Nr. 191. Abonnements Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel selle oder deren Raum 40 Pig., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen 6: 3 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werben. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Ami I, Mr. 1508, Zelegramm- Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bäuerlicher Staatssozialismus. Mittwoch, den 17. August 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. die Mißhandener Naturkräfte durch Ueberführung derselben in Elektrizität, Dieses Eingeständniß ist köstlich. Noch köstlicher ist aber, in Dampfkraft u. f. w., gemeinschaftliche Ausnutzung der öffentlichen daß dieselben„ Berliner Neuesten Nachrichten", die, wie schon Gewässer zu Bewässerungszwecken u. f. w., u. s. w." bemerkt, von schlesischen Bergwerksbefizern finanziell ans Die Ausbreitung der sozialistischen Ideenwelt tritt in zweifacher Die Gaugenossenschaften schließen sich zu dem Landesverband Weise in Erscheinung. Einerseits dokumentirt sie sich in dem Wachs- zusammen, an dessen Spize drei gewählte Mitglieder stehen, die der gehalten werden, nicht wissen, daß durch thum der sozialdemokratischen Partei; andererseits vollzieht sie sich landwirthschaftlichen Abtheilung des Ministeriums beizuordnen sind. achtung der sozialdemokratischen Bestrebungen, die man der Mehrzahl der grünen Tische Preußens aus in der Durchtränkung außerhalb unserer Partei verharrender Schichten Die bereits vorhandenen privaten und staatlichen Organisationen an Angst vor König Stumm und anderen Kapitalgrößen mit sozialistischen Ideen. Wir meinen hier weniger die Aufnahme sollen in den einen Gesammt- Organismus eingefügt werden. die Zahl unserer Aneinzelner sozialdemokratischer Gegenwartsforderungen in die Partei- Diese bäuerliche Zwangsorganisation unterscheidet sich vortheil- förmlich sportmäßig betreibt, programme bürgerlicher Parteien, als vielmehr das Eindringen haft von den landivirthschaftlichen Zwangsinnungen durch die ihr hänger speziell in den schlesischen Grubenbezirken sozialistischer Zukunftsvorstellungen in die Köpfe von Richtsozial zugewiesenen betrieblichen Fortschrittstendenzen. Die ifolirten land thatsächlich schon ins riefenhafte a n= demokraten. Am wenigsten widerstandsfähig gegen das Eindringen wirthschaftlichen Klein-, Mittel- und Großbetriebe sollen sich zu geschwollen ist. Beispielsweise betrugen die sozialdentosozialistischer Bazillen erweisen sich naturgemäß die Kreise, die wirthschaftsverbänden vereinen, denen alle die betrieblichen fratischen Stimmen in dem Kreise Kattowi Zabrze nicht direkt an der kapitalistischen Wirthschaftsform engagirt find, Funktionen zu übertragen sind, deren Vergemeinsamung technische bei der Reichstagswahl im Jahre 1893 nur 646, bei der Die Beamten, Gelehrten und Geistlichen um Naumann legen Zeugniß und kommerzielle Vortheile bringt. dafür ab. Much in bezug auf eine rationelle Bodengestaltung Wahl in diesem Jahre aber über neuutausend mehr. Gerade in diesem Kreise giebt die Bergbane Aber auch der bäuerliche Mittelstand verhält sich durch Feldbereinigung, Wegeregulirung 2c. geht Herr Köhler aufs wesentlichen sozialistischen Ideen gegenüber nicht abweisend. Von ganze. Das heutige, im wesentlichen der Initiative der Gemeinde bevölkerung bei der Wahl den Ausschlag; sie ist es, der Partei des besiglosen Proletariats trennt ihn zur Zeit noch sein überlassene Verfahren ist ihm zu langsam und zu verzettelt. die für uns gestimmt hat, und sie stinumt sozialdemokratisch, Befiz- und Standesbewußtsein, das in der engen Sphäre des Dorf- Auch hier soll die Gesammtheit beschleunigend eingreifen weil sie durch die jammervollen Verhältnisse in den Gruben, die lokalen Widerstände brechen. lebens sich besonders kräftig entwickelt. Auch läßt ihm der sozial- und Den Hauptwiderstand die noch um ein bedeutendes schlechter sind, als selbst die in demokratische Ansturm gegen den Industriekapitalismus, der ihn ja verschulden die hohen Kosten. Darum beantragt Herr Köhler, der den Gruben Rheinland- Westfalens, inne geworden ist, daß sie nicht unmittelbar bedrängt, ziemlich falt. Viel unmittelbarer ist er Staat solle mindestens die größere Hälfte" derselben übernehnien. an dem Kampf gegen den kommerziellen und insonderheit den Bant- Dazu ist die Allgemeinheit verpflichtet, denn ihr sich nur durch den Anschluß an die Sozialdemokratie aus und Börsenkapitalismus interessirt. Hier wird ihm der Sozialismus gehört ja der Boden! In der„ Begründung" sagt der hessische ihrem schrecklichen Elend erlösen könne. Um das Auftreten der Zechenbesitzer und ihrer Presse voll Bauernführer wörtlich: Wirklicher Besitzer des Grund und Bodens Ein typischer Vertreter dieses die Sozialdemokratie befehdenden ist doch eigentlich nur die Allgemeinheit, das ganze Volt, weß ermessen zu können, muß man sich aber erinnern, daß die und dabei vom Sozialismus angesteckten mittleren Bauernthums ist Standes es auch sei." Und weiter: Geschlechter kommen, Geschlechter Forderung der Heranziehung von Arbeiterdelegirten zur Grubender Reichstags- Abgeordnete Köhler, Bauer und Bürgermeister zu gehen, doch beide bleiben beständig: das Volt und der Acker inspektion, gegen die sich der Ansturm dieser Ausbeuterklique Langsdorf in Hessen. Wer Herrn Köhler nur aus dem Reichs- boden. Das ganze Bolt ist in Wirklichkeit durch richtet, nicht nur von den sozialdemokratischen Bergleuten, tag kennt, der kennt ihn nicht. Denn dort läßt er sich nur höchst die Jahrhunderte der eigentliche Besizer des sondern auch von dem katholischen Gewerkverein selten blicken. Er kann die preußischen Junker nicht vertragen und Bodens, und nur im einzelnen wechseln in rascher der Berg leute verlangt wird. was deutlich genug zeigt, fein Frattionsgenosse Liebermann von Sonnenberg ist ihm der größte Folge die Eigenthums- Verhältnisse. Der Besitz Greuel. Aber im hessischen Landtag, da ist der Langsdorfer Bürger- des Einzelnen am Boden ist zeitlich, der Besitz des Volkes am daß es sich eben um eine aus rein beruflichen Gründen als nothwendig erachtete Forderung handelt. meister zu Hause: dort findet er zahlreiche Amts- und Berufs- Gesamtboden ist ewig." kollegen, unter denen er sich als Mensch und Politiker wohl fühlt, und es bergeht taum ein Sigungstag, an dem nicht ein neuer Antrag Köhler- Langsdorf" geboren wird. schmackhaft. Diese Anträge sind einer näheren Betrachtung werth. In ihnen formulirt der Führer der hessischen Bauernschaft nicht nur seine jeweiligen Forderungen an die Landesgesetzgebung; er benugt die felben auch, um in„ Begründungen“ und„ Nachschriften" seine ganze Wirthschafts- und Weltanschauung niederzulegen. Greifen wir einige davon heraus. " Herr Köhler beantragt: E3 foll Brinzip sein, daß jede im Lande zum Verkauf tommende Mühle, jede verkäufliche Wasserkraft vom Staate aufgetauft und je nach Umständen entweder zur landwirthschaftlichen Bewässerung oder zur Erzeugung der Elektrizität von Staatswegen verwendet werde". Diese Prämissen lassen sich hören und. man könnte recht hübsche Schlußfäße daraus ziehen. Aber Herr Köhler ist ein schlauer Bauer"; darum begnügt er sich mit der Folgerung: Also fair man dem jeweiligen Besizer zwar die Kosten für Düngen, Pflügen und Säen zumuthen, denn das bringt ihni in Jahresfrist die Ernte. „ Das ist zeitlich". Aber Meliorationen, wässerungsanlagen u. f. w. überdauern die Geschlechter." Sie sind sozusagen ewig" Sie kommen weniger dem ersten Befizer, als den Nachfolgern zu gute, und sowohl hinter dem Urahne, als auch hinter dem Urentel verschwindet die Einzelperson im Bolte, in ihrer weiteren Familie". Ergo muß die weitere Familie", d. h. der Staat, sie bezahlen. Politische Uebersicht. Berlin, den 16. Auguft. " Zum Schluß schreibt das Blatt: Kann das Ministerium überhaupt noch einen Augenblick schwanken, welche Stellung es einzunehmen hat, dann wäre es überhaupt richtiger, die hier in betracht kommenden Ressorts gleich an die Herren Bebel, Liebknecht u. s. w. zu vertheilen. Gerade numittelbar vor den Landtagswahlen steht die Regierung sich vor einen Scheideweg gestellt. Nachdem die Phantasien von 1890 so gründlich Schiffbruch gelitten, ist nicht anzunehmen, daß sich in Preußen ein Minister finden fönne, der diesen schlüpfrig abschüssigen Weg noch einmal betritt. Hier hat nicht der Ressortminister, sondern der Staatsminister und die Gesammtheit des Staatsministeriums zu entscheiden, das sich darüber wird schlüssig machen müssen, ob der Moment zur Abdankung vor der Sozialdemokratie bereits gekommen ist." So wenig die Zechenbesitzer von Arbeiteraugelegenheiten verstehen, so dummt sind sie nicht, um selbst zu glauben, daß die Forderung, Arbeiterbelegirte zur Grubeninspektion heranzuziehen, eine Straftprobe der Sozialdemokratie sein solle. Ihre Furcht vor dieser Verbesserung des Arbeiterschutzes muß einen andern Grund haben. Wir finden ihn in der durch die Höhe der Unfallziffer des preußischen Bergbanes begründeten Anuahme, daß, wie schon gestern gesagt, die Zechenbesitzer in ihren Gruben Dinge zu verbergen haben, die ans Licht der Oeffentlichkeit gezogen zu sehen sie um jeden Preis verhindern In der„ Logik" dieser Beweisführung liegt zugleich die beste müssen. Kritik dieses Bauerusozialismus", der nimmt, was er friegen kann, Die Berliner Neuesten Nachrichten" behaupten natürlich, und liegen läßt, was ihm nicht schmeckt. Sozialismus ohne die Zechenbesizer hätten„ nichts zu verheimlichen. soziale Gesinnung! Die landwirthschaftliche Bewässerung soll, einem früheren An- Dafür ermangelt er nicht der Poesie. Herr Köhler schließt, trag gemäß, nach einem großangelegten Plan für das nachdem er dem mobilen Kapital die Pflicht zugeschoben hat, ganze Großherzogthum durch Thalsperren, Kanäle, Schleusen mitzuhelfen am nationalen Werke der Landwirthschaft" mit folgendem u. s. w. durchgeführt werden. Die Elektrizität aber ist nach einem Ausblick: anderen Antrag vom Staate zur Durchführung eines, Netzes Wir stehen am Scheidewege! Der eine führt uns durch Handel elektrischer Straßenbahnen bon Landort zu und Industrie, durch Wucher, Schacher und Militarismus zum Ab Landort zu benußen. Zu diesem Behufe soll der Staat auch grund und zum Verderben; der andere aber durch grünende und seine Hand auf alle Kohlenlager legen. Herr Köhler verlangt nichts blühende Felder, Wälder, Wiesen und Auen zu Frieden und Wohlweniger als das volle Staatsmonopol auf elektrische stand. Wählen wir diesen!" Kraftquellen". Wie verlockend! Aber leider ist das„ Wählen" nicht so leicht, Zur Veranschaulichung der Ideenwelt, aus der diese von wegen gewisser wirthschaftsgeschichtlicher Bedingungen und Nothweitgreifenden Forderungen entspringen, mag ein Absatz wendigkeiten. Die machen Herrn Köhler allerdings keine Kopf der" Begründung" dienen, die Herr Köhler seinem erst schmerzen. erwähnten Antrag mit auf den Weg gegeben hat. Er sagt: " Das nächste Jahrhundert wird unter dem Zeichen der Elektrizität stehen, so wie dem jetzt bald zum Abschlusse gelangenden Jim Jahre 1890 entschloß sich der Kaiser zu den Februar19. Jahrhundert die Dampffraft als Signatur gegeben war. Erlassen, worin besonders der Anspruch der Arbeiter auf VerEbenso aber wie am Anfang des gegenwärtigen Jahrhunderts, so Der Kampf gegen das Reichstags Wahlrecht wird tretung ihrer Interessen durch Personen ihres Vertrauens anscheint auch jetzt wieder der bureaukratische Staat den Fortschritten luftig fortgesetzt. Heute ist es die Köhnische Zeitung" erkannt war. In den Bahnen dieser Erlasse bewegt sich die der Zeit und Wissenschaft gegenüber weil dies nicht in seine die drei Spalten mit Angriffen auf diese Grundlage Forderung der Bergleute, Arbeiterdelegirte zur GrubenSchablone paßt theilnahmlos fich verhalten zu wollen. der deutschen Reichsverfassung füllt. Allgemein, geheim und inspektion heranzuziehen. Wenn das preußische Gefaurit Wie er damals es gewähren ließ, daß Rothschild und andere Geld- direft soll das Wahlrecht weiter verbleiben, aber es soll ministerium den Wunsch der Zechenbesizer erfüllen sollte, dann juden durch Anlage der Eisenbahnen sich Millionen und aber wil nicht mehr gleich" Milfür alle Staatsbürger bleibent. wäre dies die vollständige Preisgabe gerade des hervor. lionen in die eigene Tasche spielten, dabei noch unterstützt seitens der nicht mehr gleich" Staaten durch übernommene Zinsgarantien, so scheint er auch dies- Es ist doch schön, daß die Gegner des Reichstags- agendsten Gedankens der kaiserlichen Erlasse von mal wieder, ganz ebenso ohne, alles Verständniß, ohne Voraus- wahlrechts so verschiedene Wünsche äußern; die einen .08 810 COPY anderen das ficht der Dinge, die da sicher kommen werden, der all- wollen das gleiche, die das geheime, die Jahre 1890. gemeinen Einführung der Die Zwangsversteigerungen land- und forstwirthschaftlicher Elektrizität in dritten das allgemeine und die vierten das direkte WahlSen Dienst Dienst der Völker, gegenübertreten und ab- recht abschaffen, andere wollen die Altersgrenze erhöhen, Grundstücke in Preußen vom 1. April 1886 bis 31. März 1897. warten zu wollen, bis der Geldleute Säckel gefüllt ist. Dann wieder andere einen längeren Aufenthalt am Wahlorte 3m ganzen preußischen Staate tamen nach einer in der Statistischen mag ja wieder wie heute beim Eisenbahnwesen unter unge- als Vorbedingung fordern. Einig sind sie aber alle, daß das Norr." veröffentlichten Zusammenstellung von vorbezeichneten Grundheurem Kostenaufwand, unter folossaler Belastung des Volkes und bestehende Reichstags- Wahlrecht geändert werden soll, und stücken zur Zwangsversteigerung: zum hauptsächlichsten Rugen einiger weniger Milliardäre die verwenn sie die Macht hätten, ihren Wunsch durchzusetzen, taatlichung der Elektrizitäts- Erzeugung langsam würden die schönen Seelen sich über das wie" leicht einigen. 1886 87... 2979 mit 110 063 Es ist ein glaubensstarter Staatssozialismus, der aus diesen Wir meinen, die Gefahr ist keine große für den Augenblid, 1887/ 88.2 355 Säßen spricht. Die Regierung hat die seitherige Entwickelung aber die unverdrossene Minirarbeit der Umstürzler von oben 1888/89... 2446 des Kapitalismus verschuldet, die Regierung muß darum die verdient doch mit peinlichster Aufmerksamkeit verfolgt zu 1889,90 zukünftige Wirthschaftsentwickelung anders gestalten. Von demselben werden. Staat, der ohne alles Verständniß, ohne Voraussicht der kommenden Dinge" seither gewirthschaftet hat, wird erwartet, daß er mun bei Unsere Kritik der Denkschrift des Vereins für die 1891/92... 1536 Beiten, weise, und mit vorausschendem Blick den kommenden Dingen bergbaulichen Interessen im Ober- Bergamtsbezirk Dort- Der Umfang der Versteigerungen schwqutt also seit 1889.90 wenig; mur das Jahr 1892/93 geht erheblich über den Durchschnitt hinaus. begegnet." Auch in seinen Neden haut Herr Köhler die Bureau- mund hat die" Berliner Neuesten Nachrichten", Die Zahl der Versteigerungen ist auch seit 1889/90 in allgemeinen fraten der Regierung mit oberhessischer Bauerngrobheit herunter, und die von schlesischen Bergwerksbesitzern finanziell ausgehalten noch zurückgegangen. Am niedrigsten ist die Zahl im Jahre 1806/97, doch weist er ihnen vertrauensvoll die Durchführung weitgreifender werden, in die possierlichste Wuth versetzt. Auf unsern der Umfang im Jahre 1890/91, am höchsten beide im Jahre 1886/87. staatssozialistischer Forderungen zu. Hinweis, an den grünen Tischen Preußens fönne man sich Regelmäßig entfallen gegen 60 pCt., im legten Jahre sogar 64,46 pet. Ein weiterer Plan des Herrn Köhler zielt auf die einheit versichert halten, daß die Schaaren unserer Anhänger in den der versteigerten Fläche auf Grundstücke von mehr als 200 ha Geliche Organisation der gesammten besigenden Bauernschaft auf der Grundlage obligatorischer Orts Rohlenbezirken ins riesenhafte anschwellen würden, wenn das ſammtfläche. Wie in den Vorjahren, so waren an der Gesammtheit genossenschaften, die sich durch gewählte Bauernmeister" zu preußische Gesammtministerium dem in der Dentschrift gestellten der Versteigerungen vorzugsweise die Ostprovinzen betheiligt, und Gaugenossenschaften zu verbinden haben. Die letzteren Begehren nachgeben sollte, bemerken die Berliner Neuesten zwar Brandenburg mit 20 968, Bofeit mit 8818, Schlesien mit 7397, Westpreußen mit 7087, Bommern mit 6837, Ostpreußen mit 6785 ha, sollen die eigentlichen Unternehmer und Leiter der größeren Nachrichten": geschäftlichen Thätigkeit der Bauerngemeinden sein". Diese soll sich erstreden auf: Gemeinschaftliche Uebernahme von Ein- und Verkauf, Verwerthung u. s. w. von landwirthschaftlichen Produkten oder in der Landwirthschaft zu gebrauchenden Gegenstände u. s. w."; ferner auf Errichtung von Fruchtlagerhäusern, Beschaffung von Verkehrsmitteln, Verkehrsgelegenheiten, Ausnutzung des Marktes, Einrichtung von Anlagen zur gemeinschaftlichen Ausnutzung vorheranrücken." " " 18 Ges.- Fläche in Hektar " 2014 " 81 681 81.280 61 801 55 310 2 299 mit 89 266 1998 1894/95 1566 1895/96... 1834 1896/97$ 1,517 104 18 9163Ges.- Fläche 100 794 chan in Heftar 1892/93 1893/94 69 327 " 60 287: " 67 259 W 61 107 " 62 351 1890/91... 2220 Die echte Sprache ber Sozialdemokratie, wie sie seit 1890 die„ oſtelbischen" Gebiete zusammen mit mehr als 58 000 ha, so das durch die phantastisch übertriebenen Wohlfahrtsbestrebungen" der für ganz Nord- und Westelbien" eine geringere versteigerte Fläche Behörden hervorgerufen worden und üblich geblieben ist. Der übrig blieb als für jede der„ ostelbischen Provinzen. Vorwärts" droht mit den Massen, wenn die grünen Tische" Einen schweren Verstoß gegen den heiligen Spiritus der der Sozialdemokratie nicht zu Willen sind. Leider ist im Laufe Ostelbier hat sich die Illustrirte Landwirthschaftliche Zeitung zu der Jahre eine nicht geringe Anzahl grüner Tische" an diesem schulden kommen lassen, obwohl sie Organ des Bundes der Land fozialdemokratischen Leim hängen geblieben." wirthe ist und auch im üblichen Bundesverlag erscheint. Sie hat nämlich 3ollfreiheit für amerikanisches Petroleum ver- setzung der Gebühren für die Benußung des Nordostsee- Kanals ist, genehmste. Rußland hat 1897 am meisten Pferde nach Deutschland langt, foiveit es in Kraft motoren Verwendung findet offenbar so steht doch kaum zu erwarten, daß die Regierung dem nachkommen eingeführt, nämlich 36 897 Stück. Das Geschrei gegen die übermäßige im Hinblick auf die zahlreichen Landwirthe, die solche verhältniß wird, zumal fie die Einnahme pro Etatsjahr 1897/98, welche sich Einfuhr amerikanischer Pferde ist überhaupt nur verständlich, wenn der mäßig billige Krafterzeuger verwenden und die zum theil wohl auch auf 1269 996,40 m. beläuft, als befriedigend bezeichnen wird. Die Preis der Pferde ein ganz außerordentlich niedriger ist. Es sind durch den Umstand, daß die Solaröl- Fabriken in diesem Jahre für Kriegsmarine liegt der Regierung mehr am Herzen, als die Handels- 1897 im Ganzen 120 334 Pferde in Deutschland eingeführt, wovon die Motoren nicht mehr liefern, in Verlegenheiten gerathen find. marine. aus Amerika 9628 tamen. Bisher haben die Agrarier die Sperrung machen. Die Deutsche Tageszeitung" wäscht ihrem agrarischen Bruderorgan für diesen rollenwidrigen Seitensprung den Kopf, in aller Freundschaft, aber doch recht deutlich: Eine solche Aufhebung ist allerdings gefeßlich möglich. Wir fönnen aber trotzdem der Forderung nicht beistimmen; denn einerDie Konstituirung der„ Dr. Carl Peters Estates und Exploration preußischen Landwirthschaftskammer offen, daß der niedrigere Preis der seits würde selbst bei der peinlichsten Kontrolle kaum vermieden Co. Ltd." ist, wie wir erfahren, nunmehr vollendet. Dr. Peters be- eingeführten Pferde die Erschwerung der Einfuhr nothwendig werden können, daß das zollfrei eingeführte Petroleum auch zu schäftigt sich augenblicklich eifrig mit den Vorbereitungen für seine große mache. Vorgeschlagen wurde eine Erhöhung des Einfuhrzolls, der jetzt anderen Zweden Verwendung finde, andererseits aber muß unser Expedition, die er im Interesse der Gesellschaft demnächst antreten 20 M. pro Pfund beträgt, sodann einjährige Beobachtungsfrist und ein Bestreben dahin gehen, die Einfuhr amerikanischen wird. Das Kapital der Gesellschaft beträgt bekanntlich 3 Millionen Brandzeichen. Der Geheimrath Reich- Meyken hatte vorher ausPetroleums möglichst zu erschweren und den heimischen Mark, wovon jedoch vorläufig nur 500 000 M. in Antheilen à 20 M. geführt, daß in Amerika eine Beobachtungsfrist von 90 Tagen einMarkt möglichst unabhängig von amerikanischem Petroleum zu zur Subffription angeboten werden, die hauptsächlich in Deutschland geführt sei, wodurch eine Einfuhr von Pferden unmög gezeichnet worden sind. Zu den Direktoren der Gesellschaft zählen lich gemacht sei. Jedenfalls befürchten die ostpreußischen Das Bundesblatt läßt auch den Grund für seine Abwehr nicht u. a. Dr. Scharlach in Hamburg und Karl von der Heydt, der Chef Pferdezüchter, daß bei einer Sreimonatlichen Quarantäne im unflaren: es sei gegründete Hoffnung vorhanden, daß der des bekannten Berliner und Elberfelder Bankhauses. Die Geschäfts- doch noch ab und zu ein Pferd nach Deutschland hereinSpiritus immer mehr, auch im Motorenbetriebe, Verwendung finde. stelle der Gesellschaft befindet sich in London, Moorgate, Station fäme; bei zwölfmonatlicher Quarantäne ist das natürlich ein Ding Da er theurer ist wie das Petroleum, so muß nach der Logik der Chambers, E. C." der Unmöglichkeit. Wenn außer dieser langen Beobachtungsfrist noch agrarischen Selbstsucht offenbar das Petroleum möglichst" verthenert werden. Leiden darunter auch zahlreiche Landwirthe ebenso sehr wie Ueber einen intereffanten Fall von Soldatenmishandlung viel weniger Worten hätten die Herren ihre Wünsche ausdrücken eine Erhöhung des Bolles gefordert wird, ist das Heuchelei. Mit die nicht ländlichen Konsumenten, jo gedeiht doch die Blüthe der schreibt der Breslauer„ Volkswacht" ein Freund des Blattes: agrarischen Stegreifritter, das fufelduftende, liebesgabentriefende Reservemänner erzählten bei ihrer Rüdfehr, daß ein Unteroffizier Aus hiesiger Gegend nach Liegnig zur ebung eingezogene Ländern. fönnen: Vollständiges Einfuhrverbot von Pferden aus allen Schnapsbrennerthum um so beffer. nullos Die Pferdezucht soll in Deutschland zurückgegangen sein. Der Soldaten mißhandelt habe. Ich ließ mir darauf den wahren SachDie Sozialdemokratie betheiligt sich an den Landtags- verhalt nochmals genau erzählen und machte, ohne den Leuten Rittergutsbesizer Funch- Loh wies in der oftpreußischen Landwirthwahlen" überschreibt die konservative Schlesische Morgenztg." einen etwas von meinem Vorhaben zu sagen, am 7. Juni d. J. beim schafts- Kammer aber darauf hin, daß ein Rüdgang in einigen Leitartikel. Während bisher von den bürgerlichen Parteien die Kommandeur des fünften Armeekorps, v. Bomsdorf, folgende An- Theilen allerdings eingetreten sei, weil die Rindviehzucht lohnender Wahlbetheiligungs- Bewegung in unsern Reihen mit süßsaurem zeige: Unterzeichneter ersucht hiermit Eine Hohe Stönigl. Militär- geworden sei. Durch die erschwerte Einfuhr von Rindern sind die eine größere Lächeln oder mit hämischem Spott beurtheilt wurde, haben die behörde, folgenden Fall, welcher sich Sonnabend, den 14. Mai d. J., Preise. dafür so gestiegen, daß sich rasch Anzahl von Großgrundbesitzern auf die Bucht warfen, Breslauer Parteigenossen die Genugthuung, daß ihr Vorgehen durch bei der 11. Kompagnie des Grenadier- Regiments( Westpreußisches) außerdem sollen ihnen aber auch noch die Pferdepreise den oben zitirten wuthschnaubenden Artikel aus konservativen Kreisen Nr. 7 in Liegnig zugetragen haben soll, zu untersuchen und das erhöht werden. Die Pferdezucht ist übrigens trotz der gein glänzender Weise als richtig gekennzeichnet wird. Einzelnes aus Weitere zu veranlassen. ein recht lohnendes Geschäft, jenem Artikel verdient weitere Verbreitung: Genannten Tages war Gewehrappell, zu welchem die Füfiliere ſteigerten Einfuhr immer noch Ein gemüthliches Vorgehen bei den Landtagswahlen für die( folgen die Namen) mit schmußigem Gewehr erschienen waren. Als wie Schreiber dieses von Pferdezüchtern mehrmals gehört hat. rechts stehenden Parteien giebt es nun nicht mehr. Wir haben Strafe wurde für diese drei Mann abends von 7-8 Uhr Gewehr- Trozdem die Einfuhr von 85 312 Pferden im Jahre 1894 auf 120334 im eine ähnliche Agitation vor den Landtagswahlen in den nächsten reinigen angefekt, wobei der Unteroffizier Walter die Aufsicht hatte. Jahre 1897 gestiegen ist, find die Preise für Pferde nicht gesunken. Als Wahlperioden zu erwarten, wie vor der Reichstagswahl, ja auch Wahrscheinlich war dieses dem betreffenden Unteroffizier zu viel Hauptursache der gesteigerten Einfuhr bezeichnete der oben schon einmal Wahlkreise werden beunruhigt werden, die im gesicherten Besitz der und schlug derselbe bei dieser Gelegenheit; alle drei Mann genannte Herr Funch- Loy das Anschwellen des inrechten Parteien stehen. mit einem stählernen Wischstock so, daß die blauen mit ländischen Bedarfs. Für Pferdebahnen werden besonders Pferde aus Dänemark eingeführt, für den Rübenbau aus Belgien, Weder das Wahlsystem noch die öffentliche Abstimmung hält Blut unterlaufenen Striemen noch die andere Woche zu für die Bergwerke russische Bonnies; ferner tommt für die sehr ausdie Sozialdemokratie von einer Wahlbetheiligung zurück. Eine sehen waren. Ein Mann von diesen dreien wollte sich geschickte Benützung dieses Wahlsystems gerade im Bunde mit dem Montag, den 16. Mai, infolge der widerfahrenen Mißhandlung gedehnte Kaltblutzucht( Arbeitspferde) ein großer Theil der 8uchtFreifinn, die Ungenirtheit und Dreistigkeit, die mait der Arbeiter- frank melden, was ihm aber durch Androhung von Strafe Pferde aus dem Ausland. Die Einfuhr der letztgenannten Pferde welt auch auf dem Lande schon jezt einzuhauchen gewußt hat, burch Walter verboten wurde. Auf grund der hier gemachten darf schon im Interesse der deutschen Pferdezucht nicht erschwert werden auch bei den Landtagswahlen ihre bitteren Früchte tragen; Angaben berufe ich mich auf das Zeugniß mehrerer, zur Zeit der wie werden dann gerade die Landtagswahlen die Schule werden, neuerdings zu der in Liegnig erfolgten Uebung dort gedienter wirthschaftskammer geht soviel hervor, daß die Pferdezüchter keine Aus den Berathungen des Vorstandes der ostpreußischen Landin der man unsere Arbeiter zu zielbewußten Genossen" erzieht. Reser vemänner. Falls die Untersuchung den wahren Sachverhalt Und Agitationsstoff! Wir würden unseren Feinden gerade nicht ermitteln sollte, bin ich gern bereit, die Namen der mir als Ursache haben, nach Schutz vor der Einfuhr von Pferden zu schreien, Waffen in die Hand liefern, wollten wir denselben hier öffentlich Beugen bekannten Reservemänner einer Hohen Königlichen Militär. daß sie wieder einmal ein kleines Mittel mehr fordern, um ihre erörtern. Die Diskussion darüber gehört in die Wahlbesprechungen behörde bekannt zu geben. Unterzeichneter ersucht ergebenst eine Taschen füllen zu können. der einzelnen Vertrauensmännerkreise. Der Hinweis auf die Hohe Königliche Militärbehörde, betreffs dieser Sache recherchiren zu der Frantf. 8tg." doppelt interessant: Im Anschlusse an diese Korrespondenz ist die folgende Notiz aus fozialdemokratische Wahlmache bei den letzten Reichstagswahlen wollen und mir Mittheilung zukommen zu lassen. in Wort und Druck der Flugblätter und auf das Votbild liberaler Auf grund dieser Anzeige erhielt unser Freund am 80. Juni wird aus Württemberg berichtet. Dortige Blätter veröffentlichen Eine hübsche JIllustration der agrarischen Theorie und Braris Wahlheze muß jedem genügen, um ihm die Augen über die Ge- nachfolgende Antwort: fährlichkeit der sozialdemokratischen Landtags- Wahlparole„ An die Gericht 9. Division folgende Notiz aus Dehringen: Glogau, 29. Juni 1898. Arbeit zu öffnen. Daf Dr. Peters bei den deutschen Bankfirmen noch immer der Grenze für Thiere mit der Gefahr der drohenden Einin Ansehen steht und bei ihnen Vertrauen genießt, während er für schleppung von Krankheiten begründet, Wohl weil sie wissen, daß Persönlichkeit ist, geht aus der folgenden Mittheilung hervor: das deutsche Volt längst eine anrüchige, seinen Namen beschimpfende ihnen heute doch kein Mensch glaubt, daß sie auch nur das geringste Interesse am Allgemeinwohl haben, erklärte der Vorstand der oft" Sehr schlecht verträgt es sich mit den Ausführungen der III a 204/391. Corps gerichtete und hierher zur weiteren Veranlassung abgegebene Königliches Gericht der 9. Division. Hahn. Bielawski. werden. " Herr Schultheiß Kübler von Westernbach macht bekannt, daß Herr Schmid vom Plazhof auf vielseitiges Verlangen sich bereit erklärt habe, einen Wagen Normänner Fohlen im Herbst in der Normandie zu holen." Auf Ihre an das fönigliche General- Kommando des V. ArmeeSchl. M." über den Agitationsstoff, wenn sie schließlich erklärt: Jeder einzelne Wahlmann, der uns verloren geht, ist eine Anzeige vom 7. d. M. werden Sie hierdurch benachrichtigt, daß der Niederlage für uns und läßt die Sozialdemokratie im Bunde mit Unteroffizier Walter der 11. Compagnie Grenadier- Regiments König stehen, muß man wissen, daß die beiden Männer Führer des Um den pikanten Reiz dieser nüchternen Mittheilung zu verdem Freisinn Boden gewinnen für kommende Wahlen zum Reichs- Wilhelm I Nr. 7 wegen der Ihrer Anzeige zu grunde liegenden Bauernbundes sind. Als Politiker verlangen sie stürmisch die stehen, muß man wissen, daß die beiden Männer Führer des tag wie zum Landtag. Es ist harte, faure Arbeit, aber sie muß strafbaren Handlungen zu 6 Monaten Gefängniß und Degradation vollständige Schließung der Grenzen gegen die Einfuhr fremden gethan werden im Interesse der Partei, für unser politisch verurtheilt worden ist. Viehes und sie können die Folgen einer Oeffnung der Grenzen nicht noch so unmündiges Volt, für für unser Vaterland. Die Gegner gehen nur auf die Unwissenheit der drastisch genug ausmalen; die ganze deutsche Landwirthschaft müßte natürlich in einem solchen Falle unbedingt zu grunde gehen. Aber Wähler aus. Wir müssen Aufklärungsdienst thun. Wir Köln, 13. Auguft.( Eig. Ber.) Die hiesigen Sozialdemokraten der Kübler und der Schmid, sie sind nicht nur bündlerische Politiker, müffen mit unserer Presse, mit Flugblättern, in Rede und Gegen- find aus allen von der Zentrumspartei einberufenen Versammlungen fondern auch praktische Landwirthe. Als solche wissen sie, daß den rede auch bei den Landtagswahlen hinein ins Volt, und zwar ausgeschlossen, angeblich, weil sie vor langen Jahren einmal solche Hohenloher Bauern die normännischen Pferde unentbehrlich sind, ehe es zu spät ist. daß dies der wahre Grund sei. Daß aber die Zentrumspartei allen an die bündlerischen Führer herantritt. Also geht Herr Schmid Versammlungen gestört hätten. In Köln glaubt kein Mensch daran, so unentbehrlich, daß ein„ vielseitiges Verlangen" nach solchen Anlaß hat, in bezug auf den Vorwurf der Störung von Versamm in die schöne Normandie, um von dort Pferde zu importiren. Es lungen vor der eigenen Thür zu fehren, hat sich im jüngsten Wahl- ergiebt sich demnach folgendes Dilemma: Entweder ist die Pferdekampf noch und zum Ueberfluß wieder dieser Tage erwiesen. Eine einfuhr und ebenso natürlich die Einfuhr anderen ZuchtviebesAnzahl katholischer Kaufleute hatte in den Fränkischen Hof" eine für den deutschen Landwirth nothwendig wie können dann die Die Bedeutung des ,, Nordostsee- Kanals" für die Handels. Bersammlung berufen, um über die Gründung eines Verbandes Schmid, Kübler und Konsorten für den vollständigen Schluß der marine. Von vornherein war man sich in den Kreisen der Sozial- katholischer Staufleute zu berathen. In Köln bestehen bereits zwei Grenze eintreten? Oder sie ist nicht nöthig, sie besiegelt, wie es im Vereine. Ste demokratie darüber klar, daß es der Regierung beim Bau des katholische kaufmännische tragen, wie auch agrarischen Leriton heißt, den Niedergang der Landwirthschaft- wie Nordostsee- Kanals vorzugsweise nur darum zu thun war, eine bessere liches Gepräge und haben der Name Marianische Kongregation" verräth, ein firch- tönnen dann die Herren Bundesführer diesen Ankauf selbst organiVerbindung der Nordsee mit der Ostsee für die Kriegsmarine Außerdem haben einen Geistlichen als Leiter. firen? Vielleicht klärt das Vorkommniß manchen Bauern über den Vereine diesem zu schaffen. Diese Voraussicht wird täglich bestätigt durch die Zahlen Größen das erste Wort. Einem ganzen Theil der katholischen Kauf- Reden zu thun vermöchten! meist ultramontane Bund, über Zölle und Grenzsperren wirksamer auf, als es lange der den Kanal befahrenden Schiffe und der Betriebsergebnisse für leute passen diese Vereine nicht mehr. Daher der Plan der NeuEs haben den Kanal befahren( mur abgabepflichtige Schiffe): Nun, meine Herren, den Aufflärungsdienst werden wir übernehmen: Der Unwissenheit und Gleichgiltigkeit der Wählermassen verdanten sie ihre Herrschaft in Preußen. Mit der Aufklärung, zu der uns die Landtagswahl- Agitation dienen soll, werden sie den Boden unter den Füßen verlieren. in die ersten beiden Statsjahre, vom 1. April 1896 bis 81. März 1898. gründung. Die Klerikalen und anderen Vormünder wehren sich da- Von der fächsischen Musteranstalt". Ueber die ArbeitsDampfschiffe Segelschiffe Zusammen Jahr Bahr R.-G. Reg.-T. Bahl St.-G. Reg.-T. Bahl R.-G. Reg.-T. 1897/98.. 9 896 1 927 946 18 712 541 849 23 108 2469 795 1896/97.. 8 287 1 407 485 11 678 441 023|| 19 960 1 848 458 Demnach ist die Gesammtzahl der Schiffe um 16 pet. gestiegen und zwar die Dampferzum 18 pet. und die Segler um 18 pet.; ber Raumgehalt hat um 881/2 pet. zugenommen. Die Frequenz seit Eröffnung des Nord- Ostseetanals, 1. Juli 1895 bis 30. Juni 1898, giebt uns folgendes Bild: Es paffirten den Kanal an Dampf- und Segelschiffen zuvom 1. Juli 1895 bis 80. Juni 1896: 16 884 mit 1 505 988 Reg. Tons Raumgehalt, vom 1. Juli 1896 bis 80. Juni 1897: 22 081 mit 2 086 861 Reg.Tons Raumgehalt, vom 1. Juli 1897 bis 80. Juni 1898: 28 149 mit 2 648 347 Reg.Tons Raumgehalt. fammen: " um fein " gegen mit Armen und Beinen. Sie hatten zu der Versammlung und Lohnverhältnisse der Arbeiter an der sächsischen Staatseisenbahn eine Schaar ihrer Anhänger entboten, um sie entweder in ihre Hände ist wiederholt in, sozialdemokratischen Blättern geschrieben worden. zu bekommen oder unmöglich zu machen. Beides ist ihnen vollauf Auch darüber, einen wie hohen Grad die Bevormundung der Arbeiter seitens der Bahngelungen. Schon als sich die Eröffnung ein wenig verzögerte, be- schärferes Wort anzuwenden gann ein großes Getrampel; eine bekannte Zentrumsspige schrie in verwaltungen erreicht hat. In letter Hinsicht liefert die Arbeiterden Saal hinein, man verlange Eröffnung, was der Troß der ordnung für die ständigen Arbeiter bei der tönigl. sächsischen StaatsMarianischen" mit einem unbeschreiblichen Gebrüll bestätigte. Als eisenbahn- Verwaltung" recht charakteristisches Material. Bis ins die Einberufer sich nicht gesonnen zeigten, die Leitung aus der fleinste, bis in sein Privatleben hinein werden durch die ArbeiterDie Verordnung dem Arbeiter Verpflichtungen auferlegt und Vorschriften Hand zu geben, erhob sich ein furchtbarer Radau. anstalter faben ein, daß bei der Stimmung ihrer katholischen gemacht. Daß das Vorleben würdig erscheinen" muß, um als itbrüder an eine Verhandlung nicht zu denten sei. Sie verließen Arbeiter bei der Staatsbahn mit 2,30 m. täglichem Lohn eingestellt zu mit ihren Anhängern unter dem Höhnen und Lachen ihrer Gegner werden, ist noch das wenigste; auch darüber, daß der Gehorsam gegen den Saal, nachdem der Einberufer die Versammlung geschlossen den Vorgesetzten, Höflichkeit gegen das Publikum, Verträglichkeit gegen hatte. Die Marianischen" blieben jedoch sämmtlich da und der Mitarbeiter, Fleiß in der Arbeit, nüchterner und fittlicher LebensBefizer des ultramontanen Rheinischen Merkur" eröffnete die Ver- wandel ausdrücklich vorgeschrieben sind, soll gar nicht groß geredet sammlung von neuem, obwohl er dazu nicht das mindeste Recht werden. Solche Schulmeistereien sind in den Musteranstalten" ja hatte. Die Versammlung gab dann eine Erklärung fund, wonach gang und gäbe. Sehr interessant aber ist der§ 14, welcher von der für die Neugründung ein Bedürfniß nicht vorhanden sei. Es ist ösung des Arbeitsverhältnisses handelt. Im allgemeinen ist gegenzu erwarten, daß die unabhängigen katholischen Kaufleute trotzdem feitige 14tägige Kündigung vorgesehen, welche von beiden Theilen die Gründung vornehmen. Die Veranstalter des wüsten Tumultes, jederzeit ausgesprochen werden fann; daß diese Bestimmung für die im Vergleich zu dem eine antisemitische Rabauversammlung eine Arbeiter, wenigstens für diejenigen, welche sich nicht alles geschläfrige Stadtrathsfizung ist, fürchten offenbar, die Kaufleute fallen Taffen wollen, nur auf dem Papier steht, beweisen die nach möchten der Zentrumsfahne untreu werden, wenn sie dem Einfluß folgenden Bestimmungen. Die Lohnverwaltungen sind nämlich jederzeit berechtigt, Arbeiter ohne vorherige Kündigung zu entlassen, der geistlichen Beiräthe entzogen sind. Hiernach betrug die Zunahme im zweiten Betriebsjahr nach der Aus Ostpreußen. Eine Einschränkung der Pferde- wenn der betreffende z. B. während des Dienstes groben Unfug(!) verBahl der Schiffe 87 pet., nach dem Raumgehalt 81 pet., im dritten ausfuhr hat fürzlich der Vorstand der Brandenburgischen Land- bt; die Arbeit unbefugt"() verläßt, den Vorgesezten den Gehorsam verweigert; andere Arbeiter zur Erzwingung höheren Betriebsjahr nach der Zahl der Schiffe& pet., nach dem Raum- wirthschafts- Stammer gefordert. Die ostpreußischen Agrarier haben ohnes aufreizt, oder zu Handlungen verleitet, welche gegen gehalt 80 pet. vor längerer Zeit gelegentlich geäußert, daß die Pferdezucht eines die Gefeße, die guten Sitten oder die Arbeiterordnung verstoßen. Wie man sieht, ist der Werkehr auf dem Nordostsee- Kanal ein größeren Schußes bedarf. Seit langem schon zeichnen sich vor allen Dieser lettere Bassus ist jedenfalls ein Muster von einer Arbeitsverhältnißmäßig äußerst geringer, und immer noch machen eine Agrariern die oftpreußischen durch besondere Unverschämtheit aus. Das bedingung, und jedem privaten Unternehmer muß dabei das Herz große Anzahl Handelsschiffe der Ostseehäfen die für Schiff und wird auch in Zukunft so bleiben. Der Zentralvorstand der Oldenburgischen im Leibe lachen. Auf grund einer solchen Bestimmung kann jeder Mannschaft äußerst gefährliche Fahrt um Stagen. Dies hat seinen Landwirthschafts- Gesellschaft hat den Landwirthschafts- Kammern vorGrund in der außerordentlichen Höhe des Gebührentarifs für die geschlagen, gegen die Einfuhr von amerikanischen Pferden unter den mißliebige Arbeiter fofort fliegen". Ja, es wird hier das den Arbeitern gefeßlich gewährleistete Recht, bessere LohnBenutzung des Nord- Ostsee- Kanals. Bei Eröffnung des Nord- Ostsee- jezigen Bedingungen angulämpfen. Dem übermäßigen Anwachsen bedingungen anzuftreben, dirett berboten. Auf weiter nichts Kanals war der Tarif vom 4. Juni 1895 ein fo hoher, daß es mit der amerikanischen Pferde- Einfuhr soll nach Ansicht der Olden- läuft in legter Linie die ganze Geschichte hinaus. Bemerkt sei noch, Recht den Anschein erweckte: die Regierung wolle überhaupt nicht, daß burgischen Landwirthschafts- Gesellschaft gesteuert werden: daß ein auf knall und Fall entlassener Arbeiter nicht einmal das der Nord- Ostsee- Kanal von Handelsschiffen benutzt würde. Wenngleich 1. durch Erhöhung der Einfuhrzölle; Recht hat, seine paar Groschen Lohn sofort zu verlangen; er muß nun aber auch nach dem Tarif vom 4. August 1896, welcher am 1. Sept. 2. Einführung einer genügend ausgedehnten Quarantäne; 1896 in fraft getreten, eine kleine Ermäßigung eingetreten ist, so genügt 8. Stennzeichnung der eingeführten Pferde durch ein Brand- ruhig bis zum nächsten Zahltage, also eventuell 14 Tage warten. Und solche Verpflichtungen legt man Arbeitern auf, die bei schwerer dieses doch immerhin den Anforderungen in kommerzionellen Bezeichen. ziehungen, welche man nothwendigerweise an eine Verkehrsstraße von Der Vorstand der Landwirthschaftskammer hat sich fürzlich mit Arbeit zu den am schlechtesten bezahlten mit gehören. Die immer folcher Bedeutung stellen muß, feineswegs. Deshalb führt auch mit den Vorschlägen beschäftigt. Die Herren begnügten sich in ihren mehr um sich greifende Unzufriedenheit der Bahnarbeiter ist ganz erklärlich. recht der Bericht der Kieler Handelskammer, welcher foeben erschienen Forderungen mun nicht mit einer Einschränkung der amerikanischen ist, darüber Klage. Es heißt dort: Der ftärtere Vertehr im Pferdeeinfuhr, wie die brandenburgische Landwirthschaftskammer, Der Parteitag der Braunschweigischen Landesrechtspartei Kaiser Wilhelm- Sanat seit Einführung des revidirten Tarifs vom sondern wollen einfach jede Pferdeeinfuhr unmöglich machen. Den wird am Sonnabend, den 24., und Sonntag, den 25. September d. J. 4. August 1896 ist ein Beweis dafür, daß der Kanal mehr bemutt oftpreußischen Pferdezüchtern wäre selbst mit dem Einfuhr verbot in Braunschweig in Brüning's Saalbau stattfinden. Das Programm wird, wenn die Abgaben herabgesetzt werden. Nach unserer Ueberzeugung amerikanischer Pferde nicht gedient. Ostpreußen hat eine große für die Berathungen wird namentlich die letzten Reichstagswahlen, Nach den Remonten Berichten wurden allein in die bevorstehenden braunschweigischen Stadtverordneten- und sonstigen und wir zweifeln nicht, daß eine weitere Serabsetzung derselben Ostpreußen 12 100 ferde vorgestellt; insgesammt wurden in Breußen, tommunalen Wahlen, das Verhältniß der beiden welfischen Richsowohl den Verkehr steigern, als die Einnahmen vergrößern wird." Heffen, Baden und Elsaß- Lothringen 25 269 Pferde vorgestellt. Den tungen, das Verhältniß zur Sozialdemokratie, die Presse und die So berechtigt auch der Wunsch der Kelter Handelskammer auf Herab- ostpreußischen Pferdezüchtern ist die russische Einfuhr die unan. Organisation der Landesrechtspartei umfassen. find bie sanalabgaben aber aud fent nog ber eben present 12 Bferbe bie Serbien. Für die Reichstags- Nachwahl im Kreise Byriz Saabigh wollen die„ radikalen Antisemiten"( germanischer Volksbund), wie Belgrad, 16. August. Die Stupshtina hat sich heute bis die Wolfs- 8tg." meldet, den Prof. Dr. Paul Förster als Kandidaten zum 24. November verta gt. aufstellen." Asien. Rheinische Zeitung" in Köln: Der Beschluß des Hamburger Parteitages über unsere Stellung zu den Landtagswahlen ist wegen seiner Vieldeutigkeit vielfach angefochten worden. Es scheint uns aber angesichts der nahenden Sinn des Beschlusses auseinander zu sehen, als' mal praktisch an die Landtagswahlen weniger wichtig, sich über den Wortlaut und den freund.") Seit Jahren besteht der Verdacht, daß es in einzelnen Blatt bes Fürsten Uchtomsti, die„ Petersburger Wjedomosti", das zum Arbeit, d. H. da, wo es angeht und von Nuzen ist, an die Bethei Aus dem 7. badischen Reichstags: Wahlkreis.(„ Volks- England und Rußland am persischen Meerbusen. Das Orten des Amtes Kehl( Hanauerland) beim Wahlaft der Reichstags- Auswärtigen Amte Beziehungen unterhält, bringt die bisher un- ligung heranzugehen, wobei es Sache der Genossen ist, in jedem wahl nicht gesetzmäßig herging. Bielfach stimmten sämmtliche Wahlberechtigten ab und alle Bettel lauteten auf den nationalliberalen bekannte Nachricht aus Aden, daß England innerhalb der letzten einzelnen Fall das für den vorgesezten Zweck und die Partei NüzKandidaten. Es konnte vor Jahren schon festgestellt werden, daß in Wochen ganz Südarabien von der Babel Mandeb- Enge bis lichste zu beschließen. Denn generalisiren läßt sich nicht in dieser Ansolchen Fällen einige Wahlberechtigte ortsabwesend waren und doch zum Golf von Oman unter sein Protektorat" genommen hat. gelegenheit, wo uns jede Erfahrung fehlt und die Verhältnisse so in der Liste als solche verzeichnet wurden, die ihr Wahlrecht aus- Das Gebiet habe die Größe Frankreichs. Wo die heutigen Karten verschieden liegen. Auch scheinen uns theoretische Erörterungen, Be übten. Jetzt scheint man anläßlich der Juniwahl in einem eklatanten vom Rothen Meere bis zum Persischen Meerbusen einen zusammen- rechnungen und Schlüsse wenig angebracht, schon deshalb nicht, weil Fall der Wahlfälschung auf die Spur gekommen zu sein. In dem Dorfe hängenden weißen Streifen zeigen, der zu dem Glauben verführen könnte, die auf diesem Wege gewonnenen Weinungen so ungemein weit ausSand wurden auf erstattete Anzeige bei der Staatsanwaltschaft der Sinai, da wogt in Wirklichkeit tropische Segensfülle und reiches Ber- unsere Betheiligung von Nutzen, ob diese oder jene Art der BeSüdarabien sei eine kahle Sand- und Felsenwüste, etwa wie die Halbinsel einandergehen. Nur der praktische Versuch wird uns lehren, ob Bürgermeister und das gesammte Wahlfomitee in Untersuchung genommen febrsleben. Das Gebirgsland Hadramaut- das Königreich Saba theiligung die bessere ist, ob und unter welchen Bedingungen wir und es soll sich herausgestellt haben, daß schwere Vergehen gegen die von des weisen Salomo Gedenken- ist nach verschiedenen Richtungen uns weiter an den Landtagswahlen betheiligen wollen. fehrsleben. Das Gebirgsland Hadramaut Reichswahlordnung vorliegen. Vom großherzoglichen Untersuchungs- von wasserreichen Strömen durchschnitten, die den Hochflächen und richter aus Offenburg wurden in Sand etwa 80 Wähler als Zeugen Thälern eine Fruchtbarkeit entloden, die der des heißen Landes promisselei eigene Leute in das Dreiklaffenhaus bringen, umso besser. Sollte es möglich sein, daß wir ohne entwürdigende Komvernommen, weil glaubwürdig behauptet wird, daß für etwa 100 Wahlberechtigte, die nicht zur Urne gingen, Bettel mit dem Demen nichts nachgiebt. Insbesondere der vom Indischen Ozean Diese Frage scheint uns indeß im allgemeinen zurüdzutreten gegen Namen des nationalliberalen Kandidaten v. Rheinau in die Urne Datteln und Rotosnüssen auf eine Strede von 700 Meilen Länge, geordnetenhause, die uns nach ihrem bisherigen Verhalten die Gebespülte Küstensaum gewährt reichen Ertrag an Tabat, Tamarinden, die andere: Sollen wir diejenigen Parteien im preußischen Abgelegt wurden. Einzelne Wähler sollen auf die Anfforderung des bei einer Bevölkerung, die in den Traditionen einer uralten Halb- währ geben, daß sie die bestehenden Rechte zu erhalten und für Wahlvorstandes zugleich für ihre wahlberechtigten Verwandten ab- tultur lebt." Die„ Boff. 8tq." bemerkt zu dieser Meldung:„ So leitet Berbesserungen auf diesem oder jenem Gebiete einzutreten geneigt gestimmt haben, damit diese nicht in der Heu- Ernte gestört wurden. bas russische Blatt den Artikel über die neueste britische Erwerbung fiud, stärken und damit den Einfluß der reaktionären Parteien Üleber das Ergebniß der behördlichen Untersuchung weiß man nichts; ein, von der bisher allerdings nichts verlautet hat. Aber nicht schwächen, oder sollen wir den Dingen ihren Lauf laffen und ert von den vernommenen Zeugen erfährt man, daß der Nachweis für die Wahlfälschung erbracht ist. Es steht auf diesem Vergehen nur Werth, sondern mehr noch ihre politische Wichtigkeit. nur die wirthschaftliche Bedeutung verleiht der Erwerbung ruhig hinnehmen, daß uns z. B. Gesetze wie die lex stecke bescheert Freiheitsstrafe event. Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte.Werth, sondern mehr noch ihre politische Wichtigkeit. Es ist werden? Wir neigen der ersteren Meinung zu. ein in Zukunft den Indischen Ozean beherrschender Festungs- Es kommen insbesondere in betracht die freisinnigen Parteien. Aus Heffen, 15. August.( Eig. Ver.) Mainz soll nun auch gürtel, der auch den Persischen Meerbusen unter seine Fittiche nimmt. Wir gehören nicht zu denen, die durch das Verhalten dieser Parteien einen Raiserbesuch haben. Seither glaubte man, über die alte er aber diesen beherrscht, hat den Handel Südperstens und Me- bei der letzten Reichstagswahl in ihrem Urtheil über die ZweckBundesfestung sei die kaiserliche Acht verhängt, seitdem sie dem sopotamiens in seinen Händen. Des Pudels Kern bei der Ent- mäßigkeit unserer Betheiligung an den Landtagswahlen wankend ge König Wilhelm I. vor Jahrzehnten einen so eisigen Empfang be- hüllung der„ Petersb. Wjed." ist denn auch, auf die Wichtigkeit Berfiens macht worden sind. Denn die Haltung der Freisinnigen hat uns reitet hatte. Vielleicht hat der Ausfall der letzten Reichstagswahl für Rußland hinzuweisen. Wahrscheinlich wird die Nachricht nun nicht überrascht und läßt uns über sie nicht besser und nicht den Berliner Hof versöhnt. Freilich gebührt nicht der Stadt Mainz nicht länger auf sich warten laffen, daß Rußland weitere Schritte schlechter denken. Aber den Unterschied zwischen einem Freisinnigen der Ruhm, den Sieg der schwarzen Fahne errungen zu haben. Die unternimmt, um sich eine Stellung am Persischen Golf zu sichern, und einem konservativen Kraut- oder einem nationalliberalen Schlotgroße Mehrheit der Mainzer Bevölkerung ist sozialdemokratisch; sie denn gerade diese südpersischen Gebiete und Gewässer tönnen im junker vermögen wir doch zu erkennen, und dieser Unterschied dünkt theilt nicht die Begeisterung für das bevorstehende Ereigniß. Das Falle eines Krieges mit England für Rußland von unschäzbarem uns groß genug, daß wir die Mühe, die uns die Betheiligung an den bat die Herren der Stadtvertretung natürlich nicht abgehalten, sofort Werthe werden." Landtagswahlen macht, nicht für zu groß halten, um einem Freidie nöthigen Tausende zur„ würdigen Ausschmückung der Straßen 2c." aus dem allgemeinen Stadtfädel zu bewilligen. Der Kampf um China. Der„ Manchester Guardian" schreibt: sinnigen gegen einen Junker oder Junkergenossen durchzuhelfen. Die Die Landbevölkerung der Mainzer Umgegend ist start Nachrichten aus China geben der Regierung Anlaß zu der Folgerung, Frage, ob auch andere Parteien in betracht kommen, ob z. B. ein verschnupft wegen der Rücksichtslosigkeit, mit der die Militär- daß Li- Hung- Tschang die alleinige Ursache der Unterwürfigkeit der Nationalliberaler oder ein Zentrumsmann, der sich zu bindenden verwaltung ein Terrain von ca. 6000 hessischen Morgen mitten der britischen Diplomatie in Beting sei. Die Regierung wird daher stüzen ist, wollen wir nicht ohne weiteres verneinen, doch kommt es chinesischen Regierung gegenüber Rußland und der Demüthigungen Verpflichtungen verstanden hat, gegen einen Konservativen zu unterin der Erntezeit zu Scharffchießübungen abgesperrt hat. Die Proteste verschiedener Ortsbürgermeistereien und eine Ein- an China das förmliche Verlangen stellen, Li- Hung- Tichang aus hier zu ſehr auf die Person, seine Vertrauenswürdigkeit und sein gabe ans hessische Ministerium haben nur erreichen können, daß das seinem Amte zu entlassen und ihn zu verbannen. Einer etwaigen Entgegenkommen an, als daß nicht äußerste Vorsicht geboten wäre. Terrain nachmittags ein paar Stunden früher geöffnet wird. Eine Weigerung der chinesischen Regierung, dem britischen Verlangen Im allgemeinen wissen wir ja, was wir von der ultramontanen und nationalliberalen Sippe zu gewärtigen haben. große Protestversammlung ist noch geplant. Die aus ihren Feldern Folge zu leisten, dürften Zwangsmaßregeln folgen. heimgejagten Bauern sollen in ihrer Wuth gedroht haben, Sozialdemokraten zu werden". Das hat die sozialistentödterische Militärverwaltung wieder mal gut gemacht! Auf die Ausfahgefahr von Kiautschou her weist in der Deutschen Medizinal Beitung" ein deutscher Arzt hin, der seit drei Jahren in China thätig ist. Es wurde schon vor etwa einem Jahre auch von uns mehrfach betont, daß die Chinesen gegenwärtig als die eigentlichen Träger des Aussages zu betrachten wären, diese Thatsache erregte damals weit über die ärztlichen Kreise hinaus großes Aufsehen, aber inmitten der nationalen Genugthuung über die neueste überfeeische Erwerbung Deutschlands dachte man begreiflicher weise nicht an diesen einzelnen bedenklichen Punkt. Es ist dabei Afrika. Frankreich und die Thuat- Oasen. Aus Madrid wird der Intern. Korr." gemeldet, daß von französischer Seite bereits zu Anfang August an der algerischen Grenze alle Vorbereitungen zum Abmarsch eines Expeditionskorps nach den Thuat- Dafen getroffen gewesen seien. Der spanische Kommandant von Melilla meldet unterm 11. Auguft, Boten aus dem Innern hätten die französischen Kolonnen schon auf marottanischem Gebiet gesehen. fannt. Amerika. Was köIn betrifft, so tönnten hier die Nationalliberalen mit Aussicht auf Erfolg den Versuch unternehmen, das Zentrum zu ver brängen, vorausgesezt, daß es ihnen gelänge, in der dritten Klasse eine größere Anzahl Wahlmänner durchzubringen. Ob die Nationalliberalen die Absicht haben, den Wahlkampf aufzunehmen und ob sie auf die Stimmen der Sozialdemokraten hoffen, wissen wir nicht. Den Genossen in Köln, die über ihre Stellung zur Landtagswahl demnächst beschließen müssen, wird die Entscheidung nicht schwer fallen, wie sie sich zu verhalten haben. Wir Rheinländer erblicken das Revolutionäre nicht in der Enthaltung, sondern in der Bethätigung. Schritt für Schritt dem Gegner stärten und Play zu machen für die materielle und politische FortTerrain abgewinnen, immer darauf bedacht sein, unsere Position zu entwidelung darin liegt für uns das Wesen der Revolution. " Volksstimme" in Mannheim: Advetifer" aus Washington hat sich ber amerikanische Botschafter in New- York, 15. Auguft. Nach einer Depesche des Commercial London, Hay, bereit erklärt, die Nachfolgerschaft Day's im Staatseine unabweisliche Nothwendigkeit, bei Zeiten Beiten fetretariate anzunehmen. Vorsichtsmaßregeln gegen diese Gefahr zu ergreifen, zu ergreifen, nachDer abtretende Staatssekretär Dah, der fich jetzt sehr bewährt hat, dem China in neueſter Beit von Europa her an allen Seiten an gilt als eine der ersten amerikanischen Autoritäten auf dem Gebiete Es mag ja in manchen Gegenden, am meisten vielleicht in gezapft worden ist und demnächst sicher in einen weit innigeren Verkehr des Staats- und Völkerrechts. Der präsumtive Nachfolger Botschafter Berlin, eine starke Verstimmung gegen den Freifinn zurückgeblieben mit Europa treten wird als je zuvor. Das Vorhandensein des Aussages Hay ist einer der entschiedensten Vertreter des engen Zusammen- fein und zweifellos find die Vorfälle in Berlin und einigen branden in einer Bevölkerung ist trop des furchtbaren Verlaufes und der ansteckenden Natur der Krankheit nicht so auffällig als das Vorkommen gehens von England und Amerika. Ueber die Ursachen des Rück- burgischen Wahlkreisen, das stille oder offene Wahlbündniß zwischen anderer endemischer Krankheiten, diese merkwürdige Thatsache trittes von Day, der wohl auf persönliche und nicht auf politische Konservativen und Freifinnigen auf gegenseitige Unterstügung, ist zur genüge bewiesen durch die unvermuthete Entdeckung eines Motive zurückzuführen sein dürfte, ist noch nichts bestimmtes be- wohl geeignet, die Berliner Opposition gegen die Landtagsazu wahlbetheiligung zu verschärfen. Allein für die preußischen zweifellos schon lange bestehenden Lepraherdes in Deutschland und Landtagswahlen ist die Parteigruppirung doch eine wesentlich andere die fortgesette Entdeckung neuer Lepraherde in anderen Ländern. Ueber die wirthschaftliche Lage in den Vereinigten Staaten als für die Reichstagswahlen. In der gesetzgeberischen Thätigkeit Das mahnt zu ganz besonderer Vorsicht. Die ganze berichtet die New- Yorter Handels- Zeitung" vom 6. d. Wits. u. a.: dieser Körperschaft haben die Programme der bürgerlichen OppositionsProvinzen Schantung ist ein Verbreitungsgebiet ersten Ranges" Nachdem der Krieg mit Spanien bereits seit den Entscheidungs- parteien und der Sozialdemokratie viel mehr Berührungspunkte, als für den Aussatz, deffen zweiter Brennpunkt die Gegend Schlachten vor Santiago thatsächlich zu gunsten der Vereinigten dies etwa im Reichstage der Fall ist. Stimmungen und Verdes großen Flußhafens Hantau am gangisetiang ist. Sonst Staaten entschieden war, hat die nunmehrige beinahe absolute ſtimmungen dürfen in der Politit einer großen Partei nicht maßist die Krankheit nicht in allen Theilen des Landes heimisch und Gewißheit eines demnächstigen Friedensschlusses auf das Geschäft gebend sein, wenn sie nicht fachliche Gründe für sich anführen können. fehlt besonders in manchen Provinzen des mittleren China gänzlich, hier zu Lande ungemein stimulirend gewirkt. Während der Gegen die preußische Landtagswahl- Betheiligung lassen sich jedoch wogegen die südöstlichen Provinzen des Himmlischen Reiches derart damit August gewöhnlich zu den stillsten Geschäftsperioden des auch die unliebsamen Erfahrungen mit bürgerlichen Oppositionsbehaftet sind, daß die von hier auswandernden Kulis schon für viele Jahres zählt, regt es sich gegenwärtig bereits an allen Eden parteien in den letzten Reichstagswahlen sa chlich nicht verwerthen, Länder gefahrbringend geworden sind. Die Chinesen brachten die und Enden. Aus Texas, Alabama, Kansas, Colorado, Illinois, weil einfach die politische Situation der Parteien für diese Wahlen Lepra nach Japan, wo hauptsächlich die Urbevölkerung der nördlichen Jowa, Louisiana, Oho, Massachusetts und Maine sind bereits eine ganz andere ist, als bei den Reichstagswahlen.... Insel Yeso, die Ainos, angesteckt wurden, ebenso nach Korea, wo die massenhaft Kaufleute in New- Yort eingetroffen, um hier Einkäufe Die sozialdemokratische Landtagswahl- Betheiligung müßte Krankheit auf den südlichen Theil der Halbinsel beschränkt geblieben ist. für den Herbstbedarf zu machen. Dieselben berichten über- neben der Erringung eigener Mandate- den Zwed haben, den Die Malaien scheinen weniger empfänglich für des Aussatz zu sein, troß- einstimmend von großer geschäftlicher Prosperität in ihren radikalen Liberalismus in Preußen neu zu beleben. Soll dieser dem fehlt derfelbe weder in Hinterindien, noch auf Formosa und denSunda Heimathſtaaten. Die Ernteaussichten seien ungemein günstig, Gelb 8wed erreicht werden, so müßte der Freifinn auf der ganzen Linie Jufeln. Das furchtbarste Beispiel für eine Uebertragung des Aussages fei reichlich und an billigen Binsen erhältlich, Schulden würden bedingungslos unterſtügt werden, so daß die Möglichkeit abdurch die Chinesen find die Hawai- Inseln geworden, deren Bewohner ganz abbezahlt. Infolge dieser hoch befriedigenden Verhältnisse werden zusehen wäre, eine starte freisinnige Bartei in den Landtag außerordentlich an der Krankheit leiden. Wenn auch die Borficht sich die Kaufleute diesmal größere Borräthe zulegen, wie solches seit zu entsenden. Wir müßten den Freifinn unterstützen gegen eines einzelnen Staates nicht genügt, so muß doch zunächst gefordert Jahren der Fall war. bas Zentrum so in Schlesien gegen die Nationalliberalen werden, daß die deutsche Regierung innerhalb ihrer Interessen- Man pflegt nicht mit unrecht die jeweilige Lage der Eisen--in Weftphalen, und selbstverständlich gegen die Konservativen. sphäre in China die strengsten Vorsichtsmaßregeln gegen eine 8u industrie als zuverlässigen Barometer für die allgemeine Geschäfts- unter Umständen tönnte sogar eine Unterstützung von linksnahme des Aussages innerhalb des Gebietes und besonders gegen lage anzusehen. Die bekannte Fachzeitung The Fron stehenden Nationalliberalen gegen Zentrum oder eine Verschleppung nach außen hin ergreift. Trade Review" schreibt in ihrer Ausgabe vom 4. August:" Bu Sonservative ins Auge gefaßt werden. Was wir zu verhindern Defterreich. der Thatsache eines unvergleichlich lebhaften Hochsommergeschäftes haben, ist die Bildung einer tonservativ fleritalen in Eisen und Stahl hat die Gewißheit des nahe bevorstehenden Friedens- majorität im preußischen Landtag, durch welche das preußische Minifter- Konferenzen haben in den letzten Tagen in der Sommer- schluffes mit Spanien die Aussicht hinzugefügt, daß die Herbit Bentrum in Versuchung täme, im Reichstag zu einer voltsfeindlichen Residenz des Kaisers in Jicht stattgefunden. Blos Vermuthungen fampagne für das gesammte Eisengeschäft ungemein lebhaft aus- Politik die Hand zu bieten gegen Zugeständnisse auf dem Gebiet der über ihren Zweck und ihr Ergebniß liegen vor. Man nimmt an, daß fallen wird. Aus dem Auslande find sehr bedeutende Aufträge für Schul- und Kirchenpolitit im preußischen Landtag. auch diesmal unter dem Drud der Krone die Ungarn über Oesterreich Eisen und Stahl eingelaufen, dem heimischen Konsum ist ein enormer Wenn aber dies der Fall ist, so wäre es nicht sehr zweckmäßig, einen vollständigen Sieg errungen haben, ferner daß das österreichische Bedarf der Regierung für Armaturzwecke hinzuzufügen, während Parlament in der ersten Septemberwoche zusammentreten soll, und der flüssige Geldstand sowie die prosperirende Lage der Eisendaß die Sprachenverordnungen, um das Palament arbeitsfähig zu bahnen und der Landwirthschaft einen gewaltigen Konsum von Eisen machen, aufgeschoben werden sollen. Wenn auch dieser Versuch, in und Stahl in fichere Aussicht stellen." Oesterreich die parlamentarische Arbeit wieder aufzunehmen, mißglücken sollte, würde Graf Thun zurücktreten. Schweiz. die Entscheidung der Wahlbetheiligung allein den einzelnen Wahlfreisen nach Maßgabe der lokalen Verhältnisse zu überlassen, wie das in der Hamburger Resolution bestimmt ist. Es müßte von vorn herein dafür gesorgt werden, daß die Wahlbewegung und die WahlFür die Steuerkraft unseres großen Landes liefern die finanziellen betheiligungsfrage von höheren politischen Gesichtspunkten aus eine Erträgnisse der neuen Striegssteuern erstaunliche Beweise. So wurden heitlich organisirt und geleitet würde, und das wäre Aufgabe im Juli dieses Jahres an Kriegssteuern durchschnittlich 1 850 000 Doll. er Parteileitung. Dieselbe müßte zugleich dem Hamburger ziffer die gleiche bleibt, so bedeutet das eine Jahreseinnahme von eindeutige, für die Exekutive brauchbare und maßgebende Inter( ca. 7 770 000 Mart) per Tag eingenommen. Falls diese Durchschnitts- Parteitagsbeschluß, dessen Deutung bekanntlich widersprechend ist, eine 850 000 000 Doll.( ca. 2810 Millionen Mart) allein aus dieser Quelle, pretation geben. Es darf nicht vorkommen, daß nach Maßgabe während man nur ein Erträgniß von 150 000 000 Dollars( ca. 630 ber lokalen Verhältnisse" vielleicht Zentrums- Wahlmänner gegen die Millionen Mark) erwartet hatte. Es ist übrigens nach Lage der Ver- Nationalliberalen unterstützt würden. Dafür müßten höhere politische hältnisse wahrscheinlicher, daß sich die Einnahmen aus den neuen Gesichtspunkte maßgebend sein. 200 Millionen Franken( ca. 160 Millionen Mark) soll das Steuern im Laufe des gegenwärtigen Fistaljahres eher noch weiter nächstjährige Defizit der französischen Republik betragen. Für Heer vermehren wie abnehmen werden. Die 3prozentigen Bonds der ,, Hamburger Echo": und Marine zu sparen fällt den französischen Cavaignac's und jüngsten Regierungsanleihe, welche bekanntlich zu Bari ausgegeben uns auch leiten lassen von der Erwägung, daß es gelte, die parlaWir haben bei unserem früheren Eintreten für die Betheiligung Lofroy's ebenso wenig ein, wie den deutschen Goßler und Tirpiz.wurden, werden bereits mit einer Prämie von 5% pet. bezahlt."- mentarische Herrschaft drs Junkerthums zu vernichten. Der Gedanke England. Die obligatorische Mobiliarversicherung wurde vom Züricher Kantonsrath mit einer starken Zweidrittel- Mehrheit angenommen. Um in Gesegestraft zu gelangen, muß die Vorlage die Volts abstimmung passiren. Frankreich. Dublin, 16. August. Die Bevölkerung der Stadt hat den fremden Abgesandten zur Jahrhundertfeier der irischen Revolution einen warmen Empfang bereitet. Die Pferde wurden ausgespannt und die Wagen von der begeisterten Menge fortgezogen. Dänemark. Die Parteipreffe und die preußischen Landtagswahlen. ,, Märkische Volksstimme" in Forst: aber, es sei möglich, den radikalen Liberalismus neu zu beleben", hat uns dabei nicht geleitet. An solch eine„ Neubelebung" haben wir nie geglaubt, und jetzt, nach den bei den letzten Reichstagswahlen ge machten Erfahrungen, können wir erst recht nicht daran glauben. Der radikale Liberalismus" hat Front gemacht gegen uns im Wir hegen die Hoffnung, daß sich unsere Genoffen überall be- Bunde mit Junkern und sonstigen Erzreaftionären, deren Bekämpfung durch Liberalismus und Sozialdemokratie wir ins Auge gefaßt Aus Kopenhagen wird der Int. Korr." gemeldet: Die heiligen werden, wo es möglich ist, einen Konservativen zur hatten. Während wir bei den Stichwahlen ehrlich und offen, gemäß außerordentliche Ausgabe des Kriegsministeriums von 500.000 Stronen Strecke zu bringen. Beſſer iſt es jedenfalls, einen linksstehenden unseren Parteitagsbeschlüssen, die" Freifinnigen" unterſtügt haben, für Ankauf von Munition wird in unterrichteten Kreisen nur als Abgeordneten in den Landtag zu schicken, als einen Reaktionär, der erste State für sehr bedeutende Verstärkungen der Munitionsvorräthe grüßen würde. Und daß bie smal die Reaktion mit allen Mitteln taner, bündlerischer und selbst antisemitischer Kandidaten in den lex Rede, Verschlechterung des Schulgesetzes zc. mit Freuden be- find diese uns zu gunsten konservativer, nationalliberaler, ultramionangesehen. Seitens der Regierung werden diese Rüstungen voraus arbeiten wird, die ihr nur zu gebote stehen, um die Mehrheit zu Rücken gefallen. fichtlich damit begründet werden, daß es für Dänemark nicht möglich gewesen sei, von den europäischen Großmächten bindende Ber- erlangen, steht wohl jedem Genoffen außer Zweifel. Darum, to sprechungen hinsichtlich der Neutralität Dänemarks zu erhalten. Bei man über Betheiligung oder Nichtbetheiligung entscheidet, mögen den vorfährigen diplomatischen Anfragen habe nur eine Groß- unsere Genossen alle Konsequenzen in Erwägung ziehen. macht( vermuthlich England) eine bestimmte Busage gemacht, wonach ,, Brandenburger Zeitung" in Brandenburg a. H.t fie die Neutralitäte Dänemark nicht nur achten, sondern nöthigenfalls Wir unsererseits halten die Betheiligung der Sozialdemokratie auch beschützen werbe. an diesen Wahlen im allgemeinen für geboten. Wir müssen gestehen, daß wir in Rücksicht auf diese Thatsachen uns nicht mehr die Fähigkeit beimeffen, gegenüber der gerechten Erbitterung, die in unseren Parteitreisen über das Treiben der " radikalen Liberalen" herrscht, unseren früher vertretenen Standpunkt mit Erfolg aufrecht zu erhalten. Mehr und mehr greift in diesen Kreisen die Ansicht play, für diese unzuverlässige Gesellschaft uns bet den Landtagswahlen nicht au engagiren, ben radikalen Liberalismus" feinem Schicksal zu überlassen. Die Reichstagswahlen| Ursache des Ausstandes ist in Lohn sowie anderen Differenzen zu waren eine Probe auf das Erempel. Der„ raditale Liberalismus" juchen. Zuzug ist fernzuhalten. Die Agitationskommission. hat die Probe nicht bestanden und es sich selber zuzuschreiben, wenn die Maffen der sozialdemokratischen Wähler seinem Kampf mit dem Junterthum bei den Laudtagswahlen mit unterschlagenen Armen zusehen. Partei- Nachrichten. Diese Schrift wird im Laufe der nächsten Woche durch die Buchhandlung Vorwärts, Berlin SW., Beuthstr. 2, ausgegeben werden, worauf wir die Genossen schon heute aufmerksam machen. Neben den gesetzlichen Bestimmungen über die Landtagswahl und dem Reglement hierzu sind in der Broschüre auch die wichtigsten Eigenthümlichkeiten dieser Wahl und ihre Wirkungen an Beispielen erläutert aus den Ergebnissen der letzten( 1893er) Wahlen mit kurzem Hinweis auf ein früheres Ergebniß( 1862), und insbesondere sind die unterscheidenden Merkmale gegenüber der unseren Genossen wohlbekannten Reichstagswahl hervorgehoben. beten. Deutsches Reich. Achtung! Avbeiter Deutschlands! Der amerikanische General Miles telegraphirte an den spanischen General Macias in San Juan die Nachricht von der Unterzeichnung des Friedensprotokolls und empfing von Macias die Empfangsbestätigung. General Miles sandte ferner einen Parlamentär an den Kommandanten in Aibonito mit derselben Mittheilung. Ueber die Friedensverhandlungen liegen heute die folgenden Nachrichten vor, und zwar aus Washington: Staatssekretär Day und der Senator Davis von Minnesota sind zu Kommissaren für die " Durch das übermüthige Unternehunerthum sind in Spandau ,, Offenbacher Abendblatt": fast sämmtliche Maurer und Zimmerer aus Die Haltung der Breslauer Genossen entspricht durchaus unserer gesperrt worden. Man beabsichtigt dadurch, die am Orte beAuffassung. Es muß dem Freisinn gegenüber die Stärke unserer stehenden Organisationen der Maurer und Zimmerer zu zerstören, Friedensverhandlungen ernannt worden. Partei zum Ausdruck gebracht werden. Würden unsere Genossen um diese Arbeiter gänzlich nach Belieben behandeln und entlohnen Die Königin Regentin von Spanien ließ der französischen Res ( im ersten Wahlgange." Red. d.„ V.") für freisinnige Wahlmänner zu können. Infolge der Aussperrung find auch eine gierung ihren Dank für die zur Herbeiführung des Friedens geleisteten stimmen, so wäre überhaupt nicht zu erkennen( oder jedenfalls Anzahl Hilfsarbeiter arbeitslos geworden. Insgesammt sind guten Dienste aussprechen und beauftragte gleichzeitig den Botwürde es der Freisium nicht zugeben), in welchem Maße die Frei-( einschließlich der Familienangehörigen) 518 Personen zu schafter Castillo, dem Minister des Aeußeren Delcassé mitzutheilen, finnigen von der Sozialdemokratie abhängen. Dem ist nun in unterſtüßen; hinzu kommen noch 39 Porzellanarbeiter, daß sie ihm das Großkreuz des Ordens starts III. verliehen habe; Breslau vorgebeugt! welche sich bereits seit drei Wochen im Streit befinden. Die Königin- Regentin verlieh dieselbe Auszeichnung dem franDiesen großen Anforderungen, die insbesondere auch an die Span- zösischen Botschafter in Madrid, Patenôtre, und dem in Washington, dauer Arbeiterschaft gestellt werden, ist diese nicht gewachsen; es er- Cambon. geht daher an Euch der Ruf: Unterstützt die Kämpfenden mora- Der„ Intern. Korr." wird aus Madrid berichtet: Die Zeitung Parteiliteratur. Der Hamburger Parteitag hat bekanntlich lich, durch Abhaltung des Zuzuges, und finanziell. Die Heraldo" bringt aus dem Munde eines der Regierung sehr neben der Betheiligung an den preußischen Landtags Situation ist den Arbeitern sehr günstig, wenn diese auszuhalten nahestehenden Abgeordneten folgende Erklärung: Die Unter wahlen auch beschlossen:„ die Herausgabe einer Bro- vermögen. Darum: Schnelle Hilfe, doppelte Hilfe! zeichnung des vorläufigen Friedensprotokolles bedeutet für Spanien schüre, welche geeignet ist, insbesondere unseren zur Agitation Spandau, Bismard str. 11. Zuschriften und Sendungen sind zu richten an: Rieger, nach Ansicht der Regierung feineswegs einen Abschluß des Streites berufenen Genoffen Belehrung über die mamigfachen Fragen der is mit den Vereinigten Staaten. Die Schwierigkeiten, welche die einMit solidarischem Gruß zufeßenden Kommissionen bezüglich der fubanischen Schuld und der preußischen Landtagswahlen zu geben." p Das Spandauer Gewerkschafts- Kartell. Philippinenfrage zu bewältigen haben, sind so bedeutende, daß sich Alle Arbeiterblätter werden um Abdrud gedie Verhandlungen möglicherweise ein Jahr lang hinziehen können, ohne daß deren Ergebniß vorauszusehen ist. Jedenfalls wird desDer vierte Verbandstag der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter halb Spanien seine Vertheidigungsmittel weiterhin in Bereitschaft und Arbeiterinnen Deutschlands, der in Kassel tagt, nahm halten müssen." Mit dieser Erklärung stimmt die Ankündigung einstimmig einen Antrag Schumann's aus Berlin an, wonach überein, daß das Kriegsministerium soeben einen größeren Order den Delegirten zu unterbreitende Vorstandsbericht außer der ganisationsplan behufs Verstärkung der Artillerie Abrechnung des Kassirers noch sämmtliche Zahlstellen aufweisen soll, fertig gestellt hat. und zwar mit Angabe der Mitgliederzahl und besonderer Aufführung Besondere Angst dürften die Amerikaner über diese Drohungen der weiblichen Mitglieder. Der Bericht ist am Anfang oder Ende nicht empfinden. des Protokolls zu bringen und muß den Mitgliedern, die zum Ver- In Spanien scheint man nun die Folgen des Krieges mehr bandstag gehen, spätestens acht Tage vor Beginn des Verbandstages zu fürchten als früher die Kriegserklärung. Aus Viaret wird der zugestellt werden. Magdeb. 8tg." telegraphirt:„ Viele vermögende spanische Familien Weiter beschloß der Verbandstag auf Antrag Stille's aus begeben sich nach Frankreich, um dort einstweilen zu bleiben. Die Preußische Landtagswahlen. Auf der Parteifonferenz für Bergedorf: Der Vorsitzende und Kassirer haben dem Verbande Ursache ist vielfach die unsichere Lage in Spanien, das theure den 11. hamnöverschen Kreis Einbeck- Northeim tam man, gegen eine festzusetzende Entschädigung ihre volle Arbeitskraft zu Leben und vor allem die Furcht vor einer allgemeinen Revolution, wie der Volkswille" berichtet, in Beziehung auf die Landtagswahlen widmen. Es ist ein Bureau des Verbandes einzurichten, und dem hervorgerufen durch die Karlisten. Die Führer der Karlisten halten zu der Ansicht, daß die Sozialdemokratie ihren passiven Standpunkt Borsigenden für die Ueberlassung eines Zimmers sowie für Be in Viaret große. Versammlungen ab; ihre Agitation ist eifrig. berlassen müsse, und daß es taktisch richtig sei, dafür zu sorgen, daß leuchtung, Reinigung und Heizung desselben eine jährliche Ent- Kouriere von Don Karlos tommen und gehen über die Grenze. die Macht des Junkerthunis im preußischen Abgeordnetenhause geschädigung von 200 M. zu gewähreit. Man glaubt allgemein, daß sofort nach Unterzeichnung des Friedensbrochen wird. In letzter Zeit habe die Reaktion versucht, ihr Haupt- Ein Antrag Leipzigs, im nächsten Winter zu gunsten des Ver- vertrages die Karlisten sich erheben und eine Empörung anzetteln operationsfeld in die Einzellandtage zu verlegen, wovon die Ver- bandes eine größere Agitationstour in Sachsen zu unternehmen, werden. Die Regierung hat in allen Städten, wo ihr Karlisten fümmerung des Wahlrechts in Sachsen, der Gesezentwurf im wurde ebenfalls angenommen. bekannt sind, diese durch die Polizei bewachen lassen." Ein im preußischen Abgeordnetenhause betreffend die Aenderung des Vereins- Zur Prüfung der Kassenangelegenheiten wurde eine dreigliedrige Tiempo" veröffentlichter Artikel, der dem Führer der Konservativen, und Versammlungsrechts u. s. w., den besten Beweis lieferten. Hin- Kommission gewählt und dann beschlossen, zunächst über den Punkt Silvela zugeschrieben wird, wendet sich gegen die Politik der Regiesichtlich des Eingehens v von Kompromissen mit bürgerlich Arbeitslosen Unterstützung zu berathen. rung und bemerkt, wenn man diese Politik nicht bald ändere, werden oppositionellen Elementen wurde betont, daß dies für die Sozialdemokratie in prinzipieller Hinsicht nicht verderblich sein werde, da freundlichen Bäckermeistern zwischen der Innung, den Mehhändlern damit begonnen, ihre Truppen aus Stuba nach Spanien zurück In Hamburg ist die Einigung, die von den den Bädergesellen schwere und gefährliche Wirren im Innern entstehen. Die„ Voff. 8tg." schreibt heute: Die spanische Regierung hat wir von unseren prinzipiellen Forderungen nicht das geringste und der Streifleitung der Bäckergesellen versucht worden opferten. Schließlich einigte man sich dahin, daß es nothwendig sei, war, an der Bornirtheit der Innung und der Mehlhändler zu schaffen. Damit wird für sie die Frage brennend, was aus den fich an den Landtagswahlen zu betheiligen. gescheitert. Diese lehnten es ab, mit den Vertretern der Arbeiter Heimkehrenden Offizieren werden soll und wie der Staat die Kosten Telegraphischen Meldungen zufolge hat sich auch die Sozial zu unterhandeln. Das Hamburger Echo" bemerkt dazu:„ Die aufbringen soll, die ihm hieraus erwachsen. Die Zahl der Offiziere demokratie Elberfelds für die Betheiligung an der Landtags- Innung und die Mehlhändler haben als Trabanten des Arbeitgeber- des spanischen Kolonialheeres ist sehr groß und die Kosten, die dem Verbandes wohl nicht anders handeln dürfen. Sie haben die ihnen Staat dadurch erwuchsen, sehr bedeutend, so daß mehr als einmal Auf der Parteikonferenz für den Kreis Sorau Forst, die angebotene Friedenshand zurückgewiesen und werden die Folgen zu hierüber Klagen im Mutterlande laut wurden. Bisher wurden dieje am Sonntag in Gassen abgehalten wurde, waren unsere Freunde tragen haben. Die von den National- Sozialen angebotenen Ver- zahlreichen Offiziere im aktiven Dienst verwandt, jetzt jedoch, wo Kuba darin einig, daß die Gefahr, die von einer reaktionären Mehrheit gleichsverhandlungen werden sicher dasselbe Schicksal erleiden." und Portorico Spanien verloren gehen, ist eine Verwendung im des Landtages droht, nicht zu unterschätzen ist; ob aber durch unser Eingreifen bei den Neuwahlen diese Gefahr verhütet werden kann, chalch a' schen Fabrik am Sonnabend gekündigt worden. Vor Voraussetzung hierfür wäre, daß die spanische Armee vermehrt würde, In Gera ist sämmtlichen Gerberei Arbeitern der aktiven Dienst der spanischen Armee sprechen gewichtige Gründe, die Kolonialdienste nicht mehr möglich. Auch gegen die Verwendung im darüber war man getheilter Meinung. Da die Debatte kein positives Resultat ergab, jezte die Konferenz die Beschlußfassung einigen Wochen hatten diese Arbeiter durch Einstellung der Arbeit Boraussetzung hierfür wäre, daß die spanische Ärmee vermehrt würde, positives Resultat ergab, jezte die Konferenz die Beschlußfassung wofür gegenwärtig der Regierung die erforderlichen Mittel fehlen; aus und bestimmte, daß die Frage der Betheiligung an den Land- eine Lohnerhöhung und eine Verkürzung der Arbeitszeit durchgesetzt. verfügt diese doch nicht einmal über die Summen zur Zahlung tagswahlen in einer gemeinsamen Konferenz mit den Parteigenossen Die Hafenarbeiter Mannheims hatten den Unter- des rädständigen Soldes an die tubanischen Truppen. Wollte sich des Kreiſes Guben besprochen werden soll. Das Bureau erhielt nehmern den Entwurf eines einheitlichen Tarifs vorgelegt. die spanische Regierung entschließen, die überflüssig gewordenen Offiden Auftrag, das nöthige Geld zu sammeln und diese Konferenz jo Die Direktoren der Lagerhäuser famen ihnen entgegen, ziere des Kolonialheeres auf Halbsold zu setzen, würden sich die Kosten schnell wie möglich einzuberufen. so daß eine Einigung erreicht wurde. Anders verhielten für sie zwar verringern, aber die Unzufriedenheit gegen die ReBei der Gemeinderathswahl in Egelsbach in Hessen wurden fich die kleinen Firmen, besonders die Kohlen- und Bord- gierung würde sich in sehr breiten Maffen mehren. Der jämmerliche von den drei sozialdemokratischen Kandidaten der Landwirth ur m händler, deren Zahl etwa 100 beträgt. Von diesen bequemten sich Bustand, in dem sich die heimkehrenden Offiziere und Mannschaften mit 162 und der Landwirth Werner VI mit 153 Stimmen gewählt. nur 3 zu einer Antwort. Die Hafenarbeiter werden mun an die befinden, ist dazu angethan, die leicht erregbaren Gemüther bei Der dritte Kandidat, Zimmermann Joh. Kappes II, erhielt großherzogliche Ober- Bolldirektion, der nach den Erklärungen der der an sich vorhandenen unzufriedenheit noch mehr zu erhizen. Der 71 Stimmen. Wahlberechtigt waren 441, abgestimmt haben Regierung im badischen Landtage das Hafenkommissariat für Mann- Berichterstatter des" New- York Herald" schildert den peinlichen Ein162 Personen. heim übertragen werden soll, das Gesuch richten, zwischen ihnen und druck, den die ersten heimkehrenden spanischen Kriegsgefangenen, Reichstagswahlkoften. ¡ Das Bentral- Wahlkomitee für den den kleinen Firmen zu vermitteln. die vergangene Woche aus einem der gekaperten amerikanischen Kauffahrteischiffe in Gibraltar ans Land stiegen, auf die Kreis Solingen hatte bei 2294,90 M. Einnahme eine Ausgabe von 1914,30 m. Einzelne Sammellisten stehen noch aus. Im Kreise Zuschauer machten, als sie den spanischen Boden in Algeciras betraten. Sie waren mittellos und auf die öffentliche Delißsch Bitterfeld betrugen die Wahlfoften rund 3000 M., wovon noch 586 M. zu decken sind. Kreis Karlsruhe: Ein- Arbeiter- Nifiko. Beim Aufschlagen des Treibriemens während mildthätigkeit angewiesen, ihre Kleider waren abgerissen. In dem nahme 3408,67 M., Ausgabe 3756,92 M. Kreis Einbed- Nort- des Ganges der Maschine wurde in der Wilkesmann'schen armen Algeciras fonnte wenig für sie gethan werden und so mußten heim( 11. Hannover): Einnahme 2308,55 M., Ausgabe 2593,69 m. eilenhauerei in Hannover der Schleifer Nesse von sie warten, bis die Regierung sie weiterbefördern und mit spärlichen Rationen Speisen ließ. Solche Vorgänge find Kreis Wolmirstedt Neuhaldensleben: Einnahme der Transmission erfaßt und getödtet. 2301,20 M., Ausgabe 2252,09 M. begreiflicherweise geeignet, die Unzufriedenheit zu schüren, und sie werden sich mehren, wenn erst die großen Truppentransporte aus Auba eintreffen. Welchen Ausweg die spanische Regierung schließlich finden wird, um die überschüssigen Offiziere und Beamten, oder gebührend zu entschädigen, läßt sich vorläufig nicht absehen. die jetzt ins Mutterland zurückströmen, anderweitig unterzubringen wahl entschieden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. dir Soziales. " Erhebungen über gesundheitliche Schädigungen im Gewerbe hat der Vorstand des deutschen Photographen Der Parteigenosse 3 appay in Forst, Redakteur der Vereins anzustellen beſchloſſen. Entsprechend diesem Beſchluſſe „ Märkischen Volksstimme", hat am 13. Auguſt im Amtsgerichts- Weimar einen Fragebogen ausgearbeitet. Die am 22. Auguſt in haben die Herren Dr. med. Alfred Jacoby- Berlin und Hans Klepp gefängniß daselbst eine sechswöchige Gefängnißstrafe angetreten. Vom Schöffengericht in Liegniß waren vor einiger Zeit Magdeburg zusammentretende 27. Wanderversammlung wird über mehrere Parteigentoffen wegen Verbreitung sozialdemokratischer diese Angelegenheit noch befinden. Schriften und einer wegen An stiftung hierzu zu 15 M. Geld- In den korporirten Kreisen des Tischlergewerbes wünscht strafe oder fünf Tagen Haft verurtheilt worden. Infolge der ein- man, daß die unfallversicherungspflichtige Tischlerei aus den Lehte Nachrichten und Depeschen. gelegten Berufung mußte sich die Ferien- Straffammer des Land- Holz- Berufsgenossenschaften, zu denen sie jest gehört, herausgerichts in Liequiz mit der Sache beschäftigen. Dieses Gericht genommen und in einer eigenen Berufsgenossenschaft sprach den„ Anstifter", Genossen Mehring, frei, vertagte aber die vereinigt werde. Zur Begründung der Forderung beruft man sich Verhandlung gegen die übrigen Missethäter, um weitere Zeugen zu darauf, daß die Tischlerei gegenwärtig mehr belastet werde, als der vernehmen. Höhe ihrer Unfallgefahr entspreche. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Spanien und Amerika. folgende Mittheilungen vor: Ein großer Speicherbrand rief Dienstag Abend 10 Uhr einen großen Theil der Berliner Feuerwehr nach der Wichmannstr. 5. In beiden Seitenflügeln des sehr tiefen, bis zum Lützowufer reichenden Gebäudes befißt das Transport- und Speditionsgeschäft von Gustav Knauer große Speicher, die bor wiegend mit Möbeln angefüllt sind. Auf noch nicht er= mittelte Weise war im dritten Stock des linken Seitenflügels Noch in letzter Stunde haben die Amerikaner einen großen friege- Feuer ausgebrochen. Da daffelbe reichliche Nahrung fand und sich liche Klempner der Firma F. Gehrte( Fabrit für Bade Ein- Philippinen, hat bedingungslos tapituliren müssen. Hierüber liegen Achtung, Klempner! Freitag, den 12. August, legten sämmtrischen Erfolg verzeichnen können. Manila, die Hauptstadt der unheimlich schnell ausdehnte, auch zu befürchten war, daß die übrigen richtungen), Prinzenstr. 33, die Arbeit nieder. Die Ursache ist furz folgende: Im Jahre 1896 versprach die Firma den Arbeitern die Aushängung eines Lohntarifes. Da nun fortgesezt den Arbeitern für ein und dieselbe Arbeit verschiedene Preise geboten wurden, er innerten die Arbeiter wiederholt an das gegebene Versprechen, jedoch bergeblich. Der Generalgouverneur der Philippinen, General Augustin, ist am 5. 6. M. abgesezt worden. Der Oberbefehl ist von Jaundenes(?) übernommen. Der amerikanische Monitor Monterey" ist angekommen. Die Beschießung Manila's von der Land- und Seejeite aus war vom 9. d. mittags ab angekündigt. Am 13. d. Hat Manila fich den Amerikanern übergeben, letztere haben ihre Flagge gehißt. Die spanischen Offiziere sind in Freiheit belassen worden. Die Juſtiz und die Verwaltung bleiben spanisch. Die Insurgenten find außer halb der Stadt. fenter" und bald war ein großes Löschaufgebot zur Stelle. Obgleich Speicher in Mitleidenschaft gezogen wurden, erging die Meldung, Mittelnun sowohl von der Wichmannstraße, wie vom Lüßow- lfer aus mit 8 Schlauchleitungen vorgegangen wurde, konnte doch weder der Dachstuhl noch der vom Feuer erfaßte Theil des dritten Stockes ge= halten werden. Legterer brannte vielmehr in einer Ausdehnung von 12 Fenstern Front total aus. Der Schaden ist bedeutend. Köln, 16. August.( W. T. B.) Amtlich wird gemeldet: Der um 4 Uhr 35 Minuten von Koblenz einlaufende Personenzug fuhr infolge zu späten Bremsens bei langsamer Fahrt auf den Prellbock auf dem hiesigem Hauptbahnhof auf. Acht Personen trugen unbedeutende Verlegungen davon. Am 11. Juli erklärten daher die dort beschäftigten Klempner, nicht eher weiter arbeiten zu wollen, bevor der Lohntarif in der Werkstätte aushänge. Diesem Verlangen kam nun die Firma nach Aber nur zu bald entdeckten die Arbeiter, wie wenig auf das Wort eines Unternehmers zu geben sei, denn trotz des bekannt gegebenen Ueber den Fall von Manila wird ferner aus Hongkong folgendes Tarifes wurden fortgesetzt Versuche gemacht, diverse Arbeiten zu bekannt: Am 13. d. verlangte Admiral Dewey die lebergabe billigeren Preisen anfertigen zu lassen. Hiergegen proteſtirten natür- Manila's innerhalb einer Stunde. Auf die Weigerung der spanischen Paris, 16. August.( W. T. B.) Nach Meldungen aus Tamatave lich die Arbeiter. Um nun die Unzufriedenen los zu werden, entließ Behörden beschoß Dewey die Stadt mit dem Erfolge, daß die wurde der Kreuzer„ La Peroug", an dessen Bord General- Gouverneur die Firma zwei Klempner; die Folge hiervon war, daß die übrigen Spanier die weiße Flagge hißten. Von dem Bombardement wurden Gallient eine Inspektionsreise machte, am 31. v. M. infolge eines dort Beschäftigten gleichfalls die Arbeit niederlegten. mir die Vororte betroffen, die Stadt selbst hat keinen Schaden er- Sturmes, während er vor dem Fort Dauphin vor Anker lag, an die Ein gütlicher Ausgleich wurde seitens der Firma abgelehnt und litten. Küste geschleudert. Das Schiff ist verloren, die gesammte Mannschaft ein Vertreter unseres Verbandes brutal abgewiesen. Der Unter- Aus Kuba liegen heute die folgenden Nachrichten vor: Der ist gerettet. Im Verlaufe seiner Reise nahmi Gallieni die Unternehmer- Berband" versucht nun mit allen Mitteln, Ersatzkräfte für Generalgouverneur von Kuba, Marschall Blanco, hat seine Entlassung werfung zahlreicher Anführer der Sakalaven entgegen. die Firma zu beschaffen. Diejenigen Arbeiter, welche sich für die gegeben mit der Begründung, daß er nicht die Leitung der Näunung Paris, 16. August.( W. T. B.) Am Donnerstag wird der Firma Gehrke anwerben lassen, werden unter dem Schuß des Kuba's übernehmen könne. General Blanco hat eine Adresse an Untersuchungsrichter Fabre mit dem Oberst Picquart ein einstündiges Arbeitsvermittlers der Unternehmer zur Werkstatt geführt. Polizei die Bewohner Kuba's gerichtet, in welcher er erklärt, nachdem Verhör vornehmen, mit welchem die Untersuchung abgeschlossen sein ist ebenfalls zur Stelle. Es fällt dadurch den Streifenden sehr Spanien den Frieden beschlossen habe, betrachte er seine Mission wird. Fabre wird seine Entscheidung wahrscheinlich nicht vor Sonnschwer, den Zuzug fernzuhalten, und ersuchen wir alle Kollegen, als beendet und habe um seine Entlassung nachgesucht. Er habe den abend erlassen. dafür Sorge tragen zu helfen, daß die Ursache des Ausstandes be- Frieden nicht befürworten können, nachdem er erst unlängst die Fort- Lissabon, 16. August.( W. T. B.) Blättermeldungen zufolge fannt wird und der Firma die nothwendigen Ersatzkräfte vorenthalten führung des Krieges empfohlen habe. ist das neue Ministerium wie folgt zusammengesezt: Präsidium werden. Am Dienstag den 23. August findet in den Armin- Das spanische Ministerium des Aeußern hat die amtliche Mit- und Inneres Luciano de Castro( wie bisher), Strieg Oberst Sebastian hallen, Kommandantenstr. 20, eine Versammlung theilung von der erfolgten Aufhebung der Blockade Kuba's empfangen. Telles, Auswärtige Angelegenheiten Beirao, Finanzen Espregueira, sämmtlicher Klempner, Kupferschmiede und Be Die Kabelverbindungen sind wieder hergestellt. In den spanischen Justiz Alpoim, Marine Sillaca, Oeffentliche Arbeiten Elvino Brito. rufsgenossen statt, in der die weiteren Schritte berathen Häfen bereiten sich zahlreiche Schiffe vor, Lebensmittel nach Kuba Die politische Lage ist völlig unverändert. werden. Die Ortsverwaltung des deutschen Metallarbeiter- Verbandes. zu bringen. Konstantinopel, 16. August.( W. T. B.) Zweiundfiebzig wegen Die Tapezirer der Werkstatt& ordu. Kretschmar, höchste- Aus Portorico, und zwar aus Ponce, liegt die folgende jungtürkischer Umtriebe nach Tripolis verbannte Militärpersonen straße 4, befinden sich im Ausstand. Betheiligt sind 31 Mann. Die Depesche vor: tega mismasin kan wurden begnadigt und in ihre früheren Chargen wieder eingesetzt. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Verlag von Mar Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage n. interhaltungsblatt. Nr. 191. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 17. Auguft 1898. die Stadttheile nur vereinzelte Fälle, die wenigsten Kommunales. ein ein von Jahr zu Jahr immer mehr aufgeräumt; an hervorragenden ziger Fall in vier Wochen diesmal auf die Friedrich- historischen Gebäuden sind kaum noch ein Dutzend vorhanden. Man Bekanntlich hatte die Stadtverordneten- Versammlung auf stadt. Das sind die absoluten Zahlen; aber auch relativ- im Ver- bente nur an die Rosenstraße von einst und heute! Ein Gang nicht Antrag des Magistrats sich damit einverstanden erklärt, daß eine Sommer unter den Kindern zu fordern pflegt, in den wohlhabenderen der Vorstädte erfüllt mit Staunen über die großen Geschäftshäuser. hältniß zur Zahl der Lebendgeborenen sind die Opfer, die der nur durch das Zentrum Berlins, sondern, auch durch die Straßen dauernde gesundheitliche Beaufsichtigung der in Berlin in Waisenkost- Stadttheilen stets viel weniger zahlreich als in den ärmeren. In Wie die„ Deutsche Tagesztg." mitzutheilen weiß, soll demnächst mit pflege untergebrachten Kinder im ersten und zweiten Lebensjahre( Säug- den Vororten war die Sterblichkeit an akuten Darmkrankheiten einer ganzen Anzahl neuer Bauten begonnen werden. In der linge) erfolge und bewilligte zu diesem 8wed für das Etatsjahr 1898/99 in diesem Sommer bisher gleichfalls verhältnißmäßig gering. Nach Leipzigerstraße läßt eine Münchener Firma einen Glas- und Eisendie beantragte Summe von 4500 M., jedoch mit der Maßgabe, daß 1. folange ben Wochenberichten des Gesundheitsamtes wurden vom 29. Mai palast errichten. Das Gebäude erhält eine Front von nicht weniger als ein Arzt Mitglied der Waisenverwaltung ist, demselben die Aufsicht bis 25. Juni bezw. vom 26. Juni bis 23. Juli Sterbefälle dieser 60 Metern. Von außen wird der Beschauer auch nicht ein Stückchen über diese Einrichtung als Dezernenten übertragen werde, 2. die Art gemeldet: in Charlottenburg 21 und 35, in Rigdorf Mauerwerk sehen. Größere bauliche Veränderungen finden zur Zeit auch Kinderpflegerinnen den im Ehrenamt wirkenden Mitgliedern der 24 und 32, in Schöneberg 7 und 12. Gemeinde- Waisenräthe Herren und Damen- namhaft gemacht in der Neuen Friedrichstraße statt. Eine Belzwaaren- Firma hat dort werden, denselben subordinirt sind und die Berichte über die Säug Die Frequenz des städtischen Obdache hatte in den Noth- einen ganzen Straßenblock angekauft, nämlich die Häuser Neue linge außer den Aerzten auch den vorbezeichneten Personen zugehen jahren von 1891 ab ungewöhnlich start zugenommen, war aber, Friedrichstr. 61-63, die daran stoßenden Häuser in der Heydereuter-, laſſen, 3. nach Ablauf eines Jahres über die gemachten Erfahrungen nachdem sie im Winter 1894 zu 95 ihren Höhepunkt erreicht hatte, Rosenstraße und Schmale Gaffe, insgesammt 8 Grundstücke. der Versammlung ein Bericht mit den nothwendigen statistischen dann wieder beträchtlich zurückgegangen. Neuerdings ist nun in der Auf dem Platz soll ein Riesen Waarenhaus errichtet Angaben zugehe. Der Magistrat hat nun beschlossen, die unter Abtheilung für nächtlich Obdachlose wiederum eine Steige- werden. Bereits fertiggestellt und sehenswürdig sind folgende 2 und 3 des vorstehenden Beschlusses gestellten Bedingungen anzuung eingetreten, die sich besonder seit der zweiten Neubauten: Das imposante Kaufhaus Klosterstraße 13-15 a, nehmen, dagegen bezüglich der Bedingung unter 1 zu erklären, Hälfte des vorigen Jahres( im Frauen- Obdach erst seit die Häuser Jägerstraße 47-48 und Spittelmarkt 4-7, daß dies ihm unmöglich ſei. Hinsichtlich dieses letzteren der ersten Hälfte dieses Jahres) recht bemerkbar gemacht von der Dresdner Bank zur Errichtung einer Depositentasse überPunktes führt er an:" Das Dezernat, betreffend die hat. Es wurden aufgenommen: im Halbjahr 1. Juli bis 31. De nommen wurden. Ein kolossaller Rohbau ist sooben An der Stadtdauernde, gesundheitliche Beaufsichtigung der in Berlin in zember 1897( bezw. in demselben Zeitraum 1896) 112 290( 101 825) bahn 43-44 fertig gestellt worden und hat den Namen„ Kaufhaus Baisenpflege untergebrachten Säuglinge, ist, wenngleich ärzt- männliche, 4496( 4655) weibliche, zusammen 116 786( 106 480) Ber Stadtbahn" erhalten; auch in der Chausseestr. 67 ist ein neues Geliche Fragen mit demselben verknüpft sind, ein Verwaltungs- fonen, im Halbjahr 1. Januar bis 30. Juni 1898( bezw. in dem schäftshaus entstanden. Gleichfalls sind in der Alexandrinenstraße dezernat, wie jedes andere. So lange ein zur Erledigung dieses selben Beitraum 1897) 203 536( 186 467) männliche, 5489 und Koppenstraße direkt am Schlesischen Bahnhof, sowie in der Verwaltungsdezernats geeigneter Arzt, welcher auch die nöthige Beit( 5271) weibliche, zusammen 209 025( 191 738) Personen. Die Wilhelmstraße in der Nähe des Bellealliance- Plazes riesige, nur aus für die Arbeiten desselben hat, Mitglied der Waisenverwaltung Frequenzzunahme gegen das Vorjahr ist bedeutend, Steinquadern und Eisen errichtete Gebäude unter Dach gebracht ist, wird sich naturgemäß der Vorsitzende der letzteren durch daß fte aus den gewöhnlichen Ursachen( Bevölkerungs- worden. Das Großkapital beeilt sich mit riesigem Aufwand den das eigene Interesse seiner Verwaltung seiner Verwaltung veranlaßt finden, zunahme, Zuzug u. f. w.) allein nicht erklärt werden kann. Sie ist fleinen Gewerbtreibenden den letzten Halt zu nehmen. diesem Arzt das Dezernat zu übertragen. Dies aber eingetreten, obwohl das außer dem städtischen Obdach hier bestehende durch einen Gemeindebeschluß ein für alle Male fest- Vereinsafyl im Dezember 1896 die Zahl der Schlafstätten für Männer, zulegen, würde gegen den§ 26 Abs. 2 in Verbindung mit§ 18 um dem Bedürfniß mehr als bisher genügen zu können, von 300 Abs. 3 Nr. 2 des Geschäftsregulativs für den Magistrat in Berlin auf 700 erhöht hat. Anscheinend erklärt sich die Zunahme der vom 14. Juli 1834 verstoßen. Hiernach ist es Sache des Vorsitzenden Frequenz des städtischen Obdachs daraus, daß es mit der in den einer Verwaltungs- Deputation, die Geschäfte unter die Mitglieder letzten Jahren beobachteten Mehrung der Arbeitsgelegenheit derselben zu vertheilen und diese Befugniß kann durch einen solchen( bei der für Berlin noch ein besonderer Umstand, der Einfluß der Beschluß nicht aufgehoben worden." Der Magistrat wird daher bei Gewerbe- Ausstellung von 1896, in betracht kam) bereits wieder der Versammlung beantragen, sie möge sich damit einverstanden er- vorbei ist. flären, daß in dem von derselben oben erwähnten Beschlusse die Bestimmung unter 1 in Wegfall komme. Lokales. Freie Volksbühne. Meldungen neuer Mitglieder werden jetzt in allen Zahlstellen gegen Hinterlegung des Einschreibegeldes von 65 Pines Monatsbeitrages bou 66 Bf entgegengenommen mit dem Drama José Echegaray's( Paul Lindau)„ Galeotto" Die erste Abtheilung ist geschlossen. Die Ordner des Vereins werden dringend ersucht, in der heutigen Sitzung der Ordner im Restaurant Bubeil abends Aufführungen beginnen am 4. September im Lessing- Theater 81/2 Uhr zu erscheinen und neue Ordner anzumelden. Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. -" fo " Zweipfennig- Postkarten? In nächster Zeit sollen, wie dem Berliner Tageblatt" geschrieben wird, Zweipfennig- Postkarten zur Ausgabe gelangen und zwar zunächst für den Stadt- und Vorortverkehr größerer Städte. Die Postkarten werden durch Hinzufügen einer besonderen Dreipfennig- Marte auch dem allgemeinen Gebrauch mugbar zu machen sein. jugendlichen Bewohnern im Hause Straßmannstr. 16. Der Wirth, Großer Jubel herrschte am vergangenen Sonntag unter den Herr Ronge, hatte seinem zahlreichen fleinen Völkchen im Hauſe ein Erntefest arrangirt, bei dem es hoch herging. Neben zahl reichen kleinen Belustigungen fehlte es auch nicht an dem obligaten Staffee und Kuchen und bis in den späten Abend hinein wollte das Singen und Springen kein Ende nehmen. Noch heute erzählen die Seleinen mit strahlenden Augen, wie schön das Erntefest war und der Wirth hat sich bei ihnen in hohe Achtung gesetzt. Dingfest gemacht sind zwei Ringnepper in einem Lokal am war in dem bezeichneten Lokale eingekehrt. Sehr bald gesellten sich um feilschen, mit der Gerte. Die Pferdezucht muß doch gehoben werden! Ein Die Absicht der Verkehrsdeputation, Straßenbahn- Unternehmungen mäßigkeiten in der Abfertigung und im Betriebe zu beseitigen. und Der viergeleifige Ausbau der Ringbahn, welcher noch immer nicht an allen Stellen erfolgt ist, soll jetzt auf dem Südring zwischen den Stationen Ebersstraße"( Schöneberg), Tempelhof und Rigdorf in nächster Zeit durchgeführt werden. Der bahn technische Entwurf für den Ausbau ist bereits landespolizeilich geprüft. Auch hat auf Anordnung des Regierungspräsidenten auf dem Bahnhof Tempelhof bereits ein Lokaltermin stattgefunden, in welchem den Privatinteressenten Gelegenheit zur Wahrnehmung ihrer Rechte geboten war. Und jetzt hat der Bezirksausschuß auf grund des Ent- Kottbuser Damm. Ein Kellner hatte eine Bierreiſe gemacht und eignungsgesetzes angeordnet, daß zum Zwecke örtlicher Aufnahmen zwei Männer zu ihm und knüpften mit ihm ein Gespräch an. Im der für den Bahnausbau innerhalb der Gemarkung Schöneberg in Anspruch zu nehmenden Flächen jeder Besizer auf seinem Grund- Laufe der Unterhaltung zeigte der eine dem Kellner einen Ring, ber angeblich sehr werthvoll sein und über hundert Mark kosten sollte. in die dazu erforderlichen Handlungen geschehen zu lassen habe. Der andere bestätigte den Werth des Ringes. Schließlich boten sie Bemerkenswerth ist dabei, daß diese Erweiterung der Ringbahn- dem Kellner den Ring zum Kauf an. Dieser begann scheinbar zu anlage auf der bezeichneten Strecke zwar in erster Linie zur Bewältigung des Güterverkehrs dienen soll, der dort jetzt bei dem handelte den Preis bis auf 10 M. Herunter. Dann entfernte er sich die beiden auf die Probe zu stellen Sport. Wir sind immer noch in der Hochsaison der Pferde- Mangel eines dritten und vierten Geleiſes nur während der paar einen Augenblick und schickte unbemerkt nach einem Schuhmann. rennen, Regatten und Radwettfahren. Das Geschäft der Buchmacher vom Personenverkehr freien Nachtstunden stattfinden kann. Zugleich blüht. Beim Totalisator werden riesige Summen umgesetzt. Alles aber soll dieser Ausbau des Südrings zur Verwirklichung des im Derselbe kam auch sofort und brachte die beiden nach der Revierzur Hebung der Pferdezucht. Das ist kein Hazardspiel. Nein, die Schooße der Eisenbahnverwaltung schon seit längerer Zeit ins Auge wache in der Kottbuserstraße. edlen Anlagen des Volkes werden dadurch gefördert. Wie erhebend gefaßten Blanes dienen, Vollringzüge einzurichten, die namentlich Radfahrer und Eisenbahn. Um Aufhebung der neuen, am ist z. B. ein Pferderennen! Namentlich in der drückenden Hize. Da zur Verkehrsentlastung der Stadtbahn unter Umgehung dieser und 1. September d. J. in Wirksamkeit tretenden Bestimmungen betr. den stehen die abgerichteten Gäule im Sonnenbrand; die Sportsmen ebenso auch der sogenannten Umsteigestationen der Stadt- Ringbahn: Transport der Fahrräder auf der Eisenbahn war der Schutzverband rund herum. Nur Elite, nur edelste und beste Gesellschaft. Alle Charlottenburg, Stralau- Rummelsburg und Schöneberg, in einer deutscher Radfahrer beim Minister der öffentlichen Arbeiten vorstellig Vorzüge und Nachtheile der Gäule werden besprochen und bestritten. Fahrt nur rings um Berlin herumgeführt werden und eben mir geworden. Diese Vorstellung ist jetzt im Namen und im Auftrage Selbstverständlich nur aus Interesse für die Tüchtigkeit der Pferde. den Verkehr zwischen den Stationen Daß man sich dann auch ein wenig am Totalisator beschäftigt, ist doch bahn vermitteln sollen. der eigentlichen Ring- des Ministers beantwortet worden. In dem Bescheide wird betont, Die Einführung dieser Verkehrs- daß die am 1. September d. J. im Binnenverkehr der preußischen ganz natürlich! Man muß doch immer das Angenehme mit dem änderung ist zwar noch nicht spruchreif und dürfte wohl erst in Staatseisenbahnen zur Einführung gelangenden Bestimmungen fiber Nüglichen verbinden. Ein Pistolenschuß. Die Pferde werden von ihren einigen Jahren greifbare Gestalt erhalten. Da sie aber bereits ge- die Abfertigung und Beförderung unverpackt aufgegebener einfiziger Reitern losgejagt. Die erste Ecke haben sie glatt genommen. fommt ein Graben. Eins springt zu furz. Mit einem gebrochenen später dadurch entstehenden gesteigerten Betriebsanforderungen schon des Nun plant, ist, so werden bei den weiteren Ausbau der Ringbahn die Zweiräder zur Aufrechterhaltung der Regelmäßigkeit nnd Sicherheit Eisenbahn- Betriebes erforderlich seien. Dieselben seien Bein bleibt es liegen. In den Logen und auf den Tribünen große jept mit in Rechnung gezogen, wozu vor allem auch die Erweiterung nach sorgfältiger vorheriger Prüfung durch die Eisenbahn- Verwaltung Entrüstung über den schlechten Reiter. Gewiß, weil durch ihn dem der Geleisanlagen auf der Bahnstrecke gehört, die zwischen den unter Theilnahme von Sachverständigen aus den Kreisen der Radfahrer Pferde solche Schmerzen zugefügt worden sind? Nein, alle die auf Stationen„ Ebersstraße" und" Tempelhof" die beiden nach der erlassen worden und würden zweifellos, bei allseitig gutem Willen, das Pferd gesezt haben, gewinnen ja nun nicht. Das wilde Rennen Station Schöneberg" zu führenden Südringstrecken außerhalb von zur Herabminderung hervorgetretener, zum theil nicht länger erträggeht weiter. Hürden werden übersprungen, Mauern genommen. Schöneberg bereits verbindet, jedoch jetzt mir zwei Geleise besitzt licher Mißstände beitragen. Diese Uebelstände hätten sich hauptDurch die Gläser kann man sehen, wie die Pferde keuchen. Ihre und mir für den Güterverkehr und zum Rangirbetrieb benutzt fächlich im Nah- und Vorortverkehr größerer Städte gezeigt und Bunge hängt heraus. Die Augen quellen hervor. Das eine will werden kann. seien die neuen Vorschriften bestimmt, die durch das massenhafte ein bischen langsamer laufen verschnaufen. Hui giebt's was Die Stadt Berlin als Unternehmerin von Straßenbahnen. Aufgeben von Fahrrädern der Ausflügler herbeigeführten Unregel anderes ist so dumm, feinen Galopp zu verlangsamen. Es will durchaus in städtische Regie zu nehmen, scheint ihrer Verwirklichung entgegen fahrerkreisen nicht genügend beachtet zu werden scheine, daß die nenei In dem Bescheide wird ferner hervorgehoben, daß es in Radnicht einsehen, daß seine Ehre und überhaupt die ganze nationale Pferde zugehen. Nachdem Stadtbaurath Krause mit den Mitgliedern der Vorschriften sich daher nur auf unverpadte einfißige Ziveiräder beziehen, ehre auf dem Splele steht. Na, da muß es doch ein wenig aufgemuntert zugehen. Nachdem Stadtbaurath Krause mit den Mitgliedern der fahrerkreisen nicht genügend beachtet zu werden scheine, daß die neuen ehre auf dem Splele steht. Na, da muß es doch ein wenig aufgemuntert Deputation die Kaiser Franz Josef's Untergrundbahn zu Budapeſt daß aber für verpackte einfigige Zweiräder und für verpackte und unwerden. Auf den Tribünen wird man immer erregter. D, wie besichtigt hat, ist auch Baurath Gottheiner zum Studium dieser daß aber für verpackte einfißige Zweiräder und für verpackte und unwird man fich freuen, wenn Pfeil gewinnt! Andere werden jauchzen, Musteranlage dorthin gereist. Den beiden genannten Beamten verpackte zwei- oder mehrfißige Fahrräder die bisherigen Vorschriften wenn Pfeil letter wird. Sie lieben nun mal das andere Pferd so der die Berliner Bauverwaltung dürfte unverändert bleiben. Für längere mit Fahrrad zu unternehmende sehr, daß sie nur ihm den Sieg gönnen. Und mm kommt das Geder Bauleiting fünftigen Unterpflaster- Bahn- Anlagen übertragen werden. Das Reisen, bei denen auch jetzt schon die Räder in Körben verpackt auftrappel und Geftampfe näher. Die Reiter schlagen. Wieder hier zunächst für städtische Versuchszwecke auserlesene Unternehmen, die gegeben würden, trete eine Erschwerniß für die Reiſenden nicht ein. und da Entrüstung. O, man hat noch Gefühl denn Pfeil hat nicht genug Brügel bekommen und wird mun legter. Und als die Zweiglinie der Hochbahn vom Unterpflaster- Bahnhof Potsdamer Diese verpackten Räder würden nach wie vor als Gepäck auch in Pferde durchs Ziel sind, löst sich die Erregung. Man eilt gewiß Plaz nach der Schloßbrücke, für welche bereits ein Projekt der Schnellzügen befördert. Wie weit im übrigen Schnellzüge für unnach den Pferden? Nein zum Totalisator. Die Pferde zittern und Siemens u. Halste Aftien- Gesellschaft fertig vorliegt, wird wohl berpackte einfißige Zweiräder freigegeben werden könnten, unterliege feuchen; sie werden abgeführt, erschöpft, halb todt, schwankend. Die mancherlei Schwierigkeiten bieten. Man wird hier tief unter den dem pflichtmäßigen Ermessen der Verwaltungen. Grundwasserstand gerathen und vermag bei den leidigen Boden- Die föniglichen Eisenbahndirektionen hätten auch bereits AnPferdezucht ist mm wirklich gehoben. Ein Glück war es noch, daß verhältnissen Berlins nicht vorauszusagen, in welcher Weise die weisung erhalten, die Versuche zur Herstellung von Vorrichtungen der Reiter, der mit dem Pferde gestürzt ist, sich keinen Schaden ge- Fundirung des Tunnelbaues gelingen wird. than hat. Aber das kommt auch vor. Baurath Krause zur sicheren und bequemeren Unterbringung der Räder in den Badist indeß willens, einen Anfang zu machen, und Einen erfreulichen Gegensatz zu diesen Wettkämpfen" bilden die dabei auch nicht stehen bleiben; es soll vielmehr gleich ein neuen Bestimmungen liege daher nicht vor. er wird wagen fortzufezen. Ein Anlaß zur allgemeinen Aenderung der Negatten und Radrennen. Auf ihnen werden wirklich Fähigkeiten Für den Berliner Vorortverkehr hätten sich jedoch einige Abvorgeführt. Zwar sind diese gefunden, vernünftigen Sportsarten ganzes Netz von unterirdischen Straßenbahnen auf Kosten der Stadt für die große Masse nicht zugänglich. Immerhin bieten sie größeren angelegt werden. Außer der genannten Strecke ist nämlich eine weichungen für die Abfertigung der Fahrräder als nothwendig erMengen Genuß und Erholung. Selbstverständlich aber ist es, daß ander verbindet, ferner zwei Linien, welche die Stadt von Nord- gemacht werden würden. Der Bezirk Berlin des Schutzverbandes Mengen Genuß und Erholung. Selbstverständlich aber ist es, daß Ringlinie geplant, welche die einzelnen Bahnhöfe Berlins mit ein- wiesen, die von der königlichen Eisenbahndirektion Berlin bekannt bei der geschäftsmäßigen Art- viele Rennfahrer machen nur in West nach Süd- West beziehungsweise von Nord- Ost nach Süd- Ost deutscher Radfahrer wird angesichts dieses ministeriellen Bescheides Reklame für bestimmte Fabriken auch hier wilde Triebe sprießen. durchkreuzen, dergestalt, daß beide mittels einer südlichen Ver- am Freitag, den 19. b. M., abends 9 Uhr in den Arminhallen eine Ein Zeichen dieser Entartung ist das geplante Vierundzwanzig bindungslinie auch zusammenhängend betrieben werden können, so Berfammlung abhalten, in welcher die für alle Nadfahrer wichtigen Thiergartens und im Zuge Unter den Linden und Kaiser Wilhelm- 2. Der Transport der Fahrräder auf der Eisenbahn, zur Besprechung wie endlich eine West- Ost Linie, welche durch einen Theil des Fragen: 1. Inwieweit ist eine Reform der Berliner Verkehrsvorschriften für Fahrräder wünschenswerth bezw. nothwendig? aße nach dem fernen Osten Zentral- Biehhof oder noch weiter bis Stralau- Rummelsburg- gehen soll. Ob diese letzte gelangen werden. Zu dem verlogenen Bericht der„ Berl. Neuest. Nachr." über Linie genehmigt werden wird, erscheint zweifelhaft, weil durch dieselbe Seinen eigenen Sohn wegen Diebstahls augezeigt. Die die Verhältnisse in der Spandauer Militärwerkstätte, den wir bereits ein Theil der Siegesallee, die Linden und der Lustgarten unter-.'schen Eheleute erfreuen sich in ihrem Bekanntenkreise des besten in der gestrigen Nummer behandelt hatten, meldet die„ Voss. Btg.", minirt sein würden, was nur unter erschwerenden Bedingungen ge- Rufes; unsomehr wurden sie in der Nachbarschaft ihres jezt daß diese Auslassungen in Spandau große Erregung hervorgerufen stattet werden dürfte. Eine wichtige Vorfrage für die Verwirklichung 25jährigen Sohnes wegen bedauert, der trotz aller väterlicherseits haben. Die Arbeiterausschüsse der Militärwerkstätten sind zusammen- eines städtischen Verkehrs- Unternehmens bildet ferner die voraus zur Anwendung gebrachten Strenge ein Thunichtgut geworden und getreten, um die Direktion zu ersuchen, gegenüber den Schilde- sichtliche Neutabilität des Bahnbetriebes, für welche bisher nur lücken- seinen Eltern viel Kummer bereitet hat. In der lezten Zeit durfte rungen der Berl. Neuest. Nachr." Stellung zu nehmen. Auch die hafte Unterlagen gegeben sind, es liegt diesbezüglich nur das statistische der junge Mann die elterliche Wohnung nicht mehr betreten, die sich Feldzeugmeisterei, die vorgesezte Behörde der Militärwerkstätten, hat Material der Londoner und derBudapesterUntergrundbahn- Gesellschaften gegenwärtig ohne Aufsicht befand, da sich Frau W. ihres leidenden sich mit der Angelegenheit bereits beschäftigt. vor. Die Bauausführung wird sich hier nach Schätzungen der„ Elektro- Bustandes wegen in der Sommerfrische aufhält. Als der Kanzlist Die Sterblichkeit an akuten Darmkrankheiten ist infolge technischen Zeitschrift" jedenfalls erheblich theurer stellen, als in London am Sonnabend Abend gegen 7 Uhr aus dem Bureau nach der vorwiegend fühlen Witterung, die diesen Sommer auszeichnet, und Best; man schäßt hier die Kosten eines Kilometers Unterpflasterbahn Hause kam, fand er, daß die Korridorthür mittels NachDanach würde das vom Stadt- schlüssels auch im Juli verhältnißmäßig niedrig gewesen, wenn sie auch weit über zwei Millionen Mark. geöffnet worden war. Ein Einbrecher, und zivar, der Vater alsbald gegenüber der des Juni gestiegen ist. In Berlin starben, nach baurath Krause geplante Straßenbahnnet, welches gegen 40 Kilometer wie feststellen konnte, sein eigener Sen bis jetzt vorliegenden Wochenberichten des Berliner Statistischen umfassen dürfte, einen Kostenaufwand von rund 80 Millionen Mark Sohn, hatte in der Zwischenzeit die Wohnung vollständig ausAmtes, in den beiden je vierwöchigen Zeiträumen 29. Mai bis erfordern. Daß man angesichts einer so beträchtlichen Summe geplündert. Gold- und Silbersachen, sämmtliche Werthgegenstände, Juni und 26. Juni bis 23. Juli besonders mit der denkbar größten Vorsicht zu Werke geht, ist nur zu billigen. Kleidungsstücke und Wäsche im Gesammtwerth von weit über Magen Darmtatarrh 57 und 90, an Diarrhoe 56 und Deshalb hat sich eben zum Studium der Bau- und Betriebsverhält- 1000 M. hatte der Bube sich angeeignet und mit der Beute das an Brechdurchfall 80 und 159, zusammen 193 und nisse der Untergrundbahn der Baurath Gottheiner nach Pest begeben. Weite gesucht. Der entrüstete W., der in solcher Weise um sein in 347 Personen, fast ausnahmslos Kinder unter zwei Jahren. Die Die Thatsache, daß ihn der Regierungs- Baumeister Lerche von der langen Jahren mühseliger Arbeit erworbenes Eigenthum gekommen, meisten Sterbefälle tamen wieder in den Arbeitervierteln Firma Siemens u. Halste begleitet, scheint darauf hinzudeuten, daß hat die Angelegenheit der Polizei mitgetheilt. vor. In den vier Wochen 26. Juni bis 23. Juli wurden man städtischerseits die Absicht hat, dieser im Bau von Untergrundnamentlich im östlichen Theil des Stralauer Viertels 51, in der bahnen erfahrenen Firma die Berliner Bahnbauten ausführen zu Oranienburger Vorstadt 38, auf dem Wedding 31, in der nörd- lassen. lichen Rosenthaler Borstadt( Gesundbrunnen) 68 Sterbefälle Neue Waarenhäuser find in legter Zeit in Berlin in überdieser Art gemeldet. Dagegen fonen auf die wohlhabenderen| raschend großer Zahl entstanden. Mit den Bauten Alt- Berlins wird Stunden Rennen, das noch zu guterlegt verboten wurde. Eine solche Sportfererei fann nicht ernst genommen werden. Sie ist höchstens symptomatisch für unsere heutige Gesellschaft, die auf der Jagd nach Neuheiten auf die widerfinnigsten Sachen kommt. 25. 98. V an V Aufsehen verursachte ein Selbstmordversuch, den ein junges Mädchen vorgestern Abend auf offener Straße verübte. Die Selbstmordfandidatin, ein Frl. N., hatte in der Nähe der Lorgingstraße an einen Baum ein Stück Strick geschlungen und suchte sich so vor den Augen der zahlreichen Passanten zu erhängen. Selbverständlich wurde die R. sofort aus ihrer Lage befreit, bevor sie irgend welchen Schaden Kastanien Allee Nr. 71 ein gefährlicher Kellerbrand, der| straße wie gewöhnlich Vorträge statt. Einige der Angeklagten, die zu genommen, und troß ihres Proteftes nach der Wache des 60. Polizei- bei dem bort lagernden Benzin, Petroleum und anderen den Besuchern gehörten, leisteten sich den Scherz, die Vorreviers gebracht. Delen einen explosiven Charakter hatte und große Vor- tragenden zu stören und betrugen sich so ungehörig, daß # Aus den Nachbarorten. Das 25jährige Jubiläum beging vor einigen Wochen still sicht beim Ablöschen erheischte. Letzteres geschah schließlich der Wirth sie hinausweisen mußte. Sie holten sich aus und ohne Aufsehen die Berliner Straßenbahn. In den ohne Unfall, In den ohne Unfall, doch mußten bei der vorhandenen starten Ber- den benachbarten Lokalen noch andere Freunde herbei, Kreisen der Angestellten war vielfach die Meinung verbreitet, die qualmung Feuerschutz Anzüge und Rauchhelme benutzt werden, als sie eine ansehnliche Notte bildeten, schlug der NädelsDirektion würde sich an diesem Tage von einer recht liebenswürdigen Dienstag Nachmittag waren Straßburgerstraße Breßkohlen führer, der 20jährige Malergehilfe Arthur Slefsky, bor, Seite zeigen. Zweifler, die es ja allerwegen giebt und die trotz durch Selbstentzündung in Brand gerathen. daß sie insgesammt wieder in das Hinze'sche Lokal einder scharfen Kontrolle, die über das Beamtenpersonal geübt die bringen wollten; verweigere ihnen der Wirth Getränke, so wird, im reichlichen Maße sogar vorhanden sind, be= wollten sie alles kurz und flein schlagen. Wie vorauszu haupteten, fie kennen die Geschäftspraktiken der Gesellschaft besser und Treptow Baumschulenweg. Am heutigen Tage findet nach- fehen war, wurden sie sofort wieder hinausgewiesen, und nun gab es wäre das erste Mal, daß fie mittags von 8-41/ 2 Uhr die Neuwahl zum Gemeinderath im Lokal Stefsky das Signal zum Angriff. Es entwickelte sich eine wüste sich in ihren Annahmen täuschten, wenn irgend etwas für die An- von Regelin, früher Benner, statt. Wir ersuchen die Parteigenoffen, Schlägerei, wobei einige der Angreifer scharfe Inſtrumente benuzten. gestellten gethan würde. Und sie sollten auch diesmal recht behalten. welche wahlberechtigt find, also 24 Jahre alt und 1 Jahr am Dri Der Hinze'sche Hausdiener sowie ein Gaft erlitten blutende Verlegungen. Wohl war die Absicht vorhanden, den Angestellten eine Heine eine Wohnung haben, für unseren Kandidaten Paul Krebs ein- Die Notte unterlag, ein Theil ergriff die Flucht, einige wurden feftGratifikation zukommen zu lassen, aber der Herr Direktor Köhler zutreten, damit auch die Arbeiterschaft in der hiesigen Gemeinde ihr genommen. Im geftrigen Termine gelang es nur, fünf der Angeklagten erklärte einfach, daß die Gesellschaft eine solche Ausgabe nicht leisten Wort mitzureden hat. Deshalb scheue niemand die Zeit und übe zu überführen. Der Gerichtshof war der Ansicht, daß diese Anfönne und damit war die Sache erledigt. Gewiß, sein Wahlrecht aus. with hänger des Rowdythums einen empfindlichen Dentzettel erhalten das wäre auch gegen alle kapitalistischen Grundsätze. Erst kommen die Der Vertrauensmann der sozialdemokratischen Partei. müßten. Slefsty wurde zu einem Jahre, der Arbeiter Geld, das in dem Unternehmen stedt, anständig verzinst haben wollen im Voltsgarten stattfindende Versammlung des sozialdemokratischen und Max Saberlandt zu je bret Wochen Gefängniß verGustav Schulz zu neun Monaten, der Arbeiter Karus Wilmersdorf. Die Parteigenoffen werden auf die heute Abend zu fünf Monaten und die Arbeitsburschen Willy Laube und an der falschen Sentimentalität, daß auch für die Arbeiter ihres Arbeiter- Bildungsvereins aufmerksam gemacht. Die Tagesordnung urtheilt, Betriebes eine Fürsorge walten müsse, hat die Gesellschaft noch nie lautet: Diskussion über die preußischen Landtagswahlen. Mitgefrankt. Aber damit wir nicht ungerecht verfahren, sei erwähnt, lieber werden aufgenommen. Gäste willkommen, daß wohl Gratifitationen ausgetheilt wurden, jedoch nur einige höhere Beamte und auf jedem Depot zwei, drei Leute aus Abschlägig beschieden hat die Igl. Eisenbahn- Berwaltung die dem Fahrpersonal wurden gnädigst damit bedacht. Wir schwärmen Petition der Rigdorfer Gemeindevertretung um Serabjegung der feineswegs für Gratifitationen und halten sie nicht für die richtige Ent- Fahrpreise auf der Strecke Nixdorf- Nieder- Schöneweide, Johannislohnung des Arbeiters; aber eine Gesellschaft, bie aus ihrem Unterthal ze. Die Gemeindevertretung hat daraufhin beschlossen, diese nehmen so riesige Profite in den 25 Jahren mit beispiellofer Aus- Angelegenheit, weil aussichtslos, nicht weiter zu verfolgen. nüßung der Arbeitskräfte gezogen hat, konnte gewiß ihren Angestellten eine Erleichterung in ihrem Dienstverhältniß gewähren. Noch immer ist eine Arbeitszeit von 12 bis 14 Stunden armen Aktionäre, bie thr fauer erworbenes Gerichts- Beifung. 4 Versammlungen. bei vielen In der Filiale Norden des Verbandes der Möbelpolirer wurde nach einem Vortrage des Dr. Wurm über Augenkrankheiten eine Angelegenheit der Möbelfabrik von C. Müller besprochen. Die. dabei betheiligten Kollegen sollen zu einer Sigung geladen werden, damit die Sache geregelt werden kann. Dann wurde auf das am 21. Auguft bei Neumann stattfindende Bergnügen aufmerksam ge= macht und mitgetheilt, daß die Differenzen bei Beters, Prinzenstr. 96, ohne Unterbrechung üblich, die Bezahlung ist geradezu jammers Der Zusammenbruch eines alten Berliner Baufgefchäfts zur Zufriedenheit der Kollegen erledigt sind. Dagegen in Liverpool voll zu nennen, so daß die Angestellten auf die Trinkgelder der Fahrgäste angewiesen find. Hätten wir nicht in Berlin eine freie Tag der Anklage zu grunde, deren Verhandlung vorgestern die ganze bie Möbelpolirer sich in Differenzen befinden sollen. finnige Stadtverwaltung, die diesem Unfug geradezu Borschub ge Sigung der ersten Ferien- Straftammer des Landgerichts I bis zum Die Maurer von Reinickendorf besprachen in einer öffentleistet hat, dann wäre mit der Gesellschaft auf diesem Gebiete längst späten Abend in Anspruch nahm. Bis zum Jahre 1888 bestand im lichen Versammlung am 14. d. M., wie sie sich in Zukunft beſſere ein anderes Wort geredet. So gelang es unserem Barteigenossen Bentrum der Stadt, an der König- und Poststraßen- Ede, das Bank- Lohn- und Arbeitsbedingungen erringen tönnten. Der Referent nur schwer, wenigstens einige der trasfesten Uebelstände und Wechselgeschäft von M. Blumenthal, vormals S. W. Brandes. W. Schulz Berlin behandelte dies Thema in eingehender Weise bei der Verlängerung der Konzeffionsertheilung zu beseitigen. Inhaber der Firma war damals der Kaufmann M. Blumenthal. und zeigte in treffenden Zügen, daß die Arbeiter, wo sie es verJedoch ist heute schon sicher, daß die geforderte Pensionskasse Dieser starb im Jahre 1888, worauf seine Ehefrau, die Wittwe standen haben, sich zu organifiren, nicht mehr um diese Frage zu für die Beamten ein ganz jammervolles aussehen erhalten wird, Emma Blumenthal, the Sohn Leonor Blumenthal und der bis ftreiten brauchen. Er empfahl deshalb, alle Kollegen der mußte doch der erste Entwurf, den die humane Gesellschaft aus dahin im Geschäft als Kommis thätig gewesene Otto Organisation zuzuführen, denn nur dann wäre die Sicher arbeitete, zurüdgewiesen werden, weil gar zu winzige Unterstützungs- Hanff, Inhaber der Firma wurden. Der Vermögensbestand sollheit gegeben, den Unternehmern in der Ankunft etwas abzuringen fäße aufgestellt waren. Gegenwärtig geht durch die bürgerliche nach den höchft mangelhaft geführten Büchern-4100 M. betragen und das Gesicherte festzulegen. Der Referent forderte die AnPresse die Mittheilung, daß Herr Baurath Fischer eine Dent- haben. Das Geschäft besaß damals eine solide Kundschaft, zumeist wesenden auf, sich dem Verbande der Maurer Deutschlands anschrift über die Entwickelung der Straßenbahn Gesellschaft Landleute aus der Provinz Brandenburg, fleine hiesige Rentner und zuschließen und sich eine eigene Bahlstelle zu gründen. In der bis zu ihrem 25jährigen Jubiläum verfaßt habe. Es wäre Leute aus dem niederen Bürgerstande, welche ihre Ersparnisse dem Diskussion sprachen sich mehrere Kollegen im Sinne des Referenten interessant, wenn die Gesellschaft einmal nachforschen ließe, Geschäft anvertraut hatten. Bald nach dem Tode des alten Blumen- aus, worauf eine Zahlstelle gegründet wurde. Nachstehende Rewas fie in diesen fünfundzwanzig Jahren für die Angestellten that begannen seine Geschäftsnachfolger eine tolle Wirthschaft. solution wurde angenommen:" Die öffentliche Maurerversammlung gethan hat und sie würde sehr bald zu dem Ergebniß tommen, daß Von Jahr zu Jahr wurde die Schuldenlast größer, die Inhaber der von Reinickendorf beschließt, nicht eher zu ruhen, bis der letzte nichts geschehen ist, absolut garnichts. Sie zeichnete sich immer Firma hatten sich längst an den ihnen von der Kundschaft an- Maurer Mitglied des Verbandes ist, um so aufzuhören, ein willdurch eine rigorose Behandlung des Bublifums aus und ihren An- vertrauten Depots vergriffen und der Zusammenbruch schien un- fähriges Werkzeug der Unternehmer zu sein." gestellten gegenüber stand sie auf dem schroffen Standpunkt des turzer Aufschub. Damals erfolgte die Emission der 5 proz. chinesischen 8. Auguft im Klubhause eine Versammlung ab, in welcher Genoffe vermeidlich. vermeidlich. Da bot sich ihnen im Jahre 1896 noch einmal ein Schöneberg. Der hiesige Arbeiter- Bildungsverein hielt am gewinnjagenden Unternehmers. Ueber einen Unfall, von dem bas 4. Garderegiment betroffen Firma Blumenthal u. Hanff richtete an alle ihre Kunden Rund- ist die Aufgabe ihrer Organisation" referirte. Nachdem er kurz die Anleihe, für welche das Publikum ein großes Interesse zeigte. Die Ledebour über das Thema„ Was will die Sozialdemokratie und was wurde, wird folgendes berichtet: Zwei Bataillone des 4. Garde- chreiben, in denen sie auf das Vortheilhafte des Antaufs von Resultate der diesjährigen Reichstagswahl streifte, untersuchte Redner regiments waren gestern früh um 4 Uhr zu einer Felddienstübung Chinesen hinwies und sich zur Vermittelung erbot. Von allen Seiten die Ursachen, denen es zuzuschreiben ist, daß wir die beiden Berliner nach dem 16 Kilometer von Berlin belegenen Gelände des Dorfes unb namentlich aus der Provinz sandten die Vertrauensseligen Wahlkreise verloren haben. Ein großer Theil der Schuld fällt feiner Französisch- Buchholz ausgerüdt und lehrten gegen Mittag nach ihr baares Geld oder Weathpapiere ein, mit dem Auftrage dafür Meinung nach der Lauheit der Genoffen zu, die jetzt vielfach in den hier zurück. Bei dem Rüdmarsch wurden einige Soldaten schlapp Chinesen zu kaufen. Sie erhielten die gewünschten Papiere nicht. größen Städten eingetreten ist, während in kleineren Städten eine und ermatteten unter der Einwirkung der Hize derartig, Im Anfange des September 1896 waren die Zustände unhaltbar viel größere Begeisterung herrschte. daß sie zurückblieben. Bei dem Marsche durch die PrinzenHieran schloß der NeAllee und Pantstraße brachen mehrere Soldaten in verschiedenen geworden. Leonor Blumenthal ergriff die Flucht. Wenige Tage ferent die bei ihm üblichen Vorwürfe gegen den„ Vorwärts". Kompagnien zusammen und mußten von ihren Kameraden nach den diese Nachricht, als er sich gerade an der Börse befand; ohne erst im gemeine Berflauung hineingerathen. Daß wir später vergiftete sich seine Mutter in ihrer Wohnung. Hanff erfuhr Wenn es so weiter gehe, würden wir bald in eine allEingängen der nächstbelegenen Häuser gebracht werden. Im ganzen Geschäft oder seiner Privatwohnung vorzusprechen, eilte er zum Stichwahlen unterlegen sind, liege an der Haltung der bürgerlichen erkrankten 14 Mann, denen durch die Bewohner des Gesundbrunnens Bahnhof und entfloh ins Ausland. Die alsbald im Geschäft vor- Parteien, die sich sehr zu unseren Ungunsten verändert habe. Um in anerkennenswerther Weise jede mögliche Erleichterung zu theil wurde. Abgesehen von einigen Fällen, in denen die Soldaten über etwa 300 m. zu tage, anßerdem einige Freimarken und einige unserer Organisation eine andere werden. Man soll sich nicht immer genommene Haussuchung förderte einen Baarbestand von dem allen in Zukunft vorzubeugen, muß vor allem die Aufgabe Schmerzen klagten und bei denen die Symptome einer leichten Er- Werthpapiere, so daß insgesammt ein Vermögensbestand von darauf beschränken, Redner zu hören, sondern solle hauptsächlich die frantung an Sonnenstich bemerkbar waren, liegen ausschließlich Er etwa 1400 M. vorhanden war, der sich dann nach Einziehung mehrerer Diskussion pflegen, besonders alle Tagesfragen erörtern und solche schlaffungsfälle vor." Straßen des Nordens Berlins und gerade zur Mittagszeit abspielten, von ihrem Guthaben 6 pet. zu theil. Hinter den beiden Bant fusion anschließen kann. Vorträge über Naturwissenschaft u. f. 1. Da sich die Unfälle in den belebtesten Außenstände bis auf 14 000 m. erhöhte. Den Gläubigern wurden Themata für Bersammlungen wählen, an die sich leicht eine Disverursachten dieselben ungeheures Auffehen. inhabern wurde ein Steckbrief wegen betrügerischen Bankrotts erlassen. wären ja sehr gut, aber in einen politischen Verein Todtgefahren. Mit dem Zuge, der am Sonntag Morgen um Blumenthal war nicht zu ermitteln, dagegen wurde Hanff im April gehören sie nicht. Auch sei eine Aussprache über Partei9 Uhr 25 Minuten vom hiesigen Stettiner Bahnhof nach Eberswalde vorigen Jahres in Amsterdam entdeckt, verhaftet, von der holländischen Angelegenheiten und Streitigkeiten nicht schädlich. Verhandlungen abgelaffen wurde, reifte ein etwa 19 jähriges Mädchen. In Ebers- Regierung ausgeliefert und nach Berlin gebracht. Er mußte wieder hierüber wurden walde hatte es einen falschen Zug bestiegen. leider bisher stets verkehrt gehandhabt. Der begleitende freigegeben werden, denn er war nur wegen betrügerischen Bankrotts Die Genossen werden thatsächlich genährt mit der Milch der reformEisenbahnschaffner merkte dies erit, als sich der 8ug schon in Be- ausgeliefert worden und die Voruntersuchung gab nicht genügend Anhalte parteilichen Bestrebungen. Thema und Referent für Versammlungen wegung setzte und bedeutete dem Mädchen, daß es auf der nächsten punkte dafür, daß er, in der Absicht, seine Gläubiger zu betrügen, Ver- müssen die Mitglieder selbst bestimmen, und möglichst dazu VereinsHaltestelle aussteigen und zurückfahren müsse. Wenige Minuten mögensstücke bei Seite geschafft, oder verheimlicht hatte. Hanff ging mitglieder heranziehen, dann werden auch die Versammlungen beffer später sprang die Unbekannte, wie wir gestern fura berichteten, nach Amsterdam zurüid. Aber am 81. Dezember 1896 tam atvischen besucht sein und die Genossen nicht an große Redner verwöhnt. plöglich aus dem Zuge heraus, ehe jemand hindernd eingreifen bent Deutschen Reich und den Niederlanden ein neuer Vertrag dahin An der sich hieran anschließenden Distusfion betheiligten sich ber fonnte, tam unter die Näder und wurde buchstäblich enthauptet. zu stande, daß die Auslieferung auch erfolgen solle, wenn das Vergehen schiedene Genossen, die im großen und ganzen die Ansicht des Der Zug wurde zum Stehen gebracht, die Leiche auf eine Trage der Unterschlagung in Frage komme; Hanff wurde wiederum verhaftet Referenten theilten, nur betreffs des Vorwärts meinten einige, daß niedergelegt und dann nach Eberswalde gebracht. Es handelt sich und nach Berlin gebracht. So stand er denn gestern vor seinen Richtern. der Referent übers Ziel hinausgeschossen habe, während Genosse um ein mittelgroßes Mädchen mit blondem Haar, das gut ge- Der Angeklagte schob die ganze Schuld auf seinen früheren Gesell- öster meinte, daß der„ Borwärts" mehr bringen könne; er müſſe fleidet war. schafter, den flüchtigen Blumenthal, Dieser habe allein mit dem selbst auch dafür sorgen, daß seine Leserzahl größer werde. Bublifum verhandelt, er selbst habe von den Vereinbarungen, die Da in der Diskussion auch die persönliche Angelegenheit Ledebour's Blumenthal mit den Kunden getroffen, teine Ahnung gehabt. Die gegen den Vorwärts" angeschnitten wurde, so legte er auch diese Beweisaufnahme ergab dasselbe Bild wie in den früheren Prozessen von seinem Standpunkte aus flar.- Hierauf wurden einige Vereinsgegen ungetreue Banfiers; es traten Leute aus den Mittelklassen angelegenheiten erledigt. Der Ueberschuß vom legten Stiftungsfest, und den unteren Ständen auf, welche ihre ganzen Ersparniffe ge- 97,85 W., wurde dem Vertreter des Kreises zur Agitation überwiesen. opfert hatten. Allerdings hatten die meisten sich auf Spekulations Die nächste Versammlung findet am 22. Auguft bei Obst statt, mit dem geschäfte eingelassen in der Hoffnung, ihr kleines Vermögen auf Thema: Wie ist der Hamburger Parteitagsbeschluß betr. Landtagsleichte Art um das Zehnfache zu vermehren. Auch stellte sich heraus, wahlen auszuführen?" daß die weitaus größte Bahl der Zeugen nur mit dem flüchtigen Aber Staatsanwalt Cornel Stramm, Ritterstr 123. Lese- und Diskutirklubs. Mittwoch. Gleichheit", abends 812 Uhr, Blumenthal allein verhandelt hatte. schälte von den zur Anklage stehenden 87 Fällen doch zehn ierystr. 60. Einigkeit", abends 8%, Uhr, Beige, Triftstr. 1. MorgenSeine", Nixdorf, abends 81/2 Uhr, Prinz Handheraus, in denen der Angeklagte der Mitbetheiligung an roth" abends 9 Uhr, Diete, Lothringerstr. 67." Sozialdemokr. Agitationsder Unterschlagung Unterschlagung für überführt erachtet werden müsse tub Osten", abends 81%, Uhr, Jauer, Fruchtstr. 62." Freigeist Arlona", und beantragte gegen ihn eine Gefängnißstrafe von fünf abends 8 uhr, Wesener, Artonaplay 3.- Friedrich Engels Norden", 9 Uhr Jahren und fünfjährigen Ehrverlust. abends, Aeißen, Voltastr. 34. Adolf Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vorsitzender sind zu richten an Friedr. Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Mittwoch. Uebungsstunde abds. 9 Uhr, Aufnahme von Mitgliedern. „ Diedesfreiheit I", Rebelin, Langeſtr. 108. Norddeutsche Schleife", Lübble, Melchiorstr. 15. " Freya I"( Gemischter Chor), Schiller, Rosenthalerstr. 57.„ Lorbeer: franz", Späth, Weinstr. 28, Lieberluft I( 1865)", Roll, Adalbertstr. 21. Spandau", in Spandau, Rabtle, Neumeisterftr. 5. Deutsche Eiche I", Bimmermann, Grüner Weg 29. Echo I", Pankow, Clemens, Wollantstr. 122. Straße 141." Freiheit I", Richter, Bülowstraße Nr. 65. Freter „ Kupferschmiede", Männerchor Nord- West", Lautsch, Stephanstr. 31. Feind, Weinstr. 11. Gleichheit I", Sirte, Brunnenstr. 160. Schnee glödchen I" Riydorf, Köpke, Hermann- und Karlsgartenstraßen Ede. Hoffnung III", Brandenburg a. H., Wilhelmsdorferstr. 25. Arbeiter Gejangverein Briz" in Brit, Dorn, Bürgerstraße 4. Männerchor"," Göbel, Landsberger Allee 156. Maiengruß II", Charlottenburg, Bartsch, Straße 6a, Nr. I. Heimathflänge", Köpenick, Wacht auf I", Lambed, Danzigerstr. 71. Vor Meyer, Rosenstr. 101. laser, Branbenb. Kommunit. 16.- Treu und Best", Lohmann, Roppenſtr. 17. wärts X", Nauen, Hobusch, Marktstr. 16. Schneeglöckchen II", Potsdam, Bruderbund", Fidinger, Usedomstr. 22. Sängerluſt", Werder a./5, Sugelweg im Lotal. Oft und Westpreußen", Englischer Garten, Alexanderstr. 27c.- Often", Metallarbeiter, Bipple, Grüner Weg 13. Rosalie", Plaen, Königsbergerstr. 34. Keramit", Charlottenburg, Breftel, Kepplerstraße. Baget nicht", Steglitz, Schwarzer Abler, Albrechtstraße 125." Froh Hoffnung", Faller, Pallasstraße 16. „ Biedeslust II", Potsdam, Glaser, Brandenburger Kommunikation 16. Swinemünder und Ramlerstraßen Ecke. Weltenruf", Schiller, Rosenthalerstr. 57.„ Enterbten", Schmidt, " Frohe Stunde", Scholz, Naunynstraße 6. Melodia", Nixdorf, Thomas, Bergstraße 162. Treu und Fest II", Schöneberg, Krahayn, Grunewaldstr. 116. Butunft II", Nieder- Schönhausen, Setteforn, Lindenstr. 1. Borwärts I", Roll, Adalbertweißensee, Flohr, Prenzlauer Alee 78. straße 21, Linde", Schebera, Schönhauser Allee 65." Hoffnung I", Wuzler, Bergstr. 24. Treu und Einigkeit", Nixdorf, Gesang, Turn und gesellige Vereine. Mittwoch: Statflub Revolution", Golz, Grünauerstr. 3. Gesell. Verein„ Soffnung", Dieseler Einen trüben Abschluß fand ein Erntefest, das die„ StamerunKolonisten" vor dem Landsberger Thor vervnstalteten. Zu den Theilnehmern gehörte auch der Bächter Malinger, dessen 12 jährige Tochter als Kranzjungfer auf dem Erntewagen Play nehmen sollte. In demselben Augenblick, als die Kleine das Gefährt besteigen wollte, zogen die Pferde plötzlich an und das Mädchen stürzte so unglücklich zu Boden, daß die Mäder des Wagens über seinen Körper hinweggingen. Schwerverletzt wurde es nach dem Krankenhause Friedrichshain gebracht. " " Unfälle. Zwei Sigfchläge sind am Montag Nachmittag vor gekommen. Betroffen wurde der Gasmacher Kalausty aus der Brizerftraße 41, der in der städtischen Gasanstalt in der Gitschinerstraße angestellt ist. Er ist Kolonnenführer der Kohlentarrer und war auf dem Kohlenplay um 2 Uhr nachmittags im Begriff die Arbeit nach der Mittagspause wieder aufzunehmen. Er ließ die Der Gerichtshof unter Vorsiz des Landgerichts- Direktors von Karre fallen und hatte sich kaum hingefeßt, als er bewußtlos Detten erkannte um 7%, Uhr abends dahin, daß der Angeklagte umsant. Mit dem Rünzel'schen Rettungswagen wurde er in be- nicht genügend überführt sei, an den von Blumenthal begangenen denklichem Zustande nach dem Krankenhause Am Urban gebracht. Unterschlagungen theil genommen zu haben und deshalb frei Eine halbe Stunde später befand sich der 69jährige Kutscher Türd zusprechen sei. Hanff wurde fofort auf freien Fuß gefeßt." aus Nixdorf mit einem leeren Arbeitswagen auf der Heimfahrt. Auf der Oranienbrücke fiel er auf dem Gefährt in sich zufammen. Daß die Hängegerüste trop Beobachtung aller VorsichtsEin Schuhmann holte ihn mit Hilfe von Zivilpersonen herunter, und maßregeln immerhin gefährlich bleiben, zeigte eine Verhandlung, ein hinzugerufener Arzt ließ den vorläufig auf einem Hausflur welche gestern vor der vierten Straffammer des Landgerichts Treue", Mariannen- Ufer 2 im Lurhof. Allegro", Grube, Wrangeluntergebrachten Mann nach dem Krankenhaus schaffen, Durch eigene gegen den Dachdeckermeister Felix Weißpfennig stattfand, der Unvorsichtigkeit verunglückte am Dienstag Vormittag der Schlächtergeselle der fahrlässigen Körperverlegung beschuldigt war. Der Angeklagte Wenzel, Große Frankfurterstr. 12 wohnhaft. Derselbe fuhr in tollem hatte eine Fassade zu streichen, wobei er ein Hängegerüst anbringen ließ. Trabe die Landsbergerstraße entlang. Als daher ein fich vor ihm am 28. Mai riß eines der Taue und einer der auf der Rüstung bewegender Lastwagen plöglich eine Wendung machte, vermochte er beschäftigten Leute stürzte aus beträchtlicher Höhe hinab. Er erlift sein Gefährt nicht mehr zu hemmen und die Wagen fuhren in schwere Verlegungen, Der Angeklagte behauptete, daß er das Rüstheftigem Unprall aufeinander. Der vordere Theil des Schlächter zeug vor dem jedesmaligen Gebrauch sorgfältig prüfe. Das fragliche wagens wurde theilweise zertrümmert und W. im Bogen auf das Tau, welches dem Gerichtshof vorlag, sei dem Anscheine nach völlig Pflaster geschleudert, wo er besinnungslos liegen blieb. Man schaffte gesund und haltbar gewesen, es müffe aber doch eine schad ben Berunglückten zunächst nach bem nahegelegenen Geschäft feines hafte Stelle gehabt haben, welche auch bei aufmerkſamſter Brinzipals und von dort in ein Krankenhaus. Prüfung nicht zu sehen gewesen sei. Der Innungs- Obermeister Werner bestätigte dies. Die Dachbeder hätten auf der Rüstung auch Gestohlene Sachen. Einem unbekannt gebliebenen, etwa 8 mit Säure zu arbeiten und da tomme es vor, daß einmal ein bis 9 Jahre alten Mädchen sind am 2. d. M. ein paar gestohlene Tropfen das Tau beneze. Die scharfe Flüssigkeit bringe nach goldene Stinderohrringe mit unechten Türkisen abgenommen worden. innen und mache bort bie Fasern so morsch, daß das An einem der Ohrringe fehlt die Bommel. Der Eigenthümer möge Tau an Haltbarkeit verlieren müsse. Diese sich im königlichen Bolizeipräsidium, Zimmer 97, Erdgeschoß, werk- Stelle sei von außen nicht zu erkennen. Der Gerichtshof erkannte täglich zwischen 9 und 12 Uhr Vormittags melden, unter diesen Umständen auf Freisprechung, folgte aber nicht dem Antrage des Vertheidigers, Rechtsanwalts Dr. Morris, auch die Kosten der Vertheidigung der Staatskasse aufzuerlegen. Straßensperrung. Die Gerichtstraße von der Grenz bis zur Hochstraße einschließlich der Streuzbämme wird behufs Umpflasterung bom 22. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerte und Reiter ge sperrt. Feuerbericht. Montag Abend 8 Uhr war Naunyn str. 1 ein kleiner Binimerbrand abzulöschen. Bald darauf erfolgte schadhafte Hart an Landfriedensbruch grenzte die Ausschreitung, welche gestern eine Notte von acht jungen Burschen vor die dritte Ferien straftammer des Landgerichts I führte. Am Abend des 7. Mai fanden im Gartenlokal des Restaurateurs Hinze in der Danzigers " Seeger'scher Brunnenstr. 152. Straße 93. 21 " " Rebuferstr. 14. Artistenv. Vereinte Kraft", Beple, Plant- Ufer 92a, Mitt:| Jeratsch, Reichenbergerstr. 160. Weiße Nette", Felste, Lausigerstr. 26. hat, zu entrichten. Wer innerhalb eines Steuerhalbjahres einen woch abends und Sonntag vormittags. Athletenv." Atlas", Dase, Bufriedenheit", Rirdorf, Rheden, Mühlenstr. 5. Apfelblüthe", Schmidt, steuerpflichtigen Hund anschafft, sowie derjenige, dessen Hund im Laufe des Gesell. Verein Türkische Pfeife", Hansen, Danziger: Pantstr. 3b.- Fliederduft", Schmidt, Friedenstr. 74. Weichselduft", Görlig, Steuerhalbjahres das Alter von drei Monaten erreicht, hat die Tamboury. Froh- Frei", Bolz, Wiesenstr. 27, Mittwochs und Stargarderstr. 7. Alter Huffit", Bimmer, Jasmunderstr. 4.- Kein Ton", Steuer für sechs Monate das ganze laufende Steuerhalbjahr Sonnabends. Schachkl. Norden", Mandel, Seefir. 25. Musikverein Neckel, Rykestr. 13. Rothe Fahne", Sievert, Görlizerstr. 50. Korn zu zahlen. Jeder, welcher einen jungen bisher nicht versteuerten Hund an naatsch", Steffens, Kolbergerstr. 2. Bfropfenv.„ Nord- Ost", Bogel, blume", Menzel, Gneisenaustr. 71. Beilchenblau", Dimte, Marienburger- fchafft, ist verpflichtet, denselben innerhalb acht Tagen anzumelden. Das Elbingerstr. 9. Rauchtl. Schmofe's Werfe", Hegener, Krautstr. 39. straße 22." Einigkeit II", Peutert, Köpnickerstr. 38. Guter Zug", Steuerhalbjahr läuft von April zu Oktober. Gesangv. ,, Sangestreue", Spreeterrasse an der Jannowizbrüde. Gesangv. Brell, Oderbergerstraße 36. Kräftiger Bug", Fürstenau, Reichenberger M. M. 100. Ist tein Testament gemacht," so kann die Ehefrau nur Lerche", G. Gerber, Schönhauser- Allee.- Vereinigung der Turnfreunde", straße 39 b. ,, Alter: Stamm", Lasow, Jahnstr. 2. Bolldampf", die Hälfte des am Todestage vorhandenen gemeinsamen Vermögens in der Demminerstr. 56/57, 81/ 2-102 Uhr abds. Turnv. Often", Männerabth., Werder a. H., Martin, Kugelweg 58.„ Lebensblüthe", Hoffmann, Kleine Mark Brandenburg erben. Zu diesem Vermögen gehört das SparkassenBlumenstr. 63a, 81/ 2-10 Uhr abds. Tambourv. Ruf", Dresdenerstr. 58, Markusstr. 9.- Fidelibus", Zimmermann, Petersburgerstr. 56. Brüder: buch. E. B. 61. 1-3. Ja. 4. Unterschrift der Frau. Der Antrag Mittwochs und Sonnabends. Musikv.„ Vorwärts", Nebelin, Langestr. 108. lichtett", Schilling, Manteuffelstr. 88. Rothe Nette", Neu- Weißensee, muß aber spätestens innerhalb 3 Monate vom Hochzeitstage ab ge Bitherfl. ,, Alpenglöckchen- Edelweiß", Gipsstr. 11.- Theaterv.„ Broletariat", Schulz, Sedanstr. 30. Ohne Furcht", Schmidt. Wienerftr. 44. rechnet eingereicht sein. R. 2. 37. 1. Nein. 2. Das, in dem Sie und Pritsch, Stalizerstr. 30. Stattl. Pique Bube", Jost, Adalbertstr. 99. Arbeiter- Schwimmerbund. Anfragen an E. Bratte, Schulstr. 24. das, in dem Ihre Braut wohnt. C. B. Reinickendorferstraße. Ja. Artistenkl. Freiheit", Schulz, Dunderstr. 90, Mittwochs und Sonnabends. Mittwoch: Schwimmklub Nord". Uebungsstunde abends 72 Uhr im Koopmann. 1. Nein. 1893 in Beiß. 2. Sobald der Notizkalender Statfl.„ Naturstock", Wittwer, Mariusstr. 31, Mittwochs und Sonnabends. Seebad Reinickendorf. für Arbeiter pro 1899 vom Verlag des Vorwärts" herausgegeben wird. Stattl. Namenlos", Gumlich, Reichenbergerstr. 149. Theaterv. ,, Freier Wille", Märkischer Hof, Admiralstr. 180. Anglerverein Freundschaft", R. 2. Fritsche, sozialdemokratischer jeden Mittwoch nach dem 1. und 15. im Monat. Vereinslokal Wilhelm: Straße 27. Stattlub Oller ehrlicher Seemann", Dieke, Ackerstr. 123. Abgeordneter für den 4. Berliner Wahlkreis. Theaterverein„ Violetta 1886", Linder, Danzigerstr. 23. P. G. 7. Zusammenfassendes wüßten wir nichts. Für Berlin regel: mäßig das Statistische Jahrbuch der Stadt Jahre wiederholt. Mit anderen Städten zusammen in Statistisches Jahrbuch deutscher Städte", seit 1890 erscheinend, herausgegeben von Neef. Auch hier wiederholt der lezte Band eine Reihe der lezten Jahre. " im Restaurant Englischer Garten, Alexanderstr. 27c: Vortrag des praft. Naturheilkundigen Grundmann über:" Lungen- und Hergleiden", demonstrirt an farbigen Lichtbildern. Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Heute, abends Herzberg), Alte Jakobstr. 75. Berein für Körper und Naturheilkunde, Seute, abends 84, Uhr, 3. Unbeam, 1877 wie 1878 Kritide, gleichzeitig erfſter ſoziato Arbeiter- Turnerbund. Mittwoch: Turnb." Fichte", Berlin, abds. 81%, Uhr: Zusammenkunft im Garten von G. Feuerstein's Festfälen( Inh. gang zugleich immer die Biffern dee Tekton Berlin", dessen letzter Jahr " 2. Männer: Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 Uhr abends statt. 28.01 5. Wahlkreis. Leider nicht verwendbar. B. Knorr, Weidenweg. Das erste Elektrizitätswert zur Beleuchtung wurde in New York von Edison 1882 gebaut. J. M. H. 100. Nein. von 8-10 Uhr: 1. Männer- Abth. Friedenstr. 37. 3. Männer- Abth. Böch: M. ftraße 21. 8. Männer- Abth. Höchstestr. 36/37. 2. Lehrlings: Abth. Stalizer: Straße 55/56. 4. Lehrlings- Abth. Stephanstraße 3." Freie Turner: schaft Rirdorf: Brit", 2. Schüler: Abth. von 612-81/ 2 und Lehrlings- Abth. von 81/ 2-102 Uhr abds., Bethge in Britz, Chausseestr. 39. Schülerinnen: Abth. von 612-8121 Frauen- Abth. bon 8-10 Uhr abds., Wiersing, Knesebeckstr. 113. Yohannisthal", abbs. 8-10 Uhr, Genſtleben. Freie Turnerschaft Arbeiter Turnv. Adlershof", Uebungsst. von 8-10%/ 2 Uhr abds., Herrguth, Oppenstr. Turnerschaft d. V. Nereus", Lehrlings Abth. von 8-10 Uhr, Reichenbergerstr. 131/132. Arbeiter Raucherbund Berlins und Umgegend. Aenderungen im Vereinskalender sind zu richten an Herm. Braunschweig, Dresdenerstr. 80, 2. Hof. Mittwoch:„ Arkona", Armer Konrad, Reichenbergerstr. 16. Süd- Ost", Manegold, Liegnizerstr. 18. Waldesgrün", Kunze, Forster Straße 36." Virginia", Schnieber, Admiralstr. 21. Frei Weg", Schöne berg, Klein, Merseburgerstr. 7." Fidele Raucher", Ruppel, Böchstr. 49. " Intelligenz", Schmidt, Kottbuser Damm 101. Granate", Engel, Forsterstr. 58." Fidele Brüder", Friedrichsfelde, Lohse, Luisenstr. 20. " Frohsinns Heimath", Nowat, Wilhelmshavenerstr. 10." Deutscher Michel", Bankow, Griffel, Kaiser Friedrichstr. 15." Ohlauer", Rirdorf, Elias, Berlinerstr. 14. Abguß I", Gorn, Markusstr. 23." Die Dampfenden", T Schöneberg. „ Sumatra Donnerstag, den 18. August, abends 8 Uhr, im Klubhause, Hauptstr. 5-6: Volks- Versammlung 1920b19ttu@ Witterungsübersicht vom 16. August 1898, morgens 8 Uhr. Stationen B2 stand mm Wind 763 SO 764 O Bunpa 2. S. Wenn Sie eine Bestellung unterschrieben haben, die ein Swinemde. 765 SSO Abonnement für das ganze Jahr ausspricht, läßt sich leider nichts mehr Hamburg Berlin machen als zahlen. 1000. Es liegt in Ihrem Fall kein Betriebsunfall vor. P. F. 9. 1. Ja. Der oder die Betreffende mag sich an das Wiesbaden 762 Still Vormundschaftsgericht beschwerdeführend wenden. 2. Unverständlich. 3. Das München läßt sich nicht allgemein beurtheilen. 4. Das hängt von dem Gesammtinhalt Wien des Falles ab. 5. Ja. Windstärke Wetter Temp. n. C. 6° 64° R. Stationen = ទី ៩| g| Barometer= stand mm Winds richtung Windstärke Better Temp. n. 6. 860 Do 2 Regen 15 2016. bed. 2 bedeckt 16 13 2wolfent 21 3voltent 22 Saparanda 762 1wolfent 22 Petersburg 3wolfen 22 Cort 765 99 765 NNA wolfent 22 Aberdeen 761 SO 765 2woltent 20 Baris 765 2beiter 19 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 17. August 1898. M. S. Die Hundesteuer ist für jeden Hund, welcher im Gemeinde Sehr warm, heiter und trocken bei schwachen südlichen Winden. Berliner Wetterbureau. bezirke von Berlin gehalten wird und ein Alter von drei Monaten erreicht Achtung: Maurer. Achtung! Heute Mittwoch, den 17. August, abends 82 Uhr, bei Buske, Grenadier- Straße 33: Baudeputirten- Versammlung. für Männer und Frauen. aufgebaut werden?- In bieser Bersammlung muß jeber Bau von einem Delegirten unserer Richtung vertreten fein. Tagesordnung: Die Solidarität unter uns und den Bauarbeitern und wie soll dieselbe in Butunst Tagesordnung: 1. Vortrag des Genossen Litfin. 2. Diskussion. 263/13 3. Stellungnahme zur Kreisfonferenz und Wahl der Delegirten zu derselben. 4. Unsere Saalinhaber in Schöneberg. 205/20 Der Vertrauensmann. Sozialdemokratischer Wahlverein für Teltow- Beeskow- Storkow- Charlottenburg Donnerstag, den 18. Auguft, abends pünktlich 9 Uhr: Versammlung in Charlottenburg, Bismarckshöhe( gr. Saal), Wilmersdorferstraße 39. Tages Ordnung: 1. Vortrag über:" Die bürgerlichen Parteien einst und jetzt". Referent Genosse Th. Mehner. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. 4. Ver schiedenes und Fragekasten. 250/6 Das Mitgliedsbuch ist mitzubringen. Gäste haben Zutritt. Die Mitglieder werden dringend ersucht zu erscheinen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Der Vorstand. Verein fozialdemokratischer Gaft- u.Schankwirthe Berlinsu.Umg. Freitag, den 19. August, nachmittags 5 Uhr: Die Lohnkommission. J. A.: Heinrich Metzke. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Mittwoch, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstr. 20/22: Vertrauensmänner- Versammlung für sämmtliche Bezirke und Branchen. Tagesordnung: 1. Die Arbeitsvermittelung in den Gewerkschaften. 2. Die Arbeits- Entlassungsscheine. 3. Werkstattdifferenzen. 4. Verbandsangelegenheiten. Jede Werkstatt muß durch einen Vertrauensmann vertreten sein. Fernsprecher: Amt IV. 447. Einsegnungs- Anzüge stoffen, 1 und 2reihig in glatten Kammgarn, Satin, Diagonal- und Tuch 12-27 M. Schulmeister, Schneider Dresbenerite. 4 am Kottb. Th. M. , meister, Hauptstr. 143, Schöneberg. Bitte genau auf die Firma zu achten. Täglich von 7 Uhr morgens bis 6 Uhr abends: Außerordentl. General Versammlung Verkauf frisch gek. schw. perlſ. und sinn. Fleisches. beim Kollegen Lindenhayn in Grünau. Tagesordnung: 1. Antrag des Vorstandes betreffend die Auszahlung des Sterbegeldes bei Todesfällen, wo bei der Beerdigung ein Geistlicher theil nimmt. 2. Aufnahme neuer Mitglieder. 3. Verschiedenes. 69/12 Das Erscheinen sämmtlicher Mitglieder ist nothwendig. Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Achtung! Zimmerer. Achtung! Donnerstag, den 18. Auguft, abends 8 Uhr, in Cohn's Bestsälen, Beuthstr. 20-21: General-Berlammlung der Zimmerer Berlins und Umgegend. Tages- Ordnung: 1. Bericht der Lohnkommission. 2. Abrechnung vom Agitations- und Unterstützungsfonds. 257/17 3. Wie ist es möglich, in diesem Jahre den Stundenlohn von 60 Pf. bort einzuführen, wo derselbe noch nicht gezahlt wird? 4. Verschiebenes. Es ist Pflicht der Kameraden, in dieser Versammlung zu er scheinen, besonders aber müssen diejenigen, welche unter 60 Pf. Stundenlohn arbeiten, vollzählig anwesend sein. Die Lohnkommission. Achtung! Textilarbeiter! Färberei- Arbeiter und-Arbeiterinnen Berlins! Sonntag, den 21. Auguft, nachmittags 2 Uhr, bei Herrn Wilke, Andreasstr. 26: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag über: Die Ausbeutung der Arbeiter in den Färbereien. Referent Genosse Franz Kotzke. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 197/8 Der Vertrauensmann. 3 Lichtbilder- Vorträge. Heute Mittwoch, Engl. Garten, Alexanderstr. 27c: Lungen- und Herzleiden. Donnerstag, den 18., Andreasstraße 26 bet Wilte: Allgemeiner Frauenvortrag. Freitag, den 19., Admiralftr. 18c bei Möhring: Nervenkrankheiten. Pünktlich abends 81% Uhr. Gäste wilt. Eintritt 20 f. D. V. des Naturheilvereins. Alexanderstr. 8. Sprechzeit 11-1, 6-8. SCHUTZ MARKE No. 92. Bobanaber Fernapr.: Amt S [ 57702 Für Fabriken, Werkstätten, Kantinen 2c. liefere ich: 57542* 40/2 Fl. Export- Weißbier f. M. 3, ohne Wafferzusa. 50 Fl. Echt Gräßer Grportbier für M. 5, 40 Flaschen helles Lagerbier für M. 3, ( von welcher Brauerei gewünscht wird). Abrechnung kann wöchentlich erfolgen. Eis umsonst. A. Seidler, Berliner Export- Weißbier- Braueret. Schöneberg- Berlin, W., Sedanstrasse No. 82. Ο ΤΟ pro Pfd. von 30 Bf an, " Todes- Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilung, daß Herr Gustav Eckstein am 11. d. m. verstorben ist. Die Beerdigung findet am 17. Aug., nachm, Uhr, auf dem Markus Kirchhof, Wilhelmsberg, statt. [ 4556 Die trauernden Hinterbliebenen. Danksagung. Für die vielen Beweise der Theilnahme bei dem Begräbniß meines lieben Mannes, unseres guten Vaters und Schwiegervaters, sagen wir allen Verwandten und Bekannten sowie den verehrten Herren Chefs u. den werthen Kollegen der Firma Schuster u. Bär auch für die Kranzspenden- unsern tiefgefühltesten Dant. 4526 Wwe. Brunnert nebst Kindern. Urania Tanbenstr. 48/49. Täglich: [ 4978L Vom Matterhorn z. Jungfrau. Rindfleisch Schweinefleisch 40 f. Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Prüfet Alles und behaltet das Beste!° Das echte Dr. Thompson's Seifenpulver bleibt doch immer das meist bevorzugte Wasch- und Bleichmittel. 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Berliner. Gebildete Menschen. An Friedrich- Wilhelmst. Theater. fang 72 Uhr. Neues. Im Pavillon. Vorher Im Negligé. Anfang 7 1hr. Weften. Don Juan. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Veilchenfresser. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 7 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Zwei Tage Millionär. Anfang Chausseestr. 25/26. Täglich Gastspiel der Liliputaner. Sonntag, den 21. Auguſt, nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr: Zwei Tage Millionär. Montag, den 22. August, bleibt das Theater wegen Vorbereitung zu dem neuen großartigen Ausstattungsstück gefchloffen. Dienstag, den 23. und Mittwoch, den 24. August, nur zweimalige Aufführung des Ausstattungsftückes ,, Bib und Bob". Donnerstag: Die zwei Weisen", Schauspiel in 4 Atten von G. Scheeren8 Uhr. Oftend. Kean, oder: Genie und Leidenschaft. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Herr und Frau Doctor. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Der Todtschläger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg: lich geöffnet von 10 Uhr vor: berg. mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern warte, Operntelephon. Apollo. Don Juan in der Hölle. Anfang 8 Uhr. " AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN in der Arena: Wochent. 6 u. 8 Uhr nachm., Schaustellungen an Sonn- u. Festtagen 4, 6 u. 8 Uhr nachm., im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Brauerei- Ausschank Sommer- Theater, Max Kliem's Sommer- Theater, Hafenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Alma und Hans Bellini. Mlle. Dumont, Serpertin Tänzerin. The Mezetto's. Karl Gursch, Tanzfomifer. Paul Frey, Humorist. Franziska Wünsch, Operettenfängerin. Neu! Das Gänsegretel. Volksstück in 2 Bildern Neu! Karoline. Schwank in von Johannes Gißner. 1 Aft von Ely. 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Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin.