Mr. 203. Abonnements- Bedingungen: C bonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 ML, monatl. 1,10 wt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntagss Betlage, Die Neue Welt" 10 Bfg. BoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Boft- BettungsPreisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Kolonel setle oder deren Raum 40 Pfg., für Beretns: und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmartt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Erpedition abgegeben werden. Die Expedition ift an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Fefttagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Amt 1, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Bezugs- Einladung. Mittwoch, den 31. August 1898. Für ihn lag der einzige Titel in der Leistung und die einzige Autorität in der Wahrheit. Aber gerade in dieser Einfachheit berkannte ihn der dem äußeren Erfolg zugethane Am 1. September 1898 beginnt ein neues Abonnement auf den Bismard und hat es nie gewußt und nie geahnt, „ Vorwärts" mit Unterhaltungsblatt und der illustrirten Sonntags- Beilage Die Neue Welt." daß ihm Lassalle für seine innere Politif nach Errichtung des Deutschen Reiches ein sicherer Wegweiser hätte sein können. Im schneidenden Gegensatz zu Bismard's rechnerischer und mechanischer Auffassung des politischen Lebens stellt Lassalle in seinem System der erworbenen Rechte nichts Der im Unterhaltungsblatt bisher erschienene Theil Geringeres dar als die rechtswissenschaftliche Herausringung des Romans: ,, Um die Freiheit" Von Robert Schweichel wird neueintretenden Abonnenten fostenlos nachgeliefert. Für Berlin nehmen sämmtliche Zeitungsspediteure sowie unfere Expedition, Benthstr. 3, Bestellungen entgegen zum monatlichen Preise von 1 Mark 10 Pfennigen frei ins Hans. Für außerhalb nehmen sämmtliche Postanstalten Abonnements zum Preise von 1 Mark 10 Pfennigen für den Monat September entgegen.( Eingetragen ist der„ Vorwärts" in der Post- Beitungsliste für 1898 unter Nummer 7576.) Die Redaktion des Vorwärts". Zu Lassalle's Todestag. Vierunddreißig Jahre liegen zwischen dem Tode Lassalle's und dem Hingang Bismard's. Lassalle's Lebenswerk neigte seinem Ende zu, als er im Winter 1863/64 mit dem am Anfang seiner Erfolge stehenden Junter Otto v. Bismard in Beziehungen trat. Bismard hat es nic geleugnet, daß er sich von der Persönlichkeit des sozialdemokratischen Agitators ungemein angezogen fühlte. Im Reichstage sagte er von Lassalle: " Er war einer der geistreichsten und liebenswürdigsten Menschen, mit denen ich je verkehrt habe, er war ein bedeutender Mann." Als später die Vermuthung auftauchte, in diesen Unterhaltungen habe es sich um politische Abmachungen gedreht, da trat der Realpolitiker Bismarck diesen Insinuationen damit entgegen, daß er erklärte, seine Beziehungen zu Lassalle seien hauptsächlich persönlicher Natur gewesen. Was hätte mir Lassalle bieten und geben können! Er hatte nichts hinter sich. In allen politischen Verhandlungen ist das do ut des eine Sache, die im Hintergrunde steckt, auch wenn man anstandshalber einstweilen nicht davon spricht. Wenn man sich aber sagen muß:" Was kannst Du armer Teufel geben?" „ Er hatte nichts, was er mir als Minister hätte geben können." Bismard von Lassalle an jenen Winterabenden empfangen des unserer ganzen Zeitperiode zu grunde liegenden politisch sozialen Gedankens". Der inhaltliche Gedanke des Wertes in seiner höchsten und allgemeinsten Auffassung ist kein anderer, als der Gedanke der aus der Rechtsidee selbst hervorfließenden und ihr entsprechenden Hinüberführung ihres alten Rechtszustandes in einen neuen. Wenn Bismard nur mit fertigen, realen und berechenbaren Mächten in der Politik rechnete, so konnte ihm Lassalle zeigen und aus der Geschichte nachweisen, wie neue Mächte erstehen, wachsen und ihre Berücksichtigung erzwingen. Heute nach 34 Jahren zeigt uns der Verlauf der Dinge, daß für die Lassalle'sche Auffassung bon der Entwickelung des Staatswesens und des Rechtslebens der Erfolg spricht. Die Arbeiterpartei, die Lassalle über Nacht aus dem Boden zu stampfen gedachte, ist zu einer realen Macht geworden. Und an sie wollte Bismarck bis zu seinem Lebensende nicht glauben, da er sie vor 34 Jahren in dem ihm übergebenen Staatsinventar noch nicht vorgefunden hatte. Sie wälzt heute die bestehende Rechtsordnung um, ja, sie hat schon ein gut Theil derselben für ihre Zwecke erobert. Die nach außen erfolgreiche Politik Bismarck's hat so vor der Sozialdemokratie die Segel streichen müssen. Bismarck iſt todt, Lassalle's Ideen aber leben. Für den armen Teufel von einst, der nichts, aber auch gar nichts als deen dem machtsatten Minister bieten konnte, ist heute Bismarck und seine innere Politik eine abgethane Sache, die für ernste politische Verhandlungen, die namentlich für die Lösung der sozialen Frage nicht mehr der Rede werth ist. Lothar Bucher, ebensowohl der Vertraute Lassalle's wie der Bismarc's, der beider literarische Nachlasse mitbesorgt hat und weder von dem Erfolge des allmächtigen Ministers sich gänzlich blenden, noch von dem Schicksal des armen Teufels" zu einer Verkennung der Größe Lassalle's sich verleiten ließ, hat die Bedeutung Lassalle's als eines Propheten der Zukunft, der über die Bismarck'sche Politit hinausragt, mit einem Zitat Lessing's gemünzt, das der nachhaltigen Wirksamkeit des großen weitblickenden Agitators Lassalle gerecht wird: ' ,, Es hat zu allen Zeiten Menschen gegeben, welche richtige Blicke in die Zukunft thaten und nur diese Zukunft nicht erwarten konnten. Wozu die Geschichte sich Jahrhunderte Zeit nimmt, das soll in dem Augenblice ihres Daseins reifen." Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Bekräftigung der werthvollen Einsicht, daß weder Nußland für Deutschland, noch umgekehrt Deutschland für Rußland ein Hinderniß auf dem Wege bildet, der zum Weltfrieden führen könnte. " Der Hamburgische Correspondent" bringt folgendes Original- Telegramm aus St. Petersburg: " Der Gedankenaustausch zwischen den Kaisern Wilhelm und Nikolaus über die Herstellung eines dauernden Friedenszustandes hat die Identität der Wünsche beider Monarchen festgestellt. Bemerkenswerth ist auch die Aeußerung des oft offiziösen Hamb. Corr.". Er schreibt: Ob der Gedanke der Abrüstung und der Ausblick, den er eröffnet, nicht zu schön ist für unsere, von Gegenfäßen zerriffene Beit, ob sich seiner Verwirklichung nicht Schwierigkeiten unüberwindlicher Art in den Weg stellen, muß ja freilich abgewartet werden, aber auf alle Fälle ist ein großes und bedeutsames Wort gesprochen worden, das nicht nur um der Stelle willen, von der es ausgeht, sondern auch um seiner selbst willen als eine wahre Kulturthat mit aufrichtigster Befriedigung begrüßt werden muß, und das der Menschheit auch dann nicht verloren sein könnte, wenn ihm für den Augenblick der erstrebte und wünschenswerthe Erfolg noch nicht beschieden sein sollte. Die Organe der österreichischen und ungarischen Regierung änßern sich folgendermaßen: Die halbamtliche Wiener Abendpost" sagt in einer Besprechung der Kundgebung im russischen Regierungsboten": " 1 Die Bestrebungen der Anhänger des Weltfriedens erhielten durch die hochherzige Initiative des Zaren neue Anregung. Die in Europa geschlossenen Bündnisse hätten denselben Zweck der Erhaltung und der Sicherung des Friedens verfolgt. Wie überall, werde der Hochsinnige Aft des Zaren auch in Oesterreich- Ungarn die ihm gebührende entgegenkommende Aufnahme finden, zugleich mit den besten Wünschen für das glückliche Gelingen der edlen Absicht. Das offiziöse Organ der ungarischen Regierung und des österreichisch ungarischen Auswärtigen Amtes, der„ Pester Bloyd", fagt folgendes: Von Rußland ist eine Initiative von ganz außerordentlicher Bedeutung und Tragweite ausgegangen. Der Zar hat den Zusammentritt einer europäischen Abrüstungskonferenz angeregt. Der Vorschlag, für dessen Begründung man nicht viele Worte zu verlieren braucht, da ja der bewaffnete Friede mit seinen ungeheuren, stetig wachsenden Lasten am eindringlichsten für ihn spricht, bildet an sich ein rühmliches Zeugniß für die hochherzige Gesinnung des Kaisers von Rußland. Kaum ein anderer Souverän fonnte, gleich ihm, völlig frei von der Besorgniß, daß seine Absichten mißdeutet werden möchten, die Propaganda für seine großartige Idee auf den Boden praktischer Politik stellen. Dem mächtigen Rußland, dem schwerlich von irgend einer Seite ein Angriffstrieg droht, wird nicht imputirt werden können, daß seine Initiative auf eine Anwandlung von Schwächegefühl zurückzuführen ist, vielmehr ist die Vorstellung in der Oeffentlichkeit noch nicht erschüttert worden, daß die expansive Tendenz von der internationalen Politit Rußlands unzertrennlich sei. Wenn mun diese Macht mit ihrer vollen Autorität für Herstellung europäischer Friedensgarantien, welche die in den FriedensBündnissen enthaltenen noch überwiegen sollen, und für Verminderung und Begrenzung der militärischen Rüstungen eintritt, so ist dies nicht nur im hohen Grade dankenswerth, sondern zeigt auch, daß bisher ins Reich der Träume verwiesene Jdeen mindestens spruchreif geworden sind. Der Kölnischen Zeitung" wird aus Wien telegraphirt: In hiesigen politischen Kreisen ist die Meinung über die diplomatischen Ergebnisse der Anregung des Kaisers von Rußland sehr getheilt. Man hält zwar dafür, daß die Mächte die Theilnahme an der Konferenz nicht ablehnen werden, glaubt aber, es sei ausgeschlossen, daß auf der Konferenz aktuelle Fragen der Politik zur Berathung gelangen könnten. Die Konferenz könnte nur einen theoretischen Charakter tragen; im besten Falle könnte ein Abkommen getroffen werden, wonach sich die Staaten verpflichten, die Rüstungen nicht über den status quo zu erhöhen. Entgegen anderweitigen Meldungen wird versichert, daß der gar keinem anderen Herrscher vorher von seiner Absicht Mittheilung gemacht hat. Wir haben keinen Grund, den Eindruck zu bestreiten, den Das Rundschreiben des Zaren Nikolaus haben wollte, denn es war das Verhängniß des ganzen hat einen großen Erfolg gezeitigt; wir wollen es dahin gestellt Systems Bismarck, daß er immer und auf allen Gebieten der sein lassen, ob einen beabsichtigten oder nicht beabsichtigten, Politit nur mit gegebenen, in die Augen fallenden Macht jedenfalls aber einen den Frieden nicht fördernden. Der größen zu rechnen wußte. Der ganze staatliche Körper war Erfolg ist eine Betonung des Revanchegedankens durch die für ihn ein fertiges, der Entwickelung entrücktes, starres Ge- bürgerliche Presse Frankreichs, wie sie sich einmüthiger füge, in dem jeder Machtfaktor genau abwägbar und unveränder- und entschiedener, wenn auch in der Form ruhig, lich war oder doch sein sollte. Mit ihnen als wie mit Gewichten feit vielen Jahren nicht vernehmen ließ. Selbst arbeitete der vom Glück zu äußeren Erfolgen getragene junter Blätter wie der„ Temps", die die auswärtige Politik liche Minister Bismard. Bei solchen Anschauungen mußte ihm nüchtern und ernst auffaßten, erklären, daß ohne Rückgabe allerdings der feurige und ehrgeizige Lassalle, der nichts Elsaß- Lothringens und ohne Regelung der egyptischen Frage als Wissen und ehrgeizige Pläne mit schönen Worten zu ent- an einen dauernden Frieden nicht zu denken ist. Mit anderen mideln vermochte, als ein armer geistreicher Teufel erscheinen. Worten heißt dies, die ewige Schraube der Kriegsrüstungen geht Es erging hier Bismarck, wie es dem reichen Schlächtermeister weiter. Desto leichter ist es nun den Vertretern der anderen Militärin der Kunstausstellung ergeht, wenn er der fünstlerischen staaten, ihre lebhafte Sympathie für das Projekt des Selbstherrschers Sundgebung beglückwünscht und die von der italienischen ReReproduktion einer Schlachthofsszene gegenübersteht und mit aller Reußen zu dokumentiren, weiß man ja doch, daß der gierung abhängige Presse stellt sich auch ungeheuer begeistert, leidig spricht:' s muß a g'lernt sein." Dem wirklichen Vorschlag ein todtgeborenes Kind ist. Darum kann es nicht sie kann dies ruhig thun, weiß sie doch, daß den herrschenden Schlächter erscheint der Künstler, der nur in seiner Phantasie Erstaunen hervorrufen, daß die Organe der Regierung des Klassen Italiens die Truppen für die Niedermegelung der mit Blut und Eisen arbeitet, wie ein armer Teufel. Dreibundes sich den Anschein geben, als ob sie überaus be- eigenen Landesangehörigen und die Offiziere für die Kriegsgeistert wären über die Kundgebung. Die„ Nordd. Allg. 3tg.", gerichte erhalten bleiben. die noch vor kurzem berufsmäßig das Evangelium der gepanzerten Faust zu rühmen hatte, schreibt heute: Wäre Bismarck in dem Alter, da er Lassalle kennen lernte, noch im stande gewesen, seine Anschauungen vom Staat und bom Rechtsleben zu ändern und weiter zu bilden, wäre er überhaupt fähig gewesen, an der Allmacht seiner politischen Grundsäge zu zweifeln, so hätte er Lassalle, den Rechtsgelehrten, sicherlich nicht als armen Teufel von sich gewiesen. Der zehn Jahre jüngere Mann, der hier Bismarck gegenüber stand, trug die Zukunft in sich, und Bismarck's Politik wäre vor der seine Politik zerschmetternden Klippe gewarnt gewesen, auf die sie bei ihrer konsequenten Durchführung auf dem sozialen Gebiete nothwendigerweise auffahren mußte. Wenn Lothar Bucher einmal gesagt hat: „ Wenn Lassalle die Tage von 1870 und 1871 erlebt hätte, so würde er sicherlich nicht die Feder gegen das deutsche Schwert geführt haben", fo fönnen wir umgekehrt sagen:„ Wenn Bismard Lassalle's geistige Arbeit, die er in seinem„ System der erworbenen Rechte" niedergelegt hat, gewürdigt und ihre Früchte für sich gepflückt hätte, er hätte seine berüchtigte Depesche vom Jahre 1878, deren Inhalt das Sozialistengesett bedeutete, nicht abgesandt. Bismarck aber sah, im unumschränkten Besite einer großen politischen Macht, mit souveränem Stolz auf die Männer der Wissenschaft, die er sich höchstens als Handlanger gefallen ließ, herab, und bis zu einem gewissen Grade that er das mit Recht. Auch Lassalle despektirte die Zunft der Gelehrten. Die gestern mitgetheilte Einladung Sr. Majestät des Kaisers von Rußland zu einem allgemeinen Abrüstungsfongreß findet in Deutschland die warme und aufrichtige Zustimmung, deren sie als ein die Welt überstrahlendes Evan= gelium echter Friedensliebe bei unserem Kaiser und dem deutschen Volke von vornherein gewiß sein konnte. An dem Tage, wo Nikolaus der Zweite das Denkmal des allen Russen unvergeßlichen Bar- Befreiers enthüllte, hat er das eigene Haupt mit dem Lorbeer des Friedens- Bar umflochten und sich selbst ein unvergängliches Denkmal gesetzt. Nirgends kann diese That edler Menschenliebe freudiger gewürdigt werden, als in unserem Vaterlande. das, nach ruhmvollen Kriegen geeint, die Bewahrung des Friedens stets allen anderen Zielen vorangestellt und große militärische Machtmittel niemals anders als zur Verhütung gewaltsamer Entwickelungen aufgeboten hat. Schwierigkeiten, wie sie jeder große Kulturgedanke auf dem Wege von seiner Entstehung bis zur Verwirklichung durchlaufen muß, sollen uns nur um so eifriger bemüht finden, das hochherzige Programm des Kaisers Nikolaus, soweit es an uns liegt, durchführen zu helfen. Aus dem redlichen Bestreben, Widerstände gemeinsam zu überwinden, werden die beiden Kaisermächte für ihre wechselseitigen Beziehungen neuen Gewinn schöpfen, wäre es auch nur eine unzweifelhafte Die italienische Regierung hat den garen zu seiner Am wichtigsten ist die Haltung der französischen Regierung; über sie wird aus Paris telegraphirt: Nach dem„ Eclair" wird der Ministerrath demnächst sich mit dem Rundschreiben des Grafen Murawjew beschäftigen. Drummont fündigt an, er werde Minister Delcassé sofort nach Zusammentritt der Kammer über die auswärtige Politit interpelliren. Der Deputirte Mirman hat die Regierung davon verständigt, daß er bei dem Wiederzusammentritt der Kammern eine Interpellation über die Kundgebung des Kaisers von Rußland einbringen wird, um der Regierung Gelegenheit zu offiziellen Erflärungen zu geben. Die Blätter besprechen auch heute noch den russischen Vorschlag. Fast alle erflären, Frankreich müsse dem Prinzip der Konferenz zustimmen. Viele meinen jedoch, dem Abrüstungsprojekt müsse eine Umgestaltung der Karte Europa's vorangehen. Der„ Matin" bemerkt, diese Umgestaltung sei eine Utopie, folglich sei es auch die Abrüstung, Gaulois" sagt, zwei Fragen müssen vorher geregelt werden, die elfässische und die egyptische. Der„ Temps", das ernsteste bürgerliche Blatt Frankreichs, schreibt: " Frankreich begrüßt die Initiative feines Verbündeten sympathisch. Aber es darf sein moralisches Erbe nicht aufgeben, wenn es nicht auf seine Eristenzberechtigung verzichten will. Nicht nur der Selbsterhaltungstrieb zwingt Frankreich, an die Abrüstungsfrage mit Reserve und Bedenken heranzugehen. Es dürfen auch die seinerzeit im Depeschenwechsel zwischen dem Kaiser von Rußland und dem Präsidenten Faure ges brauchten Worte Recht und Gerechtigkeit" nicht vergessen werden, welche im Jahre 1871 in bisher nicht wieder gut gemachter Weise verlegt wurden. So lange diese Rechtsverlegung nicht ausgelöscht sei, dürfe Frankreich der Durchführung der von Murawjew angerufenen Grundsäge nur dann zustimmen, wenn es Genugthuung für die Vergangenheit sich gesichert habe. Unser Pariser Korrespondent schreibt uns: Der urplögliche Abrüstungsvorschlag des Baren hat auch die französische Bresse voltommen überrascht, noch mehr als das: in fichtliche Verlegenheit versetzt. Barenfreundlich wie die die bürgerliche Presse ist, muß sie begeisterte Lobeshymmen auf die„ edle, großartige, unvergängliche" 2c. Initiative anstimmen. Unter den Zeitungen, die sich bisher geäußert haben, finden sich nur zwei, welche ganz offen die eigennüßigen Beweggründe des Abrüstungs- Vorschlages hervorheben. Es sind das sozialistische, Betite Republique" und die halbsozialistische Aurore", Organe, denen die Zarenfreundschaft von jeher verdächtig ist. Aber hinter den einstimmigen Lobeshymnen der übrigen Presse merkt man deutlich ein Gefühl der Beunruhigung, welches durch zweierlei Erwägungen verursacht wird. Einerseits befürchtet man, aus der geplanten Abrüstungskonferenz möchte ein allgemeiner Konflikt sich entwickeln; andererseits wird in den meisten Blättern namentlich die Elsaß Lothringer Frage als ein Hinderniß betont. Die Lösung dieser Frage nach den Wünschen Frankreichs wird als die selbstverständliche conditio sine qua non( unvermeidliche Vorbedingung) der Abrüstung betrachtet. Einige Blätter versteigen sich sogar zu der Annahme, daß die russische Regierung bereits die schwierigsten Hindernisse", d. H. eben die Elsaß- Lothringer- Frage, überwunden haben müsse, bevor sie mit ihrem Vorschlag offiziell hervorgetreten ist. Ferner wird vielfach in dem gleichen Ideenfreis das Zusammenfallen des Vorschlages mit dem Jahrestage der Kronstädter Allianz- Trinksprüche betont... Diese optimistischen Bermuthungen dienen dazu, die Revanche Hoffnungen mit der humanitären Jdee des Weltfriedens versöhnen zu können. d " In erfreulichem Gegensatz zu den Halbheiten der bürgerlichen Presse stehen die Ausführungen der Petite République". Ohne sich über die möglichen Ergebnisse der diplomatischen AbrüstungsKonferenz zu täuschen, hebt unser Pariser Parteiblatt die Vortheile der Abrüstung für das internationale Proletariat hervor, ebenso wie insbesondere für die sozialistische Aktion in Frankreich:" So würde z. B. in Frankreich der dumme Chauvinismus verschwinden und erlöschen, der in den Händen der Neaktionäre die gefährlichste Waffe gegen die sozialistischen Lehren ist. Seiner Zukunft sicher, einerseits frei von Furcht einer Invasion und Zerstückelung, und andererseits frei von der Revanche- Tollheit, könnte das Bolt fortan in aller Suhe für die Wahrnehmung seiner materiellen Intereffen sorgen." " " Aber gerade diese Aussichten sind für die Machthaber Frankreichs vielleicht in noch höherem Maße als für die Machthaber der anderen militaristischen Länder ein weiteres Argument gegen die Abrüstung. So schreibt bereits Cornély im Figaro", ein Journalist, dessen Eigenart im rücksichtslosen Aussprechen der brutalsten Gedanken der herrschenden Klassen besteht: Es ist sicher, daß die ungeheuren modernen Armeen eine fortwährende Drohung für den Frieden sind. Könnte man aber beweisen, daß fie wenigstens für gewisse Nationen( lies: für Frankreich) nicht eine unentbehrliche nationale Schule der Disziplin geworden sind, eine Art höherer Kurse für Gymnastik, Patriotismus und Gehorsam, darauf berechnet, das Werk der Schule( der flerifale Journaliſt meint die verhaßte weltliche Volksschule) zu vervollständigen oder vielmehr zu berichtigen?" Im übrigen wird die nächste Bukunft, falls der zarische Borschlag ernst gemeint ist, zeigen, welchen Einfluß er auf die franko- russische Allianz ausüben wird bezw. inwiefern er von der Allianz unabhängig ist. Nach den Aeußerungen der bestunterrichteten Breßorgane zu urtheilen, scheint nämlich die französische Diplomatie in die Vorbereitungen des Abrüstungsvorschlags nicht näher eingeweiht worden zu sein, wie die Diplomatie der anderen Länder. Und wenn die Abrüstungsnote der russischen Regierung offen die Ohnmacht der von den großen Staaten geschlossenen Bündnisse" für die Aufrechterhaltung des Friedens eingesteht, so kann das wohl nichts anderes besagen, als daß der Zweibund für Rußland seinen früheren Werth verloren hat. Die französische Presse übersieht jedoch vorläufig viel= leicht nicht unabsichtlich diese Seite der Frage vollständig. Aus England liegt die sehr bemerkenswerthe Aeuße rung der„ Times", des wichtigsten Blattes des Landes, vor. Es äußert sich folgendermaßen: Wenn Frankreich sich dem vorgeschlagenen Abkommen gegen das Anwachsen der Rüstungen nicht anschließt, so muß auch Deutschland fortfahren zu rüsten; und so lange diese beiden Mächte einander gegenüber stehen, ist es müßig, sich Gedanken über Berwirklichung des allgemeinen Friedens hinzugeben. Es ist nicht unmöglich, daß der Schritt des russischen Kaisers die Zweifel, welche in der letzten Zeit in Frankreich wegen der prattischen Vortheile des russischen Bündnisses auftauchen, erheblich steigern tönnte. Ueber die Aeußerungen der amerikanischen Presse wird der Frantf. 8tg." aus New- York gemeldet: Die Zeitungen befürworten warm den Vorschlag des Zaren, weisen indeß auf die enormen Schwierigkeiten der Durch führung hin. Aus Washington wird telegraphirt: Die Sächsische Arbeiter- Zeitung" bemerkt: " Wird nun die Konferenz praktische Folgen haben? Dazu ist fie nicht angethan. Wandel in diesen Dingen können nur die Völker schaffen, nicht die Regierungen, und am allerwenigsten der Selbstherrscher von Rußland. Aber für uns wird jene zarische Rundgebung von Nuzen sein. Sollen wir uns jetzt noch den Kopf zerbrechen über unsere Stellung zu den militärischen Rüstungen? Man vergleiche, was auf Seite 127 des Hamburger Protokolls steht, mit den jezigen Ausführungen des Geschäftsführers der militaristischesten aller Regierungen. Unvermeidlich", ,, wir können die Soldaten nicht mit Stockprügeln ausrüsten!" wer lacht da?! Die Breslauer Vollswacht" sagt: Wir meinen, der Militarismus ist derart eng verknüpft mit der vitalsten Interessen der herrschenden kapitalistischen Kreise und Klaffen, daß eine irgendwie erhebliche Einschränkung desselben auf dem vorgeschlagenen Wege unausführbar sein dürfte. Die Rheinische Zeitung" schließt ihre Betrachtungen mit dem folgenden Sate: lich geraume Spanne Zeit zu verfolgen. Der Justizminister hat am Schlusse seiner ebenso flaren wie eingehenden Verfügung vom 19. November 1895, die sich mit der Ausführung des königlichen Erlasses befaßt, anerkannt, bei dem Umfange des preußischen Staates und der dadurch bedingten großen Zahl der einschlägigen Verurtheilung sei es für ihn als die oberste Aufsichtsbehörde unmöglich, jeden einzelnen Fall der Verurtheilung mit bezug auf die Frage des bedingten Strafaufschubs zu untersuchen, daher habe er den Justizbehörden einen erheblichen Einfluß bei Beurtheilung dieser Frage eingeräumt, um wesentlich auf grund der eingegangenen Berichte und Anträge und in der Regel ohne auf die Akten selbst zurückzugehen, auf grund der ihm ein für allemal ertheilten Ermächtigung die Bes willigung eines längeren Strafaufschubs zu ermessen." Auf Befehl Seiner Majestät des Zaren wird in Europa eine antimilitärische Agitation unter den Regierungen entwickelt. Wir Eine für das Vereinsleben wichtige Entscheidung hat das wären Narren, wollten wir die Situation nicht ausnüßen. Die Landgericht in Riel gefällt. Der Genosse Holzhausen in Breez Zwecke, welche der Zar damit verfolgt, gehen uns nichts an, wir hatte am 15. Mai 1898 ein Vergnügen des Vereins deutscher Schuhhaben unsere eigenen Ziele, und sein Geschäftsführer thut ja nichts macher" veranstaltet. Außer den Mitgliedern des Vereins waren anderes, als daß er unsere Argumentation übernommen hat. auch einige Gäste gegen ein Entree von 50 Bf. eingeführt worden. Wollen wir aber die Situation ausnügen, so müssen wir die Nach Ansicht der Polizei hatte das Vergnügen infolge Einführung Dinge weiter treiben. Wir müssen, wie es bereits von Genosse der Gäste den Charakter eines öffentlichen getragen, wozu Kazenstein vorgeschlagen wurde, einen Gesezentwurf über Ein- eine polizeiliche Erlaubniß nicht ertheilt worden war. 5. führung der Boltsmiliz einbringen. erhielt deshalb ein Strafmandat von zehn Mark, wogegen gerichtliche Entscheidung beantragt wurde. Das Schöffen gericht in Preetz verurtheilte den Genossen Holzhausen wegen Uebertretung der Polizeiverordnung vom 22. Februar 1872 zu 10 M. Geldstrafe ev. 1 Tag Haft. Gegen dieses Urtheil legte der Angeflagte Berufung ein. Aber auch das Landgericht Kiel verwarf die Berufung mit der Begründung, daß es die Einführung von Gästen gegen Entree für festgestellt erachte und dadurch die Kriterien des Vergnügens gegeben feien. Das Jedenfalls ist mit der Anregung Rußlands die Gelegenheit der Oeffentlichkeit als Grundlage gegeben zur Prüfung, wie weit es den Regierungen ernst ist mit Berufungsgericht nahm zur Beurtheilung ihren Versicherungen, daß alle Rüstungen nur des Friedens der Sachlage die vom Staatsanwalt Stechow angeführte wegen geschehen und daß der eine Staat rüsten muß, weil der Ministerialverfügung bom 2. November 1884 an, wonach alle Vereinsvergnügen, zu denen Gäste eingeführt werden, als öffentliche Veranstaltungen anzusehen seien. Die Berufung des Angeklagten auf die bekannte Kammergerichtsentscheidung, wonach ein Vereinsvergnügen durch Einführung von Gästen gegen Entree sofern der Kreis ein abgegrenzter bezw. beschränkter ist eines öffentlichen trägt, fand keine Beachtung. Durch die wider in diesem Falle thatsächlich zutraf noch feineswegs den Charakter sprechende Auffassung des Kieler Landgerichts gegenüber der des Kammergerichts ist der Polizei abermals eine längst erhoffte Waffe zur Maßregelung mißliebiger Vereine gegeben. andere rüstet. Angesichts der neu angekündigten Heeresvermehrungen ist es doppelt interessant, wie Deutschland sich verhalten wird. Das Hamburger Echo" erklärt: russischen Vorschlag mit um so größerer Wuth herfallen, als sich gerade jetzt in Deutschland wiederum eine neue Militärvermehrung vorbereitet. Diesen Plänen verseht das Vorgehen des russischen Baren einen schweren Schlag. Und bei den kommenden Verhandlungen wird es ein Schauspiel für Götter abgeben, wenn sich die demokratischen Feinde des Militarismus für ihre Argumente auf den Selbstherrscher aller Russen berufen können! Diese Militärfanatiker werden darum auch wohl über den " Die Münchener Post" läßt sich folgendermaßen vernehmen: was Die Generalversammlung des Kriegervereins zu Liebe mühl hat, wie dem Berl. Tagebl." aus Elbing gemeldet wird, acht Mitglieder ausgeschlossen, die bei der Reichstagswahl in sozialdemokratischem Sinne agitirt und gewählt hatten. Dieser Ukas des russischen Selbstherrschers beweist, daß die Auf der Erfurter Hauptversammlung des Verbandes Weltgeschichte zeitweise ironisch wird. Der Vertreter des aus deutscher Gewerbevereine brachte der Hoftapezierer Ostertag gesprochensten absolutistischsten Regierungssystems in Europa, der aus Karlsruhe eine Resolution ein, die im Sinne des gestern erunumschränkte Herrscher eines seit Peter dem Großen auf Er- wähnten Schneider'schen Referats gehalten war. Dieselbe lautete: oberungspolitik ausgehenden Staates, richtet hier an die Militär- Die Hauptversammlung des Verbandes deutscher Gewerbestaaten Worte des Friedens, wie sie in Deutschland seit Jahrzehnten vereine erachtet aus Gründen des Allgemeininteresses, insbesondere von den Reichsfeinden und Umstürzlern vergebens ausgesprochen zur Erhaltung eines lebensfräftigen mittleren und kleinen Handelswurden. Das„ Väterchen" als Friedensapostel- eine bittere und Gewerbestandes eine wirksame Besteuerung der großen WaarenBille für die Molochsenthusiasten in Deutschland, Frankreich häuser für dringend geboten. Diese Besteuerung soll einerseits einen und anderswo. Nur schade, daß der Friedensengel an der Newa gerechten Ausgleich schaffen und andererseits eine zu schnelle und nicht einige Monate früher seine internationale Abrüstungs- maßlose Vergrößerung der größeren Waarenhäuser thunlichst verhüten. Hymne zu fingen begann, als unsere Marine- Enthusiasten mit Als eine derartige Besteuerung empfiehlt die Versammlung eine proso triftigen Gründen die Nothwendigkeit neuer Rüstungen be- gressive Umsatzsteuer in Verbindung mit einer progressiven Ertragwiesen. steuer bei Deklarationspflicht. Die Versammlung beauftragt die Indessen kommt die kaiserliche Kundgebung gerade rechtzeitig Verbandsleitung, diese Resolution zur Kenntniß der Regierungen zu genug, um den in Berlin an der Begründung der neuen deutschen bringen." Militärvorlagen arbeitenden Herren recht unbequem zu werden. In der Debatte fand diese Resolution getheilte Aufnahme. Der Der Hinweis auf die Rüstungen der anderen Staaten dürfte Borsitzende, Direktor Stomberg- Köln, erklärte: Sein persönlicher jegt, wo der für den Frieden gefährlichste Staat die Friedens- Standpunkt sei, von einer Beschlußfaffung Abstand zu nehmen, schalmei bläst, selbst bei dem militärfrommsten Spießer nicht mehr zumal tein Vertreter einen entsprechenden Auftrag von seinem ziehen. Und das seit 26 Jahren so wirksam verivendete Verein haben dürfte. Wenn jedoch ein Beschluß gefaßt werden russisch- französische Bündniß mit dem Schreckgespenst eines Krieges folle, dann sei es erforderlich, mit Rücksicht auf die große nach zwei Fronten verliert in dem Augenblide alle Körperlichkeit, Tragweite der Erklärung, letztere zunächst dem Vorstandsrath zur Berathung zu überweisen. wo Rußland Frieden und Abrüstung verkündet. Abg. Jacobstötter Erfurt beAuf den Eindruck, welchen die Kundgebungen auf die großen zeichnete es als dringend nothwendig, in dieser brennenden Frage einen Staatsmänner der westlichen Stulturstaaten ausüben wird, darf bestimmten Beschluß zu fassen. Die Gefahr sei zu groß, als daß man gespannt sein. Angenehm ist ja die Situation für die General man einen Beschluß in dieser Beziehung noch hinausschieben könne. stäbler in Frankreich ebensowenig, wie für die romantischen Möchte- Es müsse möglichst sofort etwas geschehen, um den ehrlichen gernhelden in Deutschland. Und wenn auch die Konferenz- falls deutschen Kaufmann und Gewerbetreibenden vor der Erdrosselung fie überhaupt zu stande kommt wahrscheinlich kein anderes durch die Groß- und Ramschbazare zu schützen. Wenn die Vertreter Resultat zeitigen wird, als die mit ähnlichen wohlflingenden von ihren Vereinen auch feinen Auftrag haben, so tennen sie doch Sägen eingeleitete Arbeiterschutz- Konferenz, so bleibt doch die dent- zweifellos die Meinung ihrer Vereine. würdige Thatsache bestehen, daß der nackte Absolutismus die Nach kurzer Besprechung wurde dem Vorschlage Heurich, die Gemeingefährlichkeit des Molochsystems früher und rechtzeitiger Mißstände der Waarenbazare durch Fragebogen von den Miterfannt hat, als das konstitutionelle, scheinkonstitutionelle und gliedern feststellen zu lassen und den Vorstandsrath zu Schritten soziale Königthum, früher auch als das unter republikanischer zur Abstellung der Mißstände zu veranlassen, mit 51 gegen Firma Geschäfte machende Bürgerthum. Zunächst haben nun alle 45 Stimmen zugestimmt. Der Vorsitzende erklärte dann, der wahren" Patrioten und Kanonenschwärmer das Wort. Politische Nebersicht. Berlin, den 30. Auguft. Die Abrüftungsfrage beherrscht die Erörterungen in der gesammten bürgerlichen Presse. Leider zeichnen sich die Besprechungen nicht durch Tiefe, sondern blos durch Breite und Flachheit aus, alle übrigen Fragen treten in den Zeitungen Die Note des russischen Ministers des Aeußeren Grafen völlig zurück. Der Standpunkt des„ Vorwärts", der auch in Murawjew hat die ernste Aufmerksamkeit der hiesigen amtlichen dieser Frage von dem der bürgerlichen Bresse start abweicht, Streise auf sich gezogen. Es herrscht der Eindruck, daß der Sieg wird sehr bemerkt. Ein Theil der Presse wundert sich, daß der Vereinigten Staaten über Spanien ein wir nicht in die Falle hineingegangen sind, die die Staatsmänner Faktor sei, der zur Vorbereitung der Note beigetragen habe. Die hiesige offizielle Auffassung betrachtet den an der Newa geschickt zu stellen verstanden. Vielleicht lernen Plan des Kaisers Nikolaus als zur gegenwärtigen Zeit nun endlich die bürgerlichen Zeitungen, daß die Haltung der utopisch. Obgleich jede Aeußerung über die Haltung der Ver- Sozialdemokratie zum Militarismus und zur Auswärtigen einigten Staaten gegenüber der vorgeschlagenen Konferenz nur Politik doch etwas anderes ist, als der Tamtam der Friedens einer Muthmaßung gleichfommt, so lange die Einladung hier noch kongreßler. nicht eingegangen ist, so glaubt man doch, daß Amerika nicht geneigt sei, fich attiv an den Berathungen zu betheiligen. Aus unserer Parteipresse wären endlich die folgenden bemerkenswerthen Aeußerungen zu registriren: Die Leipz. Volfsztg." schreibt: Die Weisheit des Rabbi Ben Atiba, daß es nichts Neues unter der Sonne gebe, ist glänzend ad absurdum geführt. Nikolai II., der Zar aller Reußen, der Selbstherrscher, der in klassischer Gestalt das brutalste System der politischen Unterdrückung und ökonopolitif auf höchfter Stufenleiter nach außen vertritt, der junge Bar mischen Knechtung im Innern, der Sperrzoll- und EroberungsSikolai läßt in einem Petersburger amtlichen Blatte einen Auffaß veröffentlichen, der nicht mehr und nicht weniger als die allgemeine Abrüstung fordert. Aber daß gerade der russische Bär, dessen Geschichte die Geschichte der rohen Gewalt und techsten Annegion iſt, jetzt, wo feine Jagdgründe sich so erweitert haben, die Krallen einziehen und das Friedenslämmchen auf grüner Wiese spielen will, dies Schäferspiel erscheint denn doch recht verdächtig. Was bei diplomatischen Kongressen und Konferenzen, mögen fie über die orientalische Frage, über den internationalen Arbeiterschutz oder über Abrüstung und Weltfrieden berathen, herauszuspringen pflegt, darüber sind wohl alle Einsichtigen sich flar. Wie die Dinge heute liegen, wird der Nikolaitische Friedensfongreß mit seiner pompösen Gala und seinen schönen Reden ausgehen wie das Hornberger Schießen, sintemal das Klasseninteresse Ber Herrschenden den Militarismus wie gegen den äußeren auch gegen den inneren Feind so nöthig braucht wie das liebe Brot. Klassenstaat und Militarismus wachsen an Einem Stamme, und der Militarismus stirbt nur mit dem Kapitalismus. Vorstand werde sofort ans Wert gehen und noch in diesem Jahre zur Erledigung dieser Angelegenheit eine außerordentliche Vorstandsrathsfigung nach Köln einberufen. Die Ostertag'sche Resolution soll die Grundlage der Berathungen bilden. Die Versammlung erörterte dann die Frage der Sicherungen der Forderungen Justizrath der Bauhandwerker. Müller aus Köln brachte eine Reihe von Vorschlägen ein, von denen uns folgender der wichtigste zu sein scheint: Strafrechtlich ist zu bestimmen: Wer einen Bau ausführt, ist verpflichtet, wie der Staufmann, gemäß§ 38 des Handelsgesetzbuches, Bücher zu führen; unterläßt er dies und stellt er feine Zahlungen ein, oder geräth er in Konkurs, so unterliegt er wie der Kaufmann den strafrechtlichen Be ftinumungen der§§ 209 bis 212 und 214 der Konkursordnung; was dort von Handelsbüchern" bestimmt ist, gilt für den Bauherrn bezüglich der von ihm zu führenden Bücher." Den von der preußischen Regierung ansgearbeiteten Gesetzentwurf erklärte Justizrath Müller als ungenügend; der Entwurf erschwere zwar das Bauen, gewähre aber vor den Bauschwindlern keinen ausreichenden Schutz. Beschlossen wurde, die Müller'ſchen Borschläge den einzelnen Vereinen zur Berathung zu überweisen. Wir glauben in der Beurtheilung des neuesten Schach- Ein Fund. Das Boltsblatt für Waldeck und Heffen" schreibt: zuges der russischen Diplomatie weitsichtiger gewefen zu sein, Berluftträgers beponirt wurde ein Rapport des Schußmanns " Gefunden und auf der Nedaktion zum Abholen seitens des als die sentimentalen Leitartikelschreiber, die sich in Super- Schröder an feine vorgesetzte Behörde, in welchem er, wie wir hier Fürsten Nicolaus II. nicht genug thun fonnten. In einem bonnenten festgestellt hat, welchen gestern Nachmittag zwischen lativen über die weltgeschichtliche That des großen Friedens gleich rühmend erwähnen wollen, vollkommen fehlerlos die besonderen Artikel geben wir die wichtigsten Aeußerungen 5 und 6 Uhr in seinem Revier( Rastenalsgasse und Graben) das über die Kundgebung des Zaren wieder. Wolfsblatt" zugestellt wurde. " Wird das Polizeipräsidium es für indiskret halten, wenn wir Ueber die Ergebnisse der bedingten Strafaussetzung, die bekanntlich in Preußen nach dem Erlaß vom 25. Oftober 1895 bei uns bei dieser Gelegenheit die bescheidene Anfrage erlauben, zu iugendlichen Berurtheilten zulässig ist, erfährt die welchem Zwecke die Schuhleute in Kassel mit der mühevollen AufDies scheine wenigstens in sofern der Fall zu sein, als die Amts- bie Abonnenten der anderen Tagesblätter festgestellt? Haben die Köln. 8tg.", daß sie bisher nur unvollkommen befriedigen. gabe belastet wurden, auf diese originelle Art die Abonnenten des Boltsblatt" auszubaldowern? Werden auf diese gleiche Art auch gerichte als Behörden für die Strafvollstrechung in Frage kommen, also hinsichtlich der von den Amtsgerichten und Schöffengerichten Polizeibeamten wirklich nichts anderes zu thun? Wird schließlich dem ausgesprochenen Freiheitsstrafen wider jugendliche Missethäter: Polizeipräsidium eine Klage unsererseits wegen Geschäftsschädigung Mindestens recht ungleich soll die Haltung und Uebung der angenehm sein? 11. A. w. g." die Strafen vollstreckenden Einzelrichter gegenüber solcher Ausseßung Aus Lipine in Oberschlesien berichtet die„ Gazeta RobotdesStrafvollzuges sich gestalten. Diezahl der jugendlichen Verurtheilten nieza" über einen skandalösen Vorgang, der fast unglaub hat in den letzten Jahren an ihrer bekannten und oft bedauerten lich flingt. Es heißt da: In der ersten Hälfte des Beträchtlichkeit wenig oder nichts eingebüßt. Woher jene Burück- Auguft starb in Lipine unser Genosse Anton Czengalla. Seine haltung, man möchte sagen Engherzigkeit in der Strafvollstreckung, Verwandten bestellten beim Ortspfarrer Ronczka ein die dem Geiste der so menschlichen und erfreulichen Bestimmungen Begräbniß I. Klaffe, das 60 M. tostete. Am Begräbnißtage be so wenig entspricht? Wir reden, wie gesagt, hier einmal nur von gleitete ein anderer Geistlicher den Zug aus dem Trauerhause, und als den Amtsrichtern als Strafvollstreckungs- Behörden, behalten uns ber Leichenzug bei der Kirche antam, erschien der Pfarrer Nonczka aber vor, die Staatsanwaltschaft unter diesem Gesichtswinkel ein und sagte zum Bruder des Todten: Ihr bringt mir da andermal ins Auge zu fassen. Es wäre nun gewiß weit gefehlt, einen Sozialdemokraten, und Du, Franz, bist der die Deutung etwa darin zu suchen, daß es immerhin bequemer zweite." Diese Worte riefen unter den Verwandten große Ers sei, eine Freiheitsstrafe zu vollstrecken, als wegen der Straf- regung hervor, und eine Frau, die sich nicht mehr beherrschen konnte, aussetzung einen Bericht mit Gründen aufzusehen und über- beklagte sich laut über den Pfarrer, der nicht einmal am Grabe das haupt den Verurtheilten, den Straffall sammt den Akten mit Gefühl der Trauernden schonte." Halte das Maul!" rief ihr Rücksicht auf die Möglichkeit schließlicher Begnadigung eine ziem- der Pfarrer entgegen. Da rief eine andere Frau:„ Wenn jene Frau " ein, Maul" hat, dann habt Ihr eine.. P Aus Kamerun. Nach einer soeben eingetroffenen telegraphischen| Bali von Uestüb habe gemeldet, die Montenegriner hätten an der Meldung des kaiserlichen Gouvernements in Kamerun ist der Häuptling Grenze drei Türken ermordet, worüber die Grenzbewohner sehr erRgilla, der sich bisher der deutschen Herrschaft nicht fügen wollte, regt seien. Der Sultan empfehle dem Fürsten Nitolaus strenge Bedurch den Stationschef von Yaunde, Premierlieutenant Dominit, strafung der Mörder, um Unruhen zu verhindern. besiegt worden und hat um Frieden gebeten. Afrika. Desterreich. und noch mehr. Den anderen Geistlichen und dem Küster gelang es nach und nach die aufgeregten Gemüther zu beruhigen. Nach der Messe sprach der Pfarrer Ronczta am Grabe: Etwas Gutes tann ich über den Todten nicht sagen; etwas Schlechtes über ihn zu sagen, ist mir nicht erlaubt. Deshalb wollen wir für feine Seele drei„ Vater unser" und drei„ Gegrüßt seist du Maria" Pretoria, 29. August. Der Volksraad beschloß, das gegenbeten." Nach diesem Gebete begaben sich einige Verwandte zum Der österreichische Reichsrath soll, wie es nun heißt, am wärtige System der freiwilligen Miliz abzuschaffen und begann Pfarrer Ronczka, um die für die Leichenrede bezahlten 3 M. zurück: 19. oder 20. September zusammentreten. über die Zweckmäßigkeit der Emission einer Staatsanleihe zu verzufordern; Herr Ronczka gab sie auch zurück. handeln. fand gestern eine Ersatzwahl in den Nationalrath statt, wobei Zürich, 29. August.( Eig. Ber.) Im Kanton Thurgau der bekannte Sozialpolitiker Dr. Hofmann 6436 Stimmen gegen rund 12 000 der 5 Gegenkandidaten erhielt. Es ist ein zweiter Wahlgang nöthig. Frankreich. Amerika. Auftralien. am 22. August an typhösem Fieber gestorben. Der deutsche, Auckland, 30. August. König Malietoa bon Samoa ist der englische und der amerikanische Konsul, der Oberrichter und der Vorsitzende des Munizipalrathes von Apia führen die Regierungsgeschäfte bis zur Wahl eines Nachfolgers. hatte ständige Kämpfe mit seinem Gegenfönige Tamasese. Unter Malietoa Laupepa war 1880 zum Könige gewählt worden. Er diesen inneren Zwiftigkeiten litten die Europäer und auch deutsches Eigenthum. Das war der Vorwand, Malietoa auf einem deutschen Kriegsschiffe gefangen zu setzen und nach Kamerun zu bringen. Tamasese, der nun anerkannt wurde, erhielt aber bald in dem von den Amerikanern anerkannten Mataafa, der den Namen Malietoa II. feiten weiter. Im August 1889 wurde Malietoa I. wieder in seine Heimath annahm, einen neuen Gegenkönig, und so dauerten die inneren Zwiftig geführt und nun von den drei Schußmächten- Deutschland, England und Reibereien zwischen Malietoa und Mataafe und nachher mit dem den Bereinigten Staaten anerkannt. 1893 begannen aber wieder die Sohne des 1891 verstorbenen Tamasese. Es ist zu befürchten, daß der Tod Malietoa's wieder zu bedenklichen Reibungen der stark gespaltenen Bevölkerung der Samoaner führen wird. Sehr richtig bemerkt dazu die„ Gazeta Robotnicza": Dieses Schweiz. Kapstadt, 29. August. Bisher sind die Ergebnisse aus 68 WahlVorgehen des Pfarrers Ronczta wirbt uns wieder einige Genossen.abstimmung ist das neue Wirthschaftsgejeg mit 4300 bonds, 33 Mitglieder der Fortschrittspartei und ein Wilder. Basel, 29. August.( Eig. Ber.) In der gestrigen Voltsbezirken bekannt. Es wurden gewählt 34 Mitglieder des AfrikanderAus Sachfen. Der grobe Unfug" giebt zur Zeit fächsischen, gegen 2800 Stimmen verworfen worden. Auf Wunsch der speziell den Gerichten des Baußener Kreisen wieder einmal alle Wirthe war das bestehende Wirthschaftsgesetz revidirt und ihr bezügHände voll zu thun. Natürlich handelt es sich um Sozialdemokraten, liches Programm von einer gefälligen Mehrheit des Großen Rathes New- York, 29. Auguft.( Times".) Hier herrscht die Meinung beziehentlich umi Verbreitung sozialistischer Druckschriften. An die verwirklicht worden. Die Wirthe wie sämmtliche Handwerksmeister, vor, daß in bezug auf die Quebec- Konferenz zwischen Canada und Sache selbst sind wir ja in Sachsen gewöhnt, bezeichnend ist aber, Kaufleute 2c. haben nämlich eine grenzenlose Wuth gegen den 18000 den Vereinigten Staaten die Verhandlungen sich nicht ganz glatt wie, in welcher Art man neuerdings die Sozialdemokratie Mitglieder zählenden Konsumverein, dem zum größten Theil Arbeiter, abwickeln werden, weil Dingley die Absicht habe, den in dem Pronach der Richtung todt machen versucht. Ueber aber auch Leute aus allen anderen Kreisen angehören. Der Konfum- tokoll über die wechselseitigen Bolltonzessionen niedergelegten Ideen eine Begründung des„ groben Unfugs" nach der bekannten verein verkauft nun in seinen ca. 40 Geschäftsstellen auch Flaschen- feine Folge zu geben. Definition des Ober- Landesgerichts das Vorhandensein einer bier und dieser Verkauf sollte auf Wunsch der Wirthe sehr einBelästigung" zerbricht man sich erst gar nicht mehr den Kopf. geschränkt oder ganz verummöglicht werden. Dies hoffte man zu Nach der neuesten Auffassung des Landes- und Schöffengerichts zu erreichen einmal durch die Aufstellung der Bedürfnißfrage, wie sie Bautzen genügt die einfache Thatsache des Verbreitens sozialistischer bereits für die Wirthschaften besteht, und sodann durch die Flugschriften an sich schon, den groben Unfug" festzustellen. Einführung einer hohen Patentgebühr, die für den Konsum Bisher fragte man wenigstens noch danach, wie solche Druckschriften verein eine Jahresausgabe von ca. 50 000 Franks verursacht haben verbreitet wurden. Da die Sozialdemokraten es verstanden, sich würde. Die Neuerung, dem Wirthschaftspersonal an zwei Sonntagen dieser Methode anzupassen, zieht man jetzt die Schlingen des groben im Monat je 5 Stunden Freizeit zu gewähren, erschien da nur als Unfugs" noch mehr zusammen. Ferner fritt neuerdings der Umstand ein sozialpolitischer Köder, um dem Gesetze zur Annahme zu verin die Erscheinung, daß man mehr und mehr dazu kommt, über helfen und den verhaßten Konsumverein zu treffen. Dieser in Versolche Sünder fast ausschließlich ha ft strafen, und nicht zu niedrig bindung mit den Sozialdemokraten sammelte sofort Unterschriften, bemessen, zu verhängen. So wurden jetzt sechs Genossen wegen um das Gesetz zur Volksabstimmung zu bringen, und brachte deren Verbreitens des vom sächsischen Zentralfomitee herausgegebenen zirka 5000 auf und nun hat er die Genugthuung, daß gestern das Agitationskalenders vom Landgericht in Baußen zu 4, beziehentlich Gefeß mit großer Mehrheit verworfen wurde. 2 und 1 Woche Haft verurtheilt. Das Schöffengericht hatte vorher Wirthe- und Spießbürger- Politit hat damit die verdiente Niederlage Die engherzige für jeden auf 20 Mart Geldstrafe erkannt. Dabei bedauerte erlitten. das Landgericht ausdrücklich, daß nicht der scharfe§ 131, der wegen „ Verächtlichmachung von Staatseinrichtungen" bis 2 Jahre Gefängniß androht, angewandt werden könne. Zeugen für eine Belästigung" waren nicht vorhanden. Das Gericht nahm ganz einfach an, daß in dem so friedlichen Bezirk durch Verbreitung von Druckschriften des Sonntags, wo andere Leute in die Kirche gehen( aber nicht während der Kirchzeit!), Erregung und Unfrieden verursacht worden wäre. In einem anderen Falle wurden sechs andere Genossen vom Paris, 29. Aug.( Eig. Ber.) Die patriotische Resolutionsfelben Gericht zu Haftstrafen von 2 und 1 Woche und 3 Tagen vermacherei der Generalräthe in bezug auf die Dreyfusurtheilt, weil sie sozialistische Flugblätter zur 9t eichstagswahl Affäre ist ziemlich fläglich ausgefallen. Von den 86 Generalausgetragen haben. Auch in diesem Falle hatte das Schöffengericht räthen haben nur etwa 15 daran theilgenommen, worunter die vorher auf 20 M. Geldstrafe für jeden erkannt. So wird man in Hälfte mit einer klerikal- monarchistischen Mehrheit oder mit einer Sachsen mit den verhaßten Sozialdemokraten von Rechts wegen" folchen starken Minderheit, und drei Generalräthe, denen Minister fertig. Und die sozialistische Partei läßt sich trotzdem nicht beirren in angehören. Sämmtliche Resolutionen( Wünsche") find so ziemlich ihren Bestrebungen und wächst trotz alle bem. über einen Leisten geschlagen. Sie verlangen durchweg ,, energischen Maßregeln im höheren Interesse des Vater Nachrichten", das wegen seiner außerordentlich gemeinen Hezereien ein Ende zu machen. dressen, 29. Auguft.( Eig. Ver.) Die hiesigen„ Dresdener landes", um der„ gräßlichen“ ze. Kampagne gegen die Armee Der gegen die Sozialdemokratie auch weiteren Kreisen bekannte BismarckWunsch" der Klerikalen Antrag Blatt, fordert in der Sonntagsnummer ganz direkt den Staats- steller des Generalrathes von Morbihan bezeichnet außerdem die Die Lohnbewegung der Sattler von Schübler und Branz in anwalt zum Einschreiten gegen unser hiesiges Partei- Organ, die nationale Armee als die einzige Institution, die neben Wehlheiden( Hessen) ist beendet. Die gestellten Forderungen find Sächsische Arbeiterzeitung", auf. Veranlassung dazu giebt die letzte unserer Geistlichkeit intakt geblieben ist und deren Achtung nur in ganz geringem Maße bewilligt worden; jedoch wurde von Sonntagsplauderei der Sächsischen Arbeiterzeitung", in welcher die sich jeder französischen Seele aufdrängt". Welcher Art die den Fabrikanten eine Aufbesserung für nächstes Frühjahr in Aussicht hier von seiten der" städtischen Behörden arrangirte Vismard- energischen Maßregeln" sein sollen, darüber belehrt uns hinlänglich gestellt. Von einem Streit wurde deshalb für dieses Jahr Abstand Trauerfeier etwas start glossirt und unter anderem auch darauf hin- gefeßen, nach Massenverhaftungen oder einfach, wie Judet im Vismard- bie Generalstabspresse, welche seit Monaten nach Ausnahme- genommen. gewiesen wird, daß man diese Feier gerade auf den Tag verlegt hat- Petit Journal", nach einem militärischen Staatsstreich heult.... am 22. Juni den Stadtrath um Verbesserung ihres Arbeitsverhält Die städtischen Arbeiter in Luzern in der Schweiz hatten 31. August, an welchem die hiesigen Genossen ihre alljährlich wieder- Daß kein einziger Generalrath für die Nevision des Dreyfus- nisses ersucht. Der Stadtrath nahm das Gesuch wohlwollend auf tehrende Lassallefeier begehen. Es werden gerade hieran einige, nicht ohne weiteres von der Hand zu weisende Kombinationen Prozeſſes, die einzige wirksame Maßregel zur Beseitigung der und normirte die Arbeitszeit und die Löhne wie folgt: Effektive getuiipft. Nach einem scheußlichen Wuthausbruch" über die fich. Nur der Generalrath von Charente- Inférieure hat es gewagt, Mittagspause 11/2 Stunden( in Znüni und Bobig 1/2 Stunde); jeder vaterlandslosen" Agitation, sich ausgesprochen hat, ist selbstverständ- Arbeitszeit im Sommer 10, im Winter durchschnittlich 9/2 Stunden, Blauderer schreiben die„ Dr. Nachr." wörtlich:... Berzweifeln mit großer Mehrheit über einen generalstabsfreundlichen Wunsch" noch arbeitsfräftige und diensttreue Arbeiter erhält 4 Fr. Minimalmöchte man an allem Recht und aller Gerechtigkeit, wenn solche zur Tagesordnung überzugehen. Ferner ist im Jura- Generalrath lohn täglich, die übrigen je nach Leiſtungsfähigkeit 3-4 Fr. UeberSchandartikel ungestraft blieben...... solche Faustein schläge in das Antlig Hunderttausender sollten ihm( dem unterstützt worden, der Maßregeln zur Wahrung der Oberhoheit Die schon angestellten, nicht mehr vollträftigen Arbeiter erhalten Wunsch" u. a. vom Kolonialminister Trouillot stunden werden extra vergütet, Sonntagsarbeit mit 50 pet. Aufschlag. geben?" Die„ Dresdener Nachrichten" als Hüterin von Recht und der zivilen Gewalt über die militärische und religiöse Gewalt" ver- ebenfalls angemessene Lohnerhöhung. Die neuen Bestimmungen Gerechtigkeit das ist der Gipfel der Ironie! Das Geschimpfe langt. Aber der Wunsch wurde beiseite geschoben, nachdem die kon treten bereits am 1. September in kraft. nimmt sich noch besonders lächerlich aus, wenn man bei diesen Faust ſervative Minderheit die Streichung des Wortes:" militärische" beschlägen in das Antlig Hunderttausender" die letzten Reichstagswahlen antragt hatte. hier in Dresden in betracht zieht. Niederlande. Unternehmer- Verbände. " · Staatsanwalt) teinen Anlaß zum Einschreiten " Stuttgart, 29. August. Der Schwäbische Merkur" verzeichnet mit Vorbehalt das Gerücht, daß bei Waiblingen anläßlich eines Refognoszirungsrittes drei Dragoner der Stuttgarter Garnison, als sie sich von einer feindlichen Abtheilung verfolgt sahen, in einen tiefen Steinbruch gestürzt und sammt ihren Pferden getödtet seien. Beim Ulanenregiment Nr. 20 ist die Influenza ausgebrochen. " Gewerkschaftliches. suchen wir hiermit, die Kollegen darauf aufmerksam zu machen, daß Sämmtliche Vorstände der Bauarbeiter Deutschlands er der Zuzug nach Berlin fern gehalten werden soll, und daß, wenn Kollegen dennoch hier zureisen und sie von der Lohnkommission Reisegeld bekommen, um weiter reifen zu können, fie uns dann nicht später wieder in den Rücken fallen, wie es der Kollege Drechsler ( Stettin, Buch Nr. 15 030) gemacht hat. Die Lohnkommiſſion der Bauarbeiter Berlins und Umgegend. Haag, 30. August. Das Staatsblad" veröffentlicht in einer Eine 10 proz. Erhöhung aller fertigen Tischlerfabrikate befouderen Ausgabe eine von sämmtlichen Ministern gegen ist in einer am Montag bei Keller, Stöpniderstraße, tagenden gezeichnete Proklamation der Königin- Regentin, in der sie ihren Tischlermeister- Bersammlung zum Beschluß erhoben worden. Wie ticktritt anzeigt. Morgen tritt ihre Tochter, die junge Wilhelmina, Jnnungs- Obermeister Marschall bekannt gab, hat die feinerzeit die Regierung an. Sie ist 18 Jahre alt. Man sieht, zum Regieren gewählte Kommission, die sowohl über die Einführung von Entbedarf es teiner langjährigen Erfahrung. Schweden. Rußland. " lassungsscheinen, wie auch über die Preiserhöhung für fertige Fabrikate vorberathen sollte, sich ihrer Aufgabe dahin entledigt, daß Aus den Reichslauden, 29. August.( Eig. Ber.) Es berührt fie beantragt, von der Einführung des Entlassungsscheines solange einen wie ein Hauch puritanischen Muderthums, wenn Stockholm, 29. August. Die im Jahre 1897 für die Aus- abzusehen, bis die Zwangsinnung ins Leben getreten sei. Dagegen man von den folgenden beiden Maßnahmen der staatlichen und der behnung der Befestigungsanlagen ernannte schwedische Regierungs- müsse mit Rücksicht auf die erhebliche Preissteigerung der Nohtirchlichen Obrigkeiten liest. Durch Berfügung des Polizeipräsidenten 21 Millionen Kronen( zirka 24 Millionen Mark) zu verwenden, um verkürzungen 2c. einer Preiserhöhung der fertigen Fabrikate sofort fommission schlägt in ihrem nunmehr erstatteten Bericht vor, materialien, der Lohnerhöhungen gegenüber der ArbeitszeitDall zu Straßburg ist einer Anzahl der größten Bier- und eine Festung bei Boden in Norrland zu errichten, Gothenburg näher getreten werden; und schlage die Kommission vor, die GrGartenwirthschaften der Vororte verboten worden, mehr als von der Seeseite zu befestigen und die Befestigungen bei Stock- höhung vom 15. September d. J. an eintreten zu lassen. Obein Konzert innerhalb vier Wochen zu veranstalten. Holm, Karlskrona, Karlsborg und auf der Insel Gotland zu ver- gleich nun die Versammlung einhellig die Nothwendigkeit der PreisDiese polizeiliche Maßregel, durch welche dem werkthätigen Volfe eine der wenigen Unterhaltungs- und Erder wenigen Unterhaltungs- und Er vollständigen. steigerung anerkannte, gingen doch aus mancherlei Gründen die holungsgelegenheiten entzogen werden soll, geht sogar der streng Meinungen darüber auseinander, wann die Erhöhung eintreten regierungsfrommen Straßburger Post" etwas zu weit. Das Blatt Die Arbeiterbewegung in Russisch- Polen. Die Massen- solle. Nach langen Auseinandersetzungen einigte man sich auf den weist darauf hin, daß die erwähnten musikalischen Darbietungen auch verhaftungen im April dieses Jahres konnten weder die großartigen Vorschlag der Kommission dahingehend, die Verkaufspreise für deuen einmal einen mehr oder weniger künstlerischen Genuß ver- Manifestationen verhindern, noch vermochten sie die Entwickelung fertige Tischlerarbeiten vom 15. September d. J. an um 10 pet. zu schafft hätten, die sonst auf derartige Annehmlichkeiten verzichten unseres Parteilebens überhaupt zu beeinflussen. Die Hoffnung der erhöhen." Zwecks befferer Ausgestaltung der Organisation unter den müßten, und daß sie gleichsam etwas Ideales in den Besuch der russischen Gendarmen, endlich unsere Geheimdruderei zu finden, war Berliner Tischlermeistern soll die Stadt tünftig, analog den politischen Wirthschaft trügen und dadurch verhinderten, daß man sich nur umsonst, und Nr. 28 unferes Zentralblattes Nobotnit" ist pünktlich Bezirksvereinen, in Bezirke eingetheilt werden, um durch Bezirksdes Trinkens wegen dort niederläßt und dies im Uebermaße erschienen. Neben vielfachen Nachrichten über unsere Arbeiter versammlungen eine wirksame Kontrolle über Tischlermeister und betreibt. Zudem würden solche Konzerte gern von ganzen bewegung enthält das Blatt auch die Ankündigung einer Gesellen zu schaffen. Familien besucht, hätten also das weitere Gute, daß auch Frauen Arbeitermanifestation gelegentlich der Enthüllung eines Dent Vereinigung im deutschen Glasgewerbe. Die„ Deutsche und Kinder sich der angenehmen Erholung erfreuen könnten. Die mals des großen polnischen polnischen Dichters Adam Mickiewicz, Industrie- Zeitung" berichtet: Nachdem es gelungen ist, zum Zwede Dall'sche Maßregel stelle sich demnach als ein bureaukratischer die in Warschau im Dezember dieses Jahres stattfinden soll. des gemeinschaftlichen Verkaufes der Fabrikate in Beleuchtungsglas lebergriff polizeilicher Machtbefugniß" dar, durch den man der Sache Das Organ der polnisch sozialistischen Partei schreibt: Wir und abgeschliffenen und verschmolzenen Bechern mit den dafür in schade, der man zu nützen vorgiebt. Durch dieselbe werden aber Arbeiter können keinesfalls die Schändung des Gedächtnisses unseres Aussicht genommenen 35 Fabriken entsprechende Verträge abzuschließen, nicht blos die betroffenen Lofalinhaber materiell schwer geschädigt, Dichters erlauben. Zur Feier dieser Denkmalenthüllung werden wir ist unter der Firma" Vereinigte Glasfabriken in Dresden" eine die beim Kauf bezw. Bacht ihre Etablissements auf die regelmäßig alle erscheinen, das ganze arbeitende Warschau wird auf dem Blaze Gesellschaft mit beschränkter Haftung begründet worden, die nunmehr stark gesteigerten Einnahmen aus den jetzt nahezu unmöglich ge sein, und kein Kordon wird uns zurückhalten, auch wenn unser Blut die betreffenden Erzeugnisse vertreiben und berechnen wird, während machten Veranstaltungen rechneten, sondern auch die zahlreichen Zivil- vergossen werden sollte." Wie allgemein bekannt ist, will die der Versandt nach wie vor unmittelbar durch die Fabriken erberufsmusiker, denen auf Monate hinaus ein sicherer Verdienst russische Regierung die breiten Schichten der Bevölkerung an der folgt. Die Preise haben durch den fortwährenden Rüdgang garantirt war. Auch die städtische Armenverwaltung, an welche jeweils Feier zu Ehren Wickiewicz' eventuell mit Waffengewalt verhindern, einen Stand erreicht, daß die Fabrikanten schon seit längerer Zeit 10 pCt. der Tageseinnahmen aus derartigen Luftbarkeiten in Form deshalb ist die Theilnahme der Arbeiter für sie sehr unangenehm. unter den Herstellungspreisen verkaufen mußten. Während die Her einer Armensteuer abzuführen sind, wird die Folgen der Dall'- Die polnisch sozialistische Partei läßt nunmehr außer den Zeit- stellungskosten durch anhaltende Erhöhung der Preise für Kohlen und schen Maßregel recht unangenehm zu spüren bekommen. Ein schriften Robotnik" und" Gornik"( von welch letzterer bereits überhaupt sämmtlicher Stohstoffe sich fortwährend vertheuerten, sind Pendant zu dieser Straßburger Verfügung bringt die Metzer Nummer 7 erschien) ein weiteres Blatt, Der fleine Courier des die Preise für die fertige Waare stetig zurückgegangen. Um das vorBeitung" aus dem 2othringischen. Sie schreibt:„ Die Besorg Robotnit", erscheinen, das sich hauptsächlich angelegen sein lajien gestreckte Biel zu erreichen, wird eine allmälige Erhöhung der Preise niß des Herrn Pfarrers Dr. H. in dem großen Gebirgsdorfe W., wird, die wichtigsten aktuellen Ereignisse unseres Lebens möglichst eintreten und wird dem fürs erste beschlossenen Anschlage schon in seine Pfarrkinder vor Schaden zu bewahren, geht so weit, daß er rasch zu besprechen. Die erste Nummer ist bereits erschienen. Ueber- nächster Zeit ein weiterer folgen. ihnen an der kürzlich dort stattgehabten Kirch weih das Lanzen haupt ist in lezter Zeit die Verlagsthätigkeit unserer Partei erverboten hat. Es soll, wie wir von glaubwürdiger Seite erfahren heblich gewachsen, was um so bemerkenswerther ist, als alle unsere haben, den Leuten, für den Fall sie auf den Tanzboden gingen, Druckfachen in einer Geheimdruckerei angefertigt werden müssen. Auf mit firchlichen Strafen gedroht worden sein, welche Drohung, wie diese Weise sind besondere Flugblätter für einzelne Arbeiterbranchen, wir uns selbst überzeugt haben, ihre Wirkung nicht verfehlte. zum Beispiel die Bäcker, Tischler, Weber in Bialystok( polnisch und jüdisch), Da wir im Tanzen ein sündhaftes Treiben nicht erkennen vermögen, Straßenbahn- Bedienstete, Stellmacher und Wagenbauer hergestellt ist uns ein derartiges Verbot geradezu unverständlich, ja wir halten und in Massen verbreitet worden. Zugleich vermehrte sich auch, trotz es für eine zelotische Härte, dem Volte sein Kirchweihvergnügen, das der großen Wachsamkeit der russischen Grenzwachen, die Einfuhr einzige im ganzen Jahre, auf diese Weise zu verkümmern." Im! Londoner Parteischriften wie Przedswit"( wissenschaftliche MonatsElsaß verbietet man also das Musiziren, in Lothringen das Tanzen schrift) und Swietlo"( bierteljährige, populär- wissenschaftliche Zeitung Wenn das so weiter geht, wird unferer Jugend im Lande der wieder- für die Arbeiter) nach Russisch- Polen. gewonnenen Brüder" nichts übrig bleiben, als in ein Kloster zu Der Kampf in allen seinen Formen kostet selbstverständlich viele gehen.Opfer, und unsere politischen Gefängnisse sind jetzt mit Sozialisten nicht nur aus der Arbeiterschaft, sondern auch aus der Intelligenz überfüllt. Chronik der Majestätsbeleidigungs: Prozesse. Das gegen Genossen Ad. Thiele in Halle eingeleitete Verfahren wegen Majestätsbeleidigung ist eingestellt. Es handelte sich um eine Notiz, welche die Aufschrift: Staubschüttler" trug. " Soziales. Ueber die Altersstufen der Invalidenrenten: Empfänger, geordnet nach den Berufsabtheilungen, giebt die vom Neichs- Bersicherungsamte ausgearbeitete Stafiftit über die Invalidis tätsurfachen folgendes an: Von je 100 männlichen Rentenempfängern kommen bei der & andwirthschaft 2c. 3 auf ein Alter von 20 bis 29 Jahren, 5 auf ein solches von 80 bis 39, 10 auf 40 bis 49, 25 auf 50 bis 59 und 57 auf 60 bis 69. Beim Bergbau und Hüttenwesen, Industrie und Bauwesen sind die entsprechenden Zahlen 6, 10, 18, 30 und 36, beim Handel und Verkehr 6, 11, 15, 27 und 41, bei den häuslichen Diensten sowie ohnarbeit wechselnder Art 4, 10, 16, 25 und 45, beim Militär-, Hof, bürgerlichen und kirchlichen Dienst sowie den freien Konstantinopel, 29. August. Dem montenegrinischen Ge- Berufsarten 2, 4, 8, 28 und 63, bei den in der aus. sandten Bakitsch wurde mitgetheilt, Saad- Eddin- Pascha habe den haltung ihrer Herrschaft lebenden Dienenden 6, 12, 17, Befehl erhalten, nach dem Sandschad Berana zurückzukehren. Der 25 und 40. Türkei. Für die weiblichen Rentenempfänger stellen sich die Bahlen Sie zogen so träftig und so ausdauernd an der Kette, bis das Pferd Die Brandenburger Provinzialfonferenz und die Landagitation " in verschiedenen Berufsabtheilungen wesentlich anders. So kommen zu Boden fiel. Es verendete gleich darauf. Wie der als Sachauf die verschiedenen Altersgruppen von 100 Rentenempfängern bei verständiger vernommene Thierarzt begutachtete, ist das Pferd einfach der Landwirthschaft 6, 6, 12, 28 und 48, bei der Industrie 11, 11, erwürgt worden. Es sei eine häufig zu beobachtende Unfitte, daß 16, 26 und 36, beim Handel und Verkehr 5, 6, 12, 27 und 50, bei Kutscher zu dem erwähnten Mittel griffen, um widerspenstige Pferde lautete das Thema, mit welchem sich gestern Abend sechs öffentliche Häuslichen Diensten u. f. w. 1, 2, 7, 26, 64, beim Militär-, zum Anziehen zu zwingen. Unter allen Umständen müsse Versammlungen der Berliner Parteigenossen beschäftigten. Hof- u. 1. w. Dienst 3, 4, 15, 29 und 49 und bei den in der Haus- die Kette dann so um den Hals des Pferdes gelegt werden, daß sie haltung ihrer Herrschaft lebenden Dienenden 10, 8, 11, 26 und 45. nicht eine Schlinge bilde. Aber auch dann bleibe es immerhin eine freise nahm einstimmig den Antrag an: Die Provinzialkonferenz Die Versammlung im ersten Berliner Reichstags- WahlSchwarze Listen in Oberschlefien. Aus Ratto wis wird Unfitte. Staatsanwalt Wörmann beantragte gegen Bloch, jechse righ as Zentral- Wahlfomitee, diejenigen Kreiſe der Broving, ermächtigt uns geschrieben: Nächstens wird sich das hiesige Gericht mit den Monate, gegen Wittlowsti einen Monat Gefängniß; der Gerichtshof welche sich für Betheiligung an den Landtagswahlen erklärt haben, Schwarzen Listen" der oberschlesischen Unternehmer zu beichäftigen war aber der Ansicht, daß die beispielloſe Rohheit der Angeklagten agitatorisch und finanziell zu unterstüßen." Desgleichen gelangte haben, vielleicht auch mit dem ganzen Schwarze Listen- Verbande". eine empfindlichere Strafe verdiene. Bloch wurde zu einem ein anderer Antrag zur Annahme:„ Das Zentral- Wahlfomitee ist zu dem fast alle oberschlesischen Werke angehören. Ein früherer Ar- Jahre. Wittlowski zu drei Monaten Gefängniß ver- beauftragen, für systematische Frauen Agitation in der beiter der hiesigen Marthahütte hatte dieses Wert beim Gewerbe- urtheit: gerichte u. a. auch deshalb verklagt, weil es ihn durch die schwarzen Listen schwer geschädigt habe. Die Hütte theilte dem Arbeiter vor dem Termine auf dem Gewerbegericht mit, daß er wieder Beschäftigung erhalten könne, aber dieser ließ sich darauf nicht ein. In der VerHandlung leugnete der Hütteninspektor.„ daß sich die Hüttenleitung darum bemühe, daß alle Werte jenen Arbeiter auf die schwarzen Listen festen." Die Form dieser Erklärung besagt natürlich gar nichts. Am Ende wurde der Arbeiter mit seiner Klage ans Zivilgericht verwiesen. Wie wird nun das Gericht Unternehmern gegenüber die bekannten Worte des Kaisers auslegen: Die schwerfte Strafe dem, der einen andern an der Arbeit hindert? nommen. Versammlungen. " Provinz zu sorgen und zu diesem 8wed in jedem Kreise mindestens zwei Frauenversammlungen im Jahre zu veranlassen." Als Delegirte zur Provinzialkonferenz wurden die Genossen Täterow, Seiler und Arndt gewählt. von Frau Lilly Braun eingebrachten und begründeten Antrag Die Parteigenossen des zweiten Wahlkreises nahmen einen an, welcher die Agitationskommission ersucht, zum Zweck einer systematischen Agitation unter den Frauen der Provinz wenigstens zweimal jährlich in jedem Wahlkreise eine Frauen- Versammlung zu beranſtalten. Als Delegirte wurden gewählt: Bartsch. Saß. Lilly Braun. Lassalle Feier. Am Sonntag Nachmittag wurde von den polnischen Genossen eine öffentliche Versammlung nach dem Engl. Garten" einberufen, in welcher Genosse Mertowski über:„ Das Leben und Wirken Lassalle's" sprach. Hierauf gab der Vertrauensmann W. Golibrodi einen Bericht über die Einnahmen und Ausgaben für die Agitation in Berlin und Umgegend im verflossenen Jahre, worauf derselbe in Anerkennung seiner guten Führung wiederum als Vertrauensmann für das nächste Jahr ein= Eine Million erwerbsthätiger Kinder giebt es, wie der stimmig gewählt wurde. Genosse Les niewšti bean= Die Versammlung im dritten Wahlkreise fand bei Brochnow tragte aus Anlaß Nixdorfer Volksschullehrer Agah in der Zeitschrift für Schul- die unsere dortigen Genossen am schwersten getroffen worden, an den ein erneutes und verstärktes Eintreten in die Landtagswahlagitation der Ausnahmegefeße in Galizien, durch statt und war mäßig besucht. Es referirte Genosse Wagner, der gesundheitspflege" mittheilt, zur Zeit in Deutschland. Bekanntlich Urheber derselben, den Grafen Thun, einen Protest der hiesigen empfahl. Nach längerer interessanter Diskussion wurden als hat die Breslauer Hauptversammlung der deutschen Lehrer gegen die polnischen Genoffen zu senden. Nach längeren Schilderungen der D'elegirte für die Brandenburger Provinzialfonferenz die Gegewerbliche Ausbeutung der Schulkinder sehr energisch Stellung ge- Verfolgungen, Ausweisungen, Verhaftungen, des Blutvergießens, des noffen warenberg, Büttner und Schölzel gewählt. Verbots sämmtlicher polnisch- sozialdemokratischer Zeitungen und Zeit- Die Versammlung für den vierten Wahlkreis fand bei Stechert Neger als Fabrikarbeiter. In Charleston in Süd- Karolina schriften durch die österreichische Regierung wurde der Antrag ein- in der Andreasstraße statt. Da der Besuch trotz der Wichtigkeit der ist der Versuch gemacht worden, eine Baumwollwaarenstimmig angenommen. Zum lezten Punkt der Tagesordnung Tagesordnung ein äußerst flauer war, tadelte sowohl der Vorfizende Fabrit mit Negerarbeitern zu betreiben. Ueber das Resultat wurden als Delegirte zum Brandenburger Parteitage die Genossen wie auch der Referent Friz Wilfe diese sehr bedauerliche Lässigkeit dieses Experiments äußert sich der Leiter der Fabrik folgender A. Berus und Wolibrodi gewählt. der Parteigenossen. Die nun folgende sehr lebhafte Debatte, an der maßen: Es ist keine Frage, daß die bessere Klasse von Negern die Arbeit Die Freie Vereinigung selbständiger Barbiere, Friseure sich auch Frauen betheiligten, führte zur Annahme folgender Resolution: in einer Baumwollwaaren- Fabrit erlernen kann. Die gewöhnlichen u. f. w. für Berlin und Umgegend hielt am 29. d. M. ihre Monats- freises erklärt auf die Anzapfungen auswärtiger Genossen und Die heute bei Stechert stattfindende Versammlung des 4. WahlNeger von den Kornfeldern sind allerdings nicht zu gebrauchen; versammlung ab. Junke gab den Bericht der Fachschulfommiſſion. Parteiblätter, daß die im Feenpalast angenommene Resolution nicht aber solche, die einige industrielle Erziehung und Geschicklichkeit Derselbe wurde angenommen. Für den Knüpfunterricht wurde befizen, wie zum Beispiel Frauen, welche mit der Nadel um- elbig, für den Frisirunterricht Riese bed und Stachowski allein die Resolution Ledebour's sei, sondern der Ansicht der Berliner zugehen verstehen, erweisen sich oft als gute Arbeiter am Webstuhl. als Stellvertreter gewählt. Ferner erstattete el big Bericht vom Genossen entspreche, und daß sie sich auf den Standpunkt Liebknecht's Die Zahl derer, welche wir wegen absoluter Unfähigkeit zurückweisen Hanauer Kongreß, er forderte am Schlusse die Kollegen auf, fich ſtelle." Bu Delegirten für die Parteikonferenz wurden Galle und mußten, war weit größer, als die, welche wir schließlich als brauch zur Aufnahme in unsere Kranken- und Sterbekasse zu melden. Die offmann für den Often, Vinzens und Jesche für den Südosten bar fanden. Nicht nur waren wir genöthigt, eine genügende Anzahl Bersammlung erklärte sich mit seiner Thätigkeit und seinem Bericht gewählt. Der Schluß der Versammlung erfolgte mit einem dreivon Leuten anzulernen, um alle Maschinen und Webstühle zu be- einverstanden. Aufnehmen ließen sich die Kollegen Albert Bieber, fachen Hoch auf die internationale Sozialdemokratie. fegen, sondern wir mußten auch für eine Reserve- Armee sorgen. Es Paul Luze, Ernst Lenßner und Wilhelm Buch. ist ein Zug im Charakter des Negers, nur für das Heute zu sorgen und das Morgen sich selbst zu überlassen. Nachdem er den Lohn für einige Wochen Arbeit erhalten, verläßt er feinen Play, um sich für eine unbestimmte Zeit auf die Bärenhaut zu legen oder fonstwie das Leben zu genießen und erst. wenn seine Fonds alle find, stellt er sich wieder in der Fabrik ein. In dieser Weise fahren sie fort, zu kommen und zu gehen. Wenn wir uns auf die Beständigkeit der Neger verlassen müßten, wie wir dies bei weißen Arbeitern zu thun gewohnt sind, so wären wir nicht im stande, den Betrieb aufrecht zu erhalten. Die farbigen Arbeiter nehmen kein Interesse an ihrer Arbeit und sie sind auch mit weniger Lohn zufrieden als die Weißen. Ihr Hauptintereſſe konzentrirt fich auf die Stunde, wenn sie, mit ihrem Lohn in der Tasche, der Arbeit auf einige Zeit Valet sagen und sich ihren Neigungen überlassen können. Findet irgendwo ein Picknick statt, so verLassen sie schaarenweise die Arbeit, ganz gleich ob diese drängt oder nicht, und nur die Androhung hoher Geldstrafen ist im stande, fie zurüdzuhalten. Soweit meine Erfahrung reicht, bin ich zu der Annahme geneigt, daß eine Fabrik, die sich ausschließlich auf Negerarbeit verlassen wollte, nur in einer Stadt mit sehr starker Negerbevölkerung betrieben werden könnte, und dann wird die Fabrik gezwungen sein, wenigstens die ersten zwei Jahre mit Verlust zu arbeiten, denn es ist nothwendig, mindestens die doppelte Anzahl Reute anzulernen, deren man zu einer gegebenen Zeit in der Fabrit Bedarf. Gerichts- Beitung. " Die Parteigenossen des fünften Wahlkreises waren im Saale Die Möbelpolirer( Filiale Südost) hielten am 22. d. M. bei der Böow'schen Brauerei versammelt. Dem mit lebhaftem BeiMöhring, Admiralstr. 18c, ihre Monatsversammlung ab. Kollege Diskussion, an der sich Dr. Weyl und Maaß und Fräulein fall aufgenommenen Vortrag des Genossen Kotte folgte eine kurze G. Reuter referirte über Arbeitslosen- Unterstüßung". Er versuchte der Versammlung flar zu machen, daß es nicht die Aufgabe der igewiß wurden als Delegirte zur Provinzialfonferenz gewählt. Haase betheiligten. Die Genossen Kopte, Liepmann und Gewerkschaftsorganisation sein kann und darf, sich durch eine mangel- Fin Antrag, die Frauen- Agitation betreffend, gelangte auch hier zur hafte Arbeitslosenunterstügung, denn eine andere sei heute unmöglich, Annahme. Hierauf wurden Friedländer, Horsch, Dittmann und Peters von ihrem wahren Ziel, der Kampforganisationen zur Erringung mit der Revision der Abrechnung des Zentral- Wahlkomitees betraut. besserer Lohn- und Arbeitsbedingungen abbringen zu lassen, um schließlich auf das Niveau der Hirsch- Dunderianer herunterzusinken. Die Abrechnung über die Maifeier, die der Kassirer Reul erKollege H. Schulz wies an der Hand reichlichen Zahlenmaterials stattete, ergab eine Einnahme von 595,50 M. und eine Ausgabe von 329,70 M. Mit dem Erlös von 45,20 m. für Festzeitungen betrug verschiedener Gewerkschaften nach, welche die Arbeitslosen- Unter- bon 329,70 M. Mit dem Erlös von 45,20 M. für Festzeitungen betrug ſtützung schon längere Zeit eingeführt haben, nach, daß die vom der Gesammtüberschuß insgesammt 311 M. Die Abrechnung wurde Kollegen Reuter befürchtete Bersumpfung durchaus nicht zu be- von den Revisoren als richtig bestätigt und auf deren Antrag dem Kassirer die Decharge ertheilt. fürchten sei. Eine vom Kollegen W. Meier im Sinne Reuter's eingebrachte Resolution gelangte zur einstimmigen Annahme, nachdem noch mehrere Kollegen gegen die Arbeitslosen- Unterstützung gefprochen hatten. Die Versammlung des sechsten Wahlkreises im Rösliner' of war nur mäßig besucht. Genosse Metzner hielt einen Vortrag über die legten Reichstagswahlen. Dann wurde ein AnRigdorf. In der am 22. d. M. im Nirdorfer Apollo- Theater trag der Frau Mesch angenommen, die Parteikonferenz möge stattgefundenen öffentlichen Versammlung der Waler 2c. wurde die Agitationskommission beauftragen, mehr Agitation unter lebhaft über die Verwaltung des hiesigen Gewerkschaftskartells resp. freisen Teltow- Beeskow und Nieder- Barnim Siz und Stimme in den Frauen zu betreiben. Ein zweiter Antrag, den Wahldessen Obmann Klage geführt. So wurde u. a. gerügt, daß der Obmann seit sechs Monaten keine Versammlung des Kartells ab- der Agitationskommission zu gewähren, wurde ebenfalls fast ein. gehalten hat; auch von verschiedenen Versammlungsbesuchern wurde stimmig angenommen. Zu Delegirten zur Provinzialfonferenz wurden betont, daß der Obmann seinen Verpflichtungen nicht in gehöriger gewählt: Brinkmann, Pfarr und Lohse. Zum Mitglied der Weise nachgekommen sei, der Sache überhaupt zu wenig Interesse Lokalfommission wurde Fischer für Moabit gewählt. entgegenbringe, obgleich doch für eine rege Agitation in einem Orte wie Rigdorf genügend Anlaß vorhanden sei. Der neugewählte Delegirte wurde beauftragt, vor allem seine Bemühungen darauf zu richten, daß diefe Uebelstände aufhören. Spanien und Amerika. Gegen die Lohnentschädigungs- Klage des Kellners G. wandte der beklagte Gastwirth Jäger ein, G. sei während der Arbeit Reinickendorf. Der Arbeiter- Bildungsverein Zukunft" hielt Der spanische Ministerrath hat noch keine Entscheidung hinsicht betrunken gewesen und habe die Gäste feines Reviers vernachlässigt. in Böttcher's Seepark seine Monatsversammlung ab." Baul Jahnlich der Ernennung der Kommissare für die Friedensverhandlungen Nachdem die zuständige Kammer VI des Gewerbegerichts Beweis hielt einen lehrreichen Vortrag über das Thema:„ Die Entwickelung getroffen; die Minister des Auswärtigen, der Justiz und der erhoben hatte, verurtheilte sie den Beklagten, an den Kläger der Volkswirthschaft". Der Vortrag wurde mit großem Beifall auf Kolonien wurden zu Berichterstattern über den Gesezentwurf er60 M. wegen unberechtigter Entlassung zu zahlen. Der Vor- genommen. In der Diskussion sprach Gramm im Sinne des nannt, welcher zur Einleitung der Friedensverhandlungen ermächtigt. sigende Dr. Krause führte begründend aus: Der Gerichtshof Referats. Unter Verschiedenem forderten mehrere Redner die AnDie Befestigungen bei Gibraltar. Die spanischen Regierungsfei allerdings zu der Ueberzeugung gekommen, daß der wesenden zum Beitritt in den Verein auf. Außerdem kritisirte blätter stellen mit Entschiedenheit in Abrede, daß zwischen England Kläger seine Arbeit nicht zur Zufriedenheit der Gäste Genosse 8eidler das Verhalten der Berliner Genossen bei ihren und Spanien betreffs der gegenüber Gibraltar auf spanischer Seite erledigt habe und thatsächlich etwas angetrunken gewesen sei. Das Ausflügen, er empfiehlt ihnen, in Zukunft mehr die Lokalliste zu aufgeführten Befestigungen ein schärferer Gegensag eingetreten sei. allein berechtige aber noch nicht zur sofortigen Entlassung, Er hätte berücksichtigen. Die spanische Regierung habe vielmehr auf eine sehr freundohne Kündigung entlassen werden dürfen, wenn er total unfähig schaftlich gehaltene Anfrage Englands geantwortet, daß bei zur Arbeit gewesen wäre, was ihm nicht vorgeworfen worden sei Gibraltar mur dieselben Vorsichtsmaßregeln getroffen feien, und ihm auch nicht vorgeworfen werden könne. Hinzu komme, daß welche für sämmtliche Küstenpläße, die einem etwaigen nordamerikades Klägers Revier 12 Tische umfaßt habe, also groß gewesen sei. nischen Angriff ausgesezt waren, angeordnet wurden. Zudem würde Auch habe Kläger zur Küche ziemlich weit gehen müssen. die Aufführung starter Befestigungen gegenüber Gibraltar eine Arbeit von mehreren Jahren erfordern. vom Staatsanwalt Landsmannschaft der Schleswig Holsteiner. Heute Abend 82 Uhr: Zusammenkunft im Garten von G. Feuerstein( Inh. M. Herzberg), Alte Jakobstr. 75. Sonntag, 4. September: Familien- Ausflug nach dem Restaurant H. Saß in Alt- Glienecke bei Adlershof. The ater- und Vergnügungsverein Helgoland". Heute Abend 9 Uhr Ackerstraße 144: Sizung. Titerarisches. und die Versuche ihrer Lösung. München 1898. Kommissionsverlag der nationalen Verlagsanstalt. Wie ein Staatsanwalt über das Solidaritätsbewußtsein der Arbeiter denkt. Um einen Lohn zu erringen, der annähernd Von den Philippinen. Aus Manila wird telegraphirt: zur ordentlichen Ernährung der Familie ausreichte, waren die Zwischen den Amerikanern und den Rebellen wird die Lage von Tag zu Tag schlimmer. Eine Anzahl Insurgenten, denen die Waffen Maurer in Steglitz vor einem Vierteljahr gezwungen, in den Ausstand B. A. Hoffmann. Die soziale Lage der Gegenwart zurückgegeben worden waren, hat sich gegen den General Merrit zu treten. Bei dieser Gelegenheit kontrollirte der Maurer Johann Wuttke erhoben und denselben gezwungen, noch eine größere Anzahl Inam 21. Mai einen Bau am Orte und sagte angeblich zu dem leider als surgenten frei zu geben. Die Times" melden aus Manila vom Streifbrecher arbeitenden Maurer Krüger folgende Worte:„ Warum Die soziale Frage ist wieder einmal auf 32 Seiten Broschüren- 29. d. M.: Hervorragende Kaufleute unterzeichneten eine Denkschrift quälst Du Dich hier? Wenn Du zu uns hältst und nicht arbeitest, format gelöst. Wir haben hier eine Art katholischen Zukunftsstaates an Lord Salisbury, in welcher dieser gebeten wird, seinen Einfluß so triegst Du die Woche 18 M. aus der Streiklasse und kannst Dich mit wenigen Strichen stizzirt, wie er sich einem Verehrer der geltend zu machen, um zu verhindern, daß die Spanier die ' mal ausruh'n. Du kannst freilich thun, was Du willst, aber wenn Du arbeitest, dann merke Dir: Wenn wir später einmal auf einem Wirthschaftsordnung des germanischen Mittelalters vorstellt. Wie Souveränetät auf den Philippinen zurückgewinnen. Bau zusammen arbeiten sollten, dann fann Dir leicht einmal ein früher das Prinzip des Lebens für die Wirthschaftsordnung maßgebend Stein auf den Kopf fallen!" Die Folge war eine von Krüger war, so will der Verfasser denselben Gesichtspunkt in die kapitalistische eingereichte Denunziation, die natürlich Gesellschaftsordnung einführen. Dem Individium soll die Existenz zu einer Anklage ausgearbeitet wurde. Vor der ersten Ferien- wird zur Kreditverfassung und eine soziale Bank zahlt jedem Arbeiter durch die Gesammtheit gewährleistet werden. Die Lehensverfassung ehte Nachrichten und Depeschen. Straftammer am Landgericht II, wo die Angelegenheit gestern zur als Nebeneinkommen eine stattliche Leibrente aus. Der Lohn sinkt Gnesen, 30. August.( B. H.) Auf dem hiesigen Gefängnißhofe Verhandlung stand, fühlte der Vertreter der Anklagebehörde. Staatszur Nebensache herab. Der allmächtige Staat übernimmt diesen fand heute früh 5 Uhr die Hinrichtung des Arbeiters Andreas anwalt Cunh, sich veranlaßt, das bekannte Wort von der höchsten Theil der Erhaltungskosten der menschlichen Arbeitskräfte, um die Kaminski aus Dalti durch den Scharfrichter Neindel statt. Kaminski Strafe in diesem Falle wie folgt zu kommentiren:„ Die gemein- Induſtrie zu entlasten. Woher der Staat das folossale Stapital fich hatte am 16. Januar seine Schwiegermutter erwürgt und den gefährliche Tyrannei der zu Streifverbänden organisirten Arbeiter gegenüber den nicht organisirten Arbeitern muß streng be- beschafft, damit giebt sich der Herr Verfasser garnicht ab; er rechnet Leichnam in einen Teich geworfen. nur mit einem unerschöpflichen Reichthum des Rackers straft werden. Angeflagter, hat einen fleißigen Arbeiter auf Kosten Staat, groß genug, un aus dieser Ueberfülle sämmtlichen der Streitkaſſe, also der Kollegenſchaft, verleiten wollen, zu Arbeitern die Leibrente zu zahlen. Durch die Leibrente, zu der dann faullenzen und als ihm das nicht gelang, habe er sich nicht ge- noch als Nebeneinkommen der Lohn kommt, ist das soziale BProblem scheut, mit dem Morde zu drohen. Er beantrage zwei Monate feiner endgiltigen Lösung entgegengeführt. Es giebt doch noch Gefängniß. Das Urtheil lautete auf einen Monat Ge- Optimiſten. Ohne viel Kopfzerbrechens ziehen sie ihren fertigen Wir wollen nicht die dem Angeflagten zur Laft gelegte Un- Weltbeglückungsplan aus der Tasche und wehe dem, der ihnen widerspricht wie z. B. meist die Sozialdemokratie. Sie hat nach Herrn geschicklichkeit beschönigen, aber dennoch glauben wir faum die Er: B. A. Hoffmann die Lösung der sozialen Frage ganz und gar am wartung aussprechen zu dürfen, daß die zu Streitverbänden orga: falichen Zipfel angefaßt. Wir empfehlen daher allen ihren Anmisirten Arbeiter" sich die Moralgrundsäße des Staatsanwalts sonderlich zu Herzen nehmen werden. Weit eher ist anzunehmen, hängern, sofort in sich zu gehen und sich zu verpflichten, die allein daß in nicht zu ferner Zeit die fittlichen Grundsäge der flaffen- feligmachenden Hoffmannstropfen einzunehmen. bewußten Arbeiterschaft Gemeingut der ganzen Bevölkerung werde fängniß. Ein Aft faum glaublicher Rohheit lag der Anflage gen Sachbeschädigung und Thierquälerei zu grunde, welche Eingelaufene Druckschriften. r. r. bon Von der Neuen Zeit( Stuttgart, Dies' Verlag) ist soeben das gestern vor der zweiten Ferien- Straftammer des Landgerichts I gegen 49. Heft des 16. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir her: den Kutscher Franz Bloch und den Arbeiter Friedr. Wittlowskivor: Immer die Alten. Republikaner und Sozialisten in Italien. Von verhandelt wurde. Der erste Angeklagte fuhr am 15. Mai das zwei- Erul. Die Krankenversicherung in Deutschland. Von Eduard Gräf. spännige Arbeitsfuhrwert seines Brinzipals. Eines der Pferde zeigte Die fibiriſchen Goldgrubenarbeiter.- Die Beherrschung der Wasserkräfte. Mein Schlußwort zur Nachfrage bei Dirnentauf". Von sich widerspenstig, als es den beladenen Wagen anziehen sollte. Der Von H. Vogel. Ernst Gystrow. Notizen: Welcher Berufsstand liefert die meisten WehrAngeklagte ließ dem Thiere Züchtigungen in übertriebener pflichtigen in Bayern? Die Kohlenindustrie in Japan und ihre Stellung Weise zukommen; als diese aber nicht fruchteten, griff er 81 zur japanischen Wettmarktsproduktion. Feuilleton: Alexander der einem Gewaltmittel. Er schlang eine Kette um den Hals des Pferdes Rattenfänger. Von Dr. Richard Garnett. Autorisirte Uebersetzung aus dem und beide Angeklagte versuchten mun, es daran vorwärts zu ziehen. Englischen. Wien, 30. August.( B. H.) Die halbamtliche Wiener Abendpost" bestätigt, daß die Ausgleichsverhandlungen abgeschlossen sind. Des weiteren fündigt das Blatt die Einberufung des öſterreichiſchen Reichsrathes an und sagt, daß, wenn die parlamentarische rechtzeitige Erledigung des Ausgleichs auf Schwierigkeiten stoßen sollte, beide Regierungen sich über die für diesen Fall einzutretenden Modalitäten geeinigt hätten: fie feien für alle Fälle gerüstet. Triest, 30. August.( B. H.) Hier wüthet feit heute früh eine heftige Böe. Der Schiffsverkehr ist stark gehemmt. Lemberg, 30/ August.(..) Der Schullehrer Kunczewicz nicht mitfahren lassen wollte, mit Säbelhieben getödtet. in loczow wurde von zwei Dragonern, die er auf seinem Wagen Goffensaf( Brenner), 30. Auguft.( B. H.) Frau Gilmozzi, Inhaberin eines Damenkonfektions Geschäfts in Meran, ist beim Edelweißpflücken von der Hühnerspite abgestürzt; sie war sofort todt. Paris, 30. August.( W. T. B.) Laut Verfügung des Staats. anwalts findet die Verhandlung gegen Picquart und Leblois am 21. September vor der achten Kammer des Zuchtpolizeigerichts statt. Peking, 30. August.( Reuter'sches Bureau.) Auf grund der Genehmigung des Beting- Hankau- Eisenbahn- Bertrages fordert England gewisse Eisenbahn- Konzessionen. Man hält es für wahr. scheinlich, daß die chinesische Regierung dies bewilligen wird. Johannesburg( Transvaal), 29. August.( Times.") Die rasche Ausbreitung der Pocken erregt hier große Besorgniß. Die Geschäfte sind sehr gedrückt. Berantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 203. 15. Fal tgat.g. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwo, 31. Auguſt 1898. Preußische Landtagswahlen. Wie in dem preußischen Bourgeoisparlament die verschiedenen Parteien und Berufe vertreten sind, zeigen übersichtlich folgende zwei Tabellen, die wir der amtlichen Statistik entnehmen. Parteistellung der 1893 gewählten Abgeordneten zum preuzischen Landtage. Regierungsbezirk Königsberg Gumbinnen Danzig Marienwerder Stadt Berlin. Potsdam Konservativ 12 9 2 3 215 13 4 Frankfurt 14 3 Stettin 11 Köslin 10 Stralsund. 3 Posen. 1 Bromberg 2 3 Breslau. 13 Liegniz 14 2 Oppeln 3 Magdeburg 6 3 6 Merseburg 5 Erfurt. Schleswig Hannover Hildesheim Lüneburg Stade Osnabrück Aurich. Münster. Minden Arusberg. Kassel. 4 Wiesbaden 1 Koblenz. 1 Düsseldorf Köln Trier Aachen Sigmaringen. 3 Der Provinzial- Parteitag für Ost- und Westpreußen erklärt stellung und Gratisabgabe geeigneter Flugschriften in agitatorischer Hinsichtlich der Betheiligung an den preußischen Landtagswahlen, Hinsicht nachdrücklicher als bisher zu unterstützen." indem er sich auf den Boden des Beschlusses des Hamburger Außerordentlich lebhaft waren die Auseinandersetzungen beim Parteitages stellt, daß von allen oft- und westpreußischen Wahl- Punkt: Presse. Von den Danziger und Elbinger Genossen freisen nur in Königsberg- Stadt- Land- Fischhausen die Verhältnisse wurde eine Vergrößerung der Volks- Tribüne" verlangt. den Parteigenossen eine wirksame und selbständige Betheiligung Das Blatt soll regelmäßig mit einer Beilage erscheinen, ferner eine ermöglichen und daß er die endgiltige Beschlußfassung über die Extrabeilage mit den stenographischen Berichten der ReichstagsFrage und die Form der Betheiligung den einzelnen Wahlkreisen verhandlungen beilegen. Von unseren Landarbeitern wurde die Noth überläßt. Doch giebt der Provinzial Parteitag seiner Ansicht wendigkeit betont, für diese Arbeiterschicht ein kleines Blatt herauszus dahin Ausdruck, daß überall die Parteigenossen, sowohl als Ur- geben, worin in möglichst leicht verständlicher Form über die wich wähler wie als Wahlmänner, nur für solche bürger- tigsten, die Landbevölkerung besonders interessirenden Verhandlungen Tiche Oppositionsparteien ihre Stimmen abgeben des Reichstages berichtet wird und die Vorwürfe und Verleumdungen dürfen, deren Kandidaten sich verpflichten, der Gegner eingehend widerlegt werden u. s. w. Besonders müsse für den Fall ihrer Wahl in den Landtag, dringliche das Blatt aber billig sein, da die schlecht bezahlten Landarbeiter Anträge auf Einführung des allgemeinen, nicht in der Lage seien, mehr als einige Pfennige für das Blatt gleichen, direkten und geheimen Wahlrechts auszugeben. Die Nothwendigkeit und Nüglichkeit eines solchen Blattes wurde der Gemeindewahlen, sowie auf Aufhebung der von den meisten Rednern anerkannt. Mit Majorität wurde die landesgesetzlichen Sonderbestimmungen gegen die Schaffung eines monatlich erscheinenden Blattes beschlossen. Trotzdem land- und forstwirthschaftlichen Arbeiter und der seitens der Leitung der„ Bolts- Tribüne" mehrmals darauf hingewiesen Gesinde Ordnung zu stellen und nachdrücklichst zu unter- worden war, daß erst für die weitere Verbreitung der„ Tribüne" gesorgt stügen, ferner auch alle Maßnahmen entschieden zu bekämpfen, werden müsse und dann an die Vergrößerung des Blattes gegangen welche geeignet sind, die bestehenden Volksrechte im Einzelstaat werden solle, wurden die Anträge auf Vergrößerung der Tribüne" weiter zu schmälern oder zu beseitigen. Der Provinzial- Parteitag angenommen. Sodann wurde ein weiterer Antrag angenommen, beauftragt mit der Durchführung dieser Beschlüsse ein Wahlkomitee, den Stuttgarter Parteitag um die zur Durchführung dieser Beschlüsse bestehend aus dem Reichstags- Abgeordneten Haase und den nothwendigen Mittel anzugehen. Vertrauensmännern von Königsberg und Danzig und berechtigt das Komitee zur Ergänzung durch geeignete Genossen. Genosse Ha a se trat dieser Resolution insoweit mit aller Ent19 schiedenheit entgegen, wie die darin von den Freisinnigen geforderten 21 Bugeständnisse über deren Programm hinausgehen. 19 13. 9 13 9 18 18 12 10 4 10 19 10 25 1| 22||||| 19|||||| 111111111112832282 211223103 10000622 118574712 BBB 237 احد 10 9 17 9 Zusammen 142 60 90 6 14 95 Atjeordneten Berufsverhältniß er preußischen Landtags= ( nach dem Eebniß der 1893er Wahl). Berufsstand Aftive Veriv.- Beamte. Konservativ Freikonserv. Nationallib. Freis. Vg. 32 23 Attive Justizbeamte. 7 Attive Offiziere Staatsb., Offiziere a.D. 1 Gemeindebeamte. 2 Professoren, Lehrer 2 Evangelische Geistliche 2 Katholische Priester Rechtsanwälte Kaufleute. 2 Privatbeamte Landwirthe. 92 23 26 Industrielle. 4 16 Aerzte. 3 Schriftsteller Rentner. 1 1 1 7 Fr. Volksp. Zentrum Polen Wilde 15 für die Wahlen zum Haufe der Abgeordneten und Nach langer, eingehender Debatte wurde die Gottschalk'sche 16 Resolution angenommen mit Ausschluß der Worte und den Gemeindewahlen". 7 19 8 Die Parteikonferenz für den Reichstags- Wahlkreis Hanau Gelnhausen- Orb 7 beschloß: 1. die Betheiligung an der Landtagswahl im Wahlkreise Hanau Stadt und Land durch Aufstellung eigener Wahlmänner. 2. Wo letzteres nicht möglich ist, werden unsere Parteigenoffen unter entschiedener Betonung unseres prinzipiellen Gegensages zu den Freifinnigen aufgefordert, für die freisinnigen Wahlmänner zu stimmen. Dasselbe soll auch im Wahlkreise Gelnhausen- Schlüchtern geschehen, da wir dort eigene Wahlmänner nicht aufstellen können." Auf der Konferenz waren 23 Orte vertreten. 3 9 .9 13 14 12 10 11 Die Parteigenossen im Reichstags- Wahlkreise MülheimWipperfürth- Gummersbach 21 nahmen am Sonntag zur Landtagswahl Stellung. Im Gegensatz 11 zu einer Parteiversammlung vor Jahresfrist, die sich im Prinzip gegen die Betheiligung ausgesprochen hatte, wurde diesmal eine 9 Resolution gegen wenige Stimmen angenommen, in der man er 2 flärt, grundsätzlich für die Betheiligung zu sein, in anbetracht dessen aber, daß der Landtags- Wahlkreis Mülheim- Wipperfürth in abseh barer Zeit dem Zentrum nicht streitig gemacht werden kann, eine links stehende bürgerliche Oppositionspartei nicht vorhanden ist, die Partei auch nicht in der Lage ist, eigene Wahlmänner aufzustellen, vorläufig von einer Betheiligung abzusehen. 433 Zusammen 1 2 62 30 53 1 5 15 4 13 1221BEL 1121 AA11111 49635 ARABORT 22 1 10 Bu'ammen 142 80 90 6 14 95 TAAB12513 17 77 9 3 " Konservativ- antisemitische Kandidaturen. Jm 3. Berliner Landtags- Wahlkreise sollen Rechtsanwalt Ulrich und der Stadtverordnete Pregel aufgestellt werden. Der Volts- Zeitung" zufolge verlautet in Bäckerkreisen, daß der Obermeister der Bäckerinnung Germania", Herr Bernard, der im ersten Berliner Reichstagswahlfreise zum Reichstage kandidirte, nun auch als konservativer Kandidat für den Landtag aufgestellt werden soll. " Parteitag für Ost- und Westpreußen. Am Sonntag und Montag wurde in Königsberg der Parteitag der Sozialdemokratie Ost- und Westpreußens abgehalten. Vertreten 9 waren 13 ostpreußische und 5 westpreußische Kreise durch 48 Dele15 girte. Mehr als die Hälfte der Delegirten waren 2andarbeiter 19 aus den verschiedensten Kreisen, darunter Litthauer sowohl von 2 der russischen Grenze und Fischer vom Kurischen Haff. 174 Eingeleitet wurden die Verhandlungen durch ein ausgezeichnetes 25 Referat des Reichstags- Abgeordneten Hugo Haase über: Die 4 gegenwärtige politische Lage. 433 Der Punkt„ preußische Landtagswahlen" wurde durch den an anderer Stelle der heutigen Nummer abgedruckten Beschluß erledigt. Nach kurzer Debatte über den Parteitag in Stuttgart wurde der Provinzial- Parteitag abends 7 Uhr geschlossen. Partei- Machrichten. Das Grab unseres großen Vorkämpfers Ferdinand Lassalle, der in Breslau die letzte Ruhe gefunden, wurde bereits am Sonntag mit schönen Kränzen geschmückt. Einer derselben war von den Brauerei Arbeitern der schlesischen Hauptstadt, der andere von den Parteigenossen Leipzigs gespendet. Die allgemeine Schmückung des Grabes erfolgt heute. Die Sozialdemokratie Berlins hielt bereits am Sonntag viel fach Gedächtnißfeiern ab, die durchweg gut besucht waren und der politischen Organisation des deutschen Proletariats, die die Lebensaufgabe Ferdinand Lassalle's war, wieder so manchen Indifferenten zugeführt haben werden. An die sozialdemokratische Franenwelt richtet Frau Wengels in Berlin und die Redaktion der„ Gleichheit" einen Aufruf zur Betheiligung am Stuttgarter Parteitage. Es heißt darin: der allgemeinen Agitation auch die Frage der Agitation unter der Der Bericht der Parteileitung giebt Gelegenheit, mit der Frage proletarischen Frauenwelt zu erörtern. Wie förderlich wird es da nicht sein, wenn die Genossinnen ihre Anregungen und Rathschläge zu dem Gegenstand dem Parteitag vorlegen und begründen. Denn wie die proletarische Frau für ihre Befreiung auf die Sozialdemokratie angewiesen ist, so bedarf umgekehrt die Sozialdemokratie der Proletarierin als zielflarer und geschulter Mitstreiterin im Selaffentampfe. Der Bericht des Parteivorstandes schließt einen Ueberblick über die so hochwichtige Wahlagitation in sich. An denselben werden aller Wahrscheinlichkeit nach weitreichende und bedeutsame Auseinandersetzungen anknüpfen über die Taktit der sozialdemokratischen Partei. Diese Auseinandersetzungen sind nicht etwa von akademischem Interesse für die Genossinnen, sondern von großer praktischer Bedeutung. Die Taktik ist von wesentlichem Einfluß auf die Entwickelung der Partei und für die erfolgreiche Führung des Klassenkampfes, welcher der Proletarierin freies Menschenthum bringt. Tief einschneidend greift die Zoll- und Handelspolitik des Reiches in die Arbeits- und Lebensbedingungen jeder Arbeiterin, jeder proletarischen Hausfrau hinein. Die diesbezüglichen Verhandlungen und Beschlüsse der Sozialdemokratie sind also von großer Wichtigkeit für die proletarische Frauenwelt. Der Parteitag bietet ferner Gelegenheit zu einer Aussprache und Verständigung zwischen den Genossinnen und Genossen, welche der Agitation unter der proletarischen Frauenwelt besondere Aufmerksamkeit zuwenden. Diese Gelegenheit sollte nicht ungenügt vorübergehen. Genossinnen, rüstet Euch also zum Parteitage. Laßt Euch angelegen fein, darauf hinzuwirken, daß auch an den Stuttgarter Berathungen der Sozialdemokratie weibliche Delegirte theilnehmen. und 6 Die Tagesordnung begann mit Referaten über den Ausfall der Bekanntlich hat der Parteitag zu Frankfurt a. M. den Ge28 Reichstagswahl in Ost- und Westpreußen. Ueber die Wahlbewegung nofsinnen das Recht eingeräumt, in öffentlichen Frauenversammlungen in Westpreußen referirte Bartel aus Danzig. Derselbe be- eigene Delegirte zu wählen. Wir empfehlen Euch, von diesem tonte, daß ziffernmäßige Erfolge für unsere Partei in Westpreußen Rechte nur dort Gebrauch zu machen, wo Ihr infolge der nicht zu verzeichnen seien. Besonders werde auffallen, daß die reaktionären Fassung und Handhabung der VereinsWas ist unter dem preußitchen Landtagswahlsystem möglich? Provinzialhauptstadt Danzig fogar etwas weniger Stimmen auf Versammlungsgesetze den allgemeinen Parteiversammlungen fernDer Verfasser des von uns in Nr. 192 abgedruckten Artikels niffen Danzigs, die eine ununterbrochene erfolgreiche Thätig ein Zusammengehen mit den Genossen bei den Delegirtengebracht habe. Es sei das neben den inneren Parteiverhält bleiben müßt oder dort, wo besondere lokale Umstände um das Genossen nicht aus fleinlichen Erwägungen die Genofsimen betreffs schreibt uns: Mein Artikel ist von einen Mitarbeiter der Sächs. Arbeiter unanständige Agitation der sechs Parteien, die feit verhinderten, auf die auf die außerordentlich rührige, dabei wahlen absolut unmöglich machen. Wir sind überzeugt, daß die Zeitung" merkwürdigerwese dahin mißverstanden worden, auf jede selbständige sozialdemokratische Landtags agitation ver- Mandat tämpften, zurückzuführen. Den auf der Danziger Werft der Wahl einer Delegirtin auf die besonderen Frauenversammlungen zichtet werden solle! Der Artikel in Nr. 192 beschäftigte sich in beschäftigten Arbeitern wurde durch die bekannten Tagesbefehle des verweisen. Wo keine zwingenden Gründe für solche Versammlungen keiner Weise mit der Art de Agitation, sondern lediglich mit der Herrn v. Wietersheim verboten, sozialdemokratisch zu wählen. vorliegen, ist es jedenfalls vorzuziehen, die Wahl von Genossinnen Art der Stimma bgabe. Das sind zivei recht verschiedene Dinge Stimmenzuwachs habe nur das Zentrum gehabt, das durch die gleichberechtigter Kämpferinnen unter Kämpfern in den allund der Einsender in der Sächs. Arb.- 3tg." hätte den Unterschied Schaffung von Berufsorganisationen die Arbeiter zu feffeln wußte. gemeinen Parteiversammlungen in Vorschlag zu bringen. Besondere bei einiger Aufmerksamkeit wohl auch herausfühlen können. Wenn mit so brutalen Gewaltmitteln, wie in Ostpreußen gearbeitet worden, Parteitag sollten nur nach vorausgegangener Verständigung mit den er also in tiefstem Unmuth dn Satz zitirt:„ unser einziges Ziel sei, dafür habe man von kleineren, weniger geräuschvollen Mitteln um Genossen einberufen werden. So nachdrücklich wir die Wahl der weiteren reaktionären Schader zu verhüten", so heißt das selbst so nachdrücklicher Gebrauch gemacht. In einigen Wahlkreisen seien weiblichen Delegirten durch Genofsinnen und Genossen zusammen verständlich nag bem ganzen Zusammenhange: unser einziges Biel trotzdem, allerdings nur geringe Fortschritte gemacht worden. Er befürworten, so entschieden empfehlen wir aber auch den Genoffinnen, für etwaiges Wetstimmen. Später war das sogar ausdrücklich betont: heblich gehindert wurde die Agitation durch den Umstand, daß die dort, wo die gemeinsame Wahl undurchführbar ist, für die Ent Wir treten nur eventuell für diese Opposition ein, wo Bevölkerung zu einem bedeutenden Theile polnisch ist. fie weitere Ridschritte zu verhindern geeignet erscheint. sendung einer Delegirtin durch eine Frauenversammlung ein Hier herauszulesen, daß der Verfasser des„ Vorwärts"- Artikels die außerordentlichen Schwierigkeiten der Agitation und die außer In der Diskussion schilderten besonders die Landarbeiter zutreten." etwa die ganze Wahlbewegum, fich als Reklameversammlungen für ordentlichen Bedrückungen und Verfolgungen von seiten der Guts- münde wurde am Sonntag in Freienwalde a. D. abgehalten, Die Parteikonferenz für den Wahlkreis Prenzlau- Angerfreifinnige Boltit vorstelle, ist wirklich ein Kunststück flüchtigen Lesen oder in der Gedankenlosigkeit." befizer. Die westpreußischen Delegirten konnten mittheilen, daß die da uns in dem Kreise selbst kein Lokal zur Verfügung steht. VerLandleute auch in ihrer Provinz unseren Flugblattverbreitern jegt treten waren die Ortschaften Straßburg, Schwedt, Angermünde, viel freundlicher entgegentamen als früher. leber mehrere Prenzlau, Oderberg durch zusammen 15 Delegirfe. Außerdem waren: ostpreußischen Kreise wurde mitgetheilt, daß kein Dorf mehr vorhanden sei, wo die Sozialdemokratie nicht Eingang gefunden habe. Parteivorstand solle die Mittel für einen ständigen Agitator in WestVon den Elbinger Genossen wurde der Antrag gestellt: Der preußen mit dem Sitz in Elbing bewilligen. im Die Reiskonferenz für Prenzlau- Angermünde präzisirte ihre Stellung zur Lindtagswahl wie folgt:„ Die Kreistonferenz erachtt es für unmiglich, zur Beit genügende Wahlmänner und Mittel für die Wahlagita ion zu finden und verzichtet daher für dieses zahr darauf sich allgemein an den Landtagswahlen zu beheiligen. Die Konferenz überläßt es indessen ben einzelnen Orten wenn sie Wahlmänner finden, sich an den Wahlen zu betheiligen." " für Westpreußen stellen. Danzig beantragte, der Parteivorstand solle öfter Referenten Der Elbinger Antrag wurde damit begründet, daß in Elbing gegenwärtig fein Mann vorhanden sei, der sich der Agitation auch mur einige Tage widmen könne. anwesend: der Kreis- Vertrauensmann Rob. Günterberg, ferner Redakteur Huth aus Brandenburg als Vertreter der Presse, Thierbach, Agitationskommission. Vor Eintritt in die Tagesordnung erhoben sich die der Kandidat des Kreises, und Paul Hennig als Vertreter der Anwesenden zum Gedächtniß des Todestages Ferd. Lassalle's von den Sigen. Dann gab der Kreis- Vertrauensmann seinen Rechenschaftsbericht, für den ihm Entlastung ertheilt wurde. Die Einnahmen, De Genoffen Ost- und Westpreußens betrugen 1144,49 M., die Ausgaben 1136,90 M. Es folgten die Berichte der einzelnen Vertrauensleute. besprachen auf ihrem Barteitage eingehend die Frage der Be Aus denselben ist hervorzuheben, theiligung an den Landtagswahlen. daß Schwedt am günstigsten abschloß. Hier wurden die meisten: Noste erklärte es für Nach längerer Debatte wurde der Antrag der Elbinger Genoffen Gelder aufgebracht, so daß jetzt, furz nach der Wahl, die bei derselben selbstverständlich daß strikte an dem Beschluß des Hamburger Partei- zurückgezogen, der der Danziger angenommen. tages festzuhalten sei. In der Landkreisen, wo wir nur verhältniß in Schwedt und Umgegend gemachten Schulden fast beglichen sind. Betont wurde von allen Rednern, daß nun, nachdem Auch hat hier die Arbeiterpresse die größte Verbreitung. mäßig wenige Stimmen erhalten haben, sei die Betheiligung aller die Bevölkerung durch die Wahl aufgerüttelt sei, für die Beim Punkt„ Reichstagswahlen" brachte der Kreis- Vertrauensmann dings nicht möcich, wohl aber in Königsberg, möglicherweise auch weitere Belehrung gesorgt werden müsse. in Danzig. 8 erwägen sei besonders, wie sich die Genossen merksamkeit müsse aber der Agitation in den Kreisen ge- vativen Stimmzetteln abweichende Beschaffenheit unserer Stimma Besondere Auf- verschiedene Mängel zur Sprache, unter anderen die von den konsera. der Kreise zu verhalten haben, in denen die Litthauer widmet werden, in die wir Kandiaten bisher nicht hineingelangen zettel. Trotz dieses für die Verhältnisse des Kreises schwerwiegenden aufge elt haben. Genosse Gottschalt konnten, weil uns die nöthigen Mittel fehlten. Die bedeutenden Mangels hat unsere Partei einen Stimmenzuwachs von über 400 als Rorreferen trat, trom er Gegner der Wahlbetheiligung Summen, welche für die Agitation nothwenoig feien, könnten unmöglich zu verzeichnen gehabt. Der Vertreter der Agitationskommission bes ist, für Respetirung des Hamburger Beschlusses ein. Mit von den wenigen Städten aufgebracht werden. Ausnahme vor Königsberg halte er aber in allen Kreisen Mitteln sei es zuzuschreiben, wenn bei der letzten Wahl nicht wesentlich hätte in mehreren Sachen mehr Sparsamkeit walten sollen; 1 FlugDem Mangel an zeichnete die durch die Wahl entstandenen Kosten als zu hoch; es die Betheiligung durch Aufste mg eigener Wahlmänner für unmög- größere Erfolge erreicht wurden. Es wurde folgende Resolution blatt hätte weniger erscheinen können. Von sämmtlichen Delegirten lich. Nach eine außerorder, ich scharfen Kritik der Freisinnigen angenommen:" Der Parteivorstand wird dringend ersucht, die wurde dem jedoch entgegengehalten, daß nur unbedingt nöthige schlug er folgene Resolution or: Provinzen Ost- und Westpreußen durch Geldmittel, sowie durch Fertig- Kosten gemacht worden seien. Wegen der im Kreise voreigene M. und 1 men: 1 Quadrat gekommenen Inregelmäßigkeiten soll gegen die Wahl Protest- Das Landgericht in Magdeburg sprach den verantwort foftet. Dieser Preis setzt sich folga eingelegt werden. Mittheilungen über derartige Vorkommnisse lichen Redakteur der„ Volksstimme", Genossen Müller, von meter Beton im Mischungsvi jäitno von 1 Kubikmeter reinen nimünt Genosse Brüsch in Straßburg entgegen. Neber die der Anklage der Beleidigung des Amtsanwalts Pohl in Beuthen frei. scharfen Flußfieses auf 1 Tonne rtlandzement, 20 Centimeter Landtagswahlen referirte Huth und als Korreferent-Wegen Verübung groben Unfugs war dem Erfurter start 3,30 M., 1 Quadratmeter 3 tominterbetung profilmäßig Thierbach.( Den Beschluß der Konferenz siehe unter der Rubrik Partei- Vertrauensmann Hermann Pappe ein Strafmandat von abzugleichen 1,20 Quadratmeter Holzpflaster Preußische Landtagswahlen".) Zur Provinzialfonferenz wurden einer Woche Haft zudiktirt worden, weil er am 7. Mai eine öffent- fertig zu verlegen, einschließlich eller Materialien 12,50 2. Rob. Günterberg aus Schwedt, Brüsch aus Straßburg und liche Wählerversammlung, wo Genosse Pfannkuch aus Berlin In Berlin sind zur Zeit erst 22 000 Quadratmeter Holzpflaster ausKüne de aus Oderberg delegirt. Der bisherige Kreis- Vertrauens- referirte, mit dreimaligem Hoch auf die internationale, revolutionäre geführt. Die ausführende Firma muß das Holzpflaster drei Jahre mann Rob. Günterberg wurde einstimmig wiedergewählt. Sozialdemokratie geschlossen hatte. Das Schöffengericht bestätigte lang unentgeltlich unterhalten und zwe, so, daß es sich in einem Von der Beschickung des Stuttgarter Parteitages nahm die Konferenz das Strafmandat und die Berufung gegen dieses Urtheil wurde von guten, fahrbaren Zustande befindet. Die nöthigen Ausbeſſerungen: des Kostenpunktes wegen Abstand, doch soll ein Delegirter mit der der Straffammer verworfen. In der Urtheilsbegründung hieß es, hat der Unternehmer möglichst in de Nacht ausführen zu lassen. Vertretung des Kreises beauftragt werden. Sodann wurde die die große Masse des Publikums fasse die Worte„ international, Für die Holzklöße ist bis jetzt ausschli Blich schwedisches Kiefernholz Konferenz mit einem brausenden Hoch auf die Sozialdemokratie ge- revolutionär" dahin auf, daß die staatliche Ordnung im Interesse vorgeschrieben. Die Klöße und die Fugenlücken müssen mit reinent, einer Partei, der Sozialdemokratie, umgestürzt" werden solle. Das von jeglichem Theerzusatz freien erosot imprägnirt sein. och habe also einer Verherrlichung dieses Zweckes gegolten, daher Vorzüge dieses Holzpflasters gegenüber dem Asphalt bestehen darin, hätten sich die Andersdenkenden belästigt fühlen müssen. daß es noch geräuschloser als dieses ist indem das Aufschlagen der Redakteur Emil Nitsche von der Sächsischen Pferdehufe, welches beim Asphalt irmer noch viel Lärm verArbeiter- Zeitung" hat am 29. August eine sechswöchige Ge- ursacht, fortfällt, und daß es noch bei außerordentlich großen fängnißstrafe angetreten, die ihm wegen verschiedener Preßprozesse Steigungen verwendet werden kann. auferlegt ist. schlossen. Im 11. badischen Wahlkreise Mannheim wird auf Beschluß Der letzten Kreisfonferenz die Wahl der Delegirten zum Stuttgarter Parteitage durch Urabstimmung aller Parteiorte vorgenommen. Die Abstimmung erfolgt in Verfammlungen. Die Konferenz hat 6 Kandidaten vorgeschlagen. Die Volksstimme" schreibt hierüber:„ Man wird zugeben müssen, daß dieser Wahlmodus vom demokratischen Standpunkte aus nicht nur einwvandsfrei ist, sondern auch, wenn richtig durchgeführt, geradezu ideal ist. Allein eben an dieser Voraussetzung, daß die Abstimmung unter allgemeiner Betheiligung erfolgt, hängt die Sache. Wird diese Bedingung nicht erfüllt, so liegt Gefahr vor, daß gerade die Urabstimmung ein Resultat ergiebt, welches ein Berrbild des Gesammtwillens der Parteigenossen im Wahlkreis ist. Eine schwache oder ungleichmäßige Wahlbetheiligung würde beispielsweise nicht gerade einladend sein, das Experiment denn um ein solches handelt es sich zu wiederholen. Soll also wirklich der Versuch gelingen, durch Urabstimmung dem Willen der Parteigenossen in Wahlkreise einen genauen Ausdruck zu geben, so ist unbedingtes Erforderniß, daß die Wahlbetheiligung eine allgemeine und intensive werde." D " Tokales. Die und ohl nach und nach die von Die Errichtung von Sonderlaffen für minderbegabte Schulkinder ist bekanntlich von den stidtischen Behörden beschlossen worden. Die Neuerung wird mit Beginn des nächsten Halbjahres durchgeführt werden. Neuerdings für die Mitwirkung von Zum Gedächtniß von Ferdinand Laffalle findet heute Abend Aerzten bei der Entscheidung darüber, welche Schulkinder den 81/2 Uhr in Sanssouci, Rottbuserstr. 4a, eine vom 4. Reichstags- Sonderklassen zuzuweisen sind, gesorgt norden. Der„ Mediz. Reform" Wahlkreise veranstaltete Volksversammlung statt, in der zufolge sind vom Magistrat die folgenden zehn Aerzte: Dr. Bertram, Genosse zubeil einen der Bedeutung des Tages entsprechenden Dr. Cassel, Sanitätsrath Dr. Ehrenhaus, Dr. Hanser, Dr. Kron, Vortrag, halten wird. Ein reger Besuch wird dieser Versammlung Dr. Meyer, Dr. Müller, Dr. D. munter, Dr. Schwechten und sicher sein. Sanitätsrath Dr. Thayßen mit den einschlägigen Untersuchungen betraut worden. Je einer von ihnen ist enem der zehn Schulinspektoren Die Belöftigung der städtischen Waisenkinder. Die städtische beigegeben. Die Betheiligung der serzte bei der Auswahl der Deputation für die Krankenhäuser und für die öffentliche Gesundheits- Schultinder für die Sonderklassen ist nithwendig, weil der Erfahrung pflege hat, wie schon mitgetheilt, dem Magistrat die Annahme des nach die verminderte Begabung häufic in körperlichen Leiden, ins, Vermächtnisses des Professors Baron( 470 000 Mart zur Errichtung besondere folchen des Zentralnervensysims, ihre Ursache hat. Dazu Der Parteigenoffe Eduard Bernstein sendet uns folgende empfehlen zu dürfen geglaubt, weil die vegetarische Ernährung Thätigkeit. eines vegetarischen Kinderheims) unter anderem deshalb nicht kommen oft nicht leicht erkennbare Asveichungen in der psychischen Bei der Auswahl der serzte ist darauf Bedacht ge= Erklärung. für das ganze Kindesalter gefordert wird und Waisenkinder zum nommen worden, daß unter den ärztlin Sachkundigen insbesondere In ihrer Antwort auf die sie betreffende Notiz im Vorwärts" Gegenstand des Versuches gemacht werden sollen. Die gegenwärtige Kinderärzte und Nervenärzte find. einer Berathung der Schulvom 25. August bemerkt die Sächsische Arbeiter- Zeitung", bezw. Beköstigung der städtischen Waisenfinder weicht allerdings weit inspektoren und der Aerzte unter de Leitung des Stadtschulraths die deren Leitartikel schreibende Persönlichkeit u. a., fie habe in von der vegetarischen Kost ab und läßt erkennen, daß man in der Dr. Bertram wurden die Grundzüge für en Gang der Untersuchungen ihrem Artikel„ Die Tagesordnung des Parteitags" Aeußerungen von städtischen Verwaltung die Fleischtoft auch für Kinder als unentbehr- vereinbart. Die Untersuchungen were in den Schulgebäuden in mir„ wörtlich" angeführt und die Quinteſſenz meiner Theorien reinlich ansieht. Nach der für das Waisendepot, das Waisenhaus, das Beisein des zuständigen Schulinspektors usgeführt. Für die einheitfachlich" gezogen. Da ich voraussetzen muß, daß auf dem bevor- Erziehungshaus u. f. w. giltigen Speise- Ordnung sollen gesunde liche Aufnahme des Befundes ist ein emular feſtgeſtellt worden. stehenden Parteitage der deutschen Sozialdemokratie diese Dinge in Kinder pro Kopf und Tag durchschnittlich 195 Gramm Fleischkost und von ärztlicher Seite wurde in der Beratung darauf gedrungen, daß der vom Leitartikelschreiber der Sächs. Arb.- 3tg." beliebten Lesart 975 Gramm Pflanzenkost erhalten. Speziell das Mittagessen besteht zu der entscheidenden Untersuchung auch die Eltern oder die Erzieher werden vorgebracht werden, sehe ich mich, der ich dem Partei- an den Wochentagen dreimal aus Gemüse ohne Fleisch und dreimal des zu untersuchenden Kindes in die Schule beschieden werden sollten. tage nicht werde beiwohnen können, hier zu der Erklärung aus Gemüse mit Fleiſch( 120 Gramm Hammel- oder Nindfleisch oder Es würde darauf ankommen, von ihnen nöthigenfalls auskunft über genöthigt, daß was die" Sächsische Arbeiter- Zeitung" wört 100 Gramm Schweinefleisch pro Kopf). An Sonn- und Festtagen die früheren Erkrankungen des Kindes sein Verhalten im Hause liche Anführung meiner Aeußerungen nennt, nichts fälschliche Anwendung aus dem Zusammenhang geriffener Säge aus oder 120 Granum Schweinefleisch.) An den ersten Weihnachts-, Oster- sollen bis zum 8. September beendigt fin. Ueber die Erfahrungen als giebt es stets Fleisch( 150 Gramm Hammel-, Kalb- oder Rindfleisch u. a. m. zu erhalten. Die Untersuchung für das Winterhalbjahr meinen Aufsätzen ist, und daß, was sie die sachliche Quinteſſenz und Pfingstfeiertagen und am Geburtstag des Kaisers bekommen die dabei findet nach ihrem Abschluß eine witere Besprechung der Schulmeiner Theorien nenut, thatsächlich Zerrbilder der von mir ent- Kinder sogar 230 Gramm Schweinefleisch und am„ Milchfest" männer und Aerzte statt. wickelten Ansichten sind. 230 Gramm Kalbfleisch zu Mittag. Zu Abend giebt es Butterbrot Die Entwickelung des öffentlichen Fuhrwesens in Berlin Ich will dies an zwei Beispielen erhärten: 1. Als mir seinerzeit die" Sächsische Arbeiter- Zeitung", um die Brot mit 60 Gramm Wurst oder Speck oder Kartoffeln mit einem fünfzehn Jahre später bereits 2080 Drosaken und bis zum Jahre 1872 mit 30-40 Gramm Wurst( am ,, Milchfest" 70 Gramm) oder trockenes ergiebt sich aus folgenden Daten: 1850 hate Berlin 1000 Drojchten, Sinfälligkeit meiner Ansichten über die Zusammenbruchstheorie zu halben Hering oder Butterbrot ohne Belag oder Suppe. Wenn es stieg ihre Bahl auf 3500. Die Drosalen erster Klasse, die 1868 beweisen, Zahlen aus der Berufsstatistik fiber das Massenverhältniß mittags Fleisch gab, giebt es abends in der Regel Suppe oder eingeführt wurden, waren nach einem Zeitraum von 25 Jahren von Unternehmern und Arbeitern in Industrie und Handel entgegen bloßes Butterbrot, wenn es mittags kein Fleisch gab, giebt es abends in 3500 Exemplaren vertreten. Nad n seit dem Jahre 1872 die hielt, antwortete ich ihr in der Neuen Zeit", nicht auf dieses Wurst, Speck u. f. w. Auch die 4-6 Jahre alten Kinder werden Gepäcdroschken zu den öffentlichen ehrsmitteln hinzugekommen Bahlenverhältniß komme es an, sondern darauf, wie entbehrlich die ähnlich ernährt: Mittags unter anderem 100-120 Gramm Fleisch waren, brachte das Jahr 1892 diinführung der Tarameter= fapitalistischen Unternehmer die Carlyle'schen„ Hauptleute der( an Sonn- und Festtagen 120-150 Gramm) und 3/10 Liter Fleisch- Droschten, von denen es schon nacrei Jahren etwa 2600 Stück Industrie" heute schon seien. Zu dieser Ansicht stehe ich selbst- brühe, abends 20 Gramm Wurst( an Sonn- und Festtagen 30 bis gab. Im Jahre 1897 waren im gan 7700 Droschten vorhanden. verständlich noch heute, und keine der Höhnischen Redensarten der 40 Gramm) zum Butterbrot oder 40 Gramm Wurst beziehungsweise von diesen sind 5300 Droschten 1. Klaf und der Rest solche 2. Klaffe, Sächsischen Arbeiter Beitung" wird mich davon abgehen machen, Spec zu trockenem Brot, falls es nicht Suppe u. 1. w. giebt. Darunter aber nur 8 Tarameter- Drojet. Dagegen sind zur Zeit Die Frage, wie weit eine Industrie dem Privatbetrieb entwachsen Außerdem tann der Arzt noch besondere Zulagen von von den Droschken 1. Klasse über 450 Tarameter- Droschken. Von ist, ist für mich noch nicht durch das Zahlenverhältniß von Unter- Fleisch u. s. w. verordnen. Ohne uns in den Streit, ob Fleischkost allen diesen Droschken wurden im Jahi. 1895 genau 538 789 Fahrten nehmer und Arbeiter entschieden; für die sozialistische Vergesellschaftung zuträglich oder nicht zuträglich ist, einmischen zu wollen, möchten von und zu den Bahnhöfen gemacht. Auch der eigentlich schon kommen da noch eine Reihe anderer Faktoren in betracht, wie das übrigens wir angesichts dieser Speise- Ordnung fragen, ob die Waisenver- etwas antiquirte Omnibus- Verkehr hat in der letzten Zeit einen in sozialistischen Programmschriften wiederholt anerkannt worden ist. waltung erwartet oder gar verlangt, daß auch die in Familienpflege beträchtlichen Aufschwung genommen. Die Omnibus- Gesellschaft Aus dieser Betomung einer von ihr ignorirten Frage nimmt die gegebenen städtischen Waisenkinder ebenso ernährt werden. Bei dem haben die Einrichtung der Wagen ve beffert, die Fahrpreise ver" Sächsische Arbeiter- Zeitung" das Recht her, mich sagen zu lassen, geringen Softgeld, das für diese Kinder gezahlt wird( z. B. für billigt und die Fahrgeschwindigkeit auf 150 bis 155 Meter die kapitalistischen Unternehmer, d. H. alle insgesammt, seien noch 6-14jährige Knaben 12 M., für 6-15jährige Mädchen 9 M. pro in der Minute erhöht. Die Einst humg von Nachtomnibussen, unentbehrlich. Man wird mir zustimmen, wenn ich das Verzerrung Monat), ist es völlig unmöglich, so viel Fleischloft zu geben. Und noch die theilweise Einführung des Zehnpfennig- Tarifes meiner Aussprüche nenne. eine andere Betrachtung drängt sich uns hierbei auf. Die Stadt Berlin die neuesten Bestrebungen der Omnibus- Reform- Gesellschaft 2. Ich habe, als der vorjährige große englische Maschinenbauer- pflegt, wie die meisten Kommunen, in der Armenpflege( von der die bilden die Neuerungen in diesem Ver rsmittel. Da in den letzten tampf vorüber war, im Vorwärts" dargelegt, daß für mich der Waisenpflege einen Theil bildet) nicht über das Nothwendigste Tagen die Versuche mit den„ elektr hen" Omnibussen gut ausSieg der Arbeiter von dem Augenblick an zweifelhaft war, als ich hinauszugehen und sich auf das Existenzminimum zu beschränken. gefallen sein sollen, so werden diese sah, daß die progressive Forderung der Verkürzung der Arbeitszeit Auch die Betöftigung der Waisenkinder gilt der Armenverwaltung Pferden gezogenen Wagen verdrängen er Pferdebahnverkehr mit Forderungen betreffs der Arbeit an Maschinen verkuppelt worden vermuthlich als Eristenzminimum. Und doch geht sie, wie jede Berlins datirt vom Jahre 1865 u wurde von der„ Berliner war, die unter heutigen Verhältnissen als Prohibirung technischer Arbeiterfrau bestätigen wird, noch weit über das hinaus, was viele Pferdebahn- Gesellschaft" mit der etrecke Berlin- KupfergrabenVervollkommnungen wirken mußten und außerdem sehr unbillig gegen tausende von Proletarierkindern den Tag über als Soft erhalten Charlottenburg( als erste Pferdebahn Deutschlands eröffnet. Im die nicht regelrecht ausgebildeten Maschinenbau- Arbeiter waren. Viel können. Daraus folgt natürlich nicht, daß es die Waisenkinder zu Jahre 1873, als die Große Berliner sferdebahn mit dem Bau von schärfer als ich, der ich meine Stritit in die mildesten Worte kleidete, gut haben, sondern daß die Ernährung zahlreicher Proletarierkinder Pferdebahnlinien begann, wurde von dieser als erste Strecke die haben sich englische Sozialisten und Arbeiter über den„ reaktionären" unzureichend ist, da sie selbst hinter dem noch zurückbleibt, was für Pferdebahn Rosenthaler Thor- Gesundbunnen in Betrieb gesetzt, und Charakter der betreffenden Forderungen geäußert. Noch lezzthin hat die Waisenkinder als Existenzminimum angesehen wird. es folgte noch in demselben Jahre de Eröffnung eines Theils der mir ein sozialistischer englischer Arbeiter, ein Mann, der die besondere Achtung von Fr. Engels genoß und der in einem Maschinenbauer- Die Versuche mit dem neuen Müllschmelzofen in der heutigen Ringbahn( Potsdamer Thor- sallesches Thor). Die Länge Pferdeb ahnnetzes stieg von den 46,6 Slometern distrikt ein Wahlamt bekleidet, erklärt, er habe für diesen reaktionären Gitschinerstraße. Die Erfinder des Müllschmelz- Verfahrens, InJahres 1865 auf 212,5 kilometer des Jahres 1884, Kampf nicht einen Benny hergeben mögen, und George genieur Karl Wegener, hat in Gemeinschaft mit dem Ingenieur fie betrug 1896 über 345 Kilomeer. Die meisten PferdeBarnes, der Generalsekretär der Gewerkschaft der Maschinenbauer, J. Herber und dem Direktor der Wirthschafts- Genossenschaft Berliner hat vor einigen Monaten, als es sich um seine Wiederwahl handelte, Grundbesitzer, Ahnhudt, auf dem Grundstück Gitschinerstr. 14 in bahn Wagen( 244) fahren in der Stunde in alen Richtungen über den Potsdamer Plaß, inn folgen die Kreuzung der in seinem Rundschreiben sich rückhaltlos für schuldig Berlin einen Probe- Ofen bauen lassen, um ausgedehnte Versuche, Charlotten mit der Leipzigerstraße ind der Mühlendamm mit je erklärt," Sie betreffenden Forderungen nur lässig vertreten zu namentlich hinsichtlich der Kosten des Verfahrens anzustellen. Der 205 Wagen. Ueber den Spittelmarkt fahren stündlich 172 und am haben, da sie verkehrt seien.( Auch Tom Mann hat sich, wenn ich Verbrennungsofen ist mit Kohlenstaub- Feuerung versehen. Der ge Rathhaus in der Spandauerstraße 59 Pferdebajnwagen. nicht irre, in seinem Artifel über den Streit, der in den Sozialisti- neigte Beschidungsschacht ist derartig in den Müllofen eingebaut, daß sämmtlichen 55 Pferdebahnlinien wilden im Jahre 1895 rund schen Monatsheften" abgedruckt ist, ähnlich über diesen Punkt aus die Fenergase zunächst die eine Wandung des Schachtes gesprochen.) Ein gleiches Urtheil haben die Webb's gefällt, deren bespülen und darauf an der anderen Wandnng zurückgeführt werden. 164 Millionen Fahrgäste befördert, von denen auf die 40 Linien der Aeußerungen über den Streit die Sächsische Arbeiter- Zeitung", unter Gs tommt somit der eingeschüttete Kohlenstaub stets mit vor- Großen Berliner Pferdebahn 189 Minonen entfielen Fortlassung gerade dieses Punttes, f. 8. gegen mich gewärmter, start erhitzter Luft in den Verbrennungsraum, in welchen Wenn die Polizei sich mit ser Kunst befaßt. Selsame auszuschlachten suchte. Aber gleichviel, ob ich mit meinem Urtheil auch das Müll direkt von oben eingeschüttet wird, zusammen und Striche hat die polizeiliche Zensur in jer Novität, die das Deutsche allein stehe oder nicht, so ist es flar, daß für die Beurtheilung der mischt sich mit diesem aufs imnigste. Die etwa 200 Kilogramm Theater morgen bringt, in Björnson's, Iohanna" gefordert ind Aussichten dieses Gewerkschaftskampfes die gegebenen haltenden Mülltkästen werden dabei in einen Fülltrichter in Pausen trotz lebhafter Reklamationen aufredt erhalten. Wir sind in der Verhältnisse der Industrie und nicht die von den englischen von etwa fünf bis sechs Minuten durch eine Rippvorrichtung entleert, Lage, einige der gestrichenen Stellen her mitzutheilen: Johanna und Maschinenbauern gar nicht gewollte Expropriation der Maschinenbau- so daß täglich innerhalb 24 Stunden über 28 000 Kilogramm Müll ihr Bräutigam haben einen Streit, Jolanna sucht ihn zu begütigen, bemerkt der Das Schmelzprodukt ist, je nach der Hize, da Unternehmer in betracht zu ziehen waren. Weil ich mun das gethan geschmolzen werden. Onkel in Anspelung auf ein und gezeigt habe, warum nach Lage der Verhältnisse die Maschinen- die etwa 1400 bis 1600 Grad Belfius beträgt, eine glänzend Märchen:„ Jetzt muß die Prinzesin das Ungeheuer Taufen"; etwas Ob spröde Schlacke bauer nicht fiegen fonnten ,. unterstellt mir die Sächsische Arbeiter- schwarze, grauschwarzer, dieser Satz darf in Berlin nicht gesprochen werden! dichter und harter verboten das Lied Beitung", ich hätte die Maschinenbauer für Reaktionäre erklärt, weil jehr sehr großer auch vom Floh im" Faust" fünftig Ein zweires, noch fie sich erfrecht" hätten, dem Beharren der Fabrikanten, neue Härte. Der Abstich der geschmolzenen, zähfließenden Masse wird werden soll, darüber hat noch nichts verlautet. Maschinen zum Lohndruck zu benutzen, sich mit aller Straft ent- etwa alle sechs Stunden, also vier Mal des Tages, hochofenartig frasseres Beispiel bietet die folgende, gleichsfalls getrichene Stelle: gegenzustellen. Es wird mir schwer zu glauben, daß mur Sach- vorgenommen, wobei die Schlacke in eine vor der Abstichthür an-, Astrid Pihl( plöglich): Nein, Beit sagte heute: laß uns an in der heorie; aber! ommst Du mir unkenntniß die Persönlichkeit, welche die betreffenden Artikel schrieb, gebrachte, tiefe längliche Mulde fließt und sich dabei zu einem Block der freien Liebe festhalten zu solcher Auslegung meiner Aeußerungen veranlassen konnte. Aber verdichtet, der hinterher nachdem er erfaltet ist, in Stücke geschlagen mit der Praxis, dann gnade Dir Got Was sagen Sie denn zur ob aus Irrthum oder böswillig, jedenfalls hat sie meine An- wird. Bei der Ausführung im großen soll die Schmelzmasse kontinuirlich freien Liebe? Onkel Sylow; Jd sage: von ener gebundenen ich abfließen, wobei man sie gleich in Ziegel- oder Pflastersteinformen habe fichten gefälscht wiedergegeben. hören!" Der Zenor hat hier fann, Damit denke ich die Art, wie in der Sächsischen Arbeiter laufen lassen da das Material als Pflastersteine für scheinbar gar nicht bemerkt, daß dieser unschuldge theoretische der freien Liebe, ser fie in der Praris Zeitung" meine Ansichten dargestellt werden, zur genüge gefenn Straßen und Chausseen oder zu Bauzwecken anscheinend eine Anhänger eigentlich recht gute Verwendung finden dürfte. Außerdem hat sich schon jetzt verpönt, zeichnet zu haben. das lächelnde Wohlgefalle: einer eng Baden( Schweiz), den 27. August 1898. eine Glasfabrit zu dauernder Abnahme bedeutender Quantitäten herzigen Polizei erregen müßte. gach diesen Lorgängen fann Ed. Bernstein. dieser Schlacken erboten, da dieselben als Zusagmittel für Glasflüsse ein dritter Strich, der einstweilen die erbauliche Blüthenlese abausgezeichnete Eigenschaften aufweisen sollen. Eine dritte Verwendungs- schließen mag, kaum noch verwundern: es ist ja auh nichts lleberPolizeiliches, Gerichtliches 2c. art, die ebenfalls großen Absatz verheißt, ist die der Schlackensteine natürliches dabei, wie Jette Persen pagte, als sie's Kind kriegte". Aus Oberschlesien wird uns geschrieben: Gegen den in gemahlenem Zustande als Schmirgel- und Polirmaterial; dem Die nicht ganz unbekannte Thatsache des Kinderkrigens muß hier „ fittenpolizeilichen Gründer" verschwiegen Parteigenoffen Dylong in Königshütte schwebt schon wieder ein die Härte der Steine erweist nach den vorgenommenen Versuchen die selbstverständlich aus Ein Geist der Bevormundund spricht aus iesen Verboten, Strafverfahren. Er soll sich nämlich der Beleidigung eines Polizei- Bahl 9 der Härtestala. Den hauptsächlichsten Gewinn jedoch ver- bleiben. fergeanten dadurch schuldig gemacht haben, daß er, als ihn dieser spricht man fich aus der Nuzbarmachung der mit sehr hoher Tem- der allgemeines Befremden erregen wird und sicher noch zu weiteren Beamte wieder einmal fiftirte, geäußert haben soll: Sie haben peratur entweichenden Feuergase. Diese will man zunächst in Auseinandersetzungen über die Grenzen des polieilichen Ueber tein Recht dazu." Wie man sieht, sind oberschlesische Polizeibeamten Dampffesseln sammeln und dann ihre große Wärme in elektrische wachungsrechts in künstlerischen Kreisen Anlaß geben muß. sehr empfindlich. In Gleiwit wollte sogar ein Polizeibeamter einen Zu dem Zweck, die Anlage von Müllschmelzöfen in größeren Städten Energie umjeßen, die man zu Kraft- oder Lichtanlagen abgeben kann. Genossen wegen Beleidigung anzeigen, weil dieser ihn" Polizist"| Deutschlands und des Auslandes zu übernehmen, hat sich eine GeIn Gleiwiß finden in dieser Woche schon wieder zwei ſellſchaft mit beschränkter Haftung gebildet. Sozialistenprozesse ftatt, der eine gegen Dr. Winter, Kosten des Berliner Holzpflasters. Nachdem es der Berliner zu haben. Es ist bekanntlich angeret worden, dn Pfandleihern der des groben unfugs 2c. angeklagt ist, vor dem Schöffen- Firma H. Freese gelungen ist, seit Jahren ein Holzpflaster herzu- die Verpflichtung aufzulegen, bo den Eintagungen, die gericht, der andere gegen Legien, der sich wegen angeblicher stellen, das allen Anforderungen, die zur Zeit an ein gutes Pflaster fie in ihren Büchern zu machen haben, eine Abschrift der Beleidigung durch die Presse vor der Straftammer zu gestellt werden können, genügt, schließt die Stadt mit dieser Firma Polizei zu übergeben. Anscheinend si len sogar mehere Abschriften verantworten hat. Berträge, nach welchen der Quadratmeter Holzpflaster 17,50 m. von jedem Pfandleiher verlangt weren. Hiergeger wird nun von " oder ein Schlackenstein voit des 4 nie reden des und Auf bekanntes Gange, um eine Verständigung zu erzielen gegenüber den MaßUnter den hiesigen Pfandleisern ist eine Bewegung in Gange, um eine Verständigung zu erzielen gegenüber den Maßnahmen, welche der Polizeipräsident zu treffen goenkt, um eine bessere Kontrolle der bei den Pfandle hern veräußeren Gegenstände es würde das diesen Gewerbetreibenden auf hingewiesen, daß ihr Geschäftsbetrieb Ein Zusammenstoß zwischen einem Rigdorfer Müllwagen und 1 trunken gewesen zu sein, doch wird dies von den Zeugen bes jederzeit der polizeilichen ifion untersteht und daß die Beamten der elektrischen Straßenbahn erfolgte Dienstag Vormittag vor dem ftritten. auch von den Büchern Eicht nehmen können. Im Interesse der Hause Lindenstraße 3. Der Müllfutscher wollte sein dreispänniges Ein Bubenstreich. Einen empfindlichen Schaden erlitt am Erleichterung des Dienstes elner Beamten die Anfertigung schrift- Gefährt nach dem Belle- Alliance- Plaz zu umwenden, als der Dienstag früh der Landwirth Wassin aus Bossen. W., welcher sich licher Arbeiten oder die Vervielfältigung von Schrift- Wagen 1250 der Linie Kreuzberg- Gesundbrunnen gegen ihn an- mit Kartoffeln zum Frühmarkt begeben wollte, hatte an dem ersten stücken zu übernehmen, halten die Pfandleiher sich nicht fuhr. Die Deichsel des Müllwagens bohrte sich in die linke Seite Wagen einen anderen, mit etwa 15 Zentner Heu beladenen, anverpflichtet, eine Schreibarbeit sein, die der Straßenbahn und traf im Innern einen Fahrgast an den Beinen, gehängt. Sturz hinter Glasow bemerkte W. plöglich, daß der Wagen lediglich im Interesse der folizei gefertigt wird und daher von ohne ihm aber Schaden zuzufügen. Das dritte Pferd des Müll- mit Heu lichterloh brenne und konnte, da keine Hilfe in der Nähe, Polizeibeamten geleistet we en müßte. Die geplante bureaukratische wagens wurde zwischen die beiden Wagen geworfen und erlitt außer nicht verhindern, daß das Heu mit sammt dem Wagen ein Raub der Regelung halten die Pfa leiher für schädlich im polizeilichen Rippenquetschungen Verlegungen an den Hinterbeinen. Die Schuld Flammen wurde. W. vermuthet, daß ein Radfahrer, der kurz vorInteresse; schon das Bekam perden dieses Planes wird dazu führen, wird dem Führer der Straßenbahn beigemessen, da er nicht recht- her die Wagen mit brennender Zigarre passirte, ihm diesen Bubendaß gestohlenes Gut an entlich nicht bekannte Käufer verkauft zeitig geflingelt und auch nicht gehalten hat. streich gethan hat. wird, wodurch polizeiliche nittelungen über dessen Verbleib noch öfter vereitelt werden würd als dies jetzt schon der Fall ist. Aus dem Rathhause Der Stadtbaurath Hoffmann hat feinen Urlaub unterbrocher und ist in seine Amtsthätigkeit wieder eingetreten. Der Vorf nde der Invaliditäts- und Altersversicherungs- Anstalt Berli Dr. Freund, hat seinen Urlaub beendet und ist in sein At wieder eingetreten. Die städtische Verkehrs Deputation hat in Gemeinschaft mit der örtlichen Straßenbaupolizei- Verwag dem Konsortium der südlichen Vorortbahn die Genehmigung die Geleiſe- Anlagen in der Kazbachstraße und Straße D. Abteilung III des Bebauungsplans( Kolonnenweg) ertheilt. 6 Zum gerichtlichen Sachverständigen für Zeitungs- und Inseratenwesen beim Lasgericht I ernannt und vereidigt wurde Herr Robert Erner aus de Wilhelmstr. 3a. Er ist als Herausgeber der Zeitschrift, Propaganda“„ Die Geschäftspraxis“ und„ Mittheilungen über Insertionsmittel" befcunt. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet bis zum Ablauf der Gerichts. ferien Montag und Donnerstag von 7 bis 8 Uhr abends statt. C. R. 9431. Nein. H. D. Uns ist dasselbe nicht bekannt, wenden Sie sich an das Gewertschaftsbureau, Annenstr. 16, I. Birke. Genosse B. wohnt Habsburgerstr. 5, II. Derselbe kommt nächsten Monat zurüid. Robert. Voltsrecht" in Zürich, Waldmannstr. 12, Postabonnement in Eine tollwnthverdächtige Familie hat am Montag in der hiesigen Tollwuth- Schutzstation Aufnahme gefunden. Die siebenjährige Tochter des Landmannes Frizz Heldt aus Neuheim bei Strasburg i. M. wurde am 23. d. M. von einem tollen Hund angefallen und gebissen. Ihre beiden fünf und drei Jahre alten Geschwister, die in der Nähe standen, verfielen gleich darauf dem gleichen Schicksal. Als nun die Mutter auf das Geschrei der Kinder zu Hilfe eilte, wurde auch sie von der wüthenden Bestie angefallen. Da nun Frau Heldt noch ein zwei Monate altes Kind an der Brust hat, so mußte sie auch dies mitnehmen. Außerdem liegen noch mehrere sehr bemerkenswerthe Fälle auf der Tollwuthschutzstation vor: Von einer tollen Kuh wurde der 15 jährige Hütejunge May Neuschick in der Schweiz 3 Franken 10 Centimes, im Ausland mit dem entsprechenden Kunken bei Schwedt gebissen. Das rasende Thier hat außerdem Zuschlag. noch sieben andere Kühe verlegt, die mit ihm getödtet werden mußten. Gerner fiel eine tollwüthige Kaze auf dem Pfarrhofe zu NiederAlzenau im Kreise Goldberg den 12 Jahre alten Schulknaben Gustav Kirchner an und brachte ihm Bißwunden bei. Auch diese beiden Personen wurden zur Impfung nach Berlin gebracht. Die Katze hatte noch mehrere Personen, darunter auch die Küsterfrau, verletzt. Bei ihnen scheint aber keine Gefahr vorzuliegen und sie konnten zu Hause bleiben. „ Basler Vorwärts" in Basel, Elisabethenstraße 11, PostS. Fr. 10. Sie müssen zahlen. abonnement in der Schweiz 2 Fr. 75 Cent., im Ausland Zuschlag. Nigdorf, G. 27. Ein solches Institut ist uns nicht bekannt. Frau Pape. Ihre Berichtigung enthält doch Dinge nebensächlicher Art und müssen wir von einer Veröffentlichung absehen. 3.500. Wenden Sie sich mit einem Antrag an die Alters: und Invalidenanstalt zu Berlin. Alter Abonnent. Holen Sie sich bitte in der juristischen SprechFromme Chriften. D, Voff. Zeitung" schreibt: Die JerusalemsGemeinde beabsichtigt auf ihrem Kirchhof eine neue große Leichen halle zu erbauen. Wenn e Gemeinde in letzter Zeit für Bauten C. O. C. M. Sombart in Magdeburg verwechseln sie mit Professor auf den Kirchhöfen und fü den Umbau der Kirche selbst außerEin schwerer Unglücksfall ereignete sich gestern in der Camp- Werner Sombart in Breslau. Derfelbe wurde zwar nach Karlsruhe berufen, ordentlich viel Geld ausgeeben hat und nun noch weitere Mittel Hausenstraße. Ein in der Sorauerstraße wohnendes Fräul. Prosser kam von der badischen Regierung aber nicht ernannt, er ist daher in Breslau für Bauten verwenden wit so hat das einen ganz bestimmten Grund. auf ihrem Zweirad fizend die Straße entlang gefahren und fuhr über geblieben. Die Gemeinde gehört zu en wohlhabenderen Gemeinden Berlins, einen auf der Straße liegenden Glasscherben, wodurch der Gummi- K. 23. 27. Wir können Ihre Ansicht nicht theilen. Die Rede enthielt an die man von gewisser peite mit Vorliebe herangeht, wenn es reifen total durchschnitten wurde. Durch die Erschütterung, welche so hoch stand ums ihr Werth nicht, daß wir es für nöthig hielten, sie aus neben manchem Treffenden auch einige schiefe Beurtheilungen der Sache. sich darum handelt, die gittel zur Erbauung neuer Kirchen und das plötzliche Entweichen der Luft aus dem Reifen veranlaßte, tam gegnerischen Blättern abzudrucken. Nehmen Sie bitte die Nummern des Bildung neuer Gemeinden sammenzubringen. Diejenigen Gemeinden, Fräulein P. zu Fall, und schlug mit dem Kopf derartig auf die B." zur Hand und Sie werden finden, daß wir gerade in diesem Jahre denen es ernstlich darum u thun ist, ihre Gelder dem wirklichen Bordschwelle auf, daß sie eine bedeutende Stirnwunde erhielt; fehr ausführlich dieses Thema behandelt haben. Wenn Sie mit Ihrem Zweck, der Förderung en Aufgaben innerhalb der Gemeinde, außerdem aber trug sie durch den Sturz einen Bruch des linken Gegner in Konkurrenz treten wollen, so können Sie ihm jeden Tag wichtige zu erhalten, sehen sich der, um sich vor weiteren Opfern" zu Armes davon. Durch Passanten wurde die Verletzte zu der nahen Notizen über Arbeiterverhältnisse unter die Nase halten, die in dem von fichern, gezwungen, ihre bilien möglichst in Immobilien umzu- Sanitätswache geleitet, und nachdem sie verbunden, mittelst Droschte Ihnen genannten Blatt feine Aufnahme finden. Ueber die zweite Frage nach ihrer Wohnung befördert. wandeln. müssen wir selbst erst Information einziehen. A. S. Der Termin findet in Breslau statt. Wenden Sie sich deshalb an die Breslauer Volkswacht". G. N. Spt. 7. Wenn ein Restaurateur Verschweigung dieses Umstandes weiter verkauft, so macht er sich des Be. G. 55. Sie können Ihre Forderung noch heute ausklagen. Die H. W. 2753. Der Kellner muß zur Krankenkasse angemeldet werden. Eine ebenso muthin wie gefahrvolle Rettungsthat vollEin Kellerbrand wüthete gestern Nachmittag von 22 Uhr an brachte gestern der am Kaiser Franz- Grenadier- Platz wohnhafte Ritterstr. 80. Dort befigt die Glasfabrik von Reich u. Co. aus- Speisen, die bereits von einem andern angegeffen sind, einem Gaſt unter Schiffer Otto Wolf. Am Vormittag besuchte die Frau des Gasanstalts- Arbeiters Stephan in Rigdorf mit ihren beiden Knaben im gedehnte Kellereien, in denen sich größere Lager in Stroh verpackter truges und des Vergehens gegen das Nahrungsmittel- Berfälschungsgesetz Alter von 5 und 2 Jahren die Markthalle in der Dresdenerstraße. Glaswaaren befinden. Während die zahlreichen Arbeiter zu Mittag schuldig, insonderheit wenn die Speisereſte von einem Stranten übrig geWährend die Frau sich in die Halle begab, spielten die Kinder am waren, entstand das Feuer im Kellerraume unter dem zweiten Hofe lassen sind. Eine Strafanzeige wäre an die Staatsanwaltschaft zu richten. Elisabeth- Ufer. Der fleine incibe zwängte sich dabei durch das Ufer- und hüllte bald das ganze gewaltige Grundstück in dichten Rauch, geländer des Landwehrkan is, stürzte in die Fluthen und verschwand o daß die übrigen Fabrikbetriebe, die sich auf dem Grundstücke be- Ehefrau haftet aber für die Schulden nicht, es sei denn, es besteht Gütersofort unter der dort verankerten Zille des Schiffers Wolf. Dieser finden, ihr mehrere hundert Köpfe zählendes Arbeiterpersonal gemeinschaft zwischen den Eheleuten. Ob und welche Art Gütergemeinschaft stieß das Fahrzeug vom fer ab und sprang sodann mit voller schleunigst entlassen mußten. Als die ersten Löschzüge anlangten, besteht, läßt sich nur fagen, wenn Sie angeben, wo die Heirath abKleidung in das Wasser, im das verschwundene Kind zu retten. mußte mit Rauchhelmen zum Brandherde vorgedrungen werden. geschlossen und wo der erste Wohnsitz nach der Heirath genommen ist. Mehrere Minuten verblieb Otto Wolf, nach dem Knaben suchend, in Aber erst nachdem man vom ersten Hofe aus durch Einschlagen von was Sie damit meinen, ob er Nachweis- Konzession haben muß, ist unverA. S. 69. Sie der Tiefe, bis es ihm endich gelang, den kleinen Körper, der unter Fenstern dem dicken Rauch etwas Abzug verschafft hatte, konnte man ständlich. Einer Konzession bedarf ein Sellner nicht. Dort erhalten Sie dem Kahn lag, zu fassen. Endlich erschien W. wieder an der Ober- mit drei Schlauchleitungen gegen das Feuer vorrücken und dasselbe können sich direkt beim Bezirkskommando umelden. in furzer Zeit löschen. Wie angenommen wird, hat man beim Ver- genauere Auskunft über die Termine. Burg G. 44. 1. Sie sind an fläche, verlor jedoch in derselben Augenblick die Besinnung und ging lassen des Kellers zu Mittag die Gaslampen nicht ausgelöscht und den Bertrag gebunden. 2. Wenn Sie gegen den Zahlungsbefeht Widerspruch wieder unter. Der Brude deis muthigen Lebensretters, Herr Karl Wolf, der von der Zille as das schwierige Rettungswerk beobachtet, sind dann die Flammen mit Stroh in Verbindung gerathen, wodurch einlegen, so gewinnen Sie Zeit. 3. Ja. 4. Ja. Sie können die Ihnen für Zuführung von Käufern versprochene Provision nur gegen den Agenten einklagen. M. N. 100. 1. Ja. 2. 24 M. 3. Wenn sie zum Gewerbe sprang mun schleunigst des Untergehenden nach und es gelang ihm das Feuer veranlaßt wurde. Der verursachte Schaden ist groß. Theater und Vergnügungen. Im Schiller- Theater wird gebraucht wird: nein. 2. E. 1. Ja. 2. Wegen der falschen Einladungs: auch, den braven Schiffer und das Kind so lange über Wasser zu in der morgen stattfindenden ersten Aufführung von„ Hamlet" die Besetzung karten tönnen Sie nichts ausrichten. Ihr Austritt aus der Landeskirche zieht halten, bis ein Rettungsbot zur Stelle war, in dem die drei Per- der Hauptrollen folgende sein: Claudius Willy Froböje, Hamlet Ferdinand den Ihres Kindes nicht nach sich. 3. Das, was Sie anführen, sind keine fonen Aufnahme fanden. Die fofort angestellten Wiederbelebungs- Gregori, Polonius Julius Eyben, Horatio Gustav Olmar, Laertes Ewald Scheidungsgründe. Kommandantenstraße. In diesem Falle: Nein. versuche bei dem Kinde ud Lotto Wolf hatten glücklicherweise den Bach, Rosenkranz Siegfried Heizel, Güldenstern Alfred Walter, Charlottenburg 999. Sie fönnen nur auf Fortnahme der Sachen besten Erfolg. Osrick Leopold Thurner, Geist von Hamlet's Vater Max Pategg, auf Kosten des Studenten klagen und dann wegen der Kosten Pfändung Gertrude Elisabeth Röckel, Ophelia Alwine Wiecke, Ju den Bernina- Apen abgestürzt ist die als verschwunden Das 2. Beim Amtsgericht. 3. Nothwendig nicht, aber zweckmäßig. Jakisch. gemeldete Frau Jenny ial, geb. Cohn, die hier in dem Hause metropol- Theater( Behrenstraße) wird am 3. September mit der Schriftliche Antwort ertheilen wir nicht. Der Antrag muß an die Potsdamerstr. 133 eine e zene Wohnung unterhält. Frau Bial stand Ausstattungspoffe„ Das Paradies der Frauen" eröffnet. Die Direktion ver- Invaliditätsanstalt gerichtet werden. Die Bescheidung dauert insbesondere im Alter von 46 Jahr Anfangs Juli trat sie mit den Ge- spricht u. a. in der Herstellung des Theaterzettels mit originellen Neuerungen im schlesischen Bezirt sehr lange. Fragen Sie schriftlich an, ob der Antrag schwistern Simonsohn, hierselbst Hindersinstr. 12 wohnhaft, hervorzutreten. Im Reichshallen Theater ist heute die letzte eingegangen und ob über denselben befunden ist.. 1001. Der alte eine Reise nach Tirol an Frau Bial, eine sehr gute Fußgängerin, Borstellung unter der bekannten Direktion Quarg. Die Direktion des Vertrag gilt.- 38, F. H. M. Sie fönnen bei dem Amtsgericht schriftlich traf mit ihren jugen ichen Begleiterinnen am 18. d. m. Apollo Theaters will am 1. September die Wintersaison mit einem anfragen, wie weit die Grbregulirung gediehen ist. Erst dann ist flare in Pontresina ein, um bis zum Ablauf ihrer Rundreisebillets auserlesenen internationalen Programm eröffnen. Otto Reutter, die Tortajado, die Südfranzösin Nelsa, die Italienerin Ferraci, die schottischen Tänzer dort zu verweilen. A Freitag, den 19. Auguſt morgens Cardownies, die Pariser Straßenfänger Minstrels Parisienne werden u. a. verließ Frau Bial ohne Führer das Hotel, während ihre Beals Mitwirkende genannt. Für das Gartenfest der Berliner gleiterinnen noch schliefen. Da sie geäußert, daß sie vor ihrer Ab- Rettungsgesellschaft im Sportpark Friedenau am nächsten Freitag reise noch eine Führerparte unternehmen wollte, so wunderten sich haben viele unserer ersten Schriftsteller und Künstler ihre lezt erschienenen die jungen Damen nicht, als Frau Bial am Abend noch nicht im Werke, sowie Zeichnungen mit eigenhändigen Widmungen als TombolaHotel war. Als aber die Dame am Sonnabend Mittag noch nicht gewinne gestiftet. zurückgekehrt war, machten fie der Behörde Anzeige, die sofort NachFenerbericht. Dienstag früh war Zimmerstraße 47 ein suchungen nach dem Verbeib der Dame anstellte, die Juwelen im Bimmerbrand abzulöschen. Kleidungsstücke, Wäsche und Möbel gingen Werthe von ein paar tausend Mark bei sich trig. Die Geschwister S. in Flammen auf. Kurz darauf hatten sich Gitschinerstr. 67 reisten, da ihre Billets abgelaufen waren, am Sonnabend, den Preßkohlen entzündet. Wienerstr. 32 war in einer Fleischerei 20. d. M. ab und trafet hier am 21. d. M. ein. Nachdem Fett übergekocht, doch konnte die Gefahr leicht beseitigt werden. Ein auch das hiesige Polizeiprfidium von dem Vorfall verständigt war, Zimmerbrand rief die Wehr nach Waldemarstr. 61. Hier waren setzte die dortige Behörd einte Belohnung von 1000 Frants für Möbel und Gardinen abzulöschen. die Auffindung der Dane aus. Erst nachdem dieses geschehen, fuchten die Einwohner de( Begend ab. Am letzten Sonnabend wurde die Leiche im Hale des Morteratgletschers zerschmettert aufgefunden. Die Verundüdte, welche schon seit Jahren kinderlose Wittwe ist, hinterläßt ein betri ichtliches Vermögen. Einer ihrer Verwandten hat sich heute nah Pontresina begeben. Selbstmord eines Schumannes. Der in der Wache des Lehrter Bahnhofes stationit gewesene Schußmann Pauly blieb gegen Mitte der vergangenen Wche plötzlich ohne Grund vom Dienst fort, und alle Nachforschungen ach seinem Verbleib hatten keinen Erfolg. Auch in seine in der Zehrerstaße befindliche Wohnung war er nicht zurückgekehrt. Montag Mrge landete nun im Spandauer Schiff fahrtskanal bei Plößensee die Zeiche eines mit Zivilsachen bekleideten älteren Mannes, die von inern gerade vorübergehenden Gendarmen geborgen wurde. Im Zeidenschauhauſe wurde ermittelt, daß der Ertrunkene der vermißte Shutzmann Pauly sei. Der Grund zu dem Selbstmord des bereits sei 19 Jahren im Dienste der Berliner Polizei stehenden Beamten war bisher nicht zu erforschen. Die Reichs- Poftverwaltung hat am Tempelhofer Ufer, unmittelbar am Blücherplag, ein größeres Grundstück angekauft, um ein Postgebäude zu errich'en. Der Neubau ist in erster Linie dazu bestimmt, das Postamt 61 aufzunehmen, das jetzt in den Miethsräumen am Bellealliancep at 9 untergebracht ist. spieler Max Behrendt, erster Todtengräber Alfred Schmasow. erster Schau der Sachen vornehmen lassen. W. W., Charlottenburg. 1. Nein. Aus den Nachbarorten. Uebersicht möglich. Ihr Vertreter scheint die Sache richtig zu führen. 3. 101. Der Strafantrag wegen Beleidigung und dgl. muß innerhalb drei Monaten seit Kenntniß von der Beleidigung gestellt werden. Sie hatten Ihren Brief zu frantiren vergessen.- N. A. In Preußen ist nicht die Polizeibehörde des Wohnorts, sondern die Polizeibehörde des Beschäftigungsortes zur Ausstellung der Invaliditäts- Quittungskarte zuständig. O. W. Die Herrschaft ist leider im Recht. M. G. Zahlen Sie vor dem Termin, um die Kosten zu mindern. Erscheinen Sie aber dennoch im Termin und beantragen Abweisung, weil sonst der Kläger Sie in Ihrer Abwesenheit trotz erfolgter Zahlung verurtheilen lassen könnte. Sie sind nur so weit erbberechtigt, als Sie etwa im Testament bedacht sind. Ihre Ansprüche müßten Sie gegen den Haupterben geltend machen. A. S. 10. Ihre Vereinbarung würde den Zweck, Ihr Kapital sicher zu stellen, nicht erfüllen. Sprechen Sie gelegentlich in der Sprechstunde vor. Boltstadt. 1. und 2. Früher bestand die Vorschrift, daß 10 Jahre lang die Betreffenden gedient haben müssen, seit 1896 wird von diesem Erforderniß abgesehen. 3. Jm allgemeinen nein, jedoch hängt das von dem Vertrage, durch den der Nießbrauch eingeräumt ist, ab. 666. Zu dem Abzug sind Sie jetzt nicht mehr berechtigt. 23. S. 13. Witterungsübersicht vom 30. August 1898, morgens 8 1hr. Stationen Herr Knorr. Der von der Charlottenburger Neue Zeit" flüchtig gewordene Redakteur Knorr, der während der Wahlperiode den verlogenen Artikel über Bebel's Grundstück in Küsnacht schrieb, gab, als er kürzlich befragt wurde, warum er jenen Artikel geschrieben habe, an, das habe er aus Rache gethan, weil Bebel ihm seine Flucht vorgeworfen habe. Das letztere ist ebenfalls erlogen. Neuerdings ist dieser Herr von der Arth- Goldau- Rigi Bahngesellschaft engagirt worden, um für diese Reklame- Artikel in die deutsche Presse zu schreiben. Zwischen der Vignau- Rigi- Bahn- Swinemde. gesellschaft und der Arth- Goldau- Rigi- Bahngesellschaft ist nämlich ein Hamburg Berlin heftiger Konkurrenzkampf entbrannt und um in diesem Kampfe der Arth- Goldau- Rigi- Bahn zum Siege zu verhelfen, leistet Knorr dieser gegen gute Bezahlung journalistische Handlangerdienste. Die Erdarbeiten auf dem Gebiet des neuen Botanischen Gartens bei Dahlem sind zur Zeit im vollen Gange und sollen noch in diesem Jahre beendet werden. Sodann wird mit der Errichtung der Gebäude begonnen. Der vollständige Umzug dürfte erst in vier Jahren beendet sein. " Barometerstand mm Wind richtung 754 SSW Windstärke Wetter Temp. n. C. 50 G. 4° R. Stationen Barometerstand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. T. 15° 6.= 4° R. 4 bedeckt 12 12 17 11111 22758 4 bedeckt 18 Haparanda 754 SW 6Regen 12 Petersburg 762 SSD 1voltig 4 bedeckt 12 Cort 7603 4wollig 749 SW 35lb. bed. 15 763 S 759 Wiesbaden 760 S20 761 N 766 S 1 bedeckt 13 Aberdeen 5hlb. bed. 14 Paris 2wolfent 14 München Wien 3ylb. bed. 18 764 23 Wetter- Prognose für Mittwoch, den 31. August 1898. Ein wenig wärmer, zeitweise aufklarend, vorwiegend trübe mit Regenfällen und frischen westlichen Winden. Berliner Wetterbureau. Orts- Krankenkasse der Buchbinder 2c. Ausserordentliche Generalversammlung am Dienstag, den 13. September 8½ 1hr, in euerstein's Salon, Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Verlesung der Protokolle. 2. Berathung über das Verhalten des Rendanten Herrn Lindstädt und des Kassirers Herrn Fahlbusch betr. Auslieferung von Material an den Obermeister Herrn Staby. Generalversammlung der Liepner'schen Krankenund Sterbekasse Nr. 23 am Donnerstag, 8. September, abends 8 Uhr, im ,, Schützenhause", Linienstr. 5. Tages- Ordnung: 1. Antwort des fgl. Polizeipräsidiums auf das Protokoll der letzten Generalversammlung. 2. Berathung und Beschlußfassung über die Nachträge zum Blau- Buch legitimirt. 25/2 Groß- Lichterfelde. Zu der Verfuchsstrecke für den elektrischen Betrieb auf Vollbahnen, zu deren Anlegung der Firma Siemens Eine nene Diebesspezialität. Die in der Paulstraße wohnende u. Halske von der Gemeinde Groß- Lichterfelde im Frühjahr die unverehelichte M., eine Time in reiferen Jahren, war am Montag Genehmigung ertheilt worden war, ist jetzt in der dortigen TeltowerAbend gegen 8 Uhr auf du Heimwege begriffen. Als sie sich auf straße die Verlegung der Schienen vollständig fertiggestellt worden. dem Königsplatz befend, wurde sie von einem feingekleideten Herrn Die Strecke beginnt an der Ecke der Zehlendorferstraße bei dem angeredet: Fräulein, füchten Sie sich nicht, daß ich Sie anspreche, Wirthshaus Wiesenbaude" und zieht sich bis zu den an der Zehlen ich bin Postassistent und leider schon zum zweiten Male Wittwer, fehen Sie, dorfer Grenze liegenden Schießständen der Haupttadettenanstalt hin. ich trage zwei Trauringe", Frl. M. ließ es geschehen, daß der fremde Sittlichkeitsverbrechen. Aus Grünau wurde am SonnHerr neben ihr, ging. Er entwickelte eine bedeutende Unterhaltungs- abend der 35jährige Arbeiter Otto Gräbeniz in das Köpenicker gabe und bewegte fich in den schicklichen Formen. Das Paar nahm Amtsgefängniß eingeliefert, der sich eines schweren Sittlichkeitsden Weg an den Zelten vi rüber. An der Lutherbrücke nahm der Herr verbrechens schuldig machte. Die Gewaltthat hat G., der in der plötzlich Abschied, wobeir feine Begleiterin wie in überwallender chemischen Fabrit von Landshoff u. Meyer beschäftigt war, am Zärtlichkeit umarmte. Be or die Ueberraschte zu sich kam, war er Freitag Abend 8 Uhr begangen. Um diese Zeit fam die zwanzigverschwunden. Als Fräule in M. nach Hause gekommen war, ver- jährige Tochter eines Angestellten, der auf dem Fabrikgrundstück mißte sie ihr Portemonnai mitt 7,50 M. Inhalt. wohnt, nach Hause und wurde unterwegs schon von G. belästigt. Eine Diebesjagd er egte gestern Nachmittag um 1/23 Uhr in Sie glaubte sich jedoch geborgen, als der Wächter die Hausder Nenen Königstraße große Aufsehen. Dort hatte ein etwa dreißig thür hinter ihr schloß. Um so größer war indeß ihr Schred, als jähriger Mann von der us Schuhwaaren bestehenden, im Freien der Patron furz darauf in ihrer im zweiten Stod gelegenen befindlichen Auslage des schuhwaarengeschäfts von Ludwig Hacker, Wohnung erschien, die Thür verriegelte und durch Drohungen, sie Neue Königstr. 72, eine Anzahl Schuhe und Stiefel gestohlen. Der beim ersten Schrei erstechen zu wollen, das Mädchen zum Schweigen Dieb entlief, wurde jedo schnell durch den Ladeninhaber und brachte. Nach der That entfloh der Unhold auf demselben Wege, Achtung, Vereine. mehrere Straßenpassanten verfolgt, denen sich bald eine große wie er gekommen, nämlich durch einen unverschlossenen Kellerhals. Oktober und November noch SonnMenschenmenge anschloß. Am Königsthor gelang es, den Dieb, der Da er aber erkannt war, erfolgte am Sonnabend seine Festnahme. abende frei im Saal zu 300 Personen. inzwischen seine Beute von sich geworfen hatte, zu ergreifen und der Gräbenig ist in Köpenick wohnhaft, verheirathet und Vater von drei Kindern; et giebt an, bei Begehung des Verbrechens finnlos be- Engl. Garten, strasse 27. Polizei zu übergeben. 3. Verschiedenes. Bernh. Jost, Carl Dust, Vorsitzender. Schriftführer. Statut. 7216 Der Vorstand. Schlafft. z. vern. b. Wietzner, Die Beleidigung, welche ich gegen Kaiser Franz Grenadierplatz 14. Berthold Schmidt, aldensteinſtr. 10, ausgestoßen habe,& rdl. Schlafft. Sebaſtianſtr. 66 III r. 7266 Freundl. Schlafft. Dresdenerstr. 48, Serrn J. Petzold. b. 4 Tr. 7185 Frdl. Logis f. 1 od. 2§. fofort zu beziehen Manteuffelstr. 51, v. III r. Freundl. Schlafft., Gartenauss., f. 1 Alexander- od. 2 zu verm. Sommerfeld, 7135 Manteuffelſtr. 31, des Parteigenoffinnen und Genoffen Reichstags- Wahlkreises Niederbarnim. Sonntag, den 4. September, mittags 12 Uhr: Kreis- Versammlung Beim Monatswechsel empfehlen sich folgende Fachverein der Stockarbeiter. Shtung, Holzarbeiter! Partei- Speditionen: Todesanzeige. Am 28. Auguft verschied unser MitKarl Weitzel. bei Herrn Weigel, Rummelsburg, Türrschmidtstraße 45 three item af mann, Grünthalerfr. 64/65.- Rosen- halle des Krantenhauſes Am Urban V der Möbelfabrik von Zelder& Plathen, Könbergerstr. 26-27 u. 28-29, hab 91 Tischler wegen Diffe= t die Arbeit niedergelegt. ug ist bis zur Regelung der legenheit fernzuhalten. ren 3 An 107 g Die Ortsverwaltung. Redakteur- Gesuch. suchen per 1. Oftober einen 1 Redakteur, welcher mit den we lischen Verhältnissen betraut sein Berlin vierter Wahlkreis O.: Robert Wengels, Frucht- glied, der Stockarbeiter ftraße 30, Hof II. SO.: Fritz Thiel, Stalizerstr. 35 v. part. Sechster Wahlkreis( Moabit): Rarl Anders, Salzwedeler: straße 8, part. im Laden. Die Beerdigung findet Mittwoch Wedding und Oranienburger Vorstadt: Emil Stolzenburg, Wiesenstraße 14. Gesund- Nachmittag 5 Uhr von der Leichen: brunnen: Wilhelm Vorstadt und Schönhauser Vorstadt: Rart nach dem Thomas- Kirchhof( Brit) statt. ( Ecke Goethestraße). Mars, Kastanien: Allee 95/96. Charlottenburg: Gustav Um recht zahlreiche Betheiligung Tages Ordnung: Scharnberg, Schillerstr. 94, v. 1 Treppe. Deutsch- Wilmers- erschucht 175/10 1. Bericht und Abrechnung von der Reichstagswahl. 2. Brandenburger Sigmaringenstr. 35.( Hier ist auch die„ Brandenburgische Volks- Zeitung" zu Der Vorstand. dorf: Frau Kübler, Sigmaringenstr. 34, und Frau Heinemann, J. A.: Karl Liebe. Provinzial- Konferenz, Anträge und Wahl der Delegirten zu derselben. 3. Betheiligen wir uns an den Landtagswahlen? Berichterstatter Reichstags: berg: Wilhelm Bäumler, Belzigerstr. 59, Seitenflügel part. erhalten.) Rixdorf: Ostermann, Erfstraße 6. SchöneDanksagung. Abgeordneter Arthur Stadthagen. 4. Stellungnahme zum Stuttgarter Allen Denen, welche sich bei der Barteitag, Anträge und Wahl der Delegirten zu demselben. Berichterstatter John, Ober- Schöneweide, Siemensstraße 7, Bigarrengeschäft. Annahme: rege betheiligten und Antheil nahmen ne Johannisthal- Nieder- und Ober- Schöneweide: Otto Beerdigung meines guten Mannes so foi Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. Die Vertrauensmänner der angrenzenden Ortschaften werden dringend stellen: Nieder- Schöneweide: Karl Weber, Bigarrengeschäft. Johannis: an meinem Schmerz, dem Meisterjund ersucht, Deputationen zur Versammlung zu entsenden. thal: Senftleben, Restaurateur. Friedenau- Steglitz: H. den Kollegen, sowie dem AthletenDie Versammlung ist von großer Wichtigkeit und werden daher nochmals Bernfee, Kirchstraße 15 in Friedenau. Bestellungen nehmen entgegen in Verein Athen meinen tiefgefühltesten die Genossinnen und Genossen um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen Steglitz: S. Mohr, Düppelstraße 8, und Fr. Schell hase, Ahorn Dank. straße 15a. Die trauernde Wittwe Seeland gebeten. Baumschulenweg: Godel, Baumschulstr. 32 v. III. Außerdem ist sämmtliche Parteiliteratur, sowie alle wissenschaftlichen Werke dort zu haben. Auch werden Inserate für den Vorwärts entgegen genommen. Der Vertrauensmann. Achtung! 1 Um genaue Angabe der Adresse wird Zimmerer Rixdorfs und der Umgegend. dringend gebeten. Donnerstag, 1. September, abends 8 Uhr, im total Klemke, Bergstr. 136-137: Außerordentliche Versammlung des Verbandes der Zimmerer Deutschlands( abstelle Nixdorf). Tagesordnung: 1. Bericht über die gegenwärtige Situation in unserm Beruf. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es unbedingt nothwendig, daß jedes Mitglied der obengenannten Zahlstelle in dieser Versammlung zugegen ist. Ferner ersuchen wir alle die Kameraden, welche bis heute unserer Organisation noch nicht angehören, recht zahlreich in derselben zu erscheinen. 261/4 Der Vorstand. Achtung, Vereine! Hierdurch zur Kenntniß, daß Bestellungen bis auf weiteres im Restaurant Richard Heinrich, Naunynstr. 78, abzugeben sind. Der Vorstand des Tanzlehrer- Vereins Solidarität“. Einsegnungs- Anzüge 200/2 in blau u: schwarz Kammgarn u. Cheviot zu sehr billigen, aber festen Preisen Julius Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 139. Feste Preise. Spezialität: Anfertigung nach Maaß. Täglich von 7 Uhr morgens bis 6 1hr abends: Verkauf frisch gek. schw. perls. und sinn. Fleisches. Rindfleisch Schweinefleisch . pro Pfd. von 30 ẞf an, 40 Pf. [ 4978L* Verwaltung der Kochanstalt Städt. Schlachthof Möbel auf Theilzahlung Wohnungs- Einrichtungen bei bescheidener Anzahlung und auf Jahre hinaus vertheilten Ratenzahlungen. Bei Zahlungsschwierigkeiten grösste Rücksicht. Stets enormes Lager v. einfachst. b. feinst. Genre. Central- Möbel- Halle 52932* Kommandantenstrasse 51, Ecke Alexandrinenstrasse. Unfallfachen, Masieringaben Putzger, Stegligerstr. 65. Gross. 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Hessische Landeskonferenz. = erfreuliche Mittheilungen über den Fortschritt unserer Sache unter der Odenwälder Landbevölkerung. Der Antrag auf Herausgabe eines Kalenders wird mit großer Mehrheit angenommen. " nun er machte, H. erklärte darauf:„ Ich kriege 20 Pf." Die Firma behielt sich dann aber von seinem Verdienst 10 M. zurück. Die Folge war ein Darmstadt, 28. August. Prozeß vor dem Gewerbegericht, wo der Kläger geltend machte, die Die heute hier im golale Zur Stadt Pfungstadt" zusammenDas Referat über die bevorstehende Landtagswahl eigentliche Affordabrede beim Beginn der Arbeit sei maßgebend. erstattet Genosse Cramer Darmstadt. Er hebt die steigende Die Kammer V unter dem Vorsitz des Gewerberichters Schallhorn getretene Landeskonferenz legte ein schönes Zeugniß ab von dem Wichtigkeit der Landtagswahlen hervor und zieht aus den in Hessen verurtheilte denn auch die Firma, die 10 M. herauszugeben, indem guten Geist, der die Parteigenossen im Großherzogthum Hessen erfüllt. In das Bureau wurden gewählt: C. Ulrich- Offenbach und gemachten Erfahrungen den Schluß, daß auch die preußischen sie von der Erwägung ausging, daß die Firma den Irrthum sich Friedrich- Darmstadt als Vorsitzende, Heilmann- Offenbach und Genossen die Sache muthig angreifen sollten. felber zuschreiben und die Folgen tragen müsse. Der Inhaber der Als Erfolg versprechende Landtags- Wahlfreise sind zu bezeichnen: Beklagten, ein Herr Goldberg, ersuchte um eine schriftliche Liebmann- Mainz als Schriftführer. Vertreten waren 89 Orte 1. Groß- Gerau 2c.; 2. Bessungen, Arheiligen 2c.; 3. Eberstadt- Pfung- Urtheilsausfertigung und fügte beim Fortgehen hinzu, er samme durch 94 Delegirte. Nicht vertreten war nur der oberhessische stadt; 4. Langen- Sprendlingen; 5. Vilbel; 6. Gießen- Land; 7. Mainz so I che" Urtheile. Hierin erblickte das Gericht eine auf den Wahlkreis Alsfeld- Lauterbach. Ein Antrag Müller- Cramer, Land. Auf diese Bezirke ist deshalb die agitatorische Kraft zu Gerichtshof gemünzte Aeußerung der Mißachtung; es ver der dies Fernbleiben rigt die Zentralleitung ersucht, sämmitliche hessische Wahlkreise unter Aufhebung der früheren Agitations- konzentriren, dann wird auch die nächste Landtagswahl uns weitere urtheilte deshalb den Herrn in seiner Abwesenheit wegen bezirke der hessischen Landesorganisation zu unterstellen und Mandate einbringen. In der Diskussion spiegelt sich die Hoffnungs- grober Ungebühr zu einer Geldstrafe von 100 m. Agitationsgelder nur unter Vermittelung letzterer zuzuweisen, wird freudigkeit der Genossen aus den in Frage kommenden Wahlbezirken Vertrauensbruch? Der Zuschneider B. war vom Schneiderwieder; überall sind die Vorarbeiten bereits im Gange. einstimmig angenommen. Eine lebhafte Diskussion entspinnt sich über die Anträge auf meister Simon entlassen worden und hatte alsbald eine andere Der Bericht des Genossen Ullrich über die Thätigkeit des Landeskomitees fonstatirt, daß die Wirksamkeit der euorganisation der Beitragserhebung. Von Mainz, Stellung angetreten. Bei dem neuen Arbeitgeber verdiente er aber Landesorganisation sich wesentlich gehoben hat. Zwar hätten nicht Darmstadt und Offenbach liegt ein schon wiederholt auf früheren in den nächsten vierzehn Tagen 11 Mark weniger, wie er in derLandeskonferenzen erörterter Antrag vor, eine einheitliche selben Zeit bei Simon verdient hätte. Diesen Fehlbetrag verlangte alle Ansprüche in agitatorischer Beziehung befriedigt werden können, Herrn Simon, indem bon geltend er ihn durch die die Schuld treffe jedoch nicht das Komitee. Die vorhandenen Geld- Quittungsmarke einzuführen. Dieselbe ist vom Landeskomitee an die B. Kreisvorstände und von diesen an die Lokalorganisationen abzugeben dieser müsse die Differenz tragen, weil mittel reichten nicht aus. Das müsse noch besser werden. Die Rechnungsablage durch Genossen Orb Offenbach und zwar zu bestimmt abgestuften Preissägen, sodaß durch dieses unberechtigte plötzliche Entlassung um die 11 Mark geschädigt ergab für die Zeit vom 13. Juni 1897 bis 25. August 1898 eine Verkaufsverfahren selbst schon die Beitragsleistung geregelt und er- habe. Der Beklagte Simon wandte vor dem Gewerbegericht gegen Gesammteinnahme von 2008,76 m.( einschließlich 600 M. Darlehen ledigt ist. Ueber die Prozentsätze, die dabei der Lokal-, Kreis- und die Forderung ein, der Kläger habe gegen ihn einen Vertrauensvom Sozialdemokratischen Verein Offenbach), der eine Gesammt- Landeskasse zufallen, gehen die Anträge auseinander. Ein Antrag bruch begangen, denn er habe eines seiner Jackettmuster abgezeichnet ausgabe von 1881,90 m.( einschließlich 180 M. zurückgezahltes Friedberg ersucht um Beibehaltung des derzeitigen Beitragsmodus. und die Kopie mit nach Hause genommen. Die Kammer I unter Für die vorgeschlagene Neuregelung sprechen die Genossen dem Vorsitz des Gewerberichters Techow verurtheilte indessen Simon, Darlehen) gegenübersteht. Referent betont die Nothwendigkeit eines festeren Beitragsmodus zur Füllung der Landeskasse. Nach dem Naab- Pfungstadt, Dr. David, Müller- Darmstadt, Liebmann- Mainz dem Kläger die 11 Mark zu zahlen; sie nahm an, daß es kein Heilmann und Donges- Offenbach. Dagegen sprechen Vertrauensbruch sei, wenn jemand ein belangloses Jackettmuster Bericht der Revisoren, der die Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung Göller und Busold- Friedberg. Die Neuorganisation abzeichne. darthut, erhält der Landeskassirer Decharge. Wegen Kontraktbruches hatte die Firma Dewitt u. Herz den leber die Lehren der lezten Reichstagswahl be- wird zunächst im Prinzip nach dem Mainzer Antrag mit großer richtete Genosse David- Mombach. Redner giebt ein zahlenmäßiges Mehrheit angenommen. Die Höhe der Beitragsmarke wird auf Klempner 2. beim Gewerbegericht beklagt. Sie verlangte als Buße Bild über die Fortschritte der Sozialdemokratie in den hessischen Antrag Müller- Darmstadt, den Lokalorganisationen zu regeln einen von ihm übernommenen Afford nicht fertig gemacht habe. Die 10 Pf. festgesetzt. Die Häufigkeit der Erhebung wird nach einem den ortsüblichen Tagelohn für sechs Tage, weil der Beklagte Wahlkreisen und erörtert die weiter zu ergreifenden Mittel zur Förde- überlassen; doch ist monatlich mindestens eine Marke pro Mitglied Kündigung war ausgeschlossen. 2. wandte gegen die Klage ein, er habe rung der Agitation. Eine eingehendere Betrachtung widmet er der Bauernfrage: Unsere Fortschritte auf dem Lande beweisen noch zu lösen. Die Marken sind sofort bei Bezug zu bezahlen. Ein Antrag, daß bei den Landtagswahlen Doppelkandidaturen zu schlechtes Werkzeug erhalten und hätte deshalb den Atford nicht ausführen können, ohne großen Schaden davon zu haben. Die Kammer V nicht ohne weiteres das Eindringen in die eigentliche Bauernschaft. Von letzterer haben wir zwar einzelne gewonnen, aber das Gros steht uns möglichst vermieden werden, wird nach längerer Debatte an- des Gewerbegerichts verurtheilte ihn, eine Buße wegen Kontraktnoch ablehnend, zum theil sogar feindselig gegenüber. Das tritt am Nach Erledigung einiger weiterer Anträge von geringerer Be- bruches zu zahlen; jedoch hielt sie 3,25 M. für angemessen und wies die klagende Firma mit dem Mehranspruche ab. flarsten gerade in den Orten nahe den Industriezentren zu tage, wo sozialdemokratische Organisationen sind und kein Mittel unversucht deutung wird zur Wahl des Landeskomitees geschritten. Gewerberichter Techow führte zur Begründung folgendes aus: Der gelassen worden ist, den kleinbäuerlichen Theil der Einwohnerschaft Dieselbe wird durch Wiederwahl der seitherigen Mitglieder Ulrich Kläger habe seinen Vertrag ohne gesetzlichen Grund gebrochen, denn und Orb Offenbach, Stock Mainz, Berthold Darmstadt und zu gewinnen. Gerade dort ist der politische Gegensatz zwischen Orbis- Gießen mit dem Siz in Offenbach erledigt. er hätte sich, bevor er an die Arbeit heranging, das Werkzeug anArbeiterschaft und Bauernschaft am schärfften. Die Macht der Nach einem Schlußwort des Genossen Ulrich und einem Chor- sehen müssen und könne nicht im Laufe der Arbeit mit dem Einivande kommen, das Werkzeug tauge nichts. Im übrigen hielten die fatholischen Kirche über die Gemüther ist groß, allein sie erklärt diese auch in proteſtantiſchen und freidenkerischen Gemeinden zu tage chang des Darmstädter Arbeiter- Gesangsvereins wird die Konfe- Zeugen das Werkzeug für nicht gar zu schlecht. Müsse der tretende Erscheinung nicht. Der Hauptgrund liegt auf wirthschaften mit einem begeisterten Hoch auf die Sozialdemokratie ge- Beklagte auch verurtheilt werden, so könne doch die Firma, da die I genommen. schlossen. lichem Gebiete. Die Bauernschaft sieht in der Sozialdemokratie nicht die Vertreterin ihrer wirthschaftlichen Interessen. Da wir die fleinbäuerliche Arbeitermasse aber mit in unsere Bewegung hineinwird die Gesammtpartei die Erörterung ziehen müssen, so der Agrarfrage demnächst wieder aufnehmen müssen. Neben der theoretischen Klärung muß die praktische Landagitation mit aller Energie weiter betrieben werden. Die Thätigkeit der Hessischen Landtagsfraktion giebt reiches Agitationsmaterial an die Hand. Da cine Bauernzeitung an der Kostenfrage scheitern würde, so empfiehlt Redner die Herausgabe eines billigen Kalenders. In der Diskussion betonten Orb und Heilmann Offenbach die Organisation auch in bäuerlichen Orten. Die anderen Nedner befürworten den von David vor- für geschlagenen Weg. Brehm Erbach macht ebenso interessante wie Arbeit = = Soziale Rechtspflege. V Kündigung ausgeschlossen sei, hier nicht die nach§ 124b der Gewerbe Ordnung zulässige höchste Strafe für Kontrattbruch fordern, sondern nur den nachweisbaren Schaden, den die nothwendige Beendigung des Akkordes durch einen anderen Arbeiter veranlaßt habe. Dieser Schade betrage aber nur 3,25 M. Nachträgliche Korrektur des Akkordpreises und nachträgliche Sühne für eine Miszachtung des Gewerbegerichts. Der Die Kammer IV des Gewerbegerichts wies einen Vergolder Metalldreher H. hatte im Betriebe der Firma Siegel u. Komp. den Auftrag erhalten, eine Anzahl Metalltheile„ in Afford" zu drehen. mit feiner wegen plötzlicher Entlassung angestrengten LohnAls Preis wurden ihm 20 Pf. für das Stück angegeben. Noch vor entschädigungsklage ab, weil er sich geweigert hatte, bei der Beder Fertigstellung des ganzen Alfordes theilte der Werkmeister dem arbeitung einer Leiste den Schnitzer statt des Hobels zu benutzen.. Arbeiter mit, daß man sich im Preise geirrt babe, es gäbe das Stück nur 12 Pf. Bei der Uebergabe der mit sei diese einer andern worden. verwechselt Mittwoch, Donnerstag, Freitag Elsasser Hemdentuch Meter 35 PL Louisianatuch Meter 38 Pf., Deckbettbreite 65 Pf. Bettsatin Meter 45 Pf., Deckbettbreite 70 Pl. Hemdentuche und Dowles, Lakenstoffe, ca. 165 cm breit, Meter 85 P Gartendecken Stück 1.10 und Pf. 2.40 Mk. Stickereien, Bett- Wäsche Bettbezug, Kissenbezug, Renforcé 3 M 85 Pl. Dimiti 3.40 1.05 Mk. 2 Damast ,, 1 Deckbett u. a Kissen 7.60 Mk. 165/225 cm. 1.85 Mk. Dowlas- Bettlaken Grosse ca. Küchenhandtücher Dtz. 3.25 und 4.50 Mk. Stubenhandtücher Diz. 5.50 9 und 2.40 Mk. Wischtücher Dtz. Staubtücher Dtz. 1 und 1.50 Mk. Tischtücher Stück 1.35 2.40 Mk. 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Wieder- Eröffnung Sonnabend, den 3. September, Abends 5 Uhr. Moabit. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Neu aufgenommen: Emaille- Geschirre. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Otto Belwe Nachf., Thurmstr. 50. Ostend Carl Weiß- Theater. Gr. Frankfurterstr. 132. Letzte Woche! Sie ist wahnsinnig. Schauspiel in 2 Atten von Melesville, deutsch von W. Lembert. Mittwoch, den 31. august: Vom Matterhorn z. Jungfrau. Der Geigenmacher von Cremona. Neues Opern Theater( roll). Rigoletto. Phantasten im Bremer Rathsteller. Anfang 7 Uhr. Schauspielhaus. Hamlet. Anfang 72 Uhr. Deutsches. Johanna. Anf. 72 Uhr. Lessing. König Heinrich V. Anfang 71/2 Uhr. Berliner. Seine alte Freundin. Namadou. Anfang 72 Uhr. Neues. Dr. Jojo. Vorher: Jm Negligé. Anfang 7 Uhr. Westen. Der Wildschüß. Anfang 72 Uhr. Thalia. Die Grille. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 712 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Die beiden Waisen. Anfang 8 Uhr. Demi Monde. Alexanderplat. Anfang 8 Uhr. Luisen. Seine Puppe. Hierauf: Entdeckt. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ueber Land und Meer. Anfang 8 Uhr. Cflend. Sie ist wahnsinnig. Der Geigenmacher von Cremona. Anfang 8 Uhr. Irania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern. warte, Operntelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 72 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Passage Panoptikum. Speziali täten Vorstellung. Central Theater Direttion: J. Ferenczy. Die Geisha ober: Eine japanische TheehausGeschichte. Operette in 3 Aufzügen v. Owen Hall. Mustt von Sidney Jones. Deutsch von C. M. Röhr und Julius Freund. In Szene gesezt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapellmstr. E. Goldmann. Kassen- Eröffnung 61/2, Anfang 72 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Victoria- Brauerei. Vorletzte Woche! ( Nur noch bis Sonntag, 11. Septbr.) Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möhl, Schneider und Schrader). Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf., Vorverkauf 40 Pf. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Castan's Panopticum. Neu!! WalsinMajor Graf Esterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von jungen schönen Damen. Passage- Panopticum. ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Fahrt auf dem Golf von Neapel. Fahrt durch Konstantinopel. Neu! Drama in 1 Aft von Fr. Coppée. Anfang 8 Uhr. Borzugs: Billets haben Giltigkeit. Morgen: Dorf und Stadt. Am 6. September: Schluntz sel. Wittwe. Große Gesangsburleske von Haneld. Novität! Luisen- Theater 34. Neichenbergerstraße 34. Direktion: Rich. Anger. Abend 8 Uhr zum 7. Male: Seine Puppe. Voltsstück in 3 Aften nach dem Französischen v. Max Schönau. Musik Dont Fritz Krause. Hierauf zum 7. Male: Auftreten des ersten deutschen Verwandlungs- Schauspielers A. Angeloti in seiner Tragi- Komödie Entdeckt! ( 4 Personen dargestellt b. A. Angeloti.) Zum Schlusse: Die Komponisten Musikalischer Scherz von A. Angeloti. Metropol Theater. Behrenstraße 55-57. Direktion: Richard Schult. Alpenglühen. Sonnabend, den 3. September 1898 Heute 25 Pf. Entree. Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. INDIEN Carl Hagenbeck's Ausstellung am Kurfürstendamm. INDIEN Schaustellungen i. d. Arena: Wochentags 6 und 8 Uhr; Sonntags 4, 6 und 8 Uhr. INDIEN Vorstellungen im Indischen Theater 4, 5, 7, 9 Uhr nachm. INDIEN Ab 4 Uhr nachmittags: Gr. Militär- Doppel- Konzert. INDIEN Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. INDIEN Geöffnet von 10 Uhr früh bis nach 11 Uhr abends. INDIEN Carl Hagenbeck's Ausstellung am Kurfürstendamm. Puhlmann's Eröffnungs- Vorstellung in dem glänzend renovirten aufe Novität. Bum 1. Male: Novität. Das Paradies der Frauen. Gr. Ausstattungsposse mit Gesang it. Tanz in 6 Bildern mit vollständig freier Benutzung von Blum u. Toché's Madame Satan" von Jul. Freund, Mufit von Jul. Einödshofer u. Bertr. Sänger. In Szene gesetzt vom Dir. Richard Schulz. Der choreographische Theil v. Balletmeister Louis Gundlach. 1. Bild: Der Brief des Paris. 2. Bild: Bei Gerson. 3. Bild: Ein Eisfest auf der Rousseau- Insel. 4. Bild: Sylvester- Rummel. 5. Bild: Eine Schäferstunde. 6. Bild: Eva's Ver: mächtniß.( Ballet.) Jm 2. Bilde: Puppenballet, ausgef. v. 36 Kindern. Die Moden des Jahrhunderts, Ballet, ausgeführt von 60 Damen. a) Directoire, b) Empire, c) Restaurationszeit, d) 1830, e) Die Kreoline, f) Moderit, g) Mode der Zukunft. Jm 6. Bilde: Eva's Vermächtniß. Gr. Bal abile, ausgef. von 80 Damen mit großer Apotheose. Vorverkauf von heute ab an d. Kaffe d. Metropol Theaters, Behrenstr. 55/57. Telephon: Nr. 2126. Amt I. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Lehte Saison vor dem Abbruch. Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Adalgisa. Adalgisa Schreckenberger: Adolf Hoffmann. Freitag, 2. Sept.( Seban- Tag): Vaudeville- Theater anfang: Sonntags 7, Wochent. 8 Uhr. Fest- Soirée. Sonnabend, 17. Sept.: Erste Soiree in den Reichshallen ( im großen Theatersaal). Schönhauser Allee 148. Berliner auf Kuba. Burleske in 2 Bildern v. Bictor- Moeder. Vollständig neues Spezial- Programm. Anf. d. Konz. 41/2, d. Borst. 51%, Uhr. Entree 30 Pf. Die Direktion: Ferd. Lehmann. Mittwoch, den 31. August: Abschieds- Benefiz für Willy Walde. Vereinszimmer frei, geräumig, mit Piano. Simeonftr. 23, Flick. Am KönigsThor. Haltestelle der Ringbahn. Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Im grossen Saale: Damentanz und Ball. mit Gesang und Tanz. Abend: Die Frauen- Garde, Gr. Ausstattungs- Burleske Den Vereinen empfehlen wir für die Wintersaison unsere renovirten, 300 bis 800 Personen fassenden Säle zu ihren Privatfestlichkeiten. Brauerei- Ausschank der Victoria- Brauerei, Stralan. Spezialitäten- und Theater- Vorstellung. Jeden Sonntag und Donnerstag: Großes Garten- Konzert und im elektrisch erleuchteten Riesensaale: Grosser Ball. Die Kaffeeküche ist den geehrten Damien von 2 Uhr an ununterbrochen geöffnet. Für gute Speisen und Getränke habe ich bestens Sorge getragen. Um recht regen Zuspruch bittet hochachtungsvoll 53612* Karl Mittag, Defonom. Max Kliem's Sommer- Theater, Hasenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Monsieur Boisset mit seinen dressirten Hunden und Affen. Mlle. Ernst, Athletin. Miss Ophelia's dressirte Kakadus. Pepi und Pepino. The Picardi's. Neu! Das GänseReu! Wenn gretel, Voltsftüd in 2 Bildern von Eisner. Frauen weinen, Lustspiel. Im schattigen Garten vor und nach der Vorstellung: Grosses Doppel- Konzert. In den Sälen: Grosser Ball. Anfang des Konzerts 4 Uhr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Max Kliem. Feen- Palast- P Prater- Theater, Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direktion: Winkler und Fröbel. Sonnabend, 3. Septbr. 1898: Wiedereröffnung des neu renovirten TO Riesen Theaters. Gr. Fest- Vorstellung Auftreten des neu engagirten Spezialitätenund Schauspiel- Personals. Neu! Zum 1. Male: Neu! ' s ist unheimlich! Original- Burlesfe mit Gesang. Hauptrollen: Winkler und Fröbel. Anf. 72 Uhr, Sonnt. 6 Uýr. Entree 30 Pf. bis 1 M. 50 Pf. Alcazar Theater Dresdenerstr52/ 53. Annenstr42/ 43 Direttion: Richard Winkler. Sonnabend, den 3. September: Eröffnung! Gr. Fest- Vorstellung des durchweg neuengagirten Schauspiel: u. Spezialitäten, Personals. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Wochent. 7 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf. Mähr's Theater Oranienstr. 24. Eröffnung der Winter- Saison: Donnerstag, 1. September cr.: Nen! Neu! Kulike als Kuli oder: Die Entführung nach Kiantfchon. Große Ausstattungspoffe. Auftreten fämmtl. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Preise wie bekannt. Bons haben Giltigkeit. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Kastanien Allee 7/9. Schloss Trauenstein. Apollo- Theater. Letztes Auftreten der Gesangshumoristen: Bender- Steidl- Blum, Milani- Tornay- Goltz, sowie das ausgezeichnete AugustProgramm. Kasseneröffn. 62, Anfang 8 Uhr. Donnerstag, den 1. September 1898: Eröffnung der Wintersaison. Otto Reutter. Jean Clermont. Mr. Taylor. Consuela Tortajada. Emeline Ethardo. Comtesse Ferucci. Les Minstrels Parisienne. Me. Nelsa. Ducreux- Giraldue. Cordelly u. Hersleb. The Missouris. Cardownies- Troupe. Marga Bizette. Der Kosmograf mit neuer aktueller Bilder- Serie. Anfang ab 1. September 712 Uhr. Volks- Theater im Welt- Restaurant Dresdener: Strake 97. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Novität! Neu! Neu! Unser Junge. Posse mit Gesang v. E. Braune Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 20 Pfennig. Sonntags 40 Pfennig. Die Direktion: Aug. Kalig. Konzerthaus Sanssouc Kottbuserstr. 4a. Juh.: H. Pierry. Melodramatisches Märchen mit Gesang Heute: Gr. Extra- Borstellung und Tanz in 4 Abtheil. von Hugo Anf. 6 Uhr. Ball. Entrée 30 Pf. Schulz. Musik von A. Kersten. Berg- Trio, türfifch- gymnastisches Bot: Avis! Bon Donnerstag, 1. Septbr. pourri. The 3 Forleys, chinesische Excentrics. Gebr. Milardo, Grotesque: Duettisten. Elly Viola, Kostümsoubr. Max Mr. Ranella, Kautschuckmensch. Theo, Handequilibrist. Jan and Jim, Knodebouts. Morleys, Fata Morgana. Ballet, Konzert und Ball. Anfang 4 hr. Eintritt 30 Pf., num. Platz 50 Pf. Kalbo. eichshallenTheater. Leipzigerstr. 77. Heute Mittwoch: Letzte und Abschieds- Vorstellung unter Direktion Quarg. Auftreten sämmtl. Spezialitäten und zum 82. und letzten Male: Berlin auf Stelzen! Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf. Das Garten- Konzert beginnt um 7 Uhr. Vorzugskarten nur noch heute giltig. Avis! Sonnabend, den 3. September cr.: Eröffnungs- Vorstellung in Quary's Spezialitäten- Theater Grand Hôtel Alexanderplatz. Großartiges Monstre- Programm. ab: Beginn der Wintersaison. Zum 1. Male: Ihre Familie. Boltsstück mit Gesang in 4 Aften von Georg Engels und Stinde. Die Vorstellungen finden Dienstag, Donnerstag u. Sonntag statt. Ostbahn- Park. Am Küstriner Plak. Direttion: H. Imbs. Täglich: 1111r Konzert, Theater und Spezialitäten Vorstellung. Anfang des Konzerts: Wochent. 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Bei ungfinstiger Witterung finden die Vorstellungen im großen Saale statt. Meine neuerbauten Festfäle stehen Vereinen zur Verfügung. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 10. Täglich: Theater: u.Spezialitäten. Vorstellung. Eine Stunde Kaiser von Desterreich. Sistorisches Lustspiel in 1 t von Oppenheim. Liesede in Italien. Komisches Singspiel in 2 Bildern von Fritz Waldau. Musik von R. Thiele. Im Saal: Ball. Dr.Simmel Moritzplatz, i.Hans v.Aschinger 2 Treppen rechts. Zähne v. 2 Martahlung spesialarst f. Santu. Harnleiden. Zähne v. 2 Mark event. Theil. Olga Jacobson, Jnvalidenst. 145. 10-2, 5-7. Sonntags 10-12, 2-4 Drud und Verlag von May Bading in Berlin.