34. Jahrgang. ♦ Nr. 33 Seilage zum �vorwärts" Serliner Voltsblatt Serlitt, 14. August 1417 die Erziehungsaufgabe öer Arbeiterbewegung. Bon Heinrich Schulz. Die deutsche Arbeiterbewegung beschränkte sich in den ersten Jahrzehnten auf ihre nächsten gewerkschaftlichen und politischen Ziele. Die Gewerkschaften kannten noch kein Unter- stützungswesen. die Polstischen Vereine waren eigentlich nur Wahleinrichtungen, so daß bis vor noch gar nicht langer Zest viele Parteivereine sich der Ueberlieferung gemätz schlechthin sozialdemokratische„Wahl'vereine nannten. Das ist inzwischen anders geworden. Die Gewerkschaften sind nicht mehr nur lediglich„Kampf'organisastonen, sie sind auch im Laufe der Zest zu sehr wichtigen Unterstützungsein- richtungen geworden; gerade darauf ist ihr großes Wachstum uud darauf wieder in der Hauptsache ihr erheblicher Einfluß im öffentlichen Leben zurückzuführen. Aber sie haben sich da- durch auch in besonderem Maße das Vertrauen der Arbeiter- fraUen erworben, so daß der„Verband' für die Arbeiterfamilie schon eine nicichtige Rolle spielt. Die Gewerkschaften wiederum suchen diese wertvollen Beziehungen zum Arbeiter hause über die nächsten materiellen Beweggründe hinaus zu heben und zu stärken; abgesehen von mannigfachen Veran slaltungen für die Angehörigen ihrer Mitglieder legen manche Gewerkschaften ihren Blättern besondere Beilagen für die Frauen bei oder sie richten doch den Inhalt ihrer Blätter so ein, daß er auch die Frauen fesselt. Seitdem wir eine selb> ständige Jugendbewegung haben, sind weiterhin die Gcwerk schaften auch bemüht, die schulentlassenen jungen Arbeiter und Ardeiterinnen in besonderen Jugendabtestungen zu sammeln und für ihre Unterhaltung und Belehrung zu sorgen. Auch die sozialdemokratischen Vereine haben ihren mr fänglichen engen und rein politischen Aufgabenkreis durch Auf nähme mehr kultureller Arbeitsgebiete erweitert. Nachdem die gesetzlichen Hemmungen für die polittsche Mitarbest der Frau gefallen waren, blühte die sozialdemokratische F'r auenbewegung auf. Nicht als eine Sonderorgani fation innerhalb der Gesamtheit, aber doch mst eigenen Ver anstaltungen und Maßnahmen, die dem Wesen der Frau besser Rechnung trugen und ihre Anteilnahme am polittsche« Leben hoben. Der Frauenbewegung fehlte die B i l d u n g S d e w« g u n g. Sie suchte in die auch früher- schon geübte Bildungsarbeit von Partei-und Gewerkschaften Ordnung zu bringen und sie nach Ziel und Wegen besser zu organisieren. Dadurch erhielt die allgemein kulturelle Betättgung der Arbeiter mannigfache Antriebe und Anregungen. Zwar erzwang das Bedürfnis und die Notwendigkeit, zunächst einmal selbst ständige Grundlagen einer eigenen Arbeiterbildung zu schassen, zu einer freiwilligen Isolierung unserer Bildungsarbeit. die unnöttgerweise durch die unfreiwillige Isolierung verschärft wurde, zu der die feindselige Stellung der bürgerlichen Ge- sellfchaft zur modernen Arbeiierbewegung diese zwang. Aber die Besonderheit der BildungSarbeit, besonders die stark auf blühende kunstpflegerische Tättgkeit der BildungSauSschüsse brach doch schon vor dem Kriege hier und da den Bann und führte zu gemeinsamer Arbeit mst bürgerlichen Bildungs organisationen. Der Bildungsbewegung wiederum folgte die I u gendbewegung. In ihrem Wesen unterschied sich dieses jüngste Kind praktischer proletarischer Betättgung nicht sonderlich von der Bildungsbewegung. Der Unterschied be- stand hauptsächlich darin, daß es die letztere mst den er- wachsenen Arbeitern und Arbeiterinnen zu tun hatte, während für die Jugendbewegung nur die 14— 18 jährigen Arbeiter- jünglinge und-mädchen in Betracht kamen. Das nötigte zu anderen Methoden und Formen der erzieherischen Arbest. So ist für die Organisierung und Aufklärung der Frauen, für das BUdungsbedürfnis der Erwachsenen und für die erzieherischen Notwendigkeiten der Jugendlichen gesorgt. Gewiß nicht in genügendem Maße. Ueberall handelt eS sich nur um Anfänge, um bescheidenes Stückwerk. Es soll auch nicht verkannt werden, daß der Krieg uns manche neue Er- fahrung eingettagen hat, die uns zwingen wird, Ziele und Methoden unserer Frauenbewegung, unserer Bstdungs- und Jugendbewegung erneut kritisch zu prüfen, auszuscheiden, was sich nicht bewährt hat, und einzufügen, was wir als Mangel erkennen mußten. Aber es sind immerhin wichttge Vorarbeiten geleistet und einige brauchbare Grundpfeiler gelegt worden, auf denen nach dem Kriege tatkräfttg weitergebaut werden kann. Dagegen haben wir für ein Gebiet noch nicht einmal diese bescheidenen Vorarbeiten geleistet. Das ist d a S Gebiet der Kinderpflege, der Kinderfürsorge, der Erziehung der schulpflichtigen und vorschul- Pflichtigen Kinder. Em zaghafter Schritt, der aber durchaus den einseitigen negativ-kritischen Charakter trug, der unserer ganzen Bewegung früher mehr oder weniger den Stempel aufdrückte, ist freilich getan worden: man hat hier und dort Kinderschutzkommissionen eingesetzt, die die Aufgabe hatten. Verstößen gegen die ohnehin so spärlichen gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Kinder vor gewerblicher Aus- beutung nachzuspüren. Ein noch bescheidener Schritt zu positiver Arbeit, die versuchte Gründung eines freien Kindergartens(um das Jahr 1906) wurde von der Polizei auf- gehalten. Sie konnte sich auf irgendwelche uralte, vermoderte Verordnungen berufen, um ein Stück wertvoller praktischer Mitarbest sozialdemokratischer Väter und Mütter im Keime zu ersticken. Aehnlich erging es den Arbeiter-Turnvereinen mit ihren Versuchen, die körperliche Erziehung der Arbeiter- ttnder in die Hand zu nehmen, während die Anfänge von Fettenausflügen und Spielen mst Kindern im allgemeinen unbehelligt geblieben sind. Drei Sonette aus üem harten Leben. i. Ich weiß von Schlachten, die verborgen dröhnen, die kein Generalbericht dem Volke kündet. in tiefen Schluchten, krie kein Aug' ergründet. weiß ich von Truppen. Greifen, Aläunern. Söhnen. die todverachtend vortreiben in» Granen und keine Mühsal, keine Schrecken kennen, ob gleich die herzen tief vor Sehnsucht brennen. einmal gerechten Lohn und Glück zn schauen. Und diese Schlachten nehmen nie ein Ende. und dauern lange schon. Die Kämpfer wissen nicht mehr, worum es geht, vergrämt, verbissen. vom Vater nimmt der Sohn in seine Hände die schweren, abgenutzten Waffen. Sinnend geht er ans hatte wert, im ewigen Wechsel täglich neu beginnend. TL Still ist's in unfern wäldereiasamkeilen. die tot und schwarz in tiefsten Bergen träumen. kein Licht, kein Lüstlein spielt in grünen Bäumen, kein Fisch, kein Vogttruf seit Ewigkeiten. Furchtbar und öde find die finstren Schleiche. durch die wir Roder täglich drunten dringen. wir schlagen Stamm für Stamm, gefühllos ringen wir uns voran im dunklen Schallenreiche. Vis wir den Urwald au» den Höhlenschluchten der bösen Erdgiganteu raubend schleppen, hinan zum Licht, ans drohenden Fttsentreppen. wir stehn verrußt, geblendet dann. Die wuchten der llrgrundschätze haben wir längst vergessen. vor Hunger und Müdigkeit, ttng» um uns aber loh'v und . glüh'n die Feueressen. ITT.-'-"- wir Fröner tief im Schachte. Schaffende in'der Erden erleben das Gewalt'ge dumpf und unbewußt. den Prengel in der Klaue, nackt die narbige Brust. von Gist uud Gas umschwttt und dunklen TodsgesShrden. besteigen wir die Schale überm Grunde, und grüßen, sinkend, kaum da» Tageslicht. Der Schachtbaum schwankt, der Stollen drunten bricht. nvr matt tta mühsam Lämplew hellt die Stunde. ..... IS' t - wo. finster kämpfend mst den Nachtgewalken die Leiber erdigdampfend vorwätt» scharren, wo hatt die Eisen iu den krampfgekrallten. schwieligen Fäusten wild und machtvoll starren. wo steter hammerschlag da» Hirn durchbraust, und Hitze. Enge. Dunkelheit zerrüttend in der armen Sette haust. OttsZSohlgemuth. Auf dem Gebiet der Kindererziehung scheinen mir aber außeror deutlich wichttge und verheißungsvolle Arbeitsmöglich- ketten für kulturpolitische Betättgung der Arbesterklasse zu liegen. Daß zukünftigen Versuchen der Arbeiter, die Er- ziehung ihrer Kinder durch eigene vereinte Kraft zu heben. wiederum mit behördlichen Eingriffen das Leben schwer gemacht werden wird,..braucht man nicht zu befürchten- Jedenfalls darf man diese Erwägung völlig außerhalb der Berechnungen lassen. Sollte trotz der Kttegserfahrungen das Unglaubliche Ereignis werden, so wird schon zu gegebener Zeit dagegen das Nöttge getan werden. Umgekehtt darf man eher annehmen, daß solche neuen Erziehungsversuche der Arbeiter auch von der bürgerlichen Gesellschaft in geeigneter Weise gefördett werden, denn es liegt ganz besonders auch in ihrem Interesse, den gefährdeten Akachwuch? der Arbeiterschaft in jeder Weise zu schützen und auf diese Wesse die unmittelbarste und wettvollste Bevölkerungspolitik zu treiben. Der Krieg mit seinen fürchterlichen Opfern an Menschenleben hat den Wert des einzelnen Menschenlebens außerordentlich erhöht. Es geschieht deshalb schon jetzt von der Megierung und von zahlreichen freien Organisationen mancherlei zum Schutze der Kinder, angefangen bei den Säuglingen bis zu den Jugend- lichen. Diese allgemeine,• aus der Not des Ktteges heraus- gewachsene Sttmmung kommt auch unserem Bestreben zugut. Selbstverständlich leitet auch uns das allgemeine staat- liche Interesse an der Erhaltung jedes Menschenlebens, in erster Linie jedes aus objettiven gesellschaftlichen Ursachen gefährdeten prolctattschen Menschleins. Dazu tritt allerdings bei unS das allernächste persönliche Interesse an der Er- Haltung und erziehettschen Förderung unseres' eigenen Nach- Wuchses, sowohl aus allgemein menschlichen Gründen als auch aus den besonderen Gründen unserer eigenen, auf die Zu- kunft und ihre Umwandlung im Sinne des Sozialismus eingestellten Bewegung. Bei Lichte betrachtet ist für unsere gesamten sonstigen Ar- beitcn erzieherischer Art eine sachgemäße Kinderpflege und Kindererzichung gleichsam die erste und wichtigste Voraus- setzung. Wir haben gewissermaßen vom Giebel angefangen zu bauen, statt von der Grundlage, wenn wir erst die Erwachsenen, die Frauen und die Jugendlichen kulturell für uns zu gewinnen suchen, die Kinder aber sich selbst überließen. Nehmen wir uns dagegen in umfassender und planmäßiger Weise der Kinder an. und selbstverständlich lediglich nach erzieherischen Gesichtspunkten und mit erziehettschen Mitteln, nicht zu parteipolitischen Zwecken— denn dies wäre eine schwere Versündigung an den Kindern—, so schaffen wir erst damst die solide und gesunde Grundlage, auf der sich alles andere lotrecht und sicher erheben kann. Was soll also geschehen? Ich denke an alle Möglichkesten der Kinderfursorge und Erziehung: an die Schaffung von Säuglingsheimen, von Kinderbewahranstalten, Äindergätten, K inderhotten, Kinder- Heimen, von Spielplätzen, Spielräumen. Spielvereinigungen. an die Gewinnung und Ausbildung geschulter, erziehettscher .Kräfte, an die Pflege der erzieherischen Kräfte in der Arbeiter- famstie, Aufklärung durch Lehre und Beispiel, an Ausflüge und Wanderungen, und die Fürsorge für die Kinder in den Fetten. Ich will damit nur einige Stichwotte genannt. das weite Gebiet aber keineswegs erschöpfend gekennzeichnet haben. Wie die Fülle der Aufgaben praktisch zu beiväMgen ver- sucht werden muß, ist eine organisatorische Frage, zu deren Lösung ich berufene Genossen und Genossinnen hierdurch ein- lade, sich zu äußern. Es ist die Form von Ausschüssen deyk- bar, gemäß den bestehenden, aus Vertretern der Pattei- und der Gewerkschaftsbewegung zusammengesetzten Bstdungs- und Jugendausschüssen. Vielleicht eignete sich aber noch besser die Form der Genossenschaft, der Zusammenschluß gleichgesinnter Männer und Frauen zur Schaffung von Erziehungsgenossenschaften. Die praktische Erziehungsarbeit, an die ich denke, ist mit Kosten verknüpft. Aus rein idealen Bcwcggrünnden würden die Kosten kaum in genügendem Maße aufgebracht werden. Es muß das materielle Interesse hinzukommen. Das wird aber auch der Fall sein. Nach dem Kriege bleiben Hunderttausende von Frauen. die erst der Krieg in die Erwerbsarbeit-gezogen hat,-Lauernd 'LÄttns ein Umstand, den wir SoZiakdemokroten nicht mst sentimentalen Reden über.zerstörtes Familienglück zu be- jammern, sondern als eine gesellschastsgeschichUiche Notwendigkeit zu begreifen und praktisch zu würdigen haben. Es wird also das Bedürfnis nach Säuglingsheimen und Kinderbewahr- anstalten, das der Ktteg plötzlich auch bürgerlichen und amt- lichen Kreisen so überzeugend klar gemacht hat, daß in aller Este Hilfsmaßnahmen getroffen worden sind, als ein dauern- der Zwang vor den Beteiligten stehen. Die Beteiligten sind in erster Linie die arbeitenden Mütter, ferner die auf die Ar- beitskraft dieser Mütter angewiesenen kapitalistischen Unter- nehmungen, sodann die Gemeinden, der Staat und das Reich. Wie bisher we rden sie alle auf ihre Weise der Notlage zu be- gegnen suchen. Die Gemeinden werden die notwendigen An- stalten crttchten, die Kapitalisten werden ihren Fabttken Kinderheime angliedern, Vereine und Gesellschaften religiöser und humanitärer Att werden in der gleichen Richtung ar- betten. Wir wollen unsererseits diese Entwicklung nicht hindern oder bekämpfen, sondern sie im Gegenteil vorwätts- treiben. Besonders haben wir in dieser Beziehung nachdrück- lich auf die Gemeinden und die gesetzgebenden Faktoresi ein« züwirken. Aber wir müssen noch ein übriges tun l W i r m ü s s em Kinderheime aller Art aus eigenen Mitteln und unter eigener Verantwortung und Ver- waltung schaffen. Einmal, weil noch auf lange Zeit hinaus rein zahlenmäßig das Bedürfnis nach solchen Ein- ttchtungen West größer sein wird als die Einttchtungen selber. Sodann aber, weil wir aus kulturpolitischen Erwägungen und vom Standpunkte unserer sozialistischen Auffassung über Kinderpflege und erzieherische Behandlung des Nachwuchses uns eigene Taten neben die bürgerlichen stellen müssen. Wir müssen auch in dieser Beziehung unseren eigenen sozialisttschen Faden dem allgemeinen Gewebe kultureller Entwicklung prak- tisch einfügen. Dabei denke ich keineswegs an Kampf und Feindseligkeit gegen gleichattige bürgerliche Unternehmungen. In vielen, vielleicht den meisten Einzelheiten werden wir uns in unserer Arbeit kaum von der bürgerlichen unterscheiden. So wenig. wie sich in dieser Beziehung die praktische Arbeit unserer Frauen-, Bstdungs- und Jugendbewegung von der bürger- lichen unterscheidet. Es ist lediglich der Ton, der die Musik macht. Auch in den bürgerlichen Einttchtungen sind die„Töne" verschieden. Evangelische Kinderheime unterscheiden sich von katholischen, Fröbelsche Kindergärten von Bewahranstalten der inneren Mission. In theoretischer Beziehung stützen sie sich alle mehr oder weniger auf die Ergebnisse der allgemeinen Erziehungswissenschaft, wobei die eine Richtung mehr diesen Pädagogen, die andere mehr jenen bevorzugt. Dagegen fehlen besondere sozialistische Einrichtungen, obwohl auch sie in der wissenschaftlichen Pädagogik, von Comenius und Pestalozzi bis zu Fröbel und Natorp, die wertvollsten Richtlinien finden würden. Andererseits würde wiederum die prattische päd- agogische Arbeit von Sozialisten die theoretische Pädagogik in wertvoller Weise anregen und befruchten. Nun glaube ich, daß sozialisnsche Väter und Mütter ihr« Kinder lieber eigenen Erziehungsheimen anvettrauen würden als bürgergerlichen pttvaten Unternehmungen. Sie können das uicht kostenlos verlangen, werden aber auch gern berest sei«. dafür diejenigen VeitrSge aufzubringen, die eine von Eigennutz freie, nach modernen kaufmännisch-genossenschaftlichen Grund- sähen aufgestellte Berechnung ergeben würde. Dabei können freiwillige Beiträge von Staat und Gemeinden, denen durch die Heime ein Teil ihrer Pflicht abgenommen wurde, ferner von wohlhabenden Freunden der Sache und von unter- stützenden Mitgliedern, die durch eigene Kinder nicht an den Unternehmungen beteiligt sind, in die Berechnungen eingesetzt werden. Es mühte zunächst einmal ein praktischer Anfang gemacht werden. Das könnte schon bald, auch noch während des Krieges geschehen, sofern sich ein Kreis von Interessenten der gekennzeichneten Art zusammenfände. Bewährt sich der erste Versuch, so würde sich alles Weitere von selber ergeben. In Form konzentrischer Kreise würde sich um den ersten Versuch allmählich das große Gebiet praktischer erzieherischer Arbeit der organisierten Arbeiter entwickeln. Mit der praktischen Arbeit würden aber auch die Kräfte und die pädagogische Einsicht wachsen. Beides wäre wiederum von größtem Werte für die übrigen erzieherischen Aufgaben der Arbeiterbewegung, besonders für unsere Jugendbewegung. Ich warte das Echo meiner Anregung ab. Kropf und Kretinismus. Bon Alexander Lipschütz. ÖS ist allgemein bekannt, daß rn manchen Gegenden, nament- lich in der Schweiz und in Tirol. Kropf und Kretinismus sehr verbreitet sind. Man mutz stets von diesen beiden Dingen zu- sammen sprechen, denn 5tretinismus ist nur ein Folgezustand einer Schilddrüsenerkrankung, d. h. des Kropfes. Man hat sich ge- sagt, daß bestimmte Gesteinsarten, die den Boden der betreffenden Gegenden bilden, daran schuld seien, datz Kropf und Kretinismus dort so häufig sind. Und namentlich hat man dabei an das Wasser gedacht, das in jenen Gegenden die Keime des Kropfes und des Kretinismus enthalten soll. Der Schweizer Arzt Bircher ist es vor allem gewesen, der aus Grund mühseliger Untersuchungen diesen Standpunkt vertrat. Bor einiger Zeit haben die Mitarbeiter des Lchgienischcn Institute in Zürich die Kropffrage in verschiedenen .Kropforten", d. h. in mit Kropf und Kretinismus verseuchten Dor- . fern, aufs neue studiert. Die Aerzte untersuchten beinahe die ge- samte Bevölkerung der betreffenden Ortschaften, insgesamt mehr alö SS00 Menschen. Sie fanden, datz der Kropf nicht an bestimmte Gesteinsarten gebunden ist. Um nur ein Beispiel zu nennen: in der Ortschaft Jttenthal, die ihr Wasser aus Quellen im Jura- gestein bezieht, erwiesen sich 40 Proz. aller untersuchten Leute als mit Kropf behaftet, während in dem Dorfe Bozen, das auf genau demselben Gestein gelegen ist, nur 1 Proz. der untersuchten Leute kropfig waren. Aber manches schien doch noch für die Rolle des Bodens zu sprechen. Es war nämlich in dem Dorfe RupperSwil vor Jahren e.ne neue Wasserquelle für die Bevölkerung erschlossen worden, und seitdem hatte in diesem Dorfe der Kropf abgenommen. Bircher hatte sich gesagt, das neue Wasser, das aus einer anderen Gesteins- art komme, bringe keine Kropskeime mit sich und darum sei nun die Kropfkrankheit in dem Dorfe im Abnehmen. Aber die Sache mit dem Dorfe RupperSwil läßt sich auch noch in einer anderen Weise erklären. Die Mitglieder der Expedition sind zum Schlutz gekommen, datz ziemlich allgemein die Lerbreitung des Kropfes in einem Orte abnimmt, wenn, die hygienischen Verhält- n issc, wie Wasserversorgung, Reinlichkeit usw. verbessert werden, und wenn der früher abgeschlossene Ort dem Verkehr zugänglich gemacht wird. Das Wasser allein trägt zur Gesundung der Bevölkerung nicht bei. Worauf es ankommt, das ist die Verbessc- rung der allgemeinen hygienischen Verhältnisse, uiit denen es in den Gebirgsdörfern sehr arg bestellt ist. Ilnd von besonderem Jittcr. esse war in diesem Zusammenhang auch das Ergebnis, datz der Kropf nicht glcichmätzig in der Bevölkerung einer Ortschaft vor- kommt: bestimmte Familien und bestimmte Häuser sind von ihm besonders bevorzugt. Das zeigt wiederum, datz es besondere hygienische Verhältnisse— Wohnung, Ernährung, Reinlichkeit— sein müssen, die bei der Erkrankung an Kropf mitspielen. ES hatte also allein schon die Umschau, die die Expedition über die Verbreitung des Kropfes in einer Neily! von Dörfern gehalten hatte, gezeigt, datz es ziemlich engherzig war. bestimmte Bodenformationen und allein das Wasser für den Kropf und den Kretinismus verantwortlich zu machen. Und nun gingen die Forscher daran, mit Hilfe des Experiments der Sache beizukommen. Ratten, die in Zürich zu Hause waren, kamen für längere Zeit, im Durchschnitt für ein ganzes Jahr, nach Kropforten in die Ferien. Insgesamt wurden 480 Ratten nach acht Kropfstationen verschickt, Rumänisthe Skizzen. Von Emil I s Der Pflug Und nimmer konimt er zurück. Irina betrachtete den Acker und seufzte: niemand wird ihn bestellen. Der Pflug rostet im Schuppen, die Ochsen wurden fort- geführt, der Acker ist hart und von Unkraut überwuchert. Uitd Irina fleht zu Maria: hilf Mutter Gottes, meine Kinder verhungern! Er liegt weit weg von hier und kommt nimmer zurück, der Krieg hat auch ihn gepflückt, gleich wie einen roten Apfel vom Baume— seine kräftigen Arme können mir nicht mehr helfen. Sogleich befiehlt die Mutter Gottes den Engeln, Irinas Acker zu pflügen. Und es steigt vom Himmel die Engelschar herab und beackert von Abend bis früh das Feld. Und als Irina morgens in den Schuppen schaut, da schreit sie voll Glück auf: der Pflug ist zu Gold geworden und der üppige schwarze Acker von Furchen durchzogen. Und Irina durchgellt mit ihrem Schreien das Dorf: Kommt, schauet das Wunder. Die Engel haben mit einem goldenen Pflug das Feld meines Mannes beackert. Und die Bäuerinnen betrachten mit tränenfeuchten Augen Irina, ihre hungrigen Kinder, den rostigen Pflug und den steinharten Acker. Und Irina preist singend die Mutter GottcS. Der Blinde. Irgendwo zwischen den Blumen des Frühlings sah ich einen Blinden. Der Blinde saß auf einer Bank und lächelte zum Himmel hinauf. Ich schlich zu ihm hin und fragte ihn: „Weshalb lächelst du? Siehst du etwas Schönes?- „Ich sehe viele Blumen, und in einem silbrigen Fluß fährt die Liebe Kahn. Duftende Gärten prunken das Ufer entlang, und auf dem GraS jagen einander glückliche Liebende, Pans Pfeife tönt, und es pfeifen rotflüglige Vögel, an weißen Marmortischen, in silbernen und güldenen Pokalen, verabreichen pfausächervcrjehcne Sklaven grünschillernden Wein und wo sie da? ortsübliche' Waffer zu trinken bekamen. Wie zu er» warten, erkrankten die Tiere an Kropf: mehr als die Hälfte der Ratten bekamen Kröpfe. War hier das Wasser schuld? Darüber geben uns folgende Versuche Auffchlutz. Es wurden nämlich auch Ratten in Zürich mit„Kropfwasser- getränkt, d. h. Ratten, die in den vollkommen kropffreien Ställen des Hygienischen Instituts in Zürich lebten, bekamen dauernd Wasser zu trinken, das aus Kropf- gegenden hergeholt wurde. Bei diesen Versuchen hat sich nun ergeben, daß die mit Wasser aus Kropfgegcnden getränkten Ratten in Zürich gesund blieben. In anderen Versuchen wurden Ratten, die aus Zürich nach einem stark mit Kropf behasteten Ort geschickt worden waren, nicht mit dem ortsüblichen Wasser, sondern mit einem Wasser getränkt, das in eigenen Flaschen auS dem beinahe kropffreien Zürich in die Kropforte gebracht wurde. Dies« Tiere erkrankten nach drei bis fünf Monaten an Kropf. Es half auch nichts, wenn man das ortsübliche oder das aus Zürich hergebrachte Wasser vorher kochte: die in Kropforten gehaltenen Ratten be- kamen Kropf, die in Zürich mit Wasser ans Kropforten getränkten Ratten blieben gesund., Die Versuche, die die Züricher Forscher ausgeführt haben, find von österreichischen Forschern bestätigt worden. Nach der kritischen Umschau, die die Expeditton des Zürcher Hygienischen Instituts in den Schweizer Kropforten gehalten hat, und nach all den Versuchen, die ausgeführt wurden, unterliegt es keinem Zweifel mehr, datz es nicht am Wasser liegt, wenn bestimmte Gegenden vom Kropf und vom Kretinismus heimgesucht werden. Es spielen augenscheinlich hauptsächlich die allgemeinen hygieni- schen Verhältnisse in manchen Gegenden, wie in vielen Gebirgs- dörfern, bei der Verbreitung des Kropfes und des Kretinlsmus eine Rolle. Wir müssen uns die Sache so vorstellen, datz die schlech- ten Wohnungsverhältnisse, die mangelnde Reinlichkeit, die schlechte Ernährung und vielleicht auch die jahrhundertelang fortgesetzte In- zucht lHeiraten innerhalb eines engeren Verwandtenkretses) in jenen vom Verkehr so ziemlich ganz abgeschlossen gewesenen Ort- schaften die körperliche Anlage der Leute sehr geschwächt hat. Da- mit ist dann der Boden gegeben für irgendeinen Keim, der viel- leicht ein Kleinlebewesen ist und in der Schilddrüse krankhafte Ver- änderungen hervorruft, die den Kropf veranlassen. Es wäre dann der Kropf den Infektionskrankheiten zuzurechnen. Und es hätte hier all das Geltung, was im allgemeinen über dt« Entstehung und über die Bekämpfung von chronischen Infektionskrankheiten zu sagen ist. Es ist eine Binsenwahrheit heute, datz z. B. die Tuberkulose nicht allein die Tuberkelzellen zur„Ursache" hat, son- dern datz auch noch allerlei sozialhygienische Momente an der Entstehung und an der Ausbreitung der Tuberkulose schuld sind: Beruf, Wohnung, Ernährung usw. Und wenn wir die Tuberkulose bekämpfen wollen, so dürfen wir uns nicht allein darauf be- schränken, die Tuberkelbazillen von den'Menschen fernzuhalten— die Bazillen sind ja so ziemlich allgegenwärtig—, sondern wir müssen gleichzeitig auch danach streben, all die sozialen Schäden zu beseitigen, die mit an der Tuberkulose der Menschen schuld sind. Dann erst dürfen wir auf Erfolg rechnen. Nachdem nun wahrscheinlich geworden ist, datz auch am Kropf allgemeine hygienische Schäden, wie Abgeschlossenheit vom Verkehr, schlechte Wohnungen, Unreinlichkeit und geschwächte körperliche Anlage schuld sind, hygienische Schäden also, die man den sozialen Schäden zuzurechnen hat, bekommt die Gesellschaft ganz neue Aufgaben auch in der Bekämpfung des K r o p f e s. Es sind die- selben großen Aufgaben, die die Gesellschaft heute in der Be- kämpfung der Krankheiten überhaupt hat: die sozialen Schäden zu beseitigen, die an der Entstehung und der Ausbreitung der Krankheiten mit schuld sind. Lozarettlettüre. Wie wenig im Lande der allgemeinen Bildung im Grunde dock für die Auswahl der Kriegsbibliotheken und die Beratung ihrer ungeheuren Leserzahl geschieht, oarüber sind immer wieder deredte Klagen laut geivorden. Der allgemeine Eindruck wird in der „Köln. Ztg." bestätigt von einem Soldaten, der monatelang in Lazaretten als Büchervenvalter tätig war. Er berichtet unter anderem: „Die Wahl der Bücher erfolgt in erster Linie nach dem Titel. Den Namen des Verfassers beachtet niemand. Ter Titel mutz einen spannenden Inhalt verbürgen:„Die Geheimnisse de« Spielsaals", „Ohne Ring und Myrte, der Roman einer Verführten",„Der Liebe Macht und Sieg". Diese Bücher gehörte» zu de» meistbe- gehrten eines Lazaretts. Sehr beliebt sind Kriminalromane. Nicht unbeliebt sind auch Militärerzählungen, insbesondere Humoresken, außer den— meist mit Recht— völlig unbeliebten Krieaserzäblun- gcn. Historische Erzählungen von Scott, Alexis, Dahn. Bücher wie „Quo vadis" und„Di letzten Tage von Ponrpeji" fanden wenig Anklang. Nur für Kleists„Michael Kohlhaas" fand ich wiederholt eben begibt sich auf ihrem weißen Elefanten die Prinzessin zur Hochzeit. Sonnenschein überflutet alles, die Hömcr schmettern lustig und mit hundert Windspielen zieht der Prinz zur Jagd aus, das Volk winkt ihm singend nach, und die tveißen Reiter vcr- schwinden im Orangenhain. Wie glücklich sind doch die Menschen I Mächtige Stein- bauten, bronzebeschlagene Tore, mit Honig, Mehl und Zucker bis an den Rand gefüllte Kammern, auf den Höfen in Bottichen die Milch, in den Kellern bis zum Ueberdruß volle Weinfässer..." Und der Blinde lächelt und fragt mich leise: „Und was siehst du?" Bebend, mit tränenübcrftrömenden Augen antworte ich: „In einer Kirche liegen bluthändige Soldaten, am Altar trinkt der Teufel aus Christi Pokal und auf der Orgel spielt der Tod seine Weisen." Die Nachtigall und der Rabe. Die Nachtigall verstummte erschrocken und sonnte sich traurig.» Ihre Triller hatten Himmel und Erde erfüllt und die Rosen winkten gerührt den Sonnenstrahlen zu. Niemals noch hatte die Nachtigall schöner gesungen, selbst die Felsen waren von den wundervollen Tönen erbebt, bloß die Fenster der Hänser blieben geschlossen und die Mädchen neigten sich nicht in die Sonne hinaus. Die Nachtigall verstummte erschrocken und fragte sich traurig: weshalb weinen und lächeln jetzt die Menschen nicht, wenn sie meinen Gesang hören. Sonst pflegten die Kinder zu jauchzen, wenn meine Triller in die Höhe schwirrten und selbst die welken Lippen der müden Greise zuckten selig, wenn mein Gesang schluchzte und jetzt bleibt jedes Fenster geschlossen. Ein Rabe stieg auf den Baum. Er kam vom Schlachtfeld und blutig waren seine Schwingen. Seine Gedärme barsten fast vor Sattheit, und seine Augen ließ der Rausch des Blutes erglänzen. Und höhnisch sprach er zur Nachtigall. die ihm traurig ihr Leid klagte: „Liebste, die Menschen wollen deine Lieder nicht mehr. Lauschen bloß meinem Gesang von früh bis Mitternacht— ich bin die Nachtigall des Krieges! zufriedene Leser. Bücher pokitrschen, fozialpokitischen oder Volks. wirtschaftlichen Inhalts fanden so gut wie kein« Leser. Etwas Interesse fanden Bücher über Unterseeboots- und Fliegeraben teuer, während sonst alles mit dem Kriege in Verbindung stehende ge- mieden wurde. Religiöse Lektüre wurde gleichfalls gemieden. Die meisten Leute hatten überhaupt keine Lektüre vor dem Kriege ge- habt. Mehrmals hörte ich Leute sagen, sie hätten im ganzen Leben nicht soviel gelesen wie in den Tagen ihres Lazarettaufenthaltk. Tie Namen klassischer und moderner Schriftsteller sind der Mehr- zahl bis auf die in der Schule gehörten Namen völlig unbekannt, so z. B. Namen wie Gustav Freytag, Dahn, Ibsen, Hauptmann, Rosegger, Otto Ernst. Tolstoi kannten viele, Heine einige, aller- dings meist nur dem Namen nach. Im ganzen gewinnt man ein wenig erfreuliches Bild. Gute Bücher haben die wenigsten seit ihrer Schulzeit in Händen gehabt. Das, was gelesen wurde, war lediglich Schundlektüre teilweise schlimmster Sorte. Den meisten geht daher auch jedes Vermögen ab, gut« von schlechter Lektüre zu unterscheiden. Gerade in den Lazaretten könnte zur Hebung des geistig-Iiterarischen Niveaus viel getan werden, aber leider fehlt es oft an geeigneten und einsichtsvollen Personen, wie an dem nötigen Büchermaterial. Die Bückertage haben den Soldatenbiblio- theken viele Bücher gebracht, neben guten aber auch noch mehr schlechte. Viele Familien haben in den Büchersammlungen offenbar nur ein bequemes Mittel gesehen, ihre alten und weniger guten Bücher abzustoßen, und diese schlechten Bücher füllen jetzt die Bibliotheken. Die oben angeführten SchuudbÜchertitel habe ich auch einigen Lazarettstistungen entnommen. In dem Lazarett, in dessen Obhut ich zurzeil wei'e finden sich neben Büchern der Verlage Fischer und Reclam, Volksbildungsverein zu Wiesbaden usw. auch viele berüchtigte VcrlagSanstalten, wie A. Weichert-Berlin. Mignon- Verlag-Dresden, Moderne Bibliothek u. a. xn., die auch auf der Schundliteraturliste standen, die kürzlich da? Generalkommando in den Marken veröffentlichte. Ein trauriger Anblick ist es jedesmal, wenn bei der BückerauSgabe die„Werke" dieser Anstalten gefordert werden, während die Bücher der Häuser Cotta. Fischer usw. wieder in den Schrank wandern. Wir brauchen uns nicht zu verhehlen, datz dieser Zustand, den ich nach meiner Erfahrung in vier Laza- retten und mehreren Truppenteilen mit mehreren Hundert Sol- daten wohl als allgemein ansehen darf, reckt unwürdig ist und mit den sonstigen Eigenschaften des deutschen Soldaten wenig im Ein- klang steht." Es ist immer noch Zeit, datz Abhilfe geschaffen wird. Sollte e? im Lande der Organisation nicht möglich sein, allen Schund ig den Soldatenbibliotheken auszumerzen, und dje Gelegenheit auszu nutzen, die breitesten Massen mit gesunder Lektüre vertraut zu machen? ES rächt sich, datz im Frieden die Bildungspflege ickon versagt hat, und es ist unverantwortlich, datz Verlegern und Buchhändlern mit leichtem Gewissen auch jetzt noch freie Bahn gelassen wird. Notizen. — Eine Liebermann-Ausstellung. die einen großen Teil seines graphischen Werkes umfaßt, wurde in I. B. Neumann» Kabinett(Kursürstendamm W2) eröffnet. — Vorträg«. In der Treptow st ernwarte: Diens- tag, 7 Uhr, Kometen und Sternschnuppen. Urania: Dienstag, Mittwoch. Sonnabend. 8 Uhr: Irip Wertheimer über den Sieges- zug in Ostgalizien und Bukowina. Die anderen Tage: Oberengadin und Splügen. D i e Briefmarkensammler machen schwierige Zeiten durch, da der Markenaustausch der Länder sehr erschwert ist und die Marken der uns bekriegenden Staaten überhaupt nicht eingeführt werden dürfen. An Neuheiten ist troddem kein Mangel. wie der JahreSnachtrag zum Schaubekalbum zeigt tBerlag C. F. Lücke. Leipzig). Er gibt alle vom September ISIS bis November 1916 herausgekommenen neuen Marken: eine ganz erhebliche Zahl. obgleich die neuen und Kriegsbeutemarken der feindlichen Länder nicht aufgenommen werden durften. Das Markensammeln ist eine Wissenschaft geworden, und so entspricht denn auch der Nachtrag peinlichst wissenschaftlichen Anforderungen. Erfreulicherweise fährt er fort, die reinen Spekulationsausgaben besonders zu kennzeichnen und diesem Unfug damit entgegenzutreten. Mit Recht sind auch die vielen türkischen Neuheiten kannten sowie den Kollegen unseren herzlichen Dank. Iran Iffarl« Sctaskorn 11821 und Verwandte. Danksagung für die herzlich« Teilnahme und die vielen Kranzspenden beim Hinscheiden meines llfbcn, unvergeßlichen Mannes Fritz Deichsel. Insbesondere danke ich den Genossen de« 743 Bezirks deS soz. Wahlverein» VI. Kreil Fran Hennl Deichsel 108a geb. Trauisen. Ww. J. Baer Hadstr. 86 Eck. Prinz.-Aitee u.Xnav.> ( Berutskl. ■ Elnsegn.- Anzüge Er. Stott- lagor, olog. Maß- anfertig. Billigste, feste Preise. Ifa'dtia entsetzt. Bett-Hautjucken fillllbv geheilt in 2 Tag. o. Bc- russstör. 100000 j.bew. Monatl. üb. 100 Heiiber. Verf. n. ausw. Perfoncnz. ang. ,8alii«>S Bochum 06, Kortnmstr. III. Juli— Anjpast von 1— 3 geschlossen. Meine Läger in IeMen.Mel- ftoüen, Minen, MWnsse». M- und Dirann- nefen... sind reich sortiert! li-Sei II Berlin-Süd. Seit 1882 mein fllthelonnt. Ans hat(einerlei Befiehung zn flhniifl) innt. Zirmn. Kranzspenden sowie sämtliche Blumenarrangements liefert schnell und billig K'anl türosN, lindenstr. 69, Tel. Mpl. 7203. währsnil der Ferien das In der �ytenstadt kSiW»-« (Gartenboden) sum Kartoffolbau und Obstanlagen, auch Waldgrund- siücke, direkt am Bahnhof Seegefeld beginnend, 20 Minuten ab Cbarlottenburg u. Jungfernhet�e.die meisten Sirasson gepflastert, mit Gas- und Wasserleitung, Oü.-RntB v. M. 15.- aufwärts. GUnst. 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