iilllllillSJi: 'Uli~ii -r, f'Z'mß&w ...... wIi.avnäMV. I." r" vwi\ MI•»'... Z4. Jahrgang.* Nr. 10 Seilage zum„vorwärts" Serliner Volksblatt Serlin, 1?. März 1917 MitgeUW von Herbert Eulcnberg. Siehst mich weinen, Mütterchen, mein Rußland! Fallen mir die bittern, kalten Träne«, Drin sich meine finstre Seele spiegelt, In den braunen abgetragenen Mantel. Der mir so verhaßt ist wie dies Lebe». hast du denn kein Mitleid mit mir Armen? Läßt mich hier erbarmungslos verderben Ohne Weib und ohne meine Kleinen, Die mich längst wie du vergessen haben. Einstens kommt der Tag, um dea ich lebe And noch Atem ziehe hier im Elend, Kommt der Tag, an den ich immer denke, wenn ich träumend fremde Arbeit tue. Zahre. Jahre laug schon ein Gefangner, And durch Frost mit dea Gefährten trotte, Die mir so verhaßt sind wie ich ihnen. Vor dich treten werd' ich jenes Tages Aug' in Auge. Mütterchen, mein Rußland. Mit geballten Fäusten dann und Nagen. hörst mich Nagen, Mütterchen, mein Rußland! Hab' es dir bei Tag und Rächt geschworen Bei den heiligen, die mich erhören. Die Vergeltung kommt und meine Rache. hüte dich, ja, hüte dich vor mir And dem Tag. an dem ich vor dir stehe! Realpolitik und Augenblicks- Politik. Von Heinrich Tunow. Der Weltkrieg hat in unserer Partei eine Reihe über- lieferter politischer Illusionen grausam zerstört. Manche waren zwar vor Kriegsbeginn schon theoretisch angefochten. hatten aber alle Anfechtungen, wenn auch mit einigen Schräm- inen, glücklich überstanden, da der geschichtliche Nachweis ihres auf unrichtigen Entwicklungshypothesen beruhenden imaginären Charakters nichtgeführt werden konnte; denn nichts istirriger als die Annahme, in der Gemütsverfassung einerAeit und einer Volks- ichicht wurzelnde Ideen ließen sich ohne weiteres durch logische Erörterungen beseitigen. Es ist nun mal so. daß s i ch solche Illusionen ablebe n niüsscn, das heißt, daß zwischen ihnen und der Wirklichkeit bestehende Gegen- sähe durch die geschichtlichen Ereignisse drastisch aufgezeigt werden müssen, bevor sie aus den Köpfen verschwinden. Und selbst dann, fällt es, wie wir heute wieder bei verschiedenen Parteigenossen sehen, manchem recht schwor, seine zu Dogmen erstarrten Illusionen aufzugeben, zumal wenn sie ein Stück seines Gemütslebens geworden sind und er mit ihnen zugleich langgehegte Hoffnungen zu Grabe trägt. Das Umlernen, soweit es wirkliches Umlernen mit dem Wechsel der Zeiten ist. ist eben keinesfalls eine leichte Sache. Es gibt denn auch nicht wenige, die noch immer krampfhaft an ihren alten Illusionen festhalten, die mit Sicherheit darauf rechnen, der Krieg werde in ganz Europa mit der sozialen Revolution. dem Ucbergang zur sozialistischen Gesellschaftsordnung und der Errichtung einer freien Republik der euro- päifchen Staaten abschließen, wie sie Karl Kautsky im Jahre 1911 in der„Neuen Zeit* als sichere Folge deS Well- kriege» proghe�dit hat. Aber das Häuflein derer, die noch an solche und andere Illusionen glauben, ist denn doch im Laufe des Krieges sehr zusammen geschmolzen und wird wahrschein- lich in' den Jahren nach dem Kriege noch mehr zu« sammenschrumpfen. Geschichtliche Tatsachen reden eine harte Sprache. An die Stelle derartiger schöner Hoffnungen ist mit den Erfahrungen des Krieges mehr und mehr in unserer Partei eine gewisse realpolitische Betrachtung der gesellschaftlichen und staatlichen Verhältnisse getreten, eine Betrachtung, die die Tinge zu erkennen sucht, wie sie wirklich beschaffen sind und cckle» spekulative Hinausstreben in das ferne Reich der Zu- kunft für Utopisterci hält. Das ist sicherlich ein politischer Fortschritt, denn der Weg der Entwicklung führt von der Utopie zur Realpolitik, aus dem Reich der schönen Zukunsts- träume ins nüchterne Reich der rauhen Tatsachen. Häufig will eS uns sogar scheinen, als würde jetzt in der Partei öfters die Gegenwart allzu nüchtern betrachtet und über das augenblicklich politisch Gegebene das Sichgestaltende und Kommende übersehen. Das ist freilich aus zwei Gründen nur allzu begreiflich. Erstens aus dem Gefühl: erst müßten wir aus dem jetzigen Kriegsdruck heraus, ziveftens aus der Enttäuschung, die der Zusammenbruch der früheren Illusionen hinterlassen hat. Der Mensch ist nun mal so veranlagt, daß er leicht zwischen Ex- tremen schwankt. Brechen langgepflegte Erwartungen zu- sammen. so fällt er oft. wenn auch nur vorübergehend, der ?wei'elsucht anheim und traut nur dem, was er, bildlich ge» sprachen, mit Händen zu greifen vermag. So hat denn auch manchem guten Parteigenossen eine Stimmung erfaßt, die am besten in der Frage zum Ausdruck kommt:„Was ist denn von all den ein st igen Ansichten und Hoffnungen in unserer Partei noch Wahr- h e i t?", während andere nur noch das gelten lassen wölben, was die jeweilige Situation und die aus dieser sich ergebenden Augenblicksinteressen gebieten. Für eine Partei, die nicht dem Augenblick lebt, die in der gegenwärtigen Gesell- schaftSordnung gar nicht ihre Ziele zu verwirklichen vermag und deshalb notwendig über die Gegenwart hinaus nach einer anderen Ordnung der Lebensverhältnisse strebt, eine grundverkehrte Politik! Sozialiftische Realpolitik treiben, das heißt die politischen Dinge nicht so aufzufassen, wie man sie wünscht, sondern wie sie wirklich sind, und sie in dieser ihrer wirk- lichen Beschaffenheit in die politische Berechnimg einzustellen, also sich nicht Selbsttäuschungen hinzugeben und auf Grund solcher Täuschungen eine verkehrte Taktik befolgen. Aber es heißt nicht, nur die augenblickliche Lage ins Auge zu fassen, alles Hinausdenken über das jeweilig Gegebene zu unter- lassen und nur die Augenblicksinteressen anzuerkennen. Wohl muß jede Politik, die auf die Bezeichnung Realpolitik Anspruch macht, die jeweilige politische Situation berücksichtigen und sie als geschichtlich Gegebenes in Rechnung stellen; aber sie darf ihre Kalkulation nicht auf dieses Gegebene beschränken, denn das Heute ist nur die Folge des Gestrigen, wie es seinerseits wieder eine Vorbedingung des Werdenden ist. Gerade eine richtige Realpolitik verlangt, daß das ganze politische Leben als ein sich verändernder stetiger Entwicklungs- Prozeß, als ein fortwährender Uebergang aus einer Ordnung der sozialen Zusammen- hänge in eine andere Ordnung aufgefaßt wird. Eine gegebene Situation stellt also auch nur eine einzelne Momcntphase in der Erscheinungen Flucht dar, die in sich bereits die Ansätze demnächstiger Neu- gestaltungen enthält. Ist das aber richtig, dann wäre es völlig verkehrt, das jeweilig Gegebene gewissermaßen als isolierte Tatsache hinzunehmen, sich auf dessen Betrachtung und Wür- digung zu beschränken mid danach allein die politische Haltung zu bestimmen. Eine richtige Realpolitik sieht vielmehr in der gegebenen polftischen Lage immer nur eure Etappe im ge schichtlichen Gesanttverlauf. die ihre eigentliche Bedeutung erst durch ihre Stellung in diesem Prozeß erhält. Demnach muß der Realpolitiker auch sein Augenmerk auf den Gesamtverlauf richten und danach seine Matznahmen treffen. Das Augenblicksinteresse kann sehr wohl zu dem Interesse, was sich morgen oder später au» einer veränderten Lage ergibt, in Widerspruch stehen, eine ausschließliche Berück- sichiigung des Heute also auch eine Vernachlässigung oder Aufopferung des ZukunftsintereffcS zugunsten des heutigen Interesses bedeuten. Und wie will man organisatorische Vorbereitungen für kommende Entwicklungszeiten treffen, wenn mall nur die Betrachtung der polftischen Gegenwart für nützlich erklärt und jede Unterstützung ablehnt, die aus der bisherigen Eni- Wicklung Folgerungen für ihren weiteren Verlauf zu ziehen sucht? Jede vernünftige Realpolitik inuß deshalb nicht nur daS Heute, sondern auch daS sich voraussichtlich morgen und übermorgen au» dem Heutigen Entwickelnde in ihr Kalkül einstellen. Nicht minder unrichtig ist es fteftich. wenn eine Politik nur das tukünfttge in» Auge faßt, sich auf Grund unbewiesener ypothesen Zukunstsituaftonen konstruiert, und dann nach diesen ihr politisches Verhallen einrichtet, vielleicht sogar im Hinblick auf allerlei erhoffte ZukunftS- Möglichkeiten die Teftnahme an bestimmten polftischen Gegenwartsarbciten ablehnt. Zum Beispiel in der Zuversicht auf eine erhoffte baldige Revolution, die ja doch alles ändern werde, es unterläßt, einen nachhaltigen Einfluß auf die heutige Staatsgewalt zu erstreben. Dabei soll keineswegs bestritten werden, daß die Sozial- demokratie als eine Partei, die nicht eine bloße Verbesserung der heutigen Gesellschaftsordnung bezweckt, sondern über diese hinaus einer neuen Ordnung zustrebt.. mit ihrer eigenen Taktik in einen gewissen Widerspruch zu geraten vermag, da sie einerseits die heuttge Gesellschaftsordnung als verfehlt be- trachtet und möglichst bald durch eine andere ersetzen möchte. anderseits aber erkennt, daß manche Stützen der heutigen Ordnung zugleich Grundlagen eines künftigen Aufbaues sind, also erhalten und geschützt werden müssen. Sie ist daher oft gezwungen, zugleich umwälzend und konservierend zu verfahren und je nach den wechselnden Umständen heute das zu ver- teidigen, was sie gestern angegriffen hat. So kann sie heute, wenn die Arbeiterschaft in einem großen Streck gegen das industrielle Unternehmerkapttal steht. Senötigt fein, mit aller Kraft gegen dieses Unternehmer- apital anzurennen und seine Schäden darzulegen— und morgen, wenn die Entwicklung dieses Kapitals von den Großagrariern durch Gesetze oder Zolltarife zu hemmen versucht wird, sich gezwungen sehen, das. was sie gestern noch angegriffen hat. zu verteidigen, da die weitere Entfaltung des Industriekapitals trotz seines Gegensatzes gegen die sozialistischen Bestrebungen doch Vorbedingung deS ferneren Aufstieges der Arbeiterklasse und deS späteren Ueber- gangs zu einer sozialistischen Wirtschaftsordnung ist. So kann ferner, um ein weiteres Beispiel zu nennen, eine Ge- werkschast eine Unternehmerorganisation aufs heftigste bekämpfen, um sie zum Abschluß eines günstigen Tarifvertrages zu bewegen, und sie kann dann, wenn die Tarifgemeinschaft zustande gekommen ist, sich doch veranlaßt sehen, das Be- streben der betreffenden Unternehmerorganisation, sich aus- zudehnen und die sogenannten disziplinwidrigen Unternehmer sich anzugliedern, in jeder Weise zu unterstützen, da sie nun ein Interesse daran hat, daß die Tarifgemcinschaft in der ganzen Branche konsequent durchgeiührt wird. Ebenso kann auch die Sozialdemokratie die Politik einer Staat»- regierung aufs nachhaltigste bekämpfeil und doch unter gewissen Umständen int eigenen Interesse für die staatliche Monopolisierung eines bestimmten Industriezweige» eintreten. obgleich sie weiß, daß sie dadurch die Macht der Regierung stärkt. Das erscheint, äußerlich betrachtet, als ein Widerspruch, als eine inkonsequente politische Taktik, und ist cS in gewissem Sinne auch, wie denn auch jedesmal, wenn ein derartiger politischer Frontwechsel erfolgt, ein Teil der sogenannten„Unentwegten* austritt und verkündet, da» sei eine ganz in- konsequente und„unprinzipielle" Realpolitik, eine Abweichung von den allbewährten Bahnen usw. Sicherlich, ganz konsequent ist eine solche Taktik nicht; aber diese Inkonsequenz liegt nicht in der Politik selbst. sondern in der Tatsache, daß die Gesellschaftsordnung gar nicht etwas Einheitliches, sondern ein aus mann ig fachen Gegensätzen Z u s a m m e n g e s e tz t e S ist und daß demnach auch die gesellschaftliche Entwicklung, tun mit Hegel und Marx zu reden, ein dialektischer Prozeß ist, in dem gleichzeitig die verschiedenartigsten Tendenzen und Gegen- tendenzcn zur Auswirkung gelangen. Die gesellschaftliche Eist- Wicklung vollzieht sich keineswegs genau in einmal eingeschlagener gleicher Richtung, sondern in steftgen Umschlägen und Umwendungen, und eine Politik, die praktisch wirken und praktische Erfolge erzielen will, muß diesem Wechsel der Dinge Rechnung tragen. Mit anderen Worten: veränderte soziale und staatliche Verhältnisse bedingen auch eine veränderte politische Taktik. Freilich dürfen nicht, wie schon vorhin ausgeführt wurde, die jeweiligen Verhältnisse ganz allein die Politik be- stimmen. Das Entwicklungsziel darf nicht dem Auge verloren gehen; cS muß als Richtungsmcrkmal für die Wegorientierung in Sicht bleiben. Selbsthilfe öer Zrauen! Von Clara Bohm--Schuch. Die Frauenarbeit während dieses Krieges, die einfache und die selbstverständliche Art. wie die Frauen neue Lasten auf sich genommen, ungewohnte Tätigkeiten ergriffen und Vollwertiges auf allen Gebieten geleistet haben, ist oftmals der Gegenstand hohen Lobes gewesen. Ueber dieses Lob, das vielleicht den Arbeitseifer mancher Frauen noch mehr entfacht. das aber zu nichts verpflichtet, ist man in der Praxis nicht wesentlich hinausgekommen. Außer der erweiterten Mutter- schaftsfürsorge sind den Frauen n e n n e n s werte so- zialeZugcständnifsenicht gemacht worden, trotz- dem mit Rücksicht auf die stark vermehrte und schwere Frauen- arbeit während des Krieges soziale Schutzniatznahmen für Frauen und Kinder im weitesten Umfange getroffen werden müßten. Die ungeheure Last, welche die arbeftende Frau und Mutter trägt, ist oft genug Gegenstand von Zeitungsartikeln und Vcrsommlungsreferaten gewesen. Daß aber bisher so wenig geickiehen ist, um diese Last zu erleichtern, liegt wohl mit daran, daß in keiner gesetzgebenden Körperschaft, in keiner Volks- oder Bevölkcrungsvertretung Frauen sind. Ucberall sollen die Interessen der Frauen durch Männer wahrge nommen werden, obwohl es in der Natur der Sache liegt, daß dies gar nicht immer möglich ist. Unsere Genossen in den Parlamenten und öffentlichen Körperschaften haben uns tapfer vorwärts geholfen, aber es wäre besser gewesen, wenn Frauen mit ihnen hätten arbeiten können. Auch daß jetzt in Berlin Frauen zu den verschiedenen Deputa- tionen zugelassen sind, haben wir in erster Linie den sozialdemokratischen Stadtverordneten zu danken. Viele Männer haben gewiß den besten Willen, den Forde- rungen der Frauen gerecht zu werden, aber� es werden immer nur wenige sein, die all die Lasten und Sorgen, welche das Frauenleben schwer machen, zu würdigen wissen. Viele au- dere Männer aber, die es auch als eine ihrer polftischen Auf- gaben betracksten, den Fortschritt allerwegen zu bekämpfen, haben nicht einmal den Willen, den Frauen zu helfen. Das ist besonders kraß während des Krieges zutage ge- treten. Diesen Männern wäre es auch lieber, wenn die in- bettenden Frauen von dem wirtschaftlichen und sozialen Kampf um ihre Lebensinteressen. den sie nur in Gemeinschast mit der männlichen Arbeiterschaft führen können, abgedrängt würden, durch den nutzlosen Kampf der Geschlechter" Auf allen Gebieten hat der Krieg Umgestaltungen hervor- gerufen. Durch die Rationierung der notwendigsten Lebensund Bedarfsmittel mußten bis in die kleinste Gemeinde hinein Neuorganisationen geschaffen werden. Aber nur in wenigen Fällen hat man bei diesen Umgestaltungen auf dem Lffent- lichen Wirtschaftsgebiete Frauen als Mitberatende hinzugezogen. Solange der Einzelhaushalt besteht(und er besteht noch in unserer Zeit, wenn auch in einigen Großgemeinden die Massenspeisungen eingeführt sind, denn vor den Toren wohnen auch noch Leiste), ist die Frau diejenige, welche die Lebens- mittelbefchoffung und Verteilung für ihren Haushalt in Händen hat. Auf diesem Gebiete hat also die Frau die besten Praktischen Erfahrungen. Ganz besonders die Arbeiterfrau. Sie mußte auch vor dem Kriege bei den Mitteln, welche ihr znr Verfügung standen, sehr tüchtig in der- Hanswirtfchast fei«, toenu Sie Familie dorwärls kommen sollte. Viele Ar- beiterfrauen haben es aber auck im Frieden bei Arbeits- lasigkeit und Lohnkämpfen erfahren, was es heißt, auf schmälste Kost gesetzt zu sein und doch trotz Hunger und Eni- behrungen nicht mutlos zu werden. Sie waren also durch- aus sachverständig dafür, womit man prak- tisch auskommen und was man entbehren kann. Hier kam es und kommt es aber vielmehr auf die erprobte Praxis als auf die graue, wenn auch noch so gelehrte Theorie an. Manche Hausfrau hat während, dieser Jahre über solch ge- lehrte Theorien oder„Kriegsrezepte" ärgerlich oder lachend den Kopf geschüttelt. Im Laufe des letzten halben Jahres sind die Ernährungs- Verhältnisse inimer drückender geworden. Gereizt und nervös sind viele Hausfrauen(besonders wenn sie in erster Linie Arbeiterin sein müssen) geworden, aber diese Nervosität ist in den Verhältnissen begründet und darum verständlich. Ist der Mann noch hier, dann soll für ihn zuerst gesorgt werden, damit die Arbeitskraft erhalten bleibt. Aber auch die Kinder müssen sich satt essen, wenn sie nicht Schaden leiden sollen und erst zuletzt kann die Frau uno Mutter an sich denken. Sie wird also am schlechtesten leben und am schnellsten unter- ernährt sein. Mit den rationierten Lebensmitteln auszu- kommen ist für eine Familie mit größeren Kindern sehr schwer, überdem ist eins der wichtigsten Nahrungsmittel, die .Kartoffel, Wochenlang nicht zu haben gewesen. Von der Hausfrau verlangt aber die Familie das Essen, und meistens fragt niemand danach, wo sie es hernehmen kann. Da be- ginnt dann das Jagen nach Lebensmitteln um jeden Preis. Wer das Geld dazu hat, kauft, was er bekommen kann, und anscheinend ist zu überhohen Preisen noch von allem etwas zu haben. Dieser Zustand ruft in den minderbemittelten Kreisen, besonders unter den Frauen, eine berechtigte große Unzu- friedenheit hervor. Nicht mehr als vorhanden ist, kann ver- teilt werden, damit ist jeder vernünftige Mensch einverstanden: aber es soll auch alles, tvas vorhanden ist, w i r k l i ch g l e i ch- mäßig verteilt werden. Sonst kommen auch hierbei die Leute mit dem weitesten Gewissen, da sie überall wuchern und somit das meiste Geld in Händen haben, am besten weg. Und gerade die Frauen, deren Männer im Felde find, die ein geringes Einkommen haben und deshalb schwer arbeiten müssen, um sich und die Kinder durchs Leben zu bringen, kommen am allerschlechtesten weg. Das muß natürlich wieder in den Kämpfern draußen bittere Gefühle auslösen. Dazu kommt bei den Frauen, da sie in den Lebensmittelkommissio- nen nicht durch Frauen vertreten sind, das Gefühl der Ohn- macht gegenüber diesen Verhältnissen. In Neukölln wurde vor einigen Wochen der vernünftige Entschluß gefaßt, Frauen in die Lebensmittel- k o m m i s s i o n aufzunehmen. In den meisten Gemeinden sperrt man sich dagegen, und es scheint, daß es um so mehr geschieht, je kleiner die Gemeinde, je weniger also von sozial- demokratischen Vertretern im Gemeindeparlament sind. In Köln a. Rh., Stuttgart und anderen Städten haben sich soft längerer Zeit aus Frauen der Arbeiterschaft und der bürgerlichen Kreise selbständige K o m m i s si o- n e u gebildet, die im Interesse der Bevölkerung Ersprieß- Hches leisten und von den Stadwerwaltungen zur Mitarbeit herangezogen werden. Es wäre dringend not- wendig, daß die Frauen überall zu dieser Selbsthilfe schreiten würden. Sie sind die zu- meist Leidenden, darum sollen sie auch gehört werden. Es geht nicht an. daß sie als Arbeiterin anerkannt, als Mit- beraterin für die Interessen der Allgemeinheit aber abgelehnt werden. Ebenso wichtig wie die Lebensmittelversorgung ist die K i n d e r V e r s o r g n n g. Es ist traurig und muß der- bitternd auf jede arbeitende Mutter wirken, wenn ihre Arbeit immer wieder lobend anerkannt wird, dagegen aber wenig oder gar nichts geschieht, um ihre Kinder während ihrer Ab- Wesenheit vor leiblichem und seelischem Schaden zu bewahren. In meinem Artikel:„Das Hilfsdienstgeietz und die Frauen" habe ich schon darauf hingewiesen, wie notwendig die Unter- bringung aller Kinder arbeitender Mütter bis zum Alter von H Jahren in guten Heimen wäre. Die Erfüllung wäre die Gesellschaft den Frauen, die ihre Männer in Not und Tod gehen lassen mußten, welche selbst ihre ganze Kraft hergeben müssen, um die Volkswirtschaft in Gong zu holten, einfach schuldig. Und sich selbst auck: denn die'e Kinder sind die Zu- kunft Deutschlands. Aber können die Männer, welche für die, Die Landpartie. Eine durchaus mögliche Geschichte von Julius Z c r f a ß. „Bist Du nun endlich fertig?" rief ich meiner Frau zu. der um die Welt ihre blonden Zöpfe nicht gut genug liegen wollten. „Ich komme gleich/ gab sie zurück, während ich meine neu bekunstlederten, benagelten Stiefel musterte, ob sie wohl auch aushalten würden. Nun, einen Tag wird es wohl noch gehen, dachte ich. Endlich kam meine angetraute Gattin zum Vorschein. Grünes Hütt, Touristengewandl. dito Schuhe sBeschrcibung wie oben», und besah mich:„Für einen boarischcn Buain dürftest Du dickere Wadin habn und einen gerundeteren Kops. Du siehst dringend verdächtig für so eine Landpartie aus." Meine Entrüstung hätte doch nichts genützt, weil es stimmte. Mein Gott, wenn man sein Fett auf dem Altar des Baterlandes geopfert hat... Nun noch den Rucksack und«uffi. Der Zug. der uns nach unserem ländlichen Ziel bringen sollte, war den Zettumständen entsprechend überheizt.— Ein erster Profit, daß wir zu Hause die Kohlen sparten, die wir nach vier Wochen langer Bestellung immer noch nicht erhalten hatten, und uns kostenlos erwärmen konnten, was bei be- sagter Fettopferung durchaus angenehm war. „Siehst Du," sagte ich zu meiner Frau,„eine warme Ilm- gebung ersetzt, verständig genossen, schon einen Schweinsbraten mit Knödl". und ich mußte sie wieder an den Vorschlag eines englischen Blattes erinnern, das seinen Lesern empfohlen hatte, ein eventuell fehlendes Beassteak durch ein zweites Wollhemd zu ersetzen. Meine Frau wollte ein>venden, daß einem aber auch die Wolle ausgehen könne, selbst wenn man bis dato drinn gesessen wäre. Ich wußte schon, daß sie den U-Boot-Krieg meinte und gab ihr deshalb recht. Das mußte ich, denn ich wollte doch die Route für unsere Landpartie zurecht legen und überHaupts, über den U-Boot�Kricg streitet man nicht. Was nun unseren Tourenplan anbelangt, so hatte meine Frau einen nach ihrer Ansicht einfach entzückenden Plan, der mir dagegen sehr kompliziert erschien. Indes, ich mußte ihrem Erfüllung dieser FotSernig in Betracht kommen, überhaupt eine arbeitende. Mutter verstehen? Wohl kaum. Und darum sollte auch hier die Selbsthilfe ein- greife n. Die Kinderschutzkommissionen der Arbeiterschaft sollten erweitert und- die Unterbringung der aussichtslosen Kinder in Gemeuideheimen energisch von ihnen betrieben werden.(In Berlin besteht seit kurzer Zeit ein Ausschuß für die Unterbringung aufsichtsloser Kinder, dessen Vorsitzender der Genosse Sasienbach ist.) Alle Kommissionen, die so ge- bildet werden, hätten mit unseren Gemeindevertretern.Hand in Hand zu arbeiten, und die Gemeindevertreter hätten dafür zu sorgen, daß die berechtigten Wünsche der Frauen gehört, ihre Vorschläge geprüft und die Mitglieder der Kommissionen bei der Ausführung herangezogen würden. Voraussetzung für die Möglichkeit einer solchen-Organisierung zur Selbst- hilse ist allerdings, daß die Frauen durchaus einig sind in dem, was sie wollen, und sich fest zusammenschließen. Leider ist es ja vielerorts gelungen, die berechtigte Un- zusriedenheit der Frauen aus falsche Wege zu lenken und sie so von den Organisationen der Arbeiter- schast der sozialdemokratischen Partei und den Gewerkschaften abzusprengen, ihr Ver- trauen zu den bewährten Vertretern der Arbeiterinteressen zu untergraben. Wir Frauen sind natürliche Gegnerinnen des Krieges. Weil»vir als Mütter Schöpfung und Werden des neuen Lebens in uns selbst erleben, darum hassen wir die blinde Vernichtung,»nie sie der Krieg darstellt. Dazu ist fast jede Frau als einzelne in ihren heiligsten GefühlenSvon diesem.Kriege betroffen worden. Und gegenüber dieser furchtbaren Vernichtung»nachtlos zu sein, das drückt uns am meisten nieder, ist in uns die Ouelle immer neuer Er- bitterung. Ueber dieses Gefühl kommen wir aber nicht hin. wenn »vir das zerstören helfen,»vas die Arbeiterschaft im Frieden errichtete und»vas unser aller �stolz in jenen Tagen»var: Di e O r g a n i s a t i o n. Es Hilst auch nichts, wenn wir denen folgen, die uns zurufen:„Es ist nicht unser Krieg, er geht uns rnckts an". Denn es ist ia l e i d e r u n s e r Krieg, wir sind an ihm gebunden mit unserm flammenden Frauenhaß, weil er unser Glück zerstörte. Und darum kann es für uns Frauen nur einen Weg geben: Helsen, daß in Zukunft eine solche Zerstörung unmöglich ist: daß die heranwachsen- den Kinder ganze Menschen werden und daß aus dem. was der Krieg zerschlug. Neues und Besseres ersteht. Und»vo uns die Wege zu diesem�Ziele heute noch versperrt sind, müssen»vir uns zur Selbsthilte zusammen- schließen. Müssen wir gemeinsam mit unseren Genossen dafür kämpfen, daß die berechtigten Forderungen der Frauen anerkannt»md im Interesse der Allgemeinheit verwirklicht werden._ Kriegswunöen und Naturheilung. Von Tr. Hermann Tetker. Krieg!.' Immer, immer noch stebt das apokalyviische Un- geheuer über den unglücklichen Ländern Europas. Riesenhaft, ehern,»alt und glatt, starr und unerbittlich. Wo das Scheusal seine spitzen Krallen in das Land geschlagen, da ist Lede, Zerstörung. Entsetzen, Jammer. Wohin es mit heiserem Bellen in feurigem Gluthauch die Tausende von Geschossen und Bomben speit, da zerstieben üppige Torfen, blühende Städte locrden zu schwelenden Trüminerhansen, die Stätten lachenden Glücks sinken in Asche. Zerstörung überall, und überall Jammer. Entsetzen, Wehgeschrei! Hrniderttausende von blühenden Menschenleben werden jäh da- niedergemäht, mitten in ihrer vollen Manneskrast, mitten aus lachendem Leben in den Tod geriffen. andere Hunderttausende so zerschmettert, daß der müde Leib an grausamer Verletzung siechend zugrunde geht. Und wieder Hunderttausende retten aus der hölli- schen Vernichtung ein zerbrochenes Leben. Hunderttausende? Welch entsetzliche Zahl! Hundert- und aber Himderttausende? Uns schaudert. Unser Menichenleib ist ein gewaltiger, großmächiiger Bau von Millionen und aber Millionen von„Zellen", ein Zellensiaat, in dein all die vielen Einzclzcllen, in Organen und Geweben aufgebaut, zu einer Einheit zusammenfließen, sich zusammenschließen zu erstaunlich vernünftigem Handeln, zu unablässiger Arbeit Hand in Hand, in ständiger Fühlung untereinander und mit den Bedürf- nissen und Forderungen des ganzen Organismus. Taß er sich schlagfertig und erfinderisch mit allen Aufgaben abfindet, die tag- Spürsinn den Vortritt lassen, schon deshalb, weil sie es gschert konnte und ich nicht, außerdem alle Adressen notiert hatte— meine Frau notiert alles— und dann wegen der Wadln; auch deshalb war es gut, wenn sie vorausging. Also nahm meine Frau das Wort: „Wir gehen zunächst nach Fcttbach, dann nach Schttlken- dorf, biegen um nach Mehlheim und fahren von Gerlingen wieder heim. Was»vir in den» einen Nest nicht kriegen, gibtZ im andern ge»viß." Ich hätte es aus verschiedenen Gründen lieber umgekehrt gemacht, aber wenn meine Frau nicht mitgemacht hätte, tvas dann, da ich allein so durchaus durchsichtig,»vill sagen ver- dächtiq aussah. So stiegen»vir in Fettbach aus. Mein Entzücken über das schöne, winterlich id»illische Nest kannte keine Grenzen und wie so oft, inußte ich ausrufen:„Manchmal möchte ich doch lieber ein Maler geworden sein!" Meine Frau, sonst nicht prosaisch veranlagt, gab mir einen Rippenstoß:„Du, die Leute glauben ja, wir kommen aus Schwabing und meinen, wir wollten mit Oelbildern zahlen. Die Bauern wollen Geld sehen." „Ja, Du.hast recht", gab ich überzeugt zurück.«Erstens kommen»vir nicht aus Schwabing, ztveitens»sind wir keine Maler und überhaupt drittens haben wir ein Geld." Meine Frau schwenkte rechts auf ein Bauernhaus zu, durch dessen Fenster- und Türritzen ein ach so»oohligivürziger Geruch»mch Schmalzkücheln entwich. Und geradeswegs steuerten wir durch die einzig passierbare Oeffnung in das Haus hinein, in dein der Schmalzdust erwärmend gleich einer Dampfheizung in mein Inneres strömte ipid mir das Einpsindcu verschaffte, daß ich unmittelbar um mindestens ein halbes Pfund zugenommen haben müsse. Was sich des weiteren i»: diesem Bauernhause ereignete, darf ich nicht so ausfuhrlich, als es meine Schildererlust beseelt, erzählen, weil doch die Polizei nicht alles zu wissen braucht. DaS meinte die Bäuerin auch und mit einem bedauernden Blick auf meine Magerkett sagte sie:.Tlebcrhaupts geht dös' Polizei nix o. Wann i mein Ouantum abgeliefert Hab, kon ich vakasa, wem ich moz, und die ganze Paragraphenbagasch, sog i, kon mi gern habn." Sie begleitete uns zur Türe, sagte ihr„Psüa Gol" und wünschte mir gute Besserung dazu. Aus der Straße an- licki und stündlich die Wcchfelndc Umgebung dem Leben, auidränzt. Daß et auch dann, wenn er in seinen Grundsesten erschüttert wird, mit ruhiger Selbstversiändlichiett, ohne daß wir klugen Menschen- tinder etwas von den geheimnisvollen Vorgängen im Körper ahnen, die sich-türmenden Schwierigkeiten niederzwingt und sich durchringt zu- Harmonie und Gesundheit. Hunderttausende, Millionen dieser Zellcnstaaten werden Opfer des Krieges. Von Geschossen getroffen, sinkt der Zellenstaat zu- samnreu. Mancher erhebt sick- nicht wieder, weil lebenswichtig: Organe brutal und jäh zerstört wurden, ohne die das Lebensuhr- werk sich nicht im-Gange haltet! läßt. Viele, denen eine große Ader durchschossen war, verlieren in kurzen Augenblicken von deni köstlichen roten Lebenssaft so wel, daß der Zellensiaat nicht mehr am Leben bleiben kann uud rettungslos zugrunde gebt. Andere erlitten schwere Verletzungen, retteten au- Siechtum und Krankheit einen grauenhaft verstümmelten Leib, viele andere wieder wurden getroffen, und die Verletzung heilte, ohne daß der Lebensbetrieb auf die Dauer wesenillch gestört wurde. Hier ist der Krieg und dort ist der Zellenstaat. Der Zellenstaat das Opfer und Vernichtungs- ziel des Krieges, dessen grausamer Zweck es eben ist, Menschen, Zellenstaaten zu vernichten. Darum wählt man ja gerade Zer- störungsmittel, von deren Wirksamkeit man sich hinreichend über- zeugt hat und deren roher, erbarmungsloser Gewalt der Zellen- staat hilflos preisgegeben ist. Dieser Vernichtung gegenüber vom sieghasten Zellen- staat zu sprechen, scheint wie blutiger Hohn zu klingen.„Das mag wohl für Friedenszeiten ganz hübsch ausgeklügelt sein, aber im Krieg," so wirft mau mir ein,„kommt der Zellenstaat ja gar nickt dazu, sich dem Unheil gegenüber wehren zu können." Schon recht! Abwehren kann der Zellensiaat das Geschoß nicht— aber wenn er getroffen, dann reckt sich in ihm die Mqjestät des Lebens, riesengroß, und rettet aus dem Untergang, was zu retten ist, und Millionen von Menschen bleiben am Leben, die ohne diese sieg- haste Kraft elend zugrunde gegangen wären.?icin, gerade hier im Kriege zeigt sich für den Sehenden die ganze Wunderkraft des Zellenstaates, allen Gewalten zum Trotz sich zu erhalten, sick siegend durchzuringen vorn anscheinend unabwendbaren Untergang zu den Höhen des Lebens. Jeder der Kämpfer ist ein Organismus. In alltägliche: Selbstverständlichkelt erledigen die Zellen in federn einzelnen ihre Aufgabe. Diese verdauen und speichern Baustoffe«ruf, jene reini- gen das Blut und schaffen das Störende heraus. Andere verteilen Kraft und Nahrung an die Zellen, die deren benötigen, oder regeln Atmung und Herzschlag, bauen auf oder brechen Unbrauchbares ab,— alle vollbringen in dem unablässigen, geheimnisvollen In- cinandcrgreifen des sich selbst regelnden Räderwerkes tauscndsä.'- tigc fruchtbare, zweckmäßige Arbeit. Und wenn der Krieger in heißer Schlacht mit leuchtenden Augen Vortvarts stürmt, in seinem Innern, im Zellenstaate geht die Arbeit mtt derselben ruhigen Ort- nung. mit derselben unerschütterlichen Sicherheit fort, wie im tiefsten Frieden. Was kümmert den Zellenstaat der Menschenkrieg d Da!— Ein Zuck! Was war's!? In Bruchteilen einer Sekunde flog ein Geschoß durch den Arm. Hinein, und bevor man'>5 denken konnte, an der Rückseite lvicder hinaus. Von vorn nach hinten durch? Und durckschnitt im saufenden Fluge die Muskeln uns weichen Teile des Armes. Aufgeschreckt ist aus einmal der Zellen- staat aus seiner Ruhe. Alarm? Große Gebiete sind jäh verwüstet. Unaufhörlich blutet es in das Gebiet der Zerstörung. Gefahr ttn Verzuge! Eine neue, eine große, eine unerhörte Ausgabe! Der Zcllenstaat muß st« lösen; denn hier gibt's nur ein bareres feit» weder— Oder. Entweder die Lösung wird nickt gcsckatft: dann muß der Körper verzichten auf die Leittmig der durchschossenen Teil«, muß ruhig zusehen, wie er sich innerlich verblutet, muß dulden, daß das harmonische Ineinandergreifen für immer gestört wird, muß das unabwendbare Schicksal über sich ergehen lassen, oder— er rafft sich auf, sucht's zu schaffen, schafft's und bleib: am Leben? Und er schafft's und bleibt»ee>*»— eeeeeeeeee YP0QI81PHIB jtaxö�gr___ AbdeaderVtSriiaua" K&A5 ÄÄSSÜ Sfi44 Heute Sonntag, den 11. März, in Obiglos Festsälen, Koppenstr. 29: KONZERT. Mitwirkende: Paula Weinbaum— Alfred Wittenberg. Anfang 6 Uhr. Eintritt 60 Pt. Liedertexts 10 Pf. Eintrittskarten zn 50 Pf. sind zu haben bei Horscb(Gewerkschaftshaus), Gottfried Schulz, Kottbuser Tor und in den mit Plakaten belegten Handlungen. 60/10 Sessing-Theater. Direktion■ Viktor Barnowsky. 71/, Uhr: Die Sorina. Nachm. 21/,: Die gulgeschnltt. Ecke. Montag; Die Sorina. Deutsch. Jfönstler-Theater. 71/, Uhr: Die beiden Klingsberg. 3 Uhr: Wenn wir Toten erwachen. Jlontnbottolob: E. Kaiser-Titz. Else Eckersberg im Seteftio-ftilm: ' Das Nachtsespräch.f Regit. A. Gärtner. 1 ttb Stuben. Rftnidenborierstr.:| Max Landa in Orr Detelliv-Jtamboic: Der Hund mit dem Monokel. Alerandervl.. Weindergiweg Fem Andra Alfred Abel m Der Seele Saiten schwingen nicht. Paul Heidemann UN Heiteren ÜUM: Paulehen l-Iebesreuseh. Morltzplav. Halendeide: Mädchen, die man nicht' heiratet. Echdnebera Hauvlhrade: Sündige Mutter. Casino-Theater Lothringer Str. 37. Täglich V], Uhr. Trotz des großen ErsolgeS nur noch kurze Zeit Zwei helle Berliner Vorher 7-1, Uhr bunter Zeit. Anlang des Stückes 8>/, Uhr. ionntag 1 Uhr: Die Dache klappt. URANIA Sonntag 4 Uhr(halbe Preise): Die Bagdadbahn. Sonntag und Montag 8 Uhr: Der Balkanzug und die befreite Donau. 9 Heute a Ä Torstellnngen& 31/ Nachm. ied. Erw."äft/ ' 2 1 Kind frei.■>2 In beiden Vorstellungen: Die nene Revue: Berlin im Krieg v.Otto Eeutter n.E. Liebmann. Musik von Viktor HoUänder. Orts- Krankenkasse der Schloffer und verwandte» Gewerbe zu Berlin. Bekanntmachung beireffend Ergäu;uvgsiuaIils.Ausslhuß. ES ist nur ein gülliger Wahlvor- schlag und zwar durch den Herrn Dchirschke eingereicht worden. Da dieser Borschlag nach den Vor, schrtstrn des§ 7 die genügende An» zahl mm Unterschristen enthäll, so findet gemäß S 9 der Wahlordnung die zum 25. Marz 1917 anberaumte Wahl nicht stall. Die Bewerber des WahIvorschlogeS gellen somit als gewählt. " Die Liste beginnt mit dem Namen Brachiniinn und endet mit dem Namen Hinter. Einspruch gegen die Wahl muß spSIcnenS bis zum 24. äJiärz d. I. erhoben werden. 274/18 Berlin, den 11. März 1917. Der Borsland. A. Polzln. Voi fitzender. Georg THIllor. Schrislführer. keppdecken r.AuSw sehrpreisw.. dir. Sabril Wallftrafie TZ. Bernhard Strohmandel, Dpittelmarkt. Ecke Deydelftrastc. ikosehimstheier Str. 25-26. SXufat bellung alterSteppdecken lohnend Schönes Zigarrengeschäft für S00M.z.verka«fe»Berlin.Bülowstr.9S. A k GAR BAT Y illlllliltillllliil|!'lllllNII!llllllli lilllliiiiiiiiiiiljiiiiilwfniill'iiillliwli IN ALTER QUALITÄT IM NemMugsStLe Kerlin. � 54, FimenSr. 88�85 Geschäftszeit von g— i Uhr und von 4—7 Uhr. Telephon: Ami Norden 185, 1239, 1987, 9714. Süäenbezirlte uitd lieukölln. Dienstag, de« 13. März 1917, abends pünktlich 7 Uhr, im Gewerkschastehanse, Engelufer lö(großer Saal): Mer Liehfbilder-Yortrag „Die Knegsbeschödigtku-Lörssrge in Deutschlaud." Referent: Sebastian Lauterbach-Stuttgart. Einirill 19 Pf. Garderoöe 13 Pf. Zahlreicher Besuch wird erwartet. Montag, den lÄ. März 1917: Bezirks'Verfammlungen für che geismte Verwaltungsstelle Verlin in folgenden Lokalen: NOrdefK Fharnss&le, Müllcrftr. 142. abends 8-/, Uhr. fl öl' llöst' PestsSIe, Schwrdter Straße 25. abends NOftlell Voigt-Theater, Badstr. 56, adendS 8'/, Uhr. HOabU' Sands FestsAIe, Bensselftr. 9, abends 8'/, Uhr. Cbarlotlenburg; 8'- Westen, SebSneberg und Sieglitz: Rheinstrafte 65, abends 81/, Uhr. Osten und Nordosten: Liebtenberg und Slralan-Rummelsbnrg: Blume, Ait-Boxhagen 56, abends 8 Uhr. Weißeneee- Bestaaront Hasche, Berliner Allee 251, BclUCUSeC. abends 8 Uhr. G Södenbezirke:®B8el,,fer 15' SaaI5' Neukölln: Ideal-Festsaie, Weichsclstrahe 8, abends 8'/, Uhr. Relstlckendorf' West: Sichboraftraste 60, abends 6 Uhr. Obersehöneweide, Niedersehöneweide, Johannis- llial n ITmn* Restaurant Warnecke. Oberschiineweide, 11141 U> Ulliy.. Wilhetminenhosstr. 18, abends 81/, Uhr. SpäildäU* Re''taurant, Spandau, Kurftr. 21. abends Sonnabend, den 17* März 1917: Köpenick und Friedrichshagen: ÄrtS«"' Frtedrichftrasie 74» abends 8 Uhr. Tagesordnung in allen B er lam m In» g en: Ltellllvgflshme zur ordentlichen 6eneralP3rsammlnng. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt.| Zahlreiches und pünlliiches Erschewen wird erwartet. Metallarbeiter. Rotizkatender, Breis SO Pf., find noch aus der Berwaliuug und bei den Bezirkstalfierern zu haben.— Da»«eseü über den vaterländischen Hilfsdienst mit den AuSsübrunasbestunmungen, RechtSbelehrungen und Bestimmungen über die Wahl der ArbeUerauSschüsse ist aus der Berwaltung, Zimmer 2, zu haben. Preis 25 Pf. 131/15 Die Ortsvcrwaltnnc. 1» ier- Zahlstelle Berlin. Folgende wichtige Aenderungen find durch die letzt« Generalversammlung beschlossen werden. Da» Bureau ist vom 5. März ab an den Bormittagen nur von 14 618 1 Uhr geöffnet. Die 5kranlenunterstützimgen lönnen nur m dieser Zell erhoben werden In den NachmlltagSstunde» ist das Bureau, außer Mllllvoch und Donnerstag, von 4 bis 7 Uhr geöffnet. Das Bureau ist für den Vertehr des Publikums am Mittwoch und Tonnerstag nachmittags nicht geöffnet. Die Arbeitsioseu-UnterftüNung wird jeden Freitag im Arbeits� «achweis in der Zeit von 1 bis 3 Uhr zur Auszahlung gelangen. Die im Lause der Woche w Arbell treten, lönnen sich die ArbellSwsen-Unter, stützung an jedem Dienstag nachmlltag in unserem Bureau, Engclus er 15. w der Zell von S WS 7 Uhr abholen. 25,'12 Die OrtsTerwaltang. Album-, Muppen- u. Guluutkrie-Kruuthe. Montag, den Iii. Marz 1S1?, abends 5'/a Uhr, im Gewerkschaftshaus, Engelufer 13. Saal 3: Branche«- Versammlung sämtlicher luden Album-, Mappen- n. Galanfenebetritbeu beschäftigten Arbeiter und Arbtiterinnen. Tagesordnung: 1. Die wettere Gestaltung unserer Lohn- u. Arbeits- Verhältnisse. 2. Branchenangelegenheiten und Verschiedenes. DM-«einer fehle in dieser wichtigen Versammlung.-MW __ Die Branehenleltmig. raich und sicher wirlend bei: Heiensehufl* Nenen- und Kopfschmerzen Gicht Rheuma Ischias AerzU. glänzend begutachtet.— Hunderte von Anertennungcn. Ein Versuch uberzeugt. Togai-Tabletten find in allen Apotbeten erbältlich. Prei» Mt. 1.40 u Ml. 3.50. Berlin C II B Wallstr. lo Garamen Speziakfirmat Oardlnenhaus Barnhard Schwärt»