Einzelpreis 70 Helfer. Redaktion und ei 23 Savličtov And Soldemokrat Telephonom son nachts 67% Telegramm- 2dref Sozialbemotrat, Brag L Havličkovo nám. 32. Boltledamt 57544. Inferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlah. 3. Jahrgang. Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit. Ideologen der Gewalt. Der junge Mensch, der wegen des an dem Finanzminister Dr. Raschin begangenen Mordes zu der außerordentlich harten Strafe von achtzehn Jahren schweren Sterkers verurteilt wurde, hat vor dem Staatsgerichtshof, da er dessen Zuständigkeit bestritt, jede Aussage über die Motive seiner Tat verweigert. In das Gedanken- und Seelenleben des Täters gewährt aber ein Brief Einblick, den sein Verteidiger zur Verlejung brachte, und den man nicht ohne Erschütterung lesen kann. Er drückt die Tragödie dieses jungen Mannes aus, der von dem Gifte der heutigen Zeitverhältnisse infiziert. dem aus der Zeit des Krieges stammenden Samstag, 7. Juli 1923. Bor wichtigen Entscheidungen. London, 6. Juli.( Reuter). Der französische Botschafter hatte am späten Nachmit tag eine Unterredung mit Lord Curzon. Der belgische und der italienische Botschafter waren vorher von Lord Curzon empfangen worden. Einzelheiten über den Inhalt der Unterredungen waren nicht zu erfahren. * Paris, 6. Juli. Ministerpräsident Poincare hat heute vormittag den englischen und amerikanischen Botschafter empfangen. * * Die Leiden des besetzten Duisburg. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost " monatlich.. Kč 16.vierteljabrlid 48.balbjährig ganzjährig 192• ditellung 96. von Manustripten erfolgt nur bei Einfendung der Retourmarten Ericheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh. Nr. 156. Unter der Herrschaft der Banten. Von unserem Wiener Mitarbeiter. Glauben an die Allmacht der Gewalt anhing, Maſſenhaſte Verhaftungen- Mihhandlungen- Franzöſiſche Banteneinbrüche- fulationsmittel wird auf Koſten der Produktion ** ** Neue Refordkurse. Die tschechische Krone: 5361 Mart.- Berbrecherisches Treiben des Balutenschiebergefindels. Gewinn des Bankgewerbes, die ständige Vermeh rung der Banken und ein unerhörter Bankzinsfuß ... Ob Seipel diese Wirkungen erwünscht sind, weiß ich nicht. Er fann nicht anders. Er hat die Sanierung Desterreichs in die Hand des Völterbundes, das heißt der Banken gelegt, die hinter dem Völkerbund stehen. So fommt unt= fere ganze Volkswirtschaft unter die Führung des fremden Leihfapitals. Diese Entwicklung vollzieht fich mit absoluter Notwendigkeit. Unser österrei chisches Bürgertum, das bei dieser Sanierung so begeistert mittut, weiß nicht, daß es seine eigene Zukunft preisgibt. Ein paar Jahre Mitverwallung, und dann wird man die österreichische Bourgeoisie abfertigen. Sie schaueft durch diese Franken von 29.000 auf 30.000 Mart, die Genfer Politik ihr eigenes Grab, aber sic singt die tschechische Krone von 5087 auf 5361 frommen Lieder des Herrn Seipel dazu." Mart. So droht die Sintflut der Sanierung alles zu verschlingen; und siehe, nur das Banffapital ward gerettet. Auf dem Kongreß der österreichischen Gewerkschaften, der in diesen Tagen seine Beratungen abhielt, gab Karl Renner eine lichtvolle Analyse der sogenannten Sanierung in Desterreich:„ Der Grundgedanke des Seipel'schen Sanierungsplanes ist, nicht die Produktion und den Konsum, sondern die Zirkulation und das Wettel der Zirkulation, die Krone, in den Vordergrund zu stellen.. Daß das Kunststück der Stabilisierung der Währung technisch durchführbar ist, wußten wir längst. Man braucht nur die Zirkulation zu drosseln. Man fann aber die Zirkulation nur dann drosseln, wenn man zugleich die Produktion drosselt und den Konsum einschränkt. Das Zir und des Konsums stabil erhalten... Es ist und hoffte, durch einen Att des Terrors ein Sozialdemokratischer Protest gegen deutschvöllische Lumpereien. aber klar, daß man eine Volkswirtschaft nicht retten System beseitigen zu können. Es klingt wie ein Aufschrei und eine Anklage, wenn Soupal in burg hat sich die Lage außerordentlich verschlech gen die deutschvölkische AbenteurerBerlin, 6. Juli.( Eigenbericht.) In Duis- mit der Lage beschäftigt und eine Resolution ge- fann, indem man allein das Geldwesen ordnet und die Volkswirtschaft im übrigen stillsetzt oder zudem Briefe schreibt:„ Wir Jungen wuchsen aus tert. Die Zahl der Berhaftungen ist politit gefaßt. Sie verlangen, daß die Regie- grunde gehen läßt. Doch in diesem Irrtum steckt großen Erregungen, aus großen Hoffnungen so groß, daß sie sich nicht mehr genau fest- rung ihr mit allen Mitteln ein Ende mache, da bewußte Klassenpolitif. In wessen Dienst vollund Unruhen auf". Die jungen Leute, die noch stellen läßt. Die Berhafteten flagen allge- die Duldung dieser Verbrechen unübersehbare Fol- zieht sich nun die Sanierung? Sie wird vollzogen nicht nur gegen das Proletariat, sondern auch gefaum Männer geworden sind, haben, jeit sie ins mein über schwere Mißhandlungen. gen habe. gen das Industriekapital und den Grundbesis, sic Leben getreten sind, nur das vom Kriegswahn- Gestern wurde in der Reichsbantfiliale in Berlin, 5. Juli.( Wolff.) In Duisburg wird vollzogen ausschließlich im Intereffe des finn und den ihm folgenden Wirren verzerrte Duisburg eine große Geldfum me beschlag wurde durch Patrouillen, die die Straßen absper- Beihkapitals und des Bankwesens. Antlitz der Welt gesehen, haben das Werden nahmt. Da die Banken meist geschlossen find, ren, ein Deutscher getötet, und drei verwundet. In Während mancher Industrielle wegen der hohen und die Zusammenhänge der Geschichte noch war es den Unternehmern nicht möglich, die Gel- der Nacht auf Mittwoch wurde durch eine Patrou- Zinsen nicht ein und aus weiß, der Bauer anfängt, nicht erkannt und das vierjährige Morden hat der zur Zahlung der Löhne aufzubringen. Die ille französischer Alpenjäger in Essen ein Deut- fritisch zu werden, ist nur eines sicher: der ständige sie in der Vorstellung aufwachsen lassen, daß Leitung der Sozialdemokratischen Partei in Duis- scher erschossen und einer schwer verleßt. nur Gewalt, Mord und Tod die geschürzten burg und das Gewerkschaftskartell haben sich hente Knoten zu lösen vermag. So war Šoupal der Meinung, sich vor Gericht als unschuldig erklären zu dürfen, denn er wollte nicht töten, sondern nur einen Snoten löjen". Er ver sichert, nicht um die Person Dr. Raschins sei es ihm zu tun gewesen, auf den er in aufrichtiger Ueberzeugung" den Revolver abschoß, sondern er wollte eine Säule stürzen, um Berlin, 6. Juli.( Eigenbericht.) Die Ab-| Reichsbank zugewiesenen Debisen mit erheblichem ,, die Erfüllung einer neuen Ordnung zu er leben". In seinem Briefe schreibt Soupal von wärtsbewegung der Mark nimmt einen ununter- Nußen. Der Dollar stieg heute von 166.000 der heutigen Zeit der gewaltsamen und harten brochenen Fortgang. Demzufolge gingen die De auf 176.000 Mart, Englische Pfund von Anotenbildungen, und davon, daß der Welt- visenkurse von neuem scharf in die Höhe. Die 750.000 auf 800.000 Mart, Schweizer frieg die Knoten der europäischen Verhältnisse Kurse für ausländische Zahlungsmittel werden nicht gelöst habe. Nichts erschien dem Ideolo amtlich niedriger angefeßt, als es der Parität entgen der Gewalt einfacher, als das, wenigstens spricht. Wie die„ Vojsische Zeitung" heute berich für das Staatsgebiet, in dem er lebte, alle bötet, verkaufen gewisse Kreise die ihnen von der sen Knoten durch eine ihm als heroisch erscheiDie Illustrationsfaften zu diesem Trinende Tat zu durchhauen. Es brauchte nur der umph des Finanzkapitals, das heute in persönlichen Aufopferung eines opferbereiten ungeahnt rascher Entwicklung die coraussage der Mannes, der den Repräsentanten eines S1) stems durch eine Revolverkugel beseitigte, das führt hat, treten in Oesterreich, der internationa marristischen Nationalökonomie erfüllt, die Nonzentration der kapitalistischen Wirtschaft durchgeTausende der Brüder zermalmte", um die Er füllung der neuen Ordnung herbeizuführen. So len Finanzkolonie, deutlicher als irgendwo zutage. malten sich in dem Kopfe dieses jungen Men Da gibt es ein Gesetz, das den Staat vervruchtet, schen unserer aus den Fugen geratenen Zeit die den Schuldnern von Auslandschulden aus der VorWelt und ihre Entwicklungsgeseße. Aber in der ferenz zu leisten: nicht weniger als 35 Milliar Einsamkeit seiner Gefängniszelle, in der er ein den, achtmal so viel als für die Arbeitslosenunterhalbes Jahr verbrachte, begannen, wie sein stüßung, weit mehr als für die KriegsbesesidigtenBrief verrät, ihm die Zweifel aufzusteigen, ob sind, mit jener Šoupals gewisse gemeinsame bindendes Band, eine gemeinsame Idee. Es ist fürsorge gibt so der Staat jährlich für diese Art er sein Ziel erreicht habe und ob dieses über- Züge aufweisen. Novosat ist Hakenkreuzler und die vom Geist des Krieges, der Gewalt, Mord Kriegsopfer" die Großkaufen aus! Da haupt auf dem Wege, den ihm die Verehrung hat im Walde bei Neulangbach einen anderen und Totschlag, gepaart mit Abenteurerlust und gibt es ein anderes Gesetz, das den Bankenumfaß und Romantik der Gewalt wandeln ließ, er- Hakenkreuzler, einen jungen Handelsschüler, Heldenromantif, erfüllte Phantasiewelt einer besteuert; aber seit Jahr und Tag ist es öffent reichbar sei. Denn er sah, daß er wohl einen erdolcht, weil er und seine Genossen ihn für aus dem Geleise geworfenen Jugend. lich bekannt und zugegeben, daß die Banken dieses Menschen getötet habe, in den sozialen und po- verdächtig hielten. Der Mord war der erste in Gewiß ist es dieser Geist der Jugend nicht Gesetz in der hinterhältigſten Weise umgehen; die litischen Verhältnissen aber keine Besserung, einer Kette anderer Mordtaten an politisch allein, der so traurige Folgen zeitigt, wie es die Regierung, von den Sozialdemokraten wiederholt auf diese Durchstechereien aufmerksam gemacht durch Erstarkung der Reaktion vielmehr eine hervorragenden Gegnern, die sich der haken- Zaten Soupals und Novosats find. Hier sind die und zur Anwendung des Gesetzes aufgefordert Verschlechterung eingetreten sei. Noch glaubt freuzlerische Geheimbund, dem die beiden ange- hinter ihnen stehenden Schürer des wüsteſten es handelt sich um die Besteuerung der sogenanner, daß wenigstens später einmal eintreten hörten, zum Ziele gesezt hatte. Auch hier geht Nationalismus, die den ungebärdigen Drang ten Taggelder, das sind furzfristiger Darlehen werde, was er durch seine Tat erhoffte, und er es nicht um einen Einzelfall eines verwahr- der Jugend nach Abenteuern für ihre dunklen einer Bank an die andere wagt nichts gegen die weist auf die Zukunft hin, die zeigen werde, ob losten, zur Räuberromantik neigenden Jüng- Zwecke ausnüßen und die Kriegslust nähren, Sinterziehung und macht so im Zeichen der Erer„ in das Rad der Geschichte lings, der Geschichte lings, nicht so sehr, weil etwa der unmittel- dort der Fascismus, der Apell an die Gewalt sparnis und des Abbaues den armen Banken Mileingegriffen, oder nur in das Leben eines bare Mordplan von anderen, außenstehenden zur Knechtung und Unterdrückung der Massen, liardengeschenke. Wer erinnert sich nicht des Ge Einzelnen". Auch dieser Glaube in ihm ist Elementen stammt sondern er bildet, wie der solche Gegenwirfungen auslöst. In der schreies der bürgerlichen Presse, als im vorigen bereits schwer erschüttert. denn am Schluffe des die zahlreichen in Deutschland verübten politi- Seele der Jugend spiegelt sich der Geist der Jahre die ersten Sanierungspläne auftauchten Briefes bekennt er:„ Ich bedauere Dr. Najchin, schen Morde zeigen, das Glied einer Kette, die Zeit. Die Reaktion, der Haß des kapitalisti- bereiterklärten, gegen gute Verzinsung das Kapi und die Banken sich zu dem patriotischen„ Opfer" er fiel, das System ist geblieben" Auswirkung eines Gedankensystems, das hier schen Bürgertums, lockt die vom politischen tal einer Notenbank zusammenzusteuern. Diese Sier leuchtet dem sicherlich nicht unbegabten die Soupals, dort die Novosats zeitigt. Die Geimsturz enttäuschten Abenteurer- und Ver- Notenbank sollte unter Aufsicht des Staates Šoupal die erschreckende Erkenntnis auf. daß stigkeit weiter Schichten der Jugend ist schwörernaturen an, weil sie durch die Rück- gestellt sein, dafür sollte der Staat die Dividende er nicht, wie er sich eingebildet hatte, Wegbe frank, ihr Denken. vergiftet und auf die fehr zu absolutistischen Zuständen einen Vor- der Aktionäre garantieren. Inzwischen ist die reiter einer neuen Zukunft war, sondern das befreiende Wirksamkeit des Terrors einge- teil erhoffen, sie zeitigt aber zugleich auf der österreichische Notenbank ein ausländisches Institu Opfer einer erschütternden, wirren Zeit und stellt. Unreife junge Leute, deren Kenntnis der anderen Seite die Ideologen der Gewalt, die des internationalen Finanzkapitals geworden, in der in ihrem Gefolge einherschreitenden Ent Welt sich in den Kriegs- und Nachkriegsvor den Glauben an die demokratische Gerechtigkeit dem ein ausländischer Berater" diftiert, auf das wurzelung der Geister. gängen erschöpft, und die in der Vorstellung verloren haben und an seine Stelle den Glau- der österreichische Staat nicht den geringsten EinEs ist kein Zufall, daß fast zur selben leben, der Lauf der Welt jei von Helden", ben an das Recht des Revolvers seßen. Wenn fluß übt; aber eben ist dem Nationalrat ein Geset entivurf vorgelegt worden, der die Staatsgarantic Stunde, da der Prozeß Šoupal vor sich ging, von" starken Männern" abhängig, die den Wil- gewisse Kreise bei uns fähig sind, zu lernen, so für den Profit der Notenbankaktionäre einführen die Oeffentlichkeit Wiens über die Mordtat len und den Mut zur Tat" haben, sind dem bietet ihnen besonders der Fall des jungen will: Gleichfalls im vorigen Jahre, gewissermaßen eines andern jungen Menschen, des neunzehn Wahne verfallen, die Welt lasse sich mit Revol- Mannes, den der Staatsgerichtshof auf acht als Vorläufer der Kolonisierung, sind zwei der jährigen verbummelten Gymnasiasten Novo- ver, Dolch und Gummiknüppel einrenken. Von zehn Jahren in den Kerker geschickt hat. reiche größten österreichischen Bantinstitute in fremde sat erregt ist, dessen Tat und Ideologie, ob- Soupal zu Novosat, so sehr sie als entgegenge- Gelegenheit dazu! Hände übergangen: die Länderbank wurde wohl Šoupal und Novosat politische Antipoden seßte Extreme erscheinen mögen, läuft ein ver- 1 französiert, die Anglobank anglisiert. Die GeDer Nuntius beim Reichstanzler. Die Franzosen in Frantfunt a. M. Paris, 6. Juli. päpstliche Nuntius Pacelli vom Reichskanzler haben die französischen Offupationsabteilungen ( Havas.) Nach InforBerlin, 6. Juli. Auch heute wurde der mationen des„ Temps" aus Frankfurt am Main zur Fortseßung der Besprechungen empfangen. Die ersten Häuser der Stadt erreicht. Ob die Verhandlungen im Laufe des heutigen Tages zum Abschluß gelangen, ist der Zeit" zufolge noch ungewiß, ebenso ob die amtliche Mit- Brüssel, 6. Juli.( Havas). Beim Gemmeniteilung der deutschen Regierung noch heute ver- cher Tunnel wurde ein Zug beschossen. Die bel- friegszeit Zuschüsse zum Ausgleich der Valutadifgische Wache erschoß einen Deutschen. öffentlicht wird. 000000000000000000000000200 " COR DROSURES Beite 7. Juli 1928. Die Triester Arbeiterkammer von Fascisten zerstört. Triest, 5. Juli. Während einer Protestversammlung der Metallarbeiter wegen des zwischen ben Unternehmern und der fascistischen Gewerkschaft abgeschlossenen Arbeitsvertrages überfielen Fascisten das sozialdemokrati. che Parteiheim und zogen dann zur Redaktion des Lavoratore", die jedoch geschlossen war. Die Arbeiterkammer wurde zerstört. Der Minister fant auf die Stidstofflieferun- Imalige Minister der Vernutreuung von Geldern. fetze, die dazu notwendig waren, hat die bürgerliche die an den entscheidenden Stellen fizze. Der] Mehrheit, Christlichsoziale und Deutschnationale, ganze Blan soll im Falle des Todes des Präsi- gen zu sprechen und erklärte, Deutschland habe Jn militärischen reisen herrscht eine ohne Wimperzucken apportiert. Wie hererfreuend denten Masaryk zur Durchführung gelangen. fich bei einer jährlichen Erzeugung von 400,000 große Erregung. große Erregung. Es verlautet, daß die ist es mun heute zu hören, wie die unter Mitwir- Man könnte diese Behauptung des Rude Tonnen außerstande erflärt, an Frankreich Verbindung zwischen Madrid und Bar. fung der Deutschnationalen umgewandelte Län- Pravo" als etwas übertrieben bezeichnen, 60.000 Tonnen zu liefern. Frankreich habe bei celona unterbrochen ist. derbank erklärt, sie wolle in Zentraleuropa ein wenn nicht gerade vor einigen Tagen der tsche- all diesen Verhandlungen stets das größte Ent müßliches Wert des französischen Einflusses bil- chisch- nationaldemokratische Senator Mares, gegenkommen bewiesen. Die deutsche Regierung den". Und wie verständnisvoll nict man, wenn der General der„ Rot- weißen", in einer öffent habe geantwortet, daß es ihr unmöglich sei. Sach man erfährt, daß die Umwandlung der einen Bank lichen Versammlung in Budweis erklärt hätte, lieferungen dieser Art auf Reparationskonio ausvor allem dazu gedient hat, ihren Reingetvinn der daß Präsident Masaryk unter Hilfe des Weltjuden zuführen, wogegen es wohl anging, daß die bel Besteuerung zu hinterziehen, während die der an- tums zur Regierung gelangt sei. Mares schloß derseitigen Interessenten sich verständigten. Ein deren just dazu gut war, ihre Steuerschuld gegen seine Rede mit den Worten: Ich bin überzeugt, eklatanteres Beispiel für die deutsche Absicht, die Republik mit einer alten Forderung gegendaß wir dann( wenn nämlich der Human smus weder Barzahlungen noch Sachlieferungen zu lei das f. u. t. Aerar, aufzurechnen"! Dabei ist das, gestürzt sein wird, Anm. d. Ned.), in Mittel- sten, gebe es nicht. An der Hand von Ziffern suchte der Mini was von den Praktiken der Banten und den Ge- europa wieder ein entscheidender Faftor sein fälligkeiten der Regierung in die Oeffentlichkeit werden, wie dies schon einmal in den hehren ster nachzuweisen, daß Deutschland, während es an bringt, doch nur der kleinste Teil der großen Stan- Beiten des Königs Georg von Poděbrad der Frankreich Warenlieferungen verweigerte, diese dale und ein noch viel kleinerer Teil des grogen Fall war." Daß Senator Mares für die Waren an Alliierte zu liefern sich bereit erklärte volkswirtschaftlichen Prozesses, der sich in aller Monarchie plädiert, ist im politischen Kreifen zu Preisen, die die in Frankreich üblichen um Heimlichkeit, aber mit unheimlicher Geschwindig schon lange fein Geheimnis mehr. Bezeichnend das Vielfache überſtiegen hätten. Frankreich feit abspielt: der vollständigen Auffangung und ist es aber, daß der nationaldemokratische Führer hätte zu solchen Preisen keine Lieferungen anneh Beherrschung der Industrie durch die Banken, der die Zeit bereits für gekommen hält, um mit sei- men können, denn dies hätte eine beträchtliche vollſtändigen Unterwerfung der Produktion unter nen monarchistischen Anschauungen öffentlich Verfürzung seiner Forderungen bedeutet. Die das Finanzlavital, das, zu grauenhafter Grone an hervorzutreten. Wenn wir in Betracht ziehen, französische Regierung fei überzeugt, daß die wachsend, wie ein Polyp mit tausendfältigen Ar- daß Fürst" Schwarzenberg vor einigen Sachlieferungen wieder in Gang tommen würden, men die ganze Gütererzeugung, die gesamte Volts- Tagen ein Legionärregiment inspizierie, wenn sobald die deutsche Regierung ihren Widerstand wirtschaft, das ganze Leben umfaßt und vertruſtet. wir die letzten Reden Kramar& lesen, in denen eingestellt habe, Er persönlich sei auch für die Strahlt doch diese unheimliche. weil unsichtbar: diefer mehr oder minder verhüllt erklärte, es Verwendung deutscher Arbeiter. Er habe vor Macht heute bereits auf alle Gebiete des Lebens, werde auch ohne Parlament gehen, wenn wir eineinhalb Monaten begonnen, in einem zerstörvor allem auch des geistigen Lebens aus, und diese schließlich die Kundgebung Mares in Bud- ten Departement Versuche mit rheinischen ArMacht ist dort am gefährlichten, wo sie nicht erweis betrachten und wenn wir die„ Narodni De- beitern zu machen. Auf eine Anfrage des Abg. fannt wird: in der kapitaliſtiſchen Preſſe. So bil- mokracie" zwischen den Zeilen" lesen, dann abert nach der Bezahlung dieser Arbeiter det auch der für Desterreich charakteristische Stamps, wissen wir, wohin die Fahrt des Dr. Kramar erwiderte der Minister. die Arbeitgeber sorgten den in den letzten Monaten die sosialdemokratische und seiner fascistischen Garden führt für die Unterkunft und Verpflegung und bezahl Publizistit gegen die Umgebung des neuen Preß- Königtum. ten die Arbeiter in Papiermark, die diese gefeßes, für die Beseitigung der schandbaren veran ihre Familien sendeten. Der Minister geht dann zu dem Beschlagnahmeverfahren über, das fappten Inserate im redaktionellen Teil der bürheute in den besetzten Gebieten angewendet wird. gerlichen Zeitungen führt, einen Teil der Abwehr Nach seinen Angaben sind dadurch erzielt: 50 Mil der allumfassenden Korruption, sie den Triumph lionen für Zuder, 20 Millionen für Farbstoffe, des Finanzkapitals begleitet. 30 Millionen für Stickstoffdünger. zum Die Auswertung der Steuern im Reichstage. Sommunistenbak in Budapest. Budapest, 5. Juli.( U. T. K. B.) Die Poli zeif.rrespondenz meldet: Infolge eines am 1. ai d. J. in den Budapeſter Vorstädten affihierten kommunistischen Aufrufes leitete die Polizoi einen Beobachtungsdienst ein, welcher ge naue Angaben für das Vorhandensein einer aus Moskau geleiteten kommunistischen Geheimtätigfeit zutage förderte und zur Verhaftung einer Reihe von Exponenten sowie zur Beschlagnahme hrer Korrespondenzen führte. Die unmittelbaren Leiter der Bewegung waren die in Wien lebenden Kommunisten Matusan und Desider Szillagy, die Mitglieder des in Wien tätigen Exekutivlomilees der russischen Kommunistenpartei sind. Ihr Verbindungsmann in Budapest war der 33jährige Optiker Stephan Szvetch, welcher häufig nach Wien gereift war und große Dollarsummen sowie schriftliche Instruktionen im Rodfutter eingenäht mitbrachte. Diese wurden beschlanahmt und Szvetet sowie elf semer Helfer verlyaftet. Der ungarisch- rumänische Streitfall vor dem Böllerbundsrat. Hus und Brbensky. Eine Tatsache ist es, daß das Andenken Hus' gerade von denjenigen, die da am gestrigen Tage seine Verdienste dem Volle am Altstädterring predigten, gerade von Zur gleichen Zeit also, da in Deutschland jenen, welche sich am 6. Juli als die Verehrer Schnverindustrie und Banten aus dem Zusammen- der Lehre Hus pharifäerhaft aufspielten, am bruch der deutschen Währung und Wirtschaft, den meisten verraten wurde. Bergeblich bemühen sie mitverschuldet haben, ihre schamlofen Gewinne jich die Leitartikler der gestrigen Koalitionsblät raffen, zur gleichen Zeit hat in Desterreich das ter Hus für die Koalition zu reklamieren. Die Berlin, 6. Juli.( Eigenbericht.) Heute legte Genf, 5. Juli.( Schweiz. Dep. Ag.) In der Rapital aus Zusammenbruch und Sanierung sei- Tribuna" sagt es ganz offen: Es scheint, im Reichstage Finanzminister Hermes eine Reihe Angelegenheit des Streitfalles wischen Ungarn nen Profit gemacht. Neben dieser beherrschenden daß unsere modernen Politiker, welche sich nun von Vorlagen zur Anpassung der Steuern an die und Rumänien bezüglich der Expropriation des Tatsache des österreichischen Daseins, die sich in vor Hus beugen, nicht vollkommen in seinen Geldentwertung vor, wodurch die Einkommen- Grundeigentums ungarischer Großgrundbesitzer Bankausweisen, Fusionsbeschlüssen, Attienübergän- Spuren gehen. In Sus feiern wir einen Men steuer auf den 25fachen, die Körperschaftssteuer in Siebenbürgen, die nach dem Trianoner Vergen, Sapitalsvermehrungen u. von der Deffent- schen, der den Tod erlitt, weil er gegen die An- auf den 30fachen Betrag erhöht wird. Auch die trag zu Rumänien gehören, legte Hyman 3( Bellichkeit beachteten Transaktionen vollzieht, gegen eisungen seiner Organisation seinem Gewissens- Verbrauchssteuer soll stärker erhöht werden, denn gien) eine Resolution vor, in der die Anerten diesem Hintergrund von Bankenherrschaft, Steuer- rufe folgte. Um den Bedürfnissen un- ihr gesamter Betrag dede heute nicht die Verung der Brüsseler Beschlüsse empschwindel und Regierungsforruption sind die Vor- serer modernen Politik voll zu gewaltungskosten. Für den Herbst fündigte der fohlen und die streitenden Parteien aufgefordert gänge des politischen Vordergrundes eigentlich un- nigen, wäre es nötig, irgend einen Reichsfinanzminister neue Steuergesetze zur An- werden, sich im Interesse des Friedens endgültig bedeutend. Die österreichische Politik ist ein merk- elden zu feiern, der sich deswegen paffung an die Geldentwertung an. zu verständigen. Die Resolution wurde einstimmig würdiges Gemisch geworden: von laut agierendem, berbrennen ließ, weil er sich an den Genosse Dr. Her wies demgegenüber nach, angenommen, bloß Graf Apponyi enthielt sich regierendem Bauern und Kleinbürgertum und Nevers einer politischen Partei daß im laufenden Jahre die Geldentwertung auf der Stimme. Der ungarische Bevollmächtigte gab bon schweigend dirigierendem, diftierendem Fi hielt. Dieselbe Politik, zu der sich die politi- das 100fache, die Steuerbeträge nur um das schließlich die Erklärung zu Protokoll, daß seine nanalapital. schen Führer in allen Zeitungen anläßlich der 17fache gestiegen seien. Auch auf dem Gebiete Regierung die Empfehlung des Rates nicht Die fommenden Wahlen stellen so der öster- Susfeier bekennen, hat gerade in den vergan- der Finanzierung des Ruhrkrieges sei nichts ge- annehmen könne, da in Brüssel feine end reichischen Sozialdemokratie die ungeheuer schwie- genen Tagen die Zugehörigkeit zur Partei über schehen, die Ausgaben feien nur durch Inanspruch- gültige Einigung erzielt worden sei. Die Regierige Aufgabe, hinter der Demagogie des sichtba- die Stimme des Gewissens gestellt, und somit den nahme der Notenpresse gedeckt worden. Die fleinerung behalte sich daher alle Schritte vor, ren Gegners, die gefährlichere Macht des unsicht- Versuch gemacht, als unehrenhaft denjenigen zu be- Verbesserung der Staatseinnahmen genüge nicht, die auf Grund der Bestimmungen der Verträge baren zu zeigen. Aber eben darum ist auf der zeichnen, der in der Politik mehr seinem Gewis- die Hauptlast ruhe noch immer auf dem Fiskus und des Völkerbundspaktes unternommen weranderen Seite die Wahlstimmung des österreichi- fen als dem Reverse folgt. Denn es ist sicher, und auf der arbeitenden Bevölkerung. Die So- den können. schen Bürgertums im Grunde nichts als ein tra- daß Sus auch nicht den Revers einhielt, den er zialdemokraten lehnen die Erhöhung der Vergischer Irrtum. Die Wiederaufrichtung seiner Partei, der katholischen Kirche, von der brauchssteuern ab, weil sie nur eine Vergröße Der neue Tichon- Humbug. Ser bürgerlichen Ordnuna. als die dem er sein Mandat als Priester hatte, gegeben hat. rung des Steuerunrechtes bedeuten. Zuerst bürgerlichen Bewußtsein und Unterbewußtsein die Wir fürchten, daß die Inſtitution des Wahl- müsse eine gründliche Reform der Steuergesetz- Tichon hat in einem zweiten Hirtenbrief zum Mostau, 5. Juli.( RTA.) Der Patriarch Seipel'sche Sanierung erscheint, läßt ben Klein- gerichtshofes dem Meister Hus in der modernen gebung durchgeführt werden. An der Debatte erstenmale öffentlich vor den Gläubigen ein Steuergeseh- Tichon bürger wieder hoffen. Die Strone ist stabil, man 3eit gefährlich werden könnte." Jm česte beteiligte sich noch eine Reihe von bürgerlichen Schuldbekenntnis abgelegt mit den Worten: Ich kann wieder sparen, wieder besißen! Er hofft Slovo" fündigt Bruder Klofað die Gründung Rebnern, darunter der Führer der Deutschnatio- tue für meine, gegen die Sowjetmacht gerichteten umsonst. Er wird fünftighin nur sparen, um der einer Gemeinde neuer Menschen an: Wir schlagen malen elfferich, der die Sabotagealte in- Handlungen Buße und beklage deren Opfer. Ich Bank, zu zinsen, nur beiben, um von ihr beherrscht Klofac vor, in diese Gemeinde vor allem zu be- direkt verherrlichte. Die Sigung ist in später zu werden. Nicht das österreichische Bürgertum rufen: Sviha, Srizbil, Laube und noch viele hat eine Zukunft, nur das internationale Finanz- andere. Beachtenswert sind die Ausführungen fapital. des Außenministers Dr. Beneš, der in einigen Blättern das Wort zur Husfeier ergreift. Benes fagt unter anderem: Bus ist uns ein Muster für die richtige Erfassung des Patriotismus und des Nationalismus. Durch die politische Seite seiner Tätigkeit ist er der ganzen Nation heilig. Su 3 war aber ein ehrlicher Deutscher, lieber als ein schlechter Tscheche Mit Rücksicht auf die in Prag von den tsche- es ist dies eine Formel, welche am schönsten aus chischen Nationaldemokraten aus durchsichtigen drückt, daß jeder Mensch zuerst Mensch und Gründen verbreiteten Gerüchte über den Ge- dann Angehöriger dieser oder jener Nation sein sundheitszustand des Präsidenten soll." Masaryk bringen die Koalitionsblätter eine übereinstimmende Information, in der es heißt: ,, Bei dieser Gelegenheit( nämlich der Rückkehr des Präsidenten aus Algier) müssen wir einem großen Teil unserer Oeffentlichkeit ihre furchtbare Leichtsinnigkeit vorwerfen, mit der sie verschiedene, auf Die Wiederaufnahme der engil den ersten Blick als tendenzios zu erkennende französischen Besprechungen. Nachrichten, die aus nicht gerade reinen Quellen verbreitet werden, aufnimmt. So haben zweifel- englisch- französischen Besprechungen über die ReLondon, 6. Juli. Reuter erfährt, daß die hafte Elemente in Prag die Nachricht verbreitet, daß der Herr Präsident wegen seiner Krankheit parationsfrage möglicherweise Ende dieser vorzeitig aus dem Süden zurückkehren und nach ober Anfang nächster Woche wiederaufge Franzensbad abreisen mußte. Obzwar sich jeter- nommen werden würden. Man erwartet, daß mann über das Programm der Reise des Präsi- dann die französische Regierung die von Lord Curdenten aus den Tagesblättern genügend infor- 30n gewünſchte schriftliche Antwort übersendet har mieren fonnte, haben sich in der Prager Bevöl- ben wird. Visher liegen feine Anzeichen über den ferung Lente gefunden, welche diese durchsichtigen Charakter der französischen Antwort vor, wenn tendenziösen unwahrheiten weiter verbreiten." auch die französischen Forderungen bezüglich der Tas„ Pravo Libu" ergänzte diese Information Einstellung des paſſiven Widerstandes und der dahin, daß die Motive dieser Gerüchte auch in Räumung des Ruhrgebietes ungefähr bekannt find. Spekulationen von Börsenfreisen auf eine Herab- Das Geraunze des Miederauſbau. setzung des Kurses der tschechischen Krone beministers. ruhen. Suland. Die monarchistischen Umtriebe der tschechischen Nationaldemokraten. Telegramme. Aus anderen Streifen wird darauf hingewie- Paris, 6. Juli. In einer gestern in der sen, daß es sich um monarchistische Quer- stammer gehaltenen Rede sprach der Wiederauf treibereien der tschechischen Nationaldemos bauminister Reibel über das Lubersac- Stin fraten handelt. So crklärt das Rude Pravo", nes- Abkommen, an dem die französische Regierung daß der Zweck der Verbreitung dieser Gerüchte in feiner Weise beteiligt sei. Ferner habe der die Vorbereitung des Bodens für eine Monarchie allgemeine Arbeiterverband mit dem deutschen sein soll. Der Plan des Dr. Kramar sei es, den Bauarbeiterverband verhandelt. Das Ergebnis englischen Prinzen von Cumberland zum aber gleich Null gewesen. König auszurufen. Bei der Durchführung Durch nichts sei der schlech: Wille des diefes Planes verläßt sich Dr. Kramar auf die ganzen deutschen Volkes so flar erwie Mehrheit der Offiziere und der hohen Bürokratie, sen worden, wie dadurch. i Abendstunde noch nicht beendet. Dhrfeigen- Szenen in der Spanischen Ohrfeigen- Szenen in der Spanischen Kammer. Schwerer Zusammenstoß zwischen dem ehemaligen Miniſterpräsidenten und dem Präsidenten des Obersten Kriegsgerichtes. forbere alle, welche sich in gemeinsamen Aktionen ben Boltsfeinden, Monarchisten und Weißgardisten anschließen, insbesondere die Führer des Konzils zu Karlsruhe auf, Buße zu tun, da sie sonst vor das Kirchengericht in Moskau geladen werden müßten. Der Patriarch fordert schließlich zur Aufrechterhaltung der Einheit der Orthodoxen auf, da aus ihren Streitigkeiten nur der Katholizismus Nußen ziehe. Madrid, 6. Juli.( Havas.) Als in Senate die Angelegenheit des beleidigenden Schreibens Der Streit um Tanger, des Präsidenten des Obersten Kriegsrates Gene- London, 6. Juli. Reuter erfährt, daß die als Aguillera, an den ehemaligen Minister englisch- französisch- spanischen Besprechungen über Sanchez Toca behandelt wurde, fam es zu die Tangerfrage heute wieder aufgenommen wurstürmischen Szenen. Der MinisterpräsiTages- Neuigkeiten. Lied der Befreiten. dent und Vorsisißende des Senates forderte den den. Möglicherweise wird dies die letzte ZusamGeneral auf, fein Schreiben zu widerrufen. Seine menkunft der Sachverständigen sein. Aufforderung hatte aber keine Wirkung, im Gegenteil, zwei Abgeordnete wollten den Gen Aguillera schüßen, bahnten sich mit den Fäusten den Weg durch die Senatoren und einer von guillera stieß mit dent ehemaligen Ministerprä ihnen zog sogar einen Revolver. Er wurde fidenten Sanchez Guerra zusammen, wobei es zu einer Rauferei lam und einige Ohrfeigen fielen. Schließlich beruhigten sich aber die Widerfacher. Die Blätter schreiben, daß die politische Situation sehr ernst ist. Zu dem Falle des Generals A guillera wird berichtet, daß Aguillera Vertreter des Offizierstorps empfing und erklärte, daß er sich im Falle, als die politischen Kreise ihn zur Niederzierstorps empfing und erklärte, daß er sich im legung feines Amtes nötigen wollten, an die Spike des Heeres stellen würde, um alle diese Politiker wegzufegen. Aguillera erklärte sodann im Sentte, daß die Regierung nicht imstande ift. ihn abzusehen. Darauf antwortete der Ministerpräsident, daß jede Gewalt, welche sich an dem Barlamente bergreifen wollte, über seine Leiche gehen müßte. Abend befaßte sich der Miniterrat mit dem Falle des General Aguillera, aber keine Entscheidung. Ehemalige Minister der Beruntreuung von Belbern beschuldigt. Madrid, 6. Juli.( Havas.) In der Kammer beschuldigte der Abgeordnete Viesca einige ehe Von Karl Bröger. Stets waren wir die vielen, itets waren wir die Kraft, doch lange burfte pielen mit uns die Willkürschaft. Dann ist der Tag gelommett, da unsere Zeit begann, der hat von uns genommen ben bunklen, schweren Bann. Die aus der Tiefe stammen uno unfer find es viel wir gehen nun zufammen und wissen unser Ziel. Wir wachsen in der Stille, und tritt der leßte ein, dann toerden wir der Wille und die Erlöstig sein. Der Führer der indischen Arbeiter im Ges fängnisse im Sterben. Wie dem Londoner Daily Berald" aus Lahore gemeldet wird, befindet sich der dort eingekerferte Führer der indischen Arbeiter Babs pat Rai im Sterben; in den 7. Jul 1923 Der Berliner Metallarbeiterstreit. Seite 3 Jetzt, wo die Stunde seines Abschieds von der Welt schon nahe war, dachte er: düstern Mauern des Nerkers habe er die Schwindfucht bekommen und diese habe nun den sonst gesunden Mann zum Todeskandidaten gemacht. ,, Gewiß fann man auch im Jenseits alles Der Generalsekretär des indischen Gewerkschaftsfürs Geld haben, ich muß mich also mit einer bundes, Tschaman Lall, wendet sich deshalb an Berlin, 6. Juli.( Eigenbericht.) Der Me-| ist umso wichtiger, als die Metallarbeiter einer großen Summe versehen, damit ich dort keine die englische Arbeiterschaft um Hilfe. Auf dies: alarbeiterstreit hat heute mit aller Schärfe ein- äußert gut gerüsteten und hartnädigen Unterneh- ot leide." Nachricht hin richtete der frühere Redakteur des gesezt. Es wurde verschiedentlich der Gewerk- merschaft gegenüberstehen, die möglicherweise die- Er berief seine Kinder zu sich, und nachdem " Daily Herald" im Parlament eine Anfrage an chaftsleitung zum Vorwurfe gemacht, daß sie ben sen Streit nur erwartet hat, um ihn zu einer er sich von ihnen verabschiedet hatte, gab er ihnen den Minister für Indien und gab dem Wunsche Stampf bis zum legten Augenblide zu vermeiden Machtprobe für ganz Deutschland zu den Auftrag, ihm einen großen Beutel mit Geld Ausdrud, der Minister werde dem indischen Vize- gesucht habe und besonders die Kommunisten hafönig die Weisung geben, Ladschpat Rai zu beben sich scharf gegen den Vorstand der Metallarbeiin den Sarg zu legen. Geist nicht," sagte er. freien. Der Weiniſter aber weigerte sich diesem terschaft gewandt. legt nur recht viel Geld in meinen Sarg." Wunsche zu entsprechen. Es zeugt von der guten Disziplin der Metall Eine lebensgefährliche Militärschießstätte. Die arbeiter, daß sich troßdem der Aufmarsch zum Bolkspresse" berichtet, daß auf der Troppauer Streit in voller Ordnung vollzogen hat und in Militärschießstätte ohne alle Borsichtsmaßregeln leinen Betrieben die Arbeit auf eigene Faust niegeschossen wird und daß bei Schießzübungen stets bergelegt wurde, sondern den Weisungen der auch eine Unmenge segenannter Geller( abgeprall Kreisleitungen überall Folge geleistet wird. Die ter Kugeln) in der Umgebung des Schießplates Aufrechterhaltung der Ordnung in diesem Kampfe umherfliegen. Die Personen, die dort an der Oppa und auf den Wiesen verweilen und spazieren gehen s 11 machen. Heute wurde zunächst eine Reihe von Großbetrieben in den Streit einbezogen wie: Siemens Schuckert- Werke, Ludwig Löwe A. G., der AmbiKonzern, Ohrenstein und Koppel, Borsig, Anhaltische Maschinenfabriken, Deutsche Farbindustrie u. a. Die Angestellten der Metallindustrie haben eine Sympathiekundgebung für die Metallarbeiterschaft veröffentlicht. es sind insbesondere Kinder schweben da bier Mittternacht in einem Bieberteicher GastEine Rindesleiche aus der Moldau gezogen. Der her ständig in Lebensgefahr. Wie gefährlich naha vier jungen Burschen beim Kartenspielen Schiffer sum avsky zog gestern um 8 Uhr früh die mentlich der vernachlässigte Zustand der Schützujah. Als das Gasthaus geschlossen wurde, beglei- Reiche eines neugeborenen Knaben, welche in eine zen wälle ist, beweist der Umstand, daß vor tete einer der Burschen das Mädchen heim. Der dunkle Schürze gewidelt war, aus der Moldaut. Das furzem ein Geller unter einem Fenster in die Mauer eines Hauses drang, welches seitwärts berge Mann, es ist der 26jähr. Sohn eines Dieber Kind dürfte fieben bis zwölf Tage im Waffer gelegen Schießstätte oberhalb des Kindergartens gelegen teicher Fleiſchermeisters, ist seit dieser Nacht ver- sein und wies Erwürgungsspuren auf. Nach ist. Der Besitzer dieses Hauses soll davon der Mili. Schollen und fonnte bisher nicht festgenommen der Mutter des Kindes wird gefahndet. tärbehörde Meldung erstattet haben. Hierauf be- werden. Er hat in der ganzen Umgebung einen äußerst schlechten Ruf; nebenbei bemerkt sind er sichtigte eine Militärperson das Haus und er- und sein Vater begeisterte Anhänger der christlichDiese Feststellung ist ebenso weise wie human. Daß sozialen Partei. Die Obduktion der Leiche der Er c3" borfommen" fann, ist ein Standal, der hof- mordeten ergab, daß sie durch zwei tödliche Kopf zu fentlich sofort beseitigt wird. Die Militärschieß- Schüsse niedergestreckt wurde. Nach dem Täter wird stätten müssen so angelegt und ihre Umge- cifrig gefahndet. bung so geschüßt werden, daß nicht die geringste Gefahr für die Zivilbevölkerung besteht. Das ist wohl das Mindeste dessen, was von der Mili tärverwaltung gefordert werden muß. es Die Sittlichkeit bei Kommerzienrats. Vater( mit strenger Miene):„ Kuno, es ist mir Ohren gekommen, daß du viel mit der neuen Tänzerin gesehen wirst; was soll das?" Sohn( lächelnd):„ Aber Vater! Was ist denn dabei! Ich bin doch jung!" Vater: Gewiß! Ich war auch einmal jung, aber du bist es mir und meinem Hause, uns allen schuldig, uns feine Unchre zu machen! Ich bin Sommerzienrat und du wirst einmal der Erbe meines Unternehmens sein. Auch hat in unserer Familie von jeher ein gut christlicher, frommer Sinn, eine hohe fittliche Weltanschauung geherrscht, und ich wäre gezwungen, die Hand von dir zu ziehen, wenn du uns den Schimpf antätest..." Sohn( erstaunt einfallend):„ Aber Bater! Ich verstehe dich nicht! Ich liebe das Mädchen..." Die Schießereien an der Grenze. Wie auß Neuwil! sdorf bei Freiwaldau gemeldet wird, hielt dort dieser Tage an der nahen deutschen Grenze ein deutscher Finanzer einige Burschen an, Die Legionäre und die leritale Durchlaucht. welche ohne Ausweispapiere die Grenze passieren Die Demokratie in unserer Republik nimmt eine wollten. Die Burschen blieben beim Anruf nicht immer wunderfamere Entwidung. Am Sonntag, stehen, sondern wandten sich zur Flucht. Der Gren den 1. Juli wurde in Postelberg eine Erinne- ser machte von seiner. Waffe Gebrauch und traf rungsfeier an die Schlacht von 3borov abge- einen der Burschen, der bald darauf st arb. halten. Als Veranstalter fungierte die dortige Die Hißewelle in Amerika. Während wir Ortsgruppe der Legionärgemeinde und das erste Weitteleuropäer im Juni vor Kälte gezittert haReiterlegionärregiment Johannes Jistra aus ben, hat Nordamerika wieder einmal eine feiner Brandeis. Das Protektorat über diese Feier der berüchtigten Hitewellen erlebt, und ihr ist jetzt Vater( erregt): Ach was, Liebe! Die Ehe ist Besiegung österreichischer Truppen führte niemand als Abschluß einer der von Gewittern begleite eine hohe, fittliche, von Gott eingescyte Institution, anderer, als„ Seine Durchlaucht" Fürst ten schweren Wirbelstürme gefolgt, der, wie aus mit der man fein frevelhaftes Spiel treiben soll. Schwarzenberg. Im Legionärprogramm New York gemeldet wird, ungeheure Schäden nur wenn beide Eheleute reinen Herzens und feu. ſtehen die Worte Trennung der Kirche vom angerichtet hat. Bei dem Orkan, der in den letzschen Sinnes sind, lann sie glücklich sein. Und eine Staat". Wie dieses Programm praktisch durch ten Tagen über verschiedene Staaten der Union Tänzerin als Schwiegertochter..." geführt wird, zeigt das Protektorat des flerikalen gebraust ist, sind fünfzig Personen getötet worden, Sohn( entrüstet):„ Aber Vater, um des HimFürsten bei einer Legionärfeier. und etwa hundertzwanzig bis zweihundert haben Die Staaten mels willen, wer sagt denn, daß ich das Mädchen Eine ungünstige Ernte zu erwarten. Wie das schwere Verwundungen erlitten. Prager Tagbl." berichtet, ist infolge des feuchten linnesota, Wisconsin und Norddakota wurden heiraten will?" Vater( mit freudigent Erstaunen): Nicht??" und falten Junis der Weizen in der ganzen Repu- Telegraphenstangen wurden dabei wie Streichhölam empfindlichsten in Mitleidenschaft gezogen. Sohn:„ Aber Vater, wie fonntest du nur so blik von Getreider oft befallen, Roggen hat schlecht abgeblüht und dürfte daher zum Teil der umgeknidt, alle Telephonleitungen zerrissen etwas von mir denken! Maitresse ia! Aber Frau?" und viele Eisenbahnlinien unfahrbar gemacht. taub sein. Aud) Gerste und af er werden feine Ein großer Teil des Städtchens Adams Coundh einer kleinen Bause):„ Brauchst du Geld?" Vater:„ Das ist ja ganz etwas anderes!"( Nach gute Ernte liefern, da sie besonders in den Berg- in Dafota wurde vollständig in Trümmer gelegt. gegenden gelb geworden sind. Die Buderrübe Die Unterbrechung jeder Verbindung läßt zurzeit ist infolge des falten Wetters schlecht gewachsen. eine genaue Feststellung des angerichteten SchaIn den Kartoffelfeldern haben besonders die dens noch nicht zu. Schwer insbesondere ist auch Mitte Juni eintretenden Fröste großen Schaden New York selbst durch den Sturm heimgesucht angerichtet, da die Blüten und das Laub vernich worden. In Brooklyn wurden mehrere Säuser Kopfschmerz und Augengläser. Stopfweh, das tet wurden. Die Heuernte war der Quantität nach abgedeckt und die Trümmer der Dächer Hunderte sonst feine offenkundige Ursache hat und nicht auf sehr gut, qualitativ aber ungünstig, da das herein- von Metern weit weggeschleudert. Eine zwölf einfache Weise beseitigt werden fann, soll den Vergebrachte Heu zum Großteile naß war. In den Weter hohe, sechzig Meter lange Ziegelmaner dacht erwecken, daß es von einem Brechungsfehler 6 stkulturen sind die Ernteaussichten um nichts wurde glatt umgelegt, und mehrere Personen des Auges herrührt und zu genauerer Untersuchung besser als auf den Feldern. Besonders die Kirschen wurden unter ihr begraben, die zum Teil mit Veranlassung geben, auch wenn der Stranke nie an find zum größten Teile faul geworden und abge- schweren Verwundungen geborgen wurden. 500 fallen. Die Birn- und Aepfelernte fann noch ge Bäume wurden in New York entwurzelt und rettet werden, wenn das warme Wetter, daß seit viele Gebäude vom Bliz getroffen. Auch die einigen Tagen eingetreten ist, in der Folgezeit an- Ernte im Staate New York hat schweren Schadauernd vorherrscht. Während also in der Tsche den gelitten. choslowakei die Ernteaussichten nicht gerade die Wieder ein Eisenbahnunglüd in Rumänien. besten sind, rechnet man in Ungarn, wie der Staatssekretär im Aderbauministerium Karl Kurz vor der Ausfahrt eines Bäderzuges aus Schandl mitgeteilt hat, mit einem Ernteüber. Großwardein stieß dieser Tage ein Güterschuß von 200 Milliarden Kronen bei der diesjäh- zu gegen den Bäderzug, wobei sechs Perschuß von 200 milliarden Kronen bei der diesjäh- onen getötet und mehr als 20 schwer rigen ungarischen Ernte. verlegt wurden. Kleine Chronit. --In der darauffolgenden Nacht starb der Millionär. Die Kinder erfüllten den Wunsch ihres Vaters und legten ihm hunderttausend Rubel in Goldstücken in den Sarg. Als man die Leiche in die Gruft versenkt hatte und der Millionär im Jenseits angelangt war, begann man ihn dort verschiedenen Untersuchungen, Büchereintragun gen und Ausfragereien zu unterziehen, prüfte feine Angaben auf deren Richtigkeit und quälte ihn einen ganzen Tag mit allerlei Formalitäten. Wan muß nämlich wissen, daß es im Jenseits auch danzleien, Polizei- und Auskunftsbureaus gibt. Endlich kam der Abend. Der Millionär war bereits hungrig wie ein Wolf, und ein schrecklicher Durst zerquälte ihm die Eingeweide. Die Neble war ihm vollständig ausgetrodnet und die Zunge flebte wie ausgedörrtes Sohlenleder an seinem Gaumen. „ Ich werde verschmachten!" fam es ihm in den Sinn. Da erblickte er plößlich ein mit föſtlichen Speisen und Getränken bedecktes Büfett ganz in der Art, wie man sie auf großen Eisenbahnstationen vorfindet. Maschine wurde jogar etwas gebraten und ein Alles war da, Imbiß und Trank. Auf einer köstlicher Geruch drang in die Nase des Millionärs. ,, Nun," sagte er zu sich, mein Scharfsinn hat mich auch diesmal nicht betrogen. Wie gut habe ich's ervaten, daß es hier gerade so wie auf der Erde zugeht, und wie gut habe ich getan, recht viel Geld mitzunehmen! Jetzt werde ich mich ordentlich anessen und meinen Durst mit einem Glas Bier fühlen." Freudig bewegt, griff er nach seinem goldgefüllten Beutel und trat an das Büfett heran. ,, Was kostet das Stüd?" fragte er und wies auf eine Büchse mit Sardinen. und " ,, Gine Ropete", antwortete der Büfettbesitzer. ,, Gar nicht teuer," denkt der Millionär. zeigt auf einen Teller mit appetitlichen PaUnd von dem das Stück?" fragt er wieder stetenbrötchen. Auch eine Ropefe," antwortet freundlich lächelnb der Besizer. Als der Millionär diesen geringen Preis hört, macht er ein freudig erstauntes Gesicht, den Büfettbesitzer scheint das aber zu beluftigen. So... dann bitte ich um zehn Stück Sardinen, fünf Bastetenbrötchen und Gierig schaute er nach allen Seiten und erwog, was er von den höchst appetitlichen Speisen wählen sollte. Der Büfettbesiger schaute ihm ruhig zu, be eilte sich aber durchaus nicht mit dem Servieren. Bei uns zahlt man im vorhinein", sagte er troden! Bitte, mit Vergnügen." Der Millionär entnahm seiner Börse ein gol denes Fünfrubelstüd. " Bitte sehr." Der Büfettbesiyer betrachtete das Goldstück von allen Seiten. „ Nein," sagte er, dieses Geld nehmen wir nicht an." Er gab dem Millionär die fünf Rubel zurück und warf einen bedeutungsvollen Blick einem abseits stehenden Bedienten zu. Zwei Riesen traten ein und führten den Millionär hinaus. Der Millionär war aufs höchste entrüstet. ,, Blödes Volt," dachte er, was soll denn das für eine Mode sein, daß man nur mit Ropelen zahlen darf. Sa, da gibt es feinen Rat als zu wechseln." diesen Zusammenhang gedacht hat und behauptet, ausgezeichnete Augen zu haben. So heilte der eng lische Arzt Dr. Mallay Kopfschmerzen durch Verordnen von passenden Augengläsern in Fällen von Kurzsichtigkeit, Uebersichtigkeit und Astigmatismus, wo die Anomalie so gering war, daß sie die Behandlung nicht beeinträchtigte, und zwar in allen Altern und Berufen. Nur in wenigen Fällen hatte er den Eindruck, daß die Augengläser bloß suggestiv wirken. Die Kopfschmerzen sollen dadurch zustande kommen, daß die Ermüdungsprodukte der Augenmuskeln auf Absturz eines Aeroplans über Prag. Ueber der das Gehirn wirken, außerdem fommen Birkulations. Explosionstatastrophe bei Bukarest. Am Mon- störungen und Schmerz im Schädel durch Krampf Komenskystraße in Prag- Dejwit stürzte gestern So schnell er nur vermochte, eilte er zu seis gegen zehn Uhr vormittag ein militärischer Zwei- tag iſt das Fort Ogtelu bei Bufareſt durch der Gehirngefäße infolge Einwirkung vonſeiten des nen Söhnen und befahl ihnen im Trauni: beder ab, in welchem der Oberleutnant Alexander wurde in einen Schutthaufen verwandelt. Se ch folche Leute verschont, die auf genaues Sehen feinen Anstatt Gold gebt mir einen Beutel mit Stopeken." Explosion der Munition in die Luft geflogen. Es Auges zustande. Von den Schmerzen bleiben nur Nehmt das Gold zurück; ich brauche es nicht. Seß und der Nottmeister Anton 3a bransky Tote und sieben Schwerverlette hat dieses Un- Wert legen, wie z. B. die in freier Luft Arbeitenden. faßen, welche den Apparat lenkten. Beide sind glüd als Opfer gefordert. Die Identität der Von Einfluß auf das Zustandekommen der Kopf- Nachdem er das Verlangte erhalten hatte, vom Olmüber Fliegerregiment. Die Ursache des Opfer fonnt nuer in drei Fällen festgestellt werden, schmerzen sind außerdem der allgemeine Gesundheits- lief er schnell zum Büfett und rief triumphierend: Unglüds ist darin zu suchen, daß der Motor plöß da die Körper der Verunglüdten in Stücke geris- zustand, das Alter und die Tageszeit( es tritt meist lich den Dienst versagte. Der Aeroplan stürzte auf fen wurden. Ich habe schon wechseln lassen, hier haben einen Baum und der Propeller bohrte sich in die nach Mittag ein), sowie das Maß der Augenanstren Sie Ropeken, aber geben Sie mir rasch etwas, Erde. Beide Flieger erlitten glüdlicherweise nur Landstraße bei Marienbad ein Blig in ein Pferde- es voraussichtlich durch Augengläser beseitigt werden Bligschläge. Wie gemeldet wird, schlug auf einer gung. Dem Stopfweh ist nicht leicht anzuschen, ob denn ich bin fruchtbar hungrig." leichte Verlegungen und Hautabschürfungen. Sic Bei uns zahlt man im vorhinein", erwiderte wurden mittels Straftwagens ins Wilitärfranken- gespann ein, das Langholz führte und von einem fann. Es schwankt von bem leichten Sirnbrud der Besizer troden. Fuhrmann aus Lauterbach gelenkt wurde. Der Blitz- bis Bat heftigen Schmerzfomplikationen und haus geschafft. schlag tötete beide Pferde, während der fann überall feinen Siz haben. Oft wird ihm eine ganze Handvoll Kopelen. Nur schnell, Bitte, bitte", sagte der Millionär und reichte Die Gebühren für die Aufenthaltsbewilligun Rutscher nur vom Wagen herabgeschleudert wurde. es durch Schauen nach sich bewegenden Gegen- bitte, schnell!" gen in Deutschland. Wie aus Zittau gemeldet wird. In Wellnis bei Reichstadt schlug dieser Tage ein ständen vermehrt( Theater- und Kinemattographenhat die Kreishauptmannschaft Baußen verlautbart. Blisstrahl in einen 50 Jahre alten Birnbaum ein Kopfiveh). Es fann ganz unter dem Bildbe von Mi Der Büfettbesitzer warf einen Blick auf die daß die höheren Verwaltungsbehörden bestimmt und zertrümmerte ihn vollständig. Die Stammstüde gräne erscheinen. Manche Patienten glauben, daß ihm dargereichten Kopelen und sagte ironisch lähaben, daß für Ausländer die Aufenthaltsbewil des Birnbaumes wurden zehn Meter weit geschleu- ihr Kopfweh von Verdauungsstörungen abhängig set, chelnd: ligungsgebühren in Deutschland der Währung ihres dert. Ein träftiger Aft im Gewichte von 56 Stilo eine richtige Beobachtung, die jeder bestätigen kann, Landes angepaßt sein sollen. Auf diese Weise ist gramm wurde über 100 Meter weit durch den Luft- der die Empfindlichkeit der Augen im Kazenjammer im Bereiche der Zittouer Amtsmannschaft für eine brud weggetragen. In dem Hause, in deffen Garten beobachtet hat. Aufenthaltsbewilligung bis zu drei Tagen ein der Dirnbaum stand, wurden durch den Luftdruck Grundiert von etwa drei Mart, von vier bis elf sämtliche Fensterscheiben eingedrüdt. Die Kühe im Tagen ein Grundwert von zwei Mart und dar- Stalle stürzten, als der Schlag erfolgte, zu Boden. über hinaus ein Grundwert von etwa einer Mark Selbstmord. Wie aus Kopis berichtet wird, pro Tag zu zahlen. Dieser Grundwert wird mit hat sich dort der 19jährige Hochschüler Friedrich einem dem jeweils geltenden Goldzollaufgelde ent- Raus, der Sohn eines Obersteigers, auf dem Dachsprechenden Saße multipliziert. Dies ergibt dann boben des elterlichen Hauses erhängt. Raus war die in Papiermark zu entrichtende Gebühr. Be- ein äußerst begabter junger Mensch, der das Brüger dürftigen Ausländern fönnen Nachlässe gewährt Gymnasium mit Vorzug absolviert hat, und auch als Ein Millionär lag im Sterben. Sein ganHochschüler gute Studienerfolge aufzuweisen hatte. Jes Leben lang war er geizig, hart, unzugänglich Ein Morb bei Freiwalban. Dieser Toge wurde Er litt feit längerer Zeit an geistigen Störungen, so jeder Bitte gewesen und hatte auf diese Weise ein in der Kolonie Bieberteich bei Freiwaldaß er bereits einmal in einer Anstalt untergebrint riesiges Vermögen zusammengescharrt. dau die 33jährige Fanni Elpelt erschossen aufge- werden mußte. Es ist anzunehmen, daß er den„ Es geht nicht anders," pflegte er immer zu funden. Die Leiche der Ermordeten lag in einem Selbstmord in einem Zustande geistiger Unnachtung fagen, wenn man ihm seinen Geiz vorwarf, im Gebüsch. Die Ermittlungen ergaben, daß die Elpelt begangen hat. Leben ist das Geld die Hauptsache." werden. GNO Die Legende vom geizigen Millionär. Von Leo Tolstoi. ,, Wie ich sehe, wissen Sie noch nicht recht, was für ein Modus hier praktiziert wird. Hier zahlt man nicht mit jenen Ropeten, die Sie hungernden Arbeitern abgepreßt haben, sondern mit solchen, die Sie in Ihrem Evdenleben den Bedürftigen gespendet haben. Trachten Sie sich zu erinnern, vielleicht haben Sie irgendwann einem Bettler oder sonst einem Bedürftigen etwas gefpendet?" Der geizige Willionär senkte den Kopf und begann nachzugrübeln. Niemals hatte er freiwil lig etwas hergegeben, niemals einem Bedürftigen geholfen, niemals die Not eines Bettlers gelindert. Nach einem Augenblick traten zwei Riesen herein und führten den Millionär ab, damit er für ewig Hunger und Durst leide. Belte 4 Bollswirtschaft und Sozialpolitit. Internationaler Kongreß der Fabritsarbeiter. Aus der Partei. Kreistonferenz Grulich- Landstron. Sonntag, den Turnen und Sport. 7. Juli 1923. Anzahl von Nullen, sie kämpft um die ehrliches August 1916. Jm Monate Juni stieg ble Teues| mustergültige Elisabeth Frl. Maria Müllers; fie Bezahlung des tariflich vereinbar- rung gegenüber Mai durchschnittlich um 16 Pro- offenbarte uns auch die Möglichkeit zarterer Tonten Lohnes. zent. Im letzten Monate wurden auch die Erzeug- farben bei Wagner, so daß sie sich von ihrer, mehr nisse der Tabakregie um 25 bis 100 Prozent ver- auf den brutalen Forte- Ton gestimmten SängerumDer Kollektivvertrag im Dstrou- KarFür die Wertbeständigkeit der deutschen teuert. gebung doppelt wohltuend abhob. -ek.winer Kohlenrevier gelündigt! Löhne. Nachdem die Verhandlungen zwischen Are Die 1 Million- Marknote. Wie die ,, Vossische beitern und Arbeitgebern gescheitert sind, hat die Zeitung" meldet, ist die Reichsbanknote von 1 Die Direktorenkonferenz des Ostrau- Karwi- sozialdemokratische Fraktion im Reichstage zur Million Mark nunmehr fertiggestellt und wird ner Steinfohlenreviers hat heute den Organisatio- Frage der Wertbeständigkeit der Löhne einen An- demnächst zur Ausgabe gelangen. nen der Bergleute eine Kündigung des Rol- trag eingebracht, in dem verlangt wird, daß der lektivvertrages mit nachfolgendem Wort- Reichstag die Regierung ersuche, auf Grund des laut übersendet:„ Die Verhältnisse am Kohlen- Ermächtigungsgefeßes eine Verordnung zur Re- Am 16. Juli wird in Wien der Rongreß der Jn 22. Juli findet um 9 Uhr vormittags im Gasthause martie nötigen die Unternehmer des Ostrau- kar gelung der Wertbeständigkeit für die Gehalte und ternationalen Vereinigung der Fabriksarbeiter er- des Herrn Freudl in Silbetten die diesjährige winer Steinfohlenreviers zu einer durchgreifenden Lohnbezüge aller Arbeiter, Angestellten und Be- öffnet. Der Kongreß wird sich unter anderem auch Kreistonferens statt. Auf ber Tagesordnung stehen Herabseßung der Kohlenpreise zu schreiten. Dies amten im Reiche, in den Ländern und Gemeinden mit dem Kampf gegen den Krieg und das Ver- Berichte, die Gemeindewahlen, Neuwahlen, anträge hältnis der Amsterdamer zu der Moskauer Inter- und Verschiedenes. fann nur dann in wirksamer Weise geschehen, zu erlassen. nationale befassen. wenn alle Beteiligten, das sind der Staat, die Arbeiterschaft und die Unternehmer, Opfer bringen. Rach reiflicher Ueberlegung sehen wir uns genö. tigt, die Löhne der Arbeiter in den Gruben und Rolfereien neuerlich zu regeln, um den Abfaß der Kohle und damit die Beschäftigung der Arbeiter auch weiterhin zu ermöglichen. Wir fündigen deshalb mit dem heutigen Tage vierwöchentlich den bestehenden Kollektivvertrag, so daß dessen Gültigkeit mit dem 3. August 1923 er lischt.( Die Begründung der Vertragsfündigung ist natürlich eine ausgewachsene unverschämtheit, die selbst bei Kohlenbaronen nicht alltäglich ist. Der Kohlenpreis soll ermäßigt werden: das soll aber nicht dadurch geschehen, daß zunächst die Unternehmer auf einen Teil der Profitrate verzich ten, oder daß der Staat die Transportkosten bei der Kohle herabsetzt. Onein, die Gewinne dieser Leiden wirtschaftlich Starken bleiben für alle Ewigkeit unangetastet, und nur dem Bergarbeiter wird von seinem fargen Lohn genommen, um was die Kohlenwucherer zu viel verdienen. D. Red.) · Devisenturse. Die tschechische Krone notiert in: Schw. Frant 17.57.50 afterr. Rr. 2140.00 Geld Mart 5875.00 Von Kaffee, Zuder und Dividenden. Die Firma Julius Meinl, Aktiengesellschaft, die eine Gründung von mehreren Großbanten in Wien, ferner der Zivnostenska Banta, der Böhmischen Unionbank und der Böhmischen Escompte- und Jürich Creditbant in Prag ist, hielt dieser Tage ihr Berlin Erntefeft ab. Dem Generalversammlungsbericht sien entnehmen wir mit großer Befriedigung, daß es den tschechischen und deutschen, den beschnittenen und unbeschnittenen Prager und Wiener Bank- Züricher Schlußkurse am 6. Juli. leuten, die das Prager Meinl- Geschäft beherrschen, im abgelaufenen Geschäftsjahr vortrefflich ging. Es war zwar die erste Bilanz seit Umwandlung in cine Aftiengesellschaft, aber der sehr sehenswerte Un- Reingewinn Reingewinn verrät, daß die von früher übernom mene Sunst, an Staffee, Buder und anderen lebenswichtigen Kleinigkeiten faftig zu verdienen, bei den Meinls eine hohe Stufe erreicht. Die Dividende beträgt 8 Prozent( 32 K) pro Aftic. Auch an diesem Falle ist zu erkennen, welche Riesensummen in Form von Dividenden zum Beispiel an dem Zucker zuerst die Zucker- Aktiengesellschaf ten der Banken und dann die Meinl- AktiengesellDer Verzweiflungskampf der deutschen schaften derselben Banken verdienen. Und das alArbeiter. les zahlt natürlich die Bevölkerung! Paris. London. Berlin Mailand. Solland Wien Budapest. Brag New Vort Belgrad Warschau 34.00'00 26.44.00 0.00.27.00 . 24.85.00 226.50 0.00.82* 25 0.06'00 17.50'00 5.80'00 6.10.00 0.00.45.00 Ware 84.10'00 26.50'00 0.00.31'00 24.95.00 227.50 0.00.82.75 0.06 70 17.65.00 5.83.00 6.20'00 0.00.60° 00 Kunst und Wiſſen. Tannhäuser". Gastspiel Theo Strad.( Neues deutsches Theater). Diese ,, Tannhäuser"-Aufführung war im allgemeinen nicht darnach angetan, Begeisterung zu wecken oder auch nur von ihrer Not wendigkeit zu überzeugen. Denn sie war ermüdend langweilig in den Grund- Zeitmaßen, unordentlich in den Chor- und Ensemblesäßen und farb- und stim mungslos in den Szenenbildern. Die gründliche musikalische Erneuerung unseres„ Tannhäuser" tut dringend not. Theo Strad aus Weimar, unser zufünftiger Heldentenor, hat, wie seinerzeit als Lohengrin" so auch diesmal als„ Tannhäuser" einen durchaus Seine Die Welt ist von einer zweiten Welle der ArIn Berlin stehen 300.000 Arbeiter der Me beitslosigkeit bedroht? Oberst Budley, Parlacall, Holz- und der Bauindustrie in Streit, wei- mentssetretär im Ministerium für Außenhandel, tere Hunderttausende Arbeiter der Elektrizitäts- hat auf dem Kongresse der britischen Handelskamwerke, der Eisenbahnwerkstätten und anderer In- mern ernste Befürchtungen über die Aussichten des dustrien sind bereit, den Streifenden gegenüber in Welthandels ausgesprochen. Er sagte u. a., daß jeder Beziehung Solidarität zu üben. Deutsch- die Welt von einer zweiten Welle der Arbeitslosigland steht am Vorabende eines sozialen Kampfes, feit bedroht ist. Er wies darauf hin, daß der gemit dessen Größe sich feine Lohnbewegung aus genwärtige schlechte Geschäftsgang nicht durch früherer Zeit wird messen können. Ueberall lo- Sie ungünstigen wirtschaftlichen dern die Flammen des Streits auf. Die Arbei- Bedingungen, wie dies vor drei Jahren der terschaft Deutschlands kann um der physischen Er- Fall war, sondern durch die politischen Berhältnisse haltung ihrer selbst und ihrer Angehörigen willen verursacht wird. Es wäre die Pflicht der Staats- Stimme ist vor allem in der Höhe glanzvoll und eres nicht mehr ertragen, daß ihr Einkommen nach männer, diese ungünstigen Verhältnisse zu beseiti- giebig, während in der Mittellage und Tiefe eine den bisherigen Papiergeldentlohnungsmethoden gen, was jedoch eine ungewöhnlich schwierige Auf- leichte Verschleierung des baritonal gefärbten Or bemessen wird, während die Industrie, der Handel gabe ist und es bleiben wird, so lange nicht eine gants, die sich bei allmählicher Abgewöhnung des stark und die Landwirtschaft sich schon längst vor der Lösung für die durch das Ruhr- und Reparations- fchligen Tonanjages aber wesentlich bessern dürfte, Warfentwertung gesichert haben und zur Dollar- problem gefchaffenen Situation gefunden wird. unangenehm auffällt. Zu loben ist die deutliche und Goldrechnung übergegangen sind. Den Arbei- Troß der ungewöhlich disteren Aussichten Aussprache des Sängers und sein lebendiges Spiel: tern nüßen beim Einlauf die Papierfeßen auch in leuchters uns doch aus den Exportberichten zu tadeln ist seine geräuschvolle Atemtechnik und der noch so großen Mengen nichts, wenn ihr Lohnein- schwache Funken der Hoffnung entgegen, Mangel weicher, tragender Piano- Töne. Ein Lichtkommen sich nicht durch einen beweglichen Teue- denn die Berichte zeigen, daß man schon bunkt der Aufführung war die poesievoll und errungsmesser der Geldentwertung rasch anpaßt. als verloren angesehene Märfte wieder erobern greifend in der Darstellung wirkende, gesanglich Deshalb erhoben die Gewerkschaften schon vor Wo- kann. Damit wird bewiesen, daß man zur allgechen die Forderung nach Wertbeständigkeit der meinen Entwicklung noch viel beitragen fönnte. Löhne, gegen welche sich die Goldmart verdienen- Diese Angelegenheit erfordert jedoch viel Geduld den Unternehmer mit Händen und Füßen wehr- und Arbeit. ten. Bei allen Lohnverhandlungen haben sich die Fabrikanten nicht nur hartnädig geweigert, die Löhne der Teuerung auch wirklich anzupassen, sie haben die nur widerstrebend gewährten Lohnerhöhungen so verschleppt, daß sie bereits entwertet waren, als die Arbeiter sie bekamen. Großer Arbeitermangel in Frankreich und seine Ursachen. In Frankreich besteht zurzeit in fast allen Wirtschaftszweigen ein Mangel an Arbeitskräften, der besonders fühlbar in der Schuhund Lederindustrie, der Textilindustrie, der Landwirtschaft und in den französischen Gruben ist. In Typisch hierfür ist die Haltung des Verban- einer Versammlung der Vereinigung französischer des Berliner Metallindustrieller. Vor zwei Wo- Industrieller und Kaufleute, die vor kurzem zur chen gestand er für die letzte Juniwoche einen Lösung dieser Frage tagte, wurde berichtet, daß Spizenlohn von 6500 M. zu. Dieses völlig un- die Textilindustrie im Bezirk Lille- Roubair- Tourzuweichende Zugeständnis zogen sie nachträglich coing, also im ehemaligen Kriegsgebiet, gegenwärwieder zurück. Es bedurfte neuer Verhandlungen tig zu 90 Prozent ihres Vorkriegsstandes wieder und eines neuen Schiedsspruches, um sie zur Wie- betriebsfähig ist. Da die erforderlichen Arbeiter deraufnahme dieses Zugeständnisses zu bewegen. nicht vorhanden sind, kann sie in den Spinnereien Dann aber war es doppelt zu spät. Der Real- mur 50 bis 70 Prozent und in den Webereien nur wert des Lohnes hatte sich weiter vermindert, die bis zu 60 Prozent der Vorkriegsleistung aufbrinErbitterung der Arbeiterhaft war gestiegen. So gen. In der Versammlung erklärte der Vorsitzende mußte es zu diesem Streitbeschluß fommen. Erst der Vereinigung französischer Landwirte, daß die der Streifbeschluß hat es zuwege gebracht, daß die Zulassung ausländischer Arbeiter unvermeidlich Unternehmer ein neues, aber wieder unzureichen- jei, um nur einigermaßen die Strisis zu überwindes Zugeständnis gemacht haben. Man ging über den. In Polen und Tschechoslowakei werden ersten Schiedspruch für die letzte Juniwoche den denn auch durch französische Konsu= unt etivas über 800 mi. pro Stunde hinaus und late und Missionen Arbeiter, besonders setzte für die erste Juliwoche einen Spißenlohn von Bergleute zur Arbeit in Frankreich 9000 M. fest. Inzvichen aber ist die Teuerung in angeworben. Aus Polen werden allwöchent solch beispiellofem Ausmaße gestiegen, die Verbitte- lich größere Transporte nach Frankreich geführt. rung der Arbeiterschaft derart gewachsen, daß auch In Holland werden besonders Landarbeiter angedieses Zugeständnis nicht nur völlig ungenügend worben. Auch aus anderen Ländern wie Jugosla geworden war, sondern von der Arbeiterschaft als wien und Italien fommen viele Arbeiter nach cine Verhöhnung empfunden worden ist. Frankreich. Eine der Ursachen dieses ArbeiterAehnlich wie bei den Metallarbeitern liegen mangels ist der Militarismus. Bei einer die Dinge bei den Holzarbeitern und den Bauar- Bevölkerung von 40 Millionen hält Frankreich beitern. Auch hier die alte Verschleppungstaktit dauernd 800.000 Mann der leistungsfähigsten Alder Unternehmer. Auch hier die Ablehnung sei- tersklassen unter den Waffen. Würde es dieses Lebensversicherungsgesellschaft Phoenix In Wien schließt vorteilhaft alle Arten von Lebensversicherungen insbesondere Versicherungen ohne ärzt. liche Untersuchung bis zu Kč 10.000 mit sofortiger auch für den Kriegsfall uneingeschränkter Gültigkeit ab. Vertreter werden zu günstigen Bedingun gen angestellt. Anfragen, Angebote u. dgl. sind zu richten an das Fillalbüro für Groß,- Prag, 1363 Prag II., Václavské nm. 47. 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Die Sportbrüder hielten sich ganz gut, doch ihr Mangel an technischem Können wurde ihnen zum Verderben. Obzwar der DFC. erst in der zweiten Halbzeit nach Einstellung eß mehr in Schwung lam und guten Fußball spielte. Bei den Sportbrüdern war gut Weigand am linken Flügel. Unter jeder Kritif der Tormann, der die hohe Niederlage zum Großteil verschuldet hat. Im allgemeinen sind die Sportbrüder eine Mannschaft, die vom Spiele einer Ligamannschaft nur sehr geringe Ahnung hat und ihr größtes Verdienst anscheinend darin ficht, ein Fußballspiel aus Großväters Zeiten vorzuführen. Wenn Inallt! So spielen Provinzklubs zweiter Stlasse, aber man nur weite Schüsse sicht und wenns nur prächtig nicht eine„ Ligaelf"! Bei DFC. gab es keinen benicht eine" Ligaelf"! Bei DFC. gab es keinen brfonderen Spieleifer, der technisch schwache Gegner Bunkto Derbheit glaubten mandje Sportbrüder, sich behagte den DFC.- Spielern anscheinend nicht. In besonders hervortur zu müssen. Sonntag spielen Zižtow gegen die Sportbrüder. am DFC.- Play DFC. gegen Vršovice und Union Berausgeber: Dr. Ludwig Czech und Karl Termak Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Druck: Deutsche Zeitungs- Aktiengesellschaft, Prag, Für den Druck verantwortlich: D. Holtk. Nor mis Етик Poiss spart Guld! 1719 Kuh& Kretsch 1476 Likörfabrik Teplitz- Schönau. Schuß der Republit. Erläuterung des Gefeßes v. 19. März 1923. 3m Berlage des Bartelvorstandes bet Deutschen sozialbemotrafischen Arbetterpartel erichienen. 72 Selten Kart. Das Buch enthält den gesamten Text des " Gesches zum Schutz der Republit vom 19. Wara 1923 und au jebem Paragraphen eine ausführliche juristische Erläuterung. Weiter enthält das Buch den vollständigen Tert des Gesetzes über das Staatsgericht vom 19. Mära 1923. Bu beziehen durch alle Buchhandlungen aum Breise von 10.-. Für organisierte Arbeiter ist das Buch durch die zuständige Bezirks. organisation oder das Selretariat der Deutschen fozialdemotrafischen Urbeiterpartel in Tepliß- Schönau, Sellerstr. 1 zum Preise non R 4.- 3n beziehen. Sucht Stellung Verbandstoff- Werke tens der Unternehmer von Lohnabkommen, Heer wesentlich einschränken, so wäre sicherlich auch Erste Prager Fliegenfänger- fabrik Schiedssprüchen und Forderungen der Arbeiter- fein Arbeitermangel in Frankreich vorhanden. schaft, die den Teuerungsverhältnissen nur in un- Der russische Bergban. In der Sitzung des genügendem Maße Rechnung tragen. Es muß russischen Exekutivausschusses unterbreitete Swerd hier festgehalten werden, daß z. B. die Berliner low einen Antrag zum neuen Statut über den Zimmerer, die unter kommunistischer Lei- Bergbau, der auf dem Prinzipe der Freiheit aller tung stehen, den Schiedsspruch, der für die erste Bürger bei der Forschung nach Erzlagern aufgeJulinwoche einen Lohn von 9500 m. borjah, anbaut ist. In der Vergangenheit behinderte diese genommen hatten. Es waren die Unter- ungenügende Freiheit die Ausforschung des unternehmer, die hier die Friedensstörer machten, in- schöpflichen Reichtums an Erzlagern in Rußland, dem sie den Schiedsspruch, den das tarifliche Be- fowie auch deren Förderung. Das neue Statut in Stontor oder Geschäftszirkslohnamt gefällt hat, ablehnten. Die Verant- gibt das Erstlingsrecht bei der Förderung denjeni- haus, infr. an die Verw Blattes. wortung für den Kampf, der nun entbrannt ist, gen Bürgern, die Erzlager ausforschen, lettere bleiliegt so sonnentlar, daß man darüber fein Wort zu verlieren braucht. Eines aber steht fest: die Arbeiterschaft, die jeßt in Berlin in den Kampf ge- Ansteigende Teuerung in Rumänien. Aus den treten ist, will dem Lohnbetrug, der an ihr im Wirtschaftsblatte„ Argus" veröffentlichten Infeit Jahr und Tag verübt wird, ein Ende maen. Sie fämpft nicht um eine problematische in Rumänien jest 34 Mal so teuer find, als im 1745 ben jedoch Eigentum des Staates. Der Antrag Inserieren Sie im wurde der Sommission zugewiesen. Inserieren Sie im derziffern geht hervor, daß die Lebensbedürfnisse„ Sozialdemokrat" Telefon Telefon 851/ IV. NF.. Teplitz- Schönau NT. V. 851/ IV. liefern zu konkurrenzlos billigen Preisen sämtliche Verbandstoffe, Verbandwatten, chirurgische Gummiwaren und medizinische Pflaster. 1527