Nr. 196. 101390 u Vorwärts Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags. Nummer mit illustrirter Sonntagss Beilage„ Die Neue Welt" 10 Pfg. Poft Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- Bettungs- 196 Preisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rofonei geile oder beren Raum 40 Pfg., für Bereins: und Bersammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Zentralorgan der sozialdemokratischen Partet Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Die preußischen Landtagswahlen. " संद Die Schale neigt sich schon jetzt zu gunsten des Hamburger Beschlusses, nicht nur betreffs der Betheiligung überhaupt, sondern auch hinsichtlich der Art und Weise, wie man sich betheiligen soll. Besonders deutlich ist dies an dem Verhalten der Parteigenossen Breslau's zu sehen. Im vorigen Jahre hatte dort eine Parteiversammlung mit großer Mehrheit eine Resolution gefaßt, worin man sich mit dem Hainburger Beschlusse nicht einverstanden erflärte, Dienstag, den 23. August 1898. bhesda Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Der Parteitag und die Landtagswahlen. nije. Kompromiffe und Bündnisse mit anderen Parteien dürfen Der Beschluß Wahlkreise nach Maßgabe der lokalen Verhält nicht abgeschlossen werden." Oberbarnim. Niederbarnim " d sibiatga chodit 38 520 III. Stimmen abgegeben In den nächsten Wochen wird das Gros der Partei- Der Hamburger Parteitag hat über die Frage der Landtagsgenossen Preußens auf den Kreiskonferenzen Stellung zur wahl- Betheiligung zwei Beschlüsse gefaßt. Die Richtschnur für die Entscheidung, inwieweit in einem EinzelFrage der Betheiligung an den Landtagswahlen nehmen. Der erste betraf die Aufhebung des in Köln ausgesprochenen falle eine Betheiligung an der Wahl stattfinden solle, bildet der in In Berlin geschieht dies bereits heute, in einer gemeinsamen 8 wanges, sich an den preußischen Landtagswahlen nicht zu dem Hallenser Beschluß im Jahre 1890 und später wiederholte ParteiVersammlung der Parteigenossen aller vier Landtags- Wahl- wurde dieser Zwang aufgehoben. Auch unter den 50 dissentirenden da, wo Erfolge in Aussicht stehen, und seien biebetheiligen. Mit großer Majorität 160 gegen 50 Stimmen tagsbeschluß der Parteitag empfiehlt den Parteigenossen überall bezirke. shitbit mjól Seit nahezu einem Jahre ist in der Parteipresse der Köln zwischen Thür und Angel' gefaßten Beschlusses nichts einzu- agitation einzutreten, sei es für den Reichstag, die Landtage oder Stimmen befanden sich manche, die gegen die Aufhebung des in felben auch nur propagandistischer Art, in die WahlHamburger Beschluß erörtert und mehr oder weniger scharf wenden hatten, aber befürchteten, daß sie mit Zustimmung zu der die Gemeindevertretungen."( Seite 268-270 bes Protokolls.) Je angegriffen worden. Noch nie haben über einen Parteitags- Aufhebung dem nach der entgegengesetzten Richtung gewünschten nach Ausfall der Prüfung aller in betracht kommenden FaktorenBeschluß so viel abweichende Meinungen sich gegenüber Zwange einer Betheiligung den Eintritt erleichtern könnten. dazu gehört auch die Frage, ob unser Eintreten einem Urreaktionär gestanden, als über den, der die Frage der Betheiligung an Gesammtpartei. Nirgend ist in erheblicher Weise gegen diesen auch nur progagandistischer Art, aus der Wahlbetheiligung für die entsprach thatsächlich der Auffassung der zum Siege verhilft ist die Frage: ist Aussicht auf Erfolg, wenn den preußischen daß selbst noch heute über die Ausführung des Hamburger Drathpuppen, die lediglich auf Befehl in Bewegung treten. Die von den Genossen bisher beantwortet. Der Hallenser Beschluß ist Beschluß opponirt. Es besteht die Partei nicht aus willenlosen Partei zu erwarten?" von Fall zu Fall, z. B. bei Gemeindewahlen, Beschlusses teine volle Uebereinstimmung erreicht ist. selbst, die Redaktion des Vorwärts", stehen nach wie Gliedern Bewegungsfreiheit eingeräumt werden muß und stets ein Betheiligungsfrage gelten? Wir Partei bildet einen lebenskräftigen Organismus, dessen einzelnen nicht aufgehoben. Warum soll er nicht auch für die Landtagswahl= vor auf dem Standpunkte, daß der Hamburger Beschluß geräumt ist. Freilich darf diese Bewegungsfreiheit nicht zur Zügel Wie zutreffend es war, den Kreisen die Entscheidung zu überin Verbindung mit der vom Parteitage gebilligten Inter- losigkeit ausarten. Die Partei bildet ein Ganzes, aber kein lediglich weisen, dafür eine Bemerkung über ein öfters erwähntes Beispiel. pretation Singer's den Weg klar vorgezeichnet hat. Wir mechanisches Ganze, sondern ein von demselben Ziel, von den Lebhafte Anhänger einer Wahlbetheiligungsfrage haben den Kreis können die Art und Weise, wie man in einzelnen Streisen die selben Absichten befeeltes, lebendiges Ganze. Der Parteitag Nieder- Barnim als einen solchen hervorgehoben, in dem die BeBetheiligung im Gegensatz zum Hamburger Beschlusse voll- Macht beruht aber nicht auf der formellen Oberbefehlshaber heblich ändern würde. Nieder- Barnim bildet mit Ober- Barnim zubildet die oberste Instanz in allen Partei- Angelegenheiten. Seine theiligung von sozialdemokratischer Seite das bisherige Bild erziehen will, nicht billigen, wenn wir es auch für unsere schaft, die blinden Gehorsam in allen Dingen der formellen Stellung fammen einen Landtags- Wahlbezirk. Wie stellt sich das Verhältniß publizistische Pflicht halten, abweichenden Ansichten und Be- halber zu heischen berechtigt ist. Die Machtstellung des Parteitages der Parteien bei der Reichstagswahl 1893? Es stimmten in schlüssen den Raum im Vorwärts" nicht zu verweigern. Wir beruht vielmehr darauf, daß auf ihm die verschiedenen Auffassungen hoffen aber im Interesse der Partei, daß die Diskussion über der Einzelnen, die Lebensinteressen der einzelnen Theile mit dem fozialdemokratisch freis. toni. Antis. den Hamburger Beschluß bald ihr Ende erreicht, und daß man Lebensinteresse der Gesammtpartei abgewogen und aus diesen Auf4254 4 209 6 853 17 044 3 726 11 095 2748 die Parteigenossen, anstatt bei unfruchtbaren Wortgefechten, faffungen und Lebensinteressen heraus das der Gesammtpartei und bald überall an der Arbeit sehen wird. ihren Gliedern gemeinsam Förderliche gesucht wurde. Die Disziplin Bestechende Ziffern für die Macht der Sozialdemokratie bei den Bewußtsein aller ihrer Glieder von dieser Gemeinsamkeit und auf schaftliche Abhängigkeit der Wähler außer Acht läßt. der Partei beruht auf der Gemeinsamkeit ihres Bieles, auf dem Bandtagswahlen wenn man das Wahlsystem und die wirthEs sind das der Nothwendigkeit, zur Erreichung dieses Zieles die einzelnen doch aber Faltoren, die nicht unberücksichtigt bleiben können, sondern Glieder dem gemeinsamen Ganzen unterzuordnen. Das geistige, in erster Linie in betracht kommen. Die Landtags- Wahlstatistik zusammenschließende Band, nicht ein nur mechanisch zusammen ergiebt folgendes Bild. Es waren 1898 als Urwähler wah! fügendes schafft und sichert die Einheit der Partei. Die sozial berechtigt in demokratische Armee will nicht kommandirt, sondern geleitet jein, Oberbarnim: 498 I. Slaffe 1597 II. Selasse 16 066 III. Klasse Manchem militärischen Befehlshaber ist Begeisterung der einzelnen Niederbarnimi 1440 I. Bestandtheile seiner Kriegsmaschine für sein Ziel überflüssiger, wenn nicht schädlicher Ballast: blinder Gehorsam, mechanische Bindung ber, insoweit, als er Bündnisse mit anderen Parteien unbedingt auch auf Väter und Mütter ihrer Diener soll gerichtet werden können. gleichsam lebloser Körper bildet das Fundament seiner Maschine, die in der verbiete und die Stimmabgabe für freifinnige Wahlmänner in Umgekehrt bei der sozialdemokratischen Armee, die nicht Kadaverjenen Wahlkreisen untersage, wo unsere Partei sich nicht selbstjenen Wahlkreisen untersage, wo unsere Partei sich nicht selbst gehorsam ihrer Glieder, sondern nur freiwilliges, auf der gemeinständig betheiligen kann, infonsequent und praktisch undurchführ- famen Ueberzeugung beruhendes Mitarbeiten fennt; fein Komman Oberbarnim 397 65 875 232 4 363 1 609 bar set", Niederbarnim 1011 203 2052 638 5391 1713 Seitdem hat man sich die Sache reiflicher überlegt. Vor nicht schablonenhaftes Reglementiren Einzelner. Regieren nicht des absolute Majorität der Wahl berechtigten, in der II. Abtheilung diren, sondern gemeinsames Regieren. Gemeinsames Regieren Aller, Mithin hatten die Konservativen in der I. Abtheilung die bierzehn Tagen beschloß die Sozialdemokratie Breslau's die Regierens halber, sondern zweds Beschleunigung des Sieges trotz einer Wahlbetheiligung von nur 47 pct. fast die abfolute Mehrselbständige Wahlbetheiligung, nachdem Bruhns aus der Arbeit über das Kapital, der Kultur über die Ausbeutung. Der heit der Wahl berechtigten. In der III. Abtheilung wäre es geführt hatte, daß die Hindernisse groß, aber nicht un- lebendige Organismus der Partei und eine Partei, die aus lebens- wohl möglich, trotzdem viele Beamten und staatliche Arbeiter konservativ überwindlich sind". luftigen Organismen besteht, fordert, daß nur da gemeinsam bindende wählen würden, sozialdemokratischerseits die Mehrheit zu erlangen, Selbst in Bielefeld, wo man den Hamburger Beschluß Beschlüsse gefaßt werden, wo es das gemeinsame Ziel erfordert. Die wenn es gelänge, irgend einen Erfolg für die mit der Wahl verund die von ihm nicht zu trennende Singer'sche Interpretation Partei hat kein Interesse daran, einem Parteigenossen zu verbieten, bundenen Aufwendungen an Zeit klarzulegen. Das ist aber am hartnäckigsten bekämpft, wird praktisch doch in seinem etwa zu thun, was der Partei nicht schädlich ist, oder ihm etwas zu schlechterdings zur Zeit unmöglich. Denn zunächst würden unsere Sinne verfahren werden, indem man überall da, wo es mög- gebieten, von deffen Nutzen für die Partei nicht die übergroße Mehr Stimmen in der 1. und II. Abtheilung gänzlich bedeutungslos an heit überzeugt ist. Werthvoller als Beschlüsse ist häufig ein Aus Zahl feist. Selbst die Bauerngutsbesizer, welche sozialdemokratisch lich ist, eigene Wahlmänner aufstellen will. sprechen über dieselben, und das um so mehr, je bewußter eine Partei gefinnt sind, find wirthschaftlich von dem Großbefizer, der ihnen die Eierschalen der Sefte abgelegt hat. von Sachen, die mit dem Parteiziel nichts zu thun haben, wie der überhaupt an Zahl geringen Sozialdemokraten, denen ihre Ver Das gilt nicht minder Hypotheken geliehen hat, abhängig. Es würden sicherlich nur wenige Naturheilmethode, Impfzwang und dergleichen, wie von taktischen mögenslage das Wahlrecht in der II. und I. Abtheilung verleiht, Dingen, sobald die Bedingungen für die Taktik verschiedenartig liegen. an der Wahl theilnehmen. Der Freifinn mag vielleicht in OberWird der Grundsatz verletzt, nur über das Beschlüsse zu fassen, was Barnim eine wesentlich höhere Betheiligung in der II. Klasse ergemeinschaftlich geregelt werden muß, und in taftischen Fragen nur zielen können. Aber auch die stärkere Betheiligung würde ihm die handen sind, so wird der Boden für Zwiftigkeiten geebnet. Ellbogen- baß thatfächlich bereits 1893 eine Anzahl Sozialdemokraten in freisoweit bindende Beschlüsse zu fassen, als gleiche Voraussetzungen vor- Mehrheit in dieser Klasse nicht verschaffen. Es kommt noch hinzu, freiheit den einzelnen Kreisen und den einzelnen Mitgliedern der finnigem Sinne ihr Landtags- Wahlrecht ausgeübt haben. Darüber, Partei, soweit dies im Interesse der Gesantpartei möglich ist, ge- ob es angemessen ist, unter solchen Umständen sich dennoch an der währen, fordert die Toleranz der Partei. Der Kölner Beschluß ver Wahl zu betheiligen, ob aus einer Betheiligung nicht dennoch ein Erfolg, stieß hiergegen. Und kaum je hat es eine Frage gegeben, die mit vielleicht propagandistischer Natur, zu erwarten sei, können allein die mehr Uneinigkeit die Nerven und Adern des sozialdemokratischen Kreisgenossen, denen der Kreis und seine Einwohner bekannt sind, Organismus bis in die Fingerspitzen hinein durchströmt hat, als die entscheiden. Allein die Kreisgenossen haben meines Erachtens auch Landtagswahl- Betheiligungsfrage, nachdem schematische Reglementi- ein kompetentes Urtheil darüber, ob eine Wahlbetheiligung des Kreises rungssucht jenes Kölner allgemeine Verbot diktirt hatte. Die als Theil des Parteikörpers( nicht seitens einzelner im Kreise) bei mus bekämpfen und verdammen wir. Dieses Schablonisiren wirkt frage Swiftigteiten Schablonifirungssucht des Bureaukratismus, Militarismus. Despotis- der Verschiedenheit der Anschauung über die Landtags- Wahlnicht minder schädlich auf dem Gebiete unserer Parteibewegung, ohne Rücksicht auf Wahlerfolge zu betreibenden Festigung und zur Folge haben könnte, die der Einheit, wo Einheit im Interesse der Partei Neugewinnung von Sozialdemokraten im Wege stehen könnte, oder nothwendig ist, sonst Freiheit: Freiheit den ob etwa aus irgend welchen Gründen eine Wahl zur Probe" an Einzelnen, Freiheit den einzelnen Kreisen. Wozu alle diese Betrachtungen? Am legten Sonntag hat nun die Sozialdemokratie des Kreises Brandenburg- Westhavelland ebenfalls die Wahl betheiligung beschlossen und der Aufstellung eigener Wahl männer den Vorzug gegeben; mur da, wo dies nicht möglich ist, sollen die freisinnigen Wahlmänner unterstützt werden. Ferner beschloß der von 38 Delegirten aus 31 Orten besuchte Parteitag für den Saalfreis die Betheiligung, und zwar unter der Bedingung, daß eigene sozialdemokratische Wahlmänner aufgestellt werden. Voraussichtlich wird die Betheiligung durch eigene Wahl männer auch in Königsberg i. Pr., Frankfurt a. M. und anderen Zentren der Arbeiterbewegung beschlossen werden. Bis jetzt hat man in den nachstehend genannten Kreisen seine Entscheidung über die Betheiligung an den Landtagswahlen getroffen: Breslau, Erfurt( Stadt und Land), Schleusingen, Frankfurt Rebus, Saalkreis: Betheiligung durch eigene Wahlmänner. Brandenburg Westhabelland, Bielefeld: eigene Wahlmänner; nur wo dies nicht möglich, Eintreten im ersten Wahlgang für den Freifinn. 4 643 II. Es wurden von den Urwählern giltige I. Abth. II. Abth. Kons. Freis. Kons. Freis. III Abth. Kons. Freis. gemeffen sei. Auch darüber, ob eventuell durch den Luftzug unserer Landtags- Agitation die Segel des freisinnigen oder ultramontanen Elberfeld und Einbeck Northeim( Hannover): Schematisirungen zu warnen. Auf dem Hamburger Parteitag wurde thum, fich lohnt oder ob der Kahn der bürgerlichen Kandidaten Sie erscheinen mir nothwendig, um vor Versuchen abermaliger Gegners zu schwellen, aus Rücksicht auf den Kampf gegen das JunterBetheiligung empfohlen, Art und Weise noch nicht bestimmt. Der Versuch unternommen, an stelle des schablonenhaften Verbots bereits so tief im Schlamm der Gesinnungslosigkeit steckt, daß es für Solingen, Rönigsberg i. N., Ost- und West- einer Betheiligung an den Landtagswahlen ein gleich schablonen ihn nur noch ein Rückwärts, fein Vorwärts giebt, tönnen wiederum Sternberg: Nichtbetheiligung. haftes Gebot der Betheiligung zu setzen. Ob dieser Versuch am besten die Genossen der einzelnen Kreise, denen die bürgerlichen Auch in den leztgenannten drei Streifen ist man sich der abgelehnt ist beretheiligung au fetzen. gehen die Ansichten Rahnführer bekannt sind, urtheilen. Wichtigkeit der Betheiligung an den Landtagswahlen bewußt; feit Verkündung des Abstimmungsresultats weit auseinander. Das Eine eingehende Untersuchung der sozialen und politischen Struktur wenn dennoch die Nichtbetheiligung vorgezogen wird, so nur zeigen noch mehr als die Preßſtimmen- auch eine Preßstimme ist der Kreise dürfte in allen Streisen vor der Entscheidung, aus dem Grunde, weil man sich zur Zeit von der Betheiligung der Parteikreise. Die scholastischen Auslegungsversuche der Worte faffen ist, vorzunehmen sein. Darum erscheint es mir auch richtig, daß nur die Stimme eines Genossen die Besprechungen innerhalb die nach dem Hamburger Beschluß von den Kreisen zu absolut keinen Nugen verspricht. Im märkischen Streise Ruppin- Templin hat aber besteht aus drei Säßen, deren jeder mit sehr verschiedener Mehrheit scheiden. Das drückt auch der Hamburger Parteitagsbeschluß aus, und Buchstaben des Beschlusses erscheinen mir müßig. Der Beschluß allein die Kreise über das Ob und wie einer Betheiligung entdie achtungswerthe Absicht, die Macht des reaktionären Junker- bei großer Differenz der Zustimmenden in den Gründen der Zu der doch nicht ohne Zusammenhang mit dem früheren, insbesondere thums zu brechen, zum Betreten eines nach den Hamburger Stimmung gefaßt ist. Solche Auslegungsversuche sind mit ver- dem Hallenser Beschluß steht. Beschlüssen völlig unzulässigen Weges geführt. Dort wurde den schiedenen Stesultaten in recht scharfsinniger Weise insbesondere Genossen empfohlen, auch von der„ Sächsischen Arbeiter Beitung" und im Vorwärts" behrlich halte, auf dem Parteitag angeschnitten werden, so dürfte Sollte die Landtagswahlfrage abermals, was ich für höchst ent unternommen. Sie scheinen mir unfruchtbar und mindestens für die sich der Beschluß empfehlen, den oben zitirten Hamburger Beschluß Gesammtpartei überflüssig. Denn der zweite Saz der Resolution aufzuheben. dürfte zweifelsklar die Entscheidung über die Frage, inwieweit( und zweifellos die Freiheit, die er vor 1893 hatte, ohne daß der Partei Dann hat ein jeder einzelne und ein jeder Kreis damit auch ob) eine Betheiligung möglich ist, den einzelnen Kreisen ein Schaden geschieht. Taktische Beschlüsse, deren einzelne Theile überwiesen haben. Der Beschluß lautet wörtlich: gegen große Minderheiten gefaßt werden, müssen Üneinigkeiten hervorrufen, wie sie auch der Hamburger Beschluß gezeitigt hat Uneinigkeiten, die auch dem überzeugtesten Anhänger der Nothwendigkeit einer Wahlbetheiligung als ein größeres Nebel erscheinen müssen, als die Nichtbetheiligung. da eine Berdrängung des konservativen Kandidaten gänzlich aussichtslos erscheint und eine Aufstellung von eigenen Wahlmännern kaum möglich sein wird, für den Freifinn einzutreten". Wenn die Position der Konservativen im Kreise RuppinZemplin wirklich als uneinnehmbar betrachtet werden kann, dann hätte die Konferenz einfach Wahlenthaltung beschließen sollen, wie andere Kreise in gleicher Lage es gethan haben und wie es die Hamburger Beschlüsse verlangen. 1 Die Betheiligung an den nächsten preußischen Landtagswahlen ist überall geboten, wo die Verhältnisse eine solche den Parteigenossen ermöglichen. In wie weit eine wah I betheiligung in den einzelnen Streifen möglich ist, entscheiden die Parteigenossen der einzelnen Arthur Stadthagen. Vor den Landtagswahlen". die Heil'gen sind es und die Ritter". Demgemäß geht denn auch hin, für welche die neue und, wie man nicht bestreitet: gute Die Verkümmerung unserer Volksschule wesentlich auf zwei Gründe Ernte gerade die nöthige Wiederauffüllung und Ergänzung In der letzten Nummer der„ Nation" bringt H. Preuß die Aus- zurüd. Der eine, den die Ritter auf dem Gewissen haben, ist gestatte. Ruhland rechnet, auf die Autorität des„ besten führungen zum Abschluß, von denen wir in unserer Nummer 190 bereits genau derselbe, der die Verkümmerung des ländlichen Gemeinde- Statistikers des internationalen Getreidehandels, Georg berichtet haben. Er bemerkt, daß die Nothwendigkeit des Zusammen- vesens verursacht; schwache Gemeinden, schwache Schulverbände, doch am 1. Auguſt schlusses aller Gegner des oftelbischen Feudalismus wohl anerkannt starte Rittergüter mit geringen Schullaften, aber großem Einfluß in Broomhal in Liverpool" geſtützt, daß werde, daß aber alle möglichen technischen Rücksichten und Fraktions- den Behörden der ländlichen, sogenannten Selbstverwaltung. Und die alten Weizenvorräthe der Welt bis auf 14 Millionen bedenken einen starken Vorstoß lähmen. Er weist den Rechenstift des was die Ritter nicht auseinander bringen, das zertheilen die Quarters aufgebraucht gewesen seien. Den täglichen Weizenroutinirten Wahlmachers und jede fein ausgeflügelte Tattit von sich. Heiligen; wie fich der Gutsbezirk von der Gemeinde sondert, so verbrauch der Erde müsse man auf 1 Million Quarters schäßen, Die größte Einfachheit ist hier die größte Kunst; das klare, von sondern sich die tonfessionellen Schulverbände von einander; und so daß wir trotz der zum Markte herandrängenden Ernte Nebenrücksichten weder gehemmte noch geleitete Aussprechen das Resultat ist in beiden Fällen: Verkümmerung! Statt einer gerade noch von der Hand in den Mund hätten leben können. der wenigen großen Gesichtspunkte, auf denen die thatsächlich guten Simultanschule hat man dann zwei schlechte tonfessionelle Die Preise für spätere Termine zeigten allerdings bereits vorhandene, aber zum allgemeinen Bewußtsein und damit zu Schulen; aber die Seelen find doch gerettet vor dem Beſthauch niedrigere Notirungen, indeß seien das Irrthümer oder auch energischer Bethätigung zu bringende Interessengemeinschaft beruht." gegenseitiger Duldung und konfessioneller Vermischung. Auf Er erinnert, daß selbst die junge nationalliberale Partei in ihrer biefem Gebiete liegt die höchste, zugleich idealste und praktisch Niederträchtigkeiten der Spekulation: ersten programmatischen Rundgebung als wichtigste und bringendste fruchtbarste Aufgabe des Liberalismus; aber diefer Ueberblick zeigt, Forderung aufstellte:„ Die Entfernung des ständischen Prinzips aus daß auch sie nur zu lösen ist durch die Ueberwindung des Junkerden Gemeinde-, Kreis- und Provinzialverfassungen und die Reform thums." derselben nach den Grundsäßen der Gleichberechtigung und Selbstverwaltung; die Aufhebung der gutsherrlichen Ortsobrigkeit und gutsherrlichen Polizei." Durch die bisherige Verwaltungsreform von Der Kreisordnung bis zur Landgemeinde- Ordnung ist dieses Ziel aber nicht erreicht. Ein eiterndes Geschwür, Schmerz erzeugend und Kraft zerstörend, sitzt das selbständige Nittergut im Fleische der Landgemeinden. Da Gleichzeitig begünstigen die ganz außerordentlich Kleinen Waarenvorräthe in der Hand der Bäcker, Müller und Händler eine zielbewußte Zurückhaltung der Weizenbestände von seiten der Landwirthe in hohem Maße. Der Händler und Müller muß Tommen und Preise bieten, bei denen der Getreidebauer bestehen fann. Was uns an den Ausführungen von Preuß sympathisch berührt, ist der Umstand, daß er sich trotz der offensichtlichen Abficht, eine fräftige Bewegung für die Landtagswahlen zu entfachen, nicht mit blendenden Verheißungen und großen Versprechen an die Masse Daß auch im Handel vielfach mit dem Fortbestand wendet. Wir haben wiederholt betont, daß solche gar keinen Werth der heutigen mittelguten Preise gerechnet wird, zeigt der haben, ja, daß die Liberalen fogar im Abgeordnetenhaus umbesorgt Umstand, daß man nirgends Eile hat, dem Markte Waare in größter Boltsfreundlichkeit machen könnten, da ihnen das Herren zuzuführen, um die heutigen Preise noch mitzunehmen. Inmoderne Mensch bestehen noch„ Gerechtigkeiten", in denen der Haus den Rücken deckt. Die Beschränkung auf die im ureigensten deß mag auch das damit zusammenhängen, daß die ameritamoderne Mensch nur einen blutigen Sohn auf das heilige Wort zu Intereffe der liberalen Schichten gelegenen Punkte verspricht einen nischen Farmer nach der guten Einnahme des letzten Jahres schen vermag. Von den Folgen dieser Verhältnisse für das Wege-, viel größeren Ernst und da die Ueberwindung des Feudalismus auch nicht gleich alle Handelsspeicher mit Nothverkäufen überArmen- und Schulwesen weiß fast jede ostelbische Gemeinde ein für das fiegreiche Fortschreiten des Sozialismus die nothwendige schwemmen. garstig Lied zu fingen. An diesem Zustande unseres ländlichen Vorbedingung ist, wird die sozialdemokratische Partei dem ernsthaft An diesem Zustande unteuerveform en zuGemeindewesens drohte die ganze preußische Steuerreform zu aufgenommenen Kampf gegen das Junkerthum nicht müßig zu scheitern, bis man sich entschloß, alle falsche Scham abzuthun und schauen. den Großgrundbesitzern die Realsteuern unter dem beschönigenden gode Namen der Ueberweisung schlicht und einfach zu schenken.... Die jetzige Lösung der Frage verbindet mun aber das Angenehme des Steuererlaffes flir den Großgrundbesizer mit dem Nützlichen, daß ihm bei den nach den Steuerleistungen abgestuften Wahlberechtigungen diese veranlagten, aber nicht erhobenen Steueru ando sis Politische Webersicht. Berlin, den 22. Auguft. einstimmaissegläubigen haben es natürlich leicht, die übergünstigen Mittheilungen über die Welternte für sich ins Feld zu führen. Aus Nordamerika ist ein großer Ueberschuß zur Ausfuhr zu erwarten. Für Rußland widersprechen sich zwar die Nachrichten aus den einzelnen Landstrichen, im Ganzen sind sie aber ebenfalls befriedigend. Nur Argentinien und Indien sollen in ihrem ErFür den Schutz der nationalen Arbeitskraft begeistert gebuiß etwas zurückbleiben. Diesem reichlichen Angebot gerechnet werden, als ob er sie gezahlt hätte. Fürwahr, das Meister- sich in diesen Tagen der Treibhaushite sogar die Unternehmer- steht in allen europäischen Ländern, wegen der günstigen ftüd einer feudalen„ Gerechtigkeit"! Im ewig fehlerhaften Streise wird die Erhaltung einer fendnlen presse. Die Leipziger Neuesten Nachrichten" waren es, die eigenen Ernten, ein stark verminderter Einfuhrbedarf für den Rüdständigkeit zur Urfache weiterer Rückständigkeiten. Wie soll man vor einigen Tagen meldeten, daß die Renovirungsarbeiten regelmäßigen Verbrauch gegenüber. Frankreich soll kaum zu lebens- und leistungsfähigen Landgemeinden gelangen, wenn an der kgl. sächsischen Strafanstalt Vogtsberg durch czechische irgend welchen Weizenimport nöthig haben, während es voriges gerade der größte und leistungsfähigste Besit prinzipiell vom fom Arbeiter ausgeführt werden. Obgleich deutsche Arbeiter täg Jahr die Getreidezölle aufhob, um leichter Getreide heranzuziehen. munalen Bande erimirt ist, wenn er die bäuerlichen Gemeinden ein- lich in fast demüthigender Weise um Arbeit gebeten hätten, n England rechnet man mit geringeren Einfuhrbedürfnissen, schnürt, ihnen die Lebenskraft ausfangt? Kann von kommunaler feien feine angenommen worden, sondern man habe eine An- wie in den letzten Jahren. Oesterreich- Ungarn meldet mehr " Gleichberechtigung und Selbstverwaltung" im Ernst die Rede sein, zahl Stockböhmen" importirt. Der Fall lehre, wie vorsichtig der wie zufriedenstellende Ergebnisse. Deutschlands Ernte ist der während z. B. in Brandenburg neben 8132 Landgemeinden 1786 Guts Staat fein müsse und wie er sich die Leute, die ermit Staatsarbeiten Menge wie der Güte nach befriedigend, die Weizenernte bezirke, in Westpreußen neben 2002 Gemeinden 1959 Gutsbezirke, in betraue, anzusehen habe, wenn er sich vor dem Vorwurf qualitativ fogar ausgezeichnet, nachdem der bis tief in den Pommern vollends 2088 Landgemeinden, aber 2480 Gutsbezirke beftehen? Das leberwuchern der Gutsbezirke ist mindestens ebenso die schützen wolle, daß die Geldfrage ihm über die Fürsorge für Jult hinein anhaltende Negen anfangs viel Befürchtungen Ursache wie die Folge der Verkümmerung des oftelbischen Land- seine Landeskinde geht. Nebenbei fallen noch eine ganze Reihe geweckt hatte. Auch der Stand Auch der Stand der Kartoffelernte hat gemeindewesens. Gerade diese Verkümmerung und geringe Leistungs- abfälliger Ausdrücke für die betreffenden Unternehmer und sich durch die eingetretene warme Witterung in den fähigkeit der bäuerlichen Gemeinden muß dann wieder als Grund den Polter des Baues ab. Dieser Bericht der„ Leipziger legten Wochen gebessert, so daß die Spirituspreise an den dienen, um ihnen das köstliche Gut der patrimonialen Ortspolizei Neuesten Nachrichten" macht gegenwärtig seine Runde durch Börsen rasch herabgingen. die unter der Firma des Amtsvorstehers 311 erhalten. Daß die Unternehmerpresse und ist unter anderen auch in der Im Durchschnitt überwiegt wohl bereits die Erivardung staatsrechtliche Konstruktion dieses Instituts eine ganz Rheinisch- Westfälischen Zeitung" zu finden und zwar unter auf dauernd niedrigere Preise. Dann würde die agrarische andere ist, als die der alten Patrimonialpolizei, das ist der Ueberschrift:„ Czechische Arbeiter auf reichsdeutschem Aufforderung an die Landwirthe, jetzt nicht zu verkaufen, die eine ebenso zweifellose Thatsache, wie die, daß der Bauer in Boden." Was will nun die Unternehmerpresse mit diesem Bauern, soweit sie warten tönnen, allerdings schwer Ostelbien praktisch von dieser Verschiedenheit der staatsrechtlichen Artikel? Konstruktion so gut wie nichts empfindet. Nach wie vor ist der Soll allgemein der Grundsatz ausgesprochen schädigen.nume Inhaber der örtlichen Polizeigewalt auf dem Lande fast stets ein werden: Ju Deutschland sollen nur deutsche Arbeitskräfte erhebliche Rolle spielt. " " Junker oder allenfalls ein Subalterner. In diesem Falle steht er zur Verwendung kommen?" Dann läge hier zwar eine Das neueste Grubenunglück. Gegen unsere Mittheilung in umso strafferer Abhängigkeit vom Landrath, dessen Stellung in Uebereinstimmung mit der heute üblichen Parole Schutz der über den Schacht einsturz auf 8eche Viktorta unserer Organisation den interessanten Punkt bezeichnet, wo sich nationalen Produktion" auch den Arbeitern gegenüber vor, Matthias" suchen die Berliner Neuesten Nach. Feudalismus und Bureaukratismus die Hand reichen, und von den zugleich aber auch eine gänzliche Verkennung des Profit- richten" mit dem Seefahrer- Sprichwort anzukommen: librigen Kreisbehörden, in denen wieder die Junker dominiren. Das standpunktes unserer deutschen Unternehmer. Denn gerade Navigare necesse est, vivere non est necesse( zu fchiffen ist überaus verzwidte und gekinstelte Wahlsystem für die Streistage hat die„ Rheinisch- Westfälische Zeitung" muß wiffen, daß im vorigen nöthig, zu leben nicht). Mit diesem Genteinplag para. doch in erstaunlicher Weise seinen Zweck erfüllt, möglichst viel schon in der von der guten alten Zeit, da diese Korporationen eine Art von Jahre erst die Zechen in Rheinland- Westfalen mindestens dirte des Abgeordborigen Session ein Vertreter Ritterbünden waren, in die neue Gestaltung hinüberzuretten, den 20 000 Stöpfe aus Ostelbien, Böhmen und Galizien auf netenhauses der Kohlenbarone, unt bäuerlichen„ Mitbürger" möglichst wenig aufkommen zu lassen, und den deutschen Arbeitsmarkt gezogen haben, nicht zum letzten diefelben von der Schuld zu entlasten. Seine Worte die feudalen Rudimente in der Organisation des flachen Landes deshalb, um den Lohn der Bergleute möglichst unten zu machten aber selbst auf dieses Unternehmer- Parlament nicht möglichst fest zu verankern. Von hier aus erstreckt sich derselbe Ein- halten. Wo waren denn damals die eifrigen Federn, die den von ihm gewünschten Eindruck. Wer selber nicht im Bergfluß auf die Zusammensetzung der Provinzialorgane und durch diese Artikel gegen diesen Import czechischer Arbeiter losließen, wert unter Gefahren auf Schritt und Tritt zu arbeiten braucht, wieder herab auf die Bildung des Bezirksausschusses, der in und wo blieb die nämliche Presse, als kürzlich der preußische hat gut reden, daß zu leben nicht nöthig" sei. Gasiz davon wichtigsten Fragen der staatlichen Aufsicht über die gesammte Minister des Innern dem Verband der deutschen Leinen abgesehen, daß der Arbeiter dasselbe Recht auf Schutz feines Kommunalverwaltung, namentlich auch der größeren Städte, eine Industriellen den Rath gab, sie möchten, um bei ihren billigen Lebens hat, wie der Zechenbesitzer, sorgt man etwa jo aus. So übt der rudimentäre Feudalismus von seinen Burgen, den Löhnen bleiben oder noch billigere bezahlen zu können, einen reichend für die Wittwen und Waisen der im Betriebe uns selbständigen Gutsbezirken, aus seine Wirksamkeit über die städtische Versuch mit italienischen Arbeitskräften niachen, die in Leben gekommenen Bergleute, daß sie durch den Tod des Selbstverwaltung, die ihm von je her ein Dorn im Auge war; und größeren Trupps gegenwärtig nach Deutschland kämen? Ernährers wenigstens petuniär keinen Schaden leiden? Bezur Vervollständigung des Bildes darf man den imigen Zusammen- Nein, um die nationale Arbeitskraft zu schüßen, darum kanntlich fällt es den Bechenbesitzern gar nicht ein, den Wittwen hang nicht übersehen, der in sozialer und wirthschaftlicher Beziehung kann es sich im vorliegenden Falle wirklich nicht handeln. und Watsen finanziell bollen Ersatz zu leisten. ben hier maßgebenden Theil der Bureaukratie, die Verwaltungs- Wir glauben vielmehr, daß der Artikel der„ Neuesten Nachrichten" Es kennzeichnet die Einsichtslosigkeit der Bechenbefizer, beamten, mit den feudalen Elementen verbindet. Hier liegt in der ein Produkt der alldeutschen Bestrebungen ist, das diesmal wenn die ihnen nahestehenden Berliner Neuesten Nachrichten" That der Kern für die politische Aufgabe des preußischen Liberalis: den deutschen Unternehmern und ihrer Presse einen argen sagen:„ Mit der wachsenden Zahl und Ausdehnung der Betriebe mus. Es gilt, die letzten und wichtigsten Verschanzungen des Feuda lismus energisch zu berennen, endlich das große Wert zu vollenden, Streich gespielt hat. Aus Wuth gegen die Czechen, deren wird auch die Zahl der Opfer verhältnißmäßig zunehmen". das in der Zeit der schweren Noth am Anfang des Jahrhunderts be- Bourgeoisie in Desterreich die deutschen Bourgeois wegen der Wenn infolge der Vermehrung der Betriebe die absolute Zahl gonnen worden, die Grundlage des modernen Staatswesens im Beamtenstellen so hart bedrängt, treibt man die gegen der Unfälle sich steigern würde, so wäre das natürlich; daß ostelbischen Preußen zu schaffen. Dazu gehört auch die endliche Er- seitige Erbitterung auf die Spitze, verfolgt man den aber die Zahl verhältnißmäßig, der Prozentsat, sich füllung einer der vielen unerfüllten oder in der Erfüllung wieder Rationalitätengegensatz bis zur äußersten Konsequenz und steigern müßte, kann nur jemand behaupten, dem es nicht gehemmten Verheißungen der preußischen Verfassung: die endgiltige versetzt, so wie vorliegender Fall zeigt, unbewußt dem deutschen einfällt, daran zu denken, daß es einfach Menschenpflicht der Beseitigung aller Fideikommisse und Majorate." Alle weiteren Forderungen, die Preuß aufstellt, hängen auf das Unternehmerthum die heilsame Lehre, daß seine Forderung Rechenbarone wäre, fortgesetzt auf Verbesserung der engfte mit der Beseitigung des feudalen Uebergewichtes zusammen. des Schutzes der nationalen Produktion eine leere Phrase Schutzmaßregeln bedacht zu sein. Kommen die ZechenDas Herrenhaus, dies Kind einer frankhaften töniglichen Laune, ist. National ist der deutsche Unternehmer, so lange besitzer dieser Menschenpflicht ernsthaft nach, dann muß sich, dies Geschöpf von" höchst zweifelhafter Legitimität und unzweifel seine in Deutschland hergestellten Waaren durch eine ent- daran ist gar nicht zu zweifeln, gerade die Verhafter historischer Unechtheit" sei am besten ganz zu beseitigen. Zum fprechende Politit geschützt und im Preise erhöht werden. hältnißzahl der Unfälle mit der Zeit so vermindern, mindesten aber müsse man auf die ursprünglichen Bestimmungen der Der nationale Patriotismus deckt sich mit der persönlichen daß sie wenigstens nicht die des Auslandes übersteigt. preußischen Verfassung zurückgehen, die eine erste Kammer aus den Brofitsucht. Der nationale Gesichtspunkt verschwindet aber in wahren Unterlagen staatlicher Organisation, den großen Kommunal- dem Augenblick, wo er sich nicht mehr mit dem Geschäft ver förpern, hervorgehen ließ. Daffir wäre dann wieder die oben trägt, so unter anderem bei Bezug der Rohstoffe und ganz erörterte Reform der ländlichen Kommunalverfassung die noth- besonders bei der Auswahl der Arbeitskräfte. wendige Voraussetzung". So vie es Nicht minder reformbedürftig ist das Abgeordnetenhaus. Wie augenblicklich die Unternehmer an der sächsischen Strafanstalt das Thronfolgerecht nothwendig das gleiche sein muß im Reich und Vogtsberg machen, so machen's die Bauunternehmer in ganz in Preußen, so sollte es auch das Wahlrecht sein." Zum mindesten Deutschland, so machen's die Zechenbarone, so machen's die aber müsse erstens der plutokratische Charakter gemildert werden, Textilindustriellen, und so machen's erst recht unsere großen wobei der Unfug der Anrechnung fingirter und blos veranlagter Landwirthe. Und daß diese Pragis einmal von der Unter Steuern wegfallen muß. Biveitens muß die Wahl geheim feinnehmerpresse selbst in Grund und Boden hinein verdammt denn daß unter den heutigen Verhältnissen die offene Wahl wird, das ist's, was diesen besonderen Fall am Bau der bie offene Korruption ist, kann kein Sehender gutgläubig Tengnen. Drittens endlich muß die Wahl direkt sein. Soweit die Strafanstalt Vogtsberg zu einem klassischen Zeugniß über das indirette Wahl heute noch praktisch ist, dient fie der im Grunde nationale Verhalten der deutschen Unternehmer macht. unehrlichen Nullifizirung der dritten Wählerklasse durch die beiden Stehen wir wieder vor einer Periode niedriger oberen". Die verschiedenartige Zusammensetzung des preußischen Ab- Getreidepreise? Diese Frage beschäftigt die landwirthschaftgeordnetenhauses und des Reichstags zeitigt die bedenklichsten lichen Produzenten und die Händler im Augenblick mehr denn Verirrungen sie veranlaßt selbst die Regierung, die Reichskompetenz je. Ein sicheres Urtheil über die nächste Entwickelung des durch einen Ausflug in die angenehmere Temperatur" des Land- Weltmarktes hält man auf allen Seiten noch für ausgeschlossen. tags zu umgehen, wie in der Frage des Vereinsrechtes. Daß die Je nach den eigenen Interessen hebt man von den sich Kanalfrage nicht vergessen wird, ist selbstverständlich. Da überschlägt sich geradezu die barbarische Verkehrsfeindschaft des Junker- durchkreuzenden Tendenzen mehr die preiserhaltenden oder die thums. In der Stanalfrage spielt es den wilden Mann, erklärt jebe preisdrückenden hervor; fast regelmäßig jedoch fügt man allen Entwickelung dieses hochwichtigen Verkehrs- und Kulturmittels für Betrachtungen als Schlußergebniß hinzu, daß die maßgebenden eine unerträgliche Vergewaltigung, und möchte gar zu gern selbst Thatsachen noch nicht hinreichend zu überblicken sind. die großen natürlichen Wasserstraßen, den Segen eines jeden Landes, zerstören, durch prohibitive Auflagen wirthschaftlich unbrauchbar machen. " In den agrarischen Kreisen sucht man die Landwirthe zur Zurückhaltung im Verkaufe aufzumuntern, um die Bestrebungen unwirksam zu machen. Man versichert den Den Schluß bildet die Schule. Daß wir jedenfalls in dieser Landleuten, daß sie von ihrem Abwarten nichts zu fürchten Hinsicht augenblicklich im Staate der Intelligenz" uns nicht in auf- hätten, weil die Drohung mit späteren schlechten Preisen ganz steigender Linie bewegen, lehrt die Statistit, die Preußen unter den so eben wieder deutschen Staaten den führenden Platz anweist in der Produktion unbegründet set. Man weist dabei von Analphabeten! Die Schule war von jeher der Liebling des Ruhland der Zeitschrift der schlesischen LandLiberalismus; aber seine Sorge für diesen Liebling ist umso wirthschaftskammer- vor allem auf die ganz außerschwerer, als er zwei mächtige Gegner verbündet sich gegenüber sieht; gewöhnlich niedrigen Vorräthe des Handels int 11 " Zum Schluß meinen die Berliner Neuesten Nachrichten": Der Essener Unglüdsfall spricht unseres Erachtens nicht gegen die Dortmunder Dentfchrift, sondern nur für dieselbe, indem er einerseits beweist, daß die Gefahren des Bergbaues auch in ihrer Art zu zahlreich sind, um durch menschliche Mitwirkung mit völliger Sicherheit verhindert werden zu können, andererseits, daß diese Mitwirkung mur in absolut zuverlässige, sachkundige und erlesene Hände gelegt werden darf." Auch dieser Versuch, die famose Dentschrift der Bechenbesizer- toalition zu retten, ist vollständig verfehlt, denn auch das Unglück auf der Zeche Viktoria Matthias" ist durch die über ha st ete Betriebsweise verschuldet, die den modernen Bergbau kennzeichnet und die fich unzweifelhaft vermeiden läßt. Unser Korrespondent schreibt: Die Stätte des Unglücks ist der Schacht„ Gust a v" der Zeche „ Vittoria Matthias"." Am Tage vorher waren zwei Förderwagen auf die Schachtzimmerung gefahren und hatten dieselbe schwer beschädigt. Die Reparatur war schleunig vorgenommen worden und ungefähr vollendet, nämlich bis zur zweiten Sohle, als der ganze Schacht zusammens brach und auf den Korb mit den Arbeitern stürzte. Das Un glück ist also diesmal nicht auf Elementartraft, sondern auf eine überstrate, der Sorgfalt ers mangelnde Arbeit zurückzuführen. Man wird dies ohne weiteres annehmen dürfen, da der von der Verwaltung stannnende Bericht der Rhein. Weftf. Stg." teinen äußeren Fattor nennt, der die Schachtzinumerung neuerdings verletzte, sondern sie einfach in sich zusammenbrechen läßt. Man sieht also, daß die Schärfung des Verantwortlichkeitsgefühls, die der Verein für die bergbaulichen Interessen winjcht, allerdings nothwendig ist, aber nicht bei den Arbeitern. Das Unglück ruft hier nicht einmal mehr eine große Aufregung hervor. Mau ist an solche Fälle schon gewöhnt und freut sich, daß an Todten nicht mehr sind. Die Namen der Todten sind noch nicht bekannt. So haben die armen Knappen doch ihr Leben lassen müssen! Es ist höchste Zeit, daß die Regierung endlich Gelegenheit nimmt, weiteren derartigen unvermeidbaren Katastrophen durch die Erfüllung der Bergarbeiter- Forderungen vorzubeugen! " wurden diese Mengen ganz überwiegend zur Herstellung von Ge- Jaber wieder frre geworden. Außer den Gelehrten sprechen in dieser räthen und Schmudgegenständen, nämlich rund 1260 000 M.; die Frage übrigens auch noch die Fische mit, und da diese bekanntlich Bergoldung von Porzellan und Glas, die Photographie, Bahntechnit stumm sind, so treten die Fischerei- Interessenten als ihre Anwälte und ähnliche beanspruchten etwa 528 000 m., die Galvanisirung und auf. Wir sind der Meinung, daß es aus landschaftlichen, gesundFeuervergoldung etwa 153 000 M. Neben der Erhebung über die heitlichen und volfswirthschaftlichen Gründen zu wünschen wäre, gewerbliche Verwendung von Gold war noch eine solche über die wenn der schöne Rhein von den Fäkalien verschont bliebe. Das Der italienische Kaffationshof hat die sämmtlichen Produktion der Goldscheide- Anstalten auszuführen. Solcher System der Nieselfelder ist wirthschaftlich zweifellos vorzuziehen. skandalösen Urtheile der infamen Militärgerichte bestätigt. So famen nur zwei in betracht, die nach ihrer Angabe bezw. nach Jedenfalls darf die Regelung dieser Angelegenheit nicht kommunalen müssen die besten Männer Italiens, die begeisterten, aufopferungs. Schägung zusammen etwa 350 000 M. Gold jährlich aus ver- Sonderinteressen überlassen werden, sondern sie muß dem allge= meinen Interesse entsprechend einheitlich geregelt werden, und freudigen, tüchtigen Vorkämpfer des italienischen Volkes, die ihr schiedenen Rohstoffen( jedoch nicht aus Münzen) darstellten. Leben dem Kampfe um Freiheit und sozialer Hebung ihrer Bolts- auf Sie zusammenstellung der Ergebnisse für ganz Deutschland ge- heit und Bollswohlfahrt am dienlichsten ist. Man darf heißt es in dem Jahresbericht der Aeltesten zwar so wie es nach gründlichsten Untersuchungen für Volksgefundgenossen gewidmet haben, in die elenden Kerker wandern. Die spannt sein. Nach unseren Erhebungen ist zu vermuthen, daß die italienischen Generale und Offiziere haben nun endlich einen früheren bimetallistischen Schäzungen der in der In- in ihrer Weise gegen uns polemifirend, die Berl. Neuesten Nachr. Gegen die Aufhebung des Diktaturparagraphen kämpfen, Erfolg zu verzeichnen. Nach den Beweisen völliger Unfähigkeit dustrie verschwundenen Mengen von Reichs- Goldmünzen sich als weiter. Sie widerlegen tein von uns gesagtes Wort und berufen und Feigheit, die sie in allen Striegen von 1848/49 bis zu start it bertrieben herausstellen werden. Die Bimetallisten sich auf das Organ ber franzöfifchen Opportunisten. Doch nicht auf den schmachvollen Niederlagen durch die Halbwilden des werden dann wahrscheinlich die Zuverlässigkeit der Erhebungen an- diese, sondern auf die Elsaß- Lothringer tommt es an, wenn man die Negus Menelik erbracht haben, ist es ihnen nun gelungen, zweifeln. Indeß gründen sich ihre Behauptungen vollends nur Aufhebung des Diktaturparagraphen diskutirt. Unser gemeines einen Sieg zu verzeichnen. Sie haben wehrlose Arbeiter, auf die unsichersten Angaben und bloße Vermuthungen. Recht und vor allem die von der behördlichen Braris eingeführte Frauen und Kinder niederkartätscht und die besten Männer scheinigungen geht dem„ Berliner Tageblatt" aus Prenzlau eine der herrschenden Ordnung, daß es wahrlich keine Schmeichelei für Zur Frage der Stempelpflicht der Versammlungs- Be- Anvendung desselben bieten so viele Handhaben gegen die Gegner ihres Vaterlandes in die Kerker geworfen. 100 Nun weiß endlich das italienische Volt, weshalb man es vinzial Steuerdirektor ein Mißverständniß in bezug auf das stehende Organe meinen, daß sie ohne Dittaturparagraphen nicht infendung zu, aus der zu ersehen ist, daß nunmehr bei dem Pro- die reichsländischen Hohenlohe und Buttkamer ist, wenn ihnen nahean Hunger und Elend zu grunde gehen läßt, damit die Armee unzulässige der Erhebung einer solchen Steuer nicht mehr auskommen fönnen. erhalten und stets vergrößert werden kann. obwaltet. Den betroffenen Vereinsvorständen ist nämlich unter Chronik der Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozeffe. Wegen dem 18. August folgende Verfügung der Prenzlauer Polizeibehörde Majestätsbeleidigung verurtheilte die Ferienstrafkammer des Bochumer zugegangen: Landgerichts den wegen eines ähnlichen Vergehens bereits zweimal " Durch Verfügung des Königlichen Provinzial Steuerdirektors vorbestraften Bergmann Nicolaus slider aus Bruch zu vom 14. d. M. ist neuerdings angeordnet worden, daß von der drei Monaten Gefängniß. Ein Nachbar des Verurtheilten Einziehung der Stempelbeträge für die von uns ertheilten Be- hatte die beleidigende Aeußerung zur Anzeige gebracht. Die Sigung werden soll, weil vorausgesetzt wird, daß in den betreffenden Versammlungen öffentliche Angelegenheiten erörtert oder berathen werden sollten. Die bereits eingezahlten 1,50 M. Stempeltosten erfolgen hierbei zurück." # Deutsches Reich. Die Isteinnahme des Reiches an Zöllen und Verbrauchs stenern hat für das erste Drittel des laufenden Etatsjahres 248,2 Millionen oder 18 Millionen mehr als im gleichen Zeitraume des Vorjahres betragen. An dem Mehr sind die Bölle mit 13 Millionen, scheinigungen über Bersammlungs- Anmeldungen Abstand genommen fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. wovon allein 6 Millionen auf den Monat Juli entfallen, die Zuckerstener mit 3,6 Millionen und die Branntwein- Verbrauchsabgabe mit 1,6 Millionen betheiligt. Salzsteuer, Branntwein- Materialsteuer und Vrausteuer haben fleine Mindereinnahmen zu verzeichnet. Von den übrigen Reichseinnahmen weist die Börsensteuer ein Mehr von sich gewinnt, zeigt folgendes Inserat in Nr. 184 der„ Neußer Ztg." Ein Mufterehrenmann. Welche Geister der neueste Kurs für nahezu 2 Millionen auf, die Post- und Telegraphenverwaltung ein vom 16. August: solches von 8,3 Millionen und die Reichs- Eisenbahnverwaltung von 1,5 Millionen. G Liebenwerda, den 18. August 1898. Der Königliche Landrath bon Bredow. An den Vorstand des Veteranen- und Kriegervereins zu Bodwig, welcher nach der vorstehenden Bekanntmachung im amtlichen Theil des heutiger Kreisblattes aufgelöst worden ist, hatte der Vorstand des Kreis trieger- Verbandes das folgende Schreiben gerichtet: ,, Liebenwerda, den 12. August 1898. 3 = Eugen Wolf, der Reisende des Berl. Tageblatt", bezeichnet dte gegen ihn gerichteten Angriffe als plumpe Erfindung. Wir wollen abwarten, ob ihm auch der Nachweis für dieses entschiedene Dementi gelingt. Desterreich. D im Das Der Reichsrath foll zum 12. September einberufen sein. ,, Welcher patriotisch gesinnter Mann oder Behörde giebt einem Manne Arbeit, der einen Sozialdemokraten wegen Majestäts- slavischen Katholikentag, welcher vier Tage dauern wird, sind zahlreiche Prag, 22. August. Zu dem heute hier beginnenden czechischDie ,, Freifinnige Zeitung" schreibt heute: „ Von einem freisinnig- sozialdemokratischen Kartell phantafirt beleidigung denunzirt hat, und deshalb von seiner Firma entlassen czechische Aristokraten eingetroffen. Die Katholiken erlassen Aufrufe, fortgesezt die konservative Presse, um die Nationalliberalen worden ist. Offerten unter L. O. 100 bes. die Grp. d. 8tg." in welchen erklärt wird, daß die Katholiken an der Schwelle großer abzuhalten, im Verein mit Freisinnigen die Bildung einer Wenn unsere Richter und Staatsanwälte diesem Inserate die Thaten und Kämpfe stehen, in welchen über Sein oder Nichtsein im fonservativen Mehrheit im Abgeordnetenhause zu verhindern. nöthige Beachtung zu theil werden ließen, dann würden sie einen ganzen Reich entschieden werden wird. Die Kirche würde die - Weder besteht ein solches Kartell der Freisinnigen sehr interessanten Einblick in die Seele der Denunzianten erhalten. Führerin der christlichen Völker gegen die unterirdischen Mächte sein. mit der Sozialdemokratie noch liegt es irgendwie in der Der Fall ist daher werth, zur allgemeinsten Kenntniß zu gelangen. Das flingt ja ganz gefährlich. Doch glauben wir, daß sich die Absicht, ein solches Kartell zu schließen. Die Freifinnigen Unseren Reaktionären aber sollte dieser Fall die Schamröthe ins österreichischen Sozialisten deshalb noch lange nicht ins Mauseloch stehen zu den Sozialdemokraten nicht anders wie die National- Geficht treiben. verkriechen werden. liberalen. Auch den Nationalliberalen fann es nur genehm sein, Deuben( Sachsen). Die Sozialdemokraten ehren ihre Todten Prag, 21. Auguft. In der vorletzten Nacht wurden auf dem wenn Sozialdemokraten irgendwo für ihre Kandidaten stimmen, selbst das ist den Gegnern anstößig. In Deuben wurden im Mai Belvedere- Ererzierplay hierselbst tausende von hochverrätherischen(?!) um konservative Wahlen zu verhindern. Ein anderes aber tommt beziehungsweise im Juni zwei Genofsinnen unter zahlreicher Be- Flugblättern verstreut. Bis jetzt ist man der Thäter nicht habhaft auch im Verhältniß der Freisinnigen zu den Sozialdemokraten theiligung der Genossen und Genoffinnen zu Grabe geleitet. Die geworden. nicht in Frage." imposanten Leichenkondukte haben anscheinend Spießbürger und BeUngarn. Zum Kampf gegen die Kriegervereine. Im Liebenwerdaer Genossinnen find angeblich die Veranlassung gewesen, daß man im ginnenden Ausgleichsverhandlungen wird, wie hiesige Regierungshörden genügend geärgert. Denn die Begräbnisse der beiden Budapest, 21. Auguft. Das Resultat der am 24. d. M. be Kreisblatte vom 20. August finden wir an der Spitze der amtlichen Kirchenvorstand darüber berieth, wie man eine solch zahlreiche Be- freise glauben, wegen der ablehnenden Haltung der österreichischen Nachrichten die folgende Bekanntmachung: Nr. I 4414. Hierdurch bringe ich zur öffentlichen Kenntniß, theiligung bei Beerdigungen von Angehörigen unserer Partei verhindern Regierung, gleichfalls ein negatives fein. Man verspricht sich von daß der Veteranen- und Kriegerverein zu Bodwi auf meine tönne. Nach längerer Debatte wurde folgender Antrag angenommen: den neuerlichen Ministerkonferenzen keinen günstigen Erfolg. Anweisung durch Verfügung der Orts- Polizeibehörde aufgelöft Beerdigungen, bei denen die firchliche Betheiligung durch die Anworden ist, weil eine der wesentlichsten Voraussetzungen, unter gehörigen abgelehnt wird, haben zukünftig in den Vormittagsstunden Frankreich. f. stattzufinden, um Kollisionen mit anderen Begräbnissen auszuschließen. denen der Verein 1. 8t. polizeilich als Striegerverein bestätigt Die Zeit, die das evangelisch- lutherische Pfarramt allein zu bestimmen redung mit einem Generalstabs- Offizier der Marine über die Pläne Paris, 22. Auguft. Der„ Eclair" veröffentlicht eine Unter worden ist nämlich die Liebe und Trene gegen Kaiser und hat, ist auch bei unkirchlichen Begräbnissen pünktlich einzuhalten, und des Marineministers Lockroy. Hiernach soll das Nordsee- Ge=" nämlich die Liebe und Treue gegen Kaiser und Reich zu hegen, zu pflegen und zu bethätigen insofern nicht mehr zutraf, als der Verein Mitglieder unter sich duldete, welche bleibt der Gottesacker bis zum Schluß derselben geschlossen. Die ich wader vollständig umgestaltet werden. Die vier bei der letzten Reichstagswahl bem sozialdemokratischen Kandidaten Aufsicht führt die zuständige Polizeibehörde." Heinen Panzerschiffe Balmy"," Bouvines". Jemappes" und ihre Stimme gegeben haben. Die Genoffen in Deuben werden sich durch dieses famose Be- Tréhouart", deren Schnelligkeit und Artillerie nicht mehr genüge, gräbnißreglement natürlich nicht abhalten lassen, ihren Todten auch sollen nach dem Mittelmeer zurückgeschickt und in Reserve gestellt, werden. fünftig die gebührenden Ehren zu eriveisen. Sie sollen im Nordgeschwader durch die gleiche AnErfurt, 20. Aug.( Eig. Ver.) Der Krawallprozeß in zahl von Schiffen aus dem Mittelmeer erfegt werden. foll aus Divisionen bont weiter, berbesserter Auflage wird am 30. August vor Mittelmeer Geschwader der hiesigen Straffammer vor sich gehen. Allerdings handelt es sich ie neun Panzerschiffen gebildet werden, welche die gleiche diesmal nicht um die Verurtheilung von„ Aufrührern", sondern dies Schnelligkeit befigen und durch Kreuzerdivisionen verstärkt Atlantischen Die Marinedivision mal sollen die bösen Umstürzler" ihr Theil bekommen. Die hiesigen werden. Sozialdemokraten haben bekanntlich dem Vorgehen der Polizei Paean, in China und hinterindien werden gleichAn den Veteranen- und Kriegerverein zu Badivit. gegen zum theil harmlose Passanten einen großen Theil Schuld an falls neugebildet und die alten Holzschiffe durch moderne. Nach den über die letzten Reichstagswahlen angestellten Er- den schmachvollen Krawallszenen zugeschrieben. Diese Weisheit Kreuzer ersetzt werden. mittelungen ist als sicher anzunehmen, daß dem Veteranen- mnd pfeifen übrigens heute noch ebenso wie damals die Spaßen von den Paris, 22. August. Die Hige verursachte gestern in Baris! Kriegerverein zu Bodwig viele Mitglieder angehören, die dem Dächern, was jedoch den Oberbürgermeister Dr. Schmidt nicht und in den Provinzen etwa 20 Fälle von Sonnenstich, von denen! fozialdemokratischen Kandidaten ihre Stimmen hinderte, in öffentlicher Stadtverordnetensizung die Sozialdemokraten zwei tödtlich verlaufen sind. In Nancy wurden am Sonnabend gegeben haben; es ist sogar wahrscheinlich, daß die der Schuld zu bezichtigen. Das veranlaßte die„ Tribitue" zu einer 14 Soldaten vom Sonnenstich befallen. Oberst Lardemelle, KomMehrzahl der Mitglieder in solchem Sinne geftimmt hat. scharfen Burüdweisung und eine vom Vertrauensmann einberufene mandeur des 79. Juf.- Regts., wurde vom Divisionskommandeur mit Der Veteranen- und Striegerverein zu Bodwig hat sich dadurch Boltsversammlung zu einer gepfefferten Proteftresolution. Wie vor- Arrest vorläufig von unbestimmter Dauer bestraft, weil er sein Regiment eine so schwere Verfehlung gegen die Satzungen des Deutschen auszusehen, fühlt sich dadurch der Oberbürgermeister beleidigt, so bei größter iße einem forcirten Marsche aussetzte, wobei ein Mann, Kriegerbundes zu schulden kommen lassen, daß wir beschloffen daß die Staatsanwaltschaft Anllage im öffentlichen Intereffe gegen den starb und vierhundert Krante unterwegs liegen blieben. Die Aufhaben, die Ausschließung des Vereins aus dem Deutschen Krieger- verantwortlichen Redakteur der„ Tribüne", Rudolph, und den Leiter regung in Nancy, wo das Regiment garnisonirt, ist außerordentlich. bunde bei dem Bundesvorstand zu beantragen, falls der Verein der Volksversammlung, Pappe, erhob. Wir haben selten eine Die militärischen Behörden treffen strengste Annicht, was zu erwarten steht, von der staatlichen Aufsichtsbehörde solche Befriedigung über einen gegen uns angestrengten Prozeß ordnungen, um eberanstrengungen bei den aufgelöst werden sollte. empfunden, wie diesmal. Wird es uns doch dadurch ermöglicht, die großen Manövern zu verhindern. Strawalle einmal in andere Beleuchtung rücken zu können. Wir Die Blätter verlangen wegen der Hige eine Vertagung der weisen dadurch am besten die auf grund der Heilbronner und Manöver. Liegniger Vorgänge gegen die Sozialdemokratie erhobenen schmutzigen Paris, 20. Auguft. Wie der„ Temps" schreibt, wird zur TheilVorwürfe zurück. Die Bertheidigung haben die Rechtsanwälte nahme an den diesjährigen unter dem Oberkommando des Generals Wolfgang Heine Berlin und Andersed Erfurt über- Jamont stattfindenden Manövern des III. und VI. Armeekorps nommen. Wir werden nicht verfehlen, über den Verlauf des Pro- leinerlei Spezial- Autorisation gewährt werden, sie werden also einen zeffes eingehend zu berichten. geheimen Charakter haben, da gelegentlich dieser Uebungen die Zentrum und Arbeiterfreundlichkeit. Die ultramontane Ans Baden, 21. Auguft.( Eig. Ber.) Daß die auch von dem durch die Uniformung der deutschen Artillerie nöthig werdenden Ab„ Koblenzer Voslkszeitung", deren Redakteur der Abgeordnete und Borwärts" gebrachte Meldung betr. der unglaublichen Wahl- änderungen der Felddienstordnung ausgeprobt werden sollen.frühere Redakteur der Germania", Dr. Markour, ist, schreibt: fälschungen in dem Orte Sand( VII. bad. Wahlkreis) von den national- Plombières, 21. Auguft. Bei Gelegenheit einer landwirth „ Die„ Rothen" an der Arbeit. Zivei Genossen, ein liberalen Zeitungen, so auch von der Straßburger Post" als haar schaftlichen Versammlung hielt der frühere Ministerpräsident Meline hiesiger und ein fremder, besuchten gestern im Auftrage des sozial- sträubende Berichte" und" lärmend losgelassene Gerüchte" bezeichnet eine Rede, in welcher er erklärte, die Zukunft werde zeigen, daß demokratischen Hamburger Maurerverbandes die hiesigen Baustellen wurden, war vorauszusehen. Nun hat aber der Untersuchungsrichter kon- seine Politik die einzige gewesen sei, welche es ermöglichte, alle behufs Aufnahme einer Statistik über die Verhältnisse der hiesigen statirt, daß nicht weniger als 79 Personen in dem vollständig guten Franzosen auf dem Boden der Republik zu vereinigen und Maurer. Es soll sich um die Vorbereitung eines Streife handeln. nationalliberalen Dorfe( als Personen, die ihr Wahlrecht ausgeübt eine Gewähr zu bieten gegen Reaktion und Revolution. Meline Wie wir hören, ist den beiden Sendlingen auf einigen Baustellen haben, in der Liste standen, die auf Eid versichern, nicht gewählt zu erinnerte sodann an die von ihm durchgeführten landivirthschaftlichen gebührend heimgeleuchtet worden." haben. Ein nationalliberales Blatt, der Ortenauer Bote", schreibt Reformen und schloß, indem er die Armee pries, welche wir achten Es ist dies dasselbe Blatt, das während der Zeit der Wahl- denn auch heute:„ Nach unseren am Orte selbst eingezogenen Er- und lieben; deshalb werden wir es stets ablehnen, dieselbe in die agitation in Gemeinschaft mit mehreren anderen rheinischen Zentrums- fundigungen entspricht der Bericht des„ Voltsfreund" zum größten politischen Kämpfe hineinzuziehen". blättern offen zur Niederknüppelung der sozialdemokratischen Flug- Theil den Thatsachen." Der Bericht des Volksfreund" entspricht aber Die Mehrheit des französischen Volkes ist anderer Ansicht als blatt- Vertheiler aufforderte. nicht zum größten Theil, fondern vollständig den Thatsachen; das Herr Meline. wird die baldige Gerichtsverhandlung beweisen. Verwunderlich ist Türkei. nur, daß der betreffende Bürgermeister von Sand trop der Resultate der Untersuchung immer noch in Amt und Ehren ist. Der Vorstand des Kreis- Kriegerverbandes Liebenwerda. Prüschenk v. Lindenhofen, Le cour, Leh, Vorsitzender. Kassirer. Schriftführer." Einige andere Striegervereine des Kreises sind nach dieser Richtung hin nur besonders ermahnt worden. Den Kriegervereinen scheinen mehr Sozialdemokraten anzugehören, als wir es vermutheten. " Die Verwendung des Goldes zu gewerblichen Zwecken spielt bei den Währungstämpfen eine große Rolle. Früher behaupKonstantinopel, 21. Auguft. Das Abkommen zwischen dem feten die Bimetallisten gern, die ganze neue Goldproduktion ver Finanzministerium und der Ottomanbant betreffend Zahlung schwinde schließlich in der Industrie, sei es, daß diese unmittelbar Aus Heffen, 21. Aug.( Eig. Ber.) Das goldene Mainz" der Kriegsentschädigungs- Rückstände an Rußland Goldbarren für ihre Zwecke bezieht, sei es, daß sie Goldmünzen ein- hat sich beim Saiserbesuch nicht lumpen lassen. Einerlei, ob es soll am Mittwoch unterzeichnet werden und zwar sollen die Kriegsschmilzt. Seit der großen Steigerung der jährlichen Goldgewinnung sich um eine Frohnleichnamsprozeffion, einen Kaiſerempfang oder entschädigungs- Rückstände im Betrage von 472 000 fb. Sterl. hat dieser Hinweis auf den Mangel an Gold für Geldzwecke etwas ein Sonstiges Feft handelt, Moguntia legt ihr Bracht( ca. 9%, Millionen M.) am 13. Juni 1899 und 1900 in Raten zu an Bugtraft verloren. gewand an, die schaulustige Menge strömt in hellen Schaaren je 286.000 Pfd. Sterl, sowie die Verpflegungskosten für die Immerhin ist eine im vorigen Jahre eingeleitete Erhebung des zusammen und die Geschäftsleute überzählen schmunzelnd ihre Ein- russischen Kriegsgefangenen im Betrage von 550 000 Pfd. Sterl. in Reichsamtes des Innern über den Goldverbrauch der deutschen In- nahmen. Der Kaiser sprach dem Oberbürgermeister gegenüber vier aufeinanderfolgenden Jahresraten, zwei zu je 125.000 und zivei dustrie nicht ohne Bedeutung für die Währungserörterungen. Die die Hoffnung aus, daß Mainz' Söhne zu ihm stehen werden in au je 150 000 Bfd. Sterl. gezahlt werden. Die Ottomandant verpflichtet Ergebnisse sind noch nicht bekannt. Dagegen hat sich für Berlin guten und bösen Tagen, bei äußeren und inneren Kämpfen" fich zur Zahlung der ersten State, wogegen das Finanzministerium und Charlottenburg, two die Aeltesten der Kaufmannschaft Nahezu Dreifünftel der von Mainzer Bürgern bei der letzten Reichs der Bant afzeptirte Monatswechsel auf die Douane und Banque mit der Umfrage betraut waren, ein biel geringeres Ver- tagswahl abgegebenen Stimmzettel waren sozialdemokratische. Agricole zum Inkasso übergiebt. Werden diese Atzepte nicht einschwinden von Seichsgoldmünzen im industriellen Verbrauch heraus- Die drohende Verseuchung des Rheinstromes durch Suweliere, Fabrikanten goldener Geräthe, Goldschmiede, Galvanis von Protesten veranlaßt. Zuerst haben die Wormser, gegen entschädigung, den steten Vorwand für Einmischungen und Pressionen, gestellt, als man erwartete. Von den 864 Fragebogen, die an Einschwemmung der Fäkalien anliegender Städte hat eine Reihe gelöst, so ist die Ottomanbant für die weiteren Ratent nicht haftbar. Den Russen wird es nicht erwünscht sein, daß fie die Kriegsjeure, chemische Fabriken, Bahnärzte versandt wurden, blieb zwar den Plan der Mannheimer, den Vater Rhein als Kloakenreiniger zu bezahlt erhalten.all ein Viertel unbeantwortet, jedoch konnte man sich hier durch benutzen, heftig opponirt. Die hessische Regierung hat aber bis jetzt Afien. ad shin Schäßungen einer Stommission von Sachverständigen ziemlich zu wenig in der Sache ausgerichtet. Nunmehr wollen die Bewohner Yokohama', 22. Auguft. Die Streitigkeiten wegen der Wahlverlässige Ziffern verschaffen. Im Durchschnitt der beiden Jahre von Bingen und Umgegend durch Vermittelung ihres Reichstags- unregelmäßigkeiten sind durch den Rücktritt des Wizeministers der 1896 und 1897, auf welche sich die Erhebungen bezogen, Abgeordneten Rheinh. Schmidt beim Staatssekretär des Innern vor Justiz Yamada beendet worden. wären darnach in Berlin und Charlottenburg 2 Millionen stellig werden. In Mainz dagegen hat man nicht übel Luft, dem Mark Feingold in den industriellen Verbrauch übergegangen. Beispiel von Mannheim zu folgen, die Wissenschaft Davon entstammten etwa 346 000 M. deutschen Münzen, 136 000 m. nachgewiefen habe, daß durch Einführung der Fäkalien eine Sanfibar, 21. Auguft. Die Ogaden- Somalis, welche seit langer fremden Münzen, 1490 000 M. Barren; für den Rest von girla fo gewaltige Wassermasse wie der Rhein nicht merkbar ver Beit im Aufstande waren, haben sich unterworfen. Der hiesige 40 000 m. konnte der Ursprung nicht ermittelt werden. Verbraucht unreinigt werde. Neuerdings ist die Wissenschaft an dieser These britische diplomatische Agent Hardinge wird sich voraussichtlich nach ba Afrika. einbaren. " 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands. sammenschluß der verschiedenen Vereinigungen zu festen Diözesan Barteigängern jebes aufrührerische Vorgehen untersagt. find fast ausnahmslos erschienen. Krefeld, 20. August 1898. Rismahu begeben, um die Bedingungen der Unterwerfung zu ver- Verhinderung ihrer Ausbeutung und Verwahr Die Preffe, namentlich der Heraldo", räth der Regierung, fie Losung in Gasthöfen und Wirthschaften, sowie zur solle suchen, den wirthschaftlichen Verhältnissen mittels spanischen Kapstadt, 22. Auguft. Die Stadt George wählte zwei Kandi- Geltendmachung des Rechtes der im Gasthofs- und Wirthschafts- Kapitals zu Hilfe zu kommen, statt sich an fremdes Kapital zu daten des Afrikaner- Bonds; Robertson, von der Partei Rhodes', betriebe Angestellten auf Besuch des Gottesdienstes und auf die wenden. Angebote seien sicher vorhanden, aber diese Art von Anwelcher den Wahlkreis zwanzig Jahre hindurch vertreten hatte, ist nöthige Erholung. leihen seien brückender. gegen eine große Majorität unterlegen. Der bisherige Ver Die 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands Wie der Agence Havas" aus Madrid gemeldet wird, erklären Lauf der Wahlen ist entschieden gegen Rhodes, den empfiehlt dringend, allenthalben der arbeitenden Jugend erhöhte dortige unterrichtete Kreise die Nachrichten vom Auftreten farlistischer Urheber des Jameson'schen Einfalls in die Transvaalrepublik. Sorgfalt zu widmen, besonders durch Gründung und Pflege oder republikanischer Banden für vollkommen unbegründet. Unvon Vereinigungen für Lehrlinge unb jugendliche wichtige Ereignisse würden unverhältnißmäßig aufgebauscht. In Arbeiter womöglich mit eigenen Vereinshäusern, unter Bu- Spanien herrsche vollkommene Ruhe. Don Carlos habe seinen Die Verbänden." O Republikaner seien durch Spaltungen zur Ohnmacht verurtheilt. Aus Anlaß der Sonntag hier beginnenden 45. GeneralAus New York, 20. August, wird telegraphirt: Die Flotte versammlung der Katholiken Deutschlands prangt die Stadtmin Krefeld, 21. August. Zu der 45. Generalversammlung der Sampson's ist hier mit größter Begeisterung empfangen worden. Blumen- und Flaggenschmuck. Es sind bereits gegen 2300 Theil- Katholiken Deutschlands sind zahlreiche katholische Arbeitervereine Alle Schiffe paffirten salutirend das Grabmal Grant's und fuhren nehmer aus allen Theilen Deutschlands, zum theil aber auch aus eingetroffen. Nachmittags 3%, Uhr bewegte sich ein Festzug derselben dann stromaufwärts nach Tompkinsville. Der Strom und die Bai Desterreich, Frankreich, Holland, Belgien und der Schweiz ein- von Karlsplay aus nach der Festhalle auf Driessenhof. Im Zuge waren von zahllosen Fahrzeugen belebt; eine ungeheure getroffen. Die Führer der Zentrumspartei und der Zentrumspresse befanden sich 80 Vereine mit ihren Fahnen und zehn Musikkorps. Menschenmenge drängte sich auf den Quais und selbst Um fünf Uhr traf der Zug in der Festhalle ein, wo eine Fest- auf den Dächern der Häuser. Die zahlreichen Batterien Eine große Anzahl Anträge, die die Generalversammlung be- versammlung stattfand, an welcher etwa 13 000 Arbeiter(??) theil- schoffen Salut, die Glocken in die Glocken in der Stadt läuteten. Am schäftigen werden, ist bereits eingegangen. Zur römischen Fragenahmen. Ufer und auf den Schiffen ertönten die Klänge der wird die übliche Resolution beantragt, welche die Wiederherstellung Krefeld, 22. August. Der Präsident des Lokalfomitee's Dr. Nationalhymne, in welche das Wolf in patriotischer, leidenschaftlicher der territorialen Souveränetät des heiligen Stuhles für die Wilhelm Urfeh begrüßte die Versammlung, an der gegen 2500 Per- Begeisterung einstimmte. Alle auf dem Strom liegenden Schiffe Selbständigkeit desselben und für seine volle Freiheit und unab- fonen aus allen Theilen Deutschlands und vom Auslande theil- tragen herrlichen Flaggenschmuck, besonders zeichnet sich hierin der hängigkeit in der Regierung, der Kirche als eine unabweisbare Noth- nahmen. Hierauf wurde die Wahl des Vorstandes vorgenommen. Schnelldampfer des Norddeutschen Lloyd„ Kaiser Wilhelm II." aus. wendigkeit fordert. Zum ersten Vorsitzenden wurde gewählt der bayerische Kammerherr Das Stadtoberhaupt von New- York begab sich an Bord des AdmiralBetreffs der konfessionellen Schulen in der Diaspora Karl Freiherr von Freiberg- Eisenberg, zum ersten Bizepräsidenten schiffes und überbrachte Sampson und seinen Offizieren die Ersoll erklärt werden, daß infolge der immer stärker hervortretenden Abg. Stephan- Beuthen und zum zweiten Vizepräsidenten Kaufmann nennung zu Ehrenbürgern der Stadt New- York. Wirkung der allgemeinen Freizügigkeit die Verschiebung der kon- Dorfemagen- Wesel. Bei der Ausschußwahl wurde Prinz Arenberg Die Meldung, daß die amerikanische Regierung ein imposantes fessionellen Verhältnisse und in gleichem Maße das Bedürfniß nach für die Missionen und Prälat Huelskamp- Münster für die Presse Geschwader nach Europa senden werde, bestätigt sich. Dasselbe wird Schaffung geordneter Seelsorge mit aller Kraft darauf hingewirkt gewählt. Sodann erfolgte die Absendung von Huldigungstelegrammen englische und französische Häfen anlaufen und den Winter im Mittelwerde, die Beihilfe der Gemeinden und des Staates zur Gründung an den Kaiser und an den Papst. und Unterhaltung konfessioneller Schulen und Seelsorgestellen in 300 höherem Maße als bisher im Wege der Gesetzgebung zu sichern." Bezüglich der sozialen Frage wird beantragt: " Die steigende Anerkennung, welche die bisherige Thätigkeit der Gewerbegerichte zur friedlichen Schlichtung von Streitigkeiten aus dem Arbeitsverhältnisse, besonders ihre Wirksamkeit als Einigungsämter, gefunden hat, giebt Anlaß zu dem dringenden Wunsche, daß thunlichst in allen Industriegegenden Gewerbegerichte eingerichtet werden, Partei- Nachrichten. 1. Aufstellung eigener Wahlmänner. meer verweilen. Die Beziehungen zwischen den Amerikanern und den Infurgenten erfahren von Tag zu Tag eine Verschlimmerung. In Ponce find die Kaufläden der Spanier, welche seit der UnterPreußische Landtagswahlen. Der Beschluß der Kreiszeichnung des Friedensprotokolls geöffnet waren, wieder geschlossen fonferenz für Brandenburg- Westhavelland lautet wörtlich: worden, weil man deren Plünderung befürchtete. Die Insergenten " Die Konferenz beschließt die Betheiligung an der Landtags- stehen aber auch zu den Spaniern in größter Feindschaft und haben wahl unter folgenden Bedingungen: Colitoisted geschworen, sich an ihnen zu rächen. Seitens der Behörden 2. Unterstützung freisinniger Wahlmänner, to uns feine Wahl wird das Möglichste gethan, um Leben und Gut der Spanier zu wo schützen. daß die christlichen Arbeiter überall sich an den Gewerbegerichts- männer zur Verfügung stehen. Auch sonst kommen noch Feindseligkeiten vor. Nach einer Wahlen durch Wahl christlicher Arbeiterbeifizer eifrig betheiligen Die Kreistonferenz wählt eine fünfgliedrige mit dem Rechte der Depesche aus Matanzas schlug eine spanische Schwadron die Aufund daß die Gewerbegerichte mehr als bisher durch Abfassung von Kooptation ausgestattete Kommission, welche baldmöglichst eine Spezial- ständischen bei Loma de San Adrian; der Führer der letzteren Machado Gutachten an staatliche und kommunale Behörden, wie vor- konferenz für den Landtags- Wahlkreis Brandenburg- Westhavelland- wurde getödtet. nehmlich durch die ihnen zustehende Thätigkeit als Einigungs- Bauch- Belzig einzuberufen, den Wahlmodus dazu festzusetzen und Die amerikanische Regierung hat soeben den neuen Zolltarif ämter zur Verhütung oder friedlichen Beilegung von größeren alle dazu nothwendigen Vorlagen vorzubereiten, sowie das Material für Kuba veröffentlicht. Die spanischen Minimalsätze sind, wie der Arbeitsstreitigkeiten wirken und sich so immer mehr als soziale dazu zu schaffen hat." Konfekt." erfährt, größtentheils beibehalten worden. Die TonnenFriedensinstitute bewähren." In diese Kommission wurden die Genossen Neudeck, Simon, steuer ist von 20 auf 10 Cents pro Tonne ermäßigt und die Eine weitere Resolution spricht der Zentrumsfraktion des deutschen Sidow, Koch und Eckard gewählt.( notchins) mad 5 Cents- Exportsteuer pro Tonne Eisenerz ist abgeschafft worden. Reichstages für die umsichtige und energische Vertretung der Inter- Ferner beschloß die Konferenz, aus ihrer Mitte drei Delegirte Importe von den Vereinigten Staaten sind in gleicher essen der Arbeiter Dant und Anerkennung aus, insbesondere für die zu der am nächsten Sonntag in Werder stattfindenden Konferenz für Weise zu verzollen wie die aus anderen Staaten, doch sind die jetzt Bertheidigung des freien Koalitionsrechtes und für die den Wahlkreis 3 auch- Belzig Jüterbog- Ludenwalde für Importe aus den Vereinigten Staaten zu erhebenden Zollsätze andauernden Bemühungen zur Schaffung gefeßlicher Bestimmungen, zu entfenden, welche vorstehende Resolution dort vertreten sollen. bis 50 pet. geringer als diejenigen, welche von der spanischen Rewelche eine wirksame Vertretung der Standesinteressen der Arbeiter Bestimmt hierzu wurden die Genossen Koch, Neudeck und gierung erhoben wurden. Die wichtigste Aenderung befindet sich in ermöglichen. Kratsch. den Sätzen für Tabak. Dieselbe begrüßt die Bestrebungen der christlichen Arbeiter, sich in Fachverbänden oder Gewerkvereinen auf dem Boden der christlichen Grundsätze und gesetzlichen Ordnung, gemäß den Weisungen der päpstlichen Arbeiter- Encyklika, zur Wahrung ihrer berechtigten wirthschaftlichen Interessen zu vereinigen." Die 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands zu Krefeld giebt zur Erwägung, ob es nicht dringend wünschenswerth natürlich erfolglos. fei, daß in Deutschland möglichst bald eine oder mehrere religiöse Genossenschaften nach dem Vorbilde der von Don Bosco in Italien gegründeten, Salesianer", besonders zum Besten der Handwerker und Arbeiter, ins Leben treten möchten." = M Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. tho Polizeiliches, Gerichtliches 2c. doladeybal Der Handel der Philippinen. Es ist nun der letzte Bericht In Burgstädt i. S. wurde in den Redaktionslokalitäten des Konsuls der Vereinigten Staaten von Nordamerika, Herrn der Volksstimme", sowie in der Wohnung des Redakteurs Oskar F. Williams in Manila, vom 28. Februar 1898 bekannt geworden, Schöpflin und des Druckers Landgraf eine aussuchung der die kommerziellen Ansprüche Nordamerika's auf diese Inselgruppe nach dem Manuskript eines Artikels vorgenommen, der die Publikation enthält. Die wichtigsten Exportprodukte derselben sind: Manilahanf, des abgeänderten Vereinsgesetzes betraf. Die Haussuchung war Zucker und Tabat. Bon Hanf und Zucker betrug der Werth der Ausfuhrmengen in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 18 Mill. Dollars, wovon die Hälfte nach Nordamerika via San Francisco ging. Hingegent ist bisher die Bestimmung der anderen Exportartikel, wie Tabak, Kaffee, Indigo, Kokosmußterne und Kautschuk, größtentheils London, Eine Reihe von Anträgen bezieht sich auf die Presse. Es in den„ Arminhallen" angesezte Bersammlung findet, da der bedeutend ändern, umsomehr, als der außerordentlich große ReichAchtung, Klempner, Kupferschmiede! Die zu heute Abend Hamburg und spanische Häfen. Unter dem neuen Regime dürfte sich aber die Verkehrsrichtung der exportirten Waaren von den Philippinen wird beantragt: bedeutend ändern, umſomehr, als der außerordentlich große ReichDie 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands giebt Streit bei der Firma Gerede inzwischen durch Vergleich beigelegt thum an Metallen noch vollständig unaufgefchloffen ist. der Ueberzeugung Ausdruck, daß der immer weiter um sich greifenden ist, nicht statt. Der Vertrauensmann. Ueber die Philippinen liegen ferner noch die folgenden Unsittlichkeit gegenüber das Reich den Gefahren, welche der Achtung, Steinarbeiter Berlins! Alle diejenigen Steinmetzen, Meldungen vor: Sittlichkeit durch Herstellung und Verbreitung von Druckschriften welche glauben, noch ein Anrecht auf den von der Behörde bei der Die Kabelverbindung mit Manila ist wieder hergestellt. und Abbildungen, durch öffentliche Ausstellung und Ankündigung von aufgelösten Junung beschlagnahmten Unterstützungsfonds in Krank- Wie dem Neuter'schen Bureau" aus Manila vom 18. d. M. gezu unfittlichem Gebrauche bestimmten Gegenständen, durch unfittliche heitsfällen zu haben, werden ersucht, baldmöglichst sich beim Ver- meldet wird, betrug der Gesammtverlust der Amerikaner vor Manila Darstellungen und Schaustellungen drohen, auf dem Wege der Gesetz trauensmann der Berliner Steinarbeiter Sektion 1, A. Leinert, 46 Todte und 100 Verwundete; auf Seiten der Spanier wurden gebung entgegenzuwirken hat und dankt der Zentrumspartei für die Schöneberg. Sedanstraße 11/12, zu melden, mit der Beifügung, 200 getödtet und 400 verwundet. wiederholte Einbringung eines auf eine Verschärfung und Erwann sie erkrankt sind und wie lange die Krankheit dauert resp. weiterung der Strafbestimmungen abzielenden Gefeßentwurfes." besteht. " Da in öffentlichen Schaustellungen, besonders in Theater Achtung, Vergolder! Die Wiener Kollegen befinden sich im borstellungen, die katholischen Anschauungen über Glauben Stampfe um den Neunstundentag. Ein großer Theil der Unternehmer und Sittlichkeit gar oft verlegt werden, erachtet es auch die fünfund- hat die Forderung erfüllt, bei einem andern Theil ist das nicht aus vierzigste Generalversammlung der Katholiken Deutschlands wie geschlossen. Falls es zur Arbeitseinstellung kommen sollte, wird es bisher als eine Pflicht der katholischen Presse, das katholische an der Solidarität der deutschen Kollegen sicher nicht fehlen. Vorerft Publikum in Kluger Weise auf den Inhalt solcher Aufführungen auf ist nothwendig. daß der Zuzug nach Wien streng ferngehalten wird. merksam zu machen, damit einerseits dieselben von den maßgebenden Lasse sich auch durch die verlockendsten Anerbietungen tein deutscher Personen abgestellt, bezw. abgeändert werden und anderseits der Kollege verleiten, unseren Wiener Kollegen in den Rücken zu fallen. fatholische Leser sich ein Urtheil bilden kann, ob er oder seine Im Auftrage des Hauptvorstandes: W. Schnorre, Chauffeefur. 43. Familienangehörigen denselben beiwohnen können oder nicht." Deutsches Reich. lichen Darlehnskassen." Ein Telegramm des stellvertretenden Generalgouverneurs der Philippinen General Jaundenes vom 20. August meldet, er habe die Depesche der Regierung über die Unterzeichnung des Friedensprotokolls nicht erhalten. Der General fügt hinzu, die Insurgenten führen fort, die spanischen Truppen anzugreifen. Das Telegramm nimmt ferner auf frühere Meldungen Bezug, welche Einzelheiten über den Fall Manilas enthielten. Man vermuthet, daß diese MelDungen, welche nicht eingetroffen sind, von den Amerikanern abgefangen wurden. gegangen, sie stehen aber noch immer höher als zu Beginn des Jahres und als im Durchschnitte der letzten Jahre seit 1893. Abgesehen von den Getreidepreisen, sind auch die Preise des Fleisches, Eisens, Kupfers und Zinnes höher. Endlich haben auch die Kohlenpreise infolge des langandauernden Streikes der englischen Kohlenarbeiter angezogen. Im Durchschnitte sind gegenwärtig die Nahrungsmittel um 2 pet., die Preise des Rohmaterials um 4 pet. höher Die Amerikaner haben große Schwierigkeiten, das Eindringen der Rebellen in die Stadt zu verhüten. Berdächtige dürfen nach Ablieferung der Waffen die Stadt betreten. Fünf Rebellen, welche Ein fernerer Antrag empfiehlt Beschränkung der Berichte über Der Zentralverband deutscher Bäckerinnungen ,, Germania" Wohnungen von Spaniern geplündert hatten, wurden erschossen. Gerichtsverhandlungen. Nachträglich find noch folgende Anträge geht jetzt für die nothleidenden Hamburg- Altonaer Bäder- Die Jufurgenten behaupten, sie seien im stande, jeder Nation die eingegangen: meister mit dem Klingelbeutel umher. Befagter Verband erläßt Beſegung der Insel unmöglich zu machen. " Die 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands untern 17. dieses Monats einen Aufruf zum Sammeln an die Dem Londoner„ Observer" wird aus Madrid gemeldet: In beklagt tief, daß der Hang nach öffentlichen Ber- gesammte deutsche Kollegenschaft. Es heißt darin: In spanischen Regierungsfreisen wird geglaubt, daß die Unionsregierung gnügungen und Lustbarkeiten in der Frauenwelt zum Hinsicht darauf, daß, wenn die Kollegen in den boykottirten nicht geneigt sei, die ganzen Philippinen zu annektiren und nur eine größten Schaden der Familie weite Streise erfaßt hat. Sie ersucht Orten unterliegen, der Boykott dann auf andere Orte Kohlenstation beanspruchen werde. Ueberdies wolle die spanische Redie katholischen Frauen und Männer, diesem immer weiter greifenden und zuletzt auf ganz Deutschland übertragen werde, liege es im eigen- gierung die Kapitulation von Manila anulliren, weil diese nach Uebel träftig entgegen zu arbeiten und empfiehlt namentlich den sten Interesse der ganzen deutschen Kollegenschaft, die bedrängte Ham- Unterzeichnung des Friedensprotokolles erfolgte. Vereinen, welche die Sorge für die weibliche Jugend sich als Auf- burger Bäckerznnft durch reichliche Geldmittel widerstandsfähig zu Das wird den Spaniern sehr wenig nügen. gabe gestellt haben, bei ihren Mitgliedern die Liebe zur Häuslichkeit machen, damit der Kampf auf seinen Herd beschränkt bleibe und mit voll- Der Krieg und die Waarenpreise. Der Krieg zwischen zu pflegen, und öffentliche Festlichkeiten gleich den Männer- Vereinen ständiger Niederlage der Angreifer ende. Dieser Brotboykott sei nicht ein Spanien und den Vereinigten Staaten ist im Monat April ausnicht zu veranstalten." Kampf der Bädergesellen gegen die Meister, sondern ein Kampf gebrochen. Thatsächlich ersieht man aus den vorangeführten Ziffern, Die Generalversammlung empfiehlt wiederholt aufs dringendste der Sozialdemokratie gegen das Bürgerthun. Man habe bisher daß im April und Mai eine Erhöhung der durchschnittlichen Waarendie Gründung und weitere Ausbildung von Bauernvereinen eine öffentliche, allgemeine Sammlung vermieden, doch sei die preise eingetreten ist, zu welcher allerdings damals in erster auf christlicher Grundlage und die Bildung von landwirth- Bentraltasse nicht mehr im stande, in diesem Kampfe, dessen Ende Linie die die sprunghafte Steigerung der Getreidepreise beifchaftlichen Genossenschaften, insbesondere von länd- noch gar nicht abzusehen, Hilfe zu gewähren. Die Obermeister getragen hat. Seither sind die Waarenpreise wieder zurück sämmtlicher deutscher Bäckerinnungen werden deshalb ersucht, nicht Die 45. Generalversammlung der Katholiken Deutschlands er nur bei ihren Jnnungsmitgliedern, sondern überall, wo es angebracht achtet als das beste Mittel zur Gesundung und Erhaltung unserer erscheine, schleunigst Sammlungen zu veranstalten.hd staatlichen und gesellschaftlichen Ordnung die beharrliche Fortführung d der Sozialreform im Sinne der Rundschreiben unseres heiligen Spanien und Amerika. Vaters, des Papstes Leo XIII. und der kaiserlichen Erlasse vom 4. Februar 1890 zum Schutz und zur Förderung aller Aus Madrid, 20. August, wird gemeldet: Jm heutigen arbeitenden Klassen unseres deutschen Vaterlandes. Die General- Ministerrath verlas der Marineminister einen langen Bericht des als am Schlusse des Vorjahres. versammlung spricht der Zentrumsfraktion des deutschen Reichstags Admirals Cervera über die Seeschlacht bei Santiago, derselbe werden. und der einzelnen Landtage den wärmsten Dank aus für die that- wird dem obersten Kriegsgericht unterbreitet Die Tekte Nachrichten und Depeschen. für Portorico werde sich fräftige energische Förderung der sozialen Reformgesetzgebung und Kommission aus werde sich zusammensezen richtet gleichzeitig an alle katholischen Männer die dringende Bitte, dem Schiffskapitän Ballarino und den Generälen Ortega Hamburg, 22. August.( W. T. B.) Zwischen dem der hiesigen die Sozialreform auch in ihrem Kreise mit Wort und Sanchez del Aguila. Ueber die Haltung des Marschalls Firma H. J. Perlbach. u. Co. gehörigen Dampfer Hamburg" und und That zu fördern. Blanco erklärte ein Minister, die Haltung desselben sei friedliebend dem englischen Dreimastschooner" Catherine" fand Sonntag früh „ Das Abwandern der ländlichen Bevölkerung gewesen. Der Minister bemerkte weiter, die Räumung Kuba's 45 Seemeilen von London entfernt in dichtem Nebel ein Zusammenin die Städte und Industriebezirke ist im Interesse werde eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Das Protokoll stoß statt, bei welchem Catherine" sofort sant. Von der aus neun der Landwirthschaft, sowie in allgemeiner sozialer Beziehung sege nur fest, daß die Arbeiten der Kommission betreffend Personen bestehenden Mannschaft tonuten mur der Steuermann und au beklagen. Um diese Entwidelung einzuschränten, die Räumung zehn Tage nach Unterzeichnung beginnen sollen, der aus Leipzig stammende Schiffsjunge Bille gerettet werden; die ist in erster Linie die Wohlfahrt der Bevölkerung auf dem Lande doch sei tein Zeitpunkt für die Beendigung der Arbeiten übrigen fieben ertranten. Von der Mannschaft der„ Hamburg" wurde nach den verschiedensten Richtungen hin zu fördern und empfiehlt angegeben. Die Arbeiten der Kommission in Paris, deren Mit ein Matrose durch Herabfallen eines Theiles der Takelung getödtet. die Generalversammlung alle dahin zielenden Bestrebungen zu unter- glieder noch nicht ernannt sind, werden nach dem Schluß der Kammern Laibach, 22. August.( B. H.) Antideutsche Studenten übers stügen." beginnen. Der Kriegsminister erklärte, er habe von den Philippinen fielen neuerdings deutsche Studenten auf offener Straße und be 1. Die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands erklärt teine Nachricht erhalten und General Rios, der Kommandant drohten dieselben in lebensgefährlicher Weise. Die Deutschen es als eine dringende Nothwendigkeit, Berufsverbände der Visayas Inseln habe nicht einmal den Empfang der konnten sich nur mit Mühe in ein Kaffeehaus retten. Die Polizei der Arbeiter auf christlicher Grundlage zu Nachricht von der Unterzeichnung des Präliminar Protokolles traf zu spät ein. gründen und zu fördern. angezeigt. Neue Telegramme werden abgesandt werden. Man er- Florenz, 22. Auguft.( W. T. B.) Das Kriegsgericht verurtheilte 2. Die Generalversammlung der Katholiken Deutschlands wartet, daß das Kabel nach Manila wieder hergestellt werde. Der den Deputirten Pescetti wegen Theilnahme an den Unruhen im empfiehlt zwecks Studium und praktischer Lösung sozialer Ministerath beschäftigte sich sodann mit der Absetzung des General Mai in contumaciam zu 10 Jahren Zuchthaus und dauernder UnFragen die Gründung sozialer Konferenzen. tapitäns der Kanarischen Inseln, die ausschließlich aus Dienst fähigkeit, öffentliche Aemter zu befleiden. Die 45. Generalversammlung deutscher Katholiken empfiehlt die rücksichten erfolgt sei. Schließlich dementirte der Finanzminister tate- Madrid, 20. Auguft.( W. T. B.) Die Nachricht des„ New- York Gründung einer Vereinigung zur geistigen und leib- gorisch das Gerücht, daß die Regierung eine Rentensteuer Vorlage Herald" Primo de Rivera sei ermordet worden, entbehrt der BeLichen Fürsorge für Sellner und ähnliche Angestellte, z ur einzubringen beabsichtige. gründung. Rivera befindet sich wohl. % Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 196. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Dienstag, 23. Auguſt 1898. Kommunales. bor schreibt vor, daß den Arbeitern Arbeitsanzüge und Müzen in aus- burg angestellt. Der Getödtete ist der Invalide Paul Glauert, reichender Bahl und zweckentsprechender Beschaffenheit zur Verfügung dessen Angehörigen in der Ackerstraße 91 wohnen. Der Mann war gestellt werden und daß die eigenen Kleider der Arbeiter vor Rohrleger und arbeitete als solcher im Admiralsgartenbad, bis er In dem Verwaltungsbericht des Magistrats zu Berlin Beginn der Arbeit abgelegt werden sollen", und der Arbeitgeber vor sechs Jahren infolge von Erkältung an der Rückenmarkswird über den Unfug geklagt, der mit den Rettungsgeräthen von läßt die Arbeiter in ihren eigenen Kleidern arbeiten. Die Verord- schwindsucht erkrankte. Anfang Juli wurde der Patient tobsüchtig einem Theil des Publikums noch immer getrieben wird. Die an nung des Bundesraths schreibt vor, daß die Waschräume in aus- und mußte auf Anordnung der Revierpolizei nach der städtischen Anstalt den öffentlichen Wasserläufen befindlichen Rettungsgeräthe, bestehend reichender Menge Wasser, Seife, Nagelbürsten, Handtücher und Ge- in Dalldorf gebracht werden. Wegen Ueberfüllung dieser Anstalt und aus 15 Rettungsfähnen, 20 Rettungsringen und 25 Rettungsbällen, fäße zum Mundspülen enthalten sollen, und daß den Arbeitern in anbetracht dessen, daß Glauert noch nicht zu den gefährlichen sind im Kalenderjahre 1896 in 20 Fällen zur Rettung Ertrinkender wenigstens einmal wöchentlich Gelegenheit zu einem warmen Bade Batienten gehörte, wurde er seitens der Verwaltung der Heil- und benutzt worden, davon 15 mal mit Erfolg. Die Sachen werden oft gegeben werden soll", und der Arbeitgeber bietet nicht einmal das Pflegeanstalt des Herrn J. Achtziger, Bismarckstr. 57, übergeben. muthivillig verschleppt, zerstört, gestohlen, ins Wasser geworfen. nöthige warme Wasser zum Waschen. Wir erwarten sehr, daß Herr Hier hat er nur zwölf Tage zugebracht. Wie es heißt, wurde der Nach den abhanden gekommenen Geräthen muß oft Tage lang Geverberath Dr. Sprenger, der die schlimmen Folgen obiger Ver- verhaftete Oberwärter unbedentlich engagirt, weil er geradezu gesucht werden; von einem einzigen Rettungskahn wurden im nachlässigungen sehr gut kennt und selbst zum Erlaß obiger Ber- glänzende Beugnisse vorgelegt hatte. So bestätigt ihm die herzogl. Laufe des Jahres z. B. 19 Ruder gestohlen. Aus diesen Verordnung mit den Anstoß gegeben hat, die Gesellschaft für elektrische braunschweigische Direktion der Heil- und Pflege- Anstalt Königslutter, hältnissen ergebe sich die Schwierigkeit der Verwaltung dieses an sich Unternehmungen zur vollständigen Beachtung der erlassenen daß er in der Zeit vom 1. April 1895 bis zum 15. Sepnicht umfangreichen Apparates von selbst. Bestimmungen nachdrücklich anhält. Bemerkt sei noch, daß in dem tember 1896 daselbst als wärter angestellt gewesen sei und Die Unterhaltung der städtischen Park-, Garten- und Baum- obenbenannten Betriebe seit Januar d. J. 40 Arbeiter an Bleiver- sich während dieser Zeit vorzüglich geführt und höchst anlagen erforderte 1896/97 den Betrag von 617 472 M., das heißt giftung erkrankt sind. Die Erkrankungen waren größtentheils ernst- brauchbar erwiesen habe. Ferner legte er Zeugnisse 26 921 M. mehr als im Etat angesezt, meist verursacht durch Aus- hafter Natur. Die Gewerbe- Inspektion ist bersits vor einiger Zeit seitens der Maison de santé in Schöneberg, der Dr. Edel'schen Angaben für Verbesserungen des Thiergartens. Neue Schmuckpläge auf diesen Betrieb aufmertsam gemacht worden und es bleibt abzu- stalt in Charlottenburg, der Dr. Engel'schen Anstalt in Bankow, von entstanden auf dem Kaiser Friedrichplatz und an der Petersburger- warten, wann die dringend nothwendige Abhilfe eintreten wird. der königlichen Charitee und dem städtischen Friedrich- Wilhelmstraße. Röntgen- Zimmer in den Berliner städtischen Kranken- Hospital in Berlin. Auf grund dieser vorzüglichen Zeugnisse stellte In der Situng der städtischen Stiftungsdeputation machte häusern. Die Deputation für städtische Krankenanstalten und öffent- ihn Herr A. als Oberwärter ein, obwohl sich in der Anstalt noch der Vorsitzende derselben, Stadtrath Marggraff, die Mittheilung, der liche Gesundheitspflege hatte bereits in ihrem letzten Bericht die zwei andere Wärter befanden, die schon längere Zeit dort waren. Kaiser habe die von der Frau Geh. Kommerzienrath Schwabach dem Frage der Einrichtung von Röntgen- Kabinetten bei der Besprechung Diesen beiden Wärtern ist es zu danken, daß das Verbrechen zur hiesigen Magistrat gespendete Summe von 100 000 m. genehmigt der Verhandlungen, die zwischen dem Berliner Magistrat und dem Anzeige gebracht worden ist. Freilich hat Herr Achtziger jetzt durch und soll diese Summe an hilfsbedürftige Personen ohne Unterschied Stultusministerium bezüglich der Verbindung des fgl. Instituts für die Polizei erfahren, daß Schneider schon einmal steckbrieflich verdes religiösen Bekenntnisses, die aber noch nicht der öffentlichen Armen- Infektionskrankheiten mit dem vierten städtischen Krankenhause ge- folgt wurde und auch bereits geistestrant gewesen ist. Die einpflege anheimgefallen sind und die bereits bestimmt worden sind, schwebt haben, erwähnt. Infolge eines Antrages der Herren ärzt- geleitete Untersuchung dürfte vollständige Klarheit über seine Person baldigst zur Bertheilung tommen.- Hinsichtlich der Jda und Wilhelm lichen Direktoren der chirurgischen Abtheilung ist die Deputation der bringen. Baker'schen Stiftung, welche die Errichtung eines Asyls für arme Frage wegen Errichtung von Röntgen- Kabinetten näher getreten. Folgende aufsehenerregende Geschichte bringt die„ Berl. Blinde aller Stände und Glaubensbekenntnisse, die in demselben Die stattgehabten eingehenden Berathungen haben dazu geführt, zu- 8tg."" Gin sensationeller Prozeß, über den uns bis zum Redaktionstostenfreie Aufnahme und Verpflegung und ein möglichst behagliches nächst bon der Heim finden sollen, bezweckt, hat die Deputation beschlossen, zur für die Anstalten noch Abstand Beschaffung eigener Röntgen- Einrichtungen schluß von anderer Seite leider kein Bericht zugegangen war, bildete zit nehmen. Um aber heute, Sonnabend, an der Börse den Gegenstand der intimeren Aufstellung des Programms eine aus drei Mitgliedern bestehende trotzdem die Durchleuchtung von Körpern mit Röntgen- Unterhaltung. Es handelt sich dabei um eine Beleidigungsklage, Kommission einzusetzen. Schließlich genehmigte die Deputation Strahlen in den Anstalten selbst zu ermöglichen, wurde ein An- die der in einflußreicher Stellung befindliche Handelsredakteur einer den vorgelegten Plan zur Errichtung eines nach der Zeitler'schen gebot der hiesigen Firma Reiniger, Gebbert u. Schall angenommen, hiesigen Zeitung angestrengt hatte, um von seiner Person das Odium Stiftung bestimmten Studienhauses. nachdem diese Firma den Anstalten je eine vollständige Einrichtung der Bestechlichkeit abzuwälzen. Als Zeitgen waren unter anderm zur Aufnahme mit Röntgen- Strahlen zur Verfügung stellt gegen auch Vertreter unserer ersten Bankhäuser erschienen, fie tamen aber eine jährliche Gebühr von einem Sechstel des Anschaffungspreises. nicht dazu, aus dem Schatz ihrer unangenehmen Erfahrungen etwas Mittlerweile sind in den städtischen Krankenhäusern in Moabit, zum besten zu geben, da der Kläger es vorgezogen hatte, anf Urlaub am Urban und im Friedrichshain Röntgen- Zimmer eingerichtet und zu gehen und auch sein Anwalt nicht zu dem heutigen Termin erDer Kampf gegen die Austellung weiblicher Aerzte zur nach und nach verbessert und ergänzt worden. Die Einrichtung hat schienen war. Es wurde deshalb von Amts wegen auf KlageAusübung der sogenannten Sittentontrolle wird in der Berliner sich durchaus bewährt und ist auch bereits in einigen Privat- Kranken- abweisung erkannt, die natürlich im vorliegenden Falle die VerAerzte Korrespondenz" ungeschwächt fortgesetzt. häusern eingeführt( z. B. Kaiser Friedrich- Krankenhaus) resp. zur urtheilung und moralische Bankrotterklärung des Klägers bedeutet, Nummer dieses Blattes läßt sich ein Arzt also vernehmen: In der lezten Einführung in Aussicht genommen worden. Es dürfte daher nicht der damit endgültig aus der Reichshauptstadt verschwinden dürfte, Die Polizei- Aerzte, welche das Amt bisher innegehabt haben, mehr lange dauern, bis alle Berliner Krankenhäuser mit einem zumal er auch gesellschaftlich nicht ohne vielbesprochene Verhaben mit großer Gewissenhaftigkeit und mit regem wissenschaftlichen Zimmer für die Untersuchung mit Röntgen- Strahlen eingerichtet und gehungen ist." Eifer sich der undankbaren Aufgabe gewidmet. Sie aus phantafti- damit wesentlich verbessert sein werden. schen Gründen bei seite zu schieben oder ihnen auch nur Assistentinnen zu geben, ist in hohem Maße unbillig. Tokales. " han Zu einem Kampf zivischen einem Schußmann und einem VerDie Berliner Steinscher- Innung konnte von uns schon mehr- brecher kam es am Sonntag Abend gegen 8 Uhr in der Wohnung fach als Beweis dafür angeführt werden, daß die zünftigen Hand- des letzteren. Der 25jährige Karl Mayerholz, der bei einer Frau Die Angelegenheit zeigt indeß auch noch nach anderer Richtung werksmeister selbst da, wo sie im stande sind, geordnete Zustände Dresch in der Stubenrauchstr. 12 zu Schöneberg wohnte, stand in ein ernstes Gesicht. Zum ersten Mal sollen weibliche Werzte aus im Gewerbsleben zu schaffen, dazu nicht fähig sind oder nicht den dem Verdacht eines gefährlichen Kinderfreundes. Man hatte seit Gründen, die nicht durch wissenschaftliche Indizien oder praktische Er- Willen dazu haben. Auch heute können wir wieder über ein solches längerer Zeit die Wahrnehmung gemacht, daß er sich kleinen Mädchen fahrungen bedingt find, sondern auf dem Gebiete der„ Moral" liegen, Borfomniniß berichten, welches gleichzeitig nicht des allgemeinen näherte. Als am Sonntag Kindergeschrei aus seiner Wohnung amtliche Stellungen in Preußen erhalten. Mit Moral läßt sich be- Interesses entbehrt. erscholl, wurde die Polizei benachrichtigt. Zwei alsbald erscheinenden fanntlich alles motiviren. Ist das Experiment geglüdt, so steht nichts Die Allgemeine Elektrizitäts- Gesellschaft läßt ihre Kabellegungen Schußmännern wurde der Eintritt verweigert. Einer nahm an der im Wege, daß auch für weibliche Gefangene, weibliche Lehrer und in Entreprise von der Aktiengesellschaft für Bauausführungen aus- Thüre Aufstellung, der zweite stieg auf einer Leiter in das Fenster andere Beamte aus Gründen der Moral weibliche Untersuchungs- führen. Letztere hatte die hierbei vorkommenden Pflasterarbeiten der im Erdgeschoß belegenen Wohnung. M. empfing den Beamten und Vertrauensärzte bestellt werden. Und noch ein Schritt weiter, dem Steinfegmeister S. übergeben und zwar für einen den Ver- mit einem Dolchmesser und suchte ihn niederzustechen. Der Beamte, und wir können aus Gründen der Moral unsere lieben Kolleginnen hältnissen angemessenen, durchaus nicht zu hohen Preis. In dem der von seinem Kollegen Hilfe erhielt, zog blank und brachte dem als Vorsteherinnen von Frauen- und geburtshilflichen Kliniken und Vertrage ist vorgesehen, daß etwa fehlendes Material von der Wüstling mehrere Klaffende Wunden auf dem Kopfe bei, bevor er Universitätslehrerinnen begrüßen. Man lächele nicht über das Attiengesellschaft für Bau- Ausführungen zu liefern ist. Nun liegt es verhaftet werden konnte. Man brachte ihn als Gefangenen nach der utopistische Zukunftsbild. Was dem einen recht ist, ist dem anderen in der Natur der Sache, daß bei solchen Aufgrabungen von dem Charitee. Auf dem Fußboden lag blutend ein kleines vierjähriges billig. Hält man zur Untersuchung gefallener Schwestern weibliche Pflastermaterial stets etwas verschüttet wird. Wenn die Wieder- Mädchen. Aerzte für nöthig, warum nicht um so mehr auch für nicht gefallene? herstellungs- Arbeiten nur einigermaßen regelrecht ausgeführt werden, Zu unliebsamen Szenen fam es am Sonntag Abend auf den Hiermit gewinnt die geplante Maßregel eine Bedeutung, die über dann muß es stets an Steinen mangeln. Außerdem hält Steinsetz Vororts- Bahnhöfen der Nordbahn infolge des starken Massenverkehrs, das kleine Niveau, auf dem sie sich jetzt befindet, weit hinausmeister S. streng darauf, daß mur beste Arbeit geliefert wird. Es welchen die Bahnverwaltung nicht zu bewältigen vermochte. Mit ragt. Mag man zur Frage des Frauenstudiums stehen wie man fehlten deshalb allenthalben verhältnißmäßig viele Steine. Der stets überfüllten Zügen, die in Abständen von 10 Minuten verkehrten, wolle, für Fachleute unterliegt es keinem Zweifel, daß vorläufig Bauleitende der Aktiengesellschaft für Bau- Ausführungen lag wurden an nahezu 50 000 Personen nach den an der Bahnstrecke bedie Besetzung amtlicher, autoritativer Stellen mit weiblichen Aerzten deshalb den Arbeitern des Herrn S. fortwährend auf dem legenen Stationen befördert. Von 1/28 Uhr ab drängten diese einen schweren Mißgriff, einen Schaden nicht blos für ärztliche Kunst Halse, daß sie die Arbeiten viel zu gut" ausführten. Wenn Menschenmassen wieder den Bahnhöfen zu, auf denen geradezu unund Wissenschaft, sondern auch für die Allgemeinheit bedeutet. sie sich nicht so einrichten wollten, daß die vorhandenen Steine zu haltbare Zustände herrschten. Auf den Stationen Stolpe, HermsAus all diesen Gründen halten auch wir, mit der Redaktion langen, so würde ihr Meister die Arbeit los. dorf, Waidmannslust fuhr Zug anf Zug vorbei, die überfüllt, Passad. Bl., ein energisches Vorgehen für geboten und ein laisser aller Nun sollte man meinen, da der Steinsetzmeister S. stets durch giere nicht mehr aufnehmen konnten. Um Katastrophen zu ver für gefährlich. Sollte sich die Nachricht d. Bl. bewahrheiten, woran die That bewiesen hat, daß es ihm mit den von den Junungen be- meiden, wurden auch die Bahnhöfe abgesperrt, sodaß sich die Massen wir, offen gesagt, vom Standpunkte der Erleuchtung unserer höheren touten Bestrebungen zur Hebung des Handwerks ernst ist, kein vor den Kontrolleingängen stauten. So standen auf dem Bahnhof Sphären, noch immer zweifeln, so würde es Aufgabe der Aerzte- hindern würde. Trogdem aber hat die Attiengesellschaft für Bau- herrichte ein wildes Getriebe. In dem furchtbaren Gedränge, dem anderer Innungskollege fich finden würde, der dieses Bestreben Hermsdorf zeitweise 700 bis 1000 Personen und hier tammer sein, die geeigneten Schritte zu ergreifen." Engherziger kann sich der Standesdünkel bei Beurtheilung der Ausführungen einen anderen Innungsmeister gefunden, der die Frauen und Kinder nicht Widerstand leisten konnten, wurden Stellung der Frau kaum breit machen und mit so wuchtigen" Arbeiten für einen um zirka 30 pet. niedrigeren Preis ausführt. Die Schwächeren rücksichtslos niedergestoßen. Die Frauen freischten, Argumenten kämpft das Zunftgelehrtenthum unter den Aerzten, daß Der Preis ist jetzt derartig, daß die Arbeiten nur minderwerthig Kinder weinten. Männer schlugen sich und schimpften; es war im selbst der größte Philister stußig werden muß. Welch schreckliche ausgeführt werden können, selbst wenn die Arbeiter noch so sehr an wahrsten Sinne des Wortes ein Höllenskandal. Kinder wurden vielPerspektive malt der Verfasser des Artikels für den Aerztestand aus, gespannt werden. Und das geschieht trotz alles Zunftgepränges, fach über das Geländer hinweg nach den Treppen gehoben, ohne die wenn die weiblichen Gelehrtinnen mit ihren ärztlichen Kollegen in trotz aller schönen Reden über die Nettung des Handwerks. Kontrolldurchgänge passirt zu haben; Erwachsene wurden vorivärtsgleicher Stellung die Konkurrenz aufnehmen! Die Gefahr, das Für die auf der Pariser Weltansstellung im Jahre 1900 geschoben und konnten ihre Fahrkarten nicht entwerthen lassen. Den mag dem Artikelschreiber gesagt sein, ist weit näher als er es glaubt, zur Ausstellung gelangenden Gegenstände deutscher Aussteller hat Fußboden bedeckten Hüte, Kleiderfetzen, Stöcke und Schirme. Die und das utopistische Zukunftsbild" ist schon im Werden begriffen, die Verwaltung der preußischen und Hessischen Staatsbahnen jetzt be- Zugangstreppe zu den Bahnhöfen gewährte fast den Anblick eines wenn auch vor der Vollendung noch einige Widersacher im blinden stimmt, daß solche Gegenstände, wenn sie nicht in Frankreich ver- Striegsschauplatzes. Die von Hermsdorf eingelegten Sonderzüge Eifer dagegen ankämpfen. kauft, sondern nach dem deutschen Ausgangsorte wieder zurückgesandt waren natürlich in wenigen Minuten überfüllt, ja selbst auf den werden sollen, sowohl bei der Hin- wie Rücksendung für die Hälfte Plattformen standen durchweg 8-10 Personen und vielfach entder tarifmäßigen Frachtkosten zu befördern sind. Doch müssen die standen Prügeleien zwischen solchen, die noch in die Koupees hineinbetreffenden Sendungen durchweg nur in Ausstellungsgut bestehen. drängen wollten und den Wageninfassen. Personen, die um 19 Uhr Die Rohheit, mit der zureisende Handwerker in der„ Herberge auf dem Bahnhof waren, bermochten erst gegen 10 Uhr mit zur Heimath" in der Oranienstraße verschiedentlich vom Haus Mühe und Noth ein Plätzchen in irgend einem Wagenabtheil zu erinecht behandelt wurden, haben uns wiederholt Veranlassung gefämpfen. Berliner Brotpreise. Nach den Ermittelungen des Berliner Statistischen Amts, vorgenommen in 34 in den verschiedenen Stadttheilen gelegenen Bäckereien, war im Juni 1898( bezw. 1897, 1896, 1895) der Durchschnittspreis für ein Kilogramm Roggen brot rund 27( 22, 21/10, 21) Pfennige, für ein Kilogramm Weizenbrot( Schrippen) rund 457/10( 366/10, 358/10, 351/10) Pfennig. Für 50 Pfennige bekam man im Durchschnitt rund 1855( 2269, geben, das Verhalten des jeweilig dort geübten Regiments zu fenn- Mit aufgeschlittem Leib wurde am Sonntag Vormittag der 2370, 2378) Gramm Roggenbrot, rund 1093( 1366, 1395, 1427) zeichnen. Am Freitag Abend vergangener Woche wurden wiederum 26 Jahre alte Fleischergeselle Friz Dittmann in die fönigliche Klinik Gramm Weizenbrot. Gegenüber demselben Monat der drei brei Personen, darunter der Tischler H., nach der bekannten, in in der Ziegelstraße eingeliefert. Er war bei dem Meister Schildbach Vorjahre ist die Gewichtsverringerung, wie man sieht, fehr be- diesem„ christlichen" Institut oft angewendeten Methode an die Luft ge- in der Buttbuserstr. 9 beschäftigt und schälte mit einem scharfen deutend. Im Vergleich zum Vormonat des laufenden Jahres hat setzt. Der in Frage stehende Tischler hatte sich, wie er bestimmt Messer von einem an einem Halen im Keller hängenden Stück Vieh sich aber das Gewicht im Juni mir noch wenig verringert; versichert, in teiner Weise ungehörig benommen. Als er gegen 9 Uhr das Fleisch von den Knochen ab. Dabei glitt das Messer ab und im Mai 1898 betam man für 50 Pf. durchschnittlich 1864 Gramm den Schlaffaal aufsuchen wollte, ließ einer der Haustnechte einige fuhr ihm in den Leib, so daß er sofort bewußtlos zusammenbrach. Roggenbrot bezw. 1897 Gramm Weizenbrot. Im Juli( für den Bemerkungen fallen, die H., der Desterreicher ist, nicht recht verstand Auf sein Röcheln eilte die Tochter des Meisters aus dem Laden in noch keine Veröffentlichung des Statistischen Amts vorliegt) ist sogar und als gehäffig auf sich bezog. Er erwiderte daher dem Hausknecht: den Keller und fand den Gesellen in einer Blutlache liegend vor. wieder eine kleine Zunahme des Brotgewichts eingetreten. Die Sie wollen mit mir wohl ebenso verfahren wie mit den beiden, Dr. Auerbach von der Rettungsgesellschaft legte dem schwer VerBesserung gegenüber dem Juni ist aber vorläufig noch so gering, die vorhin hinausgeworfen wurden?" Dieses große Verbrechen" war wundeten und durch den starken Blutverlust entfräfteten Mann einen daß sie der unbemittelten Bevölkerung, die auf das Brot als eines für den Hausknecht das Signal zum Angriff. H. wurde am Genick Rothverband an und ließ ihn durch einen Lück'schen Wagen dem ihrer wichtigsten Nahrungsmittel angewiesen ist und unter der Brot gepadt und hinausgeworfen, so daß er im Hofe am Brummen zu Krankenhaus zuführen. theuerung der letzten Monate schwer gelitten hat, noch keine Er- all tam. Damit nicht genug, wurden ihm die Kleider buchstäblich Fener auf dem Ostbahnhof. Durch einen großen Brand leichterung gewährt. vom Leibe gerissen. Shlips, Vorhemd, Weste und Nachthemd hingen urde am Sonntag Nachmittag um 2 Uhr 51 Minuten die FeuerZu unserer Mittheilung über die Gepflogenheiten in der in Fegen an seinem Leibe. Im Gesicht trug H. mehrere Wunden vehr in den Memelerstraße nach dem Ostbahnhof gerufen, wo aus Akkumulatorenfabrik in der Reinickendorferstraße wird uns ge- davon, deren eine am Kinn start blutete. Diese Verlegungen will. einem am Ende der Halle belegenen, etwa 120 Schritt langen fchrieben: Die Darlegung der Zustände in diesem Betriebe zeigt, durch die Hausknechte erhalten haben. Es ist zu bemerken, daß der Schuppen helle Flammen über haushoch emporschlugen. Der von wie von manchen Arbeitgebern die gesetzlichen Bestimmungen befolgt so schimpflich Behandelte keineswegs den Eindruck eines rohen Menschen der Eisenbahnverwaltung an die Firma Albu verpachtete Schuppen werden. Auf vieles Drängen der Krankenkassen- Borstände und machte, dem man sich nur durch Gewaltthätigkeit erwehren kann. war mit etwa 20 000 Bentnern Matulatur und mit Säden, die zum Gewerbe- Aufsichtsbeamten hat sich der Bundesrath in Rücksicht auf Wann wird in diesem„ christlichen" Institut Wandel geschaffen Verpacken dienen, gefüllt. Hier war auf bisher unbekannte die massenhaften Erkrankungen in Akkumulatorenfabriken zum Erlaß werden? Sieht man denn jeden zureisenden Handwerker dort als Weise Feuer entstanden, das bereits das ganze Lager ergriffen, als von Vorschriften zur Beseitigung der ärgsten Uebelstände in diesen verdammungwerthes Geschöpf an? die Wehr unter dem Brandmeister Teubner eintraf. Da durch die Fabriken entschlossen, die am 1. Juli cr. in fraft getreten sind und Der Oberwärter einer Jrrenanstalt, die in einem Vorort Qualmentwickelung und die ungeheure Hiße die südlich im Bahnhofsin denen ausdrücklich bestimmt ist, daß die Beschäftigung der zum Berlins gelegen ist, ist unter der Anschuldigung, den Tod eines gebäude belegenen Wohnungen und deren Bewohner gefährdet waren, Mischen und Herstellen sowie zum Einstreichen der Füllmasse in seiner Obhut anvertrauten Patienten verschuldet zu haben, verhaftet wurden Unterstützungen herbeigerufen. Zunächst handelte es sich um die Platten verwendeten Arbeiter 8 Stunden täglich nicht übersteigen worden. Der Inhaftirte hatte als Oberwärter während einer den Schutz der Wohnungen, auf die aus zwei Schläuchen vom Hydranten darf und dann durch eine Pause von wenigstens 11/2 Stunden unter- längeren Abwesenheit des Arztes die Aufsicht über die Anstalt zu aus Wasser gegeben wurde, während Feuerwehrmänner in das Innere brochen sein muß, und in der Reichshauptstadt, förmlich unter den führen. Bei dem plößlich eingetretenen Tod eines Patienten ist der eindrangen und die Bewohner darunter den technischen Kontrolleur Augen der Behörden, läßt ein Arbeitgeber in einem solchen Betriebe sehr starte starte Verdacht entstanden, daß der Patient ge- Horn mit der Gattin und zwei Kindern, die gerade ihr Mittagsworden ift, 10 Stunden und darüber und über Sonntag incl. Pausen sogar 19 Stunden mißhandelt nach einer starken schläfchen hielten ins Freie geleiteten. Mittleriveile waren arbeiten! Die Berordnung des Bundesraths schreibt vor, daß der Dosis eines Beruhigungspulvers nicht mehr zum Leben er- andere Züge angerückt, und Branddirektor Giersberg ging Fußboden wenigstens täglich einmal und zwar nach Beendigung der wachte. Näheren Anhalt wird die Untersuchung ergeben. Der der Feuersbrunst mit 14 Schläuchen git Leibe. Durch Arbeitszeit feucht gereinigt werde", und der Arbeitgeber läßt ihn Verhaftete ist der Oberwärter Friedrich Schneider, seit dem 15. Juni die der Qualmentwickelung verbundene Gluth wurden während der Arbeit reinigen. Die Verordnung des Bundesraths dieses Jahres in der Anstalt des Herrn J. Achtziger in Charlotten- der Ober Feuermann Frauendienst und der Feuermann er mit an, Habicht berartig mitgenommen, daß fie nach einer furzen mochte. Diese Unterlassungsfinde sollte sich noch weiter recht un- gegeben find. Er will durch seine Sympathiemittel wunderbare Behandlung durch die Samariter in einer Droschte nach Hause angenehm bemerkbar machen, da es im Verlaufe des Tages noch zu Erfolge erzielt haben, außerdem wendet er die Massage und als gebracht werden mußten. Durch das Feuer aus den nur wenige recht friegerischen Szenen fant. Zunächst entbrannte zum Staunen einziges Arzneimittel Arnikatinktur die er gegen Meter entfernt belegenen Schuppen waren sowohl die eisernen Träger und Entsetzen aller Anwesenden unter den konzertirenden Musikern alle erdenklichen äußerlichen und innerlichen Leiden ver der Halle mit ihren eisernen Verzierungen zum großen Theil zer- der Kriegervereins- Kapelle aus unbekannten Ursachen ein wüthender ordnet. Jest tommen aber zwei Fälle zur Erörterung, in schmolzen, als auch die die Wohnungen abschließende Mauer so mit- Kampf, wobei ein Musiker, auf welchen die übrigen losgedroschen denen Pohlandt sich nicht mit Nuhm bedeckt hat. Eine betagte genommen, daß sie wahrscheinlich abgerissen werden muß. hatten, arg zugerichtet und vom Podium hinabgeworfen Tischlerschefrau lag seit fünf Jahren an Nervenlähmung darnieder. Das geschmolzene Eisen war in die Halle hineingetrieben wurde Einige Kriegervereinler und Sanitätskolonnier er Der Angeklagte hörte davon und bot den Angehörigen der Kranken und hatte hier große Mengen Kleie, die von dem Fourage- barmten sich seiner und seiner und brachten ihn in den Wirths- feine Hilfe an. Die lerne ich in einer Woche wieder gehen, so wahr händler Simon Böhm aufgespeichert dalag, entzündet. Auch hier haussaal. Seine Wunden zu verbinden Ivar allerdings mein Name Pohlandt ist" meinte er, bevor er die Kranke noch gesehen mußte die Wehr schleunigst eingreifen. Obgleich der Brand auf nicht möglich, denn die Sanitätskolonne hatte ja tein Verbandszeug mit. hatte. Welcher Art die„ Sympathiemittel" waren, die er angewendet feinen Herd beschränkt blieb, so find doch die Fenster und Thüren Wer hätte auch so etwas gedacht! Doch die friegerischen Ereignisse hatte, verrieth der Angeklagte auch im Termine nicht, er des anstoßenden Bahnhofs- Gebäudes ausgebrannt, ja sogar infolge hatten ihr Ende noch nicht erreicht. Im Saale geriethen die barm- behauptete, daß sie zugleich mit dem Streichen des Patienten der Hige die Fenster auf der gegenüber liegenden Seite der Straße Herzigen Samariter mit einem Bivilisten in Streit, wodurch auch in zusammenhingen. Eines verstand er und das lvar das An der Ostbahn theilweise zersprungen. Um 7 Uhr rückte Ablösungs- jenen das Soldatenblut in Wallung gerieth. Im wahren Sinne des Schröpfen". Das Fläschchen Arnikatinttur ließ er sich weit mannschaft an, die vom Branddirektor Giersberg für die Nacht an- Wortes wurde dieser ganz gewöhnliche Zivilist" von den vereinigten über den Werth bezahlen und seine Reisegebühren mußten ihm jedesgestellt wurden. Immer wieder schlugen aus der innerlich noch Kriegervereinlern und Sanitätskolonntern in die Flucht geschlagen". mal erstattet werden. Als er einmal gefragt wurde, warum er sich glühenden Masse des niedergelegten Schuppens helle Flammen Damit hatten die friegerischen Episoden glücklich ihr Ende erreicht zwei Wochen lang nicht habe schen lassen, erklärte der Angeklagte, empor. Die völlige Ablöschung des Feuers wird daher wohl erst und die Gedenkfeier des Schlachttages konnte fernerhin einen fried- daß durch sein Massiren ein Theil des Krankheitsstoffs aus dem Körper im Laufe des Tages erfolgen können. lichen Verlauf nehmen. der Patienten in den seinen übergehe und er dann Zeit haben müsse, diefe Stoffe wieder auszuscheiden. Dem Ehemanit der Kranten tam dies höchst sonderbar vor und deshalb glaubte er es. Natürlich hat der Angeklagte keine Spur von Besserung erzielt. Im zweiten weit vorgeschritten, daß mit der Aufstellung der Maschinen begonnen heilen. Die Arbeiten an den Tegeler Kanalisationswerken find so alle hatte der Angeklagte sich anheischig gemacht, eine an Lungenkrebs leidende Frau innerhalb furzer Frist Zul werden kann. Zur Anwendung kommt das other Degner'i che ihn wieder im Stich. Da der Angeklagte nur geringe Beträge erSeine Sympathiemittel und Arnikatinktur ließen Klärverfahren. Die Anlage ist derart gebaut, daß die aus halten, auch den Kranken keinen Schaden zugefügt, schließlich auch den Tegeler Haushaltungen und Fabriken abfließenden Schmutzwässer die Leichtgläubigkeit der betheiligten Personen ihm den Betrug leicht zunächst alle zusammenfließen in einem Sammelbrumen, welcher Meter Tiefe bei 2,50 Meter Durchmesser besitzt. Von hier werden gemacht hatte, so verurtheilte der Gerichtshof den Angeklagten nur 8us ag von altmilch, Braunkohle und Säuren die Schmutzwässer in das Chemikalien- Gebäude gehoben, wo ein zu einer Geldstrafe von 40 M. besitzen. Die Gemeinde Brih hat sich der von der Gemeinde Tempelhof gefaßten Resolution gegen Uebernahme der Ortspolizei durch das Bolizeipräsidium vollinhaltlich angeschlossen. 8 Iitt der An200 M. Buße. Die In der BeweisDie Brandstelle wurde auch am Montag noch von den Zügen 7 und 11 besetzt gehalten. Aus den Papierstößen sowie aus der Kleie und dem Koru schlagen noch ab und zu Flammen auf. Der Miether des Schuppens läßt das Lager unter Aufsicht der Feuerwehr ausräumen. Bezüglich der Entstehungsursache ist jetzt durch Zeugen ermittelt, daß Knaben in der Nähe des Schuppens mit Feuer gespielt haben. Sonach ist die Fenersbrunst auf fahrlässige Brandstiftung zurückzuführen. Die häter sind nicht bekannt. Der Schuppen is übrigens bereits früher als feuergefährlich bezeichnet worden; die Eisenbahnbehörde hat sich aber nicht entschließen können, ihn zu entfernent. Begabte, aber arme Gemeindefchüler können auf städtische Unter der Anklage der fahrlässigen Körperverlegung stand Kosten einer städtischen höheren Lehranstalt überwiesen werden. Die erfolgt, worauf dies Gemisch in den großen Klärbrunnen abfließt. gestern der Krankenwärter Ernst Fehrmann vor der ersten Zahl der Gemeindeſchüler, denen diese Vergünstigung zu theil wird. Der große Klärbrunnen ist sieben Meter tief, am Boden Ferien Straflammer des Landgerichts I. Der Angeklagte war in ist aber nur sehr klein. Sie war auch eine Reihe von Jahren hin- trichterförmig gestaltet, befigt sieben Meter lichten Durch einer Privatklinik in der Marienstraße beschäftigt. Hier wurde eines durch stark im Rückgange. In neuester Zeit ist sie zwar wieder messer und ist nach oben durch Aufsatz cines oben ge- Tages an einer Patientin eine Operation vorgenommen. Fehrmann etwas gestiegen, aber die Zunahme ist noch nicht bedeutend. Ende schloffenen Kessels inhaltlich vergrößert. In diesem Klär- erhielt den Auftrag, das Bett, in welches die Kranke nach der März 1897 gab es auf den städtischen höheren Lehranstalten, wie brummen fetzt sich nun die verdickte und durch die zugesetzten Operation gelegt werden sollte, mit einer Wärmflasche zu verschen. aus dem neuesten Haupt- Verwaltungsbericht des Magistrats ersichtlich Chemikalien gebundene Schmugmasse fest ab, während im oberen Das hierzu verwendete Wasser war zu heiß, denn die noch bewußtloſe ift, 120 folcher Schüler. In den Vorjahren, von 1896 zurück bis 1800, Theil des Kessels sich ein ganz klares Wasser Krante erlitt an den Füßen Brandwunden. Der Gerichtshof war wurden 111, 96, 103, 130, 133, 140, 177 gezählt. Ueber die Ursachen des sammelt. Mittels dreier Schläuche wird der torfähnliche Schmutz- mit dem Vertheidiger, Rechtsanwalt Sonnenfeld, der Ansicht, daß in der ersten Hälfte der 90er Jahre beobachteten Rückganges findet grund nach dem Maschinenhaus gesogen, um dort gepreßt zuwerden. nicht den Angeklagten die Verantwortung treffe, sondern diejenige sich kein Anhalt in den früheren Berichten. Vielleicht hängt jener Das Preßprodukt kann als Heizkohle oder als Bausteine in den Person, welche mit der Wartung der Kranken beauftragt war. Der Rückgang damit zusammen, daß die Erschwerung des Erwerbes und Handel gelangen. Im großen Klärbrunnen befindet sich außerdem Angeklagte mußte deshalb freigesprochen werden, der Existenz damals im Bunehmen begriffen war; denn die Ueber- am Boden noch ein Rührwert, um ein frühzeitiges Bujanmenbacken Der Umgang mit dem Zivil muß dem Hauptmann a. D. weisung eines Gemeindeschülers an eine höhere Lehranstalt legt den und Berdicken der Masse zu verhindern. Das im Klärbrunnen oben Panzer in Schöneberg noch etwas ungeläufig sein, wie eine Klage Eltern frotz der Befreiung von der Schulgeld- Zahlung schwere Opfer anstehende klare Wasser wird mittels Heber abgesogen und fließt wegen Körperverlegung schließen ließ, welche gestern vor dem Schöffenauf, da sie ja den Lebensunterhalt für den Jungen nun noch über durch einen geschlängelten Graben und durch drei große Klärteiche. gericht am Amtsgericht II verhandelt wurde. Der Angeklagte wohnte das 14. Jahr hinaus beschaffen müssen. Es ist behauptet worden Dies Wasser ist nun so beschaffen, daß es ohne Bedenken dem bei einer Frau Pollack, die eine Kundin des Schuhmachermeisters ( vor längerer Zeit in einer Versammlung der Deutschen Gesell- Tegeler See zugeführt werden kann. Es wird aber von einem Strauſe war. Sie hatte bei legterem ein Paar Stiefeletten bestellt, schaft für ethische Kultur"), daß aus diesem Grunde den Eltern Anerbieten der Stadt Berlin Gebrauch gemacht, da sie aber an Fußleiden laborirt, machte sie zur Bedingung, begabter Gemeindeschüler gelegentlich von den Lehrern selber wider- welche das Wasser unentgeltlich nach ihren Rieselfeldern wegdrückt, daß die Stiefeln recht weit und vollkommen sein müßten. rathen wird, für ihre Kinder um die Ueberweisung an eine höhere Lehranstalt zu bitten. Die Erfahrungen, die mit wodurch selbst der Verdacht einer möglichen Verunreinigung des Auf den Einwand des Schuhmachers, daß die Stiefeln schwerlich Tegeler Sees beseitigt ist. passen würden, wenut er über das genommene Maaß diesen Jungen gemacht worden sind, können allerdings niemand dazu ermuthigen. Wir haben früher einmal an der Statistik der von Berlin angrenzenden Vororte in das Weichbild der Reichshauptstadt Falle werde sie die Stiefeln an einer andern Stelle verkaufen. Nachdem die Frage der Eingemeindung sämmtlicher an hinausginge, erklärte die Bestellerin, das schade nichts, in diesem 1876-90 aus Gemeindeschulen übernommenen Freischüler gezeigt, daß ein großer Theil von ihnen schon aus den unteren und mitt von der Staatsregierung durch die Erhebung Schönebergs zur Stadt gehegte Befürchtung trat ein. Groß genug waren die Stiefeln, aber leven Klassen wieder abgegangen ist. Man wird kaum fehlgehen, vor der Hand abgethan und damit auf absehbare Zeit vertagt ist, fie paßten nicht, doch nahm Frau Pollack dieselben der Abrede wenn man annimmt, daß hierbei oft die wirthschaftliche Lage der machen sich jetzt seit einiger Zeit in den westlichen Vororten Be- gemäß ab. Wenige Tage darauf, am 4. März d. J., erschien der Eltern von bestimmendem Einfluß gewesen ist. Um einen Jungen strebungen geltend, die auf eine völlige Umgestaltung des Kom- Herr Hauptmann a. D. im Laden des Schuhmachers und verDie 15jährige bis zum 18. ober 20. Jahre die Schule besuchen zu lassen, dazu borf, Schmargendorf und Rolonie Grunewald beat. Tochter des Meisters rief ihren Vater herbei, der den Laden mit den munalwesens auch der kleineren Orte Friedenau, Wilmers- langte ohite weiteres Zurücknahme der Stiefeln. muß man in der That schon einen gewissen Grad von Wohlstand auf die Eingemeindung dieser Orte in die beiden großen Nachbar Worten betrat:" Ich habe wohl die Ehre, Herrn Bollack zu sprechen? Straßensperrung. Die Nürnbergerstraße von der Kurfürsten städte Charlottenburg und Schöneberg abzielen. Die mit der Stadt( Er kannte nämlich weder den Herrn Hauptmann, noch die Ver" Das geht Sie gar nichts an!" hältnisse der Frau Pollack.) straße bis zum Sturfürstendamm wird behufs Asphaltirung vom Schöneberg eingeleiteten zunächſt privaten Verhandlungen haben antwortete der Hauptmann mit mehr als träftigem Tone.- Dann Stellen ergeben, daß hier die leitenden 24. b. M. ab bis auf weiteres für Fuhriverte und Reiter gesperrt. Unglücksfälle. gliederung Friedenaus an Schöneberg fehr geneigt sind, weil muß ich Sie bitten, mein Geschäftslokal zu verlassen!- setzte der Der Arbeiter J. erhängte sich in seiner der Stadt eine Vergrößerung durch die zur Zeit schon über Meister das Gespräch fort und als der Herr Hauptmann nicht ging, Wohnung in der Frankfurter Allee, nachdem ihn seine Frau 8000 Einwohner zählenden Nachbargemeinde zum Bortheil gereicht, wollte er denselben hinausführen, doch erhielt er sofort einen schweren vor einigen Tagen wegen Trunksucht und Arbeitsschen unter die Lösung verschiedener kommunalen Aufgaben ihr erleichtern würde. Schlag mit dem Spazierſtocke des Herrn Hauptmann über den Kopf und Mitnahme der Kinder verlassen hatte. Auf dem freien Daher ist denn gegen Ende Juni in Friedenau von einer Versamm als er um auf die Straße lief, um einen Schutzmann herbeizuholen, da Felde an der Buchstraße und dem Nordufer wurde der obdachlose lung der dortigen Haus- und Grundbefizer mit 68 gegen 14 Stimmen erhielt er noch einen zweiten Schlag, so daß ihm das Blut über das Arbeiter 3. sterbend aufgefunden und nach eingetretenem Tode in die eventuelle Gingemeindung des Ortes in Schöneberg als wünschens Gesicht strömte. Der Verletzte stellte Strafantrag, trat dem Verdas Schauhaus gebracht. Durch ungehöriges Radfahren wurden werth erklärt und eine Kommission zur genauen Prüfung der Sach- fahren als Nebenkläger bei und beanspruchte- da er sieben Tage abends zwei schivere Unfälle verursacht: In der Badstraße über lage und zur Vorbereitung der nöthigen Schritte eingesetzt worden. das Bett hüten mußte fuhren mit einem Tandem der 19 Jahre alte Mechaniker Lacke und und diese Kommission hat nun eine vertrauliche Versammlung von Aufnahme wurde zwar die Behauptung des Angeklagten, er fei der ebenso alte Schreiber Weigt die Frau des Kohlenhändlers maßgeblichen Vertretern der fünf Orte Schöneberg, Friedenau, zuerst geschlagen oder gestochen worden, strikte widerlegt, das Schöffen Kanold, die eine schwere Kopfwunde erlitt, und in der Dragoner- Wilmersdorf, Schmargendorf und Kolonie Grunewald abgehalten, gericht nahm aber doch an, der Herr Hauptmann tönne wenigstens straße überfuhr der übermäßig schnell und ohne Warnungszeichen welcher auch der erste Bürgermeister von Schöneberg, Herr Wilde, in dem Glauben gewesen sein, daß er geschlagen oder gestochen fahrende Schloffer Haad die Wittive Fabian, die dabei mehrere beigewohnt hat, und in der zunächst über die prinzipielle Frage fein tönne, vielleicht sei er auch nur an eine Thürklinke gestoßen, Knochenbrüche erlitt. Montag Vormittag vergiftete fich mit der Zweckmäßigkeit des Zusammenschließens mehrerer der genannten immerhin könne er dies geglaubt haben, es wurde daher nur auf Chancali die Frau des Kellners R. in Schöneberg. Sie war in westlichen Vororte zu größeren Städteverbänden berathen wurde. cine Geldstrafe bon 150 M. und auf 50 M. Buße heilbar unterleibsleidend. Im Landwehrkanal in der Nähe der Die Frage wurde dabei von allen Rednern bejaht. Mit Ausnahme erkannt. Der Verletzte meldete fofort Berufung an, Freiarche wurde nachmittags die Leiche eines etwa 45 Jahre alten der Vertreter von Schöneberg und Friedenau aber, die einen Buda, wie er erklärte, die Buße in keinem Verhältnisse zu Wannes gelandet. Unzweifelhaft liegt Selbstmord vor. Auf sammenschluß nur ihrer beiden Gemeinden ohne Angliederung eine starke Einbildungstraft bei dem Herrn Hauptmann vor seinem materiellen Verluste stehe. Es ist wohl anzunehmen, daß dem Hofe des Grundstücks Dunkerstraße 18 mittags eine Schlägerei statt, wobei der 17 jährige Töpfer sich über die Lösung der für die ganzen Vororte Berlins wie nicht bei den Angeklagten so stark ausgebildet ist, um das richtige Empfinden fand nach weiterer an dieses Kommunalwesen für praktisch hielten, tonnte man handen ist. Wir möchten aber doch bezweifeln, daß fie Paul Fietz die Schlofferfrau Martha Wagner, geb Mack, minder auch für Berlin selbst so bedeutungsvollen Frage noch nicht und deren Bruder, den Steinsetzer Wilhelm Mack, durch Messer- einigen, namentlich aber darüber nicht, ob es für die einzelnen Ge- für Schläge zu verlieren. Der weisen Erkenntniß eines hohen Gestiche schwer verlette. Der Thäter wurde verhaftet. Gestern meinden Wilmersdorf, Schmargendorf und Kolonie Grunewald beffer richtshofes wagen wir aber nicht zu widersprechen, fintemal aus dem Sonntag ertrant ein 21 jähriger Staufmann bei dem Versuch, den sein würde, einen eigenen, neuen Städteverband zu bilden oder sich Eindruck, den der Herr Hauptmann machte, wohl die Schlußfolgerung Kalfsee zu durchschwimmen. Ans Noth ist die 34 Jahre alte Schloffer von Charlottenburg einverleiben zu lassen. Der mit dieser Berathung begründet sein konnte. frau Auguste Hellwald, die von ihrem Mann getrennt lebt, ihren beschrittene Weg zur Neugestaltung des Kommunalwesens der ge Dienst in der Reichenbergerstraße verlassen hatte und wohnungslos nannten Vororte soll nunmehr aber weiterverfolgt werden, und es war, ins Wasser gegangen. Sie sprang am Sonntag Nachmittag in dürfte daher die Zeit nicht mehr fern sein, in der Berlin im Westen Die Steinarbeiter Berlins hielten am 17. August int den Landwehrkanal, wurde von einem jungen Mann gerettet und Süden( Nigdorf) von großen Stadtkreisen eingeschlossen sein Englischen Garten eine sehr mäßig besuchte öffentliche kombinirte und von einem Schuhmann der Charitee zugeführt. Versammlung ab. Der Vertrauensmann der Marmorarbeiter Kutscher Trinkhaus wurde vor dem Hause Potsdamerstr. 98a von der Der Stralaner Fischzug wird sich auch diesmal von den Settion II berichtete, daß sich bei der verschiedenen Beitragselektrischen Bahn angefahren. Durch den Anprall flog der Kutscher Teßten vier Jahren nicht unterscheiden. Die gegentheiligen Nach erhebung in der I. und II. Sektion Mißstände herausbildeten, von seinem Sig, die jungen Pferde wurden scheu und überfuhren richten waren falsch und find wohl nur auf Reklame der Gastwirthe welche absolut nicht dazu beitrügen, bie Einigkeit in den unter den Wagen gerathenen Trinkhaus. Mit fchweren Ver zurückzuführen. Der Amtsvorsteher Kracht hat am Amtshause den Reihen der Steinarbeiter zu befestigen. Es müsse die legungen am Kopf und an beiden Beinen mußte er nach einem straßenwärts den folgenden Anschlag ausgehängt:" Da eine Fest- heute gemeinschaftlich aus beiden Gruppen zusammengesetzte Vers Strantenhaus befördert werden. Das 18 Jahr alte Mädchen wiefe entgegen den Nachrichten verschiedener Zeitungen in fammlung sich dahin einigen, daß die Mißhelligkeiten unbedingt ver Margarethe Bösel, beschäftigt im Kaffeelokal von Link in der Char- diesem Jahre nicht zur nicht zur Errichtung gelangt, fönnen auch schwinden. Ein eingereichter Antrag in Sektion I, die Beiträge lottenstraße, nahm sich durch Ertränken das Leben, weil sie um ihre Genehmigungen zum Aufstellen von Buden nicht ertheilt prozentual zu erheben, wurde abgelehnt, dagegen der Antrag einen Ersparnisse im Betrage von 125 M. betrogen worden war. werden. Auch ist der Raum zum Aufstellen der Buden einheitlichen Wochenbeitrag von 40 Bf. zu erheben" angenommen. Bom Fenerbericht. Ein Grasbrand an der Eisenbahnböschung vers in Lokalen besetzt, sodaß auch dort keine Genehmigungen er Obmann der Krankenkassen- Kommission ward berichtet, daß nach einem ursachte Sonntag Alarm nach Bahnstraße 24 in Schöneberg. theilt werden fönnen." Ein von dem sonstigen verschiedenes Aus Schreiben des Berliner Magistrats dem Ansuchen auf Herausgabe des Zimmerbrände, die Möbel und Gardinen zerstörten, waren abzusehen bot Stralau am gestrigen Sonntag nur dadurch, daß der bei den Junungsmeistern infolge der Auflösung der Innung beschlaglöschen Calvinstraße 3, Parochialstraße 37 und Paul Betrieb im Handelsgewerbe bis 7 Uhr abends freigegeben war. Es nahmten Fonds für Kranfen- Unterstügung im Betrage von 4000 W. nicht straße 31. Zwei weitere Zimmerbrände mußten im Laufe des bleibt also von der großartig angekündigten Feier nur der Tingel- stattgegeben wird. Hierauf wurde heschlossen, alle diejenigen SteinMontags beseitigt werden, und zwar Grenadierstraße 9 und tangel" übrig, den alle Gastwirthe in ihren beflaggten und be- mezzen, welche Beiträge an den Unterstügungsfonds entrichtet haben Potsdamerstraße 87. Auch zwei Breßkohlenbrände sind fränzten Wirthschaften betreiben. Das sehr zahlreich dem nicht vor und nach dem 23. Oftober vorigen Jahres frant geworden sind, wieder zu verzeichnen und zwar v. d. Heydtstraße 4 und handenen Festplaz zugeströmte Publikum war über die Enttäuschung trotzdem aber aus dieser Kasse feine Unterstügung erhalten haben, Birkenstraße 66. nicht erfreut. aufzufordern, sich bei dem Vertrauensmann A. Kleinert, Der Blitz hatte vor einiger Zeit bekanntlich in der Nähe des Schöneberg, Sedanstr. 11/12, zu melden, damit unter Gewährung Charlottenburger Schützenhauses eine Gruppe von drei polnischen von Rechtsschutz der Klageweg beschritten werden könne. Gegenüber Arbeitern getroffen. Einer derselben war auf der Stelle todt. Jetzt der Erhebung der Getverbedeputation über die Lohnverhältnisse, Wilmersdorf. Heute Abend 8 Uhr findet im Seeschlößchen in hat der Unglüdsfall ein weiteres Opfer gefordert. An den Folgen wonach u. a. den Steinmegen ein Durchschnitts- Jahresverdienst von der Kaiser- Allee eine öffentliche Boltsversammlung für Männer und bes Schlages ist nunmehr auch der Maurer Josef Bawlat gestorben. 1625 W. angedichtet wird, konstatirt die Bersammlung, daß der Frauen statt, in der A. Hoffmann über Glaube und Unvernunft" Bawlat, der aus Borek in Posen stammt, hatte bis vor wenigen Berdienst im Jahre 1897 nicht 1250 M. überschritten hat. referiren wird. Um zahlreichen Besuch bittet Tagen noch gearbeitet. Am Mittwoch mußte er jedoch die Arbeit liege daher hier sehr nahe, daß die Arbeitgeber bei Der Vertrauensmann. wegen heftiger Brustschmerzen aufgeben. Als die Schmerzen sich der Ausfüllung der bom Berliner Statistischen Amt ber= In Schmargendorf findet am Mittwoch im Lokal von Baier, steigerten, wurde ein Arzt gerufen. Der Verunglückte verschied sandten Fragebogen lediglich den Verdienst der bevorzugten, Warnemünderstraße, eine Versammlung statt, auf die wir hiermit jedoch ehe die ärztliche Hilfe zur Stelle war. Er hinterläßt eine besseren und stärkeren Arbeiter angegeben haben, während noch einmal aufmerksam machen. Frau und sieben Kinder. Auch der dritte der von jenem Blige ge- der schwächere Arbeiter dabei keine Berücksichtigung fand, Recht erbauliche Vorkommnisse spielten sich am Sonntag auf troffenen Arbeiter namens Albert Paluschiat, welcher ebenfalls aus auch wäre die Statistik zuverlässiger, wenn man die Arbeitslosigkeit, der Vogelwiese in Tempelhof ab, woselbst sich die uniformirten Bosen stammt, hat noch unter den Folgen schwer zu leiden. Er Krankheit und die Todesfälle in dem betreffenden Beruf mit aut Kriegervereine Berlins sowie die Freiwillige Sanitätstolomue zur flagt über Schmerzen in der linken Seite und ist bis jetzt noch nicht Feier des Tages der Schlacht von St. Privat sich ein Stelldichein im stande, die Arbeit wieder aufzunehmen. gegeben hatten. Die Sanitätskolomme hatte augenscheinlich nicht erivartet, daß sie berufen sein würde, in„ Aktion" zu treten, denn als ihre Hilfe in Anspruch genommen wurde hinsichtlich der Verwundung eines kleinen Mädchens, da stellte sich heraus, daß die Sanitäts- Ein moderner Dr. Eisenbart stand gestern in der Person kolonne feinerlei Verbandszeug bei sich führte. Erst nach langem des Stellmachers Heinrich Pohlandt vor der 187. Abtheilung des Suchen wurde ein Heilgehilfe entdeckt, welcher eine kleine Taschenapotheke Schöffengerichts. Der Angeklagte befaßt sich seiner Angabe nach mit bei sich führte und wenigstens die nothdürftigste Hilfe zu leisten ver- der Heilung von schwerkranten Personen, die von den Aerzten auf Aus den Nachbarorten. Der wird. Gerichts- Beitung. " Versammlungen. Es geführt hätte. Eine aus der Mitte der Versammlung eingereichte Resolution wird angenommen und beschlossen, diese Feststellung dem Berliner Lokal- Anzeiger", dem Vorwärts", dem„ Steinarbeiter", fowie den sozialdemokratischen Gemeindevertretern Berlins unter Beifügung einer noch in Druck zu gebenden Statistik zur Kenntnißnahme bezw. Veröffentlichung einzusenden. Unterstützungsgesuche mehrerer franter Kollegen wurden berücksichtigt und die übliche Unterstützung gewährt. Als Kandidat zum Gewerbegericht wurde Stollege. Sleinert von der Versammlung vorgeschlagen. Burein felbständiger Fensterputer. Heute Abend 8 Uhr Alte Jakob:| Gefinde- Ordnung vom 8. November 1810 find folgende: Erstlich befagen ausbrüdliche Wegfall dieses Büchtigungsrechts ist auf Anträge ber SozialStraße 14/55 bei Mehrwald: General- Versammlung. Briefkasten der Redaktion. % SS 75 bis 78: Die Befehle der Herrschaft und ihre Verweise muß das demokraten und Ultramontanen zurückzuführen. Die Konservativen wollten Gefinde mit Ehrerbietung und Bescheidenheit annehmen. Retzt das Gefinde das Büchtigungsrecht beibehalten wiffen, freilich thren Behnten" von den die Herrschaft burch ungebührliches Betragen zum Born und wird in Brügeln nicht abhaben. Die Erörterung, ob eine richtige Auslegung der felbigem von the mit Scheltworten poer geringen Thätlig Gefeße nicht ſchou heute zu dem Ergebniß gelangt, daß dieſe Brügeltetten behandelt, so kann es dafür teine gerichtliche Genugthuung bestimmungen außer traft sind, ist gegenüber der entgegenstehenden Ansicht ore entiaeatrifoejenveur in Wir bitten, Bet feber Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baby fordern. Auch solche Ausbrücke oder Handlungen, die zwiſchen anderen der Gerichte mißig. anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort Personen als Zeichen der Geringschäßung anerkannt sind, begründen gegen wird nicht ertheilt. Briefkasten der Expedition. Die juristische Sprechstunde findet bis zum Ablauf der Gerichts. ferien Montag und Donnerstag von 7 bis 8 Uhr abends statt. E. 2. 3000. Leider wissen wir Ihnen keinen Rath. die Herrschaft noch nicht die Vermuthung, daß sie die Ehre des Gesindes sadurch habe tränken wollen. Ferner giebt die Gefinde- Ordnung dem . G. 52. Seit 1889 hat fein internationaler Kongreß in Frankreich Recht, ohne Kündigung aus dem Dienst zu oder der Gesundheit stattgefunden. Sie meinen den nationalen Kongreß in Lille, bei dem Singer, Liebknecht und Fischer anwesend waren. D. V. 36. Inferat foftet 2,40 M. Witterungsübersicht vom 22. August 1898, morgens 8 Uhr. Stationen sinde noch nicht das Recht, wegen Trattirens mit Beleidigungen und Brügeln den Dienst zu verlassen. Die altpreußische Gesinde- Ordnung giebt vielmehr prügelnden Hallunken gegenüber nur dann dem Gesinde das wenn es durch die Mißhandlung in Gefahr des Lebens versetzt worden oder wenn die Herrschaft das Gesinde auch ohne 2. M. Sie irren sich, wir betrachten Ihre zuschrift als reinen solche Gefahr, jedoch mit ausschweifender und ungewöhnlicher Härte dummen Quatsch. Einige Ihrer Beobachtungen sind vollkommen richtig, harte Behandlung setzt also unser Gesetzgeber voraus behandelt hat". während sie bei Beurtheilung der Verkürzung der Arbeitszeit falsche Schluß- Darüber, ob eine das Leben oder die Gesundheit gefährdende oder unfolgerungen ziehen. Daß es in jeder Bewegung Leute giebt, die nicht als gewöhnlich Harte Behandlung vorliegt, entscheiden in letter Instanz nur Muster dienen tönnen und den Neuling eher abstoßen dürften, ist eine all- bret gelehrte Richter, nicht Latenrichter. Das Empfinden dieser Richter läßt bekannte Thatsache, auch unsere Partei ist davon nicht frei. Beschäftigen fich nie voraussagen. Der Minister Suarez behauptete, als er gegen die Sie sich nur mit unseren Bestrebungen mehr und Sie werden bald sehen, Gestattung eines unbedingten Züchtigungsrechtes, das die da daß Sie in Ihrent Tadel der Gewohnheiten und üblen Leidenschaften der maligen Junter verlangten, sich wendete: Die Richter werden fich ohne Swinemde. 770 SSO Arbeiter in unserer Partei sehr viel Wiederhall finden. ein solches doch meist auf die Seite der Herrschaft stellen. Darin hat er recht Hamburg dermann. Der Beschluß enthält den Wortlaut der SS 1233 47 gehabt. Vor uns liegt ein Erkenntniß eines schlesischen Landgerichts, in dem St.-G.-B. Sie fönnen Ersatz Ihrer Auslagen beantragen. Nehmten Sie ausgeführt wird, ein Dienstmädchen habe keinen Grund zur Entlaffung Wiesbaden 766 Still Berlin sich einen Anwalt. Winter. Gegen die rechtskräftige Entscheidung des Reichs- Versiche wochentange Stopfschmerzen davongetragen habere enn das Wien gehabt, wiewohl es so geschlagen wurde, daß es Beulen am Kopfe und rungsamts läßt sich leider nichts machen. Mehr Licht. Ihr Kollege Herrn" auch mit einem Teppichflopfer hat recht, Sie unrecht. Nur in dem Fall, daß der Arbeiter unberechtigt Dienstmädchen in ähnlicher Weise eine Herrschaft behandelt, dann, ja dann bie Arbeit verlassen hat, darf der Arbeitgeber ohne Nachweis eines i es etwas anderes: wenn Zwei dasselbe thun, ist es nicht Schadens Schadensersatz beanspruchen, sonst hat er den Nachweis des dasselbe" spottete Terenz, und behauptete der jetzige preußische Schadens an fithren, G. St. 32. 3a: her Wirth iſt im Recht. Juſtizminiſter. Die Gefinde- Ordnung giebt thin recht. Jegliches Züchtigung, M. D. Die das Büchtigungsrecht behandelnden Paragraphen der I recht, auch dies bedingte, soll erst vom 1. Januar 1900 ab fchwinden. Der Für den Inhalt der Juicrate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theatre. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Dienstag, den 23. Auguft. Vom Matterhorn z. Jungfrau. Neues Opern Theater( Kroll). Carmen. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Die Weber. Anfang 72 Uhr. Lessing. Im weißen Röß't. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Ju Behandlung fan 72 Uhr. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. " und AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Carl Hagenbeck's INDIEN Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Schaustellungen AnNeues Im Bavillon. Borber: 3m Passage- Panopticum. Negligé. Anfang 7 Uhr. Westen. Der Troubadour. Anfang 71 Uhr. Thalia. Der Bettchenfresser. Anfang 8 lýr. Centrd. Die Geisha. Anf. 71/2 11hr. Fiebich Wilhelmstädtisches. Ro und Bob. Anfang 8 Uhr. Cilent Rean, oder: Genie und Lebenschaft. Anfang 7 Uhr. Belle Alliance. Herr und Frau Ditor. Anfang 8 Uhr. legaiderplay. Der Todtschläger. Anfang 8 1hr. Hrani. Zaubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. TägTtg geöffnet von 10 Nhr vormitags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Inilidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern unrte, Operntelephon. M polb. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 8 1hr. B age Panoptifunt. Speziali äten- Borstellung. = hshallen. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 8 Uhr. Central Theater Direttion: J. Ferenczy. Die Geisha oder Eine japanische Theehans: Geschichte. Opelette in 3 Aufzügen v. Owen Hall. ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Fahrt auf dem Golf von Neapel. Fahrt durch Konstantinopel. Neu! Alpenglühen. Castan's Panopticum. New!! WalsinMajor Graf Esterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Apollo- Theater. Wu von Sidney Jones. Deutsch Auftreten des beliebten bon C. M. Röhr und Julius Freund. Komiker- Trifolium 31 Szene gefest von 3. Sevencay. Bender- Steidl- Blum, Ditg. Hr. Kapellniftr. Goldmann. Rasen- Eröffnung 61/2, Anfang 7/2 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. sowie der Sonbretten Milani- Goltz- Tornay, Send- Carl Weiß- Theater. forner das ganze Personal des Gr. Frankfurterstr. 132. Der Hüttenbesitzer. Schauspiel in 5 Aften von Georg Onet, frei bearbeitet von E. Med. Anfang 71/2 Uhr. Ostend- Theater- Konzert- Garten: Max Grabow. Deta Waldau. Geschw. Petram, Theater Fantoche. The four Cromwells. The two Terras. Rudo Köhl etc. Theatervorstellung. Konzert. Anfang 4 Uhr. Zuisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Direktion: Rich. Anger. Eröffnung der III. Saison: Jonnerstag, den 25. Auguft. 8um 1. Male: Seine Puppe. golfsstück in 3 Aften nach dem Französischen v. Max Schönau. Musik von Fritz Krause. Vorher zum 1. Male in Berlin: gluftreten des ersten deutschen Verwandlungs- Schauspielers A. Angeloti in seiner tragikomisch musikalischen Szene: Entdeckt! Personen: Achille, Beamter; Eva, pine Frau; Zeffirino, Student; Giacomo, alter tauber Diener. Alle tier Personen dargestellt von A. Angeloti. Billet- Vorverkauf von heute ab In der Theatertaffe von 10 bis Uhr ohne Aufgeld. Puhlmann's August- Programms. Kassenöffnung 62 Uhr, Anfang des Konzerts 7 Uhr, der Vorstellung& Uhr. Donnerstag, den 1. September 1898: Eröffnung der Wintersaison. Phänomenales Programm. Victoria- Brauerei Lützow- Strasse 111/112 ( nahe Potsdamer Platz). Garten resp. Saal. Täglich bis Sonntag, 11. September: Stettiner Sänger ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Entree 50 Pfennig. Vorverkauf siche Plakate! Sonnabend, 17. September: Erste Soiree in den Reichshallen( im großen Theatersaal). W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Vaudeville- Theater Stadt und Land. Schönhauser Allee 148. Berliner auf Kuba. Poffe mit Gesang und Tanz in 4 Bildern von F. Katser. Vorher: in der Arena: Wochent. 6 u. 8 Uhr nachm., an Sonn- u. Festtagen 4, 6 u. 8 Uhr nachm., im Indischen Theater ab 4 Uhr beständig. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Concert. 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Jeden Dienstag:= Jeden Dienstag: Norddeutsche Sänger Biegler, Woff, Hohenberg etc. Pf., 15 Ehrenerklärung. Die gegen Frau Bierath, Wienerstr. 57a, ausgesprochene grobe Beleidigung erkläre ich hiermit als unwahr und erkläre dieselbe als eine Hochachtbare anständige Frau.( 5135 Paul Siegert. Die beleidigende Aeußerung, die ich gegen die Hebeamme Frau Lindgreen ausgesprochen haben soll, beruht auf Unwahrheit. Ich erkläre, daß Frau Lindgreen in dem Entbindungsfalle Obter ihre Pflicht gethan hat. 5586 Gertrud Gurlitt. Entree 20 Bf. Borzugsbillets 16 Bi.300 Mk. Belohnung Ostbahn- Park. Am Küstriner Blah. Direttion: H. Imbs. Täglich: Konzert, Theater und erhält der ehrliche Finder eines Portes monnaies mit ca. 1235 Mt. Juhalt, welches am Sonntag 612 Uhr Bahnhof in Wannsee von unbemitteltem und ersatzpflichtigem Buchhalter verloren wurde. [ 559b Nummer des Tausendmarkscheines ist notirt. Obige Belohnung gegen Rückgabe Spezialitäten Vorstellung. Rudgave fofort bet R. Sangkoht im Anfang des Konzerts: Wochent. 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung finden die Vorstellungen im großen Saale statt. Meine neuerbauten Festfäle stehen Vereinen zur Verfügung. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Letzte Saison vor dem Abbruch. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Adalgisa. Adalgisa Schreckenberger: Adolf Hoffmann. Anfang: Sonntags 7, Wochent. 8 Uhr. Konzerthaus Sanssouci Kottbuserstr. 4a. Inh. H. Pierry. Täglich: Gr. Vorstellung im herrlichen Theatergarten. Auf vielseitiges Verlangen: Heinrich Heine. Luftspiel in 3 Aften. Entree 30 Pf. Anfang 8 Uhr. Anfang des Konzerts 6 Uhr. Passe partouts gelten. Achtung! Cigarren- Gesch. v. Rennert, Unter d. Linden 54, abzuheben. Werkzeug- Auktion. Hente, den 23. Auguft, nachut. 3 ihr, findet die bereits am Sonntag, den 21., näher bezeichnete Versteigerung der 5526 Bohrmaschinen, Lochstanzen, Gewinde Schneidemaschine, Ambos, 9 Schraubstöcke, Richtplatten und der vielen anderen Schloffer. 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Parteigenossen Berlins! Achtung! # 371250 1900# 91 Dienstag, den 23. August, abends 8 Uhr: Grosse Partei- Versammlung = int Feen- Palast, Burg- und Wolfgangstraßen- Ecke. 9 800. Tages Ordnung: Stellungnahme zu den bevorstehenden Landtagswahlen. Die Parteigenossen und Genossinnen werden gebeten, zahlreich zu erscheinen. and god 1908 Die Vertrauensmänner. 220/3 Achtung! Maurer. Jod Achtung! 50 Mittwoch, den 24. August, abends 8 Uhr, in Cohn's Festsälen, Beuthstraße 20-21: Mitglieder- Versammlung des Zentral- Verbandes deutscher Maurer( Filialen Berlin und Vororte). Tagesordnung: 1. Bericht über den Stand der Lohnbewegung. 2. Beschlußfaffung über die Höhe der Beiträge zum Streitfonds der Maurer Berlins und Umgegend. Die Wichtigkeit der Tagesordnung erfordert das Erscheinen aller Kollegen. 136/14 Die Lohnkommission. J. A.: W. Fritzsch. 4. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Sonntag, den 28. August, nachm. 4 Uhr, in Keller's Festfälen, Koppenstr. 29: Lassalle- Feier. Buchhandlung Vorwärts Berlin SW. 19., Beuthstraße 2. Heute Mittag erscheint in unserem Verlage: 196 Die preußischen 04 Junid ada do 10 233/10 Landtagswahlen. Die gesetzlichen Bestimmungen nebst Erläuterungen. Herausgegeben vom Vorstande der Sozialdemokratischen Partei. Preis 20 Pfennig. Diese auf Beschluß des Hamburger Parteitages heraus: gegebene Broschüre enthält nicht bloß alle wesentlichen Be stimmungen des Wahlgesetzes und das Wahlreglement, fondern fie erläutert auch an Beispielen aus den letzten und früheren Wahlgängen die Eigenthümlichkeiten und Wirkungen dieses Wahlsystems. Angesichts der im Herbste stattfindenden Wahlen und für die in der Partei zur Zeit gepflogenen Disfussionen über die Möglichkeit und Zweckmäßigkeit der Betheiligung unserer Genossen ist die Kenntniß dieser Broschüre für jeden Genossen unerläßlich. BUX Achtung! 5. Wahlkreis. Sonntag, den 28, August 1898: Achtung! Gr. Instrumental- Konzert nuter Leitung des Herrn Grass Bur Taffalle- Feier Ausflug nach Johannisthal. Gelangsvorträge. Auftreten der Gesellschaft Strzelewicz. Großer Ball. Billet 25 Pf., an der Kasse 30 Pf. edoa] Charlottenburg. Das Komitee. . Im Verlage der 215/18 Mittwoch, den 24. August, abends 8 Uhr, im Lokale der Samburger Buchdruckerei und Gambrinus- Brauerei, Wallstr. 96: Partei Versammlung. Tages Ordnung: 1. Abrechnung von der Reichstagswahl und vom letzten Sommerfest. 2. Betheiligen wir uns an der Landtagswahl? Referent: Schriftsteller Ledebour. 3. Diskussion. 4. Die bevorstehende Kreiskonferenz. Anträge und Wahl von Delegirten zu derselben. Zahlreichen Besuch erwarten 206/ 3* Die Vertrauensleute. Parteigenossen des Reichstags- Wahlkreises TeltowBeeskow Charlottenburg. Sonntag, den 28. August, mittags 12 Uhr, im Lokal des Genoffen Zubeil, Lindenstraße Nr. 106: Kreis- Konferenz. Tages Ordnung: 300 2'00sation 1. Bericht und Abrechnung von der Reichstagswahl. 2. Brandenburger Parteitag. Anträge und Wahl der Delegirten zu demselben. 3. Bericht und Abrechnung des Kreis- Vertrauensmannes und der Revisoren. 4. Wahl des Kreis- Vertrauensmannes und dessen Stellvertreter, fowie Wahl der Delegirten zur Breß, Agitations- und Lokalkommission. 5. Beschlußfaffung über die preußischen Landtagswahlen. 6. Anträge zum Stuttgarter Parteitag und Wahl der Delegirten zu demselben. 7. Streisangelegenheiten und sonstige Anträge. Gleichzeitig wird auf den§ 3 im Organisationsstatut des Kreises auf merksam gemacht; jeder Ort fann bis 3 Delegirte entfenden, diefelben müffen in öffentlichen Parteiversammlungen gewählt und politisch or ganisirt sein. Alle Anträge, welche auf der Kreiskonferenz ihre Erledigung finden sollen, müssen bis Mittwoch, den 24. d. M., an Unterzeichneten eingesandt werden. Die Delegirten müssen mit Mandaten versehen sein. Die Konferenz wird punkt 12 Uhr eröffnet. 206/1 Der Kreis- Vertrauensmann: Wilhelm Eberhardt, Briz, Bürgerstraße 67. Lithographen, Steindrucker, Lichtdrucker, Verlagsanstalt Auer u. Co. in Hamburg ist soeben erschienen und von derselben zu beziehen: han Der Neue Welt- Kalender für 1899. Dreiundzwanzigster Jahrgang. Reich illustrirt. Preis 40 Pfennige. Bei Einzelbezug erbitten wir Ein sendung des Betrages in deutschen Briefmarken nebst 10 Pf. für Porto. Inhalt: Kalendarium Postalisches. Allerlei Statistik. Rückblick. Messen und Märkte.- Jm Kreislauf des Jahres. Förster Ruhland. Von Wilh. v. Polenz( mit Illustationen). Anno 1849. Aus der Schweizer Flüchtlingszeit. Von W. Liebknecht. Alte und neue Telegraphic. Von Dr. B. Borchardt ( mit Illustrationen). Wiegenlied. Gedicht von Ludwig Leffen. Seine Waffen. Von Franz Kahler( mit Illustrationen). Proletariers Tod. Karl Gedicht von Ludwig Lessen. Grillenberger. Von I. A.( mit Portrait). Ein Wunderwerk der Techuit. Die Eisenbahnbrücke bet Müngsten. Von A. G.( mit Illustr.) Fremd und Lehnworte als Sprachbedürfniß. Bon L. SchönEleanor Marg. Bon Abfahrt 8 Uhr vom Bahnhof Alexanderplat. 217/10 Sozialdemokratischer Wahlverein f. den 6. Berliner Reichstags Wahlkreis. Den Genossen zur Nachricht, daß unser Genosse, Schuhmachermeister Zachau am 19. d. M. im Alter von 47 Jahren gestorben ist. Die Beerdigung findet heute Nachmittag 5 Uhr vom Krankenhaus Moabit nach dem Heilands: firchhof in Plößensee statt. reiches Erscheinen erwartet 247/11 Bahl: Der Vorstand. Danksagung. Für die herzliche Theilnahme am Grabe unserer Mutter sagen wir allen Verwandten, Freunden, Be kannten und dem Gesangverein ,, Bleib Treu" unseren innigsten Dant. G. Gottschalk. Frauen- Sterbekasse für die Mitglieder der Zentral- Kranken- u. SterbeKasse der Tischler u. s. w. Dertliche Verwaltung Berlin G. H. und Treptow.184/ 16 Mitglieder- Versammlung am Mittwoch, 24. Aug., abends 8 Uhr, im Lofale des Herrn Wilke, Andreasstr. 26. 1. ahton zwei Delegirreit zur Tages Ordnung: Wahl Generalversammlung in Hamburg am 11. Sept. 1898. 2. Verschiedenes Mitgliedsbuch der Frauen- Sterbe: affe legit. Die Ortsverwaltungen. Treffpunkt für Nachzügler im Lokale von Mertins, Noouftraße 2. Kranzbinderei u. BlumenUm zahlreiche Betheiligung ersucht Ferngor: Amt Sobonabe SCHUTZ- MARKE No. 92. Der Vorstand. handlung von 50452* Für Fabriken, Robert Meyer, Werkstätten, Kantinen 2. Widmungs- Kränze, Guirlanden, BallTiefere ich: 57549* No. 2. Mariannenstr. No. 2. 40/2 Fl. Grport- Weißbier f. M. 3,-fträußchen, Bouquets 2c. werden sehr ohne Wafferzusatz. geschmackvoll und preiswertl geliefert. 50 Fl. Echt Gräzer Exportbier für M. 5,-, 40 Flaschen helles Lagerbier für M. 3, Wichtig für Brautleute! ( von welcher Brauerei gewünscht wird). Abrechnung kann wöchentlich erfolgen. Eis umsonst. A. Seidler, Möbel, Spiegel, Polsterwaaren arfaufe wegen Ersparniß der Ladenmiethe bedeutend billiger. Eig. Werkstell i. Hause. Tischlermeiter, Berliner Export- Weißbier- Brauerei. Bukow, Juvaliben- Stage 13. Schöneberg- Berlin, W., Sedanstrasse No. 82. 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