Nr. 192. Abonnements- Bedingungen: = Abonnements Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit tauftrirter Sonntags Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Posts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post- Beitungs Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montage. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Tie Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels geile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Emt I, nr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Donnerstag, den 18. August 1898. # Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Was ist unter dem preußischen Laudtags- am besten zu beurtheilen wissen, bis zu welchem Bruch Sie ist auch direkt direkt widerfinnig. Denn entweder ist Wahlsystem ,, möglich"? Man schreibt uns*): W " " Sie der Politische Uebersicht. = Berlin, den 17. August. daß cine Die Genossen der einzelnen Wahlkreise müssen natürlich jedoch in keiner Weise für andere Parteigenossen verbindlich. theil selbst der ungünstigsten Reichstagswahl das Stimmen für Freisinnige Kompromiß und Bündniß" 8iffern unsere Landtagsstimmen herabsinken müssen, wenn dann darf auch der sozialdemokratische Wahlmann nicht für man mit ihnen zugleich seine Zugehörigkeit zur sozialdemo- einen freisinnigen Abgeordneten stimmen. Oder das Stimmen fratischen Partei vor aller Oeffentlichkeit zu Protokoll giebt. für andere Parteien ist noch lange tein Kompromiß und Nach dem Hamburger Beschluß haben die Parteigenossen Bor Illusionen brauchen wir sie hier nicht mehr zu warnen. ein Bündniß dann darf auch der sozialdemokratische der einzelnen Wahlkreise nach Maßgabe der örtlichen Verhältnisse zunächst zu erwägen, inwieweit" eine beairten sozialdemokratische Mehrheiten und Zweifellos find trotz alledem in einzelnen Urwahl- Urwähler für den freisinnigen Wahlmann stimmen. Es kommt damit nur darauf an, ob die Genossen im Wahlkreise es für Wahlbetheiligung in ihrem Streife möglich" ist. fönnen alsdann sich für jede Art der Betheiligung ent- einzelne Partei- Wah Imänner für den ganzen Wahl zweckmäßig und rascher zum Ziele führend halten. freis denkbar, unter Umständen sogar sicher. Ganz unscheiden, nur die eine Schranke ist ihnen gezogen: fie sollen bentbar sind jedoch sozialdemokratische Wahlmännernicht mit anderen Parteien Kompromisse und Bündnisse" Majoritäten für irgend welchen ganzen Wahlkreis. Es eingehen. bleibt also immer als lettes, nothwendiges Ergebniß Vielfach giebt man sich unter den Genossen über die Fuß der ganzen Sachlage von vornherein ins Auge zu fassen, daß Gegen das Reichstags Wahlrecht kämpft heute angeln und Hemmnisse des preußischen Dreiklassen Wahlsystems man diejenige Partei schließlich unterstützt, die das kleinste wieder in einem langathmigen Artikel der„ Reichsbote" noch immer allerlei Täuschungen hin. Wir versuchen daher, Uebel ist. Wozu dann der Umweg, die Opfer an Zeit und an, der es noch immer nicht begreift, daß ein für die Versammlungstheilnehmer und die Kreiskonferenzen, Kräften und schließlich auch an Existenzen ohne die Handarbeiter mit einem Pastor und einem Rentier das die demnächst über die Art ihres Eingreifens sich schlüssig zu möglichkeit eines direkten Erfolges, da durch gleiche Wahlrecht habe; daß die Arbeiter sonst in allem machen haben, nochmals die wesentlichsten, in Betracht den Hamburger Beschluß ein Vergeben unserer Stimmen an schlechter gestellt sind, Blut- und Geldsteuern von ihnen kommenden Bestimmungen zusammenzustellen. Zuerst erhebt sich für die Genossen jedes Kreises die die Freisinnigen, zum Preise von Gegenleistungen der Frei- schwerer getragen werden, ficht das christliche Blatt nicht an. Die Köln. Volksztg." erinnert gegenüber dem letzten, Frage: werden wir sozialdemokratische BahI- sinnigen an uns in anderen Bezirken, klipp und Klar als von uns schon erwähnten Wahlentrechtungs- Artikel der männer haben, um wenigstens die dritte Abtheilung" Kompromiß" ausgeschlossen ist. genügend befeßen zu können? Ohne die Möglichkeit eines Erfolges, sagten wir... Köln. 3tg." daran, wie das liberale" Blatt sich während der Es genügt nicht, daß im Wahlkreise eine Anzahl un- bielleicht aber mit recht beträchtlichem Nachtheil für das Wahlbewegung darüber entrüstet hat, daß man das Wahlrecht abhängiger Männer sich findet, die sich zu Wahlmannskandi- einzige Biel: weiteren reaktionären Schaden zu ver- in Gefahr glaube. Wenn wieder Wahlen kommen, wird die hüten. Wir kommen damit auf das Thema der falschen Köln. 3tg.", nachdem sie in der Zwischenzeit wacker gegen daturen bereit erklären. Vielmehr muß in jedem einzelnen Stichwahlen", zu denen unser Eingreifen leicht führen könnte. das Reichstags- Wahlrecht gewüthet haben wird, jeden für frech kleinen Urwahl bezirk der Kandidat gesucht werden. Er Zweifellos nehmen wir durch selbständiges Vorgehen und verlogen erklären, der ihre und ihrer Partei Treue gegen kann der ersten und zweiten Klasse angehören und doch bei den Wahlmännerwahlen den Freisinnigen manche ihrer diese Grundlage der Reichsverfassung in den leiſeſten Zweifel Wahlmann für die dritte Klasse werden, aber er muß dem früheren Stimmen. Mancher, der wählen gegangen ist, hat zu ziehen wagt. ( 750 bis höchstens 1750 Einwohner umfassenden) Häuserviertel früher dem freisinnigen Wahlmann seine Stimme gegeben, angehören. Bismarck und das historische Urtheil. In einer Berliner Wählt die dritte Abtheilung zwei Wahlmänner, so sind in weil dieser ihm näher stand als der Konservative. Er wird korrespondenz der„ Neuen Zeit" wird ohne Nennung unseres jedem Häuserviertel zwei Kandidaten für die dritte Klasse erst da ist. Den Konservativen nehmen wir jedoch nichts ab; scheidens des Fürsten Bismard im Vorwärts" veröffentlichten Artikel für unseren Wahlmann sich erklären, wenn ein solcher nur Blattes gerügt, daß in einem der anläßlich des Hinaufzutreiben; will man alle drei Klassen besetzen, drei bis was sie an abhängigen Eristen heranschleppen und was noch die Meinung ausgedrückt war, daß ein historisches Urtheil über sechs Kandidaten. Berlin hatte, um ein Beispiel herauszugreifen, 1893 nicht einmal freisinnig zu stimmen wagte, das ist für Bismard sich noch nicht fällen lasse. Die Auseinandersetzung uns erst recht nicht zu haben; unser 1093 Urwahlbezirke, ganz Preußen 24 130. Eingreifen in der„ Neuen Zeit" hat uns von der Unrichtigkeit dieser wird sogar die Konservativen vielfach zur Wozu müssen die Wahlmänner bereit Heran Meinung nicht überzeugt, im Gegentheile, die Verschiedenheit stärkerer ziehung Reserven anfpornen. Wenn sein? Wenn sie gewählt sind, so wird ihr Verzeichniß durch nun gar den Hamburger Beschluß dahin interpretirt man der Urtheile selbst innerhalb unserer Parteipresse, die auch dort Auslegung in den Geschäftslokalen der Landräthe, sowie wir für widerfinnig halten, daß bei der ersten, der Wahl Berliner Korrespondent der„ Neuen Zeit" meint, daß er das was fonstatirt wird, scheint gerade für unsere Ansicht zu sprechen. Wenn der der Magistrate( Gemeinde Verwaltungsbehörden) einen eigenen Streis oder Wahlbezirk bildenden Städte, Freisinn zufallen darf, so hieße das in anderen Worten klipp zur Arbeiterklaffe, heute schon im wesentlichen endgiltig feststellen männerwahl überhaupt, keine sozialdemokratische Stimme dem historische Urtheil über Bismard, u. z. nicht blos über seine Stellung und durch Abdruck in den zu amtlichen Publi- und klar: man darf dem Freifinn nur Stimmen entfönne, so ist das ein Zeichen hoher Werthschätzung seiner kationen dienenden Blättern veröffentlicht" auf dem Lande kann das offenbar von folgenschwerster persönlicher Be- tich wahlen ausfallen; wir erhalten vielleicht auch Berson wie Bismarck, die durch die Rücksichtslosigkeit ihrer ziehen. Der Freisinn wird dann sicherlich oft für die Urtheilsfähigkeit. Wir find der Meinung, deutung sein, besonders wenn das Zünglein der Waage schwankt nicht genug Stimmen, um in die Stichwahl zu gelangen; und Handlungen und die noch größere ihrer Worte alle ihrer und schon die Zeit bis zur Abgeordnetenwahl zum rücksichts- bringen wir es doch soweit, so fallen wir wie selbst beim Gegner aufs tiefste zu verlegen bemüht war, naturgemäß die losesten materiellen Druck ausgenügt wird. Der Wahlmann geheimen Wahlrecht üblich und bei der öffentlichen Stimm- Gegner verhindert hat, über ihn objektiv zu urtheilen. Wir haben hat dann nochmals einen Tag zur Abgeordnetenwahl zu abgabe erst recht zu erwarten gegen den konservativen unferer Ueberzeugung Ausdruck gegeben, daß wir viel zu subjektiv opfern, die in ländlichen Bezirken oft in ziemlich entfernten Stichwahlkandidaten ab. Der Freiſsinnige, der nicht einmal sind, um schon heute das letzte Wort über den Lebenslauf des größten Orten stattfinden wird. heimlich seine Stimme für den Umsturz" in die Wagschale zu und rücksichtslosesten Gegners der Sozialdemokratie auszusprechen. Wie steht es nun mit den Wählern? Die Zahl der Landtags- Wahlberechtigten wird sich werfen wagt, wird es noch viel weniger öffentlich thun, vor Bis zu seinem Tode verstand es Bismard uns in StampfesKunden und Vorgesetzten, vor lieben Freunden und Nachbarn! Stimmung frisch zu erhalten. meistens von der der Reichstagswähler nicht allzusehr unter- Meist wird die Sachlage jedoch die sein, daß die Freisinnigen bisher gegen die Großgrundbesitzer und die Schlotbarone, seine Hezereien Seine Freundschaftsbezeugungen scheiden. Der Wähler muß zwar Preuße sein und sechs nicht in die Stichwahl kamen, weil sie von zwei anderen Parteien gegen die Sozialdemokratie zwangen uns stets die schärfste Bolemik Monate Lang in der Gemeinde feinen Wohnsitz etwa von den Konservativen und den Porsch Ballestrem gegen ihn zu führen. Aber Bismard ist doch gerade von oder Aufenthalt gehabt haben. Dafür ist aber anderer Klerikalen überholt wurden. Unser selbständiges Eingreifen seits ein ganzer Jahrgang von Männern mehr verfügbar: besteht dann vielleicht darin, daß wir den, sagen wir: 100 hiftorischem Gesichtspunkte aus nicht lediglich nach seiner Stellung das Wahlrecht beginnt schon mit vollendetem 24. Lebensjahr. fonservativen, 90 flerifalen und 75 freifinnigen Stimmen noch der Berliner Korrespondent nicht stets das gleiche Urtheil über Biszu den Herren Stumm und Plötz zu beurtheilen. Und so wie Eines ist jedoch von vornherein ganz zweifellos: selbst 30 sozialdemokratische( vielleicht auch noch auf Kosten der frei mard gefällt hat und dabei doch stets den Glauben gehabt haben mit dem Reichstags- Wahlrecht würden wir für sinnigen) anhängen, sonst aber alles beint alten lassen, anstatt wird, das historisch Richtige zu sagen, so glauben wir, daß Landtagswahlen eine viel geringere Betheiligung die Freisinnigen mit 16 Stimmen Zuwachs in die Stichwahl sich das Urtheil über Bismard abflären wird, wenn die Polemik des haben, weil Landtagsfragen nun einmal noch nicht als Lebens- und mit 26 Stimmen Zuwachs an die Spitze zu bringen. Tages vergessen sein wird, wenn man, ohne durch die Erinnerung an fragen von der großen Masse empfunden werden. Wir sehen Ueberall haben sich also die Genossen bei ihren dem seine Gehässigkeiten, ohne Störung durch die Jubelhymnen seiner selbst bei Reichstagswahlen ein ganz rapides Herabgehen der nächstigen Entscheidungen auch die Frage vorzulegen, wie die Anhänger ruhig wird urtheilen können. Ob dann das Urtheil mit Wahlbetheiligung, sobald teine aufregende Auseinandersetzung Verhältnisse bei der 1893er Wahl lagen und ob sie ihr dem des Berliner Korrespondenten der„ Neuen Zeit" übereinstimmen im Mittelpunkte der allgemeinen Aufmerksamkeit steht. Biel: die Verhinderung reaktionärer Wahlen, durch eigenes wird, ob es milder oder vielleicht noch strenger sein wird, ist abMan muß eben die Dinge nehmen wie sie sind; allerdings Vorgehen wirklich fördern und nicht geradezu gefährden. wird man dann gewöhnlich etwas bescheidener. Die Er fahrungen mit der ersten sächſiſchen Dreiklaſſenwahl find wahr da ohne Gegenseitigkeitszusicherungen- eben ohne Kompromis bas heute ſchon ſagen zu können. Und abermals: gefährden um nichts und wieder nichts, zuwarten. Wir wenigstens sind nicht so fix und sicher im Urtheilen, haftig ernüchternd genug, und was die Stimmung der Be- und Bündniß- nirgends an eine sozialdemokratische Ab Arbeiter und Arbeiterinnen zur Niederkonturrirung der deutschen Unsere ,, nationalen" Großindustriellen brauchen polnische völkerung anbelangt, so war sie dort gleich nach dem WahlArbeiter. Eine Eingabe, die der Verband deutscher Leinenrechts- Attentat die günstigste, wie sie sich für lange Zeit über geordneten wahl zu denken ist. Gewiß läßt sich hier nichts mit untrüglicher Sicherheit industrieller an haupt denken läßt, und wie wir sie in Preußen vorläufig nie- voraussagen und unter Umständen soll man auch auf das um den Minister des Innern gerichtet hatte, die Aufhebung des Verbotes der Beschäftigung Ungewisse hin etwas wagen. Indeß nur, wenn ein polnischer Arbeiter in den industriellen Be Dagegen verbietet sich sogar jeder Vergleich mit fächst günstiger Ausfall des Wagnisses positive Erfolge verspricht. trieben für die Provinzen westlich der Elbe, zum mindeſten schen Wahlerfahrungen infolge der öffentlichen stimmung in Preußen. Die Abstimmung vollzieht sich in Scheint dieser positive Erfolg jedoch selbst im günstigen Falle um die Zulassung weiblicher polnischer Arbeiter in den folgender Weise. Die nichtstimmberechtigten Anwesenden sind Weg gehen und seinen Fuß bei jedem Schritt nur auf fest en ablehnung dahin, daß eine gulaffung ausländischer polnischer festen it abschlägig beschieden worden. Der Miniſter begründet die zum Abtreten zu veranlassen und so die Versammlung zu Boden sezen, das heißt: für die bürgerliche Opposition von Arbeiter in den Hauptbetrieben der westlichen Provinzen den Zuzug tonstituiren". Wahl durch Stellvertreter ist unzulässig. Die dritte Abtheilung wählt zuerst. Name für Name vornherein stimmen. Später kann es auch einmal anders inländischer Polen voraussichtlich nicht verringern werde. wird aufgerufen, wobei mit dem Höchstbesteuerten angefangen Das sollten die Genossen in aller Ruhe und aller Zuzügler, ihr Arbeitsangebot über die östlichen Grenzdistrikte wird. Der Aufgerufene tritt an den zwischen der Versammlung und dem Wahlvorsteher aufgestellten Tisch und nennt die sonstige unzulänglichkeit der bürger- wenn dem Antrage stattgegeben würde, in einer Weise verstärkt lung und dem Wahlvorsteher aufgestellten Tisch und nennt Sachlichkeit, frei von allen Verstimmungen über hinaus in die mittleren und westlichen Landestheile zu übertragen, unter genauer Bezeichnung den Namen des Urwählers, welchem er seine Stimme geben will. Die genannten Namenichen Opposition, bei ihren demnächstigen Entschei- werden würde, die mit den Interessen an der Beseitigung des drückenden Arbeitermangels im Osten der Monarchie durchaus umträgt der Brotokollführer neben dem Namen des Unwählers dungen in betracht ziehen. Wir unterſtüßen diese Opposition verträglich sei, und daß endlich die massenhafte Einbürgerung, fremdnicht, weil sie uns große Fortschritte und befreiende Thatenträglich und in Gegenwart desselben in die Liste ein, oder läßt in Aussicht stellt, wir treten nur eventuell für sie ein, wo sie politischen Interessen widersprächen. Der natürlich auch nationale artiger Boltselemente unseren volkswirthschaftlichen, nationalen und sie, wenn derselbe es wünscht, von dem Urwähler selbst weitere Rüdschritte in Voltsrechten und Volksfreiheiten Minister stellt dem Verbande anheim, einen Versuch mit italieni zu verhindern geeignet erscheint. schen Arbeitskräften zu machen, die in größeren Trupps nach Und vor allem eines: Daß auf dem Parteitage selber und Deutschland kämen. mals hoffen können. eintragen. *) Wir veröffentlichen diese Zuschrift eines im Bordertreffen der Partei stehenden Genossen, erklären aber, daß wir der hier nieder gelegten Auslegung des Hamburger Beschlusses nicht zustimmen. Red. d. Vorwärts". tommen. B Daß ferner die au sich schon vorhandene Neigung der ausländischen zwar von angesehener Seite das sofortige Eintreten für frei- Zur Konzentration des Baukkapitals. Der Aufsichtsrath sinnige Wahlmänner als unzulässig bezeichnet worden ist, der" Diskonto- Gesellschaft" hat in seiner gestrigen Sigung auf Anist eine Aeußerung wie so viele andere auch, sie ist trag der Geschäftsinhaber beschlossen, eine außerordentliche General versammlung der Kommanditisten auf den 5. September d. J. ein- Peine( Provinz Hannover), 16. August. In der gestrigen über die Grenze geholt hatte, wurden wegen Kontrebande je in Statt des Zolls für 4 Pfund Fleisch zuberufen und derselben die Erhöhung des Kommanditkapitals um außerordentlichen General Bersammlung des 30 M. Strafe genommen. 15 Millionen, also auf 130 Millionen Mark in Vorschlag zu bringen. Kriegervereins, an der über 400 Mitglieder theilgenommen fäckelte, der Staat mun 90 M. ein vorausgesetzt, daß die Leute Die neuen Kommanditantheile sollen den bisherigen Kommanditisten haben sollen, wurde, wie es heißt, einstimmig beschlossen, den zum Zahlen nicht zu arm sind und deshalb einige Tage ins Gezum Kurse von 156, pet. angeboten werden. Demnach beträgt die Führer der deutsch- sozialen Reformpartei, Kaufmann Georg Weber, fängniß wandern. Den Agrariern muß das Herz im Leibe lachen, faltische Kapitalvermehrung 232/5 Millionen. aus dem Verein auszuschließen. Wie noch erinnerlich mit welcher Strenge jedes Pfund Fleisch aus dem Lande des guten einer Bersammlung die Aeußerung gethan, er könne die Welfen nicht Frage ist allerdings, ob sie sich nach der nächsten Wahl auch freuen. sein dürfte, hatte Weber seiner Zeit vor der Reichstagestichtahl in Freundes im Osten von Deutschland ferngehalten wird. Eine andere " Zum Kapitel Kriegerverein und Sozialdemokratie" fann bie Brandenburger Zeitung" folgendes Schreiben veröffentlichen: Herrn August Kagel II, Caputh. Hierdurch theile ich dir mit das der Herr Amtsvorsteher von Thümen, durch mich dem Striegerverein hatt Auffordern lassen, dich aus dem Kriegerverein Aus zu weisen weil du bei der letzten Wahlzettel Angeboten hast, Auch solst du dich wie Kameraden behaubten in Wahllokalen nicht Gut benommen haben, In der Generalversammlung des Krieger Vereins an Sontag den 7. August 1898 hatt der Verein beschloßen dich deßhalb aus den KriegerVerein Auß zu schließen falls du schon pr. 1898 Beiträge an Verein Gezahlt haben so kanst du dich dieselben von 1. April 1808 von Kassen Rendanten Spahn wieder retour Geben lassen. Ich bitte dich hirvon Kenntniß zu nehmen. Achtungsvoll Caputh, den 9. 8. 98. ரு als Reichsfeinde betrachten. Darauf wurde Weber vom Vorstande Dann werden wir Ursache zu Freude haben. bet der er Berufung erhoben hatte, den Beschluß des Vorstandes Size starben am Higschlag je ein Mann von der zweiten und fünften des Kriegervereins ausgeschlossen, während die Generalversammlung, Glauchau, 16. August.( Berl. Tagebl.) Infolge der großen aufho b. Der jezige Beschluß der außerordentlichen General- Kompagnie des Infanterieregiments 178 der Garnisonen Zittau und versammlung ist deshalb erfolgt, weil angenommen wurde, Weber Kamenz auf dem Marsche nach Königsbrück. Ein Soldat ist schwer habe durch sein Verhalten gegen die Sagungen verstoßen. Und frank. " " So= mit dem der Wenn die voit Altona, 16. August. Soldaten Ertrantungen. Bei Arnstadt i. Thür., 16. August.( Eig. Ver.) Es kann aus der gestrigen Felddienstübung des hiesigen Infanterie- Regiments nahmsweise auch einmal sein Gutes haben, wenn man Sozialdemo Graf Bose( Nr. 31) ist infolge der starten Hige eine große Anzahl trat ist. Hier ist zur Zeit militärische Einquartierung, die zur Folge der Mannschaften schlapp" geworden. Die Zahl der Umgefallenen" hatte, daß die hauptsächlich von den hiesigen Sozialdemokraten be betrug etwa 30. Thatsache ist, daß sechs Soldaten bei Ankunft der fuchten Lokale seitens der Militärbehörde boykottirt wurden. Das Truppen in der Kaserne, ins Lazareth gebracht wurden, da sie am machten sich sofort einige parteigenössische, Hausbesizer zu Sibichlag erkrankt waren. Ihr Befinden iſt heute ein zufrieden mithe indem sie der Militärbehörde nube, der Militärbehörde offent erflärten, zu stellendes. Die übrigen Schlappen" hatten sich nach einiger Zeit zialdemokraten 311 fein. Sie müßten deshalb der Vorstand schon so weit wieder erholt, daß sie während des Marsches wieder in selben Maße gemessen werden, wie die Saalbefizer. Die MilitärC. Heins. Reih und Glied treten konnten. behörde hat sich dieser einfachen Logik gefügt und die sozialDer Mann war am Wahltage zur Vertheilung sozialdemokratischer Ein Kapitel über„ bescholtene" Mädchen und ehrbare demokratischen Hausbesiger bleiben von Stimmzettel gegen Bezahlung angenommen worden. Er würde die- Väter. Herr Kaufmann" Edmund Kantorowicz in Posen militärischen Ginquartierung befreit! felbe Arbeit auch für andere Parteien geleistet haben, wenn er darum ist ein reicher und angesehener Mann. Eines schönen Tages im Militärbehörde auf diesem Wege fortschreitet, kann sie Sozialhaben, dem Amtsvorsteher v. Thümen einen Bettel Ewald's an Siebig, welches einen Dienst fuchte, während St. angeblich ein Aus Heffen.( Eig. Ber.) ersucht worden wäre. Nun soll er das kolossale Verbrechen begangen Jahre 1891 tam zu Herrn Kantorowicz ein Mädchen, namens Agnes demokraten überhaupt nicht mehr zu Soldaten rekrutiren. „ Eine ganz besondere zubieten, also seine bezahlte inne wie das Mainzer Gouvernement bekannt giebt, ber Arbeit geleistet haben. Der Dienstmädchen brauchte. Die Fiebig litt zeitweise Herr verweigerte die Annahme bes Bettels mit der Krämpfen und war geistesschwach; sie ist mittlerweile gestorben Kaiser der Mainzer Bevölkerung erweisen, indem er bei seinem Bemerkung, daß er von der Sorte feinen Bettel wolle, worauf und der ärztliche Todtenschein besagt:„ Die unverehelichte demnächstigen Besuch durch fast alle Hauptstraßen der Stadt reitet." der Bettelvertheiler entgegnete, daß er er entgegengesetzt von Agnes Fiebig hier starb heute früh um 64 1hr an Gehirn Die Oberbürgermeisterei spricht in ihrer Bekanntgebung der Sorte des Amtsvorstehers teinen wolle. Bei der Ermittelung erkrankung." Herr Kantorowicz nahm damals, im Jahre 1891, einer ganz besonderen Ehrung". Welchen Grundmag die Stadt des Wahlresultats nannte der Herr Amtsvorsteher bei den Gegnern das geistesschwache Mädchen mit auf seine Wohnung und die Folge regierung gehabt haben, diefe Lesart vorzuziehen? nur immer die Partei, bei dem Konservativen aber den Namen. war, daß dasselbe am 11. Januar 1892 von einem Mädchen Straßburg i. E., 16. Aug.( Eig. Ber.) In den Tagen vom Kagel erhob dagegen Einspruch und soll sich dadurch im Wahllokal entbunden wurde. Wie die Mutter der Fiebig mittheilt, hat 9. bis 15. Oftober findet hier der diesjährige prattischungebührlich betragen haben. Herr von Thümen veranlaßte des- ihr diese erzählt, daß ihr Herr Kantorowicz Wein zu trinten soziale Kursus des Volksvereins für das halb den Ausschluß des Missethäters aus dem Caputher Waffen- gegeben habe und daß fie infolge dessen sinnen und katholische Deutschland" statt. In den jeweils vormittags gefährten- Verein. Gegen den Ausschluß hat K. nichts cinzuwenden, willenlos geworden sei. Dem mag indeß sein wie sein wie ihm stattfindenden Vorträgen werden folgende Themata behandelt: Die nur ist er der Ansicht, daß er feine gesammten eingezahlten wolle, Thatsache ist, daß die Agnes Fiebig geistesschwach war, Herr Arbeiterfrage im Lichte der neuesten Berufs- und Betriebsstatistik; Beiträge zurüdverlangen kann, da im Statut nichts steht, Santorowicz aber ein sehr angesehener Bürger von Posen ist. Die Arbeiterwohlfahrts- Einrichtungen; Organisation des Handwerks; daß jemand wegen solcher Sachen ausgeschlossen werden kann. Mutter der Agnes Fiebig, eine 68 jährige Frau, Mutter von acht Bauernvereine; Soziale Bedeutung des neuen Handelsgesetzbuches; Ein Fahnenband hat der Militärverein zu Habelschwerdt in Stindern, die sie alle allein großgezogen, da sie seit 24 Jahren Wittwe Kommunale Sozialpolitik; Wohnungsfrage; Frauenfrage; Neuere ist, wandte sich brieflich an Herrn Kantorowicz mit der Bitte, für Bestrebungen auf dem Gebiet der christlichen Charitas; Schlesien vom Kaiser aus Anlaß seines 30jährigen Stiftungsfestes sein sind zu sorgen. Diese Bitte fand kein Gehör; es tam Voltsbildungs- Bestrebungen; Bedeutung der Alkoholfrage für verliehen bekommen. Bei der Uebergabe des Bandes sagte der Landrath Graf Finckenstein, daß die Verleihung des Fahnenbandes zur Klage. nun hören wir, was der kgl. Amtsrichter unsere Zeit; der Sozialismus mit besonderer Berüc die Mahnung enthalte, stets gegenüber den vaterlandslosen Ge- Hartmann von„ Rechts wegen" feststellte. Der Beklagte( Santorowicz), fichtigung seiner neuesten Entwidelung; Klerus fellen" die lönigstreue Gesinnung zu bewahren, und Herr Oberst welcher um Abweisung der Klage gebeten hat, hat eingewendet, die und soziale Frage. Außerdem sind Referate mit Diskussionen vorMutter des Kindes sei in geschlechtlicher Beziehung bescholten. Dies gesehen über: Neue Aufgaben der Arbeitervereine; Ländliche Lieutenant Schauwecker vindizirte den Militärvereinen die Aufgabe, die Auswüchse zu bekämpfen, die gefahrdrohend für Religion und selbe habe von ihm für die Gestattung des Beischlafes Geld au- Darlehenskassen- Vereine, ländliche Genossenschaften; Vincenzvereine. Staat, für Familie und Gemeinde sind. Da wird es den Junkern genommen in der Konzeptionszeit, mit anderen den Beischlaf voll- Auf Mittwoch, den 12. Oktober, abends, ist eine große öffentliche zogen und sei wegen lüderlichen Lebenswandels berüchtigt. Seitens Versammlung anberaumt. und Junkergenossen schlecht ergehen. der Klägerin( das Kind, in dessen Namen der Vormund klagte) ist dies bestritten und zur Entschuldigung für die Mutter vorgetragen, dieselbe leide an Krämpfen, sei infolge hiervon oft willenlos und unzu rechnungsfähig und habe sich zur Zeit der Beischlafsvollziehung in einem solchen Zustande befunden. Beklagter hat dies himviederum bestritten." Es ist Beweis erhoben worden über die vorstehenden Behauptungen und der Nichter kam zur Abweisung der Klage aus folgenden Gründen:„ Es ist allerdings nicht erwiesen, daß Paris, 16. August.( Magdeburg, 8tg.") Die Generalstabsdie Mutter für die Gestattung des Beischlafes Bezahlung angenommen, Blätter melden übereinstimmend, daß ein großer Hochverrathsprozeß daß sie während der Konzeptionszeit auch mit anderen Männern bevorsteht, worin außer Picquart und Leblois auch Scheurer, Ranc, geschlechtlich verkehrt hat, und wegen lüderlichen Lebenswandels Trarieur, Clemenceau und Jaurès verwickelt seien, weil diese EinzelDie Unzufriedenheit der braunschweigischen Regentschaft berüchtigt gewesen ist. Darin aber, daß sie sich dem Beklagten, einem beiten aus dem Geheimprozeß gegen Dreyfus enthüllten. Man findet selbst in der Deutschen Tageszeitung ein Echo. Das Blatt ihr ganz unbekannten Manne, bei der ersten Begegnung hingegeben glaubt jedoch, daß diese Meldung lediglich dem Zwecke dient, das schreibt: hat, ist schon eine Preisgebung der Geschlechtsehre zu erblicken, Dreyfus- Syndikat einzuschüchtern. Paris, 17. August. Präsident Faure unterzeichnete heute das Selbstverständlich kann von einer Thronbesteigung( bes velche sie zu einer geschlechtlich bescholtenen Berson macht." am 28. Oktober großjährig Werdenden) nur dann die Nede sein, wenn Der Unistand, daß die Fiebig an Strämpfen litt und infolge Dekret, durch welches die für den einheimischen Buder, der Prinz die Bedingungen erfüllt, die seinerzeit vom Bundesrathe deſſen zeitweise in willenlosem Zustande sich befand, war sowie für denjenigen aus den französischen Kolonien gestellt wurden. Ob das geschehen werde und geschehen könne, für den Richter kein Beweis, daß sie auch im kritischen Momente ausgeworfenen Prämien festgestellt werden, soweit derselbe entzieht sich heute noch der Kenntniß. Jedenfalls würde es in sich in einem solchen Zustande befand. Die Klage war also bis 1. September zur Ausfuhr deffarirt worden. Die erste Kateallen Kreisen Braunschweigs a u f's freudigste begrüßt abzuweisen. Sie sollte natürlich weiter geführt werden, Herrgorie des betreffenden Zuckers erhält auf 100 Kilo Raffinade 2 Fr. werden, wenn die Regentschaft aufgehoben würde Santorowicz als respektabler Mann schuf sie aber aus der Welt, 42 Cts., die zweite Kategorie 2 Fr. 77 Cts., die dritte Kategorie und ein Herzog wieder in Braunschweig regierte. Nicht nur in den indem er mit dem Vormund des Kindes einen Vertrag schloß, wo- 3 Fr. 11 Cts. Serbien. welfischen Streifen, sondern auch in gut nationalen sehnt man eine nach dessen Ansprüche gegen eine einmalige Zahlung von 400 M. ( vierhundert Mart) ein für alle Mal abgefunden sind. Das Geld solche Lösung herbei." Belgrad, 16. Auguft.( Frankf: 8tg.) Die Wirkung des neuent ist ausbezahlt und natürlich längst verbraucht und das Lokalpolizeiliches aus Wittenberge. As im Monat April arme Wesen liegt nun der achtund sechzigjährigen Großmutter Breßgefeßes macht sich schon fühlbar; mehrere Kleine radikale Blätter, der Vorsitzende des Gewerkschaftstartells in Wittenberge, zur Last, die selbst mittellos, sich vergebens bemüht, den die nicht Kaution leisten konnten, sind eingegangen. Otto Turban, das zur Maifeier geplante Vergnügen bei der Abfindungsvertrag rückgängig zu machen und Herrn Kantorowicz zu Rumänien. Polizei anmeldete, wurde ihm dort erklärt, das Geivertschaftskartell verpflichten, für sein Kind 10 M. Alimente per Monat bis zum Maßregeln zur Hebung des Getreidehandels. Bon gut sei ein politischer Verein, Frauen und Kinder dürften daher an vollendeten 14. Lebensjahr zu zahlen. Das formelle Recht für seine unterrichteter Seite geht der„ Kölnischen Zeitung" eine längere Darder Zusammenkunft nicht theilnehmen. Gegen diese Verfügung wurde Weigerung hat ja Herr Kantorowicz zweifellos auf seiner Seite. unterrichteter Seite geht der Kölnischen Zeitung" eine längere Dar mit Erfolg Beschwerde geführt. Der Regierungspräfident in Potsdam Und da die verstorbene Agnes Fiebig nach richterlichem Erstellung zu, wonach die rumänische Regierung beabsichtige, den Getreidehandel Rumäniens und zwar in erster Linie den Binnenhob die Verfügung der Wittenberger Polizei auf, da nicht nach- tenntniß eine bescholtene" Person war, Herr Kantorowicz gewiesen sei, daß das als Verein anzusehende Gewerkschaftskartell aber ein hoch angesehener und sehr reicher Bürger von handel in tief einschneidender Weise im Interesse der Landwirthschaft umzugestalten. Es sollen staatlich verbürgte Lagerscheine geschaffen in seinen Versammlungen politische Angelegenheiten erörtert habe. Bofen ist, so ist es natürlich nichts weiter als eine ganz werden, welche dem fremden Kapital zum Verkauf angeboten werden Hierauf verlangte die Polizei von dem Vorsitzenden des Kartells inner- lächerliche sozialdemokratische Gestimmung, wenn die arme, mit ihren werden, welche dem fremden Kapital zum Verkauf angeboten werden Des weiteren werden die rumänischen Staatseisenbahnen halb drei Tagen Mitgliederverzeichniß und Statut. Da das Kartell fein Beschwerden von allen Seiten schon aus formellen Gründen ab- sollen. Statut hat, wurde nur die Mitgliederliste eingereicht und der Polizei mit- gewiesene 68jährige Großmutter, der Herr Kantorowicz die Erin den meisten Stationen Getreidesilos bauen. welche aus den Gewerkschaften einlaufen, gepflogen werden. Dies Ausruf tommt:„ Dürfen denn die Neichen sich gegen uns Arme leberwachungskommission zu unterstellen. getheilt, daß die Verhandlungen nur über Anträge und Forderungen, nährung seines Kindes überläßt, in ihrer Verzweiflung zu dem Regierung beabsichtigt, die Gesammtorganisation einer unabhängigen genügte nicht, denn bald darauf kam eine zweite Aufforderung. Um alles erlauben?" Die Kölnische Volkszeitung" monirt, daß bei der von unserem Genossen Kühn in Langenbielau für einen von den Schwarzen verfolgten Anhänger der Sozialdemokratie Name und Wohnort deffelben nicht genannt worden sind, und versteigt sich dabei zu der Verdächtigung: Vermuthlich hat' mal wieder ein " Genosse" aus der Parteifache ein Geschäft gemacht." Wenn das katholische Blatt den Namen des von seinen Leuten fast an den Bettelstab gebrachten armen Mannes wissen will, mag es sich nnr vertrauensvoll an unseren Genossen Kühn wenden, der ihm die Antwort nicht schuldig bleiben wird. " Man scheint das Versammlungsleben, soweit man es nicht verhindern kann, wenigstens besteuern zu wollen. " In der Lothringischen Garnison Saarburg ist der Typhus neuerdings wieder epidemisch aufgetreten. Die Gefahr der Weiterverschleppung ist um so größer, als zur Zeit dort Regiments- und Brigade- llebungen stattfinden und die Nachbarorte mit Einquartirung belegt werden. Schlechtes Trinkwasser hat die Epidemie verursacht. Frankreich. Griechenland. Die rumänise Asien. Bombay, 17, Auguft. Die Pe st ist hier wiederum epidemisch geworden. In der letzten Woche starben 103 Menschen infolge der Seuche gegen 85 in der vorhergehenden. Weiterungen vorzubeugen, beschaffte sich das Kartell ein Statut und Aus Ostpreußen, 16. Auguft.( Eig. Ber.) Die hohen Fleisch- Athen, 17. Auguft. Der Kriegsminister ordnete eine Unterreichte es ein. Die Bescheinigung hierüber ist von der Behörde preise tragen nicht allein dazu bei, die indifferente städtische Besuchung gegen die Generalstabs- Offiziere des Kronprinzen im legten toften- und stempelfrei zu ertheilen.( Min.-B.-M. 3. 1851 168. 1869 23.) völkerung aufzurütteln, sondern werden auch die Landbevölkerung Kriege an, weil diese bei der Räumung von Larissa sämmtliche mili Diese Verfügung scheint die Behörde in Wittenberge nicht zu kennen, unserer entlegendsten Grenzgegenden in Bewegung bringen und der tärischen Karten dort zurückließen, welcher sich die Türken bei den benn an stelle der Bescheinigung tam folgende vom 11. August datirte Sozialdemokratie zuführen. Die Agrarier behaupten, daß späteren Schlachten bedienten. Aufforderung der Polizeiverwaltung: durch die Grenzsperre auch den kleinen Besitzern und den Den Kronprinzen, der an allem schuld hat, läßt man natürlich Nach Nr. 25 Biffer 1 des Tarifs zum Reichs- Stempelsteuer- Instleuten gedient sei, weil dieselben für ihr Schweinchen ungeschoren. Gesetz vom 31. Juli 1895 find für Gesellschaftsverträge, wenn sie einen höheren Preis erzielten. Das Unfinige solchen Gedie erstmalige Feststellung des Statuts von Vereinen betreffen, redes ist schon oft nachgewiesen. Früher hatten in manchen Be 1,50 M. Stempelsteuer zu entrichten. Wir ersuchen Sie, diesen zirken Ostpreußens auch die Inftleute ein Interesse an hohen Betrag zieds Verwendung zum Statut des Gewerkschaftskartells Schweinepreisen, weil sie sich mehrere Schweine halten fonnten. Das vom 27. v. M. uns schleunigst einzureichen." geschah besonders in Gegenden, wo die Leute sich eine Kuh halten Ueber die Frage, wie lange die Pest in Indien noch anhalten fonnten, für Milch und Butter aber keinen Absatz hatten, da sie zu fann, urtheilt nach der Geschichte früherer Epidemien ein vom Dieser abgelegen wohnten. Bei den geringen Preisen für die Ferkel war es 16. Juli datirter Brief eines Arztes aus Bombay. Die Opfer der Rosdziner Katastrophe des vorigen Jahres ihnen dann leicht, ein paar Schweine aufzufüttern und Bericht flingt geradezu trostlos. Zunächst wird darauf hatten bekanntlich von den Gewerken der unter Rosdzin liegenden zu verkaufen. Jetzt ist die Viehhaltung der Instleute start ein- hingewiesen, daß das scheinbare Erlöschen der Krankheit in Grube nur eine geringe Entschädigung verlangt; taum 1/5 des wirt geschränkt, weil der Gutsbesitzer selbst so viel wie möglich heraus einem Bezirke gar keine Sicherheit gegen einen Neu- Auslichen Schadens wurde durch die von den Gewerten aufgebrachte wirthschaften will und deshalb den Instleuten so wenig wie möglich bruch derselben gebe, daß im Gegentheil die Ausbreitung der Best Summe gedeckt, und dabei wurden überhaupt nur Hausbefizer für Weide zugesteht. Da infolge der erschwerten Vieheinfuhr auch die über ein immer größeres Gebiet auch die Gefahr einer Verlängerung bie ant ihren Häusern entstandenen Schäden berücksichtigt, Preise für Ferkel außerordentlich gestiegen sind, füttern die Leute der Epidemie gesteigert habe. Wenn man die Aufzeichnungen aus nicht jedoch die Gewerbetreibenden, fleinen Leute und selten mehr wie ein Schwein, das sie natürlich nur in früheren Zeiten heranzieht, so läßt sich erkennen, daß die PestArbeiter, denen der Grubeneinstura ebenfalls viele Nach Fällen äußerster Noth verkaufen, da es ihnen das Fleisch epidemien stets eine Reihe von Jahren hintereinander gewährt Die Handwerker und Gewerbetreibenden für ein theile gebracht hatte. ganzes Jahr liefert. Diese Leute würden bei haben. So herrschte die Best in Zentral- Indien 1813-21, in Kathiawar von Rosdzin hatten deshalb im Juni dieses Jahres Jahres ein niedrigeren Fleischpreisen auch gelegentlich ein Pfund Fleisch kaufen.( Halbinsel Gudscharat) 1816-21, in Garhwal( Nordwest- Provinzen im In den Bezirken an der russischen Grenze holen jetzt, trotzdem Gebiete der Gangesquelle) 1849-54, dann wieder 1875-77 und zum Bitte ausgesprochen, daß sie aus irgend einem bestehenden Fonds dort nicht Industries oder Grubenarbeiter wohnen, sondern kleine dritten Male in diesem Jahrhunderte 13 Jahre hinter einander 1884-97. oder aus einer nachträglich mit kaiserlicher Genehmigung zu ver- Besitzer und Instleute, massenhaft Leute, die 2 Kilogramm Fleisch, Von älteren Schriftstellern werden Epidemien, die wahrscheinlich der anstaltenden Sammlung entschädigt würden. Wie der Bescheid aus welche zollfrei herübergeschafft werden dürfen. Da aber nicht nur die Pest zuzuschreiben sind, gemeldet: In dem Punjab 8 Jahre lang fallen würde, konnte man sich denken, denn schon im vorigen Jahre in dem schmalen Grenzbezirk wohnhaften Leute über die von 1618 an, in Ahmadabad 1683-89 und in Surat 1684-90. Es war eine Sammlung für die verarmten Rosdziner nicht genehmigt Grenze gehen, sondern auch entfernter wohnende, geben die Grenz fei noch hinzugefügt, daß in Hongkong die Pest bereits seit 1804 beamten scharf Obacht. Fordern außerhalb des Grenzbezirks Wohn- ständig haust. Es geht aus dieser Zusammenstellung hervor, daß In der That hat jetzt das tgl. Oberbergamt in Breslau den hafte Grenzkarten, werden sie darauf aufmerksam gemacht, daß sie die Epidemien fast nie unter 5, meist aber länger bis zu 8 und noch Bittstellern eröffnet, daß ihr Gesuch abgelehnt worden ist. tein Recht zum Herüberbringen von Fleisch haben. Im Grenz- mehr Jahren gedauert haben. Damit stimmen die Urtheile der bcStaatliche Fonds, aus denen Entschädigungen gezahlt werden könnten, bezirk wohnende Personen werden empfindlich bestraft, wenn sie deutendsten Aerzte über die wahrscheinliche Dauer der jetzigen Wie streng verfahren Epidemie überein. giebt es nicht, und eine Sammlung wird nicht gestattet. Das Ober- für andere Personen Fleisch holen. Professor Roug aus Paris, der berühmte bergamit verweist die Bittenden auf den Rechtsweg. wird, zeigt folgender Fall: Ein Besitzer aus Uppelten fam Direktor des Pasteur- Instituts, hat die Meinung ausgesprochen, daß damals hatte sie sich noch Das Prozessiren würde wenig nügen, ganz abgesehen davon, daß mit seinem Sohn nach Langallen, um aus Rußland Fleisch zu holen. die Pest noch lange Zeit in Bombay bleiben werde; ähnlich äußerte Dr. die Bittsteller nicht einmal das Geld zum Prozeßführen haben. So Da auf dem Zollamt, wo die Grenzkarten verabfolgt werden, bekannt nicht weiter ausgebreitet find eine Anzahl Leute durch die Folgen des gesetzwidrigen Abbaues war, daß er nicht im Grenzbezirk wohne, also kein zollfreies Fleisch Versin, daß die Pest noch viele Jahre lang immer wiederkehren einer Grube schwer geschädigt worden, der andererseits schwerreiche holen dürfe, war ein anderer Mann so gefällig, vier Pfund Fleisch werde. Es muß zugegeben werden, so schreibt der Gewährsmann, alle sanitären Maßnahmen zwecks Ausrottung der Leute noch reicher gemacht hat. Der bekannteste Gewerke der hier herüberzuholen. Das wurde verrathen. Ein Steuerbeamter lief daß in betracht kommenden Luisensglück- Grube ist der vielfache Millionär hinter dem Befiber her, als derselbe mit seinem Sohn auf dem Heim- Krankheit fehlgeschlagen find trotz der zahlreichen verschiedenen Loebbecke. weg war, und fand das Fleisch. Beide, sowie der Mann, der das Fleisch Verfahren von Schugimpfung und Heilblut- Behandlung. Aussichtslos Immediatgesuch an den Kaiser gatet und die worden. feien diese Verfahren freilich nicht, und deshalb sei es unbegreiflich, I Die Sozialdemokratie Norwegens hielt am 6. August int Der vierte Verbandstag der Fabrik-, Land-, Silfsarbeiter und daß die indische Regierung nicht englische Aerzte mit der weiteren Frederikstad ihren 12. Kongreß ab. Erschienen waren 57 Dele- Arbeiterinnen Deutschlands steht bezüglich der Arbeitslosen- UnterUntersuchung derselben beauftragt habe. Nun aber tommt das girte, darunter 5 Frauen. In der Eröffnungsrede wurde besonders stützung auf dem Boden der auf dem Berliner Gewerkschaftsschlimmste an der gegenwärtigen Lage. Es sei unmöglich, heißt es betont, daß das Jahr 1898 einen Wendepunkt in der politischen Ge- Kongreß gefaßten Resolution. In Erwägung, daß bei dem gegen in dem Briefe weiter, daß die kostspielige Art gesundheitlicher Auf- schichte Norivegens bedeutet, da es dem Volte das allgemeine wärtigen Stande des Verbandes ein leberblick über den Arbeitssicht, wie sie bisher gehandhabt worden ist, noch jahrelang fortgefeßt Stimmrecht gebracht hat. Die Arbeiter könnten nun in Staat markt absolut unmöglich ist, da der Verband so gut wie gar keinen werden könne. Jede Stadt würde daran bankrott und vielleicht und Kommume die ihnen gebührende Stelle erringen. Ueber die Ein- Einfluß auf die Regelung von Angebot und Nachfrage besitzt; in würde ganz Indien einem Aufstande preisgegeben werden. Um dies führung der Proportionalwahlen in den Gemeinden wurde eine fernerer Erwägung, daß jede Organisation, die an die Einzu vermeiden, müßte also entweder die bisherige Aufsicht aufgegeben Resolution gefaßt, wonach jeder Gemeinde überlassen bleiben soll, führung der Arbeitslosen Unterstützung geht, unter allen Umund der Best geradezu freier Lauf gelassen werden. wie sie sich zu der Frage stellt. Hinsichtlich der Pflicht des Staates ständen einen guten Arbeitsnachweis, einen flaren Blick über gegenüber den wehrpflichtigen Familienversorgern den Arbeitsmarkt befizen muß, beschließt der vierte Verbandstag, wurde beschlossen, daß sofort ein Gesetz geschaffen werden müsse, von der Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung abzusehen. militärischen Dienstzeit eine entsprechende Unterstützung für ihre Vorstandes im ganzen Reiche Erhebungen über die Lohn- und das den Arbeitern und anderen Vermögenslosen während der Der Verbandstag beschließt ferner: Es sind unter Leitung des Familien zuspricht. Arbeitsverhältnisse und hauptsächlich über die Arbeitslosigkeit der beZur Oeffnung China's für den europäischen Handel. Zur Oeffnung China's für den europäischen Handel. Nach einer Meldung der Times" aus Hongkong sind gestern die neuen Bestimmungen hinsichtlich der Deffnung aller Häfen am Siliang für den fremden Handel in kraft getreten. Der Sifiang ist ein großer schiffbarer Fluß im Süden China's, der bei der portugiesischen Kolonie Macao ins Meer fließt. Amerika. Washington, 16. August. Der bisherige Botschafter in London John Hay ist an stelle Day's zum Staatssekretär ernannt worden. Die Parteipresse und die preußischen Landtagswahlen. ,, Arbeiter- Zeitung" in Wien: um " „ Die Betreffs der Unions- und Militärfrage nahm man treffenden Arbeiter zu pflegen. Das Material ist auf dem nächsten eine Resolution an, worin betont wurde, daß die Rechte Norwegens Verbandstage geeignet zu verwenden." durch die heutigen Unionsverhältnisse verlegt seien; dieser Konflikt Ueber den weiteren Ausbau des Unterstützungshabe außerdem zu einer derartigen Erhöhung der Militärlasten gewefens, betreffs Beihilfe bei Sterbefällen, KranfenEntwickelung nicht länger tragen könne. Der Konsulatsvertrag sei referirt der Vertreter der Bahlstelle Harburg, welcher für eine Beihilfe führt, daß das Land sie ohne Schädigung seiner wirthschaftlichen unterstützung sowie bei besonderen Nothfällen, daher zu kündigen. Ferner wird eine neue Ordnung der Außen- bei Sterbefällen eintritt. Die Delegirten von den verschiedenen minister- Angelegenheit gefordert. Eine völlige Befriedigung der Bahlstellen stimmen dem zu. Beschlossen wird:" Im Todesfalle Wünsche des norwegischen Volkes ist freilich nur durch Lösung der eines verheiratheten Mitgliedes kann den Hinterbliebenen nach zweiUnion möglich, es wird daher die Hoffnung ausgesprochen, daß die- jähriger Mitgliedschaft eine Unterstüßung bis 25 M. und nach fünffelbe fich bald auf gütlichem Wege vollziehen werde. jähriger Mitgliedschaft eine solche bis 50 M. gewährt werden. Die Die Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen ist die den Björnson'schen Antrag zu unterstützen, wonach der Handel gelehnt. Ferner faßte der Kongreß den Beschluß, im Foltething Anträge betreffs Einführung einer Krantenunterstügung werden abwichtigste politische Frage, die augenblicklich die deutsche Sozial- mit Korn und Wehr Staatsmonopol werden soll; ferner Auf dem Kongreß sind 40 Delegirte anwesend, die 156 Bahldemokratie beschäftigt. Der Termin für die Wahlen ist zwar soll die Kommunalisirung des Bädereibetriebe s stellen mit 14 603 zahlenden Mitgliedern vertreten. Im Jahre noch nicht ausgeschrieben, doch darf man sie für den An- verlangt werden, um gutes und billiges Brot zu beschaffen. fang des Herbstes erwarten, 1896 waren es nur 87 Bahlstellen mit 7210 Mitgliedern. Seit da die Legislaturperiode des da Weiter sprach sich der Kongreß für das Vorschlags und zwei Jahren ist also ein Fortschritt von ca. 100 pct. zu verzeichnen. Landtages vor Ende des Jahres abläuft. Der vorjährige Ham- Verwerfungsrecht des Volkes, aber gegen die von gewisser Noch keine Geschäftsperiode hat für den Verband so günstig abburger Parteitag hat bekanntlich beschlossen, daß sich die sozial- Seite beantragte Boltsabstimmung aus, die nur den Zweck habe, geschlossen als die jetzige. demokratischen Wähler an den Landtagswahlen überall betheiligen Verschleppungen der Beschlüsse zu ermöglichen. sollen, wo die Verhältnisse den Parteigenossen die Wahl ermög Der Verband ist bestrebt gewesen, die Lage seiner Mitglieder Beim Punkt A chtst und entag stellte man die Frage, ob die nach Möglichkeit zu heben. In den letzten 2 Jahren sind für den lichen", und daß sie überall eigene Wahlmänner aufstellen sollen, Agitation für den neunstündigen nicht der für den achtstündigen Kampf um Besserung der Arbeitsbedingungen 38 065,74 m. ver Gemäß diesem Beschlusse werden die sozialdemokratischen schade. In einer Resolution sprach der Kongreß seine Meinung wandt worden. An 19 Stämpfen waren Mitglieder des Verbandes Organisationen eines jeden Wahlkreises zu beschließen haben, ob sie bahin aus, daß jede Verkürzung der Arbeitszeit der Erreichung des betheiligt; 8 Kämpfe hatten durchschlagenden, 4 theilweisen Erfolg. selbständig in die Wahlbewegung eintreten können. Darum handelt achtstündigen Arbeitstages förderlich sei. es sich jetzt. Die Genossen in den einzelnen Wahlkreisen müssen In sieben Fällen waren die Kapitalisten stärker als die Arbeiter, so Betreffs der Staatsarbeiter wurde folgendes beschlossen: daß letztere zur Unteriverfung gezwungen wurden. sich über diese Frage so rasch als möglich schlüssig werden, um Ant Reisedann für die nahe bevorstehenden Wahlen alle Vorkehrungen tüßen, die sich verpflichten, für Einführung des Achtstundentages für betrug 162 071,23 M. Die Gesammtausgabe 140 154,07 W. Die Partei will bei den Storthingswahlen solche Abgeordnete unter- unterstützung wurden 7826,36 M. gezahlt. Die Gesammteinnahme zu treffen. Es leuchtet von selbst ein, daß es sich bei alle Staatsarbeiter zu stimmen, sowie für Einführung eines Minimalden Landtagswahlen für die Sozialdemokratie Der Seemannsverband in Bremen beschloß am Montag den. anderes handelt, als bei den Wahlen in den Reichstag. Geht es bei wie für Männer. Ebenso muß dieselbe Reform für die Gemeinde- Forderungen der Seeleute teine Antwort gegeben haben. ganz lohnes von nicht unter 40 Deren per Stunde, sowohl für Frauen Streit, da die Rheder trotz dreimaligen höflichen Schreibens auf die den Reichstagswahlen darum, im Kampfe um die politische Macht arbeiter gefordert werden." der Arbeiterklasse eine möglichst große parlamentarische Vertretung Im weiteren erklärte sich der Kongreß dafür, daß der Staat Die antisemitische Staatsbürger Zeitung" brachte vor zu erringen, und dienen die Wahlergebnisse dazu, das Wachsthum oder die Kommunen kleine Landarbeiter Befizungen einigen Tagen eine Notiz, die folgendermaßen begann: der sozialdemokratischen Bewegung im ganzen Reiche festzustellen, so mit Hilfe eines Expropriationsrechts beschaffen, die an die Arbeiter des Hamburger Bäderstreits errichtet wurden, scheinen keineswegs ozialdemokratischen Brotbäckereien, die aus Anlaß find bei den Landtagswahlen diese beiden Biele unerreichbar. verpachtet werden sollen. Dem Vorgehen eines Vereins in Das Dreiklaffen- Wahlsystem macht es den Arbeitern, die mit Chriſtiania, der beim Verfassungsfest einen Demonstrationszug für ein Eldorado der Arbeiter sein. Wie in allen sozialistischen Betrieben verhältnißmäßig geringen Ausnahmen durchaus in die dritte Einführung des weiblichen Stimmrecht& veranstaltet hatte, schaften, an die Genossenschafts- Hutfabrik zc. ist die Behandlung man denke nur an die vielen verkrachten Konsum- GenossenWählerklasse fallen, fast überall unmöglich, gegen die Klasse der stimmte der Kongreß zu; er empfahl das Vorgehen dieses Vereins den der eigentlichen Arbeiter auch hier mit der Devise Freiheit, Gleichheit, Begüterten und Reichen aus eigener Kraft Mandate zu er anderen Orten zur Nachahmung und sprach sich noch für eine verobern, von einer Vertretung, die der Macht und der Aus- mehrte Agitation zur Erweckung des Selbständigkeitsgefühls der Brüderlichkeit absolut nicht in Einklang zu bringen." breitung der sozialdemokratischen Partei entspräche, kann nun schon Frauen und ihres Verständnisses für die Arbeiterbewegung aus. gar nicht die Rede sein. Der Zwed der Betheiligung ist lediglich der, nach Kräften zu verhindern, daß im fünftigen AbAus Amerika. In Minneapolis ist ein neues lofales geordnetenhause eine reaktionäre Mehrheit zustande komme. In dem Partei- Organ in englischer Sprache" The Tocsin"( Die gegenwärtigen Abgeordnetenhause fehlen den Konservativen und Sturmglocke) unter Redaktion des Genossen Algeron Lee erFreikonservativen zur Mehrheit kaum acht Stimmen; was dem schienen. preußischen Volke droht, wenn es diesen beiden Faktoren gelingt, bie acht Mandate in die Hand zu bekommen, das lehrt die Sächsisches. Sieben Parteigenossen in Niederhaß- Echo": Geschichte der preußischen Vereinsgesetz- Novelle. Die liberalen lau und Wiltau haben von dem Gemeindevorstand des ersteren Zunächst existiren in Hamburg sozialdemokratische BrotParteien und das Bentrum mögen politisch noch so wenig zu Ortes Strafverfügungen über je 30 m. erhalten, weil sie bei der bäckereien" überhaupt nicht. Erste Liige. Damit fällt bas verlässig sein und den Arbeitern noch so feindlich gegenüberstehen, Beerdigung eines Parteigenossen verlogene Gefafel von der Devise Freiheit, Gleichheit, Brüderlicheinen solchen Gesetzentwurf, der mit der Beseitigung der politischen keit" in diesem Punkte in sich selbst zusammen. Nach Angabe der Rechte des Volfes fast gleichbedeutend wäre, fönnen sie nimmer Innungsmeister arbeiten bei denselben einige hundert Gesellen, gutheißen, weil sie damit der Regierung eine Waffe schmieden denen niemand ein Haar krümmt. Die Behauptung:„ hätte ich würden, die diese gegebenenfalls auch gegen sie anwenden könnte, irgendwo bei einem Innungsmeister Arbeit angenommen, man hätte und weil es ihnen die Rücksicht auf die Stellung der Parteien im mich gelyncht," eriveist sich somit ebenfalls als Lüge. Reichstag und den Reichstagswählern gegenüber verbietet. Es ist nachbleibt, ist eine einzige Kette von frechen Lügen, wie sie den nun begreiflich, daß in vielen Wahlkreisen durch die Enthaltung Teutschen" mun einmal eigen sind. Die Jutungsmeister haben sich der Sozialdemokraten von den Wahlen das Kräfteverhältniß zu förmlich inn brauchbare Gesellen gerissen, so daß kein solcher, wenn gunsten der Reaktionäre verschoben wurde, aber andererseits sind es ihm in den Bäckereien, in denen die Forderungen der BäckerFälle denkbar, wo gerade das Eingreifen der Sozialdemokraten, das Die Empfänger dieser wunderbaren Strafverfügung hatten bei gesellen respektirt wurden, nicht gefiel, nöthig hatte, dort zu verAufstellen eigener sozialdemokratischer Wahlmänner eine Zersplitterung dem Begräbniß ihre Sonntagsanzüge an, die meist von bleiben. Entweder ist der angebliche Brief eine feine„ teutsche" Erder Stimmen auf der Seite der Gegner der Konservativen herbei- dunkler Farbe, keineswegs ganz hell waren; auch ist es ihnen, wie findung, was wir als das Wahrscheinlichste erachten, oder der Briefführen könnte. Festzustellen, wie in dieser Hinsicht die Verhältnisse uns mitgetheilt wird, nicht eingefallen, auf dem Rückgange vom schreiber ist ein kompleter„ teutscher" Lügenpeter erster Güte." liegen, und danach für oder gegen die Betheiligung sich entscheiden, Grabe des verstorbenen Freundes unschickliche Lieder zu singen. In Spremberg in der Niederlaufig fand am 15. August die ist nun die Aufgabe der Organisation der einzelnen Wahlkreise. Jedenfalls geht es die Polizei nicht das mindeste an, ob man bei erste Gewerbegerichts Wahi statt. Durch die unermüdIn einen Wahlkampf unter solchen Bedingungen einzutreten, einem Begräbniß in hellem oder dunklem Gewande erscheint. Natürliche Agitation unserer Genossen war es gelungen, die Arbeiter in ist für eine so mächtige Partei wie die deutsche Sozialdemokratie lich ist gegen die Strafverfügungen richterliche Entscheidung an- größerem Umfange dafür zu interessiren. Auch die Gegner( Hirschkeine Aufgabe, der man sich mit Begeisterung hingiebt, aber je gerufen. größer die Schwierigkeiten und Widerwärtigkeiten, je verwickelter die Verhältnisse, die bei den preußischen Landtagswahlen in betracht tommen, umſomehr werden fte für die sichere Taktik und Manövrirfähigkeit der deutschen Arbeiterpartei eine giltige Probe abgeben. Partei- Nachrichten. Preußische Landtagswahlen. Ueber die Versammlung in Elberfeld, die über die Frage der Landtagswahlen verhandelte und in der Dr. Quard aus Frankfurt das Referat hatte, berichtet die Freie Presse": Polizeiliches, Gerichtliches 2c. an dem vom Trauerhause ab durch hiesigen Ort nach dem Friedhof in Bielau stattgefundenen Leichenzug mit noch mehreren Personen als Korporation geschlossen sich, kirchlicher Sitte und Ordnung bei Begräbnißfeierlichkeiten zuwider, mit ganz hellem Anzug und Hut bektleidet, betheiligt und auf dem Rückwege vom Friedhofe nach dem hiesigen Ort weltliche Lieder gesungen, dadurch aber... öffentlich Aergerniß erregt, eine Störung der rechtlichen( 1) Ordnung herbeigeführt und groben Unfug verübt haben." Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung! Tapezirer und Tapezirer- Näherinnen! Am Freitag, den 19. August, abends 8 Uhr. findet im Lokale Englischer Garten", Alexander str. 27 c, eine große öffentliche Versammlung statt. Die Versammlung wird sich mit den Streits bei der Firma Fort, Kretschmaru. Co.. höchste str. 4 sowie bei der Firma Buzte u. Co., Alexanderstraße 23, beschäftigen. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist zahlreiches Erscheinen der Kollegen nothwendig. Zuzug nach den beiden obengenannten Geschäften ist fern zu halten. Die Agitationskommission. Deutsches Reich. Der erste Referent, Heinrich aus Dessau, befürwortete die Es folgte dann der Text eines Briefes, den ein in Hamburg thätiger Berliner Bäcker an einen hiesigen Kollegen geschrieben haben soll. In diesem Schreiben wird über die Zustände in einer nicht vom Streit betroffenen Bäckerei Klage geführt, und u. a. dabei behauptet, daß der Verfasser„ gelyucht" worden wäre, wenn er bei einem Innungsmeister Arbeit angenommen hätte. Gegenüber dieser Notiz des antisemitischen Blattes schreibt nun das Hamburger Was noch Dunderianer) wollten bei der Wahl nicht fehlen; während sich aber unsere beiden Versammlungen, wo Millarg aus Berlin referirte, eines guten Besuchs erfreuten, waren die Versammlungen der HirschDunckerianer leer. Das Resultat der Wahl gestaltete sich wie folgt: Von 670 eingeschriebenen Arbeitnehmerwählern gaben für die Kandidaten des Gewerkschaftskartells 523 ihre Stimme ab, die Gegner brachten es auf ganze 62 Stimmen, zwei Stimmen waren zersplittert. Gine solche Niederlage hatten sich die Hirsch- Duncker'schen wohl nicht träumen lassen; hatten sie doch bisher in der Gewerkschaftsbewegung das Heft in Händen. Bei den Unternehmern siegte die Liste der Fabrikanten; wir hatten einen Achtungserfolg. Die organifirten Brauer in Eisenach haben auf gütlichem Wege eine Verbesserung der Lohnverhältnisse erreicht. Bewilligt wurden in der Brauerei Petersberg und Schloßkeller den gelernten Arbeitern je 2 M. pro Woche, den ungelernten 1 M.; in der Aktienbrauerei erhalten alle Arbeiter wöchentlich 1 M. Zulage bewilligt und der du jour- Dienst wird mit 2 W. vergütet. Ausland. A Bezüglich der Betheiligung in Elberfeld- Barmen standen sich drei Meinungen gegenüber: 1. feine Wahlbetheiligung, 2. Wahlbetheiligung für den Fall, daß auch die Freisinnigen für ihre Partei WahlAchtung, Vergolder! Die Kollegen in Wien sind wegen betheiligung beschließt und 3. selbständige Wahlbetheiligung, un Erringung des Neunstundentages in eine Bewegung eingetreten. beschadet dessen, was die Freifinnigen beschließen werden. Genosse Zuzug ist strengstens fernzuhalten. Der Bevollmächtigte der Filiale In Gera haben sämmtliche Brauer, Böttcher, Geschirrführer Landé, welcher ad 2 vertrat, erklärte sich dann, um einer Zer- Berlin. des Brauvereins wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. splitterung vorzubeugen, damit einverstanden, daß sein Antrag folgende einfache Fassung erhielt: Die Parteigenossen In Burgsteinfurt dauert der Formersteit ebenfalls fort. Zwei Elberfelds empfehlen die Betheiligung an der und Arbeiterinnen Deutschlands. Zu dem Punkt: Vierter Verbandstag der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter Holländer haben dort angefangen. Landtagswahl". Dieser Antrag wurde mit 44 gegen 15 Stimmen des Unterstützungswesens und die Arbeitslofen- teller und Durlacher of wegen Lohndifferenzen die Arbeit und Arbeiterinnen Deutschlands. Zu dem Punkt:„ Ausbau In Mannheim haben die Brauer der Brauereien Löwen bei einigen Stimmenthaltungen angenommen. Ein Theil der Mitglieder unterstützung" lagen eine Reihe Anträge aus den einzelnen eingestellt. Von einer Voltsversammlung wurde über beide Brauereien hatte leider wegen der vorgeschriftenen Zeit die Versammlung schon Bahlstellen vor, die theils für, theils gegen die Einführung der der Boykott verhängt. verlassen. Es bleibt nun abzuwvarten, welche Stellung die Barmer Genossen zu der Sache einnehmen. Heute mögen noch folgende Arbeitslosen- Unterstützung gerichtet waren. Wittheilungen des Vorsitzenden Gewehr erwähnt sein. Derselbe Einführung dieses Unterstügungszwveiges. Die Arbeitslosen- inter- erläßt folgenden Aufruf: Bei dem letzten Streit der Bauhand erlärte, daß nach den ihm gewordenen Informationen die hiesigen Freistügung sei nothwendig, um die Mitglieder an die Organisation zu werfer in Genf haben die Arbeiter die durch den RegierungsArbeitslosen- linter- erläßt fimigen anfange, in der Voraussetzung, daß unsere Partei sich an den Wahlen betheiligen werde, gleichfalls sich nicht betheiligen, b. h. fesseln; die meisten der heutigen Verbände glichen Taubenschlägen. rath vorgelegten Bedingungen offen und ohne jeden Hintergedanken Redner stüßt seine Ansicht, daß die Durchführung der ArbeitsDiskussionen hätten sie aber die Sache noch einmal in Erwägung dem„ Correspondenzblatt der Generalfommission". dem Kartell das Feld unbestritten überlassen wollten. Infolge unserer fosen- Unterstützung möglich sei, durch einige statistische Zahlen aus angenommen. Die Unternehmer hingegen haben ihre vereinbarten Verbindlichkeiten nicht gehalten und find gezogen. Die Meinungen seien mun unter den Freifinnigen getheilt, doch hätten dieselben mit Rücksicht darauf, daß ihre Parteileitung Arbeitslosen- Unterstüßung ebenfalls als Mittel, um die Mitglieder, Der Regierungsrath ist ohn Der zweite Referent, Martens aus Harburg, betrachtet die demnach wortbrüchig geworden. mächtig und besigt nicht die Mittel, um seinen Entzur Zeit nicht vollständig ist, eine Entscheidung noch nicht gefällt. Die meist alle für einen geringen Beitrag große Vortheile haben Anerkennung durchzusetzen. Wir sehen uns daher verpflichtet, die scheidungen den nöthigen Nachdruck zu geben und ihre Das Wahlergebniß von 1893 sei sehr geeignet, diejenigen, welche wollten, an den Verband zu fesseln. Redner führt gleichfalls Furcht vor dem Kompromiß haben, zu beruhigen. Das startell hatte 748, einige Zahlen und Berechnungen und zwar aus den Organisationen Blodade über den hiesigen Platz für nachfolgende die Freisimmigen 205 Wahlmänner. In Elberfeld hatten die Freisimmigen der Buchdrucker und Bildhauer an, die aber, wie besonders betont wird, Gewerkschaften zu verhängen: Maurer, Bauschreiner, Spengler, 95 Wahlmänner, davon waren nur 15 in der 3. Abtheilung gewählt. Daraus folgt, daß die Freisinnigen zum allergrößten Theile ihre Anhänger in der feftabgegrenzte Branchen sind, weshalb das Ziffernmaterial für den Zimmerleute, Handlanger und Straßenarbeiter, Ofenmacher und 2. und 1. Abtheilung haben. Die 3. Abtheilung aber wird, mit Aus. Berband der Fabrik-, Land-, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen nicht als Ofensezer, Gipser und Maler, Steinhauer, Schlosser, Marmornahme der Beamten- und Villenbezirke, der Sozialdemokratie gehören, maßgebend zu betrachten sei. Martens stimmt der Arbeitslosen- arbeiter, Partettleger, Stuckateure, Marmorpolirer, Maschinisten und Barkettschneider. und auch in der 2. Abtheilung dürfte in den rein proletarischen Be- Unterstützung im Prinzip zu, hält sie jedoch augenblicklich nicht für Alle diese Gewerkschaften gehören in Genf dem Bauhandwerkereine die Ardieser Parteifonstellation gehört wohl zweifellos der Wahlkreis Bar- schäftsperiode bevorstehe und weil die beträchtliche Erhöhung des beiter der vorstehend genannten Branchen aufs dringendste, den men- Elberfeld mit zu den ersten, in denen im Sinne des Hamburger machen würde, infolge der schlechten L. Hnverhältnisse der Verbands- uzug nach Genf zu unterlassen und für seine FernBeschlusses eine Betheiligung möglich ist. mitglieder keine Zustimmung finden werde. haltung nach Kräften zu sorgen, und richtet an die Ara Redner empfiehlt beiterpresse das Ersuchen, durch Veröffentlichung des Aufrufs schließlich, Material über die Frage zu sammeln, und dann wieder das ihrige zum Siege der Genfer Bauhandwerker beizutragen. über die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung zu berathen. = Für den Wahlkreis Bochum Gelsenkirchen ist von der Parteikonferenz, die in Bochum am Sonntag abgehalten wurde, die Herausgabe eines mit selbständigem lokalen Theil ausgestatteten Kopfblattes der Rheinisch- Westfälischen Arbeiter- Beitung" beschlossen worden. Nach längerer Debatte, wobei die meisten Redner die Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung als verfrüht bezeichnen, wird folgende Resolution angenommen: Der Ausstand der Zimmerer Amsterdams ist am 15. Auguft plöglich beendet worden. Unter dem Einfluß der Hezkampagne, welche sämmtliche bürgerliche Blätter unternommen hatten, ein Internehmer- Verbände. Spanien und Amerika. geschüchtert durch das rohe Auftreten der Polizei und entmuthigt Durch den ungenügenden Bestand der Streitkasse, hatten in den letzten Stadt gefordert. Das Verlangen der Spanier um Gewährung einer Tagen schon ziemlich viele Ausständige die Arbeit wieder aufFrist, um über Hongkong Instruktionen von Madrid cinzuholen, wurde genommen, während auch die katholische Gewerkschaft weitere Theil der Einzelheiten bei der Räumung der Antillen und zwar für Stuba der Außenlinie und der äußeren Batterien durch die Kriegsschiffe. Präsident Mac Kinley ernannte die Kommissare zur Regelung abgelehnt. Am 13. August gegen 10 Uhr begann die Beschießung nahme verweigerte. Da war die Kraft des Streits gebrochen. Die die Generäle Wade und Butler und den Admiral Sampson, für Die Südposition bei Malate mußte von den Spaniern geräumt Arbeiter nehmen bedingungslos die Arbeit wieder auf. Portorico die Generäle Brooks und Gordon und den Admiral werden. Die Amerikaner drängten zu Lande nach und trafen bald Schley. In einer Note, in welcher Day mittheilt, er habe die Glück nach Mittag vor der Altstadt ein, die nunmehr kapitulirte. Manila wünsche des russischen Botschafters Grafen Cassini zur Unter- selbst ist trotz des vielfachen Feuers vollkommen verschont geblieben. zeichnung des Friedensprotokolls erhalten, sagt derselbe, das Das New- Yorker„ Evening Journal" meldet aus Manila vom Die Kohlenbarone des( russischen) Dombrowaer Reviers Protokol enthalte die Bürgschaft für einen Frieden, der ruhm- 13. d. Mts.: Bei der Einnahme von Manila betrug der Verlust auf haben für den Herbst d. J. eine bedeutende Preiserhöhung ihrer voll für Amerifa und zugleich auch ehrenvoll für die Gegner von amerikanischer Seite 5 Todte und etwa 45 Verwundete. Die fremden Produkte angekündigt. Die Industriellen Polens sind damit nicht gestern sei. Konsuln waren vorher von der Absicht Admiral Dewey's, Manila zut einverstanden und beabsichtigen in unserem oberschlesischen Industrie- Aus New York liegen der Jnt. Rorr." unterm 14. August befchießen, in Kenntniß gesezt worden. Die Spanier erwiderten bezirk ihren Kohlenbedarf zu decken. nicht, aber die Land Streitkräfte der Schon sollen Lodzer und folgende Meldungen vor: Senator Morgan erklärte einigen die Beschießung Warschauer Großindustrielle Vertreter nach Oberschlesien geschickt Beitungsredakteuren, die Friedensbedingungen könnten die Mehrheit Amerikaner wurden seitens der Spanier mit kräftigem Feuer emhaben, um mit unseren Grubenwerken Lieferungsverträge ab- des Senats durchaus nicht befriedigen, Mac Kinley habe ihm jedoch pfangen. Die Anzahl der Spanier, welche kapitulirt haben, beträgt zuschließen. Vielleicht ist die letzte Nachricht nur ein Schreckschuß versichert, daß er nur in Rücksicht auf die bevor ungefähr 7000 Mann. auf die Kohlengrubenbesitzer des Dombrowaer Reviers. Auch ist es stehenden Berwickelungen in Ostasien so schnell General Augustin, der Oberkommandirende auf den Philippinen, fraglich, ob die oberschlesischen Kohlenwerte sich auf neue große in den Abschluß des Krieges eingewilligt habe. hatte sich vor diesen Ereignissen auf dem deutschen Kriegsschiffe Lieferungen einlassen fönnen, sie sind sehr start beschäftigt und vers fei unbedingt nothwendig gewesen, den Bereinigten Staaten Kaiserin Augusta" eingeschifft und nach Hongkong bringen lassen. senden schon jetzt täglich fast 1000 Waggons mehr als in der gleichen freie Hand zu schaffen, um die Interessen der Union im Ueber die Veranlassung zu diesem eigenthümlichen Schritte ist nichts Zeit des vorigen Jahres. Stillen Ozean nachdrücklichst wahrnehmen weiter bekannt. Boziales. Neber die Ursachen der Invalidität hat das Reich 8 Versicherungsamt eine statistische Erhebung veranstaltet, deren Ergebnisse demnächst im Druck erscheinen werden. = " : zu tönnen. Bezüglich der Stellung zu England habe Mac Kinley Englische Blätter berichten, daß es in Manila, das jetzt endlich erklärt, die nordamerikanische Nation werde es nicht vergessen, tapitulirt hat, in der letzten Zeit weder Fleisch, noch Brot, noch Mehi daß durch die freundschaftliche Haltung Englands jede Einmischung gab, mit Ausnahme eines fleinen Hilfsvorraths, der für die VerMan trant stinkendes, ungesundes der europäischen Großmächte in den Streit mit Spanien verhindert wundeten aufgehoben wurde. worden sei. Bisternenwasser. Die Zugthiere, deren Fleisch zuletzt das Rindfleisch Der spanische Ministerrath beschäftigte sich gestern mit der Rüd- ersetzen mußte, sind völlig verschwunden. Jm Schlachthause schaffung der Truppen von Kuba. Heute wird der Ministerrath vor- wurden nur noch alte Arbeitspferde und Hunde geschlachtet. Der Arbeiter Risiko. Nach einer Meldung aus Notthausen bei aussichtlich die Wahl der Kommissare für die Friedensverhandlungen Generalfapitän erließ einen Befehl, der den Behörden gestattete, in Gelsenkirchen sind am Sonnabend Abend, wie jekt erst näher bekannt vornehmen. Ueber die Frage der Einberufung der Kammern ver- die Privatställe einzudringen und alles lebende und„ nur einiger wird, auf der Zeche„ Dahlbusch" fünf Bergarbeiter handelte der Ministerrath nicht, weil Meinungsverschiedenheiten maßen eßbare" Gethier zu Schlachtzwecken zu sequeſtiren; als Bedurch schlagende wetter schwer verletzt worden. Der zwischen Sagasta und den Ministern bestehen und die letzteren ent- zahlung erhielten die Beſizer werthlose Schazanweisungen. Das eine ist noch an demselben Abend, ein zweiter tags darauf gestorben. schlossen waren, eine Ministerkrise hervorzurufen. Proviantamt konnte nur noch Reis liefern, aber nur in winzigen Aus Paris wird telegraphirt: Im Ministerrath verlas der Quantitäten. Das Brennmaterial war vollständig verbraucht. In Gegen die Berieſelung der Kohlengruben kämpft ein Theil Minister des Aeußern Delcaffé die Telegramme der Königin- Regentin den Privathäusern verbrannte man Thüren und Fensterrahmen, um der Bergwerksbefizer noch immer und zwar mit ganz verwerflichen von Spanien und des Präsidenten Mac Kinley, in denen Frankreich fochen zu können. Die Leute aus den Volke machten Jagd auf Mitteln an. Es genügt ihnen nicht, daß sie den Tonnenpreis für der Dank ausgesprochen wird für seine guten Dienste und an- Ratten und Mäuse, um sie zu verspeisen. Die Folge waren zahllose Kohle in einer Weise erhöht haben, der ihnen die Kosten der Be- gekündigt wird, Paris fei als Ort für die Friedensverhandlungen Krankheitsfälle. rieselung doppelt und dreifach deckt, sie versuchen, auch die Gruben- gewählt worden, um Frankreich einen Beweis von hoher Achtung Bon Petersburg aus wird der Versuch einer europäischen berieselung als zwecklos, ja jogar als gefährlich darzustellen, indem und hohem Vertrauen zu geben. Intervention auf den Philippinen signaliſirt. Das offiziöse fie die Unfälle durch Steinfall vermehre. Dieser Agitation gegenüber dürfte es wohl am Blake fein, auf die feiner- richtete Staatssekretär Day an den italienischen Botschafter in gaben der gemischten Kommission zur Einführung eines neuen ReWie der Agenzia Stefani" aus Washington gemeldet wird, Journal de St. Pétersbourg" meint in einer Besprechung der Aufzeit furz erwähnten Erfahrungen ausführlicher zurückzukommen, Washington ein Schreiben, in welchem er der Befriedigung Ausdruck gimes auf den Philippinen, die Regelung der Frage biete große die die Bergwerksgesellschaft Hibernia" mit der Einführung der giebt, welche Präsident Mac Kinley über die von dem Botschafter Schwierigkeiten. Das Ansehen der weißen Bevölkerung jei infolge Berieselung gemacht hat. Auf den Zechen der Hibernia" ist näm- namens der italienischen Regierung aus Anlaß der Einstellung der des letzten Krieges fast vollständig vernichtet. In der Gesellschaft, lich schon seit längerer Zeit, lange bevor staatlich vorgegangen wurde, Feindseligkeiten ausgesprochene Sympathie empfunden habe. – Auch welche die spanische Herrschaft während ihrer 300 jährigen Dauer die Berieſelung durch Spritzwasserleitungen eingeführt. Auf einer der italienische Botschafter in Madrid hat, wie der Agenzia im Archipel begründet, seien nicht genügend Elemente vorhanden, Versammlung des bergbaulichen Vercins im April d. J. berichtete Stefani" von dort gemeldet wird, der spanischen Regierung die die Verfuche, den Inseln Autonomie zu geben als rathsam erscheinen Herr Behrens, der Generaldirektor der Hibernia", über die Er- Sympathie seiner Regierung anläßlich der Einstellung der Feindselig- ließen; es sei denn, ein solcher Versuch werde ganz allmälig unter fahrungen, die mit der Berieselung gemacht wurden. Zunächst konnte feiten ausgesprochen und den Wunsch hinzugefügt, daß Spanien der allgemeinen, wachsamen und strengen dabei wohlwollenden cr feststellen, daß die Kosten durchaus nicht find, als man nach den Nebertreibungen der jetzigen Gegner freuen möge. so hoch sich nach ehrenvollem Kampfe der Wohlthaten des Friedens er- europäischen Vormundschaft und Kontrolle gemacht. Jedes andere Regime werde zur Barbarei zurückführen. der Berieselung annehmen möchte, dami fagte er: Bezüglich der Einwirkung des Spritzwassers auf das Nebengestein Theil des unter Sampson nach Europa zu entfendenden Geschwaders nöthig, In den Kreisen des amerikanischen Marine- Amts verlautet, ein Es sei darum zunächst die Entwickelung beträchtlicher Kräfte unt diejenigen Elemente zu Paaren zu treiben, find auf Hibernia" im großen und ganzen unigünstige Erfahrungen werde dauernd im Mittelländischen Meere verbleiben, da die Ver- welche jetzt die Achtung vor der weißen Rasse verloren nicht gemacht worden. Es ist eine schädliche Wirkung des Waffers einigten Staaten an der Freihaltung der Seewegs nach Ostasien hätten. Die Vereinigten Staaten würden daher eine erheblich bei den mit festem Nebengestein versehenen Flötzen nicht auf- durch den Suezkanal sehr stark interesfirt seien. Es werde sich dann höhere Truppenzahl nöthig haben als 30 bis 40 000 Mann, getreten; bei andern Flößen hingegen, welche zum theil schlechtes wohl auch die Gelegenheit finden, an der marokkanischen Küste einen von denen jetzt die Rede sei. Die menschenfreundlichen, Liegendes und Hangendes haben, hat das Spritzwasser das Gebirge lottenstützpunkt für Nordamerika fäuflich zu erwerben. Die freiheitlichen Ideen des amerikanischen Volkes würden schnell ernſteren gelockert und vermehrten Druck in die Betriebe gebracht. Die 38 ah hauptabficht aber dürfte sein, durch die Anwesenheit des nord- Erwägungen bei Auffassung der Lage weichen müssen. Es würden Der Unfälle durch Stein- und Kohlenfall wurde amerikanischen durch die Berieselung nicht vermehrt." Geschwaders einen Druck auf Spanien ganz neue kolonisatorische Erfahrungen zu machen sein. Diese Erfrage auszuübent. während der Verhandlungen über die Philippinen- fahrungen würden den Vereinigten Staaten auf alle Fälle sehr theuer zu stehen kommen und mit absoluter Nothwendigkeit eine völlige erforderlich machen. Man wäre im eigenen Lande gezwungen gewesen, enderung der bisherigen Praktiken und Bräuche seitens Amerita's die Rechte der gelben Rasse einzuschränken; doch hätte dort die Regierung der Vereinigten Staaten größere Bewegungsfreiheit Auf den Philippinen hätten die Eingeborenen eine überwiegende gehabt und wäre dort die gelbe Rasse in der Minderheit gewesen. Mehrheit und es käme jetzt darauf an, derselben die seit lange Die Frage der Arbeitslosen- Versicherung scheint in Deutsch verloren gegangene Achtung vor der weißen Nasse wieder beizuTand allgemacy in regeren Fluß zu kommen. Bekannt sind die zahl bringen. reichen Versuche, mit denen unsere Gewerkschaften an die Lösung der Die russische Regierung, die das Zusammengehen der Bereinigten schwierigen Aufgabe herantreten. Nicht ohne Bedeutung ist ferner Der Londoner Standard" meldet aus New- York, das Staaten mit England in Ostasien fürchtet, möchte gerne den Die Thatsache, daß in letzter Zeit auch offiziöse Blätter sich mit der amerikanische Spionagesystem habe entdeckt, daß die Kubaner Amerikanern Schwierigkeiten bei der Regelung der Philippinenfrage Frage ernsthaft beschäftigen. So hat dieser Tage der" Ham- beabsichtigten, die Stadt Santiago zu besetzen, als General Shafter bereiten. Sie wird aber im eigensten Interesse gut thun, mit burgische Korrespondent" aus Anlaß der Ankündigung des mit seinen Truppen die Stadt verlassen hatte. Man plante, als- Amerika nicht anzubinden. Das Spiel könnte dent Barenreiche sehr im nächsten Monat in München stattfindenden Verbandstages dann die kubanische Flagge zu hissen. Die Amerikaner erfuhren theuer zu stehen kommen. deutscher Arbeitsnachweise sich in einem ausführlichen Artikel für eine dies und ließen die Umgebung der Stadt absperren. Am Donnerstag gehen von San Francisco drei Bevollmächtigte staatliche Arbeitslosen- Versicherung ausgesprochen. Kommunale Ein Telegrammn aus Santiago meldet, daß die Kubaner über des Buckertrusts nach Manila ab, um auf den Philippinen sowohl wie gewerkschaftliche Versicherungen seien unzulänglich; die Behandlung seitens der Amerikaner sehr erbost seien, besonders größere Landkomplege zur Anlage von Zudererstere, weil die Mitglieder der Versicherung allzu häufig den Ort seit dem Tage, an welchem ein Kubaner durch eine amerikanische Pflanzungen zu erwerben. Man hofft, daß die Budergruppe wechselt, lettere, weil die Mitglieder der Gewerkschaften zur Zahlung Schildwache erschossen wurde. Die Kubaner beschuldigen die Ameri- ebenso in den Stand gebracht werden könne, den gesammten Be der Beiträge nicht dauernd gezwungen werden können. Deswegen kaner, daß sie das Leben der Eingeborenen nicht respektiren. darf China's und Japans an Zucker zu decken, wie empfehle sich das Eingreifen des Staates. Die staatliche zwangs An Bord zweier in Montant Point und Santiago mit Truppen Ruba, Portorico und Hawaii den Zucker für die weise Versicherung gegen Arbeitslosigkeit bilde den letzten Stein" eingetroffener Schiffe wurden Fälle von gelbem Fieber fest- Bereinigten Staaten liefern sollen. im Ausbau der deutschen Arbeiterversicherungs- Gesetzgebung. Wenn gestellt. nun auch nicht ohne weiteres anzunehmen ist, daß dieser Artikel Aus Portorico liegt die folgende peinlich berührende Nachricht direkt offiziösen Ursprung hat, so fällt es doch auf, daß er in einem vor: General Wilson meldet aus Ponce unterm 16. August, nachsehr häufig offiziös bedienten Blatte an erster Stelle Unter dem die spanischen Truppen am Sonnabend Ciales geräumt hatten, tommen fand. sei von den Einwohnern die amerikanische Flagge gehißt worden. Zentenarfeier und Feuersbrünste. Nach einer Zuſammen- Die Truppen feien darauf zurückgekommen, hätten die Fahne stellung des Verbandes deutscher Privat- Feuerversicherungs- Gesell- heruntergerissen und 90 Personen mit Messern getödtet. schaften haben infolge der Bentenar feier am 22. März 1897 telegraphischen Meldung des" New- York Herald" aus Hongkong zu 17 Privat- Fenerversicherungs- Gesellschaften für 816 durch Illumi- folge hätten die Amerikaner mit den Streitkräften Aguinaldo's Diffe nation verursachte Brände 45 518 M. Entschädigung und für 13 renzen gehabt. Diese hätten aus Unzufriedenheit darüber, daß man durch Fadelzüge, Feuerwerkskörper und dergleichen verursachte Brände theilnehmen ließ, gementert und die Amerikaner in den Laufgräben fie an den aus dem Falle Manila's sich ergebenden Vortheilen nicht 12 086 M. Entschädigung zu zahlen gehabt. Wie viel Menschen dabei verunglückt sind, ist leider nicht festgestellt. angegriffen. Was auf Hibernia" möglich ist, das kann bei einigem guten Willen auch auf den anderen Zechen durchgeführt werden. Im so nothwendiger erscheint es daher, daß die Bergbehörden und der preußische Handelsminister mit aller Energie auf Ausführung der Berieselungsverordnung bestehen und sich nicht durch die in Szene gesezte Agitation eines Theils der rheinisch- westfälischen Bergwerksbesitzer dazu treiben lassen, auch diesen äußerst minimalen Fortschritt auf dem Gebiete des Arbeiterschutzes preiszugeben. gesuche der Generäle auf Stuba, Portorico und den Philippinen Die spanische Regierung ist übereingekommen, die Entlassungszurückzuweisen. Wie verlautet, werden die spanischen Kammern am 15. September eröffnet werden. Kreuzer„ Mangrove" am Sonnabend Caibarien an. Die Batterien Wie ein Telegramm aus Havana nach Madrid meldet, griff der der Forts und die Kanonenboote erwiderten das Feuer, welches eingestellt wurde, als der Kommandant der„ Mangrove" die Nachricht von einem spanischen Kanonenboot erhielt, daß das Friedensprotokoll unterzeichnet sei. Einer " werde warten, dadurch steigen seine Chancen, denn wenn die gegenEine internationale Zuckerkrisis, unter der vor allem auch die unatürlich entwickelte deutsche Zuckerindustrie leiden wird, scheint die sichere Folge des Friedensschlusses zu sein. Italie" zu einem Freunde gesagt, er werde die Schwierigkeiten Don Carlos, der noch immer in Luzern weilt, hat nach der Spaniens nicht vermehren; der Wunsch des Papstes, daß die Starliften zur Zeit nicht in die Aktion eintreten, sei ihm Befehl. Er wärtige Monarchie falle, so werden die Republikaner nicht die Erben fein, Spanien habe fein Talent zur Republit... Es bezwedt diese für die Oeffentlichkeit bestimmte Aeußerung wohl nur eine Täuschung. Don bastischen Provinzen anhebt. Jeden Tag, lesen wir, schreibt die Carlos verfolgt mit Andacht die karlistische Bewegung, die in den " Zür. Bost", im Journal de Genève", erscheinen Karlistenführer Aus Manila wird telegraphirt: Bor Eröffnung der Be- bei ihm, um Befehle zu holen. Letzter Tage traf am Morgen ein schießung gab Admiral Dewey dem Generalgouverneur eine Frist solcher Herr ein, verkehrte mit dem Prätendenten und reiste nachSoziale Rechtspflege. von einer Stunde zur lebergabe. Jener schlug die Aufforderung mittags mit dem Expreßzug nach Spanien. ab, worauf die Beschießung 9 Uhr vormittags begann. Dieselbe Umtriebe Fremder duldet die Schweiz auf ihrem Boden nicht. Unzulässiger Lohnabzug. Der Chokoladenfabrikant Schniden dauerte zwei Stunden, sodann machten die Amerikaner einen Sturm Sie weist die Wühler aus, läßt sie im Nothfall auch unbehelligt. berger hatte dem Kutscher D. einen Lohnabzug gemacht, weil aus auf die Verschanzungen. Die Spanier, welche keinen Widerstand Das Journal de Genève" ist einverstanden. Der italienische dem von D. gefahrenen Wagen Chokolade verschwunden war. D. versuchten, mußten sich auf die zweite Bertheidigungslinie und dann Sozialist Vergnanini mag sich trollen, Don Carlos lustig drauflos nahm das Gewerbegericht in Anspruch, um zu seinent Lohn zu in die innere Stadt( Intramuros) zurückziehen. Als der spanische wühlen. kommen. Die Verhandlung ergab, daß D. allein bei dem Fuhrwert Kommandant die Unmöglichkeit eines Widerstandes erkannte, hißte er die war und daß er die mitgeführten Waaren zu den Kunden in die Parlamentärflagge und ergab sich. Die Verluste sind unbekannt. Die Läden tragen mußte. Der Beklagte erklärte den Kutscher Spanter hatten in den Verschanzungen nur dreitausend Mann, die Ameri- Lehte Nachrichten und Depeschen. für verpflichtet, auf die Waare aufzupassen und dafür zu taner zehntausend; und zwar beffer bewaffnet und viel besser genährt. sorgen, daß nichts fortkomme. Dann machte er noch Doch sind dem Vernehmen nach die Verluste auf amerikanischer Deffant, 17. August.( W. T. B.) Die königl. Eisenbahn- Betriebseinen Gegenanspruch geltend, weil Kläger, ohne vorher zu kündigen, Seite infolge der guten Anlage der Verschanzungen erhebliche. Von inspektion theilt mit: Gestern Abend 9 Uhr 12 Minuten wurde auf die Arbeit niedergelegt habe. Beklagte wurde verurtheilt, dem Kläger den Anhöhen rings um die Verschanzungen aus richteten die Spanier dem Wegübergange in km Stat. 78,7 am Berliner Bahnhof in den Lohn voll auszuzahlen, und mit seinem Gegenanspruche ab- ein wohlgezieltes Feuer gegen die Amerikaner und beunruhigten Leipzig ein mit Pflastersteinen beladenes Lastfuhrwerk von dem nach gewiesen. Zur Begründung führte der Vorsitzende aus, daß ein auch die Kriegsschiffe. Von letzteren nahmen an der Beschießung Berlin abfahrenden Schnellzuge 29 überfahren. Vermuthlich hatte Kutscher, der allein beim Wagen sei und trotzdem Waaren austragen theil: Olympia", Betrel". Raleigh"," McCulloch"," Boston" der Wärter unterlassen, die Schranke zu schließen. Der Geschirrmüsse, für Diebstähle nur haftbar gemacht werden könne, wenn ihm Monterey"," Charleston" und" Baltimore". Die Spanier be- führer erlitt erhebliche Verlegungen, denen er erlegen ist. Die Pferde ein ganz besonderes Verschulden nachgewiesen werde. Das sei haupten, die Geschosse von den Kriegsschiffen seien nicht bis zur find beide getödtet, der Wagen ist zertrümmert. Durch den Infall hier nicht der Fall. Auch sei der Kläger berechtigt gewesen, die Stadt gelangt, nur die eines fleinen, nahe dem Ufer liegenden erlitt der Zug 68 Minuten Verspätung. Der Bahnwärter machte Arbeit ohne vorherige Kündigung niederzulegen, weil er nicht den Kanonenbootes, welches aus Schnellfeuer Geschüßen schoß, einen Selbstmordversuch. Die Untersuchung ist eingeleitet. vollen Lohn erhielt. trugen so weit. Die Kriegsschiffe der fremden Nationen beobachteten Tevliz- Schönau, 17. August.( W. T. B.) Durch eine KesselEin Kellner, der als Hausdiener für ein Restaurant engagirt die Beschießung. Die spanischen Berschanzungen rings um die Stadt Explosion in dem Feinblech- Walzwerk der Rudolfshütte wurde eine worden war, wollte in dem Lokal nicht die Oefen heizen und nicht hatten eine Ausdehnung von 10 Meilen. Es war unmöglich, eine Person getödtet und drei verwundet. so ausgedehnte Bertheidigungslinie mit so geringer Streitmacht zu Lorient, 17. August.( W. T. B.) Die Stadt Concarneau steht " " 9 die Fenster puzen. Er fürchtete sich davor, daß sich einige halten. Admiral Dewey und General Merritt gaben Befehle, alle seit gestern Abend in Flammen; Admiral Ménard hat telegraphisch Bersonen darüber lustig machen" könnten. Als er bei seiner Weigerung blieb, wurde er entlassen. Er verklagte später feinen Baulichkeiten mit Ausnahme der Vertheidigungswerte zu fchonen. die Entsendung aller verfügbaren Hilfskräfte verlangt. ehemaligen Arbeitgeber beim Gewerbegericht und verlangte eine Infolge dessen zeigt die Stadt nur geringfügige Beschädigungen. einen den Straßen kam es zu mehrfachen Kämpfen zwischen den Kopenhagen, 17. Auguft.( W. T. B.) In verflossener Nacht Lohnentschädigung, indem er geltend machte, der Beklagte hätte ihn Spaniern und den Aufständischen, jedoch wurde die Ordnung in der ging eit starkes Gewitter über Jütland nieder. Vier Personen erst nach voraufgegangener Kündigung entlassen dürfen. Die inneren Stadt( Intramuros) aufrecht erhalten. wurden vom Blizz erschlagen und mehrere Häuser und Höfe durch Kammer VI wies aber die Klage mit der Begründung ab, daß auch ein Kellner Hausdienerarbeiten verrichten müsse, wenn er sich als Schilderung gemeldet: Die Amerikaner haben am Mittag des 1. Aug. Aus Hongkong wird zum theil abweichend von vorstehender Blitzschlag in Brand gesezt. Hausdiener engagiren lasse. Das Fensterpuzen und das Heizen der vor Manila ein Ultimatum von 48 Stunden gestellt. Deutsche und find hier und in der Umgebung Ueberschwemmungen eingetreten; Chriftiania, 17. Auguft.( W. T. B.) Infolge starken Gewitters Defen gehörten aber zu den Obliegenheiten eines Hausdieners. deutsche Schutzgenossen wurden an den beiden folgenden Tagen ein- mehrere Straßen der Stadt stehen unter Wasser. Der Bahndamm geschifft. Am 9. August nachmittags wurde erneut die Uebergabe der der Lysaker Strecke ist auf 400 Meter unterspült. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobev in Berlin. Kür den Inferatentbeil verantwortlich: Tb. Glocke in Berlin. Drud und Berlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt Nr. 192. 15. Jahrgang. Kommunales. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Donnerstag, 18. Auguß 1898. Die städtische Markthallen Verwaltung hat im Rechnungsjahr 1897/98 bei einer Gesammteinnahme und Ausgabe von 2 646 298,09. einen Ueberschuß von 158 964,87. geliefert, während im Etat mur 17 573 M. Ueberschuß vorgesehen waren. Außerdem konnten 96 783 M. Abschreibungen zum Erneuerungsund Ergänzungsfonds hinübergezahlt werden. Letzterer Fonds verfügte am 1. April 1898 über einen Bestand von 3 157 633,12 M., der' in zinstragenden Papieren sowie bei der Sparkasse sicher angelegt ist. Bei den städtischen Anleihen waren die Markthallen Ende März mit 26 564 241,07 m. betheiligt. Tokales. Feld seiner Thätigkeit in der Fabrit zu flein zu sein; er beeinflußt heißen Tagen teine Erholung wäre, auf ihnen zu spielen,- so sehr auch noch ledige Arbeiter und droht diesen mit Entlassung, falls sie im übrigen die Forderung, die Schulhöfe zur Benutzung für Jugendihre Wohnung bei denjenigen Kollegen nicht aufgeben, die früher in spiele freizugeben, unterffügt zu werden verdient. Einige Schulen, der Fabrik beschäftigt, aber aus irgend einem Grunde entlassen die direkt an Parkanlagen belegen find, z. B. die Gemeindeschule in hilfe schaffen würde, so würden die Arbeiter darüber gewiß nicht Friedrichshain 1. f. w., könnten in den größeren Pausen diese Anwurden. Wenn die Firma bei all' den vorhandenen Mängeln Ab- der Wiesenstraße am Humboldthain, die in der Olivaerstraße ant böse sein. Vielleicht widmet auch der Fabrikinspektor den Dingen lagen sehr wohl als Erholungsstätten benutzen. einige Aufmerksamkeit. Das neuerbaute städtische Schwimmbad im Mühlengraben Die Große Verliner Straßenbahn und die Neue Berliner an der Jungfernbrücke scheint dem größten Theil der Berliner BePferdebahn- Gesellschaft beabsichtigen die von der letzteren zum theil völkerung noch unbekannt zu sein, obwohl dasselbe im Mittelpunkte über ihre eigenen, zum theil über mitbenugte Bahnen der erst der Stadt, und zwar in der Straße An der Schleuse gegengenannten Gesellschaft betriebene Linie Hasenhaide( Fichtestraße)- über der königlichen Münze liegt. Sowohl was die inneren Müllerstraße( Ede Gerichtstraße) für den elektrischen Hoch- Einrichtingen als die Größe des Bassins anbetrifft, verleitungsbetrieb einzurichten. Unter Ueberreichung der bezüglichen dient das Bad zweiffellos zu den schönsten innerhalb Berlins Projektpläne haben die vorgedachten Gesellschaften die Genehmigung gerechnet zu werden. Die ziemlich versteckte Lage der Anstalt in der Die Parteigenossen und Genoffinuen werden darauf auf der städtischen Verkehrsdeputation und des königl. Polizeipräsidiums ganz abseits vom großen Verkehr liegenden Straße„ An der Schleuse" merijam gemacht, daß Billets zu der Urania- Vorstellung am zu den für den Oberleitungsbetrieb erforderlichen Anlagen nach- sowie der Umstand, daß die Front der Anstalt von den übrigen 4. September nachmittags 2 Uhr an folgenden Stellen zu haben gesucht. Gebäuden der Straße nicht hervortritt, ist wohl allein der Grund, find: Frau Bauschke, Rostockerstr. 47, Seitenfl. 2 Tr.; Frau Mesch, Umfaffende bauliche Veränderungen in der Rosenstraße und weshalb verhältnißmäßig wenige von der neuen Einrichtung, die der Lychenerstr. 3; Frau Gerndt, Blumenstr. 26, Seitenfl. 3 Tr.; Fran Heydereutergasse stehen bevor, die dem gesammten Stadtviertel ein Stadt 119 000 m. kostete, Kenntniß haben. Bei dem gegenwärtigen Jung, Böchstr. 27, v. 4 Tr.; Frau Lutz, Puttkamerstr. 7; FraufGreifen- völlig verändertes Aussehen geben werden. Bereits während der außerordentlichen großen Badebedürfniß und der Ueberfüllung der berg, Kleinbeerenstr. 21, Hof 4 Tr. und Frau Wengels, Frucht- letzten Jahre wurden bekanntlich die gesammten alterthümlichen Badeanstalten, wird es daher vielen Schwimmern willkommen sein, straße 30, Quergeb. 2 Tr. Häuser an der Ostseite der Rosenstraße abgetragen, um einem ge- wenn sie hierdurch auf die neue schöne Anstalt besonders aufmerksam Diese Hitze! Man erschöpft sich, feiner Erschöpfung Ausdruck waltigen Kaufhause Platz zu machen; nun kommt noch die Westseite gemacht werden. zu geben und um den Grad des Unbehagens und der Ermattung Lutherdenkmal, ist bereits niedergelegt worden, und in nächster Beit städtischen Feuersozietät zu zahlende Entschädigung ist nunmehr endan die Reihe. Das Eckhaus am Neuen Markte, gegenüber dem Die für die abgebrannte Borsigmühle in Moabit von der in richtigem Verhältniß zu den herrschenden Graden zu kennzeichnen. Und seltsam! Die ächzen und stöhnen am Tautesten, die weiter wird dasselbe Schicksal die Häuser an den Ecken der Schmalen Gasse giltig von den Sachverständigen auf 533 000 m. festgesetzt worden, nichts als diese Temperatur zu ertragen haben. Vielleicht ist das und Heydereutergasse ereilen. Insbesondere kommen vorläufig zehn was auf die Höhe des von den Berliner Grundstücksbefizern für das aber gar nicht so seltsam! Haben sie doch die Zeit dazu. Wie allen Gebäude zum Abbruch, und mit ihnen verschwindet ein gut laufende Geschäftsjahr zu zahlenden Feuerkassenbeitrages nicht ohne Lurus dürfen sie sich auch den gestatten, über Unabänderliches in Theil von„ Alt Berlin". Es dürfte daher intereffiren, über die Ge- Einfluß sein dürfte. müssigen Klagen sich zu ergehen. Sie erklären jedemt, der es schichte der genannten Gegend einige Thatsachen zu erfahren. Die hören will, daß sie unfähig feien, auch nur das Geringste zu 17. Jahrhundert mir wenige Häuser, die in der Nähe der SpandauerHeidenreitergasse", wie sie früher genannt wurde, hatte noch im thun." Ob sie sonst gar so viel schaffen, steht noch dahin. Jezt straße belegen, den Namen„ Am Spandauer Thore" führten. Kam aber möchten sie in das Nirwana tauchen und erstaunlich ist, was alles ihnen jest unmöglich ist. Besonders unseren Damen aus der zur Rosenstraße die Büttelei oder Scharfrichterci. Der Büttel und Staferne morgens 6 Uhr durch die Reinickendorferstraße ins Feld und man aus der Spandauerstraße in diese Gasse, so war zur linken bis Gesellschaft". Ausgehen? Nimmermehr! Sich ankleiden? Un- Scharfrichter wohnte da, wo jest das Haus Nr. 8 steht. Nachdem im fehren in gleicher Weise meist gegen Mittag zurück. An den StraßenDenkbar! Die Küche betreten? Entsetzlich! Und so liegt sie denn auf ihrer Ottomane, die Gnädige im Jahre 1725 die Scharfrichterei vor das Thor verlegt war, ließ ein fehren in gleicher Weise meist gegen Mittag zurück. An den Straßengewisser Meyersheim das Haus niederreißen und auf der brunnen schwenkt einer die Truppen begleitenden Militärärzte ab, welcher Ge= Stelle ein Brauhaus errichten. Auf der rechten Seite dieser Gasse um das Trinken zu verhindern. Die Schuljugend, welche sich zu waren einige Hinterhäuser und Gärten von den in der Papenstraße gleicher Zeit auf dem Heimwege von der Schule befindet, hat dies gelegenen Grundstücken. Von diesen nach der Rosenstraße zu be- bemerkt und sucht ermatteten Nachzüglern, vielleicht eingedenk der legenen Grundstücken kaufte die jüdische Gemeinde einen Raum, auf erhaltenen Lehre:" Helfen und fördern in allen Leibesnöthen", dadurch welchem sie im Jahre 1700 durch den Baumeister Boumann den zu einem Schluck Wasser zu verhelfen, daß sie sich um die Pumpen elteren die Synagoge erbauen ließ. In nicht ganz zwei Jahren postirt und im Wettbewerb die Schwengel eifrig rührt. Ist die Kur fann daher das 200 jährige Jubiläum des Tempels begangen urrah. Die Knirpse scheinen zu ahnen, daß sie später auch einmal werden. Die Rosenstraße, die Heydereuter und Schmale Gasse, in in gleiche Lage kommen könnten und die Herren Aerzte scheinen über gelungen, fohne daß eine Störung eintritt, dann giebt's ein freudiges der früher das Krankenhaus stand, bildeten einst einen Haupttheil das Schädliche bezw. Unschädliche des Trinkens während des Verin gleiche Lage kommen könnten und die Herren Aerzte scheinen über harrens in der Bewegung noch immer verschiedener Meinung zu aus unschädlich, welcher Ansicht wir uns anschließen. Da kräftige sein. Tüchtige Zivilärzte behaupten, es sei in solchem Falle durchaber alles über einen Kamm geschoren wird, ist das Hinfälligwerden Naturen des Trinkens länger entbehren als schwächere, beim Militär mancher Soldaten infolge mangelnden weil verbotenen Trunkes, zumal bei solch' tropischer Hiße, nur zu natürlich. " zu Teichten Négligé. Sie ist natürlich für niemanden Sprechen. Jezt reden, fich bewegen Danke. Das Zimmer ist verdunkelt, und durch die Jalousien dringt nur mühsam ein Sonnenstrahl. Gegen draußen ist's fühl im Salon und dennoch seufzt sie über die entsetzliche Gluth. Von einer ganz nothwendigen Besorgung", d. h. dem Einkauf einer modischen Richtigkeit ist sie soeben erschöpfi dem Einkauf einer modischen Nichtigkeit ist sie soeben erschöpft zurückgekehrt. Mit Erstaunen nahm sie auf ihrem Wege wahr, daß zurückgekehrt. Wit Erstaunen nahm sie auf ihrem Wege wahr, daß die glühenden Pfeile garnicht beachtet werden. Während sie und ihresgleichen ängstlich vor ihnen sich abschließt und verbirgt, geht das Leben, das ist die Arbeit, ruhig weiter. Es ruht kein Bau. Der Steinträger flimmt mit seiner Last empor, die Maurer stehen da in Reih und Glied und die Erdarbeiter schaufeln und karren, als gelte es, sich warm zu machen. Eine Asphaltstrecke wird ausgebessert. Auf dem Pflaster, das fast schon die Sonne schmilzt, stehen die Theeröfen und über dem Feuer siedet die Masse, in der ein Arbeiter wacker umherrührt. lleber Sie Viadukte donnern die Züge, vom rußgeschwärzten Führer mit fester Hand gelenkt. Die armen Menschen", denkt unsere Gnädige in ehrlicher mitleidsvoller Regung, die armen Menschen! Wie sie das nur aushalten!" Ja, wie? Weil sie wissen, daß sie nicht schlaff werden dürfen. Aushalten heißt's, oder zum Teufel gejagt werden. Noch ist uns kein Reskript des Herrn Thielen zu Gesicht gekommen, wonach eine Verkürzung der Dienstzeit des vom himmlischen und irdischen Feuer gerösteten Maschinen und Zugpersonals einzutreten habe. Noch hörten wir nichts davon, daß die Bauherren ihre Leute früher vont Bauplatz entließen. Auch an den Direktionen der Verfehrsgesellschaften sind die 30 Grad im Schatten spurlos vorübergegangen. Auf den Omnibusen harrt, das Haupt mit dem glühenden Lackhut bedeckt, der Kutscher geduldig seine 17-18 Stunden aus. Die Briefboten keuchen den gewohnten Weg in der üblichen dicken Uniform. Liebevoll sucht Herr von Podbielski ſeine Angestellten vor Ertältung zu schüßen, weißler doch, wie leicht die Lunge eines Briefträgers zu Affektionen neigt. Daß diese hygienische Sorge den Staatssekretär dem Polizeipräsidenten gegenüber ins Hintertreffen führt, der eine leichtere Tracht den Schüßleuten gab, kommt nicht in betracht. des Ghettos Berlins. ordnung wieder gesund. Wie berichtet wird, ist keiner in das Lazareth geRüdmarsch am Dienstag von Erschlaffung befallen wurden, sind alle Die Soldaten vom vierten Garde- Regiment, die auf dem kommen. Mit Musik rüden die Mannschaften der Moabiter Jnfanterieder Behörde streng überwacht. Die von Amerika eingeführte Waare Der Vertrieb von amerikanischen Schinken wird jetzt von wird in dem deutschen Hafenorte, wo sie eintrifft, untersucht und wenn sie nicht zu beanstanden ist mit einem Farbestempel versehen. Diefer Stempel wird und indessen infolge Nachräucherung Nachpökelung leicht verwischt, sodaß jezt die An anstatt eines Farbenstempels zur Anwendung zu bringen. Es präsidium werden gegenwärtig die Tafeln der Straßenbahn- Haltegetroffen ist, einen unauslöschlichen Brandstempel Im Einverständniß mit dem Magistrat und dem Polizeischlüpfen aber auch einzelne Schinken durch, welche nicht untersucht stellen derartig geändert, daß die Tafeln nicht mehr in Straßenfrontscheint, beschlagnahmt. Mit Rücksicht darauf, daß fürzlich ein aus Tafeln werden infolge dessen nicht mehr die Fahrtrichtung angeben, wurden und deshalb wird alle Waare, welche irgendwie zweifelhaft Richtung, sondern quer zu stehen kommen. Die Pfeile an den Amerika stammender Vorderschinken stark trichinös befunden wurde sondern nach den Schienen weisen. Diese Neueinrichtung ist insofern und der zweite dazu gehörige Schinken nicht ermittelt werden konnte, ganz besonders praktisch, als die Haltestellen- Tafeln schon auf derselbe also jedenfalls in Verkehr gelangt ist, scheinen strengere größere Entfernungen sichtbar werden, so daß ein lebersehen derMaßregeln in Anwendung zu kommen. Die Kaufleute, welche amerikanische Schinken vertreiben, find gehalten, über dieselben nach felben, wie es jetzt so häufig zu verzeichnen ist, nicht mehr stattNummer, Gewicht und Verbleib Buch zu führen. Ein Kaufmann, der finden kann. dies unterließ, wurde, nach der„ Allg. Fl.- 3tg.", in 10 M. Geldstrafe genommen. se ung des zu gewerblichen 3weden verwendeten Um Abschaffung der Gasmesser- Miethe und herab euch t gases petitionirt der Verband der Gast- und Schankwirthe für Berlin und Umgegend beim hiesigen Magistrat. In der Begründung wird geltend gemacht, daß unter allen Berufsständen die Gast- und Schankwirthe das meiste Gas verbrauchen, das, im wirthschaftlichen Sinne genommen, ausnahmslos gewerblichen Gewerbe verbunden sei. Bezüglich der Gasmesser- Miethe wird auf Zwecken diene, selbst als Leuchtgas, da es unzertrennlich mit seinem den Magistratsbeschluß bezug genommen betreffend Abschaffung der Miethe für den Wassermesser. = # 1 Von Hamburgerstraße wohnende Frau des Kaufmanus H. das Leben geAus Furcht vor dem grünen Wagen hat sich die in der Streites mit der betreffenden in der vorigen Woche zur Ausstoßung nommen. Die an Nervosität leidende Dame hatte sich vor einiger geit mit einer Nachbarin verfeindet und ließ sich gelegentlich eines schwerer Beleidigungen gegen ihre Feindin hinreißen. Die Beleidigte erklärte, gegen Frau H. Strafantrag stellen zu wollen. erregte Frau gerieth in die Befürchtung, daß man sie mit dem grünen Wagen abholen werde und gab auch ihrer Angst Bekannten llen. Die nervös gegenüber Ausdruck. O, dieses Mitgefühl für die Arbeitenden! Ja, in solchen Tagen sachen der grüne Wagen nicht in Anwendung, komme, nicht glaubte, Frau H., welche der ihr gegebenen Erklärung, daß bei BeleidigungsUm dieser Schande zu entgehen, beschloß wird es wohl wach. Da werden die Glücklicheren es inne, wie das zu sterben. Während der Mann sich in seinem Geschäfte befand, Bibelwort erfüllt wird: Im Schweiße Denies Angesichts sollst Du Dein Brot essen!" fchickte die Unglückliche ihr Dienstmädchen fort und erhängte sich an Aber was unsere Gnädige gesehen, ist das ärgste noch nicht. Der achte Verbandstag der Feuerbestattungs Vereine einem Haken, den sie eigens zu diesem Zweck in die Wand geschlagen. Wohl arbeiten fie in tropischer Gluth, doch unter freiem Himmel. deutscher Sprache findet am 8., 9. und 10. September cr. in Berlin Als das Dienstmädchen eine Stunde später von dem Ausgange zuIst ihnen, die heute so lebhaft bedauern, schon einmal eingefallen, statt. Die Sigungen werden im Bürgersaale des Rathhauses statt- rückkehrte, war Frau H. bereits todt. daß diese Gluth, die sie nun am eigenen Leibe spüren, tausende und finden. Besonderes Interesse dürften folgende Punkte der Tages- ,, Wer kennt diese Personen?" Diese Ueberschrift befindet tausende ihrer Brüder und Schwestern in geschlossenen Räumen, Tag ordmung beanspruchen: Diskussion über den Antrag des Vereins sich auf einem Plakat, das, mit den Photographien dreier Männer für Tag, Jahr ein Jahr aus, martert und untergräbt? Wenn die Frankfurt a. M. betreffend unentgeltliche Bestattung resp. Ueber- versehen, an der Wand des Aufnahmezimmers( Nr. 42) im PolizeiHerrschaften ihren Kaffee schlürfen, denken sie wohl daran, daß es die nahme der Bestattungskosten durch Staat oder Gemeinde; Vortrag präsidialgebäude befestigt ist. Ein hiesiges Blatt bemerkt hierzu: Int Hölle, der Maschinenraum des Schiffes war, was das kostbare Gut über die Aussichten und den Stand der Feuerbestattungsfrage in unbekannte Verbrecher zu erkennen, ist der öffentliche Aushang der herübergebracht? Erinnert man sich, daß auch bei dieser Hize Wasch- den Parlamenten; Einfluß des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches auf Photographien das richtige Mittel, indeß scheint doch die Oeffentlichfrau und Plätterin glühendem, tödtlichem Odem sich aussetzen die Sazungen der Feuerbestattungs- Vercine, Preisausschreiben feit in jenem parallel der Stadtbahn laufenden Parterrekorridor, den müssen? für Herstellung neuer künstlerischer Urnenformen und anderer nur wenig Leute betreten, sehr beschränkt. Wie wärs, vielleicht hilft Aber weshalb so trüben Gedanken nachhängen! Aschen Behälter und Eingabe an das Reichs Eisenbahn- der„ Lokal- Anzeiger" hier aus Verlegenheit und bringt seinen Lesern Die Sonne fintt. Es wird kühler. Man kann aufathmen. Also ant wegen würdigerer Gestaltung des Ein- und Aus- alle Tage einige Verbrechertypen? hinaus ins Freie. Dicht besezt sind die gen Westen fahrenden Züge. ladens von Leichen auf den Bahnhöfen. Am Sonnabend, Man will der ftidigen Stadt entfliehen. Und in dieselbe Stadt den 10. September, vormittags 10 Uhr, findet dann eine Wagens vormittags der Schlosserlehrling Georg Bugle mit seinem Zweirad Unglücksfälle. In der Bendlerstraße stürzte am Dienstag tehren jetzt die Arbeiter müde zurück. Dafür sind jetzt die anderen fahrt zur Besichtigung des städtischen Verbrennungsofens in der und zog sich eine erhebliche Verlegung an der Stirn zu. munter geworden. Sie haben ihre Siesta gehalten, während die Dieſtelmeyerstraße, der Urnenhalle I in Friedrichsfelde und der einem Wagen der elektrischen Bahn wurde vorgestern Abend in der Arbeiter in den Gluthstunden geschafft. Nun wollen sie sich er- Urnenhalle II im Bart von Treptow statt. holen! So predigt ein seltsam Kapitel von der göttlichen WeltDie Besichtigung der Urnenhalle II im Treptower Bart ist fuidung des linken Schlüsselbeines und einen Bluterguß im linken Gneisenaustraße die Wittwe Brandt umgestoßen. Sie erlitt eine Einordnung. übrigens auch jetzt den Mitgliedern der Vereine für Feuerbestattung Augenlid. Sie wurde in ihre in der Solmsstraße gelegene Wohnung Lebhafte Klagen werden laut über die Gepflogenheiten dadurch möglich gemacht, daß an der Kasse der Treptower Stern gebracht. Nachmittags wurde der Buchbinderlehrling Karl Bastewsky, Lebhafte Klagen werden laut über die Gepflogenheiten warte gegen Vorzeigung der Karte der Schlüssel eingehändigt wird. Der mit einem Handwagen vor dem Hause Invalidenstr. 153 hielt, in der Akkumulatorenfabrik( Gesellschaft für elektrische Unternehmungen), Reinidendorferstr. 28d. In vielen Fabriken Kürzung und Ausfall des Schulunterrichtes bei großer von einem vorüberfahrenden Geschäftswagen überfahren und am dieser Branche besteht die 8 stündige Arbeitszeit, genannte Firma fann Size sind geregelt durch eine Verfügung des Provinzial- Schul- rechten Ellenbogen und am rechten Unterschenkel leicht gequetscht. sich aber immer noch nicht dazu verstehen, diese verkürzte Arbeitszeit follegiums vom 3. September 1892, welche bestimmt, daß der Er konnte sich allein nach Hause begeben, nachdem er verbunden einzuführen und so währt die Arbeitszeit 10 Stunden und darüber. Unterricht, wenn das hunderttheilige Thermometer( Celsius) um worden war. In der Bergmannstraße erkrankte am NachAuch wird des Sonntags gearbeitet und zwar beginnt 10 Uhr vormittags im Schatten bereits 25 Grad zeigt( was z. B. mittag plößlich der Führer eines mit Mauersteinen beladenen Wagens, die Schicht dieser hierzu bestimmten Arbeiter des Sonnabends abends am letzten Sonnabend und am Montag der Fall war), in keinem Falle Wilhelm Schenkewiß, so daß er nicht weiterfahren konnte. Er wurde 6 Uhr und währt bis Sonntag mittags 1 Uhr oder sie beginnt über vier aufeinanderfolgende Stunden ausgedehnt werden darf. Wo nach dent Krankenhause am Urban gebracht. Sonntags mittags 12 Uhr und währt bis Montags früh 7 Uhr. der Unterricht um 7 Uhr morgens beginnt, darf dann also nur bis Tollwuth Schutzstation wurde Auf der hiesigen Durch diese Methode ist für diese Arbeiter nie der ganze Sonntag 11, wo er um 8 beginnt nur bis 12 unterrichtet werden. Auch darf träger Paul Spigner am Dienstag der Landbriefaus Rothenkirchen im Voigtlande einfrei. Der ausgedehnten Arbeitszeit sind wohl auch die häufigen den Kindern an solchen Tagen nicht ein zweimaliger Gang zur geliefert. Spigner war während seines Bestellganges auf einem Erkrankungen an Bleivergiftung zuzuschreiben. Fast unmöglich wird Schule zugemuthet werden, wie er namentlich überall da erforderlich Gehöft von einem Hunde angefallen und gebissen worden. Das es den Arbeitern, die Vorschriften imnezuhalten Hände, Wund und wird, wo Nachmittagsunterricht besteht. Die Verfügung hebt hervor, Thier erwies sich als mit der Tollwuth behaftet und ist getödtet. Zähne vor den Baufen gründlich zu reinigen, sowie die Arbeitskleider daß die Befreiung vom Nachmittagsunterricht besonders nothwendig Dieser Fall ist der zweite binnen furzer Zeit, der aus Rothenabzulegen denn die Frühstücks- oder Vesperpause währt nur ist, wenn die Kinder einen weiten und schattenlosen Schulweg firchen hier zur Behandlung gekommen ist. Am Mittwoch glitt 1/4 Stunde. Hinzu kommt noch, daß zum Reinigen der Hände faltes haben. Die nächste Entscheidung über Kürzung oder Ausfall des der Kutscher Zippel beim Besteigen seines Sprengwagens aus und wurde Wasser verwendet werden muß, wodurch die Reinigung erschwert wird. Unterrichts steht natürlich dem Leiter der Schule( Direktor oder von seinem eigenen Gefährt überfahren. Die Verlegungen sind sehr ernste. Die in der Fabrik zu verrichtende äußerst ungesunde Arbeit wird Rektor) zu. Für die Berliner Gemeindeschulen von speziellem Interesse-Durch eine Spiritus- Explosion verunglückte heute Vormittag die im mit 30 bis 40 Pf. pro Stunde entlohnt und bei dieser Entlohnung ist die Bestimmung, daß auch bei geringerer als der oben angegebenen Markushof" beschäftigte unverehelichte Arbeiterin Wrede. soll nun der Arbeiter zweckentsprechend leben un einer Erkrankung Temperatur eine Kürzung des Unterrichts eintreten soll, falls die Kollegin derselben wollte über einem Spiritus- Kochapparat Kaffee Eine möglichst vorzubeugen. Mit der Lieferung der Arbeitsanzüge, die Schulzimmer zu niedrig oder zu eng bezw. die Klaffen überfüllt sind. brühen und versuchte, da der zuerst aufgegossene Spiritus zu er in der Fabrikordnung vorgesehen ist, hapert es außerordentlich. Es Wenn diese Bestimmung immer streng angewendet würde, dann löschen drohte, das Bassin von neuem zu füllen. Dabei schlugen kommt vor, daß Arbeiter in der Fabrit ihre eigenen Kleider durch müßte der Unterricht im Sommer in manchen unserer Gemeinde- die Flammen in die Flasche, diese explodirte und der brennende Schwefelsäure verbrennen, ohne dafür etwas vergütigt zu erhalten. schulen recht oft ausfallen. Das Provinzial- Schultollegium giebt in Spiritus ergoß sich über die nahebei figende W. Trotzdem sofort Obgleich die Vorschrift besteht, daß während der Arbeitszeit die Reini- der erwähnten Verfügung schließlich noch zu erwägen, ob bei Schulen, Hilfe bei der Hand war, erlitt dieselbe doch derartige Verlegungen, gung der Arbeitsräume nicht vorgenommen werden darf, geschieht dies welche geräumige, schattige Spielpläge haben, unter Umständen der daß ihre Ueberführung in ein Krantenhaus erfolgen mußte. Sennoch. Auch in bezug auf das regelmäßige Reinigen der Klosets und das lehrplanmäßige Unterricht durch Jugendspiele unterbrochen werden Aufbewahren der Kleider während der Arbeitszeit bleibt äußerst viel kann. Zengen gesucht. Als im vorigen Jahre die Maurer der GasIn Berlin fönnen hierfür in der Regel nur anstalt in Schmargendorf streiften, ereignete sich am 23. Juni ein zu wünschen übrig. Manche Arbeiter haben sehr unter der Rücksichts- die Schulhöfe in betracht fommen. Diese sind aber bei Unfall, für den jetzt Zeugen gesucht werden. losigkeit ihres Meisters zu leiden. Einem dieser Herren scheint das den Gemeindeschulen meist so wenig schattig, daß es gerade an und Badenschestraßen- Ecke kreuzte ein Händlerwagen das Geleise der An der Kaiser- Allee " Aus den Nachbarorten. Gerichts- Beifung. " Dampfbahn, als in demselben Augenblick die Dampfbahn heran fam worden. Der Redner, der im weiteren darauf hinweist, daß auch und das Hintertheil des Wagens ergriff. Der Wagen wurde zur das Unternehmerthum im Baugewerbe sich immer mehr zusammenschließt, Seite geworfen, so daß die Frau des Eigenthümers verunglückte, Eine neue Begründung für die Verschärfung des Straf- betont, daß damit gerechnet werden muß, daß den Maurern, vielleicht Wagen und Pferd schwer beschädigt wurden. Da der Eigenthümer makes gegen sozialdemokratische Redakteure brachte gestern der zu einer recht ungünstigen Zeit, von dem Unternehmerthum ein feinen Schadenersas erhalten kann, wendet er sich an diejenigen Erste Staatsanwalt in Erfurt, Herr Wippermann. Der Redakteur schwerer Kampf aufgedrungen wird. Mit Rücksicht darauf forderte Maurer, welche den Vorfall mit ansahen und bittet fie um Angabe Rudolph von unserem Partei Organ, der„ Tribüne", hatte sich er zum Schluß zur regen Thätigkeit für den Verband auf, um denihrer Adresse an W. Schulz, Grenadierstr. 33 im Lokal. vor der Ferienstraffammer in Erfurt zu verantworten. Er sollte ſelben noch leistungsfähiger zu gestalten und damit für alle Fälle den Polizeipräsidenten Reßler zu Magdeburg beleidigt haben durch dem Unternehmerthum gegenüber gerüstet zu sein. Von einer Straßensperrung. Das Kottbuser Ufer von der Grünauer- eine Kritit, die sich gegen die vom Magdeburger Polizeipräsidium Diskussion über den interessanten und mit lebhaftem Beifall aufbis zur Forsterstraße wird behufs Neupflasterung vom 18. d. Mts. im Mai cr. verfügte Ausweisung eines dort längere Zeit beschäftigten genommenen Vortrag wurde Abstand genommen. Dem Situationsab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. Eisendrehers aus England richtete. Die„ Magdeburger Volksstimme", bericht, den Schulz Charlottenburg erstattete, war zu entFenerbericht. Fast ununterbrochen mußte die Feuerwehr in welche eine Kritik über die sonderbare Ausweisung zuerst brachte, war von nehmen, daß in den letzten 8 Tagen 13 Bausperren unterder Nacht zum Mittwoch auf den Beinen sein. Während man noch der Beleidigung des Polizeipräsidenten freigesprochen worden. Der nommen wurden. Theilweise wurde die Arbeit niedergelegt, um den mit dem Ablöschen des großen Speicherbrandes in der Wichmann Erfurter Staatsanwalt beantragte dagegen wegen desselben Artikels Stundenlohn von 60 Pf. zu erringen oder um besonders krasse straße, beschäftigt war, erfolgte Feuerruf vom Nordbahnhofe, 200 M. Geldstrafe, eventuell 20 Tage Gefängniß, unter der Begrün- Mißstände auf den Bauten zu beseitigen, theilweise aber auch wegen wo ein Waggon Preßkohlen in Flammen stand. Kurz darauf dung, strafmildernd könne nicht in betracht kommen, daß der An- Maßregelungen und brutaler Behandlung der Arbeiter. Während brannte Schöneberger Ufer 44 ein Betthimmel, während geklagte nicht vorbestraft sei, es müsse vielmehr hier die neun Bausperren zu gunsten der Arbeiter verlaufen sind, sind zwei gleichzeitig er emmenerstr. 3 eine Petroleumlampe explodirte, ganze Richtung und Tendenz, die der Angeklagte verfolgt, verloren gegangen und zwei gegenwärtig noch nicht erledigt. Von ohne indeß wesentlichen Schaden anzurichten. Früh 2 Uhr erfolgte beri si chtigt werden. Der Angeklagte wandle denselben dem Berichterstatter sowohl, als auch von den Diskussionsrednern Alarm nach dem Görliger Güterbahnhofe, wo ebenfalls Weg seiner Vorgänger, der dahin geht, gegen behördliche Maßnahmen wurde zur Vorsicht bei Arbeitseinstellungen ermahnt, um nicht, wie ein Waggon Preßkohlen sich entzündet hatte. Eine Stunde später Opposition zu machen. Die„ Tribüne" habe als sozialdemokratisches es vorgekommen ist, durch irgendwelche Fehler den Akkordwar immer str. 22 in einem Viktualienteller Feuer ausgebrochen, Blatt schon eine ganze Reihe von Strafen erhalten. Um nun eine mauvern die Bauten frei zu machen, die dann diese Bauten besetzen. Es das sämmtliche vorhandenen Regale und Waaren zerstörte. Endlich gelinde Beurtheilung der Strafthaten zu bezwecken, wechsele diese wurde hierbei behauptet, daß einzelne Bauten von 30, 40 bis 50 Bewar turz nach 4 Uhr ein dritter Preßkohlenbrand abzulöschen, und Beitung mit ihren Redakteuren, sobald gegen diese einige gerings amten bewacht werden, die diese Arbeitswilligen" vor jeder Verzivar Brunnen str. 123. fügige Bestrafungen ergangen. Dieser Umstand müsse bei der Straf- bindung mit den Ausständigen schützen" und von und nach der abmessung zukünftig berücksichtigt werden. Der Gerichtshof hielt Arbeitsstelle begleiten. Nachdem sodann noch beschlossen worden war, eine Beleidigung nicht für vorliegend und erkannte trotz alledem auf die Regelung der Beiträge zum Streiffonds auf die Tagesordnung Freisprechu it g. der nächsten Versammlung zu setzen und nach Erledigung einiger Wegen Betruges war der Möbelhändler Julius Wallfisch Mittheilungen und Anfragen, erfolgte der Schluß der gutbesuchten Charlottenburg. Wir machen die Mitglieder des Wahlvereins vom Schöffengericht zu einer Geldstrafe von 300 m. verurtheilt worden, Bersammlung. nochmals auf die heute Abend 9 Uhr in Bismarckshöhe stattfindende wobei folgender Thatbestand als erwiesen angenommen worden war: Die nächste Sigung der Baudeputirten findet ant Dienstag bei Versammlung aufmerksam, in welcher Gen. Th. Mener einen Anfangs August 1896 besuchte der Kaufmann Oppermann das Ge- Buske, Grenadierstr. 33, statt. Vortrag über: Das Bürgerthum einst und jetzt" halten wird. Gäste schäft des Angeklagten in der Neuen Friedrichstraße, um zwei Bett- Die Händler und Händlerinen waren am Freitag sehr zahlhaben Zutritt. In dieser Versammlung werden gleichzeitig auch stellen nebst Matraßen zu kaufen. Wallfisch empfahl ihm zwei reich versammelt, um Protest zu erheben gegen weitere BeBillets zum Besuch der Sternwarte Treptow am Sonntag, den Bettstellen, welche durch längeres Stehen zwar etwas umansehnlich schränkungen des Straßenhandels. I ewe als Referent erläuterte 21. d. W., abends 7 Uhr ausgegeben und das Ziel des vormittags geworden waren, aber noch nicht im Gebrauch gewesen sein in seinen Ausführungen die Ursachen, welche zu dieser neuen Polizeibeginnenden Ausflugs bekannt gemacht. Die unserem Verein noch follten. Oppermann kaufte die beiden Bettstellen nebst Matrazen verordnung Anlaß gegeben haben, um den Straßenhandel gänzlich nicht angehörenden Parteigenossen sind ganz besonders eingeladen für den Preis von 210 Mart. Er hatte sie erst wenige Tage im zu beseitigen, im Gegensatz zu den in der Gewerbe- Ordnung be in der Versammlung zu erscheinen. Gebrauch, als ihm ein eigenthümlicher dumpfer Geruch auffiel, gründeten Gewerbefreiheit für jeden, der auf ehrliche Weise sein Abgefaßt wurden vorgestern in Rigdorf drei Burschen, die in der aus den Matraßen drang. Das Uebel wurde von Tag Brot verdienen will. Die in letzter Zeit gemeldeten Selbstmorde dem Wirthshaus von 2. die Kaffe bestohlen hatten. Ein Reisender zu Tag ärger, bis sich die Benugung infolge dessen verbot. Sach aus Händlerkreisen seien wohl der sicherste Beleg dafür, wie schwer tam zufällig in das Lokal, wo die Langfinger Billard gespielt hatten, verständige, darunter der Obermeister Streß von der Berliner diesen Leuten der Kampf ums Dasein gemacht werde. Besonders schwer während sich die Wirthin in der Küche befand. Die drei Diebe Tapezirerinnung, begutachteten, daß das Material in den Matrazen empfunden werden die vielen Strafmandate. So erhielt eine Wittwe mit nahmen Reißaus; zwei von ihnen konnten gleich ergriffen werden, schlecht sei. Die Federn waren verrostet, das aus Werg 9 Kindern nicht weniger als 14 Strafmandate hintereinander, die, weil der dritte entkam, wurde aber von den Mitschuldigen verrathen und bestehende Polstermaterial war minderwerthig und gab einen so üblen sie wegen Zahlungsunfähigkeit mit entsprechender Haft gebüßt werden. später festgenommen. Geruch von sich, daß der Gebrauch der Matratzen als gesundheits- mußten, von einem Wohlthäter beglichen wurden, um die Kinder schädlich bezeichnet wurde. Da Wallfisch sich auf eine Rückgängig nicht der Armenpflege zu überweisen. Bedauerlich sei es, daß der An der mächtigen Fußgängerbrücke, welche gegenwärtig von machung des Geschäfts nicht einlassen wollte, so mußte Oppermann Magistat als Antwort auf eine seitens der Händler erfolgte Eingabe der Allgemeinen Elektrizitäts- Gesellschaft zur Verbindung ihres bei zunächst den Ziviltlageweg beschreiten, er erzielte in beiden Instanzen sich im Einverständniß mit der Polizeiverordnung ablehnend verhielt. Wilhelminenhof an der Oberspree errichteten großen neuen Elektri- ein obsiegendes Erkenntniß. Sodann wurde gegen Wallfisch das Ein Gesuch an die Armendirektion, dahin zu wirken, daß den vielen zitätswertes mit dem jenseitigen Ufer bei Nieder- Schöneweide er- Strafverfahren wegen Betruges eingeleitet. Gegen das schöffen- Haftstrafen gesteuert werde, um die infolge dessen nothwendigen Unterbaut wird, schreiten die Arbeiten sehr schnell fort und werden so gerichtliche Erkenntniß legte der Berurtheilte Berufung ein, indem er stützungen zu vermeiden, sei einfach unbeantwortet geblieben. Man werde gefördert, daß die Brücke noch vor Eintritt des bevorstehenden behauptete, daß die vom Vorderrichter getroffenen thatsächlichen Fest- nunmehr versuchen, den weiteren Rechtsweg zu beschreiten, indem man die Winters bestimmt dem Verkehr wird übergeben werden stellungen der Wahrheit nicht entsprächen. Zum gestrigen Termine Entscheidung über die Strafmandate bis vor das Kammergericht bringt. können. Die beiden Bogenspannungen, welche von den Ufern nach vor der dritten Ferienstrafkammer des Landgerichts I war ein be- Um dies zu erreichen und alle Gesuche an Behörden und Körperden beiden im Flußlaufe errichteten mächtigen Brückenpfeilern deutender Zeugenapparat aufgeboten, um die Wahrheit festzustellen. fchaften zu vermeiden, sei eine lebhafte Agitation unter allen Händlern führen, sind nach ihrer am Lande erfolgten Montirung bereits auf Der Angeklagte blieb dabei, daß die Matraßen neu gewesen seien, erforderlich. In diesem Sinne empfiehlt der Redner am Schluß seiner gebracht, und jetzt wird, ebenfalls am Lande, die große Haupt- der üble Geruchi fei auch nicht aus den Matrazen, mit Beifall aufgenommenen Ausführungen eine Resolution, wonach spannung zusammengefügt, durch welche die beiden Strompfeiler mit sondern aus den neu angefertigten Keilkissen gekommen. alle Händler sich verpflichten, Gelder aufzubringen, um aus den einander verbunden werden sollen. Die Konstruktion der Brücken- Frisches Seegras habe stets einen etwas dumpfigen Geruch an fich, gleichfalls gesammelten Strafmandaten die wichtigsten zur Entschei bogen ist von außerordentlicher Festigkeit, macht aber trotzdem einen der sich bald verliere. Obermeister Kreß hielt sein früheres Gut- Sung vor das Kammergericht zu bringen, um event. deren Hinfälligsehr gefälligen Eindruck, da alle Theile des mächtigen Bauwerkes achten aufrecht. Schon bei dem Betreten der Oppermann'schen Wohnung feit zu beweisen. Die Lokale, in welchen Listen zu diesen Sammlungen ungemein leicht und elastisch sind, wodurch sich dasselbe vor allen sei ihm ein modriger Geruch entgegen geströmt. Die Gurten in den ausgelegt werden sollen, werden später noch in der Tagespresse bekannt übrigen Oberspreebrücken ganz besonders auszeichnen wird. Matraßen seien vollständig verfault, die Federn verrostet und zusammen gegeben werden. Nach einer sehr ausgedehnten und lebhaften DisDie Beraubung eines Laftschiffes auf der Havel ist am gedrückt gewesen. Das anständige Handwerk müsse durch derartige fuffion, in deren Verlauf die meisten Redner ihre persönlichen Er Sonntag Nacht von dem in Bichelsdorf stationirten Gendarm Vogel Schwindelgeschäfte zu grunde gerichtet werden. Auch der zweite lebnisse mit Polizeibeamten in oft drastischer Weise schilderten und noch rechtzeitig verhindert worden. Sonntag Abend war von Ham- Sachverständige, der Tapezirermeister Adolf Friedrich, gab eine auch zum Anschluß an die" Freie Vereinigung der Händler und burg ein nach Berlin bestimmtes großes Schiffsfahrzeug angekommen vernichtende Stritik über den Zustand der Matratzen ab. Der Händlerinnen" aufgefordert wurde, wurde die vom Referenten vor und am Ufer von Tiefwverder bei Spandau vor Anker gegangen. Bertheidiger, Rechtsanwalt Leyser, hatte dagegen verschiedene geschlagene Resolution einstimmig angenommen. Nachdem Trunsch In der Nacht bemerkte der Gendarm vom andern Ufer aus, daß Tapezirer laden lassen, welche zwar anerkennen müssen, daß den Bericht der Agitationskommission erstattet, werden hierauf, aus dem Schiff Güter ausgeladen und ans Land getragen wurden. Material und Arbeit der fraglichen Matraßen viel zu wünschen Müller, Plewe und Opis als Agitationskommission und Er fuhr mit einem Boot hinüber und stellte fest, daß der Schiffs- übrig ließen, daß daraus aber keineswegs der Schluß zu Nadge, Leß und Luther als Revisoren gewählt, worauf nach führer und der Bootsmann, beide namens Frank aus Hamburg, ziehen sei, daß dieselben bereits von Vorbesitzern benutzt einigen geschäftlichen Mittheilungen gegen 1 Uhr nachts Schluß der dabei waren, die Ladung zu bestehlen. Sie hatten schon eine Tonne worden seien. Dies mußten schließlich auch die Sachverständigen Versammlung erfolgte. Mais ausgeladen und dem Hehler, einem Handelsman in Tief Kreß und Friedrichs zugeben. Der Vertheidiger hält aus diesen werder, übergeben. Die beiden unredlichen Schiffer wurden soglei Betruges schuldig gemacht hat, und bat unter Aufhebung des ersten 9. Auguſt cr. feine Monatsversammlung bei Buste, Grenadierstr. 33, verhaftet und nach Spandau in Untersuchungshaft abgeführt. Der im Oranke- See Ertrunkene soll nach einer uns zu gegangenen zuverlässigen Mittheilung garnicht eristiren. Weder weiß die Behörde von einem solchen Unglücksfall, noch die Brauerei HohenSchönhausen, die Besizerin des Sees ist, hat von der Sache etwas erfahren. Nicht der See hat also ein Opfer gefordert, sondern die Zeitungen find einem leichtfertigen Lokalberichterstatter zum Opfer gefallen. den " und Der Verein der Wäsche- und Kravattenbranche hielt am Urtheils um Freisprechung, welchem Autrage der Gerichtshof ent- ab. Nach einem lehrreichen Vortrag des Augenarztes Dr. Wurm: sprach. Die Pflege der Augen", gab der Kassirer Stanarsky den leberraschende Enthüllungen bei Handhabung der Vierteljahrsbericht, welcher eine Gesammteinnahme von 729,20 m. BI o deinrichtungen im Eisenbahnbetriebe bot eine und Ausgabe von 394,95 M., mithin einen Bestand von 334,25 M. Verhandlung, welche am Dienstag vor dem Amtsgericht zu Ebers- ergab. Au stelle des ausgeschiedenen ersten Schriftführers Koopwalde stattfand. Am 9. September v. J., nachmittags gegen mann wurde Kollege Eue, zum Beisitzer Kollege Alyschner Revisoren zu Kobelt, die Kollegen Ruhkopf 21/2 11hr, stieß der von Oderberg nach Freienwalde gehende Personenzug auf einen dort rangirenden Güterzug, wobei außer und Fräulein Ba er gewählt. Zum Schluß bat der Vorsigende Zwischen Berlin und Friedrichsberg ist ein Zwift and einem bedeutenden Materialschaden ein Fahrgast einen schweren Trinks diejenigen Herren, welche die Zuschneide- Akademie von Schenkelbruch erlitt. Die Eisenbahnverwaltung und die Auflage Maurer, Alexanderplay, besuchten, um das Wäschezuschneiden zu gebrochen bezüglich der Regulirung der Frankfurter Allee, die gegen behörde machten den Führer des Personenzuges, erlernen, um Angabe ihrer Adresse, da die Akademie wegen eines Zahlung eines Zuschusses von 50 000 M. aus der Friedrichsberger geprüften Heizer Hardell, für den Unfall verantwortlich. Sechs Versammlungsberichts die Beleidigungsflage angestrengt habe. Es Gemeindetasse die Stadt Berlin übernommen hatte. Dabei wurde Stationsbeamte befundeten nämlich übereinstimmend daß das meldeten sich sofort mehrere anivesende Gäste bereitwilligst zur ausdrücklich festgesetzt, daß die Regulirung von der Proskauerstraße Abschlußsignal auf" Halt!" gestanden habe, während der An- Zeugenschaft. Nachdem die Kollegen und Kolleginnen die fleißige bis zur Verbindungsbahn in derselben Form erfolgen sollte, wie der übrige Theil der Frankfurter Allee. Zum großen Staunen der geklagte mit aller Bestimmtheit behauptete, daß sowohl das Vor- Benutzung des Arbeitsnachweises für den Verein bei Hergi, Friedrichsberger find nun die Berliner Gasrohrleitungen auf der als Hauptfignal auf Einfahrt" gestanden hätten. In betreff des Landwehrstr. 1, warm empfohlen hatte, schloßder Vorsitzende die Friedrichsberger Seite der Allee vollständig entfernt worden, und Borsignals wurde die Angabe des Angeklagten von einem Beamten Bersammlung. bestätigt. Der Vertheidiger, Redakteur J. Fränkel, Syndikus des Eine schwachbesuchte Wanderversammlung der Puter einem Gemeindevertreter wurde bedeutet, daß die Gemeinde sich vereins Berliner Lokomotivführer, hatte acht Zeugen ins Feld ge- Berlins und der Umgegend tagte am 10. d. M. im Lokale selber Kandelaber aufstellen und mit Gas ſpeiſen müſſe, wenn sie führt, welche eine große Reihe von Vorfällen bekundeten, aus denen Königshof". Kollege Diterig berichtete namens der Lohneine Beleuchtung haben wolle. Friedrichsberg hat gegen dieses Verfahren als gegen den Vertrag verstoßend durch seinen Gemeinde- hervorging, daß durch geringe Manipulationen an den Blockapparaten fommission, daß die bei ihr zur Kontrolle gemeldete Gesammtzahl seitens der bedienenden Beamten das Abhängigkeitsverhältniß der Pußer 1240 beträgt, gegenüber 1524 im vorigen Jahre. Von vorsteher sofort Proteſt eingelegt, aber bis heute vom Magistrat zwischen dem Stationsblock einerseits und den Signalen und den den gemeldeten Kollegen waren bis jetzt Vollzahler mit Hinzunoch feine Antwort erhalten, Weichen andererseits gehoben worden war. Die Aufführung aller rechnung der arbeitslosen Organisirten 654 Personen. Vollzahler In Werder hat jetzt die Ernte der Frühpfirsiche ihr Ende er- dieser Fälle würde zu weit führen, nachfolgende zwei Fälle mögen und nicht organisirt waren 240. Die Zahl der bei der Kontrolle der reicht, womit augenblicklich ein kleiner Stillstand in den Ernte- genügen. Am 22. Januar d. J. war auf dem Bahnhof Charlotten- letzten beiden Monate gemeldeten Bauten war durchschnittlich 60. ein bis zwei Wochen waren 309. arbeiten unserer märkischen Obstkammer eingetreten ist. Doch wird burg für den Spandauer Vorortzug Ausfahrt und gleichzeitig für Theilzahler während selbstverständlich der Versand von Früchten nach Berlin nach wie vor den Potsdamer Vorortzug, der das Geleise des ersteren kreuzen 37 Kollegen haben Karten und zahlen nicht. Die Einnahme vom fortgefeßt, denn täglich gegen 6 Uhr abends lichtet der im Besitz der sollte, Einfahrt gegeben, was nach den Blockeinrichtungen zur 3. Juni bis Ende Juli betrug 2852,50 Mark oder im Durchschnitt Werder'schen Obstzüchter- Genossenschaft befindliche Dampfer die Anker Unmöglichkeit gehören soll. Zum Glück war die Weiche für den dieser acht Wochen 713 Zahler. Die durchschnittliche Arbeitslosigkeit und schleppt den mit„ Tienen" noch immer ziemlich gut beladenen Potsdamer Zug noch rechtzeitig umgestellt worden. Diese Un- betrug in den acht Wochen über 300 Kollegen, welche sich zur Ston Am trolle meldeten. Die Preise schwanken von 18-20 Pf. für inneren Bug, Transportfahn, dem ein von den Frauen der Obstzichter besetztes geheuerlichkeit wurde durch vier Zeugen eidlich erhärtet. Personenschiff folgt, nach der Dorotheen- Markthalle am 7. Juli d. J. wurde auf dem Schlesischen Bahnhofe in Berlin einem für Fassadenputz giebt es in felteneren Fällen noch 2 M. pro QuadratReichstagsufer, wo die Werder'schen bekanntlich einen großen Stand Zuge Ausfahrt gegeben. Unmittelbar darauf wurde das Signal meter, so daß mit knapper Noth der Lohn zu halten ist. Kollege gentiethet haben. Die Tienen enthalten jezt Pflaumen und Birnen, eingeschlagen und gleich wieder gezogen, was nach den Blockeinrichtungen Diterig giebt noch verschiedene Fälle bekannt, wo Kollegen Arbeit bie in Werder indessen lange nicht in dem Maße, wie Kirschen, ebenfalls unmöglich sein soll. Zwei Zeugen haben ermittelt, daß der annehmen, welche nicht einmal die sogenannten Buzmeister annehmen. Himbeeren und Johannisbeeren, kultivirt werden. Zu Anfang Beamte, der den Block bediente, nur eine geringe Manipulation Die betreffenden Kollegen liefern sogar Rüstungen und gehen auf September nehmen dann die Ernte- Arbeiten wieder ein flotteres vorzunehmen brauchte, um dadurch das Kunststückchen fertig zu Ratenzahlungen ein. Einige machen den ganzen Bau in 3 gahlungen Tempo an, denn zu diesem Zeitpunkte beginnen die schönen sogen. bringen. Unter diesen Umständen erzielte der Vertheidiger ein frei fertig, es sind die Bauten Hobrecht- und Bayreutherstraße. Die Kollegen Einmachepfirsiche zu reifen, die in Werder ganz besonders gut sprechendes Urtheil, während der Staatsanwalt 4 Wochen Gefängniß wirken damit dahin, daß die alten Zustände wieder platzgreifen, an gedeihen und hier freistehend in Buschform gezogen werden. beantragt hatte. Es wird nun Aufgabe der Eisenbahn- Verwaltung denen Ratenzahlung an der Tagesordnung waren. Derartige Zustände sind entschieden zu bekämpfen, sonst wird der Bauschwindel Eine vereitelte Hochzeitsfeier erregt in unserem Nachbarorte sein, den erwähnten auffälligen Umständen näher zu treten. gezüchtet. Hierauf wurde der folgende Antrag der Lohnkommission Rigdorf begreifliches Aufsehen und bildet das Thema des Tageszur Diskussion gestellt, welcher in den andern Bersammlungen gleichgespräches. Der Maler P. hatte sich trotz aller Abmahnungen falls verhandelt werden soll. Derselbe lautet:„ Die heutige Versamm Soch entschlossen, sein Lebensschifflein in den Hafen der heiligen" Che einlaufen Tassen. Seine Auserforene war ein Die Maurer der zentralen Richtung hielten am Donnerstag lung ber Buzer Berlins und Umgegend beauftragt die Kommission, 31 zlichtiges Mägdelein, welches mit Inbrunst an ihrem Ver- eine Verfanumlung bei Steller, Koppenstraße, ab, in der Silber einer günstig erscheinenden Zeit an sämmtliche Arbeitgeber im Baufach Lobten, dem Künstler" hing. Die Feier des Ehebündnisses schmidt über die Stämpfe des Zentralverbandes der Maurer mit das Gejuch zu richten, den Abschlagtagelohn bei neunstiindiger Arbeitszeit jedoch der angehende Ehemann ließ sich nicht blicken. Die feitens Gegenwart referirte. Der Redner gab in seinen Ausführungen ein wieder auf den Achtstundentag zu sprechen, während einige für Lohnsollte nun vorgestern in malerischer" Bracht gefeiert werden, der deutschen Unternehmer- Organisation in der Vergangenheit und von 7 w. auf 7,50 W. zu erhöhen und gleichzeitig die 1896 gezahlten Pugpreise wieder zur Geltung zu bringen. Einige Redner tamen der Anverwandten der glücklichen Braut angestellten Nachforschungen anschauliches Bild über die Bewegung der Maurer Deutschlands in wieder auf den Achtſtundentag zu sprechen, während einige für Lohnarbeit eintraten und das ganze Attordarbeit- System verwarfen. Es nach dem Herzallerliebsten hatten das wenig erfreuliche Resultat, den letzten Jahren und schilderte den Verlauf der bedeutenderen wurde noch bekannt gegeben, daß im Laufe der nächsten Woche eine daß der sehnsüchtig erwartete Bräutigam in Rummelsburg eine un- Kämpfe mit dem Unternehmerthum in den einzelnen Städten sowie andere Wanderversammlung im Norden oder Osten stattfinden wird. freiwillige Sommerfrische bezogen habe und zwar zivecs Ab- die Entwickelung der Zentral- Organisation. Der Verband, der unter brummung" einer ihm auferlegten breimonatigen Gefängnißstrafe sehr schwierigen Verhältnissen gegründet worden ist und im Jahre Der Zweigverein der Barbier und Friseurgehilfen hielt wegen Körperverletzung, deren Antritt er bis nach der Hochzeit 1891 noch faum 13 000 Mitglieder zählte, hat gegenwärtig am 11. b. Mts. eine leider blos schwachbesuchte Versammlung ab. hinausschieben wollte. Leider hatte ihm die rücksichtslose Obrigkeit in zirka 700 Orten an nahezu 70 000 Mitglieder aufzuweisen, Kollege Deigsel, der über den Arbeitsnachweis referirte, theilte einen Strich durch die Rechnung gemacht und die Hochzeitsfeier er war in der Lage, allein in diesem Jahre bis jetzt schon über mit, daß von Januar bis August 1021 Aushilfen und 379 feste mußte infolge dessen zum allgemeinen Leidwesen bis auf bessere" 230 000 M. für Unterstügungen auszuzahlen. Der Verband ist da- Stellungen besetzt wurden, Drei Kollegen mußten vom Nachweis Beiten vertagt werden. durch eine der leistungsfähigsten Organisationen in Deutschland gel ausgeschlossen werden. Fünf Kollegen wurden zur Uebernahme der . " Versammlungen. Borarbeiten für das Stiftungsfest bestimmt. Kollege Simfon] Arbeiter: Turnerbund. Donnerstag: Turno." Fichte", Berlin, 1 gleichen ausgesprochen werden, sondern nur vor ober während machte noch bekamit, daß am 18. d. W. eine öffentliche Versammi- abbs. von 8-10 Uhr: 7. Männer- Abth., Reichenbergerstr. 131; 2. Damen: ber Uebung und so weiter. Ob für die Daner der Krankheit, lung im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobftr. 37, statt- Abtheilung, Ackerstr. 67. Uebung u. f. w. Lohn zu zahlen ist, ist eine alte Streitfrage. Die richtige findet. Arbeiter Schwimmerbund. Anfragen sind zu richten an E. Bratte, Ansicht ist die im Arbeiterrecht Sette 55, 56 dahin niedergelegte, daß int Schulstr. 24. Donnerstag: Schwimmklub Vorwärts", Uebungsstunde Gebiete des Landrechts und des gemeinen Rechts für diese Zeit bei Zeitlohn Der sozialdemokratische Verein Vorwärts zu Nixdorf abends 71/2 Uhr im Studentenbad, Görlizer Ufer 37/38. Lohn zu zahlen ist. Diese Ansicht kann als die zur Zeit herrschende erachtet hielt am 9. August eine leider nur mäßig besuchte Versammlung Arbeiter Radfahrerverein Berlin. Monatsversammlungen: Be- werden. Das am 1. Januar 1900 in fraft tretende Bürgerliche Gesetzbu as. Nach einem beifällig aufgenommenen Vortrage des Ingenieurs girt I", jeden 1. Donnerstag, Wilte, Andreasstr. 26. Bezirk II", jeden hat, noch darüber hinausgehend, im§ 616 die Frage auch für die Attor Grempe über Kolonialpolitik wurde beschlossen, auf die Tages- 2. Donnerstag, Raabe, Kolbergerstr. 23. Bezirk III", jeden 3. Donnerstag, arbeit dahin entschieden, daß Lohn zu zahlen ist. Jedoch sollen die, ordnung der nächsten Versammlung die Landtagswahlen zu setzen. Ewald, Schönleinstr. 6. Hauptversammlung", jeden 4. Donnerstag, Wilte Krankenkassen- und Unfallrenten, die während dieser Zeit bezogen werden, Andreasstr. 26. vom Lohn abgezogen werden dürfen. Handlungsgehilfen gegenüber ist ber Barbiere, Friseure und Perrückenmachergehilfen. Im Louisen- Chef auch nicht zu diesem Abzug berechtigt. A. M. Wird geschehen. städtischen Konzerthause, Alte Jakobftr. 37, findet heute eine öffentliche Oftprenßen 100. 1. t. 2. Das uneheliche Kind beerbt im landrecht lichen Gebiet, also auch in Ostpreußen, seinen Bater, wenn dieser das Versammlung statt. soir à 9 h. dans son local„ Zum Patzenhofer", Leipzigerstr. 136. Le Cercle de Conversation Française s'assemble touts les jeudis Rind in öffentlicher Urkunde als das seinige anerkannt hat oder zur Anerkennung verurtheilt ist und wenn ferner der Vater ohne eheliche Cercle Française: Jeudi Séance à 9 h. dans son local Rest. Rinder und ohne Testamentserrichtung verftirbt. Das Erbtheil beträgt 16 Vier Jahreszeiten", Prinz Albrechtstr. 9. Des hôtes sont les bes Nachlaffes. 3., 4., 5. Nein. Oftbahnhof 7. An das Polizeipräsidium. bien- venus. Schlächter U. A. Soweit Schlächtereien versicherungspflichtig find, gehören sie zur Fleischerei- Berufsgenossenschaft. Sit dieser Genossenschaft Kahle. 1. Nein. 2. Solcher Ort ist uns nicht bekannt. Schutz den Berliner Arbeiterinnen. Die Gewerbe- Ordnung enthält ist Lübeck. eine Reihe gesetzlicher Bestimmungen, welche die Arbeiterinnen sowohl M. 24. Wenn gütliche Einigung über die Grenze nicht möglich ist, dann Sie auf Grenzregulirung beim Gericht flagen; wie die jugendlichen Arbeiter gegen die Ausbeutungssucht der müßten schäftigung von Minderjährigen“;„ Kündigung und Gründe für EntUnternehmer schützen sollen. Diese Bestimmungen beziehen sich auf die ersichtlich, Dauer der Arbeitszeit";" Schluß der Arbeitszeit am Sonnabend";" Belassungen";" Ausstellung von Beugnissen";" Strafgelder und andere Lohnabzüge";" Hygienische und sanitäre Schutzmaßregeln";" Ungesunde Arbeitsräume"; Ankleideräume, Waschvorrichtungen und getrennte Aborte"; Unsittliche Angriffe der Arbeitgeber";" Beschwerderecht". In Charlottenburg fand am 9. August im Lokal des Genossen Deder, Bismardstraße 74, die erste von der hiesigen GewerkschaftsKommission einberufene öffentliche Versammlung der Schneider und Schneiderinnen statt. Kollege Täterow- Berlin sprach über Zweck und Nußen der gewerkschaftlichen Organisation. Er befürwortete, daß gerade die Schneider und Schneiderinnen mit Rücksicht auf die herrschenden mißlichen Lohn- und Arbeitsverhältnisse und sonstige gewerblichen Mißstände alle Ursache hätten, sich kräftig zu organisiren. Nach einer dem beifällig aufgenommenen Vortrage folgenden Diskussion, in der sich Flemming und Ja che für Gründung einer Zahlstelle des Verbandes der Schneider und Schneiderinnen aussprachen, Frl. Vogel als Kassirer resp. Vertrauenspersonen gewählt. Die wurde in diesem Sinne beschlossen. Hiernach wurden Ehring, und Zahlstunden sollen jeden Montag, abends von 8 Uhr ab in dem Lokale des Genossen Leder, Bismarckstr. 74, abgehalten werden, evendaselbst werden auch neue Mitglieder aufgenommen. Ueber die Zweckmäßigkeit des Anschlusses der Schneider und Schneiderinnen an die Gewerkschafts- Kommission sprach Genosse Flemming, worauf auch als Delegirte Ehring und Frl. Vogel gewählt wurden. Mit dem Wunsch, daß auch die Bewegung der Schneider und Schneiderinnen hier in Charlottenburg festen Fuß fassen möge, schloß die Versammlung. " 1 Um den Arbeiterinnen und jugendlichen Arbeitern die Mäglichkeit zu soweit brauchen Sie sich das Reinrücken nicht gefallen lassen. Witterungsübersicht vom 17. Auguft 1898, morgens 8 1hr. Stationen Barometerstand mm Wind= richtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5°. 4º R. Stationen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. u. G. 1609091 4wolfent 13 1Dunst 17 25lb. beb. 14 1hlb. bed. 16 1wolfent 20 geben, sich über die einschlägigen Gesetzes- Vorschriften eingehend informiren zu können, haben die unten genannten Personen sich bereit erklärt, auf dieſem Gebiete unentgeltlich Rath zu ertheilen, sowie etwaige Beschwerden über Mißstände in Fabriken und Werkstätten, namentlich aber, wo solche sittlichen und moralischen Charakters bestehen, entgegen zu nehmen. Den Beschwerdeführenden ist strengste Distretton gesichert. Man wende sich in allen vorkommenden Fällen an eine der nach folgenden Adressen: Fr. Schneider, Berlin N.O., Höchstestr. 29, I.; Fr. Rohrlack, Berlin N.O., Große Frankfurterftr. 75, Quergeb. III.; Frl. Baader, Berlin N.O., Straußbergerstr. 28, v. IV.; Frl. Haase, Berlin O., alleranderstr. 15; Fr. Thiede, Berlin S., Urbanſtr. 36, III.; Fr. u, witter nicht ausgeschlossen, sonst trocken. Berlin S.W., Buttkamerstr. 7; Fr. Bauschte, Berlin N.W., Nathenower traße 67, Hof II.; Fr. Mesch, Berlin N., Lychenerstr. 3, IV. Sprechzeit Freitags, abends 7-9 Uhr. Ferner an Rudolf Millarg, Berlin S., Annenstr. 16( Gewerkschaftsbureau). Täglich, außer Sonntags, vormittags 9-1 und nachmittags 6-8 Uhr. Swinemde. 762 SSD 3woltent 21 Haparanda 761 N 761 23 1wolfent 23 Petersburg 764 SSW Hamburg Berlin 762 SO 2poffent 23 Cort 766 hvolfent 20 Aberdeen 768 ONO Wiesbaden 763 Still München 766 S 2heiter 21 Paris 764 NO 764 Still- volkent 18 Wien Wetter- Prognose für Donnerstag, den 18. August 1898. Sehr warm, vorwiegend Heiter bei schwachen südlichen Winden; Ge Berliner Wetterbureau. Eingelaufene Druckschriften. Neu- Weißenfee. Am Dienstag, den 9. August, fand in Dewein's Gesellschaftshaus eine öffentliche Boltsversammlung statt. Genosse Beelig erstattete als Revisor den Bericht über die Gebahrung des Kommunalwahl- Komitees; er konstatirte, daß Bücher, Belege, sowie die Kaffe sich in bester Ordnung befunden haben. Hierauf wurde auf Antrag des Redners dem Komitee Entlastung ertheilt. Gemeindevertreter Caro w erstattete eingehend Bericht über die Thätigkeit des Reichstagswahl- Komitees. Der Kassirer Genosse Langmeier gab den Kassenbericht. Danach betrug die Einnahme 606,35 M., die Ausgabe 591,75 M., somit verblieb ein Bestand von 14,60 M. Eine Diskussion fand nicht statt. Auf Antrag des Genossen Garg als Revisor wurde dem Kassirer Entlastung ertheilt. Der Vertrauens mann, Genosse aufschild, forderte die antvesenden Genossen auf, recht fleißig für die nächste Volksversammlung zu agitiren. Hierauf schloß derselbe die Versammlung. Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen Nowawes. Am 13. August hielt der Arbeiterverein in( Stuttgart, Diet' Berlag) ist uns soeben die Nr. 17 des 8. Jahrgangs Aus zugegangen. Hiemten's Lokal seine gutbesuchte Generalversammlung ab. Der Die gewerkschaftliche Organisation der deutschen Arbeiterinnen im Jahre dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: bisherige Vorfizende Genosse Schlüter berichtete über das ver- 1897. Frauenarbeit in England. Von E. J- i. Zur Dienstbotenfrage. flossene Vereinsjahr. Es haben 26 Versammlungen stattgefunden, Von J. Zehdnicker, Bauernloos.( Gedicht.) Von Maria Konopnica. darunter 4 Generalversammlungen. Es wurden ferner 3 Vorträge Feuilleton: Die Gleichstellung von Mensch und Thier in der Gesetzgebung gehalten, endlich veranstaltete der Verein eine März, eine Mai- des Mittelalters.( Fortsetzung.) Der Egoist. Bon Turgenjeff. Teier und ein Sommerfest. Die Mitgliederzahl war im Jahre Notizentheil von Lily Braun und Klara Bettin: Gewerkschaftliche Arbeiterinnen1896/97 79 und im Jahre 1897/98 119. Die Einnahmen betrugen Weibliche Fabrifinspektoren. Soziale Fürsorge für Kinder und Mütter. Frauenbewegung. nach dem Bericht des Kassirers Gen. Wilte 583,96., die AusVon der Nenen Zeit"( Stuttgart, Diet' Verlag) ist soeben das gaben 556,62 M., somit verbleibt ein Kassenbestand von 27,34 M. 47. Heft des 16. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir her: 100 M. hat der Verein zur Wahlagitation im Kreise Teltow- Beeskow vor: Bismarck und das historische Urtheil. Die unehelichen Kinder in der überwiesen. Dem Kassirer wurde Decharge ertheilt. In die Schule. Von Gust. Schönfeldt. Die Ehefrage in der neuesten französi Prüfungskommission der Jahresrechnung wurden die Genossen schen Literatur. Bon Dr. Felicie Noffig- Prochnit. Produktion und Notizen: Zöllner, Staud und Dürre gewählt. Die Bibliothek hatte Konsum im Sozialstaat. Eine Selbstanzeige vom Atlanticus. nach dem Bericht des Genossen Kiesling im Jahre 1897 Die Buderproduktion in den letzten Jahren. Die Telegraphen- und Fern122 Bände und ist im Jahre 1898 auf 126 Bände gewachsen; Schwelle des neuen Jahrhunderts. Eine naturwissenschaftliche Umschau von Feuilleton: An der sprechleitungen der Erde. Die Stahlproduktion. 1897 wurden 109, 1898 181 Bücher ausgelichen, 26 Mitglieder be- Dr. Friedrich Knauer.( Fortsetzung.) nugten die Bibliothek, für deren Erweiterung wurden 15 M. bewilligt. In den Vorstand wurden gewählt: Genosse Mag Kreth als erster Borsitzender; wiedergewählt wurden: als Kassirer Genosse Wilte einstimmig, ferner als Schriftführer Genosse St. Krzemienilsti. As Stellvertreter für den gesammten Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahy Vorstand wurde wurde Genosse Fris Schuster gewählt. Als anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort Bibliothekare wurden ebenfalls die Genossen Riesling und wird nicht ertheilt. Barths wieder gewählt. Lese- und Diskutirklubs. Donnerstag. Neue Zeit", Gießel, Boyenstr. 40.„ Süd- Ost", Tolksdorf, Sorauer und Görlitzerstraßen- Ece. " Klub der Freunde", Burghause, Puttbuserstr. 32. Sozialiſt. Bese- und Diskutirtt.", Reichenbergerstr. 157. August Geib", Streit, Naunynſtr. 87. Ost", Schillinger, Tilsiterstr. 40( ieden Donnerstag vor dem 1. und 15.). Morgenroth", Wilke, Liebenwalderstr. 43 Geden Donnerstag nach dem 1. und 15.). Brüderlichkeit", Haseloff, Landsbergerstr. 8( jeden Donnerstag nach dem 1. und 15.)." Friedrich Engels II", Thäder, Görligerstr. 40. „ Gleiches Recht", Lange, Reichenbergerstr. 83. Organisation. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet am Montag, Donnerstag und Freitag von 6 bis 7 Uhr abends statt. Berichtigung. In der gestrigen Notiz über die Parteifonferenz für den Kreis Sorau Forst muß es am Schluß heißen: Das Bureau erhielt den Auftrag, das nöthige Material zu sammeln 2c. Unser Kollege Liebknecht hat seine Ferien angetreten und kommit Mitte September zurück. C. T. Halten Sie Nachfrage in einer größereu Vogelhandlung. M. M. 1000. Wir beantworten prinzipiell solche Fragen nicht. Wenden Sie sich an einen Arzt. J. H. E. Wir sind leider nicht in der Lage, Ihre Anfrage zu be antworten, glauben aber, daß Vorsicht geboten sein dürfte. Nobert Merkle. Besuchen Sie uns gelegentlich. Kr. 8. Zur Aufnahme nicht geeignet. Parteigenossen des Reichstags- Wahlkreises TeltowBeeskow Charlottenburg. = Sonntag, den 28. August, mittags 12 1hr, im Lokal des Genossen Zubeil, Lindenstraße Nr. 106: Kreis- Konferenz. Tages Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung von der Reichstagswahl. 2. Brandenburger Parteitag. Anträge und Wahl der Delegirten zu demselben. 3. Bericht und Abrechnung des Kreis- Vertrauensmannes und der Revisoren. 4. Wahl des Kreis- Vertrauensmannes und dessen Stellvertreter, sowie Wahl der Delegirten zur Preß, Agitations- und Lokalkommission. 5. Beschlußfassung über die preußischen Landtagswahlen. 6. Anträge zum Stuttgarter Parteitag und Wahl der Delegirten zu demselben. 7. Kreisangelegenheiten und sonstige Anträge. merksam gemacht; jeder Ort fann bis 3 Delegirte entfenden, dieselben Gleichzeitig wird auf den§ 3 in Organisationsstatut des Kreiſes aufmüssen in öffentlichen Parteiversammlungen gewählt und politisch or ganisirt sein. Alle Anträge, welche auf der Kreiskonferenz ihre Erledigung finden sollen, müssen bis Mittwoch, den 24. d. M., an Unterzeichneten eingesandt werden. Die Konferenz wird punkt 12 Uhr eröffnet. 206/1 Der Kreis- Vertrauensmann: Wilhelm Eberhardt, Briz, Bürgerstraße 67. Berliner Gewerkschafts- Kommission Freitag, den 19. Auguft, abends 8% thr: Oeffentliche Versammlung der Delegirten im Lokal Louisenstädtisches Klubhaus, Annenstr. 16. Tages Ordnung: 1. Kassenbericht. 2. Wahl von 3 Revisoren. 3. Bericht über die LohnStreit. 5. Gewerkschaftliches. bewegung der Maurer und Zimmerer. 4. Bericht über den SchuhmacherDie Delegirten werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. J. A. Rud. Millarg. Zimmerer. 4766 Zentral- Kranken- und Sterbefasse der Zimmerer. ( Oertliche Verwaltung Berlin.) 5. 3. 27. Mehring's Geschichte der deutschen Sozialdemokratie, Engels' Entwickelung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft; Mary und Engels: Das kommunistische Manifest; Marr: Kapital; Lohn Arbeiter Sängerbund Berlins und der Umgegend. Vors.: Ad. Neu- arbeit und Kapital; Das Elend der Philosophie; Die Klassenfämpfe in mann, Brunnenſtr. 150. Alle Aenderungen im Vereinskalender find zu Frankreich; Der 18.' Brumaire; Der Bürgerkrieg' in Frankreich. Der von richten an Friedrich Kortum, Manteuffelstr. 50, v. 2 Tr. Donnerstag. Ihnen genannte Schriftsteller ist uns auch dem Namen nach unbekannt. Abends 9-11 Uhr: Uebungsstunde und Aufnahme neuer Mitglieder. „ St. Urban", Broz, Annenstr. 9. Rienzi", Schecht, Laustser plag 2. Vorwärts II", Wernau, Schwedterstr. 24. Süd- Ost I", Beder, Köpnickerstr. 191. Frühlingsluft", Berner, Bülowstr. 59. Borar", Scholz, Naunynstr. 6. Flöter'scher Gesangv.", Wiedemann, Friedenstr. 67. Gesangv. Berliner Kürschner", Feindt, Wein: ftraße 11. Syrit II", Charlottenburg, Bartsch, Straße 6a Nr. 1 Einigkeit III", Gr- Lichterfelde, Pagel, Chauffeestr. 104. Liedeslust I", H. 23. 100. Der außereheliche Erzeuger des Kindes ist im landrecht: Freitag, den 19. August, abends 8% he, Kommandantenstr. 201 Fürstenwalde a. d. Spree, Schloßtellerei. Morgenroth IV", Köpenick, Schulz, lichen Gebiet Preußens zur Alimentation seines Kindes verpflichtet. Im Schönerlinderstr. 9." Bufunft III", Velten i. d. M., Grunow, Wilhelm Gesetz ist kein bestimmter Alimentensas festgesetzt, sondern bestimmt, daß das ftraße 19. Fröhlich", Rummelsburg, Schröter, Mozartstr. 7. Bineta", zu zahlen ist, was für Leute vom Bauer und gemeinen Bürgerstande die Augustin, Kastanien- Allee 11.„ Alpenröslein", Hilgenfeld, Bergstr. 60 Erziehung eines ehelichen Kindes einschließlich des Schul- und Lehrgeldes Alpenrose", Kunze, Forsterstr. 22. Sangeslust I", Reimann, Butibu.ser fosten würde. Die Alimentationsverpflichtung fällt in der Regel mit dem Straße 30. Maiengruß III", Friedrichshagen, Friedrichstr. 134. Deutsche vollendeten 14. Lebensjahre fort. Es muß aber der Vater überdies auch Eiche II", Brandenburg a. H., Wintel's Salon, Hauptstraße." Frei das Lehr- und Lossprechgeld zahlen. Die Verpflegung und Erziehung des heit III", Neu- Weißensee, Königchaussee 38." Loreley", Hemmerling, Kindes muß in der Regel bis zum vollendeten 4. Lebensjahre der Mutter Grünthalerstr. 3-4. Sangestreue", Brandenburg a. H., Wollenweberstr. 3. auf Stoften des Vaters überlassen werden. Nach zurückgelegtent vierten Jahre " Kornblume", Gold, Gr. Frankfurterstr. 133. Sängerhort", Liebehenschel, hängt es von der Wahl des Vaters ab, die Verpflegung und Erziehung des Mariannenstr. 48. Diedes- Echo", Drathschmidt, Stalizerstr. 102. Kindes selbst zu besorgen oder sie auf seine Kosten der Mutter zu über" Oberon", Restaurant, Annenstr. 16.-" Sorgenfrei", Möhring, Admiralstr. 18c. laffen. Die Mutter hat das Recht, die Erziehung und Verpflegung 1 " " " Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung vom 2. Quartal 1898. 2. Vortrag gehalten von Herrn Grundmann, praft. Naturheilkundigen über: Die Athnungs- und Lungenkrankheiten. Borgetragen an über lebensgroßen, farbigen Projektions- GlasLichtbildern. 259/8 Mitgliedsbuch legitimirt. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand: A. Gruse, Barnimstr. 41a. ( früher Lips). Sonnabend, den 20. August cr.: VI. Stiftungsfest des im Bereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener mente läffig war, weil er unverheirathet ift, weil er rohe Aeußerungen Verbandes der Bau-, Erd- und gewerblichen Hilfsarbeiter " Bahlstelle Berlin I. Die Ballmusik wird von Berufsmusikern ausgeführt unter Leitung des Dirigenten Herrn A. Ho ch. Um 12 Uhr: Grosse Festpolonaise. Morgéngrauen“( Bäcker), Neumann, Brunnenſtr. 150( nachm. 4–6 Uhr). auch nach dem vierten Lebensjahre auf ihre alleinige Stoßen zu übernehmen. Brauerei Friedrichshain Süd- Ost II", Ludwig, Wrangelftr. 86. Möbelpolirer", Scheere, Blumen: Auch nach dem vierten Lebensjahre bleibt die Erziehung und straße 38. Fortschritt", Peutert, Köpnickerstr. 38. Bereinigte Sänger", Verpflegung des Kindes der Mutter trot des Widerspruchs Wilmersdorf, Bolfsgarten, Berlinerstr. 40. Gerstenähre", Sommer, Grün- des Vaters, wenn auf Anrufen der Mutter das Vormundschaftsstraße 21. Waldkapelle", Krüger, Seydelstr. 30." Borwärts IX.", Chargericht beschließt, das Kind auch ferner auf Kosten des Vaters der Mutter Tottenburg, Bismarckshöhe, Wilmersdorferstr. 39. Liederlust II", Rempfer, zur Erziehung zu überlassen. Solcher Beschluß hat in allen den Fällen zu Moabit, Beuffelstr. 25." Oranienburger Vorstadt", Diefe, Ackerstr. 123. ergehen, in denen das Gericht zu der Ueberzeugung gelangt, daß ohne Arbeiter- Gesangverein Freiheit III", Bernan, Elysium, Berliner Thor. Besorgniß eines Nachtheils für das Kind die Erziehung dem Vater nicht Arbeiter Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen anvertraut werden könne, z. B. weil der Vater mit Zahlung der Aliftraße 80, 2. Hof. Donnerstag: Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, über das Kind gethan, weil das Kind mütterlicher Pflege noch bedarf Straßburgstraße 66. Pfeifendeckel", Trichter, Fruchtstraße 69. und dergl. Die Rechte der unehelichen Kinder werden mit dem Columbus", Conrad, Kamphausenstraße 3. Glühlicht II", Burmann, 1. Januar 1900 für das landrechtliche Gebiet beffere. Mit dem 1. Januar Liebenwalderstraße 27. Tabatblüthe", Schulz, Bernauerstraße 91.- 1900 tritt das Bürgerliche Gesetzbuch für Deutschland in fraft. Von dem Gemüthlichkeit II", Grazig, Wrangelstraße 21. Tegeler- Alpen", Franke, selben Zeitpunkte ab richten sich die Rechte des unehelichen Kindes nach Schulstr. 21. Kornblume II", Charlottenburg, Gembrics, Wallstr. 99. biefent, nicht nach den Landesrechten. Beispielsweise ist also von da ab bis Morgengrauen", Brinkmann, Elbingerstr. 17. Wahrer Jakob", zurüdgelegiem 16. Jahre( auch für die vor dem 1. Januar 1890 geborenen Lier, Alte Jakobstr. 119. Mehr Licht", Weißensee, Sorrer, Straßburg: Kinder) Alimentation zu zahlen, und fällt das Recht, vom 4. Lebensjahre Bonbonregen für Kinder. straße 56. Kamerun", Kupfer, Zorndorferstr. 2. Glühlicht I", des Kindes ab sich durch Ausübung des besprochenen Wahlrechtes seiner Anfang 8 Uhr. Neu Weißenfee, Stegemann, Streuftr. 3. Edelweiß", Charlottenburg, Pflichten zu erledigen, fort. Die Mutter des Kindes hat im Einlaßkarten Herren 50, Damen 30 Pf. find in allen mit Plakaten bes Kuhlmey, Kaiser Friedrichstr. 50 a.„ Südwest", Nige, Simeonftr. 13. Landrechtlichen Gebiet zu verlangen:„ Niederkunfts- und Tauftosten, ferner legten Lotalen sowie bei folgenden Stollegen zu haben: W. Noad, LausitzerUnverzagt I", Lehmann, Koppenstr. 17. Grüner Hain", Barts, fechswöchentliche, dem Stande der Geschwängerten angemessene Ver: straße 35. R. Krüger, Gr. Frankfurterstr. 130. G. Jankowsky, Cotheniusstr. 3." Veronika", Weber, Görlitzerstr. 33b." Feste Brüder", pflegung, sowie auch andere durch die Schwangerschaft oder Tilsiterstr. 83. 2. Ruwel, Böchstr. 34. E. Gutsch, Eisenbahnstr. 36b. Rigdorf, Brotmann, Hermannstr. 39. burch das Wochenbett herbeigeführte unvermeidliche Koften." Uebers Die ausgegebenen Billets behalten ihre Giltigkeit. Freunde von Gesang, Turn- und gesellige Vereine. Donnerstag. Geselliger haupt hat die Geschwängerte, wenn sie im Brautstand sich hingab, noch nach nah und fern ladet freundlichst ein Berein Unter Uns", Fischer, Beusselstr. 66. Orchesterverein Allegro", ihrer Wahl Anspruch auf des Vermögens thres Bräutigams ober auf lebens: 32/16 Richter, Dresdenerstr. 116. Rauchkl.„ Süd- West", Michaelis, Simeon längliche standesgemäße Alimentation. Ein Brautstand wird als vorliegend ftraße 13. Rauchfl. Kernspize", Böhl, Rüdersdorferstr. 8. Statflub erachtet, wenn entweder ein gerichtliches oder notarielles Cheversprechen vor: inter Uns", Bauer, Eisenbahnstr. 7. Orchesterchor, Vorwärts", Rirdorf, liegt, oder wenn das Aufgebot erfolgt ist, oder wenn die Ehe mit Zu Besangperein timmung ber Eltern oder Vormünder, soweit es solcher Zustimmung beanie wgether be herbusch threß: Destillation, Sinner, Br. 1800 we., Bergstr. 151-152. Statfl. Süd", Krebs, Boechstr. 21. " Sängerfreis"( Musikinstrumenten- Arbeiter), Raabe, Fichteftr. 29. Ruderv. durfte, verabredet war, oder wenn in den Fällen, in denen es solcher Hauswirth den herzlichsten Dank für Miethe 2000 m., jofort ober 1. Oft. cr. " Borwärts", Stabernad, Inselstr. 10. Statki.„ Gemüthl. Ramsch", Jonas, Zustimmung nicht bedarf, die Verlobung ausdrücklich bekannt gemacht ist, das gelungene Erntefest ab. 4726 zu übernehmen. Offerten unter H. 5 Blumenstr. 21a. Statfl.„ Grand- Schwarz", Stein, Christburgerstr. 47. oder in Gegenwart von Bekannten oder Berwandten geschlossen oder erklärt ist; Sämmtliche Hansbewohner. an die Erped. des„ Barwärts". 4666 Gesangv.„ Eintracht", Mauß, Schönhauser Allee 139. Rauchflub Ohne demnach scheint Ihrer Tochter ein Anspruch auf volle Alimentation zuzustehen. forge", Müinsberg, Louisenufer 52. Gesangv. Ritterhof", Zubell, Linden: Gewerbegericht 54. Ist ein Arbeiter durch Krankheit, Ab= ftraße 106. 15. Effenstr. 73. Tanzil. Union", jed. Donnerstag nach dem 1. u. 15. Perle- Arbeit unfähig, so tritt feineswegs ohne weiteres die Aufhebung des Arbergerstr. 23. Schachtl.„ Nordstern", beitsverhältnisses ein. Vielmehr kann dann nur der Arbeitgeber von seinem Musifv. Harmonie", Brizerstr. 19. Fennstr. 3.- Musikv. ,, Kosack'scher Bläserchor", Nölte, Liesenstr. 16. Stattt. ,, Karo Recht, den Arbeiter auf grund des§ 123 Nr. 8 der Gewerbe- Ordnung ohne Sieben", Kürsten, Koppenstr. 28. Gesango. Soffnung", Friedrichsberg, Kündigung zu entlassen, Gebrauch machen. Diese Entlassung tann Frey, Friedrich- Karlstr. 34. Theaterv.„ Edelweiß", Altmann, Neue Hoch aber nicht mehr nach Beseitigung der Unfähigkeit zur Arbeit, straße 49. Vergnfigungsv.„ Glocke", Lerche, Rüdersdorferstr. 3. also nicht nach Ableistung der Uebung, der Krankheit und der " " Pflanzerv.„ Beilchen". Rirborf. Jeden Donnerstag nach dem letten einer militärischen Uebung u. bergl. zur Fortlegung ber 11 des Hauses StraßGaskocher, Sweto,& art, Das Komitee. SO., gr. Damen- Kostüme 8weiloch 6 Mart. Wohlauer,[ 2926 unter Garantie des Gutsizens bon 26/27 Wallner- Theaterstr. 26/27. 8 M. an. Anna Hodske, Gräfe57798 Theilnehmer gewünscht für den straße 93, 4 Tr. elektrotech. Lehrverein Volta". Nicht vorbeischicken bei Meldung Sonnabends abends 8 Uhr Binneböse's Bigarrengeschäft, bei Bechly, Sophienstr. 15. 4656 Schillingstr. 36. " Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Donnerstag, den 18. August. Neucs Opern Theater( Kroll). Typographia Gesangverein Berliner Buchdrucker u. Schriftgiesser ( M. d. A.-S.-B.). Sonnabend, den 20. August, in der Unions- Brauerei, Hasenhaide: Hänsel und Gretel. Die Puppenfee. Grosses Sommerfest Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die Weber. Anfang 72 Uhr. Lessing. Im weißen Nöß'l. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Gebildete Menschen. Anfang 72 Uhr. Neues. Im Pavillon. Vorher: Jm Negligé. Anfang 7 11hr. Westen. Der Blinde. Hierauf: Das Nachtlager in Granada. Anfang 72 Uhr. Thalia. Der Doppelgänger. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 72 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. = Zwei Tage Millionär. Anfang 8 Uhr. Oflend. Der Hüttenbesizer. Anfang 8 Uhr. Belle Aience. Herr und Frau Doctor. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Der Todtschläger. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert ( Philharmonisches Blasorchester, Dir. Fr. v. Blon) unter gütiger Sommernachts- Ball. aller Art, sowie Anfang des Konzerts 5 Uhr. Eintrittspreis 30 Pf. Kaffeekochen selbstverständlich. 66/2 Bimmerer Berlins u. Umgegend. Sonntag, den 21. August 1898, vormittags 10 Uhr, 261/3 im Saale der ,, Arminhallen", Kommandanten- Straße 20: Außerordentliche Versammlung der Zahlstellen des Zentral- Verbandes der Zimmerer Deutschlands Berlin, Charlottenburg, Rixdorf, Friedrichsberg, Weißensee und Pankow. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Mitwirkung des Humoristen Herrn Paul Frey, Kinderbelustigungen 3. Verschiedenes.- Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, in dieser BersaumTagesordnung: 1. Bericht über die gegenwärtige Situation in unserem Beruf. 2. Diskussion. lung zu erscheinen; auch diejenigen Kameraden, die der Organisation noch nicht angehören, werden hiermit eingeladen. Die Versammlung wird pünktlich eröffnet. Der Vorstand. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann Otto Bischoff am 16. d. M., nachm. 6 Uhr, nach langem, schwerem Leiden sanft entschlafen ist. Die Beerdigung findet am Freitag, d. 19. d. M., nachm. 6 Uhr, von der Leichenhalle des Neuen Zions- Kirchhofes in Nieder4686 Schönhausen aus statt. Zur Fackel- Polonaise erhalten die Kinder die Sto dlaternen gratis. Billets à 25 Vf. find auf der Verwaltung, Ritterstr. 88, in Segerfaal des Vorwärts", sowie in sämmtlichen mit Plakaten belegten Handlungen zu haben. Passe- partouts haben keine Giltigkeit. Um rege Betheiligung ersucht " Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Der Vorstand. Carl Hagenbeck's Prater- Theater, INDIEN Schloss Trauenstein. Melodramatisches Märchen mit Gefang und Tanz in 4 Abtheil. von Hugo Schulz. Musit von A. Kersten. Berg- Trio, Naturkundliche Ausstedung. Vom Matterhorn z. Jungfrau. Bourt. The 3 Forleys, cineſiſche Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 11hr: Stern warte, Operntelephon. Apollo. Don Juan in Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. pourri. Max Excentrics. Gebr. Milardo, Grotesque: Duettisten. Elly Viola, Roftimsoubr. Mr. Ranella, Rautschuckmensch. Theo, Sandequilibrist. Jan and Jim, Ruodebouts. Morleys, Fata Morgana. Ballet, Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Anfang Uhr. 88 11. ber Sölle. Passage- Panoplicum. Gintritt 30 Bf., num. Plas 50 Pf. Paffage Panoptikum. Speziali täten Borstellung. Reichshallen. Spezialitäten Vor: stellung. Anfang 8 Uhr. Inisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Direttion: Rich. Anger. Der anhaltenden Hize wegen findet die Eröffnung erst Donnerstag, den 25. August, statt. Ostend Garl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Der Hüttenbesitzer. Schauspiel in 5 Aften von Georg Ohuet, frei bearbeitet von E. Ried. Anfang 8 Uhr. Vorzugs- Billets haben Giltigkeit. Sonnabend: Freitag: Deborah. Kean. Sonntag: Der Hüttenbefizer. Ostend- Theater- Konzert- Garten. Max Grabow. Deta Waldau. Geschw. Petram, Theater Fantoche. The four Cromwells. The two Terras. Rudo Kröhl etc. Theatervorstellung. Konzert. Anfang 52 Uhr. Garten- Bassepartouts haben Giltigkeit. Sonnabend: Sommernachtsfeit. ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Fahrt auf dem Golf von Neapel. Fahrt durch Konstantinopel. Neu! Alpenglühen. Castan's Panopticum. New!! WalsinMajor Graf Esterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Apollo- Theater. Um 9 Uhr: Central Theater Don Juan in der Hölle. Direktion: J. Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehaus: Geschichte. Operette in 3 lufzügen v. Owen Hall. Musik von Sidney Jones. Deutsch von C. M. Röhr und Julius Freund. In Szente gesezt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapellmstr. C. Goldmann. Kaffen- Gröffnung 61/2, Anfang 712 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Friedrich- Wilhelmst. Theater. Chauffeestr. 25/26. Täglich Gastspiel der Liliputaner. Sonntag, den 21. August, zum letzten Male nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr: Ferner Auftreten der grossartigen August- Spezialitäten. Kassenöffn. 61/2, Konzert 7 Uhr. Anfang der Vorstellung& Uhr. Morgen Freitag, den 19. August 1898: Zum 100. Male: Don Juan in der Hölle. Donnerstag, den 1. September 1898: Eröffnung der Winter- Saison. Phänomenales Programm. Anfang 72 Uhr. Puhlmann's Vaudeville- Theater Schönhauser Allee 148. Berliner auf Kuba. Burleste in 2 Bildern v. Victor- Roeder. Zwei Tage Millionär. Vollständig neues Spezial- Programm. Montag, den 22. August, bleibt das Theater wegen Vorbereitung zu dem neuen großartigen Ausstattungsstück geschlossen. Dienstag, den 23. und Mittwoch, den 24. August, nur zweimalige Aufführung des Ausstattungsftückes ,, Bib und Bob". Donnerstag:" Die zwei Weisen", Schauspiel in 4 Atten von G. Scheeren berg. Anf. d. Konz. 41/2, d. Vorst. 512 Uhr. Entree 30 Pf. Die Direktion: Ferd. Lehmann. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 ( nahe Potsdamer Platz). Garten resp. Saal. Kalbo. Ostbahn- Park. Am Küstriner Platz. Direktion: H. Imbs. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten Vorstellung. Anfang des Konzerts: Wochent. 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung finden die Vorstellungen im großen Saale statt. Meine neuerbauten Festsäle stehen Vereinen zur Verfügung. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Letzte Saison vor dem Abbruch. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. dalgisa. Adalgisa Schreckenberger: Adolf Hoffmann. Anfang: Sonntags 7, Wochent. 8 Uhr. Wedding- Park Müllerstrasse 178. In dem 3000 Personen fassenden Garten mit schönen Lauben Jeden Donnerstag: Kinder- u. Familien- Fest. Entree 10 Bf., wofür jedes Kind ein Geschenk erhält. 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Hente Donnerstag: Benefiz für den artist. Leiter Leonhardy Haskel. Bum 1. Male: Heinrich Heine Lustspiel in 3 Aften. Außerdem: Großartiges Extras Programm. Anfang 71/2 Uhr. Entree 50 Pf. Ball. Kaffeeküche. Ausschneiden! ? 5% Rabatt! Schaustellungen in der Arena: Wochent. 6 u. 8 Uhr nachm., an Sonn- u. Festtagen 4, 6 u. 8 Uhr nachm., im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Brauerei- Ausschank Der Victoria- Brauerei, Stralau. Spezialitäten- und Theater- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Großes Garten- Konzert und im elektrisch erleuchteten Riesensaale: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damen von 2 Uhr an ununterbrochen geöffnet. Für gute Speisen und Getränke habe ich bestens Sorge getragen. Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll Karl Mittag, Defonom. 53619* Max Kliem's Sommer- Theater, Hafenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. 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