Ginzelprets 70 Seller. Rebaftion An die Kreisgewerkschafts Kommission Inferate werden laut Sari billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 2. Jahrgang. Moratorium. Fischern. Lastenstr.87. Idemokrat SE) itschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in de tschechoslowakischen Republit. Freitag, 14. Juli 1922. Linksregierung oder Neuwahlen! Bezugs Bebingungen: Bei Buftellung ins Haus ober bei Bezug durch die Boft " monatlich.. Kč 16.vierteljährlich 48.halbjährig. 96.ganzjährig 192.Für Deutschölterrei monatlich DK 600.-, fie Deutschland M.40.Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich frith. Nr. 163. Auf der Suche nach einer Abwehrtaktit. ( Von unserem römischen Rorrefpondenten). größere Schwierigkeiten bietet als die Offensive, Ma die Konferenz von Genua tagte und die bürgerliche Presse in ausführlichen Sozialdemokraten und Unabhängige bestehen einmütig auf ihren Forderungen. Berichten wiedergab, was die versammelten leitenden Staatsmänner der Welt in öffentBerlin, 13. Juli.( Eigenbericht.) Bei bei dieser durch Ausgleichsversuche die Krise beilegen Es ist eine alte Erfahrung, daß die Defensive lichen und geheimen Sizungen berieten, da den bürgerlichen Parteien und in ihrer Presse hat werde. Die bürgerlichen Parteien dürfwandte fich die Hoffnung der durch den Krieg der geftrige Beschluß der Vorstände der sozial ten sich aber diesmal täuschen, wenn fie fassung des Angegriffenen liegt. Das gilt in bewofür der Grund hauptsächlich in der Seelenverund die Nachkriegszeit gequälten, leidenden demokratischen Parteien und der Gewerkschafts- annehmen, daß sie durch ein faules Kompromiß die sonders hohem Maße für die proletarische BeMenschheit dieser Seonferenz zu und erwartete leitungen große Ueberraschung ausgelöst und man Situation für fich retten könnten. Ohne Zweifel vegung, in der sich immer zur Entmutigung der bon ihr endlich eine Umkehr in der Entwick stellt sich dort so an, als sei man darüber außer fönnen eine Auflösung des Reichstages und Neu- Zweifel gefellt, ob die Abwehrtaktik auch die rich lung der europäischen Verhältnisse, ein Auf- ordentlich befremdet. Es äußert sich darin die wahlen die innen- und außenpolitische Situation fiegreicher Streit dem anderen folgt, solange die tige sei. Solange die Dinge gut gehen, folange ein hören der Feindschaft der europäischen Staaten Tatsache, daß die bürgerlichen Parteien des Reiches vorübergehend noch weiter verschlech Regierung Schritt für Schritt dem Drud der untereinander, die endgültige Beendigung des heute schon, troßdem erst so kurze Zeit seit der Er- tern. Zentrum und Demokraten haben es aber in Maffen nachgibt, denkt die große Maſſe nicht darStrieges. Aber man schieb in Genua die bren- heute mendste Frage, Deutschlands Reparationszah- mordung Rathenaus vergangen ist, nicht mehr der Hand, diese Gefahr zu beseitigen, wenn sie an, über die Tattit zu diskutieren. Die Diskussion lungen, aus und auch in der Frage des Wieder die Absicht haben, die notwendigen endlich ihr Schwanken aufgeben und das Gesetz, burch den inneren Zwist gehen sie dann doppelt fängt an, sobald die Dinge schlecht gehen, und aufbaues Rußlands gelangte man zu feinem Maßnahmen zum Schuße der Repu- zum Schuße der Republik so ausgestalten wollten, schlecht. Resultat. Um nicht den Zusammenbruch der blir und zur Niederhaltung der Re- daß ihm die sozialdemokratischen Parteien zuGenuejer Konferenz vor ganz Europa und attion zu treffen. Der gestrige Beschluß hat stimmen fönnen. Die Geradezu typisch ist in dieser Hinsicht bas insbesondere vor der englischen Deffentlichkeit unzweideutig daran erinnert, daß die OrganisatioVerhalten der italienischen Partei dem Fascismus gegenüber. Man hätte meinen sollen, daß einem offen eingestehen zu müssen, regte Lloyd George nen der Arbeiterschaft nicht daran denken, die von so fraftvollen, rücksichtslosen und zähen Angriff eine Fortseßung der Genueser Konferenz im ihnen aufgestellten Forderungen aufzugeben. Ins der Reaktion gegenüber die gepriesenen rebolutio Haag an. Aber auch die Haager Konferenz besondere die sozialdemokratische Partei hat die Sie wird es nicht zugeben, daß auch jest wieder hätten. Die ersten Anfänge des Fafcismus reichen nären Energien der Massen sich Bahn gebrochen tagt, berät, beschließt, ohne zu einem wirklichen Illusion in den Areisen der bürgerlichen Koali- ihre berechtigten Forderungen bei Seite geschoben ja noch in die Zeit zurüd, in der der Avanti noch Resultat zu gelangen. So hat sich seit der mit so großen Hoffnungen begonnenen Genuefer tionsparteien zerstört, als ob sie bereit sei, mit werden. eine öffentliche Sammlung veranstaltete, die ,, Waf Ronferenz die internationale Situation ver- der deutschen Vollspartei eine Regierung zu bil- So weit auf parlamentarischem Wege die fen für den Befreiungskampf des Proletariates" liefern follte. Statt dessen versagte die proleta schlechtert, Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit den. Ihre Forderung nach dem Eintritt Krise überhaupt zu lösen ist, kann es jetzt nur noch rische Abwehr ganz, weil die technischen und auch find in fast allen Ländern der Erde gewachsen, der unabhängigen Sozialdemokras die Entscheidung über zwei Fragen geben: weil die psychologischen Voraussetzungen für die die Währungen einer Reihe von Staaten ha- ten in das Kabinett Wirth besteht unvermin- entweder das Gesetz zum Schuße der Republit Verteidigung gegen einen solchen Angriff voll ben furchtbare Erschütterungen erlitten, der dert weiter. erhält eine Fassung, die es auch den Arbeiterpar- ständig fehlten. Und das gereicht in gewiffem Wert des Geldes verliert jede Beständigkeit Die demokratischen Blätter erklären, daß beide teien ermöglicht, ihm zuzuftimmen und im An- Maffen eines Kulturlandes find in ihrer ganzen Sinne dent Proletariat zur Ehre; die ländlichen und insbesondere die deutsche Mark hat einen bürgerlichen Fraktionen der Regierung eine et schluß darnn wird die Erweiterung der Seelenverfaffung nicht darauf eingestellt, sich mi Fall getan, wie das noch vor wenigen Monaten waige Erweiterung der Koalition nach links nicht Regierung nach links vorgenommen fein Mensch vorausgesehen hätte. Meffer und Handgranaten ihrer Haut zu wehren. einer Auflösung des Reichstages. Sie erwarten netts muß erfolgen und die Auflösung Waffen, ihre Tendenz, fich selbst Recht zu ve mitmachen würden, auch nicht auf die Gefahr aber der Rücktritt des jebigen Kabi- Gerade die 25 Jahre sozialistischer Schulung hatter viel dahin gewirkt, die gewaltsamen Instinkte de ießt Hilfe vom Reichspräsidenten, der des Reichstages und Neuwahlen wür schaffen, in Zaum zu halten. Deshalb wendete jich heute in Berlin eintrifft und sie glauben, daß den vorzunehmen sein. Arbeiterschaft steht jedenfalls in voller Einmütigkeit zusammen. Das Moratorium für Deutschland. e das Landvolk an die Partei um Hilfe, was umfo natürlicher war, als alles Unheil des Fascismus ja gerade wegen ihrer Partei- und Gewerkschafts. zugehörigkeit über sie hereinbrach. hat man aber die Regierung in ihrer natürlichen Tendenz bestärkt, sich auf den Fascismus zu stützen. Seinem Wesen nach war der Fascismus die Leibgarde der Reaktion; daß die Regierung aber direkt in feine Macht fiel, war zum nicht ge ringen Teil die Schuld der Sozialisten, die jede Regierung fo weit hezten, daß sie Bundesgenossen nahm, wo sie sie fand. Das offizielle Bündnis mit den Fascisten schloß Giolitti, als er im Mai 1920 die Parlamentswahlen im Zeichen des Fascismus anfagte. Die katastrophale Erschütterung des mit teleuropäischen Wirtschaftslebens, welche von Deutschland ausgeht und alle Staaten mitzureißen droht, fcheint nun auch auf die Staatsmänner mit der verstodtesten Siegerideologie nicht ohne Eindrud geblieben zu sein. Auch die Franzosen müssen nun erkennen, daß, je mehr Tie von Deutschland verlangen, Daß die Partei nicht helfen konnte, darf auch desto mehr die Hoffnung darauf nicht verwundern. Die Partei hat immer auf dem Boden der legalitären Tattit gestanden, und schwindet, daß Deutschland wirk lich die ungeheuren Zahlungen Paris und London hier vorliegenden Meldungen bald wieder zusammentritt, um die Voraus zur gewaltsamen Abwehr haben. So tröstet man Berlin, 13. Juli( Eigenbericht). Nach den aus menhange notwendig sei, daß das Morgantomitee fonnte weder einen Plan noch ein Waffenarsenal Leistet, die man ihm nach dem Londoner haben die englischen Vorschläge auf Bewilligung feßungen für die von Deutschland gewünschte das unter der fascistischen Fuchtl seufzende LandZahlungsplan vom 5. Mai 1921 zumutet. Als eines Moratoriums an Deutschland bereits fest internationale Anleihe zu schaffen. In den hiesigen proletariat damit, daß es sich um eine vorrebolu die Konferenz von Genua zusammengebrochen Gestalt angenommen. Danach sollen die Bar- amtlichen Kreifen werden diese Strömungen sehr tionäre Erscheinung handelte, riet immer, ſich war, dachte man daran, Deutschlands Bahlun- zahlungen auf zwei bis drei Jahre gestundet wer- günstig beurteilt, wenn man auch im ein- nicht provozieren zu lassen und auszuhalten. In gen zu erleichtern, indem Amerika eine große den und bei den Sachleistungen sollen wesentliche zelnen noch zweifelt, ob die Bedingungen der Alli- der Parlamentspolitik der Partei herrschte daAnleihe gewähren sollte, wodurch das Reich Erleichterungen für dieselbe Zeit eintreten u. zw. ferten von Deutschland angenommen werden lön- mals noch die Ansicht vor, daß es im Intereffe der Sorge um die Beschaffung der ungeheuren unter folgenden Bedingungen: Deutschland foll nen. Jedenfalls hofft man, daß durch das Morato- des Proletariates liege, der Regierung das Leben Geldsummen wenigstens auf eine kurze Spanne Die allierten& chulden an Amerita sollen, rung des Etats ermöglicht wird und daß es da Geldsummen wenigstens auf eine kurze Spanne einer Finanzkontrolle unterwerfen. rium auf zwei bis drei Jahre endlich die Bilanzie- so schwer als möglich zu machen. Gerade dadurch Beit enthoben worden wäre. Nachdem diese herabgefeßt und neugeregelt werden. Eine durch auch gelingen könne, die StabilisieAnleihe aber gerade daran scheiterte, daß die internationale Reparationsanleihe soll rung der deutschen Währung herbeizu amerikanischen Bankiers ein mit so großen für Deutschland ausgelegt werden. Man ist in führen. Zahlungen belastetes Deutschland nicht für England der Meinung, daß es in diesem ZusamTreditwürdig hielten, erscheint als der leste rettende Ausweg ein Moratorium, eine Stundung der Zahlungen, welche die Alliierten dem Geschid des ermordeten Rathenau berDeutschland für einige Zeit gewähren sollen. dankt, zu leisten. Trotzdem sich seit dem Friedensschlusse In den Ententeländern finden nun BeDeutschlands wirtschaftliche und finanzielle ratungen über Beratungen statt, Sizungen des Damals entsprach das Ergebnis nicht den Er Rage immer mehr verschlechtert hat. troßdem englischen und französischen Kabinetts, der wartungen der Regierung. Seitdem sind aber die es genötigt ist, jede Woche mehrere Milliarden Reparationsfommiffion, Garantiekommiſſion Fascisten stärker und die Sozialisten schwächer gePapiermark zu bruden, ist Deutschland seinen und aller anderen Kommissionen, ohne daß aus worden. Aus einer chaotischen Belvegung real Bahlungen dennoch nachgekommen, obgleich die diesen Beratungen etwas Greifbares heraus- choslowakei ist. Frankreichs Staatsmänner tionärer Kriegsenttäuschung hat sich der Fascis Barleistungen von zwei Milliarden Goldmark, gefommen wäre. Die leßten Meldungen laffen mus zu einem systematisch organisierten Söldner welche Deutschland jährlich an die Alliierten freilich einen leisen Soffnungsschimkorps des Agrarkapitals entwidelt, verfügt über große wirtschaftliche Mittel und über Sympathien abführen muß, zur Zeit des Londoner Ulti mer aufkommen. Es scheint, daß die Repara. im Seere und bei der Polizei. Die Sozialisten matums etwa 28, jeht aber 200 Milliarden tionskommission bereit ist, mit der Zahlung haben bedeutende Einbußen erlitten, nicht so sehr Papiermark betragen. Auch die nächste Rate der Julirate zu warten und ein Moratorium durch das Abschwenken der auf Moskau einge in der Höhe von 32 Millionen Goldmark oder von wenigstens einigen Monaten der deutschen schworenen Kommunisten, deren Scheiden der drei Milliarden Papiermark, die am 15. Juli Regierung zu erteilen. England, Belgien und In den letzten Kriegsjahren hat die So- Partei taum Schaden gebracht hat, als vielmehr beglichen werden soll, hält Deutschland bereit. Italien sind dazu bereit und die Schwere der zialdemokratie den Grundsatz des Friedens durch die materielle Beeinträchtigung der ganzen In einer Denkschrift nun, welche die Berantwortung liegt bei den Franzosen, deren ohne Annegionen und Kontributionen aufge- proletarischen Bewegung durch den Fascismus deutsche Reichsregierung an die Reparations Halsstarriqkeit bisher jede Gesundung der euro- stellt. Wäre der Friede auf dieser Grundlage und die dadurch bedingte Entmutigung der Mas fommission gerichtet hat, ersucht Deutschland: päischen Verhältnisse unmöglich machte. Ver geschlossen worden, wahrlich, die Menschheit sen. Dazu kam der Zwiespalt über die Taftit. Die Gewertschaftsbewegung und die sozialistischen Ge1. Um die Belaffung der Julirate ständnis findet Frankreich allgemach nur noch wäre weiter und wir hätten die Folgen des werkschaftsführer forderten das Abgehen von der bei der Reichsbant, weil Deutschland dann von bei einem einzigen Staat, nämlich der Tsche- Krieges, der Zerstörung der Produktivkräfte rein intransiganten Haltung in der Kammer, fremden Zahlungsmitteln ganz entblößt ist choslowakei, in der die Presse der Regierungs- allgemach überwunden, die europäische Wirt- während die Partei festhielt an dem Beto, unter und sich außerstande sieht, die für die Ernäh- parteien gleich den französischen Boulevard schaft gliche nicht einer Ruine. Aber der Wahn- irgend welchen Umständen für ein Minifterium rung der Bevölkerung notwendigen Getreide- blättern behauptet, daß Deutschland selbst den wiß der Sieger war zu groß, die Zeit hatte ein zu stimmen. mengen einzukaufen. 2. Um die Stundung Marksturz arrangiert habe, um sich von der kleines Geschlecht in den Siegerländern gefunder Barzahlungen für den Rest des Reparationslast zu befreien. Nicht einmal die den. Es droht Gefahr, daß der BeJahres 1922 und die nächsten zwei Jahre. Da belgische Deffentlichkeit glaubt solche Faseleien, siegie in den Abgrund stürzt und mit erklärt Deutschland- ohne es auszu- obzwar Belgien an den Reparationszahlungen den Sieger mitreißt. Geschieht dies, sprechen seine Bereitwilligkeit, die Sach- interessiert ist, während in der Tsche lieferungen gemäß dem Wiesbadener und choslowakei die größte Dummheit dem ergänzenden sogenannten Gilletabkommen, geglaubt wird, wenn sie nur eine welche Verträge das Reich der Kenntnis und Spipe gegen Deutschland enthält. Wieder sind die Hoffnungen der Menschen belebt worden, daß der wirkliche Friede in Europa wiederkehrt, daß Deutschland eine wenn auch fleine Atempause gewährt wird, wodurch sich seine Währung erholen kann, was die Vorausseßung zu beſſeren wirtschaftlichen Verhältnissen in Europa und vor allem in der Tschehaben die Möglichkeit, einen fleinen Schritt in der Richtung der Gesundung der europäischen Verhältnisse zu tun. Tun sie es nicht, dann gelingt es ihnen freilich, Deutschland zu ruinie ren, aber nicht nur Deutschland, sondern auch sich selbst. dann geht Europa dem wirtschaftlichen Berfall entgegen, der auch der kulturellen Vorherrschaft Europas in der Welt ein Ende machen wird. Zuerst hat, wie bekannt, der Ausschuß der Konföderation der Arbeit eine tollaborationistische Tattit befürwortet und bei der Partei beantragt; dann hat die Partei zuerst durch ihren Vorstand und dann durch ihren Nationalrat diese Taktik abgelehnt, während die sozialistische Barlamentsfrattion sich in Erwartung des Parteitages für autonom erklärte und inzwischen wenigstens Herr fein will über ihr parlamentarisches Verhalten. Genat. 126. Sigung. nehmigt. einziger Debattenrebner sprach 14. Juli 1922. In dem nuühseligen Instanzenzug der Diskussion| Proletariat fosten wird, den Klerikalen die erschen, daß diese unheilvollen Berhältnisse, welche nung der Dienstzeit für Angehörige ist nun schon in Genua eine neue Entscheidung oberten Stellungen, namentlich in der Vergebung die Diplomaten Bolens und der Tschechoslowafet der tschechoslowakischen Gendarme gefallen. Der dort zusammengetretene Nattional der öffentlichen Arbeiten, wieder abzunehmen, und gefchaffen haben, geändert würden. Derartige rie und 2. die Regelung der Dienstberat der Konföderation der Arbeit hat zwar nicht man wird einsehen müssen, daß sehr viel versäumt Grenzen sind unhaltbar. Vor allem leiden züge der Gendarmerieobermacht. die absolute, aber doch eine starke relative Mehr worden ist, was sich vielleicht in Fahrzehnten nicht die Arbeiter unter diesen Zustän- meister, die Stationstommandanten sind, nach heit zugunsten der Kollaboration ergeben. Von einholen läßt. Die Reformisten haben die trau den. Die Partei des Redners wünscht die Ge- den Referaten der Sen. Panel und Kecak zur 1,128.000 Stimmen wurden rund 538.000 für rige Genugtuung, vor zwei Jahren vorausgesagt währung des an sich minimalen Darlehens. Annahme. die Kollaboration, 250.000 für die Waximalisten, zu haben, was heute eingetreten ist. Die Bour-( Beifall.) Zum Gefeßesentwurf über die Sicher 249.000 für die Kommunisten, 43.000 für eine vergeoisie, die damals von den Sozialisten Hilfe aus Nach dem Schlußworte des Referenten wurde heitswachforps erstatteten die Sen. Baner, mittelnde Resolution und schließlich rund 35.000 der nationalen Not erwartete und fast erflehte, die Vorlage in erster und zweiter Lesung ge- Dr. Brabee und Dr. Karas ihre Berichte. Als für die sozialistische Motion der dritten Inter- hat sich jetzt balbwegs konsolidiert und benutzt die nationale abgegeben. Früchte ihrer Arbeit dazu, die Striegslasten auf Zum Antrage der Abg. R. Beran, Ada- Sen. Kovali( flow. Volfsp.). Er trat fir Dieses Ergebnis zeigt, daß die heutige Lei das Proletariat abzuwälzen. Und das Proletariat met, Samalit und Gen, auf Aenderung des die Wahrung der Interessen des Sicherheitswach tung der Generalfonförderation, die die Kollabo und seine Partei juchen nach einem Ausweg, ohne Gefeyes über die Versorgung mit Kunst- forps ein, forderte aber dafür, daß die Sicherheitsration zur Abwehr gegen den Fascismus will, bis jetzt irg, einen ernstlich zu versuchen. dünger im Jahre 1921 berichtete der Senator wache und die Gendarmerie ihre Pflichten gemif nicht die absolute Mehrheit auf ihrer Seite hat. Grejfa. In der Debatte sprach zunächst senhaft erfülle, daß sie dabei über den Parteieit Daher ruft diese Zeitung eine höhere, die höch Ste Instanz, ihren Stongreß an, der gleich nach dem Senator Zuleger( d. Agr.). Er verwies stehe und die Sicherheit der Person und des darauf, wie wichtig es wäre, Rechenschaft über den Eigentums garantiere. Die legten Borfälle( Defozialistischen Parteitag zusammentrefen wird. Aber diesmal ist es wirklich angebracht, die Stim Erfolg des Kunstdüngergesetzes und über den molierung des Slowaf etc.) begründen diese For men nicht nur zu zählen, sondern auch zu wägen. Kunstbüngerfond zu erhalten. Mit Rüdficht auf derung. Slowaken, die sich zum Gendarmerie Man darf nicht außer acht lassen, daß über Die gestrige Dauersigung des Senates die hohen Tarife rentiere es sich überhaupt nicht, dienst melden, mögen aufgenommen werden. 100.000 Mitglieder der Konföderation der Ar- wäre, wenn man von den fachlichen Kritiken, minderwertigen Kunstdünger zu beziehen. Darum Das Gesetz wurde hierauf in erster und zweibeit in Genua nicht vertreten sind, weil die Fa- die unsere Genossen an verschiedenen Vorlagen hätte man erwartet, daß die Regierung entweder ter Lesung angenommen. Den Bericht über die Erneuerung des scisten es ihnen unmöglich gemacht haben, die übten, im allgemeinen sang- und Klanglos ver- 40prozentiges Ralifalz fauft oder Ausnahmstarife Mitgliedstarte ihrer Organisation zu erwerben. laufen. Lebhafte Bewegung löste erst die De- gewährt. Aus Vernunftsgründen hätte man den borläufigen 3wangspachtes erstattete Diese geknebelten Stimmen wären ficher zugun batte über das Schulgesetz aus, in welche die Gemeindewald von der Kunstdüngersteuer be- Sent. Slavik. Sen. Lish( tschech. Nat.- Soz.) wandte sich ſten der Rollaboration ins Gewicht gefallen. Be Klerikalen aller Nationen geschlossen nach ihrer freien sollen. Redner sprach dann von der Vermerkenswert ist auch, daß in Genua zwei pro- altbewährten Art die Religion einschmuggel nichtung der Waldbestände durch die Nonne. Die gegen das verbrecherische Treiben der Großgrund grammatische Richtungen vertreten waren: die Regierung wäre moralisch verpflichtet, einen Teil besitzer, welche über die staatlichen Gefeße hinweg Rollaborationisten, bie bersuchen wollen, eine ten, um die Diskussion in ein falsches Geleise des Kunstdüngerfondes, zu dem der Wald mit 75 die fleinen Landwirte schädigen. Er führte in bürgerlich- liberale Regierung durch sozialistische zu schieben. Interessant war die Zustimmung. Prezent beiträgt, zur Erforschung der Be- diesem Zusammenhang einen Fall an, da einem Unterstügung instand zu sehen, den Fascisten, welche die Ausführungen der Klerikalen Red- rämpfungsmittel dieses Schädlings zur Verfügung Kleinlandwirt Boden zugeteilt war und wo der gegenüber das Gesetz anzuwenden, und die Kom- ner bei den extremsten Chauvinisten beiber zu stellen. Zum Schluffe protestiert Redner da- Großgrundbesitzer mit dem Pflug über das bemunisten, die der Meinung find, daß der heutigen Lager fanden und es war wohl fein Zufall, gegen, daß der Senat verurteilt sei, die Anträge reits wachsende Getreide hinwegfuhr. Redner Situation gegenüber der Generalstreit anzuwen wenn die Klerifalen der Rede des tschechischen des Abgeordnetenhauses unverändert anzunehmen. appellierte an den Staat und an das Bodenamt, den sei. Das dritte Programm, das der Maxi-| Nationaldemokraten Mares starken Beifall Nach dem nächsten Debattenredner Sen. ihre Pflicht gegenüber den kleinen Leuten zu er malisten, war und ist keines; es läuft auf eine zollten. Sen. Hilgenreiner gefiel sich diesmal Duriansky( flow. Volksp.) sprach füllen. Er protestierte dagegen, daß verschiedenen Variation des Themas heraus, daß die Befrei in einer Ueberhebung, die zur vielgerühmten Gesellschaften Grund und Boden zugewiesen ung der Arbeiterklasse deren eigenes Wert sein werde, ba hinter diesen Gesellschaften politische müſſe. Damit ist nun aber der Arbeiterschaft heute christlichen Demut nicht recht paßte. Im all herzlich wenig gedient. Sie hat nie erwartet, ben gemeinen wäre hervorzuheben, daß an den vom Er betonte, mit welcher Unkenntnis der Parteien ihr Unwefen treiben. Redner forderte Sozialismus als Geschent aus den Händen der Abgeordnetenhause beschlossenen Gefeßen im alage und mit welcher Rüdsichtslo- eine entscheidende Bodenreform. sigteit Geseze gemacht würden, wie die Das Gesetz wurde nach dent Schlußwort des Bourgeoisie zu erhalten. Heute handelt es sich nur Senate, sogar von den Referenten, vernichtende zur Verhandlung stehende Vorlage beweise. Red- Berichterstatters in erster und zweiter Sesung darum, ob die Früchte zwanzigjähriger Organi Stritit geübt wurde. Leider findet das Haus ner bekämpfte den§ 2 des Gesetzes. Er wünschte, genehmigt. fationsarbeit von den Fascisten zertreten werden der Aefteren nicht die nötige Energie, um die daß die Gemeinden von der Kunstdüngersteuer be Der Bericht zum Antrage der Abg. Koufollen, ohne eine Gegenwehr zu versuchen. Konsequenzen aus dieser Erfahrung zu ziehen. freit würden, die eine ungeheuere überflüffige Be- delta, A. Cerny und Gen, auf Novellierung Auf diese Frage antworten die Reformisten Genosse Pol a ch, welcher spät abends zu lastung für die Gemeinden bedeute. Als Beispiel des Gesetzes über die Erneuerung der mit dem Vorschlag, durch sozialistische Unterstützung in der Kammer eine Regierung zu er- Worte tam, traf mit seinen glänzenden Aus- führte er die Kunstdüngerſteuer der Saazer Ge- landwirtschaftlichen Kleinpatun möglichen, die die Fascisten nicht braucht, wähführungen zum fleinen Schulgeset sichtlich ins meinde an, die 18.380 Stronen beträgt. Sierauf gen wurde von Sen. Petřit erstattet. In der rend die Kommunisten den Generalstreit vor Schwarze. Er wurde von den Klerikalen häufig verwies er auf die furchtbare Gefahr, die den Debatte sprach Wäldern durch die Nonne und den Borkenkäfer Sent. Lish( tschech. Nat.- Soz.), der auf ber schlagen. Nur die Maximalisten schlagen gar nichts durch Zwischenrufe unterbrochen, wobei sich bebor, trösten sich und möchten die Waffen trösten, sonders der deutschnationale Klerifer Naegle droht. Schließlich sprach sich Redner dafür aus, fchiedene im Gefebe enthaltene unflarheiten ver indem sie die heutige Periode als eine Sturzwelle auszeichnete und treffliche Abfuhren holte. und die einzelnen Organisationen, die Stunstdün- staatlichen Kommissären den kleinen Landwirten bas ganze Gejek solle verschwinden wies. Der schlechteste Boben werde von den der Reaktion bezeichnen, der man stand halten müsse, und fordern das Beharren bei der bisheri ger benötigen, mögen sich selbst darum fümmern. jugeteilt. gen Intransigenz, die allmählich die stärkste FratTrotzdem wird die deutsche sozialdemokratische tion der italienischen Kammer praktisch ganz Partei für das Gefes stimmen, weil es ausschaltet. wenigstens den fleinen Waldbefizern die Befrei ung von jeder Steuer bringt.( Zustimmung.) Senator Genosse Barth. Die Vorlage wurde in erster und zweiter Lefung angenommen. demokraten Die gestrige Senatssitzung wurde um halb 11 Uhr vormittags durch den Bizepräsidenten Der nächste Verhandlungsgegenstand bezog Rableat eröffnet. Nach Berlesung des Einlaufes So richten sich alle Erwartungen auf den ging man zur Tagesordnung über. sich auf die Borlage, betreffend die Regelung Parteitag. Die maximalistische Fraktion hat den Die Vorlage, betreffend die Neurege- Der Referenz Sen. Hrejsa versuchte die Ein- der Versorgungsgenüsse der ehema Avanti in Händen, den ihr Leader, Gen. Serung der Statistik des Außenhanwande Debattenredner zu wiberlegen, igen Angestellten auf landwirt rati redigiert. Aber die kommunistischen Stim- dels, über welche Senator Lisy referierte, sowie ftimmte aber dem Bortvurse, daß der Senat eine fchaftlichen Großgrundbefizen. Remen, die in Genua mit den ihren zusammen der Regierungsentwurf bezüglich der vorüber untergeordnete Rolle spiele, im allgemeinen zu.ferent war Sen. Hrejsa. Ohne Debatte wurde die denen der Stollaborationisten die Wagschale hiel ten, werden auf dem Parteitag in tom nicht gehenden Regelung der Finanzwirt Sierauf wurde die Vorlage in erster und zweiter Vorlage in erster und zweiter Besung genehmigt. Zum Entwurf über die Aen berung und mehr ins Gewicht fallen, da ja die Stommunisten haft der Städte und Gemeinden mit Lesung angenommen. Die Vorlage über die borläufige Rege Regelung des Gesetzes bom 8. März 1920, außerhalb der Partei stehen. In den Geiverkschaf- unizipalrecht für die Steuerjahre 1922 und ten haben ihre kommunistischen Zellen", die fei 1923, worüber die Senatoren Lutes und Dr. Lung der Vormundschaftsagenden in betreffend die Uebernahme und Entschä nerzeit in Moskau beschlossen wurden, ihr Ber- Karas Bericht erstatteten, wurden ohne Debatte der Slowakei und Karpathorußland wurde nach digung für beschlagnahmten GrundAnhören der Berichte der Sen. Dr. Dagner und besig, referierten die Sen. Lish, Ante Kroiher. Jehungswert betreiben fönnen und in beinahe in erster und zweiter Lesung angenommen. Der Referent des nächsten Bunktes des Ta- Zimat ohne Debatte in erster und zweiter Lesung Dazu gab als Vertreter der deutschen Sozialeiner Viertel Million Stimmen in Genua ihre Quittung dafür eingeheimst. In Rom, wo der gesordnung, der sich auf die Gewährung genehmigt. Ueber die Regelung der Rechtsver Parteitag Anfang August tagen wird, müssen die eines unverzinslichen staatlichen Maximalisten ganz auf eigenen Füßen stehen. Darlehens bon 15 Millionen Rro- hältnisse zwischen Angestellten und Einstweilen werden die Fascisien frecher, die nen für Investitionen der Stadt Unternehmern in der Slowakei und Strise wird schwerer, die italienische Valuta fällt schechisch Teschen bezog, war Senator Sarpathorußland referierten die Sen. Dr. und die realtionären Parteien legen immer fester St Iccaf. Als einziger Redner in der Debatie Witt und Cholet. In der Debatte sprach als einziger Rebner die Hand auf die Machtwerkzeuge des Staates. Sprach Sen. Matuscat( Rommun.), welcher ben Und wenn die Teilnahme der Sozialisten an der Wunsch aussprach, daß die Rechtsverhältnisse zwi Regierung nichts anderes vermöchte, als dieses Er verwies auf die wirtschaftliche schen Angestellten und Unternehmern auch wirkBejibergreifen aller Verwaltungskörper von seiten der Reaktion zu verhindern, so wäre das schon Schädigung, die durch die Zweiteilung lich geregelt würden. ein Gewinn, der den Einsatz verlohnen würde. der Stadt Teschen erfolgte. Die Mehrzahl der Man vergegenwärtige sich, wieviele und wie Anlagen und Aemter wurde dem polnischen Teil ftattliche Schafe die Klerifalen ins Trodene ge- zugewiesen. Tschechisch- Teschen hat gegenwärtig bracht haben, seit sie an der Regierung find, man kein Schlachthaus; es fehlen Schulen und vieles mache sich flar, welchen Kraftaufwand es das andere. Die deutschen Sozialdemokraten wünSenator Genosse Link. Senator Genosse Friedrich die folgende Erklärung ab: Namens des Klubs der deutschen sozialdemo fratischen Senatoren gebe ich nachstehende Erklärung ab: Der vorliegende Gefeßentwurf bedeu tet eine weitgehende Aenderung des bisherigen Gefezes. Zur Beratung dieser Vorlage, für welche uns eine deutsche Uebersetzung nicht gegeben wurde, standen uns drei Tage zur VerDie Vorlage wurde na chdem Schlußwort ber fügung. Ein oberflächliches Studium, wie es an beiden Berichterstatter in erster und zweiter Resung bers in dieser furzen Zeit nicht möglich war, zeigt angenommen. uns, daß das Gefeh sowohl in technischer, als in Ohne Debatte gelangten hierauf die beiden fachlicher Beziehung voll von Mängeln ist, nächsten Vorlagen 1. betreffend die Durchre ch- daß es in einzelnen Teilen vollständig unver wissen, wie schwer es ist, in fo furzer Zeit hundert Sachlichkeit nennt das Mumpit oder Quatsch, Kämpfer zwischen rechts und links auch von ihren Plat, der Arbeiter tommt! iber Arbeiterschaft ist längst nicht mehr in Instinkte boch nicht ihrer spotten. Wie erbärmlich ten wirklich die Herzen dem neuen Staat, oder tausend Menschen zu mobilisieren. Ein großer aber auf die Dauer lassen die urmenschlichsten Anhängern nur auf Zeit verteidigt wird. Gehörder Lage, sich ein Blatt zu halten, in dem die lang hat es gedauert, bis die Republif einfah, war er auch seinen Berteidigern nur eine Brüde Berlin, Mitte Juli. Aufforderung stand. Andere Teile verlaffen bei daß sie nicht nur Symbole mie neue Farben und zu einem anderen Ziel? Erst seitdem mächtige Berlin hat aufregende Tage hinter sich. Die dem herrlichen Juliwetter Berlin lange bevor Wappen braucht, sondern daß sie auch ganz ener- Fahnen der Republit an solchen Tagen von Häuarbeitsamste aber auch temperamentloseste Groß- die Post oder die Zeitungsfrau aufgestanden ist. gi Respekt vor ihren Symbolen erzwingen muß, fern und auf den Straßen wehen, fühlt die Realstadt des Kontinents hat noch nie auf ein Ereig- Der dritte Teil hat für den Vormittag längst und wenn es nötig ist, mit cifernen Mitteln. Erst tion die Stonfolidierung der republikanischen nis so langanhaltend und so sichtbar reagiert, wie Dispofitionen getroffen und jeder glaubt dann, mußte die neue Fahne als Judenfahne beschimpft Stampfgemeinschaft. Wenn man einmal eine Geauf die Ermordung Rathenaus. Gewiß, Berlin sich auf den anderen fürs Demonstrieren ver- werden, bis man sich dazu aufraffte, fie auf schichte der deutschen Republit schreiben wird, hat seit den Noventbertagen noch ganz anderes laffen zu können. Aber alle diese Faltoren für Staatsgebäuden zu zeigen. Erst mußten 870( brei wird man auch eine Geschichte ihrer Fahnengesehen. Aber eine Periode ohne Straßentämpfe eine schlechte Beteiligung fielen diesmal aus. Die hundertfiebzig) Republikaner ohne jede Sühne fämpfe schreiben müssen. und Putschabwehr, die mit solcher Macht, Größe Massen warteten auf den Ruf, denn sie spürten, durch die Justiz" gemeuchelt werden, bis im Es ist merkwürdig: sowie die Reaktion ber und Eindringlichkeit durch bas legitimste Mittel die Republit ist in Gefahr und mit unseren Lei Volte, auch im Proletariat ein Gefühlsverhältnis Arbeiterschaft mit Blut und Blei Verständnis für der politischen Demonstration einen realen Drud bern müssen wir sie verteidigen. zu den republikanischen Symbolen entstanden ist. den Gefühlswert der Symbole beibrachte, auf die parlamentarische Tätigkeit ausgeübt hat, Die größte Berliner Lustgarten- Demonstra- Darüber find wir uns ja alle einig, daß die wachte plößlich ihr Sinn auch für andere Symbole. wie diese, haben wir in Berlin, in Deutschland tion fand am Tage der Beerdigung Rathenaus Republik nur die Form ist, innerhalb der wir Wie viele Demonstrationen, Maifeiern und noch nicht erlebt. Was sich da abspielte, war, glaubt statt. Wenn frühere Demonstrationen im Luft- unsere sozialistischen Forderungen erreichen wol Protestveranstaltungen hat sich die Berliner Ares nur, Geschichte, und durch nichts wie durch garten, an der Stätte, wo einst Wilhelm, den len. Es ging aber auf die Dauer nicht an, für die beiterschaft schon selbst verdorben, durch eine ganz diese Demonstrationen hat das deutsche Volt so Marschallstab in die Hüfte gestützt, den Feldherrn Republit zu fein und ihre Farben zugleich zu mechanistische und pedantistische Auffassung von bewiesen, daß es die Machtmittel der Demokratie ,, mimte, den großen Raum zwischen Schloß und ignorieren. So hat sich von selbst ein Gefühlever- der Arbeitseinstellung. Gewiß fann das Proledie Demonstration, die Arbeitseinstellung, anzu-| Museen mit der Schwärze der Menschen und hältnis zu den zwar bürgerlichen aber schließlich tariat ohne Arbeitseinstellung nicht demonstrieren. wenden in der Lage und willens ist. einem Wald roter Wimpel füllten, so mußten doch republikanischen Farben entwidelt, und so Aber daß sich die Arbeiter immer selbst durch Wenn wir heute auf die drei großen Ber- diesmal lange vor Beginn der Demonstrationen gehört es nun endlich nach bald vier Jahren Stillegung aller Verkehrsmittel in der Riesenstadt liner Demonstrationen zurückblicken, fo wirken ganze Züge auf die hinter dem Schloß gelegenen deutscher Republik zu den der Arbeiterschaft na die Möglichkeit nahmen, die Demonstrationen so fie in ihrer äußeren und inneren Steigerung Straßen und Plätze abgeleitet werden, weil der türlichen Tatsachen, daß an solchen Demonstra- groß und wirksam als möglich zu machen, ist nur wahrhaft imponierend. Denn in zweierlei Hin Lustgarten, einer der größten Demonstrations- tionsfeiern die Fahne schwarz- rot- gold neben dem durch einen Mangel an Symbolverständnis zu fichten überboten einander die Demonstrationen. pläne der Welt, feine neuen Menschen mehr auf- proletarischen Blutigrot mit Stolz und Troz den erklären. In Frankreich, England, Amerika ift Erstens durch die Teilnehmerzahl, zweitens durch nehmen konnte. Gegnern der Republit gezeigt wird. Die hunderten längst der Zehnminutenstreit als gewaltigste allbie Bielbewußtheit. Die erste Demonstration wurde Vom Preußen fagte Sebbel einmal, fein roten Banner, die über den Hunderttausend wehn, gemeine Bandesdemonstration eingeführt. Zu einer eigentlich nur improvifiert. An einem Sonnabend Symbol wäre das Lineal. Biel hat sich feitdem fagen ja zunächst nur aus. daß hier Maffen stehn, gegebenen Minute halten alle Verkehrsfahrzeuge wurde Rathenau ermordet. Am nächsten Morgen nicht geändert und die Linealseele des Breußen deren Ideal nach links hin führt, daß fie aber nur fünf oder zehn Minuten. Handelt es sich nicht um forderte ein Aktionsausschuß der Gewerkschaften hat noch immer feine schwurgvollen Begen be- bebingte Anhänger der Republit find. So hatte eine Arbeiterdemonstration, sondern um eine nas und fanatlicher Arbeiterparteien die Maffen auf, tommen. Eng damit zufammen hängt das geringe man immer den Eindruck, daß die deutsche Repu- tionale Feier, so stehen nicht nur alle Räder, im Lustgarten zu demonstrieren. Nun muß man Verständnis für Gefühlszeichen. Die Berliner blik ganz verlassen im Wind und Sturm der sondern auch alle Beine und Arme still. Auf den 14. Juli 1922. Sette 3. ständlich ist und von einer ernstzunehmenden gen die Vorlage anwenden. Das wird er schon Sen. Link: Religiös erzogene Kinder läßt freien Fuß gefekt wurden und sich dann nach gesetzgebenden Bersammlung niemals angenom dem Applaus, den wir seinem Berichte zollten, die Stirche verhungern. men werden dürfte. Trotzdem hat die Mehrheit, entnommen haben.( Genosse Polach: Hoffent bie alle diese Mängel kennt, das Gejey unverän lich schadet ihm das nicht".) Wir haben diefen gegen die Religion anftürmt, ist begreiflich. Theresienstadt begaben, unt von dort Hilfe zum Sen. Hilgenreiner: Daß der Sozialist Zwecke der Vergeltung zu holen. Nach 4 ihr bert angenommen. An einer solchen Beratung Vorgang schon oft hier erlebt, aber in diesem Falle feien wirklich Gruppen von Demonstranten, 111und Beschlußafffung, welche eine Parodie auf liegt die Sache besonders kraß. Um das zu beligion, sondern die Stirche, weil sie ein Instrument daten und demobilisierten Legionären befand, er Sen. Reyl: Wir bekämpfen nicht die Re- ter denen sich auch eine gewisse Anzahl von Sol eine ernste parlamentarische Arbeit weisen, ist auf den Vorgang verwiesen, der sich der herrschenden Klassen ist. ist, können wir uns nicht beteiligen. anläßlich der von unseren Parteigenoffen im Ab schienen, welche auf die Insel, wo das Schautur Darauf sprach Sent. Ledebour( d. chr.- foz.), geordnetenhause Sen. Hilgenreiner: Die Sozialisten nen abgehalten wurde, vordringen wollten, welche vorgebrachten der erklärte, daß die deutschbürgerlichen Senato- anträge abgespielt hat. Dort wurde u. a. auf das ihnen fein Recht, die religiöse Erziehung zu be- Da sich die Situation drohend gestaltete, Abänderungs- find Materialisten. Ihre Geschlechtsmoral gibi Absicht durch die Gendarmerie vereitelt wurde. ren feinerlei Abänderungsanträge zu dem vorlie- Unrecht verwiesen, welches in der knappen Er fämpfen. genden Gefeßentwurfe gestellt haben, weil dies höhung der Schulleitergehälter liegt. Auch den sei der Gendarmeriekordon durch militärische Beeine unnüße Bergendung von Energie wäre, und Handarbeitslehrerinnen ist ein großes Unrecht Waffen gefegnet. Das ist auch höhere Sitt rung des erschienenen Kommandanten der dritten Sen. Nießner: Ihre Kollegen haben reitschaft verstärkt worden. Nach der Aufforde Sen. Hartl( dnat.). Nach dem Schlußwort der darin geschehen, daß sie in die Stlaffe C eingereiht lichkeit". Berichterstatter wurde das Gesetz in erster und werden. Der Herr Referent selbst hat ausgerech Infanteriedivision hätten sich die Soldaten zweiter Lesung angenommen. Sen. Hilgenreiner: Das sind alie entfernt. Es sei nicht beobachtet wor Berichterstatter zum Entwurfe uder die Re- vier Kronen honoriert wird, ein Betrag, für den man den Abschied der Krieger gefeg hätten oder grob gegen ihn vorgegangen wären. net, daß z. B. eine unobligate Stunde mit drei bis Dinge, die man immer aufgebracht hat. Wenn den, daß die Demonstranten den Leitmerizer Vize gelung der Pensionen der Gemeinde überhaupt feine Arbeit geleistet wird. Das Furcht net hat, hat man nicht die Waffen geuch sei nicht sichergestellt worden, daß bürgermeister bei seinent Erscheinen beschimpft und Distriktsärzte waren die Sen. Jaros, barste ist, daß man, wie bereits betont wurde, Dr. Prochazka, Klečak und Dr. Karas. Die nach fegnet(!!). Für die Maffen sind keine anderen die Dentonstranten die Teilnehmer an der Feier den Referaten vorgenommene Abstimmung hatte das Gesetz mit Ausschluß der Lehrer verfaßt moralischen Kräfte als die Religion allein nötig. bedroht hätten. Um etiva 8 Uhr abends entfernte die Annahme des Gesetzes in erster und zweiter hat. So konnte es geschehen, daß int Artike! XII Wer sittlich ist, fämpft für die Religion. Lesung zur Folge. Sen. Start: Für die Beibehaltung der nehmer am Schauturiteit begannen sich zu ent sich die militärische Assistenz und auch die Teil Zur nächsten Borlage, detreffend die Ueber einschlich, indem alle friegsunfähigen Lehrer, die in eine ganz unsoziale Bestimmung sich Dummheit! fernen. Um einem Zusammenstoß mit den tsche nahme der Gesundheitspolizei durader altösterreichischen Armee ihre Invalidität er- Schlusse, seine Partei werde für beide Borlagen die Insel auf einem anderen Wege, um über die Senator Silgenreiner erflärte zur chischen Demonstranten auszuweichen, verließen sie den Staat, erstatteten die Sen. Dr. Přikryl, litten haben, von den Vorteilen, welche die inva- stimmen.( Beifall auch bei den Deutschnationalen Bahnhofstraße in die Stadt zu gelangen. Daß von Sreifa und Klečat Bericht. Als einziger Redner liden Legionäre genießen, ausgeschlossen werden. und den deutschen Agrariern). in der Debatte sprach Zum Schluffe ist zu rügen, daß das Gesetz erst Nach den Ausführungen des kommunistischen ante nicht verständigt wurde, hält die Interpel diesem Abzug der intervenierende politische BeSenator Gen. Prof. Dr. Wiechowski. mit dem ersten Juni in Straft treten soll. Alle Oppositionsredners Rovalik und des Klerikalen lationsbeantwortung für die Hauptursache an den Er begrüßte das Gesetz im allgemeinen, welt diese Einwände sind als Abänderungsanträge im Rejl, bei deffen Rebe es ebenfalls zu lebhaften nun folgenden blutigen Vorfällen. Die Antwort er in der darin begonnenen Verstaatlichung des eingebracht, aber dort abgelehnt worden. Es ist Abgeordnetenhause von unseren Parteigenossen Auseinanderſchungen fam, sprach gibt zu, daß die Teilnehmer, hauptsächlich Kinder, Aerzteftandes einen Fortschritt, einen Weg zur ganz unverständlich, daß man im Abgeordneten Sozialisierung des Aerztestant des von Soldaten und Zivilisten ange Senator Genosse Polach fallen wurden, die sie schlugen und nach ihnes erblidt. Redner begründete hierauf die von den hause anders als im Senat vorgeht. Man könnte dessen Rede wir morgen bringen. mit Steinen warfen. Die bald darauf erschienene deutschen Sozialdemokraten im Abgeordnetenhaus wir hier nicht gestellt haben, nach den einleiten Witternacht angenommen. Bei Schluß Fast zur felben Zeit ertönte das militärische Sig beinahe sagen, daß diese Abänderungsanträge, die Das fleine Schulgesetz wurde gegen Gendarmerie habe die Ordnung rasch hergestellt. eingebrachten Resolutionen. Die erste, die sich den Referaten zu schließen, im Wege von Refo- des Blattes wird über die Gemeindewahlordnung nal, das die Soldaten in die Kasernen zurüdrief, auf eine Neuregelung der Physikatsprüfungen lutionen angenommen worden sind. Es ist flar, beraten. bezicht, geht zunächst davon aus, daß der Arzt daß man nicht beginnen soll, an Lehrergehältern welchem Signal das Militär Folge neben der Pflicht der Krankenbehandlung auch aus zu sparen, während auf der anderen Seite das Leistete. Eine Reihe von Personen habe sich t dere soziale Pflichten zu erfüllen habe. Es muß wehrbudget erhöht wird. So wurde erſt bare Zeichen von Verlegungen da an einer Neuordnung des Aerzte- unlängst im Behrausschuß von einem Mitgliede Die Vorfälle in Reitmerih. bongetragen. Einer der deutschen Festteilnehmer tudiums gearbeitet werden. Zuvor die Ansicht geäußert, man müßte auch daran behauptet, daß ihm im Gedränge ein Betrag von aber ist es notwendig, speziell der Ausbildung der denten, Kampfgafe zu erzeugen.( Sört!) die Regierung die Interpellationen wegen der der öffentlichen Ruhe wurden zwei Zivilpersonen In der gestrigen Sigung des Senates hat 150 Kronen entwendet wurde. Wegen Störung Kutsarzte erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen. Zur Ablegung der Physilatsprüfungen ist öffent- Der Redner schloß folgendermaßen: Trotz befannten Vorfälle von Leitmerit schriftlich be- dem Kreisgerichte von Leitmeris eingeliefert und licher Unterricht erforderlich. Auch die Zeit, die dem werden wir für das Geses stimmen, antwortet. Die Interpellationsbeantwortung sucht gegen 17 Personen die Strafanzeige erstattet. Das zur Bhhsilatsprüfung verlangt wurde, ist au furz. veil wir eine gewisse Besserung da oder dort die Schuld an diesen Vorfällen beiden Teilen militärische Strafverfahren gegen die sicherge So ist die ganze Prüfung eine Formalität geworfehen, wenn auch im ganzen die Verschlechterun- uzuschieben, dennoch kommt sie schließlich an der stellten militärischen Personen, welche sich Gewalt, ben. Daher foll der Staat die Ausbildung der gen überwiegen. Gleichzeitig ist zu bemerken, daß Tatsache nicht vorbei, daß die Hauptschuld an den tätigkeiten zuschulden kommen ließen, ist im Zuge. Amtsärzte felbft in die Hand nehmen, indem er die ganze Verhandlung dieses Gesetzes wieder ein- ten, vor allem die Legionäre betrifft. In der ten sich zu Ungefehlichkeiten hinreißen ließen und blutigen Vorfällen die tschechischen Demonstran. Die Regierung bedauert, daß die Demonftran jozialärztliche Akademien an die me mal die Ueberflüssigkeit des Sena Antwort wird erzählt, daß an der Spise des legt Gewicht darauf, daß die Untersuchung Senaten, dizinischen Fatultäten angliebere. tes aufgedeckt hat. deutschen Zuges die Vereinsfahne in den Farben unparteiisch, ohne Unterschied des Standes Auch soll die Physitatsprüfung auf modernen Redner hofft, daß über kurz oder lang eine schwarz- rot- gold getragen wurde. In der Ma- und der Nationalität gegen alle durchgeführt Grundfäßen aufgebaut fein. Die zweite Re- Novellierung dieses Gesetzes dem Senate vorgelegt refchgaffe wurde der Zug von einer Gruppe mit werde, welche sich strafbarer Taten schuldig gesolution fordert, daß die Befehung der werde. lebhaften Heilrufen begrüßt, welchen Gruß der macht haben. Selbstverständlich" werde auch mit Amisarztstellen auf Grund eines Sen. Konecny( tschech. Nat.- Soz.) bezeichnete Fahnenträger durch Schwenken der Fahne er der größten Strenge gegen jene Soldaten vorTernovorschlages erfolge, daß die Ge- das Schulgesetz als Halbheit und in der Haupt- widerte. Dann heißt es in der Antwort: gegangen werden, die sich Ungefeßlichkeiten zu meinden das Entscheidungsrecht über die Be fache als einen unglüdlichen Versuch, da die Reschulden kommen ließen. jebung haben. Zur Einbringung dieser Refo- ligion und die religiöse Erziehung auch weiterhin lution haben auch nationale Gründe geführt. in der Schule belassen werde. in der Schule belassen werde.( Protestrufe bei Obwohl diese Abänderungsanträge fielen, werden den Selerifalen, besonders bei der slowat. Boltsdie deutschen fozialdemokratischen Senatoren in partei.) Er trat entschieden für die LaienAnbetracht des Fortschrittes, den das Gefes bringt, moral ein. dafür stimmen.( Zustimmung.) Die Vorlage wurde dann in erster und zwvel ter Lesung angenommen. Das kleine Schulgesetz und die Lehrerparität. Bizepräsident Kablčal beantragte hierauf, daß die Borlage, betreffend das kleine Schulgeset mit dem Entwurf über die Lehrerparität gemeinsam behandelt werde. Der Borschlag wurde angenom men. Referenten der ersten Vorlage waren die Sen. Dr. Krejči und Havlena, über die zweite Borlage berichteten die Sen. Snatet, der den Zynismus betonte, mit dem das Gesetz ohne Teilnahme von Lehreregperten getitacht wurde, Jilet und Klečak, der erklärte, daß der Senat nicht auf Grund eines Terrors, sondern im Staatsinter effe in Bezug auf die Lehrerschaft gehandelt habe. In der hierauf eröffneten Debatte, deren Rededaner für jeden Redner auf eine halbe Stunde fiziert wurde, sprach zunächst Hierauf sprechen Senatorin Herzig( dnat.), Sen. Smrika( tschech.Agr.), Sen. Kovalit( flow. Volksp.), der hauptsächlich die Ausführungen Konečnhs befämpfte, und die religiöse Erziehung der Schule befürwortete, Sen, Babka( flow. tschech. Sez.- Dem.), welcher die Schule dent Wirkungs freise der Kirche entzogen wissen will und die achtjährige Schulpflicht auch für die Slowakei verlangte. Sen. Duriansty( flow. Stler.) besprach die Bekehrung des heiligen Augustin. Nach Sen. Mares( tsch. Nat.- Dem.) sprach Sen. Hilgenreiner, der zunächst die Verbesserungen am Lehrerparitätsgesetz hervorhob und hierauf auf das Thema der religiösen Erziehung einging. Die ler Krejči und Bartošek, welche die Religion aus den Schulen verbannt, hat zur Berbreitung des Christentums beigetragen. Zwischenruf: Das Christentum hat den Weltfrieg gebracht. Sen. Link: Die Kirche hat die größten Verbrechen begangen. Senator Genosse Wiechowski. Schärfere Worte, als der Herr Referent Sen. Hilgenreiner: Für das Kind be Snatet gefunden hat, tönnen auch wir nicht ge- deutet die Religion Konfession. Wetterkatastrophe.. Aus der Klubobmännerkonferenz des Senates. „ Aus bisher unbekannter Ursache brangen hierauf vier junge Männer in die Reihen der Turner bis zum Fahnenträger, rissen ihm die Fahne vom Schafte und wollten Die Begünstigungen in der Erfüllung damit wegeilen, was ihnen aber nicht gelang. der Wehrpflicht. Die Marienbader Beim Ringen um die Fahne wurden drei von ihnen verlegt, alle durchaus leicht. Auch vier Turner trugen leichte Verlegungen davon. In dem Gedränge, welches dabei ent Während der Haussigung fand gestern im stand, wurde einem anwesenden demobi. Senat eine Obmännertonferenz statt. Wie bekannt, lifierten russischen Legionär nach wurde die Regierungsvorlage über die Begünsti feiner Angabe von einem Teilnehmer am Feftzuge das Band der tschechoslowakischen Revo- gungen in der Erfüllung der Wehrpflicht im Ab lutionsmedaille, bas er an der Brust trug, her foalierten Parteien darüber teine Einigung ergeordnetenhause zurückgezogen, weil unter den untergeriffen, auf die Erde geworfen und erzielt werden konnte. Es handelt sich in dieser treten, wobei der betreffende Turner die Legionäre Vorlage darum, daß Soldaten, welche sechs Mo beschimpfte. Andere Turner schlugen und stießen nate gedient haben und entweder Familienerhal den Legionär. Die Aufregung, die aus diesen ter oder Eigentümer bäuerlicher Besigungen oder Borgängen entstand, wurde durch die Bemer- Industrie- und landwirtschaftliche Arbeiter, ferner tungen eines Turners noch erhöht, die mittellofe Hörer der Hochschule sind, von der rest unter den gegebenen Umständen aufreizenb lichen Dienstpflicht befreit werden. Siebei segte die wirkten." Regierungsvorlage die Höchstzahl der zu BefreienDie Darstellung, welche die Antwort der Re- den mit fünf Prozent fest. Nun haben die koalierten gierung hier gibt, ist ein wenig dunkel. Zuerst Parteien hierüber berhandelt und bringen die spricht sie nur von vier jungen Männern, ohne Regierungsvorlage als eigenen Antrag mit der dann zu sagen, wieso der russische Legionär ins Abänderung ein, daß anstatt fünf Prozent Gedränge fam und was er dort suchte. Die In der Mannschaft insgesamt 8000 ẞerterpellationsbeantwortung berichtet dann, daß bei fonen zu befreien sind. Dies bedeutet diesem ersten Zusammenstoß einige Leute ver- eine Erhöhung von ungefähr 2000. Senator Ge haftet, nach Sicherstellung ihrer Personalien auf noffe Dr. Heller erklärte, daß er im Prinzip wärts, während sein Fuß einen am Boden liegenden Rapitalisten, der angstvoll einen diden Geldbeutel festhält, beiseite schiebt. Ueberall, wo das Platat sichtbar wurde, wurde es mit Beifall aufgenommen. Straßen der Passant, im Laden die Verkäuferin, Diese Berlin W.- Demonstration det, die Entwaffnung und Auflösung der Geheimim Gerichtsjaal der Staatsanwalt, int Barlament war wohl die schönste, die es je in Berlin gab. organisationen, die Verhaftung und Verurteilung der Oppositionsredner, auf dem Felde der Land- Ueber ein und eine halbe Stunde zogen über die der Mörder, die im Dunkel oder auf leeren arbeiter fie alle halten im ganzen Sande auf ganze Breite des Kurfürstendammes in Vierziger- Wegen von hinten schießen und von hinten Geld einen Glodenschlag ein und widmen zehn Minu Reihen mehrere hunderttausend Demonstranten, in die Hand gebrüdt befommen, die Verhaftung ten des Gedentens einem Toten oder dem Rechts- die weit her vom Osten, vom Norden, vom Süder Rädelsführer, der Ludendorff, Hindenburg, fampf der Lebenden. Daß diese hinreißenden Demonstrationstage den, in langen Zügen heranmarschiert waren, das Selfferich, Escherich, die Säuberung der Reichs einen unschönen Ausgang im Buchdruderstreit Daß eine solche Arbeitseinstellung nicht nur ganze Straßenviertel um die Gedächtniskirche wehr, der Justiz, der Verwaltung, tura, was nahnen, tann nur im Intereffe des Proletariats piel wirksamer im Augenblick ist, sondern auch viel mit der Schwärze der Hunderttausendschaften diese Menschen wollten, wonach fich ein einziger bedauert werden. Wenn diese Zeilen gebrudt nachhaltender auf die menschliche Seele und ihren füllten und dann nach und nach vorrüdten. Bei Schrei erhob, waren Taten, war die Tat, die werden, ist der Streit wohl beendet. Aber leider eingewurzelten Respekt vor dem Feierlichen ein- diefer Riefendemonstration gab es feinen einzigen tommen muß, wenn man nicht will, daß der wird noch, auch in weiten Streifen der Arbeiter wirlt, ist auf der ganzen Welt bekannt. Nur in Zwischenfall, denn fein Zwischenfall sondern eine Bullan aufbricht, der sich nach den guten Worten schaft und bei der gefantten gewerkschaftlichen und Berlin war es noch nie möglich, statt der ganz- felbstverständliche Forderung war es, wenn lä- Wirths unter der musterhaften Ruhe und Dis- politischen Führung, das Gefühl des Bebauerns oder halbtägigen Streifes gerade in den Stunden, chelnd zuschauende Bourgeoisfamilien durch Zu- ziplin des Proletariates dem Kundigen zeigt. in denen die Demonstranten selbst die Verkehrs- rufe gezwungen wurden, vor dem Zug den Hut Aber noch etwas anderes war an dieser De chen Streit in den Augenblick die ganze Breffe zurückbleiben, daß durch einen rein wirtschaftli mittel am meisten brauchen, einen Zehnminuten abzunehmen, wie weiland ein Hohenzoller vor monſtration ergreifend. Ein großer, ein wer weiß lahmgelegt wurde, in dem ein großer Teil dieser streit durchzuführen. Nun hat man es endlich den Beichen der Märzgefallenen. Jawohl, ut ab wie großer Prozentsaß der Demonstranten, die Presse im Kampfe für die Republit stand. Inbersucht und es ist gelungen. In ganz Deutsch vor diesen Hunderttausend, die in glühendem Son- doch alle in Berlin leben, haben zum ersten Mal zwischen ist bereits ein deutlicher Rud nach rechts land ruhte bei der Bost und bei der Eisenbahn nenbrand sechs bis zehn Stunden durch die Stadt diese Straßen, diese Luxushäuser, diese Geschäfte eingetreten und die zeitungslose Zeit war das berbunden. Der Draht, der Tag und Nacht zehn Quartieren der Reichen, in den Braffer- und Demonstranten allerdings nicht gesehen, denn vor Bourgeoisie zu beruhigen und auf eine Rechtsder Verkehr zehn Minuten. Stein Gespräch wurde über das heiße Asphalt marschierten, um in den gesehen. Was' in den Geschäften war, haben diese eingetreten und die zeitungslose Zeit war das bis fünfzig Sendungen gleichzeitig weiterstrahlt, Schieberstraßen, im Bordellſtadtteil der Bour- dem Druck der kommenden haben die Geschäfte anlehnung der Demokraten vorzubereiten. Wie pauſierte, vielleicht zum erstenmal, seitdem er über geoisie, vor den farbigen Schildern von hunderten zum ersten Mal brav und furchtsam mitgestreift, bas tun wird, geht uns an dieser Stelle nichts Lane gespannt ist. In allen Eisenbahnzügen hatte Litörstuben, Bars, Musiltaffees, in den Mörder- und sich in zum Teil hochtomischen Bermumman Wuße, an den Mord und seine Folgen zu gruben der Einwohnerwehren, Geheimorganisa- mungen verbarriladiert. Was man alles für Gar- an; jedenfalls zeigte sich wieder die Notwendigbenten. Nur die Berliner Straßenbahn ftreitte fionen und Paßschieber für den Schuß der Repu- dinen herunterzog, um den Demonstranten nicht Arbeiterschaft durchzuführen. Eine gefühlsstarke feit, eine stärkere Gefühlserziehung der burch und die Folge war das furchtbare Stadt- ülit zu demonstrieren. Niemals hat der Westen zu verraten, was für Lurusfachen hier verborgen Arbeiterschaft wird immer der beste Bertreter pro Stadt- blit Mining, bei bem fünfaig Menschen in einiger bahnunglüd, bei dem fünfzig Menschen in einigen diese Gestalten, diese Fahnen, diese Inschriften, find, bereit für jeden, der sich das Gelb bazu erarbeiterschaft wird immer der befte Vertreter proMinuten einen furchtbaren Tob fanden. Wieber diese stundenlang währenden Sunderttausend. fchoben hat, das müßte gemalt und gezeichnet letarischer Interessen fein. þer beste Mittel, die zunt Teil ehrlich mitempörte mußte die Arbeiterschaft erst durch grausame Er- schreie von Hoch und Nieder, Nieder, Nieder ge- verden. Uebrigens wirkte zum ersten Mal bei den Berlin wird in einigen Tagen wieder das fahrungen erzogen werder. Um Tage der großen hört. Und was diese Massen wollten, das war Plakaten und Bannern die Kunst mit. Eine alte Bild bieten: Muhe, stälte, Fleiß, Not und Demonstration durch den Berliner Westen gab es auf ihren Emblemen zu lesen: die Ausrottung Gruppe Jugendlicher trug hoch ein Plakat von Schiebung. Umsomehr werden die Führer zu benn auch bei der Straßenbahn nur einen Sym- der Pest, die Deutschland vergiftet und feine George Grof Plas, der Arbeiter sorgen haben, daß das heilige Feuer nicht erlifajt. bolstreit. wenigen, ach wie wenigen Männer von Geist mor- to mt mt!" Ein Arbeiter schreitet energisch vorFelig Stößinger, Seite 4. 14. Juli 1022. der Borlage zustimme, jedoch verlange, daß in da» Gesetz eine Bestimmimg aufgenommen werde, wornach bei der Befreiung von der Militärdienst- Pflicht die verschiedenen Kategorie»(Familiener- Holter, Bauern und Arbeiter) in gleichmäßiger Weise berücksichtigt werden. Diesem Antrage stimmten die Vertreter der übrigen Parteien HU. Die Vorlage dürfte daher in der heutigen Sit- zung zur Annahme gelangen. Ferner soll eine Resolution, welche die Unterstützung slowakischer Abbrändler ßum Inhalte hat, angenommen wer- den. Gcnofsc Dr. Heller verwies auf die Wetter katastrophe, die vor wenigen Tagen in Marien, bad stattfand, und verlangte, daß die Regierung aufgefordert tverdc, den auch von dieser Kata- strophc Betroffenen Unterstützung zu gewähren. Auch diesem Antrag wurde zugestimmt. Aus dem Wehrausschub. Für den IL. d. M. war elne Sitzung des Wehrausschusses de» Senate» einberufen worden, für die keine Tagesordnung vorlag, weil angeblich nur Beschwerden vorgebracht werden sollten. Der Go nasse Senator Link verlangte über die Flieger- Unfälle Auskunft, die in der letzten Zeit vorgekom- men und bei denen mehrere Menschen umkamen und teures Material vernichtet wurde. Der Armee- Inspektor Machar gab eine ganz unzulängliche Erklärung ab. Diese Unfälle seien auf Windböen und auf die Uebungen zurückzuführen. Die zweite Anfrage des Genossen Link, ob alle Borkehrungen getroffen wurden, daß nach den militärischen Uebun- gen im Alwatergebirge nicht wieder wie im Bor- jähre durch Blindgänger und liegengebliebene De- schösse schwere Unfälle vorkommen können, wurde vom Militärinspektor Machar dahin beantwortet, daß er nicht ermächtigt sei, nähere Aufklärungen zu geben. Mit vollem Rechte sagte darauf Senator Genosse Dr. Wicchowski, daß das keine Bcant- wortung w dem Sinne fei, wie sie Link verlangt habe. Wozu dann noch der Wchrauoschuß Sitzungen abhält, wenn der Bertreter der Militärverwaltung keine Auskünfte geben kann, das wissen die Götter. Inland. ReName für den Stinkbombcnheldcn. Herr Dr. Baeran betreibt in seinem Blatte, dem„Brün- ' ncr MontagLblatt" allmontäglich eine so dickaufge- , tragene Reklame für sich, wie sie nur noch von der berühmten Barnum'schcn Zirkusrcklame übertraf« fen wird. Vor einigen Tagen war er in Lechwitz in Südmähren. Herr Dr. Baeran läßt in seinem Blatte darüber erzählen: .Der langgehegte Wunsch, den stramm st en Abgeordneten unseres Volkes in unserer Mitte zu sehen, ging uns in Erfüllung. Ein Familienfest war es für die Gemeinde, eine nicht noch Tausenden zählend« Menschenmenge, die den Baeranversammlungen eigen ist, nein, eine Feier, die mit goldenen Lettern in der Geschichte unsere» Heimatdorfes stehen wird' Das„Familienfest für die Gemeinde" Hub so an, daß Herr Baeran am Kriegerdenkmal einen Eichenkranz niederlegte und dann in einer Ver- fammlung sprach. Darüber heißt es: .Hierauf ergriff Abg. Baeran, der gleich beim Betreten des Saales mit kräftigstem Heil begrüßt wurde, das Wort. Gleich durch feine Ansangsworte fesselte er die Zu- Hörerschaft In kurzen Zügen schil- derte er dann die Geschichte des tschechischen Staates und erzählte, wie Tusar, stlofaö(Kriegs- minister, das Wort kommt nach Meinung Baerans von kriegen!) und Benesch— Bismark der Tschc- chen(mit„V" beginnen beide, sonst aber haben sie nichts gemein) reich geworden find, und jetzt «in Gut nach dem anderen im In- und Ausland« aufkaufen, während sie früher nicht einmal eine gute Hofe zum Anziehen hatten Mit dem Riitlifchwure:.Wir wollen fein ein einig Boll von Brüdern, in keiner Rot uns trennen noch Gefahr" schloß Dr. Baeran seine Ausführungen unter stürmischem Beifall." Man beachte vor allem, was für überwälti- gendc Witze Herr Dr. Baeran zu reiße» vermag! Man kann nach dem ihnen folgenden„stürmischen Beifall" auf die geistige Bedürfnislosigkeit seiner Zuhörer Schlüsse ziehen. Es heißt dann: .Nach ihm ergriff nochmals Herr Wagner das Wort und feierte Dr. Baeran als Helden unsere« Nolle», wie» aus dl« Bedeutung der Stinkbomb« lbei diesem Worte lang anhaltender Bei- fall) hin, die er gegen die Dorderwand des Sitzungssaales geschleudert hatte. Durch diesen Wurf ist es der Welt bekannt geworden, w i e es in unserem Staate zugeht. Während der Worte Wagners erhebt sich die ganz« Ber- fammlung von den Sitzen zu Ehren Dr. Baeran» und brachte ihm stürmische Huldigungen dar." Die Reichskonferenz der Bergarbeiter. Dritter Lerhandlangstag. Der gestrige letzte BerhandlungStag war hauptsächlich der am Vortage unterbrochenen Be- ratung über„Unsere Erfahrungen mit dem BetriebSrätegesetzundsei neRe- form", gewidmet. CS referierte hiezu, zunächst Genosse Kosron(Brüx). Er legte die Uebelstände dar, welche durch die dem Gesetze selbst anhaften- den Mängel entstehen, namentlich aber durch die Fehler der Durchführungsbestimmungen. So ist bisher noch nicht bestimmt, ob zum Beispiel die 2000 Baggerarbciter in den Bereich der Betriebs- räte oder der BetricbSauSschüssc gehören, das Gleiche gibt von den Arbeitern in den.Kraftwerken der verschiedenen Gruben. Die Unternehmer wollen diese Arbeiter nicht in den Betriebsräten haben. Viele Unternehmer entlassen alle Arbeiter, bevor diese jeweils sechs Monate im Betriebe be- schäftigt sind, damit ein Betriebsrat nicht zustande kommen kann, oder sie stellen nur Leute ein, welche nicht BerufSbcraarbciter,»och nicht zwei Jahre im Berufe tätig sind, und deshalb in den Betriebs- rat nicht wählbar sind. Wenn aber auch das Gesetz den Arbeitern gewisse bescheidene Rechte ein« räumt, wie zum Beispiel, daß Entlassungen nur im Einvernehmen mit den Betriebsräten vor- genommen werden dürfen, so hat die Durchfüh- rungSverordnung dies wieder zunichte gemacht, weil der Unternehmer darin nicht verpflichtet wurde die Anträge der Betriebsräte auch auszu- führen. Das Gleiche gilt von dem im Gesetze vor« gesehenen Rechte der Betriebsräte aus Anträge zu den Sicherheitsvorkehrunacn und zur Verbesserung oder Vereinfachung der P r o d u k t i o n. Die An- träge wandern in den Papierkorb der Untcrneh- mcr, und Beschwerden bringen keinerlei Abhilfe. So wurde von dem Betriebsrat, vor einiger Zeit, über die höchst gefährlichen Zustände in einer West- böhmischen Grube die Anzeige an das Redierberg- amt erstattet. Dort wurde vom Unternehmer er- klärt, es sei nicht Sache der Arbeiter dies zu unter- suchen. Es geschah nichts, bis kurz darauf dem angezeigten Umstand vier Menschenleben zun« Opfer fielen, und eö war ein Glück, daß nicht eine noch größere Katastrophe eintrat. Die Schiedsgerichte versagen meistens und eine einheitliche Judikatur ist gar nicht vorhanden. Durch die Entlassungen der gelernten und durch Aufnahme ungelernter Arbeiter, ist die Unfalls- und Kranken-Zahl gewaltig gestiegen und es ist auch die Gefahr eine viel Höhere, namentlich wenn berücksichtigt wird, daß allein in den Nordwest- böhmischen Revieren seit Jänner 1921,7200 Rieht« bcrussarbeiter in den Bcrgbaucn eingestellt wur- den. An einer großen Anzahl von Fällen wies Genosse Kofron nach, daß das Gesetz und seine DurchführungSart unhaltbar ist, und er be- antragte die Wahl einer Kommission, welche die vielen Mängel zu sammeln und die Rcformie- rungSanträgc zu stellen hätte. MS nächster Referent kam Genosse Brda (Mähr.-Ostrau) zum Wort. Er schilderte die Lei- densgcschichte der Betriebsräte, deren Statuten schon seit einundeinhalb Jahren bei den Behörden liegen und noch nicht genehmigt sind. Auch die Betricsrätc sind durch die Durchführungsverordnung wertlos geworden, denn in ihnen hat in den meisten Fällen, nicht nach dem Gesetz, aber »ach der Durchführungsverordnung, heute, zum Beispiel, bei den Bergbehörden nicht einmal mehr die Fachblättcr der Arbeiter gelesen werdeil, waS sogar im alten rückständigen Oester- reich noch selbstverständlich war. Sie wollen sich also über die Beschwerden der Arbeiter gar nicht mehr informieren. Nach den Schlußworten der Referenten wurde die folgende Resolution einstimmig beschlossen: Die praktischen Erfahrungen bei Durchführung' der Gesetze über die Betriebs- unt^ Revierräte und über dl« Bergbauschiedsgericht«, welche die Mängel j dieser Gesetze auszeigten, sowie die Mängel des Gesetzes über die Teilnahme der Beschäftigten beim| Bergbau, an der Verwaltung der Betriebe, und deren Anteil am Reingewinne, veranlassen uns, die eheste Reformierung dieser Gesetze anzu- streben. Durch diese Reform sind insbesonders die bestehenden Unklarheiten und Widersprüche zahlrei- j cher Bestimmungen dieser Gesetze zu beseitigen und diese Gesetze, durch den Wirkungskreis der Betriebs- räte erweiternde und zur Erreichung der Zwecke dieser Gesetze notwendige Bestimmungen zu ergän- zen. Insbesondere muß dos Gesetz über die i Betriebs- und Revierräte, sowie da» Gesetz über> die Teilnahme der Beschäftigten an der Verwal- tung der Betriebe, dermaßen abgeändert und er- gänzt werden, damit den beim Bergbau beschäf- tigten Arbeiter, ein hinreichender Einfluß auf den Betrieb und die Bewirtschaftung der Bergbaubetriebe gesichert wird, um einer unnötigen Erhöhung der Betriebskosten und dex dadurch verursachten unnötigen Erhöhung der Kohlenpreise vorzubeugen und zu verhindern, daß der Unternehmer, die durch mangelhafte technische Einrichtungen hervorgerufenen Verluste, oder er- höhten Gestehungskosten auf Kosten ber Lebens- Haltung der Arbeiterschaft saniert. Die Reichs- kvnferenz beauftragt einen von ihr gewählten sechsgliedrigen Ausschuß mit der Ausarbeitung entsprechender, im Sinne der vorgebrachten Beschwerden und Vorschläge abgefaßten, Gesetz- änderungsanträge, welche innerhalb zweier Monate durch die zuständigen Faktoren den gesetzgebenden Körperschaften zu unterbreiten sind. nischen Arbeiterschaft und der Taktik der Dritten Internationale h,n. Nach dem Referat beschloß die Konferenz einstimmig den Anschluß der sozialistischen Partei Rumäniens an die Internationale Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Parteien Wien. in Die Wahlen in Finnland. Bei den ReichstagSwahlen erhielt die fin- nische KoalitionSpartei 35 Mandate, die schwe- bische BolkSPartei 25, die fortsckirittliche Partei 15, die Bauernpartei 45, die Sozialdemokraten 53 und die Kommunisten 27 Mandate. Einen Wahlsieg errang die finnische Koalition mit sieben und die schwedische BolkSPartei mit drei neuen Mandaten. Bon den Mittclpartcien verloren die fortschrittliche 11, während die Bauernpartei drei Mandate gewann. Telegramme. Die Internationale Konzerenz in Amsterdam. Berlin, 13. Juli(Eigenbericht). Der Interna- tionale Gewerkschastsbund hat bekanntlich die Exekutivkomitees der Zweiten Internationale und der Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Parteien silr den 18. Juli nach Amsterdam zu einer gcmeinsa- men Konferenz eingeladen. Sowohl die Londoner Internationale als auch die Wiener ArbeitSge- mcinschaft haben die Einladung angenommen, doch ist von den deutschen Sozialdemokra- t e n und von den Unabhängigen angesichts der schwierigen innerpolitischen Lage die Ber« legung der Konserenz auf den 20. Juli beantragt. In den, in dieser Resolution vorgeschlagenen sechsgliedrigen Ausschuß ivurde einstimmig gewählt: Für den„Svaz öcskostovcnskych horniku", BroZik, Brda, Saska; für das„Sdrüseni" Draxl, und für die„Union der Bergarbeiter", Pohl und Kofron. Es wurde sodann unter Punkt„Verschiede- nes" ein Antrag der Revierräte von Ostrau, Kladno und der Slowakei angenommen, wonach eine Zentrale der Revierräte errichtet werden soll, in welcher die koalierten Organisa- tionen vertreten sein werden, und die über ihre Ersahrungen Meinungsaustausch hält. Ueber An« trag der Delegierten auS Kladno wurde folgende Resolution angenommen: Die Rcichskonferenz nimmt Kenntnis von der Absicht der Kladnoer Grubenbesitzer, die Löhne um zwölf Prozent herabzusetzen. Sie erklärt, daß diese Vorgangsweise gegen die Prager Ver- einbarungen vom 10. Feber 1922 verstößt und daher zurückgewiesen werde» muß. Nach Erledigung administrativer Angelegen- Ivel«he de-m G e setze w i d e r s p r i ch t. der h-iton.wurde mit Schlußworten der Vorsitzenden ~^ K«.'i c\t r.».» iMnw«nin(inivaH hia(ritvtfrovrt*»» ei». Unternehmer die Stimmenmehrheit. Auch die Wahrung des Geheimnisses ist ein Behinderungs- mittel der Betriebsräte, denn der Unternehmer braucht einfach alles dort Verhandelte als Ge- schäftsgeheimnis zu erklären, und die gewählten Räte dürfen dann nicht einmal ihren Wählern sagen was im Betriebsrat vorgeht. Es entwickelte sich über diesen Gegenstand eine eingehende Debatte, in welcher geradezu schreiende Uebelstände in der Durchführung die- ses Gesetze« von den Delegierten aufgedeckt wur- den. Zusammengefaßt sind die Mängel, erstens die schlechte Durchführungsverordnung, zweitens die Sabotage durch die Unternehmer, und drittens die Gleichgültigkeit der Behörden, ja deren Arbeiter- eindlichkeit, die schon daraus ersichtlich ist, daß Die Forderungen dr«„russischen National- Partei" in der Slowakei. Wie die„Lidove Novinh" melden, wurde in der Slowakei vor kurzem die sogenannte„russische Nationalpartei" begründet. Sie soll vor allem den östlichen Teil dieses Law des vertreten, der als„russisch" erklärt wird. In am- einer für Volksversammlungen abgefaßten Resoi.. Ron fordert die Partei, daß der Unterricht im Slowakischen aus der ersten und zweiten Klasse russisch gelehrt werde, daß man den AuS- >IcT(-„Russen" und nicht„Ruthenen" verwende, slowakischen Russen im großen Kaschauer würden und dort die Majorität er- hielten, da«--. "ische Reä sichte..gleichzeitig verlangt die Partei, daß sollen"'ktoren der Oststowakei Russen sein ro r u,nn ein russisches Gymnasium, eine und eine russische Rechtssakul- tat errichte.<„».r« w- m^.i Mf> alle Genossen BroAk und Kofron, die Konferenz ge- schlössen. Die Tagung verlies außerordentlich wür- big und es darf ausgesprochen werden, daß tue Debatten wie die Referate sich auf einer Höhe bewegten, die ein erfreuliches Zeichen für den Ernst und die Gründlichkeit unserer Bergarbeiter- Vertrauensmänner darstellt. Druckfehlerberichtiguna. In unserem gestrigen Konferenzoericht hat sich durch Wegfall zweier Worte ein sinnstörender Druckfehler eingeschlichen. Es muß dort rechts zehnte Zeite richtig heißen' „daß der Begriff Invalidität mit B e r u f s n n- sähigkeit und nicht Arbeitsunfähig- keit fixiert wurde." rn Und zum Schlüsse heißt es„Unvergeßlich wird uns dieser Tag sein!" Wen geht bei dteser auf- dringlichen Reklame nicht das Brechen an! Und an solchem„Wesen" soll„die Welt genesen"!... Der ExekutivauSschuß der tschechischen Agrar- Partei hat sich gestern konstituiert. Zum Bor- sitzenden wurde Abgeordneter Svehla gewählt. Die Durchführungsverordnungen zum Spra- mgefetz solleil im Herbst erscheinen. Das Geletz ist bereits im Jahre 1910 beschlossen worden, die tschechischen Mehrheitsparteien konnten sich bisher über seine Handhabung nicht einigen. Ausland. Neue Waffenfunde in Deutschland. In der letzten Zeit häufen sich in Deutschland wieder die Waffenfunde. Die Verfolgung der Mörderfpuren und die gesteigerte Tätigkeit der Polizei, insbesondere iu Sachsen, hat in den letzten Wochen wiederholt aus geheime Müssender- stecke gelenkt. Ein Riesenfnnd ist aber, wie dem „Vorwärts" aus Kiel gemeldet wird, in dem dor- tigen Marinearsenal durch eine Ententekommission gemacht worden. In Kisten verpackt fand man 168 leichte und 28 schwere Maschinengewehre, 42 Ma- fchinengewehre allerneuesten Systems und 18 Stangenfernrohre. Natürlich wollten die verant- I wortlichen Leiter des Arsenals von diesem Waffen- lcger nichts wissen. Daß dieser Fund nicht ohne ernste Folgen bleiben wird, liegt auf der Hano. Wiederholt hat- ten Vertreter der deutschen Regierung und auch der Reichskanzler Wirth selbst von der Tribüne des Reichstages erklärt, daß nennenswerte Waffen- mengen nicht mehr verborgen gehalten werden und nun entdeckt man in einem amtlichen Werk ein 'olches Riesenlager! Zunächst dürste dieser Betrieb, n dem heute 800 Arbeiter und 200 Angestellte be- chäftigt sind, auf Verlangen der Entente geschlos- en werden müssen. Die verhängnisvollere Folge cheint jedoch zu bestehen, daß die Revanchefurcht. m welcher insbesondere die französische BeVölle« rung von den Chauvinisten gehalten wird, neue Nahrung erhält und daß die Entente die Beibe- Haltung der vielen kostspieligen Kommissionen wer ter als unumgänglich erachtet. Aus dem Reichstag. Berlin, 13. Juli.(Wolff.) Der Reichstag nahm endgültig den Gesetzentwurf an, welcher dle Regierung ermächtigt, im Falle eines dringenden wirtschaftlichen Bedürfnisses nach Anhörung des Wirtschaftsrates und eines Ausschusses des Reichstages mit Zustimmung des Reichsrates dle Eingangszölle zu erhöhen, herabzusetzen oder neu« Zölle einzuführen. Ebenso wurde endgültig der StaatSvertrag über den Ueber- gang der StaatSbahnen auf daS Reich angenommen. ES folgte hierauf die zweite Beratung des Gesetzes über die Straffreiheit für politische Straftaten(A m n e st i e g e s e tz). Nach dem vom Ausschusse angenommenen Entwürfe oll sich die Amnestie auf all« Personen erstrecken, )ie nach dem 4. August 1920 und im Jahre 1921 an einem hochverräterischen Unternehmen tellge- nommen haben oder die'im Jähre 1921 von einenr außerordentlichen Gerichtshof verurteilt wurden, sofern die Handlung nicht lediglich auf nichtpoliti- scheu Beweggründen beruhte. Die Sozial- demokraten halten die Amnestie für unge« mein notwendig, die Borlage sei jedoch nicht ausreichend. Die Amnestie müsse auch bis auf die im Jahre 1918 zurückliegenven Straf- taten ausgedehnt werden und müßte auch auf Bay- ern Anwendung finden. Sic beantragen die Am- nestie für alle.Handlungen, die im Zusammen- hange mit dem letzten Eisenbahncrstreike stehen. Ausgeschlossen von der Amnestie sollen die Hand-- lungen sein, die zur Förderung monarchistischer Bestrebungen oder deS Kapp-Putsches begangen worden sind. Berlin, 18. Juli.(Wolff.) Im Reichstage wurden dieeinzelncnParagraPhendes AmnesticgesetzeS in der AuSschußfaffung gegen die Stinnnen der Rechten angenom- men. Die drme Lesung folgt später. Eine Eni- schlicßung, welche Milde gegen die am Streik be- teiligtrn Eisenbahner empfiehlt, wurde einstimmig angenommen. Ein Ansang. Berlin, 13. Juli.(Wolff.) Bisher sind für das Preußische Staatsgebiet folgende O r g a- nisationen aufgelöst worden: Der Ver- band der national gesinnten Soldaten, der Bund der Aufrechten, der deutschvölkische Schutz- und Trutzbund und der„Stahlhelm". Lloyd George Wer das Moratorium. London, 13. Juli. In Erwiderung auf eine Anfrage Wedgwoods erklärte Lloyd George im Unterhause: Die deutsche Regierung hat der RePavationSkommission eine Mitteilung wegen eines weiteren Moratoriums übersandt. Der Wortlaut dieser Mitteilung wird veröffentlicht werden. Es wird notwendig sein, daß die britische Regierung und die anderen Regierungen diese Angelegenheit einer e r n st e n P r ü f u n g unter- ziehen und sie untereinander und auch mit der Reparationskommission beraten. Ueber die Sal- tung der britischen Regierung könne er sagen, daß sie der Ansicht sei, es schöne ab so- litt notwendig, daß Deutschland ei» solcher Zahlungsaufschub gewährt wird, da- mit es in die Lage komme, feine Finanzen wieder in Ordnung zu bringen und damit es die Möglich- keit erlange, so bald als möglich angemessene Re- ParationSzahlungen zu leisten. Anschluß der sozialistischen Partei Rumäniens an die Wiener Arbeits, gemeinfchaft. Die sozialistische Partei Rumäniens hielt am 25. Juni in Bukarest unter Vorsitz deS Genossen Popoviei eine Parteikonferenz ab, ,n der Genosse MoSkovici das Referat erstattete. Er warf einen Rückblick auf die Ereignisse innerhalb der Arbeiterbewegung und wies auf die tiefgehenden Differenzen zwischen den Anschauungen der rumä- Die Hanger Konferenz im Sterben. Haag, 12. Juli(HavaS). Die Aussprache übe daS Prrvatergentum wurde definitiv abgc sa)iüs|en, sie brachte jedoch keine Klärung. Die De batte betreffend die Frage der S chu l d e n bracyt gleichfalls kerne Klärung und es ist wahrscheinlich daß sie das Schicksal der Aussprache über da- Privateigentum teilen wird. Am Freitag finde die letzte Sitzung in der Angelegenhöt der KredU statt. 14. Juli 1922 Tages- Neuigkeiten. Die Kastenmacherin. Unsere Ristenfabrit hat auch eine Rastenabteilung. Schmudfästen, Schatullen, Etuis, Vexierfajten, Spieldosengehäuse und Instr:: mentenfasten das alles geht bis zur letzten Vollendung durch die Hände von uns Frauen und Mädchen. Wir jeben die uns von der Schreinerei und von der Dreherei gelieferten Einzelteile zusammen, wir liefern das Fertigstüd. Seit zwanzig Jahren mache ich täglich die gleichen Handgriffe ich, die unverehelichte Anna selamm. Und seit drei Jahren arbeitet neben mir auch meine Tochter Frieda, mein jetzt achtzehn jähriges uneheumes Kind. Ich habe viel gehofft, und ich habe immer Sohn für mein Hoffen eingetauscht. Jetzt ist alles aus, für mich erhoffe ich nichts mehr. Alles jedoch erhoffe ich für mein Kind, für meine Frieda. Aber neben all meinem Hoffen steht immer ein grinsendes Geschöpf, das flüstert mir mit Totenschädelmanier ins Ohr: Was ist da zu hoffent, deine Tochter ist viel zu schön. reipt Ja, Frieda ist schön sehr schön ist sie fie ist schöner als ich jemals war. Das hat fie bom Bater. Aber diese ihre Schönheit ist ihre Gefahr. Wird die roßstadt fie nicht eines Tages verschlingen? Die Grokitadt dieser teuflische Magnet, der die swönen.abchenleiber luftgierig an fich Nach einem Jahr. Frieda ist fort, ich we nicht wohin. Mit ihr schwand mein letter Sonnenftrahl. Sch arbeite an einer Schatulle. In einer Stunde ist sie fertig. In irgendeiner anderen Fa brit wird diese Schafulle mit rotem Samt aus gefchlagen. Dann fauft sie ein Ravalier. Der fchentt sie einer Geliebten und diese wird meine Tochter fein. Ich arbeite an einem Instrumenten lasten. In einer Stunde ist er fertig. Ich sehe, wie ein Arzt dem hellgelb polierten Staften ein funfelnd scharfes Instrument entnimmt ich sehe, wie der Arzt an einen fledigen Frauenleib herumt schneidet und dieser Frauenleib ist der geJuandete Körper meiner franken Tochter Frieda. Wozu lebe ich noch? Warum gehe ich nicht fort? Der Weg zum Grab ist furz. Das furchtbare Sterben in Rußland. In Kiew, Chartow und Odessa verhungern Flüchtlinge und Kinder auf der Straße. Seite 5. Arbeitsgemeinschaft" nennt, und die im Jahre 1920 Richtlinien für Rechtsputsche hinausgegeben hat. Damit ist der Zusammenhang des Deutschnationalen Handlungsgehilfenverbandes mit der monarchistischen Bewegung erwiesen. Statt die Interessen der Angestellten zu vertreten, haben die Herrschaften feine anderen Gedanken, als den Er faifer Wilhelm wieder auf den Thron zu sehen. Genf, 18. Juli. Der Delegierte Buberfas, oft eine Menge von 7000 bis 8000 Flüchtlingen Der dritte Kongreß der internationalen Union hat, aus der Ukraine zurüdgekehrt, dem Genfer auf einmal an. Die Charlower Behörden mußten gegen die Tuberkulose findet vom 11.- 14 Jult Hilfskomitee für das hungernde Rußland einen er die Spitäler schließen, weil sie weder Medikamente in Brüssel statt. Es sind Vertreter von 37 schütternden Bericht über die furchtbare Lage er noch Lebensmittel besitzen. Aehnliche Zustände Staaten anwesend. Deutschland, Rußland und stattet, die in den Städten Riew, Charlow und herrschen in Odessa und längst der Eisenbahn Japan find nicht vertreter. Für die TschechoOdessa herrscht. Darnach verfügt Riew nicht Charlow- Odessa. Die Leichen liegen oft flomatei sind Professor Vesely, Dr. Sulta mehr über die Lebensmittel zur Berpflegung der tagelang auf der Straße, bevor sie in ein ge-( für die Masary! liga gegen die zuberkulose) und Flüchtlinge. Diese bleiben ohne Hilfe am Bahn- meinsames Grab geworfen werden. Biele Leichen Dr. Pela( für das Gesundheitsministerium) anhofe liegen, wo fie elend sterben. In Char- waren, bevor sie bestattet wurden, nicht nur von wesend. In der Debatte sprayen Dr. Hulla tow, dem Siße der ukrainischen Regierung, Ratten, sondern auch von ungernden über die Kindersterblichkeit im Zusammenhang irren hungernde Stinder auf den Bahnsteigen der angen agt. Das ganze Gebiet zwifchen Odessa mit der Tuberkulose und Dr. Pelz über die Eisenbahn umher, ohne daß sich jemand um ihre und Boltawa, das einst zu den schönsten Gegenden Wärterfrage. Not fümmert, sodaß sie zusammenbrechen der Ukraine gehörte, liegt jetzt vollständig Der angefochtene Hauslauf des staatlichen Bo nnd sterben. Auf diesem Bahnhofe sammelt sich brach. seeeeee00000022es B000000 " denamtes. Am Wenzelsplatz in Prag auf dem renovierten Gebäude„ Na Košiku" ist seit einigen Tagen die Inschrift angebracht: Staatliches Bodenamt". Die Nebersiedlung des Amites verwundete Kulštein ein Auge ver fern am heftigsten. In Schertowi wurden in dieses. Haus ist noch nicht erfolgt, da, wie die tiert. Die Angreifer ihre Namen sind Donth 64 Häuser unter Wasser gesett, nur Lidove Noviny" melden, der Hausbesitzer SchwieJosef, Donth Ernst, Preußler und Soberwur zwei Häuser blieben verschont. An Menschenleben rigkeiten macht. Der auf den 20 d. M. festgesetzte den bisher nicht verhaftet. Der Vorwärts", wurde hier ein Opfer gefordert: der 60jährige Uebersiedlungstermin mußte verschoben werden. dem die Verantwortung für die Richtigkeit dieser Häusler Ambros, welcher eine Stub aus seinem Gleichwohl," fagt das Blatt, zieht das staatliche Weldung überlassen bleibt, schließt die Bem.r Stalle führen wollte. In Lomnitsch to fielen Bodenamt zum Teil in das neue Gebäude ein, fungen, die er an dieses rohe Bubenstück deutscher vier Leute der Katastrophe zum Opfer. Eine An- welches trop des Protestes der parlamentarischen Chauvinisten fnüpft, mit dem Rufe: Nieber mit zahl von Leuten konnte nur durch Zufall gerettet Ersparungskommission angekauft wurde. Die par der chauvinistischen Hezze der deutschen und tsche- werden. Entsetzlich wütete auch das Wetter im lamentarische Ersparungskommission zieht daraus chischen Bourgeoisie!" Diefen alten Kampfruf Gebiete von Stalit, in Lebranih, wo sehr ihre Konsequenzen. Sie hält überhaupt keine unserer Partei erheben auch wir wiederum an- viele Wirtschaften hinweggerissen wurden, so in Sigung ab." Der Ministerrat hat bekanntlich den gesichts der schändlichen Ereignisse von Leitmeris, Jestřeby, wo 50 Häuser weggerissen wurden und Kauf des Gebäudes genehmigt. Das sind groteske Wiesa und Schumburg. 70 Familien obdachlos geworden sind. In La- Zustände, die unwillkürlich an SchildbürgerstückWetterkatastrophe in Mähren. Mittwoch ino w wurde ungeheuerer Flurschaden angerich chen erinnern und zum Lachen reizen müßten, nachmittags ging in der nördlichen und nordwest- tet; in Drnowitz ertranten zahlreiche Ochsen. Am wenn man nicht ihre traurigen Folgen erwägen lichen Umgebung von Brünn, sowie in der Stadt schrecklichsten wurde hier die Gemeinde Wysig her- würde. selbst ein furchtbares Hagelwetter, verbunden mit genommen; Wege wurden aufgerissen, Brüden Ein Gedenkstein für Rathenan. Eine Koneinem Wolfenbruche nieder. Das Unwetter, das hinweggerissen, sodaß die Zufuhr hier nicht mög- ferenz aller republikanischen Parteien im Ber von Zwvidau und Trübau südwärts zog, begann ich war. Das Waffer stand bis 130 Zentimeter waltungsbezirke Wilmersdorf- Groß- Berlin hat bein der Umgebung von Lettowiz tatastrophal zu hoch in den Häusern. Die Einwohner von schlossen, zu beantragen, daß die Königsallee in werden. Die ganzen Fluren zwischen Lettowi ručenow fonnten sich nur durch Leitern von Grunewald. in der Dr. Rothenau ermordet und Raiz wurden von dem niedersausenden Ha- Haus zu Haus retten; in diesem Orte sind dret wurde, fünftig Rathenau- Allee heißen soll. gelschlag vernichtet, die Wasserfluten wühlten die Brüden verschwunden. In Latsch now wurde Außerdem soll an der Mordstelle ein GedenkStraßen und Wege auf und zerstörten stellenweise die 18jährige Sedlaček von dem Sturme erfaßt ft ein errichtet werden. Die Chauvinisten von hüben und drüben. die Bahnlinie Prag- Brünn fast vollständig. Der und in die Wogen geschleudert, wo sie ertrant. Der Reichenberger Vorwärts" berichtet folgenden aus den Ufern ausgetretene Swittafluß riß die Schwer litten auch die Gemeinden im Gerna empörenden deutsch nationalen Ueben Uferböschungen weg, unterspülte den Eisenbahn- Hora, im Boržikom und im Blanskoer Gebiet. fall aufkommunistische Arbeiter aus damm und die Brüdenpfeiler und legte die Tele- Der D. H. V. treibt monarchistische Propas Schumburg a. d. Desse: Sonntag, den 9. graphenleitung um. In diesem Gebiete ist die ganda. In Hamburg, dem Hauptfiye des D. H. Juli, befanden sich einige Kommunisten etwa um Ernte fast vollständig vernichtet, wie auch die B., find am 4. Juli 25 Angehörige der Mörder Mitternacht in der Nähe des Gasthauses des Herrn Bäume ihrer ganzen Blätter beraubt sind. Am organisation C in Haft genommen worden. Unter Michler in Schumburg auf der Straße auf dem furchtbarsten wütete jedoch das Unwetter im Tale den 25 Mann befanden sich nicht weniger als 21 Heimwege. Sie gingen ganz ruhig. Als sie nun ber Schwarzawa. Dieser Fluß stieg binnen Sandlungsgehilfen. Das wird dadurch erklärlich, bor diesem Gasthaus nichts ahnend, tschechisch un- ciner Stunde um einen Meter und riß alles mit, daß der D. H. B. in der letzten Zeit eine ausge tereinander sprachen, da stürzte auf fie mit ge- was ihm in den Weg fam. Jn 2omnitschto sprochen monarchistische Propaganda betreibt. In meinen Schimpftvorten auf die Tschechen der wurden zwei Bauernhäuser von den Fluten weg- der Zeitschrift„ Der deutsche Kaufmann im Ausdeutschnationale Heber Donth los. Als er von geriffen, wobei zwei Wenschen, ein Vater lande", welche vom deutschnationalen Handlungsdem Kommunisten Stehr zufällig auch einem und seine Tochter den Tod in den Fluten gehilfenverband herausgegeben wird, schreibt am Deutschen, gang höflich auf fein unwürdiges fanden. Auch in anderen Ortschaften wurde im 20. Juni 1922 der deutschnationale Reichstags haftet. Das„ Prager Tagblatt" bringt folgende Ein Teilnehmer am Ueberfall in Wiesa ver Benehmen aufmerksam gemacht wurde, da stürzte Tale der Schwarzawa großer Schaden angerichtet. abgeordnete Walther das folgende:„ Ein dauernd Meldung: Am 11. b. wurde in Niederleutensdorf fich dieser Deutschnationale wütend auf ihn, Ueber die Störungen der Eisenbahnstrecke berich wachsender Teil des deutschen Volkes hegt in Herz der 18jährige Fabritsarbeiter Stanislaus Bazt schlug ihn durch einen kräftigen Sieb tete die Brünner Staatsbahnd reftion, daß zivis und Verstand den Glauben, daß schließlich doch von der Gendarmerie verhaftet, weil er verdäch ins Gesicht zu Boden und trat ihn in fchen Tischnowiß und Doubrawnik die Eisenbahn- das soziale Kaisertum wiedererstehen müsse, weil tig ist, an dem Ueberfall auf die deutschen Turner den Bauch. Inzwischen tamen noch einige verbindung ab fünf Uhr nachmittags am Mitt man nur in ihm die Staatsform habe, die dem in der Station Wiesa- Oberleutensdorf teilgeähnliche Individuen heraus, die auf den mit sei woch unfahrbar geworden ist. Diese Verkehrs- deutschen Volkscharakter und der dauernden ge- nommen zu haben. Bazl soll sich anderen Perner Frau vorausgehenden Kommunisten Keulstörung bezieht sich auf die Bahnverbindung im fährdeten Lage des deutschen Landes wirklich ent- sonen gegenüber der Teilnahme an dem Ueber stein losgingen und ihn so brutal prügelten, Schwarzawatale. Die Verbindung Brag- Brünn präche." An der Hetze, die gegen Rathenau Zeit fall gerühmt haben. Nach seinen Aeußerungen sei daß er bewußtlos liegen blieb. Die wird auf dem rechten Geleise aufrecht erhalten. feines Lebens veranstaltet wurde, war der D. B. ein Bote nach Niederleutensdorf gekommen und Wüteriche verschonten nicht einmal Siezu wird uns weiter gemeldet: Die Ge- B. hervorragend beteiligt. In der Deutschnatio habe ihn und mehrere andere Burschen aufgefor seine Frau, die sich bemühte, ihren Mann meinden Scherkowitz und Lomnitschko haben unter nalen Verlagsanstalt, einem Unternehmen des D. dert, sofort auf den Wiefaer Bahnhof zu gehen, gegen die Gewalttätigteiten zu verteidigen. Da dem Unwetter am schwersten gelitten. Im gan S. V., erschien eine Broschüre: Diktator Rathenau, wo man einen Turnerzug erwarte und die habt Ihr die Vergeltung für Komo- zen sind fünf Personen ertrunten. Die in welcher Rathenau als Verführer und Ver- Insassen verprügeln wolle. Bazl wurde tau", schrien fic. Erst, als durch das Geschrei zwei genannten Gemeinden, die im Tischnowitzer derber auf allen Gebieten" bezeichnet wurde. Vom dem Bezirksgericht in Oberleutensdorf eingeliefert. die in der Umgebung Wohnenden herbeigerufen Gebiete liegen, find fast vollständig zerstört wor Deutschnationalen Handlungsgehilfenverband ist Rätselhafter Mord bei Iglau. In einem Gra wurden, ließen sie von ihrem schändlichen Treiben den. Wolkenbruch und Hagelschlag, die über diese auch eine politische Geheimorganisation gegründet ben zwischen den Ortschaften Chaluppen und Secab. Es besteht die Gefahr, daß der schwer Gebiete herniedergingen, wüteten in diesen Dör- worden, die sich„ National- und kulturpolitische lens, in der Nähe von Polna, fand am Montag Der Einsam. --OVNO fönnen, denn ein fluger Entschluß ist es immer,| gemacht werden; mögen sie ihre Pflicht tun, ich ( 10) zuzuwarten, bis neu Regiment älter wird und kann ihn da nicht mir zu Troß fißen lassen Selauen und Zähne, die es anfangs so bedrohlich Das is ſicher! G'wiß nit!" wies, sich abstumpfen. ,, Sonst brächte auch für weiter Ernst und Strenge tein Gedeihen." " Freilich, freilich." Die Burschen waren nun unter sich und der Schneider- Tomeri beugte sich über den Tisch und flüsterte: Hört's Bub'n, sollt'n wir nit s'famm' halten und' m Einsam helfen, d'Schtandart ver jagen?" Erzählung von Ludwig Anzengruber. Der Pfarrer hatte den Tag über auf seiner Die Herrschaft derjenigen, welche zu dem Stube gefeffen, Bücher lagen vor ihm aufgeschla Bfarrer hielten, war wenigstens schon soweit ge- gen, mochten ihn aber wohl nur wenig beschäf diehen, als sie jetzt aufbrachen, weil tein antigen, denn oft hob er sich von seinem Sibe, ging ständiger Christenmensch das Abendläuten im mit raschen Schritten auf und nieder, hielt dann Wirtshaus abwarte daß auch jene, deren inne und blickte eine geraume weile gum FenMann der Pfarrer just nicht war, gleichfalls ster hinaus, von welchem man weit die Straße zahlten und gingen. übersah; von Zeit zu Zeit zeigte sich auf derselben ein Gefährt, aber wenn die Staubwolten verflos gen und es sich erkennen ließ, war es ein andres als das erwartete. Nun es Abend geworden war, griff der Pfarrer nach Hut und Stock, verließ den Pfarrhof und ging hinaus aus dem Dorfe, der Straße nach. Eine gute Strede patte er zurüdge legt, da hörte er ein Wägelchen heranrasseln, er blidte auf, der Bürgermeister faß auf dem Stutschbode, er rief ihn an und der Dide riß die Zügel an sich. Je, Hochwürden, da auf' m beschwersamen Weg? Mein Jesus, ich hätt' mer ja doch selber die Ehr' genommen und heut noch auf' m Pfarrhof zug'sprochen." aßt's gut sein. Was gibt's Neues," Morgen kommen f'! Sab' felber den Befehl Das fannst schon tun," sagte ciner ,,, bas ht an den nächsten Posten ausfertigen und durch nur, daß' n mit unversehens überfallen und aus eine Ordinans abschicken schn." ' m Nest nehmen, wie ein nadeten Vogel; er soll st gut." sich nur wehr'n für sein' Teil. Wieviel werden's ihm denn auch zutrau'n?" Ah, daß mer etwa ein' Banganetstich in Leib' trieget oder ang'schossen wurd'?" sagte einer. Dazu sein mer uns 6' gut," meinte ein andrer. ,, Und der Einsamt à' schlecht," ein dritter. " Und Stamerad is er ja nit au uns!" erklärte ber erste. ,, Nein, er is tein Kamerad," murmelten alle. Aber verwarnen sollt mer' n doch," sagte der Tomerl. Zwei, mehr nit." Sat er zu feiner Schneid' a wengerl Grüd. wird er felb' alleinig mit dö fertig. 3ahl'n, Wirt!" Sab' auch g'fagt, daß mer fich fein in acht! nehmen möcht', fie hätten's mit ein'm rabiaten Kerl zu tun." Schon recht." Der Pfarrer rüdte den But ein wenig zurück und fuhr sich mit dem Taschen tuche über die Stirne. Es bedrüdt mich, daß ich da Menschen in eine Gefahr schickeAuch die Burschen gingen, sie wollten nicht länger beim Weine sizenbleiben, am Ende hätte doch die Rauflust erwachen und den lugen Entschluß, sich nicht einzumengen, rückgängig machen lich Jo mein, wann's anders nit geht." ,, Aber der Bursche nuuß uns aus den Augen, habe es gesagt und mit ihm muß der Anfang Bierzehn Personen erschossen. Im fizilianifchen Dorfe Lentini verlangte eine Voltstundge bung die Freilassung einiger sozialistischer Führer, die wegen der Herstellung von Bomben verhaftet worden find. Als die Menge Steine gegen das Ge fängnis warf, schoß die Polizei. 14 Personen wur den getötet und mehrere verwundet. Arbeitern. Nach einer Meldung des Lotalanzei Zusammenstöße avischen Nationalisten und gers" aus Wilhelmshaven fam es bei einem Sommerfeste der Stahlhelmgruppe in dem Oldenburger Orte Varel zu Zusammenstößen mit Arbeiterturnern, wobei mehrere Personen verwundet wurden. ,, Das hab' ich ja gleich heraus g'habt," sagte der Wirt im Garten, daß' m neuchen Herrn Pfarrer sein' Reschen nit ohne is. Morgen schon jagen f' auf sein Anstiften' n Einsam davon." ,, Ei, du mein, was macht er sich denn auch mit dem Bub'n a' schaffen?" fragte die alte Martha. Also morgen! Wollen hoffen, es berläuft nicht so übel." Wird doch kein Schad' fein um den?" Beileib, wird nicht so arg werd'n. Woll'n" No, schau, er is halt doch seither in Ruh' Hochwürden nit aufsteigen?" Der Dide rüdte und Fried dag'sessen, wer weiß, wohin' s' n auf dem Kutschbocke zur Seite. führt und wozu' n treibt, wann mer ihm Nein. Ich danke, Bürgermeister. Gute higten mit einmal gröber finimt als grob? Das felbe hätt' ich mir nit erwart' von dem geistlich'n Herrn, von ihm schon gar nit!" Nacht!" und Da ließ sich die Kellnerin vernehmen:„ Dö Ahnl red't, sie dürft' ihn fennen." Küss d'Hand, Hochwürden." Der Pfarrer schritt über die Straße schlug einen Fußsteig ein, der ihn quer durch die Felder auf fürzerem Wege nach dem Dorfe zu- ,, Ei, freilich wohl b'sinn' ich mich auf ihn. rüdführte. Er nahm den But ab und setzte lang Sab' ich dös noch nit g'fagt? Ach, das is nit fam Fuß vor Fuß. Also morgen," murmelte schlecht, daß ich dös noch nit beredt hab'! Wohl, er, gut, wenn das vorbei sein wird. Steine wie noch mein Alter g'lebt hat und wir drüben Schwäche! Schwäche ist fündhaft, denn fie führt in Gutenhofen g'haust haben, zur selben Zeit, wo zur Sünde!" Er seufzte tief auf, dann redte er wir einig worden sein, daß mir da das Wirts fich hastig empor, als würfe er etwas von sich ab baus laufen woll'n felb is wohl auch schon und begann die Felder aufmerksamer zu mustern; über fünfundzwanzig Jahr' her da hab ich er fah nach den leeren und vollen Lehren, nach' n gut tennt' n Eisner,' n hochwürdigen Herrn, dem Stande des Klees, er streifte Käfer von den als blutjung's Seaplanerl hab' ich' n fennt. Ja." Rispen und schälte Körner aus der Hülse, bald ,, Ah, da schau, is dös der nämlich'!" munaber warf er den Halm, der ihn eben noch be- derte sich der Wirt. schäftigt hatte, achtios weg und ging wieder im gewohnten, strammen Schritte dahin. Derselb', der nämlich' nit! Damal war er andersch:. Je, da hab'n s' ihn bissel gut leiden Der Steig führte an dem Küchengarten vor- mögen, weil er halt gegen arme Leut ein so viel über der hinter dem Wirtshause lag, derfelbe war erbärmlicher Herr g'west is. Einer guten Belennnicht eingeplantt, aber von so dichten, hohem ten von mir, der Anhoferin, is er in ihren letzten Buschwert umfriedet, daß man die Leute, welche. Nöten beig'standen; mein, die arme See'l hat a sich daselbst aufhielten, nicht sehen, noch von grimme Angst g'habt vorm Tod und vorm Teu ihnen wahrgenommen werden fonnte, dagegen rel, aber er hat ihr nit die Höll heiß und s geftattete die grüne Wand das Horchen wie das Sterben bitter gmacht, gar lieb hat er ihr zuBehorchtwerden und hatte Ohren wie manche| a'reb't, von der Erbarmnus Gottes und der himm andre. lischen Freud', so daß f' getröst't und ergeben bie Augen g'schlossen hat. ( Forts. folgt.) Der Pfarrer blieb stehen. Geite G 14. Jult 1922. Aus der Partei. Bezirksorganisation Komotan. Am 6. August findet im Hotel„ Weimar" in Komotau um 9 Jugendbewegung. Internationales Jugendtreffen in Salzburg. abends eine Frau den vollständig nackten LeichUeber die Zahnpflege. Bemerkenswerte Aus- zen von Böhmen und in Mähren im Innern des nam eines Mädchens mit dunklem Haar. An der führungen über die Grundsäße, die zu beachten Landes übernehmen. Gleich eitig mit der VerBrust und am Rücken fand der Polnaer Arzt sind, um die Zähne und damit zum guten Teil auch öffentlichung des Verzeichnisses der beschlagnahmBunden, die von Schlägen mit einem Knütiel die Verdauungsorgane gefund zu erhalten, machte ten Waldgüter wird das Bodenamt Vorschriften herzurühren scheinen, oberhalb der Augen zwei ein Londoner Arzt in einem vor dem Königlichen herausgeben, welche die Wälder vor eventuellen Deffnungen anscheinend von Schußwunden und Institut für Boltsgesundheit gehaltenen Bortrag. Verwüstungen schüßen sollen. Uhr vormittag eine Bezirtstonferenz ftatt. außerdem war die Schlagader am Halse durch Er stellte den Satz voran, daß Rinder im Alter 25 Jahre Raiffeisenlassenverband in Mäh. Auf der Tagesordnung stehen Berichte, Bortrag, schnitten. Von den Tätern fehlt jede Spur. Die von zwei Jahren in der Hauptsache feste Nahrung ren. Vor einigen Tagen hat der Verband der über die politische Lage, Unsere nächsten Aufgaben Nachforschungen haben bisher nur ergeben, daß bekommen müßten, und daß man sie zu gewöhnen tschechischen mährischen Raiffeisenkassen das Ju- und Neuwahlen. am Samstag ein elegant gekleideter Mann in habe, nur nach der Mahlzeit zu trinken. Er habe biläum seines abgelaufenen 25. Bestandsjahres der Station Bolna ausstieg und sich nach dem Kinder mit gefunden Zähnen in Häusern gefunden, gefeiert. Der erste Anreger der Raiffeisenfassen Wege in die Ortschaft Chaluppen erkundigte. Am wo die Zahnbürste ein unbekannter Lugus fei, und in Mähren, die sich meist in christlichsozialen nächsten Tage stiegen in derselben Station zwei wenn man ihn frage, was er für wichtiger halte, Sänden befinden, ist der Pfarrer Jan Holba, der Manner und ein Mädchen aus. Die beiden Beden Kindern harte Speisen zu geben und sie nur Ende 1894 schon in der Presse auf die Vorteile gleiter der Frau bemühten sich dieselbe, die sehr nach der Mahlzeit trinken zu lassen, ohne daß fie der Raiffeisentassen hinwies und im Jahre 1895 gebrüdt und traurig schien, zu unterhalten. Eine dabei die Zahnbürste benutzen, oder fie aufzuziehen den ersten derartigen Verein gründete. Noch im Frau aus Chaluppen will in der Leiche der Er- wie so manche Kinder der Mittelklassen, die dabei selben Jahre erfolgte die Gründung anderer Vermordeten die traurige Frau, die sie in Begleitung ftreng an den regelmäßigen Gebrauch der Zahnbürste eine und im Oktober 1896 vereinigten sich diese ber Männer fah, wiedererkennen. In der Um gewöhnt sind, so würde er das erste vorziehen. Er Vereine in Brünn zu einem Verband, der schon gebung des Fundortes der Leiche herrscht unter riet auch den Gebrauch von Kaltwasser zur Mund- 1898 86, 1901 262 Vereine zählte. Der Verband, Der Bevölkerung große Erregung. In Polna fam fpülung an; früher sei es gebräuchlich gewesen, den dessen Aufgabe es ist, Einlagen zu sammeln, rees zu Zusammenrottungen, wobei die Bevölkerung Rindern Raltwasser und Milch zu geben, weil man dite zu geben und den gemeinsamen Ein- und eine brohende Saltung gegen die jüdischen Beglaubte, es sei dies für die Knochenbildung gut, Verkauf von landwirtschaftlichen Artikeln zu bewohner einnahm. Wie der„ Venkuv" meldet, ist und dies möge fchuld daran fein, daß die jetzt forgen, hat in Brünn ein großes Pakais, in dem die aufgefundene Leiche vollständig vom Blute lebende Generation bessere Zähne habe als ihre auch die sonstigen christlichsozialen Parteiinstientleert. Die bisherigen Nachforschungen haben Kinder. Ein anderer Vortragender schloß sich dem tutionen untergebracht sind. noch tein pofitives Ergebnis gezeitigt. an und lenkte die Aufmerksamkeit auf die ungeheure Bedeutung, die gute Zähne im Rampf gegen Schwindsucht und Rindersterblichkeit befäßen. An. gegriffene Zähne seien eine ständige und gefährliche Quelle der Anstedung. Auch er warnte davor, zur Mahlzeit zu trinken und die Mahlzeiten mit Milch und Süßigkeiten zu schließen oder diese Dinge unmittelbar vor dem Schlafengehen zu sich zu nehmen. Ein Raubmord bei Brür. Am Dienstag wurde in Würschen die 47jähr. Hermine Marsch ermordet aufgefunden. Die Täter erschlugen ihr Opfer mit dem hölzernen Arme eines Garbenbinders und warfen es dann die Kellerstiegen hinunter. Aus einem Kasten in der Wohnung raubten die Mörder 70.000 kronen in Barem. Als der Tat dringend verdächtig hat die Gendarmerie in Trupschit bei Brür den 23jährigen Dittrich festgenommen. Die beiden konnten Boltswirtſchaft und Sozialpolitit. I uaq gun qua jedoch bisher der Tat nicht überführt werden. Kleine Chronit. Die Explosion in Zweedorf. Samburg, 13. Juli( Wolff). Zur Explosion in Bweedorf wird noch gemeldet, daß sie durch Reibungszündung bei der Reinigung eines Ressels in der Perchloratanlage verursacht wurde. Der Betriebsleiter, ein Meister und sieben Arbeiter wurden durch die Explosion in Stücke geriffen, 10 bis 15 Arbeiter verlegt. Der Betriebsschade wird auf viele Millionen geſchäßt. Der Außenschaden war infolge günstiger Bindrichtung gering. Eine spätere nicht bestätigte Meldung spricht von zwölf Toten Die Union der Bergarbeiter hat im ersten Halbjahr 1922 nicht weniger als 725.690 Stronen Arbeitslosenunterstüßung ausbezahlt. Nimmt man bei jedem einzelnen Fall den vollen Betrag der Arbeitslosenunterstützung bis zur Aussteue rung an, so ergibt das 2500 Mitglieder. Die Zahl beleuchtet am besten die Schwere der Wirtschaftsfrise im Bergbau. Kurse der Baluton. Prager Kurse. Es toften: 100 holl. Gulbet 1853, 100 Mart 12, 100 schweiz. Franten 912, 100 Lire 215, 100 franz. Franken 396, 1 Pfund Sterling 212, 1 Dollar 47.05, 100 belg. Franken 371, 100 pesetas 741.50, 100 Dinar 54.50, 100 österr. Kronen 0.19.75, 100 poln. Mart 0,85, 100 ung. Kronen 3.92.50. Züricher Kurse. Berlin 1.25, Wien 0.02, Prag 11, Holland 202.70, New York 5.22.25, London 28.19, Paris 43.10, Mailand 23.60, Budapest 0.40, Agram 1.55, Warschau 0.09.50. Kunst und Willen. Die Internationale Arbeitsgemeinschaft Soziali tischer Jugendorganisationen ruft ihre angeschloffe nen Berbände zum internationalen Jugendtreffen vom 19. bis 21. August in Salzburg auf. Aus allen Ländern wird die proletarische Jugend zusammen. kommen, um den Gedanken bes internationalen sozia. liftischen Rampfes fefter und tiefer in die Herzen zu pflanzen. Es gilt aufs neue, bie Rampfscharen des reichischen Genossen und Genoffinnen sezen alle Kraft jungen Proletariats enger zu schließen. Die öfterdaran, die Tage in Salzburg zur dauernden Erinne rung zu gestalten. Im Mittelpunkt steht eine internationale Jugendfundgebung, umrahmt von fünft lerischen Darbietungen, zum Abschluß finden gemein fame Wanderungen in die bergige Umgebung statt. Turnen und Sport. Standinavienreise der Prager Sparta. AC. Sparta spielt in der Zeit vom 6. bis 20. Auguft in Ropenhagen, Stockholm, Kristiania und Göte borg. Die Reise wird zusammen mit dem Länder. Spiel Schweden gegen Tschechoslowakei( am 13. Auguft in Stockholm) und dem Städtespiel Prag gegen Kristiania( am 10. Auguft in Aristiania) stattfinden. I. FC. Nürnberg gegen AC. Sparta. Die Pra ger Sparta spielt am 27. August in Nürnberg gegen den 1. FC. Nürnberg. Die beiden bisherigen Treffen des deutschen Meisters mit dem tschechischen ergaben ein unentschiedenes 0: 0- Resultat und einen 5: 2- Sieg Spartas in Prag. ah, welche Siegfried fonute Hans Nachod wieder deutliche che Schwimmsport. Neuer_Rekord Weismuellers. verbesserte den Rüden . Wagner- Zyklus, 9. Abend: Götterdämmerung. Des Nibelungendramas gewaltiger Schluß teil erlebte Mittwoch int Deutschen Theater eine Erregung in der Tabalarbeiterschaft. Wie prächtige Aufführung, Es ist nicht leicht, den vier wir dem Fachblatt der Tabalarbeiter in Böhmen kontrastierenden und doch fest verbundenen Abentnehmen, hat die Zentraldirektion der tschecho- teilungen des„ Ringes" den richtigen Charakter. Wiener Sportklub- Desterreichischer Meister. slowakischen Tabakregie einen Erlaß herausge- zu geben. Dirigent Dr. Ja I o tv et hat es getrof Das Mittwoch am Simmeringer Play vor 15.000 geben, durch welchen die Lage der Tabalarbeiter fen, das ganze großzügig überschauend, Einheit- Buschauern ausgetragene Meisterschaftsspiel Sportverschlechtert wird. Die Organisation der Tabat- lichkeit und Gegenfäßlichkeit zu wahren, in großen lub gegen WAF. blieb mit 1: 1( 1: 0) unentarbeiter verlangt daher die Einberufung des Zen- Linien zu zeichnen und doch jedem Teil sein eige schieden. Hans Rannhäuser erzielte bald nach Be tralbetriebsausschusses, auch aus dem Grunde, hes Geficht zu geben. So wirkten Rheingold" ginn das Tor für den Sportklub, Fischera glid um dic Forderung durchzusehen, daß die Dienst- und Waltüre" wie ein Prolog im Himmel resp. erst knapp vor Schluß aus. Durch den einen Puntt alterszulagen, die die übrigen Staatsbeamten be uf Erden,„ Siegfried" wie eine Darstellung der aus dem heutigen Wettspiel wird Sportklub Meister kommen, auch den Tabatarbeitern zukommen Bejahung des Willens zum Leben, Götterdäm des Niederösterr. FV., denn er verzeichnet nunmehr Das Echo als Tiefseemesser. Sehr viele Gesiete an den amerikanischen Stüften sind wegen der sollen. Im Interesse der Tabakregie ist es, so bald merung" wie ein großer Aft von Schuld und endgültig 34 Buntte aus 24 Spielen bei einem häufigen Aenderung der Grundverhältnisse von der als möglich renung zu schaffen, denn eine der Sühne, das Ganze aber wie ein überlebensgroßes Torverhältnis von 44: 23. Schiffahrt gefürchtet. Bisher verwendete man nun für ärgerte Arbeiterschaft hat keine Luft, hohe Lei- Bild. Die mit sichtlicher Freude arbeitenden Dar. Donnerstag ihr lehtes Spiel gegen bie Messung der Tiefen meist den sogenannten Kalvin- ftungen zu vollbringen. steller und Männerchöre, wie das in der gestei hat bisher 32 Punkte aus 23 Wettspielen erzielt, Ratastrophale Lage in der Schuhindustrie. gerten Polyphonie schwelgende Orchester hatten Score 47: 29. Demnach fann Haloah den Sport apparat oder das Thomsonsche pneumatische Lot. Es ist dies eine zylindrische, oben hermetisch verschlossene Neben der Textilindustrie iſt es die Schuhindu- an Dr. Jaloweß einen vortrefflichen Führer. Als tlub nicht mehr einholen. amten offene und an der Innenwand mit chromsau- strie, die unter den Wirtungen der Wirtschaftsrem Silber belegte Glasröhre. Wird sie mittels trife besonders zu leiden hat. Nicht weniger als Beweise einer sehr glüdlichen Entwicklung des eines Lotes versenkt, so wird die Luft in der Röhre zwei Drittel der Arbeiter in der Schuhindustrie Sängers und Darstellers in ihm erbringen. In John Weismueller durch den mit zunehmender Tiefe wachsenden Drud sind heute ohne Beschäftigung. Im besonderen ist Johanna Berthold hatte er eine Mit- und schwimmrekord über 75 yards auf 49.8 Set. Am Vortage stellte er, wie bereits gemeldet, bes Wassers zusammengepreßt und das Eindringende es der östliche Teil Böhmens, der unter diesen Gegen- Spielerin, beren heroisches Temperament Scelvaffer färbt den roten Belag im Innern weiß, Verhältnissen leidet. ursache der Strise ist die in Spiel und Vortrag nichts zu wünschen ließ und mit 58.6 Set. einen neuen Weltrekord über 100 Schwierigkeit des Exportes.' jodaß danach an einer Stala die erreichte Tiefe geMeter im freien Stil auf. Brünhildes Schmerz in gigantischen Dimensionen Ein Geschentwurf für die landwirtschaftli- zeichnen fonnte. Friz Neumeyer als Gunther Serausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermah messen werden kann. Während des Weltkrieges aber fand man heraus, daß die zur Auffindung der Un- chen Arbeiter Belgiens. Der Brüsseler Peuple" und Berthold Sterned als Hagen waren ein Druck: Deutsche Zeitungs Aktien Gesellschaft Prag. terseebote benutzten Hydrophone auch zur Messung veröffentlicht in seiner Nummer vom 20. Juni Brüderpaar von großem, durch persönliche EigenVerantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. der Tiefenverhältnisse vorzüglich geeignet feien, da den Text eines von der sozialistischen Frattion art wirkenden Reiz, ber schon stimmlich ausdrudsFür den Druck verantwortlich: D. Solik., man aus der Zeit, die das Echo eines Signals eingebrachten Gesezentwurfes, der auf eine Re- voll zur Geltung tam. Auch Fri. Müller als brauchte, um zu Gehör zu kommen, die Tiefe des gelung der Wohnungsfrage der landwirtschaft. Gutrune, Frl. Gerth als Waltraute, Herr Wassers zuverlässig bestimmen konnte. Auf Grund lichen Arbeiter abzielt. Der Artikel 1 verpflichtet Fuchs als Alberich, sowie die Nornen und dieser Entdeckung hat man jetzt ein System ausgear- sämtliche Unternehmer in der Landwirtschaft, die theintöchter, aus denen besonders Steffy Medbeitet, das es ermöglicht, Wassertiefen vis auf wenige ftändige oder Saisonarbeiter beschäftigen, ein lers Waldvöglein- Sopran hervorklang, trugen Fuß genau zu berechnen. Theodor Roosevelt, der Jahe nach Inkrafttreten des vorliegenden Gesetzes nicht wenig zum Erfolg bei, der sich in angeregdaß mit einem neuen Apparat auf drahtlosem Wege wohnenden Arbeitern Schlafstätten zur Verfü Beifall äußerte. Dr. F. K. Verfuche gemacht wurden, die vollen Erfolg hatten. gung zu stellen, die den hygienischen und sittMan stellte durch die Messung der Zeit, die ein Ton lichen Vorschriften entsprechen. Den Unternehreichen und auf die Oberfläche zurückzugelangen, nen, Schuppen oder Verschläge als Schlafstätten die Tiefe genau fest. anzuweisen. Die eigens als Wohnräume adop tierten Lokalitäten müssen für die beiden Ge10.000 Pfund für eine altägyptische Kleinplastik. Auf einer der jüngsten Auktionen bei Sothebyls in schlechter getrennte Räume aufweisen. Des wei teren werden namentlich hinsichtlich der VentilaLonden wurde für einen kleinen ägypttjayen Pha tion und Beleuchtung der Wohnräume genaue raonentopf ein Preis von 10.000 Pfund Sterling erzielt. Die Plastit aus poliertem schwarzen Ob- Vorschriften angegeben. Artikel 4 fordert, daß die sidian stellt Amnenhet III. aus ber 12. Dynastie on Familien oder einzelnen Gruppen von Saibar und mißt vom Scheitel zum Stinn Inapp 12 fonarbeitern bewohnten Räume sowie die EinzelZentimeter. Das fleine Kunstwert gilt für eines räume für Familien und aparten Räume für der schönsten Stüde altägytischer Skulptur. Der Männer und Frauen mindestens mit einem mo iprechend zusammenge Säufer ist ein ausländischer Sammler, der das blierten, mit der notwendigen Ausrüstung ausge statteten abgetrennten Naum versehen sein misfen, der als Küche und gemeinsamer Eßraum Banit im Untergrundbahntunnel. Bon einem Un- bient. Dem Unternehmer ist untersagt, sich für glüd auf der New Yorker Untergrundbahn, das zu einer die aus der Ausstattung der Räume erwachsenen Wo verkehren wir? Staatssekretär der amerikanischen Marine, Derichtet, alle Maßnahmen zu treffen, um den bei ihnen tem Mitgehen des Publikums und lebhaftestem Café Continental. Prag- Graben brauchte, um vom Schiff aus den Meeresgrund er- mern ist verboten, ihren Arbeitern Ställe, ScheuKleinod nach hartem Stampf erstand. Neues Theater. Heute, den 14.: Rigoletto"; Samstag, den 15.: Meistersinger von" Nürnberg": Traviata. Schluß der heurigen Spielzeit. Sonntag, den 16:„ Raſtelbinder"; Montag, den 17. Reſtaurant Goldenes Kreuzel, Bibliotheten für Organisationen, Vereine, Gemeinden, Gewerkschaften, Schulen niw. werden zwedentftellt, sowie ergänzt, von der Bolfsbuchhandlung fſchweren Panit führte, bei der 170 Paſſagiere durch stoften durch einen Aufschlag auf die Miete schad. Ernst Sattler, Zur Berstaatlichung der Wälder melden die Karlsbad. Retten Sie sich vor der Unmasse seichter giftige Schwaben ohnmächtig wurden, wird aus los zu halten. Auch die Kosten für Möbel und New York berichtet. An derselben Stelle, an der Instandhaltung der Räume fallen dem Unterdas Unglück geschah, ereignete sich bereits vor nehmer zur Last. Sieben Jahren ein ähnlicher Unfall, bei dem 180 Paffagiere das gleiche Schidsal erlitten. Diesmal Lidove Noviny", daß das staatliche Bodenamt war ein aus zehn Wagen bestehender Expreßzug in den nächsten Tagen das Verzeichnis der Walddurch Entweichung von Gasen zum Halten gezwun güter veröffentlichen wird, die in den Jahren 1923 Unterhaltungsschriften ingen. Gleichzeitig erloschen die Lichter im 8ug und bis 1924 auf Grund des einheitlichen Enteig- dem Sie sich beim Einkauf im Tunnel, und der Passagiere bemächtigte sich nungsgesetzes enteignet werden sollen. Es hanungeheure Aufregung. Ein Polizist mußte mit dem delt sich im ganzen um 250.000 Settar. Jene Lagerverzeichnisses bedieRevolverkolben eine Anzahl Scheiben einschlagen, Güter, deren Enteignung am dringendsten ist, nen. Wir senden es Ihnen um den in der Dunkelheit eingeschlossenen Passa- werden nach dem Beschlusse des Ministerrates Sie noch heute an die gieren den Weg ins Freie zu ermöglichen. Da der noch vor der Mitteilung dieses Verzeichnisses be- Buchhandlung Freiheit Sunnel mit Gasfchwaben angefüllt war, fo erlag schlagnahmt werden. Siezu gehören die unge- Kremser& Co., Teplitz aber eine große Anzahl der Nauchvergiftung. Die heuren Riesengebirgsherrschaften Czernin- Mor- Schönau, Theresieng. 18 Rettungsmannschaften, die rasch zur Silfe eilten, zins in Hohenelbe und die Glam- Gallasschen brachten die ohnmächtigen Männer, Frauen und Güter in Friedland, denen das Bodenamt bereits unseres reichhaltigen kostenlos zu. Schreiben Rinder durch die Einsteigöffnungen aus einer Tiefe angekündigt hat, daß fie verpflichtet sind, die Inserieren Sie im von rund 18 Metern zur Straßenoberfläche. Hier Uebergabe der Herrschaften mit ganzem Inven wurden die Ohnmächtigen mit Sauerstoffapparaten tar und den zugehörigen Gebäuden am 1. Jänner Sozialbemotrat!! behandelt; 22 mußten ins Krantenhaus überführt 1923 vorzubereiten. In der ersten Periode wird werden. der Staat besonders die Waldgüter an den GrenBrag- Nekazanka. 66 ,, FLEXO" Bohr- und Gewindeschneideapparate FLEXO 90% Ersparnisan Bohrern Absoluter Schutz gegen Bohrerbruch, Zeit- und Material- Verlust. Hauptvertrieb für die Tschechoslowakel: " STANDARD", G. m. b. 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