82783 0 8 4 $ 2 15 20 73 95 76 02 61 03 10 98 53 82 23 07 25 46 29 279 51 001 212 739 565 41 991 98 071 768 331 44 46 858 3001 089 568 949 238 rantie Emir Ik. illiger. aren 38, nplay enoffen Feuer 131L - 69. Fr. 18 b. er, Vers 13. rlotten 205 Nr. 242. T Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monate lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags: Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschlandu.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 8 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Bur Geschichte des Freitag, den 16. Oktober 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. richt erhalten können, so ist es nicht zu verwundern, wenn der infamen Ansnüßung der Proletariersprößlinge; wir sie physisch und moralisch verkrüppeln." Die armen Kleinen wissen, daß die von uns früher besprochene Kabinetsordre, fozialen Königthums. vertamen leiblich und geistig, weil sie in der Stickluft der hervorgegangen aus militärpolitischen Beweggründen, am IV. ( Schluß.) von uns industriellen Ausbeutung ihre Kräfte verbrauchten; die 12. Mai 1828 erlassen worden ist, daß also dem Könige die Fabrikarbeit als solche, durchaus unverträglich mit dem Zustände offiziell seit über einem Jahrzehnt bekannt zarten Kindesalter, noch dazu unter den skandalösen Arbeits- waren. Die Stelle des Staatsministerial- Beschlusses, daß Der Bodelschwingh'sche Entwurf, den wir in unserem bedingungen, wie sie bestanden, war die Quelle alles Uebels. ein allgemeines Gesetz in Berathung wäre, bezog sich auf britten Artikel des Näheren charakterisirt haben, wurde am Die einseitige Betonung eines Moments, desjenigen den Eingangs dieses Artikels erwähnten Altenstein'schen 20. November 1835 an den Unterrichtsminister und an des Unterrichts, ist eine Hinterthür, welche der Exploitation Verordnungsentwurf, der im Juli 1837 dem Finanzminister von Alvensleben zur Prüfung übersendet worden war. Rother, den Amtsnachfolger Schuckmann's, eingeschickt, um verständnißfroh geöffnet wird. ein Jahr unerledigt liegen zu bleiben. Am 18. November 1836 Die treuergebenen Stände" baten in ihrer Adresse um Letterer hatte ihn eingehend kritisirt und die Umarbeitung brachte ihn Bodelschwingh wieder in Erinnerung. Rother ein„ Schutzgesetz für die bezeichneten Kinder" und formulirten empfohlen. Seit jener Zeit befand sich der Entwurf im und Altenstein waren der Ansicht, daß nicht für eine ihre Vorschläge. Kein Kind solle vor vollendetem- Unterrichtsministerium. Mit der Ausarbeitung des proviProvinz allein, sondern für das ganze Königreich eine Ver- ne unten Lebensjahre in Fabriten aufgenommen werden. sorischen Reglements für die Rheinprovinz wurde Bodelordnung zu erlassen sei, und Ersterer ließ eine solche zur Der Nachweis für Schulbesuch sei zu erbringen, falls nicht schwingh betraut. Aber es sollte anders kommen.„ Weder Altenstein's Abstellung und Verhütung der aus der Beschäftigung der Lokalverhältnisse eine Abweichung hiervon nothwendig Kinder in Fabriken und Manufakturen das jugendliche Alter machen, welche von der Ortsobrigkeit(!) zu untersuchen Entwurf wurde zum Gesetz, noch kam es zur beschlossenen bedrohenden Mißbräuche" ausarbeiten. Ein Verbot der und zu ordnen ist", eine treffliche Klausel zu Gunsten der Eröffnung an die Stände." Kinderarbeit wurde garnicht ins Auge gefaßt, und es ist Fabrikherren, der„ Ehrbarkeit", als deren Grefutive die Bodelschwingh hatte gemäß dem ihm ertheilten Aufbedeutsam für die Lage der Dinge, daß. Altenstein von der städtische Verwaltung sich darstellt. Als Arbeitstag für trag vom 20. November 1838 einen Entwurf ausgearbeitet durch ihn geplanten Verordnung sagte, sie ginge nicht so diese vom neunten Jahre ausbeutungsreifen Kinder wurde und ihn am 11. Dezember mit der Bitte eingereicht, weit wie das englische Fabrikgesetz mit Rücksicht auf den eine Zeit von höchstens zehn Stunden proponirt. Ueber eine Konferenz zu zu seiner Berathung anzuberaumen. im Wesentlichen der nur dürftigen Fortgang eines großen Theiles der Fabriken, Nachtarbeit war gar nichts gesagt. Zwei Freistunden, Der Entwurf war welche Kinder beschäftigten und auf die Bedenken, welche wovon eine um die Mittagszeit mit Bewegung in freier Luft, im dritten Artikel zur Genüge gekennzeichnete Bodelsich der Ausführung des englischen Gesetzes entgegengestellt zwischen diesen zehn Arbeitsstunden" sollten den Kindern schwingh'sche erste Entwurf vom 20. November 1835 hätten". Die Machenschaften der Plusmacherei waren gegeben werden. Bodelschwingh befürwortete die Adresse in einer durch das zur Ständepetition abgegebene Gutwirksamer, als alles Mudere, und der Sozialreform von und schlug weiter vor, die Nachtarbeit zu unterlagen und ergänzten Fassung. Neu war sein Vorschlag, die Oben" waren die Schwungfedern bereits geknickt, ehe die Verordnung auch auf die Kinder in Berg-, Hütten- und seinderarbeit an Sonn- und Feiertagen zu verbieten und sie auch nur nicht etwa zu fliegen, nein am Boden hin- Bochwerken auszudehnen; als Maximal- Altersgrenze des die famose, allen Schutz illusorisch machende Auszuflattern angefangen. Das Bedürfniß nach einer all- Schutzes solle das 16. Lebensjahr gelten, ein Zugeständniß, nahmebestimmung seines ersten Entwurfs dahin ein9 meinen Verordnung trat klar zu Tage, die öffentliche das beachtenswerth ist, da man bisher nur die Fürsorge für zuschränken, daß die Errichtung einer Fabrikschule Stimme erhob sich für das Einschreiten der Gesetz- die schulpflichtigen Fabrikkinder in den Bereich der Gesetz seitens des Unternehmers" nur" eine Ausnahme vom gebung". gebung ziehen wollte. qualifizirten Minimalalter, nicht von der Marimal- ArbeitsEin Deputirter des rheinischen Provinziallandtags, Aber die Staatsregierung that nichts, fie reagirte gar zeit zur Folge haben sollte. Im Interesse der Eltern und der Fabrikant J. Schuchard aus Barmen, trat in der nicht auf die Adresse des rheinischen Landtags, nicht auf den Fabrikanten" war aber das Minimalalter ,, dadurch zu einem Presse und im Landtage energisch für gesetzgeberischen Ein- Plan Bodelschwingh's. Trotzdem er am 1. August 1838 um alternativen Erforderniß geworden, daß die Bedingung zur griff zu Gunsten der Fabrikfinder ein. Im Rheinisch- Beschleunigung dieser Sache bat- eine neue Reise durch die Aufnahme in Fabriken auch von solchen Kindern für erWestfälischen Anzeiger" vom 29. März 1837 erzählte er die Provinz hatte ihm wieder den kläglichen Zustand der füllt angesehen wurde, welche das neunte Lebensjahr vollGeschichte eines zwölfjährigen Mädchens, das einen zum Fabrikfinder vor Augen geführt und ihn von vielen Seiten endet und ihre Muttersprache geläufig lesen konnten, sowie Glück mißlungenen Selbstmordversuch gemacht hatte aus den Wunsch hören lassen, daß doch endlich für diese einen Anfang im Schreiben gemacht hatten. Ferner war Furcht vor der zu erwartenden Strafe im elterlichen bedauernswerthen Geschöpfe etwas im Wege der Gesetz- an Stelle der früheren Bestimmung der Pausen eine solche Hause, weil ihr in der Fabrit für ihre Unachtsamkeit ein gebung geschehe", selbst dieser Umstand vermochte nicht, die getreten, welche zwischen den täglichen zehn Arbeitsstunden paar Groschen vom Lohne waren abgezogen worden". Er Minister zu einem rascheren Vorgehen zu bewegen. Erst eine Muße von je einer Viertelstunde Vor- und Nachknüpfte daran eine Auseinandersetzung über die Noth- in der Staatsministerial Sigung vom 20. November 1838 mittags und einer Freistunde Mittags, und zwar mit Bewendigkeit einer„ Reform". Der rheinische Provinzial- kam es zur Beschlußfassung über den Antrag der„ Tren- wegung in freier Luft", vorschrieb. Landtag richtete hauptsächlich auf Schuchard's Betreiben und ergebenen", also genau sechszehn Monate nachdem Das heißt also, daß den Unternehmern die Kinder statt Antrag am 20. Juli 1837 eine Adresse an den König, in die Adresse beschlossen worden war. Man einigte sich zur 10-, zur 102 stündigen Frohnde ausgeliefert wurden, welcher es unter Anderem heißt:„ Ew. Majestät treu- dahin, den Ständen zu eröffnen, daß der König bereits seit vorausgesetzt immer, daß die Fabrikanten sich an die Schutzergebene Stände haben sich veranlaßt gesehen, das Schicksal längerer Zeit seine Aufmerksamkeit auf diesen Gegenstand vorschriften überhaupt kehrten. Von einer wirksamen Konder Kinder in Erwägung zu ziehen, welche in geschlossenen gerichtet hätte und daß ein allgemeines Gesetz in Berathung trolle, von einer Fabrikinspektion, von den Mitteln zur Fabrikräumen, namentlich in Spinnereien arbeiten; sie haben sich wäre; daß er aber wegen der Dringlichkeit des Bedürfnisses etwaigen Durchführung der Aussicht war bisher nicht die überzeugt, daß diese armen kleinen in zu frühem Alter für die Rheinprovinz ein provisorisches Reglement für diese Rede gewesen. zur Arbeit benützt werden, und daß sie im Allgemeinen zu unter Berücksichtigung der ständischen Vorschläge gleichzeitig Die Konferenz, welche am 21. Dezember 1838 stattfand, lange, nämlich 13 Stunden des Tages, und zu anhaltend mit dem Landtagsabschiede erlassen hätte." Friedrich sprach sich für eine baldige Verallgemeinerung der Verordarbeiten müssen. Da sie nicht den gehörigen Unter- Wilhelm III. wußte allerdings seit längerer Zeit" von nung für den ganzen Staat aus, sprach sich gegen eine Feuilleton. Macbrud verboten.) Er kehrt zurück! 148 Driginalroman von Jean Meroz. Plötzlich löfte sich ein Mann von der Gruppe los, machte zwei Schritte vorwärts, hob den beschriebenen Bogen auf, las ihn und sagte mit schlauer Miene: Gin Republikaner! seht her, es ist ein Verräther, an dem man Gerechtigkeit geübt hat. Die Zuschauer hatten kein Wort gesprochen, feine Am andern Ende der Brücke von Ariole sah man das Miene verzogen, sie begannen zu begreifen, daß er irgend matte Licht von zwei Laternen eines Wagens, der fast eine ihnen unbekannte Veranlassung zu dem Kampfe gegeben unhörbar dahinrollte. hatte. Schließlich trat ein alter Arbeiter von sehr dürftigem Mijoulet erreichte ihn mit den gewandten Sprüngen Aussehen vor und drückte dem jungen Arzte die Hand. Dann einer Kaze. sagte er zu der Gruppe gewandt: Ich kenne diesen Bürger er meinte Philibert, Ohne lange zu reden, erfaßte er schnell die Zügel des dessen Hand er nicht losgelassen hatte, sondern immer noch armen Pferdes, welches kaum stehen konnte, während der dessen Hand er nicht losgelassen hatte, sondern immer noch dankbar drückte, er ist ein Hospitalarzt aus der Pitiére, Rutscher erschreckt durch den Gedanken an einen nächtlichen hat mich gepflegt, er hält zu den Armen und war Re: Angriff vollständig den Kopf verlor und verzweifelt auf den plikaner, ehe die Republik geboren wurde. Wenn er Eucharmen Gaul lospeitschte, der nicht mehr fortkonnte und fagt, daß dieser Unglückliche, der halbtodt daliegt, ein Re- ganz unfähig war, seine Tour fortzusetzen. publikaner ist, so könnt Ihr es glauben. Er kennt seine Aber Mijoulet hielt ihn fest, obgleich er zwei bis drei Schritte fortgeschleift wurde, und brachte so das Pferd, Mijoulet sprang wüthend, ohne jede Ueberlegung, dem Leute genau und ist viel zu ehrenhaft, um zu lügen. das sich offenbar gern fügte, zum Stehen. Es be Sprecher an die Kehle, obwohl derselbe wenigstens einen Und darauf fügte er hinzu: Ropf größer war als er. Mit einem gewaltigen Stoß hatte Sie kennen mich nicht, mein Herr. Sie haben mich gnügte sich damit, melancholisch seine Ohren zu senken. Sind doch ohne Zweifel diese armen Märtyrer des er, dessen Kräfte durch die Wuth verzehnfacht wurden, den vor kaum drei Monaten gepflegt, als ich den Arm gebrochen Droschkenwesens gar glücklich, sobald am Wagen etwas Mann niedergeworfen und hielt ihn unter sich fest, wäh- hatte. Sie sind so gut zu mir gewesen; ich danke Ihnen bricht oder ein anderer Unfall ihnen einige Augenblicke unrend seine geballte Faust ihn kräftig gefaßt hatte. Safür noch einmal herzlich. Derselbe suchte sich zu befreien, aber er konnte diesen gehoffter Erholung bietet. Der Assistenzarzt war von dieser einfachen und rührenunerwarteten Angriff nicht widerstehen und bat nun röchelnd den Dankbarkeit tief gerührt, aber er hatte Eile seinen Vertrat vorsichtig vor. Er war ein Mann von kleinem Wuchs, Der Kutscher war abgestiegen von seinem Size und wundeten gut gebettet zu sehen, und er wiederholte daher dick wie eine Tonne, ganz eingehüllt in seinem mit mehreren Dummkopf, Feigling, wiederhole, was Du ge- feine frühere Bitte. Es bedurfte nun taum noch sagt haft! Der Bürger Marche- Seul soll ein Verräther derselben, Kragen ausgestatteten Mantel, aus demselben sah ein rother, um diese Arbeitermenge anzufeuern. Zwei mächtiger Kopf hervor, den ein Hut aus Wachsleinwand oder drei Männer boten sich sofort selbst an fortzuschaffen, riß nicht ohne Mühe den rasenden Lehrling bahre zu holen; mit ihnen entfernte sich auch Mijoulet Seine Aufregung war so groß, daß er seinen PfeifenAber der Aſſiſtenzarzt, der Gile hatte, den Verwundeten und eilten nach dem Hospital, um die gewünschte Trag- bedeckte, dessen Glanz seit langer Zeit verschwunden war. zurück und stieß ihn einige Schritte von seinem Gegner spornstreichs. weg, während dieser sich erhob, beschämt dadurch, daß er Alle Blicke richteten sich auf ihn. Man glaubt einen kopf fallen ließ, der auf dem Pflaster in tausend Scherben durch einen jungen Burschen niedergeschlagen worden war. Augenblick, daß er einen Anfall von Frrsiun habe. zerbrach. Er fonnte taum athmen, sein Gesicht war verzerrt durch den Der junge Arzt aber lächelt, er hatte die Gedanken der Krampf, der seine Glieder schüttelte. Leute errathen. um Gnade. sein! Er rollte seine blauen, verwirrt dreinblickenden Augen. Mit zaghafter Stimme und dem ausgeprägten Dialekt der Auvergnaten begann er: Ausnahme vor vollendetem neunten Lebensjahre, für eine Ilich fertig gebracht; man schloß die Augen vor den That-[ auf ihre Kandidaten vereinigt. Es bestätigt sich, daß wir „ vorübergehende mäßige Verlängerung der Maximal- Arbeitsfachen der Gesetzesverletzung und ließ die Fabrikanten machen recht hatten, als wir sagten: in Sachsen ist zwischen ber zeit bei besonderen Umständen" aus, setzte die Maximal was ihnen beliebte. Sozialdemokratie und den vereinigten Ordnungsparteien fein Strafgrenze, die so schon niedrig war, auf fünf Thaler Anton sagt:„ Mit der gesetzlichen Anordnung des Raum für eine dritte Partei und namentlich nicht für für jedes vorschriftswidrig beschäftigte Kind herab, und Schutzes war seine Durchführung noch nicht gewährleistet." eine solche prinzip- und programmlose Partei, die nicht empfahl eine Anweisung an die Regierungen, dort, wo die Von einer Kontrolle, die sozialpolitisch in Betracht kommt, Fisch und nicht Fleisch ist gleich der sog. deutschen FortVerhältnisse die Beschäftigung schulpflichtiger Kinder in ist nicht die Rede. schrittspartei. Für Sachsen ist sie auf immer abgethan. Fabriken nöthig machten, bei der Lage der Unterrichtsstunden A. Braun sagt treffend in seinen Arbeiterschnitz Mehr Militär! Das Bedürfniß nach einer Erhöhung möglichste Rücksicht auf den Fabrikbetrieb zu nehmen." Gesetzen":" Die Verordnung von 1839 änderte an der beDiese lettgenannte Maßregel sollte ins Leben treten, um stehenden Sachlage so viel wie nichts. Bestenfalls der Heeresstärke, vielleicht auch der Wunsch, den Reichstag den Fabrikanten entgegenzukommen", sie fügte dem ge- wurden die Bestimmungen nur zeitweise und da auch nicht für die gesteigerten Forderungen des Militäretats geneigt schüttelt und gerüttelt vollen Maße an Vorrechten und Vor- überall gleichmäßig durchgeführt. Insbesondere wurde schon zu machen, mag es erklären, daß man eine Verringerung theilen noch ein Hauptstück hinzu, daß dem Fabrikantenthum damals von den Regierungen auf die Untauglichkeit der der Dienstzeit in mögliche Aussicht stellt. In einigen die Arbeiterkinder auf Gnade und Ungnade auslieferte. Ortsbehörden zur Kontrolle... hingewiesen." Der minimale Regimentern bildet man einzelne Bataillone aus Mann Anton sagt:„ Da die Dauer des regelmäßigen Schulbesuchs Schutz blieb auf dem Papier. schaften, die bis zwei Jahre gedient haben, um sie mit den fünf Stunden betrug, so waren also die schulpflichtigen Und wenn mit heiligem Eifer Herr Anton sich bemüht, anderen Bataillonen vergleichen zu können. Hieraus schöpfen Fabrikfinder täglich fünf Stunden in der Schule und zehn nachzuweisen, daß das klägliche Regulativ von 1839 die Liberalen schon die Hoffnung, als sollte die zweijährige Vorläufig wird die ReStunden in der Fabrik in Anspruch genommen, wozu noch prinzipiell hinter dem englischen Fabrikgesetz nicht Dienstzeit eingeführt werden. 1½ Stunden Pause traten, insgesammt eine Inanspruch zurückstehe, so fällt, ganz abgesehen von allem Anderen, gierung für ihre Mehrforderungen schon durch die bloße nahme von 16½ Stunden innerhalb der Zeit von 5 Uhr eine solche tendenziöse Behauptung schon deshalb platt zu Hoffnung auf mögliche Aussicht, die Liberalen gewinnen Morgens bis 9 Uhr Abends, also innerhalb 16 Stunden. Boden, weil das englische Parlament 1833 die Mittel zur fönnen, und von selbst wird die Regierung kaum eine geEs war dies eine offenbare Unmöglichkeit, die nur in der zwangsmäßigen Durchführung, zur Bestellung eines Aufsetzliche Verkürzung der Dienstzeit einführen. Weise beseitigt werden konnte, daß entweder die Behörden gegen fichtspersonals bewilligt hatte, was es ber den fünf FabrikAn dem schmählichen Ordens- und Titelschacher das Gesetz verstießen, indem sie für die Fabrikfinder die Vor- akten von 1802-1833 im Geldjackinteresse vermieden schriften über den regelmäßigen Schulbesuch nicht zur vollen An hatte. Was Herr Anton bei Marr hätte nachlesen können. ist man bei uns selbst in den höchsten Kreisen betheiligt. wendung brachten oder aber die Arbeitgeber(!) von der ihnen Wobei übrigens gleich bemerkt sei, daß der 1833er Fabrik- So erklärte in dem Manché- Prozeß ein Zeuge unter Eid, zugestandenen zehnstündigen Maximalbenutzung jugendlicher akt durchaus ungenügend, aber eben auch nur eine Etappe daß er Agent des verstorbenen Staatsministers a. D. Bitter gewesen, der als er nicht mehr im Amt gewesen, sich vielfach mit Arbeitskräfte keinen vollen Gebrauch machten(!)." der englischen Fabrikgesetzgebung war. " Die Minister betrachteten das Ergebniß der Konferenz In Preußen aber blieb Alles beim Alten, der Kinder- der Vermittelung von Titeln und Orden beschäftigt habe von verschiedenen Standpunkten aus. Rochow, der Minister schutz war eine Bosse, durch welche sich kein Einsichtiger Bitter sei vielfach in Geldverlegenheiten gewesen, da er sich des Innern, derselbe, welcher das geflügelte Wort vom täuschen ließ, und die rheinischen Arbeiter zeigten durch in Wucherhänden befunden. Als zur Verwendung für mildbeschränkten Unterthanenverstand" gesprochen, hielt durch ihr bewundernswerthes Vorgehen 1848 und 1849 auf das thätige Zwecke erhaltene Gelder habe ihm Bitter einmal M. das Regulativ den ständischen Antrag für erledigt und Energischste, daß die kapitalistische Ausbeutung ihr 20 000. zur Bezahlung eines Wechsels gegeben. Diese Enthüllung wird nicht abgeschwächt durch die sprach sich gegen eine Berathung der Sache im Provinzial- Klassenbewußtsein erzeugt und sie zum richtigen Verständniß Verwahrung, welche gegen dieselbe die Berliner Politischen Landtag aus. Sogar dieser Schatten von Parlamentarismus der Sozialreform von Oben" geführt hatte. em war ihm offenbar ein Greuel. Altenstein sprach sich Das soziale Königthum hatte ei gründliches Fiasko Nachrichten" erheben. Es wird von Herrn Bitter gesagt, im Sinne der kapitalistischen Interessen, wie sie die gemacht. Das beweist die Geschichte des 1839er Regulativs. daß er sich bereits im Vermögensverfall befand, als er an rheinischen Bourgeois im Landtage ihrer Provinz Die Exekutive des Klassenstaats muß Schiffbruch leiden, die Spize des preußischen Finanzministeriums trat, und, repräsentirten, für die Berathung durch die Stände wenn sie zusammenstößt mit den Riffen und Klippen des obwohl unter seiner Berwaltung der größte Theil der Eisen " Das Regulativ", so führte er aus, enthalte Kapitalismus. Nur durch ihre Organisation als soziale bahn- Berstaatlichung sich vollzog, er in ebenso schlechten Ver einerseits eine Beschränkung der persönlichen und politische Partei kann die Arbeiterklasse Bugeständnisse mögensverhältnissen aus dem Amte schied. Er hätte bei Rechte, indem es bis zu einem gewissen Lebensalter die erlangen, nur auf den Trümmern des Klassenstaats kann der Kenntniß der Regierungspläne an den Kursänderungen bisher erlaubte Beschäftigung in Fabriken verbiete, anderer- die sozialistische Gesellschaft errichtet werden. aus. seits aber durch diese Bestimmung, wie durch die einer Maximalarbeitszeit, die zureichende Zahl von Arbeitern verringere(?) und so die Produktionskosten erhöhe bezw. die Fabrikation verminder, was einen tiefgehenden Einfluß auf bas Privateigenthum bedente." Das find in naiver Politische Uebersicht. Dar, Form die platten Einwürfe des ökonomischen Liberalismus, Berlin, den 15. Oktober. der kapitalistischen Doktrin. Indeß machte Altenstein, dessen Die Erfolge der Sozialdemokratie bei den fäch Auftreten im Laufe der Jahre ein immer schwankenderes geworden ist, auf verschiedene Mängel des Regulativs auf fischen Landtagswahlen stellen sich noch als größer heraus, merksam, z. B. betreffs der Gesundheitsschädlichkeiten der als wir gestern annahmen. Unsere Stimmenzahl hat sich Arbeitslokale und der Disziplin innerhalb derselben, nicht, wie wir gestern angaben, um mehr als die Hälfte und zugleich hob er scharf den Mangel einer geeigneten vermehrt, sondern ist fast auf das Doppelte der Stimmen zahl bei den vorigen Wahlen herangewachsen. Die amtliche Kontrolle hervor. Leipziger Zeitung" giebt in folgenden annähernden Zahlen das Resultat der Wahl: am Es ist überflüssig, auf die ministeriellen Ressorthäkeleien und Bänkereien einzugehen, die sich an diese Konferenz anschlossen. Das beschloß Staatsministerium 5. Februar 1839 von der ständischen Berathung abzusehen und die Generalisirung des Regulativs für den Staat vorzuschlagen. Der König ertheilte am 6. April 1839 e Regulativ für alle Theile der Monarchie Gesegeskraft. Was bot diefes so langsam entstandene Gesetz? In der Hauptsache Verbot der Beschäftigung vor dem neunten Lebensjahre, Festsetzung eines effektiven zehnstündigen Arfrühere Wahl 66 130 18 280 4 . Wahl vom 13. Oft. 1891 97 250 35 650 35 250 freisinnige( fortschrittliche) nationalliberale • 13 600 12750 26 350 12 650 8850 Zahl der abgegebenen Stimmen Darunter sozialdemokratif be tonservative namhafte Summen gewinnen können, aber trotz seiner be drängten Lage habe er jeder Versuchung widerstanden, was ihm als Beweis von altpreußischer Pflicht. treue anzurechnen sei. Diese altpreußische Pflichttreue, soweit als sie nicht schon immer eine bloße Fabel ist jedenfalls feit schon lange, wenigstens der Aera des Streber- und Reptilienthums etwas in die Brüche gegangen. Die Verwendung des Reptilienfonds ist zwar sehr in Dunkelheit gefüllt, aber was in die Deffent lichkeit durchfickert, muß über dieselbe doch etwas starte Be denken erregen. Noch fehlt uns die Antwort Bismard's über die Verwendung von ganz ungeheueren Sunimen aus dem Reptilienfonds zur Schuldentilung für einen MinisterSchwiegervater. Wie in dem Heinze'schen Falle nicht der cinzelne Ver brecher es ist, welcher uns mit Grausen und Ekel erfüllt, sondern vielmehr die ganze Atmosphäre, in der er sich bewegt, eine ganz besondere Welt, in der das Abscheuliche das Selbstverständliche ist, so zeigt uns der Manché'sche Prozeß, daß wir es nicht mit einem Einzelfalle zu thun haben, sondern daß in bestimmten Kreisen ganz offenkundig ist, wie man Orden und Titel sich beschafft, welcher Personen aus den höchsten Kreisen man sich als Mittelspersonen bedient und wie die Wohlthätigkeit nur als Maste dient. Wie bei den Reichstagswahlen, so stellt sich jetzt auch beitstages, Berbot der Nachtarbeit( junge Leute von 9 bis bei den Landtagswahlen die Sozialdemokratie in Sachsen Aus Sachsen schreibt man uns unter dem 14. d. M. 16 Jahren durften nicht vor 5 Uhr früh und nicht nach als die stärkste Partei heraus, und das trotz aller polizei9 Uhr Abends beschäftigt werden) und der Sonntags- und lichen und behördlichen Maßregelungen und trotz der ge- über das Ergebniß der Landtags Ersat Feiertagsarbeit. Dazu die nur unwesentlich modifizirten meinsten und gehässigsten Angriffe seitens der Bourgeoisie, wahlen: Unser Sieg ist weit umfassender und bedeut Ausnahmebestimmungen!! Das war Alles, was in wie sie faum in einem anderen deutschen Staate eristiren. samer, als sich, nach Einlaufen der ersten Nachrichten wir sagen vielleicht richtiger: gestern Abend, übersehen ließ. Wir haben nicht nur die einem Zeitraum von zwanzig Jahren geschaffen Wir sagen: trob wurde zu Nutz und Frommen der Fabrikfinder. Die wegen, denn die gegen uns geführte Kampfes vier Wahlkreise, die wir schon vorher im Besitz hatten, Klauseln und Ausnahmen sicherten von vornherein der weise verräth nur die Haltlosigkeit und Versumpfung Kegreich behauptet, wir haben auch drei WahlUnternehmerschaft die Vollmacht, ihren herodischen Kinder- unserer Gegner, den Mangel jeder Fähigkeit zum geistigen freise neu erobert, so daß wir mit elf Abgeordneten, statt der bisherigen acht, in das Dresdener Landhaus mord ungestraft fort und fort verüben zu können, Helas Kampfe. tomben der armen Kleinen" der Profitgier zu opfern, sich Die sächsischen Landtagswahlen sind der Fort- einziehen. In einem Wahlkreis- Glauchau- fehlten und in aufs schamloseste zu bereichern. schrittspartei d. h. nicht dem sächsischen Land- uns nur wenige Stimmen an der Majorität Zu diesem Ritus, zum Gottesdienste des Mammon tagsfortschritt", sondern der Berliner Spielart, verderb- einem anderen Wahlkreis- Dresden, wo keiner der gehört in der That Kinderblut... Das Kunststücklich geworden. Sie gab sich die größte Mühe Eroberungen Kandidaten das vom Landtags Wahlgesez vorgeschriebene in 16 Stunden 162 Stunden thätig zu sein, wurde glück zu machen und hat nur eine lächerlich winzige Stimmenzahl Minimum eines Drittheils aller im Kreis abgegebenen Ha, was fällt Euch ein, mein Pferd anzuhalten in diefer späten Stunde? Ihr seit ein Bösewicht, scheint mir. Mijoulet, welcher sehr traurig war, konnte sich gleichwohl nicht enthalten, in ein lautes Gelächter aus zubrechen. Bürger der Auvergne, habt keine Furcht, ich beanspruche Euren Wagen im Namen der Republit. In welchem Namen? In dem der Republik. Kennt man die in Eurer Heimath nicht? Der Kutscher war ganz starr. Das, was ihn am meisten aus der Fassung brachte, war das originelle Auftreten Mijoulets. Er glaubte, daß der junge Bursche mit seiner spöttischen Miene sich über ihn luftig mache, und ihm einen bösen Streich spielen wolle, er war mißtrauisch und hatte nicht ganz Unrecht, denn die Gamins der Vorstadt hatten schon zu wiederholten Malen ihre Späße mit ihm getrieben. Aber Mijoulet, der es eilig hatte und begriff, daß er feine Beit zu verlieren habe, war sehr ernst geworden. M Sie kamen bald an der Stelle an, wo Marche- sähe. Ihr werdet ruhig weiterfahren, während ich voran springe; vor der Thüre wartet Ihr, bis ich herunter Seul lag. Philibert hatte, unterstützt von einigen Männern, ihn tomme. Und ohne eine Antwort abzuwarten, verschwand er inzwischen an den Rand des Trottoirs gesetzt und stützte seien Oberkörper sorglich, während des Schuhflickers Kopf sporastreichs in der dunklen Nacht, welche über den Straßen lagerte. auf einer Schulter ruhte. Der Verwundete war aus seiner Ohnmacht noch nicht Als der Wagen vor Nr. 2 in der Rue Julien le Pauvre erwa.ht, sein Zustand beunruhigte ernstlich den jungen Arzt, ankar, stand Mijoulet schon da und erwartete ihn an der der sich eine so lange Bewußtlosigkeit nicht erklären fonnte. Schwelle der Thür. Eer Wagen hielt au einer geeigneten Stelle; mit tausend Vorsichtsmaßregeln brachte man Marche- Seul dahin und setzte ihn glücklich in den Fonds desselben. Philibert nahm an seiner Seite Platz und befahl dem Kutscher im Schritt zu fahren, um jede Erschütterung zu vermeiden. Mijoulet, der abgestiegen war, kletterte wieder auf den Bock, nachdem er die Thür geschlossen hatte. Munter Bürger, ich will Euch keinen Streich spielen. Ich sah Euren Wagen nnd eilte herbei, ohne erst Halt zu rufen; es ist wahr, ich hatte Unrecht, aber entschuldigt mich. Wir müssen einen alten verwundeten Freund, Die Zuschauer umringten immer noch den Wagen und der dort am Ende der Brücke liegt, nach Hause bringen; er würde sterben, wenn man sich nicht sofort seiner annähme. Er ist ein guter Republikaner. besprachen mit leiser Stimme dieses sonderbare Ereigniß, welches sich vor ihren Augen abgespielt hatte. Während der Kutscher, der von seinem Siz herunter gestiegen war, die Thür öffnete, frug Philibert mit leiser Stimme den Lehrling: -Nun, ist das Fräulein vorbereitet? Ja, sie ist tief bekümmert, aber sie ist stark und ges faßt; att laut zu wehklagen und in Ohnmacht zu fallen, wie es die meisten kleinen Zieraffen gethan hätten, hat sie sofort ihr Bett zurecht gemacht, denn in dem des Vaters ruht, wie Sie ja wissen, dieser arme Michel. Dann hat sie - Wir haben nicht weit- sagte er zum Rutscher Rue Julien- le- Pauvre- und erneuerte seine Aufforderung Feuer gemacht und Wasser zugesetzt. Nun schnell, verlieren wir keine Zeit, da kommt langsam zu fahren. brummte der Licht im Treppenflur, sie kommt herab, sie wird uns -Gut, gut, hab' verstanden Freund Auvergnate, der eine lebhafte Zuneigung zu diesem auf- leuchten, während wir den Verwundeten hinauftragen. geweckten, muthigen Burschen empfand, dessen gutes Herz Der Rutscher hatte Philibert dabei unterstützt, den aus seinen Augen sprach. Körper Marche- Seuls, der nicht ganz leblos war, sondern noch ein wenig Wärme zeigte, aber dessen Augen noch immer geschlossen waren, aus dem Wagen zu heben. Freilich war Marche- Seul noch immer unfähig, auch nur ein Wort hervorzubringen, oder die geringste Bewegung zu machen. Mijoulet wollte hilfreiche Hand leisten, aber Der Kutscher, vollständig beruhigt, als er von einem verwundeten Republikaner sprechen hörte, kehrte schon Philibert, welcher einsah, daß er nicht kräftig genug sei, zu seinem Wagen zurück und kletterte auf seinen Siz mit um eine solche Last die steile Wendeltreppe hinaufzutragen, bat ihn, das Pferd zu halten und fragte den stärkeren einer Behendigkeit, die man nie bei ihm vorausgesetzt hätte. theuer bezahlen! Er wintte Mijoulet, neben ihm Platz zu nehmen. Kutscher, ob er ihm Beistand leisten wolle. Seid ruhig Und was wird Fräulein Charlotte fagen? jagte der Lehrling Eure Fahrt Während dieser Zeit war Charlotte an der Thür an Man muß fie vorbereiten. Mit einem Satze sprang er gekommen; ihr Gesicht, welches große Thränen benetzten, wird bezahlt. Was, bezahlt, geht doch! Wenn es sich um vom Wagen, ohne ihn halten zu lassen. Darauf rief er verrieth herzzerreißende Verzweiflung, ihre schönen Augen einen Republikaner handelt, fahre ich zu meinem Ver- dem Kutscher zu: Ich eile voraus, um die Tochter unseres Freundeswaren traurig, and ihr Schmerz ließ ihre Schönheit be gnügen. I Und er trieb mit Peitschenhieben seinen Gaul an, der zu benachrichtigen, der Schreck würde ihr schaden, wenn sie sonders hervortreken. ( Fortsetzung folgt.) ihren Bater in diesem Zustande, so halbtodt, ankommen! sich langsam und schwerfällig in Trab setzte, Im Augenblick der Abfahrt rief Mijoulet von seinem Sitz herab: Guten Abend, Bürger, habt Dank! Man wird den finden, der diesen Todesstreich führte, er soll seine Bestialität Dann rieb er sich die Stirn: Sti da t ficht Kani Do Des beta Wac Des Tau gega der Da lung Wa letch strie recht vera an den mei Be phil ist Kob die Der * k Eise den tom Ger gesc ift, 27. b. ver eni haf als hal fül bro da der bro wi Di Der bö Ma G sch fr b 3 1, 3 t بـ" تم Stimmen erreicht hat, stehen wir zur Stichwahl, jedoch, da die Gegner sich wider uns einigen werden, ohne Aus ficht auf Erfolg. Die Zahl der Stimmen, die auf unsere Kandidaten gefallen sind, ist durchschnittlich um fast das Doppelte( etwa 90 pCt.) höher, als bei den Wahlen des Jahres 1885. Die sächsischen Landtags- Mandate haben bekanntlich eine sechsjährige Giltigkeitsdauer. Dieses Wachsthum fällt um so schwerer ins Gewicht, als infolge des auf Sachsen besonders hart lastenden Nothstandes -Tausende von Arbeitern ihres Wahlrechts verlustig gegangen, und Tausende, die es noch haben, an der Ausübung desselben verhindert worden find. Daß es z. B. den sog. Ordnungsparteien noch einmal ge= lungen ist, den Ansturm auf den letzten ihrer Chemniter Wahlkreise abzuschlagen, das ist einzig und allein, wie sich leicht ziffernmäßig nachweisen läßt, die Wirkung des indu striellen Nothstandes, der nicht blos viele Arbeiter des Wahlrechts beraubt, sondern auch Tausende zum Fortwandern veranlaßt hat. Und trotzdem auch hier ein Stimmenzuwachs! Die Gegner sind wie vor den Kopf geschlagen. Und an Stelle des blöden Gefafels vom Rückgang der Sozialdemokratie wird nun für einige Zeit die jämmerlichste Heul meierei mit obligatem Gezeter nach Polizei und neuem Sozialistengesetz treten; und die angedrohte Erhöhung des Bensus von 3 auf 4 oder 5 Mark wird von den Angstphilistern wohl als Strohhalm gepackt werden. Lernfähig ist dieses Volt ja nicht.König Stumm fährt in seinem Kampf gegen den Kohlenring in Westfalen fort und verlangt, es möchten die ausländischen Werke bei staatlichen Lieferungen in Deutschland berücksichtigt werden, um auf den Kohlenring zu drücken. Daß dieses auch bei Lieferungen aus der Eisenindustrie geschehe, daß auch von den Regierungen gegen den Eisenring Front gemacht werde, das zu verlangen, kommt Herrn Stumm freilich nicht in den Sinn. Sein Gerechtigkeitsgefühl sträubt sich nur, wenn sein Portemonnaie geschädigt wird. Die Reichstags- Ersatzwahl in Stolp- Lauenburg ist, wie die Zeitung für Hinterpommern" meldet, auf den 27. Oktober festgesetzt.Der Reichstags Abgeordnete für Bayreuth, b. Feustel( nati.), ist am Montag gestorben. hindert. Für eine andere hiesige Firma sollen noch gegen Recht sympathisch urtheilt im Braunschweiger Bolts 50 Waggons mit Deltuchen auf russischen Bahnen rollen. Wer falender" der Pastor H. Kühne über die Sozialdemo wird die Kosten des Transportes tragen, wer die hiesigen Kauf- tratie: Teute entschädigen, welche die Waaren in Rußland bezahlt Vor zwanzig, ja noch vor zehn Jahren hätte man bei uns haben, aber nicht in ihren Besitz gelangen können? Früher im lieben Deutschland gemeint, Handel und Wandel müßte unterwar hier der Getreidehandel lebhaft, die deutsche Zollpolitik gehen, wenn er am Sonntag still stände; jeder Kaufmann hat ihn vernichtet; es entwickelte sich nun allmälig ein leb- müßte bankerott machen, der am Sonntag seinen Laden schlösse. haftes Geschäft in russischen Futterartikeln( insbesondere in Ganz selbstverständlich war's, daß nicht nur der Inhaber des GeKleie und in Delfuchen), auch dieses Geschäft hat jetzt sein schäfts am Sonntag feine Briefe las und beantwortete, nein, er Ende erreicht. Die Kleie tam in loser Schüttung an und wurde verlangte als etwas, worüber gar kein Zweifel bestehen konnte, hier in Säcken verladen, wobei viele Arbeiter lohnenden Ver- daß seine Untergebenen mindestens den Morgen, manchmal den Tag im Komtoir arbeiteten oder dienst fanden. Das hat aufgehört; die Interessenten fonnten ganzen hinter dem Und so war's aber ihr in Rußland für Kleie angelegtes Kapital retten, da Ladentisch standen. ganz selbstverständzwischen dem Erlaß und dem Eintritt des russischen Kleie- lich, daß auch die Güterzüge am Sonntag gehen mußten; Ausfuhrverbotes eine bestimmte Frist festgesetzt war; bei dem der Schaden wäre ja ganz unerträglich gewesen, wenn manche be= Delfuchen Ausfuhrverbote liegen die Verhältnisse insofern siellte Waare einen Tag später angelangt wäre. Damals haben ernste anders, als mit dem Augenblicke der Veröffentlichung des Christen, gestützt auf Gottes Wort, getrieben aus Liebe zu den Verbotes dieses auch sofort in Kraft getreten ist. Von einem vielen Sonntagslosen, die doch auch Christen waren und bleiben hiesigen Kartoffel- Importeur erfahren wir, daß er Bedenken wollten, begonnen, ernstlich zu arbeiten und zu wirken, sie haben trage, Kartoffeln in Rußland aufzukaufen, weil er ein plög einen langen, schwierigen Kampf begonnen, um die Sonntagsliches Vorgehen Rußlands gegen die Kartoffelausfuhr freiheit zu erobern, nicht nur für die Großen und Reichen, fürchte." sondern auch für die Armen und Schwachen. Ganz umsonst ist ja die Arbeit nicht gewesen, und doch, wie lange hätte es Die Hungersnoth in Rußland. Welche Ausdehnung wohl noch gedauert, bis wirklich die öffentliche Meinung dieselbe genommen, geht aus einem offiziellen Bericht umgestimmt worden wäre! Da tam den Christen eine Hilfe, an hervor, welchen das Hilfskomitee der Provinz Saratow er die damals nur wenige gedacht haben, das war die lassen, dessen Richtigkeit in feiner Weise anzuzweifeln ist: Sozialdemokratie. Mit lauter, zudringlicher Stimme, Bei einer Ernte von 11 Millionen Tschetwverts hat die nicht schüchtern und bescheiden, wie man's an den Ver gewohnt gewesen, find Bevölkerung dasjenige Quantum Getreide, was sie un fechtern des Sonntags bisher bedingt benöthigt. fie gekommen, die Herren Sozialdemokraten: verlangen den Sonntag, wir verlangen ihn als unser Menschenrecht! Der arme Mann, der die ganze Woche in harter Arbeit gewesen ist, der in der Fabrik sich müde gearbeitet hat an Leib und Seele, er hat ein gutes Recht darauf, daß er nach sechs Tagen einen freien Tag hat, daß er neue Sträfte fammle, daß er mit den Seinen zusammen lebe, daß er sich an seinen Kindern freue, daß er auch einmal hinausgehe in Gottes freie Welt, ein grünes Kornfeld sehe, im Walde die Vögel fingen höre, an Blumenduft und Waldesrauschen sich erfreue und die Seele sich gesund bade. Haben sie recht? Ja, und tausendmalja! Es ist ja freilich wahr, die Art und Weise, wie sie ihre Forderungen aussprechen, ist nicht immer Im Jahre 1889/90 wurde das Gouvernement Saratom wohlthuend, nicht immer bescheiden; aber wir müssen Nachsicht auf's Neue von einer Mißerute betroffen. 1889 betrug haben, traten fie gar zu schüchtern auf, so würde die Ernte 10% Millionen, im Jahre 1890 9 Millionen man auch nicht einmal mit halbem Ohre auf sie Tschetwerts... 1880 betrug die Ernte 5 Millionen Tschetwerts, die Hungersnoth brach aus. Aber damals wurde das Unglück paralysirt durch die gute Ernte der benachbarten Distrikte. Eine Staatssubvention on 3 Millionen Rubeln genügte, um die Gefahr zu beseitigen. Das Land war damals noch nicht so erschöpft, wie heute, die Bauern besaßen noch etwas Geldmittel, etwas Borräthe und, was die Hauptsache, es war noch Futter vorhanden für das Vieh. Große pefuniäre Unterstügungen machten sich nöthig, die öffentlichen Vorräthe wurden aufgebraucht. Die Ernte dieses Jahres bleibt hinter ber von 1880 zurück( also unter 5 Millionen). An mehreren Orten hat man nicht einmal die Aussaat zurückerhalten. Den Noth- und Entrüstungsschrei gegen die Brot vertheuerer zu ersticken, wird jetzt Mais als Brotforn empfohlen; es soll in einer Mischung mit Roggen ein nahr hafteres, wohlschmeckenderes und viel billigeres Brot geben, Das Sommerkorn ist vollständig verloren, es giebt als das bei uns übliche Roggen- und Weizenbrot. Wir weder Heu noch Stroh; das Vieh ohne Futter; die Behaben bereits auf die Uebel, welche das Maisbrot mit sich völkerung ohne Brot, ohne Holz; alle Geldmittel erschöpft, führt, hingewiesen. Aber abgesehen davon, sollte das Mais vollständiger Mangel an Korn. Die Arbeitslosigkeit nimmt brot die gerühmten Vorzüge haben, so würde es doch überhand, in den Nachbarprovinzen herrscht dieselbe Noth. das andere Brot verdrängen; die wohlhabenden Leute wür Beurtheilen Sie nun selbst den Grad der Misere. den sich nach jenem reißen, und das Weizen- und Roggen Kossitch, brot würde bedeutend im Preise sinken. Damit wäre dann Präsident des Regierungskomitees der Provinz Saratow. wieder den nothleidenden Großgrundbesitzern nicht geholfen. Dieses Anrühmen von Ersatzmitteln für das übliche Brot verräth nur zu sehr die Absicht und vor allem auch das böse Gewissen. Eine sachliche Auseinandersetzung über Mais als Nahrungsmittel fendet uns der bekannte konservative Sozialpolitiker Rudolph Meyer zu. Herr Meyer schreibt uns: In den„ Historisch Politischen Blättern" habe ich vor einigen Monaten Mais als Ersatz für Kartoffeln und auch Brotforn empfohlen, doch nicht die Verwendung von Maismehl zu Brod. Mit Recht ist darauf hingewiesen worden, daß die aus Maismehl hergestellte Polenta, von der sich italienische Arbeiter der Po- Ebene hauptsächlich nähren, die schreckliche, Pelagra genannte Krankheit erzeugt. Dies erklärt fich wie andererseits der Nutzen des Mais aus einer Vergleichung seiner Zusammensetzung mit der anderer vege tabilischer Mährmittel. Nach Dr. Hoffmann's AckerbauChemie" enthalten je 100 Theile Fett Phosphor oder Asche fäure in 100 Theil. Asche 11 t= ie IT, 11, ſtic ſtoffhaltige Stärke en Weizenkörner. 14,6 Stoffe mehl Del in er Roggenkörner. 10,2 57 1,8 Gerstenkörner. 11,8 60 1,4 1,6 2,1 0,8 0,8 52 2,3 8,3 0,7 me • B . 7,2 80 en Kartoffeln. Mais 0,1 0,9 • 2,8 15 0,3 1,0 0,2 · 9,9 60 5,7 1,7 0,0 ers er sen ore Der ers fer ge Len, fie ers fie tmt uns ben Dern toch ben. nur J Ju aber fei, gen, eren ans zten, ugen be Reis heit erzeugen 128228 Korrespondenzen und Parteinachrichten. hören." Kommunales. Stadtverordneten Versammlung. Wir Deffentliche Sigung vom 15. Ottober. Vorsteher Dr. Stryd eröffnet die Sitzung um 51/2 Uhr. Die Tagesordnung beginnt mit der Vorlage, betreffend die Erhöhung der Bundesteuer und den Entwurf zu einem neuen Regulativ für die Erhebung dieser Steuer. Stadtv. Dr. Gerstenberg erstattet hierüber Namens des Ausschusses Bericht. Es sind in dieser Sache mehrere Petitionen eingegangen, einerseits wird gebeten, die Hundesteuer im Interesse des Vaterlandes" überhaupt nicht zu erhöhen, andererseits wird nur eine Höherbesteuerung der größeren Hunde gewünscht, während die kleineren vor nach wie besteuert werden sollen. Der Ausschuß hat aus den schon bekannten Gründen mit allen Stimmen gegen eine beschlossen, der Versammlung die Annahme des Magistratsantrages, also die Erhöhung der Hundesteuer auf 20 M. vom 1. April 1892 ab zu empfehlen. Stadtv. Spinola empfiehlt, die Vorlage zur nochmaligen Berathung an den Ausschuß zurückzuweisen. Er hält die vor gesehene Beschlagnahme nichtversteuerter Hunde für eine außer ordentliche Härte und rügt außerdem, daß nicht darauf Bedacht genommen ist, daß solche Hunde, welche den smedizinischen Vers suchsstationen dienen, von der Steuer befreit sein sollen. Die Bielefelder Volkswacht" schreibt in einem Leiter über die Aufgaben des Parteitags: beiden Lippeschen Fürstenthümer, die in der„ Volkswacht" ihr ,, Die Sozialdemokraten des östlichen Westfalens und der Stadtrath Weise bemerkt, daß der Magistrat gegen einige Organ erblicken, sind, wie aus allen Kundgebungen in der Presse redaktionelle Aenderungen nichts einzuwenden haben würde, er sowohl wie in zahlreichen Versammlungen im Laufe der letzten würde sich aber entschieden gegen die§§ 16, 19 und 25 atten Wonate sich ergiebt, im großen und ganzen mit dem von unserm sprechen, da hierdurch nur die Freihunde und die Freimarten Parteivorstand ausgearbeiteten Programm- Entwurf einverstanden. vermehrt werden würden, und die Bestimmung in Betreff des Auch ist in dem Lejerkreise der Volkswacht" niemals eine Stimme Führens der Hunde an der Leine eine große Verkehrsstörung laut geworden, welche sich für die Berechtigung einer Opposion, herbeiführen würde. wie sie gewisse Berliner Genossen beliebt haben, erhoben hätte; Stadtv. Horwit tritt ebenfalls für eine nochmalige Be im Gegentheil giebt es unsers Wissens feinen Parteigenossen im rathung im Ausschusse ein, wobei jedenfalls noch neue Gesichtsöstlichen Westfalen, der seine Anschauungen über die inne- puntte zur Sprache gebracht werden wurden. Er meine auch, zuhaltende Taktik nicht im Einklang stehend gefunden hätte mit daß ein Unterschied gemacht werden müsse zwischen den kleinen den Darlegungen, welche an andern Orten von Mitgliedern des unverfänglichen Schooßhündchen und den großen Bestien, welche Parteivorstandes über diesen Punkt gemacht wurden und gewissermaßen nur ein Ausdruck eines gewissen Hochmuths seien welche in den Spalten der Volkswacht" ausführlich wieder- und große Unzuträglichkeiten herbeiführen. Daß im Falle einer Meldekontravention der Hund kassirt werden solle, halte er ebengegeben worden sind." falls für eine nicht zu billigende Bestimmung. = 103 * Stadtv. Spinola ergänzt seinen Antrag dahin, daß Aruswalde. In einer für den Reichstags- Wahlkreis Friede berg Arnswalde einberufenen öffentlichen Volksver- der Ausschuß um noch 15 Personen vermehrt werde. sammlung referirte Genosse Millarg aus Berlin über den Stadtv. Wortmann führt aus, daß ein zu machender Mais wird zur Polentafabritation grob gefchrotet und das Entwurf des Programms und den Parteitag in Erfurt. Die Unterschied zwischen großen und kleinen Hunden eine noch größere Mehl enthält dann reichlich Fett. Wenn das Mehl alt wird, Versammlung, in welcher auch eine ganze Anzahl Gegner an- Belästigung für die Hauswirthe herbeiführen würde, wie ein wird das Fett ranzig und der Genuß hiervon soll jene Krant- wesend waren, folgte in musterhafter Ruhe den Ausführungen Einheitssystem. Er sieht nicht ein, daß eine nochmalige Besagte man mir in Italien. Dies ist die Ge- des Referenten, dessen Ausführungen auch auf die Verhältnisse rathung ein anderes Resultat herbeiführen würde. fahr, die bei Maismehljenuß immer vorliegt fagte man in der Landwirthschaft Bezug nahmen und mit reichem Beifall Die Stadtvv. Beeliz, Löwel und Esmann machen mir-, da der Arbeiter nicht wissen kann, ob er nicht etiva aufgenommen wurden. Gegner meldeten sich trotz mehrmaliger noch einige Gesichtspunkte geltend, welche dem Ausschusse zur Eraltes und also ranziges Mehl kauft. Frisches Maismehl ist Aufforderung nicht zum Wort. Es wurde dann folgende Reso- wägung empfohlen werden. natürlich vorzüglich, da es auch noch Fett enthält, wenn nicht fution einstimmig angenommen:" Die Versammlung ist im Im Ausschusse haben sich Einwendungen gegen den§ 9 eralle Hüffe entfernt wurde, doch schmeckt das Brot kurz", nicht Großen und Ganzen mit dem Entwurf einverstanden und über- hoben, welcher den Hauseigenthümer verpflichtet, zweimal im angenehm. Ich habe einige Verwendungen in dem oben zitirten läßt es dem Parteitag, ein Programm zu schaffen zum Wohle Jahre das Formular zur Aufnahme der Hunde seinen sämmtArtikel angegeben, zur Herstellung von Kuchen, die freilich auch und ferneren Gedeihen unserer durch die bisherige bewährte lichen Miethern vorzulegen und sodann auch noch die Richtigkeit von Maismehl gebacken werden, dann aber auch zum Genuß Taftit immer größer und träftiger sich entwickelnden Partei." des ausgeführten Formulars zu bescheinigen. der ganzen, gefochten oder gerösteten Körner. Wie aus der Dann referirte Genosse Millarg über die Kornzölle Gegen diesen Paragraphen wendet sich der Stadtv. Kylleobigen Analyse hervorgeht, gieot Mais an Stickstoff dem Roggen und die Reichsregierung. Auch hierzu meldeten sich feine mann. Er hält diese Verpflichtung für zu hart. Der Hausfast nichts nach, übertrifft ihn an Stärke und be- Gegner troß geschehener Aufforderung und obwohl ihnen befizer erfülle gewiß gern alle Pflichten, die der Magistrat ihm aufdeutend an Fett, steht auch in knochenbildenden Asche- vollste Redefreiheit zugesichert worden war. Die Protestresolution erlege, aber es müsse doch auch seine Grenzen haben. Ebenso bestandtheilen ihm wenig nach, dürfte sonach einen gelangte dann ebenfalls einstimmig zur Annahme. Hierauf wurde gut könne man dem Hausbesitzer aufgeben, für die Führung der ganz ähnlichen Nahrungswerth haben. Die Kartoffel Genosse Millarg zum Delegirten für den Erfurter Parteitag Impflisten, Schulpflichtigen und militärisch Dienstpflichtigen Sorge übertrifft Mais 32 Mal an Etitstoffgehalt, 4 at einstimmig gewählt. Sodann wurde auf die„ Märkische Volts zu tragen. an Stärkegehalt und Phosphorsäure, fast 20 Mal an Feitgehalt; stimme" aufmerksam gemacht und empfohlen, daß jeder Arbeiter Stadtv. Wohlgemuth ist ebenfalls gegen diese AufbürMais ist aver ca. 4 Mal so werthvoll als Kartoffel, d. h. wenn dieselbe abonniren soute; die Landarbeiter könnten in diesem dung des Hausbesizers, die so schon Lasten genug zu tragen Der Meter- Zentner Kartofjeln 7-8 m. kostet, wie das doc) Blatte alle Mängel, Schäden, Bedrückungen, Maßregelungen zc., hätten. heute der Fall ist, so ist der Meter- Zentner Mais 28--32 M. welche sie von den Gutsbesitzern erleiden, unverzüglich der Stadv. 3ubeil führt aus, daß das Regulativ keineswegs werth und foſtet, trotz 2 M. Zoll, doch nur die Hälfte. Wenn Deffentlichkeit übergeben. Weiter beschloß die Versammlung dem geeignet sei, der Hundekalamität ein Ende zu machen. Die Beman dem Mais Milch zusetzt, oder etwas Fleisch dazu ißt, so jetzigen Reichstags- Abgeordneten des Kreises folgende Resolution fiber der großen Kassehunde würden ihre Thiere nicht abschaffent, erhöht man den Stickstoffgehalt leicht von 1: 6 der fast zur übermitteln zu lassen: wenn die Steuer auch auf 50 M. erhöht würde. Er bitte aber, Ernährung genügt, auf 1: 5 oder zu 4 Stärkegehalt, was, „ Der Abg. v. Meyer wird hierdurch aufgefordert, den daß auch die sogenannten„ diplomatischen" und" militärischen" wenn ich nicht irre, das normale ist. Ganz abgesehen von Wählern des Kreises einen mündlichen Rechenschafts- Hunde mit versteuert würden, er sehe nicht ein," warum deren den anormalen Verhältnissen dieses Jahres würde sich Mais, bericht über seine Thätigkeit im Reichstage in Besizer nicht ebenso gut herangezogen werden sollten, wie der den man in der Regel mit 10-12 W. pro Meter- Zentner in öffentlichen Bersammlungen zu geben und den Bürger. Er stimme daher dem Antrag Spinola zu und bitte, Deutschland haben fann, zur theilweisen Verdrängung der Wählern zu zeigen wie er den Kreis nach seiner Ansicht" in der erneuten Berathung seine Bedenken zu berücksichtigen. schlechten Kartoffelnahrung fehr empfehlen allein es ist zu fernerhin zu vertreten gedenkt." befürchten, daß man seinen Zoll dann erhöhen würde. Rußland giebt seinen Ausfuhrverboten immer weitere Ausdehnung. Jetzt ist ein Ausfuhrverbot von Del fuchen erfolgt. Ueber die Wirkung, welche dasselbe auf die Die Sozialdemokratie des 44. badischen Landtagsbetheiligten deutschen Handelskreise übt, erhält die, Danziger Wahlkreises hielt am Sonntag in Friedrichsfeld eine aus allen Zeitung" aus Thoru nachstehenden Bericht: Orten des Kreises zahlreich besuchte Parteikonferenz ab. Die Vorlage, betr. die Uebereignung der St. Thomas- Kirche Die Nachricht von dem in Rußland erlassenen Verbot der Dieselbe erklärte sich von dem Ausfall der Landtagswahl hoch- und des Pfarrhauses am Mariannen- Ufer Nr. 1 an die St. ThomasAusfuhr von Deltuchen hat bei den hiesigen Interessenten eine befriedigt, protestirte gegen das neulich geschilderte Borgehen des Kirchengemeinde wird einem Ausschuß überwiesen. Es wird ferner beschlossen, daß die in gemeinschaftlicher nicht geringe Aufregung hervorgerufen. Das war wie ein Blitz Wahlkommissars Frech gegenüber unserem Genossen Dreesbach, aus heiterm Himmel. 15 Waggonladungen waren in Aleyan erklärte sich mit dem Programm- Entwurf des Parteivorstandes Sigung beider Gemeindebehörden zu bewirkende Wahl der Mitdrowo zur Ausfuhr nach Thorn fertiggestellt, hier war über einverstanden und sprach über das Verhalten der sogenannten glieder und Stellvertreter für die Einkommensteuer Berufungs diese Waggons bereits verfügt; da traf in Alexandrowo das Berliner Opposition ihre Entrüstung aus. Die Vertretung des Kommission in der nächsten Sigung vorzunehmen. Schluß der Sigung 634 Uhr. Ausfuhrverbot ein und sofort wurde ihre Weitersendung ver- Kreises auf dem Parteitage wurde Drees bach übertragen. Die imposant verlaufe..e Versammlung endete mit einem donnernden Hoch auf die revolutionäre, internationale, völker befreiende Sozialdemokratie. Nach einem Schlußworte des Berichterstatters wird zur Abftimmung geschritten und der Antrag Spinola angenommen. Die Vorlage wird somit in einem vermehrten Ausschusse von Neuem berathen werden. Die Vorlage betr. die Erwerbung des zur Verbreiterung der See- und Müllerstraße erforderlichen Grundstücks Müllerstr. 14 a wird angenommen. Theater. Freitag, 16. Ottober. Opernhaus. Der Trompeter von Säffingen. Schauspielhaus. Nathan der Weise. Berliner Theater. Schuldig. Deutsches Theater. Nathan der Weise. Leffing- Theater. Eine Geldheirath. Residenz- Theater. Von Dreien der Glücklichste. Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Wallner- Theater. Telephon- Amt VII. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Thomas- Theater. Herr und Frau Doktor. Hierauf: Der Präsident. Ostend- Theater. Marianne, ein Weib aus dem Volke. Bellealliance Theater. Jung Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. Der große Prophet. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder. Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. Konkordin- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Eiskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. heater d.Reichshallen Neues Programm. Die Brüder Beiso und ihr Wunderthier. 99 Circus Renz. Circus G. Schumann. Karlstraße. Sozialdemokratischer Wahlverein Friedrich- Karl- Ufer, Ede Karlstr. für den 5. Berl. Reichstags- Wahlkreis. General- Versammlung Freitag, den 16. Oftober, Abends Wer sich amüsiren will, muss heute am Freitag, den 16. Okt., Ab. 8 Uhr, im Lokale des Hrn. Pyrtec, Gypsstr. 3. 2. KassenTagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht des Vorstandes. Mitbericht. 3. Wahl des gesammten Vorstandes. 4. Verschiedenes. gliedskarte legitimirt. Es ist Pflicht aller Mitglieder, in dieser Ver385/4 Der Vorstand. fammlung zu erscheinen. Verband der deutschen Glasarbeiter ( Lokal- Verband Berlin). Am Sonnabend, den 17. Oktober 1891, in Orschel's Ball- Salon, Freitag, den 16. Oktober, Abends 71/4 Uhr: Auf Helgoland", oder 71/2 Uhr: Gr. Klown- Vorstellung. Ebbe und Fluth", große hydrolog. Ausstattungs- Pantomime in 2 Abth., kommen! mit National- Tänzen( 60 Damen), Auf-!!!! Heute lacht Alles!!!! zügen 2c., Dampfschiff- und Boot- Besonders hervorgehoben wird: fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen Cancan à la Parisienne v. 8 Klowns. mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt Auftreten der beliebten Klowns Little u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunst- Fred und Tanti mit mehreren neuen schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Entrées. Komisch- musikalisches Entree Neue Einlage( eine nationale Sänger des Klowns Chianchi. Höchst kom. gesellschaft). Schluß- Tableau: Grande Entree der Miniatur- Klowns Nipp u. Sebastian- Straße 39: Fontaine lumineuse, in einer Höhe Tripp 2c. 2c. von mehr denn 80 Puss ausstrahlend. Ferner Auftreten d. Reitkünstlerinnen Außerdem: Zyska, Zante, Dubosz Miss Adams, O'Meers, Adele u. Emma und Bravo, arab. Vollblut- Schimmel- Hodgini, Florence u. Victoria. Neue Hengste, zusammen vorgef. von Herrn Original- Dressur! Zum ersten Male Franz Renz. Schulpferd Johanniter, in Berlin. Potpourri, mit 6 Pferden, ger. v. Frl. Oceana Renz. Kandelaber, dress. u. vorgef. v. Herrn Ernst Schuger. von Herrn Ernst Renz( Enfel). mann. 2 Athleten zu Pferde, Mr. Mlle. Theresina auf d. 20 Fuß hohen Hodgini u. Bedini. Rococo- Quadrille, Drahtseil. Mlle. Marie Chiarini, Piger. v. 16 Damen. Tandem m. 4 Schul2089b Erstes Stiftungsfest unter gütiger Mitwirkung des Gesangvereins ,, Wiederhall", des Gesangs fomiters Herrn Rusch. Festrede, gehalten von Stadtv. Fritz Zubeil. Das Komitee. Anfang 8 Uhr. Billets sind noch zu haben bei Frig 3ubeil, Naunynſtr. 86. Verein der Einseger( Tischler). rouetten z. Pferde. Auftreten d. Reit- pferden, ger. von Ernst Schumann. Ausserordentliche General-Versammlung. tünstler Herren Adolf Delbosq, F. Chia- Doppel- Jockey, Mr. Joe Hodgini und rini, Alex Briatore 2c. Rom. Entrées Victor Bedini. Ringlet, engl. Spring- Sonntag, den 18. Oktbr., Vorm. 102 Uhr, Neue Friedrichstr. 44. Zages Ordnung: und Intermezzos von sämmtl. Klowns. pferd, ger. v. Frl. Adele Schumann. 1. Fortsetzung der Statutenberathung. 2. Verschiedenes. 3. Fragekasten. Zum 14. Male: Eine Nacht in Täglich: ,, Auf Helgoland". NB. Der Arbeitsnachweis des Vereins befindet sich nur Neue FriedrichSonntag 2 Borstellungen: Nachm. Venedig. Neueste Original- Wasser4 Uhr( 1 Kind frei) ,, Aschenbrödel". Pantomime in 2 Abtheilungen mit straße 44 im Restaurant( Abends 8-9, Sonntags Vorm. 10-12 Uhr). Der Vorstand. Abds. 7½½ Uhr: ,, Auf Helgoland". sensationellen Licht- und Wasser- 145/20 effekten. E. Renz, Direktor. Morgen: Große Vorstellung. Eine Nacht in Venedig. tittagstisch, Herren 50 Pf. mit Bier; Damen, separat, 35 Pf., Sonntag 2 Borstellungen: Nachm. 2086b 4 und Abends 7/2 Uhr. Skalikerstr. 34. Allgemeine öffentliche Versammlung Dr Stereotypeure und der in Stereotypien beschäftigten Arbeiter Berlins und Umgeg. The Sunbeams. am Sonntag, den 18. Oktober d. J., Vormittags 11 Uhr, im Großer Erfolg! Chas Haydn. Mr. Rollinson. 4 HUF The Avolo Boys 2c. Dresdener Garten, Dresdener Strasse No. 45. Tages Ordnung: Leseklub ,, Carl Marx". Versammlung für Männer u. Frauen am Sonntag, den 18. Oktober, Abends 6 Uhr, im kleinen Saale der Berliner Bockbrauerei am Tempelh. Berg. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Ledebour über:„ Die kulturelle Bedeutung der proletarischen Bewegung." Nachdem gesellige Unterhaltung und Tanz. Der Einberufer. 356/20 Achtung! Charlottenburg. Achtung! 1. Stellungnahme der Stereotypeure zur Tariſbewegung der Buchdrucker. Gr. öffentl. Kommunalwähler- Versammlung Referent Herr Dolinski. 2. Diskussion. 3. Bericht des Delegirten zur Gratweil'sche Berliner Streit- Kontrollkommission. Die Buchdrucker werden gebeten, den Stereotypeuren es zur Pflicht zu machen, diese Versammlung zu besuchen. Der Einberufer. Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: 1436L Große öffentliche Versammlung am Montag, den 19. d. M., Abends 81/2 Mhr, in der ,, Gose- Brauerei", Wall- Strasse No. 46. Tages Ordnung: 1. Die bevorstehenden Kommunalwahlen. Referent: Stadtverordneter Otto Klein. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Entree 10 Pf. Um recht zahlreichen Besuch bittet 370/17 Der Einberufer. Hamburger Gaudebrüder der Töpfer Berlins und Umgeg. Maler, Ladkiver und Orientalischer Rauch- Klub Konzert- und Koupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 P., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittags- frage. tisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Gäle. am Montag, den 19. Oktbr., Vorm. präz. 9 Uhr, im Lokale des Herrn Joël, Andreas- Strasse No. 21. Tagesordnung: Auftreicher. Freitag, den 16. Oktober, Abends 1. Bericht der Kommission über die Erhebung betreffs der Fenster 81/2 Uhr, bei Gründel, Dresdener2. In welcher Weise bringen wir unsere Forderung zum Durchbruch? Straße 116: NB. Die Kollegen werden hierdurch nochmals auf den Beschluß der Komb. Mitgliederversammlung 1169L letzten Versammlung aufmerksam gemacht, von jedem Bau einen Delegirten am Sonnabend, den 17. d. M., Abends von 6 Uhr ab nach Rosenstraße 30 Etablissement Buggenhagen bei Wernau zu senden, um die gewünschten Angaben zu machen. am Moritzplatz. 316/20 J. A.: Carl Thieme. Unterhaltungs- Musik. Fachv. d. Marmor- u. Granitarbeiter. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks und Mittagstisch. Spezial- Ausschaut von Payenbojer Export- Bier, Seidel 15 Pf. 641 F. Müller. Sonntag, den 18. Oktober, Vorm. 10% Uhr, in ,, Deigmüller's Salon", Alte Jakob- Strasse No. 48 a: Mitglieder- Versammlung. Tages Ordnung: = ( Spar- und Kreditverein). Sonnabend, 17. Oftober: Viertes Stiftungsfest in Schröder's Salon, Manteuffelstr. 9. Freunde und Gönner sind hierdurch freundlichst eingeladen. sämmtl. Filialen Berlins. Verein d. Sattler u. Fachgen. Tages- Ordnung: 1. Stellungnahme zur Fachschule. 2. Reise- Unterstützung. 3. Abrechnung vom Sommer- Fest der Filialen. 4. Verschiedenes. 137/17 213/11 Albert Rube, Memelerstr. 2. Vereinigung 1. Vortrag. Referent Herr Reherau. 2. Diskussion. 3. Viertel- d. Drechsler Deutschlands. jahres- Abrechnung. 4. Verschiedenes. PassagePanopticum 280/7 und Theater Variété I. Ranges Um zahlreiches und pünktliches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Sonnabend, den 17. Oftbr. 1891, bei Gründel, Dresdenerstraße 116: Gemüthliches Verband der Vergolder, Goldleiſtenarbeiter und Berufsgen. Beisammensein, ( Filiale Berlin). Montag, den 19. Oktober, Abends 8 Uhr, bei Scheffer, Inselstr. 10: Monats- Versammlung. Tagesordnung: 50 Pfennig. eiten. 2. Distuſſion. B. Staſſenbericht. 4. Verſchiedenes. 1. Bortrag von Herrn Dr. med. Freudenthal über: Prinzeß Vauline, die levende Puppe in Castan's Panopticum EPF ohne Extra- Entree. Entree 50 f. Kinder 25 Pf. Präuscher's anatomisches MUSEUM Kommandantenstr. 80-81. tägl. von früh 9 b. Ab. 10 verbunden mit Tanz. Anfang 8 Uhr. Entree frei. Hierzu ladet alle Kollegen freundDas Komitee. Geschlechtskrank- lichst ein Die Ortsverwaltung. Um zahlreichen Besuch bittet. Alle diejenigen Verbandsmitglieder, welche ihr Verbandsbuch noch nicht Zentral- Kranken- u. Sterbekasse haben abstempeln lassen, ersuchen wir, dies in der Versammlung zu thun.- der Maler u. s. w. Die Vertrauensmänner, welche noch nicht im Besitz von Billets zur Matiner( E.§. 71, Hamburg. Filiale IV, W.) sind, fönnen solche in der Versammlung in Empfang nehmen. Wechselt die Bibliothek- Bücher! D. O. 326/15 Versammlung Sonnabend, 17. Oft., Abds. 81/2 Uhr, im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: Versammlung. Tages- Ordnung: die Lef Ar aus bu deu dur erst tre der pfli Ge lich be J. ge fei nic fun Af wi mi Vo 101 Sp erl Ge erf V üb ha lic D DE 10e fac M Po nic 6 2084b mi at B era be Qu di fu in 1117 V P an sei S W fel D ih fin K 263/2 1. Vortrag über: Ronventionelle Lügen." Heferent: Hr. Pinn. 2. Dis fussion. 3. Verschiedenes. Hierzu ladet ein Der Vorstand. NB. Am Sonntag, den 25. Oktober: Gemüthliches Beisammensein im Bereinslokale„ Dresdener Garten". Hiermit die traurige Nachricht, daß unser Mitglied Fr. Wichmann am Sonntag, den 11. Oktober, in der Charitee gestorben ist. Wir verlieren in ihm einen guten, treuen Sange bruder, dessen Andenken wir stets in 2087b Ehren halten werden. Der Gesangverein ,, Kreuzberger Harmonie". Möbel, Spiegel und Polsterwaaren. Ganze Ausstattungen empfiehlt Moritz Gläser, 1093 L Verband der Möbelpolirer Berlins u. Umg. im Restaurant Hämmerle, Bülowſtr. 59. am Freitag, 16. Oktober, Abds. 9 Uhr, 167. Reichenbergerstr. 167. Montag, den 19. Oktober er., Abends 72 Uhr, bei Bolzmann, Andreas- Straße Nr. 26: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bericht des Vorstandes. 2. Vierteljahres Kassenbericht. 3. Bericht der Fachkommission. 4. Anträge. 5. Ergänzungswahl für ausscheidende Borstands- und Kommissionsmitglieder. 6. Geschäftliches. Diejenigen, welche noch Billets vom Stiftungsfest abzurechnen haben, Biel Neues wacht. Herren. werden ersucht, dieses spätestens bis Sonntag Vormittag 10 Uhr bei dem Dienstag u. Freitag: Damentag. die Abrechnung in obiger Versammlung erfolgt. Kollegen Georg Hennig, Fürstenwalderstr. 9, vorn IV, bewirken zu wollen, da Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Täglich Nordd. Sänger. 232/2 Achtung! Der Vorstand. Verband deutscher Gold, Silber- Arbeiter und Berufsgenossen. Sonntag, den 18. Oktober, Mittags 12 Uhr: II. Goal wilt. 3. Dames Jr. Courses; Grosse Matinée Saal Auftr. d. Golzsch, Frl. Leander und des Hrn. Schröder und Elmano. Anf. 7 Uhr. Entree 15 Pf., Sonnabend 20 Bf., Sonntag 30 Pf. intl. Progr. 4 Regelb., 3 Billards, 3 Orchestrions. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. [ 1319L] ( Vorstellung und Konzert) in Kaufmann's Variété( Stadtbahnhof Alexanderplat). Auftreten des gesammten Künstler- Personals. 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Hilfsarbeiter für Reinickendorf und Umg. Sonntag, den 18. Oktober, Nachm. 2 Uhr, im Lokale des Hrn. Lüdicke, Amendestr. 1: Versammlung. Tagesordnung: 1248L] Bücher, Chr. Geyer, Oranienstraße 202. Ronverfations- Lerita, fauft ganze Bibliotheken, A. Hannemann, Rochstr. 56, Ffpr. I. 4027. Holy- Marmor- Malen. Unterricht ertheilt F. Lozynski, Gitschinerstr. 35. Vereinszimmer mit Piano sofort zu vergeben N., Buttbuserstr. 35. ereinstimmer( 25-30 Berſ.), sep. 3. v. i. Husarenfeller, Wassergasse 12. ereinszimmer mit Piano zu vers eben. Jglisch, Staligerstr. 76. Arbeitsmarkt. 1. Vortrag über ,, Geschichtsfälschung". Anf.: Wochentags 72 Uhr. Entree 50 Pf. arbeit und verkaufe Herren- 3ughtiefel von 5,50 M. an, Damen- Lederstiefel tussion. 3. Bereinsangelegenheiten und Sonntags 61/2 von 4,75 M. an, sowie jeden andern Artikel sehr billig. Verschiedenes. Gäste willkommen. 199/3 C. Hübner, Rosenthalerstr. 13. Der Vorstand. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. Spezialität.- Theater I. Ranges. Art Schuhsaaren zu bedeutend herabgeſetzten Preiſen, führe nur gute Hand- Referent: Herr Adolf Thal. 2. Dis verlangt Neue Schönhauſerſtr. 11. " 75 " " " 76P Ein tüchtiger Möbelpolirer wird Vergoldergehilfen, Farbigmacher, Ver filberer verlangt Mariannenplay 13. Hierzu zwei Beilagen D se D 2 in Ic T St e 11 P fo C 2 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 242. Parkeitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. 1. Verhandlungstag. Freitag, den 16. Oktober 1891. 8. Jahrg. uns gefagt: Die Broschüre ist ein ausgezeichneter Leitfaden für lich gemacht werden. Ich übernehme nur die Verantwortung für den Landagitator, aber für den Landproletarier zu schwer. Wir die meinigen. werden. 21 vor einen können dem in 14-16 Stunden täglicher Arbeit abgerackerten Zunächst heißt es in der Broschüre des Vorstandes: Die Landarbeiter nicht zumuthen, daß er Broschüren liest. Liest er Anschuldigungen der Berliner Opposition:" Werner hat sein doch auch nicht die Traktätchen unserer Gegner! Hier muß das parteischädigendes Treiben nach kurzer Pause wieder aufErfurt, 13. Oktober. Kurz nach 91/4 Uhr eröffnet Singer gesprochene Wort helfen. Freilich ist ein geschickter Landagitator genommen." Ich habe den Parteivorstand niemals angegriffen. die Verhandlungen mit der kurzen Juhaltsangabe der unseren schwer zu haben. Dazu kommt der Mangel an geeigneten Worin bestand aber meine Parteischädigung? Drei Viertel Jahre nach Lesern bekannten Adressen der französischen und spanischen Lokalen. Deshalb die Erscheinung, daß viele Orte verlangen, Salle sprach ich in einer Berliner Schuhmacher- Versammlung über Arbeiterpartei und der Mittheilung, daß Begrüßungstelegramme wir sollten die Mittel zum Bau eines Versammlungslokals, eines Lassalle. Die Gewerkschafts- Bersammlungen in Berlin befassen sich mit aus Berlin, Jhehoe, München, Kirchheim- Bolanden, Frei- eigenen Hauses bewilligen. politischen Erörterungen. burg i. Br. und Stettin, sowie ein Begrüßungsschreiben des Alle solche Gesuche haben wir ablehnen müssen. Die Redner giebt einen Ueberblick über seine damalige Rede, die deutschen sozialistischen Leseklubs zu Paris eingetroffen sind. Gesammtsumme, die hierzu nöthig, würde weit über unser Ver- ihn auf Vollmar's Rede in München gebracht habe. Das ZentralVon den Bruderparteien des Auslandes ist die österreichische mögen hinausgehen. Was dem Einen recht ist, ist dem Andern organ habe bis zu jener Versammlung über Vollmar's Hede gedurch zwei Delegirte, Ezermak und Neumann( Dr. Adler trifft billig. Deshalb konnten wir Ginzelwünsche nicht berücksichtigen. schwiegen, eine Rede, in der allzuviel Opportunismus und erst am Freitag ein), die holländische durch Wanderhus ver- Noch ein paar Worte über die Presse! Der Vorwärts" Chauvinismus enthalten war. Die Münchener Genossen widertreten. hat als Zentralorgan der Partei der Partei sehr viel Ueberschuß sprachen nicht, deshalb sagte ich, diese Anschauung darf in der Singer heißt die Gäste willkommen. Die deutsche Sozial- geliefert. Berechtigten Wünschen auf Abhilfe ist Rechnung ge- Partei nicht die herrschende werden. Mit der Resolution, die in demokratie betrachte die Erfüllung ihrer internationalen Vertragen worden. Die Berliner Genossen verlangen, daß ihnen ein jener Versammlung gefaßt wurde, habe ich nichts zu thun.... pflichtungen als eine ihrer ersten Aufgaben. Die auswärtigen größerer Einfluß auf den lokalen Theil eingeräumt werde. Der( Glocke des Vorsitzenden.) Genossen würden erkennen, daß der Geist internationaler Brüder Parteivorstand hat nichts dagegen. Den Berliner Genossen muß Singer ersucht den Redner, die Stunde Redezeit, welche lichkeit bei uns der alte geblieben ist. bis zu einem gewissen Grade Einfluß auf ihr Blatt eingeräumt ihm gewährt ist, dazu zu benutzen, über die Thätigkeit des Es wird in die Tagesordnung eingetreten. Parteivorstandes und nicht über die Taktik der Partei zu Erster Punkt der Tagesordnung ist der GeschäftsViele Beschwerden stammen daher, daß die Genossen mit sprechen. bericht des Parteivorstandes. Berichterstatter ist dem Zeitungswesen nicht genügend vertraut sind. Die Ham- Werner erklärt, hierauf nicht eingehen zu können. Er J. Auer. burger Genossen räfonniren auf ihr Blatt und finden den Vor- müsse auseinandersetzen, worin seine angeblich parteischädigende Auer: Werthe Genossen! Wie vor Erlaß des Sozialisten wärts" vortrefflich, die Berliner loben das„ Echo" und räfonniren Thätigkeit bestanden habe. Was geschah nach der Rede in der gesezes hat es der Parteivorstand für das Richtigste gehalten, auf den Vorwärts". Das Parteiblatt am Orte taugt in der Schuhmacherversammlung? Die Parteiblätter, allen voran das seinen Bericht den Genossen gedruckt vorzulegen. Ich bin zwar Regel nichts, zum Glück wird es aber gelesen, das Parteiblatt" Hamburger Echo" griffen in heftigster Weise die Berliner Jungen", die Kratehler, die Radaumacher ant. Und nicht Sanguiniter genug, anzunehmen, daß alle Genossen in der von außerhalb gilt überall als beffer. ich Stimmt der Kongreß zu, so ist der Vorstand einverstanden, doch habe nichts als gethan, Turzen Zeit den Bericht gelesen haben werden, zumal andere die Partei Altenstücke interessanter Natur vorlagen. Aber die Mehrzahl daß die Berliner eine Kommiffion wählen, die in Verbindung Chauvinismus zu bewahren gesucht. Ich bin sachlich gegen wird es gethan haben. Die Zeit ist kostbar und ich beschränke mit ihm über das Blatt entscheidet und alle Fragen erörtert. Vollmar vorgegangen, habe nicht vom Schlüsselsoldaten", nicht mich deshalb auf furze Erläuterungen. Was die Geschäfte des Eine Theilung des Bestimmungsrechtes für den lokalen und den von der Dummheit" gesprochen, die er begangen, wie sie Bebel Vorstandes betrifft, so war Grundsatz prompte Erledigung. Deshalb allgemeinen Theil ist schon aus technischen Gründen unmöglich. bezeichnete. Und doch wurde ich maßlos angegriffen. wurden zunächst zwei Sigungen für die Woche festgesetzt, die Die Opposition hat dem Borstande mangelnde Unterstützung der Es fam die Feenpalast- Versammlung, in der Genosse Fischer später häufig auf drei erhöht wurden. Regel war, alle Eingänge, lokalen Preise vorgeworfen. Der Vorstand hat nur dem Beschluß des über den Brüsseler Kongreß sprach. Ich erörterte die 1. Mai welche bis zum Tage der Sitzung vorlagen, zu erledigen. Die Halle'schen Parteitages über die Presse gehorcht. War der Vor- feier und den Achtstundentag; hatte ich nicht das Recht daß der erledigten Briefe wurden dem Feuertod überliefert. Möge diese stand in der Bewilligung von Mitteln für die Parteipresse zu verlangen, Achtstundentag aus theoretischen Gewohnheit von allen Genossen, welche Briefe des Vorstandes zäh, so haben wir uns damit nur auf der vorgeschriebenen Linie Gründen sofort gefordert würde? Wenn ich sagte: erhalten, befolgt werden. Der Umfang des Verkehrs zwischen bewegt. Und doch müssen wir uns schuldig bekennen. Als die Jede Kritik ist verpönt, so dachte ich an die Erfahrungen, Vorstand und Genossen war recht beträchtlich. Er erstreckte sich Parteimittel wieder reichlicher flossen und wir uns sagten, daß die ich eben gemacht hatte. Grillenberger bezeichnete mich als über die ganze Partei. Einzelne Orte hatten besonders lebeme firifte Durchführung des Beschlusses unmöglich war, haben konfusen Krafehler" und Stänferer".( Heiterkeit.) Wenn in hasten Verkehr. Wir stehen mit 879 Orten in Verbindung; frei wir reichlich unterstützt. Immer wird auf den Königsberger der Parteipresse so geschrieben wird, dann gehe man mit beiden lich giebt diese Zahl noch lange nicht die Zahl der Fall hingewiesen. Dort waren grobe Fehler in der Verwaltung Seiten ins Gericht. Bebel sagte: In Erfurt wird der Opposition Orte an, wo Parteigenossen, organisirte Parteigenossen, leben. vorgekommen. Aber die Verpflichtung für die Erhaltung des die Gelegenheit zur Bildung einer eigenen Partei gegeben werden. Die Kadres unserer Armeekorps sind in bester Ordnung, eine Blattes konnten wir es war zudem in der ersten Zeit, als Hat nur Bebel das Recht, nervös erregt zu sein? Dürfen wir, wesentliche Leistung, die seit dem Sozialistengesetz, dessen haupt- die Mittel spärlich waren konnten wir nicht übernehmen. Deren Sprache nicht durch einen zwanzigjährigen Reinigungssächlichste Aufgabe die Zerstörung der Organisation war, in elf Die Gründung eines Tageblattes für Königsberg war unbedacht. prozeß im Parlament geläutert ist, nicht auf Monaten fertig gebracht wurde. Der schriftliche Verkehr zwischen Nur die Nachwehen konnten wir mildern. groben Kloß einen groben Keil sezen? Ich habe nicht Parteikassirer und Genossen ist in der Gesammtzahl der Briefe Wieder ist der Wunsch auch aus dem Ausland laut geworden, mit einem schallenden Bravo eine schallende Ohrfeige begrüßt. nicht mit einbegriffen. Durchschnittlich hat er pro Tag 4 bis ein Wochenblatt zu gründen, in dem sich das ganze geistige Leben Ich habe offen opponirt, andere geheim. Baake und Glocke, die 6 Briefe in Partei- Angelegenheiten empfangen und erledigt. wiederspiegelt. Die Konkurrenzschwierigkeit für die schon vor- beim Vorwärts" sind, haben in den achtziger Jahren einen Die Geschäftsführung ist nicht blos auf die fünf Vorstands handenen Wochenblätter liegt auf der Hand. Die Angelegenheit radikalen Klub gründen wollen gegen die Fraktion. Baake hat mitglieder beschränkt gewesen. Bei besonders wichtigen Partei- muß reiflich erwogen werden. Wir fiehen dem Wunsche nicht im Jahre 1887 in fleinerer Parteifonferenz geäußert:„ Singer aktionen sind die sieben Stontrolleure hinzugezogen worden. ablehnend gegenüber. Den Genossen im Auslande fehlt das soll hier aufgestellt werden? Dagegen protestire ich. Singer's Bei allen diesen Sigungen wurde stets volle Uebereinstimmung geistige Band. Die bestehenden Wochenblätter haben ihre Geldsack hat die Partei korrumpirt, er wird noch die ganze erzielt. Keine Majorisirung! Aufgabe nicht erfüllt; besonders gilt dies von einem Wochenblatt, Partei forrumpiren." Glocke war der Meinung, daß die Ansicht Nun zur Agitation. Sie ist im gedruckten Bericht eingehend das unter der früheren Redaktion dieser Aufgabe mehr gerecht Berliner Opposition, die schon so alt fei, nicht nur in Berlin behandelt worden. Trotzdem werden hier Klagen und Wünsche wurde. ihre Verfechter finden müsse, sondern daß man diese Meinung in die ausgedrückt werden. Deshalb einige allgemeine Momente gegen Er wollte gegen die verweichNun zu dem unangenehmsten Theil meiner Aufgabe, zur so- Provinz zu tragen habe. die Berechtigung dieser Klagen. Zunächst ist erst verhältnißmäßig genannten Opposition. In Fleisch und Blut ist unserer Partei lichende Taktik der Fraktion geschlossen vorgegangen wissen. turze Zeit seit dem Sozialistengesetze verlaufen. Eine Agitation der Grundsay unbeschränkter, freier Meinungsäußerung über- Die Parteigenossen sollten es mit Freude begrüßen, wenn wir in dem Umfange wie vor dem Sozialistengesetze war gegangen. Sie ist absolut für das Parteileben erforderlich. Auch offene Sprache führen. Was das Flugblatt betrifft, so weiß der unter dem Sozialisiengesehe unmöglich. Deshalb fehlte dem Wünsche und Beschwerden sind erklärlich und nothwendig. Auch Vorstand genau, daß ich nicht mit ihm einverstanden bin. Ich Vorstand volle Kenntniß der zur Agitation geeigneten bei uns kommen Fehler vor. Aber darum handelt es sich, in betrachte mich nicht als Führer, wenn Parteigenossen meine AnPersonen. Mangel an geeigneten Persönlichkeiten, Mangel welcher Form diese Beschwerden laut werden. Im ficht theilen, so ist das ihre Sache, nicht die meine. Jeder Einan Kenntniß ner solcher Män hat manchen Wunsch un vorigen Jahr war volt Korruption die Rede, in zelne trage die Verantwortung für seine Aeußerungen. Wenn feine Erfüllung gebracht. Die Proving sagt: In den großen diesem Jahre von Schmaroherthum und Speichel- Auer von dem Resonnanzboden sprach, so haben sich die HamStädten sind sehr viel Agitatoren vorhanden. Vergessen wird, lederei. Tausende sollen nur aus Gunst verwandt worden burger desselben Vergehens kürzlich schuldig gemacht. Redner bewelch große Anforderungen die Agitation in den großen Städten sein. Und diese Vorwürfe wurden auf einem Resonnanzboden spricht den Fall des Königsberger Volksblattes, des Bollwerts im selbst stellt. Selbst in Berlin ist kein leberfluß an geschickten Rednern erhoben, der jedes Wort in die entfernteste Gegend warf. Wenn Osten, fallen gelassen wurde. Schulze durfte vorhanden, obwohl in Berlin die Lust und Befähigung zur die Genossen draußen im Lande in ihrem Schmerzensschret über nicht verlassen werden, die tüchtigsten Redakteure mußten zur Seite Debatte sehr groß geworden ist.( Heiterkeit.) Viele werden durch diese Vorgänge immer wieder darauf zurückkommen und entschieden ihm gestellt werden. Die Broschüren ihre sozialen Verhältnisse verhindert. Manch tüchtige Männer verlangten, daß Wandel geschaffen werde so, kann ich im Namen sind viel zu theuer. Zur Landagitation müssen die Broschüren find zu bescheiden zum Apostolat; bei andern steht das des Vorstandes aussprechen, daß wir uns dem voll und ganz gratis zur Verfügung gestellt werden. Gegen den Vorwärts" Können im Mißverhältniß zum Wollen. Auch in Berlin ist es anschließen. Wir stellen das Verlangen an die Männer der erhebt Redner die Anklage, daß sein Ton gegen die gegnerische schwer, Referenten zu bekommen. Opposition, ihre Behauptungen zu beweisen. Können Sie das Presse, besonders die Freifinnige Zeitung" ungehörig war. Auch Für diejenigen Genossen, die wir ins Land schicken, sind wir nicht, so müssen Sie widerrufen, oder der Parteitag wird den der Ton, der gegen Nieuwenhuis angeschlagen wurde, gehört verantwortlich. Wir müssen uns also in der Auswahl beschränken. dritten Weg ja zu finden wissen. Beweisen oder widerrufen, nicht ins Zentralorgan. Erklärungen sind im Sprechfaal nicht Dem Vorwurf der Gewissenlosigkeit wollen wir uns nicht aus- sonst ist das Tischtuch zwischen uns zerschnitten!( Stürmischer ausgenommen wurden. Ist es Disziplinbruch, wenn man sich setzen und haben es auch nicht gethan. nicht stillschweigend fügt, sondern seine Meinung zum Besten giebt? Sonst bleibt ja die Majorität Majorität und die Ein Antrag von Niederauer Berlin läuft ein: Die kleinere Parteipresse soll von Beantrage, daß in Zukunft bei Gelegenheiten, wie bei Minorität Minorität. Zentralfasse werden. unterstützt Sonst ist die spielsweise am 1. Mai und ferner bei der Antikornzoll- der Verflachung nahe. Der Schriftseger Ernst Agitation, die Resolutionen, die bei diesen Gelegenheiten Gefahr der angenommen werden sollen, nicht vom Parteivorstand ver- hat mich beauftragt, seine Angelegenheit mit Grillenberger faßt werden und dann den Genossen zur Annahme zur Sprache zu bringen. Es handelt sich um den Trauerrand empfohlen werden sollen, sondern es einer jeden Versamm der Fränkischen Tagespost" beim Tode des Kaisers Friedrich. Ich lung zu überlassen sei, ihre eigenen Gedanken in einer Re- lasse das Blatt zirkuliren. Der„ Sozialdemokrat" zeigte in gleicher Weise die Todesfälle der Genossen an. Ich bin am solution zusammenzufassen. Schluß: Werfen Sie die Opposition nicht zu einer Partei zusammen, beurtheilen Sie von Fall zu Fall, und ich glaube, Sie iverden zu einem gerechten Urtheil gelangen. Auerbach und Genossen beantragen: Mögen alle für die Agitation begabten Genossen ihre Adressen an den Parteivorstand einschicken. Die Ansprüche an den Redner find mit dem geistigen Niveau der Partei gestiegen. Wir wollen einen ordentlichen Redner haben, heißt es von überall her. Dabei taucht der Irrthum auf, daß die Reichstags: Abgeordneten Kraft ihres Amtes hervorragende Redner sein müssen. Mancher ist in der Kommission sehr brauchbar, der im Plenum keine glänzende Rede halten kann. Beifall!) Nicht Abneigung gegen die mündliche Agitation, sondern diese Umstände zwangen uns, manchen Wunsch unberücksichtigt zu lassen. Mit der Zeit wird es besser werden. Agitations- und Debattirschulen sorgen für Nachwachs. Immer mehr gewöhnen handelt werden. Der Antrag findet die nöthige Unterstützung und wird verBebel beantragt, daß alle Anträge, die von den Genossen wir uns an das volle Licht der Oeffentlichkeit. Mancher Edel- der verschiedenen Kreise genellt sind und sich auf Partei und stein wird entdeckt werden, der jetzt noch in der Erde liegt. worden. Wenn es mit dem Beschließen gethan wäre, hätten wir einer nochmaligen Diskussion aus dem Wege zu gehen. Gute Parteiſchriften sind stets auf allen Kongressen verlangt Agitation beziehen, soweit die Parteileitung in Betracht kommnt, bei der Berichterstattung des Vorstandes erledigt werden, um eine Musterkarte guter Agitationsschriften. Aber Broschüren Auerbach tritt für den Antrag ein. müssen geschrieben werden. Groß ist die Schwierigkeit, Emmel- Frankfurt bekämpft ihn, weil er Verwirrung beprinzipiell richtig und allen verständlich zu schreiben. Um die Sozialdemokratie zu verstehen, ist ein gewisses Maß sozial- fürchtet, der von dem Chaos von Anträgen hervorgerufen werden politischer Einsicht nothwendig. Für uns völlig fremde Elemente würde. Der Antrag Bebel wird abgelehnt. Troßdem haben Drei Die das Der Parteitag beauftragt die Parteileitung, in den jenigen Landestheilen, in denen eine Lokalpresse, gleichviel ob täglich oder in längeren Zwischenräumen erscheinend, zur Nothwendigkeit für die Verbreitung unserer Grundfätze geworden ist, und wo die Mittel zur Unterhaltung der Presse von den Genossen dieser Landestheile nicht aufgebracht werden können, die Gründung und Erhaltung derartiger Organe aus den Partei- Einnahmen zu unterstützen. Schulze Königsberg und Genossen beantragen: " Da sich herausgestellt, daß der Vorwärts" von den meisten Genossen nicht gehalten werden kann, die übrigen Parteiblätter in Deutschland aber einen mehr oder weniger Tokalen Charakter tragen und daher eine allgemein befriedigende Uebersicht der Parteiverhältnisse nicht geben tönnen, beantragen die Königsberger Genossen:„ Die Beschaffung eines einmal wöchentlich erscheinenden Organs, welches neben dem Vorwärts" in gedrängter Kürze eine Uebersicht über alle politischen und wirthschaftlichen Fragen des In- und Auslandes, sowie über die Arbeiterbewegung aller Kulturstaaten berichtet, unter Berücksichtigung statisti schen Materials." ist meiner persönlichen Ansicht nach das gesprochene Wort von höherer Bedeutung als das geschriebene. Gottfried Schul 3- Berlin erstattet hierauf Vericht für wir vollste Sympathie allen Versuchen zugewandt, gute die Kontrolleure. Er konstatirt, daß im Laufe des ganzen Jahres Broschüren zu verfassen und herauszugeben. Für alle Provinzen auch nicht eine Beschwerde an die Beschwerdekommission geund alle lokalen Verhältnisse ist kein allgemeines Flugblatt von langt ist. Das giebt zu denken, wenn man bedenkt, welch einer Zentralstelle heraus möglich. Ueberall herrschen verschwere Vorwürfe in Versammlungen erhoben wurden. schiedene Verhältnisse, denen, wenn man wirken will, Rechnung gemeinschaftliche Sigungen hielt der Parteivorstand ab, bei denen getragen werden muß. Deshalb sollten die Landesorganisationen die Kontrolleure zugezogen wurden und in denen wichtige, die der Zentrale diese Aufgabe abnehmen. Un Geld aus der Geschäftsleitung betreffende Beschlüsse zu fassen waren. Bentraltasse soll es nicht fehlen; nur die Ausführung soll draußen Kaffe ist von Quartal zu Quartal revidirt, die einzelnen Belege erfolgen. sind geprüft und sämmtliche Bücher des Kassirers, sowie die Aber auch so ist das Möglichste geschehen. Die Gesammt. Bücher des Vorwärts" und der Buchhandlung in bester Ordzahl der Flugblätter und Broschüren, die von uns heraus- nung befunden worden. gegeben sind, geht in die Zehntausende. Packetweise iſt z. B. Die Diskussion wird eröffnet. die Broschüre Liebknecht's:" Was die Sozialdemokraten sind und Diese beiden Anträge kommen bei dem Punkt Parteipresse Als Wortführer der Opposition ist Werner gemeldet. Er zur Verhandlung und Entscheidung. was sie wollen!" in's Land gesendet worden. Und doch ist diese hat dieselbe Redezeit wie der Referent. Niederauer- Berlin begründet seinen Antrag. E3 habe ausgezeichnete Arbeit für manche Streise, die in ihrer sozial- Werner: Meine Herren und Damen! Der Parteivorstand politischen Bildung zu weit zurück sind, zu hoch gewesen. Das hat an die Parteigenossen die bekannte Aufforderung in Sachen jeder Theil Genossen seine Eigenthümlichkeit und so haben auch verstehe ich nicht!" hieß es. der Opposition erlassen. Darin heißt es, daß die Opposition be- die Berliner ihre Eigenthümlichkeit.( Lebhafte Zustimmung und Deshalb find Reichstagsreden, die populäre Gegenstände hauptet habe, daß die Parteileitung Gelber an Schmaroßer Sachen.) Es müsse deshalb auch den Genossen der einzelnen Es giebt aber feine ge- Sveise überlassen bleiben, nach eigenem Ermessen Resolutionen betreffen, in Broschürenform herausgegeben worden. So hat die und Schweifwedler vergeben hätte. Rede über Soldatenmißhandlungen in ländlichen Kreisen beschlossene Opposition, sondern nur oppositionelle Elemente zu verfassen, anstatt solche nach einer Schablone zu empfehlen. Berlin. E3 ist unmöglich, eine Opposition Opposition als wenn keine Beschwerden an die Beschwerdekommission gelangten, sonders gewirkt; sie ist in Tausenden von Exemplaren verbreitet in geschlossene Partei in der Partei festzustellen. Deshalb muß so ist der Grund wohl darin zu finden, daß man kein Vertrauen Dann die Broschüre über die Landagitation. Auch hier wurde jeder einzelne Oppositionelle für seine Aeußerungen verantwort- lauf diesen Weg gesetzt hat. worden. " Vollmar die Parteileitung hätte gegen Bäthge Magdeburg: In Magdeburg ist es zu Streitig selbstverständlich nicht entschuldigen will, daß Litfin das Geld Vorwurf fam, von derselben Seite, die feiten unter den Genossen gekommen und zwar zwischen Buckau nicht abgeliefert hat. Die Behauptung selbst halte ich aufrecht. nicht genommen, und den Magdeburgern. Ein zweiter Vertrauensmann ist für Den Namen des Abgeordneten werde ich nicht nennen, bis es uns, weil wir gegen ihre Kampfweise Stellung nahmen, Buckau gewählt worden. Der Parteivorstand hat sich nicht bestritten werden sollte. Die zweite Aeußerung betrifft diejenigen Diktatur vorwarf. Diese Stellung ist aber nur genommen hineingemischt und hat den zweiten Vertrauensmann belaffen. Reichstags- Abgeordneten, welche den Arbeiterschutz- Antrag nicht worden, weil die Herren van der Opposition unwahre Ver Dieser Standpunkt ist falsch. geleſen hätten. Ich stützte diese Aeußerung, welche ich im guten dächtigungen, Verleundungen gegen uns vorbrachten, wohingegen Auer beantwortete die Anfrage, welche Bäthge zum Schluß Glauben that, auf die Aussagen zweier Reichstags- Abgeordneten Bollmar wie bestimmt man ihm auch widersprechen mag und direkt stellte, ob die Parteileitung ihren Standpunkt beibehalte: mir gegenüber. Einem Abgeordneten machte ich den Vorwurf: ich werde mich schon mit ihm auseinandersetzen durchaus Das Organisations- Statut sagt im Wie können Sie einen Antrag unterschreiben, der unserem bis- sachlich gewesen ist. Fortwährend wurden die Vorwürfe, der § 3. Die Parteigenossen in den einzelnen Reichstags- herigen Vorgehen so widerspricht und der dies und das enthält?" und der sei Speichellecker oder Günstling, so gemacht, daß darin Wahlkreisen wählen in öffentlichen Versammlungen zur Da hieß die Antwort des Abgeordneten:" Steht das denn wirt zugleich für uns der Vorwurf liegt, wir hätten uns dieser Speichel Wahrnehmung der Partei Interessen einen oder mehrere lich darin? Ich habe nicht zeit gehabt," den Antrag zu lesen lecker und Günſtlinge nicht erwehrt. Nichts ist unberechtigter. Vertrauensmanner. Die Art der Wahl dieser Vertrauens- und mancher andere Abgeordnete auch nicht." Das bestätigte mir Werner hat heute wieder die Namen Baake und Glocke genannt. männer ist Sache der in den einzelnen Kreisen wohnenden auf Anfrage ein zweiter Reichstags- Abgeordneter. Ich war also zu Wir wußten, daß diese Gencjen damals, als wir sie bei Genossen." meiner Behauptung berechtigt. Die Namen nenne ich nicht der Zeitung anstellten, oppofitionell waren; wenn wir sie liegt darin anstellten, fo der beste Beweis Der Parteileitung ist es nun einerlei und es geht sie nichts( Vielfache Zurufe:" Nur nennen!), dem Vorsitzenden will ich sie trotzdem ( Beifall.) Und wenn die beiden an, ob die Genossen einen oder zwei oder drei Vertrauensmänner vertraulich nennen. Dies für heute, morgen werde ich, wenn die für unsere Objektivität. wählen. Wir haben den Buckauer Genossen nun feinen Rath Genossen hier damit einverstanden sind, die Opposition in der Genossen im Laufe der Jahre eingesehen haben, daß ihre und nun Meinung über uns irrig war, wahrheits gegeben. Es kam im Wahlkreise zu Differenzen, die Buckauer Frage der Taktik vertreten. machten von ihrem Recht Gebrauch, sich einen zweiten, eigenen Bebel: Auf die Anschuldigungen Wildbergers, die heut gemäß eine andere Meinung aussprechen, so gereicht ihnen das zur Vertrauensmann zu wählen. Wir konnten nur sagen: uns ist viel unverfänglicher flingen, habe ich zu erklären: Ein Partei Ehre. Der Oppofition aber gereicht es zur Unehre, wenn sie es recht. Der Standpunkt, den die Parteileitung einnahm genosse, wie Wildberger, war sehr wohl in der Lage, sich darüber ihre Behauptungen nicht widerruft, obwohl sie heute nichts Sie sprechen von Ver die anderen Mitglieder dachten wie Fischer war korrekt.( Bu- zu erkundigen, ob seine erhaltenen Mittheilungen wahr seien; er vorbringen fonnte als Redensarten. stimmung.) brauchte sich nur zunächst mit einer Frage an den Vorstand zu werflichkeit des Parlamentarismus nach der pekuniären Seite. Schulze- Magdeburg: Man wirft der Opposition vor, wenden, hätte dieser die Beantwortung abgelehnt, so war der Ist gegen die Verwaltung des Parteifonds irgend der kleinste daß sie die Agitation auf dem Lande schädige. Wir haben um Beschwerdeweg durch den Organisationsplan vorgeschrieben, den Einwand zu erheben?( Wildberger: Das haben wir nicht ge Magdeburg von dieser schädigenden Wirkung nichts gemerkt. Es hatte Wildberger einzuschlagen, anstatt seine Verdächtigungen in than.) Das haben Sie nicht gethan? Worin liegt denn die Ver find allenthalben Erfolge verzeichnet worden, wie Singer ja dieser Weise in öffentlicher Versammlung vorzubringen. Es ist werflichkeit des Parlamentarismus in fixanzieller Beziehung? Es anerkannt hat.( Aber nicht durch die Opposition!) Aber doch einfach unwahr, daß ein Geschenk oder Darlehn für einen Abge- muß sich dann doch an irgend Einem diese verderbliche Wir troh der Opposition!( Sehr richtig! und Heiterkeit.) In ordneten hingegeben fei; von einem Darlehn sprach Wildberger fung gezeigt haben.( Allseitige Zustimmung.) Wildberger hat Halberstadt wurde allerdings nach einem Referat von Gerisch ein übrigens erst heute, während er in Berlin nur von Geschenk weiter am 22. September gefagt, daß ex deutlicher werden" Antrag gestellt, der die Behauptung einer solchen Schädigung gesprochen hat. Die Situation ist die: entweder Sie beweisen fönnte, und weiter, daß er sich dem Parteitag nicht füge. Warum enthielt, aber zurückgezogen, nachdem Gerisch sich entfernt hatte. Ihre Beschuldigungen oder wenn Sie das nicht können, haben wird er nun nicht deutlich? Und wenn er sich dem Parteitag Der Antragsteller gab an, er sei zu dem Antrage vom Genossen Sie zurückzunehmen was Sie gesagt. Ebenso falsch ist, wenn doch nicht fügen will, warum ist er hier erschienen?( Beifall.) Gerisch bestimmt worden. Das war nicht forrekt von Gerisch. Wildberger behauptet, daß 7/8 der Mitglieder der Fraktion den Ent- Ein Darlehen ist einem Abgeordneten, der neun Monate lang im Was den Buckauer Fall betrifft, so hatte der Wahlkreis beschlossen, wurf des Arbeiterschutes unterschrieben hätten, ohne daß sie in der Gefängniß gewesen war, dessen Frau während er faß, der Schlag nur einen Delegirten zu wählen, und davon wichen die Buckauer Lage gewesen wären ihn vorher zu prüfen. Schon 14 Tage vor der Er- rührte, der vier Kinder im Hause hatte and dessen Geschäft Genossen erst nachträglich ab. Redner streifte den Fall Heine öffnung der Seffion haben die Mitglieder den vom Fraktionsvorstand zurückging, nach gründlicher Untersuchung gegen Sicherheit und und behauptet die Richtigkeit der von Heine bestrittenen Aussage ausgearbeiteten Entwurf in Händen gehabt, in einer sofort nach Bürgschaft gegeben worden. Ist das Parteiveirath, so will ich vor Gericht. Eröffnung der Session stattgehabten Sigung wurde nach einigen noch zwanzig ähnliche Parteiverräthereien gern auf mich nehmen. Abänderungen der Antrag von fämmtlichen Fraktionsmitgliedern( Beifall.) Kommen Sie hier an den Tisch, hier liegen die Kaffenunterschrieben und gelangte so an den Reichstag. Wenu nun bücher, Sie sollen jede Auskunft haben. Sie sollen beweisen oder trotzdem Mitglieder der Fraktion eine diesen Thatsachen entgegen widerrufen, und Sie wollen überhaupt nichts gesagt haben. gefeßte Mittheilung gegen Wildberger gemacht haben, ist es die Feiger kann man sich nicht benehmen.( Lebhafter Beifall.) Bebel Pflicht Wildberger's, öffentlich vor dem versammelten Parteitage beantragte schließlich: die Namen zu nennen. Wer behauptet hat, daß Fraktionsmit glieder den Entwurf nicht gekannt hätten, hat die unwahrheit gesagt. Mielenz- Johannisthal bedauert, daß die Fraktionsmitglieder immer teine Zeit haben, in der Umgegend Berlins zu sprechen. Ich bin zwar der Meinung, daß andere Redner ebensoviel leisten, wie Reichstags- Abgeordnete, aber einmal hätte doch einer von ihnen sprechen können. Der Abgeordnete Tutauer Wie könnt habe, zur Landagitation aufgefordert, erwidert: Ihr nur erwarten, daß ich zu dieser Zeit hinauskomme!" Es fehlt an tüchtigen Leuten zur Agitation. Einem Abgeordneten müßte die Betheiligung zur Ehre gereichen. Ich habe mit der Berliner Opposition weiter nichts gemein, als daß ich einige Mitglieder kenne, Werner besonders. Wirst man die Opposition in einen Topf, so geschieht es, um Stimmung zu machen. Ewald Brandenburg: Von der Opposition ist unsere Langmuth sehr in Anspruch genommen. Gestern wurde beschlossen, einen Generalredner von der Opposition stellen zu lassen, heute spricht Werner nur für sich und die anderen Oppositionsmitglieder gleichfalls. Wieder haben wir dieselbe Erscheinung wie in Halle: Reiner will es gewesen sein und die Parteileitung sei das Karnickel, das angejangen. Die Opposition bestreitet die Schädigung und weist auf die letzten Erfolge hin. Ja, wer sagt, daß diese Erfolge ohne die Opposition nicht größer gewesen sein würden? Eigenthum. Noch nie ist die sozialdemokratische Partei durch ihre Gegner so geschädigt worden, wie jetzt durch die Opposition.( Sehr richtig.) Man komme nur auf die Dörfer. Früher wurden wir freundlich aufgenommen, jegt heißt es: Ihr seid eine korrupte Partei! Ihr seid Euch ja selber nicht einig! Redner bekämpft einen besonderen Einfluß der Berliner auf das Zentralorgan, Dagegen hat er gegen die Beeinflussung des lokalen Theils durch die Berliner nichts einzuwenden. Schließlich empfiehlt Redner die Herausgabe eines Zentral- Wochenblattes. Der Parteitag wolle beschließen: Eine Kommission von neun Mitgliedern zu ernennen, welche die Anklagen der Opposition in Bezug auf die Baate erhält das Wort zur Erwiderung gegen Werner. Parteileitung und die Reichstagsfraktion, sowie die An Er habe die Aeußerung, so wie sie nach Werner lautete, nicht flagen, daß die Parteileitung bezw. der Parteivorstand gethan, aber im Auftrage seines Kreises sich allerdings für die gegen die Parteitaktik verstoßen habe, zu prüfen und dem Kandidatur eines Arbeiters und gegen die Aufstellung Singer's Parteitag Bericht zu erstatten habe."( Erneuter Beifall.) Frohme- Altona: Das Auftreten der Opposition hier im im Jahre 1887 aus folgendem Grunde erklärt: An Singer drängten sich bei dessen humanem Sinne öfter Unterstützungs. Saale steht im schärfsten Widerspruch zu ihrem Verhalten draußen, Bedürftige heran, die sich dann von Singer gewissermaßen abhängig so daß es nicht nur hier, sondern auch im Lande das größte fühlten und ohne irgend eine Schuld Singer's dadurch auch in Aufsehen erregen wird. Redner giebt nun eine Darstellung des ihrem Auftreten bestimmt wurden. Singer hat diese Gefahr auch Inhalts jenes Artikels im„ Echo", welcher die Opposition so erkannt und war deshalb bereit, Unterstügungen nur mit Zu- erregt habe. Kein starker Ausdruck, kein Schimpfwort sei in ihm ftimmung der Genossen zu gewähren. Das Wort Korruption habe enthalten. Der Artikel habe den Zweck verfolgt, den Uebergriff ich nicht gebraucht, es ist wirklich ausschließlich Werner'sches der Berliner Versammlung abzuwehren. Keine Verfamms lung darf über einen Parteigenossen ohne genaue Kenntniß und erklären, er sei nicht mehr zu Gericht fizzen Unverschämt war würdig, Vertreter des Proletariats zu sein. nicht der Artikel sondern das Verhalten der Berliner Opposition. Sie, meine Herren von der Opposition, haben wahrlich kein Recht darauf, mit Glaceehandschuhen angefaßt zu werden.( Sehr richtig.) Werner erklärte, nachdem er eine flägliche Figur in Halle ge und kaum nach RIoß Stuttgart eröffnet um 34 Uhr die Verhandlungen spielt, er wolle die Streitagt begraben Jetzt ist und theilt mit, daß das Nationalfomitee der Sozialdemokraten Berlin zurückgekommen gräbt er sie wieder aus. zart, empfindlich, daß er die Angriffe Cincinnatis eine Begrüßungsdepesche an den Parteitag gerichtet er gegen Eugen Richter für zu start hat. Weitere Schreiben und Telegramme sind eingegangen aus des„ Vorwärts" Berlin( 3.), Gera, Frankenhausen, Katscher, Boizenburg, Ludwig hält, daß er Nieuwenhuis in Schutz nimmt, welcher der deutschen ftadt, Quakenbrück, Gießen, Ems, Rathenow, München, Sozialdemokratie die unerhörte Beleidigung ins Gesicht geschleudert Potsdam u. s. w. hat, sie sei eine chauvinistische Partei. Jener Artifel des„ Echo" hat die Magdeburger Voltoftimme" zu dem thörichten Ürtheil veranlaßt, das" Echo" sei ein offiziöses Blatt. Ich habe in Namen der Redaktion zu erklären, daß wir vollkommen unabhängig sind. Singer: Ich habe zu erklären, daß das Bureau es ablehnt, von Wildberger irgend eine vertrauliche Mittheilung in Empfang zu nehmen. Mag er die Namen öffentlich nennen! Die Versammlung vertagt sich auf 3 Uhr. Köhnen Hamburg: Die Hamburger sind mit dem „ Echo" sehr zufrieden.. Wenn Ausstellungen erfolgen, so betreffen sie dies und jenes im lokalen Theile und im Annonzenwesen. Räsonnirt aber wird nicht. Redner hält es für unrichtig, daß Molkenbuhr auf eine Agitationstour durch Süddeutschland geschickt wurde, während er für die Landagitation im 19. hannoverschen Wahlkreis nöthiger war. Redner fragt an, wie es mit den Darlehen im Kassenbericht stehe? Hamburg sei gegen die Gewährung von Darlehen an Private. Auer erklärt, daß Köhnen sich im Irrthum befinde. Molkenbuhr sei im Wahlkreise gewesen; außerdem noch etwa fünf andere Abgeordnete. Das genüge wohl.( Heiterkeit.) Bebel: Wie sind nicht erbaut, wenn Darlehnsgefuche an uns fommen. Raution für verhaftete Genossen zu stellen, sind wir verpflichtet. Auch com geschäftlichen Standpunkt ist es richtiger. Für die Unterstützung der Lokalpresse sind ca. 5000 M. gegeben, die unter" Agitation" gebucht sind. Weitere Summen zu demselben Zweck, deren Rückzahlung wir erwarten, find als Darlehne gewährt worden. Zirka 6000 M. find an gemaßregelte Parteigenossen zur Gründung eines Geschäftes gewährt worden. Auch darum werden wir in Zukunft nicht herumfommen. Storch Stettin schildert die Schwierigkeit, die Provinz Bommern agitatorisch zu bearbeiten und wünscht ebenfalls, daß mehr Abgeordnete hieran Theil nehmen. Er habe Werner Recht zu geben, wenn er fage, daß die Opposition teine kompakte Masse sei, er müsse es aber entschieden verurtheilen, daß Genossen von der Opposition nicht den durch den Organisationsplan vorgeschriebenen Beschwerdeweg beschritten haben; sie hätten, wenn sie abgewiesen worden wären, immer noch den Parteitag der dann ihre Beschwerden zu prüfen habe, er müsse aber der Opposition das Recht absprechen in dieser die Partei schädigenden Weise zu fritisiren. N Nachmittagssitzung. Vor Eintritt in die Tagesordnung theilt Pfannkuch für die Mandats- Prüfungskommission mit, daß sämmtliche Mandate für giltig erklärt worden sind. Anwesend find 230 Delegirte und 14 Mandatslose, die laut Organisation Zutritt zum Kongreß haben. Arter Stuttgart: Es sei seltsam, wenn Wildberger meine: weil ein bis zwei Reichstags- Abgeordnete angeblich einen Antrag nicht kennten, dürfe er von sieben Achteln der Fraktion sprechen. Ueberhaupt sei ein weniger lebhafter Ton zu wünschen, als ihn die Opposition anschlage. " Wir haben keine Weisungen vom Vorstand erbeten, noch je erhalten. Die Opposition hat kein Recht, Vorlesungen Mir würde es nicht über den guten Ton hier zu halten. genügen, wenn, wie Auer sagte, die Herren nur Widerruf leisten. Das bietet keine Garantie, daß der Unfug nicht von Neuem an fängt. Wir müssen Garantien schaffen, die ihn unmöglich machen. ( Beifall.) Fischer Berlin: Die Frage der Opposition ist eigentlich schon entschieden, darüber ist auch die Opposition im Klaren. Der eine Umstand, daß die Opposition, die eigentlich hier uns, die Parteileitung auflagen sollte, hier in so jämmerlicher Weise fich zu verkriechen sucht, ist der Klarste Beweis. Und man braucht blos zu hören, wie diese Vertheidigung geführt wurde, so weiß man, daß sie von dem Gedanken ausgeht:" Nette sich wer tann"; Werner gibt Wildberger, Wildberger giebt Werner auf. dann mals Rampi war. es war g die Be Böhm Quar erklärt werde als ge dortig Berha war, bezahl fängli ungeh war. die un wolle. und E Barte von d tlager verbe Dem Redn Liebk ein V Weife Die diger anlaf genüg daß 3 if Ju m haber die bring zivar das ist 31 haber Verte Das Leute: entw daß behar Angr fegum unqu durch follte Sie tomm fition Opp Arsen Gegr find stimm Bit F Meist Köln erklärt seine vollste Uebereinstimmung mit den Ausführungen Auers. Der Vorstand verdiene Dank und Anerkennung für seine Thätigkeit. Redner billigt vollkommen Auers Ausführungen über die Opposition. Der Stand der Genossen in den kleineren Städten ist ein besonders schwieriger. Wir sind es der Partei schuldig, mit der Opposition tabula rasa zu machen. Jedes andere Verhalten wäre Schwäche. Werner hat heute einen zurückzieher" zu machen versucht. Man hat gemerkt, daß es Zeit dazu ist. Jetzt wird bestritten, daß ein Zusammenhang zwischen Herr Werner brachte rs auch über sich, uns guten Ton" den einzelnen Mitgliedern besteht. Und doch ist das Flugblatt von der Magdeburger Volksstimme" als Leitartikel abgedruckt worden. anzurathen. Da wäre vor der Thüre der Opposition zuerst zu Redner macht auf das Urtheil der Neuner- Kommission in Halle fehren. Herr Wildberger sprach in der Eiskeller- Versamm über Werner aufmerksam. Ein solcher Mann ist nicht fähig, lung am 1. Mai davon, daß er mit Etel sich von der Partei öffentlich aufzutreten. Raspelu wir nicht länger Süßholz; abgewandt habe, während in der That die Partei mit Efel sich schneiden wir das Tischtuch entzwei.( Beifall.) von den Alkoholexzessen dieses sozialdemokratischen Reichstags Taeterow: Werner ist groß im Verdrehen. Wenn er Kandidaten abgewandt hat. Auch die Berliner Volks- Tribüne" den Kopf in der Schlinge hat, sucht er ihn heranszuziehen und spricht in ihrem Briefkasten eine nichtswürdige Insinuation aus, einen andern hineinzustecken. Heut wird das Flugblatt ab- als ob ein Genosse der Herr Jakob Bamberger des Werner Blume Hamburg verwahrt sich dagegen, daß die Ham- geleugnet. Wollen Sie die Opposition kennen lernen, so von Halle so von Halle aus„ jüdischer Nächstenliebe" dem„ Börsen- Courier" burger Genossen nicht mit dem„ Echo" einverstanden seien. Er müsse müssen Sie nach Berlin kommen. Als Freunde schaden Verleumdungen gegen die Volks- Tribüne" mitgetheilt habe, und Redner als der Reichsbote" den Namen des Genossen nannte, besaß sie fich darüber wundern, daß Werner jetzt erkläre, er vertrete nicht sie uns, als Gegner find sie nicht zu fürchten. alles, was die Opposition gethan, es sei nicht einmal ehrlich von vertritt im Weitern den Antrag des Wahlkreises I in Sachen des nicht den Anstand, ihre Insinuation zurückzuziehen oder zu be Redner fam weisen. Werner, wenn er sich jetzt jede Verantwortung abzuschütteln ver- ,, Vorwärts". auf die Beschimpfungen der suche. In dem Flugblatt der Opposition sei immer die Rede Börner Berlin III schließt sich den Vorschlägen Auer's Magdeburger Volksstimme" gegen Frohne zu sprechen, Ein großer Theil der berech dem fie burschenhafte Niedertracht" vorwarf, von den Genossen aus allen Berliner Wahlkreisen, darnach ist in Sachen des Vorwärts" an. während offenbar, wenn auch kein formelles, so doch ein geistiges Band tigten oder unberechtigten Ausstellungen am Blatte trifft den fie gegenüber einem Pastor in jämmerlicher Weise Abbitte aller dieser Genossen vorhanden. Und das wird heute bestritten. lokalen Theil. Sie könnten durch eine Preßkommission für den leistete. Und warum diese Beschimpfung? Weil das„ Echo" So wird die Wahrheit behandelt.( Lebhafter Beifall.) lokalen Theil beseitigt werden. Redner bekämpft den Antrag nicht Frohme die Beschuldigung erhob, in die oppositionellen Emmel Frankfurt a. M. drückt seine Verwunderung über Niederauer. Was das angebliche Nichtgeschlossensein der Oppo Reihen hätten sich anarchistische Elemente eingeschlichen. die heutige Stellung der Opposition aus, die ihre ganz unversition betrifft, so führt Redner ein Beispiel an, welches das Und diese Thatsache ist wahr: Man braucht blos daran zu er ES handelt sich um das fängliche Seite hervorzukehren bestrebt sei. Er glaube aber auch Gegentheil beweist. Be inuern, daß in Berlin ein sogenannter Kampffonds gegründet nicht, daß die gesammten Mitglieder der Opposition das Flug- gräbniß eines Genossen im dritten Wahlkreise und eine wurde, der zugestandenermaßen folgende Zwecke verfolgte: Unterim Vorwärts", blatt unterschrieben. Redner tritt dafür ein, daß es nothwendig Annonze in welcher„ die die engeren stüßung der Leute, eventuell wegen Verbreitung der Autonomie" prozessirt und verurtheilt würden, eines sei, daß den Berliner Genossen ein Einfluß auf einen Theil des Genoffen" zur Theilnahme aufforderten. Die Opposition tritt in Vorwärts" eingeräumt werde, drückt seine Verwunderung unschöner Weise auf und schädigt nicht nur die Agitation in der Blattes, das notorisch anarchistisch ist und in dessen Leitung Darüber aus, daß gerade Redner der Opposition das Verlangen Provinz, sondern auch die in Berlin. Unsere Versammlungen ebenso notorisch von allem Anfang an Polizei- Agenten faßen. Redner geht dann des Längeren auf den Nachweis ein, wie stellen, daß die Mitglieder der Fraktion mehr agitiren sollen, werden leer; Gezänt erweckt keine Begeisterung. der während sie vorgeben, Gegner jeder Autorität zu sein. Jakobey Berlin bestätigt zunächst die Ausführungen von Herstellung des Flugblattes alle oppositionellen Wildberger Prenzlau: Ich bin bestimmt, die Vertretung Gottfr. Schulz. Der Restaurateur Gäde sei im Londoner Schattirungen betheiligt seien und schließt seine längeren Ausmeiner Freunde bei der Frage der Taktik zu übernehmen. Ich Sozialdemokrat" als Spitzel bezeichnet worden. Er habe dar führungen mit folgender Erklärung: laffe deshalb jetzt alles, auch das Flugblatt bei Seite, was die über Beschwerde geführt. Der Vorstand konnte jedoch nicht dar- Kommt es zu einer Trennung, so kann sie nicht wegen Taktik betrifft. Ich habe zwei Aeußerungen von mir hier zu auf eingehen, die„ Eiserne Maste" sich Dagegen prinzipieller Meinungsdifferenzen erfolgen, sondern die Partei nächst zu vertreten. Meine Aeußerung über die Unterstützung verwahrte. Wildberger habe eine schwere Verdächtigung muß erklären, daß sie diese Leute für unwürdig hält, ihr noch eines Abgeordneten durch ein Darlehen habe ich erst gethan, ausgesprochen, als er behauptet, ein Abgeordneter habe 3-5000 m. länger anzugehören!( Beifall.) Seiler Luckenwalde: Wäre die Opposition fachlich ge nachdem der Genosse Grau über den Genossen Litfin, der mehr erhalten. Werner stellt die Opposition heute als nicht so schlimm als hundertmal in Versammlungen referirt hat, aber allerdings dar, und Schwabe schlägt einem Genossen halb das Auge aus. blieben, so hätte sie genutzt, da sie persönlich war, hat sie ge zur Opposition gehört, eine ähnlich kompromittirende Behauptung Die Worte: Kritik, freie Meinungsäußerung sind zur feilen schadet. Das ist teine Peus Berlin: Werner ist der Typus der Opposition. Er aufgestellt hat, nämlich daß Litfin einer Summe von 40-50 Mart, Dirne im Munde der Opposition geworden! ist nicht zu fassen. Er erklärt sich gegen das Flugblatt und hält die er seit ungefähr einem Jahr in Händen hat, noch nicht an die Opposition mehr, sondern das ist die Oppositionspest! Grau hat dies im Sprechsaal des Bebel: Werner hat 3/4 Stunden zu einem anderen Punkte eine Rede, die ihre einzelnen Punkte aus Partei abgeliefert hat. dem Flug Borwärts" veröffentlicht, obwohl ich ihm gerathen hatte, den der Tagesordnung und 1/4 Stunde zu dieser Sache, aber blos im blatt bezieht. Wir haben alle Veranlassung, die Angelegenheit Litfin zuerst zu warnen, und obwohl Grau mir dies auch ver- eigenen Namen gesprochen, während er Namens der Opposition mit der Opposition zu Ende zu bringen. sprochen hatte, Litfin gegenüber war dies ebenso unberechtigt, sprechen sollte.( Sehr richtig.) Charakteristisch ist, daß gerade Schulze Magdeburg, der der Oppositionsseite, von Schulze Magdeburg, wie einem Reichstags- Abgeordneten gegenüber, obwohl ich es von der Oppositionsseite, von " meil 9 " an = Glocke Berlin. Werner hat mich in gewohnter Weise ver dächtigt. Wenn ich 87 oppofitionell war, so handelte es sich das geme Aber Män Folg die Urth ( Sti beric Scha Sta wär fam: Geg Gr bei dung Lini und Art Ber dort land Par Mag fie f Par Flug Buf Arti trüb gehe ( Gr tigu die best auf Vere Ma Zwi hebe Pa fold Mi Be wir bare neh weri in m und dera geri das hab ver befo mals war. wolle. um bestimmte Dinge, in erster Linie erster Linie um den sawar bezüglich einer Einrichtung, die nicht nur in Deutschland,| Bis vor kurzem fungirte noch ein Duhend solcher auch am HauptKampf um das„ Volksblatt", das damals im Privatbesitz sondern auch in Frankreich, England, Nordamerika, in der Schweiz post- Packetamt in der Dranienburgerstraße. Bon 7 bis 1 ühr Es gelang uns mit Bebel's und Singer's Hilfe und anderen Ländern praktische Vertreter gefunden hat und die Schulunterricht, von 2 bis 8 Uhr Postdienst! Natürlich läuft es in Den Besitz der Partei hinüberzuführen. Das bisher als die menschenmöglichste Konzession der Unternehmer an diese ganze Einrichtung auf Humanität" hinaus, wobei der war gewiß berechtigte Opposition. Weiter war ich Gegner gegen die Arbeiter hingestellt wurde, nämlich der Gewinnbetheiligung billige Arbeitslohn die reine Zufälligkeit ist. Wenn solche die Betheiligung an den Kommunalwahlen. Die Versammlung im der Arbeiter. Diese Beweise finden sich in der kürzlich erschienenen Einrichtungen bei den Reichsbehörden bestehen, was soll man Böhmischen Brauhause entschied sich für Betheiligung. Was den Schrift von Leopold Katscher unter dem Titel:„ Die Theilung des dann von Privatinstituten erwarten. anarchistischen" Klub betrifft, so habe ich das nöthige im„ Vorwärts" Geschäftsgewinnes zwischen Unternehmer und Angestellte. Ein praterklärt und die weiteren Theilnehmer an jenen Besprechungen tischer Beitrag zur Arbeiter- und Lohnfrage von N. P. Gilmann. Die Alexanderstraße ist eine der eigenartigsten Straßen werden mir die Wahrheit bestätigen. Werners Angriffe find mehr( Leipzig, Ed. Wartig's Verlag 1891), welche die„ D. W." zur Berlins, sowohl in Bezug auf Gestaltung, als auch auf ihre als gemein. Grundlage einer Besprechung obiger Frage macht und die höchst Nummerirung und geeignet, nicht nur Fremden sondern auch Schulze- Königsberg bestreitet, daß die Gründung des bemerkenswerthe Aufschlüsse über den wahren Charakter der echten Berlinern unter Umständen einiges Kopfzerbrechen zu verdortigen Blattes unbedacht war. Die schlechten wirthschaftlichen Gewinnbetheiligung der Arbeiter giebt. Gilmann hebt, wie an- ursachen. Die Alexanderstraße wird einmal von dem AlexanderBerhältnisse verschuldeten den Niedergang, der nicht aufzuhalten geführt wird, u. A. hervor, daß die Arbeitgeber, welche das plaß durchschnitten. An diesen grenzen nun wieder die Königwar, auch wenn der Vorstand die ganzen Schulden sofort Antheilsystem eingeführt haben, so ziemlich einig barüber seien, straße und die Neue Königstraße, der Königsgraben, die Landsbezahlt und weitere Zuschüffe geleistet hätte. An daß die Ueberlassung eines Gewinnantheils an die Arbeiter bergerstraße und feit neuerer Zeit auch die Grunerstraße. Sodann fänglich waren wir über den Verlust des Blattes sehr einer gesunden Geschäftspolitit gleich komme, bei hat die Alexanderstraße vor anderen Straßen voraus, daß sie umgehalten, allmälig aber sahen wir ein, daß es so beffer welcher sie nichts verlieren; in den meisten Fällen zeige sich sogar, drei Anfangs beziehungsweise drei Endpunkte hat, denn an dem war. Der Vorstand hat dann später erklärt, daß er die Schulden, daß der ihnen nach Abzug des Arbeiterantheils verbleibende einen schließt sie sich an die Münzstraße, an dem anderen an die die uns aus der Gründung der Zeitung erwachsen sind, decken Gewinn größer sei, als der Gesammtgewinn unter dem reinen Straße an der Jannowigbrücke und am dritten an die Königstraße Im Weiteren bekämpft Redner den Antrag Niederauer Lohnsystem und bemerkt wörtlich:" In Wirklichkeit wird die an. Ihre Nummerirung beginnt an der Königstraße, zählt da Partei den schlechtesten Dienst erwiesen. Sie hat keine Ahnung aur Folge haben, daß des Unternehmers Einkommen gegen an westlich bis an die Stadtbahn ein und geht dann zurück, and bedauert die Vorgänge in Berlin. Die Opposition bat ber Gewinnbetheiligung eine so erhebliche Steigerung des Gewinns zwei Nummern, überspringt dann südlich den Alexanderplatz und die Grunerstraße und zählt dann bis zur Stralauerbrücke, springt von den Verhältnissen im übrigen Reich. Die furchtbaren An- früher anwachsen wird. Schon das Aufhören der Unruhen flagen des Flugblattes sind durchaus haltlos. und Streitigkeiten kann leicht dieses günstige Ergebniß nach fängt östlich an der Holzmarktstraße wieder an zu zählen und Ein Schlußantrag wird abgelehnt. fich ziehen; jeder Fabrikant, der wiederholt unter Arbeits- geht dann in nördlicher Richtung nach der Münzstraße, von hier einstellungen zu leiden hatte, kennt den hohen Geldwerth des aus geht es wieder in südlicher Richtung zurück nach dem Bernau- Potsdam: Das System der Kontrolleure ist Industriefriedens. Allein das von uns befürwortete System fördert Alexanderplatz, an diesem entlang westlich bis an den Königsderbesserungsbedürftig. Es muß ein Forum gebildet werden, vor das Gedeihen des Unternehmers auch noch auf andere direktere graben, dieser muß nochmals überhopft werden, da an der Stadtdem sich die angeschuldigten Parteigenossen verantworten können. Art, und zwar durch Vermehrung der Menge und Verbesserung bahn, unmittelbar an der Königstraße, die letzte Nummer und Redner erinnert hierbei an den Fall Keßler- Frohme und Reßler- der Güte der Erzeugnisse, durch Schonung der Werkzeuge und zwar Nr. 71 sich befindet. Sich da zurecht zu finden, dürfte doch Liebknecht. Was die Berliner Opposition betrifft, so mißbraucht Maschinen, durch Sparsamkeit mit den Rohstoffen 2c., endlich wohl Manchein schwer fallen. ein Vertrauensmann, der ihr angehört, fein Amt in schamlofer durch Verminderung der Beaufsichtigungskosten. So schafft Weife und sammelt einen Kampffonds gegen die Fraktion an. Die erhöhte Emsigkeit und Aufmerksamkeit der Arbeiter einen er- Nieder- Schönweide- Spindlersfeld( Stöpenick), welche au 1. Oktober Die Eröffnung der neugebanten Eisenbahn- Strede Die Kontrolleure müssen die Befugniß erhalten, derartige Schä- höhten Gewinn und aus diesem kommt der auf sie entfallende erfolgen sollte, ist auf unbestimmte Zeit hinausgeschoben worden. diger vorzuladen, ihr Verhalten zu prüfen und eventuell zu ver- Gewinnautheil. Die Durchführbarkeit des Gewinnbetheiligungs- Die Röpenicker Polizeiverwaltung hat die nachgesuchte Erlaubniß anlaffen, daß fie von ihrem Posten entfernt werden. Systems in jedem Einzelfalle hängt davon ab, ob die besonderen Jöst- Mainz: Das Treiben der Berliner Opposition ist Umstände des letzteren die Schaffung eines solchen Extragewinnes der Wartehalle, die in Fachwerk bezw. aus Holz ausgefüha mer zum Bau der Bahnhofs, Empfangs- und Wohngebände, sowie genügend gekennzeichnet worden. Schon in Halle habe ich erklärt, ermöglichen. Es wird sicherlich Fälle geben, in denen diese den sollten, verweigert. Geraume Zeit kann noch vergehen, bevor daß das einzige Mittel, die Ruhe herzustellen, der Kehraus ist. Möglichkeit nicht vorhanden ist, im großen Ganzen jedoch sind eine endgiltige Entscheidung über den Bau dieser Anlagen, die Es ist ein Att der Nothwehr, mit der Opposition reinen Tisch die Erfahrungen von neunzig Prozent der Firmen, die das zu machen. Bereiten wir ihrem Treiben fein radikales Ende, so System eingeführt haben, derartige, daß man alle, welche ein so nach den Vorschriften der Köpenicker Polizei massiv herzustellen haben wir im nächsten Jahre denselben Tanz. die Opposition den Beweis für ihre Verleumdungen nicht er- vernachlässigen, als unpraktisch, unpolitisch, geschäftsunkundig Rann treffliches Mittel zur Vergrößerung ihres eigenen Wohlstandes find, getroffen sein wird. bringen, fo schließen wir ihr die Parteithür. Dann wird sie bezeichnen kann." Diese Darlegungen lassen an Deutlichkeit Friedrichstraße meldet eine Lokalforrespondenz, es sei auf eine Zum Durchbruch der Blumenstraße nach der Neuen zibar weiterschimpfen, aber das kann uns so gleichgiltig sein, wie nichts zu wünschen übrig und den nackten Egoismus erkennen, Anfrage bei der Baupolizei erwidert worden, daß, bevor nicht das Schimpfen Eugen Richters und Hammersteins. Die Schädigung der die Triebfeder dieser höchsten Potenz der Humanität und die neuen Proviantmagazine in Moabit und Tempelhof fertig ist zu arg für die Agitation auf dem Lande. Die Winkelblätter Arbeiterfreundlichkeit des Unternehmerthums und seiner Ge- gestellt seien, was vor Ende des Jahres 1893 nicht zu ermög haben eine Schmierecke: Berliner Opposition, in welcher sie alle finnungsgenossen ist. Praktische Geschäftspolitik ist eben Alles, lichen wäre, an den Durchbruch nicht gedacht werden könnte. Berkeumdungen und Beleidigungen durch die Opposition sammeln. was die Unternehmer für die Arbeiter" schaffen und dadurch Dem Durchbruch steht vor allem das alte Proviantmagazin in Das einzige Mittel, zu dem ich rathe, ist: Heraus mit den glauben machen wollen, daß se bemüht sind, die soziale Frage der Neuen Friedrichstraße im Wege. zu lösen! Leuten! Liebknecht: Herr Werner hat in seinem lebhaft entwickelten Gefühl für die Ehre der Gegner es beklagt, Von dem Vorortszuge, welcher gestern Nachmittag 2 Uhr Die Reichspost ist eine Einrichtung, an welche weitgehende 14 Minuten von Station Friedrichstraße abfuhr, ist in Spandau daß der„ Vorwärts" Herrn Eugen behandelt habe. Herrn Eugen Richter zu hart Anforderungen gestellt werden; sie soll dem vorhandenen Ver- bei der Ankunft die Maschine entgleist. Das Ankunftsgeleife war die Antwort auf maßlose kehrsbedürfnisse genügen und nebenbei möglichst viel Millionen endigt in einer Drehscheibe; in letztere ist die Maschine, nachdem Angriffe der Freifinnigen Zeitung". Meine Auseinander- Ueberschuß an den Reichssäckel abliefern. Man kann sich vor sie über das Biel hinausgefahren, mit der Vorderachse gerathen. fegung mit Nieuwenhuis war die Entgegnung auf sein stellen, daß da dem Herrn Dr. Stephan und feinen Mit Die Puffer des Tenders bohrten sich in den nächstfolgenden Backunqualifizirbares Verhalten. Der„ Vorwärts" hat durchaus objektiv der Opposition gegenüber verhalten. ſich arbeitern mitunter schwül wird, namentlich wenn man ihnen nach wagen. Weiteres Unheil wurde dadurch verhütet, daß der Zug Sie der einen oder nach der anderen Richtung hin ein wenig scharf nur noch geringe Fahrgeschwindigkeit hatte. sollte nicht sagen, daß Sie mundtod gemacht worden sei, sowie zuſeht, wie das beispielsweise einmal in der letzten Zeit der ReSie hier nicht mundtodt gemacht worden sind. Ich billige voll- gierung des Fürsten Bismarck den Anschein hatte, als Herr Gegen den Maler Otto Nöpke hat der Untersuchungskommen das Urtheil, das Bebel und Fischer über die Oppo-& amp von der Postverwaltung höhere Ueberschüsse verlangte. richter bei dem Landgericht I nunmehr einen Steckbrief wegen fition präziſirt haben. Die unbestimmten Verdächtigungen der Die Herren mögen sich da oft fragen: Woher nehmen und nicht versuchten Mordes erlassen. Opposition haben der Partei schwer geschadet. Sie haben das ſtehlen? Hinter den postalischen Einrichtungen des Auslandes Ursenal der Gegner gefüllt. Die gemeinsten Verdächtigungen der dürfen diejenigen unserer Bostverwaltung nicht zurückbleiben. In das Moabiter Zellengefängniß ist dieser Tage der Gegner gegen uns, wie daß wir uns von Parteigeldern mästeten, Die Ueberschüsse aus der Post braucht das liebe Reichsmilitär. Ritterschaftsrath a. D. Even, früher Besitzer des Rittergutes sind von der Opposition bestätigt worden. Aber alles unbe- Was bleibt da Anderes übrig, als die Löhne zu drücken? In Schlagenthin bei Arnswalde, zur Verbüßung einer dreijährigen ſtimmt! Nachdem Ihnen erklärt war, Ihre Anflagen hier diesem Sinne wenigstens muß man es auffassen, wenn hiesige Buchthausstrafe eingeliefert, zu welcher er wegen eines Sittlich 8t formuliren, da da entsteht in der Oppofition ein all- Blätter gegenwärtig für die Reichspostverwaltung um billige Arteitsverbrechens verurtheilt worden ist. gemeines sauve qui peut, Aber wir sind hier nicht unter Kindern. Sie find als Ueber den Eintritt in den Postdienst als Post- flossenen Nacht ein entsetzlicher Unglücksfall ereignet. Als daselbst Auf der Ringbahnstation Wedding hat sich in der vers Männer für Ihre Handlungen verantwortlich und müssen die gehilfe macht die„ Dtsch. Verk.- 3tg." einige bemerkenswerthe gegen 1 Uhr ein Zug zur Weiterfahrt sich langsam in Bewegung Folgen tragen. Sie sind jetzt die Angeklagten, wir die Ankläger, Mittheilungen. die Neuner Rommission wird richten und der Parteitag das setzte, gerieth der Bahnwärter Ernst Sch. auf bisher noch nicht Urtheil fällen, wie es das Interesse der Partei gebietet. Postdienst eintreten wollen, wird in Beziehung auf Schul- glückliche wurde eine Strecke mit fortgeschleift und erlitt hierdurch Von denjenigen Personen, welche als Gehilfen in den aufgeklärte Weise unter das Trittbrett eines Wagens; der Un ( Stürmischer Beifall.) fenntnisse verlangt, daß sie zusammenhängend deutsch schreiben gräßliche Verletzungen. Die rechte Brustseite war vollſtändig und sprechen, mit den gewöhnlichen Rechnungsarten bis einschließ- zerrissen und zermalmt, so daß die Zunge bloßlag, die Rippen Ueber den Schluß der Sigung wird uns telegraphisch lich der Dezimalbruch- und Verhältnißrechnung vollständig ver- waren zum Theil gebrochen, auch der rechte Oberschenkel war berichtet: traut sind, eine deutliche Handschrift besitzen, die Lage der wich- zermalmt. Der Verunglückte wurde in bewußtlosem Zustande Metzner Berlin nimmt die Berliner Schuhmacher- Gehilfen- tigeren Orte teunen und französische Briefaufschriften, Länder nach der Charité geschafft, woselbst er hoffnungslos darniederliegt. schaft gegen die Vermuthung in Schuß, daß dieselbe Werner's namen und Ortsnamen zu verstehen und verständlich auszufeiner will es gewesen sein. beitskräfte betteln gehen. 11 Standpunkt theile. Die betreffende Schuhmacherversammlung sprechen im Stande sind. Wird der Besitz dieser Vorkenntniſſe Der Selbstmord einer in mittleren Jahren stehenden Renwäre nur von etwa 120 Personen besucht gewesen. Redner be durch Schulzeugnisse dargethan, so bedarf es eines weiteren tierswittwe erregt im benachbarten Zehlendorf großes Auſſchen. kämpft den Antrag Niederauer und schließt mit den Worten: Nachweises nicht; andernfalls ist eine besondere Auf- Die Frau lebte mit ihrer einzigen Tochter in guten Verhältnissen, Gegen die Opposition muß man energisch Front machen. nahme- Prüfung nöthig Nach einer kürzlich ergangenen befaß ein eigenes Haus, hatte aber in Bezug auf ihre sittlichen Grillenberger erklärt, daß die in der" Frant. Lagespost" Entscheidung des Reichs- Postamts ist es durchaus zu Anschauungen sich feines guten Leumundes zu erfreuen. Aus der bei der Mittheilung vom Tode Kaiser Friedrichs sur Berwen- läſſig, daß junge Leute, welche sich durch ein Schulzeugniß Verlobung ihrer Tochter, eines blühenden Mädchens, mit einem dung gekommene, fälschlich als„ Trauerrand" bezeichneten beiden über den erfolgreichen Besuch einer sechsklassigen Bürger- oder Bankbeamten in Berlin, entwickelte sich sogar ein Kapitel zur Linien nur die technische Hervorhebung jener Mittheilung bezweckten Mittelschule mit obligatorischem Unterricht in der franzöſiſchen chronique scandaleuse, das ein Einschreiten der richterlichen und einen Rand gar nicht darstellten. Cappalien solch elender Sprache ausweisen können, ohne weiteren Nachweis der schul- Behörde nothwendig machte. Für nächste Woche war bereits Art- das sei aber das Kampfmaterial per Opposition. Die wissenschaftlichen Bildung, also ohne vorheriges Bestehen einer ein Termin in dieser unsauberen Angelegenheit angeseht, demt sich Berliner Lotalleitung trage übrigens mit Schulo an den Prüfung zu Poſtgehilfen angenommen werden, sofern sie allen sonstigen jetzt die von Gewissensbissen Gequälte durch freiwilligen Tod entdortigen Vorgängen. In jeder lands wäre andern Stadt Deutsch- Bedingungen für den Eintritt in den Reichspostdienst entsprechen. zogen hat. Sie hat durch Vergiftung ihrem Leben ein schreckliches Werner nach dem Spruch des Halleschen Da junge Leute, welche die Laufbahn der Postgehilfen einschlagen Ende bereitet. Parteitags unmöglich gewesen.( Buruf: Magdeburg.) ( Buruf: Magdeburg.) Die wollen, vielfach die Schule schon vor dem 16. Jahr verlassen, Magdeburger hätten es den Berliner Herren nur abgeguckt, wie während für den Eintritt als Gehilfe die Altersgrenze von Polizeibericht. Am 14. d. M. Morgens wurde em unter He fich räuspern und wie sie spucken. Die Opposition habe die 16 Jahren besteht, so findet man es zuweilen, als Uebelstand be- sittenpolizeilicher Kontrolle stehendes Mädchen an der Ecke des Partei- Ehre mit Füßen getreten. Die„ Boltstribline" habe das zeichnet, daß die betreffenden Bewerber genöthigt seien, einst- Weinbergsweges und der Brunnenstraße von ihrem Zuhälter ge= Flugblatt der Opposition prompt verschickt. Das beweise den weilen einen anderen Beruf zu ergreifen oder beschäftigungslos mißhandelt und mit dem Kopf derartig gegen eine Mauerecte Zusammenhang der Operationen der Opposition. Die unsauberen die erforderliche Wartezeit zu verbringen. Dem gegenüber ist gestoßen, daß sie eine bedeutende Verlegung erlitt und nach der Artikel der anarchistischen„ Autonomie" rührten auß derselben darauf hinzuweisen, daß den Bewerbern sich vielfach die Möglich- Charitee gebracht werden mußte. Der Thäter wurde verhaftet. trüben Duelle her. Möchten die Herren nur aur Autonomie" feit bietet, in der Zwischenzeit und zur Vorbereitung für den Nachmittags stürzte ein an der Hinterseite des Hauses gehen, wir wollten mit ihnen nichts weiter zu thun haben. fünftigen Beruf als Postschreibhil en bei solchen Postämtern Gontardstr. 3 angebrachtes Hängegerüst infolge ungenügender Be( Großer Beifall.) Gerisch- Berlin widerlegt die Bezich- Schreibhilfen erforderlich macht, Beschäftigung zu finden. Im Kindler aus der Höhe des 3. Stockes auf den Hof herab. Beide Gerisch Berlin widerlegt die Bezich- dritter Klasse, wo das Diensbedürfniß die Verwendung von festigung mit den darauf befindlichen Malern Schmöldt und tigung Schulte'3- Magdeburg, eine Resolution gegen die Opposition gemacht" 3 haben. Heine Halberstadt Uebrigen wird die Altersgrenze von 16 Jahren durch die gesetz wurden hierbei so schwer verletzt, daß ihre leterführung nach bestreitet nochmals, die Aeußerung gethan zu haben: er stehe lichen Bestimmungen über die Eidesmündigkeit bedingt. der Charitee erforderlich wurde, wo Ersterer bald darauf vers auf dem Boden der kaiserlichen Botschaft, und wendet sich im Arbeitszeit der Postbeslissenen schweigt das Blatt, Von den Gehaltsverhältnissen und von der unentgeltlichen starb. Der dritte auf dem Gerüst beschäftigte Maler Altnickel Verein mit Trautwein- Quedlinburg energisch gegen die Steffen bei der Post bezahlt werden, das ist oft genug erörtert. Die Bewegung des Gerüsites bemerkte, ein Aufzugstau ergriff und Wie die rettete sich dadurch vor dem Sturz in die Tiefe, daß er, als er Magdeburger Opposition. Haugh Freiburg, Schmit Zwickau, Hosang- Dessau und Ehrhardt- Ludwigshafen Das rücksichtsloseste Sparsystem scheint hier zum Prinzip ge- in ein Fenster des 4. Stockes einstieg, trug jedoch auch an der heben die schwere Schädigung hervor, welche die Opposition ber macht zu sein. Die Dotirung der Postbotenstellen mit 50 M. Hand bedeutende Verlegungen davon. Im Laufe des Tages Partei zugefügt hat. Rater Barleben behauptet, von einer pro Monat hat häufig zu öffentlichen Besprechungen Veranlassung und in der darauf folgenden Nacht fanden 5 Brände statt. solchen Schädigung in seinem Bezirke nichts bemerkt zu haben. gegeben; diese Löhnung der Land- Briefträger steht mit der ihnen Mittag- Halle hält den Antrag Niederauer für annehmbar. aufgelegten Arbeitslast in einem schreienden Mißverhältniß; die Beyer- Rottbus bekämpft die Opposition. Ein Schlußantrag biese Leute gehen des Morgens oft genug mit Packeten schwer Arbeitslast" kann hier buchstäblich genommen werden, denn wird abgelehnt, die Verhandlungen werden auf morgen vertagt. beladen über Land. Aber all diese Ersparnißeinrichtungen bei der Post reichen nicht aus, um die nöthigen Ueberschüsse zu machen. Man soll in Berlin bereits zur Kinderarbeit für den Postdienst gegriffen haben. Seit Jahren werden in Verlin ganze Rolonnen 12-14 jähriger Knaben im Reichspost- Dienste beschäftigt. Es sind dies die sogenannten Klebejungen", meist ist nach Mittheilung des Untersuchungsrichters der Maurer Postschaffnern, die täglich Nachmittag von Stegemann, früher in Blumberg wohnhaft, der an dem Ueberfall 2 bis 8 Uhr für 75 Pfennige unter Kommando eines Tokales. Die Gewinnbetheiligung der Arbeiter. Die unbestreit Söhne Gerichts- Beitung. In der Blumberger Landfriedensbruch- Angelegenheit Beamten im Postfach mit Auslieben von Postzeichen an ein- nicht theilgenommen hat, aber die Namen der Blumberger kennt, bare Thatsache, daß alle Einrichtungen, ote feitens des Unter- gelieferte Backete beschäftigt werden. Mit dem Konfirmations- nicht ermittelt worden. Es wird um schleunigste Angabe der nehmerthums zum Besten der Arbeiter" ins Leben gerufen schein erhalten die fleinen Postmenschen regelmäßig ihren Laufpaß jetzigen Adresse des Maurers Stegemann an den Rechtsanwalt werden und scheinbar auch nur zum Wohle der Arbeiter dienen, vom Postamt, um durch gleichalterige Berufsgenossen wieder ersetzt Stadthagen, Landsbergerstr. 62, gebeten. in noch weit höherem Maße den Interessen der Unternehmer dienen zu werden, von denen immer eine hohe Bahl, weit über den und daher diese Eigenschaft als alleinige Triebfeber zur Schaffung Bedarf hinaus, auf Jahre vorgemerkt ist. Ob der verflossene Ist das Publikum von den egerzirenden Soldaten, derartiger Einrichtungen zu betrachten ist, nicht aber das viel- Unterrichtsminister v. Goßler eine Ahnung von der Existenz dieser oder sind die Soldaten vom Publikum belästigt worden?" Diese gerühmte uneigennüßige Bestreben der Unternehmer, nach Kräften Institution bei seinem Schwärmen für Neuanlagen zu Spiel- und Frage hatte heute die zweite Straftammer des Landgerichts II haben wir legthin an einem praktischen Beispiele flar zu legen bei seinen Anordnungen bezüglich Herrichtung solcher nur immer lich quer über den Exerzierplatz der Spandauer Garnison. Auf bersucht. Mußten wir uns dabei auf logische Schlußfolgerungen die Jugend der oberen Zehntausend im Auge gehabt? Gegen diesem Plas übte eines Tages im Monat Juli ds. 38. Die beschränken, so liegen uns jest thatsächliche Beweise vor und wärtig sind die„ Klebejungen" Svezialität des fol. Hof- Boitants. 7. Kompagnie des Königin Elisabeth- Regiments bie Lirailleurs A Der Staatsanwalt bezeichnete den Vertrauensbruch als einen höchst nichtswürdigen, er beantragte gegen den Angeklagten eine Gefängnißstrafe von 9 Monaten und 2 Jahre Ehrverlust. Das Urtheil lautete diesem Antrage entsprechend. Soziale Uebersicht. Versammlungen. Kranken- und Begräbnißkaffe des Vereins sämmtlicher Berufe klanten Berlin 5, Moabit. Versammlung am Sonntag Vormittag 10% Ühe bet Blocksdorf, Rathenowerstr. 76b. Den Mitgliedern der Freien Vereinigung sämmtlicher in ber Papierindustrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen zur Nach richt, daß infolge des am 17. d. M. bei Norbert, Beuthstr. 22, stattfindenden Bergnügens sämmtliche Zahlstellen geschlossen bleiben. Kranken- Unterstütungsbund der Schneider. Mitgliederversammlung am Dienstag. den 20. d. Mts., Abends 8% Uhr, Kommandantenstr. 29( Armin hallen).( Näheres im Inserat der Sonntagsnummer.) Sentral Kranken- und Sterbekasse der deutschen Wagenbauer ( Bezirk Berlin 1). Mitgliederversammlung am Sonntag, den 18. Oftober cr., Vormittags 9 Uhr, in Herzog's Salon, Memelerstr. 67. Bewegungen. Zwet Arbeiter, Theodor Göbel und Adolf Hein- die 1250 M. geborgt seien und die 25 M., die er der Frau berger gingen zu dieser Zeit die Chaussee entlang, als dem Erst- Fernandoz gegeben, habe er als ein Darlehn angesehen, das er genannten, welcher beini genannten Regiment gedient hat, ein derselben gab. fleines menschliches Bedürfniß anfam, welches er an Ort und Stelle verrichtete. Im selben Moment erscholl das Kommando: Tirailleure raus!" und die Bewegung wurde so schnell und in solcher Ausdehnung ausgeführt, daß der betreffende Arbeiter von einem der Soldaten buchstäblich umgerannt wurde. Diese Thatsache wird von einem der als Zeugen geladenen Unteroffiziere unter Eid bekandet. Die beiden Arbeiter sollen nach diesem Vorfalle mit Taschenmessern gedroht und auch drohende Worte ausgestoßen haben. Beide Angeklagte wurden vom Schöffengericht zu Spandau zu je 1 Woche Gefängniß verHumanistische Gemeinde, Kommandantenstr. 79. Nächsten Sonntag urtheilt. Hiergegen wurde Berufung eingelegt. Im gestrigen An die Zimmerer Verlins und Umgegend! Kameraden! Bormittag 10 Uhr: Vortrag des Herrn Schäfer über den Sinnspruch: Ueber das„ Was" wohl schwer oder nie einigen die Menschen sich über das Termine führte der Vertheidiger aus, daß die beiden Arbeiter in Ihr alle kennt die Noth der heutigen schweren Zeit für die ArWie". feinem Falle hätten berechnen können, wie weit sich die Bewegung beiter im Allgemeinen und besonders für uns Zimmerer. Diese Lese- und Diskutirklubs. Freitag. Karl Marr", Abends 9 Uhr, Westen", Abends erstrecken würde; wohl aber konnten die Soldaten das wissen. Noth faßt sich in wenige Worte zusammen, sie heißt: Wenig bei Grube, Warendorferstr. 1.& hte, durch mit Die Chaussee aber stehe dem Publikum zur Benutzung frei und Arbeit, lange Arbeitslosigkeit, niedrige Löhne, hohe Preise der 3 Uhr bei Böhland, Bülowstr. 52. Gäfte, durch Mitglieder eingeführt, haben feien aus diesem Grunde die Soldaten ge Wohnungen und Lebensmittel, hohe Abgaben und schlechte Bewesen, welche das Publikum die Passanten behandlung seitens der Meister, Unternehmer und Poliere. Weiter aber erscheine die lästigt haben. Drohung" mit Wenn in wüthender Profitsucht die Bauunternehmer in ihren einem Taschenmesser gegen den bewaffneten Soldaten in recht wilden Spekulationen sich überſtürzt, wenn sie die Baustellenpreise tomischem Lichte. Der Gerichtshof nimmt jedoch an, daß die bis zu solcher Höhe emporgetrieben haben, daß der Profit nicht Soldaten im vorliegenden Falle ebenfalls als" Passanten", als mehr in der gewünschten Höhe ihnen zufließt, dann schränken Publikum" die Chaussee benutzt hätten und verwirst die Be- sie ihre Thätigkeit ein, dann wird weniger gebaut, als es sonst rufung. der Fall ist. e3 Wegen Beleidigung eines weiblichen Beamten der Stadtbahn wurde der Kaufmann Willy Milan Schröder gestern vor der 92. Abtheilung des Schöffengerichts zur Ver antwortung gezogen. Der Angeklagte tam am 5. August nach dem Bahnhofe Alexanderplatz, um die von ihm bestellten Fahr farten abzuholen. Er verlangte von der den Schalterdienst versehenden Fahrschein- Verkäuferin Frl. V., ihm die Karten vor der Bezahlung erst einmal zu zeigen, damit er sich von der richtigen Ausstellung überzeugen könne. Als sich Frl. V. weigerte, dieses reglementswidrige Verlangen zu erfüllen, entstand ein Wortwechsel, in dessen Verlauf der Angeklagte die Dame als unanständige Person" bezeichnet und auch sonst noch eine nicht sehr favaliermäßige Bemerkung gemacht haben soll. Der Angeklagte bestritt dies, der Gerichtshof glaubte aber der Zeugin und verurtheilte den Angeklagten zu 75 M. Geldbuße. Für die Unternehmer bedeutet das durchaus keine Noth und keine Entbehrung, sondern nur eine geringe Verminderung der Kapitalanhäufung. " " Zutritt. straße 11 bei Rüth. Gesangverein " " Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Freitag. Uebungs stunde Abends 9 Uhr. Aufnahme von Mitgliedern. Kaiser'scher Arbeiter Gesang Männerchor", Schönhauser Allee 28 bei Kuhlmey. verein, or b", Brunnenstr. 38 bei Gnadt.- Gesangverein, Vorwärts 1", S.D. Adalbertstraße 21 bet Roll. Gesangverein orbeerfranz", Weins straße 11 bei geind. Summei'scher Gesangverein", ElisabethAbend 9 Uhr, Lichtenbergerstraße 21 bei Heise. arthaus'scher" Gesangverein, Jeden Freitag , Buchbinder: männerchor" Berlins, Alte Jakobstraße 75 bei Feuerstein. Gefang Maiglödchen", Hochstraße 32a, bei Wilte. Gefangverein verein Gemüthlich feit"( Buyer), Seydelstraße Nr. 30. Jugendfreuden", Bergstraße 68 bei Keller.- Gesangverein Iris", kopnickerfir. 127a bei tüsier. Gefangverein Collegia", Reichenberger Straße 16, bei Päzold. Gesangverein Hoffnung" Friedrichs Gefangverein yra 2", Charlottenburg, Anders steht es mit dem Arbeiter. Für sie ist die Ein- berg, Friedrich Karlstraße 34. Rosinenstraße 3 bei Grischow. Gesangverein Johannt", Rüdersdorfer schränkung des Baubetriebes eine Arbeitslosigkeit, eine Zeit ohne fraße 45, Gesellschaftshaus Ostend. Gesangverein Liberte", Wrangel jeden Verdienst, eine Zeit des Hungerns und Darbens. Der ftraße 84, b. Ulbrich.- Gefangverein, Balme" in Welten, bei Schröder. Arbeiter trägt das Kreuz und büßt für die Gesangverein„ Blaue Schleife" in Bantow, Mühlenjir. 24, bei Stöhr Gesangverein ,, Vorwärts" 6( Gem. Chor), Nieder- Schönweide, bet Sieben: Sünden der Spekulanten. Die Maschinen, welche baum. der menschliche Geist erfunden hat und noch erfindet, sie könnten das Loos der Menschen erleichtern, wenn wir eine geordnete und vernünftige Wirthschaftsordnung hätten. Heute, in der regellofen, anarchischen Wirthschaftsordnung dienen aber die Maschinen meist nur zur Vergrößerung des Elends der Arbeiter. Nicht um das Loos der Menschheit zu verbessern, sondern um mehr Profit zu machen, wendet der Unternehmer die Maschinen an. Hunderte und Tausende von Zimmerleuten können jetzt keine Arbeit mehr finden, weil sie von der Maschine, zu deren Bedienung eine schwache Person ohne alle Kenntnisse genügt, verdrängt sind und sich heut als Vagabunden auf der Straße herumtreiben oder zu Hause mit Frau und Kind hungern müssen. Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Freitag: Berein„ Grüne Tanne" Uhr bei Tekner, Martusstr. 8. Gefang-, Turn- und gesellige Vereine. Berliner Turngenoffen fchaft, 9. M.- Abth. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr, Blumenstr. 634. Männerchor Waldesrauschen", Martgrafenjir. 87 bei Weigt. Männer- Gefang- Berein„ Union" Abends& Uhr, in der Berliner Bod Brauerei. Musirdilettanten- Verein Glode" 9-11, Uebungsstunde. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gesangvercin Libertee". Bei Ulrich, Tambour Wrangelstr. 84. Stimmbefähigte Genossen werden gewünscht. verein, Wirbel", Sellerstr. 3, bei Neumann. lieber vom 17. Lebensjahr an. 9 bis 10% Uhr. tommen. " " " " Vermischtes. Hamburg, 14. Oftober.( Boff. 8tg.") Die Ueberfahrt des Dampfers Augusta Victoria" nach New York wurde durch furchtbare Stürme verzögert. Am 6. Oktober über flutheten das Schiff entsetzliche Sturzseen. Sieben Matrosen sind verlegt, davon haben zwei das Schlüffelbein gebrochen; dret Kajütspaffagiere wurden umgeworfen und verwundet, ein Zwischen deckspaffagier hat den Arm gebrochen. Hamburg, 14. Oktober. Für Hebung des in der Elbe Aufnahme geschulter Mit Uebungsstunden Dienstag und Freitag von Unter der schweren Anklage, einen halbwüchsfigen Musit- Dilettantenverein Staccato" Dirigent A. Lepke. Freitag, Lehrling aus Eigennutz fortgesetzt zu Diebstählen bei seinem Abends 39 Uhr, Stromstraße 28, bei Herzog, Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder. Escheinen sämmtlicher Mitglieder nothwendig. Lehrmeister angestiftet zu haben, stand gestern die Milch- und Tambourverein Borussia", ehem. Alsen. Uebungsstunde jeden Dienstag Vergnügungs Backwaarenhändlerin Frau Rabsch geb. Zander neben dem Kameraden! Zimmerer von Berlin und Umgegend! Wir und Freitag im Restaurant Feldhahn, Weidenweg Nr. 12. Bäckerlehrling Florian Muschiol gestern vor der 4. Straf- denken, diese Wahrheiten sind so selbstverständlich, daß ihr sie verein Glüd auf", Abends 8½ Uhr, Sigung bet Möwes, Fichte straße 29. Nach der Sizung Tanz. Gäste willkommen. Bergnügungs kammer des Landgerichts I. Die Angeklagte, eine bejahrte Frau, alle begreifen müßt. Wir haben die Pflicht, uns gegen solche verein 9 Uhr Euphrosyne". Eizung mit Damen Abends Wohllebe, Nach Alexandrinenstraße 110. der welche mit ihrem Ehemanne ein gut gehendes Geschäft betreibt, schrankenlose und willkürliche Ausbeutung zu vertheidigen, da Restaurant Sigung Tanz. Gäste willkommen. Geselliger Verein Immergrün bezog ihre Backwaaren von dem Bäckermeister Sehnert, in der niemand anders uns helfen kann noch will. Verein ehent. Abends 9 Uhr, im Restaurant Heinicke, Oranienstr. 36. Kastanienallce und dieser ließ ihr die Waaren täglich in einem Wir haben dazu. das Mittel der Verhüler der 38. Gemeinde Schule, Sigung, Abends 9 Uhr, im besonderen Korb durch den Lehrling Muschiol zustellen. Der einigung." Grand Restaurant Rocnblume"( Inh. Otto Noll), Andreasstr, 3. Gäste willkommen. Rauchtlub Weichselblatt", Abends 9 uh, Staliger Junge besaß das Vertrauen des Meisters und ihm wurde des= Kameraden! warum benützen wir es nicht? warum vereinigen raße 147a, bei Wichert. Säfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. halb ohne weitere Kontrolle die Zuzählung der einzelnen Stücke wir uns nicht? Es ist wahr, die Zeiten sind heut schlecht. Ist das Rauchtlub Ohne 3wang", Abends 8% Uhr, bet W. Spaeth, Weinstraße 20, der verschiedenen Sorten überlassen. Der Bäckermeister merkte aber ein Grund, daß wir sie durch eigne Schuld noch schlechter Rauchtlub Rothe Quaste". Jeden Freitag, Abends 9 Uhr, bei Eimede, Rauchtlub Rothe Melte". Jeden Freitag Abends schon eine ganze Weile, daß es mit der von ihm täglich gebackenen sollen werden lassen? Es wird heut wenig gebaut, kann sich die Köpnickerstr. 130. Waare nicht recht stimmte, als aber das Defizit immer größer Sache aber im nächsten Jahre nicht schon geändert haben, fann 9 ur bei F. Steuer, Weinitr. 22. Gäſte durch Mitglieder eingeführt haben Butvitt. Rauchtlub Gemüthlich feit" tagt alle Freitag Abend um Mitglieder werden auf wurde, revidirte er den vom Lehrling für Frau Rabsch voll ge nicht die Bauthätigkeit wieder eine beffere werden? Wie wollen uhr bet D. Schröder, Reichenbergerstraße Nr. 24. packten Korb und stellte zu allgemeiner Ueberraschung fest, daß wir uns dann schadlos halten, wenn wir bis dahin nichts zu genomen Privat Theatergesellschaft ,, Augusta Vittoria" heute Abend Stattlub 9 Uhr: Sigung Perlebergerstraße 13. Aufnahme neuer Mitglieder. Derselbe anstatt für 3 M. für 7 M. 50 Pf. Backwaare enthielt. unserer Stärkung gethan haben? Die Zeit wartet nicht auf uns. Tournee", Abends 8% Uhr, beim Genoffen Kart Ullrich, Wrangelstraße 84. Pfeifentlub Angra Der Junge wurde nun ins Gebet genommen und gestand zu, Wenn etwa im nächsten Frühjahr für uns eine günstige Gelegen- äfte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. schon seit Monatsfrist in den Korb der Frau Rabsch mehr Back- heit sein sollte, unsere Lage zu verbessern, so müssen wir gleich Bequena", Abnds 10 Uhr, Gerichtsstraße 74: Vereinssigung. Gäste will waare eingezählt zu haben, als derselben zukam. In einelnen vom Anfang an handeln und zugreifen. Wenn wir dann erst Fällen soll das Plus sogar bis zu 6 M. betragen haben. Der Beit verlieren müssen, um unsere Organisation zu stärken, dann Junge, welcher 85 Fälle der Unehrlichkeit zugab, behauptete, von geht die günstige Zeit vorüber. Wir sehen den Herbst kommen Frau Rabsch dazu überredet worden zu sein und als Belohnung und stehen wieder mit leeren Händen da. Diese Erfahrung für seinen guten Dienst von derselben kleine Trinkgelder haben wir in früheren Jahren schon öfter gemacht, sehr zu empfangen zu haben. Die so schwer Beschuldigte bestritt aber unserem Schaden, sollen wir sie in der nächsten Zeit wieder schnurstracks alle Angaben des Jungen und behauptete, daß sie ebenso machen? Nein, laßt uns schon heut daran gehen, unfere demselben keinerlei Anweisung zu Diebstählen gegeben, sondern Organisation auszubauen, fie start zu machen, damit sie uns in sich nur einmal darüber beklagt habe, daß bei der jetzigen der Zeit, wenn wir sie gebrauchen, gute Hilfe leisten kann. Kleinheit der Backwaare auch noch oft genug Stücke Hier bietet sich Euch die Gelegenheit, wenn Ihr Alle der fehlten. Ihr Vertheidiger Rechtsanwalt Rosenthal er- Freien Vereinigung der Zimmerer Berlins und achtete den Jungen auch nicht für glaubwürdig, glaubte umgegend beitretet. manche Widersprüche in den Aussagen desselben fejt Dieser Verein bietet Euch, was die Arbeiter gebrauchen, um stellen zu können und betonte, daß derselbe seinem Meister schon ihre Lage verbessern zu können. Er sorgt für Aufklärung durch einmal aus der Lehre gelaufen, von Herrn Sehnert aber trotzdem gute Vorträge, welche fich über alle die Punkte erstreckten, die gesunkenen Schiffes, Athabasca" fordern die Taucher noch bis zum heutigen Tage behalten worden sei und in dem von irgendwie für die Arbeiter Interesse haben. Die Arbeiterversiche= 150 000 m. dem Meister gegen den Milchhändler Rabsch angestrengten Zivil- rung und die Rechte, die aus derselben den Arbeitern entstehen; die Frankfurt, 13. Oftober. In der gestrigen Sitzung der prozeß auf Schadenersatz von 400 M. als einziger Zeuge figurire. Art, wie diese Rechte am besten gewahrt werden; die Verbesse: Straffammer wurde der Bildhauer Wilhem von Brozowsky von Da aber der Meister bekundete, daß die Angeklagte sich zu einem rungen an diesen Gesetzen, die im Interesse der Arbeiter nöthig Oberrad von der Anklage der Majestätsbeleidigung Schadenersatze von 200 m. bereit erklärt hatte, hielt der Staats- find; das rechtliche Verhältniß der Gesellen und Arbeiter anwalt ihre Schuld für erwiesen und beantragte wegen gewerbs zu den Meistern und Unternehmern; der Schutz der Arbeiter freigesprochen. Dieselbe ſollte am 16. Februar vers und gewohnheitsmäßiger Hehlerei eine Straje von 1 Jahr durch die Gesetzgebung und die Handhabung derselben; die Bestim- gangenen Jahres in einer nationalliberalen Wählerversammlung Zuchthaus. Der Gerichtshof nahm nur einfache Hehlerei an mungen der Gewerbe- Ordnung und der Vereinsgesetze, ihre Aus- in Niederursel begangen worden sein, also vor fast 13 Jahren. und verurtheilte die Angeklagte zu 6 Monaten Gefängniß. legung und Anwendung; das Koalitionsrecht der Arbeiter und seine Der Staatsanwalt hatte auf die Minimalstrafe von 2 Monaten Gegen den mitangeklagten Lehrling wurde das Verfahren ein- Vertheidigung und noch viele solche Angelegenheiten werden in angetragen. gestellt, da der Lehrherr den Strafantrag zurücknahm. Duisburg. In der Nacht zum 12. Oftober verunglückte ein der Freien Vereinigung der Zimmerer Berlins und Umgegend eingehend besprochen und erörtert. Es Schmelzer der Krupp'schen Johanneshütte in Hoch eld auf Eines recht schnöden Betrugs war der Schankwirth giebt keine Frage die wir aus irgend einem Grunde ausschließen schreckliche Weise durch einen Sturg in eine mit glühend Eduard Boß beschuldigt, welcher gestern vor der ersten Straf müßten. geschmolzenem Eisen gefüllte Rinne. tammer des Landgerichts I stand. Der Angeklagte, der aus einem Dabei geben wir unsern Mitgliedern Anleitung und Hilfe in beiter fiel rücklings in das geschmolzene Metall und erlitt fürchter tleinen ostpreußischen Dorse stammt, ist dort mit der Tochter der Vertheidigung ihres Rechtes, in Lohnstreitigkeiten und anderen liche Brandwunden über den ganzen Rücken. Er mußte durch seines Nachbarn, Elisabeth Aprath, aufgewachsen und erzogen. Brozessen, die aus dem Arbeitsverhältniß entstehen. Ferner sorgt Kameraden aus dem Eisen herausgeholt werden. Man hofft Die Letztere wanderte vor einigen Jahren nach Brasilien aus, die Freie Vereinigung der Zimmerer Berlins jedoch, ihn am Leben erhalten zu können. Boß ging nach Berlin und ernährte sich hier durch Schneidern. und Umgegend auch für die Verbesserung der Verhältnisse Bukarest, 14. Oktober. Die Stadt Herza, nahe a Im Sommer 1889 erhielt Boß von seiner Jugendfreundin einen in unserem Handwerk. Es können in den Versammlungen alle der galizischen Grenze, ist fast vollständig nieder Brief, worin sie ihm mittheilte, daß sie sich mit dem Schneider Uebelstände, die auf den Bauten vorkommen, zur Sprache gebracht gebrannt. Antonio Fernandoz in Brasilien verheirathet habe. Ihr Mann und erörtert werden. Sie kommen so zur Kenntniß der Behörden Ein dringendes Bedürfniß. Dieser Tage sand in Budas sei kränklich und hätten sie beschlossen, nach Deutschland zu reisen, und der Deffentlichkeit. Das ist das beste Wittel, um Brutalität und pest im Industrie- Kasino eine Borbesprechung betreffs der um fich hier mit ihren, etwa 2000 M. betragenden Uebergriffe der Meister und Poliere entgegenzutreten, um Personen, Gründung einer Aktiengesellschaft für Ersparnissen eine Existenz zu gründen. Sie bat den An- die aus Eigennutz die Arbeiterfache schädigen, zu kennzeichnen. Arrangirung von Hochzeiten, Kindtanfen und geklagten, ihnen mit Rath und That zur Seite stehen zu Wenn der größte Theil der Berliner Zimmerer erst der anderen Festlichkeiten statt, in welcher Gründerkonferenz auch wollen, da ihr Mann der deutschen Sprache nicht fundig Freien Vereinigung der Zimmerer Berlins und Umgegend" an- schon von dem Anreger der Idee ein detailliertes Programm der sei. Im November 1889 traf das Fernandog'sche Ehepaar gehört, dann werden wir auch mit Erfolg in einen Kampf zur zu gründenden Gesellschaft dargelegt wurde. Bis zur Kons aus Brasilien ein und wurde von dem unterrichteten Angeklagten Werbesserung unser Lage eintreten können. stituirung der Aktiengesellschaft wurde von der Versammlung ein in Empfang genommen. Derselbe rieth ihnen, eine Restauration Kameraden! Sammelt Euch, laßt Euch nicht abschrecken, Vorbereitungskomitee zur Durchführung der nöthigen in Berlin zu kaufen, er wolle den Ankauf besorgen und so lange laßt Euch nicht einschüchtern, folgt alle unserm Rufe, folgt ihm arbeiten" entfendet. mit den Fernandog'schen Eheleuten im Geschäfte bleiben, bis schnell und bald, tretet ein in die Freie Vereinigung. Wien, 13. Oktober. Der Antisemit Schneider Fernandoz der deutschen Sprache soweit mächtig sei, um sich mit Sonntag, den 18. Oktober, Vormittags wurde dabei ertappt, wie er während der Sizung auf den den Gästen verständigen zu können. Nach einigen Tagen hatte pünktlich 104 Uhr, findet in Joel's( fr. Keller's) Boß schon ein Geschäft in der Gitschinerstraße 18 in Aussicht, Salon, Andreasstraße 21 eine öffentliche Versamm Stimmzetteln, die zur Wahl eines Ausschußmitgliedes au 13 welches 1250 M. tosten sollte. Die Fernandoz'schen Eheleute I ung der Freien Vereinigung" statt, in welcher einer den Pläßen ausgelegt waren, den Namen des kandidirenden Liberalen durch den Antisemiten ersette. Präsident Chlumecky stellte ihn scharf zur Rede, was Schneider ruhig einsteckte. Czernowitz, 14. Ottober. Hier wurde ein in großartige Maße betriebener Getreideschmuggel entdeckt. Schmuggler umgingen die Zolllinie durch Zuflößen des 25 Der Mühlenbesibe treides auf dein Suezawaflusse. Meitner ist flüchtig geworden. Zwei Verhaftungen wurden bis icht vorgenommen. waren damit einverstanden und händigten dem Angeklagten das der besten Kenner der Gewerkschaftsbewegung über das verlangte Geld zur Anzahlung aus. Boß kaufte dann das Ge- Thema: Die Gewerkschaftsbewegung Deutschlands mit beschäft auf seinen eigenen Namen, zog hinein und schaltete und fonderer Berücksichtigung der Berliner Verhältnisse" sprechen waltete darin in der unumschränktesten Weise. Nach einigen wird. Tagen ersuchten die Fernandog'schen Eheleute den Angeklagten, Infolge dessen ist es Pflicht eines jeden Zimmerers, in diefer sie doch im Geschäfte aufzunehmen. Boß machte zunächst Versammlung anwesend zu sein. allerlei Ausflüchte und als man in ihn drang, erklärte der Angeklagte rund heraus, daß das Geschäft zwei Familien Vorsitzender. Mit Gruß Der Vorstand Paul Schulz, Raffirer. Otto Dürre, 2. Schriftführer. Julius Schenck, 1. Schriftführer. Der Ar die Wor " des Eu nicht ernähren könne. Noch überraschter waren die Fernandoz Carl Schöning, schen Eheleute, als Boß die Behauptung aufstellte, daß ihm die inzwischen gezahlten 1250 Mark geliehen worden seien und daß das Geschäft nur ihm gehöre. Der Charakter des Angeklagten wurde noch durch eine Handlung gekennzeichnet, die er wenige Tage vor dieser Erklärung beging. Die Ehefrau Fernandoz bat Die Berglente in St. Etienne wollen eine Genossenschaft ihn um 25 Mart, die sie nach ihrer Heimath schicken wollte. errichten, um einer in Liquidation gerathenen Aktiengesellschaft Boß gab das Geld und schrieb auf ihre Bitten auch die derfelben gehörigen Gruben abzukaufen und diese gemein- richtig angekommen und an das Verbandsbureau der Handschuh eine Postanweisung. Frau Fernandoz kam unverrichteter Sache schaftlich auszubeuten. zurück, die Post war schon geschlossen. Boß versprach Einzahlung am folgenden Tage zu bewirken. Er behielt Aus Loudon wird berichtet: Unter den Maschinenbauern das Geld für sich. Als die Fernandoz'schen Eheleute einsahen, in den Städten an der Tyne herrschen ernste Differenzen mit den Jaß sie einen falschen Freund gefunden, suchten sie zu retten, was zu Arbeitgebern wegen der Frage der Ueberstunden. retten war. Sie erzielten einen schleunigen Arrest und beim große Anzahl Arbeiter, welche auf den Elswick- Werken beschäftigt Verlaufe brachte das Geschäft 670 M. Im Verhandlungstermin sind, erklärten, daß die zwangsweisen Ueberstunden trat der Angeklagte auch noch mit der Behauptung auf, daß ihm abgeschafft werden sollen. Briefkaffen der Expedition. Brüll, Hörden. Der Betrag von 1 M. in Briefmarken macher( nach Stuttgart) weiter befördert worden. it 5. P. 100. Antisyllabus" ist verboten und die Verbreitung strafbar, die übrigen Schriften können Sie un gehindert weitergeben. Eine F. Hildebrandt, Ackerstraße. Ihr Spediteur ist im Recht, die Abonnemente müssen pränumerando bezahlt werden Ihr Brief ist für uns folange belanglos, bis sie uns den Name Ihres Spediteurs genannt haben. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim am Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. t t 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 242. Freitag, den 16. Oktober 1891. 8. Jahrg. Die Sonntagsruhe der Kaufleute Abends den Gehilfen weiter arbeiten lassen. Das wird im tung über das Sommerfeſt, Jahresberichte über das abgelaufene und die freisinnige Partei. als lungsgehilfen. = um 6 Uhr das Geschäft allein versehen und von 6-12 Uhr schäftsjahr statt. Auf der Tagesordnung standen Berichterstat günstigsten Falle eintreten, denn eine behördliche Kontrolle fünfte Geschäftsjahr und Neuwahl des Gesammtvorstandes, der hierüber wäre doch ein Ding der Unmöglichkeit. Revisoren und der Rechtsschutz Kommission. Der Vorsitzende Von Herrn Eugen Richter wundert uns übrigens dieses Vor- machte zunächst die Mittheilung, daß fünf Kollegen frank und Wir erleben seit einiger Zeit das wunderbare Schauspiel, daß gehen nicht, da er sich ja offen gegen die gesetzliche Regelung denselben Krankengeld- Zuschuß von 5 M. pro Woche bewilligt die freisinnige Partei, entgegen ihren Grundsäßen der freien Selbsthilfe sich scheinbar für gesetzgeberische Eingriffe in das" freie dieser Frage ausgesprochen hat, und zwar f. 3. Argumente da- wurde, daß drei Kollegen Extra- Unterstützung empfangen haben; Spiel der Kräfte" erwärmt. Demzufolge hat sie sich auch bei gegen ins Feld führte, die heute die Tabakshändler im Verein ferner zum Besten unseres Fachorgans" Die Einigkeit" am mit dem„ Berl. Tageblatt" benußen. 10. Oktober ein Herrenabend stattfindet, und bat die Versamm der Berathung des sogenannten Arbeiterschutz- Gesetzes nicht grundAber das ist sicherlich der Gipfel aller Heuchelei, wenn diese lung mehr als bisher für die Zeitung einzutreten, auf dieselbe zu fäßlich gegen die Ausdehnung der Sonntagsruhe auf die Kauf- Blätter behaupten, ihr Vorgehen läge im Interesse der Hand- abonniren und Abonnenten für dieselbe zu werben. Weiter wurde leute erklärt, wenn man von den persönlichen Raisonnements mitgetheilt, daß der Bund in diesem Monat seine gesellige Budes Herrn Eugen Richter absieht, der sich sowohl in der Freisinnigen Zeitung"( Nr. 102 vom 3. Mai) Das Tageblatt" schreibt nämlich u. A.:„ Mit dem Augen- sammenkunft mit Damen am 20. Oktober bei Feuerstein abhält auch in einer öffentlichen Versammlung mit allen Kräften gegen blicke, wo der strenge Sonntagsschluß eintritt, würden Hunderte und, um die Mittel für eine zwedentsprechende Bibliothek zu von Gehilfen brotlos." gewinnen, am 8. November in den Gesammträumen der Ressource, die in zweiter Lesung getroffenen Bestimmungen erklärte. Die Noch nie ist die Wahrheit in dreisterer Weise ver- Kommandantenstraße 57, ein Familienfest mit reichhaltigem von Seiten der Sozialdemokratie gestellten weitgehendsten Anträge, worden. gewaltigt Wir fönnen nur den welche nur eine dreistündige Sonntagsarbeit bei einem Geschäfts- in den Zigarren Geschäften zurufen:„ Hütet Euch Gehilfen Programm abgehalten wird, wozu die Billets( à 50 f.) Bureau vor im abgeholt werden fönnen. Nachdem nun schluß um 12 Uhr Mittags zulassen wollten, wurden mit allen Euren Freunden". Ein Armuthszeugniß ersten Ranges stellen die die Namen der 31 neu aufgenommenen Mitglieder verlesen Stimmen, auch denen der Deutschfreisinnigen gegen die der Sozial- Herren aber dadurch auch ihrer vielgepriesenen Gesellschaftsordnung und dieselben durch den Vorsitzenden begrüßt und auf ihre demokraten abgelehnt. Selbst der Antrag Wöllmer- Hirsch, welcher nicht länger als 3 Stunden Arbeitszeit für Engrosgeschäfte und aus, wenn sie behaupten, daß die Sonntagsarbeit für„ Hunderte von Pflichten hingewiesen waren, wurde durch den Kollegen Oswald Gehilfen" eine Existenzfrage ist. Wir gehören zwar nicht zu den Grauer der Bericht über das Sommerfest gegeben, wonach an 5 Stunden in offenen Verkaufsstellen, Geschäftsschluß spätestens Vertheidigern der heutigen Verhältnisse, aber soviel steht fest, daß demselben, das in allen seinen Theilen ein Arbeiterfest im wahren um 3 Uhr Nachmittags gewähren wollte, wurde mit allen Stimmen eine Verkürzung der Arbeitszeit, wenn überhaupt eine Wenderung, Sinne des Wortes war, 5000 Personen theilgenommen haben. der Antragsteller und die der Sozialdemokraten abgelehnt. Ein Der Konsum bleibt derselbe, und wir behaupten auch, daß die 1768,05 W., fonach bleibt ein Ueberschuß von 785,50 M.( Bravo.) weiterer Verschlechterungsantrag des freisinnigen Abg. Gutfleisch Restaurateure den Zigarrenhändlern keine größere Konkurrenz wie Bei dem Bericht bat Kollege Dopatta, es möge durch besondere wurde indeß von den Sozialdemokraten erfolgreich bekämpft. bisher machen werden, denn das Publikum wird sich Angabe der Zahl derjenigen Billets, welche der Generalverkäufer So geringfügig nun auch die getroffenen Bestimmungen sein im eigenen Interesse sehr schnell an die neuen Verhältnisse als Entschädigung für etwaiges Manto und Unkosten erhalten mögen, sie sind als ein Erfolg der lebhaften Agitation zu be- gewöhnen und seinen Bedarf vor Schluß der Geschäfte decken. habe, das leider verbreitete Gerücht,„ es verdiene" der Billettrachten, die hier seit Jahren seitens der Freien Vereinigung Der Verkehr müßte sich also auf die nach dem Ortsstatut noch verkäufer bei den Festen", widerlegt werden. Kollege Grauer der Kaufleute" betrieben wird und welche gerade von freisinniger festzustellenden Stunden konzentriren, dadurch eine erhöhte erklärte darauf, daß ihm von den 8164 vorhanden geweſenen Seite mit den giftigsten Waffen bekämpft wurde. Daß dem so ist Thätigkeit erfordern und wie gesagt, wenn überhaupt eine Billets 37 à 30 Pf. zur Deckung der Unkosten beim Vertriebe und woher wir uns den scheinbaren Umschwung der Meinungen Alenderung, eine Verstärkung des Personals herbeiführen. derselben überwiesen worden seien und er auch davon die etwa in den freisinnigen Köpfen zu erklären haben, zeigt uns die Rede Mit derartigen Scheinbeweisen operirt die Freisinnspresse in Verlust gerathenen zu ersetzen habe. Die Versammlung war des freisinnigen Abg. Hirsch, Anwalts der deutschen Gewerkvereine, vereint mit dem Organ der Tabakshändler im Interesse des damit einverstanden und ertheilte einstimmig Decharge. Nunwelcher unter Anderem beim Kapitel Sonntagsruhe Folgendes Unternehmerthums und sucht die Freie Vereinigung der Kaufleute" mehr wurde durch den Koll. E. Wiemer der Vierteljahresbericht ausführte: zu verdächtigen, als ob sie gegen das Interesse ihrer erstattet, wonach eine Einnahme von 1557,78 M., eine Ausgabe Meine Herren, es ist eine der widerspruchvollsten Erschei- eigenen Mitglieder handle. Die Herren Tabakshändler suchen von 1520,95 M. gegenübersteht und der Ueberschuß 86,78 m. nungen unserer Zeit, daß unter den Kaufleuten eine entschiedene nun ihre Maßnahmen dadurch zu bemänteln, daß sie beträgt. Der Jahresbericht weist ein Vermögen von 1972,48 m. Sinneigung zur Sozialdemokratie besteht. Trotzdem ist es, wie erklären, sie wollten sich nicht prinzipiell" gegen die Sonntags auf. An Krankengeld- Zuschuß( 5 M. pro Woche), wurden an ich schon bemerkte, nicht in Abrede zu stellen, daß unter den ruhe aussprechen, sondern nur eine Gleichstellung mit denjenigen 54 Kollegen 190 Wochen 950 M. gezahlt, an ExtraKaufleuten eine große Neigung für diese Partei besteht, und daß Personen verlangen, welche im Nebengeschäft mit Bigarren Unterstügungen 398 M., für Rechtsschuß 376,94 W., an die Zeitung sollte uns in der That zur Warnung dienen, daß handeln, sei es, daß Zigarren und Tabake unter die Einigkeit" 351,90 M. u. s. w. Mitglieder sind am Schlusse des wir die Beschwerden dieses Theiles unserer Bevölkerung nicht Gegenstände gerechnet werden, welche als zur Befriedigung eines Geschäftsjahres( soweit dieselben ihre Beiträge bezahlten) 900, zurückstellen, vielmehr in vollem Maße berücksichtigen, denn an Sonn- und Festtagen besonders hervortretenden Bedürfnisses welche Zahl hoffentlich dadurch, daß die Säumigen sich an ihre Die Neigung zur Sozialdemokratie in diesen wie in vielen dienen, sei es, daß der Verkauf von Tabaken und Zigarren nicht Pflicht erinnern, bedeutend steigen wird. Auch dem Kassirer anderen Fällen ist nichts als das Anzeichen einer nur den Tabak- und Zigarrenhändlern, sondern allen Leuten wurde nach dem Bericht der Revisoren Decharge ertheilt. Nachtiefgehenden Unzufriedenheit. Nehmen wir den Handlungsgehilfen verboten werde." dem der Schriftführer über die Thätigkeit des Vorstandes bediesen Grund und sie werden sicherlich das unnatürliche Bündniß Da das letztere nun von vornherein vollständig ausrichtet, wonach im Jahre 24 Versammlungen, 34 Vorstandslösen." geschlossen erscheint, so ist es tlar, daß, wenn dem ersten Theil sibingen abgehalten, in den Versammlungen 16 Vorträge von der Petition nachgegeben wird, sich die Sonntagsruhe der Gehilfen 11 Rednern gehalten wurden, erstattete Kollege Oswald Grauer auf das bereits erwähnte Minimum reduziren würde. Bericht über den Arbeitsnachweis. Von 803 gemeldeten Stellen Was nügt nun den Gehilfen die platonische Liebe der wurden 582 besetzt, in 417 muß Sonntags gearbeitet werden Herren Fabrikanten und Händler, welche erklären, prinzipiell( durchschnittlich 4 Stunde, in einem Falle sogar 9 Stunden); nicht gegen die Sonntagsruhe eingenommen zu sein", wenn sie die tägliche Arbeitszeit variirt zwischen 92 und 18 Stunden, der durch ihr thatsächliches Vorgehen den Gehilfen den wirklichen Durchschnitt beträgt 113/4 Stunden. Der Lohn bewegt sich von Genuß einer Sonntagsruhe rauben und das nur aus heller Ver- 15 M. in 3 Fällen bis zu 24 M. und 27 M. in je einem Falle zweiflung darüber, daß die Restaurateure ein halbes Dugend und beträgt im Durchschnitt 17,70 M. Hierauf erstattete Kollege Bigarren mehr verkaufen könnten, als bisher. Uthes Bericht über die Thätigkeit der Rechtsschutzkommiffion, welcher Wie die freisinnige Partei stets in allgemeinen Phrafen von mit Aufmerksamkeit entgegengenommen wird. Die Versammlung Arbeiterfreundlichkeit triest und hier und da auch einzelne Miß- ertheilt dann dem Gesammtvorstande und den Kommissionen stände anerkennt, bei positivem Mitwirken aber sofort auf Seiten Decharge. Zur Leitung der Neuwahl wurde ein Bureau gewählt der Unternehmer zu finden ist, so hat sie auch hier ihren wahren und der Kollege Oswald Grauer mit dem Vorsitz, der Kollege Charakter nicht verleugnet. Falkenthal mit der Stellvertretung, der Kollege Otto Plath mit Die Gehilfen aber mögen es sich gesagt sein lassen: So der Führung der Rednerliste betraut. Nachdem Kollege Grauer lange Ihr noch einer Partei nachlaufen werdet, die Euren auf die Bedeutung des Wahlaktes hingewiesen und um Ernst eigenen Interessen ins Gesicht schlägt, wird sich Eure und Sachlichkeit gebeten hatte, wurden nach einander und sämmtwirthschaftliche Lage nicht bessern, nein, verschlechtern! Sobald lich durch Händeaufheben folgende Kollegen gewählt: Albert Ihr Euch indeß Eins fühlen werdet mit allen anderen Lohn- Reßler, 1. Vorsitzender; Friedrich Lange, Stellvertreter; Albert Und wir haben uns in der That nicht getäuscht, denn von arbeitern, werdet Ihr vereint mit diesen auch für Euch bessere Freude, 1. Schriftführer; Hermann Rey, Stellvertreter; Ernst freifinniger Seite ging der erste Borstoß gegen die nunmehr bald Lebensbedingungen erkämpfen und das nach der Meinung des Nürnberg, 1. Kassirer; G. Albold, Stellvertreter; A. Sonnenin Kraft tretende Sonntagsruhe aus. Der Berein deutscher Tabak- Herrn Dr. May Hirsch bestehende„ unnatürliche" Bündniß wird berger, Albert Uthes, H. Ebert, Beisiger; Albert Müller, fabrikanten und Händler, an dessen Spitze sich der freifinnige nach wie vor gute Früchte zeitigen. C. Bengsch, G. Wegner, Revisoren; Wappler, Falkenthal, PerlStadtverordnete Deter befindet, plant, wie bereits mitmann, Löffler, Reimann, Engel, Clemens, Rechtsschutz- Kommission. getheilt, eine Petition an den Bundesrath, welche die BeDer immerhin schwierige Wahlakt vollzog sich in verhältnißmäßiger schränkung der Sonntagsarbeit in Bigarrengeschäften vereiteln Ruhe und gaben die Anwesenden ihrer Freude darüber, nachdem foll. Dieses von offener Profitfucht veranlaßte Vorgehen ist um auch noch der Fragekasten erledigt war, durch lebhafte Hochrufe auf fo verdammungswürdiger, wenn man bedenkt, daß die Gehilfen den Bund und die Arbeiterwegung Ausdruck. Mit dem erhebenden in den Zigarrenhandlungen die Ausgebeuteisten aller AusGesang der Arbeiter- Marseillaise ging man auseinander." gebeuteten sind. Bei einer täglichen Arbeitszeit von ununter- Achtung, Möbelpolirer Berlins! Die Möbelpolirer brochen 17stündiger Dauer den Gehilfen nicht einmal ein paar der Neumann'schen Werkstatt in Dresden haben wegen Stunden Sonntagsruhe zu gönnen, das ist der Gipfel kapita- Cohndifferenzen die Arbeit niedergelegt. Die Kollegen listischer Ausbeutung. werden ersucht, den Zuzug fireng fernzuhalten. Nachdem wir also hier die Motive des Herrn Dr. May Hirsch erfahren, welche ihn zu seiner Stellungnahme veranlaßten, fönnen wir die Handlungsgehilfen zu ihrem unnatürlichen" Bündniß nur beglückwünschen, denn hätte dasselbe nicht bestanden, würde die freisinnige Partei nicht so schnell ihren Standpunkt auf gegeben haben. Doch der Ruhm, den die Freie Vereinigung der Kaufleute errungen, ließ die deutschfreisinnigen Handlungsgehilfen nicht schlafen, und so gründete man denn einen Verein deutschfrei finniger Handlungsgehilfen", der sich sofort die Ungnade des Herrn Eugen Richter zuzog, als er die Bemerkung machte, daß dieser Verein nicht ausschließlich zur Hatz gegen die Sozialdemokratie, die dieser Politikus ja als Spezialität betreibt, gegründet zu sein schien. Der Verein verlangte nämlich möglichste Abschaffung der Sonntagsarbeit und Beschränkung der täglichen Arbeitszeit. Wir müssen gestehen, daß wir Herrn Richter's Unmuth begreiflich finden, denn daß man sich als Vertreter dieser an sich zwar sehr mäßigen Forderungen die deutschfreifinnige Partei aus wählte, erschien uns sofort sehr räthselhaft. M. B. Soziale Lebersicht. " Die Freie Bereinigung der Kaufleute" betrachtete es als Die Fachkommission der Möbelpolirer Berlins und Umgegend. ihre Pflicht, gegen dieses Vorgehen Front zu machen, indem sie die Namen derjenigen Zigarrenhändler veröffentlichte, welche sich Die Leitung der Buchdruckerei der sozialdemokratischen der Petition angeschlossen, mit dem Hinweis darauf, daß es Mannheimer Volksstimme" hat am 12. Oktober im GinPflicht der Arbeiter sei, sich die Geschäfte zu merken, welche die verständniß mit allen ihren Mitarbeitern die achtstündige Arbeitskraft ihrer Gehilfen in solcher Weise ausnutzen wollen. Arbeitszeit eingeführt. Und was erleben wir nun? Die Antwort wird dem deutschDie Arbeiter der städtischen Gasfabrik in Hamburg freifinnigen Handlungsgehilfen- Verein mit seiner soeben erst ge- verlangen die Aufhebung der fürzlich eingeführten siebenten Arbeits: faßten Resolution, besonders interessant sein, welche von der tour und Erhöhung des Tagelohns von 32 auf 4 M.( Frank Genteindeverwaltung die Reduzirung der Sonntagsarbeit in furter Zeitung.") allen taufmännischen Geschäften auf 3 Stunden verlangt. Das " 1 Die Freie Vereinigung der Bauarbeiter Berlins hielt am 11. Oftober ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab. Zunächst gab der 1. Kassirer Kollege Ostar Sprenger den Bericht über die Abrechnung vom 3. Quartal. Da dieselbe von den Revisoren, sowohl wie auch von den Mitgliedern für richtig befunden wurde, so ertheilte man dem Kassirer Decharge. Darauf erhielt Genosse Peus das Wort zu seinem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrage über das Thema:" Zeit- und Affordlohn". Der Genannte unterwarf die Akkordarbeit einer scharfen Kritik und hob besonders hervor, daß wo dieselbe noch nicht vorherrschend sei, man sie unter feinen Umständen einführen solle. Redner legte an verschiedenen Beispielen klar, wie sich unter der heutigen Produktionsweise das Proletariat von Tag zu Tag vermehrt und das Kapital sich in immer weniger Händen anhäuft. Diesem Uebel gegenüber eine Schranke zu setzen, wäre nur möglich, wenn die achtstündige Arbeitszeit gefeßlich eingeführt würde, da dadurch dem Kapital nur die Macht gegeben würde, innerhalb dieser sich die schönen Seelen wieder. Herr Eugen Richter spektakelt in Die westpreußische Gewerbekammer beklagt sich darüber, Frist den Arbeiter auszubeuten. In der Diskussion sprachen Gefeiner bekannten Entstellungsmanier über" terroristische Neigungen daß die fgl. Gewehrfabrik zu Danzig ihren Arbeitern zu hohe noffe Stuckateur Merter als Gast und Kollege Otto Arndt im zur Geschäftssperre gegen Nicht- Sozialdemokraten, ferner 2öhne zahle! Dadurch würden die Privatunternehmer ge- Sinne des Referenten. Hierauf wurde folgende Resolution anist es diesem Denkerkopf unbegreiflich, wie man die Frage der Sonntagsruhe mit der 17stündigen täglichen Arbeitszeit über- fchädigt, indem zu den von ihnen festgesetzten Löhnen kein Mensch genommen:" Die heutige Mitgliederversammlung der Vereini gung der Bau- Arbeiter Berlins stimmt den Ausführungen des haupt in Verbindung bringen kann und schließlich seßt er allem Da die fgl. Gewehrfabrik zu Danzig jedenfalls das Geld Genossen Peus voll und ganz zu und erklärt, ihre Arbeitsdie Krone auf mit der Behauptung:„ Jedenfalls haben auch nicht zum Fenster hinauswerfen wird, so läßt jene bewegtrast unter den heutigen Verhältnissen so theuer wie möglich verin dieser Frage die zigarrenhändler und die liche Klage der Gewerbekammer nur den Schluß zu, daß die kaufen zu wollen, da bei der heutigen modernen Produktionsbenes Intereffe". Der schlaue Mann findet aber noch westpreußische Industrie spottschlechte Löhne zahlt. Sie darin weise auf der einen Seite nur Bettler, auf der andern einen Ausweg, denn§ 105 e beſtimme, im Falle Ausnahmen für noch zu unterstützen, ist nicht Aufgabe des Staats. Organ des Herrn Rudolf Mosse und das Organ des Herrn Die Vorstandswahl des Nechtsschutzvereins der Berg Eugen Richter sind sonst zwar auf den Tod verfeindet, bei der arbeiter ergab für die Hauptämter die Wiederwahl des bisherigen Vertheidigung des ihnen heiligen Unternehmerprofits aber finden Vorstands. arbeiten wolle. die Zigarrengeschäfte getroffen werden, daß die Gehilfen Der Ausstand in den Stahlfabriken von Stanningley entweder an jedem dritten Sonntag volle 36 Stunden oder an bei Leeds ist nach dreizehnwöchentlicher Dauer durch gegenseitige jedem zweiten Sonntag mindestens in der Zeit von 6 Uhr Konzessionen beigelegt. Die Arbeit in den Wattingdocks ist Abends von der Arbeit freizulassen sind. Das sei entweder dem vollständig neu organisirt. Vorstand der Freien Bereinigung der Kaufleute unbekannt, oder er verschweige absichtlich die Wahrheit. Der Ausstand der Grubenarbeiter in Zabrze foll, wie die„ Bossische Zeitung" berichtet, be endet sein. Viele Gruben verwaltungen lämen den Berglenten„ insofern" entgegen, als sie den letzteren zur Beschaffung von Winterkartoffeln behilflich Aber wären. nur Millionäre gezüchtet werden." Hierauf wurde Kollege Fischbach, Mariannenstr. 35 wohnhaft, zum Revisor gewählt. Zum Zahlstellen- Inhaber für den Westen wurde Kollege Hermann Beierling, wohnhaft Schwerinstr. 6, gewählt. Die Wahl eines zweiten Schriftführers und eines Bahlstellen- Inhabers für den Südwesten mußte bis zur nächsten Mitgliederversammlung ver Die Zahlstellen für den Norden sind Sonntag tagt werden. nach dem 15. jeden Monats Schwedterstr. 23, bei Lehmann; jeden Sonntag vor dem Ersten Hochstr. 32, bei Wilfe etablirt. unter Verschiedenem war ein Unterflüßungsgesuch des Kollegen Wilhelm Habig eingegangen. Derselbe ist auf einem Bau vers unglückt und befindet sich feit 7 Wochen im Krankenhause. Er wurde mit 20 M. unterstützt. Mit der Bekanntmachung, daß die nächste regelmäßige Mitgliederversammlung am 15. November stattfindet, endete die Versammlung. Wir sind ermächtigt, zu erklären, daß keins von Beiden zu trifft. Der Vorstand des Freien Vereinigung der Kaufleute kennt die lückenhaften Bestimmungen nur zu genau. das tann uns nicht davon zurückhalten, das Vorgehen der Herren Tabakshändler auf das schärfste zu verurtheilen. Denn ist dasselbe von Erfolg gefrönt, so verbleibt den Gehilsen in den Bigarrengeschäften taum die Hälfte der Erholungszeit, die den Gehilfen anderer Branchen gewährleistet ist. Selbstredend werden die Herren Unternehmer dann in ihrem eigenen Interesse, Der Allgemeine deutsche Sattler- Verein( Filiale Berlin) wie der Abgeordnete Bebel in der zweiten Lesung des Arbeiterschutz- Unterstützungsbund der Hausdiener Berlins. Am bielt am 10. 5. Mts. seine regelmäßige Mitgliederversammlung Gesetzes mit Recht bemerkte, von der zweiten Bestimmung Ge- 6. Oktober fand unter überaus zahlreicher Betheiligung der Mit- ab. Unterm 1. Punkt der Tagesordnung verlas der Kassirer, brauch machen. Die Herren Chefs werden dann bis des Abends glieder die erste ordentliche Generalversammlung im neuen Ge- Kollege Blum, die Abrechnung pro II. Quartal. Die Einnahmen Versammlungen. betrugen 272,99 M., die Ausgaben 244,75 M., bleibt also Bestand I mitglieder 50 Pf. pro Stunde zu verlangen hat, im andern Fall| liner Lokal- Anzeiger" Betreffs des Pastors Harder aus Weißensee 28,24 M. Die Mitgliederzahl belief sich am Schlusse des Quartals der Verein von den Verpflichtungen zurücktritt. zur Sprache. Am 18. d. M. findet ebenfalls im selben Lokale auf 195. Dem Kassirer wurde auf Antrag des Revisors Kollegen Alsdann wurde vom Kollegen Meßmann angeregt, daß eine öffentliche Versammlung statt, in welcher Herr Ledebour Pongratz einstimmig Decharge ertheilt. Der Vorsitzende entwarf noch aus der Zeit der Auflösung der Vereinigung her mehrere referiren wird.( Siehe Inserat.) darauf ein Bild der Thätigkeit des Vereins im verflossenen Nummern Wagenbauers" zu bezahlen seien; nian entnehmen: Quartal. Zum 2. Punkt der Tagesordnung, Wahl eines Zentral- beschloß, um Streitigkeiten mit den Hamburger Kollegen 31 In Mariendorf fand am 11. Oftober einer sehr stark be tassirers, sowie eines Ortsbeisigers, wurde als Zentralkassirer vermeiden, die Nummern aus der Vereinskaffe zu besuchte öffentliche Volksversammlung statt. Man behandelte zuerst der Kollege Schwarz gewählt, da dieser Kollege aber bis dato zahlen. Kollege Brüß, Delegierter der Streikkontrollkommission, den Spruch des Schiedsgerichts in Sachen des Genossen Hecht Ausschußmitglied war, so wurde die Wahl eines neuen Ausschuß- wurde dann beauftragt, auf das Meisterorgan zu abonniren, und gegen Hermann Wollf. Aus dem Spruch des Schiedsmitgliedes nöthig, und hierzu Kollege Fischer, ferner zum Orts hierauf vom Kollegen Rosenberger folgende neue Herbergs gerichtes und der darauf folgenden Diskussion war Folgendes zu beisiger, Kollege Engelbrecht gewählt. Von der Verhandlung über ordnung, welche auf dem Innungsnachweis angeschlagen ist, verden dritten Punkt der Tagesordnung, Meinungsaustausch über lesen: Wolf hat den Genossen Hecht dadurch beleidigt, daß er ihm die zu gründende Union, wurde Abstand genommen, da in dieser" Jeder Stellmacher, welcher sich hier beim Schaumeister ein vorwarf, Parteigelder unterschlagen zu haben. Hecht konnte diese Sache am 14. d. M. in der Berliner Ressource eine öffentliche schreiben läßt, um Arbeit nachzusuchen, hat für die Dauer, bis Beschuldigung nicht auf sich beruhen lassen und beantragte daher Versammlung der Branchen, die zu dieser Union gehören sollen, folche erfolgt ist, sogleich 40 Pf. zu erlegen, wofür nach Schluß die Wahl eines Schiedsgerichts von 9 Personen, welche denn auch stattzufinden hatte. Unter" Verschiedenem" warf Kollege Barth der Arbeitsausgabe sofort die üblichen Getränke verabfolgt in der letzten Volksversammlung vollzogen wurde. Dieses Schiedsdie Frage auf, wie sich die Berliner Sattler zu einer Ver- werden. Bei Zuwiderhandlungen ist der Aufenthalt in diesem gericht hat mehrere Sizungen abgehalten, welchen Wollf troz schmelzung mit dem Allgemeinen deutschen Tapezirer- Verein" Daum nicht gestattet. erfolgter Einladung nicht regelmäßig beiwohnte. Ein Versöhnung, stellten und führte dabei an, daß uns durch diese Verschmelzung Der Herbergswirth." versuch blieb ohne Erfolg. Durch genaue Prüfung aller vos bedeutende finanzielle Vortheile erwachsen würden. Kollege( Gewiß eine nette Herbergsordnung für Arbeitslose!) handenen Materialien ist eine Schuld des Genossen Hecht, in derSassenbach erklärte sich auch für eine solche Verschmelzung, war Der Arbeitsnachweis wurde noch scharf kritisirt und zum Sinne, wie Wollf sie behauptet hat, nicht zu erweisen geweſent jedoch der Meinung, daß dieselbe wohl nicht zu Stande kommen Schluß der Wunsch nach einem Besuche der Genossenschafts- daher, und weil Wollf, trotzdem ihm Gelegenheit geboten word n, würde, da die Tapezirer sich zu allen möglichen Branchen rechneten, Hutfabrik ausgesprochen. Kollege Meßmann ist beauftragt, be war, den Beweis der Wahrheit für seine Beschuldigungen zu een nicht aber zu den Sattlern. Im gleichen Sinne sprachen stimmten Bescheid zu bringen, wann der Besuch stattfinden kann. bringen, denselben nicht erbracht hat, unterbreitete das Schiedsr sich die Kollegen Engelbrecht, Fischer und Schulze aus. Das Stiftungsfest findet am 21. November statt. gericht der Volksversammlung folgende Resolution: Die Kollegen Börsch, Matschulat und Baumgart ſprachen für " Die heute, Sonntag, den 11. Oktober 1891 zu Mariendor eine Verschmelzung dieser beiden Branchen. Darauf stellte Kollege In der am 5. b. M. stattgefundenen Mitim Lotale des Herrn Haat( Schwarzer Adler), tagende Volksverf Barth folgenden Antrag, der auch gegen zwei Stimmen an- glieder Versammlung Schneider and sammlung wird von dem Schiedsgericht in Angelegenheiten Hech genommen wurde:„ Die heutige Mitgliederversammlung beschließt Schneiderinnen Verbandes hielt Kollege Mogge einen gegen Wolf ersucht, den bisherigen Genossen Hermann Wollt den Versuch zu machen, eine Verschmelzung mit dem Allgemeinen Vortrag über den Großbetrieb, welcher beifällig aufgenommen zu Tempelhof fernerhin nicht mehr als Gef deutschen Tapezirerverein herbeizuführen, und beauftragt den wurde. Nach demselben gab der Vorsigende einen kleinen Abriß nossen der sozialdemokratischen Partei anzuZentralvorstand, die Ansicht unserer sämmtlichen Mitglieder über die im verflossenen Jahre abgehaltenen Versammlungen. Es erkennen, da seine ganze in dieser Sache zum Ausdruck zu hören, sowie mit dem Zentralvorstand der Tapezirer behufs waren durch Tellersammlungen eingekommen: in einer Versamm gekommene Handlungsweise eine derartige ist, wie sie sich von dessen in Verbindung zu treten." Der Vorsitzende theilte dann lung in den Arminhallen 17,05 M., in einer Versammlung bei einem Sozialdemokraten nicht geziemt und von einem sehr nie noch mit, daß die nächste Mitgliederversammlung, welche am Feuerstein 8,65 M., zusammen 25,70 M. Verausgabt wurden: drigen Charakter Zeugniß ablegt. Das Schiedsgericht beantragt 24. d. M. stattfinden sollte, ausfalle, da an diesem Tage die für Säulenanschlag 21 M., für ein Referat 5 M., zusammen deshalb, den vorgenannten H. Wollf aus der Partei auszu Zentral- Krankenkasse der Sattler ihr achtes Stiftungsfest feiere. 26 M. Hierauf wurde zur Neuwahl der Lokalverwaltung geschritten schließen, und legt den Genossen ans Herz, den Betreffenden Auch finde am 19. d. Mts. in demselben Versammlungslokal und Kollege Möbius zum ersten Vorsitzenden mit 46 Stimmen, danach zu behandeln." die Haupt- Mitgliederversammlung der Krankenkasse statt. Frau Wächter zur zweiten Vorsitzenden mit 51 Stimmen, Kollege Timm zum ersten Kassirer mit 61 Stimmen, Kollege Menzler zum ersten Schriftführer mit 47 Stimmen, Kollege Pregler zum zweiten Kassirer mit 55 Stimmen, Kollege Reinte zum zweiten Schriftführer, und die Kollegen Rogge, Schreer und Lorenz zu Revisoren gewählt. Dann erstattete Kollege Pregler Bericht über das Frühlingsvergnügen, bei welchem eingekommen waren 90,50 M., während ausgegeben wurden 100,15 M., so daß ein Defizit von 9,6 Pf. verbleibt. Der Fachverein der Stellmacher Berlins und Um gegend hielt am 11. Ottober seine Mitgliederversammlung ab. Unterm 1. Punkt der Tagesordnung wurde die Abrechnung vom letzten Vergnügen verlesen, wonach sich ein Ueberschuß von 45,22 M. ergab. An Stelle des Kollegen Henze wählte man dann Kollegen Henkel zum zweiten Vorsitzenden und Kollegen Bomblys ins Vergnügungskomitee. Unter Vereinsangelegenheiten wurde die Fachzeichenschule einer scharfen Kritik unterzogen und nach längerer Debatte folgender Beschluß gefaßt: 1. daß der Zeichenlehrer Kollege Leder den Beitrag für den Zeichenunterricht selbst einkassirt; sollte ein Schüler außer Arbeit tommen, so wird der Beitrag aus der Vereinskasse bezahlt und ist vom Kollegen Leder später wieder an den Verein zurück zu zahlen; 2. daß der Zeichenlehrer im Interesse des Vereins für Nicht des Diese Resolution wurde nach langer Debatte, in welcher auf die früheren Verdienste des Wolf hingewiesen wurde, mit dem Bemerken angenommen, daß Wollf die Berufung an die Parteileitung und den Parteitag offen stehe. Gegen die Resolution stimmten 15 Anwesende von etwa 250. Nach Erledigung dieser Angelegenheit erhielt Arthur Stadthagen das Wort zu einem mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag über" Die Ziele der Sozialdemokratie". Gegner meldeten sich trotz mehrfacher Aufforderung nicht zum Wort, und so war es denn Sache der anwesenden Genossen, Eine öffentliche Versammlung für Männer und dieses unerschöpfliche Thema nach Kräften zu diskutiren und Frauen, einberufen vom Lesellub Karl Mare", tagte am durch immer neue Beispiele zu beleuchten, was auch im reichsten 11. Oktober im Saale der Berliner Bockbrauerei. Genosse Maße geschah. Speziell wurde die Lage besprochen, in welche Henning referirte unter lebhaftem Beifall vor über 1500 Per- der Wirth des Lokales gekommen ist dadurch, daß er seinen Saal sonen über„ Die Bedeutung des Darwinismus". In der Dis- zu Versammlungen hergiebt. Nach einer Aufforderung nur in fussion sprachen die Genossen Jahn und Jüdler. Unter Ver- dessen Lokal zu verkehren, wurde die Versammlung mit einem schiedenem" brachte Genosse Schulz einen Aufsatz aus dem" Ber- Hoch auf die internationale Sozialdemokratie geschlossen. " a g de fc Ic F St Damen- Mäntel und-Jaquets 9 • zu nachfolgenden unvergleichlich billigen Preisen: Jaquets in neuesten Façons, aus Cheviot und Eskimo. Plüsch- Jaquets, sauber gearbeitet, tadellos sitzend Capes und Visites, hervorragende Neuheiten Wattirte Abend- Mantel, in allen modernen Façons. Regen- und Herbst- Mäntel in überraschend grosser Auswahl, 1435L 6, 8, 10, 12, 15 Mark. 20, 25, 30, 36 Mark. 10, 15, 20 Mark. 10, 12, 15, 20 Mark. 10, 12, 15, 20 Mark. Vorjährige Jaquets, Paletots und Dolmans zum gänzlichen Ausverkauf , 3, 5, 8, 10 Mark. Damen- Kleiderstoffe zum gänzlichen Ausverkauf. 1 grosser Posten doppeltbreiter Damentuche für Hauskleider Meter 60, 75 Pfennig. 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Auszug aus dem Invaliditäts- und Altersverficherungsgesetz. Rückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis 15. Mai 1891. Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890. Verzeichniß der Messen und Märkte. Im Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.) Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Illustrationen. Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration.- Die Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von May Schippel. Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) Mit Illustration. -Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Hong. Mit Illustrationen. Die Bergarbeiter einst und jetzt. Von Karl Kautsti. Im Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Illustration. Antje. Eine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Jalustrationen. Moritz Rittinghausen. Mit Porträt. Cäsar de Paepe. Mit Porträt.- Der Tuberkelbazillus und das Roch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen. Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Illustration. Fliegende Blätter. ( Humoristisches.) Die Sehmaschine. 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