Nr. 207. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 Mr., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntagss Nummer mit illuftrirter Sonntags Beilage, Die Neue Welt" 10 Pfg. Post Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Boft- Beitungs Breislifte für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Dolksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene Rolonel seile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Bersammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bts 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tst an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Mernsprecher: Butt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: " Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. worden ist: eine Sonntag, den 4. September 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Mit recht bleibt daher die glorreiche Phalang der Kämpfer ums V Aus den Ein Die internationale Sozialdemokratie hältniß der Bevölkerung der einzelnen Länder entſprechen. Und die Zunge gelöſt. Nun die Gefahr weiterer Geſtändnisse des Hauptnachdem die allgemeine Wehrpflicht eingeführt ist, wird bei verbrechers abgewendet ist, machen sich die kriegsministeriellen und das Manifest des Zaren. Ländern annähernd gleicher ökonomischer Entwickelung die Bureaus und ihre Tintenfulis daran, wie ich in meinem vorDie Friedenskundgebung des Baren erkennt in den fort geben," Die einzige Schwierigkeit fah Engels darin, die Sache einen Mitschuldigen, sowie andererseits jeden Zusammenhang Bevölkerungszahl immer den Maßstab der Heeresstärke ab- gestrigen Artikel voraussah, den Fall Henry zu isoliren, jeden Busammenhang zwischen dem abgeschlachteten Sündenbock und währenden Rüstungen der Hemmung ihres wirthschaftlichen Lebens, aber fie läßt die ihm gerade die Hauptsache. Wie schon so oft, geschieht es wegzudenten. Wird der Bande lezteres nimmermehr gelingen, so überhaupt erst in Gang zu bringen. Und doch war das nach zwischen der Fälschung und der Dreyfus-Affäre abzuleugnen, Frage nach den Ursachen des Krieges und den dadurch beFrage nach den Ursachen des Krieges und den dadurch bedingten Triebkräften der fortwährenden Rüstungen außer be- auch hier, daß die Ideen des Sozialismus von Staats- tann ihr doch ersteres mit Hilfe Cavaignac's vielleicht noch gelingen. oberhäuptern aufgegriffen und zur Verfolgung monarchischer tracht. Der ganze Abrüstungsgedanke muß daher vom Standpunkt Zwecke in das Meer der öffentlichen Erörterung geworfen werden. Recht auf der Hut gegenüber dem Sohne des Inniſchlächters, der der Sozialdemokratie aus mit schweren Bedenken begleitet werden. Die Februar- Erlasse Kaiser Wilhelms II. bildeten das getreue mit derselben Skrupellosigkeit wie sein Vater seine ehrgeizigen Pläne Die Sozialdemokraten sind, wie Liebknecht in seiner Programmrede Echo der Beschlüsse des Pariser Arbeiterkongresses, soweit sie verfolgt. auf dem Erfurter Parteitage sagte, teine Utopisten in bezug die Schaffung einer wirksamen, internationalen Arbeiterschutz bestraften Mitschuldigen vom Generalstabe einigermaßen frei aufAm gleichen Tage, da der Selbstmord Henry's die noch nicht auf den ewigen Frieden. Wir sind nicht wie die bürgerlichen Gesetzgebung betrafen. Wie damals Jules Guesde über das athmen ließ, wurde der nächste Mitarbeiter" Henry's, Oberst du Path Schwärmer, welche die Ursachen des Strieges belassen und Vorgehen des deutschen Kaisers schrieb, so kann man mit be Clam, Cavaignac's Better und Dusfreund, blos die Folgen beseitigen wollen." Selbst die Durchführung einigen Veränderungen anläßlich der Kundgebung des Zaren in offenem Raffationshofe entlarbt. eines Abrüstungsvorschlages ist noch keineswegs gleich- sagen: Welch glänzenderer Beweis für die Macht des Sozialis- Kaffationsverhandlungen über die Berufung Picquart's erfährt man bedeutend mit der Verminderung der Kriegsgefahr. Denn diese wurzelt in den wirthschaftlichen oder politischen An- mns, als daß sich der mächtigste aller Kaiser in die Noth- nun den bis dahin geheim gehaltenen Wortinhalt des Besprüchen der einzelnen Völker gegen einander, in letter Linie wendigkeit gefekt sah, die von den internationalen Kongressen schlusses des Untersuchungsrichters Bertulus, der du Paty wegen in dem System des heutigen Kapitalismus. Dies flar aus in Brüssel und Zürich beschlossene Erklärung gegen den Fälschungen vor das Schwurgericht veriviesen, und des ReinMilitarismus anzuerkennen. waschungs- Beschlusses der pflichtvergessenen Anklagekammer. gesprochen zu haben, ist und bleibt das Verdienst der Vergleich Nahe lag somit auch in unseren Kreisen der Gedanke, sich wie erdrückend schwer die Belastungsmomente gegen Cavaignac's der beiden Schriftstücke zeigt jedem Unbefangenen, Sozialdemokratie. Grundlegend für die gegenüber den Erlaß des Zaren zu freuen, vor allem weil die Better wärtige Stellung des internationalen Sozialismus zum Argumente des Selbstherrschers aller Reußen so oft von uns Reinwaschungs Beschlusses ist. Bugleich wurde der ebenfalls geund wie zynisch nichtssagend die Begründung des Militarismus ist die Erklärung, die auf dem internationalen angewandt wurden, weil sie zwar nicht für uns, aber für die beim gehaltene Theil des Bertulus- Beschlusses gegen Esterhazy Arbeiterkongresse in Brüssel am 21. August 1891 beschlossen Vertheidiger des Militarismus dadurch mehr Gewicht erhalten und die Dirne Pays bekannt, der ebenso schwer belaſtend iſt, wie haben, daß sie von dem Repräsentanten der größten Armee der Beschluß gegen Cavaignac's Better. Es handelt sich bekanntlich " In Erwägung, daß der Militarismus, der in diesem Augen ausgesprochen wurden. Die Genugthuung„ baterlandeloser um die Fälschungen, welche du Path de Clam in Gemeinschaft mit blick auf Europa lastet, die unvermeidliche Folge des permanenten Gesellen" ist ja begreiflich, wenn ein Bruder, Vetter Esterhazy und der Dirne Pays verübt hat, um Picquart zu grunde sichtbaren und latenten Kriegszustandes ist, welcher der Gesellschaft und Freund zu richten und Esterhazy zu retten. dessen, der dieses Wort geprägt, sich durch das System der Ausbeutung durch den Menschen und durch die Argumente„ baterlandsloser Gesellen" aneignet. Aber den Klassenkampf beschieden ist, spricht der Kongreß aus, daß alle diese Genugthuung darf uns nicht veranlassen, die Motive Versuche, den Militarismus abzuschaffen und den Frieden unter zu übersehen, die den Zaren leiten. Was der Zar will und den Wölfern herbeizuführen- so edelmüthig auch die Bestrebungen warum er es will, unterscheidet sich trotz des Gleichklanges der sein mögen, ohnmächtig bleiben müssen, wenn sie nicht die ökonomi- Worte himmelweit von den Motiven und den Zielen der schen Dellen des Uebels treffen. Daß vielmehr allein die sozialistische Sozialdemokratie. Gesellschaftsordnung, indem sie die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen beendigt, den Militarismus beseitigen und den definitiven Frieden herbeiführen wird, daß es folglich die Pflicht und das Interesse aller, welche den Kriegsgefahren ein Ende machen wollen, ist, der internationalen sozialistischen Partei beizutreten, welche die einzige wirkliche Friedenspartei ist. Der Kongreß fordert angesichts der immer drohender werdenden europäischen Situation und angesichts der chauvinistischen Bestrebungen der herrschenden Klassen aller Länder alle Arbeiter der Welt auf, unermüdlich und energisch gegen alle Kriegsbestrebungen und gegen die Bündnisse, welche diese begünstigen, zu protestiren und ihnen entgegen zu wirken, sowie den Sinn des Sozialismus burch internationale Organisation des Proletariats zu beschleunigen. Der Kongreß spricht die Ueberzeugung aus, daß dies das einzige Mittel sei, um einem Weltkrieg entgegen zu wirken, dessen furcht bare Folgen die Arbeiter zu tragen hätten, während die Verantwortlichkeit für diese Folgen vor der Geschichte und der Menschheit den herrschenden Klassen zufällt." Der Zusammenbruch des französischen Generalstabes. Paris, 2. September. Mit derselben Gewalt, mit der die Wahrheit jahrelang vom Generalstabe erdrückt wurde, richtet sie sich nun auf, um den verbrecherischen Klingel zu zerschmettern. Er ist bereits zerschmettert, mit unaustilgbarer Schmach bedeckt, mit dem Blute eines seiner Fälscher und Meineidigen bespritzt. Prozesses, sowie mit den weiteren juristischen Folgen der Entlarvung Mit der nun unvermeidlich gewordenen Revision des DreyfusHenry's( Prozeß Picquart- Leblois, neuer Prozeß Bola), ist die Rechnung des Generalstabes noch nicht beglichen. Sache der Sozialisten und der bürgerlichen Demokraten wird es sein, den bis auf das Mark verfaulten Klerikalen Klingel des alten Generalstabes aus der Oberleitung der Armee zu vertreiben. Die Demission de Boisdeffre's wird in jenen Kreisen nur als der Anfang betrachtet. Auch die Elemente der sozialistischen Kammerfraktion, welche, mit Millerand und Viviani an der Spize, früher in der Dreifussache so zurückhaltend blieben, haben nun natürlich auch eine andere Sprache an geschlagen. Millerand verlangt in seinem Blatte Lanterne", was Jaurès seit Monaten verlangte: eine gründliche Aufräumung mit den unfähigen und verdächtigen Handlangern der klerikal- chauvinistischantisemitischen Reaktion. Nach heute eingetroffenen Depeschen ist die Lage in Paris noch immer unverändert. " Aus Paris wird heute telegraphirt: Eine Gruppe von radiSelbstmordes Henry's. Alles, was in Frankreich nicht unheilbar vereinigen, um die Frage der Einberufung der Kammer zu einer Auf den Blitz der Verhaftung folgte der Donnerschlag des falen Abgeordneten wird sich demnächst im Sizungssaal der Kammer verlottert ist, alles, was normal denkt und fühlt, das heißt der Kern außerordentlichen Tagung zu besprechen. Die Lage Frankreichs sei der Nation, die gefunden Schichten der Voltsmasse haben nun endlich durch die letzten Ereignisse derart umgestaltet, daß es unmög Augen und Ohren aufgethan. Bei der Lebhaftigkeit des französischen lich sei, daß Cavaignac als Kriegsminister im Amte bleibe. Naturells ist der Umschwung mit elektrischer Schnelligkeit eingetreten. Die 3 ulassung einer Revision des Dreyfus- ProDas Gefühl der nationalen Betrübung ob der Fäulniß der Ober- zesses wird vom Generalstab nach wie vor ent leitung der nationalen Vertheidigung thut das seine, um die öffentschieden verweigert. In der Petit République" tritt liche Erbitterung zu steigern. Jaurès energisch für Wiederaufnahme des Verfahrens gegen Bath In dieser Resolution ist das Hauptgewicht auf Erörterung der Die gescheidteren Ratten der Lug- und Trugpreffe haben bereits de Clam und Esterhazy sowie für Revision des ersten Esterhazy- Prozesses wirthschaftlichen Ursachen der steten Kriegsgefahr gelegt. Diese sind das sinkende Schiff des Generalstabes verlassen. Nur noch diejenigen ein. Außerdem verlangt er, daß Cavaignac gezwungen werden müſſe, begründet in dem ganzen heutigen Handelssystem, das ein Beitungen, welche ihr parteipolitisches Glück auf die ge- die Folgen seines Irrthums ebenso zu tragen, wie Boisdeffre. InVolk zum neidischen Konkurrenten des anderen auf dem fälschten Karten des Generalstabes gesetzt haben, kämpfen, bis an transigeant" erklärt heute, kein Feind der Revision des DreyfusWeltmarkte macht. Der Kampf um die Absatzgebiete, wie er die Ohren im Schmutz, weiter mit der alten Frechheit, aber Prozesses zu sein, nachdem er noch vor drei Tagen ausgerufen hatte, zur Zeit wieder mächtiger denn je, namentlich im fernen Osten ohne die alte Munterfeit. Es sind das vor allen die klerikal- die Gewehre würden in Paris von selbst gegen die Dreyfustobt, ist ein fortwährend den Frieden der Mächte beun- antisemitische" Libre Parole" Drumont's und der Intransigeant" Freunde losgehen. Das genannte Blatt schlägt vor, es solle eine ruhigendes Moment, das auch durch eine Abrüstung nicht be- Der Aufschwung des französischen Antisemitismus hängt innig werden und diese von Cavaignac, der immer noch an die Schuld Rochefort's. Die beiden Demagogen wehren sich eben ihrer Haut. aus zehn Mitgliedern bestehende parlamentarische Kommission ernannt seitigt werden wird. Auch auf dem Züricher Arbeiterkongreß mit dem Dreyfus- Justizmord zusammen, ebenso wie die letzten Wahl Dreyfus' glaubt, vollgiltige Beweise verlangen. im Jahre 1893 wurde dieser Anschauung nochmals Ausdruck erfolge des um Rochefort gruppirten chauvinistischen Gesindels. Der Dem Matin" zufolge ertheilte der Justizminister Sarrien gegeben und betont, daß nur der Sturz des Zusammenbruch des Generalstabes bedeutet den Bankrott der anti- mehreren höheren Beamten den Auftrag, Gutachten über die Kapitalismus den Weltfrieden bedeute. Troß semitischen und er- boulangistischen Parteien. Frage, betr. Revision des Dreyfus- Prozesses auszuarbeiten. Diese alledem steht die Sozialdemokratie jedem Versuche, den Krieg zu be- Es wäre überflüssig, nur noch ein Wort über die blödsinnigen Gutachten lauten dahin, daß die Fälschung eine gefeßliche seitigen und den Militarismus zu schwächen, immer sympathisch Rettungsversuche der Drumont und Rochefort zu verlieren, Grundlage für die Wiederaufnahme des Vergegenüber. In ihrem Programm fordert sie sogar ausdrüdem sie nicht der getreue Ausdruck der Eingebungen der fahrens bilde. lich die Schlichtung aller internationalen ministers Cavaignac wären. triegsministeriellen Bureaus und des Kriegs- Die Zeitungen fahren in der großen Mehrzahl fort, die ReEinen Augenblick konnte, vision zu fordern. Auch die Provinzpresse, die früher mit dem GeStreitigkeiten auf schiedsgerichtlichem Wege. mußte der menschenfreundlich veranlagte Beobachter dem neralstab, durch Dick und Dünn gegangen, ist zu gunsten der Revision Die Sozialdemokratie wollte mit der Aufnahme dieses Passus Kriegsminister, der mit fester Hand seinen Gewährsmann Henry an umgeschlagen. in ihr Programm zeigen, daß sie jeden ernsten Versuch, die den Pranger gestellt hat, mildernde Umstände zubilligen. Es zeigt Kriegsgefahr zu beseitigen, als Partei unterstützt, ohne jedoch sich aber, daß Cavaignac gar keine Anerkennung und gar keine Nachin die bürgerliche Friedensutopisterei zu gerathen. Der Absicht verdient. Seit mehr als 24 Stunden bleibt die Enthüllung rüstungsgedanke selbst ist durch Friedrich Engels Francis de Pressensé's, des stets aufs beste informirten eingehend erörtert worden, als als im Jahre 1893 das diplomatischen Redakteurs des" Temps", unwiderlegt, daß Henry's Verhaftung einfach die Folge der von Berlin und von Rom Friedenspräsenz Gesetz im Reichstage zur Berathung aus zugleich angedrohten allseitigen Aufdeckung des Dreyfus- Standals stand. Von ihm wurde, im Gegensatz zu der Kundgebung des war. Weiter ist offiziell zugegeben worden, daß die Fälschung Baren, gleichzeitig auch ein gangbarer Weg seiner Durch führbarkeit gezeigt. Engels behauptete damals:„ Die Abrüstung und damit die Garantie des Friedens ist möglich, sie ist sogar verhältnißmäßig leicht durchführbar." In allen Ländern habe die Kriegsbereitschaft den Grad erreicht, wo die Kräfte hier die Rekruten, dort die Gelder, am dritten Orte beide zu versagen beginnen. In der Herabsetzung der Uebrigens ist der beste Beweis dafür, daß Cavaignac im Falle Länge der Dienstzeit bei der Fahne liege der Punkt des Archi- Henry nicht dem eigenen Triebe eines ehrlichen Mannes gehorcht medes: Internationale Festsetzung zwischen den Großmächten des hat, seine Handlungsweise nach der Verhaftung Henry's. Ein dem Kontinents betreffend das Maximum der aktiven Dienstzeit bei der Kriegsgerichte zu überliefernder Fälscher, hätte Henry'ordinungsgemäß Fahne für alle Waffengattungen. Engels weist nach, daß durch eine im militärischen Gefängniß Cherche- Midi eingesperrt werden sollen, internationale Herabsehung der Dienstzeit das relative und nicht in der Festung Mont- Valerien, welche für DisziplinarTüchtigkeitsverhältniß der verschiedenen Armeen so ziemlich bergehen bestimmt ist. Die Folge davon war, daß Henrh seine das gleiche bleibe, was es heute ist. Was die eine an un- tasirmesser in die Festungszelle mitnehmen konnte. Und was der mindestens erleichterte Selbstmord Henry's bedeutet, das mittelbarer Verwendbarkeit einbüßt, das büßen die anderen erhellt aus der Art und Weise, wie er von der Generalstabspresse auch ein. Soweit heute die Ueberrumpelung eines Staates ausgebeutet wird. durch den anderen ausgeschlossen ist, soweit bleibt sie es auch dann. Die relative Stärke der Armeen würde ganz im Ver# Henry's bereits am 15. August von Cavaignac entdeckt wurde. Warum hat also der loyale" Minister zwei Wochen lang gezögert? Warum hat er in zwischen als Vorsitzender des Generalrathes des Sarthe- Departements eine geharnischte Resolution gegen die Beleidiger der Armee" votiren laffen, er, der bereits wußte, daß eine der schönsten Zierden des Generalstabes einer justizmörderischen Fälschung überführt ist? " Hat die Verhaftung Henry's selbst die Drumont und Rochefort betäubt und stumm gemacht, so hat dessen Selbstmord ihnen wieder " In der Petite République" schreibt Gérault Richard: ,, Es ist nöthig, das Kriegsministerium von Grund aus zu ers neuern und von den Kreaturen des Klerus zu säubern. Es muß gründlich gereinigt und reorganisirt werden. Das gesammte alte militärische System geht aus diesem furchtbaren Ereigniß als verurtheilt ohne Gnade hervor. So lange dies System bleiben wird, werden dieselben Mißbräuche, dieselben Verbrechen möglich sein. Die Handlungen der Militärchefs müssen der Kontrolle des Landes unterworfen werden. Der Anspruch auf Unfehlbarkeit darf ebenso wenig ein Privilegium des Generalstabs sein als irgend eines anderen Zweiges der Staatsverwaltung, denn es ist erwiesen, daß er fehlbar ist und daß er gefehlt hat.... Und wenn morgen oder übermorgen oder in 8 Tagen Esterhazy sein Geständniß ablegen wird, den Verrath, wegen dessen Dreyfus verurtheilt wurde, zugeben wird, so wird der Zusammenbruch der militaristischen und antisemitischen Demagogie ungeheuer sein. Das Wert der Aufrichtung und Gerechtigkeit, das Jaurès und seine Freunde unternahmen, wird sich vollenden. Dann wird die sozialistische Partei zum Wohle des Proletariats den Vortheil daraus ziehen." Von außerfranzösischen Preßstimmen sind die folgenden zu verzeichnen. Der„ Don Chisciotte" in Rom erklärt: Thatsächlich sei die italienische Regierung seit 1896 von der Fälschung Henry's unterrichtet gewesen. Wie sie andererseits Beweise für die gänzliche Unschuld Dreyfus' befize. Die Mittheilung des„ Don Chisciotte" soll von dem früheren Minister des Aeußeren, Marquis Visconti Venosta stammen, Und die Petersburger„ Nowoje Wremja" sagt: Politische Uebersicht. Berlin, den 3. September. bereitet. zur Weiterentwidelung und kompletirung ber ständig unbekannt, und in einer Sache wie dem Bergarbeiterschutz Ohne eine Revision des Prozesses werde es nunmehr faum begonnenen Arbeit bedarf. Wie aus den ewigen tendenziöse" Motive mitspielen zu lassen, würde ja gar nichis abgehen können, auch nicht ohne eine Erneuerung des ge- Friedensversicherungen des Baren und den steten Beschwichtigungs- nügen. Das Blatt meint weiter, der Vorwärts" erweise den Bergfammten Personalbestandes des französischen versuchen gegenüber den auf dem Kampfplaze vorhandenen Rivalen arbeitern einen schlechten Dienst, wenn er auf die Autorität des Generalstabes, dessen Chef, indem er die von ihm be- hervorgeht, war man in St. Petersburg von vornherein auf Steigers Kuhlmann hin feststelle, daß die staatliche Grubeninspektion gangenen Fehler eingestand, freiwillig seinen Abschied nahm." feindschaftliche Stellung seitens Englands vor in ihren Wirkungen völlig versagt habe. Nun an diesem Schluß verMan wird fich wahrscheinlich noch zu fleinen Gefälligkeiten anlaßten uns nicht die Angaben Kuhlmann's, sondern die gerade herbeilassen. Doch scheint man des Erfolges nicht sicher zu sein, im Dortmunder Revier sich so häufig ereignenden Grubenund deshalb hat man das höhere Spiel eines Humanitätsattes tatastrophen.. Was sind diese gräßlichen Vorkommniffe denn inszenirt, d. h. man kommt mit dem Vorschlage einer Abrüstung etwas anderes als Beweise dafür, daß der staatliche Aufsichtsapparat Zwischen England und Deutschland sollen Verhand hervor, um der Welt seine Friedensabsichten zu dokumentiven. in versagt, und daß eben deshalb die Betheiligung der Arbeiter an der lungen von höchst bedeutsamer Art gepflogen worden sein. Wirklichkeit aber, um die Friedensfreunde, deren es in Europa viele Grubeninspektion unumgänglich nöthig ist? Thatsächlich haben wichtigere Besprechungen des deutschen Bot- giebt, darauf aufmerksam zu machen, daß etwaige Gegner Es scheint uns außer Zweifel, daß auch die Regierung durch die schafters Grafen Hayfeld mit Lord Salisbury in London der russischen Pläne in Ostajien als unberbeffer- niederschmetternde Wucht der Thatsachen längst zu derselben Ueberstattgefunden. Ueber den Gegenstand und den Erfolg dieser liche Störenfriede des gerechten Hasses seitens der niederschmetternde Wucht der Thatsachen längst zu derselben lleberBesprechungen werden jedoch sehr abweichende Vermuthungen gebildeten Welt würdig sind. Nicht Landarmeen, sondern zeugung gekommen ist. Wenn sie dennoch immer noch zögert, die Flottenmacht fürchtet Rußland, die Umrisse einer englich- amerikanisch Bergarbeiter- Forderung zu erfüllen, so sind nicht sachliche, sondern Nach einer Annahme habe es sich nur um die 8 aren- lottenfraft, die es leicht mit den Schiffen der übrigen Welt aufjapanischen Allianz zeigen fich in der Ferne: die Bereinigung einer politische Erwägungen der Grund. Man fürchtet durch die Anstellung von Arbeiterbelegirten die note vom 24. August gehandelt. Die will jedoch erfahren, es sei über die Abgrenzung des Nordsee den Russen geradezu gefährlich werden tann. Gegen naiver Weise auch ein. Mit demselben Rechte aber könnte man, wie deutschen und englischen Interessenkreises in China berathen die drohende Gefahr einer solchen Allianz berlautet. will jedoch erfahren, es sei über" Internat. Corresp." nehmen und deren feindliche Stellung im Stillen Ozean und in der Sozialdemokratie zu stärken, und die„ Nordd. Allg. Ztg." gesteht dies Sprichwort - Deutsches Reich. worden. Das Auswärtige Amt in Berlin habe Grund zu der ist der russische Friedensengel am Simmel die dem Freiherrn v. Berlepich nahestehende Soziale Pragis" Befürchtung zu haben geglaubt, daß bei den Verhandlungen Europa's erschienen. Humanitäre Schwärmer mag dieser neulich zutreffend bemerkte, die ganze soziale Gesetzgebung abzwischen England und Rußland ersteres von der russischen Engel bis zu Thränen rühren, doch uns schwebt das lateinische schaffen. timeo danaos et dona ferentes( Ich fürchte die Regierung Zugeständnisse verlangen würde, welche zugleich Danaer auch wenn sie Geschenke bringen) vor den Augen. Von eine Beeinträchtigung der deutschen Interessen einschließen einem Lande, wo man hunderttausende von würden, weshalb Graf Hazfeld von englischer Seite hiergegen Menschen schuldlos hingeschlachtet, und wo das An der Jerufalem Reise des Kaiserpaares soll, abgesehen Garantien beanspruchen sollte. Recht mit Füßen getreten wird- von einem von dem schon außerordentlich großen höfischen und militärischen solchen Lande ist teine allgemeine Wohlthat, fein Gefolge, auch ein Gefolge von Superintendenten, anderen Geistlichen und Beamten unter Führung des Ministers Bosse theilnehmen. Friedenssegen au erwarten." Liberale Blätter werfen die nicht gleichgiltige Frage auf, ob aus dem Staatssäckel die sehr kostspieligen Meise- Entschädigungen gezahlt werden sollen. Um noch viel größeres foll es sich nach der Londoner Daily Mail" handeln. Das Blatt berichtet: " Am Mittwoch haben der deutsche Botschafter Graf Hazfeld und Balfour einen Bräliminarvertrag unterzeichnet. Danach soll Kaiser Wilhelm von England die Versicherung erhalten haben, daß England gegen eine etwaige Gebietsabtretung, die der Sultan dem Kaiser Wilhelm bei seiner Palästina Reise in Klein Asien machen werde, sich nicht widersezen würde. Deutschland habe seinerseits dafür auf alle Ansprüche auf die Delagoa Bai verzichtet, so daß England die nöthigen Schritte thun wolle, um das Gebiet von Portugal pachtweise zu erwerben. Dem Vertrag zufolge wird Deutschland auch die englische Politik in der egyptischen Frage unterstützen." " Ein Stimmungsbild aus Rußland geht der Posener Beitung" in einem Petersburger Briefe zu. Darin heißt es: Die Militärs geben sich gar keinen Illusionen hin. Da es Vom Zolltarif. Die Nachricht, der neue Bolltarif sei fertigsich bei dem Murawjew'schen Communiqué weniger um eine Verminderung der stehenden Heere handelt als um eine gewiffe gestellt und gehe munmehr den betheiligten Refforts zu, tönnte jo aufgefaßt werden, als ob neue Bollsäge aufgestellt und Gegenstand Berlangsamung des Tempos in der kostspieligen der Berhandlung innerhalb der Regierung feien. Das ist dem„ Berl. Umbewaffnung der Truppen, so sagt sich der russische Tagebl." zufolge nicht der Fall. Lediglich das neue Schema des Generalstab, daß die ausländischen Fachkreise un- Tarifs, durch welches eine anderweite Klassifikation der zollpflichtigen aweifelhaft erkennen werden, daß bei einer solchen Waaren, namentlich auch vermittelst der Zerlegung vieler Positionen Stellung der Frage fast alle Vortheile ausschließlich des jetzigen Tarifs in Unterabtheilungen, bezweckt wird, ist ausauf Seiten Rußlands liegen. Wenn die bisherigen Waffen gearbeitet worden. Weber veränderte Bollsäge haben bisher um so für längere Zeit beibehalten werden, so kann Rußland die er- weniger Erörterungen stattgefunden, da für solche erst durch die sparten Gelder für Eisenbahnen und sonstige WegeV Schiffe nicht benutzbar sein würde. ,, Daily Mail ist freilich als ein wenig zuverlässiges Blatt bekannt. Und die Mittheilungen des Blattes widersprechen zu sehr der bisherigen deutschen Politik, als daß sie so leicht bauten ausgeben und damit nicht nur die wirthschaftlichen Hilfs- produktionsstatistischen Ermittelungen des„ wirthschaftlichen AusGlauben finden könnten. Daß die deutsche Regierung von quellen des Landes steigern, sondern auch den Vorzug vernichten, schusses" die Unterlagen beschafft werden sollen. der Türkei sich Landbesitz in Kleinasten abtreten lassen möchte, welchen jest Deutschland und Oesterreich- Ungarn Für die große Kanalban- Vorlage ist der National- 3tg." wofern der Sultan dazu bereit wäre- Bachtungen zum durch ein entwidelteres Eisenbahnnes gegen zufolge die Vorbedingung der Garantieleistung die numerische Ueberlegenheit der russischen seitens der Provinzen und sonstigen KommunalEntgelt für ermordete Missionare können ja dort nicht leicht Streitkräfte in die Wagichale werfen können." verbände noch nicht so vollständig erfüllt, daß die zu erlangen fein-, halten wir nicht für ausgeschlossen; haben Das klingt genau so friegerisch, wie wir die Friedens- Einbringung der Vorlage in der nächsten Landdoch unsere Phantasten des größeren Deutschlands" schon fundgebung des Zaren eingeschätzt haben. tags Session schon gesichert wäre. Mindestens wird aber dem immer auf Kleinasien ihre Hoffnungen gerichtet. Sehr unwahr- Die Friedensvereine, deren Mitglieder und Führer sich Bernehmen nach eine Vorlage wegen Erweiterung des Hafens von scheinlich erscheint dagegen die angebliche Ueberlassung der meist als gute Leute und schlechte Musikanten bewährt haben, Emden erfolgen, da sich herausgestellt hat, daß derselbe in seinem Delagoa- Bai an die englischen Ansprüche. Man erinnert sich der leb- schwimmen in Wonne über den„ Friedens- Zaren". Alle eigen Zustande für die aus dem Dortmund- Ems- Kanal kommenden haften Parteinahme des Kaisers Anfang 1896 für Transvaal gegen europäischen Friedensvereine wurden vom Präsidenten des die Engländer. Gelingt es aber England, die Delagoa- Bai von Kopenhagener Friedensvereins, Bajer, aufgefordert, einen großen Portugal zu erwerben, so ist Transvaal vom Meere abge. Kongreß zu veranstalten, um dem Zaren ihre Sympathie ausschnitten und der englischen Oberherrschaft widerspruchslos zudrücken und eine internationale Aftion einzuleiten. unterworfen. Stellt sich Deutschland zugleich in den egypti Deutsche Friedensvereine haben schon Gratulationsschen Angelegenheiten auf die Seite Englands, so würde da- Depeschen an den Zaren gefandt und ihre Genugthuung in durch England jenem großen Ziele sehr nahe gekommen sein, Resolutionen niedergelegt. Bei der Tiefe der politischen Erdem es seit langem zustrebt, die Vorherrschaft in fast ganz wägungen der Friedensvereine kann es nicht Verwunderung Ost- und Südafrika, von Alexandria bis Kapstadt, zu führen. erregen, wenn sie die Aufsehen erregende Einladung zur Es muß abgewartet werden, was an all diesen ver- Friedenskonferenz auf die Privatlektüre den Baren zurückschiedenartigen Vermuthungen über den Inhalt der deutsch- führen. Wir registrirten schon, daß ein Herr Dr. Löwenthal, englischen Abmachungen wahres ist, was nur luftige der Vorsitzende des Vereins für internationale Friedensjustiz, Spekulation. für sich reklamirt, den Zaren zu seinem Schritte angeregt zu haben. Noch spaßhafter ist es, daß heute zwei Dresdener Verleger in Zuschriften, die uns zugingen, erklären, daß Bücher, die in ihrem Verlage erschienen sind, den Baren zu seinem auffallenden Schritte bewogen haben. In diesem außerordentlichen Falle wollen wir von der sonst aufs strengste eingehaltenen Regel, Waschzettel" nicht abzudrucken, abgehen. E. Pierson's Verlag schreibt: " Die Kölnische Zeitung", die in auswärtigen Fragen oft die Meinung der Reichsregierung wiedergiebt, veröffentlicht die folgende, ihr aus Berlin zugegangene Depesche: " Ueber neue, deutsch englische Abmachungen bringen englische Blätter eine Reihe von Angaben, die auch in die deutsche Presse übergegangen sind. In erster Linie wird die Nachricht von einem deutsch englischen Schutz- und Trußbündniß lancirt. Für deutsche Leser braucht faum betont zu werden, daß diese Mittheilung und andere Phantastegebilde dem wirklichen Gang der Dinge nicht entsprechen. Denn, wenn sie richtig wären, so Einer der mächtigsten Fürsten der Erde, Zar Rifolaus II., hat müßte daraus geschlossen werden, Deutschland habe sich ver- sich in den Dienst der Friedenssache gestellt! Interessant ist es, daß pflichtet, in allen Theilen der Welt der britischen Politik Heeres er in seiner epochemachenden Kundgebung fast wörtlich die unermüdfolge zu leisten. Dies wäre gleich bedeutend mit einem liche Vorfämpferin für den Weltfrieden, die Baronin Bertha von Frontwefel unserer Politit, von dem selbst- Suttner, aitirt. Und zwar ist es ihr neuestes Buch„ Schach der berständlich nicht die Rede ist Qual 1" Ein Phantastestid( Dresden, E. Pierson's Verlag, Preis Wir würden in einer Verbesserung der deutsch- englischen 2 M.), welches, wie es fast scheint, der Anstoß zur faiserlichen Beziehungen eine erfreuliche Thatsache sehen, sofern nicht neue und gle bung geworden ist. In den Kapiteln Ein König tolonialpolitische Experimente damit im Zusammenhang stehen. tönnte es thun!" und Es will etwas werden, König 1" richtet ste Daily Telegraph" bezeichnet die gegenwärtig zwischen Groß- flammende Worte an die Fürsten und giebt im Kapitel Frohbotbritannien und Deutschland bestehenden Beziehungen herz- chaft" mit prophetischem Geiste den Verlauf einer von den Machthabern felbst einberufenen Friedfertigungs- Konferenz". licher als je. Bisher hat die Stöln. 8tg." wenigstens diese Heinrich Minden in Dresden schreibt: Meldung nicht dementirt. 11 " " 1 Diese Mittheilung ist um so bemerkenswerther, weil der Kaiser fich gestern in Hannover über das Kanalprojekt in anderem Sinne geäußert hat. Nachdem der Stadtdirektor Tramm in seiner byzantinischen Ansprache auch des Rhein- Weser- Elbe- Kanals Erwähnung gethan hatte, sagte der Kaiser: in Die große wichtige Kulturaufgabe, die Sie foeben gestreift haben, wird, hoffe ich, von grundlegender, einschneidender Bes deutung für die Weiterentwickelung der Stadt Hannover sein. Daß wir soweit gekommen, das Projekt in diesem Jahre vorzulegen, danken wir vor allem der guten Betheiligung der Stadt und Provinz Hannover. Ich hoffe, daß dieses Vorbild in Stadt und Provinz auch weitere Nachahmung finden möge. Und in einer zweiten Rede, die der Kaiser am gleichen Tage Hannover hielt, sagte er: Zu gleicher Zeit erfüllt mich die freudige Beruhigung, daß ich auch in meinem Trinkspruch die Hoffnung erwecken fann auf zutünftige große Entividelungen, denn die große nationale Unternehmung, die in diesem Winter den Volksvertretern zur Annahme vorgelegt werden soll, wird hoffentlich gerade für diese Provinz von nachhaltiger Wirkung und nachhaltigem Vortheil sein. Das Projekt der Verbindung des Ostens mit dem Westen auf dem Wasserwege hat lange gereift und ist eingehend bearbeitet worden; die Aussichten auf seine Verwirklichung haben aber erst dann Boden gewinnen tönnen, seitdem die Stadt und Provinz Hannover mit Berständniß für die Lage und mit weitem Blick in die Zukunft mit gutem Beispiel vorangegangen find. M Wir sind min begierig, ob das Kanalprojekt den Landtag in seiner nächsten Session beschäftigen wird und wie sich die Agrarier in der Wahlagitation zu demselben stellen werden. Einige thatsächliche Angaben über das Kanalprojekt werden unsere Lefer bei dieser Gelegenheit intereffiren: Das zweite Glied des großen Kanalsystems, das die in die Nordsee sich ergießenden Flüsse verbinden soll, und dessen erstes Glied, der Dortmund- Ems- Kanal, zum großen Theile dem Verkehre bereits übergeben ist, bildet der Rhein a Weser Elbeanal, dessen Trace in den Jahren 1891-98 bereits festgestellt Sierdurch gestatte ich mir, Ihre Aufmerksamkeit auf das vor ist, deffen Bau aber trotz der Nede des Kaifers noch nicht gesichert Zur Friedenskundgebung des Zaren liegt heute wenig Jahresfrist in meinem Berlage erschienene Werk des Holländischen erscheint, weil die Agrarier den Bau bekämpfen. Dieser Kanal foll Material vor. Die türkische und die schwedisch- norwegische Romandichters Louis Couperus' Weltfrieden" zu lenken, das gerade bei Duisburg den Rhein verlassen, bald die Ruhr durchkreuzen und Regierung haben ihre Bereitwilligkeit erflärt, Delegirte zu im gegenwärtigen Augenblid, wo die Kundgebung des russischen in das Emscherthal eintreten, wo er von dem Dortmund- EmsKanal aufgenommen wird. der eventuellen Konferenz zu entfenden. Auch die italienische Kaisers im Vordergrund der politischen Erörterung steht, ein be- Ausläufer des Teutoburger Waldes zweigt der Rhein- WeserRegierung hat jest ihre Antwort auf die Einladung nach sonderes Intereffe für die Oeffentlichkeit haben dürfte. Couperus schildert die Friedensbestrebungen eines jungen Welt- Glbe Kanal wieder vom Dormund- Ems- Kanal ab, verläuft Petersburg gefandt. Sehr bemerkenswerth ist, was Professor herrschers, der die Vertreter aller Staaten zu einer allgemeinen Ab- zunächst nordöstlich, überschreitet dann bei Bramsche die Hafe und Vambery, einer der genauesten Kenner des Orients und der rüstungstonferens nach feiner Hauptstadt einladet, und der dann die endet einen Ziveiglanal nach dem ungefähr 15 Kilometer entfernten asiatischen Verhältnisse, in der Wiener Wochenschrift Die bittere Erfahrung macht, wie fein Heheres Friedensideal verkannt Osnabrück. Auf seinem weiteren, vorwiegend westlichen Verlaufe Waage" in einem Abrüftung?" überschriebenen Artikel schreibt. wird, fein Menschlichkeitstraum vor der rauhen Wirklichkeit zurüdüberfest der Kanal wenig nördlich von Minden die Wefer, mit der Wir entnehmen demselben die folgenden Ausführungen: weichen muß. Gleich beim Erscheinen des Werkes ist von den ver- er durch einen hurzen, Minden berührenden Abstieg- Kanal verbunden .... Ein Kongreß zur Verminderung der allzu großen fchiedensten Seiten darauf hingewiefen, daß dem Dichter bei Abfaffung wird, durchquert das Fürstenthum Schaumburg- Lippe und die Proving Rüstungen müßte in erster Reihe zu einem Kongreß behufs feines Werkes Rußland und sein jugendlicher Kaiser vorgeschwebt hat. Hessen- Nassau, überschreitet die Leine, die Fuse, die Ocker und die Schlichtung der vorhandenen Differenzen sich gestalten, da es doch Es ist nun ein seltsamer Bufall, daß das ideale Ziel, welches der Aller und tritt dann in das Thal der Ohre ein, dem er über Calbörde und Hier Neuhaldensleben bis Wolmirftedt folgt. niemand einfallen fann und wird, jene Waffen bei Seite zu legen, Othomar des Couperus'schen Romans nachstrebt, jetzt von dem mit denen er fein vermeintliches Recht zu vindiziren gedenti, oder in ruffischen Kaiser genau in ber von Couperus geschil. Babelt fich fchließlich der Kanal in einen Zweig nach dem großen Hafen von Magdeburg und einen zweiten, berten Weise zu erreichen versucht wird. denen er Schutz gegen die Angriffe feiner Rivalen sucht. der bei Heinrichsberg nördlich von Magdeburg in die Elbe mündet. Ich glaube nicht, daß man in St. Petersburg so naib gewesen, Zur Grubeninspektion. Zu unserem gestrigen Artikel über Außer Osnabrück und Minden werden auch die Städte Stadthagen, diesen Umstand außer Acht zu lassen. Wir haben es allerdings erlebt, daß die Mittheilungen der„ Deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" Nieuburg a. d. W., Linden, Hannover, Hildesheim, Beine und auf die Initiative eines russischen Kaisers in Briffel ein Kongreß erklärt die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung", daß Braunschweig durch Zweiglanäle mit dem Hauptkanal verbunden zufammengekommen ist, der die Milderung der Kriegsfurie sich zur werden. Die ganze 470 Kilometer lange Kanal erhält nur Aufgabe gestellt, während derselbe ruffische Kaiser auf dem Schlacht die von dem Steiger Kuhlmann gegen die Grubenverwaltung felde vor Blewna sich eine hohe Schaubühne errichten ließ, um der vorgebrachten Anklagen bei der Untersuchung selbstverständlich ein- 14 Schleusen; bei 2,5 Meter Waffertiefe hat er eine Schlenbreite von 18 Meter und eine Wasserspiegelbreite von 30 Meter. Leinschauerlichen Mezelei von tausenden Menschen bequem zusehen gehende Berücksichtigung finden würden; solange aber die Unter- pfade von 3,5 Meter Breite tommen an beiden Seiten zur AusDer Humanitätsdusel ist im autokratischen Ruß- fuchung den objektiven Thatbestand nicht fargelegt habe, müßten führung. Schiffe bis 600 Tonnen Tragfähigkeit und 1,75 Meter fand am allerwenigsten zu Hause, Schwärmerei und Sen- die Behauptungen eines einzelnen früheren Angestellten des Tiefgang können mit einer Magimalgeschwindigkeit von 5 Kilometer timentalität find in den Machtsphären der Newa ganz unbekannte Dinge, und anstatt dem übereilten Sofianna der Schachtes als unerwiesen gelten. Warum müssen sie das? in der Stunde fahren; größere Schiffe müssen entsprechend lang russischfreundlichen Breffe beizustimmen, wird es wohl beffer twa barum, weil der Steiger Kuhlmann nur ein Arbeiter und die famer fahren. Herr Irmer hat's erreicht. Der konservative Landtagsfein, nach den Ursachen sich umzusehen, die den Zar dazu bestimmten, Inhaber der Zeche Gustav" reiche Leute sind? Derselbe Steiger eben jetzt mit dem Vorschlag einer allgemeinen Entwaffnung her Stuhlmann war auf Veranlaffung des Bergrevier Beamten als Abgeordnete Professor Irmer ist schon vor einiger Zeit als Silisvorzutreten. Hätte der gar diesen Aufruf zur Zeit seiner Thron- verantwortlicher Schachtsteiger eingesetzt, er hatte also arbeiter in das Kultusministerium berufen worden. Demselben soll besteigung oder etwa 1905, d. h. nach Fertigstellung der oftfibirischen wenn nicht formell, so doch fachlich amtliche Qualifikation, und die demnächst die Stelle eines vortragenden Rathes verlichen werden, Bahn erlaffen, fo wäre wohl Grund vorhanden, an seiner edel Angaben dieses Mannes, die derselbe als verantwortlicher Schacht- sobald Dr. Wehrenpfennig in den Ruhestand tritt. Als die Stöcker'sche Berliner Bewegung" im Aufsteigen war, finnigen Begeisterung nicht zu zweifeln. Doch heute verhält es sich steiger dem zuständigen Berginspettor gegenüber ganz anders. Durch die Acquifitionen und Konmachte, sollen vorläufig soviel wie garnichts besagen? Nein, die schloß er sich ihr an. 1884 wurde er in das StadtverordnetenBeffionen in China hat Rusland ein wirth Sache liegt anders. Die Worte dieses Steigers haben größeren Sollegium gewählt, wo er die Führung der Bürgerpartei übernahm. fchaftliches Unternehmen außerordent bon licher Größe und Tragweite begonnen, es hat Werth als die Angaben der Zechenverwaltung. Die„ Norddeutsche Oberlehrer zum Direttor aufzusteigen. Er hat zwar dies nicht, fich mit riesigen Kapitalien engagirt, mit einem Allgemeine Beitung" ist durchaus im Irrthum, wenn sie meint, der aber weit mehr erreicht. Als er sah, daß Stöcker's Versuch, eine große Worte, es befindet sich in einer Spekulation, zu Vorwärts" set gewohnt, Anklagen nach der Parteizugehörigkeit bes Partei zu gründen, fehlschlug, wurde er Konservativer sans phrase, Er tule cher es vor allem Ruhe und ungestörte Muße Anklägers tendenziös zu beurtheilen. Uns ist der Steiger Kuhlmann voll- wurde Landtags- Abgeordneter und bei dem großen Mangel an zu können. " in Herr Irmer hoffte damals, durch das Stadtverordnetenmandat vom Intelligenzen in der deutschkonservativen Landtags- Fraktion nahm geschieht alles zur Freude der sogenannten Agrarier, die man hier er bald als kluger und geschickter Mann eine hervorragende Stelle zwar blos dem Namen nach kennt, deren Arbeit man aber wohl ein. Nun hat er eine der hervorragendsten Stellen in der preußischen spürt. Wahlen findet eine Kombination der Unmittelbarkeit und der Mittelbarkeit sowie vom allgemeinen und durch Zensus begrenzten Wahlrechte statt. Unterrichtsverwaltung erhalten. Das Ministerium für die geistlichen, Schiffsunfall. Aus Kiel wird gemeldet: Der" Trinidad", das Die Bedeutung der letzten Wahl für die Entwickelung der Unterrichts- und Medizinalangelegenheiten erhält in Jrmer einen erste deutsche Kohlenschiff, das für Kiautschou bestimmt ist, ist an der dänischen Verhältnisse läßt sich noch nicht genau abwägen. Sicher Anhänger der schroffsten Reaktion. Er wird also die Symmetrie in Rüste von Formosa in einem schweren Taifun untergegangen. Die ist, daß dieselbe Estrup'sche Staatsstreiche erschwert. diesem wichtigen Ministerium in keiner Weise stören. Mannschaft ist gerettet und in hongkong gelandet worden. Italien. bestimmt: Ein Gerichtsvollzieher, welcher Gehilfen beschäftigt, hat von der Annahme und der Entlassung eines solchen dem auffichtführenden Amtsrichter unverzüglich Anzeige zu erstatten. Anfangs Januar haben die Gerichtsvollzieher, welche Gehilfen beschäftigen, eine lebersicht über den derzeitigen Stand ihrer Schreibstube dem aufsicht führenden Amtsrichter einzureichen, ferner bis 1. Oftober eine solche für das laufende Jahr. Diese auch für Gerichtsvollzieher fraft ihres Auftrags geltenden Bestimmungen finden auf Angehörige, welche in der häuslichen Gemeinschaft des Gerichtsvollziehers leben, keine Anwendung." bekannt zu machen. Desterreich. 977 feine Behauptung aufrecht, daß eine Modifikation der Sprachen( urati). Lemberg, 3. September. Slovo polski" hält, tros Dementi's, feine Behauptung aufrecht, daß eine Modifikation der Sprachen verordnungen zu gunsten der Deutschen beabsichtigt sei. Graf Thun habe geäußert, daß es doch leichter sei, Sprachenverordnungen aufzuheben, als die Verfassung. 318 Zur Lage der Bureau- Angestellten. Der preußische Rom, 2. September. Beitungsnachrichten zufolge wird der Justizminister hat im Monat Juli vorigen Jahres infolge der Wien, 2. September.( Voss. 8tg.) Die erste Abgeordnetenhaus Belagerungszustand in den Provinzen Mailand und Florenz am seit Jahren von den Vertretern der Bureau- Angestellten über ihre sigung ist für den 26. September 11 1hr vormittags anberaumt. Sogleich 5. 6. M. aufgehoben werden. Demnach hat sich eine frühere Berufsverhältnisse geführten Klagen durch die Oberlandesgerichts- in der Eröffnungssigung steht die Wiedereinbringung der früheren Meldung, wonach der Belagerungszustand schon am 1. September Präsidenten Erhebungen über die Lage der bei Rechts sowie der neuen Ministeranklagen bevor. Die neuen Anklagen aufgehoben wurde, nicht bestätigt. anwälten und Notaren beschäftigten Personen veranlaßt. wollen die Sozialisten wegen Verhängung des Standrechts und des Ein Brief unserer Genossin Kulifchoff, die bekanntlich vom Jetzt werden diese Erhebungen auch auf die Gericht 3- Ausnahmezustandes in Galizien unterbreiten. Von polnischer Seite Kriegstribunal zu 2 Jahren Gefängniß verurtheilt worden ist, wird vollzieher Angestellten ausgedehnt, wie folgende vom wird bestimmt erklärt, Graf Thun werde jedenfalls wegen Abände vom„ Avanti" veröffentlicht. Der Brief ist an den Abgeordneten 18. Juli 1898 batirte allgemeine Verfügung des Justizministers zeigt: rung der Sprachenverordnungen mit den Parteien neue Verhand- Brampolini gerichtet. Die muthige und schwer geprüfte Frau Kuliſchoff " Auf grund des§ 155 des Deutschen Gerichtsverfassungs- lungen einzuleiten versuchen. Graf Thun dürfte, da die Führer der schreibt darin: Gesezes und des§ 73 des Ausführungsgesetzes zum Deutschen Linten jede Berathung mit ihm ablehnen, den verfassungstreuen Auch Sie, lieber Brampolini, haben bisher fein Lebenszeichen Gerichtsverfassungs- Geseke vom 24. April 1878 wird folgendes Großgrundbesitz ersuchen, die neuen Sprachenvorschläge der Linken von mir erhalten. Was mögen Sie gedacht haben, daß ich Ihren Brief unbeantwortet ließ. Aber ich darf nur sehr wenige Briefe an Philipp schreiben, und die ich schrieb, gingen allein ( Turati). Lieber Freund, der Sie selbst wieder leidend sind, Sie können sich denken, was unser Philipp gelitten hat, leidet und noch leiden wird. Zum Glück ist sein Organismus selbst noch nicht verlegt; aber in der Gefängnißzelle, bei derselben Behandlung wie sonstige Verurtheilte... o ich denke mit Schaudern an diese ZuErnennungen für den Arbeitsbeirath. Der Handelsminister funft. Dies ist mein einziger Schmerz. Ninina( Andreina, die hat gemäß§ 5 des Statutes des arbeitsstatistischen Amtes im Tochter von Frau Kulischoff, die jest gänzlich allein im Leben steht) Handelsministerium zu Mitgliedern des ständigen Arbeitsbeirathes ist jung, stark und muthig, sie hat die ersten furchtbaren Stürme für die erste dreijährige Funktionsperiode ernannt die Herren: ihres Lebens mit einer bewundernswerthen Festigkeit überwunden, Den Berliner Gerichtsvollziehern ist diese Verfügung, die I. Unternehmer: Michael Adler, Handelskammerrath in sie hat sogar in jenen schlimmen Tagen ihr Examen( die Prü fich auch auf die Angabe des Gehalts und die Arbeitszeit erstreckt, Wien; Dr. Moriz Caspaar, Oberingenieur der Oesterreichisch- Alpinen fungen, welche zum Zutritt in die Universitätsvorlesungen berechtigen) mit dem Anschreiben zugegangen, in Zukunft danach zu verfahren Montan- Gesellschaft in Wien; Hofrath Dr. Alexander Eger, General gut bestanden; für sie weint mein Herz oft, aber es leidet für sie und die Uebersicht für dieses Jahr bis zum 15. September ein- direktor der Südbahn; Rich. Jahn, t. Rath in Prag; Wilhelm Riedel, nicht so, als für meinen armen lieben Freund( Turati).. zureichen, Mitglied der Reichenberger Handelskammer( Polaun); Karl Wolfram, Lieber Prampolini, ich wünsche Ihnen, Sie möchten solches Das Fachorgan„ Der Bureau- Angestellte" urtheilt über die Ver- Metallwaaren- Fabrikant in Aussig; Heinrich Better, Metallivaaren niemals erleben. Warum aber schrieb ich Ihnen dies? Um Sie fügung des Justizministers folgendermaßen: Fabritant in Wien; Georg Wieninger, Gutsbesiger in Otterbach. noch mehr zu betrüben? Aber so ist es, man ist schwach, selbst wenn " Das Justizministerium kommt aus den Erhebungen und Er- II. Arbeiter: Wilhelm Cerny, Monteur in Carolinenthal, Anton man start erscheint. Ich persönlich ich ziehe Kraft zum Ertragen wägungen gar nicht heraus. Dieselben dauern nun schon Jahre, Sueber, Sekretär der Gewerkschafts- Kommission Desterreichs in Wien; und zum Widerstehen aus mancherlei Elementen. Ich bin ein ohne daß irgend welche Maßnahmen getroffen wären, um unseren Albert Rosenkranz, Metallarbeiter in Wien; Johann Smitta, wenig wie alle Gläubigen. Es scheint mir, daß unsere Opfer allem durch die Erhebungen als nur zu berechtigt erwiesenen Klagen ge- Rechnungsführer der Genossenschafts- Krankenkasse der Kleidermacher- dem dienen werden, was groß und gerecht ist; diese Ueberzeugung recht zu werden. gehilfen in Wien; Victor Stingl, Schriftseter in Graz; giebt mir die Fähigkeit, jede Bitterniß zu überwinden, die schwersten Ein getreues Bild der Verhältnisse wied der Justizminister auf Wenzel Thum, Bergarbeiter in Turn( Christlich- Sozialer); Prüfungen, den Verzicht auf alles, auf die eigene Persönlichkeit felbſt diese Weise natürlich nie erhalten, denn die Herren Gerichtsvollzieher Abgeordneter Ferdinand Tufel, Ober- Kondukteur in Bischofs zu überstehen. Aber ich werde schwach, ich werde ein nichts gegenwerden sich schwer hüten, anzugeben, daß das Personal meistens bis hofen; Laurenz Widholz, Bautischler Gehilfe in Wien. über den Leiden derer, die mir lieber sind als das eigene Leben. in die Nacht hinein ohne besondere Vergütung arbeiten muß. Die III. Behufs fachmännischer Mitwirkung an den Berzeihen Sie, mein Freund, wenn ich Sie mit meiner Trauer reine ungeschminkte Wahrheit kann eben nur an den Tag kommen, Arbeiten des Beirathes: Dr. Michael Hainisch, Schriftsteller und betrübe. Aver Sie werden sehen ich werde Widerstand leisten, wenn die Angestellten mit befragt werden. Das aber wird ja ge- Gutsbefizer in Eichberg bei Gloggniß; Privatdozent Dr. Cyrill ich werde mich zusammenraffen, um nicht krant zu werden. flissentlich vermieden. Horacek; die Professoren Dr. Joseph Ritter v. Milewsti, Dr. Ernst Grüßen Sie die Ihrigen. Ihre Anna. Mischler, Dr. Eugen Philippovich v. Philippsberg und Dr. Thaddäns Bilat; die Abgeordneten Dr. Leo Verkauf( Soz.) und Dr. Richard Weiskirchner( christlich- sozial.) Jummerhin wird der Justizminister, falls die gestellten Fragen nur einigermaßen wahrheitsgetreu beantwortet werden, sein blaues Wider erleben. Die Verfügung des Justizministers dürfte auch jetzt schon infofern gute Folgen zeitigen, als es manchem Gerichtsvollzieher sehr unangenehm ist, daß die Aufsichtsbehörde jetzt Kenntniß davon erhält, wie er trotz seines großen Einkommens seine Bureau- Angestellten so jammervoll besoldet und darum jeden Monat mit seinem Personal wechselt. Jedenfalls bringt die Verfügung uns der Verwirklichung unserer Forderung aufgefegliche Regelung unserer Berufsverhältniffe" wieder cinen Schritt näher." Die erste fonſtituirende Sigung des ständigen Arbeitsbeirathes findet am 22. September d. J. statt. Schweiz. Türkei. Kanca, 3. September. Die internationalen Behörden forderten den Gouverneur auf, ihnen die Erhebung eines Zehnten zu übertragen, welcher zur Sicherung der Verwaltung der Insel bestimmt sei. Der Gouverneur, welcher die Instruktion der Pforte abivartet, Afrika. Bern, 1. September.( Eig. Ver.) Daß sozialdemokratische Ber- hat um einen Aufschub ersucht. treter öffentlich im Parlament die Regierung loben, kommt auch in der Schweiz nicht oft vor. Im Berner Kantonsrath inter- Sudanfeldzug. Aus London wird vom 3. September telepelirte Genosse Moor die Regierung über das bundesräthliche Ver- graphirt: Eine Depesche des Generals Kitchener an den Kriegslangen des Verbots der Aufführung der Posse sapitän Drey- minister meldet, das von Kapitän Keppel geführte Kanonenboot habe fus", welches die franzöfifche Regierung wfinschte, von den Berner das rechte Nilufer vollständig gesäubert und sämmtliche Forts dieses Ministern aber abgelehnt wurde. Genosse Moor belobte fie deswegen, Ilfers und die Forts auf der Insel Tuti gegenüber von Omdurman verurtheilte dafür aber auf der anderen Seite um so schärfer die zerstört. Alle Kanonen dieses Forts wurden erbeutet. Die Engländer Nachgiebigkeit des Bundesraths gegenüber den Wünschen des Aus- hatten teinen Verlust. landes, welche er als schmachvoll bezeichnete. Sodann beleuchtete er furz Frankreich und Italien. Ersteres habe sich stets als schlechter Nachbar gezeigt und die Schweizer ausgebeutet, letzteres nehme sich der Schweiz gegenüber die größten Freiheiten heraus. Endlich kons Ueber den Termin der Landtagswahlen statirte Moor, baß das Schweizer Bolt nachgerade die schwache fcheint noch keine Entscheidung getroffen zu sein. Die Nat.- 8tg," Bir bestreiten die Richtigkeit dieser Nachricht; die fürstlich Haltung des Bundesraths allgemein verurtheile. Der Regierungs- schreibt:" Die Landtagswahlen werden keinenfalls vor Anfang Lippe'sche Regierung wird selbstverständlich schon aus Gründen der präsident Klay bestätigte in seiner Antwort den Empfang des bundes- November stattfinden. Eine sonstige Bestimmung über den ZeitBundesfreundlichkeit nicht die dem Bundesrathe gebührende Nück- räthlichen Schreibens und die Ablehnung des gewünschten Verbots. punkt derselben ist noch nicht getroffen." fichtnahme außer acht lassen. Moor dankte und erklärte sich befriedigt. Zur Lippe'schen Thronfolgefrage schreiben die offiziösen „ Berl. Pol. Nachr." heute: Durch die Zeitungen ging kürzlich die Nachricht, die fürstlich Lippe'sche Regierung beabsichtige, gegenüber dem Einspruch der fürstlich Schaumburgischen Regierung die Thronfolge der gräflich Lippe- Biesterfeld'schen Linie durch ein Landesgesetz festzulegen, ehe fich der in jenem Streite angerufene Bundesrath über seine formelle Zuständigkeit schlüssig gemacht habe. Wir bezweifeln, daß diese Mahnung auf den Graf Regenten starken Eindruck machen werde. Frankreich. Paris, Anfang September.( Polit. Korr.) Die Uebernahme Eine Maßregelung. Die Eisenbahnbetriebsdirektion zu Posen des Schiedsrichteramtes in der französisch- brasilianischen hat einen Unterbeamten gekündigt, weil derselbe, obwohl Deutscher, Streitfrage betreffend Guyana seitens der schweizerischen Regierung beantragt hatte, daß sein Sohn in der Volksschule den Religions- ist demnächst zu erwarten. Die diplomatischen Vertreter Frankreichs unterricht in polnischer Sprache erhalten und auch am schulplan- und Brasiliens in Bern haben bereits dem Präsidenten der Eidmäßigen polnischen Lese- und Schreibunterricht theilnehmen solle; ferner hatte der betreffende Unterbeamte eingeräumt, daß seine genossenschaft die Konvention übermittelt, durch welche die UeberKinder zu Hause mur polnisch sprechen.„ Dies Verhalten so sagt tragung dieses Schiedsgerichtes an die Schweiz vereinbart worden ist. das Schreiben der Betriebsdirektion befundet eine Gesinnung, welche Sie zur Anstellung als Unterbeamter und auch zur weiteren Verwendung als Hilfsbeamter im Dienste der preußischen StaatsEisenbahn- Verwaltung ungeeignet macht." Das Verhalten des Unterbeamten ist gewiß auffällig, aber es ist nicht abzusehen, warum derselbe deshalb ungeeignet sein soll, als Beamter thätig zu sein. Niederlande. Preußische Landtagswahlen. Eine Stimme aus den Kreisen der Berliner Parteigenossen. Die vielen Vorwürfe, die den Berliner Parteigenossen wegen ihres Verhaltens zur Landtagswahl von der Parteipresse in der Provinz gemacht werden und denen sich in letzter Stunde noch der Genoffe Bebel anschloß, machen es erforderlich, daß die Berliner Genossen das Wort nehmen, um ihr Verhalten zu rechtfertigen. Genosse Bebel meint, die Berliner Parteigenossen hätten so gethan, als wenn es für sie feinen Parteitag mehr gäbe und als wenn sie die Beschlüsse desselben nicht zu beachten brauchten. Dem möchte ich entgegnen, daß man einen Beschluß so fassen muß, daß er auch auszuführen ist, und zweitens soll man keinen Beschluß fassen, der der Ueberzeugung einer großen( wenn nicht der größten) Zahl der Genossen zuwiderläuft. Amsterdam, 1. September.( Eig. Ber.) Unbeschreiblich ist das Bird, das sich hier dem denkenden Menschen entrollt. Am 5. September beginnt hier erst das eigentliche Fest, das gegen 10 Millionen Nun fordert der Beschluß erstens auf, uns an den LandtagsGulden verschlingen soll, und zwar nur an Auslagen für Ver- wahlen zu betheiligen, und verbietet uns dann, Kompromisse und zierungen, Illumination 2c. Alle Städte und Dörfer gleichen einem Bündnisse zu schließen. Es ist aber unmöglich, ohne Kompromiß Blumengarten. Hat doch sogar ein Herr in Haag aus seiner Tasche auch nur einen einzigen Abgeordneten und das wäre nach dem 10,000 Gulden zur Berzierung einer Straße( Schevening'scher Weg) Beschluß doch die Hauptsache in den Landtag zu bringen. Ja, gegeben, die ganze Ausschmückung diefer Straße loftet natürlich mehr wird man mir da triumphirend entgegenhalten, aber Wahlmänner als das doppelte. So kann man sich einen kleinen Begriff machen, hätten wir durchgebracht und besonders ihr in Berlin hättet uns da was die Feier dem ganzen Lande foften wird. Und dies alles für ein gutes Beispiel geben können. Heidelberg, 3. September. Heute starb hier der frühere nationalliberale Reichstags- Abgeordnete für Heidelberg, Konful Karl Weber. Von der deutsch- französischen Grenze, 2. September.( Eig. Ber.) zu welchen nachgerade unhaltbar gewordenen Zuständen bei ein Mädchen von 18 Jahren, dessen Reichthümer nicht zu zählen sind. Nut, Parteigenossen, lassen wir doch das Versteckenspiel. Was uns die im alleinigen Interesse der Herren Großagrarier und zum Erinnert man sich dabei der Tausende, die darben und hungern nügen uns alle Wahlmänner, wenn sie nicht einen einzigen schweren Schaden bes werfthätigen Boltes eingeführte Grenz- müssen? Wie viele tausende Arme könnten auf Jahre hinaus mit Abgeordneten wählen können? Oder schicken wir etwa die Wahlmänner sperre geführt hat, das geht aus einer Buschrift hervor, welche diesen verpulverten Millionen Gulden gefättigt und getröstet werden! in den Landtag? Was müßt es uns, frage ich, wenn wir Wahlder Colmarer Volkspartei" aus dem oberelfäffischen Grenzgebiet Leider fehlt dafür der richtige Sinn, oder richtiger gejagt, man will männer burchbringen und diese dann gezwungen find, für die Freizugeht. Saß da in einer Wirthschaft ein Herr, so heißt es dort, diese Idee nicht fassen. finnigen einzutreten? Heißt das nicht den Parteigenossen Sand in und vertheidigte allen Ernstes die Grenzsperre, indem er u. a. Haag, 2. September.( Int. Korr.) Ein deutsch nieder- die Augen streuen? Wir kommt, wenn ich ehrlich sein will, der meinte, es sei immöthig, Schlachtvieh aus Frankreich herein kommen ländischer stolonialvertrag? Anläßlich der Entsendung Hamburger Beschluß so vor, als wenn irgend ein hygienischer Verein zu lassen, weil das Fleisch trotzdem nicht billiger werden des Admirals Diedrichs zu den Festlichkeiten in Batavia wird hier der staunenden Menschheit empfiehlt, schwimmen zu lernen, würde. Als diesem Herrn entgeguet wurde, warum er denn in folonialen Kreisen die Erwartung ausgesprochen, die holländische aber ja nicht dabei ins Wasser zu gehen. Wer führt mun die Sache seine Frau über die Grenze nach Rougemont schicke, um daselbst den Regierung werde dem Deutschen Reiche einen Kolonialvertrag vor- richtiger aus, diejenigen, die unter derartigen Umständen ganz Bedarf an Fleisch zu holen, antwortete er: es sei dort 16 Pf. pro schlagen, nach welchem Deutschland gegen Abtretung eines darauf verzichten, oder diejenigen, die trotz alledem auf dem Sande Pfund billiger. Da mum 4 Pfund Fleisch zollfrei eingeführt werden Safenplages in Hinterindien dem niederländischen König- das Schwimmen erlernen wollen? dilrfen, so ist es leicht erklärlich, daß öfter eine Anzahl beffer reiche seinen kolonialen Befisstand verbürgen würde. Der Vorschlag, der So auch der Hamburger Beschluß. fituirter Damen nach Rougemont pilgern, um dort ihren Fleisch bereits von amtlichen Kreisen in Erwägung gezogen wurde, verdankt Handeln diejenigen etwa richtiger, die von vornherein in bedarf zu decken. Die armen Arbeiter familien aber, die ihr seine Entstehung der Beunruhigung, welche sich neuerdings in den richtiger Würdigung der Berhältnisse gleich im ersten Wahlgang für Fleisch meistens von einem Arbeitstag zum andern auf Kredit holen tolonialen Handelstreifen Hollands bemerkbar macht. Einerseits die Freifinnigen eintreten wollten, oder sollte mit der Beschlußfassung und bis spät abends in den Fabriken arbeiten müssen, fönnen fürchtet man das Entstehen einer von Nordamerika begünstigten die Opposition besänftigt werden, um hernach um so besser das Lager dann unmöglich noch den Weg von 7 Kilometern zurücklegen, um separatistischen Bewegung im holländischen Guayama, und anderer- des liberalen Bürgerthums" stärken zu können? Nehmen wir nun ihr Pfündchen Fleisch zu holen. Dieselben sind deshalb, wie ander- feits erscheint auch die Erhaltung des niederländischen Kolonial- als Drittes noch die Frage des Bündnisses hinzu, dann haben wir wärts so auch hier, die Geprellten. Wer Geld hat, tauft seinen besizes auf den ostasiatischen und australischen Inselgruppen an dasjenige, was von fast allen Parteizeitungen dem Beschluß der Bedarf in Rougemont, und unsere Megger haben das Nachsehen der mehreren Stellen gefährdet. Berliner Genossen vorgezogen wird. Denn am Schlusse läuft doch guten Kundschaft. Entweder müssen dieselben mit Verlust arbeiten Daß in den Kreisen der Kolonialfanatiker der Wunsch nach Er- die ganze Betheiligung darauf hinaus, recht viele Wahlmänner oder das Fleisch theurer verlaufen. Dadurch aber hat der französische werbung von Kohlenstationen im indischen Ozean öfters geäußert durchzubringen, um dann den bürgerlichen Parteien fagen zu Landwirth feinen Vortheil und ebenso die französischen Wegger, da wurde, ist bekannt. Ob aber die Verhandlungen so weit gediehen können: Seht, alle jene stehen Euch zur Verfügung, alle follen ber Export en detail längs der Grenze in vollem Schwunge ist. Die sind, und ob sie sich in dem oben angeführten Sinne bewegen, muß Eure Abgeordneten wählen- wenn Ihr uns auch ein paar Mandate diesseitigen Metzger bezahlen für ein Schwein gegenwärtig 65 bis dahingestellt bleiben. überläßt". 70 Pf. pro Pfund; wie sollen sie nun das Fleisch verkaufen? Num Wir würden uns über ein solches Abkommen nicht freuen, ob- Ist das der Hamburger Beschluß? müssen diefelben noch tagelang die Dörfer durchfahren, was gleich es unsere Voraussagen bestätigt. Für die Flotte braucht man ſtets mit Unkosten verknüpft ist, um ein Schweinchen Sohlenstationen, zum Schuße der Kohlenstationen werden neue von 100 bis 120 Pfund zu finden, während sie drüben in Schiffe gefordert werden. Die ewige Schraube! in La Madeleine, Giromany 2c. einem halben Fontaine, Tage 10 Stück auftreiben tömten, und zwar zum Preise von 40 bis 50 Pf. pro Pfund prima Qualität. Was mun die vielbesprochene Kopenhagen, 2. September. Bei den heutigen WahlSeuche anbetrifft, so können wir behaupten, daß mehr oder männer- Wahlen anläßlich der Neuwahlen der Hälfte des weniger die Wichseuchen beständig in einem oder dem anderen Orte 2 andsthings( Oberhaus) wurden in den Städten 417 Anhänger biesseits der Grenze herrschen, während in Frankreich längs der der zusammenhängenden Linten und Sozialdemokraten und 168 AnGrenze teine Fälle von Krankheiten mehr verzeichnet wurden, die hänger der Rechten gewählt, was eine Verschiebung nach links einen feuchenartigen Charakter tragen. Es ist unmöglich, daß den bedeutet. Landwirthen durch die Aufhebung der Grenzsperre eine ausländische Das Landsthing besteht theils aus Mitgliedern, welche vom Sonkurrenz entstehen kann, da dieselben nicht einmal file fich eine Stönig ernannt werden, theils aus gewählten Mitgliedern. Die letzt Seite Speck zum Aufhängen haben, ebenso wie die Fabrifarbeiter genannten werden in größeren Bezirken gewählt, und zwar so, daß den letzten Winter ihren Kohl ohne Speck essen mußten. Und dies jeder Kreis mehrere Wertreter wählt. Bei der Vornahme dieser Dänemark. Oder aber, wir stellen eigene Kandidaten auf, diese fallen im ersten Wahlgang sämmtlich durch( ich wüßte nicht einen, der das Gegentheil behauptet) und unsere" Wahlmänner treten dann sämmtlich ein. für die Liberalen das Ift nicht ZickBack Kurs, ist das nicht Versteckenspiel? Ift es nicht ehrlicher von den Berliner Genossen, wenn sie dann lieber erklären, weil sie aus eigener Straft unter keinen Umständen Kandidaten durchbringen können, lieber auf die Betheiligung zu verzichten, oder will man es ihnen veribeln, daß sie von dem liberalen Bürgerthum" genau ebensowenig erwarten, und genau ebensoviel gefürchtet haben, wie von den reaktionären Parteien? Und doch verargen es uns die Genossen, daß wir uns nicht für den Freifinn ins Zeug gelegt, angeblich, um unser Versammlungs, Vereins- und Wahlrecht zu schützen; denn wenn Bebel meint, daß wir uns bei einem verschlechterten Reichstags" " weil Gewerkschaftliches. Deutsches Reich. 3 aufmerksam gemacht sei. Anfragen sind zu richten an Ernst Kaiser, Solingen, Schützenstr. 59. Ausland. Wahlrecht auch nicht auf die eigene Kraft verlassen können, so will ich ihm hier nur erwidern, daß er wohl selber nicht glaubt, daß wir uns auf das liberale Bürgerthum" verlaffen können. Das Volk, das sich diesem Bürgerthum bereits Die Aussperrung der Magdeburger Bauhandwerker. Der böhmische Bergarbeiterstreik. Während der große Streit einmal( 1848) anvertraute und später schnöde von ihm verrathen wurde, Wie berichtet wird, haben die Arbeiter nunmehr das Gewerbegericht der englischen Kohlenarbeiter, wie an anderer Stelle berichtet wird, wird sich hüten, zum zweitenmal in die Falle zu gehen. Eins wissen als Einigungsamt angerufen und hat der Stadtrath seine Ver- beendet ist, droht die Bergarbeiterschaft im böhmischen Braunkohlenrebier wir, daß im Volte die Kraft schlummert, die stark genug ist, mittelung zwischen Unternehmern und Arbeitern zugesagt. Vom mit dem Ausstand, falls nicht eine Reihe von Forderungen, die in Bourgeoisie und Junkerherrschaft zu brechen. Sie zu wecken und zu Arbeitgeberverband ist hierauf folgendes Schreiben an den Stadt- Arbeiter- Versammlungen in Teplitz, Dur, Brür und Komotau be sammeln, soll unsere heiligste Aufgabe sein. Und dazu brauchen wir rath gerichtet: schlossen wurden, seitens der Bergwerksbefizer angenommen werde. das Koalitionsrecht", höre ich die Genossen sagen. Ganz recht, Der Arbeitgeberverband des Maurer und Zimmerer- Die Forderungen der Arbeiter sind dem Wesen nach: die Durchführung aber haben die bürgerlichen Parteien die lex Rece Gewerbes zu Magdeburg hat davon Kenntniß genommen, daß einer achtstündigen Schicht mit Einbeziehung der Ein- und Ausfuhr, etwa abgelehnt, weil sie einem jeden Staatsbürger feine eine Deputation der Arbeitnehmer Herrn Stadtrath Reimarus eine 20 prozentige Lohnerhöhung, ein Grundlohn von 2 fl. per Schicht Rechte wahren wollten? Sie haben haben sie abgelehnt um Vermittelung zur Aufhebung der Sperre ersucht hat. für sämmtliche Häuer und eine vollständige wöchentliche Entlohnung. fie vor der Reichstagswahl standen und weil der Entwurf sich Der Verband ist erbötig, hierzu die Hand zu bieten und erklärt Die Forderungen wurden den Bergwerksbefizern überreicht und wird nicht nur gegen die Sozialdemokratie richtete. Hätte der Minister sich bereit, sämmtliche Arbeitspläge unter den von den Arbeit- das Einigungsamt mit den Werkbesizern in Verhandlungen treten. ein Gesetz eingebracht, das sich speziell gegen unsere Partei richtete, nehmern bereits schriftlich anerkannten Bedingungen wieder zu er= Die böhmische Statthalterei hat in den letzten Tagen ein Rundso wäre es auch von sämmtlichen Parteien angenommen worden. öffnen. Ferner ist der Verband gewillt, die über die kontratt- schreiben an die ihr unterstehenden Bezirkshauptmannschaften gerichtet, Daß wir zu einer derartigen Annahme berechtigt sind, be= brüchig gewordenen Arbeiter beschlossene Aussperrung wieder in welchem sie diese Organe über die derzeitige Bergarbeiterbewegung weist das Verhalten der Freisinnigen in Kiel 1892 und zurückzunehmen. informirt und den Ausbruch eines allgemeinen Bergarbeiter- Streits das Verhalten in Berlin. Ich will nur auf das Volksfür Anfang September in Aussicht stellt. Die böhmische Stattschullehrer Gesetz aufmerksam machen, ferner auf die Gas- 1. vorher die über einzelne Geschäfte und Bauten seitens der halterei nimmt an, daß die Bergarbeiter, wo Organisationen beanstalts- Arbeiter, denen man aus technischen Gründen( d. h. aus Arbeitnehmer verhängten Sperren aufgehoben werden; 2. haben stehen, zunächst den gesetzlichen Weg" betreten, nämlich ihre FordeGründen der Sparsamkeit) nicht einmal den achtzehnstündigen Arbeitstag die Partei- und Fachblätter die Bekanntmachung zu bringen, rungen den Unternehmern überreichen und erst nach deren Ablehnung reduziren konnte, während man für patriotische Festlichkeiten hundert- daß der Streik beendet und der Zuzug von Arbeits- in den Streik treten werden. Dort, wo feine Bergarbeitertausende übrig hatte. Und die da glauben, daß wenigstens das Wahl- fräften nach Magdeburg nicht mehr ferngehalten werden darf; Organisationen bestehen, werde der Streit sofort zum Ausbruch recht von ihnen geschützt wird, denen will ich in Erinnerung rufen, 3. unter Beachtung des Vorstehenden hat jeder Arbeitnehmer kommen. Es seien nun von den Bezirkshauptmannschaften die daß der der freisimmige Magistrat von Berlin entgegen der ohne weiteres seine verlassene Arbeitsstelle wieder zu besetzen. strengsten Maßregeln zu ergreifen, damit die Streitbewegung nicht Reichstags- Wahlprüfungskommission alle diejenigen vom Wahlrecht Neu einzustellenden Leuten wird auf Nachfrage durch den Arbeits- auch auf die anderen Reviere übergreife. Um jeden Preis müßten ausgeschlossen hat, die innerhalb eines Jahres vor der Wahl das nachweis kostenlos Beschäftigung nachgewiesen resp. find neu- Vertrauensmänner( Spizel??) unter den Arbeitern ausfindig geKrankenhaus für sich oder ihre Familie in Anspruch genommen und angestellte Arbeitskräfte durch den Arbeitgeber beim Arbeits- macht werden. Schließlich sollen die Grubeninhaber aufmerksam die Rechnung noch nicht voll bezahlt hatten. nachweis- Bureau anzumelden. gemacht werden, sich einen möglichst großen Kohlenvorrath anzuhäufen, damit sie den Streit aushalten fönnen. 0 Da der größte Theil der Arbeiter eine Krankenhaus- Rechnung erst im Lauf von Monaten wenn nicht Jahren Dahingegen müssen: Wir bitten um geft. schriftliche Erklärung hierüber und zeichnen Hochachtungsvoll Der Vorstand des Arbeitgeberverbandes des Maurer- und Bimmerergewerbes zu Magdeburg. be= zahlen kann, so mußten diese auch auf ihr Wahlrecht ver zichten. Wer jedoch nach alledem noch nicht überzeugt ist, der mag sich den gewerkschaftlichen Kampf ansehen, Wie die„ Magdeburger Volksstimme" berichtet, hätten sich den heute die Arbeiterschaft mit dem liberalen Bürgerthum" kämpft. die Ausgesperrten mit diesen Bedingungen sogleich einWieviel Haß, wieviel Unterdrückung wird da angewendet, wieviel verstanden erklärt, wenn sie nicht noch eine äußerst bedenkliche Existenzen werden ruinirt. Wer dann noch den Glauben an die Schattenseite enthielten. Die Ausgesperrten sollten nämlich die „ liberalen" Grundsätze bürgerlicher Parteien hat, der gehe hin und Arbeit unter den bereits schriftlich anerkannten Bedingungen aufverhelfe denselben zur Majorität. Ich habe mit dem Genossen nehmen. Auf diesen Vorschlag glaubten die Ausgesperrten nicht einBebel die Hoffnung, daß der Stuttgarter Parteitag zu dieser Frage gehen zu können; erstens weil durch die gewaltsame Aussperrung das noch Stellung nehmen wird, wenn auch in etwas anderem Sinne schriftlich" abgeschlossene Arbeitsverhältniß gelöst, völlig auf Georg Moride. gehoben ist; zweitens weder die Organisation der Arbeiter, noch die vor dem Herrn Oberbürgermeister zugestandene Kommission( zu sammengesetzt aus Unternehmern und Arbeitern) anerkannt, und drittens es den Ausgesperrten an der Abfassung eines Gegenals er erwartet. leber die Parteiversammlung in Köln am Rhein, deren Ergebniß in der gestrigen Nummer kurz mitgetheilt wurde, bringt die Rheinische Zeitung" einen Bericht, der wegen der Beseitigkeitsvertrages gelegen war. deutung dieser Stadt auch unsere Leser interessiren wird. Wir lassen ihn hiermit folgen: Das Polizeiregiment fühlt sich wieder ganz als Handlanger der Unternehmer. Der große Ausstand der englischen Kohlenarbeiter ist definitiv beendigt. Die Arbeiter haben in einer Plenarversammlung die Bedingungen, welche die Werksbesitzer als Ultimatum stellten, akzeptirt. Die Thätigkeit in den Kohlengruben von Wales dürfte schon wieder aufgenommen worden sein, und die Förderung der Cardiffkohle, welche durch fünf Monate fast ganz stille gestanden ist, wieder den gewohnten Umfang annehmen. Die Arbeiterinnen der mechanischen Weberei von Baumann, Streuli u. Cie. in Rheinfelden( Schweiz) haben die Arbeit niedergelegt, weil ihre Hungerlöhne von 10 bis 15 Cts. pro Stunde nicht mehr zum Leben ausreichten, aber trotzdem noch weiter reduzirt werden sollten. Die Friseure in Genf haben beschlossen, ihre Geschäfte an den Sonntagen mittags 12 Uhr zu schließen. Soziale Rechtspflege. Herr Stadtrath Reimarus theilt gleichfalls diesen Standpunkt und gab dem Maurermeister Schöfel anheim, diesen Streitpunkt zu Dr. Erdmann, der das Referat übernommen hatte, kritisirte beseitigen und die Einsetzung der vor dem Herrn Oberbürgermeister den Hamburger Beschluß.( der, statt Klarheit zu verschaffen und den zugestandenen Kommission bei seinen Kollegen zu beantragen. Genossen eine Richtschnur zu geben, im Verein mit seiner Inter- Maurermeister Gorgas wollte aber hiervon nichts wissen, ihm und pretation gerade das Gegentheil bewirkt habe; jetzt sei die Unklarheit feinen Kollegen fäme es gerade auf Beibehaltung der fraglichen Be- Kündigung eines Arbeiters entgegenzunehmen? Diese Frage Ist die Ehefrau eines Arbeitgebers ermächtigt, die und Zerfahrenheit größer als je. Der Redner zeigt dann, was für uns ftimmung an. Nach nochmaliger eingehender Berathung kam die ist fürzlich vom Gewerbegericht in Colmar bejaht worden. Ein bei entschiedenem Borgehen und vernünftiger Ausnutzung der Sach- Kommission der Ausgesperrten zu dem Entschluß, an den von ihr Fuhrmann hatte bei der Ehefrau des Arbeitgebers gekündigt. Dieser lage zu erreichen gewesen wäre; wir hätten durch unser Eingreifen bezeichneten Bedingungen festzuhalten, da ohne deren Aus- aber, der die Kündigung nicht als giltig ansehen wollte, hatte 11 M. versuchen müssen, überall, wo es anginge, die reaktionären zu gunsten führung an einen Frieden nicht zu denken ist. Dieser der fortgeschrittenen Parteien zurückzudrängen. Für die Partei be- Entschluß wurde dem Borsigenden des Unternehmerverbandes mit- ohn zurückbehalten. Auf die Klage des Fuhrmannes wurde der deute es ferner einen hohen Gewinn, im Parlament des größten getheilt, der aber durchblicken ließ, daß auch die vor dem Herrn Beklagte zur Zahlung verurtheilt, da bei einem kleinen Betriebe die Bundesstaates vertreten zu sein, und für ihn, Redner, liege nichts Oberbürgermeister zugestandene Kommission nicht anerkannt werden Frau als ermächtigt anzusehen sei, derartige Erklärungen entgegenzunehmen. Entwürdigendes darin, wenn man die Freisinnigen für die gewährte würde. Die Ausgesperrten haben hierauf am Freitag Abend in ihrer Altersrenten, die nach wie vor ihrer Arbeit obliegen. Der Unterstügung zum Abtreten einiger Mandate hätte veranlassen können. In Altthann( Oberelsaß) befinden sich einige Inhaber von Aber dem sei ja durch den Hamburger Beschluß ein Riegel vor- Versammlung folgende Resolution angenommen: geschoben. Was die Dinge im hiesigen Kreise betreffe, so liege für" Die Versammlung der Maurer und Bauarbeiter nimmt Kennt- Arbeitgeber bringt nun in aller Gemüthsruhe bei jedem Zahltag uns teine Veranlassung vor, den Nationalliberalismus vom Schlage niß von dem Bericht der gewählten Unterhandlungs- Kommission und den Betrag der Rente in Abzug mit dem Hinweis darauf, der Kölnischen Zeitung" gegen das Zentrum, das bisher die beauftragt dieselbe, da bis jetzt eine Einigung nicht erzielt wurde, habe. Die Arbeiter ließen sich dies bisher gefallen, weil sie im daß er den größten Zahlungsantheil zu den Klebemarken geleistet beiden Mandate inne hatte, zu unterstützen. Redner empfiehlt Herrn Stadtrath Reimarus zu ersuchen, die Unterhandlungen weiter Falle einer Reklamation Herabminderung des Tagelohnes oder sogar für Köln- Stadt Nichtbetheiligung. zu führen. Meist, Rieger, Hengsbach und Gilsbach wandten Zur Sache selbst wird festgestellt, daß die seinerzeit vom Arbeit- ihre Entlassung zu befürchten hatten. Unser reichsländisches Parteisich gegen die Ausführungen des Referenten; sie vermögen in den geberverband einseitig aufgestellten und von den Gesellen und Ar- Organ fordert nunmehr die Staatsanwaltschaft auf, dem gesezbürgerlichen Parteien, auch im Freisinn, feine oppofitionellen beitern unterschriebenen Lohn- und Arbeitsbedingungen durch die widrigen Treiben des Unternehmers ein Ziel zu feyzen und damit Neigungen zu entdecken, halten deshalb eine Unterstügung dieser Aussperrung vollständig aufgehoben sind. Die Versammlung erklärt 3 zeigen, daß die Arbeiter gegen solche Unternehmerpraftifen in Parteien für muglos und verwerfen namentlich jede Art von Kom- fich aber bereit, die Arbeit zu den bisher gezahlten Löhnen von unserem sozialen Kaiserreiche" nicht schuzlos sind. promiß oder Bündniß mit ihnen. Eine Nichtbetheiligung in Köln im allgemeinen 43 Bf. für Maurer und Zimmerer, 33 Pf. für BayDie posensche landwirthschaftliche Berufsgenossenschaft halten die genannten Genossen für selbstverständlich. ofrichter arbeiter, und den sonst bisher üblichen Arbeitsbedingungen auf- verweigerte der Frau des Landwirths Nothe, die auf dem Heimwege stellte sich im großen und ganzen auf den Standpunkt des Referenten; zunehmen und auch die infolge der Aussperrung über Magdeburg vom Effentragen verunglückt war, die von ihr verlangte Unfallrente, auch er bedauert die unglückliche Fassung des Hamburger Be- verhängte Sperre vollständig aufzuheben, wenn der Arbeitgeber weil weder ein landwirthschaftlicher noch ein forstwirthschaftlicher Betriebsunfall schlusses, der ein wirksames Eingreifen unsererseits unmöglich verband fich bereit erklärt, borliege. Frau Rothe hatte ihrem in mache. Man müsse erkennen, was die bürgerlichen Parteien das Forst 1. alle ausgesperrten Maurer, Zimmerer und Bauarbeiter, wie der beschäftigten Manne Mittagessen gebracht und war, als fie fich von einander unterscheide, und nicht den sozialdemokratischen Maßstab auch diejenigen Maurer und Bauarbeiter, die bei Denecke, Meier, schon wieder des außerhalb anlegen; dann ergebe sich zwischen Junker und Freisinn ein Unter- Drumland, Bader vor der Aussperrung die Arbeit niederlegten, sofort Waldes befand, durch einen unglücklichen Fall zu Schaden schied, den wir sehr gut zu unseren gunsten ausmußen fönnten, wie wieder in Arbeit zu stellen; 2. gegen Ende dieses Monats mit einer gekommen. Nachdem Klägerin vergeblich Berufung eingelegt hatte, das ja auch bei den Stichivahlen zum Reichstage geschehe. Kommission, wie dieselbe in dem Protokoll über die gepflogenen erhob sie beim Reichs Versicherungsamt den Refurs. Es wurde schließlich einstimmig folgende Resolution an- Unterhandlungen vor dem Herrn Oberbürgermeister Schneider fest Sie machte geltend, es habe im Interesse des Forstfiskus gelegen, daß sie ihrem Manne das Essen brachte. Es sei dadurch ermöglicht gesezt ist, in Unterhandlung zu treten, um worden, daß er länger draußen arbeiten fonnte. Auch habe sie ihrem Manne etwas Reisig zusammensuchen helfen. Das Rekursgericht erkannte indessen ebenfalls zu ihren ungunsten. Die von ihr hervorgehobenen Umstände seien nicht geeignet, zur Annahme eines Unfalles beim Land- oder Forstwirthschaftsbetriebe zu führen, genommen: Die Parteigenossen in Köln- Stadt lehnen es ab, sich an den preußischen Langtagswahlen zu betheiligen, weil ihnen feine der in betracht kommenden bürgerlichen Parteien der Unterstützung werth erscheint." Ein Zusazantrag, daß die Versammlung die Betheiligung überall da empfehle, wo es möglich sei, einen reaktionären durch einen fortgeschrittenen Kandidaten zu verdrängen, wurde abgelehnt. Die ,, National- Zeitung" gegen die Konservativen. Die National- Btg." schreibt: Alles, was tonservativ ist, bemüht sich, nachzuweisen, daß es höchst verhängnißvoll wäre, wenn die Nationalliberalen nach unserem Rathe bei den Landtagswahlen den Kampf gegen die Konservativen mit einem liberalen Wahlprogramm nachdrücklich aufnehmen würden. Von einem Reporter der Schles. 8tg.", der versichert, dieser Rath werde keinen Anklang finden, bis zu der" Post", in der ein nationaler unfehlbarer Papst in höchster Entrüstung die große Erkommunikation gegen uns verhängt mit der Bersicherung, wir hätten nunmehr fein Recht mehr, das Wort„ national" im Namen zu führen, sind alle Tonarten vertreten. Wir begreifen das sehr wohl: handelt es sich doch um die bisherige, durch nichts gerechtfertigte Machtstellung der Konservativen im Abgeordnetenhause und um die Aussicht auf Erringung einer fonservativen Mehrheit." Das ist ja ganz schön, leider gehört es schon lange nicht mehr zu den Vorzügen der Nat.- 8tg.", daß sie Einfluß in ihrer eigenen Partei hat. Freikonservatives. a) gemeinschaftlich auf grund des von dem Arbeitgeberverband felbft angezogenen Protokolls einen Arbeitstarif auszuarbeiten, und b) die Lohn- und Arbeitsbedingungen für das nächste Jahr, vorbehaltlich der Zustimmung ihrer Mandatgeber, zu vereinbaren." Wie erklärlich, war die Stimmung in der Versammlung eine sehr erregte, die Arbeiter haben aber dennoch vermieden, irgend eine Lekte Nachrichten und Depeschen. Bedingung zu stellen, die über das bisher übliche Arbeitsverhältniß hinausgegangen. Für den Fall, daß aber auch dieses Entgegen- Schwaikheim( Württemberg), 3. September.( W. T. B.) Während tommen eine Ablehnung erfährt, wurde nachstehender Beschluß des heute Vormittag zwischen Schwaitheim und Winnenden abgefaßt: gehaltenen Brigademanövers stürzte bei einer einen Abhang hinunter Im Falle der Arbeitgeberverband weitere Unterhandlungen erfolgenden Reiterattade auf Infanterie ein Dragoner mit seinem ablehnt oder kein Entgegenkommen zeigt und damit kund thut, daß Pferde. Hierdurch kamen noch gegen zwanzig Reiter zu Fall. er nicht den Frieden, sondern den Kampf, die Niederwerfung Mehrere der Gestürzten erlitten Beinbrüche und Quetschungen, andere unferer Organisation beabsichtigt, erklärt die Versammlung den wurden durch Lanzenstiche verletzt. durch nichts gerechtfertigten, rein vom Zaune gebrochenen Kampf aufzunehmen und mit aller Schärfe durchzuführen. Als erste Kampfmaßnahme wird die allgemeine Arbeitsniederlegung bei allen Arbeit gebern des Arbeitgeberverbandes festgesetzt. Dieselbe soll bereits Sonnabend Abend erfolgen, wenn sich im Laufe des Tages herausstellt, daß eine Einigung vollständig ausgeschlossen ist. Für letzteren Fall wird die Lohnkommission beauftragt, morgen vor Feierabend auf allen Bauten Mittheilung zu machen." Will der Unternehmerverband den Frieden, so muß sich auf der Grundlage dieser Beschlüsse eine Verständigung finden. Budapest, 3. September.( B. H.) In der Nähe der Station Neutra ereignete sich ein großes Eisenbahnunglück. Aerzte sind dorthin abgegangen. Es sollen viele Passagiere verletzt sein. Paris, 3. September.( W. T. B.) Zahlreiche von dem Blatte Siècle" gedruckte, Antwort an Cavaignac" überschriebene Maueranschläge, erinnern daran, daß Oberst Picquart am 9. Juli in einem Schreiben die Unechtheit des Schriftstückes vom Jahre 1896 behauptete, welches den Zwischenfall Henry herbeiführte. Der Anschlag enthält zwei Schreiben Dreyfus', eines gerichtet an den Kriegsminister im Jahre 1894 das zweite an den Advokaten Demange im Jahre 1895. In denDie erfte Strafverfügung auf grund des neuen Vereinsgefeges felben betheuert Dreyfus seine Unschuld und erklärt, er habe niemals ist vom Leipziger Polizeiamt gegen den Vorsitzenden einer fürzlich auch nur eine Unvorsichtigkeit begangen. Die Anschläge fordern in Leipzig abgehaltenen Holzarbeiter- Versammlung erlassen worden, schließlich die öffentliche Meinung auf, gegen die Verhaftung und Der vom Bureau der Reichs- und Freikonservativen Partei Diese Versammlung hat das Polizeiamt als eine solche betrachtet, Aufrechterhaltung der Gefängnißstrafe des Oberst Picquart Einspruch herausgegebene Rechenschaftsbericht über die 18. preußische Regis die politischen Zwecken diente, und der Vorsitzende hatte daher, ohne zu erheben. Die Anschläge geben zu zahlreichen Erörterungen Anlaß. Paris, 3. September.( W. T. B.) Ein Extrablatt der Zeitung Yatur- Beriode( 1893-1898) ist in seinen vier Theilen: 1. Kirche und eine Aufforderung des überwachenden Beamten abzuwarten, die Schule, 2. Finanzpolitik, 3. Landwirthschaftliche Gesetzgebung, 4. All- Minderjährigen zu veranlassen, sich zu entfernen. Dies ist unter- Presse" meldet die Demission des Kriegsministers Cavaignac.- Es gemeine soziale und Wirthschaftspolitit erschienen und kann von blieben. Für das Versehen sollen 20 m. als entsprechende Sühne verlautet, der Rücktritt Cavaignac's solle erst bekannt gegeben werden, wenn Freycinet sich zur Uebernahme des Kriegsportefeuilles bereit genanntem Bureau( Zimmerstraße 94) bezogen werden. Der Preis gezahlt werden. jedes einzelnen Theiles beträgt 0,60 m.( ausschließlich Porto). Ju der Möbelfabrik von Röschlaub in Bamberg haben erklärt habe. Athen, 3. September.( 2. T. B.) Als der Abgeordnete Oberst sämmtliche Tischler wegen Lohndifferenzen die Arbeit eingestellt. Da Limbritis in der Nacht sich auf dem Heimwege befand, begegnete Herr Lessing, der Inhaber der Firma, von auswärts Arbeiter an- ihm ein betrunkener Korperal, welcher Miene machte, ihn anzugreifen. werben will, so wird vor Zuzug gewarnt. Der Oberst zog seinen Revolver, tödtete den Korporal und stellte Die streikenden Weber der Firma Fr. Neubert in Mylau sich sodann selbst der Behörde. haben mit 51 gegen 1 Stimme beschlossen, den Streit fortzusetzen. Kairo, 3. September.( Telegramm des„ Reuter'schen Bureau's".) Die Firma wollte bekanntlich gegen den Willen der Arbeiter eine General Kitchener rückte am Donnerstag Nachmittag bis auf 12 Meilen Fabrit- Krankenkasse errichten, so daß die Arbeiter gezwungen werden von Kerreri vor und jagte die feindlichen Vorposten vor sich her. sollten, aus der Orts- Krankenkasse auszutreten. Arbeitswillige haben Sodann machte der General Halt, um das Ergebniß des Angriffs der Kanonenboote abzuwarten, die nilaufwärts gegangen waren. Die Solinger Messerschleifer wenden sich in einem Aufruf an Die Streitmacht des Khalifa, auf 35 000 Mann geschätzt, war die Arbeiterschaft Deutschlands zur Unterſtügung ihres Kampfes mit der außerhalb Omdurman versammelt. Die Kanonenboote berichteten Firma Hammesfahr. Bereits seit dem 8. Auguft sind hier 100 Schleifer nach ihrer Rückkehr, daß sie die Forts auf der Insel Tuti und die ausständig und spitzt sich der Streit, der anfänglich um bessere Befestigungen auf dem rechten Flußufer zerstört und vier Kanonen Arbeitsbedingungen aufgenommen wurde, immer mehr zu einem dabei erbeutet hätten. Bei dem Bombardement seien auch der Dom Kampf um die Organisation zu. Die Fabrikate tragen den Stempel des Mahdi- Grabes und die große Moschee von Omdurman theil,, Gottlieb Hammesfahr, Foche- Solingen", worauf hiermit besonders weise zerstört worden. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Die„ Post" warnt ihre Partei vor den Gefahren, die ihr aus der Betheiligung der Sozialdemokratie bei der Landtagswahl erwachsen könnten und fordert zur eifrigen Organisationsthätigkeit auf. Sie schreibt u. a. „ Bereitet man sich nicht im voraus sorgfältig organisatorisch auf eine solche Betheiligung der Sozialdemokraten vor, so kann man nur zu leicht sehr unangenehme Ueberraschungen erleben, und zwar deshalb, weil die Betheiligung an den Urwahlen, sich bisher nur ca. 3 gefunden. namentlich in der dritten Klasse, durchschnittlich eine überaus geringe zu fein pflegt und es daher den Sozialdemokraten bei ihrer nur zu leicht gelingen fönnte, auch in solchen Urwahlbezirken obzusiegen, in denen sie an sich nur über eine verhältnißmäßig fleine Anzahl von Stimmen verfügen." Verantwortlicher Redakteur: N. Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Nr. 207. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 4. September 1898. Aemter. " 1 Spanien und Amerika. nicht. Partei- Nachrichten. A " = - " 1 noch viele Jahre lang ungeheure, den erlangten Vor- Achtung, 4. Wahlkreis, Often! Den Mitgliedern des Wahltheilen nicht entsprechende Kosten verursachen werde, ohne vereins zur Nachricht, daß unsere Versammlung am Dienstag bei die Bevölkerung, thatsächlich auf unsere Seite zu bringen. Man Keller, Stoppenstr. 29, stattfindet. Genosse Dr. We hI wird den uns Dem Imparcial" zufolge beschloß der spanische Ministerrath werde die Befreier nur als Eroberer betrachten und sie danach be- zugesagten Vortrag über die Stellung des Naturheilverfahrens gegengefter, zu Mitgliedern der spanischen Kommission handeln. Schurz sprach die Hoffnung aus, der Kongreß werde über der medizinischen Behandlung halten. Die Mitglieder werden bei der Pariser Friedenskonferenz Montero Rios, den sich auf seine wirkliche Pflicht befinnen und zur Politik Washingtons ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Gäste haben Zutritt; neue General Cerero und Villa- Urrutia zu ernennen. zurückkehren, der Amerita seine bisherige erstaunliche Entwickelung Mitglieder werden vor der Versammlung aufgenommen. Der gestrige Ministerrath beschäftigte sich ferner mit der Vor- und Größe verdanke. Der Vorstand. Tage, betreffend die ökonomische Frage auf Suba; es An einen Erfolg dieser Vorschläge glaubt wohl Schurz selbst Freie Volksbühne. Die ersten drei Abtheilungen wurde noch keinerlei Beschluß gefaßt. Ferner wurde eine Vorlage sind bis auf den letzten Platz gefüllt und können für die 4. und verlesen, welche bezweckt, von der Kammer die Ermächtigung zu 5. Abtheilung nur noch wenige neue Mitglieder aufgenommen Friedensverhandlungen zu fordern. Auch hierbei wurde keine Entscheidung getroffen, weil die Kammer Präsidenten, welche zu werden. Es liegt daher im Interesse etwaiger Bewerber, sich um gehend in einer Zahlstelle anzumelden. Die Vorstellungen im Rathe gezogen werden müssen, nicht in Madrid zugegen sind. Die Starlisten werden in der Kammer gegen die Maßnahmen der Re- Voltsstimme" der Parteigenosse Konrad Hänisch aus Leipzig Bum Stuttgarter Parteitage schlägt in der Mannheimer Ressing Theater finden für die Aufführungen des Dramas Galeotto" statt an folgenden Sonntagen, nachmittags gierung Einspruch erheben und darauf das Parlament verlassen. bor: statt des von der Sächsischen Arbeiter Zeitung" 23/4 Uhr: 4., 11., 18., 25. September und 2. Oktober. Die Jnt. Korr." meldet zur Philippinenfrage aus Madrid: gewünschten Themas folgenden Punkt auf die Tagesordnung zu Die Eröffnungsvorstellung der ersten Abtheilung ist heute Nachmittag Von halbamtlicher Seite wird behauptet, es habe während der feßen:" Unsere Stellung zum Militarismus und zur 23/4 Uhr. Heft I( Jahrgang 3) der Monatsschrift Freie Voltsbühne" letzten Wochen hinsichtlich der Philippinenfrage ein Meinungs- Kolonialpolitit". ist vor der Vorstellung von den Ordnern und vom Kassirer à 10 Pf. austausch zwischen den Regierungen Frankreichs, Deutschlands und Rußlands stattgefunden. Derselbe habe das Ergebniß gehabt, daß Das Reichstags- Wahlkomitee für den Kreis Lübeck ver- zu haben. Dasselbe enthält: Eine kritische Besprechung des diese drei Mächte gemeinschaftlich de spanischen Regierung ihre öffentlicht seine Abrechnung. Danach sind bis zum 23. Auguft ein" Galeotto". Einen Auszug aus Ludwig Börne's Tagebuch. Das diplomatische Unterstützung zu theil werden lassen würden, falls bie gegangen 10 886,25 M. Die Ausgabe feßt sich aus folgenden Protokoll der letzten Generalversammlung. Vereinsnotizen und den Vereinigten Staaten auf den Philippinen mehr als einen Hafen 1045,85 m., 2. Schweriner 529,96 M., 5. Schweriner 318,79 m., 8. Oktober in der Brauerei Friedrichshain" begangen. Das ProDas Herbstfest des Vereins wird am Bosten zusammen: Lübecker Kreis 4212,92 m., 1. Schweriner Kreis Theaterzettel. bezw. Flottenstützpunkt verlangen sollten. Auch die Besizergreifung Streliger 360,80 M., 9. Schlesw.- Holst. 288,80 m., 1. Oldenburger gramm besteht aus einem Symphonie- Konzert, ausgeführt von einer der ganzen Insel Luzon würde das zulässige Maß der nordamerikanischen Landerwerbung überschreiten. 8,00 M.; ferner wurden zu nicht direkt die Wahl betreffenden Künstlerkapelle, Quartett- Gesang des Berliner Männer- Quartetts Vielleicht handelt es sich hier mehr um einen frommen Wunsch Zwecken ausgegeben 2186,40 m., also insgesammt 8951,02 M.; dem Harmonie", unter Leitung des Musikdirektors Blaufus und darauf folgendem Ball. Entree 50 Pf. intl. Tanz, nur für Mitglieder. der Spanier, als um eine Absicht der Großmächte. Die Amerikaner, nach blieb am 23. August ein Kassenbestand von 1885,23 M. die alle Trümpfe bei den Friedensverhandlungen in Händen haben, 15. April, die vor dieser Zeit verausgabten Gelder, die fast ausDie Ausgaben resultiren sämmtlich aus der Zeit nach dem Der Vorstand. G. Winkler. werden durch die Einmischung nicht betheiligter Mächte für die 15. April, die vor dieser Zeit verausgabten Gelder, die fast ausSpanier nicht günstiger gestimmt werden. Und da die Großmächte nahmslos auch zu Wahlzwecken verwandt wurden, sind schon in der Ueber Prüfungen der Sehschärfe von Schulkindern benicht einig sind, würde ein Eingreifen derselben in die Verhand- vorigen Abrechnung des Vertrauensmannes aufgeführt worden. hungen kaum die von den Spaniern gewünschte Wirkung haben. Das Wahlkomitee hat bis 16. Juni für insgesammt 88 Ver- richtet die Päd. 8tg." In größerem Umfange wurden solche PrüIn Spanien selbst werden übrigens Stimmen laut, die den völligen fammlungen besorgt. Die Bahl der allein in Lübeck vertheilten fungen zuerst von dem Breslauer Augenarzt Profeffor H. Cohn Berzicht auf die für Spanien sehr theueren und wenig werthvollen Flugblätter und Broschüren beträgt 173 500. Außerdem wurden vorgenommen. Er untersuchte schon in den Jahren 1865 und 1866 Kolonien empfehlen. noch eine Anzahl polnischer Schriften vertheilt, die am Elbe- Trave- die Augen von 10 060 Schülern und Schülerinnen der Elementar-, Ueber die deutschen Kriegsschiffe in den Gewäffern Kanal Abnehmer fanden, ferner mehrere Taufende von Flugblättern Mittel- und höheren Schulen Breslau's und der benachbarten der Philippinen wird offiziös geschrieben:„ Nachdem der Friedens- in den zur Bearbeitung überwiesenen Nachbarkreisen, endlich viele Orte und fand, daß in den Dorfschulen durchschnittlich 1,4 pct., in zustand zwischen den Vereinigten Staaten von Amerifa und Taufende von Laufzetteln( Versammlungseinladungen betr.), Wahl- den städtischen Elementarschulen 6,7 pet. und so weiter steigend bis in den Gymnasien 26,2 pet. Kurzsichtige( Myopen) vors Spanien wieder hergestellt ist, erscheint ein ferneres Verbleiben des aufforderungen und zehntausende von Stimmzetteln. deutschen Kreuzergeschwaders in den Gewässern der Philippinen nicht handen waren. Aus dem Ergebniß leitete Cohn folgende Säße Aus der Schweiz. Der Parteigenosse 8 graggen in Bern ab: 1. Die Dorfschule hat sehr wenig Mhopen; in den städtischen mehr erforderlich. Es ist daher die Verminderung der z. B. vor hat seine Demission als Oberstaatsanwalt gegeben, um sich Schulen steigt konstant die Zahl der Myopen von der untersten bis Manila liegenden deutschen Seemacht bis auf ein oder zwei Schiffe als Rechtsanwalt niederzulassen. zur höchsten Schule. 2. Die Zahl der Myopen steigt von Klasse zu angeordnet worden, welche genügen werden, um bis zu völliger Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Klasse in allen Schulen. 3. Der Grad der Myopie steigt von Selasse Wiederherstellung der Ordnung auf jenen Inseln den Schutz der- Auch im Ratiborer Wahlkreise ist es zu Sozialisten zu Selasse. Die Untersuchungen waren damals in den Schulzimmern dortigen Reichsangehörigen und ihrer Interessen, sofern es noth- prozessen gekommen, die in angeblichen Vergehen der in der Wahl vorgenommen worden. Die neuesten Erfahrungen haben aber C. wendig wird, wahrzunehmen." agitation betheiligten Parteigenossen ihren Grund haben. Genosse überzeugt, daß dadurch der thatsächliche Zustand der Augen nicht Von Kuba wird heute gemeldet: Der Insurgentenchef Ottlid war mit 5 anderen Parteigenossen des groben Unfugs und korrekt wiedergegeben wird. Das ist nur möglich bei UnterMaximo Gomez meldet, daß die übrigen Insurgentenführer fich dem der Störung der Sonntagsruhe, begangen durch eine Flugblatt- suchungen unter freiem Himmel." Weine neueren Prüfungen in General Lawton unterworfen haben. Der amerikanische General verbreitung, angeklagt; alle wurden freigesprochen. Jekt Schreiberhau, Helgoland und Egypten," sagt C., haben ergeben, verwendet nur eingeborene Kubaner für öffentliche haben drei Genossen, die sich an einer Flugblattverbreitung betheiligt daß die Sehschärfe unter freiem Himmel sehr viel größer haben, Strafmandate in der Höhe von 20 M. von einem Amts- ist, als in den hellsten Schulzimmern. Mit einer kleinen Tafel, die Die Anlagen gegen die nordamerikanische vorsteher erhalten; die Genossen sollen die Sonntagsruhe gestört in der Mitte die Figur E hat, läßt sich durch den Lehrer selbst die Kriegsverwaltung. Aus New- York wird berichtet: Der haben. Sie werden gerichtliche Entscheidung beantragen, Ueberall Schleistung eines Schülers in der Minute prüfen. T. giebt dazu Gegensatz zwischen dem General Miles und dem Kriegssekretär Alger in Oberschlesien macht man den Versuch, unsere Agitation durch eine folgende Anweisung: Jeder Schüler tritt in 20 Meter Entfernung hat seinen Höhepunkt erreicht. Miles erklärte offen, es sei ein Glück neue Anwendung des berühmten" Groben Unfugs- Paragraphen und von dem Täfelchen unter freiem Himmel an möglichst sonnenhellem für die nordamerikanischen Truppen gewesen, daß die Spanier auf der Sonntagsruhe- Bestimmungen einfach unmöglich zu machen. Tage zwischen 9 und 5 Uhr auf dem Turnplage, Spielplage oder die Fortsetzung des Kampfes verzichtet hätten, da sonst die Folgen - Das Landgericht in Jnsterburg sprach die Parteigenossen Schulhofe an und kommt solange näher, bis er dreimal sicher anunabsehbar geworden wären. Während die Zahl der Todten und See ßler, klip und Rothkamp von der Anklage frei, giebt, in welcher Richtung der ihm gezeigte Haken offen ist. Die Verwundeten aus allen Kämpfen noch nicht 1200 erreicht habe, sei sich durch die Verbreitung eines sozialdemokratischen Landarbeiter- Tafel darf weder direkt von der Sonne beschienen, noch im Schatten Both nicht 1200 erreicht haben die Zahl der Erkrankungen bereits auf 10 000 gestiegen, wovon Flugblatts, das strafbare Stellen enthalten sollte, ebenfalls strafbar von Bäumen angebracht werden; die Augen der Geprüften dürfen 80 pet. allein durch die gewissenlose Haltung des Kriegsamtes ver gemacht zu haben. nicht von der Sonne geblendet werden. Das normale Auge lieft die schuldet seien. Die Verpflegung und Ausrüstung der nord-In Freienwalde im pommerschen Wahlkreise Pyrit- Figur in ihren verschiedenen Lagen bis 6 Meter, das anormale amerikanischen Truppen sei eine weit schlechtere gewesen, als Saagig, wo für den verstorbenen Abgeordneten v. Plöz eine weniger weit, das übernormale weiter als 6 Meter." C. hat sich bei den spanischen Truppen, obgleich man sich in Washington Neuwahl vorzunehmen ist, wurde am Mittwoch eine von den Frei- mit Genehmigung der Breslauer Schuldeputation an die Lehrerschaft feit Jahren über die Mißwirthschaft der spanischen Heeres- finnigen einberufene Wählerversammlung abgehalten, in der, wie gewendet, die der Sache großes Interesse entgegenbringt. Die verwaltung auf Kuba entrüstet habe. Beitungen der Stettiner" Boltsbote" mittheilt, auch der sozialdemokratische Prüfungen finden gegenwärtig statt. Die„ Päd. 8tg." theilt aus veröffentlichen hierzu noch Einzelheiten, welche die Er Kandidat des Kreises, Genosse Appel aus Stettin, das Wort be- einer einzelnen sechstlasfigen Knabenschule folgendes Resultat mit: bitterung gegen Alger und dessen Verwaltung aufs höchste fam. Als er den unter Führung des Herrn v. Wedell- Kannenberg steigern. So haben 14 Offiziere eines Freiwilligen Regimentes erschienenen Konservativen bas Sündenregister des Junkereine Erklärung veröffentlicht, in welcher sie behaupten, daß ihre thums borgehalten und ihnen das ein wenig abgeursprünglich 700 Mann starke Abtheilung, welche acht Tage lang in änderte Schiller'sche Wort zugerufen hatte: Das Alte übernormal 55 dem Ort Ocujal in der Guantanamo- Bucht lagern mußte, während stürzt, es ändert sich die Zeit und neues Leben blüht dieser Zeit nicht die geringsten Lebensmittel erhielt, obgleich zahl aus Ihren Ruinen!", da erhob sich unter den konservativen räumen, Markusstr. 49, eine Ausstellung von Schülerarbeiten vera Die städtische höhere Webschule hat in ihren Unterrichts reiche Transportschiffe zur Verfügung standen. Die Mannschaften, Ordnungsstüßen ein solch höllischer Lärm, daß der überwachende anstaltet, die heute, Sonntag, von 10-2 Uhr dem Publikum un die noch Geld besaßen, zahlten für das Kilogramm Brot ein bis Beamte die Auflösung der Versammlung aussprach. anderthalb Dollar; die Mehrzahl der Leute dagegen war dem Hunger preisgegeben, sodaß thatsächlich 53 Mann an Entkräftung gegen den früheren verantwortlichen Redakteur des Bolts- veranschaulicht die Leistungen der Schule, welche in den verschieden -Eingestellt wegen Verjährung wurde ein Strafverfahren, das entgeltlich zugänglich ist. Die Ausstellung ist sehr reichhaltig. Sie starben und 107 Mann schwer erkrankten. Erst nach acht Tagen wurde blatts für Hessen und Walded, Genossen Schott in ten zweigen der Weberei, Wirkerei, Stickerei und Posamentirerei so die Truppe aus dieser Lage befreit, woraufhin alle noch einiger- Staffel, wegen angeblicher Beleidigung des Bürgemeisters Log in der Lehrling, der heutigen Tags die Weberei bei einem Meister oder wohl theoretischen, wie praktischen Unterricht ertheilt. Während maßen marschfähigen Mannschaften nach Santiago befördert wurden Melsungen anhängig gemacht war. und sofort an der dortigen Schlacht theilnehmen mußten. In Saratoga hat eine Versammlung von amerikanischen with. Schmidt als Redakteur der„ Bollsstimme" wegen Be- theilung, welche gerade in diesem Fach herrscht, nur eine sehr einVom Landgericht in Frankfurt a. M. wurde Abgeordneter in einer Fabrit erlernt, infolge der weitgehenden Arbeits Politikern und großen Geschäftsleuten zur Beleidigung des Obersten a. D. Sieg in Wiesbaden zu 50 W. Geld- seitige Ausbildung erfahren würde, ift dem Schüler der Webschule Geld- Gelegenheit geboten falls feine Beit und Mittel ihm bies ge die Gröffnungsrede gehalten. Er betonte mit großer Entschiedenheit Reichstagswahl konservativer Gegenkandidat unseres Genossen Hoch lernen. Während die ausgestellten Arbeiten, soweit sie die rein Der genannte Oberst war bei der letzten Gelegenheit geboten statten alle Zweige der Weberei, Wirlerei 2c. gründlich kennen zu Präsident Mac Kinley's Versprechen, daß der Krieg kein Eroberungs- im Streise Hanau. Er hat dort in Versammlungen, zu denen frieg sein solle, sondern nur die Vertreibung der spanischen Herrschaft unsere Parteigenossen nicht zugelassen wurden, die Sozialdemokratie technischen Fertigkeiten der Schüler veranschaulichen, aus Kuba zum Zweck habe. Die Ehre der Nation verlange, daß an in der unter den Konservativen üblichen Weise bekämpft. In einem Fachmann intereffiren, dürfte die Abtheilung diesem Wort festgehalten werde, auch bezüglich Portorico's und der Artikel der Volksstimme" war dann sein Auftreten scharf gerügt Zeichnungen und Entwürfe auch für weitere Kreise Philippinen, denn es sei vergeblich, dem Auslande begreiflich machen zu worden. Hoch bekannte sich dem Obersten gegenüber als er von großem Intereffe sein. Wir sehen hier, wie die Schüler diefer Ver- Stunsthandwerker, namentlich Maler, Deforateure fu. f. m. wollen, daß deren Befignahme feinen Bruch des feierlich gegebenen faffer des Artifels und dieser stellte auch gegen ihn Straf- Abtheilung, anfangend mit Ornament- und Blumenzeichnen nach Strafvon Versprechens des Präsidenten und des Kongresses einschließe. Man antrag, die Staatsanwaltschaft erhob aber nur gegen den Redakteur Gips und nach der Natur, angehalten werden, die so gewonnenen solle doch nur bedenken, welch unsterblichen Ruhm und welch un Anklage, ermeßliches Ansehen bei allen Völkern die amerikanische Republik sich erwerben würde, wenn sie der Versuchung, ihre ungeheure Macht zu mißbrauchen, ausweiche und den Inseln die Freiheit bringe, nachdem man der spanischen Mißwirthschaft daselbst ein Ende gemacht. Ein solches Beispiel werde die Macht der Vereinigten Staaten tag Abend unter Vorsitz des Stadtraths Wielenz, befchloffen, der ab von den Leiſtungen der Schule und den Fähigkeiten der Schüler Die städtische Straßenreinigungs- Deputation hat am Frei- machen. Eine ganze Reihe anerkennenswerther Arbeiten legt Zeugniß in der Welt unwiderstehlicher machen, als wenn sie ihre Flotte Augemeinen Berliner Müllabfuhr- Gesellschaft auf ihr fationsarbeiten wird auch der Laie mit Freude betrachten. Am heutigen auf diesem Gebiete. Die farbenprächtigen Gebilde der Stickerei- und Appliun das Zehnfache verstärken und die Armee auf den Präsenz Gesuch betreffend Abschluß eines Vertrages mit der Stadtgemeinde Sonntage, dem letzten Tage der Ausstellung, werden auch die stand der Armee Deutschlands oder Frankreichs bringen würden. wegen Uebernahme der Müll Einlade= und Abladepläze Eine solche Politit der Selbstbeherrschung werde sich aber auch als und so weiter zu antworten, daß die Deputation auch in heiten der Ausstellung von den anwesenden Lehrern den Besuchern Waschinen in den Arbeitsräumen in Betrieb sein. Da die Einzeldie zur Erhaltung der demokratischen Republik absolut nothwendige Zukunft die Verfrachtung des Mülls wie bisher, herausstellen. Schurz beleuchtete dann die gefährlichen Mißstände, ihre Organe beziehungsweise Unternehmer auszuführen willens sei. Interessenten empfohlen. bereitwilligst erläutert werden, so sei die Besichtigung allen die bei Einführung der neuerworbenen Länder in den Staatenbund unter diesen Umständen nehme die Deputation von einer Fortsetzung entstehen könnten. Sechs neue Senatoren würden, wie die Ver- der Verhandlungen der Gesellschaft Abstand. Die Deputation sei hältnisse jezt im Senate liegen, die gesammte Politik der Vereinigten aber gern bereit, die diesseitigen Pläge der Gesellschaft wie jedem Staaten zum Stillstand bringen können. Einmal auf der schiefen anderen Müllfuhrunternehmer gegen Entrichtung der tarifmäßigen Ebene der Weltmachtspolitik angelangt, werde es un Abladegebühr auch für die Zukunft zur Verfügung zu stellen. möglich sein, ihr Halt zu gebieten. Der Einverleibung Kuba's werde, mit Rücksicht auf das faule Projekt des Nikaraguatanals, die Eroberung der Isthmusstaaten und vielleicht auch die Merito's folgen. Das sei fast unausbleiblich. Die Befürworter der Ausbreitungspolitik behaupteten, die erworbenen Parteigenoffen und Genoffinnen Berlins! Wir theilen neuen Ländergebiete würden durch amerikanische Waffeneinwanderung hierdurch mit, daß am Dienstag, den 18. September, abends, bald amerikanisirt werden. Diese Erwartung sei ganz unberechtigt, Partei- Versammlungen anberaumt werden, in welchen die weil die Erfahrung von Jahrhunderten lehre, daß die Germanen Berichterstattung der Delegirten zur Brandenburger Konferenz erwegen des ihnen nicht zusagenden Klimas die Tropen folgt. Ferner steht auf der Tagesordnung dieser Versammlungen: meiden oder sie bald wenn fie einen Stellung zum Stuttgarter Parteitag und Wahl der Delegirten zu wieder verlassen, Versuch machten, sich dort niederzulassen. Eine Einwanderung demselben. Ferner: Wahl der Mitglieder der Agitationsfommission von Carpet Baggers"( Abenteurern und Glüdsrittern) würde für die Provinz Brandenburg. die Vereinigten Staaten in den eroberten Ländern noch verhaßter Die Parteigenoffen und Genoffinnen werden hiermit ersucht, machen, als es Spanien gewesen sei. Herr Schurz empfiehlt, die zu diesem Tage teine anderweiten Versammlungen einzuberufen. eroberten Inseln sich selbst zu überlassen, nachdem eine Die Vertrauenspersonen. dauerhafte Regierung eingesetzt sei und den Amerikanern solche Die Parteigenoffen des zweiten Wahlkreises werden auf Handelsvortheile bewilligt wurden, wie sie sie als Befreier die am Mittwoch, abends 81/2 Uhr, in Zühlke's Lokal, Dennewig vom spanischen Joche und mit Rücksicht auf die gebrachten Opfer straße 13 stattfindende öffentliche Versammlung des Wahlvereins wohl beanspruchen könnten. Eine solche Politik werde sich auch, aufmerksam gemacht, in der Genosse Dr. Alfr. Bernstein über bom finanziellen und ökonomischen Standpunkte aus be=„ Die Agrarier, die Börse und die Reichsbank" referiren wird. Bahl trachtet, als die richtige herausstellen, während Einverleibung reichem Besuch sieht entgegen Der Vorstand. " = Kommunales. Tokales. burch V Klasse VI IV III II I normal 4 4 2 1 1 1 anormal 2 1 1 2 11 7 50 54 45 35 34 mur für der Motive zu stilisiren, sie dann zu Kompositionen und selbstständigen Entwürfen zu verarbeiten, in Farbe zu setzen und für die besondere Technik Technik des Faches mutbar zu Baugesellschaft ,, Freireligiöse Wohlfahrt", Gesellschaft mit beschränkter Haftung, heißt das auf Veranlassung der Freis religiösen Gemeinde zu Berlin ins Leben getretene Unternehmen, welches am 29. Auguft er. in das Gesellschaftsregister eingetragen ist. Die Gesellschaft hat sich als erste Aufgabe die Erbauung der Freiheitshallen", und zwar im Zentrum Berlins gestellt. Der Bau soll bereits in fürzester Zeit beginnen d. h. sobald die nöthigen Kündigungen auf dem erworbenen Grundstück in traft getreten sind. Die zu erbauenden geräumigen Säle werden außer an den Tagen, welche sich die Freireligiöse Gemeinde vorbehält, jeder mann ohne Unterschied zur Verfügung stehen; es soll durch die Erbauung der Freiheitshallen" einem längst sich unangenehm fühlbar gemachten Bedürfniß der Freireligiösen Gemeinde nach einem eigenen Seim abgeholfen werden. " Die Gründung einer Gesellschaft wie die Freireligiöfe Wohlfahrt war nothwendig, weil die hiesige Freis religiöse Gemeinde" nicht, wie neulich die Zeitungen meldeten, Korporationsrechte hat, also auch teine Legate annehmen kann, wozu aber mun die obige Gesellschaft berechtigt und auch jedenfalls gern bereit ist. In dem Gesellschaftsvertrage ist auch die event. Anlegung eines Begräbnißplazes vor gesehen, jedoch ist davon für jetzt Abstand genommen, da der Friedhof der Freireligiösen Gemeinde" auf welchem nur noch Leichen von Mitgliedern zur Beerdigung zua gelassen werden, noch auf Jahrzehnte ausreicht und hoffen die Untera " Nummer. = nehmer, daß dann auch in Preußen die Erbauung eines eichen ist seit vielen Jahren bei uns bedienstet und haben dieselben außer Fenerbericht. Die feit Jahren übliche Sedan Illumination Verbrennungso fens möglich sein wird, was deshalb ebenfalls ihrem Gehalt durch Trinkgelder und Handarbeiten einen ansehnlichen durch Anbrennen von Litfaßsäulen fehlte auch diesmal nicht. Aus Laut Gesellschaftsvertrag Gegenstand des Unternehmens ist. Nebenverdienst. 6. Was schließlich den zu engen Raum der Hallen Anlaß von Litfaßsäulen- Bränden erfolgten Freitag Abend gegen Bir können dem Unternehmen nur Glück wünschen und hoffen, betrifft, so ist derselbe uns zu unserem Bedauern von den zu- 20 Alarmirungen. Mit Ausnahme eines einzigen Falles, in dem daß jeder Freund des Freidenkerthums demselben umso mehr jede ständigen Behörden, welche die Hallen stets noch kleiner haben ein 15 jähriger Bursche beim Anzünden eines Bretterzaunes in der mögliche Unterstützung zu theil werden lassen wird, als laut möchten, so knapp zugewiesen. Triftstraße erwischt wurde, entkamen die Brandstifter. In Gesellschaftsvertrag aller Nugen, welcher aus dem Unternehmen sich mußten Linienstraße 148 ergiebt, der Freireligiösen Gemeinde in Berlin zufällt. Eine große Verkehrsstörung fand Freitag Abend wieder bei der Nacht zum Sonnabend der„ Elektrischen" statt. Fünf Minuten nach 7 Uhr blieben die sämmt- und Köpeniderstraße 139 Kellerbrände abgelöscht werden, Rabatt Sparverein Norden. Von der Revisionskommission lichen Straßenbahnwagen der Linien Gesundbrunnen- Kreuzberg via die größere Ausdehnung nicht erlangten. Zwei Dachstuhldes Vereins werden wir um Aufnahme folgender Mittheilung er soweit sich die Waggons in der Brunnenstraße, Rosenthaler- und In beiden Fällen traten je zwei Rohre in Thätigkeit und wurden Moltenmarkt und via Alexanderplatz und Demminerstraße- Kreuzberg, brände wütheten Forster str. 9 und Unter den Linden 24. sucht: Der Rabatt- Sparverein„ Norden" hält heute Sonntag, Nachmittag 2 Uhr, im Rösliner Hof eine außerordentliche Münzstraße befanden, plötzlich stehen. Da die beiden letztgenannten größere Theile der Dachkonstruktion eingeäschert, auch die Häuser Generalversammlung ab, in welcher die Vorstandswahl vorgenommen Linien nur für Oberleitung eingerichtet sind, so wurde auch der erheblich beschädigt. Sonnabend Nachmittag war Leipzigerwird. Nur bei ordnungsmäßiger Erledigung der Tages- Pferdebahnverkehr in den genannten Straßenzügen unterbrochen, straße 84 ein Ballon mit Salzsäure ausgelaufen, doch konnte die ordnung ist es möglich, den Mitgliedern, welche lediglich bis es nach nahezu einstündigem Bemühen gelungen war, die Feuergefahr von der Wehr durch Aufwerfen von Sand beseitigt aus Arbeitern bestehen, gerecht zu werden und ihnen auf der Strecke liegenden Waggons in der Demminer- resp. werden. ihre Spargelder auszuhändigen. Hoffentlich wird dann eine Weinmeisterstraße zusammenzuschieben. Die Störung war durch Aus den Nachbarorten. Beruhigung der Mitglieder eintreten, sodaß die Geschäfte ihren Kurzschluß an der Oberleitung in der Brunnenstraße und Ausregelrechten Fortgang nehmen können. Um eine Ueberfüllung des brennen der Versicherung in dem Sektionseinschalter an der Ecke der Schöneberg. Am Montag, abends 8 Uhr, findet bel Obst, Lokals zu vermeiden, ist vorgesehen worden, daß nur eine Person Weinmeister- und Neuen Schönhauserstraße herbeigeführt. Nachdem Grunewaldstraße 110, eine Versammlung des Arbeiterauf das Mitgliedsbuch Eingang erhält; auch wird darauf aufmerksam die nach längerem Suchen entdeckten Fehler ausgebeffert waren, konnte Bildungsvereins statt. Tagesordnung: 1. Rückblick auf die gemacht, daß die Frauen ihre Männer in die Versammlung entsenden der Betrieb kurz vor 9 Uhr wieder aufgenommen werden. legten Tagesereignisse. Referent: Genosse Meiling. 2. Weiterer können. Im übrigen verweisen wir auf das Inserat in heutiger Vormittag sprang am Potsdamer Platz einer der großen Affumulatoren Neue Mitglieder werden aufgenommen. Auch gestern fanden wieder zwei Verkehrsstörungen statt. Am Ausbau des Vereins. Parteigenossen sind als Gäste willkommen. Die Große Berliner Straßenbahn beabsichtigt, gelegentlich könnte nur mit Schwierigkeiten wieder in die Schienen hineingeführt Dienstag, abends 8 Uhr, im„ Schützenhaus Schmargendorf" wagen der Linie Alexanderplatz- Schöneberg aus dem Geleise und Schmargendorf. Die Parteigenossen werden auf die am der definitiven Regulirung der Belle- Alliancestraße zwischen der werden. Gegen Mittag riß in der Münzstraße ein Spanndraht der stattfinde Bersammlung des Arbeiter- Bildungsvereins aufmerksam Fidicinstraße und der Weichbildgrenze( Steuerhaus) die eingeleifige oberirdischen Leitung, wodurch eine Verkehrsstörung herbeigeführt gemacht und um zahlreiches Erscheinen gebeten. Bahnanlage daselbst in eine zweigeleisige umzuwandeln. Unter wurde. Der Fehler wurde jedoch in kurzer Zeit ausgebessert, sodaß Der Vorstand. Ueberreichung des Projektes hat die Gesellschaft die Genehmigung eine größere Betriebsstörung nicht stattfand. Eine Deputation der Rummelsburger Gänse- Engrosder städtischen Verkehrsdeputation und des königl. Polizeipräsidiums händler, bestehend aus fünf Mitgliedern dieser Vereinigung, ist, zu dieser Verbesserung nachgesucht." Aus Verzweiflung über seine Arbeitslosigkeit hat sich der wie die Allgemeine Fleischer- Zeitung" meldet, vom Reichskanzler Zur Speisung der Straßenbahnlinien Alexanderplatz- Heinrich 21 Jahre alte Arbeiter Otto Gebauer das Leben genommen. Als in Audienz empfangen worden. Die Deputation hat über die außer Kiepertstraße und Görlitzer Bahnhof- Savignyplay, auf denen noch auch am Freitag seine Bemühung nach Beschäftigung teinen Erfolg ordentlich schweren Beschränkungen Klage geführt, welche dem Gänseim laufenden Jahre der elektrische Betrieb eingeführt werden soll, hatte, griff er zum Revolver und tödtete sich durch einen Schuß in handel durch die Grenzsperren und Quarantänen bereitet sind und müssen noch in folgenden Straßen elektrische Straßentabel verlegt die rechte Schläfe. in einigen als Hauptabsatzgebiet geltenden Regierungbezirken, wie werden: Louisenstraße, Marschallbrücke, Neue Wilhelmstraße, Dorotheen- Vor der Zeit flügge geworden. Nicht weniger als drei Un- Magdeburg und Merseburg, den Gänsehandel vollständig lahm und Sommerstraße, Blaz am Brandenburger Thor, Königgräger-, fälle richtete eine Stadlerin gestern binnen kurzer Zeit am Stott- gelegt haben. Wie das Blatt meldet, hat der Reichskanzler HohenLenné, Bellevue, Thiergarten- und Hizigstraße, Korneliusbrüde, bufer Thor an. Zunächst fuhr die in einem auffälligen Sportkostüm lobe sich der Deputation gegenüber sehr wohlwollend geäußert, so Lützow- Ufer, Kurfürstendamm, Nürnberger-, Vittoriastraße und gekleidete Dame, die besser gethan hätte, wenn sie einstweilen noch daß in nächster Zeit voraussichtlich einige Erleichterungen in bezug Vittoriabrücke, Schöneberger Ufer und Genthinerstraße. Die Berliner ihre Künste auf die Lehrbahn beschränkt hätte, eine ältere Frau um, auf die Grenzsperre für Gänse zu erwarten sein dürften. Elektrizitätswerte haben zur Vornahme dieser Arbeiten die Ge- so daß diese zu Boden stürzte und sich eine Anzahl Hautabschürfungen Die Bevölkerungszunahme Charlottenburgs ist besonders nehmigung des Magistrats nachgesucht. zuzog. Nachdem die Radlerin, die übrigens keine Ahnung von dem in dem letzten Jahrzehnt eine ganz außerordentliche ge= Im städtischen Obdach befanden sich am 1. Auguſt cr. 32 Fa- Gebrauch der Glocke und der„ Rechtsfahrbestimmung" zu haben wesen. Während sich die Einwohnerzahl im Jahre 1801 mur auf milien mit 108 Bersonen, darunter 16 Säuglinge, und 53 Einzel- chien, der Verunglückten Butter und Eier, welche derselben 3476 ſtellte, war sie 1871: 19 518, 1875: 25 847, 1880: 30 562, personen. Am 1. September cr. war der Bestand 23 Familien mit bei dem Anprall aus ihrem Handkorbe gefallen waren, 1885: 42 371, 1890: 76 873, und bei der Volkszählung vom 76 Personen, darunter 9 Säuglinge, und 43 Einzelpersonen. Das bezahlt hatte, wurde sie von Hilfsbereiten wieder in den Sattel gehoben. 2. Dezember 1895 wurden 182 382 Bewohner ermittelt.( GegenAsyl für nächtliche Obdachlose daselbst benutzten im Laufe des Staum flott gemacht, fuhr sie in eine Gruppe spielender Kinder hinein, wärtig zählt Charlottenburg rund 170 000 Bewohner.) Das Monats August 12 048 Personen, und zwar 11 236 Männer und von denen zwei zu Boden gerissen wurden, die glücklicherweise mit Zunahmeverhältniß war in den Perioden 1880/85: 38,6 pt., 812 Frauen. Von diesen letzteren Personen wurden 12 dem Kranken- geringfügigen Berlegungen davonkamen. Einige Minuten später 1885/90: 81,4 pct., 72,2 pet. In denselben hause am Friedrichshain, 24 dem Krankenhause Moabit, 19 der gerieth die fahrlässige Radfahrerin in das Gespann eines in der Perioden stieg dagegen die Einwohnerzahl von Berlin mur Charitee, 40 der Krankenstation des Obdachs, 3 der Anstalt Wuhl- Mariannenstraße haltenden Brauerwagens. Sie fann von Glück um 17,2, 20,0, 6,2 pct., die von Berlin mit einmeiliger Umgarten, 1 der Anstalt Herzberge überwiesen, 184( 175 Männer, sagen, daß sie beim Sturze mit einer Fußverrenkung, zerrissenen gebung um 18,7, 24,9, 25,9 pCt. Die Bevölkerungszunahme Char9 Frauen) der Polizei vorgeführt. Gebadet haben während des Kleidern und der durch Huftritte erfolgten Unbrauchbarmachung ihres lottenburgs war also 1890-95 zwar immer noch eine außerordentMonats August 7302 Personen. Stahlrosses davongekommen ist. Unter dem Gejohle der Straßen- lich hohe, aber doch nicht mehr ganz so hoch wie 1885-90, jugend, die unaufhörlich Fall heil!" schrie, wurde die Unvorsichtige Erscheinung, die sich in noch viel stärkerem Maße in Berlin gezeigt Von der„ Sedanfeier" hätte die Bevölkerung in diesem Jahre nebst den Ueberresten der Maschine in eine Droschte geschafft, die sie hat. Weitaus den größten Bevölkerungszuwachs hatten die an den faum etwas gemerkt, wenn nicht am Abend durch die Freudenfeuer nach Hause beförderte. Stadt- und der lieben Jugend wieder das übliche Unheil angerichtet worden Ringbahnhöfen Charlottenburg, Savignyplaz, wäre. So hatte auf dem Heinrichsplage eine Kinderschaar zur Feier Auf der Polizeiwache gestorben ist am Freitag Abend eine Zoologischer Garten und Jungfernhaide gelegenen des Tages einen aus Stroh, Papier und ähnlichen Gegenständen ge- Frau, die zu ihrer eigenen Sicherheit in betrunkenem Zustande von bezirke, so daß der hervorragende Antheil der Stadtan dieser Bevölkerungszunahme deutlich hervortritt. bildeten Haufen angezündet. Einige heftige Windstöße jagten die der Straße nach dem 10. Polizeirevier gebracht war. Vermuthlich bahn Bestandtheile des" Freudenfeuers" auseinander, so daß besonders handelt es sich um eine alte Trinkerin, die wohnungslose Auguste 3m 1. Heft der Charlottenburger Statistit", herausgegeben vom die weiblichen Baffanten des Platzes eiligst die Flucht ergreifen Schifffe. Charlottenburger Statistischen Amt, wird darauf hingewiesen, daß ein so bedeutender Bevölkerungszuwachs, wie ihn Charlottenburg in den letzten Dezennien gehabt hat, nur durch starken Zuzug verursacht sein kann. In der That tamen von der Zunahme des Zeitraums 1890-95 acht bis neun Zehntel allein auf den Zuzugsüberschuß. Daher auch der geringe Antheil der geborenen Charlotten" " " 1890/95: burger an der Gesammtbevölkerung, alten Personen nur 51/2 pCt. eine Stadtunter den über 20 Jahre Köpenick. Am Sonntag, den 4. September veranstalten die Parteigenossen von Köpenick einen Familien- Ausflug nach der Pferdebucht. Abmarsch um 1 Uhr mittags pünktlich vom Restaurant Adolf Schulz. Schönerlinderstraße. Für die Unterhaltung der Theil Damen- Regelschieben und große Verloosung bestens Sorge getragen nehmer ist durch großes Familien- Kaffeekochen, Gesellschaftsspiele, und werden die Parteigenossen ersucht, sich recht zahlreich und besonders mit Familie an dem Ausflug zu betheiligen. mußten, da ihre Kleider leicht Feuer fangen konnten. Die von den Als ein Opfer der Rennbahn wird ein junger Mann beKindern geplante Wiederauffrischung des Sedaufeners wurde von trachtet, dessen Leiche mit zwei Schußwunden im Kopf in der Anwohnern des Plages inhibirt. Tegeler Forst aufgefunden wurde. Der unbekannte Sportsman hatte In der Angelegenheit Grünenthal meldet ein hiesiges fein Geld bis auf einen Pfennig verloren. Bei ihm fand man die Blatt: Die Affäre Grünenthal ist in ein neues Stadium getreten. Sportzeitung Sporn" und ein Rennprogramm vom 17. August über Die Untersuchung gegen den früheren Oberfaktor war, wie wir das Karlshorster Rennen. bereits meldeten, so weit abgeschlossen, daß die Schwurgerichts- Das Berliner Aquarium konnte vermöge des freundlichen Periode mit Sicherheit zu erwarten war. Inzwischen ist die Ver- Entgegenkommens eines Naturfreundes, des Herrn Halt auf der haftung einer früheren Geliebten Grünenthal's, einer gewissen J., Heibe, seinen Reptiliensammlungen eine ganze Anzahl verschiedener wegen Verbrechens gegen das feimende Leben erfolgt Gattungen und Arten, die zum theil hier noch nicht vertreten waren, imb Grünenthal der Mithilfe hierbei bezichtigt. Diese er einverleiben. Aus unserem deutschafrikanischen Togo stammt eine Art neute Anschuldigung gegen den bis dahin ziemlich gleich- Sumpfschildköte( Sternotheïrus), die dem Aquarium bislang fehlte, giltigen Grünenthal hat denselben gänzlich ungeſtimmt und eine Spezies von dunkler, schwärzlich- brauner Färbung und mit ge derartig ergriffen, daß er den Eindruck eines an Leib wölbtem Rückenschild, während die breite Bauchschale aus zwei und Seele gänzlich gebrochenen Menschen macht. Schließlich Stücken, einem Hinter- und einem beweglichen Borderlappen besteht hat seine Ueberführung nach der Lazarethstation erfolgen müssen, und das Kinn durch zwei Bärtel ausgezeichnet ist. In Hinsicht der Wegen zahlreicher bandenmäßig verübter Einbrüche sind wo er sich gegenwärtig noch befindet. Man muß mit der Möglich zweitheiligen Bauchschale und den Kinnbärteln steht ihr die in Nord- in Charlottenburg vier zum theil noch sehr junge Burschen festkeit rechnen, daß der geistige Zustand des Gefangenen sich derart amerika heimische Moschus- Schildkröte nahe, indeß unterscheidet sich genommen worden. Der 17jährige Arbeiter Leopold Walter aus verschlimmert, daß vielleicht überhaupt nicht gegen ihn wird ver- diese von jener beispielsweise leicht dadurch, daß sie an den Hinter der Krummestraße, der 20 Jahre alte Schlosser Hermann Bosin aus handelt werden können. Die Kriminalpolizei vermuthet übrigens, füßen nur vier Krallen( die Afrikanerin an allen Füßen je fünf) hat, der Dandelmannstraße, der 18jährige Arbeiter Franz Liese aus der daß. Grünenthal noch eine ganz bedeutende Geldsumme irgendwo in bunter gefärbt ist u. f. w. Während diese beiden und noch einige Pestalozzistraße und der Arbeiter Wilhelm Schilling, genannt Sicherheit gebracht hat, mit der Absicht, sie, wenn er wieder in Arten Sumpfschildkröten in der Schildkröttengrotte Aufnahme ge- Fleschmann, ein Bursche von 20 Jahren, der keine Wohnung hat, Freibeit gesezt sein wird, aus dem sicheren Gewahrsam hervor funden haben, wurden mehrere andere Spezies dieser Panzer- sondern sich in den Lauben beim Bahnhof Charlottenburg zuholen. Kriechthiere in dem Käfig der Landschildkröten untergebracht. aufzuhalten pflegte, hatten sich verbündet zu Einbruchsdiebstählen. Die Bande ging stets nach einem bestimmten Plane vor. Ihr Neber den Absturz des Professors Naffe wird aus Pont- Eine Ausstellung für verbesserte Franenkleidung und Arbeitsfeld waren die westlichen Vororte, besonders Charlottenburg, refina weiter gemeldet: Freitag früh unternahm Professor Nasse, Frauenhygiene ist gestern im ersten Stock des Hauses Leipziger Wilmersdorf und Schöneberg. Zunächst wurde ausbaldowert, wenit der ein geübter Bergsteiger war, in Begleitung des Dr. Borchard straße 130 veranstaltet worden. Etiva 100 Aussteller sind vertreten. eine Familie ausgegangen war oder eine Frau ihre Kinder spazieren einen Aufstieg auf den Worteratschgletscher über die Muottas ohne Die Ausstellung, die bis zum 18. d. M. dauert, ist Wochentags von führte. Dann drangen einige Mitglieder der Bande mit Dietrichen Führer. An einem der Abhänge der Muottas, die mit Kiefernwaldung 10-9 Uhr und Sonntags von 12-9 Uhr geöffnet. bewachsen sind, strauchelte Nasse und stürzte in die Tiefe. Obgleich in die Wohnung ein, während die anderen Schmiere standen. Am Apollotheater. Die Stellung, die das Spezialitätentheater liebsten war den jugendlichen Verbrechern baares Geld. Wenn sie man den Berunglückten sofort auffand, kam doch jede Hilfe zu spät. fich im Vergnügungs- und, man kann beinahe sagen, auch im Stunft- jedoch das nicht fanden, so nahmen sie auch Werthsachen mit. Dieje Der Absturz erfolgte etwa tausend Meter entfernt von der Stelle, leben erobert hat, fordert allgemach auch solche Leute zur Beachtung versezten sie bei Pfandleihern und die Pfandscheine zerrissen sie. Das an welcher vor kurzem Frau Vial aus Berlin abstürzte. Die Leiche und Anerkennung heraus, die sich bisher nur sehr widerwillig mit Geld bemişten sie zu Vergnügungsreisen nach Dresden und Hamwurde noch gestern geborgen und soll heute nach Bonn, der Heimath diesem Gebiet befaßt haben. Wo sind die größeren Tempel der burg. Drei der Einbrecher ereilte am Freitag ihr Schicksal, der gedes Verunglückten, übergeführt werden. Die Mutter Nasse's weilte mit 60er und 70er Jahre geblieben, in denen deutsche und französische fährlichste, Fleischmann, fonnte erst in der Nacht zum Sonnabend ihrem Sohne in Pontresina. Zwei Tage vor dem verhängnißvollen Chansonnetten" sich in aufgebauschter Flitterkleidung spreizten und von einem Striminalwachtmeister dingfest gemacht werden. Die Aufstieg richtete Professor Nasse noch einen Brief an einen befreun- burch ihre mit krähender Stimme vorgetragenen Zötlein holde Jünglinge Bande hat bereits 30 Ginbrüche, die zum theil der Polizei noch deten Arzt in Berlin, in dem er schrieb, daß er seit zwei Tagen un- zu wüstem Jubel begeisterten? Heute wird die Gesangskunst auf der nicht angezeigt waren, eingeräumt und ist dem Amtsgericht einthätig fizzen müsse, da es fortwährend regne, daß er aber Variété- Bühne theilweise nicht schlechter gepflegt als im Konzertsaal, geliefert worden. mit seinem alten, bewährten Führer, den er schon aus der und minderwerthige Kräfte müssen immer mehr beiseite treten. Die Studentenzeit her tenne und mit dem er die gefährlichsten Liedervorträge der Französin Nelsa und der Italienerin Ferrucci im Berge u. a. die Jungfrau- bestiegen habe, in Unterhandlung Apollo- Theater gaben Zeugniß von durchaus würdiger Auffassung stehe. Sobald das Wetter es zulaffe, werde er aufsteigen. Eines und lassen für den Umstand, daß solche Sängerinnen sich im Tages traf Prof. Nasse auch mit dem Geheimrath v. Bergmann zu Spezialitäten- Theater hören lassen, nur die Erklärung zu, daß diese fammen. Dieser empfahl ihm bei seinen Touren die größte Vorsicht, vielseitigen Institute ein weit besseres Honorar bieten fönnen, als da er eine alte Mutter befize. Prof. Naffe antwortete noch, daß die die nur mit großer Mühe zu einer leidlichen Zuhörerschaft kommenden bedeutendsten Bergsteiger und Sachverständigen ihm gesagt hätten, Stonzertleitungen. Selbstverständlich findet in dem mit erstaunlichem niederlegungen. er habe einen äußerst sicheren Schritt. Auch sei er das Bergsteigen Geschicke zusammengestellten Programm dieses Monats auch die Kunst günstig für die Arbeiter verlaufen, 3 wurden verloren und 2 find von Jugend auf gewöhnt, tenne teinen Schwindel und könne sich des komischen Vortrages ihre Vertreter. nicht erklären, wie Leute beim Bergsteigen schwindlich werden könnten. zösische Duettistenpaar Ducreur nnd Giraldue zu nennen, sodann waren Maßregelungen, Lohnreduzirung und Mißstände bezüglich der Es ist zunächst das frau- noch nicht erledigt. Die Veranlassung zu den Arbeitsniederlegungen Von der Leitung des Zeitungsverkaufs in den Trink- aber der bekannte Gesangshumorist Otto Reutter, der Baubuden. Wieder ersuchte der Redner am Schluß seines Berichts den Vortrag der hallen erhalten wir folgende Zuschrift:" Zu dem Artifel in Nr. 200 vor allem durch „ Versunkenen Glocke" Arbeitseinstellungen wegen geringfügigere Vorkommnisse und aussichtsüber die Trinthallen erlaube mir Ihnen folgende Berichtigungen zeigt, daß er auf dem Gebiete des Wortwiges und lose Bausperren möglichst zu vermeiden, schon um den Affordmaurern mit der Bitte zu überreichen, dieselben in Ihrer Zeitung auf der trockenen Komit nach wie vor Meister ist. Am interessantesten sind nicht Gelegenheit zu geben, den Bau an Stelle der Ausständigen zu zunehmen. 1. Die Hallen werden in der Wintersaison vom aber unstreitig die drei Pariser Straßenfänger les Minstrels besetzen. Bevor die Arbeit eingestellt wird, soll nicht nur mit den 1. Oftober bis 30. April jeden Jahres, also während sieben Parisienne", beren heitere Vorträge von einer Grazie durchweht zwischenpersonen, sondern auch mit dem Baumeister selbst wegen Monate, präzise unt 8 Uhr abends, in der Sommer sind, wie sie nur die Franzosen von sich geben können. Als ganz Abstellung der Mißstände verhandelt werden. Mehr noch, als wie faison, bom 1. Mai bis 30. September, je nach der eigenartige Berühmtheit tritt die spanische Tänzerin Consuela gegen die Maßregelungen einzelner Personen, soll gegen die EinWitterung zwischen 8 und 12 Uhr abends geschlossen; nach Tortajada auf; eine Künstlerin ihres Faches, die selbst. in äußerster führung der Lichtarbeit und der damit verbundenen Ueberstunden12 Uhr niemals. Im Monat August d. I. find an sechs Tagen Leidenschaftlichkeit virtuos die Gesetze der Schönheit walten zu lassen arbeit Front gemacht werden und diese in allen Fällen verweigert die Hallen nach 11 Uhr geschlossen, sonst war die Witterung dieses weiß. Aus dem eigentlichen artistischen Theil des Programms ver- werden. Ein Redner schilderte hierauf die liebevolle Fürsorge, die den Sommers derart, daß fast immer ein sehr früher Schluß der Hallen dient außer der vielseitigen Emeline Esthardo, die als Jongleuſe, Affordmaurern bezw. den„ Arbeitswilligen" seitens der Behörde zu stattfinden konnte. 2. Die Verkäuferinnen haben im Winter jeden Akrobatin und Geigenspielerin gleich tüchtig ist, der Thierdresseur theil wird. Nicht nur, daß von einer großen Anzahl Schutzleuten und Sonntag von 2 Uhr nachmittags ab frei, im Sommer alle vier Jean Clermont mit seinem klavierspielenden Pudel besondere Er- Beamten in Zivil die gesperrten Bauten auf das sorgfältigste überWochen einen freien Tag ohne Gehaltsabzug. Der Dienst in den wähnung. Auch in der beginnenden Wintersaison ist der Kosmograph wacht werden, um jede Berührung der Ausständigen mit den Hallen ist täglich stets durch längere Ruhepausen unterbrochen. dem Apollo Theater treu geblieben. Mit loderen Streichen, wie„ Arbeitswilligen" unmöglich zu machen, werden die„ Arbeitswilligen" 3. Die Hallen find durch Marquisen gegen die Sonne geschüßt und Endlich allein" hat es aber bei ihm ein Ende; er hat sich nunmehr auch noch von und nach den Bauten von zahlreichen Beamten bedürfte die Luft in denselben durch die zur Kühlung des Mineral- in einen fast philisterhaft sittlichen Gesellen umgewandelt. gleitet. Die Kremser, in welchen diese Leute zur Arbeitsstelle fahren, wassers aufgestellten Eistübel hinreichend temperirt werden. 4. Ver- Straßensperrung. Die Friedrichstraße von der Dorotheen- verden von den Beamten eskortirt und während alle Ausständigen, Käuferinnen, welche unrichtige Kaffen abliefern, werden münd- straße bis zur Kaiser Wilhelms- Akademie wird behufs Asphaltirung die sich in der Nähe des betreffenden Baues aufhalten, verhaftet lich darauf anfmerksam gemacht und müssen erst nach vom 5. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter ge- werden, begleiten die Beamten die„ Arbeitswilligen" des Abends vielwiederholten Warnungen einen Theil des zu wenig abgelieferten sperrt. Die Anfahrt von der Georgenstraße nach dem Bahnhofe fach unter großem Auflauf des Publikums wieder truppweise nach Betrages ersetzen. 5. Die größere Mehrzahl der Verkäuferinnen! Friedrichstraße bleibt jedoch bestehen. ihren Wohnungen, T Versammlungen. öffentliche Versammlung bei Stechert, Andreasstraße, ab. Nach einem Die Maurer der lokalen Richtung hielten am Mittwoch eine beifällig aufgenommenen Vortrag des Genossen A. Hoffmann über: Unsere Todten", dem eine furze Disfuffion folgte, berichtete das Lohnkommissionsmitglied Me ke über die letzten ArbeitsSeit der letzten Versammlung sind 5 Bausperren höfer in Wien. Berlin. Die Arbeitslosen: Die Brauerei- Hilfearbeiter fagten am 28. August im Lokal| dung der hiesigen Zentralherberge die Gewerkschaften verpflichteten, Braun herausgegebenen Beitschrift( Berlin, Karl Heymann's Berlag) hat bon Feind, Weinstraße. In seinem Referat beschäftigte sich hilfs ihre Versammlungen bei dem Wirth abzuhalten, welcher den Gewerk- folgenden Inhalt: Abhandlungen: Die sozialen Wirkungen der Handelsarbeiter Schüler mit den Arbeitsverhältnissen in der Brauerei schaften durch Gründung dieser Herberge entgegengekommen ist. frisen in England. Von Dr. M. Tugan- Baranowsky, Privatdozenten der Friedrichshain. Redner bemängelte besonders die lange Arbeitszeit Damit schließt die Sizung. Nicht anwesend waren: die Bureau- im modernen Detailhandel. Von Dr. Walther Borgius, Sekretär der ZentralNationalökonomie an der Universität in St. Petersburg. Wandlungen der Flaschen- Kellerarbeiter. Hier werde die Arbeitszeit bis zu 84 Angestellten, die Buchdrucker und die Hausdiener. Sammellisten stelle für Vorbereitung von Handelsverträgen in Berlin. und 92 Stunden in der Woche ausgedehnt, wie die Lohnzettel für die streifenden Porzellanarbeiter sind beim Vertrauensmann der versicherung in St. Gallen und Bern. Von Dr. E. Hofmann in Stettfurt einiger Arbeiter beweisen. Dieser Zustand sei sehr zu bedauern und Kommission, Otto Flemming, Schlüterstr. 71, Quergeb. 4 Tr.,( Schweiz). Der österreichische Kartell- Gefeßentwurf. Von Otto Wittels zeige, wie dringend nothwendig die Kräftigung der Organisation ist, zu entnehmen, Die Frauenfrage im Alterthum. Von Lily Braun in die allein gegen diese Uebelstände Front machen könne. Zum Schluß Charlottenburg. Am 30. August tagte hier eine Versammlung betr. die Wohnungspflege. Gingeleitet von Dr. Arthur Berthold in Berlin. Gesetzgebung: Deutsches Reich. Das Hamburgische Gesetz, erfolgte die Aufnahme 7 neuer Mitglieder. der Bauarbeiter, in welcher der Vertrauensmann Junger über die Im Verein der Töpfer Berlins und der Umgegend sprach agitatorische Thätigkeit im letzten Halbjahr Bericht erstattete. Danach Desterreich. Wortlaut des Gesetzentwurfes über Kartelle in Beziehung auf Wortlaut des Hamburgischen Gesetzes, betreffend die Wohnungspflege. am 31. August Maurer Kater über:" Wie hat sich die Lohn haben in diesem Zeitraum 8 Versammlungen stattgefunden. Gegen Verbrauchsgegenstände, die einer mit der industriellen Produktion in enger bewegung im Baugewerbe in den letzten zwei Jahren gestaltet? die Abrechnung wurde von einigen Seiten Tadel erhoben, weil an- Verbindung stehenden indirekten Abgabe unterliegen.( 189 der Beilagen zu Sowohl der Referent als auch in der Diskussion die einzelnen geblich die Revisoren nicht in der erforderlichen Weise ihres Amtes den stenogr. Protokollen des Abgeordnetenhauſes. XIV. Session 1898.) Redner wiesen darauf hin, wie nothwendig es für die Berliner walteten. Das Versäumte soll nachgeholt werden. Vereinigte Staaten von Amerika. Das Gesetz über freie Voltsbibliotheken Töpfer sei, daß sie eine Organisation auf der Basis des Vertrauensdes Staates Jllinois. Von Florence Kelley in Chicago. Wortlaut des Brit. Am 29. August hielt der Volks- Bildungsverein eine staatlichen Bibliothekengesetzes von Illinois. Amendirt und angenommen männersystems schaffen. Bei Besprechung gewerkschaftlicher An- Wanderversammlung im„ Landhaus", Chausseestr. 97, ab, in der am 10. Juni 1897. gelegenheiten wurden die Arbeitsverhältnisse bei der Firma Titel Genosse Stramm über den Werth des menschlichen Lebens" Von Otto Lang, Bezirksrichter in Zürich. Miszellen: Der schweizerische Bauernverband. einer eingehenden Besprechung unterzogen. referirte. Der Vorsitzende sprach sein Bedauern darüber aus, daß ein so interessanter und lehrreicher Vortrag vor einer verhältnißmäßig winzigen Anzahl von Personen gehalten werden müsse, und ersuchte die Genossen, recht rege für einen besseren Besuch der Verfanmilungen zu agitiren. Die Rabitzputzer, Zahlstelle III des Verbandes der Maurer, beschlossen in ihrer letzten Sigung, das Vereinslokal nach dem Louisenhof, Buckowerstraße, zu verlegen. Die Versammlungen finden jeden Dienstag nach dem 1. und 15. des Monats statt. Ferner wurde vor Zuzug nach Treptow an der Rega gewarnt. Charlottenburg. Die hiesige Gewerkschaftskommission hielt am 30. Auguſt bei Leder eine Sigung ab, welche sich mit folgenden Punkten beschäftigte: 1. Der Streit der Porzellanarbeiter bei der Firma Haldenwanger, Inhaber A. B. Schwarz. 2. Das neue Handwerkergesetz. 3. Gewerkschaftliches. Aus dem Bericht des Vertreters der Porzellanarbeiter geht hervor, daß die nun schon vier Wochen dauernden Verhandlungen mit dem Unternehmer immer noch nicht erwarten lassen, daß eine baldige Einigung zu stande fommt, da der Unternehmer auf die Hauptforderung gar nicht eingehen will. Darauf beschloß die Kommission, den streikenden Porzellanarbeitern 250 M. zu überweisen und fernerhin Sammellisten auszugeben. Zu Punkt 2 referirte Menge, dessen Vortrag über das Handwerkergesetz mit Beifall aufgenommen Redner empfahl, daß sich die organisirten Arbeiter der Einrichtung von Gesellenausschüssen betheiligen mögen. Die Vertret der Maurer und Schuhmacher erheben Eiuspruch dagegen, daß sie bei der letzten Sigung als nicht anwesend vermerkt wurden, da sie keine Einladung erhalten hätten. Es wird darauf von mehreren Seiten die unpünktliche Bestellung der Packetpost gerügt. Die geplante Agitation unter den Bäckern konnte noch nicht vorgenommen werden, da es in dieser Branche an Personen mangelt, welche eine event. Gründung einer Zahlstelle anbahnen könnten. Bei einem Lokalstreit wird in Erinnerung gebracht, daß sich bei Grünneile Todes- Anzeige. Allen Berwandten, Freunden und Cognac Kollegen die traurige Mittheilung, daß mein lieber Mann, der Zimmerpolter Richard Zinn, nach kurzen, schweren Leiden am Freitag verstoben ist. Die Beerdigung findet am Montag, nachm. 4 Uhr, von der Charitee aus nach dem Pauls- Kirchhof statt. Um rege Betheiligung bittet Die trauernde Wittwe Zinn und Neffe. Für sozialistische Literatur. Neue Zeit, Sozial. Monatshefte, für jede irgendwo angezeigte literarische Erscheinung empfehle mich den Genossen und Bibliotheken unter Marx, Das Kapital, günstigen Bedingungen. wurde. ant felber zu machen. Briefkasten der Redaktion. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Donnerstag von 6 bis 7 1hr abends statt. Holzwurm. Ein solches Mittel kennen wir leider nicht. Nieder Schönhausen. Der hiesige Arbeiterverein hielt am 29. Auguſt eine Mitgliederversammlung ab, in der Denger in K. 2. Kommt schließlich zum Stillstand, verwittert und giebt mit der einem lehrreichen Vortrage über das Thema„ Die Geschichte des Zeit anbaufähigen Boden. Sozialismus" sprach. Ünter Vereinsangelegenheiten wurde be- Bast. Wenn Ihr jährlicher Miethspreis über 150 m. beträgt: nein, schlossen, in Nieder- Schönhausen jeden Dienstag vor dem 1. und 15. Indeß ist die Nachforschung darüber, ob Ausnahmen zulässig find, noch nicht sonst ja. Dummer Schönwalder. So viel bislang ersichtlich: keine. eines jeden Monats, abends 1/29 Uhr, einen Lese- Abend abzuhalten. beendet. Moabit 21. 1. Im allgemeinen beim Kassenvorstand. 2. In Derselbe findet vorläufig in dem Lokal von Setteforn statt. Unter fünf Jahren. 3. Ja, aber es kann dann die Ehefrau mit Aussicht auf Erfolg Verschiedenem rügten Freiwald und Hoffmann die flaue Be- die Interventionsklage anstellen und Einstellungsbeschluß erwirken. 4. Ja. theiligung am Volksfest. Mehrere Redner forderten die Anivesenden zum Beitritt in den Verein auf. H Berliner Kranken Unterstützungs- und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Heute, Sonntag, nachin. 5 Uhr: Borstandssitzung in den„ Arminhallen", Kommandantenstr. 20. Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 5. September, abends 9 1hr, bei Cohn, Bethstraße Nr. 20: Vorag des Herrn Dr. Ratkowsky über:" Transport verunglückter oder erkraniter Personen". Landsmannschaft der Schleswig- Holsteiner. Heute, Sonntag, den 4. September, Familien- Aflug nach dem Restaurant H. Saß in AltGlienicke bei Adlershof. Abfahrt 2 Uhr( Görlitzer Bahnhof). Landsleute sowie Gäste sind willkommen. Eingelaufene Druckschriften. Witterungsübersicht vom 3. September 1898, morgens 8 thr. Stationen Barometer= Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. C. 5° 4° R. Stationen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. 6. 15° C.= 4° R. 81771 6 heiter 2 bedeckt 2 heiter 2 bedeckt 1wolfen 11 17 17 11 Swinemde. 764 WSW 3Regen 13 Haparanda 753 NW Hamburg 767 WNW 5 bedeckt 15 Petersburg 756 SW Berlin 766 WSW 3bedeckt 14 Cort 773 W Wiesbaden 772 OSO 1 bedeckt 12 Aberdeen 765 2 München 774 23 3 heiter 11 Paris 774 Wien Welter- Prognose für Sonntag, den 4. September 1898. Mild und zeitweise heiter, vielfach wolkig mit leichten Regenfällen und Berliner Wetterbureau. Doppelheft dieser nunmehr im 12. Jahrgang erscheinenden von Dr. Heinrich I mäßigen westlichen Winden. " Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik". Das neueste Steppdecken am besten und billigsten Rep. Man nehme 1 Originalfl. Reichel's Cognac Effenz fine Champagne für 75 Pfg., 1 Liter nur direkt in der Fabrik Weingeist und 11 Liter Wasser. Die B. 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Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. St. 207. 15. Iahtgaiig. 2, rdiiirr f ulfellnfi i 1898. ZUM Kampf um Omdumau. Der Vormarsch des englisch-cgyptischcn Expcdilions- kotps auf die Residenz des Kalifen nähert sich seinem Ende. Unaufhaltsam rücken die Truppen des Sirdar Kitchener. welcher den ganzen Sudanfeldzng mit so großer Umsicht und Thatkraft geleitet hat. auf Omdurman vor. und in demselben Maße ziehen sich die Schaaren der Derwische auf diese Stadt, wo in den nächsten Tagen die entscheidende Schlacht ge- schlagen werden wird, zurück. Unsere beistehende Karte veranschaulicht die Truppenbewegungen des Expeditionskorps und der mit demselben verbündeten eingeborenen Stänune unter Führung englischer Offiziere. Seitdem der große Aufbruch aus dem Lager am Atbara stattgefunden hat, sind die englisch- ägyptischen Abtheilungcn in schnellen Märschen zunächst nach Metemmeh und Shendy gezogen, haben dort den Nil überschritten und ihren Zug auf dem linken Ufer dieses Flusses fortgesetzt. Es wurde dann auf einige Tage ein Lager in El Hamed bei Wad Habeshi bezogen und gewartet, bis auch die letzten für den Wcitermarsch bestimmten Truppen dort angelangt waren. Alle für die Fortsetzung der Expedition noth- wendigen Gegenstände, wie Proviant, Munition, Futter für die Pferde, Manlthiere und Kameele wurden aus dem großen, auf der Insel Nasri angelegten Depot ergänzt. Dann setzte sich der Zug dicht am Ufer des Nil nach Süden Über Gerashar und Wadi Bishara bis El Hajir fort, wo von neuem ein gegen Ueberfälle wohl gesichertes Lager bezogen wurde. Die mit den englisch-eghptischcn Truppen verbündeten Stämme der Eingeborenen, welche von der Grausamkeit und Willkürherrschaft des Mahdi und seines Nachfolgers, des jetzigen Kalifen Abdullahi, viel zu leiden gehabt hatten, haben bei Meteinnieh den Nil nicht über- schritten, sondern haben auf dem rechten Ufer des Flusses, sich stets in gleicher Höhe mit dem Expeditions- korps haltend, den Vormarsch fortgesetzt. Vom Sirdar Kitchener mit Waffen und Munition,, sowie mit Pro- viant reichlich unterstützt, bilden diese Schaaren unter der Führung englischer Offiziere immerhin eine ganz achtbare Verstärkung des Korps. El Hajir gegenüber, bei der Insel Royan haben sie Halt gemacht, um den Erklärung. � Engt ägypt Thappen Eingeh. Stämme. Derwische. S Ter Rurt./Tist.Sesekeh C? Berlin wso. letzten Thcil des Vormarsches in gleicher Weise zu- sammen mit den Truppen des Sirdars auszuführen. Auf dem Nil selbst' bilden die 10 mit Schnellfeuergeschützen armirten Kanonenboote einen weiteren sehr bedeutenden Theil der Gesammtstreitmacht. Das Wasser des Flusses ist jetzt so hoch, daß die Strom- schnellen des sechsten Kataraktes, welche sich von Wad Habeshi bis zur Aussi-Jnsel in einer Länge von etwa 50 Kilometer hinziehen, kein Hinderniß für die Fahr- zeuge bilden. Die Schaaren des Kalifen, welche ausgezeichnete Stellungen in Wad Bishara auf dem linken und Shabluka auf dem rechten Ufer inne hatten, haben dieselben bei Annäherung des Expeditionskorps ge- räumt und stehen zur Zeit bei Kerreri, 18 Kilometer nördlich von Omdurman und in dieser Stadt selbst. Sowohl Kerreri wie Omdurman sollen in guten Ver- theidiguugszustand versetzt worden sein. Auch auf der zwischen Omdurman und Khartum liegenden Tuti- Insel sollen eine Anzahl von Geschützen aufgestellt sein, während das zerstörte und verfallene Khartum von Truppen und Geschützen entblößt sein soll, ob- gleich dieser Ort wegen seiner höheren Lage sich besser zur Vertheidigung eignet wie Omdurman. Berichten von Ueberläufern zufolge, liegen die Derwische in einem stark verschanzten Lager nördlich vor den Thoren Oindurmans. Die verschiedenen vorgenannten Lagerorte der englisch-eghptischen Truppen, der mit ihnen ver- bundenen eingeborenen Stämme und der Derwische sind durch besondere Signatur und die Vormarsch- linien des Expeditionskorps und seiner Verbündeten durch starke Strichlinien deutlich markirt. Vermuthlich wird der Khalifa, nachdem Omdurman genonimen sein wird, in südwestlicher Richtung nach El Obeid, seiner zweiten Hauptstadt flüchten, denn im Osten würden ihm bei Kassala, El Fasher und Osobri die dort stationirten englischen Truppen, im Südosten die Abessinier und im Süden die französischen Truppen bei Fashoda bez. die Kongotruppen bei Redjaf und Bor entgegentreten. Da auch die bei El Obeid wohnenden Stämme den Derwischen feind- lich gesinnt sind, so läßt sich schon jetzt mit ziemlicher Sicherheit voraussagen, daß auch hier die Herrschaft des Kalifen bald ihr Ende erreichen wird. Gevrchks �ÄeikttNA. Wegen Beleidigung eines Charlottenburger Schutzmanns hatte sich, wie schon gestern gemeldet, am 1. September der sruhcrc ver- antwortliche Redakteur der Breslaucr„VoUSwacht", Genosse N e u k i r ch, vor der Ferien-Strafkanuner des Breslauer Landgerichts zu verantworten. Am 14. August 1897 brachte die„Volkswacht" nach Berliner Blättern einen Artikel, in dem im wesentlichen folgendes aus Charlottenburg mitgetheilt worden war: Der Rest einer Verlobungsgesellschaft befand sich gegen 3 Uhr morgens auf dem Heimwege. In der Kantstraße trat ein Schutzmann an die Passanten f|crau_ und untersagte ihnen das laute Reden. Als die Gesellschaft nach einer Auseinandersetzung mit dem Schutzmann ihren Weg fortsetzte, folgte ihnen der Beamte in Begleitung von zwei Zivilpersonen. Ein Kaufmann aus der Gesellschaft sei nun nach einen: abermaligen Wort- ivechsel von dem Beamten mit dem Säbel geschlagen, ein anderer, ein Gerichtsbeamter, hätte gleichfalls einen Hieb über den Kopf erhalten. Die ganze Gesellschaft begab sich nun nach der Polizeiwache. Von hier aus seien die beiden Verletzten nach der Sanitätswache geleitet und dort verbunden worden. Nach den Angaben der bethciligten Personen sollte der betreffende Schutzmann zu einem der Geschlagenen gesagt haben: Sie hätten noch viel mehr kriegen müssen, Ihnen hätte ich müssen das Nasenbein zerschlagen. Merklvürdig ist nun, daß der Berliner Polizeipräsident, Herr v. Windheim, nur gegen den Ver- antwortlichen der Breslauer„Volkswacht" Strafantrag stellte, dagegen alle bürgerlichen Blätter, die den Artikel veröffentlicht hatten, unbehelligt ließ. Durch die Beweisaufnahme ivurde zwar nicht er- wiesen, daß der Schutzmann, Hartwig ist sein Name, auf der Straße zwei Personen aus der Verlobungsgescllschast mißhandelte, aber es ist als eine durch völlig glaubiviirdige Zeugen erhärtete Thatsache anzusehen, daß Hartwig im Hausflur der Polizeiwache einem Manne, der mit einem Schirm nach dem Beamten schlug, einen Säbelhieb über den Kopf versetzte, so daß derselbe ohn- mächtig zusammenbrach und eine Woche krank darnicderlag. Ebenso ist, nach Angabe einiger Zeugen, die oben erwähnte Äeußerung des Schutzmanns gefallen. Trotzdem erkannte das Gericht dahin, daß die im Arttkel geschildetten Vorgänge im wesentlichen den Thatsachen nicht entsprechen. Hartwig habe sich keine Mißhandlmig von Bürgern zu schulden kommen lassen; insoweit er mit dein Säbel in Aktton trat, hätte er nur in.Nothwehr" gehandelt. Unter Versagung des Schutzes des ß 193 des Stt.-G.-B. lWahruug berechtigter Interessen) und mit Rücksicht auf seine Vorstrafen wurde der Angeklagte zu einem Monat Gefängniß verurtheilt. Der Staatsanwalt hatte drei Monate Gefängniß beantragt. Die Wette.„Det sind weiter nischt als„Jntrijuhen", det ick hier uf't Krin inal mutz, da habe ick meine Zeugen zu, un ick muß mir sehr wundern, det sie nich geladen sind." Der Handelsmann T. war wegen Bettelns mit einem Strafmandat von 14 Tagen Haft bedacht worden und hatte darauf das Schöffengericht in Anspruch ge- nommen.— Vors.: Das Gericht hat die Ladung der Zeugen für Über- flüssig erachtet, da Ihre Schuld klar zu tage liegt. Sie hätten sich bei dem Strafmandat beruhigen sollen.— A n g e k l.: Ick kann mir doch nich hinterrücks vierdheelen lassen, weil ecn Beamter sich irrt. Det hat sich um eene rejuläre Wette jehandelt, un ick hätte ihr jewoimen, wenn der Schutzmann nich so uf mir zu- jesttömt wäre un mir nach de Wache jebracht hätte.— Vorsitzender: Kommen Sie wieder mit Ihrer un- sinnigen Wette? Wenn Sie durchaus darauf bestehen, denn erzählen Sie uns die Geschichte, aber kurz.— A n g e k I.: Ick saß an eenen scheenen Mai-Abend mit meinen Freund uf'ne Bank in'n Thiergatten.— Vors.: Ist das der Freund, den Sie als Zeugen geladen haben wollen?— A n g e k l.: Jenau derselbe. Er wurde die Wette ooch verloren haben, wenn— Vors.: Wie heißt er denn nun und wo wohnt er?— A n g e k l.: Ja, wenn ick det wüßte. Wir sind nich for lange Titu- lattonen un nennen uns blos bei die Vornamen. Er heeßt Willem, is aber unter dem Namen„Herr Baumeester" sehr bekannt, indem er früher bei die Maurer Hand gelangt hat. Also wir sprechen erst von die spanische Seeschlacht uud kommen denn ooch so drus, wat kdet wiedern fottn Elend jcben würde, wenn ooch lvir in den Krieg rinjezojen würden. Na, sage ick, bei uns is det nich so schlimm, hier wird wenigstens ordentlich für die Verwundeten jesorgt, un wat der Staat nich dhut, det machen die Provaten. Ach wat. meent er, die Provaten jeden so leicht nischt. Un ick sage denn wieder, det die Berliner durch die Bank weichmäulig und jutherzig wären un det jab denn nu zuletzt sott kleinen Streit zwischen uns, in- dem er eene andere Ansicht hatte. Da schlug ick denn eene Wette vor. Ich wettete, det von zehn Personen, die ick ansprechen sollte, dreie wat jcben würden. Wat ick kriejen würde, det sollte für'n juten Zweck anjclegt werden, worüber wir uns noch nich janz einig waren.— Vors.: Nun haben wir genug von der Geschichte. Sie räumen ja ein, gebettelt zu haben.— A n g e k l.: Aber doch nich vor mir. Ick hatte siebenmal meinen Hut hinjehaltcn un schon zwee Fünfpfenuijer jekriegt; als der achte kam, langte er ooch schon in seine Tasche un ick würde richtig meine Wette jewonnen haben, da mußte denn in diesem Oogenblick der Schutzmann kommen un mir stören. Ick will ja jerne die zehn Fennje rausjeben.— Vors.: Nun sind Sie lvohl zu Ende?— A n g e k l.: Ick bitte blos noch um meine Freisprechung. oder det der Herr Baumeester ernuttelt und vernommen wird. Der Angeklagte that höchst verwundert, daß sein Einspruch ohne weiteres veriMisen wurde. arger Weise hat sich der Klavierlehrer R a s e n k�e, der gestern vor der 7. Ferienstrafkammer des Landgerichts I stand, gegen eine Anzahl von Mädchen vergangen, die gegen ihn als Zeuginnen auftraten. Die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit geführte Ver Handlung ergab, daß der Angeklagte in verschiedenen Fällen junge Mädchen, denen er Klavierunterricht ertheilte, in unanständiger Weise berührt hatte. Das Gericht verurthcilte den Lüstling ein em Jahr Gefängniß. dr Vom Platze weg wurde gestern im Saale der 136. Abtheilung �ves Schöffengerichts der Mechanikergehilfe Wagner verhaftet, der verdächtig war, in frivoler Weise einen Meineid geleistet zu haben. Wagner war in einer recht unbedeutenden Anklage wegen Bcamtenbeleidigung als Zeuge geladen worden und setzte sich mit seinem Zeugniß zu gunsten des Angeklagten in einen ganz aus fallenden Gegensatz zu den Bekundungen der übrigen Zeugen. Vergeblich hielt der Vorsitzende dem Zeugen wiederholt die Bedeutung des Eides vor uud ermahnte ihn ernstlich, sich wegen einer solchen Lappalie, bei welcher schließlich für den Angeklagten eine Geldstrafe von 30 M. herauskam, nicht unglücklich zu inachen. Wagner verblieb trotz dieser Einivirkungen bei seinen Bekundungen, die er schließlich auch beschwor. Die Folge war, daß der Gerichts- Hof beschloß, ihn wegen dringenden Verdachts des Meineids in Untersuchungshaft zu nehmen. Unter der Anklage der Untreue hatte sich gestern der Aukttonator Max Bau ni gart vor der zlveiten Ferienstrafkammer des Landgerichts I zu verantworten. Der Schriftsteller Dr. L. hatte aus seinem Hause einen Ladentisch und ein Regal wegzuschafs setzte sich mit dem Angeklagten wegen Versteigerung dieser stände in Verbindung. Er betonte bei den Verhandlungen ausdrück- lich, daß der Ladentisch in keinem Falle unter 60 M. losgeschlagen werden solle. Der Angeklagte sagte dies zu und versichette, daß außer den 6 pCt., die er von dem Erlöse für seine Bemühungen in Abzug bringe, Unkosten irgend welcher Art nicht entstehen sollten. Auf grund dieser Verabredungen wurden die beiden Gegenstände durch den eigenen Wagen des An- geklagten in dessen Geschäftsräume gebracht und dem Dr. L. wurde eine baldige Benachrichtigung über die Abwickelung des Geschäftes in Aussicht gestellt. Er wartete auf eine solche längere Zeit ver- geblich, forderte den Augeklagten wiederholt zur Abrechnung auf, erlangte diese aber erst, nachdem er dem Angeklagten' ernste Schritte in Aussicht gestellt hatte, falls dieser seiner Ver- pflichtung nicht nachkommen sollte. Die Abrechnung erregte das lebhaste Staunen des Dr. L. Der Angeklagte hatte danach nicht nur den Ladentisch weit unter der festgesetzten Grenze von 60 M. losgeschlagen, sondern außer den 5 pCt. auch noch Summen für Transport, Inserate und dergleichen in Abrechnung gebracht, so daß als Gesammterlös nur der Betrag von 26 Mark übrig blieb. Diese Art der Aufrechnung erschien dem Auftraggeber so eigenartig, daß er die Strafanzeige erstattete. Der Augeklagte bemühte sich vergeblich, nachzuweisen, daß er vollkommen in feinem Rechte sei. Der Gerichtshof hielt den Thatbcstand der Untreue für vorliegend und verurtheilte den Angeklagten zu 14 Tagen Gefängniß und 50 M. Geldstrafe. Wiederum war die erste Ferien- Strafkammer gestern in der Lage, über einen M e s s e r st c ch e r eine höchst empfindliche Strafe zu verhängen. Der Angeklagte, Arbeiter Fähnrich, feierte am 29. März ini Hauffffchen Schanklokal in der Rüdersdorferstraße seinen Geburtstag. Außer den Gebuttstagsgästen, denen Bier und Schnaps in ausreichendem Maße gespendet ivurde, befanden sich noch einige andere Personen in dem Lokale, die von der Geburtstags-Partei bald in einen heftigen Streit hineingezogen wurden. In der Brust des Angeklagten übte der Muth plötzlich eine gewaltige Spannkrast ans und tttcb ihn an, wiederholt damit zu prahlen, daß er die Gegner einfach Über den Haufen stechen Ivürde. Die Drohung wurde nicht ernst aufgefaßt, vom Angeklagten aber bald darauf ivahr gewacht. Als der Wirth des Lokals Feierabend geboten hatte, setzte Fähnrich den Lärm auf der Straße fort, so daß sich der Tischler Keuche! ver- anlaßt sah. ihm gut zuzureden, daß er ruhig nach Hause gehen möchte. Dabei kam Keuche! dem Angeklagten wohl etwas zu nahe an den Leib, denn letzterer gerieth plötzlich in eine hochgradige Wuth, zog ein Messer und drang damit auf Keuche! ein. Er brachte ihm außer mehreren kleineren Verletzungen an der Hand und am Arm auch einen Messerstich bei, der ziemlich tief in die Brusthöhle drang, ohne glücklicherivcise die Lunge zu verletzen. Der stark blutende Ver- wundete mutzte sofort in ein Krankenhaus gebracht werden und ist vier Wochen lang arbeitsunfähig gewesen. DerAngeklagte hat sich am nächsten Tage noch' seiner Heldenthat gerühmt.— Der Staatsanwalt war zu der' Ansicht, daß den Angeklagten, der nicht wie ein Mensch gehandelt, �-Midern wie eine Bestte gewiithct habe, eine sehr hohe Strafe treffen müsse und beantragte zwei Jahre Gefängniß. Der An- geklagte bat, auf seme bisherige völlige Unbescholtenheit und seine Familie Rücksicht zu nehmen. Der Gerichtshof war aber der Mei« nung, daß solche Messerhelden in keinem Falle eine milde Beurtheilung verdienen und erkannte nach dem Antrage des Staats- a n w a l t s. Der in Haft genommene Angeklagte trat seine Strafe sofort an. Wege» Beleidigung des antisemitischen Redaftcurs Sedlatzeck ist auf dessen Privatklage gestern der Redakteur der Charlottenburger „Neuen Zeit", Herr Engel, zu 150 M. Geldstrafe verurtheilt worden. Die angebliche Beleidigung wurde in einem Artikel gefunden, der sich mit der resp. Meinung des Sedlatzeck, daß die Juden zu Ostern Christenblut brauchen, ungebührlich ernsthaft beschäftigte. Briefkasten der Redaktion. Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre(zwei Buchstaben oder eine Zahl) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag uud Donnerstag von« bis 7 llhr abends statt. K. S. Das Eisenbahnunglück in Steglitz war am 2. September 1882. H. M. An der Jannowitzbrückc. I. I. 189«. Ist selbstverständlich nicht wahr. Konsin 4. I.Eheverbote. Konsin und Konstne dürfen einander heirathen. Verboten ist die Ehe zwischen o.) Verwandten in auf- und ab- steigender Linie(Grobeltern, Eltern, Kindern), d) voll- und halbbürtigen (Sticf-) Geschwistern, o) Stiefeltern und Stiefkindern, Schwiegereltern und Schwiegerkindern, ä) Personen, von denen die eine adoptirt(an Kindesstelle angenommen) hat. 2. Zwecks Auseinandersetzung mit Ihren minder- jährigen Kindern erster Ehe richten Sie ein Schreiben etwa folgenden In- Halts an das Amtsgericht:„Meine Eheftau ist am.... gestorben. Aus der Ehe mit ihr sind folgende Kinder am Leben:.... Ich wünsche mich wieder zu verheirathen. Deshalb beantrage ich Anseinandersetzungstermin anberaumen zu wollen. Als Theilungspsteger schlage ich vor:....... Ich will der Erbschaft zu gunsten meiner Kinder entsagen."— A. B. Fa. — 53. O. H. Wenn Sie nicht etwa den Hund verschenkt haben, so gehört er Ihnen als Käufer; es ist nicht klar, wie darüber Zweifel entstehe» konnten.— G. E. IVO. Sie müssen nachweisen, daß Ihr Vater unbekannt wo? lebt. Erst dann tritt an stelle der väterlichen die mütterliche Ge- nehmigung.— F. M. S4SS. Wenn im Bettrag nicht daS Gegentheil steht: zu 1: nein, zu 2: der Wirth. Für den Inhalt der Juferate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Urania Tanbenstr. 48/49. Täglich: Sonntag, den 4. Septbr: Vom Matterhorn z. Jungfrau. Freie Volksbühne.( Leffing= Theater.) Galeotto. 1. Ab: theilung( rothe Karten). Anfang nachm. 23 Uhr. Opernhaus. Mignon. Anf. 72 Uhr. Montag: Der Prophet. Schauspielhaus. Der Raub der Sabinerinnen. Anfang 72 Uhr. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr Montag: Die Braut von Meffina. Passage- Panopticum. Deutsches. Johanna. Anf. 71/2 Uhr. Nachut. 22 Uhr: Die versunkene Gloce. Montag: Johannes. Lessing. König Heinrich V. Anfang 71% 11hr. Montag: Jm weißen Möß'L Berliner. Der Pfarrer von Kirchfeld. Anfang 72 hr. Nachut. 2 Uhr: Gebildete Menschen. Montag: Faust.( 1. Theil.) Neues. Reichsfürst und Landesherr. 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Volks Theater im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Novität! Neu! Neu! Unser Junge. Posse mit Gesang v. E. Braune. Wochentags 8 Uhr. Gr. Ausstattungsposse mit Gesang it. Ueber Band und Das Paradies der Frauen. ang Sonntags 6 Uhr. Tanz in 6 Bildern mit vollkommen Entree: Wochentags 20 Pfennig. Anfang 8 Uhr. Nachut. 4 Uhr: Die beiden Waisen. Montag: Demi- Monde. Belle Alliance. Ueber Band und Meer. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Kabale und Liebe. Montag: Ueber Land und Meer. Oftend. Dorf und Stadt. Anfang 72 11hr. freier Benutzung von Blum u. Toché's " Madame Satan" von Jul. Freund, Mufit von Jul. Einödshofer u. Bertr. Sänger. In Szene gesezt vom Dir. Sonntags 40 Pfennig. Die Direktion: Aug. Kolig. ActienNachm. 3 Uhr: Hero und Leander. Richard Schuit. Der choreographische Brauerei Friedrichshain Montag: Dorf und Stadt. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg: lich geöffnet von 10 Uhr vor: mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 thr: Stern warte, Operutelephon. Apollo. Spezialitäten- Vorstellung. Anfang 71/2 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Baffage Panoptikum. Speziali täten- Vorstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonntag: Hamlet. Montag: Hamlet. Dienstag: Hamlet. Central Theater Direktion: J. Ferenczy. Die Geisha ober: Eine japanische Theehaus: Geschichte. Operette in 3 Aufzügen v. Owen Hall. Mufit von Sidney Jones. Deutsch von C. M. Nöhr und Julius Freund. In Szene gefegt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapellmstr. E. Goldmann. Kaffen- Eröffnung 62, Anfang 7%, Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Theil v. Balletmeister Louis Gundlach. Debuts: Betty Stojan, Gisela Fischer, Ida Feledi, Ed. Steinberger, Wilhelm Bauer, Guido Thielscher. Preise der Plätze: Prosceniums: Loge 10 M.. Orchesterloge 7,50 M., BaltonToge 6 M., Prosceniumsloge I. Nang 4 M., I. Rangloge 4 M., Orchester Fauteuil 4,50 W., Barket- Fauteuil 3 M., Parfet 2 M., Balfonsiz 2,50 M., I. Rang Fauteuil 3 M., I. Nang Sperrsiz 2,50 M., I. Rang 2 M., Steh- Parterre 1,50 M., Balfou- Promenoire 2 M., I. Rang Promenoire 1,50 9. L. Rang- Bromenoire von 9 1hr ab 1 M. Die Tageskaffe ist von 10 Uhr vormitt. früher Lips. Am Königsthor. Jeden Sonntag: Grosses BergterKonzert Kapelle des 4.Garde- Reg. zu Buk. Anfang 5 Uhr. Entree 15 Pf. In den Nebensälen: Tanzkränzchen. bis nachts 11 Uhr geöffnet. Der Concerthans Billet Vorverkauf findet statt:„ In valtbendant", Unter den Linden 24, und Künstlerdant", Unter den Binden Nr. 69. Morgen u. folgende Tage: Das Paradies der Frauen. Alle Restaurationsräume im Parterre und I. Rang, die Salons apart und die American Bar stehen unter Leitung des Hoflieferanten 2. Schauerté. Anfang der Vorstellung 28 Uhr. Ende 11 Uhr. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Nachmittags 3 Uhr zu kleinen Preisen: I.eipzigerstr.No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett und Humoristen. Anfang 8 Uhr, Sount. 7 Uhr. Entree 30 Pf., 50 Pf., 1 M. Reservisten im Biwak. Aus Frankreich zurück. Elysium Othello, der Mohr von Venedig Landsberger Allee 40-41. Trauerspiel in 5 Aufzügen von W. Shakespeare. Abends 8 Uhr: Seine Puppe. Boltsstück in 3 Atten nach dem Französischen v. Max Schönau. Mufit von Fritz Krause, Sterauf: Auftreten des ersten, deutschen Verwandlungsschauspielers Oftend- Carl Weiß- Theater. A. Angeloti in feiner TragiGr. Frankfurterstr. 132. Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Atten von Ch. Birch Pfeiffer. Anfang 72 Uhr. Nachmittags 3 ühr( fleine Preise): Hero und Leander. Trauerspiel in 5 Aften von Grillparzer. Montag: Dorf 1. Stadt. Dienstag: Sie ist wahnsinnig. Der Geigenmacher von Cremona. Mittwoch, zum 1. Male: Schluntz sel. Wittwe. Gesangsburleste von Haneld. Für das Ostend Carl Weiß- Theater Entdeckt! Zum Schluffe: Sinfonia Cosmopolita. Montag: Seine Puppe- Angeloti. Apollo- Theater. Friedrichstr. 118. Otto Reutter Consuelo Tortajada bearbeitet von J. Dill, Mufit von Les Minstrels Parisiens G. Steffens. Ostend- Theater- Konzert- Garten: Letzte Spezialitäten- Vorstellung. Auftreten neuer Spezialitäten. Anfang 4 Uhr. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Novität! Täglich: Novität! Die Kiebige. Große Ausstattungspoffe mit Gesang und Tanz. Nen! Neu! Neu! Meta's Verlobung. Schwant in 1 Att. Gesammtanftreten des durchweg neuengagirten Künstlers und Spezialitäten- Personals. Anfang: Wochent. 7% Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf, und 15 hervorragende Debuts. Kasseneröffnung 6 Uhr, Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Ostbahn Park. Am Küstriner Play. Direttion: H. Imbs. Täglich: Konzert, Theater und Spezialitäten- Vorstellung. Anfang des Konzerts: Wochent. 5 Uhr, Sonntags 4 Uhr. Bei ungünstiger Witterung finden die Vorstellungen im groß. Saale statt. Nach der Vorstellung: Grosser Ball. Meine neuerbauten Festfäle stehen Vereinen zur Verfügung. Jeden Sonntag: BALL. Ende 2 Uhr. Anfang 4 Uhr. NB. Meine Säle sind noch an Sonn abenden im Okt.- Dez. frei. C. Eisermann. Victoria- Brauerei. Lützow Strasse 111/112 Vorletzte Sonntags Soirée! 9 Nur noch bis Sonntag, 11. September: Max Kliem's Commer- Theater, Safeuhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Neues Programm: = Wienecke's Zwerg Theater. Mackwell, Froschmensch. Benedetti, mitator. Edler von Metz, Transformations: tünstler. Bertoletti, Jongleuse. Max Grabow, Romifer. Elsa Rotti, Chansonnette. ,, Das Täubchen von Quedlinburg", Voltsstück mit Gesang. Am KönigsThor, Haltestelle der Ringbahn. In den Festsälen: Grosser Ball. Die Kaffeküche ist geöffnet. Max Kliem. Schweizer Garten. Am Friedrichshain. Haltestelle der Ringbahn. Täglich: Theater- u. Spezialitäten- Vorstellung. Im grossen Saale: Damentanz und Ball. Abden. Die Frauen- Garde. Gr. Ausstattungs- Burleske mit Gesang und Tanz. Den Vereinen empfehlen wir für die Wintersaison unsere renovirten, 300 bis 800 Personen fassenden Säle zu ihren Privatfestlichkeiten. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. Nur noch kurze Zeit!!! CARL HAGENBECK'S INDIEN Sonntag, den 4. September, nachm. 8 Uhr 30 Min. in der Arena: Erster grosser Ringkampf Indischen Ringer Beludschistan zwischen dem Mhabool Khan vom Hofe des Fürsten von Ringkämpfer Hen F. Böttcher, Mitglied d. Ringsportvereins ,, Willi Haus", Dauer des Ringkampfes 15 Minuten. Schaustellungen in der Riesen- Arena: 4, 6, 8 Uhr. Schluss der 6 Uhr- Schaustellung: Brahminen- Hochzeit. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Fey's Gesellschaftshaus Brunnenstr. 184. 58772* Jeden Sonntag: Ball. Jeden Donnerstag: Kränzchen für Bäcker. Zu Vergnügungen und Versammlungen empfehle meinen Saal, G. Fey. bis 500 Personen fassend Bereinen. Franke's Speisehalle Große Frankfurterstr. 73( an der Kaiserstraße). 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Sept.: Erfte Soiree in den Reichshallen. Sumoristisch orchestraler Er. öffnungs- Feftprolog b. Meysel. Konzezt des Reichs allen- Orchesters ( Kapellmeister May Schmidt). Billets vom 12./9. ab an der Tagestaffe in den Reichshallen 11-1 Uhr. Täglich: Frei- Konzert. Sonntags: Konzert, Theater Spezialitäten- Vorstellung. Im Gaal: Ball. Achtung! 56509* 3 Die Sonntage der Winter Saison find an Theater- Vereine zu vergeben. Fritz Nagel. Moabiter Klubhaus, Beusselstr. 9. Empfehle meinen großen Saal, Vereinszimmer f. 20-80 Personen, Restauration. Mittags: u. Abendtisch. Jeden Sonntag: Grosser Ball. 4951L* Carl Fischer. Louisen- Hof, Buckowerstr. 9, Ecke Dresdnerstr. Verkehrslokal 52912* ber Arbeiter Bildungsschule. Empfehle meine geräumige Restauration und zwei Säle, 150-200 Per: sonen faffend, für Versammlungen und Festlichkeiten. Gegen 80 Zeitungen liegen aus. pr. Elbertin& Co. 3. B.: Ludwig Lang. Flora- Säle 1000 Perf. faff. Elektr. Beleuchtung. Besizer: Bernh. Nieft, Weberstr. 17. 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September, mittags 12 hr: Kreis- Versammlung Achtung! Jolirer und Rohrumhüller. Achtung! Begräbniß- Anzeige. Die Beerdigung meiner lieben Frau Montag, den 5. September, abends 82 Uhr, im Vereinslokale des Herrn C. Schöning, findet Montag Nachmittag 4 Uhr statt. Köpenickerstraße 68: Mitglieder Versammlung. Tagesordnung: 1. Vortrag 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Zahlreiches Erscheinen sämmtlicher Kollegen erwartet bei Herra Weigel, Rummelsburg, Türrschmidtstraße 45 Berliner Arbeitervertreter- Verein. ( Ecke Goethestraße). Tages Ordnung: 1. Bericht und Abrechnung von der Reichstagswahl. 2. Brandenburger Provinzial- Konferenz, Anträge und Wahl der Delegirten zu derselben. 3. Betheiligen wir uns an den Landtagswahlen? Berichterstatter Reichstags= Abgeordneter Arthur Stadthagen. 4. Stellungnahme zunt Stuttgarter Barteitag, Anträge und Wahl der Delegirten zu deniselben. Berichterstatter Reichstags- Abgeordneter Arthur Stadthagen. Die Vertrauensmänner der angrenzenden Ortschaften werden dringend ersucht, Deputationen zur Versammlung zu entfenden. Die Versammlung ist von großer Wichtigkeit und werden daher nochmals die Genofsinnen und Genossen um recht zahlreiches und pünktliches Erscheinen gebeten. Der Vertrauensmann. Am Dienstag, den 6. September, abends 8½ 1hr: 08 Versammlung bei Buste, Grenadierstr. 33.2T Tages Ordnung: 1. Situationsbericht über das neu zu errichtende Sanatorium refp. den Neubau desselben der Juvaliden- und Altersversicherungs- Anstalt Berlin. 2. Bericht aus den amtlichen Nachrichten( Rundschreiben). 3. Verschiedenes. Gäste willkommen. Um pünktliches und zahlreiches Erscheinen ersucht 53/9 Der Vorstand. ig. Dienstag, den 6. September 1898, Sozialdemokratischer Wahlverein für den 2. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Mittwoch, den 7. September, abends 8 1hr: Oeffentl. Dersammlung im Lokale des Herrn Zühlke, Dennewitzftr. 13, Tages Ordnung: 1.„ Die Agrarier, die Börse und die Reichsbank." Referent: Dr. Alfred Bernstein. 2. Disfuffion. 3. Vereinsangelegenheiten. ( Säfte haben Zutritt. 238/ 16* Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Often). Versammlung abends Oeffentl. Versammlung der Schneider u. Schneiderinnen Berlins Sin r. 20.7160 in den Armin- Hallen, Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Berichterstattung über den Kongreß. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vertrauensmann: H. Stubbe. 162/10 Verein deutscher Schuhmacher. Versammlungen am Dienstag, 6. September, abends 8 1hr, in Keller's Festfälen, am Montag, den 5. Septbr., abends 8½ Uhr. Koppenstr. 29. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. med. Weyl: Das Naturheilverfahren gegenüber der medizinischen Behandlung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Versammlung wird präzise eröffnet. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 243/7 Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Dienstag, den 6. September, abends 8% Uhr: Versammlung in Dahse's Lokal, Brunnenstraße 152. Tages Ordnung: V 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Vereinsangelegenheiten. Rege Betheiligung der Mitglieder ist Pflicht. 14 Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. D. D. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Zahlstelle Schöneberg. Sonnabend, den 10. September 1898, in Stein's Klubhaus, Hauptstraße 5/6: Erstes Stiftungs- Fest. Zahlstelle I bei Feind, Weinstr. 11. Bahlstelle II bei Lange, Dragonerstr. 15. Bahlstette III im Clubhaus, Jägerstr. 69. Bahlstelle IV bei Roll, Adalbertstr. 21. Vortrag des Genossen Metzner fiber Das neue Innungsgejes". Allee 150. Bahlstelle Friedrichsberg bei Waklawiak, Fr Bahlstelle Schöneberg bei Obst, Grunewaldstr. 110. Frankfurter 272/1 Der Vorstand. August Dittmann. 267/8 Verein der Zimmerer Unserem Stammbuditer Carl Böhland 3. Heut. Wiegenfeste ein dreifach donnerndes Hoch! daß die Schillers u. Krummestraßen- Ecke u. alle Berlins u. Umgegend. Codes-Anzeige. Am Freitag Abend 12 Ühr verstarb unser Mitglied, der Zimmerpolier Unfen wadeln. Mehrere Stammgäste. Richard Zinn. Erklärung. Bezugnehmend auf das unklare Ehre seinem Andenken! Inserat im Vorwärts" vom 1. 9. von Die Beerdigung findet am Montag, Frau Hoffmann Sorauerstr. 14, in den 5. September, nachmittags 4 Uhr, erkläre ich, daß für den Ehemann Pauls- Kirchhof, Seestraße, statt. welchem mein Name erwähnt wurde, von der Charitee aus nach dem ersterer meinerseits weder Gelder auf- Um zahlreiche Betheiligung ersucht bewahrt noch verwaltet werden.[ 7776 257/19 Ludwig Tolksdorf. Görlitzerstr. 58. Ich Unterzeichneter erkläre das Ge rücht, welches über mich verbreitet ist, daß ich die Sozialdemokratie refp Arbeiterpartei beleidigt oder in irgend einer Weise herabgewürdigt habe, für eine Verleumdung, welches durch die Bengenaussagen bewiesen ist. Alt- Glienicke, den 29. August. Der Vorstand. Danksagung. Allen Freunden und Bekannten, fowie den Kollegen in den Allgemeinen Elektrizitäts Werken, Ader Straße, Saal 10a, und dem Deutschen Metallarbeiter- Verband für die rege Theilnahme bei dem Begräbniß meines Bruders Paul Loeser meinen! Dank. C. Witte, Gewirth. innigften Dan Otto Loeser. Achtung! Achtung! Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplätzen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. ( Filiale Berlin I.) Mitglieder- Versammlung am Montag, den 5. September 1898, abends 8 Uhr, in Wilte's Lokal, Andreasstr. 26. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Pörsch über" Die foziale Bewegung der Gegenwart". 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches. Der Vorstand. 82/14 Rabatt- Spar- Verein Norden". 8 Bablilelle Weissensee b. Pfeifenmüller, König- Chauffee. 38. Sente, Sonntag, den 4. September, nachm. punkt 2 Uhr, Bahlstelle Charlottenburg bei Bayer, Wallstr. 96. In sämmtlichen Versammlungen: Wahl der Delegirten zur ProvinzialKonferenz. Montag, den 5. d. M., nachm., Zahlstelle IV( Süd- Ost) Slugblattverbreitung. Kollegen, welche fich baran betbeiligen können, werden ersucht, sich heute, Sonntag, vorm., bei Köhler, Admiralstr. 16, H. II bei Galdah zu melden. Die Bevollmächtigten. Verband der Tapezirer! Filiale Nord. Montag, den 5. September 1898, abends 9 Uhr, bei Gründet, Brunnenstraße 188: Versammlung. Vortrag. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Filiale Slid. im ,, Kösliner Hof", Köslinerstr. 8: Ausserordentliche General- Versammlung. Tagesordnung: Neuwahl des Vorstandes. Mitglieder! Wir ersuchen Euch, tm Intereffe des Vereins frühzeitig zu erscheinen, um endlich die Wahl des Vorstandes vornehmen und eventuell dann die Spargelder regelrecht vertheilen zu können. Im ähnliche Vorkommnisse wie in der letzten Versammlung zu vers Mittwoch, den 7. September 1898, abends. 9 1hr, bei 3ubeit, meiden, kann auf jedes Mitgliedsbuch nur eine Person zugelaffen Lindenstraße 106: 178/3 Versammlung. Bortrag. Diskussion. Vereinsangelegenheiten. Die Ortsverwaltungen. Zertilarbeiter! Anfang 8 Uhr. Entree: Herren 50 Pf., Damen 25 Pf. Tanz frei. Montag, den 5. September 1898, abends 8 1hr, im Lokale des 107/3 Das Komitee. Arbeiter u. Arbeiterinnen Charlottenburgs. Dienstag, den 6. September, abends 8 Uhr, im Saale der Gambrinus- Brauerei, Wallstraße 94: Große öffentliche Versammlung aller Fabrik-, Silfsarbeiter und-Arbeiterinnen. Tagesordnung: 1. Wie verbessern wir unsere Lohn- und Arbeits: verhältnisse?" Referentin: Genossin Frau Greifenberg. 2. Dis fussion. 3. Misstände in der Cichorien und Seifenfabrik von M. Gottschalk Söhne, Tegeler Weg. 4. Verschiedenes. Herrn Stechert( früher Joël), Andreasstr. 21: Oeffentliche Versammlung aller in der Weberei und Wirferci beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Albin Reichelt( Burgstädt) über:„ Erfüllt die Gewerkschafts- Organisation trotz der zuschends wachsenden Macht des 2. Diskussion über die Verhältnisse bei der Firma Felix Landé und Rudolf Baader. unternehmerthums immer noch im vollen Make thre Aufgabe?" 3. Verschiedenes. Das Agitations: Komitee der Provinz Brandenburg. J. A.: Max Sander, N.O., Höchstesir. 11. 197/20 werden. 267/09 Männliche Mitglieder, welche in der Versammlung als Ordner fungiren wollen, werden ersucht um 12 1hr sich bei Fritz Schröder oder Hermann Tauschel, Wiesenstraße, zu melden. Die Geschäfts- Revisionskommiffion. J. A.: C. Bogel. Ohne Mitgliedsbuch kein Zutritt. Baugesellschaft Freireligiöse Wohlfahrt. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Geschäftslotal: Berlin O., Blumenstr. 14. Fernspr.: Amt VIII. 3928. beschauer Wilhelm Mohs und Tischlermeister Heinrich Peege, Geschäftsführer: Verlagsbuchhändler Adolph Hoffmann, Fleischsämmtlich in Berlin. 7766 Achtung! Studateure. Achtung! Arbeiter und Arbeiterinnen! Gedenkt Eurer Bricht, indem Ihr zahlreich Verband d. Graveure u. Ciseleure Deutschlands. montag, den 5. September, abends 8 Uhr, im Lokal ( Filiale Berlin.) und pünktlich in dieser Versammlung erscheint. Insbesondere werden die Arbeiter und Arbeiterinnen der Cichorien und Seifenfabriken Charlotten- Dienstag, den 6. September, abends 8% Uhr. im neuen Vereinssaal, burgs zu dieser Versammlung eingeladen. 64/17 Der Einberufer. Emil Schumann, Berlin, Kolbergerstr. 23. Hausdiener! Vacker! Kutscher! Mitglieder des Verbandes aller im HandelsDresdenerstr. 45: Filial- Versammlung. Tages Ordnung: 19 1. Geschäftliches. 2. Vortrag über Gewerbegerichte. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 75/10 Die Ortsverwaltung. N.B. Heute, Sonntag, findet die Besichtigung der Späth'schen Baum Baumschulenweg. Am 12. November d. J. findet im Konzerthaus Sanssouci ein Wintervergnügen statt. · Billets zur Kunst- Ausstellung noch vorräthig. und Transportgewerbe beschäftigten Hilfsarbeiter Berlins. chute statt. Abfahrt 12 Uhr nachmittags vom Schleſtſchen Bahnhof nach Arbeitsnachweis: Kommandantenstr. 25, I. Dienstag, 6. September, abends 8 Uhr: des Herrn Buske, Grenadierstr. 33: Oeffentl. Derlammlung. Tages Ordnung: 1. Unser Streitfonds. 2. Wahl der Werkstatt- Delegirten. 3. Auss gabe der Karten und Marken. 4. Ergänzung der Lohnkommission. 5. Verschiedenes. 173/14 Es ist Pflicht eines jeden Kollegen, pünktlich zu erscheinen. Der Vertrauensmann. Bildungsverein ,, Mehr Licht!" Heute, Sonntag, abends 7 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstr. 75: Gr. Versammlung Arbeiter u. Arbeiterinnen Berlins. Bortrag des Gen. Ad. Hoffmann: Auf was wir stolz find. in den Armin- Hallen( großer Saal), Kommandantenstr. 20. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Rechtsanwalt Dr. Skolny über: Ausgewählte Gebiete aus dem Bürgerlichen Gesetzbuch. 2. Diskussion. 3. Die Be handlung und Ausbeutung der Hansdiener bei der Firma Jandorf. 4. Geschäftliches. 75/11 wichtig ist. Auch können in der Versammlung Kollegen dem Verbande beiDer Vorstand. sich erscheint zahlreich und pünktlich, da die Tagesordnung treten. Achtung! Buzzer. Achtung! Mittwoch, den 7. September 1898, abends 7 1hr, im Saale der Urania, Wrangelstraße 11: 3. Wander- Versammlung der Buzer Berlins und Umgegend für den Often, Nordosten und Südosten. Tagesordnung: Bericht der Kommission nnd Antrag derselben. Kollegen! Da es Pflicht eines jeden Kollegen ist, seine Meinung über unsere wirthschaftlichen Verhältnisse sachlich auszusprechen, um in der Haupt Versammlung diesbezügliche Beschlüsse fassen zu können, ersuchen wir die Kollegen aus dem Osten, Nordosten und Südosten, recht zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Die Lohnkommission. Frauen- u. Mädchen- Bildungsverein Rixdorf. Mittwoch, den 7. September, abends 8½ lihe: Montag, den 5. September 1898, abends 8½ 1hr, im Kolberger Salon, Kolbergerstr. 23: Große öffentliche Versammlung aller Fabrik, Hilfsarbeiter und Arbeiterinnen. Tages Ordnung: 1. ,, Die elenden Lohn- u. Arbeits- Verhältnisse der in Pappen: Fabriken und Lumpenfortir Anstalten beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen." Referentin: Genossin Frau Greifenberg. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Arbeiter und Arbeiterinnen! Gedenkt Eurer Pflicht und erscheint zahlreich und pünktlich. Insbesondere werden die Arbeiter und Arbeiterinnen, welche in Pappen- Fabriken und Lumpenfortir- Anstalten beschäftigt sind, zu dieser Versammlung eingeladen. Der Einberufer. Emil Schumann, Kolbergerstr. 23. 64/16 Achtung! Manrer. Achtung! Dienstag, den 6. September, abends 8 1hr, in der Tonhalle, Friedrichstraße 112: Ordentliche Mitglieder- Versammlung Diskussion. Nach dem Vortrage: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Der Vorstand. 120/18 Achtung! Dekateure und Seiler. Dienstag, den 6. September, abends 8 Uhr, im Lokale des Herrn Feind, Weinstr. 11: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Albin Reichelt Burgstädt über: Erfüllt die Gewerkschafts- Organisation trotz der zusehends wachsenden Macht des Unternehmerthums immer noch in vollem Maße ihre Aufgabe? 2. Diskussion. 3. Wahl des Vertrauensmannes der Defateure. 4. Verschiedenes. 58/3 Achtung! Britz. Achtung! Sonntag, den 4. September 1898, im Lofale Rosen- Sce- Terrasse, Brit, Chauffeestraße 64-70: des Vereins zur Wahrung der Intereffen der Maurer Gr. Arbeiter- Volksfelt Berlins und Umgegend. Tagesordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille über: Der Stampf ums Dasein in der Gedankenwelt." 2. Distuffion. Mitglieder- Versammlung 3. Bericht des Ausschusses über die in der legten Bersammlung angenommenen Anträge. im Saale des Herrn Christoph, Steinmetzstr. 54. Tages Ordnung: New! 3/9 Der Vorstand. Neu! bestehend in Vokal- und Instrumental- Konzert unter gütiger Mitwirkung des Musikvereins Vorwärs"( Nixdorf), des Arbeiter- Gesangvereins„ Britz“ und„ Treu und Einigkeit" zu Rigdorf( Mitglieder des Arbeiter- Sängerbundes). Bei eintretender Dunkelheit: Kinder: Fackelpolonaise, wozu jedes Kind eine Stocklaterne gratis erhält. Auftreten von Spezialitäten. Jm Saale: Grosser Ball, Anfang 4 Uhr. Entree 20 Bf. Hermann Klos. Hierdurch allen Freunden und Genossen zur 1. Vortrag des Fräulein Haase über:„ Die wirthschaftliche Lage der Nachricht, daß ich Gartenstraße 50 cin arbeitenden Klassen." 2. Distusfion. 3. Vereinsangelegenheiten und Ver Weiss- und Bairischbier- Lokal schiedenes. Gäste willkommen. eröffnet habe. 2 Vereinszimmer sind zu vergeben. Der Vorstand. 59072*] Täglich Zitherkonzert. Achtungsvoll Karl Risch, Rundmacher. Verantwortlicher Redakteur: R. Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Um zahlreichen Besuch bittet Montag, Dienstag, Mittwoch Tändelschürzen, abgepasst, Kreppstoff 60 in Farben Kleiderparchend, 38 Pl. Wirtschaftsschürzen, repe Form gemustert, Meter weiss, mit Pf. 60 Batist- Taschentücher, 2.70 90Pf. Wirtschaftsschürzen, Achselband 1 Mk. Morgenrockstoffe, 42 Pl. 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Eine interessante Statistik über die Bewegung der orts üblichen Tagelöhne in den preußischen Großstädten veröffentlicht der Parteigenosse Richard Calwer in der Leipziger Erwachsene Arbeiter Volkszeitung": Um die Bewegung beffer kenntlich zu machen, sind drei Jahre gewählt, die ziemlich weit auseinander stehen, das Jahr 1884, das Jahr 1892 und das Jahr 1898. Während nun im allgemeinen von 1884 bis 1892 ein Fortschreiten der Löhne nach oben ziemlich allgemein bemerkbar ist, sind sie seit 1892 fast durchweg gleich geblieben. S Jugendliche Arbeiter 1898 Großstädte männliche weibliche männliche weibliche 1884 1892 1898 1884 1892 1898 1884 1892 1898 1884 1892 Berlin 2,40 2,70 2,70 1,50 1,50 1,50 1,30 1,30 1,30 1,00 1,00 1,00 Aachen • 2,00 2,10 2,10 1,20 1,40 1,40 1,00 1,10 1,10 0,70 0,80 0,80 Altona 2,50 3,00 3,00 1,00 2,00 2,00 1,00 1,00 1,00 1,00 1,00 1,00 Barmen 2,40 2,40 2,40 1,50 1,50 1,50 1,00 1,00 1,00 0,80 0,80 0,80 Bremen 2,50 3,00 3,00 12,00 1,75 1,75 9 1,25 1,25 1,25 1,25 1,00 1,00 Breslau 1,60 2,00 2,00 1,00 1,10 1,10 0,80 1,00 1,00 0,60 0,80 0,80 Charlottenburg 2,00 2,50 2,50 1,00 1,50 1,50 0,75 1,00 1,00 0,50 0,75 0,75 Danzig 1,80 1,80 1,80 1,25 1,00 1,25 0,65 0,65 0,55 0,55 0,50 0,55 Dorimid 2,00 2,00 2,00 1,40 1,40 1,40 1,20 1,20 1,20 0,80 0,80 0,80 Düsseldorf 2,40 2,40 2,40 1,50 1,50 1,50 1,20 1,20 1,20 0,80 0,80 0,80 Elberfeld 2,40 2,40 2,40 1,50 1,50 1,50 1,00 1,00 1,00 0,80 0,80 0,80 Frankfurt a. M..: 2,40 2,50 2,50 1,70 1,80 1,80 1,40 1,40 1,40 1,00 1,00 1,00 Halle 2,10 2,20 2,20 1,40 1,00 1,10 1,20 1,20 1,20 1,00 1,00 1,00 Hamburg... 2,50 3,00 3,00 1,85 2,00 2,00 1,00 1,00 1,00 1,00 1,00 1,00 Hannover · 2,00 2,40 2,40 1,50 1,50 1,50 1,20 1,20 1,20 1,00 1,00 1,00 Köln 2,50 2,50 2,50 1,50 1,50 1,50 1,50 1,50 1,50 0,80 0,80 0,89 Königsberg. 1,70 2,50 2,00 0,70 1,00 1,00 1,25 1,25 1,00 0,40 0,40 0,40 Crefeld 2,40 2,40 2,40 1,50 1,50 1,50 1,20 1,20 1,20 1,00 1,00 1,00 Magdeburg.... 2,00 2,00 2,00 1,40 1,40 1,40 1,20 1,20 1,20 1,00 1,00 1,00 Stettin 2,00 2,25 2,25 1,00 1,00 1,00 1,00 1,00 1,00 0,60 0,60 0,60 Calwer bemerkt zu dieser Tabelle:„ Die Lage der ungelernten| 84. Jahresbericht des englischen Oberinspektors über die Italie und Arbeiter und damit einer ausschlaggebenden Schicht der deutschen anderen chemischen Fabriken für das Jahr 1897 mit, daß Arbeiterklasse hat sich seit 1892, dieser Statistit zufolge, nicht in diesem Jahre 8 Fabriken, wo Salpetersäure, Ammoniumsulfat und gehoben. Hätten wir diese Uebersicht für das ganze Deutsche Theerdestillate hergestellt werden, wegen Verunreinigung der Reich, für sämmtliche großen Städte und für sämmtliche Luft gerichtlich verfolgt wurden; auch gegen zwei andere ländliche Kreise vollständig für das ganze Reich zusammen wurde das Verfahren eröffnet, weil sie alle nicht die besten bekannten gestellt, so würde sich, so weit dies in furzer Zeit über- und praktisch durchführbaren Mittel angewendet hätten, um das Enthaupt zu überblicken ist, das nämliche Resultat ergeben weichen schädlicher Gase zu verhindern, oder um diese vor dem Enthaben, nämlich, daß die ortsüblichen Tagelöhne seit 1892 im weichen unschädlich zu machen.(§ 9 des Gesetzes von 1881.) allgemeinen nicht gestiegen sind. Dieses Resultat wirft nun die Wie sieht es in dieser Beziehung in Deutschland aus? Auch Behauptung, die soziale Lage der Arbeiter hätte sich in den letzten hier bedauern die Gewerbe- Aufsichtsbeamten jedes Jahr in ihren Jahren ganz allgemein gebeffert, über den Haufen. Wenn irgendwo, Berichten, daß in den chemischen Fabriken ganz allgemein und so müßte diese Verbesserung in den ortsüblichen Tagelohnsätzen zum notorisch gesundheitsschädliche Gase und Dämpfe auch da nicht geAusdruck gelangt sein. Man kann wohl sagen, daß in einer Reihe nügend durch Ventilation respektive Fabrikationseinrichtung bevon Industrien und Gewerben die Löhne der gelernten Arbeiter sich seitigt werden, was bei besseren Einrichtungen wohl möggebeffert haben. Das große Heer der ungelernten Arbeiter, aus dem lich wäre. heraus erst die Arbeiter der gelernten Berufe aufsteigen und die das Milieu der Arbeiterklasse ausmachen, muß zu den nämlichen Lohnfägen wie 1892 seine Arbeitskraft zum Verkaufe bringen." Regierungrath Storp in Aachen berichtet, daß die Stadt Stolberg sich über Belästigung durch Gasausdünstungen seitens der westlich von der Stadt und unmittelbar über derselben auf einer Anhöhe gelegenen Zint- und Bleihüttenwerke beflage, und giebt zu, daß bei der sehr ungünstigen Lage der Fabriken und bei dem Mangel geeigneter Vorkehrungen zur Beseitigung der vorzugsweise in betracht kommenden schwefligen Säure zu diesen Klagen begründeten Anlaß gegeben" hat. Auf einer Grundfläche von 650 Hektar entwickelten hier innerhalb 24 Stunden 28 Fabriken 34 500 Kilogramm schweflige Säure aus den Kohlen und 51 338 Kilogramm aus den Betrieben, außerdem 750 Kilogramm Salzsäure. „ Die für Erledigung der Angelegenheit wichtige Beantwortung der Frage", schreibt Herr Storp weiter, ob der Betrieb der Anlagen den ertheilten Genehmigungen überhaupt entspreche, wurde in unerwarteter Weise dadurch erschwert, daß die betreffenden Pläne verloren gegangen sind.() Eine Auf legung des in Oberschlesien in der Redehütte zu Rosdzin eins geführten Kallmilch Verfahrens zur Unschädlichmachung derjenigen schweflichen Säure, die nach Einschaltung der Schwefelsäure- Fabritation in den Zinkhütten Betrieben noch restirt, ist hier im Bezirk nicht ohne Bedenken. Denn wenn auch der Preis für Kalt im Stolberger Thal verhältnißmäßig gering ist, so stellen sich doch die Arbeitslöhne erheblich höher, als in Oberschlesien." In ähnlicher Weise stoßen die sanitären Anforderungen, der Kosten wegen, auch in anderen Betrieben, z. B. in Zündholzfabriken, Thomas- Schlackenmühlen, Schwefelsäures, Salpetersäures, und Naphthalinfabrikation u. f.: w. in Deutschland auf Hindernisse, die von den Gewerbe Aufsichtsbeamten vielfach nicht zu beseitigen sind. M Natürlich suchen auch in England die Fabrikanten die schlimme Wirkung der Vernachlässigung der Vorbeugungsmaßregeln abzus leugnen. Sie behaupten u. a. geradezu, daß die in gesetzlich allerdings unzulässiger Weise aus den Fabriken entwickelten Gase statt die Gesundheit der Bevölkerung zu schädigen, einen wohlthätigen Einfluß auf dieselbe geübt hätten, namentlich Majern und Keuchhusten hätten sie gemildert. Die Sterblichkeitsziffer betrug auf in den Jahren: 1893 1894 1895 1896 1000 Einwohner im ganzen Bezirk 16,6 15,6? 14,4 1000 Einwohner im Fabrikantheil allein 10,0 14,0? 9,2 Chlor- Schwefelwasserstoff und anderer Dämpfe auf die Gesundheit Diese angebliche günstige Wirkung der entwichenen Salzsäure, der Bevölkerung ist wohl darauf zurückzuführen, daß in dem Fabriktheil nur gesunde und träftige Menschen Beschäftigung finden und wohnen, Kranke und Schwache dagegen fortziehen, um anderswo Genesung und Unterhalt zu suchen. Mit folchen Gründen aber, wie, die Umbauten seien zu fostspielig, die Arbeitslöhne seien zu hoch, mit denen die Gewerbe Aufsichtsbeamten in Deutschland abgespeist werden, dürfen die englischen Unternehmer nicht kommen, um sich So flagt der Vorsteher der badischen Fabrikinspektion, Ober- von den erforderlich erachteten und praktisch durchführbaren Regierungsrath Dr. Wörishoffer, in Beziehung auf die noch neuen Schußeinrichtungen zu drücken. Auch werden dort die Abzugsin Betrieb befindlichen, die Gesundheit der Arbeiter furchtbar gase nicht nur genau, sondern auch in furzen Zeiträumen auf ihren schädigenden alten Einrichtungen zur Chlorkallfabrikation: Es ist Gehalt an schädlichen Gasen, wie schweftige Säure, Salzsäure, Englischer und deutscher Gesundheitsschuh. Die Maßregeln bis jetzt noch nicht üblich gewesen, daß ein im Interesse der Gesund- Chlor, Naphtha, Schwefelwasserstoff, Arsenivasserstoff ze. untersucht, zum Schuße der Gesundheit der Arbeiter und der in der Nähe der heit der Arbeiter zu beanstandendes, aber weit verbreitetes Ver- für die sämmtlich die zulässige Maximalgrenze in dem Gesetz von Fabriken wohnenden Bevölkerung machen in allen Ländern dort fahren im Wege der Auflage durch ein zur Verfügung stehendes 1881 festgestellt ist, was bei uns noch vollständig fehlt. Halt, wo sie dem Gewinn der Unternehmer zu großen Abbruch einwandfreies Verfahren ersetzt wurde, wenn ziemlich kostspielige thun würden. Indeß ein Unterschied besteht doch. So theilt der| Umbauten die Folge hiervon sein würden." Denkbar größte Billigkeit! Absolute Reellität! 11 Spittelmarkt M. Schneider& Cie Spittelmart 11 Fortlanfender Eingang aller Kleiderstoff- Neuheiten in reichen Sortimenten. Unter anderen besonders hervorragend: . Schleifenstoff- Travers, elegantes reinwollenes Gewebe, in schönsten Farbenstellungen. Phantasie- Matlassé, reinwollenes schönes Ripsgewebe mit erhabenem Punktmuster in vielen neuen Farben.. Matlassé- Travers, entzückende Neuheit mit schönen Seideneffekten, sehr reich und elegant, in allen modernen Nüancen. Granité, einfarbiges, geschliffenes Crepegewebe, reinwollene Qualität, in allen Farben . Mtr. 1 Mk. Mtr. 1,40. B Mtr. 2,40. . Mtr. 90 Pf. In • ·. Jnt!! Teppichen, Möbelstoffen und Gardinen!! enorme Auswahl! Grosse Preisermässigungen! 11 Spittelmarkt M. Schneider& Cie Möbel auf Theilzahl. Oranienstr. 131. von 9,00-80,00. H.& M. Lewent. ohne 2uzahl. Rolante, Lewent.te Zahl. Bed. 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