Avonnemeuts ti* t Wra bli allen schweizerisch«! »stbureau;, sowie beim Verlag >d dessen bekannten Agenten "lrgengenommen. und zwar zum dorauS gahlba»«« Vierteljahrspreiz von: t. t,— fiir die Schweiz i. 1,— fiir Deutschland(Gouccrt) 1,70 fiir Oesterreich(Souvert) >. 1,50 für all« übrigen Linder de» ststeltpostderetn»(Areuzband) r», selb» s«hr Der Smialdemckrat Erscheint wöchentlich einmal Ziirich(Schweiz). Jerkag der t«ir»dnchhan»l«»«E Hottingen. Zürich. Znserate die dreigespaltene Petitzeile »5 llt«.---- 20 Pfg. Argan der Sozialdemokratie deutscher Zunge. fiffftubnitii» frank» gegen frank«. Lewihnltche Brief« nach der Kchweiz losten Doppelporto. äjrne M 52« Briese an die Redaktion und Elpedition de» l» Deutschland und Oesterreich verbotenen.Sozialdemokrat' wolle man unter Beodachtung äußerster Vorsicht abgehen lasten. Z n der Regel schiike man und die Briefe nicht direkt, sondern au die bekannten Deiadresten. An zweifelhastlu Füllen«ingeschrieben. 24. Dezember 1887. 'ff« »tu- Sarteigenossen! Vergeht der Verfolgten und Gemaßregelten nicht! s/lS. liefe« 4». nicht Um» 5/12- nh. ire«. llgbe. »che >." gin».. iedet? «ch. - pr- iigei«! nicht Zur rechtzeitigen Kenntnißnahme. Bei Quartal schluß U- müsse» sämmtliche Briefabonnemeuts aar vorausbezahlt werden. Belastungen auf Conto-Inhaber finden also latt. Alle« Bestellungen auf direkte oder indirekte Brieflieferung ohne jede Ausnahme die volle Baarzahlung «izulegen. Alle nicht ausdrücklich wi edcrbestellten Brief- bonnenten werden mit Nr. 1(1888) gesperrt. Ersatz für Vcrsandtverluste liefern wir nur gegen insenduug deS Porto bei Reklamation. Wo anderweitige Bezugsgelegenheit geboten ist, gna � Briefabonnements unzulässig. Brau» J Ibo.: i Ab. L®.: hjr-.: oavj: i pr. . Du. oth« »dr. Sstll«' »t. Abonnements für die Schweiz kheben wir per Nachnahme, wenn Zahlung nicht mit tdem Quartalbeginn v oraus geleistet ist. Einzel-Kreuzbandsendungen ins Ausland perren wir mit Quartalsablauf, sofern Neubestellung •ab Geld bis dahin ausbleiben. Die Expedition de»„Ssfi-ldemidrat". iest*■ r dal l dlid . und enge» Polizeiagenten— Dynamitagenten. — Wie das Louisthum zur modernen Prostitution, so gehört nSS � Provokations- und, den heutigen Verhältnissen ent- N«echend, der Dynamit-Agent zum System der politischen Spionage. Die eine Schmach gebiert nothwendig die andere. i 9t s war f.««. Adr. lache» .. gab eine Zeit, wo man sich dem Glauben hingeben Mute, die Staatslenker in Deutschland hätten endlich ein- esehen, wie unwürdig, unheilvoll und, in Bezug auf den ur- folAfc»rünglichen Zweck, unwirksam die Institution der Ueberwachung nd Aushorchung der oppositionellen Parteien ist, und ein für llemal auf dieselbe verzichtet. Ende der sechsziger und anfangs er siebziger Jahre schien das Geschlecht der politischen Spione 1 der That ausgestorben zu sein. Jndeß, es schien wirklich nur so. Man hatte zu viel mit "« wärt ig er Politik zu thun, die Verhältnisse waren durch e» italienischen Krieg in Unordnung gerathm und noch nicht euügend befestigt, um sofort den alten polizeistaatlichen Nei- Ungen freien Spielraum zu gestatten. Zudem hatte die natio- 'ale Einigungsbewegung das ehedem opposittonelle Bürgerthum ° gefügig gemacht, daß man selbst gegen dessen linkesten Flügel l't dem besten Willen keiner Polizei bedurfte; die Arbeiter- lasse aber zählte als politischer Faktor noch nicht. Man unter- >elt Spitzel, aber sie machten sich nicht bemerkbar, ihre Rap- �rte wurden nur für den„inneren Dienst" verwendet. Kaum aber hatte sich eine wirklich grundsätzliche Oppositions- artei gebildet, kaum hatte die Partei des Proletariats sich vlitisch bewährt, so hörte das Idyll in der inneren Politik »f. Die Wiederaufnahme der alten, vormärzlichen Demagogen- lecherei, verbunden mit allerhand bonapartistischen Nichts- 'ürdigkeiteu, beginnt, daS Schandgesetz wird erlassm. Das Sozialistengesetz hat eine Aera polizeilicher Korruptton lageleitet, die nicht nur in Deutschland, sondern m ganz Europa « nach Amerika hinüber das össentliche Leben vergiftet. Es sk vor Allem der schmutzigen Zunft des politischen hitzelthumS zu einer Ausdehnung verholfm, die nie zuvor kannt war, uud mit dieser der der Provokations- Kenten. Nachdem man so und so viele Tausende geächtet, mußte man .Natürlich" die Geächteten überwachen; nachdem man so und ] viele Tausende durch Provokationsgesetze zur höchsten Er- ssterung getrieben, mußte man ebenso„natürlich" sich gegen 'kzweifliiilgSstreiche der Erbitterten schützen. Nicht die Ver- %en, nein, die Verfolger, nicht die Unterdrückten, nem, �Unterdrücker befinden sich nach neudeutscher Loglk im �ande der Nothwehr uud bedürfen daher der Spione unter Ersteren Wer das nicht einsieht und den Reichsspitzelminister wegen � schurkischen Treibens seiner Kreattiren angreift, der be- 'ttst damit imr, daß er von wahrhafter Staatskunst keine 'dee hat........ .Und"wer Herrn Puttkamer und seine Helfershelfer der vterhaltung von Provokationsagenten beichuldigt, der macht sich einfach einer Verleumdung schuldig. Nie wird ein preußisch- deutscher Polizeiminister, nie ein Reichspolizeirath sich soweit vergessen, seine Agenten zur Anstiftung von Verbrechen anzureizen. So etwas ist in Preußen unerhört, und im verbündeten Oesterreich nicht minder. Nie, auch wir sind davon überzeugt. So große Hochachtung wir vor der Weisheit und Tugend der Herren Puttkamer, Krüger, Hacke:c. haben, für so — schlau haben wir sie nie gehalten, von ihnen anzunehmen, daß sie sich in die Hände ihrer Jhring-Mahlow's ,c. geben. Wir sind überzeugt, daß ihre Instruktionen immer sehr kor- rekt waren. Und ganz besonders ihre schriftlichen In- strukttonen. Aber wenn ein Krüger, ein Hacke, ein Frankl ihre Agenten immer und immer drängen, ihnen besseres Mate- rial zu schaffen, wenn auf Rapporte über gehörte R e d e n die Antwort kommt:„Das ist ja gar nichts, wir brauchen mehr", wenn so der Spitzel, um seinen Sündenlvhn fortzu- beziehen, sich vor die Nothwendigkeit gestellt sieht,„mehr" zu schaffen", nun, so thut er eben auch ohne Instruktionen das, was ihm und seinen Auftraggebern nützt. Wer schlecht genug ist, Treu und Glauben mit Füßen zu treten, wer verworfen genug ist, unter der Maske der Gesinnungsgleichheit erworbe- nes Vertrauen zu hintergehen, der schreckt sicher nicht davor zurück, zu schärferem Vorgehen„aufzumuntern", wenn er da- durch seine Berichte werth voller machen kann— corriger ses rapports, würde es Riccaut de la Marliniöre nennen. Vom„Zeugen" H o r s ch angefangen bis auf F r i e d e m a n n, Schmidt, Jhring, Weiß haben die„Pflichtgetreuen" durch die Bank eine außerordentliche Vorliebe für Dynamit und Attentate an den Tag gelegt. Das Geschäft bringt es 'mal so mit sich. Polizeiagenten— Dynamitagenten. Puttkamer, Krüger, Hacke uud Konsorten sind natürlich total unschuldig. So unschuldig wie ihr Wiener Kollege Frankl an dem„anarchistischen" Münzverfälschungsprozesse, der sich vor einigen Tagen in Wien abspielte. Man höre nur, was die Brünner„Arbetterstimme" darüber berichtet: „Am 10. Dezember hat»or dem Ausnahmegericht« für anarchistisch e Verbrechen in Wien abermals ein Anarchiftenprozeß stattzefunden, bei welchem über die Macher der sogenannten„anarchistischenVer- brechen" die denkbar lehrreichsten Enthüllungen gemacht worden find. Wegen Falschmünzerei waren angeklagt Anton Mlicko, Ferdi- nand Hilbert, Anton Schröger, Ferdinand Emme r- ling und Viktoria Titz. Laut Anklage sollen dies- sünf Personen die Falschmünzerei zu anarchistischen Zwecken betrieben haben; Nachweis- bar find von den Angeklagten auch einige Gulden, sowie Zehn- und Zwanzigkreuzerstücke angefertigt worden. So unnatürlich und unvernünftig e« auch ist. wenn sich Leute allen Ernstes dem Wahne hingeben, durch da« Mittel der Falschmünzerei die Lösung der sozialen Frage beschleu- nigen zu wollen, so ist-S aber doch nicht der erste Prozeß dieser Art, also können wir auch nicht davon überrascht sein. WaS diesem Prozeffe ein so ganz«igenthümliches Gepräge verliehen hat, daS ist das Geständ- niß des Mitangeklagten Schröger, daß er sich als ein Vertrauter der Polizei an die übrigen Angeklagten herangeschlichen und mitgeholfen hat, daß sie das geworden find, waS sie eben sind. Wer ist nun dieser Schröger? Im Jahre 1884 war er Redakteur deS in Buda- pest ericheinenden„Radikal". BonBudap est begab sich Schrög« r nach Bayern, au« Bayern kam er im Jahr 1834 nach Wien und wurde ausgewiesen. Im Jahre 1385 wurde ihm jedoch von der Polizeibehörde in Wien die probeweis« Rückkehr gestattet. Schröger sagte aus, ihm sei von der Polizei erklärt worden, er habe aus Dankbarkeit die Pflicht, sich den Anarchisten anzuschließen und über alle gemachten Wahrnehmungen zu berichten. An den Mitangeklagten Mlicko will sich S ch r ö g e r nur auf Aufforderung deS PolizeiratheS Frankel angeschloff-n haben. Das sind in der That bemerkenSwerthe Dinge. DeS Weileren ging bei der Verhandlung her- vor, daß die Polizei durch Schröger gewußt hat, daß die Angeklagten derartige Dinge treiben, ohne all- sogleich amtlich einzuschreiten. Das ist abermal« ein be- merkenSwerther Thawestand. Schröger hat also auf alle Fälle eine Rolle gespielt, deren Zweck wohl wesentlich darin bestand, die Mitange- klagten nur inS Gesängniß zu führen. Er hat dies- Rolle aber äußerst schlecht gespielt und ist dafür selbst in dem Eilen, daS er für Andere zurechtlegen half, hängen geblieben. DaS Urtheil lautete für Mlicko und Hilbert je 4 Jah>e. für Titz 1b Monate, für Emmerling 1 Jahr und für Schröger 5 Jahre schweren KerkerS. Zehn und ei» viertel Jahr schweren Kerkers für die Anfertigung von 6 Gulden- und 2 Zehnkreuzer-Stücken unter Mitwirkung des„pflichtgetreuen" Schröger. Freilich, das Wiener Ausnahmegericht steht noch nicht ganz auf der Höhe des Landgerichts Berlin; eS machte den.Pflichtgetreuen" mitverantwortlich und diktirte dem Polizeiagent— Münz- fälschungsagent fünf Jahre schweren Kerker» auf. Herr Frankl aber ist an de»— Unvorsichtigkeiten seines Schröger genau so unschuldig, wie sein Kollege Krüger in Berlin an den— Unvorsichtigkeiten seines Schröder. Und damit kommen wir auf eine ganz merkwürdige Geschichte zu sprechen, welche die Bewunderer des wahrhaft gesetzgebe- rischen Werkes, Sozialistengesetz genannt, zweifelsohne bis zur Begeisterung entzücken wird. Seit langen Jahren lebt in Zürich, bezw. der Nordschweiz, ein aus dem Badischen gebürtiger Schreiner Namens Schröder. Bon seiner Thätigkeit vor Erlaß des Sozialisten- gesetzes haben wir hier nicht zu reden. Nur so viel, daß er für die Arbeitersache thätig war, ohne dabei seinen Beruf zu vernachlässigen. Anfangs der 80er Jahre änderte sich das je- doch plötzlich. Schröder trieb sich viel in Wirthschaften herum und bot sich in aufdringlichster Weise zu Vertrauensdiensten an. Als diese nicht angenommen wurden, verlegte er sich auf's Schimpfen aus den Zürcher„Olymp" und dessen„Kliquen- wesen". Ferner machte er, allerdings mehr privatim als in Versammlungen,„radikale" Opposition, war aber klug genug, sich nicht öffentlich zum Anarchismus zu bekennen. Er war der Wirthshausdemagoge, wie er im Buche steht. Gelegentlich war er dann wieder gegenüber bestimmten Genossen niedrig servil, ohne daß es ihm freilich in den Kreisen der deutschen Genossen etwas genützt hätte. Hatte man auch keine Beweise gegen ihn, so war sein Benehmen doch zweideuttg genug, daß die erfahrenen Genossen ihn sich drei Schritte vom Leibe hielten. Mehr Erfolg hatte er bei einer Anzahl, in politischen Din- gen zum Theil sehr unerfahrenen Gewerksgenossen und, wie sich später herausstellte, bei den Anarchisten. Dank dem Vertrauen der Ersteren gelang es ihm, in der Arbeiterbewegung in die verschiedenen Komites zu gelangen, und wie er die Leichtgläubigkeit der Letzteren benutzt hat, wird sich wohl noch zeigen. Im Laufe der vorigen Woche wurde die Thatsache bekannt, daß„folgende Personen augenblicklich von dem Berliner Polizeipräsidium als geheime Agenten beschäftigt werdenff Lachs, Schriftsteller, in London, ehemaliger Polizei- Lieutenant. Theodor Reuß in London. Heinrich, früher Schmied, jetzt Weißbierwirthin Zürich. Karl Schröder, Schreiner und Versicherungsagent in Riesbach-Zürich. Christian Haupt, Agent, in Genf. Mar Lraotner, Schriftsteller in Paris. H. Oberwinder, Schriftsteller in Paris. H. jlame.(Sprachlehrers in Paris.. Zndw. Schwenuhagtu in Magdeburg. A. Wichmann, Agent in Altona. Ueumann, Tischler, Hamburg. Htrman» Nebel, Buchhändler, in Leipzig. Die fettgedruckten Namen gehören Leuten an, die eben noch besonders stark beschäftigt werden. Die Agenten werden gut besoldet, so erhalten Reuß und Oberwinder monatlich 480 Mk., Nonne 250 Mk. Letzterer ist jetzt in Berlin.'"*) Daß daraufhin sofort gehandelt werden mußte, stand fest. Und was stellte sich heraus? Schröder ist seit Jahren besoldeter Agent der Berliner Polizei. Und dieser selbe Schröder ist im Besitze einer Kiste Dynamit, die er angeblich vor nahezu vier Jahren von einem Anarchisten in Verwahrung übernommen hat. Noch mehr. Schröder gesteht ein, daß nicht nur er, sondern auch der bekannte österreichische Anarchist Kaufmann, der Einbläser Stellmacher's, Kammerer'S und Knmitzsch's, ebenfalls Geld von der Berliner Polizei erhalten, daß speziell die Reisekosten für die Uebersiedelung� Kauf- mann's nach London von der Berliner Polizei b e- zahlt worden! Welcher Abgrund von Verworfenheit offenbart sich da. Ein vollendeter Gesinnungslump, der einen Kameraden nach dem anderen zu Verbrechen anstiftet, um sie hinterher an's Messer zu liefern, er erhält von den privilegirten Hütern der Ord- nung und deS Gesetzes Geld, um vom Schauplatz seiner Heldenthaten ungefährdet verduften zu können. Für welche Schurkern? Wir wissen es nicht. Wir erinnern nur daran, daß Kaufmann es war, der im Verein mit Stellmacher jenen Judasbrief an den österreichischen Gesandten schrieb, in dem er sich anbietet, den damaligen Verbreiter der „Freiheit" zu denunziren, wahrscheinlich weil sich derselbe nicht auf der vollen Höhe der Kaufmann'schen„Taktik" befand. Aber wenn sich die Schurkerei so rentirt, muß sie natürlich zur Nachahmung anreizen. Der Kaufmann geht und der Schröder bleibt. Er bewahrt sorgfältig das ihm anvertraute Dynamit auf. Zu welchem Zweck? Wir wollen einmal die mildeste Deutung annehmen und sagen, Schröder habe zunächst gar keinen bestimmten Zweck damit im Auge gehabt. Schön; aber wenn er eine Zeit lang nichts zu melden gewußt, was seine nach„Wichtigem" drän- genden Gönner in Berlin befriedigt, und nun vor der Gefahr stcht, die Rente aus dem Steuersäckel des Volkes, an die er sich gewöhnt, während er sich das Arbeiten abgewöhnt, zu verlieren— liegen nicht tausend Gründe vor, anzunehmen, daß dann das Dynamit eines Tages da zum Vorschein kommt, wo es— � die Polizei braucht?. *) Mögen daher unsere Berliner Genoffen�aus der Hut sein.' Red. des„S.-D." -S Alles ohne Instruktion— das Geschäft bringt eS mal so mit sich. Das„Geschäft" bringt noch viel mehr mit sich. Polizeiagent— Dynamitagent ist nnr die eine Seite der Medaille. Die zweite heißt Polizeiagent--- Doch nein, alle« zu seiner Zeit und am rechten Ort. Für heute nur noch soviel: Schröder hat in den Jahren, da er für daS Wohl des deutschen Reiches in„radikaler" Tonart gemacht, etwa 10,000 Mark aus der Reichskasse erhalten, sein„Kollege" Haupt, der wie Schröder verhaftet und überführt ist, seit 1880 für Herrn Krüger zu spitzeln, mindestens 11,000 Mark, und noch mehr die„Kollegen" in London und Paris. So wird das Geld der deutschen Steuerzahler verwirthschaftet. Zur Aussaat der schimpflichsten Korruption, zur Untergrabung von Treu und Glauben, zur Anstiftung von Verrath und von Ver» brechen. Eine Bande von Lumpen treibt sich im Reich und in allen wichtigen Plätzen des Auslandes herum und spionirt und intriguirt und denunzirt und trägt den Giftstoff in immer weitere Kreise. Die Brutstätte dieses thatsächlich gemeingefährlichen Gesindels aber ist Berlin, die Hauptstadt des glorreich errichteten deutschen Reiches der Gottesfurcht und frommen Sitte. Ehren-- Krüger ist ihr Zuchtmeister und Bismarck-Puttkamer sind ihre Lohnherren. Auf ihr Haupt die Verantwortung für all' das Unheil, das das Gezücht der Schröder und Konsorten anrichtet. Polizeiagenten— Dynamitagenten, Polizei.p olitiker— Dynamitpolitiker. Galerie deutscher Staatsmänner. Herr von Feilitzsch.' Er ist ein bürgerlicher Must-rlnabe, der F e i l i tz s ch. Als bayerischer Minister deS Innern ist er die Seele der polizeilichen Niederträchtig. leiten, durch welche die Weisheit des Klassenstaats die Arbeiterbewegung zu brutalifiren hofft. Seine Kühnheit im Fabuliren, sobald es sich darum handelt, der Sozialdemokratie etwas am Zeuge zu flicken, ist auch außer» halb der blauweißen Grenzpsähle wohlbekannt. Die schäbige Rolle, die er mit seinem wahlverwandten Kollegen, dem Lutz, bei der bayerischen Königs-TragikomSdie gespielt, ist im„Sozialdemokrat" bereits vor län» gerer Zeit gekennzeichnet worden. Hat er doch Ludwig dem Pars- lytiker vorgeschwindelt, daß die Sozialdemokraten Aitentate gegen die tolle Majestät planten, hat er doch die Wahnvorstellungen deS Königs künstlich dadurch genährt und gesteigert. Daß ein um die Wohlfahrt Bayerns so sehr verdienter Mann im Amte blieb, war selbstverständlich. Das Luitpold'sche Regime, das gegen- über den Forderungen des preußischen Kabinets Gummi elastckum ist, fand in Herr von Feilitzsch das geeignetste Werkzeug zur Vergewaltigung aller freiheitlichen Regungen im Volke. Ist der Prinzregent nicht viel mehr als ein borussischer Satrap, so sind die Feilitzsch, Lutz und was fich um sie herum gruppirt, die allergehorsamsten Agenten der Firma Bismarck, Puttkamer und Kompagnie. Ein glatter Streber mit den Formen eines Höflings, dem Charakter eines Bastlio und der Handlungsweise eines italienischen Bravo, drin» gend verdächtig, große Verdienste um den Fonds zur Bekämpfung— welfischer Umtriebe erworben zu haben, jeder Zoll ein Nostiz-Wallwitz, russifizirt Feilitzsch die innere Politik Bayerns, terroxisirt er die Arbeiter» Partei, offenbart er sich als ein Held gegen Wehrlose. Fachvereine, Krankenkassen, Sanitäts verbände, Zeitungen, Flugblätter, Broschüren, er frißt st« alle. Er schlägt jeden Tag die lernäische Schlange d«S Sozialismus tobt, um mit Schrecken zu erfahren, daß jeder Hieb, den er sührt, ein Hieb in« Wasser ist. Mag er auch durch seine Polizei- Patagonier Geheimbundsprozesse inszeniren, mag er durch seine GehretS Meineide dutzendweise schwören, mag er durch seine Regierungsprästdenten in ganz Bayern auflösen, verbieten, vigiliren, denunziren, observiren lassen, mag er als Fauch« en minialure— oder auch en cari- caturo— die regelmäßig wiederkehrende Haussuchung zum unveräußer» lichen Menschenrecht für Sozialdemokraten erheben, und für die Füllung der Gesängnisse mit politischen„Verbrechern" sorgen, mag er thun, was er will, die Sozialdemokratie macht reißende Fortschritte in Bayern, in den Jndustriebezirken wie aus dem platten Lande. Die letzten Wahlen haben diese Thatsache selbst dem blödesten Philister gründlich zum B«< wußtsein gebracht. Und dabei hat er so wackere, dienstbereite Helfer und Freunde. Unser durch und durch verrottetes, bis ins innerste Mark per- faultes Grosbärgerthum zeichnet stch aus durch eine solche Jämmerlich- keit der Gesinnung, durch eine solch brünstige Lust am Sykophanten- thum, daß es der schnöden Reaktion die allergemeinsten Gemeinheiten, die sich gegen die Sozialdemokratie richten, mit freudigstem Schweifwedeln apportirt. So ist z. B. der„deutsche Freisinn" nirgends so jämmerlich als in Bayern; speziell der Nürnberger„Fortschritt" leistet im Denunziren, Chikaniren, Lügen und Trügen daS Menschenmöglichste. Es lausen viele kleine Gehrets herum und schlagen mit der Faust aus den Tisch. Der Feilitzsch begnügt sich aber nicht mit dem Ruhme eineS admini- strativen Schinderhannes, er wollte stch in der Walhalla auch einen Platz sichern als der größte Ignorant, der je einen bayerischen Minister- sessel innegehabt. Am 7. Dezember l. I. bewilligte der bayerische Landtag 4000 Mark für eine der famosen„Arbeiterkolonien". AlS der demokratische Vertreter des Fürther Wahlkreises im Gegensatz dazu sür eine ausreichend« Arbeiterschutzgesetzgebung plaidirte, da erhob sich der Herzog von Otranto, auch Feilitzsch genannt, und donnerte:„Ein Nvrmalarbeits- tag nutzt nichts I" Welch feines Verständniß hat doch dieser Ehrenmann für da», was der Bourgeoisie nützt und was ihr nicht nützt. Aber er ist ja nicht Original, er ist nur das getreue Echo des Varzinesen, der den Otiopfennig quittirt hat durch eine blöde Philippika gegen die Sonntagsruhe. Und gar die Weiber- und Kinderarbeit!„Ordentliche" Arbeiter wollen überhaupt nicht die Aushebung der Ausbeutung von Weibern und Kin- d-rn, sagt daS ministerielle Genie, denn ohne den Arbeitsverdienst von Frau und Kind müßte die Familie des Arbeiters hungern. Welch köstliches Elngeständniß!„Ordentliche Arbeiter", d. h. Duckmäuser oder noch besser weiße Blousen und Sklaven I Weiß denn dieser große Denker mcht, was die Berichte der bayerischen Fabrikinspektoren, was die General» berichte über die Sanitätsverwaltung im Königreich Bayern, was die Veröffentlichungen des königlich bayerischen statistischen Bureau sagen? Wie sollte er es wissen? Er ist ja Minister. Wie sollte grade der Feilitzich es wissen? Ist er doch Minister des Innern. Und von sein em Ministerium werden alle diese Publi- kationen herausgegeben: die Fabrikinspekloren Berichte, die„General- Berichte", die Zeitschrift des k. bayerischen statisti-ch-n Bureau und noch «in halbes Dutzend Jnsormationsmittel. So zahm alle dies« amtlichen Rapporte geHallen sind, so lüften sie doch ein wenig den Schleier und zeigen das furchtbare Elend der arbeitenden Klosse in Bayern, so sind sie doch die beste Begründung sür den Normalarbeitstag, gegen die schrankenlose Weiberauebeutung, gegen die Kinderarbeit überhaupt. Göttliche Unwissenheit, großartigste Sachunkenntniß, wahrhast pyramidale Dummdreist, gleit von diesem Chef des Ministeriums de« Inner«-! Wen kann es nach solchen Leistungen wundern, wenn der Herr Minister die itr>stl>ch-germaniiche Polizeiresorm des deutschen Reichs, z. B. das Unsallgeietz. als Arbeiterschutzgesetzgebung ausgibt! Keine ministerielle Rede ohne Knall fielt. Feilitzsch hat ein« ganze Reihe von Fachoereinen unterdi ücken lassen, die rein gewerkschast- liche Zwecke verfolgt hallen. Eisenstlrnlg wie sein Vorbild, der Stamm- vuter der Dynastie Tyias, lü�t er:„Die Fachvereine haben ausgelöst werden müssen, weil sie„andere Ziele", und zwar u n g e s« tz< liche, verfolgten."„Andere Ziele," als sich ducken, sich von dem prosit- wüthigen ArSbeuterthum bis auss Blut auspressen zu lassen, darf aber ein„ordentlicher Arbeiter" Feilitzschionischer Piägung nicht verfolgen. Welche byzantinische Barchrufcherei vor dem Großkapital, welche Btten- täterei aus das Bischen KcalitionSrecht, das die deutschen Arbeiter bisher besessen! Und die Linie brüllte Bravo, klatschte wie rasend diesem sozial- politischen Cancan des Ministers Beifall. Die liberale Bourgeoisie ist Freundin und Beschützerin aller Pristitution und so jubelte sie auch frenetisch, als sich der Feilitz'ch zur größern Ehre des Geldsocks presti- tuirte. Die„Fortschrittler", die Nationolliberolen deS boyeriichen Land- tagS, Wolf Frankenburger,„deutsch freisinniges" Schaf im Wolsepelze, und der verlumpte Marquardsen, Moquerau seines Weibs und der Reaktion, sie sind die vollendeten, die mustergültigen Typen des wahren, des unverfälschten Bourgeois-LiberalismuS.„Un- verwSssert, unverzückert". Feilitzlch schändete die Wahrheit, verhöhnte die einfachsten Grundsätze deS Rechts, terrorifirte die Arbeiterklasse, dokumentirte seine riesenhaste Ignoranz in volkSwirthsckaftlichen Dingen und— schützte das Eigen- thum. Siehe da, sie akklawirien, sie apploudirten. Der Minister spielt« seine Rolle vorzüglich. Das: klauclite, yuiritee— klatscht Beifall, Bürger! ertönte nicht umsonst. Die Abderiten des Kapitals thaien ihre Pfl-cht. Was ist Feilitzsch? Nur der potenzirte Ausdruck des Klassengedankens, den er verficht. DaS ganze kapitalistisch« Ausbeuterthum ist ein Kollektiv-Feilitzsch. In Bayern, in Preußen und in Sachsen gibt eS deklamirende Feilitzschs und klatschende Quiriten. Und während das parlamentarische Parterre die profitablen Bmüse- mentS dieser politischen Komödie in vollen Zügen genießt, schwillt die Menge der Besitzlosen zu immer gewaltigeren Massen an. Sie drängen fich drohend vor den Pforten des Theaters. Eines TageS wird die Donnerstimme deS Proletariats der Konö- diante nbande gebieterisch zurufen: Tirez le rideau, la farce eatjoade! Laßt den Vorhang herab, die Posse ist aus! Die Götterdämmerung der kapitalistischen Welt bricht herein. Weder daS JmprägnirungSmittel des Sozialistengesetzes, noch dos eiserne Ge- bälke des Militarismus schützen den theatralischen Flittertand, Koulifien und Dekorationen. Sie flackern auf, und in ihren Flammen vergehen, Schmeißfliegen gleich, solch gouvernementale Theaterhelden wie Herr von FeUitzsch. Bajuvarier. Mehr zur wirthschaftlichen Entwicklung. (Eingesandt.) (Schluß.) Wie aus dem Artikel des FobrikantenorganS zur Genuas hervorgeht, resultiren sür den Einsender die Mißstände in der Strohhut- Branche besonders aus der Einführung der Nähmaschinen�) und dem Import des billigen C h i n a st r o h e s, aus der Entw-ckelung der Handarbeit zur maschinellen Großindustrie und der damit verbundenen Steigerung deS Konkurrenz- Treibens. Vor zwanzig Jahren wurde noch BlleS mit der Hand genäht und auch mit den Handbügeleisen gepreßt, und dazumal war die Strohhut- fabrikation eine Goldgrube. Heute näht man Alles mit der Maschine, und Handpresserei wendet man nur noch selten an. Die Einfuhr des chinesischen Strohgeflechtes hat die europäische Strohflechterei fast lahm gelegt, die Sirohhutsabrikation ins Ungeheure veimrhrt. So war z. B. der Umsatz in Strohhüten in der englischen Stadt Luton(Bevsordsbire, bei London), d>m Haupt- fabrikationsorte Englands in dieser Branche, im Vorjahre ziika 83 Millionen Mark. An den deutschen Plätzen Dresden, Breslau, Berlin, Frankfurt am Main, München, Lindendr rg rc. werden ebenfalls ganz beträchtliche Umsätze gemocht, und wenn man hierzu noch Paris, London und Florenz rechnet, so hat man unuesähr ein Bild von der Auedehnung der Strohhut-Jndustrie, der von Uneingeweihten vielleicht gar nicht die Bedeutung beigemessen wird, die ihr in der That beiwohnt. Viele N e b en b r a n ch e n, wie die Blumen-, Federn- und Hutschmuckfabrikation, Formen-Tischlereien- und Eisengießereien, die Band- und Garnirungsbranche repräsentiren bedeutende Industriezweige, und auch sie weisen, well unmittelbar von der S t r o h h u tb r a n ch e abhängig, ebenfalls mehr oder weniger die in dieser herrschenden Mißstände auf. Die Strohflechterei, die das Rohmaterial liesert, wird in Italien, England, der Schweiz, in Sachsen, im Schwarzwold und Belgien betrieben, jedoch, wie gesagt, der Import des chinesischen Stroh- gefl-chteS beginnt langiam aber sicher die Zerstörung dieser ehedem blühenden Industrie. Trotz der Güte der G-fl-chte, der geschmackvolleren und reichhaltigeren Muster kann die europäische Strohflechterei die Konkurrenz der chinesischen(in letzter Zeit tritt auch Japan in diesem Artikel auf dem Wellmarkt aus) nicht aushalten und wird noch und nach zu Grunde gehen. Tie Statistik zeigt wenigstens einen bedeutenden Rückgang der englischen Strohflechterei. Es waren beschästipt in England und Wales mit Strohflechten und Slrohhandel (jedenfalls auch Hutfabrikation inbegriffen)... l87l lS*l Personen 49,000 31,000 in Euffolk und Essex, hauptsächlich mit Strohflechten ö.LOO 1,700. Diese Zahlen haben in den betheiligten Kreisen einen solchen Schrecken hervorgerufen, daß man auf die bekannte Kapitalistenidee gekommen ist, Kindern daS Strohflechten zu lehren, um es mit den genügsamen Chinesen aufnehmen zu können.—) Dieselben Herren Kapitalisten, die hier sür die Industrie de? Vaterlandes eintraten, entblöden sich aber nicht, um daS billigere Chinagiflecht weiter importiren zu können, den Chinesen mit Ra-H und That zur S>ite zu stehen(dabei natürlich daS Ausbeuten nicht vergessend), denselben Muster zum Kopiren zukommen zu lassen und sie überhaupt so konkurrenztüchtig als möglich auf dem Weltmarkt auftreten zu lassen. Vielleicht währt es nicht lange, bis die Herren Kapitalisten„ihre" Maschinen nach China schaffen und die Waare in China fertig stellen lassen; dann ließe sich vielleicht ein allgemeiner Arbeits-Susschluß arrangiren, und man wäre die forderungivollen«uro- pärchen Arbeit-r ledig! Der Einfluß der Mode auf die Strohhutbranche ist ein ganz enormer und hat bedeutend dazu beigetragen, die Zustände zu verschlimmern. Das merkwürdige dabei ist, daß es im Grunde gar nicht die Konsumenten sind, welche die Mode machen, wie man vielleicht irrthümlich annimmt— die Moden sind gemacht, ehe die„Saiion" überhaupt angefangen hat, und die Konsumenten haben immer nur die Wahl zwischen den neuen Sachen, die ihnen von den Produzenten als „neu" und„modern" angeboten werden. Wenn also die Herren Produ- zenten stch über den schädlichen Einfluß der Mode beklagen, so ist dies eine Ruthe, die sie sich selbst gebunden haben. Natürlich ist die„Kon- kurrenz" wieder schuld daran, eS wird zuviel geboten und ist es in der Sirohhutbranche soweit gekommen, daß man von einer„durchschlagenden Mode" gar nicht mehr reden kann; es heiricht da die reine Anarchie. Vor zwei Jahrzehnten, als die Stiohhulfabrikation, wie schon oben bemerkt, noch zu einem der rentabelsten Geschäfte gehörie, hotte man ein Tutz-nd verichiedene Formen nnd vielleicht ebensoviel« Geflechts- sorten. Heute ober haben die großen Fadrilen 100 und mehr neue Formen und mindestens k>00 Gefl-chlssorten in ihren Wusterkvlleltionen *) Avis für die Herrn Reulaux. Engel rc., die in der kleinen Kraft. Mo chine eine Retterin— des kleinen Handwerks erblicken. Red. d. S. —) vnd man hat e8 in dieser Hinsicht in der That bereit« herrlich weit gebracht. So erzählte uns im vorigen Sommer in Baden(Kanton� Aargau) ein Knabe, den wir an der Landstraße strohfiechtend amrafen, er bringe es, wenn er den ganzen Tag ununterbi ochen arbeite, im günstigsten Falle auf— es klingt unglaublich— 3 Centimes(- 2 Pfennige) p,o Tag. Und während der Knabe da» erzählte, arte teten die kleinen Finger ununterbrochen; Pausen schienen für ihn nicht zu exifliren. Auch ein Beitrog zum Thema der wohlthätigen, jeder veierwachung entzogenen Hausindustrie. Red. d. S. (in jeder Saison), von den vielen Farben abgesehen, so daß die varil tionen in das Unendliche gehen und ein Fabriziren„im Voraus" alla dingS ein gewagtes Experiment ist. Unaushörlich werden neue Formen von Poris zu hohen Preisen herb««ng eilst linst uß! sondere geschafft oder aus M'hr oder weniger unreelle Weile zu erhaschen gesucht oben Mi« die Formentischler und Eisengießereien haben vollauf zu thun, und d»�u>ch B karn man nicht alle Wünsche befriedigen, die„Konkurrenz" ist eimi® eil" g noch„über". Man fobrizirt eigentlich gar nicht mehr, sondern expei tzandlun mentirt das ganze Jahr hindurch(wie der Artikel der Etrohhutz! national ganz richtig bemerkt), und das kostet Opfer an Geld, Zell und Intel Bohnn gen».. t'sormi, So jagen die„Probenreiter" in der Welt herum, vertheuern o»irtern ihren Hohen Reisest eien dem Konsumenten die Waare um 5— 10«j'h'irals geben sich alle erdenkliche Mühe, die Kunden tüchtig„einzuseifen" ui bauchen ihre Konkurrenten noch' Kräften zu verläumden. Ten Käufern ist i«t, ein bei der Unzohl von Angeboten, die sie erhalten, oft rein unmöglich, d««ollfländ Rechte zu wählen, sie kaufen nur, um einen ausdringlichen Mensch«»üh'am los zu werden. Es ist jetzt in vielen Branchen so weit gekomm>n, d« ind. 35 eS heißt:„wer zuerst kommt mahlt zuerst," und daraus erklärt sich au itbliolh« das allzusrühe Reisen mit Modeartikeln(S— 10 Monate voraus, ehe i«nnen, betreffenden Artikel in Gebrauch genommen werden), weil eben jedifß obzu der Erste sein will. lateriän! So ungefähr stellt sich der Geschäftsgang in der Strohhutbran««hnte n und noch vielen andern Industriezweigen. Geich Sfts-„Galopp" sollt Wie j- eS eigenllich heißen, wenn man sieht, wie wild es heute in manch'•« meist Fabrik- und ErossogeichSsten zugehi. Man Hot„übermäßig viel zu thun und doch klagt man jävmerlich über's Geschäft.„Viel Lärm um N chti— M daS ist der pcssende Ausdruck für die Masse unnvthwendige und U«uer produktive Arbeit, die im heutigen WirthschoftSIeben ausgeführt wstd.bn Lei Wenn dieser Artikel dazu beiirogen sollte, einen Theil meiner Kolleg«it aufs vom kausmärnischen Prrleiariat und andere Genossen von der heutigi Im Brei Miß wirthschast und der Unhallbarieit unserer sozialen Zustände zu üb««ssen ir �zeugen, oder ihre Meinungen darüber zu befestigen, so ist fein Zun b« Lest- erreicht. stanz Wie sich Schreiber Tiests gesundere Verhältnisse unter sozialipisch«tlwinu> Produknon gedacht hat, soll in einem weiteren Artikel erörtert werdend die Rinaldini. x�d.sv letailS tem, w vndenen Sozialpolitische Rundschau. «it sagte ikatorisä rer em riech er ei tesmal r Zürich. 22. Dezember 1837. — Schule uud Lebe«. Der preußische Staat ist der erste in E Witzelei, r opa gewesen, welcher die Bedeutung der Schule als eines mächtige«llt wer! vi«lleicht des möchiigsten Knechtung« mittele begriffen Hot. T 1 mache, Bildung im Interesse der Verdummung, die methodische Erziehung dys Grü Jugend zur Sklaverei und zur Zufriedenheit, ja zum Stolz in der Skl Jetenfe verei— da» war das Ziel, welchem die„Intelligenz" des„Jntelliger«der die staat s" dienstbar gemacht wurde. Und«S ist dies schon Menscher alt chau gel vor der Bismarck'Ichen Aera mit solchem Eifer und so methodisch»>« Spio sehe hen, daß Preußen das protestantische Paraguay genanM Aus wurde. krmrli Paraguay war nämlich bis in die neuere Zeit jener„Mufierstaat und w< den die Jesuiten in Südamerika gegründet hallen, um daS„Rei in« Spi Gottes auf Erden" in möglichster Vollkommenheit zu verwirklichen.' fien Streberthums, des rohepen Chauvinismus. Jeder sreie Gedan � �wigv irx �.�2�4 a-vr-«m_(«•«{<> 9) Rrv 3(1 QU b ist verpönt, jedes edle, selbständige Gefühls in Acht gelhan— freie VölfJ?""" d ößigen werden beschimpft und alS abschreckende Beispiele hingestellt— die G��st' schichte IchamloS gefälscht, und unerhörter PersonentulluS mit den Reich Richen! götzen Bismarck, Woltke und Konsorten getrieben. Und dann die Erz die t hung in der Armee— dieser vornehmsten unsrer Erziehungsanstalte'«ächfe Besser hatten eS die Jesuiten in Paraguay nicht verstanden.'°m>tet Fürwahr, man könnte erschrecken, wenn man hört, was den Kindel?>vn. a in der Schule gelehrt, wie ihr Kinn verkehrt und vergiftet, wie alU�urlen Fühlen und Denken in den Dienst de« niedrigsten, ödesten Despotism�-Morck gepreßt wird.'-n°ss Aber— sie bewegt sich doch! Die Sozialdemokratie wächst und wäch �Uaulen Die Logik derThatsachen ist eben stärker alS die Logp?- daß v d er Menschen. WaS die Schule ausbaut, da« werfen die Berhil pressen nisse wieder zu Boden. Die Wirkungen des herrschenden eyst>vK>«Iand lassen sich nicht verbergen, seine giftigen Früchte nicht weghexen. Dckdfivden Raub, die Plünderung sind Staats- und Regierungszweck geworden un �lso nu durch keinen Kniff, durch keine Lüg« läßt fich das Volk so blind ur' Ihren stumpf machen, daß eS nicht merkte, wie eS beraubt und ausgeplündeK. und t wird. Pimente Und der Arbeiter, der SuSgebeutetfie der Ausgebeuteten, sobald er de" das G Fuß aus der S ch u l« gesetzt hat. si.ht, fühlt er die fremde H an � i n seiner Tasche. Und die Schulweisheit von der besten der Welle,»p' und der besten der Regierungen ist vergessen! Die fremde Han in serner Tasche beschäftigt ihn— er will, er muß fi�.'/"? vor den Räubern und Plünderern schützen. denk,,». Und in ähnlicher Log« sind alle Beraubten und Ausgeplünderte""'"'� — dos heißt mit Ausnahme der oberen Zehntausend— da« g-sammt""" � Volk. Und immer frecher wird geraubt und geplündert— und imm<£ 9™»!! enger zieht sich die Kette um die ungeduldig werdenden Opfer d< Räuberei und Plünderung. wn un Und— ob's so lange dauern wird wie in Paraguay? Wir lese» n Preu eise ben nstzurch zu Ne Depe - De« deutschen Ehauviuipe« i«i» Album „Philadelphia Tagdlait": „Das Komite der hiesigen„amerikanischenPhilologische� Gesellschaft", welche» eingesetzt worden war, um die Frag« untersuchen, ob da»„Bolapüt" als Weltsproche zweckmäßig sei. b«�" U" schwer» sich in seinem Berichte bitter über den Chauvinist" mus der deutschen Gelehrten, der so merkwürdig abstech"vm von der früheren kosmopolitischen Stimmung der Deutschen. Es sant' U'° daß die deutschen Wissenschaftler in den letzten Jahren„nationale- Aus �'"9" drücke und Benennungen für bis dahin allgemein übliche Bezeichnung«!."» eing' führt hätten und daß sie eigenfinnig darauf best. hen. die den G?.'"°'"' lehrten anderer Nationen totalunverständlichenundman dP'" � mal unaussprechlichen Worte beizubehaUen und noch da,?"»"1 immer mehr derselben«inzusührem Das Komite erklär � sich in seinem Beiicht gegen das„Bolapül", das eine künstlich« rok_ Mache und ein RückschrUt in der Eniw.cklung der E pi achen sei.<&6 rviBg g j j g daß die Wellsprache aus die allgemeinen Prinzipien der Sprachen de arischen Siämme gegründet werde, und macht dazu eine Reihe von Bo�,�» schlä en, auf die hier nicht we'ter eingegangen werden kann. Bemerkens � t werlh ist aber die u n, w e tf e l h af t g e r e ch t f e rt i g t e B it t e keit gegen dt«Deuts chthümeleiderofftziellendeut, ben� schen Gele hrsamkeit. Sie ist eben nach Dubol« Rcymond„dihz�gen Leibgarde de« Hause» Hohenzollern" geworden, und das sagt genug." Sari» - all« ; heri» gefuij nb etm hhutZ Znti rti -10 i" i ist lch, dl »ensl in, dl ich a -h- n i«i tbr soll fit st x«r.oß der deotiche Rani« im Ausland, trotz aller politischen linstrßlrstxkeit Teutschlands, unter cllen wahrhast Gebildeten ganz be< sondere Achtung, man schätzte an den Deuilchen ihr Hinwegsetzen über den engheizig nationalen GefchtslreiS, ihren„Kosmopolitismus", wie �>« oben heißt. Heut ist das anders geworden. Seit das deutsche SReidi bo duich Blut und Ei'en zu seiner Herrlichkeit als„erster MiliiSrstaat der ...�telt" gelangt ist, ist man in Deutschland über alle kosmopolitnchen An expei»andlungen erhaben; man will ror allen Tingen„national" sein, nur »ational sein. Da muß denn auch die Sprache daran glauben: seit . hren wird unausgesetzt in nationalem Sinne an ihr herum- esoimirt, mit einem wahren Fanatismus die„Reinigung" ron Fremd örtern betrieben. Niemand wird etwa? dagegen haben, wenn dem hemalS vielverbreiteten Unsug, da unverständliche Fremdwörter zu ge> Zäuchen. wo die eigene Sprache sehr gute und bezeichnende Ausdrücke t, ein Ziel gesetzt wird, heute aber ist doS umgekehrte Mode— für lovfiSndig eingebürgerte Worte werden, nur weil sie fremden Ursprungs� Lh'am andere ersunden, die weder schöner noch deutlicher, aber deutsch nb. Welcher Deutsche war z. B. bis jetzt über den Begriff des Wortes itiliolhek im Unklaren? Unter Hunderttausenden. die überhaupt lesen 'nnen, schwerlich auch nur Einer. Nun, um einem dringenden Bedürst >ß abzuhelsen, habin die deutschen Muster> Patrioten— Verzeihung, lterländler, Bücherei daraus gemacht, ein Wort, das heut der hnte noch nicht versteht. Aber die national« Ehre war gerettet. Wie jedoch vernünftige Ausländer darüber denken, an deren Achtung -nonch�oi meisten gelegen sein sollte, geht aus den obigen Auslastungen hervor. thun N.chls— Mit und ohne Ausschluß der veffentlichleit. Im BreS- nd U Auer Eozialifienprozeß die Oester.tlichkeit ausgeschloffen. Zn wird.>en Leipziger LandesverrathSprozessen die Oeffentlich� »ollegl«it ausS Sorgfältigste kultivirt— das zeigt den Zweck und das System. heutigem Lreslauer Eozivlistenprozeß galt es, einen Justizmord zu verüben, iu übe essen infame Einzelheiten man dem Publikum verbergen muhte. Lei a Zun len Leipziger Laude sverratheprozisten dagegen handelt es sich darum, die französische Regierung zu proroziren und in Deutschland gegen sie lipisch Stimmung zu n achcn. Drum muh aus der Mücke ein Elephant gemacht werdetznd die geringste Kleinigkeit an die große Glocke gehängt werden. ,., Zu dieser Vorbemerkung finden wir uns durch den neuesten der bim. Landesverratheprozeffe— den gegen„Cabannes"— veranlaßt, besten ietails jetzt von den Zeitungen geflistentlich breit getreten werden. tem, was wir über die Tendenz dieser, speziell von Bismarck er- ondenen internationalen Provokationsprozeffe bei einer früheren Gelegen- eit sagten, haben wir Niehls hinzuzufügen— es sei denn, daß die prw ikatorische Absicht, angesichts der französischen Präsidentenwahl mit rer eminent friedlichen Bedeutung, und angesichts der schmachvollen riecherei Bismarcks vor Rußland, doppelt gehäffig hervortritt. Auch iesmal wird die Absicht nicht erreicht werden. Tie sranzösische Presse eobachtet eine wo möglich noch eisigere Zurückhaltung als flüher, und nige Blätter ve, weisen aus die in Teutschland herrschende Masten- in E Witzelei, die bei jedem der politischen Mastenprozeste gerichtlich festge- ichtige>llt werde, und meinen höhnend, den d e ut s ch en Spitzeln den Prozeß t. T> machen, verlohne sich nicht, da die deutsche Regierung dies ja selber mg Ms Gründlichste besorg«. -r Skl Jedenfalls ist die sittliche Entrüstung, die deutscher-, oder sagen wir elliger'ber bismarckischerfeits gegenüber den französischen Spionirereien zur heralt chau getragen wird, ein Auefluß der ekelhaftesten politischen Heuchelei. tisch gP'e Spionirerei im Inland ist sogar bei Weitem verwet stich« als genant Ausland, für die sich bis zu einem gewissen Grad das Interesse «r militärischen Sicherheit anführen läßt. rstaoti Und wem will Bismarck denn eigentlich weis machen, daß Deutschland „Rei'ne Spion« in Frankreich unterhalte,— und daß man in Frankreich en.«Bs Treiben derselben nicht sehr wohl kennt? Kurz, auch mit seinem ad diMesten LandesverrathSprozeß hat Kanzler Eif-nstirn kein Glück. underi Ebenso wenig Glück wie mit seinen„gefälschten D-p eschen", res sei»ter denen er die traurige Rolle, die er dem russischen Zaren gegen. ilsyste�er gespielt hat, verstecken wollte— waS ihm allerdings nicht Hindeklungen ist. �— Der Reichstag ist. nachdem er die BrodvertheurungL- «-'setze ongenomm.n und sich mit der H ö h e r s ch r a u b u n g der l u t st e u e r höchst patriotisch einverstanden ertlärt, auf vier Wochen _ d die Ferien gegangen. Die E x P a t r i iru ngSvorl age wird erst en di* neuen Jahre das Licht der Welt erblicken, wahrscheinlich weil sich bewuif» der Ausnahme der ausgefieckten„Fühler" der Beweis ergeben hat, Ersta« die Begeisterung für diese Art V- r b- s s- r u n g des Schandgesetzes , hcst°tz aller Hetzereien noch sehr gering'st. M't Ausnahme der beruss- t d e«bigen Berlreter der R e l i g i o n d- r L r e b e.st°°° W-lt so hart- lckig. in der geplanten«uSw-isung aus dem ganzen Reichsgebiet keine iraaJ'ld-'ung der durch die bisherige«ukweisungSpr-xis g.'chaffenen Miß- X lüde zu erblicken, sondern nur den blamabl.n Versuch, sich unbequemer ma deiner, deren man sonst nicht Herr werden kann, mrt Gewalt zu m iels'Uedigin. Zudem liegen deutliche Anzeichen vor, daß man im Aus- ge'mei�"de die durch das saubere Projekt in Aussicht gestellte Vermehrung Nedan«-migrantenthums durchaus nicht sehr gern sehen würde zumal man nicht . Ziölk'"°ll die Macht oder überhaupt die Lust hat, m,t Mitteln ä la Dr. Kurz, vorläufig sind dre Chancen des den 887. preuß - Völkt,, die G'��finn Rei» tischen' b e ü e rn �Ziw edo ch'l'en W-ihn achts- oder N-uj°hrsgesch-nkes noch eZcht di? besten Aber waS nicht ist. kann noch werben. Wir dürfen für istalte' r ächfi e Zeit auf allerhand Versuche, künstlich Stimmung zu machen. llindei"nn, auch wenn er seinen, den stlavischen Nachäffer des Meineid- äuiten vom 2. Dezember verrathenden Wunsch durchsetzen sollte, w.rd mmy �xd uns gegenüber ohnmächtig bleiben. Er kann Hunde, e aus- 'ifen lassen, aber nicht Hundettlausende. Dagegen macht er die Hun- wächfriiausende zu wirklichen Feinden de« Reiches. Oder bildet er sich Loa daß w.nn die deutschen Arbeiter sehen, wre über Jeden, der für ihre Zi.hä"eressen eneigisch eintritt, das Schwert der Vertreibung aus dem -qMerllnd schwebt, sie sür sein„Reich" Plötzlrch d.e rnn.gste Zuneigung >en��n"ur°iU� Durchlaucht. Die glänzenden Erfolge, die Sie noch st-tS ad u/l Ihren drakonischen Reginungsmitteln erreicht, laden zur Fortsetzung Itindef. und die internationale Situation ist ja ebenfalls sür deraitige Ex- -riwente äuß.rst ermuthigend. Wir haben nur den Einen Wunsch, daß i« d«i' das Endresultat Ihrer Wirthschaft noch erleben mögen. I.a"- WnrorinÄ nftäHAte Depesche«- im Hau» des Gehängten 7 Aschen Hab NA in Euerer Zeit schon wiederholt eine große Rolle g-spt.lt Zum B-.sp.-l Nyon r-'-o, die 1870 in amtlicher Form D-'A«'-«">-«->»»»-»-»->»'-> *--- � -i. b e�" �gesälschte Depesche wurde vergeffenz und der "P--...... „„„„-trna der Bismar a i u»»..---„in Jedenfalls hat jene FSl- dient, und von den N.7«oiaken war es deshalb einigermaßen gewagt, poli- I an n Gegnern Fälschungen engen worden wären, sich W der Emser Depesche verhalten �.Md'�mi? ri�MäVsch'n zu einem Elephant. je ioHl...«[„vn Slbaeordneie« haben in den letzten Reichs« in Botzitt?! u.n Setieidezoll-Erhöhunaen gespiochen. erkent�. v,.«nmten Arbeilerfreundlichteit der-lsässischen Fabri- > t t- si, �.cht und deckte namentlich den Schwindel aus. der d- u'".!5°��»,�it->w°hnung.n und ähnlichen Woh.fahrtsein- "«r ib e dit« t"n tcn"!'e,n 11 1 r h'" rvii'tlVe n t"S e b e l in der Debatte über das US-".j�Ntz den"ab lehnenden Standpunk, uns.« Partei begründete, und in der Getreidezolldebatte die Albernheiten des Herrn Gehlert über das eherne Lohngesetz und des Antisemiten B ö ck e l über die Rolle der Juden im Wirthschaftsleben zurückwies. Die Hineinziehung der Juden in die Getreidezolldebatte seitens des genannten Herrn hatte nämlich nur den Zweck gehabt, die getreidevertheuernden Landjunk« von der Verantwortung sür ihre Volksaushungerungsbestrebungen zu ent- lasten. Sie jubelten ihm daher begeistert zu, als er gegen den Wucher der Juden auf dem Lande und das Treiben derselben auf der Börse donnerte. Sie spekuliren freilich auch an der Börse, und das nicht wenig, aber sie möchte die Preise auf eine recht christliche Höhe treiben, und an diesem löblichen Vorhaben stört fie der jüdische Geireidehandel. Der Jude darf aber nur geduldet werden, wenn er sich mit den Großen gegen die Kleinen verbündet, dann ist er ein achtbarer Mitbürger, mit dem man beim Sekt Brüderschaft trinkt, den man mit Oiden behängt und in den Adelstand erhebt, sobald er aber in einer Rüstung wirkt, die den Großen unbequem ist, dann ist er von Uebel und muß aus- gerottet werden. Nun, von den Junkern ist man dergleichen gewöhnt, es ist aber für den„demokratischen" Antisemitismus des Dühriniganer Böckel bezeichnend, daß er das Spiel dieser Erz-Ausbeuter mitspielt. Wär'S ihm um den Kampf gegen das Wucherthum ernst, dann müßte er in erster Reihe gegen den Wucher Front machen, unt« dem die leiden, die nichts haben als ihre Arbeitskraft. Er hält eS aber für rentabl«, mit denen zu gehen, die was haben. — Im Reichstag ist— anläßlich des Gesetzesvorschlags zur Be- schränkung der O-ffentlichkeit der Gerichtsverhandlungen— von Singer der BreSlauer Sozialistenprozeß zur Sprache gebracht und einer scharfen Kritik unterzogen worden, die auch auf die Gegner nicht ohne Eindruck blieb. Der in der Sitzung anwesende Justizminist« war offenbar nicht sihr erbaut von den ungeheuerlichen Bockiprüngen und Kapuzinaden der Verurtheilungemaschine Frey tag,— und der Hauptheld jener schmachvollen Justizsarce dürfte vielleicht nicht alle seine Hoffnungen erfüllt sehen. — Seit Stöcker neulich den Händedruck des preußischen Thronerben Nr. 2 empfangen und ihn offiziell unter seine geistige und sittliche Vormundschaft genommen hat, ist er„das aufgehende Ge- stirn des TagS". Um den Schein etwas zu wahren, knufft und pufft die„Norddeutsche Allgemeine" ihn dann und wann ein wenig— was sich liebt, das neckt sich ja manchmal— ab« das B e r li n e r Polizei- Präsidium hat sich ihm ganz zur Verfügung gestellt, es läßt ihn die aufreizendsten Flugblätter verbreiten(im letzten heißt es bekanntlich: „Arbeiter, brecht Eure Ketten!"� nämlich die Ketten des jüdischen Kapitalismus)— kurz, er unterstützt ihn in jeglicher Weise. Wir konstatiren einstweilen die Thatkache. So viel steht fest, wenn die Bismarck'schen Hoffnungen sich erfüllen— leider wurde ihm neulich ein memonto moril in Gestalt eines„leichten" Schlaganfalls(„Schwin- del-Ansall" mit Kolik nennt man es euphemistisch) zu Theil— genug, wenn die Dynastien Bismarck und Tyras glücklich begründet werden, dann ist der große MeineidSpfaffe Stöcker unzweifelhaft zu einer großen Rolle berufen. Wahrscheinlich, daß er an die Spitze des Kultus- Ministeriums tritt. Wohlgemerkt, das soll kein Scherz sein. Jedenfalls ist Stöcker einem Ministerportefeuille näh« als der schwerfällige Afterstaatsmann Bennigsen. Und im Staate der Bismarck, Puttkamer und Jhring-Mahlow gebührt das Kultusministerium dem Meineidspfaffen Stöcker. Ohne i h n«mangelt das„glorreiche" Gebäude der„K r ö n u n g". — DaS«ltramontane Wiener„Vaterland" ist von dem Geist der Vereinigung unter den österreichlichen Sozialisten gar nicht «baut. DaS Pfaffenblatt, das seit Jahren darauf hingearbeitet, sich an die radikalen Elemente heranzuschmeicheln, um den Haß derselben gegen den Liberalismus für seine feudal-reaktionären Zwecke auszubeuten, steht jetzt zu seinem Schrecken, daß seiner Liebe Müh' umsonst war. In sein« Wuth begi ht es den dümmsten Streich, den es überhaupt verüben konnte, und zeigt dadurch, daß es einen verzweifelten Versuch macht, den im Erlöschen begriffenen Zwist mitGewalt wieder insLeben zu rufen, den Arbeitern auf's Deutlchste, wem derselbe allein Vortbeil bringt Jesuitisch drückt es die Hoffnung aus, der„Schleier d« Ruhe" werde durchbrochen werden durch das„Feuer des Kampfes", wenn die Frage auftauche:„Haben die Gemäßigten oder die Radikalen die Führung?" Darauf antwortet die„Gleichheit" treffend: „Wenn..... noch Meinungsverschiedenheiten in der österreichischen Sozialdemokratie bestehen. wenn die Diskussion über einzelne Fragen des Programms und der Taktik noch nicht zum Abschluß gelangt ist— in einem Punkt sind heute alle Parteigenossen einig und flehen darin durchaus— und damit hoffen wir eben dem„Vaterland" Freude zu machen auf radikalem Standpunkte. Jeder einzelne österreichische Sozialdemolrat ist heute„radikal" in dem Sinne, daß er von der ganun feudalen„Sozialresorm" genau so viel hält wie von der liberalen Freiheitsliebe; daß er weiß, daß den Feudalen genau so der ehrliche Wille und die Fähigkeit abgeht, ernst- hafte wirthschaf'liche Reformen durchzuführen, als den Liberalen der Muth und die Prinzipientreu- fehlt, ihre freiheitlichen Ideen zu ver- treten. Wir wissen heute Alle, Alle, liebes„Vat«land", daß das augenverdreherische Bimbam von„Sozialresorm" von den„Pflichten des Besitzes" der Fürsten und Barone gerade so ernst gemeint ist, wie die Phrasen von„politischer Freiheit" und von„Menschenrechten" der liberalen Advokaten und Zeiiungsschreib«. Wir wissen, daß wenn die zwei Parteien der herrschenden Klassen sich gegenseitig vorwerfen, daß ihre Brbeitersreundlichkeit nur erne erheuchelte sei— Beide Recht haben. Wir haben jede Hoffnung radikal aufgegeben, daß von irgend einer der Kapitalistenklassen, bestehe ihr Kapital in Fabriken, in Grundbesitz oder in Aktien, jemals ein ernstlich« Schritt zur Befreiung der Ar- beiterklafle freiwillig gemacht werden wird. Wir wissen, daß jeder oziale Fortschritt wird erzwungen werden müssen. Wir sind so „r a d i k a l", daß wir von den Schöpfern des Arbeitsbuchs, des AusnahmSzustandeS, des V a g ab u nd e n g e se tz e s, den Protektoren des verschollenen Sozialistengesetze« genau so viel erhoffen, als von den Machern und Auslegern unserer berühmten Staatsgrundgesetz t Kurzum, wir halten einen g> ündlichen Fort- chrilt bei Au'rechthaltung der heutigen Gesellschaftsordnung sür nicht möglich— und wäre er möglich, so wissen wir, daß der Klaffenegois- mus der Feudalen wie der Liberalen auch di-ses Minimum verweigern würde. Wir wissen kurzum, daß d-e Aibeitetklasse ganz allein auf sich elbst gestellt ist. Und weil das„Vaterland" mit den„Radikalen" lieb- äugelt, so können wir ihm schließlich zu seiner Genuathuung das ehrende �eugniß geben, daß es, so weit seine schwachen Kiäfle reichen, zu dieser -ärung der Anschauungen in„radikal-m" Sinne redlich beigetragen hat! Und nun mag sich das„Vaterland" den Kops darüber weiter zer- brechen, wer die„Führung" hat I-- Wohl b.komms! Wir glauben, das genügt. — In Posen wird Anfang» deS nächsten Jahre? wieder ein Soziali st enprozeß spielen— der dritte in Jahressrist. Und immer handelt es stch um wesentlich dieselben Handlungen, und theil- weise auch dieselben P«sonen. Die juristische Grundlage des bevor- iehenden Posen« Prozesses ist genau von demselben Stoffe wie die des berüchtigten BreSlauer Prozesses. Greifbares Material ist nicht vor- fanden— daS einzige greisbare Material b steht in den Akten und Ber- >andlungen der beiden früheren Prozesse. Die Angellagten— über 50— iszen seit sechs Monaten in Untersuchungshaft, und der ganze Zweck des Prozesses, dessen Verhandlungen wir aufmerksam folgen werden, ist: die polnischen Arbeiter einzuschüchtern. Wir haben hier also eigentlich nicht einen Prozeß, der durch gewisse Handlungen veranlaßt ist, sondern einen, der gewisse Hand- lungen verhindern soll— eine jener Monstrosität- n, welche durch die zetzt modische Verquickung von Justiz undPolizei her- vorgebracht werden. ~ Die Heiligkeit der Ehe. Es ist zwar eine alte Geschichte, daß gerade in d-n höheren Schichten der heutigen Gesellschast die E h e meist in erster Lii.ie«ine Sache des Geschäfts ist. aber es empfiehlt stch doch, ei von Zeit zu Zeit an besonders drasti-chen Beispielen den Bewunderern der duich die bösen Umstürzler bedrohten Familie und anderen Echäsflrs vorzudemonstriren. In der sehr acht- baren Münchener„Allgemeinen Ztg." prangte vorige Woche mit auf fallender Einfassung das nachstehende (HeirathS-Gesuch! „Für eine bessere Persönlichkeit vom Baufach mit entsprechendem V«« mögen ist günstige Gelegenheit zu einer Heirath mit der Tochter des Besitzers eines großen, sehr rentablen Werksteinbruchs geboten, und erbittet man Offelten unter Chiffre R. 1832 an Rudolf Mosse, Stntt- gart. Diskretion Ehrensache."(1291 0/20) Man kann sich nicht geschäftsmäßiger ausdrücken. Entsprechendes Ber« mögen— sehr rentabler Werksteinbruch, da ist ja alles vorhanden, wa» zu einer glücklichen Ehe nothwendig ist. Wetten wir, daß der oder die Inserenten sehr stramme Angehörige der Kirche find und mit dem Pfaffen um die Wette auf den gottlosen Materialismus schimpfen? Schon der Name Stuttgart garantirt dafür, denn Schwaben ist heute daS Eldorado des Muckerthums. Die Ehen ab« werden im Himmel geschloffen. — Ei« Mnsterbericht. Unser Appell um Einsendung von Mate« rial für die I u b i l S u m S- D e n k sch ri f t der deutschen Sozialdemokratie hat seine Wirkung nicht verfehlt. Fast jeden Tag treffen Berichte, Prozeßakten ic. ein, so daß jetzt schon ein recht artiges Konvolut von Belegen für die wundervollen Wirkungen deS Sozialistengesetzes sich angesammelt hat. Aber aus der Beschaffenheit eines großen Theils der Einsendungen geht auch hervor, welche Riesen- arbeit es sein wird, all das Material zu sichten, wie es der Zweck der Denkschrift erheischt. Es empfiehlt sich daher, wenn die Genoffen, die bis jetzt noch nicht»ingesendet, bei Abfassung ihrer Berichte darauf sehen würden, daß dem späteren Bearbeiter die Sache möglichst erleich« tert werde. Bon diesem Gesichtspunkt aus ist ein Bericht, der uns au« Hohenstein-Ernstthal in Sachsen zugeht, in seiner B e r a n« l a g u n g gradezu mustergültig zu nennen. Wir lassen ihn daher, de« Beispiels halber, hiermit folgen, indem wir zugleich auf die Lücken, die er in der Ausführung aufweist, an den entsprechenden Stellen auf« m«ksam machen. Der Bericht lautet: Hohenstein-Ernstthal, im Dezember. Dem Rundschreiben der Redaltion res„Sozialdemokrat" entsprechend, sehen wir uns veranlaßt, die nachfolgenden Bausteine zur Jubiläums-Denkschrift des Schandgesetzes zu übersenden. 1. Haussuchungen. In Hohenstein: Louis Bößnsck 3 mal, Emil Müller 1„ Albin Reichelt 1„(gegenw. in Wald« Hermann Ritzmann 2„ sheim. Ehem. Pr.) Fritz Uhl- 1„ Buchh. Leberecht Gübner 1„ „ G.A.Zimmermann 1„ Emil Finfterbusch 1„ Karl Bohne 2„ August Heinrich 1„ Ferd. JReismüll« 1„(wurde inOberlung- Jn Ernstthal: 2 switz durchsucht). In Oberlungwitz: Fritz Bennewitz In GerLdorf: Franz Uhle 4„ und außerdem ein» mal Dresden(früherer Wohnsitz). In Bernsdorf: Thomas 1 mal In Wüstenbrand: Louis Palmer 1„ In T i r s ch h e i m: Konrad Strub« l„ 2. Auflösung von Vereinen. Turnvein zu Hohenstein auf Grund deS Ges. vom 21. Oktober 1878.(Sämmtliches Inventar und gegen 1000 Mark V«eins- vermögen konfiszirt.) Einwohnerverein zu Gersdorf auf Gnind des Ges. vom 21. Oktober 1878. (Bei diesen„Auflösungen" wären die angegebenen Gründe summarisch anzuführen. Red. d.„S.-D.") 3. Ausweisungen. Ausgewiesen wurde Franz Uhle aus Dresden, gegenwärtig in G«s« dorf wohnhaft. Siehe unter Haussuchung und Bestrafungen.(Hier fehlt Angabe, aus Grund welchen Gesetzes, bezw. Paragraphen die Ausweisung erfolgte. Red. d.„S.-D.) 4. Bestrafungen. Franz Uhle, Gersdorf, wegen Verbreitung verbotener Schriftev 1 mal 3 Tage und 1 mal 14 Tage. August Heinrich, Ernstthal, wegen Verbreitung verbot. Schriften 1 mal 6 Tage. Emil Bößneck, Hohenstein, wegen Verbreitung verbot. Schnsten S Tage eventuell 30 M. Geldstrafe. Emil Müller, Hohenstein, wegen Verbreitung des„Sozialdemokrat" 1 Tag Untersuchung und 8 Tage Gesängniß. Konrad Strub«, Tirschheim, wegen Verbreitung des„Sozialdemokrat" 8 Tage Gesängniß. Balduin Palmer, Wüstenbrand, 14 Tage z Epindler,„ 8„ J wegen Parteiorgan. Beier,„ 8„ 1 Außerdem wurde allen unter Beflr«fung aufgezählten Personen der Vertrieb von Drucksachen entzogen. Wegen Tragens„republikanischer Rbzeichm" beim Begräbniß von W. Müller bestraft: W. Buchner 4 Tage Carl Bohne 4„ Herm. Bogmann 4„ Oskar Frank« 4„ Julius Seifert 4„ Emil Müller 4„ Mit Brudergruß I Ugol. — Der P sc udo Münzfälschnngsprozeß, dessen wir in uns«m Leitartikel auesührlicher eru öhnen, findet in der letzten Rumm« der Wiener„Gleichheit" zum Th-U, Dank unfreiwilliger Mitwirkung der Preßbehörde, folgende beißende Kritik: „Der k. k. Polizeirath Frankl spielte in diesem Prozeffe eine Rolle, die nähere Erklärung erfordert. Anton Schreger, 1884 auegewiesen, erlangt im März 1885 die Erlaubmß zur Rückkehr nach Wien. Der Polizeikommissär seines Bezirkes schickt ihn sofort zu Polizeirath Frankl. Dieser erklärt ihm, daß es„eine Pflicht der Dankbarkeit---- ---------------«onfiözirt t Wer die Wahrheit liebt, der muß den Fuß im Bügel haben, Wer die Wahrheit denkt, der muß fein Roß am Zügel haben, Wer die Wahrheit spricht, d-ssen Roß muß Flügel haben. Und doch sagt Mirza-Schaffy: Wer da lügt, muß Prügel haben! „Mirza-Schaffy". «onfiözirt!---------.T-.,-- 7.-- ____________ zu konstatiren, daß man auch von der anderen Seite„gesetzliche und moralische" Mittel nicht als ausreichend betrachtet!-- V. A. Und doch sagt Mirza-Schaffy: Wer da lügt, muß Prüge haben. — Elve« Beitrag zu dem im Artikel„Mehr zur wirthschaftlichen Entwicklung" Gesagten finden wir in einer der letzten Nummern unser«» Schweizerischen Bruderorgons„Arbeiterstimme". Dort heißt es in einem Bericht üb« die Lage der Stroh-Räbliflechterei im Fiickihal: „Man höit beispielsweise erwähnen, die chinesischen Slrohflecht« ver- dienen per Tag 20—30 Cts. Arb.ilslohn, aber sage mir einer, waS verdient denn-in Rädleg. flechtmacher? Keinen Rapren mehr, ist nur schlechter dran als der Chinese, welcher um einige Centimes Reis per Tag gelebt hat, währenddem der Rädlemacher 50—80 Cts. zu seinem Lebensunterhalt(Bundesschnaps nicht inbegriffen) braucht. Bei unS wird für das Stück Räolegeflecht 20 Cts. Arbeitelohn bezahlt".... Wenn das so fortgeht, so werden sich eines Tages noch die chinesischen KuliS über die Konkurrenz der billigen Arbeit in Europa beschweren. Und ei wird so sortgehen, wenn die große Masse der Arbeiter im allen Schlendrian dahinlebt, statt thätig mitzuwirken am Werk ihrer Befreiung. Mann der Arbeit, aufgewacht! — Unsre, im Frühjahr Wege« angeblicher Geheimbündelei zu mehrmonatlichem Gesängniß verurtheillen Altonaer Genossen sind, nachdem sie ihre Strafe verbüßt, aus dem Belagerungsgebiet Hamburg-Altona-Harburg ausgewiesen worden. Sie werden wohl von Herrn Engel auch nichts andres erwartet haben. — Anarchistische Blätter kolportiren die Nachricht, der«Sozial- demokrat" habe früher einmal(die Zeit wird wohlweislich nicht an- gegeben) Louis Lingg als Polizeispion hingestellt. Obwohl dieser Umstand, selbst wenn wahr, noch gar nichts gegen unS bewiese— denn eS käme erst darauf an, auf welche Thatsachen hin diese Beschuldigung erfolgt«— fühlen wir uns doch veranlaßt, zu erklären, daß die obig« Behauptung ein« elende Lüge ist. — Im Anschluß an die bekannte Warnung vor Penlert schreibt die„Freiheit": „Obwohl in dieser kurzen Notiz keine direkte Anschuldigung gegen Peukert enthalten ist, so können wir doch nicht umhin, davon Vermerk zu nehmen mit Rücksicht darauf, daß uns von anderer, durchaus o-r- trauen Swürdiger Seite mstgetheilt wurde, daß B i k t o r Dave angeblich einen Brief von Neve aus dem Zuchthaus erhalten habe, worin Pm- kert direkt des BerrathS beschuldigt wird. Wir enthalten uns vorläufig dazu jeden Kommentars. Im Jntereffe D a v e' s aber liegt es jeden- fall«, baldmöglichst durch andere, Vertrauens- und glaubenswürdige Per- fönen bestätigen zu lassen, daß der Brief« ch t und wirklich von Neve geschrieben wurde. Dies kann um so weniger schwer fallen, alS N'S Handschrift leicht kenntlich und schwer nachzuahmen ist." Polizeiagent— Dynamitagent. Sozialistische presse und Literatur. „voornit'(Vorwärts), der Kalender unlerer flämischen Genossm, enthält in seinem Jahrgang 1888 u. A. Bild und Biographie von F. Domela Niewenhuis, dem unermüdlichen Vorkämpfer d-S Sozialismus in den Niederlanden; eine Skizze„Gleichheit", viele Ge- dichte je. jc. Wie wir in den belgischen Blättern lesen, ist die erste ziem- lich starke Auflage bereits vollständig vergriffen, so daß jetzt-ine zweite veranstaltet werden muß. Ein wohlverdienter Erfolg. Edmund van Beveren, I-a neess-nta du mmimam de galaire (Die Nothwendiqkeit eines Minimalarbeitslohnes), Vortrag, gehalten in Gent, am 20. September 1887. Korrespondenzen. Leipzig-Laud, östliche Seite. Seit die Landtagswahl vorüber, find auch auf dem Gebiet der Gemeindevertretung auf unserer Seit- de« Wahlkreises etliche Wahlen vollzogen worden. Die Erneue- rungswahlen für die Gemeindevertretung von Neuschönefeld und Neusellerhausen gaben unS Gelegenheit, durch Betheiligung an diesen Wahlen den Wählern ein weiteres Geständniß für unser Prinzip abzugewinnen, welches hier so gut alS auf dem Gebiete der Reich«- und Landesvertretung berechtigte und unbedingt nothwendige Anwendung � beiden Orten siegten die Genossen. In Neuschönefeld erhielt die Arbeiterpartei 187, der Mischmasch 29— 83 Stimmen. In Neusellerhausen die Arbeiterpartei S 2, der Mischmalch 80—32 Stimmen. Außerdem ist gleichzeitig mit dem Wahlergebniß in Aeuschönefeld gegen den Mischmaschkandidaten, Buchdruckereibesitzer Louili Seidel, ein Akt der Volksjusti, geübt worden. Die Wähler haben gezeigt, daß sie einen Vertreter verabscheuen, der in Punkto„zuständiger Wahlagitation" ä la Sparig-Götz bei den letzten Reichs- uns Landtagswahlen Unbändiges geleistet hat. Was dagegen ßieuselle». Hausen anbelangt, so ist zu bedauern, daß sich Leute gegen unS gk brauchen ließen, die auf die Arbeiterschaft ihre Ex stenz gebaut. Was würde z. B. der Bierverleger Oehmichen sagen, wenn sich die Arbeiter in Anbetracht seiner neuesten Haltung verpflichteten, kein Bier dort zutrinken. wo er es hinlief«rt? Die Haltung des Herrn Oehmichen, sowie seines Wahlkomites rxenzt an vollständiges Renegatenthum. Lassen sich es diese Leute gesagt fem. da sie sonst unsrer Sache angeblich wohl wollen: auch bei Gemeindewahlen ist Konsequenz und Taktik für die Arbeiter von unbedingter Nothwen- digkeit; wer gegen unS auftritt, muß als Gegner behandelt werden. Nun, trotz dieser Widerwärtigkeiten find Erfolge zu verzeichnen. Man sieht, es geht vorwärts. Baldigst mehr. Di« Ritschken- Wacht. Aitta« in Sachsen.„War es Dummheit oder Bosheit?" Diese Frage drängte sich uns aus. als kürzlich bei dem hiesigen Genossen N. gehaussucht wurde, angeblich nach verbotenen sozialistischen Schriften. Mit bekannter Frechheit wurde N. in der Werkstatt und seine Ehefrau l gleichzeitig in der Wohnung von den„Hütern des Gesetzes" überfallen. Nach langem Wühlen in Wohnung, Keller und Boden, und nachdem überall die gehörige Unordnung angerichtet, wurde dann eine größere Anzahl Bücher und Schriften, es waren über 80 Exemplar«, vom Pofizeiinspek- tor, welcher im Auftrage der Bautzener Staatsanwaltschaft dl« Haus- suchung persönlich, leitete, beschlagnahmt und von den Schutzleuten hin- wegtransportirt. Aufmerksame Straßenpaffanten haben nun bemerkt, daß einige der Beamten, als sie, ihre Bürde unter dem Arm, die Straß« betraten, merkwürdig lächelten; doch konnte nicht f-stg-stellt werden, ob die Betreffenden über ihren Polizetinspektor lachten oder ob auch sie glaub- ten, einen guten Fund gemacht zu haben und deshalb sich eineS Lächeln« nicht erwehren konnten. Die von dem genannten S-setz-Swächier be- schlagnahmten Bücher waren sämmtlich zum großen Theil Schrlsten über Gefundhettspflege, Heilkunde und ähnlicher Art. Unter Anderm wurde auch beschlagnahmt:„Die Behandlung der Kinder- k r a n k h e i t e n von A. Meitzer, Lehrer der Raturheilkunde zu Leipzig." Ist hier die Frage,„war es Dummheit oder Bosheit?" nicht voll- ständig berechtigt? Auch die Staat Sanwaltschast schien mit dem Resultat der Haussuchung gar nicht sehr zufrieden zu sein, resp. konnte aus den gefundenen Schriften kein Material zu einem Prozeßchen zusammen- kriegen, denn nach Verlauf von einigen Wochen wurden dem betreffenden Genoffen sämmtliche Bücher und Schriften mit dem Bemerken zurück- erstattet, daß die gegen ihn schwebende Anklage der Verbreitung ver- botener sozialistischer Schriften aufgehoben sei. Unter uns ist man noch verschiedener Meinung über den Polizeiinspek- tor. die größere Anzahl der davon Kenntniß Habenden behauptet jedoch, daß die Triebfeder seiner Maßregel Bosheit nicht fei. Doch wird uns wohl die Zukunft noch darüber Ausklärung verschaffen. Die roth« Wacht. Wien» 12. Dezember. Der 4. Dezember 1887 darf als ein bedeu- tungsvoller Tag gelten in der Geschichte der österreichischen Arbeiter- bewegung. An diesem Tag feierte der Wiener Arbeiter-Bil- dungsverein sein 20jährig-S Jubiläum, und bei dieser Seleg-nhett 'at«S sich gezeigt, daß es der schleichenden Niedertracht der schmutzigen Westkalmücken nicht gelungen ist. die Ai beiterbewegung in Oesterreich iodt zu machen. Die„Nicken und Tücken" haben nichts gefruchtet, die österreichische Arbeiterpartei ist wieder da«, was sie war: ein sestge- fchlossener Körper, an dessen Festigkeit Hoffmtlich von nun an die ver- gifteten Pfeile der Feind« wie an einem Panzer abprallen werden. Noch vor Kurzem, anläßlich der halbjährigen Generalversammlung deS Arbeiter Bildungsvereins, konnte die reaktionäre Presse frohlockend be- richten, wie die Arbeiter in„Gemäßigte" und„Radikale" getrennt waren und sich gegenseitig bekämpften; heute jedoch muß dieselbe Presse zusehen, wie die Gegensätze imm-r mehr und mehr verschwinden und die Eini- gung fast eine vollzogene Thatsache ist. Die Nothwendigkeit der Einigung hat seit drei Jahren so zu sagen in der Luft geschwebt. Seit jenem ver- hängnißvollen Tage, an dem unsere sogenannten Volksvertreter die Po- lizei ermächtigten, jeden zielbewußten Arbeiter wie einen gemeinen Ver- brecher zu behandeln, ihn von Weib und Kind zu reißen und in den Kerker zu werfen, oder ihn ohne jeden Grund abzuschieben, hat sich das Bedürfniß nach Einigkeit immer fühlbarer geltend gemacht, und es be- durste nur irgend eines Anlasses, irgend einer Gelegenheit, daß dasselbe offen zum Ausdruck kam. Und das 20jährige Jubiläum des Arbeiter-Bildungsvereins bot diese Gelegenheit. Von 8 Uhr Abends angefangen strömten die Arbeiter Wiens massenweise ins Feftlokal, das bekannte Kolosseum. Sämmtliche Räume de« großen Etablissements waren zum Ersticke« gefüllt, und Hunderte von Arbeitern mußten wegen Mangel an Raum umkehren. Als daS Orchester de«„Arbeiter-Sängerbund" den Laffalle-Marsch intonirte, da ericholl ein brausender, nicht endenwollender Applaus, und der Marsch mußte wiederholt werden. Einzelne Episoden diezes Festes werden Jedem, der Zeuge desselben gewesen, unauslöschlich im Gedächtniß bleiben. Ich will nur eine hervorheben. AlS nämlich Genosse Hanser seine Festrede beendet hatte, kam die Reihe an die Delegirten, sich den Festgästen im Namen der Vereine, die sie entsendet, vorzustellen. Jeder dieser Dele- girten nun hob, als hätten sie sich dazu verabredet, die Nothwendigkeit der Einigkeit der Ardeiter hervor, und die Tausend- von Festgästen stimmten ihnen stürmisch zu. Und als dann Genosse Adler im Namen der„Gleichheit" die Verlammelten begrüßte und semer Hoffnung Ausdruck gab, daß die rothe Fahne die Arbeiter zu ihrem großen Ziele führen werde, da wollte der Jubel gar nicht enden. Ein Genosse schwenkt« die rothe Fahne, das Orchester spielte die Marseillaise, und der Sturm war ein unbeschreiblicher. Das war ein Moment, den ich nie vergessen werde. In der Arbeit ergraute Männer weinten vor Freude. Von diesem Tage an hat eine ganz andere Stimmung Platz gegriffen unter den Arbeitern. Verschwunden find die Gegeniätze, die Feindseligkeiten und die betrübenden gegenseitigen Beschimpfungen, die Soziallsten sind einig. Wohl gibt es noch Fragen, über welche dre Meinungen der Genoffen auseinandergehen, aber wann hat es unter denkenden Menschen keine Meinungsverschiedenheiten gegeben? Von nun an werden die Genossen draußen im Reiche keine so schlech- ten Nachrichten mehr von uns erhalten, wie bis noch vor kurzer Zeit. Wir werden ihrem Beispiele folgen und uns immer fester aneinander- schli tzen. Wir werden unsere Kräfte vereinigen und mit vereinten Kräften für die heilige Sache des Proletariats kämpfen. Mögen unsere Feinde uns noch so versolgen und mißhandeln, daS Bewußtsein, daß wir für eine gerechte Sache kämpfen, daß wir durch unfern Kampf eine weltgeschichtliche Mission erfüllen, wird uns immer wieder neue Kraft verleihen, den Verfolgungen und Mißhandlungen zu trotzen und unser« Kampf unentwegt zu Ende zu führen. Eine Zeitlang schien es, als wären wir unserer Aufgabe nicht gewachsen, aber das schien nur, weil wir uneinig, weil unsere Kräite zersplrttert waren. Nun aber, da wir geeinigt sind, werden wir bald in der Lage sein, zu zeigen, daß wir unserer Aufgabe gewachsen und daß wir würdig sind, an der Seite der deutschen Arbetterpartei zu marschiren. R ö t h l i ch. Aachrnf. Am 12. November verstarb nach längerem Leiden an der Proletarier- krankheit, genannt Schwindsucht, unser Genosse Ernst Reuter, Tischler in Reudnitz, im Alter von 32 Jahren. An ihm verliert die Partei einen wackeren, eifrigen Genossen. Ehre seinem Andenken! Leipzig,«n(D-gemsw- 1687. Di« Genossen von Stadt und Land. Weiynachtsgruß der Ausgewiesenen an die Kerrfchenden. Jetzt sitzen sie jubelnd im festlichen Saal, Ihres Heilands Geburtsfest zu Ehren, In lärmendem Kreise beim üppigem Mahl. Wir darben indeß und entbehren. Jetzt heben sie lustig den vollen Pokal, Jetzt klingen die Gläser zusammen-- Wir aber, wir wollen in Elend und Qual Verfluchen sie wild und verdammen! Sie schwelgen— wir irren landaus jetzt, landein, Aus der Heimath gewaltsam vertrieben: Nichts blieb als der Haß uns, der Haß nur allein, Verlernt haben längst wir das Lieben. So jubelt und schwelgt!-- Wir müh'n uns in Roth Bis einst wir das Banner erheben, Dann springt ihr vom Sessel auf, bleich wie der Tod; Die feigen Gebeine erbeben. Das ist der Vergeltung heiliger Tag, Die Zukunft mit donnernden Weltern, Dann schwingen das Schwert wir statt massiger Klag'. Die Tyrannei zu zerschmettern! Zur Beachtung. Unterzeichnete warnen hiermit die Fachkollegen allerorts, besonder? in Deutschland, vor Zuzug in das Geschäft Biedermann in W i n t e r t h u r. Die Aroeiler sind daselbst verschiedenen Chlkanen von Seiten de« Zuschneiders ausgesetzt. Die Schneider WinterthurS. Herzliches Lebewohl! Unsere thätigm und treuen Genossen OSkar Hesse, Th. Rau- mann und Rudolf Hindersin haben alS Weber, um nicht buchstäblich zu verhungern, mit schwerem Herzen und unter vorläufiger Zurückloffung ihrer Familien, in der Neuen Welt ihr Lrod suchen müssen. Wir halten es für mvere Pflicht, denselben dieses„Lebewohl" als Zeichen der Anerkennung und des Dankes öffentlich zuzurufen. Glück auf! Die Genossen deS Teltower Kreise«. Briefkasten der Redaktion: Briese und Einsendungen ic. find eingetroffen aus Apolda(L. betreffend in nächster Nummer). London, M i l*- maule e, S ch i o(Italien), Thüringen, Wien.— Röthlich: Ihr friedliches Anerbieten dankend akg�itirt. Best n Gruß l—Flore- st a n: Gedicht erhalten. Ihren Wunsch besten« vorgemerkt. Für d»ie Denkschrift: AuS Adams Mass.(Alt- Flagge), Halber- stadt, Kopenhagen, Leipzig, Lonbo, � br. S.) Straßburg, New Dort (Grunzig), New-Dork(Rühe), Syrakus«(H-iMt.,, Zwickau, Aarau, Danzig, Off-nburg, St. Urban. der Expedition: F. D. St. Urbain: Fr. 2125 Ab. I.u. 2. Q». 88 u. Schf. Bstllg. fort.- H. Ntz-ch. N.-York: Fr. 50 65 k Cto.»t. u. Schft. erh.— Rother Lulu: Mk. 45— ä Cto Ab. n. Bstllg. folgt. - O. H. U. W.:«k.— 70 o. K.. 1— v.».— 50 v. E. vr. Ufds. dkd. erh. u. Mk. 6 55 pr. Ab. 1. Qu. 88 u. Schft. gutgbr. Vstllg. w. Borgern.— H. L.: Fr. 2— Ab. 1. Qu. 88 erh. Ppr. nach Wunsch.— Std. Bk. Htg.: Fr. 2— Ab. 1. Qu. 38 erh.— I.«p. Db.: Fr. 5 4» f. Schft. erh.— Rothe Schwefelbande: Mk. 40— ä Cto. Ab. 4. Qu »c. erh. Adr. notirt.— Ag. Libre Paris: Fr. 2 50 Ab. 1. Qu. 83 erh — Florestan: Erhalten u. nach Wunsch verfahren. Dank u. Gruß!- Heinrich: Bf. v. 19/12. erh. u. besorgt.— Roland II: Avis v. 18/12 erh. Bfl. Weiteres betr.Bstllg.— Die 3 Gleichen: Bf. v. 6/12. kreuzt« mit dem unsrigen. Alles in Ordnung.— Blutnelke P.: Kann Alles g«> braucht werden. Adr. bfl. nebst Weiterem. Beil. nach L. nicht publizir- bar. Geht im Original an E. Das Andere abgelfrt.— Abel: Nachr. v. 19/12. am 20/12. beantw.— Rother Holländer: Mk. 3— Ab. 4. Q» erh., Mk. 1 10 an D. besorgt u. Mk. 1— pr. llfd. dkd. verwdt. Alle» wohl. H. Anlangendes übertrieben, sonst aber leider wahr. Sdg. folgt. — I. M. St.: Mk.»— Ab. 1. Qu. 88 erh.— U. F. G.: Mk. 400- » Cto Ab. ic. erh. u. Adr. v. 18/12. notirt.— I. L. Rsg.: Mk. 2 2» f. Schft. erh. Bfl. Weitere».- E. M. O'strß: Fr. 2- Ab. I.Qu. 8» erh.— F. Th. Genf: Fr. 7 70 f. Schft. erh.- Beilchenstein: Mk. 15« 20 i» Conto Ab.»c. erh. Adr. ,c. geordn.— Elberfeld: Rk. 20— fürt Beckerdenkmal dkd. erh.— Rebus: Mk. 3— Ab. 1. Qu. erh. Adr. g« ordn.— C. L. 50: Mk. 4— Ab. 1. Qu. u. Jub.-Material erh. Sdj nach Wunsch.— Dtsch. Be». Genf: Fr. 50— ä Cto. Ab. 3. Qu. erh — Ofenthür: Mk. 150— ä Cto. Ab. ic. erh. Bstllg. u. Adr. notirt Bfl. am 20/12. mehr.— Maßkrug: Mk. 60 ä Cto. Schst. erh. Bstll, folgt. Aufschluß betr. 3. Qu. bfl.- I. K. Gr.: öwfl 3- äCto.erfl ?oste restante liefern wir grundsätzlich n i ch t.— v. d. Eider: Mk. 50" ä Cto. Ab. erh. Gzrchg. geordn. gutgebr. Bfl. am 21/12. Weiteres." Bierbauch: Alles in Ordnung. Vrlge. notirt. Bfl mehr.— Bolus: Gin indirekt nebst Nachlfrg. pr. Dppbf. Brief kostet 50 CtS. Strafporti da 18 statt n u r I 5 Gramm schwer. Wozu denn Doppelkouvert un 1 leeren Bogen beigelegt?!— Möros: Betreffender hat nie daselb studirt, höchstens 14 Tage Bierspitzelei. Adr. geordn.— Der alte Roth« Wie oft sollen wir denn den B. wegen Art. noch zur Antwort auffo» dern? Das ist stark!— Beritas: Bf. v. 18/12. erh. Adr. geändert Bstllg. folgt.- Rother Apostel: Nachr. v. 13/12. hier. Alles besorgl Bstllg. u. Adr. vorgem. Nähere? demnächst bfl.— Frd.: Bf. v. 19/1» erh. v-il. ic. besorgt. Wettere« nach Vereinbarung.— Pfassengrinv»' .MI right. Bfe. v. 19/12. kreuzten sich. Grüße I— Anzeigen. Soeben erschien und ist durch unS zu beziehen: Sozialdemokratische Bibliothek. Heft XVIII. Streifzüge eines Sozialisten in daS«ebietz Erkeuntnißtheorie. Bon I. Dietzgen. Preis: 40 Pf.— 45 Cts. Heft XIX. DaS Recht auf Faulheit. Bon P. L a f a rg u e. Preis: 20 Psg.--- 25 CtS. Heft XX. Arbeiterlesebuch. Bon F. L a s s a l l e. PreiS: 30 Pfg.— 40 Cts. V Ferner find bis jetzt erschienen: Heft XVII. Hochverrath und Revolution. Bon W. Liebknech PreiS: 35 Pfg.— 40 CtS. Porto und Versandtspesen außer der Schweiz komme» f Lasten der Besteller. Bestellungen aus die„voziittdruiokratische Bibliothek" werden erbetS Di« Hefte werden auch einzeln abgegeben. Pfo. 25 20 30 20 3» Umsturz und Uartamentarismus. Den Umstürzlern und Parlamentariem gewidmet Mar»« verfolgt man uns! Zur Naturgeschichte de« Sozialistengesetzes. Zahn Kreis, Republik oder Monarchie? Beantwortet durch Thomas Paine'S„Gesunden Renschenverstand". -st. Arohme, Durch Nacht zum Licht. —— Friedlich« Entwicklung oder gewaltsamer Um- stur,? Zahlreichen und baldigen Bestellungen sehen entgegen VoUudllsddanstlnllz; und lipedltiin das„lox." Hittlngen-Zürich. Qitrtrh Sonntag, 25. Dezember, Abends 6 Uhr, im Cafti