Einzelpreis 70 Heller Redaktion und Berwaltung: Brag II., Havličtovo nám. 32. Telephon 6795, Na 797. P Telegra Sozialbemotr Havličkovo n. 31 Boltihedami 57544. Jnferate werden laut Tarif billigt berechnet. Bei öfteren Einschaltungen Preisnachlaß. 3. Jahrgang. Sozialdemokrat Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowatischen Republit. Der Gerechtigkeitsfanatiker. habe Donnerstag, 19. Juli 1923. Der Vorschlag Englands. Der Entwurf der Note noch in dieser Woche in den Händen der Alliierten. Bezugs Bedingungen: Bei Zustellung ins Haus oder bei Bezug durch die Bost " monatlich.. Kč 16.vierteljährlich 48.halbjährig. 96.ganzjährig 192.• • " 9 Rüditellung von Manustripten erfolgt nur bei Einsendung der Retourmiarten Ericheint mit Ausnahme des Montag täglich frith. Nr. 166. Die Bilanz des sächsischen Landtags. F. H. Dresden, 17. Juli 1923. Die Rede, die der französische MinisterHoffnungen in England. Wenn weite Kreise der sozialistischen Partei präsident bei der Einweihung des Kriegerdenk London, 18. Juli.( AR.) Der Stand der des Geistes der sozialen Gerechtigkeit geheiligt die stille Befürchtung und alle Bürgerlichen die mals in Senlis gehalten, wird von der fran- Reparationsfrage bleibt unverändert, solange die hat? Minister Dr. Benesch sagte weiter: Wir ha starte Soffnung hegten, daß das mit Hilfe der zösischen Depeschenagentur als Antwort auf Regierung den Entwurf der Antwort auf das ben ein direktes Interesse an der Regelung der Kommunisten zustande gekommene rein ſoziali die Erklärung Baldwins bezeichnet. Poincare deutsche Angebot von 7. Juni d. 3. nicht defini- Reparationsangelegenheit. Ueber die Dringlich- ſtiſche Ministerium Dr. Zeigner fruchtbringende ist der Mann der tönenden Rede; jedes Wort tiv billigt und ihn den Alliierten übersendet. Der feit der französisch- englischen Entente tönne fein Arbeit nicht leisten fönne, so sind bis jetzt durch jeiner bisherigen Reden war Stampf, Posaune Entwurf wird zweifellos Ende dieser Woche in Streit bestehen. Ein Bruch hätte für die Zukunft die Arbeiten des Landtages weder die Befürch und Fanfare. Auch in seiner letzten Rede sucht den Händen der Alliierten sein. Man hofft hier, des Friedens die ungünstigsten Wirkungen. Das tungen noch die Hoffnungen in Erfüllung geer feine Unnachgiebigkeit hervorzukehren, und daß ihre Bemerfungen zu dem britischen Ent- babe ich auch in London erklärt. Nach gangen. Denn der Landtag hat noch vor seinen boch geht durch sie ein unverkennbarer Bruch. wurfe feine unnötige Verzögerung erleiden, es ist meinen Besprechungen in London und in Paris Ferien eine Anzahl wertvoller Gesetze verabschie Nicht nur, daß die Rede eine gewisse Vorsicht aber zweifelhaft, ob die Antworten vor Mittwood) bleibe ich Optimist. Ich sehe offensichtlich die det. Gefeße, um die leidenschaftlich gerungen Nicht nur, daß die Rede eine gewisse Vorsicht oder Donnerstag eintreffen, wo, wie die Blätter Möglichkeit eines Einvernehmens. wurde und bei denen sich zwei Weltanschauungen verrät, den Gegensatz zwischen Frankreich und berichten, das Unterhaus zur zweiten Lesung der schroff gegenüberstanden. „ Le Journal" schreibt über die Reise des England nicht noch mehr zu vertiefen, sie be- Vorlage über die Konsolidierung des Fondes zu- Ministers Dr. Benesch: Dr. Benesch hat sicher bei dem Gesetz zum Schuße der Repu Das tam am anschaulichsten zum Ausdruck müht sich auch, das Vorgehen Frankreich zusammentreten soll. Bekanntlich hat der Minister lich, ohne daß er bestrebt war, in der deutschen blif. Die fächsische Regierung hatte das Reichsrechtfertigen und spricht viel von Gerechtigkeit. präsident vergangene Woche bemerkt, daß die Angelegenheit zu intervenieren, überall dort, wo rahmengeset wesentlich verschärft und nicht nur als deren Schüßer der gegenwärtige Leiter der Sizung eine geeignete Gelegenheit zu einer all- hin er fam, Versöhnlichkeit anempfehlen, und bestimmt, daß mit 65 Jahren jeder Beamte zu Geschide Frankreichs gerne gelten möchte. Die gemeinen Debatte über den Stand der Repara- war in London mehr als anderswo. Es gibt entlassen ist, sondern auch, daß ohne disziplina teine zweite Persönlich leit, welcher risches Verfahren alle Beamten zu entfernen sind, Rede zeigt einen Zug von schmerzlicher Sen- tionsfrage geben könnte. Die britische Presse hegt auch weiterhin die die Erhaltung der Entente so sehr die die Republik und ihre führenden Persönlich timentalität, worauf besonders seine Beteuerungen hinweisen, er habe nicht den Wunsch, feste Hoffnung, daß ein einheitliches Vorgehen der am Herzen liegen würde wie ihm. Er feiten beleidigen, lud zwar ohne daß die Aba ein feiten zwar die daß Deutschland zusammenbreche. und Frank Großmächte werde gewahrt werden und man bet sicherlich genug weitblickend, daß ihm flar ist, sicht der Beleidigung nachgewiesen zu werden daß Deutschland zusammenbreche, und Frank- trachtet die Aufklärung der maßgebenden Pari- daß die Entente nur dann erhalten bleiben kann, braucht. Damit ist der Weg für den republikanireich also das Frankreich Poincares ser Kreise, nach der die letzte Rede Poincares in wenn sie allen eine wirkliche Befriedigung bringt nichts von seiner angeborenen Gerechtigkeit, enlis die französische Antwort auf den britischen und aufhört für einzelne ein ständiges Nebervor freigemacht und der Hinauswurf der versteckten ſchen Nachwuchs innerhalb der Beamtenſchaft von seinen Idealen und seiner selbstlosen Liebe Entwurf nicht antizipiert, als günstiges Zeichen. tetlen zu fein. Zu der Operation im Ruhrgebiet und offenen Feinde der Republik gewährleistet. sur Menschheit verloren. Herr Poincare sucht ist gegriffen worden, um den ewigen Unsicherhei- Die Bürgerlichen versuchten noch in letter auch sich und Frankreich gleichsam als Opfer Englands Antwortnote. len ein Ende zu bereiten; durch die Ruhraftion Stunde durch eine Reihe namentlicher Abstim der Gerechtigkeit hinzustellen, die es nicht zumüsse eine ehrliche und flare Lösung erzielt werlasse, daß der von so vielen Nationen unter- daß die Vorbereitung der britischen Antwort an hung vergebens, welche dahin abzielen würde, diese Versuche scheiterten an dem geschlossenen London, 17. Juli.( Reuter.) Reuter erfährt, den, Diesbezüglich wäre sicherlich jede Bemühungen und durch Herbeiführung der Beschlußunfähigkeit das Gesetz zu Fall zu bringen. Alle zeichnete Friedensvertrag bereits nach vier Deutschland und der begleitenden Mantelnote an zwischen Paris und Brüssel eine Disharmonie Widerstand der sozialistischen Parteien. Jahren seines Bestandes als für ein archäo- die Aliierten noch immer die britischen hervorzurufen. Mit noch größerer Zähigkeit versuchten die logisches Museum reif bezeichnet werde, was Sachverständigen beschäftigt. Es verlautet, Bürgerlichen die Gemeindereform ju hin umso schädlicher wäre, als eine Zerstörung des daß die Mantelnote darlegen wird, aus Die„ Bermittlungsaltion" Dr. Beneichs. tertreiben. Sie erfannten, daß mit der Annahme Friedensvertrages auch die Freunde Frank welchem Grunde die britische Rereichs in der Tschechoslowakei, Rumänien und eine Antwort berbiene und in allge Tätigkeit des tschechoslowakischen Außenministers Bürgertums in der inneren Verwaltung veg Note Berlin, 18. Juli.( Eigenbericht.) Ueber die dieses Gesetzes das letzte starke Bollwerk des meinen auseinanderseßen wird, welche Schritte Benesch wird berichtet, daß er gestern noch einmal tener noch einmal der schroffe Gegensatz zwigeräumt wird. Dann kam bei der GewerbeWenn Herr Poincare troß seiner Betcuc- zur Lösung des Reparationsproblems für nötig lange mit Poincare gesprochen habe und heute schen Besitzenden und Besißlosen zum Ausdruck. rung, Franfreich sei am Ende der Zugeständ- gehalten werden. Die Mantelnote wird an die nach Brüssel abgereist sei. In Paris wird ver- Diese Steuer bringt zum erstenmal den Versuch, nisse angelangt, einer neuerlichen schmetternden französische, die belgische, die italienische und die sichert, daß sich Benesch nicht mehr für die Frage die Steuerzahlung der Geldentivertung dadurch Kampfansage ausweicht, so liegt darin, wenn japanische Regierung gleichzeitig mit dem Entwurf intereſſiere, ob jest eine gemeinsame Antwort der anzupassen, daß die Besteuerung des Ertragsauch noch nicht offen zugegeben, das Einbe- der Antwort an Deutschland gesandt werden. Alliierten auf die Note Deutschlands zustande- wertes und des Anlage- und Betriebskapitais fomme. Er wollte sich vor allem Gewißheit dar tittels eines mittleren Goldantaufindexes dem fenntnis des Mißerfolgs seiner Reparations über verschaffen, daß ein Bruch zwischen England Sinken und Steigen der Mark angepakt wird. politik, die das Verhältnis zwischen Frankreich Dr. Benesch und England auf das unerträglichste vergiftet und Frankreich nicht zu fürchten sei, selbst wenn Ein neues Merkmal dieser Steuer ist die Besich England veranlaßt sehen sollte, ein Sondersteuerung der Lohn summe und endlich hat und die nicht nur die Alliierten dauernd Paris, 18. Juli.( Havas.) Der Vertreter angebot an Deutschland zu richten. Wian beurteilt das Zuschlagsrecht der Gemeinden bis zu 200 zu entzweien, sondern auch die Schaffung des Blattes Figaro" fragte den Miniſter die Bemühungen Beneschs sehr optimistisch. Im Prozent und ev. weiterer 100 Prozent für die neuer, Frankreich höchst unerwünschter Gebilde, Dr. Benejch, ob das französisch- tschechoslowa Uebrigen scheint man sowohl von England wie stosten der kommunalen Totenbestat zu bewirken droht. Serr Poincare weiß, daß fifche Wirtschaftsabkommen auf wirtschaft von Frankreich aus sich in der Hauptsache um tung. Die bürgerlichen Parteien zogen auch England mit dem größten Unmut Frankreichs liche Fragen beschränkt bleit. Doktor Belgien zu bemühen, das jede Partei für sich ge gegen diese Steuer alle Regiſter auf, mußten imperialistische Politik in Europa und seine Benesch erwiderte, er könne nur so viel erklären, winnen will. daß er ein überzeugter Anhänger militärischen Rüstungen verfolgt, und daß diese der Durchführung der FriedensverPolitif, welche die Wiederherstellung der euro- träge war, ist und bleiben wird. Die päischen Wirtschaft hindert, längst zum Aus- Unterschrift auf den Verträgen ist heilig. Paris, 18. Juli.( Havas.) Minister Dr. bruch eines neuen Krieges geführt hätte, wenn wie würden wir, fagte Dr. Benesch, nicht den Benesch ist heute um 12.30 Uhr von Paris nach nicht die allgemeine Erschöpfung Europas und Vertrag verteidigen, welcher unser Bolt befreit Brüffel abgereist. die schwere Wirtschaftskrise in den Völkern und den Sieg der demokratischen Grundfäße und Südslawien bedrohen würde. überzeugter Anhänger der Friedensverträge. Benesch in Brüffel. einen heilsamen Abschen vor neuen Kriegs- s00000000000000000000000000000000000000006000000000000 wirren wachhalten würden. Solange Frankmtung. aber erleben, daß ihre Spekulation auf die Kom munisten vergeblich war. Die Grundsteuer ach dem gemeinen Wert zu erhbeen, war zunächst aus steuertechnischen Gründen nicht möglich. m merhin wurde die Goldanpassung an die Ent wertung der Mark dadurch gefunden, daß als Anpassungsinder der mittlere Roggenpreis feftgesetzt wurde. Von gleicher Leidenschaft getragen war das Ringen um die Amnestievorlage. Ganz reich sich einer wirklich gerechten Lösung der Darum die ethischen Floskeln in Poin- Bestimmungen der Friedensverträge den ma- besonders um jene Paragraphen, die die Ab Reparationsfrage widerseßt, und sein Ruhr- cares Rede, darum jein Appell an die Ge- teriellen Möglichkeiten anzupassen. Auch wenn treibungen, die aus Not begangen sind, abenteuer nicht liquidiert, muß sich ihm Eng- rechtigkeit". Gerechtigkeit, mag auch die Welt man alles, was in den Friedensverträgen steht, außer Strafe stellen. Bei dieser Debatte prallten land, das unter den Folgen dieses Treibens darüber zugrunde gehen! Und was versteht als fauterstes Recht ansehen wollte, so ist für die alte und die neue Weltanschauung in schärfster schwer leidet, immer mehr entfremden, und auf Voincare unter Gerechtigkeit? Sie deckt sich ihre Erfüllung doch in erster Linie die ma- Weise zusammen. Da die Bürgerlichen die An die Dauer werden auch die Beschwörungs- ihm mit der Unberührbarkeit der Friedensver- terielle Möglichkeit ihrer Durchführung not- nahme des Gesetzes nicht verhindern konnten, attionen des tschechoslowakischen Außenmini- träge! Als ob diese Friedensverträge überhaupt wendig. Und daß diese bei Deutschland besteht, drohten sie mit dem Appell an das Reichsgericht. Kurz vor Torschluß des Landtages fam es ſters nicht ausreichen, das Ende der französisch- noch unangetastet wären! Tatsächlich ist kein wird nicht einmal der Gerechtigkeitsfanatifer zu einer interessanten Schwenfung der belgischen Koalition aufzuhalten. Poincare einziger von ihnen bis jetzt in allen seinen Poincare behaupten können! bürgerlichen Parteien. Halten diese das Die Rede Poincares verfolgt den Zwed. Ministerium Zeigner in der schärfsten Weise be fann nicht vorwärts und nicht zurüd; er sicht Zeilen durchgeführt oder intakt geblieben und mit Schrecken die Früchte seiner Gewaltpolitik eben jetzt hat die Konferenz von Lausanne England, das sich anschickt, Frankreich in den fämpfi, so founte man nun beobachten, daß nach reifen und Grauen muß ihn auch befallen, einen derselben, den Vertrag von Sevres, in Arm zu fallen, noch im legten Augenblick zu einer sehr geschickten politischen Rede Zeigners, wenn er die materiellen Erfolge der Ruhr- aller Form Rechtens zugunsten der Türkei ge- bestimmen, bei den Vorschlägen, die es unter- in der er besonders auf die Gefahren hinwies, befeßung bucht. Willigt er in eine Einigung ändert. Aber was ist die Gerechtigkeit, die den breiten will, auf die Wünsche der französischen die der Republit durch unverantwortliche Rechts mit Deutschland, so wird Frankreich auch nicht Friedensverträgen angeblich zugrundeliegt, an- Regierung im Namen der Gerechtigkeit alle treife drohen, die deutschen Volksparteiler von annähernd jene Reparationsleistungen zuge- deres als der Ausfluß der schnödeſten Gewalt Rücksicht zu nehmen. Aber die Erfüllung der den Deutschnationalen sichtlich abrückten, sich einstanden erhalten, die es ohne die Ruhrbesehung Ist Deutschland, als es gezwungen wurde, das französischen Wünsche hat Poincares Politik deutig zur Republik bekannten und ihre Mitarbeit für die Republik anfündigten. Die Demokraten erhalten hätte, weigert er sich dagegen, im Diktat von Versailles zu unterfertigen, um dadurch verwirkt, daß sie die Zahlungsfähigkeit gingen noch einen Schritt weiter und bewilligten Sinne des englischen Vorschlages, die deutschen seine Meinung und Zustimmung auch nur ge- ihres Schuldners zerstört hat. Poincare droht mit den sozialistischen Parteien den Gesamtetat. Reparationen nach Vorschlag einer unpartei- fragt worden? Wurde mit ihm verhandelt noch immer mit seiner„ Unnachgiebigkeit", aber Diese Erscheinung mag nicht zuletzt durch ischen Kommission sich zumessen zu lassen, dann und sein Einverständnis eingeholt? Wenn die er tut dies, wie seine Rede zeigt. mit halbem die Vorgänge im Reiche begründet sein, wird Frankreich nicht nur überhaupt leer aus- Erhaltung eines Vertrages wie des Versailler Herzen und gebrochenem Selbstvertrauen in denn wenn nicht alle Anzeichen trügen, steht gchen, es wird auch zur Zahlung seiner eigenen von der Gerechtigkeit" bedingt ist, dann ist seine Politit. Seine Hoffnung, daß die Deutschland vor starken inneren Erschütterungen, Kriegsschulden von England verhalten wer- die Tat jedes Erpressers und jedes Einbrechers, Freunde" Frankreichs ihm schließlich recht die auch von den bürgerlichen Parteien in ihren den, und es wird für den dann unausbleib- der sich mit vorgehaltenem Revolver seine geben werden, steht auf schwachen Füßen. Auch lichen Zusammenbruch Deutschlands und das Beute holt, auch gerecht! Aber alles Gerede der rührendſte Appell des verlogenen Gerech ihm folgende Chaos vor aller Welt die mora- von der Gerechtigkeit, auch wenn es ange- tigkeitsfanatikers wird die endliche Durch lische Verantwortung tragen. Poincares Drauf- vaßter wäre, als der Zusammenhang mit den schung des Rechtes und der Gerechtigkeit nicht gängerpolitik ist in eine Sadgasse geraten, aus Friedensverträgen rechtfertigt, muß schließ zu verhindern vermögen! der sich kein Ausweg für sie eröffnet. lich vor der Notwendigkeit verstummen, die Wirkungen nicht flar übersehen werden können. die steigende wirtschaftliche Not, die durch die Ruhrbesetzung verursacht worden ist, hat den Antirepublikanen fräftigen Ansporn und Zulauf gegeben. Ihr Geheimorganisationen wachsen und nehmen eine immer bedrohlichere Gestalt an, so daß, wenn die Dinge sich weiter zuspißen, mit 7 4% Seite 2 Die Schlußfißung in Lausanne. 19. Juli 1928. Tages- Neuigkeiten. einer gemeinsamen Auseinandersetzung gerechnet| werden kann. Daß dabei neben dem Reich auch die Wirtschaft schwer erschüttert würde, das sehen Der Mussolini- Krater. Franz- Josef- Brüde, auch die Bürgerlichen. Sie suchen sich deshalb Lausanne, 17. Juli. Die heutige Schluß- tönnte. Die Forderung General Bellés, die Elisabethbad, Wilhelmkanai, zitahöhe berglei den politischen Verhältnissen anzubaffen, um nicht eines Tages alles zu verlieren. Die Leitung der igung der Konferenz gliederte sich in drei Teile, Kongeffionen für die Bant Ottomane auf givet chen ist uns noch geläufig. Man chrte eben ,, be. nämlich die Schlußjigung des politischen Jahre zu verlängern, lehnte Ismet Bascha ab, da rühmte" Herren und Damen, so gut man konnte. fozialdemokratischen Partei Deutschlands hat sich komitees, die Schlußßigung des Finanatomi- die Konferenz nicht zuständig sei, versprach aber und es wäre gar nicht zu verwundern, wenn jetzt denn auch in flarer Erkenntnis der Vorgänge tees und die Schlußigung des Wirtschafts- die Weiterleitung an seine Regierung. in Italien Brücken und Bauten, Berge und dazu entschlossen, die in Sachsen von Sozialisten fomitees, in denen nach einander die letzten Am Schlusse jeder Komiteesitzung hielten die Täler nach Mussolini benannt würden, der und Kommunisten gebildeten AbwehrorgaVereinbarungen bestätigt und einzelne noch offene räsidenten Sir Horace Rmbold, General Pellé doch ein Land als„ Herrscher" genau so beglückt nisationen für das ganze Reich zu Soneringen bestätigt chiedert werden. und Wantagna längere Ansprachen, in denen sie wie weiland Franz Josef oder Karl das alte empfehlen. Ob dies ollein ausreichen wird, eine Das politische Komitee verzeichnete zu ihrer Genugtuung über den Erfolg der Verhand- Desterreich selig machten. Den italienischen FasErschütterung zu verhindern, oder ob nicht doch nächst die gestern erzielte Einigung über die lungen und den nunmehr gesicherten Friedens- cisten scheinen aber jedenfalls Bezeichnungen wie durch eine Umbildung der Reichsregierung in Räumung der Dardanellen und schluß Ausdruck geben. dem Sinne, daß alle republikanischen Kräfte bis Ronstantinopels, sowie über die ZulasMussolini- Bahnhof" oder„ Mussolini- SchwimmSir Horace Rumbold sprach namens schule" zu banal zu sein und darum erfannen sie für zur deutschen Volkspartei verbunden werden, ein fung Belgiens und Portugals zu feiner Regierung seine Freude über die Wieder- ihren Säuptling etwas ganz Besonderes, wie endgültiger Verfuch zur Lösung der Krise gefungewissen Zeilen des Vertrages. Das Komitee aufnahme der alten freundschaftlichen Beziehun- folgende Nachricht bezeugt, die das Tschechische den werden muß, bleibt abzuwarten. Fest steht, ging dann zur Debatte über die Amnestiegen mit der Türkei aus. daß die Tage der Regierung Cuno gezählt sind ind frage und das Schicksal der Armenier Nach Sir Horace Rumbold wies auch Geneund daß Deutschland vor äußerst schweren Ent- über, in der Sir Horace Rumbold und der amescheidungen steht, bei denen die sächsische Regierikanische Vertreter Grew die Türken um Entral Pellé auf die Jahrhunderte alten Beziehunrung und die fächsische Partei ein gewichtiges gegentemmen ersuchten. Ismet Pascha ver- gen zwischen seinem Lande und der Türkei hin Wor: mitsprechen dürften. sprach die Durchführung des Amnestic ab- und hob hervor, daß der Friede nunmehr virtuell tommens und die Heimkehr aller Ar- abgefchloffen sei. menier, die sich keiner berräteri schen Handlungen schuldig m'a cht hatten. Inland. Das Gesch zum Schuße der Klerifalen. Im flerifalen„ Cech" findet sich eine Anregung für die Ausland. Preßbureau in dankberer Verehrung und Bewunderung für den italienischen Diktator weiter verbreitet: Paris, 17. Juli. Die Blätter melden aus Rom: Ein infolge der jüngsten Eruptionen des Aetna neugebildeter Krater neben dem Krater Ferro und dem Monte Neve wird zu Ehren des italienischen Ministerpräsidenten MussoIini Rrater genannt werden. Der amerikanische Vertreter begrüßte mit Freude und Dankbarkeit die Wiederherstel lung des Friedens und sprach die Hoffnung aus, Das Finanzkomitee befaßte sich aus- daß die Geduld und die Aufrichtigkeit, die man wie jinnig! um nicht zu sagen: wie anschließlich mit der uponfrage. Von dem ur- während der schweren Verhandlungen gezeigt züglich! Der fenerspeiende Berg, der immer wieBfarrämter, welche den„ antiklerikalen Schöp sprünglichen Artikel 106, der die Kuponfrage re- habe, auch bei der Durchführung des Vertrages der Berderben über jene bringt, die in seinem fern des Schutzgesetzes wenig Freude bereiten geln sollte, bleibt in dem Vertrage nichts übrig, anhalten werden. wird. Das Blatt fordert nämlich die Pfarräm- als die Feststellung, daß Deutsche, Defter In seiner Erwiderung am Schluffe der Voll- Schatten siedeln, wird in„ ehrenvolle" Beziehung ter auf, gegen alle Redner, welche am Husfeier- reicher und Ungarn nicht in dem Verung antwortete Ismet Pascha, der allen mit Mussolini gebracht. Nun haben die aber tage gesprochen haben, die Anzeige wegen Vergewaltungsrat der Dette Ottomane Rednern dankte, besonders nachdrüdlich für die gläubischen Vauern Siziliens ein Symbol an dem hens gegen das Gesetz zum Schuße der Republik tagen würden. Die anderen Fragen sind die Rede Rumbolds, und betonte die türkische neuen Strater des Aetna. Seit dem letzten Auszu erstatten. Die Klerifalen werden also ihre retten Verhandlungen zwischen der türkischen Freundschaft für England. Er hob u. a. hervor, bruch des Bulkans leben sie in ständiger Angst loyalen Roalitionsgenossen anklagen, daß fie die Regierung und den Titelinhabern vorbehalten. daß die Türkei auf dem Fuße der vollen Gleichbe- und furchtfam und erbittert blicken sie hinüber Republik nicht genug sdrüßen. Wenigstens General Pellé gab eine Erklärung ab, in der er rechtigung nach Lausanne gekommen sei und in zum Mussolini"- versteht sich, zum MussoliniKrater. Hoffen wir, daß die Bevölkerung der fönnen die Parteien der Regierungssozialisten ausdrücklich den französischen Titelinhabern ihre Lausanne verhandelt habe. daran erkennen, was sie für ein famoses Gesetz Rechte vorbehielt. Jsmet Pascha entgegnete, oaß Der Vertreter Bulgariens wic. Insel fortan vor Eruptionen des Mussolini- Stra die türkische Regierung zu Verhandlungen bereit derbolte die früheren geschaffen haben. früheren bulgarischen ters, so wie das ganze italienische Volk vor Aus fei. Venizelos stellte in Ergänzung einer heute or be halte über den 3ugang zum brüchen des Kraters Mussolini verschont bleibt. vormittags überreichten Note die Forderung auf, Meere. Die entrüsteten Münchener Halenkreuzler. daß Griechenland diefelben Vergünstigungen in Der Vertreter Rumäniens, Diamandi, Das Vorgehen der Polizei gegen die Hitlergarde der Kuponfrage erhalte, wie die Türfen. Gene- und jener Jugoslawiens Jovanovič, spra- und gegen die von ihr mißbrauchten Turner hat ral Pellé erwiderte, daß nicht die Alliierten, son- chen das Befremden darüber aus, daß man sie die nationalsozialistische Parteileitung und die Die Passauer Donau- Zeitung" und daß dern die Titelinhaber hiefür zuständig seien. nicht davon verständigt habe, daß die heutige Sit mit ihr sympathisierenden Kreise Münchens in Urteil gegen Fechenbach. Ein angesehenes ProDas Wirtschaftstomitee genehmigte zung die Schlußsigung sei; fie würden daher bei große Entrüstung versetzt. Die Vaterländischen vinzorgan der Bayrischen Volkspartei, zunäant das Protokoll über die Küstenschiffahrt, der unterzeichnung des Friedensvertrages Verbände Münchens laffen durch ihr Leibblatt, die Donau- Zeitung" in Passau, in der dann die Erklärung über die Dauer des Handels- noch besondere Erklärungen über die die Münchener Zeitung", verkünden, daß sie bei jolange er noch aktiver Politifer war der ablommens und ging darauf zur Konzeffionsfrage a Itung ihrer Länder abgeben nilling deswegen vorstellig werden wollen und Dompfarrer Bichler die bekannte weiß- blaue über. Sir Horace Rumbold gab eine lange Er- müffen. das genannte Blatt selbst füpft an diese MitteiZentrumspolitit machte, beschäftigt sich in seiner flärung ab, in der er ausdrücklich Vorbehalte zu- Alle Redner dankten schließlich der Schweiz lung den Sat:„ Die Art, wie die Schutzleute letten Sonntagsausgabe mit dem Falle Fechen- gunsten der Interessen der englischen Staatsange- für die erwiesene Gastfreundschaft. Die Unter- vorgegangen sind und deutsches Blut vergossen bach in einer politisch außerordentlich bemer- hörigen, vor allem der türkischen Petroleum- eichnung des Vertrages, die am kommen wurde, it tieftraurig." Sitler selbst hat noch lenswerten Weise. Entgegen der bisher streng Compagny machte. Die Konzessionen bestünden ben Dienstag stattfinden wird, wird am Samstagabend ein Extrablatt seines Völ ablehnenden Saltung der Bayrischen Volkspartei zu Recht, fein drittes Recht könnte die englischen von den gegenwärtigen Unterhändlern unter dem tischen Beobachter" herausgegeben, in dem er in gegen die Politik an dem Fechenbachurteil wird Rechte beeinträchtigen. Er müsse die Türken Vorsitz des Schweizer Bundespräsidenten vollzo- einem offenen Brief an die bayerische Regierung hier in einem längeren Artikel von einem bahri- für die etwaigen Folgen der Nichtangen werden. Wie bereits gemeldet, wurde Ruß- den allerschärfsten Einspruch erhebt und die Erschen Juristen, deffen Name aber nicht genannt erkennung der englischen Kon land eingeladen, innerhalb dreier Wochen das Härmung abgibt, daß er und seine Partei es mun ift, rundweg erklärt, daß das Urteil gegen den zeffionen verantwortlich machen. Weerengenablommen in Konstantinopel zu unter- ablehnen, der Regierung fernerhin als Notpoli Bandesverräter" Fechenbach zweifellos Der amerikanische Vertreter Grew begrüßte, mit zeichnen, falls es nicht Vertreter zur Unterzeich- ei zur Verfügung zu stehen. Seine Partet fönne falfa war. Und dann heißt es wörtlich: Das Genugtuung die Regelung der Konzessionsfrage nung nach Lausanne entsenden will. D aus Pflichtgefühl und dem deutschen Volle gegen ist jedoch erst flar geworden, als der Kammer- und wies darauf hin, daß über die türkische Peüber nicht eine Regierung unterstützen, deren Bes gerichtsvat Freymuth in einer im Mai ds. Js. troleum- Compaguh seit drei Jahren eine Storrehörden sich als Schüßer des uns verheßenden erschienenen Broschüre zum ersten Male den spondenz zwischen Amerita und England geführt London, 17. Juli.( Reuter.) Reuter meldet, Judentums und zur blutigen Bekämpfung der Wortlaut des Ritter- Telegrammes veröffentlichte. worden sei. Jsmet Pascha erinnerte in feiner daß die vier 3erstörer flottillen, die we- nationalen Bewegung hergeben. Damit hat HitWegen des Ritter- Telegrammes ist Fechenbach Erwiderung daran, daß er ein Schiedsverfahren gen der Orientkrise der mittelländischen Flotte ler in seiner Wut offenbar aus der Schule gezum Buchhaus geschickt worden. Man mag über angeboten habe und stellte fest, daß die englische zugeteilt worden seien, demnächst nach England plaubert. Verhält es sich in der Tat so, daß die Schuld Fechenbachs heute noch streiten. Der Erklärung in feiner Weise die Türken binden zurücklehren werden. wingende Buntt liegt anderswo: Die Veröffent ‒‒‒‒‒‒‒‒‒‒ DRAG➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖➖ lichung des Ritter- Telegrammes durch Fechenbach werden? " erfolgte im Jahre 1919, das Verfahren vor dem gung an den verschiedenen Märkten der Welt, in Bollsgericht aber erst 1922, ohne daß die Verjäh- welchem Beitraum und unter welchen Bedingun rungsfrist unterbrochen war. Fechenbach fist gen sollen solche Emissionen herausgegeben also wegen eines verjährten Pressedeliktes im Welche Erleichterungen von den übermäßig Zuchthaus. Auch der Reichsjustizminister hat sich jetzt zu dieser Ansicht bekannt. Aber um des trengen Bedingungen des Versailler Vertrages lieben Friedens willen, oder sagen wir es ruhig, fönnen daraus erreicht werden und welche Abaus innerpolitischen Gründen ficht die Reichsre- fabedingungen will man in Konsequenz der Aufgierung in dem Vorschlag, den der bayrische Ge- faffung des Temps" zugestehen? elche ernsthaften Abmachungen über die fandte im Reichstage machte, Begnadigungsge wirtschaftlich aufeinander angewiesenen Teile der such Fechenbachs und Nachprüfung des Urteils Volkswirtschaften Frankreichs und Deutschlands durch das bayrische Oberlandesgericht den besten konnen mit Erfolg organisiert werden? Weg aus dem juristischen Irrgarten. Es ist der einzig mögliche Weg. Die Aufklärung durch das Oberlandesgericht wird also heute öffentlich die jenigen beruhigen, die in dem Fechenbach- Urteil mit wachsender Entrüstung einen deutschen Dreifuß- Standal, eine Verlegung des allgemeinen Wie soll aber Deutschland Zahlungen leisten wenu sein wirtschaftlich wichtigstes Gebiet, und das ist das Ruhrgebiet, wirtschaftlich gelähmit und| vom Reiche abgeschnitten ist. Beschlagnahmen und Geldbußen. die habenkreuzlerischen Sturmtrupps von der bayerischen Regierung und, was wohl wahr scheinlich ist, von der Polizeidirektion München als Notpolizei verpflichtet worden sind, dann Frankfurt a. M., 17. Juli.( Wolff.) Im muß man dies als einen unerhörten Standal beTaunus, nördlich von Elwille, wurde ein zeichnen, der politisch nicht ohne Folgen bleiben Geldtransport in der Höhe von 27 Milliarden dürfte. Hitlers Versuch, das Turnfest für seine Mart von den Franzosen beschlagnahmit.- Einer 3wede zu erobern, ist im übrigen fläglich mißBlättermeldung aus Redlinghausen zu glüdt. Die für Montag angesagte Versammlung folge ist der Stadt eine innerhalb 20 Tagen au wurde verboten. Ein starkes Schußmannsaufjahlende Geldbuße von 700 Millionen Mart aufgebot hütete die Zugänge zum Zirkus Krone. Der erleg worden. Blättermeldungen aus dem Böltische Beobachter" ist auf acht Tage verboten, Ruhrgebiete zufolge wird die um zehn Tage seine beiden lepien Nummern wurden beschlagverlängerte Verkehrssperre auf das nahmit. Belustigend wirkt die bewegliche Klage örfste durchgeführt. 71 Löschung von Hochöfen der Krupp. werke. Düsseldorf, 17. Juli.( Savas.) Die Martini in der Samstagnummer dieses Blattes, daß dic Festleitung des Turnfestes den Schützer der deut schen Heimat, Ludendorff, erst am 14. Juli fozusagen als letzten Gast eingeladen habe, wäh rend frauslodige Liganoindianer verhätschelt wurden. Der Einfluß der Hafenkreuzler auf das Rechtswillens und eine Gefährdung des Ver- Belgiens Rolle bei den kommenden öfen der Kruppierte in Effen wurden gelöscht. Turnfest beschränkte sich im übrigen nach dem fläg trauens zur deutschen Justiz sehen wollen Man darf gespannt sein, wie die offizielle Po litik der Bayrischen Volkspartei zu dem Passauer Bekenntnis sich stellen wird. Telegramme. Berhandlungen. Zusammenstoß in München. Paris, 18. Juli. Nach dem Brüsseler Berichterstatter des„ Echo de Paris" befindet sich München, 18. Juli. In dem Münchner Vorder Pariser belgische Botsayafter gegenwärtig in ore Basing fam es zwischen Arbeitern und Brüffel, wo er mit Theunis und Jaspar zahl Rech: radikalen zu schweren Zusammenstößen, reiche Unterredungen habe. Das Brüsseler Stabi- vobei mehrere Nationalisten schwer verletzt am nett sei von der Bedeutung der Rolle überzeugt, Plate liegen blieben. die ihm bei der gegenwärtigen Lage zukomme. Der„ Temps" und der„ Sozialdemos tönne nicht die Rede davon sein, daß Belgien Bete dende Erhöhung der deutschen fratische Barlamentsdienit". Berlin, 18. Juli.( Eigenbericht.) Der Pari ſer„ Temps", von Vermittler zwischen Frankreich und England auftritt, da es am Brozesse beteiligt sei. Vor allen Dingen müßten die belgischen Intereffen vertei Babntarife. Berlin, 18. Juli.( Eigenbericht.) Der Eisen lichen Finsto am Samstag auf die nächtliche Eroberung einer schwarz- rot- goldenen Fahne auf einem Mast des Hauptbahnhofes. Hohenzollernfrechheit. Der sozialdemokratische Parlamentsdienst meldet: Neben seinen Gläubi Parlamentsdienst meldet: Neben seinen Gläubinoch die Hohenzollernschen Gläubiger in Holland, gern aus dem Versailler Vertrag hat Deutschland die sich ebenso rabiat ivie Poincare bemühen, den Tetzten Pfennig aus dem deutschen Volfe heraustronprinz hervor. Durch die Rechtspresse läßt er drohen, daß jetzt seine Geduld ein Ende habe. Wenn der preußische Staat ihm nicht bald supreffen. Augenblicklich tut sich wieder der Exsichungen zur französischen Regierung steht, beaten in dem Augenblicke eine nusliche Rolle spies entwertung notwendig gewordene Erhöhung eigentum zuspreche, werde er mit dem preußischen len, wo es mulig fein werde, bertandpunte einer Löfung der Reparationsfragen von wirt. Englands und Frankreich zu klären und unter intraft treten soll. Die Personenfahrpreise werden wurde die Herrschaft Dels in den Novembertagen Ichaftlichen Gesichtspunkten aus zu behandeln. Es einander auszugleichen. in erster und zweiter Wagentlasse um 1919 einstweilig beschlagnahmt. Da die Eigenist unverkennbar, daß sich in den Ausführungen 300 Prozent, in der dritten und vier- tumnsverhältnisse aber durchaus ungeklärt waren, Des Blattes ein gewiffes Verständnis für eie Butichbefürchtungen von links und rechts. ten Wagentlaffe um 250 Prozent erhöht: die erkannte Genoffe. Lüdemann als preußischer deutsche Auffassung zeigt. Den äußeren Anlaß Berlin, 18. Juli. Für Sonntag, den 28. Juli Erhöhung der Frachttarife wird 150 Pro- Finanzminister ein Abkommen vom 22. Jänner zu den Artikein des„ Temps" boten einige Aus- ist von der kommunistischen Parteient betragen. Die jetzt beschloffenen Erhöhungen 1921 nicht an, das tatsächlich die Herrschaft Dels führungen des Sozialdemokratischen Parlaments Deutschlands ein Antifascistentag angegeben weit über das erwarbete Maß hinaus, da dem Extronprinzen zusprach. Die Rechtspresse bedienstes. seßt, dem eine Werbewoche vom 22. bis 28. Juli bie Reichsbahn zum ersten Male die ihr erwach hauptet nun, daß Lüdemann sich von politischen Da der„ Temps" scheinbar die Absicht hat, vorangehen soll. Die nationalistischen Blätter fenen Ruhrschäden in die Tarife einfaltuliert hat. Motiven habe leiten lassen, und daß es auch po die Diskussion fortzusehen, richtet der Sozialdemo- behaupten, daß dies nur der Auftatt zu einem litische Gründe wären, die den Antrag des Getratische Parlamentsdienst folgende Fragen an 2ommunistischen Putsche lei. Die" Rote Erhöhung der Bahntarife auch in Ungarn offen Müller- Franken im Reichstage veranlaßten, durch dessen Annahme die Grundsähe der Wie dentt man sich in Paris die Privatisie- tes, daß die Fascisten den 29. Juli zu Budapest, 18. Juli.( UTKB.) Die Direktion Reichsverfassung zuungunsten der vormals regierung der Schuld durch martifähige Papiere ver- einem Tag des Ueberfalls auf die der ungarischen Staatsbahn hat beschlossen, neuer renden deutschen Fürstenhäuser außer Kraft ge schiebener Art? Arbeiterschaft machen wollen und ruft zum dings mit Wirksamkeit vom 25. Juli die Per- fest werden sollen. Ganz recht. Neben anderen Welcher Auffaffung ist man über die Bedin- Alarm der Arbeiterschaft in den Betrieben auf, fonentarife um 100 Prozent und die Frachttarife sind es auch politische Gründe, die die Sozialgungen und wie denkt utan über die Unterbrin- damit der 29. Juli die Schlagkraft beiber seige. um 50 Prozent au erhoben. demokratie in ihrer bekannten Haltung in der 19. Juli 1928. Helfershelfer Ehrhardts verhaftet. Ehrhardts Helfersheller. Weitverzweigte Geheimbündelei. Seite 3 Wert kommt in Mitteleuropa nur in ganz heißen Sommern vor; er wurde beispielsweise auch im.mer 1921 verzeichnet. Ueberhaupt sind in Mitt* europa Temperaturen von mehr als 33 Grad Wä: ne schon Ausnahmserscheinungen und kommen feiness wegs in jedem Sommer vor. Auch Sonntag war s cs Celsius met Säller havia Vermögensauseinandersetzungsfrage mit den ExSönigen und Ex- Prinzen bewegt. Das Ausland wird es feineswegs verstehen können, wenn das Deutschland, daß sich vor der ganzen Welt für bankrott erklärt und Zahlungsaufschub und interAngehörige deutschvöllischer Kreise. nationale Anleihen wünscht, den Leuten, die ihr gerüttelt Maß Schuld an dem gegenwärtigen Berlin, 18. Juli.( Eigenbericht.) Die Be- gesehen worden ist, wurde Massow v. Prinze noch vor der Entladung der Gewitter noch überall chr Elend des deutschen Volfes tragen, Goldmilliar mühungen der fächsischen Polizei haben insoferne zwei Tage nachher, also am 15. Juli, gesehen. heiß: so wurden beispielsweise in Bamberg 36 Grad den schenkt, die zum Teil doch nur zur Stärkung einen Erfolg gehabt, daß man einige Selfers. Beide sind der Polizei nicht unbekannt. Göß erreicht. Von der monarchistischen Reaktion gegen die Republik helfer bei Ehrhardts Flucht ermit hört der deutscnationalen Bolt hat es so ungewöhnlich hohe Temperaturen innerhalb und die Demokratie Verwendung finden würden. telt und mehrere bereits festgenom partei an, auch war er Mitglied der weiter Gebiete Mitteleuropas nur in den heißen Den Drohungen der Rechtspreffe, daß die bürger- men hat. Es stellte sich heraus, daß sie wie Orgesch in München. Massolo v. Prinze, der Sommern 1921, 1911 und 1904 gegeben. Dabei sind lichen Parteien zum Beispiel im Landtage der ou erwarten war- deutschnational en zur Zeit des Erzberger- Mordes bei der Organi diesmal an einzelnen Orten mittlere TagestemperaArgumentation der Sozialdemokratie nicht folgen reisen angehören und wiederholt an fation Conful in München arbeitete, verlegte nach turen von einer nic zuvor beobachteten Höhe vorgewerden, begegnen wir vorläufig mit dem Sin rechtsradikalen Umtrieben teilgenommen haben. dem Attentat seinen Wohnsitz nach Hamburg. Er kommen. Beispielsweise lag am 14. Juli das Taweiß, daß doch einmal der Augenblick kommen Daboi zeigte sich, daß der Kreis der Mit- faß dort wegen Geheimbündelei und gesmittel in Berlin mit 30.2 Grad Celsius höher als fann, in dem sich das Volf gegen die Ansprüche wisser viel größer ist, als man ur- cines Sprengstoffattentates auie zuvor in 200 Jahren, obwohl die absolute Höchstseiner ehemaligen Herrscher" eindeutig entschei- prünglich angenommen hatte. cine fozialdemokratische zei. den könnte. Wir sind überzeugt, daß dann die Es bleibt nun abzuwarten, ob der Reichs- ung in untersuchungshaft. Wie temperatur des Tages mit 34.2 Grad Celsius noch erheblich hinter dem höchsten Temperaturwert zuWürfel zuungunsten der hohenzollernschen Hollän- fanzler endlich seine Pflicht erfüllen und mit festgestellt worden ist, hat Gök bei der Flucht rückgeblieben ist, den Berlin – mit 37.5 Grad Cel der fallen werden. einem energischen Rud von der deutschnationalen mitgeführt. Am Dienstag wurde in Leipzig wie gleichmäßig hohe Temperatur, die weder früheinem energischen Rud von der deutschnationalen Ehrhardts im Auto zwei Koffer mit Schußwaffen fins in den Jahren 1781 und 1819 erlebt hat. Straßenbahnunglüd in Colmar in Lurem. Verbrecherbande abrücken wird. eine weitere Reihe von Personen burg. Dieser Tage fuhr in Colmar ein Wagen morgens noch spät am Abend etwas gemildert war, festgenommen, die im Verdachte stehen, die hatte das Relordtagesmittel des 14. Juli 1923 aus der elektrischen Straßenbahn, der den Verkehr Flucht begünstigt zu haben. nach Hohned versieht, infolge Versagens der Berlin, 18. Juli. Die sozialistische Dresdener gelöst. Das verhältnismäßig häufige Eintreten sehr Bremsen mit voller Wucht einen von ihm soeben Volfszeitung" meldet, daß gegen den Geistlichen Ehrhardts hat der Oberreichsanwalt Haftbefehl werte Erscheinung, die der verbreiteten Annahme München, 16. Juli. Aus Anlaß der Flucht heißer Tage in der neuesten Zeit ist eine bemerkenserflommenen Berg wieder zurück und stieß ge des Leipziger Gefängnisses der Verdacht besteht, gegen diejenigen Personen erlassen, die wegen widerspricht, als ob die Sommer in früheren Zeiten gen einen Wagen, der hinter ihm auf der Strecke an der Flucht Ehrhardts mitgewirkt zu haben. Begünstigung des Ehrhardt- Hochverrats mitange- viel heißer gewesen seien. Davon kann in Wirklich gefahren kam. Die beiden Wagen wurden voll- Die„ Sächsische Staatszeitung" bestätigt, daß eine flagt sind. In Frage kommen: Margarete vont feit gar keine Rede sein. Wenn es sich aber aus den ständig zertrümmert. Mit schwerer Mühe gelang Anzahl von Gefängnisbeamten verhaftet wor- ohenlohe Dehringen, wohnhaft in Berliner Beobachtungen, die sehr sorgfältig sind und cs, aus den Trümmern acht Tote und über 50 den ist. afing bei iunchen, Professor Dr. Schlösser für weite Teile Norddeutschlands feiner wesentlichen. Verwundete herauszuziehen. Leipzig, 18. Juli.( Wolff.) Die Nachfor- in Schaftlach bei Tegernsee und der ehemalige Storreftur bedürfen, ergibt, daß z. B. in den ganzen Ein weiblicher Offizier in der Türkei. Die schungen nach den Helfershelfern Ehrhardts ha- Marineleutnant und Student Liedig. Die 32 Jahren von 1868 bis 1900 nicht ein einziges Mal Blätter melden aus Konstantinopel: In der Es- ben, wie die Polizei mitteilt, folgendes ergeben: Brinzessin wurde noch an Sonnabend verhaftet eine mittlere Tagestemperatur von 28 Grad Celsius forte, die am letzten Freitag den Kalifen zur Ver- Der Führer des Kraftwagens war der Kaufmann und nach Leipzig überführt, während Dr. Schlöf- vorgekommen ist, während Berlin seit dem Beginn richtung der Gebete in eine Stambuler Moschee Franz Hermann Göß, geboren am 8. Mai 1899 fer, der seit einer Woche Br..oent des bayerischen des 20. Jahrhunderts, also in 23 Jahren, bereits geleitete, befand sich auch eine türkische Frau in Plauen i. B., zuleßt in Leipzig- Stötteres Ordnungsblocks ist, auf Grund eines amtsärzt neun Tage mit einem Tagesmittel von 28 Grad Cel namens Kara Fatima Sanum, die am wohnhaft. Als zweiter Helfershelfer kommt der limen Attestes, demzufolge der 67jährige Mann fius und mehr gehabt hat, darunter jetzt einen Tag, Kriege gegen Griechenland teilgenommen und die Student Hermann Massow v. Prinze, gebo- nicht transportfähig ist, auf freien Fuß gelassen der noch um 0.6 Grad Celsins wärmer gewesen ist, Leutnantscharge erlangt hat. ren am 13. Juli 1900 in Berlin, in Betracht. wurde. Die Verhaftung des Liedig konnte noch als der bisher allerwärmste Tag in der Berliner Mißglückter Raubmordversuch. Am Frei- Massow v. Prinze mußte sich schon lange Zeit vor nicht vollzogen werden, da fein augenblicklicher Witterungsgeschichte( 10. August 1802 mit 29.6 Grad tag abends wurde der Heger Wenzel Cerveny der Flucht Ehrhardts in Leipzig aufgehalten ha- Aufenthalt der Polizei nicht bekannt ist. Ein Celsius), so ist eine Tendenz zur Zunahme der ganz aus Mešno auf dem Heimwege von dem ihn be- ben, ohne polizeilich angemeldet gewesen zu sein. Teil des Gefängnispersonals des Leipziger Un- heißen Tage zumindest in den Großstädten nicht zu gleitenden 18jährigen Tischlergehilfen Johann Er muß in Wohnungen seiner Gesinnungsgenoftersuchungsgefanonisses in der Beethovenstraße verkennen. Und wenn die gewaltigen Steinmassen Smolit aus Wesno mit einem eisernen Stösen gewohnt haben. Im Gegensatz zu Göß, der ist ebenfalls in Haft genommen worden. kel plötzlich in den Kopf geschlagen. Da der He- nach der Flucht Ehrhardts in Leipzig nicht mehr ger die Straft hatte, um Hilfe zu rufen, entfloh der Angreifer. Der Seger verlor das Bewußtsein; " # der Großstädte einer besonders starken Erhitzung auch ungewöhnlich günstige Vorbedingungen bieten, so muß natürlich trotzdem durch sehr warmes Hochdruckwetter ganz allgemein dafür die Möglichkeit gegeben dortigen Polizei hielt auf der Straße einen Mann sein, so daß es, wie ja auch die Erfahrung lehrt, an an, welcher einen schweren Rudjad trug. Auf der solchen Tagen innerhalb weiter Gebiete ungewöhnlich Bolizeiwachstube entpuppte er sich als der 37jährige warm ist. Auf alle Fälle kann jedoch von einer Ab. Schied aus Großpriesen, welcher vor furzem nahme der Sommerwärme in unseren Breiten nicht in die dortige Kapelle eingebrochen war und wert- gesprochen werden; das Gegenteil scheint ziemlich volle Kirchengüter gestohlen hatte. In seinem Rud- ficher der Fall zu sein. jade fanden sich u. a. einige Abendmahlgefäße, ein Tabernakel, silberne Leuchter, Meßgewänder usw., die er in Dresden zu veräußern gedachte. Der Kir. chenräuber wurde ins Untersuchungsgefängnis ge: bracht und dürfte baldigst an die Tschechoslowakei esgeliefert werden, Die Julihize. Auf den falten Juni dieses Jah Slowakei wurden heuer 800 Meterzentner Himbeeren Reiche Himbeerernte in der Slowakei. In der geerntet. Die Händler sind in großer Verlegenheit, was sie mit den Früchten beginnen sollen, da die Fabriten für Fruchtkonserven nicht arbeiten und die Ausfuhr sehr erschwert ist, einerseits wegen der gegien, andererseits wegen der Verderblichkeit der Wa als er zu sich tam, schleppte er sich nach Hause Paris der Oberst des Generalstabes und Militärund wurde sodann ins Krankenhaus überführt. attaché der Tschechoslowakischen Republi? in Berlin, Der Raubgeselle wurde von der Gendarmerie Emil Sondl, in einem Pariser Hotel infolge Blutverhaftet und gestand, in die Enge getrieben, daß andranges plößlich gestorben. Zu dem Tode Hondls er den Heger ermorden und berauben, mit dessen meldet der„ Matin": Oberst Hondl kam am 15. Juli Revolver von der Hegerin die Herausgabe aller auf seiner Urlaubsreise nach Paris und erklärte, sich Wertsachen erzwingen und sodann nach der Slo- daselbst nur drei Tage aufhalten zu wollen. Er kehrte spät nachts in das Hotel zurück und verließ Mon. wakei flüchten wollte. Leichenfund in einem Moorteiche bei Deutsch- tag nicht sein Zimmer. Nachdem ein Hotelangeſtell. Gabel. Dieser Tage badete der 17jährige Sohn des ter vergebens an der Tür geklopft hatte, wurde diese Bindermeisters Josef Runge aus Deutsch- Babel in geöffnet und die Leiche des Obersten im Bette ohne dem sogenannten Thumteiche, der sich innerhalb des irgendein Zeichen von Gewaltanwendung, jedoch bebei Deutsch- Gabel gelegenen Moores befindet. Der reits in Verwesung vorgefunden. Auf dem Tische Füßen und begann zu sinken, da er nicht schwimmen Im Koffer wurden einige ausländische Fahrkarten gesepte Extrem darstellt. Bolle zehn Tage hindurch ren bei langer Fahrt. In der Angelegenheit wurde junge Bursche verlor aber den Boden unter den befand sich ein Glas mit einer farblosen Flüssigkeit. res ist im Juli cine Sige gefolgt, die das entgegen. pannten Handelsverhältnisse mit Holland und Bel fonnte. Als ihm einer seiner Mitarbeiter zu Hilfe und Papiere vorgefunden. Die Kleider des Ober- hat in ganz Europa, besonders aber in den zentralen beim Versorgungsministerium interveniert, das eine cilte, flammerte fich Runge derart fest an ihn, daß ſten waren sorgfältig zusammengelegt. Auf dem Tische Gebieten sehr beständiges heiteres Hochdruckwet- rasche Entscheidung treffen muß, wenn die Him die Gefahr bestand, daß beide ertrinken werden. Der wurde außerdem ein Rundreisebillett in die Proving ter geherrscht, und diese ununterbrochene Reihe von beeren nicht dem Verderben preisgegeben sein sollen. Mitarbeiter des Runge sah sich daher gezwungen, sich Touraine mit Gültigkeit vom 18. Juli vorgefunden Sommertagen bot endlich einen Ersatz für die Kälte Toszureißen und Runge seinem Schidjal zu überlaf und ein Schreiben, in welchem Oberst Hondl die des Frühlings und Vorsommers. Besonders inten. Tödliche Unfälle beim Baden. Der 36jährige sen. Um die Leiche zu bergen, ließ man das Wasser Reise nach Paris rühmt und sich nur über die große fiv war die Site während der letzten drei Tage die- Oberkellner Josef Raciret aus Prag- Nusle ist des Teiches durch die Schleusen aus. Als dann die Sie beklagt. Es scheint, daß der Oberst ermüdet ser Periode, die am Sonntag durch sehr zahlreiche Dienstag abend beim Vaden in der Nähe der PodoSchleusen wieder geschlossen werden sollten, fand ins Hotel zurückgekehrt war und, als er sich erfrischen Gewitter zunächst ein Ende gefunden hat. Mit Aus- ler Schwimmtschule ertrunken. Sein Leichnam tonnte man in der Nähe der einen Schleuse die Leiche eines wollte, einem Blutandrange erlag. nahme einiger Stellen des Küstengebietes wurden bald geborgen werden. Einer Meldung aus Eger ulrainischen Stabsfeldwebels, der bei der seinerzeit überall 30 Grad Wärme erreicht, meist jedoch erheb- zufolge, crtrank dortselbst in der Eger bei Postelberg in Deutsch- Gabel untergebrachten Brigade gedient hat lich überschritten. Am Samstag, den 14. Juli brach der 23jährige Soldat Anton Machuld a des 1. Reiund jedenfalls schon seit Monaten bereits im Wasten es z. B. Bremen und Hamburg, Aachen und terregimentes in Postelberg. Der 21jährige Zimfer lag. Es fonnte bisher nicht aufgeklärt werden, Breslau auf 34, Frankfurt a. M., Karlsruhe, Ver. mermann beim Raadener Elektrizitätsbau, Gustas ob es sich um ein Verbrechen oder cinen Unglüds lin und eine Reihe anderer Orte auf 35 Grad Cel Schneider aus Klösterle, erlitt am Donnerstag fall handelt. fius. Ebenso warm war es in Zürich, Posen, Eger abend beim Baden in der Eger einen Schlaganfall, und Florenz. Straßburg erreichte 36, Magdeburg ging unter und ertrant. Erst nach einer Stunde 37, Olmük sogar 40 Grad Wärme. Ein so woher konnte die Leiche aufgefunden werden. Blöglicher Tod eines tschechoslowakischen Gene ralstabsobersten in Paris. Wie Havas meldet, ist in Berithwundene Dorfgäste. Der Mord in Eichwald. Wie der Teplißer Gen. darmerie aus Gera mitgeteilt wird, haben die dort verhafteten Brüder Gustav und Ernst Teichmann ein umfassendes Geständnis abgelegt. Sie gaben zu, daß sie den Gastwirt Bradatsch in Eichwald crmordet haben. Berhaftung eines Kircheneinbrechers. Aus Dresden wird gemeldet: Eine Patrouille der einem Wagen hatten, der von einem Pferde gezogen wurde. Hier war es das Pferd, das die Stinder erfreute und daher manches Stückchen Brot oder Zuder bekam. brauchten die Kinder, denn sie waren ihnen Freunde und öffnete ihnen bereitwilligst die Hoftore oder sagten ihnen mitunter auch, daß sie vor diesem oder jenen Hause nicht spielen brauchen, weil hier ein geiziger Bauer wohnt. -O Einbrecherjagd in Prag. Die Prager Polizei verfolgte Dienstag abend die beiden Diebe Emanuck Batet und Johann Hanus, die von Zižłow auf der Straße gegen Hrdlořezy entfliehen wollten. Auf der Flucht gaben die beiden einige Schüsse gegen die Polizisten ab, die ihrerseits mit Alarmschüssen erZahlreich sind die Veränderungen in den Dörfern des nordwestböhmischen Industriegebie Unter den fahrenden Leuten gab es auch tes. Hier soll nicht davon gesprochen werden, daß welche, die durch die Eitelkeit der Dorfbewohner Zu den Musikmachern, die ins Dorf famen, widerten, von denen einer den Batek in den Schendie Dellampe, die einst mit ihrem fladernden ihr Dasein fristeten. In einem Wägelchen, das gehört auch der Zicharmonitaspieler, Tel traf, so daß er zu Boden stürzte und verhaftet Scheine ein wenig das Dunkel der Dörfer erhellte, sie selbst zogen, hatten sie ihren Hausrat. Die der auf seinem Rüden eine Trommel, Tschinellen werden konnte. Hanuš lief weiter, wurde, jedoch von von der elektrischen Glühbirne verdrängt wurde, ewer und recht viele Stinder waren damit be- und Triangel trug. Ein Flöten- oder Geigen- der Polizei eingeholt und ebenfalls festgenommen. daß vicles im Hof und Stall der Bauern heute schäftigt, in die kleinen Blechrahmen Spiegelspieler war gewöhnlich sein Begleiter. Die Zich- Bei der Leibesvisitation wurden bei dem Letzgeso ganz anders ist als es noch vor 15 bis 20 einzulegen oder Wandkörbchen aus Pappdedel harmonika spielte er mit den Händen, die große nannten, der seinen Revolver auf der Flucht weggeJahren war; auch nicht von dem durch die Was- zum Aufbewahren der Kämme anzufertigen. Ein Trommel schlug er mit einem, am Ellbogen angeworfen hatte, 24 Patronen, be Vater eine Militärjerleitung ersetzten Dorfbrunnen, sondern von je bis zwei Streuzer, die größeren fünf Streuzer, fo- brachten Schlegel und die Tschinellen und Trian- pistole und ein Browning vorgefunden. men erwerbsmäßig fahrenden und wandernden stete ein solcher Spiegel. Nicht lange nach ihrem ge brachte er durch eine durch die Trommel ge- Vom Schlachtfeld der Arbeit. Gestern um 11 hr Menschen, die in früherer Zeit ins Dorf kamen, Einzuge ins Dorf blinte es bald da, bald dort hende, an seiner Ferse mit einen Häkchen befestig vormittags wurde in der Sandgrube in der Nähe des für wenige Stunden die Stille des Dorfes stör- und mancher brummige Alte hatte öfters Gele- ten Schnur in Bewegung. Mit Händen und Fü Soses„ Fialka" am michow der 38jährige Arbeiten und für die Dorfjugend Erlebnis waren. genheit, die Buben auszuzanken, weil sie immer ßen spielend der Eine, und flötend oder fiebelnd ter Wenzel Matys aus Smichow Nr. 114 du: ch Wenn der Ruf erſcholl: der Bärentre is wieder die mit dem Spiegel aufgefangenen Son- der Andere, dazu die johlende Kinderschar, da herabfallenden kalt aus der Höhe von vier ber kommt!" so waren bald alle Buben und nenstrahlen auf seinem Stopf balancierten. war es wohl um die Dorfstille geschehen. Metern verschüttet und ihm so fere innere WMädchen beisammen, umringten den sonderlichen Bald wieder dudelte durchs Dorf ein Mann Die sonderbarsten Gesellen aber waren die Verlegungen beigebracht, daß er in furzer Zeit ver Gefellen und verließen ihn erst, bis er selbst das im sadleinernen Gewande mit breitem Sut am Bettelmusitanten" mitunter auch„ böh- schied. Der Polizeiarzt stellte Tob durch Erstiden Dorf verlassen. Gar lange noch erzählten sich die Stopfe, über die Schultern ein buntes Tuch ge- mische Musikanten" genannt. Diese vier oder und innere Verlegungen fest und ließ die Leiche des Stinder vom großen schwarzen Bären und man worfen und bot, unterstüßt von der wachgerufe- fechs Wänner erfreuten jung und alt, spielten sie unglücklichen zwecks gerichtlicher Obduktion in das cher Junge schilderte mit Begeisterung, wie er sich nen Sehnsucht der Buben, feine Holzflöten doch in kräftiger Weise Ländler und Walzer aus anatomische Institut überführen. an den Bären heranschlich und dessen Fell zupfte. an. Sein Lied auf einem dieser achttönigen Ju- ganz alter Beit. Kamen sie gerade in den AbendEs war Freude und Staunen für die Kinder, strumente spielend, ging er gemächlichen Schrittes stunden ins Dorf, war gar bald auf jedem Hofe tag badete die vierzehnjährige Helene Böhm aus Sc. Ein elfjähriger Knabe als Lebensretter. Sonn wenn der Bärentreiber den langen Stock hob, den von Haus zu Haus. Um ihn, als wäre er ein ein Tanzkränzchen mit alten, jungen und ganz rasdorf bei Brud an der Leitha in der Zeitha and oder gar die Bären auf die Hintertaßen zu stehen Rattenfänger von Hameln, die frohe Schar der ingen Bärchen beisammen. Ihre laut erschal- geriet an eine tiefe Stelle. Des Schwimmens unrasdorf bei Brud an der Leitha in der Leitha and brachte, sie zum Tanze zwang, dabei sein eigen Dorfbuben. lende Deusit machte es den Nachbarn im großen kundig, begann sie zu sinken. Der in der Nähe ba artig Lied brummte und es mit einer Handtrom- Fuhr durch das Dorf der schmalgebaute Wa- Umkreis möglich, immer wieder zu tanzen. mel begleitete. dende Sohn eines Werkmeisters aus Wien, der elfgen, dessen Dach und Seitenwände aus Stroh gc- Alle diese Menschen, und es gab deren noch jährige Eduard Wohlfahrt, schwamm sofert za dem Ein andermal wieder waren es schwer me- flechten waren und die faure Ware des Wein andere, deren Erwerb das Dorf und seine Bewoh- sinkenden Mädchen und nach wiederholten Unterlancholische Weisen eines italienischen essighändlers" aus Istrien enthielt, so ner war, sind heute nicht mehr. Sie kommen tauchen gelang es ihm, es bei den Saaren zu erfafLeiertastenmannes", die die Kinder her- ahmte bald in diesem, bald in jenem Teile des nicht mehr, die Dorfstille zu stören, und auch fen und es wohl erschöpft, aber lebend aus üfer zu italienischen essighändlers" aus Istrien enthielt, so ner war, sind heute nicht mehr. beilockten. Befand sich auf der Drehorgel ein Pa- Dorfes die nedende Kinderschar den Ruf:„ Wein- nicht mehr, um der Jugend Erlebnis zu sein; sie page., der mit seinem trummen Schnabel Glücks- essig! Weinessig!" nad). verschwanden als Produkte einer Zeitperiode. billette zog, oder ein in Soldatenuniform gekleide- Der Dudelsadspieler und sein ihn Wer sic gekanut, wird der heutigen Jugend von ter Affe, der falutierte, abt acht" stehen fonnte mit der Schalmei begleitender Kamerad lenkte ein ihnen erzählen können, von den Freuden, die sie und auf Stommande ſogar ein Gewehr absenerte, andermal wieder die Aufmerksamkeit der Dorf- gebracht und von den Sorgen und den Leiden, Genossen, lefet und verbreitet die so liefen die Kinder bis zum Ende des Dorses mit. bewohner auf sich. Ihre eigenartige Sleidung, die sie erleben und erdulden mußten. Auch solche Drehorgettente famen ins Dorf, die ihre Instrumente und ihre dudelnden Weisen zog eine große Drehorgel oder ein Drchpiano auf die auf alles neugierige Dorfjugend herbei. Sie Alexander Schneider( Saaden). bringen. Arbeiterpresse. NN Seite 4. Bolfswirtschaft und Sozialpolitit. Der Streit der Glasarbeiter. Möglichkeit einer baldigen Einigung. Aus Gablonz wird uns berichtet: werden könne. Zürich. Berlin 19. Juli 1923. Die tschechische Krone notiert in: gen Schritte sind rechtzeitig einzuleiten. Die Arif bewußtsein hinter versperrte Türen verschanzt. In tel. 17.10: 00 ten zur Wahl müſſen ſofort überall vorbereite: werben Waffenquartieren gab es nur Stroh uno Gan, Wart 6520.00 den, damit die Verjanimlungstätigkeit rechtzeitig welches zum Teil ganz dumpfig roch, ohne Ueberzug und Decken. So hat München für seine Volksgenosöfterr. Kr. 2128.00 einfegen fann. fen gerüstet. Wie anders war es in Leipzig. Dort wurden noch viele Hunderte aus den Massenlagern von der Bevölkerung geholt und ihnen ein recht gutes Bett verschafft. Auch die Massenquartiere selbst waWien Prager Kurse am 18. Juli. 100 holl.Gulden 10.000 Mart. 100 belg. Frants Ware 1313: 00 1.49.00 162.50'00 583.25.00 154.25.00 143: 50: 09 Geld 1309 00 1.29.00 161.00'00 100 fchweiz. Frant 580.75.00 1 Pfund Sterling 152.75.00 100 Vire.. 142.00'00 $ 3.22: 50. 194.75'00 35.75'00 10.000 maguar. Kronen 34.00.00 36.00.00 2.40'00 4.44.00 2.90'0J 4.94.00 1 Dollar. 100 frans. Frants 100 Dinar 10.000 voin. Mart 10.000 öiterr. Stronen. Literatur. 83.62.50 196.25.00 36.25.00 Kunst und Wifen. Wiſſen. Neues Theater. Heute Donnerstag die neusturen ganz anders hergerichtet, damit der Turner wirkdierte Marschner- Oper Hans Heiling"; morgen fich ausruhen konnte. Am Festplate in München war auch nur gerade Freitag neustudiert Flachsmann als Erzieher"; Samstag zum erstenmal die neue Eysler- Operette die Arbeit getan, die bezahlt worden war, alles an. Die schöne Mama"; Sonntag Abschied Perthold- dere war nur oberflächlich hergerichtet. Keine mustergültige Sportanlage war zu finden, nur vor den Sterned ,, Der Rosenkavalier". Sigtribünen, die ein Viertel ciner Längsseite einnah men und zum größten Teil für Ehrengäste bestimmt waren, war der Platz einigermaßen eingeteilt. Bünktlichkeit und Ordnung ist anscheinend noch keine Turnertugend, wie man beim Festzug und bei der Aufstellung zit den Freiübungen bemerfen konnte. Die erste Freiübung wurde gleich mit dem ersten Taft verpakt der erste Eindruck war demnach nicht gerade der beste! Lurnen und Sport. Dienstag nachmittag fanden in Gablonz Verhandlungen über Veranlassung des Gewerbeinspektorates statt, wobei es zwischen den Streitteilen zu feiner Einigung fam. Die Vertrauensleute bemühten sich, durch einen Vermitt» lungsvorschlag die kritische Situation zu beseiti gen und eine Verhandlungsbasis zu finden. Die in diesem Vorschlage gestellten Bedingungen der Arbeiterschaft wurden von den Unterneh= utern abgelehnt und dieselben erklärten, daß an eine Verhandlung nur gedacht werden fann, wenn zuerst die Arbeit zu den diftierten Leipzig und München. Bedingungen aufgenommen wird. Die Unternehmer seien aber nicht in der Lage, alle Arbeiter Schuß der Republik. Erläuterung des Gesetzes München steht dieser Tage im Zeichen des 13. wieder einzustellen und es müßte infolgedessen vom 19. Wärz 1928. Jm Verlage des Parteivorstan- Bundesturnfestes der deutschvöltischen Turnerschaft. eine größere Anzahl als entlassen des der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei Nach der riesigen Reklame, die zu diesem Feste entangesehen werden. Ferner erklärten erschienen. 72 Seiten start. Das Buch enthält den faltet wurde, hätte man glauben müssen, daß man Ob man den Toten des Weltkrieges durch die sie proßig, daß über eine Verminderung ihres gesamten Text des„ Gejeßes zum Schuße der Repu- etwas noch nie Dagewesenes erleben werde. Dar- während des Festzuges gepflegene Art wirkliche Lohndiktates überhaupt nicht mehr gesprochen blif" vom 19. März 1923 und zu jedem Paragra- unt war auch die Enttäuschung für jeden, der zu Ehrung angedeihen ließ, muß start bezweifelt wer phen eine ausführliche inristische Erläuterung. Bei einem„ Turufest" zu fahren glaubte, eine umjo grö- den. Die deutsche Turnerschaft hätte die Toten weit Dadurch war eine Situation geschaffen, wo ter enthält das Buch den vollständigen Text des Ge- ßere. Wenn wir uns mit dieser Veranstaltung ein. besser geehrt, wenn sie ihre Führer mit Sad und durch der Abbruch der Verhandlungen sehr nahe sebes über das Staatsgericht vom 19. März 1923. mal befassen, so geschieht es nur deshalb, weil knapp Bad zum Tenfel gejagt hätte. lag und es ist nur der Umsicht der Gewerkschafts- Es ist seit jeher als Mangel empfunden worden, daß vor einem Jahre die deutsche Arbeiterturnerschaft in Das zeit war kein Turnjeit in wahrem Sinne, vertreter zu verdanten, das cos dieser Haltung die Rechtsfenntnisse der weiten Schichten infolge der Leipzig ihr erstes Bundesfest abgehalten hat und bei es war ein nationales Bierfest mit turnerischen Einder Unternehmer nicht jede Verhandlungsmöglich fapitalistischen Gesellschaftsordnung viel zu wünschen diefer ersten Veranstaltung fait dieselbe Teilnehmer- lagen. Die nationale Jdee suchte ihre Ziele und feit fallen gelassen und die Möglichkeit offen ge- übrig laffen. Auf dem Gebiete des politischen zahl aufwies, als jetzt die Gegner in München. Da fand sie bei einem Maßkrug in den verschiedenen laffen wurde, daß am Mittwoch nachmittag neuer Strafrechtes hat die jahrzehntelange Erziehungsarbeit bei ist zu bedenken, daß der deutsche Turnverband Bräuhauslokalen. Den Höhepunkt erreichte ie durch die Verhandlungen fortgesetzt werden konnten. unserer Presse, insbesondere der„ Arbeiterzeitung" Ab- beinahe eineinviertel Millionen Mitglieder zählt, das ungewohnte Bier aufgepeitschten Leidenschaften, Ueber das Ergebnis der letzten Verhand- bilfe geschaffen und ihren Lesern auf diesem Gebiete während der Verband der Arbeiterturner erst 800,000 wenn die in den lokalen postierten Hitlerleute auf lungen liegt noch fein genaues Ergebnis vor. Je Kenntnisse vermittelt, die es oft mit den in Hör Angehörige umfaßt. Wenn also dieser kleinere Ver- einen Tisch sprangen und die„ Wacht am Rhein" doch besteht die Hoffnung, daß die Möglichkeit sälen erworbenen aufnehmen konnte. band fast genau so viel Teilnehmer aufbrachte, so oder Deutschland über alles"" anstimmten. Dann einer Einigung gegeben ist, da in einzelnen Punf- Eine verhältnismäßig harmlose unter den vielen zeigt dies, daß die Arbeiterschaft den Wert der Lei- stand alles entblößten Hauptes still und sang mit. ten die Unternehmer bereits von ihrem schroffen schädlichen Folgen des Gesetzes ist die, daß unser po- besübungen weit besser erfaßt, daß der ideale zu. So ficht das Deutschland aus, welches einst mit an Standpunkt abgelassen haben. Es wird das Ge- litisches Strafrecht nunmehr auf ganz andere Grund- sammenschluß nur unter Gleichgesinnten, gleichen der Spize der Kultur marschierte. Einige reakts jamtergebnis, das die Verhandlungen am Mitt lagen gestellt ist und die Kenntnisse des bisher gel- 3ielen Zustrebenden, zu finden ist. Das verlich dem näre Verbrecher fommandieren und die deutsche Tur. woch gezeigt haben werden, heute einer erweitertenden Rechtes nicht mehr unmittelbar anwendbar ersten Arbeiterturnfest Ausdruck und Weihe, wähnerschaft, die sich immer„ frei" nennt, leiht diesen ten Vertrauensmännerfonferenz zur Beschlußfas- find. Unser Parteivorstand hat darum einem drin- rend es in München daran fehlte. Es mußte daran Lenten willig ihr Gehör. sung vorgelegt werden. Werden diese Verhand genden Bedürfnisse entsprochen, wenn er einen Kom- fehlen, weil die dort zusammengekommene Menschen- Noch ist dieses Turn" Fest nicht abgeschlossen. lungen denselben Fortgang nehmen, wie das bis- mentar zum Schutzgesetz herausgegeben hat, der masse nur zum Teile aus„ Arbeitern" bestand und es hat aber bereits den Beweis erbracht, daß die Arherige Ergebnis zeigt, so steht tatsächlich eine mehreren Aufgaben auf einmal gerecht wird: Er das Gros der„ besser" situierten Klasse angehörte. beiterturner sich vor der deutschen Turnerschaft nicht Einigung in diesem schweren Konflikte bevor. macht mit dem nun geltenden Red). bekannt, erörtert Diese Kluft wurde auch durch das Turnerfleid nicht mehr zu veriteden braucht. Leipzig wurde organisa. Die Streitstimmung ansonsten ist noc) cine tadel- in fachlicher Weise die einzelnen Bestimmungen und überbrückt und erfuhr durch den etwas falten Emptorisch und turnerisch von München nicht erreicht. lose, so daß die Unternehmer damit rechnen müſ iſt ſo für unsere Varteigenossen ein Lehrbuch und fang seitens der Bevölkerung sogar noch eine Erwei- Wohl waren in München einige tausend Teilnehmer sen, daß auf längere Zeit hinaus an einen Ab eine Warnung vor dem Netz der 12 Paragraphen. terung. Wie wurde voriges Jahr den Arbeiterntur. mehr, der ideale Zusammenhalt, das Bevußsein. bruch des Kampfes nicht gedacht wird. Dieser Die Bedeutung der Broschüre liegt ferner darin, daß nern auf der ganzen Fahrt zugeinbeit, welch herz- einer großen fulturellen Sache zu dienen, fehlte ihnen Umstand wird sie wohl zu einigen Zugeſtändnis durch ihre zusammenfassende Darstellung dem allzu licher Empfang in Leipzig selbst! Und in München? jedoch vollständig. Leipzig war ein Turnfest, Mün. sen noch bewegen. vergeßlichen Leser noch einmal vor Augen geführt- Still rollten die Züge ein, nur vereinzelte Tur- chen war eine Heerichan der Realtion. Und weil sich wird, was dieses vielumstrittene Gesez zum Schuß nergruppen, die sich die bayerischen Städte besichtig die Realtion der deutschen Turnerschaft eis willen. Die Regierung gegen die deutschen der Reaktion alles enthält, welche Gefahren es birgt ten, brachen in Heilrufe aus: sonst nichts. In loses Werkzeug bedjent, ist es Pflicht der organisier Arbeitslosen. und welchen Schaden alle jene, die durch Handlungen München selbst war der größte Teil der Bevölkerung ten Arbeiterschaft, mehr als bisher, die Arbeierund Unterlassungen sein Zustandekommen ermöglich erbittert gegen die Gäste, da in den Geschäften sofort Turn- und Sportsache zu fördern und zu unterstüßen. ten, der Arbeiterbewegung zugefügt haben. Der Kom- die Breise bedeutend in die Höhe schnellten. Auch mentar wird endlich, wenn er, was zu wünschen ist, das Empfangsfomitee war nicht auf der Höhe. Eine ausländischen Genossen in die Hände fommt, über die furze Ansprache, die von Treue, Vaterlandstiche. Berhältniffe und die einzelnen ſozialiſtiſchen Bar Boltsbewußtsein ufw. troff, war alles, dann gings teien in der Tschechoslowakei in entscheidender Weise ins Quartier. Der Marsch dorthin zeigte die turinformieren. Das Buch besteht aus einer Einleitung, nerische Disziplin der Deutschvöllischen im besonde in der das Schutzgesetz im allgemeinen besprochen ren Lichte. Der größte Teil der Marschierenden verund in ungemein scharfsinniger Weise das Wesen er schvand in die Bierlokale... Die Quartierfrage politischen Delifte erörtert wird; es bringt dann den selbst ist ein Stapitel für sich. Viele Tausende von Wortlaut des Gesetzes mit ausführlichen Erläuter- Turnern mußten die Nächte im Freien in den städti. In dieser Angelegenheit hat nun gestern gen zu den einzelnen Bestimmungen; anhanasweise schen Anlagen zubringen! Troßdem zollt die bür Senator Genosse Jarolim beim Minister für ist auch das Gesetz über den Staatsgerichtshof zum gerliche Münchener Presse dem Festausschuß höchstes öffentliche Arbeiter, der den Minister für soziale Abdrud gelangt. Das Buch ist klar und allgemein Lob. Die Herren werden gerühmt und haben doch Fürsorge vertritt, interveniert. Genosse Jarolim verständlich abgefaßt, seine auf meisterhafte Weherr- im Grunde nichts geleistet. Jene Streise, die mehcrhob schärfsten Einspruch gegen die bewußt schung der Materie gegründeten Ausführungen cr- rere 3immer besigen, und sich nicht genug ihres na. durchgeführte Drangsalierung der deutschen Ar- weden geradezu Bewunderung. Als unumgänglich tionalen Gefühles rühmen können, haben ihr Volksbeiter, und verivies darauf, daß ein derartiges notwendiger Behelf bei jeder politischen Tätigkeit Vorgehen der Regierung von den schwersten Fol- hierzulande sollte es in der Hand feines Sozialdemo gen begleitet sein fönnte. Minister Srba ver- fraten fehlen. Zu bezichen durch alle Buchhandlunsprach, daß er mit dem Minister des Innern be- gen zum Preise von 10 K. Für organisierte Arbeiter züglich des Erlasses der politischen Bezirksver- ist das Buch durch die zuständige Bezirksorganisation waltung sprechen werde. Man kann nun nen- oder das Sekretariat der Deutschen sozialdemokratigierig sein, was die Regierung tun wird. schen Arbeiterpartei in Teplit- Schönan, Seilerstraße Nr. 1, zum Preise von 4 K zu beziehen. Wir haben gestern von dem unerhörten Vorgehen des Ministeriums für soziale Fürsorge gegenüber den Fallenauer Arbeitslosen gemeldet. Wie bekannt, murden bort bei der Egerregulie. rung 189 tschechische Arbeiter eingestellt. Da man so viel tschechische Arbeiter im Bezirle Faltenau nicht aufbringen fonnte, hat man auch aus El bogen nach alfenau tschechische Arbeiter berusen, ohne Rücksicht auf die tausenden deutschen arbeitslosen Arbeiter im Falfenauer Bezirke. Aus der Partei. Handelsvertragsverhandlungen mit Defter. reich. In der nächsten Zeit sollen, wie die Prager Presse" meldet, die Verhandlungen mit der Republik Desterreich, betreffend Ab- Arcislonferenz Troppau. Sonntag, den 29. Juli schlusses eines Handelsvertrages eingeleitet wer- findet um 9 Uhr vormittags im Arbeiterheim in den. Das bezügliche Material ist bereits vor Gereitet und es soll ein vollkommener Tarifvertrag abgeschlossen werden, der auf der Grundlage des Meistbegünstigungsrechtes beruhen soll. Auch mit Italien und der Schweiz wird es in der nächsten Zeit zu Handelsvertragsverhandlungen fommen. Die Zahl der Arbeitslosen in England betrug in der mit dem 8. Juli endenden Woche 1,118.000, d. i. um 296.000 weniger als am 1. Jänner d. J. Von einer inneren Anleihe? Wie das Ceste Slovo" schreibt, gedenkt der Staat das Geld, das er in der nächsten Zeit benötigt, auf dem Wege einer inneren Anleihe zu beschaffen und hat das Angebot einer englischen Bantgruppe nach Gewährung einer Anleihe abgelehnt. Im Serbst soll außer der inneren Anleihe auch der zweite Teil der in London im vorigen Jahr ab geschlossenen Anleihe aufgelegt werden. Devisenturse. Züricher Schlußkurie am 18. Juli. Baris. Berlin London Mailand. Solland Wien Budapest. Brag Belgrad Warschau Geld Ware 33.8000 83.50: 00 26.23.00 26.290) 0.00.23.00 0.00.24.50 24.55'00 השי 11.00 24.45.00 224.00 0.00.80° 50 225.00 0.00.81.00 0.05: 50 17.05.00 17.15.00 New Yor! 5.73.00 6.00'00 6.15.00 0.00.42.00 0.00.48'00 5.71'00 der Tagesordnung stehen: Berichte, ein Referat über Troppau die ordentliche Kreisfonferenz statt. Auf den internationalen Jugendkongreß in Hamburg( Referent Genosse Pa u l- Teplit), Neuwahlen, Vereinsangelegenheiten und Freie Anträge. gefundenen Bezirkskonferenz erstattete Genosse Dr. Bezirkskonferenz Olmüß. Bei der letthin stattraus( Olmüt) ein ausführliches Referat über die kommenden Wahlen. Nach eingehender Debatte faßte die Bezirkskonferenz den Beschluß, selbstä". dig in die Wahlen zu gehen. Ueber Koppelungen mit anderen Parteien ist nach den lokalen Veritnissen in Vereinbarung mit der Bezirksexekutive je eine spezielle Entscheidung zu treffen. In allen Ge. meinden ist die Wahl unbedingt nach dem Ver niswahlrecht durchzuführen und die dazu notwendi Deutscher Theatergarten Heute großes Konzert Anfang 3 Ubr. 1748 Anfang 3 Uhr. Schuß der Republit. Erläuterung des Gefeßes v. 19. März 1923. Im Berlage des Barteivorstandes der Deutschen inzialdemokratischen Arbeiterpartel erschienen. 72 Seiten Kart. Das Buch enthält den geiamten Text des Scießes zum Schuß der Republil" voin 19. Mara 1923 und zu jedem Paragraphen eine ausführliche juristische Erläuterung. Weiter enthält das Buch den vollständigen Legt des Geseges über das Staatsgericht vom 19. März 1923. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen zum Breise von 10.-. Für organisierte Arbeiter ist das Wuch durch die zuständige Bezirksorganisation oder das Selretariat der Deutschen fozialdemokratischen Arbeiterpartei in Tepliß- Schönau, Sellerstr. 1 zum Preise non& 4.- zu beziehen. Unio- Fliegenfänger. Seu 37 Jahren: spart viel Aerger und Geld! Unio- Werke, G.m.b.H., Pilsen, Filiale PRAG 1., Mikulášská 32. KALODONT Zahncreme -rlBerausgeber: Dr Ludwig Tzech und Karl Termak Berantwortlicher Redakteur: Dr. Emil Strauß. Druct: Deutsche Zeitungs- Aktiengesellschaft. Prag, Für den Druch verantwortlich: C. Holta. Der Beamte lobt BERSON- Gummiabsätze und Gummisohlen, denn dieselben schonen seine und seiner Umgebung Nerven und sind billiger und haltbarer als Leder. 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