Nr. 217. Abonnements- Bedingungen: Abonnements Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illustrirter SonntagsBeilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. PostAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Dr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das l übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich außer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühe beträgt für bte fechsgespaltene Koloneis geile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins- und Versammlungs- Anzeigen, forte Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inferate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Xernsprecher: But I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Sozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Freitag, den 16. September 1898. Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. Männer, die heute die staatswissenschaftlichen Lehrstühle ein Wiederaufnahme des Kampfes gegen den Umsturz sprach. Die weit. iel erer " " Es seien auch jetzt ernste Zeiten, in denen genug zu thun bleibe, und besonders darauf geachtet werden müsse, daß den Umsturzgelüften fräftig entgegengetreten werde. Wie nöthig das sei, beweise das fluchwürdige Ereigniß der letzten Tage; darum sollten gerade die Bürger, die in dieser Hinsicht viel zu nüzen vermöchten, immer in Treue und mit vollem Vertrauen zu seiner Person und Regierung halten. Das werde zu ihrem und des Waterlandes Heil gereichen." holung so trauriger Ereignisse, wie das Genfer eines ist, etwas Auch wir sind der Meinung, daß gegen die Wiedergeschehen muß. Die Frage ist nur das Wie! Man wird gewiß nicht behaupten wollen, daß die an den Kaiser, sondern auch von der Nothwendigkeit der Freiheit der Wissenschaft in Preußen. nehmen, allzu arbeiterfreundlich gesonnen sind, und doch geht Wir haben der Antwort des Kaisers nichts hinzuzuDie Wissenschaft und ihre Lehre ist frei." Dieser Grund der geringe Schutz, den sie der Arbeiterklasse angedeihen fügen! sag, der in einem wahrhaft zivilisirten Gemeinwesen als Tassen wollen, den maßgebenden Kreisen schon Gegen den ,, Umsturz" hat der Kaiser in Prenzlau, erstes Erforderniß eines jeden Kulturfortschritts hochgehalten Herren ein Dorn im Auge, sogenannten Rathedersozialisten sind find den wo er den Manövern beiwohnte, eine Rede gehalten. In werden sollte, findet sich als besonderer Artikel auch in der noch gleichzeitig der doch wahrhaftig nicht staatsgefährlichen Bürgermeisters erwiderte er: und wenn fie zufällig einer Erwiderung auf die Begrüßungsansprache des Prenzlauer preußischen Verfassungsurkunde. Aber mit so vielen Rechten nationalfozialen Partei angehören, so erscheinen sie ihnen des Volkes hat auch dieser elementare Sah das gemein, daß völlig verdammungswürdig. Professor Schmoller wird, weil er nur auf dem Papier steht, daß jedoch in der Praxis tag er die harmlose Frage aufwirft, ob vielleicht der Arbeiterstand täglich dagegen gesündigt wird nicht etwa von den bösen allein oder der einzelne Arbeiter daran schuld sei, daß er Umstürzlern, sondern von denjenigen, die sich so gern als Vervielfach in Höhlen wohnt, die ihn zum Thier oder zum Vertreter der staatserhaltenden Parteien bezeichnen, von denen brecher degradiren, von Herrn v. Stumm unter dem Beifall man also in allererster Linie Achtung vor den Gesetzen und des Herrenhauses als ein Mann denunzirt, dessen Aeußerungen vor der Verfassung verlangen sollte. Es braucht zum Beweis dafür nur an die lex Arons fozialistischer Agitatoren. Gegen Adolf Wagner verlangt König fanatischer und gegen den Besitz hezzender" seien, als die erinnert zu werden. Man gebe sich nicht etwa der Hoff Stumm Disziplinaruntersuchung, weil er in einem Vortrage nung hin, daß es sich bei diesem Maulkorbgesetz nur um eine vor Bergarbeitern im Ruhrrevier die Berechtigung der auf Einzelerscheinung handelt. Im Gegentheil, es sind zahlreiche verkürzte Arbeitszeit und erhöhten Lohn hinzielenden Be- magnaten fährt natürlich fort, Zwangsgefeße gegen alle Gegner Die kapitalistische Heßpresse der Agrarier und IndustrieAnzeichen dafür vorhanden, daß die lex Arons nur ein Glied strebungen wissenschaftlich nachgewiesen hat. Er wird geradezu der heutigen Staats- und Gesellschaftsordnung zu fordern. der Kette bildet, die die Stumm und Stummesgenossen dem als Streifanstifter bezeichnet und der Stab über ihn gebrochen, Von dieser Gesellschaft hat ja auch niemand erwartet, daß sie freien Geiste anlegen wollen. Das Bestreben, wissenschaftliche Gedanken mit Kanonen und dort direkt seine Weisheit an den Mann gebracht" habe. Daß mit Unterdrückungsgesetzen nichts gemacht ist, dies sehen weil er in die„ ,, Arena der Arbeiterversammlungen hinabgestiegen aus der Genfer Unthat vernünftige Lehren ziehen könnten. todtzuschießen, tritt besonders deutlich auf dem Gebiete der und vollends Delbrück, der sich des fluchwürdigen Verbrechens selbst manche von den nationalliberalen Blättern ein, indem nationalökonomischen Wissenschaft zu tage. Und das aus schuldig gemacht hat, in den Preußischen Jahrbüchern" gegen sie darauf hinweisen, daß bereits die strengsten Geseze gegen Verleicht erklärlichen Gründen. Auf dem Gebiete der politischen das Sozialistengesetz, gegen die Umfturzvorlage und gegen die breitung, Anreizung oder Verherrlichung der Propaganda der Defonomie begegnet die freie wissenschaftliche Forschung, wie lex Rede aufzutreten, und der im Hamburger Hafenarbeiter- That in allen Staaten, die Schweiz nicht ausgenommen, beſtehen. Karl Mary bereits vor mehr als dreißig Jahren in Streit die Arbeitgeber beschimpft" hat, indem er ihnen vorweiser Voraussicht der Zustände in dem führenden deutschen warf, daß sie mit unehrlichen Mitteln vorgegangen feien presse. Vor einigen Tagen wollte diefelbe gar nichts davon Besonders interessant ist das Verhalten der ZentrumsBundesstaat betont hat, nicht nur demselben Feinde wie auf gegen ihn scheint selbst die Strafe der Amtsentsegung noch zu wissen, daß man der Sozialdemokratie Vorwürfe mache wegen allen anderen Gebieten; die eigenthümliche Natur des milde zu sein. Der Staat hat, wie Herr von Stumm aus des Attentates. Die Köln. Volksztg." z. B. fagte:" Daß die Stoffes, den sie behandelt, ruft wider sie die heftigsten, klein- Srücklich betonte, die Verpflichtung, seine Gesetzgebung zu ver- Sozialdemokraten und Anarchisten nicht identisch sind, sieht lichsten und gehässigsten Leidenschaften der menschlichen Brust, schärfen, nicht blos durch allgemeine Geseze, sondern speziell allmälig auch der einfachste Mann ein"; und weiter: die Furien des Privatinteresses, auf den Kampfplat". Mag der preußische Kultusminister immerhin von dem Also Ausnahmegesete gegen eine bestimmte der hirnverbrannten That eines italienischen Anarchisten auch durch Maßregeln in bezug auf die Kathedersozialisten.„ jedenfalls entbehrte es der Logik, wenn man mit Schuße der freien Wissenschaft reden! Wir wollen ihm das wissenschaftliche Richtung das ist das End ein Ausnahmegesetz gegen die deutsche Sozialdemokratie be Vergnügen, in schönen Worten zu schwelgen, nicht rauben. Nur darf Herr Bosse nicht verlangen, daß wir ihn ernstlicht vie unt König Stimim. Nimmt es sich da gründen wollte, die mit dem Attentat doch sicherlich nicht das nehmen. Ein Mann, der noch im vorigen Jahre ausdrücklich demselben Athemzuge versichert, ein Hohn aus, wenn derselbe Mann in mindeste zu thun hat." betonte, daß die praktische Bedeutung des Falles Arons in der einen solchen Respekt vor der wirklichen" Wissenschaft gefunden, cine Lesart, die unseren ausnahmegefeßwüthigen es gebe niemanden, Jetzt aber hat die Zentrumspresse noch eine andere Lesart der Oeffentlichkeit überschätzt werde, und der sich schon haben könne als er? wenige Monate später so geberdete, als gefährde der PrivatBourgeoisblättern sehr wenig angenehm ist. Gleichlautend dozent Dr. Arons durch seine mathematischen und physikalischen in Preußen. Alles, selbst die Universitäten, wollen die herr zeitung": Da spreche noch einer von der Freiheit der Wissenschaft schreiben die„ Germania" und die Köln. VolksVorlesungen den preußischen Staat, ein solcher Mann hat schenden Klassen ihren Interessen dienstbar machen, und wehe jeden Anspruch darauf verloren, daß sein Urtheil für uns maß dem, der sich nicht fügt! Die Entfernung aus dem Amte hängt gebend sein kann. Lag doch zwischen der ersten und zweiten Aeuße- als Damoklesschwert über ihn. Da aber ein so schroffes Vorrung jene denkwürdige Sigung des Herrenhauses, in der der gehen selbst bei einem Theil der Bourgeoisie auf Widerspruch allgewaltige König Stumni seine Ansichten über die Freiheit stoßen würde, so versucht man es einstweilen mit den der Wissenschaft zum besten gab, Ansichten, wie sie in Saar sogenannten Strafprofessuren. Die Berufung des Sozialistenarabien vielleicht heute schon die herrschenden sind, wie sie födters Julius Wolf nach Breslau und die Besetzung eines aber in Preußen niemals zum Siege gelangen dürfen, wenn nationalökonomischen Lehrstuhls in Berlin durch den wissenanders Preußen nicht auch in dieser Beziehung den Fluch der schaftlich ganz unbekannten Herrn Reinhold zeigt zur genüge, Lächerlichkeit auf sich laden will. Und doch sind wir in Preußen bereits nahe daran, die lich bereit ist. daß der Minister Bosse auf diesem Wege vorzugehen ernstangeblich freie Wissenschaft in Stumm'sche Bahnen zu lenken; Männer, die zwar schwerlich den Beweis ihrer wissenschaftlichen Das sind Männer nach seinem Herzen, wenn nicht alle Anzeichen trügen, so können wir uns noch auf Qualifikation erbringen können, die aber dafür den unbezahlweitere Maßregeln zum„ Schuße" der Wissenschaft gefaßt machen. baren Vorzug besitzen, daß sie die Jugend mit der Liebe Vielleicht ist die Zeit nicht mehr fern, wo nur noch solche für König und Vaterland, mit dem Respekt vor der Monarchie Männer auf die Lehrstühle der Universitäten, namentlich auf und vor der Verfassung und mit der Achtung vor unseren die Lehrstühle für Nationalökonomie und Geschichte, berufen staatlichen Einrichtungen zu erfüllen" im stande find. werden, die sich des unbedingten Wohlwollens des Königs Stumm erfreuen, die den herrschenden Klassen zu Munde des Ministers und seiner Hintermänner berührt die Erscheinung, Fast noch unangenehmer, als dieses fulturfeindliche Streben reden, unbekümmert darum, ob sich das mit ihrer wissenschaft- daß die Vertreter des Volfes nicht den Muth haben, gegen lichen Ueberzeugung verträgt. Geht doch das Streben weiter eine solche Knebelung der Wissenschaft energisch zu protestiren. einflußreicher Streise dahin, selbst so harmlose Männer wie Würden die Hochschulen dem Reiche unterstehen, so würde Wagner und Delbrück von den Universitäten fernzuhalten, im Reichstage ein derartiges Vorgehen gebührend gegeißelt haben sie doch offen erklärt, es sei nothwendig, auch die werden. So aber dürfen sich die reaktionären Elemente alles Disziplinargeseze gegen die Professoren zu ergänzen! Man lese nur aufmerksam die Verhandlungen des Land- erlauben, kaum daß sich einmal ein Mitglied des Landtages tages über den Kultusetat der letzten beiden Jahre nach, und herigen Weise weiter, wird der Einfluß der Leute, die selbst Geht es in der biszu einem schwachen Protest aufrafft. man wird sich davon überzeugen, daß thatsächlich die Absicht die Wissenschaft dem Kapitalismus dienstbar machen wollen, besteht, die Wissenschaft in Preußen zu fnebeln. Nirgends nicht gebrochen oder sogar noch gestärkt, so kann man sich wagt ja der Kapitalismus so dreist sein Haupt zu erheben noch auf weit schlimmeres gefaßt machen. Dann wird es und so offen seine volks- und kulturfeindlichen Ansichten zu nicht mehr allzu lange dauern, und wir sind dort angelangt, enthüllen, wie in der preußischen Volksvertretung", wo wo die freie Wissenschaft in Preußen abtreten und der die Bourgeoisie ganz unter sich ist und wo sie sich nicht Königlich Stumm'schen privilegirten Wissenschaft Plaz machen darauf gefaßt zu machen braucht, daß ihr von einem Vertreter wird. der arbeitenden Klassen gehörig der Text gelesen wird. der Politische Mebersicht. Was soll man dazu sagen, wenn der Minister, dem die Universitäten, der Hort der freien Wissenschaft, unterstellt sind, ganz offen den Grundsatz proflamirt, man müsse darauf Berlin, den 15. September. Bedacht nehmen, daß bei der Behandlung der Der Kaiser und die Feudalherren der Industrie. Arbeiterfragen in den Vorlesungen Auf die Depesche, welche die Vertreter des Zentralverbandes Stanspunkt der Unternehmer etwas mehr als bisher zur Geltung tommt, eingedent des deutscher Industrieller und verschiedener wirthschaftlicher VerWortes, daß man die Henne nicht schlachten solle, die einigungen Rheinlands und Westfalens aus Düsseldorf an den die goldenen Eier legt? Was soll man dazu sagen, wenn die Adresse des Reichsraths von Haßlerden bekannten Kaiser gerichtet hatten, ist folgende telegraphische Antwort an derselbe Minister, dem Drängen der Agrarier nachgebend, die Adresse des Reichsraths von Haßler einen Anspruch der Landwirthschaft auf eine wissenschaftliche Augsburger Spinnerfönig, den süddeutschen König Stumm Vertretung ihrer Interessen" an den Universitäten konstruirt? erfolgt: Unter diesen Umständen werden wir möglicherweise noch dazu gelangen, daß selbst die übertriebensten Forderungen, die jemals agrarische Begehrlichkeit erhoben hat, als wissenschaftlich berechtigt nachgewiesen werden, und daß die Universitäten sich fchließlich ganz in den Dienst des Großkapitals und der Landwirthschaft stellen. Se. Majestät der Kaiser und König lassen den dort versammelten Vertretern der deutschen Industrie für die Allerhöchst Ihnen aus Anlaß des graufigen Verbrechens in Genf gewidmete Kundgebung treuer Anhänglichkeit aufrichtig danken. Auf aller höchsten Befehl von Lucanus, Geh. Kabinetsrath." Unsere Leser erinnern sich genügsam des Inhalts der Unternehmerdepesche, welche nicht nur von der Anhänglichkeit " ,, Will man den Anarchismus wirklich an der Wurzel treffen" und mit Stumpf und Stiel ausrotten", will man auch die zum Anarchismus führenden Bestrebungen" wirklich unschädlich machen, dann darf man nicht auf die Symptome der Krankheit allein den Blick richten, sondern des Uebels Kern muß erkannt und getroffen werden. Die Sozialdemokraten und die Anarchisten haben aber selbst oft gemig darauf hingewiesen, daß sie nur die Konfequenzen aus den Lehren der modernen Wissenschaft ziehen, die auf Atheismus und Materialismus aufgebaut ist. Da hat man die Wurzel des Anarchismus!. Will man mun etwa verbieten, daß Atheismus und Materialismus von den Kathedern der Universitäten verkündet, in wissenschaftlichen Werken verbreitet werden? Will man den Unglauben aus den Fakultäten der protestantischen Theologie und von den protestantischen Kanzeln verbannen? Will man dem praktischen Materialismus, der sich in Genußsucht und Verführung breit macht oder unter der Form der Kunst und schönen Literatur den niedrigsten Trieben der Menschheit schmeichelt, zu Leibe gehen? Nichts von alledem. Die Herren Gelehrten sollen den Materialismus ungestört weiter lehren, die besitzenden Klassen sollen ungestört dem materialistischen Lebensgenuß weiter fröhnen, Schmug und Unfittlichkeit sollen als Kunst einen Freibrief genießen, aber den Leuten, die unbequeme Folgerungen aus derselben Lehre ziehen, denen soll das Handwerk mit Gewalt gelegt werden. So lange die wirkliche Quelle des Anarchismus und des Umsturzes nicht verstopft wird, wird man sich vergeblich bemühen. Das Genfer Attentat erhebt eine furchtbare. Anklage gegen den Geist der Zeit, den Geist des Atheismus und des Materialismus. Da kann nur die Umkehr helfen, die Rück= tehr zu Gott und seinen Geboten für Hoch und Niedrig. Die literarischen Bediensteten des Herrn b. Stumm werden gegen diesen Angriff nichts ausrichten können. Sie werden mit ihrer eigenen Waffe geschlagen. Genau wie sie versuchen, die Sozialdemokratie als Vorfrucht" des Anarchismus hinzustellen, so wird ihr Protestantismus und die Genußsucht ihrer Kreise als Vorfrucht der Sozialdemokratie bezeichnet. Wir freilich halten die Auffassung der" Post" wie der ,, Germania" für verfehlt und unreif. Die Geschichte läßt sich nicht in so einfache Formeln spannen. einstimmung der Meinungen über die Mittel, wie solch' beJedenfalls zeigt es sich auch jetzt wieder, daß eine leberdauerlichen Aeußerungen eines fanatischen Verbrechersinnes entgegen zu treten sei, sofort weit auseinander gehen, wenn man der Frage praffisch näher tritt. Gerede über das Genfer Attentat der Gedanke hervor, daß Als das einzig werthvolle tritt aus all dem massenhaften die herrschende Klasse endlich ernsthaft Einkehr halten und ihre selbstfüchtige Feindschaft gegen die sozialen Bestrebungen der Arbeiterklasse wenigstens etwas zurückdrängen müsse. So und nur so wird einer Wiederholung gräßlicher Thaten wie die in Genf vermieden werden können. Leider fürchten wir, daß wir tauben Ohren predigen. Der gewaltthätige, anarchistische Geist der Herren vom Zentralverband der Industriellen ist bei uns überaus einflußreich. " " = M Uinsturzheke in Italien. Aus verschiedenen italienischen Nachricht vom Tode des Kanzlers versiegelt. Das Buch erscheint bei Aus Valparaiso meldet der New York Herald", der Provingstädten werden Verhaftungen von„ Anarchisten" ge- Macmillan u. Co. zu dem Ladenpreis von 30 Schilling( etwas über Grenzstreit zwischen Chile und Argentinien werde sich wahrscheinlich meldet. Ebenso wurden in Nom, wie das„ Wolff'sche Bureau" 30 Mart). zu einem gewaltigen Zusammenstoße ganz Südberichtet, mehrere Sozialisten und Anarchisten" verhaftet; Englands. Es dürfte sich also wohl um mehr als um ein sensationelles vertrag mit Argentinien verpflichtet, Chile entgegenzutreten, aber Die Buchhandlung Macmillan u. Co. ist eine der angesehenſten amerika's entwickeln. Man glaube, Bolivien sei durch Geheimzwei sollen am Avanti" beschäftigt sein. Machiverk handeln. Der Ministerpräsident Be IIour hat bereits an die Peru werde Bolivien in Schach halten. Diese Haltung Peru's sei Präfetten ein Zirkular erlassen, in welchem dieselben auf sichtlich Ende Oktober zusammentreten, Die Reichskommission für Arbeiterstatistik wird voraus eine Folge davon, daß Chile seine Entschädigungsforderung an Peru gefordert werden, die Revolutionäre" zu überwachen. Vernehmung von Auskunfts- Personen aus dem Kreise der ermäßigt habe. um die mündliche wegen Verwaltung der Provinzen Tacna und Arica um 10 Millionen Ein anderer, geheimer" Erlaß der aber doch vom Sellner und Gastwirthe über die Arbeitsverhältnisse im Aus Santiago de Chile wird telegraphisch gemeldet, daß Chile Avanti" veröffentlicht ist- verlangt von den Präfekten detaillirte Gastwirthsgewerbe zu beginnen. Vom Ministerium des Innern ist in großartiger Weise rüste; von anderer Seite wird diese Meldung und sichere Auskunft über die republikanische und sozialistische bereits dieser Tage an die Vereinigungen der Arbeitgeber und der bestritten. Bresse, über die Vereinigungen, Broschüren 2c. Im besonderen Arbeitnehmer das Ersuchen gerichtet worden, ihm solche Auskunftswill die Regierung„ volles Licht" haben über gewisse Leute", welche es verstanden haben, sich als Friedens- und Gleichheitsapostel", als„ Erzieher des Volkes" bei den Massen populär zu machen. " " perſonen namhaft zu machen. In dem Schreiben an die Organisationen Das Organ des Herrn v. Berlepsch, treffenden noch im Gewerbe thätig sein sollen. der Arbeitnehmer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die be= der Arbeitnehmer wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß die be die Soziale Bragis", bemerkt in seiner Besprechung der DehnDiese Bedingung, welche bei früheren Vernehmungen nicht ge- Hausener Rede des Kaisers: stellt wurde, ist eine Konzession an die Wünsche der" Wer wird fagen können, daß unser gesammtes Wirthschaftsleben, Der Herr Ministerpräsident thut etwas, um etwas zu unternehmer. Für die Arbeiter bedeutet sie eine ungerechte in den letzten Jahren durch die Ausstände eine unheilvolle Schädithun. Vielleicht oder wahrscheinlich wird man auch zu den Beschränkung ihrer freien Wahl und eine direkte Schädigung ihrer gung erfahren habe? Unsere Großindustrie, unser Handel Hunderten und Tausenden, die man ungerecht vor Gericht Interessen. Denn die in Stellung befindlichen werden, wie die Dinge erfreuen sich seit geraumer Zeit einer Blüthe, die die kühnsten Erund in den Kerker geschleppt hat, noch einige Opfer hin- im Gastwirthsgewerbe einmal liegen, vielfach garnicht in der Lage sein, wartungen übersteigt. In den führenden Gewerbszweigen und in den Kerker geschleppt hat, noch einige Opfer hin- dem Nufe der Kommission zu folgen. Soweit sie aber vor der Kommission find große Streits überhaupt nicht vorgekommen; seit dem rheinischschlachten. Aber nichts kann aus alledem herauskommen für schlachten. Aber nichts kann aus alledem herauskommen für erscheinen, werden sie aus Furcht, sich wirthschaftlich zu schädigen, westfälischen Bergarbeiter- Streit von 1889 ist als gewaltiger den Zweck, den man angeblich verfolgt, für die Vorbeugung weit weniger als gegenüber anarchistischen Gewaltthaten. vollständig unabhängige Personen die Arbeitskampf nur der Hamburger Hafenstreit 1896/97 zu verzeichnen, Interessen ihrer Berufsgenossen vertreten tönnen. Sie werden eine und dieser nimmt eine Sonderstellung ein. Eine lebhafte StreikWie uns unser römischer korrespondent schreibt, gewisse Befangenheit nicht überwinden können, ihre Antworten werden bewegung mit wachsenden Dimensionen ist eigentlich nur im Baugiebt es in Italien eigentliche Anhänger der Propaganda der von diesem Gefühl beeinflußt sein und so besteht die Gefahr, daß gewerbe zu sehen; auch hierfür aber sind eigenartige Ursachen maßThat" überhaupt nicht mehr. Die theoretischen" Anarchisten die Kommission nicht ein wahres Bild von den Zuständen im gebend." find entweder im Gefängniß, im Zwangswohnsiz oder imbereinen selbst überlassen sollen, diejenigen Leute zu entfenden, die Generalfommiffion der Gewerkschaften Deutschlands erwähnt hat, Gastwirthsgewerbe erhält. Deswegen hätte man es den Fach- Nachdem die„ Soz. Praxis" dann auf grund der Statistik der Auslande. Diejenigen, welche unter dem Namen Anarchisten das Vertrauen ihrer Berufsgenossen besigen, ohne noch besondere daß die Streits im Jahre 1897 einen Ausfall von rund 1/4 Million noch vorhanden sind, treiben eine vollständig gesetzmäßige Bedingungen daran zu knüpfen. Propaganda, haben auch einige Organisationen und sind im Arbeitstagen verursacht haben, fährt das Blatt fort: ganzen nicht sehr zahlreich. Sie find eigentlich Sozialisten, aus Nürnberg, der sich in einer Wirthschaft in Schwabach scharf über doppelte und dreifache Höhe erreicht hätte, so wäre das doch mur Gewiß eine beklagenswerthe Zahl! Aber selbst wenn sie die Chronik der Majestätsbeleidigungs- Prozeffe. Ein Arbeiter welche nur die Betheiligung an den Wahlen verurtheilen; fie Wilhelms 11. letzte Rede ausließ, wurde wegen Majestätsbeleidigung die das Jahr bei 6-7 Millionen Industrie- Arbeitern hat. Ein sammeln Gelder für die Sozialisten, lesen deren Zeitungen, zur Anzeige gebracht. ein winziger Bruchtheil von den 1800-2000 Millionen Arbeitstagen, find alles andere denn Mörder." einziger neuer Feiertag, der angeordnet wird, be= tage einen wirkt mit dem Verzicht auf 6-7 Millionen Arbeitstreils, ganz zu schweigen von dem jahraus jahrein an größeren Ausfall als sämmtliche dauernden Verlust, den unverschuldete Arbeitslosigkeit veranlaßt: Bei 200 000 Arbeitswilligen, tönnen, ergiebt das die Summe von 60 Millionen verlorenen die keine Arbeit finden Tagen. Und wie wenig ist hier noch geschehen, um diesen Arbeitswilligen zu helfen! Oesterreich. Wenn man diese Leute, die eine friedliche Organisation Graz, 14. September. Daß die Regierung, als sie den deutschder Arbeiter betreiben, durch gewaltsame Gesezesbeugungen gefinnten Gemeinderath in Graz auflöſte, um bei der nächsten Wahl trifft, so erreicht man damit gar nichts gegen Verbrechen wie einen gefügigeren Klerikalen zu erhalten, einen großen Frrthum beging, die Ermordung der Kaiserin von Oesterreich. Im Gegentheil, geht aus dem Ergebniß der Grazer Neuwahlen hervor. Die Koali dadurch gerade erbittert man und reizt denkunfähige und vertion aller Klerikalgesinnten blieb gestern um 900 Stimmen gegen die wahrloste Individuen zu verbrecherischen Thaten an. deutschen Wähler zurück. Als die fiegreiche Partei ihre Freude Könnte Gewalt etwas ausrichten, so müßte es durch die äußerte und deutschnationale Lieder sang, schritt die Wache ein. Ereignisse des letzten Halbjahres in Italien erreicht werden Frankreich. tönnen. Paris, 15. September. Gaulois" meldet, es sei wahrschein Juftigministers Sarrien fügen werde, wie auch dessen Beschluß sein lich, daß die Mehrheit des Kabinets sich doch dem Beschluß des möge. Wenn Sarrien sich zu gunsten der Revision ausspreche, werde nur die Demiffion des Kriegsministers Burlinden erfolgen. Der Justizminister verweilte gestern 11/2 Stunden im Kriegsministerium, vo er die Akten des Dreyfus- Prozesses durchsah. Spanien. Wegen der Mailänder Tumulte am 6., 7., 8. und 9. Mai find etwa 1500-2000 Personen verhaftet worden. Eine große Zahl der Verhafteten mußte allerdings wieder entlassen werden, da gegen sie, trotz des gewiß guten Willens der Anklage Behörde sich nichts vorbringen ließ. Gegen 776 wurde Anflage erhoben und 59 wurden in contumuciam berurtheilt. Das Mailänder Kriegsgericht bildete zwei Kammern, die am Madrid, 15. September. Das Bureau der Kammer legte der 17. bezw. 23. Mai ihre Thätigkeit begonnen. Diese zwei Kammern Königin- Regentin das Gefeß zur Unterschrift vor, welches die Rehaben also in 126 Einzelprozessen 835 Personen abgeurtheilt; gierung zur Abtretung von Gebietstheilen in den Kolonien er hierunter befanden sich 226 Jugendliche und 27 Frauen. mächtigt. Im Zusammenhange damit ist die folgende Times" Nur 143 der Angeklagten entgingen der Verurtheilung, von Meldung aus Philadelphia von Interesse: Nach langwierigen Be den Frauen wurden 17 verurtheilt, 10 freigesprochen. rathungen beschloß das Kabinet zu Washington, die amerikanischen ganzen Insel Luzon, wie auch diejenige einer Insel in der Ladronen Friedenskommissare dahin zu inſtruiren, daß sie die Abtretung der Die Kriegsgerichte fällten insgesammt folgende Urtheile: 1468 Jahre 6 Monate und 17 Tage Gefängniß; 93 Jahre 10 Monate und 6 Tage Zwangsdomizil; in Summa 1562 Jahre 8 Monate 8 Tage. Dazu 307 ahre Polizeiaufsicht und 43 752 Frks. Geldstrafe. Die Vermuthung dürfte sich nicht von der Hand weisen laffen, daß gerade dies wahnsinnige Wüthen der Blutgerichte feiner Heimath in den blöden Schädel des Luccheni den Plan zu der wahnsinnigen Blutthat hat reifen lassen! Ausschreitungen gegen Italiener. Aus Triest wird vom 15. September gemeldet: Im Laufe des gestrigen Tages fam es in Nabresina zu Ausschreitungen gegen italienische Arbeiter. Etwa 300 Slovenen draugen in zwei italienische Arbeiterwerfstätten, zerbrachen die Fensterscheiben und zerstörten das Mobiliar der Kanzlei. Weitere Ausschreitungen wurden durch Gendarmen verhindert, welche 11 Verhaftungen vornahmen. Inzwischen sind in Nabrefina Gens darmerieverstärkungen und zwei Kompagnien Militär zu deren Unterstügung eingetroffen. Auch die hiesige Garnison wurde verstärtt. Am Abend wurde die Ruhe weder hier noch in Nabrefina gestört. Die franzöfifche Revisionsfrage. Präsident Faure läßt durch die Agence Savas" mittheilen, es sei nicht wahr, daß er bei den Berathungen des Ministeriums am Montag bestimmend in die Frage der Revision habe eingreifen wollen. Nach neueren Mittheilungen des„ Matin" wird der Grund, warum man sich der Revision entgegensetzt, durchaus klar. Es ist, wie vermuthet wurde: Die Einleitung der Revision bedingt, daß der General Mercier vor Gericht gestellt wird. Der„ Matin" giebt folgende Schilderung der Verhandlungen des Ministerrathes am Montag: gruppe fordern sollen. Heute der Königin gegenüber die Vertrauensfrage stellen. Falls die Madrid, 15. September.( Magdeb. 8tg.") Sagasta wird Königin- Regentin Sagasta in Anite beläßt, was wahrscheinlich ist, wird dieser sofort die Bevollmächtigten zur Friedenskonferenz er nennen. Als erster ist Montero Rios in Aussicht genommen. Neuerdings verlautet, Amerika fordere auch eine Kriegsentschädigung von Madrid, 14. September. Senat. Primo de Rivera verlangt eine Untersuchung über seine Amtsführung auf den Philippinen und sagte, wenn er nicht Genugthnung erlange, so werde er vor aller Welt Almenas für einen elenden Verläumber erklären. Almenas will antworten, doch verweigert ihm der Präsident das Wort. 20 Millionen Dollars. Wie wenig ist aber überhaupt noch geschehen, um Streits auf friedlichem Wege einzudämmen! Giebt es denn keine anderen Gesetz über die Gewerbegerichte gemachte Anfang der Errichtung von Mittel als Repression, Polizeistock, Strafgesetze? Der in dem Einigungsämtern ist nur sehr bescheidener Natur, aber es sind doch schon einige höchst erfreuliche Resultate erzielt worden. Der Reichstag hat sich für obligatorische Anrufung des Einigungsamtes bei Arbeitszwisten ausgesprochen. Auch in konservativen Kreisen wird der Gedanke von Schiedsgerichten sympathisch begrüßt. Die im schlossenen Organisationen vereinigten Prinzipalen und Gehilfen Buchdruckgewerbe getroffenen Vereinbarungen zwischen den zu gezeigen doch flar, daß ein friedliches Zusammengehen beider Parteien möglich ist. Die Ausbildung des unparteiischen Arbeitsnachweises gehört ebenfalls in dies Kapitel. Selbst diese paar Andeutungen beweisen, wie reichhaltig die Rüstkammer bestellt ist, aus der Waffen zur Erlangung und zur Sicherung des sozialen Bolizeiverordnungen und Strafgesetze sind leichter zu entwerfen als Friedens für einſichtsvolle Staatsmänner zu holen find. Freilich organische Reformen! wir der These, daß die persönliche Freiheit des Arbeiters, feiner Was aber den Schuß der Arbeitswilligen betrifft, so stimmen Familie, des Arbeitgebers unter allen Umständen geschützt werden muß, rückhaltlos bei. Aber wir können uns feines positiven Falles erinnern, wo strafbare Exzesse und Ungehörigkeiten bei Streits aus Mangel an Paragraphen des Strafgesetzbuches oder an PolizeiKommentar zur Gewerbe- Ordnung kommen zur Unterstützung des vorschriften ungeahndet bleiben mußten. Nach dem Landmann'schen § 153 der Gewerbe- Ordnung nicht allein die§§ 240 und 241 des Strafgesetzbuchs, Röthigung, mit einer och st strafe von einem Jahre Gefängniß in betracht, sondern außerdem § 110, öffentliche Aufforderung zum Ungehorsam Madrid, 14. September.( Jut. Corr.") Der spanische Kolonialbesig in Ostasien. Sagasta erklärte in einer ver- en die Gefeße, Gefängniß bis zu zwei Jahren: traulichen Versammlung der ihm befreundeten Barlamentarier, der on a ten,§ 125 and friedensbruch, Gefängniß nicht § 123-24 Hausfriedensbruch, Gefängniß bis zu drei fleine Sieg über die Aufständischen bei den Bisayas- Inseln könne unter drei Monaten,§ 126 Androhung eines gedie Regierung nicht darüber täuschen, daß die Anwesenheit der Nord- meingefährlichen Verbrechens, Gefängniß amerikaner in den Gewässern der spanischen oftasiatischen Kolonien einem Jahre,§ 127 bewaffnete Busammenrottung, bis zu für die dortigen Eingeborenen ein ständiger Anreiz zu Aufständen fängniß bis zu zwei Jahren,§ 130 Aufreizung zu Gewalt sein würde. Hierdurch aber sei der gesammte dortige Kolonialbesis thätigkeiten, Gefängniß bis zu zwei Jahren, endlich die Spaniens dauernd gefährdet. Rußland. Petersburg, 14. September. Der russische Kriegs hafen in Libau. Nach Mittheilungen der Marineverwaltung sind die Arbeiten der beiden großen Docks in Libau, welche zu den Ausbesserungsarbeiten von Schlachtschiffen und Kreuzern I. Klasse eingerichtet sind, vollständig beendet. Die Aktionsfähigkeit der russischen Ostseeflotte ist damit vollendet. Es lebe der Friede! Türkei. Gebekannten§§ 185-187 Beleidigung und Verleumdung, Gefängniß bis zu zwei Jahren, dazu treten dann natürlich noch die ganze Reihe von Paragraphen, die von Körperverlegungen u. f. w. handeln. Und wenn auch die That an sich die gleiche sein mag, so ist doch die Gesinnung, aus der ftreifende Arbeiter gegen ihre fortarbeitenden Kameraden sich vergehen, eine wesentlich andere, als diejenige, der die aufgezählten Strafthaten sonst meist entspringen. Solidarität, Gemeingefühl, Genossenschaftsbewußtsein sind Grundlagen unseres ganzen gesellschaftlichen Lebens. Der Soldat, höchste Ehre, sie zu wahren; wer gegen fie frevelt, verder Beamte, der Arzt, jeder Berufsstand hält es für seine fällt der sozialen Aechtung, die ihn oft von Brot und ei math treibt. Wir verdammen jeden Terrorismus bei Streits, aber ehrloser Gesinnung entspringt er nicht! Und gerade diese soll doch das 3 uch thans treffen! lich vor streikenden Arbeitern? Wir wissen doch, daß schwarze Und bedürfen denn die Arbeitswilligen einen Schuß ausschließ Listen nichts seltenes sind und mit tödtlicher Sicherheit den geLeistungen sich wegen ihrer politischen Gesinnung mißliebig Entlassungen von Arbeitern stattfinden, die troy tüchtiger gemacht haben. Arbeitgeber verbände sperrenhunderte und tausende von schuldlosen Arbeitern aus, weil einige ihrer Genossen streiken. Und Unternehmer verhängen Boykotts über Kollegen, die nicht mit ihnen gehen. Wir haben noch nichts davon gehört, daß derartige BeAus Manila melden die" Times" vom 14. September: Die schränkungen der persönlichen Freiheit von staatlichen Organen vers Truppen der Insurgenten räumten heute die Vorstädte Manila's. folgt worden sind. Das aber ist gerade der wundeste Punkt in der 15 000 Mann sind im Ausmarsch begriffen; die Ordnung ist aus heutigen Sozialpolitik, daß sich in immer weiteren Kreisen die Uebergezeichnet und es herrscht eine bemerkenswerthe Disziplin. Peking, 12. September. Marquis Ito ist gestern in Tientsinugung festsetzt, es herrsche ungleiches Maß und Gewicht in der Behandlung von Unternehmern und Arbeitern." Nachdem mit dem 1. August die Frist abgelaufen war, in angekommen und wird binnen kurzem hier erwartet. Die Chinesen welcher die Einzelressorts des Reiches ihre Anmeldungen zum Etat bringen diesen Besuch in Zusammenhang mit einem Schutz- und für 1899 beim Reichsschazamt eingereicht haben mußten, haben in- Truzbündniß zwischen Japan und China. Es heißt, Marquis Jto zwischen die kommissarischen Verhandlungen zwischen den betheiligten sei beauftragt, unter der Hand Untersuchungen anzustellen und amtlichen Stellen über die Einzelforderungen begonnen. Nach dem darüber zu berichten, ob die Möglichkeit vorhanden ist, daß China Verlauf, den dieselben bisher genommen haben, ist zu erwarten, daß den verlorenen Einfluß wiedergewinne und ein brauchbarer Bundesder Entwurf zum Etat dem Bundesrathe zur gewohnten Zeit wird genosse werde. Zweifellos ist hier in der letzten Zeit eine starke vorgelegt werden können. Besondere erhebliche Mehrforderungen Neigung zu Japan hin eingetreten, dessen Reformen der Kaiser von dürften in dem Etat nicht enthalten sein." China aufmerksam studirt. Afrika. Der Kriegsminister General 8urlinden unterbreitete dem Ministerrath eine Anzahl Aftenstücke, die er als entscheidende voll- Kabinette der vier Mächte zwei Rundschreiben, welche Kandia beKonftantinopel, 14. September. Die Pforte richtete an die giltige Beweise für die Schuld Dreyfus' erklärte. Mehrere Minister theilten die Ansicht des Kriegsministers, während andere sie treffen. In dem einen wird die Verantwortung für die jüngsten bekämpften. IIe aber stellten fest, daß diese Papiere Ereignisse abgelehnt und gegen das Bombardement protestirt, in dem Prozeß im Jahre 1894 dem Bertheidiger nicht während in dem anderen die Zurückziehung der Truppen von Kereta übermittelt worden seien. Die Folgen, welche die Fest- abgelehnt und die Lösung der fretischen Frage durch Ernennung stellung dieser Thatsache für den General Mercier nach sich Minister des Aeußeren Achmed Tewfik den diplomatischen Vereines Gouverneurs verlangt wird. Gestern Nacht stattete der ziehen müßte, feien schuld an dem Zögern des Ministeriums. Es verlautet, du Baty de Clam jei nicht nur wegen der Machen- schaft tretern der vier Mächte Besuche ab und theilte denselben die Botschaften in der Esterhazy- Angelegenheit gemaßregelt worden; die schaft des Sultans mit, ohne jedoch Entgegenkommen zu finden. zeichneten Arbeitsunwilligen verfolgen. Es ist doch nichts neues, daß Minister. wollen in bezug hierauf von dem General Zurlinden stellte ein neues Ultimatum, in welchem er die Auslieferung der Kandia, 15. September.( Frantf. 8tg.") Der englische Admiral Aufklärungen verlangen." " Echo de Paris" meldet, 8o I a befinde sich gegenwärtig in der Schuldigen und der Waffen, sowie die Zerstörung der Häuser, aus Schweiz, wo er an der Abfassung eines Briefes benen die Engländer beschossen wurden, fordert. Daraufhin demolirten arbeite, welcher zu einträchtigem Zusammenwirten zu gunsten der die Türken vorgestern Abend 50 Häuser. Gerechtigkeit und des Patriotismus ermahnt. Der Brief soll in ganz Frankreich durch Maueranschlag verbreitet werden. * Deutsches Reich. Ueber die Vorbereitungen zur Aufstellung des nächsten Reichsetats wird offiziös geschrieben: Asien. Zum Stuttgarter Parteitage Die Barteifonferenz für den 16. Hannoverschen Wahlkreis Line: burg- Winsen- Soltan beantragt, die Reichstagsfraktion möge einen Gejegentwurf, betr. die Einführung des Miliz fystems, im Reichstage einbringen. Begründet wurde dieser Antrag damit, daß sowohl der Ausgang des spanisch- amerikanischen Krieges, wie auch der Abrüstungsvorschlag des Baren und die zu erwartende Militärvorlage dieses Vorgehen als zeitgemäß erscheinen Neues über Bismarck? Aus London wird dem„ Berliner Tageblatt" geschrieben: Unter den heutigen Buchhändler- Anzeigen Tanger, 18. September.( Jnt. Korr.) est enflotille ließen. wird für nächsten Freitag die Veröffentlichung des nachstehenden drei- in Marokko. Der Sultan hat den Ankauf von fünf Kanonen- Die Parteifonferenz für den Kreis Calbe- Aschersleben wünscht bändigen Werfes angekündigt: booten zur Bewachung der Nordküsten angeordnet. Der fran- die Einbringung eines Gesezentwurfes zum Schuße der " Bismard. Einige geheime Blätter seiner Geschichte; ein 3ösische Ministerresident übersandte daraufhin dem Groß- in der Landwirthschaft beschäftigten Kinder, jugent während fünfundzwanzig Jahre offiziellen und privaten Berfehres vezier eine Note, er werde es als eine unfreundliche Handlung der lichen Arbeiter und Arbeiterinnen. mit dem großen Kanzler geführtes Tagebuch.". sheriffianischen Regierung ansehen, wenn diese Boote nicht in FrankDas Manuskript dieses Wertes, welches viele bisher noch nicht reich bestellt und zu ihrer Zeitung nicht französische Maschinijten an beröffentlichte Dokumente und einige überraschende Urtheile über genommen würden. feine Zeitgenossen seitens des verstorbenen Kanzlers enthält, wurde Amerika. vor einigen Jahren nach England gebracht und in London an Washington, 15. September. Die Vereinigten Staaten haben Sannover abgehalten werde. Die Magdeburger dagegen ficherem Orte bewahrt. Ein Theil des Manuskriptes blieb bis zur den Bau von drei großen Schlachtschiffen angeordnet. Die Parteigenossen in Hannover schlagen folgenden Zusatz zu 87 des Organisationsstatuts vor:„ Die Parteitage find in geographisch möglichst günstig gelegenen Orten abzuhalten." Weiter wünschen sie, daß der nächste Parteitag in schlagen Magdeburg vor. Partei- Machrichten. Der Sozialdemokratische Verein in Frankfurt a. M. beschloß mit großer Mehrheit die Betheiligung an den nächsten Stadtverordneten Wahlen. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Redakteur Thiel in Kassel war vom Schöffengericht von der Anklage kostenlos freigesprochen worden, die dortige Polizeidirektion in einer Versammlungsrede dadurch beleidigt zu haben, daß er sagte:„ Es ist ja mun einigermaßen interessant, zu erfahren, daß die Polizei beigekommen ist, dem Stadtban- Wirth den Bierausschant für heute Abend hier im Saale zu untersagen." Diese Angabe hatte sich zwar als unrichtig erwiesen, denn das Trinkverbot war von dem Birthe selbst ausgegangen, das Schöffengericht stellte sich aber auf den Standpunkt, daß der Angeklagte im guten Glauben handelte, als er jene an sich nicht beleidigende Aeußerung that. Gegen dieses Urtheil legte die Amtsanivaltschaft Berufung ein. Das Landgericht erkannte aber ebenfalls auf fostenlose Freisprechung; der Angeklagte habe in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt. Das Attentat. Da vor der Sigung 6 Ausschußwahlen zu vollziehen sind, bes ginnen die Verhandlungen des Plenums erst nach 53/4 Uhr. hinaus eine Absperrung der Grenzen gegen aus 1borf, in denjenigen zur Vorberathung der Neuwahl von 8 un ländisches Bieh zu fordern, durch welche die Fleischernährung besoldeten Stadträthen, sowie des Kämmerers Stadtvv. großer Klassen der Bevölkerung verfümmert wird. Die großen Singer und Borgmann deputirt. Steuerlasten, welche das Reich und der Staat dem Volte auferlegen, lassen eine solche Politit immer unerträglicher erscheinen. Durch dieselbe werden insbesondere auch alle Klassen der Bevölkerung geschädigt, welche wie die Arbeiter, Angestellten und Beamten auf ein festes, vom Willen des Einzelnen unabhängiges Einkommen angewiesen sind. Der Vorsteher Dr. Langerhans eröffnet dieselben mit einer. Ansprache, in der er dem Abscheu über das scheußliche Verbrechen, dem die Kaiserin von Oesterreich zum Opfer gefallen, namens der Versammlung Ausdruck giebt. Der Bürgermeister und der Vorsteher haben gemeinsame Beileidstelegramme an die Magistrate von Wien und Budapest gesandt, von legterem auch bereits eine Erwiderung erhalten. Die nothwendige Aufbesserung der Besoldung der Staats beamten ist trop reicher, dafür vorhandener Mittel für große Klassen noch nicht zum Abschluß gekommen. Auch erheischen die erhöhten Miethspreise in manchen Richtungen eine andere Gestaltung für die Wahlmännerwahlen widerspricht Stadtv. Dr. des Wohnungsgeldzuschusses. Nachdem die Pensionsverhältnisse und die Neliktenversorgung der Staatsbeamten wesentlich verbessert sind, ist eine gleiche Versorgung den Gemeindebeamten und den Volksschullehrern durch Gesez zu gewährleisten. Die Staatsbetriebe entbehren in der Fürsorge für die in denselben thätigen Arbeiter noch vielfach des Charakters sozialer Musteranstalten. = Der Dringlichkeit für den Antrag betreffend die Wahlzeit; Schwalbe; es finden sich allmälig auch noch 14 Kollegen, sodaß die geschäftsordnungsmäßige Zahl vorhanden ist, um die Verhandlung für heute zu verhindern, nämlich die Stadtvv. Spinola, W. Gericke, Seibert, Wiese, Nast, Alt, Baumann, Liebermann, Louis Sachs, Liebenow, Kleefeld, Schmeisser, Mertens und Gerstenberg. Der Parteigenosse Dylong in Königshütte in OberAn stelle des verstorbenen Stadtv. Prof. Leo wählt die VerSchlesien hat es gewagt, einem Polizeibeamten in Heiduk, der ihn in Weit über Vorstehendes hinaus erstrecken sich entsprechend unserem sammlung in die Sanitätskommission den Stadtv. Louis Sachs. einem Privathause sistirte und nach verschiedenen Dingen ausfragte, Parteiprogramm von 1894 unsere Ziele in bezug auf die frei- Zur Verhandlung steht zunächst der Antrag Deter, betr. die zu sagen: Sie haben kein Recht dazu. Dadurch zog er sich einen heitliche Ausgestaltung des Staatswesens, ins- elektrische Hochbahn. Der Magistrat soll ersucht werden, Beleidigungsprozeß zu, der mit seiner Verurtheilung zu vier besondere auch des Kommunalrechts und des Unterrichtswesens. In- mit der Firma Siemens u. Halste dahin in Unterhandlung Tagen Gefängniß endete. Der Amtsanwalt hatte sogar sechs dessen das geltende Landtags Wahlrecht ermöglicht unter den zu treten, daß die elektrische Hochbahn möglichst vom DenneWochen Gefängniß beantragt zur Zeit obwaltenden Verhältnissen nicht, eine Zusammensetzung des wipplag in eine Unterpflasterbahn zum Anschluß an die auf Dem Vertheilen von sozialdemokratischen Flugblättern in den Abgeordnetenhauses herbeizuführen, start genug, um eine widerstrebende Charlottenburger Gebiet, ebenfalls in eine Unterpflasterbahn Straßen, das während der Reichstagswahl bekanntlich ohne Genehmi- Regierung auf liberale Bahnen in unserem Sinne zu führen. Das umzuändernde Bahnanlage, umgewandelt werde". gung der heiligen Hermandad vorgenommen werden kann, wollte Landtagswahlrecht, welches schon vor länger als dreißig Von den Stadtvv. Kreitling und Gen. wird beantragt, den man in Dresden durch die Anwendung der dort giltigen Ber- Jahren der damals leitende Staatsmam als das elendeste aller Antrag dahin zu erweitern, daß die Hochbahn schon vom Halletehrsordnung ein Ende machen. Eine Anzahl Parteigenoffen bestehenden Wahlsysteme bezeichnete, ist noch widersinniger schen Thor ab in eine Unterpflasterbahn verwandelt werde. erhielten dieserhalb Strafmandate. Das Schöffengericht sprach sie geworden infolge der künstlichen Ausgestaltungen, mit welchen man Stadtv. Schwalbe wünscht Ueberweisung an die Verkehrsnatürlich frei und das Landgericht ebenfalls. Soweit sind wir noch vergeblich die plutokratischen Einwirkungen der neuen Steuergesetze deputation. nicht, daß ein Reichsgesetz durch eine lotale Verkehrsordnung außer auf die Dreiklasseneintheilung auszugleichen suchte. Dazu kommt Antragsteller Stadtv. Deter bezeichnet die Hochbahn, soweit Kraft gesetzt werden könnte. eine höchst ungerechte Vertheilung der Abgeordnetenzahl, welche sie fertiggestellt ist, als ein Monstrum, welches die Stadt verunstalte in feiner Weise Rechnung trägt der Entwickelung der industriellen und das er am liebsten wieder abbrechen würde.( Zustimmung.) Die Bezirke und der Großstädte feit der vor länger als 30 Jahren er- Bahn entwerthe die Grundstücke der Anwohner ganz erheblich. AusDie Neberführung der Leiche. Der Zug mit der Leiche der folgten Bildung der Wahlkreise. schußberathung sei schon wegen der Rücksicht auf die Kostenfrage Kaiferin wurde auf österreichischem Boden überall mit Glockengeläute darf auch das unvollkommenste Werkzeug nicht Aber was verschlägt dies alles? Im politischen Leben unumgänglich. empfangen. Heute früh gegen 1/28 Uhr traf derselbe in Innsbruck verschmäht werden, wenn taugliche Mittel nicht verfügbar nische Gestaltung der Anlage keinen Einfluß gehabt. Der Anlage Stadtbaurath Krause: Der Magistrat hat auf die architettoein, wo der Statthalter, die Würdenträger und eine Ehrenkompagnie sind. Trotz aller Mängel des Wahlrechts würden die konservativen einer Unterpflasterbahn in der Bülowstraße hat sich die Firma auf dem Bahnhofe Aufstellung genommen hatten. Zahlreiche Kränze Parteien im Abgeordnetenhause nicht jene gefährliche Stärke erlangt Siemens und Halste nicht geneigt gezeigt, auch nachdem schon die wurden niedergelegt. Ueberall erwartet eine große Voltsmenge haben, wenn nicht die seitherige geringe Wahlbetheiligung in vielen Anlage der Bahn als solche vom Nollendorfplatz auf Veranlassung. den Zug. Verhaftungen. Die„ Neue Freie Presse" meldet aus Genf: Bezirken das Wahlergebnis in die hand weniger Charlottenburgs beschlossen war. Später hat sie sie von der Pots Die Zahl der Verhafteten beträgt bisher 18. mit mit der Behörden Organisation verflochtener damerstraße ab auszuführen bereit erklärt. Die Verhandlungen Sechs Personen Kreise gelegt hätte. wurden in Lausanne, die übrigen in Genf festgenommen unter dem darüber find noch im Gange. So einfach ist die Sache Verdacht, anarchistische Propaganda zu treiben. Die großen Gefahren für die Entwickelung des Staatswesens, nicht.. Soll die Bahn von der Lutherkirche an fallen, kompromittirt ist ein gewisser Calducci, der eine halbe Stunde vor heit des Abgeordnetenhauses in sich birgt, müssen allenthalben auf die Blumenthal- und Steinmezstraße sperren, auch einen sehr Am meisten welche bei den Neuwahlen die Möglichkeit einer fonservativen Mehr- so werde die dort entstehende Rampe die Nordseite der Bülowstraße, dem Attentat im Gespräch mit Luccheni gesehen wurde. Das Justiz- und Polizeidepartement hat 15 Ausweisungsbefehle führen, welche Birgfchaff leisten gegen weitere Rüddas Terrain des Potsdamer Güterbahnhofes zu verlegen, aber die fordern, die Wahl von Abgeordneten vorzubereiten und durchzu schlechten Anblick bieten. Die ideale Lösung wäre, die Rampe auf erlassen. Aus Lausanne wird gemeldet: Der hier am Tage vor dem weitere Verkümmerungen der Volksrechte und der Eisenbahnbehörde sehr dahin.( Beifall.) schritte der Gesetzgebung, insbesondere gegen Ausführbarkeit dieses Gedankens steht wegen der ablehnenden Haltung Attentat Lucchent's wegen Landstreicherei verhaftete Gualducci ist jetzt Boltsfreiheiten. als gefährlicher Anarchist erfamt worden. Er hat mehrere Tage Stadtv. Schwalbe hält für ausgemacht, daß nach den Ermit Luccheni zusammen gewohnt und man glaubt, daß er den Griff ein für die Wahl von Abgeordneten der freisinnigen Volkspartei. Darum Ihr Wähler in Stadt und Land, tretet mit aller Kraft fahrungen mit diesem Bau ähnliche Projekte für Berlin wohl nicht des Mordwerkzeugs Luccheni's angefertigt hat. Die Papiere, die sobald wieder genehmigt werden, und empfiehlt des Kostenpunktes man bei Gualducci gefunden hat, find nicht sein Eigenthum. Ein nicht start genug sind, die Wahl von Parteigenossen zu sichern, Deputation. Wo jedoch im Lande unsere Freunde für sich allein und der technischen Fragen wegen die Berathung in der Verkehrsanderer hier verhafteter Anarchist, namens Barbetti, steht gleichfalls mögen sie sich dazu rechtzeitig mit solchen Parteien start in Verdacht, ein Komplize Luccheni's zu sein. Gualducci und verbinden, welche Gewähr leisten, wenigstens in gestimmt haben, sind die heutigen Anträge eine Genugthuung. Wir Stadtv. Singer: Für uns, die wir damals gegen das Projekt Barbetti find nach Genf geschafft worden. Luccheut schrieb an den Präsidenten Nuffy einen Brief mit der Abwehr gegen die tonservativen Parteien haben damals nicht blos die Konzession einer Privatgesellschaft auf der Bitte, ihn in Luzern aburtheilen zu lassen, da in mit uns zusammenzustehen." 90 Jahre bekämpft, sondern waren uns schon damals diesem Kanton die Todesstrafe noch bestehe. Diesem Verlangen fann nicht stattgegeben werden, da dies gesetzwidrig wäre. Ein Korrespondent der„ N. Fr. Pr.", der den Attentäter sehen durfte, beschreibt ihn folgendermaßen: Die Parteikonferenz für den Wahlkreis Wiesbaden bon Der Wahlaufruf der freisinnigen Volkspartei ist offenkundig über die heute gerügten Mißstände klar, insbesondere über auf die Unterstützung durch die Arbeiter zugeschnitten. Soweit im die durch die Bahn bewirkte Verunstaltung des StraßenRahmen des mancheſterlichen und kapitalistischen Programms der bildes. Die Anträge erinnern aber doch etwas an die Politik des Partei sozialpolitische Verheißungen möglich sind, finden sie sich in heiligen Florian: mögen die anderen Häuser brennen, wenn nur " Ich konnte nun den Verbrecher betrachten dem Wahlaufruf, freilich in völlig unverbindlicher Form. Die frei- das eigene geschützt wird! Schon haben die Antragsteller Nacheine gedrungene, mittelgroße Gestalt. Auf dem sehr breiten Halse fist ein starker finnige Volkspartei hat oft genug in Worten träftig gesprochen, folger aus dem Südwesten gefunden, und es wäre sehr leicht, Stopf. Die breiten Kinnbackenknochen scheinen fast eine und nachher aber nicht entsprechend gehandelt. Wir wollen abwarten, ob auch aus dem Südosten, dieses Ding bereits in dieselbe Linie mit dem Halfe zu bilden, wodurch die Erscheinung sie sich diesmal besser halten wird. voller Schönheit prangt, Anträge auf Abbruch der Bahn noch gedrungener wird. Sein Gesicht ist stark gebräunt. Eine zu beschaffen.( Heiterkeit.) Die Antragsteller gehen stumpfe, breite Nase läßt das Gesicht abgeplattet erscheinen. Ein beschloß auf Antrag der Genossen Dr. Quard und Müller, den werden, und sie wollen die Fortsetzung des Hochbahnbaues verder richtigen Ansicht aus, daß ihre Grundstücke entiverthet blonder, borstiger Schnurrbart dect theilweise die Oberlippe, Gr Parteigenossen aller betheiligten Landtagswahlkreise angesichts des hindern, selbst wenn Siemens und Halste dafür entschädigt werden hat glänzende, graugrüne, tiefliegende Augen, aus welchen lebhafte drohenden Zuchthausgesetzes energische Betheiligung zu empfehlen müssen, daß keine Hochbahn gebaut wird. Wollen sie nun diese EntBlicke schießen, während er spricht. Krauses, nicht zu langes Haar und überall, wo eigene Wahlmänner nicht aufgestellt werden können, schädigung aus eigener Tasche bezahlen oder dem Südosten, deckt den Kopf. Seine Arme scheinen zu lang für diesen Körper; er von vornherein für die freisinnigen Wahlmänner einzutreten. agirt viel mit denselben, während er spricht. Die groben, großen der die Bahn behalten muß, auch noch diese Entschädigung. Arbeiterhände fahren dabei lebhaft durch die Luft." Der Provinzial- Parteitag für das westliche Westfalen antheilig auferlegen?( Heiterkeit.) Der Antrag Schwalbe hat Die Genfer Sozialisten. Aus Genf wird dem Bester nahm mit allen gegen 1 Stimme folgenden Antrag 2ütgenau's prinzipielle Bedenken. Die Versammlung ist nicht befugt, einer Lloyd" telegraphirt: Aus hiesigen Arbeitertreisen hört man und Gewehr's an:" Der Parteitag hält die Landtags- WahlVerwaltungsdeputation Aufträge zu " Der Parteitag hält die Landtags- Wahl- würde also nicht auf dem Boden der Geschäftsordnung und ertheilen; der Beschluß mur laute Stimmen der Wuth über die That Luccheni's. Alle ver- betheiligung, wo sie irgend Erfolg verspricht, für geboten und er der Städte Ordnung stehen. Für Ausschußberathung ist die erurtheilen sie als eine Verrüdtheit der anarchistischen Partei, die sucht den Stuttgarter Parteitag, den Mittag'schen Zusatz zum Ham- Sache noch nicht genügend vorbereitet. Die Sache ist ja im Fluß; nur dazu diene, den Gesammt bestrebungen der Ar- burger Beschlusse zu streichen." beiterorganisationen zu schaden. Die Führer mit dieser Erklärung fönnte sich die Versammlung vorderhand zuder hiesigen starten Sozialistenpartei haben frieden geben. Möchte der Magistrat aus dem Verlaufe der Sache alle an der Trauerfundgebung theilgenommen lehnte mit großer Mehrheit die Betheiligung an der Landtagswahl wenigstens die Lehre ziehen, in der Folge uns mit Vorlagen wie und erklären auf das bestimmteste, daß aus ihren Reihen ab, da„ bei einer selbständigen Betheiligung der Sozialdemokratie jeder hinausfliegen werde, der fich zur anarchistischen an den preußischen Landtagswahlen nichts erreicht werden kann, die Stadtv. Meyer sieht gar fein geschäftsordnungsmäßiges BeTheorie bekenne. Die Schandthat werde auch ihrer Partei insoweit Unterstützung der bürgerlichen und Oppositionsparteien aber aus denken, den Antrag in gemischter Deputation zu verhandeln, und tritt schaden, als die nunmehr geplante Initiative zur Abschaffung taktischen und prinzipiellen Gründen nicht angebracht ist." den bezüglichen Ausführungen Singer's entgegen. der politischen Polizei in der Schweiz ohne weiteres dahin Der Referent Wessel hatte sich für die Nichtbetheiligung noch Bürgermeister Kirschner bestätigt dagegen die Richtigkeit der fallen werde, da einem derartigen Begehren unter dem Drude der aus folgenden Gründen ausgesprochen: Die Parteien, womit man Ausführungen des Stadtv. Singer, die Verkehrsdeputation jei keine Ereignisse der jüngsten zwei Tage jede Unterstützung der Bürger- in Düsseldorf rechnen müsse, Zentrum und Nationalliberale, animirten gemischte, sondern eine Verwaltungsdeputation, die vom Magistrat freise versagt wurde. Am 25. Oktober follte eine Delegirten- wahrlich nicht zu einer Betheiligung. Das Zentrum fige hier so ressortire. Der Antrag Schwalbe wäre also wenigstens formell das versammlung der Schweizer Arbeiterschaft über diese Frage be- fest im Sattel, daß unter dem bei den Landtagswahlen obwaltenden hin zu ändern, daß die Versammlung den Magistrat ersucht". schließen; ein bejahender Entscheid sei aber heute unmöglich. Wahlmodus an eine Verdrängung unserer Gegner nicht zu denken materiell werde natürlich die Verkehrsdeputation mit der Sache besei. Auch sei sicher anzunehmen, daß infolge des schlechten Wahl- faßt werden; er könne das als Borfizender derselben schon jetzt ersystems nur ein winziger Bruchtheil Wahlberechtigter wählen werde. Preußische Landtagswahlen. Der Wahlaufruf der freifinnigen Volkspartet Eine Parteiversammlung des Kreises Düsseldorf Die Parteikonferenz des pommerschen Kreises Randow- Greifenhagen ist erschienen. Er schaut mehr pessimistisch auf die vergangene beschloß, so weit es möglich ist, eigene Wahlmänner aufzustellen und Landtagsfession zurück als zukunftsfroh in den Wahlkampf. Der im übrigen die Oppositionsparteien thatkräftig zu unterstüßen. Der elegische Grundton findet sich in jedem Absatze dieser Rundgebung, Referent, Herbert aus Stettin, hatte für die Betheiligung u. a. die das ständige Rückgehen des Liberalismus und das entsprechende folgenden Grund angeführt: Die Oeynhausener Rede des Kaisers habe Vordringen der Konservativen in dem Dreiklassen- Parlamente ein- ben noch schwankenden Genossen gezeigt, welchen Weg sie in der Frage der gesteht. Im einzelnen befaßt sich der Wahlaufruf mit dem Vereins- Betheiligung an den Landtagswahlen zu gehen haben. Zwar würde und Versammlungsrecht, dem Assessorengesetz, den Gesetzen über die die angekündigte Vorlage zuerst dem Reichstage vorgelegt werden Landwirthschafts- und Handelskammern, der neuen Kommunal- müssen: aber wenn sie dort abgelehnt werde, sei es sehr wahrschein ordnung für Hessen- Nassau, dem neuen Lehrerbesoldungsgesetze, der lich, daß die preußische Regierung ihre Absichten im Landtage verVertheilung der Schullasten, dem Anerbenrechte, der Erhöhung der wirklichen werde. Jagdscheingebühren, den Eisenbahn- und Kanalfragen, der Erschwerung der Vieheinfuhr, den Beamtenbesoldungs- Gesezen. Wir können uns entschied sich eine Parteiversammlung über die Frage der Betheiligenügen lassen, die folgenden Stellen aus dem Wahlaufrufe wörtlich gung wie folgt:" Da es den Verhältnissen am hiesigen Orte nicht wiederzugeben: angemessen erscheint, eigene Wahlmänner aufzustellen, so wird es den Genossen im hiesigen Wahlkreise überlassen, ob sie sich an den Wahlen betheiligen wollen oder nicht, eventuell für den Freisinnigen einzutreten." " Trotz der großen Ueberschüsse der Staatsbahnen unter bleiben durchgreifende Tarifre formen. Die Eigensucht einzelner Produzentengruppen verbindet sich mit den fiskalischen Interessenten, um die Verwohlfeilerung des Güterverkehrs zu verhindern. Die Konservativen insbesondere stemmen sich gegen die Herabsetzung der Personentarife, mindest bemittelten lassen den Verkehr zu er fchweren, insbesondere auch die Freizügigkeit eine auschränken. um den In Schwiebus Kommunales. diese zu verschonen. klären. Zur Geschäftsordnung bittet Stadtv. Singer unter allgemeiner Heiterfeit den Stadtv. Meyer, es nicht unbescheiden zu finden, wenn ihn nachher widerlegen wolle. er ihn ersuche, seinen Ausführungen doch vorher zu folgen, wenn er nachgekommen ist und Stadtv. Esmann noch. den Zusazantrag Nachdem Stadtv. Schwalbe der Anregung des Bürgermeisters empfohlen hat, wird nach dem modifizirten Antrage Schwalbe beschlossent. Antrag eingebracht worden: Von den Stadtvv. Kalisch u. Gen. ist am 6. d. M. folgender „ Die Versammlung ersucht den Magistrat, schleunigst mit ihr in gemischter Deputation zu berathen, welche Schritte zu unternehmen sind, um der gegenwärtig schwer auf Berlins Bevölkerung lastenden Fleischtheuerung wirksam entgegenzutreten." Stadtv. Kalisch nimmt in seiner Begründung auf die Vossische Zeitung" bezug, welche dargelegt habe, daß die früheren Fleischtheuerungen immer nur furze Zeit angehalten hätten, während jetzt eine fortdauernde ungerechtfertigte Steigerung vorliege, deren Ende noch garnicht abzusehen sei. Bekanntlich könne die heimische Landwirthschaft allein den deutschen Markt. nicht versorgen. Die Steigerung der Preise rühre her von den Grenzsperren. Troßdent Stadtverordneten Versammlung. in Holland seit Jahr und Tag kein Seuchenfall aufgetreten, trotzdem in Dänemark der Viehstand viel gesunder als der unserige, trop22. Sigung vom Donnerstag, den 15, September, dem Rußland und Oesterreich alles thun, um nur gesundes Vieh zu nachmittags 5 Uhr. Die häufung von Eisenbahn- Unfällen in der exportiren, werde die Viehsperre aufrecht erhalten und mit dem Bur heutigen Tagesordnung ist von den Stadtvv. Goldschmidt Einfuhrverbot gegen die Schweiz Tetzten Zeit hat einerseits Schweiz die unzureichende Personal- und Genossen( Neue Fraktion der Linken) der dringliche An- vollendet. chinesische Mauer verhältnisse im Betriebe dargethan, andererseits erneut trag eingebracht worden, den Magistrat zu erfuchen, den Beginn Auch das minderwerthigste Vieh finde heute seine Abnehmer. Die Preiſe feien an einer Kalamität geworden. auf das unzulängliche vieler Verkehrsanlagen der Wahlmänner Wahlen für die bevorstehende Landtags- Die Landwirthe seien jetzt ohne Konkurrenz und es bestehe die gegenüber den gesteigerten Anforderungen der Neuzeit hingewiesen. wahl auf nachmittags 6 Uhr anzusetzen. Ferner liegt der große Gefahr, daß wir nur noch minderwerthiges Bieh hierher Zur Erleichterung des Verkehrs werden allerdings gegenwärtig Antrag Rosenow vor: große Kanalbauten geplant, aber die Konservativen gehen bekommen. Am drückendsten sei die Steigerung beim Schweinefleisch, darauf aus, im agrarischen Sonderinteresse solche neue Verkehrsverbindungen ganz zu verhindern oder doch in ihrer Benuzung zu erschweren. In derselben Richtung ist auch wiederholt von konservativer Seite die Seuchengefahr zum Vorwand genommen worden, um weit über die auch von uns erstrebte nothwendige Abwehr solcher Gefahr des „ den Magistrat um Auskunft darüber zu ersuchen, weshalb dem Fleischnahrungsmittel der ärmeren Klaffen, aufgetreten. Es der Beschluß der Stadtverordneten- Bersammlung vom 29. De- fei nöthig, diese Mißstände dem Reichskanzler flarzulegen und man zember 1897 wegen Errichtung einer Umwährungsmauer und werde dort schließlich doch auch wohl Gehör finden. Jedenfalls sei eines Eingangsthores am Friedhof der Märzgefallenen im es die Pflicht der Versammlung, einen solchen Schritt zu thun. Friedrichshain immer noch nicht ausgeführt ist." ( Beifall.) In den Ausschuß für die Vorlage, betr. das Vermächtniß Stadtv. Karl Goldschmidt: Die Fleischpreise find bereits Prof. Baron find u. a. die Stadtvv. Singer und Tolts so hoch, daß sie von den Kleingewerbetreibenden, den kleinen Geschäftsleuten, den Beamten und den Arbeitern nicht mehr er- 1 In der am Mittwoch unter Vorsitz| Schwingen werden können. Dafür floriren die Roßschlächtereien. Be- Nirschner stattgehabten Sigung der städtischen Schürgermeisters Berhandlungen des Zentralverbandes der deutschen Orts- Krankenkaſſen Deputa Delegirte zu entsenden. droht ist ferner durch diese Theuerung das Fleischereigewerbe, tion referirte der Stadt- Schulrath Bertram über die Gröffmmg Jnvaliditäts- und Altersversicherung. Von den im Jahre die Inmung erklärt ihre Mitglieder als dadurch in ihrer Existenz von Nebenklassen für schwachsinnige Kinder. Es wurde beschlossen, 1897 insgesammt auf grund des Invaliditäts- und Altersversicherungsgefährdet. Die Sperrmaßregeln brauchten nicht zum völligen Verbot zunächst 22 Klaffen für solche zu eröffnen. Zu dem beabsichtigten Gesetzes gezahlten 55 Mill. Mark Renten sind 27,6 Millionen ausgedehnt zu werden, denn die sofortige Abschlachtung des ein- Erweiterungsbau der Webeschule sollte ein Grundstückstheil der Alters- und 27,4 Millionen Invalideurenten gewesen. geführten Biches in den Schlachthäusern der Großstädte schließt jede 155./56. Gemeindeschule in der Markusstraße hergegeben werden. Die Höhe der letzteren hatte sich also schon im vorigen Jahre Seuchengefahr aus. Aber darum ist es den Agrariern ja auch gar Die Schul- Deputation hat den diesbezüglichen Antrag abgelehnt. derjenigen der Altersrenten genähert. Nach den bis jetzt nicht zu thun. Nehmen Sie unsern Antrag an! Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. Alle vorliegenden Ergebnissen des laufenden Jahres ist anzunehmen, daß Stadtv. Singer: Wir werden dem Antrage zustimmen, aber im Jahre 1898 die Invalidenrenten die Altersrenten beträchtlich ohne die Hoffnung zu theilen, daß damit etwas Wesentliches erübersteigen werden. Es hat also, da das Invaliditäts- und Altersreicht werden würde. Die Mittel der Abhilfe will der Antragversicherungsgesetz am 1. Januar 1891 in Kraft getreten ist, nicht steller der Deputation ausfindig zu machen überlassen. voller acht Jahre bedurft, um die Ansicht zu bestätigen, daß das Ein wirksames Abhilfemittel giebt es, aber dem stimmen Achtung, Vergolder! Die Versilberer Berlins sind bei den Hauptgewicht bei dem genannten Gesetze auf die Invaliditäts- und Sie nicht zu; wollen Sie Berlin mit billigem Brot und Fabrikanten wegen einer Lohnerhöhung vorstellig geworden. Wir nicht auf die Altersversicherung zu legen ist. Fleisch versorgen, so errichten Sie Gemeindebäckereien und fordern deshalb die Versilberer auf, in den Werkstellen, wo die neuen Der städtische Arbeitsnachweis zu Frankfurt a. O. hat Gemeindeschlächtereien( Widerspruch und Zwischenrufe) ich will Preise dem Chef noch nicht unterbreitet wurden, dies sofort zu thun nach einem Bericht seines Vorsitzenden in der Zeit vom 1. Juli 1897 Ihnen blos vor Augen führen, daß mit einer Betition an den Reichs- und dann der Kommission Bescheid zukommen zu lassen. bis Ultimo Juni 1898 eine nicht unwesentliche Hebung seiner Thätig kanzler, und das ist doch das höchste, was aus der Deputation Briefe und Anfragen find an E. Lange, Zeughofstr. 22, zu richten. feit zu verzeichnen gehabt. Es meldeten fich 5579( im Vorjahr 3551) Herauskommen kann, ihre Wünsche kaum erfüllt werden dürften. Wenn Sie Zum internationalen Glasarbeiter Kongreß. Der Zutritt Arbeitsuchende. Offene Stellen waren 6595( 4915) gemeldet. Besezt den Viehhof mit seinen enormen Kosten nach dieser Richtung er- zu den Verhandlungen des am Sonntag, den 18. September, in wurden 3365( 1937) Stellen. Unter den Arbeitsuchenden waren die weitern, werden Sie die Möglichkeit dazu haben.( Buruf.), Ja, wenn Berlin im Englischen Garten, Alexanderstr. 27e, stattfindenden Glas- ungelernten Arbeiter am stärksten vertreten. Von Handwerkern damit auch die Grenzsperre nicht aufgehoben ist, so arbeitet arbeiter- Kongresses ist nur mit Einlaßkarten gestattet. Dieselben sind wurden am meisten verlangt: Tischler, Schuhmacher, Schneider, doch ein Gemeindebetrieb, der nicht darauf angewiesen auf dem Gewerkschaftsbureau, Annenſtr. 16, und bei Oskar Lösch, Schlosser, Schmiede. Weniger begehrt wurden dagegen: Sattler, ist, möglichst viel Geld herauszuschlagen, immer noch Swinemünderstr. 120, v. III, zu haben. Die Eröffnung des Kon- Stellmacher, Böttcher, Klempner, Dachdecker, Buchbinder, Müller, billiger, als ein Privatbetrieb. In einer Zeit, wo die gresses erfolgt um 1 Uhr. Maler, Töpfer, Kellner. Die ausgeschriebenen Stellen für ländliche Bestrebungen der Arbeiter, ihre wirthschaftliche Lage Betriebe, Ziegeleien und dergleichen wurden von den Arbeitzu verbessern, mit Zuchthaus bedroht werden, wo andererseits eine Wie der Bericht bemerkt, ist dies bestimmte Klasse, die Großjunker, in ihren wirthschaftlichen In der Schuhfabrik von Reischel in Frankfurt a. O. fuchenden meist abgelehnt. man bei allen Arbeitsnachweisen be= Verhältnissen geschützt wird, Es wird deshalb gebeten, den eine Erscheinung, die wo das gesammte wirthschaft- find Differenzen ausgebrochen. obachtet hat. Die Nachfrage nach gelernten oder be= liche Leben Deutschlands in der That von der Regierung Zuzug fernzuhalten. zugespitzt wird auf die Befriedigung der Kleinen, aber mächtigen Die Aussperrung der Magdeburger Banarbeiter ist beendet. Sonders intelligenten ungelernten Arbeitern war meist größer als das Angebot. Lehrlinge verschiedener Berufe wurden Partei der Junker, soll man sich nicht selbst Scheuflappen vorbinden Am Mittwoch Abend nahm eine von 1000 Personen besuchte Vervielfach verlangt, konnten aber nur selten nachgewiesen und von solchen Anträgen etwas erhoffen. Zweifellos ist eine sammlung der Bauarbeiter die von den Arbeitgebern und Arbeiterwerden. Schlosserlehrlinge dagegen wurden häufig angeboten, Fleischtheuerung eingetreten; speziell für das Schweinefleisch ist vertretern unter Vorsitz des Bürgermeisters Schneider getroffenen verlangt. Für Arbeitsburschen Fabriken der Preis außerordentlich gestiegen. Man könnte, wollte man Vereinbarungen an. Der Beschluß, Donnerstag die Arbeit auf- aber felten waren fast immer offene Stellen vorhanden. Die Nachfrage nach frivol sein, sagen, den Preis für das Schweinefleisch können zunehmen, wurde mit allen gegen einige Stinimen angenommen. jüngeren Arbeiterinnen und Lehrmädchen konnte nicht voll befriedigt nur noch die reichen Juden bezahlen.( Große Heiterkeit.) Gegen Die Maurer am Hafenbau in Torgau haben die Arbeit verden. Auch an Aufwartemädchen machte sich ein Mangel 1897 sind im Laufe des Jahres 1898 sämmtliche Fleischsorten im Preise eingestellt. Sie fordern 45 Pf. Stundenlohn. bemerkbar. Dagegen wurden ältere weibliche Arbeitskräfte, gestiegen, darunter das Schweinefleisch der billigsten Qualität um verheirathete Frauen Buchhandlungsgehilfen in Sachsen beschlossen auf ihrer sowie weniger begehrt. Von 10 pCt. Nach amtlichen statistischen Quellen find von 1895 bis 1898 Landeshauptversammlung in Leipzig, mit allen zu Gebote stehenden gemeldeten Stellen für männliche Dienstboten konnten mur die Preise Preise zahlreicher zahlreicher Nahrungsmittel und des Fleisches erlaubten Mitteln für eine Regelung der Arbeitszeit( das heißt Fest- die Hälfte, von denen für weibliche Dienstboten kaum der vierte fast konstant gestiegen, so für 100 kilogramm Rindfleisch von 100 fezung einer Höchstdauer von Reichswegen und zur Einführung des Theil besetzt werden, weil die Dienstboten, namentlich die weiblichen, auf 112 M.; ähnlich beim Schweinefleisch, Der Pferdefleischkonsum Achtuhr- Ladenschlusses) einzutreten." Der Zentralvorstand soll eine es vorziehen, altem Herkommen gemäß sich an gewerbsmäßige hat erheblich zugenommen, und die Statistik weist u. a. noch nach, Petition vorbereiten und dahin wirken, daß die Ortsgruppen fich Stellenvermittler zu wenden, oder in Zeitungen inserirte Stellen aufdaß in Chemnih infolge der theuren Fleischpreise der Ver- wenigstens den Petitionen der kaufmännischen Vereine anschließen." zusuchen. Die Gesammtzahl der besetzten Stellen ist den vorbrauch an Hundefleisch gestiegen ist und dieses mehrfach zur Ernährung von Menschen benugt worden ist.( Bewegung.) In den In Nürnberg haben die Hilfsarbeiter im Handels- und gemerkten Anmeldungen gegenüber bedeutend höher als im Vorlezten Tagen haben die Fleischer vielfach öffentlich erklärt, feinen Transportgewerbe( etwa 250 Mann) die Arbeit niedergelegt, da die jahre, das Verhältniß wäre noch günstiger, wenn die Arbeitgeber Nur den Arbeitsnachweis mehr als bisher in Anspruch nehmen würden. Rabatt mehr geben zu können; andere sind mit der Preiserhöhung wenige Arbeiter haben sich von dem Streit ausgeschlossen. Unternehmer ihre bescheidenen Forderungen zurückwiesen. vorgegangen. Die Fleischtheuerung ist also da. Daß aber Petitioniren das richtige Abhilfemittel sei, sollten Sie doch nicht sich Bei der Wollindustrie- Aktiengesellschaft M.- Gladbach reichten den Anschein geben, zu glauben. Wäre das Vertrauen vorhanden 130 Weber ihre Kündigung ein wegen eines Zwiespalts zwischen der zu den Stellen, an die Sie gehen wollen, so hätten wir den Firma und einem Untermeister. Antrag gestellt. Wir haben ihn nicht gestellt, weil wir nicht nuglose Anträge stellen wollen.( Ruf: Aha!) Wollen Sie dem Volke billiges Fleisch geben, dann sorgen Sie dafür, daß der Reichstag anders zusammengesetzt wird. Die Entscheidung in dieser Frage liegt bei der Reichsgesetzgebung, die muß aufhören, sich lediglich die Verforgung einer raffgierigen Junterklasse angelegen sein zu lassen. ( Beifall.) Die Arbeiter- Beisitzer der Gewerbegerichte in der Pfalz berufen zum 2. Oftober d. J. eine Konferenz nach Lambrecht. Auf der Tagesordnung steht: 1. Zur Kompetenz der Gewerbegerichte ( f. Nr. 6 des„ Gewerbegericht"); 2. Obligatorische Anerkennung der Gewerbegerichte als Einigungsämter bei Arbeitseinstellungen; 3. Erweiterung der Kompetenz der Gewerbegerichte auf die Dienst boten; 4. Die Innungsschiedsgerichte. V dent Arbeiter- Risiko. Im Wetterschachte in Dittersbach bei Waldenburg in Oberschlesien wurde ein Bergmann durch Verschütten getödtet. Im Juliusschacht bei Waldenburg kam ein Lehrhäuer auf dieselbe Weise ums Leben. rhte Nachrichten und Depeschen. Wien, 15. September.( B. H.) In der letzten Nacht stießen bei Bruck a. d. Mur ein Schnellzug und ein Güterzug zusammen. Mehrere Passagiere erlitten Verlegungen, ein Schaffner kam zu Tode. Der Materialschaden ist bedeutend. Eine Anzahl Fässer mit Schieß pulver und Petroleum wurden aus den Wagen geschleudert, richteten Der Antrag Kalisch wird darauf einstimmig angenommen. Wie leicht Streiks entstehen, wie leicht sie aber auch ver- aber sonst keinen Schaden an. Die Siegesallee soll nach ihrer Umgestaltung mit mieden werden können, zeigt folgender Vorfall. Auf der Neupr- Wien, 15. September.( W. T. B.) ( W. T. B.) Der Hofparadezug mit elektrischem Bogenlicht beleuchtet werden. Die Gas zemsa Grube in Brzezinka war den Häuern wiederholt bei der Leiche der Kaiserin traf im trauerdeforirtem Westbahnhofe um deputation hatte die Neuaufstellung von Gas glühlicht der Lohnzahlung eine halbe Schicht gekürzt worden, angeblich, weil 10 Uhr abends ein und wurde vom ersten Obersthofmeister, den Kandelabern geplant, wogegen aber die königliche Thier- fie eine gewisse Mindestleistung nicht erreicht hatten. Die Arbeiter Hofchargen, dem Offizierkorps, der Geistlichkeit und einer Ehrengarten Verwaltung Einspruch erhoben hat, weil den Linden- forderten die Zahlung der halben Schichten, die Grubenbeamten fompagnie empfangen. Nach der Einsegnung setzte sich der Trauerbäumen durch die vermehrten Gasausströmungen Schaden gaben nicht nach und es drohte ein Ausstand. Als jedoch der zug nach der Hofburg in Bewegung. Auf dem ganzen Wege zugefügt und andererseits eine genügende Beleuchtung Generaldirektor Wiltiger durch eine Deputation der Arbeiter von der bildete Militär Spalier, hinter welchem ein vieltausendköpfiges Publikum der Standbilder der brandenburgischen Fürsten Sache erfuhr, verbot er die Kürzung der Schichten und dem Aus- den Leichenzug entblößten Hauptes in stummer Trauer passiren nicht erreicht werden würde. Der Magistrat hat den letzteren stand war vorgebeugt. Einwand als durchaus begründet anerkannt; nach seiner Ansicht wird die Straße nach vollständiger Aufstellung der Denkmäler eine Straße von monumentaler Bedeutung sein, deren Unter den Handschuharbeitern in Kopenhagen ist ein Schönheit durch einfache Gasglühlicht- Beleuchtung start beeinträchtigt Streit ausgebrochen, der 20 Fabriken mit 134 Arbeitern umfaßt. werden würde. Ausreichend und würdig erscheint dem Magistrat Auch in der Provinz dürfte sich der Streik fortpflanzen. Der Handdaher mur die elektrische Beleuchtung; von der Wahl glänzend schuharbeiter- Verband hatte eine Lohnerhöhung für die Zuschneider opalisirender Glaskuge In verspricht er sich noch besonders verlangt, die die Fabrikanten nicht bewilligen wollten. eine recht befriedigende Wirkung. Im ganzen sollen 36 Bogenlampen zu je 10 Ampère Stromstärke nach Maßgabe des Fortschreitens der Denkmäler- Aufstellung zur Aufstellung gelangen. Die Anlagekosten werden auf ca. 17 000, die jährlichen Betriebskosten bei halbnächtiger Brenndauer auf ca. 9600 M. berechnet. Stadtv. UIIst ein begründet den Antrag auf Ausschußberathung. Es sei ein Unikum, daß eine Straße mit so geringem Verkehr und nur für die Fußwege elektrisch beleuchtet werden soll. Bei blos halbnächtiger Beleuchtung würden die Fußwege von Mitternacht ab im Dunkel liegen. Das Projekt sei also so wie vorgelegt nicht akzeptabel. Stadtv. Louis Sachs fritt diesem Antrage bei, will aber im Ausschuß den Magistrat ganz besonders darauf hinweisen, daß noch eine Reihe von Straßen mit viel erheblicherem Verkehr der elektrischen Beleuchtung nicht theilhaftig geworden seien. V Der Antrag Ulstein wird darauf angenommen. Der Finanzminister und der Minister des Innern haben die staatliche Genehmigung der 60 Millionen Anleihe von der Erhöhung des Tilgungssages von 12 auf 2 pét. abhängig gemacht. Der Magistrat will sich dieser Forderung fügen und sucht auch bei der Versammlung um ihre Zustimmung nach, welche ohne Debatte ertheilt wird. Schluß 71/4 Uhr. bon Ausland. Die bei den Arbeiten für die Pariser Weltausstellung und die Stadtbahn sowie bei den Kloakenbauten beschäftigten Erdarbeiter und Zimmerleute beschlossen, weil ihnen eine Lohnerhöhung verweigert wurde, in den Ausstand zu treten. Die Zahl der Ausständigen wird auf 7000 Mann geschätzt. Soziales. ließ. Die Truppen leisteten die Ehrenbezeugungen. In der Hofburg angelangt, wurde der Sarg, gefolgt von dem ersten OberstHofmeister und dem Hofstabe der Kaiserin, in die Hofburg- Kapelle getragen. Der Kaiser und die nächsten Leidtragenden hatten sich Baselbst eingefunden und wohnten der nun erfolgenden nochmaligen Einsegnung bei. Nach der Uebergabe der Sargschlüssel an den ersten Obersthofmeister wurde sodann die Kirche geschlossen. Triest, 15. September.( B. H.) Die antiitalienischen Demonftrationen dauern hier und in der Umgebung fort. In verschiedenen Orten Südsteiermarks wurden die italienischen Arbeiter vertrieben. Bei einem Zusammenstoß in Podgorje tödteten die Italiener die Grenzwache. In Gronau wurden mehrere Jtaliener wegen Hochverraths verhaftet. " Paris, 15. September.( B. H.) Aufsehen erregt die Anfündigung des Matin", daß er in seiner nächsten Nummer mit der Veröffentlichung von Moriz Busch's" Denkwürdigkeiten Bismards" Die Weimarer Jahres- Versammlung des Zentralverbandes beginnen wird. Das Blatt bemerkt dabei, Bismarck sei in diesen der deutschen Orts Krankenkassen hat u. a. folgende Beschlüsse Aufzeichnungen Busch's sehr wahrheitsgetreu geschildert, so daß die gefaßt: Veröffentlichung für alle Feinde Bismarck's eine Genugthnung sein Anträge zum Krantenversicherungs- Gefeß.§ 1: würde. In dem Vorwort fragt Busch, Bismard habe ihn selbst im Ausdehnung der Versicherungspflicht auf das Hausgesinde, Hand- Jahre 1879 ermächtigt, die Memoiren zu veröffentlichen und über lungsgehilfen ohne jegliche Beschränkung, auf land- und forstwirth- ihn zu sagen, was er wisse. schaftliche Arbeiter, auf die im Dienste des Staats beschäftigten Paris, 15. September.( B. H.) Dem" Temps" zufolge hat Bersonen( Schreiber bei den Gerichten und Landräthen).§ 6 Abs. 2 der Finanzminister Beytral den Entwurf für das Budget pro 1899 Biffer 1 ist hinter dem Worte„ Bruchbänder und" das Wort„ ähnliche" nahezu vollendet. Der Marineminister Lockroy verlange eine neuerzu streichen und dafür zu setzen:" Heilmittel, welche zur Wieder- liche Erhöhung des Marinebudgets um 24 Millionen. Das Marineherstellung bezw. Erhaltung der Erwerbsfähigkeit nothwendig sind". budget würde dann 310 Millionen Franks betragen. § 49: Die Haftbarkeit der Arbeitgeber auch auf solche Fälle auszu- Peytral ausgearbeitete Steuerreform Entwurf ersetzt die gegendehnen, wo infolge verspäteter Abmeldung seitens der Arbeitgeber wärtige Personal- und Mobiliarsteuer, sowie die Thür- und Fensterder Kasse Aufwendungen erwachsen sind. steuer durch eine nach sogenannten äußeren Anzeichen berechnete V Der von Ferner wurde beschlossen, daß der Zentralverband die Ein- Einkommensteuer. führung von kontrollbestimmungen im Krankenversicherungs- Paris, 15. September.( W. T. B.) Wie die Abendblätter Geseze anstreben solle, wie solche im Unfallversicherungs- Geseze und melden, verhaftete die Polizei drei Personen, welche eingestanden Die Gemeinde- Einkommenstener hat im Jahre 1897/98 die im Invaliditäts- und Altersversicherungs- Geseze bereits vorhanden hätten, sie seien von dem Herausgeber des Blattes Antijuif" Guerin Summe von 24 365 894,93 m. gebracht, während der Etat nur eine sind, sowie daß die Delegirten des Zentralverbandes auf Auf- angeworben worden, um den Redakteur des Blattes" Grand BaEinnahme von 22 820 000 M. vorsah. In Zugang wurden gesezt lösung und Verschmelzung bestehender Berufs- taille" Noget zu überfallen. Rom, 15. September.( W. T. B.) In Rom, sowie in ver2 703 092,74 m., was sich daraus ergiebt, daß nachträglich bei den Orts- Krantentassen in gemeinsame Orts- Krankenkassen Steuerpflichtigen mit Einkommen über 3000 m., bei juristischen hinwirken möchten. schiedenen Provinzialstädten wurden weitere Verhaftungen von AnPersonen, dem Fiskus 2c. in zahlreichen Fällen höhere Ver- Antrag zum Invaliditäts- und Altersversiche- archisten vorgenommen. anlagungen infolge Beanstandung der Deklaration 2c. statt- rungsgeset: Dem§ 12 als neuen Absatz beizufügen: Die Ver- Madrid, 15. September.( W. T. B.) In dem heutigen Ministergefunden haben. In Abgang gestellt wurden 1104 220,74 m. sicherungsanstalt ist verpflichtet, das Heilverfahren auf Antrag des rath unter Vorsitz der Königin Regentin hielt Ministerpräsident Diese Summe setzt sich zusammen aus 691 762,75 M. Absetzungen Krankenkassenvorstandes zu übernehmen, sofern der lettere durch Sagasta eine Rede, in welcher er die schwebenden inneren und wegen Nichtverpflichtung der Zensiten bezw. infolge von begründet Attest des Kassenarztes und Bestätigung desselben durch den Ver- äußeren Fragen darlegte. Der Minister des Auswärtigen theilte gefundenen Berufungen, sowie aus 403 644,06.. welche nicht trauensarzt der Invaliden- Versicherungsanstalt den Nachweis führt, mit, er habe noch keine Antwort aus Washington betreffend die beizutreiben waren. Insgesammt tamen ein von den Zensiten daß infolge der Krankheit längere oder dauernde Erwerbsunfähigkeit Heimbeförderung der Spanier von den Philippinen erhalten. Morgen mit einem Einkommen von mehr als 660-900.( 75 pt. des zu besorgen ist, welche einen Anspruch auf reichsgesetzliche Invaliden- wird der Ministerrath die Mitglieder der Kommission für die Steuer- Solls) rund 554 250 m., von mehr als 900-3000 m. gleich rente begründet. Friedensverhandlungen in Paris ernennen. 3 235 500 M., bont über 3000 m. 15 191 350 M., Antrag zum Unfallversicherungs- Gesez: Den§§ 54 Konstantinopel, 14. September.( Meldung des Wiener t. I. juristischen Personen= 4 472 350.. von Militärpersonen und 55 hinzuzufügen: Dem Bevollmächtigten der Krankenkasse sowie Telegr.- Corresp.- Bureaus.) In englischen Kreisen will man Beweise 88 450. und von Forensen 824 000 m., zusammen den Zeugen, welche bei der Untersuchung eines Unfalls theilgenommen dafür befizen, daß die Vorfälle in Kandia von langer Hand vorrund 24 365 900 m. Die Reste aus den von der Staats- haben, wird nach den durch das Genossenschaftsinstitut zu be- bereitet waren. Sobald im Laufe dieser Woche die letzten englischen verivaltung noch rechtzeitig eingegangenen Nachtragslisten betragen stimmenden Säßen für den entgangenen Arbeitsverdienst Ersatz ge- Verstärkungen in Kandia eingetroffen sein werden, soll die Züchtigung 181 713 M. Dieselben waren zum größten Theil infolge wieder leistet. Die Festsetzung erfolgt durch die Orts- Polizeibehörde. der Anstifter der Unruhen vom 6. d. M. und der Mörder der engliholten Verzuges, theils aber wegen begründeter Einsprüche der Weiter wurde ein Antrag angenommen, wonach das ganze schen Soldaten beginnen. Man befürchtet bei diesem Anlaß blutige Benfiten sowie infolge Bewilligung von Stundungen bis zum Versicherungswesen( wie Kranken-, Unfall, Invaliditäts- Zusammenstöße. Rechnungsabschluß nicht zu erledigen. Hierzu treten weitere und Altersversicherung) zentralisirt werden soll; desgleichen 128 858 M. aus Nachtragslisten, welche erst Mitte April be- wurde ein Beschluß zu gunsten der Verstaatlichung der ziehungsweise anfangs Mai überwiesen worden sind und deshalb Apotheken gefaßt. Zunächst soll jedoch das Vorrecht der für 1897/98 nicht mehr zur Einziehung gelangen konnten. Die Apotheken aufgehoben und den Krankenkassen das Recht gewährt Umsatzsteuer sollte etatsmäßig 2 395 200 Mart bringen, werden, Apotheken auf eigene Rechnung zu errichten. es gingen aber mur 1 835 744,84 M. ein, der Rest mußte abgesezt Die ministeriellen Erlasse über die Anstellung und Ent= werden. Vermuthlich hat hierbei das neue Gerichtstoftengesetz vom Iassung der Beamten der Ortstrantentassen, ins25. Juni 1895 mitgewirkt, indem die Entgegennahme von Auf- besondere der vom 28. Mai d. J. datirte Erlaß des preußischen lassungen bezw. Eintragungen der neuen Eigenthümer im Grund- Handelsministers, wurden von der Verſannnlung als eine Einbuche vom Gericht auf grund des§ 57 dieses Gesezes jetzt in mischung in die Rechte der Kassenvorstände mit Entschiedenheit zurüd fast allen Fällen von der vorgängigen Berichtigung der Kosten und gewiesen. des Stempels abhängig gemacht wird, wodurch Verkaufsgeschäfte Beschlossen wurde noch, daß das Reichs- Versicherungsamt und gegen früher erheblich erschwert werden. die Fraktionen des Reichstags ersucht werden sollen, zu den nächsten wurden getödtet. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin. Hierzu 1 Beilage u. Unterhaltungsblatt. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Kanea, 15. September.( W. T. B.) Heute Morgen ist die im Ultimatum festgesetzte Frist abgelaufen. Dschewad Pascha sucht inbetreff der Durchführung der Forderungen des Ultimatums einen Aufschub zu gewinnen. Die Türken wollen von einer Auslieferung der Waffen nichts wissen. St. Thomas, 15. September.( W. T. B.) Ueber die meisten Windward- und Leeward- Inseln ist ein Orkan hingegangen und hat furchtbare Verwüstungen angerichtet. Am meisten hat St. Vincent gelitten. 300 Personen sollen getödtet und 20 000 obdachlos sein. Häuser und Kirchen wurden durch Fluthwellen zerstört. In Santa Lucia traten mehrere Erdstürze ein, bei denen 12 Personen den Tod erlitten. Auch Guadeloupe wurde schwer betroffen; 19 Bewohner Nr. 217. 15. Jahrgang. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Zum Fall Ziethen. " Freitag, 16. September 1898. dem leztvoraufgehenden Werktage anziehen. Da der 2. Oktober d. J., an welchem gesetzlich der Dienstantritt erfolgen soll, auf einen Somm tag fällt, so muß das Gesinde beim bevorstehenden Quartalswechsel bereits am 1. Oktober d. J. umziehen. Die Asphaltirung des Potsdamer Plakes ist jetzt auf dessen richtete Antwortschreiben lautet:„ Dem Verband erwidere ich auf Staatsanivalt so Orte der That" die Angelegenheit als relativ bedeutunglos, ja selbst das in Spandau erscheinende tonservative Organ, welches In der Angelegenheit des Barbiers Ziethen bringt der General- doch gewiß nicht in dem Verdacht steht, eine ruchlose That der Anzeiger für Elberfeld- Barmen einen Artikel, der interessant genug Thatsachen, ohne auch nur anzudeuten, daß die angebliche BrandStreifenden bertuschen zu wollen, berichtet ganz kurz die bekannten ist, un von allen, die sich für eine Aufklärung des merkwürdigen stiftung auf streifende Arbeiter zurückzuführen sei. Dagegen bringt südöstlicher Seite vollendet. Kriminalfalles intereffiren, beachtet zu werden. Das Blatt schreibt der Anzeiger für das Havelland", ein Blatt freisinniger " Der Fall 3iethen ist durch die Veröffentlichung des Richtung, eine tendenziös aufgebauschte Darstellung des Vorfalles. Wiederum ablehnend beschieden hat das hiesige PolizeiHerrn Landauer in ein neues Stadium getreten, denn ein ver- Zwar bemerkt das Blatt, man habe von den Thätern noch präsidium das erneute Gesuch des Verbandes der Gast- und Schanknünftiger Menſch wird sich nach dem paſſiven Verhalten des früheren eine Spur, doch behauptet es in demselben Artikel, daß die wirthe für Berlin und Umgegend vom 6. Auguſt cr. um Erlaß eines Polizei- Kommissars Gottschalk gegenüber Herrn Landauer der An- That natürlich nur von Streitenden begangen sein könne. Verbotes des mißbräuchlichen Gebrauches von Selterwasser- und ſicht nicht verschließen können, daß die Beweisstücke, die zur Ver- Da der Redakteur dieses Blattes eine Korrespondenz für Berliner Bierflaschen. Das an den Verbandspräsidenten Herrn Niemann ge urtheilung des Ziethen führten, arg mißkreditirt worden sind. Der Beitungen herausgiebt, so ist die Annahme wohl berechtigt, das erneute Gesuch vom 6. v. M. um Erlaß eines Verbotes gegen unbefangene Beobachter muß unter Würdigung dieser Passivität des daß die von den hiesigen Blättern gebrachten Nachrichten, welche sich die mißbräuchliche Verwendung bereits benutter Selterwasser- und Gottschalt zu ganz eigenthümlichen Schlußfolgerungen gelangen, und nach Tendenz und Juhalt mit dem Artikel des„ Anz. f. d. Havelzwar umso mehr, wenn er sich die Thatsache ins Gedächtniß ruft, land" decken, aus der Feder des Redakteurs des„ Anz." stammen. Bierflaschen im Handel 2c. ergebenst, daß mir die dortigen Ausdaß die Behauptung, die Beweisstücke im Prozeß Ziethen seien ge- Die Absicht dieser verleumderischen Artikel, ist zweifellos die, führungen teine Veranlassung geben, den in dem diesseitigen Bescheide fälscht, ſchon im Jahre 1890 von einer im Prozeß Ziethen thätig ge- den Unterdrückungsgelüften reaktionärer Unter- vom 18. April d. J. vertretenen Standpunkt aufzugeben. In Verweſenen amtlichen Persönlichkeit aufgestellt wurden. Diese amtliche nehmer Vorschub zu leisten, indem man die Streifenden als tretung: gez. Friedheim." Persönlichkeit ist Herr Kreis physitus Dr. Berger hierselbst Brandstifter verdächtigt. Die freisimmige„ Bossische Zeitung" benutzt Straßensperrung. Die Karlstraße von der Albrechtstraße bis welcher am 7. April 1890 an den Staatsanwalt Pinoff einen auf die vorliegende Angelegenheit bereits, um damit die von der Re- zur Friedrichstraße einschließlich der westlichen Hälfte des Kreuzden Ziethen- Prozeß bezüglichen, bedeutsamen Brief richtete. Wir ent- gierung geforderte vermehrung der Polizeibeamten als dammes der letzteren wird behufs Umbaues der Geleisanlagen vom nehmen diesem Briefe folgendes: nothwendig zu begründen. 19. d. M. ab bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt. „ Auf Ihre geehrte zuschrift vom 1. d. M., die Sache gegen Andere Blätter, so die„ Post", schreien bereits in Leitartikeln den Barbier Ziethen und mein darauf bezügliches Schreiben über die„ Brandstiftung" nach noch mehr Arbeiterknehelung und nach 3 Uhr in dem Hause Oranienſtr. 2 verübt worden. Der 54 Jahre Ein Mordversuch und ein Selbstmord sind gestern früh um an den Rechtsanwalt Dr. Friedmann- Berlin vom 26. Mai v. I. erhöhtem Streifbrecherschutz im Sinne der Oeynhausener Rede des alte Schuhmacher Edmund Hoheisel hat seine Ehefrau durch betreffend mit dem Ersuchen, mich eingehend über meine Wissen- deutschen Kaisers. Dieser Sorte von fapitalistischen Soldschreibern einen Revolverschuß am Kopf und am Halse verwundet und dann schaft zur Sache zu äußern, verfehle ich nicht, folgendes zu be- ist natürlich jede Lüge und Verleumdung recht, wenn sie sich gegen sich selbst durch einen Schuß in die Stirn getödtet. Hoheisel war richten: Als ich mich am 25. Oftober Nachts in meiner Eigenschaft als Deutschen Reiche gekommen, wenn dank der Bentegier der kapitalisti- ihm scheiden lassen, weil er fie fortgesetzt mißhandelte; einmal ehrenwerthe deutsche Arbeiter richtet. Es ist herrlich weit im zum zweiten Male verheirathet. Seine erste Frau hatte sich von Kreiswundarzt auf Requisition der Polizei zu der erschlagenen schen Profitwütherichte die Phrase vom„ Schutz der deutschen Arbeit" hatte er sogar versucht, sie mit ihrem Bette zu verbrennen. Frau Ziethen begeben hatte, ordnete ich deren Ueberführung in in dem Verlangen beruht, daß Ausländer mit noch mehr Trotzdem ließ sich die jetzt 48 Jahre alte damalige Wittwe Eckert, das städtische Krankenhaus an und begab mich alsdann sofort Polizei- Aufgebot als bisher Polizei- Aufgebot als bisher an die niedrig entlohnte Arbeit die im Keller des Hauses Oranienstraße 2 ein Korbwaarengeschäft zur Polzeiwachtmeisterstube, unt die erforderliche amtliche gebracht werden sollen, während der deutsche Arbeiter, der mit betrieb, von ihm bethören. Die Ehe wurde aber bald unglücklich, Bescheinigung auszustellen. Da ich dort den verhafteten den Hungerlöhnen sich und seine Familie nicht ernähren kann, da der Mann faul und liederlich war, trant und noch weit schlimmere Biethen antraf, so forderte ich ihn auf, sich von mir abseits stehen muß, bedrängt von den Sicherheitsorganen des Dinge sich zu schulden kommen ließ. U. a. bestahl er seine Frau auf Blutspuren untersuchen zu lassen. Mehrere Bolizeibeamte standen daneben und nahmen an der Besichtigung theil. leumdet von dem sich bei jeder passenden und unpassenden Gelegen- reichte die Scheidungsklage ein. Dabei tamen dann aus dem Leben des Deutschen Reiches und auf das niederträchtigste behandelt und ver um 6000 M. Ersparnisse. Endlich verlor diese die Geduld und Die Beleuchtung war eine sehr gute. Ziethen war mit einem heit mit seineni„ Patriotismus" hervordrängenden deutschen. Unter- Mannes Dinge zur Aufdeckung, mit denen sich der Staatsanwalt schwarzen Anzuge bekleidet, und hatte eine untadelhaft reine, weiße nehmerthum und dessen willfährigen Preßorganen.. Daß solche Zu- befassen mußte. In zwei Fällen hatte Hoheisel sich an minderWäsche an, soweit ich dieselbe zu Gesicht bekam. Mein Augenmerk stände unhaltbar sind, und daß der Staat, dem gegenwärtig zu- jährigen Kindern vergangen und in einem Falle einer Frau Gewalt war zunächst auf Aermel und Manschetten gerichtet; ich fand gemuthet wird, doch ja so bald wie möglich die Krömung der angethan. Auf gestern Morgen 9 Uhr war ein Termin in dieser aber an den sämmtlichen Kleidungsstüden teine Sozialreform durch die Zuchthaus- Vorlage vorzunehmen, in Angelegenheit angesetzt. einzige Blutspur und nur an einem Stiefel eine erbsen- seinem eigenen Interesse alle Ursache hat, schleunigst auf dem ver- erfuhr, daß die Angelegenheit vor dem Als Hoheisel vor einigen Wochen große breiige graurothe Masse, welche wie Gehirnsubstanz aussah. derblichen Wege umzukehren, das leuchtet selbst einem so reaktionären weit gediehen war, faufte er sich einen Revolver und drohte, Hätte sich an einer Manschette irgend etwas Verdächtiges vor- Blatt, wie dem regierungspastoralen gefunden, so würde dieselbe von den Polizeibeamten sofort be- ein. In einem Artikel über die Spandauer Vorgänge, in dem diese Eine Tochter mißhandelte er bereits so schwer, daß sie noch jetzt Reichsboten" allmälig daß er die ganze Gesellschaft und dann sich selbst erschießen werde. schlagnahmt und zu den übrigen Sachen gelegt worden sein, welche Zeitung natürlich die Lügen des Unternehmerreporters unbesehen für nicht wiederhergestellt ist; er riß ihr beide Ohren fast vom Stopf Biethen abgenommen worden waren und neben mir auf dem baare Münze hinnimmt, heißt es: Tische lagen. Späterhin hat Polizeikommissar Gottschalt eine herunter. Gestern Nacht fehrte nun Hoheisel um 3 Uhr nach Hause Untersuchung des Ziethen vorgenommen und darauf eine seiner schen Arbeiter gegen deutsche schützen müssen! Wie werden den Augen, da sie nichts Gutes ahnte. „ Man denke sich, daß deutsche Beamte die italieni- zurück. Als er eintrat, erwachte seine Frau und folgte ihm mit Manschetten tonfiszirt, auf welcher sich diverse rothe, wie man die Streithezer das wieder ausbeuten! Und es ist ja auch für das wach. Ganz plötzlich riß der Mann seinen Revolver aus der Auch die Kinder wurden annahm, Blutspuren befanden. Dieselben waren nationale Empfinden sehr peinlich; allein schuld daran Tasche, drückte einen Schuß auf seine Frau ab, setzte sich dann die nicht vorhanden, als ich in Gegenwart der ist doch nur der Streit. Fast alle Arbeiter haben jetzt Lohn- Waffe an die Stirn und jagte sich eine Kugel durch den Kopf. Polizeibeamten die Untersuchung bornahm. tarife, namentlich auch die Maurer. Warum sollte es da Tödtlich getroffen brach er zusammen und verschied auf der Stelle. Uebersehen konnte ich sie nicht, weil ich nach nicht angängig sein, daß sie, wenn sie eine Lohnerhöhung be- Frau Hoheisel war nicht sehr schwer verletzt. Die Kugel hatte den Blutspuren suchte. Dazu sehe ich in der Nähe zu scharf auspruchen, ihr Verlangen, wenn es von den Meistern nicht stopf und den Hals nur gestreift. Nachdem ein herbeigerufener Arzt mein bloßes Auge ist einer Lupe gleich. Von diesem Befunde des Polizeikommissars Gottschalt hatte fachgemäß begründen, sodaß das Schiedsgericht dann auch in das Krankenhaus Bethanien bringen. erfüllt wird, vor das Schiedsgericht bringen und dort die Wunde verbunden hatte, ließ er die Verlegte mit einer Droschke ich übrigens nichts gesehen noch erfahren, wie auch von den anderen die Gründe der Meister für ihre Ablehnung hören und beide gegenBeweisstücken an dem Messer des Ziethen, welch' letzteres ich einander abwägen kann." Eine größere Verkehrsstörung entstand gestern in den Vorübrigens auf der Wachtstube mur oberflächlich betrachtet hatte, bis Was diesen Vorschlag betrifft, so sei darauf hingewiesen, daß elektrischen Linien Behrenstraße- Treptow und Behrenstraße- Wiener mittagsstunden auf den beiden von Siemens u. Halske betriebenen erst am Schwurgericht selbst gegen Ende der Zeugenvernehmung. gerade im Spandauer Fall ein Schiedsgericht, das von den Aus- Brücke. Den Zeugenvernehmungen, so weit sie sich auf Ueberführungsstücke ständigen mit Freuden begrüßt wurde, bereits zusammengetreten Wagen fest und die Passagiere stiegen wieder aus, da ihnen die Auf zahlreichen Stellen der beiden Linien standen die bezogen, hatte ich auch nicht beigewohnt, da ich selbst als Zeuge war. bernommen werden sollte. Als ich dann als Sachverständiger Arbeiterorganisation um jeden Preis zu thun ist, lehnten aber eine fonnte der Betrieb wieder aufgenommen werden. Die Ursache ist Die Unternehmer, denen offenbar um eine Vernichtung der Verkehrsstockung zu lange dauerte. Nach ungefähr 20 Minuten über die Ueberführungsstücke befragt wurde, war ich vollständig Unterhandlung mit den von den Arbeitern delegirten Vertrauens- jedenfalls in einem plötzlichen Versagen des elektrischen Stromes zu unvorbereitet, worüber ich mich auch bei dem Vorsitzenden be- männern unter dem Vorwande ab, daß diese ttt Sozialdemokraten schwerte. Zu meinem größten Erstaunen sah ich nun seien, mit Sozialdemokraten wollten sie erst garnicht in Unterhandlung suchen. die hellrothen Flecken auf der Teinenen treten. Trotz dieser hochmüthigen Abfertigung, durch die die Bauunter- Eine Blutvergiftung hat sich das 16 Jahre alte Dienstmädchen Manschette, welche zwar die Größe eines Steck- nehmer sich bei jedem gesitteten Menschen von vornherein ins Unrecht Frieda Schulz, das bei einem Kaufmann in der Prenzlauer Allee 219 nadelfnopfes und darunter hatten, sich aber grell von der weißen Fläche abhoben. Es waren etwa setzten, beschlossen die Ausständigen, um des lieben Friedens willen, in Stellung ist, dadurch zugezogen, daß es sich mit einer Gabel in andere Delegirte zu wählen. Am Sonnabend steht in die Hand stach und die Wunde nicht beachtete. Der Arm schwoll fünf an einem Ende der Manschette auf einem Felde von etwa der Angelegenheit abermals Termin vor dem Gewerbegericht an; bald an und wird im Krankenhause wahrscheinlich abgenommen 3 Zentimeter Ausdehnung. Erst während des Plaidoyers konnte es wird sich ja herausstellen, ob das Unternehmerthum nunmehr zu werden müssen. ich dieselben mit Ruhe und Muße betrachten. Sie waren hellroth, einer Verständigung geneigt ist. Dies dem" Reichsboten" zur Notiz, Bei der Arbeit verunglückt ist gestern Vormittag in der zirkumskript, scharf umgrenzt und saßen fest im Gewebe der dem ob der Gottähnlichkeit der göttlichen" Weltordnung so fatale Handelsstätte Belle- Alliance der taubstimme Maler Buchstedt vom Manschette. Letzteres ist bei Blutsprisen auf dem glatten Gewebe Zweifel aufgestiegen sind; und nunmehr kurz noch einiges über die Zuisenplatz Nr. 2, der bei dem Meister Sobotta am Halleschen Ufer einer Manschette nicht möglich. Blutspuren liegen mehr auf und Lage in Spandau selber. lassen sich von der Fläche mehr oder weniger abfragen, wonach sie Nr. 23 beschäftigt ist. B. hatte am Eingang II von der Friedrichdann noch einen mattrothen Flecken im Gewebe hinterlassen. und daß die von dem Spandauer Arbeitgeberbund ausgesetzte Be- verlassen, um zum Frühstück zu gehen. Wir wollen hoffen, daß es der Spandauer Polizei gelingt, straße her auf einem Gerüst zu thun und wollte dieses un 9½ Uhr Dabei trat er auf der Sprißen von Rothwein konnten es auch nicht sein, denn dieselben lohnung von 300 M. dazu beiträgt, den Thäter zu ermitteln, fa II Leiter fehl, fiel etwa einen Stock hoch herab und schlug mit der find bläulich- roth und nicht so scharf umgrenzt. Ich mußte ein solcher überhaupt vorhanden ist. Es wird sich Stiru auf das Pflaster auf. Bewußtlos und schwer verletzt wurde diese rothen Fleden für Sprizen oder Punkte dann herausstellen, daß die ganz entsetzlich aufgebauschte Angelegen der Verunglückte durch die Rettungsgesellschaft mit einem Rünzel'schen von rother Tinte halten.. Im weiteren Verlaufe des Briefes geht Herr Kreisphysikus heit was übrigens jezt schon sicher ist in feiner Wagen in das Krankenhaus Am Urban gebracht. Verbindung mit den streifenden Arbeitern steht. Die Dr. Berger auf das an dem Meffer des Ziethen gefundene Holz- Ausständigen haben sich, wie wir nochmals ausdrücklich be- klassisches Drama herangewagt. Das Luisen Theater hat sich gestern mit Erfolg an ein partikelchen ein und bringt den Wahrscheinlichkeitsbeweis, daß Ziethen merken, bisher zu feinerlei Ausschreitungen gegen die Venedig" wurde gegeben. Regie und Schauspieler hatten sich redlich Shakespeares Kaufmann von in der kurzen Zeit gar nicht in der Lage gewesen wäre, den Stiel italienischen Streitbrecher hinreißen lassen, obgleich diese bei ver- vorgenommen, des Dichters würdig zu erscheinen. Die einfache des Mordhammers mit dem Messer durch Abschaben von Blutspuren schiedenen Gelegenheiten provokatorisch zu reinigen. Wir reproduziren diesen Passus des Briefes nicht, da Streitenden aufgetreten sind und sie werden trotz allem auch er nur subjektive Vermuthungen enthält, nicht aber, wie in dem oben ferner ihre Ruhe bewahren. zitirten Passus, positive Bekundungen. Der Brief schließt folgendermaßen: vier bis Wenn Ziethen nun unschuldig an dem gewaltsamen Tode seiner Frau ist, so müssen nach meinem Dafürhalten die Ueberführungsstücke gefälscht sein." Die Beschuldigung des Herrn Landauer und die Bassivität des früheren Polizeikommissars Gottschalt werfen in Verbindung mit diesem Briefe ein eigenthümliches Licht auf die Beweisstücke im Prozeß Ziethen und man kann, ohne Bessimist zu sein, zu dem Resultat kommen, daß in der Beweisführung doch nicht alles so zweifelsohne gewesen ist, wie es sein mußte, um zu einem Todesurtheil zu gelangen. Man bedente folgendes: Eine zweite Person bezichtigt sich selbst des Mordes, der Verurtheilte kann nach Lage der Zeitverhältnisse den Mord kaum begangen haben und die Beweisstücke gegen den Verurtheilten erscheinen in einer mindestens zweifelhaften Beleuchtung. Sollten diese Momente nicht ausreichen, um eine Revision des Prozesses herbeizuführen?" Tokales. Die Spandauer Parteigenossen werden die Brandstiftung" demnächst in einer Voltsversammlung besprechen. Es macht sich unter ihnen nämlich die Ansicht bemerkbar, daß die ganze Brandgeschichte nur eine Mach e gegen di Streitenden ist. Darstellung zeigte sich im ganzen gerade in ihrer Schlichtheit von gegen die Ausstattung war mit Geschmack und Umsicht angelegt und auch die ansprechender Seite. Herr Masson war ein Shylock schlechthin und nicht der Mäßchenmacher, als welcher er von der jetzt glücklicherweise aussterbenden Zunft der großen Reise Onkel auf der Bühne dargestellt wird. Der schweren Aufgabe, den Shylock als Menschen zut geben, wurde der Künstler mit Erfolg gerecht. Ebenfalls befriedigend war die Porzia des Fräulein Kellermann. Im ganzen läßt sich wohl sagen, daß der gestrige klassische Abend auch dem recht ansehnlich versammelten Publikum gut zu bekommen schien, besser jedenfalls als der traurige Bossenschnickschnack, der sich oft auf Wochen hinaus über die Bretter ausbreitet. Vom Vorstand der Turnerschaft des Vereins ,, Nercus" erhalten wir folgende Mittheilung: Die Turnerschaft des Vereins " Nereus"( Mitglied des Arbeiter- Turnerbundes) eröffnet mit dem 16. September d. I. in der Turnhalle der 7. Realschule( höhere und hält selbige der Berliner Arbeiterschaft bestens empfohlen. Bürgerschule) in der Mariannenstr. 47 eine Damen- Abtheilung Materialien " Theater. Im Schiller Theater ist die Besetzung in Wilden: bruch's Schauspiel ,, Die Haubenlerche", das morgen zum ersten Mal in Szene Der königliche Gewerbe- Inspektor für den Inspektionsbezirk Badentin, Juliane, Alwine Wiede, Frau Schmalenbach, Agnes Werner, geht, folgende: August Langenthal, Ferdinand Gregori, Hermann, Hermann Berlin II, Inspektor Waezoldt, ist, wie ein Berichterstatter dene Paula Levermann, Ale Schmalenbach, Alfred Schmasow, Paul Ilewissen will, von der königlichen Regierung zu Potsdam zum Zweck felb, Albert Patry. Holberg's Posse Der politische Kannegießer" mit einer Studienreise nach Amerika entsandt worden. Die Reise wird Alfred Schmasow in der Titelrolle wird heute wiederholt. Das neu aus: zwei Jahre dauern. In dieser Zeit soll sich der Delegirte an allen gestattete Parodie Theater eröffnet am 23. September seine Saison. größeren Industriepläßen über den gegenwärtigen Stand der gewerb- Feuerbericht. In dem Arbeitsraume des Droguisten Bret lichen, industriellen und technischen Verhältnisse informiren und seiner schneider 2übederstr. 2 gerieth Mittwoch Abend gegen 9 1hr Behörde fortlaufend berichten. Herr Inspektor W. hat seine Reise unter heftiger Flammen- und Rauchentwickelung eine große bereits am 10. 6. M. angetreten. Quantität Bohnermasse in Brand. Zwei Rohre hatten längere Zeit, Die angebliche Brandstiftung in Spandan- eine AngelegenDie Agitation gegen die Rabatt Sparvereine beschloß Wasser zu geben, bevor das Feuer, das an den äußerst heit, die wir gestern unter" Gewerkschaftliches" besprachen wird gestern die Berliner Fleischerinnung thatkräftig zu unterstützen. Einen brennfähigen reiche Nahrung fand, gelöscht auch heute noch von bürgerlichen Zeitungen gegen die streikenden gleichen Beschluß faßte gestern Abend im Norden Berlins eine Ver- werden konnte. Kurz vorher waren Zimmerstraße 37 Bauarbeiter auszubeuten versucht. In blindem Haß gegen die sammlung der Schuh, Hut, Bürstenmacher, Posamentiere, Optiker, und Mehnerstraße 4 Küchenbrände abzulöschen. Infolge organisirten Arbeiter drucken dte betreffenden Blätter das un- Juweliere, Bandagisten, Seifen- und Porzellanhändler u. f. w. Die Entzündung von Preßkohlen erfolgten abends 11 Uhr und gereimtefte Zeug ab, was ihnen unter die Finger kommt. Den Versammelten verpflichteten sich auf Ehrenwort, vom 15. September Donnerstag früh 5 Uhr Alarmirungen nach Mühlenstr. 4 bezw. bürgerlichen Zeitungslesern, die ja von vornherein geneigt find, in 1898 ab an Konsum- und Rabatt- Sparvereine Waaren mit Rabatt angestr. 85. Gegen 9 Uhr kami Neue Königstr. 60 in dem jedem streikenden Arbeiter einen zu Gewaltthätigkeiten geneigten nicht mehr zu liefern. Eine Versammlung von Schlächtermeistern Vorderhause des Speditionshofes von Bernhardt u. Ko. ein Dachstuhl= Menschen zu sehen, mag es ja glaubwürdig erscheinen, wenn ihnen und Fleischwaarenhändlern im Norden Berlins sprach sich gestern brand aus, der erst nach längerer Löschthätigkeit gedämpft werden fomte. Bodenkammern mit Inhalt und Theile der Dachkonstruktion erzählt wird, die Streifenden hätten ein Attentat gegen Streit- Abend in demselben Sinne aus. brecher verübt. Für wie naiv müssen aber die bürgerlichen Blätter Das Polizeipräsidium theilt mit: Sublimatpastillen wurden eingeäschert. Mittags 12 Uhr erfolgte Gde Cothringerstraße ihr Bublifum halten, wenn sie ihm vorreden, die Streikenden hätten dürfen auch zu Desinfektionszweden nur in Apotheken auf ärztliche und Weinbergsweg eine Explosion einer Apothekerlaterne. auch eine zu Schulzwecken bemuste alte Kaserne in Brand Verordnung abgegeben werden.( Vergl. Verordnung, betreffend den setzen wollen, um auf diese Weise die städtischen Behörden zum Verkehr mit Arzneimitteln, vom 27. Januar 1890[.- G.- BI. S. 9], Bau neuer Schulhäuser zu zwingen. Mit so albernen, Verzeichniß A Ziffer 9; Bekanntmachung über die Abgabe stark jeder Begründung entbehrenden Erzählungen suchen bürgerliche wirkender Arzneimittel 2c. vom 22. Juni 1896[ Reichs- Anzeiger" bom Zeitungsschreiber Stimmung gegen streifende Arbeiter zu machen. 30. Juni 1896, Nr. 154, Beilage]§ 1.) Nach§ 42 der GesindeWährend die Berliner Zeitungen sich eifrigst mit der angeblichen Ordnung vom 8. November 1810 soll das Gesinde, wenn der Tag Brandstiftung in Spandau beschäftigen, betrachtet man am des Dienstantritts auf einen Sonn- oder Festtag fällt, an Aus den Nachbarorten. Treptow, Baumschulenweg. Der Gesangverein Treptow ( M. d. A.-S.-B.) feiert am Sonnabend, den 17. d. M., im Lokal des Herrn Speer sein 4. Stiftungsfest. Um recht zahlreichen Besuch der Parteigenossen ersucht der Vorstand. J. A.: Krebs. Für die Errichtung einer zweiten Zentral- Markthalle und zwar in Charlottenburg wird lebhaft agitirt. Mit besonderem Interesse verfolgen namentlich die Lebensmittelhändler dieses Projett. Eine Versammlung dieser Gruppe wird sich demnächst mit dieser Frage beschäftigen. werden. worden. = Aus Charlottenburg verlautet, daß in Magistratskreisen die noffe Schneckenhaus zu der angegebenen Geldstrafe verurtheilt. In würden. Bezüglich der von den städtischen Behörden herbeigeführten Absicht bestehe, zum zweiten Borsigenden des städtischen Arbeits- der Urtheilsbegründung heißt es ungefähr: Der Angeklagte habe, Besteuerung der Fleischkammern auf dem Schlachthofe einigte man nachweises einen Arbeitgeber zu ernennen. Damit würde ohne sich vorher bei den Arbeitgebern zu erkundigen, die Beleidigung sich dahin, diese Steuer durch einen Aufschlag auf das Schlachtgeld dem Charlottenburger Arbeitsnachweis das unparteiische Ge- öffentlich ausgesprochen und kann ihm deshalb der Schutz des§ 193 zu decken. Unter" Geschäftlichem" wurde lebhaft darüber geklagt, präge von vornherein genommen werden. Für Charlottenburg des St.-G.-B. nicht zuerkannt werden. Nur dem Umstande, daß der daß es bei dem Vorgehen gegen die Rabatt- Sparvereine bisher unter ist das Amt des zweiten Vorsitzenden des Arbeitsnachweises um so Angeklagte noch nicht vorbestraft und unvermögend ist, hat der An- den Fleischern an der erforderlichen Einigkeit mangele. wichtiger, als der erste Vorsitzende, zu dem der Borsitzende des geflagte cs zu verdanken, daß gegen denselben auf eine höhere Zwei Frauenversammlungen waren am Mittwoch Abend mit Gewerbegerichts ernannt wird, an der Ausübung seines Amtes Geldstrafe nicht erkannt worden ist. Der Amtsanwalt hatte dem Thema: Sollen bei gewerblichen Streitigkeiten nur Männer häufig verhindert ist während des letzten Jahres fonnte er 150 Mark beantragt. Gegen das Urtheil ist Berufung eingelegt über Frauen Richter sein? einberufen. Die Versammlung im Lokal am Gewerbegericht nur ausnahmsweise sein Amt versehen! Sanssouci konnte wegen des schwachen Besuchs nicht tagen. Für Radfahrer, welche Ausflüge nach der Mark und be- Ein Bild and dem Leben der oberen Zehntausend". Auch die zweite Versammlung im Kösliner Hof wies leider fonders dem Kreise Beestow unternehmen, ist eine vom Aus Straßburg i. E. wird uns unterm 14. September ge- feinen besonders guten Besuch auf. Frau Lilly Braun dortigen Landrathsamt foeben getroffene Entscheidung betreffs beschrieben: Vor der Straffammer des hiesigen Landgerichts spielte stellte eingehend dar, in welcher Weise bisher im Reichstage für stimmter Brüden zölle von Wichtigkeit. Die Entscheidung ist sich vorgestern und gestern ein Prozeß ab, der auf die sittlichen An- das aktive und passive Wahlrecht der Frau gekämpft worden sei. auf eine Beschwerde wegen Heranziehung von Radfahrern zu dem schauungen in unseren sogenannten„ besseren" Gesellschaftskreisen ein Leider sei dieser Kampf bisher erfolglos geblieben. Je mehr aber für Fuhrwerke vorgeschriebenen Brückenzoll an den Spreebrücken in äußerst bezeichnendes Schlaglicht wirft. In den heiligen Hallen die Frau ins Leben hinausgetrieben werde aus dem Kreise der Trebatsch, Briescht und Coffenblatt ergangen und besagt, daß von der Themis tauchten an diesen Tagen Figuren auf, die man sonst engeren Familie, desto mehr habe sie auch ein Recht darauf, das Radfahrern ein Brückenzoll nur dort zu erheben ist, wo die be- mur, in den Kasinos, Salons und auf dem Turf zu finden gewohnt Wahlrecht in jeder Form, namentlich bei den Gewerbegerichten zu treffenden Brückentarife einen besonderen Gebührensatz für Fahrräder ist; Damen in elegantester Modetoilette, geschniegelte Stuzzer fordern. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. enthalten. Da dies aber bei den Tarifen für die genannten Spree- in tadellosem Frack, Frack, Offiziere in Uniform und Zivil In der Diskussion ergriffen Tauschel und hinte das Wort. brücken nicht der Fall ist, so sind die Radfahrer zur Zahlung von füllten den Zengenraum, indeß auf der Anklagebant ein etwa Beide Redner führen Beispiele aus ihrer Thätigkeit als GewerbeBrückenzoll auf denselben bis auf weiteres also nicht verpflichtet. 30 jähriger schwarz gekleideter Herr Platz nahm, dessen vor gerichts- Beifizer an, woraus deutlich ersichtlich, daß es äußerst nothOb diese Befreiung vom Brückenzoll von langer Dauer sein wird, nehme Haltung, abgezirkelte Manieren und wohldressirter Haarwuchs wendig ist, endlich einmal auch Frauen als Gewerbegerichts- Beifizer ist allerdings fraglich, da der Landrath seiner Entscheidung hinzu auf den ersten Blick den Lebemann verriethen. Es war der Premier zu wählen. Hierauf nimmt die Versammlung einstimmig eine gefügt hat, daß eine entsprechende Ergänzung der betreffenden lieutenant der Landwehr- Kavallerie Theobald Resolution an, welche energisch dagegen Protest erhebt, daß Frauen Brückentarife in Aussicht genommen sei. Brumm aus Baden- Baden, der früher bei den 7. Husaren als nicht zu Beisigerinnen in den Gewerbegerichten gewählt werden Das Kriegsministerium hat bürgerlichen Blättern zufolge an: Offizier gestanden hatte und jetzt wegen Betrugs angeflagt war. fönnen, und eine Abänderung der betreffenden Gesetzesparagraphen geordnet, daß in den Militärwerkstätten während des Infolge seiner Heirath mit der geschiedenen Frau eines Rittmeisters fordert. Winters vom 1. Oftober bis 1. April Arbeiterentlassungen nicht hatte er seinen Abschied nehmen müssen und seither hier in Straß Zu dem. Bericht über die Versammlung der Vorstände der stattfinden sollen. Die Direktionen der Fabriken haben die Ver- burg mit dem Gelde seiner Frau ein verschwenderisches Bummel- Berliner Ortstrantentassen in Nr. 202 des„ Vorwärts" schreibt uns theilung der Arbeit danach einzurichten. Eine Bestätigung dieser leben geführt. Brumm wurde zu dieser Zeit eine in den ersten Genosse Albert Kohn: Ich finde darin von den Vertretern des VerNachricht, die ja ebenso sehr im Interesse der Betriebsleitung wie Salons der Stadt, auf den Sportsplägen wie in den Kreisen der bandes der Verwaltungsbeamten der Ortskrankenkassen die Erklärung der Arbeiter liegen würde, bleibt abzuwarten. höheren Militärs viel gesehene Persönlichkeit. Dabei machte er u. a. angeführt, daß der Vorsitzende des Verbandes, Herr Prinz, der auch die Bekanntschaft des Premierlieutenants v. Pressentin im bereits vor einigen Jahren sich an sämmtliche Ministerien mit diesen Inf.- Regt. 172. Bald entwickelte sich zwischen Brumm, dessen Frau Betitionen gewandt hat, von der Bezirksgruppe Berlin- Brandenburg unterdessen gegen ihren verschwenderischen Ehemann auf Scheidung auch zur Einsendung dieser Petition an den preußischen Handelsgedrungen war, und der Frau von Pressentin ein Liebesverhältniß, minister nicht ermächtigt war. In diese Ausführung hat sich eine das von dem tief verschuldeten Brumm in der Richtung hin aus Unrichtigkeit eingeschlichen. Ich habe angeführt, daß die Bezirksgenutzt wurde, daß er von seiner Geliebten, einer sehr reichen Erbin, gruppe Berlin- Brandenburg sich schon vor Jahren auf dem VerbandsEine traurige Familienkatastrophe fand in dem benachbarten ein Darlehen in der Höhe von 50 000 m. annahm. Lieutenant tag zu Köln gegen das ewige Petitioniren aussprach, daß damals Nieder- Schönhausen ihren Abschluß. In der Bauke wurden die v. Pr., ein gutmüthiger, offenbar nicht sehr beschlagener und allzu allerdings die Majorität noch gegen uns entschied, wir hielten es Leichen der Ehefrau des in der Buchholzerstraße in Berlin wohnenden vertrauensseliger Mann, war auf den Vorschlag feiner hier für richtiger, durch eine Lohnfommission in Verhandlungen mit Steinfegers Sauer und des zweijährigen Söhnchens derselben auf Frau, mit der genannten Summe die Verhältnisse Brumm's den Vorständen eine Besserung unserer Lage Herbeizuführen. gefunden. Die Frau hatte sich aus ihrer Wohnung entfernt, da sie zu rangiren, eingegangen, da er mit diesem eng befreundet von ihrem Manne wiederholt mißhandelt wurde. Die unglückliche war und im Glauben lebte, sein Schuldner habe noch ein größeres Nord- Ost sprach am Deutscher Holzarbeiter Verband. Jm Bezirk Ost und Frau nahm von ihren vier Kindern das jüngste mit, um sich durch väterliches Restvermögen zu erwarten. Bald kam jedoch v. Pressentin, Lebenshaltung und Einkommen. Von einer Diskussion wird Abstand 12. September Genosse Jahn über: den Tod des Knaben an ihrem Manne zu rächen. Nachdem die durch Freunde auf die moralische Minderwerthigkeit Brumm's aufLeichen rekognoszirt, werden dieselben in Nieder- Schönhausen beerdigt merksam gemacht, zu der Ueberzeugung, daß er von seiner Frau Franke, Löwe- und Borndorferstraßen- Ecke zu verlegen. Mit genommen. Beschlossen wird, die Zahlstelle von Schillinger nach betrogen und von Brumin durch falsche Vorspiegelungen getäuscht In Adlershof kämpft der Amtsvorsteher v. Oppen feinen worden sei, und er versuchte deshalb, den letzteren zur Flucht ins Rücksicht auf die Friedrichsberger Kollegen wurde beschlossen, eine neue Bahlstelle bei Georgi, Frankfurter Allee 70, zu gründen, unglückseligen Stampf gegen solche Gastwirthe, die den Sozialdemo- Ausland zu bewegen, damit der sonst unausbleibliche Skandal ver- eine weitere Zahlstelle soll in der Landsberger Allee errichtet werden. traten ihre Säle zur Verfügung stellen, mit den bekannten, so recht mieden werde. Der gutmüthige Preſſentin, der jede Gewalt über Als Beitragssammler wurden gewählt für die Zahlstelle in der von deutscher Kraft und Biederkeit zeugenden Mitteln tapfer weiter. seine Frau verloren hatte, und in dessen Hans nicht er, sondern der Frankfurter Allee, Buchheister; für die in der Landsberger Da hatte sich der Gastwirth Schmauser in der Bismardstraße Geliebte der reichen Hausfrau Meister war, bot dem Zerstörer seines Allee, Drechsler Kosch e I. Stusche legt sein Amt als Bezirksunterstanden, seinen Saal an unsere Parteigenossen herzugeben. Ghe- und Familienglückes sogar das Geld zur Reise nach der leiter nieder, da er als Vorsteher des 6. Gaues so viel beschäftigt Flugs kam die Beschränkung der Polizeistnude und die Entziehung neuen Welt an, nur um sich den Menschen ohne Aufsehen vom ist. Es wird an seiner Stelle Haffner und als Bibliothekar der Tanzerlaubniß über ihn und ehe Herr Schmauser sich dessen Halse zu schaffen. Brumm rückte nach langem Zögern Ende Wernicke gewählt. weiter versehen hatte, war er von dem Amtsvorsteher mit sieben Dezember nach Spanien und Italien aus, und die kaiserliche Staatss Im Bezirk Süd und Süd- Ost referirte am 12. Genosse Strafmandaten in der Gesammthöhe von 155 M. bedacht worden. anwaltschaft schickte einen Steckbrief hinter ihm her. Bald darauf sillier über: Die Arbeiterschaft im Emanzipationskampfe", wobei Die größte That wurde aber am verflossenen Sonntag voll- begab sich auch Frau von Pressentin außer Landes; der Arzt hatte er namentlich auch auf das in Aussicht stehende Gesetz verwies, durch führt. Der Allgemeine Arbeiter- und Arbeiterinnen- Verein hatte ihr eine Italienreise verordnet„ aus Gesundheitsrücksichten". Einige das der Emanzipationskampf den Arbeitern sehr erschwert, wenn zu diesem Tage eine öffentliche Versammlung einberufen; nach der Wochen nach ihrer Abreise kam ihr Mann in Sachen des Brumm- nicht unmöglich gemacht werden würde. Dem mit großem Beifall Bersammlung sollte ein gemüthliches Beisammensein stattfinden. schen Betrugs zum Vertreter der Staatsanwaltschaft. Als dieser aufgenommenen Vortrage folgte eine furze Diskussion. Alsdann Dieses wurde jedoch von Amtsvorsteher verboten; der berühmte§8 erfuhr, daß die Frau des Offiziers fich z. 3. in Neapel aufhalte, wurde mitgetheilt, daß der Streit bei Helder u. Plathen fortdauere. des Vereinsgesetzes mußte für die Begründung des Verbots her crividerte er sofort: Dann ist Brumm a 11 CÓ) dort." halten. Aber auch die Bersammlung wurde untersagt, als der Ein- v. Pressentin war darob sehr konsternirt und reiste sofort ab, um Seine, Weidner und Menz werden in die Werkstatt- Kontrollkommission berufer fie nicht auf die Minute eröffnet hatte! Als sich später die„ leidende" Gemahlin aufzusuchen. Zu Neapel traf er sie an im gewählt. Als Bezirksleiter wird Loge, zum Schriftführer Blank und einige Gäfte im Tanzlokal befanden, kamen drei Gensdarmen und Hotel Vesuvio", als sie eben mit ihrem Geliebten Brumm von einer zu Beitragssammlern. werden Mohl und Wolf gewählt. forderten den Wirth auf, feinen Saal sofort zu schließen, wenn er gemeinsamen Ausfahrt zurüdfehrte. Sie hatten seit einigen Tagen, Thüran hielt am 11. September Bruno Pörsch einen beifällig aufIm Bezirk Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt nicht Gewalt angewendet sehen wollte. Thür, in jenem Hotel Wohnung genommen, nachdem sie vorher, die Sodann wurden einige Wahlen zu VerWir müssen von neuem betonen, daß in diesem Kampfe, dessen Gattin des Offiziers mit dem steckbrieflich Berfolgten, eine längere waltungskörperschaften vollzogen. genommenen Vortrag. siegreicher Ausgang für die Sozialdemokratie ja allerdings nicht Vergnügungsreise durch Italien gemacht hatten. Der Rest ist Ehezweifelhaft ist, die Berliner Parteigenossen in die Brejche zu scheidungsprozeß und die Verhaftung Brumm's wegen Betrugs, der springen haben. Ist es zum wesentlichen auch der Stampfmethode nunmehr nach fünfmonatlicher Untersuchungshaft vor die Schranken unserer Gegner zu verdanken, daß die Einwohnerschaft von Adlers des Gerichts gestellt wurde. Der öffentliche Anfläger, der es nicht hof bis auf einen winzigen Bruchtheil sozialdemokratisch ist, so find unterließ, im Gefühle der Beschämung auf die unerhörten Dinge die dortigen Parteigenossen dennoch aus erklärlichen Gründen auf hinzuweisen, die in der sogenannten ersten Gesellschaft sich abspielten die Hilfe der Berliner Arbeiterschaft angewiesen, die strenge darauf und von dem totalen Mangel an Moralitätsgefühl bei den BeCharlottenburg. Die Arbeiter und Arbeiterinnen sämmtlicher zu halten hat, daß bei Ausflügen nach Adlershof, Grünau 2c. fein theiligten Zeugniß ablegten, brang mit seiner Antlage beim Gerichte Branchen veranstalteten am Dienstag im Lokale Bismardshöhe eine Gastwirth besucht wird, der sein Lokal nicht der Sozialdemokratie nicht durch. Brumm wurde freigesprochen, weil es den öffentliche Versammlung, in welcher Link einen Vortrag hielt, zur Verfügung stellt! Richtern ziveifelhaft erschien, ob der Angeklagte auch das Bewußtsein dessen Thema lautete: Welche Aufgaben haben die Gewerkschaften Da eine Diskussion dem äußerst beifällig auf der Wahrheitswidrigkeit seiner Angaben bei Aufnahme des Darlehensau erfüllen?" gehabt habe. genommenen Vortrage nicht folgte, erstattete Dreise Bericht über Gerichts- Beifung. den Streit der Porzellanarbeiter der Firma Haldenwanger Wachtstubenabentener unangenehmer Natur wollte der wollte der( Inhaber Schwarz) in Charlottenburg. Vor allen Dingen Für die Zustände in Oberschlesien ist eine Straffammer Schlächtermeister Drechsler erlebt haben, welcher gestern unter fet besonders zu betonen, daß der Streit nicht vont Verhandlung typisch, die sich vor dem Landgericht Beuthen ab- der Anklage des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der den Arbeitern muthwillig provozirt worden sei, sondern durch die spielte. Am Tage der Reichstagswahl war es im Ludwig'schen Beamtenbeleidignng vor der 130. Abtheilung des Schöffengerichts unmotipirte Kündigung zweier Kollegen, die sich weigerten, für einen Gasthause zu Laurahütte, wo die Wahlhandlung stattfand, zwischen stand. Am Nachmittage des 14. März hatte der Angeklagte einen zu niedrigen Lohn zu arbeiten, entstanden sei. Nachdem der Unterdem als Wahlvorsteher amtirenden Grubensteiger Deutscher und Pferdebahnwagen auf dem Alexanderplatz verlassen und lief nehmer wiederholt erklärt, mit den übrigen Arbeitern nichts zu thun dem Arbeiter Sobinray zu einem Konflikt gekommen, weil Deutscher schnell nach dem Bürgersteig. Hierbei überrannte er eine haben zu wollen, habe man einstimmig die Arbeit niedergelegt, und sich die Art, wie Sobinray die Kontrolle der Wahlhandlung aus ältere Dame, welche zu Boden fiel. Der Angeflagte die Bedingungen zur Wiederaufnahme dem Herrn Schwarz unterbreitet. übte, belästigt fühlte. Als ein Polizeibeamter zur Verhaftung des fümmerte sich nicht um die Dame, sondern eilte vorwärts. Nach langem Hin und Herschreiben habe sich Herr Schwarz endlich Arbeiters schritt, fam es zu geringen Thätlichkeiten, bei welchen der Augenzeuge meinte zu ihm, daß er doch wenigstens der Dame beim burch eine dritte Person bereit erklärt, mit seinen Arbeitern mündanpackende Beamte von S. einen Stoß erhielt. Gegen den Arbeiter Aufstehen behilflich sein könne, der Angeklagte antwortete mit einer lich unterhandeln zu wollen. In dieser Unterhandlung habe wurde Anklage erhoben und in der Verhandlung beantragte der Beleidigung. Nun nahmen noch viele Personen gegen den Angeklagten er denn wohl auch die Forderungen der Arbeiter als berechtigt Staatsanwalt zwei Monate Gefängniß. Der Gerichtshof ging über Partei; sie hielten ihn fest und riefen einen Schutzmann herbei. anerkannt, jedoch nichts bewilligt, so daß der Streit noch diesen Antrag weit hinaus und verhängte über den Angeklagten eine Drechsler behauptete im gestrigen Termin, daß der Schutzmann ihn immer auf seinem alten Standpunkt steht. Flemming Gefängnißstrafe von sechs Monaten. Mehrere der einander sofort mit nerviger Faust im Genick gepackt und ihn mit" Strolch" theilt nun mit, daß in der letzten Gewerkschaftssitzung beschlossen sei, widersprechenden Zeugenaussagen wurden protokollirt; man glaubt, und Kert" angeredet habe. Unparteiische Zeugen erklärten dies als für die ausständigen Borzellanarbeiter 250 M. zu bewilligen und daß sich noch ein weiteres Strafverfahren aus der Angelegenheit unwahr, der Schußmann habe sich durchaus taktvoll und korrekt be- Sammellisten in Umlauf zu setzen, auf welche er fleißig zu zeichnen nommen. Durch dies Abweichen von der Wahrheit büßte der An- bittet. Im übrigen könne er seiner Verwunderung nicht genügend Der Kampf der Arbeiter um beffere Existenzbedingungen geklagte auch au Glaubwürdigkeit in betreff der Behandlung ein, die Ausdruck geben darüber, daß von den Kommissionsmitgliedern und und die bürgerlichen Gerichte. Zu diesem zeitgemäßen Kapitel er auf der Wache erlitten haben wollte. Er behauptete, daß vier bis fünf den Vorsitzenden der Gewerkschaften trotz der so überaus wichtigen liegt aus Goslar folgende Meldung vor: Dieser Tage wurde Schuyleute über ihn hergefallen seien und ihn durch eine Tagesordnung nur so wenige erschienen feien. Im Verschiedenen der Genosse Wilhelm Schneckenhaus hier wegen Beleidigung Menge Faustschläge ins Gesicht und gegen den Kopf furchtbar ersucht dann der Vorsitzende, für die in den nächsten Tagen stattdes Polizeiwachtmeisters Hartung hierselbst vom Schöffengericht zu 8 ugerichtet hätten. Er habe sich die Verlegungen von einem Arzte findende Protestversammlung fräftig zu agitiren. Hierauf schließt Goslar zu einer Geldstrafe von 75 M. event. 15 Tagen Gefängniß bescheinigen lassen. Wenn er während der schweren Mißhandlungen die außerordentlich schlecht besuchte Bersammlung. und Kostentragung verurtheilt. Die Beleidigung soll in einer Rufe wie" Bande" und Verbrecher" ausgestoßen habe, so sei dies gewiß Maurerversammlung erfolgt sein. Genosse Schneckenhaus sprach entschuldbar. Die Schuyleute bekundeten dagegen unter ihrem in dieser Versammlung ben Verdacht aus, daß, nach Eide, daß von vorsätzlichen Schlägen gar teine Rede sein könne. verschiedenen Vorgängen zu schließen, die Behörde den Arbeitgebern Drechsler habe sich auf der Wache im höchsten Grade widerspenstig Verein für Körper und Naturheilkunde. Heute, abends 8½½ Uhr, über die Vorgänge in den Versammlungen Berichte zugehen ließe. benommen, so daß der Telegraphist, welcher durch das Toben des im Märkischen Hof, Admiralstr. 18e: Vortrag des praft. Naturheilkundigen Da Hartung bisher die Versammlungen der Maurer überwacht hatte, Angeklagten außer stand gesezt war, die Persönlichkeiten der Zeugen Grundmann. Allgemeiner Arends'scher Stenographen Verein. Abtheilung so fühlte sich dieser durch diese Aeußerungen beleidigt und stellte festzustellen, anordnete, den Angeklagten einstweilen in der EinzelStrafantrag. In der Verhandlung famen gang intereffante Dinge zelle unterzubringen. Hierbei habe Drechsler fich energisch zur Vorwärts". Adalbertstr. 21, abends 81% Uhr. Im Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter sprach am zum Vorschein. So belundete der als Beuge vorgeladene Architett Wehre gesetzt und dabei möge er wohl einige Büffe abbekommen Schinkel, daß die Mitglieder der im Frühjahr gewählten Lohn haben. Verlegungen feien an ihm aber nicht zu bemerken 8. September Genoffe Hoffmann über das Tbema: Moderne tommission der Maurer, zu der auch Schneckenhaus gehörte, nach gewesen, als er die Wache verließ. Der Staatsanwalt hielt den Chen. Unter Vereinsangelegenheit wurde mitgetheilt, daß der Uebers einer Abmachung der Bauunternehmer Goslars feine Arbeit Angeklagten beider Vergehen für überführt und beantragte gegen schuß vom Vergnügen im Lokale des Herrn Lindenhayn einem mehr erhalten sollten. Genosse Schneckenhaus verlangte nun, ihn eine Gesammtstrafe von drei Wochen. Der Gerichtshof zog franken Mitgliede zu gute gekommen ist. daß der Staatsanwalt, auf grund dieser Verrufserklärung, gegen die dagegen in betracht, daß der Angeklagte, wie er auch in der Ver Bau- Unternehmer vorgehen sollte. Ja, Bauer, das ist ganz was handlung bewiesen, ein sehr leicht erregbarer Mensch sei und belieẞ anderes. Der Staatsanwalt erklärte dieses Vorgehen der es deshalb bei einer Geldstrafe von 60 m. entwickeln werde. Unternehmer für gerechtfertigt. Denn, so erklärte er, was soll so ein Unternehmer anfangen, wenn seine Arbeiter nicht mehr für den Lohn arbeiten wollen, er muß einfach bewilligen, " " Versammlungen. In der Bezirksversammlung für Wedding und Gesunds brunnen, die am 12. September stattfand, sprach Th. Mezner über: Der Kampf um die wirthschaftliche Existenz. Nachdem noch der Obmann für besseren Besuch der Vertrauensmänner- Bersammlung eintrat, erfolgte Schluß der gut besuchten Versammlung. Berliner Kraufen Unterstützungs und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, abends 7 Uhr, Bahlabend bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55. Witterungsübersicht vom 15. September 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Wiesbaden München wenn er seine Arbeit fertig haben will, sonst werfen ihm die Ar- Die Anarchisten hatten am Mittwoch Abend eine Versammlung beiter die Arbeit vor die Füße und er tann nun zusehen, wie er einberufen, in der De mpwolf, Pawlowitsch und Landauer feinen Verpflichtungen nachkommt. Und da müsse das Ge- über die Friedenstundgebung des Baren und die Kaiserrede in Swinembe. Denn Dehnhausen sprachen. Man hatte erwartet, daß auch über das Hamburg richt den Arbeitgebern au Hilfe tommen. das Schimpfen und Beleidigen und Heßen ist den Sozialdemo- Attentat gegen die Kaiserin Elisabeth eine Kundgebung erfolgen würde, Berlin fraten zur zweiten Natur geworden. Und wenn die Goslarer das geschah aber nicht. es nicht mehr selbst genügend tönnen, dann holen Die Berliner Fleischer- Innung beschloß am Mittwoch in sie sich Einen von außerhalb, damit der es noch besser mache. Die einer Versammlung im Innungshause, Neue Grünstraße, erneut bei vom Genossen Schneckenhaus gestellten Beweisanträge lehnte das den zuständigen Behörden dahin vorstellig zu werden, daß die GrenzGericht als belanglos ab. Ebenso wurde der von ihm beantragte sperren aufgehoben sowie feste gesegliche Normen für die Einfuhr Schutz des§ 193 des St.-G.-B. abgelehnt. Und so wurde denn Ge- lund den Verkauf amerikanischer Fleisch- und Wurstwaaren geschaffen Barometerstand mm Windrichtung Windstärke Wetter Temp. n. G. 5° C. 4° R. Stationen Barometerstand mm Winds 769 N 4 heiter 14 Haparanda 743 NO 771 2 770 WNW 4 wolfig 773 Still 774 Still richtung Windstärke Wetter Temp. 1. C. 5°.= 4° R. 11732 770 S 772 NNO 6 Regen 5 1Nebel 1 bedeckt 1 Nebel 17 12 771 1wolfent 16 Petersburg 17 Cort Owolfent 12 Aberdeen Owolfen 11 Baris Bien 772 Still Owolfent 11 Wetter- Prognose für Freitag, den 16. September 1898. Etwas fühler, bei ziemlich frischen nordwestlichen Winden und vers änderlicher Bewölkung; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Nedaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Thraker. Freitag, den 16. Septbr.: Opernhaus. Der Prophet. Anfang 71/2 thr. Schauspielhaus. Galeotto. Anfang 71 hr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 72 Uhr. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Ostend Carl Weiß- Theater. = Gr. Frankfurterstr. 132. Novität! Bum 10. Male: Novität! Schluntz sel. Wwe. Gesangsburleske in 3 Atten von O. Haneld, bearbeitet v. J. Dill. Musik von G. Steffens. Vom Matterhorn z. Jungfrau. Borer Sumoristischer Prolog, geInvalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Leſſing. Im weißen Röß't. Anfang Passage- Panopticum72 11hr. Berliner. Othello. Anfang 71/2 Uhr. Neues. Ottilie. Anfang 72 Uhr. Westen. Der Traum ein Leben. Anfang 72 Uhr. Residenz. Frühlingswende. Hierauf: Eifersucht. Anfang 72 Uhr. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Schiller. Der politische Kannegießer. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 71/2 Uhr. Belle Alliance. Rabale und Liebe. Anfang 8 Uhr. Ostend. Schlung sel. Wwe. Anfang 72 Uhr. Luijen. Der Kaufmann von Venedig. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. = Leopoldi Fregoli( Verwandlungsfünstler). Camaleonte. Eldorado. Zum Schluß: Fregoligraph. Anfang 8 Uhr. Alexanderplat. Demi Monde. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg lich geöffnet von 10 Uhr vor mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Sternwarte, Operntelephon. V Apollo. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 7/2 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Passage Panoptikum. Speziali täten- Vorstellung. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Neues SeptemberProgramm. Castan's EER Panopticum. Neu!! WalsinMajor Graf Esterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Apollo- Theater Friedrichstr. 118. Otto Reutter sprochen von Karl Weiß. Anfang 8 Uhr. Vorzugsbillets haben Giltigkeit.. Sonntag Nachmittag halbe Preise: Dorf und Stadt. Im Garten: Spezialitäten: Vorstellung. Anfang 52 Uhr. Passepartouts haben Giltigkeit. Luisen- Theater 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr, zum 2. Male: Der Kaufmann von Venedig Lustspiel in 4 Arten von W. Shakespeare, übersetzt von A. W. v. Schlegel. Shylock, ein Jude: Ludwig Masson. Freitag: Seine Puppe. Voltsstück mit Gesang in 3 Atten bon Max Schönau. Musik von Fritz Krause. Der Berwandlungs A. Angeloti Künstler in feiner Tragikomödie Entdeckt! Feen- PalastTheater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direktion: Winkler und Fröbel. Neu! Neu! Fred Edlawi. Erster deutscher Original- BlitzVerwandlungs- Schauspieler mit seiner Sensationskomödie Eine Minute zu spät. Sechs Personen dargestellt von Edlawi. = Neu! Nuscha Melitta, Neu! Sport Soubrette in ihrem eleganten Ponny- Gespann. Neu! Balleni, Kaleidoskop: tänzerin. Ferner: Carola Schiller Theater Consuelo Tortajada alle a ( Walluer Theater). Freitag: Der politische Kannegießer. Sonnabend zum ersten Male: Die Haubenlerche. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Carla, Prima: Ballerina. Helene Voss. Les Minstrels Parisiens und 15 hervorragende Debuts. Kasseneröffnung 62 Uhr, Anfang der Vorstellung 2 Uhr. Max u. Ernst Wardini. Molly Verch. Barsikow Truppe. Trio. Welser Carrè und Banola. Anfang 7/2, Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pfg. Volks = Der politie Sannegießer. Reichshallen. Theater im Die Haubenlerche. Central Theater Direktion: J. Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehaus: Geschichte. Operette in 3 Attent von Owen Hall. Musik von Sidney Jones. Deutsch von E. M. Nöhr und Julius Freund. In Szene gesetzt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapellmstr. E. Goldmann. Kaffeneröffnung 1/27 Uhr. Anfang 1/28 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu bedeutend ermäßigten Preisen: Der Bettelstudent. Prater- Theater, Kastanien Allee 7/9. Robert und Bertram. Bosse mit Gesang in 3 Abtheilungen bon Räder. Klown Tanti mit seinen dressirten Sunden. The 3 Forleys, chinesische Grcentrics. Gebr. Milardo, Grotesque Duettisten. Elly Viola, Rostümsoubr. Jan and Jim, Anodebouts. Morleys, Fata Morgana. Konzert u. Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Plag 50 Pf. Kalbo. Metropol- Theater. Behrenstr. 55-57. Direktor: Rich. Schultz. Theater Telephon Amt I. Nr. 378. Kaffe Telephon Amt I. 2126. Novität. Bumi 14. Male: Novität. Das Paradies der Frauen. Gr. Ausstattungsposse mit Gesang u. Tanz in 6 Bildern nach Blum u. Toché's. Madame Satan" von Jul. Freund, Musik von Jul. Einödshofer u. Bertr. Sänger. In Szene gesetzt vom Dir. Richard Schult. Der choreographische Theil v. Balletmeister Louis Gundlach. Jm 2. Bilde: Ballet u. Die Moden des Jahrhunderts.( 60 Damen.) Jm 6. Bilde: Eva's Vermächtniß, großes Balletbild mit Apotheose ( 80 Damen). Preise der Plätze: Orcheſterfauteuil 4,50 M., Parketfauteuil 3 M., Parket 2 M., Promenoire 1,50 M. Von 9 Uhr ab 1 M. Anfang der Vorstellung 1/28 Uhr. Ende 11 Uhr. Morgen und folgende Tage: Das Paradies der Frauen. Restaurants unter Beitung des Hoflieferanten L. Schaurté. Konzert der TscherkessenKapelle Petrow. Sonnabend, den 17. Sept.: Erste Soirée der allbeliebten Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Neu! Novität! Neu! Unser Zunge. Stettiner Sänger Anfang: Counge& g Bosse mit Gesang v. E. Braune. Wochentags 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. ( Weysel, Pietro, Entree: Wochentag 20 Pfennig. Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Kaffenöffnung 6 Uhr. Entree( Saal durchweg) 50 Pf., Vorvert. 40 Pf., Num. Balkon 75 Pf., Balfons Logen 1 M., Orchester- Logen 1 M. 50 Pf., Fremden- Logen 2 M. Die Tagestasse ist von 11-1 Uhr ge: öffnet. Vor der Soirée: Konzert. Musikalisch- humoristisch orchestraler Eröffnungs Feftprolog von Meysel. = Reichshallen- Restaurant ( vom 17. Septbr. an): Jed. Abend 8 Uhr: Gr. Konzert des Reichshallen Orchesters. ( Kapellmeister Mar Schmidt). Bom 18. September an: Täglich Grosser Mittagstisch. Während des Diners: Konzert des gesammt.Reichshallen- Orchesters. Restaurations: Chef: Felix Müller. Küchen- Chef: Fritz Schallièr. Alcazar- Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Novität! Täglich: Novität! Die Kiebige. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz. Neu! Neu! Neu! Meta's Verlobung. Schwant in 1 Aft. Gesammtauftreten des durchweg neuengagirten Künstler- und Spezialitäten Personals. Anfang: Wochent. 7½ Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Sonntags 40 Pfennig. Die Direktion: Aug. Kollg. Berliner Sänger u. Theater Ensemble Tyll Eulenspiegel. Direftion: Oskar Klein- Gustav Oberg. 10 Damen, 12 Herren, groß. Orchester. Jeden Montag und Freitag vom 12. September ab in der Viktoria- Brauerei. Jeden Dienstag in der ActienBrauerei Friedrichshain früher Lips. Am Königsthor. Humor auf Humor. Beginn 72 Uhr, Billet 75 und 50 Pf., Borverkauf 40 Pf. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48 Freitag Freie Volksbühne. Sonntag, 18. September, nachmittags 2 Uhr, im Lessing- Theater: III. Abtheilung: Galeotto. Die I., II., III., IV, Abtheilung ist geschlossen. Neue Mitglieder können nur noch zur V. Abtheilung aufgenommen werden. 230/9 Der Vorstand. G. Winkler. Circus G.Deike Mähr's Theater Nollendorfplatz 5. Der erste und eleganteste reisende Circus Europas. 130 Personen, 45 Pferde. Eigene elektrische Beleuchtung. Heute u. folgende Tage: Gr. Vorstellung mit stets wechselndem Programm. Sonnabends, Sonntags wie Mittwochs je 2 große Vorstellungen, nachm. 4 Uhr u. abends 8 Uhr. Oranienftr. 24. Täglich d Große Theater und Spezialitäten Vorstellung. Berliner Wäscher- Mädchen. Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Giltigkeit. Materialw., Gemüse und Kohlen: Arbeiter- Bildungsverein zu Johannisthal- Niederschöneweide und Umgegend. Den Mitgliedern zur Nachricht, daß unser Mitglied August Druck am 13. d. Mts. nach langer Krankheit verstorben ist. 6/2 Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet heute, Freitag, den 16. Septbr., nachm. 4 Uhr, vom Trauerhause zu Johannisthal aus nach Rudow statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet Der Vorstand. Adlershof!! Empfehle geehrten Vereinen hmd Benußung und bitte um geneigten Gesellschaften meine Säle zur gefl. Zuspruch. Herr Amtsvorsteher Oppen ließ meinen Saal am 11. September schließen. [ 6015L* geſchäft, gutgehend, zu verkaufen oder Paul Schmauser, zu vermiethen Adalbertstr. 24.[ 948b AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. CARL Nur noch 14 Tage! HAGENBECK'S INDIEN. Schaustellungen in der Wochentags 5 u. 7 Uhr nachm. gedeckten Arena: Sonntags 3, 5 u. 7 Vorstellungen im Indischen Theater ab'4 Uhr. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Konzert. Sonntag, den 18.: Gross. Entscheidungs- Ringkampf zwischen dem Indier Mhabool Khan u. dem Berliner Herrn Kanitzki Mk. um den Siegespreis von 300 Mk. Entree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Oranien- Hallen Am Moritzplatz. 56560* Oranienstr. 51. Am Moritzplatz. Inhaber: Hermann Scholze empfiehlt seine Säle den Vereinen zu Versammlungen und Festlichkeiten. Im unteren Saal täglich: Frei- Konzert. Max Kliem's Sommer- Theater, Hasenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Sommer- Theater, Theater- und Spezialitäten- Vorstellung 2eues Programm: Wienecke's Zwerg Theater. = Mackwell, Froschmensch. Benedetti, Imitator. Edler von Metz, Transformationsfünstler. Bertoletti, Jongleuſe. Max Grabow, Romifer. Elsa Rotti, Chansonnette. ,, Das Täubchen von Quedlinburg", Voltsstück mit Gesang. In den Festsälen: Grosser Ball. Die Kaffetüche ist geöffnet. Max Kliem. Guckel's Zahnateliers Lausitzer Platz 2, Steglitzerstrasse 71. Bestrenommirt und wohlbekannt. Zähne v. 3 M., Plomben v. 2 M. an. Ratenzahlung gestattet. ( Woche 1 M.) Ausschneiden! Dieser Koupon wird mit 1 M. angerechnet. Jede Konkurrenz übertreffend biete ich heute und folgende Tage in prima frischester Qualität: Zander.. Schellfisch( in allen Größen). pro Pfund 50-60 Pf. 15-25 " Cablian 18-25 " " und Seelachs 15-20 " do. im Ausschnitt Bratschollen( Flundern) Große Schollen.. Rothzungen Gis- Bariche " " " 20-25 " " " " " 35-40 " " 40 Sonnabend geschlossen. Sonntag: Anfang 7 Uhr. Zum Schluß: Der liebe Onkel. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16. Freitag und Sonnabend: Keine Vorstellung. Eröffnung der Winter- Saison am Sonntag, den 18. September. Bur Aufführung gelangen: Schauspiele, Lustspiele u. Possen. Garn., Ruhef., Divan, Banelsopha, sleidersp., Wäschefp., Bücherfp., Schreibt., Buff., Speiset., Bettst, Spiegel, Teppich, Bilder, bill., verkauft Landsbergerstraße 77 ( Möbelspeicher). 9276 Lebende Hechte, Schleie, Karpfen, Karauschen, Barsche etc. in reichster Auswahl zu Ausnahmepreisen. Pelzwaaren aller Art sehr billig. 16 Dragoner- Straße 16-Otto Gundermann. Oscar Arnold, Hut- Engroslager Dresdenerstr. 116. am Oranienplatz( kein Laden) Einzelverkauf reeller Waaren zu folgenden Preisen( Parthiewaaren führe nicht). Herrenhüte, weich à 1,25 1,50 2,- 2,50 3,- 3,50 u. 4, do. stoif. 募 do. Cylinderhüte f. 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Geübte Kartonarbeiterinnen werden sofort verlangt Georg Heise, Waldemarstr. 51. 9206 Nebenverdienft von 6 bis 8 Mart tönnen Arbeiter' die in größeren Betrieben beschäftigt find, wöchentlich verdienen. Bu er fragen Müllerstr. 174 I bet Jacobi, abends 6 bis 8 Uhr. 59816* Tüchtiger Werkführer, selbständiger Arbeiter Spirituslack v. chem. Fabrit gesucht. Bewerbungen unter Chiffre B. 6 an die Erped. des Vorwärts", Beuthstr. 3.[ 9446 " Plätterinnen auf Chemisettes u. Serviteurs finden dauernde Beschäftigung Jüdenstr. 53. Klempner Lehrling wird verlangt Alte Jakobstr. 40/41. Kartonarbeiterinnen im und außerm Hause gesucht. 9366 Staftanien- Alee 79. Farbigmacher gesucht. H. Denecke, Goldleiftenfabrit, Essen( Ruhr). Blechspanner bei Affordlohn verlangen Th. Schmidt& Herkenrath, Wienerstr. 12. [ 946b Lernen, verlangt Kartonarbeiterin, geübt u. zum 31/19 Neumann, Stallschreiberstr. 23. Sattlergehilfen, tüchtige, selbständige Kofferarbeiter, finden sofort dauernde und lohnende Beschäftigung in der Kofferfabrik von 131/ 17*] Louis Pracht, Breslau, Ohlauerstr. 63. Das Schuhwaarenhaus S. Selbiger, Landsbergerstr. 40, bleibt am Sonnabend, den 17., und Sonntag, den 18. September der Feiertage wegen geschlossen. 8 öffentl. Protestversammlungen der Gewerkschaften Berlins am Montag, den 19. September, abends 8% the, in folgenden Lokalen: Königshof, Bülowstraße Nr. 37. Cösliner Hof, Cöslinerstraße 8. Brauerei Bötzow, Am Prenzlauer Thor. Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Brauerei Moabit, Thurmstraße 25-26. Andreas- Festsäle, Andreasstraße 21. Martens Festsäle, Friedrichstraße 236. Tonhalle, Friedrichstraße 112. Tages Ordnung in allen Versammlungen: Die Beschränkung des Koalitionsrechts der Arbeiter durch hohe Buchthausstrafen und durch einseitigen Schuh der Arbeitswilligen. Referenten: Bernhard Bruns, Paul Dupont, Dr. Herzfeldt, Gustav Kessler, Paul Litfin, Hugo Poetzsch, Robert Schmidt, Arthur Stadthagen. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Wir ersuchen Euch, diese wichtigen Versammlungen recht rege zu besuchen. Vorwärts, auf die Schanzen zur Vertheidigung des Koalitionsrechts auch für die bis dahin Unorganisirten. Die Berliner Gewerkschafts- Kommilkon. J. A.: Rud. Millarg. 9476 Achtung! Maurer. Achtung! Sonntag, 18. September, vorm. pünktlich 9½ 1hr, im Feen- Palast, Burg: n. Wolfgangstr.- Ecke: Außerordentliche General- Versammlung des Vereins zur Wahrung der Interessen der Maurer Berlins u. Umg. Tagesordnung: 1. Großer astronomischer Projektionsvortrag mit zahlreichen Licht- und Drehbildern, genannt „ Ein Ausflug in die Sternenwelten". Gehalten von Direktor F. S. Archenhold, Treptower Sternwarte. 2. Antrag vom Osten betreffs einheitlicher Verbreitung der Einigkeit" durch den Verein. 3. Vereinsangelegenheit. Mitgliedsbuch legitimirt. Es ersucht um pünktliches Erscheinen " 129/19 Franz Schulze. Im Auftrag des Vorstandes: Franz Schulze. Deutscher Holzarbeiter- Verband. Heute, Freitag, abends 8 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße 20-22: Sitzung der Ortsverwaltung. Achtung! Often und Nord- Osten. Beim Gastwirth Georgi, Frankfurter Allee, Ecke Petersburger: straße, und beim Gastwirth Bartz, Cotheninsstraße 3, sind neue Zahlstellen errichtet. 107/11 Tischler- Derein. Sonnabend, 17. September, abends 8 Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung Tagesordnung: Vereinsangelegenheiten. 199/2 Am Sonntag, den 25. September: Herrenpartie nach Finkenkrug. Treffpunkt früh 7%, Uhr Lehrter Bahnhof. Der Vorstaud. Achtung! Täschner und Koffermacher! Am Freitag, den 16. September, abends 8½½ Uhr, im Saale des Herrn Brochnow, Sebastianstr. 39: Oeffentliche Versammlung. Tages Ordnung: V 1. Der Streit bei Fischer& Richter. 2. Verschiedenes. Stoflegen! Der Wichtigkeit der Sache wegen ist es nothwendig, Die Agitationskommission der Täschner u. Kofferarbeiter Berlins. daß Alle erscheinen. 9436 Freie Vereinigung der Bau- Anschläger Berlins und Umgegend. W. Pahr Arbeitsanzüge Bennentr. 112. Benge vor der Noth! Allgemeine Volfs- Krankenkasse G. 5. 126. Staatlich genehmigt für ganz Deutscht. Hauptkassenlokal: Berlin N., Müllerstr. 174 I. Telephon- Amt II. 2436. Bureaustunden 8-4 Uhr. Kleine Beiträge! Hohes Krankengeld! Auch für Sonn- und Festtage wird Krankengeld gezahlt. Aufnahme erfolgt ohne ärztliche Unter: suchung für Männer u. Frauen. Agenten für alle Orte Deutschlands jederzeit gesucht. 58582* Möbel- Kaufhaus Die Möbelfabrik Neue Schönhauserstrasse 2, zwischen Münzstraße und Rosenthalerstraße( früher Rosenthaler straße 13) verkauft in den neuerbauten Fabritsälen Quergebäude und SeitenAm Sonntag, den 18. September, vormittage 10 Uhr, flügel, erſte und zweite Etage, Möbel bet Buske, Grenadierstraße Nr. 33: zu jedem annehmbaren Preise. Auch für weniger Bemittelte halte ich stets Derlammlung. Eager von einfachen Ginrichtungen Tages Ordnung: = 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Vereinsangelegenheiten. 3. Ver: schiedenes und Fragekasten. Die Mitglieder werden auf§ 9 aufmerksam gemacht. 34/2 Der Vorstand. von gebe ich an sichere Leute Ausstattungen gegen Theilzahlungen unter toulanten Bedingungen, Beamten ohne Anzahlung. Eigene Tapezier und De forationswerkstatt. Zu ganz billigen Preisen Verein deutsch. Schuhmacher( Schäftebranche) Bretfen werden die großen Borräthe Filiale V. Sonnabend, den 17. September, abends 9 Uhr, bei Schiller, Rosenthalerstr. 57: Versammlung. Tagesordnung: Vortrag des Kollegen Bog 3. 272/2 verliehen geweſener, zum Theil sehr wenig benutzter Möbel verkauft, darunter ganze Speisezimmer, Salons und Schlafzimmer. Nußbaum oder Mahagoni- Kleiderspinden u. Vertifows 36 Mart. 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Anfang 8 Uhr. zug 30, Garnituren, Paneelsophas, Salonschränke, Ankleideschränke mit Spiegelthüren, Ruhebetten, Herrenschreibtische, Teppiche, Garderobenschränke, Bücherschränke 2c., sowie alle Arten Küchenmöbel. Brautleute er: halten Hochzeitsgeschenk. Besichtigung meiner ausgedehnten Verkaufsräum lichkeiten ohne Kaufzwang jederzeit gestattet und erbeten. Getaufte Möbel können beliebige Zeit stehen bleiben und werden durch eigene Gespanne sauber transportirt und aufgestellt, auch nach außerhalb. 59852 ahrräder. Stets großes Lager erstklaff. Sabri. fate auf 58642* Die Musit wird von Berufsmusikern unter Leitung des Dirigenten Theilzahlung Herrn Guttmann ausgeführt. Einlaßkarten, Herrn 50, Damen 25 Pf., sind zu haben beim Kollegen Hüttig, Mariannenstraße Nr. 17 und beim Vorfizenden G. Darsow, Grünauerstr. 25, sowie im Arbeitsnachweis, Naunynftr. 79 b. Hrn. Heinrich. Rixdorf. Arbeiter und Arbeiterinnen! Montag, den 19. September, abends 8½ Uhr: Große öffentliche Versammlung aller Gewerkschaften in den Apollo- Theatersälen, Hermannstr. 48-50. Tages Ordnung: 1. Die Beschränkung des Koalitionsrechtes der Arbeiter durch hohe Buchthausstrafen. Referent Gen. Ferdinand Ewald- Berlin. 2. Diskussion. Zu dieser Versammlung sind alle Gewerkschaften sowie alle Arbeiter und Arbeiterinnen, welche ein Interesse an dieser Tagesordnung gaben, eingeladen. 206/7 Der Vertrauensmann der Gewerkschaften Rigdorfs. und Lager complet. WohnungsEinrichtungen in jeder Preislage zu den billigsten Fabriköbeltischlerei preifen empfiehlt Julius Apelt, Tischlermstr. Skalitzerstrasse 6( am Kottbuser Thor). ohne Preiserhöhung zu den koulantesten Zahlungsbedingungen. Herren- u. Damen- Räder v. 150 M. an. Adomeit& Landau, Lothringerstraße 48 I, dicht am Rosenthaler Thor. Rein- Aluminiun Reichspatent. Amtl. geschützt. Charlottenburg. Flora- Säle Sonntag, den 18. September, von nachmittags 4 Uhr ab 1000 pers. faff. Elektr. 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