1. Lahrgang. Nr. 5. Freitag, 2. September 1921. Sozialö emo kmt ^M? 1$ m* or 8 an der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republik. | SSÄ W Ä»»»"ÄTÄ --''(srjchtint mit Ausnahme des Montag V oder bei Benin durch die Post monatlich Ii!-— Kö, Teutschösterrcils, monatlich 120— OK, fiir Teutschland!>!' Mk tätlich scüb. Der luefimtaartrdie fouflifeti?" ciuct?tnio" Wiederh-rstel L«*lung der Ordnung werken, schließlich kündigt Vorschlag bezüglich der Zone B an. Magyarien will das Bnrgenland nicht räumen Die Magyaren haben das Bnrgenland trotz Ratifizierung des Vertrags von Trianon, trotz des deutlichen Winkes der Entente und der warnenden Presse der kleinen Entente noch immer nicht verlassen. Im Gegenteil: Sic be- ginnen sich ollem Anschein nach im Bnrgenland nach ihren anfänglichen Ausbrüchen wieder festzusetzen. Tie Entente hat doch duldend zugesehen, wie Horihv nur zum Schein ab- rüstet,-in Wirklichkeit zu einer„Volkserhebung", als welche sich die Räubereien der Osz-> f$ c Mittel anwendet, um die Uebcrgabe . An- i Burgcnlandcs an Oesterreich zu erlangen. "in Sr'lnt A mim, DCl* Äl'wei>lKl!!ttps i^i^N MCf ,, fc? 0? C,,;.® l i 5^nd Kämpfer. aSerwIr v" in orr.^vnc.c Milz».^ t v» Z". teil blutig lampfen. Ucber nncrcr Pott äs muß undigt„e emcn wetteren izttlkllon IN Deütschlstnd. das Zeichen der Erlösung schweben. Während Was schon längst eine dringende Notwendig tenburg und Pronay darstellen, ailsholt. wenigstens Tenifchösterreich das Mandat zur! Anfrechterhaltnng der Ordnung im Innern so bedingungslosen energischeic Uebernahine zu j wri freie Hand zu lassen, sobald Ungarn» geben, wurde Teutschösterreich offensichtlich> der neuen Weisung der Mächte Folge leistend. „Ter Ausschuß billigt entsprechend seinen! bekoinmen die immer nnverliüllter Vorbrechen- Beschlüssen vom 13. und 27. August, dag die i deir stoße der Reoktto» endgültig satt. Sie tze Regierung ausschließlich diplomatl- Ikinügen sich«ich, mehr, den RechtAnrs wie etwas SchicksalgewollteS geduldig hiiizuneh- nien und bloß die ärgsten Uebergriffe müde ab- nc Alarm und Itechtsputschi- für die j stcn, diese mit ewig schuldbeladenen Krieg statt aber ganz entschieden mit dein Aufgebot I Er beauftragt die Regierung, die alliierten Zuwehren. Sondern sie blase» zum ihrer moralischen und materiellen Macht die^Mächte zic ersuchen, ihr für die Sicherung der! schicken sich an, Monarchisten n.:ii Räumung des Burgenlandes durchzusetzen oder von Ungarn geräumten Gebiete und für die! ste«, diese mit ewig schnldbetadei verbrechen, aus ihren angemaßien und so gar nich: angemessenen Machtstellung zu verjagen, ie halbe Million von Sozialisten und Demo- unter französischem Einfluß aufs Zuwarten i das ganze burgenländische Gebiet geräumt^aten aller Farben, die am Mittwoch in Ber-«taat und verwiesen. Tag sich die Magyaren nach die-! haben und damit das burgenländische Volk aus| finjür dte Republik demonstrierten, die nnge der Polctck politische F o l g e n b'i e E r m o r d n n g Erzbergers voraussichtlich auslösen werde, u. a.: Tie übertriebenen Kundgebun gen chauvinistischer Kreise hätte» a u ß en. politisch und in n e ic p o l i t i s elt U»> heil angerichtet. Im Augenblick werde» wir außenpolitisch das demokratische selbstbestim- mungsrecht fordern. Imperialifiert man die Politik des Reiches, dann könne die ungeheure Erregung des demokratischen arbeitenden Volkes die schlimmsten Wirkungen haben. Ter taat und seitze Ordnung selbst könnten durch von Rechts, die den Maisendruck magyarische.... Mordgesellen den„Sicherheitsdienst", und— Handlungen über die Fragen sinanzieller und j scharfe JSutte gegen die feudalen Feinde de: was"....~ rung" voll losen Entente. Einstweilen kommt aber auch Schober ist von Interesse die Tarstellung der Winkel,iige der ungarischen Regierung. So! i lt Taten zu gelangen, müssen Reichsregiertettg der gesamten deutschen Arbeiterwelt benittwor» schon ans„eingeweihten Kreisen", nämlich ans dem Budapester Außenministern»«, die Räch- rieht, daß B aufs y an seinen Rücktritt nicht einntal denkt, oder besser gesagt, es sich schnell überlegt hat. zu demissionieren. Herr Gratz, der mit einer besonderen Mission nach Dien geschickt wurde, dürfte ihm in Anblick der rfia rarterlosen Iämme deutschnationalcic W uck Demission abgeraten Ergänzung zu der Jämmerlichkeit und Nnent- Haupt nicht zu räumen bat der ungarische Gesandte am 28. August die Erklärung abgegeben, daß sich nach seinen und Fortschritlsmänner fast zu einander stehen, denn daß der Kampf schwer und zäh werden erlichteit der christlichsozu.il•' bete sei. Ter Bundeskanzler bencerkte, daß wachen dürfen, kann von einenc durchgreifen- i UuSnahmezustaudeS erfolgen. Äkaä- Wiener Regierung von sei aber iinc diese Zeit bereits ein ungarischer Mi-! Republik keine Rede sein. Jeden- Bcrfassung müsse« auf Verl ernten haben.—Wie eine i nisterrat beschlossen hatte, die Zone l l über-> Ells^beginnt am Feuer des inneren Herdes Reichspräsidenten oder auf Verl ...•..••-...••_ r- I hrtÄ rtllMlM'Mt frfllltrtrfi am X#,t UAnSnArMt schlosscnheit des Wiener Kabinetts und seines für die finanziellen Ansprüche zu behalten. Ter heldenhaften Befreit,ngsznges ins Bnrgenland Bundeskanzler machte auch Mitteilung von klingt die Meldung, daß Herr Stephan F r ic[ dem Beschluß der Borschasierkonfcrenz zur West- brich und seine Partei beschlossen haben, mit ungarischen Frage. Tiefer Beschluß ist aber der der ä n ßer st e n E« e r g i c auf die Erledi sondern sie als Pfand. d>'s Süppchen des äußeren Gegners schmackhafter zu werden, wenigstens taucht das Gerücht vom Bölkerbundrat auf, daß er sie« nach einer berühmten Sforzalinie teilen wolle. Tie Patcntpatrioten erreichen also Oic liflijrifrijc licüdlum. Berlin, 1. September.((Signier Trahebc- Ractidem in den Ausnahm,»- den nach- ichopräsi- dcnlen auch in Bayern die Aufhebung des Äkach Artikel 18 Verlange» des Verlangen des Reichstages auch an die Landesregierungen nie von ihnen erlassenen Ausiiahmeverordnungen außer Kraft setzen. Die bayrische Regierung scheint aber die Absicht zu haben, sich dem Wil- len der RcichSrcgierung entgegenzustellen. Tie Blätter der bayrischen Volköparlei. die jetzt Ter Beschluß der Aotschasterkonsercnz. Magyarien entschuldigt sich. rischen Regierung stattgefunden lzabcn und von der magyarischen Regierung auf das entschiedenste mißbilligt werden. Die magyarische Regierung wäre bestrebt gewesen, das Eindringen unverantwortlicher Elemente in das von den ungarischen Truppen und Gendarmen geräumte Gebiet hintanzuhalten und habe allen ihren Orgauen strikte Weisungen gegeben, sich aus dem Bereiche der Zone sofort zu entfernen und sich jedes gewaltsamen Borge- henS unbedingt zu enthalten. Sie würde es auf das tiefste bedauern, wenn den getroste erns zurückweist, und die bayrische Regierung läßt bereits verkünden, daß sie gegen die Maß- nahmen der Reichsrcgicrmig gegen die natu» nalistische Verhetzung in Berlin Schritte»euer- nehmen will. Die Bayernbelennensich also offen z u»c W i d e r st a n d gegen d a ö Reich. Hält die bayrische Regierung an diesem Standpunkt auch nur einen Tag fest, so wird auss Neue offenkundig, daß sie ihre Ausgabe im Schutz der Mordgesellen und der An- stifter zum Meuchelmord erblickt. Schon einmal setzte sie dem Reiche Mioerstand entgegen, als der Friedensvertrag und das Ultimatum —........_vu.. Ö u.,uuu;,^ v»y Ul iy ,»u>. erfüllt und die Einwohnerwehren aufgelöst Betrrages von st. Germane necht enthalten^ ÖaÖ^ n j^ t^ einzige Stunde, in der Erzber- werden sollten, weigerte sie sich, den Anordnuv- ist. der den Anschluß an Deutschland verbietet.! flCt j cinen 9 jj ut, c j 3le^.| Dcitc«tunde kam 3«» der Reichsregierung zu folgen und brachte ...^...~..,. c l das deutsche Volk damit in die äußerste Gefahr schwierigster avßenpolitischer Konflikte. Sie gab damals scheinbar nach, denn heute mau gemeint hat, hündisch und feig. Er mußte Wie», 1. September. Im Ausschuß für■ Aeußeres erklärte Bundeskanzler Tr. S ch o- 1 v s 1!Ö ÖC" U\ c':. crt'' 1««auingcn oes nus-: j, ie Waffenstillstandsbedingnngen annehmen, her ont Schlüsse seines ausführlichen ErposeeS,> schusscs est die'.Kttteilnng oes Rezerentetc über^nime was auch kommen mag. Fch sage nicht daß ihm von dem Wiener magya'ri-jden Freedensverlrag m» Amerika»Ott ,Zn« u u D; c[( lt)Cim eg ausspreche, daß schon die- sch c n Gesandten eine No t e seiner Rc-1 tcrcstc, daß m dein Vertrag vcr?m>lA 88 drs^^ang vielleicht fein Todesgang war. Aber gierung überreicht wurde, in der sie ihr B c dauern über die Vorkommnisse ausspricht und versichert, daß die vorgekommenen Angriffe nicht mit Wissen und Willen der magya-^ Wien, 1. September. Bnndeslanzler Tr. --.> österreichischen Regierung noch nicht offiziell wieder, was thitctt utttnet ghccktc: ihre. Melk m rcfllttl>„„ iailflCl, U1, nuitfl der westun^arischeu Araqe\u dringen.'!lr.Vtcuntniö gebracht worden, sondern der! lNy, oas^atenano, z»t Iwaoigen, um ielv>t^ Landtages, damit dieser all'.' Eittgrisse dr. Towohl in der Wiener^trozzigasse asc auch ungarische Gesandte in Wien hat blas; der; k. ca^ahw 1,0,1'^llch aojchöpfen zu konnea. Reiches in die staatliche Selbstündigleit Tlalp im Palais de Boirrbon scheint nicht der rechte^ österreichischen Regierung allgemein mitgeteilt,! tonnen. Wille zu sein, das Bnrgenland von dem Ge-j daß die Vostchaftertonferenz gegen die Vorfälle j'Werths Grabrede ans Erzberger sindel zu befreien, das sowohl den Herrn Ma->in Wcstungarn protestiert, die ungarische Re- Klingt in die satzc aus: taja als auch die französischen Offiziere kürzlich giernng hiefür verantwortlich macht, ans die' Erzberger hat sieh zunr Amt des Unterhänd- noch la herzlich bewirtet hat. Ungarn bereits gemachten Zugeständnisse liiu-[ cr* i 11 tc. in W äffe n stillstand nicht ge- ,neist und verlangt, daß die ungarische Regie-! drangt. Ticiemgen, die die Peranlwortnng zn rung ohne icden Verzug ihren Lerpflichtmigen f tragen hallen, sind nicht gegangen, seine > nachkomme. Haltung war rrtterlcch und deutsch, necht wie Betyarische Ansinnen. _ ch ober sprach gestern im Auswärtigen Ausschuß über Westungarn und führte an, daß der magyarische«yesandle in Wien der österreichischen Regierung im Namen seiner Regierung einen Antrag unterbreitet habe, wonach Ungarn das ganze westungarische Gebiet, außer Oedenbnrg,' unter der Bedingung räumen würde, daß die bisherigen Behörden ine gan- zen Gebiete die Verwaltung weiterführen. Oedenbnrg würde bis zur Erledigung der Frage von Oesterreich und Ungarn gemein nen Anordnungen nicht unbedingt Folge ge- l sanc verwaltet werden, wobei magyarische Gen- leistet worden wäre und bedauert, wenn es Sa-! darmerie der: Sicherheitsdienst in der sladt her zu Ausschreitungen und Getvalttätigkeiten^ versehen würden. Ferner habe die osterrec- gekommen sei. Sie kündigt eine genaue U»-! chische Regierung eine Rote aus Budapest er- tersuchung und strenge Bestra fu ng ihallen, in welcher ihr magyarrsche unlttartsche der Schuldigen an und macht sich erbötia, falls> Formationen zur— Pazifizierung(!) Westun- es der österreichischen Regierung erwünscht sei,| garns angeboten werden. in Maimar, als der Friede zu unter- zeichnen war. Er war der Staatsmann, der sich die Frage vorlegte, ob wirklich die Stunde kommen sollte, wo wir durch den Einmarsch des Feindes dem Bolke auch noch das letzte ge- raubt wird, was es besaß. Erzberger stand an der Wiege des neuen demokratischen Staats- gedankens. Er hat sich als Schöpfer einer neuen Wehrmacht bewährt. Er hat das neue einheitliche Finanzwe- f e n für das Reich aufgerichtet. Im ist es ge-- lungen, eine einheitliche Post und Eisen- bahn in Deustchland zu schaffen. ES sst Lü- ge, wenn man ihm nachsagt, er sei ein kleiner und erbärmlicher Mensch gewesen. Im Gegen- teil, er hat alle begeistert durch den weiten Blick seiner Ideen und durch die Kraft, mit der er sich durchzusetzen vermochte. DaS Vater- land ist in Not und wir rufen«» in alle Ewne. Volk, wache auf und schüttle die ad, die dick aufs neue in schwere Bed$i»sjiyA brjn- dürfte kaum noch daran zu zweifeln zu sein, daß die Einwohnerwehren im Geheime» ebenso gut fort bestehen, wie die sonstige» Orgesch in man- clyn anderen LandeSteilrn. Jetzt wiederholt die Kahr-Sippe ihr verruchtes Spiel. Doch nun sollte das Maß voll sein. Will die Reichs- regierung nicht einen Zustand eintrete» lastete, daß sich die Arbeiterilasie, die sich jetzt hinter sie gestAlt hat, um die Früchte ihres Kampfes betrogen sieht, dann muß sie sofort Maßnah- men ergreifen,«m den Widerstand dieser ReichSsetnde zu brechen. Die bairsiche gegen die Reichsregierung.; Berlin, 1. September. Wie die Blätter au» München melden, beschäftigte sich der b a i- rische Ministerrat, der gestern sechs Stunden tagte, mtt den Maßnahmen zur Ausrechterhaltung der Ruh« und Sicherhett, so- Seite 2. regierung, vor allem mit dem Zcitungsvcrbot und dem Verbot des Ilniformtragens. Ter Ministerrat hat beschlossen, gegen diese Vcr- böte bei der ReichSregicrung nachdrücklichst Protest zu erheben nnd zwar sowohl gegen die Form der Erlässe, wie auch gegen deren sachlichen Inhalt. Wie die Blätter aus München melden, ist trotz des Verbots des Reichsmini' stcrinmS sowohl der„M i c ö b a ch c r A»- zeig er" als auch der„Völkische Bc o b a ch t c r" am Mittwoch c r s ch i c n c n. Tie Polizei beabsichtigt nicht, dagegen cinzuschrei- teil. Ter Parteitag der Königstrenen. München. I. Dcptcmber.(Wolfs.) Ter 3. Parteitag der dcntschnationlen VolkSPartci wurde heilte vormittags unter Teilnahme von 4000 Personen eröffnet. Erschienen waren auch'Vertreter der Vrnderparicien Tonisch- Oesterreichs, Tirols und der Tschechoslowakei, zerncr Abgesandte ans Tanzig und dem Saar- gebiete. Ter Vorsitzende, der frühere preußische Finanzministcr Her.gt, wies in seiner Begrüßungsansprache auf die schweren Kämpfe hin, die die Partei gegenwärtig zu bc stehen habe. Tie Partei werde den.Kampf mit allen gesetzlichen lind parlamentarischen Mitteln durchführen, aber nicht n n r i n der D e f e n s i v e. Ober st v o n Xylan- der, Vorsitzender der Münchner Ortsgruppe, der in voller Uniform erschienen war, betonte, daß die Bayern u n e n t w e g t zu dem a n g c st a m m t c n K ö n i g s h a u s c ständen und zum Reich Bismarckscher Cchop- fnng. Tie Tcmonstralion im Reich. Berlin. 1. September.(Eigener Drahtbe- rieht des„Sozialdcinokrat".) Wie in Berlin, so haben im ganzen Reiche die Demonstration gegen die nationalistische Gefahr einen riefen- haften Umfang angenommen. Fast über- alt gingen die sozialistischen Parteien gemein- sanl vor. Fn H amburg beteiligten sich über 1ÜO.OOU Personen an der.Kundgebung, liicht viel weniger in Leipzig. Aehnlich lamen die Berichte ans Halle, Magdeburg, Essen,.Kassel,.Karl.ruhe und überhaupt aus allen Orten, in denen Arbeitsbcvöllcrnng wohnt. Brüderliche Grüße der englischen an die deutschen Genossen. Berlin, I. September. Wie der„Vorwärts" nnd die„Freiheit" melden, lief bei den Rcdak- lioncn dieser Blätter folgendes Telegramm aus L o n d o n ein:„Das Exekutivkomitee der So- zialdemocratic Förderation versendet an die «Genossen beider Parteien der deutschen So- zialdcmokratic an diesem Tage des großen ein- licitlichcn Protestes gegen die militärische Ak- tion, die jetzt die öcntsche Republik schwer be- droht, die herzlichsten und brüderlichen Grüße. Tie Scdanseier in Berlin verboten. Berlin, 1. September. Der Polizciprä- sident bat die von verschiedenen Ortsgruppen der dentschnationalen VolkSPartci in Großbcr- iin für den 2. September geplante Sedanfcicr mit Rücksicht darauf verboten, daß die von politisch rechts stehenden.Kreisen in jüngster Feil veranstalteten nationalen Feiern nur zur Verherrlichung der Monarchie nnd zur Vcr- ächUichniachung der deutschen Republik miß- braucht worden sind. e,ztald««ot?at Die Auflösung der staatlichen Ernährungswirtschast. Teil der Entstehung der tschechoslowakischen !)!cpublil kämpft die Arbeiterschaft dieses Staa- tes um eine geordnete Ernährnngswirtschaft. Wir sind seit nunmehr zweieinhalb Jahren daran gewöhnt, bei jeder neuauftauchenden Frage die Unfähigkeit der bürokratischen Staatsverwaltung zu beobachten. Aber schon lange ist diese Unfähigkeil nicht so kraß her- vorgetreten, wie in der gegenwärtigen Er- nährungüwirtschaft. In den letzten Monaten herrschte ans diesem Gebiete eine völlige A narchic. Nicht nur, daß die letzten Er- nährnngsministcr überhaupt keine festen Pläne hatten, es wurden Verordnungen verspätet publiziert, Weisungen an die politischen Be- Hörden erster Instanz herausgegeben, die un° tialtbar waren und die tatsächlich nicht cingc- halten worden sind. Kein Staatsbürger und lein Beamter der politischen Bczirksvcrwal- tung glaubt mehr an irgend einen Ernst der Verordnungen des Ernährnngsministcriums, die ohne jede Kenntnis der wirklichen Verhält- nisse erlassen werden. Vor einigen Wochen wurde crsc die Arbcitcrbevölkcrnng durch eine Anordnung des Versorgnngsministcrinms in Aufregung versetzt, wonach eine Reduktion der Versorgten ans öl) Prozent erfolgen sollte. Ter Widerstand der Arbeiterschaft nötigte damals das Ministerium, diese unsinnige Anordnung zurückzuziehen. Nebcr den Ernährungsplan für das Ernte- sahr 1921—22 wurde im Parlamente Wochen lang verhandelt. Tie tschechischen Parteien konnten sich auf die Bewirtschaftung der Bo dcnprodnkte nicht einigen nnd so bilden nicht vom Parlamente beschlossene Gesetze, sondern Regierungsverordnungen die gesetzliche Grund- läge unserer Ernährnngswirtschaft— sofer., das Wort Wirtschaft überhaupt am Platze ist. Tic bezüglichen Regierungsverordnungen sind im Schalten der Verhandlungen Über ein par- lamentarischcS Ministerium zur Welt gelom- inen, die tschechischen sozialistischen Parteien haben, nm diese Regierung zu ermöglichen, große.Konzessiven gemacht. Tic Nationalsozia- listen haben die Revolte in ihren eigenen Nci- Hcii; Kleinbauern nnd Gewerbetreibende, die zu dieser Partei gehören, verlangten die vsuige Freigabe der Getreidewirtschaft, sedaß diese Partei gar leine Energie im Kampfe nm eine geregelte Versorgung der Arbeiterschaft cnt- falten kennte. Auch die tschechischen Sozialdemokraten zwangen sich zu Konzessionen,»m das Regieren des Herrn Svchia nicht unmöglich zu machen. Eine Regierungsverordnung vom 39. Juni 1V-.1 setzt vor allem jene Menge des Getreides fest, das staatlich bewirtschaftet wird. Es sind dies 10.000 Waggons, also weniger als die Hälfte des vorjährigen Kontingents, dos 90.000 Waggons betrug. Für J 00 kg. Weizen »der Roggen zahlt der Staat 190 lv. Terjcnigc Besitzer, der die ihm bemessene Pflichtlicfcrnng nicht vollzieht, hat der Staatskasse für jeden Meterzentner nicht gelieferten Getreides 1000 Kronen Ersatz zu leisten. Tie Verteilung des so ausgebrachten Getreides ans die Konsumcn- len regelt die Regierungsverordnung vom 11. August 1921. Tanach haben im Prin- zip(!) vom 1. September 1921 bis zum 30. Juni 1922 Einzelpersonen mit einem Monatseinkommen bis 1000 Kronen oder Wochenlohn bis 230.Krone», zwei- bis viergiic- drige Haushalte mit einem Monatseinkommen bis 1500 Kronen oder Wochcnloh» bis 300 Kronen, fünf- nnd mchrgliedrige Haushalte mit einem Monatslohn bis 2000 Kronen oder Wochenlohn bis 100 Kronen Anspruch, wobn das Einkommen der im gemeinsamen Haus- halt lebenden Personen zusammengezählt wird Tic wöchentliche Quote für diese soll ein Ki- logramm Broimcyl und ein halbes Kilogramm Kochmchl betragen, wobei das Brotmchl 1 K 90 h, das Kochmchl 5 K kosten soll. 10 Prozent der ärmsten Konsumenten, die nicht näher um- schrieben werde», bekommen aus Staatsmit- teln eine Krone wöchentlich zwecks Berbilli- gung des Brotes. Tie Versorgung wird von BezirkSverpflegckommissioncn durchgeführt,' e- rcn Vorsitzender ein Politischer Beamter ist und in der auch die organisierten und nichtorga liierten Konsumenten vertreten sind. Darüber, ver in einer einzelnen Gemeinde in die Hz- entliche Versorgung aufgenommen werden oll, entscheidet eine ans der Gemeindevertretung unter Hinzuziehung der Vertreter der Konsumenten gebildete Kommission. Wer auf die öffentliche Versorgung Anspruch erhebt, muß sich innerhalb von sieben Tagen beim Ge- meindeanit melden, welches im Verlaufe von weiteren sieben Tagen entscheidet, ob die P-r- son in die Versorgung aufgenommen wird oder nicht. Wie aber alle Verordnungen in der tschc- choslvlvakischcn Republik, sobald sie vcröffcnt- licht sind, von einer neuen Verordnung über- holt werden» die alles aufhebt, was in der r- ten Verordnung gesagt wurde, so ist es auch hier. Die Durchführungsverordnung vom 17. August 1921 ist geradezu ein Hohn für die Bevölkerung, indem darin ganz einfach gesagt vird, daß eigentlich überhaupt niemand ms die öffentliche Versorgung Anspruch hat. Wer dies ctlva nicht glauben würde, dem sei die be- treffende Stelle zitiert:„Für die Frage, iv.'r in die öffcmliche Versorgung aufgenommen werden soll, ist grundsätzlich die Mittcllosigknt entscheidend, für die Geltendmachung der An- spräche ans die öffentliche Versorgung sind entscheidend die bereit st eh enden V o r r ä t e". Damit jeder politische Beamte genau weiß, wie es die Regierung meint,'agt sie in der Durchführungsverordnung ausdrück- lich, daß das Maximaleinkommen, daS maßgebend ist, für die Aufnahme von Personen\n die öffentliche Versorgung nur ein Hilfsmittel für mehr oder weniger zweifelhafte Fälle ist. Nun sage man uns. warum in der Tscheche- slowakei Gesetze und Verordnungen gemacht werden! Was hat es für einen Sinn, in einer Verordnung den Kreis der Personen, die der öffentlichen Versorgung teilhaftig werd'n sollen, zu umschreiben, und dann zu sagen, es bekommt nur jeder dann etwas, wenn Vorräte vorhanden sind. Wenn jedoch Vorräte nicht vorhanden sind, bekommt niemand etwaS. Wir leben eben in einem Staat, wo sich di? Re- gierung selbst nicht einmal ernst nimmt und wo sie die Bevölkerung erst recht nicht er.ist nehmen kann. Die paar Wochen, die seit der neuen Ernte verflossen sind, zeigen, daß das Vorangeführte nicht bloß Möglichkeit, sondern Wirklichkeit-st. Tas vorgeschriebene Kontingent wird in der sahrläsiigsten Weise von den Produzenten ab- geliefert. Während voriges Jahr in der Zeit vom 1. bis 20. August in Böhmen Kl bis 98 Prozent aufgekauft wurde», liefern die Landwirte von der verringerten Kontingents. quote, die 42 Prozent des vorjährigen Kon- tingentS beträgt, in der gleichen Zeit in Böh- inen bloß 28 Prozent ab! Es ist gar keine Frage, daß der Plan der Regierung in einigen Wochen oder Monaten vollständig über den Hansen geworfen sein wird. Die vorjähr ge VcrtcilungSorganisation ist bereits heute voll- ständig zerstört, die Gctreideämtcr sind in Auf- lösung begriffen. Auch die Revisionsabteilung ringt" mit dem Tode. War die Bürokratie im vorigen Jähre unfähig, eine geordnete Ernäh- rnngswirlschast herbeizuführen, so wird Heuer der Zusammenbruch dcS Ernährnngsplanes schon viel früher erfolgen. Die Gcsamtlage ist also die: Die größere Hälfte der Bevölkerung wird ans der staat- lichen Versorgung überhaupt ausgeschieden, sie muß das Mehl zu Weltinarltpregcn kaufen, eine gctraltigc Verteuerung ihres Lebensunterhalts tritt ein. Tic andere Hälfte der Bevöl- kernng erhält Brot und Mehl zu einem höhe- ren Preise als bisher, aber immerhin unter dem Weltmarktpreis, hat also gleichfalls mit einer Verteuerung der Lebenshaltung zu rechnen. Es ist aber möglich, daß auch sie den Großteil ihres Brot- und Mchlbcdarfcs im freien Handel wird decken müssen, so daß für den größten Teil der Arbeiter- schaft' die staatliche Versorgung f a st völlig aufgehoben ist. Ein ganz geringer Teil der zweiten Versorgungsgrnppe erhält vom Staat das Mehl nnd Brot um eine Krone Pro Person und Woche billiger— so stellt es wenigstens in der Verordnung. Ta aber, wie gesagt, nur ein geringer Teil des Kontingents ausgebracht werden wird, wird sich der ganze famose Ernährungsplan, den der Herr Brdlik der Pctka eingeredet hat, als eitel Geflunker erweisen. Wir stehen Heuer vor einer neuen Preis- und Teuerungswelle, von der wir nicht wissen, welchen Verlans sie nehmen und welche Auswirkungen sie auslösen wird. Tie Erhö- bung des Brotprciscs ist bereits da und diese Erhöhung wird naturgemäß die Preissteige- rung der anderen wichtigen Lebensmittel nach sich ziehen. Die hoben Brotprcisc werden die Preise der übrigen Nahrungsmittel und wei- tcrhin die Preise für die sonstigen Bedarfs- gegenstände beeinflussen und mitbestimmen. Schon jetzt kann man die ersten Anzeichen die- ser Preisentwicklung sehen, wenn man die Preise des Gemüses und Obstes betrachtet. Tic Anarchie im öffentlichen Versorgungsdienst zeigt uns, daß die Arbeiterschaft in der Tsche- choslowalei gegenwärtig nicht die Macht besitzt, die Ernährungswirtschaft nach ihren Grund- sätzcn u. ihren Interessen gemäß zu organisieren. Der freie Handel mit Getreide hat sich siegreich Bahn gebrochen, wir eilen mit Riesen- schritten den von den Agrariern so sehr herbeigesehnten Weltmarktpreisen entgegen. Wenn die Arbeiter die Weltmarktpreise für die not- wendigsten Lebensmittel und Gebrauchsartikel bezahlen, dann müssen sie auch die Löhne be- kommen, die am Weltmarkt üblich sind. Wenn wir das Brot so teuer kaufen müssen, wie in Amerika, dann wollen wir auch Löhne haben, wie in Amerika. Wohl wird die staatliche Be- wirtschaftung durch den freien Handel mit Bo- dcnprodnlten abgelöst, damit kommt aber auch der freie wirtschaftliche Kampf wieder. Die bürgerlichen Parteien und die Regierung sind daran schuld, wenn es in der nächsten Zeit zu schweren Erschütterungen des Wirtschaftslebens kommt. Tic Auflösung und Aufhebung der ge- bundenen Wirtschaft bedeutet eine V c r s ch ä r- fnng des Klassenkampfes. •-i: Die Vorspräche der Abordnung des Partei- Vorstandes und des Klubs der Abgeordneten beim Ministerpräsidenten nnd dem Ernäh- rungsminister konnte noch nicht erfolgen, weil Letzterer derzeit in der Slowakei weilt. Die Finanzierung Oesterreichs. Wien, 1. September. Das Telegraphen- Korrespondcnz-Bnrean erfährt: Heute findet in Genf eine Sitzung des Finanzko- mitees des Völkerbundes statt, an der auf der Heimreise von London, auch Fi- nanzminister Dr. Grimm teilneh- m c n wird. Tie Besprechung gilt der Flüssig- machnng der Vorschüsse an Oester- reich. Das von Amerika beschlagnahmte deutsche Eigentum. London, 1. September. Nach einer Ren- termeldung aus Washington erklärte der Ver- mögensvcrwalter des beschlagnahmten auslän- dischen Eigentums, das sich der Betrag des während des Krieges in den Bereinigten Staa- ten beschlagnahmten Eigentums deutscher Staatsangehörigen auf 400 Millionei Dollars belaufe. Der Vermögensverwal- ter empfiehlt, diese Vermögenswerte z u r B e- friedigung amerikanischer Forde- ru ngen gegen Deutschland, die hauptsächlich aus der Versenkung der„Lusita- nia" und anderer Schiffe herrühren, zu ver- wenden. Die im Gewahrsam des Vermögens- Verwalters befindlichen Werte würden die For- 2. September 1921. derungen leicht decken. Ncber die Stellungnahme Hardings zu diesem Borschlag ist noch nichts bekannt. DaS Nebcrcinkommcn zwischen Rathenau und Loncheur. Wie wir dem„Berliner Tageblatt" entnehmen, ist der Kernpunkt des zwischen den beiden Wicdcraufbauministcrn Rathenau und Loncheur der, daß Deutschland vom 21. O k t o b c r 1921 b i s z n m 1. M a i 1925 den Franzosen für sieben Milliarden G o l d m a r k S a ch l c i st u n g c n liefert. Ta- gegen sind die Franzosen verpflichtet, jährlich h ö ch stcns eine Milliarde Gold zu zahlen, wie hoch auch die deutschen Lieferungen sein würden. Nimmt man an, daß die"deutschen Lieferungen sich über die Zeit vom 1. Oktober 1921 bis 1. Mai 1925 gleichmäßig dcvt?ilen, so würde der Wert der deutschen Leistungen zwei Milliarden Marl Pro Jahr betragen. Olierschlefieu. Belgien, Brasilien, China und Spanien sollen die Frage prüfen. Genf, 1. September. In der heutigen Sitzung der außerordentlichen Session des Bös» kerbundratcs wurde beschlossen, eine vorläufige Prüfung der obcrschlcsisckien Frage durch Ber- treter von Belgien, Brasilien, China und Spa- nie» vornehmen zu lassen, also von solchen Staaten, die an den vorgegangenen Untersn- chungen und Beratungen nicht teilgenommen haben. Die Vertreter dieser Mächte werden das Recht haben, alle diejenigen Berichte einzu- fordern, die sie als nützlich erachten, und nicht die erforderlichen technischen Beiräte zu bcru- fen. Einwohner des obcrschlcsischcn Gebietes — Deutsche sowohl wie Polen— können berufen werden, unl mündlich Auskünfte über die Ortsverhältnissc zu gebe». Die Vertreter der erwähnten Mächte werden dann dem Rate Rechenschaft ablegen, der die Arbeiten seiner- seits weiter verfolgen wird und jederzeit zu- sammentreten kann, um die Verhältnisse der eigentlichen Untersuchung zu prüfen. Die Sforzalinie taucht wieder auf. Berlin, 1. September. Die„Deutsche All- gemeine Zeitung" meldet, daß der Korrespon- beut des„Corriere de la Sera" beim Völker- bnnd mitteilt: Die beim Vizcsckrctär des Bot- kerbundcs Mannet heute abgehaltene Sitzung der Mitglieder des Völkerbundrates hat sich zu einer G e h e i m s i tz u n g über Ober- s ch l e s i e n gestaltet. Nach einem drcistündi- gen Meinungsaustausch verpflichteten sich die Teilnehmer ehrcnwörtlich, strengstes Still- schweigen zu bewahren. In der Geheimsitznng wurde hauptsächlich das Verfahren be- sprachen, welches der Rat am Donnerstag in der öffentlichen Sitzung über Oberschlesicn abhalten will. Es soll ein Kompromiß auf Grund der vorhandenen Un- t c r l a a e n angetragen werden. Die Notweii- digkeit eines salomonischen Urteils scheint n n v c r m e i d l i ch. Tie„Teutschc Allcgnieine Zeitung" sagt zu dieser Meldung, lieber wolle Teutschland ans Obcrschlesien verzichten, als eine Teilung dieser wertvollen Wirtschaftsgruppc zuzulassen. Auch die„Vos- fische Zeitung" läßt sich von ihrem oberschle- fischen Berichterstatter melden, daß nach einer Acußerung des italienischen De l c- gierten beim V ö l k c r b u n d r a t I m P<- riali eine Kompromißlösung zu erwarten sei und zwar die Sforza- l i n i c. General Smuts über Oberschlesien. London, 1. September. General Smuts hielt bei seiner Ankunft in Kap- stadt eine Rede über die Reichskonfcrenz, in der er erklärte: Die Lage in O b c r s ch l e s i e n sei so wichtig, daß der unmittelbare Friede der Welt ebenso mit dieser Frage zusammenhänge, wie im Jahre 1914 mit der belgischen. Die Doinini- ons hätten England bis zu äußersten den Rücken gestärkt, um zu verhindern, daß die oberschlcsische Frage Frankreich und Deutsch- land in einen neuen.Krieg hineinführe. Jetzt weiß Europa, daß es nicht nur mit Großbritannien, sondern mit dem ganzen britischen Reich zu tun habe. Die Dominions unterstützen den Völkerbund, sie wollen von M i I i f a r i's m u 8 nichts wissen. SmutS sagte, er hoffe, daß der Bot- kerbund in der äußerst schwierigen Frage Er- folg haben werde. Benthe», 1. Septebmer. Der Bela- gcrungszu stand in Groß-Streh- litz und Stadt und Landkreis Gleiwitz ist ausgehoben Slowakisches. Der„Slov. Dennil" meldet aus Lucenc(Losoncz), daß dort der Abg. Hlinka am 24. August über die Frage der slowakischen Autonomie gesprochen hat. Er lud in seine Partei nicht nur Slowaken, sondern auch Ma- gyarcn und Deutsche. Er Wettertc gegen Schro- bar, Hodscha und Blaha, welche Verräter des slowakischen Volles seien. Tie„Hussiten", die tschechoslowakische Kirche, werden in der Slo- wakei nicht geduldet werden. Tie Slowakei müsse katholisch bleiben, die tschechischen Lehrer und Professoren müssen aus der Slowakei verschwinden. Hierauf sprach Hlinka auch in -Ungarischer Sprache. Seine Rede wurde mit $. September 1921. stürmischen Eljenrussn aufgenommen. Es ficht nickst gerade'erbaulich iu der Häuslichkeit des „tchccho-slowalischon StaatSvolkcS" aus. P reff bürg, 1. September. Das tschecho- slowakische Prcßbüro meldet: Tic polnische Zeitschrift„Jlustrovany Kurier Eodzicnny", die in Krakau erscheint, darf infolge Verbotes des slowakischen Ministeriums iu der Slotvakci weder befördert, verkauft noch verbreitet werden. da es Artikel veröffentlicht, die eine der Tschechoslowakischen Republik feindselige Gesinnung erkenn cnlassen und Bilder ans ma- gyarischcil irrcdcntistischen Zeitungen, die in der Slowakei verboten sind, reproduziert. Die Zeitschrift„Krajan", die in New Pork erscheint lind im Dialekt von Sarys verhaßt ist, darf infolge eines schon früher erlassenen Verbotes des Ministeriums fiir die Slowakei dort nicht befördert, verbreitet und verkauft werden, da es im Sinuc der nmgyarisch-polni- scheu Jrrcdcnta schreibt. Tie Meldungen einiger Blätter, daß das Tragen magyarischer N a t i o n a l f a r- b e n nicht verboten worden sei, sind voll- koinmcn unrichtig. Das bevollmächtigte Mini- strium für die Verwaltung der Slowakei hat bereits im Jahre 1919 eine Verordnung erlassen, welche das Tragen, den Verkauf und die Verbreitung von Fahnen, Kokarden, Abzeichen und andere anderer Staaten verbietet und diese Verordnung ist noch in Gültigkeit. Rußland. Steuern. Der Rai der Volkskommissare beschloß, in Moskau ab 15. September Abgaben für die Benützung der st ä d t i s ch c n E i n r i ch- t n n g c n(Wasserleitung, Kanalisierung, elektrisches Licht, Kraftstrom, Gas und Straßen- bahn) einzuheben, wodurch es ermöglicht wer- den soll, diese Anlagen wieder instand zu setzen. Englische Hungerhilfe. London, 1. September. In dieser Woche gehen 11.000 Tonnen Lebensmittel nach Riga ab. die von den Wöhltätigkcitsorgauisa- tiouen für die notleidenden Kinder in Rußland zur Verfügung gestellt wurden. X Aufhebung des Vaumwollmonopols. Moskau, 1. September.(Funkspruch.) Dieser Tage steht die Aufhebung des Baum- Wollmonopols bevor, wodurch der Anbau der Baumwolle, der in den letzten drei Jahren so gut wie abgestorben ist, neuerdings belebt wer- den wird. Durch die Aufhebung dieses Mono- Pols beweist Sowjctrußlaud, daß es c n d- gültig m i t den Z w a n g s w i r t- schafts Methoden brechen will. -» Zur Auflösung des Hilfskomi- t c c s für die Hungernden schreibt R a d c k in der„Pravda", daß dieses Komitee statt sich seiner Ausgabe zu widmen, Monarch isti- s ch c Politik und Propaganda bctric- bcn habe und daher von der Regierung aufge- löst werden mußte.(Es erscheint uns für voll- kommen unwahrscheinlich, daß die sozialistischen Parteien— Menschewiken und Sozialrevolutionäre— monarchistische Politik getrieben ha- bcn sollen. Sic werden aber nur nicht bolschc- wistischc getrieben haben. Und das dürfte zur Auflösung genügt haben.) M o s k a n, 1. September.(Funk.) Im Be- zirke Kola, Gouvernement Saratöw, und im Gouvernement Pvdolien, tauchen neuerdings bclvaffnctc Banden auf. Tic mongolische Rc- gierung nahm den Stab der Leibwache des Barons Unger gefangen. Seine Truppen sind endgültig v c r u i ch t e t. Unger crwar- tet dos Schicksal Koltschaks. Tages-Neuigkeiten. Die dcutschbürgcrlichc Parole und die„Ret- chenbcrger Zeitung" sind in unserer gestiegen Nummer insofern zu kurz gekommen, als durch ein Versehen das ganze Zitat dieses Blattes weggeblieben ist. Wir wollen unseren Lesern den Genuß des Rüssels nicht vorent- halten, den die„Rcichcnbcrgcr Zeitung" an die großmäuligen dculschnationalcn Phra- scurcn ausgestellt hat, und tragen ihn darum im Folgende» nach: Monatelang ist in der Presse und in Ver- sammlungcn gegen die Zeichnung der Telephon- Anleihe Stellung genommen worden. Alle die zahlr eichen P rote st versa m m l u n- gen endeten mit einstimmig angenom- menen„E n t s ch l i c ß u n g e n", daß die Tele- phvn-Abonncntcn unter keinen Umständen gc- will! sind, die Telcphonanleihe zu zeichnen, daß sie sich hierin solidarisch erklären und einmütig dafür einstchen werden, daß dieser Beschluß von ollen Telcphon-Abonnenlcn einer Stadt auch eingehalten werde. Auch in Rcicheiibcrg fanden solche Protestvcrsammluugcu statt. In einer einstimmig angenommenen Entschließung, wel- che die Zeichnung der Tclephonanlcihe entschieden ablehnte, wurde die bestimmte Erwartung ausgesprochen, daß alle Telephon-Abonnenten sich zusammenschließen und damit die Durch- fiihrung des Gesetzes vereiteln werden. Das Gleiche geschah in anderen Städte» mit Tele- Phon-Zentralen. Und das Resultat aller dieser Versammlungen, Entschließungen und Proteste? Wir haben eS Sonntags aus einer Mitteilung des in der Tclephonfrage cingcsctz- tcu Rcichenbergcr Ausschusses erfahren. Dieser Ausschuß„stellt die Entscheidung über Zeich- inung oder Nichtzcichiinng der eigenen EntschUc- ßuug der Televhcninhaber anHeim." Das heißt so viel als: I ed e r kann machen, w a S Soziald er will": in diesem stalte, er muß zeichne», 1 damit er sein Telephon'nicht verliert! Diese- Resultat ist lics beschämend für unser Volk, e.n!- nmtigend für alle jene, welche sich für seine Interessen einsetzen, für seine Rechte kämpfen. Wie in so bieten großen Fragen, gehen wir auch aus dem Kampfe, gegen die Telephon-Anleihe mit einer Niederlage hervor, obzwar bei auch nur einiger Opferwilligkcit ein Erfolg nicht ausbleiben konnte. Zur moralischen Nie- Verlage auch noch die materielle: wir miste», was die Tschechen uns jetzt vorschreiben und noch vorschreiben werden. In Protestversamm- Immen und Enischließmigeil sind wir Deutschen in Böhmen groß: Gut und Blut opfern wir für die deutsche Sache mit— dem Munde; wenn aber irgend ein kleines persönliches Opfer ge- bracht werden soll, dann sind gar viele nicht zu haben. Und so scheiterte denn auch der Widerstand gegen die Tclephonanlcihe an der Selbstsucht, dem Eigennutz und dem mangeln< de» Naiionalgcfühl. Verbittert über diese Dinge ziehen sich immer mehr Leute von der Betätigung im össentlichen Leben zurück, das von der Phrase beherrscht wird und sich zu einer Tat nicht aufschwingen kann. Es wäre viel- leicht anders gekommen, wenn der Widerstand gegen die Telcphonanleihe einhellig organisiert gewesen wäre. Das war aber nicht der Fall; ;cdc Stadt ging ans eigene Faust vor. Ein- tracht macht stark! Das gilt fiir die Wirtschaft- lichen Fragen ebenso, wie für die polnischen und nationalen. Ein cinheiilicbcr Geist war ober in der ganzen Bewegung nick» zn erkennen. ES fehlte auch wiederum jene Stelle, die der ganzen Aktion Ziel und Richt n n g angegc- ben hätte. Es sehlie, wie in vielen anderen Fragen, die„Fiihrung" und ohne eine solche Fiihrung, der sich das ganze Volk unterwerfen' muß, ist eben nichts zu erreichen. Gegenüber dem kläglichen Ausgange der mit so viel Auf- wand an Lungenkraft in Szene gesetzten Aktion können wir nur mit dem Ausdrucke tiefem Bedauerns konstatieren, daß die Tschechen in ähn- licher Lage eine derartige Bewegung siegreich zu Ende geführt hätten! Mit den Irrtümern und Dummheiten, die der„Neichcnbcrger Zeitung" iu ihrer beweg- lichen Klage unterlaufen sind, haben wir uns schon gestern beschäftigt., D i e K o m m i s s i o n c« zur Rege- lung der Brotvcrsorgung. Die Re- gicrungsverordnung vom 11. August 1921(Nr. 270 der Gesetzsammlung) betreffend die Rege- lnng der öffentlichen Versorgung der Bevölke- rung mit Getreide und Mahlprodukien(Gesetz vom 15. 4. 1920, Nr. 037 der Gcsetz-Slg.) ver- sügt im ts 5, daß in den Gemeinden eigene Kommissionen zn bilden sind, welche zu cnt- scheiden haben, welche Personen in die össent- liche Versorgung auszunehmen sind. Jede solche Kommission hat ans dem Bürgermeister oder dessen Stellvertretern und vier Mitgliedern der Ttadtvcrtrclimg, weiter zwei organisierten und zwei Nichtorganisierten Vertretern der örtlichen Konsumenten zu bestehen. Gegebenenfalls kön- neu auch in solchen Orlen, wo ein Wirlschasts- rat besteht, von dieser Körperschaft Delegierte entsendet werden. In Prag wurden acht solche Kommissionen gebildet; zum Mitglied der Kommission 1(Prag Altstadt und Joscsstadt) ernannte der Bürgermeister den Genossen Oberrevidcntcn Ludwig Rieß, Mitglied des deutschen sozialdemokratischen Gemcindcrats- klnbs. Heute, Freitag, sindet um 3 Uhr die erste Plenarsitzung der Mitglieder aller acht Kommissionen im Altstädter Ralhansc statt. Den Besuchern der Präger und der Reichen- bcrger Messe hat das r u m ä n i s ch e Ver- kehrsininisteriuin eine LOProzentige Ermäßigung ans den rumänischen Bahnen gewährt, verlangt jedoch, daß auch die Tschechoslowakei die gleiche Ermäßigung den Besuchern der Bn- karcster Messe bewillige, die am 11. Septem- ber eröffnet und bis zum 2. Oktober dauern wird. LcrkehrSauögcstaltung zwischen S. H. S und Rumänien. Wie aus Belgrad gcmcl- dct wird, wurde zwischen dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen und Raum- nicn ein Ucbcrcinkommcn über den Eisen- b a h n v e r k c h r, die Erleichterung der GrcnznbcrschrcUung im Banal und über die Ausgestaltung des gegenseitigen P o st-, T c- l c g r a p h x n- und T c l c p h o» d i c n st c s erzielt. Es wurde beschlossen, einen d i r c k- t e n F l u g d i e n st zwischen Belgrad und Bukarest einzurichten und einen internationa- lcn Eisenbahnzug in Verkehr zu setzen, wel- chcr beide Hauptstädte berühren würde.— Aehnliche Uebereinkcmmen wären auch zwi- scheu der Tschechoslowakei und den Nachbar- staatcn dringend erforderlich. Wie gespart wird. Unter diesem Titel schrei- bcn die„Narodni Lisch": In Wien erhalten, wir eine Liqnidicrungskommission. die nichts zu liquidieren hat, aber— 121 Beamte und Offiziere mit dem gewesenen Minister Zahrad- nik an der Spitze beschäftigt. Wie recht haben diese„Narodni Lisch". Aber wir crlmlten auch ein ungeheueres Heer, das man sich im In- tercsse der Staatsfinanzen und des europäischen Finders ruhig wegdenken könnte. Und auch sonst könnte' man noch hierzulande sparen. Vielleicht denken die„Narodni Lisch" noch ein wenig nach... Druck der Reisepässe auch in deutscher Cpra- che. Der Verband' der deutschen Sclbsiverwal- tungsrörper teilt mit: Lank einer Mitteilung der politischen Landesverwaliv.ng in Prag wurde der Druck der Reisepässe auch m dcut- scher Sprache bereits verfügt. cmokrat Vom Schlachtfeld der Arbelt. Aus dem Siui chotver Bahnhof siel gestern um 11 Uhr nachts der 31 Jahre alte Obcrvcrschiebcr Leopold L a patschet aus Smichotv beim Zilsammenstel- lcn des Lastzuges von einem Wagen herab, wobei ihm beide Füße überfahren Ivurdc». Er wurde in das Allgemeine Krankenhaus über- führt. Die Wohnungsnot der sozialistischen Stuben« ten erfordert dringend die Hilfe der Prager Genossen. Entbehrliche Zimmer mögen baldmöglichst an die„Freie Bereinigung, sozialistischer Akademiker", Prag Ii, Smcischky 27—8, bekanntgegeben werden. An die deutschen sozialistischen Studenten in Prag. Die„Freie Bereinigung sozialisti- scher Akademiker an den deutschen Hochschulen in Prag" richtet an die proletarischen Stuben- tcu einen Aufruf, iu dem es unter anderem heißt: Auch an der Hochschule gibt es fiir den Sozialisten viel zu tun und der Sammelpunkt aller, die mithelfen wollen, ist die«Freie Per- einigung sozialistischer Akademiker der deutschen Hochschulen in Prag". Nicht viel hat sie Euch zu bieten— Kommerse und Bälle, Prügel und Fechtszcncn veranstaltet sie nicht— Viel dagegen von Euch zu fordern: Eure ganze junge Kraft, Eure ganze Arbeitsfreude als Mitkäiup- fcr im großen Ringen der werktätigen Mensch- hcit, damit der Student w i e d c r tu i c einst, in benttorbet st cn Reihen des kämpfenden revolutionären Volkes seinen Mann stelle. Vor allem gilt cS, endlich einmal die chinesische Mauer zu durchbrechen, die noch heute die reaktionär- nationalistische Masse der Studentenschaft von dem Denken und Fühlen der arbeitenden Klassen trennt. Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, müssen wir uns selbst in der sozial!- stischcn Erkenntnis weiter bilden: in Seminaren, Diskussionen und Vorträgen unserer Mitglieder, Parteigenossen, wissenschaftlicher Autoritäten und Politiker. Aber auch Klein- arbeit haben wir zu leisten, das studentische Proletariat in all den Ausschüssen und Kom- Missionen zu vertreten, die die sozialen Ein- richtungcn an unseren Hochschulen verwalten. Es handelt sich um Freiwohnnngc», Freitische, billige Bekleidung, Verpflegung und Lehrmitreibeschafsnng und andere Vorteile, die wir unseren proletarischen Kollegen wahre» müssen. Lassct Euch n i ch t v o n den verschiedenen Studcntcnvc rci- neu w c r b e n, mögen sie auch erklären, un» politisch zn sein und allen Schichten der Nation zu dienen, national, klerikal, gutbürgcrlich— im besten Fall mit rcformsozialistischem Ein- schlag— sind sie alle. Genosse», Euer Platz als revolutionäre Sozialisten ist nur in der „Freien Bereinigung sozialistischer Akademiker an den deutschen Hochschulen in Prag." Überangebot und Messen. Prager Aiessc. Ans dem Gebiet der Messen herrscht große Konkurrenz. Während vor dem Krieg die Messen sehr selten waren, finden auf dem ehemaligen österreichischen Territorium jetzt allein 7 Messen statt. Hievon entfallen drei ans die Tschechoslowakei: Rcichenbcrg, Preß- b» r g. P r a g, welch letztere sogar zmcimal im Jahre stattfindet. Ob alle diese Vcranstal- tnngen ihre Existenzberechtigung habe«, wird erst die Zukunft lehren. Tic Aiessc bietet dem Besucher einen lieber- blick über die im Land fabrizierten Güter und überzeugt ihn, daß in den meisten Industrie- zweige» eine bedeutende Ucbcrproduk- t i o ii herrscht, die nicht in letzter Linie darauf zurückzuführen ist, daß die Kaufkraft der Kon- sumentcn gesunken ist. Gewiß ist dies nicht die alleinige Ursache des großen Warenangebotes, speziell nicht bei uns in der Tschechoslowakei. Hier spielen gewichtige wirtschaftliche Vcrän- dcrungcn mit. Böhmen und Mähren, einst die Lieferanten der wichtigsten Industrieerzeug- nisse des österreichisch-ungarischen! Staatswe- sens, sind heute auf ein Dritteldes früheren Absatzgebietes beschränkt. Gattzieit, Ungarn und Oesterreich sind wegen ihrer entwerteten Valuta schlechte Käufer, dank der schlechten Ausfuhrpolitik ist das natürliche Absatzgebiet zum Teil verloren gegangen. Trotz der Messen hat man es in der Tschechoslowakei bisher nicht verstanden, im Ausland dauernde Verbind»»- gen anzuknüpfen. Zwar sind nach dem Umsturz Ein- und Ausfnhrgcscllschaftcn wie Pilze nach dem Regen aus der Erde geschossen, aber die meisten derselben haben ein unrühmliches Ende gefunden. Geleitet von dem Streben, „fett" zu verdienen und die„Hochkonjunktur" auszunützen, haben sie als„Made in Tschecho- stowakia" die größte Schundwarc geliefert und so für lange Zeit unsere Erzeugnisse diskreditiert. Zu begrüßen ist die Veranstaltung der Dies- sc», weil durch sie Gelegenheit geboten ist, alle Neuerungen auf technischem und industriellem Gebiet kennen zu lernen, die diverse» Qualität unterschiede veranschaulicht zu sehen. Dir Vi esse ist auch ein Gradmesser der Lei- stnngSsähigkeit unserer Indu- Seiw-». s! vie. Je internationaler die Messe, sc mehr Ausländer an derselben teilnehmen, desto beut« licher wird es sichtbar, ob unsere Produkte mit den ausländische» konkurrieren können. Die Messen sind aber auch sonst lehrreich. Wir sc- hcn da die D e s o r g a n i s a t i o n, die. in der kapitalistischen Produkte o n herrscht, Wir sehen nebeneinander unzählige kleine und große Betriebe derselben Branche, denselben Artikel herstellen, wieviele Ersparnisse könnten gemacht, um wieviel rationeller könnte erzeugt werden, wenn alte diese Betriebe unter tüch tiger Leitung zu großen gemeinschaftlichen Betrieben vereinigt werden könnten. Wenn ans der Rcichcnberger Messe hauptsächlich die Tcx tilindustric dominierte, so ist es auf der Präger Aiessc die Maschinenindustric. Wir finden die größten Betriebe vertreten. Aber auch_ die übrigen Industrien ivie Leder, Papier, Glas, Pvrzcllan, Lebensmittel sind stark beteiligt. Eröffnung.— Eine sonderbare Rede Eernys. Donnerstag, den 1. September Vormittage 10 Uhr wurde die Präger Messe in Anwesen hcit des Präsidenten der Republik eröffnet, wo bei die bei derartigen Anlässen üblichen Reden geholt cnwurden. Ter Ministerpräsident trat für die Befolgung verschiedener Grundsätze ein. die er sich selbst zu allererst zu Herzen nehmen sollte. Daß der wirtschaftliche Regionalismus überwunden werden muß, ist gewiß notwendig, aber die bisherigen Regierungen der tschecho- slowakischen Republik haben Verslucht wenig dazu beigetragen. Der Herr Ministerpräsident bemerkte' auch, daß man sich vor wirtschaftlichen und sozialen Reformen nicht absperren könne. — wir müssen schon sagen, so vorsichtig haben sich seinerzeit nur noch die altöftcrrcichischcn Ministerpräsidenten ausgedrückt. An diese Kollegen des Herrn Ecrny erinnert auch die scharfe Spitze in seinen Ausführungen, die gc- gen den Sozialismus gerichtet ist:„Die Repu blik darf nicht zum Schauplatz ntoptistischcr. nicht ganz durchdachter Experimente gemacht werden, die cm weder Träumer anstreben, die nicht imstande sind, die Konsequenzen ihrer in die Praxis nmgsetzten Theoreme abzuwägen, oder auch von Leuten, die die menschliche Sehnsucht nach einer besseren Zukunft zum Werke deS Verderbens mißbrauchen." Die Feindschaft des Herrn Ecrny werden wir noch aushalten. Kleine Chronik. Hctman Machno von Sowjettruppen entwaffnet. Aus Bukarest wird gemeldet, daß der berüchtigte ukrainische Hctman Mcichno im Kampfe mit Sowjettruppen geschlagen worden ist. Leicht verwundet entkam er mit seiner Fmu und dem Rest der Bande nach Ruiuä- nicn, wo er entwaffnet und interniert wurde. Ein'.'- Sowjetabtcilungcn verfolgten seine Bande über den Dnjester wurden jedoch ans rumänischem Gebiete ebenfalls entwaffnet und interniert. Das größte amerikanische Lnftschiss durch Explosion zerstört. New y)or k, 31. August. Da6 amerikanische Lcukluftschiff Dil, das größte Lnflschisf der Bereinigten Staatcn, ist ans der Maiincstation von Rockawah Point durch eine B c n z i n c x p l o s i o n zerstört worden. Gasexplosion in einer Pariser Bar. Gestern früh um 5 Uhr ereignete sich eine sehr starke Gasexplosion in einer Bar i» der Nähe der. Bahnhofes St. Laczar. Die Nachforschungen nach der Ursache der Explosion werden durch die große Masse der Trümmer sehr erschwert. Der Sachschadc ist bedeutend. Der erste Stock des Gebäudes droht einzustürzen. Ungefähr 20 Personen wurden verletzt. Volkswirt schuft und Aonalpolilik. Trxtilarbeitcrjtrcik in Grottau. In Grottau ist ein Großteil der Textilarbeiter aus der„Union der Textilarbeiter" aus- geirrten und hat den von der Union mit den Unternehmern abgeschlossene» Tarifvertrag<\t- kündigt. Tic Arbeiter haben die Unternehmer ersucht, die Verhandlungen über einen neuen Lohnvcrtrag aufzunehmen, was aber diese ab- lehnten. Die Arbeiter gerieten darob in große Erregung, cS kam zu Zusammenstößen, die Gendarmerie griff ein, verhaftete vier Arbeiter und transportierte sie nach Reichenberg. Die Folge hievon war, daß die Arbeiter auch Veränderen Branche in den Ausstand traten. Die Verhafteten wurden indessen bald freigelassen und der sogenannte„Gcncralausstand" hierauf eingestellt. Die Textilarbeiter streiken weiter. Ter Vorstand der Union der Textilarbeiter lehnt in einem Rundschreiben die Verantwortung fiir den Streik mit nachstehender Be gründuiig ab: Wir haben mit dem Indnstriel- lcnverbaiidc einen Tarifvertrag abgeschlossen, der gegenwärtig für unsere Textilarbeiter noch Gültigkeit bat. Der Bczirkausschnß der Zen- iralgrnppe Reichenberg hat in seiner Sitzung am 20. d. M. einstimmig beschlossen, daß der Tarifvertrag am 1. September noch nicht zu kündigen ist. Es sprechen eine ganze Reihe wich- tiger Gründe dafür, daß wir»o:b ein? zulvcrr- tcnde Haltung einnehmen, bis wir vollständig klar die Situation auf dem LebcnSmittelmarkt und den Beschäftigungsgrad in unserer Textilindustrie überblicke» könne«. Wir warne«»». Nett« ©iMiflthcitinfrnt l. Sortcmbrr ItHfT. icvc Arbeiter davor, sirf) unter feilten Umstän s Tertilarbeitcrstrcit in Frankreich. Die über V der Slowakei erteilt. 7,» der Slowake! sind be- ljche Ertrag von 1 Hckiar v.irägt darchschnstk den in diesen Ä ,u.,n. kommunistische.. all versuchen auch in Franiresttz die Nnterneh j tam.WIJgjJ^ neueste»«csundeu^r- Ua. K^^amim^r Anfteilnng des Kontinents Genieinden nicht übersehen> lintsch hinein treiben zu lassen. Tie Folgen'^,!i'von'.MUM Quadratkilometer erstrecke», vnrden sein, das; unsere Arbeiterschaft dies,' l1: V Vi|hcbuiigut yt cnt gi oi,c., u, til »ti'ch eine schwere Niederlage büßen innßic. Fat!« es nonvendig sein sollte, werden die Per- Irauenoleute zusamiiiengernseti, nnt il>re wei lere Entscheidung treffen. Auf.'einen Fall darf aber ol>".c.'stistimninng der Ilitionleimiig and des Telreta'iat'.s der Tenitaroeiler in lieichenleig eine Pcleiinng an diesem Streile erfolgen. Gewerlscholiskonscrenz in der Slowakei. Tos „Pravo Lidn" meldet über cittc Gewerkschaft liebe K u.s.'ren', in;sfoti) Morovce, welche a»i Aiigii't liullgefiindeu bat und auf der 33 Ct i u mit Ui. i.'O Mitgliedern aus pect(Nimm de'' Slowakei veriretc» waren. LvS Wttvbc eine Rest-lniio» aiigeuoninieu, in weichet ausgeführt wird, daß int vergangenen ,Fahre»Itter die Ar bcitcrschast Seilte gekommen lvären, welche durch itzr veranttvor'.ungSlvses Bcnchnien und iure Unfähigkeit, dir Arbeiterschaft in»»vor dereiietc und nilgleiche.Kämpfe fuhren, wobei sie ilweu alles')Aogl!i!>e versprechen. An ibrer ievioe stellen die wüigniieder des GcwcrksthafiK rat.' mit dem lommnnistifchen Abgeordneten Karl Z u c! I i f. Tas Ergebnis dieser Arbeit ist für die Arbeiierschast Niederlage ans?!ie der löge. Tie versanimeliett Vertreter billigen das Vorgebe.' der tschechischen'fentrnlgewerl schastskontniission, welche svetlil von seinem Vollen entfernt bat und geloben, ans de» bc Ivährieit Degen der tschechischen Gewerkschaften weiter',ilgeben.- Tic Konferenz ist in bc- zeichnendes Symptom für die Entwicklung der Verchältnisje in der slowakischen Arbcitrrbc- Wcgniig. Aus dciu Banarbeiterverband. Vom Teuiichc» Kauardeiteroerbaiid in der tschechoslowakischen Republik, Tu- Reichcnberg, tvird nns gcschriel'en: Tos kommtiiiistijche Gewerkschastsbureau in RcL kicilbcrg streng! sich in letzterer Zeit besonders an, die bekannten viganisaiionszersiorcndcn Tendern xen aitch in nnsercm Verbände',»m Tnrchvrnch •,u bringe». 7ui eiilige» Qrtsgruppcit propagie reit fpc> iiiimaifi:i gegen Eiiihelmng des liblichc» Wochen l'.'-ira.-es an leichtgläubige Mitglieder abzusetzeu. Ten Milgiieder» wird vorgeschwindelt, da» ii.nen durch den Kauf der Protestmarken die Rechte beim Ternsche» Vauarbeitervcrband gewahrt bleibe», »ud da am nächsten Verbandstag alle Nngektelltc», die»ichi Kommunisten sind, davongejagt werde», diese Marten Anerkennung finden müilen. Tb der A'uitjch dieser neuen Retter der Arbeiterschaft, da» nämlich alle nichtlommnuistischcii AngrsteU l"" davongejagt Iverden, i» Erfüllung gel», da »Oy wird der Verbandstag entscheiden. Vorder- de»d ist Tatjache, da» i.'dcs Mitglied, welches »>',i Vcrbaiidsmarke», kommunistische Protest- raarken tobt, sieh jew-r aiiKerbalb unserer Trga i.isation stellt ,,,,d deshalb seiner erworbenen Rechte verlustig wird. '?r^iAr«k./der gegenwärtig in den lstebieten^ tschechoslowakische«iifetintif. Am An tum Ro.tva»,.ik.e und aonreoing o.usgebro zg der erste gedriuite ijche.bvitmoakijche -'tiilertarif erschienen. Reichlich spät, alle andere» | rhen ist. Viele tausend-.' französischer Teriis i arbeitet sind an diesem Kampfe beteiligt. u e-i»r.rm»e dieses Bureaus die Beitrags- c'» de» Verband»nd versuchen dafür Vro- >e -ireiks in Argeniinien. wirtschaftliche» Verhältnisse Aachfolgerslante», sogar Boke», sind schon srührr an die Triicllegnng des ers c» Gütcrtarises ae •'chrittc». Ter Tarif ist sowohl in tschechischer als ans die einzelnen übersehen werden wird. To tum, Stampiglie, Unterschritt des Qbmanncs und Schriftführers. Deiters mache» wir bc lannt. dag uitfcrc Abgeordneten eine Aktion zur Herabsetzung des Liefernugslontingentes für Kleinlandwirte eingeleitet haben, über Aegenti- auch in tschechisch deinscher Sprache erschiene», die deren'Ausgang wir berichten Wersen. Stationen sind auch in der deutsche» Ausgabe bloß s Stand der Krone. Es kosieil Heute: 1(Kl | in tschechischer S»räche enthalten. Z»>» Beispiel A!31. Ich» Marl 98 n.ens scheinen sich tu lebtet.'.eil jicueucvt zu! Itu^ävV' iiciHrencv^ la e'b|-..f,.... io 6 50 K 100 da haben, e ic Ausfuhren an Getreide erhöhen sich,„»d Aeickenberg Libcree.! schwei,cr ,c^a."..'>' von Woche zu Woche. Auch im Wollge-! i chii s t ist deutlich eine Besserung zn bemerken, s Tie Erneuerung der Kleinpachttlitgen. Ter so dag man eine gewisse Kossnnng haben könii- rücksichtslose Kamps der profitgierigen Agrarier tc. daß die schlimmste Zeit vorüber ist. Ta! gegen die arntcit Kleinpächter zwang die Rc drohen jedoch neue Schwierigkeiten. Ter Va- gierung und Gescbgcbnng, wonach das Pacht- seuarbcitcrstreik zieht immer weitere Kreise; Verhältnis antoniatisch unter gewisten Be und droht in einen Gencralaus sta ud^'',guugc.l verlängert Wurde. Auf Trangen geführt. Tie 3 r r e i f b e w e g n u g e n haben j che für die Verpächter Handhaben zu Schikanen in Argentinien überhaupt i« teuer Zeit einen i gegen die Pächter abgeben.— Ter Wunsch recht erhebliche hier mögen beredte Sprache führen: Zn den ichen Umfang angenommen. Auch: nach raschem Znirasttreleu des Gesetzes war ein paar statistische Zahlen eine»»«so allgemeiner, als zahllose Pächter gekün digt worden und in tvesahr waren, ihre .,ahren 1913 bis 101") gab es durchschnittlich Ot Streik?, von denen jährlich etwa 11000 Arbeiter betroffen wurden. Zu der Zeih zwischen 1.916 bis 1919 erhöhte sich die Anzahl der Streiks schon beträchtlich ans 53?,'■>, wodurch in diesen drei Zähren 133000 bzw. 180000 bzw. 300000 Mcn scheu betroffen wurden. Ungefähr zwei Trittet der Streits hatten Lohnforderungen als Ursache, während es sich in den übrigen Zöllen>»u die Anerkennung der Arbciterorga nisalioncn handelte. Verlängeriliig der Wirksamkeit der tschecho- slowakischen Spiritnökommisfion. Tos Finanz- Ministerium teilt mit, dag nachdem der der Aationalverfanimluitg vorgelegte Gesetzentwurf wonach ab J. September die tschechoslowakische Spirilnskontmissiott aufgelöst werde und statt ihrer eine Handelsgesellschaft errichtet werden sollte, nicht verfassungsmäßig erledigt wurde, die Regierung mit Verordnung vom 23. Au- oust bestimmt habe, daß die Tpiritttskoinniission weiter in Wirksamkeit verbleibt. Tic Ueberkrenitnina der tschechoslowakischen Br«!oleumind»strit.„Rüde Pravo" meldet, daß in diesen Tagen die Vertreter der Standard Qil Eompantz nach Prag kommen werden, die gewillt sind, der tschechoslowakischen Regierung eine'An- leibe von 2 Milliarden tschechischer Kronen zu be- willige». Bedingung ist, daß der tsckzechoslowaki- schc Siaai ausschließlich der genannten Gesell- schast Konzessionen ans PelrolenmboHrnngc» in tu Existenz zu verlieren. Ta sich die Herausgabe des Gesetzes zu verzögern schien, sprachen am 1. September die Abgeordneten und Geitossen Leibi und 2 chlveichhart im Ackerbau- Ministerium vor, mit nach dem Schicksal des Gesetzes;n fragen. Noch von der eingeholten Information ans der Kanzlei des Präsidenten ergibt sich, daß das Gesetz am 28. August vom Präsidenten der Republik unterschrieben wurde und in den nächsten Tagen publiziert wird. Tic Klcinlaudwirte, denen die Agrarier vorn Schlage der Landbündler an die Existenz welchen, können nun wieder frei aufatmen. Häusler und Kleinlandwirte versäumt nicht die Rekurskrist bezüglich der Getreidelicserung. Alle Kleinlandwirte, welche nicht in der Lage sind, die ihnen vorgeschriebene Getreidemenge zu liefern, haben sofort den Rekurs an die. zuständige politische Bezirksverwalinng einzubrin- gen und sind bereits Gcsnch-g'ormttlare allen Trtsgntppeit der Kleinlandwirte bekanntgegeben worden. Bezüglich Abschreibung eines 30 prozentigen Nachlasses ist nachstehende. Ein gäbe zu machen:„An die Politische Bezirksvcr- ivaltnng in... Tie Txtsgrnppe des Z>en- tralvcrbandcs Tcutscher Kleinbauern und Häus- ler in... fordert hiemit höflichst, daß den kleinen Landwirten in der Gemeiiidc nischc Kronen 1181.30 X, 100 schwedische Kronen 1811.30 K, 100 Lire 307 IC, 100 franz. Franks 033.30 K, I Pfund Sier'ing 312 X. 1 Tollar 83.23, 100 Dinare 180.73, 100 Lei 98.30 IC, 100 österreichische Kronen 7.90 TC, 100 polnische. Marl 2.93 K, 100 jngvslaw. Kronen 17.025 IC, 100 ungarische Kronen 21.00 IC. in»? der Partei. Tie AereiiiigitNit ber Tteutberaer„BolUtri- büne" und der MLhr.-ZchZnberger,, Bolls- tvachl", von den Olenossen dcS Tlinützrr Wahl- (reise- seit langem angestrebt, ist nunmehr crfo'gt. To-- neue Blatt crsckicint in Olmütz unice den' T'uei„Bolkswachl". Qrgan der deutschen sozial- deinotratischc» Partei für den Wahlkreis All: Qlmntz. Wir begrüßen den Insammenschluß der beiden Qrganc, das Ergebnis vieler Ber- Handlungen und Konferenzen, als einen bedenl- smnen Fortschritt unserer mährischen Partei. Kreiekonsercitz in WarnSdarf. Zoniitag, de» II. Srpie.inbcr jind-'t um halb 0 Uhr vormittags im BereiiiShaiis iii Warnsdorf die ordentliche Kreislonferenz stall. Tagesordnung: Konstitu- ^ iernng, Beria,!, Presse, Parteidrnckerei, Qrgani- salion und Bildlingsarbeit, Neuwahl der Kreis- vertrc»»g, Eventuelles. Krciskonscecnz in Troppatt. Sonntag, de» 2. Tlivber>»-> halb!> lllir vormittag beginne» iu Trovpan die Verhandlungen der ordentliche.» Krciskonferetiz der Kreisorganisation Troppan. Tagesordnung: Konstituierung, Berick», Presse. Qrgänisoiio» und Bildungsarbeit,'Nemvahlen der Kreisveriretung, Eventuelles. Bezirtütonferenz in Aussig. Sonntag, de» 1d September findet nm halb 9 Uhr vormittag im Bolkskellcr in Aussig die ordentliche Bezirks sanieren z für Aussig-Land statt. Tagesordnung: Berichte, parlamentarische Tätigkeit, Srganisa-- tion und Presse,?teuwahlen, Eventuelle--. Bczirkskousereuzen. Mähr.-Schönbetg. Sonntag, den II. Septem her,»m halb 10 Uhr vormittags, sindet im Saale des Arbciterbeimes in Mährisch-Sck)vnberg die diesjährige ordentliche Bezirkskonfcrenz statt. Tagesordnung: Berichte: Presse, Parteitag, Ncn- Wahle», AllfäNigcs. Trautenan. Für den Bezirk Trauten»» findet eine um 30 Prozent niedrigere Gctreideablic die Partechezirkskoiifcreiiz am 2-.-cplember u fcrung vorgeschrieben werde als ursprünglich festgesetzt wurde. Wir begründen dieses Er- suchen damit, daß die Grundstücke in der hie- stgeii Gemeinde weniger fruchtbar sind und daß ihr Ertrag tntbedeutend ist. Ter durchschnnt- Uhr vormiltags statt. Herausgeber: Tr. Ludwig E; e ch und Karl C e r>n a f. Verantwortlicher Redakteur: Tr. Emil Strauß Trnck: Aktiengrsellschast Tribnno, Prag. %ir" s> H >?■ »J4 %< H $ pH- i 1 ch I 8 1 m Die günstigste Gelegenheit zyr Beseitigung der Geschäftskrise. Reiche und billigste Einkaufsquelle. Dauerhafte Finanzquelle bietet der Besuch der grössten Mustermesse der tschechoslowakischen Republik. 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