Abonnements «snktn beim B-rlag und dessen bekannten Agenten entgegen- genommen, und zwar zum vorau» gahldaren VierteljahebpreiS»on: M. 4,4» sür Deutschland ldireit per Bri«s-llouvert> iuisl. 2,75 für Oesterreich(direkt per rries-Souveet» Thill. 2,— siir all« übrigen Länder de» W-ltposwereiai(Kreujbanch. Juseritt die drcigespalten« Petitzeile »Penc,--- 25 Psg. � R>«t». Der SoMIdemckrat Hrgan der Sozialdemokratie deutscher Zunge. Priese an die Redaktion und«rpedition de» in Deutschland und Oesterreich verbotenen.Sozialdemokrat'«olle man unter Beodachtung äußerster Vorsicht abgehen lassen. Zu der Segel schicke man un? die Briefe nicht direkt, sondern an die bekannten Deckadresten. In zweiselhasten Fällen eingeschrieben. Erscheint wöchantli««IttM«! in Lo«do«. Akrtag de? Sormav Ooopor»tivs?ubIi>K!og' c i n b a b c n— auch «in„Freiherr"— einmal gründlich ans der Schule. Beeinfluß- »n g e n der Arbeiter d u.r ch die Unternehmer, meinte der Herr, seien d u r ch a u s i n d e r O r d n u n g. Es sei einmal d(K« Loos der wirthschaftlich Schwachen, politisch von den Stär- kcrcn beeinflußt ,zu werden. Die T h a t s a ch e ist allerdings richtig, wir Sozialdemokraten haben sie von jeher festgestellt, sie aber . für ein« berechtigte Einrichtung zu erklären, das blieb einem ! Preußischen L a n d r a t h, dem Hüter des Rechts und der O r d- n n n g ini Kreise Wiesbaden, vorbehalten. Bebel fand die rechten Worte, das Gcbahren des junkerlichen Strebers und seiner.Kumpane von der Tribüne des Reichstags herab zu brandmarken, und die drei Ordnungsrufe, die er dafür von dem nationalliberalcn Präsi- deuten Buhl erhielt, werden vom Volke als das Gegcnthcil ratifizirt werden. Um die Blssstellmig, die das.Kartell durch Herrn von Rhciubabcn erlitten, etwas zu bemänteln,.stellte Herr von Bennigsen den Antrag, die Prüfung der fraglichen Wahl»och einmal der Kommission zu über- weisen. Aber das. Word bleibt gesagt und der Eindruck läßt sich nicht j Mehr verwischen. — Breslau hoch k Die B r e s l a u c r A r b e i t c r haben am Montag gezeigt, daß sie nicht mit sich fackeln lassen. An diesem Tage fand die Nachwahl für unscrn im Kerker todtgchctztcn Ge- Nossen Julius K r ä ck e r statt. Zozialistischcrscits war der lang- i bewährte Genosse A. Kühn aufgestellt, und um den Stimmenfang mit i größerem Erfolg betreiben zu können, hatten ihm die Anstifter des fa- j Mosen Fackelzuges kiznigstreucr Arbeiter cüien der von Wilhelm II. Mit dem Fhring-RlahlowkFeichen Behängten, der ebenfalls auf den Na- Meii Kühn hört, gegenübergestellt. Antisemiten, Züustler, Ehristlich- lozialc. Ultramontane akzeptirtcn ihn als ihren Kandidaten und agitirten für ihn in der lärmciidsten Weise, und was war der Erfolg? Ganze ! 1481 Stimnien brachten sie zusammen, während der Vertreter der gc- ächteten, als der Abschaum der Menschheit erklärten Sozialdemokratie trotz des Hochdrucks der Gcgenagitation 7799 Stimmen erhielt, das heitzt über 2000 Stimmen mehr als der ihm nächst kommende bürgerliche Kandidat. Derselbe, der Deutsch-freisinnige Friedcnthal erhielt 5,533 ! Stimnien, der Kandidat der„nationalen" Kartellparteicn 4585. Sonnt stehen„rp ich s f ei n d l i ch e" Stimmen gegen iittvv reich sfrcundliche. Man ficht, der bczaubcnide Eindruck des i Neuen Kaisers bewährt sich auch hier. Die Brcslauer Arbeiter haben ihm vor Begeisterung zur Abwechslung etwas geblasen. Kühn kommt mit dem Fortschrittler in Stichwahl, und da die Kartell- brüder sich voraussichtlich enthalten werden, ist seine Wahl so gut wie � sicher. — Trotz alledem. Bei den vor etlichen Wochen in einem großen Theile Sachsens stattgehabten Ergänzungswahlen zu den Gemeindevertretungen haben unsere Genossen fast überall, >vo sie in die Wahl eintraten, brillante Erfolge zu verzeichnen. Immer mehr sehen die Wähler ein, daß sie vor zwei Fahren nichts- würdig belogen und betrogen worden sind und wenden sich der einzigen Partei zu, die das herrschende Prinzip g r n n d s ä v l i ch bekämpft: der Sozialdemokratie. Unter Andcrm wird ein ebenso erfreu- lichcs wie die Situation kennzeichnendes Resultat aus M a r i c n t h a l bei Zwickau gemeldet/ Dort siegte in der Klasse der„Unansässigen" d. h. der arbcktcnbcn Bevölkerung— der sozialistische Kan- didat mit 153 gegen 23 Sikmmcn über den Kandidaten des Krieger- Vereins, obwohl der' Kricaervercin weit mehr wahlbercch- t i g t c Mitglieder zählt, als 23. Eine große Anzahl derselben hat— armer Herr Äronsart von Schcllcndorf— für den Sozial- demokraten gestimmt. Wenn aber selbst die Kricgcrvcreine, die doch speziell zum Schütz von Thron und Gcldsack organisirt sind, nicht mehr Stange halten, Ist das nicht„sehr bedenklich, Euer Liebdcn"? O, sie werden es noch erleben, daß alles, was sie gegen uns aus- 'geheckt, seine Spitze gegen sie selbst richtet. Sie brauchen nur so fort- . zuwirthschasten als sie bisher gethan. — Tic plötzliche Begeisterung der deutschen Kolonialschwänuer für die Bekämpfung des �Sklavenhandels, wie der Sklaverei überhaupt, trägt den Stempel des Erheuchelten zu deutlich auf der Stirn, als daß sich irgend ein mit normalem Gehirn ausgestatteter ' Mensch darüber im Unklaren befinden könnte. Immerhin ist es gut, wenn die Huinaiiitätshcuchclei auch von solchen Leuten konstatirt wird, die vor dem Verdacht der„grundsätzlichen Ncgirung" hinreichend ge- fchüvt find. Und wer ist das mehr als ein wohlbestallter deutscher 1 Professor? Wir lesen in der„Fraiikfnrtcr Ztg.": „Dresden, 6. Fan. Fn der bekannten hiesigen Gehestifiung hielt gestern Prof. Knapp aus Ttraßburg einen dcmerkcnsmcrthcn Vortrag über die Anfänge der Sklaverei in den Kolonien. Er wies über- zeugend nach, daß neben' den Mohamcdänern' auch'christliche und euro- päische Staaten, wie Spanien und Portugal, ein sehr altes und schwer- belastetes Schnldkonto in Sachen der Sklaverei haben, was immerhin �gegenüber der neuen zivilisatorischen Bewegung gegen den Islam her- vorgehoben zu werden verdient. Der bekannte Gelehrte und Sozial- Politiker schloß mit folgenden Sätzen, die wir unseren„nationalen" Kolonialorganen zur Bcachlung enipsehlcn: „Das, was jetzt Teutschland in Bewegung setzt, sind die Greuel der muhamcdanischcn Araber. Aber diese treten dort nicht auf als Herren, sondern als Kauflcute und Sklavenhändler für die muhameda nischen Märkte. Der Sklavenhandel ist bei Christen wie bei Muhame- dauern stets grausamer gewesen, wie das Halten von Sklaven. Daß unsere Kolonialfrennde jetzt in dieser Angelegenheit etwas schwär- m e n, das kommt daher, weil ihnen die Araber den Besitz- stand streitig machen. Die Schilderungen neuerer Reisender haben unsere menschenfreundliche Gesinnung geweckt und diese wollen wir eben in den Dienst der Menschlichkeit stellen. Aber der ernste For- scher kann nicht übersehen, daß tropische Kolonisation und Sklaverei stets mit einander liebäugeln. Fn den letzten vier Fahrhnndertcn haben die damals erst noch im Keime vorhandenen kapitalistischen Unterneh- mungen fabelhast zugenommen.... Wenn etwas glückt, durfte sich das Kapital herauswagen', und massenhafte Summen wurden für Ko- lonien flüssig. Das Kapital wartet stets, bis es einen militärischen Rückhalt hat. Wäre das schon der Fall, so wäre die Schwierigkeit der Arbeitskräfte in Frage zu stellen. An lei- tcnden Kräften und Kaufleuten fehlt es nicht; jetzt überlegt ja schon jeder Lieutenant, ob er nicht Urlaub nimmt nach Sansibar. Aber wie steht es mit den niederen Arbeitskräften? Man ist sittlich entrüstet, daß diese Schwarzen müßig gehen und nicht arbeiten wollen. Dagegen ist einfach zu fragen: Was geht uns denn ihr Vi üßiggang a n? Ehrlich gestanden, uns entrüstet nur, daß sie nicht für uns« a r b c i t e n w o l l e n, da wir ihr Land betreten. Wenn wir ihnen sagen, daß mit der Arbeit die Kultur beginnt, so ist das ganz dasselbe, was einst die Spanier von der Sorge für das Seelenheil der Indianer sagten: es ist der alte Adam mit einem neuen Feigen- b I a t t! Kolonien auf tropischem Boden sind gewiß auf die Arbeit tropischer Rassen angewiesen. Aber nicht die Sklaverei ist nothwcndig! Es wagt Nieiiiand, die Sklaverei, diesen letzten, stärksten— und rohe- sten Bundesgenossen aufzuwecken! Unsere Zeit steht vor der großen Aufgabe, Mittel zu finden, den Plantagcnbau menschlicher zu betreiben; aus diesen Punkt muß man frübe seine Slufmcrksanikcit richten. Hier ist Gelegenheit zu zeigen, daß wir von unserer großen Lchrmeiste'rin, der Geschichte, etwas gelernt haben, und daß das Christenthum wirk- lich etwas lhut, die Gefahr der Sklaverei im Keime zu ersticken. Nur wenn dies der Fall ist, kann die Kolonialpolitik unsere Thcilnahme ge- schenkt bekommen." Wenn die Schlußworte ernst gemeint sind, kann die deutsche Kolonial- Politik die Thcilnahme des Herrn Professors unmöglich besitzen. Denn so vorsichtig-gemäßigt er sich auch ausdrückt, so geht doch ans seinen Worten deutlich hervor, daß er den schönen Redensarten von der Be- kämpfnng der Sklaverei und der Einführung der Kultur in Afrika in keiner Beziehung traut. Wer da weiß, daß die deutschen Kolonial- schwärmer zu den Herren Büchner, Zöllner und Konsorten schwören, der weiß auch, welcher Art die„Kultur" ist, die sie nach Afrika zu tragen gedenken, und daß die v e r d c ck t e S k l a b c r e i, die sie an die Stelle der nnverhüllten setzen würden, zehnmal schlimmer ist als diese.„T r o p i s ch e Zt o l o n i s a t i o n u n d S t l a v e r e i haben st e t s miteinander g e l i e b ä u g e l t", sagt Herr Knapp sehr richtig. Ais der Kolonialschwindel in Deutschland losging, tauchte ein Kauplet auf mit dem Refrain:„Nach Afrika, nach Kamerun, nach Angra Pe- qucua!" Alles, was daheim als faul und schädig sich erwiesen, sollte nach dem Liede dorthin erportirt werden. Wenn wir uns die Geister näher ansehcn, die jetzt in Deutschland den Kreuzzng gegen die Stla- verci predigen, so kommt uns iinwillkürliäi der erwähnte Refrain in's Gedächtnis;. Daheim die Befürworter der brutalsten(Gewaltpolitik, der politischen Knebelung der Arbeiter, der Prcisgebnng derselben an die Ililternchmcrwillkür, exportiren die Herren ihre als faul und schäbig erkannte„Arbeiterfrcuudlichkcit"—„nach Afrika, nach Kmnerun, nach Angra Pequcna". Sie haben indeß selbst da keine Du m in c n gefunden. — Roch ein Zcugnist für das Mordsystem auf den Schiffen des Bremer Lloyd. Ans Philadelphia erhalten wir von einer treuen Leserin unseres Blattes folgende Zuschrift: „Geehrte Redaktion! Die in Stro. 40«nd 5>0 des„Sozialdemokrat" gebrachten Artikel Über die Verbrechen auf den Schiffen des„Nord- deutschen Lloyd" veranlassen mich, Ihnen über einige wahrscheinlich gleich schmachvollen Ursachen zuzuschretbeiide Vorkommnisse älteren Da- tums zu berichten. „Schreibcrin dieser Zeilen fuhr am..... 1881 von Breinerhasen nach New- Park. Eines Nachmittags stand das Schiff plötzlich still, und viele der Passagiere gingen auf Deck. Als ich ctivas später eben- falls hinauf kam, legten zwei ausgcsandte Boote wieder an'S Schiff an und Passagiere sowie Mvnnschaftcn erzählten, daß ein Mann, der für freie llebcrfahrt im Kohlenraume gearbeitet, mit dem andern in Streit gerathen»nd über Deck gesprungen sei. Zwei Tage später, nach Mit- ternacht, stand das Schiff wieder still. Obgleich es Nacht war, gingen wieder einige Männer hinauf, um die Ursache der Unterbrechung zu er- forschen, und wieder lautete die Antivort: ein Mann ist aus dem Koh- Icnranm über Bord gesprungen. Tie Thatsache wurde auch nächsten Morgen von der Mannschaft bestätigt; ein Angestellter sei dem Kohlen- zieher die Treppe hinauf nachgesprungen und gerade oben angekommen, als sich der Unglücktiche über das Geländer stürzte. „Ohne triftigeu Grund springt Niemand ins Wasser, imd was könnte die armen Kohlenzieher dazu veranlassen, ivcnn ihnen nicht da unten das Leben zur Hölle gemacht würde? Die unglücklichen Opfer der Ausbeutung und Rohheit gibt das Meer nicht zurück, sie können nicht zu Anklägern ihrer Peiniger lverden— iver vermag sie zu zählen, die armen, zu Tode gehetzten, auf dem Meeresgrunde? Pflicht der Leben- den ist es daher, solche Vorkommnisse der Oeffentlichkeit zu übergeben und die Schuldigen an den Pranger zu stellen." So die Einsenderin, deren Namen wir einstweilen aus triftigen(flrün- den für uns behalten. Wir hoffen, daß ihr Schlußappell nicht unge- hört verhallen ivird, und ersuchen noch einmal die unabhängige Presse, sowohl die vorstehenden wie die früher von uns gebrachten Mitthci- lnngen über das gleiche Thema ebenfalls zur Besprechung zu bringen, damit dem verruchten Mordsystem endlich energisch Einhalt ge- boten und die Mörder zur Rechenschaft gezogen werden. Findet sich k e i n P l i m s o l l i in R e i ch s t a g?! — Eine ftaatsgcfährlichc Parallele. Als am 24. Dezember Genosse Ad. Geck in Kehl seine Kandidatenrede für die die dort bevorstehende Nachwahl zum Reichstage hielt, löste nach dem Bericht der nationalliberalcn„Straßburger Post" der über- wachende Beamte in dem Moment die Versammlung„gemäß§ 9 des Sozialistengesetzes" auf, als Geck„das System Puttkamer mit Metter- nich verglich", lind der Bezirksamtmann von Offenburg, Rajina mit Naiiien, begründete auf diese Vcrsammlungsauflösung, die er als „mit Recht" erfolgt bezeichnete, sofort das Verbot einer für Offen- bürg einbenifenen Wählervcrsammlung. Also Pntty mit Metternich vergleichen, ist staatSgefährlich. Vollkommen einverstanden. Was ist Puttkämer im Vergleich mit dem klassischen Vertreter der vormärzlichen Diplomatie? Ein plumper Ab- klatsch, gleich gewissenlos in den Rütteln, aber jedes eignen(tzcdankens bar. Zndeß, trotzdem es dem Lenker der österreichischen Monarchie an originellen Fdccn nicht gebrach, krachte sein System doch eines Tages in allen Fugen znsammcn, und der soeben noch allmächtige Minister mußte iil einer Verkleidung den Schauplatz räumen, um nur ivenigstcns das nackte Leben zu retten. Was muß danach das muthmaßlichc End- resultat des Systems Puttkamer sein? Darum Staatsverbrecher, wer auch nur den Namen des einstigen Hortes der Ordnung und des Ge- seyes in Europa erwähnt! Verewigen wir de» Namen des trefflichen Beamten, der das zuerst ausgefundcn. Es ist der Referendar(also ein Junger) v o n W a ß- inannsdorf. Also Einer von den„Edelsten und Besten". Trägt hoffentlich einen Poposchcitcl. — Oesterreich.(Vom Parteitag der österreichischen Sozialdemokratie.) Wir geben zunächst den Wortlaut der, wie in voriger Nummer bereits erwähnt, in der Sitzung vom 30. Dezbr. 1888 beschlossenen Prinzipien- Erklärung der sozialdemokratischen Partei Oesterreichs. „Die sozialdeniokratischc Arbeiterpartei in Oesterreich erstrebt für das gesammtc Volk ohne Unterschied der Nation, der Rasse und des Geschlechtes die Beseitigung aus den Fessel» der ökonomischen Abhängig- keit, die Befreiung aus der politischen Rechtlosigkeit und die Erhebung aus der geistigen Verkümmerung. Die Ursache dieses unwürdigen Zu- standes ist nicht in einzelnen politischen Einrichtungen zu suchen, son- dern in der das Wesen des ganzen GcsellschaftSznstandes bedingenden und beherrschenden Thatsache, daß die Arbeitsmittel in den Händen einzelner Besitzender inonopolisirt sind. Die Besitzer der Arbeitskraft, die Arbeiterklasse, wird dadurch zum Sklaven der Besitzer der Arbeits- mittel, der Kapitalistcnklafse, deren politische und ökonomische Herrschaft im heutigen Staate Ausdruck findet. Der Einzelbesitz an Prodnktions- Mitteln, wie er also politisch den Klassenstaat bedeutet, bedeutet ökono- misch steigende Massenarmnth und wachsende Verelendung immer drei- terer Volksschichten. Durch die technische Entwicklung, das kolossale Anwachsen der Pro- duktivkräfte erweist sich diese Form des Besitzes nicht nur als über- flüssig, sondern es wird auch thatsächlich diese Form für die überwie- geiide Mehrheit des Volkes beseitigt, während gleichzeitig für die Form des gemeinsamen Besitzes die nothwendigcn geistigen und materiellen Vorbedingungen geschaffen werden. Der Ucbcrgang der Arbeitsmittel in den gemeinschaftlichen Besitz der Gesammtheit des arbeitenden Volkes bedeutet also nicht nur die Befreiung der Arbeiterklasse, sondern auch die Erfüllung einer geschichtlich nothwendigen Entwicklung. D c r T r ä- jser dies erEntwicklung kannnurdasklasscnbe wußte und als p o l i t i s ch e P a r t e i o r g a n i s i r t c P r o l c t a r i a t fein. Das Proletariat politisch zu organisiren, es mit dem Bewußt- sein seiner Lage und seiner Aufgabe zu erfüllen, es geistig und physisch kampffähig zu machen und zu erhalten, ist daher das eigentliche Pro- granim der sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Oesterreich, zu dessen Durchführung sie sich aller zweckdienlichen und dem natürlichen Rechts- bewußtscin des Volkes entsprechenden Mitteln bedienen wird. Uebrigens wird und muß sich die Partei in ihrer Taktik auch jeweilig nach den Verhältnissen, insbesondcrs nach dem Verhalten der Gegner zu richten haben. Es werden jedoch folgende allgcnieine Grundsätze aufgestellt: 1. Die sozialdemokratische Arbeiterpartei in Oesterreich ist eine i n t c r- nationale Partei, sie vcrnrtheilt die Vorrechte der Nationen ebenso wie die der Geburt, des Besitzes und der Abstammung und erklärt, daß der K a in p f g e g e n die Ausbeutung international fein muß wie die Ansbentlmg selbst. 2. Zur Verbreitung der sozialistischen Fdccn wird sie alle Mittel der Oeffentlichkeit, Presse, Vereine, Versammlungen, voll ausnützen iind für die Beseitigung aller Fesseln der freien M c i n n n g s- ä n ß e r n n g(Ausnahmsgesetze, Preß-, Vereins- und Vcrsannnlungs- gcsetze) eintreten. 3. Ohne sich über den Werth des Parlamentarismus, einer Form der modernen Klassenherrschaft, irgendwie zu täuschen, wird sie v a S allgemeine, gleiche n n d d i r c k t e W a h l r c ch t f ü r a l l e V c r t r e t n n g s k ö r p e r mit Diätcnbezug anstreben, als eines der wichtigsten Mittel der Agitation und Organisation. 4. Soll noch innerhalb des Rahmens der heutigen Wirthschaftsord- innig das Sinken der Lebenshaltung der Arbeiterklasse, ihre wachsende Verelendung einigermaßen gehemmt werden, so muß eine lücken- lose und ehrliche A r b e i t c r s ch n tz g c s e tz g c b n n g(weitest- gehende Beschränkung der Arbeitszeit, Aushebung der Kinderarbeit n. s. f.), deren Durchführung unter der Mitkontrolc der Arbeiterschaft, sowie die inibchindcrte Organisation der Arbeiter in Fachvcrcinen, somit volle Koalitionsfreiheit angestrebt werden. 5. Fm Interesse der Zukunft der Arbeiterklasse Ist der o b l i g a- t o r i s ch e, n n e n t g e l t l i ch c und konfessionslose Unter- r i ch l in den Volks-»nd Fortbildnngsschulen, sowie unentgeltliche Zu- gänglichkeit sämmtlicher höheren Lehranstalten unbedingt erforderlich; die nothwcndige Vorbedingung dazu ist die Trennung der Kirche vom Staate und die Erklärung der Religion als Privatsache. v e i b l i ch e n Hilfsarbeiter, die zu Punkt 7 hält die Forderung von A r b e i t c r k a m m c r n zur Vertretung der Interessen der Arbeiter aufrecht, erklärt aber den auf Errichtung solcher bezüglichen Entwurf des Liberalen Plcncr für durchaus unzureichend. Die Resolution betr. die Volksschule wendet sich in schärfster Weise gegen den L ie ch t e n st c i n'schen Schnlantrag »nd die Halbheit der Liberalen in der Schnlfrage und gipfelt in der Forderung der konfessionslosen Volksschule. Alle diese Resolutionen wurden einstimmig angenommen. Ans die Referate selbst einzugehen, fehlt uns leider der Raum. — Paris steht im Feuer eines Wahlkampfes, wie er hitziger seit langem nicht getobt. Durch den Tod des Abgeordneten Hude imirde ein Mandat für das S e t n e- D c p a r t c ni e n t(Paris und Vororte) frei, und Herr B o u l a n g e r hat sich infolgedessen gcnöthigt gesehen, seinen wiederholt abgegebenen Erklärungen gemäß in der Haupt- stadt, dem Zentrum des intellektuellen Lebens von Frankreich, zu kau- didircn. Angenehm ist ihm der Entschluß schwerlich gewesen, denn Paris ist republikanisch und vor allen Dingen pfaffenfeindlich. Der „brave General" aber hat in der letzten Zeit, um in den Departements seine Position zu halten, den Monarchisten und Klerikalen so viel Kon- Zessionen gemacht, daß seine Niederlage eigentlich von vornherein be- siegelt war. Aber Dank der bodenlosen Vcrbohrtheit seiner bis vor Kurzem gefährlichsten Gegner, der Radikalen, haben sich seine Ans- sichten merklich gehoben. Die Herren haben nichts Besseres zu thun gewußt, als die Republik in Gefahr und die rcpiiblikauischc Konzen- tration für geboten zu erklären. Sie beriefen einen Kongreß aller Rc- pnblikancr ein zur Wahl eines„gemeinsaiucn Kandidaten der Republik", und dieser hat denn auch stattgefniideii und den Vorsitzenden des Ge- neralraths der Seine, Jaqucs, aufgestellt, der ein sehr biederer Herr ist, aber von sehr abgeschwächtem Radikalismus, lim der Opportu- nisten willen muß Herr Faques das radikale Programm in die Tasche stecken, als Entgelt dafür erhält er von ihnen seinen zugemessenen An- thcil von der U n p o p u l a r i t ä t, die sich die Partei der Tonkinade, der Börsenmogeleien, der Preisgcbuug aller politischen und wirthschaft- lichcu Reformen im Laufe der Fahre in Paris erworben. Nichts aber kann dem„Kandidaten der Zweideutigkeit", wie man Boulanger mit Recht genannt hat, erwünschter sein, als wenn ihm ein Kandidat gegen- übersteht, der in seiner Art gleichfalls zweideutig ist. Von einem solchen hat er auf seine Phrasen eben auch nur Phrasen zu erwarten, und in der That wetteifern denn auch die Proklamationen, die bisher hinüber und herüber geflogen sind, in trostloser Oede. Herr Bonlanger hat so- gar noch einen Trik vor Jaques voraus. Ew will die fltepnblik„refor- iniren", Jagnes will sie aber blos erhalten. Als Kandidat des stutus quo begibt er sich des Rechts der Ütritik. Bon den Radikalen ist diese Läniinertaktik übrigens noch begreiflich. Wenn man so lange Oppositionspartei um jeden Preis war und plöy- lich eines Morgens als Regierungspartei aufwacht, so kann man dar- über schon das Gleichgewicht verlieren. Unbegreiflich aber ist es, wie Sozialisten, Leute, die jahrelang den Klassenkampf proklainirt ha- den, in das lilonzentrationsgeschrei miteinstimmen, sich zu Einpeitschern für die bürgerlichen Parteien hergeben können. Und dieses Schauspiel bietet jetzt die p o s s i b i l i st i s ch e Arbeiterpartei dar: die I 0 f f r i N, B r o n s s e ec. Schulter an Schulter mit einem F e r r y, einem 91 c i n a ch, die beständig die Parole ausgeben: die Gefahr droht von der Linken! Die andern sozialistischen Fraktionen haben dagegen, dem Beschluß des Kongresses von Trotzes folgend, am 8. Januar auf einem Kongreß, ans dem 105 sozialistische und revolutionäre Gruppen 2C. von Paris und Umgegend theilnahmen, in B o u l 6, dein gemaßregelten Führer des Erdarbeiterstreiks, einen Kandidaten aufgestellt, der als Sozialist sowohl a n t i b o n l a n g i st i s ch als lfl e g n e r des heutigen Parlamentarismus ist. Leider sind ihre Mittel sehr beschränkt, und die Kosten des Wahltämpfes enorm. Paul Lafargue, Mit- glied des Wahlkomite's für Boulö, wendet sich daher in seinem Aufruf im„Cri du Peuple" um Sammlung von Geldern für den W a h l f o n d auch an die Sozialisten des Auslandes, den Genossen in Paris in diesem wichtigen Kampfe nach Kräften mit Beiträgen zu Hilfe zu komme n. Ratürlich fehlt es nicht an Verdächtigungen, in welchen die Kandi- didatnr Bonlö als ein bonlangistisches Manöver bezeichnet wird. Ra- inentlich das Organ der Possibilisten, das„Parti Ouvrier", überbietet sich in dieser Hinsicht gradezn in wüthenden'Ausfällen ans alle unab- hängigen Sozialisten. Tie Sache ist eigentlich zu absurd, um widerlegt zu werden. Aber soviel ist doch klar: die Stimmen, die Boul-l etwa dem Jaques abnimmt, gehen der fliepnblik nicht verloren, denn Boulö ist als Sozialist entschiedener Republikaner und Antiboulaugist, die Stimmen aber, die er dein Bonlanger abnimmt, sind ans demselben Grunde der 9!epublik— allerdings nicht der Bourgeoisie- Republik— gewonnen. Und da Boulanger ganz besonders ans die Wähler speknlirt, die mit dem Schneckengang der parlamentarischen Maschine mizufrieden sind, so ist die Kandidatur Bonlä ihm weit gefährlicher als dem Jaques, der die Stimmen dieser Elemente aus keinen Fall erhalten hätte. Kurz, von welchem Standpunkt aus man die Sache betrachtet, es spricht kein einziger Grund dagegen, daß die Sozialisten vor den bür- gerlichen Parteien die Segel streichen, und so können wir unser» Pa- riser Genossen zu ihrem Vorgehen nur ans vollem Herzen Glück wünschen. — Ans dem D y n a m i t- P r o z e ß gegen den A n a r ch i st c n Hronek ist als bemerkenSiverlh noch die Ansprache des Richters Eollins an die Geschworenen nachzutragen. Dieselbe lautet: „... Der Richter hat die Geschworenen daran zu erinnern, daß der Zeuge Frank C h l e b o u n(der„ S t a a t S z e u g e") das ist, was das Gesetz einen Mithelfer nennt, und daß daS Zeugniß eines solchen Mannes allerdings zulässig ist, daß aber S i e andererseiis die Pflicht haben, die Aussagen solcher Zeugen mit großer Vorsicht a Ii f z il» e tz in e n und mit a i l e r S t r e n g e z n prüfen. Sie sollten nicht auf dieses Zeugniß allein hin den Angeklagten ver- urtheilen, sofern Sie nicht nach strengster Prüfung desselben zu der Ileberzengmig gelangen, daß die Aussagen dieses Zeugen glaubwürdig sind und Ihnen für die Schuld des Angeklagien einen BeweZs liefern, d e r ü b e r jeden Zweifel erhaben ist.— Wenn Sie glauben, daß dem Staatszengen Straffreiheit versprochen �worden ist, so müssen Sie das in Betracht ziehen, sobald Sie die Glaubwürdigkeit seiner Aussagen erwögen. Glanben Sie, daß er in irgend eine>n P unkt von Wicimgkeit eine falsche Aussage ge- macht hat, so haben Sie das Recht, s e i n Z e n g n i ß g ä n z l i ch z n r ü ckzu weisen, es sei denn, daß einzelne Punkte desselben durch andere nnd glaubwürdige Zeugen bestäligt werden. Die Geständnisse eines Angeklagten(wie Ehlebvun) sind Beweise sehr Zweifel- ha st er Art, und die Geschworenen sollten ihnen gegenüber mit großer Vorsicht verfahren. Im Allgemeinen sind solche Beweise nick: genügend, um eine V e r n r l h e i l u n g Z n rechtfertigen. Dieser Fall ist von den Geschworenen nicht ans Grund der Angaben, Verdächtigungen und Schmähungen von Seiten der Staatsa»wälle zu entscheide», sondern maßgebend sind nur die Beweise und das Gesetz." Hieraus geht ganz nnzweifelhast hervor, daß der Richter das Zeugniß des Ehleboi»! nicht für glaubwürdig hielt, und die Freisprechung Hroneks für rothwendig hielt. Aver bei den� Herren Geschworenen siegte das Klassenvorurtheil und der Fremdenhaß pnd sie vermtheilten Hroneck ans Grnnd der Aussagen eines L n m» e n zu IS Jahren Zuchthaus. O das„Volksgericht" im Klaffenstant ist eine wunder- schöne Einrichtung für die Feinde der Volkssache! — Sozialistische Presse und Literatur. Wir haben diese Rubrik in der letzten Zeit etwas vernachlässigt, werden ihr aber von nun an wieder unsere volle Ansnierksainkeit ividinen. Außerdem werden wir in Zuknnst auch derjenigen Literatur mehr Beachtmig schenken, die den Sozialismus— sei es mehr wohlwollend oder direkt in feindlichem Sinne— polemisch behandelt. Was zunächst die sozialistische Presse anbetrifft, so haben wir die erfreuliche T h a t s a ch e zu konstatiren, daß dieselbe im neuen Jahre wesentliche Fortschritte zu verzeichnen hat. Einige unserer Kampf- genossen erscheinen in vergrößertem Umfang, andere häufiger als bisher. Zu den ersteren gehört u. A. der„Griitlianer", zu den letzteren„Recht v o o r A l l e n", das Organ unserer holländischen Genossen. Von den bei uns eingegangenen sozialistischen Publikationen seien er- wähnt: Oestcrrcichischcr Arbciter-Kalcuder für das Jahr 1889, her- ausgegeben von der 9!edaktion des„Volksfreimd" in B r ii n n. Ter- selbe steht an Ausstattung und Reichhaltigkeit des Inhalts keinem seiner Vorgänger nach. Der sozialistisch instruktive Theil tritt gegenüber dem unterhaltenden Theil etwas mehr zurück als früher, ist aber durch einen Artikel aus der Feder K. Kantsky's,„die Bauern nnd die So- zialdemokratie", sehr gut vertreten. Allgemeiner Arbeiter- Kalender für das Jahr 1889, Bu da- Pest, Verlag der Ungarländischen allgemeinen Arbeiterpartei. Enthält n. A.: Sozialpolitische Rund- und Rückschau. Die französische 9!evo- lntion, ihre Ursachen nnd Wirkungen. Aus dem Bergarbeiterleden.— Sehr ungünstig Präsentiren sich die vielen Anzeigen von llni- Versalheilmitteln im Jnseratentheil. I. Stern, Thesen über den Sozialismus, sein Wesen, seine Durchführbarkeit nnd Zweckmäßigkeit. Stuttgart, E. Reinicke. Eine leichtfaßlich geschriebene Abhandlnng, in der eine Reihe von land- läufigen Lorurtheilen über den Sozialismus widerlegt werden. Estin, van Severe n, Cooperatie on Socialisrnc. Gent, I Foueaert. Diese Broschüre,„eine Renjahrsgabe der Genossenschaft Vooruit an ihre Mitglieder", bildet den Abdruck eines Vortrages, den der Verfasser im September 1888 ni Groningen nnd Amsterdam gehalten, nnd in dem er ausführt, daß und warum das Genossenschaftswesen ein mächtiger Hebel des Sozialismus sein kann. * ** Aus dem Verlag der anarchistischen„Revolte" sind uns fol- gende Broschüren zugegangen:. P. K r a p o t k i n e, IVA n»r c n i c(I a n s 1 E v o 1 u 1 1 o n S o• c i a 1 i« t e(die Anarchie in der sozialistische» Entwickelung). P. Krapotkine, Lea Prisons«das Gesängnißwesen). Entre Paysans.(Unter Landlcuten.) Ans dem Italienischen. Pasel. Die Mitgliedschaft erklärt, daß alle gegen Gen. R k. hier anfgekanchten Anschuldigungen als ans Jrrthum beruhend erwiesen wurden. Korrespondenzen. Mainz, 26. Dezember. Heute habe ich die traurige Pflicht, den Tod eines braven Kampfers für die Sache der Arbeiter zu melden. Am 18. Rovember starb im 28. Lebensjahre Genosse Röinberg, der im Mainzer Geheimbnndsprozeß mit einem Monat Gefängniß bestraft wurde. Eine große Anzahl Genossen gab demselben das Geleit zur letzten Ruhestätte. Genosse I ö st widmete dem leider so früh verstorbenen Freunde einen ivam empfundenen Stachruf. Nachdem ein Sängerchvr noch zwei Grablieder vorgetragen hatte, legte Genosse Jaeobtz Namens der Mainzer Sozialdemokraten einen Kranz auf den Sarg. Die Worte: „Namens der Mainzer Sozialdemokraten lege ich diesen Kranz nieder", wirkten jedoch auf den Polizeikommissar Schüler derart, daß er sich bemüssigt fühlte, auf Grnnd des berüchtigten tz 9„die Versammlung aufzulösen." Beiläufig will ich noch bemerken, daß dies derselbe Koin- missar, besser gesagt, Stteber ist, der eine Volksversaminlimg deshalb auflöste, iveil ein Redner erklärt hatte, Bebel sei einer der besten Redner des Reichstags. Die eingereichte Beschwerde wurde wie gewöhnlich auch diesmal als„nichtbegründet" ziirückgewiesen. So geschehen zu Mainz im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts unter dem bürgerlichen Minister Finger, welcher im Jahr 1866 in einer Mainzer Volksversaminlimg den Fürsten Bismarck einen verruchte» Minister nannte. Wriefkclsten der Expedition:— Gbn. N.-Lstz.: Mk. 8— Ab. 1. Qu. erh. — M. Gnthr. Lpzg.: Mk. 1— f. Schrft. erh.— Spitzberg: Mk. 6— Ab. 1. Qu. u. Mk. 20— per Ufd. dkd. erh. Bestelltes folgt. Weiteres bfl.— Le Sondier Paris: Fr. 2 50 Ab. 1. Qu. erh.; warum zahlen Sie nicht nach London'!?— Stme. Luznau: Mk. 3— Ab. 1. Qu. erh.— Vttr. Basel: Fr. 60— a Eto. Ab. erh. Auszug folgt.— I. B. 9tsa.: Mk. 3— Ab. 1. Qu. erh.— Glaserfackiveretn Zürich: Fr. 9— Ab. per 1889 u. Fr. 8 40 f. N. Zeit ver 1889 erh.— 691 Ulm a/D.: Mk. 4 40 Ab. 1. Qu. erh.— D. V. Küßnacht: Fr. 4 50 Ab. 1. u. 2. Qu. erh.— W. Meier, Zürich: Fr. 2— Ab. I. Qu. erh.— A. Hllr. O'straß: Fr. 5 30 Ab. 1. u. 2. Qu. erh.— Hansen: Mk. 8— Ab. 4. Qu. in Gegenr. erh.— G. S. Berlin: Mk. 6— Ab. 1. u. 2. Qu. erh., nciic Adresse beachten!— A. LwSki. Chnr: Fr. 2 25 Ab. 1. Qu. erh. Nachu. war schon fort.— G. Hch: Fr. 2 50 Ab. 1. Qu. f. Hllwg. in Hvre erhalten.— E. Einbrth. W.-Brugg: Fr. 2 50 Ab. 1. Qu. erh. Nachnahme war schon fort.— L. Witt Zch: Fr. 50— a Eto. S. D. u. Fr. 7 80 St. Z. 88 erh.— H. Stlpe. Zch: Fr. 2— Ab. 1. Qu. erh.— Bnghsn. Zch.: Fr. 2— Ab. 1. Qu. erh. — Emml. Zch.: Fr. 2— Ab. 1. Qu. erh.— I. Straat Vv.: FrS. 20— f. 2 Abmts. per 1889 erh.(in ShllgS. 15.9 per Posteinzhl.) P. K. v. 11. ds. hier. Die Adresse war immer noch nicht richtig. Unter der einfachen Adresse: Mr. E. Scrnatein& Co., 1 14 Kentisli Towu Road London N. W. zahlbar bei der iL s n t i a b T o w n Road P o s t- O f f i c e, werden uns alle Posteinzahlungen direkt, also ohne weitere Umständlichkeit, ausbezahlt.—„Den okr." AarhuS: ShllgS. 2— Ab. 1. Qn. erh. Unter v o r b e n a n n t e r A d r e s s e hätten wir die 2 Shllgs. direkt erhalten. Jetzt müssen wir sie nach englischem Postreglemeut durch eine Bant einzieben lassen!— E. Sch. H. a. N: Mk. 8 80 Ab. 1. u. 2. Qu. erh. Weiteres nach Bo.schrf:. — Der Atte Lgtz.: Mk. 16— a Eto. Ab. 4. Qu. 88 u. 1. Qn. 89 erh. Bstllg. folgt.— Lesegesellschaft Kopenhagen: Kr. 26!>0 P.-Btrge. n. Kr. 4 60. Kleine Kasse, pr. Wsds. dkd. erh.— Von Gen. Meyer: Kr. 5— d. Ufd«. dkd. zugewiesen desgl. 26 u. 15 Qere Nmnns. Hut u. Kr. 3 45 v. Gedenktag Ehieago durch Hutsammlnng.— H. Schl. Kphgn.: Kr. 32 31 f. Schrft. u. BIdr. u. Kr. 7 20 f. Schcst. v. N. erh. Obige Adreßnotiz(siehe Straat) gilt auch Ihnen nnd den Anderen!— x. 3. v.; Mk. 50— a Eto. Ab. 2c. erh.— Der alte Rthe.: Mk. 44— baar u. Mk. 17 50 per Ggr. a Cio. Ab. 2C. gntgebracht. Beil. besorgt, auch ffbaiid eingetroffen.— Alte Tannen: Mk. 10— erh. n. hievoii Mk. 2 90 f. Schrfm.?e. verw.— Kuurrhahn: Mk. 65— f. 1 dir. per 89 u. 1 do. 1. Qu., sowie a Clo. Ab. je. erh. Bstllg. folgt. Dank nnd Gniß!— Schlachtfeld: Mk. 250— a Eto. Ab. 2c. erh.„Wandel schaffen", schön, aber noch schöner war's, ivenn die Gestrengen auch inal mit zugreisen wollten. Bfl. mehr.— München: Mk. 60— f. d. Familie K a h s e r dkd. erh. u. besorgt. Warum erst hierher und nicht direkt? Sie kennen doch genug Mittels- Personen.— A. B. Gand: 4 Shllgs. 2 Ab. l. Qu. erh. Werden eines senden.- H. L. N.-Ebch.: Mk. 8 80(Shllgs. 8.8) p. Post- einzahlung Ab. 1. n. 2. Qu. erh. Wanim nicht Papiergeld und Marke» eingeschrieben? Notiz Straat(oben) gilt a u ch f ü r S i e. Erwarten Antwort betr. Fdr.— Dr. Ch. B.: Mk. 17 60. Ab. per 89 erh. n. Mk. 7 40 d. Ufds. dkd. zugewiesen.— D. Nutt. London: Sh. 17.7'/- Ab. per 1889 s. Dr. Scki. Bpst. erh.— M. M.: Mk. 20— a Eto. Ab. ec. f. d. r. Lnlu erh. u. Ihnen Mk. 15 75 per Ggr. gut- gebracht. Betr. Schein wurde nicht bezahlt. Dank für Nachr. betr. Sp. Bfl. mehr.— I. B. Zoon Haag: Pfd. 2. 19. 4 Eto. V. Kl. erhalten. Dank für weitere Mittheilung.— Clara: Nachr. v. 9/1. erh. Adr. notirt. Die P...N. sind wiederholt monirt worden. Bankcheks auf hier sind doch auch dort zu beschaffen? Gruß!— Roland II.: Liegt an der Zwischenhand. Adr. u. Bstllg. notirt. Bfl. mehr.— Elans Groth: Bestllg. je. v. 10/1. notirt. Weiteres bfl.— Pharao: Bbltlik.-Bestellung nach Wunsch geordnet. Weiteres wird besorgt— Leonidas: Desto besser; der Zwischenfall aber sst wirtlich„Pech". Erwartetes komint. Bfl. mehr.— Herbert: Verlangtes war längst be- ordert. Alles besorgt. Ob wohl der Kl. nicht etwas geflunkert hat? --- S.—: Beide Nachr. v. 10/1. hier. Bedarf notirt. Unterivegs Befindliches läßt sich eben nicht immer aufhalten. Gelöscht wurde sofort nach Meldung. Bfl. Weiteres.— Rother Peter S.: Gut Aus- zug folgt.— Enrico L.: Sh. 2. 5 f. Schsi. erh.— E. E. L.: Mk. 6— Ab. 1. u. 2. Qu. erh. Bstllg., sobald versandferttg.—Le Sondier Paris: Sl>. 2— Ab. 1. Qu. I. L. erh.— E. Llvki. Loud.: Sh. 2— Ab. L Qu. u. 6 P. a Eto. 2. Qu. erh. N i ch tz u s e n d u n g erklart flch durch unsere Aufforderung vor Qiiaitalschlnß. W. wird ab Zch. be- dient. Haben monirt.— Eh. Per. Vvs.: Sh. 2— Ab. 1. Qu.«h. ,—— er—: Mk. 14 40 a Eto. 2c. erh. Adr. notin.— A. I. Pest: Pfd.—.16.7 a Eto. Vlksbhdlg. erb. Bfl. Weiteres.— W. D. W.: Tauschofferte konnte sich nur aus den S. D. beziehen, da besagtes zuvor durch A. für Sie bestellt war und hatte V b h d l g. mit dem S. D. Tausch Nichts zu thun. Uebrigens wollen ivir Ausgl. bewirken. !— Seidenwurm: Verfahren nach Wunsch v. 9/1. u. qrnttuen Mk. L4 �0 a Eto. Ab. 2c. i. Gegenrechnnng. Bfl. am 15/1. Weiteres.— Veritas: Mk. 24 65 a Eto. Ab. 2c. per Ggr. gntgebr. Lesen Sie Stotiz am Kopf d. Bl. betr. Teckadr. Keiner der nach dort gesandten 4 Antheile M be- zahlt worden. Bfl. Näheres.— E. B. M.: Bf. v. 13. erh. u. bfl. be- antw.- Lüttich: Fr. 13 50 Ab. 1. Qu. 89 erh. n. Fr. 12» p Usds. dkd. verwendet. Es waren nur Frs. 14 75 in Bfm. Mit den fehlenden haben Sie wohl srankirt. Aufruf. Der Uhrmacher Ernst Rudolf aus Dresden wird dringend ge- beten, uns seine Adresse nmgehend hierher zu melden, um ihm wich- t i g e M i t t h c i l Ii ii g e n in Faniilien-Angelegenheiten zugänqig inachen zu können. E.'Bernstein$c Eo. 114 Kentiali Town Road London X. TV. Soeben erschienen nnd durch Unterzeichnete zu beziehen: Jus eigene Kenn � des deutschen Vereins„Cintracht" in Zürich. Klein Kabinet(Photographie) Fr. 1.— exel. Porto. Groß„„ Fr. 1. 20_ Filiale der..Arbeiterftimme" Zähringersttaße 12, Zürich. — 15 1— 1— 1 50 1 50 — 15 — 80 — 80 1 50 Fr. Ciä. M. Pf. Lrandes, Georg. Ferdinand Lassalle, ein literarisches Eharakterbild............. 4— 3 20 Srunntnrnuu, Skizzen und Studien zur französischen Revolutioiisgeschichte...........— 50— 40 Liirdli, Karl. Direkte Gesetzgebung durch das Volk..— 05— 05 — Demokratische Bankreform......... 15_ 15 Bergmanns Fluch(zur Lage der Bergarbeiter)— 25— 20 C h a r t i st e n b e w e g u n g, die, in England...— 40— 3» Ehemniyer Wahl, die, vor dem sächsischen Landtage am 2. Dez. 1879............— 25— 20 Ehristcnthum und Sozialismus. Eine reli- giöse Polemik.............—20— 15 (toiiiflt, Nationale und internationale Arbeits- oder Fabrikgesetzgebung............. 10— 10; Eulturkampf nnd Volksschule in Preußen.— 10— 10 Ueoillc, G., Gracchus Babeuf und die Verschwörung der Gleichen. Aus dem Französischen und mit einem Stachworte von E. Bernstein........— 55— 45. Uiebgen, 3., Die Religion der Sozialdemokratie. Fünf Kanzelreden..............— 30— 25! — Die Zukunft der Sozialdemokratie......— 15— 15; — Sozialpolitische Vorträge: 1> Nationalökonomisches, 2) Tie bürgerliche Gesellschaft.......—25—20 — Streifzüge eines Sozialisten in das Gebiet der Er- kenntnißtheorie............ 45_ 40 vomlnowsiiy, Leben und Thaten des Generals.' Nach den Aufzeichnungen seines Adjutanten.(Schilder- iingen aus dem Kommunekampf.)....... 65_ 50 üoiioi, Dr. Ä., Antwort an den Bekenner des Theismus— 10-—10 — Kindergarten und Volksschule als foziald. Anstalten— 35— 30 i — ABC des Wissens für die Denkenden...._ 25_ 20! Gttmna, 3. Gg., Kampf des großen und des kleinen Kapitals............... 25— 20 i — Eines Arbeiters Widerlegung der national-ökonomi- scheu Lehren I. St. Ntills........— 65— 50 «ngelo, fr., Herrn Eugen Dührings Umwälzung der Wissenschaft. 2. Aufl........... 2 50 2— I — Tasselbe gel).............. 4— 3 20 — Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschast. nebst Anhang: Die Mark...— 40— 35- — Zur Wohnungsfrage........... 50_ 40 — Preußischer Schnaps im deutschen Reichstage..— 15— 15 — Ter Ursprung der Familie, des Privateigenthums und des Staats............. 1 25 1_ — Ludwig Feuerbach und der Ausgang der klassischen deutschen Philosophie'.......... i 25 1_ Episteln für gläubige nnd ungläubige Christen''— 30— 25 -klcsch. Dr. IL, Haftpflicht, Unfallversicherung und Nor- malarbeitstag............. Für die französischen Brüder.' 1) An das Bolk der beherrschten Klasse, von Felix P y a t. 2) Tie Arbeiterdelegationen b. d. Weltausstellungen Flugblätter. I. I a k o b y, Die drei Zauber- formeln. 100 Sttick......... — Programm der sozialistischen'Arbeiterpartei Deutsch- lands. 100 Stück........... — Die Fliegen und die Spinnen. 100 Stück. — Schlechte Zeiten. Em Flugblatt für Bürger und Bauer, für Handwerker nnd Arbester. 100 Stück. 2— 1 50 Fritzfche-Hasselman«, die Angelegenheit, vor dem deutschen Reichstage am 19. Februar 1879.— 30 fr-lnne. I;arl, Durch Stacht zum Licht......— 40 Grit, Inj., Der Normalarbeitstag.......— 15 Georg-, Henri,. Fortschritt und Arnmth......4- - soziale Probleme........... 4_ Greulich. H., Karl Fourier, ein Vielverkannter...— 40 Gesellschaftliches und Privateigenthum— 25 G e w e r k f ch a f t l i ch e n O r g a n i s a t i 0 n, die Bedeutung der...............— 10 Gr?!», Zohn, Republik oder Monarchie......— 25 He-w-gh, G.. Erinnerung an.........— 10 ijifnn, Ä.. Rteine 3C,jährige Leipziger Polizeikampagne— 50 -— Tie Jcaricr in'Nordamerika........— 50 Hillmenn, Die Organisation der Massen.....— 25 Wer und was ist das Volk?......— 10 H.. f., Soll die sozial. Arbeiterpartei türkisch werden?'— 40 Handelspolitische Aufs ätze(zur Elbzollgesetzgebung)...............— 50—40 Hochvcrratlis-Prozcß, der Leipziger, gegen Bebel, Liebknecht und Hepner. 1872..... 3 75 3— Jnlodu, 3«h.. Das Ziel der Arbeiterbewegung...— 10— 10 — Gesammelte Schriften und Reden...... 7 50 6— Jarodi). leop.. Die Idee der Entwicklung. 2 Bd... 4— 3 20 Internationalen Arbeite r-A s s 0 z i a t i 0 n, Statuten der.............— 10— 10 Internationale Pibliothck: —'Aveling, Die D a r w i n'sche Theorie. Geb.. 2 50 2— — K. Kautsky, Marx'Oekonomische Lehren. Gebunden.............. 2 50 2— — Köhler, Welt schöpf u ng undWeltunter- g a 11 g. Geb.............. 3— 2 50 — Die ländliche Arbeiterfrage. Geb.. 2— 1 50 — 5k. Kautsky, T h 0 ni a s M 0 r e. Geb..... 3— 250 — A. Bebel, Eharles Fourier. Geb.... 3— 250 — Max Schippet, Das moderne Elend. Geb. 2 50 2— I u st i z g e s e tz e, die deutschen, vor dem sächs. Land- tage am 7. Jan. 1880..........— 15— 15 Haler, Emil. Wilhelm Weitling. Seine Agitation und seine Lehre.............—65—50 Hantskn, Ii.. Der Einfluß der Volksvermehrung mif den Fortschritt der Gesellschaft........ 2 50 2— — Irland, eine kulturhistorische Studie..... 1 25 1— — Tie überseeische Lebensmittelkonkurrenz....— 65—50 — Internationale Arbeitsgesetzgebung......— 65— 50 — Marx' Oekonomische Lehren. Geb. 2 50 2— i— Thonias More. Geb........... 3— 2 50* Hagstr, Ulm, Rede zum nciteif Sozialistengesetz vom 19. April 1880.............— 10— 10 — Rede zur Börsensteuer am 19. Januar 1833..— 10— 10 Dieter, Ä.. 200,000 Vagabunden........— 25— 20 Döhler,®., Weltschöpfung und Weltuntergang. Geb.. 3— 2 50 Dalender. Braunschweiger Volkskale 11 der 1879................— 40— 35 — Der Republikaner. Volkskalender für 1379 bis 1881, mit Jllusttattonen ä.......—40— 35 — Der arme Konrad. Jllusttirter Kalender für das arbeitende Volk, für 1877, 78, 79 drosch, ü— 40— 35 .—■ Derselbe für 1876, 1877, gebunden.....— 50— 40 V 0 l k s st a a t k a l e n d er für 1874 u. 1875 ä—40—35 Höing,(f., Schivarze Kabinette.(Geschichte des Brief- diebstahls seitens der europäischen Regierungen).— 65— 50- Koiiooky. 5., Ein Komplott gegen die Internationale Arbeiter-Assoziation...........— 65— 50 Das Knappschaftskassenwesen vor dem deiitschen Reichstage am 1. Febr. 1876....— 10— 10 — Dasselbe, vor dem sächsischen Landtage am 27. No- vember 1879.............— 15— 15� Pn'ntcd kor the proprieton by Ihr German Cooperatire Publuhin; Co, llt Kentish Town Itoad London W. — 25- — 30 — 15 3— 3— — 35 — 20 — 10 — 20 — 10 — 40 — 40 — 20 — 10 — 35