«r.»41. 8. Jahrg. JnsertlonZ-Sebühr beträgt für die fünfgespaltenc Petitzetle oder deren Raum«o Pfg.. für Vereins- und VzrfammIungS- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Site Expedition ist an Wochen- tagen bis 7 Uhr Abends, an Sonn- und Festtagen bis s Uhr Vor- mittag» geöffnet. Gern fp rech. Kusch tu»: Amt VI, Ur. 410«. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Die MMcunenmoral. Hatte in der Erörterung des Falles Heinze die„Kreuz- Zeitimg" kurzerhand eine Verschärfung der strasgesetzlichen Bestimmungen gegen das Zuhälterthum gefordert, so er- scheint die„Vossische Zeitung" mit einem anderen Vor- schlag auf dem Plan. Sie empfiehlt mit allerlei Vor- behalten, auf welche kein Gewicht zu legen ist, und unter mancherlei Ausflüchten, die auch gar nichts bedeuten, als ein Hilfsmittel gegen die Louiswirthschast die„kasernirte Prostitution". Die„kasernirte Prostitution", das heißt die staatlich genehmigten, die staatlich beaufsichtigten, die staat- lich geduldeten, die staatlich konzessionirten Huren- Häuser. In ihrer Herzensangst vor den Greueln, die zufällig einmal in das hellste Tageslicht ge- rückt und bei der bürgerlichen Welt die übliche„Sen- sation" erregten, flüchtet die Tante Voß ins Bordell. Hier hofft sie, wenn nicht Rettung, so doch Linderung ihrer Leiden zu finden. Daß die Prostitution ein naturnothwendiges Erzeugniß unserer heutigen Gesellschaft, daß sie als soziale Massen- erscheinuna in den herrschenden wirthschaftlichen Ausiä."den wurzelt, dies: Eekenntniß dämmert auch der„Los�chcu Zeitung" auf, und es ist der Mühe werth, von solchem Geständniß Akt zu nehmen. Doch müßte das deutsch- freisinnige Blatt nicht den höchst entwickelten Klassen- instinkt haben, der ihm thatsächlich eignet, wenn es nicht trotz des Aufleuchtens oder gerade wegen des Auf- leuchtens besserer Einsicht seinen rollenwidrigen Seiten- sprung sofort selbst desavouirte und sich mit sanftem Eifer für die echte bourgeoise Vogelstrauß-Politik aus- spräche. Der Gewährsmann der„Vossischen Zeitung" ist ein sächsischer Arzt, der als nationalliberaler Landtags- Kandidat sich kürzlich auf das Entschiedenste gegen die von der sächsischen Regierung nach langem Zögern durch- geführte Aushebung der Bordelle ausgesprochen hat. Es ist selbstverständlich, daß bei der Frage: Bordelle oder nicht, die Kernfrage, die Prostitution nämlich, nicht ge- troffen wird, daß es sich einfach darum handelt, die Prostitution zu reglementiren im Interesse der bürger- lichen Gesellschaft. Nicht der Prostitution die Wurzeln abgraben will man, man will sie organisiren. Aber man kann auch nicht vom Standpunkt« des Bürgerthums der Prostitution ernsthaft zu Leibe gehen, weil die bürgerliche Gesellschaft damit sich selbst negiren, ihre Daseins- berechtigung leugnen, die Fundamente, aus welchen sie sich aufbaut, zerstören würde. Iseuilletcm. IkAbnui•ntcttn.) [42 Kein ernsthafter Sozialpolitiker ist darüber im Zweifel, daß die Verelendung der Massen, wie sie der Kapitalis- mus systematisch erzeugt und tagtäglich potenzirt, der Springquell auch der modernen Prostitution ist. Die Fortschritte, welche die Jndustrialisirung des Weibes ge- macht hat, offenbaren sich auch in der Enttvickelung der Prostitution. Denn die schlechtbczahlte Weiberarbeit, der reichsprudelnde Born des kapitalistischen Prosits, die schlecht- bezahlte Weiberarbeit, welche allen Tücken und Wechselfällen, allen Krisen und Stockungen, dem zügellosen„Spiel der wirth- 'chaftlichen Kräfte" preisgegeben ist, sie ist die sozial- wirthschaftliche Grundlage der greuelvollen Erscheinung, gegen welche der Liberalismus das Bordell, der Konser- vatismuS das Zuchthaus empfiehlt. Die schlechtest bezahlten Schichten der weiblichen Arbeiterschaft geben immer neue Rekruten an die Prostitution ab, zur ständigen Prostitution, in welcher die lumpen- proletarische Welt üppig wuchert, tritt die fluktuirende, welche die letzte Hilfe von Arbeiterinnen, die nicht blos wenn sie arbeitslos, sondern auch wenn sie vollauf beschäftigt, dank der infamen Entlohnung oft genug sich feilhalten müssen, um nicht zu verhungern. Dies Gewerbe, den Proletariern durch die Ausbeuter aufgezwungen, ist nothwendiger Nebenberuf, komplementär�'? �.�rbe neben dem anderen und es wird nur zu oft Haupts oder alleiniges Gewerbe. Auf wessen Kerbholz kommt dies? Auf dasjenige der heutigen Produktionsweise. Und für wen in erster Reihe ist die Prostitution da? Für die Bourgeoisie. Der Proletarier, dessen frühes Heirathsalter eine bekannte Thatsache, bedarf ihrer nicht, 'ozial genommen, die besitzende Klasse bedarf ihrer. Ihr Heirathsalter ist höher, sie sucht Entschädigung und Genuß in der käuflichen Liebe.„Goldene Jugend" und Prostitution sind zwei sich ergänzende Erscheinungen. Von allem anderen ganz zu schweigen! Weshalb plädirt der sächsische Gewährsmann der „Vossischen Zeitung" für Bordelle? Anständige Frauen begegneten Abends den Straßendirnen, die Prostitution niste sich überall in der Stadt ein, dringe in Arbeiter- und Kleinbürger- Familien, seit die Kasernen der Prosti tution, die Bordelle, geschlossen seien. Sehr wohl! Die Prostitution soll nicht beseitigt, sie soll hinter Schloß und Riegel gebracht, sie soll von Staatswegen gezüchtet werden. Um die Louis los zu werden, etablire man Bor- delle. Statt der Zuhälter Hurenwirlhe, das ist der Weis- heit letzter Schluß. Das muthen die Eideshelfer des Klassenstaates der Würde des Klassenstaates zu. Daß die Zuhälterwirthschast trotz der Bordelle bleiben, daß neben den Bordelldirnen die Winkel Hurerei in der ärgsten Weise fortbestehen wird, daß der Schutz vor Erkran- Er kehrt zurück! Originalroman von Jean Meroz. — Was arbeitet denn Ihr Mann? Was für ein Handwerk hat er denn? — Er ist Kunsttischler, mein Herr. — Gut, dann mag er in die Staatswerke gehen, man wird ihn zu Erdarbeiten verwende», die freilich etwas anderes sind als Bildhauerei! Und ohne der unglücklichen Frau, deren Aussehen wahr. Haft jämmerlich war, Zeit zu einer Erwiderung zu lassen, fügte der alte Schuhflicker hinzu: — Schon gut, billig müssen wir es hier machen, ängstigen Sie sich nicht. Da Ihr Mann nun einmal seiern muß und Zeit hat, so sagen Sie ihm, er möchte heute Abend vor 7 Uhr seine Stiefeln selbst abholen, sie sollen fertig sein und wie gesagt, ich werde die Sache schon einrichten also keinen Kummer, liebe Frau. Sie entfernte sich mit jenem unsicheren, zaghasten Schritt, mit Bezug auf welchen einst Diderot so treffend sagte, daß der Arme, den daS Elend gar zu sehr drückt,«inen ganz anderen Gang hat, als andere Menschenkinder. kungen,, wie ihn die Bordelle angeblich durch die Kontrolle gewähren, ein eingebildeter, das ist durch die mannigfachsten Erfahrungen der Vergangenheit dar- gethan. Aber es handelt sich gar nicht um«ine sozialpolitische Maßregel. Man hütet sich, den wunden Punkt zu be- rühren, man begnügt sich damit, die Dirnen in„Freuden"- Häuser zu sperren, den Besuchern möglichst gesundes „Material" zu liefern, den schimpflichsten Mädchenhandel der Bordellwirthe zu einer geduldeten, ja gebilligten That- sache zu machen, und das ist Alles. Was die„Reformatoren" der Bourgeoisie fordern, ist diktirt durch schnöde Heuchelei, die vor dem„Aergerniß Erregenden" zittert, durch energische Rücksicht auf die sexuellen Bedürfnisse der oberen Zehntausend, durch krasse Selbstsucht, welche die Prostitution verewigen möchte, wie sie die Ausbeutung für alle Zeiten zu verewigen wünscht, die Ausbeutung, mit welcher die Prostitution als ihre Folge steht und fällt. Der schurkische Zuhälter soll ersetzt werden durch den schurkischen Boroellwirth, der Staat soll amtlich die Ober« Hoheit über die Hurenhäuser erhalten, und zu den Kasernen der Armee sollen die Hurenkasernen treten. Das ist auch ein Hval. wür�lg-me'' abgelebten Klasse, welche. tiefsten Niedergange begriffen, sich nur noch aufraffen kann zu Bordellphantasien. NoltkiM» AeberstHk. Berlin, den 14. Oktober. Die Wahlen zum sächsischen Landtag sind als eine weitere Etappe auf dem Siegeszuge der deutschen Sozial- demokratie zu bezeichnen. Sie hat ihre letzte Stimmenzahl um mehr als die Hälfte vermehrt. Es waren 30 Ab- geordnete zu wählen. Von den sozialdemokratischen Ab- geordneten schieden 4 aus; bei den Neuwahlen sind die 4 Sitze derselben wiederum der Sozialdemokratie zugefallen und 3 neue Sitze erobert. Es ist jetzt die Sozial- demokratie im sächsischen Landtage durch 11 Abgeordnete vertreten. Bei den sächsischen Wahlen entscheidet bekanntlich die relative Majorität; die Sozialdemokratie aber konnte, da überall, wo sie Aussicht auf Erfolg hatte, alle anderen Parteien sich gegen sie vereinigten, nur mittelst absoluter Majorität siegen. Um so größer ist der Triumph der Sozial- demokratie, als sie ihre Siege nur gegen das vereinte Auf« gebot all ihrer Gegner erringen konnte. In mehreren Wahl- kreisen nnterlag»die Sozialdemokratie ihren vereinten Gegnern nur mit einer Minderheit von wenigen Stimmen, so daß eS keinem Zweifel unterliegt, daß bei den nächsten Wahlen uns auch dort der Sieg zufallen wird. Wenn auch die Das beklagt sich über Elend und läßt sich dennoch scheeren, wie ein Schafhcerde. Um solche Menschen zu zer- reißen, dazu bedarf es gar keiner Wölfe, das besorgen schon die Flunkerer auf dem Rathhause. Aber nur Geduld, wenn die armen Teufel kein Stück Brot mehr zu beißen haben werden, wenn ihren Füßen das Schuhwerk sehten und der letzte Fetzen ihrer Blouse oder ihres Paletots bei einen, Windstoß fortfliegen wird, wenn ihre Frauen und ihre Kinder mit leerem Magen vor Hnnger heulen werden, dann werden sie sich vielleicht ent- schließen, aus ihren schmutzigen Wohnungen hervorzukriechen und die Zähne zu zeigen Aber dann wird's zn spät sein. Alan wird sie niederschießen und mit bleiernem Gelde für das dreimonatliche Elend bezahlen, das sie im Dienste der Republik gekostet haben! Marche-Seul wurde still. Er hatte ein Stück neues Leder genommen, dasselbe in ein Gefäß mit Wasser getaucht, welches ihm zur Seite stand und dann auf einem großen schwarzen Kieselstein gelegt, der vom langen Gebrauch wie polirt aussah. Und nun schlug er mit dem Hammerkopf so fieberhaft darauf los, als ob er den Kopf seines ärgsten Feindes bearbeite. Aber bald hatte er einen bösen Hustenanfall, der ihn zwang, sich zu erheben, und ans seiner Bude herauszutreten Während er nur mühevoll athmcte, verzerrte sich sein Ge> ficht und seine Augen füllten sich mit Blut. Sein sKörper war einen Augenblick lang heftig er- schüttelt; und als er sich den Mund wischte, zeigte sein Taschentuch Blutflecke. Teufel, sagte er, Kolbenhiebe lassen sich schlecht ver- dauern Und Marche-Seul hatte Recht, der Kolbenschlag, welchen er am Abend des 24. Februar erhalten hatte, hätte ihn tödten können. Es war wahrhaftig ein Wunder, daß er noch lebte und sich, wenn auch noch sehr leidend, doch wieder in seine Bude setzen und weiter arbeiten konnte. Als er bei dem brutalen Angriff jenes Menschen zusammengestürzt war, der als Arbeiter oder republikanischer Rebell sich durch die Verleumdungen eines gemeinen Polizeispions hatte täuschen lassen, hatte Marche-Seul das Bewußtsein verloren. Sein Körper, in seinen weiten alten Ueberrock gehüllt, lag da ohne Bewegung, und welch furchtbare Ironie, man hatte auf seine eingefallene Brnst ein Blatt gelegt, auf den» in großen Buchstaben die Worte standen: „Tod den Verräthern!" Da er gerade im Winkel der Grävestraße in der Nähe der Brücke von Ariole gefallen war, schleppte man ihn bei den Füßen fort und ließ ihn schließlich auf dem Damme liegen. Dort starrten seine Augen den Himmel an, während ans seinem Munde, den ei» furchtbarer Schmerz verzerrte, Blutstropfen auf Blutstropfen sickerte. Die Menge, welche an ihm vorüberging, bemerkte ihn entweder nicht, oder schenkte ihm keine Aufmerksamkeit, da man ihn für todt hielt; sie hatte deren so viele gesehen während der letzten drei Tage. Gegen 11 Uhr hatte Mijoulet, nachdem er mit seinem neuen Freunde Philibcrt Nachrichten über Michel Ferrand eingezogen hatte, sehen wollen, was an dem Rathhaus vor- ging. Beide verließen Marche-Seul's Wohnung und traten den Weg dorthin an. Als sie an das Ende der Brücke von Ariole kamen, stand Mijoulet, welcher rechts ging, plötzlich still und sagte: Er sagte nach dem Bericht der„ Kölnischen Zeitung": relative Mehrheit bei der Wahl entscheidet, so ist doch noth- verdienstvollen Mitglied der Gesellschaft, die Theilnahme der wendig, daß der Kandidat ein Drittel aller abgegebenen Versammlung an seinem Unglück ausgesprochen wurde". Stimmen auf sich vereinigt. In Dresden- Altstadt, wo sich Das Unglück" des verdienstvollen Herrn Striper bestand vier Kandidaten gegenüberstanden, war dieses bei keinem darin, daß er in seiner Eigenschaft als Gefängnißdirektor derselben der Fall und muß daher eine Stichwahl zwischen einem Gefangenen dreißig Stockprügel ertheilen ließ, was dem Konservativen Wehlich und unserem Genossen Winkler zur Folge hatte, daß das zur Wuth getriebene Opfer dieser stattfinden. Den Ausschlag geben die Antisemiten und Prügelpädagogik Repressalien ausübte und ihn seinerNationalliberalen. Das Leipziger Tageblatt" hat zu feits furchtbar durchprügelte. Beiläufig hatte die Sache früh triumphirt, als es am Morgen nach der Wahl jubelnd noch ein tragisches Nachspiel: Die Prügelpädagogik des verkündete, die Sozialdemokraten hätten nur ihre früheren Herrn Gefängnißdirektor nahm die unbefugte Konkurrenz Size behauptet und keinen weiter erobert; zum ersten Male des prügelpädagogischen Gefangenen nicht ruhig hin, sondern sei also ein Stillstand der Sozialdemokratie eingetreten.- verhängte über den Missethäter eine zweite Dosis von dreißig Stockprügeln und diesmal behielt die PrügelDeutsche Preszustände. Ende des vorigen Monats pädagogik des Gefängnißdirektors Recht: der Gefangene, wurde aus Sachsen gemeldet, daß wegen eines Artikels den sie sich zum corpus vile( zum werthlosen Körper) für über die Meeraner Vogelwiese der Verfasser mit ihre Experimente ausersehen hatte, verzichtete auf weitere einer Gefängnißstrafe von 12 Jahren, und Repressalien und hängte sich auf. Der Prügel hatte der Redakteur des Blattes, das den Artikel gebracht, mit also gefiegt. Und im Zeichen dieses Prügels tagte die einer Strafe von 10 Monaten Gefängniß be theinisch- Westfälische Gefängniß- Gesellschaft. Ueber das legt worden sei. Wir bezweifelten die Richtigkeit der Hauptthema der Hauptversammlung: Den Prügel Nachricht, weil wir nicht glauben konnten, daß so horrende körperliche Büchtigung als richterliches Strafmittel und Strafen, die ja weit höher find, als die bei Majestäts- Disziplinarmittel in Strafanstalten") sprach Amtsrichter beleidigungen üblichen, in einer einfachen Privatbeleidigungs- S ch mölder aus Köln. flage verhängt worden seien. Die Nachricht fand aber ihre vollste Bestätigung. Wir ließen uns hierauf den Artikel, den wir im Drange der Arbeit übersehen hatten, zusenden. Er liegt jetzt vor uns. Wir haben ihn gelesen und wieder gelesen, und wir stehen vor dem richterlichen Erkenntniß als vor einem psychologischen Räthsel. Eine be liebige Meeraner Lokalgröße wird mit König Mammon verglichen, und zwar in so ungeschickter Weise, daß man nicht weiß, was auf König Mammon und was auf besagte Lofalgröße gemfinzt ist das ist das corpus delicti. Hätte der Artikel im Vorwärts" gestanden, so würde er uns falls der„ Beleidigte" es überhaupt der Mühe werth ge halten hätte, einen Strafantrag zu stellen etwa 30 bis 40 Mark Geldstrafe eingebracht haben. Und im ge müthlichen Sachsen" wird von dem Landgericht Cheminiz wegen dieser Lappalie gegen zwei Staatsbürger schivere Gefängirißstrafen, in Summa auf auf zwei Jahre und vier Monate Gefängniß erkannt! wie erklärt sich dies? In welcher geistigen und politischen Athmosphäre müssen sich Männer befinden, die zu solchen Urtheilen gelangen? Es erinnert das an die Stimmung nach den 1878er, so berechnet, fruttifizirten" Attentaten, wo ein unvorsichtiges Wort genügte, um Verurtheilungen zu 1, 2, 3 Jahren Gefängniß herbeizuführen. Eine ge sunde Athmosphäre ist es sicherlich nicht, in der solche Erkenntnisse gezeitigt werden. Leider ist eine Aufhebung des horrenden Urtheils nicht mehr möglich, weil die beiden Verurtheilten, unter der modernen Tortur der Untersuchungshaft, auf das Rechtsmittel der Revision verzichtet haben. Und die Berufungsinstanz ist ja in der ruhmreichen Aera Bismarck glücklich beseitigt worden. Das Chemnizer Landgericht hat, indem es die zwei Sozialdemokraten verurtheilte, auch über die deutsche Justiz und das deutsche Gerichtsverfahren geurtheilt. " -GO „ Es ist bezeichnend, daß die Sozialdemokraten einen solchen Antrag überhaupt einzubringen wagen" Lefen wir in der Nationalliberalen Correspondenz" Und von welchem ungeheuerlichen Antrag ist hier die Rede? Von dem Antrag der Berliner sozialdemokratischen Stadtverordneten, die Wahltage auf einen Sonntag zu ver Legen. Eine Einrichtung, die in Frankreich bekanntlich für alle Wahlen verfassungsmäßig besteht. Und so Einfaches, beinahe Selbstverständliches zu fordern, wird von ben nationalliberalen Mannesseelen den Sozialdemokraten als Wagniß" angerechnet. Nun da„ wagen" wir noch ganz andere Dinge. Bezeichnend aber ist diese Redewendung für die Dents und Gesinnungsweise der Herren National liberalen, welche die letzten Refte von Scham- und Anstandsgefühl, ihren Prinzipien" nach, in alle Winde geworfen habent. " Unter dem Zeichen des Prügels tagte am 7. und 8. d. Mts. zu Düsseldorf die 63. Hauptversammlung der Rheinisch- Westfälischen Gefängniß- Gesellschaft". Einer der ersten Akte der Versammlung war, daß dem durch ruchlose Hand verwundeten Direktor Striper, einem Sieh da, ein Maktabäer, und er deutete mit dem Finger auf einen Leichnam, der von dem fahlen Licht des Mlondes beleuchtet wurde, welcher soeben hinter einer Wolfe hervor trat, die ein Windstoß plötzlich zerriß. " Gegenwärtig tobt ein Kampf darüber, ob auch dieser letzte Rest fallen soll oder ob die körperliche Büchtigung wieder in den Rahmen der richterlich zu verhängenden Strafmittel auf genommen und auch als Disziplinarmittel eine weitere Ausdehnung erhalten soll. Redner bespricht die drei Formen, in denen das Allgemeine Landrecht die förperliche Büchtigung tennt, nämlich gegen unmündige und schwachsinnige Personen zur Verhütung fernerer Vergehungen, als eine Berschärfung langzeitiger Strafen und als selbständige Strafe, welche der Richter bei leichteren Bergehen, aber nur gegen Ver brecher aus der untersten Volksklasse" verhängen darf. Bei der dritten Form ging man von der Voraussetzung aus, in dieser Klasse sei das Ehrgefühl nur ganz gering entwickelt, deshalb dürfe man dort zur körperlichen Büchtigung greifen, welche an sich den Vorzug habe, daß ihre Vollstreckung feine Kosten verursache und den Nahrungsstand der Familie des Verbrechers nicht berühre. Die rheinischen Stände erklärten schon 1843: Man fann bei uns die körperliche Büchtis gung nur dann einführen, wenn man die herrschende Achtung vor der Würde des Menschen gewaltsam aus dem Gefühl des Volkes verdrängen will." Der Wortlaut des Allerhöchsten Erlasses vom 6. Mai 1848 zeigt beutlich, daß und an welchem Umstand das Strafmittel erliegen mußte. Derselbe lautet nämlich: Infolge der durch die neuern Gesetze allen meinen Unterthanen gleichmäßig verliehenen politischen Rechte bestimme ich hierdurch auf den Antrag des Staatsministeriums, daß fortan von Zivil- und Militärgerichten die Strafe der förperlichen Büchtigung nicht mehr verhängt, sondern statt derfelben auf verhältnißmäßige Freiheitsstrafen erkannt werden soll." Auch heute betrachtet man bei uns in weiten Kreifen jeden Gedanken an eine Wiedereinführung der Prügelstrafe als eine Beleidigung der Nationalehre, während England zuletzt noch 1885 ohne jede Beanstandung eine Reihe von Strafbestimmungen mit Androhung der förperlichen Züchti gung erlassen hat. Die Einwendung: mit der körperlichen Büchtigung prügelt man den letzten Funken Ehrgefühl aus dem Verbrecher heraus, ist nicht stichhaltig, denn das Chrgefühl des eine ehrlofe Gelinnung an den Tag legenden Rechtsbrechers ist durch rohsinnliche Triebe derart überwuchert, daß es gar nicht getroffen werden kann. Die jugendlichen Verbrecher befinden sich noch in einem unfertigen Zustand, sind abhängig von Vater, Lehrer und Lehrmeister und besigen noch nicht die Ehre des freien Bürgers. Die weitere Einwendung, daß die körperliche Büchtigung in ihren Wirkungen ungleich und ungerecht sei, weil bei ihr die Schwere des Uebels von der Leibesbeschaffenheit des Verbrechers und der Laune des Erekutors abhange, ist ebenso wenig durchschlagend, denn den Bergleich mit der Freiheitsstrafe hält die förperliche Büchtigung in dieser Beziehung sehr wohl aus. Noch viel weniger begründet ist die Behauptung, daß die körperliche Büchtigung Gefundheit und Leben des Verbrechers gefährde, wie anerkannte Autoritäten auf dem Gebiete der gerichtlichen Medizin, wie Dr. Caspar, Dr. Baer und Dr. Marcard, übereinstimmend befunden. Redner bekennt sich zu der Partei, welche eine Gr weiterung des strafrechtlichen Gebiets der körperlichen Büchtigung anstrebt, obgleich er zugestehen muß, daß die Abschaffung derfelben als Strafmittel gegen erwachsene Verbrecher immerhin einen tulturellen Fortschritt darstellte. Darum darf man eine Rückkehr erst dann empfehlen, wenn die Mißstände nicht nur augenscheinlich zutage getreten, sondern auch anderweitig nicht zurückzudrängen sind. E3 fann sich, abgesehen von den jugendlichen Verbrechern, nur noch um die verschärfte Busahstrafe zu den Freiheitsstrafen bei besonders groben Es war ein so braver Mann, ein so guter Republikaner, und man nennt ihn einen Verräther! Rechtsbrüchen handeln. Im Vollzug unserer Freiheitsstrafett ist in vielen Punkten eine intensivere Gestaltung nicht nur mög lich, sondern dringend geboten. Die Rückfallstatistik zeigt, daß die Einwirkung auf den Sinn", welche nach dem noch jetzt geltenden Rawiczer Reglement neben Verbüßung der Strafe bezweckt werden soll, bei der großen Mehrzahl der Berbrecher nicht stattfindet. Trotzdem werfen einflußreiche Männer die Bestimmung vollständig um, indem sie sagen: Wir Anstaltsbeamte haben den Hauptzweck, die Leute zu beffern. Darunter muß natürlich der eigentliche Strafzweck leiden, wie dies denn auch z. B. die an die Anstaltsschule gestellten maßlosen Ansprüche-Unterricht in der Literatur, in Physit mit Experi menten u. f. w. wird da verlangt flärlich beweisen, Redner bespricht des weitern die Mängel des jetzigen Strafvollzugs, die Gefängnißarbeit, bei der die Rückfälligen am besten wegkommen, da sie die Einrichtungen und Arbeitsbedingungen schon kennen, das Bestreben mancher Beamten, Den Fleiß ihrer Gefangenen im besten Lichte zu zeigen, und ähnliches. Abhilfe fönnte nur durch Vermehrung der Richter und des Staatsanwalts- Personals, sowie durch eine völlige Umgestaltung der heutigen Strafprozeßordnung ge schaffen werden. Sollten diese Wege zu einer intensiveren Gestaltung der Freiheitsstrafe ungeeignet erscheinen, so greife man auf Berfchärfungen durch schmale Roft, hartes Lager und Dunkelarrest zurück, was namentlich bei Rückfälligen zu empfehlen sein dürfe. Wenn nun Redner auf Grund all dieser Erwägungen zu dem Sage gelangt, daß die Wiedereinführung der förperlichen Büchtigung als Strafmittel gegen Erwachsene nicht befürwortet werden kann, so steht seiner Ansicht nach der Beibehaltung derselben als Disziplinarmittel gegen männliche Zuchthausgefangene keinerlei Bedenken entgegen. Er verweist auf die Seemannsordnung von 1872 und das Diziplinar strafrecht für die kaiserliche Marine, wodurch den Gemeinen ber zweiten Klasse des Soldatenstandes törperliche Büchtigung bis zu 30 Hieben angedroht wird. Daß der Zuchthausdirektor keinen Mißbrauch mit diesem Disziplinarmittel treibe, dagegen ist Vorsorge getroffen durch das ministerielle Restript vom 15. Mai 1869, thatsächlich weist auch die Strafanstalts statistik nach, daß nur in den äußersten Fällen von diesem Mittel Gebrauch gemacht wird, denn bei einem Bestande von 15 402 männlichen Buchthäuslern ist in Preußen 1889/90 die törperliche Büchtigung nur 94 Mal in Anwendung gekommen. Der lebhafteste Befürworter derselben, Direktor Strosser, hat sie in den angegebenen Jahren gar nicht, in den leßten fünf Jahren im ganzen nur in sechs Fällen vollstreckt. Anders als bei Erwachsenen liegt die Sache bei Jugendlichen. Hier kennt das deutsche Strafgesetzbuch als Strafmittel den Verweis und die Unterbringung in einer Erziehungs- und Besserungsanstalt. Das erstere Strafmittel bleibt in vielen Fällen wirkungslos, das zweite ist sehr häufig eine überflüssige und viel zu einschneidende Maßregel. Böllig ungeeignet für Jugendlichevon 12-18 Jahren ist die Freiheitsstrafe. Die Einzelhaft ist für einen unfertigen Charakter eine Unnatur, welche für Geist und Körper von den nachtheiligsten Folgen sein muß, bei gemeinsamer Haft aber ist die gegenseitige Verschlechterung unausbleiblich. Zur Ausfüllung der Lücke zwischen Verweis und Unterbringung in einer Anstalt erscheint als das geeig netste Mittel die körperliche Züchtigung. Wenn nach dem Strafgefezbuch diejenigen jugendlichen Verbrecher, bei welchen die Feststellung auf vollkommen mangelndes Unterschätzungs vermögen gefallen, in eine Anstalt gebracht werden oder ,, ihrer Familie überwiesen" werden sollen, warum sollte nicht an ihnen die Strafe vom Richter verhängt werden können, welche sonst die Familie zu vollstrecken hätte? Der Redner gelangte fchließlich zur Aufstellung folgender Leitfähe:„ Die förperliche Büchtigung ist zu fordern: 1. als richterlich zu ver hängendes Strafmittel gegen die jugendlichen Verbrecher; 2. als Disziplinarmittel in den Strafanstalten: a) gegen die jugendlichen Gefangenen, b) gegen die erwachsenen männlichen Gefangenen, welche sich nicht im Besitz der bürgerlichen Ehren rechte befinden. Dagegen fann die förperliche Büchtigung als ein richterlich zu verhängendes Strafmittel gegen erwachsene Verbrecher nicht befürwortet werden." Ober- Staatsanwalt Jrgahn beantragte, die körperliche Büchtigung zu fordern als Disziplinarstrafe gegen Jugend liche im Alter über 12 bis zu 18 Jahren nach Maßgabe der den Eltern, Lehrern und Lehrherren zustehenden Straf befugniß. Erster Staatsanwalt Jänisch stellte den Antrag, zu er flären: die förperliche Züchtigung ist zu fordern als Disziplinar mittel 1. in den Buchthäusern, 2. in anderen Strafanstalten ( nicht blos in den Gefängnissen, sondern auch in den Provinzial anstalten), und zwar: a) gegen jugendliche männliche Ge fangene, b) für besonders schwere Fälle von Unbotmäßigkeit, in denen die sonstigen Disziplinarmittel nach den Beschlüffen des Vorstandes der Anstalt nicht genügend erscheinen; ferner ale richterlich zu verhängendes Strafmittel: a) gegen jugends liche Verbrecher, b) bei vorfäglicher Berlegung des Eigenthums aus Rache oder Muthwillen, bei vorfäglicher Körperverlegung und bei Bergehen oder Verbrechen, bei denen eine besonders halb des Bruftbeins. Sanft betastete er die Wunde, um sich zu überzeugen, ob sie einen gefährlichen Charakter habe, und ob ein edleres Organ verlegt sei. Dann zuckte er die Achseln, schüttelte den Kopf mit sorgenvoller Miene und sagte, indem er sich zu Mijoulet Und Mijoulet raufte sich das Haar aus, fragte sich, wie ein solches Unglück wohl hatte geschehen, welcher Elende Der junge Arzt, welcher mehr als einen Leichnam auf denn ein so scheußliches Verbrechen hatte begehen können. Aber er fand keine Antwort darauf. den Barrikaden gesehen hatte, und welcher überdies gegen diese wandte: Der junge Arzt hatte auf seine Frage nicht geantwortet, Gattung von Schauspielen abgeſtumpft war, warf einen Vorwärts, Muth, dieser brave Mann wird wieder flüchtigen Blick nach der Seite und war im Begriff, seinen er horchte noch immer und suchte einen Lebensfunken in zu sich kommen, aber er hat genug für lange Zeiten und Weg fortzusetzen, als Mijoulet ihn am Arme zurückhielt diesem schwachen, blutleeren Körper zu entdecken, bevor er ich fürchte, daß er sich von diesem furchtbaren Hiebe nie nach der Wunde sah, welche den Mann auf das Pflaster erholen wird. Aber man muß ernstlich daran denken, ihn sofort unter Dach und Fach zu bringen. Er trieft von Sieh da auf dem Maktabäer liegt ein Schriftstück, gebettet hatten. Laß uns sehen, was es ist; und näher tretend, beugte er sich Er hatte den alten Schuhflicker nur ein einziges Mal in so könnte eine Brustentzündung dazu treten, und das würde Die Minuten verrannen und auch er wurde ängstlich. Schweiß, und wenn wir nur noch einige Minuten warten, neugierig nieder und las mit lauter Stimme: seinem Leben, vor wenigen Stunden, gesehen, und die seinen Zustand, der wenig erfreulich ist, wesentlich vers - Tod den Verräthern! mürrische und bissige Art und Weise, in welcher er ihn schlimmern. empfangen hatte, war nicht geeignet, ihm große Sympathien für den Mann einzuflößen. und sagte: Siehst Du mein Alter, sagte er darauf, ohne das Gesicht des Mannes zu betrachten, der leblos dalag, man muß keine Bei diesen Worten wollte Mijoulet wie ein Wahn Schlechtigkeiten verüben. Das kommt davon, schuftiger Aber Mijoulet hatte ihm gesagt, daß in dem gealterten, er thun wollte. Doch Philibert hielt ihn durch die ein sinniger davonstürmen, ohne sich darüber klar zu sein, was Royalist! In dem Augenblick stieß Mijoulet einen Schrei der abgearbeiteten Körper des Marche- Seul Energie, Feuer und fachen Worte zurück: Heldenmuth sich verbargen. Er hatte ihm die düsteren Berzweiflung aus, und der Assistent, welcher auf ihn prophetischen Worte wiederholt, welche er ihm auf dem zustürzte, kam gerade zu rechter Zeit, um ihn vor dem Quai nach der letzten Sigung der Kammer gesagt, während Sturze zu bewahren. die Menge, trunken vor Enthusiasmus, wie ein tosender Strom sich nach dem Rathhaus hin wälzte. Nun, mein Freund, was giebt es denn da? Aber, Herr Philibert, das ist... das ist der Bürger Marche- Seul.... er ist todt.... er, ein Berräther! Die Aufregung verhinderte den jungen Lehrling fort zufahren; der Arzt hatte ihn losgelassen, da er ihn für start genug hielt, um sich aufrecht zu erhalten. Er war an der Seite Marche Seuls niebergekniet, sehrt, welche das Proletariat angehäuft hat. Hemd entfernt und sein Ohr auf die magere, eingefallene fast zu verzweifeln. hatte schnell seinen Ueberzieher aufgeknöpft, dann Weste und Jeht hatte er nicht nur für einen Kranken, sondern für einen Kampfgenossen zu sorgen, der einen klaren Blick besaß und den der einzige Gedanke durch das Leben führte, seine Brüder von der Knechtschaft und dem Elend zu befreien, und jene Bourgeoisie zu vernichten, die nur von Gütern Seine Angst wuchs, er horchte und horchte und begann Mijoulet, welcher sich nicht faffen konnte, und den Brust gedrückt. Philiberts Schweigen erschreckte, hatte sich von Neuem nieder Er horchte einen Augenblick mit der größten Aufmerk gebeugt und wollte eben eine Frage stellen, als der Assistenz samkeit, während Mijoulet sich angstvoll zu ihm herab- arzt ihm mit einer Handbewegung Schweigen gebot. beugte und ihn mit seinen großen, verwirrten Augen, aus Das Herz schlägt, zwar schwach, aber es schlägt. denen heiße Thränen flossen, zu befragen schien. Er hatte sich erhoben; sein Gesicht war nicht mehr so düster -Er ist todt, nicht wahr? Was wird Charlotte, das und traurig, aber er blieb doch ernst. Er betrachtete sorgarme Mädchen sagen? Sie wird viel, viel Kummer haben. fältig einen großen blutunterlaufenen, bläulichen Fleck unterNun, wohin willst Du denn? diese Frage wieder zur Besinnung gebracht hatte. Ich weiß es nicht, antwortete Mijoulet, den Leute, die vorüber gingen, blieben stehen und be trachteten die beiden Männer, die bei einer Leiche standen, wie sie glaubten. Der junge Gelehrte wandte sich an dieselben. Mitgefühl genug hat, um nach dem Hospital zu gehen Wohlan, giebt es unter ihnen jemanden, der und eine Tragbahre zu holen? Da liegt ein schwer verwundeter Greis, der unverzüglich nach seine Wohnung geschafft werden muß. Niemand rührte sich, niemand schien bereit, dieser Wunsche zu entsprechen. wollte, einen guten Republikaner zu retten, einen vol Also, es giebt feinen unter Ihnen, der uns helse denen, welche sich am wackersten auf den Barrikaden go schlagen haben? Dasselbe Schweigen! 2014 ( Fortsehung folgt.) K 8 ho CE fit S be er ih Ба De N A ric be Si 281 E โน ge ge ih B E de D 907 pe 28 ent Qu die den ein au err Be об fü Se S die Ur ric en we Et ge 5& be R be de sic RESPET ſej ៧ ដង គឺ ឥត Ă ដី ៖ dc de De rohe und brutale Gesinnung oder sittliche Entartung zu Tage tritt. Die Versammlung entschied sich mit großer Mehrheit für die Antrüge Jänisch. Mit Erledigung dieseZ Gegenstandes mar die Tagesordnung erschöpft. Di e„Freisinnige Zeitung" sagt heute in ihrer Aus- euraudersetzung mit dem Abg. Harmening: „In unserer Zeitung war bisher der Nmue des Neichs- tags-Abgeordneten Harmening auch nicht mit einer Silbe in Verbindung mit der Bodenreform polemisch ermähnt morden. Es widerstrebt uns, mit Herrn Harmening, der in Berlin den Vorabend der Virchowfeier sehr eigenartig begangen hat, heute in«ine weitere Auseinandersetzung einzutreten." _ Die„Freisinnige Zeitung" lügt hier wieder einmal. Sie hat jüngst den Abg. Harmening als Bodenbesitz-Reformer angegriffen, aber nur in einem T h e i l i h r e r A u f> läge, in einem anderen Theile fehlte der Artikel. Dieser Koup würde es der„Freisinnigen Zeitung' ermöglichen, mit obiger tmivahren Darstellung Glauben zu finden, wenn nicht einige Leute ihr scharf auf die Finger gesehen hätten. So macht eS die„Freisinnige Zeitung' Engen Richtcr's. Ist für solche Lügner noch Platz in politische>t Kreisen, die auf An st and halten?— Die Slufsehe» erregenden Enthiiksnngen deS Rektors Ahlwardt über den früheren Bureauvorsteher im Zivilkabinet des Kaisers Wilhelm l, H o f r a t h M a n ch 6, haben diesem zwar eine neunmonatliche Gefängnißstrafe verschafft, aber bei dieser Gelegenheit hat der Antisemiten- führer sich selbst in keinen seinen Geruch gebracht. Herr Manchö sollte auf Empfehlung Ahlwardrs dem Fabrikbesitzer Thomas den Kommerzienrathstitel verschaffen, und erhielt für diese Bemühung 5000 M., außerdem wurden ihm 30 000 M. überwiesen, die er zu wohlthätigen, in aller- höchsten Kreisen möglichst auffälligen und gefälligen Zwecken verwenden sollte. Herr Manch« war sich aber selbst der Nächste und eignete sich auch dieses Geld an. Herr A h l w a r d t, der Denunziant gegen Manch«, hat, wie ge- richtlich festgestellt ist, für seine Vermittelung 2000 Mark bezogen und dadurch bekundet, daß er selbst mit unsauberen Händen agirt. Die Schrift Ahlwardt's, in welcher er Herrn von Bleichröder des Meineids beschuldigt, hat bisher keinen Erfolg gehabt. Weder ist gegen Bleichröder die Unter- suchung eröffnet, noch gegen Ahlwardt Klage erhoben. Eigentümlich machen sich bei den Antisemiten die Angriffe gegen Bleichröder, den Intimus Bismarck's in seinen Geld- geschäften, während sie diesen himmelhoch heben und von ihm auck Förderung genug erfahren haben. Bismarck und Bleichrödcr hängen so enge zusammen, daß die sittlichen Entrüstuvgsrufe gegen diesen auch jenen mitireffen müssen. Der Prozeß Manchö enthüllt wieder ein gutes Stück der in den besitzenden Klassen herrschenden Korruption. Der Ordens- und Titelschacher greift in viel höhere Kreise, die Manche's und Konsorten sind nur die subalternen Mittels- Personen und Helfershelfer ihrer hohen Gönner. An Wilson's fehlt es bei uns nicht, nur werden sie hier nicht entlarvt.— In Bayern macht das alte Polizei- Strafgesetzbuch auswärtige Mobiliar-Brandversicherungs-Gesellschasten für die Ausdehnung ihres Geschäfts auf Bayern abhängig von der Regierungsgenehmigun.g. Dem Landtage ist gegenwärtig eine Regierungsvorlage zugegangen, welche diese Bestimmung auch aus die in§ 360 Ziff. 9 des Reichs- Strafgesetzbuchs erwähnten Kassen, Aussteuer-, Sterbe- oder Wittwenkassen, Bersicherungsanstalten oder andere dergleichen Gesellschaften oder Anstalten ausdehnt. Es wird nicht nur Geldstrafe für Uebertretungen, sondern im Wiederholungsfalle auch Haft und zivar ausschließlich Haft angedroht. Unser Münchener Parteiblatt befürchtet, daß die Regierung mit diesem Gesetze ihr Augenmerk aus die gewerkschaftlichen Unterstützungskaffen gerichtet habe. Wenn auch viele Ge- richte, darunter auch das bayerische Obcr-Landesgericht, entschieden haben, daß der Z 360 auf dieselben nicht an- wendbar sei, so möchten wir doch nach vielfach gemachter Erfahrung die Befürchtung der„Münchener Post' nicht gerade für unbegründet erklären.— Dit kapitalistischen Hyänen suchen überall ihren Raub. AuS Chicago wird gemeldet, daß die mit fürstlichen Gehältern ausgestattete Direktion für du Weltausstellung die von der Stadt bewilligten Mittel bereits vollständig vcrwirthschastet hat und sich nun an den Kongreß wenden will, um neue 5 oder 7 Millionen Dollars bewilligt zu erhalten.— Der gute Zar schaudert bei der bloßen Erwähnung des Wortes„Krug', soll der russische Minister Giers sich zu einem Korrespondenten des„Daily Graphic' geäußert haben. Dieser Schauder hindert den russischen Despoten nicht, im Frieden und im Krieg Ströme Bluts fließen zu lassen. Sentimentale Anwandlungen kennzeichnen alle jene Ungeheuer, welche jemals auf einem Thron ge- sessen und die Geißel der Menschheit geworden sind.— Aus Ostpreuste» wird uns geschrieben: In Nummer 234 ist das vorläufige Ergebnis der dies- jährigen Kartoffelernte von der amtlichen statistischen Korre- spondenz veröffentlicht. Danach soll Ostpreußen 2 Millionen Dopoelzentner mehr als im Vorjahre gebaut haben. Das ist falsch. Di« Kreise Oletzno, Lyck, Angerburg, Loezen, Johanns- bürg, Ortelsburg, Neidenburg haben eine vollständige Miß- ernte in Kartoffeln; nicht nur sind bei dem vielen Regen im Frühjahr und Sommer die Kartoffeln auf den niedrigen Stellen ganz verfault, die anderen Aecker geben in diesem Jahre durchschnittlich nicht mehr als 30 Zentner, auf holM Lagen viel- leicht 40 Zentner pro Morgen, der sonst 60, 60 bis 100 Zentner Ertrag gab. Em Ausdruck dieser sehr schlechten Ernte sind die hohe» Kartosselpreise in Ostpreußen. Während der Zentner hier im Herbste vor 2 Jahren 1,0 M-, im Vor- sahtt I,ö0 M. galt, kostet jetzt der Zentner in den entlegensten Winkeln 3.S0— 4 M.— Der Irische Fouds ist von Parnell bei einer Pariser Bank deponirt, und erhebt sich jetzt die Frage, wer denselben zu erheben berechtigt ist. Der Redakteur der„Agence Dalziel' begab sich zu dem bekannten Advokaten Leon Renault, um dessen Meinung hierüber zu vernehmen. Renault erklärte, daß weder die Familie Parnell, noch Mc. Carthy in den Besitz dieser Fonds gelangen können, das Gericht vielmehr beschließen dürfte, daß die Gelder in der Dcpositenkasse verwahrt werden und nach 99 Jahren dem französischen Staate anheimfallen.— �/ Korrespondenzen und Partei Nachrichten. Die„Thiieinger Tribüne", das in Erfurt erscheinende Organ der Thüringer Sozialdemokratie, widmet dem Parteitage einen schwungvollen Begrüßnngsartikel, aus dessen Darlegungen insbesondere die folgenden, ihres aktuellen Werthcs halberweitere Verbreitung verdienen: „Schwere und hohe Aufgaben hat der Parteitag zu voll- bringen. Er hat der Partei ein neues Programm zu geben, das Zeugniß abzulegen hat von unserer Fähigkeit, abstrakte Forderungen in konkrete Wirklichkeit zu verwandeln, er hat zu ent- scheiden, ob wir eine sozialistische Sekte werden oder ob wir eine sozialpolitische Partei bleiben wollen, ob zwanzig Jahre politischen Kampfes und Hekatomben von Opfern spurlos an unserer Einsicht vorübergegangen sind. Der Parteilag wird, dessen sind wir gewiß, unsere Ziele fest im Auge behaltend sich von dem eingeschlagenen Wege nicht abbringen lassen. Er wird sich seiner Bedentmig als deutsches Arbeiterparlament voll bewußt sein. Mehr als bisher werden die Parteitage in Zukunft den Charakter eines Arbeiterparlamentes annehmen, weil in dem Maße, als die grundlegenden Fragen der Partei durch ihre Selb st Verständlichkeit in den Hintergrund treten, die praktischen Zeitfragen mehr i» den Vordergrund kommen und Gegenstand der Diskussion und Agitation werden. Die Geschichte der Partei beweist dies. Ferner: bei der Unzahl von elenden Wahlsystemen, von denen eins immer elender ist als das andere, bilden sich die Parteitage immer mehr zu Nebenparla- menten aus und zwar in demselben Maße als die Stärke der Partei im umgekehrten Verhältniß zu ihrer Vertretung in den Landtagen und kommunalen Körperschafte» steht. Man kann dies schon embryonisch an den provinziellen Parteitagen bemerken. Es ist also auch hier der P a r l a m e n t a r t S in u S, der einerseits als Ventil dient und andererseits zur hohen Schule wird für die Arbeiterklasse um sie zur Ablösung der abgestorbenen Gesellschaftsschichten zu befähigen. Der von einer gedanken- losen Opposition oraanistrte Kampf gegen den Parlamentarismus der Parlei ist ein Rückfall in längst überwundene R e v o l u t i o n s r o m a n t i k. Wir können uns aar nichts sehnlicher wünschen, als einen in den Kommunen, Kreisen und Provinzen streng durchgeführten ehrlichen Parla- mentarismus auf Basis des allgemeinen, gleichen und direkten Wahlrechts. Wer wollte leugnen, daß ein solcher Parlamentarismus revolutionärer wirken würde, als eine niederkartälschte Heugabelrevolution der Opponenten? Auch gegen diese wird der Parteitag entschiedene Stellung zu nehmen haben. Die Szenen, wie sie die Opposition zum Gaudium unserer Gegner aufgeführt hat, dürfen nicht zur stehenden Institution werden. Weitesten Spielraum für s a ch- l i ch e und vor allem begründete Opposition, aber weg mit hohlen Phrasen, persiden Verleumdungen und Phantastereien unklarer Köpfe. Der Parteitag möge ein strenges Gericht halten über die Verleumder und Schwätzer, aber er möge auch denen, die vielleicht noch ihren Tag von Damaskus erleben, den Weg dahin nicht abschneiden. Eins ist gewiß: die Disziplin in der Partei muß eine strengere werden. Unsichere Kantonisten und rabiate Frankti- reurs gehören nicht in«ine große politische Partei. Sie hemmen den Vormarsch, schänden die Ehre der Partei und verzögern den Sieg. Nicht die Disziplin des blinden Gehorsams verlangen wir, sondern demokratische Unterordnung unter das allgemeine Interesse, jene Unterordnung, die nichts ist als ein Ausfluß der H, n g a b e an eine große und edle Sache. Es ist hohe Zeit, daß diese Hingabe an die Sache, diese Disziplin im schönsten Sinne des Wortes, eine feste Form annimmt, und der Kongreß wird an der Frage nicht vor- übergehen können, in wetchcc Weise böswilliger oder schwach- köpfiger Skandalsucht ein für allemal der Boden entzogen wird.' »« Die Erfurter Tozialdemokrati« schloß sich der Ham- b u r g e r Forderung an, wonach in das Programm der Satz eingefügt werden soll:„Staatliche Unterstützung bei Arbeits- lostgkeit.' Im übrigen erklärte die betreffende Parteiversammlung den Proarammentwurf für einen wesentlichen Fortschritt bezw. eine Verbesserung des alten Programms, fetzte in den Parteitag das Vertrauen, daß derselbe ein dem heutigen Standpunkte der Wissenschaft entsprechendes Programm schaffen werde und stimmte der bisherigen Taktik der� Parteileitung �u, Magdeburg. I n der Borstadt Buckau fand am IL. Oktober eine Volksversammlung statt, welche, nachdem der Genosse W. Wach- Berlin einen mit lebhaftem Beifall auf- genommenen Vortrag über das Thema:„Die Entwickelung des Sozialismus" gehalten hatte, zum Erfurter Parteitag Stellung nahm. Nach einer längeren Debatte, welche durch den Genossen Klees eingeleitet wurde, gelangte folgende Resolution gegen eine Stimme zur Annahme: „Die heutige im Choreum tagende von ca. 400 Personen be- suchte Versammlung der Genossen Buckau'? erklärt, chaß die in Magdeburg von ca. 200 Genossen gewählten oppositionellen Delegirten nicht das Recht haben, die Genossen von Buckau aus dem'Parteitage zu vertreten. Die Buckauer Genossen billigen die bisherige Taktik." Weiter beschloß die Versammlung, einen Genossen nach Erfurt zu senden, welcher, falls die Buckau-Magdeburger Ver- hältnisie auf dem Parteitage erörtert werden sollten, eventuell über dieselben Aufklärung zu geben hat. Bestimmt wurde hierzu Genosse E l l g u t h. Als Tclegirter ist derselbe nicht zu be- trachten. Mit einem stüriiiischen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie schloß die Versammlung. Der Parteitag in Erfnrt wird des Schmucks der rothen Fahne nicht entbehren. Der Regierungspräsident Herr v. Brauchitsch hat dem Einberuser unseres Parlaments mit- getheilt, daß er die Polizeibehörde augewiesen habe, der Ent- faltuiig von rothen Fahnen in geschlossene» Räumen nicht ent- gegeiiziitreten. Wenn es bei der Selbständigkeit der deutschen Polizei nicht vermessen wäre, würden wir der Hoffnung Raum geben, daß die„rolhe Fahnen-Frage" durch nachstehende Mit- theilung des„Reichs-Anzeigers" definitiv erledigt ist: „Das polizeiliche Verbot des Entrollens und der Führung einer rothen Fahne bei öffentlichen Aufzügen oder Versammlungen ist nach einem Erkeniitniß des Ober-Verwaltungsaerichts vom 13. Juni nur dann rechtlich zulässig, wenn aus Thatsachen die Annahme der Wahrscheinlichkeit sich ergiebt, daß die öffent- liche Sicherheit oder Ordnung durch den Gebrauch der rothen Fahne unmittelbar� gefährdet wird." Delegirtenwahle« z»m Parteitag. Fürstenwalde Robert teyne. 4. hessischer Wahlkreis(Eschivege, Witzenhausen, chmalkalden) Hugo- Schmalkalden. Königswalde(Sachsen) Robert Burkart. Wahlkreis Erfiirt-Schleustngen-Ziegenrück Reib haus und Rosenthal aus Erfurt, Schlichting aus Suhl. «» Bei den GemeinderathSwahlen tu Broitzem(Brau»- schweig) wurden unsere Parteigenossen Schuhmacher Heinrich Harms und Maurer Fritz V t e d t einstimmig ge- wählt. � � Polizeiliches, Gerichtliches:c. Nach langen Mühen hatte die E ch w e i d n i tz e r Sozialdemokratie endlich ein Ver- sammlungslokal gesunden; da machte die Polizei einen Strich durch die Rechnung, indem sie erklärte, daß die Ein- I richtungen des Saales den regierungspolizeilichen Vorschriften � über die bauliche Anlage und die innere Einrichtung von Theatern, Zirkusgebäuden und öffentlichen Versammlungsräumen nicht entsprächen. Dem Wirth ist daraufhin bei 60 M. Strafe oder„verhältnißmäßiger Hast" verboten worden, das Lokal zu Versammlungen zur Verfügung zu stellen. Mindestens 160 Ouadratmeter Raum muß in Schweidnitz ein Saal haben, wenn öffentliche Volksversammlungen darin ab-> gehalten werden sollen.— In Hanau löste die Polizei eine Versammlung, zu welcher Frl. Wabnitz das Referat über- nommen hatte, deshalb auf, weil der Andrang der Versammlungs- besucher zu stark war.— Die Nr. 73 des in Langen- b i e l a u erscheinenden„Proletariers" wurde wegen des Artikels„Manöver-Gedanken" beschlagnahmt. Es soll eine „Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" darin enthalten sein. Der Redakteur Feldmann ist dieserhalb schon vernommen worden.— Reichstags- Abgeordneter Albert Schmidt, welcher zugleich die Burgstädter„V o l k 3 st i m ni e" redigirt und für den Peniger Kreis als Landtags-Kandidat aufgestellt war, wollte für dseses Blatt von einer konservativen Wahl« Versammlung in Pen ig, in der sich der konservative Gegen- kandidat seinen Wählern vorstellte, einen Bericht aufnehmen' Diese Absicht wurde aber vereitelt, denn der Konservative rnht� nicht eher, als bis unser Parteigenosse, welcher für diesen Aben doch als Zeitungsreporter anwesend war, des Saales verwiesen wurde. Soviel hat er aber doch von der Bersanimluiig berichten können, daß dieselbe von ganzen 13 Mann besucht war(die beiden Kandidaten und der Gendarm abgerechnet).— Fünf Wochen Gefängniß erhielt der Genosse Lange in M a g d e- burg-Sndenburg aufgebrannt, weil er im„Sprechsaal" der„Volksstimme" Zeugen aufgerufen hatte, welche einem ge- legentlich einer Versammlung des dortigen Allgemeinen Arbeiter- vereins zwischen ihm und dem Polizeikommissar Votsch vorge- kommenen Auftritte beigewohnt hatten. Durch diesen Aufruf soll er nicht nur diesen Beamten, sondern auch den Polizei- Präsidenten Keßler beleidigt haben. Außerdem ist dem Ge- tränkten die Publikationsbefugniß, und auch die Vernichtung der betreffenden Exemplare der„Volksstimme", soweit sie noch vorhanden waren, zugesprochen worden. Der Amtsanwalt hatte 2 Monate Gefängniß' beantragt.— In Brünn(Oesterreich) hat die Statthalterei den Arbeiterverein„Vor- wärts" aufgelöst, weil er sich einer Ueberschreitung der Statuten schuldig gemacht haben soll.— Die„öffentliche Ordnung" war wieder einmal gefährdet, als iu S ch l a n- sl e d t eine Versammlung mit unserem Parteigenossen Gerlach stattfinden sollte. Die Versammlung wurde verboten. Ganz wie früher!— Im Harz steht die Saalabtreiberei in hoher Blüthe. Unsere Parteigenossen helfen sich dafür durch Zusammenkünfte in ihren Wohnungen. So ungefähr mußten sich auch die ersten und echten Christen von ihren Feinden in Klüften und Kata- komben verbergen, aber das Christenthum siegt« doch.— Von einer Haussuchung wurden Redaktion und Expedition der Halber st ädter„Sonntags-Ztg." betrösfen. Man suchte das Manuskript eines Artikels, in welchem ein Kommerzien- rath kritisirt worden war, fand aber nichts. Gegen den Redakteur jener Zeitung, Genossen Berg, schweben außer der von jenem Kommerzienrath angestrengten Anklage noch acht. Diese über- große Fülle von Strasanträgen, sowie die harten Urtheil« haben die Leitung der Zeitung veranlaßt, Berg von diesem für ihn so gefahrvollen Posten zu befreien. Sie übertrug deshalb denselben den Genossen Osterburg, derselbe erklärte sich zur Ueber- nähme des dornenvollen Amtes bereit.„Ein großer Muth"— sagt die„Sonntags-Zeitung"—„gehört angesichts der außer- ordentlichen Verfolgungen unserer Zeitung zur Annahme eines solchen Amtes. Mögen nun unsere�Berichterstatter dem neuen verantwortlichen Redakteur sein Amt so leicht als möglich machen, indem sie Korrespondenzen, welche persönliche Angriffe gegen Private, Beamte u. s. w. u. s. w. ent- halten.. überhaupt unterlassen. Wenn dieses Ersuchen von unseren Berichterstattern ecjüllt wird, so wird unser Blatt und dessen Angestellte vor mancherlei Schicksalsschläaen bewahrt bleiben." Letzteren Wunsch werden viele Re- dakteure unserer Blätter theilen. Die Einsender von Artikeln können dieselben in der Regel nicht gesalzen genug im Blatte servirt bekommen, und wenn sie dann ihre Behauptungen vor Gericht alS Zeugen erhärten sollen, dann steht es mu ihrer ursprünglichen Schneidigkeit Mattbäi am Letzten.— Di» zweite Anklage gegen Redakteur Thiel von der„B o l k s w a ch t" in Breslau ist nicht von Schlesinger, sondern gegen Schlesinger und Genossen(darunter auch Thiel) von dem Amtsrichter Aiedemann erhoben worden.— Bei dem Parteikolporteur Chr. Reese in Neumünster fand eine Haussuchung nach verbotenen Drucksachen statt. Zlus seinem Privat besitz wurden zwei Broschüren:„Die Verpreußung Deutschlands" de- titelt, nntgeiiommen. Dieselben stammen noch aus der Zeit des Sozialistengesetzes.— Trotz der Entscheidung des höchsten Gerichts- hoss in Preußen, des Kammergerichts, wonach ein Verbot von Tellersammlungen und Eintrittsgeld zur Deckung der T a g e s k o st e n in Volksversammlungen keine Rechtsgiltia- keit hat, verbietet die Solinger Polizei-Behörde sowohl Tellers ammlungen, wie die Erhebung eines Eintrittsgeldes. Der Einberufer der am Sonntag voriger Woche stattgefundenen Volks- Versammlung, wird deshalb den Beschwerdeweg betreten.— An- geblich groben Unfug sollten die Genossen Tesch und Ernst in Stettin bei Gelegenheit der Beerdigung des Genossen Löivke in Greifenhagen verübt haben, weil sie dem Verstorbenen einige Worte als Nachruf gewidmet hatten. Am Dienstag voriger Woche wurde die Sache vor dem Schöffen- gericht in Greifenhagen verhandelt, welches den Widerspruch gegen das unseren Genossen zugestellte Strafmandat von 60 M. verwarf. Es wird nun Berufung an das Landgericht eingelegt werden.— Das Gesuch der Bielefelder Sozialveinokraten um Ueberlassung städtischer Schulräume zu einem Unterrichts- kursus, welchen der dortige Sozialdemokrattsche Verein ver- anstaltet, ist vom Magistrat abgelehnt worden, da derselbe„es ablehnen muß, den Sozialdemokratischen Verein in seinen Be- strebungen zu fördern". Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei, heißt es in Preußens Verfassung.— Das Reichsgericht in Leipzig hat die Revision des Genossen Lehmann, Redakteur der westfälischen„Freien Presse", wegen zweier im Mai gegen ihn gefällter Urtheile der Dortmunder Strafkammer ver- worsen. Soziale Melecvflchk. Achtung, Tischler Berlins! Die Kollegen der Werkstatt von©che k i r k a, Tempelhoser Ufer 15, legen nach Fertigstellung Arbeit dieselbe nieder, weil in dieser Werkstait Arbeit für Völker, Hagelsbergerstr. 52, angefertigt werden soll. Wie bekannt, stellten die Kollegen der Werkstatt von Völker die Arbeit ein, well diese Firma«ine Verlängerung der Arbeitszeit versuchte und , 51 e*"e eigenartige Werkstatts-Ordnung unterschreiben sollten. Außerdem machen wir bekannt, daß die Tischler der ?« ��«'Fabrik von Wehner& Co., Beuthstr. 8, die Arbeit wegen Lohnreduktton und infolge von Maßregelung medergelegt haben. i-»» W« bitten die Kollegen, dies zu beachten. DleWerkstatt-Kontroll-Kommission des Fachvereins der Tischler. Vvirflr Sitten drv Vetmlttisn» Bei«nftaaen bitten wir ble«bonnemen is-QulNung beizufujen. vriefli» Amwori wird nicht eri belli. Herr Emil Rogge, Limeustr. 231. wird um seive» Besuch gebeten. Theater. Donnerstag, 15. Ottober. Opernhaus. Carmen. Circus Renz.[ Circus G. Schumann. Sozialdemokratischer Wahlverein Friedrich- Karl- Ufer, Edke Karlstr. für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis, General- Versammlung 385/4 Stuckateure Berlins u. Umgegend! Große öffentliche Versammlung Karlkrake. Donnerstag, den 15. Oktober, Abends Heute Abend 7/2 Uhr: Gr. außerSchauspielhans. Der Glückstister. 714 Uhr: Gala- Vorstellung. ordentliche Vorstellung mit vorzügBerliner Theater. Die Neuver Bum 27. Male: Auf Helgo- lich gewähltem neuem Programm. Be- am Freitag, den 16. Oft., Ab. 8 Uhr, im Lokale des Hrn. Pyriek, Gypsſtr. 3. mählten. Der Garnisons- land", oder: ,, Ebbe und Fluth", sonders hervorzuheben: 12 Rapphengste, Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. 2. Kassen teufel. große hydrologische Ausstattungs- in Freiheit vorgeführt v. Herrn Max bericht. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Verschiedenes. MitDeutsches Theater. Die Kinder Pantomime in 2 Abtheilungen, mit Schumann. Mr. Joë Hodgini als gliedskarte legitimirt. Es ist Pflicht aller Mitglieder, in dieser Verder Exellenz. National Tänzen( 60 Damen), Auf- Jongleur zu Pferde. Die fliegenden fammlung zu erscheinen. Der Vorstand. Leffing- Theater. Die Ehre. zügen 2c., Dampfschiff- und Boot- Hüte, Entree burlesque der Gebrüder Residenz- Theater. Von Dreien der fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen Chianchi. Parforcereiter Mr. Victor Glücklichste.Vorher: Besuch nach mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt Bedini. Adonis, Trakehner- Fuchshengst, der Hochzeit. u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunst- in der hohen Schule geritten v. Herrn Wallner- Theater. Telephon- Amt VII. schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Ernst Schumann. Mr. Arsine Loyal Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Neue Einlage( eine nationale Sänger als engl. Jockey. Aportierpferd Said, Der Vogelhändler. gesellschaft). Schluß- Tableau: Grande vorgeführt von Hrn. Max Schumann. Thomas- Theater. Herr und Frau Fontaine lumineuse, in einer Höhe Auftreten der Szenenreiterin Miss Doktor. Hierauf: Der Präsident. von mehr denn 80 Fuss ausstrahlend. Emmy Hodgini. Grand pas de deux Ostend Theater. Marianne, ein Außerdem: 4fache Fahrschule, ger. gracieux auf 2 neben einander laufenWeib aus dem Volke. von 4 Herren mit 8 Schulpferden. Den Pferden, ausgeführt v. Miss Adele Jung- Great Steeple Chase von 6 englisch. t. Mr. Joë Hodgini. Romische Entrees Vollblut Springpferden, dressirt und der beliebten Klowns Little Fred und ſein. Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. Der vorgeführt von Herrn Franz Renz. Tanti. große Prophet. Galgenstrick, geritten von Fräulein Bum 13. Male: Eine Nacht in Alexanderplatz- Theater. Schwarze Clot. Hager. Auftreten der weltbe- Venedig. Original Wasser- Pantorühmten 4 Gebr. Briatore. Sisters mime in 2 Abtheilungen mit neuen Große öffentliche Versammlung Lawrence am fl. Trapez. Auftreten höchft tomischen Einlagen, sensatio- der Maler und Berufsgenossen und deren Frauen am Sonntag, den nellen Licht- und Wassereffekten. Morgen: Große Klown- u. KomiterVorstellung mit höchst komischem Programm. Eine Nacht in Venedig. Bellealliance Theater. Brüder. Feenpalat. Spezialitäten- Borstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spe zialitäten- Borstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorftellung. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenBorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. der Reitkünstlerinnen Frls. Zephora und Mm. Bradbury, sowie des Herrn Pierre 2c. Romische Entrées von sämmtl. Klowns. Täglich: ,, Auf Helgoland". E. Renz, Direktor. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. [ 1319L] Evora Bräu Echtes Nürnberger Bier, Original- Füllung der Export- Brauerei Evora& Meyer, Fürth- Nürnberg in Bayern, 25 u. 30 Flaschen für 3 Mt. frei Haus, ohne Pfand, empfiehlt Otto Linke& Co., heater d. Reichshallen Spezialität.- Theater I. Ranges. Sauptheilerei Berl. Lagerhof M, Gr. Vorstellung. Anf.: Wochentags 72 Uhr. Entree 50 Pf. Sieben SensationsNummern im großen Programm. Nur Novitäten! Anfang der Vorstellung 72 Uhr. 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Oktober, Abends 61/2 Uhr, bei Norbert, Beuthstraße 18-21. Alles Nähere siehe im Sonntagsinserat. Säulenanschlag findet nicht statt. Der Vertrauensmann. Oeffentliche Versammlung 216/20 aller selbständigen Kürschner der Pelz- u. Müzenbranche und der bei denselben beschäft. weiblichen Arbeiter am Donnerstag, den 15. Oft., Ab. 8 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstr. 33. Tagesordnung: 1. Das Zirkular der allgemeinen Orts- Krankenkasse und die Stellung der Orts- Krankenkasse der Kürschner zu demselben. 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Es ist Pflicht aller weiblichen sowohl als selbständigen Arbeiter, in dieser Versammlung zu erscheinen. 2073b Der Einberufer. Fachverein der Tischler( Südweſt). Versammlung am Donnerstag, den 15. Oktober d. 3., Abends 82 Uhr, in Habel's Brauerei, Bergmannstraße 5-7. Tagesordnung: 1. Bortrag des Herrn Bruhus über:„ Die 2. Diskussion. 3. Werkstattangelegenheiten und Vereinsabzeichen, ung empf. D. Verſchiedenes. Zu dieser Versammlung sind die Kollegen folgender WertHeute sowie täglich: 2 Vereinszimmer 3. vergeb. Probststr. 17. Genossen G. Kleist, Waldemarstr. 48. Auftreten der 150 Personen fassend, zu Festlichkeiten und Bersamm lungen; auch sind noch einige Sonnabende u. Sonntage frei. Wienecke, te Jakobstraße 83. Hamburger Gaudebrüder Saal, Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 R. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L ftätten hiermit ganz besonders eingeladen: Laske, Lindenstraße 16, Blum, Alte Jakobtraße 132, Möwes, Kurfürstenstraße 12, und Mecklenburg, Beelstraße 14. Um zahlreiches Erscheinen der Kollegen Der Bevollmächtigte. ersucht Unserm Freunde und Genossen Karl Gaede, gen. Raupenfrass, zum heutigen Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch, daß die ganze Fenns straße wackelt und die Märzweißen platen. 1430L Große öffentliche Verlag des„, Vorwärts" Berliner Volksblatt SteinmekBerlin SW., Beuthstrasse 2. Die im Berlage von J. H. W. Dietz in Stuttgart erschienenen Bände Etablissement Buggenhagen anbe ber am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 PassagePanopticum und Theater Variété I. Ranges 50 Pfennig. Brinzeß Pauline, die lebende Puppe in Castan's Panopticum ohne Extra- Entree. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 für erwachs. Herren. Dienstag u. Freitag: Damentag. Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Täglich Nordd. Sänger. II. Saal Auftr. d. Damen Fr. Golzsch, Frl. Leander und des Hrn. Schröder und Elmano. Anf. 7 Uhr. Entree 15 Pf., Sonnabend 20 Pf., Sonntag 30 Pf. intl. Progr. 4 Regelb., 8 Billards, 3 Orcheſtrions. Säle Festlichkeiten, Versammlungen 2c. noch einige SonnInternationalen Bibliothek halten wir ständig auf Lager und empfehlen dieselben zur Anschaffung. Es sind erschienen: I. Serie. . " 3,50 " Band 1: Aveling, E., Die Darwin'sche Theorie. 2. Aufl. Geb. 2,- Mark. Band 2: Kautsky, K., Mare' ökonomische Lehren. 2, Band 3: Köhler, O., Weltschöpfung und Weltuntergang. 2. Aufl. Geb. ( Auch in 15 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Band 4: Die ländliche Arbeiterfrage. Nach dem Russischen des Kablukow. 2. Aufl. Geb. 2, Band 5: Kautsky, K., Thomas Moore und seine Utopie. Geb. Band 6: Bebel, A., Charles Fourier. Geb. Band 7: Schippel, M., Bas moderne Elend. Geb. Band 8: Stern, J., Die Philosophie Spinoza's. Geb. Band 9: Bebel, A., Die Frau und der Sozialismus. Geb. Band 10: Lissagaray, Die Gefchichte der Kommune von 1871. Geb. II. Serie. Band 1: Blos, W., Die französische Revolution. Geb. " 2,50 " 2,50 2, 1,50 . 2,50 " 3, 5,30 Mart. ( Auch in 20 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Band 2: Bommeli, Die Geschichte der Erdr. Geb. 5,90 ( Auch in 22 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Band 8: Zimmermann's Deutscher Bauernhrieg. Geb. ( Auch in 26 Heften à 20 Pf. zu bezieben.) Band 4: Langkavel, B., Der Mensch und seine Raffen.( Erscheint in ca. 22 Heften à 20 Pf.) Möbel, 1207 L 6,70 " Versammlung am Freitag, den 16. Oktober, Abds. Die windigen Rothen von drüben. Unserm Freunde u. Gen. K. Gaede, folg zwi des mit unf rot mä Tri „ P beit geb beg Anf Sen vers Pa das zu f als J. A.: W. Thomsen, Weißenburgerstr. 28. aud aus Pri West und Era auc Spre wir Gec wie Gie Erf fäd unt Wa in bem geb: dief fän alt Ben fan Leid äuß befe ord ste exis die alle fint Si zu Mi Ben Ba die ge stü 20 8 Uhr, in Müller's Salon, Johannis- gen." Grober Karl", 3. heut. Zage cin straße Nr. 10. Tages Ordnung: 1. Abrechnung des„ Bauhandwerker". 2. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. 291/5 Tischler- Verein. Sonnabend, den 17. d. M., A6. 9 Uhr, Melchiorstraße 15: Generalversammlung Tages Ordnung: 1. Rassenbericht vom 3. Vierteljahr 1891. 2. Bericht über die Bibliothek. 3. Vereinsangelegenheit. Das Quittungsbuch legitimirt. Der Vorstand. 2075b Steppdeken!! größte Auswahl!! am billigsten in Emil Lefèvres Fabrik, Berlin, Oranienstr. 158.[ 1145L mit kleinen 1 Boſten Schlafdeden Flecken reinw. Stück 4, 6, 8 und 10 Mart. Werth das Doppelte!! Illustr. Preisliste gratis u. franko. Roh- Tabak fämmtlicher Sorten. donn. Hoch. Karl, laß'n Rognat nicht 2077b talt werden. Unserer Genossin Johanna Schier zum Geburtstage ein donnerndes Hoch. A. R., E. B., A. M., C. G., D. 2. Unserm Freund und Genossen, dem Glaceefartonpapier Arbeiter Robert Müller, gen. ,, Schnarche", ein donnern des Hoch zum heutigen Wiegenfeste. Wat meenste, Robert, et schmeckt nich? Die rothen Kartonzuschneider 2081] aus der Abwürgungsbude. Den Sangesbrüdern und Genossen vom Gesangverein„ Unverdrossen" für das mir zu meiner am 8. Ottober stattgefundenen Vermählung darge brachte Ständchen hiermit meinen herz 1428L lichsten Dank. Herm. Wiese. Todes- Anzeige. Den Kollegen, Freunden und Ge noffen der Werkstatt von Stiel und Langemann, sowie des Gesangverein Kreuzberg" zur Nachricht, daß unser aller Freund Fritz Wichmann am Freitag, den 16. Oktober, Nachm 4 Uhr, von der Charitee aus nach dem Friedhof Müllerstraße zur letzten Ruhe bestattet wird. Um rege Theilnahme bitten die Brüder Wichmann u. Gallandi. Habe meinen Wohnsitz von Wilmers dorf nach Charlottenburg, Berliner straße 76 II, verlegt. Sprechst. 8-9 G. Elkhuysen, Alte Schönhauserstr. 5. 12-1, 4-5. Dr. Rabnow, praft. Arzt Größte Auswahl, billigste Preise. Spiegel und Polster- Waaren Rechts- Bureau des Stöniglich. Amtsreelle Waare zu soliden Preisen. Ganze Ausrichters a. 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Unger, Berlin S., 48. Oranienstr 48. à Stück 5, 6, 8, 10-20 M. Berantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und?.erlog von Mar Badina in Berlin SW Beuthstraße 2. J. tauft man am billigsten in der Fabrik von Brünn, Markt 4 ( Stadtbahnhof Börse). Hierzu zwei Beilage nac tac or 1 11 L e, 9. rt 1 JEEP2 it er 2 t t es 13 er n 1. m he ne li. 9 1. Beilage zum„ ,, Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 241. Parteitag in Erfurt. Donnerstag, den 15. Oktober 1891. 8. Jahrg. Es wird hierauf eine Mandatsprüfungs- Kommission wie sich schon aus der Thatsache ergiebt, daß in der Zeit vom 1. November 1890 bis 30. September 1891 beim Sekretariat der gewählt und die Dauer der Sigungen auf acht Stunden Partei 3227 Briefe und Postkarten eingingen, während vom Ueber die Eröffnung unseres Parteitages geht uns Vormittags von 9-1 Uhr, Nachmittags von 3-7 Uhr, Sekretariat 3634 Briefe und Karten verfandt wurden. Die einfolgendes Privattelegramm zu: festgesetzt. gegangenen und versandten Kreuzbaudsendungen, welche ebenfalls nach Tausenden zählen, sind in den vorstehenden Ziffern nicht mit aufgeführt. Die Delegirten aus allen Gauen Deutschlands trafen zwischen 6 und 7 Uhr in den festlich geschmückten Räumen Anwesend sind 258 Delegirte. * 容 * des Versammlungslokals ein. Der große Saal ist Den Delegirten des Parteitages wurde gestern folgen mit rothen Schildern dekorirt, auf welchen sich Sinnsprüche des Schriftstück unterbreitet, welches den Bericht des Parteiunserer Partei befinden. Von den Wänden flattern vorstandes an den Parteitag zu Erfurt enthält. rothe Fahnen in den Saal. Von der Decke wallt ein Der Bericht hat folgenden Wortlaut: mächtiges rothes Banner in den Saal hinab. Ueber der * * vorstand vor allem die Regelung der Agitation, sowohl der Neben der Durchführung der Organisation war vom Parteimündlichen als auch der schriftlichen durch Flugblätter Broschüren 2c., in's Auge zu fassen. Was die mündliche Agitation durch Versammlungen betrifft, so find auf diesem Gebiete sehr weitgehende Anforderungen aus fast allen Theilen des Reiches an die Parteileitung gestellt worden. Tribüne prangt in weithin fichtbarer Inschrift das Wort: Bericht des Partei- Vorstandes ir sind uns wohl bewußt, daß wir nicht allen diesbezüglich laut Proletarier aller Länder vereinigt Euch!" und" Die Ar beiter sind der Fels, auf dem die Kirche der Zukunft aufgebaut werden soll!" wird über an den Parteitag zu Erfurt 1891. Nachdem der Parteitag in Halle eine neue Organisation für die sozialdemokratische Partei geschaffen und mit Durch führung derselben uns beauftragt hatte, sind wir sofort nach Aufgabe herangetreten. Schluß des Parteitags an die Ausführung der uns gewordenen Die vielfach laut gewordenen Klagen über mangelnde Agitation dürfen wohl auch zum großen Theil auf das Konto des großen Eifers der Genossen gesetzt werden, für die Ausbreitung der Partei zu wirken. Insofern sind aber selbst diese Klagen und Beschwerden als eine erfreuliche Erscheinung unseres Parteilebens zu bezeichnen, indem sie für den Thatendrang und den Agitationseifer der Genossen Zeugniß ablegen. gewordenen Wünschen gerecht Der Grund hierfür liegt aber weniger an dem Mangel guten Willens seitens der Parteileitung, allerwärts agitiren zu lassen, als daran, daß geeignete Agitationskräfte nicht immer zur Verfügung standen oder daß die Genossen nur bestimmte Personen verlangten. Was Gegen 74 Uhr eröffnet Singer, von allseitigem Beifall in letzterer Beziehung an einzelne bekannte Redner unserer Partei begrüßt, die Verhandlungen mit einer zündenden, kräftigen für Anforderungen gestellt werden, geht weit über das Maß des Ansprache. Wichtige Aufgaben", so führt er aus, stehen Zulässigen hinaus. Die Genossen vergessen nur zu oft, daß jeder unferer beliebteren Redner entweder einen bürgerlichen Beruf dem Parteitage bevor. In Halle, wo wir vor einem Jahre und bereits am 21. Oftober fand die Konstituirung des Partei- der Partei zu erfüllen hat, wodurch die Möglichkeit, in VersaminDer Parteitag in Halle wurde am 18. Oftober geschlossen oder ein die volle Arbeitskraft in Anspruch nehmendes Amt in versammelt waren, hatten wir die Neu- Organisation der vorstandes statt. Un demselben Tage wandten wir uns an die lungen aufzutreten, eingeschränkt wird. Dazu kommt die Partei zu schaffen. Diese Neu- Organisation hat sich auf Parteigenossen im Reiche mit der Aufforderung, zur Wahl von physische und geistige Anstrengung, welche mit jeder Versammdas Trefflichste bewährt; heute haben wir ein neues Programm Vertrauensmännern für die einzelnen Orte und Kreise zusammen- lungsrede verknüpft ist, wodurch allein schon ein gewisses Maßhalten zu schaffen, welches uns, wie das alte, ein Führer im Kampfe, statuts und des Programms in großen Auflagen angeordnet und zutreten. Zugleich wurde die Drucklegung des Organisations- geboten wird. als ein Leitstern zu neuen Siegen voranleuchten soll. Wenn durch Versendung derselben die Genossen in die Lage versetzt, fich auch die Ansichten der Parteigenossen in einzelnen Fragen mit den einzelnen Bestimmungen desselben vertraut zu machen. Die Wahl und Anmeldung der Vertrauensmänner ging auseinandergehen sollten, so sind wir doch Alle von einem prompt vor sich und zeigte die Partei auch bei dieser GelegenPrinzip beseelt, und die Verhandlungen werden zu einem heit wieder, daß troß der Hindernisse und Schwierigkeiten, Ergebniß führen, welches nicht nur der Ehre, sondern welche das Sozialistengeſetz im Gefolge hatte, und obgleich durch Dasselbe alle formalen Verbindungen durchschnitten und eine zen In Wirklichkeit hat auch eine ungemein rührige und umauch dem Nutzen und dem Gedeihen der Partei ent tralisirte Organisation unmöglich gemacht war, nach Beseitigung faffende Agitation durch Versammlungen stattgefunden. Zwar sprechen wird. Die Geschlossenheit und Einigkeit der Partei des Ausnahmegesetzes der Geist der Disziplin und Zusammen hat die Parteileitung davon abgesehen, wie dies vor dem Erlaſſe gehörigkeit noch in alter Stärke in der Partei waltete. Wenn des Sozialistengesetzes eingeführt war, eine Anzahl redegewandter alle Verleumdungen und Angriffe der ein Unterschied gegen früher sich zeigte, so war es nur der, daß Genossen als ständige Agitatoren anzustellen. Dieses System Gegner erhaben sein. Wir blicken auf Erfolge zurück, aus Hunderten von Orten, in welchen wir vor Erlaß des Aus hat mancherlei Mißstände mit im Gefolge gehabt und wurde auch wie sie keine andere Partei zu verzeichnen hat. Blickennahmegesetzes im Jahre 1878 keine Verbindungen hatten, sich jetzt seiner Zeit nur um deswillen beibehalten, weil es damals vielbereits in den ersten Wochen nach unserer Aufforderung die ge- fach in ganzen Provinzen an Personen fehlte, deren soziale Sie auf die Wahlen in Baden, sehen Sie auf unsere wählten Vertrauensmänner meldeten. Stellung so unabhängig war, daß sie ihre Zeit, wenn nothwendig, Erfolge in Meinungen und in Sachsen. Unsere wackeren Um die Vertrauensmänner und übrigen Parteigenossen mit der Partei zur Verfügung stellen konnten. Dieses Verhältniß hat sächsischen Parteigenossen bringen uns drei neue Mandate dem Geiste der neuen Organisation vertraut zu machen und sie sich jetzt insofern zu Gunsten der Partei gefindert, als die Zahl vor den Unannehmlichkeiten, welche Nichtkenntniß oder Nicht- der sozialdemokratischen Preßorgane fich bedeutend vermehrt hat und 20 000 Stimmen mehr als bei den fünfundachtziger beachtung vereinsgesetzlicher Bestimmungen in den einzelnen und unter den an denselben beschäftigten Personen sich fast Wahlen!( Stürmisches Bravo!) Die Genossen, die hier Staaten für den einzelnen Genossen sowohl wie für die Gesammt immer einer oder mehrere Genossen befinden, welche des Wortes in diesem Saale versammelt sind, sind sich ihrer Pflicht bez Parteivorstandes eine Instruction für die Vertrauens- diese Agitation sind auch seitens der Parteileitung an eine Anpartei im Gefolge haben könnten, zu bewahren, wurde seitens mächtig und zur Agitation in Versammlungen geeignet sind. Für bewußt. Die Sozialdemokratie Deutschlands hat es soweit männer ausgearbeitet, welche als„ Sirkular 1" zur Versendung zahl geeigneter Genossen regelmäßige Buschüsse bezahlt worden, gebracht, daß die Aufmerksamkeit der ganzen Welt auf gelangte. Die in diesem Zirkular gegebenen Rathschläge und wird es sich im Interesse einer regen Agitation empfehlen, diesem Saal ruht. Mögen unsere Gegner mit Waffen ist es, sowohl Mittheilungen der Parteileitung entgegen fanden allgemeine Beachtung. Aufgabe der Vertrauensmänner diese Einrichtung immer mehr auszubilden. tämpfen, mit melchen fie mollen an unferer Ginigkeit, umebmen, ole ihrerseits die fettere von dem Gange und Stand Mitglieder der Reichstage rattion entfaltet worden. Abgesehen an unserem Gefühl der Zusammengehörigkeit, an dem der Bewegung in den einzelnen Orten oder Kreisen zu Bewußtsein, welches die Ausgebeuteten aller Länder zu betrieben wird, zu organisiren und besonders auch dafür zu unterrichten, die Agitation, soweit sie von der Zentralleitung aus sammenhält, werden ihre Hoffnungen kläglich Schiffbruch sorgen, daß der Parteileitung die zu den Zwecken der Agitation und Unterstützung von den Parteigenossen gesammelten nothwendigen Mittel zugehen. Zur Erfüllung dieser Aufgaben hat Wir treten ein für volle Freiheit der Meinungs- sich das System der Vertrauensmänner, wie es unsere Organiäußerung, aber wir verlangen auch, daß jeder Parteigenosse fation vorsicht, in vollem Umfange bewährt. beseelt ist von dem Gefühl, von der Pflicht der Unterwärts die Form von Arbeiter- Wahlvereinen gewählt. Für die lokale Organisation haben die Genossen fast allerordnung. Die Beschlüsse des Parteitages find zu achten, sie sind die höchste Instanz, welche in unserem Parteileben sind die zahlreichen Provinzial- und Landes- Parteitage oder Eine früher in dem Umfange nicht gekannte Erscheinung existirt. Konferenzen, welche unsere Genossen im Laufe des letzten Jahres abgehalten haben. In fast allen Provinzen oder Einzelländern Redner schließt mit einem Hoch auf die deutsche, auf des Reiches haben solche Parteitage resp. Ronferenzen statt die internationale Sozialdemokratie, auf das Proletariat gefunden und ausnahmslos waren dieselben sehr gut von den Genossen des betreffenden Landstrichs besucht. Die Verhand aller Länder, welches stürmischen, begeisterten Widerhall Leiden. findet. = zu gleichberechtigten Vorsitzenden werden hierauf Singer und Klo ß- Stuttgart durch Akklamation gewählt; zu Schriftführern werden gewählt: Geyer, Schmidt Münschen, Blume- Hamburg, Frohme, Schulz Berlin, Dertel Nürnberg, Emmel- Frankfurt, HugBant, Agster- Stuttgart. = Auf Antrag Singer's wird die Geschäftsordnung, die an die Delegirten gedruckt vertheilt wurde, dahin abgeändert, daß bei Geschäftsordnungs- Anträgen eine Unterstützung von 10, bei anderen Anträgen eine solche von 20 Delegirten genügen soll. fungen dieser Provinzialtage erstreckten sich naturgemäß in erster Linie auf das Gebiet der Agitation, zu deren Leitung und För berung entweder Landeskomitees eingeſetzt oder die Genossen bestimmter größerer Orte damit betraut wurden. Eine besonders lebhafte Agitation ist auch von seiten der davon, daß dieselben alle der Berichterstattung in ihren Wahlauf Anregung des Parteivorstandes, auch größere Agitationsfreisen oblagen, sind von einer ganzen Anzahl von Abgeordneten, touren durch Deutschland unternommen worden. Dem von oppositioneller Seite in der Partei laut gewordenen Verlangen, die Abgeordneten sollten statt in den Reichstag zur Agitation aufs Land hinausgehen, ist seitens der Parteileitung und der Reichstags- Fraktion allerdings nicht entsprochen worden. Die hier verlangte Bernachlässigung der Pflichten eines Abgeordneten würde nur unseren politischen Gegnern willkommen gewesen unserer Abgeordneten einen willkommenen Vorwand zur Anschulsein, eininal weil sie dadurch die ihnen lästige Kontrolle im Reichstag los würden, und dann weil ihnen dieses Verhalten bigung unserer Partei bei den indifferenten Wählermassen gäbe. Diese Massen für uns zu gewinnen, ist aber eine der Aufgaben der Agitation. Nun ist es Thatsache, daß die Berichte über die Parlamentsverhandlungen auch in jenen Kreifen gelesen werden, welche entweder zu gleichgiltig sind oder keine Gelegenheit haben, eine rege und energische Vertretung der Interessen des arbeitenden in eine sozialdemokratische Volksversammlung zu kommen. Durch Boltes im Reichstage wird also der agitatorische Zweck, welchen die in unseren Reihen befindlichen Gegner der parlamentarischen Thätigkeit anstreben, in vollem Umfange erreicht, ohne den Gegnern den billigen Vorwand der Pflichtvernachlässigung gegen uns an die Hand zu geben. * Der vorjährige Parteitag hat speziell auch sein Einverständniß damit erklärt, unsere Agitation auch auf die Proletarier des flachen Laudes auszudehnen. Die Thatsache, daß solche Provinzialtage so zahlreich und überall stattfanden, erklärt sich sowohl aus dem Umstande, daß angesichts des Wachsthums der Partei und der ihr folgedessen gestellten größeren Aufgaben der alle Jahre stattfindende allge meine Parteitag wohl für die Bestimmung der allgemeinen Richtschnur, nach welcher die Partei marschirt, ausreicht, daß aber zur Verständigung der Genossen über die Art und Weise der Durch führung der Parteiaktionen in den einzelnen Landestheilen ein Umstand, daß unsere Partei, entsprechend der Zunahme ihres Dezember vorigen Jahres bereits einen Aufruf an alle jene GeMähertreten der Provinzgenossen nothwendig ist. Besonders der Dieser Anregung folgend hat der Partei- Vorstand im Ginflusses auf die öffentlichen Angelegenheiten der einzelnen noffen erlassen, welche sich zu schriftstellerischen Leistungen auf Länder, wie der größeren Gemeinwesen, sich immer mehr an den dem Gebiete der ländlichen Arbeiterfrage für befähigt halten, Wahlen zu den Einzellandtagen wie auch an den Gemeinde- solche Arbeiten an uns einzusenden oder über deren Abfassung sich follegien betheiligt, hat die Nothwendigkeit der Landes- und mit uns ins Einvernehmen zu setzen. Auerbach- Magdeburg wünscht, daß zu jedem Punkt Provinzialtage im Gefolge gehabt. So selbstverständlich es ist, Der Erfolg des Aufrufes war, daß uns eine große Menge d: r Tagesordnung ein Korreferent ernannt wird. daß in allen Fragen prinzipieller und taktischer Natur dem allge- von Arbeiten über das vorerwähnte Thema zugingen. Darunter meinen Parteitag die für die Partei maßgebende Entscheidung befanden sich besonders reichlich fleinere Mittheilungen und Unter dem Beifall der Delegirten macht Bebel dar vorbehalten bleiben muß, so richtig ist es auch, daß die Partei- Notizen über persönliche Erlebnisse, Lohn- und Wohnungsverauf aufmerksam, daß es ein Unding sei, bei jedem einzelnen kämpfe entsprechend den Besonderheiten der einzelnen Länder hältnisse zc. von Landproletariern selbst. Die gegnerische Preſſe und unter Berücksichtigung des in denselben geltenden Rechtes und besonders die auf dem Lande verbreiteten amtlichen Organe Punkt man denke nur an den Bericht über die parla- durchgeführt werden müssen. der Landräthe hatten von unserem Aufrufe Notiz genommen, mentarische Thätigkeit einen Korreferenten zu erZwar hat der Parteitag in Halle wie auch alle seine Vor- indem sie ihren Lesern zuriefen:„ Hütet Euch, der Sozialdemo nennen. Es kann ein Außenstehender doch nicht mit den gänger sich für die Theilnahme an den Wahlen, sowohl des frat kommt!" Gerade diese Warnung erzielte aber das Gegeninternen Verhältnissen Reichs- als auch der Landtage und der Gemeindevertretungen theil von dem, was mit ihr beabsichtigt war. Zahlreiche Ginvertraut sein. Die Opposition ausgesprochen. Aber die deutschen Einzelstaaten weisen eine sender von Notizen und Mittheilungen bezogen sich auf die brauche kaum zu erwarten, daß der Parteitag gerade aus wahre Musterkarte von Wahlsystemen auf und deshalb muß die Warnung im landräthlichen Organ und benüßten die dort anEntscheidung darüber, ob unsere Genossen in einen Rampf, fei gegebene Adresse des Parteivorstandes, um uns gegenüber ihr ihrer Mitte den Korreferenten wählen würde. Er ist dafür, es um Sitze in der Landesvertretung oder im Gemeindekollegium, Herz auszuschütten. Die Sichtung, Ordnung und Ausarbeitung daß die Opposition vollste Redefreiheit habe. Sobald die eintreten wollen, ihnen selbst überlassen bleiben. Diese Ent- des eingegangenen Materials erwies sich schließlich als Frage der Taktik[ zur Grörterung kommt, würde er für scheidungen zu treffen und zugleich dafür zu sorgen, daß ein ge- eine so umfängliche Arbeit, daß der Parteivorstand beschloß, meinsames, planmäßiges Vorgehen stattfinde, die Beschaffung der mit derselben einige mit der Materie vertraute Genossen zu bea seine Person schon beantragt haben, daß Bollmar einerseits und Mittel und die Regelung der Agitation dafür, das ist eine Auf- auftragen, in deren Händen sich die Arbeit noch befindet. Die ein Vertreter der Opposition andererseits für ihre abweichenden gabe, welche nur durch Provinzial- oder Landes- Parteitage voll- Berschiedenartigkeit der Agrarverhältnisse in Deutschland und die dadurch wieder bedingte verschiedene Lebenslage des LandMeinungen und ihre eventuellen Anllagen gleiche Redezeit ständig gelöst werden kann. Diefen Aufgaben sind diese Zusammenkünfte bisher auch in proletariats hat eine getrennte Behandlung des Gegenstandes hätten, wie der Referent. Die Programmberathung würde weitem Maße gerecht geworder und ist dadurch ein wesentliches nach Provinzen und Landestheilen nothwendig gemacht. Sobald nach der Generaldebatte wohl an eine Kommission ver- und wichtiges Glied in den Kahmen unserer Organisation ein- die Arbeiten dritckfertig sind, soll deren Veröffentlichung erwiesen werden. gefügt worden. folgen. Was die Bestimmungen un'erer Organisation betrifft, so spricht Biel verlangt wurden gerade für die ländlichen Distrikte leicht für die Zweckmäßigkeit derselben wohl am besten der Umstand, faßliche und gemeinverständliche Flugblätter. Seitens der Parteidaß während des letzten Jahris fast keine Klagen über Mängel leitung konnte diesem Verlangen nur in sehr beschränktem Maße der Organisation aus den Rehen der Partei laut wurden, wie nachgekommen werden, und zwar um deswillen, weil es an auch kein einziger, am Prinzip der Organisation rüttelnder Vor- folchen geeigneten Flugblättern fehlte, deren Beschaffung von schlag sich unter den diesjährgen Anträgen an den Parteitag einer Zentralstelle aus sich auch als unmöglich erwies. Wenn befindet. Dabei war der Verkehr zwischen dem Parteivorstand solche Flugblätter den gewünschten Zweck erreichen sollen, dann und den Genossen der einzelnen Partei- Orte ein ungemein reger, müssen sie bis zu einem gewissen Grade einen lokalen oder Der Antrag Auerbach auf einen Korreferenten wird nach dieser Entgegnung Bebels zurückgezogen und der Parteitag beschließt, beim ersten und dritten Punkte der Tages ordnung nach dem Vorschlage Bebel's zu verfahren. Die Tagesordnung wird unverändert genehmigt. doch provinziellen Ton tragen. Dieselben müssen anknüpfen an| Richter und Böckel die Hand reichen, wobei Stöcker den Segen ihrer Lebenshaltung im letzten Jahre aufgebracht haben. Abgesehen die Anschauungen, Lebensgewohnheiten und Leiden derjenigen dazu giebt. von den Lokalausgaben für Parteiangelegenheiten, welche zuArbeiterbevölkerung, unter der sie verbreitet werden sollen. So Bei den Wahlkämpfen im XIX. hannöverschen Wahlkreise sammengerechnet gewiß eine Summe ergäben, welche der unter richtig es ist, daß der Landproletarier des Ostens ebenso und in den Kreisen Tilsit und Memel war die Möglichkeit eines den Partei- Einnahmen aufgeführten in Nichts nachstände, sei nur ein Opfer der Profitgier des Kapitals ist und unter der Aus- Wahlsieges für uns von vornherein ausgeschlossen. Wenn die an die nahezu hunderttausend Mark erinnert, welche für den beutung desselben leidet, wie der Industriearbeiter des Westens, Partei im ersteren Kreise doch erhebliche Anstrengungen machte, Maifonds aufgebracht wurden und welche ausschließlich auch so geht diese Ausbeutung doch unter wesentlich verschiedenen so geschah dies speziell in Rücksicht darauf, daß dort der ge aus jenen Reihen flossen, welche zur großen Armee der KlassenFormen vor sich. Diese Verschiedenartigkeit der Proletarier- wesene Reichskanzler Bismarck sich um das Mandat bewarb bewußten Arbeiter gehören. leiden bedingt aber auch eine Verschiedenartigkeit der Sprache und in dem Falle die Partei- Ghre es gebot, dem Vater und der Behandlung in Flugblättern und ähnlichen Agitations des Ausnahme- Gesetzes gegen die Sozialdemokratie" den Das erfte und wichtigste Agitationsmittel ist die Preffe. Die schriften. Sieg so schwer als möglich zu machen. Dieser Zweck ist Zahl der periodisch erscheinenden sozialdemokratischen Organe und Hier müssen die Landes- und Provinzialfomitees in 3u- auch vollständig erreicht worden, daß der von bezahlten der Gewerkschaftsblätter zeigt nachstehende Zusammenstellung für funft eingreifen und das Fehlende zu beschaffen fuchen. Die oder überspannten Speichelleckern als größter Staatsmann das 4. Quartal 1891, welche gleichzeitig den Stand der Partei Es er Parteileiting fann nur mit Gewährung von petuniären Mitteln aller Zeiten" gefeierte Reichskanzler a. D. erst in der Stichwahl, presse zur Zeit des Halleschen Parteitages angiebt. nachhelfen, was in einer Reihe von Fällen bisher auch schon ge- und zwar gegen den von unserer Partei aufgestellten Bigarren scheinen: schehen ist. arbeiter" zum Mandat gelangen konnte. * didaten einen so bedeutenden Stimmenzuwachs gegen die letzten Die Wahlen in Tilsit und Memel brachten für unsere Kanallgemeinen Wahlen, daß das Geschwäß der Gegner vom„ Rückgange der Sozialdemokratie" von da ab elend verstummte. ** 1891 Star felE Dor spr den Politische Blätter: Wöchentlich sechsmal 27 dez 1890 Be 19 Pa " " " dreimal 26 zweimal einmal Zusammen 69 25 un 6 6 har • 10 10 wel dür 60 da Lä int Außer der allgemeinen Agitation hat die Partei im Laufe des letzten Jahres ihre Kräfte in einer Reihe von Wahlkämpfen zu erproben gehabt. An Reichstagswahlen war die Partei betheiligt bei den Nachwahlen in den Wahlkreisen Würzburg, Sonneberg, Geestemünde, Kassel, Tilsit und Memel. In Sehr beachtenswerte Erfolge hat die Partei in verschiedenen allen diesen Wahlkämpfen fiel zwar der Sieg den gegnerischen Ländern bei den Landtagswahlen erzielt. Im Großherzogthum Parteien zu, aber nicht, ohne daß ihnen unsere Genossen den Hessen sind die beiden Mandate in Mainz bei der Neuwahl be- Dazu eine wöchentlich erscheinende wissenschaftliche Revue ,, Die felben sauer genug machten. In Sonneberg verdanken die hauptet und ein weiteres Mandat im Landbezirk Offenbach dazu Neue Zeit", sowie ein ebenfalls wöchentlich erscheinendes UnterFreifinnigen ihren Sieg 11112 der Unterstützung der gewonnen geworden. Ebenso find Size durch unsere Genossen in haltungsblatt„ Der Gesellschafter" und zwei alle 14 Tage er Nationalliberalen und dem weiteren Umstande, daß noch auf Baden und in Meiningen erobert worden, so daß auch in die scheinende Wigblätter„ Der wahre Jakob" und„ Der süddeutsche Grund der alten Wählerlisten abgestimmt wurde. In Kassel Landesvertretungen dieser Staaten zum ersten Male Genossen Postillon". gingen schließlich Freisinnige, Konservative und Antisemiten ein- unserer Partei eintreten. trächtig Hand in Hand, um dem Nationalliberalen zum Mandat zu verhelfen. * * Daß diese Erfolge erzielt wurden und der Boden für neue Es zeigte sich hier die eine reaktionäre Maffe" in hellster weitere Erfolge vorbereitet ist, das verdanken wir in erster Linie Beleuchtung, und selbst ein angesehenes Organ der Linksliberalen der unermüdlichen Thätigkeit unserer Genossen allerwärts. Someinte von diesem Bündniß, es wäre die politische Unfittlichkeit weit aber die Parteileitung dazu beitragen konnte, hat sie es in der Potenz, wenn es nicht der einzige vernünftige Ausweg an Unterstützung nicht fehlen lassen, wie die Genossen aus dem gewesen wäre". Vernünftig natürlich vom Bourgeoisstandpunkt nachstehenden Kassenbericht ersehen, in dem unter den Ausaus, welcher in klassenbewußten Arbeitern den Todfeind sieht, gaben diejenigen Posten, welche der Agitation dienten, den Löwenzu dessen Bekämpfung sich im gegebenen Falle selbst Eugen Antheil einnehmen. Raffenbericht. A. Einnahmen der Parteikasse vom 1. Oktober 1890 bis 30. September 1891. Von den gesammten Einnahmen entfielen auf: Jm Monat: Ins gesammt Freiwillige Beiträge Mr. 93f. Zinsen SchriftenUeberschuß Ueberschuß Vermischte Rück des„ Vor- Ein- zahlung v. wärts" nahmen Darlehne Kassenbestand Mr. Pf. mr. pf. Mr. Pf. mr. pr. mr. p. Mr. Pf. Mr. Pf. 191 201 50 3|| 811 || 11] 35 25 1890 Oftober November 0 ° Dezember. 12 118 75 28 547 6859 10 972 50 18 046 50 6 361 50 406 55 549 10 472 50 588 20 9 951 40 1891 Januar 31 341 10 19 920 45 1998 65 300 9 097 25 Februar. 5 807 05 5 342 05 360 30 75 März 9 042 55 8 617 55 425 April Mai Juni. Juli August September 23 920 25 12 929 25 15 900 85 30 519 80 11 501 70 100 10 832 95 13 140 85 71 30 735 8 141 55 2000 4177 25 2.025 31 940 15 14 940 85 223 866 60 168 845 18 775 45 31 915 15 18 418 35 9 719 35 2.025 997 50 00 5 690 60 25 525 838 20 38 909 30 Kassenbestand am 1. Oftober 1890 " E 7184 20 211 1180 231 50 9 352 00 7 184 20 223 866,60 Mt. 7184,20 231 050,80 Mt. B. Ausgabe der Parteikasse vom 1. Oftober 1890 bis zum 30. September 1891. Von den genannten Ausgaben entfielen auf: Im Monat Ins gesammt Unter Prozeßund AU- Wahl- Reichsgemeine Agi- tags: 1890 Oktober November. Dezember Januar ftügungen Gefäng- Agitation tation tosten nißtoften 181 119 111 Schriftenpnaq Ver waltungsAusgaben Ver mifate Ausgaben Zuschuß für Darlehne Gazeta Robot111 28 111 Zuschuß für ElsaßBothring. Volks nicza Beitung 111 111 18111 6194 90 1208 6286 5 12768 25 30 557 50 253 45 915 1268 75 1406 50 600 2500 50 1120 3920 40 137 61 10 2050 500 1950 40 1717 60 1653 1000 2400 1891 14345 65 Februar 17212 45 März. 21638 50 813 50 368 665 662 2648 75 600 4000 75 1663 40 2 786 40 3463 50 2840 10 3100 150 519 55 1045 40 2178 5 1500 1052 85 1833 50 April 12045 55 700 Mai 8553 1064 98 95 1897 40 50 504 5 2243 3200 4000 4702 1900 2900 175 502 60 120001566 80 400 1500 2200 Juni Juli Auguft September 6147 50 540 12611 55 727 6677 80 1485 10468 65 1412 134949 85 10749 350 1790 70 148 1597 800 899 80 2657 30 129 40 800 40 6309 45 68 219 60 2000 6360 300 1034 65 300 600 20 300 25562 300 2776 45 16602 60 1232 40 1041 95 1116 80 50 1425 30 906 30 1258 80 5987 35 31479 90 8446 65 15706 60 745-16852 30 52 Dazu kommt Ausgabe für Kapitalanlage Kassenbestand am 30. September 1891. 134 949,85 • . 94 080,95 a · 2 020, 231 050,80 einmal Gewerkschaftsblätter: Wöchentlich dreimal Monatlich dreimal 1891 1890 1 26 1 17 2 " zweimal einmal 20 20 2 42 18404 Zusammen 55 Die vorstehende Aufstellung ergiebt, daß eine starke Ber mehrung der Presse im Laufe des letzten Jahres nicht statt gefunden hat. Nur die Zahl der Tagesblätter hat sich erheblich vermehrt. Diese Erscheinung erklärt sich aus der Thatsache, daß gegen Ende des Sozialistengesetzes die rigorosen Bestimmungen desselben gegen die Presse nicht mehr oder nur in sehr ab geschwächtem Maße zur Anwendung gebracht wurden und infolge dessen bereits zu jener Zeit in fast allen größeren Städten und Industriezentren Parteiblätter ins Leben gerufen wurden. Die Existenz dieser Blätter sicher zu stellen, hat an einzelnen Orten den Genossen bedeutende Opfer gekostet und wurden dieserhalb auch vielfach Anforderungen an die Partei leitung gestellt. In einigen besonders schwierig liegenden Fällen ist diesen Gesuchen auch entsprochen worden, im Allgemeinen aber mußte es die Parteileitung, entsprechend dem Beschlusse des Hallenfer Parteitages, ablehnen, zur Regelung der finanziellen Schwierigkeiten der Lokalblätter die allgemeinen Parteimitel zur Verfügung zu stellen. Es darf hier konstatirt werden, daß in fast allen Fällen, wo zuerst die Hilfe der Partei gewünscht wurde, die Genossen der betreffenden Orte oder Provinzen die nothwendigen Mittel schließ lich selbst aufbrachten. Auf alle Fälle aber haben die hier und da auftauchenden Schwierigkeiten bewiesen, wie richtig der vor jährige Parteitag gehandelt hat, als er in Bezug auf die Presse in einer Resolution den Parteigenossen empfahl: ,, bei Gründung von neuen Parteiblättern möglichst Vorsicht walten zu lassen und solche Unternehmungen unter feinen Ums ständen zu gründen, bevor sie nicht genau erwogen und sich überzeugt haben, daß die Möglichkeit für die Existenz des Unternehmens aus eigenen Mitteln gegeben, und daß vor Allem auch die nothwendigen geistigen, technischen und administrativen Kräfte zur Leitung eines Blattes vorhanden find." Der Parteivorstand kann auf Grund der im letzten Jahre gesammelten Erfahrungen nur den Wunsch aussprechen, daß die in der vorstehenden Resolution aufgestellten Grundsäge von den Genossen auch weiterhin beachtet werden mögen. Wie der Kassenbericht ergiebt, haben die auf Beschluß des Parteitages ins Leben gerufenen resp. auf Rechnung der Partei übernommenen Blätter für die polnischen Landestheile( Gazeta robotnicza) und die Reichslande( Elsaß- Lothr. Volkszeitung) er hebliche Zuschüsse erfordert. Angesichts der großen Arbeitermassen, welche in den angeführten Ländern in Betracht kommen, und bei dem Umstande, daß in den Reichslanden infolge der dort herrschenden Ausnahme- Gesetzgebung es den Genossen unmöglich gemacht ist, das Blatt aus eigenen Kräften zu halten, glaubt der Parteivorstand den Parteitag empfehlen zu sollen, sich auch mit weiteren Zuschüssen einverstanden zu erklären. Dasselbe ist bei dem polnischen Blatte der Fall, für welches sich außerdem die Buschüsse im laufenden Jahre erheblich verringern dürften. Eine der ersten Aufgaben der Parteileitung war es nach ihrer Konstituirung, zur Förderung des Vertriebes und der Neu herausgabe der Parteiliteratur eine Partei- Buchhandlung ins Leben zu rufen. Dieselbe führt den Titel: Buchhandlung„ Bor wärts" und hat der Geschäftsbetrieb derselben seit der furzen Zeit ihres Bestehens bereits einen bedeutenden Umfang angenommen, der sich noch immer mehr ausdehnt. Die Buchhandlung hat im Laufe des verflossenen Jahres außer der, Maizeitung" verschiedene ältere Parteiſchriften neu verlegt und sich auch mit der Her stellung neuer Verlagsartikel, namentlich der Herausgabe des Textes der Gewerbeordnungs- Novelle und des Gesetzes betr. die Errichtung von Gewerbegerichten sowie einer Anzahl von Bro schüren befaßt. Der Umsatz unserer Buchhandlung belief sich vo 1. Oktober v. J. bis 30. Juni d. I. auf 66.000 m. und die Zahl der für den Verkauf hergestellten Druckschristen ohne Hinzurech nung der Maizeitung" und abgesehen von der großen Auflage des Programms und der Organisation beträgt annähernd 800 000 Gremplare. Auf Veranlassung des Parteivorstandes er Verwaltungsausgaben: Die Ausgabe von 16 852,20 m folgt im Berlage unferer Buchhandlung eine Gesammtausgabe aller sozialpolitischen sowie sonstigen populären Schriften enthält die Umzugskosten der Sekretäre, die Einrichtungs- Ferdinand Lassalle's, welche in einer billigen Heftausgabe erscheint Sigungstisch, und es auch den ärmsten Parteigenossen ermöglicht, sich in den tosten des Bureaus( Schreibtische, Regale, Gasbeleuchtung 2c.), die Ausgaben für Miethe, Beleuchtung, Besitz dieser trefflichen Schriften zu setzen. Até glänzendes Feuerung, Buchbinderlöhne, Zeitungsabonnements, Drucksachen, Portos und Telegramme. Ferner die Kosten für 2 Telephone Beugniß für den Bildungstrieb der Parteigenossen mag hier angeführt und die Ausgaben für die Konferenzen der gesammten Partei- in werden, daß die niedrigsten Auslagen der Vorwärts" erschienenen Agitationsbroschüren leitung und die Gehälter der Vorstandsmitglieder. betragen. Eine ganze Reihe dieser Auflagen sind nach wenigen Wochen. bereits vergriffen gewesen und mußten neuert werden. Das Protokoll über den Parteitag in Halle beispielsweise wurde in 40 000 Exemplaren abgesetzt. *) Darunter 10 000 Mt. Raution, die nach Landesgesetz zu leisten war. Erläuterungen zu A. Einnahmen: Schriftenüberschus: Der Betrag von 838,20 M. entstammt noch einer Einrichtung aus der Periode vor der Aufhebung des Sozialistengefeges. Der Schriftenvertrieb ist nunmehr auf die Buchhandlung Vorwärts" übergegangen, die für Rechnung der Parteileitung geführt wird. Neberschuß des„ Vorisärts": Die Ueberschüsse aus dem III. Quartal 1891 fonnten noch nicht in Einnahme gestellt werden, weil die Abrechnung erst nach Schluß des Quartals im Oktober stattfinden konnte. Erläuterungen zu B. Ausgaben: Unterstützungen: Der Betrag von 10 749 M. ist aus schließlich für Personen oder Angehörige von Personen verwendet worden, die infolge ihrer Parteithätigkeit geschädigt oder gemaß regelt wurden. Allgemeine Agitation: Unter der Summe von 31 479,90 M. sind auch die Beihilfen inbegriffen, welche nothleidende Lokalblätter aus der Parteifaffe erhielten. Schriftendruck: Die Summe von 745 M. wurde für Honorare verausgabt. Die Einnahmen aus dem Druck und der Verbreitung der betreffenden Schriften kommen der Buchhandlung ,, Vorwärts" zit Gute. Sigung beiwohnen, 3 M., und wenn sie geschäftlich geschädigt werden, 6 M. Eine Anzahl besser situirter Fraktionsmitglieder verzichtet auf Entschädigung. Diäten werden nur für die Tage der Anwesenheit in Berlin und die Reisetage bezahlt. An Gehalt werden monatlich bezahlt: für zwei Sekretäre je 250 M., für einen Hilfssekretär dessen Anstellung sich nothvendig machte- 120 M., für den Kassirer 150 W., für die beiden Borsigenden je 50 W. Auf Gesammtbeschluß des Verstandes ist jedes Mitglied verpflichtet, das ihm bestimmte Gebalt anzunehmen, doch ist ihm unbenommen, in Form freiwilliger Beiträge an die Kasse ganz oder theilweise auf dasselbe zu verzichten, wovon Gebrauch gemacht wurde. Darlehen: Unter den ausgeliehenen Darlehen befinden sich Reichstagsausgaben: Die Diätenhöhe ist gegen früher unter Anderm 8000 M. Rautionsleistungen für verhaftet gewesene insofern verändert worden, als der Saz für den Aufenthalt in Parteigen offen, 4000 M. für eine Hypothet auf ein früher der Berlin pro Tag von 5 auf 6 M. erhöht wurde. Es wurde Partei gehöriges Grundstück, die bereits wieder zurückgezahlt Klage geführt, daß der frühere Say in Anbetracht der Aufwen- wurden, ferner 6000 M. an verschiedene in momentane Nothlage dungen, die erfordert würden, zu niedrig sei. An Wohnungsgeld gekommene Lofalblätter. werden für die Abgeordneten, die eine besondere Wohnung zu Der vorstehende Kassenbericht giebt ein Bild über die finannehmen gezwungen sind, monatlich 25 M. gewährt. In der zielle Leistungsfähigkeit der Parti. Der Bericht zeugt aufs Neue Höhe der Diäten besteht insofern eine Abstufung, als Frattions für den oft schon bewunderten Opfermuth der deutschen sozialMitglieder, die ein eigenes Geschäft haben und in demselben durch demokratischen Arbeiterschaft, dah umfaßt er noch lange nicht ihre Abwesenheit geschädigt werden, statt 6 M. täglich 9 M. er- alle jene Summen, welche die zielbewußten deutschen Arbeiter halten. In Berlin oder dessen nächster Umgebung wohnende zur Förderung ihrer sozialpolitichen Ideale, zur Vertheidigung Fraktionsmitglieder erhalten für den Tag, an dem sie einer ihrer Rechte und zu dem Zwecke des Kampfes für Verbesserung " * # scho erle Der un und Del dies stät rich feit Get felb En geg ชิน unt der noc den imm Erf schm ftati Ort Nei 200 Hur emp zeug fruc об in und und gän Arb trat oder bele Mu nich ob befa der fuck Leidi Hof Int das besse vir fam elf gen Buf mac in nah hab vore Koh gege wor aus Bil Nov Dez Jan Feb Mär Apr Mai Jum Jul 10 000 Aug Sep er In 1 Hier Frei hera schei Die Mit ausf an Nach einer Verständigung zwischen der Reichstags- Fraktion und dem Parteivorstande erschien von ersterer in Bezug auf die Mai Feier am 4. Februar dieses Jahres ein Aufruf Parteigenossen, worin den deutschen Arbeitern empfohlen wurde, die Mai- Feier am ersten Sonntag im Mai zu begehen, Ueber diesen Vorschlag der Parteileitung und den Verlauf der Mai- Feier enthält der Bericht der Sozialdemokratischen Partei sunt inter nationalen Arbeiterfongreß in Brüssel" folgende Angaben: " Bu einer Kundgebung im großartigsten Stile gestaltete sich die Mai- Feier in diesem Jahre. Zwar war an eine Durchsetzung der Arbeitsruhe am 1. Mai angesichts der traurigen wirthschaftlichen Lage auch dieses Mal nicht denken. Die Reichstags Fraktion gab deshalb die Parol aus, die Feier allgemein am ersten Sonntag im Mai zu begehen, ein Vorschlag, der auch allgemeine Billigung fand. Am ersten Mai fanden deshalb nur Volks- oder Arbeiter Versammlungen statt, in denen Referate über die Bedeutung der Mai- Demonstration in Bezug auf den fam Arbe troff gefü gebre Käm jede Lücke es ra heut dem t T 3 t t e wurden Achtstundentag und die internationale Arbeiterschutz- Gesetz- Ides arbeitenden Volkes aus den Fesseln der politischen und wirth- 1 Angesichts des verantwortungsvollen Amtes des Weichengebung erstattet wurden. Am Sonntag darauf aber wurde die schaftlichen Knechtschaft führen werden. Die Begeisterung und Festfeier mit Umzügen wo diese nicht polizeilich inhibirt der Opfermuth für unsere Sache haben uns bisher jedes Hinderund ähnlichen Demonstrationen begangen. Die Be- niß überwinden helfen, diese Begeisterung und Hingabe verbürgen theiligung der Arbeiterschaft war überall eine großartige. In uns auch den Sieg. Hamburg allein nahmen an dem Aufzug nach Schäßung Berlin, den 12. Oktober 1891. gegnerischer Blätter 100 000 Menschen theil. Ein Festschrift, welche zur Mai- Feier erschien, wurde in der Auflage von einer halben Million abgefekt." Der Parteivorstand. Soziale Uebersicht. stellens sollte man meinen, daß die Eisenbahndirektionen selber die Arbeitszeit der Weichensteller so turz bemessen müßten, daß diese Beamten nicht überanstrengt und dadurch vor den aus ErWie aus der müdung refultirenden Fehlern behütet werden. Publikation der Tremonia" hervorgeht, ist diese Einsicht den Eisenbahnverwaltungen leider noch nicht eigen. Ohne kräftigen Antrieb von Unten, nämlich von Seiten der sogenannten ,, niedern" Beamten, werden sie diese Einsicht auch nicht sobald bekommen. Das Personal der Eisenbahnen hätte schon längst seine Interessen wahrnehmen sollen; es wird ihm vom Kapitalismus feine Extrawurst gebraten. Die Glashütte zu Barffel bei Oldenburg beabsichtigt Der Einladung zum internationalen Arbeiterkongrek nach Brüffel folgte unsere Partei mit Freuden und war diefelbe dort durch 40 Delegirte vertreten. Von Seiten des Parteivorstandes wurde, dem Beschlusse des Pariser Kongresses ent Stuckatenre Berlins und Umgegend! In der öffentsprechend, ein schriftlicher Bericht über den Stand der sozial- lichen Versammlung der Stuckateure am 7. September wurde be- den Betrieb einzustellen. Sämmtlichen Arbeitern ist für demokratischen Bewegung in Deutschland ausgearbeitet, der in fchloffen, vom 19. Oktober d. J. bis 1. April 1892 nur auf 1. November gekündigt worden. deutscher, französischer und englischer Sprache in Brüssel zur solchen Bauten zu arbeiten, welche mit verglasten Fenstern, soBertheilung gelangte und den wir den Vorlagen für den wie für eintretende Kälte anstatt mit offenen Koatstörben mit Für 500 M. Jahresgehalt, täglich 1,37 M., verlangt die Parteitag beifügen. Die zahlreiche Beschickung des Kongresses Defen mit Rauchabzug versehen sind. Von diesem Beschluß find Gerichtsschreiberei des großherzoglich hessischen Amtsgerichts und das große Interesse, mit welchem die Parteigenossen den Ber- unsere Meister rechtzeitig in Kenntniß gesetzt worden, damit sie diese fette Stelle erwischt, kann dieselbe auch noch sofort antreten. Lauterbach einen Schreibgehilfen. Der Glückliche, welcher handlungen desselben folgten, sowie die allgemeine Zustimmung, wiederum die Bauunternehmer davon unterrichten können. welche die in Brüssel gefaßten Beschlüsse in unseren Reihen fanden, Kollegen, auch auf unseren beiden Kongressen ist beschlossen wordürfen als ein neuer Beweis dafür angeführt werden, wie tief den, für Verglasung der Fenster, sowie für Abschaffung der offenen einer Depesche des Herold'schen Telegraphenbureaus am 22. und Ein Kongreß der belgischen Bergarbeiter findet nach das Bewußtsein der Solidarität der Interessen der Arbeiter aller Koatsheizung einzutreten( Seite 57 des vorjährigen Protokolls). 23. November in Seraing bei Lüttich statt. Hauptgegen Länder in unseren Genossen wurzelt und wie sehr sie sich des Wollen wir diesen Beschluß nun zur Durchführung bringen, so stände der Tagesordnung sind die Manifestationen am 1. Mai internationalen Charakters der Arbeiterbewegung bewußt und ent- müssen wir alle Mann für Mann unsere Kraft einsehen und da 1892, die Reorganisation der Bestrebungen zur Erlangung des schlossen sind, alle Pflichten, welche derselbe den Arbeitern auf- durch den Unternehmern zeigen, daß wir uns mit unserer For- allgemeinen Stimmrechts, Berathung der Statuten des intererlegt, zu erfüllen. Besonders hervorgehoben zu werden verdient derung, welche ja teine Lohnerhöhung, sondern eine Forderung nationalen Bundes der Bergarbeiter und Vorschläge für den der von echt brüderlichem Geist zeugende Empfang, welcher zum Schutze unserer Gesundheit ist, auch ernst meinen. Die Bau- nächsten Londoner Kongreß, sowie die Propaganda gegen den unseren Delegirten von den belgischen Genossen bereitet wurde Unternehmer werden sich nicht lange sträuben, diesen funseren Militarismus. und der Parteivorstand glaubt im Sinne der sämmtlichen Wünschen nachzukommen, sobald sie sehen, daß kein Töpfer und Delegirten, sowie der Gesammtpartei zu sprechen, wenn er an fein Stuckateur auf den Bauten, welche jenen Anforderungen Die Gewerkschaft der Seizer und Matrosen beschloß, dieser Stelle speziell unseren belgischen Parteigenoffen für die Be- nicht entsprechen, arbeitet. Die Töpfer haben schon im vorigen nach einem Londoner Bericht der„ Ostsee- Zeitung", sämmtliche stätigung ihrer brüderlichen Gesinnung wiederholt den auf Jahre diese erwähnte Forderung zur Durchführung gebracht, Schiffsmannschaften aus den Carrondocks und Hermitagedocks zurichtigsten Dank ausspricht. und auch in diesem Jahre haben jie beschlossen, energisch dafür rückzuziehen, um den Ausstand ihrer Kameraden zu erleichtern. einzutreten( auch für die Koakskorb- Frage). Es fällt uns dadurch unsere Aufgabe um so leichter. Endlich haben die kartellirten Ein Londoner Shudikat hat eine beträchtliche Anzahl Bau- Handwerker und Bau- Arbeiter ihre größtmögliche Unter- lashütten in Sachsen, Schlesien und der Mark stüßung zugesagt. Brandenburg fäuflich erworben, um aus denselben eine Demnach Kollegen zeigt, daß Ihr gewillt feid, für Guer große Aktiengesellschaft zu bilden. Es hat mit einigen 30 bebestes Gut, Eure Gesundheit einzutreten; das seid ihr Guch und deutenderen deutschen Hütten Kauf- und Uebernahmsverträge fest Eurer Familie, sowie der Allgemeinheit schuldig. abgeschlossen, die am 1. Januar 1892 in Erfüllung gehen; mit Damit wir aber auch übersehen können, in welchem Maße einer faft gleichen Anzahl Hütten sind die Verhandlungen noch die Bau- Unternehmer unserer an sie gestellten Forderung nach Leben treten. Die Direktion wird ihren Sitz in Dresden haben; in der Schwebe. Das Unternehmen soll am 1. Januar 1892 ins gekommen sind, findet Montag, den 19. Oktober, Vormittags für die technische Verwaltung sind mit hervorragenden Fachleuten Das mächtige Anwachsen der Partei und die Thatsache, daß 9 Uhr, Grenadierstr. 33, eine öffentliche Versammlung statt mit Unterhandlungen gepflogen, die man in den nächsten Tagen zum Abderselben sich immer weitere Voltstreise anschließen, welche man der Tagesordnung: Entgegennahme der Berichte von Seiten der schluß zu bringen hofft. Dem Syndikat steht das erforderliche Rapital noch vor wenigen Jahren für absolut unzugänglich für sozial- Kollegen betreffs des Verglasens der Fenster auf den Bauten. demokratische Ideen hielt, beunruhigt die herrschenden Klassen in immer höherem Maße. Der Glaube und das Vertrauen auf den kein Bau, auf welchein Stuckateure arbeiten, in derselben unver- Basis, auf welcher die Abschlüsse mit den Hütten gemacht werden, Besucht Mann für Mann diese Versammlung. Es darf Rahmen des geplanten Unternehmens passen, zu Gebote. Die zum Ankauf aller derjenigen Hütten, deren Erzeugnisse in den Erfolg des Kampfes mit geistigen Waffen" ist dort längst getreten sein. schivun den und so können wir die interessante Thatsache konDie Vertrauensmänner. ist folgende: Es wird der in den letzten Jahren erzielte Nutzen statiren, daß es Blätter und Angehörige jener sogenannten als Durchschnitt angenommen, nach einem gewissen Prozentsatz Ordnungsparteien, welche die Sozialdemokratie immer der Buchdruckerbewegung. Der Vorstand des Unter- tapitalisirt und von der sich ergebenden Summe wird dem BeNeigung zur Gewaltthätigkeit bezichtigen, waren, welche die stübungsvereins deutscher Buchdrucker ver- figer ein Theil baar ausgezahlt, einen weiteren erhält derselbe in Loosung ausgaben:„ Die sozialdemokratischen Agitatoren mit den öffentlicht unterm 12. Oktober eine Bekanntmachung, die wir Prioritäten an erster Stelle mit 5 pet. Zinsen, der Rest wird Hunden aus den Dörfern zu hehen und sie mit Dreschflegeln zu wegen ihrer Wichtigkeit wörtlich zum Abdruck bringen: ihm in Aktien zum Nennwerthe ausgehändigt. empfangen." Nachdem die Berathungen der Tarifkommission in Leipzig Waaren und Materialien werden gegen Baarzahlung am resultatlos verlaufen, gab zum Schlusse der Verhandlungen der 1. Januar übernommen. Prinzipalvorsitzende folgende Erklärung ab: Das Organ der Glasmacher- Gehilfen begrüßt diese Mittheilung und fügt dann hinzu: Gine allgemeine Agitation gegen die Kornzölle wurde feitens des Parteivorstandes aus Anlaß der koloffal gestiegenen Getreidepreise und der Mißernte in Anregung gebracht. Die selbe wurde von den Parteigenossen allerwärts mit großer Energie betrieben und in Hunderten von Versammlungen Protest gegen die künstliche Bertheuerung der nothwendigsten Lebensmittel zu Gunsten und Vortheil von ein paar Tausend Großgrundbesizern und einiger Kornwucherer erhoben. ** Die Vorgänge in Eisleben, Spenge und Forst bei Aachen zeugen auch dafür, daß jene Aufreizung zu Gewaltthätigkeiten auf fruchtbaren Boden gefallen ist. Eine andere Frage freilich ist es, ob es noch lange dauern wird, bis selbst polnische Arbeiter, wie in Eisleben, sich nicht mehr dazu hergeben werden, für Freibier und Schnaps über ihre aufgeklärteren Kameraden herzufallen und deren Versammlungen zu sprengen. Gerade aber solche Vorgänge müßten für unsere Genossen ein Sporn sein, diejenigen Arbeiterkreise, in denen man die Bestrebungen der Sozialdemo tratie nur nach den Schilderungen der Tintenkulis der Profitgier oder verlogener Pfaffen kennt, aufzuklären und eines Besseren zu belehren. Hier kann uns das Verhalten unserer Gegner als Muster dienen. Entblödet sich doch die liberal- konservative Presse nicht, den Anführer der Spenger Prügelgarde, den Pastor Jskraut, ob seines Treibens öffentlich zu loben. " Und das Rechtsgefühl des Staatsanwalts in Zeit ist so zart befaitet, daß er die Bezeichnung Prügelhelden" für die aus Anlaß der Vorgänge in Eisleben wegen Landfriedensbruch in Unterfuchungshaft genommenen Bergleute für eine so schwere Beleidigung erachtet, daß er um derentwillen gegen unferen Genoffen Hoffmann in Zeiz Anklage wegen Beleidigung im öffentlichen Interesse" erhoben hat. Bild: e November. Dezember Januar. Pfg. Ich gebe zum Schluffe noch namens meiner Rollegen die Erklärung zu Protokoll, daß der bisherige Tarif nicht nur bis zum 31. Dezember d. J., sondern auch für weitere Beit als giltig zu betrachten ist und daß alle Herren Kollegen, welche nach diesem Tarif auch ferner zu arbeiten sich bereit erklären, als tariftreu zu gelten haben. treter des Unterstützungsvereins folgendes: In Erwiderung vorstehender Ausführung erklärte der Ver" Da die Verhandlungen der Tarifkommission als resultatlos zu betrachten sind, gebe ich die Erklärung ab, daß der bestehende Tarif auch ferner die Grundlage der Entlohnung ist. Sollte die Prinzipalität jedoch, wie geschehen, auch ferner von uns nicht zu billigende Maßregelungen u. f. w. von Vereinsmitgliedern vornehmen, so behält sich die Gehilfenschaft geeignete Schritte vor." dahin beantwortet, daß die Prinzipalvertreter derartigen MaßDiese Erklärung wurde feitens des Prinzipalsvorsitzenden regelungen entgegenwirken würden. tönnen." Vorräthe an " Jedenfalls werden nun auch die Werke in sanitärer Hinsicht so umgestaltet, daß sie den Anforderungen der Neuzeit entsprechen. Und das muß für die Arbeiter zu einer Wohlthat werden. Die sogenannten, alten Hütten" sind wahre Giftbuden für die Arbeiter bisher geblieben. Aber noch in anderer Hinsicht dürfte die Bildung diefes Syndikats ein Gutes haben. Die Vereinigung einer größeren Anzahl Hütten in eine einzige Firma wird die Arbeiter lehren, daß auch sie ein Ganzes bilden müssen, wollen sie allent wahrscheinlich, daß dieses Syndikat unter englischem Einflusse halben ihre Interessen gewahrt sehen. Es ist auch nicht unund mit englischem Gelde eine gewisse Wirkung auf den englischen Markt und somit auch auf die Verhältnisse der dortigen Glasarbeiter ausüben wird. Ein Grund mehr, daß die Arbeiter hier wie dort sich gegenseitig verständigen, was zu thun sei, damit fie fich eventuell schüßen und unterstüßen können." " Versammlungen. " Leider sind jedoch nach dein Abbruche der Tarifberathung An Anklagen und Verfolgungen gegen unsere Genossen war bereits umfangreiche Kündigungen wegen Zugehörigdas letzte Jahr überhaupt überaus reich, und beweist wohl nichts feit zum Unterstützungsverein deutscher Buchdrucker erfolgt( in besser das Irrthümliche der Anschauung, als befänden wir uns verschiedenen Städten zusammen 170). Die Mitglieder werden wirklich unter einem„ Neuen Kurs", als nachfolgende zu ersucht, Kündigungen aus vorstehendem Grunde unverzüglich zur Der fozialdemokratische Wahlverein des sechsten sammenstellung der Geld- und Gefängnißstrafen, welche in den Kenntniß des unterzeichneten Vorstandes zu bringen, damit die Berliner Reichstags- Wahlkreises hielt am 13. d. M. die elf Monaten seit dem Parteitag in Halle gegen unsere Partei- nöthigen Maßnahmen zum Schuße der Kollegen ergriffen werden Fortsetzung der Generalversammlung ab, welch genossen erkannt worden sind. Bemerkt sei dabei, daß diese legtere vor 8 Tagen der Auflösung verfallen war. Vor Eintritt Zusammenstellung auf Vollständigkeit durchaus keinen Anspruch Es sei hierzu bemerkt, daß allein in Leipzig ca. 100 Gehilfen in die Tagesordnung der von girta 6-700 Genossen besuchten machen kann. Die darin aufgeführten Zahlen sprechen aber auch gekündigt wurden, darunter das gesammte Personal der Firma Versammlung wurde das Protokoll der letzten( aufgelöften) Verin ihrer Unvollständigkeit deutlich dafür, daß auch ohne Aus Heitmann( 34 Mann). Gegenüber diesem unqualifizirbaren sammlung verlesen, wobei es zu einigen Auseinandersetzungen nahmegesetz unser„ gemeines" Recht mehr als genügend Hand- Vorgehen der Prinzipale ist es erfreulich, daß die Buchdrucker- fam. Ernst nahm Anstoß an dem Passus, die Versammlung habung bietet, gegen die Ausschreitungen der Sozialdemokratie" gehilfen aller rte einmüthig aut Neunstundentage fest- fei aufgelöst worden durch das Gebahren" einiger Mitglieder. vorgehen zu können. Urtheile, wie sie gegen die streikenden halten. In Resolutionen, welche die Gehilfenkreise von München, Grammsch glaubte, die Schuld liege am Berichterstatter des Kohlen- Bergarbeiter in den rheinisch- westfälischen Bezirken oder Stuttgart, Mannheim, Nürnberg, Dresden, Halle, Magdeburg, Vorwärts". Bet behauptete, daß der Bericht des„ Vorwärts" gegen unferen Genoffen Max Baginsti in Schlesien gefällt Düsseldorf, Stettin, Breslau und anderen Orten in überaus zahl- falsch sei, nur die Bossische Zeitung" hätte den Verlauf der worden sind, zeigen, was findige Richter und Staatsanwälte reich besuchten Versaminlungen faßten, kam die Einmüthigkeit Versammlung getreu wiedergegeben und aus unseren Strafgeseh- Paragraphen zu machen vermögen. der Schriftführer und Begeisterung für jene allgemein nützliche Forderung klar Herbst habe sein Protokoll aus dem Vorwärts" ab= Die Straftabelle ergiebt nach Monaten geordnet folgendes zum Ausdruck, nachdem die Hauptdruckorte Berlin und Leipzig geschrieben. Schriftführer Herbst bestritt dies," indem er erklärte, darin mit gutem Beispiel schon vorangegangen waren. Einzelne der Bericht des Vorwärts" sowohl wie fein Geschäfte find den Gehilfen bereits entgegen gekommen. Die Protokoll entspräche vollständig den ThatReichsbruckerei erhöhte das Anfangsgehalt auf 27 W.( die Arbeits- fach en. Dem schloß sich die Versammlung an zeit soll daselbst, wie wir hören, im Ganzen schon dem Neun- und man ging zu Punkt 1 der Tagesordnung über: Wahl der stundentage entsprechen), die„ Staatsbürger- Zeitung" in Berlin legte 3 noch zu wählenden Borstandsmitglieder. Ernst wünschte, man dem Personal 1 M. pro Bogen zu und gestattete die Vermehrung des folle nicht vom Statut abweichen und die Wahl durch StimmPersonals, damit die Werkürzung der Arbeitszeit erreicht werde, ferner jettel vornehmen. Nack wiß und Lehmann sprachen in erklärte sich der Besitzer einer großen Leipziger Zeitung den demselben Sinne, Pet stellte außerdem noch den Antrag, die Namen derselben nennt das Gehilfen- Fachblatt Correspondent" Wahl der in letter Versammlung gewählten Vorstandsmitglieder leider nicht zur Einführung des Neunstundentages fofort bereit umzustoßen. Dagegen führte Gies hoit aus, daß die heutige und sandte ein ihm zur Unterschrift überfandtes Wechselformular Versammlung einfach eine Fortsetzung der letzten wäre, ferner über 5000 Mart, mit welchem Mittel die Gehilfenaussperrungs- der Beschluß, durch Attlamation zu wählen, auch für heute gefte, Komitees der Prinzipale die Prinzipalstoalition fefter zusammen- am allerwenigsten aber eine bereits vollzogene Wahl ungiftig gehalten wollen, umgehend zurück. Hierbei sei gegenüber Eugen macht werden könne. Die hierauf vorgenommene Wahl fiel auf Richters Anzapfungen noch erwähnt, daß die sozialdemokratischen die Genossen 3a cha u als 1. Schriftführer, Pinkau Zeitungen Hamburger Echo"," Fränkische Tagespost"," Gelsen- als 2. Schriftführer und Raste als Beisitzer, welche fämmtfirchener Arbeiterzeitung"," Schwäbische Tagwacht" den Neun- lich Gegner der Opposition sind. Hierauf wurden die Genossen stundentag, theilweise schon seit längerer Zeit eingeführt haben. Wörle, Gabron, Woytas zu Revisoren gewählt und auf Antrag Bär eine Untersuchungskommission, bestehend aus Jakoben, Zum Kapitel der Neberbürdung der nuteren Bahn Schaaf und Eugen Ernst, niedergesetzt, welche eine zwischen Herbst beamten wurde der katholischen Zeitung„ Tremonia" aus Dort- und Raske schwebende, sowie eine alte, vom 1. Oftober 1890 mund mitgetheilt: herrührende, nicht ganz aufgeklärte Angelegenheit zu erforschen „ Auf dem hiesigen Rheinisch- Westfälischen Bahnhofe besteht hat. Der nunmehr gegebene Bericht des Kassirers über das letzte eine Abtheilung von 12 Weichenstellern, welche in vier Quartal ergab eine Einnahme von 1190,43 M., eine Ausgabe Gruppen zu je drei Mann zerfallen, die einander im Dienste von 845 M. und einen Kassenbestand von 345,43 M. Deni ablösen. Von diesen je Dreien hat der Erste ununterbrochen Rafsirer wurde Decharge ertheilt. Der nächste Punkt, Vortrag Dienst von Morgens 3/2 bis Abends 71/2 Uhr, also 14 Stunden, Wilhelm Liebknecht's mußte ausfallen, da der Referent durch Mit Ausnahme von ein paar Fällen treffen diese Strafen der Zweite von Morgens 5 bis 11/2 Uhr, dann Nachmittags wieder feine Agitationstour in Sachsen am Erscheinen verhindert war. ausschließlich Parteigenoffen, alle aber stehen in engstem Bu- von 71/8 bis 11 Uhr, also 91/2 Stunden, der Dritte von Mittags Es tam hierauf folgender Antrag des Genossen Gies hoit zur fammenhange mit der sozialdemokratischen, bezw. gewerkschaftlichen 11/2 Uhr bis Abends 11 Uhr, also 11/2 Stunden. Diese drei Berhandlung und Annahme,§ 10 des Statuts folgendermaßen Arbeiterbewegung. So schwer diese Strafen den Einzelnen ge- Beamten wechseln allwöchentlich, so daß Jeder also drei Wochen abzuändern: troffen und in zahlreichen Fällen sogar zur Existenzvernichtung denselben Dienst erhält. Andererseits ist der Dienst, wie bemerkt,, Die Ausschließung eines Mitgliedes kann auf Beschluß des geführt haben, die Partei ist dadurch keinen Augenblick ins Wanken ein ununterbrochener, das Essen muß also während der Vorstandes erfolgen, wenn das Mitglied mehr als drei Monate gebracht worden. Wo einer der Unseren aus der Reihe der Dienstzeit eingenommen werden. Dazu kommt in der zweiten mit seinen Beiträgen im Rückstande ist, ohne daß sie ihm vom Kämpfer geriffen wurde, trat ein anderer an die Stelle und für Woche noch die Unannehmlichkeit, daß der Dienst und damit Vorstande gestundet würden. Der Vorstand hat das Recht, ihm jedes Opfer waren zehn und hundert Genossen bereit, in die auch die Ruhezeit in zwei Theile zerfällt, und der Weg die Beiträge zu stunden. Lücke zu treten. So war es in unserer Partei früher, fo blieb zum und vom Dienste doppelt gemacht werden muß. 2. Wenn Jemand gegen die Bestrebungen des Vereins es während der schweren Jahre des Ausnahmezustandes, so ist es für die erwähnten zwölf Weichensteller ist ein Ablöser bestellt, heute und wird es bleiben, so lange die deutschen Arbeiter unter so daß jeder nur alle 13 Tage einen Ruhetag und erst alle dem Banner der Sozialdemokratie den Kampf für die Befreiung 13 Wochen einen freien Sonntag erhält." Februar März Strafen in Monat Gefängniß Geldbuße Jahre Monate Tage Mart 6 847 4 24 2624 17 29 2128 6 13 2278 • 15 2886 t April • 3 21 1450 10 4 1583 3 9 1288 3 10 1630 5 15 785 14 2 1302 89 10 18402 30 0 e де Mai. Juni Juli. August. September In 11 Monaten zusammen Hiervon gehen ab in Folge Freisprechung oder Strafherabsetzung in den Entscheiden der Endinstanz 24646 42152 76 一一 一 50 一一 60 一 一 20 二 80 1 7 15 40 11 Mithin bleiben. 87 B . 25 18362 30 • agitirt. Dem Ausgestoßenen steht das Recht der Berufung an die nächste Generalversammlung zu." = Vermischtes. Infolge emner höhnischen Bemerkung des sich entfernenden ergriff das andere 2/2 Jahre alte Kind und verfuchte sich mit Genossen Grammsch, entspann sich eine lebhafte Debatte, an diesem zu retten: beide wurden jedoch von den Flammen so arg welcher sich eine große Anzahl Genoffen betheiligten, deren AusNoch Einer. Der Teppich fabrikant Speethe, verbrannt, daß sie bald darauf im Hospital ihren Wunden er führungen sämmtlich darin übereinstimmten, daß der unanständige ehemaliges Aussichtsrathsmitglied der Geraer Handels- und lagen. Das Haus selbst wurde nur wenig beschädigt. Ton, die höhnischen Zwischenrufe, überhaupt die persönlichen Kreditbank, wurde wegen einfachen Bankerotts und Börsen- New- York, 14. Oktober. Der Regenmacher" MelAngriffe in den Versammlungen fortan unterbleiben müßten, ipie 13 mit den Mitteln der Bank als Mitglied des bourne schloß in Topeka( Kansas) mit einer dortigen Gesellwenn der Verein weiter gedeihen sollte. Es folgte der Punkt Aufsichtsraths zu 5 Monaten Gefängniß und 500 M. Geldstrafe, schaft einen Vertrag ab, wonach er sich verpflichtet, den nordVerschiedenes. 2öpke, der schon zur letzten Versammlung westlichen Theil von Kansas während der Monate mittelft Einschreibebriefs vom Vorsitzenden eingeladen worden war, eventuell zu weiteren 2 Monaten Gefängniß verurtheilt. um sich für seine gegen die bewährtesten Führer der Partei gerichteten Noch einmal Einer. Der mit 248 000 m. aus Leobschütz Juni, Juli und August des nächsten Jahres gegen Zahlung von 1 Dollar pro Acre mit Regen zu versorgen. schmuzigen Aeußerungen zu verantworten, wurde, da er nicht flüchtige Bank vorsteher Michaelis ist in Regenwalde Melbourne beabsichtigt, mehrere große Versammlungen in den erschienen, ausgeschlossen. Dem Genossen Petz ertheilte verhaftet worden." nordwestlichen Staaten abzuhalten, um für sein Unternehmen die Versammlung für seine ironischen Bemerkungen eine Rüge. Immer noch Einer. Der Besitzer der Porzellanfabrik in Propaganda zu machen. Der Antrag Wörle, den Genossen Schwab wegen seines Oberfassel, Herrmann, wurde wegen Brandstiftung ungebührlichen Betragens in der letzten Versammlung, sowie vom Düsseldorfer Schwurgericht zu 8 Jahren Zuchthaus ver Perkussions- Bohrer. Derselbe bohrt ein drei Boll tiefes Loch in Die jüngste Erfindung Edison's bildet ein elektrischer wegen der schweren Verlegungen, die er dem Genossen Farr zu- urtheilt. den härtesten Granit in einer Minute. Die dabei benöthigte Kraft gefügt hat und zwar, wie Genosse Müller nachwies, ohne von Görlik. Das Schwurgericht verurtheilte den Schlosser ist gering und kann von jeder Dynamomaschine, selbst wenn sie Siefem angegriffen worden zu sein, aus dem Verein aus Wilhelm Klein, welcher die 72 jährige Fleischerswittwe drei englische Meilen vom Bohrorte entfernt aufgestellt ist, ge zustoßen, wurde gegen 11 Stimmen angenommen. Der Topolinski in Burghammer ermordet und beraubt liefert werden. Die Bergwerks- Ingenieure sagen, daß die Er Antrag Hartmann, 300 M. für Agitation zu bewilligen, hatte, zum Tode. wurde ebenfalls angenommen. findung das Bergwerkswesen revolutioniren wird. Die Angelegenheit Weimann's Volksgarten überwies man der Lokalkommission. Jacobey Sagan. In der Nacht zum 10. d. M. ist die Ochsenftallung Was unter der Bezeichnung Brot jetzt von der des Dominiums Dittersbach, hiesigen Kreises, total großen Masse der Russen genossen wird, ist ein scheuß sprach sein Bedauern darüber aus, daß die Mitgliederzahl der Das Auskehricht von Mühlen ist noch Berliner Wahlvereine gegenüber der starken Betheiligung in der niedergebrannt, wobei 47 Ochsen erstickt sind; der liches Gemisch. Provinz, z. B. in Hamburg, so gering sei. Schaden ist ein sehr bedeutender. nicht das Schlimmste. In Saratom haben die Groß Da nichts mehr vorlag, schloß der Vorsitzende Gieshoit die Gera. Viel besprochen wird gegenwärtig hier die Neuig- grundbesiger dasselbe nicht gut genug für ihr Vieh befunden. Sie Versammlung mit dem Wunsche, daß dem neuen Vorstande das teit, wonach ein Beamter, welcher ein Gehalt von 3600 M. machten Brot daraus und verkauften es an die Bauern. Aus Amtiren nicht so schwer gemacht werden möge, als es in dem jährlich bezieht, sein drittes Kind wenige Wochen nach der Ge- fein gehacktem Stroh, Spreuern und einer kleinen Quantität letzten Jahre dem abtretenden von Seiten der Opposition gemacht burt gegen Entschädigung von 60 000 m. an andere Roggen wird ein Brot hergestellt und gierig gegessen. In vielen worden sei. Er habe oft versucht, eine sachliche Verhandlung Leute abgegeben, also sozusagen verkauft haben soll. Wenn dieses Gegenden können sich aber die Bauern nicht einmal dieses elende herbeizuführen, die Opposition sei aber regelmäßig mit persön Gerücht sich bewahrheitet, so wäre das Kind bei den Pflege- Beug beschaffen. Dort versucht die Bevöferung mit einer Zusammenlichen Angriffen vorgegangen. So sei der sechste Wahlkreis nicht Eltern jedenfalls viel besser aufgehoben, als bei Vater und setzung das Leben zu fristen, die sie„ Hungerbrot" nennt. Man mischt getrockneten Dünger, pulverisirte Baumrinde, gemahlene Bohnen einmal dazu gekommen, das Parteiprogramm zu diskutiren. Mutter jener Qualität. Mit einem Hoch auf die internationale Sozialdemokratie ging die In Greiz wurde der Spinnerei besiger Malz, und eine Schweinskraut genannte Pflanze zu einem solchem Brot" zusammen und es wird von der halbverhungerten Be Versammlung auseinander. meil er jugendliche Arbeiter über die Arbeitseit hinaus beschäftigt hatte, zu 400 Mark Geldvölkerung mit Begierde gegeffen. trafe verurtheilt. Der Versammlung wohnten außer den zwei überwachenden Beamten noch fünf im Nebenraum bei. Arbeiter- Bildungsschule. Wegen Behinderung des Lehrers fällt heute in der Ostschule der Unterricht in der Nationalökonomie aus. Für eine spätere Ersatzstunde wird möglichst gesorgt werden. Der Vorstand. den 16. Oktober, Nachmittags 4 Uhr, bei Lenz, Alte Jakobstr. 69. Vos Die Ang Biel Bras Bras Brew Brew Dar Del von Dor Dre Elb Fra Fürt Ger Sall Ham Ham Han Leip Ma Ma Ma: Wilmersdorf. Am 6. Oktober fand hier eine öffentliche Ein Werk des Friedens, die Verbauung der WildVolksversammlung statt, in welcher Genosse Frizz Zubeil über den Brüsseler Kongreß Bericht erstattete. Es wurde darauf Allenstein, 14. Oktober. Beim Brande eines Instbäche, ist, nach einer Mittheilung der Frankf. 3tg.", in den folgende Resolution angenommen: Die " Die heutige öffentliche hauses in Nickelshagen fanden drei Kinder des Arbeiters letzten Jahren in der Schweiz in erfreulicher umfassender Weise gefördert worden. Die in der Zürcher Ausstellung 1883 aus Volksversammlung für Wilmersdorf und Umgegend erklärt sich Lindenblatt den Tod in den Flammen. gestellten Zeichnungen und Modelle sind damals wohl nur von mit den Beschlüssen des Brüsseler Kongresses einverstanden, spricht Sömmerda. In der Nacht zum Montag voriger Woche ist Fach- und Staatsmännern einer eingehenden Besichtigung ge den deutschen Delegirten ihren Dank aus und verpflichtet sich, in dem Orte Günstedt bei Weißensee ein 19 jähriges würdigt worden. Jetzt sind die Projekte in großem Maßstabe stets für die Interessen der Arbeiter, des Proletariats, einzu- Mädchen, Namens Raiser von hier, auf dem Tanzsaale zur Ausführung gelangt und, nach gemeinschaftlichem Plan aus treten." In der Diskussion sprachen zwei Redner im Sinne des von einem Dienstknecht Namens Bartel erstochen worden. geführt, bilden sie ein schönes Netz schweizerischen Kulturkampfes zur Ausführung gelangt und, nach gemeinschaftlichem Plan aus Referenten. Sodann erläuterte der Vortragende den Anwesenden Der Verbrecher ist verhaftet. wider die Elemente. Bis in die hintersten Winkel das Parteiprogramm. Dazu wurde folgende Resolution anGlatz. Die hiesige Strafkammer hat in der vorigen Woche Wallis, Tessin und Rhätien erstrecken sich die Schußbauten, sei genommen:„ Die Volksversammlung erklärt sich im Wesentlichen einen Gastwirth, welcher einem angetrunkenen Gast durch es in Gestalt von Sperren, sei es in Form von Schalen, die mit dem vom Parteivorstande ausgearbeiteten Programm ein- Animiren" zu weiterem Trinken wiederholt an einem Tage dem Wasser und Geschiebe einen möglichst raschen ungefähr verstanden und hofft von den Delegirten zum Erfurter Parteitag, über 100 m. abgelockt und dabei auch die doppelte Kreide lichen Ablauf sichern. Rhein, Reuß, Aare und Zimath, sowie daß sie alle Abänderungsvorschläge erwägen und dann das Beste gebraucht hatte, zu neun Monaten Gefängniß und die südwärts laufende Rhone haben eine Bausumme von je wählen werden." 500 M. Geldbuße verurtheilt. Der Ausgeplünderte war nahezu zwei Millionen Franken verschlungen. Doch auch die nach dem„ Liegn. Tagebl." ein Arbeiter, welcher durch Erbschaft Gebiete der Adda und Etsch, die den Adriatischen Meere anin den Besitz einer größeren Geldsumme gelangt war. gehören und mit Welschtyrol Fühlung haben, sind nicht vers Frankfurt, 13. Oktober. Gestern Nachmittag wurde, wie die gessen worden. Im Ganzen hat die Verbanung der Wildbäche Frankfurter Zeitung" meldet, der Monteur Rau der Ma- über neun Millionen beansprucht, wovon der Bund vierzig Pro Verein selbständiger Kolporteure Serlins. Versammlung am Freitag, fchinenfabrik Derlikon, welcher bei der Kraftübertragung Lauffen- zent übernahm. Berliner Naturheilverein 2. Donnerstag, den 15. Oftober, Abends Frankfurt in Lauffen beschäftigt ist, von hochgespanntem Nene Funde in Egypten. Nach einem Drahtbericht der sy Uhr, im Restaurant Musehold, Landsbergerstr. 31: Deffentlicher Bortrag Strome getödtet. Rau hatte gegen die Vorschrift das Times" aus Alexandrien wurden in Abukir drei Kolossal ds Herrn Heindorf über Krämpfe, deren Entstehung und naturgemäße Transformatorenhaus während des Betriebes betreten, wahr- ftatuen, zehn Fuß hoch, aus Rosengranit entdeckt. Zwei Vergnügungsverein Alpenveilchen. General- Versammlung im Restau- Scheinlich um eine Veränderung an einer Lampe vorzunehmen, stellen in einer Gruppe Ramses II. und die Königin Hentmara rant A. Kowald, Oranienftr. 126, Abends 9% Uhr. Gäste willkommen. die er angeblich ganz leicht nach dem Betriebe hätte vornehmen auf einem Throne sigend, die dritte Ramses aufrechtstehend in Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Wach Auf", Nach- können. Durch Berührung eines Drahtes in der hochgespannten friegerischem Gewande, ein Szepter in der Hand und eine Krone mittags 3 libr, in der Großen Frankfurterfir. 99, Frankfurter Bier Zeitung ist er dann getödtet worden. Alle sofort angewandten auf dem Haupte dar. Die mit hieroglyphischen Inschriften be hallen". ,, Wahrheit", Markusstraße 31. Ecke Knesebeck und Hermannstraße, Restaurant" Beyler. Gäste will Belebungsversuche hatten keinen Erfolg. deckten Standbilder sind von ihren Sockeln herabgefallen; der tommen. Neue Beit", 8% Uhr, Boyenstr. 40. Gäste haben Zutritt. Süd- Ost", 8% Uhr bei Toltsdorf, Görlizerstr. 58. Gäste, durch Mitglieder Wien, 12. Oktober. Aus Triest wird gemeldet: Das Fundort befindet sich am Kap Zephyrium, unweit der Ruinen eingeführt, haben Zutritt. Lese- und Diskutirklub Fester Wille", belgische Segelschiff„ Ellen" wurde verschlagen und irrte zwölf des Venustempels in Arsinoe. Abends 8½ Uhr, bei Schulz, Gartenstr. 70. Gäfte durch Mitglieder eingeführt Tage im Mittelländischen Meer umher. Von 13 Matrosen Der Preis des Platinas. Der zunehmende Bedarf an haben Zutritt. Lese- und Diskutirklub Maiwuchs", Charlottenburg. Jeden Donnerstag von 8 1hr Abends ab bet Wenzel, Englische Straße 28: starben 12 des Hungertodes, ein Matrose wurde von einem eng- wissenschaftlichen Apparaten, besonders zu den Polen in elektroDamen und Herren tönnen als Gäfte eingeführt werden. Lefe- und Dis- lischen Dampfer gerettet. chemischen Batterien, zu Schmelztiegeln und dergleichen, hat den tutirflub, Gerechtigkeit". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, im Lokale Budapest, 14. Oktober. Der ehemalige Reichstag 3 Preis des Platinas gegenwärtig auf eine nie dagewesene Höhe von Ferd. Hoffmann, Waldemarstr. 61. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Lese- und Diskutirklub Dieggen". Jeden Donnerstag Abgeordnete Polizeirath Majthen vi erschoß sich gebracht, so daß derselbe beinahe 3/4 von demjenigen des Goldes Sozialdemokrat". Jeden Donnerstag, Abends 8% Uhr, im totale heute Morgen. Gerüchtweise verlautet, derselbe habe früher auch beträgt. Noch vor drei Jahren kostete das Kilo Platina 900 Fr., heute hat es den doppelten Preis erreicht und ist elf Mal so feine beiden Söhne ermordet. theuer als Silber. Dieses für viele wissenschaftliche Instrumente geradezu unersetzliche Metall kommt nur in geringen Mengen vor, und zwar als Platinerz in Peru, Columbien und Brasilien, im Ural in Form von kleinen stahlgrauen Körnern, in Californien, dem Oregongebirge und auf Borneo. Der Hauptfundort ist der Ural. Die ganze Jahresproduktion betrug niemals mehr als etwas über 4000 Kilogramm, gegenwärtig soll sie sogar höchstens nur noch 3000 Kilogramm betragen. Wenn, was sehr unwahrscheinlich ist, nicht neue und sehr ergiebige Fundorte des Platinas entdeckt werden, so wird es bald im Preise dem Golde gleichstehen. Heilung. VM " Heine" in Rirdorf, Abend bei Schröder, Wiesenstr. 39, Sigung. Gäste willkommen. Lefeklub Kirchbachstr. 7 bei Schnicke. Gäste willkommen. stunde Abends 9 Ühr. Aufnahme neuer Mitglieder. Männerchor ,, St. " い Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Donnerstag. Uebungs- Ein uneigennütziger Schriftsteller. Graf Leo Tolstoi, der Urban", Annenstraße 9, bei Proz. Gesangverein Unverzagt", von allen Seiten um Erlaubniß zur Herausgabe, Uebersetzung Köpenickerstraße 127a, bei Rüfter. Gefangverein, ornblume", Blumen- und Aufführung seiner Werke angegangen wird, veröffentlicht in straße 54, bei Wuttke. Gefangverein der ,, Berliner Schmiede", Bres- der„ Nowoja Wremja" nachstehende Erklärung:" Ich stelle es Lauerstr. 27, bei Tempel. Gesangverein Frühlingsluft", Flottwellstraße 5, bet Bartel. Gesangverein Brebelschluß", Annenstr. 16, Allen, die es wünschen, frei, in Rußland und im Ausbei Reßner. Arbeiter- Gesangverein ,, Weiße Rose", Reinickendorf, lande, in russischer Sprache und in Uebersetzungen alle die Nesidensstr. 101, bei Carus. Gesangverein ,, Morgenroth 1", Rummels burg, Goethestr. 9, bei Hente. Gefangverein, Dorfg löd let n", Wilmers: jenigen Werke, die von 1881 an geschrieben urd im XII. Bande dorf, Brandenburgischestr. 106, bei Gräß. Gefangverein& cho 2", Alte( Ausgabe 1886) und XIII. Bande( Ausgabe 1891) meiner geSchönhauserstr. 42, bei Reimann.- Gefangverein,& inigte it"( Sutmacher), sammelten Werte erschienen sind, unentgeltlich herauszugeben resp. Pappel- Allee 3-4. Gesangverein 8utunft 1", Stegliz, Restaurant Hildebrand. Gesangverein armonie", Tempelhof, Dorfitr. 10, bei aufzuführen. Diese Verfügung bezieht sich auch auf alle meine Gerth. in Rußland noch nicht herausgegebenen Schriften, sowie auf diejenigen, die noch in Zukunft erscheinen können." Admiralstr. 38, bei Bülow. bet Güllmann. Weimann's Lokal. Donnerstag: Humorist. Berein, Pautenschwengel", Stallschreiberstr. 58.Privat- Theatergesellschaft ,, Fidelio", 9% Uhr, bei Gaillard, Prinzenstr. 87. Mufifdilettantenverein ,, Animo", bei Schmidt, Wrangelstr. 141. Geselliger Berein Grüne Eich e"( vor dem Halle'schen Thor), Solmsstr. 1. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. ftraße 47. P " Berliner " Depeschen. ( Depeschen des Bureau Herold.) Paris, 14. Oftober. Der Ausstand der Glasmacher in St. Léger- des- Vignes( C. Decize) dauert fort. Der Vermittelungs versuch durch den Generalsekretär der Präfektur, Becq, ist miß lungen. Die Ausständigen halten zahlreiche Versammlungen ab. Sie ziehen in Gruppen durch die Straßen und singen die Marseillaise. Ein Gendarm beschlagnahmte eine rothe Fahne, die sich in den Händen der Ausständigen befand. Man befürchtet Unruhen, da heute der Fabrikbefizer Clamamus fraft ergangenen Urtheils die Ausständigen aus den von ihnen in der Glashütte Gesangverein treuzberger Harmonie", Lindenstr. 106. Gefangverein ,, e il chen blau", Rottbuser Damm 39, bet Jatob.- Sängerchor der Töpfer Berlins, Gipsstr. 8, b. Pyrtec.- Gesangverein ,, 8utunft 2", Nieder- Schönhausen, Lindenstr. 25. ,, Ostpreußischer Männer Granenhafte Enthüllungen über eine in Sibirien be gefangverein", jeden Donnerstag 9-11 Uhr, Fischerstraße Nr. 41, ftehende Tortur hat ein Berbannter, dem die Flucht gelungen bet Stockfisch. Landsleute find willkommen. Gesangverein„ Edel: Es ist dies weiß" Melchiorstraße 15, bei Stehmann. Gesangverein„ Bora r", war, dem Nedakteur der„ Chin. Times" gemacht. " Seeger'fcher Gefangverein", die sogenannten„ Heringstortur", die gegen diejenigen zur AnBlumenftr. 46, bei Weick. Gesangverein Freundestreue", Gemischter wendung fommt, welche sich weigern, etwas einzugestehen. Die Chor, Jüdenstr. 55.- Gefangverein Freiheitsgruß", Rastanien- Allee 35, im Zutunftsstaat.- Gefangverein ,, maig lod d) en 2", S.-D., Mariannenftr. 19, Unglücklichen, welche diese Marter erdulden, und zu ihnen zählte auch der betreffende Flüchtling, erklären, daß es unmöglich etwas Gefangverein Felfenburg", Straußbergerstraße 3.Gesangverein Freie klänge" Willibald Aleris- und Heimstraßen- Gde Grausameres geben könne. In ein überheiztes Zimmer wird der bei Hildebrand. Gesangverein ,, Eintracht", Glienicke bei Ablershof, in Gefangene gesperrt und erhält als einzige Nahrung stark ge Sund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. falzene Heringe. In den ersten Tagen reicht man ihm noch Brot und Wasser, dann aber, wenn der Gefangene sich zu keinem Geständnisse bequemen will, fallen Brot und Wasser fort und der Ber furchtbarste Durst beginnt ihn zu quälen. Niemand vermag auf gnügungsverein hilaritas", bei Tempel, Breslauerstr. 27. Privat die Dauer dieser Marter zu widerstehen, um so weniger, als der eingenommenen Wohnungen entfernen wird. Die Ausständigen Theater und Pantominengesellschaft te deler Geifi", bei Schneider, Untersuchungsrichter noch einen ganz besonderen Kniff anwendet, schicken ihre Frauen zur Abholung des fälligen Monatslohues. Adalbertstr. 8. Bergnügungsverein, Ginigteit", bei Linte, Forsterstr. 45. a: die Zunge dem Unglücklichen zu lösen. Gewöhnlich des Abends Clamamus macht gegen die Auszahlung Einspruch. Auf heute tIub„ Rüdwärts", Abends 8½ Uhr, im Reſtaurant Boderte, Pallisaden- führt man ihn aus seiner Belle heraus in einen tageshell er- Abend ist eine Volksversammlung angekündigt. Geſtern brach ein Statklub Null ouvert ,, Moabit. Jeden Donnerstag, leuchteten Salon, wo die Richter, an prächtiger, gedeckter Tafel Feuer in der Glashütte aus; die Ausständigen waren beim Löschen Abends 8 Uhr, bei Linneten( Flötenwirth'), Beusselstr. 57. Mitglieder wer- sitzend, den Gefangenen erwarten, dessen Verhör mit den Worten behilflich. Die republikanischen Blätter in Nevers eröffneten eine den aufgenommen. Lübec'scher Turnverein, Männer- Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, eingeleitet wird: Es wird von Dir abhängen, ob wir Dir zu Subskription für die Ausständigen. In Decize wurden Truppen Elisabethstr. 57-58, Königstädt. Gymnasium. Turnverein D ste n", ehr trinken geben können." Dem Zauberworte Trinken" haben die in den Kasernen fonsignirt. lings Abtheilung, Abends 8-10 Uhr, Blumenstr. 63a. Nom, 14. Oktober. Heute beginnt, die Hauptverhandlung Turngenossenschaft, i. Lehrlings- Abtheilung, Abends 8-10% Uhr, Verschmachteten und unter der Tortur des Durstes fast wahnim Leffing- Gymnasium, Pantstr. 9-10. sinnig Gewordenen noch niemals widerstanden und sie sagen gegen die Anarchisten, welche infolge der Unruhen am 1. Mai Männer- Gefangverein Crescendo", Abends 9 Uhr, bet Körting, alles aus, was ihre Kerkermeister nur von ihnen zu vernehmen verhaftet wurden. Die Zahl der Angeklagten beträgt 62, darunter Gneisenaustr. 88. Verein 8ict 3 a c", Sigung mit Damen 9 Uhr in Krösches Gesellschaftshaus, Fichtestr. 29. Geselliger Verein„ Steg in a", jeden Donnerstag wünschen. So hat man in Sibirien nicht den Hunger, sondern befindet sich der Agitator Cipriani, ein deutscher Student Namens Sigung mit Damen, Abends 9 Uhr, im Reichsgarten, Alexandrinen den Durst zur Zuch truthe sich erwählt. Körner und ein Journalist. Die Antlage fautet auf Anreizung straße Nr. 110, bei Wohllebe. Gäste willkommen. Gefangverein ,, Blaue Schleife", Pantow, Schönholzerstraße Nr. 11 bei Kuhnert. Gefang Aus Paris werden zwei große Brände gemeldet. Der zum bewaffneten Aufruhre gegen die Staatsbehörden und auf be verein, Mandoline", Neue Friedrichstraße 44, bei Röllig. Pfropfen eine brach im Maschinenraum einer Buchdruckerei aus. waffneten Aufruhr. verein" Wedding", Abends 8% Uhr bei R. Helterhoff, Antonſtr. 5. Ber Alle Maschinen, wie überhaupt das ganze Gebäude, wurden ein ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) gnügungsverein ,, Blau- Bettchen", Abends 9 Uhr, Fennstr. 5 bei Krüger. Raub der Flammen. Der Schaden wird auf 300 000 Frcs. ge= Paris, 14. Oktober. Die Bergarbeiter der Kohlenwerke von Bergnügungsverein Caprice", Ab. 9 Uhr, Sigung mit Damen im Marienbad", Badstr. 35-36, schätzt. Der zweite Brand zerstörte eine Apotheke voll- Pontjean bei Rennes haben, eine Lohnerhöhung fordernd, die bei Lülow, Admiralftr. 38. Nach der Sigung Tanz und Fidelitas. Gäste will ständig. Alle dort aufgespeicherten Chemikalien wurden ver- Arbeit eingestellt. Privattheater- Gesellschaft offnung", Abends 8 Uhr, im nichtet, so daß der Schaden sich auf über 100 000 Fres. beSlubhaus, Ohmgasse 2. Gäste willkommen. Verein ehemaliger läuft. Schüler der 98. Gemeindeschule. Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, im Restaurant C. Haberecht, D., Gr. Frankfurterstr. 31. Gäste, insbesondere ehemal. Ein Unglücksfall, welcher drei Schul- Kollegen, herzlich willkommen.-Berein ehemaliger Schüler der Menschen das Leben kostete und auch den Verlust eines vierten 23. Gemeindeschule. Sigung, Abends 9½ Uhr, bei Saezer, Grüner Weg 29. nach sich ziehen dürfte, hat in Liverpool große Aufregung hervorGäste wilkommen. Verein ehemaliger Schüler der 22. Gemeindeschule bei Schröder, Stegligerstr. 18. Gäste willkommen. Verein ehemaliger gerufen. Es war in der Frühe des gestrigen Morgens, als der Briefkaffen der Redaktion. Schüler der 85. Gemeindeschule. Heute Sigung im Restaurant Nou, in Park Street ansässige John Brown, seine Frau Marie nnd Zur Kornblume", Andreasstraße 3, Beginn 9 Uhr. Ehemalige Schüler der ihre zwei Kinder sich zur Ruhe begaben. Der Mann nahm eine Für die Arbeiter- Bildungsschule unter Chiffre A. Bl 85. Gemeindeschule und Gäste find willkommen. Jungferntrans", Weidenweg 12. Bergnügungsverein Bruder Petroleumlampe, um noch etwas von unten herauf zu 10 M. erhalten. H. Gumpel, Kassirer, Barnimstr. 42. bund". Jeden Donnerstag, Abends 9 Uhr, Andreasstr. 3 bet Noll: Sigung holen, stolperte jedoch an der Thüre über einen Gegenstand und K. Dhunfurth. Besonderer Antrag nicht nöthig. Kan mit Damen. Nachdem Fidelitas. Geselliger Klub„ Blau Beilchen", fiel zu Boden, die Lampe mit sich reißend. Es erfolgte eine aber nur in die Sonntagnummer fortlaufend aufgenommen Donnerstag 9 Uhr, Oranienstr. 153, 1 Tr. Gäste( Herren) willkommen. Rauchflub„ Dezimal- Waage", Abends 9 Uhr bei Infinger, Krauts Explosion und im Nu stand Brown's Kleidung in Flammen. werden. H. 1. D., Alles lacht. Es giebt Ochsen mit Hörnern. Rauchtlub, ernspiße", Abends 8% Uhr bei A. Böhl, Rüders Die erst unlängst entbundene Frau warf in ihrer Aufregung den dorferstr. 8. Rauchflub Collegia", Abends 9 Uhr, in Spengler's Wirths- Säugling zum Fenster hinaus und sprang dann selbst nach. Das Apolda. Der Konsequenzen halber nicht aufnahmefähig haus, Stalizerstr. 41.- Rauchklub Vorwärts", Abends 9 Uhr, bei Tempel, Breslauerstr. 27. Rauchflub Arcona", Abends 9 Uhr Reichenberger Rind wurde von einem untenstehenden Manne aufgefangen, war und dem Vorstande übergeben. Konrad Lininger. Der Kammergerichts- Entscheid wurde straße 71.- Arbeiter Rauchtlub Nordpol". Sigung jeden Sonnerstag jedoch infolge des Sturzes aus einer Höhe von 30 Fuß bereits Abends 9 Uhr, im Restaurant von Sendte, Gesundbrunnen, Wriezenerfir. 6. todt. Die Mutter trug bei dem Fall so schwere Verletzungen im April gefällt. Ein genaueres Datum konnten wir nicht Mitglieder- Aufnahme. Gäfte willkommen. Rauchtlub Ohnesorge". davon, daß an ihrem Aufkommen gezweifelt wird. Der Gatte forschen. Donnerstag, Abends 9 Uhr, Kohlenufer 2, Rogge's Bierhaus. Mufnahme neuer Mitglieder, Gäste willkommen. Saal 1 Tr. Bergnügungsverein Beilchen", 9% Uhr, Sigung mit Damen fontmen. straße 48. D Tambourverein Liverpool, 12. Oftober. Mii Nü Off Stu Bat Ber BuL Cap Che Dos Dür Erf Fra Gel Ger Go Hng re Mi Off ОН Ple Rie Sol nc Sdr Ste Str Wi Zei Cr Kö No Ru So: Alt Chur, 14. Oktober. In Ladir( Graubünden) wurden heute durch eine Fenersbrunst 32 Gebäude in Asche gelegt. Ba Be Br Br Dr Ha Mi Nit Bei ev M Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volfsblatt. Nr. 241. Sozialistische Presse Deutschlands. III. Quartal 1891. 3entral- Organ. Vorwärts" Berliner Volksblatt, Beuthstr. 2. S.W. täglich erscheinend. Wissenschaftliche Revue. Die Neue Zeit." Chef- Redakteur: Karl Kautsky. Ständige Mitarbeiter: A. Bebel. E. Bernstein. M. SchippeI. Erscheint wöchentlich in Stuttgart, Furthbachstr. 12. Täglich erscheinende Beitungen. Augsburg„ Volkszeitung" Mittlerer Graben H 405. Bielefeld Volkswacht" Obernthorwall 23. " " Donnerstag, den 15. Oktober 1891. Brandenburg Volksblatt für Ost- und Westhavelland" ( Brandenburger Zeitung), St. Annenstr. 33. Braunschweig Braunschw. Volksfreund" Kannengießerstr. 13. Bremen Bremer Bürger- Zeitung" Schlachte 35. " Breslau Schlesische Volkswacht" Weißgerbergasse 64. Darmstadt Hessische Voltsstimme" Schirmgasse 16. Defan Voltsblatt für Anhalt", Dessau. " " M Dortmund Westfälische Freie Presse" Lindenstr. 25. Dresden Sächsische Arbeiter Zeitung" Gerbergasse 1. Elberfeld„ Freie Presse" Kleine Klozbahn 10. Frankfurt a. M. Voltsstimme" Mainstraße 15. Fürth Fürther Bürger- Zeitung". Greftemünde„ Norddeutsche Volksstimme" Schulzstr. 16. Halle a..„ Volksblatt für Halle" Bölbergasse. Hamburg Hamburger Echo" Gr. Theaterstr. 44. Hanau Hanauer Bolts- Zeitung" Langstr. 40. Hannover„ Volkswille" Marktstr. 45. " Leipzig„ Der Wähler" Dörrienstr. 9. Magdeburg Volksstimme" Schmiedehofstr. 5/ 6.1 Main Mainzer Volkszeitung" Deutschhausgäßchen 1. Mannheim„ Volksstimme" T. 3. b. 4. München Münchener Post" Senefelderstr. 4, I. Nürnberg„ Fränkische Tagespost" Weizenſtr. 12. Offenbach Offenbacher Abendblatt" Frankfurterstr. 36. Stuttgart„ Schwäbische Tagwacht" Furthbachstr. 12. 11 Wöchentlich dreimal erscheinende Blätter. " Bant Norddeutsches Voltsblatt" Adolfstr. 1. Berlin„ Voltsblatt" für Teltow- Beestow- Charlottenburg, Oberund Nieder- Barnim, Elisabeth- Ufer 55. " Burgstädt Die Volksstimme" Augustusstraße. Caffel Boltsblatt für Hessen" Schäfergasse 26. Chemnik„ Der Beobachter" Gartenstr. 16. Dortmund„ Voltsstimme". Gelsenkirchen, Friedrichstr. 47. Düsseldorf„ Düsseldorfer Arbeiter- Zeitung" Neustr. 49. Erfurt Thüringer Tribüne" Gartenstr. 7. Stuttgart„ Der wahre Jacob" Furthbachstr. 12. Erscheint alle 14 Tage. Illustrirtes Unterhaltungsblatt. Hamburg„ Der Gesellschafter" Große Theaterstr. 44. Erscheint wöchentlich einmal. Gewerkschaftspresse in Deutschland. III. Quartal 1891. Dreimal wöchentlich erscheinend. Leipzig- Reudnitz„ Der Correspondent" für Buchdrucker. Ronstantinstr. 8. Berlin Wöchentlich erscheinend. Der Bauhandwerker" S. Urbanstr. 124, Qugb. IV. " Solidarität"( für Vergolder) S. Urbanstr. 124, Qugb. IV. ,, Deutsche Bäcker Zeitung" Coloniestr. 20. „ Allg. Fahr- Zeitung" Schüßenstr. 53. ,, Der Gastwirthsgehilfe" Annenstr. 14. Die Einigkeit"( für Hausdiener 2c.) Elisabethufer 55. Berlin- Rixdorf Vereins- Anzeiger für Maler" Hermannstraße 153. " Burgstädt„ Der Textilarbeiter" Augustusstraße. Gelsenkirchen„ 3tg. der deutschen Bergarbeiter" Friedrichstraße 47. Gotha„ Schuhmacher Fachblatt" Hamburg„ Correspondenzblatt der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands" Hamburg- St. Georg, An der Koppel 79 I. „ Der Arbeiter"( für Bau- und Hilfsarbeiter) Rosenstr. 35. Die Arbeiterin" Rosenstr. 35, ,, Glück auf!"( für Former) Rosenstr. 35. 8. Jahrg. Lokales. Jugendlektüre. Der zuerst von den Breslauer Sozialdemos fraten angenommene Antrag, welcher inzwischen auch anderwärts Zustimmung gefunden hat, daß die Sozialdemokratie ihr Augenmert auf Schaffung einer guten Jugendliteratur richten möge, hat den bürgerlichen Parteien einen gelinden Schrecken eingejagt, und besonders die Muckerblätter wiesen wehflagend darauf hin, daß nun die Jugend noch schneller verrohen werde wie bisher. Daraus soll der Schluß gezogen werden, daß diejenige Jugendlektüre, welche bisher das Feld unbestritten be= herrscht hat, die Jugend nicht oder doch nicht so schnell verrohen läßt. Wie sieht denn diese Jugend lektüre aus? Sie läuft im Großen und Ganzen hinaus auf eine Verherrlichung der Frömmigkeit", der Königstreue und der Rohheit. Als die drei höchsten Güter, von denen alle Begeisterung ausgeht, erscheinen darin Gott, Landesherr und brutale Gewalt. Natürlich wird in diesen Jugendschriften, welche eine systematische Verdummung, Unterdrückung freiheitlicher Gesinnung und eine gefährliche Verrohung, also das Gegentheil von Aufklärung und Veredelung, wenn nicht bezwecken, so doch thatsächlich bewirken, möglichst stark aufgetragen und wacker gelogen. " Die Frommen sind immer edel; fromme" Schurken werden nie geschildert. Im Leben soll das zuweilen etwas anders sein. Manchmal läßt der Verfasser einen Frommen" Noth leiden und verfolgt werden; aber zum Schluß bleibt der Lohn für das Gottvertrauen nicht aus. Auch das soll im Leben nicht immer der Fall sein. Die Könige und Kaiser sind natürlich nicht minder edel. Es hat zwar auch solche gegeben, die das Gegentheil von edel waren. Aber da wird fleißig rein gewaschen und weiß gebrannt, so daß mancher dieser Herren nachher gar nicht wieder zu erkennen ist. An den schlimmsten von ihnen gehen unsere Jugend- Literaturfabrikanten indeß vorbei, als ob sie nie dagewesen wären, entweder weil sie noch nicht alles Schamgefühl verloren haben, oder weil sie die Mohrenwäsche hier für aussichtslos halten. „ Der Grundstein"( für Maurer) Fürstenplatz 2, I. Bourgeoistindern, innewohnende Bestreben, auf die Seite der ,, Bruder Schmied" Brüderstr. 10. " Fachzeitung für Schneider" Rosenstr. 35. Neue Tischler- Zeitung" Eimsbüttel, Bismarckstr. ,, Der Zimmerer" Rosenstr. 35. Leipzig„ Der Gewerkschafter"( f. Cigarren arbeiter) Dörrienstraße 9. = Reform"( für Buchdrucker) Ulrichsgaffe 27-29 I. München„ Deutsche Böttcher Zeitung" Senefelderstr. 4. Nürnberg Deutsche Metallarbeiter- Zeitung" Weizenstr. 12. Stuttgart„ Buchbinder- 3eitung", Heusteigstr. 30. Zwickau Glück auf!" Aeußere Schneebergerstr. 60., " Die Verherrlichung der brutalen Gewalt nimmt schon in den Lebensbeschreibungen der Könige eine hervorragende Stelle ein, weil diese meist Kriegshelden waren. Es giebt aber auch Jugendschriften, die ausschließlich der Darstellung blutiger Kriege gewidmet sind. Die Verfasser streben selbstverständlich nach einer möglichst anschaulichen und lebendigen Schilderung. Durch diese Bücher, in denen behaglich ausgeführt wird, wie die " Fachzeitung für Drechsler" St. Georg, an der besiegten Feinde auf der Flucht erbarmungslos niedergehauen Roppel 79 I. werden oder durch Hunger und Kälte umkommen, wird einfach die Verrohung der Jugend befördert. Das jedem Menschen und am meisten den Kindern, ursprünglich auch den Leidenden, Unterdrückten zu treten, ist lebendig, so lange die Lektüre sich auf die gewissermaßen neutral wirkenden Sagen be= schränkt, die in der Kindheit mit wahlloser Gier, ob griechisch ob deutsch, verschlungen werden. Sobald aber an ihre Stelle die Kriegsgeschichten treten, welche vom Parteistandpunkt aus ge schrieben und auf den Parteistandpunkt berechnet sind, welche auf den Patriotismus, will sagen: auf den Chauvinismus und künst lich großgezogenen Nationalitätenhaß, spekuliren, dann ist es mit der Sympathie für die Besiegten, wenigstens soweit es sich dabei um Feinde handelt, vorbei. Diese Lektüre vernichtet allmälig Die Noth jedes Gefühl für Anstand und vornehme Gesinnung. der Belagerten, z. B. 1870 in Straßburg und Paris, wird mit Genugthuung gelesen, und je ärger es dem Unterlegenen geht, desto größer ist der Jubel unserer mit„ Todtschlagepoesie" großgezogenen Jugend. Ein Gymnasialtertianer schilderte in einem Aufsatz frohlockend, wie Eberhard von Württemberg( 14. Jahrbundert) seine Gegner, die sich in ihrer festen Stadt mit Erfolg gegen ihn wehrten, schließlich durch Ausräucherung zur Uebergabe zwang. Der Vorgang ist in einem bekannten Uhland'schen Gedicht, das sich in allen Schul- Lesebüchern findet, gleichfalls mit großem Behagen geschildert und wird von den Schülern mit derselben Gedankenlosigkeit auswendig gelernt, mit welcher es die Lehrer, erklären". Daß Eberhard wie ein ganz gewöhnlicher Mordbrenner gehandelt hat, der die gründliche Verachtung jedes anständigen Jungen verdient, darauf werden sie dabei wohl schwerlich hinweisen. Das läßt sich nicht erwarten von Lehrern, die ihren Schülern mit königstreuer Inbrunst und schauderndem Behagen erzählen, daß des daß einzelne Führer Bauern frieges unter dem Gelächter Edelder zuschauenden herren, Edelfrauen und Edelfräulein langsam am Feuer geröstet glühenden Zangen vom Leibe gerissen und geschmolzenes Blei wurden, daß Ravaillac, dem Königsmörder, das Fleisch mit mit Schwefel gemengt in die Wunden gegossen wurde. Da bedarf es, um die Verrohung vollständig zu machen, gar nicht erst der Lektüre des„ Lederstrumpf" und der ganzen Schaar der anderen fabrikmäßig nach ihm hergestellten Indianergeschichten. Neuerdings werden diese Geschichten übrigens mehr und mehr durch die Literatur über die Kolonisirung Afrikas durch Pulver und Blei verdrängt; also auch hier ein merklicher Einfluß des„ Zeitgeistes" und ein weiterer Fortschritt in der Verrohung der Jugendleftüre. Monatlich dreimal erscheinend. Altenburg„ Correspondent für Hut ma cher" Moritstr. 22 1. Frankfurt a. O.„ Märkische Volksstimme" Tuchmacherstr. 73. Arnstadt„ Der Handschuhmacher." Gelsenkirchen „ Gelsenkirchener Arbeiter Zeitung" Friedrichstraße 47. = Gera Reußische Tribüne" Kurzefir. 16. Gotha„ Gothaisches Voltsblatt" Rinsleberstr. 11. Hagen Hagener Arbeiter Beitung" Arbeiter Zeitung" Friedrichstr. 47. = Gelsenkirchen, Iserlohn Märkische Arbeiter- Beitung" Grabenstr. 56. Mülhausen i. E. Elsaß- Lothr. Voltszeitung" Burggasse. Offenburg i. B.„ Volksfreund" Metzgerstr. 268. Ottensen„ Norddeutsche Volts- Zeitung" Gr. Rainfir. 23. Plauen i. V.„ Vogtländisches Volksblatt" Fürstenstr. 32. Riesa„ Der Boltsfreund" Albertplatz 6. Solingen Bergische Arbeiterstimme" Raiserstr. 29. Saalfeld Saalfelder Volksblatt" Rosmarinstr. 15. Schmalkalden Schmalkalder Kreisblatt". Stettin Stettiner Volksbote". " Stralsund Stralsunder Boltsstimme". Wilkau„ Allgemeiner Anzeiger" Kirchbergerstr. 139. Zeit„ Der Voltsbote" Neumarkt 38. Wächentlich zweimal erscheinende Blätter. Crefeld Niederrheinische Volfstribüne" Grabenstr. 58. Köln Kölner Arbeiter- Zeitung" Thieboldsgasse 66. Langenbielan Der Proletarier aus dem Eulengebirge". Nordhansen„ Nordhäuser Volksblatt" Altendorfstr. 16. Rudolstadt Thüringer Volksblatt" Unt. Marktstr. 35. Sonneberg„ Thüringer Volksfreund" Köhlerhof. " " Wöchentlich einmal erscheinende Blätter. Altenburg„ Der Wähler" Brüdergasse 2. Bant„ Die Nord- Wacht" Adolfstr. 1. Berlin Berliner Volts- Tribüne" Elisabeth- Ufer 55. ,, Gazeta Robotnicza" Beuthstr. 2 SW. Braunschweig„ Der Landbote" Kannengießerstr. 18. Breslau„ Schlesische Nachrichten" Weißgerbergasse 64. Dresden Mitteldeutsche Arbeiter- Zeitung" Gerbergaffe 1. „ Oberlausiger Arbeiter- Zeitnng" Halberstadt„ Sonntags- Zeitung" Grudenberg 3. München Arbeiter- Zeitung" Senefelderstr. 4, I. Nürnberg Arbeiter- Chronit" Weizenſtr. 12. „ Bayrisches Wochenblatt" Weizenſtr. 12. Beit„ Glückauf" Neumarkt 38. " " " Witblätter. München Süddeutscher Postillon" Senefelderstr. 4. Erscheint monatlich einmal. Löbtau- Dresden„ Der Fachgenosse"( für Glas-, Porzellanund Thonwaaren- Arbeiter) Wilsdrufferstr. 50. Leipzig- Schkeudit„ Graphische Presse" Schkeudig. Alle 14 Tage erscheinend. Altenburg Fachblatt d. Mühlen arbeiter" Cotterizerstr. 201, 11. ,, Vereinsblatt der Weißgerber", Schüßenstr. 16. Berlin Bildhauer Zeitung" Stralauerstr. 11. I. Allgem. Dachdecker- Zeitung" KI. Markusstr. 10. " Der Fachgenosse"( für Graveure, Ziseleure 2c.) " Andreasstr. 63. ,, Allgem. d. Sattler- Zeitung" Friedrichstr. 96 Hof 11. " Der Deutsche Steinseher" Rosenthalerstr. 5. Dresden„ Der Barbier und Friseur"( für die selbständigen antizünstlerischen Meister) Pragerstr. 46. Hamburg„ Gerechtigkeit"( für Werft- u. Hafenarbeiter) Stubbenhut 22 III. ,, Der Gerber" Rosenstr. 35. „ Der Gold arbeiter" " " Der Kürschner" " " Nebenher pflegt die gegenwärtige Jugendlektüre noch allerlei andere Untugenden, wie den schon erwähnten Chauvinismus und den Glaubens- und Rassenhaß. Wie verlogen " Der Kupferschmied" Sophienstr. 37 IV. wird z. B. der Engländer und der Franzose geschildert! Sie sind " St. Pauli. „ Deutsche Mechaniker- Zeitung" Rosenstr. 35. Der Schiffszimmerer" Rosenstr. 35. „ Der Schlosser u. Maschinenbauer" Hammer brookstr. 86, Haus 5. ,, Vereinsblatt der Ziegelei- Arbeiter" Rosenstr. 35. Hannover„ Zapezirer- Zeitung" Eckerstr. 19. Hanau„ Adamas"( für Diamantschleifer). Erscheint drei sprachig in Antwerpen. Deutsche Redaktionsadresse: Brauerei Weismantel, Schnurgasse". Wiesbaden„ Der Glaser" Helenenstr. 26. Monatlich einmal erscheinend. geradezu zu einer stehenden lächerlichen Figur geworden. Fremde Nationen lernt unsere Jugend nur von der schlechten, die eigene nur von der guten Seite kennen. Soll das vielleicht zur Ver edelung des deutschen Volkes beitragen? Oder wirkt etwa die Judenheze veredelnd, die in den Jugendschriften betrieben wird? Edlen Juden begegnet man da fast nie; wenn aber ein rechter Schuft darin vorkommt, so muß es ein Jude sein. Es wird der christlich- germanisch" erzogenen Jugend unendlich schwer gemacht, nicht antisemitisch zu werden, denn sie wird geradezu großgefäugt in der Vorstellung, daß alle Juden Schufte sind. Das ist„ planmäßige Vergiftung der Kinderlektüre". Aber daran finden die Muckerblätter nichts auszusetzen. Eines dieser Blätter entrüstete sich kürzlich sogar darüber, daß in einem Schullesebuch in der Geschichte Vom Bäumlein, das andere Blätter hat gewollt" das Wort„ Jude" durch„ Kaufmann" erfekt worden ist. Hamburg„ Der Bürsten- und Pinselmacher" Rosenstr. 35. Jugendliteratur ein, nicht wahr? Gewiß, und ganz besonders die ,, Gärtner Zeitung" Rosenstr. 35. " Der Holzarbeiter" Rosenstr. 35. " Aber für die Armen und Glenden tritt doch die vom Geiste des Muckerthums durchseuchte! Da kann man lesen, wie der reiche Fabrikbesizer praßt, aber sich nicht glücklich Der Kundschafter"( für Barbier gehilfen) Gr. Dabei fühlt; wie der arme Tagelöhner hungert, aber im Kreise seiner Familie, die meist aus 10-12 Köpfen besteht, sich Reichenstr. 62. wie im Paradiese fühlt. Wer es besonders gut mit den Armen meint, der läßt sogar den Reichen arm und den Armen reich werden, auf daß dem Kindlein klar werde, daß es eine Gerech tigkeit giebt auf Erden". Dieses Bestreben, der Gerechtigkeit" zum Siege zu verhelfen, ist überhaupt charakteristisch für diese Jugendleftüre. Unschuldig Verfolgte erhalten da stets ihre Ge nugthuung. Ehrlich währt stets am längsten, wie eines der vers logensten Sprichwörter sagt. Wir haben noch in feinem Jugendbuch gefunden, daß ein unschuldig Verurtheilter ausgestoßen aus Obige Zusammenstellung veröffentlichen wir je zu Beginn des Quartals. In der Zwischenzeit sich ergebende Adreß- oder sonstige Veränderungen bitten wir uns behufs Vormerkung mit theilen zu wollen. Berlin SW ,, Razzbachstraße 9, I. Der Parteivorstand. Das Gerücht, demzufolge die Leiche des vermißten Predigers Harder in Weißensee in der Nähe des Pastoratsgebäudes aus dem Wasser gezogen worden ist, entbehrt der Begründung. Wie verlautet, wird Harder wegen der ihm zur Last gelegten gesetzwidrigen Handlungen steckbrieflich verfolgt werden. Die Kon der menschlichen Gesellschaft und verzweifelnd im Zuchthause ge- unterstützung in Gestalt von Naturalverpflegung u. dergl. m. das Jabwechseln, ein Kranz junger Damen hat seine Mite storben sei, ohne daß seine Unschuld noch zu guter lekt an den Wort redet und am Schlusse deren er zu folgenden Schlußfolge- wirkung zugesagt." Tag fam; noch nie, daß ein Tagelöhner, der im täglichen Frohn- rungen gelangt: Was soll man sich bei diesen„ National- und Charakter dienst vergebens um sein bischen Leben rang, schließlich mit seiner" Nichts kann unseren irregeleiteten Gesellenstand rascher zu kostümen" denken? Doch wohl nichts anderes, als die in Kellne ganzen Familie zum Selbstmord griff. Das Aufregende, alle seinem eigenen Besten von den ihm gepredigten Irrlehren be- rinnenfneipen und Tingeltangeln übliche Tracht, die oben zu edlen Triebe, alles menschlich Schöne in uns Aufwühlende eines freien, als ein thatsächliches Entgegenkommen des Meisterstandes, furz und unten nicht lang genug ist. Wir behaupten nicht, daß solchen Vorganges paßt nicht für die Jugend"." Für die das ihm die Gelegenheit giebt, unter sich" zu sein und sich über Frau Morgenstern, welche diesen Theil des in Aussicht gestellten Jugend ist das Beste gut genug", und man bietet ihr die rosig die Interessen seines Standes im Rahmen seines Gewerbes und Amüsements so ausdrücklich hervorhebt, damit eine Spekulation schimmernde Lüge. Davon halten sich selbst die verhältnißmäßig im Hinblick auf seine Zukunft flar zu werden. Wenn ein Vater auf die Schaulust der Herren beabsichtigt. Aber in der besseren Jugendschriften nicht frei. Es wird zwar hier und da seine unmündigen Kinder sich selbst überläßt, können schwerlich 23 irkung fommt ihre Ankündigung auf dasselbe hinaus. Wenn gewagt, zu schildern, wie ein Reicher praßt und ein Armer brauchbare Menschen aus ihnen werden und ebensowenig können die Bourgeois- Jugend diese Ankündigung liest, so wird sie dabei darbt; vielleicht wird auch darauf hingewiesen, daß der Reiche wir von unserem Gesellenstande ein zielbewußtes Handeln und unwillkürlich an die berüchtigten Reklamezettel der„ Damenwirthe" dabei faullenzt und der Arme unter der Last der Arbeit fast zu erkennen seiner wahrhaften Interessen erwarten, wenn derselbe denken und den Festsaal nachher mit ähnlichen Empfindungen sammenbricht. Vielleicht wird dieser Klassengegensatz sogar ge- sich von dem Meisterstande abgeschlossen sieht und dadurch natur- betreten wie eine Kellnerinnenkneipe. Das wird aber zu der schildert ohne den einschränkenden Zufaß, daß der Reiche troß- gemäß den ihn mit offenen Armen empfangenden Arbeiter- Büchtigkeit des Hausfrauen- Vereins", welcher die Züchtigkeit der dem unglücklich und der Arme trotzdem glücklich sei. Aber wo vereinigungen in die Arme getrieben wird, die ein Produkt unserer Dienstmädchen belohnen will, schlecht passen. wird, um nur einen Punkt herauszugreifen, darauf hingewiejen, heutigen Erwerbsweise, in ihren Mitgliedern meist von Leuten verdaß faullenzende Reiche verprassen, was arbeitende Arme ent- freten sind, die nicht die Summe von Handwerkskenntnissen besitzen, behren, trotzdem es ihnen als Ertrag ihrer Arbeit gebührt? welche zum selbständigen Handwerksbetriebe erforderlich sind und Die Schul- und Volksbibliotheken, in denen die frömmelnde denen daher auch eine gewerbliche Selbständigkeit unmöglich ist." und patriotische Jugendlitteratur überwiegt, während z. B. die Wenn hier von einem irregeleiteten Gesellenstande", von Naturwissenschaften arg zu kurz fommen, geben das beste Bild einen„ Entgegenkommen des Meisterstandes", von den Gesellen von dem gegenwärtigen Stand der Jugendfeftüre. Es wird als von unmündigen Kindern" gesprochen und gefaselt wird, die daß mit diesen alten Scharteken aufgeräumt wird und eine or väterlichen Zucht der Innung nicht entrathen können, so beGerüsteinsturz in der Gontardstraße! Ein entset= Litteratur an ihre Stelle tritt, welche die Jugend für eine bessert weist der Schreiber dieser zeitgemäßen" Betrachtung, daß er licher Unglüdsfall, dem leider zwei Menschenleben zum Zukunft zu erziehen geeignet ist. gänzlich vom Innungsdusel befangen ist und seine Zeit nicht ver- Opfer fallen dürften, hat sich gestern Nachmittag um steht resp. nicht verstehen will. Das beweist er ferner, wenn er 5 Uhr in der am Stadtbahnhof Alexanderplatz gelegenen Der Spekulant als Philanthrop ist eine stehende Figur in vermeint, daß heute zum selbständigen Handwerksbetriebe eine Gontardstraße zugetragen. In dem Hause Nr. 3 dieser Straße, der bürgerlichen Gesellschaft. Je größer der Spekulant ist, um se Summe von Handwerkskenntnissen erforderlich ist. Dieser kann dem Kaufmann Ollendorf gehörig, find seit gestern Morgen reichlicher pflegen die menschenfreundlichen Liebesgaben zu fließen. man wohl entrathen, nicht aber einer Summe Geldes, welche Maler und Anstreicher beschäftigt, um das Gebäude neu anzuDoch ist das, was bei uns in dieser Beziehung geleistet wird, heutzutage das erste Haupterforderniß zur gewerblichen Selbstreichen. Es war zu diesem Zweck mit dem Hinterhause bedie wahre Stümperei gegen die Leistungen jenseits des großen ständigkeit ist. Handwerksherbergen mit allen ihren Beigaben sind gonnen und dazu war ein Hängegerüst errichtet worden, auf welWassers. Was will die winzige Summe von 30 000 m. befagen, allerdings unter den bestehenden Verhältnissen unentbehrlich, ent- chem Arbeiter, Maurer und Anstreicher thätig waren. die der industrielle Emporkömmling Thomas den Wohlthätigkeits- behrlich ist aber der Junungsrummel, der dabei mit Verwendung ſtruktion des Gerüſtes war von vornherein mangelhaft, so daß anstalten überweist, gegen die 40 Millionen Mark, die soeben der finden soll und viele Mißbräuche zeitigt. Deshalb haben die die Hausbewohner bereits Angst und Unwillen über das lebensamerikanische Krösus, John D. Rockefeller, für Errichtung einer modernen Handwerksgesellen" ihr Augenmerk darauf gerichtet, gefährliche Hantiren der Handwerker fund gaben. Gestern NachHochschule in Chicago gestiftet hat. Rockefeller ist Präsident der sich eigene Verkehrslokale zu schaffen, sich eigene Arbeitsnachweise mittag um 5 Uhr sollte es zu einer entfeßlichen Katastrophe komvon ihm ins Leben gerufenen„ Standard Oil Company", die be- zu errichten, eigene Unterstüßungskassen zu gründen 2c., unab men; plöglich rissen die Stricke, an welchen das Gerüst am kanntlich mit unerhörter Frechheit die ganze Welt ausbeutet, hängig von den Innungen, die umsonst für sich Tamtam schlagen, Dache befestigt und dasselbe stürzte mit den darauf gerade arbeinachdem es ihr gelungen ist, das Petroleummonopol aber ein überwundener Standpunkt sind und bleiben. tenden Handwerkern in die Tiefe, welche um so beträcht der ganzen zivilisirten Erde sich zu reißen. an Was licher war, als das Gerüst sich in der Höhe des vierten Stockmuß die gewissenlose Spekulation einem solchen Manne Die Vereine gegen Hansbettelei sind so recht nach dem werks befand. In dem nur kleinen Hofe erblickten die einbringen, wenn er sich entschließt, von seinem Raube die er- Sinne und Geschmacke der Besitzenden. Für ihren Mitglieds- durch den Zusammensturz alarmirten Hausbewohner ein entsetzhebliche Summe von 40 Millionen für wissenschaftliche Zwecke bolus, den sie in die Vereinskasse zahlen, taufen sie sich los von liches Chaos von Brettern, zerbrochenen Stangen, Trümmern; zu opfern? allen menschenfreundlichen Verpflichtungen und verschanzen sich die telephonisch herbeigerufene Feuerwehr der Steibelstraße war Die Sache an sich ist nicht neu, namentlich in Amerika, dem hinter das bekannte Schild:" Mitglied des Vereins gegen in wenigen Minuten zur Stelle und arbeitete, trotzdem ein Theil Lande der größten wirthschaftlichen Korruption. Vor Jahr- Bettelei". Und warum sind und werden diese Vereine gegründet? des noch herabhängenden Gerüstes drohend über ihren Häuptern zehnten schon trat der berüchtigte, unter dem Namen„ Hyäne" Darüber läßt sich ein diesbezüglicher Vereinsmensch" in folgender hing, mit wahrer Todesverachtung; es galt Menschenleben zu allgemein bekannt gewordene Eisenbahnspekulant Siney als Weise aus: retten, zwei der Arbeiter lagen unter den herabgefallenen Philanthrop auf. Dieser Mann, der viele Tausende strupellos in" Die Hausbettelei wirkt auf die Bemittelten schädlich, weil Trümmern, während ein dritter im Fallen sich an einen herabNoth und Elend stürzte und sich an deren Hab und Gut be- fie Arbeit und Ruhe des Hauses stört, durch Erspähung der Ge- hängenden Strick geflammtert hatte und von den Hausbewohnern reicherte, glaubte seinem fluchwürdigen Namen dadurch neuen legenheit zu Diebstahl den Besitz gefährdet, ansteckende Krant durch ein Fenster des dritten Stockwerkes gezogen wurde. Leider Glanz zu verleihen, daß er eine Anzahl Kirchen bauen ließ. heiten weiter trägt, das Gefühl lebendiger Theilnahme, auf wel- waren die Samariterdienste der Feuerwehr fast vergeblich; mit Herr Rockefeller macht es nicht viel anders. Er verbündet sich ches der würdige Arme ein Recht hat, abstumpft, endlich, weil zerschmetterten Gliedern todt wurde der Arbeiter Schlott nach mit den Eisenbahnkönigen des Landes und mit dem sie den Angesprochenen in steten Kampf des zum Ablehnen ge- halbstündigem Suchen hervorgezogen, ein zweiter unbekannter einzigen ernsten Rivalen in Europa, dem Pariser neigten Verstandes mit dem zum Geben bereiten Herzens versetzt Arbeiter, der gestern die Arbeit auf diesem Bau angefangen, Rothschild, um die ganze Petroleumproduktion an fich und ihn, je ernſter er es mit der Hilfe meint, um so mehr in wurde in hoffnungslosem Zustande mittelst Lück'schen zu bringen, indem er einerseits durch die Eisenbahn- Gewissensbedenken verstrickt. Sie wirkt auf die Bettelnden ver- Krankenwagens nach dem städtischen Krankenhause am Friedrichsfönige den Konkurrenten die Zufuhr abschneiden läßt, d. h. derblich, weil sie die, selbst unter dem Druck der Ar- hain geschafft. Schlott ist verheirathet, 28 Jahre alt und Familienfie ruinirt, und andererseits den Produzenten willkürliche Preise muth noch mögliche Führung eines geordneten Haus- vater. auferlegt, d. h. fie in schamlosester Weise ausbeutet. Sein System Standes unmöglich macht, Lüge, Trägheit, Trunksucht, DiebDie Beweggründe zu der Blutthat, welche am 4. d. M., ist natürlich hübsch nach dem Koder auf rücksichtslosester itahl, böse Neigungen und Verbrechen aller Art fördert, die Vernichtung von Existenzen um sich herum und auf brutalster Reihen der Unwissenden, Untauglichen, Prostituirten, die Ge- also an demselben Tage, an welchem das Fräulein Adler von Ausbeutung der Verbraucher, das ist besonders der Arbeiter- Be- fängnisse und Zuchthäuser füllt, bei Kindern jede Pflege des sitt- Mörderhand fiel, in dem Hause Chausseestr. 2 F von dem Maler völkerung, begründet. Vermöge dieses Systems verdient der lichen und geistigen Lebens hindert. Die Vereine müssen darum Repke an dem Sattler Schöller durch einen Revolverschuß in den Mann hunderte von Millionen Mart. Und da glaubt er den von ihren Mitgliedern fordern, daß sie keine Bettler direkt unter- Unterleib verübt wurde, haben sich nunmehr aufgeklärt. Ursprünglich lagen verschiedene Annahmen vor: Repke sollte bald Verwünschungen der Nothleidenden am Besten zu steuern, indem stützen." er eine so hochherzige Gabe für die Wissenschaft stiftet. Ob sich Man sieht, Gründe die Hülle und Fülle! Gründe sind bewegen politischer Zwijtigkeiten, bald aus Eifersucht den Mord diese Leute wirklich einbilden, daß sie durch solche Opfergaben kanntlich wohlfeil wie Brombeeren! Die Bemittelten" vergessen versuch begangen haben, und die Sache erhielt ein mystisches ihren Namen von dem Schandflect reinigen können, den ihr ganz, daß die Hausbettelei auch nur eine Konsequenz der heutigen Aussehen dadurch, daß der Verletzte sich hartnäckig geweigert räuberisches Gewerbe ihnen aufgedrückt? Bourgeois Wirthschaft ist, welche die bekannten„ Oberen Zehn hatte, den Grund anzugeben. Jetzt ist er der Polizei gegenüber Fast scheint es so, sonst würden sich diese Stiftnngen tausend" in maßloser Weise bereichert, das Gros der Bevölkerung mit der Sprache herausgekommen, und hiernach handelt es sich gewiffenloser Volksausbeuter nicht nach jedem Raubzug so regel- aber in Noth und Elend versenkt. Die meisten der Hausbettler um einen versuchten Raubmord. Repke hatte sich am Vorabend mäßig erneuern. sind Opfer der heutigen Gesellschaft. Nachdem man sie in dem der That nach der Vermögenslage Schöllers genau erkundigt und Uebrigens sei erwähnt. daß die famose Ausbeutungsgefell- freien Spiel der Kräfte" ausgenüßt und zu Grunde gerichtet auf Grund seiner Erfahrungen den Mord geplant. Nach den schaft Standard Oil Company" felber auch die gleiche Summe, hat, sucht man sie sich vom Halfe zu halten durch Vereine gegen Worten:" Jetzt schieße ich Dich todt!" drückte er dreimal den also 40 Millionen Mark für den gleichen Zweck zugesteuert hat. Bettelei! Die oben angeführten Gründe sind nur Scheingründe, Revolver ab; zwei Schüsse versagten und erst der dritte that Diese Art der Schenkung ist jedenfalls immer noch jener des nur ein willkommener Vorwand, um nicht von Bettlern in- seine Wirkung. Da indessen die Wirthin, Frau Zickuhr, durch Baron Hirsch vorzuziehen, der im Gewande der Philanthropie tommodirt" zu werden. Begreiflich ist ja dieses Bestreben wohl, den Knall herbeigerufen worden war, so entfloh der Verbrecher, einherschreitet und gleichzeitig mit Hilfe dieser Gewandung ein denn es mag ja den„ Bemittelten" durchaus nicht angenehm sein, ohne den Raub ausgeführt zu haben. profitables Geschäft betreibt. durch lästige Bettler" unaufhaltsam an die Verkehrtheit der heutigen Wirthschafts- und Gesellschafts- Ordnung erinnert zu werden. Ob ein solches Bestreben aber auch ein würdiges genannt werden kann, das ist eine andere Frage. " " " W Zu dem Revolver Anschlag des Heirathsvermittlers Gombert auf seine Ghefrau wird der Tägl. Rosch." die Mittheilung gemacht, daß die Angelegenheit wohl ohne Folgen im Sande verlaufen dürfte, da nunmehr auch die Frau G., gleichwie ihr Gatte, die Erklärung abgegeben habe, daß sie sich Beide herzlich gut und„ jene Schieß- Affäre nur als ein pifantes Inter330 zu betrachten sei, welches die nöthige, erforderliche Anregung lebhafterer Zuneigung in die Ehe bringe". Der schießluftige Shemann soll bereits wieder auf freiem Fuße sein. mezzo zu fei m be lic Ie 911 m: al fal der 00 ha 20 er M licE we na ein an Fo in Vo ehe far wi Ve He Bu ehe AlBI ve am Ab fiel Qu bra stra Ge Zu ein mit anf St. des Bra ma die De pla las. sich Na thü öffn unb ver Anc Ger An eine Ker Lot weg Sech zu Ert steh Loc tro Zie zuri fan Ein Bi 23. an üb Lo die Fu wi Sd ton bei es ger er häi so M ber Ch gal Der Na zu sei St Uel vei Von anderer Seite wird Sc Ve Be un Er W ha hal Kr Die Berliner Volksküchen haben gegenwärtig begreiflicher Weise ihre liebe Noth. Die Lebensbedürfnisse sind theuer; die nöthigen Ausgaben müssen gedeckt werden; die armen Leute wollen für billiges Geld ihren Hunger stillen und, die Haupt- Die Entlassung einer Arbeiterin, die dreißig Jahre lang fache nicht zu vergessen, der Ruhm der menschenfreundlichen in der Fabrik von Heinze und Blankery gearbeitet hat, durch den Boltstüchen- Unternehmer, Frau Lina Morgenstern voran, will 25jährigen Mitinhaber der Fabrik, worüber wir in unserer glänzen. Sollen alle diese Ansprüche befriedigt werden, so ist Sonntagsnummer Mittheilung machten, hat begreiflicher Weise das nur möglich, indem man die Größe der gereichten Speise- bedeutendes Aufsehen erregt, wie unter Anderem auch die zahlIn der Adler'schen Mordsache ist in Bezug auf die Ver portion so einrichtet, daß jeder dieser Faktoren dabei zurecht reichen uns eingesandten Buschriften beweisen. tommt, ausgenommen der Magen. des Hungrigen. Es klingt Einige sind darunter, die dem jungen Blankert besonders öffentlichung des Ganges der Untersuchung ein gewisser Stillstand ja auch für den wohlhabenden Bourgeois bezaubernd, wenn er wohlthun dürften, denn sie schildern die Handlungsweise anderer eingetreten. Der Erste Staatsanwalt hat nämlich strenge An hört, daß ein Arbeiter in der Voltstüche schon für 15 Pf. eine Prinzipale, die von Blanters'schem Unternehmergeiste durch weisung dahin ertheilt, über den weiteren Gang des Prozesses Mahlzeit, allerdings nur eine halbe Portion, genießen kann. Was drungen sind. Wir theilen hier von diesen nur noch eine mit, beziv. über neu fich ergebende Momente nichts verlauten lassen. fann man denn für die nothleidende Menschheit mehr thun? weil sie die ,, arbeiterfreundliche"" Bolts- Zeitung" betrifft. Der Es dürfte dies mit dem Umstande zusammenhängen, daß ver Nun muß man sich einmal so eine Portion gegenwärtig ansehen. Schriftsetzer J. W. schreibt uns: schiedene auf den Mord bezügliche Punkte noch unaufgeklärt Die Sorge der Boltstüchen- Verwaltung scheint in erster Reihe Das„ patriarchalische" Verhalten des Herrn Blankert er sind. Dahin scheint auch namentlich der Umstand zu gehören, darauf gerichtet zu sein, daß sich nur ja keiner der Mittagsgäste den innert auch an ein ähnliches, in der Hauptfache und im Prinzip daß an der Leiche mehrere Rippenbrüche festgestellt worden sind, Magen überladet. Als Kuriosität wurde uns dieser Tage eine Extra- wohl gleiches Vorkommniß, das sich vor Jahresfrist im Geschäft welche bei der öffentlichen Besprechung bisher wenig oder gar Fleischportion eingesendet, die in einer Vollstüche für 5 Pfennig der demokratischen Berliner Bolts- Zeitung" ereignete, derselben nicht gewürdigt worden sind. Dieser Befund aber deutet darauf gekauft war; gewiß ein geringes Geld bei den heutigen Fleisch- Volks- Zeitung", welche bald darauf diejenigen Redakteure aus- hin, daß die Machus die That nicht allein vollführt haben kann, preisen. Aber die Menge muß es bringen! Wir haben uns red- merzte, die sich noch getrauten, ein fräftiges Wort für die unter- da ein solcher Kraftaufwand bei der schwachen Person geradezu lich bemüht, das Gewicht dieser Fleischportion festzustellen. Es drückte Menschheit zu schreiben. Auch dort hatte man für einen unmöglich erscheint. Nach dieser Richtung hin herrscht auch bei og genau 10 Gramm. Danach kostet das Pfund 2 Mart Arbeiter feine Arbeit, welcher nach vierteljähriger Krankheit wie- den Angehörigen der Mörderin, den Bierbach'schen Eheleuten 50 Pf. In jedem Fleischerladen ist aber Schweinebraten bester der nach dem Geschäfte kam. Auch er stand wie vom Donner und der unverehelichten Hänsler nur eine Meinung. Alle stimmen Qualität, der als Aufschnitt verkauft wird, für 1 M. 60 Pf. pro gerührt. Auch er glaubte seinen Ohren nicht zu trauen, als ihm darin überein, daß die Adler eine kräftige Person und der Pfund zu haben. Legt man diesen Preis als Maßstab für die der Geschäftsleiter lakonisch die Mittheilung machte, daß der Auguste Machus allein zweifellos überlegen war. Trotzdem beFleischportionen der Volksküche an, so arbeitet diese mit einem Platz des Arbeiters besetzt sei, wenn derselbe auch nicht 30, barrt die Lettere bis auf den heutigen Tag dem Untersuchungs Profit bei dem Fleisch allein von etwa 66 pt. Gerichter gegenüber bei ihrer anfänglich vor der Kriminalpolizei Dafür, sollte sondern nur acht Jahre im Geschäft thätig gewesen war. man meinen, tönnte es ein Nicht- Wohlthätigkeits- Unternehmer war ja eigentlich überhaupt nicht mehr auf Sie zu rechnen." abgegebenen Aussage, daß sie die That ohne fremde Hilfe vollauch thun und die Reklame, die für die Volksküchen in den„ ar Diese Worte hielt ihm ein Geschäftsvertreter entgegen, der bei führt habe, und bleibt auch bei der Behauptung, es sei ein Streit beiterfreundlichen" Blättern gemacht wird, ist eigentlich nicht recht Gelegenheit auch das patriarchalische Verhältniß betont. Viel zwischen ihr und ihrer Herrin der Ermordung unmittelbar voraus verständlich. Hoffentlich kaufen doch die Volksküchen im Großen leicht hatte der menschenfreundliche Herr den betreffenden Ar- gegangen. Die Machus benimmt sich in ihrer Zelle völlig theil ihren Bedarf an Fleisch und sonstigen Speisemitteln beiter schon selbstverständlich" zu den Todten gerechnet. Auf nahmslos: fie sitzt fast den ganzen Tag über vor sich hinbrütend Es hört sich ja gewiß für eine Hausfrau, die jeden Fall sind die Worte sehr bezeichnend für den Charakter und den Kopf auf den Tisch gelegt. in besseren Verhältnissen lebend, täglich für ihre Familie eines unterne hmenden" Menschen dem arbeitenden Mitmenschen uns mitgetheilt: Die Untersuchung wider die unverehelichte unternehmenden" Auguste Machus wegen Raubmordes hat eine nicht geahnte ein oder einige Pfund Fleisch auf den Tisch bringt, sonderbar gegenüber. Wendung erfahren. Die Annahme, dieselbe habe einen Romplizen genug an, wenn der einzelne Arbeiter, der genöthigt ist, in der Volksküche zu essen, wegen seiner Fünf- Pfennig- Fleisch- Portion bekanntlich nicht nur in gehabt, ist völlig hinfällig geworden. Es ist also als erwiesen Weibliche Neige werden Ausstellungen macht. Allein bei den theuren Zeiten haben die Kellnerinnenkneipen, Zingeltangeln, Spezialitäten- Theatern als zu erachten, daß das 18jährige Mädchen die Mordthat ohne jede armen Leute genau rechnen gelernt und man tann es ihnen Lockmittel verwendet, sondern auch auf Wohlthätigkeits"- Hilfe volljührt hat, und es werden auch nach diesen Richtungen weitere Erhebungen nicht mehr angestellt. Die wahrhaftig nicht verdenken, wenn sie aufmerken, ob sie für ihr Bazaren, deren Veranstalter auf den Besuch der zahlungsfähigen hin Geld auch entsprechende Waare, namentlich Nahrungsmittel er- Lebemänner angewiesen sind. Manchmal stehen aber diese die sämmtlichen an der Leiche festgestellten Verlegungen sind, halten. Wir haben hier über einen einzelnen Fall berichtet. Lüsternheit anregenden Schaustellungen gar nicht in Einklang mit so ungeheuerlich dies auch flingen mag, von der jugendlichen und Thatsache aber ist, daß Klagen gleicher Art in zahlreichen Fällen der Sittlichkeit" der Veranstalter oder dem„ idealen" Zweck, zu törperlich schwächlichen Mörderin ihrem Opfer beigebracht worden. laut werden. Die Volksküchen sind aber nicht besser, wie jedes welchem der Ertrag verwandt werden soll, woraus sich dann ein Zu diesem Ergebnis haben die bis in das Kleinste reichenden andere Unternehmen und es muß dem geflissentlich verbreiteten recht interessanter Kontrast ergiebt. So beabsichtigt der„ Ber- Nachforschungen der Kriminalkommissare Grühmacher und Feige Wahne entgegengetreten werden, als ob die Arbeiter in den liner Hausfrauen- Verein" die Mittel zu der bevorstehenden geführt. Auch bezüglich der Beleuchtung der Küche herrscht num braver Dienstboten" durch ein Voltstüchen etwas geschenkt oder im Verhältniß zu den üblichen Prämiirung Herbst, mehr völlige Klarheit. So gewiß es einerseits ist, daß jemand Marktpreifen besonders wohlfeil erhalten. Nach dem oben Jahrmarkts- und Erntefest Der Vorstand am Sonntag Abend die Adler'sche Wohnung betreten hat, so Erntefest aufzubringen. geschilderten Fall ist die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, daß von verkündet darüber in den Zeitungen:„ Ein Festkomitee sicher ist es auch, daß die Person von dem Morde keine Kenntniß fich das hatte. Wenn diese der Polizei genau bekannte Persönlichkeit nicht den Speisevorräthen in den Voltstüchen manchmal Etwas in die von 30 Damen hat Vorsorge getroffen, daß ,, unrechte Rehle" geräth. Publikum in einem Rausche der amüsantesten Unterhaltungen be- verhaftet wird, so liegt der Grund darin, daß derselben schlimmsten finden wird. Die Verkäuferinnen erscheinen in Falles ein versuchter Diebstahl zur Last fallen würde, wofür es Ueber Handwerksherbergen stellt der„ Handwerker" eine National- und Charakterkostümen, beliebte Künstler indessen an Beweisen völlig mangelt, nachdem alle der Ermor feiner Meinung nach zeitgemäße" Betrachtung an, in welcher er und Künstlerinnen haben ihre Mitwirkung zugesagt, Scherze aller deten gehörigen Sachen als vorhanden jetzt festgestellt worden sind. ben Janungsherbergen mit obligatem Arbeitsnachweise, Wander- Art werden mit Spiel, Tanz, Gesang und komischen Vorträgen Ferner hat auch der im Erdgeschoß wahrgenommene dumpfe Schall ein. da gel Dr stü " " feine bestimmte Erklärung gefunden. Am Donnerstag voriger| Gelegenheit habe Juhse ihm noch zehn Stück Loose zum Ver- JKlempner vor anderen Arbeitern fein Spezialinteresse haben. Woche nämlich hatte sich der Untersuchungsrichter Pochhammer treiben überlassen, aber mit ausdrücklicher Bedingung, daß er in Nachdem noch die Kollegen Pfeiffer und Schmidt gemit dem Kriminalkommissarius Feige in die Adler'sche Behausung Betreff der am nächsten Tage nicht verkauften Loose das Eigenthums- sprochen, nahm Kollege Gerisch zu längeren Ausführungen das begeben, während der Kriminalkommissarius Grüßmacher sämmt recht vorbehalte. Nun komme es vor, daß die Händler von Wort, um die Einwände der Gegner des Verbandes in einliche Zeugen des gehörten Geräusches in der im Erdgeschoß be- einem Gewinne ebenso früh Wind erhalten, wie die Kollekteure gehender Weise zu bekämpfen. Er bezeichnete eine derartige legenen Posamentier Brattig'schen Wohnung, wohin am Sonntag und wenn ein solcher dann ein Gewinnloos in Händen habe, Kritik, wie sie heute zu hören gewesen sei, als geradezu unerhört, Abend der Schall gedrungen war, versammelt hatte. Hierbei werde er es in den meisten Fällen für sich behalten und dem Dabei hätten die Kritiker selber noch nicht den Finger zur Beffewurden nun oben alle möglichen Versuche vorgenommen; und Kollekteur die Nieten überlassen. Um sich nun gegen eine Ueber- rung gereicht, seien eingestandenermaßen noch nicht einmal als man schließlich die hochgeklappte Leiter des Hängebodens vortheilung dieser Art zu schützen, habe der Angeklagte unter Glieder des geschmähten Verbandes, noch überhaupt willens, fallen ließ, zeigten sich genau dieselben Erschütterungen, wie an Aufwendung eines kleinen Opfers den„ Kniff" angewandt, der dies jemals zu werden.( Zustimmung.) Falsch sei es, nach so dem Mordtage. Der richterlichen Feststellung bleibt es nur noch von der Vorinstanz irrthümlich als Anstiftung zum Betruge auf- kurzer Zeit des Verbandswirkens schon mit solchen Vorwürfen vorbehalten, in welcher Weise die Machus die Blutthat vollführt gefaßt worden sei. Nachdem der Zeuge Leopold zugegeben hatte, aufzutreten, das Richtige wäre vielmehr, an der Besserung selber hat, d. h. ob sie ihre Herrin im Schlafe, wie angenommen wird, daß ihm die letzten Loose nicht zu freier Verfügung überlassen thatkräftig mitzuwirken. Nach langer Diskussion wurden zwei ermordet hat, oder, wie sie selbst aussagt, tros des geplanten worden waren, beantragte der Staatsanwalt selbst die Frei- über diesen Punkt eingelaufene differirende Resolutionen abMordes infolge des Streites tödtete. sprechung des Angeklagten und der Gerichtshof erkannte nach gelehnt. diesem Antrage. zu bemerken ist noch, daß sowohl Leopold wie Aus dem nun folgenden Bericht der Lohnkommission sei herAuch ein Ehebruchsdrama. Mit einer anscheinend tödt- Masson ihre vermeintlichen Ansprüche an den Gewinn im Rechts- vorgehoben: lichen Wunde im Kopf wurde am Montag Nachmittag ein Mann, wege geltend gemacht haben. Bestand an rothen Karten vor der Auflösung des Verwelcher in der Heise'schen Herberge zu Spandau logirt hatte, bandes am 7. Dezember 1890: 253,12 9.; 9,75 M. ausstehende nach dem Krankenhause gebracht. Derselbe hatte sich mittelst Eine Anklage wegen versuchter Erpressung wurde Forderungen. Bestand an grünen Karten: 216,15 M. Auseines Revolvers in die Schläfe geschossen. Ueber die Ver- gestern zum zweiten Male vor der vierten Straffammer des gabe: 159,20 m. Bestand: 56,95 M. Auf Antrag des Kollegen anlassung zu der verzweifelten That wird vom„ A. f. d. S." Landgerichts I gegen den Agenten Ferdinand Gustav Schmidt Jungel wurde beschlossen, die Lohnkommission in Form einer Folgendes erzählt: Der Lebensmüde hatte mit der Frau seines verhandelt. Der Angeschuldigte ist im vorigen Jahre für Agitationskommission weiterbestehen zu lassen. Folgende zwei in Spandau wohnhaften Bruders ein Verhältniß angeknüpft; schuldig befunden und zu einer Gefängnißstrafe von 4 Monaten Refolutionen fanden darauf Annahme: vor einiger Zeit verschwand das Liebespaar aus Spandau, der verurtheilt worden. Die von ihm eingelegte Revision wurde ,, 1. Die heutige, in der Berliner Ressource" tagende öffenteheverlassene Bruder verfolgte aber die Spur der Flüchtigen und verworfen, dem Antrage auf das Wiederaufnahmeverfahren aber liche Versammlung der Klempner ersucht Herrn Peters, da die Arfand diefelben in Hamburg, wo er seine Frau bewog, mit ihm stattgegeben. Der Schwiegervater des Angeklagten, ein Kauf- beiter eine kürzere Arbeitszeit erstreben, die in seiner Werkstatt gewieder nach Spandau zurückzukehren. Bald darauf kam auch der mann Bührmann zu Potsdam, hat mit verschiedenen Offizieren wohnte Arbeitszeit von 10/2 Stunden wenigstens auf 10 StunVerführer hierher und wohnte einige Tage in der bezeichneten Geldgeschäfte gemacht, darunter auch mit dem Lieutenant Louis den zu normiren und ebenfalls einen besseren Lohn zu zahlen. Herberge. Gesteru kam der Bruder dorthin und wünschte ihn v. Sanden- Osten. Nach dem Tode des Bührmann fand der Anzu sprechen. Diesem Zusammentreffen wollte der Störer des geklagte in dessen Hinterlassenschaft eine Anzahl von dem geehelichen Friedens seines Bruders wohl aus dem Wege gehen. nannten Offizier ausgestellter Wechsel und Ehrenscheine. Es beAls man sein Schlafzimmer betrat, fand man ihn in seinem fanden sich unter diesen Papieren auch mehrere Wechsel, Blute schwimmend; er hatte sich mit einem Revolver zu tödten die von dem Major May von Sanden- Osten akzeptirt waren versucht. Der Schwerverletzte befindet sich bis zur Stunde noch und ebenso einige schriftliche Versprechungen auf Ehrenwort, am Leben. wonach der Major sich verpflichtete, verschiedene von seinem Die Interessenten und Abonnenten des Fachorgans Bruder angenommene Wechsel am Verfalltage einlösen zu wollen. Der Bauhandwerker" versammelten sich am 8. d. M., um Polizeibericht. Am 13. d. Mts. Vormittags stürzte beim Der Angeklagte begab sich zum Major von Sanden- Osten, um den Rechenschaftsbericht der Verwaltung dieses Blattes entgegen Abbruch des Hauses Schlesischestr. 19 eine Kellermauer um und seine Ansprüche geltend zu machen. Dieser weigerte sich, Ginsicht zu nehmen, und nahm hierzu als Verleger desselben Maurer fiel einem Arbeiter auf das Bein. Er erlitt dadurch bedeutende in die Papiere zu nehmen, er habe niemals unt Bührmann in F. Wilke das Wort. Nachdem Redner die Geschichte des Blattes, Quetschungen und mußte nach dem Krankenhause Bethanien ge- Verbindung gestanden und wenn sein Name auf den aus dem als da sind: die Gründung desselben, die Verfolgungen unter dem bracht werden. An der Ecke der Markgrafen- und Mohren Jahre 1869 stammenden Papieren stehe, so habe ein Unbefugter Regiment Buttkamer, die wegen der Verfolgungen nöthig geweſene straße wurde Nachmittags eine 65 Jahre alte Frau von einem denselben geschrieben. Trotz dieser Versicherung bedrängte der öftere Titeländerung, ferner die Gründung des„ Neuen BauGeschäftswagen überfahren und anscheinend bedeutend verletzt. Angeklagte den Major in verschiedenen Briesen und drohte handwerker" in Hamburg als Konkurrenzblatt geschildert hatte, Zu derselben Zeit stürzte vor dem Hause Linienſtr. 88 ein auf mit einem Effat, wenn die Angelegenheit nicht geordnet trotz welcher Schicksale das Blatt dennoch das alte geblieben sei, einem ungesattelten Pferde in schnellster Gangart reitender Kutscher würde. Er verlangte, daß der Major ihm das Standesamt unterbreitete er der Versammlung den Rechenschaftsbericht, welcher mit demselben und erlitt dabei außer einer Gehirnerschütterung mittheile, bei welchem der Tod des früheren Lieutenants Louis vom April 1886 bis Juli 1891 datirt. Den ganzen Bericht hier anscheinend schwere Verlegungen am Kopfe, so daß er nach dem von Sanden- Often beurkundet sei, andernfalls müsse er dessen wieder zu geben, hieße die Spalten des Vorwärts" zu ſehr in St. Hedwigs- Krankenhause gebracht werden mußte. Im Laufe angebliches Ableben für unwahr halten. In der gestrigen Ver- Anspruch nehmen. Es sei daher nur festgestellt, daß noch des Tages und am darauffolgenden Morgen fanden vier kleine handlung unterbreitete der Angeklagte dem Gerichtshofe noch 4499,22 M. an Abonnementsgeldern ausstehen, von denen der Brände statt. mehrere Papiere, wonach der Major von Sanden- Osten dent ver- größte Theil aus dem Jahre 1886 herrührt und an welchen die storbenen Bührmann gegenüber Verpflichtungen eingegangen war. hervorragendsten Führer, jetzige Verbandsvorsitzenden, ehemalige Der Zeuge befundete unter seinem Eide, daß keins dieser Schrift- Vertrauensmänner der Maurer Deutschlands betheiligt sind. stücke von seiner Hand herrührte. Der Gerichtshof hielt die Möglichkeit nicht für ausgeschlossen, daß der Angeklagte der Meinung war, feine Ansprüche an den Zengen seien gerechtfertigt, in diesem Falle könne von einer versuchten Erpressung nicht die Rede sein und der Gerichtshof habe deshalb auf Freisprechung erkannt. Gerichts- Beitung. Eine Sachbeschädigung eigener Art hatte sich der Kaufmann Markiewicz zu Schulden kommen lassen, der gestern dieserhalb vor der 92. Abtheilung des Schöffengerichts, stand. Der Angeklagte hatte eines Tages auf einer Bank im Mariannenplaz neben einer Dame Platz genommen, welche in einem Buche las. Neben ihr lag ein zweites Buch, welches der Angeklagte sich für kurze Zeit erbat. Seine höfliche Bitte wurde gewährt. Nach etwa einer halben Stunde gab der Angeklagte der Eigen thümerin das Buch mit Dank zurück. Als die Dame das Buch öffnete, sprang fie empört auf. Der Angeklagte hatte das erste unbedruckte Blatt des Buches mit einer unanständigen Malerei perunziert. Die Dame war resolut genug, die Persönlichkeit des Angeklagten durch einen Schußmann feststellen zu lassen. Der Gerichtshof nahm nur wegen der bisherigen Unbescholtenheit des Angeklagten von einer Freiheitsstrafe Abstand und beließ es bei einer Geldstrafe von 30 M. Versammlungen. Die neue Maschinenbau- Krankenkasse( Fabritkasse) hielt am 11. Oktober eine von zirka 1000 Personen besuchte allgemeine Mitgliederversammlung ab, in welcher zum ersten Punkt der Tagesordnung Herr Dr. Müller einen Vortrag über das Thema:„ Die freie Aerztewahl" erstattete. Er trat unter Anführung der bekannten Gründe energisch gegen das System der Zwangsärzte auf und empfahl dafür freie Wahl der Aerzte. Seine Ausführungen fanden großen Beifall. Es wurde dann einstimmig folgende Resolution gefaßt: " 2. Die heutige in der Berliner Ressource" tagende öffent liche Versammlung nimmt Kenntniß von der Lohnbezahlung des Herrn Corney, erklärt dieselbe für eine zu niedrige und ersucht Herrn Corney, einen höheren, den Verhältnissen entsprechenden Sohn zu zahlen." Nach Eingang aller ausstehenden Forderungen und Begleichung aller Verbindlichkeiten wäre am 30. Juni 1891 ein Vermögen von 90,60 m. vorhanden gewesen. In der Diskussion, an welcher sich der Steinmek Bierwirt, die Maurer Kerstan, Krieg und Blaurock, sowie der Töpfer Thieme betheiligten, stellte Herr Kerst an die Behauptung auf, es sei in der Abrechnung ein Posten als an die Berliner Maurer zurückbezahlt aufgeführt, welches der Wahrheit nicht entspräche; diese Behauptung wurde jedoch von dem Verleger, sowie den übrigen Rednern gründlich widerlegt. Nachdem die Revisoren die Richtigkeit der Abrechnung bestätigt hatten, wurde der Verwaltung des Blattes einstimmig Decharge ertheilt. Ferner fand folgende Resolution einstimmig Annahme: sammlung der Interessenten des Fachorgan„ Der Bauhandwerker" Die heute in Feuerstein's Salon tagende öffentliche Verbeschließt was folgt: zubehalten, und verpflichten sich die Anwesenden der verschiedenen I. Der Bauhandwerker" ist in seiner jetzigen Form beiGewerkschaften, für dessen weiteste Verbreitung Sorge zu tragen. II. Die anwesenden Genossen empfehlen: In Anbetracht schiedenen Orten beim„ Bauhandwerker" haben, ist es wünschensder vielen und großen Ausstände, welche die Verbreiter von verwerth, daß die Vertrauensmänner der Gewerkschaften an den betr. Orten dahin streben, daß die ungetreuen Verbreiter sobald wie möglich ihre Restbestände an den Verleger des„ Bauhandwerkers" abzahlen. werkschaft, für Deckung der Schulden ihrer Gewerksgenossen sobald III. Die Versammlung erklärt es als Ehrenfache jeder Gewie möglich Sorge zu tragen." Werth der Fachpresse in beredten Worten klargelegt hatte, was Nachdem der Redakteur vom Bauhandwerker", Reßler, den von den Anwesenden mit Beifall aufgenommen wurde, erfolgte Schluß der Versammlung. Die Versammlung erklärt sich mit dem Referat einverstanden Die Geschichte eines Lotterielooses gelangte gestern zur und" beauftragt ihre Delegirten, in einer außerordentlichen Kenntniß der Berufungsstrafkammer des Landgerichts I. Der Generalversammlung die freie Aerztewahl zu fordern, und Lotteriekollekteur August Fuhse war derzeit vom Schöffengericht erwartet von ihnen, daß sie energisch für dieselbe eintreten wegen Anstiftung zum Betruge zu einer Gefängnißstraße von werden." sechs Wochen und sein früherer Schreiber Masson wegen Betrugs Der zweite Punkt der Tagesordnung: Die Kündigung des zu einer Geldstrafe von 30 m. verurtheilt worden. Gegen das homöopathischen Arztes Dr. Schüler", rief eine lange, stürmische Erkenntniß hatte der erste Angeklagte Berufung eingelegt. Fuhse Diskussion hervor. Es handelte sich darum, daß dem augen steht mit verschiedenen Loosehändlern in Verbindung, denen er scheinlich bei den Mitgliedern allgemein beliebten Arzt Dr. Loose in Kommission giebt. Es ist dabei die Vereinbarung ge- Schüler ohne Angabe des Grundes, wie behauptet wurde, vom troffen worden, daß die Händler am Vorabende des jedesmaligen Vorstand zum 1. Januar gekündigt worden war. Der erste Ziehungstages Abrechnung zu machen haben. Die dann nicht Redner schilderte Dr. Schüler als tüchtigen Arzt und Menschen, zurückgegebenen Loose gelten als verkauft, eventuell der immer im Interesse der Mitglieder der Kasse gehandelt habe, kann der Händler dieselben für eigene Rechnung spielen. und wandte sich scharf gegen das Verhalten des Vorstandes dem Ein derartiges Abkommen hatte Fuhse auch mit dem Die Freie Vereinigung der Zivil Berufsmusiker Bigarrenhändler Herrn Schüler gegenüber. Näher auf die Ausführungen einzu- Berlins und Umgegend hielt am 9. Oktober eine GeneralverLeopold getroffen, welcher eine An- gehen, erübrigt sich an dieser Stelle. Dr. Schüler, mit Beifall sammlung ab, in welcher der Kassirer über Ein- und Ausgabe zahl Kölner Dombauloose in Kommission genommen hatte. Am empfangen, schilderte hierauf seine für die Kaffe entfaltete des Vereins in den Monaten Juli bis September Bericht er= 23. Februar fand Biehung in dieser Lotterie statt. Fuhse erhielt Thätigkeit und wies den Vorwurf zurück, der ihm von Vorstands- stattete. Es ergab sich ein Kassenbestand von 118,90 M. Nach an diesem Tage eine Drahtmeldung, daß eines der von ihm mitgliedern gemacht worden, daß er die Kasse übervortheilt dem Kollege Blanchewsky im Namen der Revisoren die Richtigübernommenen Loose mit 1500 M. gezogen sei. Das betreffende habe 2003 befand sich im Besitz Leopolds und nach der Feststellung, leitung der Mitglieder zu unnöthigen Konfultationen, und als ertheilt. Dann fand die Wahl eines 1. Schriftführers statt; aus als er pro Konsultation bezahlt würde, durch Ver- feit des Kassenberichts bestätigt hatte, wurde dem Kassirer Decharge die in der früheren Verhandlung getroffen worden war, hatte er fest angestellt worden war, durch Vernachlässigung der Hilfe- derselben ging Kollege Jacon als gewählt hervor. Zum Biblio Fuhse unlautere Mittel angewandt, um in den Besitz des Ge- suchenden. Redner beschwerte sich auch darüber, daß man die thekar wählte man den Kollegen Brandt. Unter„ Verschiedenem" winnlooses zu gelangen. Er rief den seit einigen Tagen als ihm gesteckte Frist nicht bis zum April verlängert habe, da er bewilligte man einstimmig für die Weißgerber, welche in der Schreiber bei ihm beschäftigten Masson in sein Privat- großen pekuniären Schaden haben werde, weil er im Interesse der Kasse Streitbewegung stehen, 20 M., ferner für die Handschuhmacher tomtoir und trug ihm auf, das betreffende Loos verschiedenerlei Kontratte abgeschlossen hätte. Seine Klarlegungen in Friedrichshagen ebenfalls 20 M. Mit einem Hoch auf den bei Leopold faufen unter unter dem Vorgeben, daß er riefen großen Beifall hervor. Nachdem noch einige Redner gegen das Verein schloß die Versammlung. es selbst spielen wolle. Wenn Leopold sich wundere, daß er Verhalten des Vorstandes in dieser Sache gesprochen, erhielten gerade auf einer bestimmten Nummer beharre, so solle die Vorstandsmitglieder Thal und Tamm das Wort. Sie be- In der letzten öffentlichen Schneiderversammlung er nur fagen, er habe von derselben geträumt, dergleichen fomine stritten Verschiedenes in den gegen sie gemachten Ausführungen nahmen die zahlreich Erschienenen einen interessanten Vortrag häufig vor und falle nicht auf. Wenn er die Nummer erhalte, und verwiesen, aufgefordert zur Klarlegung der Gründe der Ent- des Genossen Roland über„ Robespierre als Staatsmann so wolle er, Fuhse, ihm eine Belohnung von 15 M. geben. lassung, auf die Generalversammlung, welcher sie nur verpflichtet entgegen. Wenn man, so führte Redner etwa aus, auch von der Masson entledigte sich seines Auftrags mit großem Geschick und wären, Rechenschaft zu geben. Die Gründe für ihr Verhalten tendenziösen Geschichtsfälschung absehe, so bleibe doch die Bebem erwünschten Erfolg. Es kam ihm aber der Gedante, seinen seien triftige gewesen. Es gelangte in diefer Angelegenheit fol- urtheilung dieses Helden der Revolution seitens der Historiker Chef zu hintergehen und den Gewinn selbst einzustreichen. Er gende Resolution zur Annahme: Die Versammlung erklärt das immer noch eine sehr verschiedene. Falsch sei es, Robespieere gab deshalb seinem Chef den Betrag für das Loos zurück mit Verhalten der arbeitnehmenden Vorstandsmitglieder für ein durch als einen Mann hinzustellen, der aus niederen Motiven die Schreckensher unwahren Behauptung, daß es nicht mehr zu haben sei. aus unwürdiges und beauftragt die Delegirten, für die Wahl herrschaft über sein Vaterland verhängt habe. Redner zeigte an BeiNach zwei Tagen erfuhr Leopold von der Geschichte. Er eilte eines neuen Vorstandes in der Generalversammlung einzutreten spielen, daß wohl selten ein Staatsmann persönlich so sittenrein und zu duhse und beide beeilten sich, den Masson, der inzwischen und diesen zu beauftragen, die Entlassung des Dr. Schüler zurück- uneigennützig gewesen ist, als Robespierre, und er scheiterte nur, seine Stellung bei Fuhse aufgegeben, ausfindig zu machen. zunehmen." Sie trafen Che die Versammlung schloß, wurde noch ein An- weil er in seinem Streben nach sittlicher Vollkommenheit die ihn im faufmännischen Hilfsverein. Alle Ueberredungen, trag angenommen, den Ueberschuß der fortgesetzten Tellerfamm- thatsächlichen Verhältnisse außer Acht ließ.( Beifall.) Als das Loos wieder herauszugeben, waren lung den gemaßregelten Mailänder Metallarbeitern bezw. dem Delegirte zur Konferenz am 25. und 26. Oktober wurden einvergeblich, trotzdem Fuhse dem Masson 150 M. bot. hiesigen Vertrauensinann der Metallarbeiter zu überweisen. stimmig Timm, Rogge und Frau Schwarz gewählt. HierSchließlich ließ Fuhse ihn verhaften. Nachdem durch die auf legte Kollege Täterow die Schlußabrechnung der Freien Voruntersuchung Fuhse's Thätigkeit in der Angelegenheit zur Eine gut besuchte öffentliche Versammlung der Klempner Vereinigung" vor, die von der Versammlung gut geheißen wurde. Sprache gekommen, wurde auch gegen ihn Anklage erhoben, die Berlins und Umgegend unter dem Präsidium des Kollegen Durch Abreise mehrerer Restanten u. s. w. war die Erledigung Vor der Köhler tagte am 7. Oktober. Ueber den ersten Punkt der dieser Angelegenheit etwas verzögert worden. Einer Einnahme Berujungsinstanz behauptete Fubse, daß er durchaus unschuldig Tagesordnung: Wie organisiren wir uns in Zukunft?" äußerte von 103,96 Wt. steht eine Ausgabe von 107,10 m. gegenüber, und das Opfer eines verhängnißvollen Irrthums geworden sei. sich Kollege Köhler. Derselbe behauptete, daß man in Klempner- das Defizit beträgt mithin 3,14 M. Nachdem noch auf das am Gr habe seiner Zeit eine Vorladung erhalten, welche mit den freisen vielfach mit dem Allgemeinen Metallarbeiter- Verband nicht nächsten Sonntag stattfindende Vergnügen hingewiesen war, wurde Morten anfing:" In Sachen Masson und Genossen u. f. w." mehr einverstanden, sondern willens sei, sich branchenmäßig und die Versammlung mit einem Hoch auf die Bewegung geWeiter habe er nicht gelesen und da er ein reines Gewissen ge- deshalb für die noch vielfach unter Kleinmeistern arbeitenden schlossen. habt, sei ihm gar nicht der Gedanke gekommen, daß das Wort Klempner wirksamer zu organisiren. Man halte ziemlich allgemein Genossen" sich auf seine Person beziehen fonnte. Achtlos dafür, daß der„ Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Die sechste öffentliche Kellnerinnenversammlung fand habe er die Vorladung bei Seite gelegt und erst im Arbeiter" die Interessen der Klempner bisher nicht genügend in der Nacht vom 9. zum 10. Oktober unter dem Vorsitz der Kriminalgerichtsgebäude habe er zu seinem Schrecken gesehen, wahrgenommen habe, noch auch im Stande sei, in Zukunft sich Frau M. Rohrlack statt. Es waren ungefähr 200 Herren daß er nicht als Zeuge gegen Masson, sondern als Angeklagter derselben in nöthigem Maße anzunehmen. und 40 Damen anwesend. Infolge polizeilicher Maßnahme war geladen sei. Der Vertheidiger des Angeklagten, Rechtsanwalt Kollege Stange wunderte sich über die zu diskutirende es den nach 12 Uhr Kommenden nicht möglich, sich an der VerDr. Coßmann, trat sodann an der Hand verschiedener Schrift Frage nach der Organisation. Man sei organisirt gewesen und sammlung zu betheiligen, obgleich der Raum noch mindestens stücke und der Bücher des Angeklagten den Beweis an, daß das komme nun mit einer neuen Frage. 100 Personen mehr faßte als anwesend waren. Unter den nicht in Rede stehende Loos garnicht zu denjenigen gehöre, welche dem Kollege Kamen 3. Der Verband nüßt uns nichts. Es ist zugelassenen befanden sich viele Kellnerinnen. Dr. Timm, Leopold in Kommission gegeben seien. Der Leytere hatte längere traurig von den Klempnern, daß sie sich damals haben bearbeiten welcher das Referat übernommen hatte, wandte sich zunächs Zeit vor der Ziehung 25 Stück Loose einer ganz anderen Serie lassen, sich ihm anzuschließen. gegen den bezüglich der Kellnerinnen in der Volts- Tribüne" ge= " in Kommission erhalten, diese sämmtlich verkauft und auch am Kollege Teltower spricht für Zentralisation der Klempner, jallenen Ausdruck ,, Lumpenproletariat". E3 könne da Ahende des 22. Februar mit Fuhse abgerechnet. Bei dieser ebenso auch Kollege Brauer, welcher nachweist, daß die nur in Bezug auf die Art der Besoldung gemeint sein, und in Bezug hierauf gäbe es feine Zumpenproletarier. Warum nenne] man denn die Schauspielerinnen und Konfektioneusen nicht auch Zumpenproletarier, welche vielfach, um sich erhalten zu können, ihren Leib unter irgend einer Form verkauften? Der Redner kritisirte dann die kapitalistische Gesellschaft und speziell die Ausbeutung der Kellnerinnen durch Wirthe, Gäste und Kommissionäre, und meinte, es wäre für die Kellnerinnen besser, sich einem anderen Berufe zuzuwenden, z. B. dem der Dienstmädchen oder Geschäftsdamen. Vor allen Dingen möge man aufklärend unter ihnen durch Verbreitung von Flugblättern, Broschüren und durch das mündliche Wort wirken. Die Verallgemeinerung der in einzelnen Restaurants mit Damenbedienung herrschenden Anständigkeit müsse erstrebt werden. An der regen Diskussion nahmen Theil die Herren Huth, Stabernack, Rohrlack, Stören berg, Mantewitsch,( cand. phil.), Pötsch, Ritter, Boom, Lippmann und Fräulein Dm och und Frau Reißner. Herr Huth meinte, der Tag des Todes der kapitalistischen Wirthschaft sei auch der Tag des Todes der Prostitution jedweder Form; eines sei ohne das andere nicht möglich, darum fönne es nur das Ziel der Kellnerinnenbewegung sein, die gräßliche Ausbeutung der Kellnerinnen zu beseitigen oder doch zu vermindern. Die Lohnzahlung müsse zu allererst angestrebt werden. Herr Rohrla ck war der Meinung, daß es schon einen großen Vortheil bedeute, wenn in einem Jahre in der Organisation ein Dugend Kellnerinnen zu ernsten Kämpferinnen und Agitatorinnen herangebildet würden. Frl. Dmoch schilderte ausführlich die im Kellnerinnenberuf herrschenden Uebelstände und meinte, die Kellnerinnen könnten einer Menge gewissenloser Wirthe durch Denunziation zur Entziehung ihrer Konzession verhelfen. Der Dienstbotenberuf biete den Kellnerinnen auch keinen Ausweg. Student Mankewitsch, welcher sich als Vertreter des Bürgerthums gerirte, trat dem Referenten und verschiedenen Rednern in einzelnen Punkten entgegen, woraufhin ein Theil der Debatte sich wesentlich um die Widerlegung seiner Ausführungen drehte. Gutsbesitzer Ritter wollte darüber abgestimmt haben, ob die Versammelten sich auf den Boden der Religion stellen. " Wir sind Christen und dürfen darum die freie Liebe nicht wollen!" rief er aus, als dieses Wort als Inbegriff eines auf bloßer Zuneigung bajirenden Zusammengehens von Mann und Weib im Laufe der Debatte gefallen war. Herr Boom war der Meinung, daß das Kellnerinnen- Unwesen nur mit der kapitalistischen Ausbeutung sein Ende nehmen werde. Frau Reißner trat dem Referenten in Bezug auf seine Ausführungen bezüglich der„ Volts- Tribüne" und des Ausdrucks Lumpenproletariat entgegen. Nachdem um 1/24 Uhr ein Schlußantrag angenommen worden, schloß die Vorsigende nach einigen ermunternden Worten an die anwesenden Kellnerinnen die Versammlung, welche nur einmal durch die Hinausweisung einiger Flegel hatte gestört werden müssen. Eine öffentliche Versammlung für alle in Berlin Tebenden Ost- und Westpreußen fand am 11. Oktober statt. In derselben schilderte Genosse Timm in einem längeren Vortrage die wirthschaftliche Lage der Arbeiter auf dem Lande als eine höchst traurige. In der Diskussion wurde das bestätigt und durch Einzelheiten aus verschiedenen Kreisen ergänzt. Unter Verschiedenem wurden die Genossen aufgefordert, sich, so viel als in ihren Kräften steht, an der Agitation in dem Wahlkreise Friedland 2c., in welchem eine Neuwahl stattfindet, zu betheiligen. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die Sozialdemokratie. In Charlottenburg fand am 7. Oftober die GeneralverSammlung des Sozialdemokratischen Wahlvereins Teltow Charlottenburg statt. In derselben wurde folgende Abrechnung vom 2. Quartal gegeben: Einnahme 178,70 M., Ausgabe 36,35 M., Bestand 165,65 M. Ferner wurde festgestellt, daß dem Kassirer feine Decharge ertheilt werden könnte, weil infolge der Nachlässigkeit desselben in der gesammten Buchführung der Vorstand sowie die Revisoren gezwungen waren, die Abrechnung selbst zu machen. Man ertheilte deshalb die Decharge den Revisoren. In den Vorstand wurden gewählt: 2. 1. Vorsitzender August Brassel, Wilmersdorferstr. 49. August Röttger, Wilmersdorferstr. 65. 1. Kassirer August Schnell, Schillerstr. 20. August Sellin, Scharrenstr. 16. 2. Schriftführer Gustav Scharrenberg, Rosinenstr. 7. Zu Beitragssammlern: Gustav Morgenroth, Knobelsdorfstr. 57. Gustav Leupold, Charlottenburger Ufer 5a. Zu Revisoren: Thiem, Went, Wernicke. Ferner wurde beschlossen, ein Stiftungsfest stattfinden zu Tassen, und hierzu ein Komitee gewählt. Vermischtes. Stralsund. Eine Feuer3br ut n st zerstörte in der vergangenen Nacht das Israelsche große Rohlenlager am Hafen und das Magazin des Spediteur Faust. Der Wagenpark und 14 Pferde find verbrannt. Der Schaden ist bedeutend. 3. Ziehung der 3. Klasse 185. Königl. Preuß. Lotterie.[ 59 745 95054 60 64 111 78 444 567 873 96001 53 164 76 239 331 Siehung vom 14. Oftober 1891, Vormittage. Nur die Sewinne über 155 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 3 274 334 73 96 562 612 28 70 940 1132 218 49 362 76 94 677 771 88 2016 53 370 540 13001 67 629 60 92 718 35 77 812 903 3126 302 570 75 602 39 1500) 45 53 734 801 59 73 4319( 200] 451 502 6S 612 23 41 704 67 68 830 986 87 5096 150 266 353 461 573 692 756 965 72 6199 223 60 393 439 96 550 667 835 1200: 999 7094 159 398 405 54 63 945$ 050 71 132 280 415 517 19 32 67 627 722 SO 818[ 200] 78 89 9030 39 47 185 214 53 406 61 520 702 27 800 54 907 53 10093 99 257 326 71 93 416 21 76 518 668 74 731 982 11390 96 440 562 602 18 29 81 733 44 849 67 85 924 25 27 12084 261 354 688 786 806 13032 95 283 300 18 98 691 704 22 31 84 99 806 61 62 14169 99 273 328 63 489 597 704 935 49 54 59 15081 298 329 64 425 535 37 68 669 76 77 962 16215 61 314 429 72 97 505 679 732 804 39 966 17042 136 43 66 77 383 552 89 614 42 823 929. 18243 340 82 444 67 913 19090 226 44 60 447 622 704 1200] 818 94 95 26055 12001 65 121 575 81 836 98 21277 303 23 76 550 647 55 866 22100 374 497 552 78 738 902 23000 92 153 221 343 412 19 707 8 [ 300] 91 4080 153 232 1200: 562 682 803 25052 188 201 371 77 78 411 80 93 562 12001 98 12001 601 22 887 26034 70 180 350 422 80 88 [ 300] 703 58( 2001 97 814 27041 127 47 55 72 13001 278 367 453 527 729 809 28 39 24288 302 44 60 421 80 569 74 871 993 29131 73 202 75 320 39 646 81 890 Zweibrücken, 12. Oftober. Fabrikant Lehmann hier erschoß gestern Abend nach sechs Uhr auf offener Straße feine von einem Spaziergang zurückkehrende Frau und ent Teibte sich darauf selbst. Motiv: Konkursausbruch und drohende Ehescheidung. Die Ehe war erst im Januar geschlossen worden. 30083 125 367 500 704 859 31068 165 397 480 87 533 875 911 82037 55 125 271 586 737 834 831-3 238 53 329 64 79 417 53 69 651 786 899 909 70 81 3-4087 192 283 822 35079 82 325 27 532 622 81 739 837 3C004 44 284 386 525 669 700 906 72 37098 117 268 97 341 42 56 404 599 693 854 80[ 300] 97 900 38006 13001 94 131 91 97 440 573 74 663 788 891 925 96 39068 276 323 503 72 825 974 40063 167 259 365 97 401 663 715 53 77 869 971 86 41041 49 153 356 416 545 53 92 636 12001 999 42005 702 27 61 69 976 43070 95 114 66 274 594 639 739 48 57 81 835 909 51 74 12001 44167 261 328 4-3 585 726 28 866 89 970 45289 433 593 97 650 74 711 61 855 936 46155 97 315 532 602 4 38 868 989 47006 14 73 87 162 94 213 423 85 777 879 959 48025 66 74 134 71 73 303 22 535 690 704 28 864 87 49017 164 256 324 432 511 21 40 75 758 823 67 930 49 83 Graz. Der Ingenieur Marimilian Straßberger aus Wien wurde im Thiergarten in Windischgrät von einem Hirsch aufgespießt und getödtet. 50003 20 281 302 73 422 69 632 833 38 922 1300] 81 51033 238 [ 200] 55 364 407 96 616 35 716 50 899 985 52294 323 66 532 57 98 671 719 813 91 905 53 72 76 53085 153 256 461 68 612 38 50 52 762 854[ 200] 926 54223 369 457 74 693 741 80 822 908 35 64 55180 266 309 741 45 876 99 902 21 81 56115 33 33 12001 202 11 32 83 85 425 68 75 502 615 70 759 73 78 817 978 57113 76 93 298 316 79 431 538 41 66 96 825 56 88 930 58192 248 73 323 82 424 683 710 810 967 59040 67 279 395 460 68[ 500] 508 769 976 85 London, 14. Oktober. Die Küsten von Großbritannien wurden am Dienstag von einem verheerenden Ortan heimgesucht. Zahlreiche fleinere Schiffe scheiterten, darunter elf Schooner in der Nähe von Cardiff; die Mannschaften retteten kaum das Leben. Das Unwetter richtete auch in Dublin, in York, sowie an der atlantischen Küste der Vereinigten Staaten großen Schaden an. 838 980 97061 192 260 353 490 515 609 783 839 98148 213 323 444 524 77 628 58 848 85 99 15001 99191 263 73 322 57 92 94 438 523 62 94 623 36 748 873 100002 89 344 63 73 458 589 895 927 28[ 300] 51 101006 57 59 205 400 72 600 735 971 10: 2016 90 124 504 650 98[ 200] 710 20 924 103023( 500) 65 102 482 563 678 740 70 854 952 63 104213 318 30 46( 200) 62 494 813 105028 161 360 509 34 760 806 906 10 106016 277 311 406 571 645 751 82 817 77 978 96 107004 100 80 268 306 403 507 92 605 24 854 93 97 905 12001 108062 250 335 449 663 864 977 109138 353 68 77 617 40 66 923 110014 21 248 53 81 304 548 802 15 16[ 2001 57 77 948 111130 36 203 7 21 410 41 525 996 112062 92 114 300 99 562 91 605 15 877 ( 2001 113022 67 96 129 286 303 94 854 81 904 60 114052 218 347 461 85 530 611 72 85 747 958 115006 19 31 33[ 2001 96 144 294 327 66 69 94 563 712 805 98 953 116051 135 61 93 211 93 334 469 12001 666( 200) 762 878 97 950 90 117001 89 172 290 572 630 710 868 901 991 118046 142 95 233 319[ 500] 658 119141 279[ 200] 343 71 88 92 692 725 26 846 998 60103 25 216 43 56 366 554 608 55 725 49 69 61175[ 200] 98 247 300 37 39 82 607 28 31 720 30 826 44 62046 165 231 69 468 86 517 756 70 77 906 92 63012 50 177 269 79 325 439 704 21 46 91 949 54 64139 73 235 429 570 765 876 78 941 70 65070[ 300] 182 291 320 572 625 43 951 88[ 2001 66043 288 309 463 500 605 94 754 939 76 67180 243 301 13 401 525 614 84 838 65 92 68030 250 646 65 15000 66 99 757 961 69050 64 1300: 217 41 67 352 574 752 82 92 955 91 99 70060 106 32 303 406 19 41 909 44 56 71026 175 208 34 78 490626 725 914 30 72026 112 318 63 94 415 615 955 72 73188 240 55 346 524 40 728 45$ 55 84 949 74132 44 54 284 99 358 452 62 778 860 75128 30 215 85 97 479 82 88 669 753 955 71 76071 143 66 83 290 371 418 12001 84[ 200] 504 17 618 22 32 96 882 930 77016 232 308 521 94 644 54 721 888 909 72 90 7135 203 7 656 709 51 99 894 970 79123 31 231 331 72 517 29 30 45 657 824 983 80060 72 93 325 575 672 734[ 5001 833 59 1163 93 252 339 495 508 28 609 54 2006 552 697 777 83006 26 36 219 379 408 14 939 65 84031 107 249 327 404 662 940 41 59 88 85169 82 85 231 76 424 628 86313 820 955 87141 54 250 369 437 78 695 701 66 920 15001 ** 126 469 S2 88 604 757 880 911 41$ 9016 207 8 73 360 544 604 82 800 983 90183 359 409 29 532 55 748 808 909[ 3000) 45 91036 210 359 506 68 651 98 700 806 17 936 38 92062 67 130 57 306 61 403 536 654 81[ 30001 846 910 93040 54 113 261 341 646 95 813 94073 96 412 56 120137 252 70 553 82 97 659 719 932 85 121068 318 30 465 530 48 887 122001 19 121 428 58 619 48 731 831 61 123413 526 31 59 76 637 124060 66 122 42 255 386 448 76 653 73 765 803 17 49 912 60 1500 125023 84 122 204 3-1 924 44 126038 210 387 479 608 61 728 47 828 908 27 48 127000 180 393 453 502 20 30 41 694 748 128146 51 61 85 214 58 460 62 92 606 46 767 868 912 18 89 95 129177 91 241 428 549 834 60 79 958 65 130134 532 601 755 82 894 919 44 131018 31 67 183 258 336 436 506 740 981 132175 752 68 857 921[ 2001 133031 89 141 58 70 263 370 415 78 520 741 60( 2001 86 828 989 134021 58 270 301 400 95 687 747 984 98 13500 201 17 21 85 586 604 6 13 58 891 136144 213 322 558 690 778 815 38 45 900[ 500] 98 137072 110 12 204 22 80 89 ( 5001 421 512 70 653 65 708 811 949 138028 157 85 260 301[ 200] 416 629 61 68 846 989 139117 242 46 319 58 66 429 533 859 140031 66 146 292 520 618 32 36 83 799 992 238 467 716 59 822 41 923 142175 228 12001 48 685 838 62 143173 226 429 88 561 650 83 747 97 968 144037 60 163 264 71 323 83 412 572 97 611 847 80 928 145056 101 15 201 35 477 91 570 620 33 46 725 37 893 146066 155 67 90[ 200] 422 624 82 147054 181 401 16 545 98 668 799 823 76 995 14M012 45 85 200 49 550 89 710 27 818 47 149064 130 55 381 SS 526 28 93 687 97 746 831 994 141081 66 106 14 151308 525 87 153019 75 356 150045 401 98 13001 525 31 632 731 833 37 38 89 684 739 152090 117 22 255 474 647 726 44 918 80 604 14 66 786$ 10 949 53 151024 99 469 508 18 633 68 744 852 906 155007 27 111 59 226 380 616 734 935( 2001 156080 86 178 359 454 746 78 809 157019 69 91 346 465 784 807 33 90 903 31 158007 10 40 192 293 408 42 637[ 200] 46 159001[ 300] 15 218 98 351 418 643 873 81 92 933 160003 185 87 597 734 833 951 101102 34 211 97 320[ 200] 87 539 53 648 707 70 75 853 90 942 162246 61 346 557 665 720 838 921 163165 419 34 812 80 92 954 56 164018 79 104 35 66 202 89 407 47 165257 80 323 78 465 537 880 166039 77 92 232 382 422 34 65 562 699 824 931 56 167014 98 135 219 58 85 329 554 625 41[ 300] 760 69 854 965 168005 56 65 256 554 767 807 992[ 200] 169231 57 334 443 54 738 902 170038 12001 60 116 88 209 38 60 87 306 73[ 200] 578 99 686 722 914 171060 262 384 505 631 71 81 815 75 172037 127 220 335 65 593 679 811 933 15001 79 173099[ 300] 159 229 762 877 174025 30 137 57 295 350 94 429 741 860 175050 64 147 8S 254 544 48 844 62 930 95 176475 551 613 32 798 846 910 177322 75 544 697 713 72 178218 310 30 546[ 300] 62 64 644 781 179127 807 19 62 66 902 49 75 252 537 48 65 84 750 915 180093 192 326 30 554 768 812 74 912 14 17 58 181023 36 65 90 219 43 88 589 90 804 12 22 25 34 941 182057 97 139 220 32 58 471 596 611[ 200] 24[ 2001 26 54 73 844 952 183120 57 299 358 557 65 99 661 737 84 942 184142 345 47 457 84 540 49[ 300] 614 83 757 61 93 823 79 900 185035 216[ 200] 95 394 96 98[ 200] 504 52 733 883 949 186014 119 50 84 250 318 405 39 663 726 93 885 928 33 83 187096 129 264 353 78 632 40 780 870 188003 17 47 163 231 346 71 456 547 50 627 189049 79 114 78 222 33 318 28 90 96 571 74 659 86 806 64[ 2001 3. Ziehung der 3. Klasse 185. Königl. Preuß. Lotterie. 1769 98000 20 120 223[ 2001 76 482 525 54 628 46 55[ 300] 57 83 865 Siehung von 14 Oftober 1891, Nachmittags. Nur die Gewinne über 155 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 64[ 200] 83 273 397 475 600 98 786 866 1050 83 97 325 84 529 74 786 822 68 961 62 2110 24 61 219 72 506 712 51 72 871 3093 152 91 244 303 546 49 67 68 761 832 39 48 4098 141 272 449 96 600 746 908 5270 421 850 905 6034 80 85 100 26 293 303 97 431 64 91 568 648 92 705 826 38 905 10 17 84 7598 632 1300 763 846 921 136 401 552 87 609 748 79 924 9044 159 83 243 57 366 468 506[ 300 32 822 63 904 10163 68 73 98 204 10 19 36 380 86 408 546 680 800 94 934 52 62 11012 47 131 81 309 428 527 48 848 12005 118 23 28 338 72 539 98 712 903 13425[ 200] 48 62 673 81 740 50 64[ 300] 74 818 31 37 38 55 925 14051 103 28 327 457 78 616 739 64 873 902 9 41 15070 122 46 312 443 698 863 16057 139 82 88 283 636 51 739 77 88 930 51 170453 103 56 336 94 451 682 709 854 18146 61 217 99 532[ 300] 72 656 76 806 76 984 19169 336 50 561 613 76 812 68[ 2001 964 20012 164 230 402 528 636 713 873 21110 68 211 92 349 73 92 415 591 601 11 19 32 35 13001 722 808 23 22067 70 119 49 246[ 60 00 413 527 602,22 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