1091 2.2 An die Kreisgewerkscha Kommission Telegramm- Udrege: Sozialbeniotrat, Brag. Boltidedamt 57544. Juferate werden laut Tar billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 2. Jahrgang. Fischern. Lastenstr.87. demokrat Zentralorgan der veutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Freitag, 13. Oktober 1922. Gelbe Leimspindeln. Der Streit der Ditrauer Kohlenarbeiter. Das Beispiel der Kommunisten macht Bezugs- Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus ober bei Bezug durch die Post monatlich.. Kč 16.vierteljährlich 48.balbjährig " •" 96.ganzjährig. 192." Auditellung ven Dienustripten erfol nur bei Einsendung der Retourmarlen. Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich früh. Nr. 241. Schule. Nachdem sie jahrelang an der Zer- Beichluß der Reichstonferenz: Wenn bis zum 14. Oftober feine Einigung, lehnen diese Ehre ab! Es iſt nicht auszuden. Jo ab 17. Ottover Gesamtstreit aller Bergarbeiter. Prag, 12. Oktober. Heute tagte im„ Lidoby dum in Prag unter dem Vorsiße Jaro ( ims, Brožite und Bisarovics bie Reichstonferenz der Bergarbeiter, der 67 Delenach den Referaten Pohls und Brdas wurgierte der brei foalierten Berbände beiwohnten. den folgende Beschlüsse einstimmig angenommen: I. Die am 12. Oftober 1922 in Prag tagende der Ostrauer Bergarbeiterstreit Reichskonferenz der Bergarbeiter stellt fest, daß von den Unternehmern absichtlich provoziert wurde. In der beim Abschluß des Generalstreifes im Feber 1922 getroffenen Vereinbarung, welche außer den Bergarbeitern auch von den Bergwerksbesigern und von der Regierung gefertigt ist, wurden die Grundsäße festgelegt, unter welchen im Falle eines Preisabbaues der Lohnabbau stattzufinden hätte. trümmerung der Einheit der Arbeiterbewegung gearbeitet, durch die Zerschlagung der Neunerkommission das Zustandekommen des Weltproletarierkongresses verhindert und alle Einigungsbestrebungen der sozialistischen Arbeiter. fchaft verhöhnt haben, suchen sie, da die Wir. tung ihrer anderen Schlagworte nunmehr schon vollständig versagt, mit dem neuen Schlagwort von der Schaffung einer„ proletarischen Einheitsfront" die Arbeiter zu födern. Dieser demagogische Kniff scheint unseren Deutschgelben gewaltig imponiert zu haben, denn sie beeilen fich, ihn nachzuäffen. Man traut seinen Augen nicht, sie, die Schußtruppe der deutschen Rapitalistenklasse, sie, die Söldlinge der Monarchisten und Hakenkreuzler, sie, die noch vor wenigen Tagen jeden Versuch der deutschen Sozialdemokraten, zu den tschechischen Klassengenossen hinüber Brüden zu bauen, zur Ursache der rüdesten Schimpfereien machten, urplöglich als Befürworter der- proletarischen Einheitsfront fich produzieren zu sehen! Die Kommunisten glauben ihr Schwindelmanöver weiß Gott wie schlau angefangen zu haben, für noch weit schlauer mögen sich die Deutschgelben halten, denn sie glauben, gleich zwei Eisen im Feuer zu haben: die Einheitsfront mit den Deutschbürgerlichen und nun als neues Eisen im Feuer die proletarische Einheitsfront. Die affenartige Behendigkeit, mit der fich die Deutschgelben aus Gegnern und Begeiferern des internationalen Busammenschlus- trägen diesen Grundsatz einzuhalten. Beweis: ses der Arbeiterschaft zu seinem Verkünder gewandelt haben, ist wohl aller Anerkennung wert, aber der Trick ist doch zu infam und zu durchsichtig: die Deutschgelben möchten ebenso wie die Kommunisten die Not der sich nach Hilfe sehnenden Massen ausnüßen, damit vielleicht doch ein paar Arbeiter auf den neuen deutschgelben Leimspindeln hängen bleiben. Um den Plan auszuführen, fehlt nur noch cines: die Arbeiter, die so dumm sind, den Gimpelfängern in die aufgestellte Falle zu gehen. Die Bergarbeiter haben immer an diesem Grundsaße festgehalten, obwohl das ein unge. wöhnliches Opfer für sie bedeutet, da ihr Eintommen durch Feierschichten um 40-60 Progent gekürzt ist. Die Reichstonferenz ertennt diesen Grundsay vom 10. Feber 1922 noch heute an und die Bergarbeiter sind bereit, in allen Revieren bei Regelung der Lohnfragen bezw. Abschluß von Kouettiv- Verdie jüngsten Kladnver Lohnverhandlungen. II. lehnend verhalten. Man denke: die Deutschgelben lassen sich herab, mit uns in eine„ profetarische Einheitsfront" zu treten und wir fen! Zwar haben die Deutschgelben, wie Herr Krebs weiter schreibt, nicht die Absicht, mit IV. der Sozialdemokratie in eine„ dauernde Front" zu treten, denn dazu sei diese Partei- bitte Dem Borschlag auf Teilung der Ar- wörtlich! viel zu schlapp", aber- und beitszeit für die Obertagsarbei- jeßt beginnt das deutschgelbe Herrchen zu er ter gemäß dem Antrage der Ostrauer Berg zählen, daß seine Partei glaube, es nicht verwerks befizer fann die Konferenz nicht zuſtim antworten zu können", der Arbeiterschaft in men, sie stellt sich auf den Boden des Gesetzes über die achtstündige Arbeitszeit sowie der Ver- dieser Zeit höchster wirtschaftlicher Not„ nicht ordnung des weinist. für offtl. Arbeiten vom 17. dic äußersten Mittel zum Kampfe gegeben April 1920, 3. 16.548/ V- 22 über Sechsstun zu haben". Ja, wahrhaftig: Krebs, Jung und denschicht an Samstagen und stellt ausdrüdlich die Ihren wollen der Arbeiterschaft die äußerfest, daß tein Revier das Recht oder die ſten Mittel zum Kampfe" geben! Genau so Bollmacht besist, über Fragen der Verschreibt es Herr Strebe. Um die Arbeiterschaft längerung der Schichtzeit zu un- wäre es schön bestellt, wenn sie hätte warten terhandeln. müssen, ehe ihr ausgerechnet die Deutschgelben die Mittel zum Kampfe" geben! Leider ist Die Loalierten Bergarbeiterverbände wer- das Gedächtnis der deutschen Arbeiterschaft den ermächtigt: nicht so schwach, um nicht zu wissen, daß dieser Falls der Ostrauer Streit gemäß Bereitstellung der Kampfmittel" durch die den oben festgelegten Grundsägen nicht lang- Deutschgelben zwanzig Jahre schurkischesten bis zum 14. Ottober 1922 Klassenverrates dieser Partei vorangehen, daß beendigt werden kann, alle Vorbereitungen sie sich seit eh und je als die Stoßtruppe des zu treffen, um ab 17. Ottober 1 den Unternehmertums und der bürgerlichen ParGesamtstreit aller Bergarbeiter der Re- teien betätigt hat und daß auch heute noch publik zu proklamieren. neunzig Prozent des Inhaltes ihrer Neden V. Die gleiche Vollmacht zur Proflamierung und ihrer Blätter der perfidesten Verleumdung des Gesamtstreifes wird den foal.erten Ver- der Sozialdemokraten gewidmet sind. Dabei bänden auch für den Fall erteilt, daß in irgend unterfängt sich diese Gesellschaft, die niemals einem Revier die Bergarbeiter in der berechtig ein anderes Ziel tannte. als der Arbeiterbeten Abweur gegen Unterneomeranschlage auf " die Lebenshaltung der vergarbeiter zur Ar- wegung Stnüppel zwischen die Beine zu werfen beitsniederlegung gezivungen sein sollten und und ihren Fortschritt fläffend zu begleiten, zu die Bereinigung unter den unter Punit I. an- behaupten, die Sozialdemokratie sei ihres geführten Grundsätzen nicht möglich ist. ist wahrhaftig toll!- ,, viel zu schlapp". In Befolgung des obigen Grundsatzes In der Tat: von Schlappheit" fann nimmt die Reichskonferenz den Bericht über man bei den Deutschgelben nicht reben, denn die am 11. Oftober 1922 beim Ministerium Die Streitlage im Oftrauer Revier. Die verstehen es, sogar in zwei Einheitsfür öffentliche Arbeiten stattgefundenen VerMähr. Oftrau, 12. Oktober.( Tsch. P.-B.) Der fronten zu gleicher Zeit zu stehen: in der prohandlungen zur Beilegung des Ostrauer Streites und die gemachten Zugeständnisse unter der Bergarbeiterstreit dauert an. Im Revier herrscht( etarischen und in der Einheitsfront mit der Boraussetzung zur Kenntnis, daß die übri. Ruhe. Der„ Moravskoslezsky Dennit“ erfährt, daß der ersteren möchten sie sich den Alibibeweis Durch den Ruf nach deutschen Bourgeoisie! gen Bestimmungen des Lohnverdie Witlowiger Stahl- und Walzwerke, in denen der ersteren möchten sie sich den Alibibeweis 1000 Arbeiter beschäftigt sind, infolge des durch vertreten, um desto eifriger in der Gemein dafür schaffen, daß auch sie Arbeiterinteressen den Streik verschuldeten Kohlenmangels die Ar- schaft mit den Vertretern der bürgerlichen Klajbeit eingestellt haben. Aus denselben Gründen hat jen mittun zu können. Daß die Deutschgelben die chemische Fabrit der Firma Himmelhauer die nicht daran denken, aus der Gefolgschaft der trages unverändert bleiben. III. In Befolgung der unter Punkt I genann ten Grundsätze sind die Bergarbeiter bezw. die toalierten Bergarbeiterverbände bereit, in allen anderen Revieren die fünftigen Lohnverhand- Arbeit eingestellt. lungen zu führen und abzuschließen. Arbeitslojenunterstützung und Arbeiterentlassungen. Interventionen des Abg. Roscher. Am 9. Oftober intervenierte Abg. Genosse durch das Gewerbeinspektorat und die zuständige politische Bezirksverwaltung neuerliche Ver handlungen mit den genannten Firmen wegen Rüdgängigmachung der Entlassungen statt finden sollen. Um an dem Schwindel teilzunehmen, dazu wurden die Deutschgelben von den Kombürgerlich- Tapitalistischen Parteien auszutremunisten geradezu eingeladen. Am 5. Oktober ten, gesteht auch Herr Krebs:„ Wir haben ließ der Reichenberger Vorwärts" folgende offen und ehrlich die Hand zu einer proEinladung an sie ergehen:„ Wir erklären, daß Ietarischen Kampfgemeinschaft gereicht. wir deutsche nationalsozialisti iche Arbeiter, die ernstlich bestrebt genau so, wie wir im Kampfe um unser Volkstum eine nationale Sampfgefind, gegen den Lohnabbau zu kämpfen, ge= wiß nicht ablehnen würden". meinschaft gebildet haben." Die Mannen Dem des Jung und Krebs möchten also hüben und fommunistischen Vorwärts" sind die Deutschauch drüben stehen: bei der international gegelben Fabrikantenknechte auf einmal natio- Roscher beim Minister Habrman wegen nalsozialistische Arbeiter" und in überquellen- der Arbeitslofenunterſtüßung im Reichenberger der Arbeitslosenunterstüßung durch den Staat sengegnern, den agrarischen Volksauswucherern, Weiters wurde wegen Rüdpergütung schlossenen Arbeiterschaft und bei deren Klasdem Wohlwollen hält er die deutschgelbe Gilde Bezirk für die Bauarbeiter und für jene Arbei. für die Firmen Lurie u. Bauer, Gummiband den fapitalistischen Lohnfürzern und den fleri, jogar für fähig,„ ernstlich" gegen den Lohn- ter, die bereits ein halbes Jahr lang die Unter- fabrik und Julius Osterfeber, Chenilleweberei, falen Reaktionären. Die alle zusammen erschei abbau zu„ tämpfen". Haveman J. W. Die freundliche Aner- stübung bezogen haben. Der Winister abman beide in Brüſau, und für die Firma I. u.. nen den Deutschgelben weniger schlapp" als fennung beeilte sich der Abgeordnetenflub der hat auf Grund dieser Intervention sofort an Sauser in Teplit im selben Falle interveniert. bas Finanzministerium den Antrag gestellt, daß " die Sozialdemokraten, denn mit ihnen gedenzutreffe. Deutschgelben sofort dankend zu quittieren und die Arbeitslosenunterstüßung für Bauarbeiter von Am 11. Ottober fand über Einschreiten der fen fie schon in dauernder Front zu bleiben. er billigte" das in einzelnen Orten erfolgte fechs auf awölf Wochen erhöht wird Textilarbeiterorganisationen beim Ministerium dieses schöne Bekenntnis ist denn aud) sogar Zusammengehen seiner Parteigliederungen" und daß die Bezugsdauer der Arbeitslosenunter für soziale Fürsorge eine neuerliche Beratung mit anderen fozialistischen Parteien". Andere ftüßung für jene Arbeiter, die bereits durch sechs mit den Organisationen der Textilindustriellen den Kommunisten zu buni und so sucht denn sozialistische Parteien damit möchten die Monate die Unterstützung bezogen haben, ver- statt, welche sich mit der Höhe der Rückvergütung die Aufsiger Internationale" vom Vorder Arbeitslofenunterstützung durch den Staat an wärts" und seiner Freundschaft für die DeutschDeutschgelben glauben machen, daß auch sie längert wird. eine sozialistische Partei sind, zu welchem Läu- Weitere Interventionen des Genossen Roscher die Firmen, die ihre Arbeiter durch den Betrieb gelben abzurücken, indem sie erflärt, daß die nur jolschungsversuch allerdings der„ Vorwärts" beim Ministerium für soziale Fürsorge fanden unterstützen, zu befassen hatte. In dieser Be- Kommunisten die Einheitsfront nur mit sol ihnen die Handhabe zu liefern bestrebt war. wegen Entlassung der Arbeiterschaft der ratung wurde neuerlich über Maßnahmen, um chen Arbeitern wollen, die auf dem Stand den Aber die fünf Manderin des deutschgelben Ab- Norddeutschen Wollfämmerei und Kammgarn. die Entlassungen zu verhindern, verhandelt. Auch des Klassenkampfes stehen, was auf die geordnetenklubs taten noch mehr. In ihrem pinnerei in Neudek und wegen der Entlassung an dieser Beratung nahm von Seite der Union fchen Nationalsozialisten, die vor die Go der Genosse Roscher teil. Wir wer ubi Beschluß verkündeten sie:„ Ein Erfolg( in dem in Wigstadtl statt. In beiden Fällen wird der den über den Ausgang derselben nachträglich gut cap Rampf gegen die rise. Anm. d. R. d.„ S.") Minister für soziale Fürsorge veranlassen, daß berichten. Der deutschgelbe Zauber war danach nicht kann jedoch nur dann erzielt werden. von langer Dauer. Der Versuch, sich in die wenn auch die beiden tschechischen Unsere Partei hat die jahrzehnte Arbeiterbewegung als ehrliche Kämpfer" einfozialistischen Parteien, die heute lassen. Die deutschgelben Macher wissen nur zu werden. der Regierungsfoalition angehören, aus dieser gut, daß schon das einfache Reinlichkeitsgefühl langen Schimpfercien und Verleumdungen der zuschleichen, ist nicht einmal bei den Kommu Erkenntnis die Folgerungen ziehen." Man Man von den politischen und sozialistischen Ge- deutschgelben Fanghunde der deutschen Kapi. nisten geglückt, die in der Wahl ihrer Mittel könnte sich dieser Erkenntnis, die eine Be- genfäßen gar nicht zu reden es ausgeschloß, talistenklasse auszuhalten gewußt, sie wird na- und Verbündeten wahrlich nicht wählerisch sind. stätigung der Richtigkeit unserer Bemühungen sen erscheinen läßt, daß Sozialdemokraten mit türlich auch das neueſte einfältige Manöver Es wäre ein Verrat an ihr selbst, wollte die auf Vereinigung der deutschen und tschechischen dieser Garde jemals auch nur einen Schritt der Deutschgelben heil überstehen. Jedenfalls foglalistische Arbeiterschaft jemals auch nur in Arbeiter als einzig erfolgverheißendes Mittel zusammengehen fönnen. Die selbstverständliche soll nicht verabsäumt werden, den Schwindlern die geringste Gemeinschaft mit den gelben Hafenfreuglern treten. Nein, sie bleiben was sic zur Bekämpfung der Krise und der sozialen Ablehnung einer solchen unsauberen Gemein- das Handwerk zu legen. Der beabsichtigte Zwed geht auch aus sind und waren: die Schädiger der ArbeiterReaktion aufrichtig freuen, wenn man nicht schaft wollen die Deutschgelben dann, daraus den schoflen Zweck dieses Liebeswerbens sehen ist der Plan angelegt, als die Verhinderung einem Artikel hervor, den Herr Krebs im bewegung, die Schänder der proletarischen Sound Wesen und Charakter der gelben Klassen- des Zustandekommens der proletarischen Ein- deutschgelben Tag" veröffentlicht, in dem er lidarität, die vertappten Helfershelfer der berräter nicht kennen würde, welche die so heitsfront" ausschreien, wobei sie sich einbil acgen die Sozialdemokraten den Vorwurf er Kapitalistenflasse, mit denen die klassenbewußte plöglich erwachte Vorliebe für die proletarische den, daß sie damit ein neues Mittel zur Deze hebt, daß ſie ſich bis zum heutigen Tage" Arbeiterschaft jedes Zusammengehen ablehnen Einheitsfront als dreiste Heuchelei erkennen gegen die Sozialdemokraten gefunden haben der proletarischen Einheitsfront gegenüber ab- muß. T Cette 2 Inland. Der Kommnismus" der tschechischen Sozia Or Wichtige Parteiberatung! Sympathie Heuer tein Barteitag. 18. Oftober 1922. gen! Die Baeranische Tätigkeit der Storruptions. riecherei und Spioniererei, welche Art von Tatig. feit sonst nicht als die eines Ehrenmannes angefehen wird, erklärt Dr. Baeran in seiner Zu uften und der Nationalismus der tschechischen Stellungnahme zur Wirtschaftskrise und zur politischen Situation. chrift als Pflicht eines Abgeordneten." DageKommunisten. Troy des eifervollen Bekenntnisses, gen müßten auch die Abgeordneten selbst der das Dr. Vrbensky auf die Ungeteiltheit der tsche fundgebung für die streifenden Bergarbeiter. schärfsten Opposition protestieren. Baeran verchischen Sozialisten vor kurzem in einem BeitDer Parteivorstand der deutschen sozialdemo In der anschließenden Debatte, die einen wahrt sich auch gegen den Vorwurf, ein Schäd titel des„ Ceste Slovo" abgelegt hat, erheben die dennoch Stimmen, vor allem in der Provinz, fratischen Arbeiterpartei hielt am 12. d. M. in übersichtlichen Bericht über die traurige Notlage, ling des Staates zu sein und verweist auf die ganz anders als die Worte des Senators Prag eine Sigung ab, in der er sich zunächst mit in der sich die deutsche Arbeiterschaft in allen Ge- Tätigkeit des Dr. Kramar und Dr. Rasin im dem Streit der Bergarbeiter in Mähr. bieten des Staates befindet, brachte, wurden eine altösterreichischen Staat, uber welche, wie er fač und seiner Allergetreuesten klingen, erte sich zum Beispiel das Brünner Dr. Drau und dem drohenden General Reihe von Beschwerden über die flandalöse Be- hinzufügt, die Geschichte" einmal ein objektives streit der Bergarbeiter beschäftigt. Der handlung der Arbeitslosen durch die Behörden Urteil fällen werde. Diese Parallele, in die der tschechischen Sozialisten, die Socialisticke oucnost":" Wir wollen es vor den Angehöri Parteivorstand beschloß, den streitenden Berg erhoben und dargelegt, wie an dem 2vwverstande sich Dr. Baeran damit zu Dr. Kramar und den und Anhängern unserer Partei nicht verarbeitern die herzlichsten Sympathien der Regierungsstellen die Initiative der Selbstver. anderen stellt, ist ein mit untauglichen Mitteln lichen, daß uns die tagelange Erörterung auszudrücken und versichert die gesamte berg waltungskörper zur Abhilfe der Arbeitslosigkeit gemachter Versuch, sich in die Weltgeschichte" einzuschleichen, ist der Versuch, aus einem deutRegierungskrise nicht zu begeistern vermag. arbeiterschaft, sofern sie in den Kampf einzutreten fcheitert. Der Parteivorstand beschloß sodann ein- schen Abgeordneten, der die Rolle eines Stint Aufteilung der Ressorts, so wie sie diesmal gezwungen sein sollte, fie in jeder Weise tatera tig stimmig, die bisherige Tätigkeit des Vollzugsaus- bombenwerfers mit der einer Frau Blaschke urchgeführt wurde, entspricht wahrlich nicht den zu unterstüßen. Genosse Dr. Czech führte in seinem Berichte schusses gutzuheißen und nahm den Bericht des wechselt, eine prominente historische PersönlichNachtverhältnissen der koalierten politischen Par Genossen Dr. Czech über die politische Stellung leit zu machen. Aber die Weltgeschichte wird sien und besonders nicht der Bedeutung und 11. a. aus: craft unserer Partei. Es scheint, daß die Herren Von Woche zu Woche steigt die Zahl der Arnahme der Partei und über die beabjiciate Taktik Herrn Dr. Baeran trotz seiner reklamehaft ge= der übrigen louliierten Parteien allzusehr auf eitslosen, von denen nur ein ganz geringer Teil und Wirksamkeit der parlamentarischen Bertre schilderten Verdienste nicht wichtig nehmen. Daß ihn ein Teil der Bourgeoisie ernst nimmt, unfere Liebe zur Republik und auf unseren staatliche Unterstüßung erhält. Die Bemühungen tung einstimmig zur Renntnis. Staatsfinn hin findigen." Wenn auch aus diesen der Gemeinden und Bezirle, Notstandsarbeiten in Genoffe Cermat berichtete über ute Beras ist für dieses Bürgertum eine höchst tompromita Säßen eine gute Portion tschechischsozialistischer Gang zu bringen, scheitern am Widerstande des tungen der Exelutive der Internationalen tierende, aber wahrscheinlich vorübergehende Selbstüberhebung herauszuhören ist, so ist doch Finanzministeriums und fast aller staatlichen Ber- Arbeitsgemeinschaft sozialistischer Verirrung. Daß ihn die Tschechen wichtig nehvor allem das wichtigere Moment: die Unzufrie waltungsorgane. Die Regierung hat felbft jene Parteien in Amsterdam und Frankfurt a. M. men, ist nicht nur eine große Dummheit im alldenheit mit der Führung in der Bartei, feststell- Maßnahmen administrativer Ari. Die jie in ihrem Der Parteivorstand beschloß, seine Vertretung in gemeinen, sondern auch eine Nichtsnuhigkeit im bar. Deutlicher spricht sich das Budweiser Aufruf ankündigte, nicht durchgeführt; durch Ver- der Internationalen Arbeitsgemeinschaft soziali- besonderen. Denn es ist die Ursache, daß ein in Organ der tschechischen Sozialisten, die Straz schleppung der Einberufung des Parlamentes ist stischer Parteien zu beauftragen, alle Bemühun- jeber Beziehung unbedeutender, in moralischer libu" aus. Dieses erklärt in seinem Leitartikel: die Arbeit der Gesetzgebung verhindert worden. gen zur Wiedervereinigung des internationalen so. Beziehung fragwürdiger Mensch, dem zur Re„ Wir leben unter der Diftatur der Bourgeoisie, Inzwischen verschärft sich die Krise von Tag zu zialistischen Proletariats zu unterstüßen und betiame für sich selbst nichts schlecht genug ist, eine welche die Industrie und den Großhandel be Tag. Die Klubs der Abgeordneten und Senmoren grüßt die Einberufung eines et über feine Bedeutung weit hinausgehende Rolle herrscht". Und gelegentlich einer an der Koali haben beschlossen, Berhandlungen mit der arbeitertongresses, an dem die Partei spielt. Wenn die nationalen Chauvinisten unter tionsregierung geübten Kritik heißt es dort: Sier Regierung über die katastrophale wirtschaftliche fich zu beteiligen bereit ift. den Tschechen einen minderwertigen Gschaftelhat es sich in der Praxis erwiesen, daß wir Situation zu führen und von ihr zu verlangen, huber zum Vorwand von Saßorgien gegen die Der Parteivorstand beschäftigte fich sodann Deutschen nehmen wollen, find daran die nicht vergebens rufen: Heraus aus diefer un- daß sie jene Maßnahmen, die sie im eigenen wir mit der Stellungnahme zur deutschen BölterDeutschbürgerlichen mitschuldig, solange sie nicht moralischen Koalition. Wenn die ganze kungstreiß durchführen kann, ungefäumt zur Aus- bundliga in der tschechoslowakischen Republil. die Einsicht und die fittliche Straft aufbringen, Roalition unmoralisch genannt wird, dann müführung bringe. Dann wird der parlamentarische Es wurde beschlossen, den Parteimitgliedern die die Einsicht und die fittliche Straft aufbringen, von einem Manne abzurücken, der das Deutschsen es auch ihre ein einen Mitglieder sein, das Kampf um jene Vorlagen beginnen müssen, die Mitarbeit in dieser Bereinigung freizugeben. tum heillos fompromittiert und maßlos schädigt. heißt auf diesen besonderen Fall angewendet: eine Milderung der Wirtschaftskrise herbeiführen Mit Rücksicht auf die voraussichtliche hals der den unstillbaren Ehrgeiz hat, Schnittlauch auf ischechischnationale Sozialisten beschuldigen ihre follen. eigenen Parteigenossen, die jetzt in der Regie- Auf die Besprechung der politischen Situation tung eines Arbeiterweltkongresses befchloß der allen übelriechenden Suppen zu sein. rung fiken, der Unmoral. Und eine solche Er- übergehend, erklärte Genoffe Dr. Czech, daß das Parteivorstand, den Parteitag nicht einscheinung nennt Dr. Vrbensty- Einheit in der neue Ministerium die Fortführung des bisheri-& nberufen. Bartei. Aber vielleicht wird er sich sogar freuen, gen Regierungssystems bedeutet. Auch die neue Der übrige Teil der Sißung war interner sich von eigenen Parteigenossen desavoniert zu Regierung wird und muß unsere Partei in ent- Vartciarbeit gewidmet. jeben. Das tut ja eben der sogenannte tommuschiedenster Weise bekämpfen. nistische" Flügel, der sein Rückgrat bildet. Wunder, wenn nun das Rude Pravo" mit Ver. gnügen diese Angelegenheit sich zunuze macht, Die Ausspähungsaffäre und der Abgeordnete man beim mildesten Urteil sagen muß: Si int mit diesem Teil der tschechischen Sozialisten Dr. Bacran. Das nationaldemokratische Brün- taciusses, philosophus mansisses." Wenn Du ſtehen. Ein anderes Zentrum, in dem sich die in drolliger Weise zu tofettieren. Das offenbart sich darin, daß auf den tschechischen Nationalis, ner Blatt" Lidove Novinh“ hat die Spionage- geschwiegen hätteſt, hätte man Dich für flüger oppositionellen Gruppen sammeln, scheint die affäre mit dem Abgeordneten Baeran in Ver- gehalten.) Er erzählt, daß er jeder Korruptions- Streisvertretung Budweis zu sein. Diese mus jener Auch- Sozialisten Vrbenskys von den bindung gebracht. Ob sie für die starke Beschul- geschichte in diesem Staate nachgehe, daß ihm Streisvertretung hat gegen den Ausschluß der Tenn es heißt wörtlich im gestrigen„ Rudé digung einer solchen Beziehung wirkliche Be- tschechische Beamte und tschechische Offiziere aus Oppositionellen protestiert, weswegen an sie ein Bravo": Und sie( die Arbeiterschaft) wird er weife hat, oder ohne bestimmtes Wissen aus po- Entrüftung über die Zustände des Staates un- Warnungsschreiben litischen Gründen diese Behauptung aufgestellt entgeltlich Material liefern. Man denke nur, tennen, daß das Festhalten des kapitaliſtiſchen hat, wird die Zukunft zeigen. Daß dem Blatte tschechische Offiziere und Beamte beim Abgeord Regimes an staatsbildenden Losungen ein Erstarten der Positionen des deutschen Kapitals der Nationaldemokraten zur Abwechslung eine neten Baeran! Er gibt dann einige Resultate bedentet, weiches an 80 Prozent der gesamten fleine Deutschenhezze politisch in den Kram paßt seiner Forschungen auf dem Gebiete feines freiDer grufelerfaßte und daß sie auch in der Wahl der Mittel und willigen Polizeidienstes an. fapitaliſtiſchen Produktion der Republit in ihren Objekte nicht sehr heifel sind, ist ebenso sicher, Spießbürger erfährt, daß es fünf Arten ziviler Händen hält." Die Kommunisten scheuen vor feinent Wittel zurück, wenn es gilt ein Säuflein wie die Tatsache, daß Herr Dr. Baeran, wie Geheimpolizei gäbe, daß er geheime Polizeivon irregeciteten Arbeitern an sich zu loden. Da jede, so auch diese Gelegenheit zur Reklame für berichte in die Hand bekomme, die sich auf die werden sie sogar stodnational und erfinden Mär- seine zaubergewaltige Persönlichkeit auszunüßen Ausspähung von Abgeordneten der flowakischchen von den 80 Prozent deutscher Kapitalisten sicht. Ein Beweis für diese Behauptung aus den flerifalen Budova strana, ja sogar der in der in der tschechoslowakischen Republik, deren ge- lezten Tagen: Die„ Lidove Novinh" agitieren Regierung befindlichen flerifalen Abgeordneten ringerem Brozentsaz wir im übrigen dieselben für eine Versammlung, in der über die Spionage- bezichen. Dr. Vaeran stellt den deutschen Be Gefübie entgegenbringen wie den tschechischen fache geredet werden soll und die geeignet ist anten und Offizieren das Sittenzeugnis aus, daß Sapitalisten, von deren Leiborgan, den" Narodni burch einen kleinen nationalen Rummel die sie feinen( Baerans) Zumutungen, etwas zu er Listy", wir sonst die Erfindung von der Ueber- schon allzulang dauernde Ruhe in Brünn zu zählen, den schärfsten Widerstand entgegenseßen, macht deutschen Besitzstandes zu hören gewohnt unterbrechen. Dr. Baeran( das ist der Beweis wofür uns freilich die Erklärung näher zu liegen find. Aber was liegt den Kommunisten daran? für die andere Behauptung) fendet an den Brün- scheint, daß sie mit einent schwathaften Wichtig Im Notfall suchen sie auch mit vom Nationaliser Tagesboten" eine Zuschrift, in der er jeb tuer, mit einem Sammler von Kehrichta. fällen mus vergifteten Speck Mäuse zu fangen, wede Verbindung mit der Spionageaffäre in Ab. nichts zu tun haben wollen, als daß sie sich von rede stellt.( Den verhafteten Leutnant tenne er Furcht und Angst leiten lassen. Merkwürdigergar nicht, wo sich die polnische Gesandtschaft in weise fühlen fich tschechische Offiziere und Brag befinde, sei ihm gänzlich unbekannt.) Aber Beamte durch Furcht nicht abgehalten, die tiefsonst erzählt er in dieser Buschrift so viel Mert- sten Geheimnisse von der Schande ihres Staates 00000 würdiges über seine Abgeordnetentätigkeit, daß ausgerechnet dem Herrn Dr. Bacran zuzutraBerbreitet die Arbeiterpresse. Francesto Ferrer. -------------‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒ Die Opposition in der kommunistischen Partei zieht immer weitere Streise. Das Zentrum der Opposition ist bekanntlich Pro ßniß, weswegen der Vollzugsausschuß der kommunistischen Partei jest verlautbart, daß er mit der Proßnißer Streisvertretung alle Beziehungen abbricht, was gleichbedeutend ist mit dem Ausschluß aller derer, die hinter der Proßnizer Kreisvertretung schusses ergangen ist. Brager Vollzugsans Wieder einmal ein Erlah widerrufen. Die geftrige Abenbausgabe der„ Br. Presse" meldet: Das Ministerium für nationale Verteidigung hat vor kurzem an die unterstehenden Landeskom. mandanten einen Befehl herausgegeben, nach tvclchem vom 1. Dezember 1922 alle Offizier in den Ruhestand verscht werden, die am 30. November das 55. Lebensjahr erreichten oder an diesem Tage mindestens 40 einrechnungsfähige Dienstjahre, hievon wenigstens 30 wirkliche aufweisen fönnen Die auf diese Art pensionierten Offiziere werden bis zum 28. Februar 1923 als zeitlich aktiviert im Aktivstande belassen werden und es wird ihnen über ihr eigenes Ansuchen zu den Pensionsgebüh. ren eine besondere Sulage bewilligt werden. In diesem Verhältnisse werden einige diefer Offiziere auch später je nach ihrer Qualifikation auf geeig neten Dienstposten im aktiven Dienste belassen werden und außer den Pensionsgebühren mit der even. tuellen Zulage noch eine besondere Menumeration erhalten, die den Unterschied zwischen den besagten und den Aktivitätsgebühren ausmachen wird. Im aktiven Dienste werden aber nicht belassen werlas, cines Vorfämpfers der spanischen republi- fation des interkonfessionellen Schulwesens als fanischen Partei, widmete er sich dieser und der antiklerikalen Propaganda. Er war auch Spanischlehrer und eben dieser Beruf entschied über sein Schicksal und seine Bedeutung. seinem Palast. Der Protest der ganzen Welt erzwang die Revision des Prozesses Ferrer, woHauptziel der Arbeit in Spanien, aber erst die bei dessen Unschuld flar erwiesen wurde. Doch mächtige Initiative Ferrers vereinigte alle BeDreizehn Jahre sind verflossen, seit am 13. nicht bloß gegen die unmittelbaren Senter emmühungen, veranlaßte opferwillige Personen zu Oftober 1909, die ganze gebildeie Menschheit pörte sich die allgemeine Meinung, sondern vor bedeutenden Midmungen und so erstanden in den druch ein furchtbares Ereignis aufgerüttelt allem gegen den intellektuellen Urheber dem Ferrer war Revolutionär, aber nicht Roman erſten 6 Jahren dieses Jahrhunderts 50 ratio. wurde: Francesko Ferrer, der Begründer der römischen Stlerifalismus. Zn großen Demon- tifer, sondern Rationalist. Daß der Umsturz im nalistische Schulen, davon 14 in Barzelona. Die Freien Schule"( Esenela Moderna) in Barce- ftrationen fam es in spanischen, französischen und Jahre 1886 mißlungen ist, ward für ihn eine große Bibliothet der Escuela Moderna" gab 50 Lehrfona, der Präsident der internationalen Liga für italienischen Kirchen, in Pisa versuchte das em Belehrung. Er erkannte, daß im zurückgeblie- bücher für alle Unterrichtsfächer heraus. Werke vernungftgemäße Erziehung, wurde in der Festung pörte Bolt die Kirche anzuzünden, die Stadt benen Spanien Revolutionen weder mit Papier von Redusov, Krapottin, Letourneau u. A. wur Montjuich in Barzelona durch ein ili vertretungen vieler italienischer, belgischer und profiamationen noch mit Zornausbrüchen und den übersetzt und verbreitet. Tausende meistens tärgericht unter dem formellen Vorwande französischer Städte verpflichteten ihre Mitglie. Berzweiflungskundgebungen, weder mit dem arme Kinder, entriß man konfessionellen und ciner Beteiligung am Barzelonaer Aufstand hin- der, sich niemals an einer fatholischen Zeremonie Dolche oder der Bombe gemacht werden könnten, Klosterschulen. Die Zeitschrift Freie Schule" gerichtet. In Wirklichkeit erschoß man ihn des zu beteiligen. Straßen, Plätze und Schulen sondern, daß das beste Wittel für die Revolutio- ließ man in drei Sprachen erscheinen: spanisch halb, weil er in Spanien, dem Lande mit mehr wurden nach Ferrer benannt, besonders jene, die nierung und Befreiung des Volkes die Schule in Barzelona, französisch in Brüssel und italie als 60 Prozent Analphabeten, im Lande der In- bisher eine firchliche Bezeichnung trugen, z. B. ist. Die Schule, welche die Reaktion für ihre nisch in Rom. Die Stlerikalen witeten und ver quifitionen, der Stierfämpfe und der lepten Zu die Erzbischofsstraße in Florenz oder der Play Swede mißbraucht, muß von realtionären Ein suchten durch Slatsch, Aufhebung des Landvol flucht der katholischen Reaktion, das vernunft des heiligen" Ignaz in Rom. Auf dem Welt- flüssen befreit werden. Eine freie, nicht vom fes und Denunziationen das Kulturwert zu stö gemäße Schulwesen gegründet und ausgebaut tongreß des Freien Gedankens" in Brüssel im Klerikalismus gefeffelte Schule brauchte sein be- ren. Man rief die Regierung zu Hilfe, bezeich yat. Durch diesen furchtbaren Justizmord wurde Jahre 1910 wurde beschlossen, daß der dritte danernswertes Spanien. Seit 1901 bemühle nete Ferrer als Aufwiegler, als dem Altare und bas eingeschläferte Gewissen der Welt aufgerüt Sonntag im Oktober ein internationaler Fier er sich mit Feder und Wort für seine Schule. Ein dem Thron gefährlich und verlangte seinen Tod. telt, man fah mit einem Mal jene finsteren Zei- tag der Freien Schule", ein Tag allgemeiner günstiges Geschick brachte ihm Hilfe. Zu seinen Nach der antikatholischen Feier, die am Charfrei. ten noch wirksam und lebendig, da die Menschen Manifestationen für die Ideale Ferrers fein Schülern zählte er Fräulein Meunier, das bei tag, dem 12. April 1906 in Barzelona stattfand einer abweichenden Ueberzeugung, eines neuen sollte. ihm spanisch lernte, weil es Spanien bereisen und an der sich 1700 Schüler der„ Modernen Gedankens wegen, auf Richtpläßen sterben muß Wer nar mun der Mann, dessen Tod: inen wollte. Das Fräulein war eine fanatische Sta Schule" beteiligten, tannte das wüten der Je ten. Die Schrecken der Inquisition, die Flam solchen zufruhr in der ganzen Welt hervorrief? tholikin, und da Ferrer, als geborener Bropa- suiten feine Grenzen. Als am 31. Mai 1906 men der Scheiterhaufen, der Märtyrertod des Ferrer ist im Jahre 1859 in Allelle bei Varze- gandist, auch beim Unterrichte feine Gesinnung Mateo Morral eine Bombe nach dem Königspaar Hus, Hieronymus, Savonarolla und anderer lona geboren, als Sohn orthodox katholischer, cht verbarg, schieden sie bald voneinander orthodox katholischer, at verbarg, schieden sie bald voneinander warf, wurde Ferrer sofort in die Affäre ver wurden durch die Salve von Montjuich gewiffer einfacher und unvermögender Eltern, die eine Aber die Saat ging auf und das Fräulein be- widelt und als der angebliche intellettelle Ur maßen wieder Gegenwart, der alte Schrecken er zahlreich Familie zu ernähren hatten. Als gaun jich für die Schulpläne Ferrers zu inter- heber durch dreizehn Monate gefangen gehalten. schien nochmals in grausigem, neuen Gewande: Vierzehnjähriger wurde er andlungsgehilfe in essieren. Schließlich machte es ihn zu seinem Seine Unschuld war aber gar zu flar und statt der Prälaten und Scheiierhaufen, Militär- Barzelona und sein Chef, ein Freidenfer, öffnete Haupterben. Nun war er reich, hatte ein Haus traft der Proteste des ganzen gebildeten Europa gerichte und Soldatenschüsse. ihm als erster die Augen. Der junge Ferrer las, in Paris und ein bedeutendes Vermögen. Seine wurde er enthaftet. Die Absicht, ihn schon da Nicht nur in Spanien, auch in Rom, in beobachtete und dachte und ward ein Gegner des einfache Lebensweise aber behielt er bei und mals ums Leben zu bringen und sein Vermögen gang Italien, Deutschland, Frankreich, England, Statbolizismus und des Monarchismne. Später weihte alles seinem Lebenswert, dem Schul- 3 tonfiszieren, miglang. Amerita und bei uns erhob sich die beleidigte wurde er Bahnbeamter. Im Jahre 1886 fam es wesen. Schon vorher ging das Streben nach der Sturz nach seiner Enthaftung fam Ferrer Menschheit zum Protest wider die Henfer von in Spanien zu einem Versuche, die republika Freien Schule von der Gesellschaft der Freunde nach Prag zum vierzehnten Weltkongres des Barzelona. Die klerikale Regierung des Mini nische Staatsform einzuführen, wobei sich auch des Fortschritte" in Madrid aus, der internatio- freien Gedankens". Sier fielen feine, von Zusterpräsidenten Maura mußte demissionieren und Zerrer betätigte; der Versuch mißlang. Ferrer nale Stongreß des Freien Gedankens", der dort stimmungsstürmen begleiteten Worte: König Alfons XIII. war ein Gefangener in flüchtete nach Paris. Als Sekretär Ruiz Zorile im Jahre 1889 stattfand, bezeichnete die Organi- Kirche verlangt nicht die freie Ueberzeugung. Die 13. Oftober 1922. ben: Generäle der III. Rangsklasse, die am 30. No. vember 1922 das 61. Lebensjahr erreichen, Generäle der IV. Rangsklasse, die das 60. Lebensjahr errei chen, Generäle der V. Rangsklasse, die das 59. und Stabsoffiziere der V., VI. und einer niedrigeren Rangstlaffe, die das 57., bzw. das 55. Lebensjahr erreichen. Die durch den Befehl betroffenen Effi ziere werden imperativ in den Ruhestand verser werden, wenn sie bis zum 20. Oktober 1922 ihre Gesuche nicht vorlegen. Man hätte wahrscheinlich eine schöne Summe erspart, wenn man alle 55jährigen Offiziere am 30. November pensioniert hätte. Aber im Militär budget abzustreichen wie konnte solcher Frevel gewagt werden. Und dann man fann nicht wis sen, vielleicht wird man die 55jährigen auch noch brauchen, wenn man genötigt ist, soviel 22 jährige wegen Spionage davonzujagen?! Das Genfer Abfommen im Nationalrat. Wien, 12. Oktober( Eigenbericht). In der heutigen Sitzung des Nationalrates legte der Bun deskanzler die Genfer vereinbarungen vor und be gründete fie in einer furzen Mede. Als er zu spre chen begann, wurde er von den Christlich so zialen mit stürmischem Beifall begrüßt, worauf bie Sozialdemokraten mit dem Rufe ant worteten: Doch die unabhängige Republik! Hoch der Anschluß an Deutschland!" Nach der Rebe Seipels wurde auf Antrag der Sozialdemokraten die Debatte eröffnet. Als erster Redner sprach Dr. Renner. Bette 8. sicht der Ratgeber des Präsidenten Harding eine folche Gestalt angenomnien, daß es Torheit wäre, eine Fortsetzung dieses Zustandes zu erlauben. So die Anleihe für zwanzig Jahre gegeben wird, wird liegt, diesem Zustande durch Verweigerung jeder weit es in der Macht der Vereinigten Staaten die Kontrolle zwanzig Jahre dauern. Die Sozial finanziellen Silfe abzuhelfen, solle es geschehen. demokraten haben die Idee des Völkerbundes Die Vereinigten Staaten würden ihre Pflicht geimmer mit Leidenschaft begrüßt, weil sie der Angen die Zivilisation der Welt vernachlässigen, wenn sicht sind, daß zwischen den Völkern auch eine fie ihren Schuldnern gestatteten, weiterhin über. Rechtsordnung bestehen muß. Nun hat sich aber triebene militärische Rüstungen mit den Summen, gezeigt, daß der Völkerbund die Interessen des die ihnen Amerika geliehen babe, zu betreiben. internationalen Kapitels vertritt. Seitdem der Die Regierung wird die Aufsicht über alle An Völkerbund im Saarrepier und in Oberschlesien leihen anterikanischer Finanzleute an ausländische. gewaltsam das Recht gebeugt hat und seitdem uns Kreditnehmer übernehmen und ihre Mißbilligung Dedenburg und jetzt wieder Stück für Stück des gegenüber jeder Anleihe aussprechen, die dazu bei Burgenlandes genommen wird, haben wir den tragen fönnte, gewisse Armeen auf dem Seriegsrent. Desterreich wäre imstande, diese fünfhundert Vereinigten Staaten in finanzieller Hinsicht nach Glauben an den Völkerbund verlo fuße zu erhalten. Andererseits werden sich die Millionen Goldkronen, derentwegen wir uns in fichtig zeigen. falls die Schuldnerstaaten ihr Bud die Kontrolle begeben wollen, leicht in Inlande get ins Gleichgewicht bringen und ihre militä aufzubringen. Der Bundeskanzler hat die Vollrischen Rüstungen beschränken." Der Abrüstungs macht, die ihm der Ausschuß gegeben hat, über gedante bekommt durch diesen Appell an die Tasche schritten und gegenüber der Konvention, die er der europäischen Siegerstaaten wirksamen Sut abgeschlossen hat, fönnen wir nur sagen: Nein furs und der militärische Größenwahn gewiffer und nein und noch einmal nein. Zum Schluß Kleiner" wird sich im Spiegel der Washingtoner beantragte Dr. Renner folgende Mißbilli- Worte nicht gern beschauen. Denn sie bedeuten gungsresolution: In Erwägung, daß der das bisher stärkste Abrüden Amerikas von der Bundeskanzler bei den Verhandlungen mit dem Siegerideologie des alten Kontinents. Völlerbund eine Konvention unterzeichnet hat, die die Unabhängigkeit der Republik schwer ge fährdet, indem sie die Republit einer internatio nalen Kontrolle unterwirft, spricht der Nationalrat dem Bundeskanzler die schärfite Mißbaligung aus. Der Mißbilligungsantrag wurde von den Christlichsozialen und Großdeutschen niedergestimmt, die Er verwies zunächst auf den Unterschied zwischen den Verhandlungen über den Friedensvertrag von Die Eröffnung der Herbstsession soll, wie das St. Germain und den Verhandlungen in Genf. Ceste Slovo meldet, wahrscheinlich am 24. Ofto In St. Germain war die Regierung in ständiger ber erfolgen. Ein bestimmter Einberufungstag Fühlung mit den Parteien des Parlamentes, in ist noch nicht festgesetzt worden. Der endgültig Genf hat der Bundeskanzler alle in die Termin hänge von der Verhandlung des Budgets Entscheidung getroffen. Während der im Ministerrate ab, welcher gerne das Budget den Verhandlungen in St. Germain hatte Oesterreich Abgeordneten in der ersten Parlamentssigung vor noch die italienischen Truppen im Lande. Zwei Legen möchte. Der Ministerrat beabsichtigt aber, Jahre, nachdem Desterreich von diesen befreit in dem von der abtretenden Regierung ausgear wurde, liefert es Scipel wieder der ausländischen beiteten Budget noch einige Streichungen vorzu- Herrschaft aus. Desterreich hat wiederholt nehmen. Auch der Exekutivausschuß der foalier- Kredite bekommen, ohne daß man eine Konten Parteien wolle noch einige Anmerkungen sei- trolle verlangt hätte. Es ist nicht wahr, daß nerseits zum Budget hinzufügen. Man erwartet, in den Vereinbarungen Desterreich die territoriale daß diese Beratungen in den nächsten Tagen be- unversehrtheit garantiert wird. Die Mächte endet und daß auch der Druck der Budgetvorlagen verpflichten sich nur, diese linversehrtheit selbst für das Parlament fertiggestellt sein würde. In zu respektieren. Es ist auch nicht wahr, daß die der ersten Sibung des Parlamentes werde der Kontrolle nur für zwei Jahre gilt. Da dem Dr. Seipel Dank und Vertrauen aussprachen. Ministerpräsident vehla die Regierungserflärung abgeben, in welcher er das Programm der neuen Regierung mitteilen werde. Darauf soll ber Minister für auswärtige Angelegenheiten, Dr. Benesch sein Referat über die Genfer Konferenz mit besonderer Rücksichtnahme auf die öster reidiche Angelegenheit halten. Wenn am Eröff nungstage das Budget vorgelegt werden sollte, so werde auch der Finanzminister Dr. Rasch in das Wort ergreifen, um sein Finanzexposee vorzutragen. Ueber diese drei Erklärungen soll eine gemeinsame Debatte abgeführt werden, der ungefähr vier Tage gewidmet sein würden. Inzwischen würden auch einige andere Parlamentsausschüsse diejenigen Regierungsvorlagen durcharbeiten, welche sich mit den Waßnahmen zur Linderung der Wirtschaftsfrise beschäftigen. Ferner sollen auch einige Gesezesnovellen, welche das Ministerium für soziale Fürsorge vorlegen werde, vor allem tomitee für Agrarangelegenheiten und das Stomitee Mittwoch, den 11. d. W. hielten das Beratungs. biejenigen erledigt werden, deren Gültigkeit am für Gemeindeangelegenheiten im Klublokal des Ende dieses Jahres ablaufe. Daneben denke man Die Altersversicherung in der parlamentari. Klubs der deutschen sozialdemokratischen Abgeordne. auch an die Nohaltung von Plenarsizungen im schen Herbstfession. Wie die„ Prager Breffe" be- ten in Brag unter Vorsitz des Abg. Gen. Schweid). Parlamente, in deren die Debatte über die Wirt richtet, wird in der kommenden Herbstsession die hart eine gemeinsame Sisung ab, bei welcher e schaftssituation durchgeführt und in denen auch bereits in meritorischer Beziehung fertiggestellte noffe Böl 31- Auffig über die Forderung nach Uebereinige Regierungsvorlagen behandelt würden. In Vorlage der Altersversicherung der Nationalverführung des vom Staate beschlagnahmten Grund und der zweiten Hälfte des November fönnte dann die fammlung unterbreitet werden. Die Vorlage wird Bodens des Großgrundbefites in den Befits der GeDetaildebatte über das Budget eröffnet werden, nur noch in der Hinsicht eine Ergänzung erfahren, meinden und Bewirtschaftung durch Zweckverbänd sodaß in den ersten Dezemberzagen das Budget daß auf Grund des statistischen Materiales, das referierte. Ein Muſterſtatut für Zwedverbände an den Senat abgetreten werden könnte. Vor vom statistischen Amte der Kommission übergeben wurde vorgelegt. Nach einer eingehenden, sachlichen Weihnachten beabsichtige man, nach Beendigung wurde, die Einsetzung der einzelnen Posten sowie Debatte, an der sich die Genossen Abg. Cermal, Leibt, der Generaldebatte über das Budget, einige Regie die Festsetzung der Gesamtausgaben für die M- Nitschmann, hl, Barth, Schweichhart und die Gerungsvorlagen zu behandeln, welche hauptsächlichtersversicherung erfolgen wird. Die Verarbeitung noffen Krenner, Uhlir, Jalsch, Kuplent und Bölzl besozialpolitischen Inhaltes sind. des statistischen Materiales dürfte etwa zwei Mo- teiligten, wurden folgende Beschlüsse gefaßt: 1. Die nate in Anspruch nehmen, so daß mit der end- Ueberführung des vom Staate beschlagnahmten gültigen Fertigstellung der Vorlage im Dezember dieses Jahres gerechnet werden kann. Ein Dreierausschuß als slowakische Nebenre gierung. Die sozialdemokratischen Rob. Nov." erklären als erste Vorarbeit für die eigentliche Amtstätigkeit des neuen Ministers für die Slowa lei die Schaffung eines dreigliedrigen Verwal tungsausschusses bei diesem Ministerium, welches gemeinsam mit dem Ministerium über die Bedürf nisse der Slowakei zu entscheiden hätte. Diefer Dreierausschuß sei eine ausdrückliche Forderung der sozialdemokratischen Partei. Borbereitungen zur Durchführung der Gaucinteilung. Die Sammlung der Geseze und Verordnungen publiziert eine Verordnung der abtretenden Regierung vom 21. September 1922, auf PROMNOOHRUHOM***** ☺☺☺46780000000000000KAKADANGNOMCOOKMAAGPUANOÆe Grund deren die Verhandlungsordnung für die Gebühren und Abgaben, die seitens der Regierung Gau- und Bezirksämter veröffentlicht wird. Diese oder der zuständigen Behörde erst nach dem 1. OftoVerordnung bedeutet einen Abschnitt in der Durch ber 1921 auf längere Dauer bewilligt wurden." 3m führung der Gaureform und lehnt sich an das weiten Absage hat es nunmehr statt nach dem Ermächtigungsgesetz vom 29. Feber 1922 betref. 1. Oftober 1922" zu lauten nach dem 1. Jänner send die Errichtung von Gau- und Bezirfsämtern 1923". Diese Bestimmungen beziehen sich jedoch nicht in der tschechoslowakischen Republik an. Die Gau- auf die Lustbarkeitsabgabe und auf die Wertzuwachs und Bezirksämter, auf deren Wirksamkeit sich abgabe von Liegenschaften(§ 37 des Gemeindefinanzdiese Verhandlungsverordnung bezieht, werden gesetzes). aber erst auf Grundlage des erwähnten Geseyes errichtet. Die Verhandlungsordnung enthält allgemeine Bestimmungen über die Tätigkeit und die Pflichten der Gau- und Bezirkeämter, allgemeine Richtlinien für die Durchführung behördlicher Angelegenheiten, einen bestimmten Beschluß über die Pflichten und die Arbeit der Organe dieser Behörden und Regeln für den mündlichen und schrift lichen Verkehr. Gemeindeabgaben und Gebühren. Zufolge der Regierungsverordnung vom 29. September 1922, Slg. Nr. 283, hat die Durchführungsverordnung vom 27. April 1922, Sta. Nr. 143, zu§ 59 des Gemeinde finanzgesetzes im Abjate 1 nunmehr zu lauten:„ Die Gemeinden( Munizipalſtädte) fönnen die bisher bewilligten Beiträge, Gebühren und Abgaben, bei denen die Beit, für welche sie bewilligt wurden, bisher nicht abgelaufen ist, in der bewilligten Höhe und nach den bisher geltenden Vorschriften längstens bis 31. De sember 1922 einheben. Ausgenommen sind Beiträge, Ueberführung des beschlagnahmten Waldbodens in den Befik der Gemein den und Bewirtschaftung durch Zweck verbände. Die Lage in Ungarn. In Ungarn herrscht augenblicklich Ruhe von dem Sturm. Beruhigungsmomente sind zweifel los vorhanden. Der Streif zwischen den Legiti misten, welche Karl auf den Thron setzen wollten, und zwischen den Anhängern der Freien, auf Tod gegenstandslos geworden und bis zur MünHorthy hinzielenden Königswahl ist durch Karls bigkeit des Kronprinzen" Otto, die den Streit neu aufrollen könnte, iſts noch viel Zeit. Ferner hat sich die Herrschaft der Reaktion so gefestigt, daß sie ihres bisherigen Machtinstrumentes, bes rücksichtslos wütenden Terrors, entraten fann. Die Regierenden sind also von den Offizierdetache ments" und der„ Erwachenden Ungarn" abgerüdt und haben sogar einige Pogromhelden, wenn auch nicht den mächtigsten, Seijas, vor Gericht gestellt. Die Vorzenfur der Presse hat, weil sich Borthy sicherer fühlt, aufgehört, die Versammlungsfreiheit ist, wenigstens in leichten Ansätzen, wieder hergestellt und auch die Gewerkschaften dürfen sich einigermaßen rühren. Die Opfer des Gewaltre gimes, die Eingeferferten und Internierten, wer den nach und nach der Freiheit wiedergegeben, die oppofitionellen Abgeordneten von der Parla die Beschwerden der Bevölkerung werden durch mentstribüne herab ausgesprochen und die Terro riſten treten mit feinen neuen Streichen hervor. Diesen Zeichen und Gründen der Beruhi gung stehen aber viele Vorzeichen fünftiger hef tiger Auseinandersetzungen gegenüber. Die Lage der Arbeiter, der Arbeiter, Kleinbauern und Beamten ver schlechtert sich nämlich von Tag zu Tag, weil die großagrarische Regierungspolitik alle Lebensmittel preise wahnsinnig in die Höhe getrieben hat, ohne daß die gewerkschaftlich nicht geſtüsten Arbeitneh mer mit ihren Löhnen schritthalten fonnten. Un garn, dieses Land des landwirtschaftlichen Ueberfluſſes, ſteht so nahe vor einer fünstlichen Sun gersnot, und man kann den Tag fast errechnen, an dem sich die Erregung der breiten Massen Luft machen wird. Weil die Konterrevolutionäre die sen Tag fommen sehen, bereiten sie eine Wiederauferstehung des weißen Terrors vor, den der alte Putschist Stephan Friedrich faszistisch heraus zupußen gedenkt. Grund und Bodens in den Befit der Gemeinden ist zu fordern und die Bewirtschaftung derselben durch 3wedverbände zu betoerfstelligen. 2. Dem lub der deutschen sozialdemokratischen Abgeordneten wird vorgeschlagen, einen Gesetentwurf über die Schaffing von Zwedverbänden der Gemeinden für die gemein fame Waldbodenbewirtschaftung auszuarbeiten und Weitere Mitte!, durch welche die Reaktion der Nationalversammlung vorzulegen. 3. Die Be- dice" unbotmäßigen Elemente" nebeln möchte, wirtschaftung des Waldbesites resp. die Bildung vor sollen ein nach Ständen abgestuftes Oberhaus und die Beseitigung des allgemeinen Wahlrechtes sein. Grundeinheiten zur Bewirtschaftung soll nach 4. Im Es ist klar, daß um beide Pläne ein heißer paria mäßigkeit und Ertragsfähigkeit erfolgen. 3wedverbandsstatut für die Bewirtschaftung des ge- mentarischer Stampf entbrennen wird, und wie meinsamen Waldbesitzes der Gemeinden soll daraus nun die Horthysten einmal sind, werden sie den Rücksicht genommen werden, daß auch der eigene Widerstand schließlich mit Seijas und Pronav Waldbesitz der Gemeinden in den gemeinsamen Wald- brechen. Die„ demokratischen" Grundlagen, auf de besitz aufgeht und mit diesem vom Zweckverband benen Horthy das heutige Ungarn aufgebaut hat, werden niemals ein innerlich gesundes und wirtschaftet wird. sozial halbwegs gerechtes Staatswesen zu tragen vermögen; sie werden immer nur als Aufpuy dem Ausland gegenüber dienen und müssen fallen, wenn Ungarns Proletariat zu seinen primitiv sten Rechten kommen soll Solange sie bestehen, werden in dem unglücklichen Lande höchstens Or fane mit Ruhepansen nach dem Sturm wechseln. Ausland. Das Kind der Erziehung eines Priesters anzu- hatten die Jesuiten von der Stanzel herab nach vertrauen, bedeutet dessen Intelligenz töten! Ferrers Saupte gerufen. Und wie schrieben sie Es ist notwendig, den Stindern die volle nach der Tat? Nur ein Beispiel: Jm„ Regens Wahrheit zu bieten. Es ist notwendig, burger Morgenblatt" stand gleich nach der Hinsie zu belehren, daß wir alle arbeiten richtung:... 3weimai, ja zehnmal vers müssen für Völterverbrüderung, ferner sie diente er den Tod, denn wahrlich, er ist ein grö zu belehren, daß sie einander lieben sollen, zerer Verbrecher an der menschlichen Gesellschaft daß sie arbeitsam sein und so sich selbst und an- als ein Mörder, der einige Dubend Opfer am deren das größtmöglichste Wohl sichern sollen. Gewissen hat er nahm dem Bolt den Glau- Die Reparationsfrage, die durch den Zufam Die Schule darf weder konfessionell, noch mili- ben an die Autorität und verführte es zur Re- menbruch der deutschen Mark wieder so aktuell getaristisch sein". volution, darum mußte er zum Rich play." Den worden ist, daß die Reparationskommission MittKatholiken waren Henker immer sehr will- woch über die Einrichtung einer Finanzkontrolle kommen. Die amerikanischen Kredite. Telegramme. Der Kampf um den Getreisepreis in Deutschland. Berlin, 12. Oftober( Eigenbericht). Unter Vorsi des Reichsernährungsministers befaßte sich heute der Reichsrat mit der Feststellung der Breise für das erste Drittel der Getreideumlage. Ohne Erörterung wurde die Vorlage der Regie rung angenommen, preise wesentlich erhöht werden sollen. Jeßt hat der Reichstag das Wort. Die Arbeit für die Freie Schule war der einzige 3wed seines Lebens. Für sie arbeitete in Deutschland beraten zu müssen glaubte, ist nach er in Paris, in Spanien, Italien, Belgien, Ame- Ferrer wünschte für seine Person feinerlei der Ansicht aller maßgeblichen Staatsmänner rifa und in England, gehaßt von der Reaktion, Ehrungen. In seinem Testament, das er wenige nicht zu lösen, ohne daß auch das Problem der die auf eine Gelegenheit lauerte, um in seiner Stunden vor seiner Hinrichtung dem Notar dif Kriegsschulden endgültig gelöst wird. Letzteres ist Verson die rationalistische Schule zu treffen. Das tierte, heißt es:" Ich wünsch nicht, daß mit ohne Mithilfe des Hauptgläubigers, der Vereinig lette Jahr vor seinem Tode weilte Ferrer in meinen lleberresten bei irgendeiner Gelegenheit, ten Staaten, unmöglich, und da ist nun die London. Hier traf ihn die Nachricht von einer weder in naher, noch in ferner Zufunft irgend Rundgebung interessant, welche aus dem Washing schiveren Erkrankung in seiner Familie und er welche Manifestationen, weder politischer, noch toner Weißen Haufe" gleichfalls Mittwoch reiste nach Spanien, ohne eine Ahnung zu ha- religiöser Art veranstaltet werden; die herausgekommen ist. Nach diesem Kommuniquee ben, daß sich dort, in Barzelona, ein Aufruhr Zeit, die zur Verherrlichung der Toten aufge erwartet Amerifa allerdings von den meisten vorbereite. Er galt dem Gouverneur, weil er wendet wird, kann fruchtbringender verwer Schuldnern in der nächsten Zeit feine Zahlun den spanisch- amerikanischen Strieg nicht zu ver- tet werden zur Aufbesserung der Existenzbedingen, wohl aber von England. Wird aber das hindern vermocht hatte. Durch puren Zufall gegungen der Lebenden. Ich wünsche, daß meine britische Reich zu Zahlungen verhalten, so tritt schah es, daß Ferrers Aufenthalt in Barzelona Freunde gar nicht, oder nur wenig von mir spre es naturnotwendig auch an seine Schuldner, und der Aufstand zeitlich zusammenfielendas chen, denn mit dem Hervorheben von Menschen wie es Balfour schon vor einigen Monaten getan genügte der Realtion, um ihn wiederum als schafft man Gößen und das ist immer zum Scha hat, mit Forderungen heran, ein Ausgleich der ,, intellektuellen Urheber" zu verhaften und dem den der Menschheit. Nur Taten verdienen, daß Reparationen gegen die Kriegsschulden wird sich Belgrad, 12. Oktober.( Tsch. P. B.) Die BeMilitärgerichte zu übergeben. Dieses beeiite sich sie erwogen, gelobt oder gerügt werden: lobet alfo faum herstellen lassen.Es sei denn, daß Europa ratungen der demokratischen Bartei mit der blutigen Arbeit, bevor es der gebildeten und ahmt sie nach, wenn sie das Wohl der Ge- auf die übrigen Erwägungen des Washingtoner über die froatische Frage führten zu dem Ergeb Witwelt moglid, war, das Zerstörungswert auffamtheit anstreben, kritisiert und verurteilt sie, Kommuniquees hört, die für die Chauvinisten aller nis, daß sich alle Abgeordneten für die Erhaltung zuhalten. So siel Ferrer heute vor 12 Jahren damit sie sich nicht wiederholen, falls sie der Ge Lager freilich einen äußerst unangenehmen Selang der Einheitlichkeit der Partei, fir bei den Schanzen der Festung Barzelona und noch somtheit zum Schaden gereichen." Wenn sich die haben. Die amerikanische Regierung verweigert das Festhalten an der bisherigen Verfassung seine letzten Worte an die zu der Schandtat fom Freidenker der Welt heute, an feinem Lodes nämlich für die Zukunft jeben weiteren Seredit und gegen alle Attionen aussprachen, welche mandierten Soldaten waren Worte der Berge- tage, seiner erinnern, so wollen sie in ihm seine und erklärt, daß sie selber feine weitere Anleihe auf eine Revision der letzteren abzielen. Eine an die Alliierten mehr in Betracht ziehe, sondern Resolution, welche schließlich angenommen. bung: Zielet gut Sinder, Ihr habt keine Arbeit ehren und fortfever. fie will auch die privaten amerikanischen Finanz- wurde, bejagt, die demokratische Partei sei bereit, Sanild daran!" Und ein Gruß der Freien treise nicht ermutigen, solche Anleihen zu gewäh an jeder Aktion mitzuarbeiten, welche auf die Schule: Viva l'escuela Moderma Nun zen. Die europäische Finanzlage hat nach der An- Durchführung der Verfassung und die Erhaljauchzten die Klerifalen, denn schon durch Jahre R. Gegen die Berjeffungsrevision in Sübflowien. Seite 4. tung der staatlichen nationalen Ein.) heit, insbesondere in iugoslawischer Ideologie, abziele. Die Partei widersetzt sich jedem Versuche einer Revision der Verfassung, bevor sie nicht vollinhaltlich in Kraft getreten und der Wert ihrer Bestimmungen erprobt sei. Auf diese Weise ist der Konflikt in der Partei beigelegt und deren Spa Itung vorgebeugt. Strafantrag für Fechenbach: 15 Jahre. München, 12. Oktober.( Tsch. P.-B.) In dem Journalistenprozeß wurde vom Staatsan walte für die Angeklagten Fechenbach, Lemble und Gargas je 15 Jahre Zuchthaus und 10 Jahre Ehrverlust beantragt. Die Wirtschaftskrise. Die Kommunisten verteidigen bas Diktat der 60prozentigen Lohnherab. sehung der Arbeitgeber. 18. Oftober 1922. gewehrt. Die Versammlung in dieser Stadt, die bisher eine Hochburg der Kommunisten war, stellt einen großen Erfolg unserer Partei dar. Es ist den Kommunisten nicht gelungen, die Arbeiter zur Sprengung der Versammlung zu verheßen, ein Zeichen dafür, daß auch die Reichen berger Arbeiterschaft das verheßende Treiben satt zu bekommen beginnt. - dem tommunistischen Parteisekretar BaumEine sonderbare Aeußerung ist dieser Tage beier entschlüpft. Es war in der Bodenbacher Bersammlung des Genossen Paul Lepi. Baum Leier fagte dort unter anderem- wir zitieren deln mußte. Im März 1922 wurde in feinem Gebiete außer Warnsdorf und Reichenberg ein Lohnabban gefordert, so daß gesagt werden kann, daß May als erster über die Höhe des Lohnab Bei der Firma Müller in Grottau fand an- baues verhandelt hat. Der tschechische chemische Die gelben Wajerin. Am letzten Sonntag läßlich der Schnbewegung im Reichenberger Verband, dem die communistische Textilorgani gab der Abgeordnete Jung im schlesischen reisgebiet eine Betriebsversammlung ftatt, in fation als Sektion angehört, hat viel früher als würbenthal eine Vorstellung. Nach dem welcher der Betriebsrat über die Lohnverhand- alle anderen Gewerkschaften den Lohnabbau in eingelangten Berichte waren zu der Versammlung lungen und über die Konferenzbeschlüsse der der Papierindustrie durchgeführt. Es wurde wei- der Nationalsozialisten alllles in allem in ihrer Kommunisten Bericht erstattete. Der Sprecher ters ein Vertrag für die Zuckerindustrie noch vor Parteigänger erschienen; der Rest der Besucher des Betriebsausschusses der Firma Müller in der Saison mit einem Lohnabbau abgeschlossen. rund 350 armselige Zuhörer waren So Grottan erflärte, in der im Betriebe abgehal- Für die slowakischen Magnesiagruben hat der che- zialdemokraten, in deren Namen Genosse tenen Betriebsversammlung, daß in der gegen mische Verband zwar eine 25% ige Lohnerhöhung na ther den nationalen Sozialismus“ fait wärtigen Situation ein Streik vollständig ausge- gefordert, jedoch nach wochenlangem Streit mit seinem Wortführer Jung zerpflüäte. Ja, die fchloffen sei und daß der 60prozentige Lohnabbau einer 18prozentigen Lohnreduzierung abgeschlof Deutschgelben haben in Schlesien eine gewaltige nicht abgewehrt werden kann. Er fagte weiter, sen. Selbst in Kladno haben die Vertrauensleute Bewegung hinter sich! daß sich die Arbeiterschaft diesen Lohnabbau wird der Kommunisten einer 25prozentigep Lohnredugefallen lassen müssen und wer nicht einverstanierung zugestimmt. Wir könnten noch eine ganze ben ist, soll daraus die Konsequenzen ziehen und Anzahl von Lohnbewegungen anführen, wo der gehen, das heißt, den Betrieb verlassen. Daß solche tschechische chemische Verband mit LohnreduttioBetriebsversammlungen, welche im Betriebe nen abgeschlossen hat. Weit solchen Lügen suchen stattfinden und von den Vertretern der Arbeit also die stommunisten die Arbeiter zu täuschen. geber bespitelt werden, dicArbeitgeber stärken, und bazu bestimmen, von dem 60prozentigen Lohnabbau nicht ab ugehen, wird jedem Laien einleuchten, Der Mangel an Zuder. Das Ministerium für diese Ausdrücke nicht allzu sehr, weil er jeden- Stlagen darüber einlaufen, daß in den Geschäften Dem Betriebsausschuß verübeln wir Volksverpflegung teilt mit, daß von allen Seiten jeden- stlagen 1 falls nur das Sprachrohr des kommunistischen fein Buder zu haben ist. Das Ministerium macht Sekretärs Mai ist. Man ersieht jedenfalls daraus, darauf aufmerksam, daß der Zuckerhandel volldaß die Gewerkschaftspolitik der Kommunisten ständig freigegeben wurde und daß es nicht die führer sehr weitblidend ist. Noch bevor die Ver Möglichkeit habe, irgendwelche Vorräte auf den handlungen abgeschlossen sind, wird der Arbeiter Markt zu werfen. Die Ursachen des jeßigen ZuckerParis 12. Oktober.( Savas.) Das gestern schaft erklärt, daß sie einen so beträchtlichen Lohn- mangels beruhen darauf, daß die alten Vorräte früh von den militärischen Delegierten Englands, sein, daß bei den kommunistischen Organisationen ungünstigen Wetters in die Rohzuckerfabriken so früh von den militärischer Delegierten Englands, abbau wird hinnehmen müssen. Es mag schon vollständig verlauft sind, während infolge des Frankreichs, Italiens und der Türkei abgeſchloſ- die Streiftaſſen nicht allzu ſehr gefüllt find, weil wenig Rübe eingeliefert wird, bag bie Broduktion sene Abkommen daß von Mudania tritt in die gewerkschaftlichen Gelder zur Sanierung der ins Stoden geraten ist und die Raffinerien zu der Nacht vom 14. zum 15. um Mitternacht in Schulden für bankerotte Parteiunternehmungen wenig Rohzuder erhalten. Der Zudermangel ist Kraft, worauf die Feindseligkeiten aufhören daher nur vorübergehender Natur. Das Ministe rium wird dafür Sorge tragen, daß der produzierte 3uder rasch in den Konsum gelangen wird. Arbeitsirise in Sachsen. Dresben, 12. Oftober. Die Verhältnisse auf dem sächsischen Arbeitsmarkte haben sich in der lepten Woche überaus verschärft. Zahlreiche Be triebseinschränkungen werden gemeldet. Entlas jungen finden bereits in der Eisen- und MetallMetall- stattfinden branche und wie es die Jahreszeit mit sich bringt, i nder Baubranche und besonders in der Ziegelei brandje statt. Auch die Tertilindustrie ist schlech ter beschäftigt. Die Zahl der Arbeitslosen steigt von Tag zu Tag. Auch die Tabatindustrie liegt bereits zum größten Teile brach. Das Ablommen von Mudania tritt in Araft. werden. England und Mesopotamien. London, 12. Oftober( Tsch. P.-B.) Zwischen Großbritannien und dem König Feysal ist ein Vertrag unterzeichnet worden, der die Rädande Lingious an China. New York, 11. Slober.( Tsch. P.-V.) Aus Thington liest die Meldung vor, Japan habe sich entschloffen, fich zurüdzuziehen und China am 2. Dezember die Zivil- und militärische Oberhoheit in Tsingtau zu übergeben. Lages Neuigkeiten. verwendet werden. Die Unternehmer brauchen ihr Diktat nach diesen Vorkommnissen gar nicht mehr verteidigen, denn die Kommunisten, mit Herrn Mai an der Spitze, besorgen dies viel besser und auch wirksamer. Ermäßigung der Preise für denaturierten Spiritus und Spiritus in industriellen Zweden. Die Arbeitslosigkeit in Weipert. Es wird uns mitgeteilt: Das Juterministerielle Komitee für die Liquidation der Spiritusfommis Gemeinsam mit den Vertretern der Gemeinde sion beschloß dem Finanz- Ministerium eine entWeipert und dem Verband der chemischen Arbei sprechende Ermäßigung des Verkaufspreises von ter sprach Genosse Dr. Holitscher gestern im Spiritus, denaturiert mit allgemeinen Denaturie Diinisterium für ſoziale Fürsorge vor, um vorzungsmitteln und Spiritus zu induſtriellen Zwetallen Beschwerde zu führen, daß Ministerialſe en, vorzuschlagen. Diese: Vorschlag wurde bereits Die Kommunisten und der Lohnabvau. Bei den Lohnverhandlungen in Reichenberg hat der Sekretär der kommunistischen Textilarbei ter May behauptet, daß die Kommunisten infolge Eine Reminiszenz an die Verfolgungen des der Vorgänge in den anderen Gebieten in Rei irien Gedankens im aiten Oesterreich. Seit dem chenberg dem Lohnabban zustimmen müssen und 30. Oftober 1910 finder heute zum erstenmale in daß es das erstemal ist, daß sie über einen Lohn Brag eine Ferrerfeier, veranstaltet von den Frei- abban überhaupt verhandeln. Diese Behauptung Berbilligung der fünstlichen Düngemittel. dentern beider Nationen, statt. Die österreichische ist eine ausgesprochene Lüge. May hat in Rum Beim Landwirtschaftsministerium fand am 27. Regierung, unter fierifalem Drude stehend, verburg am 4. April 1922 ein Protokoll unterschrie- September eine Beratung der Bertreter der foigle bekanntlich die Freidenkerbewegung in der ben, in dem er der 12prozentigen Zohnherab Landwirtschaft und der Erzeuger von fünstlichen scharfsten Weise. Bereits die erste Ferrer- Trauer- setzung, die dort eintrat, zustimmte. Es ist auch Düngemitteln statt, welche die Verbilligung der feier, die von den beiden Freidenfervereinen am eine Lüge, wenn den Reichenbergern erzählt Düngemittel zum Gegenstand hatte. Es wurde in 16. Oftober 1909 veranstaltet wurde, verfiel der wird, daß die kommunistische Tertilorganisation einigen Bunften eine Einigung dahingehend erAuflösung, gleichzeitig erfolgte auch die Auflösung nur gezwungen durch das Verschulden der freien zielt, daß einige Düngemittel im Preise sofort des tschechischen Freidenkervereines Augustin Gewerkschaften über einen Lohnabban verhan- herabgesetzt werden. Smetana". Als am 16. Oktober 1910 wieder eine solche Feier angeregt wurde, erfolgte sofort das wörtlich nach unserem Bodenbacher Parteiblatt ,, er hätte garnichts dagegen, wenn Schmera! Minister würde, er( Schmeaus dem Munde eines Kommunisten sind überral) würde sich gar nicht so schlecht ausnehmen als Minister". Diese Worte aus dem Munde eines Kommunisten sind überaus wertvoll, denn sie verraten, wie deren Vertrauensmänner über ihren ersten Führer denken. Natürlich werden jezt die Kommunisten fontmen und nachträglich feststellen, daß Baumheier diese Worte nar nicht gebraucht oder zumindeſt anders gemeint habe. Wir aber wollen es uns merken, daß die ehemals Kompromißlosen heute behaupten, daß ſich Schmeral als Miniſter gar nicht so schlecht ausnehmen würde. Die Freudenhäuser in Ostrau werden wieder geöffnet. Wie aus Mährisch- strau gemeldet wird, trägt man sich dort angeblich mit den Gedanken, die vor einem Monat polizeilich gesperrten Fren denhäuser in Mähr.- Ostrau wieder aufleben zu lassen, da sich bei der Unzulänglichkeit des Gesetzes über die Aufhebung der Freudenkäufer eine Unterbringung der beschäftigungslos gewordenen Freuden- Mädchen als unmöglich erwiesen hat. Die Folge davon war, daß die Mädchen auch nach der Aufhebung der Freudenhäuser ihr bisheriges Leben geführt haben, ohne daß aber der bisher in Geltung geweſene ſanitäre Kontrolldienſt aufrecht richt bewahrheiten, dann wäre die Behauptung gerechtfertigt, daß die für die Gesundheit der Bevöiferung dieses Staates verantwortlichen Stellen nicht fähig sind, ihren Pflichten auch nur im geringsten nachzukommen. Militärbegünstigungen. Da am Samstag die dreimonatliche Frist abläuft, für die das Militärbegünstigungsgesetz geschaffen wurde, treten an diesem Tage die zu diesem Geseve gefaßten Beschlüsse des Senats in Kraft. Nach diesen Senatsbeschlüssen werden 4000 Mann, obwohl sie die vorgeschriebene Dienstzeit noch nicht abgedient haben, nach Hause entlassen. Schwere Bestrafung harmloser Smuggler" legalen Grundlagen der Beziehungen Mesopotamiens regelt. Diefer Vertrag ist gestern abends als Weißbuch veröffentlicht worden. Er gibt Großbritannien auf 20 Jahre die Kontrolle über die auswärtigen Angelegenheiten Mesopotamiens. fretär Dr. Rosenfranz, der vor einigen Wochen vorgelegt und es ist die Ermäßigung dieser Spi erhalten worden wäre. Sollte sich diese Nach ( Sleichzeitig enthän er Bestimmungen, die mit dem in Weipert weilte, 75 Prozent der Arbeitslosen ritus Sorten mit Gültigkeit vom November Wandate des Völkerbundes im Zusammenhange aus der Liste der mit der Arbeitslosenunterſtügung 1922 gedacht. Die Preise der übrigen Spiritus ſtehen. Sobald Mesopotamien in den Böllerbund Bedachten gestrichen hat. Die Abordnung ersuchte Sorten für den Inlandgebrauch bleiben unberaufgenommen worden ist, endet das britische Man- den Minister dringend, das Gesetz über die Arändert. dat. Die Beziehungen zwischen den beiden Staa- beitslosenunterstüßung möge im dortigen Elendsten werden solche wie zwischen souveränen Staa- bezirk liberal gehandhabt werden. Im Beziric Eine Dentschrift der Handelskammern über ten sein, mit Ausnahme der durch den Vertrag Weipert gibt es bisher 606 Arbeiter, die Arbeitsdie Wirtschaftskrise. Am 11. Oktober fand eine vorgefenen Einschränkungen. losenunterstüßung erhalten, und 700, die keine Sibung der Zentrale der Handelskammern statt, erhalten. Die Zündhölzchenfabrit hat ihren Be- in der der Entwurf einer Eingabe an die Retrieb eingestellt, sedaß noch 150 Arbeitslose dazu gierung betreffend die Wirtschaftskrise und ihre trieb eingestellt, sedaß noch 150 Arbeitslose dazu Berschärfung durch das Steigen der Krone sowie tommen. Der Minister versprach, der Abordnung seine wärmste Unterstüßung zukommen zu lassen die Anträge zur teilweisen Milderung der nach und die vorgebrachten Beschwerden einer Unter- teiligen Wirkungen der Valutaſteigerung genehsuchung zu unterziehen. migt wurde. Die Dentschrift wird in Druck gegeben und allen Ministerien übermittelt werden. Es wurde auch die Regierungsvorlage eines in Sachsen. Nach dem alten Sprichwort: Den Gesetzes betreffend die Unterdrückung falscher Her- leinen hängt man, den Großen läßt man lau funftsbezeichnungen beraten und hiebei einmütig fen!" wird auch bei den Gerichten in Sachsen verdie Forderung erhoben, daß der Gesezentwurf über fahren, die sich mit Schmugglerstraffachen zu be den Inhalt der internationalen Abmachungen nicht fassen haben. So erhielt in den festen Tagen eine hinausgehe. Der Regierungsentwurf eines Ge- 32 Jahre alte ledige Wirtschafterin aus der Nähe seves über die Regelung des Versuchs- und Prü- von Bohm.- Leipa, die vom Grenzschutz abgefaßt wurde, und bei der man einige Kleinigkeiten int fungswesens wurde vollständig abgelehnt. Gesamtwerte von 23.251 Mart fand, zunächst einen Strafbefehl über eine Million Mark oder ein Jahr Gefängnis. Auf ihren Einspruch er mäßigte das Gericht die Strafe auf die Hälfte. Ein arbeitsloser Fabrikarbeiter aus Warnsdorf erhielt wegen Schmuggels eines Fahrradfreilaufs einen Strafbefehl über 25.000 Mart, ein Schneidermeister wegen versuchten Samug gels von Stleidungsstücken in Werte von 12.000 Mart einen Strafbefehl über 400.000 Mart. Das Schöffengericht von Großschönau verurteilte zwei tschechoslowakische Arbeiter wegen ritaten unterstützt werden. Aus der Statistik der 32.000 bezw. 52.000 Mark Geldstrafe. Zwei anBaschens von je einem Paar Sahe zu Tribuna" ist auch ersichtlich, daß das städtische dere, die außer zwei Selbstbindern einen Anzug Theater in Prag Weinberge im Jahre 1921 54 durchzuschmuggeln versucht hatten, mussen 150.0 gunsten der Veranstaltung volkstümlicher Vor- Mari bezw. 500.000 art bezahlen. Und wäh stellungen vom Staate 10.000 kronen erhielt. rend arme, arbeitslose Menschen, die sich einmal Für die National- Bühne in Preßburg, die sich in einigen Jahren eine dringend notwendige ja- was wir ohne weiters zugeben- erst in Sache kaufen können, erbarmungslos ungeheuere Theatersubventionen. Bei dem ungeheueren der Entwicklung befindet, hat der Staat Willi materiellen Zusammenbruch, den die Bühnen in onen übrig, für andere Kulturinstitute, denen es lang es den beiden Vorſizenden, bis zum Referate denjenigen Ländern, die in den Krieg verwickelt troy ihres langjährigen Beſtandes infolge der des Wiener Schriftstellers Börners, die Ver- waren, jest durchmachen, ist es selbstverständliche iebigen Krise im Theatergewerbe überhaupt elend fammlung weiterzuführen. Dann aber wurde die Pflicht der Regierung eines Landes, die schwan- geht, wirft der Staat einige lumpige Tausender Ein Sturm der Ent- fend gewordenen Bühnen durch Subventionen aus. Daß der Staat natürlich die tschechischen Versammlung aufgelöst. rüftung gegen diese unerhörte Brutalität und fügen. Es darf bei diesen Subventionen jedoch Bühnen im„ verdeutschten" Gebiete reichlich be Von der Bezirksfrankenkasse in Mähr.- SchönVergewaltigung von mehreren tausenden Staats- nicht vorkommen, daß man Bühnen, deren Ta dacht hat, während er den deutschen Bühnen Brobürgern beider Nationalitäten erfüllte den Saal seinsberechtigung nicht ohne weiters erwiesen ist, samen zukommen ließ, ist bei der Sinnecart der berg. Die Leitung der Bezirksorganisation Mähr.und alles drängte gegen das Podium, auf wel- im Verhältnis zu anderen notleidenden yeatern regierenden Staatsmänner eigentlich felbitver- Schönberg der deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei beschäftigte sich in ihrer Sigung am chem die beiden Regierungsvertreter standen. Die so bevorzugt, daß die Subvention cher als Mus- ständlich. 6. Oftober 1922 mit bedauerlichen Vorkomminis Berjammlungsteilnehmer entfernten sich in höchhaltung angesehen werden muß. Zu der„ Tri- Paul Levi in Reichenberg. Aus dieichenberg fent in der dortigen Bezirksfrankenkasse. Entgegen ster Erregung aus dem Saale und formierten sich buna" wurde gestern eine Statistit veröffentlicht, wird uns vom 12. d. gemeldet: Die Sprengung dem Beschlusse des Vorstandes, erhöhte Staffendann zu einem Demonstrationszuge, der sich durch die alle Summen verzeichnet, welche die Bühnen, der für heute abend einberufenen Versammlung, leistungen selbstverständlich an die gesamte MitDie onte Cinol bewegte, As Rachſpiel zu die dieſes Staates im Jahre 1921 und für die bereits in welcher Gen. Dr. Paul Levi aus Berlin gliedschaft unterschiedlos auszuzahlen, haben es jer imposanten Veranstaltung wurden die beiden abgelaufene Zeit des Jahres 1922 erhalten haben. sprach, ist den Kommunisten nicht geglüdt. Die Organe der Stranfenfasse unterlassen, diesen BeBorsitzenden sowie die Referenten Dr. Bartošek Nach dieser Statistik erhielt das slowakische Natio- Versammlung war von mehr als 700 Personen schluß ordnungsgemäß durchzuführen. Als diese und Wilhelm Börner in Anflagezustand versezt. naltheater in Breßburg im Jahre 1-1 ins- besucht, welche den Ausführungen des Redners bedauerlichen Berfehlungen befannt wurden, Börner wurde als Verbrecher zu einer vier gesamt 3,670.000 kronen an staatlichen Sub- stürmischen Beifall spendeten. Die Kommunisten find die Vertrauensmänner der deutschen sozialehntägigen Kerkeritrafe verurteilt. Dieses ventionen; für das Jahr 1922 zahlte der Staat hatten unter dem Vorwande einer Kundgebung demokratischen Partei bei den verantwortlichen Sandurteil rief in der ganzen Seulturwelt das für das Preßburger flowakische Theater bereits gegen die Lohnoffensive auf dem Marktplage Faktoren der Krankenkasse eingeschritten, und in größte Aufsehen und Entfeyen hervor. Die be 1,800.000 kronen. Wenn man nun bedenkt, daß einige Hundert Arbeiter zu versammeln vermocht, der Sigung konnte berichtet werden, daß nun deutendsten Rechtsgelehrten Europas veröffent die deutsche Bühne in Zglan, wo es doch im Vec- welche sie dann aufforderten, zur sozialdemokra bereits von der Raffenleitung entsprechende Verlichten in der Tagespresse Abhandlungen über die hältnis sicher weit mehr Denische gibt als Slo- tischen Versammlung zu ziehen und sie zu spren- fügung getroffen wurde, daß an alle Mitglieder Ungeheuerlichkeit des Prager Urteiles. Dr. Wen- waken in Preßburg, im Jahre 1921 uur 5000 gen. Doch leisteten dieser Aufforderung nur etwa automatisch die erhöhten Leistungen nachgezahlt zel Bouček fungierte als Verteidiger in Prag,& ronen Subvention vom Staate erhielt, so wird 250 Arbeiter Folge. Doch ihr Versuch, einzu werden. Der Vorstand der Krankenkasse wird sich r. Ofner als Entlastungszeuge. Zu Wien fand man sich eine Vorstellung davon machen, wie in dringen, wurde von den Ordnern ohne Wühe ab- nun in seiner nächsten Sigung damit beschäftigen ose Berbot, welches damit begründet wurde, daß die jodann beim Obersten Gerichtshofe als Stassa-| diesem Staate kulturelle Einrichtungen der MinoBerson eines Verbrechers nicht ver- tionshof die Verhandlung über die vom Verteidi herrlicht werden darf, Dennoch wurde ger Dr. Boučef eingebrachte Nichtigkeitsbeschwerde eine neue Manifestation veranstaltet, die massen- statt, bei welcher auch Dr. Ofner intervenierte. Haft von Angehörigen beider Nationen besucht Das Urteil des Prager Gerichtes( 14 Tage Sterwar, Gleich bei Beginn der Versammlung wurde fer) wurde am 18. Dezember 1911 aufgehoben den beiden Vorſißenden Dr. Boncef und Ludwig und Börner zu drei Tagen einfachen Arreſtes Rieß von den Regierungsvertretern die Wittei- verurteilt. lung gemacht, daß der Name Ferrers nicht genannt werden darf. Trotz der wiederholten Unterbrechungen durch die Regierungsvertreter geinnere Stadt 511 Strafen zahlen müssen, schieben die großen Gauüber die Grenze, ohne daß ihnen ein Haar gener Millionen von Valuten mit Hilfe der Banken frümmt wird. Das nennt man eben nicht Schmuggel, das ist eine faufmännische Ueberweisung! 18. Oktober 1922. miffen, welche Beamte an dieser borübergehen-| feinen Verpflichtungen gegenüber den Redakteuren| rung noch auf: Brechtyphus ein Fall, Butkrankheit ben Schädigung der Kaffenmitglieder schuldig vont 1. Januar 1923 ab nicht mehr nachzufoms( 3), Malaria 2( 1), Varicella 24( 0) Fälle. find. Die Feststellungen des Borstandes werden men. Bezeichnend für die schikanöse Behandlung insbesondere volle Klarheit über die Verantwort lichkeit des Stassenleiters Wreger und des Abteilungsleiters Schmerda bringen. Ein Gottesläfterungsprozeß" in Deutsch land. Wie die„ B. 3. am Mittag" meldet, ver urteilte das Gericht. im ersten in der Republik gefithrten Gotteslästerungsprozesse Karl Einstein, den Verfasser des Buches Die schlimme Bot schaft", zu sechs Wochen und den Verleger Nowohlt zu drei Wochen Gefängnis. Die Strafe wurde für Ersteren in eine Geldstrafe von 10.000, und für letteren in eine solche von 5.000 Marf umgewandelt. der Redakteure durch den alten Verlag ist die Tatsache, daß, obwohl feinerlei Arbeit für sie vor handen war, die Redakteure fich täglich im Gebände zu melden haben, widrigenfalls, so fagt der Berlag, fie ihrer Ansprüche gegenüber dem Verlag verluftia erklärt werden würden. Sette B. Totschlag, schwere Körperverlegung nnd öffentliche Gewalttätigkeit. ( Prager Schwurgericht.) des Anstaltsgebäudes wurde in der Garnisonsstrafan Ausbruch von Sträjlingen. Wegen Renovierung stalt in Theresienstadt vor einigen Tagen ein Teil der Am 16. Juli 1922 fand im Gasthause„ ,, na Hu Sträffinge in eine Interimsubitation untergebracht. batce" in Střešovic eine Tanzunterhaltung statt. im Montag gelang es acht Sträflingen die Mauer Es ging dabei sehr luftig her, der Wein floß in diejer Ubikation zu durchbrechen und die Fluch: zu er- Strömen, denn die Veranstalter der Unterhaltung, greifen. Einer der Geflüchteten, der nach Zizkow unter denen sich auch einige„ schwere" Burschen beWas ein Einmillionenrubelichein wert ist. zuständige Rudolf Holub wurde am Mittwoch vor: fanden, verstanden es, Stimmung in die Sache zu Ein Angestellter einer größeren Fabrit erhielt dem Detektiv Bitdil in Olsan ausfindig gemacht bringen. Einer der rührigsten des Stomitees wor hier fürzlich von einem Freunde aus Mosian und verhaftet. Weitere drei Flüchtlinge, der Gustav Havliče!, ein in Střešovic äußerst über einen der neuen in Sowjetrußland in den Ver Brauereigebife Josef Dusek aus Budweis, der beleumdeter Raufbold und gewalttätiger Menid), fehr gebrachten Einmiffionenebelscheine suge Zahntechnifer Vladimir Seger und der Spengler dem in Střešovic jeder aus dem Weg ging. m fandt. Auf die Rückseite dieses Geldscheines hatte Ferdinand Rocoure! aus Budweis wurder halb 11 Uhr, als gerade ein Solotan; gespielt wurde, der deutsche Absender aus Moskau folgendes ge- gestern von der Polizei auf dem Wege von der Inset bemerkte Savliček, daß das Ehepaar Schöbl in schrieben:„ Der Sturs dieses Geldscheines beträgt Groß- Benate! nach Bolleschowin festgenommen. Es ciner Ede des Tanzsaales mittanzte. Er ging auf augenblidlich 73.50 Mart, aber faufen fann ich find noch flüchtig: der 21jährige Josef Botruba die beiden zu und sagte dem Anton Schöbl, er foffe mir hierfür in Moskau sehr wenig: zwei Ansichts- aus Zistow, Wenzel Mizera ans Budweis, Frans nicht tanzen, wenn alle anderen nicht mittanzen. farten fosten eine Million, ein Bleistift auch eine Rozelouzet aus Vela und Gottlieb Alexan- Schöb!, dem der Alkoholdunst des Lokales jedenfalls Million, eine fleine Flasche Tinte ebenso eine der aus Podoli. Million. In der Konditorei bekomme ich hierfür einen Ruchen oder ein Glas Kaffee( 800,000 plus Trinkgeld 200,000 macht eine Million). leine halbe) Tafel Schokolade kostet eine Million, ein Bäckchen Zigaretten( 25 Stüid) eine Million. Daher erlaube ich mir den Leichtsinn, auf der von der Sowjetregierung vorsorglich unbedruckt gelassenen Seite dieses Scheines Deiner lieben Dede und Dir aus dem Varadiese der Milliardäre meinen besten Gruß n übersenden." Eine Gerichtsigal. die Plädoners im Rathenauprozek. Ein tüchtiger Dicb! Mit welcher Unterfro renheit die Diebe der Nachkriegszeit vorgehen, begengt ein Fall, der sich kürzlich in Stuttgart er eignet hat. Dort hatte der Inhaber einer großen Wollfirma schon seit vielen Monaten große Ab. in den Kopf gestiegen war, wurde daraufhin grob gänge an feinen Warenbeständen wahrgenommen. und nur mit Mühe konnten die übrigen Gäste eine Er wußte, daß der Dieb bei ihm im Hause sein Rauferei verhindern, da Havliček auf die Barbara müsse, tonnie aber keinen festen Verdacht faffen, Schöbl einschlagen wollte. Die Tanzunterhaltung bis schließlich durch Beobachtungen sein Mißtrauen ging dann ohne Zwischenfall zu Ende. Als legt: gegen feinen Betriebsleiter rege wurde. Diefer, Gäste verließen Anton und Barbara Schöbl das s. der bisher das vollste Vertrauen seines Chefs gefal. Senapp vor ihnen ging das Ehepaar Jože!. offen hatte, bewohnte ein zu den GeschäftsräuLeipzig, 12. Oktober.( Eigener Drahtbericht.) Vor dem Gasthause wartete Havliček. Als Schöbl men gehöriges Zimmer und hatte die Aufsicht über Die Beweisaufnahme ist Mittwoch geschloffen mor herausfam, trat er auf ihn zu und ries:„ o hast die Gesaäftslokalitäten, zu denen er auch allein die den, nachdem man beschlossen hatte, den vielumstrit Du Deine Sur'? Dann sticß er die Frau Schlüssel besaß. Nach einer Durchsuchung der tenen Zeugen Brüdigam, mit dem Tillesen einen Schöbl zur Seite, pacte sie beim Halfe, würgte Wohnung des Betriebsleiters wurde er verhaftet, Russische Studentennot. Die Moskauer Is scharfen Zusammenstoß hatte- jeder bezichtigte den sie, warf sie zu Boden und trat mit den Füßer da bei ihm gestohlene Waren aus den Beſtänden weſtija" schildern die schwierige Lage der rufſt andern der Lüge- wegen des Verdachtes der Teil auf ihr herum. Als ihr Mann ihr zu Siffe der Firma gefunden wurden. Wie sich nunmehr schen Studentenschaft zu Beginn des neuen Senahme nicht zu vereiden. Brüdigam Hat bekannt. tommen wollie, schlug ihm Savliček ein Bierglas herausstellte, reichen die Diebsstäble mindestens mesters. Der Staat wird aus Sparsamkeitsrüc auf den Kopf, sodaß er zusammenstürzte. Ms er his November vorigen Jahres zurüd: der Wert sichten nur 25 Prozent der Studenten weiterver- mehrfach vorbestraft und ana) im' Irrenhaus ge fich mühsam erhob und fliehen wollte, verfolgte ihn beziffert sich auf mehrere Millionen Mark. Den forgen. Besonders in Moskau haben sie auch mit wesen. Trotzdem ist zu bedenken, daß seine Aussagen Havliček und versette ihm drei Messerstiche Girfel in der Underfrorenheit diefer Millionen großen Wohnungsschwierigkeiten zu kämpfen, die flar und bestimmt waren und daß seine Warnungen in den Rücken. Der Getroffene brach mit dem rerschleppung stellt jedoch die Art dar, wie der Be- für die große Masse der aus der Provinz stamvor den Attentaten auf Scheidemann und Rothenan Rufe:„ Um Gotteswillen, er will mich erschlagen!" triebsleiter das Liebesgut wieder in Geld umge- menden Studenten noch dadurch gesteigert wer sich nachber als richtig herausgeftefft haben, wäb- zuſammen. Der rohe Gewaitmensch ließ nun von feht hat. Er hat an sich selbst fingierte Briefe ge- den, daß auch die Studentenheime den staatlichen rend Tillesen seinen Bekundungen nur gekünftelte ihm ab und lief zur Eingangstür des Gaſthauss zu richtet, in denen er Offerten in Wollwaren machte. Stipenien vorbehalten bleiben. Jufolge der Kür- Ausreden entgegenzujeßen hatte, und sich fiberdi riid, wo er die ihren Mann suchende Frau Schöbl Die Offerten zeigte er feinem Chef, der dann tatsune des Beamtenpersonals werden die Studen in mancherlei Schwierigkeiten verwidelte. Der Ober. neuerdings zu Boben warf, an den Haaren riß und fachlich mehrmals den Ankauf von mehreren ten ihren Lebensunterhalt nicht mehr durch Arreichsanwalt hat die Anklagen gegen alle Angeklagten mit den Fäusten bearbeitete. Entjest rief die in der Stilogramm Schafwolle vornahm und dem Be- beit in den Behörden erwerben fönnen, wie es mit Ausnahme von Vok, für den er Freispruch er Nähe ſtehende Philomena Jožef aus:„ Er will fie triebsleiter einen zehnprozentigen Verdienst da bisber oft geschah. Die Hochschulbehörden ver ran zusicherte. Auf diese raffinierie Art und Weise suchen Privatmittel für die Studentenhilfe heran berkennung der Ehrenrechte, weil es sich nicht um bittet, aufrecht erhalten. Er fordert überdies die erschlagen, er hat ja ein Messer in der Hand!" Havliček wandte sich nun auch gegen sie, versette ihr zu lick der Dieb seinen Chef das ganze ihm erst ge- uzichen und die Stiftung von Stipendien durch eine rein politische Tat, sondern mehr um einen fei- crit eine Ohrfeige und lief ihr dann nach, wobei stohlene Gut wieder auftaufen, und man kann Privatpersonen und private Vereine zu fördern. fich das bergnügte Schmunzeln vorstellen, mit dem Wegen Kür ung der staatlichen Stredite mußte einen, gemeinen Mord handelt. Daß Organisationen er das offene Meijer in der Hand hielt. Der Mann dahinter stehen, ist noch nicht schlüssig erwiesen, aber der Jožef kam rechtzeitig dazu, um ein weiteres Iner nach solch glücklichen Geschäftsabschlüſſen auch Drittel der bei den Hochschulen unter dem Namen dafür sprechen sehr viele Anzeichen. Auf jeden Faft glück zu verhüten. Savličel, der fich nun ausgetsbt noch deu schnprozentigen Gewinn einstrich. habe die antisemitische Seve eine Mord- Atmosphäre batte, verließ ruhig mit seinem Bruder den Schau geschaffen. Bei Tilleien erffärte er, daß dieser start plaß seiner Gewalttaten. Der Fußtritt für die überflüssig gewordene von„ Arbeiterfakultäten" bestehenden Vorberei tungskurse zum akademischen Studium geschlossen werden. lich eine Doppelrolle des Spitels gespielt und Arbeiterschaft. Wie bekannt, hat vor kurzem die verdächtig ist, der eigentliche Organisator Havliček stand gestern vor seinen Richtern. Leise, Berliner Tägliche Rundschau" Das geheime Rohr des Spiritusbrenners. des Mordes zu sein. Das sei ihm aber nicht zwin. schüchtern antwortete der etwas blasse und noch febr Berleger gewechselt. Bei dieser Gelegenheit war diach der Neuen Berliner Mittagszeitung" hat gend zu beweisen, ſodaß gegen ihn nur die Anklage jugendlich aussehende Verbrecher auf die Fragen des wieder einmal zu sehen, wie Kapitalismus und die Effener Polizei in der Spiriinsbrennerei wegen Unterlassung der Anzeige beitchen bleibt. Am Vorfivenden. Würde man nicht die böse Faite auf Kapitalisten auch mit der geistigen Arbeitstraft rautträmer auf Hunderte von Mil- Donnerstag zeigte sich erst die Wirkung dieser Straß seiner Stirne sehen, die den Gewaltmenschen verrät umspringen, wenn sie überflüssig geworden. Den lionen sich belaufende Steuerhinter- anträge. Ernst Werner Techow wird unter er- und würden seine Augen nich: unſtet im Saale um Redakteuren des nationalistisch- scharfmacherischen zichungen und Unregelmäßigkeiten aufge- mahnenden Worten des Präsidenten mürbe. Unter herirzen, so möchte man annehmen, daß hier ein unBlattes waren dessen finanziellen Schwierig deckt, die zwei Jahre lang fortgeführt wurden. Tränen erklärte er, daß er deshalb nicht von der Ausschuldiges Opfer des Schidials fint. Doch er fennt feiten und auch die eingeleiteten Verlaufsver Der Brennereibefizer hatte unter anderem ein führung des Mordes zurüdtreten fonnte, weil Stern die Verhandlungsweise bei Gericht, er weich geschickt handlungen völlig unbekannt. Der Verlauf ist geheimes Rohr anlegen lassen, durch das er nachts ihm gedroht hat, daß er ihn sonst erschießen werde. verfänglichen Fragen des Staatsanwaltes aus und in einer faum zwei Stunden dauernden Ver Spiritus ablaufen ließ, während er bei Tage Verteidiger Rechtsanwalt Hahn sucht vor allem die antwortet nur das Notwendigste und dann sehr handlung perfekt geworden und den Redakteuren das mit einer omtlichen Kontrolluhr versehene Deutschnationalen von dem Vorwurfe der Mitschuld zögernd. Er wollte den Schöbi nich. umbringen, er ist dann noch am selben Tage auf einem hefto- Rohr benüßte. Der Brennereibefizer, der noch zu entlasten. Die Organisation& nimmt er ebenso wollte ihm auch nichts zuleide tun. Er habe icifgraphierten Bogen die Sündigung zugegangen. vor zwei Jahren arm war, ist jetzt Mil- wie sein Kollege Sad nur bedingt in Sajuy. Er weise in Abwehr gehandelt. Denn wie Schöbl auf Gleichzeitig wurde ihnen mitgeteilt, daß sie im lionär. Die Polizei hat eine Anzahl von ihm wendet sich aber gegen die Aberkennung der Ehren- ihn zugekommen sei, habe er in seiner Sand ein Betriebe vorläufig nicht mehr zu erscheinen gefaufter Säuser beschlagnahmt und ihn und rechie und hebt hervor, daß die meisten Angeklagten Meffer blinken sehen. Er habe es ihm entriffen, fei brauchten. Ueber ihr Anstellungsverhältnis hat seinen Helfershelfer, einen Zollaffiftenter, feinerzeit für die Republik gekämpft hätten. In ihm nachgerannt, und in seiner Aufregung stach er der Verlag fie im übrigen auch weiterhin im un verhaftet. Wirklichkeit wollten die Angeklagten bei der Nieder zu, ohne die Folgen zu bebenfen. Die Schöbl mig flaren gelassen, doch hat er mit allen möglichen Eine Statistik ber epidemischen Krankheiten. werfung der Unruhen, wie in Bremen, München usw. handelte er, weil sie ihn gereizt und provoziert habe. Mitteln versucht, sie von ihren rechtmäßigen An Laut Meldung des Sanitätsdepartements der polit nicht für die Republik, sondern für die Wiedersprüchen durch geringe Abfindungssummen abzuschen Landesverwaltung in Prag wurden in der Zelt aufrichtung der alten Ordnung lamp. bringen. Das ist in der Tat auch bei einem Teil vom 16. bis 30. September folgende Krankheitsje fen. Die anderen Verteidiger vertraten ihre Alien der Redakteure gelungen. Nachträglich stellte sich sur Anzeige gebracht: Bei der Zivilbevölkerung: ten in einzelnen. Ernst Techow wird vom Rechtserst heraus, daß der neue Verlag der„ D. A. 3." Scharladh 105( 6 Todesfälle), Diphtherie 54(!), antvait ad als ganz unter dem Einfluß von Kern eine gewisse Summe für die noch ausstehenden Bauchtyphus 93( 11), Dysenterie 21( 8), Genicstarre stehend hingestellt. Er ist nach ihm nicht mittäter Ausgaben bereitgestellt hatte, und es wird jett 2( 2), Rindbettfieber 17( 5), Trachom 16( 0), Para- sondern nur der Beihilfe schuldig. Auch die anderen behauptet, daß selbst an dieser Summe für die typhus 1( 0). Beim Militär: Banchiyphus dret Verteidiger versuchen die Schuld ihrer Angeklagten Redakteurgehälter der alte Werlag noch gewisse Fälle, Geniditarre ein und Trachom ein Fall. Sterbe- in gelinderem Lichte darzustellen, teilweise beantragen Verdienste erzielt habe. Ter alte Berlag versucht, fall feiner. Außerdem traten unter der Zivilbevölke- fie sogar Freispruch. Die Plädoyers gehen weiter. Die alte sergií. Erzählung von Maxim Gorkij, ( 2) So freigebig ist in jenent Land die Erde! Einst lebte dort ein Staum starfer Menschen, die ihre Herden auf die Weibe trieben, und ihre Kräfte, ihren Wut sonst noch in der Jagd auf allerlei Tiere übten, Nach jeder Jagd hielten sie muntere Gelage ab, sangen Lieder und spaß ten mit den Mädchen, die dort schön sind, wie das Feuer. Einstmals, mitten in munterem Gelage, trug ein Adler, vom Himmel herunterschießend, eines von den Mädchen fort schwarzhaarig war sie, zart und duftig, wie die Nacht. Die Pfeile, welche die Männer des Stammes ihm nachsandten, fielen fläglich zur Erde zurück. Da gingen sie alle, das Mädchen zu suchen fanden es aber nirgends. Und mit der Zeit vergaßen sie es, wie man alles auf Erden vergißt." schwer herniederfallen auf die Felsvorsprünge der Berge und schlug sich im Falle zu Tode. Alle schauten mit Erstaunen auf den Sohn des Adlers, und bemerkten, daß ihn nichts von ihnen unterschied, nur daß sein uge falt und unbesiegbar stolz blickte, wie dasjenige des Kö nigs der Lüfte. Sie redeten auch mit ihm, und er antwortete, wenn es ihm behagte, oder schwieg sich ruhig aus; und als die leitesten des Stam mes an ihn herantraten, sprach er mit ihnen wie mit seinesgleichen. Das fränfte jene, sic nannten ihn einen unfertigen Pfeil mit ungeschliffener Spize, und festen ihm auseinander, daß Tau sende solcher, wie er einer sei, ihnen gehorchen und sie achteten, und außerdem noch Tausende anderer, die zweimal so alt feien, wie er. Er aber blickte sie mit seinen talten Augen fühn und stolz an, und meinte, solche wie er gebe es feine mehr; menn alle sie achteten und ihnen gehorch ten, so sei das deren Sache, er aber gedente es nicht zu tun. Sie wurden gar zornig und riefen: Er hat seine Stätte unter uns! Er mag gehen, Die Alte feufzte und schwieg. Ihre tnar wohin er will! Er lachte nur furz auf und rende Stimme tlang so, als murrten empört all ging wohin er wollte: zu einem schönen da vergessenen Jahrhunderte, in ihrer Brust zu Mädchen nämlich, das ihn scharf und lange an Erinnerungsschatten verdichtet. Und distret be- geblidt hatte. Er ging hin, trat auf sie zu und gleitete das Meer diesen Beginn einer jener ur- umarmte fie. Sie aber war die Tochter eines der alten Legenden, die wohl einstmals in grauem, Aeltesten, die ihn eben verwiesen hatten. Und fernem Altertum an seinen Ufern entstanden. obzwar er schön war, stieß das Mädchen ihn von Nach 20 Jahren aber fam sie selbst wieder, sich, denn sie fürchtete sich vor ihrem Vater. Sie abgemattet und vertrodnet, und mit ihr ein stieß ihn fort und wollte weiter gehen, er aber Jüngling, schön und start, wie sie es einst geschlug nach ihr, und, als sie hingefallen war, wesen. Und als man sie fragte, wo sie diese Zeit stellte er den Fuß auf ihre Brust, und zwar mit berbracht, erzählte sic der Abler habe sie in einer solchen Straft, daß das Blut ihr hoch aus die Berge getragen und habe dort mit ihr als dem Wunde schlug, daß sie sich wand wie eine seinem Weibe gelebt. Der Jüngling sei sein Sohn, Schlange und starb. der Vater aber lebe nicht mehr, denn als er, Alle, die dieses gesehen, wurden von gewal schon alt und schwach, seinen Lob sich nähern tigem Schred ergriffen, denn noch nie hatten sie fühlte, hob er sich zum lezzienmal hoch zur Sonne ein Weis so töten sehen. Und lange schwiegen empor, legte dort die Flügel zusammen, ließ sich alle, und blidten sie, die Tote, an, wie sie dalag Doch die Zeugen fagen ausnahmslos gegen ihn aus; und find dabei geängstigt, als ob sie immer den gefürchteten Havliček vor sich sehen würden. Die Beratung der Geschworenen dauert nicht allzu lange. Alle Schuldfragen werden einstimmig beaut wortet. Und der Gerichtshof verkündet das" rteil: Gustav Havliček wird wegen Totschlags, schwcrer örperverlegung und öffentliher Gewalttätigkeit au vier Jahren schweren Kerlers, verschärft durch Fasttage und hartes Rager ob mit weit geöffneten, schreckerfüllten Augen und Und als man ihm die Fesseln abgenommen blutigem Wunde, als schrie sie noch im Tode nach hatte, fragte er: Was wollt ihr? fragte so, als Rache; blickten ihn an, wie er allein gegen sie seine Stlaven wären. alle neben ihr stand, so falt und stolz, mit Du hast es schon gehört, erwiderte der Weise. hocherhobenem Haupte, als fordere er ſetust die Wozu soll ich euch meine Sandlungen er Rathe heraus, die sein Haupt treffen mußte. flären? Dann, zur Besinnung gekommen, ergriffen und Damit wir dich verstehen können! Du Stol banden sie ihn und ließen ihn so liegen; jie fan zer! Höre: dem Tode bist du jedenfalls versic fan- zer! den es zu milde und zu einfach, ihn sofort zu fallen. So laß uns wenigstens verstehen, was du töten, für sein Vergehen zu wenig demütigend getan. Wir bleiben am Leben, und uns ist nüz und peinigend, und ihren Rachedurst nicht stillend. lich, mehr zu erfahren, als wir wissen. Die Nacht verbreitete sich und wuchs, erfüllt von leisen, sonderbaren Lauten, und ihre Far bung wurde mehr und mehr phantastisch. Die Zieselmaus pfiff leise in der Steppe; aus dem Hebenlaube zitterte das ätherische Zirpen der Grille, die Blätter rauschten seufzend, und die volle Mondessche be blutrot bisher- wurde immer blasser, je mehr sie sich von der Erde entfernte, immer blasser und blasser, während fie immer reichlicheres Licht über die Steppe goß. ,, Und sie versammelten sich, die Strafe zu ersinnen, die seinem Vergehen entsprechen fonnte. Es wurde vorgeschlagen, ihn durch Pferde zerreißen zu lassen das schien ihnen aber nicht genügend; man schlug weiter vor, daß ein jeder ihn mit seinem Pfeile treffe doch auch dieses wurde abgelehnt; man schlug vor, ihn zu verbren nen. Dann würde, meinte man, der Rauch seine Qualen vor ihren Augen verbergen. Man schlug noch vieles vor, fand aber nichts, was allen genügt und alle befriedigt hätte. Und seine Mutter kniete vor den Aeltesten, und fand weder Tränen noch Worte, um ihr Erbarmen zu erflehen. Geraume Zeit vedeten sie hin und her, und endlich sprach ein Weiser nach langer Ueberlegung: Fra gen wir ihn, weshalb er es getan hat! und sie fragten ihn danach. Er antwortete: Nehmt mir erst die Fesseln ab. Gebunden spreche ich nicht mit euch! Gut ich werds euch sagen, obzwar, vielleicht, mir selber nicht ganz flar ist, was ge schehen. Ich habe jie, scheint mir, getötet, weil sie mich von sich stick... ich aber mollte sie besitzen. Doch war sie ja nicht dein! erwiderte man ihm. Benüßt denn ihr nur das, was euer ist? mich dünkt, daß jeder Mench als mitgebrachtes, mitgeborenes Eigentum nur seine Sprache, seine Sände, seine Füße hat und doch besitzt ihr alle Weiber, Tiere, Erde und vieles andere noch dazu? Man bemerkte ihm hierauf, daß jeder Mensch für alles, was er hat, mit seinem Geiste, seiner draft, seiner Freiheit, seinem Leben zahle. Ev aber erwiderte, er wolle alles haben, was ihm gut und schön dünke, und dennoch sich und alles feinige ungeteilt für sich allein behalten. Lange sprachen sie mit ihm, und ersahen aus seinen Reden, daß er in seinen eignen Augen der erste und der einzige auf Gottes Erde sei, und außer sich nichts anerkenne, ja nichts zu sehen imftande war. Es graute ihnen allen, als sie dabei bedachten, zu welch entseglicher Einsamkeit unter den Menschen er sich selbst dadurch ver damme. Er fannte weder Stamui, noch Mutter, weder hohe Heldentaten, noch friedlichen Eriverb; er hatte weber Bich, noch Haus, noch Weib und trug nach alfdem fein Verlangen!" ( Fortseyung folgt.) Beite 6. verurteilt. Savliček verhält sich bei der Urteilsver-| lichkeitsgiffer ist hoch. Zu den Maßregeln, zu denen fündigung ganz ruhig. Seine Sinne scheinen schon sich die Regierung entschlossen hat, gehört die nanz abgeſtumpft zu sein gegen derartige erschütternde Schließung der Fischmärkte und das Verbot von aus Beschehnisse. Ein etwas robust aussehender Zu- der See stammenden Nahrungsmitteln. ichauer aus dem Saale sagt beim Fortgehen: Bier Jahre lassen sich noch ertragen!" Arme Menschen, die so zu denken, sich gewöhnt haben. Der Prozeß gegen den Abgeordneten Bacran. Wie wir aus verläßlicher Quelle erfahren, findet der Prozeß gegen den Abgeordneten Baeran am 21. Oktober vor dem Prager Schwurgericht statt. Den Vorsitz der Verhandlung führt der Präsident des Strafgerichtshofes Dr. Wondračcf. Kommuniſtiſche VerſammlungsSprenger. Bolfswirtschaft und Sozialpolitit. 18. Otober 1922. Zeitpunkt diesem ist zu entnehmen, daß der Mitgliederstand; Abfahrt: 7.55 Uhr. Führung: Strnad. trop der Arbeitslosigkeit mit über 6000 erhalten wer der gemeinsamen Besichtigung der Abstinenten- Ausden konnte. Da bei den festen Wahlen für die joziot- stellung in der„ Urania", wird noch bekanntgegeben. demokratische Liste 20.000 Stimmen abgegeben wur- Nächste Zusammenkunft, Donnerstag, den 26.£ ftn. den, gehört also ein Drittel der Wähler der sozial ber, Stonopischter( Škvor) Bierhalle. demokratischen Partei als Mitglieder an.- Das " Turnen und Sport Referat über„ Wirtschaftskrise und Aufgaben der Arbeiterschaft" erstattete Genofje Wondrat, über Reichsverordnung gegen die Devisenfpetu. Parteiarbeit sprach Genosse de Witte. In der Wettspiele in Prag. Samstag: Meisterschef: lation. Eine heute in Straft tretende Verordnung Debatte wurden von den Genossen Löw und Sacher Sonn. des Reichspräsidenten gegen die Spekulation in die Arbeiten besprochen, welche zur Bekämpfung der 1. KI.: Slavia gegen AFN. Vršovice. ausländischen Zahlungsmitteln verbietet auf Arbeitslosigkeit im Gange find. Genosse Sache: tag: Botal: Nuselsky S. gegen Kročehlavy, Cechte Grund des Artikels 48 der deutschen Reichsver machte auf die Notwendigkeit der Werbung für die Martin gegen Sparta Kladno, AFK. Vršovice gegen fassung Forderung und Annahme von Zahlung Presse dringend aufmerksam. Genosse Wondrak for. Cechie Smichow, Biltoria Nusle gegen Sk. Kladno, in a usländischen Zahlungsmitteln derte die Vertrauensmänner zur Werbearbeit Riben gegen Meteor VIII, C. Sparta gegen Vir bei Inlandsgeschäften und im Klein- für den„ Sozialdemokrat" auf. Dann toria Zižlow.- Der Deutsche Sportverein handelsverlauf die Preiserstellung in inlandi- sprachen noch Genosse Born über Bildungsfragen, Troppau spielt Sonntag in Prag gegen die ichen Zahlungsmittel auf Grundlage einer Aus- Genoffe Sein über tonsequente sozialdemokratische Deutschen Sportbrüder( Meisterschaft). landswährung. Der Erwerb ausländi Arbeit im Staat, Bezirk und Gemeinde, Genosse Dr. Leichtathletik. Die Finnländer in Ber. scher Zahlungsmittel ist nur nach vor- Simon über die Steuerpolitik der Regierung, die lin. Am Dienstag abends starteten einige finnlän. heriger Genehmigung der Prüfstelle zulässig, in Genossen Hopf und Schaffelhofer über die Bedeutung dische Leichtathleten, welche auf der Nüdfahrt von deren Bezirk der Auftraggeber feinen Aufenthalt der Jugend und Kinderfreundebewegung.- Bum Baris Berlin berührten, beim Meeting des SE. Charbat. Banken dürfen Verkaufsgeschäfte über Referate des Genossen Wondrak über Wirtschafts- lottenburg. Sie blieben bei allen ihren Starts fleaausländische Zahlungsmittel nur abschließen, frise wurde eine Resolution einstimmig angenon reich. Särö gewann die 100 Meter vor Senftleben in 11.3 Set.( Gegenwind) und die 200 Meter vo: wenn sie sich über die Person des Auftraggebers men, in der es unter anderem heißt: „ Die am 8. Oktober 1. J. im„ Hotel Wacht 3irpel in 22.9 Set. Sipila siegte über 7500 Meter vergewiffert und wenn lettere genügende Belege meister" in Fischern abgehaltene Bezirkskonferenz in 24: 55.1 vor Tornom und Ruppert, Myrrhä im beigebracht haben. Als Strafen sind festgesetzt: der Sozialdemokratischen Partei erklärt sich mit Speerwerfen mit 57.95 Meter vor Lüdecke, 53 meter, Gefängnis bis zu drei Jahren und Geldden Forderungen des Parteivorstandes der Dtsch. und Zimmermann, 51 Meter, Nyyttimä im Diskus strafen in Höhe des einfachen bis zehnfachen soz. dem. Arbeiterpartei und der drei Gewerkschafts- mit 42.25 Meter. Im 1500 Meter- Laufen blieb des Wertes der ausländischen Zahlungsmittel. sentralen, die der Regierung unterbreitet wurden, Belper in 4: 14.1 vor Ernst leichter Sieger.(„ Pr. Sie treffen auch Inhaber von Bankgeschäften, einverstanden. Die versammelten Vertrauens. Br.") deren Bevollmächtigte und Angestellte, wenn sie männer der Arbeiterschaft des Karlsbader Bezirkes vorfäglich ausländische Zahlungsmittel ohne die vorherige Genehmigung der zuständigen Reichs- ſtellen vor allem feſt, daß fie zu den angekündigten banfanstalt abgeben. Endlich ist auch tonfis. fation der in Betracht kommenden auslän dischen Zahlungsmittel durch den Staat vorgesehen. Ententemaßnahmen gegen den Zusammen. bruch der Mark. Die Blätter melden, daß Sir John Bradbury der Reparationskommission einen Antrag zur Vermeidung des deutschen finanziellen Zusammenbruches vorgelegt hat, worin sofortige radikale Maßnahmen verlangt werden, die sehr verschieden sind von denen, über die nach dem letzten deutschen Moratoriumsgesuch verhandelt worden ist. folgen weroen. Am Mittwoch sollte Genosse Dr. Paul Dewi in einer von unserer Teplizer Bezirksorganisation einberufenen Versammlung im„ Imperator" Saale in Turn über den Weg zum Sozialismu" sprechen. Die Kommunisten hinderten ihn daran, indem sie die Versammlung sprengten. Stundenlanges Gebrüll der Kommunisten machte dem Genossen Löwi das Reden unmöglich. Es ist begreiflich, daß die Kommunisten von blindwütigem Haz gegen Levi erfüllt find. Hat er doch mit besonderer Schärfe den Putschismus der Kom munisten als furchtbares Verbrechen enthüllt. Es war zu erwarten, daß die Kommunisten dem Genoffen Löwi auch auf deutschböhmischem Boden den Geifer ihres Sajfes entgegenschleudern wür den. Konnte schon Löwi nicht widerlegt werden, so konnte doch wider ihn geschrien werden. Einen cigenen Vorschreier" hatten sich die Kommuni ften aus Deutschland verschrieben, den preußischen Vandtagsabgeordneten Scholem, der mit einer Sorde besonders gefinnungstüchtiger Moskauanhinger dem Genossen Lewi von Stadt zu Stadt nachreiste. In Assig und in Bodenbach ichnitten fie schlecht ab und das vermehrte ihre But, die sich nun in Turn austobte. In ziemlich großer Anzahl wohl an 250 Leute waren jie gekommen.( Ungefähr Zweihundert ihrer AnStinnes in Ungarn. Wie die Wiener Zeit hänger waren tschechische Arbeiter.) Genug omschrift„ Die Börse" meldet, hat Stinnes einen munisten, um eine Bersammlung von über tausend großen Teil der Aftien der Liptawerke erworben. Arbeitern unmöglich zu machen. Die Stommuni- Die Beteiligung daselbst dürfte nur ber Anfang ften verlangten, einem fommunistischen Redner die gleiche Redezeit zu bewilligen, wie dem Ge- sein, dem bermutlich neue Transaltionen des noffen Lewi. Präsidium und Versammlungentehr- deutschen Großindustriellen auf ungarischem Boden heit lehnten dieses Verlangen ab. Dem Herrn Scholem sollte nur soviel Redezeit bewilligt wer den wie jedem anderen Debatteredner. Nach Betanntgabe des Abstimmungsergebnisses setzte der ,, fommunistische Stlassenlamps" in schärfster Form ein: Massengeschrei wechselte mit Einzelgebrüll, zwischen den Versammlungsteilnehmern tam es ungemein heftigen Auseinandersehungen, und nach einstündigent Lärmen und Toben der Mosfowiter mußte die Versammlung geschlossen werden. Im Verlaufe der Auseinanderseßungen" hatte, um die Versammlung überhaupt zu ermöglichen, ein Genosse beantragt, dem Kommunisten Drei Viertelstunden Redezeit zu bewilligen. Mit überwältigender Mehrheit wurde dieser Antrag abgelehnt: Die Arbeiter wollten feinen Stommunisten hören, hatten sie doch eben in dieser Stunde die Kommunisten von ihrer widerlichsten Zürich Seite fennen gelernt. Und so ging denn die Ver- Berlin sammlung in einem wüsten, häßlichen Toben Wien unter. Und es war gut so. Denn die Arbeiter haben nie Rommunisten eine Stunde lang ,, am Wert" sesehen. Noch nie waren die Arbeiter jo erbittert negen die kommunistischen Arbeiterfeinde wie nach dieser Versammlung. Die Radaubrüder, die sich wie Ausbrecher aus einem Irrenhause benahmen, haben den Arbeitern gezeigt, daß der Weg zur Gesundung der Arbeiterbewegung über die rüdsichtslose Belämpfung der Kommunisten führt. Die Kommunisten werden sich nun, nachdem sie feit Jahren nichts anderes tun, als in sozialde mokratischen Versammlungen zu schreien, nicht darüber vundern dürfen, wenn ihre brüllenden Mäuler durch Arbeiterfäufte gewaltsam geschlos sen werden. Kleine Chronit. Ein neuer Stoischenfall im befeßten Gebiet. In Süsseldorf- Seerdi wurde der 18jährige deut. sche Arbeiter Bodenweis von einem belgi. jchen Marinesoldaten angeschossen; er ist seinen Verletzungen erlegen. Die Tat geschah in der Nacht von Samstag auf Sonntag in einer Wirtschaft in Heerdt, in der der dortige Turnverein jein Stiftungsfest feierte. Trotzdem an der Sür eine Verfügung des belgischen Kommandanten angeschlagen war, die belgischen Soldaten den Zutritt verbot, drangen sechs belgische Marinesoldaten in die Wirtschaft ein. Hier gerieten die Belgier unterein ander in Streit, in dessen Verlauf sie sich mit Gla. sern und Flaschen bewarfen. Als darauf die dent schen Gäste Muhe stiften wollten, wandten sich die Belgier gegen die Deutschen und gaben mehrere Revolverschüsse ab, von denen einer den Arbeiter Bodenweis am Halse verlegte. Die herbeigerufene belgische Militärpolizei nahm einen der Marinesolda. ten am Tatorte fest. Die anderen fünf wurden später verhaftet. Rumäniens Anteil an der österr.- ungarischen Bant. Nach Bukarest wurden 22 Millionen Stronen in Gold als Ratenzahlung für den Anteil Rumäniens bei der Liquidation der Desterr.ung. Bant gefandt. Insgesamt beträgt der Anteil Rumäniens 72 Millionen K in Gold.. Die 22 Millio nen Kronen wurden in der rumänischen Nationalbank hinterlegt. Regierungsmaßnahmen zur Bekämpfung der Wirt schaftenot tein Vertrauen haben und sind Mitteilungen aus dem Publitum. überzeugt, daß auch die neugebildete Regierung, 12 Fotografien um 12 Kč. 1185 Serausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermak. Druck: Deutsche Zeitungs- Aktiengesellschaft. Prag, Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Für den Druck verantwortlich: O. Solik. mit so starkem agrarischen Einschlag, sich dieses Foto- Studio, PRAG II., Václavské nám. 15. Bertrauen nicht zu verschaffen vermag, so daß es den Einsatz aller Kräfte erforderlich machen wird, dafür vorzusorgen, daß auf diese Regierung mit allen zu Gebote stehenden Mittein eingewirkt werde, daß sie in geeigneter Weise für die Ar. beitslosen, als die Opfer der Wirtschafts. frise, entweder in Form ausreichender geldlicher Unterstützungen oder durch Beschäftigung der Arbeitslosen Vorsorge treffe." Vereinsnachrichten. RISTEN REIN NATURFREU Touristenvercin Die Ratur. freunde", Prag II. Kunst wan. PALMA berung, Samstag, den 14. St. Kautschuk Absatz tober. Treffpunkt: Staristirche, Endstation der Ser Linie, tschech. Stin. derspital um halb 4 Uhr nachmittag Stono. ( statt Stefanskirche). Leiter: Dr. Alcin. pischter Bart am Sonntag, den 15. Oftober. Bio- Programm Arbeitslosenunterstüßung in der Schweiz. Der schweizerische Nationalrat hat beschlossen, an Arbeitslose cine Herbst- und Winterzu- vom 13. Oktober bis 19. Oktober. Tage auszuzahlen. Burle der Baluten. Die tschechische Krone notiert in: Echw. Frant 0'1815 Mart 84.50 0000.. öfteer. Rr. Prager Kurse. 100 holl.Gulben 100 Mar. Geld 1166.50 Ware 1170.50 115.00 1.85.00 100 fchweis. Frant 100 gire 556.50 559.50 126.75 128.25 100 franz. Franks 225.25 226.75 1 Pfund Sterling 181.25 132.75 1 Dollar 29.60.30 206 50 44.62 003.50 208.50 45.25 0° 04.50 0.23.75 0.33.75 1.11.00 1.21.00 100 belg. Frants 100 Dinar 100 öfterr. Kronen 100 voln. Mart 100 maghar. Kronen 30.00.00 Züricher Schlußikurse( Debijen). Berlin Wien Brag Solland New Yort London 0.22.00 0.00.70 18.15 40'60.00 22.90.00 0.21.75 Baris Mailand Budapest 208.40 Agram 205.50 586 00 Warschau 0.05.50 28.79 Wien geit. 0° 00.87 Kunst und Wissen. 1046 Emil Zolas: Erde LIDO- BIO literarisches Filmwerk in 1145 LUCERNA 1071 SANSSOUCI Telephon 9097. 7 Teilen. Nächstens! Nächstens! Die Frau des Pharao. Chaplin wandert aus. Lustspiel in 2 Akten. Fortsetzung. Der Kaiser der Armen. Französ. Abenteuerroman. In der Hauptrolle L. Mathof. Großes Doppelprogramm: Der Silber önig. VI.( letzte) Epocae. Die Fremde fesselndes Drama aus dem amerikanischen Norden in 7 Tellen. Wo verkehren wir? und Sohle Unerreicht an Passform und Haltbarkeit. Ersetzen das teuere Leder Kleiner Anzoiner D.S. Telegramm! Inserieren Sie im Café Continental, Prag- Graben Jebe Nähmaschinen Goldenes Kreuzel, Brag- Netazanta. auch für Suster und Schneider. fowie Fahrrä der ab, gegen monatliche fleine Bablungen. Marte, genügt. Besuch sofort" Samstag neueinstudiert„ Die Buge Reues Theater. Heute, Freitag Die Frau im Hermelin". notten". Sonntag vorm., Anfang halb 11 Uhr, 1. philharmonisches Konzert. Nachmittag, Anfang halb 3 Uhr, Gastspiel Richard Rubla„ Der Bettel. Abend Die Bajadere". student". 134 " Kleine Bühne. Heute, Freitag Der Werwolf". Samstag Haben Sie nichts zu verzollen?". Nachtvorstellung, Anfang 10 Uhr„ Ein Abenteuer in Maroflo".- Sonntag nachmittag„ Am Teetisch". Abend Gastspiel Leopold Kramer„ Bapa". Aus der Partei. Bezirkskonferenz Karlsbad. Die ganzjährige Be. Cholera in Tolio? Wie aus Tokio gemeldet szirkskonferenz am 8. Oktober im Hotel Wachtwird, ist dort seit der vorigen Woche der Ausbruch meister" in Fischern war gut besucht. Anwesend einer Cholera- Epidemie festgestellt. Trotzdem ohne waren 103 Vertreter von Lokalorganisationen( barun jede Verzögerung energische Maßnahmen ergriffen ter 30 Frauen), 15 Mitglieder der Bezirkskonferenz, wurden, um der Ausbreitung der Seuche einen Damm 3 Mitglieder des Frauenbezirkskomitees, je ein Ver. entgegenzustellen, sind täglich nene Fälle zur Kennt- treter der Gewerkschaft, der Jugendlichen, Kindernis der Behörden gekommen. Die Gesamtzahl der freunde, Turn- und Gesangvereine und der Genossen. Gastwirtschaft Deutsches Vereinshaus Prag, Smečky 22( Urania). Café Nizza" " 1060 Kgl. Weinberge, Jungmannstraße 27. Unser Stammlokal. Gastwirtschaft..Lidový dům“ der Genossenschaft„ Ganymed Täglich PRAG II., Hybernská Konzert. Nr. 7. Restaurant ŠKVOR. Weinberge. Rubešgasse 7. Zusammenkunft jeden Donnerstag Teplitz- Schönau. 1063 bisher gemeldeten Erkrankungen beträgt 130. Die ſchaft. Um Zeit zu gewinnen, wurde der Bericht CAFÉ EUROPE BahnhofKrankheit tritt in schwerer Form auf; die Sterb- schriftlich den Organisationen vorher zugesendet. Ans Batman 2. Baldmann. Teplit, Lehmannstraße 23. 1136 Sozialdemokrat" In das Haus des Arbeiters gehören leine bürgerlichen Familien- Kalender, sondern jeder Arbeiter und jede Arbeiterin taufe sich einen Arbeiter Taschenkalender oder ein Arbeiter Jahrbuch 1923 3 Preis: Taschenkalender 6 Kronen • • Jahrbuch 1923 7 Aronen Zu beziehen durch das Sekretariat der Deutschen fozialdemokratischen Arbeiterpartei in ZeplipSchönau, Seilerstraße 1. 1054 straße. ☐ ☐ ㅁㅁ