Nr. 183. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftricter Sonntags= Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonels zelle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Sonntag, den 7. August 1898. theueren Lebensmittelpreisen kann ein Volt, das so schlecht gelohnt ist wie das Deutsche, seine Kräfte auf dem Gebiete der Industrie nicht entfalten. Höchste Zeit ist es, mit einer Politik zu brechen, bei der das deutsche Volk verarmt. Politische Weberlicht. Die Fleischpreise steigen. Nachdem kaum erst die Arbeiter sich von dem Schrecken einer Erhöhung der Brot- und Mehlpreise erholt haben, erscheinen die Fleischer auf dem Plane und kündigen für die nächste Zeit eine Erhöhung der Verkaufspreise von Wurst und Fleischwaaren an. Wenn auch die Arbeiterfamilie nicht im stande ist, besonders reichlich Fleisch zu konsumiren, so macht doch die Vertheuerung der Fleischpreise zusammen mit der Die ostasiatische Krisis ist plötzlich wieder sehr akut Steigerung der Brotpreise eine solche Belastung des wöchent- geworden. Auf die Einzelheiten der jüngsten Vorkommnisse lichen Bedarfs der Arbeiterfamilie aus, daß sich der Arbeiter des Näheren einzugehen verlohnt nicht. Die Lage ist sehr gezwungen sieht, entweder minderwerthiges Fleisch zu ver- einfach. Seit der chinesisch- japanische Krieg die Schwäche zehren oder den Fleischkonsum erheblich einzuschränken. Die China's offenbarte, wird dieses Riesenreich von Rußland und Lebenshaltung der arbeitenden Klasse verschlechtert sich also. anderen Mächten als Beute betrachtet. in Marf: 1898 1897 1896 1895 1000 kg 142,70 107,90 113,40 125,60 179,80 147,90 147,50 151,20 Roggen Beizen Speisekartoffeln 1000 Roggenmehl 100 Weizenmehl 1000 " " " 100 " Butter " 55,00 52,50 35,00 45,00 21,00 15,25 15,75 18,50 27,50 22,50 20,25 22,50 100 190,00 200,00 180,00 160,00 Heringe 150 31,00 25,00 27,00 " Reis 100 26,10 18,88 17,00 31,50 19,75 " Schmalz 100 " 62,00 41,25 49,50 70,25 " Rindfleisch 100 Schweinefleisch 100 112,00 101,50 100,00 106,00 104,75 93,50 71,50 81,60 Berlin, den 6. August. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. voraussichtlich nur einen weit hinter den im Jahre 1890 für die Verbesserung der Stellung der Unterbeamten bereitgestellten 15 Millionen Mark zurückbleibenden Ausgabebedarf verurfachen. Allein, damit würde man weder den Absichten der Landesvertretung noch dem vorhandenen Bedürfniß genügen. Man wird nicht außer Acht lassen dürfen, daß in manchen Fällen allzu weit getriebene Sparsamkeit das Gegentheil von weiser Sparsamkeit ist. Bei einer bevorstehenden abschließenden Regelung der Ges haltsverhältnisse unserer Unterbeamten kommen daher nicht es handelt sich vielmehr um eine Maßregel, welche von der entfernt blos finanzielle Rücksichten in Frage; weitestgehenden Bedeutung für den ganzen preußischen Beamtens stand, seine Tüchtigkeit und Leistungsfähigkeit ist, und es wäre in der That ein verhängnißvoller Fehler, wollte man sich dabei nicht von dem höheren Gesichtspunkte der Staatsraison, sondern von fiskalischer Engherzigkeit leiten lassen. Es ist aber für die gesammte Volkswirthschaft nicht gleich- Im Interesse Englands, das 80 pCt. des chinesischen giltig, ob der Massenkonsum des arbeitenden Volkes Handels hat, liegt es aber nicht, daß das riesige Reich der Wie ganz anders das mit einem Male klingt, als noch zurückgeht oder nicht. Anzeichen für den Niedergang der Mitte zerstückt wird und ganz oder theilweise unter die Bot- vor ein paar Wochen, besonders aber während der letzten Konjunktur ist es, wenn die konsumpreise so steigen, daß der mäßigkeit eines Staats kommt, der, wie Rußland, dem Handel Landtagssigungen, wo man doch wie der Reichstag bei Verbrauch der Masse eingeschränkt werden muß. In den„ die Thüre verschließt". England hat, die Politik der offenen Thür". den Postangestellten mit der Beamtenfreundlichkeit Ernſt Jahren des Aufschwunges von 1895 ab gerechnet ist das Ob andere Mächte Niederlassungen in China sich erwerben, hätte machen können, während man sich in Hezreden gegen Jahr 1898 schon heute das theuerste, und die Aussicht oder nicht, ist den Engländern ziemlich gleichgiltig, wenn nur die petitionirenden und Vereine bildenden Staatsdiener" liegt nahe, daß durch eine noch weitere Vertheuerung die Thüre offen" bleibt. Als Rußland Port Arthur weg- gefiel. Auch jetzt denunzirt die" Post" abermals die„ plan der Fleischpreise das Jahr 1898 ein förmliches Ausnahmejahr nahm und es zum geschlossenen Hafen machte, ergriffen mäßigen Schürungen der Unzufriedenheit durch Fachorgane, darstellen wird. In welcher Weise die Lebensmittelpreise im die Engländer Besiz von Weihaiwei und sperrten die Russen die Wassenpetitionen mit ihrer gegen ihre vorgesetzten DienstVergleich zu den Vorjahren gestiegen sind, zeigt nachfolgende in Port Arthur ein. Leider sind auch deutsche Kriegsschiffe, behörden gerichteten Spitze, die Behandlung dieser Petitionen bergleichende Preistabelle. Es foſtete nach den Veröffent im Schlepptau Rußlands nach China( Siautschou) gerathen in den parlamentarischen Körperschaften", durch welche die lichungen des taiserlich statistischen Amtes im Monat Juni und spielen dort eine höchst unglückliche Rolle. unerläßliche Beamtendisziplin in bedenklicher Weise gelockert Vor einigen Monaten schon drohten bekanntlich englische werde. Dagegen sei mit vollem Nachdruck vorzugehen. Hier Minister den Russen mit Krieg. Damals aber verflogen die blicken die alten konservativen Strallen wieder deutlich hervor Wolfen Rußland mußte in Korea wie im eigentlichen und die Beamten werden sich hoffentlich durch die SammetChina zurückweichen; es bohrte aber in der Stille weiter. pfötchen, die man jetzt vor den Landtagswahlen ausstreckt, Da kam der Konflikt betreffs der chinesischen Anleihe, wobei nicht täuschen lassen. Vor Tische las man's anders, und das reichere England das nur an Pumpgeldern reiche Nuß- nach den Wahlen wird man ebenfalls wieder aus einem land ausstechen konnte. Inzwischen näherte England sich anderen Tone reden. mehr und mehr den Japanern und gewann auch das Die Emfer Depesche beschäftigt wieder sehr lebhaft die Vertrauen der chinesischen Regierung, die doch einsieht, daß in- und ausländische Presse. Die Bossische Zeitung" erinnert England ein Interesse hat, China zu erhalten, das Rußland dem Busch'schen Geschreibsel gegenüber an die bekannten zu zerstückeln strebt. Außerdem ist durch den Seesieg der Darlegungen, die Caprivi in der Reichstags Sigung des 1898 ist ohne Zweifel das theuerste Jahr. Die Lebens- Verschiebung der Machtverhältnisse in Ostasien erfolgt-Bismard habe unrecht gehabt, sich selbst einer Fälschung zu Amerikaner bei den Philippinen eine vollkommene 20. November 1892 gegen Liebknecht richtete; und sie meint, mittel sind gegen 1895 und gar gegen 1896 dermaßen gestiegen, und zwar eine Verschiebung zum Nachtheile Rußlands, bezichtigen, von Caprivi sei der Beweis erbracht worden, daß daß knapp gerechnet eine wöchentliche Mehrausgabe von 2 M. weil die Amerikaner in China genau die gleichen Interessen Bismarck kein Fälscher. kaum hinreichen dürfte, den Preisaufschlag wett zu machen. haben wie die Engländer. So hat denn die Lage der Dinge Nun wäre gegen diese Erhöhung der Lebensmittelpreise viel im Wetterwinkel der Weltpolitik sich für die Engländer sehr Caprivi'schen Darlegungen war in erster Linie, den König Darin irrt nun die„ Vossische Zeitung". Der Zweck der leicht dann weniger einzuwenden, wenn auch die Löhne ent- wesentlich gebessert, und als die Russen vor einigen Wochen gegen die Infinuationen seines treuen Vasallen" zu ver sprechend gestiegen wären. Aber das ist trotz der Behauptung den Chinesen verbieten wollten, eine Eisenbahn mit englischem theidigen. mancher Unternehmerorgane nicht der Fall. Und wo die Löhne Geld zu bauen, erklärte die englische Regierung dies für eine Linie. Und natürlich konnte sie nicht gelingen, da Bismard's Bismarck's Ehrenrettung kam erst in zweiter gestiegen sind, da geschah es in so geringem Grade, daß die Steige- Verlegung der Verträge. Und als die Gegenfäße Schuld nicht blos durch die Aktenstücke, sondern auch durch sein rung der Lebensmittelpreise bei weitem nicht ausgeglichen sich zuspigten, ließ sie China durch ihren Botschafter fategorisch eigenes Zeugniß bewiesen ist. Das Nähere wurde. Der Nachweis ist leicht zu führen, daß die Lebenshaltung versichern, England werde China gegen jede auswärtige in bezug auf jene Reichstagsverhandlung gerade auch der Arbeiter gerade im laufenden Jahre des industriellen Auf Me a cht unterstützen. ist in schwunges sich verschlechtert hat. Ein Beweis dafür ist die Liebknecht's Schrift über die Emser Depesche nachThatsache, daß z. B. in Berlin in letzter Zeit der Konsum von dieser Woche dem Parlament Die Erklärungen, welche die englische Regierung im Lauf zulesen. gab, Pferdefleisch ganz rapide anwächst, daß in den Markthallen entschieden, lauteten äußerst ja und Sarüber geklagt wird, daß der Fleischeinkauf von Seiten der heute gemeldet wird, die Russen auf ihrem Protest gegen die gerade kriegerisch, da, wie Arbeiter beträchtlich gegen früher zu wünschen übrig läßt. englisch- chinesische Eisenbahn beharren, wird England, will es Nun gehen wir zwar nicht so weit, den Agrariern die volle nicht seinen ganzen Einfluß in China verlieren, zur That Verantwortung für die Lebensmittelvertheuerung, speziell für schreiten müssen. Die englische Flotte in Ostasien ist sehr das Steigen der Fleischpreise, in die Schuhe zu schieben. Vielmehr stark und eine Unterstützung der Engländer durch Japan im ist das Steigen der Fleischpreise gegenwärtig eine internationale Falle des Krieges wahrscheinlich. Erscheinung. Durch den spanisch- amerikanischen Strieg verlor England seinen ständigen Hauptlieferanten an Schweinefleisch, nämlich Was aber wird nun aus den deutschen Schiffen, Jedenfalls müssen wir auf ernste Ereignisse gefaßt sein. Nordamerika, und war daher gezwungen, andere Bezugsquellen die dort sehr leicht zwischen zwei Feuer geaufzusuchen und dort durch höhere Angebote der Preise über rathen tönnten? Wird man sie schleunigst zurückziehen, er auf Unglauben stieß, eines Tages in Wien die Beweisstücke vor, haupt vertheuernd zu wirken. So kommt es, daß die Preise oder doch zu äußerster Zurückhaltung mahnen, damit nur der österreichische Kaiser verwies aber lächelnd auf den Brief König für Schweinefleisch ebensowohl in Rußland wie in England, teine unangenehmen Konflikte erwachsen? Bei Manila find Wilhelms:" Ich weiß, was Bismarck im Schilde führt, ich weiß, wie in der Union und bei uns in Deutschland gegenwärtig wir mit knapper Noth unangenehmen Konflikten entgangen. daß er der Todfeind Oesterreichs ist und einen Krieg plant, aber im Steigen begriffen sind. Aber trotzdem hatten schon vor Bei einem Konflikt zwischen England und Rußland ist die in Preußen regiert Sönig Wilhelm, und ich habe dieser Schweinehausse die auf Betreiben der Agrarier durch Gefahr viel größer. sein Wort, daß er keinen Krieg wiII." gefeßten Maßregeln zur Sperrung unserer Grenzen die Preise Es gelang Beust nicht, dem österreichischen Kaiser begreiflich zu für Schweinefleisch in die Höhe getrieben und verschärfen sie auch Konservative Beamtenfreundlichkeit. Die Post" machen, daß ein König den Krieg nicht wollen, jedoch ein findiger Minister heute noch. Die preußische Grenze ist selbst gegen die holländische scheint in ihrer bisher bekundeten Anhänglichkeit für die den Krieg trotzdem machen könne. Die Oesterreicher rüsteten nicht Vieheinfuhr gesperrt und zwar laut amtlicher Begründung wegen Wiquel'sche Sparsamkeit auf Kosten der Beamten schwankend und wurden von Preußen angegriffen, weil sie rüsteten! Was der Seuchengefahr. Obgleich nun in ganz Holland während des geworden zu sein. Kein Wunder, denn die preußischen Land- wir hier über die damalige Unterredung Beust's mit Kaiser Franz Monats Juni nicht ein einziger Fall von Maul- und Klauen- tagswahlen rüden immer näher heran, und die Aussichten mitgetheilt, und diesem auf Befragen vom Kaiser Franz Josef selbst Josef erzählt haben, wurde von Beust selbst unserem Gewährsmann seuche oder andere ansteckende Krankheiten unter dem Vich für eine konservative Mehrheit sind durchaus keine glänzenden, bestätigt. Unser Gewährsmann ist der seit längerer Zeit verfestzustellen war, entschließt unsere Regierung sich trotz der besonders wenn auch die Arbeiter ihr Interesse an einer mehr storbene großdeutsche Geschichtsschreiber Wuttke in Leipzig, der weiter steigenden Preise doch nicht, die Grenzen zu öffnen; liberalen Abwehrmehrheit durch Wahlbetheiligung befunden Freund Lassalle's. denn in erster Linie müssen doch die Wünsche der Agrarier sollten und die Unzufriedenheit der ewig an der Nase hinberücksichtigt werden. gezogenen Beamten ist eine ganz unleugbare. Was ist jedoch In diesen Tagen werden nun die Fleischpreise abermals eine fonservative Partei ohne die Beamtenschaaren? um 10 Pf. und mehr pro Kilogramm sich erhöhen. Noch un So warnt denn heute dieselbe" Post" vor fiskalischer erschwinglicher als in den letzten Monaten wird ein noth- Engherzigkeit", die noch vor kurzem den offiziösen Waschzettel wendiges Lebensmittel für das arbeitende Volt werden. Wird gegen die übertriebenen Beamtenforderungen pflichtschuldigst die Regierung angesichts dieser Theuerungszustände noch länger wiedergegeben hatte. Nicht einmal die Erhöhung der Geden Winth haben, einer Slique Großgrundbesitzer zu Gefallen, hälter im Jahre 1890 findet Gnade in den Augen des freidem Volfe seine Ernährung unerschwinglich zu machen? Die konservativen Blattes: fie sei„ keineswegs in durchaus befrieRegierung ist im stande, ohne Gefahr für die deutsche Land- digender, sachgemäßer Weise" erfolgt. Die„ Poſt" bleibt zwar wirthschaft, ohne Gefahr für die Gesundheit des deutschen Viehes die Grenzen zu öffnen und wenigstens den tün st lichen Mangel an Schlachtthieren zu beseitigen. Die Schiveinenoth, die sich zuerst gegen gegen den Magen des arbeitenden Volfes richtet, fehrt ihren schlimmsten Stachel, wenn sie länger andauert, gegen unser gesammtes deutsches Eriverbsleben. Möge einmal die deutsche Regierung zeigen, was es mit ihrer Parole Schutz der nationalen Produktion" auf sich hat? Hic Rhodus, hic salta! Unter " " Frankreich. In beiden Fällen wurde der König Wilhelm von seinem Zur Bismarck'schen ,, Trene". Der Krieg mit Oesterreich wurde bekanntlich auf ähnliche Weise eingefädelt, wie der Krieg mit Stanzler aufs gröblichste getäuscht und zu Entschlüssen gedrängt, die ihm widerstrebten. Beust, der seinen glücklicheren Nebenbuhler vollkommen durchschaute wofür dieser ihn tödtlich haßte machte schon anfangs 1866 die österreichische Regierung von Dresden aus auf das Spiel Bismarck's aufmerksam. Er theilte mit und Belgien angeboten hatte, wenn derselbe ihm bei dem geplanten durch Bonaparte, mit dem auch er mogelte, erfahren hatte, daß Bismarck dem französischen Kaiser einen Theil des linken Rheinufers leberfall auf Desterreich den Rücken frei halten wolle. Er legte, als -was er Ein Kraftwort Bismarck's. In der Wiener N. Fr. Pr." werben allerlei Mittheilungen Lenbach's über seinen Verkehr mit Bismarck veröffentlicht. Beim Durchsehen von Papieren warf ber Fürst einmal in der Erregtheit die halb zornigen, halb scherzhaften Worie hin: Ich werde noch an der Spitze der Sozialdemokraten gegen die 2... r von Geheimräthen marschiren müssen." Zucker als Nährstoff. Wie wir hören, arbeitet der bekannte Verein der deutschen Zuckerindustrie mit Hochdruck für eine Erweiterung des heimischen Zuckerverbrauchs. Er hat nicht nur der dabei, es feien in der Hauptsache jetzt nur noch Härten und Armeeverwaltung namhafte Zuckerlieferungen angeboten, um Ungleichheiten zu beseitigen. Sie fügt jedoch mit deutlicher umfassende Versuche zur Einführung des Buders in die SoldatenSpike gegen die Miquel'sche Knauserei hinzu: Aber es ist klar, daß die Maßregel eine sehr ver fost zu machen, sondern auch einen großen Fonds ausgeworfen, schiedene Bedeutung haben kann, je nachdem man die Grenzen um die öffentliche Meinung fund die Presse zu beeinflussen. Die für die Beseitigung von Härten und Ungleichheiten weiter oder gestern erwähnte, im Verlage von Paul Parey erschienene Broschüre enger zieht. " Zuder ein Nährstoff" entstammt diesem Fonds, ebenso wahrscheinlich Wollte man nur diejenigen Einzelmängel forrigiren, bei denen die in letzter Zeit sich auffällig häufenden Zeitungsmittheilungen die Härte oder Ungleichheit auf den ersten Blid flar hervortritt, über die Marschleistungen zudergenährter Soldaten und über ähn so würde sich die Maßregel in sehr engen Grenzen halten und liche Wunderwirkungen des Zuders. geruch. " Deutsches Reich. fat f Wir haben natürlich gar nichts dagegen, daß der Zuderkonsum| dürfte, in welcher Weise auch sonst die geschäftliche Thätigkeit der Merseburg. Konservative Wahlmache. Der Bahn-; steigt und daß der Konsument erfährt, was eine stärkere Bucker- Bantwelt beeinflußt werden mag." verwalter Gottschall ließ am Tage der Stichwahl die Streckenarbeiter: nahrung physiologisch werth ist. Unseres Erachtens erfordert es Den Befizern, und Verfügern über Riesenkapitalien wird alles nach dem Bahnhof Lauchstädt bestellen, wo er dann zu ihnen äußerte jedoch der einfachste literarische Anstand, daß der Zuckerverein seine zum Profit, selbst die direkt gegen sie gerichteten Steuern.- ,, Leute, Ihr seid doch auch etwas Politiker und werdet gehört haben, Waschzettel, die doch nichts anderes sind, wie eine höhere Form der ge- Zur Junungsbewegung. Eine interessante Uebersicht über die daß Ritter zur Sozialdemokratie übergegangen ist. Da nun Stich fchäftlichen Reklame- Annonce, auch als solche kenntlich macht, und daß Innungsbewegung in den legten 20 Jahren läßt wahl zwischen Neubarth und Ritter ist und die in Staatsarbeit Be nöthigen Falles die Presse darauf hält, die interesfirten Darstellungen fich auf grund der nachstehenden Daten gewinnen, die vom schäftigten feiner einen Sozialdemokraten wählen darf, so habt Ihr preußischen Ministerium für Handel und Geblos Neubarth zu wählen. Wenn ich erfahre, daß einer anders wählt, der Fabrikanten auch äußerlich von den„ Ergebnissen der unparteiischen werbe geliefert sind. Danach hat, um das voraus zunehmen, der muß fort. Hier habt Ihr jeder einen Zettel von Neubarth Wissenschaft" zu unterscheiden. Auf jeden Fall werden die Leser gut anfangs ber achtziger Jahre die Innungsbewegung infolge der und nun geht zur Wahl. Da nach unserer Ansicht dies gegen die thun, nicht alles unbesehens für baare Münze zu nehmen, was sie neuen Gesetze einen Aufichwung genommen, der 1890 dent Söhe$$ 107 und 109 verstößt, wurde Anzeige bei der Staatsanwaltschaft irgendwo in nächster Zeit über den Nährwerth des Buders zu lesen punkt erreichte. Zwischen 1890 und 1894 trat ein Rüdgang ein, der in Lauchstädt erstattet. Selbige lehnte ein Einschreiten gegen den bekommen. Olet- die Sache hat einen unangenehmen Reben- bann in den Jahren 1894 bis 1806 wieder ausgeglichen wurde. Am Herrn Gottschall ab, weil sie in seiner Handlungsweise teine straf1. Dezember 1878 gab es 6018 Jnnungen mit rund 150 000 Mit bare Handlung erblicken könne. Wir wandten uns nun an die Obergliedern, Ende 1888 zählte man 7424 Innungen mit 219 758 Mit staatsanwaltschaft in Naumburg und wiesen nach, daß nach unserer gliedern. Am 1. Dezember 1890 bestanden 7823 Innungen mit Meinung Gottschall doch Wahlstimmen für Neubarth gekauft habe, 226 049 Mitgliedern, deren Zahl 1894 auf 219 075 gefallen war. indem er drohte, diejenigen zu entlassen, die Neubarth nicht wählten. Gegen die Kafernen- Epidemien sollen endlich Maßregeln er- Am 1. Dezember 1896 wurden dann 7940 Innungen auf 224 956 Ergo fei dies ein Kauf von Wahlstimmen, um den Preis der Beschäftigung griffen werden. Veranlaßt durch die Massenerkrankungen in Jn Mitgliedern gezählt. der Leute. Aber die Oberstaatsanwaltschaft hat ein Einschreiten gegen fanterie- Regiment Graf Bose( Nr. 31) in Altona ist den Regimentsden konservativen Wahlmacher abgelehnt mit dent Bemerken, Ueber den Deklarationszwang bei Margarine- Verwendung. daß im Verhalten des Beschuldigten ein Kauf von Wahlstimmen im tommandos folgende Verfügung des Kriegsministers zugegangen: Seitdem das Margarinegeses in traft getreten ist, haben mehr- Sinne des§ 109 des Strafgesetzbuches nicht zu erbliden sei. Seine „ Die Ernährung der Mannschaften ist beim Auftreten von Epidemien fach schon Ortsbehörden den Verfuch gemacht, Bäder, Worte enthielten lediglich die Drohung, denjenigen aus seinem besonders sorgfältig zu überwachen. Beim Aufenthalt der Truppen Konditoren, Gastwirthe u. s. w. zu zwingen, falls sie in Arbeitsverhältniß zu entlassen, der den sozialdemokratischen Kandiin Gegenden, in denen der Genuß des örtlichen Trinkwassers in un- ihren Betrieben Margarine verwenden, dies in ihren Lokalen und gekochtem oder unverbessertem Zustand gesundheitsgefährlich ist, so- Geschäften durch Anschläge bekannt zu geben, wie dies baten wählen wiirde. Eine strafrechtliche Verfolgung dieserhalb wie beim Auftreten oder Drohen von Krankheitszuständen, bei denen Händler thun müssen, bie Margarine feilbieten. Derartige Ber- fönne nicht eintreten, da Gottschall zu dieser Drohung voll berechtigt ärztlicherseits( vorbeugend oder zu Heilzwecken) an ſtelle oder fügungen sind aber, wie das Oberlandesgericht in Dres- gewesen wäre. So also faßt die Staatsanwaltschaft den Vorgang zur Verbesserung des Trinkwassers die Verabfolgung von den als Revisionsinstanz entschieden hat, nicht rechtsgiltig, da sie auf. Die konservativen Macher können sich danach viel leisten. Theeaufgüssen oder von bestimmten Busäßen zu jenen für erforder- dem Margarinegefez widersprechen. Dasselbe wollte wohl in bezug Herr Ritter ist nicht blos kein Sozialdemokrat, er ist sogar ein lich erachtet wird, darf zu deren Beschaffenheit ein Zuschuß von 2 Pf. auf den Verkehr mit Margarine Beschränkungen in der Herstellung entschiedener Gegner unserer Partei, freilich konservativ ist er nicht. für den Kopf und Tag neben dem niedrigen Belöstigungsgeld durch und den Vertrieb derselben treffen, dagegen nicht die Verwendung Zabrze, 5. August.( Eig. Ber.) Schon wieder haben zwei das Generalfommando nach Anhörung des Sanitätsamts für Rech von Margarine überhaupt erschweren und beschränken. Wahlprozesse mit der erwarteten Freisprechung geendet. nung des Naturalverpflegungsfonds bewilligt werden. Ist Gefahr im Verzug, so kann das Truppenkommando auf militärärztliche Be- auch auf fistalischen Werten Maßregelungen von nachtet), wurde freigesprochen, ebenso der Invalide Skivore, der durch And Brefeld's Retch. Bekanntlich find in Oberschreiten Genosse Waret in Zabrze, der wegen unangemeldeten Haltens von Quartiergängern angeklagt war( Dorasti hatte bei ihm überscheinigung der Nothwendigkeit die Gewährung von Theeaufaüssen 2c., Arbeitern wegen deren fogialbemokratischer Gedie Vertheilung von Wahlflugblättern allerlei Ungefeglichkeiten beunter nachträglicher Beantragung des vorerwähnten Zuschusses beim sinnung vorgekommen. Generalkommando, selbständig anordnen." sinnung vorgekommen. Das einzig Erfreuliche bei diesen Maß regelungen aus den Musterbetrieben ist die Offenheit, mit der gangen haben sollte. Bur Impffrage. Im kaiserlichen Gesundheitsamt hat unter die Maßregelungen begründet werden. Manche Verwaltungen, auch die Beuthen( O.-S.), 5. Auguft.( Cig. Ber.) Nummehr wird auch dem Vorsitz des wirklichen Geh. Ober- Regierungsrath Dr. Köhler Guido Hentel- Donnersmard sche, sind immer noch zu vorsichtig, um hier wunderschwindel versucht. Eine halb oder ganz verdie nach dem Beſchluſſe des Bundesraths vom 16. Juni 1897 ein- den Gemaßregelten, rund heraus zu sagen: wir werfen Euch heraus rückte Polin trieb sich hier herum und verdrehte namentlich den zuberufende Kommission von Sachverständigen getagt, die über eine oder zahlen Euch Eure Pensionskassen- Beiträge nicht zurück, weil Weibern die Köpfe. Die Polizei wurde auf sie aufmerksam und etiva nothwendig gewordene Revision oder Ergänzung der zum Voll- Ihr Sozialdemokraten seid. Anders die fiskalischen Verwaltungen. brachte sie nach ihrer polnischen Heimath. Vielleicht hat sie dort zuge des Impfgesetzes ergangenen Bestimmungen berathen follte. Hier ein Beispiel: vist asjid di sindro mehr Glück.gis( bildes Mitglieder der Kommission waren Vertreter der Bundesstaaten, Königl. Zentral- Verwaltung der Steinkohlen- Bergwerke din main Oldenburg, 8. Auguft.( Nordd. Voltsbl.) Ein gewissen= mehrere Leiter der Landes- Impfanstalten, Delegirte aus dem König und Königin Luise. hafter Wächter des Legitimitätsprinzips nach jeder Reichsamt des Innern, dem Reichs- Justizamt und dem Kriegs- J. N. D. 127. Richtung hin ist der Herr Staatsminister Jansen, auch Minister des ministerium, außerordentliche Mitglieder des Reichs- GesundheitsGroßherzoglichen Hauses. Er hat den Nachrichten für Stadt und amts, sowie die Professoren Gerhardt und Robert Koch. Mehrere Land" folgende Berichtigung, die in der gestrigen Nummer der gevom kaiserlichen Gesundheitsamt eingeladene Impf- und Impfzwangnannten Zeitung abgedruckt war, zugehen laffen: gegner hatten es abgelehnt, zu erscheinen. Das Ergebniß der VerHandlungen war die Annahme mehrerer Anträge, die darauf hinzielten, der Bevölkerung die Erfüllung der Impfpflicht zu erleichtern, ohne den Zweck des Jmpfgesetzes zu gefährden, so der Antrag des Verbots von Menschenlymphe, ferner, daß in Zukunft nur noch auf einem Arm, und zwar bei Erstimpflingen auf dem rechten, bei Wiederimpflingen auf dem linken geimpft werden solle. So dann wurde die Autorevaccination verworfen und die Entwidelung nur einer Impfpustel als ausreichend zur Erfüllung der gefeglichen Pflicht erklärt. Bezüglich der Bestrafung der Die Offenheit des Schreibens wirkt geradezu erfrischend. Wir mpfweigerer beschloß die Kommission, keine Anträge an den find den Herren sehr dankbar, daß fie uns so vorzügliches Agitations. Bundesrath zu richten; von einigen Rednern wurde zwar die Noth- material gerade ins Haus schicken. Die Erkenntniß der Klaffenlage wendigkeit" betont, wenigstens in Fällen betrügerischer tann in Oberschlesien nichts besser fördern, als solche Schreiben wie Renitenz( 1) auch an der zwangsweisen polizeilichen bas des Herrn Hilger. Wenn übrigens alle derartigen" Arbeiter Vorführung festzuhalten(). Die Frage nach der Zweck aus der Belegschaft entfernt werden sollten, dann könnten die mäßigkeit der Monopolisirung der Lympherzeugung, in den Händen fistalischen Gruben in Oberschlesien sofort die Bude schließen. 8um befferen Verständniß sei mitgetheilt, daß der Herzog Elimar des Staates wurde dahin beantwortet, daß es im Interesse der Der Bund der Landwirthe quittirt, wie wir erwartet haben, eine Bürgerliche geheirathet hat und wohl in Konsequenz dieser Impfärzte liege, nur staatliche Impferzeugungsinstitute zuzulaffen. in schrofffter Weise den gestern von der Kreuz- Zeitung" veröffent- Mesalliance auf alle Rechte eines Mitgliedes des Großherzoglichen. Die unentgeltliche Abgabe der Lymphe aus den Staatsanstalten an die Privatimpfärzte hielt die Mehrheit der Kommission nicht für lichten Vorschlag, daß der Bund der politischen Thätigkeit entfage. Hauses verzichtet hat. Die„ Deutsche Tages- 3tg." schreibt: Aus Meiningen, 4. Auguft.( Eig. Ber.) Ich sollte Ihnen angemessen.Sir würden den vollständig unreifen, thörichten Bor- mittheilen, daß heute die Blätter unter Bensur stehen und daß Sie schlag für einen Frevel an der deutschen Landwirthschaft erklären das erste Gremplar vor der Verbreitung an den Herrn Staatsanwalt müssen, wenn wir ihn überhaupt ernst nehmen tönnten. Durch die schicken sollten; jedoch soll die Verbreitung dadurch keine Verzögerung ervorgeschlagene Berstückelung würde die deutsche Landwirthschaft leiden." Mit diesen Worten erschien am letzten Montag ein Polizeisergeant wieder zur Bedeutungslosigkeit verurtheilt. Will das in der Nedaktion unseres Saalfelder Partei- Organs. Der Mann der namenlose Schlesier? Und will die Kreuz- Zeitung" dazu mit- war so von der Nothwendigkeit und Wichtigkeit seiner Mission erfüllt, helfen? Wenn aber beide das nicht wollen, wozu die Veröffent- daß ihm alle Auseinandersetzungen nicht zu beweisen fchienen, daß Diese Einfuhr des Auslandes ist allerdings keine geringe. Unsere lichung? Will die Kreuz- Beitung" etwa das miß wir in Deutschland und nicht unter österreichischer Zensur leben und Ausfuhr ist jedoch noch größer, so daß gerade wir sehr gut trauen der Landwirthe gegen die von ihr ver- daß wir mit dem Herrn Staatsanwalt vor der Drucklegung absolut thun werden, nicht das Signal zu einer allgemeinen Zollsteigerung tretene Richtung schüren? Wir haben keine Antwort auf nichts zu thun haben. Unser Verleger Genosse Hofmann versicherte auf diesem Gebiete zu geben. Wir könnten dabei leicht durch die diese Fragen, müssen aber unser tiefstes Bedauern und Befremden ihm, daß an diesem wie an jedem anderen Tage inbezug auf das verschärfte Absperrung des Auslandes mehr verlieren wie durch die darüber aussprechen, daß die„ Kreuz- Beitung" es fertig gebracht hat, polizeiliche Belegeremplar die gesetzlichen Vorschriften streng Fernhaltung des Auslandes auf dem heimischen Markte gewinnen. Wir einem Vorschlage Aufnahme und Verbreitung zu gewähren, der das eingehalten, neue staatsantvaltliche Wünsche bon uns uns aber exportirten in den ersten 5 Monaten des laufenden Jahres 8188 Doppel große Lebenswert des faum bestatteten Block zu zerstören bestimmt nicht berücksichtigt werden würden. Der Polizeisergeant zentuer Fahrräder und Fahrradtheile, importirten jedoch zu gleicher ist. Erst tam der famose Herr v. D., der so viele Freunde der ging, unsicher, ob er seinen Auftrag auch richtig ausgeführt, wieder Beit nur 6242 Doppelzentner, fodaß die Ausfuhr die Einfuhr fast" Streuz- Beitung" vor den Kopf stieß, nun tommt diefer Schlesier, fort. Alends gegen 6 Uhr waren die Bugänge der Straße, in um ein Drittel überragte, 33 pet. der Ausfuhr gingen nach Defter der sicher in gleicher Richtung wirken wird. Was bedeutet die Ver- welcher die Druckerei des Volksblattes sich befindet, polizeilich bereich- Ungarn, dann folgen Schweden, die Schweiz, Dänemart, Ruß- öffentlichung solcher Artikel? Wangelndes Verständniß? Stoff- fegt, was die Ansammlung einer ungeheuren Menschenmenge zur land, Großbritannien, die Niederlande, Norwegen, Frankreich, die armuth? Oder sollte es Methode sein? Folge hatte. Kein Mensch ahnte, was diese Polizeiposten zu bes allesammt auch bentsche Fahrräder beziehen. Ein Theil dieser Aus Seuten hätten und darum verharrte die Menge, bis der BoltsDie Sigung des Ausschusses des Bundes der Landwirthe blattbote mit dem für die Polizei bestimmten Belegeremplar auf der fuhr mag bereits Schleuderabsatz um jeden Preis sein. Das trifft jedoch für die Einfuhr bei uns genau so zu; und wenn wird am 8. August, 11 Uhr vormittags, im Reichstage stattfinden. Bildfläche erschien. Sofort wurde ihm dies seitens des einen Schutzunfere Ausfuhr gegen das Vorjahr um 140 Prozent, die Auf der Tagesordnung stehen die Angelegenheit des ThomasEinfuhr nur so mannsposten abgenommen, der Schußmann am anderen Zugang zur um 81 bis 82 Prozent stieg, fo zeigt das phosphatmehls, Besprechung der Frage des Saatguts, jobann Rosmaringaffe erhielt einen Wint, beibe Schuyleute verschwanden, und zur Genge, was hinter den slagen der Industriellen die Wahl des ersten Borsigenden anstelle des verschiedenen stedt. Sie haben die Riesengewinne der letzten Jahre ruhig ein- Herrn v. Ploeg, schließlich die Erörterung der Reichstags- und Land- schnurstrads wurde das so sehnsüchtig Erwartete nach dem Amtsgerichte befördert. gestrichen und möchten nun das Risiko einer Abfaystodung möglichst tagswahlen. auf fremde Schultern abwälzen. Ein höherer Fahrradzoll wird wieder einmal in der deutschen Presse lebhafter befürwortet. Man fühlt den Krach herannahen, der der maßlofen Ausdehnung der alten und der Errichtung immer neuer Produktionsstätten folgen muß. Natürlich ist aber, nach den Inter effentendarstellungen, lediglich das Ausland an der Krisis schuld, weil es unseren Absatz im Innern schmälert. Zudem verbieten es unseres Erachtens unfere Handelsverträge, die Berzollung vor 1903 zu ändern. Die Fahrräder werden heute als feine Eifentaare" mit 24 M. pro 100 Stilo, also durchschnitte lich mit 3 M. das Nad, verzollt. Sie mit einem Male unter die Position Fahrzeuge"( mit 6-10 pet. Werthzoll, oder auch 150 m. Zoll pro Stück zu rechnen, ist einmal etwas russisch, ferner aber widerspricht ihm bei näherem Zusehen die ganze Eintheilung der Rubrik Fahrzeuge( Eisenbahnfahrzeuge mit oder ohne Leder- und Polsterarbeit, Wagen und Schlitten mit oder ohne Leder und Polster). Bisher hat auch die Regierung diesen Standpunkt vertreten, an dem fie wohl festhalten wird. Babrze, den 27. Juli 1898. Auf die an das tönigliche Oberbergamt gerichtete, uns zur weile.en Veranlaffung abgegebene Beschwerde vom 19. b. Wis., Zurücknahme Ihrer Entlassung betreffend, werden Sie hierdurch In einem Feuilleton- Artikel der Oldenburger Nachrichten" vom abschlägig beschieben. Es steht unzweifelhaft, auch durch Ihr 29. Juli d. J. geschieht der Wittwe Seiner Hoheit des hochfeligen eigenes Geständniß fest, daß Sie gelegentlich der letzten Reichstags- Herzogs Elimar von Oldenburg mit der Bezeichnung„ die Frau wahl für den sozialdemokratischen Kandidaten agitatorisch thätig Herzogin" Erwähnung. gewesen sind. Für derartige Arbeiter ist in unserer Velegschaft fein Play. An den ehemaligen Bergmann " Johann Jenda zu Königshütte O.- 5. ad a dhilger. Graf Mirbach- Sorquitten möchte gerne die Borstandswahl verlegt sehen. Er wird damit kein Glüd haben, denn man wird in seinem Vorschlage eine konservative Schiebung sehen. Bemerkenswerth ist die folgende Wendung in der Mirbach'schen Ausführung: Diese auch in andere Blätter übergegangene Bezeichnung beruht auf einer irrthümlichen Auffassung, indem nach Artikel 2 des Hausgesetzes für das Großherzoglich Oldenburgische Haus vom 1. September 1872 der Wittwe des hochseligen Herzogs Elimar feinerlei Recht in Beziehung auf Stand, Titel und Wappen des Großherzoglichen Hauses und demnach auch nicht die Befugniß zur Führung des Titels einer Herzogin von Oldenburg zusteht. Oldenburg, 1. August 1898." Staatsministerium. Departement des Großherzoglichen Hauses. Jansen. -Des Räthsels Lösung? Der Staatsanwalt war an diesem Tage nach Saalfeld gekommen, um den voraussichtlich erscheinenden Bismarc- Artifel" möglichst vor der Verbreitung des Blattes unter die Lupe zu nehmen. Dem Schußmann mag nitit wohl die Sachlage geschildert und ihm gesagt worden sein, daß er Den Bund der Landwirthe in den richtigen Bahnen zu er Boltsblatt in die Hände des Herrn Staatsanwalts gelange, er hielt darauf achten möge, daß das erste zur Verbreitung tommende halten, ist eine Aufgabe, welche viel Taft erfordert und die erfolg das ganze aber für einen Befehl", den er an die Volksblattreich nur von einem Vorsitzenden gelöst werden kann, der ein Redaktion auszurichten habe. Eine seitens des Polizeichefs ausgroßes Vertrauen bei den maßgebenden politischen Parteien besitzt. gesprochene nicht unbedeutende Geldstrafe soll dem unglücklichen Ktel, 4. Auguft.( Eig. Ber.) Das Flensburger Seeamt hielt Schutzmann künftig die Ohren schärfen. Der Vorfall ist aber jedenam 3. d. M. eine Sigung ab, die weniger des Gegenstandes der falls zu interessant, als daß er der Oeffentlichkeit vorenthalten werden Berhandlung wegen, als vielmehr durch das Festgestellte interessant war. tann. Am 30. März d. J. war der russische Schooner Bauhtis" auf Aus Schwarzburg- Rudolstadt, 4. Auguft.( Eig. Ber.) Wenn Wirkungen der Bankenkonzentration. Wie sehr gegen Pullgarden Riff an der Küste der Insel Fehmarn während der Fahrt etwas von hier zu melden ist, so ist das sicher schwerlich etwas für wärtig der Konzentrationsprozeß im Bantwefen die ganze ge- von Libau nach Flensburg aufgestoßen und fizzen geblieben. Anderen die Arbeiter Angenehmes, denn unsere Regierung und deren Organe schäftliche Entwickelung auf diesem Gebiete beeinflußt, dafür ist ein Tags ist das Schiff durch einen Bergungsdampfer abgeschleppt und sind durchaus nicht geneigt, die alten lieben ausgetretenen reaktiodrastisches Beispiel das Ergebniß, welches die Börsensteuer seit längerer nach Kiel geschafft worden. Hierüber wurde verhandelt. nären Geleise zu verlassen. Was fümmert es einen schwarzburgZeit abwirft. Im Handelstheil der M. N. N." finden sich hierüber Der Kapitän gab an, daß durch plötzlich neblig gewordenes rudolstädtischen Landrath, daß der Landtag im Frühjahr fast Die folgenden recht interessanten, für die rasche Kapitalstonzentration Wetter der Unfall verschuldet sei. Es sei ihm nicht möglich gewesen, einstimmig einen Beschluß annahm, welcher die Regierung aufbezeichnende Ausführungen:" Während der Effektenstempel fort seinen Standort festzustellen, da das Marien- Leuchtfeuer auf Fehmarn fordert, dem nächsten zusammentretenden Landtage einen Gesezgesetzt die größten Erträgnisse liefert, bleibt die Umsatzsteuer flein teine Rebelsignale gegeben habe. Die Behauptung erwies sich als entwurf vorzulegen, welcher die Arbeiter in Beziehung auf das und speziell der Juni ist nicht nur hinter den Ausweisen der vorher richtig. Zur Zeit der Brandung tonnten teine Signale ge- Vereinigungsrecht als gleichberechtigt mit den anderen Parteien gehenden Monate, sondern auch der entsprechenden Abschnitte der geben werden, da durch Maschinendefekt die Sirene" betriebsunfähig behandelt. Vorläufig gilt noch der§ 8 des schwarzburg- rudols Borjahre zurückgeblieben. Die bedeutende Zunahme des Effekten- geworden sei und über die Beseitigung dieses Defekts eine Stunde städtischen Vereinsgefeßes, welcher alle politischen Arbeitervereine„ anstempels, welcher im wesentlichen die Wirkung der in den verflossen sei. Betriebsstörungen, die schon früher vorgekommen, burch" verbietet und das war für den Landrath v. Holleben Anlaß Händen der großen Häuser tonzentrirten find seitens der Feuerwärter in das Journal eingetragen und dieses genug, den in der Reichstags- Wahlperiode in Rudolstadt gegründeten Emissionsthätigkeit darstellt, läßt die zentrali- auch der vorgesetzten Behörde eingereicht worden. Abhilfe jedoch ist Arbeiter- Wahlverein jetzt aufzulösen, sowie ein seitens desselben sirenden Tendenzen auf diesem Gebiete schlechthin erkennen; nicht erfolgt. arrangirtes Sommerfest zu verbieten. aber ebenso ist der Nüdgang der Umsatzsteuer die Wirkung jenes Inzwischen sind Sachverständige zur Besichtigung aus Berlin Prozesses, weil durch die Konzentration der Kundschaft in den auf dem Marien- Leuchtfeuer anwesend gewesen, und wird nunmehr Entwurf eines Gesetzes, die Anlegung des Grundbuches Banten die Kompensation der Geschäfte im weitesten auch wohl Abhilfe durch Aufstellung einer Reſervemaschine erfolgen. betreffend" zugegangen. Darin ist die Schaffung eines vollständig Umfange ermöglicht wird. Dadurch, daß die Banken in der Das See- Amt gab seinen Spruch dahin ab, daß der Schooner Lage find, eine Unzahl von Geschäften, die sie früher mit anderen nicht gestrandet sei, wenn die vorgeschriebenen Nebelsignale vom neuen Grundbuches für das ganze Großherzogthum vorgesehen. Kommissären abgeschlossen, gegenwärtig in fich" zu machen, sparen Leuchtfeuer aus gegeben worden seien. Es müiffe empfehlen, daß Dasselbe soll, den Anforderungen des Bürgerlichen Gesetzbuches fie große Summen an Stempel, der dem Staate natürlich verloren zur Sicherung der Schifffahrt die Maschine der„ Sirene" durch eine gemäß, auch eine genaue Auskunft über die hypothekarische Bes geht. Da aber die Banken auf der anderen Seite berechtigt find, folche ersetzt werde, die es ermögliche, die Sirene" jederzeit in faftung geben, ein im Interesse einer zuverlässigen Ber schuldungsstatistik sehr zu begrüßender Fortschritt. ben ufancemäßigen Stempel der Kundschaft zu belasten, so fommt Betrieb zu setzen. ihnen der Stempelbetrag dennoch zu gute. Auf diese Weise ist die Börsensteuer thatsächlich zu einer Ein nahmequelle für die großen Banten geworden, eine Wirkung, die der Gesetzgeber so wenig wie wohl überhaupt jemand erwartet haben dürfte, und die auch weiterhin in Wirkung bleiben 910 Aus Hessen, 5. August.( Eig. Ber.) Den Landständen ist der Das sind ja recht erbauliche Thatsachen, die da erhellt werden. Ans Elfast Lothringen, 4. August.( Eig. Ber.) Die BeAlso trotzdem die festgestellten Betriebsstörungen genau protokollirt urtheilung, welche der Bersönlichkeit Bismard's anläßlich seines werden, erfolgt keine Abhilfe. Da möchten wir allerdings auch Hinscheidens in der bürgerlichen Presse Elsaß- Lothringens zu theil empfehlen", daß feitens der berufenen Behörde die Einrichtungen wird, unterscheidet sich erklärlicherweise wesentlich von dem Ton der zum Schuze der Seefahrer etwas beffer in Stand gehalten werden. verwandten Blätter Altdeutschlands. Im allgemeinen befleißigen sich " die Organe der klerikalen und freisinnigen Opposition einer vor- sichtigen Zurückhaltung, die nicht zum wenigsten auf die frische Er- innerung zurückzuführen sein dürste, in der im Lande noch die Opfer stehen, welche die Behandlung der Person Kaiser Wilhelm I. an- lüstlich der letztjährigen Zentenarfcier in den Reihen der oppositionellen Blätter Elsast-Lothringens gefordert hat. Wo es die Preffe aber unternimmt, den Einfluß Bismarcks auf die Gestaltung der inner« politischen Berhältnisse unseres Landes zu beleuchten, da kommen Gefühle, welche das Herz jedes rechtlich und freiheitlich gesinnten Elsässers angesichts der Leiche Bismarcks beschleichen müssen, ziemlich deutlich zum Ausdruck. DaS„ E l s ä f f e r Journal" z. B, schreibt: .Mit dem Fürsten Bismarck verschwindet einer der be- deuteudsten Zeitgenossen, ein für die ganze Menschheit unheilvoller Geist, wie die einen, einer der wohlthätigsten, wie die anderen, besonders diejenigen, welche ihm nach seinen unmittelbaren, greif- baren Erfolgen beurtheilcn, sagen werden. Zwischen beiden An- schauungen wird einst die Geschichte zu entscheiden haben. Wie diese Entscheidung ausfallen wird, wagen wir heute nicht zu sagen." Die„Stratzburger Bürger-Zeitung" sagt: „Elsaß- Lothringen hatte vor allem den Arm des eisernen Kanzlers zu spüren. Nach der Annexion verhöhnte Bismarck die Idee von den„wiedergewonnenen Brüdern" als Professorenidee, bezeichnete die Reichslande als Festungsglacis und verhängte über das Land das System der Diktatur und Ausnahmegesetze, unter dessen Folgen wir noch heute leiden. Der Paßzwang, die Inschriften- Verordnung, die Berufsbürgermeistcr und ähnliche Bescheerungen waren Etappen dieses Systems. Wir haben uns über dies ver- fehlte System sehr oft ausgelassen, sodast wir uns heute versagen dürfen, eine kritische Würdigung vorzunehmen." Der„Expreß" in Mülhausen äußert sich dahin: „Ganz Europa wird sich mit seinem Werke beschäftigen und ganz Altdcutschland einen seiner größten Söhne beweinen. Unsere Stellung in dieser Angelegenheit'ist einfach: Wir lüften den Hut vor dem zur letzten Ruhe Geleiteten, können uns aber dem Lcichcnbcgängniß nicht anschließen. Es ist uns unmöglich, zu vergessen, daß es Fürst Bismarck war, der in Elsatz-Lothringen das drakonische Regime einführte, welches so schwer auf der ersten Generation lastete und von dem leider noch so viel vor- Händen ist." Wie die bitterste Ironie klingt eS, wenn das offizielle Organ des rcichsländischen Ministeriums, die„Straßburger Kor- r c s p o n d c n z" sich angesichts derartiger Urtheile oer unab- hüngigcn Presse zu folgendem Hymnus auf den verstorbenen ersten Kanzler des Reiches aufschwingt: „Auch Elsaß-Lothringen, in dessen Geschicke der mächtige Kanzler mit gewaltiger Hand eingreifen mußte, um das Werk der deutschen Einheit zu vollenden, weiß die Größe und die Verdienste Bismarcks voll zu würdigen. Er hat dies jüngste Kind der deutschen Familie, wie er es selbst genannt hat. st c t s mit Wohlwollen behandelt, und wenn Elsaß-Lothringen gegenwärtig in allen Beziehungen zum Reich und zu den Bundes- staaten als selbständiges Staatswesen anerkannt wird, so ist dies vor allem dem Eingreifen des Manne? zu oankcn, an dessen Bahre wir heute mit aufrichtiger Trauer stehen." Das Wohlwollen Bismarcks für das„jüngste Kind der deutschen Familie"— so bemerkt zu dieser Leistung des amtlichen Blattes unser rcichsländischen Partei-Orgnn— hat sich in Diktatur, Ausnahmegesetzen, Jagd nach franzölischcn Inschriften, Paßzwang, Wohl- acmutygeschichten n. dgl. ausgedrückt; es ist die Theorie des Polizei«, Militär- und KlasscnftaateS in ihrer höchsten Vollendung gewesen. Daß man da droben in den ministeriellen Regionen gar nicht bedenkt, welche Gefühle ein Wort wie das obige im geknebelten elsah-loth- ringischen Volk« hervorrufen muß?! Schließlich sei noch eines Zwischenfalles Erwähnung gethan, der sich am Dienstag im Gemeinderath der Stadt Metz abspielte. Justtzrath Ströver hatte die Sitzung mit einer Rebe eingeleitet, in welcher er der Verdienste des verstorbenen Altreichskanzlers gedachte. Die Aufforderung de« Herrn Beigeordneten, sich zur Ehrung für den Fürsten Bismarck von den Sitzen zu erheben, unterbrach Herr Bank- direktor Buttermann mit der Erklärung, daß die Einheimischen keinen Grund hätten, sich daran zu bethciligen. Es erhoben sich daraufhin nur sieben eingewanderte Gcmeinderathsmitglicder von ihren Sitzen.— Chronik der MajestiitSbeleidigungS- Prozesse. Gegen Maximilian Horden, den Herausgeber der„Zukunft", gegen den bekanntlich bereits wegen seines Artikels„Pudelmajestät" Anklage erhoben worden ist, ist nun neuerdings auch noch wegen seines in der„Zukunft" zum Abdruck gebrachten offenen Brieses„An den Kaiser" daS Verfahren wegen Majestätsbeleidigung, Beleidigung des Richterstandes und Beleidigung des Oberstaatsanwalts Drescher ein- geleitet worden. Herr Horden ist bereits vernommen worden.— Schweiz. Zürich, 4. August.(Eig. Ber.) Die bürgerliche Presse kann sich anläßlich des Todes BiSmarck'S nicht genug thun in dessen Verherrlichung. Hätte sie sich aber daran erinnert, wie wenig sympathisch er der Schweiz gegenüberstand, wie unter ihm dieselbe von dem bekannten Puttkamer als ein„wildes Land" beschimpft wurde, welche Schwierigkeiten er derselben durch seine rücksichtslose Zollpolitik wie durch das brutale von seinem tödtlichcn Hasse er- füllte Sozialistengesetz bereitete, daß er der indirekte Urheber der politischen Polizei' und der BundeSauwaltschaft war, so würde sie ihm das Lob nicht gespendet haben. Vielleicht auch die journalistischen Anwälte deS Geldsacks hatten auch in der Schweiz immer ein feines und inniges Verständniß für Bismarcks Bestteben, immer und unter allen Umständen die Interessen der Besitzenden zu wahren, Millio- näre zu züchten und daS besitzlose Volk mit brutaler Faust niederzuhalten, damit eS auf keine höhere Stufe des Daseins ge° langen kann. Nur wenige bürgerliche Blätter und sodann unsere Parteipresse machen davon eine Ausnahme. So schreibt der demo- kratische„St. Galler Stadt-Anz.":„Lorbeerkränze an Bismarcks Grab niederzulegen, steht uns Schweizern nicht an. Macht und Erfolg soll der Republikaner nicht anbeten. Staunen wir auch über das Genie und die Thatkraft, die mit dem eisernen Reichskanzler in die Gnibe gefahren, bewundern wir sie vielleicht sogar, so findet der Mann doch keinen Platz in unserem Herzen, der das verachtete, was uns heilig ist." Und das Züricher«Volksrecht" schließt seinen kritischen Leitartikel mit den Worten:„Mögen daher unsere„Ordnungs- Parteien" sammt und sondcrS vor den: Manne von Blut und Eisen im Staube liegen, uns„Umstürzler" bestärkt gerade das Beispiel Bismarcks von neuem in unserer felsenfesten Ueberzeugung, daß nicht Blut und Eisen, nicht brutale Gewalt die Menschheit vor- wärts bringt, sondern einzig und allein der Geist, der Geist der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit." Zu der Verwarnung der italienischen Redak- teure in Lugano durch die dortige Behörde bemerkt der „Grütlianer":„Ist dem so? Beigefügt kann werden, daß man italienische Zustände wahrlich rücksichtslos besprechen kann, ohne die Person des Königs hereinzuziehen."— Das ist gewiß ganz richtig. Allein es ist auch schwer, über einen Mann nichts zu sagen, der sich nicht scheut, einen: armen, hungernden Volke Jahr für Jahr 15 Millionen Franken abzunehmen, ohne dafür etwas Nützliches zu leisten, und unter dessen Regime in Mailand das Kriegsgericht ? geradezu wahnsinnig wüthet und Leute nicht wegen Handlungen, andern wegen ihrer polittschen Gesinnung vcrurtheilt und auf viele Jahre ins Zuchthaus schickt. Wenn aber den König alle diese Vor- gänge nichts angingen, so erschiene er ja erst recht als das fünfte dtad am Wagen.— Frankreich. PariS, 5, August.(Eig. Ber.) Die amtliche Statistik der Bezirk sraths- Wahlen zeigt dasselbe ziemlich unveränderte Bild, wie die Statistik der GeneralrathS-Wahlcn. Auf die 1754 zu erneuernden Mandate kommen nur �190 Stichwahlen— ein ziffernmäßiges Kennzeichen der außerordentlichen Lauheit der Wahl- bewcgung. Von den definitiven lobl Ergebnissen(drei Ergebnisse stehen bisher aus, darunter eines in Carmaux, wo die Behörden willkürlicher Weise die Wahl nicht proklamirt haben) entfallen auf die Soziali st en 36 Mandate, die Radikalen 899, die„Republikaner" schlechthin sein vom Kabinet Brifson neu eingeführter Parteiname, welche die linksstehenden, dem Bunde mit den'Radikalen zugeneigten Bourgeoisrepublikaner bezeichnen soll) 473, die Bourgcoisrepublikaner 397, die Monarchisten und Ralliirten 254, die„Nationalisten" 2. Zu bemerken ist noch, daß die Sozialisten im Vergleich mit ihrem Besitzstand unmittelbar vor den Wahlen sieben Mandate im ersten Wahlgang gewonnen haben. D:e Arbeiter-OrganifationendeS Tarn-DepartementS, deS Königreichs Rcssäguier-- Baron Reille, werden nach wie vor, unter Brifson wie unter Meline, auf jede Weise polizeilich- gerichtlich geplagt. Unter Meline waren die Carmauxer Gewerkschaft der Kohlengräber und die der Metall- arbeiter in Albi, sowie der Gewerkschaftsverband der Departements Tam, Härault und Aveyron gerichtlich aufgelöst worden. Dieser Tage fanden Haussuchungen statt in den Gewerkschaftslokalen der Glasarbeiter und Hutmacher von Albi. Es handelt sich darum, auch diese Gewerkschaften wegen angeblicher politischer Thättgleit auflösen zu können. Keine öffentliche Veranstaltung scheint mehr in Frankreich mog- lich zu sein, ohne daß die Dreyfus-Affäre dazwischen käme, die Leidenschaften entfesselnd. Unnöthig zu sagen, daß die Herausforderer bezw. oie Urheber der Tumulte stets die klerikal- antisemitischen„Patrioten" sind. Dies ist auch der Fall in den Tumulten zu Nantes, die anläßlich des dort abgehaltenen Jahreskongrcsses der„Französischen Assoziation für die Förderung der Wissenschaften" ausgebrochen sind. Die in Nantes sehr zahlreich vertretenen klerikal- monarchistischen Elemente konnten es nicht ver- tragen, daß zum Vorsitzenden des Kongresse? der große Chemiker Grimaux gewählt worden war, der wegen seiner Zeugenaussage im Zola-Prozeß gematzregelte Professor des Polytechnikums. Grimaux und das Kongreß- Mitglied Aves Guyot, der Direktor des„Siäcle", wurden am Vorabend des Kongresses auf der Straße von einem„patriotischen" Gewalthaufen überfallen, Dves Guhot sogar thätlich mißhandelt. In der Eröffnungssitzung des Kongresses veranstalteten die Chauvinisten— unter Anführung der zwei monarchisti- schen Abgeordneten de? Departements— einen Höllenlärm, sobald Grimaux seinen Vortrag über— die„Chemie des unendlich Kleinen" zu halten sich anschickte. DaS Ende war, daß' der Kongreß sich in ein kleineres Lokal flüchten mußte, um unter Ausschluß des Publikums zu tagen... Daß die Polizei gegenüber den patrio- tischen Rowdics sich mit zarter Nachsicht benahm, ist selbstverständlich. Auf der Straße kam es u. a. zu thätlichen Zusammenstößen zwischen den Radaumachern und den sozialistischen GcmeinderathSmitgliedern von Nantes, die für Grimaux Partei ergriffen hatten.— Di« Großkapitalisten im Senate wollten am liebsten dem Grafen Posadowsky mit einem Gesetze zur Verhinde- rung von Streiks zuvorkommen. Die„Soz. Corr." schreibt hierüber: „In Frankreich hat jetzt der Senat der Deputirtenkammer einen Gesetzentwurf gegen Arbeiterausstände übergeben, mit dem eine ge- schickte Aufsichtsbehörde, wenn sie sonst den Willen hat, sobald der Entwurf Gesetz ist, den Kampf der Arbeiter um bessere Existenz- bedingungen fast lahm legen kann. Der Senat verlangt, daß mit Gefängniß bis zu 3 Jahren und mit Geldbuße bis zu 3000 Franks, oder mit einer dieser Strafen allein, jeder bestraft wird, der, um die Erhöhung oder Verringerung der Löhne zu erzwingen oder der freien Ausübung der Gewerbe oder der Arbeit Einttag zu thun, eine Arbeitseinstellung durch Drohung, Thätlichkeiten oder Gewaltsam- keit oder betrügerische Handlungen herbeiführt oder nur den Versuch dazu macht. Einem derartigen Gesetze können, wie gesagt, vor- urthcilsvolle Behörden eine Auslegung geben, daß es geradezu ver- hängnißvoll für die Arbeiter wird. Es ist jedoch fehr fraglich, ob die Deputirtenkammer den Entwurf annimmt."— Zur Affaire DrcyfuS liegen heute wieber eine Reihe von Meldungen vor, welche beweisen, daß die französische Regierung in arger Klemme ist und Eingriffe in das Vorgehen der Justiz meist scheut. Die Aullageknmmer entschied, wie wir bereits gestern mittheiltcn, der Untersuchungsrichter Bcrtulus sei bezüglich der Untersuchung fämmtlicher dem Major du Paty de Clam zur Last gelegten Fälschungen unzuständig. Das„Journal" giebt die Nachricht wieder, der Untersuchungs- richter Bertulus habe die Untersuchung gegen Cstcrhazy und Frau Pahs zurückgezogen.— Den:„Matin" zufolge wird die An- klage-Akte gegen Oberst Picquart heute oder morgen unterzeichnet werden. Picyuart werde jedoch sofort die Nichtigkeitsbeschwerde erheben. Der Untersuchungsrichter Fabre konfrontirte gestern Vormittag in seinem Kabinet Lcblois und den General Pellieux Und begab sich heute Nachmittag zum Kriegsminister.— Redakteur Judet über- sandte dem Staatsanwalt ein ausführliches Schreiben, in welchem er verlangte, daß sofort eine Untersuchung gegen ihn eröffnet werde, deren Gegenstand die von Labori gegen ihn erhobene Beschuldigung der Fälschung fein soll.— England. London, 6. August. Unterhaus. Bei der Berathuna der Jmpfgesetz-Novelle in der vom Oberhanse abgeänderten Fassung beantragte Chaplin die Wicdereinfügunq der Bestimmung, welche diejenigen Personen von der Wirksamkeit äes Gesetzes befteit, die vor zwei Richtern die Erklärung abgeben, daß sie gegen die Impfung GewissenSbedenken haben. Der Antrag wurde mit 129 gegen 34 Stimmen angenommen.— Italien. Rom, 6, August. Wie das Meteorologische Zentralbureau meldet, wurde das in Messtna wahrgenommene Erdbeben auch in Rcagio sCalabrien), Capo Milazzo und Mineo sCatania) verspürt und rief überall großen Schrecken hervor. Schaden wurde indeß nirgends angerichtet.— Rnstland. In Russisch-Zentralafien wird mit Erfolg der Versuch unter- nommen, Baumwolle von der Qualität der amerikanischen zu bauen und so zunächst die russische Baumwollindustrie von dem Bezüge auSländffchen Rohstoffes unabhängig zu machen. In den vier Jahren von 1SS9— 1893 ist in Turkestan die Anbaufläche für Baumwolle von 86 000 DeSjättnen auf 136 000 erweitert worden. Die Produktion stieg von rund 1,2 auf 2,2 Millionen Pud oder mehr als 80 pCt., der Werth von 7,2 auf 14,6 Millionen Rubel, hat sich also mehr als verdoppelt. Trotz dieses raschen Ford- schrittes reicht die Baumwollproduktion von Russtsch-Mittelassen noch nicht entfernt aus, auch nur den ganzen Bedarf des eigenen LandeS zu decken. Im Jahre 1893 wurden aus den Baumwollendiftriktcn im ganzen etwa 25 pCt. des Bedarfs der russischen Baumwollindustrie ausgeführt und wenn auch seit 1893 eine weitere starke EntWickelung der Baumwollkultur zu verzeichnen sein wird, so dürfte sie nicht ausreichen, den Unterschied zwischen Produttion und Verbrauch ganz auszugleichen.— Türkei. Konstantinopel,«. August. Nach Konsularberichten haben die Gendarmerie-Detachements im Distrikt Ahlat(Vilajet Tiflis) bei den Nachforschungen nach Waffen und revolutionären Schriften Aus- schreituiigen gegen die Armenier verübt; dagegen ist die Meldung von Plünderungen durch die Kurden bisher nicht bestätigt.— Kanca, 4. August. Zur Kretafrage. Die Admirale haben, um die heimliche Landung türkischer Truppen auf der Insel zu verhindern, angeordnet, daß Dampfer mit Ausnahme der Häfen von Kanea, Rethymnos und Heraklion sich an keiner Landungsstelle länger als drei Stunden aufhalten dürfen. Durch diese Maßregel sollen die Dampfergesellschaften abgehalten werden, Frachten nach anderen Häfen Kreta's anzunehmen, wodurch auch die heimliche Ans- 'chiffung kleiner türkischer Truppenabtheilungen unmöglich gemacht werden soll.— Ästen. Simla(Indien). 5. August. Die KuliS im Lager von Kanirogah im Tochithal wurden am 3. August nachts angegriffen. Sieben derselben wurden getödtet, elf verwundet. Die Angreifer sind unbekannt.— Amerika. Etwas für den alldentschen Bcrbmid.„Interviews mit hervorragenden Eintvohnern CincwnatVs, welche gegen ihr Vater- land die Waffen aufnehmen." Unter dieser Aufschrift veröffentlicht die UNS vorliegende„Cincinnati Post" vom 16. v. M. Antworten von angesehenen Deutsch-Amerikanern Cmcinnatös, denen sie die Frage vorlegte, wie sich die Deutsch-Amerikaner in einem etwaigen Kriege zwischen Deutschland und Amerika verhalten würden. Wir heben aus den Berichten einiges hervor: Der Mayor (Bürgermeister) von Cincinnati, Gustav Tafel, antwortete: „Ich habe mit vielen Deutsch- Amerikanern über die(in- zwischen dementirte Red.) Aktion der Deutschen auf den Philippinen gesprochen. Sie sind fehr entrüstet über Deutschland und denken, es hätte sich nicht einmischen sollen. Dies ist auch»reine Meinung. Wenn eS zu einem Kriege zwischen Deutschland und Amerika kommen sollte, Ivürden die Deutsch-Amerikaner nur eines thun. Sie würden für Amerika, ihrer neuen Heimath, käinpfen, denn sie sind Amerikaner in jedenr Sinne des Wortes. Unsere Liebe zum Vaterland ist Gefühlssache und wir Pflegen sie, aber ie darf nicht zwischen uns und unseren Pflichten als ameri- anische Patrioten stehen,"— Leopold Kleybolte antwortet: „Die Deutsch- Anrerikaner würden wie ein Mann aufstehen und für Amerika kämpfen. Unsere Liebe zum Vaterlande würde keinen Widerspruch bilden bei unserer Vcrtheidigung unseres Adoptiv- Landes."— John Zumitem, Postmesster:„Ich würde bei Amerika als Erster und Letzter stehen. Jeder deutsch-amcrikmnsche Bürger würde dasselbe thun." Dr. Otto Jütner Arzt:„... Wenn es zu einem Kriege zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland kommen sollte. wird eS keine mehr begeisterten Vertheidiger Amerikas geben, als die Deutsch- Amerikaner." Charles Wicdemann, Bierbrauer, antwortete:„Wir würden bei unserer Adopttv- Heimath sein, folglich würden wir ebenso bereit- willig gegen Deutschland, als gegen ein anderes Land kämpfen. Das deutsche Volk ist nicht gegen uns." Die„Münchener Post", der wir vorstehendes entnehmen, be- mertt dazu: „Diese Nutworten ordnnngsfestcr Deutsch-DankeeS geben auch eine hübsche Jllnstratton zum Kapitel:„Ilbi bene, ibi patria(Wo eS mir gut geht, da ist mein Vaterland), und sie sind jedenfalls ehrlicher, wie die überschlväiiglichen Berichte unserer hurrah-nationalen Presse über Bismarcktrauer und unentwegte Vaterlandsliebe der „Deutsch"-Amerikaner." Was sagt Herr Professor Hasse und Herr Dr. Mold dazu?— Märkische Parteikonferenzen. Die Kreiskonferenz für Brandenburg- West Havelland Ivird Sonntag, den 21. August, in Winkels Salon in Brandenburg abgehalten und die Konferenz für den Kreis F-rankfurt-Lebus am 14. August in N e n- L a n g s o w(Station Werbig). In Ttrnlsnnd beschloß eine Versammlung die Gründung eines Arbeiterkasinos, um der Lokalnoth ein Ende zu machen. Es wird zu diesem Zwecke eine Gesellschaft mit beschränkter Haftpflicht gebildet werden. Die Koste« der RcichStagSwahl in Pommer« haben nach der im Stettiner„Vollsboten" gegebenen Abrechnung 9451,40 M. betragen. Eingckommen sind 10 664,74 M. Polizeiliches, Gerichtliches tt. — Der Reichstngs-Abgeordnete für den SaalkreiS, unser Kollege Fritz Kunert, war vom Schöffengericht in H a kl e a. S. zu 15 M. Geldstrafe vcrurtheilt worden, weil er bei der diesjährigen März- feicr angeblich nach Schluß der Versammlung eine kurze Au- spräche an die Festthcilnchnier gehalten hat. Kunert legte gegen das tirtheil Berufung ein. In der Verhandlung vor dem Land- gericht protestirtc er besonders gegen die irrige Annahme des Vorder- richtcrs, wonach zwei Versammlungen, eine angemeldete und eine nicht nngcincldete, abgehalten worden sein sollen. Es könne mir von einer in sich einheitlichen Märzfeier oder Versammlung, die gesetzlich gemeldet und bescheinigt war, die Rede sein. Von dieser Feier sei die Ansprache nur ein Theil gewesen, der logischer Weise so wenig hätte beanstandet werden sollen, wie die ganze Festlichkeit. Das Berufungsgericht nahm jedoch an, daß sich die Gicbichenstelncr an dem gleichen Festabend z w e i Versammlungen geleistet haben; es nahm ferner an, daß die zweite Vcrsanimlung ungesetzlich war und sprach schließlich die Ilcbcrzengnng auS, daß der Angeklagte das volle Bewußtsein der Ungesetzlichkeit seiner Handlungs- weise gehabt habe. Aus diesttMästrliiidtn wurde die von Kunert ein- gelegte Revision verworfen. — In der in der FreitagSnummer deS„Vorwärts" ertvnhnten Privatklagesache des Tischlermeisters V o u h o f f in Delitzsch ist Genosse W e i ß m a n n in Halle, Redakteur am„Volksblatt", vom Schösscngericht in Delitzschs zu einer Woche Haft verurthcilt worden. Bekanntlich war der Bericht über eine Holzarbeiter-Versammlung Gegenstand der Klage. Ans Freiheitsstrafe wurde, wie üblich, des- halb erkannt, weil eine Geldstrafe nicht vom Angeklagten bezahlt werden würde. Zu dem Termin sollte unser Genosse, wie schon mitgetheilt worden ist, zwangsweise vorgeführt werden. Am VerhandlungStage erschien die Hallessche Polizei zu diesem Zwecke schon früh'/eü Uhr an der Wohnung Wcrßmamüs, sie fand aber daS Nest leer, denn Weißmann war natürlich schon nach Delitzsch abgereist. AuS der zwangsweisen Vorführung ist also nichts geworden. — Einen Strafbefehl in Höhe von 20 M. oder zwei Tagen Haft hatte Genosse August K>'! h n, der frühere Rcichstags- Abgeordnete für Reichenbach-Neurode, erhalten, weil er irgend Jemand den Auftrag ertheilt haben sollte, Wahlplakate in Neichcnbach anzukleben, ohne dies polizeilich gemeldet zu haben. Das Schöffengericht in Reichenbach sprach ihn jedoch frei, da die Amtsanwaltschaft die behauptete Uebertretung nicht zu beweisen ver- mochte. — Der sihärfere Wind. Aus den Kreisen der polnischen Parteigenossen wird uns geschrieben: Es erinnert uns an die Zeiten des Ausnahmegesetzes, wenn wir die Verfolgungen, Prozesse und die horrenden Bestrafungen, überhaupt das schärfere Vorgehen der Justiz gegen die polnische Sozialdemokratie berrachten. Außer den vielen Verfolgungen der Genossen in den Provinzen Schlesien und Posen wegen der Wahlagitation sind die hiesigen Leiter der Agitation die ständigen Opfer der Hanssuchnngen, Vernehmungen, Prozesse und des Gefängnisses. Im Laufe deS letzten halben Jahres haben bei mehreren Genossen 11 Haussuchungen und 23 Venichmungen tattgefunden. Der Redakteur der„Gazcta Robotnicza", Genösse Kacz marek, welcher das Blatt im vorigen Jahr vier Monate verantwortlich zeichnete, hat in Plötzcusee drer Monate zu- gebracht, kürzlich ist er wieder zu einem Monat vcrurtheilt worden und zwei Prozesse schweben noch gegen ihn. Sein Nach- folger, Genosse B e n d i s ch, ist in zwei Prozessen zu 150 M. ver- urtheilt worden. Außerdem schweben gegen ihn noch drei Prozesse. Der Verleger der„Gazeta Robotnicza", Genosse Morawski, und Genosse Wiese in Posen hatten am Montag den I.August wegen eines Wahlflugblattes vor ber Posener Strafkammer Tennin. Morawski, als Verfasser, wurde zu 300, Wiese, als vermeintlicher Verbreiter zu 100 M. Geldstrafe und Tragung fämmtlicher Kosten verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte gegen Morawski 100 M., gegen Wiese 30 M. Geldstrafe beantragt. Am schlimmsten erging es dem Reichstagskandidaten für Gnescn-Wongrowitz, Genossen Golibrocki. Sein Flugblatt ist auch von der Staatsanwaltschaft beanstandet. Der Genosse ist mehrere Male vom Blutsturz befallen worden und liegt schwer krank danieder. Trotzdem wurde bei ihm gehaussucht und lange Vernehmungen mit ihm abgehalten. dienen kann. Gewerkschaftliches. V = : Es Thiesigen Fabrikanten bereiten können. Einschränkung bert Aus Kuba wird heute gemeldet: Arbeitszeit fordert er aber auch für die Fabriken, in denen Die Generalversammlung des Eine amtliche Depesche aus Santiago besagt, die spanischen Unterstütungsvereins Gummiplatten z it m Sentscher Tabakarbeiter wird am 4. September und folgende dünner Um wideln und Isoliren Soldaten seien infolge des Mangels an Lebensmitteln entkräftet; Leitungsdräthe hergestellt werden. Tage in Offenbach abgehalten. Hier auch hätten sich durch den Aufenthalt in dem engen, ihnen Im Vordergrund der Ver- müssen besonders Arbeiterinnen den giftigen Schwefel- von den Amerikanern angewiesenen Lager Krankheiten unter handlungen wird die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung fohlenstoffdampf aufathmen. Die Berliner Polizeibehörde ihnen immer mehr stehen. ausgebreitet. gebe augenblicklich hat bisher eine solche Verfügung nicht erlassen. Eine Arbeits- achttausend Krante, ungerechnet diejenigen, die in den Die Schanerlente Hamburgs haben in einer start besuchten zeit von zweimal 21/2 Stunden, die durch eine Pause Hospitälern liegen. Die Sterblichkeit beträgt täglich 14. Die Versammlung beschlossen, den Stauerbaasen und dem Verein Ham- von einer Stunde getrennt sind, wird im englischen Gesetz Heilung der Bunde des Generals Linares nimmt den normalen burger Rheder einen neuen Lohntarif vorzulegen. Sie fordern darin als Höchstgrenze festgelegt und vom Berliner Aufsichtsbeamten Verlauf. Einem Bericht des General Shafter vom 4. August zueinen Tagelohn von 5 M.( bisheriger Lohn 4,20 M.), eine Erhöhung gefordert, ebenso vom Aufsichtsbeamten für söln. Lepterer weist folge beträgt die Gesammtzahl der Kranten 3354, unter welchen sich des Lohnes für Nachtarbeit von 5 M. auf 6 M., für Ueberstunden darauf hin, daß außerdem auf grund der§§ 120 a und 120 c 2548 Fieberfranke befinden; neue Fieberfälle sind 502 zu verzeichnen, 60 Pf., für Sonn- und Festtagsarbeit 6 M. pro Tag, für gesund- von den Aufsichtsbeamten verlangt werden können: 1. 8wed geheilt sind 549, gestorben 14 Mann. heitsschädliche und ausnahmsweise schwere Arbeiten, wie Löschung mäßige mechanische Ventilation der Arbeitspläge und Arbeits- Das Kriegsdepartement hat Befehl gegeben, alle Truppen aus von Getreide, Salpeter, Guano u. f. w. pro Tag 6 M. und für die räume; 2. Möglichstes Bedeckthalten der Gefäße mit Santiago zurückzuziehen, da die Truppen durch die schlechte WitteNacht 7 M. Für Noth- und Havariearbeiten werden 50 pct. Aufschlag Benzin, bezw. Chlorschwefel und Schwefelfohlenstoff; 3. Verbot rung und durch das ungesunde Klima viel zu leiden haben. Zuerst verlangt. Die gewöhnliche Arbeitszeit soll auf die Zeit von 6 Uhr des Betretens Betretens der Trodenräume, in welche die wird die Artillerie, dann die Kavallerie und schließlich die Infanterie morgens bis 6 Uhr abends festgelegt werden. Weiter wird ver- vulkanisirten Stoffe mechanisch hinein und heraus zu zurückberufen werden. langt: freie Beförderung an und von Bord der Schiffe und Lohn- befördern sind; 4. Absauge Vorrichtungen an den Aus Santiago wird unter dem 5. d. M. gemeldet: General zahlung an Bord der Schiffe nach beendeter Arbeit. Die Forderungen Streichmaschinen für wasserdichte Stoffe; 5. unentgelt. Wood bleibt hier, um die Stadt besezt zu halten. Gomez lagerte decken sich mit den vor dem großem Streit aufgestellten, und zu liche Verabreichung von guter Milch an die Arbeiter; am 24. Juli fünf Meilen nordwestlich von dem südlichen Ende der einem geringen Theile gehen sie etwas über diese hinaus. Falls die 6. ausreichende Wasch und Badegelegenheit; 7. Um Trocha Mocon- Jucaro. Stauer und Rheder den Tarif anerkennen, will man ihn auch der leide und Speiseräume; 8. Verbot der Verwendung Nach einer Meldung des„ New York Herald" aus Santiago de Handelskammer zur Billigung vorlegen, um so einen Tarif zu be- Jugendlicher; 9. monatliche Untersuchung durch Kuba will die Stadt Manzanillo sich den Amerikanern ergeben. kommen, der bei Klagen vor dem Gewerbegericht als Unterlage den Arzt, der befugt und verpflichtet sein soll, törperlich un- Diesbezügliche Verhandlungen seien eröffnet. geeigneten Arbeitern das Vulfanisiren zu untersagen; 10. Führung Aus Portorico wird über New York telegraphirt: Ein Telegramm des„ New York Herald" meldet aus Arroyo vom 30. Juli, Zum Maurerstreik in Flensburg wird uns mitgetheilt, daß eines Buches über die stattgehabten Untersuchungen. von den 43 italienischen Maurern, die als Erfaz für die Die meisten diefer Forderungen sind in der Mehr- wenn alle Truppen des Generals Brooke an Land gesetzt sein Streifenden angeworben waren und am Bau des Schlachthauses gange be summifabeiten nicht fit, be bene verzweifelter Widerstand erwartet werde, da bedeutende ſpaniſche zahl der erfüllt; es ist daher ein beschäftigt werden sollten, 30 die Arbeit niedergelegt haben. Die werthen Beispiele ihres Kölner Kollegen zu folgen fremden Maurer waren abgesondert von der Bevölkerung, indem für die Durchführung dieser Vorschriften zu sorgen. und Streitkräfte die Höhen zwischen Arroyo und Guayama besetzt hielten. man sie in der Quarantänestation untergebracht hatte. Aber auch könnten dies Sie Das letztere habe eine Garnison von 1500 Mann. Die Kriegsschiffe diese weise Vorsicht half nichts. Im Baufach herrscht in Flensburg liche Lage der Unternehmer auf die so ängstlich Rücksicht beden, indem sie die Höhenzüge hinter der Bucht von Guayama so energischer thun, da die wirthschaft St. Louis" und" Cincinnati" sollen die Landung der Truppen Todtenstille. Die Situation für die Streifenden ist äußerst günstig genommen werden soll gerade bei den Gummifabriken eine unter Feuer nehmen. Die Meldung, die Amerikaner hätten Coama Der Tischlerstreik in Uelzen in Hannover ist nach elfwöchiger glänzende ist. Dividenden von 25-30 pet. gehören zu den genommen, sei verfrüht. Eine Rekognoscirungstruppe habe am Dauer für beendet erklärt worden, da die laufenden Arbeiten ständigen Einrichtungen. Die Aktionäre find also genügend Montag die Grenze der Stadt erreicht, habe sich aber wieder zurücksämmtlich nach auswärts bergeben sind und deshalb die Tischler- geschützt! Trotzdem sind in der Mehrzahl der Gummifabriken weder gezogen. meister selber nur wenig zu thun haben. In drei Werkstellen sind sämmtliche vom Kölner Aufsichtsbeamten mit Recht geforderten Bon dem auf der Höhe von San Juan befindlichen Breßdie Forderungen der Arbeiter bewilligt; in den übrigen sollen die fanitären Maßregeln durchgeführt, noch ist die Arbeitszeit eine der schiff wird unterm 5. August gemeldet: Die Amerikaner haben Forderungen zu gelegener Zeit von neuem gestellt werden. Gefährlichkeit des Betriebes entsprechend kurze. Leider berichtet der den östlichen Theil von Portorico besetzt; fleine Ab= Die Glafer und Tischler in Wittenberg. etwa 60 an der Hannoverschen Gummifabrik, obwohl unser Hannoversches Partei- feuer längs der Küste wieder an, ohne auf Widerstand zu stoßen. Beamte für Hannover garnichts über die Zustände in der theilungen Infanterie und Marine landeten und zündeten die LeuchtBahl, legten am Mittwoch die Arbeit nieder. tündige Arbeitszeit und statt des Tagelohnes Stundenlohn, der je Mißstände hinzuweisen. Sie verlangen zehn- organ„ Volfswille" wiederholt Gelegenheit hatte, auf dort herrschende Einige Kriegsschiffe sind entsandt worden, um die Transportschiffe, nach den Fähigkeiten des einzelnen Arbeiters bemessen werden soll. welche wahrscheinlich infolge eines Mißverständnisses rings Aus Hildesheim berichtet der Beamte, daß dort die Erum die Insel zerstreut sind, nach ihrem Konzentrirungspunkte Beim Streit der Tischler in Greiz handelt es sich haupt- tranfungsziffern der Arbeiter noch ungünstiger find als Ponce zu bringen, wo General Miles sie erwartet. Dieser wird fächlich um die Durchführung folgender Forderungen: zehnstündige in der Jutespinnerei und das will viel sagen. Von den Arwahrscheinlich eine Frist von mehreren Tagen zur Blockirung San Arbeitszeit, Abschaffung der Akkordarbeit, 15 pet. Lohnerhöhung, beitern erkrankten 29 pet. mit je 13 Tagen, von den Arbeite- Juans verlangen, welche jetzt nur durch das Schiff„ New Orleans" 10 Pf. Zuschlag für lleberstunden, 20 Pf. Zuschlag für Sonntags- rinnen 47 pet. mit je 12 Tagen, was auch durch die im Winter aufrecht erhalten wird. Wie aus Ponce vom 5. Auguſt gemeldet arbeit. Von den hiesigen Tischlergesellen sind ca. 80 pct. organisirt. größere Anzahl beschäftigter Arbeiterinnen mitverursacht werden soll. wird, sest General Miles ohne Rücksicht auf die FriedensverhandZuzug ist fernzuhalten. Am meisten gefährdet sind die Arbeiter in der staubigen Asbest- lungen seine Operationen fort. abtheilung, dann die in der Vulkanisirabtheilung. Ueber die Philippinen wird heute berichtet: Einer Meldung Der Beamte bemühte sich, eine bessere Lüftung der Arbeitsräume zu des„ Evening Journal" aus Hongtong zufolge soll sich Aguinaldo erreichen die Direktion verhielt sich ablehnend! an den amerikanischen Konsul in Hongkong gewandt und darüber Eine reichsgefeßliche Regelung der Arbeitszeit in den Klage geführt haben, daß Amerika nicht offen mit ihm verfahre in Gummifabriken gehört zu den dringendsten Aufgaben! bezug auf seine Absichten für die Zukunft; er frage, warum er blindlings für Amerita's Interessen fechten solle. Das Interesse feines Bolles sei ihm ebenso heilig, wie dasjenige Amerika's dem Konsul. Die Bauhandwerker Nürnbergs stehen im Streit. Zuzug ist fernzuhalten. Die Arbeiterpresse wird um Abdruck gebeten. Soziales. Die famose Versicherungsgesellschaft ,, Industria", die im vorigen Jahre mit so großem Geschrei zu dem Zweck gegründet wurde, die Unternehmer gegen die aus Streiks entspringenden VerIufte zu schützen, hat sich, wie wir hören, aufgelöst. Und die Moral von der Geschicht? Die großen Unternehmer haben kein Intereffe daran, für die mittleren und kleinen Fabrikanten bei Streits tief in die Tasche zu greifen, ihre Liebe zu diesen ist ja nur tannibalischen Charakters, und dasselbe edle Gefühl leitet die Großen selbstverständlich auch im Verhältniß zu einander, und die Kleinen gegenüber den Großen. um Soziale Rechtspflege. erledigt werden, können nach einer Entscheidung der Kammer III auf Ansprüche, die vor dem Gewerbegericht durch Vergleich keinen Fall nochmals im Klagewege geltend gemacht werden. Ein Vergleich habe in jeder Beziehung dieselbe rechtliche Wirkung, wie eine rechtskräftige Entscheidung. Den Einwand des Klägers in der fraglichen Sache, er habe nicht recht begriffen, daß durch den Vergleich je de weitere Forderung ausgeschlossen sein sollte, erklärte das Gericht für unerheblich. Der Krieg. Die deutschen Lohn- Fuhrunternehmer beauftragten auf ihrem letzten Verbandstage zu München den Verbandsvorstand, in Beziehung auf das Verhältniß des Droschtenwesens zur Aufsichtsbehörde ein Gesuch an den Reichskanzler zu Die Friedensverhandlungen dürften nun rascher geführt richten, wonach dieser bestimmte Punkte festsetzen soll, über welche werden, da Sagasta auf die Zustimmung der meisten politischen die Vertreter der Lohn- Fuhrunternehmer von den Orts- Polizeibehörden Führer und der hohen Militärs rechnen kann. gehört werden müssen. Jetzt sind die Orts- Polizeibehörden viel- Im Ministerrath erstattete der Ministerpräsident Sagasta Bericht tommen. Zur Philippinenfrage erhält die Jnt. Norr." folgende Nachin Fühlung stehen, bezeichnet man es als selbstverständlich, daß die richt aus New- Yort: In allen Kreisen, welche mit der Regierung Philippinen fürs erste in der Gewalt der Nordamerikaner bleiben müssen. Die spanische Oberhoheit werde zwar formell bestehen und als solche auch sofort þeim Friedensschlusse anerkannt werden, dagegen würden die Vereinigten Staaten unter allen Umständen alle strategischen Punkte der Inselgruppe so lange besetzt halten, bis die den Eingeborenen zugesicherte autonome Verwaltung vollständig durchgeführt und der Fortbestand der öffentlichen Ordnung gesichert sei. Alsdann würden sich die nordamerikanischen Truppen zwar in die den Vereinigten Staaten zugesicherte Flottenstation zurüdziehen, jedoch die vertrags: mäßige Befugniß erhalten müssen, bei etwaiger Störung der Ruhe in jedem Theile der Inselgruppe sofort einzugreifen. Nur unter dieser Bedingung würden die Vereinigten Staaten von der vollständigen Besizergreifung der Inseln Abstand nehmen können. in fach anderer Ansicht als die Vertreter der Lohn Fuhr über seine mit den verschiedenen Politikern in den letzten Tagen geunternehmer, ob im Sinne der seinerzeit vom Reichs- habten Besprechungen. Ein Beschluß wurde nicht gefaßt. Der Tekte Nachrichten und Depeschen. tangler erlassenen Vorschriften eine gutachtliche Anhörung von Finanzminister Puigcerver verlas einen Gesetzentwurf betreffend Fachleuten vorzunehmen ist. Da nach den bisherigen Erfahrungen die Vermehrung der Banknoten unter gleichzeitiger Vermehrung der Hamburg, 6. August. Ueber das gestrige Großfeuer im die Regelung dieser Angelegenheit auf dem Verwaltungs- Garantien. Hamburger Hafen, worüber wir an anderer Stelle der wege aber nicht genügend erscheint, wurde der Verbandsvorstand In einer Konferenz famen Sagasta und der Führer der Kon- heutigen Nummer furz berichten, geht uns von unserem„ Korrespon noch beauftragt, beim Reichstage um Abänderung der§§ 37 und 76 fervativen, Silvela, dahin überein, daß man unverzüglich die Cortes denten" noch die weitere ausführliche Meldung zu: In dem der Gewerbe Ordnung im Sinne der früheren Petition einzu- einberufen müsse, um über den Friedensschluß zu verhandeln. provisorischen Schuppen Nr. 46 am O'Swaldquai tam heute Nacht General Polavieja, welcher der Berathung beiwohnte, entschuldigte furz vor 2 Uhr auf bisher unaufgeklärte Weise- wahrscheinlich jedoch Unter anderem forderte der Verbandstag noch die gesetzliche sich, daß er in seiner Eigenschaft als Soldat seine Meinung infolge Selbstentzündung von Baumwolle- ein Großfeuer zum Auseinheitliche Regelung der Fahrgeschwindigkeit der nicht äußern könne. General Azcarraga ist der Ansicht, Spanien bruch, das sich infolge des starken Südwestwindes in furzer Zeit über Straßenbahnen im ganzen Deutschen Reiche. müsse den Krieg fortseßen, wenn es genügende Hilfsquellen befize, den ganzen Schuppen ausbreitete, der im Nut in hellen Flammen stand. Nach der bayerischen Volksschul- Statistik für 1895/96, Abend eine Besprechung mit dem Marschall Primo de Rivera, dem sich andernfalls solle man sofort Frieden schließen. Sagasta hatte gestern Der Wächter des Schuppens vermochte nur mit Mühe und Noth die soeben bekannt gegeben wird, waren 70,15 pet.( 5139) der General Weyler und mit Salmeron. Sicherheit zu bringen. Das Gebäude war alt= mit Schulen Bayerns fatholisch, gefüllt 26,3 pt.( 1919) protestantisch, den verschiedenartigsten Kaufmannsgütern; fast 1,2 pet.( 89) israelitisch, 2 pet.( 144) fimultan. Von den Schul- Unterredung mit dem Ministerpräsidenten Sagasta. Nach der Unter- Hamburg Amerika Linie„ Bolivia", Der Führer der Republikaner Salmeron hatte heute eine lange die ganze Ladung des kürzlich eingetroffenen Dampfers der der Hamburg- Amerika an dem brennen findern( 822 165) waren 71,36 pet. fatholisch, 27,89 pCt. war, befand sich in dem Gebäude. protestantisch, 0,66 pet.( 5443) israelitisch, 0,09 pet.( 706) redung äußerste Salmeron einem Berichterstatter gegenüber, er habe den Schuppen vertäut gehörten anderen Konfessionen an. Von den Lehrkräften( 24 815) Sagasta erklärt, daß er seine Meinung im Parlamente sagen werde; Vier Züge der Feuerwehr fanden sich alsbald auf der Brandwaren 74,26 pet. katholisch, 25,01 pct. protestantisch. Berhältniß- des weiteren tadelte Salmeron die Auflösung des Kortes. stätte ein; auch die fünf Fährdampfer Abendroth"," Bertheau", Die Minister werden heute Nachmittag zusammentreten, um die" Dalmann", Ernst Merd" und mäßig sehr groß ist die Zahl der lehrenden Ordensschwestern. Sie Antwort Spaniens auf die Washingtoner Note zu prüfen. Man erschienen Salomon Heine" und betrug bei 2150 ordentlichen weiblichen Lehrkräften überhaupt 1049. schleuderten mächtige Wassermengen in die emporlodernden Flammen. Ein Theil der FeuerSchulgeld wird leider noch in 75,3 pet. aller Schulen erhoben, es glaubt, daß in der Note die von den Vereinigten Staaten vor- hoch wehr mußte den Schuppen 39 zu schützen versuchen, was besteht selbst noch in Städten. Das Gesammt- Schulgeld betrug geschlagenen Friedensbedingungen angenommen werden. 1896/97 1 605 753 W., wovon 67 565 M. auf die Städte und Schleppdampfer konnte die„ Bolivia" von ihrem gefährlichen Liegeplazz auch unter außerordentlichen Anstrengungen gelang. Mit Hilfe mehrerer noch rechtzeitig entfernt werden; der Dampfer hat verhältnißmäßig nur geringen Schaden erlitten. Die Schiffswand, die Rettungsboote, einiges Dedgeschirr u. s. w. sind beschädigt worden. Infolge des mächtigen Flugfeuers gerieth auch eine Anzahl Duc d'Alben im Segelschiff Hafen in Brand. Das Feuer hatte etiva eine Stunde nach Ausbruch seinen Höhepunkt erreicht. Aus zirka 30 Rohren wurden fortwährend große Wassermassen in die Gluth geschleudert. Nach fünfstündiger angestrengter Thätigkeit der Fenerwehren war es gelungen, das Feuer auf seinen Herd zu beschränken, mehrere Büge fonnten bereits gegen 7 Uhr heute Morgen wieder abrüden. Der durch das Feuer verursachte 1538 188 M. auf das Land kommen. daß man von der Bevölkerung, die für den Frieden eingenommen Der Temps" meldet aus Madrid, man sei davon überzeugt, sei, nichts zu fürchten habe, obwohl dieselbe sehr erregt darüber sei, daß sie solche Opfer habe bringen müssen. geringsten Unruhen im Lande wegen der Friedensverhandlungen und des Friedens zu befürchten. Die verschiedenen Parteiführer bestätigen diese Meinung. Die Bevölkerung ist, obgleich sie die Nes gierung tadelt, dennoch froh, daß der Krieg beendet wird. Dagegen wird aus Barcelona telegraphirt: Bei den Anhängern Don Carlos' ließ die Regierung zahlreiche Haussuchungen vornehmen. Auf grund des dabei vorgefundenen Materials wurden bisher zwölf Personen verhaftet. " waren Gummifabriken, in denen mit Schwefelfohlenstoff und Chlors wefel gearbeitet wird, gefährden die Gefund Ministerpräsident Sagasta erklärte gestern, es feien nicht die heit der Arbeiter im höchsten Grade. Beide sind Flüssigkeiten, die schon bei gewöhnlicher Temperatur verdampfen, ihre Dämpfe wirken giftig und erzeugen Schwindel, Brechneigung, Verdauungsstörungen, bei Schwangeren auch Frühgeburten. Obwohl diese gefundheitsverderblichen Eigenschaften des Schwefelfohlenstoffs und Chlorschwefels, die zum Vultanifiren des Kautschuks dienen, zur Genüge bekannt sind, geschieht von Seiten vieler Gummifabriken wenig oder gar nichts, um die Arbeiter vor Erkrankungen zu schüßen; in den meisten Fabriken ist die Arbeitszeit auch viel zu lang. Und die Internat. Correspond." berbreitet folgende ihr über Schaden i ſt ein ganz enormer; er wird auf Die in Neu- Weißensee bei Berlin neuerbaute Gummifabrit Barcelona zugegangene Meldungen: 8ur Karlistenbewegung fast zwei Millionen Mari geschäzt. Etwa 1200 Ballen Baumfoll, wie der Gewerbe Aufsichtsbeamte für Potsdam im in Spanien: Der Aufstand ist unter der Führung des Mar- wolle, eine gleiche Anzahl Kakao, große Quantitäten Kaffee, Jahresbericht für 1897 mittheilt, mit allen Schutzmaßregeln versehen quis bon Tamarit und dem Marquis von Casasola vorbereitet Buder 2c., 2000 Sad Baumwollöljaat, große Partien Stabholz, sein; durch polizeiliche Vorschrift wurde dort bereits einmal worden, während der eigentliche Führer der Partei, der mächtige Blöcke Cedernholz und vieles andere mehr sind 2 stündige tägliche Magimal Arbeitszeit für Marquis von Cerralvo, bas Losschlagen in diesem Augenblid als ein Raub der Flammen geworden. Mehrere VersicherungsMänner und 1/2 stündige für Frauen und Mädchen unpatriotisch bekämpft hatte. Die Mehrzahl der Parteigänger fordert Gesellschaften partizipiren an dem Schaden. Die Bureau- Räumlicheingeführt. Ob diese Vorschrift noch in kraft ist, theilt der Bericht jedoch ein sofortiges Bergehen, und ist das verabredete Lofungswort teiten des Schuppens, sowie das gesammte Inventar, auch die Bücher, nicht mit. Die effettive Arbeitszeit dauert 10 Stunden; die zum Losschlagen am Dienstag an alle Anhänger in der Provinz sind ebenfalls vernichtet. Trog der vorgerückten Nachtzeit, hatte sich beim Bulfanisiren Beschäftigten haben also nach Erledigung der Cucuca, in dem Kreise Mästrazgo und in dem Grenz eine ungeheure Menschenmenge eingefunden, die dem schaurig- schönen 2- resp. 1½ stündigen Schicht die übrige Arbeitszeit bei ungefähr bezirk zwischen den Provinzen Navarra und Guipuzcoa aus Schauspiel aus nächster Nähe beiwohnte. lichen Beschäftigungen zu verbringen und zwar vorzugsweise in gegeben worden. Es wurde zugleich die Meldung verbreitet, Afford, so daß eine recht intensive Ausnußung ihrer Arbeitskraft stattfindet. baß Don Carlos selbst noch im Laufe dieser Woche auf spanischen Boden erscheinen werde. Für den Aufstand sollen 18 000 Gewehre und Auch in Berlin- Charlottenburg bestehen polizei hinreichender Schießbedarf bereit gehalten sein, man befürchtet jedoch, liche Vorschriften für die Einrichtung der Vulkanisiranlagen. daß sofort in allen bastischen Provinzen die Bürgergarden zu den Jugendliche Arbeiter dürfen überhaupt nicht, Arbeiterinnen höchstens Karlisten übergehen werden. An regulären Truppen stehen nördlich bis zu 11/2 Stunden und Arbeiter höchstens bis zu 2 Stunden täglich des Ebro kaum 6000 Mann. beschäftigt werden; in der übrigen Zeit, bis zu 10 Stunden täglich, Für den baldigen Abschluß des Friedens steht auch die folgende, werden die Arbeiter mit anderen Arbeiten betraut. Wie der Bericht im nichtamtlichen Theile des Deutschen Reichsanzeigers" veröffentder Gewerbe- Aufsichtsbeamten hervorhebt, hat diese Maßregel lichte Mittheilung:" Zuverlässiger Nachricht aus Palma auf Mallorta guten Erfolg gehabt. Gerade deshalb empfiehlt er aber zufolge hat der General Kapitän der Balearischen Inseln am reichsgefeßliche Regelung mit Rücksicht auf die wirthschaft 26. Juli d. J. angeordnet, daß die Leuchtfeuer auf diesen Inseln lichen Nachtheile, welche minder fürsorgliche Konkurrenten den wieder angezündet werden sollen." V Altona verfügte, wie der„ Hamburg. Korrespondent" meldet, in der Hamburg, 6. August.( W. T. B.) Die Staatsanwaltschaft in Angelegenheit der unbefugten photographischen Aufnahme der Leiche des verewigten Fürsten Bismard die Beschlagnahme der Leiche des verewigten Fürsten Bismarck die Beschlagnahme der Platten. Reichenberg i. Böhmen, 6. August.( W. T. B.) Der Statts halter hat die Bildung eines deutsch- böhmischen Städtebundes unter fagt, weil derselbe ein politischer Verein sein würde und den Gemeinden die Bildung politischer Vereine verwehrt ist. Lemberg, 6. August.( B. H.) Der Lieutenant Stumpf, welcher den Bucherer Hopfinger in Brzemysl erschossen hatte, wurde für wahnsinnig erklärt und dem Jerenhause übergeben. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Ir. 183. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 7. Auguft 1898. Lokales. " " zurückgekehrt. Das Komitee läßt verkünden: fie sahen allesammt wärtig solche Vereinbarungen noch nicht bestehen, müßten wir es leb borzüglich aus." In gesundheitlicher Beziehung scheint also haft bedauern. Dagegen haben wir Einwendungen zu erheben, wenn Beim Besuch des Sängerfestes in Pichelsdorf machen wir das Unternehmen auch diesmal wieder einen erfreulichen Gewinn behauptet wird, daß namentlich anläßlich der Neuwahl des Vorbie Genossen auf die folgende für Spandau und Umgegend geltende. gebracht zu haben. Aber die Ferienkolonien dienen noch anderen standes ohne Grund Angestellte entlassen wurden, um anderen zum Lokalliste aufmerksam, mit dem Ersuchen, dieselbe streng zu befolgen bringt hierzu einen Aufsatz, der uns zwar nichts Neues fagt, aber obachtung gemacht, daß in den letzten zehn Jahren die Orts Zwecken. Das" Volkswohl"( bezw. die Sozial- Korrespondenz") Theil unfähigen Personen Platz zu machen. Wir haben die Be Spandau. Lanke 1. Ww. Golz, Pichelsdorferstr. 108. O. Hallecker, Froben- äußert. 6. Duſch, Bismardstr. 6. G. Feuerherd, Scharfe bemerkenswerth ist wegen der Offenheit, mit der der Verfasser fich Krankenkassen einen bedeutenden Fortschritt aufzuweisen haben, Auf Sie Frage, straße 12. об die Erfolge der C. Klünzsch, Pichelsdorferstr. 103. Rud. Radtke, Neu- kolonien auch den aufgewendeten Mitteln entsprechen, glaubt Die Verwaltung ist den Mitgliedern gegenüber weit toleranter ge meisterstr. 5, und Wehe, Pichelsdorferstr. 39. Pichelsberge. Henbed, Sechser- Brücke.- Pichelsdorf. Brauerei Pichelsdorf. er getrost mit einem fröhlichen Ja antworten" zu dürfen; denn worden und besonders wurde den erkrankten Mitgliedern eine größere Vogt. Pichelswerder. Freund, Inselgarten. die" Ferienkolonien", sagt er, die Ferienkolonien", sagt er, find nicht nur ein Werk echter, Fürsorge entgegengebracht. Unfähige Beamte fönnen solche AufDie Lotaltommission. wahrer Nächstenliebe, sondern sie sind auch von großer gaben nicht lösen. Wir können deshalb nur wünschen, daß die sozialer, fittlicher und erziehlicher Bedeutung". Hören wir, worin Kassenverwaltungen im allgemeinen auf dem von ihnen beschrittenen Neber den Bau und Errichtung von öffentlichen und ihm die soziale Bedeutung der Ferientolonien be- Weg fortschreiten. Privat: Kranken-, Entbindungs- und Irren Anstalten giebt steht, und welchen Erfolg er nach dieser Seite hin von ihnen er- Die Konsumgenossenschaft ,, Silfe", die im Jahre 1895 von das Polizeipräsidium eine umfangreiche Verordnung bekannt. Die wartet. Gerade in unserer Zeit, wo Neid und Mißgunst der Un- Anhängern der Freilandbewegung und des Bundes der BodenVerordnung enthält bestimmte Vorschriften über die Anlage solcher begüterten gegen die mit irdischen Glücksgütern gesegneten Volts reformer ins Leben gerufen wurde, befindet sich in Liquidation. Bes Anstalten, ihren Abstand von Privatgebäuden, ihren inneren Ein- flassen in Blüthe steht, sind die Ferienkolonien ein wesentliches theiligt waren auch Mitglieder der hiesigen Egydi- Vereinigung und richtungen und schreibt besondere Vorsichtsmaßregeln bei dem Auf- Mittel, Haß und Mißgunst erfolgreich zu bekämpfen. Den leiblichen vor allem die Berline: Vegetarianer, welche die Genossenschaft durch treten ansteckender Krankheiten vor. Ueber die erforderlichen Kranken- Kindern ist die Elternliebe besonders zugewandt; ihnen zu helfen, Beitritt unterstützten. zimmer heißt es: ihre Gesundheit zu fräftigen und sie glücklich zu machen, ist das Be- Beim Van der elektrischen Hochbahn ist jetzt auch auf der Die Höhe der Zimmer soll in der Regel wenigstens 3,5 Meter streben aller. Gestatten es die eigenen Mittel nicht, dies zu erbetragen. In Zimmern für mehrere Kranke ist für jedes Bett reichen, so müssen sie mit Dank und Freude erfüllt werden, wenn sie zwischen der Bellealliance- und Mödernbrüde gea) eines Erwachſenen ein Luftraum von mindestens 30 Kubikmetern, sehen, wie edle Menschenfreunde ihnen zu Hilfe kommen und mit legenen, vor einiger Zeit in Angriff genommenen Strecke mit der b) eines Kindes ein Luftraum von mindestens 25 Kubikmetern zu ihren Mitteln ihren sehnlichsten Wunsch erfüllen." Aufmauerung der steinernen Unterbauten begonnen worden, auf fordern. In Einzelzimmern muß der Luftraum mindestens 40 Stubik- Den Erfolg glaubt der Verfasser des Auffazes, der der Sache werden. Diese ein Quadratmeter großen Granitsockelsteine, welche welchen sich dann später die großen Granitsockelsteine erheben meter betragen. In gemeinsamen Krankenzimmern von 4 Metern nahe zu stehen und sich auf jahrelange Beobachtungen berufen zu bereits angefahren sind, dienen den eisernen Trägern der Biadukte Höhe und mehr müssen wenigstens 7,5 Quadratmeter, in Einzel- können erklärt, theilweise bereits erreicht. Man überzeuge sich als Stützpunkte. zimmern von dieser Höhe mindestens 10 Quadratmeter Bodenfläche nur," sagt er, von der aufrichtigen Dankbarkeit derer, denen eine von denen am Halleschen Ufer bereits 16 auf dem sich am Die Unterbauten werden in tiefen Gruben, auf jedes Bett( Lagerstelle) entfallen. Mehr als 30 Betten( Lager- solche Wohlthat zu theil geworden ist; man schaue nur einmal hin- Kanal hinziehenden breiten Rasenstreifen ausgehoben worden find, stellen) dürfen in einem Krankenzimmer nicht aufgestellt sein. ein in die glückstrahlenden Gesichter von Eltern und Kindern!... Die Verordnung kommt nur bei Errichtung neuer Anstalten in Ja, die Ferienkolonien sind ein wesentliches Glieb in der großen auf Fundamenten errichtet, die aus einem Gemisch von Steinen und betracht, auf die vorhandenen findet sie keine Anwendung. Kette von Veranstaltungen, die den Ausgleich der Stände und ein Bement bestehen und bis auf die Sohle des Kanals reichen. Auf der zwischen dem Halle'schen und Schlesischen Thor gelegenen HochNachtbetrieb im Berliner Fernsprech- Verkehr. Nachdem friedliches Zuſammenleben der verschiedenen Bolksklassen bezwecken." bahnstrecke beginnen ferner nun auch endlich die Lücken nach und schon im Jahre 1896 die„ Elektrotechnische Zeitschrift" darauf hin- Unter dem Neid der Unbegüterten gegen die mit irdischen Glücksnach zu verschwinden, welche der Viaduktbau hier noch immer aufgewiesen hatte, daß es zweckmäßig sein würde, im Fernsprech- Verkehr gütern Gesegneten hat man die Unzufriedenheit der besiglosen Klasse weist. Vor allem sind in der letzten Zeit die vier Ueberbrückungen ganz allgemein den Nachtbetrieb einzuführen, ist diese Angelegenheit mit ihrer gedrückten Lage zu verstehen, und der durch die Ferien- des Laufizerplazes bis auf eine Bogenspannung beendet von verschiedenen Seiten aufgenommen worden, indem mehrfach kolonien bezweckte Ausgleich der Stände, das friedliche Zusammenbezügliche Eingaben an die Reichs- Postverwaltung gerichtet worden leben der verschiedenen Boltsklassen bedeutet nichts anderes, als daß worden, und auch am Wasserthorbecken ist die Ueberbrüchung des Luisenufers, das sich hier plazartig erweitert, bis zum sind; unter diesen Eingaben befindet sich je eine von der Ber- dem unzufriedenen Proletariat mit dem billigen Almosen privater anal fertig. Noch nicht aufgerichtet worden sind dagegen die liner Feuerwehr und von der Handelskammer zu Köln. Wohlthätigkeit" nothdürftig der Wund gestopft werden foll. Viadukte zwischen Laufizerplatz und Manteuffelstraße, sowie auf dem lleber die diesbezüglichen Verhandlungen dieser Kammer liegen wir sind überzeugt, daß viele unbemittelte Eltern sich beglückt fühlen weiten Blaze am ehemaligen Kottbuser Thor. In der Köthenerfolgende Mittheilungen vor: Die Einführung des Nachtdienstes werden, wenn man ihnen ihr schwächliches Kind für ein paar straße, welche von der Hochbahn bei ihrer Abzweigung nach dem im Fernsprech Verkehr hat beschäftigt und auch in der Sizung, welcher der Staatssekretär des hinausführt. Aber man hoffe nicht, daß sie sich dadurch nun gleich Potsdamer Bahnhof berührt werden wird, werden die Arbeiten am Reichs- Poftamts beiwohnte. Wenn auch letzterer im allgemeinen das über ihre Lage täuschen lassen und in dem Streben zum Bessern, stöthenerstr. 11-26 sind nämlich zu diesem Termine bereits die Bedürfniß des Nachtbetriebes im Fernſprechverkehr nicht anerkannt das Ziel aus den Augen rücken lassen. Wer aber auf die Macht der Wohnungen gekündigt worden, weil diese Hinterhäuser sämmtlich hat, so hat er sich doch nicht abgeneigt gezeigt, bei der von ihm be- Elternliebe geradezu spekulirt und sie in den Dienſt feiner eigen abgerissen werden und das dadurch gewonnene Terrain für den absichtigten Verbesserung des ganzen Fernsprechwesens auch dieser nützigen Nebenabfichten stellen will, der ist unwürdig des Dantes, Hochbahnbau benutzt werden wird. Frage näher zu treten und die Kammer gebeten, bei geeigneter Ge- den er sich zu erwerben sucht. legenheit bie Frage ihm nochmals zur Erwägung anheimzugeben. Ober- Regierungsrath Schröder hat sich nun bei seiner Anwesenheit in Süddeutschland über den Nachtdienst im Fernsprechverkehr eingehend erkundigt und von der Zwedmäßigkeit und Rentabilität der Einrichtung in Nürnberg überzeugt und von dort an die Kammer einen eingehenden Bericht gesandt. Die Handelskammer beschloß unter Benutzung des Berichtes des Oberregierungsrathes Schröder eine erneute Eingabe in der Angelegenheit an den Staatssekretär zu machen. Auch die Berliner Feuerwehr hat wiederholt bei der Reichs- Postbehörde die Einführung des Nachtbetriebes im Fernsprechverkehr in Anregung gebracht. In einzelnen Städten hat sich die Einrichtung des Nachtdienstes nach der Richtung hin vorzüglich bewährt, wobei allerdings nur kleine Betriebe in betracht kommen. Eine für die Orts- Krankenkassen wichtige Verfügung hat der reußische Handelsminister an den Oberpräsidenten von Potsdam erlassen. Das Schriftstid lautet: trantentassen und Berufsgenossenschaften hat wiederholt bei mir zur Der Vorstand des Verbandes der Verwaltungsbeamten der OrtsSprache gebracht, daß vielfach von den Vorständen oder General versammlungen der Ortskrankenkassen mit den Angestellten der Kaffen willkürlich verfahren werde, indem diese namentlich anläßlich der Neuwahl des Vorstandes ohne Grund entlassen würden, um anderen, zum theil ungeeigneten Personen Platz zu machen. Den Bewohnern der Hinterhäuser " düsteren Eindruck machte, wird demnächst ein ganz anderes Geficht Die Nachbarschaft der Michaelsbrücke, die bisher recht erhalten. Auf dem rechten Ufer der Spree stoßen düstere Speicher, Gesellschaft" und rechts der noch viel weniger schöne Stätteplak und bon alten Mauern umgeben, an den Stadtbahn- Viadukt, auf dem linken Ufer liegen die schwarzen Gebäude der Dampfmühlens die daran stoßenden Speichergebäude der„ Berliner Produkten- und die daran stoßenden Speichergebäude der„ Berliner Produkten- und Handelsbank." Diese Bank befindet sich nun aber in Liquidation und Wusterhausenerstr. 14 umfaßt, bereits freihändig verkauft. Der und hat ihr Terrain, welches die Nummern Michaelfirchstr. 24-29 droht und schädigt nicht nur die Existenz zahlreicher in den Geschäften Dieses in Einzelfällen auch von mir beobachtete Vorgehen be- neue Besizer hat das Grundstück parzellirt und bebaut dasselbe mit Wohnhäusern. der Kaffen erfahrenen Berfonen, sondern entspricht auch nicht dem schlossene Spree- Uferstraße Rüdsicht genommen und hat sich der Bes Bei der ganzen Anlage ist auf die längst projektirte und bereits bes Interesse der Kassen selbst, denen an der Erhaltung eines ordentlich In bezug auf Berlin geht die Ansicht der Bostbehörde dahin, vorgebildeten Bersonals und eines gleichmäßigen Geschäftsganges fizer dem Magistrat gegenüber bereits verpflichtet, den an die Spree daß eine solche Einrichtung nur zwed habe, wenn für sämmtliche gelegen sein muß. Ich ersuche Sie daher, durch die Aufsichts- toßenden Uferstreifen in der Tiefe von 25 Metern mit einem Ges Fernsprechämter der volle Nachtdienst eingeführt werden könnte. Ab- behörden die Vorstände der Orts- Krankenkassen Ihres Bezirks darauf fanmt- taumgehalt von mehr als 1000 Quadratmetern unentgeltlich gesehen von Einzelheiten, in denen nächtlicherweile die Hilfe der hinzuweisen und zu veranlassen, daß mit den Angestellten der Kassen dem Innern der Stadt zu durch den Stichkanal unterbrochen wird, Feuerwehr, eines Arztes u. f. w. telephonisch herbeizurufen erwünscht gehörige Dienstverträge abgeschlossen, in denen die Gründe der wird durch eine Brücke hergestellt werden. wäre, habe sich in Berlin ein eigentliches Bedürfniß nicht heraus- Kündigung und angemessene Kündigungsfristen bestimmt werden. anderen Seite hin dürfte ein anderes Straßenbild geschaffen werden, gestellt(?), und für jene Einzelfälle den vollen Nachtdienst einzurichten, Dabei empfiehlt es sich, in diesen Dienstverträgen die Bestimmung denn die„ Dampfmühlen- Gesellschaft" wird dem Vernehmen nach in erscheine bei den damit verbundenen hohen Kosten 3. 8. nicht em- vorzusehen, daß eine Kündigung des Personals durch den Vorstand absehbarer Zeit ebenfalls ihre Baulichkeiten abrüsten und weiter pfehlenswerth. Zugleich müſſe berücksichtigt werden, daß die tele- nur bei grober oder wiederholter Verletzung der Dienstpflichten absehbarer Zeit ebenfalls ihre Baulichkeiten abrüsten und weiter phonische Verständigung auch Nachts ihre Schattenfeiten habe, da zulässig set und daß über die Frage, ob diese Voraussetzungen zulässig hinaus verlegen, um die errhöhten Grundwerthe beſſer auszunuzen. während eines Gewitters der Betrieb der oberirdischen Leitungen unter- fei und daß über die Frage, ob diese Voraussetzungen zutreffen, in Straßennamen- Zeiger für Straßenbahnen. Wohl jedem ist brochen werden müßte und die Gefahr der Verwechselung von Streitfalle ein Schiedsgericht oder die Aufsichtsbehörde entscheiden solle. es schon mehrere Male paffirt, daß er bei Benutzung von PferdeTelephon, oder Hausnummer 2c. in der Nacht noch größer sei als und Straßenbahnen über sein Ziel hinausgefahren, weil er entweder, bei Tage.(?) nicht auf den Ruf des Schaffners genügend geachtet, oder weil die Der Zweck der Ferienkolonien. Die von Berlin in die Fenster, durch Frost oder Regen beschlagen, eine Orientirung nicht Ferienkolonien entsandten Kinder sind in diesen Tagen wieder zuließen. Derartige häufig recht unangenehme Vorkommnisse soll eine ,, Volkswehr." Motto: gez. Brefeld. So weit der Minister verlangt, daß Verträge mit den angestellten Beamten abgeschlossen werden, die angemessene Kündigungsfristen aufweisen, dürfte er keinem Widerspruch begegnen, und wo gegen " Aber auch nach der " die Freundschaft und die„ absprechenden Urtheile" eines" Bogus- genug im Condottierethum der Renaissance, auch gelehrte friegs. lawski sind mir immer noch ehrenvoller, als die anonymen wissenschaftliche Literatur, und Karl I. besaß allerdings im gewissen und pseudonymen Wespenstiche gewisser Ignoranten. Nur Sinne ein stehendes Heer, z. B. sein„ Leibregiment"; auch kamen zu Eine Nothwehr von Karl Bleibtreu.*) möchte ich bitten, nicht so verdächtige Eideshelfer gegen ihm viele Offiziere aus Schweden und Deutschland, die im stehenden mich anzurufen, wie ein französisches Blatt", das sich gegen Heere Gustav Adolf's oder Wallenstein's ihr Berufsmetier studirt „ Das höchste Gut ist unbefleckte Ehre, mich gewendet habe, wie er Bebel belehrt. Denn meine Fest- hatten. Doch um diese Nebendinge handelt es sich nicht, Die vor allem ehrlich zu kämpfen befiehlt nagelungen und Enthüllungen über derlei Esterhazy- duftige Manen- sondern den Gegensatz des Bächters Cromwell und seiner und den Gegner nicht durch Verleumdungen streiche und ihre a tempo Ausnutzung durch die begeistert über- republikanischen Milizen bildeten Logisch die von Jugend schädigt." sezende deutsche Presse können ihm unmöglich entgangen fein, be an waffengeübten Kavaliere und ihre Bafallen, die genau Obigen ergreifenden Satz findet man in einem Schriftchen sonders die dokumentäre Feststellung, daß der Sinn des französischen so waffenkundig waren wie irgend ein Berufsoffizier. Auch Voltsheer, nicht Volkswehr", wo jeder wohlmeinende Staatsbürger Originals im ganzen ein wesentlich anderer war, als die deutschen fommt es weniger darauf an, daß Cromwell's Miliz diese für 50 Pfennig unfehlbare militärische Weisheit kosten mag. General Verbreiter es auslegten. Wer also den Gegner nicht durch Ver- Berufssoldaten allesammt vernichtete, obschon letztere manchmal gut v. Boguslawski, der feurige Verfechter des Duells, eine Autorität leumdungen schädigen" will, sollte doch solches unterlassen. geführt wurden und König Karl ein militärisches Talent, Prinz Rupa in Sachen der Standesehre, hat nämlich dies fleinkalibrige Kügelchen Doch ich breche ab, um nicht in Persönliches abzuschweifen, wo recht ein bedeutender Reiterführer war. So erstaunlich es bleibt, gegen den armen Bebel abgeschossen, dessen Manifest Nicht stehendes es sich um die Sache handelt. Doch mußte ich diese Auseinander- daß der„ Bierbrauer" Cromwell, der sich erst mit 42 Jahren in den Heer, sondern Volkswehr" fein allerhöchstes Mißfallen erregte. Daß fegung vorausschicken, um die Frage vorzubereiten: Wo ist Sattel schwang, der größte Reitertattifer aller Zeiten und seine bes Berufsoffiziere fich durch Empfehlung des Milizsystems in ihren eine fachliche Widerlegung" meiner Meinungen" je erfolgt"? rittenen Zivilisten unter dem treffenden Titel„ Die Eisenseiten" heiligsten Gefühlen, d. h. Interessen, gekränkt sehen, könnte nur Bisher liegt nichts vor, weshalb der Herr Reichstags- Abgeordnete unsterblich wurden, so ist doch das Entscheidendste: Dieser ein inmensch ihnen verargen. Und obschon wir die Ehre" Bebel sich nicht auf meine Forschungen berufen" dürfte, wohl aber Feldherr aus dem Stegreif, vorher nur als Reichstagsfür einen recht relativen Begriff halten, so stimmen wir vieles, weshalb er recht thäte, angebliche Widerlegungen nicht zu Abgeordneter thätig, ist überhaupt, nicht nur für herzinnig bei, daß die wahre Ehre darin besteht, immer beachten". Um jedem Mißverständniß vorzubeugen: zwischen ihm seine Beit, einer der größten Strategen gewesen, ohne offen und ehrlich Fehde zu führen und den Gegner und mir besteht keinerlei Verbindung, und wenn er mir die Ehre militärische Ausbildung". Hiermit ist endgiltig bewiesen, nie durch hinterlistige Zweideutigkeit zu ärgern. Ich mache dem erweist, mich zu zitiren, so geschah dies aus eigenem Antrieb. Das daß das militärische Genie an sich gar nichts mit FachHerrn General mein Kompliment, daß er in obigem Satz so treffend ungerechte Uebelwollen des großen Ehrenverfechters Boguslawski beruf zu thun hat, so wie ja auch die meisten Geistesthaten meine Kampfweise gekennzeichnet hat. würde mich aber nicht bewegen, in dieser Kontroverse das Wort zu der Menschheit auf allen Gebieten von Autodidakten und NichtDem Streite Boguslawski contra Bebel gar noch ein drittes Bergreifen, wenn seine Schrift nicht schreiende Irrthümer enthielte, zünftlern herrühren. Um dies noch mehr zu bekräftigen, stellte sich beizumengen, würde mir fernliegen, wenn nicht ersterer ausdrücklich die im Interesse der kriegshistorischen Wissenschaft dringende Be- gleichzeitig als Admiral auf Cromwell's Milizflotte ein stiller Privatmeinen Namen in die Debatte gezerrt hätte:" Entgegen den ab- richtigung fordern. Befangen in Weltanschauung und Grundsätzen gelehrter von 50 Jahren: Blake, und dieser Zivilist" überwand die sprechenden Urtheilen eines Bleibtreu, auf die Herr Bebel sich einer erflusiven Kaste, blickt unsere offizielle Militärschriftstellerei berühmten Berufsnautiker Tromp und de Ruyter, trug den Schrecken Beruft... Auch glaube ich den Hieb, Bebel urtheile nach schon auf vorzügliche Leistungen zurück, was Verdrehung, Todt- des englischen Namens durch die Welt, ist nicht mal von Nelson er Meinungen und Aeußerungen angeblicher Fachmänner, die ihm allen schweigung oder Abschlachtung unliebsamer Wahrheiten betrifft. Da reicht worden! falls für seine Zwecke verwendbar schienen, ohne die erfolgte also ehrlicher" Kampf, vornehmes Raumgewähren für Aussprache Auch Cromwell's talentvolle Unterführer, wie Jreton, Lambert Widerlegung derselben zu beachten", auf meine des Angefeindeten bei diesen Kreisen ganz ausgeschlossen scheint auf meine des Angefeindeten bei diesen Kreisen ganz ausgeschlossen scheint( beide Studenten), Harrison( Fleischer) waren sämmtlich Zivilisten schwache Person beziehen zu sollen. Denn diese Taktik des ich fuße auf Thatsachen so bin ich gezwungen, die Gast- und sie hätten es wahrlich mit jedem preußischen General aufHerrn v. Boguslawsti ist mir nicht fremd. Hat er doch freundschaft des Vorwärts" anzurufen. genommen, so wie die Puritanische Bürgerivehr bermuthlich je des jüngst für gut befunden, in ein größeres Werk allerlei Anzapfungen In der Vorrede jagt der Herr General so schön, daß mit der reguläre Heer in die Pfanne gehauen hätte. Was denkt sich also einzustreuen, ohne doch ehrlich" Namen zu nennen. Der sehr ber vornehmen Nichtbeachtung des Gegners nichts erreicht wird". Er General v. B. eigentlich bei seinem naiven Einwurf? Wenn jener dienstvolle und von mir oft ehrend genannte Militärschriftsteller trieb gestatte mir also die Unvornehmheit des Nachweises, daß im ent- größte Feldherr, hoch über Wellington und Marlborough, und jener diese zarte Scheu so weit, daß er auch dort. wahrscheinlich um scheidenden Schlußabschnitt denn hier handelt es sich um die größte Admiral, größer als Anson und Nelson, zufällig eine„ milinicht zu schädigen" gewissenhaft schwieg, wo er in einem Haupt- von Bebel betonte historische Erfahrung über den Werth von tärische Ausbildung" genossen hätten, wären fie dann vielleicht noch fapitel einen wichtigen Gedanken( Vergleich zweier Schlachten) ein- Milizheeren und die geringe Unfehlbarkeit des Berufsmilitärthums größer geworden? Ich denke, wir lassen es bei ihren unübertrefffach auf seine Weise fortspann, den ein anderer wiederholt auf- alle erfolgten Widerlegungen" auf unrichtigkeiten oder Ver- lichen Thaten bewenden! Hier ist also Bebel's These ein für gestellt hatte. Solch gegenseitige Anregungen erhalten wie Geschenke dunkelung der eigentlichen Streitfrage beruhen. Denn was ist allemal bewiesen und kein Geschwäg ändert ein Jota daran. es anders, wenn der Herr General die nicht wegzuleugnende Denn was einmal geschah, fann wieder geschehen. *) Als der Artikel des General v. Boguslawski erschien, ersuchten Thatsache, daß Cromwell und andere ohne militärische Aus- Doch sehen wir weiter! Auf gleicher Höhe steht der Klassische wir Genossen Bebel um eine Erwiderung. Er mußte die Abfassung bildung große Feldherren wurden", mit der geradezu komischen Einwand gegen die Riesenleistungen im amerikanischen Bürgerderselben verschieben, da er auf Reisen sich befindet, und ihm des Nederei abfertigt: Wo hätte Cromwell damals feine frieg, von jeher den Berufsmilitärs ein Dorn im Auge, jetzt halb die erforderlichen Materialien nicht zur Hand sind. Wir freuen Ausbildung genießen sollen, da es weder Kriegsschulen noch stehendes neuerdings durch den Krieg auf Kuba überraschend ergänzt: Der uns trotzdem, dem General mit einer Erividerung dienen zu können. Heer gab? Wir sehen davon ab, daß seine nicht immer tattfesten Sezessionskrieg sei das glänzendste Zeugniß gegen improvifirte Red. d.„ V.") Kenntnisse ihn hier wieder täuschen: wohl gab es Kriegsschulen Heere, denn er dauerte vier Jahre", während das preußische Heer " " Apparat beseitigen helfen, der, von Reinhold Bloch- Berlin tonstruirt,| Mund genommen. Als gleich darauf die Mutter hinzulam, ver- bald flackerte ein Bliglicht auf. In demselben Augenblick aber fiel nunmehr, nachdem er in den meisten Ländern patentirt, den Straßen- schluckte das Kind die Nadel. Bei beiden Patienten fonnte der„ Sigende" vor Schrecken auf den Straßendamm. Die photobahnen zur Begutachtung und event. Einführung vorgelegt werden ärztlicherseits eine Entfernung der Fremdkörper auf operativem graphische Aufnahme war dadurch vereitelt. " foll. Der Erfinder nennt seine Erfindung Straßennamen- Beiger. Wege nicht mehr erfolgen. Fingerhut und Nadel hatten im Magen Beim Ladendiebstahl abgefaßt. Zwei weibliche Personen, Derselbe besteht aus einem im Innern des Wagens für jeder Plazz gefunden und nur durch Verabfolgung von Abführmitteln welche sich als Dienstmädchen ausgaben und in Moabit in der anann Leicht sichtbar angebrachten Holzkasten mit Glas- fonnten beide Gegenstände entfernt werden. Ernstlicher lag ein Lübeckerstraße in Stellung sein wollten, wurden dieser Tage bei Scheibe. Hinter dieser befinden fich zivei Rollen mit dritter Fall, der gleich hinterher zur Behandlung kam. Die 3jährige einem Ladendiebstahl abgefaßt. Nachdem die eine von ihnen sich Stoffband auf dessen Breite die Namen der Straßen, Tochter einer in der Brunnenstraße wohnenden Frau R. hatte in bereits Ausgang voriger Woche in dem Uhren-, Gold- und Silberdurch welche die betreffende Straßenbahn geht, zweimal aufgedruckt einem Schrank der elterlichen Wohnung eine Düte mit Naphtalin waarengeschäft von Simonis, Thurmistr. 77, Ohrlöcher stechen und sind, und zwar das zweite Mal in umgekehrter Reihenfolge. Durch gefunden und in dem Glauben, daß dies Zucker sei, eine Portion ein Paar Ohrringe mit Rubinen hatte einziehen lassen, fam eine mechanische Vorrichtung werden die Rollen, sowie der Schaffner davon verschluckt. Es war eine Vergiftung eingetreten, doch gelang sie diese Woche mit ihrer Freundin wieder in das Geschäft oder Führer des Wagens an einem mit der Vorrichtung in Ver- es dem Stationsarzt, durch Anwendung geeigneter Gegenmittel die von S., angeblich um Ringe zu kaufen. Von dem Ladenbindung stehenden und auf den Perron hinausführenden Hebel zieht, Gefahr zu beseitigen. inhaber wurden den beiden Mädchen dann auch eine größere in Bewegung gesezt und machen eine halbe Umdrehung, wodurch Eine merkwürdige Verkehrsstörung fand vor einigen Tagen Anzahl von Ringen, unter denen sich auch verschiedene werthvolle der nächste Straßenname auf der Rolle hinter der Glasplatte er im Betriebe der Stettiner Bahn statt. Der morgens 8 Uhr 6 Min. Exemplare befanden, vorgelegt. Die Mädchen nahmen die Ringe in scheint. Durch ein gleichzeitig ertönendes Glockenzeichen werden die von hier abgehende Schnellzug nach Stettin hatte eben den Bahnhof die Hand und probirten sie auf, sagten dann aber, daß sie nichts Infassen des Wagens auf die Veränderung in dem Kasten auf Gesundbrunnen paffirt, als plöglich ein kräftiger Windstoß die Loko- Passendes gefunden hätten, und wollten sich wieder entfernen. Ghe merksam gemacht, unwillkürlich richten sich sämmtliche Blicke uach motive erfaßte und den jedenfalls schon verrosteten Schornstein sie aber dazu kamen, trat die Frau des Inhabers, eine äußerst gedem Geräusch und jeder kann nun von dem Stoffstreifen ablesen, abriß und umlegte. Der Zug mußte nun bis zum Bahnhof Pankow wandte Geschäftsfraut, der das Benehmen der beiden Mädchen schon wo sich der Wagen augenblicklich befindet. Dieser Vorgang fahren. Der Rauch drang direkt aus der Maschine ins Freie und längst aufgefallen war, hinzu und faßte das eine der beiden wiederholt sich vor jeder Haltestelle, bor jeder Straßen- umschloß die Lokomotive mit einer dichten Wolte. Da eine Weiter- Mädchen unter dem Vorgeben, ihr einen Ring aufzuprobiren, an der Kreuzung. Schließlich würde diese Erfindung, wenn praktisch ver- fahrt unter diesen Umständen unmöglich war, blieb der Schnellzug Hand. Dabei entdeckte sie dann, daß das Mädchen einen Ring in werthet, noch einen anderen für das fahrende Publikum nicht hoch in Pankow liegen. Er wurde nach etwa halbstündigem Aufenthalt, der Hand verborgen hielt. Bei der hierauf vorgenommenen Durch= genug anzurechnenden Vortheil insofern bringen, als durch dieselbe, in welcher Zeit der Schornstein gänzlich abgerissen wurde, an den ficht der Ringe stellte sich heraus, daß noch ein zweiter wertvoller da das Hineinrufen der Schaffner in den Wagen nicht mehr noth- nachfolgenden Danziger Zug angekoppelt und von diesem bis Station Ring abhanden gekommen war. Run half den beiden Mädchen wendig wäre, das häufige Auf- und Zumachen der Wagenthüren ver- Eberswalde geschoben. Hier erhielt der Stettiner Zug eine neue nichts mehr, sie mußten sich eine Leibesvisitation gefallen laffen, bei mieden werden würde, was gewiß von jedem zumal bei falten und Maschine und konnte nun seine Fahrt fortsetzen. welcher ein Ring mit Türkisen zu tage gefördert wurde, der einige windigen Tagen als große Annehmlichkeit empfunden werden würde. Es ist daher unleugbar, daß diese Erfindung, wenn sie sich in der Praxis bewährt, einem schon lange fühlbar gewordenen Mangel abHelfen würde. $ muit der Train zu er= Eine Luftballonfahrt bei Nacht unternahmen drei Offiziere Tage vorher gleichfalls aus dem Geschäft von S. gestohlen war und der Berliner Luftschiffer- Abtheilung, deren Ballon vorgestern um 73/4 Uhr den das andere Mädchen im Mieder verborgen hatte. Die beiden morgens in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes Strellin kurz vor Personen wurden nunmehr einem inzwischen herbeigerufenen Antunft des Holzmünder Zuges beim Klein- Strelliner Wärterhause Kriminalfommissar übergeben, der noch feststellen konnte, daß die Die elektrische Signalvorrichtung auf dem Stettiner Bahn glücklich landete. Die Auffahrt des Ballons war am Donnerstag Ohrringe mit Rubinen, welche das eine der beiden Mädchen trug, hof, die gelegentlich der Eröffnung des neuen Bahnhofs im Mai 10 Uhr abends erfolgt, so daß die interessante Fahrt etwa zehn aus dem Geschäft von Schmidt in Alt- Moabit gestohlen waren. Da zum ersten Mal im deutschen Bahnbetriebe zur Benutzung gelangte, Stunden währte. Die Landung mußte beschleunigt werden, weil sich weiter herausstellte, daß die Angaben der Diebinnen über ihre bewährt sich bei dem gegenwärtigen starten Ferienverkehr außer sonst der Ballon dem Meere zu weit zugetrieben worden wäre. Wohnung unrichtig waren, wurden sie in Haft genommen. ordentlich. Die Abfertigung der auf dem Bahnhof einlaufenden Nach vorschriftsmäßiger Verpackung des riesigen Luftschiffes kehrten Vom Gerüst abgestürzt ist heute Abend der Maurer M. HerrZüge geht bei der großen Zahl der rückkehrenden Sommerausflügler die Offiziere mit dem um 1/211 Uhr vormittags vom Bahnhof Stolp mann, Golzstraße 4 wohnhaft. Herrmann, der heute seine Stellung nur langsam von statten und so passirt es, daß für folgende Züge abgehenden Zuge nach Berlin zurück. aufgab, um sich zum Bautechniker auszubilden, hatte nach Feierdas eigentliche Einfahrtsgeleise besezt ist. Seitens der ZentralWeichenstellung wird Zur Beachtung für Radfahrer. Die Veranstaltung von abend seine Kollegen zum Abschied in einer am Kurfürstendamm, der folgende Zug nach einem Radwettfahrten auf den öffentlichen Chausseen ist nur gestattet auf Ecke Joachimsthalerstraße, gelegenen Wirthschaft versammelt. As anderen freien Geleiſe dirigirt und durch einen Druck aufgrund eines Erlaubnißscheines, der für jeden besonderen Fall ihm einfiel, daß er noch einiges Werkzeug auf der Arbeitsstätte den Knopf tritt auf der Signaltafel auf dem Bahnhof von dem Landrath desjenigen Streises, in welchem die Wettfahrt zurückgelassen hatte, begab er sich nach dem nahegelegenen Bau, um Die Meldung, Meldung, auf welchem Geleise der warten ist, hervor. Da gleichzeitig eine elektrische Klingel die veranstaltet werden soll, einzuholen ist. Maßgebend hierfür ist die dasselbe zu holen. Beim Ersteigen des Gerüstes trat er jedoch auf Stationsbeamten auf Abgabe des Signals aufmerksam macht, so 28. März 1898, nach welcher übermäßig schnelles Fahren, Wett- Etage, auf hervorragende Balken mehrmals aufschlagend, herab. H. Verfügung des Oberpräsidenten der Provinz Brandenburg vom ein über dasselbe hinausragendes Brett und stürzte aus der zweiten Tönnen nicht nur die nöthigen Vorbereitungen für die schleunige Ab- fahren, Umkreisen von Führwerken, Menschen und Thieren und ähn- wurde schwer verletzt nach dem Krankenhause übergeführt. fertigung der Passagiere und des Gepäckes aus dem einlaufenden Zuge getroffen werden, sondern es ist auch gleichzeitig eine Kontrolle liche Handlungen, welche geeignet sind, Menschen oder Eigenthum Diebstähle wiederholen sich gegenwärtig an der nördlichen vorhanden, daß die Einlaufsweiche richtig gestellt ist. Die bei dem zu gefährden, den Verkehr zu stören oder Pferde und andere Thiere Peripherie Berlins fortgesetzt. Die Einbrecher suchen zur Nachtzeit riefigen Verkehr denkbare Möglichkeit, daß ein einlaufender Zug auf schen zu machen, verboten sind. nicht blos die kleinen Laubenkolonien, Felder und großen Gärten einen in der Halle befindlichen Train auflaufen könnte, ist dadurch In das Moabiter Untersuchungsgefängniß wurden mehrere heim, denen sie Blumen und theilweise noch nicht einmal reifes Gevollkommen ausgeschlossen. Die elektrische Signalvorrichtung dürfte weibliche Mitglieder einer Zigeunerbande sammt müse entnehmen, sondern sie durchstreifen auch die Friedhöfe nach nun wohl auch auf den übrigen Berliner Bahnhöfen zur Anwendung ihren kleinen, halb nackten Kindern eingeliefert. Der Transport nach Blumen und Gewächsen. Zum Schutz dagegen haben die Betheigelangen. dort erfolgte mittelst eines requirirten Lohnfuhrwerkes. Die Ver- ligten mit Hilfe der Polizei einen besonderen Sicherheitsdienst ge= Die Deckfitwagen bleiben! Die von der Großen Berliner hafteten, welche schon seit längerer Zeit von der Polizei gesucht schaffen, um die Diebesbande einzufangen. Dabei hat sich der Fall Straßenbahn früher gehegte Absicht, die Decksizwagen aus dem wurden, werden beschuldigt, verschiedene Diebstähle in der Um- zugetragen, daß ein Wächter auf seinem Posten schlief, während die Straßenbahnverkehr nach Einführung des elektrischen Betriebes gänz- gegend verübt zu haben. Ihre Festnahme geschah in Teltow und Diebe ihren Raubzug ungestört ausüben konnten. lich zu beseitigen, ist, wie uns von gut informirter Seite mitgetheilt schaft, von den männlichen Mitgliedern der Bande unterstützt, sich des Kriminalgerichts in Moabit und erregte in der belebten Gegend gestaltete sich diese dadurch recht schwierig, daß die saubere Gesell- Ein Unfall der Feuerwehr ereignete sich gestern in der Nähe wird, aufgegeben worden. Ein Theil der Decksizwagen wenigstens soll zu Anhängewagen umgearbeitet und für den Verkehr von der auf die Erde warf und unter Vollführung eines Höllenlärms sich begreifliches Aufsehen. Ein Leiterwagen eines von einer Brandstätte Stadt nach den Vororten benutzt werden. Die Zahl der Plätze auf ihrer Verhaftung widersetzte. Nachdem man sie vorläufig im dortigen kommenden Zuges hatte das Unglück, daß ihm beim Ueberfahren der Stadt nach den Vororten benutzt werden. Die Zahl der Pläge auf diesen Wagen wird vermindert. Es bleiben nur 6 Stchplätze und Polizeigefängniß untergebracht hatte, ſetzten sie ihr Geheul fort und Pferdebahngeleise das linke Hinterrad zerbrach und er somit inWährend des mitten der Straße Havarie erlitt. 18 Sitzplätze im Innenwagen; auf dem Deck dürfen statt wie Transportes nach Moabit versuchten mehrere der Weiber durch Ab- Pferdebahnschienen heruntergebracht und der Verkehr frei war, wurde beschmutzten schließlich die ihnen angewiesene Zelle. Nachdem der Wagen von den bisher 24 nur noch 20 Personen Plas nehmen. Derartig umgeänderte springen vom Wagen die Flucht zu ergreifen, was jedoch von ihren sofort um Hilfe in das Feuerwehrdepot in der Thurmstraße gesandt, Wagen sind jetzt bereits für den Pferdebahnverkehr auf der Linie Gesundbrunnen- Opernplay- Kreuzberg in Betrieb gestellt. Gleich- Begleitern rechtzeitig verhindert werden konnte. die auch bald darauf in Gestalt zweier Mannschaftswagen und einem neuen Rade zur Stelle fam. In furzer Zeit war der Schaden reparirt und mit lustigem Geflingel rückten alle drei in das Depot ein. Von den Mannschaften hat niemand Schaden erlitten. Von einem Wagen der Straßenbahn- Linie Gesundbrunnens Kreuzberg wurde am Freitag Nachmittag am Moltenmarkt beim Ueberschreiten des Fahrdammes die Arbeiterfrau Pauline Müller erfaßt, zu Boden gerissen und eine kurze Strecke mitgeschleift. Verletzungen hat die M. nach ihrer eigenen Aussage wahrscheinlich nicht erlitten, jedoch waren ihre Kleider derart beschädigt, daß sie sich Eine Berliner Nachtszene Tenkte in den ersten Stunden am mittels Droschte nach ihrer Wohnung begeben mußte. Einen recht bewegten Nachmittag hatte die Rettungs: Sonnabend die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich. Fünf Herren Ein Ueberfall gegen einen Privatnachtwächter ist, wie eine station in der Vernauerstraße vor einigen Tagen aufzuweisen. eines großen hiesigen Instituts hatten am Freitag Abend nach Lokalforrespondenz nachträglich erfährt, in der Nacht vom Montag Zunächst erschien auf derselben eine in der Gartenstraße wohnende Beendigung der Dienstzeit eine Kneiperei unternommen und waren zum Dienstag dieser Woche von vier Männern in der Gartenstraße, Frau H., deren zweijähriges Töchterchen mit einem Fingerhut ge- zu früher Stunde in der Luisenstraße gestrandet. Einer der Be- unweit der Invalidenstraße, verübt worden, also in demselben Revier, spielt und denselben verschluckt hatte. Nach kaum einer Stunde theiligten war kampfunfähig geworden, und seine Begleiter trugen in welchem vor 11 Jahren der Nachtwächter Braun erbesuchte die ebenfalls in der Gartenstraße wohnende Frau B. die ihn zum Ergößen der Vorübergehenden auf einem Stuhl mitten auf mordet wurde. In der angegebenen Nacht bemerkte der Wächter Station. Ihr 18 Monate alter Knabe hatte, als er einen Augen- die Straße. Während unbetheiligte Personen nicht ahnten, was nun underka auf seinem Rundgange durch die Gartenstraße, daß vier Männer blick unbeaufsichtigt war, eine Stednadel gefunden und in den geschehen sollte, erscholl der Ruf:" Bitte, recht freundlich!" und als- in dem von ihnen geöffneten Hause Nr. 157 verschwanden, ohne die zeitig ist die Anordnung getroffen worden, daß auf der erwähnten Tren ist die Soldatenliebe. In Tegel wurde am Freitag Linie die sämmtlichen Tramways linksseitig geschlossen sind, so daß Morgen ein Füsilier vom 35. Regiment angehalten. Der Soldat bei der Hinterplattform der Auf- und Abstieg nicht mehr links be- hatte Urlaub nach Berlin erhalten, diesen aber weit überschritten und wirkt werden kann. Diese zur Bequemlichkeit des Publikums ge- noch nicht daran gedacht, in seine Garnison zurückzukehren. Als Grund troffene Vorrichtung soll auch auf allen übrigen Pferdebahnlinien dafür hat er angegeben, daß ihn die Liebe zu feiner Braut, die in thunlichst schnell zur Einführung gelangen. Auf einigen Linien der Tegel wohnen soll, hier zurückgehalten habe. Der unglückliche Bräuelektrischen Straßenbahn verkehrten schon seit 1896 zu den Haupt- ligam wurde von der Militärwache in Tegel vorläufig bei„ Vater betriebsstunden die Züge mit zwei Anhängetvagen. Wie wir er- Philipp" untergebracht, von wo ihn abends ein Unteroffizier und ein fahren, hat das Polizeipräsidium diese seinerzeit gegebene Erlaubniß Gefreiter nach Brandenburg abholten. wieder aufgehoben. also viel " in sieben Monaten den französischen Feldzug beendete. Diesen handen gewesen wären, später doch zum Milizaufgebot greifen und auf seinen zivilistischen Beirath de Serres nicht hören wollte, Gallimatias hat B. sogar fettgedruckt. Einem so unterrichteten Mane müssen, zumal bei der Erbitterung der Fechtenden gleich sehr große der ihm die Operation auf Vesoul und entschiedenes weiteres möchte ich keine Vorlesung über Geographie halten, aber gehorsamst Verlustlüden eintraten. Wäre also richtig, daß stehende Heere den Ueberflügeln empfahl, was beinahe schon zum Durchbruch führte. empfehlen, sich mit dem Zirkel die Entfernungen Rhein- Paris- Orleans Strieg früher beendet hätten, so würde der Krieg vielleicht minder Ferner, weil die Südbahn den Transport pflichtlos verspätete. Im und Botomac- Richmond- Atalanta auszumessen! Dieser Vergleich ist ruinos für den besiegten Sklavenhalter, niemals aber so ent- übrigen hat z. B. die Miliz- Intendanz unter verzweifelten Umso lächerlich niederschmetternd, daß wir gar nicht deutlicher zu werden scheidend ausgefallen, der wahre politische Zwed nie erreicht ständen dort unendlich besseres gethan, als die kaiserliche Berufsbrauchten. Bildet sich B. vielleicht ein, daß zwei stehende Heere diese worden sein. intendanz bei Metz und vor Wörth. Und es ist eine Erbärmlichkeit, ungeheuren Raum- und Zeitverhältnisse besser bewältigt haben B. wärmt dann natürlich wieder die Legende auf, die Milizen über den Werth einer Miliz nach diesen Winterverhältnissen zu würden, als jene Milizen? So viel wird er doch wissen, daß die Gambetta's feien Giner gegen Fünf von den Deutschen urtheilen, die fast so ungünstig lagen, wie die 1812 in Rußland, an Marschleistungen der amerikanischen Infanterie geradezu imposante geschlagen worden. Diese Fälschung der Thatsachen wagt die denen doch die beste aller Berufsarmeen noch vollständiger zu grunde waren und daß die Kavallerie keineswegs nur der Südstaatler offizielle deutsche Militärhistorie immer noch, trotzdem ich ihre schon ging. Daß diese Operationen gänzlich" umsonst waren, ist auch uns mit ihren geborenen" Reitern, sondern erst recht der Nordstaatler nicht mehr schönen Kunstgriffe dabei bloßstellte. Ich will nur zivei wahr. War es nicht genug, daß zwei ganze deutsche Korps, womöglich noch ihre Ahnen, die Cromwell'sche Milizreiterci, über- Beispiele vor Augen führen, die sich noch vielfach erweitern ließen. 45 000 Manteuffel, nach Südosten von Paris und Mezz her abgezweigt traf?! Bei Loigny sollen gegen 35 000 deutsche Veteranen mit 200 Ge- werden mußten? Die Operation Loigny- Beaune, an sich sehr richtig In Broschüren tavalleristischer preußischer Taktiker sind genugsam schützen 93 000 französische Voltsbewaffnete gefochten haben: Nämlich gedacht, scheiterte an dem heimlichen lebelwollen der furchtsamen die beispiellosen Raids" zur Nacheiferung vorgehalten worden, das ganze 16. Korps, das ganze 17. Korps und zwei Berufsgenerale Aurelle und Ballières. Der- moralisch bewundernsneben denen die besten Märsche napoleonischer und neupreußischer Divisionen des 15. Nun fehlte erstlich dem 16. Korps eine Brigade, werthe ernente Vorstoß bei Beaugench war gleichfalls richtig, Reiterei in nichts verschwinden. Die außergewöhnliche Bravour und es war daher höchstens 30 000 Mann stark. Division Martineau ebenso die Aufstellung bei Le Mans. Auch würde jede andere Bähigkeit dieser Milizen auf beiden Seiten steht über des 15. Korps rechnet man mit 17000 Gewehren, obschon die andere Armee, als die damaligen sieggewohnten Veteranen Deutschlands, allen Zweifel erhaben, ebenso die Vorzüglichkeit der Artillerie und stärker formirte Division Peytavin nur 15 000 zählte: Lettere focht überrannt worden sein. die ungemeine Findigkeit in technischen Dingen: die ganze Be- allerdings, erstere aber erreichte das Schlachtfeld überhaupt Von der ungeheuren Leistung der Stadt Paris schweigt des muzung des modernen Apparats hat Woltte erst hiervon gelernt, erst in der folgenden Nacht!! Bom 17. Korps fochten Sängers Höflichkeit; in allen organisatorischen Dingen steht sie der während die Bahnbenutzung noch 1859 bei den regulären Heeren notorisch nur 3000 Mann und die Reserve- Artillerie, das Gambetta's ebenbürtig zur Seite, und ist dies um so bemerkensnichts taugte und die Intendanz gänzlich im Argen lag. Es gehört Korps war noch gar nicht anwesend!! Somit standen werther, als dort kein Genie wie Gambetta wirkte: Die vereinte Schneidigkeit dazu, so Geschichte zu lesen, wie es viel noch nicht 50 000 Franzosen den 35 000 Deutschen gegen- Thatkraft des Bolles erzielte hier, was dort die einzelne eines fach preußische Militärschriftsteller belieben. Zugegeben, die Nord- über! Bei Beaugency sollen wieder 100 000 gefochten haben. großen Mannes. Die natürlich auch von französischen Militärs aufalten" armee lief in der ersten Schlacht von Bulls- Run ganz ge- Hier wird das ganze 16. Korps in möglichst hoher Kopfzahl ge- gestellte Behauptung, die beiden Cadres Regimenter hörig davon," aber schon in den ersten Gefechten am Potomac redmet, obschon es bei Loigny( phantastische Legende!) 14 000" Mann Nr. 35 und 42 und die Zuaven hätten der Pariser Milizarmee den lieferten Regimenter von Wisconsin und New- Yort durch enorme verloren haben soll! Woher sollte nun Chanzy, der bis zum Halt gegeben, ist unwahr. Die Zuaven liefen zuerst schmachBerluste den Beweis ihrer Standhaftigkeit. Daß der Krieg so lange 4. Dezember Verluste hatte, fich plötzlich binnen drei Tagen wieder voll davon, später bei Malmaison wurden sie von Mobilgarden währte, ist, abgesehen von den Raumverhältnissen, dem Umstand zu so verstärkt haben?! Eins von beiden ist also sicher gelogen. Nun der Seine und Franktireurs von Paris herausgehauen; die beiden zuschreiben, daß die Südstaatler von einem bedeutenden Strategen, aber man höre und staune! hat dies 16. Korps über- Linienregimenter verloren bei Champigny eine Unmenge Gefangene dent Lieutenant Lee, Lehrer an einer Kriegsschule, geführt wurden. haupt nicht bei Beaugench gekämpft, sondern nur eine und rissen theilweise in Panik aus, während die Landwehren von Auf diese militärische Vorbildung" auch bei Grant pocht mun Division davon, Deplanque! Gerade dieser sollte aber Loiret, Ille- et- Vilaine und Côte d'Or die tapfersten Angriffe Boguslawski, obschon bei vielen anderen tüchtigen Führern beider vorher bei Loigny ein Verlust von 50 pct. aufgehalft machten, wobei fast alle ihre zivilistischen Offiziere fielen. Die Parteien nicht davon die Rede sein kann. Wir betrachten es einfach werden, dann wäre sie also nur noch 6000 Mann stark Artillerie start Artillerie noch improvisirter als unsere Infanterie", schreibt als 8ufall, daß gerade ein sogenannter Berufsoffizier Lee gewesen!( Die beiden anderen Divisionen standen bei Mer und Trochu ertrug Verluste, wie fein deutscher oder napoleonischer Grant besaß kein höheres Talent in diesem Bürgerkrieg die Blois.) Ferner wird das ganze binnen acht Tagen neugebildete Artilleriekörper im ganzen Kriege, mit heroischer Standhaftigkeit und größte Begabung entfaltete; vergleiche das unter Cromwell Gesagte. 21. Storps gerechnet in Stärke von 40000 Mann: Die Herren wissen nicht, schoß vortrefflich, hatte nur schlechtes Granatmaterial. Die VerSelbst wenn wir aber darin etwas Symptomatisches sähen, daß daß damals überhaupt mir zwei Divisionen davon formirt waren theidigung von Le Bourget durch die Mobilgarden des Fabriein Lieutenant als Generalissimus so bedeutendes leistete, so und nur die eine davon( Colin) fich engagirte! Somit fochten kanten Baroche und die Franktireurs der Presse war noch würde auch dies etwas anderes beweisen, als den Verhimmlern des( 17. Korps und Division Camo= 45 000) nach denkbar höchster Be- zäher, als von Bazeilles, während Kadres- Bataillone offiziellen Militärsystems lieb ist. Wir werden dies später betrachten. rechnung 60 000 Franzosen, 250 Geschütze offensiv gegen 30 000 aus Garde- Depots dort in Panik ausrissen. Daß sogar die Jetzt sei noch betont, daß im Gegentheil zwei stehende Heere Deutsche, 250 Geschütze. Auch beim Bourbakizug waren am Schluß reine Nationalgarde sich beim letzten Ausfall theilweise heroisch niemals geleistet haben würden, was jene Milizmassen. 90 000 Deutsche( Werder und Manteuffel) gegen schwerlich noch schlug, gesteht Trochu in seinen Memoiren selber zu, alleit VerAus dem einfachen Grunde, weil gerade wegen der Raum- 100 000 Franzosen versammelt. Das nennt man„ Einer gegen Fünf!!" leumdungen zum Troßz. verhältnisse ungeheure Massen Menschen unbedingt nöthig Es ist ferner Entstellung, daß die von Gambetta und Freycinet Von den Leistungen der preußischen Landwehr im Befreiungswaren, um diesen Kampf auf Leben und Tod mit der völligen Zer- angegebenen Operationen gänzlich mißlangen, wie der Zug trieg- einer Voltsmiliz im wörtlichsten Sinne schweigt B. trümmerung der Südstaaten zu beenden, und eben nur das Miliz- Bourbaki's, weil sie ohne sachgemäße Berechnung und Begriffe ein gleichfalls. Uebrigens ließen sich aus der Vergangenheit noch viele system die Möglichkeit solcher Massenbewaffnung an die Hand gab. geleitet worden waren." Sie mißlangen, weil der Gardegeneral ähnliche Dinge anführen. Man hätte, selbst wenn stehende Heere von 100 000 Regulären bor- Bourbati, völlig talentlps, aller sachgemäßen Begriffe" entbehrte ( Fortsetzung folgt.) " " die " Bausthür desselben von innen wieder zu verschließen. Er ging ihnen Gröpler's Salon, Bergstr. 147. Tagesordnung: 1. Vortrag des Ge- Schippel's" Thätigkeit des preußischen Landtages"," Neue Beit" 1896/97, fofort nach und fragte sie, weshalb sie die Thür offen gelassen hätten, noffen Grempe über Kolonialpolitik. 2. Diskussion. wurde aber daraufhin von ihnen mit einer Fluth gemeinster Schimpf- und Vereinsangelegenheiten. Gäste haben Zutritt. worte überschüttet. Um in dem Hause keinen Skandal herbei- Besuch ersucht zuführen, ging der Wächter nun wieder hinaus und wollte die HausDie Verbreiterung des Spandauer Schifffahrtskanals ist jezt auch auf der langen Strecke zwischen der Torf- und SeestraßenBrücke, also bis nach Plößensee hin, in Angriff genommen worden. Auf beiden Seiten des Kanals ist hier der untere Theil der mit Gras bepflanzten Uferböschung bis an den Treidelsteg, der die Böschung in zwei Hälften theilt, beseitigt worden. Dadurch hat der Kanal auf jeder Seite eine Verbreiterung um 2 Meter erhalten. An stelle des unteren Theiles der grünen Uferböschung wird eine steile Uferwand aus Mauersteinen, die auf einer Betonunterlage ruhen, errichtet werden. Auf diese Weise wird noch im Laufe des Jahres 1898 die Verbreiterung des Spandauer Schifffahrtskanals, die sich für den Schiffsverkehr als dringend nothwendig herausgestellt hat, auf der weiten Strecke von der Sandkrug- Brücke bis nach Plößensee hin vollständig fertig werden. Je 30 Reservisten aus dem Jahrgang 1894 find heute Sonnabend den vier Berliner Kavallerie- Regimentern zu einer achtwöchigen Uebung überwiesen worden. Jede Schwadron ist sonach um sechs Reiter verstärkt. 3. Fragetaften 2. Bd., Heft 51 und besonders heft 52. Eine Schrift direkt über Junker Um zahlreichen und Boltsschule ist uns nicht bekannt. Der Vorstand. 2405. Befindet sich die Straße innerhalb des früheren Nobisthores auf St. Pauli, so gehört sie zu Hamburg, außerhalb des Thores zu Altona. Worte imperator rex Raiser und König. 88 I. I. R. in den Unterschriften des Kaisers bedeuten die lateinischen Sedanstraße. Der im Juliusthurm zu Spandau aufbewahrte Reichsfriegsschatz beträgt 120 Millionen Mark. G. 5. 11. Anfang September. J. Müller. Nicht geeignet zur Veröffentlichung. Neuer Abonnent. Nein; die Amnestie bezieht sich nur auf rechtsfräftig entschiedene Sachen. 3. K. 100. Bleibt auf den Rieselfeldern. Schöneberg. Die Parteigenossen werden nochmals auf die am thür verschließen. Er wurde hieran aber gewaltsam verhindert, in- Montag, den 8. d. M., abends 8 Uhr, im lubhause, Hauptdem einer der Männer in die Thürspalte einen Fuß feßte. Dann straße 5/6, stattfindende Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins jedoch wurde von jenen die Thür plötzlich aufgerissen und alle vier aufmerksam gemacht, in welcher Gen. G. Ledebour über:" Was Stürzten über den Wächter her, auf den sie nun, abermals unter will die Sozialdemokratie, und welches ist die Aufgabe ihrer gemeinstem Schimpfen, mit ihren Stöcken wüthend einschlugen. Organisation?" sprechen wird. Jedermann hat zu dieser VersammDer Wächter, ein hünenhafter, riesenstarker Mann, 3og fein lung Zutritt. Seitengewehr und brachte bei der Vertheidigung einem seiner Angreifer einen schweren Hieb über die Stirn bei. Da aber die Rowdies Ein für die gegenwärtigen Wohnungsverhältnisse bevon allen Seiten auf ihn eindrangen, hätte er schließlich doch ihrer Bestalozzistraße in Charlottenburg. zeichnendes Vorkommniß ereignete sich am Donnerstag in der Darum ist aber noch keineswegs jeder, der den Unterschied kennt, ein Ochse. Anna 4. Den Unterschied zwischen Heit und Stroh kennt jeder Ochse. Uebermacht zum Opfer fallen müssen, wenn nicht glücklicherweise noch dem Verwalter des Hauses eine Wohnung gemiethet und verlangte dadurch keine schlechte Eigenschaft behauptet, der ihn selbst dem Ochsen gleich Dort hatte ein Arbeiter von Saben Sie von N. gesagt, er fei start wie ein Ochse, so haben Sie von ihm rechtzeitig ein Schußmann in die Nähe gekommen und ihm sofort zu Hilfe geeilt wäre. Auch waren zugleich noch zwei Bassanten auf, während die kleine Möbelfuhre auf der Straße stand, die gestellt, ihn also nicht beleidigt. Der Beleidigungsklage können Sie mit dem Schauplage des Ueberfalles erschienen, mit deren Hilfe es den Schlüssel zur Wohnung. Der Verwalter, der sofort erkannte, daß Fischblutruhe entgegensehen, wenngleich in juristischen Begriffshimmel so beiden Beamten endlich gelang, die vier Thäter zu überwältigen und pfändbare Gegenstände nicht auf dem Wagen waren, verlangte nun mancherlei Dinge passiren, die wir armen Erdenfinder des gefunden Menschennach der Polizeiwache zu bringen. vor Hergabe der Schlüssel die Pränumerando- Miethe für einen verstandes nicht verstehen. O. H. 103. Wenn Sie das Geld geliehen der Wohnung und als der Verwalter sich weigerte, erklärte jener Möbel zu kaufen, so sind diese Ihr Eigenthunt geworden. Demnach scheinen Monat voraus. Der Miether aber wünschte zunächst die Uebergabe haben, so sind die Möbel Eigenthum Ihrer Mutter, Sie haben nur ein Recht auf Stückzahlung. Haben Sie das Geld mit dem Auftrag gegeben, für Sie kurz:" Dann wohne ich vorläufig anderswo!" Verwalter die Nückgabe des Kontraktes. Nun verlangte der die Möbel, insbesondere Schrank und Stühle, Eigenthum Ihrer Mutter ge= Miether sehr entschieden ab und forderte ausdrücklich, daß ihm die einigen? Lieber an der Mutter Unrecht leiden als der Mutter Unrecht thun. Auch diese lehnte der worden zu sein. Können Sie sich denn darüber mit Ihrer Mutter nicht Wohnung jederzeit bereit gehalten werde. Er zog, kaum eine Stunde Unverzagt. Die politischen Rechte der Frauen in den später, in ein benachbartes Haus ein. Sein Verlangen ist übrigens Vereinigten Staaten sind sehr verschiedenartig. Das Bild ist etwa gefeßlich begründet. Der Verwalter kann erst nach der llebergabe folgendes. Im Staat Wyoming haben die Frauen volles staatliches Stimmdie Miethe fordern. recht, sind auch Mitglieder der Geschworenengerichte. In 14 Staaten dürfen die Frauen in Schulangelegenheiten mitwählen, in einigen anderen können Der Stralauer Fischzug soll in diesem Jahre in ganz sie auch Schulbeamte werden. In Arkansas und Mississippi ſtimmen sie eigenartiger Weise gefeiert werden. Man will den Versuch durch Vertreter) über die Konzessionsertheilung zum Verkauf berauschender machen, dieses alte Berliner Volksfest wieder ganz in derselben Art Getränke mit ab. Zn Kansas haben die Frauen in Städten mit zu gestalten, wie es vor 30 Jahren und früher der Fall war. mehr als 500 Einwohnern das städtische Stimmrecht. Das Stimm Vor allem wird die große Festwiese wieder hergestellt werden, welche recht ist, soweit es gegeben ist, ohne Rücksicht auf Angehörigkeit kraft auf den Besuch desselben ausübte. Diese Festwiese, welche sich Oregon und Indiana ist das Stimmrecht des weiblichen Geschlechts an damals den Mittelpunkt des Festes bildete und die größte Anziehungs- um hestand gegeben. Nur iſt in Oregon und Indiana das SchulStimmrecht auf Mütter ehelicher Kinder beschränkt. In Michigan, früher in dem südöstlichen Theile des eine Halbinsel bildenden Fischer einen Vermögenszensus gebunden, dem das der Männer nit unterliegt. dorfes neben der Kirche befand, wird diesmal in der Mitte der DorfKr. 25. Ehescheidungsgründe sind im Gebiete des allgemeinen Landstraße und zwar auf der Nordseite derselben zwischen der Jutespinnerei rechts: Ghebruch, dringender Verdacht der Verletzung ehelicher Treue, dem Die jüngsten Thiersendungen brachten dem Verliner und der Stralauer Glashütte auf einen ungefähr 10 Morgen großen Ehebruch gleichgestellte naturwidrige Handlungen, böswillige Verlassung, Aquarium Meeresbewohner mancherlei Art und halfen somit die unbebauten Terrain ihren Platz erhalten. Hier werden Karoussels, halsstarrige und fortdauernde Versagung der ehelichen Pflicht, gänzliches und unheilbares Unvermögen zur Leistung der ehelichen Pflicht, Raserei und Bestände nach verschiedener Richtung hin ergänzen. An Fischen Schieß- und Würfelbuden, eine Menagerie, ein Zirkus, Singspiel- Wahnsinn, Lebensnachstellung, Bestrafung wegen grober Berbrechen, unfamen unter anderen verschiedene Spezies aus der mehr als hundert hallen und ähnliche beliebte Schaustellungen zu finden sein. Der ordentliche Lebensart( Truntsucht, Verschwendung u. f. w.), Versagung des Arten umfassenden Familie der Meerbrassen, welche sich durch ge- auf dem Wasser stattfindende große Festzug, dem der übliche Fisch- unterhalts, unüberwindliche Abneigung und nur bei tinderlosen Chen) waltiges Gebiß auszeichnen, mit ihnen als die interessantesten der fang auf der Spree folgt, wird ausschließlich Szenen aus dem gegenseitige ernstliche Einwilligung. Wi., Moabit. Im Jahre 1887. 2. 7. Ihnen steht ein Anspruch auf Altersrente noch nicht zu. von Rovigno eingelieferten Sackbrassen, die nicht nur durch ihr an- Fischerleben zur Darstellung bringen. Am Sonntag, den 21. August, ziehendes, lebhaftes Farbenspiel, sondern auch eine bei Fischen wird in sämmtlichen Lokalen Stralaus sowie auf der Festwiese eine Bur Erlangung der Altersrente ist nicht nur die Zurücklegung des 70. LebensVorfeier des Festes abgehalten werden, das am darauffolgenden Es muß der Altersrentner 1410 Wochen hindurch geklebt haben. Dieſe jahres, sondern ferner die Erfüllung der gesetzlichen Wartezeit erforderlich. nur ausnahmsweise zu findende Brutpflege zeigen, in Sonntag, den 28. August, seit Ende erreicht. Der 24., der auf 1410 Wochen vermindern sich für die vor dem 1. Januar 1851 Geborenen einen Mittwoch fällt, wird wie immer den Haupttag des Festes um so viel Jahre und Wochen( das Jahr zu 47 Wochen gerechnet) als sie bilden, an welchem dann auch der Festzug und der Fischfang statt- am 1. Januar 1891 über 40 Jahre alt waren. Chiffre 76. Nein: nur finden werden. wenn Sie, wozu sehr zu rathen, ein wechselseitiges Testament machen, wird Im Krankenhause gestorben ist der Kutscher Otto Oppmann der überlebende Ehegatte Alleinerbe. Unterlassen Sie die Teftaments: aus Tempelhof, der vor etwa 14 Tagen von seinem eigenen Stein- crrichtung, fo erbt der Ueberlebende nur die Hälfte des beiderseitigen Vermögens. Ein Beispiel für solch wechselseitiges Testament haben wir wiederwagen überfahren und nach dem Krankenhause Am Urban gebracht holt an dieser Stelle gegeben. N. L. Ja. 100. 23. 2. Wir wurde. fönnen Auskunft über die Leistungsfähigkeit bestimmter Raffen nicht geben; Nachtheiliges ist uns über die betreffende Kasse nicht bekannt. D. B., Swinemünderstraße. Die Stempelsteuer für schrift: liche Miethsverträge beträgt bei einem Miethszins von jährlich bis 300 m. nichts, von mehr als 300 bis 500 m. 50 Pf., von mehr als 500 Der Wartejaal der vierten Ferien- Strafkammer des Land- bis 1000 m. i m., von mehr als 1000 bis 1500 m. 1,50 M., von mehr Auf der Treptower Sternwarte wird in dieser Woche die erichts I bot gestern einen eigenartigen Anblick. Es drängten sich 1500 bis 2000 m. 2 M. und so fort von jeden angefangenen 500 m. 50 f. Sonne mit dem Riesenfernrohr beobachtet. Dieselbe zeigt jezt drei darin 46 kleine Schulmädchen im Alter von 7 bis 9 Jahren zu Die Miethssteuer wird nicht durch Stempelmarfen entrichtet, vielmehr hat Fleckengruppen von 8-15 Kernen, die so groß sind, daß die Erd- sammen, welche gegen ihren ehemaligen Lehrer Karl Wert der Vermiether ein Miethverzeichniß aufzustellen und der zur Ueberwachung fugel 5-6mal darin verschwinden konnte. Nach der Sonne wird die meister Zeugniß ablegen sollten. Werkmeister war bei der hinreichender Ernährung des fiskalischen Magens eingesetzten Behörde ein Venus, dann die Vega, der hellste Firstern in der Leher, und darauf 82. Gemeindeschule in Moabit angestellt. In diesem Frühjahre zureichen. Dieser Behörde wie dem Fistus gegenüber haftet für richtige der merkwürdige Ringnebel in der Leyer gezeigt. Der Mond tauchte das Gerücht auf, daß er mit den ihm anvertrauten Schüle- stattung verpflichtet ist, richtet sich nach dem Miethsvertrage. Ist in diesem Speisung nur der Vermiether. Ob diesem gegenüber der Miether zur Ererscheint heute, Sonntag, erst um 10 Uhr und geht dann täglich rinnen Ungehörigkeiten vornähme, es hatte eines der gemißbrauchten nichts vermerkt, auch sonst nichts verabredet, so ist der Miether zur Erspäter auf, bis er am Donnerstag vor 12 Uhr nicht mehr beobachtet Kinder seinen Eltern gegenüber ein Geständniß abgelegt, andere stattung der Steuer nicht verpflichtet. Schon gezahlte Beträge fönnen Sie werden kann. Vorträge mit Lichtbildern hält Direktor F. S. Archen folgten nach und schließlich konnten nicht weniger als aber nicht mit Erfolg zurücverlangen. F. G., Verden. Uns ist folch' hold am Sonntag nachmittag um 5 und 7 Uhr, und zwar spricht er 46 Fälle festgestellt werden. Wertmeister war sofort in Unter- Urtheil nicht befannt. Die richtige Ansicht ist die: Es ist im höchsten Grade zuerst über: Die bevorstehenden Sternschnuppenfälle und die Welt- fuchungshaft genommen worden. Er legte im gestrigen Termine unzweckmäßig und agitationszwedwidrig, während der Kirchzeit Flugblätter untergangs- Prophezeihungen und dann über: Was uns die großen ein offenes Geständniß ab, sodaß den Kindern erspart wurde, zu verbreiten. Strafbar ist indessen solche Verbreitung trotz Polizei: Fernrohre erzählen. Zu dem am Montag 51/2 Uhr für den Bürger- die mit ihnen vorgenommenen Schändlichkeiten vor Gericht giebt. In wiederholten Fällen hat indeß das Kammergericht sich auf einen verordnungen nicht, da das Reichsgesetz unbeschränkte Verbreitungsfreiheit verein Nord- Ost stattfindenden Vortrag haben auch andere Besucher zu beschreiben. Der Staatsanwalt beantragte gegen den anderen Standpunkt gestellt und auf Strafbarkeit erkannt. Wollen Sie Zutritt. Zu der Beobachtung der bevorstehenden Sternschnuppen- Angeklagten, der verheirathet und Vater zweier Kinder ist, eine Berufung einlegen, so müssen Sie sich klar sein, daß der andere Theil die fälle stellt die Direktion in dieser Woche den Besuchern des Instituts Zuchthausstrafe von sechs Jahren und 10jährigen Ehrverlust. Sache jedenfalls bis vor das Kammergericht im Falle der Freisprechung die obere Plattform der Sternivarte zur Verfügung. Der Gerichtshof verurtheilte den Angeklagten, der die ihm anvertreiben würde; wie das entscheiden wird, kann niemand voraussagen. trauten Kinder moralisch vergiftet habe, anstatt sie zu erziehen, 31 getrennte Schlafzimmer vor, so können Neidhammel oder Neidlieſen beD. 11. Nein, nur bei Subhastation. E. M. 314. Liegen nicht fünf Jahren Zuchthaus und 10jährigen Ehrverlust. haupten, sie nähmen Aergerniß und die Polizei bewegen, mit dem juristischen Auf eigenthümliche Weise sollte der Kaufmann Gustav Bengel für alles mit dem Stallbesen eines Strafbefehls und mit dem Schauer Berliner Liedertafel( Chormeister A. Zander) und der unter Leitung ubert, welcher gestern unter der Anklage des straf- tuch eines Polizeiverbots zur Reinigung von Sitte und Moral anzurücken. von Professor Kosleck ſtehende Bläserbund haben ihre Mitwirkung Landgerichts I. stand, seinen Hauswirth hintergangen haben. brauchen Sie einen Stellvertreter, so lassen Sie sich die Höhe der Kosten Eigennuges vor der zweiten Ferienstraffammer des Prenzlan. 1. Der zweite. 2. Bevollmächtigen. 3. Ja.- G. S. GeHubert besaß am Grünen Weg ein Buttergeschäft, welches von ihm bescheinigen( Polizei und dergleichen hat damit nichts zu thun) Theaternachrichten. Neues tgl. Operntheater. Sonntag: Wand ant Wand mit dem und liquidiren die Summe als Zeuge. „ Die Afrikanerin." Schankwirthes Montag: Lohengrin." Anfang 7 Uhr. Lohengrin: Herr v. Bandrowski, als Gast." Ortrub: Frau Schumann- Heint, als Gast. Busch lag. Der Bequemlichkeit wegen ließ Hubert ohne Dienstag:" Der Trompeter von Säffingen." Mittwoch: " Bajazzi". Wissen feines Hauswirths eine vieredige Oeffnung in Cavalleria rusticana." Donnerstag:" Der Prophet." Anfang 7 Uhr. der Wand Herstellen, um durch dieselbe Bier u. dergl. zu ( Johann von Leyden: Herr v. Bandrowski, als Gast. Sides: beziehen. Im Februar d. 3. sollte Hubert ausziehen, da er B. Vr., Lychen? Schreber, Zimmergymnaftif, 1 M. und Ein Noth Frau Schumann- Heint, als Gast). Freitag:" Bar und Zimmerman." mit der Miethe im Rückstande geblieben war. Sein Wirth Schrei der Bäckereiarbeiter Deutschlands" à 30 Pf.( Porto 10 Pf.) fönnen Sonnabend:" Fra Diavolo."( Lady: Frau Schumann- Heint, als hatte lam Tage vor dem Auszugs- Termine Beschlag Sie von der Buchhandlung Vorwärts, S.W. Beuthstr. 2, beziehen. Katalog dem das Männchen durch Säuberung eines Pläßchens am Grunde von Kies, Muscheln u. s. w. eine Laichstätte herrichtet und dann die vom Weibchen dort abgelegten beziehungsweise festgeklebten Eier bewacht und gegen Eindringlinge beschützt Auch die mehr als andernthalb Hundert Arten zählende Gattung Sägebarsch, die in unseren nördlichen Meeren gänzlich fehlen und in den wärmeren Meeren zum theil eine wunderbare Farbenpracht entfalten, ftellte einige Spezies, und namentlich erregen die kleinen und großen Schriftbarsche, welche wegen der an Schiftzüge erinnernden bläulichen Linien auf den Kopfseiten so genannt werden und außer dem in Rothorange, Olivenfarbe und Blau prangen, durch ihr reizendes Aeußere die Beachtung der Besucher. Der Berlin- Brandenburger Heilstättenverein für Lungen franke veranstaltet zu gunsten des Baues in Belzig am Mittwoch, den 31. August, im Zoologischen Garten ein Wohlthätigkeitsfest. Die zugesagt. Gast). Orientalisches Tanzbild. Sonntag: Tannhäuser.( Tannhäuser: Herr baren Gerichts- Beifung. Lokale des = Briefkasten der Expedition. Witterungsübersicht vom 6. Auguft 1898, imorgens 8 1hr. Stationen v. Bandrowski, als Gast.) Das Deutsche Theater stellt für diese auf den größten Theil des Mibiliars legen lassen und einen besonderen gratis und franto. Woche folgenden Spielplan auf: Heute Sonntag Abend Johannes", morgen Wächter hingestellt, der aufpassen mußte, daß nichts hinausgeschafft wurde. Montag Hamlet" mit Josef Kainz in der Titelrolle; Dienstag„ Die Weber", Dennoch waren am folgenden Tage viele Kleinere Gegenstände verMittwoch Johannes", Donnerstag" Der Biberpelz", Freitag Nathan der schwunden. Sie konnten nur durch die erwähnte Deffnung in das Weise" mit Emanuel Reicher in der Titelrolle und Josef Kainz als Tempel Lokal des Schankwirths Busch und von dort weiter geschafft Herr, Sonnabend Johannes", nächstfolgenden Sonntag Abend" Der sein. Pusch war deshalb der Beihilfe angeklagt. Beide Angeklagten Bil pelz" Nachmittags Vorstellungen sowohl ant heutigen wie wurden durch die Beweisaufnahme für überführt erachtet und Hubert ant nächstfolgenden Sonntag" Die versunkene Glocke". Zentral Theater beginnt mit dem heutigen Tage der Billet: wurde zu 50, Pusch zu 20 M. Geldstrafe verurtheilt. verlauf zu der am 14. d. W. stattfindenden Eröffnungs- Vorstellung:„ Die Geister" und ist die Tagestasse von 10-2 Uhr geöffnet. Im Luisen: Theater wird bie Wiederaufnahme der Vorstellungen mehr definitiv für Donnerstag, den 18. August, angekündigt und zwar fetzt die = V " Im mun V Eingelaufene Druckschriften. Wetter Swinemde. 760 SSB 6heiter Hamburg 759 WSW 6heiter Berlin 761 SW 4 heiter Wiesbaden 764 Still München Wien 5th= 4º N. Stationen Barometer= stand mm Windrichtung Windstärte Wetter Temp. n. C. 60= 909) RS 759 NW 754 N 763 SW2wolfent 2woltent 3hvolfent 45lb. bed. 14 20 Haparanda 751 S 20 Petersburg 20 Cort wolten 16 Aberdeen 3wolfent 18 Baris -heiter 16 14 13 16 767 SD 766 Still Wetter- Prognose für Sonntag, den 7. August 1898. Warm und ziemlich heiter, bei mäßigen bis frischen südwestlichen Winden Arbeitsmarkt. Berliner Wetterbureaut. Kartonarbeiterin auf Wochenlohn Schwandt, Neue Jakobstr. 6. Plätterinnen auf geschweifte Ulm: legefragen und Stehkragen in und außer dem Hauie verl. M. Treppe, Schönhauser Allee 167 a.( Fabrikgeb.)* " Der Arbeitsmarkt", Monatsschrift der Zentralstelle für Arbeitsneue Spielzeit mit der Erstaufführung des neuen marit Berichte( Herausgeber Dr. J. Jastrow), Berlin, Verlag von dreiaftigen Boltsstüdes Seine Puppe" von May Schönau ein. Im H. S. Hermann. Die nunmehr als Organ des Verbandes deutscher Ostend Carl Weiß Theater gelangt heut Kean" zur Aufführung; Arbeitsnachweise" erscheinende Zeitschrift enthält in Nr. 11: Verwaltung am Montag geht das Schauspiel Deborah" zum ersten Male in Szene. der Arbeitsnachweise: Verbindung des Reservistennachweises mit den all: Im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater gastiren die Lili gemeinen Nachweisen; Formular einer Fabrit für den Verkehr mit dem und etwas Neigung zur Gewitterbildung. putaner. Zur Aufführung gelangt das große Ausstattungsstück„ Zwei Tage Arbeitsnachweis in Mainz; Gehälter am städtischen Arbeitsvermittelungs: Millionär". amt in Wien; Arbeitsvermittelung in Ungarn. Zentralisirungsbestrebungen. Fenerbericht. Freitag Abend 71/2 Uhr brannte Wörther Situationsberichte aus einzelnen Plätzen: Mainz; Brandenburg. straße 37 die Kloſetverpackung. Kurz darauf war Yorfstr. 44 Situationsberichte aus einzelnen Gewerben: Hutindustrie. Lage des ein Dachstuhlbrand abzulöschen, der die Wehr über drei Stunden Arbeitsmarktes: Lebensmittelpreise; Streits in Deutschland im Juni; Der Arbeitsmarkt in Juli. Mittheilungen aus deutschen Arbeitsnachweis: beschäftigte und den größten Theil der Dachkonstruktion einäscherte. Berbänden: Verband deutscher Arbeitsnachweise, Verbandsversammlung Gegen 10 Uhr erfolgte Alarm nach Kommandantenstraße 7, und Arbeits- Konferenz in München; Württembergische Landeszentrale für eine Petroleumlampe explodirt war, und nach Marien- Arbeitsvermittelung. Weiterer Ausbau und Heranziehung der Gemeinden; dorferstr. 6, wo Gardinen in Flammen aufgingen. In beiden Verband deutscher Arbeitsnachweise. Beitrittserklärungen. Fällen wurde größere Gefahr beseitigt. Sonnabend Mittag hatte in der Saiserhofstraße ein mit Werg, Kaffeefäden und Weinfässern beladener, der Transport- Aktiengesellschaft Blücherplay" gehöriger Rollwagen Heuer gefangen, wodurch für einige Zeit ein Verkehrshinderniß entstand, bis die herbeigerufene Wehr den Brand löschte. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Zahl) Nachmittag gegen 21/2 Uhr erging Alarm vom Rathhause aus. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort Die in großer Stärke anrückenden Löschzüge traten jedoch nicht in Thätigkeit, da es sich um einen Schornsteinbrand handelte. Es wurde lediglich ein Beobachtungsposten am Brandherde zurückgelassen. 100 Aus den Nachbarorten. Pankow. Die für Montag, den 8. August, angefeßte öffentliche Versammlung des Arbeitervereins für Pankow und Umgegend findet nicht statt. Der nächste Lese- Abend des Vereins ist zum Dienstag, den 16. August, arrangirt, und wird Dr. Weyl den Vortrag halten. Vollzähliges Erscheinen an diesem Lese- Abend ist Pflicht eines jeden Mitgliedes. Der Vorstand. Rigdorf. Sozialdemokratischer Verein Vorwärts" zu Rigdorf. Dienstag, den 9. August, abends 8 Uhr, Mitgliederversammlung in Briefkasten der Redaktion. wird nicht ertheilt. und Freitag von 6 bis 7 1hr abends statt. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag find Möbelpolirer. Bei Peters, Prinzenstr. 86. Schneider Lohndifferenzen ausge: auf Herrenjaquets, welche große Posten brochen. Um Zuzug fernzuhalten liefern können, verlangt[ M29* ersucht d. Vorstand d. Verbandes: M. B. Rosenthal& Co., Kaiser Wilhelmstr. 48. H. Fahnkow, Tücht.Stahlgraveure Geldschrankbanernadier. 28 für Silberwaaren bei hohem Lohn u Flotte Schriftmaler für dauernd gesucht. Of unter B. 5 verl. Julius Lazarus, AlexandrinenExpedition d. Bl. 57242* ftraße 118a. Meldungen 8-10.[ 2795 Mädchen alles wird Firma Aberle u. Komp., Berlin 11,20 Mt., ferner Tischlerei ober zum 1. Ceptember verlangt. Cigaretten- rbeiterin bertang 3066 Reichenbergerstr. 130. Quittung. Von den Lithographen und Steinbrudern der von Meißner durch Ostermann 4 M., am 6. August für den Rummelsburg, Pring Albertstr. 5a, 3206 in Noth getriebenen Weber des Wahlkreises Reichenbach Neurode" im Zigarrengeschäft. erhalten und an August Kühn, Ober: Langenbielau, Verlag Tüchtige Rockarbeiterinnen finden des„ Proletarier", abgeliefert. Wie uns mitgetheilt wird, be- dauernde Beschäftigung bei Victor, absichtigt der Parteivorstand, sich zur Regelung der Angelegenheit mit dem Immanuelkirchstr. 8.( Königsthor.) Genossen August Kühn in Ober- Langenbiclau in Verbindung zu setzen. Etwa schon gesammelte Gelder für diesen bestimmten Zweck beliebe man an Mamfells auf Jackets außer dem Hause 1,30 bis 1,90 M. Arbeitslohn den Parteifafsire Albin Gerisch, SW, Razzbachstr. 9, abzuliefern. Red. d.„ Vorm." ahne Ausfertigen. Fritz, Gerichts: 3036 C. 2. in Berlin. Das beste ist wohl noch immer Hans Müller, ftraße 16 I( Eing. Kolbergerstr.).[ 3186 Preußische Boltsschulzustände, Berliner Arbeiterbibliothef, II. Serie, 7. Heft. Geübte Stuhlflechterinnen vert Lücht. Stärkerin verlangt Joh. Dann finden Sie aus letzter Zeit verschiedenes über Schulmißstände in i Krohu, Alexandrineustr. 79. 3026 NO., Greifswalderstr. 13 Goldleisten. Tüchtige Versilberer finden 6. hohent Verdienst dauernde Beschäftigung Köpnickerstr. 109 a. Farbigmacher u. Versilberer verlangt Richard Schulz jun., Rigdorf, Selchowstr. 4. Veermann, Sozialdemokratischer Wahlverein für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Donnerstag, den 11. August, abends 8 1hr, bei Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Fortsetzung der Diskussion über den am 14. Juli vom Genossen Dr. Weyl gehaltenen Vortrag:" Was lehren uns die letten Reichstagswahlen?" 2. Vereinsangelegenheiten. 245/7 Zahlreiches Erscheinen aller Genossen ist dringend erforderlich. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. für Sozialdemokratischer Wahlverein den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. = Dienstag, 9. August, abends pünktlich 9 Uhr, im Viktoriagarten( Cranz), Gesundbrunnen, Badstrake 12: Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Robert Schmidt über: wir uns zu der neuen Jnnungs- Organisation? 3. Vereinsangelegenheiten. Wie ftellen 2. Distusfion. Bei der Wichtigkeit der Erörterung dieses gerade jezt so aktuellen Gegenstandes ist zahlreiches und besonders pünktliches Erscheinen der Mitglieder nothwendig. Gäste haben ebenfalls Zutritt. Der Vorstand. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Berlin. Montag, den 8. August, abends 8 Uhr: Bezirks= Versammlungen. Westen u. Südwesten: bei Zubeil, Lindenstr. 106. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion und Verschiedenes. bei Rautenberg, Süden und Südoften: Oranienste. 180. 1. Bortrag des Herrn R. Stramm. 2. Diskussion. 3. Berbands Tages Ordnung: angelegenheiten. 4. Verschiedenes. Often und Nordoften: bei Mann, Straußbergerſtr. 3. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Herrn Dr. Weyl über Naturheilverfahren". 2. Dis Tuffion. 3. Verbandsangelegenheiten. 4. Verschiedenes. [ 106/17 Die Drechsler, Korbmacher, Stellmacher, Bürstenmacher, Kammimacher find zu dieser Versammlung besonders eingeladen. Nichtmitglieder und Frauen haben Zutritt. Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt: Schwedterstraße 23 bei Wernau. Tages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 3. Ersatzwahl der Werkstatt- Kontrolltommission. Gäste haben Zutritt. Wedding und Gesundbrunnen: im Lokale des Herrn Raabe( Kolberger Salon), Kolbergerstr. 23. Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten. Der Wichtigkeit der Tagesordnung wegen werden die Kollegen ersucht, besonders zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt. Moabit: bei Fischer, Beuſſelſtr. 9. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Wolheim über: Die Luft, die wir athmen". 2. Diskussion. 3. Verbandsangelegenheiten und Wahl eines Bezirksleiters. Gäste und Frauen haben Zutritt. Friedrichsfelde: bei Bube, Prinzen- Allee 30: Tages Ordnung: 1. Vortrag des Kollegen Tost. 2. Disfuffion. 3. Wahl eines Bezirks: Teiters. 4. Ersagwahlen der Kontrollkommission. 5. Werkstattangelegenheiten. Die Kollegen von Gebhard Schmidt und Frenzel sind hierzu eingeladen. bei Beulling, Rummelsburg: Goethe: und Kantstraßen Ede. Tages Ordnung: 1. Das Arbeiter- Recht. Referent: Kollege Dierte. 2. Verbands: angelegenheiten. Achtung! Achtung! Sozialdemokratischer Achtung! Schneider und Schneiderinnen und alle Schneider und Schneiderinnen und alle Arbeiter und Arbeiterinnen Wahlverein f. den 4. Berliner der Konfektions- Induſtrie! Bwei große öffentl. Derfammlungen am Dienstag, den 9. August 1898, abends 8½ Uhr, Reichstags Wahlkreis. ( Süd- Ost.) Todesanzeige. Den Mitgliedern die traurige Nach richt, daß das Mitglied, der Knopf für den Süd- Osten: Sanssouci,| für den Norden: Kolberger Salon, arbeiter Richard Höfig Kottbuserstraße 4a. Tagesordnung: 1. Die Konfektions Industrie und das Elend ihrer Arbeiter. Referentinnen: Fräulein Baader und Frau Reimann. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Achtung! Der Vertrauensmann: Stubbe. Charlottenburg. Achtung! 243/5 am Freitag, den 5. August, im Alter von 38 Jahren an der Proletarierfrankheit verstorben ist. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. d. M., nachmittags 4 Uhr, vom d.Freireligiösen Friedhof, Pappel- Allee, statt. Der Vorstand. Todes- Anzeige. Dienstag, den 9. Auguft 1898, abends 8% Uhr, im Lokale des Herrn Leder, Bismarckstraße 74: Trauerhause, Forſterſtr. 39, aus nach Oeffentliche Versammlung der Schneider und Schneiderinnen sowie aller in der Schneiderei beschäftigten Personen. Tagesordnung: 1. 3wed und Nutzen der gewerkschaftlichen Organisation und wie stellen wir uns zur Gründung einer Filiale des deutschen Schneider- Verbandes. Referent: Kollege Täterow: Berlin. 2. Diskussion. 3. Wahl von zwei Delegirten zur Gewerkschafts- Kommission. 4. Verschiedenes. 164/6 Die Gewerkschafts- Kommission. J. A.: Otto Flemming, Schlüterstr. 71. Lederarbeiter Berlins. Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, unser guter Vater, Bruder und Schwager, der Knopfarbeiter Richard Höfig am Leiden an der Proletarierkrankheit verstorben ist. Die trauernde Wittwe Antonie Höfig, geb. Fricke, nebst Tochter. Für sozialistische Literatur.reitag Nachmittag nach langem Dienstag, den 9. August, abends 8% Uhr, im ,, Marienbad", literarische Erscheinung Badstr. 35/36: Deffentliche Versammlung aller in der Lederfabrikation beschäftigten Arbeiter, als Weißgerber, Lohgerber, Lederfärber u. Berufsgen. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Litfin über:„ Die wirthschaftlichen Umwälzungen und die Gewerkschaftsorganisationen". 2. Kassenbericht des Vertrauensmanus. 3. Neuwahl des Vertrauensmanns. 4. Neuwahl der Dele: girten zur Gewerkschafts- Kommission. 5. Verschiedenes. 3256 Der Vertrauensmann. Achtung! Former. Achtung! Mittwoch, den 10. August, abends 8% Uhr, im Kolberger Salon, Oeffentliche Versammlung Kolbergerstr. 23: der Former und Berufsgenossen. Tages Ordnung: 1. Bericht vom Kopenhagener Kongreß. 2. Abrechnung vom Ber trauensmann Bernice. 3. Wahl eines Vertrauensmannes und eines Stellvertreters. 4. Verschiedenes. Neue Zeit, Sozial. Monatshefte, für jede irgendwo angezeigte empfehle mich den Genossen und Bibliotheken unter günstigen Bedingungen. Marx, Das Kapital, Uhland's Dramen ul Gedichte, auf Theilzahlung. elegant gebunden 1 M. 310b Die Beerdigung findet am Dienstag, den 9. d. M., nachm. 4 Uhr, vom rauerhause, Forſterſtr. 39, aus nach dem Freireligiösen Friedhof, Pappel Allee, statt. Tischler- Verein. Hugo Warschawski, feritglied, des Buchhandlung, Steinstrasse No. 11, an der Rosenthalerstrasse. Gegen Wanzen hilft 61/ 5* nur Chemiker Sünderhauf's Es ist Pflicht eines jeden Werkstattbertreters in dieser Versammlung zu ,, Furedol"( gesetzl. gefch.) in Fl. erscheinen, da sämmtliche Vertrauensleute, welche Marken haben, verlesen von 0,50 an Gr. Frankfurterstr. 89. sonst nirgends. 56648* Kollegen, laßt Euch durch die Vorkommnisse der letzten Zeit nicht ab= halten und erscheint Mann für Mann. Der Einberufer: A. Plath. werden. Isolirer und Rohrumhüller. Montag, den 8. August, abends 8 1hr, bei Schöning, Köpnickerstraße 68: Mitglieder- Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegen: Das Erscheinen sämmtlicher Kollegen ist Ehrensache. Der Vorstand. heiten. 267/11 Achtung! Puter. Achtung! Heublumen- Seife( Kneipp schützt vor Fältchen u. Runzeln. Baustellen, Buabret find in gut. 230 M. Baugelb pro Miethsgegend mit Kleiner Anzahlung billig zu verkaufen. Näheres E. 5 Erped. d. 8tg. 3176 in Bruchmühle bei Altruthe 12 M., verkauft E. 5 Exped. 3166 d. Zeitung. Vereinszimmer mit Klavier, zu 30-40 Personen, zu Beffelstraße. Baustellen Landsberg, Quadrat: 3146 Mittwoch, den 10. August 1898, abends 6 1hr, im Saale des vergeben. Markgrafenstr. 95, Ede " Königshof", Bülowstraße 37: Erste Wander- Versammlung der Puzzer Berlins und Umgegend für den Weffen und Südweffen. Tages Ordnung: Bericht der Lohnkommission über die gegenwärtige Lage und Anträge derselben. Um zahlreiches Erscheinen, besonders der Kollegen aus dem Westen, ersucht 133/19 Die Lohnkommission. Verband der Fabrik-, Land- Hilfsarbeiter Verein deutscher Schuhmacher. und Arbeiterinnen Deutschlands ( Zahlstelle Berlin). Versammlungen Arbeiter- Gesangverein, älterer, mit guter Kaffe und großem Notenfchatz, fucht stimmbegabte Herren als Mitglieder. Uebungs: Feind, Weinstr. 11. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß 1986 unser Herr Rudolph Federau, im Alter von 56 Jahren am 4. d. M. verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 8. d. M., nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Hermannstraße, Thomaskirchhofes, aus statt. Allen Freunden und Sangesbrüdern zur Nachricht, daß unser Mitglied Rudolph Federan am 4. d. M. nach langen schweren Leiden im 56. Lebensjahre sanft ent schlafen ist. 3076 Die Beerdigung findet Montag, den 8. b. M., nachmittags 6 Uhr, von der Leichenhalle des Thomas- Kirchhofs, Rigdorf, Hermannstr., aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Gesangverein Liedertafel des Tischler Vereins. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Metallschleifer D. Peters, nach kurzem, schwerem Leiden am Herzfchlag plötzlich verstorben ist. 3216 Wwe. Emma Peters. = Todes Anzeige. Allen Genossen, Freunden und Be fannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann und Vater Georg Schmitz am 4. d. M. nach langem, schwerem Leiden im 41. Lebensjahre sanft ents 3246 schlafen ist. Frau Wwe. Schmitz u. Kinder. Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. ds, Mts., vorm. 10 Uhr, vom dem St. Paulus Kirchhof, Reinidens borf, statt. funde Donnerstags 9-11 Uhr. Reft. Trauerhause, Beuffelstr. 169, aus, nach [ 3196* Strickmaschinen = aus der Dresdener Strickmaschinen- Todes Anzeige. Fabrik sind die besten und ein leichter Bekannten Erwerbszweig f. Männer, Frauen und mit zur Nachricht, baß meine geliebte Posam.- Geschäfte. Erlernen leicht gratis. Arbeit w. nachgewiesen. Ber: fauf zu Fabrifpreisen. Lager bei dem Bertreter A. Homburger, Kloster. Dienstag, 9. Auguft, abends 8 1hr, bei Beyer, Wallstraße 96: am Montag, den 8. Auguft, abends 8½ Uhr. traße 63, Berlin. Nachmittags. Bezirksversammlung für Charlottenburg. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Beyer über: Städtische und private Arbeitsnachweise". 2. Diskussion. 3. Kassenbericht. 4. Verbandsangelegenheiten. Mittwoch, 10. Auguft, abbs. 8 Uhr, bei Ewald, Schönleinftr. 6: Bezirksversammlung für Süd- Ost und Kirdorf. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genoffen Ad. Hoffmann über: Das moderne Raubritterthum". 2. Distuffton. heiten. 64/15 3. Kaffenbericht. 4. Verbandsangelegen: Kolbergerstraße Nr. 23: Bahlstelle I bet Feind, Weinstr. 11. Vortrag. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15. Bahlstelle III im Klubhaus, Jägerstr. 69. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21. 170/7 Bahlstelle Friedrichsberg bei Waklawiak, Frankfurter Allee 150. Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Bahlstelle Weissensee bei Pfeiffenmüller, König- Chauffee. Bahlstelle Charlottenburg bei Bayer, Wallstr. 96. Um zahlreiche Betheiligung bitten Achtung! Donnerstag, ben 11. August, abends 8 Uhr, im Kolberger Salon, und Bezirksversammlung für den Norden. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen P. Litfin über: Die gewerkschaftliche Organisation und deren Bedeutung für die ungelernten Arbeiter und Ar beiterinnen." 2. Diskussion. 3. Kaffenbericht. 4. Verbandsangelegenheiten. Kollegen und Kolleginnen! Agitirt für starken Besuch dieser Versamm lungen. Gäste haben Zutritt. Die Ortsverwaltung. Verband der Zapezirer. Montag, 8. August, abends 9 Uhr, bei Gründel, Brunnenstr. 188: Versammlung der Filiale ,, Nord". Die Bevollmächtigten. Carl Becker Cigarren, Cigarretten, Tabake Gerichtstr. 28, Bahneingang part. decken, Portièren, SommerPiston-, Cello-, Klavier: u. Biolinunterricht 4 Std. 1,50, f. Bor: geschrittene 3 M. Oranienſtr. 118, I. Betten, Steppen Gardinen, Tisch: Achtung! paletots, Anzüge, Hofen, Regulatoren, Remontoir- Uhren, Reisefoffer, Opern gläser spottb. Pfandleihe, Neanderstr. 6. Mühlenstraße 8, a. d. Ober baumbrücke, 5 Min. von Station Warschauerstrasse, sind v. 1. Of Berband der in Holzbearbeitungs- Fabriken auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Deutschlands.ühlenstraße 8, a. d. Ober, Filiale Berlin I. Montag, den 8. August 1898, abends 8 Uhr, bei Wilke, tober frdl. Hofwohnungen Andreasstr. 26: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Wie stellen sich die Kollegen zur Gründung einer Kranken- Buschußtaffe? 2. Gewerkschaftliches. Der wichtigen Tages- Ordnung wegen ist es Pflicht, zahlreich und pünkt Der Vorstand. lich zu erscheinen. Achtung, Eisenbahner! Kollegen aller Branchen des geflügelten Rades, abonnirt auf Euer Tagesordnung: 1. Vortrag des Genoffen Hoffmann über:" Mo- Interessen- Organ, den„ Wedruf", resp. werdet Mitglieder des Verbandes. bernes Raubritterthum". 2. Vereinsangelegenheit. In folgenden Aufnahmestellen erhaltet Ihr nähere Auskunft, daselbst ist auch der„ Weckruf" zu haben: Robert Arndt, Restaurateur, Wriezener Mittwoch, 10. Auguft, abends 9 Uhr, bei Zubeil, Lindenstr. 106: straße 21; einr. Pinzer, Rest., Friedrichsgracht 16; H. Schulz Rest., Schwarzkopffstraße 11; F. Hauser, Schöneberg, Sedanstraße 31; Generalversammlung der Filiale„ Süd": H. Schröder, Bigarrengeschäft, Kreuzbergstr. 15; Colms, Rest., Mühlenstr. 38; Otto Babel, Neft., Frankfurter Allee 90; Friz Häußler, Rest., Memelerstr. 61; Adolf Gorn, Rest., Frankfurter Allee 119; Karl Burgänger, Rummelsburg, Rautstr. 44; Emil Heinede, Rest., Friedrichsberg, Friedrich- Karlstr. 11. Berliner Mitglieder des Hamburger Eisenbahner- Verbandes. Kinderwagen- Bazar Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes und Ersazwahl. 2. Vortrag des Genossen Millarg über:„ Das Unfallversicherungs- Gesek". 3. Ber: einsangelegenheit. Der Vorstandsbericht konnte Umstände halber in der lezten Ver: sammlung nicht gegeben werden. 177/20 Die Ortsverwaltungen. Schöneberg. Arbeiter- Bildungsverein. Montag, den 8. August, abends 8½ hr, im Klubhause, Hauptstr. 5-6: Große Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen G. Ledebour über:" Was will die Sozialdemokratie und was ist die Aufgabe ihrer Organisation Herren- Anzüge Reine Wolle: 25, 27, 28, 30 W., nach Maaß: 33, 35, 37, 39 m. Halb wolle: 18, 19, 20, 21 M. Eigenes Fabritat. Bei theureren Anzügen Theilzahlung, monatl. 10 M., gestattet. Tomporowski, Shneidermftr., Stralanerftr. 56, Laden. Möbel auf heilsahlung 15/12 * Neue Jakobstr. 26. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Gäste willkommen. Neue Aufnahmen werden entgegengenommen. Bu Zahlreichem Besuch ladet ein Der Vorstand. 3086 Max Brinner, b. 1 u. 2 Stuben nebst allem Zu behör v. 72-94 Thaler zu ver miethen. Frau Anna Kleine geb. Schlegel nach dreiwöchentlichem Krankenlager fanft entschlafen ist. 3266 Die Beerdigung findet am Dienstag, ben 9. d. M., nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des Krankenhauses Am Urban aus statt. Felix Kleine nebst Kindern, Faldenſteinſtr. 10. Todes- Anzeige. Am 4. August verschied nach langem, fchwerem Leiden mein geliebter Gatte, unser geliebter Water, Bruder und Schwager, der Tiſcher Carl Werner, in seinem 36. Lebensjahre, was wir allen Verwandten und Bekannten hier: mit anzeigen. Die Beerdigung findet Sonntag, den 7. d. M., nachm. 5 Uhr, vom alten Thomas- Kirchhof, HermannStraße, aus statt. Die trauernden Hinterbliebenen. 54632 Franz Emil Friz Knisper, 2666 3096 Näheres daselbst beim Verwalter. geboren am 26. November 1873, Friedrichsfelderstr. 39 find fl. dessen Aufenthalt unbekannt ist, wird Wohnungen zu vernt. aufgefordert, sich schleunigst wegen Er Einfach möbl. o. leeres Zimmer hebung seines Untererbtheils bei dem sep. Eing., sofort gesucht. Nähe Unterzeichneten zu melden. Stadtbahnhof u. Beuthstr. Off. erb. Harry Franc, Rechtsanwalt, unt. D. 5 in d. Exped. d.„ Vorwärts". Berlin C., Kaiser Wilhelmstr. 47, Freundl. Schlafstelle Frankfurter: als gerichtlich bestellter Pfleger. ftraße 109, v. II. Kraus. Genossen u. Freunden theile höflichst Frdl. möbl. Flurzimmer, 10 M. zu mit, daß ich mein Barbiergeschäft nach verni. Waßmannstr. 10, v. I. Richter. Der Marfgrafenstr. 9 verlegt habe. Schlafſt. f. H. Friedrichsbergerſtr.4, 4Tr.„ Vorwärts" liegt aus. I. Zastrow. 305b Arbeitersekretariat Stuttgart. Die Stelle des Arbeitersekretärs hier wird hiermit infolge der sich noth wendig machenden Uebersiedelung des seitherigen Sekretärs nach Pforzheim zur Bewerbung ausgeschrieben. Verlangt wird gründliches Vertrautsein mit der sozialpolitischen Gesetzgebung und der Gewerkschaftsbewegung, wie auch die Bewerber durch ihre seitherige Thätigkeit innerhalb der Arbeiterorganisationen in der Jerufalemerst. 42, Lage sein sollen, die Forderungen und Beschwerden der Arbeiter zu verstehen Brunnenstr. 6, und nach jeder Richtung hin vertreten zu können. Die Bewerber haben Großartige Auswahl einen selbstverfaßten Auffaz einzureichen, in welchem sie ihre Ansichten hinvon Kinder, Sport sichtlich der Aufgaben und des Wirtungskreises eines Arbeitersekretariats 1. Puppenwag., best. niederzulegen haben. Fabrikat, billigst weupervncy gratis und franko. Theilzahlung gestattet. Fahrräder! (* J. Kellermann, nur erstklassig, verkauft zu äußerst [ 55810* niedrigen Preisen Fr. Stange, Oppelnerstr.7 1. Als Jahresgehalt des Sekretärs find 2000 m. vorgesehen. Bewerbungen um den obigen Posten, welchen zugleich eine kurze Dar legung des bisherigen Lebenslaufes und Bildungsganges angefügt sein soll, find spätestens bis zum 20. August 1. J. bei dem Vorsitzenden der Aufsichtskommission Otto Wasner, Eierstr. 21" in Stuttgart, einzureichen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. 57412 r. 183. 15. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 7. August 1898. Versammlungen. über ihren Zustand grübeln. Jnwieweit die Erfolge schon in die ein Beispiel daran nehmen mögen, und weiter, den unentgeltArbeiterschaft gedrungen sind, beweist der große Andrang nach Auf- lichen Arbeitsnachweis bei Teschner, Golnowstr. 6, mehr als Der Berliner Arbeitervertreter- Verein hielt am 1. d. M. nahme in die betreffende Anstalt. Es muß darauf gedrungen bisher in Anspruch zu nehmen und nicht den Annoncen in der feine Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Simanowski werden, daß dieselbe mur von Berliner Arbeitern ganz be- fapitalistischen Zeitungen zu trauen. berichtete ausführlich über das verflossene Vereinsjahr 1897/98. Es legt wird. Je größer das Bedürfniß, desto leichter könne man die Die Zimmerer lokaler Richtung hielten am Freitag eine wurden 16 Vorstandssitzungen und 12 Versammlungen abgehalten. herrschende Gesellschaft überzeugen, daß mehr derartige Institute öffentliche Versammlung für die Bezirke N., NO., O. und SO. ab. Außerdem haben 4 Besichtigungen von Heilanstalten stattgefunden. ins Leben gerufen werden müssen, denn der Beweis ist vorhanden, Th. Fischer, welcher über die Lohn- und Arbeitsverhältnisse in Insgesammt wurden 586 Postsendungen verschickt und zu Ein- das jeder zweite Arbeiter an der Lungenschwindsucht stirbt. Dies diesen Bezirken berichtete, führte unter anderem aus: Die geschäftladungen von Versammlungen und Anstalten 54,57 m. verausgabt. beiveist auch ein statistischer Bericht der neuen Maschinenbauerliche Konjunktur sei in diesem Jahre günstiger, wie im Vorjahre, da Der Bericht des Kassirers ehmann ergab mit dem Kassenbestand Krankenkasse vom Jahre 1882-1897, wo durch Zahlen festgestellt ist, aber die Stimmung unter den Kameraden gegenwärtig feine 1896/97 von 35,33 M. eine Einnahme von 404,43 M., Ausgabe daß durchschnittlich 50 pct. diesem tückischen Leiden erlegen. Die gute fei, so könne nicht daran gedacht werden, in diesem 176,04 m., so daß am 1. August 1898 ein Bestand von 228,39 m. verbleibt. Berliner Invaliditätsversicherung hat ja mun die Führung über- Jahre eine Bewegung für die allgemeine Durchführung des Die Mitgliederzahl betrug am Schlusse des vorigen Jahres 129 nommen, indem sie in Becliz eine Anstalt errichtet, in einer Form Stundenlohnes von 60 Pf. zu veranstalten. Eine Kontrolle aufgenommen wurden 54, ausschieden durch Tod 3, freiwillg 1, und Umfang, die bis jetzt noch nicht erreicht sind. Zum Schluß der Arbeitsstätten in den oben genannten Bezirken habe ergeben, daß wegen Nichtzahlung der Beiträge 30, somit bleiben zum 1. August appellirt Redner an den Verein, sowie an die Krankenkassen- Vor- 545 Kameraden auf 76 Arbeitsstätten 60 Pf. erhalten, während 1898 149 Mitglieder. Auf Antrag der Revisoren wurde der Kassirer stände und die gesammte Arbeiterschaft, immer eifriger für die Sache 542 Kameraden auf 64 Arbeitsstätten Klassenlöhne von 55-60 Pf. entlastet. Der bisherige Vorstand, und zwar Simanowski als einzutreten, daß wenigstens annähernd für derartige Kranke etwas bekommen. Wenn man die Verhältnisse von ganz Berlin und der erster, Dähne als zweiter Vorsitzender, Lehmann als erster, geschaffen wird, um ihrer selbst und der ganzen Arbeiterschaft umgegend in betracht ziehe, so ergebe sich, daß die Mehrzahl Pieschel als zweiter Kassirer, Stigelmaier als erster, willen. der Zimmerer für 60 Pf. arbeite, daß es aber doch noch Stuhlmann als zweiter Schriftführer und Baader als Neicher Beifall lohnte den Redner für seinen interessanten eine Anzahl von Arbeitsplätzen gebe, wo ein geringerer Lohn Archivar, wurde einstimmig wiedergewählt. Dr. Friedeberg Vortrag. But Punkt 4 theilt der Vorsitzende mit, daß in der nächsten gezahlt wird. Wenn die beiden Richtungen der Berliner Zimmerer erstattete den Bericht über den Besuch der Lungenheilanstalt am Versammlung über den Bau der Anstalt in Beelitz Bericht erstattet bas Zusammengehen in der Lohnbewegung nicht aufgegeben hätten, Grabowsee vom 10. Juli d. J. Er führte aus, es sei sehr gut und werde, der Situationsplan werde ausgelegt. dann würde es jetzt wohl keinen Kameraden mehr geben, der unter zweckmäßig, daß der Verein recht oft solche Besuche veranstalte, es Der Verein der Plätterinnen Berlins hielt am 2. August 60 Pf. arbeitet. Die im Verband organisirten Zimmerer hätten werde dadurch immer eine gewisse Kontrolle ausgeübt und im bei Feind, Weinstr. 11, seine Mitgliederversammlung ab. Genosse zwar beschlossen, auf allen Arbeitsstätten, wo weniger als 60 Pf. allgemeinen auch öfter etwas erzielt. Vor zwei Jahren wurde die Jahn hielt einen sehr interessanten Vortrag Ueber die Urgeschichte gezahlt wird, die Arbeit niederzulegen, man habe aber noch nicht gebetreffende Anstalt noch als Zigeunerlager geschildert und nicht ganz der Menschheit", welcher mit reichem Beifall aufgenommen wurde. hört, daß eine Arbeitsniederlegung stattgefunden habe. Da die Lauheit unberechtigt. Aber sie hat sich bedeutend verbessert und die Probe Da die zweite Kassirerin und die zweite Schriftführerin ausgeschieden unter den Kameraden darauf schließen lasse, daß sie zur Zeit keine Luft gut bestanden, denn es sind jetzt zwei massive Blocks errichtet, welche sind, wurden Frl. Wendt als zweite Saffirerin und Frl. Göldner haben, einen energischen Verstoß zur allgemeinen Durchführung des allen Ansprüchen in bezug der Hygiene vollauf entsprechen; es ist als zweite Schriftführerin gewählt. Dann gab die erste Staffiererin 60 Pf.- Stundenlohnes zu machen, so empfehle sich die Beibehaltung eine vorzügliche und ausgiebige Ventilation vorhanden. Die Naum- den Kassenbericht; die Abrechnung von der Dampfer- Partie der bisherigen Taktik. Sowohl vom Referenten, wie von mehreren verhältnisse sind richtig vertheilt im Gegensatz zu Neu- Nahnsdorf. ergab ein Defizit von 176,70 M. Die Kassenlegung über das letzte anderen Rednern wurden Einzelheiten über die auf verschiedenen Auch können sich die Patienten bewegen, denn der ganze Wald steht Vierteljahr ergab einen Kassenbestand für das nächste Quartal von Arbeitsplätzen herrschenden Verhältnisse besprochen und den Kameihnen zur Verfügung. Es sind bessere Einrichtungen betreffs der 114,85 m. Unter Verschiedenem wurde vom Vorsitzenden sowie von raden die Stärkung der Organisation zur Pflicht gemacht. Spudnäpfe sowie der Entfernung des Auswurfs getroffen worden Frau Schulz die Laschheit der Blätterinnen bedauert, trotzdem die Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, und dadurch die Ansteckungsgefahr so gut wie beseitigt. Die Ver- Mißstände in den Wäschefabriken sehr groß sind. Die Mitglieder den 8. August, abends 9 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20: Vortrag über" Ver: pflegung ist im großen und ganzen ebenfalls gut. Blos für die wurden aufgefordert, reger wie bisher für den Verein einzutreten. giftungen, Erstickungen, verschiedene Formen der Bewußtlosigkeit". Nachher Lektüre der Insassen ist noch sehr wenig gethan und dieses ist gerade Der Vorsitzende gab dann das Inserat der Waschfrauen in Friede- praktische Nebungen. deshalb von Wichtigkeit, damit die betreffenden Kranken nicht immer berg bekannt und forderte die Blätterinnen Berlins auf, daß sie sich Die deutschen Gewerkschafts- Organisationen im Jahre 1897. ( Aus dem Bericht der Generalommission der Gewerkschaften Deutschlands.) Jahr Bentral Organisationen Mitgliederzahl Davon In weibliche Lolal= Zus Mitvereinen sammen glieder zirka 62 277 659 10 000 1892 56 237 094 4 355 7 640 1893 51 223 530 5.384 6 280 1894 54 246 494 5 251 1895 53 259 175 6.697 1896 51 329 230 1412 359 215 265 214 644 5 550 10 781 5858 6.803 287 659 244 734 229 810 252 044 269 956 335 088 419 162 Seit dem Jahre 1893 weisen die gewerkschaftlichen 1891 Zentralverbände eine sich von Jahr zu Jahr steigernde Zunahme an Mitgliedern auf. Auch im Jahre 1897 ist ein Mitgliederzuwachs in den Verbänden zu verzeichnen, der in der absoluten Zahl die Summe der neu geivonnenen Mitglieder in allen vorhergehenden Jahren übersteigt. Für 1896 fonnten wir berichten, daß die Mitgliederzahl der Zentralverbände um 70 055 oder 27 pet. gegenüber dem Vorjahre gewachsen war. 1897 beträgt die Mitgliederzunahme in den Verbänden 83129 oder 25,2 pet. Es wurden 1897 in 56 Verbänden 412 359 und in Lokalvereinen 6803, zusammen 419 162 Mitglieder gezählt. Gegenüber dem Jahre 1893, welches in den Jahren, in welchen die Uebersichten über den Stand der Organifationen gegeben sind, die geringste Mitgliederzahl aufivies, ist dies eine Zunahme von 189 352 oder 80 pCt. Die Zahl der Verbände, sowie die Mitgliederzahl in diesen und den Lokalvereinen, über welche Angaben gemacht wurden, zeigt die nachstehende Tabelle. Tabelle I. 1424 LaufendeNr. 4330 Verlust der Bergarbeiter Organi sationen³) 13 000 29 700 26526 194 411 801 Eingehen, oder der Zusammenschluß mehrerer Verbände zu einer gemeinsamen Organisation zu verzeichnen. Auch im Jahre 1897 find fünf neue Verbände gegründet worden, die sämmtlich auf einem Zusammenschluß von Lokalvereinen beruhen, deren Mitglieder in den früheren statistischen Zusammenstellungen zum theil bereits mitgezählt find. Es sind dies die Verbände der Gastwirthsgehilfen, Graveure, Handels- hilfsarbeiter, HandlungsDer 1895 gegründete Verband gehilfen und Seeleute. der Lagerhaller und der 1887 gegründete Verband der Xylographen find bisher in der Statistit nicht geführt worden. Der erstere ist eine fast ausschließlich auf Sachsen beschränkte Verbindung von Einzelmitgliedern, der letzte eine Hauptfächlich durch das Fachorgan erhaltene Verbindung einzelner selbstständiger Vereine. Bei den Handels- hilfsarbeitern und den Handlungsgehilfen ist die Verbandsgründung nicht im einigten Berufsgenossen erfolgt, und bestehen neben den Verbänden Einverständniß mit allen bisher in den Lokalorganisationen vers noch zentrale Störperschaften, welche eine Verbindung mit den Lokalorganisirten durch Vertrauensmänner erhalten. Der im Jahre 1895 gegründete Verband der Flößer hat für 1897 teine Angaben für. Der ständige Wechsel in der Zahl der gewerkschaftlichen Zentral- bie Statistik gemacht, doch ist seine Mitgliederzahl von 1896 in der verbände zeigt, daß in einzelnen Berufen die gewerkschaftliche Gesamtübersicht mitgerechnet. Den 1897 gegründeten Verband der Organisation über den Standpunkt des Experimentirens noch nicht Eisenbahner werden wir aus den im vorigen Jahre angegebenen hinausgekommen die Gründung und das Gründen in der Statistit nicht führen. 1897 156 1495 Mitgliedern mitgerechnet. 2) Für die Tabakarbeiter ist die Zahl der 1) Hier ist der in den Tabellen fehlende Verband der Flößer mit weiblichen Mitglieder nicht angegeben. 1895 waren 2831 und sind für 1896/97 3000 geſchätzt. 3) Saar- und Ruhrrevier.) Darunter 8821 Mit glieder des aufgelösten sächsischen Verbandes. Bahl der Mitglieder, Prozentverhältniß zu den Berufsangehörigen, Jabreseinahme und-Ausgabe und Baffenbeland im Jahre 1897. Name der Organisation Bäcker.. Gründung d. Jahr der O Organisation Bahl der 1885 Mitglieder Jahre 1) Zahl der im Beruf Beschäftigten( nur Hauptberuf) 2) Zahl der Mitglieder der Organisation Organisirt in Prozenten der Berufsangehörigen weiblich zusammen männlich weiblich zusammen männlich weiblich zusammen 1908 der Zweig vereine Außerdem Jahreseinnahme Jahresausgabe Rassenbestand In Summa M. Davon in der Haupttaffe M. 18! 555 70 297 11 männlich find noch in der Organisation Lokal vereinen Mitglieder für Bereinszwecke M. ber Organisation Barbiere. Bauarbeiter 4 Bergarbeiter Bildhauer. 6 Böttcher 7 Brauer 8 Buchbinder. 126 120399 1889 100 30227 1891 1757 361203 1889 10000 520217 1881 362) 6000 1885 1900 31382 1884 2000 69942 1885 1569 31517 101 1540 14763 9 Buchdrucker 1866 31925) 37000 9128 129527 1635 562 30789 588 10559 371762 4339 13940 534157 18000 6000 3827 31483 4150 71482 8133 46280 4814 1444 37000 22865 1635 1,34 1,27 42 80 588 1,94 1,91 21 B. 14555 11 1690 28 M. 12542 40 1393 17 4339 1,20 1,16 82 21051 56 27239 69 2012 71 297 11 10270 72 7721 08 18000 3,46 3,36 190 5) 48847 70 29923 03 15554 35 15554 85 3327 55,45 55,45 88 83785 55 75612 17 61635 97 61635 97 4150 13,22 13,22 89 33169 73 26071 04 12280 48 12280 48 8133 11,63 11,37 106 57630 24 49970 69 10 Bureauangestellte 1897 150 ? 11 Dachdecker. 1887 300 21813 12 Fabrikarbeiter. 1890 1961 156206 13 Former 14 Gärtner 15 Gasarbeiter 1891 1718 68729 1889 1200 67709 1896? 12007 31 52531 2075 11292 106 260 21844 1800 208737 13095 2044 70804- 4853 79001 12113 6258 15,27 22865 61,80 260 9,78 13,52 59 30 89039, 20 63963 67 19804 14 62779 54 9209 64 61,80 899 200 3 1800 8,25 15639 8,38 3,89 7,50 8,23 76 1212694 10 1716 59 4800 810811 71 1636007 34 1726 74 127 ? 4853 7,06 6,85 90 200 350 350 0,51 0,45 18 924 924 7,69 7,62 10 10 Glasarbeiter. 1890 400 41267 6261 47528 3974 50 17 Glaser 1885 103 10982 51 11033 1195 18 Graveure 1897 800 9277 19 Hafenarbeiter. 1890 3500 26963 20 Handelshülfsarbeiter. 21 Handlungsgehülfen 22 Handschuhmacher 23 Holzarbeiter( Verband). 24 Holzarbeiter( Hülfsarbeiter) 1890 25 Hutmacher 26 Konditoren 1891 27 Kupferschmiede 1885 719 5059 1893 23760 364391 775 55015 1872 1300 9799 120 16079 2179 9666 242 9519 2018 28981 1897 4142 157507 17829 175336 1897 250 188547 81506 270053 1869 752 11000 2703 194 31 4322 8244 372635 11032 66047 15521 5722 4339 20418 103 9769 3284 9381 2815 155 4024 9,63 1195 10,86 752 8,12 11000 40,78 2703 1,71 225 0,10 2970 55,64 0,80 8,47 18 10,83 64 7,95 17 40 37,95 39 1,53 32 1800 40520 356 40876 11,12 0,04 0,08 3,58 31,66 4,36 10,91 475 13 350 39 ? 913 8 921 1,66 0,07 1,39 8 41818 99 2677 62 3614 50 28858 52 9142 39 9269 17 25803 86 17465 92 1406 61 51578 79 377927 79 3021 36 5806 52977 13 44974 58 2588 85 2560 128 2688 26,12 2,21 17,84 44 40 63303 32 4024 64 39042 90 8999 13 2385 99 44856 19 13998 32 1142 58 38209 32 303534 15 2009 09 82417 92 440 12 452 2,73 0,28 2,21 12 3411 45 2202 58 3284 34,00 33,51 57 28 Lagerhalter.. 1895 100 f. Mr. 21 267 6) 83998 61 2346 26 29 Lederarbeiter 1872 600 39992 2023 42015 4136 4136 10,34 9,84 90 150 51420 43 30 Lithographen 1891 2612 19766 4015 23781 4986 203 5189 25,23 5,00 21,80 95 100 42651 58 31 Maler. 1885 1500 95083 -336 95419 6861 6861 7,22 7,19 167 32 Maurer 1891 9900 372234 -182 33 Metallarbeiter 1891 22875 618200 27336 34 Müller 1889 ? 66002 -847 372416 645536 66849 42652 42652 11,46 11,45 530 2312 58610 1280 59890 9,48 4,69 9,27 427 ? 35 Porzellanarbeiter 1869 4500 29945 11196 41141 1072 8303 1072 1,62 1,60 42 70 365 8668 27,77 3,25 21,06 128 566 36 Sattler und Tapezierer 1889 1756 39705 37 Seeleute 1890 1180 15202 2209 15294 92 41914 2148 3 2151 5,41 5,10 57 50 44720 78 371654 20 479522 47 6027 10 127192 82 12966 81 2444 2444 16,08 16,00 ? 16637 80 38 Schiffszimmerer 1890 1022. Nr. 48 1259 1259 11 7910 45 39 Schmiede 1885 ? 130554 40 Schneider 1888 214 3470 138184 190747 130768 328931 2190 2190 1,68 1,67 27 14229 25 8253 788 9041 5,96 0,41 2,74 215 62496 70 25646 69 1262 15 29151 91 37167 71 40375 38 372727 63 366893 59 5556 86 106662 32 8739 51 16129 10 6915 25 12285 46 45782 87 41 Schuhmacher 1883 757 152117 42 Steinarbeiter 1872 1318 117568 10814 7627 162931 13717 1218 14935 9,02 11,18 9,18 233 125195 11500 11500 9,78 9,19 160 43 Steinfeger 1886 800 17003 50 17053 2980 1 44 Stuffateure 1892 218 12033 56 12089 1325 2980 17,53 1325 11,01 45 Textilarbeiter 1891 4520 352770 344753 697523 19334 3314 46 Töpfer 1893 40007) 35179 1712 36891 4416 47 Vergolder. 1890 1176 14764 1193 15957 48 Werftarbeiter. 1896 1468 20094 22 1016 20116 2526 13 49 Xylographen.. 1887 145 ? 132 22648 5,47 4416 12,55 1029 2526 12,56 132 0,96 6,86 1,08 17,52 34 10,95 3,25 194 11,96 6,44 12,56 95 220 லச ? 127 18 95 13 200 3 50 Bigarrenfortirer 1885 ? 1. Nr. 54 685 685 51 Binumerer. 1883 ? 155391 84 155475 17620 17620 11,34 25 15,43 11,33 306 Summa.. 863805 5734494 377648 11412 4870689 389060 7,75 1,32 6,78 5715 ? 6503 97549 74 41838 90 21210 29 5190 24 84276 43 41828 91 8319 43 16523 76 4530 71 8890 95 161164 77 52 Gastwirthsgehülfen. 1897 53 Gold- und Silberarbeiter. 1889 54 Tabafarbeiter.... 55 Tapezierer 912 163045 95107 258152 1108 1058 22124 9640 31764 4226 56079 64688 1882 120767 ⁹) 20558 1344 1897 1344 20035 528 1108 1,16 0,43 11 91667 13 55134 22247 45 7885 24 114306 58 35934 62 9228 80 21103 27 3782 10 14623 70 175703 46 4083696 96 3344844 24 2951424 63 2505421 93 8) 34 20 650 12 26673 74 22201 04 88 77 847 10 10479 09 13416 56 4236 40 12216 96 3467 60 264 03 48388 66 123263 24 1739 74 86827 01 1645 58351 92 1084 11 31524 39 5483 87 20159 45 69987 96 176291 25 1716 84 143910 01 9477 57 2772 10 4599 91 4706 83 38772 89 10165 49 18795 88 61317 94 1594201 26 18 97 18006 99 10612 71 88 77 384 11 2291 19 10021 90 4236 40 5473 62 2238 84 264 03 36669 25 80439 24 1739 74 11801 77 1208 96 50047 75 1084 11 28185 77 3970 90 17933 59 65547 14 108989 04 1716 84 87000 7584 85 2772 10 3361 71 5319 47 7139 24 23918 72 9926 95 8881 54 6593 16068 46 20105 44 84095 22 4281 92 35810 62 4771 58 18795 88 248 62 4987 68 11571 67 7354 06 5651 57 1514 43 14366 06 18023 60 56630 92 1169 232 1401 5,28 2,40 4,40 14 150 17951 15,43 375 197963 63 1344 6,78 6,53 36 150 10) Summa.. 5064034 1101701 6165735| 381269 11644 410864 4083696 96 3542807 87 2951424 63 2505421 93 Anmerkungen zu Tabelle I.) Darunter find auch Zehrlinge und jugendliche Arbeiter.) Es ist die Mitgliederzahl im Jahresdurchschnitt und nicht am Schlusse des Jahres angegeben.) 20000 im Chriftlichen Gewerkverein. Nach Angabe des Verbandsvorstandes.) Ohne Lehrlinge. Jutt. Kaffenbestand M. 37654. Dbne Stealer und Thonröhrenarbetter. u. 10) Da der Verband erst im Jahre 1897 gegründet, tönnen noch keine genauen Angaben gemacht werden. Das Mitglieder- Berzeichniß wird nicht getrennt geführt. 7,53 6803 1,05 6,66 6151 Laufenbe Nummer Tabelle II. Name ber Organisation Verbandsorgan Agitation im Beruf Streits unterstützung für andere Gewerkschaften Rechtsschut Gemaßregelten Unterstügung Reiseunterstützung Ausgaben der Gewerkschafts- Organisationen im Jahre 1897. Arbeitslosens Unterstützung Unterstützung KrankenInvaliden= Unterstützung Umzugstoften und Bethülfe in Sterbe und Nothfällen Stellenvermittelung qun Bibliotheken Sonstige Ausgaben Gehälter M. M M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. M 1234567 Bäcker.... 3055 1295 547 T 116 702 888 Barbiere. Bauarbeiter 634 92 12 61 4848 1490 10465 200 841 1055 461 III 4 Bergarbeiter. 13727 8276 1070 1200 2904 Bildhauer Böttcher Brauer 8 Buchbinder. 6800 902 1939 8680 962 1450 10083 3784 3650 12916 2354 7505 2250 496 7610 33420 8742 980 9 Buchdrucker 4965 54929 500 157 1330 943 100 490 26578 1779 3373 284 121111 300 1224 188 895 267 266 3482 71 318 16 50 774 1417 3270 2184 735 33% 1963 2369 1055 300 2055 718 1029 3300 1092 368 5964 897 2397 2334 2359 500 2178 5888 3070 4007 864 149 8378 3132 1908 811 399 6575 2355 1). 1) 14284 137888 132779 348387 54575 25825 89 7279 3651 2318 2100 638 20 15158 9729 5038 6106 2200 122 2 23132 10 Bureauangestellte. 812 152 11 Dachdecker 2226 160 2040 150 40 150 || 197 30 535 2) 650 390 55 12 Fabrikarbeiter 6477 565 12686 583 721 859 13 Former 8292 3285 11587 2454 375 667 2983 4835 283 665 15 2179 3341 1410 331/3 20506 1729 3200 4191 444 3618 14 Gärtner 1150 29 538 490 92 244 42 50 15 Gasarbeiter 298 484 16 Glasarbeiter. 6845 1276 270 31 900 10 274 613 38 231 494 50 1818 17 Glaser... 3457 282 854 200 18 Grabenre 816 746 19 Hafenarbeiter 781 1345 12492 20 Handelshülfsarbeiter. 1610 1113 229 21 Handlungsgehülfen 453 218 22 Handschuhmacher 4396 17923 23 Holzarbeiter( Verband). 51951 4133 91643 111118 321 154 52 360 22 4440 965 721 445 475 4820 3) 19285 1050 2553 1224 856 454 978 879 8 100 110 92 270 620 583 54 20 913 7 1002 4223 2582 1312 50 20789 852 1515 779 1366 365 50 5661 418 13 40 105 1 1567 5128 225 2817 1804 752 5 3492 5000 3386 24 Holzarbeiter( Hülfsarb.). 37 855 350 15 1979 139 19676 4736 947 8523 9395 7745 94420 93 133 324 427 135 50 25 Hutmacher 5589 236 9152 26 Konditoren. 949 101 27 Kupferschmiede 3894 71 750 ||| 226 2736 211 28 Lagerhalter.. 346 250 $ 50 84 19015 19897 5) 247 13288 6843 150 2340 367 3 2473 86 127 242 890 57 331/ 29 Lederarbeiter 3692 610 5059 500 161 30 5068 10493 1163 6018 465 45 2289 1451 72 397 10 5067 58 50 150 293 30 Lithographen 7750 459 11258 133 7254 31 Maler. 10382 3435 1220 2200 313 220 779 1607 464 215 1650 1821 792 1904 110 354 2160 961 480 5789 1407 2865 4120 2716 629 30 33/3 9838 32 Maurer. 48850 16079 192477 6187 1656 3309 5097 6660 9969 9295 8777 25 69371 33 Metallarbeiter 34 Müller 35 Porzellanarbeiter 61400 9215 97566 2323 309 92 7964 1156 9309 13400 3786 3383 21965 1236 1996 4615 6298 11748 18541 ) 8330 4457 279 25 98678 451 7873 52 840 534 80 30 36 Sattler 2899 160 37 Schiffszimmerer 2002 200 1751 700 450 447 33552 31200 8) 3175 1978 6671 2467 1083 447 5513 100 882 640 595 977 1182 181 35 387 322 244 7 587 143 4 2960 38 Schmiede 5442 114 550 12 538 171 592 832 1522 174 178 2325 39 Schneider. 14109 1797 842 2064 7361 289 50 2301 1400 1240 30 14329 40 Schuhmacher 41 Steinarbeiter 42 Steinsetzer 48 Stuffateure 44 Tabafarbeiter 45 Tertilarbeiter 46 Töpfer 47 Vergolder 48 28erftarbeiter 14840 3778 51864 6894 20269 6055 3355 2121 8431 651 572 1953 276 1158 26467 15176 41042 25587 6288 37734 4391 1661 18500 1136 154 358 10676 881 5358 9) 2481 100 3713 3320 199 20 11016 220 51 466 728 300 18 275 50 14368 21 2919 27718 38332 5481 1456 5396 7112. 209 273 1290 3299 500 100 373 134 4251 25 ||| 50|| 1| 117 2263 5520 1 87 1000 729 201 222 2641 1001 159 5029 1541 8180 5074 10) 1668 286 15141 8073 1320 106 2118 565 40 13120 2925 3485 395 15 5400 149 386 394 1175 121 40 8691 258 573 123 261 75 49 50 Xylographen.. Bigarrenfortirer. 2215 65 747 71 138 20 6 801 40 291 83 164 20 556 2697 3282 1 875 724 96 520 51 Zimmerer 3000 2880 1092 944 520 4343 6822 7946 1771 62944 108426 120374 60070 37244 1 2391 1 Bäcker. 2 Barbiere. 1896 1897 1750 400 115 188 5 Bildhauer 6 Böttcher 3 Bauarbeiter 2728 4330 1611 4 Bergarb.( Westfal.). 8000 18000 10000 7 Brauer 8 Buchbinder Buchdrucker 10 Bureauangestellte. 11 Dachdecker 12 Fabritarbeiter 18 Former.. 4150 4150 8028 8133 105 6021 21002 22865 1863 3260 67 100 237 8888888 männl. 50 50 50 100u.200 163 260 1600 1800 200 97 30 40 11247 15630 4392 20 14 Gärtner 15 Gasarbeiter 16 Gastwirthsgehülfen 17 Glasarbetter. 18 Glafer 2035 4853 1818 400 924 524 2292 4024 1732 50 875 850 25 50 1108 111 25 100 50 1212 1195 17 50 19 Goldarbeiter 1420 1401 19 30 20 Graveure 752 752 30 21 Safenarbeiter.. 5549 11000 5451 50 22 Handelshülfsarbeit. 2703 50 23 Handlungsgehülfen 225 100 100 921 27 Hutmacher 3353 2688 28 Konditoren 380 452 29 Kupferschmiede. 3199 3284 267 4084 4136 5268 5189 24 Handschuhmacher.. 2983 2970 25 Holzarb.( Verband). 38647 40876 2229 26 do.( Hülfsarb.) 873 13 120 30 48 50 1 665 2251.125 75 35 Metallarbeiter 30 Lagerhalter. 31 Lederarbeiter 32 Lithographen 83 Maler.. 84 Maurer 36 Müller 37 Porzellanarbeiter 38 Sattler 39 Seeleute 40 Schiffszimmerer 41 Schmiede 42 Schneider. **** 43 Schuhmacher 44 Steinarbeiter 45 Steinsetzer. 46 Stuffateure 7264 6861 26600 42652 16052 41095 59890 18795 910 1072 162 8109 8668 559 2286 2151 2444 1105 1259 154 2000 2190 190 11950 9041 11926 14935 3009 9000 11500 2500 2733 2980 247 940 1325 385 1 85 72 75 85 500 32 11 52 50 79 50 363 80 50 30 75 50 135 50 150 80 50 2909 50 30 1 150 50 47 Zabatarbeiter. 15222 17951 2729 20 48 Tapezierer. 814 1344 530 50 49 Textilarbeiter 17574 22648 5074 20 50 Töpfer. 4093 4416 823 50 61 Bergolder. 936 1029 93 50 52 Werftarbeiter.. 1493 2526 1033 30 53 ylographen 132 100 64 Bigarrenfortirer 650 685 35 50 65 8immerer 13282 17620 4338 50 111111111111111181118111111111111211112111111 80 20 15 80 50 50 20 15 110 6) 15 15 u. 20 15 50 30 15 30 30 20 25 20 30 25 u. 30 25 25 13) 10.20 14) 15u.20 20 10-35 25 15 5 16) 250 20 25 15 10 19) 10-50 20) 15 23) 20 10 20 10 u. 20 101.15 15 10 20 10 15-30 121 10 10 50 20 15 10 150 25-75 25) 10-30 acht Anmerkungen zu Tabelle III.) Jegt alle Tage. Drei Tage in jeber Bahlstelle.) Für internat. Unterstügungsfonds 10 pro Quartal. Bis 15 und 30 M.) Invalidentaffe. 36 Wochen pro Jahr.) Die Zweigvereine erheben Beiträge für Krantenunterstügung.) Pro Woche.) 8ur Deckung der Echulden.) Organ der Müller. Handlungsgehülfenblatt.) In jeder Zahlstelle alle bret Monate.) 30 Sommerwochen 20, 22 Winterwochen 10. 14) Nur 40 Wochen im Jahre. Strantentaffe. Bro Quartal.) Sechs Monate je 15. 1) Pro Quartal 30 für Verbandsorgan. 19) Wird am Orte festgefegt. 20) 36 Wochen im Jahr.") In pro Woche.) Bur Deckung der Streitschulden. 2) Ohne Unterkrechung. 25) Für 26 Winterwochen 10.) Jn jeder Bahlstelle 50") Steigt mit der Dauer der Mitglied feber Bahlstelle imal im Halbjahr.") 3 Wintermonate 10 fchaft.) Grundstein", Organ der Maurer. SEPEENCICTINEENRIFS FESINIONESCENCI 11 männl. 25 u. 45 11laalllallall|||||||||||||||||||||||| weibl. 100 1811111111111818 10 50 |||||||||||||| || 10| 25||||| 5 20||||| 1112111 10 11111111 I co co co co 11111111111111ET TETTall||||||||||||| ww| 15 5 u. 10 E 10-60 5 11. 10 10 11111 |||||| 11111111111111111111| 111111111111111111T 66 11111111* 0,30 1, 2550 wöchentlich imal 1, 8900 wöchentlich 1mal 0,85 16000 wöchentlich imal 0,95 4800 wöchentlich 1mal 11 1, 5000 alie 14 Tage 1) 100 1, 1,15 28) wöchentlich imal 18800 wöchentlich 1mal 0,60 2000 alle 14 Tage 0,30 25000 wöchentlich imal 1, 6100 monatlich smal g 1700 monatlich imal 100 23) 25 0,75 1,50 700 monatlich imal 18756 wöchentlich 1mal 2-4 26) 1,- 3000 alle 14 Tage 0,25 10000 wöchentlich imal 0,60 3500 alle 14 Tage 1000 monatlich imal 1600 monatlich 2mal 1 3800 alle 14 Tage 50 alle 14 Tage 0,75 5700 alle 14 Tage 1, 6000 wöchentlich imal 1,20 8500 wöchentlich imat 1, 51200 wöchentlich 1mal 0,60 62200 wöchentlich imat 22000 wöchentlich imal 1, 4000 wöchentlich imal 1,15 5900 wöchentlich imal Monat Woche pe. Quart. Delegirtensteuer pr. Jabrf. Verbandstage Beitrag für die General tommission pro Quartal pro Woche pro Monat Freiwillige Beiträge v. Verein geliefert im Abonnement 40 62511 546676 31698 4167 33971 Summa.... 439259 108874 784061 97697 80147 30973 289036 260316 454494 68088 64906 1122 9769730147| Anmerkungen zu Tabelle II.) Arbeitslofen- und Reiseunterstügung.) Gesammte Berwaltung.) Darunter M. 17898 Berlufte. Unter Rechtsschutz. 5) Berschiedene Unterstügung.) Und Aufrechterhaltung internationaler Beziehungen.) Verschiedene Unterstützung.) Nur Beihilfe in Sterbefällen. Und Gemaßregeltenunterstügung. 10) Unter sonstigen Ausgaben. Tabelle III. Laufende Nummer Name ber Organisation Zahl der Mitglieder Uebersicht über die Beitragszahlung und die Unterstützungs- Einrichtungen in den Gewerkschafts- Drganisationen 1897. Bab der Mitglieber Zunahme Abnahme Eintrittsgeld Beitrag pro Außerdem Extrabeiträge Verbandsorgan Erscheinungsfrist Retfeunterstügung von den Zweig= vereinen geregelt Dauer der berechtigung BezugsBetrage von Bis zum Arbeitslosen unterstügung pro Tag Beginn der Bezugsberechtigung nach Dauer der Mitgliedschaft Dauer der Bezugsberechtigung Ginnahme und Staffenbestand ber neben der Bentraltaffe best. zum Verein gehörend. Kaffen Bestand Einnahme Ende 1897 1897 Wochen M М. Wochen Wochen M M. 13 6 M. Grpl. B 1,20 0,40 3800 1000 monatlich imal alle 14 Tage 100 0,75 10000 1) alle 14 Tage 75 4,50 100 1,50 8750 wöchentlich mal 50 u. 100 0,75 7800 wöchentlich imal 50 u. 75 1, 12700 wöchentlich) 3mal 75 u. 100 0,50 1000 monatlich imal 0,85 2800 alle 14 Tage 0,65 19000 alle 14 Tage. 1, 6400 wöchentlich imal 1, 0,80 800 1200 monatlich 2mal alle 14 Sage 1,50 1900 wöchentlich imal 1,25 5000 wöchentlich 1ntal 75 u. 150 1,20 2480 wöchentlich mal 1, 2000 monatlich 2 mal 0,50 1172 alle 14 Tage 12000 alle 3 Monate 0,65 4600 monatlich 2mtal -500 alle 14 Tage 3600 wöchentlich ima! 75 u. 100 40200 wöchentlich 1mal 3100 wöchentlich imal 75 oder 181111111111 Abonnements pro Quartal Betrag des Blattes Auflage pro Zag 2a3atuto11ag oad e LLATI"-| །[ 1en|||| enn||||"] །I* 1 ༅|| 91|| 11enn||| 9] es-]| 20 t. 30 8) 8, 1,-1.1,50 1,-> 30,60 u. 120Tage 40 37 1111111121112111111111111 40 7 Mon. 80 80 20 14 1118881111211111111 11811911811111882111112821112 24 70 20 30 1, 0,50 15 u. 30 0,50 u. 0,75 26 1. 524) 26 20 0,50 15 10 1,50 5) 5, 0,75 u. 1,52, 104 20 |||||= ខ្លី||||||| ឌ| ន ថ្មី|| 0,70 u. 1,35 26 u. 52 30 u. 60 35022 0,80 52 40 Tage 90 1, 52 1,50 52 40 111111111111111111# 821 11111 9) 50622 36971 4471 0,66-2,33 13 15) 45377 29743 417 20 30 20 52 42 Tage 2212 14366 26 I བྱ IIIIII ཎྜ 1| 』|- IBL Š----- L-- རཽ g །།།།། IS །IILLI- Š ། ། 64606 200 793 10-20 refp. 40 5) 823383 13015 2549 Künstliche Zähne, Plombiren ze. Theilzahlung. 1536 C. Gedicke, Streligerstr. 52. Künstl. borz. unt. Garantie Zähne jetzt schmerzlos ein. Schmerzl. Zahnziehen. Neparat. sof. Theilzlg. Goldstein, Oranienstr. 123. j SOOLKLEIE SCHWEFEL, FICHTENNADELBÄDER. Gegen Erkältung, Gicht und Rheumatismus. Loh- Tannin-, Heisstrockenluft- and Dampfkastenbäder mit Verpackung, Massage. Ritter- Bad, [ 49732* Bad Frankfurt, 18 Ritterstr. 18( Ecke Prinzenstr.) 136 Gr. Frankfurterstr. 136. Bäderlieferung für sämmtliche Krankenkassen Berlins und Umgegend uasen Zahnärztliches Institut Spr. 812-6. Karlstr. 20 A. Sonnt. 9-12. Unentgeltlich: Zahnziehen u. Behandl. v. Mundkrankheiten. Plomben, Zahnersatz die bekannten Institutspreise. Verwaltungskosten der Hauptkasse Berwaltungsmaterial Konferenzen und General uзBunjuшvlaaa Beitrag an die Generaltommission Prozeßkosten In Proz. Den Bahlftellen verblieben von den Beiträgen Für den Juhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thrater. = Sonntag, den 7 Auguft. Neues Opern Theater( Kroll). Die Afrikanerin. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Lohengrin. Deutsches. 72 Uhr. Johannes. Anfang Nachm. 2 Uhr: Die versunkene Glode. Montag: Hamlet. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Vom Matterhorn z. Jungfrau. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Lessing. Im weißen Röß't. Anfang Passage- Panopticum. 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Residenz. Momentaufnahmen. Vor her: Der Retter. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Nenes. Der Unterpräfeft. Vorher: Im Negligé. Anfang 7½ 11hr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Westen. Der Postillon von Lonjumeau. Anfang 72 Uhr. Montag: Der Waffenschmied. Friedrich Wilhelmstädtisches. Zwei Tage Millionär. Anfang 8 11hr. # Nachm. 4 Uhr: ftellung. Dieselbe VorMontag: Dieselbe Vorstellung. Ostend. Kean, oder: Genie und Leidenschaft. Anfang 72 Uhr. Montag: Deborah. Thalia. Der Hüttenbefizer. Anfang 8 Uhr. Nachmi. 4 Uhr: Die Räuber. Montag: Der Hüttenbefizer. 179 Belle- Alliance. Er muß aufs Land. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Alexanderplatz. Der Todtschläger. Anfang 8 Uhr. Montag: Diefelbe Vorstellung Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 f. Théâtregium Variété. Ohne Extra- Entrée. Fahrt auf dem Golf von Neapel. Fahrt durch Konstantinopel. Neu! AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. CARL HAGENBECK'S INDIEN Sonntag, den 7. Angust: Grosser Volkstag!! 12 Uhr mittags: Gr. Extra- GalaEntrée bis 25 Pf. Schaustellung i. d. Riesen- Arena. mittags Nachmittags ab 12 Uhr: Wiederholung des Grossen Jahrmarkts- Festes! Ab 12 Uhr Entree 50 Pf. Kinder die Hälfte. Drei gr. Arena- Schaustellungen um 4, 6, 8 Uhr; in letzterer 46 Arena u.Bengalfeuer. eine Brahminen- Hochzeit mit Illumination der Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppelkonzert. Neu eröffnet! Altes Schützenhaus. Neu eröffnet! Linienffraße 5. t Sonntag, den 7. August: Grosser Ball. Die Mitglieder der 2965 Apollo- Theater. Frelen Volksbühne“ zahlen Sonntag- Nachmittag 4 Uhr zur Don Juan in der Hölle. ufführung von Schiller's Räuber" Ferner Auftreten von: Georg Else und Lucie, Schindler. Geschw. Halász. Mr. Zerto. Felicitas- Terzett. " für Logen und Fauteuils 50 Pf. Die Direktion des Thalia- Theaters. Elykum The 3 Francy's. Kosmograph. Landsberger Allee 40-41 The Arbras. Vor der Vorstellung: Gr. GartenKonzert. Kassenöffnung 6 Uhr. Konzert 62 Uhr. Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Letzte Saison vor dem Abbruch. Täglich: Max Kliem's Sommer Theater, Hoffmann's Quartett Hafenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: und Humoristen. Onkel auf Reisen. Alpenglühen. Große Theater- n. Spezialitäten- Vorstellung anfang: Sonntags 7, Wochent. 8 Uhr. Castan's Panopticum. Major Graf Neu!! Walsin Esterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Pullmann's Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Vaudeville- Theater Theater. Schönhauser Affee 148. Invalidenstraße 57/62. Täglich Berliner auf Kuba. abends von 5-10 1hr: Sternwarte, Operntelephon. Burleske in 2 Bildern v. Victor- Roeder. Vollständig neues Spezial- Programm. Entree 30 Pf. Apollo. Don Juan in der Hölle. Anfang 9 Uhr. Passage Panoptikum. Spezialis täten- Borstellung. Reichshallen. Spezialitäten Vor: stellung. Anfang 7 Uhr. Luisen- Theater. 34. Reichenbergerstraße 34. Eröffnung der III. Saison. Donnerstag, 18. August: Zum 1. Male: Seine Puppe. Großes Volksstück mit Gesang in 3 Aften, nach dem Französischen frei bearbeitet von Max Schönau. Musit bon Fritz Krause. Die neuen Dekorationen: Villa am Wannsee und Bremerhaven sind aus den Ateliers von Franz Schulz, die Nationalkostüme aus den Werk stätten von Berch u. Flothow. Ostend- Garl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Byllus beliebter Boltsschauspiele. Kean oder Genie und Leidenschaft. Schauspiel in 5 Aften, frei nach bein Französischen des Aler. Dumas von L. Barnay. Anfang 72 Uhr. Montag: Deborah. Dienstag: Am Altar. Mittwoch: Deborah. Donners: tag: Hero und Leander. Freitag: Kean. Sonnabend: Die Waise aus Lowood. Sonntag: Deborah. Montag: Der Hüttenbesitzer. Vorzugsbillets, auch die bereits aus: gegebenen, haben Giltigkeit. Ostend- Theater- Konzert- Garten. Neues Programm! Max Grabow. Deta Waldau. Geschw. Petram. Theater Fantoche. The two Terras etc. Anfang 4 Uhr. Morgen Anfang 512 Uhr. Garten- Passepartouts haben nur Wochentags Giltigkeit. Mittwoch: Kinderfest. Friedrich Wilhelmstädtisches Theater Chauffeeftr. 25/26. Nachmittags 4 Uhr: Gesammt- Gastspiel der SchauspielerGesellschaft Die Liliputaner ( Direktion: Karl ut. Theodor Rosenfeld.) Zwei Tage Millionär. Kinder zahlen Nachmittags die Hälfte. Abends 8 Uhr: 19. GesammtGastspiel der Schauspieler- Gesellschaft Die Liliputaner ( Direktion: Karlu. Theodor Rosenfeld.) Zwei Tage Millionär. Preise der Plätze wie gewöhnlich. Vorverkauf täglich von 10-1 Uhr an der Theaterkasse. Borzugsbillets giltig. Kinder zahlen Nachmittags die Hälfte. Central- Theater Direktion: J. Ferenczy. Sonntag, den 14. August 1898: Eröffnungs- Vorstellung: 8um 126. Male! Bum 126. Male! Die Geisha. Der Borverlauf an der Tagestaffe beginnt im Theatergebäude von heute ab täglich von 10-2 Uhr. Anf. d. Konz. 41/2, d. Vorst. 5 Uhr. Die Direktion: Ferd. Lehmann. Prater- Theater, Rastanien Allee 7/9. Schloss Trauenstein. Melodramatisches Märchen mit Gefang und Tanz in 4 Abtheil. von Hugo Schulz. Musik von A. Kersten. Berg- Trio, türfisch- gymnastisches Potpourrt. The 3 Forleys, chinesische Excentrics. Gebr. Milardo, Grotesque Mr. Ranella, Sautschuckmensch. Duettisten. Elly Viola, Stuftümsoubr. Theo, Sandequilibrist. Jan and Jim, Knodebouts. Morleys, Fata Morgana. Max Ballet, Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 f., num. Play 50 Pf. Kalbo. 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August 1898: billig, Frettchen, Netze, Mautiörbe, chel lenbänder. Schnelle, Berl., Koppenstr.60 Dr. Lehrich, XV. Stiftungs- Festesialarzt f. Haut. u. Haruld., in Keller's Fest- Sälen, Koppenstr. 29. Konzert, Theater u. Gesangsaufführungen unter Mitwirkung der Theater- Gesellschaft ,, Strzlewicz" und des Gesangvereins ,, Froh Hoffnung". Konzert- Orchester" unter Leitung des Dirigenten Herrn Tietz ausgeführt. Um 1 Uhr Kaffee: Panse. Während derselben: Festrede. Während des Konzerts in oberen Saale: Tanz. Nach dem Konzert: Tanz- Kränzchen. Herren, welche daran theilnehmen, zahlen 30 Pf. nach. Billet 30 Pf. Anfang punft 9 Uhr. Garderobe 15 Pf. Um zahlreichen Besuch ersucht Die Muſit wird von dem Neuen Berliner Das Komitee. und An der Stadtbahn 24, ( am Bahnhof Alexanderplatz.) Sprechst.: 9-12 und 3-6. Freitags teine. 49632* Poliklinik: Donnerstag,} 9-10%/ Asthma. 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Zu dieser Angelegenheit wird uns geschrieben: Ein großer Theil der bürgerlichen Bresse beschäftigte sich in den letzten Wochen wiederholt mit dem„ Aerztestreit" in Barmen, d. H. mit den Streitigkeiten zwischen der dortigen Orts- Krankenkasse und den Aerzten, und benutte diese Gelegenheit weidlich zu Seitenhieben auf die Sozialdemokratie. Unter diesen Umständen wird ein näheres Eingehen auf diese Vorgänge- auf die ich in der in der Nummer des Vorwärts" vom 15. Juli veröffentlichten Notiz„ Aerzte und Krankenfassen" schon anspielte- angezeigt sein, um so mehr, als Streitigkeiten zwischen Aerzten und Krantentassen namentlich in den letzten Jahren durchaus nicht zu den Seltenheiten gehörten. Soweit man sich aus den Mittheilungen der ärztlichen Fachpresse und der bürgerlichen Zeitungen einerseits und aus dem vom Vorstande der Krankenkasse veröffentlichten Flugblatte andererseits ein flares Bild machen kann, war der Gang des Streites folgender: dssu Sonntag, 7. Auguft 1898. Auch unserer Auffassung nach ist in dem Barmer Konflikt das internationalen Kongresse für sehr nüglich und wünschenswerth Recht auf Seite der Aerzte. Sie haben einfach ihr Berufsinteresse Dennoch würde er natürlich den Antrag zur Debatte stellen, wenn wahrgenommen. Nicht zu übersehen ist aber, daß die Differenzen geschäftsordnungsmäßig die Möglichkeit hierzu vorhanden wäre. feinem Uebelwollen gegen die Aerzte entsprangen, sondern daß die hoffe, daß die österreichische Delegation in dieser Entscheidung feinen Staffe zu ihrer unrichtigen Haltung gegen die Aerate durch den Kampf mit Mangel an Entgegenkommen erblicken werde. den Apothekern gedrängt wurde. Die Monopolwirthschaft der Es folgt die Wahl des internationalen Komitees. Desterreich Privat- Apotheken ist mit den Interessen des Publikums absolut nicht wählt in das Komitee Simon Stark( Falkenau), England Pickard, mehr verträglich. Würden die Medikamente durch Wegfall des von Ashton und Burt, Frankreich Lamendin und Calvignac, Belgien allen Seiten mit recht angefeindeten Apotheken- Monopols ihren Cavrot und Callewaerte. Zum Sekretär respektive Schatzmeister der natürlichen Preis haben, so würden den Kassen die Mittel nicht internationalen Organisation werden Pickard und Burt gewählt. fehlen, ihre Aerzte besser zu bezahlen, und der Streit Als Ort für die Abhaltung des nächsten Kongresses wird sodann wegen der Rezept Kontrolle würde fast ganz ver- Brüssel vorgeschlagen. schwinden. Rennter internationaler Bergarbeiter- Kongreß. onien, Wien, den 5. August 1898. Fünfter Verhandlungstag. Calvignac wendet sich gegen diesen Vorschlag, da die Delegirten Basly und Lamendin für immer aus ganz Belgien ausgewiesen seien und der Kongreß dann eventuell unter Ausschluß Frankreichs tagen nuiißte.ongreß Basly meint, auf seine Person und die Lamendin's komme es nicht an, es würden eben andere Delegirte nach Brüssel entfendet werden. Die Versammlung beschließt, den nächsten Kongreß in Brüssel abzuhalten. Bidard schlägt als Zeitpunkt des nächsten Kongresses Pfingsten, als Zeitpunkt der Vorkonferenz Ostern 1899 vor, was der Kongreß gutheißt. Im Frühjahr dieses Jahres schwebten zwischen der Ortsfrankenkasse zu Barmen und den dortigen Apothekern Verhandlungen über einen neuen Kontrakt. Es schien eine zeitlang, Die heutige Sigung wird vom Tagespräsidenten Parrot, als ob eine Einigung nicht zu erzielen sein würde, und es bestand( England) eröffnet. daher die Gefahr, daß nach Ablauf des bisherigen Kontraktes bei Die Diskussion über die Grubeninspektion wird fortder Entnahme von Arzneimitteln für die Kaffenmitglieder dieselben gesetzt. Bedingungen plaggreifen würden, wie sie für jeden Privatmann Murray( England) meint, die Frage liege sehr einfach und gelten, d. h. sofortige Bezahlung der Arzneien bei dem Empfang der bedürfe keiner großen Diskussion mehr. Aus den verschiedenen Der Generalsekretär wird ermächtigt, sich mit den deutschen Arzneimittel und Wegfall jeder Ermäßigung und des Rabatts. Die Neden habe er entnommen, daß England doch die beste Gruben- Bergarbeiterorganisationen wegen Nominirung der Kaffe verlangte deshalb von den Aerzten, daß fie, falls ein inspektion befize. In England bestünden Arbeiterinspektoren, die Vertreter Deutschlands im internationalen Komitee ins Einvernehmen Kontrakt mit den Apotheken nicht zu stande käme, selbst die von nicht auf die Grube ihrer Belegschaft beschränkt seien, sondern zu setzen. ihnen verordneten Arzneien, soweit deren Abgabe nicht den sämmtliche Gruben der Grafschaft inspiziren dürften. Gegen die Burt spricht hierauf unter lebhaftem Beifall der englischen Apothekern gesetzlich vorbehalten ist, den Kranken übergeben, bezw., befürwortete staatliche Besoldung habe er Bedenken, denn solche Delegation den herzlichsten Dank allen denen aus, die sich bemüht soweit das nicht möglich, den Kranken einen baaren Vorschuß in staatliche Besoldung verbürge nicht das nothwendige Maß von Unab haben, die Verhandlungen zu fördern; insbesondere gebühre Herrn Höhe der Kosten des Rezeptes machen sollten; zu diesem Zwecke hängigkeit. In England bezahlten die Arbeiter selbst ihre Inspek- Dr. Benno Karpeles für seine große Mühewaltung aufrichtiger sollte den Aerzten ein Arzneischrank mit den gebräuchlichen Hand- toren, so daß diese von vornherein nur das Interesse der Arbeiter Dant. Die englische Delegation werde ihm das nie vergessen. verkaufsartikeln" und eine entsprechende Geldsumme zur Verfügung zu wahren sich berufen fühlten. Außerdem seien in England noch( Lebhafter Beifall.) Basly schließt sich den Ausführungen gestellt werden. Als die Aerzte dies ablehnten, kündigte ihnen der staatliche Inspektoren angestellt; freilich nicht in genügender Anzahl. Burt's an. Kassenvorstand ihre Stellungen zum 1. Juli. Diese Kündigung Die Arbeiter müßten mindestens für je 10000 Arbeiter einen staat- Dr. Karpeles dankt dem Kongreß, insbesondere den Engnahmen die Aerzte nicht an, sondern erklärten, daß, nach den be- lichen Inspektor verlangen. Ob in England ein liberales oder ländern, die er seine alten Freunde nennen zu dürfen stolz sei. stehenden mündlichen Abmachungen, die Kündigung erst am 1. Juli fonservatives Ministerium am Ruder sei, habe für bas, was zwischen den österreichischen und ausländischen Arbeitern und insabredung wurde schließlich auch von der Kasse zugegeben; es wurde diese erzwingen könnten.( Sehr richtig!) Die Schilderung der besondere den Grubenarbeitern zu festigen, werde er auch künftig außerdem der Streit mit den Apothekern bald beigelegt und so fiel österreichischen Verhältnisse hätte die englischen Delegirten sehr über- thun. der eigentliche Anlaß der Kündigung fort. Eine formelle Zurück- rascht. Gegenüber solchen Zuständen seien ja die Verhältnisse in Pickard dankt den Genossen Dr. Adler und Hueber für die nahme der Kündigung seitens des Vorstandes scheint indessen England beinahe ideale. Er hoffe aber, daß das einmüthige Urtheil Förderung des Kongresses. Niemals habe bisher ein internationaler nicht erfolgt zu sein; doch doch war der Kaffenborstand sehr der englischen Delegation vielleicht doch einigen Eindruck auf die Kongreß soviel Unterstützung bei der lokalen Organisation gefunden. überrascht, als am 18. Juni durch ein Schreiben die Regierung machen werde. Die Engländer kehren mit dem Bewußt- Wenn der Kongreß fo glänzend verlaufen sei, hätten Hueber und Rassenärzte ankündigten, daß sie mit dem 1. Juli ihre sein nach Hause zurück, daß sie verpflichtet sind, den Oesterreichern Dr. Adler wesentlichen Antheil daran. Wien habe die Delegierten Thätigkeit an der Kasse einstellen würden, wenn nicht bis dahin ein nach Kräften beizustehen, um diese Zustände zu beseitigen.( Leb- entzückt, sie dankten herzlich für die freundliche Aufnahme seitens der neuer Vertrag zu stande käme. Als Grundlage für diesen hafter Beifall.) organifirten Arbeiterſchaft. Vertrag stellten die Aerzte folgende Forderungen auf: 3jährige Panet( Böhmen) führt nochmals das traurige Bild der Basly( Frankreich) schließt sich dem Dank Pickard's an. Dauer, Erhöhung der Besoldung von 2,75 M. auf 3 M. pro Kopf österreichischen Grubeninspektion den Delegirten vor Augen. Er führt Hueber erwidert die Danksagung und führt aus, er selbst. der Kassenmitglieder, und Befragung des Aerzteausschusses vor der die große Zahl der Unfälle auf diese mangelhafte Juspektion und die Gewerkschaftskommission haben nur ihre Pflicht als organiErtheilung von„ Rezept- Rügen" an Aerzte, d. H. von Rügen wegen zurück. Infolge schlechter Berginspektion ist es möglich, daß in Nord- firte Arbeiter und Sozialdemokraten gethan. Als sie den Auftrag Arzneiverschwendung 2c. böhmen in einem Jahre hunderte von Unglücksfällen vorgekommen erhielten, die Vorarbeiten für den Kongreß zu übernehmen, seien sie Es wurde nunmehr eine gemeinsame Kommission des sind; von diesen waren 42 tödtlich, und von diesen wieder betrafen sich bewußt gewesen, daß es gelte, alle Kräfte in den Dienst dieser Borstandes und der Aerzte eingesetzt, die schließlich auch 19 Arbeiter, die noch nicht das zwanzigste Lebensjahr zurückgelegt Sache zu stellen, die für alle Proletarier von der größten Wichtigkeit eine Einigung erzielte. Der von dieser Kommission entworfene hatten. Die Unternehmer stellen solche Arbeiter ein, die jung seien. sei, und sie hätten nicht geschwankt, alles aufzuwenden, was sie im Kontrakt wurde aber dann von der Generalversammlung Natürlich verstünden sie nichts von der Grubenarbeit. Wenn eine stande seien. der Kaffe am 29. Juni in vorgerüdter Stunde und bei schwacher wirkliche Berginspektion existirte, so dürften ſolche eute hat es für ganz selbstverständlich gehalten, daß dieser erste in zu Dr. Adler: Die Sozialdemokratie und ihre Parteivertretung; Betheiligung der Kassendelegirten abgelehnt. Der für einen feiner gefährlichen Arbeit zugelassen werden. Viele Unglücksfolchen Fall angedrohte Aerztestreit trat nunmehr in fraft, fälle sind auch dadurch ermöglicht, daß die Bergbehörden mehr Oesterreich abgehaltene internationale Bergarbeiterkongreß eine dauerte jedoch nur bis zum 6. Juli. An diesem Tage griff die den Unternehmern als den Arbeitern gugeneigt feien. Angelegenheit sei, die von der gesammten Sozialdemokratie unterAufsichtsbehörde ein und es wurde nunmehr ein Vertrag Als zum Beispiel im Jahre 1894 die Bergarbeiter im ftigt werden muß. Wir wissen, Ihre Sache ist unsere Sache, die zwischen Kasse und Aerzten, im wesentlichen auf der Grundlage des Falkenauer Revier eine Inspizirung der Gruben verlangten, fagte Sache des ganzen Proletariats. Wir wissen in Oesterreich feinen vorher von der Kassen- Generalversammlung abgelehnten Entwurfs, ihnen der betreffende Bergbeamte, daß sie nicht hier seien, um die Unterschied zwischen Sozialdemokraten und gewerkschaftlich organiabgeschlossen. Arbeiter, sondern das Kapital zu schüßen. Weiter, als die Berg- firten Arbeitern, sie sind Fleisch von unserem Fleische, Blut von Dies in Kürze der Sachverhalt. Versucht man unbefangen die arbeiter von Schazlar eine Inspektion verlangten, wurden ihre Ver- unserem Blute. Wir wünschen, daß die Engländer diese Vorstellung einzelnen Phasen dieses wirthschaftlichen Kampfes zu würdigen, so trauensmänner in die Kanzlei gerufen, wo ihnen von der Gen- mit hinüber in ihre Heimath nehmen und dort auch Gebrauch davon fann zunächst nicht zugegeben werden, daß wie das Flugblatt des darmerie die Arbeitsbücher ausgefolgt wurden, sie wurden also machen mögen für sich selbst.( Beifall.) Den fremden Genossen sage: Kaffenborstandes behauptet die Aerzte indirett mit den entlassen. Wenn wir wirklich eine Berginspektion hätten, so wären ich, es war uns eine Freude, Sie zu empfangen. Die Engländer sind uns Apothekern sich gegen den Vorstand verbündeten." Indem die Aerzte alle Unglücksfälle, wie Mährisch- Ostrau, Brür, Przibram u. f. w., ein Vorbild für jede Organisation, die Franzosen ein Vorbild für jede Nedas Berlangen ablehnten, welches den Anlaß zur Kündigung gab, unmöglich gewesen. Vom Parlament sei nichts zu erwarten. volution, und die Belgier sind bei uns besonders populär. Wir verstehen bekundeten sie nur, daß sie in dem Streite zwischen Staffe und Es sei deshalb möglich, daß in Oesterreich die Bergarbeiter einen ihre Sprache nicht, aber wenn deutlich gesprochen werden soll, so sagt Apothekern neutral bleiben wollten. Die leglen Gründe dieser Kampf werden führen müssen; er appellire an die Delegirten man bei uns:„ Man muß belgisch reden". Wir freuen uns, daß es Neutralität, die man freilich als eine wohlwollende nicht bezeichnen anderer Länder, sie mögen bei einer solchen Aktion nach Kräften die Ihnen bei uns gefallen hat, und sagen:" Auf Wiedersehen!"( Lebfann, hier auseinanderzuseßen, würde zu weit führen, und ist auch österreichischen Genossen unterstützen. hafter Beifall.) deshalb überflüssig, weil sa dieser Streitpunkt schließlich gar keine Rolle mehr spielte. für den 1. Oktober erfolgen könne. Das Bestehen einer solchen Ver- keine Bedeutung. Beide betvilligten den Arbeitern che Dinge Was er dazu beitragen könne, um die Bande der Solidarität Besonderes Mißfallen hat dann ferner das Vorgehen der Aerzte insofern erregt, als sie erst die Kündigung des Vorstandes zum 1. Juli als kontraktwidrig zurückwiesen, dann aber am 18. Juni plöglich erklärten, daß sie auf grund der erhaltenen Kündigung an jenem Tage ihre Thätigkeit niederlegen würden. Nach dem Vorstandsflugblatte selbst muß aber dessen rechtliche Beurtheilung dieses Verhaltens noch als zweifelhaft angesehen werden; dies namentlich auch deshalb, weil, wie erwähnt, eine formelle Zurücknahme der Kündigung nicht erfolgt zu sein scheint. Sollte aber wirklich das Verfahren der Aerzte sich als„ Kontrattbruch" kennzeichnen, so muß doch auf eins hingewiesen werden: auch die Arbeiter" im engeren Sinne des Wortes schrecken bei den Streits, welche sie beginnen, nicht immer vor dem Kontraktbruch zurück. " Die Diskussion wird geschlossen. Die vorgeschlagenen Resolutionen einschließlich des österreichischen Amendements werden einstimmig angenommen. Wilson( England) und 8 wanziger( Oesterreich) sprechen dem internationalen Komitee den Dank für die hingebende Bflichterfüllung aus, die den Kongreß und seinen Erfolg ermöglichte. Es folgt der nächste Punkt der Tagesordnung: Die Natio-( Beifall.) nalisirung der Bergwerke. Hiermit sind die Arbeiten des Kongresses beendigt. Die englischen Frankreich stellt den Antrag auf Nationalisirung der Bergwerke. Delegirten stimmen das Bundeslied Auld Lang Syne" an, bann Calvignac bittet um Annahme der Resolution ohne weitere fingen die Desterreicher das Lied der Arbeit, und zum Schluß Diskussion. vereinigen sich alle Kongreßmitglieder zur Marseillaise. Unter Grablowicz( Köflach) hat im Prinzip nichts gegen die Ver- stürmischen Hochrufen auf das Gedeihen der internationalen Organis staatlichung der Bergwerke einzuwenden, hebt aber hervor, daß fation der Bergarbeiter und auf die internationale Sozial unter den gegenwärtigen Verhältnissen eine Verstaatlichung keinerlei demokratie erklärt der Präsident den Kongreß für geschlossen. Werth für die österreichischen Arbeiter haben würde. Uebrigens sei feinerlei Aussicht vorhanden, daß die Frage demnächst schon praktische Bedeutung gewinne. Wenn aber die Zeit dazu gekommen sei, so werden wohl die Bergarbeiter Oesterreichs so start organisirt sein, daß eine Verstaatlichung nicht zu ihrem Nachtheil durchgeführt werden könnte. Berichtigung. Bei der Abstimmung über die Frage der Rege lung der Kohlenproduktion hat ein öfterreichischer Delegirter nicht, wie wir irrthümlich berichteten, für die belgische Resolution gestimmt, sondern sich der Stimmabgabe enthalten. Soziale Rechtspflege. Unter den Forderungen der Aerzte ist nun die beantragte Lohnerhöhung auch vom Kaffenvorstande nicht beanstandet worden; sie fällt auch deshalb schon nicht ins Gewicht, weil die 21 000 Mitglieder Die Resolution auf Nationalisirung der Bergwerke wird mit zählende Kasse finanziell sehr günstig dasteht, und zum Beispiel im allen gegen 136 000 Stimmen angenommen. Dagegen stimmen nur Jahre 1897 bei einem Beitragssatz von 2/2 pCt. des Tagelohnes die englischen Delegirten der National Union. Die Kündigungsfrist der Heimarbeiter scheint nun doch und 26 wöchentlicher Unterstützungsdauer dem Reservefonds über Die belgischen Delegirten verlangen in einer Resolution, daß wieder gesichert zu sein. Das Gewerbegericht hatte sich bekanntlich 24 000 m. mehr zuführen konnte, als gesetzlich erforderlich ist. Die der Kongreß sich für die Aufhebung des hohen Schuh einige Jahre lang nach einer landgerichtlichen Entscheidung gerichtet übrigen Forderungen bezeichnet der Vorstand in seinem Flugblatt 3 olles für belgische Kohle in Frankreich( 1,20 Franks und den Heimarbeitern ohne Unterschied jedes Recht auf die gesetz-. als solche,„ die, durchgeführt, die ganze Verwaltung der Kaffe in die per Tonne) ausspreche. Hände der Aerzte gelegt hätten". Die einzelnen Forderungen, auf Moufart begründet die Resolution. Er meint, mit der Ab- liche Kündigungsfrist, die es in der ersten Zeit seines Bestehens nicht Ab- antaſtete, abgesprochen. Aber bereits ein vor mehreren Wochen Sie sich dies Urtheil bezieht, werden dabei leider nicht angeführt. schaffung der Zölle auf Stohle überhaupt würde erst eine praktische konnte der Vorwärts" berichten, daß die Kammer I des Ich weiß daher nicht, ob diese Wendung auf die gewünschte längere Durchführung des internationalen Gedankens erfolgen. Kontraktsdauer und anf die andere oben erwähnte Forderung, Gewerbegerichts einem Heimarbeiter wieder die übliche Lohndaß BasIy( Frankreich) erklärt sich gegen die belgische Resolution. entschädigung zugebilligt hat, weil er ohne vorherige Kündigung Rezeptsünden vor der Aburtheilung durch den Vorstand erst von der Der Schußzzoll gegen die belgische Kohle liege insofern im Interesse entlassen worden war. Jetzt liegt aber eine gleiche Entscheidung sachverständigen Aerztekommission begutachtet werden sollen zu der französischen Stohlenarbeiter, als die belgische Kohle deshalb derselben Kammer vor, die sogar ersehen läßt, daß der Begriff des beziehen ist. Wäre dies der Fall, wie ich fast annehmen muß, jo so billig verkauft wird, weil dort die Weiberarbeit nicht ab Heimarbeiters nicht allzu eng aufgefaßt wird. Der Schneider P. fönnte ich eine solche Auffassung und Darstellung des Sachverhaltes geschafft sei. So lange der Standal nicht beseitigt sei, daß die begründete seinen Entschädigungsanspruch damit, daß er ohne vor kaum billigen. Wie schon bei früherer Gelegenheit ausgeführt, ent- billigere Weiberarbeit der besser bezahlten Männerarbeit vorgezogen herige Kündigung und ohne geseglichen Grund entlassen worden sei. hält doch namentlich die letztere Forderung weiter nichts, als das werde, fei an eine Aufhebung des Schutzzolles nicht zu denken. Der beklagte Geschäftsinhaber, ein gewisser Lewi, machte dagegen jenige, was auch die industriellen Arbeiter zu fordern pflegen: die Der Antrag sei umsoweniger verständlich, als in Belgien geltend, Kläger könne schon deshalb nicht auf die den gewerblichen Errichtung von Arbeiterausschüssen, deren Befragung gerade in der erst neulich die Getreidezölle erhöht worden seien. Wer selbst Bölle Arbeitern gewährte Kündigungsfrist. Anspruch erheben, weil er artigen Streitfällen am Plage ist. einführe, dürfe nicht die Aufhebung anderer Zölle verlangen. auch noch für ein anderes Geschäft gearbeitet habe. Kläger hätte As an sich bedauerlich muß es ferner erscheinen, daß die Belgien habe also keinen Grund, sich zu beschweren. Zudem sei in fich außerdem von einem Kollegen helfen lassen, sei also kein ein Generalversammlung der Kasse am 29. Juni ihren Vorstand im Belgien die Produktion sehr gesteigert. Ein belgisches Blatt habe facher Arbeiter. P. erklärte demgegenüber, daß er nur ganz nebenbei Stiche ließ, indem sie den mit den Aerzten vereinbarten Kontraktentwurf trotzdem für den Fall eines falten Winters eine förmliche Kohlen- für einen zweiten Unternehmer eine geringere Anzahl Westen gemacht des Vorstandes in der Schlußabstimmung ablehnte. Erst dadurch noth in Belgien prophezeit. Daß die Nachfrage so groß sei, liege habe. Der Gerichtshof maß den Einwänden des Herren Lewi wurde der Streit so zugespigt, daß den Aerzten eigentlich ein anderes freilich hauptsächlich an dem großen Streit in Südwales. Mittel, als der Streit, nicht blieb; ein Streit, den ich in diesem Aufhebung des belgischen Bolles habe im übrigen wenig Beurtheilte ihn nach dem Klageantrage. Der Kläger hätte gekündigt Die augenscheinlich kein ausschlaggebendes Gewicht bei, denn er ver Falle um so mehr bedauere, weil die Unternehmer, gegen welche er deutung, da Frankreich ohnehin viel Kohle aus Belgien, Deutschland werden müssen. Eine eigentliche Begründung des Urtheils gab der sich richtet, durch einen sozialdemokratischen Kassenvorstand dargestellt und England einführe. werden. Mildernd fällt andererseits ins Gewicht, daß dieser Beschluß Vorsitzende Techon nicht. Auf jeden Fall ist die Entscheidung für Ein Antrag, die Diskussion zu schließen, wird, nachdem die Heimarbeiter sehr werthvoll. erst gefaßt wurde, nachdem die Versammlung sich infolge der vor- Mousart und Basly nochmals gesprochen hatten, mit großer, gerückten Stunde stark gelichtet hatte; vorher, als noch eine größere Mehrheit angenommen. Zahl anvesend war, hatten sämmtliche Bestimmungen des Entwurfes Maroille( Belgien) zieht die Resolution hierauf zurück, legt einzeln mit großer Mehrheit Annahme gefunden. aber Protest gegen die Ausführungen Basly's ein, der viel Unrichtiges Auf die tieferen Gründe der Verstimmung zwischen der Barmer gesagt habe. Eine Abstimmung entfällt damit. Orts- Strankenkasse und ihren Aerzten will ich heute nicht eingehen. Die österreichischen Delegirten beantragen, den interFür heute begnüge ich mich mit dieser Darstellung, aus der das nationalen Kongreß eine unividerleglich hervorgeht, daß, soweit von Seiten des Kaffen- tagen zu lassen. Wegen Unzuständigkeit des Gewerbegerichts wurde der Arbeiter S. abgewiesen, der von dem Unternehmer kilo eine EntSchädigung forderte, weil ihm Arbeitszeugnisse einbehalten worden waren. Das Gericht verwies darauf, daß es nur für Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältniß zuständig sei, und führte weiter aus, die Itur alle zwei Jahre Forderung des Klägers entstamme nicht dem Arbeitsverhältniß, da die Aufbewahrung von Zeugnissen mit dem Arbeitsverhältniß an sich vorstandes Fehler begangen sind, es sich um Verfehlungen einzelner Der Bräsident erklärt, daß er beim besten Willen den Antrag nicht nothwendig zusammenhänge. Personen handelt, die nicht der Sozialdemokratie als solcher zur Last nach der Geschäftsordnung nicht zur Abstimmung bringen könne, da zu legen find. C. F. er nicht auf der Vorkonferenz gestellt sei. Er halte die jährlichen. Feste Preise. Billige Preise. Feste Preise. Hosen nach Maass 7 Mk. Hosen nach Maass 12 Mk. Anzüge nach Maass 25 Mk. Anzüge nach Maass 36 Mk. 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