten mit der Steuer absolut nichts zu thun seit dem 1. April 1895 in fraft getreten. Nach demselben wird die Ergänzungshätten; sowie die Sache vorüber wäre, würden dieselben vernichtet. Steuer bei einem steuerbaren Vermögen von mehr als 6000 Mt. erhoben. Der letzte Punkt, Abrechnung des Reichstags- Wahlkomitees, wurde Die Steuer beträgt bei 6 bis 8000 Mt. 3 M., bei 8-10 000 wt. 4 Mt., bei auf Antrag Blei wegen der Polizeistunde von der Tagesordnung 10 000- 12 000 wt. 5 M. Es steigert sich so fort bei Steigerung von abgesetzt. je 2000 M. Kapital die Steuer um je 1 M. Gin Kapital von 24-28 000 m. Verein selbständiger Fensterputer. Heute Abend 8 Uhr, Alte steuert 12 M., 28-32 000 m. steuert mit 14 M. und so fort bei Steigerung Jakobstr. 54/55 bei Mehrwald: Außerordentliche Bersammlung. des Kapitals um je 4000 Mt. bis zu 60 000 m. ein höherer Steuersatz von je 2 M., 60 bis 70 000 M. Steuern mit 30 M. Die Steuer steigt von da ab bei höheren Vermögen bis einschließlich 200 000 m. für jede angefangenen 10 000 m. um je 5 M. Bei Vermögen von mehr als 200 000. bis ein schließlich 220 000 m. beträgt die Steuer 100 M. und steigt bei höheren Vermögen für jede angefangenen 20 000 m. um je 10 m... 10. Ja. Die Feilenhauer und Berufsgenossen haben in einer öffentlichen Versammlung den Kollegen Kuhl als Kandidaten zur Gewerbegerichtswahl aufgestellt. A. Degler wurde als Vertrauensmann gewählt. Die arbeitslosen Kollegen werden ersucht, sich bei Arbeitslosigkeit stets des Arbeitsnachweises zu bedienen, der sich bei C. Nenky, Grenzstr. 17, befindet. Es ist dies dringend erforderlich, um die bei der persönlichen Umschau vorkommenden Unterbietungen den anderen Kollegen gegenüber zu vermeiden. Eingelaufene Druckschriften. G. K. Gewiß fönnen Sie besondere M. D. Das Vermögenssteuer Gesez vom 14. Juli 1893 ist Witterungsübersicht vom 25. Juli 1898, morgens 8 Uhr. Die Freie Vereinigung der Kaufleute hielt am 22. d. Mts. eine sehr zahlreich besuchte außerordentliche Mitgliederversammlung ab, in welcher über die in der Zukunft einzuschlagende Tattik ver handelt wurde. An der äußerst lebhaften Diskussion betheiligten sich die Kollegen Friedländer, Simmel, Penn, Maaß, Albert Kohn, Blum, Liepmann, Swienty und Guttmann. Zum Schluß gelangte folgende Resolution zur Annahme: Die am 22. Juli in Berlin tagende zahlreich besuchte Mitgliederversammlung der Freien Vereinigung der Kaufleute erklärt sich im Prinzip bereit, sich zu gunsten einer Zentralisation auf zulösen. Sie verlangt zu diesem Zweck die Einberufung eines Kongresses, welcher von allen auf dem Boden des Klassenkampfes organisirten Kollegen zu beschicken ist. Vor Einberufung des Kongresses find Borverhandlungen nach dieser Richtung hin anzuknüpfen. IV. Jahrgangs erscheinen lassen. Der Inhalt des Seftes ist insgesammt Die Sozialistischen Monatshefte haben soeben das 7. Heft des der folgende: Paul Kampfmeyer: Die Stellung der Arbeiterschaft zur Bo Die Freie Bereinigung selbständiger Barbiere, Friseure ze. litit. Otto Braun: Die Sozialdemokratie in Ostpreußen. Dr. August hielt am 18. b. M. im Restaurant Schiller, Rosenthalerstr. 57, ihre Winter: Die Sozialdemokratie in Oberschlesien. Emil Eichhorn: Die Generalversammlung ab. Kollege Suschte gab folgenden Kaffen Sozialdemokratie in Sachsen. George Sorel: Betrachtungen über die bericht: Einnahme 170,01 Mart, Ausgabe 131,13 Mart, Be- materialistische Geschichtsauffassung. Dr. Ladislaus Gumplowicz: Wandstand 88,88 Mart. Es wurde ihm Decharge ertheilt. Der lungen in der anarchistischen Taktik und Doktrin. Sigmund Staff: Der Vorsitzende gab folgenden Bericht: Im Laufe des Jahres fleine Mann und seine Retter. E. Belfort- Bar: Der moderne Militaris: find 12 Versammlungen, darunter Jiegrim: Stizzen aus der Swinembe. 757 4 Generalversammlungen us, feine Entwickelung und sein Ansgang. abgehalten worden. Am 20. September v. J. gründete der Verein sozialpolitischen Literatur und Bewegung. III. Der Universitätsdozent und Hamburg 761 2 Der Preis des elegant Berlin einen eigenen Arbeitsnachweis mit den organisirten Gehilfen zu- ausgestatteten Heftes beträgt 50 Pf.; ein Quartals- Abonnement 1,0 M. Wiesbaden 765 N fammen. Die Mitgliederzahl ist im letzten Jahre von 33 auf 68 ge- 3u beziehen durch alle Buchhandlungen, Kolporteure und Postanstalten München 766 23 Stiegen. Der Schriftführer berichtete, daß er 480 Beitungen expedirt und( Post- Zeitungs- Katalog Nr. 6858). eine Ausgabe fürKorrespondenzen von 18,44 M.gehabt hat. Nach der sodann vorgenommenen Vorstandswahl besteht der Borstand jetzt aus: Klarbaum erster, Weißflud zweiter Borsigender, Kuschke erster, Schwarzer zweiter aktsfirer, Schroth erster, Hennig zweiter Schriftführer und Sozialdemokratischer Wahlverein der Boykott Rundschau. Kunst. Bücher. 1 Stationen Wien Barometerstand mm Windrichtung Windstärfe 761 WNW 6 Wetter Temp. n. G 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter bedeckt 12 aparanda 752 NNO 4616. bed. 4bedeckt 12 Petersburg 752 S 5 bedeckt 13 Cort 1moltig 15 Aberdeen 2 better Temp. n. T. 29 5° C.= 4° 9. 20 15 16 765 OSO 3 bedeckt 765 WNW 765 Still 1bedeckt 12 616. bed. 17 4wolfig 18 Paris 764 23 2 bedeckt 18 Wetter- Prognose für Dienstag, den 26. Juli 1898. den 26 Langsam auftlarend bei steigender Temperatur und mäßigen westlichen Winden; keine oder unerhebliche Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Vereine! für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Achtung! Maurer. Achtung! ereinsaus Süd- Ost Dienstag, den 26. Juli 1898, abends 29 Uhr, bei Bickel's, Hafenhaide 52/53: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Welches ist die beste Form der Organisation für den Wahlverein? Referent: Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. 2. Distussion. 238/ 12* Gäfte haben Zutritt. Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein Mittwoch, den 27. Juli, abends 8 hr: 8%, Gr. öffentliche Versammlung der Maurer Berlins und Umgegend in der„ Tonhalle", Friedrichsfr. 112. Tagesordnung: 1. ft es nothwendig, daß in der Gewerkschaftsbewegung Politit getrieben wird? Referent: Genoffe Kessler. 2. Distusfion. 3. Gewerkschaftliches. Maurer Berlins und Umgegend! Zu dieser Versammlung habt Ihr die unbedingte Pflicht, Mann für Mann zu erscheinen. Die Lohnkommission der Maurer Berfius und Umgegend. J. A.: H. Metzke. für den 3. Berliner Reichstags- Wabhreis. Deutsch. Metallarbeiter- Verband Mittwoch, im Lokal ,, Arminhallen", Kommandantenstrasse 20: General- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Kassenbericht über das 2. Quartal 1898. 3. Ersatzwahlen des Vorstandes. 4. Vortrag des Genoffen Dr. B. Borchardt über die Marr'sche Mehrwerth- Theorie. 5. Diskussion. 6. Vereinsangelegen heiten. Der Vorstand. Die Zahlstellen befinden sich bei folgenden Genoffen: Wilhelm Börner, Bigarrengeschäft, Ritterstr. 15; Gottfried Schulz, Bigarrengeschäft, Admiralstr. 40 a; Karl Schöning, Reſtaurateur, Köpniderstr. 68; Emil Götte, Restaurateur, Brandenburgstr. 48; Ernst Lier, Restaurateur, Alte Jafob Straße 119; Wilhelm Flick, Restaurateur, Simeonstr. 23. 249/17 Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 26. Juli, abends 84 Uhr: General- Derlammlung im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Kassirers. 2. Bericht der Revisoren. 3. Antrag des Genossen Meyer: Abänderung der§§ 3 und 10 des Statuts. 4. Antrag Gabron. 5. Vereinsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Zahlreiches Erscheinen erwartet 247/ 8* Der Vorstand. Verwaltungsstelle Berlin. Dienstag, den 26. Juli 1898, abends 8 Uhr: Bezirks- Versammlung L für den Often in Stechert's Salon, Andreasftr. 21. Tages Ordnung: der Metallarbeiter in der Vergangenheit, Gegenwart und Butunft." 2. Dis 1. Vortrag des Herrn Ingenieurs Grempe über: Berufsausbildung fuffion. 2. Wahl des Bezirksleiters und dessen Stellvertreters. bandsangelegenheiten und Verschiedenes. 4. Ver Dienstag, den 26. Juli 1898, abends 8½ Uhr: Bezirks L 112/19 Derlammlung für Rixdorf im Lokal von Chriftoph, Steinmenftr. 55. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Silberstein über: Berufskrankheiten der Metallarbetter. 2. Distuffion. 3. Verbandsangelegenheiten und Ver schiedenes. Die Kollegen und Kolleginnen werden dringend ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Bibliothek des Verbandes befindet sich im Restaur. Mörschel, Jüdenstr. 35. Dieselbe ist geöffnet jeden Abend von 7 bis 9 Uhr. Die Ortsverwaltung. 133/16 Waldemarstr. 75. Im August u. September find noch einige Sonnabende, unter foulant. Bedingungen zu vergeb. 896* Vereinszimmer mit Piano zu Chorinerstraße vergeben. Fr. Behrens, de Fehrbelliner. Vereinszimmer Wontag, Freitag u. Sonnabend frei. Meißner, Chauffeestr. 72. Achtung! Tapezierer Berlins. Mittwoch, den 27. Juli, abends 8½ Uhr, in den ,, Armina Hallen"( großer Saal), Kommandantenstr. 20: Seffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Der Streit bei der Firma C. Eberhardt, Solzmarktstr. 21, deffen Ursache und Verlauf. 2. Diskussion. 3. Agitation und Vers schiedenes. Der Einberufer. versammlung der Filtale Süb fällt diesbezüglich aus. Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, zu erscheinen. Die General [ 180/2 Für 36 Mark fertige feine Anzüge nach Maaß, für 30 M. ff. Sommerpaletots nach Maaß, für 8-12 M. feine Hosen nach Maaß. Riesenstoff lager Krausenstr. 14, 1, kein Laden 1 Kinderwagen, * Mühlenstraße 8, a. d. Oberbaumbrücke, 5 Min. von Station Warschauerstraße, find v. 1. Of: tober frdl. Hofwohnungen v. 1 u. 2 Stuben nebst allem Zus behör v. 72-94 Thaler zu ver mi 54632* Näheres daselbst beim Berwalter. Frdl. möbl. Schlafft. f. Hrn., sep. Eing., Ritterstr. 8, v. IV. b. Schwarz. Ein Küchenspind, 2 che u. 1. w., Schlafft.Oranienburgerstr. 53, Kodaned. wegzugshalber sofort billig zu ver faufen, Diedenhofenerstr. 6, part. links. Gastocher, Sparfyftem 2 3wei- bernt. 8. 1. Reichenbergerie. 142, E. Schlafft. f. Herrn m. sep. Ging, Dretloch 15. Stfl. 4 Tr., F. Lehfeldt.[ 1076 Gasbratofen 10 M. Gasplätteisen bill. Wohlauer, 4070b* Möbl. Schlafft. verm. Wwe. Lorenz, Tischlermeister, Berlin N., Brunnenstr. 152. 26/27. Wallnertheaterstraße Nr. 26/27, Brizerstr. 6 v. 4 T. B. 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Fetman, Bürgermstr. v. Midgetown, Herr Hermann Ring. Alice, dessen Tochter, Frl. Bertha Jaeger. Joe, Stallknecht, Herr May Walter. Pantscher, Bierbrauer, Hr. Franz Ebert. Seefe, Barbier, Herr Adolf Zint. Annie, Kuhmagd, Frl. Selma Görner. ( Bürger von Midgetown.) Spanische Tänzerin, Fräulein Helene Lindener. Erster Latai, Herr Ludwig. 3weiter Lakai, Herr Zeidler. Ein Kammerdiener, Herr Juhnke. Zwei Polizisten. Preise der Pläße wie gewöhnlich. Personals. 3m Saat: Gr. Fest- Ball. Anf. d. Konz. 4/2, d. Vorst. 5½ Uhr. Entree 30 Pf. Die Direktion: Ferd. Lehmann. Prater- Theater, Kastanien- Allee 7/9. " Friede auf Erden". Lebensbild mit Ges. u. Tanz in drei Abth. von Hugo Schulz. Musik v. A. Kersten. Auftreten d. Kostümjoub. Elsa de Planque, d. Grotesque- Duett. Gebr. Milardo, der 3 Warton Gym: naftifer, des nusit. Klowns Mr. Barna mit s. dress. Ratten, der Osrani Troupe, mufit. Ercentr. Ballet. Pantomime. Konzert und Ball. Anf. 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Play 50 Pf. Kalbo. W. Noack's Theater • Brunnen Strasse 16. Täglich im schönen Garten: Borzugsbillets und freier Gintritt Theater- und Spezialitätenwährend des Gastspiels der Liliputaner ungiltig. Vorverkauf täglich von 10-1 Uhr an der Theaterfasse. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag 2 Borstellungen. Kinder zahlen halbe Preise. R eichshallen Garten- Theater. Leipzigerstr. 77. Täglich um 9½ Uhr: Berlin auf Stelzen! Burleste von AgostonWilhelm. Ferner das gediegene Spezialitäten- Programm unter anderem: ,, Das sprechende Pferd!" Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorher von 7 Uhr ab: Garten- Konzert. Bei ungünstiger Witterung Vorstellung im grossen Theatersaal. Oftend Carl Weiß- Theater. D Gr. Frankfurterstr. 132. Letzte Woche! Letzte Woche! Auf Sumatra. Anfang 8 Uhr. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Avis! Um vielen Wünschen nach: Vorstellung. Das goldene Kalb. Charakterbild in 1 Att v. C. Dachow. Mord und Büd. Operette in 1 Att von Linderer. Musik von Richard Thiele. Im Saale: Grosser Ball. 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