Nr. 188. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Breis pränumerando: Vierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mt., wöchentlich 28 Pfg. frei ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Zeitungss Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Solonei zeile oder deren Naum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Amt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Das Kalisyndikat. Sonnabend, den 13. August 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. zu gunsten der Landwirthschaft festzuseßen, so weit nicht die Selbst- alte preußische Landrath, der seinen Posten bis an sein Lebensende fostenpreise hierfür eine Mindestgrenze vorschreiben. Daß die Rück- bekleidete, und der Preußen stark gemacht hat, ist ausgestorben. Die Das bedeutendste Ereigniß der letzten Zeit auf dem Gebiete des ficht auf die Landwirthschaft die preußische Regierung veranlaßt hat, Landrathsstellen befinden sich heute bereits zur Mehrzahl in Kartellwesens ist der Neuabschluß des Kalisyndikats- Vertrages. Noch ein Bestimmungsrecht für die Preisregulirung einer Waare zu den Händen junger politischer Streber, die sie als zu Anfang dieses Jahres wurde das Zustandekommen des neuen statuiren, das fann uns nicht hindern, den Fortschritt fest eine möglichst furze Durchgangsstation zu höheren Posten betrachten, Synditates selbst in den betheiligten Kreisen für fast unmöglich ge- zuhalten, der durch diese Klausel Selausel in in dem Verhältniß ihren Bezirk oft überhaupt während ihrer ganzen Amtsthätigkeit halten. Noch der Jahresbericht der Essener Börse war für das Zu- der Staatsgewalt den Kartellen gegenüber gemacht wird. In nicht genau kennen lernen, dagegen bestrebt sind, sich dem Misammenhalten des bisherigen Kalisyndikates ziemlich flau gestimmt. zweierlei Richtung ist es möglich, daß der Staat sich gezwungen nister thunlichst politisch nüglich zu erweisen, um In der That gingen denn auch dem Neuabschluß des Vertrages sieht, die Selbständigkeit und Eigenherrlichkeit der Kartelle zu be- recht rasch aus dem Landrathsamt wieder heraus und weiter zu langwierige Verhandlungen mit den betheiligten Werken voraus, die schränken: einmal, um das konsumirende Publikum vor Ueber- kommen. Ein frischgebackener Regierungsassessor, besonders wenn wiederholt abgebrochen wurden und die Ansicht bestärkten, theuerung durch die Kartelle zu schützen, sodann, um die Arbeiter- sein Vater oder Gönner ein einflußreicher Abgeordneter oder Polials ob das Syndikat nicht mehr erneuert werden würde. Gerade in klasse vor der Willkür des Unternehmerthums sicher zu stellen. Im titer ist, kann sicher sein, nach ein paar Anstandsmonaten Beschäftieiner Zeit, wo das Kali- Großgewerbe in einer bisher ungekannten Falle des Kalisyndikates will der Staat die Konsumenten in gung auf der Regierung eine Landrathsstelle zu bekommen. Das ist Weise in Deutschland anwächst, wo die einzelnen schon bestehenden diesem Falle die Landwirthschaft- vor einer Vertheuerung der sehr vom Uebel, für die Verwaltung wie für die gesunde und, aufund dem Syndikat angeschlossenen Werke fortgesetzt ihre Produktion Düngesalze bewahren. Darum behält er sich die letzte Entscheidung rechte politische Gesimmung. vergrößern, waren die Schwierigkeiten bei der Vertheilung des Ronsequenzen sicher nicht übersehenen Schritte der preußischen bemerkt, mit der Bismarck'schen Charakterisirung der konservativen über die Preise der Düngesalze vor. Mit diesem, in seinen Diese Auslassungen becken sich, wie die Voss. Zeitung" richtig Förderungsquantums sehr bedeutend. Die Kali- Industrie ist ein verhältnißmäßig noch junges Gebilde Regierung einem Kartell gegenüber hat der Staat das Partei. der deutschen Produktion. Im Jahre 1882 bestanden erst sechs Stali- Prinzip der kapitalistischen Gesellschaftsordnung preisgegeben und Zur Revision der Arbeiterversicherungs: Gesetze theilen betriebe mit 3538 Arbeitern und einer Produktion von 1 201 400 dem sozialistischen Prinzip der Wirthschaftsordnung eine Konzession heute die„ Berl. Pol. Nachr." mit, daß dem Reichstage in seiner Tonnen, die einen Werth von 11 673000 M. repräsentirte. 1896 dagegen gemacht, die, mag man sie im vorliegenden Falle so gering wie nur nächsten Tagung und zwar womöglich bald nach ihrem Beginne die zählte man schon 26 Kaliwerke mit 6914 Arbeiternund einer Produktion von immer bewerthen, doch das eine beweist, daß der Sozialismus Novelle zum Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetz zugehen 1 780 000 Tonnen mit einem Werthe von 25 Millionen Mark. Dabei muß feinem Hirngespinnst nachjagt, sondern nur Forderungen aufstellt, wird, dagegen soll eine Unfallversicherungs- Novelle dem Reichstage berücksichtigt werden, daß viele einzelne fleinere Werke sich im Laufe die auf dem Boden der realen Wirthschaftspolitik allmälig zu Be- nicht zugehen. Da wird Herr v. Stumm schmunzeln. der Jahre mit einander verschmolzen haben. Erst zu Anfang dieses dürfnissen heranwachsen, die der Staat unweigerlich erfüllt, ja sogar Jahres wurden die Werke Hildesia, Ronnenberg, Kniestedt und erfüllt, ohne daß cr von den Sozialisten dazu gedrängt Herrn Bueck, dem Generalsekretär des Verbandes deutscher InMathildenhall zu einem Unternehmen zusammengelegt. Außerdem worden wäre. Man kann gewiß nicht behaupten, daß beim Ab- dustrieller, wird zum 1. Oktober eine Ehrung der deutschen Großsind sehr viele Kaliwerke erst im Entstehen begriffen, so namentlich schluß des neuen Kalisyndifats von sozialistischer Seite in dem unternehmer bereitet werden. Anlaß hierzu ist, daß Herr Bueck an im Braunschweigischen und Hannöverischen, wo eine Reihe von Kali- Simne agitirt worden wäre, in welchem nunmehr der Vertrag zu diesem Tage sein 25. Arbeitsjahr im Dienste der Industrie" bebau- Unternehmungen nach Kalifalz- Lagerstätten gewerbsmäßig auf stande gekommen ist; und trotzdem hat der preußische Staat für einen endet. Der Zentralverband deutscher Industrieller will am 1. Oktober die Suche gehen. Endlich sind manche der neuen Werke noch gar gesammiten Industriezweig gleichsam die Oberaufsicht der Produktion in einer Ausschuß- und Delegirten- Versammlung Herrn Bueck eine nicht fähig, ihre volle Produktionsfraft zu entfalten, weil sie übernommen. Aus der Oberaufsicht, die der Staat bei der Regulirung Feier bereiten und ihm bei dieser Gelegenheit ein Ehrengeschenk von noch zu jungen Alters sind. Die Gebiete, in denen hauptsächlich Kali des Kali übernommen hat, erwachsen der Staatsgewalt mit der 30 000 Mark für die Tage des Alters überreichen. 10 000 Mark gewonnen wird, sind die Provinz Sachsen, Hannover, Anhalt, Beit Verpflichtungen, durch die er genöthigt sein wird, ein Ober- giebt der Zentralverband, 20 000 Mart sollen durch Samm Braunschweig und Mecklenburg. Eine Industrie, deren Ausdehnungs- aufsichtsrecht nicht nur für die Preisfestsetzung, sondern Jungen beigebracht werden. Bei der Rücksichtslosigkeit und fähigkeit zur Zeit noch garnicht abzusehen ist, deren Produktion jedes auch für die Produktionsregelung geltend zu machen. Denn dent unermüdlichen Eifer, mit dem Herr Bueck die Interessen des Jahr durch nene, groß angelegte Kaliwerte unverhältnißmäßig ver- man fann nicht ohne weiteres vorschreiben: so und so schutzöllnerischen Großunternehmerthums gegen Freihändler und mehrt werden kann, bietet aber den allerschwierigsten Boden für den müssen die Preise sich gestalten, wenn mant nicht zu Sozialdemokraten vertreten hat und bei den vielen Opfern, vielleicht Bestand eines Kartells. Wenn nun die Interessenten des Kali- gleicher Zeit auch angiebt, in welchem Umfange und nach welcher auch solchen gegen eine bessere Ueberzeugung, die Herr Bued bringen syndikats trotz all dieser, in der Natur der Sache liegenden Methode zu produziren ist. mußte, finden wir die Abspeisung mit 30 000 m. recht unbedeutend. Schwierigkeiten den neuen Vertrag zu stande gebracht haben, so In der Oeffentlichkeit ist diese Stellungnahme des Staates zu Ihren ersten Kommis lönnten die Stumm, Krupp, Haßler, Russell, war die bisherige Erfahrung ausschlaggebend, daß das Kalisyndikat einem immerhin beträchtlichen Industriezweige, wie der Kali- Bopelius und König, diese Organisation der reichsten Millionäre, auch ferner doch in der Hauptsache die Preisbestimmung des Kalis Industrie, bisher ziemlich unbeachtet geblieben. Die bürger- schon reichlicher bedenken. in der Hand behalten werde. Zugleich aber muß hervorgehoben liche Presse ist sich der Tragweite der 1cHen Ber= Die Preußische Zentral- Genossenschaftskasse sezt den Zinswerden, daß die persönliche Geschicklichkeit derjenigen Personen, die tragsklausel bei Abschluß des Kalisyndikates noch garnicht fuß vom 1. Oftober 1898 bis zum 31. März 1899 auf 4 pct. für die Verhandlungen mit den einzelnen Werken geführt haben, in bewußt geworden. Im Interesse der Aufrechterhaltung der Magimen Vorschüsse und auf 3 pct. für Ginlagen fest. Das ist ein Greigniß. hohem Grade dazu mitgewirkt hat, die Interessengegensätze zu der privaten kapitalistischen Produktion hätte die bürgerliche Presse das den Agrariern scharf in die Serone fahren wird; denn nicht nu mildern und die Zustimmung der widerstrebenden Werke zu dem allen Anlaß gehabt, gegen das geplante Preiskontrollrecht des hat die agrarische Pumpgenossenschaft", wie der Finanzminister Vertrage zu erleichtern. So ist der Vertrag zwischen den zehn alten Staates zu protestiren. Dies ist nicht geschehen, und nicht einmal von Miquel die Zentral- Genossenschaftskaffe getauft hat, durch diese und zwei neuen Theilnehmern im Syndikate abgeschlossen worden, nachträglich wird der Schlag gegen das Selbstbestimmungsrecht des Festsetzung ihren Werth als Justitut für ausnahmsweise billigen um am 1. Januar 1899 für drei Jahre in Geltung zu treten. Neu privaten Kapitalismus bemerkt. Umso weniger wollen wir die Gelegen- Seredit verloren, es wird auch die agrarische Behauptung widerlegt, hinzugekommen sind die Gewerkschaften Glückauf und Hedwigsburg. heit vorübergehen lassen, um auf diesen Präzedenzfall hinzuweisen. als ob Ca möglich wäre, den Zinsfuß für Die Erzeugnisse der Betheiligten wurden zunächst in vier Gewiß wird dieser zunächst vereinzelt bleiben, ja, man wird ihn lichen Kredit nach den Wünschen der Landwirthschaft reguGruppen eingetheilt: Gruppe I umfaßt Erzeugnisse mit mehr als sogar zu bestreiten oder zum mindesten abzuschwächen suchen; aber liren zu können. Bekanntlich wird von agrarischer Seite die 48 pet. an reinem Kali, Gruppe II solche mit mehr als 18-48 pct., dies thut der Bedeutung desselben keinen Eintrag. Die Staats- Reichsbank darum so scharf angegriffen, weil es ihr nicht gelinge", Gruppe III nicht- farnallitische Rohsalze mit einem Saligehalt von gewalt hat hier ihre Pflicht anerkannt, im Interesse der Kon12,4-18 pct., endlich Gruppe IV Carnallitsalze. Die Betheiligung sumenten bei der Preisfestsetzung und weiterhin bei der Produktionsam Förderquantum, das im Vertrage für jedes der vier Erzeugnisse regelung mitwirken zu müssen. gleich 1000, also im ganzen gleich 4000 festgesetzt wird, hat sich im Gegensatz zum alten Kalisyndikat in einer durch die nachstehende Tabelle, aus der auch die zum Syndikat zugehörigen Werle zu ersehen sind, ersichtlichen Weise verändert: Preuß. Bergfislus Anh. Landfiskus Alfaliwerk Westeregeln Gewerkschaft Neu- Staßfurt. Kaliwerfe Aschersleben Gewerkschaft Ludwig II.. Gewerkschaft Hercynia A.-G. Disch. Solvaywerke A.-G. Tiederhall Gewerkschaft Wilhelmshall Gewerkschaft Glückauf Gruppe I II III IV 1898 1888 1898 1888 1898 1888 1898 1888 130( 134,6) 130( 134,6) 130( 140,7) 142( 134,9) 118( 148,7) 118( 148,7) 120( 141,8) 110( 134,9) 100( 111,5) 100( 111,5) 102( 117,1) 100( 111,8) 100( 121,2) 100( 121,2) 102( 140,0) 100( 134,9) 100( 120,6) 100( 120,6) 102( 140,1) 100( 111,8) 72( 70,5) 72( 70,5) 26(-) 80( 83,3) 93( 73,4) 93( 73,4) 101( 104,6) 100( 59,4) 100( 118,0) 100( 118,0) 102( 118,3) 100( 110,2) 46( 50,0) 46( 50,0) 48( 59,4) (-) 61( 51,5) 61 ( 51,5) 85( 97,4) 70( 59,4) 40(--) 40(-) 70(-) Gewerkschaft Hedwigsburg 40(-) 40(-) 60(-) 50(-) Politische Uebersicht. Berlin, den 12. August. Internationales aus der Krenz- Zeitung". Ju einem Artikel des königstrenen Blattes findet sich die folgende Stelle: " git länd Die den Zinsjuß ebenso niedrig zu gestalten, wie er bei der Bank von Frankreich und der Bank von England steht. Die Zentral- Genossenschaftskasse und ihre Zinspolitik wurde min bisher als Steckenpferd der Oeffentlichkeit vorgeritten, um zu zeigen, wie leicht es sei, mit billigerem Zinsfuß arbeiten, als es der Reichsbant möglich war. Dabei wurde freilich zu sagen vergessen, daß die Zentral- Genossenschaftstasse nur infolge ihrer Buschüsse vom preußischen Staate, die sie ausnahmsweise niedrig so niedrigem Fuß bis heute zu haltent. verzinse, überhaupt erst im stande war, den Zinssatz auf Daß nunmehr auch die Breußische Zentral- Genossenschaftskasse gezwungen ist, der EntwickeEs ist eine bekannte Thatsache, daß in Europa mur wenige fung der internationalen Geldverhältnisse zu folgen, das entivaffnet Länder von Dynastien regiert werden, welche im Lande selbst ihren die Agrarier der Diskontpolitik der Reichsbank gegenüber. Ursprung haben. Die Hohenzollern sind ein deutsches Geschlecht, Gegner der Reichsbank mögen sich genau hinter die Ohren schreiben, aber sie stammen nicht aus Preußen. In Rußland regiert das was das Direktorium der agrarischen Zentral- Genossenschaftskasse im grunde genommen deutsche Geschlecht Holstein- Gottorp; denn zur Entschuldigung seiner Zinserhöhung sagt. Nach einer DarKaiser Peter III., der Stammvater der gegenwärtigen russischen legung über die Entwickelung des Diskontosatzes fährt das Dynastie, der Gemahl Katharina's II., war Herzog von Holstein- Direktorium fort:„ Aus dieser anhaltenden Steigerung der Gottorp. Das gegenwärtige Haus Habsburg stammt aus Zinssäge wie auch aus der ganzen Lage des Geldmarktes mußte Lothringen. In Schweden- Norwegen und Spanien regieren fran- geschlossen werden, daß es sich hier nicht um eine vor zösische Häuser, in Belgien das Haus Koburg. So ist es auch bergehende Erscheinung, sondern daß es sich in den Niederlanden. Der Begründer des Hauses Oranien vielmehr ganz allgemein um eine Hebung des und gleichzeitig der niederländischen Unabhängigkeit, Wilhelm landesüblichen Binsniveaus Zinsniveaus in Deutschland von Oranien, bekannt unter dem Beinamen der Schweigjame, handele." Die Gründe, die die Zentral- Genossenschaftstasse ge= stammte aus dem rein deutschen Gebiete von Nassau, wenn er nöthigt haben, ihren Zinsfuß in die Höhe zu rücken, die haben aber auch in der Geschichte mehr unter den Namen Oranien bekannt die deutsche Reichsbank schon früher veranlaßt, dem Geschrei der ist, als unter dem Namen Wilhelm von Nassau. Agrarier zum Trotz die allgemeine Hebung des Zinsniveaus in Hätte ein anderes Blatt als die Kreuz- Zeitung" dies Deutschland zum Ausdruck zu bringen. 1000( 1000) 1000( 1000) 1000( 1000) 1000( 1000) Hernach scheint auch noch die braunschweigische Regierung dem Kalisyndikat beitreten zu wollen, da sie mit ihrem staatlichen Kalilager in die Gewerkschaft Asse eintritt und dafür die Hälfte Antheil erhält. Der braunschweigische Landtag, der sich vor zivei Jahren fast einstimmig für Vergebung des Kalilagers an Privat- Unter- veröffentlicht, so könnte man da fast einen versteckten Angriff Bom Bunde der Landwirthe. Wie wir zuverlässig hören, nehmer ausgesprochen, und der auch im Mai dieses Jahres auf die geheiligte Institution der Monarchie herauslesen. hat der Kaiser seine Mißbilligung über die Wahl des Freiherrn nur und zwar, weil fein privates Angebot vorlag den Ausländer, Fremde sind es zumeist, die... die Monarchie v. Wangenheim zum ersten Bundesvorsitzenden ausgesprochen. Dies Vertrag mit der Gewerkschaft Asse mit Inapper Mehrheit gutgeheißen in den verschiedenen Staaten repräsentiren. mag vielleicht dazu führen, daß ihm im Wahlkreise Pyritz von hatte, ist durch seinen Beschluß gebunden. Hätte damals das fürz- Die Kreuz- Zeitung" hätte übrigens ihre Liste gut ver- gouvernemental- fonservativer Seite noch ein Gegenkandidat entgegenlich erfolgte Gebot eines Konsortiums rheinisch- westfälischer und Berliner Finanzleute vorgelegen, wonach dem Staate sofort 300 000 m. Längern fönnen. Wir wollen ihr noch einige Beiträge hierzu gestellt wird. und ferner 20 pCt. vom Reingewinn, ohne Rücksicht auf Forderung liefern. Außer in Belgien regieren auch in Portugal und bis zum fluften Jahre, von da ab 200000 m. mindestens jährlich Hannoveraner, in Luxemburg Nassauer, in Rumänien Hohen und Ertrag im ersten Jahre 25 000 M. und mit jedem Jahre steigend Bulgarien Sachsen- Koburger, in Großbritannien und Irland garantirt wurden, so wäre das Abkommen mit der Gewerkschaft Affe zollern, in China Tartaren. zweifellos abgelehnt worden.( In den allerletzten Tagen verlautet Der Abstammung nach nationale Dynastien giebt es nur num doch, daß der Landtag das Abkommen mit der Gewerkschaft wenige. Ja, fast keine Gruppe von Menschen ist so interAsse nicht gutheiße.) national als gerade die Kronenträger. Das nunmehr abgeschlossene Kalisyndikat fordert aber seitens Außerdem ist der Konservativismus des Herrn . Wangenheim ziemlich jungen Datums. Es sind noch nicht zehn Lesungen an der Universität angezeigt hat und daß die Meldung der Jahre her, da war er entschieden liberal." " Staatsbürger- Zeitung" einfach erfunden ist. Dr. Arons theilt uns mit, daß er so wie stets seine VorErfurt, 11. August.( Eig. Ber.) Die Anwendung des Berichtigungsparagraphen auf den Inseratentheil einer Zeitung ver urtheilte der Vorwärts" in vorgestriger Nummer im Anschluß an des Sozialismus ganz besonders deswegen die eingehendste Be- Internationale Solidarität. Die Executive des Ver- den betreffenden Prozeß des Hamburger Echo" mit der dortigen achtung, weil bei ihm zum ersten Male in Deutschland der Fall ein- bandes der polnischen Zweige der sozialistischen Arbeiterpartei Bäckerimmung. Ob es richtig ist, die Berichtigungspflicht für den getreten ist, daß der Staat als solcher den Präzedenzfall in den Vereinigten Staaten sendet uns ein langes, überaus Annonzentheil in Bausch und Bogen zu verwerfen, möge ein in geschaffen hat, bei der Regelung der der Produktion durch herzlich geschriebenes Glückwunsch Schreiben zu unseren Er diesen Tagen hier in Erfurt vorgekommener Fall lehren: Wie es Syndikate ein entscheidendes Wort mitsprechen zu fönnen. folgen bei den letzten Reichstagswahlen. hier an einem eigentlichen selbstbewußten Bürgerthum fehlt, so Der Vertrag Vertrag enthält nämlich ausdrückliche Bestimmungen auch an guten bürgerlichen Zeitungen. Der„ Allgemeine Anzeiger" über die Preisfestsezung der Düngesalze. Soweit Preis- Ueber die preußische Verwaltungspolitik erzählte Fürst ist eines jener unparteiischen" Blätter mit großem Abonnentenkreis erhebungen, die das Syndikat beschließt, den landwirthschaftlichen Bismarck dem Dr. Klejer, dem früheren Herausgeber der Westd. vom Schlage des Berliner Lokal- Anzeiger", nur noch spießbürgerDüngesalzverbrauch betreffen, hat der preußische Handelsminister 3tg.": Was mir als Hauptgebrechen der jezigen preußischen Ver- licher und langweiliger und außerdem amtlich! Die Thüringer feine Zustimmung sich vorbehalten. Er nimmt ferner das Recht in waltung erscheint, ist die beliebte Besegung der Ver- Zeitung" ist cin politisch charakterloses Blati mit wenig Anspruch, vorübergehend bei örtlichen Nothständen Ausnahmepreise' waltungsstellen nach politischen Grundsägen. Der Abonnenten, das seine Haltung nach dem jeweilig günstigen " veranlaßten Winde einrichtet. Gleich sind sich beide darin, daß beschriebenes Blatt" bezeichnete, und aus der die Eisenlohr- Presse| der es zunächst heißt: Meine Beziehungen zu den ansie mit Vorliebe die tollsten und alberusten Schweinburgiaden heraushören will, der neue Erzbischof gehöre der Lender'schen, deren Mächten find fortdauernd freundliche. Mit tiefster über die Sozialdemokratie abdrucken. Air hiefigen d. h. mehr regierungsfreundlichen Richtung an, die bei den Wahlen Bekümmerniß habe ich die Feindseligkeiten zwischen Spanien Partei und Gewerkschaftsverhältnissen dagegen verbrennen sie sich ein Zusammengehen zwischen Zentrum und den„ Ordnungsparteien" und den Vereinigten Staaten wahrgenommen, ziei Nationen, redaktionell nicht gern die Finger. Statt dessen gaben sie gewünscht hätte. Herr Nörber ist offenbar ein sehr feiner Kopf und mit welchen mein Reich durch die vielen Bande der Zuneigung bisher ihren Inseraten theil, besonders bei gewerkschaftlichen schlauer Priester, der sich hüten wird, in seiner ersten Rede ein Pro- und der Ueberlieferung verbunden ist. Die vor kurzem eröffneten Kämpfen, zu den verlogensten Anpöbelungen der Arbeiter feitens gramm zu entwickeln und mehr zu sagen, als schöne Nedensarten. Verhandlungen geben guten Grund zu der Hoffnung, daß dieser beder Arbeitgeber u. s. w. her. Wollten nun die Angegriffenen Es ist nicht unmöglich, daß das Blatt, das heute der neue Erz- flagenswerthe Kampf rasch durch den Abschluß eines ehrenvollen, darauf auf demselben Wege durch bezahlt.e Annoncen bischof als unbeschrieben bezeichnet, sich wenden wird, und dauerhaften Friedens zu Ende gebracht werde. Die Veränderungen, antworten, so verweigerte man ihnen die Aufnahme dann wird man sehen, daß es doch beschrieben ist, so oder welche in den territorialen Beziehungen anderer Mächte zu dem derselben. Die Plakatsäulen stehen uns nur zu nackten Ver- so. Auf jeden Fall aber hat die überschwängliche Freude, chinesischen Reiche stattgefunden haben, fammlungs- Ankündigungen zur Verfügung; unser Blatt, die mit der die Nationalliberalen Nörber's Rede aufnahmen, ge- mich, Vereinbarungen abzuschließen, nach welchem der Hafen Tribüne" aber wird natürlich in den breiten Spießerkreisen Erfurts zeigt, wie man in Regierungsfreisen geradezu brennt, Weihaiwei und gewisse an meine Kolonie Hongkong anstoßende nicht genügend gelesen. Als nun kürzlich in dem Vorpostenscharmügel unt in der südwestlichen Ecke Deutschlands den Tegten Dertlichkeiten mir von dem Kaiser von China verpachtet wurden. des jetzigen Bierkrieges, das schon einen Boykott ahnen ließ und Riß, der noch in deutschen Gauen zwischen einer Regierung und dem Ich hoffe, daß diese Vereinbarungen zu der Aufrechterhaltung seiner bei dem es deshalb auf die Gewinnung der bürgerlichen Kreise für Zentrum Klafft, zu überkleistern, und daß man bereit ist, vieles zu Unabhängigkeit und der Sicherheit seines Reiches führen und der die Sache der Brauer ankam, die„ Tribüne" für die kämpfenden vergessen, um mit vereinten Kräften den Kampf gegen die Sozial- Entwickelung eines ausgedehnten Handels zwischen den Völkern Brauer eintrat, brachten beide Zeitungen wieder Riesenannoncen demokratie aufzunehmen. Uns wäre eine möglichst rasche Ent- Großbritanniens und China's förderlich sein werden." mit der Ueberschrift:" Die Tribüne auf dem Jrrpfade", in denen wickelung dieser Dinge am liebsten. Denn daß sie kommen wird, die" Tribüne" in verlogener und gehässiger Weise angegriffen wurde. früher oder später. darüber täuschen wir uns nicht, ebenso wenig Da den Brauern eine bezahlte Annonce bereits zurückgewiesen als darüber, daß wir in letzter Linie unseren Kampf nicht mehr mit war, gab es für die" Tribüne" nunmehr kein anderes dem Nationalliberalismus, sondern mit dem Zentrum auszufechten Mittel als das gesetzliche: sie ließ durch ihren Rechts- haben werden. anwalt unter Berufung auf§ 11 des Preßgesezes eine Berichti Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Aus Fürth gung bei beiden Zeitungen einreichen, die vom" Anzeiger" sofort in Bayern wird der„ Frankf. Ztg." geschrieben: Einer Denunziation anstandslos aufgenommen, von der„ Thür. 3tg." aber unter Bewegen Majestätsbeleidigung ist der Maurermeister Stolz von Stenzen rufung auf eine Reichsgerichts- Entscheidung( bas Oberlandesgericht heim zum Opfer gefallen. Er soll im Sommer vorigen Jahres im ist dafür zuständig) abgelehnt wurde. Um mun eine prinzipielle Wirthshause beleidigende Worte gegen Mitglieder des bayerischen Entscheidung in der Frage herbeizuführen und außerdem den bürger- Königshauses gebraucht haben, die von einem Steinmetz aus Rache, lichen Blättern das illoyale und bequeme Mittel, ihre Angriffe und weil Stolz ihn wegen Nichtarbeitens an einem Montage angezeigt Verdächtigungen ungefährdet im Annoncentheil abladen zu können, batte, kürzlich weiter tolportirt wurden und so zur Kenntniß der zu nehmen, ist von der Redaktion der Tribüne" gegen die der Behörde gelangten. Obgleich der Angeklagte seine Unschuld betheuerte, Thür. 8tg." die Klage anhängig gemacht worden. wurde er doch zu zwei Monaten Gefängniß verurtheilt. Desterreich. Bardowick( Hannover). Auch der hiesige, etwa 140 Mitglieder zählende Kriegerverein hat vom Landrath die Aufforderung befommen, die reichsfeindlichen" Mitglieder aus dem Verein auszuscheiden. Es sollen solche Leute, wie dem Herrn Landrath aus bester Quelle mitgetheilt worden, im Verein sein. Wenn der Aufforderung nicht innerhalb 14 Tagen nachgekommen wird, sollen die Fahne und die Statuten eingezogen werden. Der Verein befindet fich in einiger Verlegenheit. Er befigt nahezu 8000 M. Vermögen. Einen etwaigen Ausschluß würden die Betroffenen sich nicht so ohne Weiteres gefallen lassen. Ob man an maßgebender Stelle nicht einsieht, daß alle diese Maßnahmen nur Wasser auf die Mühle der Sozialdemokratie sind? V Baut Beschluß Lemberg, 12. August. Wie verlautet, soll der Ausnahmezustand in ganz Galizieu Ende dieses Monats aufgehoben werden. Schweiz. Zürich, 10. Auguft.( Eig. Ver.) In Sachen der Au 3 weisung des Genossen Vergnanini durch die Genfer Regierung richtete de Amicis an den Ausgewiesenen ein Schreiben, das die Runde durch die sozialistische und einen Theil der bürgerlichen Presse macht und welches lautet: Die Thronrede erwähnt alsdann die Räumung Thessaliens in Gemäßheit der von England, Rußland und Frankreich geleisteten Garantie für die griechische Kriegsentschädigungs- Anleihe und bespricht die mit Frankreich abgeschlossene Uebereinkunft betr. Westafrika, durch welche die ſtrittigen Fragen über die territorialen und Handelsrechte endgiltig beigelegt werden. Solange die Ratifitation durch die französischen Kammern noch ausstehe, seien die Beamten beider Regierungen angewiesen worden, ihre Offupationsthätigkeit auf diejenigen Plätze und Gebiete zu be= schränken, welche nach der Uebereinkunft als ihrem Lande zugehörig anerkannt seien. Die Thronrede dankt schließlich dem Unterhause für die weitgehenden Bewilligungen zur Vertheidigung des Reiches und bemerkt dazu, die verlangten Opfer seien schwere, aber nicht größer, als die Anforderungen der gegenwärtigen Zeit erheischen. London, 11. August. Unterhaus. Yerburgh fragt an, ob es wahr sei, daß die chinesische Regierung ihre formelle Zustimmung zu den von Pawloff hinsichtlich der NiutschwangBahn gestellten Bedingungen gegeben; nämlich, daß der Bahukörper nicht als hypothefarische Sicherheit verpfändet werde, teine fremde Kontrolle oder Einmischung irgend welcher Art gestattet werden dürfe, selbst im Falle, daß die Bedingungen nicht erfüllt würden, und ob endlich jene Bedingungen den Bestimmungen des unterzeichneten Kontraktes widersprächen. Der Erste Lord des Schayes Balfour erwidert, die Thatsachen seien richtig. Die Regierung verfolge die von Jerburgh erwähnte Angelegenheit mit ernster Aufmerksamkeit.( Beifall.) London, 12. Auguft. Unterhaus. Walton fragt an, ob „ Lieber Vergnanini! Jst's möglich? Du, mein braver und Thum.( Chemn. Beobachter.") Ein Maler, der schon längere lieber Freund, angeklagt der Herausforderung, der Unordnung und die Regierung ihren Einfluß in Beling geltend machen wolle, um Beit in Chemnitz arbeitet, aber hier wohnt, gehört dem Militär- der Gewalt, verdächtigt, ein Undankbarer zu sein gegenüber einem die Ratifizirung der Konzession für die Beting- Hankan- Eisenbahn zu verein an. Für die Organisation und für die Sozialdemokratie Lande, das Dir Gastfreundschaft gewährt, von dem Du mir schriebst gunsten fremder Regierungen oder Syndikate zu verhindern, und ist er bisher nicht zu haben gewesen, da er nur aller acht oder und stets sprachst mit so viel Achtung und Sympathie. Du, der ob die Regierung behufs Sicherung der Neutralisirung dieser etivas anderes gepredigt hast Bahn ihren Bau durch die chinesische Regierung erleichtern bierzehn Tage nach Thum tommt. Er bezw. seine Frau ist durch Wort und Beispiel nie Mitglied des Produkten Vertheilungsvereins. als Mäßigung und Achtung vor den Gesetzen. Ich habe Mühe, den und nöthigenfalls eine Anleihe für dieselbe garantiren wolle. der Militärvereins- Versammlung wird er mun zum 15. dieses Beilen zu glauben, die ich soeben lese. Ich bitte Dich, mich stets Der Erste Lord des Schayes Balfour erwidert, er könne die verMonats aus dem Militärverein ausgeschlossen, wenn er dann auf dem Laufenden zu erhalten. Wenn auch die Drohung wahr langte Zusage nicht machen. Lowles fragt an, ob die Regierung, noch Mitglied des Vertheilungsvereins ist. Aber nicht nur ihn, sein sollte, so kann ich nie glauben, daß sie ausgeführt wird. Ein wenn die von französischen oder belgischen Syndikaten bereits ersondern noch 36 weitere Leute, die Militärvereins- Mitglieder sind, Volt, dessen Urtheil nicht durch die Leidenschaft getrübt ist, das milde worbenen Eisenbahn- Konzessionen im Yangtse Thale von englischen trifft der Ausschluß, wenn sie noch länger dem Vertheilungsverein in seinem Wesen und Freund der Gerechtigkeit nach seiner llebers Stapitalisten angefauft und ausgebeutet wirden, diese Gesellschaften Balfour erklärt, jedes legitime Handelsangehören. Letterer soll nämlich auch Sozialdemokraten lieferung, wird sich der Wahrheit nicht verschließen können. Und auf unterstützen werde. unternehmen in China werde seitens der Regierung Unterstützung zu Mitgliedern haben. Nun, wir glauben nicht, daß die Arbeiter so alle Fälle, wie schr liegt diese Wahrheit am Tage! leicht auf die Vortheile, die ihnen der Waarenbertheilungsverein In dieser Hoffnung spreche ich Dir meine besten Wünsche aus erhalten. Darauf wird die dritte Lesung der Appropriationsbill angenommen. bietet, verzichten werden. Sie werden diesem Verein treu bleiben und versichere Dich meiner aufrichtigsten Zuneigung. Dein stets ergebener und die Vortheile des gemeinsamen Waarenbezuges auch ferner verfolgen. Campiglia, Cena Biella 24. Luglio 1898. Ohrfeige für die Genfer Regierung. Mit recht erblickt in diesem Schreiben ein Blatt eine moralische " De Amicis. Ein britisches Kabel um die Erde. Ueber die Legung eines Das bayerische Justizministerium hat, wie die Münchener ganz- britischen Kabels um die Erde haben in der letzten Zeit mehrere vertrauliche Unterredungen in London stattgefunden. Eine Konferenz Post" hört, bekannt gemacht, daß der Richter fortab, wenn ein wurde zwischen den australischen Premierministern über die AnAngeklagter freigesprochen und der Staatskasse die ErZürich, 11. August.( Eig. Ber.) Auf die vom Bundesrath den gelegenheit abgehalten. Eine andere fand zwischen dem Generalstattung der dem Angeklagten erwachsenen Reisekosten und des italienischen Flüchtlingen in Lugano wegen ihrer postmeister von Canada, dem Oberkommissar der Dominion, und sonstigen Aufwandes auferlegt worden ist, nach der Verkündung des journalistischen Kritiken dem verlotterten amtlichen Italien ertheilten verschiedenen australischen Generalagenten statt. Die beiden KonUrtheils den Staatsanwalt und den Angeklagten zu befragen hat, Warming antworten nun die Redakteure der Italia Nuova" in ferenzen möchten wohl nicht ohne Zusammenhang mit einander ob sie auf Rechtsmittel verzichten. Geschieht letzteres, so ist einem längern offenen Briefe an den Bundesstehen. Der Vericht der Londoner Kommission, die 1896 tagte, hat Das Schweigen der Freigesprochene zu befragen, ob er fofortige Ans- präsidenten Ruffy, der aber in der Politik ungefähr noch niemals das Licht der Somme erblickt. KolonialIm letzten Jahre theilte der zahlung seiner Auslagen verlange. Besteht derselbe die gleichen Grundsätze vertritt, wie der ziemlich unvortheilhaft ist merkwürdig. und der minister Chamberlain den versammelten Premierministern der hierauf, so ist der Betrag sofort festzusehen und auszu bekannte Droz, der Vater der Bundesanwaltschaft Kolonien in zahlen. Die Festsetzung und Auszahlung geschicht nach Maßgabe politischen Polizei, sie z. B. als Bundesrath bethätigt hat. In dem Kolonien mit, daß eine vereinigte Aftion der der Grundsätze, die für Zeugen und Sachverständige gelten. Ein Briefe wird zuerst hervorgehoben, daß die Tessiner Presse mit bestimmter, der Angelegenheit der britischen Regierung höchst genehm ähnliches Verfahren ist einzuschlagen, wenn ein verhafteter An- sagen wir perfider Absicht das bundesräthliche Warmungsschreiben sein würde. 1894 hatte Kanada den ersten Schritt gethan. Auf der geschuldigter( im Vorverfahren) außer Verfolgung gefegt wird. Es veröffentlichte und ihm zur weitesten Verbreitung verhalf und daß Konferenz in Ottawa erflärte es sich bereit, den dritten Theil der Mehr als einmal wollte Australien werden ihm dann die Auslagen für die Reise in die Heimath, event. darin die Ursache zu dem offenen Briefe liegt, die feineswegs im Kosten des Kabels zu tragen. auch an einen anderen Ort, vergütet. Drange zu einer Entschuldigung oder in der Furcht vor der an gleichfalls ein Drittel garantiren. Was hindert denn also weiteres? Dieser Entschluß des Justizministeriums ist durch folgenden gedrohten Ausweisung zu erblicken sei.„ Wir wissen, daß auch Es heißt, daß Canada, obgleich es sein Anerbieten nicht zurückDas fanadische Vorfall veranlaßt, den seinerzeit unser Münchener Bruderorgan be- die Sonne der Freiheit leuchtet und wir haben somit feinen Grund Barlament ist vielleicht gegenwärtig nicht willens, ein Drittel der anderen Ländern außerhalb der schönen helvetischen Republik, gezogen hat, dennoch seine Haltung modifizirt hat. Reute zur noch Der Handschuhmacher Konrad Schornbaum in Hildesheim war zur Baghaftigkeit." Es Es wäre schade, werden Kosten des ganz- britischen Kabels zu bewilligen. beschuldigt, am 21. Juni 1897 in einem Hause an der Neuhauserstraße dann die Schandthaten des Mailänder Kriegsgerichts kritisch meint man in London. Ein ganz- britisches Kabel wäre aus australiund die das ganze Jahr hindurch voit in München einen Eimer im Werthe von 1,20 M. gestohlen zu haben beleuchtet Etwas ist sicher. der schen wie aus Reichsgründen wünschenswerth. und wurde schließlich, trotzdem er nachweisen konnte, daß er zur be- forrumpirten italienischen Reptilienpresse gegen die Schweiz, ihre Wenn sich die britischen Kolonien nicht vereinigt der Sache anfagten Zeit gar nicht in München war, sondern in Düsseldorf in republikanischen Einrichtungen und Behörden verübten Verleumdungen nehmen, wird nichts geschehen. In der britischen Regierung hat der Arbeit stand, in Hildesheim verhaftet und per Schub zur angesetzten erivähnt. Diese Presse sammt ihren Hintermännern und Auftrag Plan seine Freunde. Wie aber die Gesammtregierung des Reiches Hauptverhandlung nach München gebracht. Er befand sich 14 Tage geberit werde der republikanischen Schweiz für die Knebelung der die Sache gegenwärtig anschaut, weiß niemand. lang auf dem Transport und hatte während dieser Zeit die Flüchtlingspresse nicht dankbar sein. Der offene Brief schließt:„ Mit empörendste Behandlung zu erdulden. In München angekommen, saß großem Schmerz und weil wir die Männer und die Zustände unserer er noch volle acht Tage im Arrest, bis er endlich zur Verhandlung Heimath kennen, wagen wir es, in diesem Sinne an Euch zu schreiben. vorgeführt und schon nach Vernehmung der ersten beiden wir hegen für das Land, das uns beherbergt, und für die Institutionen, Zeugen freigesprochen werden mußte, da zur Evidenz bewiesen war, welche uns schützen, eine solche Zuneigung, daß sie nur durch daß er nicht der vermuthete Thäter sein konnte. die Gefühle, welche wir für unser eigenes Vaterland haben, aufgewogen werden kann." Ein demokratisches Blatt bemerkt zu der Angelegenheit: Wenn sich in Italien, was doch sicher zu erwarten, einmal das Blatt gewendet haben wird, dürften die alsdann dort Regierenden schwerlich unsere heutige Neutralität" als mustergiltig anerkennen, vielmehr das Gegentheil von Sympathie darin finden und dementsprechend sich zu uns stellen." tannt machte. weder der Italien. Mailand, 9. August.( Eig. Ber.) Der sozialistische Abgeordnete Gregorio Aguini, Vertreter des Wahlkreises Mirandola, stellte sich dieser Tage der Staatsanwaltschaft von Finale Emilia, um die Gefängnißstrafe zu verbüßen, zu welcher er im Jahre 1894, unter Schornbaum war frei. Er hatte aber keinen Pfennig Geld, da Ehren- Crispi's Herrschaft, infolge der Auflösung der Sozialistener in den Arbeitskleidern aus dem Geschäft weggeholt und ohne vereine von Finale verurtheilt wurde. Er war zu vier Monaten weiteres verschubt worden war. Er verlangte deshalb, daß verurtheilt, aber auf grund der erfolgten Amnestie sind sie auf zwei das Gericht den ihm zugefügten Schaden ersetzen und ihm reduzirt worden. Das Urtheil fonnte erst jetzt vollstreckt werden, da wenigstens die Mittel zur Rückfahrt nach Hildesheim gewähren möge. es in der Zwischenzeit sämmtliche Instanzen beschäftigt hatte. Nach Artikel 46 der Verfassung durfte Agnini nach dem Schluß Der Richter verwies den Bedrängten mit seinem Anspruch an die Polizei und die Polizei empfahl Schornbaum, die öffent- In der„ Berner Tagwach t" wird eine Warnung vor der Session noch einen Strafaufschub von drei Wochen beVon diesem, einem jeden Deputirten gewähr liche Armenpflege anzurufen. Dafür bedankte sich jedoch der Mann den Umtrieben der italienischen Polizeispiel in anspruchen. Schweiz erlassen. Eine genaue Lektüre und suchte Zuflucht und Hilfe bei der Münchener Post". Ein des leisteten Rechte wollte Agnini denn auch Gebrauch machen. zum Justizminister und ließ ihn Redakteur unseres Bruderorgans begab sich mit Schornbaum zum italienischen sogenannten„ anarchistischen" Organs" L'Agitatore" in Er begab sich persönlich Justizministerium. Auch dort versicherte man mit Bedauern, daß Neuenburg hat uns unumstößlich überzeugt, daß dieser Agitatore" wissen, daß er nicht daran denke, ins Ausland zu fliehen, sondern man für Schornbaum momentan gar nichts thun könne. Er müsse, fein ehrliches anarchistisches Blatt ist, sondern ein Spizelorgan, ein sich jederzeit der Behörde zur Verfügung stelle; mir müsse er um wie die Sache nun einmal liege, erst ein Gesuch um Gewährung Organ des italienischen Konsulats, ein Blatt der Santoro und Basso Strafaufschub bitten, da er noch persönliche Angelegenheiten zu ereiner Entschädigung für unschuldig erlittene Untersuchungshaft und( ersterer Polizeikommissär, der à la Wohlgemuth in der Schweiz ledigen habe. Der Aufschub wurde ihm jedoch wider Erwarten und Ersatz der Rückreisekosten nach Hildesheim einreichen, dann erfolge luftig darauf los wählt", letterer der italienische Generaltonful ohne jede Berechtigung verweigert. Um sich nun nicht auf offener in Genf). Man lese den die Agitatore", efelhaft per- Straße verhaften zu lassen,- der Staatsanivalt hatte ihm die Verdie Einsichtnahme der Aften, mehrfache Prüfung und endlich nach Verlauf von so und so viel Wochen die Verbescheidung der fiden und verlogenen Infinuationen und unwürdigen Anklagen haftung bereits in Aussicht gestellt, zog er es vor, freiwillig das Angelegenheit. Darauf fönne Schornbaum aber nicht warten und gegen unsern braven Genossen Vergnanini und die Union So- Gefängniß aufzusuchen. Der Fall Agnini und die damit verknüpfte darum sei es am besten, er suche bei der Armenpflege um die Rück- zialista". Man lese den übrigen Inhalt, und jeder, wenn er auch eklatante Verfassungsverletzung beweist aufs nene, daß für die beförderung nach Hildesheim nach. Nach entsprechenden Entgeg- nicht, wie wir, die enge Verschwisterung der Anarchisterei und des italienischen Sozialisten der Kampf ums Recht gegenwärtig völlig nungen des Redakteurs ging schließlich der Wunsch des betreffenden Spigelthums seit 25 Jahren fennen gelernt hat, wird ausrufen: aussichtslos ist. So können mur Spizel schreiben!" Der preußischen Aera BismarckHerrn Ober- Regierungsrathes dahin, daß sich jemand finden möge, „ der dem Mann auf sein ehrliches Gesicht eine Summe Geld vor Buttkamer- Wohlgemuth der 80er Jahre scheint eine italienische Aera streckt, bis sein Entschädigungsgesuch an das Justizministerium, das Imberto- Basso- Santoro der 90 er Jaare nachfolgen zu wollen. Und der Bundesrath duldet alle diese Lockspitel- Agenten, ja wohl von Erfolg sein werde, erledigt ſei." Die verhaßte„ Münch. Post" und ihr nahestehende Freunde haben natürlich das nöthige diese Bassi und ihre Spigelorgane, während man gegen ehrliche gethan, um dem armen Opfer der Justiz über die nächste Zeit hinweg Leute, wie Vergnanini u. s. w. mit inhumaner Rigorosität vorgeht." Das Solothurner Volk hat durch Annahme eines bezüg zu helfen. 3000 auf 4000 r. erhöht. Ein Theil der Uhrenarbeiter stimmte lichen Gesetzes den Jahresgehalt seiner Minister von der Regierung sehr unzufrieden waren. " Rußland. Aus Baden, 10. August.( Eig. Ber.) Die nationalliberale Streit aus, der eigentlich ein Streit um ein ungelegtes Ei ist, der dagegen, weil sie seinerzeit beim Grenchener Streit mit der Haltung reicht; Jermolow hätte namentlich auch gern alle in der landFrankreich. aber trotzdem interessirt, weil es sich dabei um die Frage handelt, ob das badische Zentrum nun endlich den Degen strecken und Regierungspartei werden wird, wie es das Zentrum im übrigen Paris, 12. August. Die Anklaetammer fällte heute die Deutschland ist. Das ungelegte Ei bei diefem Streit ist die fünftige Entscheidung über die von Bertulus getroffene Verfügung, gegen Stellung, welche der neugewählte Erzbischof der neugewählte Erzbischof von Freiburg, Esterhazy und Madame Pays Anklage zu erheben. Das Urtheil Nörber, zur Regierung einnehmen wird. Wacker, der lautete dahin, daß dieselben nicht vor die Geschworenen verwiesen Zentrums führer und temperamentvolle Bekämpfer des Ministeriums werden könnten, sondern sofort in Freiheit zu sehen seien. Eisenlohr, dessen größtes Verbrechen in den Augen der National- Also ein neuer Sieg" des Generalstabs! liberalen seine neutrale Haltung in der Karlsruher ReichstagsEngland. Stichwahl, die Auslieferung der Residenz an die Sozialdemokratie" war, dieser Wacker reklamirt den neuen Erzbischof für sich. Herr London, 12. Auguft. Die Session des Parlaments Nörber hat nun aber eine Rede gehalten, in der er sich als un- wurde heute Nachmittag mit einer Thronrede vertagt, in Arbeiterversicherung. Der„ Schles. 8tg." zufolge gedenkt der russische Minister der Landwirthschaft, Jermolow, im Herbst dent Reichsrath ein Projekt betreffs der staatlichen Versicherung der im Bergwerksbetriebe befindlichen Arbeiter vorzulegen. Jetzt hat er einen Beamten nach Deutschland und Die Jermolow'schen Pläne haben von Hause aus viel weiter geDesterreich entsandt, um über die Geschäftsführung der dortigen Versicherungsanstalten der Montanarbeiter Material zu sammeln. wirthschaftlichen Industrie beschäftigten Arbeiter versicherungspflichtig gemacht, aber von vornherein zeigten sich die zu überwindenden Schwierigkeiten als zu groß. Das Finanzministerium verhielt sich unbedingt ablehnend, da in Rußland noch alle statistischen Grunde lagen fehlen, um eine umfassende Arbeiterversicherung ins Leben zu rufen, und auch die großen landwirthschaftlichen Vereine sprachen sich überwiegend dahin aus, daß die Frage noch nicht spruchreif sei und überhaupt nicht spruchreif werden würde. So hat sich denn Herr Jermolow entschlossen, sein zuerst einheitlich gedachtes Werk stückweise durchzuführen; er will, wenn er Ende August von seiner sibirischen Reise zurückkehrt, selbst die Direktiven geben, wie die inzwischen zu sammelnden Materialien zu verarbeiten sind. Bulgarien. Sofia, 12. August. Im Vilajet Adrianopel gewinnen die Grenzstreitigkeiten immer weiteren Umfang. Die Bewohner der bulgarischen Grenzorte werden von den türkischen Grenzwachen an der Einbringung der Ernte verhindert und zur Ablieferung eines Zehents zu zwingen gesucht. Im Falle der Erfolglosigkeit der bulgarischen Reklamationen wird den bulgarischen Grenzwachen Ordre zum Einschreiten gegeben werden. " 1 Afien. Von der Theilung China's. Einer Nachricht des Bureaus Dalziel" aus Shanghai zufolge erlangte Frankreich von der chinesischen Regierung, daß ihm Nantai in Futschen verpachtet und ferner das Recht zugestanden wird, ſeine Kriegsschiffe in den chinesischen Staatswerften von Futscheu auszubessern.Vom Eisenbahnkrieg in China. Aus Peting wird telegraphirt: Durch kaiserliches Edift wird die belgische Anleihe für den Bau der Peling- Hankau- Bahn, ungeachtet der Einsprüche des britischen Gesandten, endgiltig genehmigt. Wie die" Times" vom gestrigen Tage aus Peking melden, überfandte der belgische Gesandte am Mittwoch dem Tsung- li- Yamen eine Mittheilung des Inhaltes, daß der russische und der französische Gesandte gemeinsam mit ihm das Tjung- li- Yamen dringend er suchen, den Versuch des britischen Gesandten, die Ratifikation des Vertrages betr. die Peking- Hankau- Bahn zu verhindern, unbeachtet zu lassen. Krisis. = " Dem Gewerkschaftliches. Für den armen Weber im Neuroder Kreise gingen bei Unterzeichnetem ein aus: Berlin, Fürstenstr. 17, O.. 2,-. 8wei von der vaterlandslosen Rotte 2,-, Infolge Aufrufs im Vorwärts" Berlin und Umgegend. zur Erhaltung des Hauses für den armen Weber" 3, tapferen Manie muß geholfen werden" 3,-. Ein deutscher Student Achtung, Musikinstrumenten- Arbeiter! 1, Von fünf rothen Handlungsgehilfen im Café Schiller 6,05. von Sonnabend, den 13. August, ab in den Lokalen von Um unsere Verpflichtungen vom 1896 er Streit zu erledigen, werden Vom Stammtisch Pätsch, Adalbertstr. 83, 4,35. Von der Seger- 8ubeil, Lindenstr. 106, und Heinrich, Naunynstr. 78, Marten Abtheilung bei unstein it. Co. 6,35. Von Arbeitern der Firma à 10 Pf. an die Wertstatt Vertrauensmänner ausHeidenhain 2,60. Berlin S. 14 5,( Name des Gebers leider nicht gegeben. Zur Kontrolle werden Karten zum Einkleben der zu entziffern.) G. F. O. F. C. F. S. S. A. F. 15,-. Die Arbeiter warten ausgegeben. Wir erwarten, daß infolge des niedrigen der Färberei Weinmeiſterſtr. 14 3,-. Durch P. Graupe, Naunyn- Beitrages jeder Kollege sich bei der Sammlung bethätigt. Jeder straße 90, 4,30. Von den Lithographen und Steindruckern der Firma sorge für schnelle Erledigung der Sache. Die Kollegen von WerkStallschreiberstr. 2, 1,50. Von den Arbeitern und Arbeiterinnen der aufgefordert, einen Kollegen mit der Sache zu betrauen, und da, Aberle u. No. 11,20. Aus einer Bürstenfabrik durch K. Schild, stätten, wo bisher kein Vertrauensmann gewählt ist, werden hiermit Buchbinderei M. Bading 10,-. Gießen, E. Krumm 5,-. Hamburg, wo mehrere vorhanden, haben diese die Pflicht, sich darüber zu verNeuſt. Fuhlentwiete 124, R. Kanzog 10,05. Weißenfels, Statgesellschaft: ständigen, daß die Sammlung abwechslungsweise vollzogen wird. ftadt, Dr. Crohn 5,05. Charlottenburg, Dem Pfaffen zum Truz, dem Genossen zum Schutz" 3,05. HalberJeden Sonnabend von 8-10 Uhr abends nimmt die Eugen Vaffel 5,05. Kommission in den oben bezeichneten Lokalen Gelder entgegen. Ellerbek bei Stiel 30,-. Lübeck, vom Personal des Boltsboten" mitbringen. Berlin, Carl Lembke, Frobenstr. 18, 5,20 M. Parteigenoffen in Erwünscht ist es, daß sich die Vertrauensmänner eine Legitimation durch Körner 8,-. Berlin, Dr. 3. Dresdenerstr., 20,05. Hannover, durch Aug. Nolte von Arb. der Dreherei einer Maschinenfabrit:" Dem schuld abzutragen. Pfaffen zum Truz" 8,-. Berlin, gesammelt im Café Saß" 16, Dortmund, d. C. K. von mehreren schlesischen Landsleuten 5,05. Oberursel, Kraft Klein 11,50. " Nochmals, Kollegen, zeigt, daß Ihr gesonnen seid, Eure EhrenDie öffentliche Kommission der Musiks instrumenten Arbeiter. Aug. Kühn, Schneider, Oberlangenbielau i./Schl. Die Maurer der zentralen Richtung in Berlin und UmJapan in Finanznöthen. Das nächste Finanzjahr weist ein Bei dem Parteitassirer Genossen Gerisch gingen zu gegend haben vom 12. Mai, der Zeit, wo sie sich von den Lokalisten Defizit von 50 Millionen Den( über 220 Millionen Reichsmark) auf. demselben Zwecke ein: Von den Mitgliedern des Verbandes deutscher trennten, bis zum 28. Juli für ihren Streitfonds 16 308,50 M. einDabei leidet das Land schwer unter einer fürchterlichen ökonomischen Buchdrucker im„ Vorwärts" 15,-. Von den 4 Mitgl. der Gewerksch. 5. genommen und 9976,60 M. ausgegeben. In den Büchern der LohnBuchdr., Schriftgießer und verw. Berufsg. im„ Vorwärts" 5,-. Bon fommission des Verbandes find 6242 Maurer eingetragen, die zu Afrika. Aus Abessynien. Aus Nom erhält die„ Int. Korr." folgende Meißner durch D. 4, 25jähriges Jubiläum 15,75. Leben 3,- Beit 42 stattgefunden, die einen Kostenaufwand von 5684 M. ver= den Lithographen der Firma W. Hagelberg 10,95. Tischlerei von diesem Fonds Beiträge steuerten. Bausperren haben in derselben Jut. 3,-ursachten. Von diesen Bausperren verliefen 29 zu gunsten der ArMittheilungen: Die italienische Regierung hat aus Abessynien neuer- Durch Erbe 2,- Buchdruckerei von Waschning u. Kantorowicz 2,55. ursachten. Von diesen Bausperren verliefen 29 zu gunsten der Ardings sehr ausführliche Berichte über die Vorgänge in den südlichen Ernst Heuer'sche Stockfabrik 15,-. Werkstatt Schiegnig 6,95. Weiden- beiter, während 13 verloren gingen. In 24 Fällen wurde die Grenzländern erhalten, welche erkennen lassen, daß die Unterweg 90 1,-. Gasmefferfabrit d. engl. Gasanstalt, Gitschinerstr. 19 Arbeit eingestellt, um den Stundenlohn von 60 Pf. zu erringen; in nehmungen des Grafen Leontiew und des Prinzen Heinrich 27,35. Arb. d. Firma Butzke d. Hochhäusler 11,15. Lustige 7: 2,50. stände zu beseitigen, in 8 Fällen wegen Maßregelung und auf einem 9 Fällen, um die auf den betreffenden Bauten vorhandenen Mißvon Orleans feineswegs so ergebnißlos geblieben sind, als man Von den Gesellen der Tischlerei F. Weise, Pallisadenstraße 75, 3, Bau wurden die Maurer von dem Unternehmer ausgesperrt, weil augenblicklich in Europa anzunehmen scheint. Es ist unzweifelhaft, Tischlerwerkstatt Bönisch u. Co., Fruchtstraße 65, 8,-. Durch Herbst daß Menelik den beiden ein sehr ausgedehntes Gebiet in aller Form zur 7,40. Ges. von Arbeitern der Firma C. Ernst u. Co., Berlin, 8,15. Kolonisation überwiesen hat, woraus sich im Falle einer thatsäch= R. M. 3,-. Von Mitgl. der U.- Dr. 8,20. A. G. 3,-. Lieberlichen Kolonifirung wirkliche Hoheitsrechte über das Land ab- mann 2. Ges. Wallstr. 24 im Konfektionsgesch. 1,50. A. B. 1, ab- mann 1, leiten lassen würden. Die Rechte sind aber auch keines- Zwicker 3,-. 2. M., Buchdrucker 4,70. Zusammen 175,15. wegs dem Prinzen und Leontiei nur persönlich übertragen, sondern sie können von einer zu bildenden Gesellschaft übernommen Der sozialdemokratische Verein in Kiel hat an zwei Verwerden. Das bezeichnete Gebiet umfaßt die Mondgebirge und einen ſammlungsabenden, am 29. Juli und 11. August, in eingehender großen Theil des früheren Landes von Emin Pascha bis an den Weise über" Moderne Streitfragen im Sozialismus" verhandelt. Nyanza- See. Die Kolonisationsfähigkeit dieses Landes steht außer Das einleitende Referat hielt Redakteur Ströbel. Die Debatte Zweifel, sobald die Zugangsstraßen gesichert sind nnd der begonnene endete mit der einstimmigen Annahme einer Resolution, dahin Bahnbau von Harrar nach Tibuti beendet sein wird. Das gehend, daß in Zukunft, mehr als bisher, die Presse und die OrMißlingen der jezigen Expedition ist nach den Berichten von ganisationen der Partei den theoretischen und prinzipiellen Fragen Augenzeugen thatsächlich nur durch die Verwundung Leontiews des Sozialismus Interesse und Aufmerksamkeit schenken möchten. durch einen Fehlschuß seiner mitgebrachten Mitrailleuse verschuldet und falls Leontiew nicht wieder hergestellt wird, so dürfte voraussichtlich die russische Regierung das begonnene Kolonisationswerk weiter führen lassen. werben will. Eine andere wichtige Meldung ist, daß das von Ras Makomen eroberte Land Beni- Lonoel, welches etwa 1200 Kilometer von Harrar entfernt ist, reiche Goldfelder besitzt. Der Ras ist vor etwa vier Wochen persönlich in Harrar eingetroffen und brachte große Mengen goldhaltiger Erze mit. Es hat sich daraufhin sofort eine franzöfifche Gesellschaft gebildet, welche von Ras Matomen das Monopol zur Ausbeutung der Minenschätze des Landes erAus dem Kongostaate wird nach Brüssel gemeldet, daß ein am 25. Mai von Redjaf am Nil abgegangenes Boot, als es am Ufer anlegen wollte, von einer Retognoszirungs- Abtheilung der Derwische mit Gewehrfeuer empfangen wurde. Das Boot hatte vier Europäer an Bord. Zwei derselben, die Lieutenants Walhousen und Koppejans, warfen sich in den Nil und ertranken. Von den beiden anderen wurde einer getödtet, der andere schwer verwundet. Partei- Nachrichten. sie sich weigerten, in Aklord zu arbeiten. Den Verbands- Filialen Berlin II, Charlottenburg, Rirdorf, Wilmersdorf und Friedrichsberg Gesammteinnahme dieser Filialen betrug im 2. Quartal 8202,89 W., gehörten am Schluß des 2. Quartals 4583 Mitglieder an. die Ausgabe 7064,82 M. Deutsches Reich. Die Bekanntmachung: Unsere Vorschläge auf gütliche Vereinbarung sind Der Zentralvorstand der deutschen Böttcher erläßt folgende von den Meistern Rheinlands und Westfalens in einer Sizung am 30. Juli zu Dortmund rundweg abgelehnt worden. Sie beitsordnung durch unterschrift der Gesellen, alle anderen Bedingungen verlangen bedingungslose Anerkennung des Lohntarifs und der Arlehnen sie ab. Hierdurch ist die Kriegserklärung offiziell erfolgt und Aus Solingen meldet die„ Bergische Arbeiterstimme": tritt nunmehr, da die Arbeitsordnung unannehmbar ist, am SonnNach den Berichten der bürgerlichen Blätter hat am vorigen abend auf der ganzen Linie die Aussperrung ein. Der Zuzug nach Sonntag eine Versammlung, in welcher Herr Georg Schumacher Braunschweig, Helmstedt, Dortmund, Schönebeck, Bonn, Barmen, über die letzten Reichstagswahlen und das Verhalten des Partei- Köln, Elberfeld, Essen a. Ruhr, Duisburg, Mülheim a. Nth., Crefeld, vorstandes" einen Vortrag hielt, folgende Resolution( angenommen: Bochum, Werl 2c. ist deshalb zu vermeiden. " Die heute am 7. August im Lokale des Herrn Theegarten tagende, gutbesuchte Versammlung des sozialdemokratischen Arbeiter zu gunsten der Arbeiter beendet. Diejenigen Unternehmer, die Der partielle Streit der Maurer in Frankfurt a. O. ist Vereins erklärt sich mit den Ausführungen des Referenten Herrn Schumacher einverstanden. Ferner erklärt dieselbe sich mit 40 Bf. zunt Streit kommen ließen, haben nunmehr durch Verhandes auf ihren Bauten wegen der Forderung eines Stundenlohnes von den von einer sogenannten Kreis- Parteiversammlung in Ohligs lungen mit der Lohntonmission folgenden Lohntarif vereinbart: Die ausgeschlossenen 6 Genossen einverstanden(?) und beschließt eine Junggesellen( Maurer, die noch nicht länger als zwei Jahre Geselle Liste in Zirkulation zu setzen, um diese mit möglichst viel Unter- find), erhalten einen Stundenlohn von 38 Pf., die Maurer, die schriften versehen an den im Oktober stattfindenden Parteitag ge- bas 60. Lebensjahr überschritten haben, 39 Pf. Alle übrigen Maurer langen zu lassen, damit die Parteigenossen in ganz Deutschland in bekommen 40 Pf. pro Stunde. Die Unternehmer blieben den Verdie Lage kommen, das einseitige, prinzipienwidrige Treiben des Handlungen fern. Eine am 9. d. Mts. stattgehabte öffentliche VerParteivorstandes bei der letzten Reichstagswahl hier in Solingen sammlung, an der alle Maurer theilnahmen, beschloß, und zwar einnach Gebühr würdigen und beurtheilen zu können." stimmig, den mit der Lohnkommission und den Unternehmern verDie Versammlung soll von 100-120 Personen besucht ge- einbarten Tarif anzuerkennen. Die Bauten der erwähnten drei wesen sein. Unternehmer bleiben, bis eine Vereinbarung mit der Lohnkommission getroffen ist, gesperrt. Außerdem soll der Bau, den die Regierung durch die Berliner Firma Ramlow'sche Erben ausführen läßt, gemieden werden, bis der von den Frankfurter Maurern geforderte. Lohn bewilligt ist. Zum bevorstehenden Parteitag der bayerischen Sozialdemokratie kündigt die Münchener Post" an, daß sie einen Antrag stellen werde, wonach die Bestimmungen über die Organisation dahin erweitert werden sollen, daß zur Theilnahme am bayerischen Parteitage auch die Redaktionsmitglieder der ParteiOrgane berechtigt find. Die Einberufung und Vorbereitung des nächsten Internationalen Kongresses ist durch Beschluß des Londoner Der Streik der Maurer in Potsdam hat gleichfalls fein Kongresses in die Hände des Bureaus gelegt worden, welches die Begründet wird der Antrag wie folgt: Von der Parteipresse Nach zweitägigen Verhandlungen der Organisation mit den UnterEn de erreicht. Am Freitag wurde die Arbeit wieder aufgenommen. Verhandlungen des Londoner Kongresses zu leiten hatte, und in welchem die verschiedenen Nationalitäten vertreten sind. wird verlangt, daß sie über alle internen Parteivorgänge so unternehmern war eine allgemeine Lohnerhöhung von 2-3 Pf. pro Da infolge der Unmöglichkeit, den nächsten Kongreß in Deutsch- richtet sei, wie fiber die Taktik im allgemeinen, und zweifellos geben Stunde erzielt, ferner vereinbart worden, daß der von den Ausland abzuhalten, die Organisation des nächsten Kongresses den die Parteitage gute Gelegenheit zur Information der Redakteure ständigen geforderte Stundenlohn von 45 Pf. am 1. April 1899 in französischen Genossen zufällt, so ist es wohl von Interesse, auch über solche Angelegenheiten, die zwar wichtig sind, aber zu fraft tritt. Die Vereinbarungen wurden am Donnerstag von einer die betreffenden Genossen zu fennen. Wie man fällig nicht zur öffentlichen Berathung stehen, zur persönlichen Aus- Versammlung anerkannt. sich er= innern wird, fand unter den französischen Delegirten des sprache mit den leitenden Personen der Partei u. s. w. Andererseits letzten Kongresses eine Spaltung Die Steinscher- Jnnung in Halle a. S. zahlte bisher den statt, und wäre es eine Beeinträchtigung der übrigen Genossen am Orte, wenn Junggesellen im ersten Jahre allgemein mur 30 Pf. Stundenlohn, um zu ber= hindern, daß die Minorität aus dem Kongreß sich entfernt, die Redaktion jedesmal eines ihrer Mitglieder bei der Delegirten- während der Stundenlohn der übrigen Gesellen auf 43 Pf. steht. wurde der Beschluß gefaßt, beide Fraktionen anzuerkennen wahl kandidiren lassen wollte. Der niedrigere Lohn für Junggesellen wirkt in diesem Falle wie eine und ihnen auch bei der Vertretung im Bureau gleiche Rechte zuzuPolizeiliches, Gerichtliches 2c. Prämie auf die Lehrlingszüchterei. Eine Versammlung hat deshalb gestehen. So kam es denn, daß die Franzosen im Bureau- Der Redakteur des„ Süddeutschen Postillons", beschlossen, die Steinfegermeister aufzufordern, den Junggesellen Soppelt vertreten sind, durch je zwei Mitglieder für jede der beiden Genosse Eduard Fuchs, hat am 10. August im Bellengefängniß 40 Pf. Stundenlohn zu zahlen. Der Innung ist eine kurze BedenkFrattionen. Diese Mitglieder sind für die eine Fraktion: Edouard zu Nürnberg die zehnmonatige Gefängibstrafe angeit gegeben. Lehnt dieselbe die Forderung ab, so kommt es wahr, Baillant und Guerard, für die andere Millerand und Pedron. Mit den Vertretern beider Fraktionen haben sich Sein kräftiger Humor wird ihm über die schlimmen Stunden des feyzer 50 Pf. Stundenlohn gefordert werden. Zuzug ist streng ferngetreten, die ihm wegen Majestätsbeleidigung auferlegt ist. scheinlich zum allgemeinen Streit und sollen dann für alle Steindie zwei deutschen Vertreter: Singer und Liebknecht in Verbindung gesetzt, und im Namen der deutschen Partei die Ver- Kerkerlebens hinweghelfen; möge er die lange Haft auch ohne zuhalten. ficherung ertheilt, daß deutscherseits den französischen Brüdern in Schädigung seiner Gesundheit überstehen! jeder Weise bei den Vorbereitungsarbeiten Beistand und Unterstützung Maifeierflage hat endlich das Licht des irdischen Jammerthales Zwischen den Arbeitgebern und Arbeitern der nordenglischen Schiffbaugewährt werden wird. Eine vorbereitende Konferenz, an der sämmtliche erblickt. Gegen die Genossen Schade, Weißmann, Groß, Industrie ist es auf einer lezthin in Newcastle abgehaltenen Konferenz Bureau- Mitglieder theil nehmen werden, ist für den Herbst oder Marg, Streicher sowie gegen den Kaufmann Perlinsky zu neuen Vereinbarungen wegen der Löhne und Ueberstunden geWinter nächsten Jahres in Aussicht genommen. und den Selterwasser- Fabrikanten raz ist Anklage erhoben worden, kommen. Die im Mai versprochene Lohnerhöhung- 5 pct. für Wir können zum Schluß noch die Mittheilung machen, daß weil sie das Vereinsgefeß, das Preßgesez beziehentlich die Gewerbe- Affordarbeit, 1% Sh. für Zeitarbeit sollte schon diese Woche in das mit der Organisation des nächsten Kongresses betraute Ordnung überschritten haben sollen. Die Maifeier, an welcher nach der traft treten. Diese Lohnfäße sollen für die Dauer des nächsten Bureau des Londoner Kongresses, dem Beschluß jenes Kongresses Anklageschrift 15 000-20000 Menschen theilgenommen haben, wird Halbjahres Geltung haben. Betreffs der Ueberstunden wurden für entsprechend, alle Maßregeln treffen wird, welche nothwendig sind, als Versammlung unter freiem Himmel betrachtet, die anzumelden je 50 beschäftigte Arbeiter 16 Tage im Monat, für je 100 Arbeiter um unbefugte Elemente, welche Verkleidung sie auch immer wählen gewesen wäre. Weißmann und Groß sollen im Voltsblatt" vor 32 Tage im Monat, für die 100 übersteigende Arbeiterzahl 5 Tage mögen, vom nächsten Kongreß fernzuhalten, und ähnlichen Nadau- Eingang der obrigkeitlichen Erlaubniß zum Besuch dieser öffentlichen im Monat vereinbart. szenen, wie sie frühere Stongresse verunziert haben, erfolgreich vor- Versammlung unter freiem Himmel im„ Boltsblatt" aufgefordert zubeugen. haben. Streicher und Kratz sollen die Gewerbe- Ordnung übertreten Einen Milizgesetz- Entwurf soll die sozialdemokratische Fraktion und Herr Berlinsky soll durch Verkauf von Biergläsern an einem haben, weil sie auf dem Festplage Bier bez. Selterwasser verkauften, dem Reichstag in der nächsten Session vorlegen. Diesen Vor- Sonntage den Gewerbebetrieb im Umherziehen ausgeübt haben. schlag macht Genosse Kazenstein in der„ Reuen Zeit“. Der Die Verhandlung findet am 19. August vor dem SchöffenVorschlag ist gut, so gut, daß er schon vor Jahren von unserer Reichstags Fattion befolgt worden ist, und zwar 1894, nachdem gericht statt. Vaillant seinen auch von Katzenstein erwähnten Entivurf Aus Halle a. S. meldet das Boltsblatt": Die große Ausland. Aus England berichten die Berliner Politischen Nachrichten": " -O Soziales. at to wig wurde ein an der Leitung der elektrischen Bahn Arbeiter Risiko. Auf der Hohenzollern- Grube in beschäftigter Schloffergeselle vom Strome getödtet. Beim Bau des Bismarck Thurmes auf dem Knivsberg bei Flensburg stürzte ein Maurer aus Freienstein( Provinz Einer erstaunlich foulanten Polizei scheint sich die westfälische Brandenburg) vom Gerist. Er war auf der Stelle todt. in der französischen Kammer eingebracht hatte. Die sozial Stadt Hamm zu erfreuen. Am Tage der Stichwahl zwischen den In der Papierfabrik in Teis na ch in Niederbayern wurde ein demokratische Fraktion war aber der Ansicht, daß es ohne Beihilfe Kandidaten des Zentrums und der Nationalliberalen flebten Schlosserlehrling vom Transmissionsriemen erfaßt und ihm Sie der Kopf zerschmettert. militärischer Sachverständiger nicht möglich sei, einen irgendwie mehrere Leute ohne polizeiliche Genehmigung Blafate an. praktisch brauchbaren Entwurf auszuarbeiten, und so wurde denn wurden von der Polizei erwischt und der Herr Polizei- Inspektor Beim Reinigen des Daches des Hof Theaters in München beschlossen, einen Antrag zu stellen: die Rte i'chsregierung aufmachte, mit dem Gesetzbuch in der Hand, den Leuten klar, daß sie stürzte ein Tage löhner ab. Er lebte nach dem Sturz nur noch zufordern, daß sie einen dahingehenden Gesezentwurf einbringen solle. folche Plakate nicht ankleben dürften bestraft werden wenige Sekunden. und Den Antrag begründete Liebknecht in ausführlicher Rede, in der würden. Mehrere der Vertheiler erhielten Strafverfügungen, Die Kurirfreiheit und die Aerzte. Die sächsischen Aerzte u. a. sehr eingehend auf das Beispiel der Schweiz hingewiesen und gegen die sie sämmtlich widerspruch erhoben. Sie wurden nun hatten vor einiger Zeit in einer Eingabe die Landesregierung, erdie bekannten Mannschafts- und Koſtenziffern, die für Deutschland kommissarisch vernommeit, einer sogar vom Amtsrichter selbst in sucht, beim Bundesrath die Ausscheidung des ärztlichen erwachsen würden, zum ersten Male vorgelegt wurden. seiner Behausung. Den Ausgang der Sache zeigt folgendes Standes aus der Gewerbe- Ordnung und den Erlaß Der Antrag erhielt natürlich keinerlei Unterstützung von anderen Schreiben: eines Kurpfuscherei Verbotes" zu beantragen. Das Parteien. Da dies auch für die folgenden Sessionen nicht anders Mit bezug auf Ihren bei dem Königlichen Amtsgericht hier- Ministerium hat ablehnend geantwortet, und dies, wie das zu erwarten war, jo wurde in späteren Sessionen von einem förm- selbst erhobenen Widerspruch gegen die diesseitige Strafverfügung„ Leipziger Tageblatt" mittheilt, damit begründet, daß„ bei den Anlichen Antrag abgesehen, allein in je der Budgetdebatte wurde die vom 2. Juli d. Js. benachrichtigen wir Sie ergebenst, daß wir letztere schauungen, die in dieser Beziehung beim Reichstage herrschen, Milizforderung gestellt, und in voriger Session ja auch von Bebel zurückgenommen haben. Die Polizei- Verwaltung. B. Matthaei, feinerlei Aussicht auf Verwirklichung jener Bestrebungen vorausführlich begründet. Bürgermeister. Wenn Genosse Katzenstein die Reichstagsverhandlungen durchgeht, Leider ist die Polizei von Hamm nicht konsequent. Die Zurück- Wir halten diese Begründung für durchaus zutreffend. wird er mindestens zwei Dutzend sozialdemokratische Milizreden finden. ziehung der Strafverfügungen betraf 3entrumsleute. Die Schon als der Kultusminister Dr. Bosse den preußischen Schon auf dem Nürnberger Parteitag 1868 traten wir Strafverfügungen, die die Polizei während der Wahlbewegung Aerzten seinen Ehrengerichts- Gesezentwurf" damit schmachafter beiläufig sehr kräftig für das Milizsystem und gegen den Militaris- gegen Sozialdemokraten selbst wegen des fleinsten Ver- machen wollte, daß er ihnen, im Falle der Annahme mus ein. Unsere Agitation im Sinne des Kazenstein'schen Vorgehens erlaffen hat, find, obgleich unsere Genossen ebenfalls desselben, die Ausscheidung aus der Gewerbe- Ordnung und die Aufschlages ist also genau 30 Jahre alt. Wird aber selbstverständlich Widerspruch erhoben, in keinem Falle zurückgenommen worden. hebung der Kurirfreiheit versprach, haben wir auf die unerfüllbarkeit fortgesetzt werden. Kein Baum fällt auf den ersten Streich. " handen" sei. " dieses Versprechens hingewiesen. Mit erdrückender Mehrheit würde, der Reichstag jeden derartigen Gesetzentwurf ablehnen. Und einen| Unfug verübt zu haben. Die stattgehabte Beweisaufnahme erbrachte| eine Versammlungs- Einladung zirkuliren zu lassen? Wir sind seitens Theil dieser Mehrheit würde unsere Reichstagsfraktion bilden, nicht indessen keinerlei greifbare Anhaltspunkte für die Richtigkeit diefer des Arbeitsnachweises bereits vor Ihnen gewarnt worden. um für die Kurpfuscher Partei zu nehmen, sondern weil einerseits Behauptung, und da der Gerichtshof in Uebereinstimmung mit dem auch auf diesem Gebiete das Recht der freien Forschung gewahrt Amtsanwalt die Meinung vertrat, daß das bloße Streitpostenstehen im großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenstraße 57: Ber: Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, d. 14. August, vormittags 9 Uhr, werden muß, und weil andererseits der Kampf mit Polizeimitteln nicht als grober Unfug zu erachten sei, so erfolgte Freisprechung der ſammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: sich auch gegenüber der Kurpfuscherei als wirkungslos erweisen Angeklagten. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille: Was heißt, naturgemäß"? Gäste würde. Dies haben zur genüge die Erfahrungen bewiesen, willkommen. die man vor Abend 81% Uhr, Schillingstr. 36: Vortrag. Fachkollegen willkommen. Elektro- technischer Gewerkverein Berlins und Umgegend. Heute 1869 gemacht hat, das heißt ehe die ist, hat der Seiler Otto D. erfahren müssen. Derselbe hatte eine Daß ein Zuhörerraum im Gerichtssaale keine Schlafstelle Gewerbe= Ordnung die Ausübung der Heilkunst freigab. Vorladung vor eine Straffamner erhalten und sich, bis seine Sache Die polizeiliche und gerichtliche Verfolgung der Kurpfuscher trug nur herankam, in den Zuhörerraum begeben. Da er sich zu seiner bedazu bei, denselben im Volke ein besonderes Ansehen zu verschaffen, vorstehenden Vernehmung Muth getrunken hatte, war er im Verund so waren es damals gerade die Aerzte, die, mit aus diesem laufe der Verhandlungen sanft eingeschlummert. So passirte ihm Grunde, die Aufhebung des Kurpfuscherei- Berbots forderten. Im das Malheur, daß er bei einer vorgenommenen Vereidigung fißen Laufe der Zeiten ist dies in Vergessenheit gerathen, und so fordern blieb und hörbar heute die Aerzte, angesichts der fortschreitenden Proletarisirung ihres ordnung trug dem Schläfer eine sofort zu vollstreckende Haftstrafe schnarchte. Dieses Vergehen gegen die GerichtsStandes, die Aufhebung der Kurirfreiheit, ebenso, wie das ins von zwei Tagen ein. Proletariat herabsinkende Kleinhandwerk die Aufhebung der Gewerbefreiheit und die Wiedereinführung des Befähigungsnachweises fordert. Versammlungen. Zu den Friedensverhandlungen wird der„ Int. Corr." aus Madrid berichtet: In den der Regierung nahestehenden Kreisen tritt man nachdaß die spanische Antwortnote absichtlich ausweichend gehalten sei. drücklich den von Washington aus verbreiteten Meldungen entgegen, Die Note erklärte von vornherein, daß Spanien die gestellten Friedensbedingungen grundsätzlich annehme, aber in drei Punkten wünscht man vorher noch nähere Erklärungen. Erstens müsse anerkannt werden, daß die kubanische Schuld von den Eine beachtenswerthe Verordnung hat der Landrath Eine Versammlung des fünften Berliner Reichstags- staatlichen Hoheitsrechten der Insel untrennbar fei, zweitens sei festzudes Kreises Solingen mit Beziehung auf die dort in einigen Wahlkreises, die am Donnerstag bei Buske in der Grenadierstraße stellen, daß die Vereinigten Staaten auf den Jufelgruppen der PhiTagen beginnenden Volksschul- Ferien erlassen. Die Ver- tagte, setzte die Diskussion über den Ausfall der Reichstagswahlen lip pinen, Karolinen und Ladronen außerhalb des ihnen ordnung lautet:" Es ist festgestellt worden, daß in früheren Jahren fort. So te äußert: Nicht weil angeblich die Arbeiter in die Vor- überlassenen Territoriums auf jede Ausübung staatlicher Hoheitsrechte in gewerblichen Betrieben und Fabriken des hiesigen Streifes Sch 1 I- orte gedrängt werden, hätten wir die beiden Berliner Kreise einge verzichten, und drittens, daß Nordamerita sich verpflichtet, eine gewaltsame kinder in größerer Zahl zur Veschäftigung herangezogen sind. büßt, sondern wegen Vorkommnisse in der Partei. Aus Anlaß des Beginnes der Herbstferien mache ich darauf auf schaften hätten meistens ihre Pflicht gethan. Die Gewerk Austreibung der geistlichen Orden von den Philippinen in Doch sollen von den keiner Weise zu unterstützen. Wenn nun die nordamerikanische merksam, daß eine solche Beschäftigung dem Zweck der Ferien, welche lokalorganisirten Musikinstrumentenmachern einzelne nicht gestimmt Regierung in diesen Forderungen Spaniens die Absicht erblickte, den den Kindern zur Erholung und Kräftigung gereichen sollen, wider- haben. Das Bündniß mit den Freifinnigen zur Landtagswahl habe Friedensschluß zu verzögern, so müsse man von spanischer Seite streitet, und daß daher gegen Zuwiderhandlungen geeigneten Falls auch kopfschen gemacht. Es müsse im Verein mehr gearbeitet, erwidern, daß Nordamerika einer offenen Erklärung ausweiche, um umachsichtlich auf grund der§§ 135, 146 Ziffer 2 und 154 der Kleinere Bezirke errichtet werden, damit das Vertrauen größer wird und inzwischen die Feindseligkeiten auf Stuba und Portorico fortsetzen Gewerbe- Ordnung mit Strafen vorgegangen werden wird." die Genossen sich besser kennen lernen. Fränke I meint, es würden zu fönnen. = Die schon zu wiederholten Malen abgeänderten Statuten der Graf Guido Henckel von Donnersmarc'schen Beamten Pensionskasse sind, weil wieder zum größten Nachtheil der Beamten, diesmal von der königl. Stegierung zu Oppeln nicht genehmigt und dem Ministerium in Berlin zur weiteren Veranlassung übersandt worden. So meldet das OberSchlesische Tageblatt". Kommunales. " 1111r " " dort Vorwürfe erhoben, wo wir verloren haben; sonst Cine Madrider Depesche vom Donnerstag Abend berichtet: Der würden die Fehler mit dem Mantel der Liebe verdeckt. Wegen des Regierung ist das Präliminarprotokoll über den Frieden mit den Kandidaten dürfte sich kein Organisirter der Stimme enthalten Vereinigten Staaten zugegangen. Beim Verlassen des Ministerhaben. Redner wünscht mehr Flugblätter- Bertheilungen und mehr rathes erklärten die Minister soeben einem Vertreter der Versammlungen. Auch müsse der„ Vorwärts" öfter in Massen ver- Agencia Fabra", das Protokoll sei vollkommen genehmigt theilt werden. Das Partei- Organ nimmt nach der Ansicht Fränkel's worden. Es enthalte feinerlei Abänderungen, es es führe nicht auf das Massenbedürfniß Rücksicht. Da die Frauen mitzu- nur einige neue Punkte an. Heute Abend werde man schon sprechen hätten, müsse das„ Lokale" mehr bedacht werden. Genosse die Antwort nach Washington senden und den französischen Liepmann tritt der Ansicht entgegen, als ob durch, die Sieges- Botschafter Cambon zur Unterzeichnung des Protokolls ermächtigen. zuversicht der Kreis verloren gegangen wäre. Doch glaubt er, daß Vor allem werde die Einstellung der Feindseligkeiten erfolgen. Das Oberbürgermeister Zelle hat am Donnerstag von den durch Niederlegung alter Arbeiterviertel eine Verschiebung der sozialen Brotokoll werde wahrscheinlich schon morgen unterzeichnet werden. Magistrats- Bureauvorstehern Abschied genommen und auch in der Stellung der Wähler stattgefunden habe. Auch dürfte die Sozial- Die Friedenskommission sei noch nicht ernannt, die Verhandlungen Magistratssigung gestern das leztemal die Sigung geleitet. An seiner demokratie bei der Landtagswahl nicht für den Freisimm eintreten, würden, wie der Minister des Aeußeren erklärte, in Paris stattStelle wird vorläufig vertretungsweise der neugewählte Oberbürger- dem dieser sei in sozialen Dingen reaktionärer, als die finden, der Wortlaut des Protokolls werde erst nach der Unterzeich meister Kirschner die Geschäfte führen. anderen bürgerlichen Parteien. Da der Wahlverein mur mung veröffentlicht werden. Vielfach wird ein Bedauern darüber ausgesprochen, daß 500 Mitglieder gegen 715 vor dem Köllerkoup gehabt habe, Die amtlichen Kreise sind der Meinung, man könne die Eindas von der Stadt angekaufte Rittergut Buch in seiner ganzen Aus- hätten geeignete Hilfskräfte bei der Wahl gefehlt. Der Vorwärts" berufung der Kortes bis Ende September aufschieben. Bon seiten dehnung für Rieselzwecke verwendet werden soll; insbesondere wird habe gerade in der Wahlzeit auf der Höhe gestanden und sei er mit Spanien's sowohl wie auch Amerika's wird telegraphisch die Einbeklagt, daß der dortige Waldkompler von zirka 3500 Morgen der Haltung des„ Vorwärts" zufrieden. Aber die Genossen hätten stellung der Feindseligkeiten angeordnet werden, sobald Cambon das rasirt werden soll. Von zuständiger Seite wird uns mit nicht genug für den Vorwärts" gethan, es fehlte an Agitation für Präliminar- Protokoll unterzeichnet haben wird. getheilt, daß allerdings der größte Theil des Waldes die Verbreitung. Blaurock behauptet, die Redaktion des„ VorHeute wird aus Madrid telegraphirt: zu Rieselzwecken Verwendung finden und daher abgeholzt wärts" sei intolerant, denn sie nähme Berichtigungen nicht auf, ohne Die Regierung hat den französischen Minister des Auswärtigen, werden soll, daß aber ein kleiner Theil für die in Buch zu erbauende Dariow erwähnt, daß eine von ihm eingesandte Berichtigung Vereinigten Staaten entworfenen Friedens- Protokolls annehme. Sie wiederum ihre Bemerkungen dazu zu machen. Klaviermacher Delcasse, wissen lassen, daß sie den Wortlaut des von seiten der städtische Frrenanstalt erhalten bleiben soll. Eine Abholzung des mit prächtigen Alleen und Baumgruppen versehenen Parkes soll nicht abgewiesen worden sei. Thommsen wünscht, daß die Klein- wird an die französische Regierung die Bitte richten, an den Botstattfinden. Die Stadtverwaltung hat das Gut zum Preise von gewerbetreibenden nicht zu schroff behandelt würden, da der Kreis schafter in Washington, Cambon, die Vollmachten gelangen zu lassen, nicht allein von der Arbeiterschaft zu erringen sei. Maaß stellt die ihn zur Unterzeichnung des Protokolls, entsprechend dem von richtig, daß die Sozialdemokratie nicht sage, der Mittelstand muß Mac Kinley ausdrücklich gestellten Ersuchen, ermächtigen sollen. zerrieben werden, sondern er wird zerrieben werden, wie die Statistik Dem Vernehmen nach wird der spanische Botschafter in Paris, beweise. Er erwartet, daß die Berliner Arbeiterschaft nicht für die in- Léon y Castillo, den Vorsiz unter den spanischen Mitgliedern der würdige Vertretung der Berliner Bourgeoisie zur Landtagswahl eintrete, Friedens- Kommission führen. Spanien wünscht auf dem ganzen was zur Versimpelung führen würde. Robert Schmidt kommt Philippinen- Archipel seine Oberhoheit aufrecht erhalten zu sehen, auf den Vorwurf zu sprechen, daß seine Stellung zu den lokal- und will dort weitgehende Reformen in politischer und administrativer organisirten Arbeitern nachtheilig auf den Ausgang der Wahl ge- Hinsicht gewähren. wesen sei. Er erklärt, daß er garnicht zu den eifrigen Gegnern der Das Madrider Blatt„ Liberal" spricht seine lebhafte Freude Zwanzig Vergolder der Firma Methlow u. Ko. waren Lokalorganisationen gehöre, doch sei er genöthigt gewesen, gegen ge- über das Ende des Krieges aus und sagt, der Besitz Spaniens in von dem Firmeninhaber wegen Kontrattbruches wisse Strömungen vorzugehen. Seine Angriffe gegen die Organi- Amerika sei vollständig verloren. Die Ereignisse der lezten drei vor das Gewerbegericht zitirt worden. Der Herr beanspruchte die sation Musikinstrumenten= Arbeiter richteten sich vor Jahre würden auf der Geschichte Spaniens schiver lasten. Die übliche Buße. Die Verhandlung leitete Geiverberichter v. Schulz. allem gegen den seinerzeit gefaßten Beschluß, ihre bei übrigen Blätter veröffentlichen die Berichte über die Vorgänge im Folgender Sachverhalt wurde festgestellt: Ein Akkordarbeiter der den Gewerkschaften aufgenommene Schuld nicht zu zahlen gestrigen Ministerrath, ohne dieselben einer Besprechung zu unterFirma sollte eine bestimmte Goldleiste anfertigen und 1,50 m. pro und gegen diejenigen, die, als Anarchisten bekannt, innerhalb ziehen. 3 500 000 m. erstanden. 47 466 Schweine Auf dem städtischen Schlachthofe sind im Monat Juli 1898 gegen 51 404 im Juli 1897 auf Trichinen untersucht worden. Davon sind 7 Stück wegen Trichinen und 33 Stüd wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung ungeeignet zurückgewiesen worden. Soziale Rechtspflege. der = 100 Fuß erhalten. Er verlangte aber 2 M. mit der Be- dieser Gewerkschaft eine führende Rolle übernommen haben. Durch Der„ Daily Chronicle" wird aus Washington gemeldet: So gründung, daß er die Leiste für 1,50 M. nicht machen könne! ein solches Vorgehen werde sich kein Sozialdemokrat von der Abgabe zuversichtlich glaube die Regierung, daß der Krieg beendigt sei, daß Der höhere Saiz wurde ihm wurde ihm verweigert und er erhielt feiner Stimme abhalten laffen. Man ziehe wohl immer in den Mittivoch Abend der Generaladjutant nachstehendes Telegramm an auch keine andere Arbeit angewiesen, was er als Entlassung auffaßte. Versammlungen über die sozialdemokratische Partei her, aber man General Miles richtete: Da der Friede gesichert ist, weist Sie der Die übrigen Akkordarbeiter erklärten sich mit ihm solidarisch und fühle sich verletzt, wenn man dann als Anarchist bezeichnet werde. Kriegssekretär an, alle Feindseligkeiten einzustellen und die spanischen verließen ebenfalls die Fabrik, indem sie die angefangenen Afford- Ferner meint der Redner, daß versuchen müsse, die Befehlshaber davon zu verständigen. zur Ver man arbeiten unfertig liegen ließen. Herr Meyer, der Firmeninhaber, gemachten Fehler in den nächsten fünf Jahren auszumerzen. Wie aus Washington gemeldet wird, hat der französische Boterblickte darin einen Kontraktbruch und berief sich in der schon die politische Kleinarbeit erscheine auch ihm das wichtigste. schafter im Empfangssaal des Staatsdepartements das Friedenserwähnten Klage auf die Fabrikordnung, wonach bei Affordarbeiten Kayser beklagt sich, daß er bei der Wahl keine Hilfe bekommen protokoll unterzeichnet. Der Präsident Mac Kinley erließ gleichzeitig die Entlassung und die freiwillige Aufgabe der Arbeit nur nach habe. Darauf wird die Diskussion geschlossen. Dr. We y I meint eine Broklamation betreffend die Einstellung der Feindseligkeiten. beendetem Akkord erfolgen darf. Bevor es im Schlußwort, daß wir uns mehr um die Kleingewerbetreibenden Die kubanischen Insurgenten möchten sich nun gerne wieder Handlung der Klage kant, hatten sich die Parteien wegen bekümmern müßten; auch hätten wir durch unser Eintreten für die mit den Amerikanern versöhnen. Ein Telegramm des„ New- York treten bei der Firma wieder in Arbeit, und Herr Meyer läßt die November ein Stiftungsfest zu veranstalten und die Arrangirung Wunsch habe, sich sein Vorhaben betreffend den Abbruch der Bebetreffende Goldleiste nicht in seinem Betriebe machen. Für den desselben dem Vorstand zu übertragen. Nachdem bekannt gemacht, zichungen zu der amerikanischen Armee, noch einmal zu überlegen; Fall, daß sie doch mitgemacht werden muß, hat er versprochen, so daß für den 18. September noch Urania- Billets zu haben sind, wird er erbiete sich jetzt, Führer für die Expedition auf Portorico zu viel wie die Firma A. Werkmeister dafür zu zahlen. Die Versammlung geschlossen. stellen. Der Herald" meldet ferner, die Zivilverwaltung sei in Gerichts- Beitung. " Vor dem Getverbegericht erklärte er gestern, daß er mit Die Konditoren hielten am 4. Auguft ihre fällige Mitglieder- Santiago jest völlig abgeschafft worden. seiner Klage nur bezivecke, den Beklagten zum Bewußt- versammlung ab. In derselben wurde Kollege Enke zum Schrift- Aus Portorico treffen nun wohl die letzten kriegerischen Nachfein zu bringen, daß sie kontraktbrüchig geworden feien. führer gewählt. Alsdann wurde beschlossen, am 21. Auguſt( Som- richten ein. Es kam denn auch hier zu einem Vergleich. Die Beklagten erkannten tag) eine Partie nach Grünau zu Lindenhayn zu unternehmen. Die General Schwan meldete telegraphisch nach Washington, daß protokollarisch an, daß sie zu unrecht die Arbeit vor der Beendigung Kollegen haben sich von 12-121/ 2 1hr auf dem Bahnhof Jannowitz- seine Brigade einige Meilen von Mayaguez( Westküste von Portorico) ihrer Akkorde niedergelegt haben und daß sie nicht berechtigt waren, brücke zu treffen. Der zweite Punkt, Stellenvermittelung betreffend, entfernt mit starken spanischen Streitkräften in einen Kampf verdie Wiedereinstellung eines entlassenen Arbeiters zu verlangen. Herr wurde bis auf weiteres vertagt, jedoch die Mitglieder aufgefordert, wickelt wurde. Auf amerikanischer Seite fielen zwei Mann. Ein Meyer seinerseits verzichtete ausdrücklich sämmtlichen Beklagten gegen jede vakante Stelle sofort zu melden. Unter Verschiedenem wurde Lieutenant und 14 Mann wurden verwundet. über auf seine Forderung und zog die Klage zurück. vom Kollegen Weißenstein die Hartmann'sche Offertenzeitung Ein Telegramm aus San Juan meldet, daß ein Kampf zwischen wegen ihres unwahren Berichts über den Hamburger Bäckerstreit 800 Spaniern, welche einen Leuchtthurm besetzt hielten und ihn verfritisirt. Die Versammlung überläßt das Urtheil hierüber jedem theidigten, und 200 amerikanischen Soldaten vom Kriegsschiff Kollegen selbst. Cincinati" stattgefunden hat. Die Spanier wurden mit großen Ein Streit zwischen dem Verleger des„ Kl. Journal", Verluften zurückgeschlagen und ließen zahlreiche Gewehre zurück. Dr. Leipziger, und dem Redakteur Schulze von der„ Rad- Welt" ge= Buchbinder. Am Sonntag, den 8. August, hielten die Mit- Auch die Insurgenten auf den Philippinen erklären sich jest langte gestern zum zweiten Male zur gerichtlichen Erörterung. Im glieder des Verbandes der in Buchbindereien 2c. beschäftigten Arbeiter ganz offen für die Amerikaner. Der Korrespondent des„ New York November v. J. fand hier eine Internationale Fahrrad- Ausstellung und Arbeiterinnen ihre Versammlung ab. Brückner gab zuerst Journal" telegraphirte aus Hongkong, die philippinische Junta habe statt, welche in hervorragender Weise von einer französischen Firma die Namen der am Schluß des I. Quartals auf der Streichungsliste dem amerikanischen Konsul Wildman öffentlich mitgetheilt, ibr beschickt war. In einem Artikel, welcher im„ Kleinen Sport- Journal", ſtehenden, später aber weiter geführten Mitglieder bekannt. Eine einziger Wunsch sei die Annektirung der Philippinen durch Amerika. einer Beilage zum„ Kleinen Journal", erschien, wurde das Bekanntgabe der freiwillig ausgetretenen Mitglieder konnte nicht erleber die republikanische Schilderhebung liegt heute die französische Erzeugniß in lobender Weise besprochen. Darauf erschien folgen, da die Namen nicht vorlagen. Hierauf wurden die An- folgende Depesche aus Madrid vor: Die aufrührerische Bande in in der„ Nad- Welt“ ein Artikel, worin mitgetheilt wurde, daß die wesenden von der Absicht des Verbandsvorstandes, einen einheitlichen der Provinz Castellon hat sich, nachdem sie einige Schüsse mit den französische Firma eine Aufwendung von 1600 W. gemacht habe, Tarif für Buchbindereien über ganz Deutschland zu ermöglichen, in fie verfolgenden Gendarmen gewechselt hatte, getheilt und in das unt eine empfehlende Besprechung in der Presse zu erzielen. Der Kenntniß gefeßt. Die zum diesem Zwede in Berlin gebildete Kom- Atalayas- Gebirge geflüchtet. Verfasser des Artikels ließ durchblicken, daß dieser Betrag in die mission habe sich mit den Vorarbeiten hierzu bereits beschäftigt, aber Staffe des„ KI. Journal" geflossen sei. Dr. Leipziger erwiderte in all das Material ſei bisher nur sehr spärlich eine guter den Lehte Nachrichten und Depeschen. Braunschweig, 12. August.( B. H.) Nach einer Meldung der Braunschw. N. N." ist auf dem Bahnhofe Vienenburg heute früh 61%, Uhr der von Seesen kommende Güterzug infolge eines Weichendefektes entgleist. Ein Bremser ist verletzt worden. Gleich darauf fuhr auf demselben Geleise eine Lokomotive auf den Güterzug. Der Materialschaden ist bedeutend. Die Aufrechterhaltung des Verkehrs Mainz, 12. August.( B. H.) Heute Nachmittag 6 Uhr wurde in der Bauerngasse der frühere Spezereiwaarenhändler Schüler von feiner Geliebten aus Eifersucht erdolcht. zu geharnischter Weise, er nannte den Verfasser des Artikels einen wurden ersucht, die Arbeiten dieser Kommission nach Möglichkeit zu unterLumpen" und bezeichnete es als eine„ bodenlose Genteinheit", ihn stigen. Hierauf hielt Dr. Bruno Wille einen mit regem Interder Bestechlichkeit zu verdächtigen. Diese Fehde gab Veranlassung effe verfolgten Vortrag über:" Der Kampf ums Dasein in der zu Klage und Widerklage. In der ersten Instanz wurde fest Gedankenwelt", welcher mit reichem Beifall belohnt wurde. Unter gestellt, daß das Ausstellungs- Stomitee 20 000 Nummern des„ Kl. Verschiedenem machte Kollege Se herwart auf die Dienstag, den Sport- Journal" mit dem in Rede stehenden Artikel beim 16. August, bei Hensel, Invalidenstr. 1a, stattfindende öffentliche VerBerlage des Kl. Journal" bestellt hatte. Die Arbeit war ihrer sammlung der in der Luruspapierbranche beschäftigten Arbeiter und Dringlichkeit wegen während der Nacht ausgeführt worden und hatte Arbeiterinnen aufmerksam, in welcher zu erscheinen allen Anwesenden ist durch Umsteigen ermöglicht. der Verlag hierfür, sowie für die Vertheilung der 20 000 Nummern zur Pflicht gemacht wird. Nachdem Christian um baldiges Abeinen Preis von 1000 m. erhalten. Der Gerichtshof hatte rechnen der Billets zum Sommerfest ersucht hatte, machte er noch dies Geschäft als ein durchaus unanstößiges und deshalb die Mittheilung, daß das Stiftungsfest anstatt am Sonntag den 15. versteckten Vorwurf der Bestechlichkeit als unberechtigt Sonnabend den 14. April 1899 abgehalten werden soll. Einem AnDelsnitz, 12. Auguft.( B. H.) Bei der Nenovirung der königl. bezeichnet. Schulze wurde deshalb wegen Beleidigung zu 25 M. trage Albert's, der Vergnügungskommiſſion das selbständige Strafanstalt in Oelsnig kam es heute Vormittag zu einem ZuGeldstrafe verurtheilt, dem Beklagten Dr. Leipziger dagegen wegen Festmachen der Säle zu Vergnügungen zu überlassen, wurde nach ſammenstoß zwischen deutschen und czechischen Arbeitern, weil die der beschimpfenden Ausdrücke eine Geldstrafe von 200 m. auferlegt. reger Debatte zugestimmt. beiden Bauunternehmer eine große Anzahl czechischer Arbeiter einVon beiden Seiten wurde Berufung eingelegt, die achte Ferien- Zu der Berichtigung der Firma C. G. W. Kapler in Nr. 186 gestellt hatten. Die deutschen Arbeiter legten die Arbeit nieder; Straffammer des Landgerichts I bestätigte indessen das erste Er- des Vorwärts" wird uns von dem betheiligten Modelltischler erklärt, die deutsch- böhmischen erklärten sich mit ihnen solidarisch. Es herrscht tenntniß. daß seine Entlassung vormittags 9 Uhr, angeblich wegen Mangel an große Unruhe. Das Spandauer Schöffengericht hat vorgestern abermals das Arbeit, durch den Vizemeister erfolgte. Als der betreffende Arbeiter Paris, 12. August.( W. T. B.) Major Esterhazy ist heute Streifpostenstehen nicht für groben Unfug erklärt und zwar in einer nach dem Komptoir gehen wollte, um sein Geld zu holen, traf er Nachmittag aus dem Gefängniß entlassen worden. Verhandlung gegen die Zimmerleute Suckow und Musehold, welche den wirklichen Meister auf dem Treppenflur. Dieser sagte: Sie Rom, 12. Auguft.( W. T. B.) Wie aus Messina, Milazzo und beschuldigt waren, am 11. Mai d. 3. als Streifposten" Personen, wollen es hier wohl auch so machen, wie bei der Firma? Reggio di Calabria gemeldet wird, wurden dort heute Nachmittag insbesondere zugereiste Zimmerleute, belästigt und dadurch groben Solche Leute dulden wir nicht; wie kommen Sie dazu, in der Fabrik starke Erderschütterungen verspürt. Schaden wurde nicht angerichter. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage. Br. 188. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 13. Auguſt 1898. Volkswirthschaftliche Rundschau. Eisenbahnen, Kanäle und Zollpolitik. Ueber unseren natürlichen und künstlichen Wasserstraßen zieht sich ein ähnliches Unwetter zusammen, wie Mitte der siebziger Jahre über den Eisenbahnen. D Der Wasserverkehr ist so rapid gestiegen. Er betrug: in 1000 Tonnen 1886/90 durchschn. auf der ( durchgegangen) 1876/80 durchschn. 1895 8128 5242 1172 2771 7928 3566 835 2210 2531 2948 4641 1409 " und Elbe haben so wesentlich gewonnen, während Oder und Weser stellung fünstlicher Wasserwege immer größere Staatss erst zu einem für den regelmäßigen Verkehr werthvollen Wasserweg mittel beansprucht. Mit nicht weniger als rund 180 Mill. Mark geworden sind. sind die preußischen Staatsfinanzen allein an den Kosten der theils in Ausführung begriffenen, theils bereits ausgeführten großen Kanalprojekte in dem Zeitraum von 1880 bis 1890 betheiligt. Das Man klagte die Eisenbahnen damals an, daß sie den ergiebt also an Regulirungs- und Unterhaltungskosten der großen internationalen Handel, vor allem die Einfuhr durch ihre AusStröme durchschnittlich jährlich 18,31 Millionen Mart, und wenn nahmetarife begünstigten, meist auf Kosten des inländischen Verkehrs auf dem Rhein bei Emmerich man die für Herstellung fünstlicher Wasserstraßen bewilligten auf kurze Strecken, für den sie keine Konkurrenz zu fürchten hatten 184 Millionen Mark ebenfalls auf zehn Jahre vertheilt, weitere und daher Monopolspreise verlangen konnten. Die wider auf der Elbe bei Hamburg 18,4 Millionen Mark jährlich. Dazu kommen dann noch an Personals sinnigsten Absatz- und Produktionsverschiebungen, die Durchkreuzung ( durchgegangen) tosten der Wasserbau- Verwaltung über eine Million Mark jährlich, so daß der wohlerwogensten handelspolitischen Absichten der Gesetz auf der Elbe bei Schandau etwa 38 Millionen Mark für Preußen allein herauskommen. Da gebung, die schwerste Schädigung besonders der Landwirthschaft ( durchgegangen) gegen haben nach einer Berechnung von Sympher die durchschnittwurden der Herrschenden Tarifwillfür zum Vorwurf gemacht. Mit auf der Spree bei Berlin lichen Jahreseinnahmen der sämmtlichen deutschen Wasserstraßen der wachsenden schutzöllnerischen Strömung wuchs auch der Kampf ( angekommen) 4150 von 1881 bis 1890 mur 2 Millionen Mark betragen, also wenn gegen die Privatgesellschaften, bis dann die Verstaatlichung die EisenOder bei Breslau ( 1885)*) 478 man dieselben ganz für Preußen nehmen wollte, nicht ente bahnen geradezu zu einem Werkzeug der Verschärfung Die Gesammtzahl des Verkehrs der deutschen Wasserstraßen fernt die Kosten gedeckt; es bleiben 36 Millionen Mart, welche des herrschenden Schutzollsystems machte. betrug nach der Ulrich'schen Zusammenfassung der Reichsstatistik Preußen allein für seine Wasserstraßen ausgegeben hat. Von einer Schon 1877 hatte der Bundesrath den Aufsichtsbehörden die 1873: 9 541 000 Tonnen, 1895: 84 277 000 Tonnen, d. H. unter Verzinsung der schon früher aufgewendeten Kapitalien ist gar keine Prüfung und Nichtgenehmigung aller solcher Tarife empfohlen, Berücksichtigung des Umstandes, daß für eine geringe Anzahl Häfen Rede."( Ülrich.) ,, welche für ausländische Produkte und Fabrikate einen an sich Zahlen für 1878 nicht haben gegeben werden können, eine Zunahme Daß zwei Berkehrswege, die so vielseitig mit einander Ton oder verhältnißmäßig günstigeren Frachtsat gewähren, als für von etwa 350 pet. Dagegen betrug die Anzahl der auf den furriren wie die Eisenbahnen und die Wasserstraßen, auf die Dauer: gleichartige inländische Erzeugnisse." Im Dezemberbrief des deutschen Eisenbahnen beförderten Tonnen 1873: 120 Millionen, 1895: nicht so verschieden zu behandeln sind, wird jedermann einleuchten. Reidjskanzlers( 1878) war auch dieses Vorgehen programma- 248 Millionen, also eine Zunahme von rund 107 pet. Dabei hatte Entweder man behandelt auch die Eisenbahnen nicht wie ein privattisch festgelegt. fann Es hieß es da auf die sich aber auch das Eisenbahnnetz in der angegebenen Zeit wirthschaftliches Unternehmen oder gar wie ein ertragreiches StenerDauer Sen einzelnen Staats- und Privat Eisenbahn Ber- von 23 890 Kilometern auf 45 261 Kilometer, also um fast 100 pet. monopol- oder man steigert auch die Abgaben und die Interessentenwaltungen nicht die Berechtigung verbleiben, der wirthschaftlichen vergrößert, während das Wasserstraßennetz in derselben Zeit eine nur leistungen für die Wasserstraßen. Gesetzgebung des Reiches nach eigenem Ermessen on unbedeutende Längenzunahme erfahren hat. Nach einer Berechnung Wie die Dinge bei uns liegen, muß man mit der letzten Entkurrenz zu machen, die Handelspolitik der verbündeten von Sympher wurden 1875 auf den Wasserstraßen 290 000 Tonnen- scheidung als der allein wahrscheinlichen rechnen. Die Agrarier, Regierungen und des Reichstages nach Willkür zu neutrali- filometer auf das Kilometer befördert gegen 450 000 Tonnenkilometer welche die Einfallsthore für fremdes Getreide und Holz am liebsten firen und das wirthschaftliche Leben der Nation den Schwankungen auf das Kilometer Eisenbahnen. Für 1891 berechnet Surs 556 000 ganz schließen möchten, die Industriellen, welche von den auszusehen, welche im Gefolge hoher und wechselnder Einfuhr- Tonnentilometer bei den Wasserstraßen gegen 534 000 bei den Eisen- Schifffahrtsgebieten entfernt liegen und die Konkurrenz der durch prämien für einzelne Gegenstände nothwendig eintreten." Bie bahnen. Der Verkehr ist also in erster Linie auf dem Wasser immer die billigen Wasserfrachten bevorzugten Nebenbuhler fürchten, die sehr der größte Einzelstaat diese Gesichtspunkte zur Richtschnur massiger und reger geworden. Eisenbahnen, endlich die Finanzminister drängen zur bei seiner Eisenbahnpolitik machte, dafür sei aus der Be- Unbestreitbar bewegen sich auf diesen Wasserwegen die meisten, Abgabensteigerung. Andererseits sind hier die Schutzzöllner in feiner gründung zu dem dem preußischen Verstaatlichungs- Gefeßentwurf die Grenze überschreitenden Transporte vom Auslande nach Weise einig; die rheinisch- westfälische Industrie lebt von der billigen vom 29. Oftober 1879 noch folgende Stelle herausgehoben: dem Inlande und nicht umgekehrt. Die Einfuhr benutzt mit Vorliebe Wasserzufuhr von Rohstoffen und Lebensmitteln und der Westen hat Es ist die Aufgabe des Staates, dieser Teudenz( der Herab- den Wasserweg. So wurden 1894 Roh- und Brucheisen überhaupt trotz des abgabenlosen Rheins von Köln bis Lindau bereits die setzung der Tarife für die Einfuhr und Durchfuhr ausländischer eingeführt 244 723 Tommen, davon auf den Wasserstraßen 189 096 höchsten Getreidepreise in Deutschland. Produkte) beschränkend entgegenzutreten, soweit dadurch die wirth- Tonnen, das sind 77,3 pet. Weizen und Spelz 1 215 355 bezw. schaftlichen Interessen des Inlandes gefährdet werden, zu ver- 906 941 Tonnen, also 74,6 pCt. auf dem Wasserwege Roggen hindern, daß nicht das Inland einer zerstörenden Ueberschwemmung 708 384 beziv. 443 688 Tonnen, mithin 62,6 pct. Hölzer aller mit den Erzeugnissen der ausländischen Ueberproduktion ausgesetzt Art 3 422 209 beztv. 1781 062 Tonnen, gleich 52 pCt. Dabei sind werde. Repressive Maßregeln gegen eine solche Tarifstellung sind immer die erheblichen Mengen nicht mitgerechnet, welche seewärts daher lediglich die Kousequenzen eines gesunden und berechtigten eingeführt und dann von den Hafenplägen Memel, Königsberg, staatlichen Egoismus. Danzig, Stettin, Lübeck, Bremen, Emden zu Berg auf den betreffenden Wasserstraßen verfrachtet sind, weil weil von ihnen nicht mehr mit Bestimmtheit die in den Häfen mitverladenen deutschen Waarenmengen gesondert werden können. Bei Roheisen, das zweifellos alles dem Auslande zugeschrieben werden kann, würde sich sonst der Prozentsatz auf 84 pt. erhöhen u. s. f. " Man hob daher Ende der siebziger Jahre, trotz des lebhaften Widerstandes der Privatbahnen, die bestehenden, die ausländische Einfuhr scheinbar oder wirklich begünstigenden Tarife auf: wir haben solche Tarife( von einer, mur den äußersten Often betreffenden Bestimmung des russischen Handelsvertrages abgesehen) nur dann noch, wenn es sich um Erzeugnisse handelt, die, wie Kolonialwaaren, in Deutschland überhaupt nicht vorkommen und daher keinerlei störende Konkurrenz im Inlande hervorrufen können. Diese relative Hochhaltung der Transportpreise der Eisenbahnen bei der Zufuhr vom Auslande nach dem Inlande fällt um so schwerer ins Gewicht, als in unseren Staatsbahntariffäßen immer ein beträchtlicher Bruchtheil nichts wie eine Verkehrssteuer" darstellt, die der Staat noch zu den Selbstkosten und dem normalen Profit zuschlägt. Zwar erklärte Maybach in seiner großen Programm rede über die Umgestaltung des preußischen Eisenbahnwesens, daß man Staatsbahnen nicht baue, um ein Geschäft zu machen; sogar Zuschüsse der Steuerzahler würden sich leicht ausgleichen durch die Hebung des Wohlstandes und damit der allgemeinen Steuerfraft auf der anderen Seite; bei Häfen, Strömen, Chausseen, bei der Bost frage man auch nicht nach einer Rentabilität ihrer Anlagen. Judes, es ist bekanntlich alles anders gekommen. In den Jahren 1882/83 bis 1896,97 haben die preußischen Staatsbahnen nach Abzug ihrer Ausgaben, sowie der zur Verzinsung und 3/4 prozentigen Tilgung der Staatseisenbahn- Kapitalschuld erforderlichen Beträge einen Reinüberschuß von 1290 Millionen Mark abgeworfen, von dem nur 40 Millionen für besondere Bedürfnisse der Staatsbahn- Verwaltung ausgegeben wurden, alles übrige für allgemeine Staatszwecke. Zieht man die 40 Millionen Mark, welche für die StaatseisenbahnVerwaltung ausgegeben sind, von den 1290 Millionen Mark ab, so bleiben noch 1250 Millionen Mark, welche zu anderen staatlichen Zwecken Verwendung gefunden haben und von den Benutzern der Staatseisenbahnen demnach als eine Verkehrssteuer gezahlt worden sind."*) So sind alle unsere Eisenbahntransporte verhältnißmäßig theuer geblieben, und da man alle Ausnahmetarife für die Einfuhr der auch bei uns erzeugten Produkte ablehnt, so ist die Grenzbarrière, welche neben den Schutzzöllen die Transportfosten bilden, eine recht ansehnliche geblieben und die Klage der Unternehmer, daß die Schienenwege mit Vorliebe die fremden Waaren zu uns hereinbrächten, haben vollständig aufgehört. Ju schneidendem Gegensatze zu den Eisenbahntransporten werden nun alle diese Wasserfrachten tief unter dem Selbstkostenpreise befördert. Während die Eisenbahnpolitik die fremde Einfuhr möglichst fernhält, wird hier die Einfuhr subventionirt. Die Bahutarife verschärfen den Schutzzoll, die Wasserstraßen- Abgaben durchkreuzen ihn. Die Reichsverfassung sowohl, wie mehrere inter nationale ebereinkommen haben zu der widerspruchsvollen Tarifgestaltung bisher geradezu gezwungen. Hätte man die erstaunliche Entwickelung der Binnenschifffahrt voraussehen können und wäre man zur Zeit der Geburt der Reichs- Verfassung und der internationalen Verträge weniger freihändlerisch gewesen, so würde man sich niemals die Hände so sehr gebunden haben. Artikel 54 der Reichsverfassung bestimmt: Auf allen natürlichen Wasserstraßen dürfen Abgaben nur für die Benutzung besonderer Anstalten, die zur Erleichterung des Verkehrs bestimmt sind, erhoben werden. Diese Abgaben, sowie die Abgaben für die Befahrung künstlicher Wasserstraßen, welche Staatseigenthum sind, dürfen die zur Unterhaltung und gewöhnlichen Herstellung der Anstalten und Anlagen erforderlichen Kosten nicht übersteigen. - Wieweit Männer, bei denen der Eisenbahn mit dem Schutzzollfanatismus zusammenwirkt, bereits in ihren Forderungen gehen, zeigt die letzte Schrift Ulrich's, der noch vor kurzem vortragender Rath im preußischen Eisenbahn- Ministerium war und heute EisenbahnPräsident in Kassel ist. Wir lesen da: Mag man immerhin einen niedrigen Satz als Mindestsah bei den Ausfuhr gütern anwenden und auch im Binnenverkehre, soweit dies zur Schonung bestehender wirthschaftlicher Verhältnisse nöthig erscheint, zunächst die Abgaben niedrig bes messen. Bei den ausländischen Gütern dagegen, welche auf unseren Wasserstraßen eingeführt werden, ist meines Dafürhaltens eine solche Schonung sehr übel angebracht. Warum soll z. B. das ausländische Getreide und Holz zu solch außerordentlich niedrigen Frachten auf den auf Staatskosten verbesserten Binnenwasserstraßen gefahren werden ,; während das inländische Getreide und Holz, welches die Wasserstraßen in nur geringem Maße benutzt und benutzen kann, die vier- bis achtfach höheren Frachten der Eisenbahnen zahlen muß? Warum soll das nicht nachgeholt werden, was man im Jahre 1879, versäumt hat, und warum soll man nicht ebenso, wie man damals auf den Eisenbahnen die Frachten für die Einfuhr ausländischer zollpflichtiger Güter erhöht hat, durch eine höhere Abgabe die Transportkosten der auf dem Wasserwege eingeführten Güter in dem Maße erhöhen, daß die Transportkosten der Binnenwasserstraßen denen der Eisen bahnen ungefähr gleichgestellt werden? Dazu gehört aber auch, daß wir uns die freie Verfügung nicht, nur über unsere Eisenbahnen, sondern auch über unsere Wasserstraßen verschaffen. Die internationalen Verträge, wodurch wir behindert sind, auf Rhein und Elbe die Schifffahrt mit Abgaben zu belegen, müssen deshalb sobald als möglich beseitigt und der Artikel 54 der Reichsverfassung aba geändert werden, damit wir auf unseren Wasserstraßen wieder eigene Herren werden und anstatt der jetzigen internationalen freihändlerischen eine nationale, unserer Wirthschaftspolitik ents sprechende Verkehrspolitik einführen können. Es ist die höchste Zeit, daß wir diesen Rest der Freihandelspolitik, der unsere Schutzölle zum großen Theil unwirksam macht, ausrotten. Und selbstverständlich dürfen wir auch in den neuen Handelsverträgen uns in der freien Verfügung über unsere Berkehrsstraßen nicht binden. Dann sind wir in der Lage, uns besser als bisher vor der ausländischen Einfuhr schüßen zu können, indem wir Schifffahrts- Abgaben auf unseren Binnenwasserstraßen erheben. Natürlich aber müßte man bei den großen Strömen, mit Auflegung von Abgaben beginnen, nicht wie es jetzt. geschieht, mit den Kanälen und kanalisirten Flüssen. Denn das liegt auf der Hand, daß, wenn man den Dortmund- Emstanal und den kanalisirten Main mit Abgaben von irgend welcher Gra heblichkeit belastet, während die Rheinstraße ohne Abgaben bleibt, man nur die ersteren schädigt, ohne dem großen ganzen zu mützen. Die großen Ströme haben die niedrigsten Frachten und können deshalb Abgaben am ersten vertragen. Man sieht, der Kampf gegen die Kanäle wächst mehr und mehr über die alte Streitfrage hinaus, ob man etwas rascher oder langsamer bauen oder diesen und jenen Kanal ganz ablehnen soll. Wie entwickelt sich jetzt auf der ganzen Linie ein Generalangriff gegen die bisherigen Grundlagen der Strom und Kanalpolitit überhaupt. Wie die Eisenbahnen, so sollen auch die Wasserstraßen den herrschenden zollpolitischen Bestrebungen untergeordnet und zu Werkzeugen der Verschärfung der Schutzölle gemacht werden. Die Rhein Schifffahrtsatte vom 17. Oktober 1868, die von den deutschen ferstaaten, ferner von Holland, Belgien, Frankreich und der Schweiz vereinbart worden ist, sowie die Schifffahrtsakte bezüglich der Elbe, Weser und Donau setzen fest, daß Schifffahrtsabgaben nur in solcher Höhe erhoben werden dürfen, daß die Unterhaltungskosten der Wasserstraßen bezw. die 8insen der hier auf verwendeten Kapitalien gedeckt werden. Hiernach baut, verbessert und unterhält der Staat, der Steuerzahler die Wasserwege. Aber es ist nicht nur verboten, einen Ueberschuß bei den preußischen Eisenbahnen, wie gesagt, 1250 Millionen Mark in 15 Jahren herauszuwirthschaften, sondern es ist vielfach sogar ausgeschlossen, daß das eigentliche Anlagekapital Indeß, die Einfuhr hat sich um so mächtiger an anderer Stelle verzinst und amortisirt wird: eine Flußregulirung mag z. B. mur einen Durchbruch verschafft: an den Mündungen der Ströme zum Nutzen der Schiffstransporte unternommen sein, zu den„ beund Kanäle, die gerade unsere reichsten Absatzgebiete durch- sonderen Anstalten zur Erleichterung des Verkehrs" wird man ziehen man denke nur an den Rhein und die Elbe mit ihren sie jedoch nicht rechnen können und nur für diese dürfen auf natür blühenden industriellen Umgebungen und Hinterländern. lichen" Wasserwegen und das bleiben die Ströme trotz aller auf Dieses Netz von natürlichen und künstlichen Wasserstraßen ist sie verwendeten technischen Künste Abgaben bis zur Höhe der eigentlich erst in den letzten zwanzig bis dreißig Jahren recht auf- Stosten erhoben werden. Vielfach ist die Gebührenfreiheit sogar ausgeschlossen worden. Man hat die Ströme regulirt und vertieft, große gedehnt worden auf Häfen, Umladegeleise, Schleusen, die Staat, Kanalprojekte durchgeführt oder durchzuführen begonnen, man hat Provinz und Gemeinden an den natürlichen Wasserstraßen angelegt Flußhäfen hergestellt und weiter ausgebaut, ebenso die Umlade- haben, unter Umständen auch auf Kanäle und kanalisirte Flüsse. in den siebziger Jahren gegen die Differentialtarife der Eisenbahnen, vorrichtungen, Lagerhäuser, Geleisanschlüsse an die Bahnen. Rhein Cohn u. Ulrich machen hier folgende Rechnung auf. Allein in Preußen sind in den Jahren 1880 bis 1890 zur Regulirung der *) Ulrich, Staatseisenbahnen, Staatswasserstraßen und die deutsche großen und kleinen Ströme aufgewendet worden 81,15 Millionen Wirthschaftspolitik. Leipzig 1898. Noch besser vertritt die kanal- Wark. Hierzu treten 74,81 Millionen, welche während des gleichen feindliche Strömung die frühere Schrift von Ulrich, Staffeltarife und Beitraumes für die Unterhaltung jener Ströme, und 47,14 Millionen, Wasserstraßen, Berlin 1894. Ferner vergleiche man: Cohn, Eisen- welche für sonstige Regulirungen der Wasserstraßen, einschließlich der bahnen, Wasserstraßen und der preußische Staatshaushalt bei Aufwendungen für Kanäle, Brücken 2c., verausgabt wurden. Im Schmoller, 18. Band 1894, und Major Kurs, Schifffahrtsstraßen bei ganzen sind daher etwas über 183 Millionen Mark für diese WasserConrad, 10. Band 1895. Gegen Ulrich sehr eingehend in den bauten aufgewendet worden. Außerdem hat aber die Her legten Nrn. 42-44 der Nation" Walther Log: Kritik der neuesten Argumente u. f. f. *) Frühere Nachweisungen sind nicht möglich. hätten, die jetzt übliche Sonntags Kündigung bezeichnet schenken, deren Bestreben sei, diese Einigkeit zu lockern und den und vermeint, daß die Kündigung besser an einem Wochen- Frieden zu stören. In den Vereinigungen der Gesellen sei aber kein tage erfolgen fönne. Sodann wurde die kühne Behauptung auf- Boden und Platz für Agitation und Putsche! So wurde Berlin Die Parteigenoffen des 4. Berliner Wahlkreises seien noch gestellt, daß in gewissen" großen Schlächtereien die zulässige Zeit vor einem drohenden Streit bewahrt und der Gesellenausschuß mals darauf aufmerksam gemacht, daß heute in Treptow im Vittoria- der Sonntagsarbeit weit überschriften werde. Da nun die Zunft- beauftragt, mit dem Imnungsvorstande in gewohnter Harmonie alles Garten ein Sommerfest stattfindet, zu dem ein recht zahlreicher Be- gesellen nicht ganz unter sich" geblieben waren, sondern auch eine zu regeln. such erwünscht ist. Anzahl nicht zur" Brüderschaft" oder zum Verein der Engros- Der Molkenmarkt fann am 14. August d. J. auf ein 200jähriges Wie Berlin vor einem Streit der Schlächtergesellen Schlächtergesellen" gehörige Gesellen Eingang gefunden hatten, so Jubiläum zurückblicken auf das seiner ersten Verschönerung. Auf glücklich bewahrt wurde, davon giebt die Bentral- Fleischer- gab es über die Zustände im Schlächtergewerbe higige Debatten, dem Markte", dem ältesten Berlins schon im 14. Jahrhundert Beitung" folgende Kunde. Dieselbe berichtet nämlich über eine am im Verlaufe deren mit der Einberufung einer öffentlichen Ver- führte er den Namen Moltenmarkt nach einer dort belegen geweſenen eventuell mit einem Streit gedroht wurde. Kuhmelkerei des Mühlenhofs wurden im Jahre 1698 am vorigen Sonntag stattgehabte Versammlung Berliner Zunftgesellen, sammlung und welche der Gesellen- Ausschuß einberufen hatte, um einige der in Einem wohlbekannten Ehrenmitgliede der Brüderschaft" gelang 10. Sonntage nach Trinitatis trop des damals schon bestehenden Letzter Zeit laut gewordenen Mißstände und Wünsche" seitens der es indessen, die hochgehenden Wogen der Erregung zu Sonntagsgesetzes die Krambuden weggenommen, damit der Markt Gesellen zu besprechen. Wenn die Zunftgefellen schon anfangen, glätten, indem er Harmonie Del salbungsvoll salbungsvoll auf die zur Feier einziehender Fürstlichkeiten als Paradeplatz benutzt wenn auch bescheidene „ Wünsche" zu hegen, da muß denn selben träufelte. Der Gesellenausschuß, die Innung, sowie die ge- werden konnte. doch wohl etwas faul sein in den Arbeitsverhältnissen des Berliner sammte ehrenwerthe Meisterschaft hätten, seiner Bekundung nach, das gebracht, wo fie auch verblieben. Ueber die ferner wenig Fleischergewerbes. Befagte Wünsche" betrafen nun in erster Linie höchste Interesse daran, hervorgetretene lebelſtände zu beseitigen und bekannte Geschichte des Moltenmarktes, die jedoch gerade jetzt, das Herbergswesen, bezüglich dessen verschiedene Mißstände gerügt berechtigte" Forderungen der Gesellen zu berücksichtigen, denn wo dem Plaze so große Veränderungen bevorstehen, großes wurden. Im weiteren wird als ein Uebelstand, unter zwischen Meistern und Gesellen gebe es im Schlächtergewerbe, Gott Interesse erregen und über die an den Stammtischen der alten welchem die Meister wie die Gesellen gleich zu leiden sei Dank! keine Gegenfäße! Er warnte davor, Elementen Gehör zu Berliner" gegenwärtig fleißig diskutirt wird, erzählt die Chronik ,, -Tokales. = Da auch in einflußreichen Industriekreisen der Sieg dieser Ana schauungen als ein tödtlicher Schlag empfunden werden würde, so werden diese Bäume wohl nicht gleich in den Himmel wachsen. Kommen wird die Auseinandersetzung jedoch, und wahrscheinlich sehr bald schon. " -ms. Die Buden wurden nach dem Neuen Markt daß im Jahre 1728 König Friedrich Wilhelm I. nach Schlüter's topfe und am Rückgrat sind jedoch so schwer, daß er wohl kaum mit hölzern gespielt. Hierbei fingen nun plötzlich einige Zündhölzer Modell die Bildsäule seines Vaters hier aufstellen ließ und den dem Leben davonkommen dürfte. Feuer und gleich darauf standen auch die Kleider des Kindes in Platz Königsmarkt" nannte. Dieser Name kam aber nicht in AufAuf das laute Angstgeschrei des Mädchens eilten Ueber einen tödtlichen Unfall in der Garde- Kürassier- Kaserne hellen Flammen. nahme, da die Bildsäule des Königs bald wieder fortgenommen wird berichtet: Am Donnerstag vormittag um 11 Uhr hatte der entsetzt eine Menge Hausbewohner, darunter auch die Tante der wurde. Das Haus Nr. 1, das einst als Polizeipräsidium diente, war Kürassier Emil Block von der dritten Schwadron, der sich auf Stall- Kleinen, auf den Hof, und man wollte schon das lichterloh brennende Lange Zeit hindurch der Wohnort hervorragender Persönlichkeiten. wache befand, auf dem Stallboden zu thun. Als er auf einer eisernen Kind unter den Hofbrunnen schleppen, um so die Flammen zu löschen, Dort wohnte 1572 der Kurfürstliche Kanzler Lampert Diestelmeier, im Leiter wieder herunterstieg, hat er wahrscheinlich fehlgetreten. Im als zum Glück im letzten Augenblick ein in dem Hause wohnender Jahre 1645 der um das Salzwesen in Berlin und in der Mark Branden- Stall hörte man das Aufschlagen des aus beträchlicher Höhe herab- Schlächtermeister Riez dazu kam, das Kind sofort zu Boden warf burg verdiente Graf v. Lynar. Nachher besaß das Gebäude der Ober- gestürzten Körpers auf das Pflaster und fand Block, der keinen Laut und durch Rollen den Brand erstickte. Das arme Mädchen war aber Marschall v. Grumbkow und später General v. Dönhoff. Im Jahre 1776 mehr von sich gab, mit einer schweren Kopfwunde besinnungslos auf. an den Armen und Händen, an der Brust und besonders am Halje wurde das Haus der General- Tabaks- Kompagnie überlassen, und als Gin Assistenzarzt legte ihm sofort einen Verband an und brachte ihn und Gesicht furchtbar zugerichtet. Diese aufgehoben wurde, kam es an den Fiskus und 1791 an den nach dem Garnisonlazareth II in Tempelhof. Dort ist Block am Magistrat zur Einrichtung des Stadtgefängnisses. Wie lange noch, Freitag Morgen um 5 Uhr der Verlegung erlegen. damit wird auch dieses Stück„ Alt Berlin" fallen. Zu bemerken ist Der Verlust des Gehörs hat den 19 Jahre alten Schuhnoch, daß im 17. Jahrhundert das Haus Nr. 13 am Moltenmarkt die„ Nibbe". nicht„ Rippe" hieß( ein Gasthaus in der Nähe be- macherlehrling Friedrich Herrmann in den Tod getrieben. Er war zeichnet sich heute so) vor welchem der Roland als Sinnbild der seit 1/2 Jahren bei dem Meister B., Schumannstr. 4, in der Lehre, see bei Kiel ertrunken. höheren Gerichtsbarkeit der Stadt stand. As die Stadt Berlin vom blieb aber in der Fachschule zurück und konnte auch sonst Surfürsten Friedrich II. im Jahre 1448 mit dem Verluste ihrer Vor- seinen Bosten schlecht ansfüllen, weil er feit mehreren Jahren durch Krankheit das Gehör eingebüßt hatte. Das empfand er schwer. Am rechte, wozu auch die eigene Gerichtsbarkeit gehörte, bestraft wurde, Montag Abend hatte er für den Meister geliefert und war dann aus der Wohnung verschwunden. Am Donnerstag Morgen wurde seine Leiche an der Gozkowskybrücke gelandet. H. war Waise, aber nicht unbemittelt. zerstörte man auch den Roland. Die neue Sommeruniform der Schuhmannschaft gelangt gegenwärtig zur Ausgabe. In den letzten Tagen haben auf jedem Revier einige Beamte die neuen joppenartigen Stoffjacketts erhalten. Dieselben sind von tiefðunkelblauer Farbe, vollständig glatt, mit Umlegetragen. Der letztere iſt mit einer weißen Lige eingefaßt. Auf den Schultern sind zwei schmale hellblaue Streifen, Achseltlappen ähnlich, angeheftet, auf denen die Nummer der Beamten beDer Kampf gegen die Konsumvereine soll nach dem Vorgehen der Fleischermeister im Südost Stadttheil nun auch von den Bäckermeistern aufgenommen werden. Bereits wird mit Hachdruck Stimmung unter denselben gemacht und soll in nächster Zeit eine Versammlung derselben einberufen werden, um in dieser Angelegen festigt ist. heit bindende Beschlüsse zu fassen. A In Bethanien gestorben ist der 41 Jahre alte Dachdecker Emil Monsonius aus der Manteuffelstr. 71. M. war nach Beendigung seiner Arbeit im Hause Rathenowerstr. 76 infolge eines Fehltritts von der Treppe gestürzt und hatte eine Gehirnerschütterung erlitten, die seinen Tod herbeiführte. Monsonius hinterläßt eine Frau mit vier Kindern im Alter von 14 bis zu 5 Jahren. Vermischtes vom Tage. -Sieben Schiffer sind beim Krabbenfang in der OstZwei Söhne eines Bauern, 17 und 19 Jahre alt, ertranken beim Baden in Rogauen bei Darlehmen. Während eines starken Sturmes strandete in der Dith marscher Bucht ein Segelschiff. Die vier Mann starke Beſazung ertrant. Sämmtliche Gebäude einer großen Mühle in Salzwedel wurden von einem angelegten Feuer zerstört. Bei Weißstein in Schlesien steckte ein Häuer eine Dynamitpatrone in den Mund und zündete sie an. Der Kopf wurde ihm vollständig vom Rumpfe abgerissen. Wolkenbruch und Hagelschlag verwüsteten die Gegend von Gleichenberg. Ein Dammbruch unterbrach den Bahnverkehr zwischen Fehring und Fürstenfeld. c. e. Beim Flecken Schirokaja im Gouvernement Cherson find reiche Erzlager entdeckt worden. Die Preise für das Land schnellten in der Gegend sofort außerordentlich hoch.Wegen unglücklicher Familienverhältnisse ertränkte sich eine Ein schwieriges Rettungswerk vollbrachten vorgestern NachEin Kaufmannsfrau aus Germersheim mit zwei Kindern im mittag mehrere Schiffer am Spandauer Schifffahrtskanal. junges Mädchen, welches gegen 6 Uhr das Südufer passirte, schwang Rhein. Ein Wiener Straßentehrer verletzte seine Frau durch einen fich plötzlich über die Brüstung der Böschung hinweg und stürzte sich in das Wasser. Mehrere Schiffer, die den Selbstmordverfuch beob- Revolverschuß schwer. Dann tödtete er sich selbst durch drei Schüsse. achteten, fetteten sofort ihre Kähne los, um die Lebensmüde zu Ein Durchgangszug und ein Güterzug stießen am Sehr übertrieben und zum theil vollkommen unrichtig hat sich retten. Diese aber, eine außerordentlich geschickte Schwimmerin und Donnerstag Abend bei Pontedecimo in der Nähe von Genua die Mittheilung eines Berichterstatters erwiesen, der über angeblich Taucherin, wußte wohl eine Viertelstunde lang den Bemühungen zusammen. Die Maschinisten des Güterzuges waren in einem grobe Ausschreitungen vor dem Bau Hussitenstr. 40 zu berichten ihrer Retter Widerstand entgegenzusetzen. Erst als die Kräfte des Tunnel unter dem Giovipasse vom Schlage getroffen worden; der wußte und die auch wir gestern in kurzem Auszuge brachten. Wir Mädchens erlahmten, gelang es, die Selbstmörderin in einen Kahn Bug war somit sich selbst überlassen, lief rückwärts und fuhr in den erhalten darüber von der Lohnkommission der Maurer folgende zu ziehen und ans ufer zu bringen. Da das Mädchen Angaben anderen Zug hinein. Der Zusammenstoß war furchtbar. Neun Schilderung des Vorganges: Es ist zunächst vollkommen unrichtig, über ihre Personalien verweigerte, statt dessen aber erklärte, daß es Person en wurden getödtet, vierzig verwundet. daß die Akkordmaurer irgend wie bei dem Verlassen der doch noch einmal ins Wasser gehe, nußte es zu seiner eigenen Man befürchtet, daß noch mehr Verletzte unter den Trümmern Arbeit belästigt wurden oder auch von den Streitenden Sicherheit der Polizei übergeben werden. liegen.starte Ansammlungen vor der Baustelle stattgefunden haben. Von den Streifenden stand am Donnerstag Abend, als sich der Vorfall Von einer wüthenden Kaze schwer verletzt. Am Donnerstag abgespielt haben sollte, nur ein Mann an der Usedom- und Brunnen- Nachmittag paffirte in Begleitung eines Hundes ein siebzehnjähriger straßen- Ecke, dem der Polier und der Meister das Zeugniß ausstellen Arbeitsbursche den hinter dem jüdischen Friedhof in Weißensee bemüssen, daß er ein ruhiger und solider Arbeiter ist. Als sich dieser legenen Feldweg und bemerkte auf dem Felde eine Kaze. Er hetzte eben im Gespräch mit einem Manne, der garnichts mit dem den Hund auf das Thier, welches, ruhig ſizen bleibend, den Feind Streit zu thun hatte, befand, kamen um die angegebene herankommen ließ. Che der Hund jedoch zubeißen konnte, sprang Beit 4-6 auf dem Bau beschäftigte Maurer vorbei, die, die Katze auf den Kopf des Gegners und richtete das heulende Thier wohl im Vollgefühl des behördlichen Schutzes, der ihnen übel zu. Der Bursche, der den Hund befreien wollte, packte die Katze in reichlichem Maße zu theil wird, auf den ruhig dastehenden am Genick; er mochte aber wohl nicht fest genug zugegriffen haben, streifenden Maurer die heftigsten Schimpfreden häuften. Ihr Muth denn es gelang dem Vieh, sich frei zu machen, und nun sprang das steigerte fich bald so, daß sie zu Thätlichkeiten übergingen und der wüthende Thier ihm ins Gesicht. Bevor auf sein Geschrei Hilfe Angegriffene den Schuß eines Kriminalbeamten in Anspruch nehmen herbeikam, hatte der junge Mann schon schwere Kratz- und Bißmußte. Selbstverständlich sammelte sich in dieser lebhaften Gegend wunden erlitten. Wahrscheinlich wird ihm die sehr heilsame Lehre Stationen eine große Menschenmasse an, die dann allen möglichen Gerüchten zu theil werden, daß er in Zukunft diesen Jagdsport unterläßt. Verbreitung schaffte. Vollständig aus der Luft gegriffen ist die sensationelle Mittheilung, die Beamten hätten mit blanker Waffe einhauen müssen. Bemerkt sei noch, daß gegen die Schläger Strafantrag gestellt wird und man beabsichtigt, einen der Kriminalbeamten zur Zeugnißleistung heranzuziehen." Ahtwardt ist ein Strafmandat aus Erfurt zugegangen, weil er ant Schlusse einer dort abgehaltenen Versammlung eine Geldsammlung veranstaltet hatte, ohne eine behördliche Genehmigung Dazu gehabt zu haben. In Kasan gerieth ein Stadttheil in Brand. Mehrere Fabriken und Kasernen sowie mehr als hundert andere Gebäude sind eingeäschert. Das Feuer dauert bei heftigem Wind fort. Ein Goldklumpen von 87 Pfund Gewicht ist bei Kanowna in Westaustralien aufgefunden worden. Witterungsübersicht vom 12. August 1898, morgens 8 1hr. Barometer stand mm Windrichtung Windstärte Wetter Temp. n. C. 5°. 4° R. Stationen stand mm Windrichtung Windstärke 756 S 761S 766 Wetter Temp. n. 6. 160=" Do 26678 16 16 1Dunst 18 Haparanda 767 NNW 2wolfent 12 770 SSW 1bedeckt 18 Petersburg 766 23 1 bedeckt 770 Still-bedeckt 19 Corf 4 Regen -wolfen! 16 Aberdeen 3h1b. bed. 17 4woltent 16 Paris 1volfent 768 NW 3 bedeckt 15 Wetter- Prognose für Sonnabend, den 13. August 1898. Etwas wärmer, zunächst noch heiter, nachher zunehmende Bewölkung 770 18 Durch die muthige That eines fünfzehnjährigen Burschen, des Dreherlehrlings Ernst Larscheck, Stralsunderstr. 14, wurde Donnerstag Swinemde. 770 Nachmittag in der Stralsunderstraße, Ecke Brummenstraße, ein Samburg größeres Ünheil abgewendet. Der vor ein Break gespannte sehr Berlin feurige Gaul des Schlächtermeisters Benske aus der Schönholzer- Wiesbaden 769 Still straße 6, der ohne Aufsicht vor einem Hause gestanden hatte, scheute München Wien plöglich durch das Klingeln der Elektrischen Straßenbahn und jagte wild, den Wagen bald rechts und links hinter sich Herschleudernd, die Straße entlang. Da warf sich der fünfzehnjährige Bursche mit Todesverachtung dem scheuen Gaul in die Zügel und es gelang und etwas Neigung zur Gewitterbildung bei mäßigen füdöstlichen Winden. dem Knaben auch, das Thier noch, ehe es ein Unheil angerichtet hatte, zum Stehen zu bringen. Zu der Auffindung der Hedwig Krüger, deren Verschwinden feinerzeit zu den abenteuerlichsten Gerüchten Veranlassung gab, und vielfach mit einem Verbrechen in Verbindung gebracht wurde, erfahren wir noch folgendes: Trotz aller von den Eltern zur An- In religiösen Wahnsinn verfallen. Der Kapellmeister Robert wendung gelangten Strenge bereitete Hedwig Krüger ihren An- Erben, ein in der Bühnenwelt sehr bekannter und beliebter kunstgehörigen doch schon seit vielen Jahren Aerger und Sorge. Weder sinniger Musiker, der seit einigen Monaten hier in der Wilhelmin der Häuslichkeit noch in der Schule war sie zu fesseln, vielmehr straße eine Wohnung inne hatte, ist in religiösen Wahnsinn verzeigte sie schon seit Jahren einen Hang zum Umhertreiben und hatte fallen und mußte gestern als gemeingefährlich von der Polizei aus fich auch schon wiederholt aus der elterlichen Wohnung entfernt und seiner Wohnung abgeholt werden. verstedt gehalten. Was sie an dem Tage ihres Verschwindens ver- Bei der Anbringung der elektrischen Oberleitung für die anlaßt hat, der elterlichen Behausung fern zu bleiben, ist noch Straßenbahn an der Oranienbrücke wurde der Hilfsmonteur Josef unklar; das Mädchen selbst verweigert jede Auskunft darüber. Auf- Schimeßck durch einen herabhängenden Tragedraht, der durch einen fällig ist übrigens, daß der richtige Name der Kleinen vorüberfahrenden Omnibus plöglich mitgerissen wurde, von dem nicht früher festgestellt worden ist. Sofort nach ihrem Ver- Montagewagen herabgeschleudert und so schwer am Kopfe verlegt, schwinden wurde der Polizei wie auch der Bresse genaue daß er bald darauf im Krankenhause am Urban den Geist aufgab. Mittheilung über Aussehen und Kleidung der Krüger gegeben und wiewohl das Mädchen unter ihrem angenommenen Namen Müller bei der Polizei eingeliefert worden war, und sie dort nur ungenaue und unzuverlässige Angaben über ihre Personalien machte, ist doch nur durch einen Zufall jetzt erst der richtige Name ermittelt worden. Man sollte auch annehmen, die Polizei müßte in solchen Fällen Recherchen über die Angaben des Mädchens veranlassen, dann war mit Leichtigkeit festzustellen, daß die angeblich verstorbenen Eltern garnicht egistirten. Die Fiindigkeit der Polizei, abgesehen von politischen Dingen, ist ja in letzter Zeit wiederholt Gegenstand der Kritik gewesen. Wie es scheint, ist aber diese Kritik ganz spurlos an leitender Stelle vorübergegangen, wie dieser Fall aufs neue beweist. Das Deutsche Theater giebt auch in der neuen Spielzeit ein umpersönliches Abonnement auf 40 Donnerstagsabende zu ermäßigten Bedingungen aus. Die erste dieser Abonnements- Borstellungen findet am 8. September statt. Anmeldungen sind an die Theaterkasse zu richten.- Die Einnahmen von Südermann's, Johannes" im Deutschen Theater, der am Mittwoch an dieser Bühne seine 80. Aufführung erfuhr, haben die Summe von einer viertelmillion Mark bereis überschritten, so daß die Durchschnittseinnahme des Stückes, trotzdem zahlreiche Aufführungen in die Sommermonate fielen, noch immer mehr als 3000 M. pro Abend betragen. Deutscher Metallarbeiter- Verband ( Verwaltungsstelle Berlin). Todesanzeige. Am 10. d. M. starb unser Mitglied, der Schnittarbeiter [ 113/3 August Putzke. Ehre seinem Andenken. Die Be Berliner Wetterbureau. Von der Reise zurückgekehrt. Dr. Steuer, Ackerstr. 132, I. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin". ララ Sonntag, 14. Aug.: Tour n. Freienwalde, 63 km. Abfahrt 6 Uhr Prenzlauer Thor. Donnerstag, 18. August: Filialversammlung erdigung findet am Sonntag, den 14. august, nach 5 Uhr, von der( Süden) bei Ewald, Schönleinſtr. 6. Leichenhalle des Neuen Jakobikirch: hofes, Hermannstraße, aus statt. Um rege Betheiligung ersucht Die Ortsverwaltung. Todes- Anzeige. Am 10. August, abends 8 Uhr, verstarb unser Kollege, der Mechaniker Fritz Schneider. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachmittags 412 Uhr, von der Leichenhalle des alten Louisen- Kirchhofes in der Bergmannstraße aus statt. 4036 Die Kollegen der Maschinenfabrik G. Stein, Blumenstraße 24. NB. Billets zum Stiftungsfest sind dort zu haben. Der Vorstand. Steinsetzer- Sammellist von G. Meier verloren. Alle die darauf gezeichnet haben, wollen sich am Sonntag, den 14. d. M., 10 Uhr vormittags bei Pennife, Charlotten burg, Potsdamerstr. 5, einfinden. Frauen- Sterbekasse für Mitglieder der Zentral- Kranken- und SterbeKasse der Tischler c. ( Oertliche Verwaltung Berlin B.) Mitglieder Versammlung am Montag, den 22. Auguſt 1898, Allen Freunden und Bekannten zur abends 8 Uhr, im Lofal des Herrn Nachricht, daß unser lieber Sohn, Bruder, Schwager und Bräutigam, der Bildhauer Heinrich Bohnagen, am Donnerstag Abend nach langem Leiden an der Proletarierkrankheit der storben ist. Die Beerdigung findet am 5 Sonntag, den 14. d. M., nachmittags Uhr, vom Leichenhauſe des Emmaus firchhofes aus, statt. Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. 3976 Möhring, Admiralstr. 18c, fischer Hof", Oberer Saal. Tagesordnung: Mär [ 187/12 1. Beschlußfassung über Abänderung des Statuts. 2. Wahl eines Delegirten zur Generalversammlung in Hamburg am 11. Sept. 1898. 3. Verschiedenes. Mitgliedsbuch der Frauensterbe- Kasse legitimirt. Die Ortsverwaltung. Arbeitsmarkt. [ 3986 Für die herzliche Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, Ein Mädchen für alles wird sofort Vaters und Schwiegersohnes, des oder zum 1. September verlangt. Die„ Poliklinik für frante Kinder" von Dr. Hauser, Johannisstr. 14/15, ist vom 13. August bis 11. September geschlossen." Zur Lokalliste. Ein Ringnepper als Radfahrer hat mit Hilfe eines KomDie Freie Vereinigung selbstplizen am Donnerstag Abend um 81/2 Uhr einen erst furze Zeit in ständiger Barbiere, Friseure 2c. veranstaltet, nach einem Berlin anwesenden Mann namens 2. aus der Friedrichstraße mit Versammlungsbericht des" Vorwärts", am 15. d. M. einen Ausflug Leichtigkeit eingefangen. Als. die Friedrichstraße entlang ging, nach Finkentrug; da in diesem Ort sämmtliche Lokale gesperrt find, trat an der Besselstraße ein nicht besonders gut gekleideter Rad- werden alle Genossen, welche Mitglieder obiger Organisation fahrer auf ihn zu mit der Bitte, ihm die Zimmerstraße zu zeigen. sind, ersucht, diesem Ausflug fernzubleiben, um nicht mit zum Bruch Er sei hier fremd, habe sein Geld verbraucht und müsse noch einen der Lokalliste seitens einer, angeblich auf unserem Boden stehenden sehr werthwollen Ring verpfänden, um einen Gasthof aufsuchen zu Organisation beizutragen. Die Lokalkommission. fönnen. In diesem Augenblick gesellte sich als Fachmann" der Fenerbericht. Donnerstag Nachmittag war Lindower Komplize ganz zufällig" zu den beiden, schätzte den Ring auf straße 15 beim Theerkochen ein kleiner Brand entstanden, der mindestens 100 m., taufte ihn für 40 m., hatte aber kein Geld bei aber bald gelöscht werden konnte. Kurz darauf brannten Franse di fich. Inzwischen ivar 2. scharf gemacht auf das Werthstück, hatte straße 6 Papierkartons. Preßkohlenbrände riefen die Wehr nach 20 M. geboten und die Geldtasche in der Hand, als der Radfahrer Kl. Andreas str. 18 und Großgörschenstr. 2a. Köpidersich schon entfernte, weil ihm scheinbar der Handel leid geworden straße 176 gingen Gardinen und Möbel in Flammen auf. war. Der Helfer nahm nun 2. mit den Worten:„ Nun schnell, fonst geht der uns weg; wir verdienen jeder 10 Thaler dabei", die Aus den Nachbarorten. Geldtasche aus der Hand und gab ihm den Ring als Pfand, bis das Geld geholt seiner nahe belegenen Wohnung Grünan. Am heutigen Sonnabend hält der hiesige Arbeiter haben würde. Er empfahl noch besonders den sehr edlen Bildungsverein im Lokal von Lindenhain einen Sommernachtsball Stein des Ringes der sorgfältigsten Behandlung. blieb der„ Goldschmied" mit der 28 W. enthaltenden Geldtasche ver- ab, wozu alle Freunde und Bekannte freundlichst eingeladen schwunden. Den Werth des Ringes, ein einfacher gelber Blechreifen werden. Das Komitee. mit weißem Glas, begutachtete später ein wirklicher Fachmann auf Der Radfahrer ist kleiner als sein MitAuguste Mayer und Kinder. noch nicht 25 Pf. Werth. schwindler und trug einen weißen Strohhut. Der andere hatte Der Verein polnischer Cozia einen dunklen Anzug und einen schwarzen Schlapphut. Die regierungsseitige Bestätigung hat nunmehr die Lehrerlisten in Berlin Förmlich zu Tode geschleift wurde vor einigen Tagen ein Schäfer Lindemann zu Zehdenid. Er fuhr zusammen mit dem Besoldungsordnung erhalten, welche die Gemeindevertretung von Inspektor des Amtes Zehdenick auf einem Einspänner. Plötzlich Britz am 27. Mai d. I. beschlossen hatte. Die Gehaltsverhältnisse arrangirt zu Sonntag, den 14., einen Restaurant. Abfahrt um 8 Uhr morg. Scheute das Pferd, ging durch und raste die Straßen entlang. stellen sich demnach folgendermaßen: Grundgehalt 1200 M., Alters- Ausflug nach Hirschgarten, Tabbert's reichen Besuch der Genoffen wird geer aus Natürlich Der Arbeiter- Bildungsverein für Friedenau und Steglitz unternimmt am Sonntag, den 14. Auguſt cr., eine Besichtigung der Sternwarte in Treptow. Billets sind beim Gastwirth Schellhase, Ahornstr. 15a, zu haben. Bimmerers Gottlieb Mayer, sagen wir allen Kollegen, Verwandten, Bekannten, sowie den Schlächtermeistern und Vichkommissionären u. dem Raths: zimmermeister Herrn Ernst Meyer und Personal unseren innigsten Dank. Die tiefbetrübte Wittwe Rummelsburg, Bring Albertſtr. 5a, im Zigarrengeschäft. straße 50, Hof I. Kartonarbeiterin verl. Markus. 3606* 20 Kurbelstepperinnen b. h. Lohn fof. verlangt. David Riese, Jägerſir. 25. 20 Kurbelstepper sofort b. h. Lohn verlangt. David Riese, Jägerstr. 25. Bernis Agenten für Krankenkaffe Hilfe". unter sehr günstigen Bedin 3716 gungen gesucht. Subdirektion Staligerstr. 82, I, am Schlesischen Thor. Lithograph, Während der Inspektor sich durch einen kühnen Sprung rettete, wurde zulage 200 M., Miethsentschädigung für verheirathete Lehrer 300 M., vom Schlesischen Bahnhof. Um zahl der Postkarten mit Ansicht arbeitet und Schrecklich verbrannt. 2. vom Wagen geschleudert, blieb aber mit den Füßen so unglücklich für unverheirathete Lehrer sowie für Lehrerinnen 200 m. im Korbgeflecht des Wagens hängen, daß er die ganze Strecke auf Ein fünf Jahre altes Mädchen, das dem Pflaster geschleift wurde. Ein Milchwagen, mit welchem der einzige Kind eines in Schöneberg wohnenden Pferdebahnkutschers Die Durchgänger farambolirte, brachte diesen schließlich zum Stehen, Wobig, zog sich am Donnerstag schwere Brandwunden zu. wobei 2. noch einmal hoch in die Luft geschleudert wurde. Hilfs Mutter der Kleinen war auf den Markt gegangen und hatte das bereite Leute befreiten den bewußtlosen Mann, der am Hinterkopf Kind der Obhut einer bei ihr wohnenden Schwester anvertraut. furchtbar verletzt war, aus seiner Lage und schafften ihn auf dem Das Mädchen hatte nun in der Wohnung unbemerkt eine Schachtel umbeschädigt gebliebenen Fuhrwerk in das städtische Krankenhaus, Streichhölzer an sich genommen, war damit auf den Hof gegangen avo ihm ärztliche Hilfe zu theil wurde. Die Verlegungen am Hinter- und hatte dann in dem Thorweg des Vorderhauses mit den Streichbeten. in Feder und Gravour bewandert ist, ( 3926) Das Komitee. findet sofort angenehme und dauernde Mühlenstraße 8, a. d. Ober: Stellung. Näh. b. Dahms, Kaiserstr. 14. baumbrücke, 5 Min. von Station Tüchtige CartonWarschauerstraße, find v. 1. Of Arbeiterinnen finden bei hohem tober frdi. Hofwohnungen Verdienst dauernde Beschäftigung. p. 1 1. 2 Stuben nebst allem Zu Theodor Nathan, Cartonfabrik, behör v. 72-94 Thaler zu ver54632* [ 3896 Stallschreiberstr. 29. miethen. Näheres daselbst beim Verwalter.| Rahmentischler ges. Oranienstr. 119 Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Apollo- Theater. Täglich um 9 Uhr: 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Don Juan in der Hölle. Am Sonnabend, den 13. August 1898, in Carl Joël's Viktoria- Garten Gerö Gynlay • 6 Sonnabend, den 13. Auguft. Vom Matterhorn z. Jungfrau. Sarolta Neues Opern Theater( Kroll). = Fra Diavolo. Orientalisches Tanz bild. Anfang 7/2 Uhr. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Deutsches. Johannes. Anf. 72 Uhr. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Lessing. Im weißen Röß'l. 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Anfang der Vorstellung 8 Uhr. eichshallen Garten- Theater. Leipzigerstr. 77. 20 erstklassige Spezialitäten u. a.: The 9 Torpedoes! Trapnell- Family! Mile. Giordani. Willon, Antoni. Ferner Punch, das " sprechende Pferd und die tollste Burleske: Berlin auf Stelzen! Sonntags 7 Uhr. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorher von 7 Uhr ab: GartenKonzert. Bei ungünstiger Witterung im grossen Theatersaal. Familien- Vorzugsfarten täglich giltig. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Täglich: Köpnicker Landstrasse. Treptow. Köpnicker Landstrasse. Chinesische Nacht arrangirt von den Parteigenossen des 4. Berliner Reichstags- Wahlkreises bestehend in Grossem Instrumental- Konzert unter Leitung des Herrn W. Guttmann., Gesangs; Aufführungen von Mitgliedern des Arbeiter- Sängerbundes unter Leitung des Herrn Appelt. Volksbelustigungen aller Art. Große Verloosung von Japan: und China- Waaren direkt aus Kiantschou. Anfang 4 Uhr. Entree 25 Pf. 215/15 Grosser Ball. Verband der Vergolder! Im Saale von 4 Uhr ab: Die Kaffeeküche ist geöffnet. Das Komitee. Montag, den 15. August, abends 8 1hr, in den„ Arminhallen", Kommandantenstraße Nr. 20: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn C. Lankow: Die Entwickelung Frankreichs vom 16. bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes und Fragekasten. Bahlreiches und pünktliches Erscheinen erwartet 225/11 Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Skandinavischer Handwerker- Verein. Stiftungs- Fest am Sonnabend den 13. August, in den ,, Armin- Hallen", Kommandantenstraße 20. Garten- Konzert, humoristische Vorträge und Tanz. Eintritt für Herren 75 Pf. Damen frei. 3116 = Die Mitglieder der Freien Volksbühne zahlen zur Nach: mittags Vorstellung am Sonntag, den 14. August, zur Aufführung von Schiller's„ Räuber" für Logen und 3936 Montag, den 15. d. Mts., abends 8½ Uhr, Andreasstrasse 26: Fauteuil nur 50 Pf. Versammlung. Tagesordnung: 1. Die Arbeitslosen- Unterstützung durch die Ge: werkschaften. 2. Bericht über Lohndifferenzen. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Möbelpolirer! Morgen, Sonntag Nachmittag Besichtigung der Späthschen, Baumschule. Treffpunkt daselbst aut Haupteingang 2 Uhr oder Bahnhof, Rirdorf 121/2, Bahnhof Baumschule 1,41 Uhr. Kinder haben leider feinen Zutritt. Zahlreiches Erscheinen erwarten die Kollegen Nierich und Schönberg. Achtung! I Achtung! Luruspapier- Branche. Berlin, wie's lebt und liebt. Dienstag, den 16. August 1898, abends 8½½ Uhr: Bosse mit Gesang in 5 Bildern von R. Linderer u. J. Seiz. Musit von Hübner: Trams. Vorher: Theodora. Schwant in 1 Aft von Höppner. Auftreten von Spezialitäten. Jm Saal: Tanzkränzchen. Restaurant zur Erholung. Köpenick, Kaulsdorferstrasse. Gr. Frühstückstisch. Ferd. Pole. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN Schaustellungen in der Arena: Wochent. 6 u. S Uhr nachm., an Sonn- u. Festtagen 4, 6 u. 8 Uhr nachm., im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Brauerei- Ausschank den Ateliers von Franz Schulz, der Victoria- Brauerei, Stralau. die Nationalkostüme aus den Wert: stätten von Verch u. Flothom. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 ( nahe Potsdamer Platz). Garten resp. Saal. Täglich: Spezialitäten- und Theater- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Großes Garten- Konzert und im elektrisch erleuchteten Riesenjaale: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an ununterbrochen geöffnet. Für gute Speisen und Getränke habe ich bestens Sorge getragen. Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll 53619* Karl Mittag, Defonom. Stettiner Sänger Max Kliem's Sommer- Theater, ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pf. Vorverkauf 40 Pf. Familien Billets à 1 Mart ( siehe Plakate). 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In den Sälen: Grosser Ball. Anfang des Konzerts 4 1hr, der Vorstellung Wochentags 6 1hr, Jägerhaus Sonntags 5 Uhr. WEAK Max Kliem. Schönhauser Allee No. 103. Neu renov. Garten( 6000 Personen fassend) mit neugebauter Bühne für Vereine. Großer Tanzfaal. 4 neu renovirte Kegelbahnen. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Kaffeeküche von 2 Uhr an geöffnet. Am KönigsThor. Haltestelle der Ringbahn. Schweizer Garten. 5397L* Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. Täglich: Theater u. SpezialitätenVorstellung, Volksbelustigungen. Ball. An Wochentagen freier Damentanz. Auch ist die SaaleStaffeefüche von 3-6 Uhr geöffnet. Anfang des Entree 30 Pf. Konzerts 42 Uhr, der Vorstelling Uhr. Billets zu ermäßigten Preisen in Handlungen. Größeren Vereinen empfehlen wir unser Zur Beachtung! Gaffement( mit Vorstellung und Ball) zur Abhaltung ihrer Sommerfeste( speziell Sonnabends). Grosse Versammlung sämmtlicher in Luruspapierfabriken beschäftigt. Arbeiter und Arbeiterinnen bei Hensel, Invalidenstraße 1a. Tages Ordnung: 1." Die traurige Lage der Arbeiter und Arbeiterinnen und wie fann dieselbe gebessert werden?" Referentin: Frau Marie Greifenberg. 2. Diskussion über Mißstände in den Luruspapierfabriken. 3. Verschiedenes. Kollegen und Kolleginnen! In anbetracht der sehr wichtigen Tagesordnung ist es Pflicht aller in obiger Branche Beschäftigten, vollzählig zu erscheinen. Insbesondere sind die Kollegen und Kolleginnen von Hagelberg, Büttner& Comp., Lange& Wundsch, Hohenstein& Lange, Kutzner& Berger, Israel und Schwerdtfeger& Comp. eingeladen 24/20 Achtung! Die Vertrauenspersonen. Britz. Sonntag, den 14. August 1898: Achtung! Großes Arbeiter- Sommerfest bestehend in Die Direktion des Thalia- Theater. ApolloTheater- Garten Rixdorf Hermann- Strasse 48-50. Jeden Sonntag und Mittwoch: Gr. Spezialität.- Vorstellung Auftreten berühmter Künstler. Bei ungünstiger Witterung findet die Borstellung im Saale ſtatt. Im Saale: Großer Ball. 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( Ohne Gewähr.) 209 369 476 645 827 68 1359 65 534 654 762 65 822 2119 88 407 648 715 57 987 8236 676 794 4036 59 63 269 93 505 36 43 5019 503 614 841 951 69 6043 306 468 644 48 942 50 60 7174 504 41 616 38 51 8295 323 409 77 668 723 97 857 9032 304 61 69 458 587 684 792 934 10373 629 99 755 98 900 22 37 93[ 150] 11035 127 41 88 281 321 93 449 785[ 150] 924 67 12012 27 399 448 552 623 63 718 52 57 837 13031 75 291 462 63 525 656 713 14 51[ 150] 95 966 14202 20 75[ 150[ 77 356 457 550 971 15026[ 150] 229 68 642 877 92 951 16180 [ 150] 85 215 47 476 78 89 95 637 729 814 39[ 200] 17095 118 45 549 672 714 27 42 81 18503 601 92 93 783 19354 470 586 663 723 46 879[ 150] 916 17 25 20217 84 312 453 564 676 714 92 804 73 985 21106 236 420 602 709 16 22049 235 498 544 45 97 784 926 28093 202 672 24071 439 550 671 912 14 25057[ 200] 72 98 100 438[ 200] 98[ 150] 726 43 46 89 99 920 26047 94 148 208 20 355 640 779 988 27358 62 600 30 51 715 65 980 28117 213 310 17 66 89 428 504 51 601 794 973 29007 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Bei Bestellungen ge nügt die Angabe der Bundweite und der inneren Schrittlänge. Baer Sohn Chausseestr. 24a. Brückenstr. 11. Gr. Frankfurterstr. 16. Kinderwagen Kranken, Puppen, Sport, Kasten, Leiter- u. Ziegenbod wagen, Kinderklapp= stühle, Kinder- Holzmöbel. Sämmtliche Korbwaaren. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Brunnenstrasse 95, vis- à- vis Humboldthain, a. Nordbahnh. Gesundbrunnen. Telephon III, 1767. Dr. med. Schaper, prakt. Homöopath. Arzt u. Spezialarzt t. Hants, Harn, Geschlechtsleiden, Frauenkrankheiten. Spr. 9-1, 4-8. Schöneberger Ufer 25. Homöopath. Poliklinik: Montag, Mittwoch, Sonnab. Ab. 7-8. Große Hamburgerstr. 20, I. 1. Ziehung d. 2. Klaffe 199. Kgl. Preuß.Lotterie. 87 812 945 113171 284 411 58 93 949 114101 224 78 8iehung vom 12. August 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 110 Mart sind den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 8 17 86 72 120 276 348[ 150] 56 407 509 843 1261 338 510[ 150] 670 724 56 977[ 200] 2066 454 502 29 49 686 3020 27 63 114 91 207 11 626 62[ 150] 4117 37 254 403 79 521 783 805 999 5056 65 95 138 225 46 80 92 341 96 695 759 63 956 6340 436 600 59 813[ 200] 60 998 7082 207 26 373 406 526 693 871 84 972 8050 138 [ 200] 474 638 74[ 150] 872 98 996 9331 520 39 661 97 [ 150] 932[ 200] 10212 395 511 85 653 761 77 815 11232 90 318 402 538 91 645 978 95 1: 2008 44 242 325 56 61 477 678 737 13014 99 187 862 420 622 798 812 14157 266 319 75 491 556 604 11 738 40 48 15029[ 150] 249 399 413[ 150] 766[ 15000] 862 965[ 150] 16385 416 561 645 724 848 17014 85 179 85 249 331-78 480 640 95 925 73 18075 103 310 58 465 575 686 792 19194 541 759 939 95 20025 242 48 378 445 569 89 628 817 83 21080 193 399 583 648[ 800] 832 901 36 22046 58 119 288 380 433 62 84 532 625 88 720 883 903 83 23264 336 47 629 [ 1000 24361 554 80 95 730 814 94 25235 300 65 649 711 39 84 20012 20 79 100 278 315[ 150] 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Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.