Ginjefyrell 70 Geffen Rebaltion unb Verwaltung: Braa 11, Dabli obo nám. 82. Telefon 6788, nachts 6797. Telegramm- bresse: Sozialdemokrat Vrag. Boftidedamt 87844. Inserate werden laut Tarti billigst berechnet. Bet öfteren Einschal tungen Breisnachluß 1. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit. Donnerstag, 15. Dezember 1921. Der Parteitag. Begrüßungstelegramm: Entfenden brüderlifortgefeyt. die Staatsbediensteten erleiden manchmal Bezugbedingunge Bet 8uftellung ins Haus oder bet Besug burch die Post monatlid... 10- Kč, bierteljabrli 48- Kč, baljabrig...- Kč, ganzjäbrig. 198- Kä Für Deutfädsterreich monatlich 400 8K, für Deutschland 40- Mk. Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh. Nr. 90. zu behandeln, wie die anderen Versicherungs- fierten Arbeiterklasse im alten Desterreich gen, pflichtigen. Es handelt sich da um ein Element, wesen, daß wir überhaupt zu einer Teilversidas in furzer Zeit verschwunden sein wird. cherung gekommen sind. Wir haben gefunden, Wir fönnen ruhig sagen, daß die Kriegswai- daß gerade jene, die die Sozialversicherung am" fenfrage in 6-7 Jahren vielleicht überhaupt notwendigsten brauchen, für die Frage das alDeballe über die Sozialversicherung. abgetan wird, weil diese dann in das Erwerbs- lergeringste Verständniß haben.( Zustimmung.) leben eingetreten sind und nur wenige Fälle Denn draußen in den Organisationen geschieht Dienstag- Vormittagsverhandlung. jeder Beschreibung. Unsere Arbeiterfinder sind bei den Striegsbeschädigten. Der Kreis der und jede Gewerkschaft muß in dieser Richtung zur Versorgung zurückbleiben. Aehnlich ist es nichts in dieser Frage. Jede Lokalorganisation Vorsitzender Gen. Pötzl verlieft folgendes oft abgemagert bis zum Stelett, ein Bild des Kriegsbeschädigten wird von Tag zu Tag ge- arbeiten, umsomehr, als es uns gelungen ist, Vorsitzender Gen. Pölzl verlieft folgendes Jammers. Es ist das Bitterste, daß wir uns ringer. Die Aufwendung für diese Kategorien durch unsere frühere Agitation die Zersplitte che Grüße, wünschen Erfolg in bevorstehenden feit zufrieden geben, anstatt daß der Staat andere Zweige, es wird also nicht unmöglich Die Agrarier wollen aus den Arbeitern am mit den Brosamen der allgemeinen Wohltätig werden also die Institute nicht so belasten wie rung des Strankenkassenwesens zu beseitigen. Stampfen. Hoch die internationale Solidarität. feine Pflicht erfüllt. Es ist hier auch von den sein, daß man diese bedauernswerten Menschen Lande landwirtschaftliche Arbeiter machen, um Auslandsvertretung der sozialdemokra Geschlechtstrankheiten gesprochen worden. An tischen Arbeiterpartei Rußlands. dieser Frage sind wir Frauen ebnfalls ſtart heute damit aussieht. Die Schande, die uns da haben schon in ihre Statuten aufgenommen, anständig versorgt. Sie wissen ja, wie es mit ihnen ihre Stranfenfassen zu füllen. Sie Abramowitsch. Martow.( Beifall.)- Dann interessiert. Wir Parteigenossinnen haben die an allen Straßeneden in Form der Bettel- daß alle Wagner, Müller, Cattler, Schneider, wird die Debatte über das Referat Taubs Pflicht, dem Kapitel Sozialversicherung und plafate entgegenleuchtet, muß endlich einmal Schmiede usw., die landwirtschaftlichen Besitz Leis Olmüy: Besonders die Fixbesoldeten, Sozialpolitik unſer größtes Augenmerk zuzu- verschwinden. Sehr wenig wurde in der De- haben und ihn bewirtschaften, mit in die landwenden, denn wir als Träger der neuen Ge- batte die Frage der Propaganda für wirtschaftlichen Kaffen hineinbezogen werden Strankheiten, die eine anständige Erholung not und fräftige Stinder zur Welt zu brigen, damit wir haben in der Sozialversicherung nicht nur träge, die hier angenommen werden, speziell in neration haben ein Interesse daran, gesunde unsere Sozialversicherung erörtert. follen. Sie fönnen versichert sein, daß die An wendig machen. Aber je schwerer eine solche sie den Kampf, der ihnen bevorsteht, erfolgreich eine charitative Einrichtung zu erblicken, son- der Frage der Sozialversicherung nicht im Stranfheit ist, desto geringer werden die Bezüge führen können. dieses Beamten, weil die veriablen Teile wegdern sie ist ein Teil unseres großen Massengrab der Fraktion verschwinden. Die fallen. In Olmüz ist es vorgekommen, daß Heidrich- Wegstadtl. Wir haben mit aller lassenkampfes. Jeder einfache Arbeiter werden nur das erreichen, was sic Eisenbahner, die beide Füße oder den rechten Macht das allgemeine gleiche Wahlrecht er- Mensch, den wir für die Volkswirtschaft zu sich erkämpfen.( Beifall.) Arm verloren haben, 80 Stronen monatlich fämpft und sind dann darangegangen, die So- rückgewinnen, ist ein Gewinn für die Gefell. Taub( Schlußwort.) Mögen Sie in die kleinRente haben und noch eine Familie erhalten zialversicherung zu schaffen. Leider wurde die schaft. Deshalb müssen wir der Provaganda ste Ortstranfenfassa in Deutschland kommen, sollen. Durch die Presse sollten die Massen auf- fe Sozialversicherung zweimal durch die Auf viel größeres Augenmerk widmen. Mir müs überall werden Sie Flugschriften und geflärt werden, damit auch die Unternehmer lösung des Parlaments vereitelt, die Arbeiten sen den Kampf um lösung des Parlaments vereitelt, die Arbeiten sen den Kampf um die Sozialversicherung Aufklärungsschriften finden und es und die Regierung die Sache ernster betrachten. wurden immer wieder zunichte gemacht und nicht nur gelegentlich und theoretisch führen, ist bezeichnend, daß sich die ersten Gelehrten Stanet Znaim. In Znaim hatten die Versi- wir mußzten bis zum heutigen Tage warten, sondern den Kampf mit Elan und im Sturme Deutschlands bereitfinden, derartige populäre cherten bis jetzt nicht die Selbstverwaltung in um uns neuerlich um die Sozialversicherung führen, wie bei der Wahireform, denn es ist Schriften zu verfassen. Bei uns hat leider die der Bezirkskrankenkasse, diese war vielmehr zu bemühen. Wir müssen fordern, daß diese ein Kampf rm ein Stüd Freiheit und Fort- Gelehrtenwelt sich dieser Aufgabe bisher nicht ausschließlich in den Händen der Arbeitgeber Sozialversicherung erstens unter unsere Selbst schritt für die Menschheit.( Lebhafter Beifall.) gewidmet. Es ist notwendig, daß die Krankenund wurde im nationalen Sinne verwaltet. verwaltung gestellt wird und zweitens, daß Sacher- Narlsbad: Die Kritit, die hier an fassen selbst diese Angelegenheit in die Hand Nunmehr haben die Machthaber von Znaim Renten geschaffen werden, die dem Arbeiter ein der Sozialversicherung geübt wurde, ist berech nehmen und es wird die Aufgabe der Genoffen die frühere Bezirkskrantentassenverwaltung menschenwürdiges Dasein ermöglichen. Wir tigt, aber ebenso muß auch darauf geachtet und Genofsinnen sein, auf ihre Stranfenfassen durch eine Verwaltungslommission abgelöst müssen unter anderm fordern, daß die ersten werden, daß wir unsere Rechte ausnüßen. Wir einzuwirken, damit sie derartige Aufklärungsund der Bürgermeister von Zuaim, Dr. Ma- drei Beitragsklassen in den Kran haben z. B. einen gewaltigen Fortschritt zu schriften herausgeben. Hier müssen wir ins resch, der eigentliche Urheber dieser Angele- fenfaffen beseitigt werden, denn das verzeichnen, daß wir den Achtſtundentag er besondere auf die Bekämpfung des A! tohols, genheit, wurde zum Regierungskommiffär er- find Hungerklassen. Wir müssen verlangen, daß reicht haben. Das ist ein wichtiger Abschnitt der epidemischen Krankheiten, der Tuberkulose, nannt. Redner verlangt, daß der Parteitag ge- wenn die Beiträge der Arbeiter nicht hinrei in der Geschichte der Arbeiterfürsorge. Sie se- des Trachoms und der Geschlechtsfrankheiten gen die Verschmelzung der Znaimer mit der chen, um ihnen eine entsprechende diente zu si hen aber heute schon, daß viele Tausende von erhöhtes Augenmerk zuwenden und die Arbei Mähr.- Budwig Raffa Stellung nimmt. chern, der Staat einen Beitrag lei- rbeitern und Arbeiterinnen den Wert der ver- terschaft auf die verheerenden Wirkungen die Schneider Kaaden: Es ist erfreulich, wenn in der Lage ist, ein menschenwürdiges Dasein sen( Nufe: sehr richtig!). Ebenso ist es mit der auch über die Kinder fürsorge gesprochen stet, damit der Arbeiter auf seine alten Tage fürzten Arbeitszeit gar nicht zu würdigen wis ser Krankheiten aufmerksam machen. Es ist uns Genosse Taub gestern berichtet hat, daß es auf dem Gebiete der Sozialversicherung doch zu fristen. Wir müssen andererseits dafür ein Sozialversicherung, in Bezug auf unser Kran worden. Die Kinderfürsorge, die heute zunt zu einer Zuſammenarbeit der deutscher und treten, daß die kleinen Rassen auf lentassenwesen. Auch da müssen die fortgeschrit großen Teil auf der Wohltätigkeit fußt, muß tschechischen Arbeit tommt. Das ist wohl ein gelöst werden und daß insbesondere die tenen Arbeiter den anderen, die die Zeit nicht vollständig von der Sozialversicherung überBeweis dafür, daß jedesmal die Interessen des chen Krantentasjen, wie sie bie Mara- verſtehen, die Kastanien aus dem Fener ho- nommen werden, ebenso die Fürsorge für die chen Krantentassen, wie sie die Agra- len. Ein ascheuliches Sapitel, über Wöchnerinnen. Von nahezu allen Rednern Proletariats den übrigen Intereffen vorangerier verlangen, nicht zustande kommt. Alle das wir ausgiebig reden sollten, ist unser Ar- wurde die Errichtung der landwirtschaftlichen stellt werden, wenn wichtige Dinge auf dem Behörden kommen den agrarischen Kreisen beitslosen- Fürsorge gesetz und zwar Kaffen als Unglüd bezeichnet. Da müssen sich, Spiele stehen. Wir haben gestern aus dem entgegen und wir müssen daher die Befürch weniger das Gesetz als die Behandlung wie Gen. Beutel verlangt, die landwirtschaft gefeß Viunde des Genossen Taub statistische Zahlen tung hegen, daß man die landwirtschaftlichen des Gesetzes durch die Beamten- ein Zu lichen Organisationen mehr darum fümmern über den Umfang der Geschlechtskrankheiten Arbeiter um die Früchte einer anständigen So stand, der für die Arbeiterschaft unerträglich als es bisher geschehen ist. Aber im Allgemei gehört. Was macht aber der Staat auf diesem Gebiete? Er ha: wohl in allen größeren Städ. zialversicherung zu bringen geneigt sein wird. wird. Bis heute war es unserem Parteivor. nen wird es notwendig sein, in großen Kundten und Garnisonen Spigel angestellt, die die Es wird uns wohl nicht erspart bleiben, daß stand, obzwar er sich alle erdenkliche Mühe gab, gebungen gegen die Zersplitterung der Stran wir auf die Straße werben geben nicht möglich, eine Aenderung in dieser Frage fenversicherung mit aller Entschiedenheit StelStaatsbürger zweiter Klassen zu überprüfen müssen, um den Stampf für die Sozialver- herbeizuführen. Aber die Ungerechtigkeit auf lung zu nehmen. In diesem Zusammenhang haben, er hat sich aber um die Errichtung von sicherung zu führen. Wir haben lange genug diesem Gebiete ruft uns alle auf den Plan. gehört die Anregung des Gen. Sacher. Wir Fürsorge- und Auskunftsstellen für Gefchleatstrante nicht im Windesten gefümmert. auf die Sozialversicherung gewartet und wir Ebenso geht es jenen armen Teufeln, die 6 werden nach wie vor bemüht sein, bei Beraverlangen, daß sie endlich verwirklicht wird Ronate Unterstüßung erhalten haben und tung des Krankenversicherungsgesetzes, Es besteht noch immer eine alte Verordnung, und wir werden zu diesem Zwecke alle mögli- dann die Unterstüßung verlieren. Was die jest balo kommen wird, diesem Wunsche des wonach bei Behandlung der Syphilis nur die Striegsbeschädigten anbelangt, möchte ich bit- Parteitages Rechnung zu tragen. Unseren BeSuedsilberbehandlung verlangt wird, obwohl chen Mittel zur Anwendung bringen. heute die Wissenschaft bei der Salvarsanbe- Müller Joachimsthal: weist an dem Beispiel ten, daß Mittel und Wege gefunden werden, mühungen ist es gelungen, eine Abände handlung steht. Was die Höhe der Beitrags- der Joachimsthaler Strankenfassa nach, wie um für jene Striegsopfer zu sorgen, die feine rung des Pensionsversicherungsleistung anlangt, so ist es selbstverständlich, daß notwendig die Beseitigung der Zwerglassen ist. Arbeit finden können. Sie genießen nicht die gesetes herbeizuführen, und von der Resie den Arbeitern schwer ankommen wird, aber Aber es bestehen noch genug solcher Stassen und Strankenversicherung, sind dem Siehtum ver- gierung die dezidierte Erklärung zu verlangen, eine Notwendigkeit, daß wir es den Mr. Da haben wir speziell in unserem Bezirk einen fallen und werden in keiner Strankenanstalt daß bis Ende Dezember ds. J. die Teuerungsbeitern beibringen, daß sie die Opfer nur für harten Stampf zu bestehen. Unsere Staße ist aufgenommen, werden von einer Anstalt in zulagen zu den Pensionen ausgezahlt werden sich bringen. Unsere Aufgabe ist es, die Arbei- bei der Wahl im Jahre 1908 in die Hände die andere gehetzt. Wir Arbeiterfekretäre, die müssen. Genosse Nitschmann hat meine terschaft einerseits fampffähig zu machen, an- der Arbeiterschaft übergegangen. Seit dieser damit draußen in den Bezirken zu tun haben, Ausführungen über die Striegsverlegten unterbererseits zu organisieren. Wir wollen keine Zeit wird sie ständig von den bürgerlichen fönnen es am besten ermessen, wie notwendig strichen. Ich glaube, sagen zu können, daß unHumanität für die Alten und Krankgeworde. Stassen bekämpft. Ich bin lein Pessimist, aber es ist, daß der Staat sich um diese Frage tüm ser Klub dafür alles tut und Beweis dafür nen, sondern eine würdige und anständige Ver- auch nicht so optimistisch, um zu glauben, daß mert.- Die Pensionistinnen werden ist, daß wir uns in einer eigenen Resolution sorgung durch den Staat. Für dieses Ziel müs- die Sozialversicherung in furzer Zeit kommen monatelang vertröstet oder bekommen ihreßen mit den Striegsverletzten beschäftigt haben. Eine fen wir den Stampf mit aller Kraft aufnehmen, wird. Sier gilt es vor allem die Arbeiterschaft sionen unrichtig ausgezahlt. Nur in herzlich Vereinigung der Fürsorge der Kriegsverletzten um die Berelendung des Proletariats hintan- aufzuflären, denn ein großer Teil der Arbei wenigen Fällen erhalten sie ihre Bezüge pünft mit der Sozialversicherung ist nicht möglich. terschaft bringt der Sozialversicherung noch lich und richtig ausgezahlt. Vor allem müssen Die Frage der Kriegsverlegten muß losgelöst Genoffin Pechanz, Brür: Dieses Napitel ist nicht das gehörige Interesse entgegen. Gibt es wir dafür sorgen, daß die Arbeiterschaft den werden, weil es sich um eine Schichte der Bebon immenser Bedeutung speziell für uns doch Arbeiter, die ihre eigene Institution an- Wert und die Notwendigkeit der Sozialversi- völkerung handelt, die dieser Wohltat nicht Frauen. Es ist gestern das Wort gefallen, daß feinden. cherung erkennt, denn wenn wir die heutige dauernd teilhaftig sein wird. es zuhalten. Schaffung der landwirtschaftli die Kindersterblichkeit in der Tschechoslowati- Nitschmann- Neutitschein: Ich möchte aus Gesellschaftsordnung aus den Angeln haben Gegenwärtig ist dem Parlamente eigentlich schen Republik ein großes Wachstum zu ver- dem großen Komplex der Sozialversicherung wollen, brauchen wir gesunde Menschen an gar keine diesbezügliche Sozialversicherungsgeichnen hat. Die große Kindersterblichkeit ist nur die Frage der Kriegsbeschädigten Störper und Geist.( Beifall.) borlage unterbreitet. Sie wissen, daß seiner felbstverständlich eine Folgeerscheinung des Fürsorge herausgreifen, weil ich glaube, Beutel- Aussig: Wir fönnen es nur begrüßen, zeit ein Antrag Johanis und Gen. eingebracht Krieges. Wer in der Jugendfürsorge beschäftigt daß diese Frage besondere Aufmerksamkeit ver- daß der Parteivorstand die Sezialversicherung wurde, der eigentlich der Entwurf des ehema ift, fann ein Lieb davon singen. Die Verhee dient. Die Kriegsbeschädigten und die Witwen auf die Tagesordnung des Parteitages gefest ligen Ministers für soziale Fürsorge, Dr. rungen, die her Krieg angerichtet hat, spotten und Weisen nach Kriegsbeschädigten find so hat. Es ist lediglich ein Berdienst degani Winter war. Die Genossen irren, wenn sie Belte. glauben, daß uns der Antrag Johanis befriedigt hatte. Nur um der Regierung die Ausrede zu nehmen, daß in der Frage der Sozialversicherung nichts geschehe, haben wir der Regierung erklärt, daß wir diesen Entwurf zur cundlage von Verhandlungen nehmen. Dann ist der Minister für soziale Fürsorge, Dr. Gruber, nachdem wir uns durch mehrere Monate mit dem Entwurf beschäftigt hatten, gekont men und het erklärt, daß der Entwurf im März 1921 nicht zur Grundlage der Verhand Kungen genommen werden könne und die Negierung daran geht, eine eigene Kommission einzusetzen. Sie wissen mit aller Bestimmtheit, daß der Minister für soziale Fürsorge erklärt hat, die Vorlage wird bis Dezember 1921 dem Hause unterbreitet werden. Nunmehr ist die Kommission wohl eingescht, aber wir stehen mit der Beratung erst so weit, daß wir über die Grundprinzipien der Sozialversicherung theoretische Auseinandersetzungen führen. Wir haben uns also beranlaßt gesehen, die Regierung darauf aufmerksam zu machen, daß wir in dieser Arbeit eine Verschleppung der Aktivierung der Sozialversicherung erblicken und daß wir mit aller Entschiedenheit darauf drin. gen, daß die Kommission unbedingt ein beschleunigtes Tempo einschlägt. Der Parteitag beschloß sodann einstimmig folgende zwei bom Parteivorstand eingebrachte Resolutionen: Für den Schutz der Arbeiter. Der Parteitag wolle beschließen: Seit mehr als drei Jahrzehnten erhebt die Arbeiterschaft die Forderung nach Einführung der Alters- und Invalidenversicherung, Qitwen- und Waisenversorguna und nach einer geitgemäßen Reform der bestehenden Arbeiterbersicherung überhaupt. In machtvollen Rundgebungen hat die Arbeiterschaft schon im alten Cesterreich ihrem unbenasamen Willen nach Berwirklichung dieser Forderung Ausdruck berliehen und sie ist hente angesichts der durch ben Strieg und die Nachwirkungen des Krieges geschaffenen Lage fefter denn je entschlossen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln da für einzutreten, daß der Schutz des arbeitsfofen, erfranften, verlenten und invaliden Arbeiters, die Vorsorge für die Hinterbliebenen, in einem den Lebensverhältnissen entsprechenben Ausmaße burchgeführt wird. Der Parteitag beauftragt die Klubs der Abgeordneten und Senatoren, die Regierung zur Borlage des Entwurfes zu drängen und alles baran zu setzen, daß die Sozialversicherung im Zommenden Jahre Gesetz werde und daß entgegen den bereits jest einfenenden Quertreibereien der offenen und geheimen Gegner der Sozialversicherung das Inkrafttreten des Gefenes längstens innerhalb eines Jahres nach bessen Kundmachung in Aussicht genommen werde. Der Parteitag fordert den Aufbau der Sozialversicherung unter Beachtung folgender Grundsäße: 1. Fürsorge für alle gegen Lohn, Cchalt oder Naturalbezüge beschäftigten Personen, ein schließlich der öffentlichen Angestellten, durch Ausdehnung der Kranken- und Unfallversiche rung, Einführung der obligatorischen Alters., Invaliden, Witwen-, Waisen- und Arbeits. Lojenversicherung. 2. Fürsorge für alle selbständigen Erwerbs. tätigen burch Stranten- und Unfallversicherung, Alters, Invaliden, Witwen- und Waisenverjorgung. Finanzielle und organisatorische Selbständigkeit dieses Versicherungszweiges. 3. Selbstverwaltung aller Sozialversiche rungsinstitute nur durch die Versicherten auf ber Grundlage des Proportionalwahlrechtes, ben nationalen Verhältnissen entsprechend. 4. Schaffung von Einheitsfaffen für jeden politischen Bezirf, die als Bezirksstelle der So ialversicherung zu wirken haben. Die Einheitstassen müssen die sprachlichen Bedürfnisse aller Versicherten erfüllen, die Beamtenschaft ist nach der nationalen Struktur des Institutes su bestellen. 5. Zusammenfassung der Einheitstassen entsprechend ihrer nationalen Zusammenserung zu Verbänden. Die Verbände, deren Leitungen auf Grund des Proportionalwahlrechtes der Verficherten gewählt werden, sind die Zentralanstalt der Arbeiterunfallversicherung, der Alters- und Invalidenversicherung, der Witwenund Waisenversorgung. Ferner find diese Verbände die übergeordneten Verwaltungsinstanzen in allen den Einheitslassen vorbehaltenen Fragen. 6. Eigene Rechtsprechung für alle Fragen der Sozialversicherung durch autonome Schiedsgerichte und durch ein staatliches Versicherungs. gericht mit nationalen Senaten als höchste Instanz, dessen Richter von der Nationalv.rsammlung gewählt werden müssen. 7. Ampendung des Lohnklassensystems auf alle Zweige der Sozialversicherung. 8. Beseitigung jeder Alters- und Gehaltsgrenze für die Versicherungspflicht. 9. Croanatorische Vereinigung der bestehenden Versorgunes Versicherungsinstitute( Bru berladen, allgemeine Bensionsanstalten) mit der zu schaffenden Alters- und Invalidenverficherung, Witwen- und Waisenversorgung unter vollkommener Wahrung der erworbenen Rechte der Versicherten. aus 10. Der Uebertritt eines Versicherten einem Verband in den anderen, ferner aus der Arbeiterversicherung in die Selbf.ändigenverficherung oder umgekehrt erfolgt unter Wahrung der erworbenen Rechte. 11. Ermöglichung des Rentenbezuges für fene Versicherten, die mährend der Webergenosgeft invalid werden oder bas 68. Jahr überreiten. Der Parteitag verplittet alle CroanisaMonsinstanzen, die parlamentarische Bertre bung unserer Partei und die Parteipreffe, mit Sozialdemokrat aller Entschiedenheit für die Verbreitung dieser Grundsäße einzutreten. Der Barteitag protestiert gegen dieses Borgehen der Regierung und fordert den klub der Der Parteivorstand wird beauftragt, im ge- Abgeordneten und Senatoren auf, in dem Beeigneten Zeitpunkte Massenaktionen zur Er- streben, den Kriegsinvaliden ein menschliches fämpfung der Sozialversicherung zu organi- Dasein zu ermöglichen, fortzufahren. fieren und im Einvernehmen mit allen prole- Angenommen werden ferner ein Antrag der tarischen Parteien gemeinsame Sundgebungen Bezirksorganisation Tachau bezüglich der Arzu veranstalten, in denen der entschlossene Wille der Arbeiterschaft nach Verwirklichung beitslosenunterstüßung, ein Antrag des Geder Sozialversicherung zum Ausdrude kommt. nossen Papelt bezüglich der Wöhnerinnenheime und folgender Antrag des Genossen Franz: ten einzuholen. bomole 18. Dezember 1921. Der Parteitag wolle beschließen: Der Klub ber deutschen sozialdemokratischen Abgeordnetew und Senatoren wird beauftragt, mit aller Kräften dahin zu wirken, daß die Bestimmun gen des Gesetzes vom 21. Dezember 1920, wonach in allen Bezirken, wo mindestens 1000 versicherungspflichtige landwirtschaftliche Arbeiter vorhanden sind, für diese eigene Be girtstrantenfassen errichtet werden sollen, bei Berlängerung des Geseyes bis 81. ezember LJ. aufgehoben werden. Für die Kriegsinvaliden. Versorgung der Kriegsbeschädigten hat die bescheidenen Erwartungen der Kriegsbeschädigten bitter enttäuscht. Das Bestreben der Partei Das Referat zu diesem Punkte der Tages weg, sondern wir haben eine politische Ge und der parlamentarischen Vertretung war da- ordnung erstattete meinde, eine Katastralgemeinde, eine Schuhe her seit der Publikation des Gesetzes dahin ge Reizner- Bodenbach: meinde, dann auch noch Ortschaften und über richtet, eine entsprechende Novellierung, des Gesetzes herbeizuführen. Der Parteitag nimmt Werte Parteigenossen! Als Sonntag der diesen Gemeinden stehen andere Selbstverwal daher mit Bedauern zur Senninis, daß diese Parteitag eröffnet wurde, galt das erste Wort tungskörper und behördliche Organisationen. Bemühungen nur teilweise mit Erfolg gekrönt mit vollem Rechte unserem toten Freunde Se- Wir haben vor allem eine Doppelver. waren. Die Regierung plant jest, dem Abge liger. Ich glaube, daß ich die Berichterstattung waltung, die der Bevölkerung riesige ordnetenhause eine Novelle vorzulegen, in welcher den von uns aufgestellten Forderungen über die vorliegende Kommunalpolitit nicht Schwierigkeiten bereiten kann. Wir leben in nur zum Teile Rechnung getragen wird und besser einleiten faan, als wenn ich an die einer Wirtschaftskrise, der wir uns auch in deren Vorlage beabsichtigt ist, ohne daß man Spize meiner Auss.hrungen ein Wort Selis den Gemeinden nicht entziehen können. Es ist es für notwendig befunden hätte, das Butgers stelle, der in ausgezeichneter und ziel geradezu ein Unglück gewesen, daß es der Aradh: en der Organisationen der Kriegsbeschädig- ficherer Weise den Kern dieser Sache trifft, die beiterschaft früher verwehrt war, ihre Vertreter Der Parteitag fordert die Novelle des Ge- wir zu behandeln haben. Gelegentlich des so in die Gemeinde zu entsenden. Auch darüber feyes gemäß den vom sozialdemokratischen Stiub zialdemokratischen Parteitages in Wien im muß gesprochen werden, nämlich über die Ver. der Abgeordneten eingebrachten Antrag, in Jahre 1917 bei Verhandlung des Gegenstandes waltung der Gemeinden, bevor die Sozialde welchem gefordert wird: Internationale Autonomie und politische De- mokraten hineingekommen sind, weil wir eine motratie" sprach Genosse Seliger folgendes: Verwaltung übernehmen mußten, belastet ,, Es gibt feine Eroberung der politischen und behaftet mit Schulden, für de Macht nur dadurch, daß wir vielleicht die ren Abtragung wir heute sorger Regierung ergreifen, die Macht im Barla müssen, Schulden, die entstanden sind, weil ment an uns reißen, wenn wir nicht zugleich die damalige bürgerliche Mehrheit mit einer unseren Willen, unsere Kraft, unsere Ener- patriotischen Begeisterung sondersgleichen jeder gie bis in die letzte Gemeinde hineintragen. Aufforderung zur Zeichnung von Kriegsanleihe Denn bilden Sie sich ja nicht ein, daß Sie willfährig nachgekommen ist. Wir müssen uns den Staat haben, wenn Sie die Regierung nun mit der Entschuldung der Gemeinden be haben. Sie werden den Staat nur haben, schäftigen. wenn wir die Gemeinde haben und die sonstiren Gebilde der lokalen Verbände, die die moderne Zeit notwendig macht." Sozialdemokratische Gemeindepolitik. 1. Die Versorgung der Kriensbeschädigten soll einheitlich für alle Striegsbeschädigte ohne Unterschied der Chargen und des Ranges geregelt werden. 2. Das Eristenzminimum ist ohne Unterschied auf den Betrag von 16.000 kronen zu erhöhen. Nur bei einem arbeitslosen Einkom men( Einkommen aus Kapitals-, Haus- und Grundbesitz) fann das Existenzmaximum von 8000 Stronen festgehalten werden. 8. Der Höchstbetrag, welcher dem Striegsbeschä bigten für mit ihm im gemeinsamen Haushalte lebenden Versonen zu erfolgen ist, ist auf 8000 Stronen zu erhöhen. 4. Das Einkommen aus Tabaktrafiken, RinoTizenzen, Geschäftsstellen der Klassenlotterie oder einem Unternehmen, welches auf Grund einer Verordnung des Ministeriums für joziale Fürsorge für gleichwertig erfannt wird, barf in die Rente nicht eingerechnet werden. Ebenso darf den in Staats-, Gemeinde, Lan des, Kreis und sonstigen öffentlichen Dienst ftellen befindlichen Kriegsbeschädigten die Rente nicht entzogen werden, auch wenn sie unter 50 Prozent erwerbsunfähig sind. 8. Kriegsblinde sollen auf deren Verlangen dieser nationalen Autonomie nichts wissen mit Führerhunden beteilt werden, für deren wollen. Wir haben ein Kommunalprogramm Erhaltung den Kriegsblinden ein jährlicher zu beraten, um die Möglichkeit zu schaffen, daß en sprechender Bauschalbetrag auszuzahlen ist. wir in der Gemeinde gemäß unserem Gesamt 9. Die Kriegsinvaliden sind bei der ortszuständigen Strankenkasse für den Krankheitsfall programm wirkten fönnen. Es tommt bei dem zu versichern und die Beiträge sind von der Staatskasse zu tragen. 11. Die Kinderzulage, ebenso die Waifenrente soll entsprechend den bürgerlichen Gesetzen bis zur Selbsterhaltungsfähigkeit zuerZannt werden. 12. Die Waffenrente ist ausnahmslos allen Rinde n nach Invaliden zuzuerfennen. Wir kommen nun zu einer der wichtigsten Fragen der Gemeindepolitik: zur Finanz- und Steuerfrage. Mit diesen Worten ist die Wichtigkeit unserer Selbst wenn heute eine sozialdemokratische Gemeindepolitik aufgezeigt. Wir stehen bei Auf- Mehrheit sozialdemokratische Grundsätze bei stellung eines Kommunalprogrammes vor ver der Steuerfrage in der Gemeinde anwenden schiedenen Schwierigkeiten. Vor allem haben wollte, wird das Gefeß dies verhindern. Eine wir hier noch kein eigenes Parteiprogramm. sozialdemokratische Gemeindevertretung tann Wir halten uns an das Hainfelder und Wiener auf dem Standpunkte stehen, wenn sie UmBrogramm. Die reichsdeutschen Sozialdemo- lagen einhebt, bei der besonderen Erwerbs5. Die Renten sind durchwegs zu erhöhn, fraten haben ebenfalls noch fein Gemeindebro- steuer andere Grundsätze aufzustellen, als bet und zwar die Invalidenrente um mindestens gramm. Für uns ist die Aufstellung eines der allgemeinen Erwerbssteuer. Sie kann auf 100 Prozent, die Waisenrente und Vorfahrensrente um mindestens 200 Prozent, ebenso die Programmes noch dadurch erschwert, daß wir dem Standpunkt stehen, bei der allgemeinen Witwenrente. Bei der Waisenrente ist fein in einem national gemischtsprachigen Staate Erwerbssteuer für die kleinsten Stenerträger Unterschied zwischen den ersten und weiteren leben und die nationalen Fragen ia ihre letz- einen niedrigeren Prozentsatz einzuheben und Kindern zu machen. 6. Der Anspruch auf die Invalidenrente hatten ellen bis in die Gemeindeſtuben wirft dafür bei der höchsten Gruppe höhere Prezente, bereits bei einer Erwerbsunfähigkeit von 15 und die Sonderung nach nationalen Minder also eine progressive Staffelung. Diese StaffeProzent zu beginnen. heiten durch ein eigenes Gesetz vorher beschloss lung wird aber nicht bewilligt. Das Finanz7. Brotbefen und orthopädische Behelfe sollen fen sein müßte und daß wir in diesem Falle gesetz vom 12. August sagt ja schon im§ 30, allen Invaliden ohne Rücklicht auf deren Ein- mit der Auffassung der tschechischen Sozialde die Gemeindezuschläge können zu den einzelnen kommen verabfolgt und deren Erhaltung auf mokraten rechnen müssen, die leider bisher von Gattungen in verschiedenen Ausmaßen festgeStaatsfosten übernommen werden. setzt werden. Eine Abstufung innerhalb einer Steuergattung ist nur ausnahmsweise und mit Zustimmung der zuständigen Finanzbehörden gestattet. Dann kommen die Detailbestimmun gen. Die allgemeine Erwerbssteuer, die ErWirken unserer Vertreter in der Gemeinde vor werbesteuer, bie eigentliche Rechnungslegung allem darauf un, daß sie von echt sozialdemo- für Unternehmungen ist zu diesem Zwecke als 10. Im Erfranfungsfalle soll den Invaliden tratischem Geiste beseelt sind. Das Wirken der eine Gattung direkter Steuern zu behandeln. bie Vollrente, während der Behandlung in einer Seilstätte oder während des Aufenthalts. Sozialdemokraten in der Gemeinde hat nur Das heißt nichts anderes, als die kleinste und ortes in einer Anstalt zur Schulung ein Hand- das eine Ziel, die Arbeit darauf einzustellen, größte Erwerbssteuer ist eine einzige Gattung geld ausgezahlt werden. soweit es die Gesetze zulassen, die Bemittelten von Steuern und grundsäßlich darf auf diese stärker zu den Lasten heranzuziehen, als die Steuer nur eine einzige Umlage in der glei unbemittelten, im Sinne der Unbemittelten zu chen Höhe erhoben werden( 3wischenruf: das arbeiten. Der Klassenfampf wird nirgends mit ist ja das größte Unrecht!) Ja, das ist ein derartiger Erbitterung geführt, wie gerade in schreiendes Unrecht, aber es steht in dem Gesetz der Gemeindestube. Die Politik in der Natio- und durch das Gesetz sind dem Wirken der so nalversammlung betrifft die großen Fragen, zialdemokratischen Vertreter die allerengsten das Wirfen in der Gemeinde bezieht sich auf Grenzen gezogen. Ausnahmsweise kann die Fi das tägliche Leben der Gemeindebewohner und nanzverwaltung etwas anderes bewilligen. 14. Der§ 31 des Gefetes wäre dahin ab- da haben wir auf deinen Seite die Besitzen-( Zwischenruf: Sie tut es aber nicht!) Bei uns zuändern, daß der Verlust der Mente wegen den und auf der anderen die Besißlosen. einer strafgerichtlichen Verurteilung, welche den wenigstens nicht. Die Steuerfrage spielt wohl Verlust des Wahlrechtes in der Gemeinde zur Die Aufgaben in den Gemeinden sind der in der Politik aller Parteien die entscheidendste Folge hatte, u en fallen har Der Anspruch verschiedenartigsten Natur. Es kommt die Rele. Immer spielt sich der Kampf darum, wie auf die Rente soll nur während der Daner der Größe der Gemeinde, die Verschiedenartigkeit die Lasten verteilt werden sollen, in welcher Berbüßung der Strafen ruhen, während der der Lage, ob Stadt oder Landgemeinde und Form die Kosten der verschiedenen Gemein schuldlosen Familie die Hälfte der Rente auch vieles Andere in Betracht. Aber eines möchte wesen aufgebracht werden und zu allen diesen in diesem Falle auszuzahlen ist. ich besonders scharf hervorheben. Es wird häu- Fragen nehmen die Parteien eine verschiedene fig von den Vertretern in kleineren Gemein- Stellung ein. Als wir in die Gemeindevertre den gesagt: Was follen wir eigentlich unter- tungen tamen. haben mir gegen die indirek nehmen? Wir müssen ungeheure Umlagen be- ten Steuern den Standpunkt der Negation schließen, wenn überhaupt etwas geschehen soll. einnehmen können. Jetzt, wo wir darinnen 16. Die Tererunszulage ist auf unbeSo einfach scheint die Sache nicht zu sein. Es siten, wird so manche sozialdemokratische Ge schränkte Beit feftzufeßen. Die Bestimmung gibt auch in fleineren Gemeinden überfüllte meindevertretung erklären müssen: Wir können der Höhe derfelben hat unter Berüdichtioune Schulflaffen, unzulängliche Unterrichtsräume, auf die Bierstener nicht verzichten, weil sie ber jeweiligen Teuerungsverhältnisse von Sehr Kinder, die hungrig zur Schule gehen. Arme einen großen Teil der Einnahmen darstellt, Jahr derart zu erfolgen, dak durch die und Kranke, unzulängliche Wohnungen und wenn nicht das Steuerwefen vorher anders ge. Teuerungszulage den Kricesbeschädigten ein eine Unmenge Rulturarbeit, über die man auch reeelt wird. Ebenso ist es mit der Mietiteuer menschenwürdiges Ausfommen gesichert werde. 17. Für den Sterbefall iſt neferlich Sorge zu menu devon weniger gesprochen wird. fo liegt vertreten, wenn man die kleinen Wohnungen in den fleineren Gemeinden zu reden hätte. oder mit dem Binsheller. Es wird die Ansicht die Ursache wohl darin, daß bieber auch von freiläßt, fei damit der Gerechtigkeit Genüge unferen Genoffen au menig die Wichtigkeit getan. Das stimmt auch nicht ganz. Denn der des Bufammenschlusses der ver- oleiche Aufwand für eine Wohnung kann bet schiedenen Gemeinben erkannt wurde, dem einen aus einem wucherischen Einkommen die man zur Griebianna bestimmter ufaa stammen und bei dem anderen ans mühevoller hett 31 Zweckverbänden zu bereinigen in der Arbeit. Darauf haben wir bei der ganzen Lace ift.. Steuerfrage Bedacht zu nehmen und daß wir uns nicht so sehr um bie Morte direkt oder indi teft fümmern. forbern darauf Rücksicht neh men, aus' cher Quelle ein bestimmtes Cin 13. Bei der Verehelichung eines Kriegsbeschädigten mit einer Kriegswitwe soll der Anspruch auf die Witwenrente weiter bestehen bleiben. 15. Die Repitafifiering der Rente hat nach versicherungsmathematischen Grundsänen zu er folgen. Deshalb hat die Feftierung eines zehn fachen Höchstbetrages zu entfallen, außerdem foll bei der Kapitalisierung auch auf die Teuerungszulage acht genommen werden. tragen, und zwar durch Einräumung eines ent sprechenden Sterbeneldes und Auszahlung cines Sterbequartals. 18. Die im§ 29 des Versorgungsgeferes feit gefeyte zehnjährige Frist zur Anmeldung auf eine erhöhte Rente hätte zu en fallen. 19. Die Rente der Kriegsbeschädigten ist bei Bemessung des Einfommens zur Einkommen stener nicht einzurechnen. 20. Die$ 8 16 und 24 des Bersorgungsge fetes hätten zu entfallen. mir hätten an die Spipe aller unserer For derungen die Meform Der Merialuwa 21. Der& 28, Abfas 1, it babin abändern, daß die Frist zur Anmeldung des Rentenan spruches von einem auf fünf Jahre verlänger: 81 fteflex. infer heutiges Gemeinderefes fft fommen fließt. melchem gred die Steuer wird. beraltet. Wir haben nicht Gemeinden schlechte, dient und welche Wirkungen fie auslöst. 15. Dezember 1921. Wohnungsfrage keine Erkenntnis der jeßigen Zeit, das hat schon Sozialdemokrat Bette D Wenn wir im Gemeindeprogramm von, und Inspektorinnen angestellt werden sollen, festgestellt muß werden, daß von einer leicht- eigene sozialpolitische Reichskonferenzen für Kommunalisierung reden, so ist um die Kinder zu beaufsichtigen und insbeson- fertigen Ausgabe zu Wohnungszweden nur ein die Gemeindevertreter des ganzen Reiches einKommunalisierung in diesem ders für die verwahrlosten Kinder zu sorgen, Mensch reden kann, den die Wohnungsnot zuberufen, wo die betreffenden Fragen ganz Sinne nichts anderes als Sozia. sich um ihre Familienverhältnisse zu fümmern nicht betrifft, daß diese Aeußerung nur ein anders besprochen werden fönnen. Wenn ein lisierung. Die Aufgabe der Sozialisierung ujin. Bis jest weiß ich nichts davon, daß diesem Deutschnationaler machen kann, der die Woh- Fortschritt erzielt werden soll, so ist es auch Erlasse Rechnung getragen worden wäre. Auch nungsnot nicht fühlt, der nicht begreift, daß notwendig, daß ein Zusammenwirken der Ver kann nichts anderes sein als eine verwaltungs- in den größten Städten nicht. Die Kinder Jahr für Jahr tausende von Menschen, von treter der Beamten und der Bevölkerung statt technische Aufgabe. Zu dieser verwaltungstech werden in den Städten nur ab und zu von Bolfsgenossen in den elenden Wohnungen samt findet. Für uns liegt das anfeuernde in dent nischen Ausgabe uns reis zu machen, dazu dient einem Bezirksarzt untersucht. Es ist auch not- ihren Familien verkommen müssen.( Stür Bewußtsein, daß wir für ein hohes Ziel die Arbeit in der Gemeinde. Nirgends so sehr, wendig, daß die Frauen auch in der Woh- mischer Beifall.) lämpfen, für die Befreiung der Menschheit aus mie hier wird Erfahrung gesammelt werden nungsfürsorge mitsprechen. Was die Ernäh Dr. Kraus- Olmüt: Wir können uns nicht dem Joche des Kapitalismus. Dazu soll uns können, die uns befähigt, in der sozialisierten rung anbelangt, haben wir in dem Programm anders aus der Verschuldung befreien, als auch dieses Programm helfen.( Beifall.) Gesellschaft unseren Mann zu stellen. Nur eigentlich feine eigentliche Bestimmung. Die wenn für absehbare Zeit, zum Beispiel für fünf Sacher- Karlsbad: Von verschiedenen Neds durch die Sozialisierung und Kommunalisie- Approvisionierung gehört in normalen Seiten bis zehn Jahre, unter der Garantie der Re- nern wurde bedauert, daß wir feine Richt rung wird uns jene nachdrückliche Führung wir leben in abnormalen Zeiten und da Binsen und Amortifierungen desgleichen und wer die Freie Gemeinde" lieft und die Par nicht zu den Aufgaben der Gemeinde. Aber gierung die Schulden gestundet werden, die linien haben. Gewiß brauchen wir fie, aber des Klassenlampjes möglich sei, der an der glaube ich, sollten die Gemeinden auch auf dem tapitaliſiert werden. Wie fönnen wir die Aus- teiblätter und wer durch die Welt geht und Spitze unseres Programms steht. Gebiete der Approvisionierung tätig sein. Zur gaben aus der Gemeindewirtschaft bedecken? sozialistisches Empfinden hat, der hat in der Ich will zur Wohlfahrtspflege sollten auch die Frauen her- unächst ist es selbstverständlich, daß vor allem Gemeinde soviel Arbeit, daß er wahrhaftig angezogen werden. Für alle diese Aufgaben die städtischen Wirtschaften und Unternehmun- nicht darnach zu sucher braucht, und keiner übergehen, die durch eine Wohnbausteuer ge- müssen Mittel aufgebracht werden durch eine gen so produktiv wie möglich verwaltet mer. Richtlinien bedarf, denn er findet sie überall löst werden soll. Vor allem sage ich, daß die sukzessive Enteignung des Kapitals, durch eine den und ihre Beiträge beiftellen. Aber das wo er hineinschaut. Richtlinien hätten wir das Wohnfrage in der tapitalistischen Gesellschafts- Vermögensabgabe, die sich immer von Zeit zu wichtigste ift, Bedarfswirtschaft und Bedarfs- für gebraucht, wo man das Geld hernimmt, Zeit wiederholt.( Beifall.) ordnung nicht gelöst werden fann. Das ist dedung. Die Finanzbedeckung soll analog den um die Gemeindeeinnahmen auf eine ganz an für den Schlaufwand die Gemeinde auf die Sauptfoften, die Umlagen, respektive Ein- mich zu Borte gemeldet, um über die wicht Migner Bischofteinit: Es heißt im Gesetz, Ausgaben aufgelegt werden. Bis jest werden dere Grundlage zu stellen, als bisher. Ich habe daß Woh Engels ausgesprochen und er hat erklärt, man zukommen hat. Das ist aber oft nicht möglich. nahmen einer Stadt den Unternehmungen, den nungsfürsorge zu sprechen. Wir wollten nicht spreche von der Wohnungsfrage so viel, weil Die Gemeinden find total verschuldet. Es soll gewerblichen, industriellen und sonstigen Un- bloß im Parlamente, fondern auch außerhalb nicht mehr allein die Arbeiter von ihr betroffen nicht bloß die Freie Gemeinde" als Beilage ternehmungen auferlegt. Sie wiffen, wie die desselben versuchen, die Wohnungsnot und die werden, sondern auch die kleinen Bürger und zum Sozialdemokrat" erscheinen. Denn wenn Industrie über diese Umlagen schreit. Wir ha- damit verbundenen Fragen zu beseitigen. Die heute werden von der Wohnungsfrage eben- fic in der Gemeinde praktische sozialistische Ar- ben, wenn wir zum Beispiel die Steuerver Mächte in diesem Staate lennen die Wohfalls die Kleinbürger betroffen. So, wie in den beit wünschen, so müssen Sie unbedingt Nicht- hältnisse in unserer Stadt betrachten, derzeit nungsnot und auch ihre Gefahren, aber sie ha bestehenden Gesetzen lann die Wohnbaufrage linien hinausgeben, nach denen wir arbeiten im Ganzen 2300 Stenerträger. Diefe zahlen ben teinen Willen, etwas durchzuführen.. Die nicht gelöst werden. Das sind kleine Mittel- fönnen. Sonst werden wir nicht weiterfom- eine Steuerhauptsumme von annähernd Wohnungsfürsorge ist brennender als die Ar chen und man lann nicht auf dem Standpunkt men und die Zahl unserer Gemeindevertreter 1,800.000 rouen. Auf diese Summe müssen beitslosenfürsorge oder die Sozialversicherung, fiehen, daß öffentliche Wittel zur privaten Ban wird immer mehr schwinden, besonders dort, ohne Rücksicht auf die Beschäftigung und die weil gerade in der Wohnungsnot die Entwid wo feine Industrie ist. Die Freie Gemeinde" wirtschaftlichen Verhältnisse 500 Brozent Um- lung der sozialistischen Idee am nächsten betätigkeit zu verwenden sind. Deswegen soll die foll aber nicht nur Gefeße bringen, sondern lagen abgewälzt werden. Betrachten wir da- hindert wird. Gebaut muß werden, aber Sie Wohnbauftener eingehoben werden, wie fie auch Artikel von kommunalen Mitarbeitern, gegen die Quellen, aus denen die Steuergelder wissen, daß wir als Gemeinden nicht bauen schon in Linz und anderen Orten besteht, um damit wir unsere Meinungen austauschen tön für den Staat fliehen. Da sehen wir nun 6000 fönnen. Indessen aber müssen wir den Ber Steparaturen vorzunehmen und neue Wohnun- nen.( Beifall.) Steuerträger, welche nahezu 9 Millionen Kro- juch machen, durch die Gesetzgebung die Leute, gen zu banen. Baumgartl- Rothau: Die Wohnungsfürsorge nen Einfommensteuer zahlen. Wenn wir plan- die feine Wohnung haben, zu schüpen. Vor Wenn Ihnen auch kein detailliertes Pro- ist die wichtigste Frage der Kommunalpolitit. mäßig und nach der Bedürfniswirtschaft die allem müssen wir innerhalb und außerhalb des gramm vorgelegt wurde und aus verschiedenen Die Gemeinden stehen aber dieser Frage wegen Steuern in der Gemeinde auf Grund unserer Parlamentes dafür sorgen, daß das MieterGründen nicht vorgelegt werden tonnte, foff ihrer finanziellen Chnmacht hilflos gegenüber. Steuerhoheit, die wir unbedingt für die Geschutzgesetz in seiner heutigen form bestehen Es ist Ausgabe des Parteivorstandes, bezw. der meinde in Anspruch nehmen müssen, aufbrin- bleibt. Die Hausbefizer und die bürgerlichen das durchaus keine Rolle spielen. Die Partei Fraktion, daß hier mit allen zweddienlichen gen, dann wird es gefingen, alle diese Forde- Parteien arbeiten daraufhin, das Wiieterſchutzmuh ja wissen, welche Leute ſie in die Ge- Witteln gegen die Regierung vorgegangen rungen, welche das vorliegende Programm gefey zu Fall zu bringen und wenn die geeinte meindevertretungen entsendet und es kommt wird, denn so fönnen wir nicht weiter tom uns auferlegt, zu erfüllen, dann werden wir Arbeiterschaft nicht hinter dem Mieterschutz nicht darauf an, auf das, was genau bis aufs men. Wenn von der Gemeinde Wohnungen auch imſtande sein, die sozialen Aufgaben in geses steht, so wird er fallen, ebenso wie die gei- Tüpfelchen im Programm steht, sondern auf beschlagnahmt werden, so refurieren die bür- der Gemeinde wirklich zu erfüllen.( Beifall.) bundene Wirtschaft gefallen ist. Wir brauchen den Geist unserer Organisation. perlichen Parteien dagegen, es geht bis zur ein Wohnungsbeschlagnahmegesetz mit Exefus Breitfelder- Ronsperg: Im Jahre 1919 sind Wenn dieser Geist so ist, wie er sein muß, wenn Statthalterei, die es schließlich verwirft. Das dem Namen nach auch viele Cozialdemokraten gewalt, damit es nicht möglich ist, gegen die durch die Tätigkeit der Organisation die sozial- erzeugt Unzufriedenheit und diese wirkt natur gewählt worden, die noch lange keine Sozialde- bis zwei Jahre liegen bleiben, bevor sie er Beschlagnahme Rekurse einzubringen, die ein demokratischen Memeindevertreter überwacht gemäß auf unfere Parteigenossen zurück. motraten find. Wie sollen wir von diesen Leu- ledigt werden. Solange wir die Wohnungswerden, dann wird man niemals an den Feh Subventionen von der Regierung und bei meindepolitit treiben, wenn sie nicht einmal beiter nicht Zeit, Möglichkeit und Rube haben, Deutsche Gemeinden erhalten überhaupt teine ten verlangen, daß sie eine sozialistische Ge not nicht befeitigen, folange werden die Ar lern in der Gemeindeftube vorbeigeben und einem Geldinstitut wird ganz offen erklärt, daß unser Programm fennen. Es hat sich in diesen über unsere Ideen und über die Probleme dann wird dieser Geist der Widerhall jener pro- mau der Regierung fein Vertrauen entgegen Gemeinden gar nicht viel geändert, nur der unserer Zeit nachzudenten und unsere Arbeit hen marristischen Gedanken sein, die den In bringt, solange die Kriegsanleihefrage nicht ge- Name ist anders geworden, aber die Schlam- wird dadurch nur erschwert werden.( Beifall.) unserer Zeit nachzudenken und unsere Arbeit halt unferes Programmes darstellen. Der Reit- löst ist. perei ist die alte geblieben. Wir haben sogar stern unserer gesamten Gemeindepolitik bestand Pölzl- Aussig: Als vor zweieinhalb Jahren zum Teil noch dieselben Leute in den Geniein Reipner( Schlußwort): Von den Rednern, in dem stets lebendig erhaltenen Bewußtsein, die Vertrauensmänner der Partei in die Ge- ben, wie vor dem Kriege und während des die hier zu Worte gekommen sind, ist nur teildah es die Sozialdemokratie ist, welche die meindeſtuben einzogen, deren Tür bisher sorg. Krieges, nur haben sie den Namen geändert. weise an dem vorgelegten Programmentwurf Coche der Arbeiter schüßt, die Sache der Aram von den bürgerlichen Barteien verschloffen Es wird notwendig, daß die Partei alles eine fleine Stritit geübt worder, indem einige men und Unterdrüdten gegen ökonomischenissen ohne praktische Erfahrung, ohne Pro- tei gestoßen sind und fich als Sozialdemokra. dung der Gemeinden ist in dem Programım ge wurde und unter den schwierigsten Verhält daranfeßt, um jene Leute, die zu unserer Bar Ergänzungen verlangt werden. Die Entschul Uebermacht verficht. Diefe Arbeit in den Ge- gramm ausgerüstet, nur mit der Liebe zur ten haben zählen lassen, auch wirklich zu SoSo- dung der Gemeinden ist in dem Programm gemeinden ist nur die Erfüllung eines Teiles eigenen Klaffe und mit der sozialistischen über zialdemokraten zu erziehen. Zo schänden fi fordert, dadurch, daß vor allem anderen von jener großen Aufgaben, deren Lösung die So- zeugung nicht nur zur Mitarbeit, sondern sehr nur unseren Namen. Wir müssen jene un- der staatlichen Vermögensabgabe den Gemeinzialdemokratie stets angestrebt hat. Diefes Be häufig zur Uebernahme der Verwaltung ge- wissenden sozialdemokratischen Gemeindever- den ein entsprechender Teil zugewiesen wird. wuktſein wird für unsere Tätigkeit in der( e- zwungen waren, wurde mancher von uns von treter zusammenziehen und ihnen Inftruftio. Wir müssen bei der Entschuldung der Gemeinmeindevertretung jezt und in der Zukunft der banger Sorge ergriffen, ob es allen Vertretern nen geben. Eine große Rolle spielen auf dem den vor allem darauf bedacht nehmen, die Stre zuverlässigste Leitstern sein.( Lebhafter Beifall.) möglich sein werde, die schwere Probe zu be. Pande die Lehrer. Diese sind eigentlich die ditfähigkeit der Gemeinden für die Zukunft stehen. Heute, nach zweieinhalb Jahren Arbeit. Diftatoren in der Gemeinde, fie fommen schon aufrecht zu erhalten. Es muß verlangt werden, Bierauf lick der Vorsitzende die Mittags fönnen wir wohl ohne Ueberhebung sagen, daß mit einem fertigen Beschlusse in die Sigung daß die Genossen, die in der Kommunalpolitik bause eintreten. unsere Vertreter in den Gemeinden im Allge- und bringen die Protokolle fertig geschrieben tätig sind, mehr als bisher ihre Meinung in meinen die Prüfung vollauf bestanden haben, mit, fodaß an den Sachen nichts mehr zu än der Freien Gemeinde" zum Ausdruck brintrop der Ungunft der Verhältnisse, troy aller dern ist. Ich bitte den Parteivorstand, alles Widerwärtigkeiten des Kampfes mit unseren aufzubieten, daß diefes Gebiet ebenfalls mit gen. Es sind hier auch bittere Worte gefallen, Gegnern, deren Oppofition gerade in dieser Referenten über Kommunalpolitik beschidt die nicht so ganz unwidersprochen bleiben solZeit den allerbesten Nährboden finden mußte. werde, damit unsere Genossen zu Kommunal len. Wenn im Jahre 1919 in fast allen Ge Eine ungeheuer schwere und fast unüberwind- politikern erzogen werden. meinden Kandidaten aufgestellt worden sind Mondrehz- Bodenbach: Ich habe feftaefteft, fiche Aufgabe harrt unserer jungen Fraktiobak die Zahl der sozialdemokratischen Gemein- nen in den Gemeindeſtuben. Unsere Regierun- tit foll ein einheitliches Vorgehen obrvalten. feit zur Partei aufgestellt hat, so mag es vor Urbanet- 3uaim: In unserer Gemeindepoli. und man als erste Bedingung die Zugehörig bevertreter und die Zahl der Abonnenten der gen, eine wie die andere, beschränken die Auto- Der Parteivorstand sollte Richtlinien für das gekommen sein, daß der eine oder andere erst Freien Gemeinde" in gar feinem Einklange nomie der Gemeindeverwaltung und die poli. Berhalten sämtlicher Gemeindevertreter her zur Partei Gekommene nicht sofort die richtige miteinander stehen. Höchstens 12-15 Prozent tischen Verwaltungsförperschaften, mischen fi aller fozialdemokratischen Gemeindevertreter in jede Angelegenheit der Gemeinde ein, sehr ausgeben, damit sich keine Widersprüche erge sozialdemokratische Auffassung bekommen hat. beziehen das Matt. Mir ist das Wort einge häufig auch in solche, die sie gar nichts angehen tens unserer Vertreter ein einheitliches Vor- aber kein solcher Fall, daß man ihn verallge ben und in den Gemeindeangelegenheiten fei- Das ist wohl unter Umständen zu bedauern, fallen, das auf dem Parteitag schon gefallen und geben Aufträge, die jeder gesetzlichen Die Dienstag- Nachmittagssigung. Die Debatte über Sozialdemokratische Gemeindepolitik. abbonieren. ift, daß es notwendig ist, daß jeder Genoffe die Grundlage entbehren. Dieser Zustand übt na- gehen befolgt werde. Es wäre notwendig, daß meinern könnte. Im Gegenteil, die Parteige Bildungsarbeit an sich selbst vollziehen muk. türlich auch auf die Programmsezung einen eine Spezialgruppe aus Vertretern jener Ge In Bezug auf die Kommunalpolitik müßte sich bestimmenden Einfluß auf. Wenn der verlie meinden geschaffen werde, welche eine tiche- nossen haben sich wirklich mit ganzer Straft in jeder in die freie Gemeinde" vertiefen, um gende Brogrammentwurf bielleicht manchen chische Majorität haben und daß beim Bartei- den Gemeinden eingesetzt. Man soll diesen Geherauszulesen, was für die fommunale Braris Genossen nicht ganz entspricht, so ist die Ur- borstand eine Zentralvertretung für kommu- nossen danken und ihnen Anerkennung sollen michig ist. Wir müssen den Parteinenossen fache größtenteils den Verhältnissen zuzufchrei- nalpolitische Angelegenheiten geschaffen werde. für das mühevolle Wirken, für das sie einerbringend in Erinnerung bringen, daß fie nach beu, unter welchen wir in diefer Republik zu Morgenstern- Schönberg: Es ist zu erwarten, seits feine Entschädigung, aber anderseits den dem Barteitagsbeschluß von Teplik die Ver- leben gezwungen find. Wir haben auch bei der daß der Parteivorstand an die Herausgabe Saß eines Großteils der Bevölkerung auf sich Pflichtung haben, die Freie Gemeinde" im Beschlußfaffung nur ein einziges Interesse, einer populären Broschüre schreiten wird, wie laden müssen. 3rteresse einer richtigen Kommunalpolitik zu das des internationalen, lassen bewußten Pro- ja überhaupt alle Programme durch Broschü Wenn hier die Anregung gegeben wurde, ein letariats im Auge zu behalten. Ueber alle ren erläutert werden müssen. Unbedingt not Sekretariat für Kommunalpolitik in Prag zu Beneffin Hadenberg Brünn: Es ist na- Tagespolitik hinaus dürfen wir auch in der wendig ist aber, daß unsere Vertreter in den errichten, eine Anregung, die ohne weiteres turgemäß, daß die Tätigkeit in der Gemeinde Kommunalverwaltung unser sozialiſtiſches lleinen und fleinsten Gemeinden, wo die Ge- als richtig bezeichnet werden muß, ferner die der Frau am Nächsten lient. Bor allem ist es Biel nie aus dem Auge verlieren, müssen aber nossen in den seltensten Fällen über Personen Gemeindevertreter zu eigenen Songressen zuals richtig bezeichnet werden muß, ferner die dat Bekie: der sozialen Fürsorge, auf der die bedenten, daß in der lavitalistischen Gesell- mit Initiative verfügen, objektiv an Ort und Frau zu wirken hat. Wichtig erscheint vor schaftsordnung die Gemeindetätigkeit für uns Stelle Ratschlage erteilt bekommen. Ein forches sammenzuberufen, so ist das eine Frage der allem die Frage der Berufsberatung. Von nicht Zwed, sondern Mittel zum Zived fein tommunalpolitisches Sefretariat Aufbringung der Mittel. Ich vertrete die Anallen Röten aber ist die Säuglingsnot die fann. Genosse Seipner hat heute hier auch wäre im Anschluß an die Freie Gemeinde" ficht, wenn man gründlich jede Frage erörtern grausamste. Wenn heute die uneheliche Mutter in einer Aeußerung Erwähnung getan, die auf denkbar. Eine zweite, mir sehr wichtig erschei- wollte, müßte man bei jedem Kapitel ein eigegebrochen an Leib und Seele die Gebäranstalt dem deutschdemokratischen Parteitag in Aussig nende Frage ist die der Minoritäten in den Ge- nes Referat und eine eigene Debatte halten, berläkt, weiß fie nicht, wohin fie fich mit dem gefallen ist. Nach dem Berichte der„ Neichen- meindevertretungen überhaupt. Wie sollen sich um in das Gebiet der Kommunalpolitik gründ Läugling wenden soll. Die Säuglinge find berger Zeitung hat Herr Wolfrum dort ge- die Genossen, wo sie in der Minorität sind und fich eingehen zu können. Da hier auf einem meift dem größten Elend überliefert, weil sie fant: Die Wohnungswirtschaft führt zu leicht nicht die Verantwortung haben, bei der Ab- Barteitag die Zeit dazu fehlt, ist die Anregung Niemand in Pflege nehmen will. Sehr drin- finnigem Schuldenmachen und die breiten ſtimmung über das Budget verhalten? Im gend ist auch die Errichtung von Tagesheim- Waffen müssen die Kosten bezahlen, die ihnen Allgemeinen lann dort, wo die Mehrzahl der gegeben worden, einen Kongreß der sozialde fen( Phui- Posten ten für halbwüchsige Kinder erwerbender solches Woltsbeglüdertum gebracht hat."( Pfui- Poften des Budgets fultureller und sozialvoli mofratischen Gemeindevertreter einzuberufen. Frauen. Diese fönnen auch in der fleinsten rufe.) Ich fühle mich nicht getroffen, obwohl tischer Natur find, die Minorität auch zuftim. Das ist sehr zu begrüßen, ebenso der Antrag auf Gemeinde errichtet werden. Im Mai vorigen Auffig eine Gemeinde ist, die gerade in der men, selbst für den Fall, daß sie der betreffen. Schaffung eines fiebengliedrigen Komitees für Jahres wurde vom Unterrichtsministerium ein Wohnungspolitik so ziemlich das Meiste getan den Gemeindevertretung fein Vertrauen zu Rommunalpolitit. Erlak berausgegeben, daß überall in den in- hat. Es ist mir auch ganz gleichgültig, was auf schenken haben. Aus der Beobachtung aller huftriereichen Gemeinden Schulpflegerinnen bem demokratischen Parteitag gesagt wird, aber dieser Fragen ergibt sich die Notwendigkeit, Bette& haben, daß sie während der Mandatsdauer die Bozialdemokrat richte erbeten. 15. Dezember 1921. Der Bericht der Mandatsprüfungsfommission. Gegen den neuen Zolltarif. Abgeordneten 4, Slub der Senatoren 2, weitere Der Parteitag beschließt: Der geplante neue Senatoren 5, insgesamt 277. Bolltarif bedroht durch die ungeheuerlichen Zu soläge, die er auf die unserem Konsum nötigen Auslandswaren seht, das Proletariat in emis nenter Weife. Der Parteitag erflärt diefen Bierter Berhandlungsing. auf den Kapitalismus als auf die Ursache des Der Parteitag beschließt sodann einstimmig| Reklamationen durch das Bezirkssekretariat an arbeitung eines national- politi) Krieges zu verweisen und allen, in erster Reihe die Annahme des Kommunalprogramms( Andie politische Behörde beiben ohne Erfolg. Es schen Gefeßentwurfes. natürlich den Frauen und der Jugend, die trag 31 der Genossen Reißner, Dr. Czech und wäre Sache des Klubs der Abgeordneten zu Der Antrag 17 der Bezirksorganisation Ueberzeugung zu übermitteln, daß sie So Cermak) mit ganz geringfügigen Aenderungen. intervenieren und darauf zu verweisen, daß die Teplip- Schönau auf Einführung der tschechis zialisten werden müssen, um wirtlich ein Anjenommen wird ferner die Annahme des Kleinhändler wieder Brotfarten erhalten. Wir schen Sprache als obligaten Unterrichtsgegen mal die Menschheit vom Kriege zu erlösen. folgenden Antrags 39 Swoboda- Tachau. deutschen Arbeiter müssen erflären, wenn die stand in den Volks-, Bürger- und MittelDer Parteitag beschließt hierauf, daß das Der Parteitag wolle beschließen, daß die ge- tschechischen Genossen uns vorwerfen, daß wir schulen wird der Parlamentsfraktion zuge Referat des Geneffen Dr. Czech; vom Parteisamten, anläßlich von Wahlen in öffentliche antistaatlich sind, daß nicht der Staat uns aus wiesen. Körperschaften( Gemeinde, Bezirksverwaltung, der Not erretten kann, sondern nur ein großes Einstimmig angenommen werden die An- vorstand mit möglichster Beschleunigung als Gaue) auf den Liſten der Vortei kandidierten Wirtschaftsgebiet, in dem alle Völfer Europas träge 73 Lundenburg, 53 Erdweis und 66 Joll billige Broschüre herausgegeben wird und Genoffen ehrenwörtlich schriftlich zu erklären barangehen, die Wirtschaft neu aufzubauen. betreffend die Ausschreibung der Wahlen in spricht auf Antrag Stadler dem Klub der Prinzipien der Partei verfechten, für die Bar im Laufe der Debatte vorgebrachten Anfragen trag 55 der Lokalorganisation Dösch.a betref- und Senatoren Dank und Anerkennung für Dr. Heller. Lassen sie mich vorerst auf einige Feldberg, Weitra und Hultschin und der An- deutschen sozialdemokratischen Abgeordneten tei gelebten kalle oder für den Fall des Austriites und Anregungen antworten. Genoffe Kühnel- fend die Aenderung der Gemeindewahlordnung, leistete Arbeit aus und versichert den Klub ans der Partei das Mandat niederlegen. Bilin hat über unsere Stellung zur Brotsteuer- wonach aus der Partei ausgetretene MitglieDer Antrag 41 Prag auf Errichtung frage Ausfunft verlangt. Es war für uns der des Mandats verlustig gehen. Der Frat- feines weiteren uneingeschränkten Vertrauens. Bevor ich zum nächsten Punkt der Tagesord eines Kommunalsetretariats in eine Selbstverständlichkeit, daß wir bei der Wahl tion zugewiesen werden Antrag 44 betreffend Brag wird dem Parteivorstand zugewiesen. zwischen Aufhebung der Zwangswirtschaft oder die Behandlung von Gemeindegut bei Nicht- nung dem Genossen Taub das Wort erteile, hat Der Antrag 25. Pohl und Genossen, der Einführung der Brot- und Mehlsteuer uns für selbstverbrauchern, der Antrag Nr. 12 Marien sich Genosse Schiller namens der Mandats Parteivorstand möge unverzüglich Schritte das Lettere entschieden, zumal ja die Steuer bad und Auschowis, welcher die Uebergabe von Prüfungskommiffion das Wort zu seinem Be einleiten, daß eie Bezirksverwaltungsfom in erster Linie die Unternehmer belastete. Tepl und der dazugehörigen Einrichtungen an Der Bericht der Mandatsprüfungskommission mission gemäß der Schlüffel zusammengefen: Unter Führung des Genossen Seliger haben die Gemeinde Marienbad fordert, der Antrag wird zur Kenntnis genommen. ist, daß dahin gewirkt wird, das laufende wir gleich allen anderen Parteien für die Brot- 72 Ronsberg über die Reform der Steuerge Steuerrekurse unverzüglich der Erledigung zu steuer gestimmt und mußten angesichts der fezgebung und der Antrag 70 Ronsberg der geführt werden, wird der Fraktion der Abge- 3wangslage für fie stimmen. Genosse Stadler- die Belieferung der Konsumvereine mit inlän ordneten zugewiesen, ebenso der Antrag Fischer Momotau hat sich darüber beflagt, in welch dischem Mehl verlangt. und Schweichart, die Rückgabe des in früheren strenger Weise bei der Verteilung der Brot Angenommen werden der Antrag 10 Unter Schiller- Bodenbach. Auf dem Parteitage Jahren den Gemeinden gehörigen, einzelnen und Mehlfarten vorgegangen wird. Darauf Rothau betreffend die Wohnungsfürsorge und Besitzern oder Vereinigungen übertragenen haben wir feinen Einfluß, das ist eine reine der Antrag 15 Bensen über die Arbeitslosen- find 274 Delegierte anwesend und zwar: Von Wald und Grundbesiyes energisch zu be- Berwaltungsfache. Wir haben Ihnen einen fürsorge. treiben. Antrag auf Amnestierung der aus An- Der Fraktion zugewiesen werden der Antrag der U. S. P. D. 1 Delegierter, von der Ung. Angenommen wird folgender Antrag Sacher laß des Dezemberputsches verurteilten 71 Ronsberg, der die Aenderung der Gewerbe Sozialdemokratie in der C. S. R. 1 Dele und Genossen: Personen vorgelegt. Wir fordern die Amnestic ordnung im Bunlt Lehrlingsschutz verlangt gierter, 13 Kreisorganisationen mit 30, 76 Be Der Parteitag wolle beschließen: nicht als Gnade, fondern als Beseitigung eines und der Antrag C8 Plan auf Aenderung des Neben der Bolfsernährung bildet die Be- furchtbaren Justiziertums, einer Klaffenjustiz Sandelskammergefeßes und Umorganisierung zirksorganisationen mit 160, Parteivorstand mit hebung des Wohnungselends eine schlimmster Art, wie sie überhaupt feit der Me- der Handelskammern zu Arbeiterkammern, fer- 14, Parteikontrolle mit 5, Zentralstelle für ber wichtigsten Aufgaben der Partei. Der Bar- volution nicht vorgekommen ist. Deshalb ner der Antrag 69 Blan auf Einbringung eines Bildungswesen 1, Frauen- Reichskomitee 2, teitag beauftragt den Klub der Abgeordneten haben wir beantragt, daß die Regierung aufge- Gefeßentwurfes, durch welchen Lungenheilanund Senatoren, infolange der Wohnungs. fordert wird, endlich einmal die Sterker für die stalten und Seime für schwachsinnige Kinder er- Soz. Jugendverband 2, Zentral- Gewerkschaftsmangel durch Neubauten nicht beseitigt ist, mit damals Verurteilten zu öffnen.( Brabn.) richtet werden sollen, schließlich der Antrag 9 Kommission 1, Gewerkschaften 15, Gewerk allen Mitteln innerhalb und außerhalb der ge- Genosse Dr. Czech hat ihnen unseren Stand- betreffend die Pensionsrenten im Auslande schaftsblätter 12, Verband der deutschen Wirt Jetzgebenden Störverschaften für die AufrechtAngenommen wird folgender Antrag de Witte schafts- Genossenschaft 2, Redaktion des Ge erhaltung des Mieterschutaefeyes einzutreten punkt in der Frage der nationalen Angenommen wird folgender Antrag de Witte und dafür zu wirken, daß die autonomen Kör- Einheitsfront dargelegt. Sierüber noch und Genossen: perschaften Exekutivoewalt in der Frage der ein paar Worte. Es ist doch recht bezeichnend, nossenschafter" 1, Parteiblätter 12, Klub der Wohnungsbeschlagnahme erhalten. daß die Frage der nationalen Einheitsfront Der Antrag des Parteivorstandes: beinahe unmittelbar nach jenen Vorgängen ant Der Parteitag wolle beschließen: Der Partei. läßlich der Mobilisierung aufgeworfen wurde, tag wählt einen aus fieben Mitgliedern be- deren Zeuge wir alle waren. Dieselben Men stehenden Beratungsausschuß für Geschen, die die Sühnheit hatten, mit Lügen und meindeangelegenheiten, der die Auf Verleumdung gegen uns anläßlich unserer gabe hat, in allen Fragen der Gemeindepolitif Saltung zur Mobilisierung vorzugehen, koman den Parteivorstand Vorschläge zu erstatten. men ein paar Tage später als ob nichts geDas Statut über die Tätigkeit diefes Aus- schehen wäre und fordern uns auf, mit ihnen schusses beschließt der Barteivorstand. Dieser in eine Einheitsfront zu gehen. Da ist es beiAusschuß wird auf jedem ordentlichen Parteitag neugewählt. nahe eine Frage der Moral, ob wir uns mit Es liegt ein Refolutionsantrag des sozialde diefen Leuten, auf eine Bank setzen können. Ich will hier vor aller Oeffentlichkeit fonstaticmokratischen Jugendverbandes vor: ren, daß es weder im Klub der Abgeordneten, " Die sozialdemokratischen Gemeindever- noch der Senatoren, noch im Parteivorstand treter werden aufgefordert, in den gewerbli- auch nur einen Einzigen gegeben hat, der in der chen Schulausschüssen für die Abschaf Frage der:: ationalen Einheitsfront anderer fung des Sonntags- und Abend- Meinung gewesen wäre, als sie hier der Ge- hierauf folgende zwei Resolutionen, eingeUnterrichtes an den gewerbli noffe Tr. Czech vorgetragen hat. Wir haben chen Fortbildungsschulen und für über diese Frage nicht lange debattiert, weil die Verlegung dieses Unterrichtes an die wir übereinstimmend der Ueberzeugung waren, Tages- und Arbeitsstunden einzutreten und daß von einer nationalen Einheitsfront mit alle Anschläge der Gewerbetreibenden auf Menschen, von denen uns alles trennt, feine Verschlechterung der Lage der Rede sein lann. Geduld müssen wir haben Lehrlinge entgegenzuwirken." in der Zukunft all dem gegenüber, was gefchicht. Dem Parteivorstand zugewiesen wird der Nur der gerade Weg der sozialistischen Politik, Anirag Pohl und Genossen: frei von allen Zugeständnissen an den Natio Die Lokalorganisationen haben die nalismus der einen und an die extremen ForPflicht, Konferenzen der sozial- derungen der Bolschewifen fann uns zum Ziele bemokratischen Gemeindever- führen. Darum rufe ich Ihnen nochmals die treter zu veranstalten und ihr besonderes Worte zu: Die beste Tugend des Proletariats Augenmert auf solche Gemeinden zu richten, ist neben der Tapferkeit die Geduld.( Beifall.) in denen die sozialdemokratischen Gemeindevertreter offensichtlich nicht jene prinzipielle Klarheit befiyen, die unbedingt notwendig Tr. Seller werde ich mich wohl ganz furz Nach den letzten Darlegungen des Genossen ift. Bei Fragen, die cine prinzipielle Bedeu- faffen dürfen. Im Ganzen Großen darf man tung haben, sind die Gemeindevertreter verwohl fagen, daß sowohl der Parteivorstand, als pflichtet, im Einvernehmen mit den nächsten auch die raition in der Debate fehr gut wegBarteiinstanzen die prinzipielle Lösung 3acfommen find. Wir danken Ihnen für die fuchen. Disziplinbruch in den Gemeinde fral- humane" Behandlung und sagen Ihnen, daß fonen ist in der Partei zum Austrag 8 wir einen fleinen Rüffler wohl ausgehalten hatbringen." ten. Hoffentlich ist diese milde Behandlung nicht Ferner der Antrag Kreul: Die Kommunal der Auffassung entsprungen, als hätten wir uns arnien- und Waisenhauser sollen der flerifalen durch die Darstellung der parlamentarischen Obhut entrissen und mit von den Gemeinden Schwierigkeiten einen Generalpardon von bestellten weltlichen Aufsichts- und Pflegeper- hnen erbitten wollen. Im übrigen haben jonal besetzt werden, fich die Darlegungen in der Debatte ganz im Rahmen der politischen Deklaration bewegt, fie waren, soweit sie nicht eine Fortführung der Gedanfen waren, die in der Deklaration niedercelegt sind, eine nüßliche Ergänzung des Refe rats und werden uns als solche mit Tant quit tiert. Nun erübrigt noch die Abstimmung. Beranſtellen wollen wir die ellatation: Es wird hierauf die an anderer Stelle abgedrudte Deflaration einstimmig ange nommen. und der Antrag Dr. Bloch. der Parteivor stand wird beauftragt, so rasch als möglich. eine Creanisation der der Partei angehören den Berireter in den Gemeinden mit tichechi fcher Majorität einzurichten, welche die Politik bicfer Bertretung einheitlich zu leisten hat. Das hierauf folgende Referat des Genossen Jatich über Sozialdemokratie und Landwittjajast" werden wir morgen nachtragen. Nachtrag zur politischen Debatte. ( Schluß des Berichtes über die Debatte zu Bunft Parlamentariidje und politische Tätigkeit). Dr. Czech( Schlußwort): Gegen die Klassenjustiz. Einstimmig angenommen wird ferner folgender Antrag der Genossen Nießner, Dr. Czech, Cermat und Dr. Seller: Der Barteitag verurteilt auf das Entschicdenste die Urteile, welche gegen die wegen der Dezember vorfälle Angeklagten gefällt wurden. Er erblickt in der Aufrechterhal tung eines großen Teiles dieser den Charakter des bürgerlichen lassenstaates tragenden Ur teile das wirken der Reaktion. Der Parteitag protestiert gegen die Unmenschlichkeit und Un. gerechtigkeit dieler Urteile und fordert, daß den Verurteilten endlich die Tore ihrer Kerfer geöffnet werden. Stadler- Romutan berweist auf die Not der Beinarbeiter in Grzgebirge. Diese wurde durch eine Berordnung des Ernährungsministers hart betroffen. Die bürgerlichen Parteien dieser Die Abstimmung über die übrigen Anfeleindemokratis hen diepublit haben die freie inschaft eingeführt und nun ist eine Berord us effienen, meldte denjenigen, die ein tränc. Ingenommen wird ferner der Antrag 11 1 Banache besitzen, die Brottarten entzieht. Alles der Olmüger Organisation betreffend die Aus 3olltarifentwurf als absolut un annehmbar und fordert die Bertreter der Partei in den geseggebenden Körperschaften auf, dagegen, daß er Geseß werde, in schärfster Weise Stellung zu nehmen, sowie er die Parteis vertretung beauftragt, alle verdientiben mit tel gegen die Gesegwerdung dieses Wucher tarifes vorzubereiten. Der Antrag 45 der Organisation Rodowiß Mardorf betreffend der Impffrage wird dem Parteivorstand zugewiesen. Ebenfalls einstimmig angenommen wurden bracht von de Witte und Genossen: Vorläufiger Bericht. Der letzte Verhandlungstag begann mit der Debatte über das Referat des Gen. Jaksch. Von den Rednern wurden die Ausführungen des Referenten ergänzt und erweitert. Nach dem eindringlichen und überzeugenden Schlußwort des Gen. Jaksch wurden die vorliegenden Anträge angenommen, womit auch dieser Punkt der Tagesordnung erledigt war. Lebhafte Zustimmung fand das ausgezeichnete Referat des Gen. Cermat über den Wiederaufbau der Internationale. Mit Recht bezeichnete er die Sarlsbader Deklaration als Vorwegnahme Die Drosselung der Presse. In diesem Staate, der von seinen Lobpreifern immer und immer als eine demokratische Republit, als ein modernes Staatswesen" gcfeiert wird, herrscht eine Zenfur, die den Ce- des Programms der Wiener Arbeitsgemeins danken drosseln will, werden auf Grund fais schaft. Was wir in Karlsbad gesagt haben, ferlicher Verordnungen aus einer ist eingetroffen. Die kommunistische Bewe Beit, die bei Menschenalter hinter und liegt, die politisch Unbequemen verfolgt, in diesem gung befindet sich in unaufhaltsamem NieFreistaat" beitcht noch immer das die freie bergang. Der Redner untersuchte die Ent politische Betätigung feiner Bürger in effein wicklungstendenzen der internationalen fchlagende Vereins- und Versammlungsgesets sozialistischen Bewegung und zog daraus and der österreichischen Kaiserzeit. In dieser Demokratie" wird der Gedanke der Demos die Folgerung, daß wir ruhig in die Zu fratie gefchändet und im Parlamente an die funft blicken können. Die Abwehrkämpfe, die Stelle des Waltens demokratischen Geistes die das Proletariat führen muß, müssen die Ar Mechanit der Ziffer gestellt. Der Parteitag beiter zusammenbringen. Dies gilt auch für macht es der Parteivretung zur Pflicht, diefe Tatsache in der Welt bekanntzumachen und die Tschechoslowakei. Sind auch unsere Be die dafür Verantwortlichen an den Branger zu mühungen die Internationale wieder aufSteffen. Er fordert die Sosialdemokraten in den zurichten, von keinem sichtbaren Erfolg gefrönt worden, so befinden wir uns auf dem richtigen Wege dazu. geirßgebenden Körperschaften dieses Staates auf, unaus efekt darum zu fämpfen, daß dies fer schandbare, einer Rebublif unwürdige BuStand endlich beseitigt werde. Die vorgelegte Resolution wurde ein Krieg und Proletariat. stimmig angenommen. Hierauf wurde Neber allen Franen des Tages muh immer zur Wahl des Parteivorstandes, der Konfich bar, fie alle überragend, das eine große trolle, des Reichsbildungsausschusses, des Biel feten: Die leberwindung der Tapitalisti Berwaltungsausschusses für Gemeindeangefben und ihre Erfchune durch die sozialistische Wirtschaftsform. Es muß der burd den rica legenheiten, des Ausschusses für Agrarfragemarterten und den dauernden Frieden er gen geschritten. Parteivorsißender schnenden Menschheit immer wieder zum Beist Gen. Dr. Czech. Es folgte hierauf wustsein gebracht werden, daß das Wort„ Nie die Abstimmung über die zum Punkt A IIder mit dem Krica" erst dann Sinn erhält, wenn es vereint ist mit dem Willen, die 1r. gemeines eingelaufenen Anträge, wobei fache des Krieges zu besienen: den Rapitalis. sich fiber einige organisatorischen Fragen mus. Die fapitalistische Wirtschaftsform muk cine Debatte entwickelte. not vendin in den Krieg führen und deshalb werden Kriege folange die Menschheit be- In seiner Schlußansprache dankit drohen, folance es tapitalistische Staaten gibt. der Vorsigende den Genossen in Tetschen Nur die Ueberwindung des Rapitalismus, nur und Bodenbach für die freundliche Auf der Sozialismus lann der Welt den dauernden Frieden bringen. Erlanne es jedoch noch labis name. Er hob den Ernst und die Sachlich= talifti dhe inaten cist, ist es zum Zwecke der feit hervor, mit der die Verhandlung geführt Verminderung wenigftens der Kriensgefahr wurden. Aufgabe des Profetariates bicfer Staaten, das hin zu wirken. daß die Entscheidungen, die krie gerische Verwidlungen zur Folge haben tön nen, nicht vrn einzelnen und im geheimen borbereitet und getroffen werden können, son. dern ausschließlich der unter der Kontrolle aller Staatsbürger stehenden Bollsvertretung vor. behalten werden müßen. Der Parteitag ist sich darüber lar, daß auch die Erfüllung dieser Forderung die Nriendnes Mit der Absingung des Liedes der Ar beit schloß der erfolgreich verlaufene Par teitag. fahr nicht Feſeitigen, fondern nur die Kriens. Gedenket Des fonds treiberci crfchmeren und die Berantwortlichen leichter feftitellen laffen mir. Er hält es des. halb nur file[ Everständlich. dak ieder in der mündlichen und Brehacitation tätice Genoe alles daran sehen wird, die nen Sehnsucht na dem Frieden erfüllte Menschheit unausgefebt für euer Zentralorgan! 15. Dezember 1921. Budgetdebatte im Genat. Sozialdemokrat Serre 5. haben seit je gerne eine Extratour unternommen. Dem Prager Flügel gehören entschieden die demagogischesten Elemente der flerifalen Partei an, die auch mit den kapitalistischen boll anerkannt wird. Weiters beschäftigt er sich der Minister Schramet steht. Die Prager Kle mit der nationalistischen Verwaltungstätigkeit rikalen haben, wie deren Organ, der„ Cec der Behörden. Er bringt einen unerhörten vom Dienstag berichtet, am Samstag im Ge Der Senat begann geſtern die General- von Begründung die Genossen Czech und Hel- Amtsmißbrauch bei der Verweigerung einer meindehause eine Versammlung abgehalten, in bebatte über das Budget. Sie dauerte bis ler Chauvinisten nennt. Sinokonzession an die Brünner Rettungsgesell- welcher eine Resolution angenommen wurde, in die späten Nachtstunden. Am bemerkens- Senator Dr. Nacgle( D. Christl.) führt aus: schaft zur Sprache. die von der Parteiegekutive Einigungsverhandwertesten ist wohl der Bericht des Senators Die Beratung des Budgets sei nichts mehr und Es sprechen noch die Senatoren Rohacet, lungen mit der aus der Regierungstoalition Dr. Horacet, eines tschechischen Agra- nichts weniger als der reinste Sohn auf eine Pruscha, Dr. Spiegel. Bei Schluß un ausgetretenen slowakischen Volkspartei var riers, der in anerkennenswerter Ehrlichkeit parlamentarische demokratische Behandlung. feres Berichtes, 10 Uhr, sind noch fünf Red- langt. Der„ Cech" und seine Hintermänner und Sachlichkeit die Schwächen des Na- Nach den bisherigen Erfahrungen mit allen ner vorgemerkt. tionalstaates und seines Budgets aufzeigte. Ministerien müssen die Deutschen auch dem Endlich ein Tscheche, dem man seine ehrliche Ministerium Benesch mit Mißtrauen gegennationale Gesinnung nicht abstteiten wird, übertreten. Auffallen müsse es auch, daß der und der sich nicht scheut, die Wahrheit aus: Minister sich über die Novellierung des Auch die halbamtliche Prager Presse" Streisen rege Fühlung unterhalten. Die offiKriegsanleihegese yes ausschweigt, nimmt zu unserem Parteitage„ Stellung". zielle Leitung der Partei beabsichtigt neben frage endlich bereinigt wissen will, möchten festgestellt, daß es keine einzige deutsche Partei den Parteitag herabzusetzen, sucht seiner ein Tagblatt herauszugeben, das wie„ Praze zusprechen. Daß auch er die Kriegsanleihe Der deutsche parlamentarische Verband habe Das Schreiberlein, das den Auftrag erhielt, ihrem Abendblatt dem„ Prazsky Vecernit" noch wir besonders anmerken. Wenn Horacek als solche die fyrirhänge führendes Mitglied einer Regierungspartei verwirft. Allerdings dürfen diese Verhandlun- Freilich reichen die nicht weit und so behilft Cech" zu verdrängen bestimmt ist. Der Kampf gibt, welche grundsäßlich alle Verhandlungen Aufgabe nach Sräften gerecht zu werden. fch Recernit“ vom Samstag ſchreibt, den nicht anders kann, als seinen Budgetbericht gen nicht von der Idee eines Nationalstaates sich das Schmöckchen mit den abgetragendsten der beiden Gruppen ist also jetzt im Gange mit geradezu kritisch verurteilender Schärfe ausgehen. Wenn der Verband an seiner Er- Phrasen. Ueber die cindadsvolle Rede Dr. und es ist nicht unmöglich, daß er eine weitere wiederzugeben, dann muß er es einsehen, flärung, daß er nie aufhören werde, die Selbst- Czechs sagte er:„ Neues brachte sie nicht." Spaltung innerhalb der flerifalen Partei zur Inland. daß die Opposition nicht aus bloßer Will- bestimmung zu fordern, festhält, so bedeute dies Aber der halboffiziöse Schmock weiß auch Folge hat. Ausland. Sorthy grollt Pilsudski. für, sondern aus reiflichster Ueberlegung die Möglichkeit für deutsche Gebiete, sich warum:" Vielleicht darum nicht, tionalsozialisten hielt ant Sonntag eine Sigung Die Parteivertretung der tschechischen Nas und aus tiefen Gründen gegen das Budget nach freier Wahl irgend einem Staate, also weil Czech nur die Zustimmung ab, in der eine Einigung mit der tschechischen bes sich als Großstaat gehabenden Kleinstaa- auch der tschechoslowakischen Re- bes Parteitages zu der bisherigen Sozialdemokratie abgelehnt wurde. Die Partes stimmt. Nachstehend der Sitzungsbericht. publit, anzuschließen, bedeutet also gar keine Taktik der Abgeordneten erlangen tei erklärt sich jedoch bereit, mit den sozialisti hochverräterische Kampfansage. Sierauf acht wollte." Tiefsinnig, was! Czech wollte schen Parteien gemeinsam zu arbeiten. In seiBizepräsident Kadleaf eröffnet nach zwei Uhr Redner in die Besprechung des Schulbudgets nur die Zustimmung des Partei- nem politischen Referat führte Abgeordneter bie Sigung. Zur Verhandlung steht das Bud- ein. tages erlangen", darum sagte er nichts Stribrny aus, daß sich bei Neuwahlen die get. Dr. Soukup( tsch. Soz.- Dem.) weist mit Ent- Neues". Wer sich darunter etwas zu denken Notwendigkeit ergeben würde, daß die MajoDer Berichterstatter Professor Horacek( tsch. rüstung das Ansinnen der großen Entente zu vermag, befommt ein Sechserl. Welchen rität mit den Deutschen wegen Bildung der Agrar.) will sich trotz des geeigneten Anlasses rück, daß die Tschechoslowakei Karl Habsburg Unsinn doch krampshafte Bemühungen, um Regierung verhandle. Grundsäßlich hätte die nicht mit großen politischen Problemen beschäf- noch unterstützen solle. Die Republik muß jeden Breis lebles zu sagen, produzieren Partei nichts dagegen einzuwenden, falls sich tigen, auch weniger mit Zahlen die Versamm Geld für ihre Kriegsinvaliden haben, aber nicht können! Aber dem Artikelschreiber der„ Pra- die Deutschen loyal zum Staate bekennen. lung ermüden, als einige Punkte unseres Fi- einen Heller für einen Menschen, der sein gan ger Bresse" will auch sonst manches nicht abweisung der Beschwerde des Abg. Surananz- und Wirtschaftslebens besprechen. Als zes Leben nicht mehr arbeiten will.( Beifall.) gefallen:„ Auch als Rechenschaft 3- nhi. Der Oberste Gerichtshof hat die Beoberste Pflicht der Finanzverwaltung bezeich mit Befriedigung konstatiert der Redner, daß bericht kann das Referat der nüchtern schwerde des Abg. Suranyi gegen die Entschei net er die Obsorge für die Valuta und im Budget an die Silfe Rußlands ge- uricilende Deffentlichkeit" auszugeben, muß dung des Ministers des Innern, durch welche wendet sich gegen jede Noteninflation, auch eine dacht worden sei, jenes Rußlands, das einst versteckte, unter denen er alle Banknotenaus- die Kornkammer Europas, durch die bolichemi- nicht genügen." Die nüchtern urtei ihm sein Heimatsrecht in der Gemeinde Kagaben wissen will, die nicht privatwirtschaftlich stischen Methoden ganz heruntergekommen sei. lende Deffentlichkeit" ist Niemand anderer schau aberkannt wurde, dahin entschieden, daß gedeckt sind. Nicht nur durch allgemeine Spar- Jm weiteren Verlauf seiner Rede, in der er als die-" Prager Presse" selbst! Daß er die Beschwerde abgewiesen hat. samteit im Staats- und Privathaushalt, son- die Regierungsteilnahme seiner Partei theore- unsere Partei und ihr Verhalten nicht das dern auch durch die noch ausstehende Ver- tisch zu erklären sucht, gerät er mit den Kom- Wohlgefallen des aus Regierungsmitteln mögensabgabe müssen die Staatsfinan- muniften in heftigen Widerspruch. Hierauf po- ausgehaltenen Blattes erregt, nehmen wir zen saniert werden. Gelegenheit zur Sparsam- lemisierte er gegen die slowakischen Stierifalen natürlich gerne hin, sein Lob würde uns feit ist in erster Linie ein Aufgeben un- und hält ihnen eine Werbebroschüre vor, die härter treffen aber die Anmaßlichkeit des Der Vertrag zwischen Polen und der Tsche feres Bemühens, eine Großmacht von Hlinka und Kovalik unterzeichnet ist und Regierungsschmocks, sich als die„ nüchtern choslowakei ist Herrn Horthy schwer auf die zu spielen. Wir sind ein fleiner Staat, aber die sich in den gehässigsten und weltfremdesten urteilende Oeffentlichkeit" auszugeben, muß Nerven gefallen. Begreiflich. Zum Bunde dessen müssen wir uns bewußt sein. Großmacht Ausbrüchen gegen den Sozialismus ergeht. doch entschiedenst zurückgewiesen werden. schwärzeste. Reaktion würde dem Wackeren spielen ist ein teures Vergnügen!( 3wischen( Die Klerifalen reagieren hierauf mit ebenso Mehr schon in das Gebiet grotesker Somit niemand besser taugen als das ebenso schwarze ruf: Und gefährlich!) Unsere Steuerpolitik muß fräftigen wie unsinnigen Zwischenrufen). gehört es, wenn das Blatt schreibt:„ Es ist Polen und als deſſen Herzbruder Rumänien. geändert werden. Seit dem Umsturz sind nicht selbst die schwersten sprachlichen Nationalitä- der Betenne rm ut, der den Führern Nun hat das oberschlesische Geschäft den Genur neue Steuern aufgelegt, sondern die alten tenstreitigkeiten sind nicht unüberwindbar. der Partei fehlt". Der Bekennermut, neral Pilsudski von der Seite des Admirals um das drei- und vierfache und noch mehr er- Darüber steht die gemeinsame Pflicht und Ver- der ist bekanntlich auch in der„ Prager Horthy zerrissen und die Hoffnung auf die Slohöht worden. Insbesondere wendet er sich geantwortlichkeit, die Revolution zu beenden. Presse" zuhause! Deutsche Journalisten, die wakei verrinnt im Sande. Das Ergebnis tritt gen die Kohlenabgabe. Er verlangt welche mit dem Weltkrieg begonnen hat und um ein Monats- oder Zeifenhonorar ihre soeben zutage. Laut einem Krakauer Teleendlich, die definitiven Ziffern der Staats- mit der Verbrüderung der Nationen im Rei- Seele und Ueberzeugung der tschechischen Bramme haben die beiden Staaten ihre gegenschulden zu erfahren und fordert die Einsetzung chen des internationalen Sozialismus beendet Regierung verkaufen, erdreisten sich, vom seitigen Gesandten aus Budapest und Warschau einer parlamentarischen Staats- werden soll. „ Bekennermut" zu faseln! Nach diesen Pro- Polen und Magyarien." Lange wirds nicht abberufen und es herrscht ,, Spannung zwischen schuldenkontrollfommission. Senator Zuleger( Bund der Landw.) sagt, ben kann es nicht weiter wundernehmen, dauern, edle Seelen finden einander wieder. anerkennt das Versagen der inneren Anleihen. das Ernährungsministerium habe, um fünf wenn das Blatt behauptet, daß die deut- Das sollten die tschechischen Offiziosen bedenDie Ursache hiefür ist nicht das mangelnde Millionen minderbemittelte Konsumenten mit schen Sozialdemokraten aus nationa- ten, die den geschehenen Sprung mit solch geVermögen, sondern das mangelnde Vertrauen billigeren Lebensmitteln zu versorgen, ein len Gründen ein Zusammenarbeiten mit rührter Genugtuung vermerken. der Bevölkerung in die Finanzgebahrung des Kontingent von 40.000 Waggons Getreide ihren tschechischen Genossen ablehnen müs Staates. Er verlangt die Auszahlung der vorgeschrieben. Er sei kein Gegner dessen, daß sen" und wenn es die tschechischen SozialZinsen der Vorkriegsschulden, zu der wir nach die unteren Volksschichten billigere Lebensmits demokraten eifrig in Schutz nimmt. dem Friedensvertrag verpflichtet sind, wobei tel erhalten, doch dürfe dies nicht ausschließlich sich schließlich die„ Prager Presse" darüber Wenn auch jene nicht zu furz kommen dürfen, die auf Kosten der Landwirte geschehen, sondern den Stopf zerbricht, ob unser„ Dreifronten Der Rechts- und Verfassungsausschuß hielt am Rechts- und Verfassungsausschuß. mangels flüffiger Geldmittel die Mehlanfeihe auf Kosten der Gesamtheit.( Zwischenrufe.) frieg" ein erfolgreicher sein werde, so macht 13. d. M. eine Sivung ab. Zur Verhandlung ge nicht bezeichnen können. Referent verlangt Redner führt Kelage über die Aufteilung des die endliche Lösung des Kriegsanleihepro- Kontingents, von der besonders die Landwirte sie sich höchst überflüssige Sorgen. Sie ist langte zunächst die Regierungsvorlage betreffend blems. Die Frage soll endlich ihres politischen der Gebirgsgegenden schwer betreffen werden. doch schließlich durch die ihr anbefohlenen der Berlängerung der Wirksamkeit der Verfügung des ſtändigen Ausschusses vom 4. April 1920, Charakters entkleidet werden und aufhören. Es sei ein groter Fehler gewesen, daß bei der Reinwaschungs- und Befchönerungsarbei- Nr. 480 lg. d. G. u. Bdg., welche mit bent Ende ein Spielball zwischen Regierung und Parla- Aufteilung und Kontingierung die Produk dieses Jahres abläuft, bis zum 31. Dezember ment zu sein. Er spricht die Hoffnung aus. tionsgebiete in vier Klassen eingeteilt wurden 1920. Es handelt sich in dieser Verfügung um die daß für das Investitionsbudnet die nötigen und daß hiebe: gerade die höchsten Gebirgsbes senate und um die Zuweisung gewisser vor die Verringerung der Zahl der Mitglieder der StrafAuslandskredite erhalten werden. In seinen zirke in die Klasse der Getreidegebiete eingeteilt Gerichtshöfe gehöriger Strafsachen über Antrag Schlußsätzen warnt er davor. anzunehmen, daß wurden. Es müsse weiters selage geführt wer- Einstellung eines kommunistischen Blattes. richtshofes als Einefrichter. Bereits bei Bera des Staatsanwaltes an einen Richter des Ge der Senat sich immer seines Budeetrechtes ent- den über die Höhe der für den Fall der Nicht- Das fommunistische literarische Blatt„ Cer tung der Verfügung des ständigen Ausschusses schlagen und sich immer nur auf die eritif belieferung angedrohten Geldstrafen. Er ist fer ven", das von dem tschechischen Dichter S. S. im Abgeordnetenhause haben die deutschen Soschränken werde. Nach einem Arvell an die ner dafür, daß mit der Zwangswirtschaft auf- Neumann herausgegeben wurde, stellt sein gialdemokraten darauf hingewiesen, daß der durch Minderheit, doch auf die Notwendigkeiten des geräumt werde. Erscheinen ein. In der letzten Nummer schreibt der Gerichte vom Standpunkte einer ordentlich n die Verfügung verfolgte 3med der Entlastung Staatsbaushaltes bedacht zu sein, erffärt er, Senator Pane?( tsch. Sez.- Dem.) erklärt ge- S. S. Neumann, der persönlich ein ehrlicher Strafrechtspflege beffer nach Analogie der leg daß er die Zeit ersehne, in der auch die Min genüber der Oppofition, die ein Regieren un- Mann ist: Jch will heute bekennen, daß unsere Sfner erreicht würde. Die Anträge unferer Ge derheit die lebrzeugung gewinnen werde. daß mögh macht, daß, da die Opposition gegen großen Hoffnungen aus der Zeit des Umsturzes nossen wurden jedoch von der tschechischen Mehr auch für sie der Tisch gedeckt ist und sie sich hier die Regierung Front macht, eben die anderen nur ein Beweis unserer sozialen beit des Hauses abgelehnt. In der Situng des wohl fühlen werden. Parteien unterbeffen alle meelegenheiten des Unreife waren. Daß es nur durch Wün- Standpunkt unserer Genoffen Unterstügung durch Rechts- und Verfassungsausschusses fand der Die Debatte. Staates allein erledigen müssen. Obwohl die sche hervorgerufene Illusionen den Legionärabgeordneten Patejdl, defien mit dem Fahrner( D. Nat.- Soz.) vergleicht unsere Deutschen das Organisationstalent in politi waren, denen die wirtschaftlichen und politi- Antrage unserer Genossen nahezu wörtlich gleich. Verhältnisse mit den irischen und begrüßt das schen Dingen besigen, so ist die Zeit doch schen Bedingungen nicht entsprachen."- S. R. lautender Mesolutionsantrag mit den Stimmen wo sie mit Neumann, der nach dem Umsturz, lange vor der deutschen und tschechischen Abgeordneten anirische Volk und seine Freiheit. Gleichen Tant noch nicht gekommen, genommen wurde. Dies ist wiederum ein Schulsagt er dem stolzen England für seine Einsicht, uns arbeiten können. Der Redner Schmeral und der Spaltung der sozialdemokra die dem irischen Volke die Selbstbestimmung erklärt, daß die Finanzsituation gegenüber dem tischen Partei sich zum Kommunismus bekanngegeben. Hierauf befaßt er sich insbesondere Vorjahre sich gebessert hat. Den breitesten te und in seinem Blatte die kommunistischen mit der Unterdrückung der deutschen Staats- Raum seiner Ausführungen nimmt die Beam- Dichter beider Nationen um sich vereinigte, ist tenfrage ein. Das Ministerium für soziale Für nunmehr so weit gekommen, daß er das Trug Franta( Nat.- Dem.) verlangt in seiner Poles forge soll die Sozialversicherung der Arbeiter, bild des Sozial- Illusionismus verwirft. Hof mit gegen Fahrner, daß sich die Deutschen die Strankenversicherung der Staatsbeamten fentlich wird ihn sein redliches, soziales und menschliches Fühlen bald ganz auf den richti als Minderheit fühlen. Die Deutschen und die Bautätigkeit durchführen. wollen immer mehr, als sie brauchen. sie bilden Senator Better- Lilie( deutsch. Christl.- Soz.) gen Weg leiten. sich ein, zahlreicher zu sein, als sie wirklich kritisiert die Sypertrophie des Beamtenappa- Weiterer Zerfall der Klerikalen Volkspartei? find. Ma er den Begriff tschechoslowakische rates, welche er als Grund der desolaten Fi- Es hat den Anschein, als ob es in der tschechisch- Qualifikation als Ucbertretung eber Berbrechen Sprache und Nation berteidigt, stößt er auf nonglage bezeichnet. Er weist auf die Gefah- klerikalen Partei zu einer neuerlichen Spaltung maßgebenden erigrenzen durch eine Abände heftigen Widerstand der ffomatischen ren des gegenwärtigen Steuersystems für die kommen sollte. Der Prager Flügel der Kleri rung des Strafgefches; wenn die Regierung bie Senatoren, die eine solche Gemeinschaft abfeh gesamte Volkswirtschaft hin. Der Staat tann talen unter Führung des Dr. Mazance und sen es nicht geben will, so fann man bie durch. nen. Auch unfere Genossen erheben heftigen auf keine Inland- und Auslandkredite rechnen, des Abg. Myslivec macht entschieden Front ge. gen. Antrag der Regierung ber Staatsanwalt. Widerspruch, als Redner ohne einem Schein so lange unter Anderem die Kriegsanleihe nicht gen die Führung des Partei, an deren Spize kabinetisiunta sinführen, nur ben o ichaft gegebene Befugnis, will man nicht eine beantten. ten, mit denen sie den tchechischnationalen Gewalthabern dient, so belastet, daß sie sich mit der Sorge um die richtige Taktif unserer Partei nicht unnötig strapezieren sollte. Abgeordnetenhaus. beispiel dafür, daß wenn ein deutscher und ein schechischer Abgeordneter ben gleichen Antrag stellen, es in den Augen der tschechischen Majori Justizminifterium brachte zu der Regierungsvor tät troedem nicht der gleiche Antrag ist. Das lage einen Bujavantrag ein, nach welchem der Staatsanwalt bei Diebstahl,' Veruntreuung und Betrug in Fällen, welche nur mit Rüdficht auf Berurteilung bloß wegen Hebertretung beantraden Wert des Gegenstandes Verbrechen sind, die gen kann. Genosse Dr. Sa as wendete sich gegen diesen Antrag, indem er ausführte: Der geradlinine Weg wäre die Sinauffehung der für die Belte& gen. Der gleichlautende Abänderungsantrag des Sozialdemokrat weiterhin als wirkliche proletarische Arbeiter Die Antwort der organisation zu gelten, verloren hat. Die anarchistische Einstellung, die Saltung der tom. Metallarbeiter munistischen Presse, ine befondere der Roten rahne", deren journalistische Herz- und Lügenkunststüdchen weiter nichts als Die Kommunistische Partei Deutschlands daß gerade steht seit vielen Wochen am Branger. Seitdem die K. P. D. durch ihre Taktik die Amnestie ber Berliner Vorwärts" die Dokumente aus hintertreibt. Kommunistenanschlag. Tages- Neuigkeiten. 18. Dezember IU tichten einräumen. Neber Antrag des Referenten längst fällige, von den Moskauer Ueberdiktato- burch Rußland verkörpert wird, inszeniert wor- von den Rommunisten zugedachte Mandat b wurde der Regierungsantrag angenommen. ren verlangte Aftion" in Gang zu bringen! den. All die Toten des Butsches, ihre Hinter- lehnen. Zur Verbandlung pelanate weiters der Ve- Micht genug damit, daß wir als die Verführ bliebenen, wir Opfer in den Sterfern, unsere Herr Stegbauer und seine Helfershelfer fr fchluß des Cenotes auf Abänderung der Advo- ten in den Gefängnissen und Zuchthäusern der Ernährer beraubten Familien sind zu An- ren sich, wenn sie glauben, die Auffiger Wetalk fatenordnung. Gegen den Antrag des Referenten Dr. Vartojdhet auf unveränderte Annabune des schmachten und die Verbrechen gewissenloser flägern gegen diese wirklichen Arbeiterverrä arbeiter vergewaltigen zu fönnen, fie fönnen Beschlufies des Senates wendeten fich Genoffe Führer" büßen müssen, während diese fich ter geworden, zugleich aber auch zu einem höchstens Faules zum Absplittern bringen, Dr. aas, der tschechische Sozialdemokrat Dr. der Freiheit erfreuen, sollte unser Hungertod Warnungs- und Mahnzeichen für die gesamte, mehr aber nicht. Die Aussiger Metallarbeiter und Abg. Dr. Rafka. Genolie Dr. als neues Hep- und Brovokationsmittel zur Arbeitertlasse, sich nicht wieder mißbrauchen zu wissen, daß, wenn sie ihre Organisation ser Saas führte aus, der Senatsoefchluh leise an Aufpeitschung der Arbeiterklasse dienen und lassen. fchlagen laffen, ihren Unternehmern mehrlog folchen Mängeln, welche auch die Advokaturs. den Zusammenbruch der St. P. D. verhindern. Möge die Arbeiterklasse diese Zeilen, die die ausgeliefert sind. Sie erkennen aber auch, daß Landidaten bort treffen würden, sodaß eine kurze Wir politischen Gefangenen haben seit April Meinung fast aller politischen Gefangenen zum die Kommunisten, die nach der Zerschlagung Verzögerung der Geierwerdung, die einen Monat b. 3. die Tallit der n. P. D. in allen wirt- Ausdrud bringen, sich einprägen, danach han der sozialdemokratischen Partei, während fich nicht zu überſteigen brande, auch im Jutereffe fchaftlichen und volitischen Zeitfragen verfolgt deln und immer an das Wort unferes alten die lehtere wieder fonfolidiert und im Aufber Advokatursfandidaten liege. Insbesondere bedürfen im Insereise der Advokaturstandidaten und erfaunt, nicht nur, daß durch fie unserer Genossen August Bebel denten: Arbeiter, seht stieg begriffen ist, mit ihrer Bewegung trop des Anschlusses an die tschechische Partei im ber§1, lit. c und d und der§ 5 einer Reform. Freilaffung nicht gedient wird, sondern auch, euch eure Führer an!" mer mehr dem Bankerott entgegen gehen und Ueber Antrag des Genossen Dr. Haus wurde in daß diese Partei infolge ihrer Phrasen-, Gebie Spezialdebatte des Gefevaniranes eingegon. walt- und Butschpolitik jedes Anrecht, noch nur deshalb so wütend gegen die Gewerkschaf Auffiger ten Sturm laufen, weil dieselben von gewissen Genossen Dr. Va as und des Abg. Dr. Rafla, haften, der Abenteurerpolitik der Kommuni daß das an einer außerhalb der tschechoslowaki auf einen sten unzulänglichen Vertrauensmännern ge schen Republik tegenden Universität der einstigen leitet, ein unüberwindliches Hindernis sind, österreichisch- unnarischen Monarchie absolvierte daß die Kommunisten die Massen für ihre Studienjahr 1918-19 in die vorgeschriebenen juri wahnwißigen Absichten mißbrauchen fönnen. stischen Studien einzuredenen ist. wurde mit Für Sonntag, den 11. Dezember hat die Die Generalversammlung hat, das wird im Stimmenmehrheit angenommen. Dierauf wurde eine Schändung der großen Idealisten Karl Auffiger Verwaltungsstelle des internationa- mer flarer, manchen, der bisher an die Heils ein Subkomitee gewählt, bestehend aus dem Referenten, Genossen Dr. Haas und den Abg. Dr. Liebluecht und Rosa Luxemburg Ten Metallarbeiterverbandes ihre ordentliche lehren der Kommunisten glaubte, die Augen Rafla und Dr. Medvedn. Bei Beratung über die gemeine Beschimpfung der proletarischen Generalversammlung abgehalten, auf der die geöffnet und erkennen auch diese, daß die Kombie Grundsäge, nach welchen sich das Subfomitee Arbeiterorganisationen, an deren Solidarität Stommunisten und die Deutschnationalen mit munisten ihrer Kampfesweise den Unterneh gu ridten hatte, entwidelte fich eine besonders man andererseits appelliert, die phrasenhaften, Hilfe von Leuten, die knapp vor oder gar wäh- mern bei der Wiedererlangung ihrer Macht lebhafte Debatte über den Antrag der Abg. Lan von leinem Proletarier verstandenen Aufrufe rend des Wahlganges in die Versammlung ge- über die Arbeiter in die Hände arbeiten und dova- Stycheva, es möge eine Bestimmung des der„ Offensivzentrale" auch nach dem Putsch, fommen waren und von denen man gar nicht die Schrittmacher der bürgerlichen Realtion Juhaltes aufgenommen werden, daß der Verlust feststellen konnte, ob sie Mitglieder des Inter- sind. der Staatsbürgerschaft einer Advokatin durch Ver- sie haben uns die Augen geöffnet. ehelidung mit einem Ausländer den Verlust der Jept ist es flar, warum die alte Zentrale nationalen Metallarbeiterverbandes sind, die Advokatie nicht nach fich ziehen folle. Mit Aus-( Pevi, Däumig. Hoffmann, Zetkin, Braß) der knappe Mehrheit erhielten. Die Freude darüber nahme des Genossen Dr. Haas, welcher diesen Bentrale der Offensive" Plaß machen mußte! aber wird nicht lange dauern. Antrag auf das wärmste unterstütte, wurde der Nicht fleine Meinungsverschiedenheiten waren Schneller als wir ancenommen haben, erfelbe von allen Rednern abgelehnt und schließlich die Gründe, sondern heute nach der Veröffent, heben die Aussiger Mitglieder des Metallarbei- Hindenburg spricht... Vor einigen Tas bem Subkomitee angewiefen.- Im Sublomitee lichung der Enthüllungen erkennt man, daß terverbandes einen flammenden Protest gegen gen tamen in der Stadthalle Hannover ftellte Genoffe Dr. Daas nach Ablehnung des der Müdtritt erfolgen mußte, um der für das den von den Kommunisten verübten Streich. 3000 Schüler und Schülerinnen der höhe. ursprünglichen Antrages den Eventualaniran, daß ber Quſtizminiſter einer Advolatin für den Fall deutsche Proletariat so verhängnisvoll gewor. Aus den Aufſiger Betrieben allein sind der ren Lehranstalten Deutschlands zusammen. bes Verlustes ihrer Staatsbürgerschaft durch er. denen Rutschpolitik weitesten Spielraum zu Verwaltungsstelle des Internationalen Me3000 junge Herzen, denen die Aclteren, die ehelichung mit einem Ausländer über Ansuchen geben, da die alte Zentrale derartige Verbre- tallarbeiterverbandes im Laufe des Montag bie weitere Ausübung der Advokatie gestatten chen am Proletariat nicht mitmachen wollte. nachmittags Protesterklärungen, die von über durch die grauenhafte Zeit des Wahnsinns lann. Der Referent fchlok fich diesem Antrage an. Der Oeffentlichkeit gegenüber das Aushänce- 1000 Mitglieder gezeichnet sind, eingefendet und menschlichen Mordens hindurchgegan Nächste Sigung des Rechts- und Verfassungs- schild der Menschlichkeit" und des„ Mit- worden. Alle diefe Mitglieder erklären durch gen sind, den Weg zeigen sollten in eine musschusses am 14. Dezember um 10 Uhr vorm. fühlens" mit uns, in Wirklichkeit aber weiter ihre Unterschrift, daß sie, von ihren Delegier- Welt, wo nicht mehr der Bruder dem Bru nichts als elendite Heuchelei und Ausnutung ten informiert, auf das Heftigste dagegen pro- der mit der Seule gegenüber steht, sondern Die K. P. D. am Pranger. fich des Gefühls nicht erwehren, nen, zum Teil erst während des Wahlaktes her. unferer Verzweiflung zur Parteipropaganda! testieren, daß ihre Delegierten von luberufe wo sich die Völker die Hand reichen, statt sich zu beigeholten Leuten, majorisiert und vergewal. 34 zerfleischen. Vor diesen dreitausend jun tigt wurden. Sie verlangen vom Verbands- gen Wenschen sprach der deutsche Generalvorstand die Wahrung der Rechte aller Mit- feldmarschall Hindenburg folgende dem Besip Klara Zetkins veröffentlicht hat, Nun ein Wort zu den Enthüllungen im versammlung und den Willen der Majorität tungen jubelnd begrüßt wurden: glieder auf die Entschließungen der General Worte, die von allen hakenkreuzlerischen Zei weiß jeder Schende, daß an der pipe der Vorwärts": Als ehemaliger Funktionär der der Witglieder der Verwaltungsstelle Geltung Partei strupellose Abenteurer stehen, die beim. P. D. erkläre ich vor aller Ceffentlichkeit, zu verschaffen. Wenn wir auch tief gesunken sind, nicht nur mitteldeutschen Märzaufstand mit Glück und daß mein politisches Anstands. und proletaridaß mein politisches Anstands- und proletari- Die Seftion der Heizer und Maschinisten, die im Sinne der Politit, sondern auch moralisch, Leben Tausender frevelhaft spielten, um ihrem fches Ehrgefühl, mein Idealismus mir gebie- 300 Mitglieder zählt, teilt mit, daß sie in dem so bleibt uns doch die Pflicht, wieder aufzu planlofen Ehrgeiz, um einem wirklichfeitfrem ten, derartigen Führern" für alle Zeit die Augenblid, wo die durch einen hinterliftigen bauen nach bestem Können. Gottesfurcht, den Wahrgebilde und dem Auftrag der Mos- Gefolgschaft zu versagen. In welch schamloser, Terrorakt zustande gekommene Wahl aner Treue, Würde und Ehrlichkeit allein fönnen Lauer Gewaltigen zu dienen. Einer der unseli lügenhafter Weise hat man unseren politischen fannt wird, geschlossen aus der Verwaltungs uns auf diesem Wege helfen. Diese Eigen. gen Verführten, urtrante, fagt sich dealismus mißbraucht. Mit einem teufli- ftelle austrete und sich als selbständice Gruppe schaften wecken die Kräfte zur Erfüllung der nun in einem offenen Brief aus dem Sterler, chen Netz von Lügen hat man uns umsponnen. des Metallarbeiterverbandes großen Aufgaben, die uns bevorstehen. Wenn diese Forderungen erfüllt sind, dann werden in welchen ihn das Verbrechen Eberleins für nur wenige Beweise dafür, deren ich mich aus werde. Andere Gruppen fündigen in diesem konstituieren wir auch wieder Männer haben, die be fünf Jahre hineinheßte, von den verbrecheri- der Zeit des Putsches noch erinnere:„ dricg Falle ihren Uebertritt zur Verwaltungsstelle reit sind, ihr Leben fürs Vater ichen Worthelden der Revolution um jeden zwischen Polen und Deutschland ausgebro- Tepliz oder Bodenbach an. Noch sind nicht Breis" los und der Groll und die Enttäu- chen!" Sipo fämpft gegen Reichswehr!" In aus allen, besonders den auswärtigen Betrie " Deutsche Männer, die wieder bereit sind, schung all feiner Schidialsgenossen zittern in Berlin, im Ruhrgebiet, in ganz Deutschland ben, die zur Verwaltungsstelle Auffig schören, für ihr Vaterland zu sterben?" Was und seinen erschütternden Worten mit. Frante Generalftreit ausgebrochen!" ,, Wir schreibt: find die bereits angekündigten schriftlichen Broteste wer ist denn dieses furchtbare Vaterland, in überall fiegreich!" Es ist nur eine Abwehr der Mitglieder eingelangt und schon haben dessen Rachen bereits zehn Millionen Tote Im fommunistischen Organ für alle a. aftion!" Rußlands Rote Armee steht an der 2000 der 3400 Witglieder der Verwaltungs- und sieben Millionen zerschossener und zerE., dem„ Klassenfamyf", lafen wir Opfer der Grenze zum Einmarsch bereit!" Die proleta- stelle, den Stommunisten auf ihren Schurfen hauter Strüppel hineingeworfen worden Warzaltion am 18. November d. J. folgende rische Einheitsfront hergestellt!" so schwirr- streich die gebührende Antwort gegeben. Worte: tent une täglich die Meldungen zu. Wer hätte sind und das noch immer nicht Blut genug Aber auch einige von dem kommunistischen getrunken hat? Vom politischen Standpunkt hat das wohl damals geahnt. daß unsere ehrliche Be- Wahlkomitee aufgestellten Kandidaten prote- getrunken hat? Wer heute mit sehenden Broletariat tein Interesse an der Freilaffung geisterung nur durch Lügen entfacht worden ist! stieren gegen die von denselben verübte Nie Augen durchs Leben( ht, dem frampft sich der hungernden Genoffen. Ihr pferted fanno trop alledem feine Aktionslust vorhanden dertracht und gaben bereits bei der Verwal- das Herz zusammen beim Anblick jener Un Die Vrutalität der herrschenden Klassen nur oder zu erzeugen war, da wurde mit brutaler tungsstelle von ihnen gefertigte Erklärungen glücklichen, die für die menschliche Gesellenthüllen und ben af der Waffen gegen ihre Gewalt nachgeholfen. Scheute man doch sogar ab, daß sie gegen ihren Willen und ohne gefragt schaft täglich und stündlich die furchtbarste Webrüder bis zur Todfeindschaft steigern." daver nicht zurüd, Funktionäre mit dem Tode zu werden, in die Kandidatenliste aufgenom- Antlage bilden. Dort einer, dem das HöllenAlso unser Hungertod erscheint diesen Füh zu bedrohen! Der Märzputsch ist ohne Zweifel men wurden, an feiner Sitzung des Wahl- konzert der Geschütze den Verstand geraubt, rern" als das geeignete Mittel, die sicher schon auf Verlangen der dritten Internationale, die komitees teilgenommen haben und das ihnen hier einer, dem eine grauenvolle Nacht im Feuilleton. Eines Tages wird ihr aus tem Turm der waftille hen( und Herrn Foreſt als Schnellphotographen) Schüßengraben das Nervensystem zerschla von einem Gefangenen ein Brief zugeworfen, aus ist es wert, Hauptmanns schwaches Erzeugnis an- gen und dem nun Kopf und Glieder ivackeln, dem sie erfährt, daß der unglückliche Schreiber zuschauen. Peter Brauer" ist als Theaterſtüd als würde ihn eine teufliche Macht immer berei: 8 Jahrzehnte im Gefängnis gehalten wird. wirklich minder bedeutend. Es ist nur die Liebe, wieder von neuem mit einer Kurbel auf Der Ton des Briefes, die Tatsache, daß die mit der Hauptmann jede feiner Gestalten bildet, brehen. Dort wieder einer, dem aus rot Stimme eines Lebendigbegrabenen zu ihr ge- aus dem Leben greift, ohne das besonders. In: erTas Burgtheater veranstaltete eine sehr drungen iſt, entzünden in der braven Bürgerin eſſante" hervorzuftreichen, das auch in diesem verbranntem Gesicht zwei tote Höhlen heein übernatürliches Wollen. Sie wiegelt das Boil neuen alten Wert( es ist vor dem Krieg enistan- rausstarren, die einst Augen, Gottessenster würdige Trauerfeier für Thaddäus Nittner. Klangpolle Verse von Anton Wildgans gingen eines Adeligen, befreit sie und bringt sie schließ auf und wird verhaftet. Der Zufall, in Gestalt den) wirft. einer mufteiguftigen Aufführung der Tragödie Gerhart Hauptmann ist immer wer. Auch Peter waren. Und angesichts dieser erschütternden bes Eumenes" voran. Das Lustspiel selbst, die lich bis vor die Stönigin, eine unwahre, literarisch Brauer ist Leben. Gegenüber dem Papiermache Bilder wagt es ein Hindenburg, sich vor abschenlich verzeichnete Wiorie Antoinette. Es ge der Literatenfunst Heinrich Manns. Gefchide ces vorbin derben Dichters, der nach ling: ihr um den Preis von Lügen und Unehr die Jugend hinzustellen und ungeachtet all Wilhelm Busch und vor ihm in einem Ninerlichkeit gegen fich selbst, den Gefangenen au be- und dann noch ein alter guter Schnitler. De schen Griechenland nicht dazukommit, seine Tra freien. Die Tatsache des Gelingens wirft mächtig bendige Stunden." Ein wenig Staub ist auf die Und dann noch ein alter guter Schnitler. De dieses Elends schon wieder neue Evier zu gödie zu beenden, ist von erlesenstem Humor. Hier fordern! Der weißhaarige Gelehrte und ift Rittner jo fein, daß die Fronte gang obue Bultmalerien Aft wird die Baſtille hin er ehemalig glänzende Frische gefallen. Staub der Dichter aus Indien, Rabindranath ans Rittner so fein, daß die gronie ganz ohne den Kulissen gestürmt. Madame Legros aber hat Zeit, Wiener und österreichischer Zusammentrach. Tagore, der kürzlich Europa besuchte, Echärfe zur Herzenssache wird. Allerdings ist ein fich verbraucht. Sie tehrt zu ihrem Gatten zurüd Staub. Diese Distinguier: en, die so fein und flug hat den europäischen Nationalismus, der fo liebenswürdiger Darsteller wie Herr Rom und wird wieder im Laden tätig sein. berg und als Witwe Titelia eine so flailid dialogisieren, find heute nicht mehr Herren ihrer Das ganze Stück ist unecht; in den Volksszenen Zeit. In Wien gibt es keine Muße. Auch die aus den Worten Hindenburgs grinst, wie fdhone Dienerin der Stunft, wie es frau Wohl gem ut ift, unbedingt notwendie. Die Tragödie auch das treibende Motiv ist fonstruiert, alles Bildern. wird es jedem naiven Zuschauer offenbar. Aber Literaten hasten, man träumt nicht mehr vor alten folgt gekennzeichnet: Ses Eumenes" ist Kunst für Wien, für Cesterreich als Stulturinsel, wie Dr. Rosenbere in feiner feine Schüffel", wie die Speisekarte es nennen so menschlich zu vereinfachen gewußt, daß Stil da scheinbar Menschliche" wird schön garniert, eine Selbstbewußten Stede es unlängst genannt hat. m schnaavinen Berlin würde man dieses Lustspiel würde, aufgetragen. Nur durch leber: reibungen iſt. Er verdünnt und fouzentriert ſeine Stimman( und das ist der Expressionist in Heinrich Mann) wird die Figur auf der Bühne möglich. Frau einfach im Spiegel des feinen Beobachters gen nicht. Er bringt sie( so scheint es wenigstens) Wiebe! sly jest alle modernen Wittel ein, in eini deshalb erheitert auch seine Satire so sehr. Die erfte eigentliche Premiere dieser Spielzeit nen Szenen ist sie glaubhaft. Aus der unmöglichen var Madame Legros". Für Premieren. Marie Antoinette macht erl. Marberg eine timmung nich just das rechte Wetter, denn am Nochmittag hatte man geplündert und zerstört. Varaderolle. Ihr eminen: es Sönnen wird in dieMadame Legros" foll Revolutionsluft armen. sem gegadten Ausschnitt ganz offenbar. Arnen Wind, in dessen Weben seltsame Dinge Wiener Theater. Ben Walther Beamt( Wien). nicht verstehen. Beter Doch hat Schnitler das Literarische in sich -pe land einzuseßen." Die Nation mit all ihrer Ausstaffierung don Macht und Erfolg, mit ihren Fahnen und frommen Hymnen, ihren gotteslästerlichen Ge beten und den prahlerischen Donner worten ihrer patriotischen Grok Sprecherei, fann doch ble Tatsache nicht berbergen, daß die Nation selbst das größte Ubel für die Nation ift... Ihr einzi ger Wunsch ist, sich die Schwäche der übrigen Welt zunube zu machen, wie einige Insekten arten, die den Opfern, in deren wehrlolem Fleisch fie ihre Brut großziehen, nur gerade fo biel Leben lassen, daß sie genießbar und nahr haft find." Der fräftigfte der vier Einafter ift Die Frau mit dem Dolche". Der Renaissance- Tagtraum der mondänen Frau, der winigste( und Schnirler ( pielt gern mit der Tronie der Entscheidungen, des Todes und der Liebe), die Farce Literatur". ind, nach ofmannsthal( auch einer von anno Im Raimundtheater wurde Ein Literat und eine Piteratin Aug in Aune, bajumal). Aber der Literat, der von Literuten Brauer" den Gerhart& auptmann zum c.ften Spiegel gegen Spiegel. Die ganze Wiener geistige angebetete Luerat, der in Heinrich Mann Mal gespielt. Die lebenswahr schmerbänchine Ge- Oberfläche sollte fich hier metroffen fühlen. Ein sted:, intereffiert sich eigentlich nur für das Tech stalt des deutschen" Maters" aus den liegenden| Stück aus verllungenen Tagen, diese vier Ein. Wann werden die Völler wach werben, Rische einer Frauenfcele. Wann( Heinrich Monn) Blättern". Brouer mit dem Heidenrespekt vor after. Arthur Schnikler, selbst beinahe etwas ver. wann werden sie endlich einsehen, daß der will un emreden, die fixe Idee einer Bürgers feiner Gattin, Brauer, das Brokmaul, der den flungen, vor dem Vorhana. Eine brillante Auf- Nationalismus hüben und brüben nichts Trau bätte en Bunfen, beller n- font: die Funken ünstler" im laus fpielt. und schlicklich, als er führung, zu der Enno, Forest, Erika Wagner anderes ist, als der Tanz ums goldene Stalb, der Revolution zur Flamme angeblasen. Madame den großen Auftrag bekommt, eine Kapelle aus.( als dämonische Frau mit dem Do! e), Anne der auf dem zersetzten Rücken der Armen und Besiplofen ausgeführt wird? er feinen Laden in der Nähe der Bastille hat. Tiedge brachte ihn virtuos. Ihn allein au fe 10. moet IVEL. Sozialbemokrat Belle T Die Gebühren für Ferngespräche betragen: bis zu 25 Kilometer 50 "" 100 " " 200 " " " 350 500 " über 500 3 Sc 4 Stc 5 Sc 6 Sc 8 Sc 10 Sc 12 Se Wer gegen den kapitalistischen Kurs ist, gen Errichtung einer zweiten deutschen Taub- ihm mehr als gleichzeitig, wofern er nur[ Berbindung erreicht im Lokaldienst bie Ge wird verhaftet. Die Derliner Kommunist um mensch u Ie, welche sich einem gedeih- wieder in Hermelin und Purpur und bie bühr von 15 Sie und im Ferndienſt die Gebühr stische Arbeiter- Zeitung" berichtet über ein lichen Abschlusse nähern und die Vorbereitung Stefanstrone auf dem Schwachkopf in Bubige Verbindung erhöht diese Gebühr monatlich von 60 Re monatlich. Jede weitere tägliche stän Mitglie der deutschen kommunistischen einer großen Fortbildungsschulenquete. Die dapest thronen konnte. Von Zita, der Re- um 50 Prozent. Arbeiterpartei, das in Sowjetrußland ver- Frage einer Erweiterung des Vollzugsaus- gisseurin des Oktoberausschusses getrieben, betragen 60 Seller für die Einheit des gewöhn Die Gebühren für Sofalgespräche haftet wurde:„ Der Genosse Kogan schusses tonnte nicht in Erwägung gezogen besorgte der Erzherzog Mar das Flugzeug, lichen Gespräches und das dreifache für die Einwurde verhaftet, weil er im Verdacht steht, werden, da der Ausschuß nur als fleiner, leicht die Umgebung wurde teils eingeweiht, teils heit eines dringenden Gespräches. mit linken Sozialrevolutionären und mit handlicher Körper seinen Aufgaben gerecht im Inflaren gelassen und so ging dann der Arbeiteropposition in Verbin- werden kann. Seine 2 Mitglieder aus dem endlich der große Streich vor sich. Falsche dung getreten zu sein! Die rechtliche Die rechtliche Lehrstande sind nur als Fachmänner im Lehr- Angaben, Lügen und Bestechungen mußten Grundlage zu dieser Verhaftung ist wahrsamte und nicht als Vertreter ihrer Organisa- helfen, einzelne Gimpel, Offiziere und scheinlich in einem fürzlich herausgegebe- tion anzuschauen. In Standesangelegenheiten Soldaten zu gewinnen, aber Horthy und nen Defret der Sowjetregie- werden stets die einzelnen Fachorganisationen der Regierung schien die Geschichte zu risrung zu sehen, nach dem alle, die sich zugezogen werden. Während der Berantant. Sie beschwören Majestät pathetisch, für die Einheit des gewöhnlichen Gesprächs und wurde eine Deputation des Hauptausschusses neuen Wirtschaftspolitit für Leibesübungen empfangen und ihre Wün- zurückzukehren, und organisierten dann den bas Dreifache für die Einheit eines bringenden entgegenstellen, als Staatsfeinde zu behandeln sind. Um die Gesche und Anträge zur fördernden Weiterbe- Widerstand, der zum Gefecht von Budasör und eines Staatsgesprächs. Sonntags bleibt fängnisse für unsere Genossen, die Genossen handlung übernommen. und zu dem des Birkustragöden würdigen der Telephonverfehr mit Ausnahme von PresseAbschied der Arbeiteropposition und der Linken So- Breise" berichtet: Wie in politischen Kreisen ver Wofür? Aus Budapest wird der„ Neuen Freien Karls aus seinem Ungarn" und Zeitungsgesprächen auf dringende Ge prache beschränkt. führte. Die Gebühr für bestellte Nachtges zialrevolutionäre leer zu bekommen, am- fautet, erschien dieser Tage der englische Gesandte Wenn die ungarischen Gewalthaber mei- präche und für Seitungsgespräche neftierte man alle diejenigen, die mit der in Budapest Sooler beim Erzherzog nen, nach dieser Darstellung in blüten- beträgt die Sälfte der Gebühr, die für gewöhn Waffe in der Hand gegen Sowjetrußland Rosef und überreichte ihm im Auftrage des weißem Unschuldgewand dazustehen, so heiten auf derfelben Strede zu entrichten ist. Beliche Ferngespräche bei gleicher Zahl der Eingefämpft haben, b. h. die Weißgardisten Königs von England den Viktoria- Orden. irren sie. Man weiß, daß sie ein Doppel- sieht sich das Recht, ermäßigte Beitungsgespräche d. Slezak und Girardi als Dichter. Der große Te Spiel gespielt und ein Alibi nach beiden abzuwideln, auf mehrere Linien, für die verschie norist, der ehemals Schlosserlehrling war, schrieb den hohe Gesprächstagen gelten und find am einst an den Komiker Girardi, der in seiner JuSeiten vorbereitet haben, für den Fall Schlusse des Monats weniger als 50 Gesprächsgend den gleichen Beruf hatte, folgende Berfe, sowohl daß Karl Erfolg, als auch, daß er einheiten absolviert, wird die zu entrichtende Ge bie wir aus Slezats Autobiographie entnehmen: Mißerfolg haben sollte. Aber die Buda- bühr für die noch nicht absolvierten Gesprächs pester Dokumente genügen dafür vollauf, um einheiten im Wege des Durchschnittes der auf die absolvierten Gespräche entfallenden Gebühren die ganze Gewissenlosigkeit und eitle Streberei des erbärmlichen letzten Habsbur Die Gebühr für Anmeldung und Absage wird der Gesprächsgebühr gleichgestellt, der einzigen Entschuldigungsgrund seines als 5 c. Sofern Anmeldung oder Absage eines ist jedoch nicht geringer als 3 Se und nicht höher Handstreiches, der Glaube, von allen Gespräches mehreren Personen vermittelt werben Ungarn herbeigesehnt zu werden, zerflattert muß, erhöht sich die Gebühr für jede weitere Berden zurechtfrisierten Angaben des son um 3 Rc. Die Gebühr für Anmeldungen im Borhinein beträgt 50 Prozent der gewöhnlichen ungarischen Außenministeriums wie Spinn- Gesprächsgebühr, nicht mehr jedoch als 5 Stc. gewebe. Karl wußte, daß ihn niemand in Budapest haben und Konterrevolutionäre." Tschechisches Helde: tum in Moldautein. Den Namen des Städtchens muß man sich merken. Nach seinem Bürgermeister zu schließen, leben dort lauter Helden, deren jeder einzelne breit ist, zur Wahrung des tschechischen Charakters bon Staat und Stadt den Feuertod zu sterben. Der Sozialdemokrat" beging das Kardinalverbrechen, an das dortige Bürgermeisteramt einen deutschen Brief zu richten. Zwar einen Brief der Menschenfreundschaft, weil er für einen armen Kriegsinvaliden, der sich nicht anders zu helfen wußte, um das Duplikat eines Heimatscheines bat. Aber das fümmert doch die Verteidiger des tschechischen National ,, Am Schraubstock und am Feuer, Da standen wir einst beide, Jetzt fingen wir zur Leier, Den Schmerz ich du die Freude!" Girardi fandte Slezak umgehend folgende Antgers für alle Zeiten festzunageln. Denn wort: Girardi fandte Slezak umgehend folgende AntMein lieber Stimmtragöde, Dein Verserl das blöde, Und Bild hab' ich erhalten, Wir blei'm troydem die Alten! Dein Kandi." charakters von Moldautein nichts. Streng wie Wandlungen in der belgischen wolle, wenn ſelbſt die reaktionärste KliCato, schicken sie unseren Brief ungeöffnet zurüd, weil die Amtssprache tschechisch ist, der Juvalide so bis Sankt Nimmerlein auf den Seimat dein warten. Wenn es nicht Selden Die Gebühr für telephonische Tele gramm aufgabe, bezw. Abgabe oder Nebermittlung beträgt zwei Stronen für je 50 Teleque sich höflichst für seine Besuchsabsichten grammworteinheiten oder ihren Bruchteil. Diese Bestimmungen treten mit 1. Jänner bedankte! Auch die Aktion Benesch be- 1922 in Straft. Am 3. und 4. Dezember hielt die belgische Ar- kommt durch die Dokumente ihr besonderes Arbeiterpartei. betterpartei einen außerordentlichen Stongrek eb, Licht. Gutorientierter Diplomat, der er fich Volkswirtschaft und Sozialpolitik. tischen Seeresreform und einer Her chendes Kontrollrecht zu geben; die RückWahlenthaltung der Deutschen. schen Kampfmethoden. Schon seit Monaten tobte innerhalb der ges wertschaftlichen Organisation der deutschen herbeigeführt durch die kommunistische Partei Glasarbeiter dieses Staates ein heftiger Kampf, und ihr Gewerkschaftsbureau in Reichenberg. Es waren dadurch unhaltbare Verhältnisse geschaffen worden, die es notwendig machten, eine tum ist, den Chauvinismus bis zur verhärtesten der die durch den Hinauswurf der bisherigen so immer zu sein rühmt, hätte er der zwieEinsichtslosigkeit und bis zur Entäusserung von zialistischen Minister aus der Regierung und die spältigen Stimmung der Bethlen und allem menschlichen Fühlen zu steigern, so gibt inzwiſchen erfolgten Barlamentswahlen geschal Sonsorten schon etwas wissen dürfen und Die deutschen Glasarbeiter in der es überhaupt kein Heldentum. Unsere Bewun- stand bas Steferat des früheren Miniſters Ban- hätte immerhin weniger kostspielige Mittel Tschechoslowakei gegen die kommuniſtifene Lage erörterte. Im Mittelpunkt der Tagung derung, Herr Bürgermeister. dervelde, der ein Gesamtbild von dem augen- als Mobilisierung und Kriegslärm anwen blicklichen Stand der internationalen ArbeiterbeEin Zeuge des Wiener Elends von grauen- wegung unter besonderer Herausheb ne der Ent- wenden können, um die vorsichtigen Behafter Anschaulichkeit ist das Wachstum der wicklung in Belaien entwerf. Vandervelde for- haren vom Ernst der Lage zu überzeugen. Gelegenheitsprostitution. Die derte, daß die Partei in Opposition zur Renieand rung trete und fich an teinem Stebinett beteiline, Die Dedenburger AbstimRundschau für österreichische Bundes- und rung trete und sich an feinem Robinett beteifine, Gemeindepolizei" bringt darüber eine auf- destprogramm zu verwirklichen bereit sei. Eine das nicht ein von der Partei aufgestelltes Mintörungsreiche Statistik. Unter den wegen von dem Büro vorgelegte Resolution bezeich mungstomödie. Prostitution polizeilich festgehaltenen Frauen nete als solche Mindest forderungen: maren in Wien nicht fontrolliert: im Jahre die Landesfinanzen, ohne zu dem ungerech 1913: 623 Frauen, darunter frank 13 Proz., ten Mittel der indirekten Steuern zu Wien, 14. Dezember.( Eigenbericht des Aussprache darüber herbeizuführen und die nö1918: 5540 Frauen, darunter frank 26.9 Proz., greifen, wieder herzustellen; die Sozialver- Sozialdemokrat"). In Oedenburg wurde heute tigen Maßnahmen zu treffen, wenn nicht die 1919: 6660 Frauen, darunter frant 25.9 Proz., ficherungen zu verwirklichen; die Landes- tatsächlich die Abstimmung begonnen. Auf den Gewerkschaftsorganisation zum Gaudium der verteidigung auf dem Boden einer de motra Straßen in Cedenburg sind ungarische Gen- Unternehmer zu Grunde gehen sollte. 1920: 7627 Frauen, darunter frank 24.1 Proz. Die Zahl der Gelegenheitsprostituierten ist also abfesung der Dienstzeit auf sechs Mo- darmeriepatrouillen und Ententemilitär zu se Sonntag, den 11. Dezember 1. J., fand in bon 1913 bis 1920 auf das Zwölffache gestie- nate zu sichern; den technischen Unter- hen. Die Deutschen enthalten sich zum größten Saida unter dem Vorsiz des Verbanddob gen! Von diesen Frauen waren vor dem richt zu fördern; der Arbeiterklasse ein Teile der Wahl. In den Abstimmungslokalen mannes des Zentralverbandes der Glasarbei ihrer Bedeutung im Produktionsprozek en spre sind ungarische Studenten und Freischürler, um ter, Genossen Prediger, eine Reichskonferenz Kriege 40 Proz. früher Dienstmädchen, 1920 statt, an welcher 51 Delegierte teilnahmen, nur 19.5 Proz. Dagegen hat sich die Zahl der leitung der großen Produktionsmit die Abstimmung zu überwachen. Arbeiterinnen, die gelegentlich Prostitution tel in Gemeinschaftseigentum vorwelchen die Aufgabe oblag, zu den angeführten zubereiten. Verhältnissen Stellung zu nehmen. Nach einem treiben, außerordentlich vermehrt. Der Mittel In der Diskussion wurde von mehreren Seiten Referat des Genossen Sädel und nach einer instand stellte im Jahre 1912 auf je 125 angeverlangt, daß die Partei jede Roali- Wien, 14. Dezember.( Eigenbericht des So- teressanten Debatte, an welcher sich besonders haltene Frauen nur eine. Dagegen waren im tionspolitik überhaupt ablehne. zialdemokrat"). In der gestrigen ungarischen der Kommunist Seidl und Genosse Macoun als Jahre 1920 unter 3272 aufgegriffenen Frauen Schließlich wurde der Resolution noch ein Zufat Nationalversammlung hat Abg. Gömbes mit- Vertreter des deutschen Gewerkschaftsbundes 377 Beamtinnen, 14 Zahntechnikerinnen, 8 beigefügt, welcher die Einberufung eines neuen Offiziersfrauen, 571 Angehörige des Mittel- Songreffes für den Fall verlangt, daß die Partei geteilt, daß der eigentliche Geldgeber für die beteiligten, wurde folgender Beschluß ge von neuem vor die Frage einer Regierungsbetei- Ausrüstung der westungarischen Banden der faßt: standes ohne bestimmten Beruf und 446 ligung gestellt wird. Banfier Simon Kraus sei, und der Abg. FriedDienstmädchen. In der Zeit vom Dezember Ein tags zuvor abgehaltener Kongreß der rich hat mitgeteilt, daß die Sammlungen für 1919 bis Februar 1920 waren unter den An- Brüsseler Föderation" sprach sich gehaltenen die 16jährige Tochter eines Regi- grundsäßlich gegen jede Regierungs. Die Banden mit Zustimmung der Regierung mentsarztes, die 15jährige Tochter eines Stadtbeteiligung mit bürgerlichen Parteien aus. erfolgt sind, ferner, daß Abg. Gömbcs, der Diese beiden Kongreise der belgischen Arbeiter. Präsident des Offiziersvereines„ Ove" ist, von rates, die 17jährige Tochter eines Sekretärs, die 16jährige Tochter eines Kaufmannes, acht ju- partei laffen zweifellos eine bedeutsame Wand- der Regierung mit unbegrenzten politischen 16jährige Tochter eines Kaufmannes, acht ju- lung in dieser Partei erkennen, die deshalb be- Vollmachten ausgestattet wurde, um die Bangendliche Töchter von Staatsbeamten, fünf ju- fonders Beachtung verdient, weil sie nicht das Er- denaktionen in Westungarn zu führen. gendliche Töchter von Privatbeamten. Intergebnis theoretischer Auseinandersetzungen, sondern effant wäre festzustellen, welche Schuld an dies ein Ergebnis ber bisher von her benifchen Der Streit zwischen Lloyd sem entfeblichen Wachstum der Schlachtruf der beiterpartei prafiisierten Roalitionspolitik selbst ist. Die geschichtliche Entwicklung ist es also, Schieber trägt, Wien sei eine Fremdenstadt". welche die erst in den letzten Jahren zu einer Das Berliner„ Tagebuch", welches diese Frage aroßen Bedeutung erhobene sozialistische Partei stellt, erzählt, daß die englische Botschaft in Belgiens auf den Weg des eniſchiedenen Massen- sel Wien von halbwüchsigen Mädchen umlagert fampfes drängt. wird. Der heutigen Rauftraft des Pfund- Sterling vermag eben die bürgerliche Sittlichkeit Ungarische Aften zum nicht zu widerstehen. Schulausschuß des Verbandes der deutschen Karlputsch. Drahtzicher der westungarischen Banden. bewegung. George und Ulster. " London, 14. Dezember. Aus dem Briefwech zwischen Lloyd George und Craig, der soeben veröffentlicht wird, geht hervor, daß Craig die Schaffung zweier Dominions in Irland vorgeschlagen habe, die beide freiwillige Steuern an die Regierung des britischen Reiches leisten würden. Lloyd George hat darauf geantwortet, dieser Vorschlag sei unannehmSelbstverwaltungstörper. Der Schulausschuß Die ungarische Regierung hat foeben bar, worauf Craig ablehnte, an einer des Verbandes der deutschen Selbstverwal eine Broschüre über die Vorgeschichte onferenz teilzunehmen, welche die Anertungsförper hat in seiner am 9. Dezember 1921 bes letzten Butsches veröffentlicht und gibt fennung eines altirischen Parlaments und die unter dem Vorsitze des Abg. Dr. Ernst Schol deren Inhalt telegraphisch bekannt. Das Unterstellung Ulsters unter Sinnsein bedeuten ter anderem drei brennende Hochschulfragen be- nach trug sich Karl den ganzen Sommer würde. raten u. zw. die Verlegung der Prager deut- hierdurch mit dem Gedanken, von Hartenlich abgehaltenen Vollzugsausschußsihung unschen Hodschulen, die Errichtung einer monſtein aus Ungarn mit ſeinem Stöniglichen Die neuen Zelenhongebühren. tanischen Fakultät an der deutschen Besuch zu überraschen und mußte fortTecnit und einer Forsthochschulfatul- während, teils durch Boten, gewarnt wertät und beschlossen, die bereits ausgearbeiteten ben, das zu tun, da die kleine Entente beim Gefepesanträge an den politischen Sechseraus. Eintreffen des Habsburgers sofort mit ſchuk zweds Einbringung beim Sause weiter. Krieg zu überziehen drohe. Troß feines zuleiten. Ebenso wurde der Gesetzesantrag we magharischen heißen Patriotismus wollten gen der Heimtehrerlehrer den Sechserausschuß dieser Hinweis und die mangelnde Gezur Beschlussaffung anheimgestellt. Referate neigtheit der Regierung bei Starl nichts wurden erstattet über die Berhandlungen we verfangen. Bom 1. Jänner 1922. Das Post- und Telegraphenministerium verTelephoncebühren: lautbart folgende Bestimmungen über die neuen Für die Errichtung einer ständi en Berbindung wird für den Einzelfall in ofaltelebhondienst die Gebühr von 60 Sellern, im Fernsprechdienst die Gebühr von 3 e rinne hoben werben. Das Ausmaß für die regelmäßige Das Wohl des Landes war Errichtung einer dauernden täglichen Die am 11. Dezember in Haida tagende Verbandskonferenz des Zentralverbandes der Glasarbeiter in der Tschechoslowakei sieht sich veranlaßt, folgendes zu beschließen: 1. Die Konferenz stellt sich vollständig auf den Boden der Beschlüsse des Gewerkschaftstongresses und der Vorständekonferensen und erklärt gleichzeitig, an der gewerkschafNichen Taftit, wie sie der deutsche Gewerkschaftsbund und unser Verband vertritt, festzuhalten. Die Kampfmethoden, welche seitens der kommunistischen Partei den Gewerkschaften aufgedrängt werden, müssen zur Zersezung der gewerkschaftlichen Organisation führen und werden deshalb von der Verbandskonferenz als organisationsschädigend entschieden abe gelehnt. Die Konferenz erklärt, baß eine Betäti gung innerhalb unseres Verbandes im Sinne der Beschlüsse der kommunistischen Partei mit unseren Statuten unvereinbar ist, und der Vorstand wird beauftragt, gegen Mitglieder, welche nach diesen Weisungen handeln, die entscheidenden Maßnahmen im Sinne der Statuten und der Beschlüsse der Vorständetonferenzen zu treffen. 2. Die Konferenz macht es deshalb allen Ortsgruppenfunktionären und Vertrauens männnern fomie auch allen Mitgliedern zur unbedingten Pflicht, das Verbandsstatut, bie Beschlüsse der Verbandstage, des Borstan des und der Brebandstonferenzen voll unb gang anguerfennen und auch im Sinne die fer Beschliffe und des Statuts zu handeln. Son der anwesenden 41 stimmberechtigten Belle Literatur. Sozialbemokrat 18. Desember 1921. Vertrauensmännern fowie allen Arbeiterbi- ben ber armen Frau Roberts erschütternb beza Dr. 8. A. bliothefen zur Anschaffung empfohlen. ft. törperte. Aus der Bartei. Kunst und Wissen. Jungfrau": Sonntag, 18. Dezember, balb 8 nachm. Tanzgräfin", abends Gastspiel NonStefanigs". Mitteilungen aus dem Publikum. Der heutigen Nummer unseres Blattes liegt eine Beilage der„ Elida", Gesellschaft m. b S., Aussia, über Elida Geau de Cologne bei, worauf wir unsere Lejer aufmerksam machen. Selbstschreibende Burrough- Additionsma schinen der Firma Glogowski& Comp., Prag, I., Celetna ul. 35. 80 verschiedene Modelle, für jede Branche eigene Systeme. Vorführung und Probestellung überall unverbindlich und fostenlos. Telephon 6217. 106 Delegierten stimmten 20 für und 15 genen ble sen Beschluß. Tamit ift bewiefer, daß die übergroße Mehrheit der Mitglieder der Giadarbeiterorganisation von den Moskauer Wiethoden m. Reimes. 63. Band der Internationalen Ein Gang durch die Wirtschaftsgeschichte von Neues deutsches Theater. Seute Donnerstag, nichts wissen wollen, an der Einheit der Or Bibliothef. Berlin und Stuttgart 1921. Bis 15. Dezember offmanns Erzählun gen" Freitag, 16. Dezember Gastspiel Ronstan ganisation festhalten und ein gedeihliches Ar- her hat es an einem Büchlein gefehlt, welches Klub der deutschen sozialdemokratischen Gestin- Grünberg, zum ersten Male Ballerine beiten in derselben wünschen. Unter dem Pro- dem sozialistischen Arbeiter in gemeinverständ- meindevertreter Großprags. Heute Donnerstag des Königs" Camstag, 17. Dezember zum grammspunkt Verbandsangelegenheiten" re- licher Weise die Kenntnis der wirtschaftsge- um 7 Uhr abends Siyung im gewöhnlichen 20- ersten Male„ Christelflein"; 10 Uhr aft ferierte Genosse Gustav Neumann u. a. schichtlichen Entwicklung vermittelt hat. Diefe fale. Erfdeinen aller Mitglieder dringend ge- spiel Stonstantin- Suttig" Das Glas der über die Herstellung einer einbeitlichen Süde wird nun durch das vorliegende Buch boten. Rampfes, ront der Gasarbeiter aller des reichsdeutschen Geneffen Reimes ausge Lotalorganifation Smichow, Prag- Kleinfeite. ftantin- Grünberg Ballerine stantin- Grünberg Ballerine des Kö Nationen in diefem Staate und brachte zu füllt, das auf Grund der materialistischen Ge- Samstag, den 17. Dezember 1921, abends acht diefer Frage einen Resolutionsantrag ein, in Schichtsauffaffung geschrieben ist. alfo eine Uhr im Restaurant„ Libuffa", Smichom, Stefa welchem die Richtlinien zur Schaffung einer wertvolle Bereicherung der sozialistischen Pite- nitraße( neben Schwandovo divadlo), Parteiverjammlung. ratur bedeutet. Es sind nicht neue wissenEinheitsfront mit den tschechischen Glasarbei- schaftliche Erkenntnisse, die dem Kenner der Gewerkschaftskartell in Leitmerih. Hente, den tern festgelegt sind. 15. Dezember, um 7 Uhr abends findet im Verwirtschaftsgeschichtlichen Literatur vermittelt einszimmer eine Situng statt, zu der die Verwerden, sondern eine zusammenfassende Tartrauensmänner bestimmt erscheinen mögen. Deutschlands Industrichhänen. Weber den Erstellung des heutigen Standes der wirtschaftsfolg von Ratbenaus 2onboner Meife geschichtlichen Wissenschaft. In einem einlei schwirren die abenteuerlichsten Gerüchte in der Grundlage der menschlichen Gesellschaft dargetenden Kapitel wird zunächst die Arbeit als Luft umher, doch wahren die amtlichen Stellen ftellt. Das zweite Kapitel handelt vom UlrEin Streifftüd im tschechischen Nationaltheater. Strengstes Stillschweinen. Als Grund dafür be fommunismus und der germanischen Martwirt. Der Kampf"( The strife) von John Galsworthy, zeichnet die„ Sozialdemokratische Parlaments. schaft, das dritte behandelt die auf Eflaverci Die Grundlage der Handlung bildet ein Strei korrespondenz" den festen Willen des Reichs. begründete Wirtschaft der antiken( esellschaft, in einer großen englischen Fabrit, Kampf beKanzlers, neue Indiskretionen, unbedingt ein viertes Kapitel die Wirtschaft der mitteldeutet also hier laffenfam pf. Leider dient er nur als Untermalung und im Vordergrund zu vereiteln. Denn die führenden Mitglieder des alterlichen Grundherrschaften, das fünfte die des Dramas steht die durch das Stück zu beweiReichsverbandes der Industrie haben in den Entwicklung der Städte und des städtischen sende These, daß allzu ſtarre Unnadhgiebigkeit, letzten Tagen versucht, durch bestimmte Menke. Bandwertes, das fechste die faritalistische Pro- wie hier bei dem Arbeiterführer Roberts und bei duktion und die ihr inne wohnende Tendenz dem Generaldirektor Anthony, auch die gerechte rungen die Kreditberatungen mit dem Auslande zum Sozialismus. Bei einem oder dem an- sten Ansprüche in Unrecht verfehrt, daß aber trotz beren hätten wir gewünscht, daß die Darstel- alledem diefe abfolut unbenajamen Charaktere lung straffer wäre, fedah sich der Leser in die wertvollsten sind. Unter diesen Vorausienunjedem Augenblick des Aufbaus jedes einzelnen gen gelingt dem Dichter in dem Arbeiterführer Rapitels bewußt würde. Auch die Entwid feitsfanatikers, der lieber blutenden Herzens gu Rober: die padende Gestalt eines Gerechtig lung der herrschenden und beherrschten lafficht, wie feine fronte Frau ungers stirbt, ehe sen jeder Epoche hätte einheitlicher dargestellt er auch nur um Saaresbrei'e zurüdmeicht, der werden können. im letzten Navitel das den dann doch von seinen Freunden verlassen wird modernen Kapitalismus schildert, vermissen und deffen Scheitern um so tragischer wirft, als wir die Darſteffung der verschiedenen Stufen man von feinem Rechte und der Reinheit feines der kapitalistischen Produktionsweise. Auch dealismus unbedingt überzeugt ist. Weniger überzeugt ist mon von dem ethischen Werte des der wirtschaftlichen Entwicklung nach dem Serrn Generaldirektors, der tron seiner langen riege hätte mit einigen Worten gedacht wer- Rechtfertigung im letzten Ale nichts anderes iſt den können. Troß diefer Mängel im ein- als ein absolut barter, herzloser Geldmensch. Dem zelnen, ist jedoch die Arbeit. die der Verfaffer Stüd fehlt der Schmung, wie er eima in SauptDer Wert der Krone. Es foften heute: 100 geleistet hat. cine dankenswerte. Die Arbei- manns Webern" zu finden ift. Die Möglich holländ. Gulden 8023, 100 War! 48.40, 100 ter fönnen wenigftens zu einem fozialistischen feiten des Miliens sind nich: annähernd so effettschweiz. Franken 1602%, 100 ire 876, 100 franz. Buche greifen, wenn fie fich über den Gang voll verwertet, wie dort. Am stärksten mirfte bei Franken 669%, 1 Pfund Sterling 348, 1 Dollar der wirtschaftlichen Entwicklung seit dem Ur- der Aufführung die Szene, die das Elend der 83, 100 bela. Franken 641%, 100 Belo 122½, anfang der Menschheitsceschichte informieren hungernden und friererden Frauen und Kinder 1.01, Dinar 12.7% 100 100 österr. Stronen wollen. Deswegen sei das Buch allen unseren porführt, schoben durch das meisterhafte Spiel Verantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. zu zerstören und eine neue Sabotage zu voll. führen. So sehen die Batentpatrioten aus, die das vierjährige Morden auf dem Gewissen haben! Um sich nicht den Milliardengewinn ihres räuberischen Kreditvorschlages entschwinden zu sehen, wollen sie durch giftige Gerüchte einen Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft auf aus. fichtsreicherer Grundlage hintertreiben. Rauf der Echontungbahn durch China. Tas ,, Berliner Tageblatt" bringt ein unftelegramm aus Washington, wonach die Schantungbahn verfauft worden ist. Es hat sich bereits ein chinefisches Mantentonsortium gebildet, um ben japanischen Anteil zu erwerben. 100 ung. Kronen 12.85 c. » RINA« Westbölimische- Zuckerwarenfabrik 449 PILSEN, empfiehlt ihre als vorzüglich anerkannten Kanditen u. Zuckerwaren. Billigste Einkaufsquelle d. P.T. Konsumvereine. 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Zurnen und Sport. 107 Wie man in Wien die Berufsspielerfrage an geht, geh: denilich aus dem Fall Kaltenbrunner hervor, der eine Reihe von Darlehen" im Ve trage von 18.000 Stronen erhalten hat, wie die Raffenbüder der Gersthofer e. V. ausweifen. Der Cesterr. Fukb.- Werband hat die Angelegen heit untersucht und sich mit der ehrenwörtlichen friedenaeaeben, daß. feine Entlohnung für Erklärung der verantwortlichen Funktionäre zufeine Tätiafeit als Spieler und Trainer bezog, fordern tatsächlich ein rüdzahlbares Darlehen erhalten habe... Herausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermat. Trud: Aktiengesellschaft Tribuna, Prag. dass Sie sich Thr Interesse verlangt es, noch heute meine interessanten 1. lehrreichen Broschüren kommen lassen. Dieselben enthalten eine reichhaltige Auswahl hyg. kosmetischer Artikel, sowie wichtiger Gebrauchsartikel für jeden Haushalt. Versandt vollkommen diskret gegen Einsendung von Kč 2., in bar. 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