Nr. 205. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Poft Beitungs Preisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. = Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonels getle oder beren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernfprecher: mt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 2. September 1898. Ein Wendepunkt in der Dreyfus- Affäre. ihren Eindruck nicht verfehlt haben. Am Schluſſe jenes Artikels eine Paris, 31. August 1898. Ein entscheidender Wendepunkt in der Dreyfus- Affäre ist die Verhaftung des Obersten Henry auf Befehl des Kriegsministers Cavaignac. Henry, Nachfolger des Obersten Picquart als Chef des kriegsministeriellen Informationsbureaus, war eine der fräftigsten, wo nicht die kräftigste Säule des verbrecherischen Klüngels, der seit zwei Jahren den an Dreyfus verübten Justizmord mit den infamsten Mitteln aufrecht zu erhalten sucht. Eines dieser Mittel war die nun vom Verbrecher Henry eingestandene Fälschung vom November 1896, jenes„ Dokument", in welchem allein der Name des Dreyfus genannt wird und welches daher im ersten Prozeß Zola, wie in der famosen Kammerrede Cavaignac's am 7. Juli als der wichtigste Beweis für die Schuld des Dreyfus figurirte. Drei Tage darauf wurden diese Worte zur That gemacht durch den bewährten Retter Esterhazy's, du Path de Clam's und des ganzen Generalstabes. " " Es er Um Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. ihren Eindruck nicht verfehlt haben. Am Schlusse jenes Artikels eine Beit lang allein, er hat Arbeit." schrieb Jaurès: 5 Uhr trat der wachthabende Offizier, der Henry eine Mit,, So beweist die im Oktober oder November 1896 berübte theilung zu machen hatte, in dessen Zeйle, wo er den Fälschung, daß Esterhazy und seine Mitschuldigen vom General Oberst in einer großen Blut la che liegend vorfand. Er stabe schon damals die Wirkungen der entscheidenden Entdeckungen hatte sich, wie schon bekannt, mittels eines Rafirmeffers die Kehle Picquart's.... und zugleich die immer möglichen Enthüllungen herbeigerufen, welch' letterer konstatirte, daß der Tod eine Vierteldurchschnitten. Es wurden sofort höhere Offiziere sowie ein Arzt der ausländischen Militärattachés befürchteten... Aber in jenem stunde vorher eingetreten war. Mehrere von Henrh hinterlassene Zeitpunkt( 3 wei Jahre nach dem Dreyfus- Prozeß!) Briefe an Cavaignac, Boisdeffre und seine Frau fonnte der Streich des Fälschers nicht mehr wirken. Es war zu wurden beschlagnahmt. spät, und so kehren sich die betrügerischen Kniffe Esterhazy's und Die heutigen Morgenblätter, selbst die Dreyfus- feindlichen, geben seiner Mitschuldigen gegen sie selber..." zu, daß die Sache der Revision des Dreyfus- Prozesses große Fortschritte gemacht hat." Echo de Paris" fordert selbst formell die mehr gegen Revision des Prozesses. Libre parole" fagt, fie set nicht eine Revision.„ Eclair" hält die Revision jest für unbedingt nöthig. Jedermann glaubt, daß sie kommen wird. Man ist sehr gespannt auf die Nachrichten von Soweit unser Korrespondent. Seitdem er geschrieben, hat die feiten des Justizministers.„ Radical" glaubt. Cavaignac Man kann sich nun denken, wie das Geständniß Henry's und Dreyfus- Affäre sich weiter entwickelt. Der Stein ist im Rollen, habe mit großer Befriedigung" die Nachricht vom Selbstmord deffen Berhaftung auf die Oeffentlichkeit gewirkt hat. Wie ich in feine Macht kann ihn aufhalten. Selbst die antisemitische Preſſe, Henry's vernommen, weil er ohne diesen Zwischenfall unbedingt zu meiner Depesche sagte, war die Fälschung der Eckstein des die" Libre Parole" des Abg. Drumont in Paris und die Staatsb. einer sofortigen Revision des Dreyfus- Prozesses gezivungen ge= 3tg." in Berlin fordern nun die Revision des Prozesses gegen den wesen wäre. vom Generalstab aufgerichteten Lügengebäudes, unter welchem Juden Dreyfus". Wir lassen die heute eingetroffenen Nachrichten, Dreyfus lebendig begraben bleiben sollte. Das Gebäude die ohne jeden Kommentar eine überaus beredte Sprache führen, veranlaßt, Henry verhaften zu lassen, daß mehrere Militär- Attaché's " Aurore" zufolge wurde der Kriegsminister durch den Umstand ist nun zusammengebrochen, unter seinen Trümmern nicht folgen: mur Henry, sondern auch die Spigen des Generalstabes, die Generäle drohten, bei dem französischen Gericht Klage zu erheben, weil anWolff's Bureau meldet unter dem Datum vom 31. August heute: geblich von ihnen herrührende Schriftstücke gefälscht worden de Boisdeffre und de Pellieur begrabend, mit unauswisch- Oberst Henry entleibte sich heute Abend im Ge- feien. Aus dem Kriegsministerium wird die Meldung dementirt, barem Schmutz bedeckend. Das hängt so zusammen. Boisdeffre fängniß, indem er sich mit einem Rasirmesser die Kehle durchschnitt. Henry's mit ihm fonferirt habe. Ueber die Verhandlungen des daß ein Generalstabsoffizier furze Zeit vor dem Selbstmord und Bellieur haben im Prozeß Bola vor dem Pariser Schwurgericht, Der Schnitt war so heftig geführt worden, daß die linke gestrigen Ministerraths ist nichts bekannt. Ein Minister theilte einem unter dem Zeugeneid, die Echtheit des gefälschten Dokuments beschworen. Halsschlagader ganz durchschnitten und die rechte verletzt war. Freunde mit, man befürchtet, daß die Henry- Angelegenheit noch Es galt ja damals, um jeden Preis die Verurtheilung Bola's zu erzwingen, nachdem die Generalstabschef Boisdeffre bat wegen der Henry- Affäre weitere Berwickelungen nach sich ziehen werde. Präsident Faure ist vorherige Verhandlung die Nichtigkeit des einzigen gesetz- um seine Verabschiedung. Minister Cavaignac nahm heute Nachmittag 1½ Uhr nach Havre abgereist. Mehrere Blätter versichern, die Mehrzahl der Abgeordneten im Parlament beabsichtige, lichen Schuldbeweises gegen Dreyfus( des Bordereaus) erwiesen hat. Die Demission auf wiederholtes Ersuchen Bois- den Antrag auf Einberufung einer außergewöhnlichen Sizung zu Es giebt also nur zwei Möglichkeiten. Endweder sind die beiden beffre's an unter Anerkennung der Loyalität desselben. stellen, um hinsichtlich der letzten Tage im Barlament zu diskutiren. Generäle im guten Glauben von Henry getäuscht worden, oder aber General Boisdeffre schrieb folgenden Brief an den Kriegsminister: So wett die Nachrichten des Depeschenbureaus. sie haben sich sagen wir: bereitwillig täuschen lassen. Ein drittes Paris, 30. August. Herr Minister! Ich habe soeben den Beweis Eine völlige Umgestaltung des französischen Generalstabs steht giebt es nicht. Will man aber ihren guten Glauben zugeben, so erhalten, daß mein Vertrauen in den Oderstlieutenant Henry, den bevor. General Gonse, der mit Boisdeffre, Pellieur und Henry die muß man sie nothwendig für geistig unzurechnungsfähig erklären. Chef des Nachrichtendienstes, nicht berechtigt war. Dieses Ver- über Zola zu Gericht ſizenden Richter terrorisirte, soll nach Nizza Denn das„ Dokument" zeigt sich jedem Menschen mit gesunden Sinnen trauen, welches ein unbegrenztes war, hat mich dahin geführt, mich bersetzt werden. Welche Bedeutung der Selbstmord Henry's auf den auf den ersten Blick als eine unsäglich plumpe Fälschung. Ich habe das es nicht war, und Ihnen als solches vorzulegen. Unter diesen Um- Sicher wäre es besser, er lebte und könnte reden. So mancher täuschen zu lassen und ein Dokument für echt zu erklären, welches Gang der Dinge nehmen wird, kann noch nicht übersehen werden. seinerzeit in meinem Bericht über die Kammerrede Cavaignac's ein- ftänden habe ich die Ehre, Herr Minister, Sie um Enthebung von Verbrecher wird sich nun sicher fühlen, daß der Mund, der so biel gehend begründet. Es sei nur erinnert, daß der Fälscher den meinem Amte zu ersuchen. Boisdeffre." Der Kriegsminister ant- erzählen konnte, nun für immer schweigt. angeblichen Verfaffer des Briefes, den deutschen oder den italienischen wortete: Paris, 31. August. Mein lieber General! Unfaßbar ist es jedenfalls, daß man einem Manne, der im Bes Militärattaché, ein Französisch schreiben läßt, welches noch viel fehler- scheint mir nothwendig, daß Sie selbst Sie selbst als Hauptperson griffe steht, aus glänzender Stellung ins Zuchthaus zu finden, zwei hafter ist als das Französisch des Negers Norton, des Urhebers der bei der Unterdrückung der Handlungen, welche den von Ihnen in aufs schärfste geschliffene Rafirmesser in die Einzelzelle giebt. Bei all berüchtigten Fälschungen gegen Clemenceau und Rochefort. Dabei voller Loyalität begangenen Irrthum veranlaßten, fungiren und dem Unfaßbaren, das die Affäre Dreyfus gezeitigt, ist dies doch ein mußten die Boisdeffre und Bellieug aus dem entwendeten echten erst danach kann ich, wenn Sie auf Ihrem Verlangen beharren, dem Umstand, der noch in Erstaunen segen kann. Briefwechsel der genannten Attaché's genau wissen, daß diese durchaus mir vorgelegten Gesuche entsprechen. Genehmigen Sie die Wersicherung meiner herzlichen Gesinnung. Cavaignac. forrett französisch schreiben.... Boisdeffre sprach hierauf dem Minister seinen Dank dafür aus, daß er an Uebrigens wirft einiges Licht auf das Verhalten Pellieug der feine Loyalität glaube, ersuchte ihn aber zugleich unter Ver- wurde von uns vom ersten Augenblicke an anders beurtheilt, Die Friedenskundgebung des Zaren Umstand, daß er so vorsichtig war, im Prozeß Zola das ge- sicherung seiner ehrfurchtsvollen Ergebenheit, auf seiner Bitte be- als in der übrigen Presse, die parteigenössische mit eingeschlossen. fälschte Dokument nicht wörtlich bekanntzugeben. Den die harren zu dürfen. Fälschung verrathenden Text erfuhr man erst aus der Kammerrede Dem Soir" zufolge sollen Brisson, Trouillot und Der überwiegende Theil der Parteipresse stellt sich nun auf unseren Cavaignac's. Die„ mildere" Annahme des guten Glaubens nebst Maruéjouls im Ministerrathe energisch die Revision Standpunkt, nur bei einigen Blättern der Partei trübt die geistiger Unzurechnungsfähigkeit aus militärischem Fanatismus tannes Dreyfus- Prozesses und die sofortige Ent- Freude über das für uns agitatorisch Verwendbare die Bedemnach nur für Cavaignac zutreffen. laffung gewisser Generäle gefordert haben; Cavaignac urtheilung über Motive und Zweck der geplanten FriedensWas den Kriegsminister betrifft, so hat er durch die Verhaftung habe jedoch mit feiner Demission gedroht, falls diese konferenz. Aber auch sonst macht man sich unsere Beurtheilung Forderungen aufrecht erhalten würden. Henry's einerseits unzweifelhaft seinen guten Glauben bewiesen, zu des seltsamen Ereignisses zu eigen. Unterm 1. September meldet Wolff's Bureau aus Paris: gleich aber eigenhändig die Kammerrede, die ihm für einige Wochen Mehrere Blätter greifen den Kriegsminister an, daß er feine Ein, der„ Post" zufolge hervorragender Diplomat, welcher diktatorische Triumphe eingebracht, ausgemerzt, in ihr Nichts zurück- Maßregeln getroffen habe, den Selbstmord des Oberstlieutenants einer ausländischen Botschaft in Berlin gegenwärtig zugetheilt gewiesen. Er hat felber seinen Lorbeerkranz eines Baterlands- Henry zu verhüten. Es heißt, das Parlament werde vielleicht zu ist, hat dem dortigen Vertreter der„ Danziger Neuesten Nach retters" in eine Narrenkappe umgewundelt.... Von ihm hängt es einer außerordentlichen Session einberufen werden. Man spricht richten" in einer nahezu einstündigen Unterredung seine Annun ab, seinen Ruf einigermaßen wiederherzustellen, wenn er nämlich Präsident Faure, welcher gestern nach Havre zurückkehren wollte, äußerte sich u. a. folgendermaßen: bereits von einer großen parlamentarischen Untersuchungskommission. fichten über die Barenbotschaft mitgetheilt. Der Diplomat sich dazu aufzuraffen vermag, die logischen Konsequenzen aus der verschob seine Abreise. Blätter, welche bisher auf seiten Entlarvung Henry's zu ziehen. des Generalstabs standen, treten heute für die Revision des Es heißt da aber abwarten! Cavaignac hat bisher in der Dreyfus- Prozesses ein. Die Petite République" fritisirt Dreyfus- Affäre eine so entsegliche geistige und moralische Beschränkt scharf die Demission des Generals Boisdeffre, welcher jetzt, heit an den Tag gelegt, daß es nicht überraschen würde, wenn er wo er seinen begangenen Fehler eingestehen solle, die Flucht ergreife. auch jetzt noch die Gefahr zu lokalisiren versuchte. Die nächsten Mirman wird mit Fournière den Kriegsminister Cavaignac wegen Tage dürften bereits Klarheit bringen über das fünftige Verhalten der Authenzität der am 7. August von der Tribüne verlesenen Cavaignac's bezw. der Regierung. Schriftstücke interpelliren.- Der Deputirte Breton des Departements Die bisherige Rolle des Kriegsministers macht es der General- her wird den Kriegsminister Cavaignac interpelliren wegen der Motive zur Verhaftung des Oberstlieutenants Henry. Der Polizeistabs- Presse unmöglich, den Todesstoß der Verhaftung Henry's durch tommissar begab sich heute früh nach dem Mont Valérien, um den die üblichen Lügen und Verleumdungen zu pariren. Ist es doch Selbstmord des Oberstlieutenants Henry gerichtlich festzustellen. Er gerade diese Presse, die Cavaignac dem Kabinet Brisson förmlich belegte das zur That gebrauchte Rasirmesser mit Beschlag. Um aufgedrängt und dann ihn zum Vaterlandsretter gestempelt 7 Uhr war der Leichnam Henry's von Offizieren gefunden hat. Desto betäubender ist der Schlag für das chauvi- worden. Der Augenschein ergab, daß der Tod sofort eingetreten nistische Gelichter. Vorläufig herrscht in der Generalstabs- fein müsse. Herold's Bureau berichtet aus Paris: presse Schweigen auf der ganzen Linie. So viel ich sehe, sucht nur der„ Eclair", das Organ des Renegaten Alphonse Humbert, des ehe- wärtige Leiter der Kriegsschule, ausersehen. Žum Nachfolger Boisdeffre's ist General Renouard, der gegen Ueber den Selbstmaligen Komunards, gute Miene zum hösen Spiel zu machen, in- mord des Obersten Henry werden folgende Einzelheiten be dem er Henry mit den brandmarkendsten Worten überschüttet, zu- fannt: Nachdem Henry der Befehl des Kriegsministers zu gleich aber seine Vorgesetzten als unschuldige Opfer des Fälschers feiner Verhaftung mitgetheilt worden war, blieb Henry rechtfertigt. Die Preisgabe Henry's durch den„ Eclair" ist des- wie versteinert stehen. Er hiff tuiff die Lippen zusammen halb besonders pikant, weil Henry offenkundig in diefer und konnte nur einige Worte lallen, welche etwa lauteten:„ Weshalb Zeitung die Rubrik der Dreyfus- Affäre leitete.... Am verhaftet man mich, ich habe nichts gethan". Auf dem Transport ergöglichsten krümmt sich unter dem Keulenschlag Rochefort's Blatt, zur Festung sagte Henry zu dem ihn begleitenden Offizier kein Wort, welches die offizielle Preßuote über die Verhaftung in fleinen er hatte auch nicht das Bewußtsein von Zeit und Ort. Er sagte: Lettern in einem unsichtbaren Winkel versteckt, ohne ein Wort der ich habe nichts gethan". Nachdem Henry auf dem Gefängnißhof_an„ Es ist 7 Uhr, meine Frau wartet auf mich, wohin führt man mich, Beurtheilung zu wagen. gekommen und in die für solche Fälle und solche Offiziere vorgesehene spezielle Wohnung gebracht worden war, hatte Henry noch nicht das Bewußtsein seiner Lage. Er sagte:„ Was heißt das alles, das ist ja fürchterlich." Bis gestern Nachmittag um 3 Uhr blieb Henry allein. 1 m 31/2 1hr fam ein Offizier des Kriegsa Von Interesse ist noch der Umstand, daß Genosse Jaurès gerade ministeriums, der bis um 4 Uhr bei Henry verblieb. Was am letzten Sonnabend, drei Tage vor der Verhaftung Henry's, in nicht. Der Abgesandte des Kriegsministeriums setzte dem Oberst sich zwischen beiden zugetragen hat, weiß man der Petite République" in lichtvollster Weise die Fälschung allseitig den Ernst der Lage auseinander und forderte ihn auf, Erklärungen nachgewiesen hat. Dieser Artikel, wie die früheren acht Artikel über die von ihm begangene That zu geben. Der Offizier Jaurès über die Dreyfus- Affäre werden gewiß auch auf Cavaignac sagte beim Verlassen der Festung: Laßt den Oberst Die unabhängige Presse triumphirt selbstverständlich über den ersten rächenden Schritt der Nemesis. Ob aber ihre Hoffnung auf eine baldige Revision des Dreyfus- Prozesses sich erfüllen wird, das muß vorläufig dahingestellt bleiben. " " .. Das Projekt richtet sich, wenn auch nicht ausschließlich, so doch in erster Linie gegen England. Die öffentliche Meinung schien dort nachgerade einen derartigen Grad der Erbitterung angenommen zu haben, daß das englische Kabinet in Gefahr war und sich, allen neueren Anzeichen zufolge, zu einer That entschließen mußte. Diese That sollte, da man es bis zum letzten Moment ver meiden wollte, direkte Feindseligkeiten gegen Rußland zu eröffnen, sich gegen China richten, und zwar in Form eines Ultimatums, das der englische Gesandte in Peking überreichen sollte. In diesem Falle hätte Rußland, da es zu einem großen Entscheidungs friege noch nicht bereit ist, China nicht unterstützen können;, es mußte also entweder ristiren, seine Vortheile in NordChina, bei einer Niederlage des Reiches der Mitte, theilweise einzubüßen, oder aber England freiwillig Konzeffionen zu machen. Da aber die russische Diplomatie feineswegs beabsichtige, die britische Einflußsphäre im Yang- Tjekiang- Thale und die britischen Gebietsansprüche anzuerkennen, weil Rußland dadurch seine zufünftige Ausdehmung in China völlig unterbinden würde so griff man in Petersburg in diesem Dilemma zu dem einzigen Auswege, der momentan übrig blieb: man verkündete die Absicht des Zaren, den Weltfrieden herzustellen, und suchte vorläufig damit Beit zu gewinnen. Für Rußland, welches fürs erste seine Rüstungen und seinen Aufmarsch beendet hat, ist es ja sehr billig, jetzt für den Frieden und die Abrüstung einzutreten, zumal eine Kontrolle über ein parlamentslos regiertes Land ungleich schwerer ist, als über solche Staaten, in welche die Regierungen bei allen Forderungen von den Volksvertretungen abhängig sind. In 11 Sprachen übersetzt, ist der kaiserliche Erlaß in Millionen von Exemplaren in allen Ländern vertheilt worden, wo Russen oder von Rußland abhängige Bölferschaften wohnen, oder russische Interessen im Spiele sind, und mit andächtiger Begeisterung werden alle jene unfultiviyten Völkerstämme die Manifestationen des Friedenszaren" hören. Das ist bom auts moralischen Standpunkte ein abera maliger immenfer Vortheil für das Prestige Rußlands. Der Wolf im Schafspelz verschafft sich auf diese Weise, ohne alle Unkosten, eine bedeutende Popularität auf der ganzen bewohnten Erde. In Wahrheit ist der ganze Vorschlag über den das offizielle Frankreich vorher vertraulich in formirt war, während die übrigen Mächte erst bei der " eingerichtet sein, daß nicht nur jede Waarengattung leicht aufzufinden ist, sondern daß auch eine so umfangreiche Ergänzung, wie sie zur Zeit durch das Amtliche Waarenverzeichniß in Form einer Instruktion an die nachgeordneten Ausführungsbehörden stattfindet, nicht mehr nothwendig sein wird." Aus Waldenburg wird uns geschrieben: Da das Barras'sche offiziellen Publikation durch ihre Petersburger Botschafter davon Politische Webersicht. Kenntniß erhielten- an fast allen Regierungsstellen völlig eindrucks los geblieben, und zwar nicht blos Berlin, den 1. September. deswegen, weil man die Unmöglichkeit, ihn zu realisiren, sofort erlaunt an hat, sondern weil man auch überall genau darüber Ein neues Bergunglück wird aus dem Bezirke des orientirt ist, daß die Petersburger Diplomatie felben Zechenbesitzer- Vereins gemeldet, der der Forderung der felbst an eine wirkliche und dauernde Abrüstung Heranziehung von Delegirten der Bergleute als Assistenten waarenhaus aus Breslau hier eine Filiale errichten will, plant der niemals gedacht hat. Sie hat ja allerdings auch niemals der Grubeninspektoren den zähesten Widerstand entgegensetzt. hiesige Magistrat den Erlaß einer Kommunal- Steuererwartet, daß Frankreich, England oder Deutschland sich aufs In der Mittwochsnacht arbeiteten auf der Zeche Viktor" ordnung für große Bazargefchäfte, weil dies als das Glatteis führen lassen und auch nur einen Mann oder auch nur bei Kastrop in Westfalen vier Bergleute im Schacht auf einzige Mittel bei der bekannten Konferenz von dem Minister von eine Kanone in ihren Budgets streichen, oder von nothwendig einer freischwebenden Bühne, als sich plötzlich der Anker vom Miquel empfohlen wurde. Unsere Stadt würde, wenn Barras seinen werdenden Mehrforderungen für Heer und Marine absehen Drahtseil loslöste, wodurch die Bühne umkippte. Drei Berg- Blan ausführt, zwei Waarenhäuser befizen, da wir schon ein fürstlich würden. Aber bei der fogenannten öffentlichen Meinung, das leute verschwanden sofort in der Tiefe, der vierte stürzte, da Pleß'sches Waarenhaus haben, welches nur an dessen Beamte und heißt bei der breiten Masse, der man in erster Linie Sandeute in die Augen streuen wollte, scheint die Absicht gelungen zu fein: feine Hilfe zur Stelle war, ebenfalls hinab. Alle vier Arbeiter verkaufen darf. Rußland, die einzige aggressive und den Frieden der Welt be- find todt. Aus Elsaß- Lothringen, 31. Auguft.( Eig. Ber.) Die Aufdrohende Macht, steht, von der Gloriole der Friedensliebe um- Bei einer ständigen, gewissenhaften Kontrolle müssen sich Presse und in der öffentlichen Meinung Elsaß- Lothringens gefunden sichnahme, welche das Friedensmanifest des Baren in der flossen, erhaben über allen anderen Nationen, angestaunt und be- derartige Unglücksfälle vermeiden lassen. Das größte Interesse hat, zeigt von neuem, wie sehr alle diejenigen im Unrecht sind, wundert von gläubigen Kannegießerseelen als" Verfechter der daran haben die Arbeiter selbst. Darin liegt die beste Be- welche aus dem angeblichen Vorhandensein von deutsch- feindlichen Friedensidee". Gelingt es Rußland auch nicht, der Tag der gründung ihrer Forderung, sie an der Grubeninspektion mit Strömungen in der eingeborenen Bevölkerung der Reichslande und großen Abrechnung mit England bis zu dem Augenblid hinaus- bestimmendem Einfluß theilnehmen zu lassen. Werden die deren Hinneigen zu Frankreich einen Grund für die Aufrechtzuschieben, in welchem die russischen Bahnbauten in Asien beendet sind, um russische Heeresmassen in alle jene Gebiete zu ergießen," Berliner Neuesten Nachrichten", das Organ der schlesischen erhaltung der Diktatur und der staatsrechtlichen und gesetzlichen Auswelche von der Seeseite her uneinnehmbar sind, so hat es doch Bergwerksbefizer, auch dieses Bergunglück als einen Beweis nahmestellung des Landes herleiten zu müssen glauben. Denn wenn wenigstens den Gegner von vornherein ins Unrecht gesetzt, der für die angeblich ausreichende Fürsorge der Zecheninhaber irgend einmal, so wäre anläßlich der Besprechung des russischen Strieg wird ihm formell aufgezwungen" und das Petersburger reklamiren und wieder die Behauptung wagen, Delegirte der Abrüstungsvorschlages für die Breßorgane des eingeborenen Elsässerthums Veranlassung vorhanden gewesen, die ihnen unterstellte Kabinet hat, indem es rechtzeitig die„ russische Friedensliebe" Bergleute als Inspektoren des Bergwerksbetriebes einzusehen, Gegnerschaft gegen die Aufrechterhaltung des durch den Frankfurter gegenüber dem, englischen Kriegsdurst" erheuchelte, die Sympathien sei nach keiner Richtung gerechtfertigt? Frieden geschaffenen staatsrechtlichen Zustandes zum Ausdruck zu ber großen Masse auf die russische Seite gelenkt. Wenn also die Gegen die Anstellung von Delegirten der Bergleute als bringen, wenn sie dies, mit Rücksicht auf ihre Existenz, auch mir in ganze Demonstration im übrigen, wie vorauszusehen, völlig Assistenten der Grubeninspektion fühlt sich die offiziöse versteckter Weise gethan hätten. Von alledem war jedoch bisher in wirtungslos verpuffen wird, so hat die Zarenbotschaft doch ihr„ Nord deutsche Allgemeine Beitung" verpflichtet, der Presse des Landes nicht das geringste zu bemerken. Die Hauptziel ohne alle Frage erreicht." Stimmung zu machen. Das dem Reichskanzler nahestehende Aeußerungen derselben sind vielmehr durchweg von dem Wunsche Denselben Gedanken deutet das Hauptorgan der eng Blatt giebt folgende Mittheilung der„ Rheinisch- Westfälischen nach einem dauernden Frieden auf der Grundlage des status quo diktirt, und und die die Revanchegelüfte gewiffer Kreise Frankreichs Politischen Nachrichten" offenbar ein im Dienste der Zechen begegnen dabei zum theil einer recht fühl- abweisenden Beurtheilung. befizer stehendes Unternehmen- wieder, die folgendermaßen Das„ Elsässer Journal" in Colmar ſchreibt: lautet: " Tischen Konservativen, der Salisbury nahe stehende„ Standard“ alt, wenn er ausführt: Ein Kritiker, welcher der alten Schule angehört und von der ruffischen Doppelzüngigkeit überzeugt ist, könnte darauf hinweisen, daß die Regierung von Petersburg auch noch ein anderes Ziel erreichen möchte. Wenn Großbritannien die Konferenz beschickt, so erlaubt es Rußland reichlich Zeit, sich für den nächsten Schritt in China vorzubereiten und seine althergebrachte Politik zu befolgen reculer à mieux sauter( fich zurückziehen, um nachher besser zu springen). Be schicken wir die Konferenz nicht, so wird uns die Berantwortlichkeit, einen Konflitt provozirt zu haben, zugeschoben." Der Italie" zufolge hätten die Dreibundmächte beschlossen, auf den Vorschlag des Zaren zu erwidern, daß sie die dee der Abrüstung rückhaltlos annehmen. Wir haben früher schon ausgeführt, daß die Dreibundstaaten trotz aller schr ernsthaft geförderten Pläne, ihre Heere und Flotten zu vermehren, diese Zustimmung geben können. Wissen sie doch, daß wegen des sicheren Widerstandes Frankreichs die Konferenz ergebnißlos sein muß und so sie als die Friedliebenden, Frankreich, also die Republit, als der Kriegsfanatiker vor der Welt dastehen wird. Der Köln. 8tg." wird aus London gemeldet: Von angeblich gut unterrichteter Seite werden heute die BeSprechungen Lord Balfours mit mit dem Grafen Hayfeld mit dem Wunsche des deutschen Kaisers in Verbindung gebracht, über die englische Aufnahme des russischen Vorschlags unterrichtet zu sein. Die Antwort Lord Balfours sei zurückhaltend, aber doch hinlänglich bestimmt in bezug auf die Nothwendigkeit gewesen, daß vor der Annahme einer internationalen Konferenz ihre Zwecke und Begründung der Zustimmung der Mächte unterbreitet würden. Wenn vom englischen Auswärtigen Amt eine günstige Antwort erwartet werde, müsse die Gewähr leistung gegeben werden, daß keine der Fragen, die jetzt zwischen den Machten strittig seien, der Entscheidung des FriedensKongresses unterbreitet würden. ,, Was es vielfach für Leute sind, von denen die Arbeiter sich ins Schlepptau nehmen lassen, das hat dieser Tage an einem recht niedlichen Konterfei des Bergarbeiterführers" Bokorny das Rhein.- Westf. Tageblatt" wieder einmal gezeigt. Dieser junge, noch nicht wahlberechtigte Mensch, der in dem verflossenen Wahlkampfe eine sehr agitatorische Thätigkeit entfaltet hat, ist im ganzen vielleicht zwei Jahre Bergmann gewesen, nachdem er vorher als Bauernknecht gedient hat, spielt sich aber auf, als ob er vom Bergbau mehr kenne und verstehe als alle BergHauptleute, Ober- Bergämter, Grubenverwaltungen und Bergbeamte zusammengenommen, und alte, erfahrene, in harter Arbeit. ergrante Bergleute laufen einem laufen einem solchen solchen Menschen nach und opfern ihm ihre sauer verdienten Groschen. Einen an deren sehr schätzenswerthen Beitrag zur Naturgeschichte dieser„ Bergarbeiterführer" lieferte unlängst in einer Versammlung des christlichen Gewerkvereins zu Altenessen dessen Vorsitzender Brust selbst. Ein von ihm scharf mitgenommeuer Aeltefter hatte ihm zu verstehen gegeben, daß es zweifellos bequemer sei, von den Arbeitergroschen zu leben, als in der Grube harte Arbeit zu verrichten. Darauf erklärte Brust, daß er für die lumpigen 150 M. Monatsgehalt überhaupt nicht länger mitthun wolle. Wenn man mir nicht mehr giebt, pfeife ich auf die Berglente." Das ist der Grad des Interesses, das diese Leute für das Wohlergehen des Arbeiters im Herzen tragen, und das find die Leute, die zweifellos zu Grubenfontrolleuren avanziren würden, wenn die Regierung auf die sozialdemokratischen Wünsche einginge. Wer glaubt, daß durch solche Leute für die Sicherheit des Grubenbetriebes etivas zu ge= winnen sein würde, mag es thun; wir glauben es nicht." " Die Anregung Nikolaus' II. wird mit lebhafter Genugthuung als der Vorbote der Befreiung von einem Alp begrüßt werden, der von der ganzen zivilisirten Welt empfunden wird. Leider wird in der inneren Beschaffenheit derselben sogenannten zivilisirten Welt selbst die theilweise Abrüstung und Aufrechterhaltung des allgemeinen Weltfriedens noch lange in dem Bereiche der Utopien verbleiben." Der in Straßburg erscheinende Elsässer", das führende Organ des reichsländischen Klerikalismus, fagt: 11° Man kann sich angesichts dieses großartigen Gedankens gar nicht vorstellen, daß die Staaten so tief in die moderne Barbarei von Blut und Eisen versunken sein sollten, um dem Vortrage des garen nicht Folge zu leisten. Nun, wir werden ja ſehen!.. Es läßt sich nicht bestreiten, daß der russische Kaiser mit seinem Abrüstungsvorschlag der nation amie et alliée einen sehr schlechten Dienst erwiesen hat. Denn entweder geht Frankreich auf diesen Vorschlag ein, dann verzichtet es, wie wir bereits angedeutet, endgiltig auf Elsaß- Lothringen. Geht es nicht ein, dann wird es allerivärts als ein Element des Unfriedens und der Zwietracht verschrieen werden. Die Hoffnung, daß der russische Freund den Franzosen zur Wiedereroberung Elsaß- Lothringens verhelfen, daß er ihnen beistehen werde, die verlorene Stellung in Europa wieder zu gewinnen, schwebte ihnen wie ein trügerisches Spiegelbild vor. Und nun wird ihnen die grausame leberraschung zu theil, daß der Verbündete, auf dessen Schwert sie vertrauten, die allgemeine Abrüstung befürwortet, den Frieden unter Zugrundelegung des status quo befestigen will!" V Die liberal demokratische Straßb. Bürgerzeitung" endlich äußert sich dahin: 1... Mit der Person des im Dienste der Klerifalen stehenden Bergmanns Brust brauchen wir uns nicht zu befassen, denn daß dieser Mann, der derartig zu seinen Fachgenossen spricht, nicht zum Delegirten gewählt werden würde, versteht sich von selbst. Gegen den Bergmann Pokorny hat das Organ der Rechenbefizer felber weiter nichts einzuwenden, als daß er noch nicht wahlberechtigt und früher Bauernknecht, dann zwei Jahre Bergmann gewesen sei. Nun, wenn einem solchen jungen Manne alte, erfahrene, in harter Arbeit ergraute Bergleute ,, nachlaufen", dann muß den Bergbau gut tennen, sonst wäre es ausgeschlossen, daß die alten Bergleute zu ihm Vertrauen in technischen Dingen hätten. Dieser neueste Versuch, die nicht müde wird, den geseglichen Sinn der eingeborenen Bevölkerung dringlichste Forderung der Bergleute als unzweckmäßig hinzustellen, ist noch kläglicher als die übrigen, was gewiß etwas sagen will. er Kurz und gut: wenn die Regierung diese selbstveſtändliche Forderung nicht endlich und nicht bald ernsthaft bewilligt, so hat sie die Verantwortung für jedes neue Grubenunglück zu tragen. Der Köln. 8tg." wird aus Berlin gemeldet: Zu einer Mittheilung der„ Agence Havas", daß die deutsche Presse auf grund französischer Breßäußerungen die Vorstellung zu erwecken fuche, als ob Frankreich allein und im besonderen Gegensatz zu Deutschland dem russischen Vorschlag widerstrebe: das fran zöfifche Regierungsdementi erstrecke sich nicht nur auf die im " Temps" enthaltene fleine Bosheit gegen Rußland, sondern auch auf die staatsrechtlich gar nicht zu diskutirenden Vorbedingungen, von deren Annahme ein Eingehen Frankreichs auf die russischen Wünsche abhängig gemacht wurde. Man könne von dieser Stellungnahme der französischen Regierung im französischen Regierung im Gegensatz zu den früheren Aeußerungen der der französischen Presse nur mit Genugthuung Kenntniß nehmen. Die Abhaltung des Kongresses, die zuerst durch Frankreichs Haltung gefährdet er schien, scheint jetzt an guter Aussicht gewonnen zu haben. Die Magdeb. 8tg." berichtet dagegen aus Paris: Nach Aeußerungen amtlicher Kreise wird Frankreich jede AbSpanien und Amerika. Wie der Madrider„ Imparcial" meldet, rüstung ablehnen, so lange die elsaß lothringische Frage" werden die Minister des Aeußeren und der öffentlichen Arbeiten, nicht im französischen Sinne geregelt ist. Wie wenig Frankreich welche damit beauftragt worden sind, einen einleitenden Entwurf an Abrüstung denkt, beweist die neue Kreditforderung von aufzusetzen, durch welchen die Ermächtigung der Cortes 200 Millionen für Heeres- und Marinezwecke, die Cavaignac und zu den Friedens- Verhandlungen nachgesucht wird, ihre Lockroy erheben! Arbeit heute Abend dem Kabinet zur Genehmigung vorlegen. Es liegen ferner folgende Nachrichten vor, u. a. aus Der Führer der konservativen Dissidenten Silvela ist in London: Madrid eingetroffen und hatte eine Besprechung mit dem Minister" Morning Post" erfährt über Berlin, der 8ar werde zu präsidenten Sagasta. Er hält seine Weigerung, feiner Partei zu gefrieben sein, wenn es der von ihm vorgeschlagenen Konferenz statten, daß sie an der in Paris zusammentretenden Kommission gelingt, einen modus vivendi zwischen den streitenden Parteien im nahen und fernen theilnehme, aufrecht. " einschränken. " # Ein besonderes Interesse hat das Manifest Nikolaus' II. für Elsaß- Lothringen. Die Reichslande sind der europäische Wetterivinkel. Die europäischen Rüstungen sind nicht zuletzt eine Folge des Frankfurter Friedens.... Die französisch- russische Freundschaft besteht, aber das Manifest des garen läßt nicht den Teiseften Zweifel darüber zu, daß dies Bündniß der Revanchehoffnung feinerlei Hoffnung verstattet. Rußland will ein Friedens, kein Striegsbündniß. Das Manifest des Baren wird auch dem bornirtesten Chauvin darüber die Augen öffnen, daß die Gestalt, welche der Frankfurter Frieden der Karte von Mitteleuropa gegeben, eine dauernde ist und daß Rußland nicht dazu zu haben ist, Frankreich auf dem Wege der Gewalt zu Elsaß- Lothringen zu verhelfen." Einer gewissen freifonservativen Bresse der Neichshauptstadt, die Elsaß- Lothringens zu verdächtigen, empfehlen wir diese Preßstimmen zum eingehenden Studium. Desterreich. Die Einberufung des Reichsraths erfolgt zum 26. September. Niederlande. Amsterdam, 80. Auguft.( Eig. Ber.) Der Regierungsantritt Wilhelmina's von Oranien- Nassau wird es nicht unangebracht erscheinen lassen, einen Blick auf die politische und soziale Lage des kleinen Landes zu werfen. Der Regierungsantritt selbst ist von feiner besonderen Wichtigkeit. Genosse Troelstra hat schon vor einigen Monaten in der Zweiten Kammer die unwidersprochene Be weit weniger bedeutet als ein Wechsel des Ministeriums. Nud in hauptung aufgestellt, daß ein Personenwechsel auf dem Throne Hollands der That hat der konservative Staatsmann Van Houten in seinen radikalen Tagen nur die nackte Wahrheit geäußert, als er fagte, daß die Krone in Holland mir ein Ornament ist. Seit 1848 regiert verfassungsmäßig nicht mehr der König, sondern die Wählerschaft. Unter dem Drange der nach politischem Einfluß strebenden Bourgeoisie erflärte damals damals der König Wilhelm II. den Gesandten der Großmächte, daß er in vierundwanzig Stunden von streng konservativen zu gut liberalen Anschauungen umgesattelt habe. Seitdem trat an die Stelle des absolutistischen Königthums nicht nominell, sondern thatsächlich eine republitanische Monarchie. Often zu erzielen. Er hoffe, daß sich dieses Ergebniß Ueber die Unterdrückung der Karlistenbewegung in den Unterhandlungen entwickeln wird und daß diese meldet die„ Madeburger Zeitung" aus Madrid: Bisher wurden fchließlich zu einer allgemeinen Bewegung in der Richtung 200 Starliften verhaftet. Die Regierung beschlagnahmte ein karlistisches Der Abrüstung führen werden. Der Bar wolle erst die Waffenlager in Biscaya. Kriegsursachen beseitigen und dann die Kriegswerkzeuge Der Dampfer Isla de Panay" ist mit 1730 von den Antillen " Daily News" behaupten, daß zwischen Deutschland Heimgekehrten in Corunna eingetroffen. Unter ihnen befinden und England Unterhandlungen schwebten behufs Erzielung fich 130 Offiziere. Während der Ueberfahrt kamen 17 Todes- verknüpften Stausch von Byzantinismus die einer Verständigung darüber, den Beitritt zur Friedenstonferenzfälle vor. von der Bedingung abhängig zu machen, daß deren Entscheidung Die Generale Bando, Salcedo, Bruna und Figuerra kehren von mehr als ein Mitglied in seiner noch nicht hoffähigen Zeit sich teine Fragen unterbreitet werden, die gegenwärtig Kuba nach Spanien zurück. einen Streitgegenstand zwischen den Mächten bilden. Aus Petersburg meldet die Magdeb. Zeitung": Die russische Regierung schlägt als Zeitpunkt für den zu sammentritt der Abrüstungskonferenz einen Monat nach dem Abschluß des spanisch- amerikanischen Friedens vor. Resultat liefert. Wie dem New- Yorker„ Sun" aus Manila gemeldet wird, soll Aguinaldo an die fremden Mächte eine Proflamation gerichtet haben, in welcher er sie um die Anerkennung der Unabhängigkeit einer Republik der Philippinen ersucht. * * Deutsches Reich. echten Erben Die Fronie des Schicksals wollte es, daß gerade jetzt bei der Thronbesteigung der achtzehnjährigen Königin und dem damit der anti- monarchischen Liberalen von 1848 am Ruder waren. Das fortschrittliche Ministerium Pierson- Borgesius, von dem aufs despektirlichste über das Königthum äußerte, ist jegt ge= zwungen, alle die schwülstigen Redewendungen dieser Lage in Staatsfchriffen und öffentlichen Ansprachen mitzumachen und über sich ergehen zu lassen. Diese Sachlage entbehrt nicht der Komit. Im übrigen ist die politische und soziale Lage keineswegs derart, daß der Augenblick gerade recht geeignet erscheinen kann, dem Volke die heilsame Wirkung des Königthums darzuthun., Gleichfalls aus Petersburg meldet dagegen das Bureau Herold": Der unheilvolle Atjeh- Strieg, mit seinen riesigen Opfern an Geld Noch eine nene Denkmünze? Der„ Germania" zufolge soll und Menschenleben, hat eben in diesem Jahre sein fünfundzwanzigDie vom Baren angeregte Friedenskonferenz wird, wie in aus Anlaß des fünfzigjährigen Bestehens der preußischen Flotte dem jähriges Jubiläum gefeiert. Die mit vielem Lärm angekündigte hiesigen diplomatischen Kreisen verlautet, Anfang März nächsten Vernehmen nach auf faiserlichen Befehl für die Reservisten und ehe- Expedition nach dem Pedir- Thal, welche nach der schnarrenJahres in Kopenhagen zusammentreten, falls der Meinungsausmaligen Angehörigen der kaiserlichen Marine eine filberne Gedenk den Voraussagung des Befehlshabers Van Heutez ganz Atjeh tausch über die Vorfragen zwischen den Mächten ein günstigesmünze zur Bertheilung gelangen. Die Nachricht klingt sehr unwahr- pazifigirt zu den Füßen der jungen Königin niederwerfen scheinlich", bemerkt dazu die Freisinnige Zeitung". Warum unwahr sollte, hat vorläufig garnichts bezweckt, als daß sie den Guerillakrieg Darüber kann Jahr und Tag vergehen. scheinlich? im ganzen Lande entfacht hat und jetzt nicht nur ganz Atjeh und Wie in London verlautet, soll Kaiser Nikolaus mit seinem Der neue Zolltarif. Die„ Berl. Pol. Nachr." schreiben: Wie Bedir, sondern auch Edi, Perlak u. f. w. wieder in Aufstand gerathen Vorschlage einer für Jerusalem vorbereiteten Rede Kaiser wir hören, ist der neue Zolltarif, dessen Ausarbeitung seinerzeit Graf sind. Und zum Ueberdruß ist eben jetzt im Parlament von den sozialWilhelm II. zuvorgekommen sein. Der deutsche Kaiser v. Posadowsty als Staatssekretär des Reichsschazaintes im Reichs demokratischen Abgeordneten darauf hingewiesen worden, daß der soll beabsichtigt haben, bei Gelegenheit der Einweihung der tage als ein dringendes Erforderniß für den Abschluß neuer ganze endlose Krieg nur im Gange gehalten wird zur Sicherung der Erlöserkirche zu Jerusalem eine große Rede zu halten, welche Handelsverträge bezeichnet hat, nunmehr in der genannten Behörde Dividenden der Plantagen- und Bergwerksgesellschaften Sumatra's, dem Gedanken eines großen europäischen Friedensbundes und fertiggestellt und wird den betheiligten Refforts zur Aeußerung an denen der jezige Kolonialminister Cremer als einer der reichsten einer damit verknüpften Verpflichtung aller Nationen, auf zugehen. Die Eintheilung wird, wie schon vor mehreren Jahren Attionäre start intereſfirt ist. vom Grafen v. Posadowsky hervorgehoben ist, eine wesentlich Das gegenwärtige Stahinet, das sich als die langerfehnte Regierung dem gegenwärtigen status quo stehen zu bleiben, Ausdruck spezialisirt ere sein und insbesondere den Fortschritten der Technik und der sozialen Gerechtigkeit einführte, hat gerade in diesen Tagen geben sollte. Chemie, welche seit der letzten Fassung des Zolltarifs zahlreiche das Unglück gehabt, daß seine Unfähigkeit auf diesem Gebiete Wir sind nicht in der Lage, die Richtigkeit dieser Meldung neue Waaren und Produkte hergestellt haben, Rechnung tragen. Der hell an das Licht trat. Eine Staatskommission, welche den Auftrag neue Zolltarif wird voraussichtlich auch nach seiner Systematik derart i hatte, zu untersuchen, ob und wie eine ausreichende Versorgung der zu prüfen. alten und invaliden Arbeiter möglich wäre, hat, nachdem sie mit einer Festmahlzeit ihre Arbeit beendet hatte, gerade vor zwei Wochen mitgetheilt, daß sie wohl die Einführung einer Zwangsversicherung für wünschenswerth halte, von der Einführung aber dennoch abstehe wegen des jährlichen staatlichen Zuschusses, mit welchem für ältere Arbeiter die Zwangsbeiträge von Unternehmern und Arbeitern ergänzt werden müßten. Jedenfalls wird durch diese Geschehnisse handgreiflich dargelegt, daß die heutige fortschrittlich- demokratische Regierung sich den Arbeiterwünschen schroff feindlich gegenüber stellt. wendigsten Lebensmittel zu gunsten und Vortheil von ein paar tausend Großgrundbesizern und einiger Kornwucherer erhoben." Da auf dem Parteitag eine Interpretation gerade der Stelle des 10. Punktes: Die Arbeiter fordern: 1. Gedinge nach Gewicht. 2. Wenn das abgelehnt wird: Amtliche Aichung der Förder gefäße. Abschaffung aller indirekten Steuern, Bölle und sonstigen wirthschaftspolitischen Maßnahmen, welche die Interessen der Allgemeinheit den Interessen einer bevorzugten Minderheit opfern" nicht gegeben, im Referat des Berichterstatters Liebknecht diese Abänderung überhaupt mit einem Wort erwähnt wurde, Neben dieser keineswegs erfreulichen inneren Lage zeigt sich so fehlt jede protokollarische Auskunft darüber, wie der Parteitag eine Machtlosigkeit und Knechtseligkeit nach außen, welche die diesen Punkt verstanden wissen wollte, nämlich ob Versumpfung der einst so mächtigen und frogigen Republik der er die Aufhebung aller Bölle schlechtweg verlangte, oder ob sich die 3. Die Grundsätze der LohnBereinigten Provinzen des siebzehnten Jahrhunderts kennzeichnet. Forderung nur auf die Zölle und sonstigen Maßnahmen erstrecken bemessung sollen in der ArbeitsHat es doch unlängst geschehen können, daß der Pariser Korrespondent follte, elche die Interessen der Allgemeinheit Ordnung enthalten sein. eines Amsterdamer Blattes wegen seiner Berichte über die Dreyfus den Interessen einer bevorzugten Minderheit 4. Der Gedinge- Vertrag soll Sache durch die französische Polizei brutalisirt und mit Ausweisung opfern". schriftlich abgefaßt sein und ein bedroht wurde, ohne daß ein Protest von der holländischen Diplomatie Gedingebuch zur Einsicht der ArLaut wurde. beiter ausliegen. Wenn mun, obgleich wie aus dem Gesagten hervorgeht, für nationale Festlichkeiten wenig Anlaß besteht, ein gewisser, wenn auch nicht tiefgehender Enthusiasmus für die junge Königin besteht, so hat das seine besonderen Ursachen. Es ist eine Art Rückwirkung der Erinnerungen an das skandalöse private und nicht einwandfreie öffentliche Leben König Wilhelm III. und hinzu kommt der Umstand, daß ein junges und schönes Mädchen den Thron besteigt, für das in romantisch angelegten Köpfen eine gewisse Sympathie für die schwache Trägerin einer schiveren Aufgabe" zu merken ist. " Sehr begreiflich ist es, daß die holländische Sozialdemokratie, welche gerade in diefen Jahren einen erfreulichen Aufschwung genommen hat, sich ferngehalten hat von allem Enthusiasmus. Rußland. Petersburg, 1. September. In dem kaiserlichen Schreiben an den General Bobrilow, durch welches diesem seine Ernennung zum Generalgouverneur von Finland mit getheilt wird, heißt es: Ihre Erfahrung und vielseitige Begabung hochschäzend, erfor ich Sie gegenwärtig zum finländischen Generalgouverneur und zum Kommandirenden der Truppen des finländischen Militärbezirks. Indem ich den Wohlstand und das Blühen dieses meinem Herzen nahestehenden Gebietes Ihrer unmittelbaren Fürsorge anvertraue, bin ich überzeugt, daß Sie bei unentwegter Befolgung meiner Fingerzeige und bei Erfüllung Ihrer neuen Obliegenheiten als höchster Bertreter der Staatsgewalt in diesem Gebicie beseelt sein werden von dem Bestreben, in dem Bewußtsein der Bevölkerung in folgerechter Weise das für das Wohl Finlands wichtige Moment Wurzel fassen zu lassen, daß Finland mit dem für alle treuen Unterthanen gemeinsamen Vaterlande aufs engste vereinigt werde." In Finnland, das blos durch eine Personalunion mit Rußland berbunden ist und eine landständige Verfassung und eine freiere Verwaltung und liberalere Gesetzgebung als Rußland hat, wacht die Bevölkerung ängstlich auf ihre staatliche Selbständigkeit. Das Schreiben des Baren wird deshalb tiefe Mißstimmung in Finland hervorrufen. Türkei. Salonicht, 1. Sept. Die aufständische Bewegung im Bezirk Berana nimmt wieder bedenkliche Dimensionen an, weshalb die Pforte Truppenverstärkungen anordnete. . " Asien. ist und zwar unter den Auspizien der Gesellschaften" Trid" und Weiße Lilie", welche fich zu diesem Zwecke verschmolzen haben. Der Führer der Rebellen hat eine Proklamation veröffentlicht, worin er sagt, der Allmächtige habe ihn dazu ausersehen, die Barbaren, deren Grausamkeit, Tyrannei, Gottlosigkeit und Ausschreitungen den Zorn der Götter erregt hätten, aus dem Lande zu treiben. Der Vizekönig von Kanton hat seinen Posten niedergelegt, weil die Regierung seinen Protest gegen die Erwerbung der KwangtschauBai seitens Frankreichs unbeachtet gelassen hat. Der Vizekönig versäumte bisher, Truppen zur Unterdrückung der Rebellion und zum Schuße der amerikanischen Missionare nach Hainan zu senden. Der amerikanische Konsul in Kanton hat den interimistischen Vizekönig aufgefordert, sofort energische Maßregeln zu treffen. Afrika. Tanger, 1. September. Große Unruhe herrscht unter der maurischen Bevölkerung, weil keine Nachrichten bezüglich der Gefundheit des Sultans gegeben werden. Man glaubt, die Regierung unterdrücke die betreffenden Nachrichten. " Es ist aber nicht zweifelhaft, daß der einschränkende Schlußsazz sich nicht nur auf die sonstigen Maßnahmen", sondern auch auf die 3 ölle bezieht, denn sonst wäre die Tragweite der Abänderung so groß gewesen, daß sowohl der Referent Liebknecht wie die Neue Beit", die den Entwurf des Parteivorstandes in vier langen Artike In eingehend erörtert hatte, bei der Besprechung des Punktes 10 etwas über diese weitgehende Abänderung des alten Programms hätte fallen lassen. Aber auch die„ Neue Zeit" widmet bei der Besprechung des Punktes 10 der Abschaffung der Zölle und überhaupt dem ganzen Schlußsatz nicht ein einzig armes Wörtlein. 5. Der Füllkohlenabzug" ist zu befeitigen. 6. Einschränkung der Strafen nach Höhe und Häufigkeit. 7. Es soll eine leicht zu erreichende staatliche Behörde als Beschwerde- Instanz gegen Strafen bezeichnet werden. Das Abgeordnetenhaus beschließt: 1. Wird nicht durchgeführt. 2. Es genügt, wenn der Bergwerts- Befizer ungeaichte Fördergefäße mit eigener Marke verfieht. Eine jährliche Revision ist nicht erforderlich. Ein Vorschlag, nach Reparatur der Wagen die Revision ihres Gewichts anzuordnen, wird ab= gelehnt. 3. Abgelehnt, außer für den Fall, daß kein Gedinge berabredet ist. 4. Abgelehnt. 5. Der Regierungs- Ent wurf enthielt dieses Verbot, das Abgeordnetenhaus schwächte es durch Zulassung von Ausnahmen ab. 6. Für die einzelne Strafe wird ein Höchstsatz bestimmt; der Häufigteit wird feine Grenze gezogen. 7. Abgelehnt. Dieses allgemeine Schweigen läßt sich nur daraus erklären, daß jedermann die Abänderung für selbstverständlich hielt. Selbst verständlich war aber auch im Jahre 1891 nur die Abschaffung der Zölle, die, die Interessen der Allgemeinheit einer 8. Der Abkehrschein soll beseitigt 8. Abgelehnt, da die Unters bevorzugten Minderheit opfern", und das waren in werden, da er seine alte Bedeutung nehmer durch den Abkehrschein erster Linie die Getreidezölle. verloren hat. Früher sicherte er kontraktbrüchige" Bergleute kennAuf dem Kongreß zu Wyden im Jahre 1880 war zum Pro- die Anstellung gelernter Berg zeichnen können, ohne ihrerseits gramm beantragt worden:" Betreffs der Frage Schuß zoll ober arbeiter, was für die Sicherheit an denselben gebunden zu sein. Freihandel schließen wir uns völlig der Resolution an, welche der ganzen Belegschaft von Bes wurde, daß nämlich diese Frage eine interne Angelegenheit der nehmer völlig bergfremde Arbeiter feinerzeit vom Genter Weltkongreß mit Einstimmigkeit angenommen deutung. Jetzt dürfen die UnterBourgeoisie sei." Tagesordnung über, nachdem unter anderem ausgeführt worden Der Kongreß ging über diesen Antrag zur einstellen. 9. Es soll mit Bestimmungen 9. Es hat sein Bewenden bei war, daß derselbe im Grunde nichts anderes besage als die zum Schutz jugendlicher und weib- den Bestimmungen der ReichsReſolution, die der Gothaer Parteifongreß im Jahre 1876 be- licher Arbeiter im Bergbau, der Gewerbe- Ordnung. most gestellt und lautete: Diese Resolution des Gothaer Kongresses war von Schloß. " Der Kongreß erklärt, daß die Sozialisten Deutschlands dem innerhalb der befizenden Klassen ausgebrochenen Kampfe zwischen Schutzzoll und Freihandel fremd gegenüberstehen; daß die Frage, ob Schutzzoll oder nicht, nur eine praktische Frage ist, die in jedem einzelnen alle entschieden werden muß; daß die Noth der arbeitenden Klassen in den allgemeinen wirthschaftlichen Zuständen wurzelt; daß aber die bestehenden Handelsverträge seitens der Reichsregierung ungünstig für die deutsche Industrie abgeschlossen sind und eine Aenderung erheischen; daß endlich die Parteipresse aufzufordern ist, die Arbeiter davor zu warnen, für die unter dem Verlangen nach Schutzzoll eine Staatshilfe erstrebende Bourgeoisie die Kastanien aus dem Feuer zu holen." Diese Resolution wurde vom Kongreß zustimmend auf genommen. Sie betrachtet also die Frage Schutzzoll oder Freis handel als teine prinzipielle, sondern als eine solche, die von Fall zu Fall entschieden werden müsse. " ja besonders gefährlicher Natur, über die spärlichen Bestimmungen der Reichs- Gewerbe- Ordnung hin ausgegangen werden. 10. Es soll eine Marimalarbeitszeit festgesetzt werden. F 11. Es sollen tüchtige und sachfundige Bergwerks Inspektoren eingesetzt werden. 12. In die Unterstützungskassen, zu denen die Vergleute Beiträge zahlen, soll Einsicht gewährt werden. 10. Der Regierungsents. wurf wollte wenigstens den Oberbergämtern für ihre Bezirke das Recht der Regelung verleihen. Der Landtag streicht diese Bestimm ung und läßt nur ausnahmsweise Regelung für einzelne Werke zu. 11. Es bleibt bei den Nevierbeamten. 12. Der Regierungsent. wurf sah eine Betheiligung der Arbeiter an der Staffenverwaltung vor. Der Landtag strich die Bestimmungen. Gewerbe- Inspektion und Landtag. Hongkong, 30. Auguft. 8um Aufruhr in Süd china. Rüdtritt des Vizelönigs von Kanton. Nachrichten von Kanton zufolge sollen die Schwarzen Flaggen" sich in großer AnNach Schoenlant's Erläuterungen zum Erfurter zahl 50 englische Meilen nordwestlich von Kanton befinden und Programm, die im Auftrage des Parteivorstandes geschrieben Wie wir bereits gestern mittheilten, heißt es offiziös, daß mit beabsichtigen, die Stadt anzugreifen. Berläßliche Nachrichten find find, fönnte es ja scheinen, als ob es wirklich Wille des Erfurter der etatsmäßigen Anstellung von weiteren sechs Gewerbe- Inspektoren schwer zu erhalten, aber die allgemeine Ansicht ist, daß die Parteitags gewesen wäre, im Gegensatz zu seinen Vorgängern fich in Preußen ein Abschluß der Reorganisation der Fabrikaufsicht herbeichinesische Rebellion wieder in der Ausdehnung begriffen für den Freihandel auszusprechen. Schoenlant sagt dort: geführt werden solle. Dieser„ abschlußfreudigen" Stimmung gegens lleber das Wesen der indirekten Steuern, der Verbrauchs- über hat die Arbeiterschaft stets zu betonen, daß es in Preußen abgaben, der Schutzölle sich des weiteren auszulassen, ist heute eine, selbständige Gewerbe- Inspektion überhaupt giebt. überflüssig. Die Wirkungen der indirekten Besteuerung und der auf Vor mtan drei Jahren hat in Preußen den ohnedies die nothwendigen Lebensmittel gelegten Schutzzölle, wie der ge dem Umfang ihrer Aufgaben nicht gewachsenen Gewerberäthen noch sammten Schutzöllnerei überhaupt, hat Deutschland die Dampffessel- Mevision übertragen. Jufolge dessen ist nicht nur so ausgiebig kennen gelernt, die Mißwirthschaft ist eine so unerträg- der Prozentsatz der kontrollirten Betriebe ein sehr geringer geblieben; liche geworden, daß es genügt, die Hauptgesichtspunkte furz an- wichtiger ist, daß der ganze Charakter des Instituts der Gewerbezudeuten. Seit 1879, dem Anfangsjahre des berüchtigten wirth- Inspektion verändert wird. Eine Steffelrevision kann nur nach vora schaftlichen Aufschwungs", ist die Auspowerung der Massen vermittelst heriger Anmeldung des Beamten erfolgen, während der Gewerbeder Steuerpolitik auf eine noch nie dagewesene Höhe gebracht worden. rath im Interesse der Fabritinspektion unvorhergesehen erscheinen Der Großgrundbesiy, Junker und Junkergenossen, die großgewerb- muß. Vor allen Dingen beschränkt aber die Verbindung beider lichen Unternehmer, Baumwollspinner und Eisenlente haben ihre Stellungen die Auswahl geeigneter Persönlichkeiten; das Haupts" Bentezüge gegen die große Masse in ungezügelter Luft ausführen, gewicht wird stets auf die technische Befähigung gelegt werden. Millionen über Millionen aufschazen, den Lebensmaßstab der Mit recht sagt ein bürgerlicher Schriftsteller: In der Personalarbeitenden Klasse tiefer und immer tiefer herabdrücken können. union der beiden Aemter muß der Kesselrevisor siegen. Eine Brot, Fleisch, Holz, Branntwein, die ganze Reihe der für den kleinen Regierung wird selbst dem geschicktesten Vermittlertalent zu Liebe nie Mann unbedingt nöthigen Lebensbedürfnisse ist zum Gegenstand der auch nur eine einzige Dampftesselerplosion mehr ristiren wollen.... schmählichsten Gewinmacherei gemacht, der schleichende Nothstand, Durch die Verbindung der beiden Aemter wird die Gewerbe welcher ab und an, wie 1891/92, als offenbarste Theuerung zu tage nipettion zu einem Nebenamt der Dampfkesselrevision trat, ist eine Lebensbedingung der Boltherrlichkeit geworden." herabgedrückt." Außer unserer Fraktion haben sich auch die FreiSoweit Schoenlant. Eine verbindliche Interpretation tann aber sinnigen im Reichstag der Fabrik- Inspektion in Anträgen annur der Parteitag selbst geben. genommen, dagegen haben die Freisinnigen im Landtag, Seit der letzten Wahl hat sich nun die Sachlage für unsere Partei wo ihnen schon die Etatsberathungen die Gelegenheit aufdrängten, infofern verändert, als sie jetzt durch die weit größere Zahl ihrer Vertreter bisher geschwiegen. Es dürfte sich empfehlen, bei der Landtagsim Reichstage in der Zollpolitik einen nach dieser oder jener Richtung Wahlbewegung diesen Punkt nachdrücklich zu betonen, um womöglich hin ausschlaggebenden Einfluß auszuüben vermag und auch bindende Aeußerungen der bürgerlichen Kandidaten hervorzurufen. ausüben wird müssen, weil im Ausland ebenfalls die Hochschutzzoll- Jeder Verbesserung der Gewerbe- Inspektion muß ihre Trennung von politik herrscht. Wichtige Industriezweige unseres Heimathlandes, so der Kesselrevision vorangehen! 3. B. die Textilindustrie, die Handschuhmacherei, die Albumfabrikation, leiden außerordentlich unter den Absperrungsmaßregeln der anderen bemerkt das Boltsblatt für Harburg":" Genosse Ledebour Zu Ledebour's jüngstem Angriff auf den ,, Vorwärts" Länder. Diesen Zustand lediglich als eine Angelegenheit zu In dem alten Gothaer Parteiprogramm war über zumachen hätte, geht nicht an, betrachten, die die bürgerliche Gesellschaft unter sich aus- nannte den Vorwärts"-Bericht elend, die Bewegung für die Wahldenn vor allen Dingen betheiligung eine künstliche Mache u. s. w. Wir bemerken dazu, daß die Frage Schutzzoll oder Freihandel? nichts gesagt. Unter Punkt 2 leiden unter diesem Zustande die Arbeiter. Es ist also wir die von ihm angebrachte und empfohlene Resolution, nicht der Forderungen, die an die heutige Gesellschaft gerichtet waren, nöthig, klar und unzweideutig festzustellen, wie sich unsere die sonst im Vorwärts"-Bericht enthaltenen Angaben tritifirt haben. Eine einzige progressive Einkommensteuer für Staat und Ge- Partei bei der Erneuerung der Handelsverträge, zum Schußzzoll und Von einer künstlichen Mache kann ebenfalls keine Rede sein, wo es Freihandel zu verhalten hat, ob diese Fragen von Fall zu Fall ent- fich darum handelt, einen Parteitags- Beschluß auszuführen. Statt meinde, anstatt aller bestehenden, insbesondere der das Volk be- schieden werden sollen, wie das der Sinn der 1876er Parteitags- von Mache zu reden, sollte Genosse Ledebour lieber versuchen, seinen oder ob die Entscheidung lediglich vom Standpunkte des Freihandels Resolution ist, der mir auch heute noch das richtigste zu sein scheint, willen den Parteitags- Beschlüssen unterzuordnen." aus erfolgen soll, wie es Schoenlant's Erläuterungen zum Programm nahelegen. Amerika. Die Situation in Brasilien ist kritisch; die Gährung in mehreren Provinzen ruft hochernste Besorgnisse hervor. Zum Stuttgarter Parteitage. Man schreibt uns: Die Anfündigung des Schippel'schen Referats über die deutsche Zoll- und Handelspolitik hat die bürgerliche Bresse zu Erörterungen über unsere Stellung zum Schutzzoll und zum Freihandel veranlaßt, wobei Aeußerungen Schippel's und Calier's das fachliche Moment bilden. hieß es nur: lastenden indirekten Steuern." 1890 beschloß der Parteitag in Halle die Revision dieses Programms. Im Referate Liebknecht's ist über die Unzufänglichkeiten des alten Programms der Mangel einer Bestimmung über die Frage des Schutzzolls oder des Freihandels nicht erwähnt. Man hat damals also das Fehlen einer Bestimmung darüber nicht vermißt. Der Entwurf des neuen Programm3, den der Partei borstand dem Erfurter Parteitage vorlegte, enthält dagegen unter den Forderungen, für die die Sozialdemokratie gegenwärtig einzutreten habe, folgenden 10. Bunft: " " Partei- Nachrichten. Karl Mary hat sich über die Frage des Freihandels im Jahre 1849 in einer Rede geäußert, die in dem bei J. H. W. Diez er- Zu der gestern veröffentlichten Quittung sind noch schienenen Buche„ Das Elend der Philosophie" abgedruckt ist. Er folgende, berspätet eingegangene Posten nacha faßt sein Urtheil über den Freihandel in folgenden Satz zusammen: zutragen: Das System der Handelsfreiheit beschleunigt die soziale Revolution. Berlin, 1. Kreis 200,-. Berlin, 2. Sr. 500,-( bar. Steinmet und nur in diefem revolutionären Sinne stimme ich play Schilling 6,-, Ueberschuß vom Wahren Jakob" 8,86). Berlin, für den Freihandel." 4. Kr.( Ost) 1000,-. Berlin, den 1. September 1898. A. Gerisch. A. E. " " Stufenweis steigende Einkommen, Kapital- und ErbschaftsEs versteht sich, daß heute die Berufsinteressen der Arbeiter steuer für die Bestreitung aller öffentlichen Ausgaben, soweit diese mit einer solchen Begründung des Freihandels allein nicht zufrieden durch Steuern zu decken sind. Abschaffung aller indirekten Steuern, gestellt werden. Aus Sachsen wird der Kölnischen Zeitung" geschrieben:„ UnZölle und sonstigen wirthschaftspolitischen gemein tennzeichnend für die Wühlarbeit der sächsischen Sozials Maßnahmen, welche die Interessen der AII- Die Parteigenoffen in Elberfeld beantragen, auf die Tages- bemokraten war die in Chemnitz abgehaltene sozialdemokratische gemeinheit den Interessen einer bevorzugten ordnung des Parteitages den Punkt zu setzen:" Der Arbeiter Parteiversammlung des 15. Neichstags- Wahlkreises( Mittweida Minderheit opfern." schutz in den deutschen Bergwerfen." Limbach). Um diesen bekanntlich verloren gegangenen Kreis wieders zugewinnen, wurde der Versammlung vorgeschlagen, etwas mehr Ruppigkeit anzuwenden" und auch die Flugblätter mit mehr Schlagworten" auszustatten. Wer Stil und Ton der sächsischen Genoffen" bisher fannte, mußte annehmen, daß eine weitere Verrohung taum vorstellbar fei." Die von Auerbach- Kampfmeyer- Lux, Stern, Landé, v. Vollmar und der Nedaktion der„ Neuen Zeit" eingereichten Programm Vorfchläge enthielten wörtlich dasselbe. Preußische Landtagswahlen. Der Parteitag für den Kreis Merseburg- Querfurt nahm nach einem Referat bes Parteitgenossen wittag folgende Resolution an:„ Der Kreistag erklärt, jich an der Landtagswahl durch Agitation zu betheiligen, und empfiehlt den Genossen, sofort in die Wahlagitation einzutreten." Wieso tam man auf einmal dazu, diese Bestimmung über die Zölle in das Programm aufzunehmen, da doch die Schutzoll Bolitif schon seit 1879, also seit mehr als einem Jahrzehnt be stand? Den Anlaß gaben wohl die Getreidezölle. In der Zeit zwischen den Parteitagen von Halle und Erfurt wurde so heißt es im Bericht des Parteivorstandes von diesem ,, eine allgemeine Agitation gegen die Kornzölle aus Ein Bild aus dem preußischen Abgeordnetenhaus. Anlaß der kolossal gestiegenen Getreidepreise In der Berggesetz- Novelle, welche der Landtag in der Session und der Mißernte in Anregung gebracht. Dieselbe wurde 1891/92 erledigte, hatten die Bergarbeiter eine ganze Reihe von von den Parteigenossen allerwärts mit großer Energie be- Forderungen zusammengestellt. Im folgenden stellen wir den Forde trieben und in hunderten von Versammlungen Protest rungen der Arbeiter die geseggewordenen Beschlüsse des Abgeordneten gegen die künstliche Vertheuerung der noth- lhauses gegenüber. " der gewöhnlichen tendenziös zusammengestoppelten Nachrichten wäre, Selbst wenn diese Notiz nicht, was der erste Blick lehrt, eine die aus den Kreisen der fächsischen Reaktionäre an die auswärtige Presse versandt werden, wären die Aeußerungen, die in der Verfammlung gefallen sein sollen, doch nur das getreue Widerspiel des Auftretens unserer sächsischen Gegner. In keinem Staate des Mitteln Deutschen Reiches operirt man mit fo niederträchtigen schäbigen gegen uns als in Sachsen, wo die sogenannten Ordnungsparteien auf den geistigen Kampf gegen die Arbeiterschaft längst verzichtet haben. Eine öffentliche Parteiversammlung in Meerane i. S. Jeines solchen dringend nöthig ist, aber auch mit dem jezigen Apparat| und Bauwesen, C. Handel und Verkehr, D. Häusliche Dienste( ein. erörterte die Frage der diesjährigen Stadtverordneten- fann eine amtliche Streitstatistik hergestellt werden, die frei von dem schließlich persönlicher Bedienung), auch Lohnarbeit wechselnder Art, wahlen. Obwohl den Parteigenossen unter den gegenwärtigen Berdachte ist, noch anderen als wirthschaftlichen und sozialen E. Militär-, Hof, bürgerlicher und kirchlicher Dienst, auch fo Verhältnissen ein Sieg nicht möglich erscheint, faßten sie doch ein- Zwecken zu dienen. Die Verwendung der Ortspolizei allein als genannte freie Berufsarten. G. in der Haushaltung ihrer Herrschaft stimmig den Beschluß, sich aus agitatorischen Gründen an der Erhebungsbehörde schmeckt doch bedenklich nach der Tendenz, in lebende Dienende für häusliche( nicht gewerbliche) Dienste. Die BeStadtverordnetenwahl durch Aufstellung einer eigenen Kandidatenliste jedem Streit eine Störung der öffentlichen Ordnung zu sehen und rufsart F( Selbständige und Anstaltsinsassen) konnte, da ihre Anzu betheiligen. die ganze Arbeiterbewegung vom Standpunkt des Straf- Gesezbuchs gehörigen der Versicherungspflicht gegen Invalidität nicht unterliegen, aus zu betrachten." nicht vertreten sein. Deutsches Reich. Arbeiterrifiko. Durch Einsturz des Gerüstes auf Die vereinigten Hamburger Mehlhändler haben, wie uns einem Neubau haben in Prag vier Arbeiter ihr Leben ein Privat- Telegrammmeldet, nahezu einstimmig beschlossen, den Boykott berloren und drei wurden schwer verlegt. gegen die Bäckermeister, welche die Forderungen der Arbeiter be- Person, der die Schuld an dem Unglück beigemessen wird, ist verwilligt haben, aufzuheben. Der Beschluß beweist, daß die Behaup- haftet worden. tung der Verbandsleitung der Bäckergesellen, der Boykott, habe jede Wirkung verfehlt, zutreffend war. Fraglich erscheint nur, ob die Mehlhändler ihren geschäftlichen Nachtheil, den sie im Auftrag des Arbeitgeber- Verbandes sich selbst auferlegten, nun bald wieder wettmachen können. Aus dem Bericht des Vertrauensmannes Berger ging hervor, daß die finanziellen Verhältnisse der Partei befriedigend find. Im zweiten Viertel dieses Jahres wurden, abgesehen von den Geldern zur Reichstagswahl, 369,25 m. eingenommen. Nach Abzug der Ausgaben in Höhe von 188,80 m. blieb ein leberschuß von 180,45 m. Das Wahlkomitee nahm 707 M. ein und gab 520,58 m. aus der Ueberschuß betrug hier also 186,42 M. Mit der Haltung des Chem nizer" Beobachters" war man sehr unzufrieden. Eine Resolution in diesem Sinne wurde einstimmig angenommen. " Sächsische Arbeiter Zeitung" bemerkt zu den Erflärungen der Parteigenossen W. Seine und Eduard Bern stein: Was beweisen nun all diese Dementi's? Niemand will es mehr gewesen sein. Alle diese kühnen Neuerer der Parteitaktik verschwinden plöglich angesichts des Parteitages. Haben sie sich zu Herzen genommen, was in unserem Wahlkompendium stand:" Wem die Einsicht fehlt zu sehen, wo wir stehen, oder die Hoffnung, der mustere die Haltung unserer Gegner. Wer dann noch Pessimist bleibt, der schweige und verharre nicht in der Front, wo er nur Verwirrung anstiftet"? Wie dem auch sei, jedenfalls bestätigt das unsere Voraussetzung, daß wir auf dem Barteitag feine higigen Erörterungen zu befürchten haben. Aber Klarheit muß geschaffen werden!" Die Glafer in Köln beschlossen am Dienstag Abend in einer öffentlichen Versammlung, über die Geschäfte, die in der letzten Woche den vereinbarten Lohn von sieben Mart nicht gezahlt haben, die Sperre zu verhängen. Ebenso wurde einstimmig der Antrag angenommen, von Montag, den 5. Sept. an auf weitere 14 Tage einen Lohn von fünf Mart pro Tag zu fordern und unter diesen Satz unter keinen Umständen herunter zu gehen. Eine Deutsche Hochseefischeret. Im Geestemünder Fischereihafen verkehrten im zweiten Vierteljahr 1898 451 Fischdampfer und 58 Segelfahrzeuge gegen 382 und 25 in der entsprechenden Zeit des Borjahres. Der Umsatz in den Versteigerungen stellte sich auf: 7181 128 Pfund Fische mit 800 132 M. Erlös gegen 5 868 865 Pfund Fische mit 594 828 m. Erlös in der gleichen Zeit des Vorjahres. Hauptsächlich wurde die östliche Nordsee und das Stagerrak bis in das Kattegat hinein befischt. In der Nordsee trafen die Fischer große Schellfische und große Schollen nur noch in geringen Mengen an. Die Geestemünder Fischdampfer unternahmen 16 Reisen nach den isländischen Gründen mit durchweg gutem Erfolge. Ein Dampfer erzielte einen Fang von 1100 Bentnern. Bei den hohen Preisen in der Charwoche brachte eine Ladung von 800 Zentnern einen Erlös von 20 119 M., den höchsten Betrag, der je für eine Ladung erzielt ist. Ein Fischdampfer, der„ Präsident Herwig", verunglückte in den isländischen Gewässern. Er strandete an der Küste und ging völlig verloren. Glücklicherweise wurde die gesammte Mannschaft gerettet. Die Dresdener Buchdruckergehilfen haben zur Zwangs- Die zu Anfang d. J. gegründete„ Geestemünder Herings- und organisation der Imnung in folgender Resolution Stellung ge- Hochseefischerei Attiengesellschaft" hat nunmehr ihren Betrieb aufnommen:" Die Buchdrucker- Versammlung erklärt in bezug auf die genommen. Am 16. und 18. Juli d. J. sind die beiden ersten Innungsbestrebungen der Prinzipale, daß das Programm der Dampfer zum Heringsfang ausgegangen. Drei weitere Dampfer Gehilfenschaft nach wie vor dasselbe bleibt: Freie, gleichberechtigte werden voraussichtlich im Laufe des kommenden Monats in Betrieb Vereinbarung des Tarifs und Selbständigkeit der Gehilfenkassen." gestellt werden. Jedes Fahrzeug setzt beim Heringsfang ein aus Jeder Beeinträchtigung dieser Grundsäße wird die Gehilfenschaft mit 150 Nezzen bestehendes Netzfleth von etwa 5000 Meter Länge aus. Energie entgegentreten. Behufs Besetzung der für die gwangsinnung geplanten Gehilfen- Bofitionen erwählt die Versammlung 20 Kollegen, welche die Kandidaten nach der Ausschreibung der Wahl unter sich nominiren." In der Dresdener Bronzewaaren und Kronleuchter: Fabrik find Differenzen ausgebrochen und ist der Zuzug von Auch diese Notiz zeigt, daß der Cato der„ Sächsischen Arbeiter- Gürtlern, Drehern, Drückern, Schleifern und Schlossern fernzuhalten. Beitung" eine Polemit ohne beleidigende Unterstellungen nicht zu führen vermag. Aus Krakau in Galizien wird gemeldet, daß ein dort verstorbener Parteigenoffe, der Schuhmacher Josef Czernet, sein ganzes Vermögen etwa 30 000 Guldenden Leitern der sozial demokratischen Partei in Stratau, und zwar den Parteigenossen Daszynski, Dr. Maret, Sulczewsti und Englisch, zu gleichen Theilen mit dem Wunsche vermacht habe, das Geld zu fozialistischen Zweden zu verwenden. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Zum Mannheimer Bierboykott wird berichtet, daß das Amtsgericht in Mannheim auf grund des famosen Unfugsparagraphen die Flugblätter der Boykottkommission und auch die Mannheimer" Volfsstimme" beschlagnahmt hat. Der Vorsitzende des Sozialdemokratischen Vereins für Gera, Genosse Leven, hat von dem Polizei- Juspektor der Stadt Gera die Aufforderung erhalten, die Staatsangehörigkeit sämmtlicher Mitglieder nachzuweisen, da nur reußische Staatsangehörige Mit glied eines politischen Vereins sein dürften. Der Aufforderung liegt eine Verfügung des reaktionären reußischen Ministeriums zu grunde. Leven hat es abgelehnt, dem VerFür das Stuttgarter Arbeitersekretariat ist der Genosse langen nachzukommen, da dasselbe im Widerspruch mit Artikel 3 der Mattutat aus Augsburg gewählt. Reichsverfassung steht. In diesem Sinne hat auch das Ober- Drechsler und war in Berlin längere Zeit Vorsigender der Arbeiter Yandesgericht in Jena in einer Verhandlung am 16. September 1890 Bildungsschule. Vor seiner Ueberfiedelung nach Augsburg hatte er entschieden. einlegen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Mattutat ist von Beruf im vierten Berliner Wahlkreise das Amt eines Vertrauensmannes inne. Soziales. = die Versammlungen. Die Parteigenossen des vierten Wahlkreises veranstalteten am Mittwoch im Lokal Sanssouci eine Lassallefeier, die einen würdigen Verlauf nahm. Genosse 8u beil gedachte unserer Vorfämpfer Mary und Engels als der wissenschaftlichen Bahnbrecher des Sozialismus und schilderte das Wirken Ferdinand Lassalle's, des geistvollen Agitators für die Emanzipation der Arbeiterklasse. Auch jener Verstorbenen aus den Reihen des Proletariats, die ihr Leben der Arbeiterfache geweiht hatten, erwähnte der Redner un forderte die lebende Generation auf, diesen Kämpfern für den inlismus nachzueifern. Stimmungsvolle Vorträge eines Arbeiter- Gengvereins eröffneten und schlossen die Versammlung. A vers bij Aus Gleiwit wird uns geschrieben: Am 11. Juni verDie in Buchdruckereien und verwandten rufen theilten mehrere Parteigenossen, darunter Genosse Dr. Winter aus Beuthen, vor einer Fabrik Wahlflugblätter. beschäftigten Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen Winter wurde hielten am 30. August in den Arminhallen eine öffentliche ſammdabei zur Wache sistirt, weil er durch die Vertheilung groben Unfug Statistik der Ursachen der Erwerbsunfähigkeit( Invali: lung ab, in der Frau Thiede über die Zwecke und Ziefs noch begangen haben sollte. Nachträglich erhielt er eine Anklage wegen groben Unfugs, Beamtenbeleidigung und Widerstands gegen die dität) nach dem Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesek." jungen Verbandes der genannten Arbeiter und Arveserinnen Die Rednerin besprach auch den Beschluß der Staatsgewalt. In der Schöffengerichtsverhandlung bestritt Winter, Die Invaliditäts- und Alters- Versicherungsanstalten sind unter Um- referirte. Verbandes der Steindruder groben Unfug verübt zu haben. Der gegen ihn einschreitende ständen befugt, das Heilverfahren für erkrankte Versicherte zu überlegten Generalversammlung Bolizeibeamte mußte selbst zugeben, daß in der Nähe nehmen, sofern als Folge der Krankheit Erwerbsunfähigkeit zu be- und Lithographen, wodurch den Hilfsarbeiterinnen der Steindruceien des Angeklagten fein Auflauf stattgefunden hatte. Die sorgen ist, die einen Anspruch auf reichsgefegliche Invalidenrente die Zugehörigkeit zum fraglichen Verbande unmöglich gemacht wurde. übrigen Zeugen bekundeten dasselbe. Aber der Polizei- begründet. Es ist daher schon aus diesem Grunde von Wichtigkeit, Sie mißbilligte den Beschluß und erklärte es für nothwendig, mun beamte hielt sich zum Einschreiten für berechtigt, weil au erfahren, welche Krankheiten für die versicherte Bevölkerung am mehr die betreffenden Arbeiterinnen zu dem Hilfsarbeiter- Bersande er glaubte, daß ein anderer Menschenauflauf auf derselben Straße gefährlichsten sind. Das Neichs- Versicherungsamt hat heranzuziehen. Ihre Mahnung, den Verband in jeder Beziehung zu bereits beim Inkrafttreten des Juvaliditäts- fördern, fand lebhafte Zustimmung. Mehrere Arbeiter und durch Winter veranlaßt worden war. Ferner erklärte Winter, daß infolge dessen er sich auf der Straße dem Beamten gegenüber habe legitimiren und Altersversicherungs Gesetzes angeordnet, daß dem bei Arbeiterinnen sprachen im gleichen Sinne. Faltenberg allein plädirte wollen, daß dieser aber die Legitimirung zurüdgewiesen habe. Ein ihm bestehenden Rechnungsbureau zugleich mit Uebersendung für Lokalvereine, will aber mangels einer solchen Organisation beint Zeuge konnte auch bekunden, daß Winter nach der Seitentasche seines der Unterlagen für in jenem Gesetz vorgeschriebene Verbande bleiben. Röhling gab dann die Nachtragsabrechnung bei jeder Invalidenrente die der Agitationskommission. Der Ueberschuß von 78,50 M. ist dem ZentralRodes gegriffen habe und dem Beamten anscheinend etwas habe Vertheilung der Reutenĭaſt vorzeigen wollen. Der Polizeibeamte dagegen sagte aus, daß sich Ursache der Erwerbsunfähigkeit mitgetheilt werde. kassirer des Verbandes überwiesen worden. Die Richtigkeit der Schluß Winter nicht habe legitimiren wollen und sich erst auf dem Polizei- Danach müßte sich im Rechnungsbureau allmälig und ganz nebenbei abrechnung wurde von den Revisoren bestätigt, worauf die Versammlung bureau legitimirt habe. Von einem wirklichen Widerstande Winter's ein reicher Stoff ansammeln, dessen statistische Verarbeitung in mehr- Röhling Decharge ertheilte. Die Agitationskommission hört damit endgiltig auf zu existiren. Jahns sprach darauf über die Arbeitss gegen den ihn sistirenden Beamten hat außer diesem keiner der facher Hinsicht eine höchst werthvolle Ausbeute erwarten ließ. Zeugen etwas gesehen. Winter wurde insgesammt zu 50 M. GeldDas Ergebniß dieser Arbeit ist nunmehr unter dem oben be- nachweise der beiden Berliner Verbandsfilialen. Sie würd strafe eventuell zu 10 Tagen Haft verurtheilt. Er wird Berufung zeichneten Titel als Beiheft zu den„ Amtlichen Nachrichten hältnißmäßig gut benußt, insbesondere hätte sich ihre Inanspruchnahme des Reichs- Versicherungsamtes"( Berlin 1898, Verlag in den letzten drei Jahren gehoben. Immerhin sei noch manches zu von A. Asher u. Co., Preis 5 M.) der Oeffentlichkeit übergeben. wünschen, so zum Beispiel, daß die Maschinenmeister sich mehr wie Man hat es für nothwendig gehalten, das Material so ausführ- bisher darum fümmern möchten. Redner hob die Vortheile hervor, lich wie irgend thunlich in Tabellenform vorzulegen, um jede Ein- die die Arbeitsnachweise der Arbeiterorganisation gegenüber dem seitigkeit in der Behandlung auszuschließen, und um jedem Dr. Freund'schen Zentral Arbeitsnachweis und dem sogenannten die Möglichkeit zu geben, nach eigenem Ermessen weitere Unter- freien Nachweis in der Frankfurterstraße böten. In der FrankAchtung, Kiftenmacher! Kollegen! Gegenwärtig befindet suchungen daran zu knüpfen. Bei der ursprünglich nur auf die Ur- furterstraße müsse jeder Arbeitsuchende 75 Pfg. oder 1 M. bezahlen sich unser Geschäft in der Hochsaison. Die Arbeitskräfte sind aufs fachen der Erwerbsunfähigkeit berechneten Arbeit wurden noch und dann dürfe er nicht einmal nach den Arbeitsbedingungen äußerste angespannt, die Arbeitszeit sehr ausgedehnt und der Lohn mancherlei Ergebnisse gewonnen, die mit den Ursachen nichts zu thun fragen, wenn er wohin geschickt werde. In einer Resolution ver für diese Anforderungen mur mäßig, Umsomehr müssen wir die haben; es erschien wünschenswerth, diese gleichzeitig mit zu ver- pflichteten sich dann die Versammelten, mit aller Energie dahin zu Berufskollegen jetzt an ihre Pflicht erinnern, der Organisation bei- öffentlichen. Infolge dessen hat das Wert, welchem auch zwvei farbige wirken, daß nur die Arbeitsnachweise der beiden Berliner Verbandszutreten, um im gemeinsamen Streben eine Besserung der Verhält- Tafeln beigefügt sind, einen Umfang von mehr als 30 Bogen erreicht. Bahlstellen in Anspruch genommen würden, und zwar auch von nisse herbeizuführen. Agitire deshalb ein jeder, um die Lässigen Bei dieser Statistik haben die Invalidenrenten, die bis ungefähr den Richtorganisirten.- Ferner sprach die Versammlung in derselben aufzurütteln und sie der Organisation zuzuführen. Die Lohn- Ende 1895 im ganzen Reichsgebiet bewilligt worden sind, Berüd- Resolution die Erwartung aus, daß die Mitglieder des Verbandes tommission. J. A.: Kuhn, Weißenburgerstr. 67. fichtigung gefunden; ihre Zahl beträgt 158 462. Der gesammte Stoff der Deutschen Buchdrucker und die des Vereins der Berliner BuchDie Töpfer der Firma A. E. Schmidt, Elisabeth- Ufer 31, haben ist in den Tabellen geordnet nach: 1. Alter und Invaliditätsursache, drud- Maschinenmeister etwas energischer für diese Arbeitsnachweise die Arbeit eingestellt, weil die Firma ihr Verlangen, am Sonnabend 2. Beruf und Invaliditätsursache, 3. Versicherungsanstalt und In- einträten. Das Bureau der Versammlung wurde beauftragt, sich um 6 Uhr Feierabend eintreten zu lassen, ablehnte. Die Arbeiter validitätsursache, 4. Beruf und Alter, 5. Versicherungsanstalt und mit dem Bureau der Buchdrucker- Versammlung vom 7. August in fordern nunmehr die neunstündige Arbeitszeit. Ausständig sind acht Beruf, 6. Versicherungsanstalt und Alter, 7. Beruf, Alter und Verbindung zu setzen und mit ihm die geeigneten Schritte zu bes Arbeiter. Zuzug ist fernzuhalten. Invaliditätsursache, 8. Versicherungsanstalt, Beruf und Alter, 9. Ver- rathen. ficherungsanstalt, Beruf und Invaliditätsursache, 10. Versicherungs- Berichtigung. Der eine vom Genossen Arons in der Veranstalt, Alter und Invaliditätsursache, 11. Versicherungsanstalt, Beruf, fammlung des zweiten Wahlkreises verlesene Brief war nicht von In einer Anzahl von Werkstätten haben die Kollegen bisher Alter und Invaliditätsursache. Hengsbach geschrieben, der nicht Vertrauensmann ist, sondern vom noch feine Karten und Marken zur Tilgung unserer Ehrenschuld Für die acht ersten Zusammenstellungen sind außer den absoluten Kölner Vertrauensmann Meerfeld. Er enthielt aber die vor dreißig enthoben. Es ist aber nur möglich, die Schuld zu tilgen, wenn die Zahlen auch Verhältnißzahlen gegeben. Genossen abgegebene Erklärung von Hengsbach, daß bei den Auss Kollegen aus allen Werkstätten ihren Obolus liefern. Die Ursachen der Erwerbsunfähigkeit sind nach führungen Werner's eine ganz bestimmte Personenverwechſelung vors Kollegen, holt das Versäumte nach. Wo der Wahl von Ver- Benehmen mit dem kaiserlichen Gesundheitsamt in folgende gelegen haben müſſe. trauensmännern Hindernisse entgegenstehen, erwarten wir, daß sich 28 Gruppen zusammengefaßt: 1. Entkräftung, Blutarmuth, In dem Versammlungsbericht des 4. Wahlkreises ist über Kollegen freiwillig melden, damit durch allseitiges Eintreten die Altersschwäche, 2. Gelenkrheumatismus, Gicht, 3. Muskel- die Wahl der Delegirten zur Brandenburger Konferenz eine Un Sache eine baldige Erledigung findet. Ferner machen wir die Mit- rheumatismus, 4. Tuberkulose der Lungen( Lungenschwindsucht), richtigkeit enthalten. Gewählt wurden: Otto Galle, Gesche theilung, daß von Zeit zu Zeit die Karten einer allgemeinen 5. Tuberkulose anderer Organe, 6. Krebs und andere Neubildungen und Vinzens. Kontrolle halber werkstattweise abgestempelt und demzufolge ein- nicht ausschließlich örtlicher Art, 7. Sonstige Allgenteinleiden „ Berliner Kranken- Unterstützungs: und Begräbniß- Verein für gefordert werden. Die Ausgabe erfolgt in den Lotalen von( chronische Vergiftungen, Buderkrankheit, Syphilis 2c.), 8. Geistes- Frauen und Mädchen", gegr. 1892. Jeden Freitag, abends 7 Uhr Heinrich, Naunynstr. 78, und Friß zubeil, Lindenstr. 106, frankheiten, 9. Gehirnschlag und andere Krankheiten des Gehirns und Bahlabend bei Wehrwald, ulte Jakobstr. 54/55. jeden Sonnabend Abend. feiner Häute ausschließlich Ziffer 8, 10. Epilepsie und verwandte Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen Berlins Die Kommission der Musikinstrumenten- Arbeiter. Strankheitsformen, 11. Krankheiten des Rückenmarks, 12. Krankheiten und der Umgegend. Heute Abend 8 Uhr bei Hoppe, Ackerstr. 145: Mit Streifftatistik. Im Anschluß an die Wiedergabe der Streit- einzelner Nerven oder Nervenbezirke, 13. Krankheiten der Augen, glieder: Versammlung. Vortrag:„ Der Händler als Staatsbürger, seine statistik der Generalfommission der Gewerkschaften Deutschlands 14. Strankheiten der Ohren, 15. Krankheiten der Athmungswege( der Rechte und seine Pflichten". Gäste willkommen. Zahlreiches Erscheinen fällt die„ Soziale Pragis" ein beachtenswerthes Urtheil, indem sie Nase, des Kehlkopfes, der Luftröhre und der Luftröhrenäste), 16. Strant- erwartet Der Vorstand. schreibt: heiten des Bruftfells, 17. Krankheiten der Lunge( Lungenerweiterung, fiehe Die Generalfommission beabsichtigt auch troß der amtlichen Emphysem, Asthma) ausschließlich LungentuberkuloseStatistit ihre Arbeit auf diesem Gebiete weiterzuführen. Das ist Biffer 4, 18. Krankheiten des Herzens und der großen Blutgefäße, Trhte Nachrichten und Depelihen. unter allen Umständen ein nützliches Unternehmen, das zur Be 19. Sonstige Krankheiten der Blutgefäße, Lymphgefäße oder Paris, 1. September.( W. T. B.) Der Raffationshof vers stätigung, Ergänzung, Kontrolle der offiziellen Angaben dienen Lymphdrüsen( auch Krampfadern und Krampfaderbruch), 20. Krantwird. Sollten diese wirklich, wie neuerdings verlautet, ausschließ- heiten des Magens, 21. Krankheiten des Darms, der Leber oder tagte die weitere Verhandlung über die Berufung Picquart's gegen die Entscheidung der Anklagekammer in Sachen du Path lich auf den Erhebungen der Ortspolizeibehörden beruhen, so ist Milz, 22. Krankheiten der sonstigen Verdauungsorgane( des Mundes, de Clam und Esterhazy nach dem Pladoyer des Vertheidigers die Gewerkschaftsstatistit doppelt nothwendig, und man begreift, wenn der Zähne, der Zunge und der Speiseröhre), 23. Unterleibsbrüche, und der Replit des Staatsanwalts auf morgen. Der Staats gegenüber solcher Auffassung einer wichtigen sozialpolitischen Auf- 24. Krankheiten der Nieren, 25. Krankheiten der Harn- und Geschlechtsanwalt hatte die Verwerfung beider Verufungen beantragt. General gabe das„ Correspondenzblatt" ausruft:" Die unkontrollirbaren organe( Steinkrankheit, Wasserbruch 2c.), 26. Krankheiten der Haut Renouard hat die Funktionen des Chefs des Generalstabes überAngaben der Polizeibehörden müssen durch die von den Gewerk- und des Unterhautzellgewebes( chronische Hautleiden ausschließlich schaften zu führende Statistik auf ihren Werth hin geprüft werden Biffer 5, chronische Geschwüre, Bellgewebsentzündungen), 27. Krant nommen. General Boisdeffre verabschiedete sich heute Nachmittag tönnen. Die Gewerkschaften müssen infolge dessen nicht nur ein heiten der Bewegungsorgane( der Knochen und der Knochenhaut, der von den Offizieren und dem Bureau- Personal des Generalstabes. Paris, 1. September.( W. T. B.) Der Justizminister Sarrien fach die Streits registriren, sondern sie müssen bei jedem Streit Gelente ausschließlich Ziffer 2, der Muskeln und Sehnen ausschließlich die Materialien über Eingriffe der Polizeibehörden und den Ter- Biffer 3), 28. Folgen mechanischer Verlegungen( Verlust einzelner besuchte heute Abend den Kriegsminister Cavaignac und hatte mit rorismus des Unternehmerthums sammeln." Es wäre ein schwerer Rörpertheile, Knochenbrüche, Verrenkungen oder Verstauchungen, Ber- demselben eine ziemlich lange Unterredung. Von ministerieller Seite wird die Nachricht, General Gonse sei Mißgriff, bei einer amtlichen Aufnahme über so wichtige wirth- reißungen, Quetschungen, Wunden der Weichtheile). es wurde stets der Beruf der zum Kommandeur der Befestigungen in Nizza ernannt, für un schafts- und sozialpolitische Erscheinungen nicht alle verfügbaren Die Eintheilung der Berufe Quellen zu erschließen. Anderswo geschieht das. In England Rentenberechtigten bei Eintritt der Eriverbsunfähigkeit als maßgebend begründet erklärt. entspricht der Gruppirung, die der Bundesrath für die Victoria( Britisch- Columbia), 1. September.( W. T. B.) Die z. B. sendet das Arbeitsamt Fragebogen an Unternehmer und Ar- angesehen beiter, es hat seine eigenen Sorrespondenten in den Industriezentren Bearbeitung der letzten Berufs- und Gewerbezählung angeordnet hat, für verloren gehaltene Mannschaft des Passagierdampfers, Stikeenchief", und endlich liefern ihm auch die Lokalbehörden Material. Wir in nämlich: A. Landwirthschaft, Gärtnerei und Thierzucht, Forst- 43 an der Bahl, ist vom Schiffe Alpha" aufgenommen und in Deutschland haben ja leider kein Arbeitsamt, obwohl die Errichtung wirthschaft und Fischerei, B. Bergbau und Hüttenwesen, Industrie St. Michaels angekommen. Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Musikinstrumenten Arbeiter Berlins! Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Nr. 205. 15. Jahrgang. Tokales. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. " Freitag, 2. September 1898. Kostenaufwande bon 1 800 000 Mart errichtete Monument Von Dieben heimgesucht wurden wiederum die Bewohner stellt eine von der Siegesgöttin gekrönte Ehrensäule dar, des Viertels am Prenzlauer Thor. In der verflossenen Nacht Wünsche und Beschwerden zur Verbesserung der Berliner deren mit mufivischen Bildern geschmückter Fuß von einer offenen drangen Diebe, deren Ermittelung bisher noch nicht gelungen ist, in Verchrsverhältnisse. In einer größeren Arbeit über die Ver Säulenhalle umgeben ist. die Gastwirthschaft von Vulprecht, Prenzlauerstraße 50, und eigneten liner Verkehrsverhältnisse macht der Berliner StadtDas„ Siegespetschaft" hat seiner plumpen und prozigen Form sich ein Faß Butter an. Dann statteten die Einbrecher der gegenbauinspektor Binkenburg als Sachverständiger Bemerkungen über halber von Anfang an unter dem Sarkasmus der Berliner zu leiden überliegenden Drogenhandlung von Werner einen Besuch ab, wo sie wünschenswerthe Verbesserungen und Neuerungen, die darum die gehabt. Gleich nach der Einweihung hieß es z. B., die am Denkmal den Inhalt der Ladenkasse mitnahmen. Schließlich statteten sie noch größte Beachtung verdienen, weil sie die Berechtigung der Klagen angebrachten Kanonen seien dazu bestimmt, nach Spazen und Luft- der Konditorei von Levy, Prenzlauerstraße 59/60, eine Visite ab der Berliner Bevölkerung über die Mangelhaftigkeit unserer schiffen zu schießen. und stahlen das in der Ladenkasse befindliche Geld sowie vers Verkehrs- Einrichtungen anerkennen müssen. Da zunächst die Konkurrenzkampf im Straßenbahnbetriebe. Die Berlin- schiedene Konditorwaaren. motorische Kraft der Zukunft für die Wagen der noch zu Charlottenburger Straßenbahngesellschaft hat an den hiesigen Magistrat Im Dienst verunglückt ist in der Nacht zum Donnerstag der crbauenden Bahnen-seien es Hoch-, Untergrund- oder Niveau eine Eingabe gerichtet, in der sie sich über die Bevorzugung der Wagenführer der Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft bahnen zweifellos die Elektrizität sein wird, so dürfte Großen Berliner" beschwert und ebenfalls bei der Freigabe neuer Schmidt, welcher einen Motorwagen der elektrischen Straßenbahn es auch nur eine Frage der Zeit sein, daß sie auf der Stadtbahn Linien um Berücksichtigung bittet. Dabei erklärt dann die Charlotten- bediente. Als der Wagen sich gegen 12 Uhr nachts am Alexandercingeführt wird. Die Bemessung des Tarifs nach der Anzahl der burger Straßenbahn, es sei das Bestreben der Großen Berliner play befand, versagte der Motor plötzlich den Dienst und war nicht Stationen, die man durchfährt, muß als widersinnig bezeichnet Straßenbahn unverkennbar darauf gerichtet, den ganzen Verkehr von der Stelle zu bringen. Ein zweiter Motorwagen nahte heran werden. Man kann zur Zeit für 10 Pfennige III. Klasse und 15 Pf. Berlins und der Vororte an ihre großen Verkehrslinien heranzuziehen und wurde auf Veranlassung des Schaffners an den stromlosen II. Klasse bis zu fünf Stationen durchfahren. Diese liegen nun und die Charlottenburger Gesellschaft als die einzige überhaupt noch Wagen angehängt, worauf der Bug sich in Bewegung sezte. Man ganz verschieden weit auseinander, so daß die Gegenleistung der in betracht kommende Konkurrenzgesellschaft auf ihren derzeitigen hatte jedoch übersehen, daß Sch. die Plattform verlassen hatte und Bahn eine ganz verschiedene ist. Bevor die Station Savignyplak kleinen Besitzstand zu beschränken." Wir glauben, daß die Berliner vor dem Wagen stand. Der Wagenführer wurde von seinem eigenen eröffnet ist, konnten die Bewohner von Charlottenburg für Bevölkerung sich nicht allzusehr über die Benachtheiligung der Char- Gefährt erfaßt und zur Seite geschleudert. Hierbei erlitt er eine den unteren Einheitspreis nach Bahnhof Friedrichstraße, also bis in lottenburger Gesellschaft aufzuregen braucht. Die auf Konzentration Quetschung des Brustkastens und mußte in einer Droschke dem das Herz der Stadt fahren. Von dem Augenblick ab, wo der Ver- gerichtete wirthschaftliche Entwickelung würde auch bei veränderter Krankenhause Friedrichshain zugeführt werden. Die weitere Befehr auf Station Savignyplaz eröffnet wurde, bedeutete dies für die Stellung des Magistrats dafür sorgen, daß die kämpfenden Kapitalisten dienung des Wagens mußte der Schaffner übernehmen. Anwohner von Bahnhof Charlottenburg eine Vertheuerung von in der Ausbeutung des Publikums und der Arbeitskräfte bald solidarisch Wieder ein Todesfall durch Verbrühen zu verzeichnen. 100 pct. für die gleiche Leistung der Bahnverwaltung. Alle Petitionen zusammengingen. der Bewohner haben nichts gefruchtet. Der zwei Jahre alte Knabe Paul Radloff aus der Zorndorferstr. 43 Ein solches VerSchuhimpfungen gegen Tollwnth. Das Polizeipräsidium spielte in der Küche, wo seine Großmutter beschäftigt war, als ein fahren tann nicht scharf genug gerügt werden! theilt mit: Beim hiesigen fönigl. Institut für Infektionskrankheiten, Leierkasten auf dem Hofe erschien. Die Großmutter ließ das Kind Aehnliches fann sich aber alle Augenblicke wiederholen, Chariteestr. 1, ist eine Abtheilung für Schußimpfungen gegen Toll hinaus. Nun hatte sich Frau Radloff, die ein Milchgeschäft betreibt, da ist z. B. die Station Lehrter Bahnhof, seinerzeit wohl mit with errichtet worden. Auf derselben können Personen, welche von zum Reinigen der Kannen einen großen Topf mit heißem SodaRücksicht auf den Lehrter Bahnhof gerade an der Stelle erbaut, wo tollen oder der Tollwuth verdächtigen Thieren gebissen worden sind, wasser in den Laden gestellt. Bevor sie sich aber an die Arbeit sie liegt ,, obschon diese Station eigentlich ein sehr gering bebautes in Behandlung genommen werden. Die Behandlung, welche, soweit machte, trug sie die Schuld einer Kundin in ein Buch ein. Beim Hinterland befigt, aus dem ihr Fahrgäste zufließen können. Bei dieselbe ambulatorisch stattfindet, unentgeltlich ist und in leichten Fällen Schreiben niedergebeugt, merkte sie nicht, daß der Knabe vom Hofe weitem für den Stadtverkehr günstiger würde die Anlage je einer etiva 20, bei schweren Bißverlegungen z. B. im Gesicht mindestens in den Laden gekommen war. Plötzlich hörte sie einen gellenden Station an der Straße Alt- Moabit" und an der Karlstraße fein, 30 Tage in Anspruch nimmt, besteht in Einspritzungen, welche täglich Aufschrei und sah ihren Kleinen in der heißen Flüssigkeit ſizen. von welchen die erste ja sehr gut den Verkehr nach und von der einmal vorgenommen werden und daher die Aufnahme der Verletzten Obgleich er sofort in ärztliche Behandlung gegeben wurde, ist er Kunstausstellung am Lehrter Bahnhof vermitteln könnte. Gesezt in das genannte Institut in der Regel nicht erforderlich machen. doch der sich über den Körper erstreckenden Verbrühung erlegen. nun den Fall, die Verwaltung ließe die alte Station eine Die Aufnahme in dasselbe ist vielmehr nur bei solchen Personen gehen und errichtete zwei neue, so würde bei Einhaltung des fünf wünschenswerth, welche, wie z. B. Kinder ohne Begleitung von wird von dort berichtet: Die Dame hatte den berühmten AussichtsZum Absturz der Berlinerin Fanny Bial bei Pontresina Stationen- Tarifs ebenfalls wieder eine Schädigung verschiedener Erwachsenen, in Berlin kein geeignetes Unterkommen finden. Im punkt an den Muottas Muraigl erstiegen, sich in dem auf dem weiter gelegener Stationen eintreten. Dem tann gründlich Jnteresse einer sicheren Wirkung der Behandlung ist es erforderlich, Gipfel befindlichen Wirthshause einige Zeit aufgehalten, ihren Namen nur dadurch abgeholfen werden, daß man für das daß dieselbe möglichst bald nach der Verlegung beginnen kann. in das Fremdenbuch eingetragen und war dann in der Richtung ganze Stadt- und Ringbahngebiet einen Fahr Verlegte, welche sich der Behandlung unterziehen wollen, haben sich nach Pontresina zurückgekehrt. Bei dem Abstieg hat sie, statt auf preis on 10 f. für die III. laffe und 20 f. für zunächst an ihr Polizeirevier zu wenden und sich nach Empfang eines beni bequemen, durchaus gefahrlosen Reitwege zu bleiben, die laffe einführt. Zum Vergnügen fährt nie bezüglichen Zuweisungsattestes bei der Direktion des Instituts für großen Krümmungen dieses Weges abkürzen wollen, und ist an mand Berlin auf der Stadtbahn und die Haupteinnahme Infektions- Krankheiten vorzustellen. dürfte f doch auch schon jetzt aus dem Verkaufe der Fahrkarten der ersten Ser steilen Bergwand hinuntergegangen, und Zonen zwar nicht leiten. Ein anderer großer Vortheil dieser zur Zeit ein Kanalprojekt für einen Großschifffahrtsweg getretenen Steige, sondern quer durch die Hänge. Dabei ist Auf Anordnung des Ministers der öffentlichen Arbeiten wird einmal auf einem der von Fußgängern im Laufe der Zeit Einr stung wäre aber, daß die lästige und zeit von Berlin zur Oder bei Obersaathen, welcher zur Ausführung in sie mit den Kopf vornüber heruntergestürzt, hat sich mit dem raude, vom Publikum besonders unangenehm Aussicht genommen ist, ausgearbeitet. Die diesem Projekte zu grunde ganzen Körper überschlagen und das Genick gebrochen, so daß der empftdene Billetabgabe fortfallen und sich das gelegte Linie verläßt die zeitige Havel- Oderstraße bei Oranienburg, Tod sofort eingetreten sein muß. Sämmtliche Schmuck- und Werth Verlaffen der Bahnsteige bei weitem schneller geht durch den östlich von Oranienburg gelegenen Lehnigsee und bei fachen der Verunglückten wurden, wie schon mitgetheilt wurde, bei vollziehen könnte! Für die Verwaltung sicherlich keine un- Malzer Schleuse in den Malzerkanal, verfolgt diesen eine furze der Leiche unversehrt vorgefunden, so daß jeder Gedanke an ein Vererbebliche Ersparung an Beamten, zumal wenn man die Trennung Strecke und geht dann in östlicher Nichtung durch das Kreuzbruch. brechen ausgeschlossen ist. Auch die Annahme eines Selbstmordes bo Aufgang und Abgang auf allen Stationen scharf durchführt. Weil nun die Stadtbahn am Ende ihrer Leistungsfähigkeit die neue Linie benugt eine kurze Strecke des Werbellinkanals und Die Verunglückte, die bei ihrem gefährlichen Herabklettern nicht Bei der Ruhlsdorfer Schleuse wird der alte Finowkanal überschritten, muß nach Lage der Umstände völlig von der Hand gewiesen werden. ang fommen ist, so verdient der Vorschlag, man möge über dem geht min weiter in östlicher Richtung bei Steinfurth und Lichterfelde einmal benagelte Schuhe getragen hatte, ist lediglich das Opfer Viadukt der Stadtbahn noch einen zweiten aus Eisen erbauen, ver- vorüber auf Eberswalde zu. wirklicht zu werden, da die Ausführung dieser Idee durchaus nicht schreitet die Linie das Nagoser Fließ und erreicht westlich von Liepe Destlich von Eberswalde über eigener Unvorsichtigkeit geworden. zu den Unmöglichkeiten gehört. Geholfen wäre damit der Stadtbahn das Ende der Scheitelhaltung, um hier in das Flußthal der alten Hermann M., der bei seinem Schwager in der Stephanstraße wohnte. Selbstmord aus Verzweiflung beging der 22jährige Schlosser von Grund aus, sie würde dann über acht Geleise verfügen, davon Oder hinabzusteigen. Von Liepe bis Hohenfaathen wird sodann die Als dieser am Abend Heimkehrte, fand er M. in einer Kammer todt zwei für den Fernverkehr, zivei für den dem Fernverkehr so äußerst alte Oder benutzt. Bei Hohensaathen wendet sich die Linie dem vor; er hatte sich erhängt. Die Wiederbelebungsversuche seitens fäftigen Vorortverkehr und vier für den Stadtverkehr, einschließlich der Norden zu und tritt bei Neuenzoll, Bahden gegenüber, in die Oder eines Arztes blieben ohne Erfolg. M. war längere Zeit beschäftigungsRingbahn. Das zweite Mittel zur Entlastung besteht in der Schaffung ein. Die Länge dieser Linie von Spandau bis Hohenfaaten beträgt los gewefen, was ihn offenbar in den Tod getrieben hat. von Parallelbahnen. Eine solche ist in der Charlottenburger Straßen- 94 257 Meter, die Scheitelhaltung von der Schleuse am Lehnitsee bahn, wenn auch nur in bescheidenem Maße, bereits vorhanden. Zu den bis zum Abstieg auf der geneigten Ebene bei Liepe ist 50 980 Meter Plöglich vom Tode ereilt wurde am Mittwoch Nachmittag von der Charlottenburger Pferdebahn- Gesellschaft vorgenommenen Ver- beziehungsweise bis zur Schleusentreppe bei Liepe 50 342 Meter beim Besuch des Zoologischen Gartens der 65 Jahre alte Kaufmann besserungen Einführung des elektrischen Betriebes und Einstellung lang. Die Sohlenbreite des Kanals ist zu 20 Meter, die Wasser- Hermann Kampfert aus der Melanchthonstr. 7. bej, cer Wagen- muß noch ergänzend hinzukommen: Einführung einer spiegelbreite bei V. N.+ 37,10 Meter zu 33,1 Meter angenommen. schnelleren Verkehrsfolge der Wagen( jezt nur alle 7 Minuten), Herabjegung Die Schleusen haben eine nutzbare Länge von 67 Metern, eine Löbnick aus der Lottumstraße 10 a. Hand an sich gelegt hat der frühere Feuerwehrmann Wilhelm der Fahrpreise und zwar, daß sie nicht höher sind, als die auf der Breite von 9,6 Metern und eine Drempeltiefe von 3 Metern. Der 49 Jahre alte Mann war Stadtbahn für die gleichen Entfernungen zu zahlenden Preise, Beseit sechs Jahren nicht mehr im Dienst, den er wegen seines legung der Sitzplätze der Wagen mit Decken, wie es bereits von Dem Sturm auf die Nabatt- Sparvereine haben sich nun- Gemüthszustandes nicht mehr versehen konnte. Defter traten deutder Großen Berliner Straßenbahn- Gesellschaft bewirkt wird, und mehr auch die Milchhändler des Nordens angeschlossen, indem sie in liche Spuren von Unzurechnungsfähigkeit an den Tag. In einem endlich Berlängerung der Linie im Osten bis zum Alexanderplatz gehaltenen gut besuchten Versammlung folgenden Beschlußantrag aneiner am Mittwoch Abend im Noack'schen Saale, Brunnenstraße, abund im Westen durch die Bismarckstraße bis zum Grunewald. Die noch im Betriebe bleibenden Pferdebahnwagen würden eine nahmen:„ Die Versammelten verpflichten sich, als Lieferanten aus den Verbesserung ihrer trostlosen Beleuchtung erfahren, event. müßte die nöthigen Schritte bei den Geschäftsleuten zu thun." Als prat Rabatt- Sparvereinen auszuscheiden und beauftragen ihre Kommission, behördlicherseits darauf gedrungen werden. Die Straßenbahnwagen tisches Resultat ergab die Versammlung, daß 180 der anwesenden müßten in Bezug auf Dämpfung des Geräusches durch Einlagen Milchhändler durch Einzeichnung in eine Liste ihren Austritt aus den von schalldämpfenden Mitteln als Kautschuk, Linoleum 2c. verbessert werden. Auf vielen Linien ist die Wagenfolge Rabatt- Sparvereinen erklärten. Von einer über Abtrünnige etwa eine durchaus ungenügende. Abgesehen von den vielen Außen- zu verhängenden Konventionalstrafe wurde Abstand genommen. linien müßte der Abstand, in der sich die Wagen im inneren Stadtgebiet folgen, fein größerer als 5 Minuten sein. Die Anlage von Wartehallen erscheint an einzelnen Punkten ein dringendes Bedürfniß; so am Brandenburger Thor, am Lüzowplak, vornehmlich überall da, wo das Publikum beim Warten nicht in der Lage ist, vor den Unbilden der Witterung in angrenzenden Häusern Schuß zu suchen. Auch die Beleuchtung der Fuhrwerke bei Dunkelheit muß besser werden. Es ist erstaunlich, wie ungenügend vielfach die Beleuchtung der Frachtfuhrwerke ist. " " solchen Zustand verließ er am Mittwoch Morgen um 7 Uhr seine Häuslichkeit und rannte nach Schönhausen. Dort fanden ihn am Nachmittag Bauern an einem der die Chauffee begrenzenden Bäume Bei ihm fand man einen Zettel, der Namen und Wohnung enthielt. hängend vor. Das Leben war schon aus dem Körper geschwunden. für den Verein von Freunden der Treptow- Sternwarte veranstaltete Am Riesen- Fernrohr in Treptow fand Mittwoch der dritte Beobachtungsabend statt. Derselbe wurde durch einen optischen Experimental- Vortrag des bekannten Physikers Herrn Amberg ein geleitet, in welchem zunächst die wichtigsten Gesetze über den Gang der Lichtstrahlen an sehr hübschen Versuchen vorgeführt und dann das Wesen der Spektral- Analyse mit ihrer Anwendung auf die Astronomie, ebenfalls experimentell, auseinandergesetzt wurde. Von den oft überraschend wirkenden, mit großem Geschick ausgeführten Versuchen wollen wir nur die Beleuchtung farbiger Gegen erDie Fleischtheuerung. Die Erhöhung der Fleischpreise wird vermuthlich auch in den Gastwirthschaften einen Aufschlag der Preise für Fleischspeisen zur Folge haben. In Gastwirthstreisen ist, der Voff. 3tg." zufolge, diese Frage in den letzten Tagen eifrigst erörtert worden; es wird beabsichtigt, die Gastwirthsvereine zu ersuchen, sich mit der Angelegenheit zu beschäftigen. Bei dem Neubau des Gerichtsgebäudes Nene Friedrichstr. 12/13 ſtände mit einfachem, sogenanntem homogenen Licht stürzte am Donnerstag, nachmittags um 5 Uhr, der Dachdecker Hoff- wähnen, wobei sofort alle Farbenunterschiede verschwinden; mann aus der Jägerstr. 53 zu Rirdorf infolge eines Fehltritts vom roth, grün, blau 2c. erscheinen, mit gelbem Natriumlicht beleuchtet, Dach auf den Hof hinab. Außer einer Gehirnerschütterung erlitt er nicht mehr farbig, sondern mattgrau, ein deutlicher Beweis dafür, daß Hat man die Frage der Rauchentwidlung am besten mehrere Rippenbrüche und innerliche Verlegungen. Ein Lück'scher die Farben den Körpern nicht als dauernde Eigenschaften angehören, durch Anwendung elektrischer Energie im Verkehrsleben der Haupt- Rettungswagen brachte ihn nach dem Krankenhause am Friedrichs- sondern daß die Körper auf manche Beleuchtung eben in bestimmter stadt gelöst, so muß auch die Verqualmung der Spree durch die hain. Weise ansprechen. Wie eine Stimmgabel nur anspricht, wenn der Dampfer und zwar besonders durch die Schleppdampfer beseitigt werden. Haben die Lokomotiven der Stadtbahn durch Anwendung Weise statt. Unter dem Publikum, welches sich gestern früh in der auf den Körper fällt; fehlt diese Farbe, z. B. roth, im Die Herbftparade des Gardekorps fand gestern in üblicher ihr eigenthümliche Ton in ihrer Nähe erklingt, so tann auch eine Farbe nur erscheinen, wenn die ihr entsprechende Lichtart der Koatsfeuerung diese Rauchentwicklung beseitigt, so müssen auch Bellealliancestraße aufgestellt hatte, um sich den Ausmarsch der auffallenden Licht, so muß ein Körper, der mir auf roth die Dampfer angehalten werden, ähnliche Einrichtungen zu treffen! Paradetruppen anzusehen, bewegte sich ein Postkartenhändler, der, anspricht, eben dunkel und farblos bleiben. Es giebt kaum einen Nach 28jähriger ununterbrochener Thätigkeit ist, wie der wie das Berl. Tabl." meldet, ein neues zugkräftiges Empfehlungs andern Versuch, der das Wesen der Störperfarben so deutlich und „ Handelsangestellte" meldet, von der Firma Raymond u. Sto., wort für seine Ansichtskarten in Anwendung brachte. Oranienburgerstr. 28, ein Buchhalter gekündigt worden; dem sechzig- nämlich:„ Meine Herren! Kaufen Sie die lezten Parade- PostEr rief eindringlich beweist. jährigen Manne wurde am 30. April cr. von den Geschäftsinhabern tarten vor dem ewigen Frieden!"- Dieser Schlagfertigkeit" des ein Schreiben folgenden Inhalts zugestellt: Wie Sie selbst am Berliners wird der kommende Weltfrieden Hoffentlich keinen besten beurtheilen können, ist das Geschäft in den letzten Jahren Eintrag thun. Ein starkes Stück hat sich aus Anlaß der großen derartig zurüdgegangen, daß wir gezwungen sind, die größte Barade die Große Berliner Straßenbahn- Gesellschaft" geleistet. Straßenbahn- Gesellschaft" Sparsamteit walten zu lassen, und aus diesem Grunde Auf der Linie Moabit- Rigdorf kostet bekanntlich die Strede vom allein müssen wir Ihnen leider Ihre Stellung per 1. Juli Potsdamer Bahnhof bis zur Fichtestraße in der Hasenhaide zehn kündigen, und die bisher von Ihnen ausgeübte Thätigkeit Pfennig. von Ihnen ausgeübte Thätigkeit Pfennig. Die Paffagiere nun, welche heute früh während der durch an die übrigen Mitarbeiter vertheilen. Es thut uns dies die Parade herbeigeführten Sperre diese Tour fuhren, mußten an umsomehr leid, da Sie so lange Jahre unserem Hauſe treu zur der Belle- Alliance- Brücke aussteigen und zur Weiterfahrt einen jen Seite standen, die Nothwendigkeit zum Sparen liegt jedoch vor seits der Brücke haltenden Wagen benutzen. Für diese Weiterfahrt und können wir unmöglich weiter einen derartig hohen Gehalt hatten die von den betreffenden Fahrgästen gelösten Billets aber zahlen, was Sie wohl selbst einsehen werden. In anbetracht Ihrer feine Giltigkeit, fie mußten vielmehr aufs neue 10 Pfennig belangjährigen Thätigkeit machen wir Ihnen diese mit zahlen; die Zehnpfennigtour stellte sich für sie somit auf 20 Pfennig, theilung bereits jetzt vor der Zeit." Als Inhaber der sparsamen wofür sie die Unbequemlichkeit, einen Theil des Weges zu Fuß Firma nennt das angeführte Blatt die Herren Geh. Kommerzienrath zurücklegen zu müssen, mit in den Kauf zu nehmen hatten! Goldberger und Oskar Rathenau. Hat Herr Goldberger, der auf Sammellisten für patriotische und ähnliche Zwecke gern mit großen Summen prangt, es wirklich nöthig, an einem in seinem Geschäft ein Menschenalter hindurch ausgenuzten Arbeiter 3000 M. Jahresgehalt zu sparen? strables in eine Flüssigkeit, die nach unten zu immer schwerer wird; Ein anderer sehr schöner Versuch ist das Einfallen eines Lichtdadurch bekommt der Strahl eine dauernde Ablenkung von seinem Wege, so daß er einen vollständigen Bogen bildet und in gekrümmter Oberfläche zurückfehrt; hier wird er wiederum in die Flüssigkeit zurüidgeworfen, die er somit in mehreren Bogen durchsetzt. Mit dieser Strahlenbrechung, die auch in unserer Luft stets stattfindet, haben die Astronomen start zu rechnen. schloß den interessanten Abend ab. Eine Beobachtung des Mondspektrums mit dem Riesenfernrohr Im Passagepanoptikum ist das neue September- Programm mit gutem Geschmack zusammengestellt worden. Auf dem Gebiete heiterer Künste verdient der Schattenkünstler Tom Briarly genannt zu werden, der durch seine gelungenen Momentschöpfungen lebhaft zu intereffiren weiß. Als moderner Zauberer stellt sich Herr Sing Das Kuratorium der Unfallstationen theilt uns mit: Sie mit recht auf diesen Titel Anspruch machen kann. Ein ähnliches Fach dem Publikum vor und beweist durch mannigfache Leistungen, daß er würden uns zu großem Dank verpflichten, wenn Sie Ihre Notiz füllen die Geschwister Schäfer durch die wunderliche Kunst des„ Hellüber den verunglückten Arbeiter Holzhüter folgendermaßen ergänzen sehens und Gedankenlesens" aus, wogegen die Geschwister Ninelli, würden: Das Gespann gehörte nicht einer Brauerei, sondern der die Klowns Durella und das auf rollender Kugel arbeitende BorsiniaBlank'schen Bierhandlung, Chausseestr. 102. Der Verunglückte wurde Trio auf afrobatischem Gebiete Anerkennenswerthes leisten. Gut Heute find 25 Jahre seit der Einweihung der Sieges- von dem sofort herbeigeeilten Krantenwagen nach der Unfallstation I besetzt ist auch das Fach der Gesangs- und Deklamationskunst durch fäule auf dem Königsplatz verflossen. Bereits im Jahre 1864 sollte in der Wilhelmstraße geschafft, wo er sich auch jezt noch in ärztlicher die russischen Sänger und Tänzer Borisoff, die Soubrette Emmy zur Erinnerung an den Feldzug gegen Dänemark ein Denkmal er- Behandlung und Pflege befindet, Da die freie Hilfstasse der Kutscher Bender und den drolligen Blizdichter Baul Steinig. richtet werden, daß nach dem Projekte Stracks in Form einer Gedent- die Uebernahme dieses Falles ablehnt und auch die sonst Betheiligten halle gedacht war. Die Grundsteinlegung erfolgte auch im Jahre 1865, den gleichen Standpunkt einnehmen, so übernimmt ſelbſtverständlich heute Samlet" zum ersten Male wiederholt. Theater und Vergnügungen. Im Schiller Theater wird doch traten infolge der Ereignisse von 1866 neue Anforderungen die Unfallstation die entstehenden Kosten für die Krankenhaus- bes 70. Geburtstages Leo Tolstoi's, dem bereits die Herren Ludwig auf, welche die Ausführung bis zum Jahre 1869 verzögerten und Behandlung und hat auch noch Baarunterstützungen der Familie zu Fulda, Dr. Penzig, Rechtsanwalt Rothe, Karl Vollrath, Bruno Wille und dann weitere Umwandlungen veranlaßten. Das mit einem| kommen lassen. andere angehörten, sind nun noch die Herren Wilhelm Bölsche, Otto NeuHOLW Dem Komitee zur Feier die mann- Sofer, Otto Sommerstorff, Hermann Sudermann beigetreten. Die flagte scheint der Ansicht gewesen zu sein, daß Herr Engel ihm bei welchem man versucht wurde, ein Wort des Mephistopheles in Feier wird in dem großen Konzertsaale des Deutschen Hofes stattfinden. nicht besonders wohl wollte, sondern feine aus den ihm fleiner Veränderung dahin anzuivenden: Der Grapholog, der Das Parodie Theater in der Orantenstraße ist renovirt worden und zugänglichen Personalakten stammende Kenntniß dazu benutzt tritt herein und beweist Euch, es müßt so sein: das Erst wär wird am 24. September mit dem Liebesdrama" Tugend" eröffnet werden. habe, um ihn öffentlich schlecht zu machen und in seinem so, das Zweite so, und drum das Dritte und Vierte Feuerbericht. In den letzten 24 Stunden wurde die Feuer Barbierladen zu verrathen, daß er, der Angeklagte, wiederholt vor so, und wenn das Erst und Zweit nicht wär', das Dritt' wehr vielfach in Anspruch genommen. Einmal wurde ihre Hilfe auch bestraft sei. Engel bestreitet dies. Eines Sonntags stellte der An- und Viert' wär' nimmermehr. Die Gutachten der Sachvon Tempelhof aus erbeten. Hier waren Donnerstag frith 1 Uhr, geklagte sich vor den Laden des Bezirksvorstehers und richtete eine verständigen übten auf die mitwirkenden Faktoren der Rechtspflege Dorfstr. 27, zwei Ställe und ein Schuppen, dem Fouragehändler Seihe grober Schimpfworte gegen den Zeugen. Wie letzterer be- eine grundverschiedene Wirkung aus: während der Staatsanwalt die Wotschte gehörig, in Brand gerathen. Die erschienenen Berliner Hauptete, haben sich im Nu mehrere hundert Personen angesammelt Angeklagte auf grund des Gutachtens der Frau Prof. Dilloo für Löschzüge mußten thätig mit eingreifen, da die anwesenden Wehren gehabt. Der Angeklagte habe eine Art Volksrede gehalten, überführt erachtete und ein Jahr Gefängniß beantragte, hielt aus Tempelhof und Umgegend zur Bewältigung des Feuers nicht die mit dem Sage geendigt habe:„ Genossen, dieser Mann der Vertheidiger, der der Kunst der Schreibsachverständigen überausreichten. Die Gebäude wurden vollständig eingeäschert, doch ist nicht Mitglied unserer Partei, wer das Partei Interesse haupt steptisch gegenüberstand, dieses Gutachten für etwas konnte der gesammte Pferdebestand mit knapper Roth gerettet werden. im Auge hat, läßt sich bei solchem Manne nicht mehr rasiren!" phantastisch und suchte nachzuweisen, daß, die beiden anderen GutMelchior str. 12 hatte sich eine Frau beim Hantiren mit einem Herr Engel behauptet, daß diese Worte auch ihren Erfolg gehabt achten den Vorzug verdienen. Der Gerichtshof vermochte auf so Spirituskocher schwere Brandwunden zugezogen, so daß sie nach und mehrere in seinem Laden anwesende Arbeiter veranlaßt hätten, unsicherer Grundlage nicht zu einer Verurtheilung der Angeklagten Anlegung eines Nothverbandes durch die Samariter der Feuer fofort das Lokal zu verlassen. wehr nach dem Krankenhause überführt werden mußte. Potsdaß nach seiner Meinung der Zeuge das Amtsgeheimniß nicht geDer Angeklagte verblieb dabei, zu kommen, erkannte vielmehr auf kostenlose Freisprechung derselber. damerstraße 122 war ein Zimmerbrand zu beseitigen. Möbel wahrt und ihn dadurch sehr gereizt habe. Der Gerichtshof glaubte, gegebenen Margarine die Umschrift Margarine" und den Namen Die Frage, ob der Umschlag der im Einzelverkauf abund Gardinen wurden beschädigt. In der Roß str. 14 war durch daß bei der Größe des Erzesses eine Geldstrafe nicht am Blake fei, des Verkäufers in schwarzer Schrift auf hellem Untergrunde eine umgefallene Petroleumlampe ein Zimmerbrand entstanden, der verurtheilte vielmehr den Angeklagten zu einer Woche Ge- enthalten müsse, hatte gestern das Kammergericht zu ent aber bald gelöscht werden konnte. Ein brennender Strohwagen rief fängniß. die Wehr nach Usedom str. 6. Zwei Schlauchleitungen traten in scheiden. Dem Händler Schmidt wurde ein Vergehen gegen Thätigkeit, doch ging die Ladung fammt dem Wagen in Flammen Oberpräsidialordnung für die Provinz Westfalen vom 28. Juli 1897 im Versammlungsrecht und Verfrommungsverordnung. Die das Margarinegesetz vom 15. Juni 1897 vorgeworfen, weil er Einzelverkauf Margarine in Umhüllungen, die auf. Mohrenstr. 12 hatte Wäsche und Paulstr. 15 der Fuß- bestimmt gleich ähnlichen Verordnungen für andere Provinzen, daß gesetzlich vorgeschriebene Aufschrift in gelber Schrift enthielten, abboden im Bodenraum Feuer gefangen. Cuvrystraße 37 mußte öffentliche Versammlungen und Aufzüge, die nicht gegeben hatte. Das Landgericht verurtheilte ihn in zweiter Instanz ein Kellerbrand beseitigt worden und Rüdersdorferstraße 62 waren brennende Betten und Kleidungsstücke abzulöschen. Zweimal gottesdienstlichen Zwecken dienen, erst nach der Abhaltung zu Geldstrafen. Hiergegen legte Sch. Revision ein und machte erfolgte Unfug am öffentlichen Melder, doch entkamen die Thäter. bes Hauptgottesdienstes stattfinden dürfen. Wo der geltend, die auf grund des angezogenen Gesezes erlassene Bekannt Gottesdienst nachmittags abgehalten wird, dürfen Versammlungen machung des Reichskanzlers vom 4. Juli 1897 schreibe eine auferst nach diesem, spätestens aber nach 3/2 hr, vor sich gemalte oder eingebrannte schwarze Umschrift nur für die int Aus den Nachbarorten. gehen. Wegen Bergehens gegen diese Bestimmung wurde der Engroshandel benutzten Gebinde vor, nicht aber für die Papierumhüllung Johannisthal- Niederschöneweide. Die Parteigenossen werden Einberufer und Leiter einer öffentlichen Versammlung, die kleiner Mengen. Schon das in der Bekanntmachung angewandte ersucht, in der Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins am in Bochum eines Sonntags Vormittag nach 10%, Uhr tagte, an Wort„ aufmalen" spreche dagegen. Das Kammergericht erklärte aber Sonnabend, den 3. September, abends 81/2 11hr, bei Senftleben geklagt. Das Schöffengericht sprach indessen den Angeklagten Unthan die Revision für unbegründet und führte aus, der Vorderrichter habe recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Herr Augenarzt Dr. frei, indem es die Polizeivorschrift des Oberpräsidenten für rechtsteinen Rechtsirrthum begangen, wenn er die fragliche Vorschrift Wurm hält einen Vortrag mit Demonstrationen über die Frage: ungiltig erklärte. Das Landgericht in Bochum verurtheilte ihn der Ausführungsverordnung des Reichskanzlers auch auf die im Wie erhält man die Augen gefund?" Gäste haben Zutritt. Der aber darauf zu einer Geldstrafe, wogegen Unthan das Rechtsmittel Einzelverkauf benügten Umhüllungen beziehe. Die Umschrift Vorstand. der Revision ergriff. Er machte geltend, die in betracht kommende Be- Margarine" müsse in jedem Falle schwarz sein, ebenso der beigefügte Berechtigtes Auffehen erregt in Spandau die mangelhafte Stimmung der Oberpräsidial- Verordnung verstoße gegen die preußische Name des Verkäufers. Beschaffenheit des Materials, welches zu der im Bau begriffenen fie sei auch deshalb ungiltig, weil das Vereinsgesetz von 1850 gericht über den Arbeiter August Conrad daselbst, welcher Verfassung, die das freie Versammlungsrecht gewährleiste, und Eine exemplarische Strafe verhängte das Rigdorfer Schöffent Kanalisationsleitung verwandt worden ist. Seit Jahren wird bereits in der Erde herumgebuddelt und inzwischen haben die Straßen der eine derartige Beschränkung der Ausübung des Bersammlungsrechtes fich wegen Beleidigung seiner 16jährigen Stieftochter zu Stadt ihres vorzüglichen Pflasters" wegen schon eine gewisse Welt- icht vorfehe. Weitergehende Beschränkungen, wie die im Vereins- verantworten hatte. das Der Angeklagte hatte junge als mit unfittlichen Anträgen verfolgt und berühmtheit erlangt. Die Arbeiten rüdten nur langsam vor, doch geseis enthaltenen, feien auf keinen Fall zulässig. Und im übrigen Mädchen hieß es in diesem Frühjahr, daß zum 1. Juli d. Js. der Kanalisations- före doch nicht jede öffentliche Versammlung die Sonntagsheiligung. dieselben entrüstet zurüdvies, in Gegenwart des Mädchens eine betrieb eröffnet werden könnte. Diese Angabe stellte sich später Begründung zurüd: Die Polizeiverordnung des Oberpräsidenten stehe Verhandlung, welche unter Ausschluß der Deffentlichkeit stattfand, Das Kammergericht wies gestern die Revision mit folgender unfittliche Handlung begangen, die sich nicht andeuten läßt. Die jedoch als unwahr heraus. Vor einigen Wochen tauchte nun plötz mit den Art. 29 u. 30 der Verfassung, die das Versammlungsrecht be- endete mit der Berurtheilung des Angeklagten zu einem Jahr lich das Gerücht auf, die verwendeten Kanalisationsröhren; die zum allergrößten Theil bereits gelegt waren, entsprächen bei treffen, nicht in Widerspruch, denn die Berfassung laffe eine Regelung der Gefängniß. Der Angeklagte wurde wegen Fluchverdachts sofort Das Vereinsgesetz habe verhaftet. weitem nicht dem Lieferungsvertrage, sie seien sehr porös, ließen die Ausübung der Versammlungsfreiheit zu. Abwässer durch und zahlreiche Röhren seien unter dem Druck der eine solche Regelung gebracht, aber nur so weit, wie die auf ihnen lastenden Erde zusammengebrochen. Mehrere Unter- offentliche Sicherheit in Frage komme. Die Verfassung und fuchungen, die inzwischen stattgefunden haben, bestätigten dieses dieses Gesetz schlössen jedoch eine weitere Regelung der Ausübung der Versammlungsfreiheit nicht aus. Sie Gerücht auch vollauf; und nun wird die Gröffnung des Kanalisations- könne noch aus manchen anderen Gesichtspunkten, wie dem der öffentlichen betriebes wieder gute Weile haben. Hoffentlich wird diese neueste Sicherheit, erfolgen, insbesondere aus den der äußeren Heilighaltung Unglücksmär von der Spandauer Stadtverwaltung nicht ruhig hingenommen, denn der Magistrat hatte für die der Sonn- und Feiertage im Sinne der Kabinetsordre vom 7. Fe ordnungsmäßige Ausführung der Arbeiten zu sorgen und bruar 1837. Alle Versammlungen, welche geeignet feien, die äußere naußte sich auch rechtzeitig von der Beschaffenheit des Materials Heilighaltung der Sonn- und Feiertage zu stören, könnten verboten überzeugen. Schließlich handelt es sich doch hierbei nicht um die werden. Das sei hier nur geschehen. Somit liege ein Verstoß gegen Einzugsfeier eines Bataillons, sondern um einen Bau, der hundert das Vereinsgesetz ebenfalls nicht vor tausende Mart fostet! To Bor furzem erflärte der Herr Oberbürgermeister, als er von einem unserer Genossen in der Stadtverwaltung darüber interpellirt wurde, weshalb die Arbeiten an der Kläraelage jetzt ruhten, und ob man dem Unternehmer aus Rücksicht auf die gegenwärtige Arbeitsruhe im Baugewerbe etwa Frist gegeben, die Arbeiten drängten nicht so sehr". Auch eine Antwort. man Stuttgart, Dies Verlag) if uns foeben bie me. 18 ben 8 abri Betanntmachung des Parteivorstandes. zugegangen. es Eingelaufene Druckschriften. Bon der ,, Gleichheit", Zeitschrift für die Interessen der Arbeiterinnen dieser Nummer hervor: Aufruf der Vertrauensperson. Schwierigkeiten der gewerkschaftlichen Organisirung der Arbeiterinnen. I. Aus den Berichten der preußischen GewerbeAus der Bewegung. Feuilleton: Die Gleich: Inspektion für 1897. Von Henriette Fürth. ftellung von Mensch und Thier in der Gesetzgebung des Mittelalters. ( Schluß.) Der Bettler. Bon Turgenjeff. Notizentheil von Lily Braun und Klara Zetkin: Gewerkschaftliche Arbeiterinnen- Organisation. Wetb liche Fabrikinspektoren. Frauenstimmrecht.- Frauenbewegung. NP Für Unfall, InvaliditätsEine kleine Reiberei auf einem Bauplate beschäftigte gestern stundenlang die erste Ferien- Straffammer am Landgericht II. Auf vei nebeneinander liegenden Neubauten in der Neuterstraße zu Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem Rigdorf arbeiteten die beiden Angeklagten, die Maurer Joseph ersten im Monat bei Buske, Grenadierstr. 33, abends 8½ Uhr. UnentThiele aus Nixdorf und August Kos wig aus Berlin. Auf dem geltlicher Rath wird ertheilt: Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: selben Bauplatze arbeitete der Maurer Nitsche, der hier die Stelle eines Bize Poliers versah. Koswig will noch Arbeitslohn von versicherung abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerſtr. 36, v. 3 Tr. einem früheren Neubau von Nitsche, der damals Polier war, zu Gartenstr. 55, v. 2 Tr. R. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Der Bau einer neuen Kirche für Friedrichsberg- LichtenE. Simanow& ti, Gartenstr. 78, Portal 2, berg wird von den Frommen des Ortes unter Mithilfe der Be- friegen gehabt haben. Ant 1. Dezember während der Mittagspause 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerſtr. 37, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. erzählte Koswig dem Thiele davon und sagte schließlich zu diesem: R. Tamm, Huffitenstr. 6, von 8-9 11hr abends. A. Voigt, Wiesenhörden auf das eifrigste angestrebt. Man hat schon kräftig ge-" Konum mit, ich werde ihn gleich einmal nach dem Gelde fragen, da straße 41/42. G. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends. B. Reisammelt, aber nur 6588 Mart zusammen bekommen, während der kamist Du hören, was er sagen wird! Beide näherten sich dem mann, Bellermannstr. 83. J. Krause, Gartenstr. 13, 2. Ging. part. Bau das nette Sümmchen von 300 000 Mark verschlingen soll. Die Nitsche und Koswig frug, wie es mit dem Gelde stehe, das er noch für Invaliditäts- und Altersversicherung: 8. Blume, Strelizerſtr. 58. Sammlungen sollen nun erneut werden und man will, wie in einer Versammlung der„ maßgebenden Kreise" Pastor Kuntze zu kriegen habe. Nitsche sagte:„ Wenn Du von mir Geld zu kriegen 8. Trapp, Schulstr. 59, von 7 bis 8 Ühr abends. W. Moh 8, Swinefagte, möglichst keine evangelische Familie übergehen. Nach haft, dann mußt Du mir etwas Schriftliches vorzeigen können!" münderſtr. 64, vorn linker Aufgang. Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: Roswig erwiderte:„ Ach was, Schriftliches! Wir haben Dich ja noch nicht. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. ciner Mittheilung desselben Herrn hat um die Gunst des Oberhofmeisters fich schon nach Deinen Papieren gefragt. Beig' doch einmal Deine Streiffarte her!" und Altersversicherung: A. Sch it's, Solzmarttfir. 60 I. der Kaiserin beworben, Nach der Behauptung der Angeklagten habe nun Nitschke gesagt: Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: um vorwärts zu kommen. Die Mühe, die sich die Herrschaften" Ich zeige meine Papiere nicht jedem Lümmel!" gleichzeitig habe Schalthoff, Michaelkirchstr. 18. Nur für Invaliditäts- und Alters: geben, wäre einer besseren Sache wirdig. Schon lange wartet die derselbe einen Spaten ergriffen und sei auf sie eingedrungen, da versicherung: W. Kühne, Bfuelstr. 1. Gemeinde auf die Errichtung eines Krankenhauses, die thatsächlich hätten sie ihn dann je einen Stoß mit der Hand gegeben. Nitsche zu einem dringenden Bedürfniß in des Wortes strengster Bedeutung stellt die Sache anders dar. Er bestritt, von„ Lümmeln" ge geworden ist, während bereits eine evangelische und eine katholische Kirche vorhanden sind und ein erheblicher Theil der wenigen prochen oder einen Spaten in der Hand gehabt zu haben, Gläubigen nur fünf Minuten bis zu nächsten Berliner Kirche oder kommst, schlag' ich Dich todt! Dann seien beide auf ihn zuKoswig habe ihm zugerufen: Wenn Du in meine Nähe Im Süd Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänel, Solmsstr. 44. It Nord Westen: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters: neuen Rummelsburger Kirche gehen braucht. gestürzt und hätten ihn mit Fäusten ins Gesicht geschlagen, so daß versicherung: M. Stephan, Curhafenerstr. 2. Nur für Invaliditätser blutete und in die Knie fant. Da der Polier in demselben und Altersversicherung: N. Neh bein, Rostockerstr. 43. Moment zur Arbeit pfiff, hätten die Angreifer von ihm abgelassen. Wadzeckfir. 15, vorn part.( abends 8 Uhr). G. Günther, Greifswalder Im Nord Often: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, Dieser Widerspruch zivischen den beiderseitigen Angaben ließ sich ftraße 8, II tints. durch die umfangreiche Beweisaufnahme nicht völlig aufffären, Im Zentrum: Für Unfall, Invaliditäts: und Altersversicherung Rechtsanwalt Herzfeld plädirte daher mit Wärme für Freisprechung, A. Sattler, Kl. Hamburgerstr. 2. der Gerichtshof nahm zwar bei den Angeklagten gemeinschaftliche Bei fämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit Körperverlegung an, billigte aber mildernde Umstände zu. Bei angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Roswig fam noch die Bedrohung hinzu und so wurde dieser zu 40, Thiele zu 30 M. Geldstrafe verurtheilt. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügelmaier, Grimmstr. 39. Nur für Invaliditäts- und AltersCamphausenstr. 4. berſicherung: B. Setter, Rixdorf, Pannierstr. 58, Hof part. C. Guse, Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Bahr anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde findet bis zum Ablauf der Gerichts. ferien Montag und Donnerstag von 7 bis 8 Uhr abends statt. Freiburg, F. 9. 1. 1840 entstanden in England die ersten Brief: marten und Briefumschläge, welche nach und nach in allen Ländern ein2. Liebknecht's Fremdwörterbuch kostet gebunden 3,20 M. geführt wurden. Das Porto toftet 50 Pf. R. 5. 56. Diese Sprachbriefe besorgt Ihnen die Buchhandlung Vorwärts, Beuthstr. 2, p. A. S., Thorn. Ihr Vorschlag ist durch die Hamburger Beschlüsse erledigt. A. F. 23. Wir würden Ihnen empfehlen, sich von der Metallarbeiter: Organisation einen zuverlässigen Berufskollegen in Amerika namhaft machen zu lassen. Wir sind nicht in der Lage, diese Fragen sicher zu beantworten. Verbindung zwischen Nigdorf und dem Südosten von Berlin. Das schon seit Jahren bestehende Bedürfniß einer direkten Verbindung zwischen Rigdorf und den südöstlichen Stadttheilen Berlins, insbesondere den Gegenden um den Görlitzer und Schlesischen Bahnhof, hat sich in letzter Zeit derartig gesteigert, daß der Rigdorfer Gemeinde vorstand sich jetzt an die städtische Verkehrsdeputation mit dem Erfuchen gewendet hat, auf die Einrichtung einer solchen Verbindung Bedacht zu nehmen. Man hatte gehofft, daß durch die Einrichtung der Omnibuslinie Hermannplay- Alexanderplatz dem Verkehrs bedürfnisse einigermaßen abgeholfen würde, doch ist diese Hoffnung Lebhafte Meinungsverschiedenheiten zwischen Schreibmir in geringem Umfange erfüllt worden. Der untere Theil von fachverständigen zeigten sich bei der Verhandlung einer Anklage wegen Rigdorf, und zwar die verkehrsreichsten Straßen, die Berlinerund Bergstraße mit ihrer stark bebauten Umgebung, find wissentlich falscher Anschuldigung, die gestern zum dritten Male die dritte Ferien- Straffammer des Landgerichts I beschäftigte. Die Anvon den gedachten Stadtgegenden Berlins noch immer abgeschlossen, welchem Uebelstande mir durch eine direkte Bahnverbindung ab- geklagte Frau Pauline Buchholz, geb. Gebhardt, lebt mit der Wittwe Mattick in ausgesprochener Feindschaft, die sich in anonymen geholfen werden kann. Das Verkehrsbedürfniß zwischen den beiden Sie ist auch schon Gegenden ist schon dadurch anerkannt worden, daß vor 4 Jahren Briefen wiederholt Luft gemacht hat. beim Bau der Pannierstraße der Landwehrkanal überbrüdt wurde wegen Beleidigung der Frau Mattick zu acht Tagen Gefängniß verurtheilt worden. und die nochmalige Ueberbrückung desselben im Zuge der Grünauer- Oberstaatsanwaltschaft des Kammergerichts eine Strafanzeige gegen Am Tage nach ihrem Strafantritt lief bei der straße jetzt ausgeführt werden wird. Frau Mattick ein, in welcher diese aller möglichen Schandthaten befchuldigt wurde. Es wurde behauptet, daß sie ihren Mann, den im September vorigen Jahres verstorbenen Tischlermeister Mattic, vergiftet und schon seit Jahren versucht habe, ihn durch vergifteten Schnaps ums Leben zu bringen, daß sie ihre Kinder zum Stehlen angehalten und geduldet habe, daß die gestohlenen Waaren nächtlicher Weile in ihrer Wohnung verarbeitet wurden, daß sie das Vermögen ihrer Mutter an sich gerafft und ihre Geschwister darum gebracht, daß sie einem Herrn eine große Geldsumme unterschlagen habe u. s. w. u. f. w. Die Strafanzeige trug die Unterschrift Provinz Brandenburg. 1. Muß im Besize der bürgerlichen Ehren" Büttner und Adolf Schmidt", fie wurde aber von der Frau Mattic rechte sein. 2. Als entehrende Strafen gelten Zuchthausstrafe oder auf ihre Original- Feindin Buchholz zurückgeführt und deshalb wurde Gefängnißstrafe mit Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte. 3. Ja. gegen diese die Anklage erhoben. Die Angeklagte bestritt in zwei 4. Ohne Aufforderung des Beamten haben Sie das nicht nöthig, doch sind vorangegangenen Terminen und auch gestern wieder, die Sie verpflichtet, auch nach Schluß der Versammlung dem Verlangen des Ein größeres Feuer hat gestern Abend in Tempelhof und Anzeigen geschrieben zu haben oder etwas von ihrem In- Beamten Rechnung zu tragen. zivar in der Dorfstr. 27 stattgefunden. Die Tempelhofer Feuerwehr halte zu wissen, sie wurde aber von der vereidigten Schreibwar sofort zur Stelle und entfaltete eine energische Thätigkeit; auch sachverständigen Frau Prof. Dilloo schwer belastet. Das Gutachten waren die benachbarten Wehren aus Mariendorf und Lankwitz zur der letteren ging mit aller Bestimmtheit dahin, daß die Angeklagte Hilfeleistung eingetroffen; desgleichen die Schöneberger und Ber- die Strafanzeige geschrieben habe. Der Gerichtshof beschloß in liner Feuerwehr. Lettere gab mit einem Rohre Hilfe und so war einem früheren Termin, in der Person des Sekretärs Altrichter es der geeinten Thätigkeit gelungen, das Feuer, das einen Schuppen noch einen Schreibsachverständigen hinzuzuziehen, schließlich trat auch und Stallungen ergriffen hatte, in denen größere Futtervorräthe noch der Schreibsachverständige Rechnungsrath Junge in die lagerten, auf feinen Herd zu beschränken, was bei dem herrschenden Schranken. Die beiden legteren traten dem Gutachten ihrer Kollegin Winde nicht leicht war. entschieden entgegen. Sekretär Altrichter bekundete, daß Swinemde. 761 N die Angeklagte nicht die Schreiberin der Anzeige sei, der Hamburg 766 NA Berlin 764 WNW Sachverständige Junge ging noch weiter und behauptete die Wiesbaden 771 9 Gerichts- Beitung. volle Unmöglichkeit, daß das unter Anklage stehende Schriftstück von München 771 O Wegen Beleidigung eines Bezirksvorstehers hatte sich der Hand der Angeklagten herrühren könne. Frau Professor Dilloo Wien gestern der Arbeiter August Kühn vor dem hiesigen Schöffengericht verharrte dem gegenüber unentwegt bei ihrem Gutachten, zu welchem zu verantworten. Der in der Rheinsbergerstraße wohnende Barbier sie auf dem Wege graphologischer Beobachtung und eingehendster Etwas wärmer, trocken und ziemlich heiter bei mäßigen südwestlichen Engel ist gleichzeitig Bezirksvorsteher und auch mit Recherchen be- Schriftenvergleichung gekommen zu sein erklärte. Es entwickelte fich winden. traut, wenn es sich um Unterstügungsgesuche Handelt. Der Ange- lim Gerichtssaale ein ziemlich lebhaftes graphologisches Scharmützel, i Auf dem Rummelsburger Gäufemarkt, der jetzt täglich stattfindet, geht es so lebhaft zu, wie um diese Zeit kaum in einem Jahre zuvor. Der Auftrieb, der seit Mitte Auguft einen großen Umfang angenommen hat, steigert sich an den beiden Haupt- Markt tagen, die auf den Montag und Donnerstag jeder Woche fallen, immer noch. So sind am Donnerstag in Rummelsburg dreißig vollbeladene Gänsetransportwagen angekommen. Da nun jeder dieser Wagen nicht weniger als 1800 Gänse enthält, so belief sich der gestrige Auftrieb auf fast 40 000 Gänse. Hauptkäufer dieser durchschnittlich acht bis neun Pfund wiegenden Thiere sind die Mäster, in deren Anstalten die Gänse sechs bis acht Wochen bleiben, um dann als Fett- und Vollgänse wieder auf den Markt gebracht zu werden. R. M. 13. 1. Theaterverein„ Helgoland" tagt Aderstr. 144. 2. Die Papiere müssen auf Verlangen bei der Lösung des Arbeitsverhältnisses aus gehändigt werden. 3. Nein. 2. R. 46. Jm Jahre 1887. Witterungsübersicht vom 1. September 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm WindBunjpa Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° G. 4° R Stationen Barometer stand mm Winds richtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. JES 60.= 4° N. 12 2wolfig 11 772 NA 767 23 2 HlH. bed. 25lb. bed. 14 13 6516. bed. 12 Haparanda 752 OSO 2Regen 5woltig 13 Betersburg 755 SO 6Regen 13 Cort 2hlb. bed. 11 Aberdeen 1heiter 11 Paris 766 N 2 bedeckt 14 Wetter- Prognose für Freitag, den 2. September 1898. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber feinerlei Verantwortung. Theater. Freitag, den 2. Septbr.: Opernhaus. Der Freischüß. Anfang 71 Uhr. Schauspielhaus. 712 Uhr. 1812. Anfang Deutsches. Johanna. Auf. 71/2 Uhr. Lessing. König Heinrich V. Anfang 71/2 Uhr. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Vom Matterhorn z. Jungfrau. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Berliner. Kaiser Heinrich. Anfang Passage- Panopticum. 712 Uhr. Schiller. Hamlet. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 71/2 Uhr. Luisen. Seine Puppe. Hierauf: Entdeckt. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Geschloffen. % Alexanderplat. Demi Monde. Anfang 8 Uhr. Belle Alliance. Ueber Band und Meer. Anfang 8 Uhr. Ostend. Kean, oder: Beidenschaft und Genie. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täglich geöffnet von 10 Uhr vor mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstrasse 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. V Apollo. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 7/2 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Passage Panoptikum. Spezialitäten Borstellung. Schiller Theater ( Walluer Theater). Freitag: amlet. Sonnabend: Hamlet. Sonntag: Hamlet. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Auftreten der Hellseher Geschwister Schäfer zum ersten Mal in Deutschland und des ges. Künstlerpersonals. Castan's Panopticum. Neu!! WalsinMajor Graf Esterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direttion: Winkler und Fröbel. Sonnabend, 3. Septbr. 1898: Wiedereröffnung des neu renovirten Riesen- Theaters. Gr. Fest- Vorstellung Auftreten des neu engagirten Spezialitätenund Schauspiel- Personals. Neu! Bum 1. Male: Neu! ' s ist unheimlich! Original- Burleske mit Gesang. Hauptrollen: Winkler und Fröbel. Anf. 7 Uhr, Sonnt. 6 Uhr. Entree 50 Pf. bis 1 M. 50 Pf. Billet- Vorverkauf vormittags von 11-1 Uhr. = Volks Theater im Welt- Restaurant Dresdener- Straße 97. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Neu! Novität! Neu! Unser Zunge. Bosse mit Gesang v. E. Braune. Anfang: Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 hr. Entree: Wochentags 20 Pfennig. Sonntags 40 Pfennig. Die Direktion: Aug. Kolig. Alcazar- Theater Dresdenerstr52/ 53. Annenstr42/ 43 Direktion: Richard Winkler. Sonnabend, den 3. September: Eröffnung! Gr. Fest- Vorstellung des durchweg neuengagirten Schauspiel u. Spezialitäten, Personals. Wochent. Uhr. 6 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf. Enifen- Theater Anfang: Contags& ur 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Seine Puppe. Central Theater Boltstid in 3 Atten nach dem Direktion: J. Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehans: Geschichte. Operette in 3 Aufzügen v. Owen Hall. Musik von Sidney Jones. Deutsch von C. M. Röhr und Julius Freund. In Szene gesezt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapellmstr. E. Goldmann. Kaffen- Eröffnung 61/2, Anfang 72 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Französischen v. Max Schönau. Musik bon Fritz Krause. Hierauf: Auftreten des ersten, deutschen Verwandlungsschauspielers in seiner Tragi A. Angeloti komödie: Entdeckt! ( 4 Personen dargestellt b. A. Angeloti.) Zum Schluffe: Sinfonia Cosmopolita. Musikalischer Scherz von A. Angeloti. Sonntag: Nachmittags 3 Uhr: Bolts Vorstellung Bu fleinen Breisen: Othello. der Mohr von Venedig. Vorverkauf in den mit Ostend Carl Weiß- Theater. Blataten belegten Berkaufsstellen. Gr. Frankfurterstr. 132. Kean, oder: Leidenschaft und Genie. Schauspiel in 5 Aften nach dem Französischen des Aler. Dumas von 2. Barnay. Anfang 8 Uhr. Vorzugs Billets haben Biltigteit. Sonnabend: ist wahnsinnig. Apollo- Theater. Friedrichstr. 118. Otto Reutter Ostbahn- Park. Am Küstriner Platz. Direttion: H. Imbs. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang des Konzerts: Wochent. 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung finden die Vorstellungen im großen Saale statt. Meine neuerbauten Festsäle stehen Vereinen zur Verfügung. Konzerthaus Sanssouei Kottbuserstr. 4a. n.: H. Pierry. Sente: Gr. Extra- Vorstellung Bekanntmachung. 8. Abänderung zum Statut der Orts- Krankenkassed. Gewerbes der Lackirer zu Berlin. Artikel I. Im§ 21 ist im ersten Absatz der s. w. Parteigenoffinnen und Genossen des Reichstags- Wahlkreises Niederbarnim. Sonntag, den 4. September, mittags 12 hr: Kreis- Versammlung Say:„ die ärztliche Behandlung ut. f bei Herrn Weigel, Rummelsburg, Türrschmidtstraße 45 bis angehörenden Arzt" zu streichen. An deffen Stelle tritt: Die ärztliche Behandlung durch die Mitglieder desjenigen Aerztevereins, welchem die Kaffe dieselbe durch Vertrag übertragen hat. Ferner ist das Wort„ Kassenarzt" in allen vorkommenden Fällen durch das Wort„ Vereinsarzt" zu ersetzen. Artifel II. Der dritte Absatz des§ 51 wird gestrichen. Artikel III. Borstehende Bestimmungen treten am Montag nach der statutenmäßigen Bekanntmachung in kraft. Berlin, den 25. Mai 1898. Der Vorstand ( Ecke Goethestraße). Tages Ordnung: V 1. Bericht und Abrechnung von der Reichstagswahl. 2. Brandenburger Provinzial- Konferenz, Anträge und Wahl der Delegirten zu derselben. 3. Betheiligen wir uns an den Landtagswahlen? Berichterstatter ReichstagsAbgeordneter Arthur Stadthagen. 4. Stellungnahme zum Stuttgarter Parteitag, Anträge und Wahl der Delegirten zu demselben. Berichterstatter Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. Die Vertrauensmänner der angrenzenden Ortschaften werden dringend ersucht, Deputationen zur Versammlung zu entsenden. Die Versammlung ist von großer Wichtigkeit und werden daher nochmals die Genossinnen und Genossen um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen gebeten. Der Vertrauensmann. Deutscher Holzarbeiter- Verband. der Orts Kranfenfasse des Gewerbes Heute, Freitag, abends 8 1hr, bei Cohn, Beuthstraße 20-22: der Lackirer zu Berlin. J. V.: H. Runge, Borsigender. Vorstehende Abänderung wird hier: durch genehmigt. Berlin, den 20. Juli 1898. Der Bezirksausschuß. ( Name unleserlich.) Sitzung der Ortsverwaltung. 7430 Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter und Berufsgenossen Berlins u. Umgegend. Am Sonnabend, den 3. September, in den ,, Oranienhallen" Oranienstraße 51: Mähr's Theater Mitglieder- Versammlung. Neu! Oranienstr. 24. Neu! Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. zur Ausgabe gelangen. Daffelbe findet am Sonnabend, den 24. Sep. Die Entführung nach Kiautschon.tember, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20, statt. Große Ausstattungspoffe. 142/13 Der Vorstand. Kulike als Kuli Den Mitgliedern zur Nachricht, daß die Billets zum Stiftungsfest oder: Auftreten sämmtl. Spezialitäten. Anfang 8 Uhr. Preise wie bekannt. Bons haben Giltigkeit. ActienBrauerei Friedrichshain früher Lips. Am Königsthor. Jeden Freitag: MilitärFreiKonzert der Kapelle des 5.Garde- Reg. zu Fuss in Uniform. Anfang 7 Uhr. Jeden Freitag: Tischler- Verein. Versammlung. Sonnabend, den 3. September, abends 8 Uhr, Melchiorstraße 15: Tages- Ordnung: Besprechung über die Herrenpartie, Vereinsangelegenheiten und Ausgabe der Billets zur Urania zum 11. September, 1 Uhr. 199/1 Der Vorstand. Achtung! Putzer. Achtung! Zentral Verband der Maurer Deutschlands und verwandter Berufsgenossen( Zahlstelle Berlin I Puter). Mitglieder- Versammlung am Sonntag, den 4. September, vormittags 11 1hr, im Lokal ,, Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Tages- Ordnung: Gr. Fisch- Essen, à Fort. 50 Pf. 1. Vortrag des Genoffen Rudolf Millarg. 2. Vereinsangelegenheiten. Concerthaus Leipzigerstr.No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anfang 8 Uhr. Entree 30 Bf., 50 f., 1 Mr. Auf. 6 Uhr. Ball. Entree 30 Reservisten im Biwak. Avis! Von Donnerstag, 1. Septbr. ab: Beginn der Wintersaison. Zum 1. Male: Ihre Familie. er Geigenmacher von Gremona. Consuelo Tortajada tofind mit Befang in Sonntag nachm.( fl. Preise): Hero und Leander. Abends: Dorf und Les Minstrels Parisiens Stadt. Dienstag, 3. 1. Male: Schluntz sel. Wittwe. Gefangsburleske in und 15 hervorragende Debuts. Kasseneröffnung 62 Uhr, Anfang der Vorstellung 2 Uhr. 3 Atten v. O. Haneld. Bearbeitet von J. Dill. Musik von Steffens. Ostend- Theater- Konzert- Garten: Neue Spezialitäten, neues Programm. Anfang 52 Uhr. Passe- partouts haben Giltigkeit. Sonnabend: Leztes SommernachtsFest. Metropol Theater. Behrenstraße 55-57, Direktion: Richard Schult. Sonnabend, den 3. September 1898 Eröffnungs- Vorstellung in dem glänzend renovirten Hause. Novität. Bum 1. Male: Novität. Das Paradies der Frauen. Gr. Ausstattungspoffe mit Gesang ut. Tanz in 6 Bildern mit vollständig freier Benutzung von Blum u. Toché's Madame Satan" von Jul. Freund, Musik von Jul. Einödshofer u. Bertr. Sänger. In Szene gesetzt vom Dir. Richard Schult. Der choreographische Theil v. Balletmeister Louis Gundlach. 1. Bild: Der Brief des Paris. 2. Bild: Bei Gerson. 3. Bild: Ein Eisfest auf der Rousseau- Insel. 4. Bild: Sylvester- Rummel. 5. Bild: Eine Schäferstunde. 6. Bild: Eva's Ver mächtniß.( Ballet.) Jm 2. Bilde: Puppenballet, ausgef. v. 36 Kindern. Die Moden des Jahrhunderts, Ballet, ausgeführt von 60 Damen. a) Directoire, b) Empire, c) Restaurationszeit, d) 1830, e) Die Kreoline, f) Moderit, g) Mode der Zukunft. Jut 6. Bilde: Eva's Vermächtnih. Gr. Bal abile, ausgef. von 80 Damen mit großer Apotheose. Vorverkauf von heute ab an d. Kaffe b. Metropol- Theaters, Behrenstr. 55/57. Telephon: Nr. 2126. Amt I. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Täglich: Theater: u.SpezialitätenVorstellung. Eine Stunde Kaiser von Desterreich. Historisches Bustspiel in 1 Att von Oppenheim. Liesecke in Italien. Komisches Singspiel in 2 Bildern von Friz Waldau. Musik von R. Thiele. Jm Saal: Ball. Victoria- Brauerei. Heute, den 2. September: Fest- Soirée der Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang 8 Uhr. Entree 50 Pf., Vorverkauf 40 Pf. Nach der Soiree: Tanzkränzchen Sonnabend, 17. Sept.: Erste Soiree in den Reichshallen ( im großen Theatersaal. Prater- Theater. Kastanien- Allee 7/9. Schloss Trauenstein. Meloscamatisches Märchen mit Gefang und Tanz in 4 Abtheil. von Hugo Schulz. Musik von A. Kersten. Berg- Trio, türkisch- gymnastisches PotThe 3 Forleys, chinesische pourri. Excentrics. Gebr. Milardo, GrotesqueDuettisten. Elly Viola, Kostümsoubr. Mr. Ranella, Stautschuckmensch. Max Theo, Handequilibrist. Jan and Jim, Knodebouts. Morleys, Fata Morgana. Ballet, Konzert und Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Plag 50 Pf. Kalbo. Boltsstück 4 Aften von Georg Engels und Stinde. Die Vorstellungen finden nur Sente: Aus Frankreich zurük. Carl Becker Da der Genoffe Millarg einen recht wissenschaftlichen Vortrag auf dem Gebiete der Gewerkschaftsbewegung halten wird, so ist es Pflicht eines jeden Mitgliedes, pünktlich zu erscheinen. 135/7 Der Bevollmächtigte. Verein deutscher Schuhmacher( Schäftebranche) Filiale V. Sonnabend, den 3. September, abends 9 Uhr: Versammlung bei Wilke, Andreasstraße 26. Vortrag des Herrn Dr. Weyl über: Hypnotismus. Verband der Bau-, Erd- u. gewerbl. Hilfsarbeiter Deutschl. Bahlstelle Berlin I. Sonntag, den 4. September, vormittags 10% Uhr: Cigarren, Cigarretten, Tabake Mitglieder- Versammlung Dienstag, Donnerstag 11. Sonntag statt. Gerichtstr. 28, Bahneingang part. Achtung! Rabitspanner und Berufsgen. Sonntag, den 4. September, vorm. 9 1hr: Morgensprache bei Herrn Ludwig Lang, Buckowerstraße 9. Um Erscheinen fämmtlicher Mitglieder ersucht Am KönigsThor. Haltestelle der Ringbahn. Der Vorstand. Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Im grossen Saale: Damentanz und Ball. Jeden. Die Frauen- Garde. Gr. Ausstattungs- Burleske Abend: mit Gesang und Tanz. Den Vereinen empfehlen wir für die Wintersaison unsere renovirten, 300 bis 800 Personen fassenden Säle zu ihren Privatfestlichkeiten. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Nur noch kurze Zeit!!! CARL HAGENBECK'S INDIEN. Sonntag, den 4. September, nachm. 8 Uhr 30 Min. in der Arena: Erster grosser Ringkampf Indischen Ringer Beludschistan zwischen dem Mhabool Khan vom Hofe des Fürsten von Rind dem Berliner F. Böttcher, Mitglied d, Ringsportvereins Ringkämpfer Herrn Willi Haus". Daner des Ringkampfes 15 Minuten. Schaustellungen in der Riesen Arena: 4, 6, 8 Uhr. Schluss der 6 Uhr- Schaustellung: Brahminen- Hochzeit. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. in Feuerstein's Salon( oberer Saal), Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Die Ausdrucksweise einzelner Kollegen gegenüber der Organisation. 2. Wo halten wir in Zukunft unsere Versammlungen ab? 3. Verbands- Ans gelegenheiten. 32/19 Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß nur von 92 bis 11 Uhr daselbst tafsirt wird. Die Ortsverwaltung. Karl Heidemann, 1. Bevollmächtigter, Rixdorf, Biethenstr. 25, 2 Tr. Verein der Bauanschläger Berlins und Umgegend. Sonntag, 4. September, vormittags 11 1hr, bei Herrn Buske, Grenadierstr. 33: 34/1 General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Beschlußfassung über Vorstandss. anträge. 3. Antrag Dochow. 4. Verschiedenes und Fragekasten. Beiträge werden nur in der Zeit von 10-11 Uhr entgegengenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Textilarbeiter! Sonntag, den 4. September 1898, nachmittags 2 1hr, im Lokal des Herrn Stechert( früher Joël), Andreasstraße 21 Oeffentliche Versammlung aller in der Färberei beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Albin Reichelt( Burgstädt) über:„ Erfüllt die Gewerkschaftsorganisation trotz der zusehends wachsenden Macht des Unternehmerthums immer noch im vollen Maße ihre Aufgabe?" 2. Diss fuffton. 3. Verschiedenes. 197/19 Bur Deckung der Unkosten findet Tellersamminng statt. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vertrauensmann. Max Kliem's Sommer- Theater, Hafenhaide 14/15, Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Große Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung Monsieur Roisset mit seinen dressirten Hunden und Affen. Mlle. Ernst, Athletin. Miss Ophelia's brefftrte Kakadus. Pepi unb Pepino. The Picardi's. Neu! Das Gänsegretel, Voltsstück in 2 Bildern von Eißner. Neu! Wenn Franen weinen, Lustspiel. Im schattigen Garten vor und nach der Vorstellung: Grosses Doppel- Konzert. In den Sälen: Grosser Ball. Anfang des Konzerts 4 1hr, der Vorstellung Wochentags 6 Uhr, Sonntags 5 Uhr. Max Kliem. Unsinn ist Viel Geld für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute und elegante Sachen, wenn man die richtige Bezugsquelle fennt. Knabenfilzhüte v.0,75m.an Herrenfilzhüte 1,25 Cylinderhüte Einsegnungshüte 1, Plüschhüte " " "" " " "" " 6,50 " " Chapeaux claques 31 8,-, 9, t. 10,- M. im Einzelverkauf bei Arnold& Eggert Hut- Engros- Geschäft Waldemarstr. 44, pt. Kein Laden. Deutsche Schuh- Fa abrik vorm. G. Markus& Co., Ges. m. beschr. H. Erfurt Ilversgehofen Renommirtes Fabrikat. T MACHI STARK EINIGKE GESETZL DEUTSCHES GESCH ERFURT SCHUHFABRIK Wir empfehlen: Beste Zuthaten. Herren- Zugstiefel, gewaltt, Spezialität ,. 99 99 99 99 99 7902. ohne Naht, Spiegel 8,50 M. Besatz u. Knopfverzierung 3,90, 4,50, 5,50, 6,50, 7,50 bis 15 m. 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