Abomlemeuts Oftktn beim Sttlag und dessen bekannten Agenten entgegen- genommen, und ivar zum vor«»> zahlbaren BierteljahrSpreii v«n: v», sllr Deutschland(direkt per Bries-Souvert> Swfl. 2,75 sür Oesterreich(direkt per»ries-Condertt Shill. t,- für alle übrigen Linder de« Weltpostverein«(ftm)banb). Z-seratt die dreigespaltene Petitzeile 3 Pente— 25 1 = 3u 613. Der SoMdemoKrat Hrgan der Sozialdemokratie deutscher Zunge. Krschewt Wöchentlich einmal -in �' London. __.,•**- Anrag der German voope»»Uve?ubIis!i!a� als Reichsfeinde kennzeichnen und bezeichnen, es wirklich sind, dann, will ich Ihnen sagen, ist das ganze deutsche Reich nach außen und i n n d n keinen Schuß Pulver>v e r t h. Aber zum Gluck glaubt das vernünftige Ausland diesen Blödsinn nicht. Man weiß im Ausland, daß diejenigen in Deutschland, welche als Reichsfeindc be- zeichnet werden, wenn es darauf ankommt, sich zwar nicht als R c i ch s f r c u n d e, d.h. nicht als Freunde des herrschenden Systems erweisen, aber als Vaterlands freunde es nicht dulden würden, daß das deutsche Vaterland verkleinert wird. (Ruf rechts: Ra, na!) Sic(zur Rechten) rufen:„na, na!" Meine Herren, ich habe bis jetzt blos sogenmmte„Eb e l st e der Nation" gefunden, welch« 1806 und später das Vaterland vcrrathen haben isehr gut! bei den Sozialdemottaten); Sozialdemokraten haben noch niemals Vaterlandsvcrrath ge- übt. Ich kann Ihnen sagen-: von„Edelsten der Ration" ich könnte Ihnen zwei namhaft machen, gelegentlich wird's auch geschehen— sind wir in neuerer Zeit aufgefordert worden, Landesverrat h Frankreich gegenüber zu begehen, und wir haben die„Edel-, sten" natürlich mit Verachttmg von uns gewiesen. - Ich will weiter sagen: wenn wir friedliche Beziehungen zu Frank- reich haben, so können wir Sozialdemokraten uns dasitt mindestens ebenso große Verdienste zuerkennen wie Sie. Würde das'Ausland uns anzugreifen fürchten, wenn eS Überzeugt wäre, daß wir„Reichs- feinde", also die größere Hälfte des deutschen Volkes, z»r Zcrtrüm- mcruug des deutschen Reichs behilflich sein würden? Was die Feinde der deutschen Einigung drüben in Frankreich und in Rußland fürchten, das ist ein zur Vcrtheidigung des Landes einiges deutsches -Volk, und nach dieser Richtung hin— das' kann ich Ihnen versichern — ist von unserer Seite bei einflußreichen französischen Politikern, auch persönlich durch mich, jeder Zweifel, falls eiiier vorhanden war, de- s c i t i g t worden: greiftFrankrcich an, dann ist keine Partei in Deutschland, auf die Sie rechnen können, und dann ist der letzte Sozialdemokrat in Deutschland verpflichtet und bereit, gegen den Angreifer zu marschiren. (Bravo!)" Jeder wirkliche Republikaner in Frankreich muß Gegner dcö Krieges sein. „Einer der— wie soll ich sagen— einflußreichsten Führer der jetzt herrschenden Majorität in Frankreich hat mir selbst gesagt: wir haben die lleberzengmig gewonnen, daß, wenn wir.Krieg bcgiimcn, wir unter allen Uni ständen die Republik zu Grunde richten. Entweder werden wir geschlagen und dann sind wir verloren, weil wir verantwortlich find für die Niederlage; oder wir siegen, und dann kommt die Militär- Diktatur, wie früher unter Napoleon. Ich kann sagen, diese lieber- Zeugung habe ich bei allen intelligenten Franzosen gesunden, und die Zahl der vernünftigen Franzosen ist doch weit größer als die der nn- vernünftigen, wie alle neueren Wahlen bewiesen haben, außer in den monarchischen Departements, wo Herr Boulanger— leider auch von deutscher �citc, das heißt von der deutschen Presse, nicht von der Re- gicruug, in recht häßlicher Weise unterstützt— die Rolle eines politi- scheu Abenteurers und Prätendenten spielt. Man versuche es doch ein- mal, einen freniidlichcren Ton gegen Frankreich anzuschlagen. Jeden- falls wünsche ich, daß das deutsche Reich ein kleui wenig würdiger nach Änßcn hin auftritt, nicht mit der gestern schon gerügten Nervosität, die nach dem englischen Wort vom„blow bot, blow cold" heute kalt bläst und morgen warm. Ist das etwa ein Zeichen der Kraft? Und wenn ich einen noch so laugen Säbel habe und noch so sehr damit rassele und noch so heftig au meine Brust poche, das macht doch nur den Eindruck krankhafter Nervosität und ist auch krankhaft...." Die Acchttmg der Opposition nichtswürdig. ...„Ist das etwa nicht wahr? Wie ist der gegenwärtige Reichstag zu Stande gekommen? Herr Eugen Richter hat diesen Reichstag ein „Angstprodukt" genannt. Der Ausdruck ist vollständig richtig, nur daß ich diesen Ausdruck vcrallgcmciucm will: jeder Reichstag, jeder Land- tag ivird mehr oder weniger ein Angstprodukt sein, so lange die offiziöse Presse, die llieptilpresse und deren Lenker ihre heutige Berhetzungspolitik fortsetzen: jedermann, welcher Gegner der Regierung ist, wird von oben her als der größte, der schwärzeste Feind hingestellt, zum schlechlen Menschen, zum ehrlosen Verbrecher gestempelt. Das ist unmännlich, Jeuilreton. Watt Ttjttr und die englischen Nitter der Arbeit. (Schluß.) In einer Reihe von Prozessen, in welchen die alten heiligen Gesetze mit Füßen getreten wurden, brach mau rücksichtslos das Versprechen der Gerechtigkeit. Einige hundert Rebellen wurden ohne Prozeß ge- hangen. Dies mag verzeihlich sein. Die Regierung ist bis zu einem gewissen Grade dafür zu entschuldigen, daß sie aus Sclbstvertheidigung wid in der Panik Leute tödtete, ohne den gerichtlichen Prozeß abzu- warten, aber keine Verzeihung darf gewährt werden für jenes große Anrecht, daß Leute nach cincni Prozesse gehangen wurden, in welchem das Gesetz selbst absichtlich entstellt und mißdeutet wurde, um cine Ver- lirthcilung herbeizuführen. Es handelt sich nicht so sehr um die Opfer(?), welche unter einer solchen Justiz ihr Leben einbüßten, als um die Summe des Unrechts selbst. Das Parlament erklärte, daß die vom König ausgestellten Frcihetts- briefe null und nichtig feien, da die Rebelleu sie ihm mit den Waffen tn der Hand abgetrotzt hätten. Die Gesetzgebung wurde gegen die Ar- heiter rücksichtsloser und härter denn je zuvor. Aber obgleich die Ar- heitcrschaft geschwächt und ihre Leiter getödtet lvaren, gingen die Früchte des Sieges den Rebellen vom Juni 1680 dennoch nicht verloren. Obgleich die Knechtschaft gesetzlich wieder eingeführt war, erwies es sich doch als unmöglich, die alten Zustände wieder herzustelle».„ES mag sein", sagt Rogers,„daß die Unzuftiedenheit zu weit verbreitet, die Gefahr so groß und die Erhebung dem Erfolg so nahe gewesen war, daß weise Männer es für besser erkannten, das, was sie im Par- lament trotzig verweigerten, schweigend zu gewähren."— Der Ge- fchichtsschreibcr Humc, ein eiftigcr Freund der Regierung, sagt in der Besprechung dieser Vorgänge:„Den unzufriedenen Knechten wurden Freibriefe gewährt, und obgleich diese nach Niederwerfung der Rebellion widerrufen und viele Hundertc von Aufständischen als Hochverräther hingerichtet wurden, so ist es doch tvahrscheinlich, daß die Stimmung, welche sich im Volke allgemein gezeigt hatte, es später verhinderte, daß die Herren die rauhen, wenngleich gesetzlichen Fesseln der Knechtschaft anzogen und die Knechte dieselben duldeten."— Ein Mitarbeiter der „Fortnightly Review" schrieb 1865:„So kam es, daß 50 Jahre nach der schwarzen Pest die Freiheit der Leibeigenen, der Knechte in Eng- laiid gesichert war. Der Ausstand der Arbeiter endete, wenn auch erst nach langem unv hartem Kampfe mit einem Siege für diese und einer Niederlage für die Grundherrn." Watt Tylers Aufstand bewirkte die Befreiung der Jndusttie und setzte eine Prämie ans die Arbeit. Für die Dauer von fast zweihnn- dert Jahren nach diesem Aufftand erhielten die Arbeiter Englands, im Verhaltniß zur Kaufkraft des Geldes, höhere Löhne, als sie jemals zu- vor oder jemals seither erhalten hatten. Die Arbeit Wartheuer und die Produkte waren billig, die zwei ersten Vorbedingungen für die indu- fttielle Wohlfahrt waren also vorhanden, lind auch die dritte Vor- bedingung, welche die beiden anderen immer degleitet, waren da: Die Arbeitszeit war kurz trotz der, oder vielmehr wegen der hohen Löhne. Von der Zeit Watt Tylers bis zur'Regierung König Heinrichs VIII. bildeten in England 8 Stunden einen Arbeitstag. Heute verbinden sich die Kapitalisten mit den Grundeigcnthümern, um die Arbeiter an den gefährlichen Rand der Armuth zu drängen, so daß sie ihnen mit der Hungcrpcitsche in der Hand die Bedingungen diktiren können. So war es auch zu der Zeit, von welcher hier die Rede ist. Die Kapitalisten und Grundcigenthümcr mißgönnten den Arbeitern deren verhältnißmäßige Wohlfahrt und verschworen sich, die- selben wieder vollständig zu unterjochen. Das führten sie denn auch aus, und zwar nicht ansschließlich durch Gesetze wie das Arbeiterstatut, sondern auch, indem sie das Geld des Landes cntwcrthcten., Gedichte........... 1—— 80 Schulic, Ter große Krach, ein Märchen für große und kleine Kinder, broch............— 40— 30 — Dasselbe, gebunden...........— 50— 40 S o z i a l i st i s ch e Theaterstücke: Nr. 1: Ein Schlingel, als Rollen nöthige 5 Expl.............. 1 75 1 40 Einzeln ü............— 35— 30 7 Expl.............. 1 75 1 40 Einzeln ü............— 30— 25 Nr. 3: Ein Opfer, als Rollen nöthige 20 Expl. 7— 5 60 Einzeln ü............— 50— 40 Vor d c r W a h l s ch l a ch t. Lustspiel in 1 Aufzug— 50— 40 Max Hirschkuh, komisches Charakterbild aus der Berliner Arbeiterbewegung......— 15— 15 DerStaats st reich von Galgen häufen oder die Geheimnisse der Familie Runimelkopf. (Ein Sittenbild.)..........— 50— 40 Vorwärts! Eine Sammlung von Gedichten für das arbeitende Volk. 6 Lieferungen a....— 50— 40 — Derselbe. Komplet gebunden(in roth oder braun) 4 50 3 50 — Derselbe, gebunden. Prachtband mit Goldschnitt 6— 4 50 Welt, die neue, illustrirtcs llntcrhaltungsblatt 1876 bis 1878, per Jahrgang broch........ 3 75 3— Winter märchcn, ein neues. Hcine's Bestich im neuen deutschen Reich der Gottesfurcht und frommen Sitte..............— 30— 25 Pn'nted for tlie proprietors by tbe German Cooperative Publishing Co. 1U Kentish Town ßoad London h'. W. *