M M -M. -M. - M M. Mr. M. M. M. M. M. M. im Nr. 244. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monatlich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 6 Pfg. Sonntags- Nummer mit bem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Fertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen 20 Pfg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vors mittags geöffnet. Gernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Bebel's Rede und die französische Presse. Sonntag, den 18. Oktober 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. sollte es Mit einem solchen Bebel konnte sie platterdings nichts Freunden" Frankreichs, die im Kriegsfalle geneigt anfangen. Noch weniger mit einem Bebel, der die Schuld wären, den Freimaurern von 1870 nachzuahmen eines Bündnisses zwischen Frankreich und Rußland dem und einen Appell an die Solidarität aller Sozialisten zu Paris, 14. Oktober 1891. Dreibunde bezw. seiner Rüstung zuschreibt. Sie brauchte richten, zur Darnachachtung! Der deutsche Soeinen Bebel, der sich als ein deutscher Chauvin geberdet, zi a list wird dem französischen Sozialisten Wohl selten ist einer Rede die Aufmerksamkeit in als solcher gegen Frankreich wüthet und zu dessen Ver- mit Blei antworten." m. Frankreich in so hohem Maße zugewendet worden, nichtung das Volk aufruft. Da sie in dem wirklichen wie der Rede, die Genosse Bebel am 5. d. M. Bebel keinen solchen Mann fand, konstruirte sie sich einen, Orléans" arbeitet, aber ebenso gerne Aufträge vom Der, Gaulois", ein Organ, das für das„ Haus vierten Berliner Reichstags Wahlkreise über wie sie ihn brauchte. die europäische Lage und den Sozia Hause Romanom" entgegen nimmt, bringt bei zwanzig lismus hielt. Nicht nur die hauptstädtische, sondern betitelten Leitartikel der Lanterne" vom 11. Oktober priester des deutschen Sozialismus" nennt So heißt es in einem die Rede des Herrn Bebel" Beilen aus der Rede Bebel's, den das Blatt den„ Hohe. auch die Provinzpresse hat sich angelegentlich mit ihr be- u. A.:„ Es ist ein Deutscher, welcher spricht, und zwar einen Anarchisten in der Redaktion haben?, und fügt schäftigt und mehr oder minder große Auszüge aus der ein Deutscher, bei welchem, genau betrachtet, der Kultus dann folgende Ausrufe bei:" Nun sollen die Sozialisten felben gebracht. Aber leider sind die Auszüge- ein der nationalen Einheit schwerer wiegt als Recht und kommen und uns von der Verdrüderung der Völker 50 m. stenographischer Bericht war nicht erschienen wieder Billigkeit. Denn obgleich am Schlusse der Rede des sprechen! Nun sollen sie uns sagen, daß im Falle eines nur Auszüge aus einem Auszuge, und so war es den sozialistischen Redners der Traum von der allgemeinen Krieges mit Deutschland die deutschen Sozialisten mit einzelnen Blättern, welche die Rede glossirten oder in Verbrüderung der Völker Europas hervortritt, knüpft er ihnen marschiren würden, um sich dem Kriege zwischen besonderen Artikeln behandelten, um so leichter, den Geist als Vorbedingung hierfür einen Vernichtungskampf daran, den beiden Nationen zu widersetzen! Nun sollen sie die 50 m. hineinzulegen, den sie begreifen, den chauvinistischen, als in welchem„ die Sozialisten den Klassen, welche sie immer Köpfe unserer jungen Leute verwirren und verweichlichen, den wiederzugeben, der in ihr athmet: den inter- bekämpft haben, beistehen müßten, siegreich aus diesem indem sie ihnen solche Albernheiten predigen!" nationalen, auf die Beseitigung jeder Knechtschaft gerich- Kampfe hervorzugehen" oder, ohne Umschweife zu sprechen, teten Geist. Oder bedeutet es etwas Anderes, wenn Bebet um Deutschland den Besitz von Elsaß- Lothringen zu der Die Palme der Gemeinheit gebührt aber unstreitig Estafette", dem Organ Jules Ferry's, des am Schlusse seiner Rede sagt, daß die endlich zur Einsicht sichern... Sie( die deutschen Sozialisten) sind vor allem widerlichsten aller französischen Politiker, der, kaum vom gekommenen Völker Europas die Lenkung ihrer Geschicke Deutsche und wollen, daß man es wisse. Ahmen wir Volfe in den Sattel gehoben, die Reitgerte gegen dasselbe und M. M. M. 50 M. M. 50 M. 50 M. M. M. M. M. M. 50 S. -M. 50 M. M. M. M. M. M. M. M. M. M. itäten teften fan. 5. f an. ¡ etc. in are. n. 23, latz 2. und 871 lags { unt 6L ger 67L ne, C. in die eigenen Hände nehmen und in einer a ihnen nach my vulty ven domilyen pulagi en fchmang wid der, kauplusteller dea gemeinen Wölkorföderation " dem Drieg fill " In einer immer ein Ende machen würden; daß sie endlich das jener Aufrufe zur Versöhnung der beiden Völker fangen, fuchte. In seinem Blatte findet sich folgender Erguß: Wort Moltke's, es sei das gesonderte Dasein der die sich in Aussichten auf einen Vernichtungskrieg auflösen, Rollet eure rothen und schwarzen Fahnen zusammen, Nationen, das die Ursache zu Streitigkeiten gebe, be- in welchem das deutsche Proletariat gegen ihr Bürger der„ Sozialen"! Rollt sie zusammen und greifen und ihr Sonderbasein aufgeben würden, uns an der Seite der Bourgeoisie, seines nehmt schnell euren Platz in unserer Mitte, wenn euch auf daß das so lange gepredigte Wort: Friede auf Feindes, marschiren wird." die Erinnerung ans wunde Vaterland noch zum Herzen Erden und den Völkern ein Wohlgefallen", Aehnlich drückt sich die Autorité", das Organ geht! Ihr habt soeben von einem Manne, der nicht der endlich zur That werde. des bekannten Cassagnac, aus.„ Der deutsche Sozialist" erste Beste ist, dessen unstreitiges Wissen ihn zu einem Das paßte aber der in Patriotismus machenden sagt dieser bonapartistische Klopffechter in einem„ Der angehörten Apostel des Sozialismus gemacht hat und sozialistenfeindlichen Presse nicht in den Kram. Sie ver- deutsche Sozialismus und Frankreich" überschriebenen Ar- dessen Reden von euch mit einem einer besseren Sache schwieg darum den Schlußgedanken seiner Rede oder tifel d. d. 12. Oktober ist ein Patriot, ein Patriot würdigen Eifer lange wiederholt und erläutert worden brehte ihn in sein Gegentheil um. Sie konnte weder einen von Grund aus, er ist vor allem ein Deutscher. Und welches sind, eine recht derbe Lektion erhalten!. Bebel brauchen, der aus der ökonomischen Entwickelung auch seine Sympathie für Frankreich sei, eine Sympathie, am 5. Oktober in Berlin abgehaltenen Versammlung, der Bourgeoisie heraus den Nachweis führte, daß sie sich die er nicht verhehlt, er wird uns um so energischer be- welcher mehr als dreitausend Sozialisten beiwohnten, hat im Proletariat ihren eigenen Todtengräber schaffe- das kämpfen, versichert uns Herr Bebel, als wir die Ver- Herr Bebel, einer eurer Führer, in einer Rede über die paßt ihr höchstens auf die deutsche Bourgeoisie-; noch bündeten Rußlands sein würden... Die französischen Lage in Europa deutlich erklärt, daß die deutschen einen Bebel, der im Interesse des Kulturfortschritts immer Revolutionären sollen sich daher keinen Illusionen Sozialisten das deutsche Vaterland und und immer wieder einer Aussöhnung Deutschlands mit über den deutschen Sozialismus hingeben. Der deutsche die deutsche Bourgeoisie in dem unausFrankreich das Wort redet; auch keinen Bebel, der, weit Sozialismus bedauert die Annexion von Elsaß weichlichen Riesenkampfe, der sich seit entfernt davon:„ Es lebe der Zar"! zu rufen, in ihm Lothringen, das er uns gerne zurückerstatten würde, zwanzig Jahren vorbereitet, vertheivielmehr die Verkörperung des Barbarenthums sieht, um Deutschland von dem schrecklichen Gewicht dieser bigen würden." dessen Sieg in einem eventuellen Kriege mit Deutschland Kugel, die es schleift, zu befreien; er versichert uns Es muß hier eingeschaltet werden, daß im ganzen gleichbedeutend mit einem Siege der Barbarei über die feines Wohlwollens, aber er würde nöthigen Artikel der„ Estafette" Rußland mit keiner einzigen Silbe Zivilisation wäre, der nothwendiger Weise die Vernichtung falls auf uns schießen, wie auf eine Biel- erwähnt wird, un so den Schein zu wecken, als des Sozialismus auf lange Zeit hinaus zur Folge hätte. scheibe, so viel er könnte. Den„ Brüdern und handelte es sich in der Rede Bebel's nicht etwa um die Feuilleton. Nachbruc verboten.) Er kehrt zurück! Originalroman von Jean Meroz. [ 45 Gott! Hier ist also wieder Einer, der, wenn man auf ihn rechnen wollte, sich als Schlafmütze erweisen würde. Und was machen Sie des Abends, Bürger? Nichts, antwortete der Arbeiter, ich bleibe zu Hause. Wenn man feinen Sou besitzt, und fast nichts zu brechen und zu beißen hat, wo, zum Ruckuk, soll man dann hingehen? Als Marche- Seul geendet hatte, lenkte ev ohne eine Antwort abzuwarten, seine Schritte nach der Rue Julien... und erblickte dort lächelnd Charlotte, welche ihm vom Fenster aus zuwinkte. Aber der Arbeiter eilte ihm nach und rief: -Das geht so nicht, Bürger, wie viel haben Sie zu Nichts, antwortete ihm Marche- Seul, ohne fich umzuwenden, Sie werden das für die sozialistische Sache zahlen, wenn sie Ihrer Dienste bedürfen wird. Dante Bürger, ich bleibe also Ihr Schuldner! Und sie entfernten sich alle Beide. II. fordern? Glauben Sie, daß das Brot Sie zu Hause aufsuchen Marche Seul war im Begriff, seine Wohnung aufzu- wird? Machen Sie es so, wie Ihre Kameraden, gehen fuchen, um dort sein Nachtessen einzunehmen, als zwei kurze Sie dort hin, wo die Arbeiter sich mit Ihren AngelegenSchläge an der Vorthür sich vernehmen ließen, welche er heiten beschäftigen. Sie sind vierzig Jahre alt, nicht wahr? eben geschlossen hatte. Er lugte hinaus, aber er schien den- und seitdem Sie arbeiten, haber Sie da jemals gesehen, jenigen, der angeklopft hatte, nicht zu erkennen. Er öffnete daß Bürger sich mit den Angelegenheiten der Arbeiter bealso die Thür und strengte seine Augen an, indem er schäftigen? Was haben sie für sie gethan? Nichts! nun Um die Verhältnisse richtig zu verstehen, in welchen die hinausrief: wohl, darum ist es heute nöthig, daß die Arbeiter sich ihrer verschiedenen Personen, die bereits in dem ersten Theile der selbst annehmen. Das würde wohl besser sein. Wenn sie Handlung auftraten, eine Rolle spielen, ist es unbedingt alle sich zu verständigen verstehen und ihre Interessen benöthig, einen Blick rückwärts zu werfen und kurz die Ergreifen, so werden sie die Herren sein und Arbeit wird eignisse zu resumiren, welche in Paris von dem Augenblick es dann geben. Dann wird cuch ihr Herz nicht mehr an einander folgten, in dem die Republick im Hotel de Ville trampfhaft pochen, wenn hungrige Frauen und Kinder proklamirt worden war, bis zu den ersten Tagen des April, Brot fordern.-Kommen Sie heute Abend um acht in denen wir Marche- Seul als geheilt wieder fanden. ObUhr in meinen Laden, wir wollen zusammen zu Abend essen und dann sollen Sie mich begleiten. Was wollt Ihr? Ich komme die Stiefeln holen. Sie haben meiner Frau gesagt, daß ich selbst kommen sollte; da bin ich. Ah, schön, sogleich! Und Marche- Seul langte unter seinem Arbeitstisch das große Paar Halbstiefeln bervor, das er mit neuen Halbfohlen versehen hatte, welche mit großen massiven und blizenden Nägeln beschlagen waren. Da sind sie, sie bedurften einer gründlichen Reparatur. Als der Arbeiter die Stiefeln mit seinen schwieligen Händen ergriffen hatte, sagte er: Wie viel habe ich zu zahlen? Marche- Seul blickte ihn fest an und sagte: Nicht wahr, Sie haben kein Arbeit, Bürger? Leider nein, Bürger, es will nicht vorwärts gehen; beinahe ist ein Monat verflossen, daß ich nichts zu thun habe. Gott weiß, wann das anders wird. wohl noch sehr schwach, hatte er inzwischen mit mehr Eifer und Thatkraft als je seine Führerrolle wieder aufgenommen. Der Arbeiter, zu welchem Marche- Seul sprach, war in Seit den ersten Stunden der Einsetzung der provisorischen der That etwa vierzig Jahre; en trug einen schlechten, ab- Regierung, und seitdem die Ministerportefeuilles und eingeschabten Ueberzieher von blauer Farbe, zerrissen an zwanzig flußreichen Stellen vergeben waren, hatten die scharfsinnigen Stellen, und einen kleinen zerfritterten Hut, der seinen Männer vos Thatkraft und Erfahrung begriffen, daß die ausdrucksvollen Kopf bedeckte Er blickte infolge Republik infolge der Unfähigkeit derer, weiche sie regierten, der Leiden und Entbehrunge muthlos Dor sich und infolge des blinden, wenn auch edlen Vertrauens. des hin und hörte Marche- Seul's Norte ohne eine Silbe zu Bolles, eine mißgestaltete Fehlgeburt war. fagen; aber seine Augen glänzen dann und wann unheimlich. Es giebt in der That gewisse Maßregeln, welche bei ieder neuen politischen Bewegung nothwendig sind, und " # Zurückwerfung eines etwaigen Angriffs Rußlands, son- list dadurch verletzt und, um dasselbe wiederherzustellen, ver-| wie Nationalliberale über die Niederlage der Freifinnigen; dern um einen seit zwanzig Jahren gegen Frankreich langt sie nicht etwa, daß Richter und Staatsanwälte ge- von konservativer Seite wird dasselbe Schicksal den National vorbereiteten Krieg. Und um ja keinen anderen Schein zwungen werden, die Verfassungsbestimmung und die Er liberalen angedroht. Es wäre in Sachsen, wie die amtliche aufkommen zu lassen, und um dieser Perfidie gleichsam die flärung des Reichstages anzuerkennen, sondern daß die Leipziger Zeitung" ausführt, fein Raum für Mittelparteien. Krone aufzufezen, fügt Ferry's Organ hinzu; Verfassung im Sinne jener Richter und Staatsanwälte Jm Kampf gegen die Sozialdemokratie verlangt sie von geändert werde und so dasjenige, was die„ Vossische 3tg." den Nationalliberalen unbedingte Heeresfolge. In den Es ist nun offenkundig, daß der deutsche Sozialist selbst als unzweifelhaftes Unrecht erklärt, als Recht sanktioniet gegenseitigen Angriffen erholen sich die sächsischen Blätter ein Patriot ist; daß er sich mit Wuth gegen Herrn Guesde werde. Wahrlich wenn der Reichstag aus lauter Konserva- einstweilen von ihrem Geschimpfe und ihren Hezereien gegen schlagen wird, und daß, wenn Herr Guesde eine tiven der alten Schule bestände, um ihrer eigenen Person willen die Sozialdemokraten. Pendeluhr oder selbst ein Klavier hat, würden sie die Würde des Reichstags nicht so bei Seite Den sozialdemokratischen Abgeordneten ist, da sie nun der deutsche Sozialist sich diefelben kraft feßen lassen, wie es seitens der Freisinnigen geschieht. Das 11 Köpfe stark im Landtage vertreten sind, die Gelegenheit gegeben, die Besprechung ihrer Anträge geschäftsordnungs des Eroberungsrechtes aneignen wird, ist der Freifinn noch unter dem Nachtwächter! wann er es wird können." Die Nationalliberale Korrespondenz" nimmt die Sache mäßig durchzusetzen. Zum Schlusse sei noch ein Provinzblatt L'Echo de im ähnlichen Sinne auf. Sie will den§ 31 der Reichs,, Eugen Richter ist für eine Sonntagsruhe der Lyon", angeführt, dessen Artikel über Bebel's Rede eine verfassung so abgeändert wissen, daß er nur Vertagungen Kaufleute, die weit über die Anträge der Sozial von kürzerer Dauer in sich schließt. Dem Rechtsgefühle große Familienähnlichkeit mit dem der" Estafette" hat. Der großzen Mehrheit des Volkes widerspreche es durch- demokraten im Reichstag hinausgeht; er ist aber der „ Bebel verkündet es", heißt es daselbst, um aus, daß während einer mehrmonatlichen Unterbrechung der Meinung, daß eine solche Sonntagsruhe nicht durch polizeiFrankreich auszurotten, müssen Prole Arbeiten des Reichstags ein Abgeordneter von jeder liche Reglementiverei zu erreichen ist." werden." " Also steht es schwarz auf weiß in der Freisinnigen tarier und Bourgeois, Feinde von gestern, Untersuchung frei bleibe. Man sollte meinen, es vereinigt von dem gemeinsamen Wunsche, läge in der Praxis irgend ein tonkreter Fall vor, Beitung", dem Organ des Herrn Richter, zu lesen. Unter Franzosen zu tödten, Schulter an Schulter wo ein Verbrecher mittelst seiner Eigenschaft als Reichstags: polizeilicher Reglementirerei" versteht Herr Richter ein marschiren und natürlich ihnen hernach Abgeordneter sich der Untersuchung entzogen hätte, während Gesez, welches die Sonntagsruhe einschränkt. Auf welche die Taschen durchsuchen. Möge diese Rede darum es sich doch in Wirklichkeit nur um geringe Vergehen Weise will nun Herr Richter den Handlungsgehilfen die einen ungeheuren Wiederhall finden, möge sie von allen politischer Natur handelt, um Dinge, die in anderen Kultur- Sonntagsruhe verschaffen? Mögen dieselben nur abwarten, Jenen gelesen werden, welche naiver Weise an die zärtliche Das Rechtsgefühl soll hierunter leidenstaaten feinen Gegenstand krimineller Untersuchung bilden. bis ihre Prinzipale sich sämmtlich zu Herrn Richter bemun dem fehren und ihnen freiwillig auf dem Präsentirteller die Gewogenheit dieser Brüder glauben, die bereit sind, Rechtsgefühl des Volkes sind ganz andere Dinge schon Sonntagsruhe überreichen. Alles Gute, was ihnen Herr auf uns zu schießen und welche die allge geboten und werden auch noch heute geboten. Um auf die Richter wünscht, wird ihnen seiner Zeit von dem Wohl meine Verbrüderung erst dann beginnen neueſte Gegenwart zu kommen, so frägt noch heute das wollen ihrer Prinzipale gewährt werden. Da es aber bis werden, wenn sie uns ausgerottet haben Rechtsgefühl des Volkes vergebens, wo die Untersuchung dahin noch gute Weile hat, so werden die Handlungs gegen Bismarck wegen Verwendung des Reptilienfonds gehilfen gut thun, inzwischen sich mehr und mehr der Sozial Aus dieser kleinen Blumenlese ersieht man wohl zur bleibt? Das Rechtsgefühl des Volkes wird gerade demokratie anzuschließen. Genüge, daß, was gewaltsame Verdrehung und gemeine gegenwärtig sehr auf die Probe gestellt in Fragen der ge- Der feindselige Grimm gegen die Arbeiter giebt Infinuationen anbelangt, monarchistische und opportunistische flickten Schienen und so mancher anderer Schönheitsfehler der sich in der Bourgeoisie kund, wo sich nur eine Gelegenheit Bourgeoisie. bietet. In der Stadtverordneten- Versammlung in Mainz Blätter sich brüderlich die Hände reichen können. Hervorgehoben muß werden, daß sich, meines Wissens wenigstens, Die Arbeiter laufen den Feudalherren davon, wurde, wie wir gestern bereits berichteten, der von sozial kein einziges radikales Blatt in dieser ehrenwerthen Gesell- das ist der stete Jammer der„ Kreuz- Zeitung" und anderer demokratischer Seite eingebrachte Antrag, wegen der Vertheuerung der Lebensmittelpreise und des für den kommenden schaft befindet. Rufen die Radikalen auch nicht mehr, wie agrarischen Blätter. weiland Floquet, dem Zaren zu: Vive la Pologne, Gin Theil der männlichen Jugend verläßt, mit dem Ar Winter zu erwartenden Nothstandes den Oftroi auf die beitsbuch" ausgerüiftet, fchon gleich nach der Konfirmation das nothwendigsten Lebensmittel zeitweise aufzuheben, abgelehnt. monsieur!" so wollen sie ihm, der in seinem weiten Reiche heimathliche Dorf, um Bauhandwerker oder Fleischer zu wer- Es wurde auf die gesteigerten Ansprüche der Arbeiter hin jede freiheitliche Bewegung ertödtet und Alle, die ihren den, ein anderer Theil wendet sich den großen Dampfsiegeleien gewiesen; die Ermäßigung der Aufhebung des Oktrois Geist am Busen der westlichen Kultur genährt und am und sonstigen Fabriten zu, ein dritter Theil( worunter auch die reiche nicht hin an das, was die Arbeiter an die weibliche Jugend) zieht im Frühjahr nach dem Rübenlande, Barteikasse zahlen, der letzte Tischlerstreit habe mehr Feuer der großen Revolution Frankreichs erwärmit haben, der Hauptstrom aber drängt nach den Städten, besonders nach zerstörtes Familienglück veranlaßt, als der Nothstand u. f. 1. durchpeitschen und in den Kasematten oder Bleiwerken verder Großstadt, viel seltener aus dem Drange, dort etwas enden läßt, doch auch keine Handlangerdienste leisten. Und Ordentliches zu lernen und zu erwerben, als vielmehr aus Der Uebermuth und die Ueberhebung der Bourgeoisklassen was diese nicht wollen, das will, selbstverständlich, das Neugierde und in der verlockenden Aussicht auf alle die zauber schließt ein immer festeres Band um alle Arbeiter; die ihnen Klaffenbewußte Protetariat Frankreichs noch viel weniger. hasten Reize der Residenz mit ihren Theatern, Tanzböden und entgegen geschleuderten Vorwürfe klingen besonders feltsan Leo Frankel. anderen Stätten des Vergnügens. Die besten und fräftigsten aus dem Munde derer, welche die Noth nie empfunden, und Leute aber( der eigentliche Kern der männlichen Land- Be- bei deren Vergnügungen und Festen geprahlt wird, mit völkerung) d. h. so ziemlich alle, die sich gerader Gliedmaßen dem Glanz und dem üppigen Aufwand, der zur Schau ge erfreuen, treten mit 20-28 Jahren in die Armee und zwar gestellt und gepriesen wird. Etwas hat aber auch die sind sie damit in den meisten Fällen für die ländliche Heimath Bourgeoisie in Mainz zur Linderung des Nothstandes verloren auf Nimmerwiedersehen." 29 Politische Leberlicht. Berlin, den 17. Oftober. Der mannhafte Freifinn legt wieder eine schöne Probe ab in der„ Bossischen Beitung". Der Artikel 31 der Reichsverfaffuza, beftimit " gethan. Sie hat die oftroifreie Einführung der Hammel geschlinge aus der Hammelschlächterei in Bischofsheim ge nehmigt, und dieser damit einen besonderen Dienst erwiesen da ihr der Absatz für die minderwerthige Waare, an die fich der arme Mann zu halten hat, der feine Hammelfeulen fen kann, erleichtert ist. So hat man ja auch in Berli on Noth fand power unertanut, ats er zur Verwerthung des finnigen Fleisches führte. So schreibt die„ Krenz- Zeitung" und verlangt, daß der Staat die armen Feudalherren schablos halte. Da fie teine Arbeiter haben, so müsse sie ihnen der Staat und zwar die Armee verwaltung billig stellen. Was den Grundbesizern recht, ist den Industriellen billig. Da könnte die #tatrishas und je nach Bedarf den Gutsbesitzern und Fabrikanten liefern. In Kasernen oder Zuchthäusern wäre dann das ganze arbeitende Volk untergebracht, und damit es nicht an Redakteur Fusangel ist vom Untersuchungsrichter in Zuwachs von Arbeitskräften fehle, so würde die Fortpflanzung der Baare'schen Angelegenheit nunmehr vereidet und wurde Unter Sigungsperiode kann, wie die„ Bossische" erklärt, nach Analogie der staatlichen Gestüte gehegt. Und alles von ihm die Vorlegung des gesammelten Belastungsmaterials nichts anderes verstanden werden, als der Zeitraum vom dieses mur, damit die Herren Feudalen herrlich und in gegen Baare verlangt. Fusangel gestand den Besitz weiteren Zusammentritt des Reichstags bis zu dessen Schluß. Der Freuden leben können. Von einem Nothstand bei denen zu diesbezüglichen Materials zu, verlangte jedoch und erhicl Reichstag felber hat in wiederholten Erklärungen diese Auf- reden, von denen die wenigsten sich ernsthaft mit der Be- auch für die Sichtung und Bearbeitung desselben eine fassung als allein richtig und jede andere Auslegung als wirthschaftung ihrer Güter befassen, die ihnen dennoch die Frist. desselben während der Sigungsperiode wegen einer mit Strafe bedrohten Handlung zur Untersuchung gezogen oder verhaftet werden, außer wenn es bei Ausübung der That oder im Laufe des nächstfolgenden Tages ergriffen wird. irrig bezeichnet. Die Sigungsperiode umfaßt auch die Zeit, Mittel zu einem Herrenleben" liefern, zu einer Bergendung innerhalb welcher der Reichstag, ob auf kürzere oder längere in Spiel und Schmausereien, das ist wahrlich ein Hohn auf Frohe Botschaft über eine neue Vervollkommnung Beit, vertagt ist. Alles dieses stellt die Bossische Zeitung" die wirklich nothleidende arbeitende Bevölkerung. Wenn der Mordinftrumente kündet der Telegraph aus Wien als außer allem Zweifel stehend in bestimmtester Form hin. man alle die großen Herren, welche ihr Besigthum ver- Der neue Sprengstoff Etrafit ist erprobt und soll sich Die Stellung, die sie einzunehmen hat, wäre ihr also feft geuden, in Arbeitshäuser sperren wollte, wie vornehme vorzüglich bewährt haben. vorgezeichnet wenn wir es eben nicht mit Freifinnigen" Namen hätten diese aufzuweisen! zu thun hätten. Einzelne Staatsanwälte und Gerichte haben der sch 10e bet re St in her geE TOL Fa St ga un Lä 30 rea sta 111 un Tut stic St gil IDi fra Dr Bit ibr z u am The Na fol in um Gef Ver Fri Ab thre wer Dur die Fr Lif ca. fieg Iun Eln und bi jen gün mö tari der ivec Rüc ver den Das non nah auf dan befun füh Go bic rüd dent Spri Int In Bezug auf den Streik der französischen entgegen dem§ 31 der Reichsverfassung und den Erklärungen Der Ausfall, der Wahlen in Sachsen giebt den Glas arbeiter siehe den Aufruf in der heutigen des Reichstags Untersuchungsverfahren gegen einzelne Sozial- gegnerischen sächsischen Parteien Aulaß, sich gegenseitig in Nummer- wird uns in Privatbriefen mitgetheilt, daß ber demokraten eröffnet. Das Rechtsgefühl der„ Bossischen 8tg." den Haaren zu liegen. Gleichmäßig frohlocken Konservative Kampf sich thatsächlich um das Organisationsrech welche so zu sagen sie charakterisiren. Diese Maßregeln sich unter einander assoziiren müssen, um des gesetzlichen welche zitterten und sich zum Rampfe gegen ihre Könige vorbereiteten. waren nicht ergriffen worden. Nichts Positives, nichts von Schuzes ihrer Arbeit sicher zu sein. Die provisorische Regierung konnte nicht umhin, gewisse alledem, was sofort im Interesse der Arbeiter nothwendig Das Volk, leicht wie immer zu täuschen, weil es zu gut war, war gethan worden. Eitle Versprechungen, das war ist, hatte die trikolore Fahne auf das Wort Larmatine's hin Maßregeln zu ergreifen, welche dazu bestimmt waren, Alles! angenommen, als es Kenntniß von diesem Dekret erhielt, Arbeiter zu beruhigen und scheinbar die Versprechungen das nichts bedeutete und weder theoretischen noch praktischen verwirklichten, welche sie seit dem 25. Februar als Antwort Werth hatte. Es zog sich zurück in vollem Bertranen und auf die Aufforderung einer zahlreichen Deputation gemacht überzeugt, daß es seine Zukunft und seine Geschicke in beffere hatte. Da sie begriff, daß die Arbeit seit dem 26. Februar Hände nicht legen konnte. Aber nachdem das Fieber des letzten Kampfes vorüber eine bedenkliche Krise durchmachen werde, so hatte sie die war, gab es immer noch keine Arbeit; an dem Herde sofortige Einrichtung nationaler Werkstätten angeordnet, der Hunderttausende von Bariser Arbeitern hatte das Glend und am 28. desselben Monats hatte sie eine Kommission sich niedergelassen, als der erste Sonnabend ohne die ge- zum Schuße der Arbeit eingesetzt, deren Präsident, Louis wohnte Löhnung vorüber war. Dann kamen die Ent Blanc, und deren Vize- Präsident der Arbeiter Albert wat täuschungen und Paris erfüllte sich mit jenem dumpfen Dieselbe tagte im Luxemburg und hatte die ausdrück Geräusch, das dem Summen eines Bienenschwarms gleicht, liche und spezielle Aufgabe, sich mit dem Schicksal de der keine Blumen mehr erbeuten kann und keinen Honig Arbeiter zu beschäftigen. Außerdem wurden verschiedene als Futter hat und darum Alles sticht, was ihm nahe andere Maßregeln ergriffen, um das Vertrauen des Voltes kommt. zu befestigen; es fehlte dabei an schönen Phrasen und trügerischen Hoffnungen nicht. Das genügt, um erkennen zu lassen, in welchem Sinne die triumphirende Revolution sich Bahn brach. Wenn am Tage nach einem Volkssiege sich Beamte finden, um die Geldschränke der Reichen zu bewachen, wenn keine Maßregel ergriffen wird zum Schuße der Arbeiter gegen die Kapitalisten, wenn in den Besitz verhältnissen nichts geändert wird, dann kann man verfichert sein, daß das Volk als Sieger sich selbst besiegt hat und also ohne Zweifel betrogen ist. Das war gerade an dem Tage geschehen, an welchem Louis Philipp floh und an welchem die Mitglieder der provisorischen Regierung einig in ihrem Ehrgeiz trotz ihrer politischen Feindschaft, sich im Hotel de Ville niedergelassen und durch ihr Schwanken und ihre Furcht ihre geheimsten Gedanken verrathen hatten. Am 27. Februar, es war ein Sonntag, hatte die gesammte Bevölkerung von Paris sich mit einem wahrhaft außerordentlichen Enthusinsinus und mit Unternehmungslust auf dein Bastillenplay engefunden, wo die Regierung seit drei Tagen die proklami: te Republik offiziell einsetzte. Am 4. März sah nan denselben Enthusiasmus, als man mit unerhörter Pragt und mit Festlichkeiten die Opfer der Revolution zu Grabe trug. Aber daneben ergriffen die Männer, welche die Macht an sich gerissen hatten, auch ihrerseits Maßregeln, um die tausende und abertausende von Arbeitern aufzurichten, welche schon zu begreifen begannen, daß man nichts für fie thun wollte. Am Tage nach der Proklamation der Republik hatt man 24 Bataillone Nationalgarde formirt, und wir werden später die Vortheile kennen lernen, welche die Bourgeoisi aus diesen im Namen der Republik gebildeten Truppen ziehen wußte. Derjenige, der sie alle dominirte, und welcher durch sein hervorragendes Talent als Schauspieler und seine viel gerühmte Beredsamkeit einige Zeit die Situation beherrschen sollte, dieser Lamartine, hatte bewirkt, daß die rothe Fahne abgelehnt und die Trikolore behalten wurde, welche die Bubenstreiche des Direktoriums und die blutigen Hekatomben des Konsulates und des Kaiserreichs beschirmt und welche endlich die faule und verächtliche Juli- Regierung beschützt Da rief Marche- Seil, als man ihm in seinem Bett die Resultate des bewegtm Tages verkündete, aus: hatte. In der That hatte am 25. Februar die republikanische Die Todten ehrer ist gut, aber den Lebenden NahAber die Zeit verging und die klaren Köpfe beurtheilte Regierung, auf die energische Aufforderung des Marche- rung geben, würde besser sein. Seul hin, der durch eine Achtung gebietende Manifestation Nun gab es überall Brüderlichkeit und jene unbestimmte, die einzelnen Mitglieder der Regierung ganz, richtig unterstützt wurde, trotz der Anstrengungen des Dichters, schwächende Sentimentalität, welche in verhängnißvoller sie begriffen, daß bei der Majorität der reaktionär und die Furcht vor dem Pariser Volt dessen Beredsamkeit ihren Zweck nicht erreichte, das folgende Weise unter dem Druc der brutalen Nothwendigkeit der Geist Detret erlassen müssen, welches zwar ein Entgegenkommen Existenz verschwinden solte und um so schrecklichere Gegen alle anderen Gefühle erstickte, und daß bei den for genannt werden konnte, aber keineswegs die Bedingungen fäße hervorrufen mußte, als den thörichten Illusionen die geschrittensten von Leo Rollin an bis zu dem Sozialiste festsetzte, unter denen es zur Ausführung kommen follte: schwersten Enttäuschunger folgten. Blanc Unfähigkeit, Eitelkeit und Ueberschätzung vorherrschte Die provisorische Regierung der französischen Republik Auf dem Gebiete de Gesetzgebung war die Todesstrafe und sie außer Stande seßte, durch kräftigen Druck die Rid verpflichtet sich, die Existenz der Arbeiter durch die Ar- abgeschafft; ferner hatte man an die diplomatischen Agenten schrittler der Regierung unter ihren Willen zu beugen, oder beit zu garantiren, sie verpflichtet sich, auch allen anderen der Republik in Form ines Zirkulars ein warmes Mani- wenigstens entschieden mit ihnen zu brechen. ( Fortsetzung folgt.) Bürgern Arbeit zuzusichern; sie erkennt an, daß die Arbeiter fest abgesandt, das für die Völker Europas bestimmt war, fläc sach Iver " all bie Da auf zuri mut trag aut such Spe In nach trag Rub läng die vern fam leiste bur St taf Das Daß ford Zeit Teßte 1 e 13 Die Soziale Leberlicht. Die Agitationsbominission. J. A.: B. 3 a ch. Alle der Arbeiter dreht. Die„ Syndikate"- das heißt gewerk- Idas Mißgeschick, falsch zu rechnen, wenigstens was die sozial- Die„ Volks- Tribüne" erscheint am ersten und dritten Montag schaftlichen Organisationen- der Arbeiter sollen vernichtet demokratischen Stimmen anlangt. Man wird dadurch an das jeden Monats und wird nächsten Mittwoch, den 21. Oktober werden. Es ist das den deutschen Arbeitern seit langem Manöver erinnert, das von gegnerischer Seite bei den legten zum ersten Mal ausgegeben. Redakteur ist Emil Kvalit, Herausbekannte Spiel der Arbeitgeber. Und auch in Frank Reichstagswahlen versucht wurde und welches barin bestand, geber Franz Schuhmaier, Eigenthümer find Laurenz Widholz reich ist es schon früher gespielt worden, z. B. bei dem daß man dem Spießbürger erst nach und nach, theelöffelweise, vom und Josef Lischka. Wachsthum der Sozialdemokratie volle Kenntniß gab. Nach der Die Landesfonferenz beschloß noch, daß der nächste ParteiStreit in Decazeville und bei andern großen Streits Leipziger Zeitung" wurden bei der 1885er Landtagswahl in tag in der ersten Hälfte des Jahres 1892 stattzufinden hat. in den Eisen- und Kohlenbezirken wurde der Kampf dadurch Sachsen 18 280 sozialdemokratische Stimmen abgegeben. herbeigeführt oder wenigstens verlängert, daß die Arbeit Summe stimmt; aber von dieser Stimmenzahl muß man die geber die Auflösung der vorhandenen Arbeiterorganisationen Summe von 3152 fozialdemokratischen Stimmen abziehen, welche forderten. In den letzten zwei Jahren waren aber derartige 1885 bezw. 1887 in den jetzt mit Leipzig vereinigten und diesFälle in Frankreich selten geworden- wie überhaupt mal von der Wahl ausgeschlossen gewefenen Bororten abgegeben Streits dort, infolge des beispiellos schlechten Geschäfts- wurden. Es bleiben somit nur noch rund 15 200 Stimmen übrig. Die 1891 abgegebenen Stimmen belaufen sich auf 35 500, somit In der Graviranstalt von Atlas und Zenkert in anges, der die Arbeiter in den meisten Branchen attions stellt sich das Wachsthum der Partei nicht auf 95- wie die Berlin sind zwischen den Gehilfen und der Prinzipalität Diffe= unfähig machte, feltener waren als in Die renzen ausgebrochen. Wir ersuchen bis auf Weiteres, daselbst anderen Leipziger Beitung" meldet, sondern auf 125 pCt. Ländern. Seit diesem Sommer haben die fran- Konservativen erhielten- wie bereits gemeldet- 35 200, die feine Stellung zu nehmen. In der Versammlung der Freien zösischen Arbeiter fich aber wieder lebhafter ge Freifinnigen bezw. die Kammerfortschrittler 13 600 und die Vereinigung der Graveure und Zifeleure", welche Montag, den regt, es ist eine kräftige Gewerkschaftsbewegung ent- Nationalliberalen 8800 Stimmen. Dieser ausnahmsweise 19. Oktober, bei Bachmann, Dresdenerstr. 45, stattfindet, soll standen, in allen Gewerben haben die Arbeiter sich orga- hohe Prozentfab erklärt sich zum Theil daraus, daß diefe Angelegenheit nach Möglichkeit geregelt werden. nifirt und„ Syndikate" gegründet. Und das hat den Born 1885 die Partei in bedeutend weniger Wahlkreisen ernst Kollegen mögen darum in dieser Bersammlung erscheinen. und die Furcht der Arbeitgeber erweckt, und diese gehen haft in die Agitation eingriff. Bortheihaft war für die Partei un planmäßig vor, um die neue Arbeiterbewegung zu er fowie bas voltsfeindliche Verbalten der gegnerischen Parteien, ferner die gegenwärtig herrschende Nothlage weiter Vollskreise, sticken. Und das giebt dem gegenwärtigen Glasarbeiter endlich auch die Polizeiherrschaft, unter welcher namentlich die In Barkel sind, wie schon berichtet, sämmtliche GlasStreit seine Bedeutung. Den Syndikaten der Glasarbeiter sächsische Bevölkerung seufzt. Gegenwärtig ist nun zwischen Flaschenmacher zum Eintritt bei flottem Geschäftsgang" sucht, so feugt, tit mun ma co er gekündigt worden. Da die Firma im„ Sprechsaal" gilt der erste Ansturm der Arbeitgeber gelingt er, so den Konservativen und den Nationalliberalen ein ziemlich heftiger ist es ausgeschlossen, daß sie, wie verlautete, ihren Betrieb wird der Feldzug gegen andere Syndikate eröffnet. Die Streit ausgebrochen, in dem die eine Partei die andere dem die eine e iſt französischen Glasarbeiter kämpfen also thatsächlich für das für den Ausfall der Wahl verantwortlich machen möchte. einstellen will. Vielmehr ist es darauf abgesehen, die dortige 3 ahlstelle des Verbandes der deutschen Glas und Derselbe wird hauptsächlich zwischen der„ Leipziger Bahlstelle des Verbandes der deutschen GlasBflicht wie Jntereffe aller Arbeiter ist es, fie in und dem„ Leipziger Tageblatt" geführt. Die„ ceipziger Zeitung" arbeiter zu sprengen! Die dortigen Kollegen bitten daher den Zuzug nach dort strengstens fernzuhalten. ihrem gerechten Kampfe nach Kräften und Möglichkeit droht mit Bruch des Kartells, wenn die Nationalliberalen fortfahren sollten, das Kartell nur für sich auszubeuten, d. h. nur Auf der Guidogrube bei Zabrze haben 500 Bergleute, auf die Unterstützung der Konservativen in nationalliberalen auf der Königin Suisen- Grube eine geringere Anzahl Streifen zu rechnen, dagegen selbst nicht die Konservativen zu die Arbeit eingestellt. Die Streifenden verlangen Erhöhung des unterstützen. Das„ Tageblatt" andererseits zieht gegen die Lohnes. Leipziger Zeitung" zu Felde, weil die Nationalliberalen in Dresden nicht mit aus der Schüssel essen durften. Wir glauben es den Gegnern, zumal den Nationalliberalen, wie sehr es sie schmerzt, daß sie sagen müssen: Die Sozialdemokratie ist trotz aller Verleumdingen und Verdächtigungen, tro Zensus tampfe als die ft art ste Partei Sachsens hervorgegangen. wahl und Wahlbeeinflussung, aus dem jezigen WahlDen hiesigen Genossen mag der Ausfall der Wahl aber ein An sporn sein, sofort einen zweiten Streich zu führen, durch den unter Umständen ein noch besseres Resultat erzielt werden kann. erfahren, find dazu die nöthigen Vorbereitungen bereits im Gange. Wir meinen die Stadtverordneten- Wahlen. Wie wir Bei tüchtiger Agitation und fräftiger Unterstützung der Genossen kann der Erfolg nicht ausbleiben. zu unterstützen. Borrespondenzen und Parteinachrichten. Der Kommunistische Arbeiter Leseklub in Paris hielt am 10. Oktober eine öffentliche Versammlung ab, welche das Thema„ Krieg und Volksgesetzgebung" zur Tagesordnung hatte. sach längerer Diskussion faßte die Versammlung folgende Resolution: 1. In Erwägung, daß der Krieg die Völker um Jahrzehnte in ihrer Entwickelung zurückwirft und die Zivilisation vielleicht um Hunderte von Jahren, ferner 2. der Krieg unfosialistisch ist, indem in einer sozialistischen Gesellschaft feine Kriege mehr vorkommen werden, erblickt die Bersammlung Heil nicht in der Entscheidung über Krieg und Frieden durch die gewählten Vertreter des Volkes, sondern in der Abschaffung aller Kriege. Verfaffungsinäßige Verpflichtung aller Staaten foll es fein, thre Streitigkeiten einem internationalen Schiedsgericht zu unterwerfen. 3. Hält die Versammlung fest an der direkten Gesetzgebung die Rechte des Boltes einschränkenden Wege." I Gintabung eu einer metallarbeiter Versamm ung enthielt, und dessen Verbreitung der Polizeibehörde wahr A. Bölger in Dortmund zu 10 M. Strafe verurtheilt. scheinlich nicht angemeldet worden war, wurde der Genosse Wonach zu achten! Die Berglente der großen Zeche Produits in Flenn ( Borinage) haben wegen verweigerter Lohnerhöhung die Arbeit. niedergelegt. An alle Arbeiter! Liebe Genossen! die Arbeiter verhängnißvoll wurden, daß fast alle kleinen Aufk Nachdem wir erkannt haben, daß alle partiellen Streits für ſtände ihr Ziel verfehlten, weil die Unternehmer sich gegenseitig einen einheitlichen Tarif aufzustellen, damit die Herren ihren unterstüßten, indem sie ihre Waaren den vom Streit Betroffenes zur Verfügung stellten, haben wir, die Flaschenarbeiter, beschlossen, Konkurrenzfampf nicht mehr auf Kosten unserer ohnehin kärglichen Löhne führen können. Wir find 5000 Arbeiter, stehen alle wie ein Marin zuſammen und so kann uns Niemand in unferer Arbeit Frankreich festgestellt, der auf gerechter und billiger Grundlege beruht, und denselben unseren Arbeitgebern vorgelegt. Natürlich wurde es abgelehnt. Diese Herren Millionäre fönnen sich nicht aufschwingen zu dem Gedanken, daß der Arbeiter vom selben Fleisch und Blut wie sie ist; fie betrachten ihn als eine Maschine, durch das Volk( Gothaer Programm) und verwirft alle anderen, Vorgehen gegen Berliner Zeitungen wird in der der man nur knapp soviel Kohle geben müsse als nöthig ist, um Elberfelder Freien Presse" Ausdruck gegeben. Das sozialdemo- diese Maschine auch Weib und Kind hat. Bei den Gewerbegerichts. Wahlen im ultramontanen fratische Blatt schreibt in seiner Nr. 242: Was fümmern sie die Kinder des Arbeiters, die Parias der Freiburg i. B. siegte in der Klasse der Arbeiterbeifizer die Gs könnte auffallen, daß in der Provinz sehr oft Preß- Gesellschaft, wenn nur ihre Kinder in feinen Salons sich auffozialdemokratische Liste mit ca. 560 Stimmen über die Prozesse angestrengt und Zeitungsartikel inkriminirt werden, welche halten, im Winter warme Füße und guten, alten Wein zur ErListe der vereinigten reaktionären Arbeitervereine, welche nur Berliner Zeitungen entnommen und dort unbeanstandet geblieben wärmung des Magens haben, während unsere Kinder mit nackten ca. 480 Stimmen erhielt. Bei der Wahl der Unternehmerbeisitzer sind. Ebenso ist es für einen aufmerksamen Beitungslefer Füßen im Schnee laufen und ein Glas Wasser trinken, um den ca. 430 Stimmen erhielt. Bei der Wahl der Unternehmerbeisitzer eine auffallende Erscheinung, daß Berliner Zeitungen einen fuurrenden Sunger zu besänftigen. fiegte die ultramontane Liste. viel schärferen Ton in politischer Beziehung alle Das ist unwürdig, Arbeitergenoffen, und es ist an der Zeit, nommen. * * * " Die Aufhebung der Kornzölle fordert eine Volksverfammschlagen, ohne daß die Staatsanwaltschaft gegen die Re- daß wir der eingeschlagenen Richtung unferer Bedrücker Schranken lung in Echleswig, in welcher unser Parteigenosse Klüß aus batteure einfchreitet. In betheiligten Kreifen ist darüber schon fetzen, sonst fehren wir mit raschem Schritt zur alten Sklaverei Elmshorn referirt hatte. vielfach gesprochen worden und eine Erklärung, die dieser zurück. Die Bourgeois allein haben durch die Revolution von sonderbaren Erscheinung auf den Grund kommt, ist nicht 1789 gewonnen; fie allein haben die politische und finanzielle Betheiligung an den Gemeindewahlen beschlossen definitiv leicht zu finden. Die Einen meinen, man scheute sich in Berlin Macht. Sie beschließen über unsere Köpfe weg und verachten Betheiligung an den Gemeindewahlen beschlossen definitiv überhaupt vor politischen Prozessen, man habe immer noch die das Bolk, das zu ihren Füßen wimmelt. Seht diese Volksmasse und zwar einstimmig die Sozialdemokraten Langenbielaus. Große Erfolge find natürlich für den Anfang in Gespenster des Waldeck'schen Prozesses, die Gödsche Ohm zc. vor an. Sie ist es, die Alles hervorbringt und nichts besigt; der jenem Orte ebenso wie anderwärts nicht zu erwarten, man hält Augen, die Andern meinen, daß in Berlin eine freiere, unab- Unternehmer nimmt ihr die Früchte ihrer Arbeit und wenn sie günstigsten Falls nur die Wahl einiger Arbeiterfandidaten für hängigere politische Luft wehe und wie die Erklärungen sonst ihm einmal sagt:" Du nimmst mir zu viel, ich brauche ein möglich, indeßfagt der in Langenbielau erscheinende Proles noch lauten. Wunderbar muß aber diese Thatsache doch be- Stück Brot mehr, um meine erschöpften Kräfte wieder her tarter" ist es immerhin gut, wenn einige unserer Vertreter in rühren, daß beispielsweise unser Genosse Grimpe tung hinter zustellen," ruft er ihr zu:" Burück! Ich befize Millionen, meine der Gemeindeverwaltung sind, da bann die Besitzenden schon einander wegen zweier Artikel angeklagt und verurtheilt Speicher und Keller sind voll, wenn Du nicht arbeiten willst für stirb!" wegen der bloßen Anwesenheit von Vertretern der Nichtbesigenden wurde, die unter voller Quellenangabe dem Vorwärts" ent- das Stück Brot, das ich Dir gebe, dann Rücksicht auf dieselben nehmen müssen. nommen waren und der Redakteur des Vorwärts" wegen Genossen! Empört sich nicht Euer Gewissen ob solcher Un= diefer Artikel gar keiner Behelligung ausgefeßt war, denn jetzt ist gerechtigkeit Roburg. Am 13. b. Mts." fand hier eine öffentliche Volte. die event. Strafverfolgung verjährt. Die Verfügung des JustizRoburg. Am 13. d. Mts. fand hier eine öffentliche Volts: Theure Freunde! Wir müssen uns Alle solidarisch vers berjaminlung mit der Tagesordnung Die Sozialdemokratie unter ministers vom 11. 9ovember 1865, welche die Staatsanwalt einigen, wenn wir den Hochmuth unserer Bwvingherren brechen ben heutigen wirthschaftlichen und politischen Verhältnissen" statt. Schaften anweist, bei Verfolgung von Zeitungsartikeln, die wollen. Das Referat hatte Genosse v. Bo Ilmar aus München über einem anderen Blatte entnommen sind, auch diese in Unklage- Deshalb sagen wir Euch: Die von ca. 600 Personen besuchte Versammlung zustand zu versetzen, scheint also für die hiesige Staatsanwalt Die Flaschenproduktion steht in Frankreich vollständig still. nahm den zweistündigen Vortrag mit der größten Aufmerksamkeit schaft nicht zu existiren, oder doch- Hat man es in Berlin Wir werden nicht eher wieder anfangen, als bis die Unternehmer auf und erklärte sich mit demselben einverstanden. Es wurde denn nicht für opportun gehalten, einzuschreiten?" nachgegeben haben, denn das, was wir verlangen, ist nur gerecht dann folgende Resolution einstimmig angenommen: Wir sind für diesen übergroßen Draug der Freien Presse"( einige der Herren haben es selbst zugestanden). Niemals hat sich " Die heute in der Reichshalle in Stoburg von 600 Personen nach ausgleichender Gerechtigkeit nicht gerade enthusiasmirt, eine Klasse von Arbeitern in einer so geschlossenen Vereinigung besuchte öffentliche Volksversammlung erklärt sich mit den Aus- sintemalen ein Redakteur des Vorwärts" eben erst das Gefängniß den Kapitalisten gegenüber befunden, wie augenblicklich die der führungen des Referenten, bezüglich der Taktik, welche die verlassen hat und, wenn" die Oberinstanz das betr. Urtheil Glaser. Sozialdemokratie den Kleinbürgern und Bauern gegenüber be- nicht aufhebt, binnen kurzer Frist wieder der Dame Justiz un- Wir richten einen dringenden Hilferuf an die Arbeiter für rüdsichtigen muß, wenn diese den Bestrebungen der Sozial freiwillige Minnedienste wird leisten müssen. Dem jetzigen Redakteur die Bedrücktesten: demokratie zugängig gemacht werden sollen, einverstanden und stehen auch schon alle Haare zu Berge, wenn er die Liſte der Genossen, wir sind überzeugt, Ihr werdet unsere Sache zu spricht den Wunsch aus, daß diese Frage im allgemeinen Anklagen überschaut, welche ihm von der freieren, unabhängigeren, der Eurigen machen, denn sie ist der wahre Kampf der Arbeit Interesse auf dem Erfurter Parteitag erledigt wird. Ferner er politischen Luft" Berlins zugeweht worden sind, und was die gegen das kapital. Ihr werdet all unseren Drängern zeigen, klärt die Versammlung, daß die Religion auch ferner als Privat- übrigen Redakteure anbelangt, die vorderhand noch nicht das was die Arbeiter können, wenn sie wollen. Es wird ihnen eine fache zu betrachten ist, so daß Jeder nach seinem Glauben felig Glück gehabt haben, mit ihren Namen auf der letzten Zeile der Mahnung sein, wenn wir fie unsere Macht tennen lehren und werden kann. Unsere Forderungen haben mit der Religion nichts legten Seite des" Vorwärts" den bekannten Billet doux der wenn nach dieser Mahnung, wenn sie das Proletariat organisirt Staatsanwaltschaft ausgesetzt zu sein, so machen sich diese auch gesehen haben, sie noch darauf bestehen, uns zu befriegen, dann schon mit geheimem Grauen auf die Liebenswürdigkeiten der sollen sie merken, daß wir unter dem Rufe: Nieder mit den In der Buerer Mordaffäre, sagt die„ Germania", wird Dame Justiz für den Fall gefaßt, wenn sie einmal als Ver Ausbeutern!" bis zum Aeußersten kämpfen werden! Für die Initiativ- Kommission des allgemeinen Glaser- Streits: Das ist erfreulich, denn um so früher wird an den Tag kommen, die Luft in Berlin weht keineswegs aus den glücklichen Gefilden Der General Setretär: auf welche Ursache eigentlich jenes beklagenswerthe Greigniß der neuen Welt, wo man schreiben und reden darf, wie einem Marius Rauzier, zurückzuführen ist. Bis jetzt ist man darüber nur auf Ver- der Schnabel gewachsen ist, sondern wenn sie als etwas frischer muthungen angewiesen, denn die Nachrichten der gegnerischen Preffe fich bemerkbar macht, so kann dies unserer Ansicht nach nur daher tragen so deutlich den Stempel tendenziöser unwahrhaftigkeit, das kommen, weil sie eine ganz gehörige 3 ugluft ist. auf sie keinerlei Werth zu legen ist. Daß eine energische Unterzu thun." * * Die Geraer Parteigenoffen sind im Bontott gegen die Linger Brauerei fiegreich gewefen. Die Brauerei verwaltung stellt ihre Lotalitäten den Arbeitern wieder zu Berfammlungen zur Verfügung. Die Sozialdemokratie in Halle a. G. Jeistete bei dem Bontott träftige Unterstützung. Rue Sainte- Barbe, in Carmaux( Tarn), Frankreich. Bemerkung: Wir bitten unsere Genossen, Geldsendungen an ben allgemeinen Kassirer des Streits: Maximilien Charpentier, Rue de la Gare à Carmaux( Tarn), zu adrefsiren. Die Gelder werden an alle Gewerkschaften unseres Berufs nach Maßgabe ihrer Mitgliederzahl vertheilt. Die Korporation der Glaser rechnet auf alle ihre Leidenssuchung nun auch hinsichtlich der Vorkommnisse in Gisleben und Spenge angeordnet werden möge, wurde schon früher gewünscht. Oesterreich, welche am 11. Ottober in alienate, wieder In Bezug auf Eisleben verlautete ja auch schon eine Mittheilung, die bekannte Angelegenheit der„ Volkspresse" zu berathen, war nach welcher anzunehmen ist, daß dem Wunsche Rechnung ge von Delegirten aus St. Pölten, Herzogenburg, Baden, Eber genossen und versichert ihnen, daß fie in Bufunft stets bereit getragen wurde. In Spenge aber scheint noch über allen Wipfeln gassing, Obergrafendorf, Mödling, Wiener- Neustadt, Eggendorf, fein wird, ihre Opferwilligkeit und Solidarität für die Sache Ruhe zu sein, trotzdem der Weg von Buer nach Spenge ein angenwang, Schwechat, Pottenstein, Zell a. d. Ybbs, Waidhofen, ber Arbeiter zu beweisen. Im letzten Augenblick hören wir, längerer ist als der von Buer nach Eisleben. Hainfeld, Floriosdorf besucht. Außerdem hatten die Genossen daß, wenn die Arbeitgeber stch unseren Forderungen gegenüber von Steyr in Ober- Desterreich einen Vertreter entsendet, um über ablehnend verhalten haben, dies der Befürchtung entsprungen ist, die die leidige Affäre klaren Einblick zu erhalten. Obwohl jeder anderen Arbeiter- Korporationen würden dieser Bewegung folgen. einzelne der neunzehn Wiener Parteibezirke weit mehr Partei- Die übrigen Herren Industriellen( D. h. Die Kapitalisten) haben ihnen genossen zählt, als das ganze übrige Nieder- Desterreich, wurden gerathen, nicht nachzugeben. Das beweist Euch, Genossen, deutlich, von Wien nur drei Genossen entsendet, um jeden Verdacht einer daß es sich um einen Kampf zwischen Arbeit und Kapital als beabsichtigten Majorifirung zu entfernen. Die Konferenz hieß einstimmig den Brünner Beschluß gut und Darum gehen wir entschlossener als jemals, gestützt auf die Herford. Nach einer Mittheilung der Bolts Zeitung" verfügte die Herausgabe eines neuen Blattes( Bolfstribüne") zum Solidarität der Arbeiter, in den Kampf zur Eroberung unserer wurde die Wahl des sozialdemokratischen" Stadtverordneten Ersatze der„ Volkspresse". Der Redakteur Hanser und der Verleger Rechte. Sträter hierselbst vom Ober- Verwaltungsgericht in Berlin Heimann von der„ Bolkspresse" waren wieder nicht zur Stelle, tafsirt. Gegen die Wahl war Berufung eingelegt worden. um Rede und Antwort für ihre Handlungen zu stehen, sondern Buchdruckerbewegung. Der Buchdruckereibesitzer König Das Ober- Verwaltungsgericht begründet seine Entscheidung damit, zogen es vor, in einer von ihnen einberufenen Versammlung in Guben, Herausgeber des bekannten Kursbuchs, hat sechsdaß die Wahllisten nicht vorschriftsmäßig waren und die Auf- gegen ihre Anfläger zu„ protestiren". Diese Versammlung bestand Gehilfen gekündigt, weil sie aus dem Unterstützungsverein deutscher forderung zur Stichwahl Formfehler enthielt. aber wie die Wiener Arbeiter- 3tg." berichtet nicht etwa aus Vertrauensmännern zc., sondern umgekehrt aus einer Auswahl von Leuten, die das Vertrauen der Genossen aus guten Gründen eingebüßt haben; 3. B. Kolporteuren, die gewohnheitsmäßig schlecht abrechnen; Festarrangeuren, welche das Geld nicht abführten. Ans Leipzig schreibt man uns: Die amtliche Leipziger Seitung" giebt eine Uebersicht über die Stimmenverhältnisse der legten Landtagswahl. Dabei passirt dem Blatt wieder einmal " solchen handelt. Buchdrucker nicht austreten wollten. Drei Berheirathete, darunter einer, welcher 20 Jahre Mitglied jenes Vereins ist und in dem König'schen Geschäft seit 20 Jahren tonditionirt, fügten sich dem ungebührlichen Berlangen des Prinzipals. König ist Besizer der Gubener Zeitung". Theater. Sonntag, 18. Oktober, Opernhaus. Keine Vorstellung. Montag: Der Troubadour. Schauspielhaus. Keine Vorstellung. Montag: Der neue Herr. Deutsches Theater. Das goldene Buch. Montag: Fauft." Berliner Theater. Die Bluthochzeit. Montag: Goldfische. Circus Renz. Circus G. Schumann. Karlstraße. Sonntag, den 18. Ottober 1891: Bwet Friedrich- Karl- Ufer, Ecke Karlstr. Nachm. Achtung! Ill. Wahlverein! Heute, Sonntag, den 18. Oktober 1891: Vorstellungen. Nachm. 4 Uhr( ein 4 Uhr: Große klown- Vorstellung. Gemüthliches Beisammensein und Tanz 93 Kind frei): Aschenbrödel", phan- Das Programm dieser Vorstellung ist tastisches Zaubermärchen in 4 Abth., eigens zur Belustigung der Jugend gearrang. u. inszenirt v. Direktor E. Renz, wählt und besteht aus vielen komischen 338/20] mit Ballet( Frühlingsreigen- Walzer). Nummern, außerdem Auftreten der Abends 72 Uhr: Auf Helgo- vorzüglichsten Reiterinnen und Reiter, land, oder: ,, Ebbe und Fluth", sowie Vorführen der bestdressirten Frei 33 bei Gründel, Dresdenerstrasse 116. Gäste willkommen. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vorstand. Sozialdemokratischer Wahlverein große hydrologische Ausstattungs- heitspferde. Zum Schluß: Die lufti- für den 6. Berliner Reichstags- Wahlkreis. Lessing- Theater. Eine Geldheirath. Pantomime in zwei Abtheilungen, gen Müller, oder Die vier flotten Die Aufnahmen und die Entgegennahme von Beiträgen der Mitglieder Montag: Francillon. mit National- Tänzen( 60 Damen), Auf- Burschen, höchst komisches Intermezzo, Residenz- Theater. Von Dreien der zügen 2c., Dampfschiff- und Boot- arrang. vom Klown Tanti, ausgef. v. geschieht in folgenden Lokalen Sonntags von 10-12 Uhr: 1. Franz Gleinert, Glücklichste.- Vorher: Besuch nach fahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen mehreren Damen u. Herren der Gesell- Müllerstr. 174( Eingang Fennstraße); 2. Emil Schmidt, Treschow und der Hochzeit. mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt schaft. Zu diefer Klown- Vorstellung Diedenhofenerstraßen- Ecke; 3. Oskar Kleinau, Gartenstraße 171; 4. Johann Montag: Dieselbe Vorstellung. u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Kunst- hat jeder Erwachsene das Recht, auf Gnadt, Brunnenstr. 38; 5. Baumeister, Pantstraße 32; Lünnicken, Beusselstr. Wallner- Theater. Telephon- Amt VII. schwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. fein gelöste 3 Billet ein Kind unter zehn Nr. 57; 7. Ludwig Viect, Birkenstr. 24; 8. Steinbach, Antonstr. 1( Bigarrengeschäft). Diejenigen Genossen, welche Billets von der Lassalle- Feier abzus Montag: Dieselbe Borstellung. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lu- Jahren frei mit einzuführen. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. mineuse, in einer Höhe von mehr Abends 7/2 Uhr: Große brillante rechnen haben, werden aufgefordert, umgehend ihren Pflichten nachzukommen. Der Vorstand. denn 80 Fuss ausstrahlend. Der Vogelhändler. Vorstellung mit neuem Programm. Montag: Dieselbe Vorstellung. Bum 16. Male: Eine Nacht in Sensationelle DriginalThomas- Theater. Herr und Frau Venedig. Doktor. Der Präsident. Wasser- Pantomime mit neuen komiMontag: Dieselbe Vorstellung. schen Einlagen, bedeutenden Lichtund Wassere ffekten. In beiden Vorstellungen Auftreten der vorzüglichsten Künstlerinnen und Künstler, sowie Reiten und Vorführen der bestdressirten Schul- u. FreiheitsOstend Theater. Marianne, ein pferde. Komische Intermezzos von Weib aus dem Volke. sämmtl. Klowns. Täglich: ,, Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. AktienBrauerei Montag: Dieselbe Vorstellung. Bellealliance- Theater. Jungs Der Deutschland zur See. Montag: Dieselbe Vorstellung. Adolph Ernst Theater. große Prophet. Montag: Diefelbe Vorstellung. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder. Montag: Dieselbe Vorstellung. Feenpalaft. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Borstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Winter- Garten. Spezialitäten- Vorstellung. ACTI FRIEDRICHSHA HAIN Friedrichshain Königsthor. Heute, Sonntag: Grosses InstrumentalKonzert 244/14 Fachverein der Lederarbeiter. Montag, den 19. Oktober, Abends 8½ Uhr, Morgen: Große Vorstellung. Eine im Louisenstädtischen Klubhause, Annenstraße Nr. 16: General- Versammlung. Nacht in Vene dig. W. Gründel's Restaurant, S., Dresdenerstraße 116. Arbeitsnachweis u. Verkehr der Maler, Buchbinder, Schlosser, Töpfer, Drechsler, Sattler und Gärtner. 221L Tages Ordnung: 1. Kaffen- und Geschäftsbericht. 2. Ersahwahl zum Vorstand. 3. Ver einsangelegenheiten. Mitgliedsbuch legitimirt. Um zahlreichen Besuch bittet 2 Billards, Vereinszimmer und Saal Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umg. Täglich: Frei Concert Oswald Schensch's Arnold. Restauration, Adalbertstr. 16, Anfang 41/2 Uhr. Bonkordia- Palast- Theater. Spe- Eintritt 30 Pf. Programm unentgeltlich. zialitäten- Borstellung. Jeden Freitag: Gr. Militär- Frei- Konzert. Kaufmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Giskeller. Theater und SpezialitätenVorstellung. heater d.Reichshallen Neues Programm. Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Täglich Nordd. Sänger. Die Brüder Beiso. Leander und des Hun. Schröder und ihr Wunderthier. II. Saal Auftr. d. Damen Fr. Golzsch, und Elmano. The Sunbeams. Anf. 7 Uhr. Entree 15 Pf., Sonnabend Großer Erfolg! 20 Pf., Sonntag 30 Pf. intl. Progr. Chas Haydn. 4 Regelb., 3 Billards, 3 Orchestrions. Mr. Rollinson. The Avolo Boys 2c. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Ronzert- und Roupletfänger. Anfang Wochentags 7½ Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 8 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Etablissement Buggenhagen am Moritzplatz. Täglich: Elysium, Landsberger Allee 40-41. Jeden Sonntag: 1350L NeumannBliemchen- Sänger Neumann, Wolff, Horvath, Gipner, Röhl, Grosch, Ehrke. Anfang 7 Uhr. Entree 50 Pf. Tanz- Institut F. Büttner, 21, Adalbertstrasse 21. Jeden Sonntag, Nachm. 3 Uhr, beginnt ein neuer Lehrkursus für Anfänger. Vereinszimmer ist zu vergeben. 2092b Bernhardt, Stalizerstr. 41. Unterhaltungs- Musik. Saal, Direktion Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Großer Frühstücks- und Mittagstisch. Spezial- Ausschank von Pazenhofer 641 3 Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. PassagePanopticum und Theater zwischen Naunyn- u. Oranienstraße. Dienstag, den 20. Oktbr., Nachmittags 1 Uhr: Ordentliche Versammlung bei Röllig, Neue Friedrichstraße Nr. 44: Tages- Ordnung: 1. Vortrag( Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht). 2. Diskussion. 3. Wahl eines 2. Schriftführes. 4. Verschiedenes. Der Vorstand. Den Genossen, Vorständen, sowie willkommen. Vereinen bestens empfohlen. 1191L 372/2 Sämmtl. Räume sind neu renovirt. Verband aller in der Metallindustrie beschäftigten Arbeiter Parteigenossen empfehle den Besuch meiner Schankwirthschaft und ein großes Vereinszimmer als Zahlstelle. Edmund Renter, Swinemünderstr. 45. Empfehle allen Genoſſen mein Großes Bereinszimmer zu vergeben. Rud. Bahr,( früher Barth), Gerichtsstr. 19. Allen Genossen u. Freunden empfehle meinen Frühstücks- u. Mittagstisch, Billard frei. Restaurant zur AktienMühle, Holzmarktgasse 18-19.( Neu eröffnet.)[ 2117b] Theodor Drews. " 1 Freunden und Genossen empfehle mein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal. Franz Walter, Gesundbrunnen, Badstraße 28. Restaurant M. Bender, Treptow. Dormals J. Schadewald, 3 Minuten h. Paradiesgarten, gerade aus an der Chauffee. Gonntag, den 18. d., großes Wurttelsen. Jeden Sonntag, Nachm. von 4 Uhr ab, Tanz, wozu ergebenſt einladet M. Bender. Vereinszimmer( 25-30 Pers.), sep., Berlins und Umgegend. Grosse Versammlung am Dienstag, den 20. Oktober 1891, Abends 8½ Uhr, in der Kronen- Brauerei, Alt- Moabit 47-49. Tages- Ordnung: 1. Vortrag. Referent wird in der Versammlung bekannt gemacht. 2. Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Verschiedenes und Fragen. Der Vorstand. 388/10 Maler! Deffentliche Versammlung mit Frauen Sonntag, den 18. d. M., Abends 7 Uhr, bei Norbert, Beuthstraße 18-21. Tagesordnung: Vortrag: Das Recht der Frauen. Diskussion. Nach der Versammlung gemüthliches Beisammensein und Tanz. Die Versamm lung beginnt präzise. Um zahlreichen Besuch bittet Der Vertrauensmann. Fachverein der in Buchbindereien und verwandten Betrieben beschäftigten Arbeiter. Montag, den 19. d. M., Abends präc. 9 Uhr, in Feuerstein's Salon, Alte Jakob- Strasse No. 75: 3. v. i. Hufarenfeller, Wassergasse 12. taften. Kräftiger Mittagstisch. ( Gute Hausmannskost.) 1917b P. Schumann, Chausseestr. 67, H. p. 150 Personen fassend, zu Festlichkeiten und Versammlungen; auch sind noch einige Sonnabende u. Sonn tage frei. Wienecke, Alte Jakobstraße 83. Restaurant zum„ Zukunftsstant", Kastanien- Allee 35, part., Adolph Scholtz. 1411L Dereins- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Herrn Dr. Bernstein. 2. Verschiedenes und Frage Aufnahme neuer Mitglieder. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Aufruf mit eine v. Gru hin heri Gru gefe zur Soz fich 202/7 Reg Der Vorstand. fcha vert mit hing Sch herr Ade Blu sind fluff Gäste vori sollt und über Sie unte vor folg getr gefte Ma liche Neb Ueb debc 222/1 treff Spri The But oder hab hab freu Bol gilt heit Kla fcho tent 119/13 geffe Der Vorstand. Abe zu t fie scha Tho Rep zu Dor der fagt Ge fam befa Rüc nich in g fagt tr den Scha deru der 108/10 Att Ein nic ich fitic ihre fo Ich beh Don fam ich han will Des übe Don nur Ueb bom thur das Mc Neue Königstraße 48 a, Alexanderplatz. 9-1, 3-6. ferr 59/12 G Au fac Zahnziehen, Bü Hierzu zwei Beilagen. an sämmtliche gewerbliche Hilfsarbeiter Berlins u. Umg., insbes. sind die Hausdiener Berlins eingeladen! Gr. öffentl. Agitations- Versammlung für Männer u. Frauen am Montag, den 19. Oktober, Abends 8½ Uhr, Tagesordnung: in Habel's Brauerei, Bergmann- Strasse No. 5-7. 1. Welche Agitation ist für uns Hilfsarbeiter die beste? Referent wird Ein Vereinszimmer, bis zu 40 Personen fassend, ist noch einige Tage frei. in der Versammlung bekannt gegeben. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Zur Deckung der Unkosten findet Tellersammlung statt. Die Agitations- Kommission. Interessenverein d. Kisten- u. Koffermacher. Das 9. Stiftungsfest des Vereins findet am SonnVariété abend Abend in Feel's großem Saale, Andreasstraße 21, statt. BALL I. Ranges 50 Pfennig. verbunden mit humoristischen Vorträgen und Festrede. Brinzeß Pauline, die lebende Puppe in Castan's Panopticum DF ohne E Extra- Entree. Entree 50 Pf. Kinder 25 Pf. Präuscher's anatomisches MUSEUM für erwachs. Herren. 2148b Entree für Herren 50 Pf., Damen 30 Pf. Billets sind bei allen Vor 3. standsmitgliedern zu haben, außerdem im Restaurant Nowrot, früher Leichniß Markusstr. 25, bei Ladeburg, Naunynstr. 18, und bei Puhlmann, Waldemarstr. 32, Der Vorstand. E. Tschernig, Quisen- Ufer 39. 190/10 Arbeiter Bildungsschule. Dienstag, 20. Oktbr., Abds. 8 Uhr, im Wedding- Park, Müllerstr. 178 Große Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Vortrag des Hrn. Dr. Borchardt über: Alte und neue Natur Anschauung. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Der Vorstand. Mitgliedsbuch legitimirt. Gäste zahlen 20 Pf. In dieser Woche haben die Theilnehmer jedes Lehrfachs in jeder Schule aus ihrer Mitte je ein Schulfommissions- Mitglied zu wählen, es ist daher 8ahlreiches Erscheinen nöthig! Kommandantenstr. 80-81. Viel Neues tägl. von früh 9 b. Ab. 10 Dienstag u. Freitag: Damentag. der Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. 401/4 Große öffentliche Versammlung Delegirten und Vorstandsmitglieder der Orts- Krankenkassen von Berlin am Mittwoch, den 21. Oktober, Abends 81/2 Uhr, in der ,, Berliner Resource", Kommandantenstr. 57, Tagesordnung: Fortsetzung der Diskussion( von der Versammlung vom 11. Oktober bei Joel, welche vertagt wurde) über die Einführung der freien Aerztewahl. In der Versammlung bei Joël wurde der Wunsch von mehreren Rednern geäußert, die Vorstände möchten ihre Delegirten zu dieser Versammlung extra Die Herren Aerzte, welche Gegner der freien Arztwahl sind, werden ersucht, in dieser Versammlung zu erscheinen. Die Neuner- Kommission. Spezialität.- Theater I. Ranges. einladen. Es wird hierauf ganz besonders aufmerkſam gemacht. Anf.: Wochentags 7/2 Uhr. Entree 50 Pf. Sonntags 61/2 75 " " " 2158b Arbeiter- Bildungsverein für Schöneberg und Umgegend. Grosse öffentliche Versammlung am Montag, den 19. Oktober 1891, Abends 8 Uhr, im Saale des Herrn Jakob, Grunewaldstr. 110. Tagesordnung: 1. Vorlesung: Ueber die Zukunft der Sozialdemokratie. 2. Diskussion. Verschiedenes und Anträge des Vorstandes. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. J. A.: Karl Freidank. Stuckateure! Berband deutscher Korbmacher Da am Montag Vormittags 9 Uhr bei Seefeldt eine öffentliche Bersamm lung stattfindet, lassen wir die am Abend fällige Vereinsversammlung ausfallen. 893/2 Der Vorstand. Freie Vereinigung ( Filiale Berlin). Montag, den 19. Oktober, Abends 81/2 Uhr, bei Roll, Adalbertstr. 21: Versammlung. Aufforderung! Der neue Vorstand vom sozialdemo tratischen Wahlverein für Teltow- Chars der Graveure u. Ziseleure.lottenburg fordert den alten Kassirer, Genossen Hopp, auf, zum Mittwoch, Montag, 19. Oftbr., Abds. 1/29 Uhr, den 21. Oktober, Abends 8 Uhr, im im Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45: 2okale von Herm. Krause, Bismarckstr., Ecfe Straße 5, mit sämmtlichen UtenVersammlung. filien, gives llebergabe an den neuen Tages Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vorlesung aus: „ Die Knebelung der Wahrheit." 3. Disfussion. 4. Verschiedenes. beim Roll. Zwirtz, Staligerstr. 125. Der Vorstand. Vorstand, zu erscheinen. 335/12 A. Bressel, 1. Vors. Der Arbeits- Nachweis befindet sich Praft. Zahnarzt J. Semmel 2144b Hoesch, Arzt lerieji. 27. 6-10, 6-7, Gonnt. 8-10. Schmerzloses Falkensteinstr.22. Artillerieſtr. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. er ιδ tom t, r. ไร ta 17 . E). te 一代 St. It. / 1 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 244. Parteitag in Erfurt. Es wird in die Tagesordnung eingetreten, Das Wort erhält Sonntag, den 18. Oktober 1891. Gerade Bebel hat im Reichstag in zutreffendster Weise die politische Lage erörtert. Er hat nachgewiesen, wie die Verhältnisse zu diesem Bündniß geführt haben. " 8. Jahrg. Kosten des Militarismus von uns bewilligt werden müßten. Bebel hat gar keinen Grund, Vollmar Vorwürfe zu machen. Redner wendet sich nun den 14 Punkten des Flugblattes zu. Der revolutionäre Geist wird seitens einzelner Führer systematisch ertödtet." Als Beweis nennt Redner die Vollmar'sche Rede, Aeußerungen Bebels und Liebknechts im Reichstage zum Militäretat und das Verhalten des Abg. Heine. " Angesichts der Arbeiterschutz- und Versicherungs- Anträge sei die Begeisterung unter den Genossen verflogen." Redner zitirt ich hier selber als Beispiel( Lachen) und meint, die Führer glaubten selber nicht mehr an das, woran sie vor 10 Jahren geglaubt und was sie predigten. Redner verlangt nicht, wie hier behauptet worden sei, mehr Thätigkeit der Fraktion, sondern er wolle entweder absolute Negation jeder parlamentarischen Thätigkeit oder eine streng prinzipielle Haltung im Reichstag. Verwerflich ist es, Auf jeden Fall würde ein solcher Krieg zu einer solchen in dem bisherigen Tempo zu verharren. Es muß beAnspannung des nationalen Gedankens führen, daß die sozial- schleunigt werden, damit einmal die erbarmungswürdige demokratische Partei den Rückschlag empfinden würde. Lage des Volkes von Grund aus gebessert werde. Dazu ist es Meine Taktik ist durchaus nicht mit der Bewilligung aller unnöthig, ja vielleicht möglich, eine Majorität des Volkes zu gewinnen, es ist vielmehr, wie die Geschichte lehrt, auch einer frieg nicht rasch genug haben können, müssen logischer Weise alle zielbewußten Minorität unmöglich, den Sieg zu erringen. Redner Mittel bewilligen, um Rußland zu schlagen. erklärt, stets das Beste gewollt zu haben und schließt: Einer Ausschließung, wie Sie sie mit mir wohl vorhaben, werde ich den Austritt aus der Partei vorziehen. Jedes Jahr Frieden entfernt den europäischen Krieg bedeutend. Auf die Gefahr, als Regierungsmann verschrieen zu werden, sage ich: Zum Glück scheinen die Staatsmänner nicht leichten Herzens den Krieg herbeizusehnen. 1 Erfurt, den 17. Oktober. Ein hervorragender Parteigenosse hat den Dreibund den Dritter Verhandlungstag. Gendarmen Europas" genannt und Gendarmen liebe man nicht. Vormittags- Sihung. Wenn es sich aber um Leib und Leben handele, finde auch ein Nach 9/4 Uhr eröffnet Kloß- Stuttgart die Verhandlungen Sozialdemokrat den Gendarmen. mit der Mittheilung einzelner Begrüßungs- Schreiben, darunter In neuester Zeit habe ich Bundesgenossen in meiner Auf-" Die geübte Diftatur erstickt jedes demokratische Fühlen und eines von Friedrich Engels. Auch einige Böglinge der Vogel fassung der äußeren Lage bekommen. So gilt Bebel besonders Denten." Beweis: Die terroristische Erklärung der Fraktion v. Faltenstein'schen Ferienkolonien in Straßburg bringen ihren in auswärtigen Blättern jetzt als sehr patriotischer Mann. im Jahre 1884 im Sozialdemokrat", daß das Partei- Organ Gruß dar. Meine Münchener Rede war eine Warnung an die Friedens- nicht gegen die Fraktion Stellung nehmen dürfe. Verhalten Dr. Adler theilt mit, daß er durch Parteiverhältnisse verstörer Europas. Die Voltstribüne" nimmt den entgegengesetzten der Fraktion bei der Maifeier. Ihre Stellung zur hindert sei, in Erfurt zu erscheinen. Standpunkt ein: sie wünscht den Weltkrieg so rasch als möglich Frage der Stichwahl trok des St. Gallener Kongreßbeschlusses. herbei, einerlei, ob es ein Vertheidigungskrieg oder ein frivoler An- Die ganze Bewegung ist verflacht und zur puren Reformgriffstrieg ist. Daneben fagt das Elatt: Der vermöge sich nicht partei kleinbürgerlicher Richtung herabgesunken." Beweis eine von Bollmar. Nach einer kurzen Darlegung der bis zu der Höhe prinzipieller Klarheit cufzuschwingen, der nicht im Rede Bock's im Reichstage bei der Vorlage auf Prüfung der herigen Stellung der Partei zum Parlamentarismus auf historischer Programm die Abschaffung der Kriege fordern will.( Seiterkeit.) Gewehrläufe, in welchem er für Schutz des Kleingewerbetreibenden Grundlage fährt der Redner fort: Nach Fortfall des Sozialisten- Die„ Bolfstribüne" macht es genau wie Viktor Hugo, der ja auch plädirte. Weiter eine Rede Heine's bei der Zuckersteuer. Stadtgesezes, das auf Probe fortgefallen war, haben alle, auch Bebel, ein großer Friedensfreund war und keinen Krieg mehr wollte, nur hagen's Rede in der legten Session, in welcher er Staatszur Mäßigung gemahnt. Jeßt, wo eine längere Zeit seit dem noch einen großen Krieg, den zwischen Frankreich und Deutschland! subvention für die Fischer Helgolands verlangte. Der 10-, 9= Sozialistengesetz verstrichen ist, heißt es mit einem Male: Es hat Nicht nur die„ Jungen", das Wort ohne Nebenabsicht, sondern und 8stündige Arbeitstag im Arbeiterschutz- Gesetzentwurf- eine sich nichts verändert. Dabei braucht man nicht die Einsicht der auch Bebel geht in dieser Hinsicht verkehrt vor. Wenn man un- Rücksichtnahme auf die anderen Parteien. Man rechnete mit der Regierung zu loben und ihr haltloses Schwanken tadle ich so ausgesetzt die Unabwendbarkeit eines Krieges predigt und ihn als Möglichkeit. scharf, wie jeder andere. Ein Wendepunkt ist aber doch un- den letzten bezeichnet, nach dem alle Leiden und Gebresten der verkennbar. Bismarck hat in seinen zahlreichen Unterhaltungen Menschheit verschwinden, dann muß man in den Massen die mit Journalisten darauf hingewiesen, daß er rafsinirt darauf Absicht erwecken: Nun, dann wollen wir uns nur lieber sobald hingearbeitet habe, die soziale Frage: militärisch auf dem als möglich herumprügeln! Schlachtfelde des Bürgerkrieges zu lösen, fo lange die Beim Krieg mit Rußland wir immer nur auf Siege geherrschende Klasse noch die Macht in Händen habe. Ein rechnet. Wie aber, wenn wir unterliegen? Und selbst wenn Aderlaß soll die Gesellschaft zur„ Gesundung" führen. Diese Rußland besiegt wird, so besitzt es so viel natürliche Hilfsmittel, daß Blutpolitik ist aufgegeben. Darin liegt die Veränderung. Wir es auch nach der Besiegung eine Gefahr Europas wäre. Die find eine große Partei mit der Möglichkeit unmittelbaren Ein- Beche würde Frankreich zahlen. flusses geworden. Das muß sich auch äußerlich ausprägen. Im vorigen Jahre meinten die Herren der Berliner Opposition, wir sollten auf die Jugend der Bewegung zurückgreifen, die Regeln und Handlungen der Kindheit auf die Männerjahre der Partei übertragen, Die Partei hat diese Taktik entschieden zurückgewiesen. Militärforderungen verbunden. Aber Diejenigen, welche den Welt Sie hat erklärt, organisch und schrittweise muß die Umwandlung unter Abstreifung der überlebtesten politischen und sozialen Zustände vor sich gehen. Diese richtige Tattit muß aber konsequent befolgt werden. Im letzten Sommer ist aber ein Schwanken eingetreten; die Berliner Opposition hat auch andere Leute angesteckt. Singer: Ich halte die Anschauungen, welchen Vollmar Ausdruck verliehen hat, für gefährlicher für die Partei, wenn sie Die Befriedigung der Tagesbedürfnisse gewinnt uns die Die Sozialdemokratie muß sich um die äußeren Verhält- je herrschend würden, als Wildberger und Werner. Ich will Massen, die Greifbares, unter den heutigen Verhältnissen Mög- nisse fümmern. Sie ist auch hierfür ein Machtfaktor. Kein mich deshalb auch mehr mit ihm, als mit Wildberger's Ausliches verlangen. Bebel sagte in Halle: Ist der Arbeiterschuh Appell an die Ungeduld! Die Menge darf nicht glauben, führungen befassen, von denen ich nur zwei zurückweisen werde, Nebensache, so waren neun Behntel unserer Agitation überflüssig. daß in wenigen Jahren die Entscheidung fällt, sonst die fich gegen meine Person richteten. Zunächst nahm WildUeberall werden die praktischen Punkte unserer Thätigkeit legt sie die Hände in den Schooß und sagt: Was brauchen berger auf eine Aeußerung von mir in St. Gallen über die debattirt; die meisten Abänderungsvorschläge zum Programm be- wir uns um so kleinliche Dinge wie Arbeiterschutz zu fümmern. Stichwahlen Bezug. Hierauf gehe ich nicht ein, denn die treffen den praktischen Theil. Der Denkende, der seine Saat auswirft, denkt nicht an ein Frage der Stichwahlen ist auf dem Halle'schen Parteitag Daneben aber erfolgen beständig Rückschläge. Redner zitirt Aus- Erdbeben, nicht an eine Prophezeiung des alten Schäfers definitiv erledigt.( Beifall.) Weiter warf mir Wildberger vor, ich sprüche von Auer, Bebel u. f. w., welche befagen, daß der zweite Thomas, sondern er glaubt an den regelmäßigen, natürlichen hätte bei der Frage der Sonntagsruhe auf das kaufmännische Theil des Programms Dekorationsstück sei und daß wir die ganze Verlauf der Dinge. Die Darstellung, daß die große Weltwende Gewerbe besondere Rücksicht genommen, in dem ich ihm eine Butunftsgesellschaft schon haben können, bevor sie erfüllt seien. unmittelbar bevorsteht, ist ein Phantom, ein verlockendes Irrlicht. Sonntagsarbeit von 3 Stunden zubilligte. Damit befand ich mich Entweder ich muß kleine Verbesserungen für möglich halten, Der Optimismus eines verzückten Gläubigen, eines Gr- nun in einer zwar nicht nach meiner aber wohl doch nach seiner oder sie resolut hinwegstreichen und den Wählern sagen: Ihr statikers gehört dazu, an den alsbaldigen Sieg zu glauben; Meinung sehr guten Gesellschaft, in der seines Spezialfreundes habt nichts zu erwarten. Wartet, bis wir die Macht in Händen das ist mehr als der Optimismus, der mir vorgeworfen. Auerbach. Wenn die Berliner Handlungsgehilfen zwischen einer haben. Bebel sagte gestern, die Gegner gäben uns nicht aus Ein vorzeitiges, zufälliges Empe tommen wäre eine Episode, revolutionären Rede Wildberger's oder einer Beschränkung einer freundlichen Absichten im Einzelnen nach. Für den praktischen eine Neu Auflage der Kommune mit allen ihren Hochherzigkeiten, Sonntagsarbeit zwischen 3 Stunden die Wahl haben, so weiß Politiker ist der Grund, weshalb der Gegner nachgiebt, gleich- ihren Fehlern und ihrer schließlichen Niederlage. Gegen Fieber ich gewiß, was sie wählen werden. giltig. ist Kühle das beste Mittel! Nun zu Vollmar: Er hat zwar gesagt, das Endziel vergesse Die agitatorischen Rücksichten dürfen nicht zu innerer Unwahr- Die Bebel'sche Resolution unterschreibe ich Wort für Wort, er nicht, aber legte doch den Hauptwerth auf sein Auktions-[ heit führen. Die inneren Untlarheiten müssen beseitigt werden. aber nicht seine Begründung. Programm. Ich hatte dabei den Eindruck, als ob Vollmar unfre Ich hege teine Illusion über die Absichten der herrschenden Meine Taktik ist keine neue; ich bin auf dem Boden unserer Taktik, legten Ziele als eine Art Familienreliquie in den Silberschrank laffe, aber ich glaube, thatsächliche Verbesserungen sind heute ich will sie nur konsequent, folgerichtig durchgeführt. Die Früchte einer stellen wollte, der nur bei ganz feierlichen Gelegenheiten geöffnet schon möglich, sie sind in dem Maße möglich, als wir fortschrei- so langen, mustergiltigen Bewegung sollen wir nicht durch Un- wird. tend die politische Macht gewinnen. geduld und Unbesonnenheit aufs Spiel setzen.( Beifall.) Eine Trennung zwischen dem Kampfe für die endgiltigen Ziele Die allgemeinen Ziele, das Fernziel sind nicht zu ver gessen. Das ist selbstverständlich für jeden Sozialdemokraten. Wildberger: Die Grundsäße der Liebknecht'schen und die naheliegenden ist unmöglich. Würde aber die Partei Aber der alte Katechismus braucht nicht immerwährend aufgefagt Broschüre von 1869 find der Oppofition in Fleisch und Blut Bollmar's Empfehlung folgen, so würde sie nicht einmal mehr übergegangen. Sein damaliges Urtheil über den Parlamentaris. dieselbe Kraft wie bisher für die täglichen Forderungen einsetzen Die näheren Ziele sind aber für mich eine Hauptaufgabe; mus ist das unfrige. Redner verliest die bekannten Zitate ans fönnen. Der Hauptnußen der parlamentarischen Thätigkeit ist fie bezeichnen den Weg zur allmäligen Sozialiſirung der Gesell der Liebknecht'schen Schrift. Stärker kann man sich taum aus- die Propagirung unserer Jdee; wenn wir dabei fleine Erfolge schaft auf gefeßlichem, parlamentarischem Wege. Die größte drücken, als 2. es gethan hat. Redner bestreitet, daß die Ver- erreichen, so müssen wir sie hauptsächlich dazu benützen, die Sobald die Thorheit ist der Kampf, der von der„ Volks- Tribüne" gegen das hältnisse sich verändert hätten. Die Frage sei daher genau so Agitation im Volfe für das Endziel zu stärken. Repräsentivsystem geführt wird. Wir müſſen es im Gegentheil anzusehen und zu behandeln, wie in jenem Jahre. 1876 habe Sozialdemokratie so starkt ist, daß sie selbst gesetzgeberische so bin ich fest fest davon zu stärken suchen. Gewaltige Veränderungen, die im Volksleben Liebknecht auf dem Kongres in Gotha noch denselben Stand- Maßregeln ergreifen kann vor sich gehen, drücken sich im Parlament aus. scharf überzeugt, daß die herrschenden Klassen das Wahlrecht ins alte Redner wendet sich nun zu den Auslassungen Bebels in gegen die parlamentarische Thätigkeit, wie sie jetzt betrieben Eisen werfen.( Beifall.) Selbst aber die Möglichkeit vorausder" Neuen Beit" gegen seine Münchener Reden. Ich habe ge- werde, erklärt. Redner berührt den Kongreß zu Wyden, wo der gefeßt, daß jetzt eine durchgreifende Befferung zu erzielen wäre, get: Dem guten Willen die offne Hand, dem schlechten die Faust! alte Standpunkt zum Parlamentarismus noch als selbstverständ- so wäre sie nur möglich durch Kompromisse mit anderen Parteien, Gestern charakterisirte Bebel meine Meinung mit: Immer lang- lich galt, weist auf die 84er Wahlen und den Aufruf der Frank- und Kompromisse führen zur Verfumpfung. Die Thätigkeit einer Partei, die nur in der Beseitigung der ſam voran! Bebel, der sich soviel mit militärischen Dingen furter hin. or sucht den Nachweis die Frank befaßt, sollte doch den Unterschied zwischen Stonzentration und furter damals denselben Standpunkt ausgedrückt hätten, wie das kapitalistischen Ausbeutung das Heil der Menschheit erblickt, muß Rückwärtskonzentration wissen. rein gehalten werden von jeder Art von Politik, die nur möglich in Verbindung mit anderen Parteien ist. Wir dürfen unsere Kräfte nicht überschäßen.( Bebel: Auch Wenn man uns also vorwirft, wir hätten in unerhörter nicht unterschätzen!) Der Ton der Entsagung, der durch Vollmar's Rede geht, Der Machtkigel, von dem man Weise die Partei beschimpft, so hätte man damals mit seine Hoffnung auf den neuen Kurs, sind unvereinbar mit unserer in Halle sprach, ist heute für nns gefährlicher, als je. Bebel den Frankfurtern dasselbe machen sollen. Die Anschul- bisherigen Taktik, die dahinging, unter fortdauernder Propaganda jagte in der„ neuen Zeit", wenn er die Wahl habe zwischen digungen der Frankfurter waren noch viel schroffer. für das Endziel aktuelle Besserungen für die Arbeiterklasse hina „ trödeln“ und„ stürmen", so sei er für das„ Stürmen". Mit Damals nahm Herr Bebel, der sich heute so entrüstet, einen ganz zunehmen. dem„ Stürmen" ist heute nicht viel zu machen. anderen Standpunkt ein. Frohme bezeichnete die Frankfurter als Viel weniger ist an den Einzelheiten der Vollmar'schen Bu einer endgiltigen Aussöhnung mit der heutigen Gesell- eine kleine, unfähige, zweifelhafte Klique, sprach von Terrorismus, Reden etwas auszusetzen, als an dem Gesammteindruck, den ſchaft führt meine Lattit nicht. Jede Erfüllung, näherer For- Agents provocateurs. Darauf erwiderte Bebel im„ Soziale machen. derungen führt uns zum Endziel. demokrat" und nahin die Frankfurter gegen die unqualifizirbaren Urtheil der Menge nicht fümmern; aber es ist doch eine Vollmar sagt zwar, man dürfe sich um das Redner bespricht die fünf nächsten Forderungen, die er in Angriffe und den schulmeisterlichen Hochmuth" Frohmes in erhebliche Thatsache, daß seine Neußerungen den fanatischen Der Münchener Rede aufgestellt. Er habe diese Punkte als praktisches Schuß. Redner verliest die damalige Erklärung Bebels. Er Beifall der gesaminten gegnerischen Partei hervorgerufen habe. Uttionsprogramm neben dem Endziel hingestellt. Bebel fagte gestern: billigte inhaltlich die Frankfurter Erklärung nicht in allen Sie haben eben herausgefunden, daß seine Taktik ihnen nicht geGine solche Taktik führe zur Versumpfung: Ich nehme das Wort Punkten, sagte aber, daß die Frankfurter im besten Glauben gefährlich ist. Unsere Ausgabe muß es sein, die Geister zu revonicht frumm, weil es inhaltlos ist. Ich erwähne es nur, weil handelt hätten. Er verurtheilte nicht die Frankfurter, son- lutioniren und im Proletariat das Bewußtsein für seine gewal ich bei dieser Gelegenheit ein gutes Wort für die Berliner Oppo- dern Frohme und ließ alle ihre sogenannten Schimpfworte tige Aufgabe zu wecken. Wir müssen den Massen klar machen, daß fition einlegen möchte. Was ihre sachliche Stellung betrifft- von ohne Zensur pafsiren. Da durfte man nicht 6 Jahre später in die herrschende Gesellschaftsordnung für sie eine verderbliche und ihren persönlichen Lügen und Verleumdungen ganz abgesehen der Weise gegen uns vorgehen. Damals warnte gerade Bebel ungerechte ist. Wir dürfen unsere legten Ziele nicht verschleiern, so betrachte ich sie nicht als Hochverrath und Staatsverbrechen! eindringlich gegen die Manie, jeden oppositionellen Genossen ohne was die Folge wäre, wenn wir uns Vollmar's opportunistischer Ich bin nicht besonders besonders schön der Opposition Weiteres als Anarchist zu bezeichnen und jetzt werde mit dieser Taktik anschlössen. Wir müssen sie in scharfer Form betonen! Die Rebehandelt worden. Aber wenn meine politische Ehre Bezeichnung der Opposition gegenüber der größte Unfug ge- solution Bebel's wird der Parteitag nicht nur dem Wortlaut, sondern den Beschlüssen einer zufammmengelaufenen Vertrieben. sammlung Nachts uin 1/212 Uhr abhängig wäre, dann wäre In diesem Sommer sind wir durch die Vollmar'sche Rede Uebereinstimmung mit der bisherigen Taktik ausspricht, so drückt auch seiner Begründung nach annehmen, und wenn er seine ich zu bedauern. zum Vorgehen veranlaßt worden. Er ist der konsequente. Wir müssen uns daran gewöhnen, nicht mit Glacee- Vollmar hat nur Alles auf einmal ausgesprochen, was Bebel er damit aus, daß die Popagierung unserer letzten Ziele auch fernerhin in etwas viel flarerer und schärferer Form betrieben Dill Bebel der Opposition einen Vorwurf aus ihrer Anwendung einige Zitate aus Reichstags- und Versammlungsreden von gift wird, als Bollmar es will.( Lebhafter Beifall.) Wir sollen uns auf das Gebiet der hohen Frih Berlin: Wer Wildberger hier und in Berlin gehört des Wortes Versumpfung machen, wenn er es selber mir gegen- und Liebknecht. er in ihrer Haltung ebenso, wie Vollmar. zu werden. von von punkt vertreten und der Rongreß habe fich Flugblatt der Berliner Opposition. verliest über anwendet! Auch Mary spricht in seinem Programmbriefe Politik gar nicht begeben. Die„ Volfs- Tribüne" verurtheilte ich Redner verliest unter großer Heiterfeit einige Aeußerungen aus von Bersumpfung und Korruption. Man sollte sich daran gewöhnen, den politischen Kampf nicht Die sozialdemokratische Partei braucht keinen Krieg herauf einem Flugblatte, welches in Wildberger's Kreise verbreitet wurde; Her mit Nerven und Leidenschaft, sondern auch mit Ruhe und zubeschwören. Die Schlußäußerung Bebel's, daß das Volk nach er zeigt, wie Wildberger gegen seine heute fundgegebene UeberUeberlegung zu führen. Doch dies nur nebenbei. dem Kriege die Leitung seiner Geschicke selbst in die Hand zeugung damals für den Parlamentarismus eingetreten sei; von, daß unser Endziel nahe herangerückt sei. Bebel spricht mit steigender Leidenschaftlichkeit in letzter Zeit da- nehmen würde, ist eine leere Hoffnung. Auch der Krieg der Redner erwähnt noch, daß Wildberger ihm und Anderen gegenDas Propheten Zukunft wird nach Redners Ansicht nicht die Möglichkeit der über früher wiederholt geäußert habe, daß er gern bereit sei, thum wird in unserer Partei jetzt Mode. London aus ist umformung der Geſellſchaft im sozialiſtiſchen Sinne ergeben, auch ein Stadtverordneten- Mandat anzunehmen.( 28 ildberger: angefeßt, Tag und alle Kriege, nur eine weitere Unterdrückung Bor 15 Jahren war ich sogar konservativ.) Drachholz- Stralsund wendet sich gegen die Bebel'schen Monat weiß ich nicht.( Heiterkeit.) Anderen ist das noch zu der Völker bewirken. fern, sie hoffen auf 92 und 93. Man hat sich im Reichstag durchaus nicht negivend gegen Ausführungen in Bezug auf die Kriegsprophezeiungen. den Militarismus verhalten. So hat sich Bebel gegen einen Dertel Nürnberg wendet sich gegen Vollmar und macht Windthorst'schen Abrüstungsantrag erklärt. Solche Aeußerungen ihm namentlich den Mangel prinzipieller Haltung in seinen Reden sind zwar seht staatsmännisch, aber sie stehen einem Abgeordneten zum Vorwurf. Der von Bebel beantragten Resolution dürfte von uns nicht zu. Die konsequente Folge wäre, daß auch die Vollmar auf Grund seiner Taktikrede, welche im Widerspruch Damit komme ich auf die äußere Politik. Auch ich wünsche Aussöhnung mit Frankreich. Aber nicht Wünsche, sondern That fachen entscheiden. Frankreich und Rußland haben ein offenes Bündniß abgeschlossen. 1. er Ita 13 ヨッ I rd on. 10 er da nos ars rer, och, im tr., ent= ten / 12 el ab. 2G ren 22. ell mit jener steht, nicht zustimmen; er müffe sich noch deutlicher| Der Kapitalismus tödtet sich selbst, zerstört seine eigenen Macht-| geändert habe. Redner vertheidigt seine jetzigen Ansichten über aussprechen, als er es heute gethan habe. mittel. Aus den wirthschaftlichen Interessen entstehen die poli- den Parlamentarismus und glaubt, daß es auf dem bisherigen tischen Ansichten. Wie viel werden in 10 Jahren( Heiterkeit) Wege nicht weiter ginge, weil die Partei, wenn sie 100 Abgeordnete noch übrig sein, die ein privates Interesse an der Aufrecht im Parlament hätte, die Diäten für sie nicht aufbringen könne. erhaltung der heutigen Zustände haben? So geht unaufhörlich Alle Auseinandersetzungen hier hätten bewiesen, daß man Rück die Revolutionirung der Meinungen vor sich. Klar ist unsere fichten auf alle möglichen Machtfaktoren genommen habe. Ich ging Taktik uns vorgeschrieben: Hüten wir uns vor opportunistischer also nicht zu weit, wenn ich der Partei Opportunität vorwarf. Ich Regierungspolitik! Hüten wir uns vor anarchistischen Toll- glaube, daß zu viel Parlamentarismus getrieben und namentlich heiten!( Stürmischer Beifall.) zu viel in Rommissionen gearbeitet wird. In der Kommiffion werden vertrauliche Mittheilungen gemacht; ob die Partei davon Nuzen hat, ist sehr zweifelhaft. Die allmälige Einführung des achtstündigen Arbeitstages ist Opportunitätspotitif; es spielen dabei die großen Wetterpropheten eine große Rolle. Weiß man denn, ob in den nächsten 5 Jahren die technischen Hilfsmittel nicht so viel vorgeschritten sind, daß selbst ein achtstündiger Arbeitstag noch zu lang ist?" Niederauer( Berlin) sucht die gegen Wildberger gemachten Einwände und Vorwürse abzuschwächen, tritt aber im Gegensatz zu diesem für eine starke Landagitation ein, um auf dem Lande Streiter für die Sozialdemokratie zu gewinnen. Liebknecht: Wildberger klammert sich an meine Broschüre von 1869. Unter gleichen Verhältnissen würde ich dieselbe Rede noch heute halten, dieselbe Broschüre noch heute schreiben. Die Lage hat sich aber seit 69 vollständig verändert. Damals stand ich auf dem Proteststandpunkt gegen die Neuschaffung auf Gewaltboden, den Norddeutschen Bund. Sein provisorischer Charakter lag auf der Hand. Das Deutsche Reich, das an seine Stelle getreten, zeigt Festigkeit und zwingt uns innerhalb des Rahmens der gegebenen Verhältnisse zu bleiben. Der strenge Proteststandpunkt ist nur in provisorischen Zeiten möglich, sonst ermüdet er. Die Mittagspause tritt ein. Nachmittags- Sigung. ( Werner's Redezeit ist abgelaufen, wird aber auf Beschluß des Parteitages verlängert.) Kloß eröffnet die Verhandlungen um 34 Uhr und erwähnt wieder eine größere Anzahl eingegangener Glückwunsch Schreiben. Tölte erhält als erster Redner das Wort und hält in wunderbarer Geistesfrische eine ausführliche Rede. Er will Ich gehöre nicht zu den Leuten, die sich ruhig in die Ecke einige Bemerkungen über Taktik und über die Opposition machen. stellen und auf ihre Thätigkeit verzichten. Der Kampfplay muß Wildberger habe gesagt, Opposition sei in der Partei immer geDie weiteren Ausführungen des Redners richten sich gegen eine genommen werden, wie er geboten wird. Kopflose Thorheit wäre wesen und müsse sein. Sie muß nicht sein, fie darf nur sein. Aeußerung Singer's, die Einführung der Sonntagsruhe müsse den es, die gegebenen Waffen zu verachten. So wenig ich jemals Wenn die Taktik gut ist, braucht doch nicht opponirt zu werden. betroffenen Kreisen nach Möglichkeit bequem gemacht werden. meinen Standpunkt verändert habe in prinzipieller Beziehung, so Also Sie sind nicht, wie Sie meinen, verpflichtet, Opposition Das sei Opportunitätspolitif. Dasselbe sei der Fall mit den wenig nehme ich Anstand in jedem Augenblick meine Tattit nach zu machen. Allerdings ift Opposition in der Partei immer oder Arbeitskammern, in denen nach Vorschlag der Fraktion Unters den Verhältnissen zu ändern. Einen schlimmen Dienst hätte ich fast immer gewefen. Aber wer hat sie gemacht und nehmer und Arbeiter zusammenfigen sollten. In den Ver meiner Partei erwiesen, wenn ich an der im Jahre 69 freilich wie war fie? Redner führt Saffelmann, v. Schweißer, Schneidt tretungskörpern der Bourgeoisie, wie in den Handelskammern, richtigen Lattik festgehalten hätte.( Beifall.) Redner erhebt gegen Bebel den der letztere habe sich in den letzten Jahren wieder ans fäßen nur Unternehmer. Was den Parlamentarismus betrifft, so sind wir Alle der Licht gewagt; Most fei, soweit er, Stedner, ihn kennen gelernt Vorwurf des Chauvinismus. Er will gegen das Nussen Ansicht, daß der Schwerpunkt unserer Thätigkeit nicht in habe, immer ein ziemlich unschuldiger Mensch, aber ein tonfuser thum ziehen. Der Kriegsminister wird ihm lächelnd den Reichstag sondern außerhalb des Reichstags zu verlegen Kopf gewefer. Es war immerhin früher verständlich, wenn man die Rechnung präsentiren. Er muß konfequenter Weise alle ist. Liegt in unseren bisherigen geringen Erfolgen eine Verdem wissenschaftlichen, marxistischen Sozialismus nicht sogleich Forderungen auf Verbesserung der Waffen, auf Befestigung der urtheilung des Parlamentarismus, wie wir ihn auffaffen? Die Eingang gewährte. Heute ist er die Grundlage der Bewegung. Landesgrenzen bewilligen. Für den Krieg darf keine Lanze eins Schuld liegt nicht an ihm, sondern daran, daß wir im Lande noch Die Taftit fußt auf ihm. Gin Demokrat hat seine eigene Ueber- gelegt werden. Redner schließt mit einem Zitat aus Liebknecht's nicht die Macht haben. Hätten wir sie, so würden wir die Klinke zeugung. Aber ein Demokrat, ein Sozialdemokrat unterwirft sich Broschüre: Prinzipien sind untheilbar. Dieser Gedanke hat die der Gesetzgebung erfassen und ebenso günstige Resultate für uns auch einem Parteibeschluß. Wo wären die Jungen, wenn die Opponenten geleitet. mit ihr erzielen, wie die herrschende Klasse für sich. Freilich Alten nicht gewesen wären? Nehmen Sie die Resolution Bebel fönnen auf dem Wege der Gesetzgebung nicht alle Fragen gelöst an!( Lebhafter Beifall.) werden, aber man zeige mir doch einen anderen! Nur ein Weg ist noch der Appell an die Gewalt! Sich offen oder geheim auf den Moment rüsten, wo der Schlag zu führen ist. Da kommen wir auf den Anarchismus und( zur Opposition gewendet) Ihr größter Fehler ist, daß Sie nicht den Wuth der Konsequenz besitzen. Mit dem Parlamentarismus, wie wir ihn ansehen, haben wir wachsende Macht der Stimmen im Lande hinter uns. Wer die Macht nur in die Hand der Gewalt legt, begiebt sich damit nur auf den Boden der Gegner. an Seiler Luckenwalde: Durch Arbeiterschutzgesetz Bestimmungen kann die Sozialdemokratie nicht versumpfen. " Wolberauer: Karlsruhe: Wenn wir Fortschritte in ländlichen Wahlkreisen machen wollen, müssen wir in ruhiger Weise vorgehen und uns mit praktischen Dingen befassen. Dertel Nürnberg beantragt in Absatz 6 nach den Worten immer das ganze und letzte Ziel der Partei im Auge haben", einzuschalten: Der Parteitag erklärt hierbei ausdrücklich, daß er den Wer hat gefiegt, Bismarck, der Blut- und Eisenmensch, oder Standpunkt, den Vollmar in seinen zwei Münchener Reden vom wir, die wir nichts hatten, als unser gutes Recht, 1. Juni und 6. Juli d. J. in Bezug auf die nächsten Aufden Glauben an unsere Jdee, die wir mit nadter gaben der deutschen Sozialdemokratie und die einzuschlagende Brust seinen Waffen gegenüberstanden.( Beifall.) Er neue Taktik eingenommen hat, nicht theilt." liegt am Boden! Wir sind die stärkste Partei Deutsch- Grothe Halle wendet sich gegen die Ausführungen Bolllands. Ist das fein Erfolg? Was haben die Anarchisten mars und bekämpft den Standpunkt. Wildbergers. Falsch ist die erreicht, was find sie, was haben fie gethan? Nichts. Ein paar Behauptung der Opposition, daß sie während der Zeit des lächerliche Attentate, fehr Müzliches für die Gegner. Und be- Sozialistengesetzes die Bewegung in Berlin gefördert hätte. Nur zeichnend genug unsere Partei ist in den Ländern am schwächsten, Werner sei thätig gewesen; die übrigen feien erst aufgetreten, als wo unfere Sache im Anfange mit den Brutalitäten und Toll- die Zügel des Sozialistengefeges locker gelassen wurden. heiten des Anarchismus verquickt wurde.( Beifall.) Ich habe bie Thierbach Königsberg i. d. Neumark, tritt der Oppojezige Taktik mit schaffen helfen. Sie hat sich herrlich bewährt. fition entgegen. Er theilt mit, daß in der letzten Volksversamm: Die Bebel'sche Resolution entspricht völlig meinen Anschauungen. lung im 6. Berliner Reichstage- Wahlkreise Werner selbst erklärte, Im Reichstag fann mun nicht blos Brandreden halten, daß die Opposition, wenn wie bisher gegen sie so weiter verfahren praktische Aufgaben sind zu lösen, wir leben eben nicht in werde, in den Besitz eines Blattes gelangen werde. Gestern einem Wolkentuckutsheim, stehen nicht in der Luft, sondern auf habe Werner geleugnet, etwas von einer solchen Zeitung zu dem Boden der realen Verhältnisse, und deshalb erringen wir wissen. die Macht. Das Verhalten der Opposition erinnert mich an jenen Mann in England, dem das Waschwasser zu gering war; das ganze Meer müsse er haben mid so wusch er sich garnicht.( Heiter teit.) Meine Herren von der Opposition: Das Revolutionäre liegt nicht in den Mitteln, sondern im Ziel. Weifen Sie uns nach, daß unser Ziel nicht revolutionär ist. Ueber den weiteren Verlauf der Sigung wird uns telegraphisch berichtet: " Auer erklärt, manche Anschauungen Vollmar's seien ihm sympathisch; andere, wie dessen Stellung zum Dreibund gleich: giltig; entschieden aber wende er sich gegen die Selbstbeschränkung", zu welcher Vollmar die Partei verurtheilt wissen wolle. Das plumpe Auftreten Werner's habe die ruhige Erörterung gestört und Vollmar's Gegner veranlaßt, sich gegen die Berliner Oppos nenten zu wenden; Vollmar sei bei diesem Streite die Rolle des lachenden Dritten zugefallen. Vollmar's Taktik sei mit dem Saye des Programms:„ Die Befreiung der Arbeiterklasse muß das Werk Der Arbeiterklaffe selbst sein", nicht vereinbar. Wenn Vollmar's Standpunkt von dem Parteitage getheilt werden sollte, müsse Absaz 2 der Resolution Bebel: Es liegt fein Grund vor, die bisherige Taktik der Partei zu ändern" ge strichen werden, hiervon dürfe aber nicht abgewichen verden, wenn die zwischen uns und anderen Parteien be: stehende strenge Scheidelinie nicht verwischt werden solle. Wenn dagegen die höchste Instanz unserer Partei, der Parteitag, er tläre: Wir können Vollmar's Standpunkt nicht theilen, so werde sich Vollmar als braver Parteigenosse wohl fügen. Dertel's Antrag enthalte übrigens fein Mißtrauensvotum gegen Vollmar. Auer empfiehlt zum Schluß die Annahme der Refolution Bebel mit dem Amendement Dertel. Auerbach Magdeburg bestreitet, daß durch den Halle'fchen Kongreßbeschluß die Frage der Stichwahlbetheiligung erledigt fei. Die Opposition halte es noch immer für gefährlich, bei den Stich: wahlen eine gegnerische Partei zu unterstüßen. Redner geht auf ein Flugblatt Heine's bei der Stichwahl im Jahre 1884 gegen einen Freifinnigen und aufein zweites Flugblatt Heine's bei der legten Reichstags- Stichwahl in Calbe- Aschersleben gegen einen Unsere Tattit dem Militarismus gegenüber war fonfequent. Konfervativen ein und findet Widersprüche darin. Das Flugblatt Wenn unser Land überfallen wird, haben wir nicht eigenes fei in seinen( Redners) Augen nicht von einem Sozialdemokraten Interesse daran, den Eindringling hinauszuwerfen? Und selbst herausgegeben. wenn Sie nicht mitmachen wollten, Herr Wildberger, würden Sie nicht dazu gezwungen werden? In eine chauvinistische Strömung wird sich die deutsche Sozialdemokratie nicht hineinLocken lassen. Wir nehmen den Krieg nicht als etwas Noth wendiges. Falsch ist es zu sagen, daß wir konsequenter Weise für den ganzen Militäretat stimmen müßten. Der ganze heutige Militarismus ist die Ursache des Krieges und nicht im Stande, den Krieg zu verhüten. Wenn übrigens Wildberger in Berlin so gesprochen hätte, wie heute hier, so hätte kein Hahn danach gefräht.( Bustimmung.) Er wäre nicht außerhalb des Nahmens zulässiger Kritit getreten. Ich erlaube ihm nicht, sich als Märtyrer des Prinzips auf auspielen, wenn er ausgeschlossen wird; es handelt sich um seine Berdächtigungen.( Beifall.) Nun zu Bollmar. Er sagt, Bebel und Liebknecht haben das selbe gesagt. Der große Unterschied ist nur, daß es sich bei uns um ein paar gelegentliche Aeußerungen handelt, bei ihm aber um eine neue Methode, um eine neue Tattit. Solch gelegentliche Aeußerungen im Reichstag haben eine sehr einfache Erklärung: Ideal und Wirklichkeit stoßen sich eben im politischen Leben. Da ist die Möglichkeit leicht vorhanden, daß man einmal ein wenig zu weit nach rechts, ein andermal ein wenig zu weit nach links geräth. Aus ein paar scheinbar zu weit nach rechts gehenden Aeußerungen von uns im Plenum will Vollmar eine neue Taktik machen. Er spricht vom neuen Kurse. Wo ist er? Das Sozialisten gefeß ist fallen gelassen, weil die Regierung erkannt hat, daß es Haß und Verachtung gegen die heutigen Zustände erregt. Mit Scheingüte sucht man uns auf einen Boden zu locken, wo wir ausgleiten müssen!( Zustimmung.) Joest Mainz betont, es scheine, als würden Vollmar's Anschauungen von den Münchener Genoffen getheilt: er erklärt sich gegen Vollmar und die Jungen". Mielenz- Johannisthal vertheidigt die letzteren und behauptet dabei, der Parteitag habe Niederauer niedergeschrieen, nimmt aber diesen Ausdruck infolge der Intervention des Vorsitzenden als falsch zurück. Schule Magdeburg nimmt Röster als verdienten Parteis genossen, der für seine Ueberzeugung lange ins Gefängniß ge genoffen, der für seine Ueberzeugung lange ins Gefängniß ge worfen worden sei, gegen Frohme's Beschuldigung in Schuß, wonach och öfter zu einem Anarchisten in Beziehung stehen foll. Die Diskussion wird hierauf auf Montag ver tagt. Um mit ber Zeit haushälterisch umzugehen am Sonntag tann nur von 3 bis 6 Uhr ver Dr. Schönlant: Berlin findet, daß die Vollmar'schen handelt werden wird unter vorläufigem Verzicht des Reden in München mehr volksparteiliche als sozialdemokratische Parteitage auf eine Generaldebatte sofort zur Wahl der Pro Reden gewesen seien. Der Optimismus Vollmar's in der Agrar grammberathungs- Kommission geschritten und dieselbe folgender politik der Regierung habe sich ein paar Tage darauf durch die maßen zusammengefeßt: Agster Stuttgart, Bebel- Berlin, Gold Erklärung Caprivi's, die Regierung werde die Getreidezölle nicht stein- Dresden, Herbert- Stettin, Frau Ihrer- Berlin, Kant- Rostock, aufheben, als falsch erwiesen. Bollmar's Hoffnung auf den neuen Kautsky- Stuttgart, Keller- Görlig, Keßler- Berlin, Landé- Elberfeld, Kurs werde durch die Gefängnißstrafen, die gegen Gen offen ver- Liebknecht- Berlin, Lux- Magdeburg, Löwenstein- Nürnberg, Moltens hängt worden seien, eigenthümlich bezeichnet, feine Hoffnung auf buhr- Hamburg, Muller- Elberfeld, Dertel- Nürnberg, Schmiedt den Fortfall der Blut- und Eisenpolitik durch die Erklärung Zwickau, Schönlant- Berlin, Schweer- Hamburg, Jochem- Danzig, Caprivi's bei der Frage der Unteroffiziers Prämien. Vollmar Bollmar- München. Die Generaldebatte über das Parteiprogramm verlange nicht nur eine Aenderung in der Taktil, sondern die findet nach Beendigung der Kommissionsarbeiten statt. Singer Aufgabe der ganzen revolutionären Richtung der Partei. Höchst giebt hierauf folgende Erklärung ab: Genosse Glocke- Berlin hat verwunderlich bei einem Manne, der in ganz Europa als gestern in der Diskussion Verhältnisse des Berliner Voltsblatis" Radikalfter der Rabitalen galt und sich nun als Gemäßigter für berührt, welche vor der Neuorganisation der Partei statt hatten. eine biebere Arbeiterpartei erwärmt. Höchst verwunderlich bei Darauf hin habe ich zu erklären, daß das Berliner einem Manne, der im Jahre 1882 in einer Broschüre, die in Voltsblatt" von Anfang an Parteiblatt war. Zürich erschien, in der Aufhebung des Sozialistengesetzes eine Solange es Defizit machte, ist aber die Partei Schädigung der Partei erblickte und erklärte: Wir müssen nicht nur die tasse trozdem nicht in Anspruch genommen Evolution, sondern die Revolution wollen und nehmen zwar worden. Dagegen wurden die Ueberschüsse des alle Bugeständnisse, begnügen uns aber nicht damit. Höchst ver- Berliner Boltsblatts" vom ersten Augenblick an wunderlich bei einem Mann, in dem die Berliner Opposition von der Parteileitung zu Gunsten der Partei noch in Halle ihren Schirmherrn verehrte. Jetzt hat er sich in verwendet." Es entspann sich hierauf eine lange Geschäfts einen Sozialdemokraten in Estarpins und Schnallenschuhen verordnungs- Debatte über die Sonntagsfizung. Dieselbe endete mit wandelt, gewiß der tiefste Seelenschmerz für die Opposition. der Annahme des Beschlusses, am Sonntag nicht zu feiern, Bei der Berliner Opposition vermißt Redner Sachkenntniß und sondern um 8 Uhr zur Sigung zusammenzutreten. Tages bezeichnet ihr Anklammern an die Liebknecht'sche Broschüre als ordnung: Anträge aus der Mitte des Parteitages zu den Autoritätssucht. Kallenbach Karlsruhe wendet sich ebenfalls in feinen Punkten Presse" und" Agitation". Ausführungen gegen die Opposition, doch wolle man nicht allzu Sonntag Abend einen Kommers. Zu Ehren der Delegirten geben die Erfurter Parteigenossen schwer mit ihr ins Gericht gehen, so lange nicht bewiesen wäre, daß sie aus unlauteren Motiven entstanden sei; man sollte nur die Menschen nehmen, wie sie sind und nicht wie sie sein sollen; den Standpunkt Vollmar's, welchen diefer in seinen bekannten beiden Reden niedergelegt habe, theile er nicht. Nur die Form, in der die Regierung uns bekämpft, hat sich geändert. Gerade bei der Sozialreform stellt sich heraus, daß das„ soziale Königthum" Schaum ist; unfähig den Klaffenstaat zu überwinden. Wir hüpfen nicht auf die Leimruthe, zu Denken: Ach, die Regierung meint es so gut mit uns. Meinen wir es auch mit der Regierung gut!( Lebhafter Beifall). Gegen den Vorwärts" wurde der Vorwurf erhoben, die Vollmar'sche Rede nicht sofort veröffentlicht zu haben. Der " Vorwärts" wartete eben, ob Bollmar nicht irgend eine Berichtigung gegen den Bericht in der Münchener Post" veröffentlichen würde, Bollmar, der ja früher in dem Ruf stand, eine radikale Ader zu besitzen. = Tokales. Ein Schlußantrag Heinzel's Riel wird abgelehnt, nachdem Bebel erklärte, daß Alles was die. Opposition beträfe ausführlich erörtert und zum Austrag gebracht werden müßte, auch wenn man einen bis zwei Tage länger, als man er- Die Frequenz des städtischen Obdachs, wie sie sich nach wartet, verhandeln müßte, damit Jeder die Ueberzeugung habe, dem kürzlich ausgegebenen Verwaltungsberichte des Magistrats daß die schließliche Entscheidung nach reiflicher Ueberlegung ge- in der Beit vom 1. April 1890 bis 31. März 1891 gestaltet hat, schehen sei. bildet einen traurigen Beleg für den von den sozialdemokratischen Agster- Stuttgart findet, daß Wildberger, den er als das Stadtverordneten so oft betonten, aber von der freisinnigen" geistige Haupt der Opposition betrachte, weit hinter Erwartung Majorität in Uebereinstimmung mit eben jenem Magistrat immer zurückgeblieben sei. Im Weiteren wendet sich Redner gegen die wieder geleugneten Moth stande de.s vergangenen Opposition. Winters. Die Abtheilung für Nächtlich- Obdachlose hat im Verwaltungsjahre 1889/90 203 039, 1890/91 275 777 Personen be herbergt. Der ungeheure Zuwachs von 72 788 Personen= 36 pet. in 1890/91 ist besonders auf die Frequenz der Monate Dezember 1890 bis März 1891 zurückzuführen, welche mit 34 185, 52 088, 42 928 und 39 273 Obdachlosen diefelben Monate der Vorjahre unverhältnißmäßig fiart überschreiten. Sämmtliche Obdachlose Storch Stettin ist gegen die Opposition. Redner ist aber dieser 4 Monate, zusammen 168 474, machen allein 61 pet. auch gegen die Ausschließung der Opponenten und beantragt, die der Gesammtziffer von 1890/91 aus. Das größte Kontingent Resolution so zu fassen, daß dem Parteivorstande das Recht ein zu diesen Unglücklichen stellen die Arbeiter. Von im ganzen geräumt wird, die Opposition aus der Partei zu erkludiren, sofern 261 192 männlichen Personen( gegen 14 585 weibliche) werden Diese trotz der gefaßten Resolution ihre Opposition in Bufunft 174 287 als Arbeiter und 86 955 als Handwerker bezeichnet. nicht unterläßt; dieses Recht müsse der Parteivorstand ausüben Unter" Handwerker" verstehen die Behörden aber nicht nur tönnen, ohne daß ein neuer Parteitag fich damit zu befassen Meister, sondern auch Gesellen, und man darf annehmen, daß hätte. von jenen 86 955 Handwerkern" der allergrößte Theil zu den Löwenstein: Nürnberg empfiehlt die Resolution Bebel. Gesellen, d. h. ebenfalls zu den Arbeitern gehörte. Daraus er Trilfe Leipzig wendet sich gegen den Vorwurf der giebt sich, daß der Nothstand, den die besigende Klasse ent Opposition, daß der Parlamentarismus nuglos sei daß der Parlamentarismus nuglos sei und weder völlig lengnete oder als eine Folge des strengen Winters korrumpirend wirke. Wir müssen durch den Parlamentarismus zu hinzustellen suchte, in erster Linie auf Arbeitslosigkeit zurückzu erreichen suchen, was für uns nur einigermaßen zu erreichen ist. führen war, also durch Schaffung von Arbeitsgelegenheit hätte Theilte die Partei den Irrthum Vollmar's in der Frage der Taktik, so würden wir in den Opportunismus gerathen und eine Partei des Regierungs- Sozialismus werden. Dann hätten die ehrlichen und unehrlichen Heißsporne mit allen ihren Angriffen Scholz Berlin ist gegen die Ausschließung Wildberger's recht, dann wäre die Partei verflacht. und seiner Anhänger aus der Partei, bittet aber die Resolution Auf den anarchistischen Leim friechen wir ebenso wenig wie so zu faffen, daß den Berlinern in der Resolution felbst die auf den opportunistischen. Wenn die" Jungen" die Konsequenz Mittel und Wege angegeben werden, um der Opposition ein für dessen ziehen, was sie wollen, wenn ich ihr wollen richtig ver- alle Male das Handwerk zu legen; nicht die Taktik der Partei, stehe, denn flar aussprechen fonnte es feiner, so müßten sie sagen: fondern die Opposition selbst korrumpire. Der Parlamentarismus ruinirt und degenerirt unsere Partei! Fort mit dem Parlamentarismus. Wir wollen die Propaganda der That! Wenn Sie( zur Opposition gewandt) Kourage und Muth haben, so müssen Sie es sagen, sonst stehen Sie jämmerlich in der Mitte.( Lebhafter Beifall.) Andererseits darf aber auch die Rechnung auf die Wirklich keit nicht zur opportunistischen Rechnungsträgerei führen. Ein Kompromiß zwischen Kapitalismus und Sozialismus ist nicht möglich. Alle Parteien stehen feindlich uns gegenüber. Mit Kompromissen durchbricht man diese Mauer nicht. Die Macht müssen wir erlangen, im Volt immer mehr Anhänger gewinnen, bis der Druck von unten unwiderstehlich wird. Noch keine Regierung hat sich gegen die Majorität des Boltes, gegen die Bedürfnisse der Masse auf die Dauer behauptet. Werner Berlin giebt zu, daß er seit der letzten gemildert werden können. Wenn die städtische Verwaltung aus Reichstagswahl seine Ansicht über den Parlamentarismus diesem von ihr selbst ausgegebenen Verwaltungsbericht nicht er fieb dar ein gef Ber fam Ma Aug abe ami We St vor Buf hab nic aut mei Klo alls lieg ham wir Iajf auc den Pr sch Tre gef du 1100 we laut Hy wit Rit R Ku ma we daz die gin Ni Na Mi Kel der Bo ใน nic tof V01 ein an Er Ein un sch lid Die wo зи wi bei laf Ve bie Ir Un we bri ein He Do rid be ge für bie Be die Be 101 all Se Vc Iet 110 her M for be ja ชิน let Ic 1116 ein fter W rit fä R 30 10 be di 11 be 31 330 i it 11 t t. 20 8₁ re C. it et. 12 1= t 114 te t t C e. g g 3 67 e I I, e 3 t fieht, welche Pflichten ihr für den kommenden Winter erwachsen, I wärter Butschke. Als derselbe die Bahnstrecke zwischen den Bahn-| Der Gerichtshof billigte dem Angeklagten noch einmal mildernde dann muß sie geradezu mit Blindheit geschlagen sein. höfen Westend und Charlottenburg revidirte, näherte sich ihm von Umstände zu und erkannte auf ein Jahr Gefängniß und rückwärts ein Güterzug. Als P. nicht auswich, ließ der Lokomotiv- zwei Jahre Ehrverluft. führer das Warnungssignal wiederholt ertönen, ohne daß der Erstere hierauf achtete. Die Folge davon war, daß die Maschine den Unglücklichen faßte und ihm beide Beine buchstäblich zermalmte. Noch lebend wurde P., nachdem ihm durch Dr. Schäfer ein vorläufiger Verband angelegt worden war, nach dem städtischen Krankenhause gebracht. Es ist kaum Aussicht vorhanden, den Verlegten am Leben zu erhalten. Ansteckende Krankheiten bedürfen zu ihrer Verbreitung eines günstigen Nährbodens. Wo eine durch lange, harte und gesundheitsschädliche Arbeit entkräftete, dabei ungenügend genährte Bevölkerung in engen, licht- und luftarmen Wohnungen zu sammenhaust, da gedeihen die Epidemien am besten. Versammlungen. In Berlin herrscht seit längerer Zeit eine fleine Scharlach, Masern- und Diphtheritis- Epidemie, welche sich nun schon vom Der sozialdemokratische Wahlverein für den 3. Beruer August bis in den Oktober ausdehnt. Dieselbe beschränkt sich Reichstags- Wahlkreis hielt am 15. d. M. feine regelmä ßige aber, wie die Veröffentlichungen des taiserlichen Gesundheit- Jm Moose des Grunewaldes wurden am 13. d. M. un- Mitgliederversammlung mit Gästen ab. Genosse Dr. Pinn amtes ergeben, auf gewisse Stadttheile, nämlich auf Moabit, weit der Försterei Zehlendorf am Fuße eines Baumes versteckt hielt hierselbst einen Vortrag über„ Nationalität und Wedding, Oranienburger Vorstadt, Rosenthaler Vorstadt, vorgefunden: 9 Theelöffel, 2 Kinderlöffel( einer durchbrochen) von Internationalität", über welchen bereits bei anderen Stralater Viertel und Louisenstadt, welche vorwiegend Neusilber, und von demselben Metall eine am Rande durchlochte Gelegenheiten berichtet worden ist. An den Vortrag knüpfte sich Das ist natülich kein Verzierung, die anscheinend an einer Schale oder dergleichen an- ein längerer Meinungsaustausch, der größtentheils im Gedankenvon Arbeitern bewohnt werden. Bufall, ebensowenig, wie der Umstand, daß die wohl habenden Stadttheile in den wöchentlichen Mittheilungen nicht ein einziges Mal als Heerd einer ansteckenden Krankheit aufgeführt werden. Damit stimmt auch überein, daß die 18 Gemeindeschulen, in denen im Verwaltungsjahr 1890/91 einzelne Klassen wegen ansteckender Krankheiten den Unterricht zeitweise aussetzen mußten, fast sämmtlich in den genannten Arbeitervierteln liegen. gebracht war. Die Sachen, welche vermuthlich aus einem Diebstahl herrühren, sind Vormittags bei der Kriminalpolizei, Zimmer 87, zu refognosziren. gange des Vortragenden sich bewegte. Ohne Widerspruch wurde beschlossen, dem in Erfurt tagenden Parteitage ein GlückwunschTelegramm zu senden und wurde hiermit Genosse Grün del beauftragt. Bei demselben( Dresdenerstr. 116) finden, wie ferner Dr. A. Blaschko's Poliklinik für Hautkrankheiten, bekannt gegeben wurde, während der Wintermonate vierzehnRöpenicker str. 102, I, ist während des Wintersemesters täglich Sonntags gesellige Zusammenkünfte der Vereinsgen offen täglich( außer Sonntags) für Kassenmitglieder von 12-1 Uhr, mit Vorträgen 2c. statt. Der erste hat bereits stattgefunden und für Unbemittelte von 1-2 Uhr geöffnet. wurde zu recht reger Betheiligung an dem zweiten, am Sonntag handelt, und nur die Arbeiterviertel davon betroffen werden, Kellner auf einem Sloset des Botsdamer( Ring-) Bahnhofes Unterstügungsgesuche durch freiwillige Spenden entsprochen war, Polizeibericht. Am 16. d. M. Nachmittags versuchte ein den 18. d. W. statthabenden aufgefordert. Nachdem noch einem wird sich die besitzende Klasse teine grauen Haare darnm wachsen sich mittelft eines Meffers die Pulsadern an beiden Handgelenken erfolgte Schluß der Versammlung. So lange es sich nur um Scharlach- und Masernepidemien Eine öffentliche Versammlung der Versammlung der in Holz= auch wohlhabendere Stadttheile in Mitleidenschaft gezogen wer- zu öffnen. Er brachte sich jedoch nur leichte Schnittwunden bei den, sodaß die Vernachlässigung, welche dem zusammengepferchten und wurde nach Anlegung eines Berbandes nach der Charitee bearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen gebracht. Auf dem Bauplatze der St. Sebastians- Kirche am beschäftigten Arbeiter tagte am 13. Oktober. Proletariat bisher zu Theil geworden ist, an der besitzenden Klasse Gartenplage stürzte zu derselben Zeit der Bimmergeselle Haase, verordneter Genosse Fris 8ubeil sprach in einem mit rauschenschwer, aber verdientermaßen gerächt werden könnte. als er bei Herstellung einer Rüstung beschäftigt war, aus einer dem Beifall aufgenommenen Vortrage über Fachorganisationen. lautet: wittwern, EtadtIn den Kellnerinnenkneipen wird das bekannte schamlose Höhe von etwa 18 Metern herab und verstarb auf der Stelle Gr berührte zunächst die Meinungsverschiedenheit, die unter den Treiben froß aller Gegenagitation augenscheinlich mit un- infolge eines Schädelbruchs. Vor dem Hause Steglitzerstr. 15 Bertretern aller Branchen in Bezug auf die Frage nach der geschwächten Kräften fortgesetzt. Die Anpreifung dieser Lokale wurde Nachmittags eine 70jährige Frau mit bedeutenden Ber- Wirksamkeit der zentralen oder lokalen Organisation vorhanden durch Annonzen und Reklamezettel wird von den Inhabern sogar legungen an beiden Beinen aufgefunden und nach dem sei. Hauptsache in erster Linie sei es, überhaupt organisirt zu noch dreiſter als zuvor betrieben. Der neueste Reklamezettel, Elifabeth- Krankenhause gebracht. Dieselbe ist angeblich von fein. Auch unter dem erfältenden Hauche des Sozialistengesetzes welcher jetzt an der ehemaligen Herkulesbrücke vertheilt wird, einem Arbeitswagen überfahren worden. Gegen Abend sei unter allen Gewerkschaften der Gedanke der Organization Allen erholungsbedürftigen Fremden, lebensmüden wurde eine Rentnerin in ihrer Wohnung in der Andreasstraße lebendig geblieben. Das Unternehmerthum selber habe dies recht Hypochondern, unglücklichen Ehemännern und glücklichen Stroh erhängt vorgefunden. Abends gerieth vor dem Haufe Müller: wohl eingesehen und auch seinerseits Organisationen geschaffen. allen zufriedenen Millionären und unzufriedenen Straße 179a der das Transport- Velosiped einer Waffelhändlerin Redner betonte des eingehenden die heutige wirthschaftliche Krise, Ruinirten, insonderheit der großen Schaar Blasirter und alter führende Arbeiter Zander mit dem Fuß in die Speichen des in deren Zeichen wir gegenwärtig stehen und von welcher man Roués empfiehlt sich als die beste Universal- Regenerirungs- Nades und erlitt einen Bruch des Unterschenkels, sodaß seine noch gar nicht wissen könne, wann und wie sie enden werde. Redner Kur, besser als Badereifen, Schweizerpillen, Nichard Mohr Ueberführung nach der Charitee erforderlich wurde. Zu der mahnte, alle heute noch fern stehenden Kollegen zur Organisation mann's Bandwurmmittel und Tuberkulin, der Besuch meines felben Beit versuchte eine Arbeiterin in ihrer Wohnung in der heranzuziehen und schloß mit der Ausführung, daß heutzutage die weltberühmten Restaurants u. f. w." Als würdiges Gegenstück Naunynstraße sich mittelst Schwefelsäure zu vergiften. Sie wurde zentrale Organisation eine Nothwendigkeit fei. Folgende Refobazu tann ein Platat an den Anschlagfäulen dienen, auf welchem schwer trant nach dem Krankenhause gebracht. lution fand einstimmige Annahme: die Anpreisung eines ähnlichen Restaurants mit den Worten beginnt: Lieber Hans, sehnsuchtsvoll wirst Du erwartet in u. f. w." Mit Lieber Hans" pflegen bekanntlich auch die Prostituirten des Nachts auf den Straßen die Passanten anzureden, welche sie zum Witgehen animiren wollen. Das Publikum, welches in den Kellnerinnenkneipen verkehrt, wird die Wahl dieser Anrede auf dem erwähnten Plakate für abfichtlich halten und sich darnach ausmalen, was in dieser Erholungsstätte der Jugend unserer Bourgeoisie an Amusement geboten wird. Gerichts- Beitung. Die heutige Versammlung ist mit den Ausführungen des Referenten in allen Punkten einverstanden. Sie erkennt an, daß nur durch feste Organisation die so überaus traurige Lage der Arbeiter zu verbessern ist. Es verpflichten sich deshalb alle Anwesenden, Mann für Mann der heut zu gründenden Filiale beis zutreten." Zu acht Jahren Zuchthaus, 750 Mart Geldstrafe, event. Die Stellungnahme für Gründung einer Filiale für den noch 100 Tage zuchthaus und den üblichen Nebenstrafen ver- Norden war darauf eine einhellige und wurden in den Vorstand urtheilte gestern die zweite Straffammer des Landgerichts I den gewählt die Herren! Fischer, 1. Vorsitzender; Lips, 2. BorArbeiter" Hugo Bölte. Der Angeklagte ist ein vielfach vorigender; Franz, 1. Schriftführer; Bübow, 2. Schriftführer; Wenn gewisse vornehme Lente sich einmal nach Herzens bestrafter Dieb. Jezt lagen wieder acht Fälle gegen ihn vor, die Eger 3, 1. Kassirer; Birkholz, 2. Rassirer; Rob. Wolf. luft in der freien Natur austollen wollen, so können sie das alle in derselben Weise begangen waren. Er besuchte die Schuh- Wendt und Ernst zu Revisoren. nicht, ohne daß Blut dabei fließt; freilich nicht etwa ihr eigenes macherläden, gab an, ein Paar Stiefel kaufen zu wollen und In die Arbeitsnachweis- Kommission wurden gewählt: Pump, toftbares Blut, aber doch mindestens das Blut von Thieren oder wußte bet dieser Gelegenheit ein Paar in feinen weiten Rock Ramps, Jost, Seiler, Pohl, Sonntag und Krüger von Proletariern. Man nennt es dann ein Jagdvergnügen. So taschen zu verbergen. In besonders raffinirter Weise hatte er ein richtiger Jäger hat vielleicht zu feiner Zeit im Jahre eine so eine Anzahl Betrugsfälle ausgeführt. Er erschien in der Tracht Eine öffentliche Versammlung für die in Berlin anstrengende Arbeit, als zu seinem Vergnügen bei der Jagdzeit. eines Bierfahrers in den herrschaftlichen Küchen und sagte dem arbeitenden Parteigenossen aus den Kreisen Er reist meilenweit, er verpackt sorgfältig seinen Körper gegen den Dienstmädchen, daß er von der Brauerei Borussia Bier abzu- Wittenberg, Torgau, Schweinig und Lieben Einfluß der Witterung, er versieht sich fürsorglich mit Proviant liefern habe, daß von der Herrschaft bestellt sei. Zum Beweise werba fand am 15. Oktober statt. Dieselbe war nur schwach und dann versucht er irgend ein unvorsichtiges Stück Wild zu be holte er ein ansehnliches Buch hinter seinem Schurzfell hervor, besucht. Stadtverordneter Otto Klein referirte über: Die schleichen. Aber das Wild ist meist flüger, als so ein vorsorg: in welches er selbst eine Bestellung eingetragen hatte. Er gab fozialpolitische Lage der Landbevölkerung. Redner wies darauf licher Patent Jäger, wozu allerdings nicht viel gehört, und da an, daß das Bier schon bezahlt sei, nur das Pfand für die hin, daß die Landbevölkerung gerade so wie die städtische mehr die Herren doch nicht gern ohne Bente nach Hause kommen Flaschen habe das Mädchen zu verauslagen. Wenn dieses daß und mehr verarme und daß deshalb, entgegen der Hoffnung der wollen, so greifen sie zu den merkwürdigsten Mitteln, um solche Geld hergab, erklärte der Angeklagte, das Bier herausholen zu Gegner, auch auf dem Lande der Boden zur Aufnahme der Heute kämen die pros zu machen. Entweder wird ein Stück Wild gehetzt und in einer wollen, er ließ sich aber nicht wieder blicken. Der Gerichtshof sozialistischen Ideen vorbereitet würde. wirklich schon nicht mehr schönen Weise gemordet, wie war mit dem Staatsanwalt der Ansicht, daß der Angeklagte für letarisirten Bauern schaarenweise nach der Stadt und drückten bei den Heßjagden, oder aber die gewaltigen Jäger längere Zeit unschädlich gemacht werden müsse. auf die Löhne. Es sei deshalb Pflicht eines jeden Sozialdemo= lassen sich das Wild vor die Flinte treiben. Das letztere fraten, gerade die Landbevölkerung mit aufzuklären. Verfahren ist für die Treiber nicht ungefährlich, wie Zur Vorsicht beim Einkauf von Weihnachtsbäumen Dem mit Beifall aufgenommenen Vortrag folgte nur eine bie zahlreichen Unglücksfälle beweisen, die alljährlich bei den mag den Händlern eine Verhandlung dienen, welche gestern vor kurze Diskussion. Genosse Fregge bedauert den schwachen Besuch Treibjagden vorkommen. der 93. Abtheilung des Schöffengerichts stattfand. Der Bauer der Versammlung, warnte vor der schwarzen Gendarmerie" auf Für die reichen Berliner gehört es zum guten Ton, in der Schmidt aus Ober- Bayern hatte die weite Reise nach Berlin dem Lande und drückt die Hoffnung aus, daß der Parteitag zu Umgegend Berlins eine Jagd zu pachten. Diese Bachtungen sind nicht gescheut, um sich persönlich wegen der gegen ihn erhobenen Grfurt auch die Frage der Landagitation mit ins Auge fassen wegen der starken Nachfrage ziemlich theuer geworden und Auflage des Betruges zu verantworten. Im vorigen Jahre hatte würde. Es wurden dann die Genossen Schmidt und Große zu Bei der Wahl eines Mitgliedes zur bringen den Gemeindekassen der betreffenden ländlichen Ortschaften Schmidt mehrere Waggons Weihnachtsbäume nach Berlin gebracht Revisoren gewählt. ein schönes Stück Geld ein; natürlich sind auch die vornehmen und nach längerem Handeln an zwei hiesige Händler verkauft. Bei Agitationskommission entspann sich eine längere Debatte über die Herren in diesen Orten gern gesehen, denn sie lassen viel Geld den Verhandlungen stieg einer der Kaufluftigen auf den Wagen, Frage, auf wie lange dasselbe gewählt werden solle. Man kam dort, wenn sie sich einmal recht gründlich amüsiren wollen. untersuchte von den Bäumen, soweit dies möglich war und fragte schließlich dahin überein, eine Neuwahl erst wieder im Mai vorDiese sogenannten Berliner Sonntagsjäger den Verkäufer, ob alle Bäume so schön und so groß seien wie die zunehmen. Hierauf wurde Genosse Große gewählt. Nachdem richten wie in früheren Jahren, so auch diesmal, in ihren Jagd- oben liegenden. Dies wurde von den Angeklagten aufs der Vorsitzende Große noch über den Verlauf einer Agitationsbezirken mancherlei Unheil an und sie würden an manchen Orten Bestimmteste bejaht. Wie groß war aber der Schrecken tour, die er mit dem Genoffen Beus aufammen nach Sayda gewiß übel wegkommen, wenn sich nicht die Gemeindevorsteher der Käufer, als sie nach Zahlung des Kaufpreises von gegen unternommen, berichtet hatte, schloß er die Versammlung mit dem für die wohlhabenden Jagdpächter ins Mittel legten, weil die von 3000 m. beim Abladen gewahrten, daß zwar obenauf und an Wunsche, daß die Bufammenfünfte in Zukunft besser besucht werbiefen entrichtete Pachtsumme die Gemeindekasse um einen hübschen den Seiten schöne Weihnachtsbäume lagen, im Innern aber den möchten. Betrag bereichert und diese kleinen Ortsgemeinden, namentlich aber vollständig werthlofes Beug in Gestalt von Kleinen Neften vor" 1. Borsigender: 2a as ch. 2. Strigtowsky. 1. Kassirer: Wolf. bie Schankwirthe des Ortes mancherlei Einnahmen von den gefunden wurde. Sie erstatteten darauf Anzeige wegen Betruges. Die Freie Vereinigung der Kanflente hielt am 1. Oftober Berliner Jägern haben. In dem Orte Golßen Kreis Luckau Der Angeschuldigte sprach sein Bedauern über das Vorkommniß ihre zweite ordentliche Generalversammlung ab. Der erste Vorwurde vor einigen Wochen ein Handelsmann von Berliner Jägern aus, bestritt aber, daß ihm eine Schuld daran beizumeffen sei. fitzende, Herr Albert Laasch erstattete den Jahresbericht. Der Hierauf gab angeschoffen und im Gesicht, wenn auch nicht erheblich verlegt. Er hatte als Entlastungszeugen einen ebenfalls in Bayern wohn- Staffirer Herr Günsel erstattete den Kassenbericht. Seine Bemühungen, den Thäter zu ermitteln, waren vergeblich. haften Lieferanten mit zur Stelle gebracht, welcher dem der Bibliothekar Herr Born eine Uebersicht über den Stand der Bor einigen Tagen aber händigte der Ortsvorsteher den Ver- Gerichtshofe über die Art und Weise, wie die Weihnachts- Bibliothek. In der Diskussion brachte der Vorsitzende die Aulegten ein Schmerzensgeld von 40 Mark ein, obwohl derselbe bäume, die von dem Angeklagten nach allen Himmelsgegenden gelegenheit der Sonntagsruhe- Kommiffion bezw. des Herrn Leffer noch bis heute den häter und denjenigen, von dem das Geld hin verschickt werden, in die Waggons verpackt werden, Aufklärung zur Sprache, welche im Vorwärts" schon erörtert worden ist. herrührt, nicht kennt. Daß etwa der Ortsvorsteher, um den gab. Die Bäume würden an Ort und Stelle ohne Auslese in die Der Verein beschloß, nachdem fast sämmtliche Redner das Jägern Unbequemlichkeiten zu ersparen, diese Summe aus eigenen Waggons verpackt und der Bahn übergeben, es sei dem Lieferanten Berfahren des Herrn Lesser für durchaus unzulässig erklärt Mitteln gezahlt hätte, ist doch wohl nicht anzunehmen. Be- ganz unmöglich, jede einzelne Sendung zu überwachen. Der Ver- hatten, diese Angelegenheit der Deffentlichkeit zu übergeben, was fonders Wisfallen vieler der ländlichen Bewohner in den Jagd- theidiger, Hechtsanwalt Dr. Haafe, führte darauf aus, daß es inzwischen geschehen ist. Aus der darauf folgenden Vorstandsbezirken erregt die Gewohnheit mancher städtischer Jäger, bei Treib- den Käufern doch freigestanden hätte, die Waare dem Lieferanten wahl gingen als gewählt hervor: jagden die Dorfjugend gegen billiges Entgeld zu Treiberbiensten heran- zur Verfügung zu stellen und abzuwarten, ob derselbe sie nicht suziehen, wobei denn sehr häufig geringet und erheblichere Ver- zurückgenommen hätte, eine betrügerische Absicht sei dem Anlegungen der Treiber vorzukommen pflegen; so wurde vor einigen geflagten aber nicht nachzuweisen. Der Gerichtshof schloß sich Tagen in dem vorerwähnten Orte der Sohn eines dortigen Bahn- Dieser Auffassung an und fällte deshalb ein freisprechendes Urtheil. meisters bei einer Treibjago auf Hafen verletzt, indem dem Knaben Als ein unverbesserlicher Bechpreller zeigte sich der eheein Schrotschuß durch beide Oberschenkel ging. Derartige Unfälle sind nichts Ungewöhnliches; allein der Um- malige Versicherungsbeamte Heinrich Fuhrmann, welcher stand, daß uns über dieselben in der legten Zeit mannigfache gestern der zweiten Strafkammer des Landgerichts I unter der Mittheilungen zugehen, beweist uns, daß die ländliche Bevölkenklage des Betruges im Rückfalle vorgeführt wurde. Der Versammlung mit einem Hoch auf unsere Partei. Angeklagte hat schon mehrfache Borstrafen wegen. Zech prellerei ring, wie in anderen Dingen, so auch über diese Jagdplage an erlitten, wobei er jedesmal in feinen Ansprüchen gestiegen ist. Erklärung. Für den aus der Kommission für SonntagsReichen. Die Vorrechte der Jäger sind schon öfter in früheren Zuerst versuchte er nach dem Genusse einiger Tassen Chokolade ruhe herrührenden Betrag von 43,40 M. habe ich heute im BeiSeiten die Ursache gewesen, welche die ländliche Bevölkerung aus durchzubrennen, bei seiner zweiten Bestrafung handelte es sich fein unterzeichneter Genossen 434 Bons für den sozialdemokratischen ihrer Gleichgiltigkeit aufgerüttelt haben. Es wäre also erklärlich, um fechs Glas Giergrot, die er zu sich genommen, ohne einen Unterstützungsfonds genommen und in Gegenwart dieser Genossen wenn diese Wirkung von den Berliner Nimrods auch neuerdings Pfennig zu besigen und im gestrigen Falle hatte er sich bis zum auch gleich vernichtet. Er war am 12. September in Champagner verstiegen. Adolf Lesser, Lothringerstr. 8. wieder erzeugt würde.. das Restaurant" Bum Askanier" gegangen, hatte sich ein Die Richtigkeit obiger Angaben bestätigen J. Klukowsky, Zu der entsetzlichen Mordthat in dem Dorfe Motzen Mittagessen zu drei Mark und eine Flasche Wein zu demselben M. Schulze, Th. Wilde, Clemens Mager, M. Henschel, M. Fürst, bei Mittenwalde wird noch berichtet: Im Juli vorigen Preise bestellt und nachdem er beides mit Kennnermiene genossen, Martin Schlopper. 2. Thieler. Als Beisiger: Born, Mannes, Ray. Als Bibliothekar en sche I. Nachdem unter Verschiedenem noch einige Vereinsangelegenheiten erörtert worden waren, schloß der Vorsitzende die Jahres geschah in derselben Familie der schreckliche Doppel noch eine Flasche Sekt daraufgesetzt. Als er dann noch eine Verein deutscher Schuhmacher( Filiale Berlin). Montag, den 19. Oftober, Raubmord Verein me Wahrung der Interessen der Schuhmacher. Montag, der unglücklichen zweite Flasche befahl", hielt der Stellner es für gerathen, erst abends 8 Uhr, Oranienſtr. 180( Tunnel), Bersammlung. Tagesordnung: gegen die Schwiegereltern Frau, den bejahrten Töpfermeister Kallmann und seine Ehefrau, Bezahlung für das bereits Verabreichte zu fordern. Der An- Siehe Juferat. durch den Raubmörder Schmiedece, der am 4. März d. 3. für geklagte wurde über dieses Wißtrauenszeichen aufs Höchste den 10. Oftober, abends 8%, ur, bet Feuerstein, are Jatobfir. 75, Bereinsdiese Schandthat hingerichtet wurde. Man nimmt an, daß die empört, mußte schließlich aber doch eingestehen, daß er ohne Bersammlung. Vortrag des Genoffen Lint: Welchen Werth haben die Konjunge Frau Kalfmann seit jener Zeit geistesgestört war, und daß Mittel sei. Es stellte sich heraus, daß man dieselbe Persönlichkeit greffe für die Arbetter? Kollegienschaft ,, Gemüthlichkeit". Montag, den 19. Oftober, Abends namentlich der Versuch des Mörders Schmiedecke, ihren Mann, vor sich hatte, die einige Zeit vorher einen Kellner in dem 10 uhr, im Meſtaurant Hohenzollern, Seidelftr. 30 part., Bersammlung. Gäſte ben Sohn der ermordeten Eheleute, der Mitthäterschaft zu be. Böhow'schen Brauerei- Ausschank gebrandschabt hatte. Damals( Kollegen) willtommen. Filiale der Weber Berline. Dienstag, den 20. Oftober, in Heise's schuldigen, ihre Sinne gestört habe. In einem Anfall von hatte er die Kleinigkeit von zwei Wiener Schnigeln und zehn Freie Vereinigung der Graveure und Ziseleure. Montag, den Staſserei scheint nun der Doppelmord und Selbstmord geschehen Glas Bier verzehrt und war dann ohne Zahlung verduftet. Salon, Lichtenbergeritv. at, Monats- Versammlung. Staatsanwalt Bendix hielt dafür, daß der gemeingefährliche 19. Ottober, Abends 8 Uhr, in Dresdener Garten, Dresdenerstr. 45, BerMensch energisch bestraft werden müsse, er beantragte gegen den fammlung. Vorlesung über: Die Senebelung der Wahrheit. Die Bibliother Angellagten ein Jahr drei Monate Zuchthaus, dreijährigen Ehre ist dafelbfi jeden wontag, Abends, geöffnet. Theater- Verein„ Concordia". Sonntag, den 18. Oftober, Nachmittags verlust und 300 Mt. Geldstrafe eventuell noch 20 Tage Zuchthaus. s uhr, bei Sännerie, Röpniderfix. 121a, Gigung. zu sein. In schrecklicher Weise verstümmelt wurde gestern Vor mittag gleich nach 9 Uhr der in Westend bedienstete Strecken Versammlung felbständiger Schuhmacher. Montag, den 19. Oftober,| Dubeck.- Rauchflub ,, Brüderlich tett" jeben Montag von 9-11 Uhr bei Abends 8% Uhr, im Louisenstädtischen Konzerthaus, Alte Jakobstr. 37, Vortrag Willy Schmidt, Wrangelstr. 141: Sigung. Gäfte willkommen. über§ 100 f der Gewerbe- Ordnung. Mitglieder- Versammlung der Bentral- Kranken- Kaffe der deutschen Schmiede. Dienstag, den 20. Oftober, Abends 8% Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29, am Andresplay. Freie Vereinigung der Kaufleute. Montag, den 19. Oftober, gemüthTiche Zusammenkunft. Besprechung über Agitationsfragen. Ausgabe der Bibliothetsbücher. Verein der Oberlaufiber", Montag, Abends 9 Uhr im Restaurant Hedwig, Rosenthalerstr. 45.- Verein der Soldiner". Jeden Sonntag geselliger Abend, Görligerstr. 38, beim Landsmann Wuttke. Friedrichs We rein", ehemal. Schüler des Friedrichs- Waisenhauses, Montag, Oranien straße 34. Verein ehem. Schüler der 4. Gemeindeschule am Montag Damen- Sigung. Bergnügungsverein ,, Fre unbestreue", 9% Uhr, im Restaurant Gerth, Achtung, Schuhmacher! Sonnabend, den 24. Oftober, 4. Stiftungsfest Prinzenstraße 106. Vergnügungsverein Fidelio", Montag Abends 9 Uhr des Vereins zur Wahrung der Interessen der Schuhmacher im Elysium, Lands- im Restaurant zum Reichsgarten", Oranienſtr. 108. Damen und Herren als berger Allee.( Siehe Inseratentheil.) Gäste willkommen. Vergnügungsklub ,, Mephisto", Montag Abend 8½ Uhr bei Wolff, Brunnenstr. 35a.- Vergnügungsverein, Edelweiß 2" jeben Montag im Restaurant Reichsgarten, Oranienſtr. 108. VergnügungsBerein, Amicitia Sigung Sonntags um 3 Uhr im Vereinshaus, Wilhelmstraße 118. Damen und Herren willkommen.- Privat- Theatergesellschaft, off= nung", Sonntag, Abends 8 Uhr, bei Krebs, Ohmgaffe 2. Gäfte, Damen und Herren, willkommen. Privattheater- Gesellschaft Augusta Victoria", Sonntag 3 Uhr im Viktoria- Saal, Perlebergerstr. 13. Gäste willkommen. Bollack- Club„ Eintracht", bei Gustav Schulze, Wienerstr. 68. Säfte will fommen. Klub„ Geselligfeit", Sigung Sonntags 6½ Uhr bei Schmidt: Wrangelftr. 141.- Geselliger Vergnügungsverein Nord" Sonntag Nachmittag 4 Uhr bei Rade, Müllerstr. 161. Gäste, Herren und Damen, miú fommen. Theater- und Pantomimenverein Fideler Geist bei Krebs, Unterstübungsbund der Hausdiener Berlins. Dienstag, den 20. Ottober, Abends 9 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobftr. 75, oberer Gaal, gefellliges Beisammensein mit Damen. Entree frei. Aufnahme neuer Mit glteler. Filiale Berlin 2, Weßen, der deutschen Malirer und Sachirer. ralda", Roppenstr. 35 bet teller. " 14 London, 17. Oktober. Nach einer Meldung aus Valparaffo entstand gestern daselbst auf offener Straße ein Streit Baltimore" und zwischen Matrosen des Kreuzers chilenischen Seeleuten, wobei 4 Matrosen des Kreuzers getödtet, mehrere andere verwundet wurden. " Depeschen: ( Wolff's Telegraphen- Bureau.) Bremen, 17. Ott. Die Rettungsstation Annum telegraphirt: Am 17. Oftober von dem hier gestrandeten deutschen Fischkutter " Fiducis", Kapitän zum Winkel, sechs Personen gerettet durch das Rettungsboot Theodor Preußer" der Nordstation. Heftiger Sturm mit Hagelböen. Boot 6 Stunden unterwegs. München, 17. Ottober. Die Rammer der Abgeord 2. Nr. Eine geftern di hatte sich §§ 108 un versicheru Moi itag, den 19. Oftober, Abends 8% Uhr, Generalversammlung im VereinsLokal, Bülowstr. 59. Lese- und Diskutieklubs. Lese- und Distutirklub„ mar Kayser", Gon ntag Vormittag 10% Uhr, im Restaurant zur Schneekoppe", Noftisftr. 29. Sozialdem. Lese- und Diskutirklub Spinoza". Jeden Montag, Abends 8 Uhr, bei Hoffmann, Wrangelstraße 32. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Montag, Abends Ohmgasse 2.- Geselliger Klub Namenlos". Jeden Montag nach dem neten genehmigte einstimmig mit 114 Stimmen fchuldigt 9 Ujr: Uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gesangverein ,, Nord: 1. und jeden Montag nach dem 15. bei Abraham, Straßburgerstr. 5. Genoffen die Vorlage der Regierung auf Bestrafung gewefener deutsche Schleife", Naunynstr. 86 bei Zubeil. Gesangverein„ Esme auch Damen, als Mitglieder werden aufgenommen. Theater- und Ber- tonzessions loser Versicherungs Vermittler tragung Gesangverein iederlust", Fichte- gnügungs- Verein ,, Amor", Sigung Montag, 9% Uhr, bei Kummer, Acterstr. 13 ftraße 29 bei Krosche. Gefangverein Senefelder", Jüdenstraße 55 bei Aufnahme. Herren und Damen dazu willkommen. Nach der Sigung Fide. in der Fassung des Ausschusses, nachdem der feld der Trischmann. Liebertafel der Maler Kaiser- Franz- Grenadier- Platz 7, litas. Sonntag, den 25. Oftober: Borstellung, verbunden mit Kränzchen in Minister des Innern die dagegen erhobenen sodann d bei Berg. Gefangverein, Hand in Hand", Reichenbergerstraße 27 bei Schwarz's Hotel, Invalidenftr. 85. Billets im Sigungslokal. Bedenken einer Gefährdung der freien Hilfs Name w Schröder. ,, Moabiter 2ledertafel", Wilhelmshavenerstr. b. Brosch. tassen in einer alle Parteien befriedigenden das Lich Gefangverein Sarmonie", Meyerbeerstr. 9. Gefangverein Zon= blüthe", Görligerftr. 58, bet Toltsdorf. Die zu der Vorlage dem R. Weise widerlegt hatte. Gesangvereinyra 2", Charlotterburg, Rosinenstraße 3 bet Grischow.- Gefangverein Blüthe", Brenzeingebrachten Amendements waren Seitens vom Lot Tauer- Allee Nr. 232 bei Riedel. ,, Sängerchor der Ghirurgischen der Antragsteller zurückgezogen worden. Branche", Alte Schönhauserstraße Nr. 42 bei Reimann. Gesangverein Morgenroth" 2, Charlottenburg, Bismarckhöhe, Wilmersdorferstr. 80. Paris, 17. Oktober. Die Besizer der Glas- und Flaschen Gesangverein Wahrheit", An der Apostelkirche 7b bei France. fabriken hielten heute in Paris eine Sigung ab, in welcher sie beschlossen, den Forderungen der Streikenden nicht nachzugeben und die Arbeit nur zu den früheren Bedingungen wieder auf nehmen zu lassen. Die Versammlung fonstatirte, daß die Hälfte der streifenden Arbeiter bereits die Arbeit ohne Aenderung der früheren Bedingungen aufgenommen habe. Bordeaux, 16. Oktober. Infolge des Streits in den Glas fabriken luden die Arbeitgeber die Arbeiter vor das zuständige Schiedsgericht. Dasselbe verurtheilte die streikenden Arbeiter zu 100 Frts. Schadenersatz und zu einer weiteren Entschädigung von 15 Frts. täglich, wenn die Arbeit nicht innerhalb 24 Stunden aufgenommen würde. " " Ber = Sigung im Restaurant Kraft, Vermischtes. Kreuznach, 14. Oktober. Gestern Abend wurde im be: Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. Sonntag: Vergnügungsverein ,, A mor", 3 Uhr, Nollendorferstr. 13, Maaßen- nachbarten ürfeld der Flurschüß der Gemeinde Fürfeld ftraßen- Ede. Privat Theatergesellschaft und Artistenklub Bette von dem verfolgten Wilddieb Schuster erschossen. Der WildAlliance" im Restaurant 2ehmann, Alexandrinenstraße Nr. 32, dieb wurde sofort nach der That verhaftet. Gigung. Aufnahme neuer Mitglieder. Gäste willkommen. gnügungsverein Carmen Sylva". der Ueber das Vermögen Pieschen( bei Dresden). Waldemarstraße 17, 4 Uhr Nachmittags. Gäste, Herren und Damen Genossenschafts- Bäckerei für Pieschen und Umgegend, win tommen. Montag: Theaterverein Hoffnung", bei Schneider, Adalbertstr. 8. Theaterverein Camilla", bet Schröder, Manteuffel eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht, ist das ftraße 9. Bergnügungsverein Alpenveilchen" erbittet Buschriften an Konkursverfahren eröffnet worden. F. Ho chheim, Grüner Weg 44, zu senden. Rauchflub, Deutscher Miche[" Roppe nftr. 43c. Theater- u. Vergnügungsverein, or wärts", Nachm. Mitglieder. Gäste willkommen. Geselliger Verein Geidelftr. 30. " Prag, 17. Oftober. Nachträglich wird bekannt, daß in den 2 Uhr. in Schneider's Refiaur., Adalbertfir 8, Gigung mit Damen. Aufnahme neuer Brucher Kohlenwerken am 3. d. M., eine SchlagTauer Allee 6 bei Rüfter: Sizung am Montag, Abends 9 Uhr. Aufnahme wetter- Explosion stattfand, bei welcher 3 Bergleute inneuer Mitglieder. Kollegienschaft Gemüthlich feit", Geselliger folge von Brandwunden den Tod fanden. Der Unglücksfall erVerein der Berliner Barbter- und Friseurgehilfen, alle 14 Tage, Abends 10 Uhr, folgte durch unvorsichtiges Umgehen eines verunglückten Arbeiters Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Lübeck'scher Turnverein mit offenem Grubenlichte. am Sonntag, Abends von 6-8 Uhr, 2. Lehrlingsabtheilung; am Montag, Abends Aus Werthau wird der" Post" unterm 15. Oktober gevon 8-10 ur, Männerabtheilung.- ,, Berliner Turngenossenschaft" 1. Lehrlings- Abtheilung turnt Montag von 8%-10% Uhr Bant str. 9-10 im meldet:" Der berinspektor der Kohlengruben des Grafen Renard Lessing- Gymnasium. Turnvereinsten", Lehrlingsabtheilung, Montag in Sielce bei Sosnowice, ein preußischer Unterthan Namens von 8-10 Uhr Abends, Blumenstr. 63a. Rauchttub Weiße Wolte". Montag Abends von 9-11 Uhr, Pohl, der 30 Jahre diese Stellung bekleidet, wurde ausStreligerstraße Nr. 16, bei Becker. Rauchtlub Deutscher Michel" gewiesen und zwangsweise über die Grenze gebracht. Montag Abend von 8%-10% Uhr bei Schöneburg, Grüner Weg Nr. 9. Rauchtlub, Freiheit", jeden Montag um 9 1hr bei Wuttke, Friedrichsberger- Die Ausweisungen deutscher Unterthanen aus dem Königreich ftraße 4. Rauchtlub Blaue Quaste", Abends 9 Uhr Pflugstraße 16 bet Polen nehmen in letzter Zeit größere Dimensionen an." Hiermit allen Verwandten und BeKannten die traurige Nachricht, das Gesundheit ist Reichthum! mein Mann Gustav Schmoldt, daß der so plötzlich seinen Tod fand, heute Somittag, den 18. Oktober, Nachmittag 4 Uhr, von der Leichenhalle des Sebastian- Kirchhofes aus beerdigt wird. Ottilie Schmoldt. 2.169b Den Mitgliedern des sozialdemokratischen Wahlvereins für den VI. Reichstags- Wahlkreis zur Kenntniß, daß das Mitglied Maler Schmoldt, welcher durch Sturz vom Hängegerüft erschlagen worden ist, am Sonntag, Nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle des St. SebastianKirchhofes, Dalldorfer Chaussee, aus beerdigt wird. 344/15 Der Vorstand. Dazu bietet einen billigen und kräftigen Mittag- und Abendtisch das Vegetarische Speisehaus von Fr. Weber, Scharrnstr. 8 a. d. Petrifirche. [ 2159b Berliner Bockbrauerei empfiehlt ihre 2 großen Säle zu Versammlungen und Festlichkeiten. August Thiedemann, 1440L Oekonom. Allen Freunden u. Genoffen empfehle mein Zigarren u. Tabakgeschäft. 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Verhandlung in der Berufungs- Instanz sagte Dr. Libmann als gehabt", worauf der Dr. 2. lächelnd geäußert habe:„ Na, dann Zeuge aus, daß er selbst wahrgenommen, wie eine Maschine habe ich einen Meineid geleistet." eine Bestimmtheit zu erinnern" und berief sich im Uebrigen auf seine mann zu. " " in Er habe auch die nächtliche Ruhe gestört habe. Nach meiner Erinnerung, Der Zeuge Direktor Dr. Kollmann schloß sich dem letteren Eine Entscheidung von bedeutsamer Tragweite fällte heißt es in dieser Aussage weiter, sino 3 Maschinen in Thätigkeit Beugen in der Sachdarstellung ganz an und blieb auch dabei, geftern die 89. Abtheilung hiesigen Schöffengerichts. Vor derselben gewesen, von denen eine einen Schneepfing trieb." Das Protokoll baß Dr. L. bis ganz zuletzt und trok des Eides des Lokomotivhatte sich der Maurerpolier esse wegen Vergehens gegen die be 108 und 109 des Gesetzes, betreffend die Alters- und Invaliden- verzeichnet, daß der Angeklagte, Dr. K., dagegen bemerkt habe, führers dabei beharrte, daß es sich um drei Maschinen handele. enversicherung der Arbeiter zu verantworten. Derfelbe war be- gamis vertagt mm. mars, ein neuer Termin ab- daß Dr. 2. etwas Falsches beeidet habe und in dem es nur eine Maschine thätig gewesen." Die Sache wurde Er habe sofort in höchster Indignation dazwischen geworfen, fchuldigt einmal, in bie Quittungskarte des bei ihm beschäftigt gehalten. Diet wiederholte Dr. Zibmann zeugeneidlich, daß heftigen Wortwechsel, der darüber entstand, habe Dr.&. ihm ng gewefenen Maurergesellen Ringner eine gefezwidrige Ginagung dadurch vollzogen zu haben, daß er in bas leere Marten- er wahrgenommen, wie in der Nacht zum 10. Dezember schließlich gesagt: Was fällt Ihnen denn eigentlich ein, ich bin mit voller Dampfkraft Dampfkraft arbeitete und töniglicher Beamter und Sie machen sich einer Beamtenbeleidigung feld der Karte zunächst seinen Namen geschrieben und diesen unter lautem Bischen und Geräusch nach Gschenheim abfuhr. schuldig, aber freilich, Ihnen steht ja ber§ 193 zur Seite." Der en fobann durch Aufkleben der Marke unsichtbar gemacht hatte. Der was grotokoll Vermerkt hier, daß Dr. Zibmann auf Befragen Beuge befundete noch, daß er selbst zwei Eingaben an den Juſtizen Name war indeffen zu erkennen, sobald die Quittungsmarke gegen bibe: 3ch glaube, mich bestimmt zu erinnern, daß an minister in der Angelegenheit gemacht, damit aber keinen Erfolg et das Licht gehalten wurde. Des Weiteren war. beschuldigt, jenem Abende 3 Maschinen sich am Eschenheimer Thore befunden erzielt habe. 9 dem R. den vollen Betrag einer Quittungsmarke( 24 Bf. haben, von denen eine, wie angegeben, mit starkem Geräusch Von der Vertheidigung wurde behauptet, daß Dr. 2. auch vom Lohne abgezogen zu haben, wiewohl er nur berechtigt nach Eschenheim abfuhr." Der Damals Angeklagte Dir. Koll- eidlich bekundet habe, die Maschine habe einen röthlichen Schein war, bie Hälfte des Martenwerthes also 12 Pf. in Abzug mann hatte dann darauf aufmerksam gemacht, daß Dr. Libmann, mit geworfen, diese Thatsache sei aber von dem Sachverständigen als inbringen. R. war von S. inmitten einer Woche plößlich aller Bestimmtheit" behauptet habe, daß drei Maschinen in unmöglich hingestellt worden. Dr. Libmann erklärte dem gegen it entlassen worden. Derselbe batte vom 22. Juni bis 2. Juli cr. Thätigkeit geweſen, was burch die Zeugenaussage des Lotomotiv- über, daß er nur behauptet habe, der Rauch der Maſchine habe bei einem Stundenlohn von 55 Pf. und zehnftündiger Arbeitszeit führers Weibmann widerlegt worden ist. Dr. Libmann ließ dem im Gegensatz zu dem weißen Schnee einen röthlichen Schein ges uf bei H. auf dem Bau des Meisters Rohr schneider in Arbeit geftanben. 5. gab bie infriminirte Eintragung in die Quittung gegenüber protokolliren, daß er gesagt habe, er glaube sich mit habt. Daß gegen Rollmann nicht vorgegangen, gab Dr. Libfarte zu, befundete aber, daß dies nur der Kontrolle wegen ge- erste Strafanzeige( in welcher nur von einer Maschine die Rede Dr. Libmann, als Zeuge vernommen, blieb dabei, daß ſchehen sei, da es vielfach vorkomme, daß aus der Arbeit tretende wat), ba damals die Thatsachen noch frisch in seiner Erinnerung er ganz bestimmt die felfenfeste Ueberzeugung gehabt habe, drei Gesellen die Ginklebung von Quittungsmarken in Abrede ſtellen. waren. In der Sache selbst wurde damals Direktor Kollmann frei Lokomotiven gesehen zu haben. Bei seiner Aussage vor Gericht ige Den unberechtigten Abzug beftritt er. Durch die Beweisaufnahme gesprochen, da das Gericht annahm, das der thatsächlich verur- habe er nur das beschworen, was er nach seinem besten Wiſſen zu hielt der Vertreter der Staatsanwaltschaft die Schuld des Anfachte Lärm nicht ungebührlich ungebührlich" verursacht worden ist, und Gewissen beschwören zu können vermeinte. Den gelagten für erwiesen, beantragte aber in Anbetracht der Ge- vielmehr es bas Recht und die Bflicht des Direktor&. war, so zu nicht den mindesten Zweifel an der Richtigkeit seiner Bekundung Den ringfügigkeit der Bergehen gegen denselben das niedrigft zulässige bandeln, wie er gethan.- Diese Vorgänge waren einmal in gehabt, nach den gegentheiligen eidlichen Bekundungen der Zeugen Strafmaß und zwar eine Geldstrafe von je 3 M., für beide Fälle der Westfälischen Reform" zum Gegenstande heftiger Angriffe gab er jegt aber zu, daß möglicher Weise ein objektiver Irrthum zusammen von 6 M. Der Gerichtshof sah sich veranlaßt, in gegen Dr. Libmann gemacht worden und im Anschluß daran bei ihm vorliege. Dr. Libmann blieb dabei, daß er beiden Fällen auf Freisprechung des Angeklagten von brachte die Kreuz- Zeitung" am 26. Februar c. einen Artikel fich schon im ersten Termin auf seine erste Anzeige be Strafe und Roften zu erkennen. Der Gerichtshof nahm an, daß unter der Ueberschrijf. Der Salicheib eines jüdischen rufen und daß er beim zweiten Termin nicht mehr so be bie gemachte Eintragung nicht den nicht den Bestimmungen des Landrichters". In demselben wurde ausgeführt, daß stimmt auf seiner Behauptung verharrt habe. Auf die Anfrage 108 oben genannten Gefeßes zuwiderlaufe. Dieser Paragraph Dr. Libmann einen„ beispiellosen Falscheid" geleistet habe. Es ber Bertheidigung, ob ihm ein schon älterer, viel schärferer Artikel folche Eintragungen und Vermerke im Auge, die äußer- wurde gesagt, daß" Dr. 2. schon in seiner Denunziation der Westf. Reform" bekannt gewesen und ob er gegen denselben lich sichtbar und erkennbar seien und zu dem Zwecke gemacht von drei Maschinen gesprochen, an dieser Behauptung etwas unternommn habe, antwortete Dr. Libmann: Er habe auf wurden, dem Arbeiter in seinem weiteren Fortkommen Hinder- auch in der gerichtlichen Berhandlung mit aller Bestimmt sofort nach dem Vorfalle in dem Termin sich zu ſeinem Landniffe in den Weg zu legen. Das Einschreiben eines Namens in heit festgehalten habe, daß die unwahrheit aber von„ sämmtlichen gerichtspräsidenten und dem Ersten Staatsanwalt begeben und bie Quittungstarte oder die Einfügung eines Stempels unter vernommenen Beugen"( laut Protokoll ist nur ein Beuge ver- mit demselben Rücksprache genommen. Man habe ihm gesagt, ber Quittungskarte könne nicht als unzulässige Eintragung oder nommen worden) als unwahrheit nachgewiesen sei. Als wahr daß dem Dr. Rollmann doch auf alle Fälle der Schutz des§ 193 Bermerk im Sinne des Gesetzes aufgefaßt werden, da von dem habe sich herausgestellt, baß von 3ischen und Brausen Nichts zur Seite stehe. Später feien ihm viele Zeitungen mit den felben durch das Ueberkleben der Marke äußerlich nichts zu sehen zu In den weiteren Betrachtungen erklärte es heftigsten Angriffen zugesandt worden, darunter im Abſsen sei. Daß die Starte durchsichtig und auf diese Weise die Ein- bie treuz- Zeitung" für unerhört und das Rechtsgefühl im Bolte brud vielleicht auch derjenige der„ Wefts. Reform". Er habe tragung erkennbar, sei ein reiner technischer Zufall. Dieser Um- für verlegend, wie ein Richter, der solchen Falscheid geschworen, fein Verhalten ber ganzen Angelegenheit immer ſtand würde in Wegfall kommen, wenn die karten aus stärterem noch im Amt und würden bleibe und stellte eine Anfrage an nach den Besprechungen gerichtet, welche er mit seinen oder überhaupt undurchsichtigem Materiale hergestellt würden. Den preußischen Justizminister, ob das Disziplinarverfahren gegen Borgefehten und seinen Freunden ftets gehabt. Im Allgemeinen Bezüglich des zweiten Falles hielt der Gerichtshof einen Irrthum Dr. B. eingeleitet werde. Diesem Artikel ber„ Kreuzzeitung", fei der Standpunkt beobachtet worden, bas berartige Blätter, die des Angeklagten nicht für ausgeschlossen. welchen die Zeitung Das Bolt" abdruckte, folgte bann noch eine lediglich auf eine gewisse Tendenz hinarbeiten, nicht zu verfolgen ebenfalls aggressive Bemerkung aus dem Leserkreise an die seien, um der Sache nicht eine ihr nicht zukommende Wichtigkeit Prefprozeffe gegen Heren v. Hammerstein. Bor der 1. Straffammer hiesigen Landgerichts I wurden Bertheidigung eines öffentlichen und für jeden Angehörigen des deutung der Kreuz- Zeitung" die schweren Angriffe wiederholte, Kreuzztg.". Frh. v. Hammerstein erklärte, daß er sich in beizulegen. Als dagegen ein hauptstädtisches Blatt von der Be gestern brei Preßprozesse gegen den Chefredakteur der„ Kreuz- preußischen Staats berechtigten Interesse befunden. Er habe den Ar- sei es für ihn geboten gewesen, die Strafanzeige zu erstatten. Zeitung", Freiherr v. Hammerstein und mehrere Mit- tifel von auswärts erhalten, jedoch weder von betheiligter, noch von Beuge bestritt, daß ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet engeflagte verhandelt. Den Vorsitz führte Landgerichts- Direktor amtlicher Seite. Er habe gewußt, daß solche Anschuldigungen worden sei. Der Vorsitzende stellte feft, da von Seite eines Schneidt, die Anklage vertrat Staatsanwalt Unger. Die schon vor längerer Zeit in der„ Weſtfälischen Reform" vorgebracht Hrn. Rub. Branig eine Denunziation gegen den Landrichter Dr. Bertheidigung führte Nechtsanwalt Rae tell. worden, dem Dr. 2. zur Kenntniß gebracht und doch nichts Libmann eingereicht, das Verfahren von der Staatsanwaltschaft Zunächst handelt es sich um eine Beleidigung des Redakteurs dagegen gethan worden sei. Solche Vorkommnisse müssen zur aber eingestellt worden sei, daß nach den Protokollen fein bes Reicha- Anzeigers", Direktor Dr. Ale Am 19 De Serabfehung des Ansehens des preußischen Richterftandes bei Grund zum Einschreiten vorliege. Der Angeklagte Ballo gab zu, ember 1890 brachte der Deutsche Reichs- Anzeiger" ein Referat tragen. Er sei von teinem persönlichen und feinem Partei- daß dieser Denunziant ehemaliger Expedient der Zeitung„ Das über die Berhandlungen in der Kommission zur Worberathung der Interesse geleitet worden, sonst würde er die ganze Sache im Ab- Bolt" war. Auf den wiederholten Ausdruck des Befremdens von Landgemeinde- Ordnung und eine Rede des Ministers des Innern, geordnetenhause unter dem Schuße der Rebefreiheit vorgebracht Seiten des Borsigenden, wie er nun trot ber eidlichen Aussage an deren Schlusse der Minister gesagt hatte: Die" Kreuz- Zeitung" haben. Auf Befragen des Dr. Sello giebt der Angeklagte zu, des Lokomotivführers so bestimmt bei seiner Behauptung bleiben bezeichne Ansichten, welche der ihrigen entgegengesezt sind, als von dem Urtheile und den Brotokollen teine Einsicht genommen fonnte, erwiderte Dr. 2., daß er damals ganz felfenfeft von der eitel Dottrinarismus". Daraufhin fandte der Angeklagte zu haben. Da der Angeklagte bestritt, daß die Protokolle die Richtigkeit seiner Erinnerung überzeugt und feit davon durchDer Rebattion des„ Reichs Anzeigers" eine Berichtigung, in Borgänge richtig darstellen, wurden die betreffenden Gerichts- drungen war. Jezt müsse er zugeben, daß vielleicht bas Bild, welches er an einem anderen Abend gesehen, irrthümlich sich welcher er ausführte, daß der Minister diese Bemerkung aus personen vernommen. Serthum gemacht habe, da der betreffende Artikel der Kreuz- Amtsrichter Hartmuth, welcher damals die Verhandlung ge- bei ihm festgesetzt habe. zeitung", in welcher die Wendung„ eitel Dottrinarismus"" sich an leitet, erinnert sich, daß Dr. L. in dem ersten Termin ganz bestimmt sich Der lezte Zeuge, Landrichter Dowe, belundete ein mit die Abreffe der Nationalliberalen bezw. der„ Nationalzeitung" dahin geäußert habe, daß brei Maschinen von ihm gesehen dem Dr. Kollmann geführtes Gespräch, in welchem der lettere Dr. Klee hat die Aufnahme dieser Berichtigung ab- worden seien. Auf den Einwurf des Dr. Kollmann, daß dies die Möglichkeit zugegeben haben soll, daß Dr. L. schon im Termin gelehnt und daraufhin erschien in Nr. 600 der„ Kreuz- Zeitung" nicht möglich sei, sei er aber doch dabei geblieben und habe ge- die Möglichkeit eines Frrthums bekundet habe. vom 23. Dezember 1890 ein Artikel, in welchem es etwa wie fagt: ich halluzinire nicht und habe ein ziemlich gutes Gedächt Mit der Verlesung des Artikels aus der Westf. Reform" folgt heißt: Der Direktor des Deutschen Reichs- Anzeigers", niß"." Der Zeuge bekundet weiter, daß ihm selbst diese Bestimmt schloß die Beweisaufnahme. Dr. Klee, legt sich ein Recht zur Ablehnung einer Berichtigung heit doch etwas bedenklich vorgekommen sei und er dem Dr. Lib- Staatsanwalt unger vertrat den Standpunkt, daß bei der bei, welches das Preßgefes nicht statuirt. Dem Gericht wird mann nahe gelegt habe, doch lieber zu sagen, so weit er sich Beröffentlichung des Artikels nicht so sehr der innere Drang für Gelegenheit gegeben werden, Herrn Herrn Dr. Klee eines erinnere". Er habe sogar den Dr. Liebmann daran erinnert, die Geltendmachung von Wahrheit und Recht zu wirken, die Befferen zu belehren. Inzwischen möge dem Erstaunen darüber baß an jenem Abend vielleicht ein Raiser- Gifen gewesen Triebfeber gewesen ist, sondern daß dabei die Parteipolitit start Ausdruck verliehen werden, daß der Redaktion des offiziellen sei und er sich geirrt haben könne, der Dr. Libmann vorgewaltet bat. Er sei davon überzeugt, daß von vornherein und der Plan DorRegierungs- Organs gestattet ist, sich nicht nur einer illoyalen aber habe habe ihm bedeutet, daß er ganz nüchtern ge eine Judenhaz beabsichtigt war den Artikel minder Handlungsweise, sondern geradezu einer Gesetzesübertretung wesen sei. zuerst in hervorragenden Als dann beschlossen wurde, zur Aufklärung waltete, Schuldig zu machen." -Der Angeklagte bestritt, dadurch den den Lokomotivführer Weidmann zu vernehmen, habe Dr. Lib Blättern zu veröffentlichen und dann dazu überzugehen, die Dr. Klee beleidigt zu haben. Er habe f. 3. ein Gesuch an die mann gesagt:„ Na ja, es ist mir auch recht, wenn die Sache Schmähungen in die hauptstädtische Preffe hineinzubringen. Der Staatsanwaltschaft gerichtet, den Dr. Klee auf Grund des§ 11 aufgeklärt wird." In der zweiten Werhandlung habe zunächst Staatsanwalt habe feinerseits nicht die Aufgabe, sich in den des Preßgesetzes zur Aufnahme der Berichtigung zu zwingen, fei der Lokomotivführer seine Aussage gemacht und darauf habe Dienst irgend einer Partei zu stellen und er müsse sagen, daß bei mit diesem Gesuch aber abgewiesen worden, weil in der Be Dr. Libmann ganz von selbst wieder von den drei Maschinen objektiver Beurtheilung Niemand zweifelhaft sein könne, daß hier richtigung nicht blos Thatsachen berichtigt, sondern auch Urtheile angefangen, indem er etwa fagte:„ Es ist mir doch unbegreiflich, sowohl der 185 als auch der§ 186 vorliege. Der Artikel entabgegeben würden. Erft später habe der„ Reichs- Anzeiger" wie is eigentlich mit ben drei Maschinen gewesen ist, ich glaube halte zweifellos nicht erweislich wahre Thatsachen, denn sowohl Es entspreche noch mit Bestimmtheit behaupten zu können, daß es drei der Inhalt der ersten Anzeige, als auch der Berlauf des Prozesses nicht den Gepflogenheiten einer anständigen Bresse, aus Rotomotiven waren. Der Direttor Kollmann habe dann darauf werbe in ganz tendenziöfer, unrichtiger und verkehrter Weise darformellen Mängeln eine in ihrem Kern berechtigte berechtigte und aufmerksam gemacht, daß Dr. Libmann in dieser Beziehung zwei gestellt. Man könne sich vorstellen, daß der Landrichter Dr. Libs etwas vorsichtiger hätte ausdrücken können, zutreffende Berichtigung abzulehnen. Eine folche Ablehnung Mal etwas falsches beeidigt habe. Es sei darüber zu einem sehr mann fich dürfe ſich nur auf§ 11 des Preßgefeges stüßen, nicht aber lebhaften Auftritt gekommen, Dr. Libmann habe geantwortet: als er gethan, die Beweisaufnahme habe aber feinesder Ueberzeugung geführt, auf eine ganz fubjektive Auslegung der Erklärungen des„ Dann fann ich ja ebenso gut behaupten, daß der Lokomotiv wegs zu Miniſters ftügen. 3m Uebrigen erhob ber Angeklagte die führer etwas Falsches beeidet hat," und nach lautem hin und einer Berlegung seiner Gibespflicht schuldig gemacht habe. 3 Biberllage auf Grund einer in Nr. 303 des„ Reichs- Anzeigers" Herreden habe Dr. 2. begonnen, bem Gerichtsschreiber etwas in fei nicht zu erwarten, daß die Aussage des Dr. 2. sich mit der wiedergegebenen Bemerkung des Ministers, wonach derselbe sich die Feber zu bittiren; bies habe er( Beuge), aber als unzulässig wahrheit auch nur objektiv in Widerspruch gestellt habe, wenn in eine Bolemit mit einem Blatte, welches in einem Leitartikel bezeichnet und dann sei das Protokoll in dem Wortlaute fest auch jetzt thatsächlich als festgestellt au gelten habe, daß an mit unrichtigen Zahlen operirt habe, nicht einlasse".. Staats: gestellt worden:„ er glaube sich mit Bestimmtheit zu erinnern jenem Abend nur eine Maschine am Eschenheimer Thore geanwalt er under beziehe sich auf seine Anzeige, wie er dies schon im wesen und Dr. E. fich in Bezug auf die Zahl im Irrthum behobenen Antlage die Erhebung der Widerklage für unzulässig ersten Zermin gethan habe". Der Beuge giebt auf Befragen des funden. Was zum Schlusse der Vernehmung des Dr. 2. übrig und den Angeklagten der Beleidigung für schuldig, da Dr. Klee Borsigenden zu, daß er den Gindruck gehabt habe, als wollte blieb, laffe sich sehr wohl in Ginklang mit der objektiven Wahrnicht verpflichtet war, jene mit Urtheilen vermengte Berichtigung Dr. 3. Teine ursprüngliche Bestimmtheit modifiziren. Der Beuge heit bringen. Der Landrichter Dr. 3. habe sich ohne Zweifel in er Irrthum befunden, habe die ursprüngliche aufzunehmen. Er beantragte 100 Mt. Geldbuße eventuell 10 Tage giebt ferner zu, daß er sich außerhalb des Gerichtssaales ge- einem -Rechtsanwalt RaeBell beantragte dagegen die fprächsweise geäußert habe: Nach seiner Meinung sei der Sicherheit später selbst eingeschränkt und die Möglichkeit Freisprechung und die Verurtheilung des Dr. Klee.- Landrichter Dr. 2. nicht ganz vorsichtig gewesen und er eines Irrthums sei durchaus zum Ausdruce gelangt. sei durchaus richtshof erachtete die Widerklage in diesem Falle für unzuläfftg hätte in solcher Lage die Worte doch mehr wägen Er glaube, es würde sich nun und nimmermehr ein Ges und Der Nebenklager behauptet, daß er schon in der richtshof finden, ber bei der hier festgestellten Sachlage, Verhandlung gesagt habe:" Ich glaube, mich mit Bestimmtheit den Dr. Libmann des fahrlässigen Meineides für schuldig zu erinnern- aber ein Irrthum ist ja schließlich doch möglich." erklären würde. Es handele sich hier höchstens um einen Defelt Der Zeuge fann sich aber nicht darauf befinnen. Auf Befragen in der Grinnerung, um eine Sinnestäuschung in seinem Gedes Borsigenden gab der Zeuge zu, daß die Frage nach der Zahl dächtniß, schlimmsten Falles um einen entschuldbaren Irrthum, der Maschinen bei der Polizeiübertretung ein nebensächlicher Um- denn am Tage der Bernehmung des Dr. Zibmann habe bei bemTen er L . für nn, IV. rm 83b au, 12b en. en 36b rn., idt. D. II. vers beit dt. angt cal 9 ufe, 18. T. 7, richtete. 5 Tage Gefängniß. od. 7. 310. 5b 13a Bers 3. 57M 3. fell pent 240 46b auf Dent etzt irde alb, all 50b es " daß derselbe sich In der zweiten Anklagefache hatte neben Herrn v. HammerHein noch ber Sebaften ofte, Otto Balla Blaz zu Stebattenfache hatte er nehmen. Als Vertheidiger trat" in biefer Eache, in welcher es sich um die Beleidigung des Amtsrichters Dr.& ibmann zu Frankfurt a. M. handelt, noch der Rechtsanwalt Erdmann stand war. als Bertheidiger auf. Den als Nebenkläger zugelassenen Belei melchen es sich hier handelt, ist folgender: 2m 10. Dezember 1889 machte der Umtsrichter Dr. Zibmann zu Frankfurt Anzeige bei die dortige Lokalbahn in der Nacht eine Maschine am Eschen- der Behauptung nichts gehört haben und er bestreitet, daß fängniß. er sich darüber beklagte, daß heimer Thore habe stehen lassen, welche durch Zischen und Brausen Dr. 2. schon in dem ersten Termine sich auf die erste An-| betonte, hier zweifellos nur betrieben allerdings eine Maschine in jener Nacht am Eschenheimer falsch sein. Der Zeuge erinnert sich, daß nach der Sigung der werden sollte. Der Nebenkläger habe sich in einem ganz nebender Bahn, Dr. Kollmann, dabei zugegen war. Der letztere wurde Der Lokomotivfürer hat einen Meineid geleistet. Der Zeuge will fang befundet, und es wäre ein nobile officium judicis geweſen, au 5 M. Geldbuße verurtheilt, erhob aber Widerspruch. Bei der darauf erwidert haben:„ Einen solchen Eindruck babe ich nicht ihn sofort auf diesen Widerspruch mit der ersten Strafanzeige felben die Ueberzeugung felfenfest gestanden, daß er thatsächlich Der Amtsanwalt Frhr. v. 3iegefar schloß sich im All- brei Lokomotiven gesehen habe. Der Beweis der Wahrheit sei gemeinen dieser Sachdarstellung an, verblieb aber mit noch durchaus mißlungen, es sei weder ein wissentlicher noch ein größerer Bestimmtheit dabei, daß Dr. L. immer und immer wieder fahrlässiger Meineid des Landrichters Dr. Libmann nachgewiesen ganz bestimmt dabei verblieben sei, es hätten drei Maschinen und deshalb beantrage er gegen v. Hammerstein vier Dieser Zeuge will auch von einer Modifikation Monate Gefängniß, gegen Blalla einen Monat Ge. dort gestanden. Rechtsanwalt Dr. Sello als Vertreter des Nebenklägers cause célèbre 186 au fmerksam zu machen. Statt deffen fei er darin belaffen worden| Falscheid handelte. Der Beweis der Wahrheit ist nun soweit ge-| nächften Bersammlung vertagt. Alle Anfragen und Sendunge und der Irrthum habe sich immer fester als Ueberzeugung fest- führt worden, daß die Angeklagten von ihrem Stand- in Vereinsangelegenheiten sind an folgende Adresse zu richten gesetzt. Obgleich es sich um eine Differenz in einem Nebenpunkte puntte annehmen konnten, daß der Landrichter Dr. Libmann G. Losinsky, Berlin N., Kurfürstenstr. 9, Seitenfl. III. bei Do Handelte, sei diese ganze Sache in unerhörter und wider fich strafbar gemacht habe durch die Verlegung seiner Eidespflicht. Ferner wurde dem franken Kollegen Grünert eine Rollette be wärtiger Weife einer zu aufgebauscht Bon einer Anwendung des§ tönne also teine willigt und dann über das Verhalten einiger Kollegen länge worden. Dr. 2. habe seinen Eid in dem unerschütter- Rede sein. Was den§ 185 betrifft, so sei zweifellos der Artikel Zeit debattirt. lichen guten Glauben geleistet, daß er sich nicht irre beseelt von einer bitteren Berfolgungstendens gegen das Judenund nirgends habe die Beweisaufnahme einen Punkt thum. Dadurch werde aber der Dr. Libmann nicht verlegt und ergeben, wo dem Dr. 2. der Vorwurf der Fahrlässigkeit gemacht der Gerichtshof habe deshalb auf Freisprechung beider werden könne. Wenn Herr v. Hammerstein versichere, daß eine Angeklagten erkannt. parteipolitische Aftion ihm nicht vorgeschwebt, so stehe dieser Die hierauf noch anstehende Verhandlung gegen den SchriftBehauptung der Artikel, welcher in jeder dritten Zeile von fteller Morris de Jonge und Frhrn. v. Hammerstein, Die stebattion stellt die Benugung des Sprechfaals, soweit der Staum bef abzugeben ist, dem Publikum zur Besprechung von Angelegenheiten allgemeine Juden" und Verju dung" spricht, schnurstracks entgegen. Das zu welcher Geh. Sanitätsrath Dr. Baer und Prof. Dr. Intereffes zur Verfügung; sie verwahrt sich aber gleichzeitig dagegen, mit d Inhalt beffelben identifizirt zu werden. fei keine Empörung eines rechtlich denkenden Menschen, sondern Mendel als Zeugen geladen waren, mußte wegen vorgerückter die tendenziöse und gemachte Entrüstung eines Mannes, der sich Zeit vertagt werden. nur deshalb aufregt, weil es sich um einen Juden handelt. Dersammlungen. Sprechsaal: An die Buchbinder und verwandten Berufsgenossen Berlins. Rechtsanwalt Raegell führte aus, daß der Artikel weder In dem in Nr. 239 des Vorwärts" gebrachten Be in der Form noch im Juhalte eine Beleidigung enthalte. fammlungsbericht des Fachvereins der in Buchbindereien und ve Die Beweisaufnahme habe in allen wesentlichen Punkten wandten Betrieben beschäftigten Arbeiter fagt der Berichtschreibe die Wahrheit des Artikels erwiesen. Die schließliche daß ich in meiner vorgelegten Resolution der Versammlung Modifikation seiner ursprünglichen Bestimmtheit sei dem Dr. 2. Der sozialdemokratische Wahlverein für den' fünften gemuthet habe, fie folle den am 1. Oftober gegründeten Arbeite nicht anerkennen. Das ift einfach einfach ein vom Vorsitzenden gewissermaßen abgerungen worden und er Berliner Reichstags Wahlkreis hielt am 16. b. M. feine rinnenverein habe sich erst ganz zuletzt zu einen schüchternen Bugeständniß ordentliche Generalversammlung ab, zu welcher auch die Neuwahl unwahrheit. Meine Resolution hatte vielmehr folgende bequemt, Das Schlußergebniß der Verhandlung sei doch immer des gesammten Borstandes auf der Tagesordnung stand. Vor Wortlaut:" In Erwägung, daß die ewigen Zwiftig das, daß hier ein preußischer Richter, der berufen ist, einen Eid Eintritt in die Verhandlungen brachte der Vorsitzende Genosse feiten zwischen dem Fachverein und der Freien Be abzunehmen, mindestens unvorsichtig mit seinem Gide umgegangen Friz Berndt ein Telegramm zur Kenntniß der Versammlung, einigung der allgemeinen Arbeiterbewegung nur zum Schaden ist und unter dem Eide eine Thatsache bedingungslos als wahr welches seitens der Genossen Niederauer, Gumpel und den Unternehmern aber zum Nutzen gereichen; in weiterer G bekundet hat, die dennoch unwahr gewesen ist. Er bitte um Stadthagen( den Delegirten zum Parteitage) eingetroffen wägung, daß in einer am 4. Oktober stattgefundenen tombinirte Freisprechung. war und den Wunsch aussprach, die Wahl des Vorstandes bis Sigung der Vorstände der Freien Vereinigung und des Fa Rechtsanwalt Erdmann Erdmann trat diesen Ausführungen nach Schluß des Parteitages zu vertagen. Die Versammlung vereins, sowie der Agitationskommission, der Vorstand der Frei durchaus bei und meinte, daß die Beweisaufnahme doch ein Bild beschloß, diesem Wunsche nicht stattzugeben. Es folgte nunmehr Vereinigung einstimmig beschloß, in der Generalversammlu entrollt habe, wie man es nicht für möglich gehalten hätte. der Bericht des Vorstandes und der Kassenbericht für das letzte über 2 Wochen den Antrag zu stellen und zu vertreten, daß di Wenn irgend ein Stand gegen den Verwurf einer Verlegung der halbe Jahr. Der Vorsitzende konstatirte, daß der Verein in erfreu- Freie Vereinigung mit dem 1. Januar 1892 Zentralverein with Eidespflicht gefeit sein sollte, so sei das doch der Richterstand. lichem Wachsthum begriffen sei. Der Mitgliederstand hätte sich beauftragt die heutige Bersammlung des Fachvereins ihren Bo Durch die Beweisaufnahme fet unumstößlich festgestellt, daß in letterer Zeit gehoben und auch die finanziellen Verhältnisse stand, den Verbandsvorstand zu ersuchen, von der Aufnahme be Dr. Libmann unter seinem Eide etwas Falsches ausgesagt, der wären beffere geworden. Die hierauf vollzogene Vorstandswahl neugegründeten Arbeiterinnenvereins in den Verband so lang Wahrheitsbeweis fei durchaus gelungen und den Angeklagten als batte folgendes Ergebnis: Fritz Berndt, Franz Schmidt Abstand zu nehmen, bis die Generalversammlung de Bertretern antisemitischer Beitungen stehe der volle Schutz des( Vorsitzende), Leffer, Wilde( Schriftführer), E.& ritsche, Freien Bereinigung stattgefunden hat. § 198 aur Seite. Granzow( Rassirer), Fadtke, Griepentrog, Möller Angeklagter v. Hammerstein legte entschieden Berwahrung( Revisoren). Beschlossen wurde, die Restanten schriftlich zur Bahdagegen ein, daß es sich hier um eine politische Haz oder um lung ihrer Mitgliederbeiträge aufzufordern und dem Parteitage die Inszenirung einer Judenhah handelte. Die Sache sei ihm ein Begrüßungs- Telegramm zu übermitteln. Ferner sollen die wichtig und bedeutsam genug erschienen, um rein aus der Sache Versammlungs- Anzeigen fortan auch in der Bolts- Tribune" er heraus das Verlangen nach Aufklärung zu rechtfertigen. Gerade scheinen, ferner das Markensystem mit Mitgliedsbüchern eingeführt weil Dr. L. in der Denunziation nur von einer Maschine ge- und nach den Stadtverordneten- Wahlen wieder ein agitatorisches sprochen, hätte er später vorsichtig sein und nicht mit unglaub- Flugblatt erlassen werden. Nach einem längeren und lebhaften ficher Hartnäckigkeit bei den drei Maschinen verbarren dürfen. Meinungsaustausch mit Biester und anderen Anhängern der Es handele sich für ihn um die Frage, ob der Gerichtshof die Opposition schloß die Versammlung mit dreifachem Hoch auf die Definition des Staatsanwalts von der Entschuldbarkeit eines internale Sozialdemokratie. falschen Eides fanttionire gegenüber einem Manne, dessen Vor bildung ihn befähige, die Heiligkeit des Eides zu kennen, sich bei Ableistung eines Eides sorgfältig zu prüfen und die Heiligkeit des Eides zu schüßen. Wenn man erwäge, wie start die Mein eide zunehmen, sei die Entscheidung des Gerichtshofes von großer Bedeutung. Zweitens wird in dem Bericht ausgeführt, daß fich all weiteren Redner gegen meine Resolution ausgesprochen habe Dazu bemerke ich, es waren noch verschiedene Redner für diesel eingezeichnet, sie tamen aber durch die Annahme eines Schlub antrages um ihr Wort. • Drittens spricht der Bericht von Machinationen einig Rollegen gegen die bisherige Taftit des Fachvereins. Nun, i überlasse es jedem unparteiischen Kollegen, zu beurtheilen, ob ma ein Recht hat, von Machinationen zu reden, wenn eine fün gliedrige Kommission zu ihren Sigungen 10 und 12 Persone verschiedener Ansicht hinzuzieht? Oder nennt man das vielleich Machination, wenn man, um einen Beschluß über eine Sad Der Fachverein der Steinmehen hielt am 4. Oftober herbeizuführen, die Spalten des weit und breit gelesenen Bo Laut Abrechnung, wärts" benutt? seine diesjährige Generalversammlung ab. P, Siegerist. welche vom Raffirer vorgelesen wurde, betrug die Einnahme im An die Maler und 2adirer Berlins! legten Quartal 242,65 M., die Ausgabe 160,40 m., es bleibt somit ein Bestand von 82,25 M. Nachdem die Revisoren erklärt Im Versammlungsbericht der Ladirer vom 28. Septembe hatten, die Kasse revidirt und Alles in Ordnung befunden zu d. J.( Vorwärts" vom 9. Oftober) befindet sich folgende Stelle Bedauerlich sei es nur, daß verschiedene verwandte Beruf haben, wurde dem Kassirer Entlastung ertheilt. Hierauf erhielt Herr Dr. Sommerfeld das Wort, welcher sich erboten hatte, eine wie die der Vergolder, Porzellanmaler u. A. noch feine Stellung Broschüre herauszugeben, in der die Frage: Wodurch wird das zum Kongreß genommen hätten, sie würden das noch hoffentli frühe Sterben der Steinmeßen an der Schwindsucht verursacht thun" 2c. Dem gegenüber erklärte die öffentliche Versammlung b und wie ist dem vorzubeugen? erörtert werden soll. Der Ge nannte theilte in turzen Worten mit, daß er es sich zur be- Porzellanmaler und Berufsgenossen vom 10. Oftober b. J., da Der Gerichtshof zog sich hierauf um 4 Uhr Nachmittags zur fonderen Aufgabe gestellt habe, die Ursache des frühen Dahin- lettere auf dem Boden der modernen Arbeiterbewegung stehen Berathung zurück. fiechens der Steinmeßen zu ergründen und bat die An- sich aber nicht für verpflichtet halten, den Kongres der Wealer un Das Urtheil des Gerichtshofes ging dahin: Der Beuge wesenden, ihn bei dieser doch für uns gewiß wichtigen und Lacirer u. s. w. im nächsten Jahre zu beschicken, da die Porzella Dr. Libmann hat in dem fraglichen Termin vor Gericht etwas interessanten Arbeit durch Zuwendung von möglichst reichhaltigem maler und Berufsgenossen an der Seite jämmtlicher feramif objektiv Falsches als wahr beschworen. Ob darin etwas Straf- Material zu unterstüßen, damit die Broschüre eine gute und Branchen für bessere Arbeitsbedingungen fämpfen, und als sold bares zu finden, ist nicht Aufgabe dieses Gerichtshofes. Die That brauchbare Schrift werden könne, was von den anwesenden doch eine ganz andere Route einzuschlagen haben, als die Bau fache, daß etwas objektiv Falsches als wahr beschworen, ist in dem Kollegen auch freudig versprochen wurde. Es folgte nun die Arbeiter. Die Kollegen von uns, welche zu den Bau- Arbeiten Artitel behandelt und es ist fein Zweifel daran, daß barin Neuwahl des Gesammtvorstandes. Dieselbe ergab Folgendes: übergehen, find in so verschwindender Anzahl, daß sie in dem Zeugen ein strafbarer Falscheid vorgeworfen werden E. Losinsky, 1. Vors.; F. Vorkauf, Kassirer; A. Vaqué, Schrift- rechnung gar nicht gezogen werden können. R. Freiesleben, Carl Schleif, J. Wendorff sollte. Die Verfasser haben damals von ihrem Standpunkte an- führer; Blästng und Jppich, Revisoren; Geue und Hirto, BeiSchriftführer. erster Borsigender, zweiter Vorsitzender. genommen, daß es sich in der That um einen strafbaren sizer. Die Wahl eines zweiten Vorsitzenden wurde bis zur In den dann folgenden Repliken und Dupliken erwähnte Rechtsanwalt Sello auch des Falscheides des Hofpredigers a. D. Stöcker. Er habe damals nicht zustimmen können, daß man dem felben aus einem Irrthum in einem Nebenpunkte ein Kapitalverbrechen machen wolle, er bitte aber den Angeklagten v. H., das, was damals Herrn Stöcker recht sein sollte, nun Herrn Dr. Libmann billig fein zu lassen. Große öffentliche Volks- Versammlung Verband deutsch. Zimmerleute ranten Unterſäißungsbu) am Mittwoch, den 21. d3. Mts., im großen Saale des Böhmischen ,, Brauhauses", Landsberger Allee. Zages Ordnung: ( Lokalverband Berlin). General- Bersammlung am Mittwoch, den 21. d.., Abends 8½ hr, 1. Berichterstattung über die Thätigkeit der Kommission behufs Grün- im Lokale des Herrn Gründel, Dresdenerstraße Nr. 116. dung der Genossenschafts- Bäckerei. Referent Genosse Augustin. 2. Vorlage des ausgearbeiteten Bäckerei Referent Genosse Lazarus. 8. Diskussion. Genossenschaft Statuts. Zages Drdnung: 1. Vortrag des Stadtverordneten Herrn Bubeil über Gewerbe- Schiedsgerichte". 2. Das Eingesandt des Hauptvorstandes. 8. Verschiedenes und Fragetasten. Mitglieder werden aufgenommen. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. W. Bippke, Martusstr. 14. 4. Einzeichnung der Mitglieder in die Liften zum Zwecke der Gründung 359/5 der Bäckerei- Genossenschaft. Bur Deckung der Unkosten Tellersammlung. 891/5 Berband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands( Ortsverwaltung Berlin 1). Mitglieder- Versammlung am Montag, den 19. Oktober ds. Js., Abends 81/2 Uhr, im Lokale des Herrn Säger, Grüner Weg No. 29. Zages Ordnung: 1. Abrechnung. 2. Jahresbericht und Bericht der Arbeitsnachweis Kommission. 8. Neuwahl des Vorstandes.. 4. Neuwahl der Arbeitsnachweis und der Rechtsschuß- Kommission. 5. Verschiedenes und Fragelasten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 166/3 Der Vorstand. Fachverein der Tischler( Often). Versammlung Stuckateure Berlins u. Umgegend! Große öffentliche Versammlung am Montag, den 19. Oktober 1891, Vormittags 9 Uhr, bei Seefeldt, Grenadierstraße 33. der Schneider. Mitglieder versammlung am Dienstag, den 20. Ottbr., Abend 81/2 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstraße 20. Tagesordnung: Abrechnung vo 2. Quartal; Neuwahl der gesammt Lokalverwaltung und event. Stellung von Anträgen zur Generalversamm lung; sonstige Raffenangelegenheite Mitgliedsbuch legitimirt. Das G scheinen sämmtlicher Mitglieder bringend nothwendig. 274/10 Die Lokalverwaltung. Achtung Gärtner! Tagesordnung: Entgegennahme der Berichte von Seiten der Kollegen Deffentl Versammlung 393/1 betr. das Berglasen der Fenster auf den Bauten". Kollegen, es ist Eure unbedingte Pflicht, in dieser Versammlung zu er scheinen. Es darf kein Bau, auf welchem Stuckateure arbeiten, unvertreten sein. Die Vertrauensmänner. Verein deutsch. Schuhmacher ( Filiale Berlin). Am Montag, den 19. do. Mts., Abends 8 Uhr, bei Hoffmann, Oranienstraße Nr. 180( Tunnel): Derlammlung. Zagesordnung: der Gärtner 2134 am Montag, den 19. Oktober 1891 Abends 8 Uhr, Berlin W., im Restaur. Königsho Bülowstraße 37. auf Tagesordnung: Das Recht Arbeit." Referent: Gen. Karl Behren Diskussion, Verschiedenes. Um za reichen Besuch bittet Der Einberuf Arbeiter Bildungsverein für Nixdorf und Umgegend Dienstag, den 20. Dttbr., Abend 1. Vortrag des Herrn Ringsdorf über:" Der Pauperismus in Eng 81/2 Uhr, in Hoffmann's Salo am Dienstag, den 20. Oktober, Abends 8½ hr im Restaurant land und die Thätigkeit der englischen Gewerkschaften". 2. Diskussion. 3. Be- Bergstr. 133, Generalversammlung Königsbank", Große Frankfurterstraße Nr. 117. sprechung betreffe Anschaffung einer Bibliothek. 4. Verschiedenes und Frage- um zahlreiches Erscheinen ersucht taften. Zages Ordnung: 1. Bortrag. 2. Diskussion. 8. Ernennung eines Bevollmächtigten für den Dften. 4. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Ber293/3 Der Vorstand. 107/11 Der Vorstand fammlung werden die Kollegen der Werkstatt von Götsch, Koppenr. 51, Achtung! Schuhmacher. Achtung! Verein zur Wahrung de hiermit besonders eingeladen. Um zahlreiches Erscheinen ersucht 328/3 Der Vorstand. Lefeklub ,, Freie Denker", Große öffentliche Versammlung für Männer und Frauen am Sonntag, den 18. Ohtbr., Abends 6 Uhr, in der ,, Neuen Welt", Hasenhaide. Zages.Ordnung: 1. Bortrag. Der Weltuntergang eine Frage der Zeit. Referent Gen. Roland. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Nach Schluß gemüthliches Beisammensein mit Tanz. Bur Deckung der Untoften findet Tellerfamm lung statt. J. A.: Der Vorstand. 402/3 4. Stiftungs- Felt des Interessen d. Schuhmacher Montag, den 19. Oftober, Aben 277/18 81/2 Uhr, bei Feuerstein, Alte Jate Vereins zur Wahr. d. Inter. d. Schuhmacher Straße 75: end verw. Berufsgenossen Sonnabend, den 24. Oktober, Abends 8 Uhr, im ,, Elysium", Landsberger Allee 39-41. Tanz und Gesang- Vorträge unter Mitwirkung des Gesangvereins, Unverzagt", Mitgl. b. Arb.- Sängerbundes. Herren 50 Pf. Damen 25 Pf. Billets sind zu haben bei: P. Büttner, Urbanstr. 25; Eckerlein, Schiff bauerdamm 14; Adamzack, Auguststr. 6a; Seidenberg, Bandelftr. 13, S. III; Felsner, Betristr. 16, v. II; Krause, Dessauerstr. 87, v. Steller; Fachs, Stall schreiberstraße 20; Flugmacher, Admiralstr. 4, S. II; Koch, Pallisadenstr. 7. Das Komitee, Kollegen und Freunde find freundlich eingeladen. Vereinsversammlung Tagesordnung: 1. Vortrag des Gen. Link: Weld Werth haben die Kongreffe für die beiter? 2. Diskussion. 3. Verschieden Ausgabe der Billets zum Stiftung Felt. Bahlreiches Erscheinen erwüns Gäste willkommen. 277/14 Der Vorstand ereinszimmer mit Piano zu 76 geben. 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