1. Jahrgang. Nr. 48. Mittwoch, 26. Oktober 1921. Sozialdemokrat Bentralorgan der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republik. Rebaltion und Berwaltung: Bros 11. Sopličkovo nám. 82. Einzelpreis 70 Heller. Bezugsbedingungen: Bei Junellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost monatlich 16- Kč, Telefon 6795, nachts 6797. Telegramm- Abreffe: Sozialbemotrat Brag. vierteljährlich 48 Ke, halbjährig 96 Kč, ganzjährig 199 Postsparlaffalonto 57544. Kč. Für Deutschösterreich monatlich 120-6K, für Deutschland 16- Mk' Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Gegen die Kriegsgefahr. Erklärungen im Senat. vom ersten Tage an vorausgejagt und wünschen daß diese Einsicht bei den herrschenden Parteien Wenn man den Frieben will, muß man wachse und auch der Herr Minister aus diesen gum Frieden rüsten. Das ist nicht der Die Stellung ber Parteien. Standpuft weltfremder, unter Luftabschluß Präsident Braser eröffnete die Sigung mit unstreitbaren Tatsachen die Konsequenzen ziche. Die für gestern 3 Uhr Nachmittag anbe der Berlesung einer Ansprache, in ber er von Wir glauben auch, daß die friedlichen lebender Pazifisten, die sich die Gestaltung raumte Sigung des Senats erfuhr burch der ernsten Zeit sprach, die für die Republit Mittel, insbesonders die Mittel wirtschaftli irgendwelcher Gewalt denken, sondern ge- mehr als einstündige Verspätung. Auf der che Republik und der Verehrung für den Prä- Wir wissen, daß jeder Krieg für die Arbeiter. geschichtlicher Dinge ohne Anwendung gewisse Vorgänge hinter den Kulissen eine gekommen sei. Er schloß seine Rede mit der hen Druces, noch bei weitem nicht erschöpft rabe die Auffassung sozialistischer Realpoli- Tagesordnung stand bie Debatte zur Pro- fibenten dieses Staates. bilisierung erfüllt uns mit schweren Bedenken. dens ernst ist, denen nicht die Betonung von gesichts der kritischen Lage war bei mehreren die Worte des Vorsitzenden und meinte, daß er die Reaktion im eigenen Lande stärkt. Schon Ministerpräsident Dr. Benesch verwies auf lasse die ungeheuere Gefahr in sich birgt, daß frieblichen Absichten zu einem moralischen Parteien das Bedürfnis vorhanden, ihren man der weiteren Entwidlung ruhig entgegen werden Maßregeln angekündigt, welche eine Alibi für spätere Zeiten dienen soll. Anders Standpunkt zu den gegenwärtigen Greig fehen könne. Er ersuchte, es möge heute Mitt- inschränkung der politischen die traditionelle bürgerliche Weisheit der nissen tundzugeben. Durch die Betta och um 5 Uhr eine Sibung des Senates ein Rechte in sich schließen, Maßregeln, von de äußerst fragwürdigen Friedensfreunde, die wurde aber eingewirkt, daß der Senat sich berufen werden, in welcher er über die Lage nen nicht nur das unmittelbare Operationsge uns immer versichern, wenn du den Frie vorläufig über bie gegenwärtigen Ereignisse Bericht erstatten wolle. biet, sondern das ganze Land betroffen werden soll. Aus dieser Absicht erkennen wir tiker, benen es init der Erhaltung des Frie grammerklärung der Regierung, boch anaber dies von dem Ultimatum, das die den willst, muß du zum Kriege rüsten!" Im nicht äußere und baß eine Debatte über Senator Jellinek( Deutschdemokrat) Ange- das uns so wohl vertraute Gesicht des Herrn Kampfe um die Erhaltung des Friedens diese Ereignisse erst heute im Abgeordneten- fichts der Verhältnisse der letzten Tage wäre es Ministers des Inneren, dessen alt- österreichische muß man sich gegenwärtig so sehr hüten hause, dem der Vorrang gebühre, borge- müssig über die Programmerklärung der Re- bürokratische, durch und durch reaktionäre Gevor der oberflächlichen Behauptung von der nommen werde. Mehrere Parteien des Se- gierung zu sprechen. Der Deutsche parlamenta finnung, deſſert„ starke Hand" wir durch ein Unvermeiblichkeit des Strieges, vor der Bor- nates, auch tschechische, wollten sich diesem tische Verband schließt sich der vom Abgeordne Jahr an der Arbeit gesehen haben. Wir haben ten repet im Abgeordnetenhause abgegebenen ftellung eines zwangsläufigen Schicksals, Diktate der Betta nicht fügen und so wurde Erklärung an und werden auch hier gegen die zu ihm fein Vertrauez und muten ihm zu, daß has gegeben ist, wenn man den Strieg jach zwei Stunden lang hinter den Kulissen de- Erklärung der Regierung stimmen. Wir erklä- er die Rechte der Arbeiterschaft im gegebenen lich vorbereitet hat und auf diese Borberei battiert und gestritten, bis schließlich eine ren ,, daß die Festsetzung der Regierungsform Augenblick nicht achten wird. Sehen wir tung immer wieder hinweist. Man muß sich, Einigung dahin erfolgte, daß bie Parteien eine innere Angelegenheit jedes Staates ift.nur, was uns diese letzten zwei Tage gebracht furz gesagt, hüten, vor der Lahmlegung des Erklärungen au ben gegenwärtigen Vor- Sollte sich aus den Ereignissen in Ungarn für des Kriegsdienstleistungsgefeßes Faben: Vor allem die Infraftseßung Willens gegen die Kriegsgefahr anzu- gängen abgeben dürfen. die Tschechoslowakei eine Verlegung ihrer Rech einer Maßregel, unter der die Arbeiterschaft, im fämpfen, weil man sich in die fatalistische Präsident Prašek eröffnete ble Sigung te ergeben, so möge die Tschechoslowakei sich an Striege so schwer gelitten hat. Nicht wir allein, Stellung der eigenen Machtlosigkeit hinein- und verlas eine feierlich sein sollenbe Sund- ben Völlerbund wenden. Schon die Mobiliſic- die gesamte Arbeiterschaft hat die Beseitigung reben oder hineintreiben ließ. gebung, in welcher viel von Treue zur Re- rung bedeutet eine Kriegsgefahr. Besonders dieses Gefeßes verlangt. Die erste Handlung der Die Rede unseres Vertreters im Aus publik die Nebe war und die von den tschechechoslowakei an Ungarn ſtellen will. Die Regierung ist die Wiederbelebung dieses gegen wärtigen Ausschuß, der Aufruf des Par- chischen Mehrheitsparteien lebhaft aflla- Machthaber dieses Staates haben sich niemals die Arbeiterschaft gerichteten Schandgesches. teivorstandes und der Klubs der Abgeord- miert wurde. Dann sprach Ministerpräsi ernstlich bemüht, das Vertrauen der anderen tundmachung an: In Absage IV. Bunk e) Sehen wir uns die Mobilisierungs neten und Senatoren verlangt bie Aus- bent Dr. Benesch, der aber wirklich so gut Nationen zu gewinnen und so erblicken wir in und) wird von den Enthebungen der Arbeiter schöpfung der frieblichen Mit wie nichts fagte. Namens ber beutschbür den Vorbereitungen zum Kriege ein Zeichen der und f) wird von den Enthebungen der Arbeiter gesprochen. Darüber, welche Arbeiter in den gesprochen. Darüber, welche Arbeiter in den tel zur Beendigung destarli gerlichen Parteien sprach Senator Jellinek, Schwäche. Tiefe Schwäche wird insolange an- Betrieben zu belassen sind, entscheidet ganz fo stischen Abenteuers, aur Beseitis der manches Richtige fagte, babei aber auch dauern, als der Staat nicht allen Nationen die wie im alten Desterreich der Unternehmer, der ble Betrieben zu belassen sind, entscheidet ganz fo gung jeglicher Wiederholung desselben. wieder das Lied vortrug, daß die Vorgänge gleichen Rechte einräumt. so Herr über Leben und Tod der Arbeiter wird, Dieser Standpunkt muß mit dem ganzen in Ungarn lediglich bessen eigene innere AnDr. Heller( deutscher Sozialdemokrat): ber eine furchtbare Waffe gegen die Arbeiter Gewichte des ernsthaften Willens unserer gelegenheit sei. Genosse Dr. Heller gab naUnseren Standpunkt zur Regierung und zur in die Sand bekommt. Ganz und gar das alt Parteigenossen aufgefaßt werden. Es ist mens der deutschen Sozialdemokraten eine Regierungserklärung hat unser Parteigenosse österreichische, favitalistische System! Weiß die unsere Ueberzeugung, daß der Frieben zu Erklärung ab, die sich scharf gegen das der Abg. Dr. Cech im Abgeordnetenhaus flar- Regierung nichts von den Organisationen der erhalten ist, wenn man ernstlich und ge- fluchbeladene Haus Habsburg wendete, gelegt. Wir verdammen mit tiefstem Abscheu Arbeiter, von den Betriebsansschülfen im Berg wissenhaft alle Kräfte der Bermeidung des doch von der Regierung verlangte, daß der den Bersuch Karl Habsburgs, fich dem ungaris ban? Wenn irgendwo, so hätte hier die MitKrieges widmet. Der Erkaiser Karl und Konflikt und die unschädlichmachung der Fa- fchen Bolte aufzudrängen und die Welt in neue wirkung dieser Organisationen eingreifen müſeine Frau sind gefangen genommen. Hort milie Habsburg ohne Blutvergießen durch Unruhe, vor die Gefahr triegerischer Verwid fen, um Arbeiter vor der Willtür der Unterhhs Truppen haben gegen Karlisten Erfolge geführt werde. Eindringliche Worte sprach er Inngen zu bringen. In diesem Versuche einen nehmer zu schüßen! Ausdruck des Selbstbestimmungsrechtes zu fin Ausnahmsgeseße, Kriegsdienstleistungspflicht erzielt. Angeblich sind auch seine Anhänger gegen die Versuche, eine Hurraſtimmung zu ben scheint uns eine Herabsehung des toten Ge- die Mobilisierungs- Kundmachung- all da geschlagen und in die Flucht getrieben. Die erzeugen und wendete sich scharf gegen die bankens des Selbstbestimmungsrechtes, dessen atmet den alten kapitalistischen Geift, von dem Gefahren von Ungarn sinb, vorausgefeßt, poreilige Mobilisierung und die Art ihrer Berfechter wir sind und bleiben. sozialen Geist, auf den sich die Regierung beruft, daß alle diese Nachrichten auf Wahrheit be Durchführung. Die Mehrheit hatte zum Aber wir sind genötigt, festzustellen, daß die verspüren wir keinen Hauch. All das erfüllt ruhen, natürlich nicht behoben. Doch selbst Rebner den Senator und Abt Zavoral be- auswärtige Nolitik des Herrn Ministerbräsis uns mit der schweren Besorgnis, daß diese wenn es sich um ein Manöver ber ungari ftimmt, der vom Striege wie von einer voll- denten Schiffbruch erlitten hat. Diese Politit Maknahmen zu reaktionären Versu schen Regierung handeln sollte, so würde aogenen Tatsache sprach. Wohl beteuerte er berfolgte die unveränderte Durchführung der chen. zu einer Einschränkung der selbst dieses Manöver bedeuten, daß die unmit burch lange Schulung gut vibrierender Friedensverträge und flikt sich in effen auf die Rechte der Arbeiterschaft, aur Star garischen Geschäftspolitiker mit einer wach Stimme feine und feiner Auftraggeber Bor- aroße Entente und besonders auf Frankreich. Tung des tapitalistischen Systems fenben Schwierigkeit ihres Unternehmens liebe für den Frieben. Aber, daß es gerade Schon die im Einvernehmen mit Frankreich mikbraucht werden. Danegen vermißen wir bis rechnen. Was ist Herrn Horthy, wenn ihm ein Briefter war, ber in diesem Augenblic Benehia bebeutet eine Nendernna des Nertrages te fein müffen: Ich meine die Regelung und England erfolate Antervention Italiens in heute eine Maßreeel. welche die dringendste hät bie Gefahr aufaubämmern beginnt, daß es sprach. bas erinnerte lebhaft an die Reiten von Trianon. Die Ententemächte haben aber der unterstügung der Angehöri mit seinen Ansichten schief geht, schließlich des Weltkrieges, da die Priester mit ebenso in Ungarn favitalistische Interessen, welche sie gen der Einberufenen. Diese Frage muk rasch Habsburg. Mag er jetzt vielleicht auch mit bewegter Stimme die Mordwaffen und die hindern, zur Durchlekung des Friedensvertra- und im liberaliten, den Teuerungsverden Karlisten unter einer Decke spielen. Was in den Tod gehenden Solboten fegneten. ges ble ihnen aur Verfügung stehenden Mittel hältnissen angepakten Sinne gereift der Habsburger selbst für die Datenburgs Nachstehend her Sigungsbericht: anzuwenden. Sie find unter einander in Kolli- gelt werden. Wir erwarten die sofortige Regeunb Rakovsins, wenn sie mit ihm ihre be sion gekommen. Wir haben diese Entwidlung lung dieser Angelegenheit. sonderen Geschäfte nicht mehr zu Ende füh Vor einem möchten wir Sie warnen. Verjuren fönnen, wenn sich in ihrem Lotterie- reifen zerstört werden. Der Schritt, den die im Augenblicke und zur Stärkung der Hoff- chen Sie nicht, in die Bevölkerung die Surrahspiel Karl Habsburg als eine Riete erweist? Entente zu unternehmen hätte, müsse feines- nungen auf ihre Niederschlagung notwen- ftimmung von 1914 künstlich zu tragen. Die An der Tatsache der Gefangennahme Karls wegs ein friegerischer sein. Nicht das müßte dig, daß die kleine Entente an die gesamte Arbeiterschaft ohne Unterschied der Nation ist von einem tiefen Friedensbedürfnis ermüssen wir unser politisches Ringen für die bie fleine Entente von ihrer großen Gön- große ein Ultimatum erläßt. füfft. fff die Schreden, all der Jammer, all die Bermeidung des Krieges mit Ungarn an- nerin verlangen. Die Entente, die im Nicht ein Ultimatum, das zur friegerischen Not und all das Elend des Krieges leben feft hlüpfen. stande war, Deutschland zu entwaffnen, Bewaffnung auffordert, sondern zur verankert in Bewußtsein und im Gefühl der Die große Entente ist gewiß nur vermag ficherlich Ungarn zu Rüstung der wirtschaftlichen und ganzen Bevölkerung. mehr ein Schatten beffen, was sie nach Be- entwaffnen, was eine der Hauptfor- moralischen Machtmittel, mit Karl Habsburg ist gefangen! Die Möglich endigung des Krieges war. Die Einheit des derungen der Tschechoslowakei ist. Den denen Ungarn zur Aenderung seiner Boli- teiten für eine friedliche Liquidierung sind durch Willens für jedes neuaufwachenbe Pro- österreichischen Monarchisten, die auf eine tir gezwungen werden könnte. Es müßte diese Tatsache bedeutend gestiegen. Nie wieder blem ber Politik ist geschwächt und Intri- Erftartung der monarchistischen Steaktion in doch den Staatsmännern der kleinen En- darf die Familie Habsburg, die durch Jahrhun ganten in den Ententestaaten sehen in der Ungarn lauern, würde sofort der Schreck in tente, vor allem Benesch selbst, dem die Ver- derte wie ein Alp auf allen Völkern lastete, se neinigkeit ben Rährboden für Sonderab bie Glieder fahren, wenn die Entente die antwortung für die Schicksale der Republik ren Beseitigung von uns wie eine Befreinng ichten und Sonderpläne. Aber trotzdem ist Energie gegenüber Ungarn aufbrächte, zu in dieser entscheidenden Stunde anvertraut empfunden wurde, die der inkarnierte Ausdrud fie noch ftart genug, um gegen bie monar- der sie ihren Freunden in der fleinen En- ist, das Gefühl seiner Verantwortung das histische Reaktion in einem Teil Mittel- tente verpflichtet ist und durch deren Ver- Rückgrat steifen gegenüber der großen europas mirljam aufzutreten, wenn sie nur nachlässigung sie ihren moralischen, und im Entente. Auch diese Möglichkeit des Einernstlich will. Denn noch ist diese Reaktion Laufe der Zeit auch ihren politischen Eingriffs unseres Ministerpräsidenten ist noch trotz aller Anfäße in Mitteleuropa nicht or fluß, auf die fleine Entente verlieren würbe. lange nicht ausgeschöpft. Ganifiestach fannen ihre Pläne im Auf- isi alfo sur Bannung der Striegsgefahr des Wortbruches, der Treulosigkeit war und ist, eine Rolle spielen. Stets wird deutsche Mr. beiterschaft am Blaße sein, wo es gilt, die Re beiterschaft am Blaße sein, wo es gilt, ble Re aktion zu bekämpfen. Wir wünschen sehnlichſt daß die ungarische Arbeiterschaft, die felt alvei Jahren so furchtbar gelitten, von ihren Peinigern befreit werde! Unverbrüchliche Trene Der gescheiterte Putsch. 8. Atober 1987. terben wir unseren österreichischen und dent- wir gehen nicht leichtsinnig in den Krieg. Es lung wurde einmütig folgende Entschließung unangenehme ökonomische Nachwirkungen hin. fchen Genossen, der österreichischen und deut- foll unnötig kein Tropfen Blut vergossen wer- angenommen: Die Versammlung der Ver- terlassen. Die wirtschaftliche Unsicherheit und schen Arbeiterschaft bewahren! dden, aber es darf auch nicht an Energie fehlen trauensmänner der Wiener Arbeiterschaft wen- der Geldbedarf des Staates werden, wenn die Senator Chlumecky( flowakischer Kommu- und das was in Ungarn nun zum zweitenmal det sich mit Erbitterung gegen den neuen Ber- Mobilisierung auch nur kurze Zeit dauert, nist) erklärt, daß seine Partei zu der Regierung ereignete und den Staat bedroht darf sich nicht such Karl Habsburgs, sich der magyarischen leicht zu einem Seurs sturz der tschechischen fein Vertrauen habe. wiederholen. Schließlich beteuert Redner, daß Königskrone zu bemächtigen. Ein Habsburger Krone führen, die in letzter Zeit ohnehin gegenSenator Zavoral( tschechischer Klerikaler) die Gefahr einer Reaktion nicht gegeben fei. gibt für alle tschechischen Parteien die Erklärung Hierauf wird die Abstimmung über die Re- auf dem magharischen Throne bedeutet die über den hochwertigen Weftdevisen im Werte ab, daß sie zu der gegenwärtigen Regierung vol- gierungserklärung vorgenommen. Für die größte Bedrohung der Republit Defterreich, er gesunken ist. Die Folge hievon wäre eine les Vertrauen besißen und fest überzeugt sind, Kenntnisnahme der Erklärung stimmen die bedeutet den Ausbruch eines blutigen Krieges Berteuerung aller Nahrungsdaß sie alles tun werde, um ihr Programm zit tschechisch. Parteien der Mehrheit, dagegen die in Zentraleuropa. Die Versammlung der Ver- mittel, die wir aus dem Auslande beziehen. verwirklichen. Das tschechische Volk steht in die deutschen Sozialdemokraten, die Deutschbürger- trauensmänner bekundet ihren entschiedenen Wir sind nicht imstande, mit den inländischen sem schweren Augenblid geschlossen hinter ihr. lichen und die tschechischen Kommunisten. Willen, mit allen Mitteln jeden Versuch der Getreidevorräten unser Auslangen zu finden Auch wir kennen die Härten des Krieges und Nächste Sigung heute um 5 Uhr Nachmittag. Habsburgerrestauration in Desterreich abzu- und werden das ausländische Getreide im wehren. Die österreichische Arbeiterschaft werde alle des Wertsturzes der Krone teuer bezah nie mehr die Herrscher irgendeines Mitgliedes len. Damit würde auch der Preis des inlän der blutbefleckten Habsburgerfamilie dulden. dischen Getreides steigen, denn dieser paßt sich Zur Abwehr des neuerlichen Putsches Karl stets dem Weltmarktpreise an. Das bedeutet Habsburgs muß die Kampfkraft der österrei also eine Verteuerung unseres wichtigsten Wie Karl in Gefangenschaft geriet. gungen die ihm von der ungarischen Regie- chischen Wehrmacht erhöht werden. Die mili Nahrungsmittels, des Brotes und Mehles. Ein Budapest, 2. Oktober. Das Magyarische rung gestellt worden waren, als angenomtärisch geschulten Arbeiter werden aufgefor großer Teil der Bevölkerung ist aus der staats Telegraphenbureau meldet amtlich: Nach men gelten. dert, sich sofort zum Eintritte in die Reichs lichen Versorgung ausgeschieden und müßte Entgegennahme der Regierungsbedingun Horthy dankt den Arbeitern. wehr zu melden. Niemand wird und darf sich sich zu höheren Preisen Brot und Mehl gen kehrten die Bevollmächtigten des Kö- Budapest, 25. Oktober.( M. T. K. B.) Der der Pflicht, die Republik und die Freiheit mit taufen. nigs zu den aufständischen Truppen zurück, Reichsverweser hat eine Proklamation erlassen, den Waffen in der Hand zu schützen, entzie- Es tönnte überhaupt geschehen, daß die Ver die der Annahme der Bedingungen aus in der u. a. erklärt wird: Gewissenlose Perso- hen. Die einzige Abwehr gegen den Habsbur- forgung der Bevölkerung mit Nahrungsmit wichen und sich eiligst zurückzogen. Die Auf- nen haben König Karl irregeführt und ihn beger Butschversuch erblickt die Vertrauensmän- teln bei einer längeren Dauer der Mobilifie wogen, zur Ausübung der Herrscherrechte nach ſtändischen trachteten nun, mittels Eisen- Ungarn zurüdzukehren, froßdem sie wissen nerkonferenz in dem raschen Ausbaue und der rung bahn über Totis nach Neu- Komorn zu mußten, daß dies mit Bürgerkrieg, fremder Be- Stärkung der proletarischen Ordnerorganisaflüchten, erfuhren jedoch in Totis, daß die jetzung und dem Untergang des Landes gleich- tion. Eisenbahnlinie bei Neu- Komorn unterbro- bedeutend sein muß. Ich gedenke auch chen sei und daß die dortige Garnison er der patriotischen Saltung der Ar forderlichenfalls mit Waffengewalt die beiterschaft, die alles vermied, was die Flucht der Aufständischen verhindern Aufrechterhaltung der Ordnung erschwert hätte. werde. Die an der Organisierung des Put- Ich vertraue darauf, daß unter der Einwir sches beteiligten Politiker und Soldaten fung dieser Ereignisse alle Bürger dieses viel fremder Herkunft ließen den König schmäh- geprüften Landes in den Leiden und Gefahren lich im Stiche und trachteten nach Söldner- Parteilichkeit, individuelle und Klasseninter art, sich den Folgen des begangenen Ver- eſſen beiseite lassen und ich wie ein Mann für die wohlaufgefaßten Intereffen des Vaterlanrates zu entziehen. Stefan Rakovszky, Graf des einsetzen werden.( Dieser Dank verpflichtet Andrassy und Gustav Graz sind schon in Sorthy auch zu Taten. Arbeitern, deren pa Gefangenschaft der ungarischen National triotische Haltung" zugegeben wird, kann man armee geraten. Die Regierung hat Maß nicht die primitivsten Rechte vorenthalten. Das nahmen zur Festnahme der übrigen Auf- Schandregime in Ungarn muß nun ein Ende wiegler getroffen. Die militärischen Orga- haben, fehlt doch zu seiner Begründung selbst nisatoren des Unternehmens konnten bisher die jesuitischeste Ausrede. D. Red.) Karls Schweizer Ashl gekündigt. nicht festgenommen werden. Die Abteilun Wir fordern die Vertrauensmänner der Begen der königlichen Truppen, die größtenzirfsorganisationen auf diesem Wege auf Bern, 24. Oktober.( Schw. Dep.-Ag.) Der besondere zuschriften erfolgen würde also die Arbeiterschaft, würden die teils zersprengt sind, werden entwaffnet. Bundesrat hat einstimmig das Verhalten und nicht sofort die Borbereitung breiten Massen der konsumierenden Bevölke Verhaftungen farlistischer Führer den Wortbruch des Erkaiſers Karl verurteilt. dieser Versammlung zu veranlassen. Sowohl rung zuerst zu spüren bekommen. Eine Ver in Budapest. An eine Rückkehr in die Schweiz könne nicht die Ankündigungen der Versammlungen, als schlechterung der Lebenshaltung mehr gedacht werden. Presburg, 25. Ottober. 14 Uhr 10 Basel, 24. Oftober.( Tsch. P. B.) Zur Fahrt auch die Berichte über den Verlauf sind unge- der Arbeiter wäre die erste Folge. Daß es Min. Budapest meldet: Infolge des larli- des Ertaisers Start nach Ungarn schreiben die säumt der Redallion des Sozialdemokrat" zu seine Schwierigkeiten hätte, durch Lohnbewe übermitteln. gungen das Steigen der Preise der wichtigsten stischen Putsches wurden verhaftet: Stephan Bajeler Nachrichten" ut. a.: Jeder Schweizer Friedrich, 2. Szilagy und Abge hat sich zu verwahren gegen die Art, die jetzt Genossen und Cenofsinnen, forget für eine Nahrungs- und Gebrauchsartikel wettzumaordneter Juray. Szmocszanyi ist recht in der ausländischen und zu einem Teile gute Vorbereitung und für einen massenhaften chen, wiffen wir aus der Kriegszeit. Die Rückzeitig geflüchtet. Es wurden Haft in der inländischen Presse über die Regierung Besuch der Versammlungen! Die deutsche so- feiten würden den Staat und die Unternehmer ſichtnahme auf die militärischen Notwendigbefehle gegen Szmocszanyi, Ge- hergefallen wird, weil Start nicht genügend be- ialdentekratische Arbeiterschaft in der Mevuneral Horvath, Legationsrat Borowacht worden sei. Er war weder Gefangener, blik muß in dieser außerordentlich ernſten Sie den Lohnforderungen der Arbeiter gegenüber vicze nyi, den Grafen Szigray, Ge- noch Internierter, sondern Gast der Schweiz. tuation ihre Stimme erheben und ihrem Wit- wenig geneigt machen. neral Ofztenburg und Oberst As Auf sein Ehrenwort konnte man ihm keine en energischen Ausdruck verleihen. both erlassen. Stetten anlegen. Wenn das Ausland will, daß Unverbürgten Gerüchten zufolge soll so etwas nicht wieder passiert, so muß es in Osztenburg Selbstmord verübt haben. An ufunft verhindern, daß derartige Gäste bei deren unbeſtätigten Nachrichten zufolge ſtün uns einreisen. Bleibt Karl am Leben, so mö den Graf Apponyi, Abg. Vaszony gen sie mit ihm hinfahren, wohin sie wollen, und Abgeordneter von Sztorvanyi aber nicht mehr in die Schweiz. unter Aufsicht. Berchthold flüchtet. An alle Bezirksorganisationen! Der Parteivorstand hat in seiner Sigung am 24. ds. M. beschlossen, alle Bezirksorganifationen aufzufordern, am Sonntag, den 30. Oktober, in allen Bezirksstädten Versammlungen mit der Tagesordnung: ,, Die mitteleuropäische Reaktion abzuhalten. und die Kriegsgefahr" nicht zu reden vom Striege auf Schwierigkeiten stoßen wird. Wenn ein Teil der Bevölkerung unter Waffen ist, so muß in er ster Linie die Verpflegung des Mili tärs sichergestellt werden und die Zivilbevöl ferung tritt in aweite Reihe. Das wissen wir sehr gut aus den Zeiten des Weltkrieges. Das gilt nicht nur von der Mehl- sondern auch von der Fleischversorgung. Es ist auch unzweifelhaft, daß sich sehr bald die Spekulation des Handels mit den Nahrungsmitteln bemächtigen würde, nicht nur wir Sozialisten haben im Striege etwas gelernt, sondern auch die Schies ber und Wucherer, die nicht erst im Verlaufe eines Krieges lernen müßten, wie man am besten die Bevölkerung ausplündert, sondern die schon den Krieg mit jenem Schatz von für sie wertvollen Erfahrungen beginnen würden, die sie im Weltkriege gesammelt haben. Die Folgen einer längeren Mobilisierung Man sieht also, daß schon die Mobilisierung' allein schwere wirtschaftliche Schäden für die Bevölkerung und insbesondere über die Arbeiterschaft bringen würde. Würde der Krieg Mobilisierung und Bolts- wirklich ausbrechen, dann würde diese wirt wirtschaft. schaftliche Schädigung zur Katastrophe gesteigert werden. Unsere Volkswirtschaft befindet sich noch immer im Genesungsprozeß nach den Die Mobilisierung ist verfügt. Mobilisierung in fünf Jahren erlittenen furchtbaren SchläGeh' in ein Kloster- Karl! Berlin, 25. Oktober. Das„ Berliner TaDas„ Berliner Ta- bedeutet zwar noch nicht den Krieg, aber in gen. So wie der neuerliche Rückfall in eine Wien, 25. Oktober.( Tsch. Pb.) Wie geblatt" berichtet: Der Vertraute des Extai den unmittelbaren wirtschaftlichen Folgen die Krankheit das Leben des Patienten bedroht.. der Bundeskanzler im Nationalrate erklärte, fers Start, Graf Berchthold, ist aus der Schweizer Maßnahme der tschechoslowatischen Re- so könnte unsere geschwächte Wirtschaft durch hat der Exkönig alle Bedingunin München eingetroffen und fährt nach Sol- gierung werden wir schon einen Vorgeschmack einen neuerlichen Krieg völlig ausbluten. Der gen afzeptiert und wird vorläufig ins land weiter. Von der holländischen Grenze der fatastrophalen Wirkungen eines modernen fünfjährige Weltkrieg hat Europa an den Rand Kloster Tihany am Plattensee gebracht. Die ganze Habsburgerbande muß aus der Schweiz. D. Red.) England und Polen mit der Kleinen Entente solidarisch. wird er mittels Automobil bis zu einem un- Strieges zu kosten bekommen. Wenn jeder ein- des Abgrundes gebracht, ein neuerlicher Krieg bekannten Ziel befördert werden.( Der Schurke, zelne Tag der Mobilisierung schon im Jahre tönnte uns in den Abgrund vollends hineinder den Weltkrieg verbrach, hai also auch die 1914, da noch das Geld einen ganz anderen werfen und würde alle Hoffnungen auf Wiejüngste furchtbare Gefährdung des Friedens Wert hatte als heute, Millionen gekostet hat, derbelebung und Wiedererstarkung der euroBern, 25. Oftober.( Schweiz. Dep.-Ag.) auf seinem Gewissen. Der Widerfinn der so gehen die Beträge diesmal in die Hunderte päischen Kultur, die durch den Weltkrieg mit Der Bundesrat hat heute beſchloſſen, das monarchistischen Staatsordnung, die das kaum von Millionen. Wird die Mobilisierung nur dem Untergange bedroht war, vollends zuganze Gefolge Sarl Habsburgs auszu befreite Mitteleuropa wieder gierig in ihre zwei bis drei Wochen aufrecht erhalten, dann nichte machen. weisen, inbegriffen sämtliche Mitglieder der Neße spannen wollte, kann garnicht schlagen- niiffen wir bereits mit Beträgen rechnen, die Angesichts dieser furchtbaren Gefahren ist es Familie, soweit sie nicht absolut notwendig der ad absurdum geführt werden als in den nach Milliarden gezählt werden. Die Tausende Pflicht aller proletarischen Parteien Mitteleu sind für die Pflege der Kinder, die in der Gestalten ihrer letzten elenden Vertreter: des einrückender Menschen müssen verpflegt und ropas, dett geschwächten Erdteil vor einer Schweiz zurückbleiben. Die Liste der aus- wortbrüchigen Simandis Karl und des falt- befleidet werden, Munition wird bestellt wer- nenen Katastrophe zu bewahren. Die große gewiesenen Personen wird morgen bekannt- herzig- idiotischen Schuftes Graf Berchthold. den, alle Sochleistungen( Pferde und Automo- Entente hat den Weltkrieg seit Anbeginn mit gegeben werden. bile) müssen bezahlt werden. Daß, wie das der Ideologie geführt, daß es die ihr angehö Pravo Lidu" gestern schrieb, die Ungarn alles rigen Staaten waren, welche die Demokratie Die Bedingungen für den Zitamanu. bezahlen müssen, ist gewiß eine Forderung, gegen die monarchistische Reaktion bei den Preßburg, 25. Oktober.( 19 Uhr 45 Min.) der sich jeder tschechoslowakische Staatsbürger ehemaligen Mittelmächten verteidigten. Die ( Tsch. Pb.)„ Viradat" meldet: Die RegieBelgrad, 25. Oktober. Der Regierung wurde anschließen wird, daß aber letzten Endes doch Rückkehr Karl Habsburgs ist nun eine wirk rung Bethlen hat die Absicht, endgültig den mitgeteilt, daß der englische Außenminister er- wir selbst die gewaltigen Kosten der Mobili- liche Bedrohung der Demokratie und des euöffentlich- rechtlichen Standpunkt Magha- tlärt habe, England werde gegen eine gemein fierung werden bezahlen müssen, ist mehr als ropäischen Friedens. Hier müssen die Siegerriens klarzustellen. Die Regierung hat Karl fame militärische Aktion der Kleinen Entente wahrscheinlich. Dabei besteht die Gefahr, daß staaten zeigen, daß es ihnen mit ihren Barolen aufgefordert, die nachstehenden Bedingun- weds Entfernung Karls aus Ungarn nichts der ganzen Struktur der tschechischen Militär- wirklich ernst ist. Hier müssen sie zeigen, ob gen anzunehmen: 1. Definitiv auf den ma- einwenden. Der polnische Gesandte erschien ge- verwaltung gemäß, unter den Deckmantel der es ihnen gelungen ist, eine neue Aera in der gyarischen Thron zu verzichten und die voll- stern abends im Ministerratspräsidium und erfommene Annullierung der pragmatischen flärte dem Vertreter des Miniſterpräsidenten, Mobiliſierung die militärischen Kreiſe bemüht Geschichte der europäischen Menschheit eingeSanttion anzuerkennen. 2. Seine Person Bolen sei in allen Maßnahmen der feinen sein werden, Forderungen, die sie seit längerer leitet zu haben, in der die Freiheit des Mendem eglischen Gesandten zur Verfügung zu Zeit erheben, durchzudrücken und mit der Rück- fchen von keinem absolutistisch- reaktionären Ge Entente gegen Ungarn solidarisch. sichtnahme auf die Sicherheit des Staates zu füste bedroht ist. Die Massen der arbeitenden stellen. Auf diese Bedingungen muß Karl begründen. Auch in dieser Hinsicht müssen Menschen sind nicht dazu da, der Spielball irnoch heute antworten.- Die Regierung Der Die Regierung der Beschluß der Wiener Maßnahmen getroffen werden, daß das gend eines Kindes zu sein, das sich durch seine wird die Teilnehmer am Putsch zur gesetzRecht des Parlamentes über die Höhe Abstammung zur Herrschaft und zur Be lichen Verantwortung ziehen. Bertrauensmänner. der Kreditforderungen zu entscheiden, geglüdung der Menschheit berufen fühlt. Die Wien, 25. Oktober.( Tsch. P. B.) Jm Ar- wahrt werde, dafür zu sorgen, daß das sozialistischen Parteien aller Länder haben nur Budapest, 25. Oktober. Das Ergebnis der beiterheimt, imt 16. Bezirke fand gestern eine Barlament auch finanziell nicht vor vollzogene eine Pflicht: Sicherung der Demokratie, Sigestrigen Beratungen der Vertreter der großen Versammlung der sozialdemokratischen Ber- Tatsachen gestellt werde. Entente mit der ungarischen Regierung besteht Karl fiigt jich. cherung des Friedens, Sicherung der, Bei der bekannten finanziellen Situation al- friedlichen, freien Entwidlung fter Tihany am Plattensee zu internie- sich eine Rede des Abg. Julius Deutſch über ler Staaten Mitteleuropas, die nicht gerade der europäischen Menschheit in in dem Beschlusse, den König vorläufig im Klo- trauensmänner statt, auf deren Tagesordnung ren. Da er sich bedingungsios ergeben hat, die Gefahr der Reaktion und die Maßnahmen an einer Ueberfülle an Staſſenbeständen leiden, den nächsten Jahren! tönnen die bereits gemeldeten sieben Bedin- der Arbeiterschaft befand. In der Versamm wird die Finanzierung der Mobilisierung sehr 26. Oftober 1921. Der Stand Der Frage. Sozialdemokrat Beite 8. ungeriſchen tion nichts. Ferner kommt noch ble Heraus- Bräffbent des Obersten Rechnungskontroll- Wichtige Parteibeschlüsse. Ausführungen des Ministerpräsidenten. Gendarmerie. BerStellungnahme zur Kriegsgefahr. ſammlungsaktion. Verschiebung des Parteitages. gabe Betracht, amtes Dr. Körner wies auf die Tä plikationen ergeben könnten, die in den inner- tigkeit dieses Amtes hir und begründete, was ungarischen Versöltnissen ihre Ursache haben. rum der Rechnungsabschluß für das Jahr 1919 Die große und fleine Entente sind in der Be- noch nicht vorgelegt werden konnte. Der Ministerpräsident hatte für gestern abends urteilung der Lage einig, bis Montag mittags bie Bertreter der Bresse zu sich geladen, um lag die Uebereinfiimmung der in Betracht kom Patzelt( deutscher Nat.- Soz) erklärte, daß Wiontag, den 24. Oktober, nachmittags, tra ihnen Aufklärungen über die ungarische Frage menden Länder mit der tsjechoslovafifchen auch seine Partei gegen jede Rückkehr der ten über telegraphische Einladung der Parteizu erteilen. Einiges daraus sei im Nachfolgen- Regierung vor. Das Einverständnis Habsburger fei. Das Budget jei nicht auf- vorstand und die stubs der Abgeordneten und den mitgeteilt. der beteiligten Staaten ist eine richtig. Er bemängelt, daß die Finanzverwal- Senatoren 31. einer gemeinschaftlichen Sibung Dr. Benesch ist der Meinung, daß die Krise bemerkenswerte Zat a ch c. Deswegen tung immer größere Rechte beanspruche. Er zusammen, in der die außenpolitische mit der Gefangennahme Karls nicht beendigt befürchtet der Miniſter keine ernſten Kompli- ist gegen die Vermehrung der Polizei und der Situation, die mobilisierung und die sei. Die endgültige Bereinigung der Angelegen lationen mehr. heit bedarf noch mancher Arbeit. Es handelt Auf Anfragen erklärte der Miniſter unter Abg. Nemec( tschech. Sozialdemokrat) rea- den. Genosse Dr. Czech erstattete einen ein sonstigen Regierungsmaßnahmen erörtert wurfich um die Erledigung der burgenländi anderem, daß die kurgenländische Frage in die fchen Frage die Durchführung der Ent- diplomatische Lösung der Krise einbezogen wird giert auf die Ausführungen des Genossen gehenden Bericht über die Ereignisse feit dem waffnung die Ungarn haben statt 35.000 und daß die Auslieferung Karls an die große Taub. Die Tschechoslowakei handle nicht nur Eintreffen Kari Habsburgs in Dedenburg, die Mann 115.000- furz die Erfüllung der Entente erfolgen dürfte. Daß ein Ultimatum im eigenen Intereffe, sondern auch in dem Aussprache mit dem Ministerpräsidenten Dr. Friedensverträge. Die Regierung Hor- durch die Tschechoslowakei gestellt wurde, be- Desterreichs. Er verteidigt die Mobilisierungs Benesch und die Verhandlungen mit den sothys wird sich der Verantwortung wohl ent- ftritt der Ministerpräsident entschieden. maßnahmen und verlangt eine Reform der zialistischen Bruderparteien. Er motivierte fagen wollen, aber das ändert an der SituaVerwaltung. seine Rede im auswärtigen Ausschuß, durch Bacran( deutschnational) erklärt, daß der die eine vorläufige Stellungnahme der Partei französische Einfluß und der Bürokratismus erfolgt war. An diesen Bericht schloß sich eine dieser Republik an der Finanzlage des Staa- überaus intereffante Debatte an, die sechs bollkommen gedeckt und wird aus den tes die größte Schuld trügen. Er verlangt eine Stunden währte und in der eine Reihe von In der gestrigen Sitzung des Reichswirt- für die öffentliche Approviſionierung bereit Untersuchung der wirtschaftlichen Zentralen. Genossen das Wort ergriffen. Alle Redner Schaftsrates erschien eine Abordnung der stehenden Mengen für den Armeebedarf nicht Nach den Ausführungen der Klerikalen No- gaben ihre zustimmung zur Stellungnahme Prager Fabritsausschüsse, um zu abgegeben werden müssen. Diejenigen, welche fer und Bobok polemisiert Spacer( National- im auswärtigen Ausschuß und erklärten, daß fragen, welche Vorkehrungen getroffen wurden, aus der staatlichen Approvisionierung Mehl demokrat) gegen die Ausführungen Taubs. Er nach ihrer Luffassung die deutschen Arbeiter bamit die Ereignisse in der Versorgung der beziehen, erhalten zu Beginn des Monates No- wünsche aufrichtig, da ßes zu keinem Konflikte ihre proletarischen Pflichten im Kampfe gegen Bevölkerung sich nicht wieder so entwickeln, wie vember anstatt ihrer Wochenquote die gauze käme. Aber zur Vermeidung noch schwererer die Habsburgerdynastie und gegen die mittelim Jahre 1914 und 1915. Zu diesem Runkte Monatsquote im Vorhinein. Dann machte der Krisen in der Zukunft müsse einmal in Ma- europäische Reaktion erfüllen werden. Die ber Tagesordnung war vom Redakteur Minister hinsichtlich der staatlich Versorgten gyarien tabula raja gemacht werden. brüderliche Solidarität, die uns mit der ArFrabsa ein Resolutionsantrag eingebracht auf die Tatsache aufmerksam, daß wir erst am Deutschen in der Republik seien feineswegs beiterschaft Oesterreichs und Deutschlands verworden, der folgendermaßen lautet: Beginn der Wirtschaft aus der neuen Ernte entrechtet; sie besäßzen z. B. ein weit ausgebau- bindet, wird in dieser kritischen Situation mustehen und somit gar feine Befürchtung für die teres Schulwesen als die Tschechen. Er macht tig und entschlossen bekundet werden. Ueber Versorgung der Bevölkerung vorhanden sei. den Deutschen den Vorwurf, daß sie nicht tsches einstimmend wurde die Forderung erhoben, auf Um auch die Mehlversorgung jener, welche chisch lernen wollen. die Regierung einzuwirken, daß der Krieg berhindert werde. Die Arbeiterschaft ist durch die Die Frage der Brot- und Mehlversorgung. Sigung des Reichswirtschaftsrates. Der Reichswirtschaftsrat fordert die Regierung auf, ungefäumt zur strengsten Verfolgung des Buchers zu schreiten, welcher in vermehrtem Maße im Hinblick auf den eventuellen Die Resolution Trabja gelangte zur einstim migen Annahme. werden. * Wehrausschuh. fommt. Genoje se aufmann als Vertreter des Ueber Antrag des Genossen Cermak Deutschen sozialdemokratischen Slutbs verweist auf wurde einstimmig beschlossen," am Sonntag, die unzulänglichkeit dieses Antrages und führt den 30. Oftober, in allen Bezirksstädten Vera Beispiele an, welch große Beträge die von der Einquartierung betroffenen Gemeinden bezahlen ſammlungen mit der Tagesordnung:„ Die müssen. Er verlangt weiter, daß die Offiziere von mitteleuropäische Reaktion und ihren vorgefesten Kommanden belehrt werden, die Kriegsgefahr" einzuberufen. ihre Ansprüche besonders auf Hotelquartiere herDie Mobitisierung und die drohende Kriegsabzusetzen, falls nicht eine furze, vorübergehende Kommandierung vorliegt. Für die Unterbringung gefahr machen es unmöglich, die Vorarbeiten der Mannschaften sollen anstatt Schulen Kajer für den Parteitag fortzusehen. Der Par nen, eventuell Gasthausjäle beschlagnahmt wer- teitag, der für den 18. November einberufen den. Auch andere Redner übten an den Zuständen war, kann unter den gegenwärtigen politischen scharfe Stritif, die Minifter Udrzal zu entkräften Verhältnissen seine schwierige fachliche rbeit, Kriegstonflikt mit Ungarn zu graffieren be- aus der staatlichen Versorgung ausgeschie Abgeordneter Sonntag stellt fest, daß ungeschrecklichen ginnt. Jeder, der diese Zeit zu feiner Bereiche den sind, zu sichern, erklärt sich der Minister fähr 525.000 Angestellte in Betracht kämen, schrecklichen Greuel des Weltkrieges gewarnt, rung zum Schaden des fleinen Boltes miß- bereit, aus den 3000 Waggons Mehl, die als für welche Taub, Srbinto und Bubnik die von banger Sorge erfüllt, daß auch vorläufige braucht, werde empfindlich bestraft und ihm Reserve dienen, eventuell notwendige Mengen Notaushilfe verlangten. Maßnahmen der Regierung zu kriegerischen das Gewerbe entzogen. Damit nicht die Verheimlichung der Vorräte zum Zwede des Wu- zu dem niedrigsten Preise zur Ver- Die nächste Sitzung des Budgetausschusses der Debatte wurde der Antrag des Genossen Verwidlungen führen könnten. Am Schlusse chers in die Erscheinung trete, möge durch Orfügung zu stellen, um ein Sinaufschnellen der findet morgen, Mittwoch, um 3 Uhr, statt. In Sögler, der Stellungnahme des Sprechers gane der bürgerlichen Kontrolle eine Ueber- reise im freien Handel zu verhindern. Selbst dieser soll auf die Spezialdebatte eingegangen der Partei im auswärtigen Ausschusse des Abprüfung der Magazine und Vorräte unter verständlich wurde jegliche Ausfuhr von Lenommen werden, namentlich bei den Großgeordnetenhauses die nachträgliche Zustim händlern und bei denen, wo festgestellt würde, bensmitteln mit dem Stichtag 24. Oktober daß sie die Borräte zum Zwecke der Spefula berboten und die bereits erteilten Ausfuhr mung zu erteilen, einstimmig angenomtion verheimlichen, mögen Schritte zu deren bewilligungen für Lebendvich und Gerste unmen. Ferner wurde beschlossen, der gerinBestrafung unternommen werden. Auch der giltig erklärt. Die Wucherkontrolle In der geftrigen Sigung des Wehrausschusjes samen Erklärung der sozialdemezatijenige möge bestraft werden, der ſelbſt durch durch das Versorgungsministerium wird we- rium des Innern zur Frage der Unterhalts. Die Wucherkontrolle sprach Ministerialrat Chitr aus dem Ministe- fchen Parteivorstände Deutschlands, der Tschefreiwillige Ueberzählung fich Vorräte zitht Schaden der anderen verschaffen wollte. Die fentlich verschärft und gegen Alle, welche beiträge und beantragt die Anwendung des choslowakei und Desterreichs zuzustimmen. Das. den, den Konsumenten nur eine solche Menge, Weise ausnüßen wollen, mit den schärfsten Einwendung der deutschen Sozialdentokratie ftim- geordneten und Senatoren zusammengefaßt. Geschäftsleute mögen sofort aufgefordert wer die gegenwärtige Situation in unzulässiger bestehenden Geseßes, das den gegenwärtigen Ver- Ergebnis der Debatte wurde in dem Aufruf hältnissen ganz und gar nicht entspricht. Troy des Parteivorstandes und der Klubs der Abbesonders von Nahrungsmitteln, zu verkaufen, Strafen vorgegangen werden. welche nicht darauf hinweist, daß es sich um men alle tschechischen Barteien dem Antrag zu. eine beabsichtigte Schädigung des normalen Die Sprecher der Arbeiterdeputation, Lu- Bum Antrag Bequartierungsbeitrag an die Ge- Sollte die Partei in den nächsten Tagen vor Wirtschaftslebens handelt." favec für die Metallarbeiter, Svoboda meinden für beigestellte Quartiere an Gagiften noch schwierigere Entscheidungen gestellt wer Zu diesem Antrag und zu den Anfragen der und Cervenka für die Fabriksausschüsse eine Erhöhung von 40 Prozent vor, was einem schusses oder der Reichskonferenz erfolgen. und Mannschaftspersonen" schlägt der Referent den, so wird die Einberufung des ReichsausVertrauensmänner der Prager Arbeiterschaft und ein Delegierter der Arbeiterschaft aus Aufwand von zwei Millionen isch. Stronen gleich gab der Ernähungsminister Srba eine Erklä- Kladno erklärten, für den Fall, als die Rerung ab, deren wichtigster Inhalt folgender gierung die gegebenen Versprechungen nicht ist: Ganz unberechtigter Weise zeige sich an einhalten sollte, würde die Arbeiterschaft die manchen Orten eine Aufregung der Ordnung der Angelegenheiten selbst in die Sonsumenten wegen der zukünftigen Hand nehmen. Versorgung, und es werden übereilte Einkäufe gemacht, welche die Preise der Lebensmittel ganz abnormal in die Höhe trieben. Zu ir Als nächster Punkt der Tagesordnung sollte gendwelchen Besorgnissen wegen einer Störung die Frage der Errichtung von Konsumender Sebensmittelversorgung ist kein Grund tentammern zur Verhandlung kommen. vorhanden. Aus den bisher erfolgten Ab- ueber Antrag der Genossen Gehorsam und lieferungen ist der Mehlbedgrf bis ungefähr Sovanta wird jedoch das Präsidium des versuchte. Ende dieses Jahres gedeckt und es wird eine Reichswirtschaftsrates vorerst die Genossen- General Sung berichtet über die Justifizie die Aufstellung von Richtlinien für die fünfUnterbrechung in der Zuweisung des Approvi- fchaftsverbände und Gewerkschaftskommissio- rung eines Soldaten in Trhanov und teilt mit, tige Politik der Partei, ferner für unser Wir fionierungsmehles unter keinen Umständen nen einladen, ihre Wohlmeinung in dieser daß die Ansprüche der Hinterbliebenen durch das fen in der Gemeindeverwaltung und für unsere Ministerium für soziale Fürsorge geregelt wur erfolgen. Auch der Armee bedarf erscheint Frage abzugeben. den. Weiters teilt er an Hand eines vorliegenden Stellung zur Agrarfrage nicht leisten. Aus dieProtokolles mit, daß der Hauptzeuge, der im sem Grunde hat der Parteivorstand beschlosEinklang stand. Redner bemängelt es, daß die vorliegenden Fall dem„ Nude Pravo" die ent- sen, die Abhaltung des Parteitages und die Regierungsabschlüsse dem Gefeßze widerspre- prechenden Informationen geliefert hatte, einge- Frauenreichskonferenz auf unbestimmte Zeit chend zu spät vorgelegt werden. Redner verstanden hat, daß diese Informationen falsch maweist auf die systematische Entrechtung der ren, und wurde derselbe nicht nur wegen Be- 34 verschieben. In der gestrigen Sigung des Budgetaus- deutschen Bevölkerung und wendet sich gegen genen Diebstahles bestraft. schus wurde die Debatte über das Budget das System, durch welches dem Auslande ein- Abgeordneter Novat interpelliert den Mibegonnen. Neben anderen Rednern sprach zureden versucht wird, wie gut es den Deut Abgeordneter Taub( deutscher Sozialdemokrat) fchen hier geht. Dieses traurige Geschäft beDie Regierung hat das Stürgth'sche Striegsund führte unter anderem aus: In den gegen- forgt vor allem die„ Prager Presse", die nicht leistungsgesetz vom 26. Dezember 1912 wieder wärtigen Ereignissen will man einen Kurs nur von den Geldern der Tschechen, sondern in Kraft gesett. Mit allen seinen Härten, die einschlagen, gegen den wir uns wenden müssen. auch von jenen der Deutschen bezahlt wird. wir während des Krieges tausendfältig erlitDer Ministerrat hat beschlossen, das Kriegs- Sie täuschen sich, wenn Sie glauben, daß das ten haben, läßt es uns schaudervoll bewußt bienstleistungsgeseß wieder in Straft zu feßen, Ausland über die Glaubwürdigkeit dieses werden, was unser harrt, wenn es zu einem jenes Gesetz aus der alten Monarchie, unter Blattes in Zweifel ist. Redner bespricht dann In der gestrigen Sigung des Gesundheitsaus neuen Strieg kommt. bem die arbeitende Bevölkerung so Bitteres er- die politischen Verfolgungen und fordert die schusses wurde der Geseßantrag Hollitsa er s Schon im Falle der Mobilisierung kam das dulden mußte. Die Anwendung der Methoden Freilassung der Dezemberopfer. Deffnen Sie über das Verbot der Verabreichung alkoholischer Gesek in seinem vollen Ausmaße gehandhabt bes alten Desterreich widersprechen der Be- die Kerker und geben Sie diesen armen Men Getränke an Jugendliche in zweiter Lejung werden. Die einzige Bedingung für seine Anhauptung, daß dieser Staat ein demokratischer schen die Freiheit wieder! Um die Finanzen rungsvorlage über den Gefundheitszu- wendung ist, daß die im Gesetz festgesetzten Staat ist. Die Arbeiter sollen wieder die er des Staates ins Gleichgewicht zu bringen, wird schlag zu den direkten Staatssteuern Striegsleistungen nicht im normalen Wege, d. sten sein, die unter den Ereignissen zu leiden Sparsamkeit auf allen Gebieten empfohlen. zum Zwecke der Unterstützung der öffentlichen H. nach den im Frieden üblichen Modalitäten, haben. In bestimmten staatlichen Betrieben Manche Herren stellen sich diese Sparsamkeit Fonds zur Erhaltung der Strankenhäuser und H. nach den im Frieden üblichen Modalitäten, soll auch eine Verlängerung der Arbeitszeit so vor, daß eine Erhöhung der Löhne und Ge- Seilanstalten verhandelt. Das Gesetz sieht einen nicht rechtzeitig oder aber nur mit einem un Buschlag von acht Prozent für 1921 und von höch verhältnismäßig größeren Kostenaufwand zu vorgenommen werden. England ist im ersten halte nicht mehr stattfinden dürfe. Auf die Rei- ſtens zehn Prozent für die folgenden Jahre vor. beschaffen wären. Diese Boraussetzungen sind Jahre des Strieges ohne Striegsleistungsgeses chen, auf die Banken, hat er nicht hingewiesen. Das Gesetz ſtand schon einmal in Berhandlung in ihrer Auslegung derartig leicht zu konstruie und fast ebenso lange ohne Verlängerung der Nur die arbeitenden Menschen sollen beim und scheiterte damals Landesausschüsse, die die Autonomie der Länder ren, daß der Anwendung des Gesetzes eigent Arbeitszeit ausgekommen. Auch hier sollte Sparen helfen. Man spricht vom Sparen, verteidigen zu müſſen glaubten. Diesem Wider lich teine Schranken gesezt sind. Was die Perman von dieser Methode Abstand nehmen. Die aber die Mobilisierung allein hat schon eine stand wurde durch eine Aenderung des§ 8 des sonen anlangt, die die Vorteile des Gefeßes Fürsorgemaßnahmen reichen nicht aus, um die Teuerung zur Folge gehabt. Wir gehen einer Gesezes Rechnung getragen. Es wird beſtimmt, genießen, ist ihr Streis ziemlich weit. Nicht nur Existenz der Familien der Eingerückten zu neuen Teuerungswelle entgegen. Bei steigen- daß jest den drei Landesausschüssen Zuschüsse in fichern; es sollte daher ungefäumt das Unter der Teuerung kann der Forderung nach erhöhbetreffenden Ländern zugewiesen werden. Die Staates, die Gendarmerie, bie Finanzwache, von 75 Prozent der Umlagen in den das eigene Militär, auch das des verbündeten haltsbeitrags- Geses den Teuerungsverhältnis ten Löhnen nicht Einhalt geboten werden. deutschen Sozialdemokraten haben dieses Geses bas staatliche Forstpersonal, die Kriegsgefan fen entsprechend geregelt werden. Zur Be- Darauf sprach Abg. Srdinko( tschech. Agra- wärmstens unterstützt, weil sie sich eine Besserung fprechung des Budgets übergehend verweist rier), ber gegenüber dem Genossen Taub eine der troftlosen Lage der Strantenhäuser und die genen und alle Sivilpersonen, bie die bewaffRedner auf das Budget des Vorjahres, das Lanze für die Dentokratie der tschechischen Ne. Crrichtung der bringend nötigen Lungen- und nete Macht begleiten, tönnen Kriegsleistungen sonstigen Seilanstalten erwarten. inspruch nehmen mit den tatsächlichen Veräältnifien nicht im publik brach. Aus dem Parlamente. Budgetausschuß. truges, ſondern gleichzeitig wegen eines began Das Kriegsdienstleistungsnister wegen des bekannten Sangarbrandes, bei bem 60 Pferde und drei Soldaten ums Leben famen. Der Minister gibt zu, daß ein Fall grober Fahrlässigkeit vorliege, daß die Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist und er nach der selben weiterberichten werde. Gesundheitsausschuß. angenommen. Weiters wurde die Regiebeim und scheiterte damals an dem Widerstand der gesez wieder in Kraft. Bette& Sozialdemotret Zu persönlichen Dienstleistungen für 1 termitteln aufkommen. Den Gemeinden obKriegszwecke außerhalb der Feuerlinie was liegt auch die Bereitstellung von Heiz- und übrigens auch ein sehr dehnbaver Begriff ist eleuchtungsmaterial. schärft wird. Inland. Tages- Neuigkeiten. Krieg? 26. Oftober 1921: jemals mehr als höchstens gleichberechtigt a werden dann könnten wir bittere Tränen weinen über das herrliche, sonnige Glück, das fönnen, wenn der Bedarf durch Wehrpflich- Die politischen Behörden, die Gemeinden, wir seit den Oftobertagen 1918 verloren und tige nicht gedeckt werden kann, alle arbeitsfä- aber unter Umständen auch das Militär, könNun sind es knapp drei Jahre, das die Front über dessen Verlust wir uns sogar einen Auhigen männlichen Zivilpersonen, die das nen mit Gewalt die Leistungen er der Verbündeten im Weltkriege zu wanfen be- genblic lang freuten, weil wir eben damals 50. Lebensjahr noch nicht zurückgelegt haben, zwingen. Es braucht nicht erwähnt zu gann, daß die Kriegsmüden Stämpfer draußen nicht wußten, daß es mit unserem Glanz nun herangezogen werden. Mit Schaudern denken werden, daß durch diese Bestimmung der will die Waffen wegwarfen und der Wille der vorbei sein sollte. Das ist, kurz gefaßt, die wir daran, in welcher Weise das Gesetz wäh- fürlichen Gewalt Tür und Tor geöffnet ist. Es Massen, die jahrelang Not und Tod, Hunger Meinung des deutschböhmischen Spießbürgers, rend des Krieges gehandhabt wurde und müs ist ein Gesetz, das von Franz Josef, unseligen und Elend hatten erleiden müssen, dem Bölfer zu welcher Klasse die Unterteilungen Boursen in dieser Stunde die Regierung und die Andenkens, und vom Stürgkh gezeichnet ist. morden ein Ende ſetzte. Damals gelobten wir, geois und Seleinbürger zählen Sie alle, die Vollzugsorgane des Gesetzes an ihre Pflicht Das bestimmt mit seiner Bevorrechtung der die wir heil dem Blutbad entronnen waren, bidleibigen Hausherren und die heute noch mit der ganzen Kraft unseres Herzens und erinnern, das Gesetz nicht extensiv, nicht will Besitzenden den Charakter des Gesetzes. Pflicht ferer Pivne, die Belt mit einen solchent drie- schwarzgelblichen Beamten, die. L. Reſervekürlich auszulegen:„ Die Anforderung von einer demokratischen Regierung wäre es, so benswillen zu durchdringen, daß niemals wie- offiziere und die deutschnationalen Studenten, striegsleistungen ist auf den unbedingten Be- schnell an seine Außerkraftsetzung zu denken, so der ein Volt gegen das andere sich mit den wissen nicht recht, wie sie die zwei Seelen, ach, darf zu beschränken. Die Verpflichtung tritt überraschend schnell es wieder in das Leven Waffen in der Hand cryjeve. Nie wieder sollte in ihrer Brust miteinander versöhnen sollen in allen Fällen nur nach Maßgabe der Lei- des Staatsbürgers hineingetragen wurde. der Arbeiter des einen Landes gegen den Brudie eine, die darüber aufschreit, daß Kart stungsfähigkeit ein." der jenseits der Grenze zur Waffe greifen, nie Habsburg Deutschland verraten wollte, und Die persönlichen Dienstleistungen müssen wieder sollten im Dienste imperialistischer die andere, die sich in dem für Spießer so gevergütet werden. Aber auch für die AbMächtgeliste, im Dienste der ausbeutenden mütlichen Oesterreich so wohl fühlte. Und beide nüßung und Beschädigung ihrer Werkzeuge er Die Kriegsspekulation beginnt wieber. Wie Herrenklassen, zum gegenseitigen Morde Ar- Seelen, die stramm großdeutsche und schlan halten die Arbeiter eine Entschädigung. das Abendblatt des„ Pravo Lidu" meldet, ver- beiter gegen Arbeiter stehen. Aber seit dem pig- österreichische, winden sich jetzt, da Karl in Die Militärstrafgerichtsbarkeit bergen verbrecherische Spekulanten wieder alle Tage, da der furchtbarste Strieg aller Zeiten ungarn sitt, krampfhafter denn je. Bei welcher wird in weitgehendem Umfang auch auf die möglichen Arten von Waren, um zu warten, auf den Schlachtfeldern Frankreichs und jenigen Personen ausgedehnt, die zur Kriegs- bis die Preise in die Höhe gehen. Diesen wird Deutschlands, Desterreichs und Italiens ein Windung bleibt's? Bei der schwarz- gelben. leistung herangezogen werden. Die Verfor mit vollem Recht angedroht, daß fie ins Krimi- Ende nahm, ist noch keine Stunde vergangen, Denn der deutsche Bourgeois ist eben in erster gung der Familien der Kriegsdienstleistenden nal geſtedt würden; dort werde man aus ihnen wo nicht Dank dem herrlichen Frieden, den die Linie Bourgeois und es liegt ihm doch das die ersten Straffomvagnien zusammenstellen. fiegreichen Mächte der Welt gaben, neues Blut Reaktionärste am besten. Dieser Tatsache in iſt zwedentſprechend bis jetzt in der Tschecho- Die Vorbereitungen hiefür ſeien von der Re- gefloßen wäre. Hundert neue Kriegsgefahren geradezu klaſſiſcher Weise Ausdruck verliehen flowakei nicht geregelt und wir erwarten, daß gierung und den Behörden getroffen. haben die Herren von Versailles, St. Germain, zu haben, ist das Verdienst der Reichenchebaldigst im Gesezzwege der ganze Stomplex Noch zu wenig? Der„ Nasinec" berichtet, daß auf den Weg gegeben. Bis zu dem heutigen noch bescheiden mit ihrer Meinung zurüc Trianon und Sevres dem neuen Europa mit berger Zeitung". Am Sonntag hielt sie dieser Fragen derartig geregelt wird, daß noch ein Teil des Hultschiner Ländchens, zehn Tage haben wir, die wir innerhalb der Grenzen Ihr Leitartikel, den sie dem Putschisten Karl nicht die Nachteile der Kriegsdienstleistung Gemeinden, in den Besiz der Tschechoslowakei der tschechoslowakischen Republik leben, den widmete, bestand noch in einer bloßen Andurch die Not der betroffenen Familien ver- auf Grund irgend eines uns fragwürdig scheifurchtbaren Feueratem der Kriegsbestie immer einanderreihung der Tatsachen und das verin her nenden Rechtstitels übergehen sollen. Wir war nur von weiter Ferne gespürt. Nun aber ist Unbedingt befreit das Gesetz von Kriegs- nen: mit dem Essen kommt der Appetit... die Striegsgefahr auch für uns in furchtbar besteckte Herz des deutschböhmischen Oesterrei dienstleistungen folgende Personen: die geistig Eine Versammlung der tschechischen Chauvi- drohliche Nähe gerückt. Schon ist die teilweise chisch- Bürgerlichen vermochte nur der schlagen und förperlich hiezu Ungeeigneten, die Staats- niften. Am Sonntag Vormittag fand auf der Mobilmachung angeordnet und wir erleben zu hören, dem es auffiel, daß in dem Artikel Sophieninsel eine Protestversammlung gegen die und sonstigen Beamten, die Gemeindevorste- Unterdrüdung und Zurüdjesung der tschechischen Stunden und Tage ganz ähnlich jenen, die mir Sarl Habsburg und sein Abenteuer mit keinem her, Militärpersonen und namentlich Entho Sprache in der tschechoslowakischen Republik" vom August 1914 noch schaudernd in Erinne Worte verurteilt war. Inzwischen sind sich bene, Seelsorger, Personen, die durch interna- statt. Die vom tschechoslowakischen Verband der rung behielten. aber die Herren doch flar geworden und der tionale Verträge ausdrücklich oder nach völker- meinde, der Regionärsgemeinde, dem tschechischen tausende Mütter und Frauen schredlich bange chenberger Zeitung" läßt die Klarheit, zu der und Angestellten, von der Sofolge- Wiederum find für tausende junge Männer, Leitartikel in der Dienstagnummer der ,, Reirechtlichem Herkommen befreit sind. Von der Böhmerwaldverein und dem tschechischen Nord- Stunden gekommen. Wieder hasten die Men sich die zwei widerstreitenden Seelen durchranLeistung länger dauernder Arbeiten böhmerverein und dem schechischen Schulverein fchen in quälenden Zweifeln, in Angst und und Dienſte außerhalb der Aufenthalts- einberufen worden war. In dieser Versammlung ungewißheit durch Straßen und Bräße, die gen, auch nicht vermissen. Zunächst wird die gemeinde find ſelbſtändige Landwirte, Fabriks- marich, daß jeder Gebante einer nationalen, wiederum dasselbe Bild bieten, das wir seit fluchwürdige, egoistische Rolle"," welche die und Gewerbeinhaber und Personen aus rück- territorialen Autonomie die Negation und Zeug den Tagen, da der Weltkrieg ausbrach, nicht Familie Habsburg spielte, ihr Berrat an fichtwürdigen Familienverhältnissen befreit. nung der Idee des tschechoslowakischen Staates aus dem Gedächtnis verloren haben. Wiederum Deutschland, mit kräftigen Peitschenhieben geDie sa chlichen Kriegsleistungen erstrecken bedeute. Der Referent Ing. Klos erklärte, daß fuchen die gequälten und gemarterten Männer geißelt. Das geschieht jedenfalls deshalb, damit sich vor allem auf die Bereitstellung aller Ver- mit Hilfe der Durchführungsverordnung zum und Frauen Gewißheit und Aufklärung in den sich diejenigen nicht allzusehr wundern, die sich vor allem auf die Bereitstellung aller Ver- Sprachengesetz der tschechische Nationalstaat zu Zeitungen zu finden, die wiederum ganz so wie noch in Erinnerung haben, wie die„ Reichenfehrsmittel, denen auch Tiere zugezählt wer- einem Nationalitätenstaat gemacht werben fehrsmittel, denen auch Tiere zugezählt wer- einem Nationalitätenstaat gemacht werden soll. einst, Extraausgaben in die Welt hinausgehen berger Zeitung" in den Tagen des Ümsturzes den, zu dauerndem Kriegsgebrauch. Die ge- Er beruft sich hiebei auf ein Sprachengesetz aus wöhnliche Abnüßung der Verkehrsmittel wird dem Jahre 1615 bis dorthin verirrt sich die lassen und mit ihren schreienden Titeln und über das Kaiserhaus herfiel. Aber es tut der tschechische Reaktion, das viel besser die Rechte fetten Lettern den tausenden und abertausenden Reichenberger Zeitung" und denen, die aus tomber sa nicht entschädigt. Der Ankauf erfolgt kom- der tschechischen Sprache verwahrt habe. Dann Fragern doch keine klare Antwort geben, ihnen miſſionell. Auch Immobilien, d. f. Häuser, wurde eine Resolution angenommen, in der nicht mehr sagen können, als daß sich eben ihr sprechen, herzlich leid, daß sie damals fo Felder, Gärten, fönnen entgeltlich enteignet verlangt wird, daß die Kenntnis der tschechischen wieder schredliches Geschehen in der Welt voll- borschnell waren es war doch eine Lust zu Staatssprache von jedem Staatsbürger der tsche- sieht. Die Nachrichten überſtürzen einander leben, damals, im alten Desterreich, da wir choslowakischen Republik vorausgesetzt werden und in der Unsumme von Ereignissen bietet noch jemand waren. Heute sind wir gar nichts Zu einer sachlichen und zugleich persönlichen müsse. Der Gebrauch anderer Sprachen als der sich nirgends und niemandem die Möglichkeit und hier wollen wir die„ Reichenberger Seriegsdienstleistung können bei Einquartie- Staatssprache ist nur zulässig im Privatverkehr, rung ,, die einen Haushalt führenden Einwoh im Geschäftsleben, im Drud und in öffentlichen aus der Fülle der Meldungen die Wahrheit zu Zeitung" selber sprechen lassen: ner" also nach ertensiver Interpretation der Staatsorgane erfolgen ausschließlich in der Versammlungen. Alle öffentlichen Stundgebungen finden. des Gesetzes auch Frauen verpflichtet wer- tschechoslowakischen Staatssprache, alle öffentlichen den. Das Gesetz spricht von Natural ver- Bezeichnungen und Namen, auch die der Ort pflegung, worunter gegebenenfalls die Herschaften, sind nur tschechisch. Bis Ende 1924 stellung von Speisen verstanden werden könnte. müssen alle Staatsbeamten die Staatssprache be herrschen, widrigenfalls sie ihrer Stellen verlustig Schwere Pflichten werden durch das Kriegs- gehen. leistungsgesetz den Gemeinden auferlegt. Sie haben verschiedene ärarische Güter aufwerden. erklärte unter anderem Abgeordneter Dr. Kraleber alles hinweg aber hämmert in den Gehirnen nur der eine dumpfe Gedanke: wiederum Strieg! Noch ist das schrecklich Drohende nicht zur Gewißheit geworden, noch besteht die Aussicht, daß die Vernunft zum entscheidenden und flärenden Worte kommt. Die Habsburger haben allerhand am Gewisjen aber wir haben sie doch lieb. Wenn wir zubewahren, übernehmen die Pflicht der Genossen! Werbet für Euer daran denken, daß wir Deutschen im alten Pflege franker Personen und Tiere. Selbst verständlich müssen sowohl Gemeinden wie Privatpersonen für die Bereitstellung von FutRuzena Capet. Von J. J. David. 2 Zentralorgan! Desterreich ja doch die Herren waren, während wir in der Tschechoslowakei nur eine Nation zweiter Ordnung und ohne Aussicht sind, hier ,, Und so wie kein Mensch, der in Ar mut geraten, jemals der sonnigen Tage seines Lebens vergessen könnte, da ihm wenn auch ein bescheidenes Wohlergehen blühte, so kann auch ein ge tnebeltes Bolt niemals der Zei ten bergessen, da seine Kraft und Kultur noch etwas galt. Es geschah, was die Tschechen nicht begreifen: Ueber dem Leid von heute vergaß man den Verrat von gestern und deshalb fehlt in unserer Bevölkerung jener aufrichtige versehens ein Steinwurf traf, ohne daß jemand zu erspähen war, der ihn getan haben fonnte. Er mußte wiederum lachen, wenn er sich die Kindesbeinen allein durchbeißen muß, der geSegensprüche beschwor, mit denen man ihn winnt einen gewissen Fatalismus. Er rechnet zum Abschied begabt. Nur, daß sie ihm nicht damit, daß ihm manchmal eine Nuß unterkom- Er hatte dem Hirten späterhin geholfen. Und bis zur Dorfgrenze das Geleite gaben, der Ge- men wird, so hart, daß man meint, der Schädel dies Leben hätt ihm eigentlich für immer am Wär es noch Sommer gewesen! Da mußte wißheit halber, daß sie seiner ledig würden. frache einem. besten gepast. Wenn er durch das Dorf mit man sich nun um Obdach und Nahrung äng- Ordentlich glücklich waren sie doch gewesen, Muß sie aber gefnadt sein, so wird ein star- seiner Peitsche knallen konnte, worin er es ſtigen. Man konnte in den Auen nächtigen, ihn vom Salse zu bekommen. Das Gefindel! fes Gebiß auch damit fertig. Es ist nur bitter, bald seinen Meister vortat, und es drängte sich machte sich sein Feuer aus grünem Holz, damit Er blickte aufwärts. Der Himmel hatte sich wenn der Kern hernach so ist, daß man spuckt das liebe Vich heran, so fam er sich wie ein einen die Gelsen nicht bei lebendigem Leib auf grau umzogen, und ein springender Wind und nochmals das ganze Gesicht verzerrt. Auch Befehlshaber vor und fühlte sich gewaltig und fressen, und was man an Futter braucht, das frischte auf. Ja, und nun schneite er ihnen das ist nicht immer zu vermeiden. nicht ohne Grund herzlich beneidet von allen gab der Fluß oder man legte Fallen. Darauf mit dem ersten Schnee wieder in das öde Nest. Er war, gelinde gesagt auf dem Dorf Buben, die zur Schule oder aufs Feld mußten. verstand sich der Wojtech Hermann wie keiner, Und dies war das Bestimmende für ihn und drückt man sich deutlicher aus ein Waisen- Draußen aber ward ihm erst recht behaglich. und kochen konnt' er: der vom Grafen hätt feine Rüdfehr: sie würden sich mit dem wieder- find gewesen. So sehr sogar, daß man nichts Da tonnte man sich ein Fleckchen aussuchen, immer noch was von ihm lernen können, gewonnenen Mitbürger ganz über die Maßen von seinem Vater wußte, während die Mutter auf das die Sonne so warm schien. Sich hin troß weißer Schürze und weißer Kappe, mit freuen. Also: hinein denn ins Dorf! an seiner Geburt verstorben war. Mit dem ränkeln in das sanfte Gras und in den hohen denen er sich so pazig machte. Er nahm sein Bündelchen hoch. An den lieben Vich und wie dasselbe hatte man ihn Simmel starren, der immer durchsichtiger Jetzt aber, im Winter! Wahrhaftig, er hätte Stock, den er sich derb und dornig von einer aufwachsen lassen. ward, sich über einen senkte und zu Frühlingsmeinen müssen, der Teufel selber habe ihn her- Hecke geschnitten, band er sein blaues Taschen- Wenn er gerade zur ungelegenen Zeit- zeiten erfüllt war von unendlichem Lerchentgeritten. Da gab es wohl nichts anderes, wie tuch und ließ es gleich einer wehenden und und willkommen war er niemals und nieman- jubel; um und um ein sanftes Gebimmel von arbeiten. Entweder in der Zuckerfabrik, bei siegreichen Fahne flattern. Berlöchert genug dem!- vor den Füßen herumkrabbelte, der großen und kleinen Schellen. Und man wurde den Sesseln, wo man vor der Hizze närrisch war es dafür. Und breitbeinig und ganz ent- stieß nach ihm, ganz gleich, wohin er traf. So schwindelig vor der vielen Bewegung, dem wurde, oder im Holzschlagen, wo man vor der schlossen, ein Bursche, der sich vor nichts hielt's seine Pflegerin, so blieb's in der Sitte. Bücken und Heben der vielen Tiere, den Far= Kälte wieder nicht zu fich tommen konnte. fürchtet, und dem Tod seinen Nasenstüber ge- Das war so, daß er sich beinahe wunderte, blieb ben: rot- bunt, schwarz, weiß, scheckig, die sich Und die Herrschaft weiß sehr gut, wer sich ihr ben möchte, stampfte er durch die ersten fallen- er einen ganzen Tag ungepufft oder ohne daß auf dem grünen Grunde durcheinander schoben, jetzt verdingt, der muß nehmen, was er kriegt, den Flocken in seine Heimat. eine mehr neugierige als sanfte Frauenhand schläfrig vor dem eintönigen Schnauben, und und sie nutzt das und sie zahlt einen Lohn, daß Es war im Talgrund wärmer als auf der untersuchte, ob wirklich sein eigenes Haar so genoß einer innigen und schönen Trägheit. man sich vor sich selber schämen muß, man Höhe. Er fühlte es, und das tat ihm wohl. struppig auf seinem viereckigen Schädel size. Nur freilich, gehorchte ein Tier in seiner Un rührt dafür nur eine Hand. Aus allen Schornsteinen stieg ein feiner Rauch Bei dem allen war er gediehen. Zu einer vernunft nicht augenblicklich, brach es die Aber wo war es denn jetzt besser? In der und wedte Gedanken an allerhand gute und ungemeinen Kraft und Behendigkeit. Und weil Reihe, oder versuchte es in eine Hede einzu Stadt, wo man warten mußte, ob nicht viel nahrhafte Dinge, die nun zu Mittag gekocht er sich oftmals falvieren mußte, weil sehr früh dringen, oder sich im Kleefeld zu verlaufen, das leicht doch Schnee fiel? Die einzige Arbeit würden. Wojtech Hermann trat in ein Wirts- jeder üble Streich im Dorf ihm zugeschrieben so üppig und gefährlich lockte, dann geriet der stockte, die ihm sonst behagte: die am Bau. Da haus und ließ sich ein Stück Brot und ein tüch wurde, so kannte er bald jeden Schlich und Wojtech in eine besinnungslose Wut. Dann mußte sich niemand mehr anstrengen, als ihm tiges Glas Schnaps geben, damit er sich nicht ieden Steg wie feiner. Er war tüdisch und schlug er, wohin er eben traf, und der Hirte just paßte und zuträglich war, und man konnte den Magen erkälte. Die Stube war so hübsch grausam. Wer mit ihm raufte, den richtete wagte nichts mehr gegen ihn. So sehr fürch immer seinen Spaß mit den Helferinnen trei- geheizt. Er wärmte sich am Ofen, überzählte er erbarmungslos zu, auch nachdem er ihn tete er sich selber vor dem hinterlistigen und geben. Und das hatte der Wojtech gern, sehr feine Barschaft, seufzte und duselte. Denn schon niedergeworfen hatte. Er sicherte sich so maltätigen Buben. wie Sunde und Razen, so tonnt er einschla einige tube. Beigte ihn aber einer an, der Das aber fam auf, und barum ließ man ihn fen, wann es ihm geftel. gern. Er zündete sich einen Nasenwärmer an. Ganz trübselig rauchte er vor sich hin. Ja, das war doch ein richtiges Hundeleben, daß er von Rind auf geführt. Es war ihm eigentlich feinen Augenblid bang um sich und seine Zukunft. Wer sich von tonnte gewig fein, daß ihm beim nächsten nicht dabet. Ein Sandwert aber mocht er Baden in der March etwas unangenehmes durchaus nicht lernen. Und als ihm einmal ber passierte, denn der Wojtech konnte schwimmen Serr Pfarrer, der obendrein Dechant war und und tauchen wie ein Otter; oder daß ihn un- sogar beim Fürstbischof etwas galt, eine väter 28. Ottober 1921. Sozialbemotrat Cette 5. ' Saß gegen Habsburg, der die tärmäntel trugen. Nechelles befand sich aufferhöhte Steuerabgaben, Mietzinse und durch die Gewinne zu sichern. Die Konsumenten können es Schweiz in den Tagen Wilhelm Tells durch dem Wege in sein Heimatsdorf Sznica, wo er Entwertung des eigenen Geldes entstanden ist ja bezahlen. Jezt, wo der Kohlenhandel fast kei glühte und der heute das tschechische Volt Vorbereitungen zur Hochzeit seiner Tochter und den Industricangestellten die Verteuerung nen Beschränkungen mehr unterliegt, machen die nicht zuletzt auch darum beherrscht, weil es traf. Die Mutmassung, daß die Mörder Ma- jämtlicher Lebensmittel und unentbehrlicher Be Herren von dieser Methode schon wieder ausgiefürchtet, die slowakischen Bauern könnten für zedonier sind, gewinnt dadurch an Wahr- darfsgegenstände gebracht hat eine höhere, den bigen Gebrauch. So sperrt der„ Duger Stohlendas Wohl eines Königs beten, wenn er in scheinlichkeit, daß Dimitrom vor vielen Jahren ihrer Arbeit. Die gejamie Angestelltenschaft er Bezug von Kohle aus einer Reihe von Schächten verteuerten Verhältnissen angepaßte Bezahlung Verein" den verschiedensten Großhändlern den Budapeſt regierte. Vom rein menschlichen an der macedonischen Bewegung als Anhänger wartet eine Berücksichtigung diefes durch die Ver- fitr den Warnsdorfer Plas nur aus dent Standpunkt betrachtet, wüßte kein des ermordeten Sardonsty teilnahm, welcher hältnisse begründeten Berlangens durch die Er- Grunde, um seine dortigen Vertreter zu schüßen", Deutscher, wofür er in den Krieg cedonischen Organisation von den sogenannten mindestens 30 Prozent, sowie die Einlösung der farer Schächten aus dem gleichen Grunde nur an mit den übrigen Anhängern der inneren ma- höhung ihrer derzeitigen Gehälter und Löhne um Herr Weinmann liefert Kohle aus den Schatzgegen starl zöge. Kämpft ein Mensch Vchovisten" verfolgt wurde. anläßlich der lezzistattgefundenen Tarifverhand drei Kohlenhändler in Trautenau. Reioder ein Bolf gegen vergangene bes-" Presse und Kavital. Wie die„ Boſifische Zei- lungen durch die Dienstgeberschaft vielfach gegechenberg ist mit dem Bezuge von nieberschle tung" berichtet, ist in Karlsruhe die demokraVersprechen auf Gewährung einer Weihsischem Stots an eine einzige Firma gebunden, Ein paar Zeilen früher war vom„ wohlver- tiſche„ Badische Landeszeitung" von einem be- neuerliche Zeuerung zwingt die Industrieange beitsministerium fönnen dieſe Borgänge nachtsremuneration und Wohnungsbeihilfe. Die allen anderen wird nicht geliefert. Dem Ardienten Fußtritt" die Rede, den Karl von sei kannten Berliner Zeitungskonzern der Schwer- stellten, die Dienstgeberschaft nicht nur an dieses nicht unbekannt sein; es hat die Verpflichtung, im nen Völkern erhielt und jest ſtellt sich her- induſtrie aufgekauft worden und vor einigen Bersprechen zu erinnern, fondern die Einlösung, Intereſſe der Kohlenverbraucher hier einzugreifen aus, daß mit dem Fußtritt sonnige Tage da- Tagen offen zur deutschen Volkspartei über dieses Versprechens zu verlangen. Die Bersamm und den besonderen Schutz der Vertreter der ein. Hingingen; eben sprach die ,, Reichenberger Zei- gegangen. lung beauftragt die Leitung ihres Verbandes, zelnen Schächte nicht zu dulden, weil derselbe in tung" noch von dem„ Schandlohn" un der Aussperrung in Bochum. Boch unt, 24. dieses heute einstimmig geäußerte Verlangen den bedingt zu einer Monopolstellung der betreffenden zuständigen Stellen der Dienstgeber zur Kenntnis Großhändler in ihren Gebieten führt, besonders dynastischen Sicherheit" willen and jest kann Oktober.( Wolff.) Am Nachmittage iſt der ge- bringen und auf die Erfüllung desselben zu soweit gute Stohle in Betracht kommt, nad jie niemals diese Zeiten vergessen". Jawohl, Berabau und Gußstahlfabrikation stillgelegt und samte Betrieb des Bochumer Vereines für bringen, denn Not kennt kein Gebot." welcher die Nachfrage sehr groß ist, und diese es fehlt den Deutschbürgerlichen der aufrich- 12.000 Mann arbeitslos geworden. Der Grund trugen die allgewaltigen Bergwerksvejiter Brü durch die Händler verkauft werden kann. Kohlensperre. Schon vor dem Striege über Kohle dann mit übermäßigem Zwischengewinn tige Haß gegen die Habsburger. Es hat ihnen liegt in einem Streit von 82 Maurern wegen rer Bergbau- Gesellschaft",„ Durer Kohlen- Ver- Der Wert der Krone. Es fosten: 100 holländ. 3var nicht alles an dem angestammten Herr Tarifstreitigkeiten. scherbene gepaßt, aber im Großen und Ganzen war's doch schön. Damit tellen sie sich, so sehr sie das auch verbergen möchten, auf die Seite der Konterrevolution. Wir werden es uns wohi merken, daß die Deutschbürgerlichen so sehr auf die Wiederkehr vergangener besserer Zeiten" Yauern. Das Geständnis ihres fith renden Blattes ist trotz aller kunstvollen Verblümelung doch so eindeutig, daß sie es niemals werden leugnen fönnen, wenn sie vielleicht irgendeinmal die andere Seele, die republika nische, als ihre einzige werden ausgeben wollen. * * Kriminelles Vorgehen des gewesenen Heeresminifters? Der Aba. Schpany berichtete gestern im Wehrausschuß des Abgeordnetenhauses, daß er in der Barlamentsbibliother unter Zahl 355 eine Schrift des Ministeriums für nationale Verteidi Beschluß des Wehrausschusses vom 9. Dezember aung gefunden hat, in der im Schlußabsatz ein 1920 en halten ist, durch den das Wahlrecht der Soldaten annulliert wurde. Es wird durch alle Biser Befoluis nie gefaßt wurde und wird Beijiker des Wehrausschusses konstatiert, daß ein der schärfite Protest gegen diese Eigenmäch derartiger Beschluß tigkeit des Ministeriums erhoben. ein" oder andere den Herren Weinmann und Gulden 3323, 100 Mart 59%, 100 schweiz. Frans Petschet die Kohlenlieferung verschiedener Schächte fen 1793, 100 Live 386, 100 franz. Franken 710%, in bestimmten Industriegebieten nur an einzelne 1 Pfund Sterling 386½, 1 Dollar 98%, 100 belg. Kohlenhändler, gewöhnlich an die größten und Franken 704%, 100 Bejo 1292%, 100 Dinar reichsten, um so wie bei der Förderung der Kohle 136%, 100 2ci 71%, 100 öfterr. Kronen 3.07, auch noch bei deren Abſay die Konturrenz mög- 100 poin. Mark 2.52, 100 ung. Stronen 12.65 tſch. lichst auszuschalten und ihren Vertretern hohe Stronen. Wer muß einrücken? riften, Kavalleristen und Flieger in der Reſerve; 1. Dic 26jährigen und jüngeren Militärgagisten und ebenso die Infanteristen, Arti 2. Die 31jährigen und jüngeren Militärgagisten und Reservisten aller anderem 2 fengattungen und Dienste( einschließlich die bei irgendeiner Truppengattung eingereihten Aerzte, Tierärzte, Offiziere des Zeugwesens, Verwaltungs- und Proviantdienstes); 3. Von den technischen Truppen( Telegraph, Eisenbahn, Automobil) die 40jährigen und jüngeren Gagisten und Reſerviſten; 4. Diese Bestimmungen gelten auch für die ehemalige Landwehr( flassifiziert oder dienend), soweit sie Selassifizierung A haben. Vorläufig enthoben sind: a) die Angestellten der staatlichen und der unter staatlicher Aufsicht gestellten Eisenbah nen, soweit sie teine Bestimmungskarten erhielten; tungen, soweit sie teine Bestimmungskarten erhielten; b) Die 26jährigen und älteren Angestellten der staatlichen Post- und TelegraphenverwalDie Investitionsanleihe. Ueber Anordnung des Ministeriums für Bosts und Telegraphen Volkswirtschaft und Sozialpolitik. wesen wird die Bost- und Telegraphendirektion in den nächsten Tagen mit der Kündigung Die neuerliche Teuerung und die Industrieder Telephonabonnenten statio angestellten. Samstag, den 22. Oktober fand in nenjener Abonnenten beginnen, wel- Reichenberg Vereinshalle) eine Versammlung che die vorgeschriebene itaatliche jämtlicher Kreis, Bezirks und Ortsgruppenlei Investitionsanleihe nicht gezeich Wertmeister- u. Industriebeomten Verbandes aus tungen sowie der Betriebsvertrauensleute des net haben, und zwar mit Wirksam ganz Nordböhmen statt, welde sich mit der neuerfeit zum 31. März 1922. Dies erfolgt auf lichen Ber'euerung sämtlicher Lebensmittel und Grund des§ 10. des Gesetzes vom 18. März unentbehrlicher Bedarfsartikel beschäftigte. Aus 1921 Nr. 126 der Sammlung der G. u. V. allen Gebieten wurde an der Hand von Zahlenund§ 31 der Telephonordnung vom 23. Seba material nachacwiejen, daß sich die Teuerungs- c) Konzepts, Rechnungs- und Kanzleipe sonal der polit. Aemter der 1., 2 und 3. Jntember 1926 R.-G.-Bl. Nr. 322. Merden die Furve ſeit Juni, Juli in steter aufsteigender Linie stanz, die feine Bestimmungsfarten erhielten. betreffenden Abonnenten spätestens bis zum 15. haltung die Industrieangestellten, insbesonders farten erhielten. befindet und daß diese Verteuerung der Lebens- d) Die 27jährigen und älteren Angestellten aller Staatsämter, die feine BestimmungsNovember 1921 der Zeichnungspflicht voll: jest vor Eintritt des Winters, sehr hart trifft. ständig nachkommen, wird die Kündigung zu Die Versammlung war sich darüber einig, daß der e) Die 26jährigen und älteren Angestellten in Unternehmungen, die das Ministerium für rückgenommen werden. Nach dem 15. Novem- neuerlichen Teuerung, welche die besiglosen und nationale Verteidigung ermächtigt hat, ihre unentbehrlichen Angestellten bis auf weiteres ver wird von den Telephonabonnenten teine nur auf das Arbeitseinkommen angewiesenen zu behalten, soweit diesen darüber ein Zeugnis ihres Unternehmens ausgestellt wurde. Beichnung mehr angenomen. Es wird nach Bewohner dieses Staates härter als die anderen f) Qualifizierte Bergarbeiter und unentbehrliche Angestellte der Kohlengruben( 26jäh drücklichst hervorgehoben, daß nach Ablauf der trifft, nur durch eine Erhöhung des Arbeitsein Reichnungsfrist zunächst Telephonteilnehmerkommens begegnet werden kann. Von den Red- rige und ältere). ftationen für iene Bewerber errichtet werden, Verlangen gestellt. Kündbare Kollektivverträge der Slowakei. nern aus aller Bezirken wurde ein diesbezügliches g) Gemeinde-( Stadt), Borstände, Staatspolizisten und Notare Karpathorußland und welche Investitionsanleihe gezeichnet haben, müssen mit Rücksicht auf diese Verhältnisse gefünErst darnach werden Stationen für andere Be digt werden, um höhere tarifmäßice Einkommen Alle von a) bis f) Angeführten müssen bei Bekannigabe diefer Stundmachung im Unterwerber, jedoch unter bedeutend erschwerten Be- zu erlangen und dort, wo unfündbare Verträge nehmen oder Amt wenigstens zwei Monate ununterbrochen angestellt sein. dingungen errichtet werden. Die Regierungsfrise in Deutschland. laufen, muß die Dienstoeberschait das notwendige Zum Attentat auf den bulsarischen Kricos Einsehen aufbringen, daß der gesamten Induſtri angestelltenschaft deshalb geholfen werden muß. minister Dimitrov wird aus Bukarest gemeldet: Die Versammlung endete mit der einstimmigen Dimitrov war von seinem Neffen Georsiew Annahme folgender Entschließuna:„ Die und dem Ingenieuer Martow, einem gebürti ant 22. Oftober 1921 in der Vereinshalle" in gen Tschechen, begleitet. Beide murden ange Reichenberg stattfindende Versammlung der schoffen und sodann von den Mördern mit Kreis-, Bezirks- und Ortsgruppenleitungen sowie Die Vernunft beginnt sich durchzusetzen. Dolchmesser getötet. Ein weiterer Begleiter Di. Betriebsvertrauensente des Werkmeister- und Berlin, 25. Oktober.( Tsch. V. B.) Ueber die Berlin, 25. Oktober.( Tsch. P. B.) Ueber die Industricheamten- Verbandes der Kreise Nordmitrovs, der Direktor Ne che lles. welcher böhmens verlangt in Berüdjichtigung der nener- gestrigen Besprechungen des Interfraktionellen verletzt wurde, ist entkommen und erzählt, lichen Tener noswelle- welche insbesonders Ausschusses beim Reichspräsidenten weiß die daß die Atentäter drei junge Leute mit langen durch d Uebergang von der teilweisen gebun Bossische Zeitung" mitzuteilen, es sei vor Haaren waren, welche Zivilfleider und Mili- benen Wirtschaft zum freien Handel sowie durchläufig eine formulierte Erklärung vereinbart worden, die die Rechtverwahrung Deutschlands der Bube immer noch, wo man ihn verlassen Damals traute er sich zuerst ins Mirtshaus. batte, streckte die Zunge heraus, so lang es ge- Mit seinem Gelde klimpernd, aboerissen, wie wird anstelle Kowno die Hauptstadt bes vereinigten Litauen werden. Das Ergebnis der Berliner Stadtwahlen. Berlin, 25. Oftober. Der Berliner Stadtwahlausschuß stellte das endgültige Wahlergebnis zur Wahl der Stadtverordnetenversammlung fest. Darnach werden die drei sozialistischen Parteien 110 und die bürgerlichen Parteien 115 Mandate erhalten. Uus der Partei. liche Vermahnung hielt. was denn auf diese Stunde in seinem nichtsnukigen Leben war er gegen die oberschlesische Entscheidung in schärfWeise mit dem Wotjech werden und ob er frant. Da war ein großes Kindersterben ge- ster Form zum Ausdruck bringt, aber die Ent- Jugendkreisfonferen; Aussig. Vergangenen durchaus zur Hölle fahren wollte, da stand er wesen. Er scheute keine Ansteckung. Er half fendung eines Kommisjärs zu den wirtschaft- Sonntag fand unter dent Borsize der Genoſſin wie ein Stock und stierte ihn ohne alle Gegen dem Totengräber. Er trug die kleinen Leichen, lichen Verhandlungen mit Polen möglichst Trude Wahner die erste ordentliche Kreiskon. rede sehr frech an. Und als sich der Herr De- um deren Gereiung man gebetet, wenn man ohne Vorbedingung zuläßt. Diese Formet ferenz der sozialiſtiſchen Jugendorganisationen chant in seiner Befümmernis, denn es ging ihn jebe Stunde nur verwünschte. Und ihm müsse heute den Fraktionen unterbreitet wer- berichtete über das in Teplip geschaffene Brodoch um eine getaufte Seele, umfah, da stand geschah nichts. den. Bei der Erörterung eines gemeinsamen gramm, Baul- Teplik über Bildungsarbeit, innerpolitischen Programmes hätten sich er- Schram ef- Willis über die internationale Werbewoche und Melzer über unsere nächsten hen wollte, und das Gewand des hochwürdiren ein rechter Haderlat, sai er da und hatte keine hebliche Gegenfäße nur in der Steuerfrane er- Arbeiten". Unter anderem wurde beschlossen, eine Herrn war sehr hoch hinauf mit Stottlümpchen fleine Meinung von sich. Man hatte Aerger geben, da die Sozialdemokraten auf der Erfas- Kreisjugendschule zu errichten. besprikt. Darin hatte der Junge eine Fertig über ihn. Nicht einer, der an diesem Tag in fung der Goldwerte bestehen. Der„ Vorwärts" wurden entsprechende Beschlüsse über die Werbekeit, das mit den bloßen Zehen zu tun und ohne seinem Glas Bier oder in seinem Schnäpschen berichtet, daß gestern in Berlin Vertreter der woche und den internationalen Jugendiag gedaß es einer merken konnte, der auf eine solche nicht ein giftiges Geschmäcklein verspürt hätte. deutschen Großindustrie tagten und im Gegen faßt. Am 30. Oktober findet um 3 Uhr nach Niederträchtigkeit natürlich nicht gefaßt gewe- Desto lieblicher ging es ihm ein. Er war fortsatz zur bisherigen Haltung der deutschen statt, in der Genosse d) ram ef über die Inmittags eine große Jugendversammlung fen ist. So voll ausgespizter Schlechtigteiten ab erwachsen. Und er brachte sich bald Name Voltsvariei für die Entsendung einer Verhand- gendinternationale sprechen wird. Zum Kreisver war der Wojtech von kleinauf. raden mit, Salunken aus der ganzen Umge- lungskommiffion zum Schutze der deutschen trauensmann wurde neuerdings Gen. Skonta Er war wie ein Tier. Ganz ohne Scham bung, die ihm zuliefen, ihn als Meiſter aner- Intereffen in Oberschlesien eintraten. jan- Aussig einstimmig gewählt. oder Achtung vor einem, der nicht eben stärker fannten und bewunderten und ihm bei allen Bom Frauenreichskomitee. war wie er. Er witterte aus wann und wo Schlechtigkeiten halfen. Und mit SchelmenAm 22. Oktober fand eine Sigung der Eyefu. die Mädchen badeten, und trieb damit unerhör- liedern voll Unzucht höhnten sie die allgemeine Deutschen Allgemeinen Zeitung" zufolge hat tive des Frauenreichstomitees statt, an der die ten Unfug. Und mit den Italienern machte er Trauer und lebten frech und sonder Gedanken die deutsche Volkspartei die Zustimmung zur Genoffinnen Buref, Deutsch, Goldschmidt, JorBruderschaft. Ohnedies ist das ein Diebsvolf in den Tag. Erklärung der interfraktionellen Besprechung dan, Stirpal, Perthen, Blaschet und vom Parteiohnegleichen. So baßten sie zueinander. Nun Es läßt sich somit denken, wie froh man war, einstimmig abgelehnt und scheidet damit aus vorstand Genosse Stremier teilnahmen. Nach hatten sie gar einen, der ihnen jede Gelegenheit als der Wojtech einrücken mußte. Man atmete der Kombination einer Koalition aus. Ein Berlesung und Genehmigung des Protokolls der für Galgenstreiche ausspürte und verriet. Es auf, hoffte seiner für immer ledig zu sein. nenes Stabinett Wirth erscheint demnach sehr läßt sich denken: gar nichts mehr im Ort war Und nun war er doch wieder da, frecher denn in alle Ewigkeit vor ihnen sicher. Natürlich je, und jeder erkannte ihn, da er mit seiner fam bald alles, was sich begab, dem Wojtech Lumpenfahne durch das Dorf schritt, und alle aufs Kerbholz. Schlug man ihn, warf er sich Sühnersteigen wurden gesperrt. Daß der Teu gern unter mörderischem Geheule flach auf fel doch niemals den holt, den er sollte! Das ist den Boden, und er verstand es alsdann, Anfälle doch der Teufel! Eben der rechte Teufel! und Zuckungen zu heucheln, daß man erschraf * und von ihm abließ. Hatten sich seine Be- Tut einer in jedem Sinn seine Pflicht, gegenbränger aber erst entfernt, dann hörte man über den Seinigen, der Gemeinde und dem fieeinen grellen Bfiff, und der Wojtech ver- ben Gott, dann heißt es: er ist so weit ein orschwand mit einer unheimlichen Schnelligkeit, dentlicher tensch. völlig munter und als wäre nichts geschehen. So weit. Denn gerade in solchen Stücken Mit aller ihrer Mühe, nur ein dides Fell müssen die Leute nun einmal immer eine Einhaben sie ihm angeprügelt. Nun, und das kann schränkung machen. auer gebraucher, wie er war. Nicht eines ( Foriseßung folgt.) Berlin, 25. Oktober.( Tsch. P. B.) Der wahrscheinlich. Wirth übernimmt die Regierungsbildung. Berlin, 25. Otiober.( Wolff.) Reichstanzler Dr. Wirth erklärte sich nach erneuter Rüdsprache mit dem Reichspräsidenten bereit, die Bildung der neuen Regierung zu übernehmen. ich midt über die Tätigkeit in den einzelnen letten Sigung berichtete Genoffin Gold Organisationen, besonders über die Veranstaltung von Frauenbezirkskonferenzen und Versammlungstouren seit der letzten Sizung. Aus ihrem Bericht über den Stand der Sozialdemokratin". ging hervor, daß die Auflage jest ziemlich gleichEin fühlbarer Mangel besteht nur darin, daß mit bleibend und die Kassengebarung eine günstige ist. einzelnen Bezirksorganisationen, besonders Mähren, der schriftliche Verkehr durch das lange Polen bekommt auch noch Wilna? Ausbleiben der Antworten erschwert ist. Die Be richte über die Vorbereitungen zur FrauenreichsBerlin, 25. Ottober. Der Lokalanzeiger" fonferenz wurden zur Kenntnis genommen. Leiwill wissen, daß nach Erledigung der oberschle- der sind bisher aus den Organisationen feinerlei fischen Frage das Memelgebiet Litauen zuge- Anträge oder Anregungen zur Konferens einge sprochen werden soll als Ersatz für den Verlust langt. Genossin Goldschmidt legte der Sigung Wilnas, das an Polen kommen soll. Memel ganisationsstants und Richtlinien über ben iz einige Entwürfe betreffend Wenberungen des Or ' Beite B. Gostelbemptzer 26. Dobes 1921. Vereinsnachrichten. Herausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermat. Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß Drud: Aktiengesellschaft Tribuna, Prag. fungsfreis des Frauenfomitees vor, die als An- beffen prachtvollem Baß so lange nicht viel an allzusehr unter dem fostbaren Bruntgewand einer träge des Frauenreichskomitees auf der Konferenz zufangen sein wird, als er nicht auch spielen Mufit geworbenen Sprache. Doch bedeutet diese Sozialdemokratischer Gemeindeklub Groß- Brag zur Beratung stehen sollen. Die Entwürfe wurlernt, ferner für den Basilio( Bruch) und die Feststellung weniger als nichts dem Hochgenuß den angenommen. Der Bericht der Genoisin anderen ausgesprochen komischen Figuren. Die gegenüber, welchen der Vortrag ber beiben er- Die hundertfte Klubfisung findet Mittwoch, ben wirpal über ihre Beschwerde bei den zustän beste Zeiſtung vot Serr Sterned. Baſſiſten reifendsten Gejänge des" Nibelungen 26. Oktober um sieben Uhr statt. Tiedes" bot. Wie Hebbel dem„ taubitummen digen Ministerien wegen schlechter Behandlung Freie Vereinigung fozialistischer Akademiker. der deutschen Krankenschwestern im Allgemeinen von heute, die den Figaro so singen und spielen Gedicht Sprache lieb", indem er es in seine Tra Strankenhause in Prag wurden mit Befriedigung fönnen, gibt es nicht viele. Entzückend war der gödientrilogie umgos, so verwandelte auch Klitsch Mit Rücksicht auf die Mobilifierung entfällt bie zur Kenntnis genommen. Zu der am 29. Di Cherubin des Fräulein Müller, gut wie Sie beiden Aventiuren Wie Siegfried verraten" auf heute angesetzte Vollversammlung. fober stattfindenden Frauenkreiskonferens in immer Frau Jich a. Herr Klein und die und Wie Siegfried beklagt und begraben ward" Karlsbad wurde vom Frauenreichskomitee Ge Damen Medler und Sommer seien in in ein tief erlebtes, au innerst erschütterndes nojfin Goldschmidt delegiert.- Zum weiter Linie gelobt. Ausgestattet war die Oper Drama. Alles sah der Hörer bei seinen wohl abder Berufsarbeiterinnen für die politische Orga Soll man es in der Kritik immer als selbstver Striemhilde herankriechende Angst, den sich zum Schlusse wurde über die Frage der Gewinnung vorzüglich der Chor wird immerzu schlechter. gewogenen Worten und Tönen: die helle Sorglosigkeit des sonnigen Helden, die Teife gegen nisation und über die Sausgehilfinnen eingehend diskutiert. Auch diese Fragen sollen auf der Ston ständlich totschweigen, daß die erste deutsche Sprung dudenden Verrat Hagens, die zügelfos ferenz besprochen werden. Vor der Frauenreichs Opernbühne in der Republik nicht einen einzi- frohe, in Straft und Erfolg schweinende Jagd und Mitteilungen aus dem Publikum. Tonferenz wird noch eine Bolljikung des Frauen gen vernehmbaren Chorienor und auch sonst dann die schwarze Untat. Jedes Todesröcheln reichsfomitees stattfinden. sehr wenige stimmbegabte Choris hat? Daß wir Siegfrieds und der unermeßliche Jammer des gerade heute diesen Mangel deutlicher als sonst in Schmerz und Rachalut erftarrten Wittib gefeststellen, soll den vortrefflichen Eindruck, den wannen grause Wirklichkeit, Hagens dämonischer wir von der ganzen Aufführung hatten und Troy wandelte beklemmend an uns vorüber. Wenn es die erste und einzige Aufgabe des Bor den wir wiedergeben wollen, nicht schwächen. transfünstlers ist, Dichtung zur vollkommensten Im Allgemeinen wurde so wundervoll fünstle- Anschauung zu erheben, so hat Klitsch mit seiner risch gesungen und auch so mit Lust gespielt, Darbietung des Nibelunosliedes dieses Riel restdaß man beinahe die aufregenden Szenen ver los erreicht. Der nicht endenwollende Beifall der gaz, die sich jetzt auf der Weltbühne abspielen( leider recht spärlichen) Hörer zeiate am deutlich Nur als Figaro dem eben zum Deutnant beför sten, wie völlig fie im Banne dieser hohen Kunst derten Cherubin seine halb launigen, halb gestanden waren. ernsten Mahnungen ins Feld mitaab, fühlte man am Abend der Mobilmachung- fo etwas wie tragische Fronie. Lofalorganisation Brag VII. Freitag, den 4. November, im Lofale ll Alademie" Bortrag des Genossen Weber über Einführung in die Na tionalöfonomie"( erster Teil). Kunst und Wissen. -dt. K. Neues deutsches Theater. Seute 7 Uhr abends Cofi fan tutte", Oper von Mozart. ,, Urania." Seute 8 1hr, Franz Schrefer rrefohe". Vorlesung seiner nenen, in Arbeit befindlichen per( mit einführenden Worten). Karten 8-8 Kronen. Menschenseele and Tierfeele." W. Boeliche, Montag, den 31., halb 8. Karten 17-4 Ser. Mitglieder Ermäßigung. Neues Deutsches Theater. Mit Figaros, Sochzeit" wurde am Montag der Mozart Zyklus eingeleitet. Wenn man den Glanz all der kostbaren Perlen, die aus Mozarts Schatz noch kommen sollen, ebenso hervorkehren wird, wie man das mit dem Figaro getan hat, dann wird's eine prachtvolle Seite geben. Zem Wilhelm Klitsch sprach Sonntags in der Uralinsky saß am Pult und von der Suvernia einleitend einige hohe Oden und Balladen ture angefangen bis zum Finale des lesten Goethes, im Hauptteil ein umfangreiches, von von Allies wurde die ganze Oper mit ihren füßen, Ginglen' trefflich überfettes Bruchitid des Nibeoft hinreißenden Melodien so formvollendet lunaenliedes. Er gewinnt schon durch die Mittel, wiedergegeben, daß man dem Tertdichter da welche ihm die Natur mitgab: Buchs und Antlis Bonte gerne den etwas unnatürlich gewunde von flassischem Ebenmaß, die Stimme von einer nen Liebesknäuel verzieh, den er durch vier Weichheit und Tonfülle, daß fie sich jedem Gefühl vom innigsten bis zum erhabensten schmieg Afte mehr als gewissenhaft eniwirren läßt. jam anpakt. In Klitsch bekam man nach dem Zeitgenössische Tonseger." 2. November( Allers Man hat auf dem Theaterzettel nicht ohne schlichten Dichterinterpreten Ludwig Hardt einen feelen), halb 8 Uhr, evangelische Kirche. Mitw.: Grund die komische Oper diesmal nur einfach in Rhythmus und klang schwelgenden, Wort Irene Rippl( Alt), Kurt Langner( Barials Oper ausgegeben die Komik kant wirk- und Geite zur Einheit zusammenschmiedenden ton), Fris eitmann( Organist der Kaiser lich zu furz, nicht nur weil wir über die Späffe, dramatischen Regitators zu hören mit all den Wilhelm- Gedächtniskirche- Berlin). Geiftliche LieSie unsere Alivordern beluftigten, nicht mehr Reizen und auch mit den Mängeln, welche dieser der und Orgelwerfe von Reger, Reznitschef, recht lachen können, sondern weil es auch die Art Vortragskunst notwendigerweise eignen. Der Schröder und Ernst Müller. Starten 10 und 7 Darsteller, mit Ausnahme des Herren Ster Fischer" und" Der Totentanz" gewannen fo, Stronen, Urania- Kanzlei und evang. Küsterei. Denn auch ein intimer Kenner der Gedichte nicht Die Ausstellung der Zeichnungen nach der ned, fast durchwegs nicht recht verstanden, der jede Einzelheit billigen mochte, an darstellerischen neuen Farbenlehre, die von Broj. Oswald Somit wenigstens so weit gerecht zu werden, werten, die feierliche Wucht des Göttlichen" felbft hergestellt wurden, ist täglich von 10-1 als dies im Figaro Tradition ist. Dies gilt vor hingegen und noch mehr die zarte Innigkeit der und 3-5 geöffnet.( Nur bis Ende der Woche.). allem für den Bartolo des Herrn Submik, mit Berse An den Mond" verschwanden bisweilen Kleiner Urania- Saal. PALMA PALMA Suppenwürfel Graf echte musst Du proben wirst Du loban 210 Selbstschreibende Burrough- Additionsma schinen der Firma Glogowski& Comp., Brag, I., Celetna ul. 35, 80 verschiedene Modelle, für jede Branche eigene Systeme. Vorführung und Brobeſtellung überall unverbindlich unb fostenlos. Telephon 6217. 106 Erste Marke der Welt! Remington Standard- Schreibmaschinen mit bollständig frei sichtbarer Schrift und modernften Einrichtungen. Neueste Modelle. Vorfüh rungen allerorten kostenlos und unverbindlich. Remington Schreibmaschinengesellschaft m. b. S., Prag I., Celetna ul. 35, vis- à- vis dem Obecni bum. Telephon 2871. 107 Rechtzeitig eindecken! 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