20 Nr. 174. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., - wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit illustrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft 8eitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für ble sechsgespaltene Roloneis geile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werben. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Der Vater des Bundes der Landwirthe. Mit Herrn v. Plök hat der Bund der Landwirthe offenbar seinen volksthümlichsten Führer verloren. Die Zeitungsnachrufe, die Trauerkundgebungen aus Bundeskreisen zeigen das zur genüge. Donnerstag, den 28. Juli 1898. nach Berlin einzuberufen und einen großen, ganz Deutschland umfassenden konservativen ,, Wahlverein zur Wahrnehmung landwirthschaftlicher Interessen" zu gründen. Hier griff Herr v. Plötz ein. Er wies in der KreuzBeitung" den Gedanken eines eigentlichen Parteiverbandes zurück und empfahl eine große wirthschaftliche Vereinigung, die auf alle, überhaupt zugänglich scheinenden Parteien einwirken sollte, um bestimmte agrarische Forderungen zielIm Gegensah dazu wird man in parlamentarischen Kreisen, bewußt und rücksichtslos" zur Geltung zu bringen. Alle schon wenigstens in den öffentlichen Verhandlungen, den Verstorbenen bestehenden ähnlichen Organisationen, sowohl der Plötz'sche faum vermissen. Er trat hier seltener hervor; schon seine Bauernbund, wie auch der Kongreß deutscher Landwirthe und Redeweise war nicht dazu angethan, einen tieferen Eindruck der Verein der Steuer- und Wirthschaftsreformer sollten ihr hervorzurufen. Andererseits zeigte sie freilich, daß auch nicht Sonderdasein aufgeben und mit Baufen und Trompeten zu eine Spur von dem selbstgefälligen parlamentarischen Helden- der neuen Armee übergehen, in der alle Unterschiede zwischen spieler in ihm steckte; seine etwas hastig und ohne Atzente großen und kleinen, junkerlichen und bäuerlichen Besißern, borgetragenen Reden waren offenbar weiter nicht vorbereitet zwischen Osten und Westen und Süden auszulöschen wären. - der Dr. Diederich Hahn tummelte sein Steckenpferd mit Wenige Tage darauf brachte die Kreuz- Zeitung" einen viel mehr Geschrei und Selbstbewußtsein in der parlamen- Aufruf des Freiherrn v. Wangenheim und einer Reihe tarischen Arena herum. von Mitunterzeichnern, der ähnliches verlangte und nur im Tone noch höher sich verstieg: " Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Jetzt sind wir in der Lage, einmal wieder etwas Besonderes von der Thätigkeit und dem immer noch regen Sozialistenbekämpfungseifer des Herrn v. d. Recke mitzutheilen. Herr v. d. Recke hat folgende Verfügung erlassen: Der Minister des Innern. Berlin, den 4. Juli 1898. Die Ergebnisse der letzten Wahlen haben erkennen lassen, daß die sozialdemokratische Bewegung auch in solchen Bezirken größere Erfolge zu erzielen vermocht hat, in welchen dieselbe entweder feine oder doch nur eine geringe Anhängerschaft zu verzeichnen gehabt hat. Es ist für mich von Interesse, näher darüber unterrichtet zu werden, einerseits unter gleichzeitiger ziffermäßiger Darlegung wie sich die sozialdemokratische Bewegung in den einzelnen Kreisen des dortigen Bezirks thatsächlich gestaltet hat, andererseits, welche besonderen Verhältnisse sozialer oder sonstiger Art etwa zu dem Anwachsen der Sozialdemokratie Anlaß gegeben haben. Ich ersuche die Ergebnisse der bezüglichen Ermittelungen, welche sich besonders auch auf das Anwachsen der Sozialdemokratie auf dem platten Lande zu erstrecken haben werden, in dem nächsten Halbjahresbericht, betreffend den Stand der sozialdemokratischen Bewegung, aufzunehmen und demselben besonders charakteristische Flugblätter und andere Kundgebungen beizufügen, auch sonstige bemerkenswerthe Vorkommnisse aus der letzten Wahlbewegung, welche sich an das Auftreten der Sozialdemokratie bei der letzten Wahlbewegung anknüpfen, zur Sprache zu bringen. Wir haben es durch unsere eigene Schuld dahin gebracht, daß man sich daran gewöhnt hat, die Landwirthschaft als das stumme Schaf anzusehen, welches dazu da ist, daß stets seine Wolle zum Wohle der Allgemeinheit geschoren wird. Man hat sich so an unser Stillhalten gewöhnt, daß man erstaunt, entrüstet ist, daß wir uns erlauben zu schreien, wenn man uns aus Mangel an noch zu scheerender Wolle nachgerade ein Stück nach dem anderen aus An den Herrn Reg.- Präsidenten. dem Fell herausschneidet. Nun, schließlich handelt es sich nicht mehr um die Wolle oder das Fell, jezt geht es der Landwirthschaft ans Leben; hier heißt es, sich widersetzen oder stumm werden für immer. Was erwarten wir noch immer von den überlebten Parteiverhältnissen? Was hängen wir unsere Seligkeit an die Fraktionen und Frattiönchen?.. Wir gebrauchen in den Parlamenten eine große Wirthschafts partei Eigenhändig! von der Rede. Entwickelung der Sozialdemokratie entgegenbringt. Sicherlich Wir begreifen das Interesse, das Herr v. d. Recke der mag es der preußischen Regierung höchlichst wider den Strich gegangen sein, daß in Preußen bei der letzten Wahl wiederum 200 000 Stimmen mehr als bei der vorigen Wahl abgegeben worden sind und daß die Sozialdemokratie in früher ihr Die Fraktion geht heute über die Nation. Können denn die verschlossenen Kreisen Fuß zu fassen vermocht hat. Daß sogar deutschen Landwirthe nicht einig werden und dann wie einst der das platte Land, welches noch immer als Hort des feudaverachtete Michel zeigen, was ihre Stöpfe und Fäuste zu leisten listischen Regiments und als inmun gegen Sozialismus und vermögen? " Dagegen besaß Herr v. Plök, wie es scheint, in hervor. ragendem Maße gerade die Eigenschaften, die zum Leiter einer ausgebreiteten, ruhelosen Agitation gehören: eine erstaunliche Unermüdlichkeit, die ihn mit fast allen Distrikten Deutschlands in engste persönliche Fühlung brachte, unzweifelhaftes Organisationstalent, dazu ein schlichtes Auftreten, so daß ihm bei seinen Anhängern niemals der Verdacht persönlicher Streberei hindernd im Wege stand. Wenn sich, wie überall, auch die geschäftliche Reflame an seine Fersen heftete und einen aufdringlichen Handel mit Bildern von ihm als künstlerisch schönen Zinimerschmuck" begann- wenn die einmal in Wallung gerathenen Bundesbrüder sich gelegentlich in Begeisterungs- Purzelbäumen überschlugen, wie auf Fehmarn, wo man guirlandengeschmückte Ehrenpforten für ihn baute und ihn von weißgekleideten Jungfrauen empfangen ließ so darf man wohl immer annehmen, daß er selber keinen Anstoß dazu gab. Vor allem jedoch kam ihm zu statten, daß er gleichsam mit der Bundesorganisation zusammen aufgewachsen und großgeworden war; von den ersten Schritten bis zur vollen Entwickelung ist Vater Plötz" bei allen Gruppen und Zweigen nicht nur mit thätig, sondern mitbestimmend gewesen. Die politische Organisation der Bauern, die später in den Bund der Landwirthe ausmündete, ging bekanntlich vorwiegend vor der Provinz Sachsen aus. Der am 31. März 1885 gegründete, Deutsche Bauernbund" sammelte zunächst die Mitglieder des bäuerlichen Landesvereins der Provinz Sachsen unter seinen Fahnen, dann erst suchte er mit glieder in anderen Provinzen Preußens zu werben. Branden- Die konservative Partei kann, trok mancher persönlichen von den Landräthen und sonstigen Amtspersonen, denen burg, Pommern, Niederschlesien, Theile von Westpreußen, die Reibungen, mit seiner Führung sehr zufrieden sein. Denn zu einer objektiven Prüfung der ihnen gestellten Aufgabe thüringischen Staaten fielen ihm nach und nach zu, die dort Herr v. Plök gehörte von jeher, sowohl nach seinen Lebens- vielfach jede Befähigung abgeht. Sie werden Herrn von der bestehenden Bauernvereinigungen traten geschlossen zum Bunde verhältnissen, wie nach seiner Gesinnung, zu ihnen, und unter Recke wohl einiges von der Verhekung", die nun auch in über. Schließlich organisirte man auch das Königreich Sachsen. anderer Leitung hätten die zahlreichen Unzufriedenen im ihre bisher verschont gebliebenen Kreise gedrungen sei und Erster Vorsigender war im Anfange der bekannte Großgrund. Bunde vielleicht schärfer an den Ketten der alten junkerlichen die fernzuhalten man leider keine genügende Handhabe gebesitzer und Zuckerindustrielle Knauer Gröbers, der auch dem Parteiherrschaft gerüttelt. Trotzdem haben die letzten Ent- habt habe, mittheilen. Und Herr v. d. Recke wird schmunzelnd preußischen Landesökonomie Kollegium sowie dem Landtage hüllungen gezeigt, daß zur Zeit der russischen Handelsvertrags- und wird mit triumphirender Miene erklären: Seht Ihr, die Antwortschreiben der Regierungspräsidenten durchgehen angehörte. Als Vizepräsident wirkte Herr v. Plöß neben ihm; erörterungen auch Herr v. Plötz den Gedanken einer Trennung und wird mit triumphirender Miene erklären: Seht Ihr, nach dem Tode Knauer's( 1889) fiel ihm die Führung zu. der eigentlich agrarischen Konservativen von den allzu Gouver warum habt Ihr nicht im vorigen Jahre mein kleines Allmälig hatte es der Bauernbund bis auf 40 000 Mitglieder nementalen erwog. Auch auf dem Dresdener Parteitag Umsturzgesetz bewilligt? gebracht. Immerhin war er vorwiegend auf Oftelbien bewies Herr v. Plötz die allzu anspruchsvollen Forderungen des kaum herauskommen. Dürfte man Besseres erwarten, so würde Besseres dürfte bei derartigen Umfragen der Regierung schränkt geblieben, sein Vorrücken war durchaus kein stürmisches Freiherrn v. Manteuffel an die Bundesunterstützung höflich kaum herauskommen. Dürfte man Besseres erwarten, so würde gewesen. aber entschieden zurück. Trotzdem können ihm die Konser es schwer erklärlich sein, warum überhaupt eine derartige nicht eben der Polizeiminister, der an die Allmacht der Polizei Umfrage veranstaltet wird. Denn wäre Herr v. d. Recke nicht eben der Polizeiminister, der an die Allmacht der Polizei glaubt und mit Polizeigefeßen und anderen Mittelchen kleingeistiger Regierungskunst eine große Kulturbewegung hemmen zu können vermeint, so dürfte er sich schon selbst einigermaßen flar sein über die Gründe für das Anwachsen der Sozialdemokratie, so dürfte er sich der zahllosen Fehler in der politischen wie wirthschaftlichen Gesezgebung der lektverflossenen Jahre erinnern, durch welche die Sozialdemokratie außerordentlich gefördert wurde und sogar zahlreiche Anhänger in solchen Landstrichen finden konnte, in denen ihre unmittelbare Agitation noch nicht einmal einzusetzen vermochte. Herr v. Plöz sah seinen Wunsch erfüllt; am 18. Februar Demokratie galt, der sozialdemokratischen Armee zahlreiche 1893 wurde in der fonstituirenden Versammlung auf Tivoli Rekruten zuzuführen begonnen hat, ist eine, wie auch der der Bund der Landwirthe" gegründet und zwar im engsten obige Erlaß des Herrn Ministers des Innern erkennen läßt, Anschluß an die Sagungen des alten Bauernbundes, der als den regierenden Kreisen besonders unangenehme Thatsache. politische Vereinigung natürlich nicht einfach in den Bund der Nun geht Herr v. d. Necke daran, sich über die Ursachen Landwirthe eintreten konnte, sondern sich auflösen mußte. dieser nnangenehmen Thatsachen unterrichten zu wollen. Die Er führte dabei gegen 40 000 Mart in die Kasse der neuen Regierungspräsidenten sollen ihm Auskunft geben, welche beOrganisation über. Herr v. Plök war von Anbeginn an der sondere Verhältnisse sozialer oder sonstiger Art etwa zu dem erste Vorsigende, und er blieb auch in Wahrheit das Haupt Anwachsen der Sozialdemokratie Anlaß gegeben haben." der ganzen Bewegung. Die Regierungspräsidenten aber holen sich ihre Kenntniß = Das Jahr 1892 brachte die große Wandlung. Auf die vativen nur dankbar sein; er hat ihnen neues Blut zugeführt vorübergehende Theuerung von 1891 war ein furchtbarer und vielleicht manchen drohenden Sturm zur rechten Zeit noch Rückschlag gefolgt. Der Kornhandel hatte unter dem Anreiz beschwichtigt. der hohen Preise zweifellos über den Bedarf importirt; dazu Wir finden es daher auch ganz begreiflich, daß die Frage fam eine reiche Inland- Ernte. Die großen Schwankungen des Nachfolgers maucherlei Sorgen auf der Rechten weckt. hatten, wie es die heutige Wirthschaftsweise mit sich bringt, So schrieb gestern die" Post" nicht ohne Beklemmung: auch die Spekulation zu tollen Kraftproben angetrieben. Die Bauern schrieen auf über das schnöde Spiel, das die„ Nitter und Blumenfeld" und ihre würdigen Spießgesellen mit der deutschen Brotfrucht treiben sollten. Die ersten Handelsverträge waren abgeschlossen und hatten selbst die konservative Partei in den Verdacht zu großer Nachgiebigkeit gegen die Freihändler und die Regierungen gebracht. Weitere und zwar viel gefährlichere Verträge mit den Balkanstaaten und Rußland standen in Aussicht. Der Zündstoff war somit überreichlich angehäuft, als Herr Ruprecht- Ransern- ein Domänenpächter bei Breslau im Dezember seinen berühmt gewordenen Vorschlag zur Verbesserung unserer Lage" verVon der Wahl des Mannes, welcher Herrn von Blog Stelle einnehmen soll, wird es wesentlich abhängen, ob die gemäßigtere fonservative oder die mehr radikale Richtung in dem Bunde der Landwirthe die Oberhand gewinnt, und wie sich demzufolge sein Verhältniß zu den politischen Parteien gestalten wird. Wir fönnen im Jntereffe des Bundes der Landwirthe wie vom Stand punkte des Gemeinwohles natürlich nur lebhaft wünschen, daß sich die Wahl auf einen Mann lenkt, welcher den Bund in maßWenn endlich Herr v. d. Nece um die Einsendung„ bevollen Bahnen zu halten und ihn zu einem überaus werthvollen Gliede in der Phalang der auf dem Boden gleich fonders charakteristischer Flugblätter und sonstiger Kundmäßigen Schutzes der nationalen Arbeit stehenden Elemente zu gebungen" ersucht, so hofft er vielleicht, dabei einiges Material machen weiß. für fünftige Begründungen gegen den gewaltsamen Umsturz, Da nach den Reichstagswahlen eine etwas gedrückte den die Sozialdemokratie erstrebt", zu finden. Aber er dürfte Stimmung im Bunde vorherrscht, so haben die Radikalen" sich wohl auch in dieser Hoffnung durchaus täuschen und, Ich schlage nichts mehr und nichts weniger vor, als daß wir augenblicklich wohl keine besonderen Chancen. Es ist also wenn einmal die Zeit gekommen sein wird, daß wir ihm zuunter die Sozialdemokraten gehen und ernstlich gegen die Re- möglich, daß die Junker einen verläßlichen Konservativen an zurufen haben: Heraus mit dem Material!- dann wird gierung Front machen. Wir müssen zeigen, daß wir nicht gewißt die Spige der einflußreichen Organisation zu bringen wissen. Herr v. d. Recke wieder ebenso hilflos dastehen, wie vor find, uns weiter so schlecht behandeln zu lassen und entschlossen Auf Widerstand werden sie dabei freilich stoßen, wenn nicht Jahresfrist, da er im Abgeordnetenhause Schlappe auf Schlappe find, sie unsere Macht fühlen zu lassen. sofort, dann sicherlich später. erlitt. öffentlichte: Darum müssen wir aufhören, liberal, ultramontan oder fonservativ zu sein und zu wählen, vielmehr müssen wir uns zu einer einzigen großen agrarischen Partei zusammenschließen und dadurch mehr Einfluß auf die Parlamente und die Gesetzgebung zu gewinnen suchen. Politische Mebersicht. Berlin, den 27. Juli. Doch warten wir ab. Vielleicht werden die Berichte der Regierungspräsidenten so ausfallen, daß der Minister des Innern etwas Ernsthaftes daraus lernen kann. Das soll uns umso mehr freuen und v. d. Recke wird uns dankbar sein, daß wir Sozialdemokraten die ersten waren, die seine heiße ernbegier der Deffentlichkeit zur Kenntniß brachten. Der Aufruf Ruprecht's brachte den Stein ins Rollen. Ein Erlaß des Herrn v. d. Recke über das Wachs. Die konservativen Führer waren von der Wirkung zuerst wohl thum der Sozialdemokratie. Seit Herr v. d. Rede vor faum sonderlich erbaut. So sehr sie eine Verjüngung und Jahresfrist als Vertheidiger des„ kleinen Umsturzgesetzes" im Verstärkung aus weiteren Volfsfreisen gebrauchen konnten, so Vordergrund des politischen Lebens stand, hat man nicht mehr gefährlich schienen doch die einmal entfesselten Elemente für viel von ihm vernommen. Er war ein sehr stiller Mann geworden, den alten Beamten- und Junferring. Endlich beschlossen man prophezeite mehrmals das Ende seiner Ministerthätigkeit, einige hervorragende Führer, die im Januar 1893 in Nafel aber in stiller Zurückgezogenheit und unter der Gnade Richtig ist ja, daß fast alle Einnahmequellen fortzusammengekommen waren, im Februar eine Versammlung seines Monarchen durfte der Polizeiminister fort amtiren. gefegt hohe Erträge gewährt haben. Die Zölle haben, Von den Reichsfinanzen entwerfen die Offiziösen aller Art wieder einmal ein sehr geschmeicheltes Bild, nachdem der Rechnungsabschluß für das legte, bis zum 31. März 1898 reichende Finanzjahr erschienen ist. " um mit Ausnahme der Getreidezölle, den Voranschlag noch mehr stage treten, abhinge, so wäre es um das Reich schlecht bestellt. I die Hausväter in den Feierstunden treiben, blieb aus. So sieht überholt wie im Vorjahre; die Getreidezölle zeigen allerdings Diese Vorkommnisse mögen auf die Beziehungen der deutschen das" patriarchalische Verhältniß", von dem unsere Junker so gern einen Rückgan infolge der schwächeren ausländischen Zufuhr Botentaten trübend einwirken und zu wer weiß noch reden, nach Ansicht eines der ihrigen in Ostpreußen aus. im Jahre 1897. Der flotte Gang von Handel und Verkehr des Deutschen Reiches hängt glücklicherweise nicht von Etiquette scheint Freiherr von Wrangel nicht zu glauben. Er sagt:„ Wenn Auch an den großen Nothstand der ostpreußischen Landwirthe spiegelt sich besonders wieder in den Mehreinnahmen: aus der Wechselstempelsteuer mit 1,3 Millionen Mark, der Post- und fragen in Fürstenkreisen, sondern von dem Einheitsbewußtsein und der Arbeiter bei seinem Herrn nur Härte und Gleichgiltigkeit gegen dem einheitlichen Wollen der deutschen Volksstämme ab. Telegraphenverwaltung mit 4,16 Millionen, aus den Reichs- Eisenihn findet, dabei aber beobachtet, wie der Herr das Leben bahnen mit 2,07 Millionen, aus dem Bankwasen mit 7,2Millionen der freisinnigen Landtagsfraktion: Eine kleine Straf: und Mahnpredigt hält die Wolfs- 3tg." ich immer genußreicher gestaltet, da kann man sich nicht wundern, daß auch der Arbeiter das Vertrauen und die Liebe Mark. Es mag ferner richtig sein, daß im unterdeß weiter abgelaufenen ersten Viertel des neuen Finanzjahres die auf- namentlich in der legten Session die parlamentarische Vertretung der „ Es ist nun darüber in freifinnigen Kreisen fein Zweifel, daß zu ihm verliert." Der Herr ist sicher einer der einfichtsvolleren Konservativen in steigende Bewegung weiter fortgedauert hat. freifinnigen Volkspartei schlechterdings nicht auf der Höhe der an sie Ostpreußen. Der bornirte Junker bleibt er aber trotzdem durch Dem steht jedoch entgegen, daß die Bundesstaaten nicht, zu stellenden Anforderungen gestanden hat. Bei den wichtigsten und durch. Er glaubt, daß es selbstverständlich ist, daß einem wie 1896, 17, sondern nur 12 Millionen Mart mehr an Debatten hat die Fraktion zum großen Gaudium der Reaktion und einigermaßen verständigen„ Herrn" bei der Wahl von den Leuten leberweisungen empfangen haben, als sie an Matri- zum großen Schaden der freisinnigen Sache völlig bersagt auch willig gehorsamt werden" wird. Der Gedanke, daß der Arbeitkularumlagen an die Reichskasse abzuführen hatten. Die Wenn der parlamentarisch gewandteste und unterrichtetste Abgeord- geber seinen Arbeitern bei der Wahl nichts zu befehlen hat und daß Einzelstaaten können diese Verkürzung des Zuschusses heute nete der Fraktion wir sprechen vom Abgeordneten Richterbei die Arbeiter sich von selbständigen politischen Gedanken leiten laffen gewiß ſehr leicht verschmerzen. Die Thatsache bleibt indes einer großen Sache" im Reichstage zu thun hatte, war die Fraktion fönnten, kommt ihm gar nicht. im Landtage geradezu wie verrathen und verkauft, und Aber auch von seinen Vorschlägen in bezug auf bessere Behand beſtehen, daß eine Reserve, auf die man unter Umständen mit ihr die Sache der freifimmigen Boltspartei, die zu vertreten die lung der Arbeiter erwartet er nicht viel, denn zu viele sind schon zurückgreifen kann, in ihrem Betrage um mehrere Millionen Aufgabe der Fraktion ist. lleber diese traurige Thatsache kommt von der Seuche angefressen", äußerte er geschmackvoll. Deshalb zurückgegangen ist ber Reichsschuld" sieht Mit der man durch betterschaftliches Vertuschen nicht hinweg. verlangt er als echter Konservativer ein Sozialistengeseh, scharf der Reichsschuld" sieht es man durch better fafti Tilgung der Reichsschuld" sieht es Diefer unhaltbare Bustand ist um so unwürdiger, als gemig, die sozialdemokratische Presse zu unterdrücken vollends sehr windig aus. Nach den der ersten lex Lieber gerade im preußischen Abgeordnetenhause die Reaktion, die und die Verbreitung sozialdemokratischer Lehren in Wort und Schrift gefolgten Finanzgesetzen blieb 1896 eine Summe von sich dort sehr dreist und herausfordernd benimmt, als Erregung von Klaffenhaß unter Strafe zu stellen." täglich die Träftigste und rücksichtsloseste Abwehr seitens Freiherr von Wrangel- Sehmen ist der einzige Konservative 50 Millionen zur Schuldentilgung verfügbar, 1897 jedoch nur ber liberalen Opposition provozirt. Mit welcher agitatorischen nicht, dem der Schrecken über die vielen sozialdemokratischen Stimmen bon 372 Millionen. Das ist um so bedenklicher, als 1896 Berve könnte und müßte man hier Schlag auf Schlag den reaktionären in die Glieder gefahren ist. In fast allen konservativen Blättern 35,3 Millionen für neue Anleihen, 1897/98 jedoch heißspornen der Rechten entgegentreten!. Ostpreußens werden unsere Wahlerfolge einer Besprechung 81,5 Millionen für den gleichen Zweck eingesetzt waren. Es Die Fraktion hat eine Üeberfracht von Parteiveteranen unterzogen und Vorschläge gemacht, wie einer weiteren Aus ist also ein ziemlich abgeschmacktes Taschenspielerkunststück, mit sich geschleppt, die in ihrem hohen Alter noch weniger im breitung der sozialdemokratischen Ideen EinAuch der Vorstand der wenn die Finanzoffiziösen die bei den letzten Jahre zustande find, als sie es je gewesen, den an sie herantretenden halt gethan werden kann. ſammenwerfen und unter Berücksichtigung einiger, hier Pflichten mit der nöthigen Frische und Kampfbereitschaft zu genügen. fonservativen Organisation für Ostpreußen fordert zu reger Thätigkeit nicht weiter zn berührender Verschiebungen für beide zu- Die Fraktion hat eine unverhältnißmäßig große Zahl von kon- gegen die Sozialdemokratie auf. Auch diese Herren fordern die fammen herausrechnen, daß nur 20 Millionen neue Kredite fequenten Dauerschweigern aufzuweisen gehabt, die sich Gutsbesitzer auf, sich das leibliche Wohl der Arbeiter mehr am flüssig gemacht werden mußten und daß diese durch die, zusammen reißen lassen. Mit diesen parlamentarischen Mustern ohne daß die Arbeitgeber sich um sie kümmern. Es scheint beinahe, als durch nichts aus ihrem parlamentarischen Stillleben haben heraus Herzen liegen zu lassen; den Arbeitern müsse wieder gezeigt werden, 29 Millionen betragenden Mehrüberweisungen an die Bundes- 23erth muß aufgeräumt werden. Alle Achtung vor den persön- ob einigen der Herren flar würde, wie furchtbar an staaten wett gemacht würden, so daß das Reich also in seinen lichen Eigenschaften dieser Männer als Privatpersonen! Aber die den Arbeitern bisher gefündigt ist. laufenden Einnahmen gewissermaßen Deckung für alle Fraktion einer täglich zum entschiedensten Kampfe herausgeforderten Arbeiterfürsorge sollen Traftätchen à la Sille gegen Die Hauptsache ist ordentlichen und außerordentlichen Reichs ausgaben ge- Volkspartei ist kein Invalidendant; sie ist nicht dazu da, parlamen- die Sozialdemokratie als Waffe dienen. funden habe. Das Bild ist in Wirklichkeit dieses: daß 1896 tarische Sinekuren zu unterhalten..." aber auch dem Vorstand des konservativen Vereins für Ostpreußen zum letzten Male von wirklichen Ueberschüssen geMan wird ja sehen, ob es den temperamentvollen Elementen der ein gefegliches Einschreiten gegen die Sozialdemokratic. Darauf ist mit Bestimmtheit zu rechnen, daß die Konservativen sprochen werden konnte, und daß 1897 das alte Loch wieder freisinnigen Volkspartei gelingen wird, lebhaftere Bewegung in das fich tüchtig rühren werden. Wir werden unausgesezt auf dem da war, das nach den neuen Marine- Ausgaben fortgesetzt stille Gewässer zu bringen. Posten sein müssen, wenn wir bei der nächsten Wahl abermals so große oder noch größere Erfolge erzielen wollen, ivie am 16. Juni. wachsen muß. * Deutsches Reich. Wahlpflicht. Die Einführung der Wahlpflicht ist bekanntlich eine Lieblingsidee unserer Gegner, die durch dieses Mittel ihre Situation bei fünftigen Reichstagswahlen zu verbessern hoffen. Das konservative„ Vaterland" in Leipzig sagt nun zu diesem Vorschlag feiner Parteifreunde folgendes: " Wenn die militär- und marinefrommen Blätter also zum Schlusse den Zweck der ganzen Darlegung enthüllen und die Gegner in die Hände arbeiten. So ist nicht darauf zu rechnen, Bis zu einem gewissen Grade werden uns ja auch in Zukunft allen Ernstes behaupten, selbst etwaige neue , etwaige neue Militärforderungen" würden gar keinen Anlaß zu Steuererhöhungen daß den jetzt nach der Wahl auftauchenden Mahuworten, mit den " Was aber die Einführung der Wahlpflicht anlangt, so wird diese Arbeitern menschlicher zu verfahren, viel Beachtung zu theil werden geben, so mag das dem Wortlaute nach zutreffen, unserer Ansicht nach, auch wenn gleichzeitig eine Erhöhung der Alters- wird. Vorläufig haben wir den Eindruck, als wenn man die Arweil die Trauben neuer Steuern selbst für den alten grenze der Wahlberechtigung etwa auf das 30. Lebensjahr, wie seinerzeit beiter durch größere Schneidigkeit einschüchtern will. Und wenn erst Steuerfuchs und Kommunisten etwas zu hoch hängen. Ser Reichsbote" angerathen hat, hinzufäme, voraussichtlich nur wenig der Jammer über den Wahlausfall etwas verflogen sein wird, so Aber wenn keine neue Steuern, dann neue Schulden für helfen. Zwar daß die Zahl derer, die im Falle der Einführung werden zugleich auch die jetzigen guten Abfichten in den Wind geAusgaben, die in Wirklichkeit gar keine einmaligen im der Wahlpflicht aus bloßem Aerger über den ihnen auferlegten schlagen sein. Schließlich sind ja die Gründe, aus denen die Landarbeiter Sinne eines soliden Haushaltes sind. Zwang den Sozialdemokraten wählen würden, eine allzugroße sein zur Sozialdemokratie tommen, auch viel tiefer liegend, als daß sie Die Finanzreform des Zentrums" mit ihrer wirklichen verde, glauben wir nicht, obwohl auch in dieser Beziehung dem durch einige von der Angst erpreste patriarchalische Anivandlungen deutschen Wähler, wie er heutzutage ist, immerhin Schlimmes zu der Junker überwunden werden könnten. Schuldentilgung" ist eben fläglich gescheitert und zwar in getraut werden kann. Aber es ist eine Thatsache, die neuerdings erster Linie durch den Bewilligungseifer des Zentrums selber. Surch Einsichtnahme in die Wahlakten in verschiedenen Straßburg wird uns unterm 26. d3. geschrieben: Die Straffammer Das Versammlungsrecht in Elsaß Lothringen. Aus Orten Sachsens festgestellt werden konnte, daß gerade unter des hiesigen Landgerichts hat heute in der Anklagefache gegen den den bei der Wahl zu Hause gebliebenen Wählern die Vertrauensmann der sozialdemokratischen Partei Straßburgs, Ge Zahl derer überwiegt, von denen mant Lippe und kein Ende. Es ist ein altes Sprichwort: Gott ihrer Standeszugehörigkeit leider annehmen und versammlungsgejeglichen Bestimmungen der nachnoffen Böhle, wegen Bergehens gegen die vereinsberläßt einen Deutschen nicht; und obgleich deffen historische Be muß, daß fie dann, wenn sie genöthigt worden wären Reichslande ein Urtheil gefällt, welches, falls die Berufungs gründung recht schwer fallen dürfte, so trifft es doch jetzt in dieser zu wählen, freiwillig oder gezwungen den Sozialdemokraten instanz nicht nicht zu einer Korrektur desselben gelangen sollte, fauren Gurkenzeit zu, wo den Zeitungsschreibern der Schreibstoff ihre Stimme gegeben haben würden. Auch früher vont einschneidender Bedeutung für die künftige Gestaltung ausgeht und den Lesern der Lesestoff. Da ist dieser Lippe'sche schon haben gerade in solchen Wahlkreifen, die von der Sozialdento- unserer Agitation int Lande des Dittaturparagraphen sein Streit uns Deutschen als ein wahrer God send gelommen fratie stark beeinflußt werden, wiederholt diejenigen, die gutwillig dürfte. Nach den zur Zeit in Elsaß- Lothringen geltenden gejeglichen als ein Geschent des Himmels. Ein heiteres Geschenk, mit Säumige zur Wahlurne führten, die Erfahrung machen können, daß Vorschriften bedürfen politische Versammlungen, insofern die Theilunerschöpflichem Heiterkeits- Stoff. Und von der Heiterkeit dieses sie damit der Sache der Ordnungsparteien kaum genützt, sondern nehmer derselben sich mittels schriftlicher Legitimation als persönlich Stoffes gilt, was der unsterbliche Shakespeare von dem Wizz seines eher geschadet haben." Das„ Vaterland" fordert deshalb wirksamere" Mittel, Be- polizeilichen Genehmigung. Die reichsländischen Polizeibehörden hatten Eingeladene auszuweisen vermögen, nicht der sonst vorgeschriebenen Lieblingssohnes Falstaff gesagt hat: er ist nicht blos wigig an sich, sondern auch für andere ein Anreiz zum Wizz. Welch unerschöpf- seitigung der geheimen Wahl" 2c. der zunehmenden Ausmuzung dieses gesetzlich gewährleisteten Rechtes licher Quell des Humors des freiwilligen und noch weit mehr des unfreiwilligendiefer Lippe'sche Post- und Telegraphenkrieg einstädten, welches unser gestriger Leitartikel statistisch beleuchtete, mit steigendem Mißbehagen zugesehen und verschiedentliche Male Dos Vordringen der Sozialdemokratie in den Mittel- und durch die sozialistischen Agitatitionsfomitees im Laufe der letzten Jahre Welche Komik in diesen langen tiefsinnigen philologisch- philosophisch- wird von der„ Post" bestätigt. Das Blatt, dem jeder Tag als ver- schon den Versuch einer Einschränkung derselben auf polizeilichem psychologischen Untersuchungen über den Wortlaut des bekannten loren gilt, an dem es nicht für Ausnahmegesetze eifert, fnüpft an und gerichtlichem Wege unternommen. Wir erinnern nur an das im Kaisertelegramms und des unbekannten Regentenbriefes. Und verflossenen Spätherbst erfolgte gefezwidrige Eindringen der Polizei jene Feststellungen folgende Bemerkungen: diese staatsmännischen Untersuchungen über die möglichen und unmöglichen Folgen des großen Ereignisses! Für Dicje Zahlen reden eine sehr deutliche Sprache, insbesondere in die im Sinne der oben erwähnten versammlungsrechtlichen Beden deutschen Geschichtsforscher und Patrioten aber ist dieser auch hinsichtlich der Wirkungen, welche die Beseitigung der Sonder- stimmungen als sog. réunion privée( private Vereinigung) einberufene bestimmungen des Sozialistengesetzes in bezug auf die Aus- Landeskonferenz der reichsländischen Sozialdemokratie. Bisher war denkwürdige Etiquettenstreit unbezahlber, denn er zeigt ihm einer feits, besser als zwanzig Chroniken es vermöchten, wie das heilige breitung der sozialdemokratischen Propaganda gehabt haben. es jedoch stets gelungen, alle derartigen polizeilichen Borstöße Wenn die mechanischen Schutzwehren gegen diese Propaganda, erfolgreich zurückzuweisen. Am 20. März d. J. fand nun im deutsche römische Reich vor etwa 200 Jahren in der Zeit seiner welche das Sozialistengesetz aufgerichtet hatte, in den Groß- Vorort Ruprechtsau die Märzfeier der sozialdemokratischen höchsten und schönsten Zopfblüthe ausgesehen hat- und andererseits zeigt er besser als 100 der flammendsten Leitartikel und Broschüren städten und in den industriellen Zentren ihre Wirkung allmälig Partei Straßburg's statt, zu der keinerlei öffentliche Einladung verloren hatten, so haben sie sich doch noch immer sehr wirksam seitens der Einberufer erfolgt war, und zu der nur eingeladene bermöchten: wie herrlich weit wir es gebracht haben awei Jahre vor dem Beginn des zwanzigsten gegen die Ausbreitung der sozialdemokratischen Agitation auf die Personen zugelassen wurden, so daß sie sich nach der allgemeinen Davon noch nicht berührten Kreise erwiesen und es liegt daher der Rechtsauffassung als eine réunion privée darstellte. Die im VerJahrhunderts. Gedanke nahe, ob der Staat seine Pflicht voll erfüllt, wenn er sammlungsraum vertretene Polizeibehörde erkannte diesen nichtsich der Anwendung derjenigen Schutzmittel, welche ihm gegen öffentlichen Charakter der Veranstaltung auch dadurch selbst an, daß die Verseuchung noch gefunder Boltstreise mit sozialdemokratischen sie die am Saaleingang ausgeübte Stontrolle ihrerseits unterstützte Ideen zu Gebote stehen, weiter gänzlich begiebt." und von dem ihr für öffentliche Versammlungen zustehenden Rechte gar -" der - = Uebrigens packt der unbekannte Urheber der Veröffentlichung des Kaiser- Telegramms in der N. Bayr. Landesztg." noch einige kleine Er setzt auseinander, daß der Graf- Regent zu Neuigkeiten aus. Lippe in seinem Brief an den Kaiser diesem feine Veranlassung zu Von geistigen Schutzmitteln hält die„ Post" schon lange der Auflösung feinen Gebrauch machte. Trotzdem erhob die kaisereiner schroffen Erklärung gegeben habe und erzählt dann folgenden nichts mehr. Niederknüppeln lautet ihr ganzes soziales Pro- liche Staatsanwaltschaft die Anflage gegen den Referenten Böhle, Borgang: an einer öffentlichen Versammlung, deren Zweck die Behand " Der Regent sab sich durch den schroffen Ton derart verlegt, gram. daß er jeden weiteren Versuch aufgab und sich dieserhalb mit Ueber den Gesundheitszustand des Fürsten Bismarck lung politischer Gegenstände war und welche ohne Genehmigung der Regierung stattfand, theilgenommen zu haben." Das heute vereiner Beschwerde an den Bundesrath und die Bundesfürsten wurden gestern Nacht und heute Vormittag ungünstige Mittheilungen fündigte Urtheilt erflärt Wöhle für schuldig im Sinne der AnNeuere Nachrichten bejagen, daß Bismard's Befinden flage und belegt ihn mit einer Geldstrafe von 100 Mark Regenten, er fühlte die leidige Situation, in die er mun gerathen zwar nicht gut sei, aber auch nicht so schlimm, wie erſt angenommen event!. mit 10 Tagen Gefängniß. Nach den Ausführungen der werde, und deshalb suchte er sofort das Vorgehen des letzteren zu worden war. Urtheilsbegründung steht das Recht der Einberufung einer réunion pariren und das Geschehene umgeschehen zu machen. Aus Ostpreußen, 26. Juli.( Eig. Ber.) Neber die Ursachen, privée mur Vereinen, nicht aber einem Einzelnen oder einer politischen Der Kaifer betraute darum den Bruder des Regenten, welche der Sozialdemokratie in Ostpreußen zu ihren bedeutenden Bartei zu. Strafmildernd kam für den Angeklagten in betracht, daß den Grafen Leopold von Lippe- Biesterfeld, Komman- Erfolgen bei der Reichstagswahl verholfen haben, äußert sich in der er bei Veranstaltung der inkriminirten Versammlung an die gesetzdeur des preuß. 2. Garde- Feldartillerie- Regiments in Potsdam Ostpr. Zeitung", dem Hauptorgan der Konservativen in Ostpreußen fiche Berechtigung eines Borgehens geglaubt habe. Gegen das mit der Führung der in Danzig stehenden Feldartillerie- Brigade, ein echter ostpreußischer Junker, der Freiherr von Wrangel auf Urtheil, das selbst in juristischen Kreisen bedenklichem Kopfschütteln obgleich der Graf seiner Anciennetät nach zum Sehmen in einer Weise, die seinen Standesgenoffen nicht sehr begegnet, ist bereits die Revision angemeldet worden. mindesten noch anderthalb Jahre auf eine solche angenehm sein wird. Er schiebt natürlich den größten Stellung hätte warten müssen, da er noch sechs Theil Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Wegen auf die Schuld sozialdemokratischen Hezer", ältere Regimentstommandeure vor sich hatte. die das deutsche Volt durch ihr fortgefegt ausgespritztes Majestätsbeleidigung wurde die Köchin Ida Heinemann von der Aber der Stein war bereits ins Nollen gerathen, der Kaiser Gift verseuchen. Er erfennt aber auch ant, Straftammer in Hannover zu vier Monaten Gefängniß verdaß die hielt durch diese Bevorzugung und Ehrung des Regenten- Bruders Herren" ihr Theil Schuld daran haben, wenn das, was bisher urtheilt. Ein Monat ward ihr auf die erlittene Untersuchungshaft die weitere Entwickelung der Sache nicht mehr auf... für unmöglich galt: auch auf den Gütern fonfervativer Befiger gutgerechnet. Verhandelt wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit. In Weylar wurde ein Buchhalter aus Ehringshausen, der in Es folgen weitere scharfe Aeußerungen des genannten Blattes. Stimmzettel mit Erfolg abzuschen", den Sozialdemokraten gelang. Die Berl. N. Nachr." erklären, die obige Darstellung sei falsch. Offen spricht er aus, daß das Verhältniß zwischen Dienstherrn und einer Wahlversammlung im Freien während eines Hochs auf den denn die Beförderung des Grafen Leopold sei einige Tage früher Arbeiter anders werden müsse. Der Freiherr ist der irr- Kaiser den Hut auf dem Kopf behalten hatte, zu drei geschehen als der Beschwerdebrief in Berlin einlief. Klar ist diese thümlichen Ansicht, daß die Arbeiter früher auf den Gütern Monaten Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte vier Sache noch nicht und jedenfalls ist das Avanciren des Grafen ent- besser behandelt seien. Zutreffen tann dies höchstens insoweit, daß Monate beantragt. gegen der Anciennetät unbestrittene Thatsache. die Ausbentung teine so intensive war. Geprügelt wurde sicher Auch der Verleger der Neuen Bayr. Landesztg.", der Bauern- früher mehr auf den Gütern wie jetzt; es kommit heute allerdings Wien, 27. Juli. Die Wiener Zeitung" veröffentlicht eine bundsführer Anton Memminger ergreift persönlich das Wort zu auch noch gar oft vor. Aufhören sollen mun nach Herrn v. Wrangel Verordnung betreffend Errichtung eines arbeitsstatistischen die Unterschiede zwischen Herren und Knechten nicht, so lange die Amtes im Handelsministerium sowie das Statut desselben. " Ich wäre in der Lage, noch über andere Vorgänge, Ver- Welt steht", aber fagt er, etwas anders müsse das Verhältniß heute Lemberg, 27. Juli. In unterrichteten Kreisen wird die Blätter hältnisse und Zustände in Berlin und anderswo Auskunft zu geben, werden wie vor 100, ja selbst vor 50 Jahren." Der Arbeiter er meldung von einer angeblich bevorstehenden zeitlichen Aufhebung wenn ich blos Sensation machen wollte, wie mir einige Blätter wartet, daß man den Menschen in ihm sieht und ihn danach der Geschworenengerichte im Gebiete des Ausnahmezustandes für vorwerfen. Die Rücksicht auf den Bestand des behandelt". Der Freiherr sieht also ein, daß der Arbeiter auf den unbegründet bezeichnet. Der Statthalter Bielinsky wird sich vielReiches hindert mich noch, die volle Wahrheit Gütern noch nicht als Mensch behandelt wird! Er sagt das an mehr nach Wien begeben, um die Aufhebung des Standrechts im flarzulegen: aber ich werde es noch thun müssen, wenn sich einer anderen Stelle noch deutlicher:" Seit 1870 ist auch in die Neusandecker und Limanover Bezirk zu erwirken. die Sachlage nicht ändert. Wenn niemand in der Um Herrenkreise auf dem Lande der Realismus und die Gewinnsucht Schweiz. gebung des Kaisers den Muth der Wahrheit eingezogen: man sieht in seinem Arbeiter vielfach hat, so wird diese eben doch noch ausgesprochen nur die produzirende Kraft, die Arbeitsmaschine. Zürich, 26. Juli.( Eig. Ber.)( Proportionalwahl des Nationals werden müssen." Möglichst niedrige Löhne, möglichst hoher Gewinn rathes. Volkswahl des Bundesrathes. Protest gegen die Genfer Die Rücksichten des Herrn Memminger auf den Bestand des ist vielfach zum leitenden Gesichtspunkt geworden; Jahr aus Ausweisungen. Normann- Schumann.) Reiches" muthen uns sehr komisch an. Wenn der Bestand des Jahr ein wird die gleiche schivere Arbeit verlangt der freundliche In Olten waren am Sonntag 22 Vertrauensmänner Deutschen Reiches von solcherlei Dingen, wie sie im Fall Lippe zu Blick, die herzliche Nachfrage bei Krankheit, das Nachschauen, was beräußersten Linken, nämlich der Sozialisten und der ihnen der Sache: Desterreich. " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. " Deutsches Reich. nabestehenden Demokraten versammelt, um die nun aktuell ge- Theil der übrigen Soldaten kann höchstens seinen Namen trigeln. I verurtheilt. Der Amtsanwalt hatte 1 Monat Gefängniß beantragt. wordenen Fragen der Proportionalwahl des National- Die Lage der Lehrer auf dem Lande spottet aller Beschreibung. Der Gerichtshof glaubte jedoch infolge der Jugend und der bisrathes und der Volkswahl des Bundesrathes zu Bisweilen können sie das ganze Jahr hindurch keinen Kopecken Ge- herigen Unbestraftheit des Angeklagten von einer Gefängnißstrafe besprechen. Es handelte sich dabei um die Feststellung des Beitpunktes, halt von den Gemeinden herauskriegen und müssen dann ihre Thätig. Abstand nehmen zu sollen. wann für die Verwirklichung der beiden Forderungen die Ini- feit einstellen, um als Schreiber oder sonstwie ihr Dasein fümmerlich tiative ergriffen, das heißt, 50 000 Unterschriften gesammelt zu friften. Die jungen Lehrerinnen, die aufs Land ziehen und werden sollen, um sie dem gesammten Schweizervolte zur Ent- unter das Volf gehen", um freiwillig und ohne Entgelt der Boltsscheidung vorzulegen. Es wurde hierüber jedoch nichts beschlossen, bildung zu dienen, werden sofort als politisch verdächtig" in den sondern es foll vorerst noch eine weitere Versammlung zur Listen der Polizei vermerkt; sie sind den größten Brutali Besprechung der beiden Punkte auf Ende September nach täten ausgesetzt und Achtung Tapezirer! In der Möbelfabrik von Eberhardt, wenn fie in irgend einem Dorfe Holzmarktstr. 21, sind die Differenzen noch immer nicht geregelt. Luzern einberufen werden, welche dann definitive Be festen Fuß zu fassen suchen, so ist das oft nur eine Etappe Buzug ist streng fern zu halten. schlüsse fassen wird. Einig ist man darüber schon jetzt, daß jeder auf dem Wege nach Sibirien. In Dörfern, wo stattliche Kirchen Kanton einen Wahlkreis bilden soll, so daß dann z. B. die sechszehn mit glänzenden Kuppeln stehen, fehlt das Schulhaus oder es ist Nationalräthe, welche jetzt der Kanton Zürich in vier Wahltreisen völlig zerfallen und die Gemeinde ift froh darüber, denn dann Zum Hamburger Brotboykott wird uns aus Hamburg ge wählt, in einem Wahlkreise, nämlich im ganzen Stanton gewählt braucht sie teinen Lehrer zu besolden und fann das Geld verfaufen. schrieben: werden würden. Das ist nichts neues mehr, denn auch die sieben Die grimmigsten Feinde der Volksschule sind die Dorfpopen, Die auf Betreiben des Arbeitgeberverbandes von der Ham- 1 Regierungsräthe werden im ganzen Kanton als einem Wahl- die sich sogar weigern, gegen Entschädigung den Religionsunterricht burger Bäckerinnung vorgenommene Organisation des Demunziantenfreise gewählt. zu ertheilen. Ihnen liegt lediglich daran, das Landvolk in Dumm- thums, über die zu sprechen nicht nach dem Geschmack der Hamburger Einen energischen Protest beschloß sodann die Versammheit und Aberglauben zu erhalten und ihm als Dorfwucherer den Polizei zu sein scheint, indem sie jedem Versammlungsredner, der sie lung gegen die rechtswidrige Ausweisung des legten Kopeten unbarmherzig abzunehmen. Es hilft nichts, daß fritisch berührt, das Wort entzieht, hat auf seiten eines großen Theils der italienischen Genossen Bergagnini und einiger Leute wie Graf Tolstoi ihre Stimme erheben oder zu erheben Hamburger Beamtenschaft böses Blut erregt. Die sehr gut geleitete weiterer Geflossen durch die Genfer Regierung. Vergagnini wurde versuchen, daß fie als einzige Rettung der in Noth und Unwissenheit Hamburger Lehrerzeitung Pädagogische Reform" hat das Vorgehen der empfohlen, gegen die Ausweisung an den Bundesrath zu rekurriren. halb verthierten Bauern Schulen und nur Schulen fordern die Inmung schon mehrfach sehr scharf zurückgewiesen, und jetzt schreibt Der Grütlianer" schreibt über den Ausgewiesenen:" Bergagnini, Regierung hat bei ihren„ brillanten Finanzen" nichts übrig für die ein Beamter in den bürgerlichen, sehr„ loyalen"" Hamburg. Neuesten der die armen unwissenden Italiener sammelte und in Gewerk- Unglücklichen. Die nikolaitische Furcht vor allerlei Ideen", welche Nachrichten" folgendes:" Ganz abgesehen von dem, mehr aus Engschaften organisirte, wird von allen, die ihn kennen, als ein sehr eine bessere Bildung in den Bauern zeitigen könnten, ist immer noch herzigkeit, als aus begründeter Nothwendigkeit erfolgten anmaßenden gebildeter und besonnener Mann geschildert, ein wissenschaft- im gleichen Maaße wie früher vorhanden. Und so läßt man mit Eingriff in die Privatrechte des loyal gesonnenen Bürger- und licher Sozialist. Es muß deshalb ganz ohne Zweifel als eine Ver- sehenden Augen einen Stand geradezu krepiren, den man immer als Beamtenthums, wie ihn die Bäckerinnung durch ihre Demunziantenleumdung, ja als eine schändliche Lüge aufgefaßt werden, wenn das Heil und die Zukunft des Mütterchens Rußland gepriesen hat. liſten bezweckt, dürfte es dennoch erforderlich sein, daß die dieser Mann von gewissen Reportern unter die Rädelsführer" des betroffenen Kreise hierdurch öffentlich einmal in der TagesGeneralstreits gewiesen wird." Die Ausweisung Vergagnini's vie presse ihren Standpunkt erklären. Etwas Unglückseligeres die übrigen Vorgänge anläßlich des Generalstreits der Bauarbeiter Der englische Einfluß hat in Egypten jeden Widerstand hätte sich die Bäckerinmung garnicht leisten können, δα beweisen neuerdings wieder, daß jedesmal, wenn die Anarchist en vor sich niedergeworfen, und es unterliegt feinem Zweifel mehr, daß sie durch jene Listen das dirett Entgegengesezte erreichen wird, irgendwo ihre unheilvolle Hand im Spiele haben, die Arbeiterschaft der jetzt wieder aufgenommene Feldzug gegen die Mahdisten zum nämlich, daß das loyale Bürger- und Beamtenthum, das sich bisher und ihre bewährten Führer schwer geschädigt werden, indem sie für Zweck hat, die Herrschaft der Engländer über das nordöstliche Afrika wenig um den Boykott gequält hat, in gerechter Abwehr sich bedanken deren verrückte Gewaltpolitik verantwortlich gemacht und durch Aus- dauernd zu befestigen. Mit Frankreich muß irgend eine Verein wird, das Brot der Herren denunziationssüchtigen Innungsmeister weisung sowie Einsperrung bestraft werden. Wann endlich werden barung getroffen seines erhellt dies aus dem Ton der französi fernerhin zu tonsumiren. Im übrigen mag den Herren Innungsdiese Leute etwas Vernunft annehmen? schen Presse. Auch zu Deutschland, das bisher den Engländern meistern noch ins Gedächtniß gerufen werden, daß bisher: Unser Luzerner Partei- Organ, der„ Demokrat", bespricht in einem in Egypten nicht allzu geneigt war, scheinen die Beziehungen besser tausende Unparteiischer nunmehr zu der Ueberzeugung ge Artikel das Gebahren des berüchtigten Spigels Normann- geworden zu sein. Es kommt dies wohl in der Thatsache zum langt sind, daß die Forderungen der Gesellen berechtigte Schumann, der in Luzern eine Villa befitzt. Der„ Demokrat" Ausdruck, daß das einzige deutsche Blatt in Egypten:" Der egyptische sein dürften, und weniger einen umstürzlerischen, wohl schließt:..." Im übrigent caveant consules! Die kantonalen Kourier" in Mexandrien, der seit seinem Bestehen den Engländern aber einen hohen sittlichen und ethischen Werth haben; daher die und städtischen Behörden seien hiermit öffentlich die Waden zu kneifen liebte, plötzlich in anderen Besitz übergegangen Unterstützung jener Elemente des gebildeten Bürger- und Beamtengewarnt! Das( ultramontane)„ Vaterland" nannte s. 3. den und englisch" geworden ist. thums, die sehr wohl zwischen sozialdemokratischen und ethischen BeNormann- Schumann einen„ unheimlichen Gast". Afien. strebungen zu unterscheiden vermögen." Thatsächlich haben mehrfach Der Aufstand in Süd- China. Nach einer Meldung der Denunziationen von Beamten durch die Bäckerimmung, resp. durch Paris, 26. Juli.( Eig. Ber.) Die Pariser Universität bem südlichen Theile der Provinz Kwang- si der Aufstand fort. Die das bis jetzt bekannt geworden ist, Postbeamte davon betroffen. Die" Times" aus Hongkong dauert, Berichten aus Wutschau zufolge, in mit ihr verbündete Brothändler stattgefunden, und zwar sind, soweit hat soeben den Staat gerettet. Sie verweigerte Jaurès die Erlaubniß, in der Sorbonne ein privates Kolleg zu lesen über Zahl der Aufrührer wird auf 40 000 geschätzt. Am 16. d. wurde der selben haben sich auf die wohlmeinende Vorstellung" ihres VorGrundfäße des Sozialismus in ihren Beziehungen zu den Ideen Verfügung. Die Aufständischen haben 2000 Mann der Reichstruppen Bäckereien zu entnehmen, um Maßregelungen zu vermeiden, Ort Kwailing angegriffen. Die Mandarinen haben 7400 Mann zur gesezten dazu verstehen müssen, Backwaaren aus boykottirten der Individualität, der Sittlichkeit, der Kunst und der Religion". in der Nähe von Jung- jun geschlagen. Das britische Kanonenboot Der Universitätsrath begründet diese Verletzung der Freiheit der Wissenschaft mit der Verdächtigung Bes wissenschaftlichen Tweed" liegt noch immer in Wutschau, täglich treiben viele verCharakters der geplanten Vorlesungen. Zugleich aber leistet stümmelte Leichen an dem Schiffe vorüber. Frankreich. " er sich die groteske Heuchelei, das Recht aller Doktrinen, in der Universität gelehrt und diskutirt zu werden zu bekräftigen!"... Die öden Sozialistentödter, die in der Sorbonne Afrika. Partei- Machrichten. - " Vom Streik der Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter in Magdeburg. Der von den Arbeitern und Unternehmern akzeptirte Lohntarif gestaltet sich wie folgt: Der Lohn im Stadtkreis Magdeburg beträgt für die vollarbeitsfähigen Gesellen 42, 43 und 44 Pf. für die Stunde mit der Maßgabe, daß jeder Meister mindestens so viel mal 43 Pf. für die Arbeitsstunde zu entrichten hat, als vollmit wissenschaftlichen Waffen à la Sparagnes den Sozialismus be- wahlen nahm eine Parteiversammlung für den Kreis Bielefeld Vereinbarung Zur Frage der Betheiligung an den preußischen Landtags: arbeitsfähige Gesellen in seinem Geschäft beschäftigt werden. Freie fämpfen und die zu ihrem Katheder mit Mitteln der Betternwirtherford Halle Stellung. Die Versammlung sprach sich für Junggesellen, welche nachweislich noch nicht ein Jahr als Bielefeld- Vereinbarung über den Stundenlohn findet ſtatt a) a) mit schaft gelangt sind, die verkörpern den reinen wirthschaftlichen Geist die Betheiligung nach den Hamburger Beschlüssen aus. Annahme Gefelle gearbeitet haben, diese sollen nicht unter 37 Bf. Ein Jaurès aber, der seine Befähigung als Professor bereits an der fand sodann noch ein Antrag zum Stuttgarter Parteitag mit Stundenlohn erhalten; b) mit allen Gesellen, die nicht mehr Universität von Toulouse und seinen selbstlosen Drang nach folgendem Wortlaut:„ Die Betheiligung an der Landtagswahl hat im Vollbesitz ihrer geschäftlichen Leiſtungsfähigkeit sind, diese sollen Wahrheit durch die Bekehrung zum Sozialismus gezeigt hatte, auf grund eines Wahlbündnisses mit der freifimmigen Volkspartei zu nicht unter 39 Pf. Stundenlohn erhalten. Die Bauarbeiter erhalten ist den gelehrten Gendarmen der Bourgeofte nicht genug erfolgen, demgemäß gemeinsame Wahlmänner aufgestellt werden und einen um 10 Pf. für die Stunde geringeren Lohn als die voll bom wissenschaftlichen Geiste durchdrungen. Das zweite Kaiserreich war wenigstens offenherziger, als die Bourgeoisrepublik der Sozialdemokratie eine entsprechende Anzahl von Abgeordneten- arbeitsfähigen Gesellen unter analoger Anwendung der für diese Als die Regierung Napoleons III. einen Michelet, dessen hundertMandaten eingeräumt wird." festgelegten Maßgaben. Affordarbeit ist zulässig und wird nach jähriger Geburtstag gerade vor wenigen Tagen mit vielem offiziellen Parteitage. Die Parteilonferenz des Prenzlau- freier Vereinbarung gezahlt; als Affordarbeit ist insbesondere auch Bomp gefeiert wurde, aus der Universität hinauswies, da berief fie Angermünder Wahlkreises findet am 28. August, mittags regelmäßig das Stein- und Kalftragen der Bauarbeiter zu vergeben. sich nicht auf die Freiheit der Wissenschaft zur Rechtfertigung des 121/2 Uhr, in Freienwalde a./O. im Lokale des Herrn Fleisch- Diese Bedingungen hatten die Meister selbst gestellt; trotzdem wollte Gewaltattes. Ein fleiner Troft ist es, daß Jaurès Gesuch in der mann, Eberswalderstr. 7, statt. Als vorläufige Tagesordnung ist ein Theil der Unternehmer von diesen Abmachungen nichts wissen. ersten Instanz, in der" literarischen" Fakultät der Sorbonne, nur mit festgesezt: 1. Rechnungslegung und Bericht der Kreisvertrauensperson Sie haben erst nochmals" Stellung genommen, ein Theil wollte fünf Stimmen Majorität( 21 gegen 16) abgelehnt wurde. und der Revisoren. 2. Bericht der örtlichen Vertrauensleute. 3. Die den Kampf weiter führen, die Mehrheit war aber schließlich für den Reichstagswahl. 4. Anträge. 5. Verschiedenes. Friedensschluß. Der diesjährige Parteitag für beide Mecklen= burg und Lübeck findet am 4. und 5. September in Lübeck statt. Paris, 26. Juli. Der Untersuchungsrichter Bertulus hat Heute die Aften in Sachen Esterhazy sowohl wie die vom Oberst Picquart gegen den Major du Path de Clam erhobene Klage der Staatsanwaltschaft zugestellt. Im Justizpalaste geht das Gerücht, Picquart werde noch gegen mehrere Bersönlichkeiten, unter denen man besonders den General Pellieur nennt, Klagen einreichen. Ebenso wird behauptet, die gegen Picquart eingeleitete Untersuchung werde demnächst lebhafter betrieben werden, man glaubt, daß mehrere Verhaftungen von Zivilpersonen vorgenommen werden sollen. Paris, 27. Juli. Der Untersuchungsrichter Faber hat gestern den Herausgeber Sabattier und den Redakteur Marchand vom " Eclair" verhört. Letzterer ist gleichzeitig im Kriegsministerium als Uebersezer angestellt. Der Untersuchungsrichter befragte beide über den Artikel des„ Eclair" im September 1896, in welchem zum ersten Male das geheime Schriftstück„ Kanaille de D." enthüllt worden ist. Beide verweigerten die Antwort unter Berufung auf das Redaktionsgeheimniß. Italien. ans Tageslicht, über rechmung die M : Die Der Polizeikampf gegen das Koalitionsrecht treibt immer weitere Blüthen. Gelegentlich des Braunschweiger Maurer= streits unternahmen die Streikenden in größeren Trupps Spaziergänge nach den Bauten hin. Dabei wurden 22 Mann sistirt und erhielten nun Strafmandate in der Höhe von je 15 M. Auf ihren Antrag hatte sich das Schöffengericht damit zu befassen und vers urtheilte 17 Mann zu je 5 M. Geldstrafe. Die übrigen wurden freigesprochen. = daß Von einer äußerst peinlichen Thatsache sind die Parteigenossen in den Unterweser- Orten überrascht worden. Der bisherige Saffirer des dortigen Sozialdemokratischen Vereins, Schuhmachermeister Grunow, ist am Sonnabend verhaftet worden, weil er eine größere Summe Geldes der Vereinstasse es soll sich um 7-800 Mark handeln veruntreut hat. Die Sache fam 40 Steinarbeiter vom Rohliger Wald( Sachsen) haben als bont dem Wahl Ausschuß die Ab- am 27. Juli die Arbeit niedergelegt. In Alvensleben bei stattgehabte Reichstags Wahl Wahl einer Neuhaldensleben haben unter gleichem Datum die SteinPrüfung unterzogen wurde. Die bürgerliche Presse hat hier arbeiter der Firma Doebbels wegen Lohnreduzirung die Arbeit bereits einen willkommenen Anlaß gesehen, um auf die„ von Arbeiter- ruhen lassen. Der Streit der Steinarbeiter bei der groschen lebenden Agitatoren" weidlich zu schimpfen und im übrigen Firma Schraep in Rostock ist durch Vermittelung eines Mitich einige Thränen abgepreßt über die„ armen Arbeiter", die ihr gliedes des Vorstandes des Verbandes der Arbeiter, an das sich das mühsam erspartes Geld den sozialdemokratischen Hezern" gaben. Geschäft gewandt hatte, beigelegt. Nun, wir haben gewiß keine Veranlassung und fühlen kein BeDas Gesetzblatt wird morgen ein Defret veröffentlichen, welches rüstung der bürgerlichen Bresse aber ist durchaus deplazirt. Was in find. 61, an der Bewegung nicht betheiligt sind 92: Zum Streik der Leipziger Fabrik und Modelltischler. dürfniß, irgendwelche Schlechtigkeit beschönigen zu wollen, die Ent- Bewilligt haben 16 Arbeitgeber mit 77 Modelltischlern, ausständig in Uebereinstimmung mit einem Beschluß des Rathes der Ehren- dieser Beziehung innerhalb der bürgerlichen Parteien alles geschieht, legion erlaffen ist und welches die vorläufige Streichung fommt natürlich namentlich wenn es sich um derartige Lappalien 8ola's aus den Listen der Ehrenlegion ausspricht. Die Freie Vereinigung der Kaufleute zu Dresden hatte handelt nicht an die Oeffentlichkeit, sonst... eine Petition an den dortigen Stadtrath gerichtet, welche eine ErDas Mailänder Blutgericht hat in den zwei Monaten feiner Saale in Steinach der siebente Parteitag, für den Wahlkreis schlusses und endlich Anstellung besonderer Handelsinspektoren forderte. Aus Meiningen. Am legten Sonntag fand im Eichhorn'schen weiterung der Sonntagsruhe für die Handelsangestellten, Einführung der Siggelegenheit in den Ladengeschäften und des Achtuhr- LadenThätigkeit nicht weniger denn 690 Opfer dem Kerker überliefert, Meiningen II statt. während nur 126 der Angeklagten freigegeben wurden. Im ganzen Meiningische Landtagsfraktion war vollzählig. vier Mann start, Dieſe Petition iſt abschlägig beschieden worden. Daraufhin verhängte das Gericht 1112 Jahre vier Monate und vier- erschienen. Die Verhandlungen beschäftigten sich in erster Linie mit hat eine Handlungsgehilfen Versammlung folgende Resolution zehn Tage Gefängniß und 280 Jahre Stellung einem Rückblick auf die verfloffene Reichstagswahl und die dabei zu über die Sonntagsruhe fortgesetzt übertreten werden, gefaßt:" In anbetracht, daß die bestehenden Bestimmungen unter Polizei- Aufsicht. tage getretenen Mängel in der Organisation, ferner mit den unter insbesondere die Handelsangestellten zu anderen Rücktritt De Amicis. Der Turiner Gelehrte, der soeben dem neuen Gemeindegesetz stattgehabten Gemeindewahlen. Sonneals zu den als sozialistischer Kandidat in der Stichwahl gegen einen Konser- berg und Pößneck hatten die im Vorjahr in Gräfenthal ange- gesetzlich erlaubten Komptoirarbeiten, z. B. Expeditions- und Lagervativen gewählt worden ist, erklärt soeben in einem Briefe, von nommene Resolution nicht befolgt, wonach überall das erste Mal arbeiten herangezogen werden und sich die Ueberwachung durch die seinem Mandat zurüdtreten zu wollen. Als Grund giebt er an, er eine rege Agitation für die Wahl eigener Kandidaten, selbst städtische Wohlfahrtsinspektion als unzulänglich erwiesen hat, fordert sei stolz, daß es ihm vergönnt gewesen sei, seiner Partei einen solch bei voraussichtlicher Erfolglosigkeit, entfaltet werden sollte; es die heute im Gewerkschaftshaus„ Germania" tagende Versammlung glänzenden Sieg zn erringen, aber seine 30 jährige Thätig- sollte dadurch geprüft werden, welche Stimmenzahl auf unsere auf, jede Uebertretung der zum Schuße der Handelsangestellten befeit als Schriffteller habe ihn untauglich gemacht zum Kandidaten zu vereinigen möglich sei. In Pößned, der Zentrale, ſtehenden Bestimmungen sofort dem Vorstande der Freien Vereini politischen Kampfe; er fürchte, daß er die Hoffnungen, die man in hatte man durch Kompromiß allerdings den Genossen Seige durch gung der Kaufleute für Dresden und Umgegend" mitzutheilen, dem ihn gesetzt habe, täuschen könne. Nicht Gleichgiltigkeit, nicht gebracht, in Sonneberg dagegen hatte man gleich von vornherein zur Pflicht gemacht wird, diese Fälle zur Kenntniß der Behörde zu Egoismus set es, was ihn dazu bewege, sondern das Gefühl, daß Wahlenthaltung oder Abgabe weißer Zettel proflamirt, aber trotzdem bringen." die Partei des kämpfenden Proletariats junge, starke Führer brauche. wurde unser Genosse Wehder( in der Hauptsache durch gegnerische Der Brief ist noch nicht veröffentlicht, man versucht noch, De Amicis Stimmen!) gewählt, das Mandat jedoch auf Beschluß der Sonne- Aus Fünfkirchen wird unterm 25. d. Mts. berichtet: zur Annahme des Mandats zu überreden; jedoch es ist wenig Aussicht berger Genossen nicht angenommen. Es gelangte deshalb eine 360 Sohlenarbeiter der Esztergom- Sasvarer Kohlenbergbauvorhanden. Resolution dahingehend zur Annahme, daß an allen Orten, Gesellschaft haben, nachdem ihre Forderungen, betreffend die HerabRußland. 100 positive Erfolge nicht zu erzielen find, bei der fetzung der Arbeitszeit und die Erhöhung des Lohnes nicht bewilligt Ruffische Wolfsbildung. Es wird uns geschrieben: Wahl Protestzettel abgegeben und dies so lange fort wurden, die Arbeit eingestellt. Vier Arbeiter wurden verhaftet. Bon Zeit zu Zeit verkünden die russischen Blätter mit einem gewissen gesezt werden soll, bis den Widerwillen gegen dieses gegen uns Eine Deputation der Arbeiter und Arbeiterinnen der Aplomb, daß eine große Umwälzung im Volksschulwesen stattfinden fich richtende Ausnahmegesetz die Regierung nicht mehr wird ignoriren Budapester Konservenfabrik, bestehend aus drei Arbeitern und und die Volksbildung mächtig gehoben werden soll. Thatsächlich ist tönnen. Im weiteren beschäftigte sich der Parteitag noch mit dem drei Arbeiterinnen, sprach, wie die Wiener„ Arb. Ztg." berichtet, bei aber seit Jahrzehnten auf diesem Gebiete nichts und gar nichts ge- Verhalten der Landtagsfraktion bei diversen Abstimmungen im Land- dem Direktor vor, um ihm ihre Beschwerden und Forderungen zu schehen, vielmehr ist das Volksschulwesen in Rußland im Augenblic tage, sowie über die fünftige Zusammensetzung der meiningen'schen unterbreiten. Da die Deputation beruhigende Erklärungen und die vielleicht verwahrloſter als je. Hier und da haben die Landschaften Parteitage. Bu letzterem Bunfte wurde beschlossen, daß auf fünftigen Bersicherung erhielt, daß die fünfzig entlassenen Arbeiterimen etwas zu thun versucht: da ihnen aber die Regierung eher Schwierig- Barteitagen nur Delegirte Stimmrecht haben. Nachdem Genosse wieder angestellt werden sollen, dürfte die Arbeit wieder aufgenommen feiten in den Weg gelegt, als Hilfe geboten hat, haben sie ihre eh der Sonneberg als Delegirter für den Stuttgarter Parteitag werden. Verhältnisse in den beiden Gouvernements Twer und Woronefch, deren Barteitag nach fünfftündiger Tagung mit einem Hoch auf die SozialThätigkeit gewöhnlich schnell wieder eingestellt. Bezeichnend find die gewählt war, wurden noch diverse weitere Anträge erledigt und der Landschaftsvertretung bekanntlich vom Zaren die Mitarbeit des Volkes demokratie geschlossen. an der Regierung gefordert hatte, aber mit ihren„ absurden Träume Todtenliste der Partei. In Nieder- Grund bei Wüste reien" schroff zurüdgewiesen wurde. Dort foll es feineswegs am waltersdorf in Schlesien starb der seit 30 Jahren für unsere Bartei schlimmsten stehen und doch haben im Schuljahr 1893/94 im legt- thätig gewesene Genosse Jung. genannten Gouvernement von 343 296 Schultindern im Alter von 7-14 Jahren 275 256 überhaupt keinen Schulunterricht erhalten. Genoffe a tenholz- Staßfurt wurde vom Staßfurter Etwa 95 pet. der russischen Bauern sind Analphabeten; beim Militär Amtsgericht wegen öffentlicher Beleidigung des Bürgermeisters Rein haben 70 pet. teine Ahnung vom Lesen und Schreiben, der größte hard, begangen durch eine Versammlungsrede, zu 75 M. Geldstrafe = Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Ausland. folgende Zuſchrift zu: Bereits die sechste Woche dauert in unserer Von dem Arbeiterkomitee von Beloftek( Rußland) geht uns Stadt der Ausstand von gegen 2000 jüdischen und christlichen Webern, welche eine Erhöhung der Löhne fordern. Die Regierung bemüht fich, mit allen Wachtmitteln den Streifenden in den Weg zu treten, fie veranstaltet Haussuchungen, Verhaftungen und weist die Arbeiter nach ihren Heimathsorten aus. Ueber 300 Mam sind ins Gefängniß gesteckt worden, mehr als 100 ausgewiesen. Troß solch grausamer Verfolgungen lassen jedoch die Streifenden den Muth nicht sinken und setzen hartnäckig ihren Kampf gegen die Unternehmer und zugleich gegen die Regierung fort. Die Drohungen des werden. Friedensverhandlungen Für die sogenannte Reorganisation sei er nicht,[ unter anderen: für Referenten 63 M., für die Bibliothek 32,35 M. Polizeimeisters, des Chefs der Gendarmerieverivaltung und selbst aber er wolle auch nicht, daß eine Versumpfung ein- Bur Agitation für den Verein und für Drucksachen 71,10. Bur des Gouverneurs, welcher sich persönlich die Mühe gegeben hatte, trete. Svahn hält die gegenwärtige Organisation des Agitation an den Vertrauensmann 150 M. u. f. w. Die Revisoren nach Belostok zu kommen, um mit den„ Rebellen" fertig zu werden, Wahlvereins nicht für zweckmäßig und plädirt für die hatten viermal revidirt und die Kasse in bester Ordnung gefunden; auf haben keinen Erfolg gehabt. Als der Gouverneur vor den Arbeitern Bezirkseintheilung. Woldersky meint, man folle nicht immer, Antrag derselben wurde der Kassirer entlastet. Der Bibliothek wurden 57 eine Rede gehalten hatte, in welcher er sie ermahnte, den übel- wenn die Frage der Organisationsänderung behandelt werde, vor Bände von 21 Mitgliedern entnommen, dieselbe befindet sich bei Gerbsch, gesinnten Leuten, welche ja nur die Arbeiter ins Verderben stürzen dem Staatsanwalt bange sein. Es sei garnicht daran zu denken, Kirchstr.10. Nachdem dieNeuwahlen vollzogen, forderte Genosse Barth die wollten, kein Gehör zu schenken und zur Arbeit zurückzukehren, ent- daß der Verein in die Funktionen des Vertrauensmannes eingreife. Mitglieder auf, weiter zu agitiren und für unsere Ideen zu wirken. fernte sich die tausendköpfige Arbeitermenge demonstrativ und durch- In der bisherigen Weise könne es nicht weiter gehen, eine Aenderung Wenn auch das Resultat der Organisation, zirka 19-20 pCt. der zog im Marsche die Hauptstraßen der Stadt. Darauf haben müsse eintreten. Bei der Reichstagswahl habe es große Schwierig sozialistischen Wähler( 940) beträgt, und im Verhältniß zu Berlin die Verhaftungen zugenommen und hören bis auf den feiten verursacht, die 132 Bezirksführer zu finden. Diese müßten deshalb, und allen Vororten äußerst günstig ist, so müsse doch weiter gegegenwärtigen Tag nicht auf. Die traurige Lage der damit sie erforderlichenfalls bei der Hand sind, zu einer dauernden Ein- arbeitet werden, um die 80 pct. der politisch Unorganisiren heranStreifenden, wie auch der Familien der Verhafteten ent- richtung des Vereins gemacht werden. Die Belehrung und Vertiefung der zuziehen. zieht sich jeder Beschreibung, die Leiden infolge des Hungers Parteigenossen könne nur im fleinen Kreise gepflegt werden. Dem find entsegenerregend. Die Belostoker sowie die auswärtigen Genossen Ewald erwidere er, daß wir uns mehr mit der Wissenschaft Arbeiter, darunter die Petersburger und Moskauer, haben beschäftigen und uns von der Phrase emanzipiren. Es lagen von im Verlaufe des Streits ihre kämpfenden Brüder nicht im Stiche Stadthagen, Zubeil und Kahn Anträge im Sinne ihrer Ausführungen zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten sind nun doch thatgelassen und ihnen Geldmittel zugeführt. Jedoch gegenwärtig sind vor, über die aber erst in der nächsten Versammlung, wo die Dis- fächlich angeknüpft worden. Aus Washington wird nachfolgende alle Hilfsquellen versiegt, die Noth hat den äußersten Grad erreicht tussion fortgesetzt werden soll, abgestimmt wird. amtliche Auslassung der Regierung telegraphirt: und wenn im Laufe der nächsten Woche keine Hilfe kommt, werden Der sozialdemokratische Wahlverein für den G. Berliner die Streifenden zu einer schmachvollen Kapitulation genöthigt werden, Reichstags- Wahlkreis, hielt am Dienstag seine ordentliche General Namen der spanischen Regierung und auf Ansuchen des Ministers " Der französische Botschafter Cambon hat im was auf die Arbeiterschaft demoralisirend wirken wird. Kann Hilfe, versammlung im Kolberger Salon ab. Vor Eintritt in die Tages- Namen fei es auch nur für eine Woche, kommen, so ist Aussicht vorhanden, ordnung ehrte die Versammlung das Andenken der im verflossenen des Aeußeren dem Präsidenten heute Nachmittag im Weißen daß der Streit gewonnen wird. Quartal verstorbenen Mitglieder Wagner, Ludas und Beder Hause eine Botschaft der spanischen Regierung überreicht, welche das in der üblichen Weise.' Dem Vorstandsbericht, den Kiesel erstattete, Ende des Krieges und die Feststellung der Friedensbedingungen war zu entnehmen, daß im letzten Quartal 9 Versammlungen in den bezweckt. Nachdem sich Cambon entfernt hatte, entfernt hatte, hatten die Arbeiterrifiko. Aus Friedenshütte wird berichtet: Aui berschiedenen Stadttheilen und 6 Vorstandssigungen stattgefunden Sekretäre Alger und Long eine lange Besprechung mit dem Brähaben. Die Mitgliederzahl ist von 4242 auf 4840 der Lythandragrube ist nach der O. Gr. 8tg." der Schmied Franzitiegen. gefidenten Mac Kinley. Die Mittheilung Spaniens war in allAusgeschlossen aus dem Wahlverein wurde das Pyschny von hier durch den elektrischen Strom der unterirdischen Mitglied Koopmann aus den schon bekannten Gründen. gemeinen Ausdrücken gehalten, sie macht teine bestimmten VorBahnanlage getödtet worden. Der Tod trat augenblicklich ein. Der Redner verwies sodann darauf, daß die Mitgliederzahl des schläge bezüglich Kubas oder der Philippinen und beschränkt sich Pyschny hinterläßt eine Wittwe und drei unversorgte Kinder. Wahlvereins der großen Zahl der bei den Wahlen für unsere Partei darauf, den Wunsch nach Eröffnung der Friedensunterhandlungen Wieder haben zwei Bergleute bei der Arbeit ihren Tod gefunden. abgegebenen Stimmen durchaus nicht entspricht, und ersuchte die auszudrücken. Präsident Mac Kinley hat sich die Antwort vorAus Langendre er wird darüber am 25. d. M. geschrieben: Ein Genossen, für die Werbung neuer Mitglieder recht rege thätig zu behalten und erklärt, er werde die Angelegenheit dem Kabinet schreckliches Unglück ereignete sich während der heutigen Morgenschicht sein. Nach dem Kassenbericht, den Tauschel gab, betrugen die unterbreiten. Dann werde er Cambon eine neue Unterredung geauf der Zeche Bruchstraße. Die Bergleute Hinz aus Langendreerhöhe Einnahmen inkl. des alten Bestandes von 283,30. im verflossenen währen, um ihm mitzutheilen, ob die Vereinigten Staaten zur Erund Pähne aus Langendreerholz hatten sich in den Bremsforb gejezt, Quartal 4389,40 m., die Ausgaben, darunter 3500 M. zur Agitation, öffnung von Unterhandlungen bereit seien. Es steht noch nicht um denselben loszuarbeiten. Der Bremsforb schnellte, laut Trem.", insgesammt 4116 m., so daß ein Kassenbestand von 273,40 M. fest, in welcher Weise die Unterhandlungen geführt werden sollen, plöglich in die Höhe, und die beiden Bergleute wurden so schrecklich verbleibt. In der sich hieran anschließenden Diskussion bemängelte falls die Vereinigten Staaten den Vorschlag Spaniens annehmen. verstümmelt, daß sie nur mehr als Leichen aus dem Korbe heraus- Scheffler den späten Anfang der Versammlungen, wodurch vielfach man hält es aber für wahrscheinlich, daß der amerikanische geholt werden konnten. Boziales. Eine Konferenz der Arbeitervertreter von Rheinland, die Außerdem regte er an, die Versammlungen in den einzelnen Stadt- und der spanische Botschafter in Paris mit der Führung der Veram 25. d. Mts. in Düsseldorf tagte, war von 106 Arbeiter theilen in bestimmten Zwischenräumen abzuhalten, damit die Mit- handlungen von dem Punkte an betraut werden, bis zu dem Prävertretern besucht. Es wurde beschlossen, überall Arbeitervertreter- glieder darauf vorbereitet sind und frühzeitig für den Besuch agitiren sident Mac Kinley und der französische Botschafter Cambon geVereine zu gründen mit der Maßgabe, daß die Vereine örtlich so können. Hierauf wurde dem Kassirer auf Antrag der Revisoren, die langt sind." machen können. Versammlungen. Bai eng wie möglich begrenzt sind und jedem interessirten Arbeiter, ohne die Abrechnung für richtig erklärten, die Decharge ertheilt. Ein An- Ueber die Berathungen Mac Kinley's mit den Kabinets- MitRücksicht auf seine politische oder religiöse Ueberzeugung der Beitritt trag des Genossen Meyer auf Abänderung der§§ 3 und 10 des gliedern wird auch bereits bekannt, daß man sich entschieden habe, offen steht. Die Vereine sollen Wege ausfindig zu machen suchen, Statuts, wonach bei der Aufnahme von Mitgliedern in den Veras Angebot, Unterhandlungen zu eröffnen, anzunehmen, die es ermöglichen, daß die Arbeitervertreter auch einen wirklichen ein die sittliche Qualifikation der Betreffenden eingehend Einfluß auf die Ausführung der geschlichen Bestimmungen geltend geprüft werden soll und werden soll und auch beim Ausschluß in betracht obschon der Krieg ungeschwächt fortgeführt werden würde, zu ziehen ist, wurde, nachdem darauf hingewiesen worden bis etwas Greifbares in Beziehung auf die Friedensbedingungen Aus dem Gegenwartsstaat. Wegen Bettelns und Land- war, daß das gegenwärtige Statut hierzu die Handhabe giebt und vorgeschlagen werde. streichens wurde von der Straffammer in Glatz der wegen der gleichen auch die Zahlstellen- Inhaber und Bezirksführer angewiesen sind, Einige weitere Meldungen ist„ New- York Herald" zu machen in Delitte schon etwa 40mal vorbestrafte, 55 Jahre alte, domizillose nach dem Wunsch des Antragstellers zu verfahren, durch Uebergung der Lage. ehemalige Fleischergehilfe August Erdelt aus Biegenhals zu zwei zur Tagesordnung erledigt. Eine längere Debatte entspann sich Einer Meldung dieses Blattes zufolge besagt die vom franWochen Haft verurtheilt. Von der seitens der Staatsanwaltschaft sodann über die Handhabung der Geschäftsordnung, in der zösischen Botschafter Cambon dem Präsidenten Mac Kinley überreichte beantragten Ueberweisung an die Landes- Polizeibehörde nahm der schließlich festgestellt wurde, daß nur Anträge auf Abänderung des Note etwa folgendes: Die Regierungen der Vereinigten Staaten Gerichtshof Abstand, weil der Beschuldigte wegen se rämpfen nnd Statuts 14 Tage vor Stattfinden der Generalversammlung bei dem und Spaniens befinden sich infolge der von Spanien abgelehnten verkrüppelten Händen erwerbsunfähig erscheint!-Vorstande eingereicht werden müssen und in der Versammlung selbst, Forderung der Union, Spanien solle Kuba räumen, leider im um verhandelt zu werden, die Unterstüßungsfrage zu stellen ist. Kriegszustande. Spanien giebt zu, in dem Waffenkampfe den Kürzeren während alle anderen Anträge ohne diese Formalitäten in der gezogen zu haben, worunter das Land schwer zu leiden hat. Die üblichen Weise auch in den Generalversammlungen zur Verhandlung Regierung hält deshalb die Zeit für gekommen, wo sie die MitIm Wahlverein für den zweiten Wahlkreis behandelte Ge- gestellt werden können. Nach Erledigung einiger interner Anwirkung der Vereinigten Staaten behufs Beendigung des Krieges noffe Stadthagen am Dienstag das Thema: Welche Form der gelegenheiten wurde die gut besuchte Versammlung mit einem nachsuchen kann. Sie stellt daher das Ersuchen, durch Vermittlung des französischen Botschafters, von den Bedingungen benachrichtigt zu werden, Organisation ist die beste. Der Redner theilt nicht die in unseren fräftigen Hoch auf die Sozialder: okratie geschlossen. Kreisen laut gewordene Ansicht, daß die unbefriedigenden WahlDie Marmor- und Granitarbeiter hielten am Dienstag eine zu welchen die Vereinigten Staaten bereit sind, Frieden zu schließen. erfolge in Berlin einer Verbürgerlichung der Wahlkreise zuzuschreiben öffentliche Versammlung ab. Der vom Vertrauensmann Schrot Cambon war nicht in der Lage, dem Präsidenten Mac Kinley zu sagen, seien. Namentlich treffe das auch für den zweiten Wahlkreis nicht zu, erstattete Vierteljahrsbericht ergiebt eine Einnahme für Marken zu welchen Konzessionen Spanien bereit sei. Wie verlautet, sei für denn derselbe sei nach Außen gewachsen, die Wählerzahl habe auch seit und mit Bestand vom ersten Quartal von 466,12 M. bei einer Aus- die Unionsregierung das mindeste annehmbare Zugeständniß für den 1893 um 1380 zugenommen, wovon doch die Mehrzahl Arbeiter sein gabe von 185,85 M., sodaß ein Bestand von 280,27 M. ver- Friedensschluß die vollständige Unabhängigkeit Kuba's unter amerikawerden. Es komme nicht darauf an, ob der eine oder der andere bleibt. Auf Listen sind 41,90 M. gezeichnet worden. Nachdem von nischem Schutze, die unbedingte Abtretung Portorico's und der Abgeordnete gewählt werde, sondern das Hauptgewicht sei auf die Ver- den Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung bekundet, wird dem Ladronen, sowie die Ueberlassung einer Kohlenstation auf den mehrung unserer Anhängerschaft zu legen. Unser Erfolg liege vor Vertrauensmann Entlastung ertheilt. Eine äußerst rege und längere Philippinen. Letzteres sei eine durchaus wesentliche Bedingung für allem darin, daß auch bei der letzten Wahl unsere Stimmenzahl Diskussion entspann sich nunmehr über den zweiten Punkt der Tages- den Abschluß des Friedens. prozentual zugenommen hat. Wenn im zweiten Wahlkreise die Zuordnung: Die Regelung der Lohn- und Arbeiterverhältnisse in der Der Krieg wird mittleriveile fortgeführt. General Miles ist, nahme nicht eine so große war, wie es wünschenswerth erscheint, so bevorstehenden Saison. Schrot ist der Meinung, daß ein einheitliches wie gestern schon gemeldet wurde, bereits auf Portorico ge= zeige dieser Umstand, daß bei der Hauptwahl nicht alle unsere Borgehen im Herbst nothwendig sei. Hannich und Langhabel landet. Die Regierung in Washington hat folgende aus Guanica Anhänger herangezogen worden find. Das fei wieder halten es für erforderlich, daß zunächst der Stundenlohn da, wo er( an der Südküste der Insel, westlich an der größeren Stadt Bonce) zurückzuführen auf die große Siegeszuversicht, welche vor der nur 40 Bf. beträgt, wieder auf 60 Bf. gebracht werde, besonders vom 25. Juli, nachmittags 2 Uhr, datirte Depesche erhalten: Die Wahl in den Reihen unserer Genossen herrschte. Erfüllt von der wo die Hausindustrie Eingang gefunden habe. Gleichzeitig müsse Expedition des Generals Miles, welche Donnerstag von Guantanamo Siegesgewißheit habe man die Agitation nicht mit der erforderlichen ein Aufschwung in der Organisation erfolgen durch eine rege Wert- abgegangen war, ist heute hier nach einem Scharmützel zwischen Energie betrieben. Da die Agitation nicht ohne Organisation mög- stättenagitation, die ein Zusammengehen der Schleifer und Stein spanischen Truppen und der aus 30 Mann bestehenden Besatzung einer lich sei, so frage es sich, wie die Organisation zu gestalten sei. Firmeßen ermögliche, wie es von Paulitat und anderen gewünscht Schaluppe des Hilfskanonenbootes Gloucester" gelandet. In dem Die Einführung der Scharmügel sind auf spanischer Seite 4 Mann, auf amerikanischer uns als Sozialdemokraten müsse in erster Linie das Organisations- wird, um den Kastengeist zu beseitigen. Die amerikanische Streitmacht wird schnell statut der Partei maßgebend sein. Das Vertrauensmänner- System prozentualen Beiträge habe ein einheitliches Vorgehen mit niemand gefallen. den Sandsteinarbeitern wesentlich erschwert. sei ja nicht das denkbar beste, aber es sei doch die beste Schrot hält vorrücken, um sich der nach Ponce führenden Eisenbahn zu bees aber für erforderlich, die bestehende Organisation bei mächtigen. Organisationsform, die wir 11113 nach Lage der GesetzDas Verzubehalten, im Gegensatz zu Paulitat, im Gegensatz zu Paulitat, welcher den Austritt gebung und der Gesezesauslegung geben können. Auch aus Madrid wird diese Meldung bestätigt. trauensmänner- System müsse das Rückgrat der Partei- Organisation aus der Organisation der Marmor- und Granitarbeiter Deutsch- Ueber den ,, Irene" Zwischenfall wird aus Shanghai bilden und der Wahlverein dürfe unter keinen Umständen die lands für geboten erachtet. Die Reibereien zwischen den Mit- gemeldet: Gegenüber in hiesigen Zeitungen verbreiteten Angaben Funktionen des Vertrauensmannes übernehmen. Der Wahlverein gliedern der Filiale I( Sandsteinarbeiter) und Filiale II( Marmor über den neulichen Aufenthalt der" Frene" in der Subic habe die Aufgabe, neue Genossen heranzuziehen, und die alten Ge- und Granitarbeiter) müßten beigelegt und mit den Beiträgen auch bringt der hiesige„ Ostasiatische Lloyd" eine amtliche Berichtigung nossen in unseren Anschauungen und Grundsäßen zu vertiefen. Das nicht gefargt werden. Schließlich gelangte ein Antrag zur Annahme, des Chefs der 2. Division des Kreuzergeschwaders, des Prinzen schließe natürlich nicht aus, daß die Mitglieder des in nächster Zeit eine kombinirte Versammlung einzuberufen, in welcher Heinrich von Preußen, woraus sich folgendes ergiebt:" Irene" eine Anzahl auf Jsla Grande in Vereins sich dem Vertrauensmann als Hilfskräfte zur Verzugleich eine einheitliche Regelung der Markenbeiträge erstrebt holte fügung stellen. Wenn das bei der Reichstagswahl min in werden soll. in Roth gerathene spanische Frauen und Ein Antrag: eine neue Tarif- und Agitationskommission traf dort zufällig mit einem Dampfer der Insurgenten unzureichender Weise geschehen sei, so liege das wohl daran, wählen, fand feine Unterstützung; es wurde be= daß die Reorganisationsdebatten im Jahre 1894 sich persönlich u zusammen, welcher sich ohne weiteres entfernte. Auf dem Rückwege die bisherige Kommission bis auf weiteres be= zugespitzt und deshalb manche Genossen verschnupft hätten. Es sei schlossen, von Isla Grande begegnete" Frene" vor der Bucht von Manila Zeit, daß die Debatten über die Form der Organisation aufhören. stehen zu lassen. Als neue Mitglieder dieser Kommission wurden zwei Kreuzern der Vereinigten Staaten, ohne angesprochen zu Die Uebernahme der Frauen und Kinder geschah im Redner bezeichnet sich als entschiedener Gegner von kleinen Gruppen Durrer und Priebe now gewählt. Dem Vertrauensmann wurden werden. innerhalb des Vereins, weil solche unter der heutigen Gesetzgebung für seine Thätigkeit im verflossenen Quartal 20 M. Entschädigung Dienste der Menschlichkeit unter strenger Beobachtung der Regeln der be= Neutralität. und Rechtsprechung als selbständige Vereine angesehen werden gewährt. Ein Antrag Schrot: 40 m. für neu zugereiste zu tönnten. Nicht auf die Form der Organisation, sondern willigen, wurde bis zur nächsten Versammlung vertagt. auf den Inhalt komme es an. Die Frage, welche Organi- Eine gut besuchte Versammlung der Kiftenmacher tagte am Tekte Nachrichten und Depeschen. fation die beste ist, fei dahin zu beantworten: Eine 25. d. M. in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, wo Kollege Es sei aut die Abrechnung vom 2. Quartal verlas. Diese ergab einen festgefügte, eine unter allen Umständen verläßliche. Stuttgart, 27. Juli.( W. T. B.) Infolge eines heftigen nicht nöthig, daß an der gegenwärtigen Organisation des Wahl- Bestand von 416,18 M. 8um zweiten Punkt der Tagesordnung be- Sturmes stürzte heute Nachmittag das Gerüst eines Neubaues ein, ein anderer leicht verletzt vereins etwas geändert werde. Dagegen sei eine Aenderung in den richtete Schulz über den Streit bei Engel und wurde hervorgehoben, wobei ein Zimmermann getödtet, Arbeiten des Vereins erwünscht. Es müsse mehr Gewicht gelegt daß derselbe noch sehr günstig steht. Scharf, gerügt wurde, daß wurde. Das mit starkem Hagelschlag verbundene Unwetter hat an werden auf die Kleinarbeit, die Agitation von Mund zu Mund. der Unternehmer Engel viel Unterstützung von seiten der Polizei hat, Häusern, Gartenanlagen und Feldern vielfach großen Schaden ans Die Versammlungen des Vereins sollen keine Paradeversammlungen aber auch Privatleute verschmähen es nicht, dem Unternehmer ihre gerichtet. sein, sondern hauptsächlich der Belehrung und Ausbildung der Mit Hilfe angedeihen zu lassen. So ist z. B. der Schwiegersohn des Villach, 27. Juli.( B. H.) Der Grundbesizer Miklang aus glieder dienen. Zu diesem Zweck müßten die Vortragsthemata syste- Herrn Portiers Rathke, Münzstraße Nr. 4, ein gewisser Herr Dellach stürzte von der Rothen Wand ab und blieb todt. matisch ausgewählt werden, eine freie Aussprache werde die Verſamm- Lorscheid, wohnhaft zu Charlottenburg, Schillerstraße Nr. 4, London, 27. Juli.( W. T. B.) Unterhaus. Der Handelsminister einer eue Bestimmung lungen interessant machen. Auf solche Weise würden neue Genossen heran- seines Zeichens Architekt, Maurer- und Zimmerermeister, welcher Ritchie befürwortete die Einfügung die Bill, gezogen und die alten in ihren Anschauungen befestigt. An der seine Mußestunden dazu benüßt, um als Kreissägenschneider bei in betreffend die Handelsmar ne, wonach den Rhedern, Im dritten Punkt wurden jenigen deren Schiffe eine bestimmte Anzahl Diskussion betheiligte sich eine ganze Anzahl von Rednern, die Engel, Münzstr. 4, thätig zu sein. größtentheils mit den Ausführungen Stadthagens hinsichtlich der Oehme als erster und Kuhn als zweiter Schriftführer gewählt. von Schiffsjungen führen, die für führen, die für die Reserve der könig bon 20 pCt. der Organisation übereinstimmten. Andererseits wurden auch abweichende Ferner wurde die Lohnkommission gewählt, welche nun zusammen- lichen Marine geworben sind, ein Erlaß soll, und führte hierbei Ansichten und der Wunsch nach Aenderung der bisherigen Organi- geſetzt ist aus: 23 ittmann, Judel, Schwanherz, Torf Leuchtfeuerabgaben gewährt werden fation laut. Unter anderen bemerkte Ewald, wir müßten schärfer, it eder, Splinter, Schulz, Kuhn, Schmidt und aus, wenn man dies Prinzip allgemein durchführe, werde die Zahl als es in legter Beit geschehen, unsere Prinzipien betonen. Die Martin. Sodann wurde den Streifenden die übliche Unterstützung der geborbenen Schiffsjungen 16 000 betragen. Die Zunahme der Reichstagswahl habe gezeigt, daß uns die bürgerlichen Parteien als eine gewährt. Mit einem Appell an alle Anwesenden, die Kollegen von ausländischen Seeleute bei der Handelsmarine sei eine ernste Frage, reaktionäre Masse gegenüberstehen, die wir niemals unterstützen Engel moralisch und finanziell zur Seite zu stehen, schloß die Ver- weil die königliche Marine davon abhängig sei, daß sie ein weites dürfen, weder in der Landtagswahl, noch bei den Stichwahlen. sammlung. Feld zur Auswahl von tüchtig geschulten Seeleuten von der HandelsUnsere Partei habe sich zu sehr nach der wissenschaftlichen Seite ent- Friedrichshagen. Der Arbeiter Bildungsverein marine besize. Wenn die Reserve der königlichen Marine jetzt eins wickelt, jeder wollte nur noch gelehrte Vorträge hören, dabei seien hielt am 23. Juli seine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende berufen werden müßte, würde die Handelsflotte fast gänzlich den die praktischen Fragen vernachlässigt worden. Wenn wir unsere heutigen Genosse Barth berichtete, daß im verflossenen Jahre 11 Versamm Händen auländischer Seeleute überlassen sein. Dies wäre eine thats Breßorgane mit denen vor dem Sozialistengesetz vergleichen, dann sehe lungen mit Vorträgen über verschiedene Themas stattfanden, die gut fächliche Gefahr, der man vorbeugen müsse. Nach weiterer Debatte man, daß wir uns zwar sehr wissenschaftlich, aber auch ungeheuer nach besucht waren und in welchen meist lebhaft debattirt wurde. wurde der Antrag Ritchie's mit 189 gegen 52 Stimmen angenommen. rechts entwickelt haben. Der proletarische Charakter unserer Partei Genosse Krause gab den Kassenbericht. Am 15. Juli 1897 hatte Hierauf wurde die dritte Lesung der Bill betreffend die Unterstützung müsse mehr betont werden. Im Laufe des Jahres traten der Handelsmarine ohne Abstimmung angenommen. 3ubeil tritt dafür ein, daß das der Verein 130 Mitglieder. Statut den Mitgliedern bestimmte Pflichten bezüglich der Agitation 67 demselben bei, verzogen und abgemeldet sind 15. Mithin hätte Brüffel, 27. Juli.( B. H.) Der von der Independance" und auferlege. Von der so nothwendigen Kleinarbeit müsse jedem ein die Zunahme 52 betragen und waren am 28. Juli 1898: 182 Mit vom Soir" angestrengte Verleumdungsprozeß gegen den Pariser Stück zugewiesen werden, was er auszuführen habe. Auch die glieder. Die Einnahmen betrugen 357,61 M., die Ausgaben 340,15 Jour" wurde heute von der Ziviltammer auf den 10. Oktober ber Nechte des Vorstandes hinsichtlich der Agitation müßten erweitert Mart, bleibt ein Bestand von 17,46 M. Unter den Ausgaben waren schoben, weil der" Jour" nicht vertreten war. Verantwortlicher Redakteur: August Jacoben in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. " der Subic- Bai Kinder ab und Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 174. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Kommunales. Donnerstag, 28. Juli 1898. abgeholfen werden, daß eine große gewölbte und überdachte Rück- Kanal wie den Zentralhafen aufgestellt, welche für den eigentwand mit einem vorstehenden und erhöhten Podium für 3000 Sänger lichen Kanal eine Gesammtsumme von 4300 000 m., für den Die städtische Verkehrsdeputation hat gestern unter Borsiz Sündler und Budenbesizer zugelassen werden, welche zu ergernissen Hafenanlage 7075 000 m., aljo für das ganze Kanal und errichtet wird. Ebenfalls ist Abhilfe dahin geschaffen, daß nur solche Kanal im Weichbilde der Stadt Berlin 2868 200 M. und für die des Stadtsyndikus Meubrink beschlossen, bei den Gemeindebehörden keinen Anlaß geben. die Zustimmung zu beantragen, daß der Großen Berliner StraßenHafenprojekt 14 243 200 M. Gesammtkosten ergiebt. Endlich wird bahn folgende zur Erweiterung ihres Netzes dienenden Streden zur auch hier für schnelle Abfertigung Sorge getragen ist. Der Amts- Ausschuß vorgeschlagene( westliche Führung des Kanals und die AnBier große Kaffeeküchen werden zur Verfügung stehen, so daß in der Denkschrift noch ausgeführt, daß durch die von dem Ausführung übertragen werden: 1. eine neue Bahnverbindung von vorsteher von Spandau hat im Gegensatz zum vorjährigen Feste lage des Hafens im Norden der Stadt auch die Möglichkeit geboten der Bad- durch die Schwedenstraße nach Reinickendorf; 2. eine die Genehmigung zur Abhaltung des Frühkonzerts ertheilt; es be- fet, einen Nordkanal um Berlin herum mit der Einmündung in die Bahnverbindung vom Stadt- Innern über die Potsdamer findet sich diese Genehmigung bereits in Händen des Vorstandes. straße, das Schöneberger- Ufer und die Genthinerstraße nach Oberspree bei Köpenick zur Entlastung der Wasserstraßen im Herzen Schöneberg; 3. die Verlängerung der Straßenbahn Küstriner gung der Arbeiterschaft abgehalten und so werden auch an dem dies- Nordens und bequemen Heranführung der Großwasserstraße nach dem Die Sängerfeste des Bundes wurden stets unter starter Betheili- Berlins, Erschließung des bisher mit Wasserwegen vernachlässigten Plazz Ecke Rathenower- nnd Perlebergerstraße über die Stendalerstraße nach dem Stephanplatz beziehungsweise weiter theil nehmen und hinauswandern nach Pichelsdorf. In Berlin der Denkschrift heißt, auch den Bestrebungen des Berliner Ostens, den jährigen Feste die Arbeiter Berlins und der Umgegend lebhaften An- Osten- der Oberspree- zu bauen. Denn hierdurch würde, wie es in durch die Salzwedelerstraße bis Quizzow- und Buttligstraße; 4. die und Umgegend giebt es Herstellung einer Bahnverbindung vom Küstriner Platz durch die haltung eines so großen Festes, als es feinen geeigneteren Ort zur Ab- Großschifffahrtsweg nach seinem Viertel zu bekommen, weit Königsbergerstraße nach der Frankfurter Allee; 5. die Weiterführung Terrain das idyllisch gelegene einfacher, billiger und besser entsprochen werden, als durch den der Brauerei Pichelsdorf. Da auch die der am Vinetaplah auslaufenden Bahn durch die Swinemünder- bis Verwaltung alles daran sezen wird, um die Massen zu befördern, weil dieser östlichen Kanalführung durch die märkische Schweiz ganz Bahn- Bau einer ganz neuen östlichen Kanallinie über die Buckower Berge, zur Ramlerstraße. Bedingung ist, daß die Gesellschaft auf die so werden die Festtheilnehmer auch in dieser Hinsicht befriedigt bedeutende Terrainschwierigkeiten auf viele Meilen entgegenstehen, Forderung der Einräumung eines Rechts auf eine weitergehende werden. Zu bemerken ist noch, daß die Beförderung am bequemsten während die Durchbrechung des kurzen und flachen Nieder- BarnimMitbenugung eingeht. und schnellsten mit den Vorortzügen, Lehrter- Bahn- Spandau, von schen Höhenrückens im Nordosten Berlins ein wahres Kinderspiel Ueber die gegenwärtigen Selbstkosten der elektrischen statten geht. Das Publikum wird dringend ersucht, sich genau nach ist, und durch den Mitausbau des Nordkanals in der Beleuchtung in den eigenen städtischen Stromerzeugungsanlagen der 20kalliste für Spandau und Pichelsdorf zu richten. Richtung Reinickendorf- Pankow Gesundbrunnen Schöndes Krankenhauses am Urban, der Jrrenanstalt Herzberge in betracht kommen hauptsächlich die Lokale von Reinsberg und der hauser- Prenzlauer- Vorstadt und Friedrichsberg nach der und der Epileptikeranſtalt in Biesdorf hat der Stadtelettriter Dr. Schloßpart" in Pichelsdorf, sowie Rackwitz in Pichelswerder, welche Oberspree der Groß- Wasserweg von Stettin ebenfalls dem Osten Kallmann Bericht erstattet. Demzufolge stellen sich die Gesammt für die Arbeiterschaft gesperrt sind. Zu empfehlen ist der zugeführt wird". Die Denkschrift, welcher fünf Pläne für die Anlage selbstkosten einschließlich hoher Beträge für Verzinsung und Amorti- Inselgarten von Freund in Pichelswerder. und technische Ausführung des Stettin- Berliner Hauptkanals, des fation auf 37 Pf. pro Kilowattstunde, wobei die eigentlichen direkten Betriebsausgaben nur etwa 1/3 dieser Summe ausmachen. Von den ,, Lungen der Großstadt" geht wieder ein zwar Bentralhafens wie auch des Nordkanals beigegeben sind, wird gegenDie nicht sehr großer, aber recht hübscher Theil verloren. Der letzte Rest wärtig sowohl den zuständigen Staats- wie den städtischen Behörden Gesammtzahl der aus diesen brei ziemlich umfangreichen städtischen des einst ziemlich ausgedehnten, köllnischen Barts fällt Berlins und zahlreichen für die Frage des Groß- Schifffahrts- Kanals Eigenbetrieben gespeisten elektrischen Lampen beträgt ca. 6400. augenblicklich der Vernichtung anheim. Die herrlichen alten Bäume, sich interessirenden Korporationen wie einflußreichen einzelnen Perdie über mehrere Generationen erholungsuchenden Berliner ihre sonen zugestellt. schattenspendenden Zweige reckten, fallen jezt einer nach dem andern Der Vorstand des Turnvereins Fichte ersucht uns um Verunter den Streichen der Art, und wo bisher grüne Rasenbeete das öffentlichung folgender Mittheilungen: Es ist zu wiederholten Auge des Passanten erfreuten, zeigt sich eine graue Sandfläche. Malen vorgekommen, daß der Name des Turnvereins Fichte" von Die Mitglieder der Lokalkommission werden ersucht, alle Diesmal ist es feine ragende Kirche, für deren Bau Raum geschaffen Vereinen gemißbraucht wurde, und zwar dadurch, daß auf EinlaßNenderungen der Lokalliste ihrer Orte bis spätestens Mittwoch, den wird, sondern es gilt, den Bauplatz für das Märkische Pro- farten zu Vergnügungen eine Mitwirkung unsererseits zu lesen war, 3. August, einzusenden, und zwar für den Kreis Teltow vinzial- Museum freizulegen. Ein Gebäude, zur Aufnahme von der wir gar nicht in Kenntniß gesezt waren und zu der Beestow an Otto John, Ober- Schöneweide, Siemensstr. 7; einer lehrreichen historischen Sammlung bestimmt, ist zweifellos ein man überhaupt feine Zusage von 11113 erhalten hatte. für Nieder Barnim an Paul Winkler, Weißensee. Lehder weit nüßlicheres Institut wie eine Kirche, und der Bau eines solchen Um den Vereinen Ünannehmlichkeiten zu ersparen, straße 95; für Ober- Barnim an R. Salomon, Wriezen a. D.; wird gewiß von jedem Kulturfreunde mit Freuden begrüßt, be- ersuchen wir, in Zukunft alle Abmachungen mur durch für Potsdam- Osthavelland an Laukant, Tapezirer in fonders in einer Zeit, wo für die Pflege von Kunst und Wissen die direkte Vermittelung unserer Vereins Vorstands- Mitglieder Spandau; für Berlin an Oskar Mahle, Nitterstr. 3, III. schaft aus öffentlichen Mitteln ohnehin nicht viel geschieht. treffen zu wollen. Dan machen wir die Vereine darauf Zur Lokalliste. Die Arbeiter der Firma Schäffer u. Dehlfleinen Partanlagen, die es im Innern der Stadt giebt, dem Mitwirkung des Vereins und der einzelner Mitglieder. Es nimmt Immerhin ist es zu bedauern, daß einige der wenigen aufmerksam, daß sie einen Unterschied machen müssen zwischen der mann, Chausseestr. 40, halten am 6. Auguſt im gesperrten Museumsbau weichen muß. Für diesen hätte sich wohl auch ein sich z. B. sonderbar aus, wenn man liest: Mitwirkung des TurnLokal von Sachon, Müllerstraße, die Arbeiter von anderer Bauplatz gefunden. Freilich würde der Ankauf einer Bau- vereins Fichte", und Siemens u. Halste( Abtheilung 12) im ebenfalls gestelle nicht unerhebliche Kosten verursacht haben, und die sparsamen blickt der Zuschauer allenfalls 10 Mann. 1100 Mitgliedern er= sperrten„ Eisschlößchen" in Plößensee Sommerfeste ab. Außerdem verDie Genossen werden ersucht, diesen Veranstaltungen fernzubleiben. Terrain des der Stadt gehörenden Köllnischen Bartes zu erbauen. gewordenen reklameähnlichen Ankündigung unserer Mitwirkung Die Genossen werden ersucht, diesen Veranstaltungen fernzubleiben. Stadtväter haben deshalb beschlossen, das Museum auf das langen wir ganz bestimmt, daß man sich der jetzt so beliebt Die Lokalkommission. J. A.: Oskar Mahle, Ritterstr. 3, III. Sparsamkeit ist ja eine Tugend, die nicht nur den Bürger, in Zukunft völlig enthält, und, wenn wir den Vereinen nicht selbst Zur Förderung der Gesundheitspflege in der Familie, sondern auch die Stadtverwaltung ziert, wenn man besagte eine bestimmte Direktive geben, man kurz schreibe: Turnerische Aufmur da ausüben würde, namentlich bei der unbemittelten Bevölkerung, besteht Tugend nicht immer wo sie am führungen des Turnvereins Fichte" oder von Mitgliedern u. s. w. hier ein Verein für häusliche Gesundheitspflege", wenigften angebracht ist, während man auf der anderen Seite Wir wollen noch bemerken, daß wir uns die Mitwirkung nicht beder in 10, sich über die ganze Stadt erstreckende Bezirkskomitee's ge- das Geld der Steuerzahler mit vollen Händen hinauszuwerfen bereit Artisten und Turnkünstlern gerechnet werden. wie wir das gerade jegt an einem drastischen Beispiel sehen zahlen lassen, auch wollen wir nicht zu den gewerbsmäßig thätigen gliedert ist und sein Ziel durch Verbreitung diesbezüglicher Kennt Die Ideen des nisse, sowie durch Gewährung zweckentsprechender Hilfe für ist. Kaum sind vor dem Brandenburger Thore die ersten Stand- Turnens in weiteste Volksfreise zu tragen, den breiten Massen beKinder und Erwachsene, also von ärztlicher Behandlung, Pflege und bilder astanischer Markgrafen vollendet, so zeigt sich der Magistrat greiflich zu machen, daß sie ein Stärkungsmittel, ein Gegengewicht Sommeraufenthalt( Ferienkolonien), von Nahrungs- und Stärtungs- auch schon geneigt, die Siegesallee unter großem Kosten gegen die Körper und Geist zerrüttende Erwerbsthätigkeit unserer mitteln, Bädern u. f. w. zu erreichen sucht. Der Vereinsbericht pro 1897 die alten Askanier, deren Heldenthaten im Dunkel der Ver- die uns veranlassen, uns der Oeffentlichkeit zu zeigen. Die Adressen aufwand mit elektrischen Bogenlampen zu versehen, elektrischen Bogenlampen zu versehen, damit Tage im Turnen gefunden haben, das sind die Zwecke und Ziele, läßt erkennen, welche außerordentliche Summe nicht nur von Geld, sondern auch von Arbeit für den von dem Berein verfolgten Zwed gessenheit begraben sind, nun wenigstens den lieben Berlinern der Personen, die zur Zeit in der Vereinsleitung thätig, sind an aufgewendet wird, und wie wenig doch alles das bedeutet gegenüber in eine günstige Beleuchtung gesetzt werden, wobei die jedem Turnabend( siehe Vereinskalender im„ Vorwärts") zu ergegenüber der Größe des vorhandenen Bedürf- Fürsprecher dieses Projekts gleichfalls Aussicht haben, sich höheren fahren." " A Tokales. W den bont nisses und der herrschenden Noth. Kaum einer der aus- Orts" in ein günstiges Licht gestellt zu sehen. Da kommt es denn Auf dem Gebiete der Gasglühlichtbeleuchtung ist kürzlich führlichen Einzelberichte der Bezirkskomitees sagt, daß alle berech auf 100 000 M. denn soviel wird die Ausführung des Planes ein hiesiger Techniker mit einer beachtenswerthen Erfindung hervornicht an. Hoffentlich wird die Stadtverordneten- getreten. tigten Wünsche der Nothleidenden erfüllt werden konnten. Meist sicher kosten Es ist ihm nämlich gelungen, einen Glühstrumpf zu wird mehr oder weniger deutlich eingestanden, daß man zwar sein Versammlung, die ja in dieser Angelegenheit auch ein Wort mitzu- fonstruiren, der durch bloßes Aufdrehen des Gashahns zu leuchten Möglichstes gethan hat, im übrigen aber sich sehr hat ein- reden hat, dem Eifer des Magistrats einen Dämpfer auf- beginnt, so daß das Anzünden des Gases mittels Streichholz völlig schränken müssen, um mit den verfügbaren legen und ihm empfehlen, wenn er schon eine größere Summe überflüssig wird. Die Bortheile der Neuerung, an der der Erfinder Mitteln für Beleuchtungszwecke anwenden will, dann in den spärlich erhellten mehrere Jahre gearbeitet hat, liegen auf der Hand; für Verkaufsauszukommen. Das Komitee„ Südosten" fügt hinzu: In manchem Straßen der vorwiegend von Arbeitern bewohnten Stadtgegenden räume und Schaufenster sowohl als auch für Privatwohnungen, in Falle mußte in Rücksicht auf den Kassenbestand die Hilfe jogar versagt sein Licht leuchten zu lassen. denen man sich nach Möglichkeit vor Feuersgefahr und Explosionen werden." Das Komitee Spandauer Viertel" sagt:" Doch war es Die Direktion der Großen Berliner Straßenbahn- Gesell- sichern will, dürfte der neue Glühstrumpf trotz seines etwas höheren nicht möglich, alle Bittsteller zu befriedigen. Eine große Baht schaft wird nicht müde, an die Stadtvertretung immer neue Anträge Preises gar bald den alten Strümpfen vorgezogen werden. Für die mußte abgewiesen werden, weil die Mittel nicht aus- auf Erweiterung des Straßenbahn- Netzes zu stellen, aber für Straßenbeleuchtung aber, in der sie die Stichflamme überflüssig reichten." Der Hauptverein konnte dann nur noch eine kleine Summe die einfachsten menschlichen Forderungen derer, die diese Geleise macht, wird die Erfindung sich vielleicht sogar rentabel erweisen. nachzahlen, die nur in der größten Noth zu helfen" ermöglichte. mit. Geschick und Schnelligkeit verlegen, bleibt sie taub. Wie wir hören, soll der neue Glühstrumpf binnen kurzem in den Das Komitee Norden" hebt gleichfalls hervor, es sei auch Seit Jahren wird darauf hingewiesen, wie unwürdig die Handel gebracht werden. im verflossenen Jahre leider nicht in der Lage gewesen, Geleisarbeiter in den Straßen während ihrer Arbeitspausen Acht neue Fahrkarten- Verkaufsstellen sind jetzt auf dem den zahlreichen Anforderungen nach Wunsch zu entsprechen, tampiren müssen, wie sie auf dem Pflaster ſizen oder auf den Lehrter Bahnhof in zwei vor furzem fertiggestellten Anso daß wegen Mangel an genügenden Mitteln eine Brettern schlafen. Recht auffällig ist das jetzt wieder an der bauten zu beiden Seiten der Vorhalle errichtet und zum theil bereits nicht unbedeutende Anzahl Bittgesuche unberüc- Charlotten- und Leipzigerstraßen Ecke zu sehen, wo der fortgesette in Betrieb genommen worden. Dadurch ist der in der Mitte der sichtigt bleiben mußte." Sehr zu denken giebt auch eine Be- Regen diesen steinigen Aufenthalt besonders wiederwärtig macht. Borhalle stehende große Kiost, der nur drei Billetschalter enthält mertung in dem Bericht des Komitees„ Süden". Man habe sich oft Eine einfache Bretterhalle würde dem erbärmlichen Zustande und durch seine Lage geradezu ein Verkehrshinderniß bildet, überdie Frage vorgelegt, ob das häufige persönliche Erscheinen der ein für allemal ein Ende machen, aber diese MillionenUnterstützten auch in rechtem Verhältniß zu den kleinen allwöchentlich Gesellschaft, die fortgesetzt neue Einnahmequellen von der Stadt verfüssig geworden, so daß seine Beseitigung in der nächsten Zeit erfolgen soll. verabreichten Gaben stehe, d. h. ob nicht manche der Frauen um langt, hat selbst für die Stadt Berlin nicht einmal so viel Rücksicht, Dem Märkischen Provinzial- Museum steht wiederum eine des Liters Milch pro Tag eine ganze Nachmittagsarbeit versäume, um im Interesse der guten Sitte diesen unwürdigen, ganz unhalt interessante Bereicherung in Aussicht. Bei Erdarbeiten in Soldin und ob man daher nicht lieber die Milchmarken den Familien zu- baren Zustand, daß die Arbeiter auf der Straße schlafen müssen, senden oder sie wenigstens gleich in größeren Mengen durch die endlich zu beseitigen. Am auffälligsten tritt diese Rücksichtslosigkeit der fand man zunächst 3 kg Silbermünzen in der Größe der heutigen Unterstützten abholen lassen solle. Nach reiflicher Ueberlegung habe Millionärin in solchen Straßen dem Bassanten entgegen, wo infolge der zweimarkstücke, welche aus dem 12. und 13. Jahrhundert stammen sich aber das Komitee zur Beibehaltung des bisherigen Ver- Baupolizei- Ordnung die alten Zufluchtsstätten der Arbeiter, die und eine sehr gut erhaltene Prägung zeigen. Bei weiteren Nachfahrens entschlossen. Nur in homöopathischen Dosen gereicht, Budiferteller, immer mehr verschwinden. Da von Staatswegen der grabungen entdeckte man noch einen etwa 4 kg schweren Topf, der wird die Milch als Medikament von den armen Leuten geschäßt, und Arbeiterschutz, wie die Klagen der Gewerbeinspektoren lehren, nur genau 1000 Silbermünzen verschiedener Prägung enthielt. Die Funde nur so ist uns eine Kontrolle darüber möglich; ob auch eine frante höchst lau und saumfelig betrieben wird, so kann es ja auch nicht weiter sollen dem genannten Museum überwiesen werden. Mutter sich selbst die Milch( oder das Heilmittel) gönnt und sie wundernehmen, daß diee Polizei- Organe Zustände bulden, welche den Radelude Universitätslehrer giebt es, der Boss. 8tg." zunicht ihren- vielleicht hungernden- Kindern giebt." Die erste Hälfte Arbeiter zwingen, das Straßenpflaster als Mittagsruheplatz zu benutzen, folge, in Berlin eine nennenswerthe Bahl; einige legen sogar den dieses Sages ist uns nicht recht klar; denn das möchten wir nicht umso mehr hätten unsere Stadtverordneten die Pflicht, wenn sie Weg zur Alma mater auf dem geflügelten Stahlroß zurück. Da ist annehmen, daß der Verein für häusliche Gesundheitspflege" durch durch neue Konzessionen die Dividenden der Straßenbahn- Gesellschaft zunächst der federgewandte Historiker Prof. Delbrück, der erst fürzdie Lieferung der Milchmarken in immer nur kleinen Mengen zu erhöhen, ihr öfter auch mal für hundert Mark Arbeiterschutz- Mittel lich gegen Beschränkungen des Radfahrens eine Lanze einlegte. verhindern wünscht, daß die Unterstützten etwa auf den in Form einer Bretterbude abzuringen. Weiter sind die Volkswirthschaftslehrer Dr. Jastrow und Dr. v. WendGedanken kommen, die Milch solle für sie fein bloßes, nur ,, Kleiner Makel Nebensache." Jm„ Lokalanzeiger" finden stern tüchtige Radler, ebenso der Mathematiker Prof. Hensel und der vorübergehend zu gebrauchendes Heilmittel mehr, sondern eine wir folgendes Heirathsgesuch:" Reell. Staufmann, 26 Jahre, Kunsthistoriker Dr. Bodo Graef, ein Sohn des verstorbenen Malers. regelmäßige Nahrung sein. In der zweiten Hälfte des Sazes aber e dlen, gutmüthigen Charakters, wünscht behufs Eta Viele Freunde hat das Radfahren unter den Medizinern, bei denen liegt ein Urtheil über den Werth der Privat blirung Heirath mit vermögender Dame, auch Wittwe, noch mehr als bei anderen Zeit Geld ist. wohlthätigkeit, wie es vernichtender kaum ge- Alter, Ronfeffion, auch kleiner Mate I Nebensache. Offerten Der erste Wagen der elektrischen Hochbahn befährt jetzt dacht werden kann. Ja, was ist denn gewonnen mit all den erbeten P. W. Postamt 22." Für einen so edlen und gutmüthigen die furze Strecke der Bahn vom Sedan- lfer bis zur Alexandrinengemeinnütigen" und wohlthätigen" Vereinen und Komitees, wo Charakter wird sich, wie man denten sollte, schon eine passende straße, wo etwa 150 Meter lang bereits das Geleis verlegt ist. Es find denn die Erfolge ihres Kampfes gegen die Noth der besizlosen Dame" finden. Es lebe die sittliche Grundlage der bürgerlichen ist ein großer zweiachsiger Arbeitswagen und dient zur KiesbefördeKlasse, wenn es noch besonderer Vorsichtsmaßregeln bedarf, damit Ehe! rung. Der Kies muß vorläufig in Säcken auf Leitern auf die Höhe nicht eine trante Mutter die für sie selber Um das Projekt eines Großschifffahrts: Kanals Stettin- der Bahn getragen werden und wird dort auf den Wagen verladen. als Heilmittel bestimmte. Milch als Nahrung für Berlin, und zwar in westlicher Richtung zu fördern, hat jezt der Die einzelnen Bogen des Daches werden mittels Verdichtungsmasse ihre hungernden Kinder benutzt? In welche Tiefe des von den Grundbesizer Vereinen:„ Bellevue- und Hansa- Viertel", forgfältig gegen jedes Durchlassen von Wasser gesichert, ehe der Kies furchtbarsten Elends läßt dieses Geständniß hinabblicken! Und da Nordwest"," Wedding und Oranienburger Thor- Stadttheil", Ge- aufgeschüttet wird. giebt es noch Leute, die immer und immer wieder zu behaupten fundbrunnen"," Norden von Berlin"," Königstadt und Prenzlauer nebst Zur Frage der Müllabfuhr. Mit den am 1. Oftober in kraft wagen, daß die Privatwohlthätigkeit ausreicht! In angrenzenden Stadttheilen" gebildete Ausschuß zur Schaffung eines tretenden neuen Bestimmungen über die Ablagerung von Hausmüll der That, man weiß nicht, ist es nur leichtfertige Gedankenlosigkeit Bentralhafens im Norden von Berlin eine von dem bekannten Archi- in Verbindung steht eine Polizeiverordnung über die Müllabfuhr, oder ist es gemeine Verlogenheit, wenn gewisse" Volksfreunde", die teften Lenz ausgearbeitete Dentschrift herausgegeben, in welcher vor die vom Polizeipräsidenten dem Magistrat zur Zustimmung vordas Elend der besiglosen Klasse aus ihrer eigenen gemeinnütigen" allem die westliche Linienführung des Kanals als die allein zwed gelegt worden ist. Danach wird in Zukunft jeder HauseigenThätigkeit kennen, sich hinstellen und die sozialdemokratische mäßige und bis jetzt auch von der Regierung nur als ausführbar thümer pollzeilich verpflichtet, die festen Hausabgänge verdeckt aufForderung staatlicher oder kommunaler Hilfe als erklärte dargestellt, dann aber dem Plane der Einrichtung eines zubewahren und staubfrei mittels eines der polizeilich zugelassenen unberechtigt bekämpfen. großen Zentralhafens näher getreten wird. Als geeignetsten Platz Systeme fortzuschaffen. Die Verantwortlichkeit soll in erster Linie " # = Zum großen Sängerfest in Pichelsdorf am 7. August rüstet für einen solchen Hafen schlägt der Ausschuß das Gelände zwischen den Hauseigner treffen, fie fällt jedoch fort, wenn die ordnungssich der Arbeiter Sängerbund Berlins und der der Jungfernhaide und Müllerstraße einerseits, der Seestraße und den mäßige Beseitigung der Abgänge zur Bedingung der Fortdauer des Umgegend. Es ist zu wünschen, daß alle Mühe und Sorgfalt, Rehbergen andererseits vor, das sich besonders dazu eigne, weil es mit dem Unternehmer abgeschlossenen Vertrages gemacht ist und die der Bund für das Gelingen des Festes anwendet, nicht vergeblich noch unbebaut sei, eine ausreichende Entwickelung des Hafenverkehrs das Vertragsverhältniß sofort gelöst wird, sobald der Hauseigenfei. Die Abmachungen, welche der Bundes- Vorstand mit der Direktion auch für die fernere Zukunft erlaube und sowohl eine gute Verbindung thümer zuverlässige Kenntniß davon erhält, daß die Vorschriften der Brauerei Pichelsdorf getroffen hat, sichern einen guten mit der Eisenbahn wie mit dem Landverkehr gewähre. Es wird der Polizeiverordnung vom 26. Juni 1893 im Betriebe des UnterVerlauf des Festes. Den allgemeinen Klagen, wonach bei früheren dann eine furze Darstellung des Hafenprojeftes gegeben und fo- nehmers verlegt werden. Der Führer jedes Müllwagens muß eine Festen der Massengesang nicht zur Geltung gekommen, wird dadurch dann wird eine ungefähre Berechnung der Kosten sowohl für den auf seinen Namen lautende Fahrkarte bei sich tragen. Der Fuhr werksbesitzer ist für die Befolgung dieser Vorschrift nicht ver- schuldeten Unfall reduzirt sich das heute verbreitete Gerücht über| partie nach dem Neuen Krug und trennte sich dort von der Partie, antwortlich. einen Gerüsteinsturz. Eine Sperrung des Baues seitens der Polizei, um angeblich Verwandte im nahen Rahnsdorf zu besuchen. Seitdem wie vielfach gemeldet wurde, hat selbstverständlich nicht statt wurde er nicht wieder gesehen. Am Sonntag entdeckte der Sohn gefunden. des Nahnsdorfer Gemeindevorstehers Riger gelegentlich einer Rahi beobachtet." " " Vom höheren Raufboldwesen. Ein Lokalblatt schreibt:„ Das Opfer eines Pistolenduells, das in der Umgebung von Berlin stattgefunden hat, ist ein Dr. V. geworden. Er wurde mit einer Durch einen Sturz vom Gerüste zu Tode gekommen ist partie am Ufer der kleinen Müggel Kleidungsstücke. In den Taschen schweren Schußwunde im Unterleib in die hiesige königliche Klinik gestern Mittag der 46 Jahre alte Maurer Franz Reinicke aus der fanden sich zwei leere Portemonnaies, 20 Pf., diverse Zeugnisse und eingeliefert, wo er gestern verstorben ist. Ueber das Duell selbst Königgrägerstraße. Reinicke wohnte hier seit längeren Jahren schon Legitimationspapiere auf den Namen Schwandt. Vermuthlich hat und den Gegner des Verstorbenen wird das strengste Stillschweigen im Keller des Hauses Nr. 29 und versah auf dem Grundstück die der junge Mann hier ein Bad nehmen wollen und ist in dem Pförtnerstelle. Gestern war er auf einem Hängegerüst damit beschäf- moorigen, verwachsenen Grund ertrimten. Die Leiche des VerWir haben es immer bedauert, wenn Leute, die einen für die tigt, die Hofmauern zu verpußen. Um an eine Ecke Buzz anlegen unglückten ist noch nicht gefunden worden. Menschheit nützlichen Beruf ausüben, sich aus falschem Ehrbegriff der zu können, lehnte er sich über die Lehne des Gerüftes hinaus und Frevelhafte Spielerei. Das„ Telt. Kreisbl." meldet aus Duellprügelei schuldig machen. Solche Rohheiten sollten anständige Leute fiel plötzlich rücklings auf den Hof hinab. Schwere Verletzungen, Zehlendorf: Im Grunewald, Belauf Eichkamp, ist von Forstendlich den Edelſten und Besten als ausschließliches und unantast- u. a. ein Schädelbruch, führten auf der Stelle zum Tode. Die Leiche beamten vor einigen Tagen ein Rehbock gefunden worden, welcher bares Privilegium überlassen. Um deren Leiber ist es nicht schade. des Verunglückten wurde in seine Wohnung gebracht. Es scheint, erst kurz vorher erlegt worden war. Derartige, sich wiederholende Das gesammte Borsig'sche Gelände zwischen den Hinter- daß die Lehne des Gerüstes nicht gehörig angebracht war. Vorfälle werden gewöhnlich Wilddieben in die Schuhe geschoben. Das häusern der Calvinstraße, dem Helgoländer Ufer, der Wulwelanke Das älteste und beliebteste Modell der Berliner Künstler, ist aber ein Irrthum, denn Wilddiebe lassen ihre Beute nicht liegen. und Spree sowie der Kirchstraße und Straße Alt- Moabit ist von Mutter Krügermann", ist dieser Tage im 92. Lebensjahr ge- Aus Streisen der Forstbeamten erfahren wir vielmehr, daß derartige der Magdeburger Bau- und Kreditbank für einen in die Millionen storben. Sie war ein" Original", wenn auch gerade kein Berliner. Wildfrevel von Leuten aller Stände getrieben werden. Die betreffenden gehenden Preis erworben worden. Die Bank will nach Anlegung Ihre Heimath war ein Dorf an der Elbe unweit von Magde- tragen Pistolen und Revolver bei sich und benutzen die armen Thiere neuer Straßen den Grund und Boden als Baustellen auftheilen. burg. In ihrer Jugend hat sie bessere Tage gesehen, und als Schießobjekte. Uebrigens wird sämmtliches Wild, das auf diese Weise Die Uebergabe erfolgt, sobald die Räumung der noch in mäßigem als einstige Frau eines Bauernhofsbesigers fonnte sie eine an- erlegt oder durch Ueberfahren durch die Eisenbahn getödtet wird, der Betrieb befindlichen Feuerstellen und die Ueberführung des sehnliche Wirthschaft ihr eigen nennen. Ihr Mann hatte in den gl. Blindeuanstalt zum Verbrauch übergeben. Die Scharfschießerei beweglichen Beilasses der Maschinenftätten nach Tegel vollzogen Freiheitsfriegen bei Leipzig gefämpft, und die alte Krügermann in der Berliner Umgebung wird immer bedenklicher. Jetzt fangen ist, das heißt noch im Laufe diefes Jahres. Inzwischen wußte recht lebendig Familien- Erinnerungen aus der„ Franzosentid" nun auch schon Privatleute an, das Betreten von Geländen durch ist die Bank bereits wegen der Anlegung zweier neuer zu erzählen. In Folge einer Bürgschaft fam sie um Haus und Hof: Schießerei gefahrdrohend zu machen. Der„ Festausschuß" in dem an Straßen, einer ungefähren Verlängerung der Wilsnacker- fie zog nach Schönebeck an der Elbe, und als ihr Mann 1865 der Anhalter Bahn belegenen Dorfe Groß- Schulzendorf erstraße zwischen Alt- Moabit und Helgoländer Ufer und Ausbau des gestorben war, mußte sie ihre zahlreiche Familie allein ernähren. läßt eine Warming", in der fund gemacht wird, daß am nächsten Helgoländer Ufers zwischen Calvinstraße und Kirchstraße, beim Dann faßte sie einen herzhaften Entschluß und ging nach Berlin. Sonntag von mittags 12 Uhr bis abends 9 Uhr in dem Gelände Magistrat vorstellig geworden. Es spielt noch ein dritter Faftor mit, sier versuchte sie ihr Heil mit einem Stram von Streichhölzern, zwischen Trebbiner Chaussee und Salzpfuhlweg mit Teschings gedas ist der Fiskus, von welchem der noch übrige Rest des todten, Cichorien und Seife; so verdiente sie einen halben Thaler täglich schossen wird. Wulivelante genannten Spreearmes, sowie ein Theil des eigentlichen und war gegen die bitterste Noth geschützt. Als Modellsizerfran", Verschiedentlich wird die Nachricht verbreitet, daß eine UmSpreebettes zwecks Herstellung der Uferstraße und Gewinnung von wie die alte Krügermann sich zu nennen pflegte, wurde sie von einer gestaltung des Polizeiwesens in den Berliner Bororten Baustellen erworben werden müssen. Von der Stadt erwirbt die taubstummen Malerin entdeckt, deren Mutter zu ihren Kunden gehörte. geplant werde. Es hieß, daß die Absicht bestände, dort königliche Gesellschaft die Grundstücke Kirchstr. 1 und 2. Der Baugrund ist Ihr Charakterkopf mit dem grauen Haar und der feingebogenen Polizei- Direktionen zu errichten, deren Geschäftsbereich sich je auf wechselnd, bei der Wulwelanke fumpfig, an anderen Stellen, nament- Nase ließ sich trefflich zu Studien und Bildern verwenden. So mehrere Vorortsgemeinden erstrecken solle. Die Polizeidirektionen lich auch dem sogenannten Karnickelberg, Ecke Alt- Moabit und Kirch- tam sie zuerst zu Schülerinnen von Thumann, dann zu Breitbach würden dem Polizeipräsidenten von Berlin unterstellt werden. Das straße, reiner, guter Sandboden. Die Uferbefestigung wird durch und Skarbina. Große Stücke hielt Professor Gussow auf das alte Telt. Kreisbl." stellt dem gegenüber fest, daß die betr. Gemeindeeine Monirwand erfolgen und etwa 60 000 M. erfordern. Modell, und nicht minder ergözte fich der verstorbene Professor verwaltungen hierüber ohne jede Kenntniß sind, daß im übrigen in Manöver: Postsendungen. Im„ Reichs- Anzeiger" erläßt die Michael an ihrer derben Schlagfertigkeit. In dem Parzenbilde von den Vororten nicht die geringste Neigung besteht, die bisherigen Oberpostdirektion folgende Bekanntmachung: Aus Anlaß der bevor- Thumann ist sie die finstere Atropos, die den Lebensfaden durch- polizeilichen Einrichtungen aufzugeben. stehenden militärischen Herbstübungen wird auf die Wichtigkeit der schneidet, und auch Meister Knaus hat sie verschiedentlich als Einer Biersteuer und eines erheblichen Zuschlages zur Anwendung richtiger und deutlicher Aufschriften bei den Manöver- geeignetes Vorbild" bemust. Auch auf den Monumentalwerken von Bra u steuer für das in ihrem Gebiet gebraute Bier hat sich nun Bostsendungen hingewiesen. Zur genauen Aufschrift gehören: Geselschap begegnen wir den Zügen von Mutter Krügermann. auch die Gemeinde Tempelhof zu erfreuen. Die neue Steuer, Familienname( möglichst auch Vorname), Dienstgrad und Truppen- Zwei geistesfranke Personen werden von ihren Angehörigen welche vom Kreisausschuß mit Zustimmung des Regierungspräsidenten theil Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Batterie, vermißt und gesucht. Der 60 Jahre alte Kürschner Michael Brummer, genehmigt worden ist, wird vom 1. August ab erhoben. Die BierKolonne u. f. w. und für gewöhnlich der ständige Garnisonort, der bei seiner Schwester, der Wittwe Schmidt, in der Frankfurter tener für das eingeführte, auswärts gebraute Bier beträgt 65 Pf. eintretendenfalls mit dem Zusatze oder nachzusenden". Die An- Allee 34 wohnt, hat sich vor 8 Tagen aus der Wohnung entfernt pro hektoliter und der Zuschlag für das im Gemeindebezirk Tempelgabe eines Marschquartiers empfiehlt sich nur dann, wenn es und nichts mehr von sich hören lassen. Er war früher schon dreimal hof hergestellte Bier nicht weniger als 50 Prozent der Brausteuer. genau bekannt und wenn vorauszusehen ist, daß die Sendung so vermißt, aber jedesmal nach einigen Tagen von der Polizei gefunden Kontraventionen sollen mit einer Geldstrafe von 3 bis 30 Mark gezeitig an dem angegebenen Bestimmungsort eintreffen wird, worden. Der Töpfer Wilhelm Krolow, ein Mann von 40 Jahren, ahndet werden. daß sie vor dem Weitermarsch in Empfang genommen werden wohnt mit seiner Frau und zwei Kindern in der Greifswalderstr. 218. kann und daß die Abholung von der Post auch mit Sicherheit zu Er war schon zweimal in Herzberge in der Frrenanstalt. Am erwarten ist. Da der Stab des Regiments und die einzelnen Freitag voriger Woche waren die Kinder bei der Großmutter und Bataillone 2c. ihre Postsachen in vielen Fällen bei verschiedenen die Frau auf ihrer Aufwartestelle. Diese Gelegenheit benuste Postanstalten in Empfang nehmen, so ist eine genaue und richtige Krolow sich zu entfernen. Auch von ihm hat man noch nichts wieder Aufschrift bei den an Offiziere gerichteten Manöver Postsendungen gehört. ebenso, wie bei den Mannschaftssendungen unentbehrlich. Durch Aus Liebesgram versuchte gestern ein junges Mädchen, Helene mangelhafte oder ungenaue Anfertigung der Aufschriften wird die S., im Hause Schüßenstr. 58 seinem Leben ein Ende zu machen. Ueberkunft der Sendungen oft sehr erheblich verzögert. Zur Ver- während des Alleinseins schnitt sie sich mit einem scharfen Messer die meidung von Auslassungen in der Aufschrift und zur Erhöhung der Pulsadern durch. Glücklicherweise wurde die That aber sofort entdeckt Deutlichkeit empfiehlt sich die Verwendung von Briefumschlägen mit und das junge Mädchen nach der Unfallstation in der Kronenstr. 56 entsprechendem Vordruck. gebracht. Nach Anlegung eines Nothverbandes wurde sie dann in ein Krankenhaus übergeführt, wo man sie am Leben zu erhalten hofft. Militärhalsbinden- Fabrikant Wilhelm Schulz aus der Linienſtr. 25. Auf der Kegelbahn geftorben ist gestern der 43 Jahre alte Schulz trank in der Gastwirthschaft von Mündner in der Linien straße 19 eine Weiße und brach, als er austreten wollte, auf der Segelbahn plötzlich zusammen. Ein Arzt fam ihm sofort zu Hilfe, der Mann gab jedoch schon nach wenigen Minuten seinen Geist auf. mit einer Tragbahre vom Lick'schen Transportinstitut brachte man die Leiche in die benachbarte Wohnung. Schulz lebte in finder loser Che. Der Durchgang durch die Handelsstätte Belle Alliance ist fegt für Fußgänger eröffnet worden, soweit es die noch im gange befindlichen baulichen Arbeiten gestatten. Für den Wagen verkehr im allgemeinen ist die Passage überhaupt nicht bestimmt. Die Einfahrten in der Linden- und der Friedrichstraße sollen nur im Verkehr mit den Bewohnern der Handelsstätte benutzt werden. Eine Granate fanden gestern Nachmittag spielende Kinder in den Anlagen des Belle- Alliance- Platzes. Da man nicht wußte, ob die Granate gefüllt sei, so wurde das schwere Stick von dem Partwächter in Begleitung eines Schutzmannes nach dem 35. Polizei" revier in der Wilhelmstraße gebracht. Hier ergab die Untersuchung, Das Konkursverfahren ist über das Vermögen des Kauf daß das Geschoß nicht gefüllt und daher ungefährlich war. Näthselhaft ist nur, wie das Geschoß dorthin gekommen ist. " 1 Die Obduktion des Knaben Fritz Bergemann aus Spandan, deffen Leiche in einem Stoppelfelde nahe Spandau aufgefunden wurde, hat jetzt stattgefunden. Der Körper des seit dem zweiten Pfingstfeiertag vermißten Kindes war jedoch bereits so stark verwest, daß durch die Obduktion Spuren eines etwa an dem Knaben begangenen Verbrechens nicht mehr festgestellt werden konnten. tag gegen Abend der 22 jährige Kaufmann H. aus Berlin. Der Eine schreckensvolle Fahrt auf der Havel machte am Diensjunge Mann hatte in Potsdam ein Segelboot gemiethet, mit dem er nach dem Wannsee fuhr. Beim Kreuzen schlug das Fahrzeug, von einem boesartigen Windstoß erfaßt, um und. fiel in die luthen. Es gelang ihm zivar, das Boot zu erfassen, er konnte es jedoch nicht wieder aufrichten, vielmehr schlug die Segel vermochte der Verunglückte fich auf das gekenterte Fahrzeug hinaufstange in die Tiefe und das Boot trieb fielaufwärts. Mit Noth zuschwingen, und so trieb er mun das Wasser entlang. Seine Hilferufe verhallten ungehört, und die wenigen noch in der Gegend befindlichen Boote und Schiffe waren zu weit entfernt, als daß er hätte bemerkt werden können. So verging eine qualvolle Stunde, in der H., auf dem Kiel Hockend, sich vergeblich bemühte, den Kahn mit den Füßen dem Ufer zuzusteuern. Endlich bemerkte der Kapitän des Dampfers Vineta" von der SternGesellschaft das auf dem Wasser treibende Fahrzeug. Mit einiger Mühe gelang es der Schiffsbefagung, den fast völlig Erſtarrten auf den Dampfer hinaufzuschaffen, wo er, in warme Decken eingehüllt, sich schnell erholte. Das Boot wurde, nachdem es wieder aufgerichtet worden war, von der„ Vineta" ins Schlepptau genommen und nach Wannsee geschafft, wo auch H. abgesetzt wurde. manns Leopold Auerbach, der sich seit Mai d. J. in Untersuchungshaft befindet, verhängt worden. Auerbach ist seit 5 Jahren mit der Zur Behandlung gegen die Tollwuth ist der 15 Jahre alte Tochter eines reichen Kommerzienraths vom Rhein verheirathet Hirte Johann Reynnewiß aus Judzicken in Ostpreußen in das vor Er war Konsul von Kolumbien und betrieb im zweiten Stod des einigen Tagen eröffnete Institut in den Koch'schen Baracken gebracht Hauses Taubenstr. 20 unter der Firma Louis Auerbach ein Konworden. N. wurde beim Kuhhüten auf dem Felde von einem tollen feftions- Exportgeschäft. In der Lennéstraße bewohnte er eine Etage In große Lebensgefahr brachte sich gestern ein Radfahrer, Hunde gebissen. Das tam zur Kenntniß der Behörden und der von 10 bis 12 Räumen für etwa 4000 W. Was bei dem Konkurs der gegen 4 Uhr nachmittags die von Westend nach der Havel Landrath von Marggrabowa ließ den Hirten in das Koch'sche Institut herauskommen wird. läßt sich noch nicht übersehen. führende Chauffee passirte. Diese Straße läuft nach Bichelsdorf zu bringen, wo er gestern eintraf. Er wird hier nach der Pasteur'schen Methode behandelt. Die Leidenszeit des Theater des Weftens" scheint noch bekanntlich sehr steil ab. Jufolge dessen ist für Radfahrer eine immer nicht beendet an sein. Die Verhältnisse des Grundstüds, zu Waringstafel aufgestellt, die jedoch von dem obenerwähnten Fahrer Ergriffen und dingfest gemacht wurde am Dienstag Abend dem das Theater gehört, gestalten sich jetzt wieder verwickelter denn nicht beachtet wurde. Derselbe faufte die Chaussee himmter und gegen 9 Uhr eine gefährliche Ladendiebin, welche schon geraume Zeit je. Der Mitbefizer Dworack befindet sich noch immer in vermochte, als er sich der Havel näherte, die Maschine nicht mehr Ben Süden von Berlin unsicher macht. Dieselbe, ein etwa 20jähriges Untersuchungshaft und feit Mitte dieses Monats ist das zu halten. Kurz vor dem Wasser ging das Fahrrad durch sandigen Mädchen mik sehr eleganter Toilette und einem überaus sicheren Grundstück int gerichtlicher Verwaltung, wegen Boden und stürzte infolge dessen um. Der Fahrer flog aus dem Auftreten, betrat um die genannte Zeit das Goldwaarengeschäft des 94 000. rückständiger Zinsen der ersten Sypothet. Da, wie Sattel und schlug mit dem Stopf auf einen am Ufer liegenden FeldHerrn Binder, Kommandantenstraße, mit dem Ersuchen, man möge wir hören, der Gläubiger munmehr die Subha station beantragt stein mit solcher Gewalt auf, daß er besinnungslos liegen blieb. ihr einige mit Opalſteinen besetzte Ringe zur Auswahl vorlegen. hat, so erscheint es nicht ausgeschlossen, daß alle mit dem„ Theater Vorbeikommende Ausflügler, zu denen auch ein Arzt gehörte, schaffteu Der Besitzer, dem die feine Kundin schon bei ihrem Gintreten sehr des Westens" bestehenden Pachtverträge eventuell gelöst werden. Der den Verunglückten nach einem nahebelegenen Restaurant, wo ihm bekannt vorgekommen war, befann sich plötzlich darauf, daß eben Bertrag des Direktors Morwis endet allerdings bereits mit dem ein Verband angelegt wurde. Die Verlegung erwies sich glücklicherdiese Person bor einiger Zeit mit mit demselben Wursche 31. August, der des Restaurateurs Franke, mit dem 1. Oftober, alle weise als nicht gefährlich. zu ihm gekommen war, und daß er, nachdem dieselbe sein Geschäft, anderen Verträge aber lauten auf einen späteren Termin und laufen Ein augeblicher Kindesraub durch eine Zigennerbande ohne etwas gekauft zu haben, wieder verlassen hatte, den Verlust deshalb Gefahr, in Mitleidenschaft gezogen zu werden. verursachte Dienstag Abend in der Umgebung der Polizeidirektion eines sehr werthvollen Ninges tonstatiren mußte. Er ließ sofort einen Schutzmann herbeiholen, der die jugendliche Verbrecherin nach Das Polizeipräsidium theilt mit: Bei einer am 25. d. M. zu Charlottenburg eine so bedeutende Aufregung, daß die Kirchhofstraße gegen den Andrang des Publikums zeitweilig gesperrt werden dem in der Alten Jakobstraße belegenen Polizeirevier brachte. Bei festgenommenen Frauensperson sind 25 bunte Batisttaschentücher, mußte. In Tempelhof sahen nachmittags drei junge Mädchen Namens einer hier vorgenommenen Leibesvifitation entdeckte man in ihren 2. Cachenez, ein Baar Herren- und ein Baar Damenstiefeln, sowie Obach, Klara Zimmermann und Alma Pohl eine Zigeunerbande sehr geräumigen Taschen ein leines Waarenlager, z. B. Handschuhe, die offenbar aus Ladendiebstählen herrühren. Bestohlene werden er lagern. In einem Wagen, in dessen Nähe eine Zigeunerfrau tochte, 3. ein Paar weiße Damenhandschuhe und 3 Binde- Shlipse vorgefunden, von mehreren erwachsenen Personen in der Nähe des Bahnhofes Strümpfe, Seidenbänder, Seife, ja sogar ein Paar Stiefel. sucht, sich im Zimmer 97 des Polizei- Dienstgebäudes, Alexander- lag ihrer Angabe nach ein hellbondes Kind, das furchtbar schrie. Von einem Branerwagen todtgefahren wurde Dienstag, straße 3-6, im Erdgeschoß, Eingang an der Stadtbahn, zu melden. Das Kind trug ein hellbraunes Kleid mit schwarzem Besatz. Die morgen gegen 8 Uhr die Frau Margerethe Perfide, geborene Martin Theater. Uns wird berichtet: Die Vororte Berlins sollen ein Zigeuner rückten mit ihren Wagen bald ab und schlugen die aus der Greifenhagenerstr. 74. Die Frant lief an der Ecke der Star- ständiges Theater erhalten. In den Städten Charlottenburg. Richtung nach Wilmersdorf ein. Die Mädchen liefen ihnen nach, garderstraße und der Schönhäuser Allee, vor dem Grundstück Schön- Schöneberg, Rigdorf, Friedenau, Bankow, sollen vorläufig wöchentlich fonnten jedoch nicht gleichen Schritt halten. In Wilmersdorf theilten Hauser Allee 70, in das Gespann eines Wagens der Willner'schen einmal durch ein künstlerisch geschultes Ensemble die besten Werke sie daher ihre Wahrnehmung und die Vermuthung, daß das Kind in Weißbierbrauerei in der Schönhauser Allee 80-82, gerade zu hinein, der klassischen und modernen Literatur zur Aufführung kommen. An Tempelhof geraubt worden sei, einem Radfahrer mit. Dieser nahm obwohl der Kutscher fie mehrmals anrief. Als der deutscher schließlich der Spize des Unternehmens steht Julius Tirt. Die polizei- die Verfolgung der Bande auf, holte fie, nachdem sie über Halensce wahrnahm, daß sie seine Zurufe umbeachtet ließ, konnte er die liche Konzession für dieses neue eigenartige Unternehmen befindet nach Charlottenburg zu gefahren war, dort in der Kaiser FriedrichPferde nicht mehr anhalten. Ein Nad des schweren Wagens ging deriche sich bereits in den Händen des Leiters. straße ein und veranlaßte ihre Sistirung nach dem siebenten PolizeiFrau über den Kopf und zermalmte ihn zu Brei. Die Ueberfahrene Feuerbericht. Dienstag früh 9 Uhr entstand Alte JatobMevier. Von hier wurde die ganze Bande auf die Angaben des war sofort todt. straße 6 in der Goldleistenfabrit von Hufenbeck ein Brand, der Radlers hin nach der Polizeidirektion übergeführt. Später trafen Ein Wütherich. Ein Mann, der sich Metallschleifer Wilhelm glücklicherweise rechtzeitig bemerkt wurde, bevor er die große Vor- auch die drei Mädchen ein, denen sich noch einige junge Männer Miensopust nennt, trieb sich gestern Abend in der Hessischen Straße räthe an Rohmaterialien und fertigen Produkten erfaßte. Der angeschlossen hatten. Der Führer der Bande wurde aus einem zu umber, rempelte einen Radfahrer an und brachte ihn muthwillig zu verursachte Schaden ist daher minimal. Kurz darauf brannte Halberstadt ausgestellten Wandergewerbeschein als ein gewisser Falle. Das Bublifum prügelte ihn für seine Roheit durch. Der Usedomstraße 12 Dachpappe, veranlaßt durch übergekochten Erdeny festgestellt, die übrigen erwachsenen Personen als dessen Mann schien schließlich das Bewußtsein verloren zu haben und Theer. Köpeniderstraße 21 hatte zur felben Zeit Benzin drei Töchter und deren Männer. Alle drei Ehepaare haben wurde von einem Schuhmann des 8. Reviers mit einer Droschke in Feuer gefangen, das verschiedene Stücke Stoff einäscherte. zahlreiche Kinder. Diese wurden nun den Mädchen sämmtlich ein Krankenhaus gebracht. Die Besinnungslosigkeit war aber nur Abends 9 Uhr wurde die Wehr nach Oranienstraße 183 ge- borgeführt. Die Mädchen erklärten, daß das Kind, daß sie Verstellung. Im Krankenhause war M. sofort wieder munter und rufen, doch lag hier mur unterdrückter Rauch vor. Die gleiche in Tempelhof im Wagen liegen gesehen und schreien gehört so bei Kräften, daß er in seiner Wuth die Marmorplatte einer Veranlassung verursachte Mittwoch früh 9 Uhr Alarm nach Wiclef- hätten, nicht darunter sei. Eines der Zigeunerlinder ist im Waschvorrichtung aus der Wand herausriß. Man konnte den straße 11. Nachmittags 6 Uhr erging Feuerruf vom Schloß Vergleich mit den anderen ziemlich blond, und die Mädchen beWütherisch, dem garnichts fehlte, nur mit Mühe bändigen. Als er plag 1. Hier war in der im vierten Stock belegenen Federpelz- haupten jedoch bestimmt, daß auch dieses nicht das von ihnen sich beruhigt hatte, nahm der Schuhmann ihn wieder mit, um ihn fabrit von Joël u. Mayer ein Ballon Benzin in Brand gerathen, gesehene sei. Das Zigeunerkind war zudem wie alle anderen fast als Obdachlosen der Polizei einzuliefern. Der angegebene Name ist der recht verhängnißvoll hätte werden können, wenn er, nicht schnell ganz nadt, mur mit einigen Fetzen bekleidet, während das vermeintwahrscheinlich falsch. genug beseitigt, die in den Arbeitssälen und den angrenzenden Lagerräumen aufgespeicherten Federn erfaßt hätte. Zum Glück traf die Feuerwehr zeitig ein, so daß das Feuer bald gedämpft wurde. Zu dem Unglücksfall beim Neubau der Philharmonie erhalten wir von der Direktion dieses Instituts folgende Mittheilung In der rechtsseitigen im Barterre befindlichen inneren Garderobe ist ein Theil des darunter liegenden Stellers noch nicht abgedeckt und die Aus den Nachbarorten. offene Stelle vorschriftsmäßig mit einer festen Barriere umgeben worden, damit niemand in das Loch hineinstürzen kann. Auf diese Verunglückt ist ein junger Berliner Kaufmann auf der fleinen Schuhwehr haben sich mehrere Arbeiter gesetzt, so daß dieselbe die Müggel bei Rahnsdorf. Es handelt sich um den 21 jährigen Arthur Last nicht mehr aushalten konnte und unter ihnen zusammenbrach. Schwandt, der bei seinen Eltern in der Wilhelmshavenerstraße wohnte. -Auf diesen bedauerlichen, aber von der Bauleitung nicht ver- Er betheiligte fich am Sonnabend mit 200 Kollegen an einer Dampferlich geraubte Kind ein vollständiges Kleid, wie oben beschrieben, augehabt hätte. Die Angelegenheit ließ sich gestern Abend nicht vollständig aufklären. Die Mädchen haben in Tempelhof die Wagen der Bande nicht gezählt. Sie wollen jedoch beobachtet haben, daß ein Wagen die Bande hatte deren in Charlottenburg fünf- von Halensee aus nach dem Spandauer Bock zu gefahren sei. Anfragen in Tempelhof ergaben, daß dort der Behörde von einem Raub oder dem Verschwinden eines Kindes noch nichts gemeldet war. Der vermeintlich nach Spandau zu gefahrene Wagen war bis gestern Abend noch nicht ermittelt. Gerichts- Beifung. " 1 erkannt worden. Es " Briefkasten der Redaktion. 3. St. Sie werden begreifen, daß wir viel zu thun hätten, wenn wir aken Lügen und Verdrehungen preußischer Kreisblätter auf den Grund gehen wollten. Es ginge noch an, wenn uns weiter nichts nachgesagt würde, als daß wir gut zu essen verstehen! 100. Die legte Volkszählung vom 2. Dezember 1895 ergab: Breslau 373 169, Leipzig 399 963, München 407 307, Hamburg 625 552, Berlin 1677 304. Die Arbeiten zur Legung der Vorortgeleise der Schleft. selbst, wenn sie vom Gesinde zum Zorn gereizt wird und laufen, welche mit den thatsächlichen Verhandlungen durchaus nicht schen Bahn, die nach dem Fällen der Bäume am Bahndamm ins während des Zornes sich an dem Gesinde thätlich vergreift, nicht übereinstimmen. Der verurtheilte Maurer A. Wundersee, welcher Stocken gerathen waren, scheinen nunmehr endlich wieder aufgenommen bestraft werden. Der Angeklagte war aber nicht der Dienstherr, ein sehr tüchtiger und solider Kollege und Genosse ist, hat sich nun zu werden. Wenigstens hat die Eisenbahndirektion die Ausführung von außerdem handelte er nicht im Zorn, denn er hatte sich vorher die verschiedentlich bei uns beschwert; er meint und hat auch recht, daß 160 000 Rubikmetern Dammschüttung und die Herstellung von zu treffenden Maßnahmen mit dem Dienstherrn reiflich überlegt. er sehr schlecht dabei weggekommen ist. Wir möchten nun darum 20 000 Quadratmetern Böschungsflächen zur Anlage der neuen Güter- Das Vergehen des Angeklagten ist unter den obwaltenden Umständen bitten, daß mindestens zwei Richtigstellungen über diesen Punkt bahnhöfe Köpenick und Friedrichshagen, sowie des Verbindungs- sehr milde zu beurtheilen, deshalb ist nur wenig über das geringste erscheinen. 1. Da ist zuerst folgendes zu bemerken: Nicht allein geleises zwischen diesen Bahnhöfen und der Seitenwege aus- Strafmaß hinausgegangen und auf fünf Mart Geldstrafe Klochau hat Revision eingelegt, sondern ebenfalls Wunderſee. geschrieben. Letterer wurde ja allerdings abgewiesen, trotzdem die Geschichte Kantionsschwindeleten von besonderer Gemeingefährlichkeit dadurch zu seinen gunsten hätte ausfallen müffen. 2. Ferner wird war der Buchdruckereibesiger Franz Hartmann beschuldigt, welcher gesagt: der von Wundersee inszenirten Prügelei" 2c. Konstatiren gestern der ersten Ferien- Straffammer des Landgerichts I aus der müssen wir, daß vom Borfizenden festgestellt wurde, daß W. zwar Wegen Beleidigung der Aachener Polizei hatte sich dieser Untersuchungshaft vorgeführt wurde. Hartmann hatte Ende v. J. dabei gewesen sei, aber durchaus nicht festgestellt werden konnte, Tage der Redakteur des Aachener Voltsblatt", Genosse Franzen auf dem Hofe eines Grundstücks in der Kronenstraße eine daß derselbe geschlagen hätte, geschweige, daß er die Prügelei aus Solingen, vor der Straffammer in Aachen zu verantworten. fleine Druckerei eingerichtet. Er hatte drei Maschinen zur inszenirt" habe. Der Anllage lag folgendes zu grunde: Bei Beerdigung des Genossen Verfügung, die er auf Abzahlung entnommen hatte. Ein gröblicher Vertrauensbruch gegen ihre Wirthsleute Hubert Krewinkel hatte der Aachener Pöbel niederen und besseren Standes fehlte ihm an Betriebsmitteln, Personal und Aufträgen. führte gestern die unverehelichte Schweiger vor die 4. Ferien- Straf Sie unglaublichsten Rohheiten verübt. Man hatte Gassenhauer und Hartmann betrat den gefährlichen Weg, Bersonal anzunehmen, von tammer des Landgerichts I. Seit etwa 6 Monaten wohnte die AnFastnachtslieder gesungen, Hurrah gebrüllt, den Kranzträgern dem er sich Kautionen geben ließ, die er zu Betriebsmitteln ver- geklagte bei dem Weichenſteller Kalwe'schen Ehepaar und stahl die Kränze mit Gewalt zu entreißen und das Trauergefolge wandte. Es waren erhebliche Beträge, die er anvertraut erhielt, in demselben während dieser Zeit so ziemlich alles, was nicht gerade zu sprengen gesucht. Zur Schürung der Rohheiten hatte übrigens einem Falle 2000 M. Da es nun immer noch an Aufträgen fehlte, niet- und nagelfest war, ohne daß sich der Verdacht des Sie verstand der ultramontane Aachener Volksfreund", mit dem der Verstorbene, so hatte der Angeklagte für die angenommenen Leute keine Be- Ehepaares auf die Angeklagte gelenkt hätte. der Verleger und Lokalredakteur des„ Aachener Voltsblatt" war, schäftigung, er hielt sie deshalb durch allerlei Ausflüchte hin, ihren Wirthsleuten ein solches Vertrauen einzuflößen und sie stets in lebhaftem Federkrieg stand, dadurch nach Kräften bei- bald sollte die Maschine beschädigt sein, bald mußte er durch ihr liebenswürdiges Benehmen so zu umgarnen, daß diese getragen, daß er noch seinen todten Gegner in der niederträchtigsten eine nothwendige Reise antreten, bald hatte er einen schließlich alles thaten, was sie wollte. Lebhaftes Mitleid erregte Weise schmähte. Die geschilderten Vorgänge waren nun im ,, Aachener anderen Grund, der ihn verhinderte, die Leute zu beschäftigen. das, was die einfachen Leute nach dieser Richtung hin erzählten, Voltsblatt" zur Sprache gebracht und gegen die Polizeibehörde der In überzeugender Weise wußte er die von ihm angenommenen Leute, wie z. B. die Angeklagte die Frau S. zu bestimmen gewußt hatte, Vorwurf erhoben worden, daß nicht in genügender Weise ein- die sämmtlich aus der Provinz kamen, darauf hinzuweisen, daß der eine goldene Uhr in ein bestimmtes Kommodenfach zu legen, zu geschritten und einzelne Bolizeibeamte, darunter ein Kommissar, dem Schwindel in der Großstadt an der Tagesordnung sei, er könne welchem jene einen Nachschlüssel hatte; stets wußte sie sich die Ge Treiben müßig und lächelnd zugeschaut hätten. Dadurch fühlte sich die niemanden ins Herz sehen und deshalb müsse er auf der Hinter- legenheit zum Diebstahl bequem zu machen. Baares Geld und Aachener Polizei beleidigt und stellte Strafantrag. Das Aachener Land- legung einer Kaution bestehen, zumal seine Angestellten größere Schmucksachen reizten sie natürlich am meisten. Wurde über die gericht lehnte die Eröffnung des Hauptverfahrens ab, auf Beschwerde Beträge für ihn einzuziehen hätten. Die Geschädigten sind unft Diebstähle in der Familie gesprochen, so schimpfte die Angeklagte des Staatsanwalts ordnete das Oberlandesgericht zu Köln die Er- ihre Ersparnisse gekommen. Da der Angeklagte bereits mehr- auf den Dieb tapfer mit und suchte dabei den Verdacht auf eine öffnung des Hauptverfahrens an. fach, zuletzt mit drei Jahren Gefängniß wegen Betruges unschuldige Hausgenossin zu lenken. Doch auch ihr schlug die Stunde. Die Anklage stützte sich auf die§§ 185, 186, 196, 200 St.-G.-B. borbestraft ist, so suchte er sich dadurch vor dem Buchthause zu Eines Nachts erwachte die Frau R., als sich jemand an ihrem Kopfund§ 20 des Preßgesetzes vom 7. Mai 1874. In erster Linie wurde retten, daß er behauptete, eine betrügerische Absicht habe ihm von fissen, unter welchem sich ihr Portemonnaie befand, zu schaffen eine Beleidigung darin erblickt, daß der Polizei der Vorworf gemacht vorne herein fern gelegen, er habe sich deshalb nur in 4 Fällen der machte, und erkannte zu ihrem Staunen die Angeklagte; diese mußte worden war, daß sie bei den wüsten Szenen absichtlich nicht Unterschlagung schuldig gemacht. Der Gerichtshof tam auf grund am Morgen mit zur Polizei und hier stellte es sich heraus, daß sie eingeschritten sei, zudem habe die Behörde von vornherein nicht der Beweisaufnahme zu einer anderen Anschauung. Der Angeklagte bereits wiederholt wegen Diebstahls, zuletzt mit 3 Jahren Gefängniß, Beim Durchsuchen ihrer Sachen wurde eine das nöthige angeordnet, um derartigen Erzessen vorzubeugen; sei wie in den früheren Fällen auf Betrug ausgegangen und deshalb vorbestraft war. Sachen vorgefunden. Sachen Trotz des: ferner sollten mehrere Beamten dadurch beleidigt worden sein, dem Zuchthause verfallen. Das Urtheil lautete auf drei Jahre Menge der gestohlenen Der Staatsdaß vom Verfasser behauptet wurde, sie hätten ihre Freude an 8uchthaus, 450 M. Geldstrafe oder noch dreißig Tage Zuchthaus Belastungsmaterials leugnete die Angeklagte. dem Gebahren des Pöbels gehabt, da sie, anstatt einzuschreiten, und fünfjährigen Ehrverlust. anwalt beantragte 3 Jahre Zuchthaus, da wohl selten das VerTachend zugeschaut hätten. Der Angeklagte stellte entschieden in Abrede, Aus Erfurt wird uns vom 26. Juli berichtet: Vor dem trauen einfacher Leute in gröberer Weise gemißbraucht worden sei. daß er die Absicht gehabt habe, irgend jemand zu beleidigen, er habe hiesigen Schöffengericht hatte sich heute der Reichstags- Abgeordnete Rechtsanwalt Dr. Werthauer wies darauf hin, daß die Angeklagte nur das abscheuliche Gebahren des Janhagels geißeln wollen; wer Genosse Reißhaus wegen Uebertretung des Preßgesezes zu durch eine zu hohe Strafe zu hart getroffen würde; sie habe sich in den Leichenzug und die wüsten Szenen gesehen habe, müsse zugeben, verantworten. Der Angeklagte hatte am 15. Juni cr. in seinem den letzten Jahren gut geführt, sich insbesondere als Blätterin fleißig das der betr. Artikel noch recht milde abgefaßt sei. Bezüglich der Be- Ladenschaufenster das Anbringen eines Platates gestattet, worin für und ordentlich ernährt und nur infolge einer gewissen geistigen hauptung, daß mehrere Polizeibeamte anstatt einzugreifen, gelacht hätten, die Wahl des Genossen Schulz Propaganda gemacht wurde. Es war Schwäche ihrem Hange zur Aneignung fremden Eigenthums in der wolle er den Beweis der Wahrheit erbringen. Durch die umfang dies geschehen, weil der Platatsäulen- Besizer, sowie die bürgerliche fraglichen Zeit nicht widerstehen können. Der Gerichtshof trug dem reiche Beweisaufnahme wurde festgestellt, daß die Polizeibehörde, Presse jedwede Bekanntmachung oder Inserat zu gunsten der sozial- Rechming und erkannte auf 1/2 Jahre Zuchthaus nebst den Nebendie nicht ahnen konnte, daß solche großen Ausschreitungen statt demokratischen Kandidatur abgelehnt hatten. In dem Plakat- ftrafen, finden würden, alles aufgeboten hatte, was in ihrer Macht aushängen fand die Polizei eine Uebertretung des§ 9 des Preßstand. Als der am Leichenhause erschienene Polizei- Inspektor geseges, und Reißhaus erhielt einen auf 30 Mark lautenden amtsBünther wahrnahm, in welcher Weise sich trotz der von ihm schon gerichtlichen Strafbefeht. Hiergegen wurde Einspruch erhoben. Der aufgebotenen zahlreichen Beamten die wüsten Demonstrationen ent- Amtsanwalt beantragte Bestätigung der erkannten Strafe, die des- Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahn wickelten, begab er sich zum Hotel„ Zum großen Monarchen", von halb so hoch bemessen sei, weil der Angeklagte sich hartnädig gezeigt anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. tvo aus er telephonisch nach verschiedenen Polizeibezirken die An- habe, so daß die Polizei zwangsweise das Plakat aus dem Fenster weifung gab, sofort noch Beamte zu schicken, so daß schließlich 50 Schutz- entfernen mußte. Ne i ßhaus bestritt ganz entschieden, in bösund Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag leute bei dem Leichenzug waren. Bezüglich des zweiten Anklagepunktes williger Absicht hartnäckig gewesen zu sein, er habe die sofortige W. Sch. 8ur 20. Infanterie- Brigade gehört das Füfilier- Regiment erklärten eine ganze Anzahl vernommener Zeugen übereinstimmend, Plakatentferming nur deshalb nicht ausgeführt, weil er sich in seinem v. Steinmeg Nr. 37 in Krotoschin und das 2. Niederschlesische Infanteriedaß der Polizeikommissar Pf. zu dem wüsten Treiben dadurch Rechte geglaubt, daß für die Zeit der Wahlen der§ 9 des Preß- Regiment Nr. 47 in Posen. seinen Beifall bekundet habe, doß er bei dem Gejohle gesetzes durch§ 43 der Gewerbe- Ordnung aufgehoben sei. Der Geder Menge, bei dem Hurrahrufen einer Anzahl Mieths- richtshof fand letzteres nicht für zutreffend, hielt aber auch eine Bösfutscher, und bei dem Abfingen von Fastnachtsliedern und willigkeit nicht für vorliegend. Es wurde deshalb die Strafe auf Gaffenhauern mit lächelnder Miene und über 10 M. eventuell 2 Tage Haft reduzirt. treuzten Armen herum spaziert sei und, ohne Der ,, Arbeiter Max Fauck, ein vielfach vorbestrafter Mensch, einzuschreiten, ruhig zugeschaut habe. Vom Vor- wurde am 2. April d. J. von der 2. Straffammer des Landgerichts I fizenden hierüber zur Rede gestellt, giebt Kommissar Bf. an, davon wegen Diebstahls zu zwei Jahren Zuchthaus verurtheilt. Als man wisse er nichts, daß er gelacht habe, dazu sei die Situation viel zu ihn nach der Zelle zurückgeführt hatte, wurde er von einem Wuthernst gewesen. Ferner wurde von mehreren Zeugen bekundet, daß anfall ergriffen. Er nahm den in der Zelle befindlichen eisernen auch verschiedene Schuyleute dem Treiben lachend und Spucknapf und schleuderte denselben gegen den Gerichtsdiener. Da theilnahmslos zugeschaut hätten und nicht eingeschritten seien. dieser aber die Thür schnell zumachte, verfehlte das Wurfgeschoß sein Am Friedhof hätten Leute einem der Leidtragenden einen Kranz entreißen Biel. Nun zertrümmerte Fauck die in der Zelle befindlichen Gegen- binnen 4 Wochen nach Beendigung der Uebung erhoben wird. Die Unterlichen Aufenthaltsort hatte. Der Anspruch erlischt, wenu er nicht spätestens wollen, was von einem Schußmann gesehen und stillschweigend ge- stände, eine blecherne Wasserkanne und zwei Becher. Wegen stützung beträgt für die Ehefrau 30 pet., für jedes sonst unterstützungsbilligt worden sei. Nach Beendigung der Zeugenvernehmung be- dieser Ungebühr wurden ihm zunächst von der Gefängniß- berechtigte Familienmitglied 10 pt.( insgesammt aber höchstens 60 pct.) des antragte die Staatsanwaltschaft eine Geldstrafe von 150 Mart, direktion zehn Tage strengen Arrestes auferlegt, außerdem ortsüblichen Tagelohnes für erwachsene männliche Arbeiter am Aufenthalt eventuell fünfzehn Tage Gefängniß, wohingegen der Vertheidiger erhielt er aber noch eine Anklage wegen Sachbeschädigung, zu deren des Einberufenen. Die Unterstützungen gelten nicht als Armenunterdes Angeklagten Freisprechung beantragte. Derselbe suchte nach- Verhandlung er gestern aus dem Zuchthause zu Brandenburg vor- stügungen und find jeder Pfändung entzogen. Ein Beispiel für solchen Ans zuweisen, daß F. in Wahrung berechtigter Intereffen ge- geführt wurde. Das Schöffengericht verurtheilte ihn zu einer Zusatz- trag finden Sie im Arbeiter Notizkalender und im Arbeiterrecht, ein Formular in der handelt und den Artikel in frischer Entrüstung und großer strafe von 5 Tagen Zuchthaus. Buchhandlung Vorwärts. Ste fönnen den Antrag auch mündlich im Bureau des Magistrats stellen. Aufregung geschrieben habe. Daß die polizeilichen Anordnungen nicht genügt und einzelne Polizeibeamte ihre Schuldigkeit nicht gethan hätten, C. 5. 6. Es ist nicht ersichtlich, ob Sie ein Patent, ein Ge Ein jugendlicher Durchbrenner stand gestern in der Person ch made oder ein Gebrauch 3 muster im Auge Haben. Batente sei zudem eine feststehende Thatsache. Nach einstündiger Berathung des 19 jährigen Schreibers Richard Schmidt vor der ersten Straf- werden für neue Erfindungen, welche eine gewerbliche Verwerthung gevertündete der Vorsitzende das Urtheil dahin, daß der Angeklagte frei fammer des Landgerichts I. Der Angeklagte stand in den Diensten statten, ertheilt. Ausgenommen von der Patentirung find solche Erfindungen, zusprechen sei. In der Begründung hob der Vorsitzende hervor, des Fabrikbesitzers Friedrichsen. An einem Sonnabend Vormittag deren Verwerthung den Gesetzen oder guten Sitten zuwiderlaufen würde, daß die Polizeibehörde vollauf ihre Schuldigkeit gethan habe, jedoch sei bemerkte er, daß sein Prinzipal dem Geldschrank eine größere Summe sowie Erfindungen von Nahrungs-, Genuß und Arzneimitteln, sowie von dem Angeklagten der Schutz des§ 193( Wahrung berechtigter Inter- entnahm und sie in seinem Pult unterbrachte. Das Geld sollte des Stoffen, welche auf chemischem Wege hergestellt werden. Wohl ist aber die Während der Erfindung, welche ein bestimmtes Verfahren zur Herstellung von chemischen effen) zuzubilligen, da er das wüste Vorgehen habe an den Pranger Nachmittags zur Lohnzahlung verwendet werden. stellen wollen, wie dies auch richtig am Plaz gewesen sei. Bezüg- Mittagszeit befand der Angeklagte sich allein im Komptoir. Wie Stoffen, Genußmitteln u. s. w. betrifft, patentfähig. Musterschng ist etwas Es giebt zwei Arten Musterschutz: Ge= lich des zweiten Puntes, nämlich, daß einzelne Beamte ihre Pflicht er angab, hat das Pult seines Prinzipals mit einem anderes als Patentschut. schmacks muster und Gebrauchs muster. Das Geschmacks: Musternicht gethan hätten, sei der angetretene Wahrheitsbeweis anderen welcher zufällig paßte, geöffnet. Er recht ist das Recht, ausschließlich bestimmte Muster der Moden ganz vollständig gelungen. Sämmtliche durch das Verfahren fand darin gegen 1400 Mart, eignete sich es an und reiste davon. oder theilweise nachzubilden. Es wird ertheilt, wenn die Muster entstandenen Kosten wurden der Staatsfasse auferlegt. Es trieb ihn ruhelos von Stadt zu Stadt. Wie die meisten neu und eigenthümlich und bestimmt oder geeignet sind, als Vora Eine nette Achtung vor dem Tode hat da ja der ultramontane Defraudanten hatte der Angeklagte wenig Genuß von dem unrecht bilder für die Form von Industrie- Erzeugnissen den Geschmack oder das Janhagel offenbart. Und das wagt der Sozialdemokratie Pietät- erworbenen Gut; als er nach allerlei Kreuz- und Querfahrten in ästhetische Gefühl zu befriedigen. Als Gebrauchs must er werden neue losigkeit vorzuwerfen! Köln anlangte, fiel er Dieben in die Hände, die ihm 600 m. stahlen. Modelle an Arbeitsgeräthschaften oder Gebrauchsgegenständen oder von Ein Frauenprägler. Der Landwirth Thurow, der auf indeffen nur bis Münster, wo er sich der Polizei stellte. Der bienen sollen. Der Martenschutz endlich bezieht sich auf die im HandelsEr wollte nun wieder nach Berlin zurück, seine Mittel reichten Theilen derselben geschützt, sofern und insoweit sie dem Arbeits- oder Gebrauchszweck durch eine neue Gestaltung, Anordnung oder Vorrichtung dem Rittergut Marienfelde als Inspektor angestellt ist, war wegen Mißhandlung eines Dienstboten angeklagt. Der Gutswächter Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten zu einem Jahre sechs register seitens des Handelsrichters eingetragener Firmen eingetragenen hatte ihm wiederholt gemeldet, daß sich die Mägde der Guts- Monaten Gefängniß. wirthschaft bis spät in die Nacht auf der Dorfstraße aufhielten und Eine böse Ueberraschung wurde am Morgen des 5. November dann am frühen Morgen trotz wiederholten Weckens nicht v. J. dem Bäckergesellen Beyer zu theil, der in einer hiesigen größeren aufstehen möchten. Der Inspektor meldete dies dem Be- Bäckerei beschäftigt war. Er hatte wie gewöhnlich seine Thätigkeit fiter des Gutes und dieser gab ihm den Auftrag, im Wieder- des Morgens um 3 Uhr begonnen. Einige Stunden später theilte holungsfalle die Mägde aus den Betten heraus ihm das Hausmädchen mit, daß in seiner Kammer ein Dieb gehaust zu prügeln. Eines Morgens bald nach 7 Uhr meldete der Kuh- habe, sein Stoffer sei erbrochen und der Inhalt liege auf dem Fußmeister dem Inspektor, daß die Mägde zwar um drei Uhr( 1) zur boden zerstreut umher. Beyer stellte fest, daß der Dieb den Koffer Arbeit erschienen seien, sich aber bald wieder schlafen gelegt hätten gewaltsam erbrochen und 80 m. baares Geld und verschiedene Werthund min nicht zu bewegen seien, aufzustehen und das Vich zu füttern. gegenstände daraus entwendet hatte. Der Thäter mußte ein HausAuf dem Deckel des geplünderten Koffers Der Inspektor begab sich nun mit einem spanischen Rohr nach der dieb gewesen sein. Gesindestube, wo die Mägde mit den Kleidern auf den Betten lagen lag Bettel folgenden Inhalts: Geehrter Teigaffe! tann ich gut Swinemde. 765 WSW 2 bedeckt 13 Haparanda 756 und weckte diese durch Schläge auf den Rücken. Die Gelegenheit war zu günstig, das Geld Eine der Mägde ließ sich das nicht gefallen, stellte gebrauchen, die Kette ist sehr hübsch. Du wirst mich nicht Hamburg 765 WSW 3 bedeckt 12 Petersburg 766 WNW 2bedeckt 13 Cort Strafantrag und Anklage heraustriegen, so etwas kann mir nicht passiren. Berliner Ein- Berlin Inspektor 1wollig 18 Aberdeen wegen vorsätzlicher Körperverletzung erhoben. Das Schöffenbrecher." Der Verdacht der Thäterschaft lenkte sich auf den in der Wiesbaden 1wolfent 18 Paris gericht am Amtsgericht II erkannte jedoch auf Freisprechung mit der selben Bäckerei angestellten Hausdiener Gustav G., welcher stets mit München 765 Still- wolfent 14 Begründung, daß in Fällen, wie dem vorliegenden, der Dienst- Geldverlegenheiten zu kämpfen hatte. Da eine Durchsuchung seiner Wien Wetter- Prognose für Donnerstag, den 28. Juli 1898. herrschaft ein Büchtigungsrecht zustehe, welches durch ausdrückliche Person und seiner Habseligkeiten aber feinen Erfolg hatte, so lag Zunächst etwas wärmer, zeitweise heiter, vorherrschend wolkig mit Uebertragung auf den Vertreter der Dienstherrschaft übergehen könne. fein Grund vor, ihn zu verhaften, sein Meister begnügte sich damit, zu entlassen. Später gelangte man in den Befizz leichten Regenfällen und schwachen nordwestlichen Winden; nachher etwas Gegen dieses Urtheil legte der Amtsanwalt Berufung ein. Die ihn erneute Beweisaufnahme vor der zweiten Instanz gestaltete sich gestern eines von G. geschriebenen Briefes, dessen Schriftzüge eine nicht anders wie die der ersten Verhandlung. Die erste Magd gab ohne auffallende Aehnlichkeit mit denjenigen hatten, die der Berliner weiteres das furchtbare Verbrechenzu, daß sie sich noch spät abends auf Einbrecher" gefchrieben hatte. Mun wurde G. in Saft genommen der Dorfstraße aufgehalten hätten und deshalb früh müde gewesen und die gerichtliche Schreibsachverständige, Frau Prof. Dilloo, trat feien. Der Staatsanwalt bestritt, daß den Dienstherrschaften ein in Thätigkeit. Sie gab in ihrem Gutachten ihrer Ueberzeugung Büchtigungsrecht zustehe. Der§ 77 der Gesinde- Ordnung vom Ausdruck, daß der Angeklagte der Schreiber des Bettels mit dem 8. November 1810 besage nur:" Neizt das Gesinde die Herrschaft durch höhnenden Inhalt gewesen sei, aber sie müsse einräumen, daß sie bei ungebührliches Betragen zum Zorn, und wird in selbigem von ihr mit der Schwierigkeit der Beurtheilung von ungelenken Handschriften ihr Scheltworten oder geringen Thätlichkeiten behandelt, so kann es Gutachten nicht als unfehlbar bezeichnen tönne. Da weiteres Bedafür teine gerichtliche Genugthuung fordern." lastungsmaterial gegen den Angeklagten nicht vorlag, so zog der GeDa sei also von einem Recht zur Züchtigung nicht die Rede, dem richtshof es vor, nach dem Antrage des Staatsanwalts ein freiGefinde sei mur bei gelinden Büchtigungen der gerichtliche Klageweg sprechendes Urtheil zu fällen. abgeschnitten. Wäre aber ein solches Recht vorhanden, so könne Von der Lohnkommiffion der Maurer erhalten wir folgende Donnerstag, d. 28. Juli, nachm. 5 Uhr, dasselbe keinenfalls an andere Angestellte übertragen werden. Er zuschrift: In Nr. 169 des„ Vorwärts", Beilage unter Gerichts- Kirchhofes aus statt. beantrage daher 20 M. Geldstrafe. Das Urtheil des Gerichtshofes Beitung" steht eine Meldung, anfangend: Eine Streitgeschichte. In bei atel. Um rege Betheiligung E. Kregenbring und Frau. lautete: Nach den gesetzlichen Bestimmungen kann die Dienstherrschaft diesem Bericht sind dem Berichterstatter verschiedene Sachen unter- erfucht gegen den wurde ein er Schlüssel, J. H. Unbekannt, größte Vorsicht geboten. F. G. 11. An den Magistrat. Der Antrag auf unterstützung) der Familienangehörigen zu Friebensübungen eins gezogener Mannschaften ist bei der Gemeindebehörde des Ortes zu erheben, an dem der Einberufene zur Zeit vor der Uebung seinen gewöhn Zeichen, welche zur Unterscheidung der Waaren der Schutzberechtigten von den Waaren anderer Gewerbetreibenden auf den Waaren selbst oder auf deren Verpackung angebracht werden sollen. Die gesetzlichen Details über Batent- und Muster- und Martenschutz finden Sie in Nummer 22 der Guttentag'fchen Sammlung von Reichsgesetzen. Witterungsübersicht vom 27. Juli 1898, morgens 8 Uhr. Stationen fühler. Barometer stand mm Windrichtung Windstärte 764 NO 765 O Wetter Temp. n. 6. 5° C= 4° R. Centralverband d. Zimmerer Deutschlands. ( Zahlstelle Rixdorf.) Den Mitgliedern zur Nachricht, daß Gustay Schremmer am Montag verstorben ist. 261/2 Die Beerdigung findet Heute, von d. Leichenhalle d. neuen Rirdorfer Treffpunkt Der Vorstand. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter 2hlb. bed. Temp. n. 6. 5° C,= 4° R. 13 766 S 765 762 NO 2voltig 17 1 bedeckt 12 1916. bed. 18 Berliner Wetterbureau. Danksagung. Allen Freunden u. Bekannten, fos wie Werkmeistern und Kollegen der Firmen: Allgem. Elektr. Werke und Rietschel u. Henneberg fagen wir für die vielen Beweise liebevoller Theil nahme u. zahlreichen Kranzspenden infolge Dahinscheidens unseres lieben Bruders, Schwagers und Neffen, des Schloffers Otto Müller, unsern innigsten Dant, Ad. Hinz und Fran. 1316 Für den Inhalt der Inferate Passage- Panopticum. übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 27. Juli. Neues Opern Theater( Kroll). Der Waffenschmied. Orientali: sches Tanzbild. Anfang 72 Uhr. Residenz. Liebelei. Hierauf: Moment: aufnahmen. Anfang 72 Uhr. Neues. Der Unterpräfekt. Anfang 71% Uhr. Westen. La Traviata.( Violetta.) Anfang 72 Uhr. Zentral. Der Hüttenbesizer. An: fang 8 Uhr. Oflend. Auf Sumatra. 712 Uhr. Anfang Belle Alliance. Er muß aufs Land. Anfang 8 Uhr. Friedrich = Wilhelmstädtisches. Zwei Tage Millionär. Anfang 8 Uhr. Thalia. Die fleinen Vagabunden. Anfang 8 Uhr. Alexanderplats. Anfang 8 Uhr. Die Ehebrecherin. Apollo. Don Juan in der Hölle. Anfang Uhr. Passage Panoptifum. Speziali täten- Vorstellung. = Reichshallen. Spezialitäten Borstellung. Anfang 8 Uhr. ThéâtreVariété. Sensationell: Die schöne Tätowirte Sga. Radolfi als Athletin. Castan's Panopticum. Major Graf Neu!! WalsinEsterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Prater- Theater, Kastanien- Allee 7/9. Friede auf Erden". Friedr.- Wilhelmstäd. Theater Lebensbild mit Gef. u. Tanz in brei Chauffeestr. 25/26. Donnerstag, den 28. Juli, abends 8 Uhr: Gesammt- Gastspiel der Schauspieler: Gesellschaft Die Liliputaner. ( Direktion: Karlu. Theodor Rosenfeld.) Zum 7. Male: Zwei Tage Millionär. Großes Ausstattungsstück mit Gesang und Ballet in 11 Bildern von Robert Abth. von Hugo Schulz. Musik v. A. Kersten. Auftreten d. Kostümsoub. Elsa de Planque, d. Grotesque- Duett. Gebr. Milardo, der 3 Warton Gymnastifer, des musit. Klowns Mr. Barna mit s. dress. Ratten, der Osrani Troupe, musit. Excentr. Ballet. Pantomime. Konzert und Ball. Auf. 4 Uhr. Achtung, Kupferschmiede! 1356 Unserm Freunde u. Genoffen Leo zum heutigen Geburtstage die herzSonnabend, den 30. Juli, abends 9 Uhr, in Feind's Salon, lichsten Glückwünſche. Weinstr. 11: [ 99/15 Beim Dichten u. beim Prophezei'n Mit gleichem Fleiß, doch größerm [ Glück Brech' heut den„ Stiefeln" das Genid. Deine Freunde. Große öffentliche Versammlung der Kupfer- Freund Leo, hast Du wenig Schw... schmiede Berlins. Tages Ordnung: Jeder Arbeiter, Jeder Handwerker 2... sollte zur Arbeit 1. Schlußabrechnung vom Streif. 2. Halbjahrs- Abrechnung vom Dis positionsfonds und Wahl von 3 Revisoren. 3. Bericht des Gewerkschafts: D. W. 2. B. E. St. Fr. Delegirten. 4. Die vorzunehmende Lohnstatistik für die Provinz Branden: burg. 5. Verschiedenes. Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Afung! Der Einberufer. Achtung! Montag, den 1. August 1898, abends 8/2 Uhr: Große öffentliche Versammlung 3. S. St. Achtung! Kürschner! Sonntag, den 31. d. M., findet die vom Berband der Stürschner verAchtung! die Lederhose Herkules tragen. Allein- Verkauf für Berlin. Dieselbe ist in schönen praktischen dunkelgrauen und braunen Streifen echtfarbig gebrudt. Eine außerordentlich starke anstaltete Landpartie statt. Waare, sehr feste Kappnähte, haltbare Bestimmungsort ist Bichelswerder, Nähmaterialien, breite, tiefe Leder: Inselgarten. 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Verschiedenes. 173/12 jeden Kollegen zu erscheinen. In anbetracht der wichtigen Tagesordnung ist es Ehrenpflicht eines Der Vertrauensmann. Eintritt 30 Pf., num. Blag 50 Zentral- Krankenkasse der Maurer wc. Puhlmann's Kalbo. Breitenbach. Mufit komponirt und Vaudeville- Theater arrangirt von Viktor Holländer. Preise der Plätze wie gewöhnlich. Vorzugsbillets und freier Eintritt ungiltig. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Sonntag 2 Vorstellungen. Kinder zahlen Sonntags Nachmittag Halbe Preise. Schönhauser Allee 148. Odiele Radler! Freund. Kollegen u. Freunde, die an der Partie theilnehmen wollen, sind und vorn aus einem Stück gefertigt, Vorzüge. Der Hosenbund ist hinten hiermit freundlichst eingeladen. 93/16 Der Vorstand. Zur Fundirung eines sozialdemokrat. Zeitungsunternehmens wird stiller oder thätiger Theilhaber( im letzteren Fall am liebsten Kaufmann oder Redakteur) mit M. 5000 bis 10 000 Ein lage gesucht. Ort ist Fabrikstadt mit ca. 50 000 Einwohnern und über: wiegend sozialistisch. 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