Nr. 218. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Prets pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28 Pfg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. SonntagsNummer mit illuftrirter Sonntagss Beilage ,, Die Neue Welt" 10 Pfg. Pofts Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Eingetragen in der Post- ZeitungsPreisliste für 1898 unter Br. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Defterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblatt. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die fechsgespaltene koloneis zetle oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, fowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Hmt I, Mr. 1508. Telegramm Adresse: „ Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. Parteigenossen! Laut Beschluß des vorjährigen Parteitages findet der diesjährige in Stuttgart statt. Auf grund der Bestimmungen der§§ 7, 8 und 9 der ParteiOrganisation beruft die Parteileitung den diesjährigen Parteitag auf Montag, den 3. Oktober nach Stuttgart in den Dinkelader'schen Saalbau, Hohenstaufen- und Tübingerstraße, ein. Als provisorische Tagesordnung ist festgesetzt: Montag, den 3. Oktober, morgens 9 Uhr und die folgenden Tage: 1. Konstituirung des Parteitages. Wahl des Bureaus. Festsetzung der Geschäfts- und Tagesordnung. Wahl einer Kommission zur Prüfung der Mandate. 2. Geschäftsbericht des Vorstandes. a) Allgemeines- Agitation. b) Reichstagswahlen. c) Presse. d) Kassenbericht. Berichterstatter: J. Auer und A. Gerisch. 3. Bericht der Kontrolleure. Berichterstatter: H. Meister. 4. Bericht über die parlamentarische Thätigkeit. Berichterstatter: E. Burm. 5. Das Koalitionsrecht. Berichterstatter: R. Fischer. 6. Die Maifeier 1899. Berichterstatter: W. Pfannkuch. 7. Die deutsche Zoll- und Handelspolitik. Berichterstatter: M. Schipper. 8. Anträge zum Programm und zur Organisation. 9. Sonstige Anträge. Für Sonntag, den 2. Oktober, ist seitens der Stuttgarter Parteigenossen eine Empfangs- und Begrüßungsfeier vorgesehen. Dieselbe findet nachmittags 6 Uhr, im Zirkus, Marienplag, statt. Die Adresse des Lokalkomitees ist: Karl Sperka, Stuttgart, Weißenburgstr. 10. Die Parteigenossen, die zum Parteitag kommen, werden ersucht, von ihrer Delegation dem Vorstand und dem Lokalkomitee rechtzeitig Mittheilung zu machen, damit dieses in bezug auf Quartier 2c. die nothwendigen Vorbereitungen treffen kann. Mandatsformulare sind durch das Parteibureau, Adresse zu beziehen. J. Auer, Berlin SW., Kazbachstr. 9 I Berlin, den 18. August 1898. Mit sozialdemokratischem Gruß Der Parteivorstand. Aus Podbielski's Reiche. Als Herr v. Podbielski, der ehemalige Husarenoffizier und Gutsbesizer, zur Leitung des Reichs- Postamts berufen wurde, da versprach er Reformen zur Erleichterung des Postverkehrs und erklärte, das Wohl der Postbeamten sorgfältig im Auge behalten zu wollen. Sonnabend, den 17. September 1898. = Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. sein Verhalten bei den Stichwahlen für den Reichstag seiner" Untergebenen sorgen. Aber wenn die Untergebenen am 24. Juni d. J. Anstoß erregt. Dadurch hat er die Pflicht der Meinung sind, daß er diese Aufgabe nicht so erfüllt, wie seines Amtes verletzt und sich der Achtung, die sein es möglich und nöthig ist, so dürfen sie diese Meinung Beruf erfordert, unwürdig gezeigt. Ich verfüge daher hiermit feinesfalls laut äußern. So soll ihr Sprachrohr, das gemäß§§ 10, 72, 33 und 84 des Reichsbeamten Gesezes wider bisher sich ihrer tapfer angenommen, ausgerottet werden ihn die Einleitung und ein neues Organ für die Post- Unterbeamten soll des förmlichen Disziplinarverfahrens auf Dienstentlassung und begründet werden fo wird bereits mitgetheilt. gemäß§ 127 a. a. D. seine Suspension vom Amte. Dies neue offiziöse, leisetreterische, von oben gegängelte J. A.: gez. Spilling. Organ soll dem alten, bewährten, den Unterbeamten lieb gewordenen eine wahrlich sehr lautere Konkurrenz machen. Und Wir kennen das Braunschweiger Vorkommniß, von dem dann soll, wie einige Anzeichen bereits sicher vermuthen in obiger Verfügung die Rede ist, nicht. Die Disziplinar- lassen, auch gegen den Verband deutscher PostUntersuchung wird zeigen, ob der dem betreffenden Post- und Telegraphen Unterbeamten" vorgegangen schaffner gemachte Vorwurf wirklich berechtigt ist. Höchst werden. An die kaiserl. Ober- Postdirektion in... " sonderbar ist es, daß, ehe noch das Disziplinarverfahren erledigt Das ist die Meinung der Postbehörden über die Stellung ist, ein derartiges Rundschreiben an alle Postämter zur der Unterbeamten in der Herrlichkeit des neu- deutschen Reiches: Stenntnißnahme der Unterbeamten erlassen wird. Man hat der Beamte thue seine Pflicht, reibe sich auf zur Vermehrung es sehr eilig, den Unterbeamten zu zeigen, wie gefährlich es der Schätze des Fistus, der Beamte zahle auch seinen ist, sozialdemokratische Gesinnungen zu bekunden. Steuertribut, der Beamte darf auch Politik treiben, Uns dünft aber, es wird hiermit der Postbehörde ganz aber nur die Politit, welche seinem Herrn, der Regierung, ähnlich gehen, wie den„ Propagandisten durch die That". Wie genehm ist. diese will die Postbehörde durch ihren in Gesezesform sich ab- Eine freie selbständige Ueberzeugung wird nicht geduldet. spielenden Streich Aufsehen erregen und Abscheu gegen Der Beamte, der zwar seine Dienstpflicht unermüdlich und die Gesinnungsverwandten des Gemaßregelten erwecken. unverdrossen erfüllt, aber eine Hebung seiner Lage erstrebt Thatsächlich aber erregt sie Bedauern mit dem aus dem Amt und seiner Ueberzeugung folgt, der wird gemaßregelt. Verjagten und Zorn gegen diejenigen, welche durch Gebrauch ihrer äußeren Macht Ueber zeugungen zu unterdrücken suchen. Herr v. Podbielski will ein Heer willenloser Kreaturen um sich sehen. Aber die Beamten wollen keine Knechte sein. Und je mehr man sie unterdrückt, und je mehr es etwa geDer Erfolg derartiger Maßregeln wird uns also nicht lingt, die äußeren Anzeichen des selbständigen Denkens zu unangenehm sein und wir wollen darum mit der Post- Ver- beseitigen, um so mächtiger wird sich in der Tiefe ihrer waltung nicht rechten, wenn sie sich herausnimmt zu erklären, Herzen der Groll und die Erbitterung gegen das Podbielski'sche daß jemand, der sozialdemokratische Gesinnung bekundet, die Bevormundungsregiment ansammeln. Pflichten seines Amtes verleße und sich der Achtung, die sein Die Sozialdemokratie wird davon keinen Schaden. Beruf erfordert, unwürdig zeige." haben! Die Wahlen Aber es handelt sich für Herrn v. Podbielski und seine Helfershelfer nicht nur darum, Sozialdemokraten auszumerzen. Nein, die Herren sind bereits soweit gekommen, jede selb= ständige öffentliche Bethätigung der Postbeamten zum preußischen Abgeordnetenhause. unterdrücken zu wollen. Mit den Sozialdemokraten fängt man Der„ Reichs- und Staats- Anzeiger" veröffentlicht die folgende an; die Beseitigung jeder freien Meinungs- vom 15. September d. J. datirte Bekanntmachung des Ministeriums äußerung ist das edle Ziel, daß sich die Kommando- Chefs des Innern: der Postbureaukratie gestellt haben. Man lese den folgenden Ufas, den das Amtsblatt des Reichs Postamts veröffentlicht: " ,, Berlin, 15. September 1898. Die Wochenschrift Deutscher Postbote", die von einem aus dem Dienste entlassenen Bostassistenten herausgegeben wird, hat mehr und mehr eine Haltung angenommen, die geeignet ist, bei den Unterbeamten das Vertrauen zu den Vorgesetzten zit erschüttern und Unzufriedenheit mit dem gewählten Lebensberufe zu erregen. Unter der Angabe, die Interessen der Unterbeamten zu vertreten, reizt sie diese zu einem agitatorischen Vorgehen gegen die Verwaltung auf. Für die Wahlen zur 19. Legislaturperiode des Hauses der Abgeordneten habe ich auf grund der§§ 17 und 28 der Verordnung vom 30. Mai 1849( Gesetz- Samml. S. 205) als Wahltermine, und zwar für die Wahl der Wahlmänner den 27. Oktober d. J. und für die Wahl der Abgeordneten den 3. November d. J. festgesetzt, was hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht wird. Mit der Ausschreibung der Wahl tritt eine Aenderung einiger Bestimmungen des Vereins- und Preßrechtes ein, auf die wir aufmerksam machen wollen. Eins der Hauptziele meiner Amtsthätigkeit ist es, für das Wohl meiner Untergebenen zu wirken. Dafür beanspruche ich aber auch volles Vertrauen zu mir und zu meiner Berwaltung und Fernhalten von den durch den Deutschen Postboten" angeregten des Wahltermins bis zur Beendigung des Wahlaktes bedarf es zur Bestrebungen, die in feiner Weise geeignet sind, den Unterbeamten die Erfüllung ihrer Wünsche zu bringen. Ich sehe mich deshalb veranlaßt, vor dem Deutschen Postboten" ausdrücklich zu warnen und hoffe, daß die Unterbeamten sich fernerhin der Unterstützung jenes Blattes enthalten werden. Während der Wahlzeit, d. H. von der amtlichen Bekanntmachung Vertheilung von Druckschriften zu Wahlzweden, gleichviel ob diese gewerbsmäßig oder nicht gewerbsmäßig erfolgt, nicht des sonst für den sogen." fliegenden Buchhandel" erforderlichen Legitimationsscheines( s. unten§ 43 der Gewerbe- Ordnung( Absatz 3 und 4 II). Die nichtgewerbsmäßige Vertheilung von Druckschriften in geschlossenen Räumen( auch Wirthschaften) ist innerhalb wie außerhalb der WahlDas Lesen eines Fachblattes, das den Unterbeamtenstand be- zeit frei( ebenda Abs. 5). Für die unentgeltliche öffentliche Berat rührende Fragen in fachgemäßer und nicht verhetzender Weise ertheilung von Bekanntmachungen, Plakaten, Aufrufen außerhalb örtert, soll selbstverständlich keinem Unterbeamten verwehrt sein. Dieser Erlaß ist durch die Vorsteher der Verkehrsaustalten persönlich sämmtlichen Unterbeamten gegen Anerkenntniß bekannt zu geben. v. Podbielsti." " " " " geschlossener Räume kommen jedoch gemäß§ 30 Abs. 2 des ReichsBreßgesetzes noch die Vorschriften des§ 10 des preußischen Breßgesezes vom 12. Mai 1851 in betracht, wonach es dafür eines Erlaubnißscheines der Ortspolizeibehörde bedarf. Für Blafate gelten ferner auch während der Wahlzeit die beschränkenden: vom 12. Mai 1851, nach welchen sie keinen andern Inhalt haben Bestimmungen in§ 9 des alten preußischen Breßgesezes dürfen als Ankündigungen über erlaubte Versammlungen, öffentliche Von den erwarteten Reformen hat man bisher kaum etwas Der Deutsche Postbote" besteht im vierten Jahr. gesehen und von der Fürsorge für die Beamten erst recht gang und will für die Interessen der Post- Unterbeamten einnichts. Insbesondere ist auch die Zusage, die Herr treten, wie die Deutsche Postzeitung" für die Interessen der v. Podbielski wiederholt im Reichstage abgab, daß er den Bostassistenten. Die Sprache des Postboten" ist etwas Vergnügungen, über gestohlene, verlorene oder gefundene Sachen. Organisationen der Postbeamten nicht mit Bedrückungs- schärfer gehalten als die der Postzeitung", was sich aus der Wahlaufrufe dürfen danach durch Anschlag( dem die Anheftung oder maßregeln entgegentreten wolle, nicht gehalten worden. schlechteren Lage der Unterbeamten hinlänglich erklärt. Aber sonstige öffentliche Ausstellung gleich steht nicht verbreitet werden. Diese Zusage hatten die Angestellten der Postverwaltung, fein Zweifel ist darüber, daß das Blatt sich stets darauf( S. unten bei§ 30 des Reichs- Breßgesetzes.) froh den Stephan'schen Willkürlichkeiten entronnen zu sein, beschränkt hat, die wirthschaftlichen Interessen der von ihm Die wesentlichen hier einschlagenden gesetzlichen Bestimmungen mit Jubel aufgenommen. Wie tief aber wurde diese Freude vertretenen Schicht zu vertreten, die Klagen der Unterbeamten an- über alle diese Punkte lauten wie folgt: schon in dem kurzen Verlaufe der Podbielski'schen Amts zunehmen und Abhilfe zu befürworten. Nicht aber hat der von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken bei der Wahl Aus der Gewerbe Ordnung.§ 43 al. 3. Zur Vertheilung führung herabgestimmt! Postbote" Politit getrieben. Daß er nichts unwahres oder zu gefeßgebenden Körperschaften ist eine polizeiliche Erlaubniß in Und heute können wir Dokumente vorführen, welche be- Ungesetzliches geschrieben hat, beweist die Thatsache, daß man der Zeit von der amtlichen Bekanntmachung des Wahltages bis zur weisen, daß Herr v. Podbielski völlig in die Wege der ihm weder strafrechtlich etwas anhaben, noch daß man trok Beendigung des Wahlattes nicht erforderlich. Stephan und Fischer eingelenkt ist, ja, daß er und seine der mannigfachen Beschwerden, die er aussprach, ihn zu Helfershelfer seinem Vorgänger und dessen Handlangern sagar Berichtigungen veranlassen konnte. Noch in einer der neuesten schon um ein gutes Stück reaktionärer Verwaltungs- Nummern des„ Postboten" heißt es in einem Leitgedicht:„ Treu kunst vorausgekommen ist. Kaiser und Reich im Empfinden und Denken!" Nicht unerwartet kommt allerdings die Verfehmung Das Verbrechen des Postboten" besteht lediglich darin, solcher Beamten, welche offen sozialdemokratische daß er von Personen redigirt wird, die nicht bei Gesinnungen zur Schau getragen haben sollen. Immerhin den Postoberen antichambriren, die dafür aber alle klagen dürfte es die Oeffentlichkeit auch intereffiren, wie in solchen der schlecht genug gestellten Post- Unterbeamten entgegennehmen Fällen die Postbehörde vorzugehen beliebt. Ein Beispiel hier- und freimüthig in die Oeffentlichkeit bringen. für giebt folgender Erlaß der Berliner Ober- Post- Direktion: Berlin W., 29. August 1898. Der Staatssekretär des Reichs- Postamts IV. 34 111. Der beim Postamte in Braunschweig auf Lebenszeit angestellte Postschaffner Friedrich Karl Wolf hat seiner sozialdemokratischen Gesinnung öffentlich Ausdruck gegeben und durch " Dasselbe gilt auch bezüglich der nichtgewerbsmäßigen Vertheilung von Stimmzetteln und Druckschriften zu Wahlzwecken. Vereins- und Versammlungsrecht.§ 21. Wahlbereine unterliegen den Beschränkungen des§ 8 nicht. Die Ausnahmen des§ 21 kommen aber nur Vereinen zugute, welche lediglich für bestimmte bereits bevorstehende Wahlen auch schon vor Sie eine dauernde Thätigkeit auch für fünftige noch unbestimmte Festsetzung des Wahltermines wirken wollen, nicht auch Vereinen, Wahlen zu entfalten gedenken. Politische Mebersicht. Berlin, den 16. September. Dies aber ist den Postgewaltigen in der Seele verhaßt. Sie beanspruchen, wie die Bekanntmachung des Herrn v. Podbielski sagt, volles Vertrauen. Sie wollen nicht dulden, daß ihre Untergebenen", wenn sie im Petitions- Zu einer neuen Hehe gegen die Schweiz möchte wege an ihre Vorgesezten" nicht Abhilfe ihrer Beschwerden nebenbei die deutsche Unternehmerpresse den in Genf verübten gefunden haben, diese Beschwerden der Gesammtheit der Mord an der österreichischen Kaiserin auch noch ausnüßen. Kollegenschaft und der weiten Oeffentlichkeit unterbreiten. Die Schweiz soll durch energische" Schritte der Großmächte Herr v. Podbielski versichert, er wolle für das Wohl dazu gezwungen werden, unter dem Stichworte der Anarchisten17 in Basel, den er " verfolgungen dieselbe schändliche Unterdrückungspolitik gegen|„ Verschacherung ins Ausland" entrüsten, so sollten sie doch vorher diden Band„ Le procès de Zola". Trotz des Protestes des Herrn die Arbeiterklasse zu treiben, wie sie nach dem Wunsche der überlegen, ob ihr verstorbener Herr und Meister, der den Fall und des Hinweises darauf, daß die Broschüren sämmtlich in Paris profithungrigen Ausbeuterklasse in Deutschland künftig in noch Gefffen sehr gut gefannt hatte, nicht gerade das gewollt hat, worüber herausgegeben feien, wurden dieselben beschlagnahmt. Der Betroffene erklärte, beim Ministerium des Innern Beschwerde gegen schärferem Grade inszenirt werden soll, als sie bereits heute fie fich so sehr entrüsten. Da die erwähnten wie auch praktisch geübt wird. Aus den letzten Kaiserreden haben die Aus Kiel wird uns geschrieben: Bisher find die an der die Maßregel einlegen zu wollen. Deutschen Unternehmer ihre Unterdrückungshoffnungen biefigen taiserlichen Werft benöthigten Arbeitsfräfte ihrer alle andern auf den Fall Dreyfus bezüglichen Schriften in den Buchbis zur Siedehiye gesteigert und dieser Parorismus großen Mehrzahl nach den am Werftthor stets morgens zur behandlungen des Landes sämmtlich zu haben sind, so ist nicht recht hat ihre journalistischen Helfershelfer stimmten Beit sich einfindenden Arbeitsuchenden entnommen worden. ersichtlich, was unsere Behörden, die sich in der Dreyfusiache bisher fo berauscht, Sierin ist jetzt eine Aenderung eingetreten, indem nunmehr bie Gin vor übereifrigen Berbotsmaßregeln gehütet haben, zu dem oben erdaß sie zur Begründung ihrer Wünsche auf den stellung erfolgt durch den Arbeitsnachweis der„ Gesellschaft wähnten Vorgehen veranlaßt hat. Wohlgemuthhandel verweisen. Die Hamfreiwilliger Armenfreunde", der sich auf der Herberge zur Die bereits erwähnte öffentliche MaurerberfammInt it g burger Nachrichten" drucken heute den brutalen Erlaß Seimath befindet. Sämmtliche Arbeitsuchenden haben sich jetzt zu Straßburg, in welcher in deutscher und italienischer Sprache über Bismarc's nach, den dieser am 5. Juni 1889 in seiner Wuth dort einzufinden und wird am Werftthore niemand mehr ein die wirthschaftliche Lage der Arbeiterschaft und ihre Hebung durch über die fürchterliche Blamage, welche seine Lockspizelpolitik gestellt. die Organisation referirt werden sollte, ist nun doch verboten Um diese Maßnahmen mun voll würdigen zu können, muß man worden. Der Bescheid des Polizeipräsidenten besagt einfach, die Verdurch die Verhaftung und Geständnisse des kaiserlichen wissen, daß vor etwa vier Jahren die organisirten Arbeiter Kiels fammlung dürfe nicht stattfinden, da die erforderliche bezirkspräsidiale an die Schweiz gerichtet hatte. Diese von Bismard felbst durch das Gewerkschaftskartell bei der Stadtvertretung Kiels das Erlaubniß der ursprünglich für den 7. b. W. geplanten Bersammlung, Verlangen auf Einrichtung eines fommunalen Arbeits in welcher nur in italienischer Sprache referirt werden sollte, verfaßte Drohnote wimmelte dermaßen von Unwahrheiten, nachweises stellten. Den Arbeitern wurde jedoch die Antwort, versagt worden sei. Warum dies geschehen ist, das geht nach AufEntstellungen und falschen Behauptungen, daß es der daß ein Bedürfniß für diesen Arbeitsnachweis nicht vorliege, weil faffung des Polizeipräsidenten die Einberufer der Versammlung, die Schweiz leicht war, durch Aufzählung einiger der damals die Gesellschaft freiwilliger Armenfreunde" einen Arbeitsnachweis fämmtlich deutsche Staatsbürger sind, natürlich nichts an. beliebten Polizei Lumpereien Bismarck's Zumuthungen plane. Die Arbeiter zogen sich sofort von diesem Arbeitsnachweis Zur Illustration der Friedensaussichten auf grund des russischen zurückzuweisen. Es war ein langes Register von Lumpazis, zurück. Zwar hatte man ihnen zugestanden, zu der diesen Arbeits- Abrüstungsvorschlages kommt aus der Lothringischen Grenzfeste auf welche die Schweiz hinweisen konnte, die mit deutschem nachweis regelnden 7 köpfigen Kommission einen Delegirten stellen Met die Nachricht, daß dort zwischen der Garnison- Bauverwaltung Bolizetgelde ausgestattet gerade die Handlungen selbst ver- 3 bürfen. zu Aber auf einen Arbeitsnachweis als" Armen- und einer Anzahl von Grundbesitzern Berhandlungen gepflogent wurden über Grundstücksverkäufe zunt Zwecke neuer Befestigungen. übten oder dazu anstifteten, deren angebliche Duldung unterstügung", darauf verzichten organisirte Arbeiter. Nun kommt die kaiserliche Werft und stellt ihre Arbeiter durch Straßburg, 16. September. Ueber die Festnahme ziveier Bismard der Schweiz zum Vorwurf machte. Von dem Lod diesen Arbeitsnachweis ein. Das Odium einer Armenunterstüßung französischer Soldaten auf deutschem Gebiet wird hierher gemeldet: spikel Schröder angefangen, der mit dem von der haftet also jetzt ber Arbeit auf der kaiserlichen Werft an. In der Zwei Soldaten des Jägerregiments in St. Dié hatten am Sonntag deutschen Polizei erhaltenen Gelde die Freiheit" drucken That, wir sind weit gefommen. Eine„ Gesellschaft freiwilliger Armen die Gelegenheit benutzt, die Kirchweih in dem deutschen Flecken ließ, bis schließlich herunter zum ehrenwerthen kaiserlichen freunde", die muß erst den Arbeitern Beschäftigung auf der kaiser Bourge- bruche in Zivilkleidung zu besuchen. Auf dem Rückwege Polizeikommissar Wohlgemnth, der am 5. April 1889 lichen Werft verschaffen. Das Niederdrückende, das in diesem Bewußt nachmittags zwischen 4 und 5 Uhr kamen sie an der schwarz auf weiß an einen Sozialdemokraten sein für den Arbeiter liegt, reiht sich würdig der durch die unlängst Gendarmerieſtation vorbei und fielen dort durch ihr Benehmen, in fraft getretene Arbeitsordnung gezeigten Geringschägung auf. Als sie nach ihren Personalatten gefragt wurden, ergriff gut Verrätherdiensten fest an- der Arbeiter an. einer derselben die Flucht nach der Grenze zu, wurde aber fest= geworben wähnte, mit aller wünschenswerthen Deutlichkeit Auch die Arbeiterfreundlichkeit und Unparteilichkeit der oben gehalten und ergriffen, wobei er thätlichen Widerstand leistete. Auf geschrieben hatte: Wühlen Sie nur lustig drauf genannten Armenfreunde erscheint in einem besonderen Lichte, wenn die Station gebracht, gaben beide falsche Namen an. Als sie später Ios, nehmen Sie sich aber in Acht, daß meine mant fich den Paffus der Arbeitsordnung vergegenwärtigt, ins Amtsgericht Schirmed eingeliefert wurden, sah man, daß beide Briefe nicht in frembe Hände gerathen." wonach es Bedingung der Annahme eines Arbeiters ist, franzöfifche Militärhemden trugen. Sie gestanden nunmehr ein, AnWie gerade dieser Handel, dessen Bloßlegung die daß, er fein fozialdemokratischer Agitator oder sonstige gehörige des genannten Jäger- Regiments zu sein und nannten ihre Bismarck'sche Polizeiwirthschaft vor ganz Europa mit dem Person ist, von der vorausgesetzt werden könnte, daß sie den richtigen Namen. Voraussichtlich dürften Sie von dem Amtsgericht Brandmal ewiger Schande stempelte, heute angeführt werden Frieden zwischen der Behörde und den Arbeitern oder den Arbeitern Schirmed wegen falscher Namensangabe bezw. wegen Widerstandes fann zur Einschüchterung der Schweiz, ist um so unverständ- untereinander stören wolle. Es heißt dann weiter, daß sich die an abgeurtheilt werden. Strasburg i. E., 15. September.( Eig. Ber.) Der Gelicher, als gerade heute die italienische Polizei nach- nehmende Behörde über das Vorhandensein dieser Erfordernisse in meinderath hat den von seinen sozialistischen Mitgliedern eingewiesenermaßen in der Schweiz demselben Schicksal verfällt, geeigneter Weise unterrichte. Bedenkt man, daß erst ganz fürzlich der Staatssekretär Tirpis gebrachten Antrag, angesichts der außergewöhnlich hohen Fleischdem damals die Reichsregierung verfallen ist. die Eruirung" der Sozialdemokraten angeordnet hat, so liegt die preise die städtischen Verbrauchssteuerit auf SchlachtDie Revisionsfrage schreitet vorwärts. Bahlreiche Pariser Annahme nahe, daß auch die jetzige Annahmestelle der kaiserlichen vieh, Fleisch, Fette aller Art, Konserven, Wurstivaaren 2c. Blätter melden übereinstimmend, Sarrien werde in dem am Werft die erforderlichen Spionendienste, um die politische Gesinmmg sofort zu suspendiren, in seiner gestrigen sigutg in Sonnabend stattfindenden Ministerrathe mittheilen, daß er die eines Arbeiters zu ermitteln, übernehmen wird. namentlicher Abstimmung mit allen gegen fünf Stimmen Dreyfusakten der zuständigen juristischen Kommission Es liegt System in diesem ganzen Vorgehen, immer deutlicher abgelehnt. Für den Antrag stimmte außer den Sozialübergeben habe, welche das Revisionsverfahren einleiten werde. tritt die Geringschätzung der Arbeiter hervor. Mundtodtmachung auf demokraten 11112 ein Theil der Demokraten. Bürgermeister Mit Ausnahme des Kriegsministers Burlinden, welcher zweifel- politischem Gebiet, Beseitigung des Koalitionsrechts, Gewährung von Back behauptete unseren Parteigenossen gegenüber, welche auf die los demissionire, würden sämmtliche Minister dem Vor- Arbeit als Armenunterstützung. Kurz, eine üble Maßregel nach der durch die Theuerung verursachte schwere wirthschaftliche Nothlage schlage Sarriens zustimmen. Dem" Matin" zufolge beruhe der andern, und dann wundert man sich noch über das Anwachsen der der arbeitenden Bevölkerung hingewiesen hatten, die Annahme, daß Revisionsbeschluß Sarrien's auf dem Studium des Protokolls der fozialdemokratischen Stimmen! mit der Aufhebung des Öliroi's die Fleischpreise eine irgendwie Geständnisse Henry's, sowie auf der noch von Cavaignac angeord- Hadersleben. Wieder ist das preußische Vaterland genennenswerthe Verminderung erfahren würden, dürfe sich als eine neten neuen Prüfung des Bordereaus, welche selbst Cavaignac über- rettet. Vor 14 Tagen unternahm der hiesige Arbeiterverein trügerische erweisen. Man werde sich vielmehr gegen die eigentzeugt haben soll, daß Dreyfus nicht als Urheber des Bordereaus einen Ausflug nach Kolding. Infolge dessen sind dieser Tage, wie liche Ursache der hohen Schlachtviehpreise, die Sperrung der angesehen werden könne. Es heißt, Brisson werde selbst das Modersmaalet" schreibt, gegen zehn Arbeiter, theils Familienväter, deutschen gegen Vieheinfuhr, wenden müssen. Kriegsportefeuille und Vallé das des Innern übernehmen.- aus dem preußischen Staatsverbande ausgewiesen. Die„ nationale" Er empfehle deshalb dem Gemeinderath, sich dem Vorgehen anderer Heze wird in legter Zeit wieder sehr cifrig betrieben. So weist die Städte auf Beseitigung oder doch wenigstens Milderung der GrenzKöln. 8tg." auf die landwirthschaftlichen Vereine hin und schreibt: sperre anzuschließen. Ein dahingehender Antrag wurde einstimmig Vor furzem mußte der in Apenrade bestehende dänische landwirth angenommen. Das am 1. September in fraft getretene neue reichsschaftliche Verein sich auflösen, weil er sich mit politischen Fragen beschäftigte, und munmehr wird den Berein in Hadersleben ein ländische Preßgefek hat bereits seine erste Anwendung gegleiches Schicksal ereilen. Die dänischen sogenannten landwirth funden. Das fürzlich in Paris neubegründete Blatt, L'Alsaceschaftlichen Vereine" find die Hauptstützen der dänischen Agitation Lorraine française", welches jüngst den Versuch eines und da dieses Vereinswesen im ganzen Nordschleswig in Privatplebiszites gemacht hatte, um auf diesem Wege die Frage der außerordentlichem Maße ausgebildet ist und von den Agitatoren mit Zugehörigkeit Elsaß- Lothringens zu Deutschland oder Frankreich zu Zu den Verhandlungen des Deutschen Inriftentages über Deutschthum feindlich gesinnte Macht von großer Stärke. besonderem Eifer gefördert wird, bilden diese Vereine eine dem entscheiden, ist vom Ministerium von der ferneren Verbreitung in Die den Reichslanden ausgeschlossen worden. den dolus eventualis bemerkt treffend die„ Rhein- Westf. Landwirthschaftskammer für die Provinz Schleswig- Holstein hat es Die drei Bezirkstage des Landes( für Ober-, Unterelsaß Arbeiter- Zeitung": „ Es kommt allein darauf an, ob der Erfolg wirklich gewollt ist, schaftliche Interessenvertretungen anzuerkennen und in ihrer Organi Sozialdemokratie ist in demselben durch Bueb( Oberelsaß und Es kommt allein darauf an, ob der Erfolg wirklich gewollt ist, feinerzeit auch abgelehnt, dieſe dänischen Vereine als landwirth- und Lothringen) find auf den 14. November einberufen worden. Die wenn auch nur eventuell. Alsdann liegt Vorfaz vor. Fehlt aber fation zuzulassen, sie wußte, daß diese Vereine lediglich den Partei- Böhle( Unterelsaß) vertreten. die faktische Einwilligung zu dem eingetretenen Erfolge, so ist Fahre zwecken der nordschleswigschen Protestler dienen und eher die Belässigkeit vorhanden. Wian tonstruirt nun den dazwischen liegenden zeichnung Wahlvereine als landwirthschaftliche Vereine verdienen. Schweiz. Begriff des Eventualdolus durch den Gedankengang: Es ist der Wille Unter diesen Umständen erscheint es begreiflich, wenn die Regierung Bolizei hat gestern einen interessanten Fang gemacht Zürich, 15. September.( Berl. Tagebl.") Die Züricher nicht nachgewiesen, aber der Thäter mußte den eingetretenen Erfolg das Treiben der unter falscher Flagge segelnden, rein politischen und zwar anläßlich der Verfolgung einer Diebesbande. einsehen; wenn er ihn nur einsah, so nahm er ihn auch in seinen Zwecken dienenden Verbindungen etwas schärfer beobachtet." Dem- Bekanntlich hat nach den Mailänder Unruhen die italienische Willen auf. Das ist der dolus eventualis. Dieser Schluß ist absolut falsch. Hat der Thäter den Erfolg vorausgesehen, so hat nach kann man sich wohl auf eine neue Serie von Ausweisungen Regierung mehrere Geheimpolizisten zur Ueberwachung * Deutsches Reich. Wegen Verlängerung des Privilegiums der Reichsbank auf 10 Jahre wird dem Reichstage in der bevorstehenden Tagung, wie die Nat.- 8tg." mittheilt, eine Vorlage zugeheit. Er dürfte ein Schauspiel für Götter werden, wie Herr v. Stumm und Herr v. Kardorff bei diesen Debatten sich gegenüberstehen werden. " gefaßt machen. Grenze Ein der italienischen Flüchtlinge nach der Schweiz geschickt. Vom schlesischen Zentrum. Während der Reichstagswahlzeit solcher Agent, Namens Benedetti, der unter dem falschen wurde der innere Fried im oberschlesischen Zentrum noch mit Namen Nei oder Loi in Lugano und Zürich lebte, wurde Ach und Krach gewahrt; schon jetzt beginnt der Streit zwischen dem gestern wegen Mitwissenschaft an einem bedeutenden offiziellen fonservativ- agrarisch verlappten" und dem polnisch- volks Die b st ahl verhaftet. Ein anderer Haupttomplize, thümlichen Theile des Zentrums von neuem. Bunächst handelt es der bekannte ehemalige Polizeikommisjar Santoro, be sich um Herrn Strzoda, den Reichstags- Abgeordneten für Neu- findet sich im Auslande. Von diesem rührt auch die Nachstadt, der von seinen Freunden auch als Landtagswahl- Kandidat für richt her, daß eine Anarchisten Versammlung vor Neustadt- Falkenberg aufgestellt werden soll. Die Schles. Voltsztg." zwei Monaten in Zürich mehrere Attentate beschlossen schrieb: Wir hoffen, daß Herr Strzoda im Interesse des Friedens habe. Nach genauen Erfundigungen ist diese Anarchisten- Versamm und der Ordnung in der Partei davon absehen wird, sich um diese lung in Zürich eine Erfindung dieser Spigel, die jetzt als geKandidatur zu bewerben. Die polnischen Blätter greifen deshalb meine Diebe entlarvt werden. die„ Schles. Wolfsztg." heftig an. Frankreich. er ihn wirklich gewollt; hat er ihn nicht vorausgesehen, obwohl er ihn bei Anwendung der nöthigen Sorgfalt voraussehen konnte, so ist er nur fahrlässig gewesen. Für ein Drittes, den Eventualdolus, ist zwischen diesen beiden Dingen logisch kein Staum. Die Bedenten richten sich aber besonders gegen die immer mehr fich erweiternde Ausdehnung dieses falschen Begriffs. Liebknecht sollte befanntlich den dolus eventualis der Majestätsbeleidigung gehabt haben, obwohl er die Absicht gehabt habe, eine Majestätsbeleidigung zu vermeiden. Das ist wohl der stärtste vorgekommene Fall, jedoch ähnliche liegen in großer Bahl vor. Der Juristentag aber nahm so gar einen Antrag an, der abermals die Anwendung des dolus eventualis ertveitert: wenn ein Moment des strafbaren Thatbestandes dem Thäter zwar nicht als vorhanden bekannt ist, er aber die Möglichkeit seines Vorhandenseins annehmen muß, so ge= Gleiwitz, 16. September.( Boss. 8tg.") Im hiesigen land- Paris, 15. September. Dem" Temps" zufolge hat der Finanznügt dieser dolus eventualis zur Verurtheilung. Als Beispiel wirthschaftlichen Verein theilte der Landesälteste v. Rosenthal- Brynek minister Peytral den Entwurf für das Budget pro 1899 nahezu wurde angeführt: Jemand hatte eine Dynamitbombe zum mit, die österreichische Grenze werde für die Schweine- Einfuhr dem- vollendet. Der Minister hoffe, insbesondere dank der 78 Millionen Explodiren gebracht, er wollte mur Gegenstände beschädigen, es war nächst geöffnet werden. betragenden Mehreinnahmen, das Gleichgewicht herstellen zu können, aber ein Mensch in der Nähe und diese Möglichkeit mußte der Dresden, 16. September.( Eig. Ber.) Die sächsische vorbehaltlich der offen gelassenen Frage der Erhöhung der Thäter erkennen. Das Beispiel ist harmlos, aber angst und Staatsbahn Verwaltung fängt a t Der Marineminister Lockroy maß- Ausgaben für die Marine. สน bange fann einem werden, wenn man sich andere nach demselben regeln! Ein Hilfs- Weichensteller wurde auf direkte Ver- verlange eine neuerliche Erhöhung des MarineGrundſak ausdenkt. Denn möglich ist alles, was nicht wider- anlassung der Generaldirektion wegen Agitation für die budgets um 24 Millionen. Das Marinebudget würde dann finnig ist. Möglich", d. h. nicht absolut ausgeschlossen ist z. B. stets, Organisation der Arbeiter turzerhand entlaffen. 310 Millionen Frants betragen. Der von Pehtral ausgearbeitete daß einem Nahrungsmittel, welches ein Händler verkauft, fich ein Das fehlte gerade noch, um das Maß der unzufriedenheit voll zu Steuerreform- Entwurf ersetzt die gegenwärtige Personal- und gesundheitsgefährlicher Bestandtheil zugefellt hat. Wenn der Händler machen. Es scheint fast, als ob man um jeden Prets den an- Mobiliarstener, sowie die Thür- und Fensterſteuer durch eine nach nicht Mangel an Sorgfalt gezeigt hat, ist er nicht einmal wegen gesammelten Zündstoff zur Explosion bringen wollte. sogenannten äußeren Anzeichen berechnete Einkommensteuer.Fahrlässigkeit strafbar; nach dem Beschlusse des Juristentages würde Niederlande. jogar ein schlimmeres Vergehen als Fahrlässigkeit vorliegen, nämlich dolus eventualis. Die herrschende Strömung unter den Juristen entfernt, fich immer mehr von den Auffassungen und Bedürfnissen der übrigen, nicht juristisch verbildeten Menschheit." " London, 14. September.( Eig. Ber.) Das parlamentarische des Musterstaates" befindet sich immer noch im Stadium der Ans Baden, 15. September.( Eig. Ber.) Das politische Leben Antwerpen, 16. September.( Frankf. 8tg.") Von verschiedenen, sommerlichen Dürre. Einigermaßen wird das politische Interesse gut informirten Seiten werden alle über ein Attentat gegen die durch die bevorstehenden Erjazwahlen zum Landtage in Donau- Königin verbreiteten Gerüchte als unbegründet bezeichnet. efchingen und Mosbach geweckt. Im ersteren Wahlbezirke wird England. der Führer der badischen Nationalliberalen, Fieser, der wegen seiner Dem Bunde der Landwirthe sind in bürgerlich- freifinnigen Ernennung zum Landesgerichts- Präsidenten sein Mandat niederlegen Blättern schon oft Symptome des Rückganges" nachgesagt, ohne daß mußte, mit Bestimmtheit wiedergewählt werden. Auf das Mos- Gewerkschaftskomitee hat in Isaac Mitchel von der großen Masich die Voraussetzungen bestätigt hätten. Diesmal scheint die Sache bacher Mandat hat der nationalliberale Major a. D. Köhnhorn schinenbauer- Gewerkschaft und Walter Hudson vom Eisenernster zu werden. Wie wir zuverlässig hören, rechnete man Aussicht, der als früheres Mitglied des Bundes der Landwirthe im bahner- Verband zwei neue Mitglieder erhalten, die eine Verstärkung in den leitenden Kreisen des Bundes nicht nur mit der 13. Reichstags- Wahlfreis gegen den Kandidaten des Bundes der seines radikalen Elements bedeuten. Der Erstgenannte ist ein Eventualität eines Nüdganges der Mitgliederzahl nach Ab- Landwirthe durchfiel. Die zweite badische Kammer wird einer thätiges Mitglied der Unabhängigen Arbeiterpartei, der letztere gelauf des Kalenderjahres, sondern sieht auch infolge des offiziösen Meldung zufolge erst auf den November wieder einberufen hört jedenfalls politisch der äußersten Linken an. Thomasmehl Krieges 2c. aus den Handelsgeschäften des werden. Bundes eine Mindereinnahme von mindestens 50-60 000 m. voraus. Dies würde aber im Jahresabschlusse des Bundes eine Unterbilanz schaffen, für welche die Dechung fehlt. Den Mitgliederbeitrag fann man nicht erhöhen, dann springen beim Jahreswechsel noch mehr Mitglieder ab. Wir sind begierig, wie die Herren bei der nächsten BundesZirkusvorstellung ihren Mitgliedern klar machen werden, daß die Finanzen des Bundes glänzende sind. Er sollte für eine gerade jetzt ausstehende Nachwahl in Darlington( Durham) aber Parlamentskandidat aufgestellt werden, ist nach Bezeichnend für die geistige Verfaffung, welche seit dem so unerwarteten Ausfall der Landtags- und Reichstagswahlen in Karls- mehrstündiger Berathung mit dem Gewerkschaftsrath der genannten ruhe herrscht, ist eine Rede, die der nationalliberale Führer Fieser Industriestadt für diesmal von der Kandidatur zurückgetreten. dieser Tage in der Refidenz hielt. Er predigte die Versöhnung Streit der Wallisischen Kohlenarbeiter der Ausbreitung der Wie sehr der für die Arbeiter im wesentlichen verloren gegangene zwischen dem Nationalliberalismus und dem Zentrum. Es mußte schon sehr weit abwärts gegangen sein mit der Partei Drehscheibe, 1ozialistischen Bewegung in Süd- Wales genügt hat, bis der alte Kulturkämpfer und Katholikenfeind ein Wort zu gunsten geht daraus hervor, daß, während die Unabhängige Arbeiterpartei vor Ausbruch des Streits mur sechs Mitgliedschaften in Süd- Wales des Zentrums über die Lippen brachte. Ein agrarisches Geständniß. In der„ Schles. Volksztg." Aus Elsaft- Lothringen, 15. September.( Eig. Ber.) Angesichts batte, fie jetzt dort 31 Mitgliedschaften zählt, einige mit rund chreibt ein Landwirth, daß es die Arbeiter in den Gefängnissen der sicher zu erwartenden Revision des Dreyfusprozesses, so schreibt 200 Mitgliedern. Aehnlichen Zuwachs dürfte die Sozialdemokratische besser haben, als auf dem Lande! Offener kann man nicht sein.- man der Oberelf. Lbsztg.", ist man an der deutsch- französischen Föderation dort zu verzeichnen haben. Morih Busch soll der Verfasser des von der Firma Macmillan Grenze sehr scharf gegen Breßprodukte, die sich auf die Dreyfus1. Komp. in London angekündigten Werkes über Vismard sein. Affäre beziehen. Vor einigen Tagen paffirte in Petit- Croig auch Die in dem großen Mailänder Prozeß vor dem Kriegs= Büschchen veröffentlicht von heute ab auch im Pariser Matin" ein Herr die Gepäcrevifion, der einen Backen Broschüren mit sich führte: gerichte verurtheilten Journalisten sind alle jetzt Denkwürdigkeiten Bismard's. Wenn Bismard- Organe sich über diesel, Dreyfus et Esterhazy"," L'innocent et le traitre", sowie einen befinitiv untergebracht. Albertario, der frühere Leiter des Offer-Italien. atore Cattolico", fist in Finalborgo( bei Genua) zusammen mit p Chiest, dem Erdirektor der republikanischen Italia del Popolo", die storben. Amerika. Washington, 16. Septbr. Von amtlicher Stelle wird erklärt, worden. Proteftkundgebungen. nächstens wieder erscheinen wird, doch nicht mehr in Mailand, die Kommission für die Friedensverhandlungen Verwahrung dagegen ein, daß Vergehen gegen§ 153 der GewerbeEine Protestversammlung in Heilbronn legte energische sondern in Rom. Den Publizisten Valera bringt man ebenfalls gehe nach Paris mit vollständiger Instruktion für den Modus der Ordnung schärfer geahndet werden sollen, als andere Strafthaten, in Finalborgo unter. Romusst, der Erdirektor des Secolo", wird, Verhandlungen, wie er in den beiden letzten Tagen in eingehenden da ersteren eine gemeine Absicht nur äußerst selten zu Grunde liege. wie der Deputirte Andreis, seine Strafe in der Festung Alessandria Berathungen festgestellt worden sei. Bei den Verhandlungen in Die volle Ausübung des Koalitionsrechts sei ein Faktor der Kultur, verbüßen. Der Deputirte Turati, der Führer der Mailänder Paris solle von vornherein erklärt werden, daß keine Abweichung um den Arbeitern Sie vortheilhafte Verwerthung ihrer Arbeitskraft Sozialisten, kommt aufs Bagno von Pallanza am Langensee, der von den seitens der Vereinigten Staaten aufgestellten Forderungen zu ermöglichen. Advokat Federici, ein eifriger Republikaner, nach Turin, Frau Anna afzeptirt werden könne. Die Entscheidung des Präsidenten Mac Kulitschow, die Freundin Turati's, bleibt in Mailand. Kinley sei in der gestrigen Sigung des Kabinets einstimmig gebilligt baden erblickt in der sogenannten Buchthausvorlage ein AusDie sozialdemokratische Parteikonferenz des Wahlkreises Wie 3Spanien. nahmegese ersten anges, das für die Entwicklung der Madrid, 15. September. Die für die Friedensunterhandlungen Schiedsgericht zwifchen Argentinien und Italien. Dem Verhältnisse in Deutschland von den verhängnißvollsten Folgen sein in Paris ernannte spanische Kommission besteht aus Montero Rios, Christianiaer" Dagbladet" zufolge beſtimmt der am 22. Juni tömte. Die Konferenz sei sicher, daß sie damit der Ansicht aller Billarutia, Cerero, General Arbazuza und Urzaiz. Die Ernennung vertrag, daß jedes der beiden Länder einen Schiedsrichter ernennt, Ausbruck gäbe. Die Arbeiter und politischen Organisationen jeder zwischen Italien und Argentinien abgeschlossene Schiedsgerichts- Arbeiter des Kreises, nicht blos der sozialdemokratischen, ist jedoch noch keine endgiltige, es können vielmehr noch Abänderungen welche zusammen einen dritten bestimmen. Können sie sich über die Richtung sollten zeitig energische Kundgebungen gegen den volksborgenommen werden. Der Dampfer„ Leon XIII." mit dem General Toral und Person dieses dritten nicht einigen, fo foll entweder König Ostar feindlichen Plan veranstalten. 2478 von Stuba zurückkehrenden Spaniern ist in Vigo eingetroffen.britten ernennen. Ueber feine Kompetenz und über das zu be- Protest gegen die Schaffung eines Ausnahmegefeßes gegen die von Schweden oder der Präsident der schweizerischen Republik den Eine Volksversammlung in Frankfurt a. M. erhob energischen Madrid, 15. September. Nachrichten aus Manila zufolge obachtende prozessuale Verfahren beschließt das Schiedsgericht selber. Arbeiter," bas ben Streit mit einer entehrenden Strafe des Zuchtwäre der dritte Theil der in der Gewalt der Aufständischen befind- Beide Staaten verpflichten sich, sich dem Schiedsspruche des Gerichts Hauses belegen will, während Aussperrungen und die oft nichtslichen gefangenen Spanier infolge der schlechten Behandlung ge- zu unterwerfen. Der Vertrag kann zehn Jahre hindurch nicht ge- würdigen Mittel, die die Organisationen der Unternehmer anwenden, fündigt werden. Am letzten Freitag hat sich Aguinaldo nach Malolos begeben, Verrufserklärungen, schwarze Listen und dergleichen, wie bisher Einer Meldung aus Argentinien zufolge soll der Konflikt straflos bleiben." Da die Einführung eines solchen Gesetzes im wo die„ Asamblea Filipina" am 15. d. M. zusammentritt, um über zwischen Argentinien und Chile durch einen Schiedsspruch beigelegt höchsten Grade kulturfeindlich wirken, und ernste Gefahren für eine die zu verfolgende Politik zu berathen. Im Laufe einer Unter- werden. redung sagte Aguinaldo dem Berichterstatter des„ Büreau Reuter": friedliche Entwickelung der Gesellschaft heraufbeschwören müsse, 3700 Aufständische sind mit Gewehren bewaffnet und forderte ich die Versammlung den Reichstag auf, jede Betönnte 100 000 ausheben. Die ganze Bevölkerung will für stimmung, die auch nur entfernt gegen das Koalitionsrecht geihre Freiheit kämpfen. Eine Provinzial- Regierung ist seit richtet ist, unbedingt zurückzuweisen. Die Versammlung erwartete dem 2. August in 28 Provinzen eingerichtet. Amerikaner Die Trauerfeier in Wien. Ueber die Einholung der Leiche ferner, daß die sozialdemokratische Reichstagsfraktion den Antrag und Filipinos find Brüder, zwei souveräne Republiken, am Donnerstag Abend in Wien berichteten wir bereits im gestrigen Gewerbe- Ordnung den Zusaz erhält, daß solche Unternehmer empfindbom Jahre 1890 wieder einbringen werde, wonach der§ 153 der verbündet einen gegen gemeinsamen Feind." die Depeschentheil. Am Freitag früh nahm der Bischof von Veszprim, lich gestraft werden, die Arbeiter durch Androhung von Maßrege fünftige Politik der Pilipinos auf unbedingte Unabhängigkeit ge- als Kanzler der Königin von Ungarn, die richtet?" Agninaldo stellte die Gegenfrage: Was beabsichtigt fogenannten kleinen Einsegnungen der Leiche der Kaiserin lungen oder durch schwarze Listen 2c. zu bestimmen suchen, von VerAmerika?" Der Berichterstatter war völlig unfähig, diese Frage zu Elisabeth vor. Hierauf wurde der Bevölkerung der Zu- abredungen zur Erlangung befferer Arbeits- und Lohnbedingungen beantworten. Aguinaldo aber fuhr fort:„ Wir haben lange für tritt zu der auf einem Schaubette in geschlossenem Sarge aus oder von Streits zurückzutreten. Die sozialdemokratischen Vertreter unsere Unabhängigkeit gefämpft. Die Bewohner der Philippinen, gestellten Leiche der Kaiserin gestattet. An brei Altären werden bis in den einzelnen Landtagen sollen alles aufbieten, um ein Zustandedie Einverleibung in die Vereinigten Staaten wünschen, sind nicht zum Mittag unausgesetzt von halber zu halber Stunde Seelenmessen kommen der sogenannten Zuchthausvorlage in jeder Form zu veraufrichtig." Die Frage, ob die Filipinos Einwand erheben würden, gelesen. Das erste Requiem zelebrirt am Dienstag Kardinal hindern. wenn die Amerikaner Manila behalten, lehnte Aguinaldo ab, zu be- Gruscha, das zweite der Fürstprimas Vaszary, das drifte Kardinal Eine Versammlung der Bergleute Essens, die sich mit dem Schönborn- Prag. Schachteinsturz auf Beche Gustav" beschäftigte, nahm zu der Nede Trauer um die Kaiserin sowie der Antheilnahme an dem Schmerz Die Wiener Preffe giebt abermals der tief empfundenen des Kaisers wie folgt Stellung: des Kaisers übereinstimmenden Ausdruck. antworten. ft Das Attentat. der Madrid, 15. September.( Jut. Korr.) Die Stellung der nordamerikanischen Regierung zu dem Aufstande auf den Philippinen. Auf Ansuchen der spanischen Regierung hatte der französische Botschafter in Washington, Herr Cambon, läßlich der Einholung der Leiche der Kaiserin die Straßen füllte, Trotz der ungeheuren Menschenmenge, welche gestern Abend anbei der Regierung der Vereinigten Staaten darüber Vorstellungen erhoben, daß die auf den Philippinen befindlichen nordamerikanischen herrschte überall die größte Ordnung. Von einigen unerheblichen VorTruppen feinerlei Versuch machten, die Aufständischen von der Fort- fällen abgesehen, werden keinerlei Unglüdsfälle gemeldet. fegung des Kampfes abzuhalten. Hierauf ließ Mac Kinley Herrn Der Schweizerische Bundesrath berieth am Freitag über Cambon antworten, die nordamerikanischen Befehlshaber in Manila gegen die Anarchisten zu ergreifende Maßregeln. Beschlüsse wurden seien angewiesen worden, die Führer der Aufständischen zur Ein- noch nicht gefaßt. stellung der Feindseligkeiten zu ermahnen; ein militärisches Einschreiten gegen dieselben sei jedoch nicht mög lich, da die Aufständischen keine feindselige Haltung gegen die Nordamerikaner einnähmen. Die Genfer Sicherheitspolizei verhaftete Donnerstag Abend um 11 Uhr einen Italiener Giovanni Silva, der im Verdacht steht, ein Mitschuldiger Luccheni's zu sein. Silva soll die Vorgänge bei der Begehung des Verbrechens in allen Einzelheiten wiedergegeben und bezüglich des graphische Meldung aus Budapest besagt, wahrscheinlich habe sich Mörders bewundernde Aeußerungen gethan haben. Eine teleZuccheni einen falschen Namen beigelegt und heiße in Wahrheit Vigo, 16. September. Gestern Nachmittag zog ein Boltshaufe bor die Wohnung des General Toral und verlangte sofortige Ausschiffung der von Kuba gekommenen spanischen Soldaten. Dann Succiati. zog die Menge zum Hafen, wo der Anblick der an Land kommenden halbnackten Soldaten den Unwillen steigerte. Als General Toral fich an Bord des Dampfers Leon XIII." begeben hatte, drängten die Manifestanten heran und warfen eine halbe Stunde lang mit Steinen nach dem Schiff. Die Ordnung wurde erft in vorgerückter Abendstunde wieder hergestellt. Rußland. Der ,, Allgemeine jüdische Arbeiterbund Ruslands und Polens erläßt aus Anlaß der legten Massenverhaftungen einen Aufruf zur Unterstützung der Verhafteten, in welchem es unter anderem heißt: Aber Zum Stuttgarter Parteitage Mit Bestürzung vernahm die Arbeiterschaft die Kaiserrebe in Oeynhausen. Wird das angekündigte Gesetz angenommen, dann ist wird dann, wie die Rechtsprechung während der Streitzeit 1889/93 es mit der Vereinigungsfreiheit der Bergleute überhaupt aus. Man lehrte, jede Aufforderung zum gemeinsamen Vorgehen gegen das Kapital als eine Anreizung zum Streif" auffassen, unsere Organisation vernichten, und dann steigen die Menschenopfer im Bergbau ins Ungemessene. Wir erwarten von der gesetzgebenden Körperschaft des Deutschen Reiches nicht eine weitere Beschränkung unseres Vereinigungsrechtes, sondern Anerkennung der Arbeiterverbände in aller gefeßlichen Form. Da wir vom preußischen Abgeordnetenhause teine Berücksichtigung unserer Forderung bezüglich der Bergmöglichst an die Schaffung eines Reichs- Berggefezes zu gehen, inspektion zu hoffen haben, so ersuchen wir den Reichstag, baldworin der Schutz unseres Lebens die größte Berücksichtigung findet." Eine von zirka 600 Fabritarbeitern und Fabrit. arbeiterinnen besuchte Versammlung in Harburg protestirte einstimmig gegen jede Beschneidung des Koalitionsrechtes und vor allem gegen das Zusammenwerfen der um ihre Existenz kämpfenden Reichstags- Frattion gegenüber der Handlungsweise heifischer Buchthaus tamen". Sache aller Arbeiter müsse es sein, durch Ausbau Die Parteigenoffen in Kaffel verlangen das Eingreifen der Arbeiter mit Leuten, die wegen der ehrlofesten Strafthaten ins Behörden, die das Landrecht über das Reichsrecht der Organisation und ständige, energische Agitation„ den drohenden stellen und dadurch den§ 43 Alinea III der Reichsgewerbe- Ordnung Schlag von der deutschen Arbeit und der deutschen Kultur fernsowie die Versammlungsfreiheit illusorisch machen. Weiter wird, unter Hinweis auf die Oeynhausener Kaiserrede, verlangt, daß die Reichstags- Frattion abermals den Antrag auf Aufhebung des Majestätsbeleidigungs Paragraphen stellen möge. Partei- Nachrichten. Die energische, unerschrockene Thätigkeit des Allgemeinen jüdischen Arbeiterbundes Rußlands und Polens", der von ihm geführte ununterbrochene, hartnäckige Kampf gegen die Feinde des Proletariats hat dazu geführt, neue Repressalien seitens der russischen Regierung hervorzurufen, welche die Vernichtung dieses Herdes theiligung an den Stadtverordnetenwahlen. Eine Parteiversammlung in Rendsburg beschloß die Bedes Sozialismus" in Westrußland zum Ziele haben. feine Verhaftungen, keine Verfolgungen seitens der Regierung ver- Die Parteikonferenz für den Wahlkreis Zeit- Weißenfelsmögen die Arbeiterbewegung überhaupt aufzuhalten, wie auch Naumburg beschloß, daß überall, wo es möglich ist, Arbeiterspeziell den„ Jüdischen Bund" vernichten. An stelle der von den Bildungsvereine und sozialdemokratische Vereine gegründet werden Gendarmen aufgegriffenen Druckerei wird eine neue erstehen, an stelle der Verhafteten werden neue Kämpfer um die Befreiung des Proletariats treten. Der Jüdische Bund" ist zu sehr erstarkt, er hat zu tief Wurzeln gefaßt, als daß er infolge eines Ueberfalles seitens der Gendarmerie vom Erdboden verschwinden tönnte. Man kann aus seiner Mitte das eine oder das andere attive Mitglied herausreißen, aber die Bewegung wird dadurch nicht aufgehalten." Türkei. Zur Lage auf Kreta. Den Admiralen wurden 80 Mädelsführer der legten Unruhen ausgeliefert. Ein Kriegsgericht wird zur Aburtheilung der Angeschuldigten zusammentreten. Aus Kanea wird der Intern. Korresp." unterm 14. Sept. gemeldet: Sollte sich die Pforte noch ferner weigern, die türkischen Truppen von der Insel abzuberufen, so werden die europäischen Besatzungen sehr wesentlich verstärkt werden. Der russische Admiral Strydlow theilte mit, daß die russische Regierung beschlossen habe, die Besagungen auf fünftausend Mann zu erhöhen, wovon 3500 dauernd in Rethymos bleiben und die übrigen Mannschaften je nach Bedarf auf Kanea, Heraklion und andere Punkte vertheilt werden würden. Von englischer Seite wird daher angekündigt, daß die britische Befagung in Heraklion auf 4000 Mann gebracht werden solle. Nach einer Meldung des„ Reuter schen Bureau's" aus Kandia „ Reuter'schen vom 15. September setzte Dichevad Pascha den englischen Admiral davon in Kenntniß, daß 39 Häuser, deren Fenster auf das englische Lager hinausgehen, zerstört, 43 Schuldige verhaftet worden seien und daß diese letzteren auf Anordnung des Sultans mit Zustimmung der Botschafter in Konstantinopel von der internationalen Kommission abgeurtheilt werden sollen. Afien. sollen. Der Kreis- Vertrauensmann Lorin vereinnahmte im abgelaufenen Verwaltungsjahr 7394,05 m. Die Ausgaben betrugen 6887,51 M. Die Wahlbewegung hat dem Parteiorgan des Kreises zahlreiche Leser zugeführt. Das„ Volksblatt für Halle" hatte hier Anfang Juli d. J. 3339 Abonnenten, 673 mehr als im Monat Mai. Ueber die Haltung der Freisinnigen bei der Stichwahl theilte Plorin mit, daß diefe ziemlich geschloffen für den Bündlerkandidaten ge= stimmt hätten. Daß die Konferenz die Betheiligung an der Landtagswahl ablehnte, ist im Vorwärts" schon mitgetheilt worden. Als Kreis- Vertrauensmann wurde PI orin wiedergewählt. Mit den ,, Hamburger Nachrichten" und der ,, Deutschen Tageszeitung" fordert leider auch die Rheinisch- Westfälische ArbeiterBeitung" die Einführung der Prügelstrafe gegen Anarchisten. Wir theilen die Verwunderung über den unverständlichen Vorschlag eines fozialdemokratischen Organs mit einer Reihe nichtparteigenössischer Blätter. Polizeiliches, Gerichtliches 2c. zuhalten". Ein Unternehmerblatt über den Werth der Gewerkschaften. Der„ Konfektionär", ein Kapitalistenblatt vom reinsten Wasser, das sonst nur Hohn und Spott für die Arbeiter hat, tritt für die Organisation der Arbeiter und dazu noch der Schneider ein. In der letzten Nummer steht wörtlich zu lesen: Zur Verhütung von Schneiderstreits hat der Verband der Schneider und Schneiderinnen Deutschlands ein sehr vernünftiges Streikreglement befchloffen, deffen grundlegende Bestimmungen besagen, daß bei allen Differenzen zwischen Arbeitern und Unternehmern die Betheiligten unter Zuziehung der Ortsverivaltung eine Verständigung suchen sollen. Mißlingt diese, so hat eine Mitgliederversammlung mittels Stimmzettel über einen eventuellen Streit zu entscheiden. Es darf nur dann in einen Streit eingetreten werden, wenn mindestens zwei Drittel der anwesenden Mitglieder dafür stimmen. Dem Verbandsvorstande und Ausschuß muß unverzüglich Mittheilung gemacht werden, auf grund deren dieselben zu prüfen haben, ob Aussicht auf erfolgreiche Durch führung des Streits vorhanden ist. Derjenige Ort, der gegen den Entscheid des Vorstandes und Ausschusses einen Streit beginnt, hat auf keinerlei Unterstößung zu rechnen. Bezüglich der Unters stügung nichtorganisirter Kollegen übernimmt der Verband keinerlei Verpflichtung. Leider sind aber die wenigsten Schneider organisirt, so daß der Beschluß teine große Tragweite hat." Preußische Landtagswahlen. Wem kommt die Wahlenthaltung zu gute? Man schreibt uns: In Schlesien sind aus Anlaß der Reichstagswahl eine ganze Reihe Prozesse inszenirt worden. Die meisten sind ausgegangen Die Gegner der Betheiligung der Sozialdemokratie an den Prozeß, der sich vor der Strafkammer des Landgerichts in Schweidnitz ob felbst eine regere Betheiligung der Bevölkerung nicht viel an der wie das Hornberger Schießen. So auch dieser Tage wieder ein preußischen Landtagswahlen suchen es vielfach so hinzustellen, als abspielte. Fünf Genossen waren angeklagt, vor Ausschreibung der Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses ändern könnte. Den BeReichstagswahl auf öffentlichen Wegen und Straßen Flugblätter weis für diese Behauptung zu erbringen, dürfte ihnen schwer fallen, aufnahme ergab auch nicht das geringste belastende Moment, weshalb mangelhafte ist, so geht doch aus den bisherigen Veröffentlichungen ohne polizeiliche Genehmigung verbreitet zu haben. Die Beweis denn wenn auch die amtliche Wahlstatistit für Preußen eine recht auf Freisprechung erkannt wurde. Das Gericht billigte den Frei- so viel zur Genige hervor, daß je größer der Prozentjag gesprochenen auch die Erstattung der ihnen erwachsenen nothwendigen der wählenden, um so oppositioneller das AbAuslagen zu. Die Kosten dieses unnöthigen Prozesses haben natür geordnetenhaus zusammengesezt war, und umgekehrt. lich die Steuerzahler zu zahlen. Lassen wir zunächst für diejenigen Jahre, für welche amtliches Material vorhanden ist, die entsprechenden Ziffern folgen: Es betheiligten sich an der Wahl: im Jahre in der 1. l. in der 2. RI. in der 3. set. insgesammt Kl. M. 1849 55,4 pct. 44,7 pct. 28,6 pct. 81,9 pet. 2,7 Die Parteigenoffen Schramm und Wessel aus Eine Aera der Reformen in China? Aus Peting wird Springe im neunten hannöverschen Wahlkreise verbreiteten berichtet: Ein kaiserlicher Erlaß ist veröffentlicht worden, durch am 12. Juli in Hertensen Wahlflugblätter. Dabei soll welchen die Wirksamkeit der Postverwaltung auf das sich Wessel im Hause des Landwirths Seegers, der in ganze Reich ausgedehnt werden soll als Ersatz für das jetzige beschwer- Gemeinschaft mit dem Vorsteher Helmendach mit Weffet liche Kouriersystem. Die zahlreichen in der legten Zeit erlassenen Streit angefangen hatte, des Hausfriedensbruchs, der Ruheſtörung Editte betr. Einführung von Reformen und Verminderung der Ausgaben und der Beleidigung schuldig gemacht haben. Das Schöffengericht Tassen erkennen, daß die Rathgeber des Kaisers einer Politit voll- in Koppenbrügge verurtheilte Wessel deshalb zu vier Wochen und tommenen Umschwunges zuneigen, aber die Ansicht der meisten acht Tagen Gefängniß und zu 15 M. Geldstrafe. Schramm, der Chinesen und auch der alten europäischen Angesessenen geht dahin, als Zeuge fungirt hatte, wurde wegen Meineidsverdachts in Haft daß die Aenderungen zu durchgreifend seien und die Beamtenklassen genommen. Er hatte ausgesagt, Wessel sei über die Straße gelaufen beunruhigen könnten. Jedenfalls aber ist es augenscheinlich, daß der und Seegers und Helmendach hinterher, während diese erklärt hatten, Kaiser entschlossen ist, viele Mißbräuche abzuschaffen; seine Be- sie wären vor der Straße stehen geblieben. Es wird Berufung gegen mühungen werden von allen einsichtigen Chinesen willkommen ge- das Urtheil eingelegt und Schramm's Entlassung gegen Rauiton heißen, welche gleichwohl zur Mäßigung rathen. beantragt werden. Bemerkt sei noch, daß Wessel's Gegenflage von dem Gericht abgelehnt wurde. Wegen der Absetzung Li- Hung- Tichang's soll man in Petersburg, wie der Magd. Ztg." von dort gemeldet wird, sehr unwillig sein. Graf Morawjet richtete eine scharfe Note nach Beling, in der er erklärte, Rußland erblicke in der Maßregelung Li- Hung- Tichang's eine Feindseligkeit gegen das Petersburger Stabinet. Kampf um das Koalitionsrecht! Der Stuttgarter Parteitag und das Zuchthausgeseh. Die an der Spitze des heutigen Blattes veröffentlichte EinAus Shanghat wird dem„ Reuter'schen Bureau" bom ladung des Parteivorstandes zum nächsten Parteitage enthält eine 16. September gemeldet, daß, den North China Daily News" Abänderung der vorgeschlagenen Tagesordnung. Es wird vor zufolge, in Ho- tschou, 50 Meilen von Tschung- king ein Aufstand geschlagen, nach dem Berichte über die parlamentarische Thätigkeit ausgebrochen ist, wobei die amerikanische und fran- in eine Erörterung über das Koalitionsrecht einzutreten. zösische Mission angegriffen wurden. Letztere wurde nieder- Wir sind überzeugt, daß der Parteivorstand damit dem Wunsche gebrannt.aller Genossen entgegenkommt. 1855 89,6 27,2 16,1 1858 50,2 87,1" 18,5 22,6 1861 55,8 42,4 23,0 27,2 " 1862 61,0 48,0 30,5 84,8 " " 1868 57,0 44,0 27,8 30,9 1866 60,4 47,5 27,6 30,4 " 1893 48,1 82,0 15,2 18,4" Hieraus ergiebt sich zunächst, daß die Wahlbetheiligung im alle gemeinen eine äußerst geringe gewesen ist. Selbst das Jahr 1862 mit feinen 84,3 pt. bleibt noch weit zurück hinter dem Jahre der geringsten Betheiligung an den Reichstagswahlen, dem Jahre 1871, wo doch immerhin etwas mehr als die Hälfte aller eingeschriebenen Wähler, 51,8 pct., an der Wahl theilnahmen. Die Gründe für diese schwache Wahlbetheiligung liegen einmal an dem komplizirten Wahlfystem, sodann aber und das ist für unsere Betrachtung bie Hauptsache an den besonderen politischen Verhältnissen der einzelnen Jahre. Wenn teine das Bolt besonders bewegende Fragen ur Erörterung standen, war die Betheiligung naturgemäß eine schwache. Den Vortheil davon hatte jedesmal die Reaktion. So ging aus den Wahlen des Jahres 1855, wo die Betheiligung am schwächsten war, die sogenannte Landrathskammer hervor, und eine ähnliche Zusammensetzung zeigt ja auch das jetzige Abgeordnetenhaus, ant dessen Wahl sich prozentual nicht viel mehr betheiligten, als im Jahre 1855. Für Nichtbetheiligung an der Landtagswahl Das Bild des Abgeordnetenhauses von 1855 änderte sich mit Diese wenigen Zitate beweisen zur genüge, welche Gefahr dem werben, werden die Pianoarbeiter Deutschlands gewarnt, sich durch einem Schlage, als im Jahre 1858 die Wahlbetheiligung eine stärkere Koalitionsrecht der Arbeiter droht. Kommt der Buchthaus- Baragraph irgend welche Versprechungen nach Schweden locken zu lassen. wurde. An den bisherigen Wahlen, mit Ausnahme der des Jahres für das Reich nicht zu stande, so wird man es in Preußen ver- In Paris ftreifen die Erdarbeiter, die mit den Vorarbeiten 1849, hatten sich die Demokraten, ihrem in Köthen gefaßten Besuchen. schluß entsprechend, nicht betheiligt, weil sie mit dem der Kammer suchen. Des Herrenhauses ist die Regierung sicher und im Ab- der unterirdischen Stadtbahn und der Weltausstellung beschäftigt sind. aufottroyirten, noch jetzt geltenden, verfassungswidrigen Wahlgesetz geordnetenhause ist ein solches Attentat gegen die Arbeiterschaft zum Die Zahl der Streifenden wird auf etwa 15 bis 18 000 geschätzt. nicht einverstanden waren. Sie gäben sich dem naiven Glauben hin, mindesten nicht ganz aussichtslos, falls nicht die Neuwahlen der Re- Die Arbeiter fordern die Erhöhung des Lohnes von 50 Centimes wenn die Mehrzahl des Volkes durch Stimmenthaltung gegen dieses gierung und den mit ihr verbündeten Reaktionären einen Strich auf 60 beziehungsweise( für die unterirdischen Arbeiten) 75 Centimes pro Stunde, gemäß dem vom Geiverberath vorgeschriebenen Lohntarif. Wahlgesetz protestiren würde, sei zu hoffen, daß dasselbe aufgehoben durch die Rechnung machen. Mit diesem Tarif steht es nämlich so, daß die Unternehmer ihn auf grund und das alte Wahlgesetz wieder eingeführt würde. Als sie endlich einer vor Jahren vom Staatsrath getroffenen Entscheidung ohne im Jahre 1858 zu der Einsicht kamen, daß die Wahlenthaltung der schwächste Protest sei, und sich wieder an den Wahlen betheiligten, gelang es ihnen sofort, die konservative Mehrheit zu schlagen. Die Konservativen schmolzen von 240 auf 60 zu fammen, die Liberalen stiegen von 57 auf 210. Noch günstiger für die Opposition fielen die Wahlen des Jahres 1861 mit einer Be theiligung von 27,2 pCt. aus, und als dieses Haus ohne zwingenden Grund aufgelöst wurde, als die Konfliktszeit hereinbrach und die Wahlen unter der Parole stattfanden:„ Königliches Regiment oder parlamentarische Regierung?", da erlitt die Regierung eine so schwere Niederlage wie nie zuvor. Von den neu gewählten Abgeordneten gehörten nur 12 der konservativen Partei an, 32 der katholischen und 24 der konstitutionellen Fraktion. Das linke Zentrum und die Fortschrittspartei verfügten zusammen über 242 Size, abgesehen Versammlung findet der Protestversammlungen wegen am Montag, von den 19 Mitgliedern des freien parlamentarischen Bereins den 26. d. M. statt. Gleichzeitig machen wir die Kollegen darauf und den 23 Polen. Auch dieses Haus verfiel der Auflösung, aber aufmerksam, daß am Sonntag, den 18. d. M., mittags 12 Uhr, in die Regierung zog sich durch die neuen Wahlen nur eine noch Friedrichsberg, Frankfurter Allee 174, eine öffentliche Versammlung schwierigere Niederlage zu, denn nun gelang es dem linken Zentrum für die Grünbranche stattfindet. Da am Sonntag jeder Zeit hat, so und der Fortschrittspartei, zusammen 253 Mandate zu erwerben. erivarten wir auch hierzu das Erscheinen der Berliner Kollegen. Die Werkstatt- Kontrollkommission. erklärten sich die Parteikonferenzen der Kreise Wittenberg- weiteres mißachten dürfen. Die Arbeiter müssen immer wieder in Schweinig und Torgau- Liebenwerda. In ersterem den Streit treten, um die Durchführung des gemeinderäthlichen BeAtreise wird eine Betheiligung als„ völlig aussichtslos" betrachtet, schluſſes zu erzwingen. Die Lohnbewegung hat sich binnen 24 Stunden weil bei der 1893er Wahl 273 konservativen Wahlmännern nur 50 wie ein Lauffeuer verbreitet, den Charakter eines allgemeinen liberale gegenüberstanden. In legterem Kreise hält man die Be- Erdarbeiter- Streiks annehmend. Die Aussichten der Streikenden betheiligung für unmöglich, weil die Arbeiter sich nicht getrauen ruhen auf der Dringlichkeit der Arbeiten sowohl auf der Weltwürden, öffentlich ihre Stimmen für unsere Kandidaten abzugeben. ausstellung, wie auf der für die Weltausstellung bestimmten Stadtbahn. Die Streifenden verhalten sich ruhig. Sie brauchten feine Drohungen anzuwenden, um die Arbeitswilligen" zum Streit „ anzureizen". Es genügte die einfache Ankündigung der begonnenen Bewegung an den einzelnen Arbeitsstellen. Und falls die Polizei, die natürlich in Masse aufgeboten ist, keine Ausschreitungen begeht, Achtung, Korbmacher! Die nächste regelmäßige Branchen- so wird der Streit bis zu Ende ruhig verlaufen. Bisher hat die Polizei nur menschenleere Arbeitsstellen zu schüßen. Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Deutsches Reich. Aus England. Die Abschägung, welche der soeben abgehaltene englische Gewerkschafts- Kongreß in der sozialistischen Preſſe Englands erfährt, ist nicht durchgängig die gleiche. Während Justice" und " Labour Leader" ihrer Genugthuung über die Annahme der sozialistischen Resolutionen auf dem Kongreß Ausdruck geben, überwiegt Wir sehen also, daß die Reaktion ihre jezigen Erfolge in erster im Clarion" ein pessimistischer Ton. Die Beschlüsse hätten einen Linie denjenigen zu verdanken hat, die, die Bedeutung des preußischen Landtages verkennend, dieses Parlament ohne Widerstand den ärgsten Montag wegen der Gewerkschaftsversammlungen aus. Die nächste so gut wie nichts zu verzeichnen sei. Die Vertreter von FünfAchtung, Vergolder! Die Mitgliederversammlung fällt am sehr geringen Werth, da von ernsthaften Maßnahmen in ihrem Sinne Feinden des Volkes ausliefern. Allerdings ist die politische Lage Mitgliederversammlung findet Montag den 26. d. M. statt. Siehe viertel Millionen Gewerkschaftern hätten für die„ Vergesellschaftung der heute eine andere, als in der Konfliftszeit. Die Militärfragen, die heutiges Inserat. Der Bevollmächtigte. damals wie heute die Bevölkerung lebhaft interessiren, werden heut Zuckerpflaumen" gestimmt, aber wenn es demmächst wieder heiße, zutage nicht mehr im Landtage, sondern im Reichstage gelöst, aber dem zur Wahl zu gehen, so würden eben diese fünfviertel Millionen GeLandtage find noch genug Bunfte zur Erledigung überwiesen, die für das Die Hamburger Schauerleute nahmen in ihrer Mitglieder- werkschaftler zur Hälfte für die eine und zur Hälfte für die andere Bolt von ebensolcher Bedeutung sind, wie Heeres- und Flotten- versammlung am 14. d. Mts. folgende Resolution an:„ Die Mit der beiden bürgerlichen Parteien stimmen und die Kraft ihres vorlagen. Oder ist etwa das Vereinswesen, ist das Volksschulwesen, gliederversammlung der Schauerleute von Hamburg- Altona erklärt, Botums so neutralisiren. Was vor allem erheischt sei: die Verfind die Arbeiterfragen, die im Landtage ihre Erörterung finden, von den ihr von dem Verein der Stauer und der Hamburg- Amerika einbarung eines Programms unmittelbar zu verwirklichender Reuntergeordneter Bedeutung? Nur diejenigen, die es für nebenfächlich Linie übermittelten Lohntarif vorläufig annehmen zu wollen. Ganz formen und einer entsprechenden Aktion, davon habe auch dieser halten, ob das geringe Vereinsrecht, das das Bolt noch besitzt, ihm entschieden muß sie es aber verurtheilen, daß die betreffenden Arbeit Kongreß die Hand gelassen. Weiterhin wird in demselben Blatt auch über den Beschluß genommen wird, nur diejenigen, die es für fein Unglück erachten, geber- Vereine in keine Verhandlungen mit der von den Schauer: Klage geführt, zur Behandlung der Frage des zu schaffenden wenn die Volksschule einer fonservativ- fleritalen Mehrheit ausgeliefert leuten gewählten Tarifkommission eingegangen sind, sondern auf Gewerkschaftsbundes einen Spezialfongreß einzuberufen. Dies sei wird und gänzlich verkümmert, nur diejenigen, denen es gleichgiltig eigene Hand den Lohntarif ausgearbeitet haben. Da dieser Tarif eine von den Drahtziehern des Kongresses ausgehende Spielerei, ist, ob die Taufende von Staatsarbeitern und unteren Beamten in fast allen Punken den berechtigten Wünschen und Forderungen unt die Annahme eines ihnen unbequemen durchgreifenden auch fernerhin in der bisherigen Weise ausgebeutet werden, können der Schauerleute nicht entspricht, kann die heutige Versammlung Föderirungsplanes zu hintertreiben. Man habe theoretisch radikalen heute noch bon einer Betheiligung an den Landtags- unter keinen Umständen denselben für dauernd bindend anerkennen." Beschlüssen zugestimmt, um in der Praxis alles beim alten zu lassen. wahlen abrathen. Wir dürfen nicht vergessen, daß, sobald die Die Beendigung der Aussperrung der Magdeburger BauSozialdemokratie sich an den Wahlen betheiligt, auch das liberale handwerker erfolgte durch Annahme folgender Resolution: Bürgerthum aus seiner Unthätigkeit, der es sich in den letzten Jahren 1. Der Streit wird von den Arbeitnehmern und Arbeitgebern hingegeben hat, gerissen wird und den Wahlen wieder ein lebam heutigen Tage für beendigt erklärt und sollen Maßregelungen hafferes Interesse entgegenbringt. Sobald aber die Wahlbetheiligung beiderseitig nicht stattfinden. wächst, wird, den bisherigen Erfahrungen entsprechend, auch die Reaktion, wenn nicht völlig gestürzt, fo doch erheblich geschwächt werden. Aber selbst, wenn diese Hoffnung trügt, felbft wenn trop regerer Wahlbetheiligung die Zusammenfegung des Hauses dieselbe bleibt, wie bisher, haben wir doch tein Recht, die Hände in den Schoß 8 Tegen und unthätig zuzusehen, wie die heiligsten Güter der Nation dem preußischen Junkerthum überlassen werden. Wir müssen alles bersuchen, die Macht des Junkerthums zu brechen. Gelingt uns das trog aller Anstrengungen nicht, so bleibt uns wenigstens der eine Trost, daß wir nichts unversucht gelassen haben, um den Ansturm der Junker und Junkergenoffen abzuwehren. Anderenfalls dürfte uns der Vorwurf, indirekt durch unsere Unthätigkeit der Reaktion ihren Sieg erleichtert zu haben, nicht erspart bleiben. P. H. Bis zu einem gewissen Grade wird dieses letztere Urtheil von James Mawdsley, dem etwas zynischen Repräsentanten der alten Gewerkschaftler, unterstützt. Das überwiegende Interesse der Delegirten, schreibt er in Reynolds", sei der Frage des Gewerkschaftsbundes zugewandt gewesen, aber es habe sich nur in dem Bestreben 2. Die Streitfragen in den einzelnen Geschäften des Arbeit geäußert, mit ihr aufzuräumen. Für das abstrakte Prinzip sei geber- Verbandes werden durch die in dem Protokolle vom 19. Juli natürlich jeder, wenn es jedoch zur konkreten Formulirung komme, dieses Jahres festgesezte Dreier- Kommission, welche für jedes Ge- gäbe es soviel Meinungen wie Köpfe. Daran werde auch der befchäft gewählt ist resp. jeweilig zu ergänzen ist, erledigt. Sollte sich schlossene Spezialfongreß nichts ändern, selbst wenn er sich im herausstellen, daß im Laufe der Zeit ein praktisches Bedürfniß für Prinzip für irgend ein Projekt erkläre. Die Enthusiasten der eine Schlichtung von Streitigkeiten durch eine andere Kommission Bundesidee vergäßen, daß man einen Bund noch nicht dafich wünschenswerth macht, so steht dem Arbeitgeber- Verbande wie durch herstelle, daß man seine Schaffung beschließt. Diejenigen, den Arbeitnehmern das Recht zu, diese Wünsche, wie im Protokoll die sich mit der Sache praktisch abgeben, wußten, daß ein vom 19. Juli d. J. vorgesehen, zur Sprache zu bringen. lebens- und leistungsfähiger Gewerkschaftsverband nur das Produkt 3. Die Siebener- Kommission verpflichtet sich durch Namens- langsamer Entwickelung sein könne. Offener tann man kaum abunterschrift für stritte Junehaltung der getroffenen Vereinbarungen, wiegeln als es in diesen Worten geschieht. Und es ist nicht unwodurch die Abnahme der Unterschriften der einzelnen Arbeitnehmer wahrscheinlich, daß der alte Praktikus recht behält. betreffs des Lohn- und Arbeitstarifs ausgeschlossen ist. Die Arbeits- Im übrigen ist der Pessimismus, wie er in dem zuletzt erbedingungen werden in jedem einzelnen Geschäft zwischen Arbeitgeber wähnten Artikel des" Clarion" zum Ausdruck kommt, etwas überund Arbeitnehmer auf grund der Gewerbe- Ordnung selbst geregelt. trieben. Zwischen Beschluß und Ausführung liegt überall ein gut 4. Andererseits verpflichtet sich die Versammlung der Maurer, Stück Weges. So hat der Kongreß u. a. einstimmig einer Bimmerer und Bauarbeiter zur Anerkennung der gegenwärtig Resolution zugestimmt, welche die Gewerkvereinsmitglieder aufgeltenden Lohn- und Arbeitsbedingungen für die Zeit bis zum fordert, für keinen Kandidaten für das Parlament und andere 31. März 1899. Bom 1. April 1899 bis 31. März 1900 wird Bertretungskörper zu stimmen, der sich nicht auf ein allfür jeden arbeitsfähigen Gefellen ein Lohn von 42-44 Bf gemeines Achtstundengeset verpflichtet. Ganz ficher mit einem Durchschnitt von 43 Pf. gezahlt. Junggesellen, welche werden nun in unzähligen Fällen die Masse der Gewerkschaftler und noch nicht 1 Jahr als Gefelle gearbeitet haben, erhalten einen Stunden- viele ihrer Führer diesem Beschluß zuwider handeln, und, da die lohn von 37 Pf., alte Gesellen, welche nicht mehr im Vollbesige Arbeiter noch an anderen Fragen interessirt sind wie an dem Achtihrer geschäftlichen Leistungsfähigkeit sind, 40 Bf. Bauarbeiter er stundentag, gegebenenfalls auch triftige Gründe haben, ihn zu ignohalten einen um 10 Pf. pro Stunde geringeren Lohn wie die Gesellen riren. Und doch kann er eine große praktische Wirkung haben, indem unter Beachtung der für diese festgesetzten Maßgabe. er die Handhabe bietet, die Achtstundenfrage bei jedem Wahlkampf in den Vordergrund der Debatte zu ziehen und die auf die Arbeiterstimmen angewiesenen Kandidaten zu weitgehenden Verpflichtungen in dieser Hinsicht zu nöthigen. Der preußische Landtag und die Koalitionsfreiheit. Bei dem in maßgebenden Kreisen immer deutlicher hervortretenden Streben, reaktionäre Anschläge, zu deren Verwirklichung der Reichstag seine Hand nicht bietet, auf landesgesetzlichem Wege zu regeln, ist es nicht ausgeschlossen, daß, falls der in Aussicht gezu regeln, ist es nicht ausgeschlossen, daß, falls der in Aussicht ge stellte Zuchthausparagraph im Reichstage keine Mehrheit erlangt, der Versuch gemacht wird, direkt oder indirekt, wenigstens für Preußen, das Koalitionsrecht der Arbeiter zu vernichten. Diese Vermuthung wird zur Gewißheit, wenn man sich die vorjährigen Debatten über die lex Rede in Erinnerung ruft, jenes Gefeß, deffen Annahme eine gänzliche Vernichtung der Gewerkschaftsbewegung zur Die Versammlung beschließt, die Aufhebung der in den ParteiFolge gehabt haben würde. Namentlich die Verhandlungen des und Fachblättern publizirten Bekanntmachung betreffs Fernhaltung Herrenhauses, dessen Mitglieder ja auf die Stimmung des Volkes keine des Zuzugs von Arbeitskräften nach Magdeburg zu veranlassen. Rücksicht zu nehmen brauchen, lassen keinen Zweifel darüber, daß es einer Gleichberechtigung der Arbeiter gebracht. Die Aufhebung des Ausstandes hat unziveifelhaft die Anerkennung Das war aber der den Junkern und Junkergenossen weniger auf ein politisches wichtige Streitpunkt, um den der Kampf entstand, alle anderen traten Lehte Nachrichten und Depelthen. Mundtodtmachen der Arbeiter, als vielmehr auf eine weit zurück, zumal die Arbeiter selbst teine Lohnforderungen gestellt völlige Unterdrückung derselben in wirthschaft hatten. Deshalb wurde auch die Resolution von den Arbeitern einWien, 16. Septbr.( W. T. B.) Der Strom dee Wiener Bes licher Hinsicht ankam. Die Beschränkung des Versammlungs- ftimmig angenommen und ein für die Arbeiter ehrenvoller Abschluß rechtes bildete nur das Mittel, um Arbeitseinstellungen so gut wie des Kampfes herbeigeführt. Zugleich haben die Streikenden diejenigen völkerung zur Hofburg- Pfarrkirche dauerte ungeschwächt den ganzen unmöglich zu machen und die Arbeiterschaft der Willkür der Unter- Lügen gestraft, die behaupteten, sie wären die Störer des Friedens. Tag fort. Als die Kirche um fünf Uhr nachmittags geschlossen wurde, harrten noch Tausende vor derselben des Einlasses, der nehmer preiszugeben. Eine lächerlich kindische Art der Sozialistenbekämpfung hat ihnen heute nicht mehr werden konnte. Sehr viele Damen trugen die Firma Hartgußwerke Löbtau ausgeflügelt. Dort wurde im Trauerkleidung, zahlreiche Herren Trauerflor an den Hüteu und im Hausflur der Fabrik an der schwarzen Anschlagtafel eine Abbildung den Arm. Die Ordnung wurde keinen Augenblick gestört. Von der" Villa" Bebel's, wie sie die" Dresdener Nachrichten" vor einiger etwa acht Ohnmachtsanfällen infolge des Drängens und der Hize Beit reproduzirte, mehrere Tage lang angeklebt. Die Arbeiter abgesehen, sind keierlei Unglüdsfälle vorgekommen. Nachmittags um 51/4 Uhr erfolgte in feierlichster Weise die Niederlegung von zwei lachten natürlich über diese Albernheit. Kränzen der beiden Häuser des, ungarischen Reichstages durch deren Präsidenten. Früher waren solche der beiden Häuser des Reichsrathes und der Stadt Wien niedergelegi worden. " Allen voran war es der Oberbürgermeister von Altona, Dr. Giese, der dieser Ansicht unverhohlen Ausdruck gab, indem er, anschließend an den eben beendeten Hamburger Hafenarbeiterstreit, ein langes und breites von der„ brutalen Gewalt" der Arbeiter faselte und an den Staat die Anforderung stellte, gegen diesen angeblichen Terrorismus einzuschreiten, damit nicht der Arbeitgeber gezwungen Eine Antwort und zwar die einzig richtige, gaben die Holzwürde, sich zur Abwehr des Terrorismus der Streifenden selbst eine arbeiter von Suhl auf die neuesten Versuche, das Koalitionsrecht der Arbeiter zu beschneiden. Was troz jahrelanger Bemühungen Schußtruppe zum Schutz seiner Arbeiter zu organisiren. Wenn man nicht möglich war, geschah jetzt. Eine Zahlstelle des deutschen Holzimmer betont, daß die Vereins- und Versammlungsfreiheit in arbeiter- Verbandes wurde dort am Sonntag, 11. d. M., gegründet. Preußen ein wichtiges Recht ist, meine Herren, da muß ich doch Handschuhmacherstreik. Am Montag trat das ganze Personal sagen, wenn nicht blos die Vereins- und Versammlungsfreiheit auf der Handschuhfabrit von Schleicher in Ilmenau, 8 verheirathete der einen Seite durch den Terrorismus der Arbeiter vollständig und 6 ledige Handschuhmacher, in einen Streik. Lohndifferenzen illusorisch gemacht wird, wenn darüber hinaus die Freiheit des sind die Ursache. einzelnen, seinem Berufe, seiner Arbeit nachzugehen, aufgehoben Der Streit der Steinmetzen bei der Firma Heinig in wird, so steht mir die persönliche Freiheit des Rostock dauert fort. Von der Firma sind Frauen zum Ersatz einzelnen doch höher, als seine Freiheit, sich ver- herangezogen, die zum Granitschleifen angelernt werden. Bezeichnend ist es auch, daß die Firma den von auswärts als Streitbrecher Aneinigen zu können." Und in ganz ähnlichem Sinne äußerten sich die konservativen geworbenen 60 Pf. pro Stunde bietet, während die Ausständigen Führer Frhr. v. Manteuffel und v. Helldorff Bedra. nur 45 Pf. verlangen. Es wird deshalb nochmals dringend gebeten, den Zuzug fernzuhalten. Für ersteren galt es als feststehend, daß die Zeiten, wo der ArbeitDer Streit der Güterlader in Nürnberg bringt für die geber zu hohe Gewinnste auf Kosten der Arbeitnehmer erzielte, Güterhallen- Verwaltung eine nicht zu bewältigende Anhäufung der vorüber seien, und daß jeder Streit durch die Verhezung sozial- Güter. Sie drängt deshalb die Spediteure zur Abfuhr. Den Fuhrdemokratischer Agitatoren bezüglich des Lohnes hervorgerufen wird. Leuten und Ladern wurde bei einer Arbeitszeit von früh 4 Uhr bis " In der Regel sind die Arbeiter, die in der betreffenden Fabrik nachts 9 Uhr ein Wochenlohn von 15 M. 70 Pf. bis 16 m. 70 f. arbeiten, nicht ohne weiteres diejenigen, die den Streit anfangen, bezahlt. Die Leute verlangen nun einen Wochenlohn von 20 M., sondern es tommt der sozialdemokratische Agitator zwölfftündige Arbeitszeit und für Ueberstunden 30 pet. Zuschlag. hin und hezt die Leute auf zum Streik, und Nachdem der Böttcherstreik in Helmstadt von den streift dann die eine Fabris, so streiken auch die anderen Fabriken derselben Branche. Das geht nicht von den betreffenden Arbeitern aus, sondern von den sozialdemoIratischen Agitatoren." Welch' tiefe sozialpolitische Weisheit! Auch Herr v. Helldorff- Bedra sprach sich dahin aus, daß die große Masse der Lohnkämpfe in Deutschland von der Sozialdemokratie angefacht seien, nicht aber, um den Arbeitern zu helfen, sondern um die Unzufriedenheit zwischen Arbeitgebern und Arbeitern zu schüren. Daß da, wo soviel Weisheit verzapft wird, auch der Scharfmacher Stumm nicht fehlte und sein bekanntes Klagelied über die AbTehnung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung in der Fassung der Regierungsvorlage vom Jahre 1891 anstimmte, bedarf keiner besonderen Erwähnung. Budapest, 16. September.( 2. T. B.) Nach hier eingegangener Meldung ist die Ortschaft Mihalyhaza im Veßprimer Komitat, welche 200 Häuser zählte, bis auf fünf Häuser, die unbeschädigt blieben, niedergebrannt. Rom, 16. Sept.( W. T. B.) Einer Meldung der Agenzia Stefani" aus Wien zufolge lenkte Graf Nigra neuerdings die Aufmerksamkeit des Grafen Goluchowski auf die Gefahren, welche die neuen lluruhen gegen die Italiener in Triest und an anderen Orten im Gefolge haben könnten. Graf Goluchnwski versicherte dem Grafen Nigra, der Kaiser habe persönlich genaue Befehle gegeben, um eine Wieder holung der Unruhen zu verhindern. Dieselbe Agentur meldet aus Triest: Der Statthalter begab sich heute früh zu dem italienischen Konsul, um demselben sein Bedauern über die legten Ereigitiffe auszusprechen und ihm zu versichern, daß seitens der Polizei alle Maßregeln zum Schuße der Italiener getroffen seien. Konstantinopel, 16. September.( Meld. d. Wiener t. t. Tel.Corr.- Bur.) Nach einer Meldung aus Kandia von gestern ist die Einführung des Zehntenbureaus und die englischerseits verlangte Demolirung der Häuser, aus welchen auf die Engländer geschossen wurde, bereits durchgeführt. Dagegen ist die Auslieferung der Urheber der Unruhen noch nicht erfolgt. Konstantinopel, 16. September.( Meldung des Wiener f. 1. Streifenden für beendet erklärt ist, haben nunmehr auch die Böttcher Telegr.- Korresp.- Bureaus.) Es verlautet, der türkische Botschafter in in Braunschweig die Aufhebung des Streits beschlossen. Der Petersburg sei angewiesen worden, auf den Abrüstungsvorschlag des Kampf wurde nur noch durch Fernhalten des Zuzugs aufrecht erhalten. Baren zu antworten. Die Pforte müsse infolge des letzten Krieges Der Ausstand, der 31 Wochen dauerte, hat mit der Einführung einer ihre Rüstungen ergänzen. Die Instandhaltung der gegenwärtigen verbesserten Arbeitsordnung geendet und bedeutet einen theilweisen Wehrkraft entspreche dem weit ausgedehnten Staatsgebiete und diene Erfolg für die Streifenden. zur Aufrechterhaltung des status quo. Die Pforte sei zwar bereit an der Konferenz theilzunehmen, wünsche jedoch deren Programin zu kennen. Der Boykott über die zwei Mannheimer Brauereien ist nach einer heftigen Debatte auf Antrag des Genoffen Jäkh aufgehoben. Die Fortsetzung des Kampfes wäre erfolglos gewesen, da die Wirkung des Boykotts eine zu geringe war. Die Frantf. 3tg." will wissen, daß eine spätere Versammlung den Boykott wieder verhängt habe. - Ausland. Admiral Noël wiederholte heute schriftlich seine Aufforderung betr. Kandia, 16. Septbr.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) Auslieferung der Waffen der Muselmanen. Kairo, 16. September.( Meldung des Reuter'schen Bureaus.) General Grenfell, Oberbefehlshaber der englischen Besatzungsarmee Achtung, Pianoarbeiter! In Gothenburg in Schweden find in Egypten, begiebt sich heute Nacht nach Onadurman; derselbe die Pianoarbeiter in eine Lohnbewegung getreten. Da die Arbeit- erhielt Befehl, mit Kitchener nach dessen Rückkehr von Faschoela über geber damit gedroht haben, Arbeitskräfte von Deutschland auzu- l geivisse Punkte zu verhandeln. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin. Hierzu 2 Beilagen Nr. 218. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt, Sonnabend, 17. September 1898. V Boziales. = Vom Den Engel, in der Seeburgerstraße wohnhaft. Er ist in ver- Auf grund der Aften für Renten und Beitragserstattung ist in schiedenen Stellungen beschäftigt gewesen, als Kutscher eines Sand- der Invaliditäts- und Altersversicherungsanstalt wagen, als Steinträger und als Maurerhandlanger, zu Berlin für 1897 der Versuch angestellt worden, die Zeit zu beletzt bei der von den Maurern gesperrten Baufirma stimmen, während welcher gar kein Nachweis für die Beschäftigung Gebr. Reine de, wo er vor vier Tagen wegen Trunkenheit seitens der Versicherten vorliegt. Demnach sind von und Unbotmäßigkeit entlassen wurde. Seitdem ging er müßig Invalidenrentnern bis zum Eintritt ihrer Eriverbsunfähigkeit umher. Er behauptet, sich nicht mehr erinnern zu können, auf welche beim männlichen bezw. weiblichen Geschlecht jährlich im Durch Art er den Schuppenbrand verursacht hat; er meinte, er habe schnitt nur 2,9 bezw. 2,8 Wochen ohne jeden Nachweis, wohl eine brennende Zigarre fortgeworfen. Im ganzen weshalb keine Marken verwendet wurden, geblieben; bei den verist er aber geständig und seine Erzählung stimmt mit der Dar- heiratheten Frauen und verstorbenen Männern mit Heirathsstellung des Poliers, der den Brand zuerst wahrgenommen und Beitragserstattungen und Todes- Beitragserstattungen ist das gleiche zwei flüchtige Personen, mit dem Revolver schießend, verfolgt hat, für 5,6 bezw. 5,7 Wochen der Fall. Doch ist dabei nicht außer Acht vollkommen überein. Denn der Brandstifter gesteht selbst zu, bei zu lassen, daß die Krankheitswochen von den Invalidenrentnern der Brandlegung einen Begleiter gehabt zu haben, den er aber schon wegen der Steigerung der Rente, die dieselben zur Folge mit Namen nicht kenne. haben, im allgemeinen nachgewiesen wurden, in Gegensatz zu den Versicherten mit Beitragserstattungen. " Arbeiter- Nifiko. Wie wir erfahren, liegt die Schuld des Unglüds auf dem gräfl. Schaffgott'schen Gotthardschachte in Orzegow, wo 25 Bergleute verunglückten, von denen nur noch einer lebt, an einer groben Fahrlässigkeit. Die Untersuchung ist bereits im Gange; nur fragt es fich, ob sie sich gegen den wahren Schuldigen richtet. Es hat nämlich den Anschein, als ob dem als Maschinenwärter gebrauchten Arbeiter Piezka alle Schuld aufgebürdet werden sollte. Grubendireftor wurde er dem Untersuchungsrichter gegenüber als " Ober Maschinenwärter" bezeichnet, während er nicht einmal ordmungsmäßiger Maschinenwärter, sondern nur einfacher Ma= schinenarbeiter ist. Als der Untersuchungsrichter auf diesen Widerspruch von Piezka selbst aufmerksam gemacht wurde, meinte der Direktor: P. sei zwar nicht Ober- Maschinenwärter, Daß es so kommen mußte! Wie schade nunmehr um die Druckerverrichte aber dessen Funktionen(). Die Prüfung des einem Leitartikel hat herhalten müssen. Bech haben die Arbeiter der Schulzimmer berichtet die 3tschr. f. Schulgesundheitspflege" schwärze, die vom großen Schleifstein des Herrn Stumm bereits zu Ueber die wohlthätige Wirkung der stündlichen Lüftung gelappten Seiles vor der Wiedereinschraubung ist vorschriftsmäßig erfolgt; Pieszka hat sie allein ausgeführt, während ein höherer feinde, grenzenloses Bech! Da erwartet man mit voreiligem Froh- aus dem 28. Jahresbericht des Landes- Medizinal- Kollegiums für Beamter zugegen sein soll. Eine Prüfung der Neu Ein- locken, einen Ausständigen als Thäter zu finden, der schon jetzt, ohne das Medizinalwesen im Königreich Sachsen". Das von dem Bezirksschraubung mit Belastung hat überhaupt nicht stattgefunden, daß die Sozialreform durch die Zuchthausvorlage ihre Krömung er- arzt in Dresden zusammen mit dem Heizinspektor entworfene Reguwährend ihre Nothwendigkeit doch selbstverständlich und auch halten hat, zur Stillung des ersten Heißhungers der Stümmlinge Deffnens von Fenstern und Thüren nach jeder Schulstunde war im lativ zur Durchlüftung der Schulzimmer mittelst gleichzeitigen offiziell vorgeschrieben ist. Ferner bestätigt es fich auch, ins Zuchthaus wandern kann, und nun stellt sich heraus, daß der Herbst 1896 in allen Schulen Dresdens versuchsweise eingeführt daß bei der letzten Neubefestigung des Seiles keine Lederstücke Brandstifter gerade einer jener Leute ist, wegen derer die ehrenhaften worden. In der großen Mehrzahl der Schulen wurde dieses Regu zwischen Klemme und Seil eingelegt wurden, was früher geschah. Arbeiter mit den schwersten Strafen belegt werden sollen. Streit- lativ mit Freuden begrüßt. Nur in einigen wenigen Schulen mit Biezta konnte nach seiner Stellung keinerlei Verantwortung haben, er that einfach, was ihm von seinem vorgesezten Beamten über- brecher auf einem gesperrten Bau, Arbeitswilliger und daher gewiß ängstlichen Direktoren und Lehrern stieß es auf Bedenken, tragen wurde. Es wäre nicht übel und wieder einmal recht ober- wie alle anderen seines schnapsduftenden Schlages verhätschelter Lieb- und die vorgeschriebene Durchlüftung wurde lässig oder schlesisch, wenn man ihn für die Sünden höherer Beamten büßen ling der Arbeiterfeinde und möglicherweise unter polizeilichem Schutz zur gar nicht ausgeführt. Nachtheile für die Schulkinder sollen ließe. Da jegt die Gerichte die Sache in Händen haben, ist zu er- Arbeitsstätte befördert- und nunmehr als Brandstifter hinter ergeben haben; nur einige schon leidende Lehrer haben die Ber fich bis jetzt nicht aus der regelmäßigen Durchlüftung warten, daß der wahre Schuldige gefunden wird. Wir gratuliren dem Arbeitgeber- Verband von Herzen zu dem Durchlüftung hat aber nicht allein die Beschaffung guter Luft in schlimmerung ihres Krankheitszustandes darauf geschoben. Diese schönen Erfolg, zu dem er mit der opferwilligen Entdeckungsspende den Schulzimmern gefördert, sondern noch eine wohlthätige Folge von 300 M. wesentlich beigetragen hat, und geben ihm anheim, gehabt, an die zunächst bei ihrer Einführung nicht gedacht worden unter den Trunkenbolden, die er sich zu Streikbrecher- Diensten auf- war. Vielen Lehrern in den durchlüfteten Schulen ist sehr bald aufgelesen, nur weiter nach Komplizen zu forschen. Der Erfolg dürfte gefallen, daß die Schüler bis zur letzten Stunde geistig viel regauch hinfort nicht ausbleiben! samer und leistungsfähiger als früher sind. Diese Beobachtung hat Schulinspektor und den Schulkommissar gegeben. Mehrere Lehrer Anlaß zu einer speziellen Untersuchung durch das Schulamt, den haben sich vereinigt, diesbezügliche Beobachtungen zu sammeln und wissenschaftlich zu verwerthen. Auf eigenthümliche Art verunglückte in der Löwenbrauerei in München ein Sattlergehilfe. Derselbe ließ sich vom Malzhause in den darunter befindlichen Maschinenraum, wo er arbeitete, ein scharfgeschliffenes Sattlermesser an einem Strick herunterreichen. Das Messer rutschte aus dem Hefte, woran der Strick befestigt war, fiel dem Sattler in die linke Halsseite und durchschnitt ihm die Schlagader, so daß sofort der Tod eintrat. war, Kommunales. 0 Schloß und Riegel! = " 1 ganze Strede beträgt 15 Pf. Wegen Verlängerung der Straßenbahn vom Spandauer Bock bis nach Spandau schweben schaft und den betheiligten Staats- und städtischen Behörden. Diese Verhandlungen zwischen der Charlottenburger Straßenbahn- Gesellneue Strede ist auch mit elektrischem Betriebe gedacht. Theiles der elektrischen Hochbahn als Unterpflasterbahn haben die Wegen Herstellung des durch die Bülowstraße zu führenden Bewohner jener Stadtgegend, Angehörige Berlins, Charlottenburgs und Schönebergs, jetzt eine Immediateingabe an den Kaiser ge= richtet. Die Errichtung eines großen Elektrizitätswerkes in Berlin W. für das ganze westliche Straßenbahnnetz der Großen Berliner Straßenbahn, der westlichen Berliner Vorortbahn( bisherigen Dampfbahn) und der südlichen Vorortbahn durch die Gesellschaft für elektrische Unternehmungen( Union) ist jetzt beschlossene Sache. Die Gesellschaft hat zu diesem Zwecke auf Schöneberger Gebiet außerhalb der Ringbahn zwischen der Potsdamer und Anhalter Bahn von der Wellblechfabrik Pfeiffer u. Druckenmüller ein Gelände bereits käuflich erworben und wird mit den Vorarbeiten zur Errichtung der Anlage schon in allernächster Zeit beginnen. dient. Der deutsche Verein für öffentliche Gesundheitspflege Für die ehrenhaften Arbeiter aber, die nunmehr selbst in den Augen nahm auf seiner Jahresversammlung in Köln folgende Resolution des Philisters moralisch gerechtfertigt sind, scheint die Lage günstiger an:„ Der Verein erachtet eine durch greifende Wohnungs- denn je zu sein. Die bürgerlichen Blätter berichten gleichmäßig, daß beaufsichtigung für ein dringliches Bedürfniß, hält gestern abermals eine Anzahl italienischer Maurer abgereist seien jedoch zur Zeit Anträge auf reichsgefegliche Regelung für erfolglos die Arbeiterfeindlichkeit bringt es so mit sich, anzugeben, daß sie worden. Die Wagen folgen einander in Abständen von 12 Minuten Eine neue Pferdebahnlinie Rathhaus- Pankow ist eröffnet und empfiehlt daher Erlaß von Landesgesetzen beziehentlich orts- aus Furcht vor Gewaltthätigkeiten die Stadt verlassen hätten. Weit und bilden eine Zwischenlinie der Strede Rathhaus- Niederschönpolizeiliche Regelung oder allgemeine polizeiliche Verordmungen." eher ist anzunehmen, daß diese Leute sich der unglücklichen Rolle, zu hausen. Durch die Eröffnung dieser Linie ist somit ein SechsminutenDie Versammlung beauftragte einen Ausschuß, dieserhalb bei den der sie verleitet wurden, bewußt geworden sind und es verschmähten, verkehr nach Pankow geschaffen worden. Der Fahrpreis für die zuständigen Behörden vorstellig zu werden. noch länger ihren kämpfenden Kollegen in den Rücken zu fallen. Wir wollen hoffen, daß die glänzende moralische Rechtfertigung, welche die Ausständigen durch die für die Gegner so überraschende Wendung in der Brandstiftungsaffäre erhalten haben, dazu beitragen wird, daß die für heute angefeßten Vergleichsverhandlungen vor dem Die Kommission für Zwangsvollstreckungsfachen hatte nach Gewerbegericht zu einem für beide Theile annehmbaren Frieden dem Verwaltungsbericht des Magistrats in der Zeit vom 1. April führen. An den Arbeitern hat es bekanntlich nicht gelegen, daß der 1897 bis 31. März 1898 50 994 Aufträge zu erledigen. Es entfallen auf Orts- Krankenkassen- und Innungskassen- Beiträge: 18 301; Spandauer Ausstand noch fortdauert; sie werden auch heute zum Requisitionssachen: 12 389; Beiträge zum Gesinde- Belohnungs- und Vergleich bereit sein, soweit von gegnerischer Seite ihrer Ehre nicht Unterstützungsfonds: 7320; Unfallversicherungs- Beiträge bezw. zu nahe getreten wird. Prämien, einschließlich Kautionen und Kosten: 6372; Gewerbe- Auf dem Gemeinde: Friedhofe der Stadt Berlin( in gerichts Kosten: 2674; Beiträge und Strafen zur In Friedrichsfelde) wurden 1897/98 für Rechnung der Stadt validitäts- und Altersversicherungs= Kaffe: 754; Stadt- 4144 Leichen( 2690 Erwachsene, 1454 Kinder), auf Wahlstellen sowie ausschuß- Angelegenheiten: 467; Schulgeld für höhere Lehranstalten: gegen Bezahlung 216 Leichen( 168 Erwachsene, 48 Kinder) beerdigt. 315; Schiedmanns- Strafen bezw. Kosten: 149; Schulversäumniß- Seit Eröffnung des Friedhofes, 21. Mai 1881, find bis zum Strafen: 146; Feuerkassen- Beiträge: 111; Kostenvorschüsse und 31. März 1898 überhaupt 44 502 Leichen darauf beerdigt worden. Strafen, welche von der örtlichen Straßenbau- Polizeiverwaltung, Die für Rechnung der Stadt beerdigten Leichen sind Armen Abtheilung 2, festgesetzt worden sind: 71; Marktstättegeld: 57; Leichen. Die Armengräber werden nicht einzeln aufgehügelt, Standesamts- und andere Ordnungsstrafen: 16; Kostenvorschüsse sondern in großen Abtheilungen von 50-80 Gräbern zu gemeinund Strafen, welche von der örtlichen Straßenbau- Polizeiverwaltung, famen, 35-40 Zentimeter hohen Rasenbeeten vereinigt. Sie gewähren Abtheilung 1, festgesetzt worden sind: 16; Straßenregulirungs- deshalb," sagt der Verwaltungsbericht pro 1897/98, nicht den ab- Neubauten noch weitere vorübergehende Aenderungen nothwendig Auf dem Gelände des Charitee- Krankenhauses haben die bezw. Pflasterungskosten: 6, und schließlich 1830 von der Hauptkasse stoßenden Anblick eines sogenannten Armen Kirchhofes, wie er in gemacht. Neben dem Gräfe- Denkmal an der Ecke der Schumannder städtischen Werte erledigte Zwangsvollstreckungs- Aufträge wegen Berlin vor der Anlegung des obigen Gemeinde- Kirchhofes üblich und Luisenstraße hat man aus dem Eisengitter eine Durchfahrt her rückständiger Kanalisationsanschluß- Kosten und Be- und Ent- war, und wie er bei vielen auswärtigen Stadtgemeinden noch jetzt ausbrechen müssen, wäfferungsabgaben. müssen, die dem Anfahren des Baumaterials vorhanden ist. Ausgiebige Besprengung der Rasenbeete und die für Bemerkenswerth ist, daß, während die Gesammtzahl aller periodische Neubesamung derselben ermöglichen es, daß diese Freidas neile Direktionsgebäude und die Anstaltskirche Zwangsvollstrechungs- Aufträge gegen das Vorjahr um 8686 geringer grab- Abtheilungen stets einen grünen und für das Auge erfreulichen Schumannstraße an gesperrt, die Wagen müssen jetzt durch die Die Chariteestraße ist aus diesem Grunde von der die Zwangsvollstreckungs Aufträge wegen rädständiger Anblick darbieten." Es ist wahr, die Rasenbeete werden nicht schlecht Unterbaumstraße herumfahren. Den Neubauten sind auch bereits Krantenversicherungs- Beiträge sich um 1738 ge- gepflegt, und sie machen, solange man sie eben für richtige Rasen- zahlreiche alte Bäume zum Opfer gefallen. So weit als möglich steigert haben. Die Erledigung der 50 994 Aufträge hat beete hält, wirklich einen ganz freundlichen Eindruck. Sehr unerfreu- fucht man den prächtigen alten Baumbestand zu erhalten. fich wie folgt vollzogen: Wegen Verzuges oder Ablebens lich wirkt aber das Bild, sobald man näher kommt und mun an Beschädigungen während der Bauarbeiten hat man die Bäume, die Gegen der Schuldner wurden gelöscht: 9439; durch Zahlungsnachweis den in die Erde gesteckten, vielfach schon unleserlich gewordenen stehen blieben, mit zwei bis drei Meter hohen Schutzzäumen aus bei der Mahnung wurden erledigt: 2307; durch Zahlung bei Nummer- Täfelchen erkennt, daß das Gräber sind. Es ist übrigens Latten umgeben. Das Pathologische Institut ist bereits so weit der Mahnung oder innerhalb der Mahnfrist: 17 431; durch Zahlung doch gestattet, auch Blumen und kleinere Sträucher auf den Gräbern vorgeschritten, daß die Glaser und Maler ihren Einzug gehalten oder Zahlungsnachweis nach Ablauf der Mahnfrist, jedoch vor voll- anzupflanzen, doch wird eine besondere Aufhügelung der zu haben. zogener Pfändung( Abwendung der Pfändung): 8312; durch förper- schmückenden Grabstellen auch in diesem Falle nicht erlaubt. Er liche Pfändung bezw. Bahlung nach der Pfändung: 6230; durch höhte Denkmäler und feste Gitter dürfen ebenfalls nicht angebracht mittag an der Ede der Gneisenau- und der Bellealliancestraße. Hier Eine große Verkehrsstörung gab es gestern, Freitag, Nach Pfändung von Forderungen: 179; durch fruchtlosen Pfändungs- werden, weil das, sagt der Bericht,„ beim Abmähen des Grases mittag an der Ecke der Gneisenau- und der Bellealliancestraße. Hier versuch: 5672 und durch Einstellung des Verfahrens: 1424. hinderlich sein würde", und Wirkliche Versteigerungen gepfändeter Gegenstände haben 42 statt erfahrungsgemäß auch selten gepflegt werden und deshalb Nr. 1271 der elektrischen Linie Kreuzberg- Gesundbrunnen nach dem weil dergleichen Gegenstände liegt an der Kreuzung verschiedener Straßenbahnen eine Weiche, die die Wagenführer selbst stellen müssen. Als uni 4½ Uhr der Wagen gefunden gegen 63 im Vorjahre. In 697 Fällen haben die Pfand- rasch unansehnlich werden". stüde infolge der von dritten Personen erhobenen Eigenthums- den gestatteten BlumenVereinzelte Armengräber tragen Halleschen Thore zu fahren wollte, führte die Weiche nur die Vorderund Sträucherschmuck, und auch ansprüche wieder freigegeben werden müssen. fleine Grabsteine und niedrige Kreuze finden sich. räder richtig gerade aus, die Hinterräder dagegen nach rechts ab es macht einen recht trübseligen Eindruck und stimmt den in ein anderes Geleise hinein. Der hintere Schemel drehte sich Beschauer fast wehmüthig, wenn er auf dem großen Rasen, der die und dann sprangen die Räder mit einem starken Ruck aus den Gebeine von 50-80 müden Wanderern deckt, drei oder vier kleine Schienen heraus auf das Straßenpflaster. Vorn im Geleise und Rechtecke sieht, die mit ihrem bescheidenen Pflanzenschmuck, ihrem 50 Schritte weiter, bis er stehen blieb. Man versuchte es auf diese hinten auf dem Pflaster lief der Wagen noch etwa Fünfter Wahlkreis. Unsere Mitglieder werden nochmals auf meist recht ärmlichen Denkstein oder Kreuz in das gleichmäßige und jene Art, den Entgleisten auf den rechten Weg zurückzubringen, die am Nachmittag des 18. September stattfindende Sonder- Bor- Grün der sie umgebenden Fläche gebettet sind. Der Bericht sagt: aber seinen 300 Zentnern gegenüber reichten auch die vereinten stellung in der„ Urania" aufmerksam gemacht. Zur Aufführung ge- Der Friedhof wird wegen seiner gefunden, luftigen und schattigen Kräfte zahlreicher Schaffner und Führer nicht aus. Endlich kam ein Yangt:„ Aus grauer Vorzeit, eine Wanderung durch die Ürage gern als Erholungsplatz bemust." Nachdenkliche Besucher werden Kohlenfutscher den Rathlosen zu Hilfe. Er spannte seine Pferde geschichte unserer Heimath." Der Beginn der Vorstellung ist auf faum viel Erholung finden, wenn sie an den Massengräbern der hinten an den elektrischen Wagen an, und die kräftigen Thiere zogen 2 Uhr festgesetzt, doch ist der Zutritt zu den Ausstellungssälen von Armen vorüberschreiten. 121/2 Uhr an gestattet. diefen in kurzer Zeit wieder zurecht. Mittlerweile waren aber Der Einfluß der Lebensmittel- Theuerung auf die Rebend: 32 Minuten vergangen. Auf verschiedenen Seiten der Unfallstelle Gleichzeitig bietet sich unseren Mitgliedern die Möglichkeit, die haltung der unbemittelten Bevölkerung läßt sich unter anderem Hatten sich allmälig 75 Pferde- und elektrische Wagen im bunten sehenswerthe Uhrenausstellung zum ermäßigten Preise von 25 Pfg. aus den Erfahrungen beurtheilen, die die Berliner Gemeinde Wechsel angesammelt, und dabei war das eine Geleise noch frei. statt 50 Bf. zu besichtigen. Eintrittskarten sind noch an folgenden Stellen zu haben: ordentlich hoch im Preise standen, in ihren Anstalten gemacht hat. im Oktober ihre neuen Unterrichtsturse, und zwar ertheilt die Tagesverwaltung Anfang der 90er Jahre, als die Lebensmittel außerDie städtische höhere Webeschule, Markusstraße 49, beginnt Knötsch, Hirtenstr. 10; Witt how, Kl. Hamburgerstr. 27, und Im städtischen Waisendepot z. B. beliefen sich die jährlichen abtheilung den Unterricht für Weberei, Musterzeichnen, wirkterei, Wendland, Marienburgerstraße 32. Aufwendungen für die Beköstigung pro Kind 1888/89 noch auf 106,27 M., stiegen bis 1891/92 auf 122,24 M., fielen bis Färberei, Posamentiererei und Stickerei zuerst am Dienstag, den 11. Oktober. Die Abend- und Sonntags- Abtheilung beginnt ihre auf 106,45 M. und stellten sich, nach erneutem Der Spandauer Brandstifter ein Streifbrecher! Die Steigen, 1896/97 auf 108,56 M. Kurse für Weber, Wirker, Posamentierer und Sticker, Kaufleute und Im städtischen Waisenrandstiftungs- Affäre in Spandau, die gestern noch einer Anzahl hause weichen die Zahlen um ein geringes ab, steigen und fallen Färber am Sonntag, den 9. Oktober. Nähere Auskunft ertheilt der reaktionärer Blätter willkommenen Anlaß bot, von neuem ihr Ge- aber in genau derselben Weise. Dabei ist an der Art der Be- Direktor der Anstalt, Herr Professor Gürtler. föstigung der Waisenkinder in dem erwähnten Zeitraum nichts schrei nach der Zuchthausvorlage zu erheben, ist bereits heute fläg geändert worden. Dasselbe Auf und Ab der Ausgaben für die die unter der Leitung des Geheimraths Prof. Dr. Hübner und der lich in ihr ganzes Nichts zusammengesunken. Der Thäter ist nämlich Beköstigung zeigt sich auch in anderen Anstalten, z. B. im Obdach, Oberärzte Dr. Bendig und Dr. Stolzner steht, wird Montag, den entdeckt worden und dabei hat sich zum tiefen Be- in den Siechenanstalten u. s. w. Auch hier hat entweder keine 19. d. M., wieder eröffnet. Meldungen werden werktäglich von 12 dauern aller Zuchthausschwärmer ergeben, daß man in oder doch nur eine für die Höhe der Ausgaben unwesent- bis 1 Uhr nachmittags am Hauptportal der Alten Charitee entgegenfeiner Person statt des sehnlichst erwünschten Ausständigen liche Aenderung des Beköstigungs Regulative stattgefunden. genommen. ein wahres Musterexemplar von Streitbrecher ge- In mehreren der betreffenden Verwaltungsberichte wird aus- Ein Zuchthändler als Gemeindevorsteher. Ein lang gc= funden hat! drücklich darauf hingewiesen, daß für die Erhöhung bezw. suchter Berliner Uhrendieb wurde unter eigenartigen Umständen von Die„ Vossische Zeitung", die gestern noch als Organ des Aus- Ermäßigung der Kosten die Erhöhung bew. Ermäßigung der der Polizei zu Labiau in Ostpreußen ermittelt und verhaftet. Es beuterthums abermals ihren Freifinn an den Nagel hing und mit haltungen ist, wenn die Familie ohnehin ein knapp bemessenes Ein- drei Jahren in Berlin eine werthvolle Uhr gestohlen hatte und seitIn privaten Haus- handelt sich um den Buchhalter Eugen Böckmann, der vor mehr als am lautesten nach Vermehrung der Polizei seufzte, sieht sich heute kommen hat, eine Erhöhung der Ausgaben für die Beköstigung dem von der Staatsanwaltschaft steckbrieflich verfolgt wurde. Troygezwungen, folgende auch in anderen bürgerlichen Blättern abgedruckte natürlich nur bis zu einer gewissen Grenze möglich. In der Regel dem B. schon mit elf Jahren Zuchthaus vorbestraft ist und unter Mittheilung zu bringen: muß bei steigenden Lebensmittelpreisen sehr bald zum Schaden Polizeiaufsicht steht, gelang es ihm doch, eine Vertrauensstellung in Spandau, 15. September.( Sp. Korr.) Der Brandstifter, der Leistungsfähigkeit und selbst der Gesundheit nicht blos die der Dampfziegelei bei Wilhelmswerder zu finden. Da sein Vorder den von 60 italienischen Maurern bewohnten Holzschuppen an Güte, sondern auch die Menge der verbrauchten Lebensmittel ver- leben dort nicht bekannt war, wußte sich B. durch sein sicheres gezündet hat, ist ermittelt und zur haft gebracht ringert werden, wie der in theuren Zeiten beobachtete Rückgang des Auftreten bald Zutritt zu den besten Gesellschaftskreisen zu worden. Es ist ein 19jähriger Bauarbeiter namens August Verbrauches beweist. verschaffen, so daß man feinen Anstand nahm. ihn Tokales. Der Vorstand. " 1894/95 Aber um Die Poliklinik für Kinderkrankheiten in der Charitec, Gerichts- Beifung. Die März Illumination in Adlershof läßt unsere Staatsfogar vor Jahresfrist mit der Führung der Gemeindevorstehergeschäfte| felben Tage traf dann auch die Absage des Herrn Westerburg im Nachbarorte Florweg zu betrauen. Zu seinen Verderb miß- ein. Der Ausschuß aber hat gleichwohl Herrn Schustehrus handelte B. vor kurzem eine Fabrikarbeiterin, was die Einleitung auf die Kandidatenliste gesetzt, ohne deffen Rücktritt von der Kandieines Strafverfahrens gegen ihn zur Folge hatte. Die infolge dessen datur den Stadtverordneten bekannt zu machen. Diesen Umstand retter immer noch nicht ruhig schlafen. Bekanntlich hat das Schöffenseitens der Untersuchungsbehörde angestellten Nachforschungen nach wollen die Anhänger der Matting'schen Kandidatur zum Anlaß gericht in Köpenid seinerzeit weit über hundert Einwohner von seinem Vorleben brachten die überraschende Thatsache, daß man es nehmen, die Wahl des Herrn Schuftehrus anzufechten, da nach ihrer Adlershof, welche ihrer Freude über die Errungenschaften des mit einem langgesuchten früheren Zuchthäusler zu thun habe. Auf Ansicht die Kenntniß von dem Rücktritt des Herrn Schustehrus in 18. März durch Erleuchtung ihrer Fenster Ausdruck gaben, wegen sein Geständniß hin wurde die Berliner Staatsanwaltschaft von dem der Entschließung einer großen Anzahl der Stadtverordneten eine groben Unfugs verurtheilt. Jezt galt es, den Genossen Tempel guten Fange in Kenntniß gesetzt, welche nunmehr die erforderlichen Aenderung hervorgerufen hätte. Die Angelegenheit soll in der zur Rechenschaft zu ziehen, weil er durch öffentliche VerSchritte zur Ueberführung des Verbrechers nach hier eingeleitet hat. nächsten Sigung der Stadtverordneten zur Sprache kommen. breitung des Flugblattes, welches zur Illumination aufVorläufig befindet er sich noch im Gerichtsgefängniß zu Labiau. Auf zwei jugendliche Ausreifer wird gegenwärtig von der verstoßen haben soll. Anfangs wollte man aus dem Inhalt forderte, groben Unfug verübte und Der Kampf gegen die Rabatt- Sparvereine des Nordens Polizei gefahndet. Es handelt sich um die 14- und 16 jährigen des Flugblattes eine Anklage wegen Aufreizung zum Klassengegen das Preßgesez scheint sich vorab wenigstens für die Lieferanten günstig zu gestalten. Gymnaſtaſten Georg Friz und Hans Schur aus Groß- Lichterfelde, has herausdestilliren. Die Amtsanwaltschaft scheint aber, trot Nach dem Berichte der Branchenkommission haben durch unterschrift- welche vor einigen Tagen die elterlichen Wohnmgen heimlich verhaß liche Verpflichtung ihren Austritt aus den Rabatt- Sparvereinen des lassen haben. Der ältere von den beiden Flüchtlingen ist groß und eifrigen Suchens, keine Anhaltspunkte für diese Strafthat gefunden Nordens bis jetzt vollzogen: Grünframhändler 1200, Wilchhändler fchlant; er ist bekleidet mit grauer Hose, grün farrirtem Radfahrer zu haben. Der in klassischem Deutsch abgefaßte Anklagebeschluß 600, Kohlenhändler 400, Schlächter 386, Kolonialwaarenhändler 200 Jacket und Strohhut. Der Jüngere, etivas fleiner, hatte braunen lautet: und Bäcker 166. Um einem etwaigen Wankelmuthe unter den Anzug an, furze Hofen, dunkelblaue Müge und Sporthemd. " Auf Antrag der Königlichen Amtsanwaltschaft wird gegen den Lieferanten zu begegnen, beschloß die Versammlung, daß am Freitag wird vermuthet, daß die jugendlichen Ausreißer, die nur mit ge- verdächtig erscheint, am 18. März 1898 in Adlershof DruckMaterialwaarenhändler Gustav Tempel, welcher hinreichend fämmtliche Lieferungsschilder und noch vorhandenen Sparmarken den ringen Mitteln versehen sind, versuchen werden, einen der großen schriften, nämlich Flugblätter, welche zur Betheiligung an bezüglichen Kommissionen zwecks Rückgabe an die Sparvereine aus Häfen zu erreichen. Die bekümmerten Eltern bitten, über etwaigen einer fozialdemokratischen Kundgebung über die Bedeutung gehändigt werden. Aufenthalt ihrer Söhne der nächsten Polizeibehörde sofortige Wit- bes 18. März auffordern, auf öffentlichen Straßen vertheilt haben theilung zu machen. zu lassen, durch welche eine Beunruhigung des Publikums hervor gerufen wurde, ohne die hierzu erforderliche Erlaubniß der Ortsbehörde nachgesucht, dadurch aber groben Unfug verübt zu haben, Uebertretung gegen§ 360, 11 St.-G.-B. und§ 10 des Preßgesezes In einer Laube erschossen hat sich Donnerstag Nachmittag, der 35 Jahre alte Töpfer Johann Hude, der aus der Provinz vor mehreren Jahren hierher kam und zuletzt am Weidenweg 76 mit feiner Frau und drei Kindern im Alter von 10, 5 und 2 Jahren wohnte. Hude war früher ein ordentlicher Mensch. Erst vor furzer Zeit gerieth er, anscheinend durch lockere Gesellschaft, auf Soziale Rechtspflege. des Von der Firma Jandorf n. Co. forderte der Hausbiener vom 12. Mai 1851, das Hauptverfahren eröffnet." Wenn Abiege und ergab sich dem Trunke. Bis vor vierzehn Tagen war und Portier J. 11,50 M. für Ueberstunden und eine Sonntagswache, auch der Stil des Anklagebeschlusses recht konfus ist, so geht er bei Eckert in Friedrichsberg beschäftigt, dann legte er die Arbeit indem er sie beim Gewerbegericht verklagte. Der Kläger be- doch aus ihm hervor, daß sich die Anklage nicht auf den nieder und trank ununterbrochen, während seine Frau durch einen hauptete, er habe Tag und Nacht gearbeitet, ohne daß er entsprechend Inhalt, sondern nur auf die Art der Verbreitung Milchhandel für sich und die Kinder das nöthigste zum Lebens- bezahlt worden sei. Eine geregelte Üleberstundenbezahlung sei den Haus Illuminationsprozeß bekannte Amtsrichter Bornhagen an alle der Flugblätter erstreckt. Trotzdem richtete der aus dem unterhalt erwarb. Am Mittwoch Abend kam der Mann wieder dienern der Firma immerfort versprochen worden, das Versprechen habe schwer betrunken nach Hause, schlief sich bis Donnerstag Mittag in man indeffen nicht gehalten. Der Vertreter der Firma wandte in der Beugen die Frage, ob sie an dem Inhalt der Flugblätter Anstoß seiner Wohnung aus und ging dann wieder weg. besuchte er wieder mehrere Kneipen und war schließlich verschwunden. Engagement des Klägers wie bei dem der anderen Hausdiener zc. sei eine Angeklagte Tempel fragte den Zeugen, ob er nicht zu anderen Beugent Nachmittags Verhandlung vor der Kammer VII des Gewerbegerichts ein, beim genommen hätten. Nur ein Zeuge, ein früher wegen Diebstahls aus einer Fabrik entlassener Mann, bejahte diese Frage. Der Als bald nach 6 Uhr Arbeiter das Laubengelände neben dem Bahn- Ueberstundenbezahlung ausdrücklich ausgeschlossen worden. Im damm an der Eldengerstraße betraten, hörten sie einen Schuß übrigen habe man Mehrarbeit bezahlt, aber aus gutem Willen und gesagt habe, wenn sie nicht wüßten, wie sie aussagen sollten, dann fallen und fanden in einer Laube Hude liegen, der fich eine Kugel nach Belieben, nicht nach bestimmten Sägen. Bestimmt folle verbe er fie informiren. Der Zeuge bestritt aber, derartige in die linke Schläfe gejagt hatte. Der Selbstmörder verschied nach aber vom 1. Oktober ab eine Regelung der Bedem Inhalt des Flugblattes fein Aergerniß genommen, auch be Aeußerungen gethan zu haben. Die übrigen Zeugen hatten ant furzer Zeit. zahlung eintreten, und zwar würde jede UeberMit zwei Schuhwunden im Kopfe wurde am Donnerstag Vor- it unde mit 40 f. bezahlt werden. Der ebenfalls an- fundeten sämmtliche 8eugen einschließlich mittag im Humboldthain die Leiche eines Mannes aufgefunden, wesende Inspektor Wachsen vertrat einen sonderbaren, wenn auch geärgerten übereinstimmend, daß ihnen das Flugblatt in dessen Persönlichkeit man noch nicht feststellen konnte. Der Selbst nicht mehr neuen Standpunkt. Er führte betreffs der Sonntags- ihren Wohnungen zugestellt worden sei. Trotzdem also die mörder, der etwa 50 Jahre alt gewesen sein mag, hat eine fleine, wachen aus: In der ersten Zeit nach Eröffnung des Geschäfts sei Beweisaufnahme ein völlig negatives Resultat ergeben hatte, beanfräftige Gestalt, starkes dunkelblondes Haar, das an den Schläfen es den Hausdienern, die die Wache übernehmen wollten, freigestellt 150 M., indem er zur Begründung sagte, es habe sich herausgestellt, tragte der Amtsanwalt die höchste zulässige Geldstrafe, schon etwas ergraut ist, einen kräftigen blonden Schmurrbart, ein worden, sich zu melden. Sie hätten dafür eine Vergütigung erhalten, kleines aber volles Gesicht, eine ziemlich große Nase und braune weil damals die Lohnverhältnisse thatsächlich keine guten gewesen daß das Flugblatt nicht nur in den Wohnungen, sondern Augen. Er trug einen dunkelgrünen Jackettanzug, ein wollenes Hemd feien. Später habe man aber angeordnet, daß jeder einmal die auch vor den Thüren vertheilt worden sei, auch hätten alle mit weißem Umlegekragen und weißem braungeblümten Shlips, Sonntagswache zu übernehmen habe und daß es dafür keine Beugen, mit einer Ausnahme, Aergerniß an dem Flugblatt ge= grante wollene Strümpfe und Gummizugstiefel. Sein Taschentuch ist besondere Bezahlung gebe. Es käme jeder im Jahre nur viermal nommen. Das Gericht fällte nach längerer Berathung ein frei. sprechendes Urtheil. C. V. gezeichnet. dazu, und soviel Interesse für das Geschäft müsse der Angestellte haben, daß er alle Vierteljahr' mal einen Sonntag unentgeltlich opfere. Auf Anrathen des Vorfigenden Dr. Meier billigte der Vertreter der Beklagten dem Kläger für die Sonntags wache 3,50 M. zu, auf welchen Betrag sich schließlich die Parteien verglichen. Gewerberichter Meier giebt den Herren noch mit auf den Weg, die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen für die Zukunft flar und übersichtlich zu gestalten. Auf der ,, Treptow- Sternwarte" wird in dieser Woche wieder die Sonne von 2-5 Uhr nachmittags mit dem Riesenfernrohr ge zeigt, da sich eine neue intereffante Fleckengruppe gebildet hat. Auch erscheint der Mond wieder, er ist am Ende der Woche bereits bis 11 Uhr nachts sichtbar. Von den großen Planeten wird der Saturn mit seinem Ringsystem von 6-7 Uhr beobachtet. Am Sonntag spricht Direktor F. S. Archenhold um 5 Uhr nachmittags über„ Die Bewohnbarkeit der Welten" und um 7 Uhr abends über„ Das große Nordlicht vom 9. September". Aus den Nachbarorten. Johannisthal- Niederschöneweide. Die Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins findet heute Abend 8 Uhr bei tre der, Niederschöneweide, statt. Gäste haben Zutritt. Zahlreichen Besuch erwartet Der Vorstand. beschäftigt hat. Gin Angeklagter war zum Vormund über ein außer ehelich geborenes Kind bestelt worden. Die Kindesmutter hatte anbefant feien und der Vormund hatte vor dem Vormundschaftsgericht gegeben, daß ihr Name und Aufenthaltsort des Vaters ihres Kindes inhinzugefügt, er wisie nicht, ob dies richtig sei, es fehle jeder Anhaltspunkt für die Person des Kindesvaters. Später stellte es sich heraus, daß er selbst der Vater war. Es folgte eine Anklage wegen Untreue, Ordnung führte gestern die beiden Inhaber der bekannten Firma Eine Auflage wegen Vergehens gegen die Gewerbe3. D. Riedel, Droguen- Großhandlung und Fabrit chemischer und pharmaceutischer Präparate vor das hiesige Schöffengericht. Die Firma liefert seit langen Beiten für die Apotheken die pharmaceutischen Bedarfsartikel. Die Angeklagten wurden beschuldigt, den Handel mit Giften ohne Konzession betrieben zu haben. Sie wiesen Sarauf hin, daß ihre Firma im Jahre 1814 begründet sei, die Den Einwand der Unzuständigkeit des Gewerbegerichts Fabrik sich vom Vater auf den Sohn und Enkel vererbt erhob der Marmorwaareu- Fabrikant Rössel gegen eine Klage des habe und mun schon über acht Dezennien ungestört betrieben werde. Fenerbericht. Freitag Mittag hatte Gitschinerstr. 63 ein Bureaudieners E. Der Beklagte hatte vor einer ganzen Reihe von Die Anklage habe daher um so mehr Verwunderung hervorrufen Faß mit Spiritus Feuer gefangen, das aber von der Wehr beseitigt Jahren einen Ukas erlassen, worin er sich verpflichtete, für diejenigen müssen, als bei Begründung der Fabrik die erforderliche obrigkeitwerden konnte, ehe es den reichen Kellerinhalt erfaßte. Nachmittags seiner Arbeiter und Arbeiterinnen, die einen geringeren Verdienst liche Genehmigung ertheilt und letztere wiederholt worden sei, als 2 Uhr rief die Wehr ein Stubenbrand nach Borsig str. 31. Ein haben, Sparkassenbücher zu beschaffen und darauf näher be- die Fabrik in den siebziger Jahren nach der Gerichtstraße verlegt Zimmer brannte aus und erlitt das Haus beträchtlichen stimmte Einzahlungen zu machen. Er behielt es fich wurde. Der Beauftragte der Polizei, der die Fabrik zu revidirent Schaden. Eine Stunde später stand Dunderstraße 1 ein vor, dieselbe Vergünstigung" auch seinen anderen Ar hatte, meinte, daß die Erlaubniß zur Fabrikation gar nicht Bretterzaun in Flammen. Gegen Abend erfolgte Alarm nach beitern zu gewähren, und stente einige Bedingungen in Frage stehe, es handle sich vielmehr darum, daß die Bergstraße 66. Hier hatten Holzkaften Feuer gefangen. fest, bei deren Nichterfüllung ihm das eingezahlte Geld verbleiben nach§ 34 der Gewerbe- Ordnung erforderliche besondere Genehmigung Stottbuser str. 15 brannte das Baltenlager unter der Koch sollte. So beanspruchte er gute Führung und Aufmerksamkeit bei zum Handel mit Giften nicht vorhanden sei. Rechtsanwalt maschine. Ans gleichem Anlaß wurde die Wehr Donnerstag Abend der Arbeit und bedrohte Fahrlässigkeit und Betheiligung an Sonnenfeld erwiderte, daß jemand, dem die Genehmigung zur nach Admiralstr. 14 gerufen. Rosenthalerstr. 49 ging ein Streits mit der Kassirung der eingezahlten Beträge. Für den Fabrikation ertheilt werde, selbstverständlich nicht die Absicht habe, Bett in Flammen auf. Boy en str. 4 war ein unbedeutender Keller- Kläger waren anfänglich auch Einzahlungen gemacht worden, die fich ein Museum aus seinen Fabrikaten herzustellen, sondern damit brand zu beseitigen und Georgenkirch str. 46 ein Zimmerbrand, Firma hatte sie aber bald wieder eingestellt. Als E. in diesem Handel zu treiben. Abgesehen hiervon, müsse aber auch aus dem der Möbel und Gardinen beschädigte. Jahre die Stellung aufgab, verlangte er mun nicht nur die ein- Grunde Freisprechung erfolgen, weil nach einem Erkenntnisse des gezahlten 39 M., sondern insgesammt über 400 M., indem er Kammergerichts für den Großhandel mit Giften eine besondere geltend machte, der Beklagte wäre verpflichtet gewesen, die einmal Konzession nicht erforderlich sei. Das Gericht fah diese Gründe für begonnenen Einzahlungen fortzusetzen. Die Kammer III des Gewerbe- durchschlagend an und erkannte auf Freisprechung der Angeklagten. gerichts wies seine Klage wegen Unzuständigkeit ab und führte beWegen Vergehens gegen§ 153 der Gewerbe- Ordnung gründend aus: Wenn man in betracht ziehe, daß eine ganz ein wurden am Mittwoch von dem Spandauer Schöffengericht die sich hier nicht um einen Entgelt für geleistete Arbeit, sondern um Wochen Gefängniß verurtheilt. Während der letzten Bausperre bei feitige Willenserklärung vorliege, dann bleibe kein Zweifel, daß es Bimmerer Geride und Neumann zu drei Monaten bezw. sechs Der sozialdemokratische Agitationsverein für Groß- Die Eigenschaft der eine Schenfung für gute Führung und dergleichen handele. den Zimmermeistern Sambach und Bäthge sollen die Beiden einige Schenkung ergebe sich schon daraus, Streitbrecher durch Drohungen zur Arbeitsniederlegung bewogen Lichterfelde Zehlendorf hält am Sonntag Nachmittag 2 Uhr im daß fich der Beklagte den jederzeitigen Rücktritt Lokale des Herrn Pagel, Chausseestraße 104, seine General- Ber- behalten habe. vorhaben. Während dieser Verhandlung waren im Zuschauerraum fast E3 fei also eine sammlung ab. Bei der Wichtigkeit der Tagesordnung: Bericht und neben dem Arbeitslohn. Streitigkeiten zwischen Gewerbegehilfen und eine belohnende Schenkung die gesammten Bauunternehmer anwesend. Neuwahl des Vorstandes 2c., ist das Erscheinen jedes Mitgliedes un- Gewerbe- Unternehmern gehörten aber nur soweit vor das Gewerbe- das Leben schafft, zeigt folgender Fall, der vor kurzem die Gerichte Der Vater als Vormund. Wie frause Verhältnisse manchmal bedingt erforderlich. gericht, als sie auf einem Arbeitsverhältniß beruhten. Das sei hier Rigdorfer Frauen und Mädchen Bildungsverein. Den nicht der Fall, da die belohnende Schenkung nicht dem Arbeitslohn Mitgliedern und deren Familien zur Nachricht, daß unser Ausflug zuzurechnen sei. am Sonntag nach Johannisthal nicht stattfindet. Wir versammelt Die in dem Urtheil gemachte Unterscheidung ist doch etwas zu uns dafür bei Zubeil, Lindenstr. 106, wo der Gesangverein Melodia" künstlich. Es ist nicht recht einzusehen, weshalb eine Forderung ein gemüthliches Beisammensein veranstaltet, an welchem eine nicht auf einem Arbeitsverhältniß beruhen soll, die ohne dieses recht zahlreiche Betheiligung unsererseits erwünscht ist. Der Vorstand. Arbeitsverhältniß ganz undenkbar wäre. Der in Kriegervereinen zur Zeit sehr beliebte Sport, sozial- Vom Harze wird uns geschrieben: Was geben Sie denn die darauf basirte, daß der Vormund durch sein Verhalten sein demokratische Mitglieder, die Jahre lang zum Verein und dessen gewöhnlich für die Finger?" fragte der Vorsigende des Schieds- Mündel vermögensrechtlich geschädigt habe, weil dem Mündel wenigftens Unterstügungsfaffen ihre Beiträge gesteuert haben, plötzlich durch gerichts den Vertreter der Steinbruchs Berufsgenossenschaft. Wir vorübergehend die Vermögensrechte eines außerehelichen Kindes den Ausschluß materiell zu schädigen, scheint nunmehr auch auf geben für den Daumen so viel, für Beige- und Mittelfinger so viel gegen seinen Bater entzogen waren. Das Landgericht hatte den völlig unpolitische Vereine hinübergreifen zu wollen. Im LokalAngellagten freigesprochen, weil derselbe verheirathet war, sich felbſt Anzeiger" von Groß- Lichterfelde findet sich ein Bericht über also durch Angabe der Wahrheit des Ehebruchs hätte bezichtigent die legte Sigung des Vereins der Handwerker und Gewerbe müssen. Das Reichsgericht hat diesen Grund nicht für stichhaltig treibenden am Orte. Es wird da u. a. der Ausschluß eines erklärt, sondern das Urtheil aufgehoben. Die Pflicht der Obforge Mitgliedes vom Vorsitzenden bekannt gegeben. Dieser Fall des Vormundes für die Person und das Vermögen des Mündels dürfe muß nun doch wohl Befremden erregt haben, denn es wird über bei Kollision mit dem Privatinteresse des Vormundes diesem nicht weichen, den Verlauf der Verhandlungen gemeldet: Infolge einer nach sondern gehe ihm vor. Könne der Vormund die ihm obliegende träglich aufgeworfenen Frage ließ sich der Vorsitzende herbei, Auf- In der Sitzung des Schiedsgerichts vom 9. September 1898 in Pflicht nicht ohne eigenen Nachtheil erfüllen, den er nicht tragen schluß über die Person zu geben, welche laut Beschluß des Vor- Hannover wurde in einem andern Falle eine Rente von 80 pCt. will, so muß er die Vormundschaft niederlegen, falls es ihm nicht standes in der Mitgliederliste gestrichen wurde. Es ist dies der auf 70 pCt. herabgesetzt obwohl die Erwerbsfähigteit noch leichter gewesen wäre, seiner Aufstellung als Vormund von Schuhmachermeister Sch. in der Dürerstraße, der nachweisbar in bes Arbeiters gefunten war. Zu dem Unfall einem vornherein auszuweichen. einer den Verein gefährdenden Weise für die Wahl Schenkelbruch war nämlich eine Erkrankung der Wirbelsäule hinzueines Sozialdemokraten zum Reichstags- Abgeordneten agitirt gekommen, wodurch auch die Sexualorgane des Arbeiter Schaden fammer des Landgerichts Izur Verhandlung gelangen. Am 28. Mai Ein Egtrablatt Schwindel sollte gestern vor der vierten Strafe hat. Auf weiteren Wunsch des Fragestellers verliest Herr Leh erlitten. In seiner Berufungsschrift hatte derselbe nun darauf hin- d. J. liefen die Arbeiter Lindner und Pauly die Juvalidenstraße mann endlich den dieserhalb gepflogenen Briefwechsel und spricht gewiesen, daß er seine ehelichen Pflichten nicht mehr erfüllen könnte. entlang, indem sie ununterbrochen brüllten:„ Sieg der Spanier und die Ueberzeugung aus, daß sich die Sache wohl noch beilegen st ja recht traurig, aber die Erfüllung der ehelichen Pflichten ist ein Niederlage der Amerikaner!" Bu denen, die nicht alle werden, ges ließe, wenn Sch. die Versicherung abgeben wollte, daß er sein Vergnügen, dafür zahlt die Genossenschaft nichts." Der Arbeiter hörten auch mehrere Herren, welche hinten auf einem Omnibus übereiltes Verfahren bereue und sich in Zukunft solcher wurde abgewiesen, 70 pet. ist genug. Und was braucht so ein ftanden. Sie kauften die Ertrablätter während der Fahrt. Beim Agitation enthalten würde. Um das Verhalten des Vorstandes Steinbrecher denn auch Bergnügen? zu begrfinden verliest Herr Lehmann einen geitungsartitel, Lesen wurde ihnen bald flar, daß sie eines jener Machwerke vor sich In einem dritten Falle hatte man einen Maurer im Keller todt hatten, welche zu betrügerischen Zweden angefertigt werden. Es war nach welchem ein Kriegerverein, deffen Vorsitzender nur aufgefunden. Er sollte Fugen bestreichen und ist dabei wahrscheinlich eine Zusammenstellung von alten Zeitungsnotizen aus den letzten Umgang mit Sozialdemokraten gehabt, von dem Verein aber vom Gerlift gefallen. Nach Angabe der Genossenschaft hat sich acht trotz der Warnung der Behörden wiedergewählt war, aufgelöst die hinterbliebene Frau der Ausgrabung der Leiche ihres Mannes Kuba und Tagen. Die Ereignisse bor Manila waren nach und umgekehrt verlegt. Die Käufer waren empört. widersetzt, welche Angabe von ihrem Sohne bestritten wurde. Sie als Verleger des Ertrablattes" war jemand gezeichnet, der im Nun scheint der brave Vorsitzende des Gewerbevereins von wurde mit ihrem Anspruch abgewiesen, obwohl das Reichs- Ver- Adreßbuche nicht zu finden war. Es gelang, die Händler in den PerSteglis in feiner Herzensunschuld zu befürchten, daß über seine sicherungsamt schon mehrfach ausgesprochen hat: Wenn nur die sonen der beiden Angeklagten zu ermitteln. Sie erhielten eine An Schäflein ebenfalls das Unglück der Auflösung hereinbrechen könne. Möglichkeit vorhanden ist, daß ein Betriebsunfall vorliegt, so muß flage wegen Betrugs. Leider mußte die Verhandlung vertagt Hoffentlich macht der Schuhmachermeister Sch., dem zugemuthet wird, Rente gezahlt werden. er solle die ehrenhafteste Handlung, die ein Staatsbürger begehen kann, bereuen, dem Vorstand einmal ganz gehörig den Stand- 10 Sachen verhandelt. In allen blieb die Genossenschaft Siegerin. Mit echt preußischer Geschwindigkeit wurden in furzer Zeit werden, da mehrere Beugen am Erscheinen verhindert waren. Hamburg, 16. September. In der Angelegenheit Bruns punkt flar. Und die Moral? Zu den Beifizern der Schiedsgerichte muß man gegen die Hamburger Nachrichten hob das Landgericht Die Bürgermeisterwahl in Charlottenburg soll von den lassenbewußte Arbeiter wählen, die den Arbeiterstand wirklich ver- des frühere Urtheil auf und verurtheilte heute die„ Hamburger Gegnern der Kandidatur Schuftehrus angefochten werden. Wie es treten. Nachrichten" wegen Nichtaufnahme der Berichtigung zu heißt, hatte Herr Schuftehrus, weil er seinerzeit unterrichtet worden einer Geldstrafe von 50 M., zur Veröffentlichung in der nächsten war, daß seine Kandidatur wegen der Aufstellung des Herrn Nummer der Hamburger Nachrichten", nachdem das Urtheil rechtsWesterburg- Kaffel aussichtslos geworden sei, seinen Rücktritt träftig geworden ist, sowie zur Tragung der Gesammtkosten. von der Bewerbung dem Wahlausschuß angezeigt. An dem wurde. und für den vierten Finger- garnichts" erwiderte der Vertreter. Da dachte ich an den frommen Spruch:" Wie groß ist des Allmächtigen Güte, daß er 10 Finger wachsen ließ",- und so ein Steinbruchsarbeiter braucht blos 8 Finger. Dagegen erhielt ein Schlossergeselle nach der Entscheidung des Neichs- Versicherungsamtes vom 6. Juni 1887 für den Verlust des vierten Fingers 15 pet. Rente. Ebenso viel erhielt eine Fabrifarbeiterin am 16. Juni 1888. ,, Gott versah uns mit zwei Händen, Daß wir doppelt Gutes spenden, Nicht um doppelt zuzugreifen Und die Beute aufzuhäufen." - " 1 Verliner Arbeitervertreter: Verein tagt jeden Dienstag nach dem ersten im Monat bei Buste, Grenadierstr. 33, abends 812 Uhr. Unent: geltlicher Nath wird ertheilt: A. G., Frankfurter Chauffee. Bäßt sich genau nach Tagen nicht bestimmen. Es ist allgemein bekannt, daß es 5, 7, 9 auch 10 Monate dauert. Hanew., Andreasstraße. Wenden Sie sich an die Expedition des Gewerkverein", Andreasstr. 75. BE 5. A. Darüber können wir Ihnen keine Auskunft gebent. in der Regel in Prozenten der vom Staate veranlagten Steuern zu erheben. M. R., Schöneberg. 1. Die direkten Gemeindeftenern sind in Preußen Durch Gemeindebeschluß können die Einkommen bis 900 Mart steuerfrei ge Beschinß nicht gefaßt ist, sollen die Einkommen von nicht mehr als 420 m. lassen werden; dieser Beschluß bedarf der Genehmigung. Falls solcher mit% pet. des Einkommens, höchstens mit 1,20 M., die von 420-660 mit 2,40 W., die von 660-900 mit 4 m. besteuert werden. Die Gemeinden Buschlägen zur Staatssteuer durch eine besondere Steuerordnung erheben. tönnen die direkten Steuern auch in anderer Weise als in der Form von Solche Steuerordnungen bedürfen der Genehmigung. 2. Ja; der erste ärztliche Besuch ist nach der Taxe mit 2-20, die folgenden mit je 1-20 M. zu honoriren, haben. Es ist besser, die Sache ruhen zu lassen. 10. Mit Klage und dergleichen würden Sie faum Erfolg E. H. 1. Sie können mit Aussicht auf Erfolg auf Schadenersatz Klagen. 2. Ja.. N. N. 1. Nein. Saalethal 2. 1. Nein. 2. Wenden Sie sich direkt an den G. H. Eine weibliche Person fann Zurückerstattung der Hälfte der für sie geklebten Klebemarken beanspruchen, wenn sie mindestens 235 vor der Eheschließung geklebte Marken aufzuweisen hat und den Antrag auf Rückerstattung innerhalb 3 Monaten nach Eheschluß stellt. 3. G. 67. Minderjährige in betracht kommen, von Amtswegen gefordert und als ErAuf Verlangen des Kindes: ja. Die Auseinandersetzung wird nur, wenn forderniß vor Eheschluß betrachtet. Chr. Sch., Charlottenburg. Ja. Beitversäumniß 10 Pfennig bis 1 Mart für jede angefangene Stunde, aber M. K. 1. Der Zeuge erhält als Entschädigung für die erforderliche Reich nicht für mehr als 10 Stunden täglich. Liquidiren Sie Ihren Anspruch und machen Sie ihn, falls er an der Kaffe nicht erfüllt werden sollte, nachträglich bei dem Gericht schriftlich geltend. B. N. 100. Sie fönnten es auf eine Klage ankommen lassen. D. M. 50. Sehr unwahrscheinlich. Verichtigung. Genosse Vieth fendet uns folgende handlung. Unter den Linden 1, Ede Pariser plak. Täglich 10-7, Sonn Nichtigstellung zu dem Versammlungsbericht in Nr. 216 des fags 10-3. Bibliothek, Königl. Am Opernplay. Besichtigung ,, Vorwärts": Montag und Freitag 1-2. Botanischer Garten. PotsdamerDer Bericht über die Parteiversammlung im VI. Wahlkreise straße 75. Täglich v. 8-7 und jeden zweiten Sonntag im Monat v. 2-7. giebt meine Ausführungen völlig sinnentstellend wieder. Ich habe und Donnerstag 3-6. Unentgeltlich. Botanisches Museunt. Grunewaldstr. 6-7. Montag keineswegs in solcher Allgemeinheit, wie es nach dem Bericht scheint woch Vormittag Hauptverkehr.) Besichtigung des Viehhofs frei, der Schlacht 8entral Viehhof. Eldenaerstraße.( Mitt und wodurch meine Ausführungen in falschem Lichte erscheinen, Kritik höfe gegen Karten, die man im Verwaltungsbureau erhält. an dem Verhalten der Reichstagsfraktion und der Redaktion des Museum. Klosterstr. 32/35. Sonntag 12-6, Dienstag u. Freitag 10-2. Sygiene Vorwärts" geübt. Ich habe nur im Hinweis auf die Ablehnung, Institut f. Glasmalerei, Königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 9. die seiner Zeit die Ledebour'sche Entgegnung auf die Heine'sche Wochen äglich 9-11 u. 1-4. Kunstgewerbe Museum. Prinz Rede erfahren hat, scharfe Kritik an dem Verhalten der Redaktion Albrechtstraße. Täglich, außer Montag und die ersten Feiertage sowie Char: geübt und dies als Mundtodtmachung bezeichnet. Die Reichstags- Provinzial Museum. Breitestr. 20a. Sonntag von 11-12, Mon freitag, Himmelfahrt und Bußtag, 9-3, Sonntag 12-6. Märkisches fraktion erwähnte ich nur insoweit, als ich sagte, dieselbe wäre zur tag und Donnerstag 11-21/ 2. Erledigung der mit der Nede des Genossen Heine zusammenhängen Besuchsordnung siehe Kunstgewerbe- Museum. Museum( alt und neu). Am Lustgarten. den Fragen nicht kompetent gewesen. Museum der Land wirthschaftlichen Hochschule. Invalidenstr. 44. Werktäglich, außer Sonnabend, 12-2, Sonntag 12-6. Museum für Naturkunde. Museum für Bölkerkunde. Königgrägerstr. 120. Besuchsordnung 2. Nein. Invalidenstr. 43. Montag und Sonnabend 11-3, Sonntag 12-6. 1. Kunstgewerbe- Museum. Museum Deutscher Voltstrachten. Verein. Gallerie. Museumstraße. Sonntag 12-6, Dienstag 6. Sonnabend 10-3. Klosterstr. 36. Tägl. außer Mittwoch 11-2. Gintritt 50 Pf. National Panoptikum( Castan, Friedrich- und Behrenstr.- Ecke). Tägl. 9-10. passage: Panoptikum. Unter den Linden 22. 1. Herwarthstr. 4, 2. Bahnhof Alexanderplatz, 3. An der Moltkebrücke, Panoramen. 4. Bachstr. Tägl. 9-8, Wegelyftr.( Thiergarten). Dienstag bis Freitag 9-12 Uhr. Porzellan Manufaktur, königl. haus. Tägl. außer Donnerstag und Freitag 11-3.( Thurm tägl. 20 Pf.) Rauch Museum. Klosterstr. 76. Außer Sonntags 10-4. oft museum. Leipzigerstr. 15. Tägl. 11-2, außer Mittwoch und Sonnabend, Sonntag 12-2. Reichstag. Besichtigung Wochentags 81/2 bis Im Osten: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: außer Sonnab. 10-2, Somnt. 12-3.- Schulmuseum. Stallschreiber91/2, Sonntags 2-4. 50 Pf.- Suhmeshalle( Beughaus). Tägl. E. Bader, Gr. Frankfurterstr. 34, v. 4 Tr. Für Unfall, Invaliditätsstraße 54. Sonntags 11-1, Mittwochs 3-4, Sonnabends 3-6.- Techund Altersversicherung: A. Schütz, Holzmarktstr. 60 I. Im Süd- Osten: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: museum Sonnabend 10-12. Beuth- Schinkelmuseum Dienstag u. Donners nische Hochschule, Königl. Charlottenburg, Berlinerstr. 151. Gips: Schalthoff, Michaelkirchstr. 18. Nur für Invaliditäts- und Alters: tag 10-12, Mittwoch 12-3. versicherung: W. Kühne, Pfuelstr. 1. Architektenmuseum Montag und Freitag Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: Taubenstraße und Invalidenstraße. 10-3, Dienstag und Donnerstag 12-3, Mittwoch 10-12. Urania. F. Stügelmater, Grimmstr. 39. Nur für Invaliditäts- und AltersZoologischer Garten. versicherung: P. Keller, Rixdorf, Pannierstr. 58, Hof part. C. Guse, Camphausenstr. 4. Im Norden Berlins: Für Unfall, Jnvaliditäts: und Alters: versicherung abends von 7-9 Uhr: A. Daehne, Demminerſtr. 36, v. 3 Tr. K. Gutheit, Wiesenstr. 29a, von 8-9 Uhr abends. F. Pieschel, Gartenstr. 55, v. 2 Tr. E. Simanowski, Gartenstr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oderbergerstr. 37, 4 Tr., von 6-9 1hr abends. R. Tamm, Hussitenstr. 6, von 8-9 Uhr abends. A. Voigt, Wiesen straße 41/42. E. Warnst, Kolbergerstr. 7, von 6-7 Uhr abends. P. Rei: mann, Bellermannstr. 83. J. Krause, Gartenstr. 13, 2. sing. part. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume, Strelizerftr. 58. F. Trapp, Schulstr. 59, von 7 bis 8 ühr abends. W. Mohs, Swine: münderstr. 64, vorn linker Aufgang. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Solmsstr. 44. Ju Nord: Westen: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: M. Stephan, Curhafenerstr. 2. Nur für Invaliditätsund Altersversicherung: R. Rehbein, Rostockerstr. 43. Im Nord Osten: Nur für Unfallversicherung: E. Löffler, Wadzeckstr. 15, vorn part.( abends 8 Uhr). G. Günther, Greifswalder straße 8, II lints. Im Zentrum: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung A. Sattler, Kl. Hamburgerstr. 2. Bei sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier keine Sprechzeit angegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. Briefkasten der Redaktion. Rath= Wir bitten, bei jeder Anfrage eine Chiffre( zwei Buchstaben oder eine Baht) anzugeben, unter der die Antwort ertheilt werden soll. Schriftliche Antwort wird nicht ertheilt. Briefkasten der Expedition. Achtung, Reinickendorf. Nach uns zugegangenen Mittheilungen soll dem Spediteur Knauf ein Unfall zugestoßen sein. Wir ersuchen unsere Abonnenten, welche die Zeitung durch Knauf bezogen haben, ihre Adressen bei uns einzusenden, damit wir die weitere Zusendung der Zeitung vers anlassen können. Witterungsübersicht vom 16. September 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometer stand mm Windrichtung Windstärke Wetter ONebel Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Donnerstag von 6 bis 7 1hr abends statt. einmal vor. P. E. Sprechen Sie am Dienstag oder Mittwoch zwischen 5-8 Uhr schrift nicht bringen. Versuchen Sie es mit einer Beschwerde an die vor- Hamburg F. R. Wenn keine Bengen zur Stelle waren, können wir Ihre Zu- Swinemde. 772 NNW 2wolkig 774 Still gesetzte Behörde des Gendarmen. Berlin 773 NW R. H. Wie andere anonyme Mittheilungen, so müssen auch Ihre Wiesbaden 773 Still Berliner Sehenswürdigkeiten. Aquarium. Unt. d. Binden 68a. ,, tollen Geschichten" in den Papierforb wandern. München Täglich 9-7. Eintritt 1 M., Sonntags 50 Pf. Ausstellung des Tischgesellschaft in der Wirthschaft Heckmann, Mainz. In der Wien Vereins Berliner Künstler. Wilhelmstr. 92/93( im Architekten: deutschen Armee giebt es keine jüdischen Offiziere, jüdische Richter giebt es hause"). Täglich 10-4, Sonntags 11-2. Eintrittspreis 50 Pf. stellung moderner Kunstwerke von Eduard Schulte, Kunst- Preußen, haben wir schon gehört. Aus in Preußen, von einem jüdischen Staatsanwalt in Baden, aber nicht in Achtung, Maurer! 774 Temp. n. T. 5°-4° R. Stationen Barometerftanb mm Winds richtung Windstärke 14 Haparanda 763 14 Petersburg 12 Cort 14 Aberbeen 13 Paris 16 768 Wetter 2poltent Temp. n. C. 15° 6.= 4° 92. 6 SSO 3wolfig 16 2 heiter 16 2wolfen! 16 769 NO 2wolfent Owolfent 2wolfent 772 N 2wolfen Wetter- Prognose für Sonnabend, den 17. September 1898. Trocken und vorwiegend heiter, am Tage etwas wärmer bei östlichen Berliner Wetterbureau. Winden. Freie Vereinigung der Zivil- Berufsmusiker Berlins und Umgegend. Montag, den 19. September, abends 8 Uhr, in der Tonhalle, Dienstag, den 20. September, im Zofale des Herrn Stechert, Friedrichstraße Nr. 112: Grosse öffentliche Maurer- Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Stadthagen über: Schutz den Arbeitswilligen." Alle Kollegen, welche ein Interesse an der Erhaltung und Verbesserung der Koalitionsfreiheit der Arbeiter haben, find hierzu eingeladen. Der Einberufer: Karl Panser, Hoyenfriedbergstr. 22. 263/11 Nr. 21: General- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Aufnahme neuer Mitglieder. 2. Wahl des Beifters und Bibliothekars. 3. Vortrag über gewerkschaftliche Organisation. 4. Vereinsangelegenheiten und Berschiedenes. Mitgliedsfarte und Buch legitimirt. Um zahlreiches Erscheinen bittet 50/13 Der Vorstand. Verband der Vergolder! Wegen der am Montag stattfindenden öffentlichen Gewerkschafts Vernächste am Montag, den 26. d. Mts., statt, woselbst die Matineebillets Verein der Maschinisten, Heizer und Berufsgenossen Zentral- Kranken- u. Sterbe- fammlung fällt am Montag die Mitgliederversammlung aus und findet bie Berlins und Umgegend. Sonntag, den 18. d. Mts., nachmittags 5 Uhr: Versammlung in Cohn's Festfälen, Benthstraße 19/20. Die Tagesordnung wird in der Versammlung bekannt gemacht. 138/15 Der Vorstand. Verband der in Buchbindereien, der Papier- und Leder- Galanteriewaaren- Industrie Kasse der Tischler 11. 1. 1. ausgeben werden. Oertliche Verwaltung Berlin F. Montag, den 19. September 1898, abends 81/2 Uhr, bei Neumann, Brunnenstr. 150 Mitglieder- Versammlung. Tages- Ordnung: 1. Wahl des Bevollmächtigten. 2. Wahl eines Beitragsammlers. 3. Verschiedene Kaffenangelegen heiten. beschäft. Arbeiter und Arbeiterinnen Deutschlands. Mitgliedsbuch legitimirt. ( Bahlstelle Berlin.) Die für Montag, den 19. September cr. festgesetzte Mitglieder- Versammlung fann wegen der an diesem Tage stattfindenden allgemeinen Gewerkschaftsversammlungen nicht stattfinden. Der Bevollmächtigte. 183/5 Die Ortsverwaltung. ,, Eiche", Allgemeine Deutsche Bolts- Krankenkasse E. H. 130 zu Berlin. Auf grund des§ 31 unseres Statuts berufen wir eine außerordentliche Generalversammlung auf Montag, d. 10. Oftober a. c., mittags 12 Uhr, 225/13 Der Vorstand. Verband der Möbelpolirer. Kollegen, da die Gewerkschaftskommission zu den Protestversammlungen am Montag für den Often nur ein Lokal genommen hat, welches sich wohl viel zu flein erweisen wird, halten wir unsere regelmäßige Versammlung am Montag, den 19. September 1898, abends 8% Uhr, Andreasstr. 26, ab. 147/4 Tages Ordnung: 1. Die Beschränkung des Koalitionsrechts der Arbeiter durch hohe Zuchthausstrafen. 2. Wie haben sich die Kollegen zu verhalten in den Wertstellen, wo die Tischler sich im Streit befinden? Auf unserem unentgeldlichen Arbeitsnachweis, welcher sich bei den Herren Geite, Swinemünderstr. 26, Mohn, Oranienstr. 197, Scheere, Blumenstr. 38, befindet, sind mehrere Adressen vorhanden, welche nicht besetzt werden konnten, unter anderem auch nach außerhalb( Wittenberge und Baden). Näheres bei Scheere. Daselbst werden neue Mitglieder aufgenommen. Heute Abend in sämmtlichen Zahlstellen Ausgabe von Billets( Herren 50 Bf., Damen 30 Pf. intl. Tanz) zu dem am Sonnabend, den 8. Oktober, Sonnabend, den 24. September, bleiben in unserem Kaffenlotat, alte Jatobfir. 16. in Keller's Festfälen, Koppenstraße 29, stattfindenden fämmtliche Zahlstellen gefchloffen. Sonnabend, den 24. September: Gr. humoristische Soirée der Hippel'schen Stettiner Sänger im großen Saale des Tagesordnung: Ergänzungswahl zum Vorstande. Genehmigung von Verträgen. Wahl eines Revisors. Verschiedenes. Die Generalversammlung besteht Stiftungsfest. Prolog, gesprochen von Frl. Nichter, Verfasser Herr Schriftsteller Knaack- Köpenid. Festrede, gehalten vom Kollegen G. Neuter. Auftreten der Gesellschaft Strzelewit. Während der Vorstellung im kleinen Um zahlreiches Erscheinen ersuchen fauts 30, Tester biay, des Status Saale, nach der Borſtellung in beiden Sälen Ball. $ 30, letzter aus der Gesammtheit der stimm 25/4 berechtigten Mitglieder. Böhmischen Brauhauses, Landsberger Allee 1113. Anfang präz. 812 Uhr. Billet 30 Pf. Nach der Vorstellung: Grosser Ball. Herren, die daran theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Billets sind heute in sämmtlichen Zahlstellen sowie im Bureau, Das Komitee. Annenstr. 50, zu haben. Grünau! Grünau! Berlin, den 17. September 1898. Der Vorstand. 3. A.: Berger. Böhmer. Arbeiter- Radfahrer- Verein Berlin". 99 Das Komitee. Der Vorstand. Charlottenburg. Sonntag, den 18. September, von nachmittags 4 Uhr ab, findet im Lokal Bismarckshöhe das 3. Stiftungsfest des ( Filiale traurige Nachricht, Allen Freunden und Bekannten die daß meine innigst geliebte Frau, unsere Mutter, Tochter, Schwester und Schwiegermutter A. Meyer geb. Güthling am Mittwoch Abend unter großen Schmerzen verschieden ist. Die Beerdigung findet am Sonntag, nachm. 5 Uhr, auf dem Gethsemanes Kirchhof statt. 950b A. Meyer, Möbelpolirer, Stargardterstr. 12a. Verein deutscher Schuhmacher. Berlin III. Todes Anzeige. Nach langemt, schweren Leiden vers fchied am 13. b. Mts. die Frau unseres Mitgliedes Hans Christensen, Amanda Christensen, im 39. Lebensjahre und findet die Bes erdigung am Sonntag, nachm. 4 Uhr, von der Leichenhalle der St. GolgathaGemeinde, Barfußstraße( a. d. Müllerstraße), aus statt. Um zahlreiche Betheiligung bittet 272/4 Der Vorstand. Die Arbeiter der Pianoforte- Fabrik bon Wagner& Comp. werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Beerdigung des Herrn Pianoforte- Fabrikanten R. Pflock am Sonntag, den 18. d. M., nachmittags 3 Uhr, auf dem alten Georgen- Kirchhof, Landsberger Allee, stattfindet. Die Arbeiter versammeln sich um 212 Uhr Brenzlauer- und Lothringerstraßens Ecke. Danksagung. Für die überaus reichen Blumenspenden und Beileidsbezeugungen, sowie für die rege Betheiligung bei der Beerdigung unserer lieben Frau und guten Mutter [ 9586 Johanna Zeige geb. Mager fagen wir Allen unsern innigsten Dant. Berlin, den 16. Sept. 1898. Wilhelm Zeige und Sohn. Danksagung. Allen Freunden, Bekannten und 272/3 Kollegen, insbesondere der Firma Remmert und Kollegen aufer Sonntag, 18. Sept. Vereins deutscher Schuhmacher Charlottenburg) für die rege Theilnahme bei ber Vormittags19/2 Tour nach Oranienburg. Ecke Schwedenstraße. Männer- Gesangverein ,, Sanges- Echo, Abf. 7 Uhr Gesundbrunnen Schönleinstraße 6 bei Ewald, feiert am Sonntag, den 18. September 1898, im Zotale des Herrn G. Lindenhayn, Grünau, sein I. Stiftungs- Fest. Der Vorstand. Freie Turnerschaft Rixdorf- Britz. Sonntag, den 18. September, nachmittags 4 Uhr, aus Anlaß bes III. Stiftungs- Festes Schan- Turnen statt durch Konzert, humoristische Vorträge, Ball u. Feftrede( leztere Beerdigung von Heinr. Lange gehalten vom Rechtsanwalt und Reichstags: Abgeordneten Wolfgang Heine). sagt herzlichen Dank 9596 Die Veranstalter beabsichtigen, den Besuchern eine angenehme Abend: unterhaltung zu bieten und erwarten daher regen Besuch. Programme toften 25 Pf. Herren, welche am Tanz theilnehmen, zahlen 50 Pf. nach. Das Komitee. Empfehle mein Schwägerin H. Lange. Rixdorf. Allen Freunden und Bekannten zur Mittheilung, daß ich das Quittungsmarken u. Weiß- 1. Bairischbier- Lokal, Zwei Arbeitersekretärstellen Apollo- Theater Kautschukstempel a al für Bersammlungen, Zimmer für tausende Kassen u. Vereine Wabt Fonds Gr. Drehbahn 45. Verlag sozial. Bilder. Großes Gesangsfeft lief. seit 20 Jahren m. Piano f. Gesangvereine, Sigungen für Frankfurt a. M. mit je und Zahlstellen. 2000 M. Gehalt bis 1. Januar Sonntag, den 18. September, 1899 zu besetzen. Erste haupt Jean Holze, Hamburg nachmittags 4 Uhr: sächlich für Auskunftsertheilung zweite für die Leitung des werkschaftliche Agitation. Bewerbungen mit kurzem Le benslauf bis längstens 1. Okt. an Hans Elbert, Bildhauer, 9625 Illustr. Preislisten gratis u.franco. des Gesangvereins„ Melodia" Gewerkschaftskartells und ber Männers, Lehrling: und Frauen- Abtheilung in Peter's Festfälen, Rixdorf, Knesebecstr. 113. Besondere Einladungen ergehen nicht. Eintritt frei. Soeben erschien das neue Fraktionsbild d. soz.- dem. Partei 1898. g Jeden Sonnabend: Gänse Aus: spielen bei Boela, Breslauerstr. 9. C.Joël's Victoria- Garten Köpnicker Landstrasse am Treptower Park. 60222* Empfehle meinen großen Snal den geehrten Vereinen auch zu Winterfestlichkeiten. Telephon- Amt IV 2724. C. Joël, früher Andreasstr. 21. Entree frel( Rigdorf) Entree frei. Bon 6 Uhr abends ab: TANZ à Person 10 Pf. Es ladet freundlichst ein Fritz Zubeil, Lindenstr.106. Sanauerlandstr. 70. Arbeitsmarkt. Vergolderin ge: 60052* bei hohem Verdienst gesucht. Klein, Röpniderstr. 98 a. Tüchtige Farbigmacher b. 24 M. Schriftmaler bei hohem Berbient Lohn werden verl. Muskauerstr. 29. gesucht. Klein, Köpeniderstraße 98a. Bergolderlehrl. verl. Eisenbahnstr. 14, ( Viktoria- Säle) Herrmannstraße 48-50 übernommen habe. Ich stelle die Räume zu Versammlungen und Vers gnügungen zur gefälligen Benutzung für jedermann zur Verfügung. Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Spezialitäten- Vorstellung und Tanz. Ph. Thomas, früher Bergstr. 162, Rirdorf. Sonnabend, den 17. und Sonntag, den 18. b. M. bleibt mein Manufaktur- und Modewaaren- Geschäft gefchlossen. Eugen Lewald, Berlin O., Friedrichsberg, Frankfurter Allee 189. Fernsprecher: Amt IV. 447. Einsegnungs- Anzüge stoffen, 1 und 2reihig in glatten Kamingarm, Satin, Diagonal- und Tuch: 12-27 M. M. Schulmeister, Schneider- Dresdenerstr. 4 am Kottb. Th. meister, Dauptstr. 143, Schöneberg. Bitte genau auf die Firma zu achten. für Hüte auszugeben, man erhält auch zu billigen Preisen gute und elegante Sachen, wenn man die rich: tige Bezugsquelle fennt. Knabenfilzhüte v.0,75M.an Herrenfilzhüte 1,25 Cylinderhüte Einsegnungshüte 1, Plüschhüte 絲 Unsinn ist Viel Geld " " " 6, " " "" "" "" Chapeaux claques zu 8,-, 9,-- u. 10,- M. im Einzelverkauf bei Arnold& Eggert Hut- Engros- Geschäft Waldemarstr. 44, pt. Kein Laden. J. Brünn, ( Bahnhof Börse) Hackescher Markt 4. Wegen Umbau meiner Geschäftsräume gelangen große Lagerbestände meiner Teppiche! Gardinen! Vortièren! Steppdecken! Tischdecken! zu sehr billigen Preisen zum 5513L* Ausverkauf! Hüte, Schirme. Gewähre den Genossen bei Vorzeigung dieser Annonce 5 pCt. 5875L* Otto Gerholdt, 2 Dresdenerstr. 2, Ede Stalizerstraße 5% Pfund Brot für 50 Redakteur Pf. Frankfurterftr. 87, zweiter Hof, 7246 Straußbergerstr. 5. P. Neubauer jun. Empfehle Freunden u. Genoffen mein gesucht! Beiu. Bayrisch- Bierlokal. Für den in nächster Zeit wöchentlich 6mal erscheinenden Beobachter", Organ der Parteigenossen des 16. sächsischen Reichstagswahlkreises, wird ein Thätigkeit und Gehaltsansprüche sind zu richten an Ed. Zeissig, Chemnitz, Hauboldstraße 2. Buss' Ball- Salon, tiger erster Redakteur gesucht. Offerten unter Angabe der bisherigen Gr. Frankfurterftr. 85. einpfiehlt seine Säle zu Versamm: lungen und Vergnügungen. Oktober und November find noch einige Sonnabende frei. Dr. med. Schaper, prakt. Homöopath. Arzt u. Spezialarzt f. Haut, Harn, Geschlechtsleiden, Frauenkrankheiten. Spr. 9-1, 4-8. Schöneberger Ufer 25. Homöopath. Poliklinik: Montag, Mittwoch, Sonnab. b. 7-8. Große Hamburgerstr. 20, I. Rafiren 5 Pf. Haarschneiden 20 Pf., Kinder 15 Pf. Schnelle, saubere Bedienung. Jägerhaus Schönhauser Allee No. 103. Neu renov. Garten( 6000 Personen fassend) mit neugebauter Bühne für Vereine. Großer Tanzsaal. 4 neu renovirte Kegelbahnen. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Kaffeeküche von 2 Uhr an geöffnet. Zähne 2 M. A. Kubaczewski, 9676 Stallschreiberstraße Nr. 55. Geschäfts- Eröffnung, Allen Bekannten zur Nachricht, daß Unterzeichneter einen Brauerei- Ausschank Müllerstr. 162 übernommen hat. Um gütigen Zu Otto Muth. spruch bittet 5879L Wo kaufen Sie 10 Jahre Garantie. Vollkommen schmerzloses Zahnziehen 1 M. Plomben 1,50 M. Theilzahl. wöchentl. 1 M. Sprechst. 9-6. Zahnarzt Wolf, Leipzigerstr. 22.* Einsegnungs- Anzüge in blau u. schwarz Kammgarn u. Cheviot zu sehr billigen, aber festen Preisen Julius Lindenbaum, Gr. Frankfurterstr. 189. Feste Preise. Spezialität: Aufertigung nach Maaß. H. Freimüller, Möbel 58832*] Dresdenerstr. am Kottbuser Thor. Ihre Zigaren? Bei[ 5955* Binneböse, Schillingstr. 36. Betten, Steppdecken, Gardinen, Tischdecken, Portièren, Regulateure, Remontoir Uhren, Anzüge, Hosen, Reisefoffer, Operngläser spottbillig Pfandleihe Neanderstr. 6. ,, Hülfe" دوو für jedermann in Krankheitsfällen durch baare Geldunterstützung für äußerst billige Monatsbeiträge erhält man bei der Kranfenfaffe ,, Hülfe", und Polsterwaaren. Reelle Arbeit. Berlin SO., Staliserstr. 82, I, Ganze Einrichtungen zu billigen Preisen.[ 58780* Franz Tutzauer, Brunnenstraße 152. Gr. Möbelverkauf, Ausschließlich eigenes Fabrikat: passende Gelegenheit für Brautleute, Gneisenaustr. 15, Möbel- Ausstattungsmagazin, sollen viele Wohnungs- Einrichtungen, verliehen gewesene und neue Möbel zu sehr mäßigen Preisen verkauft werden. Durch große Ge legenheits- Einkäufe zu billigen Preisen ist es mir möglich, schon Einrichtungen für 100 bis 300 Mart zu liefern, ferner Herrschaftliche Einrichtungen von 500 bis 3000 Mark. Theilzahlung gestattet. Beamten ohne Anzahlung. Besonders billig sind die an Herrschaften kurze Zeit verliehen gewesenen und zurückgesetzten Möbel, Kleiderspind 20, KüchenDamen-, Herren- und Kinderwäsche, Arbeiter- Hemden, Blousen, Jacken und Hosen, Strumpfwaaren. 59082* D. Wurzel& Co., Wäsche- Fabrik, 17. Wrangelstrasse 17, Ecke Manteuffelstraße. Herren- u. Konfirmandenhüte, alle Farben, 1 Mark. nur neue moderne Sachen,[ 5076L Prima Qualität 1,50 und 2,-. Die immer beliebten noch ſpinó, Kommoden 15, Bettſtelle mit Hutfabrik- Komptoir Matratze 20, nußbaumfournirte Kleider: Mart, Arbeitshüte 65 Pf. Barnimstr. 4 st. 5. Empfehle winden und Wäscheſpinden 36 Wichtig für Brautleute! fete meine drei Restaurants: Muſchelſpinden Vertikom 36 französische Muschelbettstellen Matrazen 40, Säulen- Kleiderspinden, Möbel, Spiegel, Bolster waaren verkaufe Trumeaux, Plüschgarnitur 60 Mart. wegen Ersparniß der Ladenmiethe beBuffets, Kouliffentische, Paneelsofas, deutend billiger. Eig. Werkstelle i. Hause. Damen, Herrenschreibtische. Gekaufte Tischlermeister, Möbel werden unentgeltlich 3 Monate Bukow, Invaliden- Straße 13. aufbewahrt, durch eigene Gespanne transportirt. 51962* Bitte genau auf Nr. 35 zu achten. Jede Uhr repariren und reinigen fostet bei mir unter Garantie d. Gutgchens mur 1 Mark 50 Pf. außer Bruch, fleine Reparaturen billiger. Großes Lager neuer und gebrauchter Taschenuhren, Regu latoren und Wecker, alle Arten Ketten, sowie Brillen u. Pincenez * Carl Lux, Uhrmacher, 35 Chauffee Straße 35. 1.3iehung d. 3. Klaffe 199. Kgl. Preuß. Potterie.| 74 284 386 505 81 90 692 850 96 980 116059 196 258 Biehnung vom 16. September 1898, vormittags. Nur die Gewinne über 160 Mark find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 19 165 67 78 359 97 783 839 1108 33 486 554 697 814 2016 146 74 516 57 640 68 795 3136 277 364 569 98 674 772 815 28 908 45 4093 189 349 427 673 85 98 791 826 46 51 5284 96 319 629 790 6005 429 1300] 42 71 525 828 63 7075 338 48 69 431 605 720 969 S042[ 300] 266 577 614 79 704 868 9152 93 264 86 364 558 74 892 10096 349 418 77 714 838 11042 270192 367 543 84 702 61 990 12051 118 353 71 75 85 849 74 900 13395 478 512 47 741 803 955 14149[ 200] 92 420 50 531 1200] 864 90 15357 421 517 80 606 32 92 898 16050 121 33 268[ 200] 674[ 200] 739 17093 457 501 64 675 81 757 905 18187 93 316 85 428 509 13 763 841 19143 20 392 463 93[ 300] 20027 99 158 296 553 741[ 200] 52 989 21121 208 321 613 56 747 64 80 883 955 22198 564 703 853 904 55 23025 179 416 527 618 976 24237 433 703 80 999 25019 81 206 38 373 414 71[ 1000] 81 608 26296 347 595 679 723 60 903 27112 264 675 83 766 825 98[ 200] 918 28128 65 224 96 784 29017 283 318 39 55 73 [ 200] 92 417 677 80 729 866 82 30044 152 201 11 321 478 568 606 16 55 78 93 31076 103 255 328 42 85 428 44 60 533 79 792 836 32366 617 38 46 704 85 808 33025 165 200 23.510 83 682 807 29 59 34023 213 368 94 556 620 88 768 86 878 85 35094 166 277 621 822 36145 223 371 472 615 759 842 96 924[ 200] 58 37064 123 59 235 69 406 38 62 527 770 79[ 200] 845 38031 189[ 300] 277 429 629 724 45 94 39378 84 86 423 897 952 40011 62[ 500] 83 113 62 86 378 473 561 756 822 62 41169 89 254 621 66 701 50 42017 301 576 633 971 43048 80 87 196 353 63 64 681 764 896 44007 203 465 511 784 831[ 200] 98 45153 60 72 336 470 516 40 61 77 677 944 40046.83 335 93 418 67 584 660 880 904 81 47114 212 396 425 701 48372[ 300] 77 476 615 57 60 713 78 987 95 49109 44 254 85 356 460 500 856 AP 50071 333 76 473 510 634 47 814 51173 239 77 90 420 570 600 63 730 84 801 45 911 28 52091 100 28 48 347 96 406 538 54 621 67 789 949 53261 478 612 49 737 90 54070 81 167 352 64 417 566 719 932 78 55150 270 304 607 812 983 77 56102 286 974 57194 506 663 83 58075 192 240 49 398 439 561 741 43 868 59041 225 300 442 559[ 200] 704[ 200] 16 68 819 92 941 84 60004 58 74 144 77 511 670 702 6 877 80 61029 136 45 66 211 42 695 713 823 76 964 62042 164[ 200] 281 477 89 547 619 56 706 37 909 31 63107 297 514 22 64 924 64053 118 406 692 772 847 907 77 65114 307 457 70 580 85 640 932 66091 472 529 75 781 808 982 67001 41 46 106 70 98 216 51 518[ 500] 653 728 974 68041 79 105 212 92 356 420 40 508 648 97 808 69078 319 430 63 69 580 669 778 850 52 911 70102 832 61 94 972 71103 17 36 47 48 263 68 332 607 786 803 951 72075 172 321 450 517 45 724 93 78054 87 170 90 93[ 200] 236 603 716 954 74326 31 33 69 593 798[ 200] 909 49 86 75193 220 21 47 48 329 58 441 56 520 616 59 76054 93[ 300] 204 27 35 74 395 403 503 88 669 722 77 835 56 924 39 77060 452 79[ 200] 509 605 845 78144 82 209 24 383 411 41 672 862 960 79164 638 58 817 80133 378 516 642 709 97 81088 104 62 209 314 648 613 86 766 831 32 54 920 82413 635 765 813 14 35 83016 19[ 200] 95 102 73 271 93 487 95 561 80 794 867 901 53 71[ 200] 84025 470 539 763 896[ 200] 907 85059 199 492 505 50 626 936 86 86015 332 417[ 200] 70 576 622 87011 69 132 46 280 410 596 638 787 926 89420 500 80 88443 92 510 23 46 603 8 88 811 998 710 811 54 69[ 10000] 77 916 76 90129 56 90 320 463 503 715 17 50 83 965 66 91063 90 205 89 312 72 428 32 741 56 87 92115[ 300] 251 308 485[ 200] 585 641 71 821 62 93105 42 237 489 778 812 44 94098 167 270 351 411 20 95 727 941 82 90 95155 81 444 698 703 96137 58 73 387 415 56 628 925[ 200] 97012 49 325 599 661 740 50 807 30 92 98055 120 45 357 64 614 911 50 99064 230 394 547 627 71 759 872 100019 204 311 77 92 511 716 808 96 101037 88 431 708 857 102017 30 35 88 472 549 51 83 627 734 ( 200) 81[ 200] 824 33 103262 346 51 60 97 831 48 51 73 104018 138 95 275 93 327 519 26 98 660 772 85 894 105065 165 273 97[ 200] 547 761 970 106176: 224 48 368 691 704 936 107118 35 46 263 322[ 200] 516 617 51 71 724 847 49 957 108456 556 72 891 109191 241 349 538 634 62 803 27 9611 110004 259 325 465 78[ 300] 80 564 643 63 95 812 90 111068[ 200] 202 31 438 48 97 500 720 34 992 95 112105 270 718 67 938 113076 183 210 43 76 524 641 896 966 114020 112 46 77 216 51 953 115122 29 310 29 53 481 547 732 117094 160 379 586 799 118078 93 174 204 541[ 200] 762 867 984 119195 472 595 617 970 120047 296 893 432 691 749 828 59 912 78 121207 32 57 367 523 612 80 732 820 968 122049 121 32 207 10 317 47 63 76 465 718 56 804 43 70 952 123269 73 779 859 124130 360 477 516 31 81 636 787 953 125000 87 105 241 76 323 539 44 89 674 730 33 92 884 126109 523 681 707 830 60 977 89 99 127065 138 271 78 341 410 22 511 672 80 804 46 929 128216 59 421 74 522 38 632 833 129050 152 238 45 524 829 60 67 913 130018 112 272 407[ 200] 594 786 800 38 93 921 78 85[ 200] 131097 100 47 270 420 57 632 92 725 856 946 182025 144 67 233 351 535 87 743[ 200] 829 37 39 902 133046 105 16 294 99 306 7 907 84 134152 58 420[ 5000] 546 724 50 843 59 992 135065 192 343 692 871 977 88 136152 239 532 720 871 915 85 137272 300 38 411 84 91 536 734 54 861[ 200] 950 56 138047 211 598 826 58 82 139334 94 412 598 630 58 971 140034 97 364 422 525 666 78 141022 153 61 340 410 19 818 939 142022 28 78 192 200 32 98 313 15 442 660 949 59 65 143102 210 80 470 505 728 144224 415 568 823 938 145122 26 56 80 220 37 76 355 468 91 573 731 841 146258 62 321 544 619 23 38 83 828 147231 495 886 148090 176 228 78 705 51 918 88 149068 295 421 693[ 200] 786 883 920 150376 436 626 859 151267 362 468 72 628 765 880 90 93 152013 38 105 261 345 52 53 460 566 768 806 941 153089 102 94 265 338 554 814 68 903 39 50 154003 474 607 754 806 39 155055 130 343 60 531 774 949 83 150118 1500] 604 157192 338 84 92 526 75 682 764 158058 110 39 71 201 28 327 452 89 652 797 98 847 949 159039 67 442 43 632 33 711 45[ 200] 82 801 17 901 160141 206 556[ 200] 91 785 963 161010 17 191 284 419 514[ 200] 631 743 808 916 102022 65 222 310 38 518 84 906 91 163029 156 546 628 766 869 164015 125 49 220 313 400 51 535 38 83 886 930 165072 125 201 353 510 869 939 106138 335 56 408 70 83 770 962 167255 354 401 23 567 642 879[ 500] 925 46 168042 50 67 97 165 67 71 216 81 71 302 67 902 4 169086 279 311 91 505 49 74 98 886 907 30 170432 640 42 75 99 745 57 80 171003[ 200] 109 280 386 713 38 941 172186 287 330 450 705 805 94 969 173015 48 148 264 85 321 436 48 533 73 91 702 898 928 174007 11 75 108 25 36 345 463 652 872 999 175004 176030 439 537 636 67 794 115 336 400 500 1 6 992 95 801 59 68 985 177013 101 99 280 313 96 903 95 178113 35 83 307 92 524 66 745 836 922 55 179015 39 208 338 89 709 18 31 50 180121[ 200] 297 450 55 97 673 802 928 43 48 181015[ 200] 139 41 84 219 331 64 404[ 500] 542 867 182033 135 83 315 524 97 984 94 183093 125 41 263 511 98 649 78 739 66 68 815 184324 38 68 423 646 55 85 99 980 185023 33[ 200] 158 340 485 811 19:32 933 186012 45 138 44 63 236[ 200] 81 314 21 26 56 403 632 795 804 942 187392 483 647[ 200] 755 961 67 72 188095 210 65 326 486 535 682 744 189253 305 33 52 55 422 539 86 638 991 190133 451 635 707 34 802 17 191431 192003 142 91 304 413 21 50[ 300] 87 926 193007 336 89 493 551 761 845 194081 123 72 283 318 87 446 636 44857 704 27 36 195104 273 446 90 553 708 947 196017 65 284[ 200] 458 533 760 97 870 963 197006[ 300] 30 252 548 630 53 708 37 890 198028 167 384 505 51 642 730[ 500] 63 848 86 943 199030 125 366 412 818 26 41 920 200129 225 314 496 522 608[ 300] 89 78 925 58 201036 86 139 286 330 35 494 600 759 876 900 34 78 202057 87 136 879 555 624 48 203025 103 49 54 78 240 42[ 200] 99 531 638 788 824 55 204200 305[ 500] 52 400 60 70 529 86 669 96 716 823 205030 195 224 359 592 647 816 89 904 67 206382 463 586 615 71 785 860 63 965 207070 101 82 261 353 431 71 536 83 698 742 822 919 208178 391 501 625 935 209087 181 222 61 625 935 342 501 5 14 617 866 957 210074[ 200] 124 74 308 410 57 62 664 77 211020 72 168( 200) 390 465 636 702 82 212192[ 200] 859 929 218160 307 36 57 81 489 735 55 78 943 214028 347 400 521 632 89 776 876 900 36 57 215083 123 335 62 99 406 9 560 647 807 216218 356 61 428 855 217063 326 59 431 505 940 50 218204 441 587 612 711 219003 32 163 76 216 25 362 575 80 828 220201 34 48 95 331 454 76 598 745 65 853 937 221034 133 317 413 17 75 560 977[ 200] 222195 96 346 622 67 708 906 87 223111 308 639[ 200] 747 48 74 823[ 200] 224088 112 74 96 268 78 336 68 84 90[ 200] 464 945 225041[ 200] 288 384 461 636 53 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 60 000., 1 zu 45 000 r., 1 zu 30 000 Mt., 1 au 15000 Mt., 1 zu 10000 Mart, 3 zu 5000 t., 10 au 3000 Mt., 19 au 1000 Mt., 43 zu 500 Mr. Blaue Köper- Anzüge und Mechaniker- Kittel bequem geschatten. C. Flch& Co., Spesialfabrit, Köpnickerstr. 111, Hof park Reell und billig fauft man in der Norddeutschen Schuhfabrit von W. Hitschke, gegründet 1872, Stalitzerstr. 13, Gfe Admiralstraße, am Kottbuser Thor.* Rübezahl, am Teufelssee, Müggelberge, Marienlust, a. d. Dahme, zivischen Grünau und Friedrichshagen, bei Fußpartien über die Müggel berge. C. Streichhan, 58742* Befiter des Kaiserhofs Köpenick. Kinderwagen Kranken, Puppen, Sport, Kasten, Leiter- u. Ziegenbockwagen, Kinderklappstühle, Kinder- Holzmöbel. Sämmtliche Korbwaaren. Theilzahlung nach Uebereinkunft. Brunnenstrasse 95, vis- à- vis Humboldthain, a. Nordbahnh. Gesundbrunnen. Telephon III, 1767. am Schlesischen Thor. Agenten allerorts gesucht. 6526 Neu eröffnet! Neu eröffnet! Billigste Bezugsquelle für 9606 ff. Fleisch- u. Wurst- Waaren bei Otto Malicke, Reichenbergerstr.71, Ecke Forsterstr., 5 Minuten v. Görlizer Bahnhof. Speck, fetter à Pfd. 55, bei 5 Pfd. 53 Pf. mager 75, 5 72 à Pfd. Salle'sche Zwiebel- Leberwurst 55 Pf. Thüringer Rothwurst 65" " ff. Leberwurst " " " Pommersche Land- Leberwurst 90 Brauneiger Wettwurſt Polnische Bratwurst. Zungenwurst Brima Schlachwurſt " Salami • 75" 1 " 85." 70 • " 90 110 " 105 " " Border- Schinken im Ganzen. 55 Echter Ostpr. Land- Schinken 100" Delikateß- Schinken ohne Knoch. 110 Feinster Lachs- Schinken Prima Bratenschmalz " 125" 40 " Otto Malicke, 71 Reichenbergerstr. 71. Filz- u.SeidenHutlager Einsegnungs- Hüte von 1,50 M. an. Herrenhüte v. 2,50 an. Gtabl. 1872. P. Grund, 1. Geschäft: Brunnenstraße 180, 2. Geschäft: Dresdenerstraße 134, 59452 am Stottbuser Thor. 120088 258 345 459 505 657 722 951 121088 10 33 1. Ziehung d. 3. Klaffe 199. Kgl. Preuß. Lotterie. 233 74 841 494 994 122114 257 325 38 414 50 64 76 Biehung vom 16. September 1898, nachmittags. Nur die Gewinne über 160 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 335 644 725 1375 636 701 2 939 2349 468 656 768 3069 80 142 259 344 63 79 402 88 590 669 92 729 96 929 33 59 68 4073 167 202 92 333 539 48 80 670 730 75 833 981 5268[ 200] 442[ 200] 61 616 89 712 65 954 76 6230 308 71 91 598 754 7445 76 533[ 200] 59 735 42 8080 125 29 792 865 9041 279 90 335 38 49 523 88 815 953 56 65 10197 464 509 41 47 68 621 735 884 989 11225 62 420 822 35 85 89 12233 59 421 647 66 952 98 13049 52 743 945 14064 137 243 345 656 781 843 15170 71 91 375 704 893 16168 487 507 919 37 17430 514 17 29 62 618 734 859 951 18198 218 19016 83 150 348 644 715 54 937 78.93 20019 161 277 92 499 529 653 728 74 21259 388 460 61 98 523 949 84 22028 95 105 10 26 34 293 344 75 86 448 546 48 647 53 794 909 23233 58 88 468 93 975 24291 425 44 523 52 643 25054 193 311 30 48 565 91 633 26019 137 66 395 460 514 606 850 27011 168 584 93 717 29 28075 90 105 31 255 63 303 64 556 660 79 755 922 29091 107 321 56 550 634 774 890 988 30007 597 828 31354 772 837 952 32089 101 32 52 491 502 631 703 908 49 54 33134 45 59 260 351 62 75 93 448 793 928 74 34082 212 316[ 200] 424 587 692 737 913 14 35272 517 18 36149 277 329 453 793 943 37026 257 425 27 509 750 877 84 902 38114 407[ 200] 93 560 760 941 39195 213 76 342 436 57 732 919 40009 110 212 346 511 635 838 69 912 41055 65 185 308 13 78 425 733 80 891 957 90 42063 183 353 469 43019 119 38 263 305 17 450 601 77 858 929 44024 85 99[ 300] 501 641 70 96 764 85 800 45348 574 88 93 995 46001 25 47 106 427 840 58 950 47005 106 239 70 312 32 51 88 463 750 80 92 801 13 84 48217 309 519 626 764 865 49133 80 241 92 447 753 55 81 824 50072 126 44 216 412 41 69 509 30 745 48 812 32 909 51222 84 317 49 73 650 96 752 854 93 992 52146 207 27 55 431 890 957 53046 249 54 484 563 73 707 45 54042 224 442 51 559 76 633 50 54 735 55096 100 278 91 351 605 792 905 44 96 56239 345 469 508 608 87 714 874 908 54 57169 306 38 424 687 58036 70 259 86 452 524 604 36 742 889 944 59446 796 864[ 200] 60185 402 506 75 699 840 63 61080 95 216 315 700 17 38 826 62124 250 83 87 427 53 771 897 906 20 63285 313 15 26 35 502 85 610 60 723 804 13 56 68 76 928 31 64 64084 148 237 38 42 47 366 72 484[ 500] 712 75 841 65156 259 381 464 558 602 19 21 731 47 66242 363 70 528 765 78 912 67071 127 248 462 76 68027 477 587 88 869 88 69009 99 486 560 940 70113 338 455 72 85 525 66 614 95 960 90 71211 435 91 596 632 95 800 72284 330 464 687 742 944 94 73286 451 70 533 94[ 200] 733 805 12 47 956 74 74038 85 119 89 220 50 340 93 651 75084[ 200] 140 416 846 960 76084 162 609 826 947 77131 82 386 461 68 516 35 631 55 73 93 704 14 39 914 78072 159 470 526 43 79178 290 771 882 908 80061[ 200] 101 208 383 492 579 885 95 98 972[ 200] 82 1123 238 892 905 84055 108 500 777 831 47[ 10001 67 69 79 83200 348 62 420 32 568 72 755 99 896 84156 297 885 914 85357 70 485 553 65 75 792 832 86195 203 330 407 558 65 637 705 956 87022 71 211 13 24[ 2001 400 952 86 88054 69 520 67 95 779 898 992 89167 820 68 901 84 90 90127 51 65 210 404 83 574 677 787 802 11 91128 846 481 83 918[ 500] 57 92066 172 333 409 800 16 93038 624[ 300] 94007 141 224 361 847 940 95178 99 322 33 427 538 755 78 859 70 96015 16 163 350 72 895[ 8000] 96 913 40 54 56 83 07029 183 375 454 523 692 854 921 55 98008 32 39 45 78 215 78 320 35 39 412 43 534 682 90038 93 518 23[ 300] 612 733 72 825 85929 100013 123 413 554 699 742 79 101116 30 254 887 915 49 91 102102 15 246 584 645 83 84 731 82 103127 203 9 55 317 428 67 669 77 79 88 713 104341 457 532 691 771 910 20[ 300] 105104 86 295 308 60 888 106095 138 316 495 566 87 731 911 46 107006 167 414 785 925 108189 206 373 407 37 520 790 867 109133 88 242 305 34 404 70 549 73 652 749 50 51 110039 374 91 433 52 502 642 746 111028 38 307 74 482 596 608 14 61 710[ 800] 86 95 838 965 75 112100[ 200] 241 399 481 602 755 80 814 976 113128 70 204 22 54 311 426 603 784 94 807 29 114043 60 136 93 201 324 413 86 634 864 115023 36 144 373 402 8 [ 200] 20 31 545 709 116052 104 30 78 229 80 308 447 625 770 807 26 117039 401 30 600 63 709 44 76 944 66 118039 180 342[ 1000] 523 660 728 119048 275 [ 10000] 602 12 881 123197 436 80 124187 222 32 445 645 70 96 75 893 995 125008 37 242 388 427[ 200] 46 85 504 863 933 126007 48 63 371 82 508 656 715 825 62 127090 146 63 67 261 394 408 62 523 759 801 16 49 56 944 128032 101 236 76 380 98 445 630 994 129024 72 114 55 295 484 625 880 96 974 130267 89 378 91 92 452 54 587 668 738 869 977 182012 48 80 221 763 80 131127 29 48 53 928 91 804 35 82 928 133036 77 179 267 79 334 71 93 486 1: 4004 100 10 12 366 402 6 509 44 643 73 88 708 95 135011 364 439 633 97 780[ 200] 826 927 36 136121 246 335 471 606 19 76 787[ 500] 809 84[ 300] 911[ 200] 18 45 137046 101 39 274 511 33 646 96 788 971 138013 56 194 377 463[ 200] 751 994 139030 99 286 516 47 724 95 818 911 19 140150 81 309 141018 24 140 386 99 400 6 13 96 521 42 69 619[ 200] 90 799 142004 44 48 199 311 83 507 630 746 51 850 984 143020 35 115 81 86[ 200] 226 353 590 842 44 971 144129 260 363 427 78 573 814 145011 224 523 99 642 734 926 146031 36 120 90 343 95 449 63 655 81 907 37 147073 419 23 29 786 990 148029 82 259 333 34 57 90 810 48 96 956 61 99 149046 51 120 72 221 26 486 99 865 939 41 150114 207 55 349 705 29 75 802 28 948 151002 40 244 77 332 611 53 71 877 929 152112 14 49 94 215 453 78 568 721 153124 322 456 520 621 23 42 860 925 154069 128 72 200 15 87 334 431 517 48 765 843 69 155136 581 626 51 876 156154 203 20 62 86 88 30S GO 89[ 300] 699 762 97 157023 28 210 53 67 96 97 350 3 441 88 501 662 720 25 34 53 58[ 200] 829 59 981 158157 211 359 403 72 693 792 990 159054 396 415 57 71 593 612 755 830 61 911 160102 60 237 366 664 833 161025 59 77 454 57 162179 98 210 79 343 451 648 89 700 95 817 983 89 693 730 845[ 200] 940 42 52 163022 102 84 271 83 89 164047 64 87 98 173 259 307 65 386[ 200] 534 36 99 410 41 744 165087 148 66 205 457 635 166365 544 811 80 167219 32 94 352 644 60 72 168690 771 816 169106 49 208 97[ 200] 330 583 695 741 828 68 940 170174 228 326 94 96 451 510 60 171336 438 503 70 747 905 25 172065 89 149 60 64 202 314 446 61 71 539[ 200] 603 49 57 96 752 178104 425 70 508[ 200] 866 943 174148 282 412 697 702 4 47 838 175138 47 243 396 625[ 500] 60 69 980 83 89 176047 54 208 74 458 580[ 200] 85 628 740 52 76 943 177026 82 208 371 80 93 450 694 178041 108 39 86 322 663 717 179016 49 98 107 64 252 78 96 402 58 674 748 180078 184 210 353 409 516 872 77 982 181010 140 265 682 788 804 23 964 182070 113 22 272 847 697 843 86 960 183170 247[ 200] 65 595 622 47 823 27 73 184170[ 200] 229 434 60 97 528 746 950 185040 179 232 780 41 861 186113 429 528 94[ 200] 623 59 62 64 708 81 824 987 187576 865 87 188197 341 675 740 885 189543[ 200] 674 720 986 190079 352 58 99 523 621 101024 54 205 42.95 313 484 685 777 855 56 961 192119 79 392 403 26 583 610 50 837 77 193032 194 244 325 56 763 65 889 949 194047 113 92 359 680[ 200] 712 887 976[ 200] 195158 59.98 351 483 509 51 747 59 196441 43 616 91 777 803 962 93 197139 249 305 555 779 198030 71 99 236 83 437 528 600 15 764 863 199034 36 109 47 200 365 450 733 857 75 921 23 200057 97 105 56 236 384 96 481 510 605 6 17:63 88 779 802 93 201079 245 57 408 55 564 695 761 844 202114 15 58 98 326 69 781 919 20 203265 79.91 365 444 524 616 46 54 728 93 201039 40 336 43 445 601 5 21 752 54 81 919[ 200] 205034 44 229 473 549[ 2001 640 90 722 959 66 206013 101 91 434 68 621 758 84 88 834 58 207310 34 454 510 611 63 811 27 922 24 208142 399 481 74 896[ 500] 209231 70 332 50 51 89 412 541 627 87 739[ 500] 832 210067[ 200] 209 98 372 421 64 513 43 715 52 89 996 211158 70 205 51 99 316 447 55 736 58 890 951 212189 204 36 49 318 39 58 477 527 43 76 83 612 978 93 213578 321 449 573 74 84 86 88 835 214078 192 246 309 542 674 90 97 939 55 215087 176 209 420 81 518 50 57 216307 65 639 81[ 200] 97 879[ 300] 84 911 77 217033 34 55 82 422 89 651[ 1000] 874 949 218022 114 53 225 53 316 28 41 684 704 72 96 916 65 219309 [ 200] 628 812 220329 514 15 41 83 600 98 711 50 933[ 300] 221045 144 226 322 478 628 727 861 949 222152 240 415 16 562 646 57 846 72 223030 242 386 97 574 793 802 15 87 911 13 224002 55 71 95 381 97 407 66 97 636 738 92 801 916[ 200] 69 225010 57 123 315 32 89 583 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zut 60 000 Mt., 1 zu 45 000 Mt., 1 zu 30 000 wt., 1 au 15 000 Mt., 3 zu 5000 Mt., 9 au 3000 Mt., 16 au 1000 Mt., 38 au 500 Mt. Verantwortlicher Redakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin. Ir. 218. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonnabend, 17. September 1898. Versammlungen. Eine Volksversammlung, einberufen von der weiblichen Vertrauensperson, tagte am Donnerstag in Keller's Saal. Zetkin, die als Referentin angekündigt war, hatte wegen Krankheit Klara absagen lassen. An ihrer Stelle hielt Marie Greifenberg einen Vortrag, in welchem sie mit beredten Worten für das aktive and passive Wahlrecht der Arbeiterinnen zum Gewerbegericht eintrat. Ohne Debatte wurde eine dahingehende Resolution einstimmig an genommen. Unter Hinweis darauf, daß der Stuttgarter Parteitag auch für die proletarischen Frauen eine große Bedeutung habe, empfahl Frau Mesch eine Beschichung des Parteitages durch weibliche Delegirte. Als solche wurden Frau Mesch und Fräulein Haase gewählt. zu in Eberswalde 28-321, Pf. und 11 Std. Da hiernach die Löhne in der sprach das Mitglied Obst über die Arbeiterorganisationen im Dienste Provinz zum theil sehr niedrig sind, so hielt man es für angebracht, durch der Kultur. den in Händen der Organisation befindlichen Arbeitsnachweis auf eine Erhöhung der Löhne bei Ueberweisung von Arbeitskräften hin- ihre regelmäßige Mitgliederversammlung ab, in der Reuter über Die Möbelpolirer( Filiale Norden) hielten am 12. September stande überwiesen werden. zuwirken. Das statistische Material soll deshalb dem Filial- Vor- die Arbeitslosen- Unterstützung Sprach; Redner wandte sich gegen die geschlossen Da die Lohnbewegung als ab- Einführung derselben, da er derselben nur eine geringe Bedeutung aufgelöst. betrachten ist, wurde die Lohukommission beimißt, dem Verband aber große Kosten entstehen. In der sehr Die Stellung der zum Immungsgesetz Kupferschmiede Gehilfen lebhaften Diskussion sprachen sich die Mitglieder Schulze und fam durch Ausdruck: folgenden Beschluß zum Strauch für die Einführung aus, während Schwarz und Die Versammlung Besserung der materiellen ist überzeugt, eine daß Faustmann als Gegner auftraten. Sodann erfolgte die WiederInnungsgesetz ausgeschlossen ist, sie empfiehlt aber den Kollegen, sich Lage der Gehilfen durch das wahl des alten Vorstandes. an den Wahlen zum Gesellenausschuß zu betheiligen, und überläßt In der Mitglieder- Versammlung der Kürschner am 12. 6. M. die Aufstellung der Kandidaten der Vertrauensmänner- Konferenz. hielt Genosse Sassenbach einen beifällig aufgenommenen Vortrag Die Versammlung billigte die Ueberweisung eines Betrages von über das Handwerkergesetz. Sodann wurden Brüggemann zum 20 M. an die Gewerkschaftskommission zum Zweck der Gewerbe- ersten Schriftführer und Tüllmann zum zweiten Schriftführer gerichts- Wahlen. gewählt. Eine öffentliche Versammlung der Möbeltransport- Die Arbeiter und Arbeiterinnen Schöneberge protestirten Arbeiter, Kutscher und Berufsgenossen tagte am Montag, den in einer Versammlung am Donnerstag, den 15. d. M., im Klubhause 12. September bei Obst, Grunewaldstr. 110. Schumann sprach nach einem Vortrage des Genossen Näther gegen die Beschränkung über das Thema:" Unsere Arbeitsverhältnisse, wie sie sind und wie des Koalitionsrechts durch hohe Zuchthausstrafen, indem sie durch sie sein sollten. Referent betont Eingangs feiner Ausführungen, ihren Unwillen gegen solchen Plan bekundeten, wie nothwendig daß die bei der Lohnbewegung im letzten Frühjahr errungenen Löhne der Ausbau und die Kräftigung ihrer Organisation sei, von den Unternehmern bereits wieder zu kürzen versucht werden. um alle Gelüste des Unternehmerthums zu verhindern. Bei der Firma Knauer und bei Schuhmacher würden Gelegenheits- Seinen Vortrag schloß der Referent mit einem Appell an die Arbeiter, arbeiter zur Zeit mit 3 M. bis 3,50 M. bezahlt. Andere sich alle ihrer Organisation anzuschließen. Diskussion wurde nicht Firmen zahlten noch weniger, bis herab zu 1,75 M. Redner beliebt. Ein Antrag des Vertrauensmannes, sich bei der im 15. Be fennzeichnet sodann das Trinkgelderunwesen und kommt zu dem zirk erforderlichen Nachwahl eines Stadtverordneten zu betheiligen, Schluß, daß dieses nur zu beseitigen sei und die Lohn- und Arbeits- wurde angenommen und der Genosse Schubert als Kandidat von verhältnisse nur bessere werden könnten, wenn alle Berufsgenossen der Versammlung nominirt. Zur Betreibung dieser Wahl wurde ein sich der Organisation anschließen. In der sich anschließenden regen Komitee gewählt, bestehend aus den Genossen Obst, Hoffmann Diskussion, wurden die Arbeitsverhältnisse bei den verschiedenen und Bäumler. Alles Nähere wird zu gegebener Zeit bekannt Firmen, speziell die der Firma Uebel beleuchtet, und sprachen mehrere gemacht. Kollegen ihr Bedauern aus, daß bei den angestellten Backern das Solidaritätsgefühl noch recht viel zu wünschen übrig ließe. Nach einem Schlußwort Schuhmann's erfolgte Schluß der Versammlung. gebrüllt worden. In Weißenfee tagte am 10. d. M. eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen, die sich eines sehr guten Besuches erfreute. Pörsch- Berlin hielt einen Vortrag über:" Die sozialen Bestrebungen der Gegenwart." Jm Verlaufe seines Referats fam Arbeitswilligen zu sprechen und schloß mit der Mahnung an die Redner auch auf das in Aussicht stehende Gesetz zum Schutze der Anwesenden, sich in Massen der politischen und gewerkschaftlichen Organisation anzuschließen. Diskussion über den mit Beifall aufgenommenen Vortrag wurde nicht beliebt. willkommen. Kaiserthum und Arbeiterrecht. Ueber dieses Thema sprach am Mittwoch Abend Pfarrer Naumann vor einer nur mäßig beuchten Versammlung in der Tonhalle. Eine Betheiligung ans dem Arbeiterstand war fast gar nicht vorhanden; den größten Theil der Zuhörer bildete, soweit man dies tagiren konnte, Studenten und Angehörige des Bürgerthums. Naumann gab der Meinung Ausdruck, daß man in den Kreisen, die dem Kaiser nahe stehen, wohl selbst überrascht gewesen sei über die Worte, die in Oeynhausen fielen. Das flinge deutlich auch in der Notiz, die die„ Norddeutsche Ztg." brachte, durch. Ob der angekündigte Gefeßentwurf ohne Widerspruch durch gehen werde, erscheine ihm fraglich. Bayern habe sich bereits bei der Umfrage des Herrn Posadowsky, ob ein Bedürfniß für eine Verschärfung des§ 153 der Gewerbe- Ordnung vorliege, ablehnend verhalten und es ist anzunehmen, daß andere Staaten diefem folgen werden. Zwar werde sein engeres deutsches Vaterland, Sachsen, dem Grafen Posadowsky die Freude gewiß nicht verderben.( Heiterkeit.) Material jei von den Befürwortern einer solchen Vorlage bisher nicht geliefert, wohl aber von der Gegenseite. Besonders sei vom Vorwärts" an der Hand zahlreicher Beispiele aus unserer Rechtsprechung der Beweis geliefert, daß heute schon, wenn auch nicht Zuchthaus, so doch schwere Gefängnißstrafen für die geringsten Vergehen der Arbeiter üblich sind. Es falle deshalb demjenigen, der die Aufgabe erhält, die Vorlage zu begründen, kein leichtes Stück Arbeit zu. Und wenn er das Material prüft, dann kann er vielleicht sagen: die am Donnerstag bei Stechert in der Andreasstraße tagte, berichtete In einer stark besuchten Versammlung der Holzarbeiter, " Herr, schicke einen anderen, denn ich habe eine schwere Zunge". Aber Paul über den Stand des Streits bei der Firma Zelder u. Plathen. juristisch wird ihm eine noch schwerere Aufgabe zufallen. Bisher ist Die Meister hätten sich bei der gemeinsamen Sizung am Dienstag abdie Anreizung zu einer strafbaren Handlung strafbar. Jezt soll er lehnend verhalten. Ja, von den Industriellen sei ihnen sogar ein den Grundsatz aufstellen, daß die Anreizung zu einer nicht strafbaren Vorwurf darüber gemacht worden, daß sie überhaupt schon einiges Handlung( Streit) mit Zuchthaus bestraft werden soll. Ein Grundsay, bewilligt hatten. Redner kritisirte sehr scharf das Verhalten der am Dienstag, den 13. d. M. damit, seinen Witgliedern an der Hand Friedrichsberg. Der Arbeiter- Bildungsverein beschäftigte sich der bisher nirgends in der Rechtsprechung üblich ist. Redner glaubt Bolizei. nicht, daß sich im Reichstag eine Majorität für die Vorlage finden besonders Garske, Maaß, Knolle und Glock e. Der von systems zum preußischen Landtage klar zu machen. Im Laufe der An der folgenden lebhaften Diskussion betheiligten sich der Broschüre des Genossen Arons die Eigenthümlichkeiten des Wahlwird. Daß die Großindustriellen den an der Kaiserin Elisabeth der Vereinigung der Holzindustriellen entsandte Herr Bry behauptet, Diskussion hierüber ging folgende Resolution ein:" In anbetracht, verübten Mord für ihre Zwecke ausnügen, tabelt Redner. 77 pet. der Forderungen seien bewilligt. Sie erwecken dadurch den Eindruck, als wollten sie sagen: seht, der doch die Arbeiter zufrieden sein. Damit könnten daß durch die moderne industrielle Entwickelung immermehr Arbeiter Kaiser gehört uns. Nun kommen jetzt wieder die Sozialdemokraten Er rathe ganz unparteiisch brotlos werden, und die Lage des arbeitenden Volkes eine immer zum Frieden. Garste und sagen: haben wir es nicht immer gesagt, der Kaiser kann sich mit unlauteren Waffen kämpfen. So behaupten sie, er, der ein Gesetz, welches jeden Arbeiter, der zum Streit auffordert, ins Zuchtstellt fest, daß die Meister gedrücktere wird, weist die heutige Versammlung das neu geplante zu keiner anderen Seite neigen, er kann nicht anders handeln. Das sogenannter Gewaltsschrupper sei, verdiene 41 M. die Woche. In haus bringen soll, entrüstet zurück". ist nicht richtig. Hätte die Sozialdemokratie bei den Februar Er Wahrheit verdiene er nur 37,25 M. Ferner wird bekannt, daß sie Resolution angenommen. Einstimmig wurde diese Tassen die Hand geboten und sich nicht eigensinnig, auf ihren bei 2 Stunden Versäumniß 4/2 Tage anrechnen. Auch wird nachrepublikanischen Standpunkt gestellt, dann gestellt, dann wäre in Deutsch- gewiesen, daß sie nicht 77 Prozent bewilligt haben. land ein Stück anderer Geschichte vor sich gegangen. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 18. Sept., vormittags 9 Uhr, Die Kraftpolitit des jungen Herrschers in der auswärtigen Politik lobt gegangen. Die Streitenden seien mit ihren Forderungen auch schon zurück- im großen Festsaat der Berliner Reſſource, Kommandantenstraße 57: VerRedner; aber im Inneru kann die neue Zeit nicht anders kommen haben wolle, jo sei auf die Versammlung deſſelben vom Vortrag des Herrn Dr. Bruno Wille:„ Die Welt als Einheit." Gäſte Wenn der Verein der Holzindustriellen Friedensammlung. Freireligiöse Vorlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: als mit der ganzen Erfüllung sozialer Aufgaben. Die Auffassung Montag hinzuweisen. Herr Vogelsang habe da gesagt, daß die der Sozialdemokratie, daß die Arbeiterschaft den ganzen politischen schwarzen Listen den Humanistische Gemeinde. Sonntag, den 18. Sept., vorm. 10% Uhr, Einfluß gewinnen tann, ist unrichtig. Sie wird an Einfluß ge- werden sollten. den Unfrieden befördern und abgeschafft Kommandantenstr. 79. Herr Schäfer: Zum Amtsabschiede. er Doch sei winnen, aber sie wird auch in Zukunft auf bürgerliche Gruppen zur von seinen Kollegen niederDeutscher Senefelder- Bund. Mitgliedschaft Berlin. Heute Abend Unterstützung angewiesen sein. Die Zeit ist vorüber, daß die Die Unternehmer wollen den Streit eben 8 Uhr im Restaurant Miegel, Stralauerstr. 57; Mitglieder Versammlung Arbeiterschaft mit dem liberalen Bürgerthum gegen den Kaiser Front Marschall gesagt, daß sie ihr ganzes Vermögen, 51 000 m., dran( G. S. 29, Hamburg.) Filiale Berlin 3. zu einer Machtfrage gestalten. Habe doch ihr Obermeister und Vorstandssitzung. Allgemeine Kranken und Sterbefkaffe der Metallarbeiter machen könnte, denn dazu befinden sich in diesem Bürgerthum zu zahl- sezen wollten, damit die Streifenden unterliegen. Herrn Bry er- Manteuffelstr. 47: Mitgliederversammlung.- Filiale Berlin 4. Heute Heute Abend 812 Uhr, reich die Kleinen Stumm's.( Lebhafte Zustimmung.) Die Deynhausener widert Glocke, daß mehrere Firmen dem Verein der Industriellen Abend 812 Uhr, bei Frizz Wilfe, Andreasstr. 26: Mitglieder- Versammlung. Rede habe aber auch gezeigt, daß eine Wiederkehr der begeisterten Stim- gesagt haben müssen, daß sie mehr zahlen, als Zelder u. Plathen. Dabei mung für die Sozialpolitik beim Kaiser nicht mehr möglich ist. Der Weg hätten gerade Zelder u. Plathen ausgesuchte Kräfte und verlangten straße 68: Mitglieder- Versammlung. Filiale Berlin 5. Heute Abend 9 Uhr, bei Koplin, LothringerFiliale Berlin 6. Heute ist zu ende. Entbrennt der Kampf zwischen dem Kaiser und der außerordentlich intensive Thätigkeit. Die Profite der Unter- Abend 9 Uhr, bei Dicke, Ackerstr. 123: Mitglieder- Versammlung.- Filiale Arbeiterschaft, so geschieht es zum Schaden der Nation. Redner nehmer könnten durchaus nicht so flein sein, wie Herr Bry be- Charlottenburg. Heute Abend 8½ Uhr, im Reſtaurant A. Leder, glaubt aber trotz alledem die Hoffnung aussprechen zu können, daß hauptete, da alle kleinen, die das Geschäft und die Ausnutzung der Abend 812 Uhr, bei Filicke, Kirchhofstr. 41: Mitglieder- Versammlung. Bismarckstr. 74: Mitglieder- Versammlung.- Filiale Rixdorf. Heute Ser große politische Kompromiß zwischen den Sozialen und Natio- Kräfte verstanden haben, groß geworden seien. Jetzt, nachdem drei nalen doch verwirklicht werde. Die Diskussion über den Vortrag war Wochen gestreift worden und mehrere tausend Mark verbraucht worden sammlung. Tischler Verein. Heute Abend 812 Uhr, Melchiorstraße 15: Verbedeutungslos und erfolgte sodann gegen 11 Uhr Schluß der Ver- seien, tönnten die Arbeiter doch nicht ihre Forderungen aufgeben. sammlung. ( Bravo!) Ein Antrag, daß alle Kollegen, die bei anderen Meistern Der fortschrittliche Verein Franz Ziegler" hatte am für Zelder u. Plathen arbeiten, die Arbeit niederlegen, wird Donnerstag eine Versammlung veranstaltet, die von ungefähr 60 Per- der Kommission überwiesen. Dann wurde folgende Resolution fonen besucht war, darunter einige Sozialdemokraten. Herr Lehrer einstimmig angenommen: Die Versammlung erklärt: 1. daß die Ein Mann. Dem Hamb. Corr." wird geschrieben: Auf Matthes sollte über„ Die Sozialdemokratie und die Landtagswahlen" von den bei Belder u. Plathen Beschäftigten gestellten Forderungen der Kaledonischen Eisenbahnstrecke unweit Edinburg wurden sprechen. Er streifte aber dieses Thema mur, weil er, wie er fagte, derartig gering sind, daß es nicht zu erwarten war, daß die Reparaturen vorgenommen, als ein Sigual von dem Heraneilen des feine Veranlassung habe, sich den Kopf der Sozialdemokratie zu zer- Firma einen derartigen Kampf, wie er jetzt besteht, herauf- Londoner Expreßzuges gegeben wurde. Die Arbeiter entfernten fich brechen. In der Diskussion aber wurde hauptsächlich über das oben beschwören würde; 2. Da das Vorgehen der Meisterschaft von den Schienen. Als der Zug nahe herangekommen war, bemerkte genannte Thema gesprochen und der Sozialdemokratie der Vor- durch die bei diesem Streik geführten schwarzen Listen einer von ihnen, daß ein schwerer, eiserner Kolben durch Versehen wurf gemacht, daß sie besonders in Berlin- taktisch beweist, daß es ihnen nicht darum zu thun ist, in Frieden mit den zurückgelassen worden war. Rasch entschlossen eilte der Arbeiter verfehlt und unklug gehandelt und sich ins eigene Fleisch geschnitten Gesellen weiter zu arbeiten, die jetzt streifenden Kollegen von zurück und entfernte das Hinderniß, welches das größte Unglück habe. Auch ein Parteigenosse verurtheilte die Stellung der Berliner Belder u. Plathen mit allen Mitteln zu unterstützen, um ihnen zum herbeiführen konnte. Der Zug raste vorüber, und der Arbeiter wollte Genossen und erklärte fich für Wahlbetheiligung à tout prix. Dem- Siege zu helfen.. Ferner verpflichten sich die Kollegen, soweit es sich von der anderen Seite entfernen, als ein anderer Expreßzug gegenüber legte Genosse Fräntel, obwohl selbst Anhänger der Wahl- noch nicht gefchehen ist, dem deutschen Holzarbeiter- Verband bei- von der entgegengesetzten Richtung heraneilte. Der Mann hatte betheiligung, die Gründe dar, welche die Mehrheit der Berliner zutreten, um in Zukunft den Uebergriffen der Unternehmer gewappnet feine Zeit mehr, sich von den Schienen zu entfernen. Er warf sich Genossen zu ihrer ablehnenden Haltung geführt haben. Er wies entgegentreten zu können. deshalb, so schnell er konnte, auf den Boden zwischen die Schienen darauf hin, daß die Deutschfreisinnige und die Freifinnige Volts- Die Bau- Anschläger beschlossen in ihrer Generalversammlung und ließ den Expreßzug über sich dahinsausen. Auf diese Weise partei niemals den ernsthaften Willen gezeigt haben, das all- am 4. d. M., eine Arbeitslosen- Unterstützung einzuführen und wurde rettete er sein Leben. gemeine, gleiche, geheime und direkte Wahlrecht für die Landtags- hierzu eine Kommission von 7 Mitgliedern mit der Ausarbeitung raume arbeitender Sattlergehilfe ein scharf geschliffenes SattlerIn einer Münchener Brauerei ließ sich ein im Maschinenund Gemeindewahlen einführen zu helfen, daß sie in den Konflikts- der näheren Bestimmungen beauftragt. jahren, wo sie das Abgeordnetenhaus vollständig beherrschten, vor der messer an einem Strick herunterreichen. Das Messer rutschte aus dem von Lassalle, Jocoby und einigen anderen geforderten Steuer- sprach am 6. September Dr. Wille über das Thema: Der Kampf linke Halsseite und durchschnitt ihm die Schlagader, so daß der Tod Im Verein zur Wahrung der Intereffen der Maurer Hefte, an dem der Strick befestigt war, fiel dem Sattler in die verweigerung dem einzigen Mittel, welches die Regierung zur ums Dasein in der Gedankenwelt. Im Bericht des Ausschusses sofort eintrat. Raison bringen konnte, muthlos zurückschreckten. Er erinnerte weiter wurde darauf hingewiesen, daß drei Mitglieder wegen Affordarbeit an die Stellung der freisinnigen Partei gegenüber allen ausgeschlossen sind. sozialpolitischen Gesetzen und Maßnahmen, Am st ä h I e n. und konstatirte, daß die Freisinnigen bei den Um 18. September wird im Feenpalast eine außerordentliche Tezten und bei den Vereinsversammlung stattfinden und soll auf die Tagesordnung ein früheren Reichstags- Stichwahlen in einer großen. Bahl von astronomischer Projektionsvortrag gesetzt werden., Wahlkreisen für einen Reaktionär gegen einen Sozialdemokraten gestimmt haben, daß man es daher den Arbeitern nicht verdenken Die Filiale I der Sattler und Tapezirer tagte am 10. Septönne, wenn sie keine Lust mehr verspürten, für eine solche Partei tember im„ Englischen Garten". Genosse Metzner hielt einen die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Der Abg. Kopsch versuchte Vortrag über:" Arbeiterschutz und Arbeitertrug", worin er auch auf darauf in längerer Rede, die Ausführungen des Redners zu wider die neueste Kaiserrede verwies. In der Diskussion sprachen sich eine Tegen. Anzahl Redner im Sinne des Referenten aus, besonders wurden die Februar Erlasse erwähnt. Es wurde noch beschlossen, eine öffent liche Versammlung mit dem gleichen Thema einzuberufen. aus 0 Vermischtes vom Tage. - Eine eigenartige Versicherung besteht in u Im Bestpreußen): sie leistet Entschädigung bei Pferde- Dieb. y. Durch eine Feuersbrunst sind in Lemgo 15 Wohnhäuser vernichtet worden. -Auf der im Bau befindlichen Szimbirster 8 weig linie der Kasanischen Eisenbahn stieß am Donnerstag ein Arbeitszug auf mehrere quer über das Geleise gelegte Schwellen und entgleiste. Gin Bugbeamter und zwei Arbeiter wurden getödtet und zehn Arbeiter verlegt. Eingelaufene Druckschriften. Die Kupferschmiede hielten am Sonnabend im„ Englischen Garten" eine öffentliche Versammlung ab. Ueber die diesjährige Lohnbewegung wurde berichtet, dieselbe habe, obgleich es nicht zum Der Verband der Ban-, Erd- und gewerblichen Hilfs= Streit fam, im allgemeinen eine Aufbesserung der Löhne herbei- arbeiter( Bahlstelle V) tagte am 11. d. M. im" Luisenhof", geführt. Aus den Ergebnissen einer im Auguſt aufgenommenen Buckowerstraße. In einem längeren Vortrage erläuterte Niete die Statistik wurde unter anderm folgendes mitgetheilt: Angaben sind Nothwendigkeit der Organisation und ihren Zweck. Sodann wurden eingelaufen aus 82 Betrieben mit 323 Kupferschmieden, und 15 neue Mitglieder aufgenommen. Als jeßiges Versammlungslokal 11 Betrieben, die mur Lehrlinge beschäftigen. Nicht und Arbeitsnachweis wurde" Luisenhof" bestimmt. berücksichtigt find 9 Betriebe mit 42 Gesellen und 33 Werkstellen, die nur Lehrlinge halten. Die Höhe der Löhne wird durch folgende An- 11. 6. M. Karl Knöpchen über das Thema: Die herrschende In der Freien Vereinigung der Bauarbeiter sprach am gaben veranschaulicht: Einen Stundenlohn unter 40 Pf. hatten Gesellschaft, wie sie ist und wie sie sein soll. Die nächste Versamm- fänger 3 Kollegen, für 40 Pf. arbeiteten 15, zu 42, Pf. 178 45 lung findet am 9. Oktober in der Schwedterstraße bei wernau statt. = 102, zu 471/2 Pf. 28, zu 50 f. 97, zu 52-55 Pf. 36, 31 60 Pf. 8 Kollegen. Aus 22 Werkstellen, die sich auf 12 Orte Der Verein der Zimmerer tagte am 11. September. Die der Provinz Brandenburg vertheilen, liegen ebenfalls statistische Versammlung ehrte vor Eintritt in die Tagesordnung das dahin Angaben vor, aus denen folgendes hervorgeht: In Frankfurt a. D. geschiedene Mitglied Richard Zinn in der üblichen Weise. In Vereinswerden Stundenlöhne von 30-50 Pf. gezahlt, die Arbeitszeit be- angelegenheiten wurde bekannt gemacht, daß der Streit in Bernau trägt 10 Stunden. In Fürstenwalde werden bei 10 stündiger beigelegt wurde, nachdem der Unternehmer 33 Pfennige MinimalArbeitszeit 50 Pf. pro Stunde verdient. In Luckenwalde beträgt lohn bewilligt hat. Im weiteren wurde der Vorstand beauftragt, der Lohn 26-34 Pf., die Arbeitszeit 11 Stunden. In Köpenid Rücksprache betreffs einer wissenschaftlichen Vorstellung mit Herrn 40 Pf. und 10 St., in Prenzlau 45 Pf. und 10 Std., in Sommer- Dr. Meier( früher Urania) zu nehmen. Zu derselben soll ein Fabritinspektoren. feld 40 Pf. und 10 Std., in Küstrin 241/ 2-421/ 2 Pf. und 11 Std., in größerer Saal genommen werden und beträgt das Entree 10 Pf., Handels und des Verkehrswesens. Königsberg( N.) 40 Bf. und 10 Std., in Rottbus 35-371/ 2 Pf. und 11 Std., Sas eventuelle Defizit wird aus der Vereinslasse gedeckt. Hierauf- Grauenstimmrecht.- Frauenbewegung. 51. Heft des 16. Jahrganges erschienen. Aus dem Inhalt heben wir Von der Neuen Zeit"( Stuttgart, Dieg' Verlag) ist soeben das hervor: Ein kaiserliches Programm. Statistisches über die Kriminalität in Italien. Von Oda Olberg. Das gewerbliche Schiedswesen in Neufeeland. Von Henry B. Macrofty. Quer durch die Berliner Kunstausstellung. Von Erich Schlaikjer. III.- Geheime russische Dokumente. Notizen: Ein neuer Stern. Von Bruno H. Bürgel. Versezen von massiven Amerika nach der Berufsstatistik. Bauten in Deutschland. Die Frauenarbeit in den Vereinigten Staaten von Feuilleton: Alexander der RattenVon Dr. Richard Garnett. Autorisirte Uebersetzung aus dem Englischen.( Schluß.) ( Stuttgart, Diet' Verlag) ist uns soeben die Nr. 19 des 8. Jahrgangs Von der Gleichheit", Zeitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Schwierigkeiten der gewerkschaftlichen Organisirung der Arbeiterinnen. II. Bur Dienstbotenfrage. Eine Erwiderung. Von Wally Bepler. der holländischen Frauenbewegung. Das freie Wort. Von John Henry Mackay.( Gedicht.) Feuilleton: Die Geschichte vom unartigen kleinen Klara Bettin: Gewerkschaftliche Arbeiterinnen- Organisation. Jungen. Skizze von Mark Twain. Notizentheil von Lily Braun und Weibliche Frauenarbeit auf dem Gebiete der Industrie, des Arbeitsbedingungen der Arbeiterinnen. Aus Für den Inhalt der Inserate Ostend- Carl Weiß- Theater. übernimmt die Nedaktion dem Gr. Frankfurterstr. 132. Publikum gegenüber keinerlei Extra Vorstellung zum Besten der Verantwortung. Theater. Sonnabend, den 17. Septbr.: Opernhaus. Ein Maskenball. Slavische Brautwerbung. Anfang 71/ hr. Schauspielhaus. Coriolan. Anfang 712 Uhr. Deutsches. Cyrano von Bergerac. Anfang 7/2 Uhr. Leffing. Im weißen Nöß't. Anfang 71 11hr. い Schüler- Unterstützungsfasse der 9. städt. Fortbildungsschule. Humoristischer Brolog, verf. u. gesp. vom Direktor C. Weiß. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Novität! Bum 11. Male: Novität! Die Urzeit des Menschen. cta Schluntz sel. Wwe. Gesangsburleske in 3 Aften von D. Haneld, bearbeitet v. J. Dill. Musik von G. Steffens. Anfang 72 Uhr. Bet günstiger Witterung im Garten. Borzugsbillets haben keine Giltigkeit. Sonntag: Lekte Spezialitäten Vorstellung. Berliner. Der Pfarrer von Kirch: Metropol- Theater. feld. Anfang 71/2 Uhr. Neues. Ottilie. Anfang 72 Uhr. Westen. Der Troubadour. Anfang 712 Uhr. Residenz. Frühlingswende. Sterauf: Eifersucht. Anfang 72 Uhr. Behrenstr. 55-57. Direktor: Rich. Schultz. Theater Telephon Amt I.. Nr. 378. Kaffe- Telephon Amt I. 2126. Novität. Zum 15. Male: Novität. Metropol. Das Barabies der Frauen. Das Paradies der Frauen. Anfang 7 Uhr. Schiller. Die Haubenlerche. Anfang 8 Uhr. Central. Die Geisha. Anf. 71/2 Uhr. Belle Alliance. Ueber Land und Meer. Anfang 8 Uhr. Oftend. Schlung sel. Wwe. Anfang 71/2 Uhr. Luisen. Seine Puppe. Hierauf: Entdeckt. Anfang 8 Uhr. Friedrich Wilhelmstädtisches. Leopoldi Fregoli( Berwandlungs: fünstler). Camaleonte. Eldorado. Zum Schluß: Fregoligraph. Anfang 8 Uhr. Alexanderplatz. Demi Monde. Anfang 8 Uhr. Urania. Taubenstraße 48-49. Naturkundliche Ausstellung. Täg: Itch geöffnet von 10 Uhr vor mittags ab. Eintritt 50 f. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches Theater. Juvalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 11hr: Sternwarte, Operntelephon. Gr. Ausstattungspoffe mit Gesang n. Tanz in 6 Bildern nach Blumu. Toché's Madame Satan" von Jul. Freund, Musik von Jul. Einödshofer u. Bertr. Sänger. In Szene gesezt vom Dir. Richard Schult. Der choreographische Theil v. Balletmeister Louis Gundlach. ut 2. Bilde: Ballet u. Die Moden des Jahrhunderts.( 60 Damen.) Im 6. Bilde: Eva's Vermächtniß, großes Balletbild mit Apotheose ( 80 Damen). Preise der Plätze: Orcheſterfauteuil 4,50 M., Partetfauteuil 3 M., Parket 2 M., Promenoire 1,50 W. Von 9 Uhr ab 1 M. Anfang der Vorstellung 28 Uhr. Ende 11 Uhr. Morgen und folgende Tage: Das Paradies der Frauen. Restaurants unter Leitung des Hoflieferanten 2. Schaurté. Konzert der TscherkessenKapelle Petrow. Apollo. Spezialitäten- Borstellung Prater- Theater, Anfang 7 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten BorKastanien- Allee Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Passage- Panopticum. Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Neues SeptemberProgramm. Heute 25 Pf. Entree. Geöffnet v. vorm. 9 bis abds. 10 Uhr. Castan's Panopticum. Neu!!" Walsin Major Grat Esterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Before upstate Robert und Bertram. Apollo- Th stellung. Anfang 7 Uhr. Passage Panoptikum. Spezialis täten Vorstellung. Schiller Theater ( Wallner Theater). Sonnabend zum ersten Male: Posse mit Gesang in 3 Abtheilungen von Näder. Klown Tanti mit seinen dressirten Sunden. The 3 Forleys, chinesische Gycentrics. Gebr. Milardo, Grotesque Duettisten. Elly Viola, oftimsonbr. Jan and Jim, Stockebouts. Morleys, Fata Morgana. Friedrichstr. 118. Otto Reutter Thalia- Theater. Boltsvorstellung unter Regie von Jal. Türk. Sonntag, den 18. September, nachmittags 3 Uhr: Zum ersten Male: Der Sohn der Wildnis S. Romantisches Schauspiel in 5 Aften. Ingomar.. Parthenia schon Sonnabend gestattet. Caesar Beck( Berliner Theater) a. G. Meta Bünger( Deutſches Theater) a. G. Margarethe Walden. Karten in den mit Blakaten belegten Geschäften. Umtausch der Karten Max Kliem's Sommer- Theater, Hafenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Neues Programm: Wienecke's Zwerg Theater. Mackwell, Froschmensch. Benedetti, Imitator. Edler von Metz, Transformations: fünstler. Bertoletti, Jongleuse. Max Grabow, Romiter. Elsa Rotti. Chansonnette. ,, Das Täubchen von Quedlinburg", Voltsstück mit Gefang. In den Festfälen: Grosser Ball. Die Kaffetüche ist geöffnet. Max Kliem. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. CARL Nur noch 14 Tage! HAGENBECK'S INDIEN. 95 Schaustellungen in der Wochentags 5 u. 7 Uhr nachm. gedeckten Arena: 1 Sonntags 3, 5 u. 7 Vorstellungen im Indischen Theater ab" 4 Uhr. Ab 4 Uhr nachm.: Gr. Militär- Doppel- Konzert. Sonntag, den 18.: Gross. Entscheidungs- Ringkampf zwischen dem Indier Mhabool Khan u. dem Berliner Elly Stoffanion Consuelo Tortajada Les Minstrels Parisiens Der Die Haubenlerche. Konzert u. Ball. Schauspiel in 4 Aften von Ernst v. Wildenbruch. Sonntag, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Anfang 4 hr. Eintritt 30 Pf., num. Play 50 Pf. Kalbo. Die Haubenlerche. Reichshallen. Central Theater Direktion: J. Ferenczy. Die Geisha oder: Eine japanische Theehand: Geschichte. Operette in 3 Aften von Owen Hall. Musik von Sidney Jones. Deutsch bon E. M. Röhr und Julius Freund. In Szene gesezt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapellmstr. C. Goldmann. Stasseneröffnung 127 Uhr. Anfang 28 Uhr. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Sonntag, nachmittags 3 Uhr, zu bedeutend ermäßigten Preisen: Der Bettelstudent. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Sonntag, den 18. September 1898, nachm. 3 Uhr: Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk. Der Sohn der Wildnik. Romantisches Schauspiel in 5 Atten von Friedrich Halm. Dienstag, den 20. September: Erstes Auftreten des Fräulein Willy Sandrock vom Hofburgtheater in Wien, des Frl. Grete Bräunig vom Hoftheater in Gaffel, des Frl. Claire Gefchinsky vom Stadttheater in Stettin, und der Herren George Kaiser und George Worlitzsch. Gastspiel des Herrn Friz Helmerding v. Metropol Theater in Berlin. Novität! 8. 1. Male: Novität! Sonnabend, den 17. Sept.: Erste Soirée der allbeliebten Stettiner Sänger ( Meysel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Möhl, Schneider und Schrader). Anfang präzise 8 Uhr. Kaffenöffnung 6 Uhr. Entree( Saal durchweg) 50 Pf., Borvert. 40 Pf., Num. Balfon 75 Pf., Balton ogen 1 W., Orchester- Logen 1 m. M. 50 Pf, Fremden- Logen 2 M. Die Tageskaffe ist von 11-1 Uhr geöffnet. Vor der Soirée: Konzert. Musikalisch- humoristischorchestraler Eröffnungs Feft: prolog von Meysel. und 15 hervorragende Debuts. Kasseneröffnung 6% Uhr, Anfang der Vorstellung 72 Uhr. Alcazar Theater Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Novität! Täglich: Novität! Die Riebitze. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz. Nén! Neu! Nen! Schach und Matt. Lustspiel in 1 Aft von Carlos Duchow. Gesammtauftreten des durchweg nenengagirten Künstler: und Spezialitäten- Personals. Wochent. 7 Uhr. Anfang:+ Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf. Borzugsbillets haben Giltigkeit. Berliner Sänger 11. Theater Ensemble Tyll Eulenspiegel. Direttion: Oskar Klein- Gustav Oberg. 10 Damen, 12 Herren, groß. Orchester. Jeden Montag u. Freitag in der Viktoria- Brauerei. Jeden Dienstag in der ActienBrauerei Friedrichshain früher Lipps. Am Königsthor. Humor auf Humor. Beginn 712 Uhr, Billet 75 und 50 Pf., Borverkauf 40 Pf. Empfehle mein Weiss- und Bairisch- Bier- Lokal, franz. Billard, separ. Vereinszimmer. Reichshallen- Restaurant 50742* ( vom 17. Septbr. an): Jed. Abend 8 Uhr: Gr. Konzert des Reichshallen Orchesters. ( Kapellmeister Mnr Schmidt). Unser luftiges Berlin. Bom 18. September an: Täglid) Große Gesangsposse in 5 Bildern von E. Sondermann u. Ch. Bischoff. Couplets von Alfred Bender. Mufit von Curt Goldmann. Anfang 7 Uhr.[ 952b Grosser Mittagstisch. Während des Diners: Konzert des gesammt.Reichshallen- Orchesters. Restaurations: Chef: Felix Müller. Küchen- Chef: Fritz Schalliér. Herrn Kanitzki um den Siegespreis von 300 Mk. Eatree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Concerthaus. Mähr's Theater Leipzigerstr.No.48 Sonnabend geschlossen. Sonntag: Anfang 7 uhr. Zum Schluß: liebe Onkel. Ausflügen, Sommerfesten u. f. w. empfiehlt sich Oranienstr. 24. Täglich Große Theater und Spezialitäten Borstellung. = Jeder Arbeiter, Jeder Handwerker sollte zur Arbeit die Lederhose Herkules tragen. Allein Verkauf für Berlin. Dieselbe ist in schönen praktischen dunkelgrauen und braunen Streifen echtfarbig ge druckt. Eine außerordentlich starke Waare, sehr feste stappnähte, haltbare Nähmaterialien, breite, tiefe LederPilot- Taschen, ein hohes bequemes Gefäß, richtig weit gearbeitete Schenfel theile verleihen der Hose die größten Vorzüge. Der Hosenbund ist hinten und vorn aus einem Stück gefertigt, ein Reißen der angenähten Bund theile ist daher ausgeschlossen. Die Senöpfe sind fest angenietet, nicht angenäht, so daß dieselben nicht so leicht abfallen können. Trotz all dieser ganz erheblichen Vortheile kostet die Hose nur den billigen Preis von Bei Entnahme von 4 6 Stüd 26 vit. Mt. 50) Versandt nach auswärts von 20 Mr. an franto. Bei Bestellungen ge nügt die Angabe der Bundweite und der inneren Schrittlänge. Baer Sohn Chausseestr. 24a. Brückenstr. 11. Gr. Frankfurterstr. 16. Circus G.Deike Nollendorfplatz 5. Der erste und eleganteste reisende Circus Europas. 130 Personen, 45 Pferde. Eigene elektrische Beleuchtung. Heute u. folgende Tage: Berliner Wäscher- Mädchen. Gr. Vorstellung Anfang an den Wochentagen 8 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Bons haben Giltigkeit. mit stets wechselndem Programm. Sonnabends, Sonntags wie Mitt wochs je 2 große Vorstellungen, nachm. 4 Uhr u. abends 8 Uhr. Brauerei Pichelsdorf Bolts- Theater im Defonom: Otto Starck. machen wir unsere Landpartie( per Kremser oder per Schiff)? Zum alten Freund auf Pichelswerder. Bei Gesellschaften Brücken- Nüdgang vergütet. Wohin Concurrenz- Manöver! Man findet sehr oft, dass die eigene Unfähig keit oder mangelnde Leistungsfähigkeit bei Fabrikanten und Händlern durch hohltönende Phrasen zu verdecken versucht werden. Auch verschiedene Cacaos werden in der Presse mit einem grossen Aufwand von Redeschwall angepriesen. Ein Versuch des Konsumenten mit diesen Produkten wird dieselben sofort in diejenigen Schranken zurückweisen, in die sie hingehören. Die Fabrikanten von van Houtens Cacao sagen ihrem Cacao nur das nach, wovon sich alle Welt sehr leicht überzeugen kann. Ein köstliches, nahrhaftes und leicht verdauliches Getränk, das infolge eines besonderen Fabrikationsprozesses den Geschmack in höchstem Grade entwickelt hat und daher auch auf die Dauer bekömmlich ist. Ein Kaffeelöffel voll genügt für eine Tasse Cacao van Houten. Cacao van Houten hat sich während dreiviertel Jahrhundert als der beste bewährt. Albert Becker, Möbel auf Theilzahl. Oranienstr. 131. Blumenstr. 49. Beamten Routante H.& M. Lewent. ohne Anzahl Zahl. Bed. Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Neu! Neu! Novität! Mufer Junge. Posse mit Gesang v. E. Braune Wochentags 8 11hr. Anfang: Sonntags 6 1hr. Entree: Wochentags 20 Pfennig. Sonntags 40 Pfennig. Die Direktion: Aug. Kolig. W. Noack's Theater Brunnen- Strasse 16, Freitag und Sonnabend: Keine Vorstellung. Eröffnung der Winter- Saison am Sonntag, den 18. Septemben Zur Aufführung gelangen: Schauspiele, Luftspiele u. Poffen. Restaurant Grüne Trift" " von Wilhelm Zeidler, Cöpenick, Müggelheimerstr. 29. Letztes Lokal, Empfehle mein Weiß: n. Bairisch Bierlokal, Gartenu. Ausspannung bei Ausflügen nach den Müggelbergen, Müggelschloß, Strandschloß u. f. w., da noch zur nächsten Restauration brei viertel Stunde Weg ist. 5450L* Altes Schützenhaus, Linienstrasse 5, empfiehlt seine ,, neuen" Säle. Deutschlands bedeutende Schuh- Fabriken Weltbekannt durch Luisen- Theater Feen- Palast- Paußerordentliche Haltbarkeit, 34. Reichenbergerstraße 34. Abends 8 Uhr: Seine Puppe. Boltsstück mit Gefang in 3 Atten bon Max Schönau. Musik von Fritz Krause. Hierauf: Auftreten d. ersten, deutschen Berwandlungs A. Angeloti Künstlers in feiner Tragis Entdeckt! fomödie: Zum Schluß: Sinfonia Cosmopolita. Sonntag, nachm. 3 Uhr: Voltsvorstellung zu kleinen Breisen: Seine Puppe. Angeloti. Abends 8 Uhr: Anf vielseitiges Verlangen: Der Kaufmann von Venedig. Flora- Säle 1000 Perf. faff. Elektr. Beleuchtung. Besizer: Bernh. Nieft, Weberstr. 17. Sonnabende Septemb. bis Dezember gratis zu vergeben.[* Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direktion: Winkler und Fröbel. Neu! Neu! Fred Edlawi. Erster deutscher Original- Bliz Verwandlungs Schauspieler mit seiner Sensationskomödie Eine Minute zu spät. Sechs Personen dargestellt von Edlawi. Neu! Nuscha Melitta, Neu! Sport Soubrette in ihrem eleganten Bonny Gespann. Neu! Balleni, Kaleidoskoptänzerin. Feriter: Carola Carla, Prima: Ballerina. Helene Voss. Max u. Ernst Wardini. Molly Verch. Barsikow Truppe. Trio. Welser Carrè und Banola. Anfang 7/2, Sonntags 6 Uhr. Entree 50 Pfg. durch vorzügliche Paßform, durch unerreicht billige, feste Preise, durch unübertroffene Leistungen auf dem Gebiete der Schuh- Industrie. [ 58212*] Wir unterhalten CONRAD TACK& CLE 00 SCHUHWAAREN FABRIKEN BURG B.MAGDEBURG in Berlin folgende Verkaufsstellen unter eigener Firma: 0. Andreasstraße 50. S. Oranienstraße 65. SW. Friedrichstraße 240-241. W. Potsdamerstraße 57-58. C. Rosenthalerstraße 14. C. Spittelmarkt 15. NW. Thurmstraße 37. NW. Wilsnackerstraße 22. Conrad Tack& Cie, Burg bei Magdeburg. Berantwortlicher Redakteur: Hugo Poetsch in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin. Druck und Verlag von May Bading in Berlin.