- 1091 An die a.21 Kreisgewerkschafts Kommission Fischern. Du Bottighedami Juferate werden laut Tarif billigft berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 2. Jahrgang. Lastenstr.87. Für den nationalen Frieden! -W -POS demokrat Demthen sozialdemokratischer Arbeiterpartei in der tschechoslowatischen Republit. Mittwoch, 8. November 1922. Für den nationalen Ausgleich. Bezugs Bebingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Post " monatlich.. Kč 16.vierteljährlich 48.halbjährig ganzjährig.. 192" Ruatellung 96.non Manustripten erfolgt nur bei Einsendung ber Retourmarten. Erfcheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh. Nr. 262. Ein Boritoß der französischen Sozialisten. Dringlichkeitsantrag der deutschen Sozialdemokraten im Abgeordnetenhaus. Gegen die Reparationskommiffion. Den lozialdemokratischen Antrag haben 117 Abgeordnete, fast die gesamte Opposition unterschrieben. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom Hirsch, Hoffmann, Holitscher, Joll, Kaufmann, 7. November haben die Abgeordneten Genossen Stirpal, Leibl, Palme, Pohl, Roscher, Schäfer, Dr. Czech, Cermal, Hillebrand und Genossen fol- Schuster, Schweichhart, Taub, Uhl. genden Dringlichkeitsantrag eingebracht: Das Abgeordnetenhaus möge beschließen: Die deutschen Sozialdemokraten haben gestern im Abgeordnetenhause eine bedeutsame Anregung zur Anbahnung der Lösung der nationalen Frage gegeben: sie haben einen Dringlichkeitsantrag eingebracht er trägt die Namen der Abgeordneten Dr. Czech, Cermaf, Sillebrand und Genossen- der die Einseßung cines 24gliebrigen Ausschusses verlangt, welcher Gefeßentwürfe über die Regelung der nationalen Berhältnisse und besonders über die rechtliche Stellung der im Staate lebenden Nationalitäten auszuarbeiten und binnen drei Monaten dem Hause vorzulegen hat. Der Antrag trägt ohne die Unterschrift Smerals, der in Moskau weilt 117 Unterschriften, er muß also nach den Bestimmungen der Geschäftsordnung, wenn sich nicht etwa die Regierungspar teien eines offenen Rechtsbruches schuldig machen, auf die Tagesordnung des Hauses ge stellt werden. Welches Schicksal er hier erfährt, welche Stellung die Regierungsparteien zu ihm einnehmen werden, steht dahin, aber und das ist das zweite Bedeutsame an dem Antrage die Unterstüßung, die er bei den anderen oppositionellen Parteien fand, behütet ihn davor, den Initiativausschuß passieren zu müssen, um dort sang- und klanglos begraben zu wer den. Außer den deutschen Sozialdemokraten als Anreger des Antrages, haben ihn jämtliche 26. Oktober 1922. Mitglieder des Deutschen parlamentarischen Verbandes, sowie die Selubs der Kommunisten, Es sei ein Ausschuß von 24 Mitgliedern zu wählen und 24 Mitgliedern zu wählen und zu beauftragen, Geſchentwürfe über die Regelung der nationa len Verhältnisse und besonders über die rechtliche Stellung der im Staate lebenden Nation a li täten auszuarbeiten und binnen drei Monaten dem Hause vorzu legen. In formaler Beziehung wird die Geschäftsbehandlung nach§ 55 der Geschäftsordnung beantragt. Der Antrag trägt das Datum: Prag, am Klub der Abgeordneten der tschechoslo. wakischen unabhängigen Sozialdemotraten( Zentristen): Brodecky, Charbat, Klein, Klub der Abgeordneten der deutschungarischen sozialdemokratischen Partei: Borovizhy, Dr. Földessy, Maher, Wittich. Klub der Abgeordneten der tschecho. slowakischen kommunistischen Partei: Blažek, Bubnik, Burian, Darula, Halen, Houser, Koutny, Kreibich, Krejči, Kučera, Kunst, Mala, Merta, Mikuliček Nagy, Rouček, Stalak, Staunicova, Svetlik, Taufit, Tesla, Toužil, Warm brunn. Die Abgeordneten der Parteien des Deutschen parlamentarischen Verbandes: Paris, 6. November.( Wolff.) In der heuti gen Kammersißung wurde die General debatte über das Budget fortgesetzt. Der Sozialistenführer Blum sagte, Poincare habe sich. als er Ministerpräsident geworden sei, gezwungen gesehen, seine taum aufgenommenen Retorsions maßnahmen aufzugeben. Er habe auch nach Lon don den Plan einer Herabſegung der deutschen Schuld durch die Frankreich zu gewährenden Stom pensationen mitgenommen. Die alliierten Unter händler in Versailles hätten geglaubt, Deutschland werde für Milliarden Mark exportieren und die die alliierten Regierungen hätten auf die Mark werde rasch steigen, A Ile Welt und auch Hausse der Mart gerechnet, denn sie hätten Milliarden Mark behalten. Die i rheber des Friedensvertrages von Versailles hätten fich getäuscht. Die deutsche Ban delsbilanz sei nicht aktiv. Die Mart, die im Augenblide der Unterzeichnung auf 50 Centimes gestanden sei, sei in einem Ver hältnis gestürzt, das niemand erwartet habe. wenn Deutschland importiere, verarme es, das habe Rathenau bewiesen. Deutsch land geht dem industriellen und dem Währungs. Zusammenbruche entgegen. Selbst England leidet unter der Wirtschaftskrise. Deutschland habe Arbeiter und zeige trotzdem die Erscheinung eines finanziellen und industriellen Zusammenbruches. An die Möglichkeit einer Beteiligung an der deut schen Industrie glaube er, aber man fönne weiter weder auf Goldzahlungen noch auf Warenerport rechnen. Bedauerlicherweise habe bisher die Be Völlmann, Fiſcher, Dr. Hanreich, Heller, segung der Rheinlande die Gesamtheit der deutder ungarischen Sozialdemokraten, der Slowa- Der deutschsozialdemokratische Dringlichkeits- Raiser, Křepel, Mayer, Pittinger, Röttel, Schu- fchen Zahlungen verschlungen. Deutschland werd: fischen Volkspartei, der bürgerlichen ungarischen trag trägt die Unterschriften der Abgeordneten siert, Dr. Spina, Windisch, Zierhut; Dr. Vaeran, erit wieder Vertrauen zu sich selbst haben, wenn Abgeordneten und der Unabhängigen tschechi- der Deutschen fozialdemokratischen Dr. Brunar, Dr. Feherfeil, Ing. Kallina, Dr. es bemerken werde, daß man im Auslande un ſchen Sozialdemokraten( Linke) unterschrieben.rbeiterpartei, der deutsch- ungari Reibl, Kraus, Dr. Lehnert, Dr. Lobgman, Maß. parteüiſch die Lage beurteile, so wie sie sei. Er Zum erstenmal seit Bestand des tschechoslowa. fchen Sozialdemokraten, der tfcheiner, Dr. Medinger, Dr. Rabba, Dr. Schollich; trollmaßnahme den Ausgleich des deutschen Budtschechis glaube nicht daran, daß eine interalliierte Ronfischen Parlamentes erzwingt hier die Opposi ichen unabhängigen Sozialdemokra Bobel, Böhr, Bubig, Dr. Feierfeil, Dr. Luschka, gets sicherstellen könne, weil der Wert der Mark tion, daß auch ohne den Willen der Mehrheits- ten( Brodeckh- Gruppe), der tommunifti Mart, Dr. Petersilfa, Schälzth, Scharnagl- Würt; nicht stabil fei. Um die Mark zu ſtabilisieren, tommunisti- Mart, parteien, ein Untrag auf die Tagesordnung des fchen Partei( mit Ausnahme des beurlaubten Jung, Knirsch, Papel, Simm Wenzel; Dr. Kasta, müsse man die Inflation einstellen. Um das Sauses gestellt werden muß, eine Tatjache, über Dr. Smeral), des Deutschen parlamenta deutsche Geld zu valorifieren, genüge es nicht eindie noch zu sprechen sein wird und an der die rischen Berbandes, der slowakischen mal, über die Goldreserve der Reichsbank zu ber Regierungsparteien wohl nicht achtlos vorüber- Volkspartei und der ungarischen Klub der Abgeordneten der slowa gehen werden. Die Mehrheit wird aber gut tun, tönne Das Reparationsproblem auch noch eine andere Tatsache nicht zu überweder durch Frankreich noch durch sehen: daß dem Antrage, der den Willen zum Die einhundertundsiebzehn UnterDeutschland geregelt werden. nationalen Ausgleich aller den Staat bewoh- schriften lauten: Nationen der Welt müßten angesichts der gemeinsamen Gefahr die erforderlichen Maßnahmen er greifen, nämlich die Ausgabe eines inter fursfähig sei. Alle von der Katastrophe bedrohten Nati nen häiten ein Interesse daran, eine Sereditanstalt auszubauen, zu einer Valo risierung aller Währungen. Christlichsozialen. Koftla, tischen Volkspartei: fügen. . Bobol, Dr. Buday, Dr. Gažit, Hancko, Hlinla, Dr. Juriga, Dr. Kubis, Dr. Labah, On nenden Voltsſtämme ausdrückt, wenn etwa auch Klub der Abgeordneten der Deutschen derčo, Tomanel, Tomil, Brabec. nicht die Mehrheit der Abgeordneten, jo fozialdemokratischen Arbeiterpartei: Klub der Abgeordneten der deutsch- nationalen Geldes, das in allen Staaten doch die Mehrheit der Bevölkerung zustimmen. Es unterliegt feinem Zweifel, Dr. Czech, Čermal, Hillebrand, Beutel, ungarischen christlich ozialen Partei: daß außer den Massen der Bevölkerung, die Blatny, Deutsch), Dietl, Fischer, Grünzner, Dr. Dr. Jabloniczky, Dr. Körmendi- Eles, Dr. hinter den Unterfertigern des Antrages stehen, Haas, Hadenberg, Hausmann, Häusler, Heeger, Lelley, Palkovich). auch in einem großen Teile der tschechischen Bevölkerung ebenso die Ueberzeugung von der Unhaltbarkeit und Schädlichkeit der heutigen na bares Krebsübel die Erfüllung der großen so-| nationalen Streit zu mildern, die Regelung| war, die Beseitigung des nationalen Unrechts tionalen Verhältnisse, wie der Wunsch und zialen, wirtschaftlichen und kulturellen Auf- der Frage der Minderheitsschulen weniger eifrig sich zum Ziele gesetzt, als nun, festgeber Wille nach Anbahnung eines gerechten Ausglei- gaben hindert, brachten die Abgeordneten durch ein Reichsgeset forderte. welches da die Machtstellung im Staate von der tscheches lebt, der den Weg für den wirtschaftlichen Seliger, Soufup. Daszynsti. Pit- das Recht der Eltern, ihre Kinder in ihrer Mut- chischen Bourgeoisie bezogen erscheint. und sozialen Aufbau frei macht. toni und Witŋk im Jänner 1909 einen tersprache zu erziehen, festlegen sollte. In der An den tschechischen Parteien ist es, zu Die Einbringung des Antrages bedeutet, Dringlichkeitsantrag ein, der gegen die bürger Herbsttagung des Jahres 1909 nahmen die So- zeigen, ob sie sich der gleichen Verblendung schuldaß unsere Partei ihrer Mission wie ihrer in- lichen Parteien den Vorwurf erhob, daß sie in zialdemokraten den Antrag auf Einjeßung big machen wollen, deren sich einstmals im Geternationalen jozialistischen Pflicht für den jahrzehntelangem nationalen Kampfe die wich eines Ausgleichsausschusses wieder fühle und Besiße der Macht die Vertreter des Frieden unter den. Nationen zu wirken, treu tigste nationale Frage ungelöst ließen: die auf, der diesmal auch angenommen wurde. Daß deutschen Bürgertums hingaben, und die mit geblieben ist. Unsere Partei hat in Desterreich, Sicherung der nationalen Rechte durch Geseze. die deutschbürgerlichen Parteien den Antrag zum schließlichen Verhängnis der deutschen Beda die Deutschen in der Machtstellung waren. Diese Geseze, so wurde in dem Antrage gefor- dann dadurch unwirksam machten, daß sie den völkerung beitrug. Daß Vorrechte, die nur auf nicht anders gesprochen, als sie dies jest durch dert, müßten Rechtsinstitutionen schaffen, die eingejeßten Ausgleichsausschuß sabottierten, ge- der Gewalt beruhen, auch wenn sie augenblid diesen Antrag tut. Sie ist über den Verdacht jeder Nation das Recht auf Selbstbestimmung hört auf ein anderes Blatt. Welcher Torheit lich noch so fest begründet erscheinen, auf die erhaben, als verträte sie die Forderung nach der sichern. Für die nationalen Minderheiten wurde und welches Verbrechens sie sich damals fchuldig Dauer keinen Bestand haben tönnen, das zu fulturellen Unabhängigkeit, der Selbstverwal- gefeßlicher Schutz gegen jede Vergewaltigung machten, das dürften die Herren in den letzten erkennen sollte gerade den tschechischen Parteien tung aller Nationen erst etwa seit dem Zeit- verlangt. Mit besonderer Betonung wurde in Jahren, allerdings zu spät, längst eingesehen nicht schwer fallen, deren Kampf um das Selbstpunkte, da ihre eigene Nation im tschechoslowa- dem Antrage auf die damals herrschende schwere haben. Die Erinnerung an dieses schwere ge- bestimmungsrecht ihres Volkes trop aller schier tischen Staate sich in eine ähnliche Lage, in der industrielle rise, die wachsende Arbeitslosigkeit schichtliche Versäumnis jei hier nur festgehalten, unüberwindlichen Hemmnisse so erfolgreich war. sich vor dem Umsturz die tschechische befand, und die Lebensmittel- und Wohnungsteuerung um darzutun, wie auch in Desterreich die So- Schmählich genug für sie, daß sie im Rausche gedrängt sieht, und gezwungen ist, das bittere verwiesen, die auf der Arbeiterklasse lasten und zialdemokraten Mahner und Warner waren des Erfolges an die Grundsäße von nationaler Los einer unterdrückten Minderheit über sich welche die Beendigung des unfruchtbaren natio- und für die Schaffung einer nationalen Rechts- Gerechtigkeit vergaßen, für die sie selbst geergehen zu lassen. Unsere Genossen im öfter- nalen Streites besonders dringlich geboten ordnung unermüdlich zu wirken suchten. Noch fämpft haben, und gegen Nationen, welche die reichischen Parlamente haben ungeachtet aller erscheinen lassen, welche Begründung auch für am 25. Juli 1914, als schon die Katastrophe Friedensverträge unter die Herrschaft ihres ihnen drohenden nationalen Verfehmung um den gestern eingebrachten Antrag Wort für Wort des Krieges sichtbar war, erließen die deutschen Staates zwang, eine womöglich noch ärgere Unnichts weniger entschlossener und energischer als Geltung besißt. Leider fand der Antrag, der die sozialdemokratischen Abgeordneten einen Auf- terdrückungspolitik übten, als sie selber einst heute gegen die Besißstands"-Politik der Einsegung eines Ausgleichsausschusses ver- ruf, in dem es hieß:" Wir wollen ein freies am eigenen Leibe zu spüren bekamen. Wollen Deutchbürgerlichen und für die dauernde Siche- langte, damals nicht die notwendige Mehrheit, fortschreitendes Desterreich, das sich aufbaut sie die Beseitigung des lähmenden nationalen rung der nationalen Rechte aller Völker ge- denn fast alle bürgerlich- nationalen Parteien, auf der Selbstregierung aller Na- Streites und freie Bahn der wirtschaftlichen fämpft, wobei sie damals allerdings auch die Deutschnationale, deutsche Christlichsoziale, nationen in diejem Staate, das allen die und fulturellen Entwidlung, dann werden und sozialdemokratischen Vertreter der anderen Na- tionale Tschechen und Polen, stimmten ihn Möglichkeit fultureller Entwi d- müssen sie dem Antrage der deutschen Soziallung bietet: wir wollen ein Desterreich, das demokraten, der den nationalen Frieden auf tionen an ihrer Seite hatte, während die tsche- nieder. chischen Sozialdemokraten sich leider bis jetzt Dessen ungeachtet ließen sich unsere Ge wirklich ein Bund freier Völker ist." dem Boden dieses Staates anstrebt, zur Erfül noch nicht zur Anerkennung dieser internatio- noffen nicht entmutigen und es war Genosse Angesichts dieser Tatsachen wäre die Behaup- lung helfen. nalen Pflicht durchgerungen haben. In der Er- Seliger, der noch in der Sommertagung des- tung lächerlich und unsinnig, unsere Partei hätte, Kenntnis, daß der nationale Streit als furcht selben Jahres von dem Bestreben erfüllt, den solange die deutsche Bourgeoisie die herrschende. Seite 2. Abgeordnetenhaus. Ernste Berwicklungen im Nahen Osten. Steuerbefreiung egterritorialer Personen. Militärtaggeich. Gestern fanden nur zwei normale Sigungen statt, die beide sehr kurz waren; die zweite gen statt, die beide sehr kurz waren; die zweite Sigung dauerte gar nur zwei Minuten. Die gestrige Sigung wurde um 11 Uhr 25 Minuten vom Präsidenten Tomaschef eröffnet. Zum ersten Punkt der Tagesordnung berich tete der Abgeordnete Dr. Noset als Referent des Budgetausschusses über den Beschluß des Se nates betreffend den Regierungsantrag über das Gesetz zur Aenderung der Befreiung erte ritorialer Personen von den staatlichen und sonstigen öffentlichen Steuern und Abgaben. Der Referent führte aus, daß die Frage, auf welche Weise erterritoriale Personen von staatlichen und sonstigen öffentlichen Steuern befreit werden sollen, im alten Desterreich nicht durch ein einheitliches Gesetz geregelt war, son dern daß in den einzelnen Fällen spezielle Ver fügungen erlassen wurden. Die tschechoslowakische Republik hat diesen unhaltbaren Zustand mit übernommen und muß nun dafür Sorge tragen, daß diese Frage endlich geregelt wird. Befreiung von Steuern fann nur offiziellen fremden Missio nen, wie es beispielsweise die Donaukommission und die Reperationskommiffion ist, bewilligt werden, keinesfalls aber Privaten, Propagandaunter nehmungen, wie es die omerikanische Heils armee ist. Abg. Dr. Uhlir als Referent des Außenausschusses schließt sich den Ausführungen des ersten Redners an und erklärt, daß durch diese Neuregelung die Finanzverwaltung imstände sein wird, erteritorialen Bersonen, die nicht Angehörige des schechoslowatischen Staates find, Steuerbefreiungen zu bewilligen, über die bisher in den bestehen den Gesezen nichts verfügt wurde, andernteils fann die Finanzverwaltung diese Steuerbefreiung auch solchen Personen zukommen lassen, von denen in den Friedensverträgen nicht aus drücklich die Rede war, die aber die Stellung exteritorialen Personen innehaben. Sierauf spricht Abg. Dr. Kafka( d.dem. Fr.-P.), der es als seine Pflicht betrachtet, bei der 8. November 1922. dringliche Interpellation der Sen. Dr. Soutup. Dr. Franta etc. und Gen. betreffend die Produktionskrise, Arbeitslosigkeit und unbegründete Lebensmittelteuerung und über die dringliche InLondon, 7. November.( Amtliches Radio.)| schen Note verfaßt und dem Vertreter der An- terpellation der Sen. Gen. Dr. Heller, JaroIn rascher Reihenfolge sind hier Noten einge- goraregierung übergeben wurde. Iim und Gen. gerichtet an die Regierung und vor Die Situation wird allgemein als ernst be- allem an den Minister für soziale Fürsorge, betreflangt, welche das Recht der türkischen seriegsschiffe in die türkischen Säfen zu fügen, als alarmierend. Ueber die Note, welche meinsam eröffnet. Als erster Redner sprach Regierung betonen, die Einfahrt fremder trachtet, aber nicht, wie" Daily News" hinzu- fend die Wirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit ge= fontrollieren und verlangen, daß tür die Abberufung der alliierten Truppen fordert, Sen. Jelinek( d.- dem. Freiheitsp.). Er führte fische Abteilungen die besesten e- hätte Hamid Bey erklärt, sie sei bloß eine For aus, daß diese Regierung den Höhenpunkt der biete betreten können, daß fremde derung, was nach Meinung der Korresponden- Gegnerschaft gegen das deutsche Volk darstellt. DaSchiffe die türkische Flagge im Schwar- ten den Türken die Möglichkeit lasse, in Anbe- mit ja feine irrige Ansicht platgreift, findet ihr zen Meere grüßen, und es schließlich als un- tracht der energischen Ablehnung der Alliierten erstes Auftreten einen blutigen Widerhall in dem möglich erklären, daß alliierie Trup- ohne Einbuße an Würde davon Abstand zu neh- empörenden, feigen, nichtswürdigen Meeuchelmord pen auch weiterhin in einem Gebiete ständen, men. Anderseits werden sich die Alliierten auch in Freudenthal. Nur der Haß gegen die deutschen das sich unter der Souveränität der gro- nicht der Verantwortlichkeit entziehen, welche Unternehmer und die deutschen Nachbarländer Ben Nationalversammlung in Angora befinde. auf ihnen in Angelegenheit der Aufrecht- und die wahnsinnige Grenzschußpolitik haben es Alle diese Forderungen, die sich in offenem Wi- erhaltung der Ordnung in der tür zustande gebracht, daß unsere blühende Induſtrie derspruch zum Protokoll von Mudania befinden, tischen Hauptstadt ruht. Es muß hiebei in kaum vier Jahren vollständig zugrunde gerich wurden von den Alliierten kurz und ener- ständig im Auge behalten werden, daß der von tet wurde. Der Finanzminister bezeichnet die gisch zurüdgewiesen. der Angoraregierung am 11. Oktober unterzeichstriegsanleihe als eine„ res indicata", und da Die Konstantinopler Berichterstatter der nete Vertrag von Mudania u a. feſtfeßte, daß sage ich, erklärte der Redner, daß die Volleinlösung Blätter verweisen auf die bedeutende Tatsache, die Truppen der Alliierten in den besetzten Ge- eine Forderung ist, von der wir niemals ablassen daß die Antwort der alliierten Oberkommiffäre bieten bis zur Beendigung der Friedenston- werden.( Sehr richtig!) Ein weiteres, überaus innerhalb drei Stunden nach Erhalt der türki- i ferenz verbleiben. | EQCODON 200NDERTOKONETTOR CERCoons munistischen Abgeordneten im Saale und rufen: Beunruhigung hervorgerufen, weil es den Meine Berren, laffen Sie diese Sachen, foeben Anschein hat, daß die staatliche Macht werden Arbeitslose geschlagen!" In der Heinrichs den berechtigten Abwehrkampf unanise zerschlägt man arbeitslosen Arbeitern die ferer guten Berglente durch grobe Stöpfe!" Die neue Regierung geht gegen die Ar- Gewalt brechen will. Wir glauben aber, beiterschaft mit Gummifnütteln vor!" Diese Rufe daß die staatliche Verwaltung diese Absicht nich der Kommunisten entfesselten im Bause einen all hat und fordern, da zu Maßnahmen solcher Art gemeinen Sturm und es fommt zwischen den nicht der geringste Grund vorhanden ist, im InSommunisten und den tschechischen Sozialdemo- teresse der Ruhe, die erwähnten Maßnahmen au fraten zu lärmenden Auseinandersetzungen. Präsi- zuheben und die Gendarmerie, die aus anderen dent Tomašek schließt inzwischen um 12 Uhr 30 Bezirken hieher fonzentriert wurde, möglichst bald die Sigung. abzuberufen." Wir glauben nicht, daß die tsche crischen Arbeiter so naiv sind, an einen Erfolg dieses Protestes zu glauben, so lange ihre Vertreter in der Regierung das herrschende System und mit ihm auch die Gendarmerietaktik der Regierung, die gestern auf den Prager Straßen neuerdings Polizeifnüttel auf die Arbeitslosen hat, niedersausen lassen, gutheißen werden. Die weite Sipung wird vom Präsidenten Tomasek fünf Minuten später eröffnet. Nach Zu weisung einer Reihe von Anträgen an die dieshe üglichen Ausschüsse wird die Situng zwei Minuten später gefchloffen. Die nächste Sigung findet am Donnerstag, den 9, um 1 lhr nachmittags mit folgender Tages ordnung statt: Bericht des sozialpolitischen und Budgetausschusses über den Gesetzantrag der Regierung, demzufolge für die Arbeitslosenuntertüßung ein Ergänzungskredit bewilligt werden foll. Als weitere Punkie der Tagesordnung komAus dem Senat. trauriges Kapitel ist die rücksichtslose Vergewaltigung unseres deutschen Schulwesens. Für dieDentihnen aufgezwungenen Kampfe auszuharren. schen gilt es, troy aller Widerwärtigkeiten in dem ,, Es Serhandlung des vorliegenden Gefeßentwurfes men die Geschanträge der heutigen Sigung zur Debatte über die Regierungs- umgebung Brags, die dem„ Ringelspiel" Eden zweiten Lesung. Kuland. erklärung im Senat. Sen. Dr. Stransky( tsch. Nat.- Dem.) ver wahrte sich dagegen, daß bei der Regierungsbildung auf don Senat feine Rücksicht genommen werde und protestierte gegen die Behandlung des Senates im allgemeinen. Er appellierte an die Koalition, die Parteizwistigkeiten fallen zu lassen. Was die Regierungserklärung über die Wirtschaftskrise betrifft, so sagte der Redner: scheint, daß die Regierung nur bei ihren Worten bleiben und nicht zu Taten schreiten wird." Redner kritisierte die enorme Teneung, deren Ursachen er in den hohen Produktionslasten erblickt. Der Staat hat die Industrie ausgebeutet. Die Tschechoslowakei hat die teuersten Fahrt und Frachttarife in ganz Europa. Redner trat für eine Aufhebung der Kohlenabgabe cin. Er fordert strenge Finanzkontrolle der Gemeinden. Er führte als Fall frasser Unwirtschaft die Stadt Kladno an, die bei einer Einwohnerzahl von 19.000 Personen im Jahre 1922 ein Budget von 12 Millionen Kronen aufweist, und darauf erzählte er von einer Gemeinde aus der darauf hinzuweisen, wie elend Gefeßanträge aus cine Million Kronen geliehen haben soll. Hierauf gearbeitet werden, wenn die Mitarbeit der Oppowandte fich Dr. Stranjf gegen Ledgmans Verition ausgeschaltet wird. Im Absatze 2 des§ 2 In der gestrigen Sitzung des Senats wurde fündigung" vom Hochverrat. In diesem Zusam des Gesetzes wird der Regierung die Möglichkeit die Debatte über die Regierungserklärung er menhange wünscht er ein Gesetz zum Schitte gegeben, gegenüber unsympathischen Mächten und öffnet. Es famen im ganzen drei Redner zu der Republik.( Sen. Hilgenreiner:„ Den Galteren Vertretern jede Begünstigung auszuschalten. Wichtige Klubfißung. Donnerstag den 9. No Wort, darunter nur ein Proredner, der aber gen! Geben Sie Gleichberechtigung und dann ist Er beantragt daher die Streichung dieses Absatzes. ember, 10 Uhr vormittags, Sigung des Klubs auch mehr zu den Oppositionsrednern gerechnet alles gut!") Zum Schlusse seiner Ausführungent Bei der hierauf vorgenommenen Abstimmung der Deutschen sozialdemokratischen Abgeordneten werden konnte- der Nationaldemokrat Dr. übte er vor allem an der juristischen Adminiſtra wird der Geseßentwurf in erster Lesung angenom- im Klubista!, Rudolfinum. Anwesenheit aller Stransky, der schärfste Kritik an der gan- tive scharfe Stritit. Er führte zwei Fälle von unmen. Der Antrag des Abgeordneten Nafta auf Stlubmitglieder unbedingt notwendig! n Arbeit der Regierung übte. Nach ihm fam glaublicher Storruption an. In der ersten Angele Streichung des von ihm erwähnten Absatzes fällt Gendarmen gegen Bergarbeiter. Der Bezirks- Genosse Dr. Heller zu Worte. Er zeigte auf, genheit handelt es sich um die Bestechung von stonvollzugsausschuß der tschechischen sozialistischen wie das reaktionäre System dieses Staates und trollorganen des Finanzministeriums, welche eine In weiterer Erledigung der Tagesordnung Partei in Duy richtet im„ Ceste Slovo" einen insbesondere seine selbstherrliche Bürokratie Vant revidierten. Im zweiten Falle wurde das gelangt der Antrag des Wehr- und Budgetaus offenen Brief an das Ministerium des Innern, jeden Schein von Demokratie überwuchert und Nationalverteidigungsministerium von einem Speschusses über den Gefeßantrag der Regierung, nach in dem es heißt: In den lezien Tegen hat die die vielgepriesene tschechoslowakische Verfassung diteur mit einem Millionenbetrage beſtochen. Belde welchem die bisherigen Bestimmungen Bergarbeiterschaft des hiesigen Bezirtes. die Arau einer Farce herabwürdige. Er replizierte un- Affären sind unterdrückt worden. Trotz alleüber die Militärtaren aufgehoben beit auf einigen Gruben eingestellt, um sich gegen er anderem auch auf die Antwort", die der dem werde, erklärte der Redner, seine Partei für werden, ur Verhandlung. Zu diesem Gesetz bas harte, ungerechtfertigte Vorgehen der Kohlen- tschechische Sozialdemokrat weißner' dem Ge- die Regierungserklärungen stimmen. antrag sprach für den Wehrausschuß Abg. Bum unternehmen und gegen die rapide Herabschung für den Budgetausschuß Abg. der Arbeiterlöhnen wehren. Sie hat zur VollBrada č. Das Plenum lehnte hierauf einen führung der notwendigsten Arbeiten die erforderAbänderungsantrag der Abg. Gen. Jokl und Ge- liayen Sträfte in Arbeit gelassen, wie dies bei lenossen, beim§ 1 des vorliegenden Gesetzentwurfes galen Kämpfen die Regel ist. Trogdem die hiesige die Worte für die Jahre 1921 bis 1923" su Bergarbeiterschaft aktiven Anteil am Aufbaue der streichen, mit den Stimmen der Mehrheit ab. Der Republik nahm und unzähligemale durch ihr VerAbänderungsantrag hatte den Zweck, die bisheri- halten Sinn für Ordnung gezeigt hat, wurden, gen Bestimmungen über die Militärtaren dau sobald die Arbeit eingestellt war, in den hiesigen crud aufzuheben. Die Mehrheitsparteien Bezirk in die verlassenen Gruben ganze Komehmen natürlich in erster Lesung den vorliegen. panien von Gendarmen dirigiert, ohne daß hiezu Len Geseyantrag an. die geringste Ursache vorhanden war. Diese Waß Während der Vorsigende Tomašek das Abnahme hat unter der Bevölkerung, insbesondere stimmungsergebnis verkündet, erscheinen die kom- unter der Arbeiterschaft große Erregung und biemit. ngisen Dr. Czech im Abgeordnetenhause gab. Dem schechischen Nationalsozialisten Lisy, der sich unter den Zwischenrufern besonders hervortat, wurden einige gründliche Abfuhren zuteil. Die Rede war von starkem Beisall unserer Frattion begleitet. Der Verlauf der Sigung. Dann sprach Senator Genosse Dr. Heller, dessen Rede wir an anderer Stelle wiedergeben. Nach seiner eineinhalbstündigen Rede wurde die Sizungum acht Ühr abends- geschlossen. Die Europäer in Smyrna. London, 7. November. Die Times" berichtet aus Smyrna: Die Türfen in Smyrna gestatten den Europäern nicht, die Stadt zu verlassen, außer wenn sie ein Schriftstück unterzeichnen, in dem sie sich verpflichten, nie wieder nach Smyrna zurüdzuDie gestrige Senatssitzung wurde vom Vizepräsidenten Soukup um viertel fünf Uhr eröffnet. Nach Erledigung formaler Angelegenheiten wurde die Debatte über die Regierungserklärung, über tehren. Zahltag im Arbeltsloſen- Amt. einfindet – es werden 3–5000 Parteien täglich Sitte ihren Ehemann ſo –„ er" hat früher nic Aber wenn auch die Umstürzler- Stimmung die ganz schwere Hausarbeit zu machen. Er"-Untergang einer geschichtlichen Epoche zu fehlt, schon die Masse, die sich da Tag um Tag die vergrämte Frau bezeichnet nach guter alter striden. Von Blutdurst ist zwar nicht viel zu mervorgenommen bewirkt, daß in der großen erlaubt, daß sie sich plagt. Sie war immer nur fen. Müde und abgespannt schen die allermeisten Es gab ein paar Wochen, da kamen die Ar- Halle ein Summen und Schwirren herrscht wie im Häuslichen und bei den Kindern", obwohl drein, die sich da langsam, langsam vorwärts eitslosen in der aufgereizten Phantasie des Wie in einem Bienenforb. Schon sechs Uhr morgens„ er" nur ein Hilfsarbeiter ist. Aber jetzt geht's schieben, bis sie zum Schalter vorrücken. Sie ha ner Spießers gleich hinter dem Gottseibeiuns. wird es um den„ Wimberger" lebendig. Da strömt einfach nicht weiter. Was werden soll, wenn die ben alle einen Ausdruck der Qual und des Er. Die Arbeitslosen das war das drohende es heraus aus den grauen Gaffen des Brillan- dreißig Wochen der Arbeitslosenunterstüßung ab- schöpftfeins im Gesicht. Sogar die jungen Men Schredgespenst, das war der Bolschewismus, die tengrund", da fommien sie in Scharen über die gelaufen sind und der Mann noch nicht so weit schen sehen mutlos, sehen hilflos drein. Sie schä Revolution, das war die unbesiegbare Gefahr. Stadtbahnbrücke herbei, Alte und Junge, Män- hergestellt ist, wieder Arbeit suchen zu können? men sich und wissen nicht wofür. Denn das MärWan riß die Rolladen herunter, man versperrte ner und Frauen, Lärmende und Schweigsame Die Frau zudt die Achseln, preßt die Lippen noch lein von der Arbeitsscheu, mit dem die bürgerdie Türen die Arbeitslosen fommen! Damals und ordnen sich in Reihen- wieder einmal fester aufeinander und strict, strict, stridt mit liche Presse immer wieder ihre gläubigen Leser schlich sich auch in die Seele der unentwegt Beanstellen ,,! ,, Daß wir net aus der llebung wütender Saft, als hinge das heil der Welt das bewirtet, ist eine törichte Fabel. Unter allen von baglichen eine Ahnung von dem Unwetter, das Commen," sagt eine große, derbtnochige Frau von ab, ob fie mit dieser Röhre" heute noch fer- vielen Arbeitslosen, die täglich) das städtische Amt da heranzog. Seither hat man sich wieder beru- mit verfniffenem, verbitterten Gesicht. I hab mi tig wird. passieren, ist wohl nicht ein einziger, der nicht higt. Der Gedanke an die Arbeitslosen wird zur ums Schmalz bei der Großmarkthalle um zehn Uebrigens striden die Frauen fast alle. Sie tausendnral lieber Arbeit nehme als die UnterSeite geschoben wie so manch anderer unbe- Uhr in der Nacht ang'stellt, daß i unter die Er striden beim Anstellen, sie sißen im Gewirr und stüßung. Wollte das Amt unterm Vertrag" queme Gedanke auch. Man zuckt die Achseln, ach sten bin. Jett komm'i erst umr sechse in der Früh. Gewimmel der Halle auf den langen Bänken Arbeit vermitteln, alle die erwachsenen Männer Gott, es hat ja immer Arbeitslose gegeben Da sieht ma do glei, daß' uns beffer geht." Sä- und flappern mit den Nadeln. Eine junge blonde fänden sich bereit, Arbeit zum Lohn für Fünfschließlich geht uns doch die Sache weiter nichts misch lachend holt sie ihr Stridzeug hervor. Man Frau berarbeitet ein himmelblaues Garn zu zehnjährige zu leisten, obwohl der um 70.000 Es täte diesen grundsäßlich Unbeteiligten kann sich über die Verbitterung nicht weiter einem Männerfoden von gewaltigen Dimensio- Seronen in der Woche niedriger ist als der ihnen vielleicht ganz gut, einmal ihre Spaziergänge bie wundern, zu viel des Elends ist über die Frau nen. Die Wolle ist mir vom Wickelband übrig gebührende Mindestlohn. Da auch der Lohn für um Wimberger" auszudehnen. Vielleicht hercingebrochen. Ihr Aeltester ist gefallen, aber geblieben," erzählt sie, das hab' ich mir auch die 17-22jährigen Hilfsarbeiter noch um ein fäme auch den Leichtfertigsten und Gedankenlose- fie bekommt leine Entschädigung, weil ihr Mann nicht gedacht, daß ich damit Soden anstriden gutes Stüd hinter den Löhnen für die Vollera sten eine Vorstellung, was in dem Wort arbeits- fie erhalten hat. Der zweite Sohn geistig minder werd." Die Nachbarinnen nicen lächelnd. Ja, wachsenen zurückbleibt, ist es kein Wunder, wenn les" für den Proletarier enthalten ist. wertig, die Jüngste noch schulpflichtig. Von der man hätt' so manches nicht für möglich gehalten! die Unternehmer überhaupt nur Arbeiter unter Es geht durchaus nicht wild und wüst zu, Arbeitslosenunterstüßung, die sie für ihren tean- Was glauben Sie, war das einmal?" fragt eine dem 22. Lebensjahre suchen und die Familienwie sich's die Einbildungskraft des aufgeregten fen Mann bolt, müssen vier Menschen leben. ältere Frau mit munteren, blißenden Braun- väter leer ausgehen. Ueberhaupt die alten ArbeiBürgers wohl ausmalen mag. Im Gegenteil: Das ist nicht so einfach, selbst wenn man wie die augen und hält einen feuerroten Wadenstußen in ter! Wer wollte sich vermessen, von der Tragödie wer einen Vergleich mit öffentlichen Sammelser Silfsarbeiter in der höchsten" Gruppe ist und die Höhe. Das war eine Tischdecke aus gehäkel- der Angst und der Verzweiflung in ihrem vollen läßen zieht, die dem Wiener Publitum im all- 10.000 Stronen täglich bekommt den famosen ten Sternen. Ich hab' sie aufgetrennt und die Ausmaß zu erzählen, die sich bei der Arbeitsvergemeinen zugänglich sind, wer an Postämter, Brotzuschuß von 165 Kronen wöchentlich für den Wolle ist noch ganz gut. Jetzt wird's gefärbt." mittlung täglich abspielt! Da steht ein älterer Gemeindeämter, Eisenbahnen denkt, den fällt Stopf nicht zu vergessen. Die Frau fragt ihren Ein junges Mädchen strict einen Jumper", Mann klein, hager, einen gewaltigen steifen sofort die stramme Disziplin. das glatte Einfü- Nachbarn von fünf zu fünf Minuten nach der eine Stameradin einen Shawl schlechtgezahlte Sut auf dene Kopf und erzählt jedent, der ihn gen in die vorgeschiebene Ordnung auf. Es sind eit. Freilich hat sie sich bei der Gnädigen" ent- Heimarbeit, bei der die Ausbeutung oft ins Gro- anficht, ungefragt seine Geschichte. Daß er gecben Arbeiter, die soziale Bucht wenn man so fchuldigt. Aber die ist so afurat" und eine Be- teste geht. Wie sie da in langen Reihen fißen, lernter" Tischler ist, 35 Jahre in einem Riesenjagen darf in sich haben, nicht ewig nörgel- dienung für alle Tage findet man nicht so leicht, fann man der historischen Erinnerung an die betrieb gearbeitet hat, dann hat ihn der Deixel und frafeelfüchtige Bürgerliche. I wenn man durch ein Frauenleiden gehindert ist.„ Tricoteusen" schwer wehren. Sie sehen den g'ritten" und er wollte etwas von den Kriegs. -3209 -10 " 8. November 1922. Demokratische ,, Verfassung“ 66 - und Reaktion. Ringsum in der ganzen Welt sehen wir die Realtion wachsen. Glauben Sie, daß Sie vor die fer Reaktion bewahrt sein werden? Bumal Sie die Egponenten der Reaktion in Ihre Regierung aufnehmen! Seite 3. zeugen, so war es diese Tat. Stellen Sie sich vor. daß man Ihnen so etwas zumuten würde! Und da möchte ich dem leider abwesenden Herrn Kollegen Stransty auf seine Worte erwidern, daß es den Deutschen nirgends so gut geht, wie in die sent Staate. Ja, mit Ausnahme der Deutschen in der Schweiz haben wir die höchste Valuta. Aber wenn mit der Valuta Not und Elend der Arbeitenschaft verbunden ist, wenn mit der Valuta nationale Unterdrückung verbunden ist, dann hört sich das Zufriedensein von selbst auf und es ist ein frivoles Wort zu sagen, daß das Glück eines Volles mur darin besicht, ob es in einem Lande mit guter oder schlechter Valuta ift.( Beifall.) Ein paar Worte noch zum Erpose des Herrn nur dann und folange getan, solange sie in der Regierung maßgebenden Einfluß ausüben fonnten. Die Besetzung der einzelnen Ministerien zeigt, daß Rede des Genossen Dr. Heller in der gestrigen Senatsfizung. die wichtigsten, von den Feinden der Arbeiter fchaft, von Klaffengegnern besetzt sind, daß der Bor bierzehn Tagen sind hier drei Minister das Recht, ihre Steuern selbst einzuheben und Einfluß der Arbeiterschaft in den letzten drei Jah aufmarschiert und haben uns mitgeteilt, nach übertrugen es auf die Steuerämter, feitdem sind ven in geradezu ungeheuerer Weise gesunten ist. welchen Grundsägen sie regieren wollen. Das die Gemeinden in ihren Einnahmen vollständig Die österreichischen Sozialdemokraten haBrogramm der neuen Regierung wurde würdig abhängig geworden von der Regierung und erst ben in den zwei Jahren, die sie in Desterreich mit eingeleitet durch den Schuß, der wenige Tage da im Juli dieses Jahres hat die Regierung wieder regiert haben, für die Arbeiterschaft viel mehr genauf in Freudenthal fiel. Es war geradezu einen natürlich heimlichen Erlaß herausgegeben, leitet als Sie in den vier Jahren hier. Schon wie ein Zeichen, ein Wahrzeichen dieses Stan in welchent den Steuerämtern aufgetragen wird, der Herr Sollege Stranffy hat angeführt, daß es tes, daß wenige Tage, nachdem die Herren uns so wenig als möglich Steuergelder herauszugeben. nicht im Interesse des Staates gelegen sein fann, ihr Programm mitgeteilt hatten, die Soldaten die und heute ist es so bei uns, daß die Gemeinden wenn derselbe aus einem Industriestaat in einen fes Staates wehrlose Bürger überfielen und einen den größten Teil der Umlagen vom Jahre 1920 Agrarstaat zurüdgeht. Das unterschreibe ich volldavon töteten. Es ist uns hier wieder von der und 1921 noch nicht erhalten haben. Die Steuern, ständig. Sie richten durch ihre Wirtschaftspolitik Finanzministers. Loyalität diefem Staat gegenüber gesprochen die in den Gemeinden bezahlt werden und auch unsere Industrie zugrunde. Es gibt eine Schicht Das Budget für das Jahr 1923 weist einen worden. Bersuchen wir einmal in aller Ruhe unse- die Gemeindenmlagen, verwendet die Regierung im Staate, die von dem allem profitiert, die Bau- Abgang von ungefähr einer halben Milliarde ren Standpunkt zu dieser gewiß sehr wichtigen für sich und die Gemeinden müssen betteln gebenten. Das gesamte Wirtschaftsleben in diesem auf. Gs ist ein öffentliches Geheimnis, daß das erste Frage zu fennzeichnen. Dabei sei von vornherein um jeden veller Vorschauß. Das ist ein Stüd Ver- Staate wird heute von drei oder vier Großkanten Budget, welches dem Ministerium vorlag, einen festgestellt, daß wir mit allen hysterischen Roman faffung dieses Staates. Auf diesem Umweg versucht beherrscht, vor allem von der Zivnostenska Abgang von 6.25 Milliarden aufweist. Wie kann tismen oder romantischer Hysterie von Hochperrat man wieder einen Teil der Rechte der Staats- banka, die es verstanden hat, sich die Wiener| man nun von 6.25 Milliarden bis auf 0.5 Milli und ähnlichen Dingen nichts zu tun haben, daß bürger zu fürzen. Banken anzugliedern. Wie hat man es nach dem arde hinunterkommen? Wer sich das Budget, das wir auch Ankündigungen von Hochverrat und unser Militarismus! Es ist heuer Umsturze gemacht? Das Bankamt für Finanzen, heuer vorgelegt wurde, etwas genauer ansieht, nicht sehr ernst zu nehmten in der Lage find. Aber in dieser Beziehung das erste Mal, daß in einer in dem der heutige Finanzminister vom ersten bemerkt, daß es aufgebaut auf unwahren, den als Sie und Sie allein- den Smat grin Regierungserklärung von der Einführung der Mi Tage an die ausschlaggebende Rolle gespielt hat, iesigen Verhältnissen nicht mehr entprechenden deten, haben Sie uns nicht gefragt. Sie sind über; lis nicht mehr die Rede ist. Allerdings wenn wir bat einfach diesen Banken die Herausgabe von 3iffern ist. Die Stohlenabgabe und Umsatzsteuer das Selbstbestimmungsrecht der Völker, ruhig hin von einem sehr wichtigen Mitglied einer derzei Mitteln für die Industrie zur Auszahlung der wird um je 400 millionen herabgesetzt. Trotzdem weggegangen. Sie haben von vornherein den tigen Regierungspartei, nämlich vom Herrn Dr. Löhne verweigert, wenn sie sich nicht dem Dittat weist das Budget für das Finanzministerium mut Grundsatz praktiziert, daß es in diesem Staate Stramarsch hören, was er in Proßniz gefagt hat, der Zivnostenska banka unterwarfen. Die wirkliche einen Abgang gegen das Vorjahr um ungefähr zwei Sorten von Menschen gibt: Die Angehöri man möge in die tschechoslowakische Armee russische Macht in diesem Staate haben die Banken in der 73 Millionen aus. Eine ganz große Anzahl von gen der Mehrheitsnation und die Angehörigen der Offiziere der Wrangel-, der Koltschat- und Deni- Hand und umsomehr als sie repräsentiert sind Steuern, von denen man heute in der Strife gan; Minderheitenationen. Es ist unmöglich, von Men finarmee aufnehmen, jene reaktionärsten Ele- durch die einflußreichsten Mitglieder der Regie- genau weiß, daß sie im Jahre 1923 viel weniger schen, die man von vornherein als besondere Stamente, dann wissen wir schon, wohin der eure rung. Es ist ganz richtig, wenn gefagt wird, daß einbringen als im Jahre 1922, sind für 1923 in tegorie mit geringen Rechton ausstattet, das Begeht. Von allen Seiten hören wir, daß alle die die Realtion überall vorwärts geht. Gewiß, aber das Präliminare mit einem weit höheren Betrag fenntnis der Loyalität zu verlangen. Dann wer Ülebergriffe, welche in der altösterreichischen Ar- was geschieht in diesem Staate, um der Reaktion eingesetzt worden als für 1922. Es sind das die den Sie dieses Bekenntnis mit Recht verlangen mee den Soldaten gegenüber Brauch waren, wie einen Riegel vorzuschieben? Einkommensteuer, die Erwerbstener, die Erwerbtönnen, wenn Sie in diesem Staate den Unter derkommen. Und da verlangen Sie Loyalität und steuer von Aktiengesellschaften, die Stempel, Ge schied zwischen den Nationen fallen laffen. Nun Liebe? Das ist wieder ein Stüd Verfassung. Ich richtsgebühren, die um nicht weniger als 180 weisen Sie auf die Verfassung und auf das all habe mit sehr vielen Soldaten gesprochen und sie Millionen Kronen höher für 1923 als früher ein gemeine Wahlrecht hin. Wenn die Herren, die haben sich ungentein beschwert,( Zwischenruf des gesetzt sind, es sind die Zölle, bei denen das Plus feine Sozialisten sind, auf die Verfassung hinwei- Sen. Lish.) Entschuldigen Sie, Herr Kollege Lish, 108 Millionen beträgt, die Zoffiautionen, it fen, fann ich es noch verstehen; ich bin aber der ich sagte nicht, daß die deutschen Soldaten schlech 40 Millionen, die Wasserkraftsteuer, die um 10 Ansicht, daß Sozialisten auf die Verfassung eigent ter behandelt werden als die tschechischen, nein, Millionen steigt, die Fahrkartensteuer, die um 30 fich fein gar so großes Gewicht legen sollten. Ber- alle werden gleich schlecht behandelt. Sie glauben Millionen steigt, die Frachtsteuer, die um nahezu faffungsfragen find Machfragen. Geschriebene es mir nicht. Da verweise ich nur auf die Nova 100 Millionen steigt, usw. dieses Budget verhüllt Verfassungen haben mir dann einen Sinn und doba", cin Organ der Regierungsmehrheit, die die tatsächlichen Zustände. Dieses Budget liegt Wert, wenn sie der genaue Ausdrud der wirtli geschrieben hat:„ Unsere Armee ist eine Stüße in der Linie der Politik der tschechoslowakischen Re chen in der Gesellschaft bestehenden Machtverhält- des fapitalistischen Systems geworden." gierung. Das ist jene Politik des Ausweises von nisse sind. Das tapitalistische Bürgertum versteht Bandelsbilanzen, der Veröffentlichungen durch die es sehr gut, der Verfassung jenen Inhalt zu ges Die Demokratie im öffentlichen Leben Gesandtschaften und Konsulate im Ausland. Es ben, die es zur Ausübung seiner Herrschaft braucht. Bier Jahre besteht der Staat. Sie haben bis ist nachgewiesen, daß in einem einzigen AußenDie Verfassung" ist doch im zwanzigsten Jahr heute nicht gewagt, Wahlen ins Parlament in handelsausweis, ich glaube vom Jänner oder Fe hundert eine Seibstverständlichkeit. Aber auch diese Karpathoruziand, in Sultschin, in Teschen, in ber die Post Zucker in der Ausfuhrziffer um 500 Verfassung ist bis heute nicht zur Ausführung ge- Feldsberg und Weitra durchzuführen.( ZwischenMillionen höher angegeben ist, als der Wahrheit tommen. Es sind seit Erlassung der Verfassung rufe des Sen. Lisy.) Nollege Lisy wird nicht beentsprochen hat! Meine Herren, mit falschen Auszweieinhalb Jahre in die Welt gegangen und wir haupten können, daß Wahlen in Karpathorußland, Ich möchte nun mit einigen Worten auch weisen hat man im Ausland eine Meinung von leiden noch immer unter demselben alten öster in Sultschin, Teschen, Feldsberg und Weitra, daß auf die Ausführungen des Herrn Ministers der Prosperität in diesem Staate erivedt, welche reichischen Reichs- und Versamm Gemeindewahlen, in der Slowakei stattgefunden Dr. Benesch zurüdtonmien. Es ist ganz selbst viel dazu beigetragen hat, die Spekulation auf die Iungsgefet, unter demselben alten, nic- haben. Und warum nicht? Weil sich aus unde- verständlich, daß wir dafür eintveien, daß den tschechoslowakische Krone zu lenken. Es ist sehr viel derträchtigen Pressegese, das den Beeinflußten Wahlen gezeigt hätte, daß die Bewoh Desterreichern geholfen werden muß und auch daß über die Ursachen der Krise, in der wir stecken, hörten die Macht in die Sand gibt, täglich 30, 40, ner all dieser Länder von dem Staate nichts wiffen diejenigen, die Desterreich Geld borgen, sich alle gesprochen worden. Gewiß find diese Ursachen zut bis 50 Zeitungen zu tonfiszieren. In Wirklichkeit wollen, weil Sie sich vor diesen Wahlen fürchten. möglichen wirtschaftlichen Garantien schaffen. Das Teil weltwirtschaftlicher Natur, solcher Art, daß herrscht die Bürokratie in diesem Steate. Es ge= I'm Abgeordnetenhause hat unser Genosse Dr. ist in einem fapitalistischen State gang selbstver wir teinen Einfluß auf sie nehmen fönnen. Das lingt ihr, unsere schönster Gesetze zu jabotieren. Czech an alle Sozialdemokraten und Soziali- ständlich. Aber nicht selbstverständlich ist, was zu verleugnen wäre ungerecht, obzwar auch die Ich erinnere an das gerade heute aktuelle Gefet sten überhaupt die Frage gerichtet, ob nicht sie den Desterreich aufgezwungen wird, von den Tschechoslowakische Republit in ihrer Außenpoli über die Arbeitslosenfürsorge. Was hat daraus Beruf in sich haben sollten, den nationalen Aus-| Völlerbundstaaten, vor allem von der Tschechoslo tit auf die Politik der Entente Einfluß genommen unsere Bürofratic gemacht? Es hat Tausende und gleich in diesem Lande herbeizuführen. Stollege watei und deren Minister des Aeußern, das ist hat und zu nehmen versucht hat, in einer für die Abertauſende gegeber, denen nach dem Gejezze die Meißner hat darauf geantwortet, ist aber die politische Versklavung. Die österreichische Refon Staat recht gefährlichen Weiſe, indem die Tſche Arbeitslosenunterstüyung gebührt hätte und denen eigentlich der Beantwortung dieser Frage voll- gierung foll eine Blanfobollmacht erhalten, alle choslowakische Republit und insbesonders ihr man sie durch Verordnungen, durch Geheimerlässe, ständig aus dem Wege gegangen. Er Betriebe des Staates, Bahnen, Posten, Telegra Außenminister auf der vollständigen Einhaltung durch Rundreisen von Beamten durch alle mög hat von der Notwendigkeit der tschechischen Sozial phen abzustoßen, im Verordnungswege die Bor der Friedensverträge die ganze äußere Politif die lichen Chikanent genommen hat. Demofraten, an der Regierung teizunehmen, ge schriften bezüglich des Gerichtsverfahren, Zivil- ses Staates aufgebaut haben. Dieje Friedensver Mein Herr Vorrconer hat sehr viel von der sprochen, auf das deutsche Beispiel verwiesen, und Strafprozesses abzuändern, den Elektrizitäts Wirtschaft in unseren Gemeinden meiner Ansicht nach ein sehr schicfes Beispiel. wirtschaftsrat aufzuheben, die Zahl der Mittel gesprochen. Er hat den Versuch gemacht, Einzel- Denn die deutschen Sozialdemokraten find in schulen zu vermindern! Alle Oberlandesgerichte erscheinungen, zu verallgemeinen. Tegegen muß einem Staate. der tatsächlich ununterbrochen von werden abgeschafft, Zölle werden auf die wichtig entschiedenster Protest eingelegt werden. Wahr ist. äußeren und inneren Feinden bedrängt ist, was sten Lebensmittel gelegt und zwar Zölle vom daß diese Gemeinden nur allerprimitivsten Bedin. Sie von der Tschechoslowakischen Republit mit Jahre 1906. Die Grundsteuer wird herabgesetzt, gungen des Wirtschaftslebens und ihres Budgets Recht taum behaupten fönnen. Tatsache ist, daß und die Steuern selbst kann die Regierung jeder erfüllen und daß eben infolge der ungeheueren die Teilnahme der tschechischen Sozialdemokraten zeit im Verordnungswege ändern. Daß sie auf Teuerung aller Personal- und Sachausgaben ihre an der Regierung in diesem Staate nicht die diesem Unwege das öesterreichische Volf entrech sen sind mit dem kapitalistischen System untrenn Budgets so aufgeschwollen sind. daß sie große Um- ununterbrochene Abnahme des Einflusses der so- ten und verftlaven, dem werden wir unsere Zubar verbunden, nicht Krisen von dieser unge lagen auferlegen müssen. Was tut aber diefe Me zialistischen Parteien in diesem Staate verhindern Stimmung niemals erteilen.( Schr richtig!) Und heueren Ausdehnung und unabsehbarer Douer. Und gierung gegen diese Gemeinden? Seitdem die Re- fonnte. Dort, wo andere sozialistische Parteien an wenn es eines bedurft bätte, um uns von der voll- wenn wir uns darüber klar werden wollen, müssen gierung erklärt hat: wir nehmen den Gemeinden der Regierung teilgenommen haben, haben sie es ständigen Schädlichkeit des Völkerbundes zu über wir sagen, daß diese Strise hauptsächlich darauf be " haupt nicht vorkommen soll, daß im ArbeitslosenAmi gestohlen wird. Und das will viel besagen, denn die Leute, namentlich die Männer, tragen das Geld in Bündeln offen in der Hand oder stopfen es arglos in die Tasche. Trotzdem hat sich noch kein Sameradschaftsdiebstahl ereignet. Die Solidarität der Arbeit und tie Solidarität des Elends verbindet die Gäste dieses Hauses. Diejenigen, die in unserem Lande in allererster Linie die Vertreter der Reaktion, vielleicht auch der monarchistischen Realtion find,-fiche Dr. Kramarsch! haben alle Machtmittel, die Polizei, die Bürokratie, das Bankenivesen in der Hand. Die Realtion herrscht in allen Staaten, mit denen Sie verbündet find, in Jugoslawien und in Rumänien. Dadurch, daß Sie( die rich chischen Sozialisten. d. Red.) durch Ihre nationale Politik bie Einigung der sozialistischen Parteien in diesem Lande unmöglich machen, leisten Sie unbewußt und angewollt der Reaktion in diesem Staate Borschub. immer noch in ihr stedt, sein muß, wenn die Frauen den Hunger vorziehen. träge sind letzten Endes die Ursache der Krise, in der wir heute in diesem Staate leben. Denn ohne diese Lasten, ohne die ungeheueren Reparationen wäre die Mart nie so gesunken, wäre nie Deutschland zu dieser Anspannung aller Arbeitskräfte, zu diefer Stonkurrenz gegen das Ausland, gezwungen und ohne diese Friedensverträge hätten wir wir hätten zwar immer Krisen gehabt, denn Strigewinnen" der Arbeiter einheimsen. Im August fan meine Vorstellung machen. An fünf Kassen 1918 war er in eine Munitionsfabrif eingetrele werden täglich 3-5000 Barieren vorgenommen. Als die Konjunktur vorüber war, flog er mit Während sich die Wienge langsam vorschiebt, Die Aaszahlung geht in unheimlichem Tempo taufend anderen aufs Pflaster. Seither fand er entsteht eine Bewegung bei der Türe. Ein blon- vor sich die Baninoten fliegen, weiter, zum bald da, bald dort Arbeit, aber nie auf lange. der, etwa fedhsjähriger Junge ist eingetreten. nächsten. Der Bezahlte hält betäubt sein Bündel Zuhause hat er eine halbblinde Frau, die ein Er sucht seinen Vater. Der soll sofort heimfom Scheine in der Hand und wird zum Ausgang schweres Nervenleiden pflegebedürftig macht. new, hat die Mutter gesagt, es ist ein Herr da." geschoben. Draußen in der freien Luft fühlt man Statt aber gepflegt zu werben, muß sie ihre Die Männer niden, jie lennen das. Das be- erst, wie heiß und stickig es drinnen gewesen. Da Wirtschaft führen, und weil es nicht immer so Zum Kohlenschaufeln für eine Bahn fanden deutet: Gelegenheitsarbeit. Man hat felten viel steht ein alter Mann und zählt bedaching feinen sauber aussieht, wie es sollte, haben ein paar sich übrigens im u hundert irbeiter und das, Freude davan. Dem einen ist beim Wöbeltragen Schatz. Er schüttelt den Stopf- so viel Geld! " Gönnerinnen", die mitunter ein bißchen Unter- obwohl die Betriebsleitung die Forderung nach die Hand gequetscht worden, daß er sie wochen und dann wandert er angsam zur Debstlerin stüßung leisteten. ihre Hilfe eingestellt. Die Unbescholtenheit" erhob. Die Leute, die den mo lang nicht gebrauchen tonnte und Unfallversiche- hinüber, sucht mit den Augen die größte von frante Frau ist nicht mehr würdig", sagen die bernen Arbeiter mit Vorliebe als Dieb vorstellen, rung war natürlich nicht gezeichnet. Der andere den schwarzen Semmeln heraus, greift danach, vortrefflichen Hausseauen, in deren Haus eine sollten das wohl vermerken. Unter den Aufge- hat sich bei einer Arbeit am Donautai einen zahlt und beißt hinein, noch che er das Klein fremde Hand alle notwendige Arbeit macht und nommenen war auch ein ehemaliges ffizier. Im schweren Rheumatismus zugezogen. Trotzdem geld bekommen hat. 3 hab seit gestern auf d' wo alles, am Schnürchen" geht. Der Alte er allgemeinen aber hat die Arbeitssuche der ffi- man nimmt, was man betommt. Also muß der Nacht nig geffen" entjangt er bei den zählt das ohne Bitterfeit, er hat sich mit der ziere und geistigen Arbeiter fast vollständig auf- Stamerad ausgeforscht werden. Dröhnende Wän- umstehenben. Aber die bürgerlichen Blätter wis Weltordnung, wie sie jetzt ist, abgefunden. Aber gehört. Diese Ersten" im Lande haben so ziemnesstimmen rufen den Namen vergeblich. sen nur davon zu berichten, wenn ein Lump in dag er feine Arbeit belonemen kann, ruft wilde lich alle schon wieder einen sicheren Unterschlupf Wlan ertundigt sich bei dem fleinen Sterl nach einer Nacht die Arbeitslosen Unterst.. ung ver Verzweiflung bei ihm hervor. Er hat schon alles gefunden, in einem Amt, im Handel oder auch dem Aussehen und erhält die erfreuliche Ant fäuft. Tas ist ein Argument, das immer wieder Ant- fäuft. versucht, fogar als Stohlenträger hat er sich fürz- Auswanderung. Der Handarbeiter fann sichs frei wort:„ Der Vater schaut grad fo aus wie ich, wirkt. Von den 40.000, die jetzt in Wien die lich gemeldet, aber da er ein gebrochenes und lich nicht auswählen. Unter den vielen Causen- nur ein bissel großer." Da das zur Auffindung Arbeitslosen- Unterstübung beziehen, von den un schlecht verheiltes Schlüffelbein hat, wurde er den, die sich um Hilfsarbeit bemühen das Ar- auch nicht genügt, wird der Bub von dem Läng gezählten anderen Arbeitslosen, die den Anspruch zurückgewiesen. Und jest flapft er jeden Tag an beitslosenomt am Neubau- Gürtel vermittelt nur ſten auf die Schulter gehoben und zieht im barauf schon verwirkt haben oder die nicht lange das Schiebfensterchen und jeden Tag heißt es: diese Art von Arbeit- find genug„ Ausge- Triumph durch die Halle. Die Frauen winten genug in Arbeit gestanden, um ihn zu erwerben, Heute ist wieder nichts da für Sie." Was soll lernte". Sie nehmen jebe Arbeit, fie geben gerne ihm zu und ein hochschwangeres junges Weib von den vielen Tausenden, die hunsern und da nur werden, wenn die Unterstübungsfrist von Wien weg. Da steht ein junger Bursch, das läßt die Mauszahnderin" an dem Kinder- frieren müssen, weil es für ihre wande kein verstreicht, ohne daß er Arbeit findet? Fragend grüne Lodenhütchen in der Hand. Er ist Wiecha- strümpfchen eine fleine Weile rühen, um dem Wert gibt, von allen denen weiß die burgerblidt er von einem zum andern. Die Männer uiter, erkrankte aber unmittelbar vor Beendigung Kind nachzusehen. Dann fagt sie feufzend:" Ich liche Welt nichts. Sie will nichts wissen, sie will sehen finster drein ihre Zukunft steht vor der Lehrzeit und sucht jest Arbeit, Arbeit welcher hätt so gern einen Buben". Ihre Nachbarinnen nichts hören und sehen, von der Tragooie des lächeln. Proletariers, die sich Tag um Tag am Neubau thnen in diesem ängstlichen, umhergehetzten Greis. Art immer. Ein Std Brot sonst nichts. Schwieriger ist die Sache bei den Frauen, Als der Alte seine Unterstübung ausgezahlt er Immer neue Arbeitslose drängen nach, Gürtel entrollt, von der Tragödie: arbeitslos. Klara Mautner. hält, bemüht er sich, das Geld in einen altmodi- die sich zumeist nicht entschließen tönnen, eine immer weiter rüdt man vor. Hat man die Ron schen Tabatsbeutel zu stopfen. Die Schnüre rei Stellung als Hausgehilfin anzunehmen. Die trolle passiert, dann geht es zum AuszahlungsBen und die Papiere fliegen umher. Zehn Sände Armen aber, die sich darob entrüsten, sollten lieber fchalter. Welche Arbeit hier von den staieren, greifen darnach und reichen sie dem Alten hinbedenken, wie groß das Wiberstreben gegen diese welche Arbeit im ganzen Amt von den Beamten ta fehlt auch nicht ein Heller. Wie es denn über- Form der Arbeit mit allem laventum, bas geleistet wird, babon kann sich der Außenstehende " | daß es daher auch am Platze sei, daß ein Organ Die Borschläge der deutschen Regierung.) sich mit den Fragen der konsumenten befasse. Der Staat muß in bestimmter Weise auf die Preisbildung Einfluß nehmen. ruht, daß die Rauffraft unserer Krone im Juland viel geringer ist als ihre Rauftraft im Ausland. Während der Wert der Krone auf ein sechstel des Neuerlicher Kurssturz der Mark. Friedenswertes gesunken ist, steht die Teuerung Berlin, 7. November.( Eigenbericht.) Die auf dem 11- bis 12 fachen und damit ist flar ausGesundheitsminister Sramet fagte u. a.: geftrige Antwortnote der Reparationsfomgebrückt, daß der innere Wert nur die Hälfte des Die Beschwerden über die Zustände in den Kran- mission an die deutsche Regierung ist bisher im Außenwertes iſt. Nun hat ja der Herr Miniſter- tenhäusern sind vielfach begründet, aber die Wortlaut nicht bekannt gegeben worden. präſident ſelbſt darauf hingewiesen, daß zum Teil Hauptursachen für die bestehenden Zustände lie- weiß lediglich, daß sie durchaus sachlich gehalten daran die Spekulation schuldig ist, aber ich habe gen in den mangelnden finanziellen Mitteln. ist und daß die pessimistischen Meldungen der Ihnen schon flon gelegt, wie die tschechoslowakische Früher fam ein Bett auf 4000 Kronen pro Jahr, Pariser Blätter nicht begründet sind. Die VerRegierung ihre gefärbten und unrichtigen Aus- im vorigen Jahre stellten sich die Kosten für ein handlungen sollen auf jeden Fall fortgeführt weise die Spekulation angeregt hat und man fann Bett auf 100.000 K, heuter auf 60.000 K. daher die Regierung nicht von dem Vorwurf freisprechen, zu diesem unglückseligen, raschen Aufstieg der Krone mit beigetragen zu haben.( Schluß folgt.) Hierauf war die Verhandlung dieser Gruppe des Staatsvoranschlages beendet und des Ausschuß ging zur nächsten Gruppe über, nämlich zu dem Voranschlag des Eisenbahn- und PostAus dem Budgetausschuß.minierium 8. November 1922. Tages- Neuigkeiten. melte. Doch auch hier wurden die Leute von der herrngasse, in der Nähe des Parlaments versam melte. Doch auch hier wurden die Leute von der Wa che mit Hilfe des Pendrets" ver iagt, wobei wieder vier Personen verhaftet wur den. Der Polizeibericht meldet, daß durch die Demonstranten ein Stevierinspektor und drei Wachleute verletzt wurden. Polizisten gegen Arbeitslose. Gestern Vormittag fand auf dem Havi ay in Prag II eine Bersammlung von eitslosen statt, die von den stommuniste.. berufen worden war und in der verschiedene stedner, wie auch einige Abgeordnete gegen den geringen Willen, der Arbeitslosigkeit zu steuern scharfen Protest erhoben. Es wurde eine Resowerden. Die Reichsregierung hat sich bereits mit iution angenommen, die durch eine neungliedrige einem neuen Schreiben an die Reparationskom Deputation dem Parlamente vorgeleg: werden mission befaßt, das die verlangten präzisen soll. Als die Versammlung um halb 12 Uhr zu Vorschläge enthalten soll. Heute Nachmittag Ende war, forderte man die Teilnehmer auf, in. gab der Reichskanzler den Parteiführern einen Ruhe auseinanderzugehen. Ein Teil der Arbeits ieberblick über die Lage, der allerdings mit Rüd lofen wollte jedoch zum Parlamente ziehen, und sicht auf die noch schwebenden Verhandlungen nicht versammelte sich an der Ecke der Heinrichsgasse. vollständig war. Eine Diskussion wurde nicht er- Als nun die Arbeitslosen in geschloffenem Zuge Der Budgetausschuß tagte in der Nacht vom öffnet, da der Kanzler die Parteiführer für mor- in die Heinrichsgasse einbogen, famt die Bereit 6. zum 7. November bis drei Uhr früh. Nach Zum Kapitel Postministerium referierte Abg. Die Regierung hat inzwischen die Vorbereitungen der Heinrichsgasse befindet, aus ihrem Lofale gen u einer neuen Besprechung eingeladen hat. cha ft der Polizeiwa ch st u be, die sich in dem Minister Habrman ergriff das Wort Abg. Seidel( tsch). Nat.-oz.). Zum Kapitel Eisen zur Ausarbeitung präziser Vorschläge getroffen. herausgelaufen und begann gegen die Demon Genosse Tau b. Er beschwerte sich darüber, daß bahnministerium referterte Abg. Burival. Bei der endgültigen Stellungnahme sollen die strauten vorzugehen. Die Polizisten ließen es fic das Ministerium für soziale Fürsorge, für Ge- In der Debatte hiezu sprach unter anderem Ge- Meinungen der internationalen Sachverstän- nicht nehmen, von ihren Gummilniteln Ge fundheitsweser und Voltsernährung bloß mit nosse Abg. Hadenberg, der betonte, daß die bigen nicht unberücksichtigt bleiben. Die Ston brauch zu machen, mit denen sie erbarmungsios 4.84 Prozent am Budget partizipiere. Im In Eriragfähigkeit der Bahnen nicht auf Kosten der ferenz dieser Sachverständigen hat allerdings zu auf die Teilnehmer des Demonstrationszuges ein teresse des Staates lehnte er die Verbindung des Angestellten behoben werden dürfe. In der Zeit keiner einheitlichen Auffassung geführt. Sie wird hieben. Durch dieses standalöse Vorgehen erreich Ministeriums für soziale Fürsorge mit dem für der Arbeitslosigkeit darf der Staat Personal nicht der Regierung drei Gutachten unterbreiten, ten es die Polizisten allerdings, daß der Demon öffentliches Gefundheitswesen ab und begrüßte entlassen, sondern er muß sich im Gegenteil um die morgen veröffentlicht werden sollen. Sobald es, daß der Strankenſtatiſtit größere Aufmerkſamt dessen Beschäftigung sorgen. Auch darf bei der die neuen Borkhläge überreicht fine with the fivationszug in wenigen Minuten auseinander feit gewidmet wird. Er befaßte sich hierauf mit Reduktion des Verjonals nicht auf nationalistische Reparationskommission Berlin berlaſſen, da fie getrieben war. Die Polizei berhaftete dab. der Wohnungs- und Boufürsorge und erklärte, Bestrebungen Rücksicht genommen werden. Ueber- hier eine Entscheidung nicht fällen, sondern sich neun Personen, von denen vier wegen öffentlicher daß das Gesetz über die Baubewegung mit seinen haupt müssen die Bahnen als geschäftliches Un- nur über die deutschen Verhältnisse informieren Gewalttigkeit angezeigt wurden. Ein Teil der einschränkenden Bestimmungen es verschuldete, ternehmen angeführt werden und allen Nationen wollte. In den Verhandlungen der Regierung mit Demonstranten begab sich dann in kleinen Abtei daß die bisher ausgeführten Bauten nicht den dieses Staates genügen. Er sprach sich für die der Reparationskommiffion über die stohlen- lungen in die Altstadt, wo er sich in der Kreuz Hygienischen Anforderungen entsprechen. Er Errichtung einiger Lofalbahnen aus und für eine lieferungen wiefen die deutschen Vertreter verlangte eine raschere Erledigung der Gesuche praktische Zusammenstellung der Fahrpläne. um die staatliche Garantiebewilligung und ver nach, daß die Lieferung der Repavationsfohle für langte die Vorlegung eines Ausweises über die Abg. Genoffe Diet I forderte Aufklärung Deutschland eine schwere finanzielle Belastung beVerivendung des Geldes zur Unterstübung der über das Ergebnis der Telephonanleihe. Er deutet, die auf die übrigen Verhältnisse ungünstig fozialen Einrichtungen im Jahre 1922. Er be beantrage eine rasche Herabsetzung der Posttarife zurückwirkt. Deutschland führt mehr Kohle ein, als schwerte sich über die langsame Erledigung der und der Telephongebühren. Da zum Beispiel die es abliefert, die es zu Weltmarktspreisen bezahlen Gesuche der Kriegsbeschädigten, sprach sich für die Bekleidungsaktion vollständig verfehlt war, wäre muß. Dagegen bekommt Deutschland für die Ne Errichtung einer einheitlichen Strantenversiche es nötig, die Beamtenschaft von diesem Uebel zu parationsfohle feine Entschädigung, während es rung aus und gegen jeden Versuch, die Kranken- befreien. Redner sprach sich für den Ausbau des den Bergwerksbesitzern zu Zahlungen verpflichtet ist. Barthon erklärte, daß die Reparationsfommis versicherung zu zersplittern. Was die Frage der Telephonneges im Grenzgebiet aus. sion von Paris aus eine Entscheidung treffen Arbeitslosenunterstüßung anbelangt, so erklärte er den für sie im Budget ausgeworfenen Posten An der Börse werden die Verhandlungen für ungenügend. Zum Schlusse sprach er sich für Auf die im Laufe der Aussprache vorgebrach der Reparationsfommission mit der deutschen Redie Krankenversicherung der Arbeitslosen aus. ten Wünsche und Beschwerden erwiderte Winister gierung und die Aussichten für die Wiederherstel Sodann befaßte sich Abg. Novak( tsch. Sozdem.) für Post- und Telegraph, Tuěny, daß die Post- lung des Wirtschaftslebens sehr ungünstig bemit der Frage der Kriegsbeschädigten. verivaltung nicht sofort mit der Herabjegung der urteilt. Das Vertrauen zur deutschen Mart ist Es sprachen weiter die Abg. Bubnit Gebühren vorgehen fönne. Der Minister betonte fast gänzlich geschwunden. So stehen wir wieder ( Komm.) Betrowsky( tsch. Naidem.) Win- die großen Fortschritte, die in Bezug auf die miten in einer Devisenbousse. Der Dollar ist von dirsch( B. d. L.), der für die Verknüpfung der Sicherheit des Postverkehrs zu verzeichnen sind. 6408 auf 8428, das englische Pfund von 28.428 Agenden des Ministeriums für soziale Fürsorge Auf eine Anfrage des Ergebnisses der Telephon- auf 37.400, der Schweizer Frank von 1128 auf und öffentliches Gesundheitswesen eintritt, anleihe teilte der Minister mit, daß diefe 320 1551, die tschechische Krone von 206 auf Benda( tschech. Sozdem.) und Modračet Millionen ergeben habe. 284 gestiegen. Die Verteuerung aller Lebens- und ( tsch. fortschr. Soz.) Abg. Dietl polemisiert Eisenbahnminister Střibrny nahm in Gebrauchsmittel hält mit dieser Kurssteigerung gegen die Ausführungen des Abgeordneten Win- seiner Rede das Betriebspersonal gegen die von fast gleichen Schritt. birsch, grundsäßlich sprach er sich für die Erhal- einzelnen Rednern vorgebrachten Beschwerden in tung des Volkscrnährungsministeriums aus, für Schuß. Die Elektrifizierung der Staatsbahnen das auch in normalen Zeiten genug Arbeit zu befindet sich im Vorbereitungsstadium. Gegens tun sein wird. Eine gewisse Bedeutung hat das über einer geäußerten Beschwerde erklärte der Ministerium auch beim Preisabbau. Es iſt not Minister, daß das Eisenbahnministerium auf dem meldungen über das Ergebnis der Seinuvahlen Berlin, 7. November.( Tsch. P. B.) Blätter wendig, sich um die Kontrolle der Preise zu for Boden des Gesetzes über den Achtstundentag in Bolnisch Oberschlesien zufolge entfielen in Das Ministerium sollte sich auch um die steht, daß es aber gewisse Dienstkategorien gibt, önigshütte von 28.380 abgegebenen Stim Bieheinfuhr fümmern und die Viehausfuhr ver- wo es nicht zur Durchführung gelangen fann. men 22,225 auf die deutsche Liste. Auch in a thindern, so lange wir mit der Fleischnot zu Die Ersparnisse in den Personalauslagen beruhen towiß und My lowit steht die deutsche Liste kämpfen haben. Redner verlangte eine nähere nicht auf einer gewaltsamen Reduzierung des an erster Stelle. während sie in Bismardhütte, Erklärung über den Stand der liquidierenden Personals oder Herabsetzung der Bezüge, sondern Rybnik und Sohran in furzem Abstande der Liste Zentralstellen. Die wichtigste Ausgabe des Mini- auf dem natürlichen Abgang durch Todesfälle, Korfantys folgt. ſteriums für Volfsernährung iſt, rasch einen Ge- Pensionierung usw., die zahlreicher waren, als die jebentwurf über die Errichtung der Konsumenten Verwaltung erwartet hatte. Was die Verbillifammern vorzulegen, zulezt wünschte er, daß das gung der Eisenbahntarife anlange, wolle das Ministerium in Anbetracht des Preisabbaus einen Eisenbahnministerium durch Ersparnisse zu einer angemessenen Einfluß auf die Pauschalierung der Verbilligung des Verkehrs gelangen. Umsatzsteuer nehme. Es sprachen weiter die Abgeordneten Prasek( tsch. Soz.) und Horat( Gewerbepartei), Aus dem Kulturausschuffe. worauf Minister Habrman in Beantwortung der In der gestrigen Sigung des Kulturausschusses Anfragen erklärte, die Regierung habe die feste fand das Gesey betreffend die Auszahlung einer ein. Absicht, zugleich mit der angekündigten Sozial- maligea Aushilfe zu den Pensionen der Lehrer der versicherung auch die Alters- und Invaliditäts- von den Kirchen und Gemeinden erhaltenen Botta. versicherung der Gewerbetreibenden und kleinen und Bürgerschulen in der Slowakei Annahme. Durch Landwirte durchzuführen. dieses Gesetz wird der Schulminister ermächtigt, diesen Lehrern zu den bisher ausgezahlten Ruhe und Versorgungsgenüssen eine einmalige Aushilfe auszuzah. werde. Deutsche Wahlfiege in BolnischOberichleßen. Innere Kämpfe in Italien. Rom, 6. November.( Tsch. P. B.) Sonntag fam es in mehreren Städten zu Zusam menstößen zwischen Fascisten und Sozialisten. In Tarent entwickelte sich ein Feuer gefecht zwischen Fascisten und Nationalisten, wobei sieben Personen getötet wurden. In Turin veranstalteten die Faſciſten eine De monstration gegen den durchreifenden italieni schen Botschafter in Paris, Grafen Sforza. Der Waggon, in dem sich der Botschafter befand, wurde abgekoppelt und der Botschafter aufgefordert, auszusteigen. Truppen zerstreuten die Demonstranten. Das bei der Auseinandersprengung des Demonstrantenzuges zu Tage getrelene brutale Vorgehen der Sicherheitsorgane verlanlaßte die kom munistischen Abgeordneten zu ihren demonstrati ven Zwischenrufen bei der gestrigen Situng des Abgeordnetenhauses, während Präsident Tomašek das Abstimmungsergebnis vorlas. Jedenfalls erfordert dieser unerhörte Borfall, bei dem man bewaffnete Polizisten auf schußlose demonstricrende Menschen gehetzt hat, die schärfste Untersuchung. Ein Bubenstreich in Zwittau. Durch bisher unbekannte Täter wurde die Fahnenstange auf dem tschechischen Sportplay an gesägt und durch den am Sonntag herrschenden Sturm umgeworfen. Allem Anscheine nach gibt es in Zwittant Elemente, denen das bisherige duldfame Verhältnis zwischen den beiden Natio nalitäten ein Dorn im Auge ist und die sehr gerne Gewalttätigfeiten provo ieren möchten. Abgesehen davon, daß durch das Umfallen der Stange werden konnte, iſt dieſe Büberei auch ons an sehr leicht ein schwerer Unglücksfall herbeigeführt deren Gründen auf das schärffte zu verurteilen. Wenn wir annehmen, daß einige nationale Chanvinisten dieſe Gemeinheit verübten, dann haben sie damit unferem Volfstum gewiß feinen Dienst erwiesen und nur zur Verhebung der Gemüter auf beiden Seiten beigetragen. Wir gehen nicht feht. wenn wir fagen, daß dieses Vorfommnis für einige überspannte Angehörige der Menschina ein gefundenes Fressen sein wird, um darzutun, wie schlecht es den Tschechen hier geht und wie sie drangfaliert werden. Jeder vernünftige Deutsche, und vor allem die sozialistisch denkende Ar beiterschaft verurteilt auf das entschiedenste eine solche Handlungsweise, die nur von unverantwort lichen Hebern verübt worden sein kann. Verivahrung muß jedoch dagegen eingelegt werden, wenn dieſes Bubenstück als ein Aft deutscher Kultur" hinzustellen versucht wird, wie dies bereits durch eine Tafel geschehen ist. Für die Taten einzelner Individuen das gane Volt verantwortlich zu machen, ist denn doch ein Unrecht, gegen welches protestiert werden muß. Die Arbeiterschaft wird auf der Wacht sein, um jede Regung nationalistischer Bestrebungen, die nur dazu dient verheßend drücken. ter Genoffe Dr. Solitscher die Verhältnisse Diese Aushilfe beträgt für Lehrer 1000 K, für Wit- Das Programm der Kemalisten auf und schädigend zu wirten, im Reime zu unterTelegramme. In der Abendigung behandelte Abgeordne len, und zwar für die Jahre 1919, 21, 22 und 25. im Prager Allgemeinen Strankenhause and im wen 700 K und für Waisen 140 K. Die Genoffen der Orienttonierena. Pasteurinstitut. Er verlangte von der Regie- Sillebrand und Hoffmann beantragten die Verfrühte Frende. Die gestrige„ Deutsche rung, sie möge die Uebelstände beseitigen und die Streichung einer Bestimmung, wonach es dem freien Konstantinopel, 6. November.( Havas.) Nach Landpost" bringt mit großen Lettern über drei Krankenhäuser überhaupt besser dotieren. Er be- Ermessen des Winisteriums anheimgestellt ist, diese einem Berichte aus englischer Quelle hat die Na- Spalten auf der ersten Seite eine Nachricht mit sprach die Defizite der Strankenhäuser in der Slo- Aushilfe zu gewähren. Der Antrag wurde abgelehnt, tionalversammlung von Angora Ismet Pascha die der Ueberschrift„ Das Ende des roten Sachsen", walei und gab feine Zustimmung dazu, daß der ebenso ein Resolutionsantrag des Kommunisten Weisung erteilt, in Lausanne die Verwirklichung worin ausgeführt ist, daß die Landtagswahlen Staat die Heilquellen so weit sie im Vesize des Houser, der eine Reform des Schulwesens in der folgender Punkte durchzusetzen: Die durch den zugunsten der bürgerlichen Parteien verlausen Brivatfapitals find, übernehme und sie um einen Slowakei forderte. nationalen Paft vorgesehene Grenzentschei- find. Lange wird wohl die Freude der Herren billigen Preis der Bevölkerung zugänglich mache. dung seitens Griechenlands, die Auf- von der grünen Fahne nicht gedauert haben. Dagegen fritisierte er die Verstaatlichung des hebung der Kapitulationen, eine Ab- Prattifen des Prager Telephonamtes. Wir Joachimsthaler Luxushotels und trat für einen anderung der Grenzen Frans und Meso haben in unserer gestrigen Nummer darüber vationellen Vorgang bei der Radiumgewinnung potamiens und die vollständige finan- berichtet, wie die Prager Telephonzentrale mit cin. Er forderte einen Ausbau des Heimes sür zielle, wirtschaftliche und politische Unabhän uns verkehrt". Wir urgierten am Samstag tuberkulöse Kinder in Zwidau und eine Erhöhung Sozialdemokratischer Selbstschut gigkeit. unser Berliner Telephongespräch und die Prades für die Streis- und Gemeindeärzte ausgewor in Bayern. ger Telephonzentrale hatte die Liebenswürdigfenen Budgetpostens, eine gründliche Reform der Die Durchfahrt durch die Meerengen. feit, uns als Bande, die sich ausstopfen lassen shyfifatsprüfungen und die Errichtung einer soMünchen, 7. November.( Tsch. P.-B.) Die Konstantinopel, 6. November.( Tsch. P.). Die soll, zu bezeichnen. Aber nicht genug an diesem zialärztlichen Akademie. Er sprach die Befürch- tung aus, daß die Jugendfürsorge zersplittert Funktionäre der Münchner Gewerkschaften, Be- Oberkommissäre der Alliierten haben die Spaß ließ sie auch nach Berlin sagen, daß werde und den Wunsch, daß ein Verzeichnis der triebsräte und Konsumgenossenschaften der so. Forderung der Angora regierung, Natürlich ist dies absolut unwahr, wir haben wir auf das Gespräch verzichten. wonach die Durchfahrt von Striegsschiffen Subventionen angelegt werde. Nachdem noch zialdemokratischen Partei nahmen am Montag durch die Meerengen von der Erlaubnis am Samstag nicht auf das Berliner Gespräch Abg. Cerny( tschech. Agr.) gesprochen hatte, rabend in einer überfüllten Versammlung Stel- durch die türkischen Behörden abhän- verzichtet, sondern im Gegenteil- wir haben agierte Dr. Frante auf die vorgebrachten Be- lung zu den Gefahren, die der deutschen Repu- gig sein soll, fategorisch abgelehnt. Nach es zweimal urgiert. Wir fragen neuerdings die schwerden und erklärte unter anderem, daß in den blik durch den bahrischen Fascismus Ansicht der Alliierten stehen die Forderungen der Post direktion: Wird sie ihren Beamten all rnächsten Tagen ein Gesetzentwurf auf die Ab Türken im Widerspruche mit den Waffenstillstand- verbieten, im amtlichen Verkehr derartige vertrage von Mudros vom Oktober 1918 und dem Wize" zu machen? Wir fragen auch den Abkommen von Mudania, Herrn Post minister: Wird er dafür sorgen, daß einer Zeitung in Hinkunft durch die Willfür eines Beamten nicht mehr ihre Telephon. · änderung des Gesetzes betreffend die die Be- drohen. Es wurde einstimmig der Beſch, iuß gestrafung des Wuchers im Ausschusse zur faßt, einen Selbstschut ins Leben zu rufen, Verhandlung gelangen wird. Er konstatierte, daß der in allen Betrieben, Fabriken und Büros gebilin der Frage der Notwendigkeit oder Ueberflässig det werden soll, um Anschläge der Rechtsradikafeit des Ernährungsministeriums große Unflarheit herrsche, man müſſe fich aber vor Augen hallen auf die Verwaltungsgebäude der Gewerkschaf ten, daß wir eine große Reihe von Ministerien ten, Konsumgenossenschaften der Partei und so besigen, die für die Produktion Sorge tragen und zialistischen Presse zu verhindern. e Genollen, lefet und nerbreitet die verbindung abgeschnitten wird? Arbeiterprese. Der Denkmalfturz in Freudenthal. Die Abgeordneten Hans Joll, Th. Hadenberg, Rud. Seeger haben im Abgeordnetenhaus, die 8. November 1922. Cette 5. Senatoren int, Polach und Genossen imp Ein Mittagessen 18,000.000 Rubel. Derrichtshofes von Ofata, das die goldenen Retten ein Mädchen in einem Dorfe an der Moldau- Diskre Senate eine dringliche Interpellation tschechische sozialdemokratische Senator souscha für allemal zerbrochen hat, die viele Taufende von tion verlangt die Geheimhaltung des Dorfnamens an den Minister für nationale Verteidi erhielt dieser Tage aus Moskau die Speise Mädchen gefesselt hielten. Ist es doch seit altersher daß sie ein Land wisse, in dem es den Mädchen sehr gung, betreffend den eigenmächtigen Gebrauch farte einer Volfsrestauration. Es handelt sich in Japan der Brauch, daß die Eltern hübscher Mäd gut gebe, weil dort ein Mangel an Weiblichkeit beder Schußwaffen und Tötung des achtzehnjähri- um das Gasthaus Tivoli" in der Liebknecht chen diefe in frühester Jugend den Geisha- Unterneh. Stehe. Es fanden sich auch tatsächlich einige Mädchen, gen Max inzel durch Soldaten der Garnison gasse 7. Ein Blick auf diese Speisekarte zeigt, mern übergeben, die die Kleinen in Wufit, Tanz, die mit der alten Gaunerin nach Prag fuhren und ihr in Freudenthal eingebracht, in der es daß man heute in Rußland nur noch nach Willi- der Kunst des Tafeldekens und der Unterhaltung noch viel, viel Geld gaben. Die gehaute Alte führte heißt: Sonntag, den 29. Oktober 1. J., nachts, onen rechnet. So z. B. foster eine fleine Vortion ausbilden. Bei der Uebergabe schlossen die Eltern die Dorfschönen auf den Altstädter Ring, zeigte ihnen war die Stadt Freudenthal in Schlesien der Paprifafleisch in Woskau fünf Millionen mit dem Unternehmer einen Vertrag, der die Töch ein Hans, in dem sie im dritten Stock von einem Schauplatz eines Gewaltaltes mit blutigem Aus- Rut bel! Gine Gierspeise, die aus drei Giern ter zum Sklavendienst bei ihrem Herrn ver- Herrn erwartet werden und verschwand in einem gang, hervorgerufen durch das Vorgehen einer hergestellt wird, foster vier Millionen Rubel, so vflichtete, bis sie in der Lage waren, sich durch zu. Durchhaus. Die Mädchen kehrten am Abend betrübt Anzahl Soldaten der dortigen Garnison. Schon daß man also für ein Ei über eine Million riderstattung de: auf ihre Erziehung verwandten und bekehrt nach Hause zurüd. Nach langen Bemü vormittags des 29. Ottobers ging das Gerücht Rubel zahlt. Eine Portion Startoffelpüree foftet Rosten ihre Freiheit zurückzulaufen. durch die Stadt, daß das Kaiser Josef Denkmal fünf Weillionen Rubel. Ein Mittagessen, hungen gelang es die Krupička auszuforschen. Sie in der Nacht durch tschechische Soldaten gestürzt das aus drei Gängen( Suppe, Fleisch und Starhatte sich wegen Betruges zu verantworten. Mit werden soll. Allerdings hatte man seitens des toffelpüree besteht, fostet also fünfzehn bis vier Monaten bedingten Kerfers fam sie noch gut davon. Stationskommandos feste und beruhigende zu achtzehn Millionen Rubel! sicherung gegeben, daß die Mannschaft strengstens faserniert und es ausgeschlossen sei, daß diese einen Angriff auf das Denkmal unternehmen fönne. Es ist festgestellt, daß bereits Freitag in der Baracke 8 der Plan zum Sturze des Dentmals besprochen wurde. Bereits Samstag abends Josef Trnka in Nezdis bei Přestit hat am Gräßliche Bulttat eines abgewiejenen Freiers. Sonntag den Grundbefizer Tykal niedergeschossen, hierauf dessen Tochter Marie durch einen Kopfschuß schwer verlett und dann die Mutter des Mädchens mit der dritten Gerichtssaal. 3wei Raubmörder zum Tode verurteilt Der 21jährige A. Nemec und der 26jährige 7. Rozehnat wurden am Samstag, den 4. d. M. vont Schwurgerichte in Mähr.- strau wegen des Verbrechens des Raubmordes an der Gattin eines vermögenden Kaufmannes in Mistek zum Tode Gelüſte Jandas nicht und laſſen ihn immer wieder Aus den Prager Straffenaten. Bollswirtschaft und Sozialpolitit. Rudolf Janda aus Ovčalov ist ein Gewohnheitsdieb. Und zwar ein ganz feiner, der es auf besondere Genüsse abgesehen hat. Uberall, wohin er kommt, stiehlt er Snoblauch und Zwiebeln. Die bösen Menschen begreifen natürlich die sonderbaren sollte das Denkmal fallen, doch hielt es den um skugel niedergeftredt. Truka lief hierauf ihn geschlungenen Stricken stand. Sonntag zum Anwesen des Bauers Hřebec, rief den Be- durch den Strang verurteilt. einsperren. So wurde Janda Stammgast in vernachts 11 Uhr stürzten plöglich 20 Soldaten über fiver heraus und feuerte gegen ihm zwei schiedenen Gefängnissen. Auch für die nächsten Woden Schloßgartenzaun, drangen mit Gewalt in Schüsse ab, die Hřebec schwer verletten. chen ist er wieder versorgt. Er kam nämlich am den Kaiser Josef Bart ein und stürzten mit einer n der Wohnung seines Vaters entleibte 8. Juli in ein Geschäft in Hedowiß und nahm, da Stette das Standbild vom Sockel. Fast zu glei- fich dann Trnka durch zwei Schüsse. Bei der Es gibt gewissenlose Leute genug, die sich das niemand im Geschäfte war, einen Sack mit Zwiebeln, cher Zeit eilten die Stadtbewohner herbei, um furchtbaren Bluttat handelt es sich um einen bedauerusiverte Aussehen eines Invaliden zumute der 500 1. wert war, mit. Der Straffenate belohnte das Denkmal zu retten. In nächsten Augenblid Racheaft. Trnkas Werbungen um Marie Tyral machen und unter der Maske eines Kriegsopfers fich ihn mit sechs Wochen Kerkers für diese wadere sprangen die Soldaten über die Einfriedung, die fanden fein Gehör, und zwar, wie im Dorfe an- auf mühelose Weise ihr Auskommen in den Gaſt- und Tat. das Denkmal umgibt, und flohen in der Richtung genommen wurde, deshalb, weil Trnka ein frü- affechäusern erbetteln. Ein solcher Mensch iſt Mugegen den Jungingenſteig. Ein Teil der aufge- heres ernstes Verhältnis mit der Tochter des dolf Vej dl aus einer Vorſtad: Brags, der den Paſscheuchten Bevölkerung folgte den Fliehenden. Bauern Hřebec gelöst hatte. Hřebec soll die Fa- santen auf der Straße und den Gäſten in den KaffeeGleich darauf sprang ein Soldat vor und schoß in richtigt haben. lleber die unmittelbare Vor- fam er an den Unrichtigen, als er aut 3. November Blöblich rief ein Soldat„ Gib mir eine Stugel". milic Tykal von diesem Vorgehen Trnfas benachhäusern vortäuschte, er hätte einen Arm verloren und ei dadurch arbeitsunfähig geworden. Doch einmal die Menge der Zivilpersonen. Lautlos fant der geschichte der Bluttat weiß niemand etwas ans v. J. am getroffene achtzehn Jahre alte Zahntechnier- zusagen. Trnka war bei einer Tanzunterhaltung.. einen Rotimeiſter in einem Prager Staffeehause gehilfe Max inzel zusammen. Er wurde in Bozor gewesen, hatte dort aber die Marie als Freund ansprach und ihm erzählte, daß er auch von vier Personen aufgehoben und in das Spital Tylal nicht vorgefunden. Er begab sich dann ins Rottmeiſter fei und beide in Rußland gewesen seien. transportiert. Aber schon auf dem Wege dahin Wohnhaus der Familie Tykal und stellte das der echte Rottmeister erkannte jedoch Bejdl und verstarb er. Die Stugel war dem Stinzel quer durch Mädchen zur Rede. Was weiter geschehen ist, ständigte unauffällig einen Bolizisten, der Beijdt verdie Hauptschlagader gedrungen und hatte diese wird sich kaum jemals feststellen lassen, da feiner haftete. Als die Gäste des Kaffeehauses, die dem veraufgerissen. Alle Augenzeugen wurden sofort zur der Zeugen wohl mit dem Leben davonkommen meintlichen Invaliden bereitwillig Geld gegeben hat. politischen Bezirksverwaltung zur Protokollaufwird. Der Vater des Mädchens war sofort to t, ten, fahen, daß dieser ein Schwindler ist, fielen fic nahme gerufen. Diese ergab einwandfrei, daß der die Mutter und das Mädchen, wie and rebec über ihn her und prügelten ihn durch. Dabei fairlichen Blätter melden, weist die Smichower Aktienauch Denkmalsturz seitens der Soldaten vorvereitet sind lebensgefährlich verletzt. In Nezdik und in der zweite Arm des„ Invaliden" zum Vorschein, den war und daß die vier abgegebenen Schüsse von der ganzen Umgebung herrscht unter der BevölSeite der Soldaten gefallen sind. Alle Augen ferung wegen dieser Bluttat große Erregung. zeugen wurden auf Waffen untersucht, wobei Die Wohnungsnot in Prag. Die Prager Geweder Schuß noch Stichwaffen festgestellt wor den sind. Augenzeugen bestätigen auch, daß ein- meinde baut auf den Baustellen„ Na Maninach neu zelne Soldaten Gewehre trugen. Es wurden auch Wohnhauser mit 240 Wohnungen; hievon werden 48 bereits die Namen aller beteiligten Soldaten, ins- für Staatsbeamte vorbehalten; außer zwölf Ateliers besondere der Name jenes Soldaten, der den waren fonach 180 Wohnungen zu vermieten, auf welche Schuß abgegeben hat, festgestellt. Der Tote ift 1800 Gesuche einlichen. Kleine Chronit. Das Grubenunglück in Reilly. aus. das Opfer einer ganz sinnlosen Rachepolitit der tschechischen Soldaten und der wenigen in Freu denthal wohnenden Tschechen geworden. Samstag, den 28. Oktober, hatten die Tschechen Freu denthals einen Unterhaltungsabend. Der Zufall wollte es, daß in der Ueberlandzentrale der elet trischen Stromleitung eine Störung eintrat, wo- Reilly( Pennsylvanien), 7. November.( Havas.) durch die Stadt vier Stunden, von 7 bis 11 Uhr Ans der Rohlengrube, in welcher sich, wie bereits ge nachts, ohne Licht war. Die Tschechen waren der meldet, eine Gasexplosion ereignet hat, wurden Meiming ,, daß die Leitung mit Absicht zerstört bisher 25 Leichen von Berglenten hervorge worden ist, um ihre Unterhaltung unmöglich zu machen. Wie lächerlich diese Annahme ist, be zogen. ,, toten", plötzlich lebendig gewordenen Arme zuriid. Listy" erfahren, soll durch eine Verordnung für Neuregelung der Kohlenabgabe. Wie„ N. alle Steinkohlenrvviere die einheitliche Sohlenabgabe von 18 Prozent festgesezt werden. Für Braunkohlenreviere wird die Abgabe größer und nach der Qualität abgestuft sein. Muf dieser Grundlage werden die Oftrauer Mehlenpreise ge= regelt werden. choslowalischen Repubiit für das Jahr 1921-22 Die„ notleidende" Industrie. Wie die bürgerbrauerei, eine der größten Brauereien in der tsche einen Reingewinn von 2,932.739 Kronen aus, womit der Gewinn des Vorjahres um 280,402 Strohat also diese Brauerei einen um eine Viertelmil nen überschritten wird. Troß der Wirtschaftsfrise lion größeren Reingewinn als im Vorjahr. er unter der Weste verstedt hatte. Als Vejdl nun be. haupiete, daß der verborgene Arm wirklich tot set, bekam er von einem Gast eine schallende Chrfeige heruntergehaut. In diesem Momente vergaß Bejdi auf die Krankheit seines Armes und schlug mit dem Damit hatte er allerdings den Befähigungsnachweis Die Bezirkskrantenfasse in Zrantenan gibi für die Polizeiwachstube erbracht und wurde natürlich, soeben ihren Jahresbericht herans, in dem zu gleich mitgenommen. Vor einem Strafsenate des nächst mit Bedauern festgestellt wird, daß die CLGR. Riegl verantwortete sich gestern Vejd! wegen Wahlen in die Strafentasse noch immer nicht Urkundenfälschunger hatte eine falsche Rottmeister ausgeschrieben sind. Sodann wird die Einwir legitimation und wegen Bettelei: Ein Urteilung des novellierten Strantenversicherungswurde nicht gefällt, da Vejdl seit November bereits gefebes auf die Masse geschildert und uns ein Bild einige Strafen in der Gesamthöhe von 17 Monaten der gesunden Fort: ntivifung der Trantenauer Stranfenfaffe geboten. Jat legten Jahre sind die wegen gleicher Delikte bekommen hatte. Ambulatorien, insbesondere das in Trautenau, bedeutend ausgestaltet worden, die Behandlung mit fünstlicher Höhensonne wurde eingeführt, eine Röntgenanlage angeschafft und eine Badeanstalt eingerichtet. Das bestehende Zahnambulatorium wurde erweitert und gemeinsam mit der Bezirksfranfenfasse Braunau zwischen Freiheit und Jo hannisbad ein Objekt angekauft, auf welchem ein Arbeitererholungsheim eingerichtet werden joff. Die Kasse hat auch das neben ihrem jetzigen Bürogebäude liegende Haus gekauft, da eine Gr weiterung der Büroräumlichkeiten in der Zukunft sich als notwendig erweisen wird. So bieter der Jahresbericht ein abgerundetes Bild der Entvid lung dieses Arbeiter Wohlfahrtsinstitutes. Der Fleischer Bořiwoj Ta che ci aus Zitow ist gerne Sundebraten. Da er sich aber nicht immer genießbaren Hundebraten auf rechtlichem Wege verschaf fen fann, so nimmt er auch mit fremden Hunden vorlieb, wenn auch deren Besitzer nicht ihre Einwilligung dazu geben. Mit anderen Worten, er stiehlt Hunde. Im April nahm er auf diese Weise ein Schoßhünd schen, das ihm gerade über den Weg lief, mit, ein anderes Mal mußte ein Wolfshund daran glauben. Ein Straffenat des Prager Landesgerichtes verurteilte gestern Tacheci wegen seiner eigentümlichen Gelüste, die jedoch sonst Diebstahl genannt werden, zu zwei Monaten Kerker. weist, daß nicht nur Freudenthal, sondern im wei- Ein deutscher Kreuzer gesunken. Der von Deutsch, ten Umfreis bis nach Jägerndorf alle an die land angelaufte russische Kreuzer Gromobij" ist gleiche Leitung angeschlossenen Orte zu dieser Zeit während eines Sturmes in der Nähe von Libau ohne Licht waren. Aus den Erhebungen der po gescheitert. Der Kreuzer befand sich auf der litischen Landesverwaltung geht hervor, daß die Fahrt nach Kiel. Affumulatorenbatterie, die Reserve für die Strom- Die befreite Geisha. Die Geishas, jene armen abgabe, an das Netz in der Zeit der Betriebs- leinen Gflavinnen der Liebe, die in Japan seit störung nicht angeschlossen werden konnte. Die alters in unwürdiger Abhängigkeit schmachten, find Interpellierenden fragen daher den Herrn Mini- jest endlich von dem Zwang befreit worden, die ster: Jst er geneigt, eine sofortige genaue Unter- schmachvollen Verträge einhalten zu müssen, die ihre suchung des Vorfalles zu veranlassen und alle Eltern mit den Unternehmern der Geishahäuser ab. Mädchen vom Lande gehen oft großmänlerischen direkten und indirekten Schuldtragenden an dem geschlossen haben. Sie perdanken ihre Befreiung traurigen Vorfall zur Verantwortung zu ziehen? einem jlingst ergangenen Urteil des Obersten Ge,, Wenn ich es zahle," meinte T. S., so ge Copyright 1922 by Der Malik Berlag, hört es ihm und er kann es meinetwegen für Berlin- Halenfee. Vogelfutter ausgeben. Was sagen Sie, Herr Zim mermann?" Wran nennt mich Zimmermann. Roman von Upton Sinclair.( 10) Autor. Uebersetzung von Hermynia zur Winhlen. Ich war begierig auf seine Antwort, doch wurde in diesem Augenblick die Tür der Felter fammer" geöffnet, Madame Planchets Stimme ertönte: Da ist sie." Und das Fleischgebirge er schien, gestützt von zwei Karyatiden. 13. Leuten auf den Leim. Diese Tatsache nützte die alte Rupplerin Anna Krupička aus und erzählte den wir müssen essen gehen und dann zusehen, wie die Nachtaufnahmen gemacht werden. Vergiß nicht, daß wir für heute abend zweitausend Leuten fünf Dollar per Stopf zahlen, wir müssen unser Geld wieder herausholen." Er schien die Sache für erledigt zu halten, wandte sich Mary zu: Sommen Sie mit Mary?" Die Generalversammlung des Konsumvereines Teplip- Schönau. Ant 5. November fand in Turn die diesjährige Generalversammlung des Teplißer skonsumvereines statt, an der 163 Delegierte, 34 etwas Pelzigent, Samimetigen umschmeichelt, seufzt vor Behagen: Aah! ,, Prinz Restaurant," sagie T. S. zum Chauf feur, und der Palast auf Rädern setzt sich in Bewegung. Ich staunte, daß T. S. sich nicht geniere, Zimmermann in ein elegantes Restaurant mitzunehmen. Doch vermochte ich seine Gedanken zu erraten: alle werden glauben, er sei mit einem seiner Sterne bei einer Aufführung gewesen. Und wenn nicht was zum Teufel, ist er denn nicht Abey Tszchniczklefritsch? Ich muß auf meine Großmutter warten." Lassen Sie das Automobil für die Großmut Denken Sie also jezt daran. Engagiere ich ter da und kommen Sie mit uns. Wir wollen Sic, so mache ich Sie zum größten Schauspieler dinieren und dann sehen, wie die Mobszenen aufder Welt. Ich mache mit Ihnen Propaganda- Mein Gott!" stöhnte Frau T. S., genommen werden. Kommen Sie auch, Herr Zim„ Wrrrr! Wrrrr!", schnarrte die Sirene des filme für die Kirchen, man würde Sie in China sterbe!" mermann, ich möchte noch mit Ihnen reden. Und Automobils, und ich verstand auch, was sie besaund bei den Zulufaffern aufführen. Ich mache Grinsend erwiderte ihr Gatte:„ Du hast es Sie, Billy, und Sic, Rosythe. tommt alle." gen wollte:„ Ich bin das Automobil Abey mit Ihnen einen Kontrakt auf zehn Jahre, zahle also wieder getan!" Ich muß auf meine Frau warten," entgeg Tszchniczklefritschs, des Königs der Filmindustrie, Ihnen fünfhundert Dollars die Woche, einerlei, Ich werde es nie mehr tun," jammerte nete der Stritifer.„ Wir haben eine Verabredung." des fünftigen Königs der Welt, macht Play, zum Teufel, macht Play!" So rasten wir durch die ob sie auftreten oder nicht, und Sie wurden nicht Frau T. S. ,, Gut," meinte T. S. und näherte sich dem viel Arbeit haben, denn ich kann nicht jede Woche Ihr Gatte lachte. Das fagst du jedesmal. Stritifer. Tun Sie mir den Gefallen, Rosythe, belebten Straßen, und die Fußgänger flohen vor cinen Millionen- Dollar- Film mit dem allmäch Erhole dich, Wutter, jetzt ist es vorüber, du sagen Sie noch nichts über diesen Zimmermann. uns, wie dürres Laub im Herbst vom Baume tigen Gott und den Engeln herstellen. Vielleicht brauchst dir sechs Monate lang das Haar nicht Ich werde ihn jetzt füttern, in eine gute Stim- fliegt.„ Mein Gott, bin ich hungrig!" brummte fönnen Sie irgendeinen seitschfilmmann finden, mehr wellen zu lassen." der Ihnen mehr verspricht, aber der verkauft" Ich muß mich niederlegen. Ich sterbe.ming versehen; dann mache ich mit ihm einen T. S. Seit dem Mittagessen hab ich nichts zu Stontratt, und Sie können die ganze Geschichte für essen bekommen. Wie gehts, Mutter? Fühlst du dann den Film an den Bruder seiner Frau und Abey, sterbe. Laßt mich zum Sofa." die erste Seite Ihrer Zeitung haben. Verstanden?" die schon besser? Ja, du wirst dich ganz wohl sagt Konkurs an, und wo sind Sie dann? Mary Nein, Mutter, wir müssen essen gehen." Schon gut." fühlen, sobald du etwas im Magen hast." Magna fann Ihnen sagen, daß sie mit dem alten Ich fann nicht essen." Abey einen Kontrakt hat, der ist so viel wert wie" Wie?" Aufrichtiger Schred tönte aus T. die Freiheitsanleihe. Jede Woche überreiche ich S. Stinume. Du fauuft nicht essen? Du mußt dieser schönen Dame einen Scheck auf fünfund doch zu Mittag effen, kannst doch nicht leben, dreißighundert Dollars, unterschreibe ihn eigen- wenn du nicht ist. Stomm, Mutter, tomm." händig; ich sage Ihnen, ich bekomme den Strampt 2. S. stellte sich vor die Frau hin, ein breites D- 0-0-0-0-0-0- oh!". " ,, Also Verschwiegenheit!" sprach der Filmfönig und watschelte aus dem Zimmer. Die bei den Starhatiden hoben das Fleischgebirge vom Sofa und trugen es schiebend bis zum Fahrstuhl, Mary folgte mit Zimmermann, und ich beschloß als letter den Zug. Wir famen zum Prinz- Restaurant" und erlebten ein fleines Abenteuer. Vor dem Restaurant hatte sich eine wegende Menge angesammelt, die schwarzen Wellen überschwemmten einen halben Block, Polizei versuchte Ordnung zu schaffen. Ueber den Häuptern der Leute schwebten Transparente, von innen aus erleuchtet; die Tafeln T. S. Was unterschreiben muß. Dennoch tue ich es;, schauen. Grinsen faum auf sein Geficht.„ Brächtig! Schau T. S.' Automobil stand vor dem Haus. Die- Worten vedrudt.« pallo!" rief L. Daren" it Sie die Ringe, die Bänder, die Schleier, alle dir doch die schönen Wellen an, Mary. Schauen fes Automobil ist etwas ganz Besonderes; es ist denn das?" die Dinge an, die sind mit diesem Geld gekauft; Sie, Billy. Sie ſicht wieder wie ein Kind aus, sie schaut aus wie die Auslage eines Juwelier nicht wahr? Madame, Sie sind eine Perle; liefern ladens und eines Spielwarengeschäftes zusam- die Waren stets in tadellosem Zustand ab." Madame Planchet strahlte vor Stolz, und mengenommen." das Fleischgebirge schien etwas getröstet. Gefällt es dir, Abey?" Freilich gefällt es mir. Ist großartig. Ich glaube, ich habe einen nenen Schas. Komm jest, Herr Zimmermann schalt eben deshalb mit mir," sagte Mary. Ich glaube, wenn Sie ihm ein Gehalt zahlen, so wird er es den Armen geben." " lang wie ein Zastauto, ganz aus glänzendem Me- Plößlich fiel mir ein, was ich im Morgentall; der ganze Wagen gleicht einem Militär- blatt gelesen hatte. Die Angestellten des berühmautomobil. Auf jeder Seite ist noch ein Exirarad ten Restaurants waren in Ausstand getreten und und hinten hängen noch zwei Räder. Der Chaufman befürchtete Unruhen. Ich teilte dies 2. S. feur trägt eine Libree, und auch der Diener, mit, und er brummte:„ Teufel! Haben wir denn der den Schlag öffnet, ist livriert. Die Sipe sind mit unseren Kinoarbeitern nicht Unannehmlichwie die weichsten Sofas in Madame Blanchets feiten genug? Wüſſen diese Leute uns auch noch Schönheitssalon, man sinkt auf sie nieder, wird von unser Diner verderben?"( Forts. folgt.) Cette 6. vorgenommen. 17.500. Züricher Schlußkurſe. Ferlin... 006.87 Wien... 0'000.78 Brag.... 17.75 Holland 218.00 New Yort. 5:45 25 London.. 24° 27.00 Varis... 35.90.00 Mailand.. 22'45.00 Budapest. 0.22.00 Agram... 220.00 Warschau.. 0.04.00 Wien geit.. 0: 00.75 Kunst und Wissen. F. Kleine Bühne. Seute, den 8.: Fran Lohengrin" ( mit Werbezirk); Freitag, den 10.: Lebende Stun den"; Samstag, den 11.: Wauwau"; Sonntag, den 12 ,: nachmittag Der Werwolf", abends„ Papa". " Bildungsarbeit. 8. November 1922. nosse Dietl wird die nötigen Vorarbeiten zur Er- Autorennen in Spanien. Aus Barcelona richtung einer auf Gegenseitig beruhenden Unfall meldet Havas: Der große internationale Preis von versicherung nach Schweizer Muster treffen und Penya Rhin für leichte Fahrzeuge wurde von der nächsten Reichsausschußßigung zur Annahme vor einem französischen Kraftwagen gewonnen, legen. Beschlossen wurde ferner, jeder Ortsgruppe der von Leo Guineß gelenkt wurde. Er legte unentgeltlich eine Wanderapotheke zur Verfü die Strecke von 577 Kilometer in 4 Stunden, 35 Wi. gung zu stellen und Sanitätskurse abzuhalten.nuten und 46 Sekunden zurück. Zwei österreichische Ausführlich besprochen wurde auch die Ausgestaltung Fahrer, die angemeldet waren, haben am Start nicht des Vereinsblattes Mitteilungen" und die teilgenommen. Frage der gemeinschaftlichen Vereinsreisen. Die Einen fenfationellen Anod- out gab es in Pht. Arbeitsfreudigkeit der Gauleitungen läßt hoffen, daß ladelphia; Sid Marks wurde von Joe Tip. im kommenden Vereinsjahre alle besprochenen und in lic fnod- out geschlagen. Das Match dieser beiben Angriff zu nehmende Aufgaben restlos gelöst werden. belanglosen Leute dürfte deshalb in die Borgeschichte Freie Bereinigung sozialistischer Akademiler. Su dem geplanten Seminar über die Geschichte des Sozialismus findet morgen, Donnerstag, um 8 Uhr im Starolinum, II( Eisengasse), die Vorbesprechung statt. Interessenten willkommen. Aus der Partei. eingehen, weil der Kampf bis zum Niederschlag laum zwei Sekunden gewährt hatte. Unmittelbar nach dem Gongzeichen war auch schon Marks im Reich der Träume. Die bisherige„ Rekordzeit für Knock- out" betrug vier Sekunden. Mitteilungen aus dem Bublifum. Das Beste für Ihre Augen liefert Optiker Deutsch, Prag, Graben 25, Kl. Bazar. Warnung! vember, 9 Uhr vormittags, im Lokale des„ Adler. Bezirkskonferenz Grulich. Sonntag, den 12. Nogebirgsboten" in Grulich Bezirksfonferenz. Auf der Tagesordnung steht ein Referat des Abg. Genoffen Heeger über„ Wirtschaftskrise, Arbeitslosig. feit und Arbeitslosenunterstüßung". Dr. Mabuse Psychoanalytiker wurde vom Bezirksfranenkomitee Prag. Die für Donners. Staatsanwalt Wenk verhaftet. tag, den 9. November ins Restaurant„ Goldenes Dr. Mabuse der große Spieler mit Kreuzt" einberufene Frauenversammlung Menschen und Schicksalen ist endlich entlarvt und mit einem Referate des Abgeordneten Genossen Dr. sein verderbendes Handwerk gelegt. Holitscher mußte auf den 21. d. M. verscho. ben werden. Turnen und Sport. Dr. Mabuje wird seine Pragis bei uns nicht mehr ausüben, jedoch Dr. Mabuse und sein Tag, Dr. Mabuse und seine Nacht sind glüdlich int Filme -XO Dr. Mabuse- der Spieler festgehalten. Beginn der Vorstellungen ab Freitag, den 10. November 1922 im Bio, Sanssouci." 1178 Druck: Deutsche Zeitungs- Aktiengesellschaft, Prag, Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Für den Druch verantwortlich): O. Solth. Aufsichtsräte und Vertrauensmänner und vier] Vorstandsmitglieder teilnahmen. Unter den Dele gierten waren nicht weniger als 69 Frauen. Die Versammlung wurde mit einem Nachruf des Genossen Kremser für die in diesem Jahr verstor benen Mitglieder des Vereines, insbesondete des Genossen Reiche It Gichwald, eröffnet, der drei Jahrzehnte lang seine Kraft der Genossenschaft gewidmet hat. Den Vorstandsbericht erstattete der Obmann des Vereines Genosse Pantrac ( die wichtigsten Zahlen des Geschäftsgerichtes ha„ Rosa Altschul"," Fran Lohengrin".( Neues ben wir bereits veröffentlicht). Genosse Pankrac unterbreitete die Anträge des Vorstandes, wonach Deutsches Theater.) In zwei angeblichen Luftsptewieder das Spar markensystem eingeführt len" ist Giſela Werbezirk als Gast aufgetreten. werden und eine Sausagitation in der Die Wahrheit gebietet uns, des Gastes lobend zu erwähnen, obzwar er seine Künste an diese beiden nächsten Zeit entfaltet werden soll. Ebenso refe rierte Genosse Kremser über die Auffassung des Schmöder verschivendet hat, und ebenso ungerecht wäre Warenrabatts. Zur Frage der Verschmel- es, auch die anderen Spieler und Spielerinnen, die zung mit der Offegger Einkaufsgenossenschaft gleichfalls verurteilt waren, in den beiden Stücken sprach Gennoffe Siart. ver bezügliche Antrag mitzuarbeiten, ohne Lob zu lassen. Sonst wäre nichts des Vorstandes wurde einstimmig angenommen. 3 loben: weder unsere Direktion, die sich nach KräfSodann wurden die notwendigen Ersatzwahlen ten und mit Erfolg bemüht, die Prager deutsche Bühne auf das Niveau des Budapester Orpheums hinunterDie Preisrevolution in Deutschland. In dem beffere Sachen bot, als man sie uns jetzt vorsett; noch zudrüden, das früher einmal im Hofbräuhaus wett von der Frankfurter Zeitung" berechneten Groß- unser liebes Bublifum, das derartigen Kitsch, nur handelsinder der Preise sicht man, wie die Teue weil Fran Werbezirk auf weanerisch jidelt, mit rung in Deutschland im letzten Monat wieder gewonne schludt und sogar verdaut. radezu ungeheuere Fortschritte gemacht hat. Neues Theater. Heute, den 8.:,,Die Hugenotten" Nimmt man den Preisindex in der Vorkriegszeit mit 100 an, so betrug dieser am 1. Jänner 1920( Gastspiel Krauß- Musil); Donnerstag, den 9.: Frau 1965, am 1. Jänner 1921 2130, am 1. Jänner Lohengrin"( mit Werbezirk), die Schiller- Feier mußte 1922 4217. Im Laufe des Jahres 1920 find also verschoben werden; Freitag, den 10.:„ Martha"( Gastdie Preise nur wenig gestiegen, im Laufe des Jah- spiel Kranz- Musil); Samstag, den 11.: Der Barbier res 1921 aber haben sie sich verdoppelt. Das wird von Bagdad"; Sonntag, den 12.: nachmittag„ Die weitaus übertroffen durch die Entwicklung im schöne Helena", abends„ Die Bajadere". Jahre 1922. Jm Februar betrug der Inder schon 4599, im März 5420, im April 6703, im Mai 7384, im Juni 7851, im Juli 9102, im Auguft 13,978, im September 29.116, im Oftober 43.222 und im November 94,492. Die Warenpreise sind also in Deutschland im Durchschnitt 950mal so Neue Bestimmungen für reichsdeutsche Leichthoch als vor dem Kriege. Zum Vergleich sei der athleten. Eine weit schärfere Kontrolle wic amerikanische Index angeführt, der zu Beginn bisher wird die deutsche Sportbehörde für Leicht. des Jahres 52 betrug und jetzt etwa 64 beträgt. Im Lande der Schebattussen, Völkerkund- athletik in Zukunft über die Reisen ihrer Mitglieder In den letzten Tagen sind auch an der Ver- tiches aus dem Ost. Tibet", lautete das Thema nach dem Auslande vornehmen. Es ist jedem liner Börse die Nurse der Aktien sprunghaft in zu einem Lichtbildervortrage, mit welchem es der be- Leichtathleten bei Strafe des Disqualifila. Serausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Cermak. die Höhe geschnellt. So stand am 27. Oftober kannte deutsche Tibet- Forscher Stößner verstand, tion verboten, ohne besondere Erlaubnis für jeden Deutsch- Luxemburg( Montanwerte) auf 6200, Gel- die Mitglieder der Parteiorganisation Oberlen einzelnen Fall, mit ausländischen Vereinen in Ver jenkirchen auf 6750, Phönix auf 6800. Am 3. No tensdorf reichlich zwei Stunden hindurch auf das bindung zu treten. Auch die Vereine und ſelbſt die vember ſtanden dieſe drei Papiere jedoch auf Interessanteste zu unterhalten und zu belehren. Ein. Verbände, die sich hiergegen einen Verstoß zuſchulden 16.000, beziehungsweise 24.000, beziehungsweise leitend schilderte der Vortragende in lebensvollen kommen lassen und nicht im Besitz der Genehmigung Worten das verschlossene Land als ein Hochalpen- durch die D. S. V. sind, sollen mit harten Strafen Stinnues in Ungarn. Wie die„ Bossische Zeigebiet von wunderbarer Schönheit, in welchem die belegt werden, da verschiedene Vorkommnisse in leytung" meldet, schweben Verhandlungen zwischen Gebirgszüge bis 6000 Meter, ja mit einzelnen Gipfeln ter Zeit nicht geeignet waren, das Ansehen des deur. Stinnes und der ungarischen Eisentonstruktions- bis 8000 Mieter in den Himmel ragen, dann ging er schen Sports im Auslande zu heben. gesellschaft Liptaf u. Comp. Danach ist das Aktien auf die geistige Kultur der dortigen Völker über, die Ein Länderspiel Italien- Deutschland. Das Kofapital dieser Gesellschaft von 80 auf 180 Millio- ihren Wittelpunkt in der noch alles in Fesseln hal mitce des Italienischen Fußballverbandes hielt nen ungarischer Stronen erhöht worden, von dem tenden Religion hat. Ueberall im Lande verstrent vor furzem in Turin cine Siyung ab, in der der ein Teil von Stinnes übernommen wird. Stinnes liegen Hunderte von Klöstern, in welchen der ent- Präsident beauftragt wurde, bezüglich eines Länderselbst soll der Vizepräsident der Gesellschaft werden. attete zentralasiatische Buddhismus die sonderbarsten spieles 3talien-- Deutschland für den Februar 1928 Der Achtstundentag in Schweden. Die b Auswüchse zeitigt. An der Hand der hochintereffan. Berhandlungen mit dem Deutschen Fußball- Bund ein. teilung für Arbeitsfragen des Schwedischen So- testen Lichtbilder wurden die aufmerksamen Zuhörer zugehen. sialdepartements hat seinerzeit von der schwe- sogar bis in das geheimnisvolle Innere der Klöster Ein Fußballer als Robelpreisanwärter. Der dischen Regierung den Auftrag erhalten, eine Un- und Tempel hineingeführt. Vom allgemeinen Inter- dänische Fußballer Niels Bohr, der vor einigen Jahtersuchung über die Wirkungen des gesetzlichen effe dürfte es sein, daß der alles beherrschende Glaube ren zu den besten Spielern Dänemar! s zählte Achtstundeniages in Schweden zu veranstalten. sich soweit verstiegen hat, daß das Beten sogar mecha- und an vielen internationalen Auswahlspielen teilIn einem ausführlichen Bericht wird jest das nisch ausgeführt wird. Tausende von niedergeschrie- nahm, zählt in seiner Heimat zu den namhaftesten GeErgebnis dieser Untersuchung befannigegeben. benen Gebieten werden in großen Trommeln einge. lehrten und hat große Aussicht, den diesjährigen NoEs wird in dem Bericht hervorgehoben, daß es schlossen und diese werden dann mechanisch bewegt. belpreis für Physik zu bekommen. bei den jezigen großen Schwankungen im Wirt- Im zweiten Teile brachte der Vortragende neue schaftsleben fast unmöglich ist, ein objettives Ur unde von der Regierungsform und der politischen teil über die Wirkungen des Geseyes zu fällen. Machiverteilune im fernsten Ost- Tibet und schilderte Während von Arbeitgeberjeite betont wird, daß in anregender Weise und mit leicht verständlichen das Gesetz als ein großes Unglück für das ganze Worten Wohnungsbau und Kleidung, Handel und Land zu betrachten sei, bezeichnen die befragien Wandel und zuguterleht die außerordentlichen VerArbeiterorganisationen es als einen großen fehrsschwierigkeiten, die sich durch die steilen Hochsozialen Fortschritt, als das beste Ge- gebirgsrücken und tiefeinaeschnittenen Täler mit rei. jetz, das jemals für die Arbeiter geschaffen wor- ßenden Flüssen und Strömen dem chinesischen Kaufden sei. Es wird weiter hervorgehoben, daß das mann ebenso wie dem Forscher entaegenstellen. Die Gesez die Verbesserung der technischen und orga- farbenprächtigen Lichtbilder veranschaulichten in lannisatorischen Einrichtungen in den Betrieben ger Reihe das gesprochene Wort und dürften, ganz fräftig fördert, wenn auch zugestanden werden abgesehen von den wirkungsvollen Naturschönheiten muß, daß die Produktionskosten im allgemeinen und den dargestellten seltsamen Stulturerscheinungen, erhöht worden und einigen Betrieben, hauptsäch rein technisch betrachte des beste sein, was an Lichtlich innerhalb des Transportgewerbes, Schwierig bildern gezeigt werden kann. feiten entstanden sind. Die Behauptung, daß der Achtstundentag gleichzeitig eine Herabsetzung der Arbeitsintensität bewirft hat, ist durch eine Spezialerhebung in einigen Betrieben sonders untersucht worden. Anhand dieser Untersuchung wird festgestellt, daß diese Behauptung im allgemeinen nicht zutrifft und daß die Arbeitsintensität sich im Gegenteil dauernd erhöht. Nach Ansicht der Verfasser des Berichtes sind die Wirkungen des Geseyes im allgemeinen Ausnahme der Slowakei. Die Verichte boten ein er. als zufriedenstellend zu bezeichnen, und er empfiehlt deshalb der Regierung, die Gel- freuliches Bild des Ausbaues und beständigen Wachstungsdauer des Gesetzes um drei Jahre zu vertumes dieser sozial wichtigen Bewegung. Obmann längern. Es werden jedoch einige fleinere Aen- Genosse Diet! berichtete über die Grenzüberschrei. derungen vorgeschlagen u. a., daß die Zahl der er laubten Ueberstunden von 30 auf 40 pro Kalen dermonat erhöht wird, jedoch soll die bisherige Bestimmung, die nicht mehr als 200 Stunden jährlich zuläßt, bestehen bleiben. Berlin Wien Devisenturse. beVereinsnachrichten. Die Reichskonferenz des Touristenvereins Die Naturfreunde" " am Sonntag, den 5. d. M. in Auffig. Versammelt waren Vertreter aller Gaue mit tungsschwierigkeiten und die diesbezüglich unternommenen Schritte, sowie über die durchgesetzte 33prozentige Fahrpreisermäßigung auf der A. T. E. Die Frage der Jugendsektionen lam auch auf dieser Tagung wiederum zur Sprache, doch muß vor endgülttger Regelung noch mit den soz. Jugendverbänden verhandelt werden. Für 1924 wurde die Herausgabe eines Naturfreunde- Jahrbuches" beschlossen. Ange Die tschechische Krone notiert in: nommen wurde ferner der Antrag, Bibliotheken anzulegen; über Vorschlag des Genossen Heller- Prag er.. Zürich Schw. Frant 0'17.75 halten im kommenden Jahre alle Ortsgruppen den Mart 274.34 Rosmos" und dessen Buchbeilagen als Grundstock der öfterr. Rr. 2340.00 anzulegenden Bibliothek durch den Reichsausschuß unentgeltlich. Die einlaufenden Subventionen ermög lichten es, die eingeleitete Bildungsarbeit auszubauen, und es wurde beschlossen, für diesen Zwed vor allem Projektionsapparate und eine Reihe von Diapositiv. ferien anzukaufen. Genosse Horn- karlsbad beantragt Ankauf von Epidiaflopen, welche auch Karten und Drudsachen aller Art projizieren tönnen. Es wurte beschlossen, den ersten Apparat dieser Art der Ortsgruppe Prag zukommen zu lassen, um die Propaganzatatiglei in der Reichshauptstadt entsprechend eriveitern zu können. Gen. Glässel erstattete ben Raffabericht, welcher genehmigt wurde. Obmann Gc. Prager Kurse. Gold 100 holl.Gulden ... 1210.50 100 Mart. 0'28.50 100 ichweiz. Frant 569.75 10) Live 126.75 100 frans. Frants 203 25 .1 Pfund Sterling 137.50 1 Dollar 31.00.00 100 belg. Frants 190 00 100 Dinar 50.75 100 öfterr. Stronen 008.75 100 poln. Mart 0.14.00 Ware 1214.50 0.48.50 572.75 128.25 204.75 139.00 81° 40.00 192.00 51.25 0'04.75 024.00 100 magyar. Stronen 1.21.00 1.81.00 OSRAM NITRA OSRAM NITRA 110 Die üchtfülle der Osram Nitro Campe bei geringstem Stromverbrauch ist unübertroffen Amerikanische Dauerbrand- Oefen AMERICAN HEATING Akt.- Ges. Prag Národni 33. Tel. 3428 Mehr Wärme bel Helzmaterialersparals! 1062 Begieverkaufsstellen: Relchenberg: Wienerstraße 21. Marienbad: Kurh. Lothringen Brinn: Sulzamtgasse 7. Mähr. Ostrau: Bahnhofstraße 17 Kč 240 ein wollenor Herrenanzug neuesten Schnittes, mit Wollserge. 240 Ein wollener Überzieher mit Wollserge. 240 ein Kimonoraglan, auch anliegend 240 Ein kurzer Winterrock mit Fellkragen. Bessere und feinste Sorten Anzüge. Überzieher.Ragians. Gummimäntel, Paletot und Pelze Kč 290.-, 330.-, 390.-, 450.- und höher bis sur allerleinsten Gattung. Die Umsatzsteuer wird nicht zugeschlagen. Muster und Preislisten werden nicht versendet. Auswahlsendungen werden nicht effektuiert. Sendungen in die Provinz nur gegen Vorausbezahlung franko. 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