Nr. 219. Abonnements- Bedingungen: Abonnements-Preis pränumerando: Bierteljährl. 3,30 Mt., monatl. 1,10 mt., wöchentlich 28$ fg. fret ins Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags Nummer mit illustrirter SonntagsBeilage, Die Neue Welt" 10 Bfg. PoftAbonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Gingetragen in der Post- BeitungsPreisliste für 1898 unter Mr. 7576. Unter Kreuzband für Deutschland und Desterreich Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Erscheint täglich aufer Montags. Vorwärts Berliner Volksblaff. 15. Jahrg. Die Insertions- Gebühr beträgt für die ſechsgespaltene Rolonel zeile oder deren Raum 40 Pfg., für Bereins- und Versammlungs- Anzeigen, sowie Arbeitsmarkt 20 Pfg. Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition tft an Wochentagen bis 7 Uhr abends, an Sonn- und Festtagen bis 8 Uhr vormittags geöffnet. Kernsprecher: Rmt I, Mr. 1508. Zelegramm Adresse: Bozialdemokrat Berlin". Bentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: SW. 19, Beuth- Straße 2. " Sonntag, den 18. September 1898. Unangenehme alte Wahrheiten. " 〃 Expedition: SW. 19, Beuth- Straße 3. " " War Sozialdemokratie und Selbstverwaltung. Stadtverordnete Singer nicht gleich nach seiner Wahl zu den Arbeiter anstrebten und von einer gewaltthätigen Aktion einstSigungen der Schuldeputation einberufen worden? Warum weilen( d. H. bis zum Tage der Berichterstattung, denn eine In der letzten Sitzung des Berliner Magistrats ist ein mußte drei Monate gewartet werden, ehe der Magistrat Prophezeiung für die Zukunft hatte der Untersuchungsrichter nicht Refkript des Kultusministers zum Vortrag gelangt, welches sich darüber schlüssig machte, ob er seinerseits die Wahl abzugeben) nichts wissen wollten, predigten die Anarchisten die den Magistrat in die Unmöglichkeit versett", die Wahl des zu bestätigen habe, oder ob er die Bestätigung für" Propaganda der That". Und er zitirt eine Reihe Stellen aus der am 17. Juni dieses Jahres zum Mitgliede der Schul- den Gewählten bei der Regierung nachsuchen müsse? Bisher wird und( z. B. Nr. 2, 1885) die Sozialdemokraten geradezu als er die Bestätigung für" Freiheit", worin dieser Gegensatz immer wieder hervorgehoben deputation gewählten Stadtverordneten Singer zu bestätigen. hat überhaupt der Magistrat solche Wahlen weder selbst be- freiwillige Polizeidiener" und" elendes Lumpenpack" betitelt Die Hetzereien der Kreuz- Zeitung", sowie der Stumm'schen stätigt dieses Recht des Magistrats ist übrigens nach der werden, weil ein deutsches Arbeiterblatt nach dem ReinsdorffSchleifstein- Presse haben also ihre Wirkung nicht verfehlt, Städte- Ordnung sehr zweifelhaft noch der Regierung zur Prozeß offen geschrieben hatte:„ daß trotz des Ausnahmegesezes die und Herr Bosse hat mit der diesem Minister für Geistes- Bestätigung eingereicht, sondern er hat den Gewählten einfach blutrünstige Propaganda der That in Deutschland bislang feinen freiheit" eigenen Achtung vor der Selbständigkeit der Gemeinde zur Theilnahme an den Arbeiten der Deputation einberufen. Boden gewonnen hat, das dantt man einzig und allein wieder einmal den Staat und die bürgerliche Gesellschaft gerettet, indem er als Cherub mit dem flammenden Schwert dieser Praxis abgewichen? Die Stadtverordneten- Versamm nicht für ihre Zwede! Deshalb erklärte Buttfamer auch Weshalb ist der Magistrat bei der Wahl Singer's von der straff disziplinirten Arbeiterpartei." Gewissen Polizeigeistern paßte diese Haltung freilich der Sozialdemokratie die Pforten der städtischen Schul- lung wird, wie wir hoffen, sich der genauen Feststellung und offen im Reichstage: Most ist mir viel lieber als deputation verschließt. Herr Bosse hat mehr gethan, als die Untersuchung dieser Fragen nicht entziehen und die An- Sie!" Und in den unteren Polizeifreisen verstand Reaktion von ihm gefordert hat. Er hat nicht blos dem gelegenheit aus dem geheimnißvollen Dunkel der Magistrats- man das Wort wieder in ganz besonderem Sinne! Bqul Singer den Eintritt in die Berliner Schuldeputation bureaus in das helle Licht der öffentlichen Berathung bringen. es nicht der Berliner Polizeibeamte Ihring- Mahlow, verwehrt, sondern durch einen allgemeinen Erlaß vom Viel wichtiger als die Haltung des reaktionären Ministers der sich bereit erklärte, den Berliner Arbeitern Unterricht im 9. September an die Regierungen und an das Provinzialiſt für die Schul- Kollegium zu Berlin angeordnet, daß Personen, die" liberalen" Magistrats; in diesem Moment doppelt wichtig, woher kommt es denn, daß man viele Jahre lang bis weithinein Berliner Bürgerschaft die Stellung des Dynamit Anfertigen zu ertheilen, weil es mit dem parlamentarischen Wege viel zu langsam gehe"? der sozialdemokratischen Partei angehören oder sich als ihre wo die Wahl von neun Magistratsmitgliedern in furzem in die bürgerlichen Streise alle anarchistischen Gewaltthaten von Anhänger und Förderer bethätigen, weder in Schul- stattfinden muß. Also heraus mit der Sprache und volle vornherein als von Werkzeugen der Polizei verübt ansah? deputationen noch auch in Schulvorstände als Mitglieder ein- Klarheit in der Sache. Zunächst haben die freisinnigen Stadt- Woher anders als daß in Dußenden von Fällen die anarchistischen treten dürfen. verordneten das Wort. Agitatoren und Vertrauensleute als bezahlte Agenten der Des Beifalls aller Reaktionäre, Dunkelmänner und Polizei entlarvt wurden. Bleiben wir bei Deutschland. Im Philister kann der Minister bei dieser neuesten BeJahre 1881 erschien in Zürich der Berliner Ausgewiesene Friedethätigung seines Amtseifers gewiß sicher sein. In der mann, um für die„ Propaganda der That" zu wirken. Er war bezahlter nach Hunderttausenden zählenden sozialdemokratischen BeAgent eines Berliner Polizeibeamten. Desgleichen der Zuchthäusler bölferung Berlins und auch sonst in ganz Preußen wird füstung, welche über das in Genf verübte Verbrechen herrscht, wird Leumundszeugniß ausgestellt erhielt, obgleich er wegen, Betrugs Eine neue Sozialistenheze soll losgehen! Die allgemeine Ent- Elias Schmidt, der von der Dresdener Polizei ein tadelloses dieser Ausfluß staatsretterischer Ministerweisheit mit ge- von der deutschen Regierungs- und vor allem von den charakterlosen und Unterschlagung verfolgt war. Er regte die Gründung eines bührender Heiterfeit aufgenommen werden. Wie könnten Tintenfulis der Unternehmerpresse dazu ausgenugt, Stimmung zu Attentats fonds an und wollte die ersten 20 Franken dazu wir auch in Zorn gerathen über eine Regierungsmaxime, machen zu neuen Unterdrückungsmaßregeln, angeblich gefordert gegen zeichnen. Der Spengler Weiß, der die Plakate zur Berherrlichung die wieder einmal den Beweis liefert, daß die Verwaltungs- die Anarchisten und deren Verbündete", thatsächlich dazu bestimmt, bes anarchistischen Staubmörders Stellmacher verbreitete, war organe der bürgerlichen Gesellschaft- und als nichts jede politische und wirthschaftliche Widerstands- deutscher Polizeispiel, Beutert, der offen zum weiter fann die Regierung betrachtet werden in fähigkeit der Arbeiterklasse gegen die brutalste Staubmord und zum Attentat auf den öster ihrer Herzenseinfalt wider Willen die besten und wirksamsten unterdrückungs- und Ausbeutungspolitik der reichischen Kaiser aufforderte, war Polizeispiel. Internehmerilasse unmöglich zu machen. Ein Förderer der sozialdemokratischen Agitation sind. Kaufmann, der Vertraute Stellmacher's, der Organisator der warnendes Flammenzeichen war die Huldigungsdepesche der Raubmorde in Stuttgart, Straßburg und Wien, der Arrangeur der Der Erlaß des Herrn Bosse wird mit siegreicher Werbekraft in Düsseldorf versammelten deutschen Großindustriellen, die Anarchisten- Kongresse in der Schweiz, war Polizeispiel und die Reihen der Sozialdemokratie verstärken, denn auch dem dem Kaiser ihre unbedingte Unterſtügung für alle von seine lebersiedelung von der Schweiz nach London ward Indifferentesten muß allmälig flar werden, daß die gevalt ihm vorgeschlagenen Maßregeln zur Aufrechterhaltung der bedrohten mit dem Gelde aus dem Berliner Polizei= fame Verhinderung der Theilnahme der Arbeitervertreter Autorität des Staates" versprachen und die Genfer Mordthat als präsidium bezahlt. Der Hauptmann von Ehrenan der Förderung des Schulwesens eine Maßregel ist, neuen Beweis anführten für die Ziele des Anarchismus und der berg, der landesverrätherische Beziehungen zwischen welche, diktirt von der Furcht der Regierung vor der auf- feligen Angedenkens erblickte seinerzeit mit der gesammten deutschen versuchte, der kriegswissenschaftlichen Unterricht im zu ihm führenden Bestrebungen." Butttamer den deutschen Sozialdemokraten und Boulanger herzustellen klärenden Thätigkeit der Sozialdemokratie, das Zugeständniß Reichsregierung hinter jedem Streit die Hydra der Barrikadenkampf ertheilte, war Agent der deutschen der Hilflosigkeit gegen die steigende Hochfluth der Revolution! Und wenige Tage vor der Huldigungsadresse der Polizei; der Berliner Ausgewiesene Heinrich, der in Magdesozialistischen Propaganda enthält. So hat Herr Bosse aßler und Konsorten drohte der deutsche Kaiser ja 3ucht- burg wegen Hehlerei und Betrugs verfolgt wurde, ging von Magdeder Sozialdemokratie freilich unbewußt- einen guten hausstrafe dem an, der gar zu einem Streit anreize!" burg als Polizeispiel nach Zürich, erhielt das beste Dienst geleistet, als er, dem Treiben der denunziatorisch- Was die Herren Industriellen wollen, liegt auf der Hand! Leumundszeugniß, sodaß die Züricher Behörde selbst sich wunderte, hehenden Zeitungssippe folgend, den Berliner Magistrat in Sie verstehen sich aufs Geschäft! und war einer der eifrigsten anarchistischen Parteigänger. Haupt die Unmöglichkeit versette", die Wahl Singer's zu bestätigen. Jetzt auf einmal sind sie die treuesten Stützen unserer Liebe in Genf ward nach seiner eigenen Aussage von dem Und der im Dienste der Reaktion arbeitende oberste zu unserem erhabenen Herrscherhause und zum Vaterlande" Polizeirath v. H. aufgefordert, unter die Anarchisten Chef des preußischen Volksschul- wesens wird sich und wie lange ist's her, daß der Schienenfälscher- und gehen zu und besonders an Polen und und Russen sich Steuerschwindel- Prozeß Baare ein ganz eigenthümliches heranzumachen, sie besoffen zn machen, sich in ihre Zimmer einhoffentlich bleibt er bis dahin vom Lucanus berschont mehr wie je überzeugen müssen, daß die die süddeutschen Baumwoll- Haßler, die gegen die Ein- Sirettor Krüger, der Nachfolger Stieber's, habe ihm 1885 geSchlaglicht auf ihre Vaterlandsliebe warf? Waren es 1871 nicht zuschleichen, so bekommen Sie das nöthige". Und PolizeiSozialdemokratie feinen Bestrebungen das stolze kraftvolle verleibung der wiedergewonnenen Bruderstämme Elsaß- Lothringens schrieben:„ er wisse, das nächste Attentat auf den Zaren gehe Wort entgegenzusetzen vermag:" Ihr hemnit uns doch protestirten, ihre schnöde Profitfucht über ihre Vaterlands- von Genf aus, darüber brauche er Berichte." Und dafür hatte Ihr zwingt uns nicht!". liebe" stellten, weil ihnen von der elsässischen Baumwollindustrie Haupt insgesammt ca. 14 000 Mart von der deutschen In dem Bosse'schen Restript liegt nicht nur eine Konkurrenz drohte? Und waren es nicht die rheinisch- Polizei erhalten. Und nun gar Schröder, der mit zirka flagrante Verlegung der Gleichberechtigung der sozial- westfälischen Industriellen und ihre journalistischen 10 000 Mart bezahlte Spigel und agent provocateur, der boran die bon" großen" d demokratischen Steuerzahler es giebt kein Gesetz, Landsknechte, allen Sure mit deutschem Polizeigeld die anarchistische Freiheit" welches eine Betheiligung der Sozialdemokraten an öffentlich- König drohend entgegenriefen: fie feien ja nur Vernunfts- wiffen und Kenntniß des damaligen Leiters vor wenigen Jahren demselben preußischen bruden ließ, der Kolpoteur des„ Rebell" war und mit rechtlichen Institutionen ausschließt sondern es enthält monarchisten", man solle sie nicht unnöthig zivingen, ihr des Berliner Polizeipräsidiums bei sich zu Hause, zugleich einen schweren Angriff auf die fommunale monarchistisches Bewußtsein zu revidiren." an einer der Berliner Polizei genau bekannten Stelle Selbstverwaltung. Von diesem Gesichtspunkt aus ist das Ver- Und warum diese hochverrätherische Drohung? Weil der finanz- Dynamit aus der Dynamitfabrit Opladen, Regierungsbezirk Düsselhalten des liberalen" Magistrats in dieser Angelegenheit un- tundige Miquel die Einkommensteuer regulirte und seinen defrau- dorf, lagern hatte! Und der Spigel Wichmann aus Altona, der gemein interessant. In der bürgerlichen Presse wird ge- dationslustigen Klassengenossen durch den Deklarationszwang gegen Vertrauensmann des Polizeikommiffars Enge I, schrieb die blutmeldet, daß der Magistrat beschlossen habe, der Stadtverord- allzugroßen Schwindel einen Riegel vorschieben wollte. Darum da- rünstigsten Tiraden und die gröbsten Majestätsbeleidigungen neten- Versammlung das Ministerial- Neskript abschriftlich mit- mals drohende Kündigung der" Vernunftsmonarchisten" und heute als regelmäßiger Korrespondent der Freiheit". Und alle die allergetreueste Effeharde der Liebe zutheilen und daran den Antrag zu knüpfen, eine andere Herrscherhause", weil der Kaiser heute Zuchthausstrafe dem bittertsten Gegner der Sozialdemokraten, weil diese dem Lockspielzu unserem erhabenen anarchistelnden deutschen Polizeispione waren die erWahl vorzunehmen. Wir können schon heute feststellen, Arbeiter in Aussicht stellt, der zum Streit anreizt". treiben der Lumpazis und der von ihnen propagirten anarchistischen daß der Magistrat sich ohne weiteres einmüthig den Be- Also ganz wie man's braucht's Geschäft bringt's mal so Theorie rücksichtslos entgegentraten. fehlen des Ministers zu fügen beabsichtigt. Kein Wort, mit sich!" So innerlich unwahr diese Loyalitätsheuchelei der des Widerspruchs, kein Hinweis auf die bedrohte Selbst- deutschen Großindustriellen ist, so aufrichtig ist ihr Haß gegen verwaltung, feine Verwahrung gegen die Außerachtlassung die Arbeiterklasse und ihr Hunger nach brutalen Unterdrückungs der Gleichberechtigung der sozialdemokratischen Steuerzahler maßregeln. Dafür würden sie sogar zu Geldopfern bereit entringt sich der Brust des freisinnigen" Berliner Magistrats. fein, weil sie wissen, daß die erhöhte Ausbeutung es ihnen hundertfach Für den Magistrat scheint die Sache durch das Ministerwort politischer Einfluß auf die Reichsregierung zur Zeit so start ist, deswieder einbrächte. Weil dieser Haß aber so aufrichtig und ihr erledigt zu sein. halb müssen die Arbeiter auch jederzeit gewappnet sein, diesen Der Minister will nicht, daß Sozialdemokraten in Schul- Kampf gegen die Verkümmerung der politischen Rechte der Arbeiter8ürich, 6. Januar 1888. deputationen arbeiten- also duckt sich der Magistrat und nimmt flasse siegreich zu führen. Soweit sind die Dinge heute glücklich, Herrn Polizeihauptmann Fischer hier. des Ministers Befehle in stummer Unterwürfigkeit entgegen. daß weder die Regierungs- noch die Unternehmer- Reptile es wagen Die ergebenst Unterzeichneten richten an Sie die Höfliche Bitte, Und nicht nur das er macht sich noch zum Büttel des dürfen, ihre Ziele offen zu stecken, deshalb versuchen sie es heute ihnen bestätigen zu wollen, daß der in Zürich- Riesbach wohnhafte, Ministers, indem er, ohne auch nur den leisesten Versuch des abermals mit dem alten Polizeischwindel, Anarchismus und hier in haft befindliche Schreiner und Agent Karl Schröder, Stampfes gegen das durchaus nicht rechtlich unanfechtbare schen Emanzipationstampf der Arbeiterklasse zu diskreditiren durch Genf, folgende, Freunden von uns gemachte Geständnisse auch in Sozialdemokratie zusammenzukoppeln, den politi- sowie der hier in Haft genommene Gießer Christ haupt aus Restript zu machen, die Stadtverordneten- Versammlung aufRestript zu machen, die Stadtverordneten- Versammlung auf die Verbindung mit verbrecherischen Thoren, die in allzu zahlreichen der wider sie anhängigen behördlichen Untersuchung ausgesagt haben, fordert, eine andere Wahl vorzunehmen. Selbst die Freis. Fällen bewußte Werkzeuge politischer Infamien resp. daß die in den Geständnissen zugegebenen Thatsachen auch Beitung" meint, daß durch Ministerialreskripte Grundsätze nicht waren! anderweit durch Zeugenvernehmungen von der Untersuchungsbehörde vorgeschrieben werden können, wie das Bestätigungsrecht des Lassen wir heute wieder einmal amtliches Material Zeugniß festgestellt sind. Magistrats zu handhaben sei. ablegen. Nach den anarchistischen Attentaten der Jahre 1884 und 1. Daß Schröder seit Jahren im Dienste der Berliner Polizei Es scheint aber fast, als ob die Ansicht des Ministers der Auf- 1885 leitete der Schweizer Bundesrath eine eingehende Untersuchung steht, anfangs monatlich 200 Mark Gehalt und in den letzten Jahren 250 Mart pro Monat erhalten hat. fassung des Magistrats bezüglich der Thätigkeit von Sozialdemo- ein. In dem amtlichen Bericht des Untersuchungsrichters Müller traten in der Schuldeputation durchaus entspricht. Sollte wirt an den Bundesrath wird ausdrücklich der Gegensatz zwischen lich die Mehrheit des freisinnigen Magistrats" Berlins Sozialdemokraten und Anarchisten hervorgehoben: Während die deutschen Sozialdemokraten die Berbesserung der Lage des auf diesem Boden stehen? Manche Anzeichen sprechen dafür, Arbeiters und die Umgestaltung unserer geselldaß der Ministerialerlaß den Herren im Rathhaus sehr gelegen schaftlichen Ordnung im Sinne einer Beseitigung der begekommen ist. Warum z. B. ist entgegen der sonstigen Ge- stehenden Ungleichheiten und Mißstände auf gefeglichen pflogenheit des Magistrats, der am 17. Juni d. J. gewählte wegen durch Belehrung und Organisation der " 11 von Köln", die der " " : All diese Thatsachen stehen unwiderleglich fest; zu Nutz und Frommen wollen wir heute wieder einmal die Attenstü de abdrucken, die über das Treiben der Schröder Haupt seinerzeit im Reichstag vorgelegt wurden. Sie lauten: Bolizeikommando Gesch. Verz. Nr. 12. I 2. Daß er das Geld auf Anweisung des Polizeiraths Ser ü ger in Berlin empfangen, feine Berichte an den Polizeibeamten Crüder gesandt habe. 8. Daß bei Schröder bei der Hausdurchsuchung eine Kiste Dynamit, aus der Dynamitfabrik Opladen, Reg.- Bez. Düsseldorf, stammend, gefunden wurde, die Schröder von den Anarchisten Etter und Wübbeler empfing. zugegen waren. Deutsches Reich. Selbst bei den ernsthafteren Organen des Bürgerthums 4. Daß Schröder mit den Anarchisten Stellmacher, präsident Saga st a für diese Haltung der spanischen Re Kammerer, Kaufmann, Kennel u. a. genau begierung gegeben haben soll. Sagasta habe geäußert, daß kannt war und in intimen Beziehungen stand und im Herbfte 1888 einer in Bürich stattgehabten Konferenz der Spanien durch seine verschiedenen strengen Anarchistengesetze zeigt sich bei den jetzigen Besprechungen des Verhältnisses zwischen die Gefahr nur bergrößert habe, während unter Sozialismus und Anarchismus eine außerordentliche Unwissenheit. Schweizer Anarchisten beiwohnte, bei der auch die genannten der Einwirkung der je igen milden Handhabung Ein Beispiel hochgradigen Nichtswisserthums giebt die„ Nat. Lib. der Geseze die Lage gebessert worden sei. Corresp." Mögen, so schreibt diese offizielle Sorrespondenz Heute Abend meldet jedoch die hochoffiziöse Wiener der nationalliberalen Partei, auch allerlei Unterschiede zwischen der Politische Korrespondenz", es verlante in unterrichteten tönnten: In einer Beziehung sind es Früchte vom anarchistischen und der sozialistischen Lehre herausgefunden werden Streifen, die italienische Regierung beabsichtige die selben Stamm. Initiative zu ergreifen, um die Veranstaltung einer Konferenz behufs Berathung gemeinsamer Maßregeln zur Bekämpfung Was hören wir! Die" Natl. C." fagt: Wir sind neugierig der Belehrung, die uns da werden soll. des Anarchismus anzuregen. 5. Daß seine Verbindung mit der Berliner Polizei der Anarchist Kaufmann vermittelte, und nach Schröder's Aussage auch Staufmann im Dienste der Berliner Polizei arbeitete. 6. Daß Schröder auch mit den Anarchisten Peutert und Neve in persönlichen Beziehungen, mit dem Anarchisten Justus Schwab in New- York in brieflichem Verkehr stand. 7. Daß Schröder alle neu erscheinende sozialistische und anarchistische Literatur für die Berliner Polizei anzuschaffen und dieser sofort zuzusenden hatte, daß er die bezüglichen Versammlungen der erwähnten Richtungen zu überwachen und die darin anwesenden Personen zu denunziren hatte. 8. Daß Schröder in Versammlungen und Wirthschaften die Arbeiter durch seine Reden erhitzt und aufgehetzt und sie auf den Weg der Gewalt, als dem einzigen Mittel zur Rettung veriviesen, und zur Propaganda der That" aufgefordert habe. Bezüglich Haupt's: 1. Daß Haupt zugestanden, seit vollen sieben Jahren im Dienste feit vollen fleber der Berliner Polizei au stehen, anfangs in Paris thätig war, dann nach Genf übersiedelte. 2. Daß Polizeirath Serig er den Haupt im Jahre 1881 und der Polizeirath von hade im Jahre 1884 persönlich in Genf besuchten und ihn instruirt haben. 3. Daß beide mit seinen bisherigen Leistungen nicht zufrieden waren und mehr" von ihm verlangten, wobei Polizeirath Krüger Winte ertheilte, wie er namentlich die in Genf lebenden Russen und Polen an sich heranlocken, sich in ihr Vertrauen schleichen und nächtlicherweise in ihre Wohnungen eindringen folle, von ha ce ihm den Rath gab, sich in die Kreise der Anarchisten zu drängen. Polizeikorps A. Bebel. Paul Singer. Mitglieder des deutschen Reichstages. II. Zürich, den 6. Januar 1888 Herren A. Bebel und P. Singer, Wir möchten für den Fall, daß die Regierungen wirklich eine solche Konferenz herbeiführen wollen, vorschlagen, als einzige Punkte der Tagesordnung aufzustellen: Herbeiführung einer gründlichen Sozialreform in allen Ländern! um anarchistische Attentate aus der Welt zu schaffent. Dies wäre jedenfalls die einzige wirksame Vorbereitung, Die Revision ist eingeleitet. Ueber den heutigen mit Spannung erwarteten Ministerrath wurde folgende offizielle Note ausgegeben: N Beide erstreben eine völlige Umstürzung der gegentvärtigen Gesellschaftsordnung, die darauf bafirt, daß die Menschen ungleich in ihrem Können und Wollen geartet sind, und als Ersatz dafür neue Bildungen, welche alle natürlichen Unterschiede der Menschen in allen ihren Konsequenzen ignoriren und gleichermaßen utopistisch sind. Nur daß die Anarchisten der vereinzelten Gewaltthat sich bedienen, während die Sozialdemokratie, die Kräfte der Staatsgewalt und die Widerstandskraft der be= stehenden Verhältnisse richtiger einschätzend, sich der vorsichtigeren Winirarbeit bedient, so lange bis sie die Macht in Händen hat und dann, wie sie sagt, auf gesetzlichem Wege" in ihre neue Ordnung hineinwachsen" kann, wobei unter gefeglichem Wege" zu verstehen ist, daß man sich derer, die mit der neuen Ordnung nicht einverstanden sein wollen, auf abgekürztem Wege entledigt." „ Der Justizminister sette die Thatsachen auseinander, welche sich für ihn aus der von ihm vorgenommenen Prüfung der Dreyfus- Akten ergaben. Er legte dar, daß er nach dem Wortlaut des Artikels 444 der Strafprozeß- Ordnung nicht berechtigt fei, Anarchismus und Sozialismus sollen in der Beziehung wesensEine Musterleistung journalistischer Oberflächlichkeit fürivahr. über die an ihn auf grund des 84 Artikel 442 gerichteten verwandt sein, daß sie die natürliche Ungleichheit, auf der heutige Revisionsgesuche Beschluß zu fassen, bevor die durch Gesetz Ordnung der Dinge basirt, beseitigen wollen. Das heißt, sie sind im Justizministerium bestehende Kommission ihr Gut- vertvandt in einem Streben, das überhaupt keine von beiden achten abgegeben hat. Der Ministerrath ermächtigte hier Richtungen verfolgt. auf den Justizminister, diese Kommission zusammenauberufen." Die heutige Ordning der Gesellschaft bafirt nämlich bekannter4. Daß aupt anfangs 100 m., dann 125 M., und zuletzt Es wird nicht mitgetheilt, welche Thatsachen dem und wollens der Wassen zum entsprechenden Ausdruck kommen. maßen nicht dararauf, daß die natürlichen Ungleichheiten des Könnens 200 Fr. pro Monat vom Bolizeirath Strüger erhielt, welcher Juftigminister bei der Prüfung der Dreyfus Aften besonders vielmehr ist die soziale Klaffengliederung der heutigen Gesellschaft ihm auch Geld zur Gründung eines Geschäfts anbot. 5. Daß Polizeirath Strüger dem Haupt schrieb, er wiffe, das aufgefallen find. Jedenfalls hat er genug darin gefunden, bedingt durch tausenderlei Privilegien und Ausnächste Attentat gegen den garen werde von Genf ausgehen, daß er die Revision des Prozesses für unabweisbar hält. beutungs Methoden. nächste Attentat gegen den garen werde von Genf ausgehen, Denn sonst hätte er die Einberufung der Kommission nicht gleichheit macht den einen Nicht die natürliche 11t= darüber brauche er Berichte. zum Agrarier, den anderen Hochachtungsvoll ergebenst beantragt. Es ist danach auch nicht anzunehmen, daß die zum elenden Landarbeiter, den einen zum Dividendenschlucker, Kommission zu einem anderen Urtheil gelangen wird als der die andern zum Lohnproletarier. Ganz im Gegentheil werden die Minister. Dann wird die Sache an den Kassationshof zur Gesellschaft im Reime erstickt und unfähige Individuen gelangen in natürlichen Fähigkeiten der Mehrzahl der Mitglieder der heutigen endgiltigen Beschlußfassung weitergehen. die besseren Stellen. General 3urlinden und der Minister der öffent- Was die Nationalliberale, Korresp." dem Sozialismus und lichen Arbeiten Tillage haben, wie erwartet wurde, Anarchismus als Todsünde vorwirft, ist also gerade ein Charakteristi demissionirt. Er erklärt in seinem Demissionsgesuch an fum und zwar das hervorstechendste und betrübendste Charakteristikum Mitglieder des deutschen Reichstages. den Ministerpräsidenten, ein gründliches Studium der Dreyfus- ihrer eigenen herrlichen fapitalistischen Gesellschaftsordnung. Durch Brief vom heutigen Datum ersuchen Sie Akten habe ihn zu sehr von der Schuld des Dreyfus überDa aber die„ Nationalliberale Korresp." selbst das angebliche mich un verschiedene Auskunft in der 11.-S. c. zeugt, als daß er sich als Armeekommandant mit irgend einer Streben nach Beseitigung der natürlichen Ungleichheit der Menschheit Karl Schröder, Schreiner, und Christian andern Lösung der Frage als mit der völligen Aufrecht- Anarchismus angiebt, so hat sie selbst aufs trefflichste bewiesen, als das einzige Verwandtschaftszeichen zwischen Sozialismus und Haupt, Gießer. Bei bem lebhaften Intereffe, welches diese Sache erhaltung des gefällten Urtheilsspruches einverstanden erklären daß eine Möglichkeit, beide Lehren als verwandt zu erweisen, ausfür die schweizerischen Behörden in bezug auf das General Zurlinden kann aber selbst nicht sagen, geschlossen ist. provokatorische Treiben der unter Anklage stehenden daß das Prozeßverfahren gegen Dreyfus, ganz abgesehen von Denn die weiteren Ausführungen, welche die„ Nationallib. Corr." Berfonen hat, erkläre ich Ihnen, obschon keinerlei dessen Schuld oder Unschuld, in gesetzlicher Weise vor sich gemacht, find faum irgendwie ernst Verpflichtung für mich dazu vorliegt, daß einerseits gangen sei. Hierauf tommt es aber in erster Linie an. Die Bitate bringt, welche erweisen sollen, daß auch die Sozial bor zu nehmen. Wenn fie durch Geständnisse der Angeschuldigten, anderseits Erwartung, daß die Demission Zurlinden's das Ministerium demokratie den Gebrauch der Gewalt nicht abgeneigt sei, durch Zeugen die vollständige Richtigkeit jämnt Brisson sprengen oder auch nur in Verlegenheit bringen werde, brauchen wir diese Bitate nicht auf ihre Richtigkeit zu unterdaß sie nur vorsichtiger sei als die Propagandisten der That, so licher in dem zurückfolgenden Schriftstücke auf- hat sich nicht bestätigt. General Chanoine, Kommandeur der gestellten Behauptungen festgestellt. suchen. Es genügt zu betonen, daß Gewalt dem Einzig der in der Frage 6 behauptete Verkehr erſten Division, ist zum Kriegsminister und der Senator für Wejen des Einzig der in der Frage 6 behauptete Verkehr Französisch Indien, Godin, zum Minister der öffentlichen Gesellschaft Sozialismus, der die Entwickelungsgefeße der Schröber's mit Justus Schwab ist bis prüft und und ihnen folgt, fremd ist und daß jezt noch nicht amtlich erhärtet. von Vertretern des Sozialismus die Möglichkeit Möglichkeit von Revolutionen stets nur unter der Voraussetzung ins Auge gefaßt worden ist, daß die herrschenden Selassen brutal und einfichtslos sich den Gesetzen der gesellschaftlichen Entwickelung entgegenzuwerfen gewillt sein sollten. Die Sozialdemokratie hat stets betont, daß fie friedliche Wege gehen wolle. Auch Fr. Engels beispielsweise hat in seiner bekannten letzten Arbeit zur Einleitung der Marg'schen Schrift, Die Klaffenkämpfe in Frankreich" ausdrücklich der Meinung Ausdruck gegeben, daß die moderne Arbeiterbewegung nicht mit den alten Mitteln mit denen das bes Kantons 8ürich Kommando. J. 11. S. C. po. Beilagen: Polizei- Kommando 6. Jan. 88 8ürich. III. Hochachtungsvollst Das Polizei- Kommando: Fischer, Polizei- Hauptmann. Der Unterzeichnete, Bilh. Bührer, Buchdrucker, Bürger von Der Unterzeichnete, Wilh. Bührer, Buchdrucker, Bürger von 1. Der mir persönlich bekannte Schreiner Schröder- Brenntvald zu Riesbach Zürich gab mir im Jahre 1882 den Auftrag, für ein Komitee die bis dahin in England erscheinende Beitung Freiheit zu drucken, und bot mir für die Auflage von 200 Exemplaren Einhundert Franken pro Nummer. 2. Die endgiltigen Verhandlungen über den Druck der Freiheit" wurden von einem Komitee geführt, das sich zusammensetzte aus dem Maler Schneider, dem später in Wien wegen Raubmordes hingerichteten Stellmacher, dem Mechaniter Kaufmann und drei anderen Personen. " Ich übernahm den Druck der Freiheit" und stellte etwa acht Nummern derselben her. könne." Arbeiten ernannt worden. # In den nationalistisch antisemitisch militärischen Kreisen ist man wüthend über den Gang der Ereignisse. Die Stimmung, die bei denselben herrscht, schildert unser Pariser Korrespondent in einer Zuschrift vom 16. d. M. Derselbe schreibt: „ Ein kleines Pronunziamento leistete sich soeben General Mesinger, Chef des 15. Armeekorps in Marseille. In einem anläßlich des Abschlusses der Reservisten- llebungen er- Bürgerthum, die Ahnen der„ Nationalliberalen Correspondenz" ihre lassenen Tagesbefehle geht der General ins Gericht mit der Elite Bahlreichen Revolutionen machten!, nicht mit Putsch, mit BarrikadenFrankreichs, die in der Dreyfus Affäre die Diktatur des ver- ban, mit Rebellionen ihre Ziele erreichen könne. brecherischen Generalstabes niederzufämpfen im Begriffe steht: " Spitliches. Man schreibt uns: Der deutsche Anarch i st " Die Truppen des 15. Armeekorps haben durch ihre Wchtung Werner, von dem der Brüsseler" Soir"( fiche Vorwärts" vor der Disziplin und das Bewußtsein ihrer Pflicht und. 214) via London als einem Verräther eines Komplotts gegen ihrer Mission bestätigt, daß sie ebenso fiegreich den die Stöniginnen von England, Holland und(!) den 3 ar(?) Angriffen derjenigen widerstehen werden, die gehört haben will, ist niemand anders, als der auf zwei Namen„ gebestrebt sind, die Armee zu desorganisiren, taufte" preußische Polizeispiel Eugen Werner alias sei es zur Befriedigung ihres Ehrgeizes oder Sidinger, früher in Stonstanz und seit etwa 1898/94 in London thätig. ihrer Geldgier... Wir alle tragen die Sicherheit davon,... Bon anarchistischer Seite am 18. Juni cr. in London als deutsch- englischer daß die Arme e feft, geeinigt, des Vertrauens des Landes Lodspigel entlarvt und verprügelt, erwirkte Werner- Sidinger gegen würdig bleibt, ebenso die Drohungen des Auslandes wie die zwei seiner Attentäter am 27. Juli vor Gericht in London 3 Monat Herausforderungen der schlechten Bürger ver- Buchthaus. Das Anarchistenorgan Neues Leben" Nr. 6 schmähend..." vom 13. August er. in Berlin konstatirte, daß er 200 m. per 3. Jch erhielt die Zahlung für den Druck der Freiheit" mit Aus- der Preßkosaken des Generalstabes, die neben den schmuzigsten Ver- ein Londoner Blatt- Londoner Arbeiter- 3tg.", absolut unabhängiges, Das ist eine nur wenig gemilderte Uebersetzung der Sprache Monat Gehalt aus Berlin bezog und unterm 27. August er. giebt nahme eines fleinen Restes, der stehen blieb, regelmäßig mit Fr. 100 durch Schröder Brennwald ausbezahlt, dem leumdungen gegen die Kämpfer ums Recht in der letzten Zeit schamlos die internat. Organ genannt und früher anarchistisch ich jedes Mal eine Quittung auf den Namen John Neve, der Fälscherbande fordern! Unmüß zu sagen, was die besonderen Ver- Sidinger". Einmischung der„ Armee", einen militärischen Staatsstreich im Interesse| Prozeßbericht in Sachen des Spigels Eugen Werner alias London, auszustellen hatte. Derselbe vird darin unter anderm auch als pornographischer Bilder 4. Bei einem Streit zwischen Stellmacher, dem derzeitigen dienste des Generals Meginger um das Vaterland find. Wie die Photopraph qualifizirt, was hier Redakteur ber Freiheit" und dem Unterzeichneten vermittelte militärischen Großthaten berufen, als die witschuld an dem ruhm- indeß nicht attentatskundig" geworden zu sein scheint. rebellirenden spanischen Generäle, fann er sich auf keine weiteren beiläufig„ öffentliches Geheimniß" gewesen ist, polizeilich Schröder und stellte das frühere Einvernehmen wieder her. losen Tode mehrerer tausende Soldaten. General Mezinger war 5. Schröder Brennwald war der einzige der Besteller es, der mit dem Oberbefehlshaber Duchesne in der Wadagaskar- Woche war Spitzel Werner- Sidinger von London abwesend. Die letzten Wochen des August bis Mitte der zweiten Septemberder Freiheit", der Geld hatte und zahlte. Von den Uebrigen Expedition den Tod von etwa 7000 Soldaten durch verkehrte, dienstlich zum Rapport in Berlin und sodann zur Krönungsfeier in hatte niemand etwas, und alle Zahlungen wurden ausschließlich kopflose Vorkehrungen verschuldet hat, ohne einer einzigen Holland, oder gar auch in 8ürich, als„ Siebenter" unter den Feindeskugel begegnet zu sein. von Schröder geleistet. Schaffhausen, den 5. Januar. Nachtrag. Ich erkläre hiermit, daß ich jederzeit bereit bin, vor Gericht obige Angaben zu beschwören. Wilhelm Bührer, Zur Beglaubigung vorstehender Unterschrift des Wilh. Bührer hier Schaffhausen 5. Januar 1888. Stadt Nath ( Wappen) Schaffhausen. Der II. Stadtraths- Präsident: E. Müller Fint. ( Schluß folgt.) Politische Uebersicht. Berlin, den 17. September. einen Ob deren der antimilitärischen Presse erinnern denn auch den General einer ja nach Pariser Polizeiberichten ein Polizei- Agent gewefen ſein an diesen Ruhmestitel in wenig respektvoller Weise, ihn zur ge- soll, das alles werden Werner- Sickinger's internationale Auftrag ziemenden Bescheidenheit zurückrufend. geber und Beschirmer dem Brüsseler Soir" vielleicht noch anDer nächtliche Ueberfall gegen den Chefredakteur vertrauen lassen ab London. 5e3 " Der revisionsfreundlichen Blattes„ La Grande In Erinnerung sei zunächst hiermit nur gebracht, daß der anfangs Bataille", Ph. Roger, erscheint immer deutlicher als ein politischer der 80er Jahre aus Konstanz wegen Wechselfälschung und Ve Meuchelmord Versuch. Bisher sind drei Verhaftungen vor- trügereien flichtig gegangene Eugen Sidinger( alias Werner) sich genommen worden. Die Thäter sind ridfällige Verbrecher, von Amerika aus der Berliner Polizei( politische Abtheilung") als Spigel Sie nur als gedungene Meuchelmörder handeln komiten. anbot. Demzufolge wurde er in Amerika verhaftet und ausgeliefert, Die Polizei ist dem Komplott bereits auf die Spur gekommen. sowie in Deutschland zu 4 Jahren Gefängniß wegen obenerwähnter Falls Die Justiz Arbeit ganze thut, dürfte es nicht fälschungen 2c. verurtheilt. Im Landesgefängniß Freiburg- Baden schwer sein, bie Urheber gut entdecken, welche die machte er drei Jahre ab, eins wurde ihm geschenkt. Eines Jahres Meuchelmörder gedungen haben. Alles deutet darauf hin, daß die privater Polizeiaufsicht erfreute sich sodann der„ Gebesserte". Urheber unter den helfershelfern Drumont's zu suchen Verein zur Versorgung entlassener Sträflinge" in Freiburg i. B. find. Einer derselben, der dunkle Ehrenmann Guèrin, wirkte übte dieselbe grund bezirksamtlicher Ermächtigung aus. zur Zeit des Zola- Prozesses ganz offen als Chef einer bezahlten wandte sich Werner Sidinger wie aus Amerila feinerzeit, Lumpenbande, die" patriotische" Mundgebungen mit Kehle und Fauft direft an Polizeirath Krüger in Berlin um Anstellung bei der Internationale Vereinbarung gegen den Anarchis- und Knüppeln bewerkstelligte. Andererseits ist einer der verhafteten Bolitischen". 400 m. zu seiner Installirung tamen an eine mus? Bunt durcheinander schwirren allerlei Gerüchte über Meuchelmörder fürzlich aus Algerien eingetroffen, wo er wegen Wittelsperson, die ihn seinerzeit im Berein für entlassene Sträfdie Absichten bald dieser bald jener Regierung, eine Konferenz Raubes unter Anführung des dortigen Adjutanten Drumonts, Mar linge" protegirte ohne ein Begleitwort nach Freiburg i. B. Gr einzuberufen, welche sich mit der Frage der Bekämpfung des Régis, verurtheilt war. Daß die Lumpenbande Guérin's eine reflamirte sie brieflich und diente 1884 in Konstanz und Basel Anarchismus beschäftigen solle. Was gestern gemeldet feste Organiſation darstellt, kann man gegenwärtig tagtäglich, feine Probezeit. Im 8üricher Sozialdemokrat" Nr. 10/84 ijt wurde, wird den nächsten Tag dementirt. Insbesondere genauer allabendlich beobachten. Am Schluß jeder Versammlung zu gegen ihn unter Spitzmarke„ New- Yort" gewarnt, wohin er fich als gunsten der Dreyfus- Revision werden die Einberufer beim Aus- Sidinger und als, fozialdem. Bertrauensmann" aufzuspielen gesucht. Zur will die„ Post" ganz ficher wissen, daß die einandergehen unter dem wohlwollenden Auge der Polizei felben Zeit begann sodann seine Spigelthätigkeit inAmsterdam fürHolland, deutsche Regierung in dieser Angelegenheit weder die überfallen. Vorige Woche wurde insbesondere Francis de Pressenfé, von wo er gegen September 1889-1890 brieflich via Deutschland Initiative ergriffen hat, noch sie zu ergreifen beabsichtigt. der diplomatische Redakteur des Temps", der mit einigen alle spigelte, dort auch Besuche abstattete und Wohlthätern gegenüber Bemerkenswerth ist eine Meldung der Intern. Korr." manistischen und anarchistischen Wortführern an der Spize der un fich in Freiburg in Baden rühmite, wie er fich als Genosse bet aus London, nach welcher an das Zustandekommen einer ermüdlichen und erfolgreichen Versammlungskampagne steht, ziemlich den Anarchisten ausgebe, fie aushorche und der Polizei alt= zeige". Der Name Eugen Werner war dem Konstanzer Wechsels folchen Konferenz überhaupt nicht zu denken fei. Danach arg mißhandelt. foll in England sehr geringe Neigung bestehen, einen forderungen des Drumont'schen Blattes,„ die Landesverräther am legterer foll sein Muttername und Betrugsbedschild gewesen sein. Die Armee" zögert eben mit ihrer Einmischung, trotz der Auf- fälscher und Betrüger Eugen Sickinger bei Hafterlaß eingeräumt; berartigen Schritt zit unterstützen. Ebenso würde sich Stragen zu paden". Ebenso wirkungslos verhallen die Heyrufe der Er hatte ein Weißwaaren- und Handschuhgeschäft in Konstanz als Engen Nordamerita bestimmt ausschließen. Drumont und Rochefort an das Volt". Da ist die Hilfe bezahlter Sidinger anfangs der 80er Jahre. 1893/94 dürfte Werner- Sidinger nach gewerbsmäßiger Verbrecher nicht zu verschmähen." London versezt worden sein. Thatsache ist, daß er als internatios naler, preußisch- reichsdeutscher Lodspizel allerwärts sein gerüttelt Endlich wolle auch die spanische Regierung nichts davon wissen; sehr interessant ist die Begründung, welche Minister Theil komplottiren und verrathen half. Wie diese nur bruchstückweise gegebenen Biographica zeigen, gehören seine" Thaten" einzig und allein an die Rodschöße der politischen Sicherheitsinstitution", die ihm das Geld dazu geliefert hat. Wo aber fragen wir nun war der Lockspitzel Eugen Werner- Sickinger aus London kurz vor und während der holländischen Krönungsfeier? Und, wem hat er in Holland und wann das berühmte Komplott" geliefert? U. A. w. g. t. Amtsrichter." bem er arbeiten zu wollen ben besten Willen hat, ein orbents| feits bem Sultan folgendes mitzutheilen: er höre, daß die Pforte die licher Mensch zu sein und außerdem nach eigener Behauptung englischen Matrosen überall als gemeine Mörder qualifizire und alle nicht vorbestraft zu sein scheint, dessen ungeachtet womöglich in Schuld auf sie wälze. Diese Art, die Rollen zu vertauschen, sagte den Dienst aufzunehmen. Bunsen, sei im höchsten Grade bedauerlich und die englische Regierung Frühwein(??) fönne das nicht zugeben; wenn die Pforte mit diesem Raisonnement fortfahre, werde England es ablehnen, mit ihr überKuhn erhielt die Stelle trotzdem nicht. Als Mitglied des Bierbrauerhaupt noch zu unterhandeln. Der rothe Kalender hat es der Konf. Korr." angethan. Sie Verbandes wandte er sich an seine Organisation, die beschloß: Nach einer Meldung aus Kandia sind bis Donnerstag Abend bleibt dabei, derselbe sei„ aufreizend". Sogar die Kaiserreden, die 1. durch einen Rechtsanwalt an die früheren Arbeitsstellen Stuhn's 42 Unruhestifter an die Engländer ausgeliefert worden. Dschevad darin vorgemerkt sind, sollen im aufreizenden Sinne gemeint sein. Schreiben zu lassen, damit ihm nochmals ein Zeugniß über Arbeits- Bascha hat dem englischen Konsul in Kanea telegraphisch mitWir hätten gedacht, daß die„ Kons. Korr." einen Hinweis auf fei, daß Kuhn auf grund des amtlichen Bettels teine Be Die fofortige Aburtheilung der Ausgelieferten befürchte und deshalb dauer und Führung ausgestellt werden möge, da vorauszusehen getheilt, daß er angesichts des strengen Tones des Admirals Noel Raiferreden als ein gutes Propagandamittel zu gunsten der 2. Dem Kuhn von ihr gepriesenen Institutionen ansehen müßte. Wenn Mittel zum Unterhalt zu gewähren und 3. die verausgabte gemachten Vorschlages der Aburtheilung durch einen gemischten Ge= schäftigung erhalte. bis auf weiteres die eine Vertagung erbitte, bis die Erledigung des von türkischer Seite fie diesen Hinweis jedoch für geeignet hält, au gunsten der Summe durch den Anwalt von der Behörde einfordern zu lassen. richtshof erfolgt sein werde. Sozialdemokratie zu wirken, so ist das ihre Sache. Der englische Admiral soll vor= Im übrigen begreifen wir den sich durch spaltenlange Artikel Ruhn hielt sich mehrere Wochen in Regensburg auf, die erwarteten geschlagen haben, daß die anderen Kriegsschiffe und Truppen sich hinziehenden Versuch der konservativen Herren, in dem Kalender Beugnisse trafen nur zum geringen Theil ein und der vom Anwalt von Kandia zurückziehen und die Engländer dort allein gelassen fürchterliche Umsturzvorbereitungen aufzufpüren. Dieser frampfhafte gestellte Antrag auf Erfaz der an Kuhn vom Verband verabfolgten werden. Versuch beweist doch nur, daß die guten Leute aber auch gar nichts Mittel wurde von der Behörde abgewiesen. In Kandia sind weitere 200 Mann russischer Truppen ges Vernünftiges aufzufinden vermögen, womit sie ihre gewaltthätigen Unterdrückungs- und Ausnahmegesetz- Absichten irgendwie begründen Afien. tönnten. Das Telegramm der Industriebroken an den Kaiser hat selbst in Kreisen verstimmt, die den Herren nicht fern stehen. Sogar das rechts- nationalliberale Leipziger Tageblatt" fürchtet unerfreuliche Folgen, wenn sich einzelne Personen unter Umgehung des verantwortlichen Reichsfanglers in einer Frage der Gefeßgebung an den Monarchen herandrängen. Einkilopackete zu billigeren Sägen als die bisherigen Fünffilopadete fünftighin zu befördern, soll in der Absicht der Reichspostverwaltung liegen. Eine Verherrlichung des Krieges aus Anlaß des Friedensmanifestes des Baren finden wir in der„ Leipziger Zeitung", dem Organ der fächsischen Regierung. Der Klang der Friedensschalmei des Baren, fo heißt es in diesem Artikel, sei in die Sedansfreude als ein störender Ton" gefallen; das ganze patriotische Empfinden" habe sich gegen den Abrüstungsplan aufgelehnt", es sei einfach nicht wahr, daß der Krieg ein Mörder der Kultur; manchem Geschlecht gereiche es zum Segen, wenn ihm das Schicksal einen großen und gerechten Krieg und dem Befißer damit die Möglichkeit benimmt, feinen Lebens Aber nicht genug damit, daß die Behörde die Papiere verliert landet. unterhalt zu finden, wurde ihm nun auch noch der Stadtberweis angefündigt, so daß K. schließlich in München nur mit Mühe noch als Erdarbeiter Beschäftigung finden konnte. Die Papiere aber find bis heute noch nicht aufgefunden. den Schaden, den er durch sein Verhalten Dritten zufügt, ist er Jeder Privatmann ist für sein Thun und Lassen haftbar; für erfaßpflichtig der Beamte nicht. Das entspricht auch ganz der bevorzugten Stellung, den untere Beamten sonst einnehmen! Der gewöhnliche Bürger wird bestraft, wenn er gegen die Gesetze verstößt; Unkenntniß schützt ihn nicht vor Strafe.... Ans Manila telegraphirte, der Franff. 3tg." zufolge, General Otis an die amerikanische Regierung: Er befürchte teine Schwierigteiten mit den Infurgenten, ferner, der Handel sei wieder lebhaft und die Zolleinnahmen betragen bis jetzt eine halbe Millionen Doll. Die Lotterien seien verboten und der Opiumverkauf inhibirt. Das Attentat. sende, und dann wird aus der Bibel bis auf Heinrich Treitschte in uns unterm 17. d. M. telegraphisch berichtet: Wie die hiesige Bürger- legnung, nach dem im Schweizerhof harrenden Leichenwagen ge= zahlreichen Bitaten der Nachweis versucht, eine wie herrliche Ein richtung doch ein Krieg ist; so gebe es feinen sicheren und zuverlässigeren Führer zum demüthigen Gott vertrauen, zu völliger Hingabe in bes höchsten Willen, als den Krieg. Gilt das auch für die Kriege, die man verliert? Gilt es auch für die Raubzüge LudwigsXIV., für die Verbrennung des Heidelberger Schlosses. für die Schlachten bei Jena und Auerstädt, für die Siege, die Sachsen und die Rheinbundsstaaten im Gefolge Napoleons I. gegen deutsche Heere erfochten haben? Größere Blasphemien haben wir von dem rohesten Atheisten noch nicht gehört, wie diese Aeußerung der Leipziger Zeitimg". Trauerfeier in Wien. Zahlreiche Souveräne, daruntter auch der deutsche Kaiser, find in Wien eingetroffen und wohnen den Ans Sigmaringen wird unterm 13. September gemeldet: Feierlichkeiten bei. Kaiser Franz Joseph empfing vormittags 9 Uhr Gestern Nacht stürzte eine Abtheilung rother Dragoner, die sich an- die zur Beileidsbezeugung eingetroffenen besonderen Vertreter der läßlich des Manövers auf einem Patrouillenritte befanden, unweit Souveräne und Fürstlichkeiten, wobei der Minister des Aeußeren, Liptingen in einen Steinbruch. Sechszehn Mann Graf Goluchowski, dieselben dem Kaiser vorstellte. Eine Stunde wurden schwer verlegt ins Spital in Sigmaringen ver- später empfing der Kaiser in der Hofburg die eingetroffenen bracht, einer davon ist inzwischen gestorben. Auch die Pferde waren Souveräne. schlimm zugerichtet. Mehrere mußten getödtet werden, die übrigen Um 4 Uhr nachmittags setzte sich der Trauerzug von der Hoftamen zur Pflege nach Karlsruhe. burg aus in Bewegung. Der Sarg war durch Kammerdiener und Rittmeister ersticht einen Sergeanten. Aus Straßburg i. E. wird eibl faien vom Schaubette gehoben und nach nochmaliger EinBeitung" meldet, wurde gestern im Manövergelände des 15. Armeetragen worden. torps bei Hagenau ein Sergeant des 15. lanen- Regiments durch Den Seitern schloß sich eine Anzahl sechsspänniger Hofwagen an. Hinter Der Leichenzug wurde von einer Abtheilung Kavallerie eröffnet. seinen Rittmeister erstochen. Der Sergeant, wegen verdorbenen Essens diesen Wagen folgten Abtheilungen der Leibgarde- Infanterie und der zur Rede gestellt, soll schnodderig geantwortet haben, wurde deshalb Leibgardereiter. Nun kam der von acht Rappen gezogene, schwarz durch einen Säbelstich hinters Ohr erstochen. Der Sergeant verlor Fülle der Blumenspenden. Dem Sarge folgten Abtheilungen der vom Rittmeister geohrfeigt und dann wegen drohender Haltung drapirte Leichenwagen heran; der Sarg verschwand fast unter der sofort das Bewußtsein und starb am andern Morgen. Der Ritt- Arcieren und der ungarischen Leibgarden zu Pferde. Den Schluß meister wurde verhaftet. bildeten eine Kompagnie Infanterie und eine Eskadron Kavallerie. Aus Elsaß Lothringen, 16. September.( Eig. Ber.) Die Der Zug nahm seinen Weg über den inneren Burgplay, den Kraut zu schießen. Heute bringt die freisinnige Straßb. Bgztg." bog fodann in die Tegetthoffstraße gegen den Nenen Markt ein, wo Attentats riecherei beginnt nun auch bei uns üppig ins Michaeler- und den Josephs- Platz durch die Augustinerstraße und die folgende sensationelle Alarmnachricht: in der Gruft unter dem Kirchlein der Kapuziner die Mitglieder des Hagenau, 16. September. Die hiesige Gendarmerie ist Staiserhauses zur letzten Ruhe gebettet werden. Von der Augustinerauf der Anarchist ensuche. Gesucht wird ein Anarchist, welcher Kirche an traten dem Trauerzuge die Brüderschaften, die Geistlichsich gestern hier herumgetrieben haben soll. Die Gendarmerie ent- teit, der Magistrat, der Landesausschuß, die Räthe der Ministerien widelt einen fieberhaften Eifer und revidirt alle Züge, um des An- und die Hofbeamten voran. archisten habhaft zu werden. Bisher war ihre Thätigkeit nicht von Erfolg Anläßlich der Bestattung der Kaiserin sind alle Bureaus, Gebegleitet. In der Bevölkerung taucht immer stärker das un- schäfte und Werkstätten in der Umgebung der Straßen, durch welche kontrollirbare Gerücht auf, auf den Großherzog von der Trauerzug fährt, fast ausnahmslos weit hinaus bis in die entBaden, welcher zur Zeit den großen Manövern in Sulz u. W. ferntesten Stadttheile geschlossen. Die Arbeiten der Wienfluß- Rebeiwohnt, sei ein Attentat verübt worden und die Anarchisten- gulirung wurden eingestellt. Trotz des lebensgefährlichen Gedränges jagd der Gendarmerie stehe mit diesem Attentat im Zusammen- herrschte überall musterhafte Ordnung und es ereignete sich kein hang. ernsterer Zwischenfall. " bas der überhizten Phantaste einer sensationslüfternen Presse seine Bis zur Stunde natürlich ist jede Bestätigung dieses Gerüchtes, Entstehung verdanken dürfte, ausgeblieben. Oesterreich. Häuser und aus vielen Stockwerken hängen Trauerfahnen herab, Aus Budapest wird telegraphirt: Bon den Giebeln der und unter den Fenstern ziehen sich schwarze Draperien entlang. Alle Staats- und Privatbureaus und alle Geschäfte sind geschlossen. Auf der Bonner Jahresversammlung des Vereins deutscher Irrenärzte führte der Bezirksphysikus Dr. L e p p= mann aus Berlin aus: Er habe in seiner Eigenschaft als Ber= liner Gerichtsarzt die Wahrnehmung gemacht, daß Leute in berauschtem Zustande vielfach Körperverlegungen, Beleidigungen, aber auch Majestätsbeleidigungen, Bedrohungen und Sittlichkeitsverbrechen begehen. In vielen Fällen habe sich auch auf grund von körperlichen Erscheinungen ergeben, daß diese Leute in unzurechnungsfähigem 811stande gehandelt hatten. Man konnte in diesen Fällen den Richter nicht sagen, fagen, daß die freie Willensbestimmung ausgeschlossen, wohl aber, daß eine verminderte Burechnungsfähigkeit vorhanden sei. Dies sei auch vielfach der Fall bei den jetzt in Berlin fich häufenden Ladendiebstählen, die hauptsächlich von dem weiblichen Geschlecht begangen werden. Die schönen Schaufenster Auslagen der großen Bazare verleiteten sparsame Hausfrauen, ganz besonders aus dem mittleren Allerlet unfinnige Gerüchte von anarchistischen Atten- In vielen Auslagen sieht man Bilder oder Büsten der verblichenen solchen Fällen werde von den Vertheidigern gewöhnlich der blatt", es hätten zwei italienische Anarchisten, Carlo Caviglio aus einem zahlreichen Publikum die Spigen der Behörden mit der Bürgerstande, geradezu, Ladendiebstähle zu begehen. In taten werden verbreitet. So verbreitete das„ Neue Wiener Tage- Königin, umgeben von Kerzen. In den Kirchen und Gotteshäusern Antrag auf Beobachtung des Geisteszustandes der Ängeklagten ge- Vercelli und der Schuhmacher Adolfo Tizzi aus Reggio, ein Atten Beamtenschaft und die Schulen beiwohnten. Die Glocken läuteten stefft. Es könne in diesen Fällen selten von einer Ausschließung tat auf den italienischen Kronprinzen beabsichtigt den ganzen Tag. Um 4 Uhr wurden die mit Flor umzogenen der freien Willensbestimmung, jedoch wohl von einer verminderten und feien diesem auf der Reise nach Wien vorausgefahren. Der zurechnungsfähigkeit die Rede sein. Es würde sich in diesen Fällen eine sei verhaftet worden, während man des anderen bisher nicht Straßenlaternen angezündet. nicht eine Freisprechung, wohl aber die Zubilligung mildernder Um- habhaft werden konnte. Das Extrablatt" erfährt jedoch, daß dieses stände, mithin eine geringe Strafe und eine bedingte Verurtheilung Gerücht auf unwahrheit beruhe, und auch von anderer empfehlen. Seite wird dasselbe als unbegründet bezeichnet. Wahr ist nur, daß, veranlaßt durch beunruhigende Gerüchte, die Behörde eine strenge Ueberwachung der Strecke und entsprechende Maßnahmen bezüglich der Absperrung für das Publikum sowie die Einstellung des Fracht verkehrs angeordnet hatte. Direttor Dr. Schaeffer aus Lengerich bemerkte: Es sei ungemein schwer, vor Gericht ein Gutachten abzugeben, ob bei Begehung eines Verbrechens die freie Willensbestimmung ausgeschloffen war. Jedenfalls befinde sich der§ 51 des Straf- Gesetzbuches auf falschem Geleise. Dieser werde beseitigt oder dahin geändert werden müssen, daß diejenigen, die in nicht zurechnungsfähigem Zustande ein Verbrechen oder Vergehen begangen haben, psychiatrisch behandelt werden müssen. Professor Dr. Meschede aus Königsberg i. Pr. trat der Be merlung des Vorrebners, daß der§ 51 des Straf- Gesetzbuchs fich auf falschem Geleise befinde, entgegen. Die Frage, ob der§ 51 zu Stecht bestehe, fei in erster Reihe eine juristische.- Direttor Dr. Delbrid aus Bremen dagegen war ebenfalls der Meinung, daß der§ 51 fich auf falschem Geleise befinde. Wie jedoch die konservative Politische Korrefpendenz" aus authentischer Quelle meldet, bestätigt sich die Nachricht von einem Attentatsversuch auf den Kronprinzen von Italien während seiner Fahrt nach Wien nicht. Es wurden allerdings umfassende Sicherheits- Vorfearungen getroffen, aber eine mit der Reise in Zusammenhang stehende Verhaftung wurde nicht vorgenommen. Die gemeldete Verhaftung des Schuhmachers Adolfo Tizzi, eines Anarchisten, erfolgte nicht in Sanct- Veit a. d. Glan( Kärnthen), sondern am 14. d. Wits. in Genf. Schweiz. wonach Luccheni am 12. Juli 1894 auf Ersuchen des italienischen Die Budapester Polizet veröffentlicht ein Communiqué, wonach Luccheni am 12. Juli 1894 auf Ersuchen des italienischen Konfulats von Budapest über Fiume an die Grenze mittels ZwangsKonsulats von Budapest über Fiume an die Grenze mittels Zwangspasses abgeschoben wurde. Die Behauptung des Mörders, daß er Königin im Jahre 1894 nur vom 1. September bis 3. November in die Königin wiederholt hier gesehen habe, ist daher unwahr, da die Königin im Jahre 1894 nur vom 1. September bis 8. November in Budapest verweilte. Zum Stuttgarter Parteitage. folution über die Betheiligung an Der Hamburger Parteitag hatte von der Bebel'schen Steden preußischen Landtagswahlen folgende Punkte angenommen: 1. Die Betheiligung an den nächsten preußischen Landtagswahlen ist überall geboten, wo die Verhältnisse den Parteigenoffen eine solche ermöglichen. 2. Jnwieweit eine Wahlbetheiligung in den einzelnen Wahlkreisen möglich ist, entscheiden die Parteigenossen der einzelnen Wahlkreise nach Maßgabe der lokalen Verhältnisse." Der§ 61 des Straf- Gesetzbuchs lautet: Eine strafbare HandLugano, 16. September.( Frants. 8tg.") Eine von etwa Zu dem 2. Puntte hatte Mittag aus Halle a. S. beantragt: Tung ist nicht vorhanden, wenn der Thäter zur Zeit der Begehung 500 italienischen Flüchtlingen und ich weizer Bürgern Kompromisse mit anderen Parteien dürfen nicht abgeschlossen der Handlung fich in einem Zustande von Bewußtlosigkeit oder frant besuchte Versammlung im hiesigen Eden- Theater, in der als erster werden. Alles andere noch folgende soll gestrichen hafter Störung der Geistesthätigkeit befand, durch welchen seine freie Redner Advokat Bertoni auftrat, votirte einte längere Tagesordnung, werden." Willensbestimmung ausgeschlossen war. worin gegen das Genfer Attentat protestirt und die Der Parteitag nahm dieses Amendement an, wodurch sich die Gegen die Ausführungen der Herren Dr. Beppmann, Schaeffer machenschaften ber italienischen reattionären übrigen Bunfte der Bebel'schen Resolution erledigten. Von den und Delbrück wird sich in der nach Verschärfung der Geseze schreienden Preise wider die freiheitlichen Institutionen der Schweiz ver- Parteigenossen in Salle a. S. wird min beantragt, daß der letzte Breffe vermuthlich der übliche Entrüstungssturm erheben. Mildernde urtheilt werden. Die Versammlung verlief in der größten Saz des Mittag'schen Amendements:„ Alles andere noch Umstände billigt man in diesen Kreisen ja höchstens den sparsamen" Ordnung. folgende soll gestrichen werden, aufgehoben und an dessen Stelle Hausfrauen des mittleren Bürgerstandes, sehr gern freilich den folgendes gefegt werden möge: Italien. Damen der höheren Gesellschaftskreise zu, die bei ihren Einfäufen Rom, 15. September.( Eig. Ber.) Infolge einer telegraphischen in den Läden hübsche Waaren mitgehen heißen, ohne ans Bezahlen Anweisung des Ministerpräsidenten Bellour an die Präfetten zu denken. Handeln aber diese wohlhabenden Leute bei ihren Dieb: wurden zahlreiche Verhaftungen vorgenommen. In Nom wurden ftählen im Zustande eines krankhaften" Reizes, so ist das noch viel heut 60 Personen, darunter ein Angestellter und ein Redakteur mehr der Fall bei Leuten, die aus Noth zum Verbrechen getrieben des Avanti", verhaftet. Die Nummer des„ Avanti", welche das Geheim Birkular der Regierung veröffentlicht, wurde kon Spanien. werden. Beschließen die Parteigenossen eines Wahlkreises die Wahlbetheiligung, so sind eigene Wahlmänner aufzustellen. Müssen unsere Wahlmänner für einen Kandidaten der bilrgerlichen Opposition eintreten, so find die letzteren zu verpflichten, für den Fall ihrer Wahl für die Einführung des bei den Reichstagswahlen geltenden Wahlrechts auch für die Landtagswahlen einzutreten und alle Maßnahmen entschieden zu bekämpfen, die geeignet sind, die bestehenden Volksrechte weiter zu schmälern oder zu befeitigen. Die einzelnen Wahlkreise sind verpflichtet, die Zustimmung des Parteivorstandes für ihre Abmachungen mit anderen Parteien einzuholen." Etwas von der bayerischen Bureaukratie. Der auf der fiszirt. Wanderschaft befindliche Bierbrauer Kuhn hatte in Regensburg wegen Bettelns einige Tage Haft abzufigen gehabt. Seine beim Eintritt in die Staatspension abgegebenen Legitimationspapiere melbet, werden die Kosten für die Rüdschaffung der Truppen von Madrid, 16. September.( Frankf. 8tg.") Wie der Imparcial" waren verloren gegangen und er erhielt deswegen keine Arbeit. Er den Antillen nach Spanien einschließlich der Verpflegung und der verlangte nun vom Amtsgericht den Verlust seiner Papiere bestätigt Abzahlung des Soldes 80 Millionen Besetas übersteigen. und erhielt nach einigem Hin und her schließlich nachstehendes Schriftstück ausgestellt: Madrid, 17. September. Es wird jezt als sicher angesehen, daß die Kommission für die Pariser Konferenz aus Montero Nios als Präsidenten und aus Abaszuza, Garnica, General Cerero und Die Parteigenoffen in Neuk ä. L. haben beschlossen, sich dort, Villaurutia bestehen wird. Die„ Gaceta de Madrid" veröffentlicht wo Aussicht auf Erfolg ist, an den Landtagswahlen zu be das Gesetz über die Abtretung von Gebietstheilen. fanden Unruhen zwischen Separatisten und Antireparatisten statt, in Fürst, 2 werden von ben landtagsfähigen Rittergutsbefizern und den In Bilbao theiligen. Der Landtag besteht aus 12 Abgeordneten; 8 ernennt der Tortosa kam es gelegentlich der Gemeinderaths- Wahlen zu Zusammen- Besizern gebundener Güter mit einem Areal von mindestens rottungen, so daß Militär einschreiten mußte, mehrere Personen 150 wurden verhaftet. Regensburg, 18. Februar 1898. R. b. Amtsgericht Regensburg I. Betreff: Joseph Kuhn, Bierbrauer aus Wippfeld. Der heute bei Gericht erschienene Joseph Kuhn, welcher Vormittags aus einer viertägigen Haftstrafe wegen Bettelns diesamtlich entlassen worden war, erklärte, es wäre ihm heute Mittags von der Jesuitenbrauerei Arbeit in Aussicht gestellt worden, er sei jedoch schließlich wieder abgewiesen worden, weil er teine Papiere bei sich gehabt habe. Infolge dessen wird dem Joseph Kuhn auf sein Ersuchen be stätigt, daß er ausweislich der Vorführungsnote bei seiner Vore führung am 14. d. M. folgende Papiere bei sich gehabt hat: a) ein Arbeitsbuch; b) eine Quittungsfarte; c) vier Zeugniffe und d) eine Krankenhaus- Bescheinigung. Diese Papiere wurden ihm, wie es Regel ist, vom Gerichtsbienerpersonal behufs Aufbewahrung während der Strafzeit ab genommen, sind jedoch momentan nicht auffindbar, weshalb man an genannte Brauerei das Ersuchen stellt, ihn, nachFTürkei. Partei- Nachrichten. Morgen aus ihrer Mitte gewählt und 7 Abgeordnete gehen aus allgemeinen Wahlen hervor. Von diesen sind 2 in der Stadt Greiz, 1 in der Stadt Wegen der Kretafrage tam es zu scharfen Auseinandersetzungen Beulenroda, 8 in den Landgemeinden der Herrschaft Greiz und 1 in zwischen dem englischen Geschäftsträger in Konstantinopel und der den Landgemeinden der Herrschaft Burgt zu wählen. Zur Wahl ist türkischen Regierung. Der Frantf. 8tg." wird darüber aus Ron nöthig: das Staatsbürgerrecht, Erfüllung des 25. Lebensjahres, Unstantinopel vom 15. September gemeldet: Im Auftrage des Sultans bescholtenheit des Rufes, Besitz eines eigenen Hausstandes, Entbegab sich heute Nacht um 2 Uhr der Minister des Aeußern, richtung einer direkten Steuer. Nicht wahlberechtigt find u. a. PerTew fit Basha, zum englischen Geschäftsträger Bunsen, sonen, welche wegen für entehrend geachteter Verbrechen sich in um ihm mitzutheilen, Admiral Noel( bei Kandia) folle die unan- Untersuchung befinden oder befunden haben, ohne völlig freinehmbaren Bedingungen seines Ultimatums zurückziehen. Bunsen gesprochen worden zu sein. Wählbar zum Abgeordeten ist, wer das antwortete, er sei außer Stande, einzugreifen, finde aber die Bes 30. Lebensjahr zurückgelegt hat und im Besiz des Wahlrechts ist. bingungen Noel's, besonders die beiden ersten Punkte gerecht und Die Wahl erfolgt auf 6 Jahre, alle drei Jahre scheidet die Hälfte mäßig. Bunsen nahm die Gelegenheit wahr, Tewfit zu bitten, seiner der Abgeordneten aus. Die Parteifonferenz des 1. weimarischen Wahlkreises beschloß auf Antrag ehder's, daß sich die Parteigenossen an allen Orten, wo es uns auf grund des Gesezes möglich ist, Vertreter in die Gemeinden zu wählen, an den Wahlen betheiligen sollen. Wo dies ausgeschlossen, sollen Protestbewegungen ins Werk festsezen. gesezt werden. ruinirt. Selbst wenn sie noch Kohlen von dem großen Syndikat beziehen könnten, so könnten sie doch gegen die Konkurrenz des Hildesheimer Fünfmänner- Syndikates nicht aufkommen. Sind sie unschädlich" gemacht, so können die fünf die Preise nach Belieben Diese foalirten Unternehmer fordern stets die Aufhebung des Todtenliste der Partei. In Offenbach a. M. ist der alte Koalitionsrechtes der Arbeiter. Parteigenosse Bernhard Kampert gestorben. Vor dreißig Jahren, im Jahre 1868, stand er dort an der Spitze der Lassalleaner, die den Genossen Schulze für den Norddeutschen Reichstag als Kandidaten aufstellten und 626 Stimmen auf ihn vereinigten. Bis zuletzt, wo ihn Krankheit verhinderte, hat Stampert immer in den vorderen Reihen der Partei gewirkt. Ehre seinem Andenken! Polizeiliches, Gerichtliches 2c. schehen sein. " Kampf um das Koalitionsrecht! Preußische Landtagswahlen. Berfäume keiner sein Wahlrecht, gehe jeder zur Wahl. Alle Anfragen bezüglich der Wahl sind an Unterzeichneten zu richten. Der Ausschu der Berliner Gewerkschafts- Kommission. J. A. Rud. Millarg, Annenstr. 16, I. Deutsches Reich. Am Dachdeckerstreik in Dresden sind zur Zeit 147 Mann Der konservative Landtags- Abgeordnete v. Erffa betheiligt. Davon sind 69 verheirathet. 83 Mann betheiligen sich hat, wie uns aus Thüringen geschrieben wird, vor einigen Tagen ist der Innungs- Obermeister behufs Vermittelung zur Beilegung der nicht am Streif, sondern arbeiten weiter. Von der Lohukommission feinen bisherigen Wählern im Wahlkreise Schleusingen Differenzen angegangen worden. 8iegenrüd einen sogenannten Rechenschaftsbericht" Redakteur Bruhns von der Breslauer Volts erstattet. Die dazu einberufene Urwählerversammlung in Suhl Die Brauerei- Arbeiter Dresdens haben sich in bezug auf to a cht" wurde, wie uns eine Privatdepesche meldet, vom Land- war laut Einladung für alle Urwähler mit Ausnahme der den Arbeitsnachweis mit den Unternehmern geeinigt. Sie fordern gericht wegen Beleidigung des Grafen Posadowsky zu Sozialdemokraten geöffnet. Herr Kammerherr v. Erffa aber außerdem noch Abschaffung der Sonntagsarbeit durch Ein300 M. Geldstrafe verurtheilt. Die Beleidigung soll durch eine wird wohl gewußt haben, weshalb er die sozialdemokratische Kritik führung des Schichtwechsels und einen Mindestlohn für die Kutscher Kritik des bekannten Wahlbriefes des Grafen Posadowsty ge- ferngehalten hat. Die unverblümte tonservativ- agrarisch- reaktionäre von 25 M. Eine Kommission der Arbeiter wird mit den UnterArt dieses Landtags Abgeordneten hätte einem Sozialdemokraten nehmern darüber zu verhandeln versuchen. -Wegen Beleidigung des Reichskanzlers wurde der berant- eine faum zu bewältigende Fülle von Angriffsmaterial geboten. Auch die Dresdener Bäckermeister wollen ihren durch den wortliche Redakteur der Magdeburger Volksstimme", Köstlich war schon die Einleitung des Herrn v. Erffa.( Wir Streit der bösen Gehilfen so hart bedrängten Kollegen in Hamburg Genosse Müller, vom Landgericht daselbst zu 6 Wochen Gefängniß folgen in der Wiedergabe seines Referats dem Suhler Amts- zu Hilfe tommen. In einem verschickten zirkular fordert der Vorverurtheilt. Das Vergehen soll in einem Artikel enthalten sein, der blatt, der„ Henneberger Zeitung", einem der inhaltlich stand der Dresdener Bäcker- Innung die Mitglieder zu materieller das Ergebniß der Reichstagswahlen und die feindliche Stellung der dürftigsten und hinsichtlich der Arbeiterbewegung widerwärtigsten Unterstützung der Hamburger auf. Regierung zur Sozialdemokratie behandelte. Ablagerungsstätten von Schweinburgiaden.) Herr von Erffa be= Die Schuhmacher der Firma Hanel in Weißenfels sind tonte zunächst, daß er sich schon längst einmal seinen Wählern wegen Lohnreduktionen und Maßregelungen in den Ausstand einhabe vorstellen wollen, daß ihm aber auf verschiedene dies- getreten. Auch in der Fabrik von Seiler u. Söhne sind zwischen bezügliche Anfragen bedeutet sei, daß dies außer der Wahl den Arbeitern und der Firma Differenzen ausgebrochen. Der vom Kaiser angekündigte Gesehentwurf zeit nur unnöthige Aufregung in die Bevölkerung über eine Verschärfung der Strafbestimmungen der Gewerbe- bringe und man davon, daß er seine Schuldigkeit Arb.- 3tg." begangen haben, weil sie anfäßlich des Magdeburger Groben Unfug" sollen die Redakteure der„ Halberstädter Ordnung in§ 153( Koalitionsfreiheit) ist nach der" Post" bereits thue, überzeugt sei." Bei wem Herr v. Erffa da wohl" an- Bauarbeiterstreits vor Zuzug nach dort gewarnt hatten. Nachdem fertiggestellt und soll dem Reichstag demnächst zugehen. Die gefragt" hat? Bei der Bevölkerung selbst jedenfalls nicht, denn die das Kammergericht ausdrücklich dahin entschieden hat, daß in einer " Freifinnige Zeitung" bemerkt zu dieser Meldung:" Nunmehr wird besteht nach den Ergebnissen der letzten Hauptwahl in Suhl allein solchen Veröffentlichung ein grober Unfug nicht enthalten ist, dürfte der Offiziosus in der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" es doch aus 1172 Sozialdemokraten gegenüber 484 Konservativen und der Liebe Müh des Herrn Staatsanwalts umsonst sein. erlauben, daß vernünftigeriveise" über die Bedrohung des 257 Antisemiten, in den kleinen Schleusinger Ortschaften Goldlauter denn auch dieser Tage ein Töpfer in Hannover, der in einer Koalitionsrechts geredet werden kann. Dringend wünschens- und Heidersbach betrugen die sozialdemokratischen Stimmen aber Töpferversammlung zur Verhängung der Sperre über eine bestimmte werth ist die alsbaldige Veröffentlichung des fogar 81 bez v. 90 pt. aller abgegebenen Stimmen. fertiggestellten Gesezentwurfs. Da noch vor kurzem und diese Art Bevölkerung hätte sich so wenig über eine Bericht- Werkstätte aufgefordert hatte und gegen den deshalb Anklage erhoben behauptet wurde, daß nicht einmal die Antworten sämmtlicher Bundes- erstattung des Herrn Erffa„ aufgeregt", wie sie andererseits nicht war, tostenlos freigesprochen. staaten auf die Umfrage des Staatssekretärs des Innern eingegangen davon überzeugt ist, daß er seine Schuldigkeit thut". Mit welchen Mitteln gegen Streifende vorgegangen wird, feien, so ist zu befürchten, daß es sich bei der Ausarbeitung des Grafen Herr v. Erffa gab alsdann einen Bericht über die wichtigsten lehrt folgender Vorfall im Flensburger Zimmererstreit. Die Posadowsky um eine überstürzte Improvisation handelt. Arbeiten des Landtags in der verflossenen fünfjährigen Legislatur- Kohlenfirma Petersen hatte an ihrer Schiffsbrücke eine nothwendige Nach einer offiziösen Korrespondenz sollen bisher keinerlei feste periode. Er bezeichnete den jezigen Stand der preußischen Finanzen Reparatur zu machen. Sie wandte sich deshalb an einen InnungsPläne über die Beschränkungen des Koalitionsrechtes bestehen. Erst als„ terngesund", da auf den Kopf der Bevölkerung nur eine meiſter, dem die Arbeit übertragen werden sollte. Dieser gab zur nach der Rückkehr des Reichskanzlers würden die Berathungen darüber jährliche Steuerlast von 5,26 m. komme. Eine fünfköpfige Arbeiter- Antwort, er könne die Arbeit nicht übernehmen, da er keine Gesellen beginnen." familie fühlt sich nicht gerade, wie Herr Erffa vielleicht, ferngesund habe. Die Reparatur aber mußte gemacht werden und so wandte Aeußerst start besuchte Protest Versammlungen dabei, wenn man ihr jährlich über 30 M. an Steuern abzwackt. sich die Firma an die Streiffommission der Zimmerer. Diese stellte wurden abgehalten in München, Nürnberg und Magde- Alle Betriebsverwaltungen, so berichtete Herr Erffa weiter, wiesen denn auch sechs Zimmergesellen zur Verfügung. Nach Aussage der burg. In Nürnberg wurde nach dem Referat des Arbeitersekretärs in den letzten Jahren Ueberschüsse auf; die Eisenbahnverwaltung Firma Petersen arbeiteten diese Leute vollkommen zu ihrer Zufriedenheit. Segiz folgende Resolution angenommen: allein 62 Millionen gegen den Voranschlag. Leider vergaß der Aber schon am folgenden Tage erschien der Vorsigende des ArbeitDie Versammlung erhebt einmüthig den entschiedensten Wider- Redner, hierbei darauf hinzuweisen, daß trok dieser riesigen Ueber- geberverbandes mit einigen Mannen von der Zimmererzunft und spruch gegen jede Schmälerung des Koalitionsrechts, deffen Sicherung schüsse dennoch kein Geld da gewesen ist, um die traurigen Löhne der erklärte, wenn die Gebr. Petersen an demselben Abend die Zimmerund Ausbau als umentbehrliches Hilfsmittel im heutigen wirthschaft unteren Beamten zu erhöhen. Wenn er später ausführte, daß, leute nicht entließen, würden sie dafür sorgen, daß die Firma die lichen Kampfe fie energisch fordert. nachdem nunmehr die Gehälter der höheren Beamten erhöht seien, Kohlenlieferung für die Werft nicht mehr bekäme. Auf Grund dieser jetzt auch die Unterbeamten an die Reihe kämen, so wird auf Erklärung wurden dann die Zimmerer wieder entlassen. Den Arbeitern diese unverbindliche Redensart kein Beamter etwas geben. Wenn es wirft man vor, daß sie ihre Klassengenossen terrorisiren. Aber wer nach den volksthümlichen Worten dieser Herren vor den Wahlen übt denn hier den Terrorismus aus? ginge, so müßten die unteren Beamten längst wie im Paradiese leben. " Mit Entrüstung weist die Versammlung die angedrohte ZuchthausStrafe für Streitvergehen zurück, deren Verwirklichung die schlimmste Ausnahmegesetzgebung gegen die Arbeiter bedeuten und den Grundsatz von der Gleichberechtigung der Staatsbürger aufheben würde. Die Versammlung richtet an alle Arbeiter ohne Unterschied der Anschauung die Mahnung, aufzustehen wie ein Mann zum Kampf gegen die Vernichtung des Koalitionsrechtes und für die Mehrung der wirthschaftlichen Bewegungsfreiheit. Die Protestversammlung der Arbeiter Leipzigs, die heute in Stötterit mit Liebknecht als Referenten abgehalten werden sollte, ist auf grund des sächsischen Juwels" verboten worden. Die Amtshauptmannschaft beruft sich auf den§ 12, welcher lautet:„ Bei dringender Gefahr für die öffentliche Ruhe, Ordnung und Sicherheit fönnen Versammlungen sowie öffentliche Auf- und Umzüge und Festlichkeiten verboten werden." Im Jahre 1890 hat dieselbe Amtshauptmannschaft, deren Leiter inzwischen allerdings gewechselt hat, der Leipziger Arbeiterschaft wegen ihrer must erhaften Haltung bei der Maifeier folgendes glänzende Zeugniß, zu Händen des Vorsitzenden des Maifest- Komitees, ausgestellt: des und So wurde Von den Lederarbeitern in Elmshorn befinden sich noch 49 im Ausstand. Die Firma Piening, deren Arbeiter sich im Ausstand beffnden, hat eine schwarze Liste mit 89 Namen in Umlauf gesezt. Der Redner führte dann die wichtigsten, in der letzten Legislaturperiode getroffenen gesetzlichen Maßnahmen an: Das Land- Der Transportarbeiter- Streit in Nürnberg ist beendet, wirthschaftskammer- Gesez, durch welches eine korporative Vertretung nachdem die Unternehmer 19 M. Wochenlohn bewilligten. Abgelehnt Die Versammlung macht es jedem Arbeiter und jeder Arbeiterin der Landwirthschaft ermöglicht wurde und welches bedeutende Vor- wurde die Verkürzung der Arbeitszeit und Bezahlung der Ueberzur Ehrenpflicht, die einzig mögliche Antwort auf die reaktionären züge aufweise; das Stempelsteuer- und Erbschaftssteuer- Gesetz; die stunden. Pläne der Regierung zu geben: Hinein in die Gewerkschaften! Bewilligung erheblicher Beträge behufs Verbesserung der Wohnungs- Die Holzarbeiter in Fürth beabsichtigen, die Bewegung zu Hinein in die politische Arbeiterorganisation! Unterstügung der verhältnisse der Arbeiter geringer befoldeten Staats- gunsten der 56stündigen Arbeitszeit und 11/ 2stündigen Mittagspause Arbeiterpresse!" beamten; die Errichtung einer Zentralanstalt zur Förde wieder aufzunehmen. Die Unternehmer halten an der 581/ aftündigen rung die genossenschaftlichen Personalkredits; Inter- Arbeitszeit fest. pellation betreffs der staatlichen Beaufsichtigung der IrrenAusland. anstalten; die Konvertirung der vierprozentigen Anleihen; die Wiedereinführung der obligatorischen Schuldentilgung; die Neu- der Schneider für die Arbeiter siegreich beendet ist. Die Ausständigen Aus Bukarest( Rumänien) wird uns berichtet, daß der Streit regelung der Richtergehälter und der Gehaltsverhältnisse der der Schneider für die Arbeiter siegreich beendet ist. Die Ausständigen evangelischen und katholischen Geistlichen; die Aufhebung der Dienst- sprechen für die materielle Unterſtügung aus Deutschland ihren fautionen; die Verbesserung der Lage der Volksschullehrer Dank aus. durch das Gesetz vom 3. März 1897; die Regelung der Disziplinar- In London ist ein Streit der Trambahn- Angestellten verhältnisse der Privatdozenten an den Universitäten u. f. w. ausgebrochen. Als Ursache des Ausstandes wird angegeben, daß von Daß das Vereinsgefeß mit 209 gegen 205 Stimmen ge- der Direktion Angestellte deshalb entlassen wurden, weil sie Mitfallen sei, betlagt Herr v. Erffa tief. Er bezeichnete es glieder der Trades- Unions sind. Ferner find die Mitglieder einer als einen fundamentalen Fehler, die Sozialdemokratie als eine Kommission entlassen, die um Verkürzung der Arbeitszeit vorstellig ,, An Herrn Osmar Grellmann, Leipzig. politische Partei anzuerkennen. Der Staat müsse Mittel und wurde. Der Verkehr ist im Norden von London fast ganz unterIch kann nicht unterlassen, Ihnen meine Freude darüber, daß Wege finden, um der Bügellosigkeit" der Umsturzpartei zu steuern. brochen. Ihre Versicherung, die verschiedenen Festlichkeiten am 1. Mai d. J. Er hoffe, daß das Gesez, um dessen Zustande= Die Sheffielder Former erlangten ohne Streit die Erhöhung werden in aller Ruhe und ohne Störung der öffentlichen Ordnung tommen sich die konservative Partei alle Mühe ihres Lohnes von 38 auf 40 Schillinge; in Leeds haben die Former verlaufen, sich voll erfüllt hat, und meinen Dank für Ihre Be- gegeben, in einer anderen Session zu stande die Erhöhung von 36 auf 38 Schillinge gefordert. mühungen in dieser Richtung auszusprechen, und bitte Sie, auch den komme. Dies unverhüllte Eingeständniß werden wir uns, wenn übrigen Komitee- Mitgliedern dies mitzutheilen und ihnen in meinem es auch gerade nichts Neues besagt, dennoch zu merken haben. Es Namen für ihre diesfallsigen Bemühungen zu danken. Leipzig, 2. Mai 1890. zu verhindern. Kgl. Amtshauptmannschaft. Dr. Playmann." Die Haltung der Leipziger Arbeiterschaft gegenüber politischen Dingen ist heute selbstverständlich keine andere wie damals. zeigt, wie nothwendig es ist, eine konservative Mehrheit im Landtage Lehte Nachrichten und Depelthen. Schließlich bemerkte Herr v. Erffa, daß ihn viele seiner Wähler Hamburg, 17. September.( B. H.) Großes Aufsehen errregt lieber bei den Freikonservativen oder Nationalliberalen als bei den die Verhaftung von fünf angesehenen Altonaer Bürgern, welche im Konservativen sähen, doch könne er diese darüber beruhigen; bei Hamburger Freihafengebiet und auf dem ganzen Elbſtrom ſeit Jahren den Konservativen bestehe kein Fraktionszwang nach Millionen zählende Tabakschwindeleien verübt haben. Die in bezug auf die Abstimmung, nur dürfe feiner gegen die Namen der Verhafteten sind: Eckermann, Jordan, Langhans, Neelsen Von der Friedlichkeit der Unternehmerfoalitionen. Fraktion sprechen. Auf die Fraktion komme es hier nicht an, und Stelemann. Die Kölnische Volkszeitung" weist darauf hin,' wie die persönliches Vertrauen sei hier alles. Budapest, 17. September.( W. T. B.) Die Ortschaften Kurtics Ringe und Syndikate der Produzenten mit- Wir haben Herrn v. Erffa einen so breiten Raum in unserem im Arader Komitat und Csenger( Komitat Szatmar) stehen in unter gegenüber den Widerstrebenden nicht allein mit dem Blatte gewährt, weil dieser Herr in der heurigen Wahlbewegung der Flammen. Ruin drohen, sondern auch thatsächlich an diesem erste Landtagskandidat ist, der mit einer Wahlrede auf dem Budapest, 17. September.( W. T. B.) Wie hiesige Blätter Ruin arbeiten, bis der Betroffene mürde wird Plane erscheint. Unsere Genossen in Schleusingen Schleusingen haben melden, erlitt das Segelschiff ,, Clementina", welches gestern früh mit und sich in den Ring flüchtet. Soeben lesen wir, daß das West- bekanntlich die Betheiligung an der Wahl beschlossen. Ein einer Sandladung für Fiume und Abazzia die Insel Viglia verließ, fälische kohlen- Syndikat die Beche Langenbrahm, liberaler Kandidat ist noch nicht bekannt, was um so kläglicher für infolge Unwetters Schiffbruch. Die Besatzung und mehrere Passagiere die sich ihm nicht anschließen will, dadurch zu ruiniren diesen Wahlkreis ist, als er in der großen Hauptsache hoch industrieller werden vermißt, fucht, daß es feinem mehr Kohlen liefern will, der auch von der Natur ist. Man denke nur an die großen Gewehrfabriken in Suthl genannten Zeche Kohlen bezieht. Was wird der Zeche übrig und Umgegend, sowie an die stark entwickelte Hausindustrie in Glasbleiben, als sich dem Synditat anzuschließen; dann macht sie produkten. Selbst wenn die Liberalen so rückgratlos sein sollten, zwar weniger Gewinn, aber wenn sie sich weiter sträubt, wird ihre sich ohne Widerstand den konservativen Herrn aufdrängen zu lassen, ganze Existenz von dem Syndikat ruinirt. Und dies ist kein Aus- beabsichtigen unsere Genossen die Wahlbetheiligung nahmefall; es ist die Regel in den Brattiten der agitatorischen Gründen. Das Material ist ihnen ja in dankensSyndikate. Wer sich nicht fügt, wird boykottirt und zu werther Weise von Herrn von Erffa zugänglicher geworden. grunde gerichtet. In der Eisenindustrie wird dem Nichtbetheiligung jenigen, der von seinem, Koalitionsrechte" aus rein feinen Gebrauch machen will, der Bezug von an der Landtagswahl beschloß die Parteifonferenz des Kreises Erzen, Stahl, Roheisen oder was er sonst braucht, anzleben. Die Parteikonferenz des Kreises Halberstadtverweigeert, bis er sich der Preis- Koalition an Oschersleben ging über die Frage der Betheiligung zur Lagesschließt. Die Kleinen stehen vollständig unter dem ordnung über, da in diesem Kreise nur reaktionäre Parteien in Terrorismus der in dem Syndikate vereinigten Großen. betracht kämen und eine ſelbſtändige Betheiligung keine Aussicht Dem Verein Berliner Metall Judustrieller verspricht. gehört eine Reihe kleinerer Betriebs- Inhaber nur deshalb an, weil sie sonst von den großen Maschinenfabriten teine Arbeit zugewiefen erhalten. Wie man die Schwachen durch Zwang in die Syndikate bringt, so hält man sie auch durch Zwang darin fest, indem man auf den Austritt noch eine große Konventionalstrafe setzt. Desgleichen wird jeder genöthigt, die vom Syndikate vorgeschriebenen Preise inne zuhalten." " Gewerkschaftliches. Berlin und Umgegend. Achtung, Gewerbegerichts Wahlen! Arbeiter, Parteigenossen Berlins! Am Donners: tag, den 22. September, findet die Ersazwahl für das letzte Drittel der nach dem Gesetz ausscheidenden Beisiger statt. Die Wahl erfolgt von mittags 12 Uhr bis abends 9 Uhr. Es hat also jeder Zeit zum Wählen. Bern, 17. September.( B. H.) Der Bundesrath beabfichtigt, in Angelegenheit der Anarchisten den Mächten den Vorschlag zu machen, daß jeder Staat seinen Angehörigen, die er als Anarchisten kenne, feine Papiere für eine Niederlassung im Ausland mehr verabfolge. Paris, 17. September.( B. B.)„ Siècle"," Aurore" und Radical" fordern die Einleitung eines Disziplinarverfahrens gegen den General Meginger, weil derselbe in einem Korpsbefehl an die Truppen von schlechten Bürgern gesprochen habe, womit die Dreyfus- Freunde gemeint seien: Paris, 17. September.( W. T. B.) Die Kommission des Justizministeriums, welche sich gutachtlich über den Antrag auf Revision des Dreyfus- Prozesses zu äußern hat, tritt nun nächsten Mittwoch Bormittag zusammen und wird dann die Prüfung des Aftenstückes in Sachen Dreyfus beginnen. Paris, 17. September.( W. T. B.) Der Staatsanwalt hat, wie die Abendblätter melden, in dem Prozeß gegen Picquart und dessen Anwalt Leblois von den ursprünglichen vier Anklagepunkten mur einen aufrecht erhalten, wonach Picquart dem Advokaten Leblois Mittheilungen gemacht haben soll, welche aus den waren. Picquart bestreite, daß diese Mittheilungen irgendwie die Untersuchungsaften wegen der Esterhazy- Angelegenheit geschöpft nationale Vertheidigung oder die äußere Sicherheit des Staates interessiren. Die Thatsache, daß er behufs seiner persönlichen Vertheidigung den Rechtsanwalt konsultirte, schließe an sich jedes Delift aus. Die Syndikate gehen darauf aus, das Geschäft in den Händen einiger wenigen Großen zu monopolisiren. So steht dem rheinischwestfälischen Kohlen- Syndikat für die Provinz Hannover die HandelsGesellschaft Westfalia zur Seite, durch welche allein der Kohlenbedarf Der Ministerpräsident Brisson wurde beim Verlassen des MinisterDie Wahl ist geheim und erfolgt durch Stimmzettel. für die Provinz Hannover bezogen werden kann. Jezt wird in den raths von einigen vor dem Elysee angesammelten Journalisten, mit Beitungen berichtet, daß sich in Hildesheim die fünf größten Kohlen- In den nächsten Tagen wird das Tableau betreffend Wahl- dem Rufe:" Hoch oie Revision!" empfangen, andere riefen:" Es händler zu einem se ohlensyndikat Hildesheim zusammen lokale, Wahlbureaus und Kandidatenliste an dieser Stelle ver- lebe die Armee! Nieder mit der Revision!" Die Bevölkerung gethan haben. Das ist nun das legte Glied in der Kette. Das nahm bisher den Beschluß des Ministerrathes ruhig auf. rheinisch- westfälische Syndikat verkauft Kohlen für Hannover nur an die öffentlicht werden. Valladolid, 17. September.( W. T. B.) Ein furchtbares Feuer Wir ersuchen, auf den den Wählern zugänglich zerstörte die elektrische Beleuchtungsanstalt. Geschäfte und Theater Westfalia, und die Westfalia verkauft in Hildesheim nur an die fünf GroßHändler. Die kleinen Händler sind damit einfach gemachten Stimmzetteln feinen Namen zu streichen. I find geschlossen, da kein Licht vorhanden ist. Berantwortlicher Redakteur: N. Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin Drud und Verlag von May Bading in Berlin. Hierzu 3 Beilagen u. Unterhaltungsblatt. Nr. 219. 15. Jahrgang. 1. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 18. September 1898. Polizeispitzel Santoro. worden sei, einem gefrönten Haupte das Leben zu nehmen. Dieses Telegramm ist man achte darauf! Das Züricher Voltsrecht" bringt folgende interessante Aus- nur eine Wiederholung der oben mitgetheilten, führungen: von der Zürcher Polizei bereits entlarvten „ Ein Dieb raubte vor einiger Zeit einem Herrn, der auf dem Schwindelei des Polizeiagenten Santoro. rechten Ufer des Zürichsees wohnt, einige Staatspapiere im Werthe Das italienische Spizelthum in der Schweiz und anderwärts von einigen Tausend Franken. Diese Papiere wurde einem wird jetzt mit 1000 Pferdekräften lügen und heßen und unsere Hehler übergeben, und aus dessen Händen gingen sie in den Spießerpresse wird den Schwindel verbreiten. Man sei auf der Hut." Besitz des ehemaligen italienischen Polizeikommissärs San toro über. Dieser wandte jedes Mittel an, die Papiere zu versilbern. Es wäre zu lange, die Geschichte der vielen Reisen dieser Papiere nach Marseille, Brüssel, Genf, London u. f. f. zu erzählen; wir begnügen uns, zu sagen, daß sie eines Tages wieder in eingeschriebenem Brief nach Zürich zurückkehrten, da es nicht möglich gewesen war, sie umzusetzen. Kommunales. 10 Arbeiter Bildungsschule. Heute Abend 7 Uhr in den Arminhallen", Kommandantenstr. 20: Vortrag des Schriftstellers Bölsche über:" Der Werth der Bildung für den höflichst ein und erwartet einen zahlreichen Besuch. Der Vorstand. Arbeiter." Hierzu ladet die Parteigenossinnen und Genossen sind geschlossen und können nur noch für die fünfte Abtheilung MitFreie Volksbühne. Die ersten vier Abtheilungen glieder aufgenommen werden. Es liegt daher im Interesse etwaiger Bewerber, sich umgehend in einer Bahlstelle anzumelden. Die Vorstellungen im Lessing- Theater finden für die Aufführungen des Dramas Galeotto" statt an folgenden Sonntagen nachmittags 23/4 Uhr: für die III., IV. und V. Abtheilung am 18., 25. September und 2. Oktober. Heft I( Jahrgang 3) der Monatsschrift Freie Volksbühne" ist vor der Vorstellung von den Ordnern und vom Anträge an die Stadtverordneten- Versammlung. Stadtverordnete Rast und noch 23 Stadtverordnete haben in der wird am 8. Oktober in der Brauerei„ Friedrichshain" begangen. Entree Der Saffirer à 10 Pf. zu haben. Das Herbstfest des Vereins Versammlung folgenden Antrag eingebracht: Die Stadtverordneten- 50 Pf. intl. Tanz, nur für Mitglieder. Eintrittsmarken sind Versammlung ersucht den Magistrat, geeignete Maßnahmen zu treffen, von heute ab in allen Zahlstellen zu haben. Dieselbe wird in die Was that unser ehemaliger Polizeikommissär Santoro? Er um den bei starken Regengüssen auftretenden Mißständen durch Rubrik( I) Festmarken der Mitgliedskarte eingeklebt. Geschäftsleute, Ueberschwemmungen der Straßen und Keller Abhilfe Intereffenten, die in der Monatsschrift Freie Volksbühne" inseriren nahm eines jener Papiere im Werthe von ungefähr 1500 Fr., schloß zu schaffen." Ferner haben der Stadtverordnete Friederici wollen, werden ersucht, Inserate bis zum 18. September an den es in ein Kouvert mit einem gedruckten Vriefe, dessen Worte er aus und noch zehn Stadtverordnete folgenden Antrag gestellt: Schriftführer des Vereins J. Cohn, Raumerstr. 53 III. einzusenden. einer Zeitung ausgeschnitten und wieder zusammengesezt hatte, um„ Die Bersammlung ersucht den Magistrat unt Auskunft, Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. sich nicht selbst bloßzustellen. Er ließ diesen Brief auf der Post in weshalb mit der Ausführung der durch den Etat be= Mailand aufgeben, um ihn eingeschrieben an die Adresse C. C. in willigten Bauten namentlich der dringend nothwendigen Schul- gefaßt, daß für die Zukunft sämmtliche Kreise der Provinz Der Parteitag der Provinz Brandenburg hat den Beschluß noch nicht begonnen ist." Der Stadtv. Borgmann Gleichzeitig zeigte er dem Polizeidirektor in Genf an, daß der in Gemeinschaft mit noch 10 Stadtverordneten haben beantragt wie sich an der Lokalfrage zu betheiligen haben. Die Vertrauensjenige, der sich auf der Post in Genf einstellen würde, einer der folgt:" Die Unterzeichneten stellen den Antrag: die Versammlung personen der einzelnen Kreise werden daher ersucht, Vorkehrungen Diebe der Staatspapiere sei, und daß der Brief selbst einen Theil der Beschluß der Versammlung vom 16. Dezember 1897( betreffend& otalfrage geregelt, eine Lokalliste aufgestellt wolle beschließen, den Magistrat um Auskunft zu ersuchen, warum zu treffen, damit umgehend im Sinne dieses Beschlusses die des Diebstahls enthalte, welcher ihm von seinen nach Italien ge- die Krankenversicherung der städtischen Arbeiter) und diese an den Unterzeichneten eingesandt werde. In betracht flüchteten Gefährten als sein Antheil zugesandt worden sei. noch nicht zur Ausführung gelangt ist." tommen Versammlungsräume, welche mindestens 50 Personen Die Parteipresse der Provinz wird um Abdruck gebeten. Die Lokaltommission. J. A.: Oskar Mahle, Berlin S., Ritterstr. 3. Genf zu senden. daß dies ein sehr gefährlicher Anarchist sei. bauten aus Gleichzeitig unter Benützung eines alten Briefes eines berüchDer Magistrat hat nunmehr bei der Stadtverordneten- Ver- fassen. tigten Diebes, eines gewissen Caroni, der jetzt überall gesucht sammlung beantragt, die Annahme der zur Ausbreitung und Auswird, verfälschte Santoro dessen Unterschrift gestaltung von Bibliotheken bestimmten Zuwendung des verund ließ ihn ihn so als Absender des in Mailand auf- storbenen Stadtverordneten Professors Dr. Friedrich August Leo zu gegebenen Plis figuriren. Er schrieb auch an die Postdirektion in genehmigen. Die Einkünfte der Leo- Stiftung sollen bekanntlich ausGenf, sie möchte den Brief an die Adresse von Carlo Chignola nach schließlich zur Ausbreitung und Ausgestaltung von Volts. Zürich schicken, wo sich der Adressat aufhalte, und fügte noch bei, ausdrücklichen Bedingung, daß bei jeder bibliotheken in Berlin verwendet werden, unter der Die städtischen Kanalisations- Arbeiter haben am 1. d. Mts. der Leo- ihre vorgesezte Verwaltungsbehörde vor das Einigungsamt des Stiftung unterstützten oder errichteten Volksbibliothek erster Reihe ein jedermann täglich offenstehender Lesesaal hergestellt Austrag zu bringen, über die sie mit ihrer Verwaltung in Diffe in Gewerbegerichts geladen, um hier eine Reihe von Punkten zum werden muß. Das vom Professor Leo hinterlassene Vermögen renzen geratheo sind. Die Verwaltung hat jedoch bisher noch nicht das Nachlaßinventar liegt noch nicht vor besteht aus: a) dem auf die Einladung geantwortet, und somit wissen die Arbeiter immer Grundstück Matthäikirchstraße 31 und Margarethenstraße 19/20, welches noch nicht, ob man mit ihnen vor dem Einigungsamt verhandeln im Jahre 1894 von einem vereidigten Tarator auf 1562 935 m. will oder nicht. Da nun in den letzten Tagen von der Verwaltung geschätzt worden ist, aber nach der Bestimmung des Testators abermals Dinge unternommen worden sind, die sich gegen die Or Grundstück ist mit Hypotheken nur in Höhe von 300 000 m. belastet; Kanalisations- Arbeitern derartig gereizt worden, nicht unter 2 Millionen Mark verkauft werden darf. Dieses ganisation der Arbeiter richten, so ist die Stimmung unter den b) Werthpapieren in ungefährem Werthe von 260 000 M.; c) einer wahrscheinlich in den nächsten Tagen mit dem großen Mobiliarmasse, von welcher ein Theil legirt ist, und hin- Ausbruch des Streits gerechnet werden muß. Zu sichtlich welcher die Taxe noch aussteht. Von dem Vermögen er- dieser Stimmung hat vor allem der Umstand beigetragen, daß es halten die Enkelkinder des Erblassers den Pflichttheil mit einem den Arbeitern in den letzten Tagen von seiten der Direktion zur Drittheil, die anderen zwei Drittheile fallen an die Stadtgemeinde Unmöglichkeit gemacht worden ist, in VersammBerlin. Der letzteren ist aber durch Kodizill die Gewährung einer Lungen über ihre Angelegenheiten zu verhandeln. größeren Zahl von Renten 2c. im Betrage von etwa 24 000 m. auf Herr Direktor Adams hat einfach erklärt, er betrachte Außer den Renten sind noch einige Kapitalvermächtnisse angeordnet. ein Vergehen, welches die entsprechenden Schritte nach sich ziehe! erlegt, zum Theil für die Lebensdauer, zum Theil für kürzere Zeit. folches als eine Verlegung der Dienstgeheimnisse, Die Genfer Postdirektion schrieb zweimal an die Adresse von Carlo Chignola in Zürich. Dieser aber, ein Arbeiter, der schon lange in Zürich lebt und der Santoro als Polizeispiel in einem öffentlichen Lokale Zürichs kennzeichnete, hat natürlich den Brief in Genf nicht erhoben und die beiden Schreiben der Genfer Post bei der Zürcher Kantonspolizei zur Untersuchung deponirt. Santoro wollte fich durch diesen Streich an Chignola dafür rächen, daß er ihn als Polizeispizel bloßgestellt hatte. Der berüchtigte Polizeikommissär Santoro erfuhr mun, daß viele Italiener in Zürich von seinen infamen Handlungen Kenntniß er halten hatten, und faßte sogleich mit zwei anderen seines Gelichters den Plan, sich aller seiner Feinde, die ihn überwachten, zu entledigen. Von diesen zwei sehr bekannten„ Ehrenmännern" wohnt nun der eine unter dem Namen Loi oder Nei mit einem falschen Reisepaß in Lugano, und der andere in Zürich; es ist dies ein gewisser D. Tokales. Arbeiter, Arbeiterinnen! daß Wollt Ihr wissen, was diese erfanden? Lachet, wenn Ihr nicht Dem Verwaltungsbericht der Jnvaliditäts- und AltersVersicherungsanstalt Berlin für das Jahr 1897 entnehmen wir mit Grauen erfüllt werdet. Santoro erfährt, daß sich in Zürich folgende Angaben von allgemeinem Interesse: Die Zahl der im ein gewiffer Ciancabila befinde, der sich gewöhnlich in Paris oder Jahre 1897 bewilligten Altersrenten betrug 303, die der InvalidenLondon aufhält, und erfand sogleich eine Reihe von falschen renten 1360. Zusammen sind 1663 Renten im vergangenen Jahre Anzeigen, und ließ glauben, Ciancabila sei nach Zürich zugesprochen worden. Seit dem Bestehen der Versicherungsanstalt gekommen, einer anarchistischen Versammlung vor Die angekündigte 8uchthaus Vorlage bedroht Euer heute( 1891) wurden bewilligt 3667 Altersrenten und 4886 Invalidenzustehen, wo beschlossen worden sei, den König Humbert 1. schon genugsam verkümmertes Koalitionsrecht auf das äußerste. renten, zusammen demnach 8553 Renten im Jahresbetrage von und den Präsidenten Faure der franzöfifchen Wollt Ihr Euch nicht an Händen und Füßen gefnebelt den Kapitalisten insgesammt 1216 122,80 M. Durch Tod oder aus anderen Gründen Republik zu tödten, wozu schon die betreffenden Personen, überliefert sehen, wollt Ihr das Selbstbestimmungsrecht über Eure bis Ende 1897 ausgeschieden, so daß der Altersrenten- Bestand am sind in Summa 1023 Altersrentner und 1601 Invalidenrentner ruhige Arbeiter in Zürich, die ihren Pflichten nachkommen, bestimmt einzige Habe, Eure Arbeitskraft, wenigstens in den spärlichen Jahresschlusse sich auf 2644, der Invalidenrenten- Bestand auf 8285 feien. Grenzen gewahrt wissen, die Euch jetzt schon gezogen sind, belief. 10 Altersrentnern ist wegen Eintritts der Invalidität im Die Züricher Behörden erhielten Auftrag aus Bern, die Leute wollt Ihr endlich, daß der von Euch geführte Emanzipations- Jahre 1897 die höhere Invalidenreute zugetheilt worden. Nach alle zu verhaften. Es wurden aber nur einige vorgeladen, und tampf sich nicht in Verzweiflungsthaten, sondern in der bisherigen folgende Gruppen: Land- und Forstwirthschaft 38 Männer, 3 Frauen, diesen war es möglich, sofort den ganzen Schwindel aufzubede 11. Die Züricher Behörden verlangten den legalen Form vollziehe, so ist es Eure Pflicht, mit allem Nach- Industrie 1103 Männer, 193 Frauen, Handel und Verkehr 265 Männer, Denunzianten zu erfahren, und schließlich wurde ihnen der brud gegen die Aufhebung Eurer Existenzbedingungen zu 19 Frauen, Lohnarbeit wechselnder Art 1049 Männer, 531 Frauen, ehrenwerthe Santoro genannt. Daraufhin nahm die protestiren. Die Berliner Gewerkschafts- Kommission hat in dieser Staats- u. f. 1. Dienst 112 Männer, 5. Frauen, und Gesindedienst 95 Männer, 254 Frauen. Von den 4886 Invalidenrenten- Empfängern Züricher Behörde teine Verhaftungen vor, weil sie diesen Herrn Erkenntniß zu morgen, Montag Abend, eine Anzahl Gewerk der Land- und Forstwirthschaft 59 Männer, 2 Frauen, der Industrie Santoro als einen unzuverlässigen Menschen kennen, von dessen schafts- Bersammlungen anberaumt, in welchen Männer 1919 Männer, 248 Frauen, dem Handel- und Verkehr 559 Männer, Berichten erst in einem von hundert vielleicht ein nebensächliches Eures Vertrauens fiber die Beschränkung des Koalitionsrechtes der 57 Frauen, Lohnarbeitern wechselnder Art 848 Männer, 888 Frauen, Körnlein von Wahrheit enthalten sei. Arbeiter durch hohe Zuchthausstrafen sprechen werden. Staats u. f. fv. Dienst 163 Männer, 14 Frauen, Gesindes ( Folgen Unterschriften.)" dienst 97 Männer, 582 Frauen. Der Basler„ Vorwärts" bemerkt zu diesen Ausführungen unseres einen imponirenden Besuch dieser Versammlungen; macht auch die tuberkulose mit 24,81 Prozent bei den Männern Unter den InvalidisirungsArbeiterinnen! Agitire heute ein jeder in seinem Bekanntenkreise für Ursachen fam am häufigsten in betracht die Lungen Züricher Partei- Organs; " Anschließend an Obiges theilen wir den Inhalt eines Lügen- indifferenten Kreise auf die Gefahr aufmerksam, die das Proletariat, 13,21 pct. bei den Frauen. Es folgten anderiveite LungenTelegramms des Corriera della Sera" mit. Dieses Mailänder ja, die die ganze Kulturstellung unseres Vaterlandes auf das schwerste erkrankungen mit 12,93 pet. bei Männern und 6,79 pet. bei Frauen, alsdann Entkräftung, Blutarmuth, Altersschwäche, Gelenkrheumatis Blatt läßt sich aus Paris melden, daß in einem Restaurant in bedroht, seid vollzählig zur Abwehr des drohenden Schlages ammus und Gicht. Für Rechnung der Versicherungs- Anstalt Berlin 8 ürich von einer Anarchistengruppe beschlossen Blaze. Cure Freiheit, Eure Ehre gilt es zu vertheidigen. sind im verflossenen Jahre 291 573,51 m. an Altersrente und Arbeiter, Fünfundsiebzig Bureaukraten Schöne Worte, teine Thaten! Fünfundsiebzig Aristokraten Vaterland, du bist verrathen! Fünfundsiebzig Professoren Baterland, du bist verloren! und heiterem Himmel. Die Vertretung des deutschen Volkes nach Der Frankfurter September- Aufstand. Nachricht von diesem unwürdigen Staatsvertrag wie ein Blig aus Am Abend des 16. September 1848 umstanden aufgeregte Volts- außen hin war schon längst der in Frankfurt geschaffenen Zentralmassen die Paulskirche in Frankfurt am Main, der drinnen vor sich gewalt übertragen worden. Und nun war von einem Einzelstaat, gehenden Abstimmung harrend. Als dieselbe geschehen war, brach ohne die Paulskirche oder den an der Spitze der Zentralgewalt brinnen und draußen ein Getöse aus, wie es sonst nur die Wiener stehenden Johann ohne Land" auch nur zu fragen, ein Vertrag Staßenmuftten in ihren geräuschvollsten Tagen zu wege gebracht geschlossen worden, der in allen Kreisen des Boltes als Entwürdigung Noch am Abend des 16. war es in Frankfurt zu starken gegen hatten. Im Innern der Rotunde von Sankt Paul schwirrte ein empfunden wurde. Mit Schrecken fahen jetzt auch die Optimisten die Mehrheit der Paulskirche gerichteten Tumulten gekommen. Das tausendstimmiges Schreien, Zischen, Pfeifen und Brüllen durch der Versammlung, daß das Nationalparlament teine entscheidende elublokal einer Partei, die für den Vertrag gestimmt hatte, wurde einander. Die Parteien warfen einander Schimpf- und Drohworte Behörde, sondern den Regierungen gegenüber nichts weiter wie ein demolirt und verschiedene Abgeordnete geprügelt. Der Turnbater zu und die Gallerien schütteten einen Strom von Hohn und Schimpf überlästiger Rathgeber gewesen war. Die Nationalversammlung Jahn entging nur durch die Flucht dem gleichen Schicksal. in den Saal hinab. hatte in ausdrücklichen Beschlüssen die Befreiung der Herzogthümer Die ganze Nacht hatte reges Leben in den Straßen der Stadt Grund zu der Aufregung hatte der von der preußischen Regierung für eine heilige Pflicht des deutschen Volkes erklärt und hatte ihre geherrscht. Am Morgen des 17., einem Sonntag, traf demokratischer mit Dänemark geschlossene Vertrag von Malmö gegeben. Ehre in der Versicherung verpfändet, einen Deutschland würdigen Zuzug aus den umliegenden Städten ein. Nachmittags fand auf der Schon im Frühling des„ tollen Jahres" waren bekanntlich inmitten Frieden schaffen zu wollen. Kam nun der Vertrag von Malmö Pfingstweide, einem vor dem Allerheiligenthor gelegenen Anger, eine der allgemeinen Empörung auch die Schleswig- Holsteiner gegen das wirklich zur Ausführung, dann war die Versammlung mißachtet dänische Regiment aufgestanden, um sich fortan an Deutschland und gedemüthigt vor dem eigenen Wolf ebenso wie vor dem anzuschließen. Das deutsche Volt hatte diese Erhebung einmüthig Auslande. unterstützt, und auch die Regierungen hatten sich damals veranlaßt Sofort wurden Ausschüsse zur Prüfung der Frage eingesetzt, gefunden, die Rechte der Schleswig Holsteiner zu vertheidigen. und am 16. September kam die Baulskirche zur entscheidenden AbPreußische und Reichstruppen waren zu gunsten der Bewegung in ſtimmung. Professor Dahlmann beantragte, den Malmöer Vertrag die Elbherzogthümer eingerückt und waren in einer Reihe von Ge- nicht zu genehmigen und das Reichsministerium mit der Fortführung fechten fast immer siegreich gegen das kleine Dänemark geblieben. des Krieges zu beauftragen. Von anderer Seite wurde jedoch vor Bald aber steckte sich die europäische Diplomatie, besonders die geschlagen, und die ganze Reaktion der Versammlung im Verein mit englische und russische, hinter die Sache, um die Ausdehnung des Sem so zahlreich in der Paulskirche versammelten Spießbürgerthum preußischen Einflusses nach Norden zu verhindern. Aber auch am schloß sich diesem Wunsche an, gegen den von Preußen geschlossenen preußischen Hofe selber war die Hofkamarilla am Werke, um zu Vertrag nichts zu unternehmen, um es nicht mit diesem Bundesstaat gunsten der legitimen" Rechte des Dänenkönigs zu interveniren. zu verderben. Die einmüthige Parteinahme des deutschen Volkes für die SchleswigHolsteiner hatte die ganze Bewegung in diesen höfischen Kreisen unsympathisch und sehr verdächtig gemacht. D von vielen Tausenden besuchte Volksversammlung statt. Nach anflagenden Reden der Führer der Demokraten und der äußersten Linken und nach stürmischen Verhandlungen beschloß man, die 258 Abgeordneten, die für den Malmöer Vertrag gestimmt hatten, für Verräther des deutschen Volkes, der deutschen Freiheit und Ehre zu erklären und am nächsten Morgen diesen Beschluß der Paulsfirche durch eine Deputation überreichen zu lassen. Auch wurden die Zuzügler aus der Umgegend aufgefordert, in Frankfurt zu bleiben oder doch morgen wieder zu kommen, um den Volksbeschlüssen Nachdruck geben zu können. Diese Vorgänge gaben dem Frankfurter Senat Veranlassung, im Einverständniß mit dem stellvertretenden Reichsminister Schmerling Truppenverstärkungen aus Mainz zu requiriren, und noch in der Nacht trafen denn auch zwei Bataillone Desterreicher und Preußen ein. In dreitägigen erregten Debatten wurde von allen Seiten des Hauses Stellung zu der Angelegenheit genommen und schließlich Am andern Morgen, dem 18., als in der Baulskirche die Sizung mit 258 gegen 287 Stimmen die Genehmigung des Malmöer Ver- begann, boten das Gebäude und die umgebenden Straßen einen unAlle diese Umstände zusammen bewirkten denn Ende Auguft den trages befchloffen. Der Voltswille, der sich mit wachsender Ent- gewohnten Anblick. Die Eingänge waren von preußischem und Abschluß des berüchtigten Vertrages von Malmö, durch den die schiedenheit, selbst in Preußen, gegen die Genehmigung des Ver- österreichischem Militär besetzt und rings um das Parlamentshans Schleswig- Holsteinische Voltserhebung preisgegeben wurde. Die seit trages ausgesprochen hatte, war unbeachtet geblieben. Sofort mit wogte eine drohende Volksmasse. Welcher Umschwung in Ausbruch der deutschnationalen Bewegung in den Elbherzogthümern Bekanntwerden dieses Beschlusses machte sich daher in den außerhalb wenigen Monaten! Im Frühling war die Nationalversammlung als geschaffenen Geseze wurden für aufgehoben erklärt, und die Re- der Versammlung stehenden Boltskreisen eine ungewöhnliche Gährung die eigentliche Frucht der Revolution geboren worden, und jetzt mußte gierung sollte fortan im Namen des Königs von Dänemark ausgeübt bemerkbar, die sich nun gegen die Paulskirche richtete. Bei dieser sie sich durch die gefällten Bajonette des Militärs gegen die Volkswuth Gelegenheit war es, als in der von Robert Blum und seinem schüßen lassen! Ein Sturm von Entrüstung erhob sich in Deutschland, und auch Schwager herausgegebenen Reichstags- Zeitung" die berühmt ge- Man empfand benn auch auf vielen Seiten des Hauses das in das vertrauensfelige Nationalparlament au Frankfurt fiel die wordenen Reime standen: Unmögliche der Situation. Die Auflösung der Nationalversammlung werden. = Der neue man bei dem 295 702 M. an Invalidenrente, zusammen 587 275,51 M. an Nenten ihr keine Predigt abnehmen wollte, schlug sie den Mann mit ihren| Zeitaltern der Erbentwickelung vorzugsweise die Binnengewässer begezahlt worden. Die Summe der seit dem Jahre 1891 überhaupt Druckschriften auf den Kopf. Die 2. wurde nun zur Wache sistirt, völkerte; im äußeren und inneren Körperbau, in der Beflossung und von der Berliner Versicherungs- Anstalt ausgezahlten Renten belief wo ihre Belehrungsansprachen an die Beamten keinen Zweifel an Bekleidung drückt sich das absonderliche aus. fich auf 2 425 871,60 M. Die Masse bringt es. Jm einzelnen sind ihrem Geisteszustande ließen. Da die Aerzte ihren Zustand für gedie Reichspensionen bekanntlich von kläglicher Unbedeutendheit. Die Direktion der Uranin hat gestern ebenfalls die„ Wintermeingefährlich erklärten, so wurde sie nach der Frrenanstalt zu Herz- saison" eingeleitet. Das neue Haus in der Taubenstraße brachte Aus der Säuglings abtheilung der Charitee berichtet Assistenz- berge überführt. eines jener wissenschaftlichen Ausstattungsstücke, die den Ruhm des arzt Dr. Finkelstein über die Ergebnisse der Behandlung während Der Mennonit Tröhner in der Magdeburger Zitadelle. Instituts begründet haben und die, wie wir hoffen wollen, auch der beiden Jahre 1. November 1895 bis 31. Oftober 1896 und Die Magdeb. 8tg." erhält folgende Mittheilung: Eine seinerzeit ferner in dem Hause eine Pflegestätte finden werden. 1. November 1896 bis 31. Oktober 1897( in seinem Aufsatze: in der Presse vielgenannte, interessante Persönlichkeit hat in dieser szenische Vortrag ist von Herrn Dr. A. Göze verfaßt und hat zum Ueber Morbidität und Mortalität in Säuglingsspitälern und deren Woche die Zitadelle in Magdeburg verlassen, wo sie sich zwangs- Gegenstand die Urzeit des Menschen. Nachdem in der EinUrsachen", in Koch und Flügge's" Zeitschr. für Hyg. u. Jufekt.- Krankh."). weise längere Zeit aufgehalten, jener Mennonit Tröhner aus Mülleitung zum Vortrag kurz die Errungenschaften der modernen Kultur Es starben 1895/96 von 292 Behandelten 214 73,3 pet. Haufen i. Elf., der, zur Garde- Infanterie ausgehoben, bei der Ein- gestreift worden sind, führte der Redner uns durch Jahrhunderte ( 1892/ 93-95/ 96 im Durchschnitt 74,8 pet.), dagegen 1896/97 von stellung sich standhaft weigerte, mit dem Gewehr zu ererzieren, da und Jahrtausende in die Zeit zurück, für die sich die ersten Spuren 345 Behandelten 202, das sind nur 58,6 pCt. Der Rückgang der ihm dies fein Glaube verbiete. Ich habe den Mann, der hier als menschlichen Daseins ermitteln lassen. Auf ein unbestimmtes Alter, Sterblichkeit ist, nach F., zu erklären aus der Verlegung der Ab- zweitklassiger Soldat bei der Arbeiterabtheilung untergebracht war, das wahrscheinlich hunderttausende von Jahren umfaßt, lassen theilung in günstigere Räume und der Vermehrung des Pflege- vor seiner nunmehr erfolgten Abreise gesprochen und manches Inter- die Reste der Feuerstätten schließen, personals, wodurch es möglich wurde, die erkrankten Kinder strenger essante aus seinem Munde gehört. Tröhner hat infolge seiner thüringischen Dorfe Taubach unter mächtigen Kalttuffbon einander abzusondern. Int welchem Stadium der Weigerungen in drei Fällen Festungsstrafen bon zusammen schichten gefunden hat. Aus der Interglacialzeit heraus werden wir Erkrankung übrigens ein großer Theil der Kinder in 32 Monaten bekommen, die er auf der Festung Spandau durch die sogenannte zweite Eisperiode hindurch geführt, in der die Anstalt kommt, das wird, sagt F., durch die Thatsache beleuchtet, abgemacht hat, und sollte jetzt den Rest seiner zweijährigen unsere Heimath völlig von Gletschern bedeckt war. Von ihr geben daß 35 pCt. aller Aufgenommenen die ersten Tage Dienstzeit vier Monate hat er als Rekrut ohne Gewehr die Knochen der Riesenthiere Kunde, die in nächster Nähe von Berlin, oder längstens die erste Woche nicht mehr über gedient, davon einen Monat in Untersuchungshaft zuge- in den Kieslagern von Rigdorf gefunden worden sind. Weiter leitet leben. Auch in anderer Beziehung ist das„ Krankenmaterial", das bracht hier in Magdeburg bei der Arbeiterabtheilung uns die Kunst des Redners wie die des Malers durch die Steinzeit, der Säuglingsabtheilung zugeht, ein wenig Erfolg versprechendes. nachdienen. Daß er nach Magdeburg kam, war die einzige mögliche aus der uns die Hünengräber als gewaltige Zeugen erhalten blieben, Der Ernährungs- und Kräftezustand, in dem sich die Kinder bei Lösung des sonst immer wieder neuen Konflifts; wäre er z. B. und durch die Broncezeit mit ihren Pfahlbauten allmälig in die ihrer Einlieferung befinden, ist meist sehr ungünstig. Den fürzesten wieder ins Regiment eingestellt worden oder hätte man ihn in die historische Periode der Menschheit hinein. Wir werden Zeugen von Ausdruck dafür bildet das Körpergewicht. Ein annähernd Disziplinarabtheilung in Spandau gesteckt, so wäre er wieder in die Casar's Rheinübergang, nachdem wir vorher schon die gewaltigen normales, ihrem Alter zukommendes Gewicht hatten von den bis Lage gekommen, mit dem Gewehr ercerziren zu müssen, und hätte Mauern des sagenumfränzten Troja angestaunt haben. Als Schluß3 Monate alten Kindern 1895/96 7 pct., 1896/97 6,3 pCt., von sich wieder, wie er mir ausdrücklich erklärte, geweigert, dies zu thun, bild der ungeheuren Epoche, in der die Menschheit unseres VaterSen 4-12 Monate alten Kindern 1895/96 7,7 pct., 1896/97 wäre also auch selbstverständlich wieder vor ein Kriegsgericht gestellt landes sich aus dem waldursprünglichen Thierdasein bis zum 10,3 pet. Die Ermittelung des Durchschnittsgewichtes der ein- und von diesem wieder zu einer längeren Festungsstrafe verurtheilt weltgeschichtlichen Handeln entwickelt hat, wird uns die Landung gelieferten Kinder ergab das bezeichnende Resultat, daß die worden. Da die hiesige Arbeiterabtheilung feine Gewehre führt, einer Wickingerflotte an der Küste von Rügen vorgeführt. Kinder bereits im ersten Lebensmonat um mehr als so war durch seine Einstellung in diese Abtheilung der Konflikt, wie Der Vortrag ist faßlich dargestellt und wird von Herrn Edgar 1 Kilogrammi( 1895/96 um 1024 Gramm, 1896/97 um 1141 Granım) schon gesagt, gelöst. Einem Zufall hat Tröhner es zu verdanken, mit klarer und wohllautender Stimme rezitirt. Die Dekorationen hinter dem ihnen zukommenden Normalgewicht zurückblieben. Die dag er sogar noch vor Erledigung seiner zwei Jahre nach Hause find geschickt und sorgfältiger gearbeitet, als es bei den letzten AusDifferenz stellte sich, je älter die eingelieferten Kinder waren, desto gehen konnte. Er hat sich nämlich an einem rostigen Nagel verlegt stattungswerken der Fall war. Einige Unebenheiten im Vortrage, größer heraus, so daß schließlich die im 12. Lebensmonat stehenden und eine Blutvergiftung zugezogen, welche die Amputation eines so die Inkorrektheit, daß Häckel verkündet habe, der Mensch stamme Krankenhauskinder um mehr als 3 Kilogramm( 1895/96 um Fingerglicdes zur Folge hatte, so daß Tröhner nunmehr als Invalide in gerader Linie vom Affen ab, lassen sich vielleicht beseitigen. Auch 3670 Gramm, 1896/97 um 3124 Gramm) hinter dem Normalgewicht zur Entlassung kommen mußte. Im ganzen ist er jetzt ca. vier glauben wir, daß die Vorführung der Legende von dem Plan, den zurückblieben, also wie F. hervorhebt erst einem Normalkind Jahre Soldat" gewesen. die Weltgeschichte mit den Germanen vor hatte( S. 57 des Vortrages), in eine wissenschaftliche Darstellung nicht gerade hineinpaßt. Doch das sind nur fleine Schönheitsfehler, die dem Werth des Ganzen faum Abbruch thun. von 3-4 Monaten gleich zu stellen waren. Im grunde braucht man Die Geschäftsränme der 2. Bau- Inspektion werden am sich freilich über dieses bedeutende Minus kaum zu wundern. 1. Oktober d. J. von der Königgrägerstr. 75 a nach der GneisenauEs sind ja fast ausschließlich die Kinder der untersten" Gestraße 15 verlegt werden. fellschaftsschichten, die der Säuglingsabtheilung der Charitee wird erwartet. ein Aus den Nachbarorten. zugeführt werden, die außerehelichen oder die, welche die Armen- Ein schweres Bau- Unglück ereignete sich gestern Nachmittag Fenerbericht. Ein Ledgewordener Kahn verursachte verwaltung überweist. Für diese Kinder besteht aber, wenn man so gegen 22 Uhr auf dem Neubau Mittelstr. 3-4. Die im fünften Sonnabend Abend Alarm nach dem Mühlendamm. Hier war ein fagen darf, ein besonderes" Normalgewicht," nicht blos für das Stockwerk aufgestellte eiserne Winde zum Emporschaffen des Bau- mit Sand beladener Kahn des Schiffers Ewald Pieffe aus„ NeuSäuglingsalter, sondern für die ganze Kindheit. Die Wägungen materials stürzte aus bisher nicht aufgeklärten Ursachen plötzlich brück" an der Spree an einen Brückenpfeiler angefahren und hatte von Ferienkolonie- Kindern z. B. haben ebenfalls ein Durchschnitts- hinab, durchschlug das Gerüst und traf den unten stehenden Zimmer- sich dabei großes Leck zugezogen. Zufällig war ein gewicht ergeben, das hinter dem für das betreffende Alter normalen mann Weiß. Der Unglückliche, dem der Kopf total zerschmettert Dampfer in der Nähe, der den Kahn ans Ufer schleppte. wurde, war auf der Stelle todt. Gewicht sehr erheblich zurückblieb und manches 9jährige Kind einem Deutsche Bodenkredit- Aftienbank einen Neubau errichtet. Dieser ist Kahne. Unter den Linden 51 brannte Sonnabend früh 6 Uhr Auf dem Grundstück hat die Die Feuerwehr pumpte mit zwei Dampfsprizen das Wasser aus dem jährigen gleichstellte. so weit gediehen, daß man am Sonnabend mit dem Abrüsten beginnen eine Bretterwand und eine Thür. Bald darauf wurde die Wehr Der Besuch des Humboldhains, welcher jetzt im Spätsommer fonnte. Auf dem Gerüst im fünften Stock standen zwei eiserne Winden, nach Lübbenerstraße 9 gerufen, wo ein kleiner Küchenbrand besonders reizvoll ist, wird leider stark beeinträchtigt durch das zum Heraufschaffen des Baumaterials, namentlich der Sandstein- abzulöschen war. Gegen Mittag brannten Lindenstraße 23 Rowdythum, das in dem schönen Parke sein Wesen treibt. Die Klagen blöcke, aus denen die Fassade gebildet ist. Diese Winden wurden Puzlappen und Benzin in einer Lampenfabrik. über das Treiben der meist noch jungen Burschen und Dirnen werden zuerst herunter geschafft. Bei der ersten ging alles glatt. Mit der immer lauter. So sind jetzt wieder zwei Fälle zu melden, welche zweiten fing man um 2 1hr an. Beschäftigt waren bei dem Herabein bezeichnendes Licht auf die eingerissenen Zustände werfen. Auf lassen vier Arbeiter, zwvei oben und zwei unten. Diese letteren einem Promenadenwege in, der Nähe des großen Spielplatzes lust waren der Zimmermann Bandmann vom Hof- Steinmegmeister Karl wandelte ein junges Ehepaar. Eine Rotte Burschen rempelte diese Schilling aus der Möckernstraße, dem das Gerüst gehört, und der 8 Uhr, findet in der Pichelsdorfer Brauerei eine Protestversammlung Achtung, Spandau! Am Montag, den 19. d. m., abends Spaziergänger in rohester Weise an, hatte seinen Spaß daran, fie Zimmermann Weiß aus der Naunynstraße 44, der für die Firma statt, welche sich mit der Brandstiftungs Affäre und die mit unfläthigen Redensarten zu belästigen und drohte schließlich, Hölzel u. Trenner in der Schillingstraße 8 erst seit 21/2 Tagen auf dem Artikel über die" hohen Löhne" der königlichen Werkstätten- Arbeiter handgreiflich zu werden, so daß das Ehepaar es vorzog, zu flüchten. Bau beschäftigt war. Die Arbeiter oben waren um 21/2 Uhr dabei, beschäftigen wird. Zahlreiches Erscheinen wird bestimmt erwartet. Noch schlimmer erging es dem Kaufmann G. aus der Badstraße, einzelne Theile, in die die Winde nach und nach zerlegt wurde, an welcher seine von schwerer Krankheit kaum genesene Gattin nach dem Seilen herabzulassen. Da kippte plöglich die losgeschraubte Winde deutscher Schuhmacher in" Bismarckhöhe" sein Stiftungsfest. ReichsCharlottenburg. Heute Nachmittag 4 Uhr feiert der Verein Parke geführt hatte. Auch er wurde in ähnlicher Weise belästigt, um, ehe sie angefeilt war, und stürzte in die Tiefe. Der Zimmer- tags- Abgeordneter Heine hält die Festrede. Zahlreicher Besuch wie vorher geschildert. Als sich Herr G. diese Belästigungen verbat, mann Bandmann hörte das Krachen der Balken, welche die Winde schlugen die rohen Gesellen auf ihn ein, so daß er zu Boden stürzte. durchschlug, sprang bei Seite auf die Straße und rettete sich. Weiß, Dann zog die Gesellschaft johlend weiter und verschwand in der dem er zurief, fam aus dem Banzaun nicht mehr heraus. Die Köpenick. Am Dienstag Abend 8 Uhr findet bei Adolf Schulz, Hussitenstraße. Solche Exzesse kommen leider nicht selten vor. Die Winde traf ihn am Kopfe, warf ihn um und fiel auf ihn. Der Schönerlinderstraße, die Versammlung des sozialdemokratischen wenigen vorhandenen Parkwächter vermögen dem Unwesen nicht zu Mann war sofort todt. Die linte Kopfseite und der Hals waren Arbeitervereins mit einer für alle Mitglieder sehr wichtigen Tagesſteuern, da Schußmannspatrouillen nur zur Nachtzeit den aus- aufgerissen, beide Beine und Arme gebrochen. Die Trümmer des ordnung statt. Die Mitglieder werden ersucht, recht pünktlich und gedehnten Part durchqueren. Geristes stürzten nach und es dauerte längere Zeit, bis man die zahlreich zu erscheinen. Der Vorstand. Mit der Angelegenheit des Prof. Baron'schen Ver: Leiche aus dem Haufen herausgeholt hatte. Schöneberg. Montag, abends 81/2 Uhr, findet bei Obst, mächtnisses will sich auch der Geschäftsausschuß der Berliner ärztIm Humboldthain hat sich der frühere Inspektor der Adler- Grunewaldstr. 110, eine Versammlung des Arbeiter- Bildungslichen Standesvereine am 30. d. W. beschäftigen und voraussichtlich Brauerei, Herr Neumann, erschossen. Der Unglückliche soll durch vereins statt, in welcher die Frage diskutirt werden soll: Sollen Schritte thun, um die Annahme des Legates durch die Stadt zu ein Nervenleiden zu der Verzweiflungsthat getrieben worden sein. die Parteigenossen nur bei Genossen kaufen? Gäste sind gern gesehen Im Berliner Aquarium sind mehrere Seewasser- und Süß- und werden daselbst auch Neu- Anmeldungen entgegengenommen. wasserbecken neu besetzt worden. Für die erstere haben Nord- und Ferner weisen wir noch darauf hin, daß im nächsten Quartal eine Ostsee und Mittelmeer das wesentliche Material geliefert, während Gratisbroschüre an diejenigen Mitglieder verabfolgt wird, die mit Die Süßwasserbewohner hauptsächlich aus Nordamerika stammen. In ihren Beiträgen nicht im Rückstande sind! dem zweiten der oberen Flußbecken, deren Pflanzenwuchs im Steglitz Friedenau. Am Dienstag, den 20. d. M., abends üppigsten Grün prangt, fallen einige fußlange, braune, schwarz- 8 Uhr, findet bei Tiede, Albrechtstr. 125 zu Steglit, eine Protestgefleckte, vierzehige Fischmolche aus Nordamerika auf, die einen eigen- Versammlung für die Arbeiter sämmtlicher Berufe statt. Tagesartigen Kopf- und Halsschmuck in den mächtigen, dunkelrothen Kiemen- ordnung: Die Beschränkung des Koalitionsrechtes der Arbeiter büschen befizen. Die gleichfalls nordamerikanischen, diesen Molchen durch hohe Buchthausstrafen und durch einseitigen Schutz der gegenüber untergebrachten Schlammfische, Thiere von etwa 40 Zenti- Arbeitswilligen"". Arbeiter, Arbeiterinnen! Wir ersuchen Euch, metern Länge, beanspruchen hohes Interesse, weil sie einer Fisch- diese wichtige Versammlung recht zahlreich zu besuchen. spezies angehören, die als der einzige noch lebende Vertreter der Die Gewerkschaftstommission. Familie der Annoiden und mit einer nur noch geringen Anzahl Pankow. Der nächste Lese- Abend des Arbeitervereins findet anderer Arten der Schmelzschupper als der letzte Ueberreft einer am Dienstag Abend 1/29 Uhr in Störr's„ Gesellschaftshaus", formenreichen Fischgruppe gilt, welche in den ersten und mittleren Mühlenstr. 24, statt. Zahlreiches Erscheinen erwartet Der Vorstand. welche von dem Ziegelgäßchen nach dem Nürnberger Hof die Schnur- Schmargendorf. Die nächste Versammlung des Arbeitergasse schräg durchschnitt. Hier befehligte im schwarzen Sammetrock Bildungsvereins findet am Dienstag, abends 8½½2 Üühr, im„ Wirthsein schöner junger Arbeiter aus Heidelberg, der viel galt unter den haus Schmargendorf" statt. Tagesordnung: Die neuen Maßnahmen Seinen, weithin am Rhein und Main. Wenn er den Degen schwang, gegen das Koalitionsrecht". Der äußerst wichtigen Tagesordnung blizgte es aus zweiundzwanzig Musketen. Nur die aufflammenden wegen wird um zahlreiches Erscheinen ersucht. Neue Mitglieder Mündungen der Gewehre und Kanonen traten auf Augenblicke aus dem werden aufgenommen. Der Vorstand. Dunkel hervor, und die rothe Gluth leuchtete bis an die hohen Tempelhof, Mariendorf, Marienfelde. Der ArbeiterGiebel der fünfstöckigen Häuser empor." Als gegen Mitternacht auch Bildungsverein für Mariendorf und Umgegend hält am Dienstag, die letzte Barrikade dem Militär in die Hände fiel, waren kaum den 20. d. M., abends 81/2 Uhr, bei Herri Gerth, Tempelhof, Dorfvierzig aus den Reihen ihrer Vertheidiger todt, dagegen allerdings straße 18, eine Vereinsversammlung ab. Die Parteigenossen werden sehr viele verwundet, in Gefangenschaft gerathen oder mit Hilfe der ersucht, recht zahlreich zu erscheinen. Frankfurter Bevölkerung geflohen. verhüten. In der Roßschlächterei wurden im Jahre 1897 8830 Pferde und 4 Eſel zur Schlachtung vorgestellt. Hiervon wurden von vornherein als zur menschlichen Nahrung ungeeignet 321 Pferde zurückgewiesen, außerdem wurde das Fleisch von 55 bereits geschlachteten Thieren beanstandet. Wenn man annimmt, daß das Fleisch von etwa 500 Pferden zur Fütterung im Zoologischen Garten, im Hundeſpital der thierärztlichen Hochschule und in den Etablissements des Thierschutzvereins Verwendung gefunden hat, so bleiben 8013 Pferde übrig, deren Fleisch zur menschlichen Nahrung gedient hat. " 1 " In religiösen Wahnsinn verfallen ist ein Fräulein 2. in der Neanderstraße. Dieselbe war eine regelmäßige Besucherin der religiösen Versammlungen am Johannestisch und entfaltete eine eifrige Agitation durch die Vertheilung von Predigten und Traktätchen auf der Straße. Als in der Lausitzerstraße ein Arbeiter und die Vornahme von Neuwahlen wurden beantragt. Die reaktionäre oder spießbürgerliche Mehrheit war aber natürlich weit entfernt, fich auf solche Dinge einzulassen. Eben wollte man zu einer der beliebten Geschäftsordnungs- Debatten übergehen, als durch einen Fehler in der Aufstellung des Militärs ermöglicht sich vom nördlichen Eingang her Menschenmassen in die Kirche zu drängen verfuchten. Den preußischen Truppen gelang es, die Eindringlinge zurückzuwerfen aber da begann auch schon der Barrikadenbau. Der Generalmarsch wurde geschlagen, um die Bürgerwehr, die dem Unternehmen leicht hätte ein Ziel setzen können, zusammenzurufen. Aber die Bürgerwehr kam nicht; ihre Mitglieder waren wohl selbst empört über die Haltung der Paulskirche und andererFerner machen wir darauf aufmerksam, daß der Verein Zahlseits beruhigt dadurch, daß die Barrikadenbauer an die Thüren der Noch ein anderes Ereigniß hat mitgewirkt, jenen Frankfurter stellen errichtet hat; diese sind des Sonntags vormittags geöffnet reichen Leute geschrieben:„ Das Eigenthum ist heilig! Tod den Septembertag im Gedächtniß der Nachwelt zu erhalten. Es ist und befinden sich in Tempelhof bei Gerth, Dorfstr. 18, und bei Dieben!" Besonders der alte Rothschild, dessen Haus im Bereiche die Ermordung des Fürsten Lichnowski und des preußischen Kahl, Berlinerstr. 41, in Mariendorf bei Ebel, Chausseestraße, und der Barrikaden lag, soll hierüber nicht wenig erfreut gewesen sein. Generals Auerswald, die vor den Thoren der Stadt erfolgte, in Marienfelde bei Teutschbein. An diesen Stellen werden Beiträge Der Aufstand fam wohl manchen Leuten ganz gelegen, die nach während drinnen noch die Barrikadenschlacht tobte. Lichnowski, der und Beitrittserklärungen entgegengenommen. Der Vorstand. einem passenden Anlaß suchten, den„ Geist der Revolution" definitiv auf der äußersten Rechten der Nationalversammlung stand, und sich aufs Haupt schlagen zu können. So bedeckten sich denn sämmtliche durch seinen junkerlichen lebermuth sehr verhaßt gemacht hatte, war vor dem Einigungsamte des dortigen Gewerbegerichts angebahnten Die von den ausgesperrten Banarbeitern in Spandan Theile der Altstadt zwischen Main und Zeil mit Barrikaden, ohne in Begleitung von Auerswald vors Thor geritten, um nach den daß von seiten des Militärs auch mir das geringste gegen diese erwarteten Truppenverstärkungen auszuschauen. Sie geriethen in Vergleichsverhandlungen sind aufs neue durch das brüske Auftreten Verschanzungen unternommen worden wäre. Sehr bezeichnend war einen wild erregten Boltshaufen, flohen, wurden aus den aufgesuchten der Unternehmer gescheitert. Die Herren erklärten in einer die Haltung der Paulskirche in diesen kritischen Stunden. Nachdem Verstecken hervorgezogen und auf grausame Weise ermordet. Zuschrift, daß sie die von den Arbeitern in ihren Branchendas Volk von den Eingängen vertrieben war, wendete man sich der Die nach der Niederwerfung des Aufstandes erstartte und neu- Versammlungen neuerdings gewählten Vertreter wiederum nicht Weiterberathung der Grundrechte des deutschen Volkes zu. Die belebte Reaktion fuchte natürlich der demokratischen Bewegung die afzeptiren könnten, und daß es sich für sie überhaupt nicht mehr Wissenschaft und ihre Lehre ist frei" war das Thema, über Schuld an dem Verbrechen aufzuhalsen und die ganze Demokratie verlohne, in eine Vergleichsverhandlung einzutreten, da der Bedarf welches heute in der Paulskirche berathen wurde, während Deutschlands als einen Haufen von Mördern darzustellen. Doch an Arbeitskräften gedeckt sei. So haben die Bau- Unternehmer draußen der Straßenkampf drohte. Gegen Schluß der waren es nicht die Reihen der Demokraten, aus denen ein HohnSigung wurde die Resolution von der Pfingstweide verlesen und wort erklang, das kurze Zeit danach, nach der Erschießung Robert wiederum ihren Ausbeuterstandpunkt aufs deutlichste zu erkennen gleichgiltig hingenommen. Bald nach 1 Uhr ging man zu Tisch. Blum's ein Reichsminister sprach, das mitleidlose Hohnwort: Wer gegeben! Da das Militär nun des Schutzes der Paulskirche enthoben war sich in Gefahr begiebt, kommt darin um. Zur Brandstiftungsaffäre in Spandan. Mit tomischen und auch die Barrikaden soweit fertig waren, daß man sie mit An- Am Tage nach dem Aufstand wurde über die Stadt Frankfurt apriolen sucht die arbeiterfeindliche Presse die leidige Thatsache, stand angreifen fonnte, begann gegen 2 Uhr der Kampf. Die der Belagerungszustand erklärt, das Reichsministerium machte Vor- daß ein Strolch und kein Ausständiger das Feuer am Schuppen der Einzelheiten der Megelei wollen wir übergehen. Anfangs herrschte schläge zur erneuten Einschränkung der Preßfreiheit, und die Italiener angelegt hat, aus der Welt zu schaffen. Sie läßt das Gewehrfeuer vor. Doch als im Laufe des Nachmittags die Paulskirche selbst beschloß, daß während der Dauer ihrer Tagung sich von dem Korrespondenten, der die ursprünglichen VerDarmstädter Garnison eingerückt war, ging man auch mit Artillerie auf fünf Meilen in der Runde keine Volksversammlung tagen dürfe. leumdungen gegen die Arbeiter in die Welt gesetzt hat, begegen die Barrikaden vor. Im ganzen standen den militärischen Mit dem 18. September schloß der schönste Abschnitt im Leben richten, daß der, wegen Trunkenheit entlassene Streifbrecher sich Machthabern um diese Zeit etwa 12 000 Mann zur Verfügung. der ersten deutschen Volksvertretung. Was jezt noch folgte, war der zu der That bewogen gefühlt habe, weil ihm daran läge, die Nach und nach verloren die hinter den Barrikaden Stehenden Anfang vom Ende. Die Begeisterung, die Hoffnung auf eine bessere Italiener zu vertreiben; ob fie im Schuppen zu Tode kamen, wäre an Terrain. Eine Verschanzung nach der anderen fiel.„ Mit der Zukunft waren verloren, im Volfe und im Nationalparlament. Und ihm gleichgiltig gewesen. Er haßte die Fremden als Streifbrecher, falten Ruhe der Todesverachtung," so schreibt Wilhelm Zimmermann, die nunmehr Schlag auf Schlag gegen die Voltsfreiheit erfolgenden weil sie den einheimischen Maurern das Brot nähmen und auch die damals Mitglied der Paulskirche, vertheidigten die Volkskämpfer Schläge zeigten, daß die Hoffnungslose Stimmung berechtigt ge- Bauarbeiter um ihre Beschäftigung brächten, da die Beilegung des gegen eine Stunde lang noch die letzte und stärkste dieser Barrikaden, wesen war, Pf. Streits durch sie verzögert würde." " " Gerichts- Beitung. Ob der Verhaftete irgend welches Geständniß abgelegt hat, wird den Fall aber, daß in späterer Zeit sich ein Bedürfniß für ein eigenes der Lohnschreiber des Bau- Unternehmerthums schwerlich wissen; aber Schlachthaus herausstellen sollte, dann möge wir eine einstimmig selbst wenn der Mann seine Handlung auf die dargestellte Weise angenommene Erklärung befagt die Stadt Schöneberg selbst die Leipzig, 17. September. Genosse Arthur Stadthagen plausibel zu machen suchte, so wird damit die Thatsache, daß die Errichtung und den Betrieb in die Hand nehmen. war f. 3. wegen Beleidigung von Landräthen, Richtern, StaatsAusständigen nichts mit ihm zu thun hatten, doch wahrlich nicht im mindeſten aufgehoben. Es bleibt dabei, daß die Presse, welche die hof der Bau der neuen großen Unterführung bereits sehr weit vor- storbenen Brausewetter zu einem Jahre Gefängniß verurtheilt Für die Anhalter Vorortbahn ist am Lichterfelder Endbahn- anwälten, Offizieren und Unteroffizieren, sowie des inzwischen verauf den ersten Blick doch völlig unhaltbar erscheinenden Schauer- geschritten. Nach Fertigstellung des für den Vorortverkehr be- worden. Nachdem auf seine Revision das Urtheil aufgehoben nachrichten in die Welt gesezt hat, unehrenhaft oder doch zum stimmten Theiles der Unterführung wird diese dann auch auf die worden war, verurtheilte ihn am 18. November v. I. das mindesten mit unerhörter Leichtfertigkeit handelte. Ueber die Person des Verhafteten wird uns noch gemeldet: Bahnhofsanlage des Fernverkehrs ausgedehnt werden. Ferner sind Landgericht I in Berlin wegen derselben Strafthaten zu nur fünf zwischen Groß- Lichterfelde und Südende die Arbeiten für die An- Monaten Gefängniß. Es handelte sich um politische Reden, die Der der Brandstiftung Ueberführte heißt nicht August, sondern legung der dritten und vierten Geleise bereits im vollen Gange. Stadthagen zu drei verschiedenen Zeitpunkten im Jahre 1894 ge= Karl Engel und ist 28 Jahre alt. Er ist ein recht lüderlicher Patron, Auch ist in Lankwitz und Südende jetzt mit der Fundirung der neuen halten hat. Die Anklage war erhoben worden auf grund von der zum Arbeiten wohl überhaupt wenig Lust hat und deshalb auch Bahnhofsanlagen für den Vorortverkehr begonnen worden. mit seiner Familie zerfallen ist. In einem Punkte ist die MitNotizen der überwachenden Polizeibeamten. Die Notizen wurden theilung, auf die der„ Vorwärts" ſich ſtüßte, allerdings richtig zu Tegel sind im Aeußern vollendet, während bei mehreren auch die ergänzt, und der Gerichtshof hat dann Stadthagens eigene Angaben Sämmtliche Baulichkeiten des nenen Borsigwerkes bei von Stadthagen in der Hauptverhandlung theils richtig gestellt, theils ſtellen, aber das ist nicht seine Schuld, sondern Schuld der bürger- innere Einrichtung fertig ist, so daß der Betrieb auf der kolossalen dem Urtheile zu grunde gelegt. Gegen das neue Urtheil hatte lichen Blätter, welche sich von ihrem Lieferanten eine falsche Nachricht Fabrikanlage seit einiger Zeit zum theil bereits im gange ist. Neben Stadthagen wiederum Revision eingelegt, die heute vor dem aufdrängen ließen, die der„ Vorwärts" dann mit Quellenangabe der riesigen Werkstätte für den Lokomotivenbau, in welcher zuerst die II. Straffenate des Reichsgerichts zur Verhandlung kam. Er begründete Engel hat nämlich früher wohl längere Zeit in Spandau, dem Tegeler See zu liegende große Gießerei dem Betriebe übergeben fetzesverlegung machte er prozessual geltend, daß die Richter kraft Gesetzes Arbeiten wieder aufgenommen wurden, ist jetzt u. a. auch die nach persönlich die erhobenen Beschwerden. Neben der Rüge materieller Gebald als Kohlenträger, Sandkutscher, bald als Handlanger gearbeitet, worden, so daß augenblicklich auf dem neuen Borsigwerk bereits von der Verhandlung gegen ihn ausgeschlossen seien und daß die darunter auch bei der Firma Gebr. F. u. O. Reinecke. Vor längerer nahezu 700 Arbeiter thätig sind. Diese Zahl wird sich vom 1. Ok Strafanträge der Minister Schönstedt und v. Köller unwirksam seien, Zeit, noch vor Ausbruch des Streiks, ging er nach Velten, von wo tober d. J. an bedeutend erhöhen, da zu diesem Zeitpunkte die an weil sie zur Zeit der angeblichen Strafthaten noch nicht Miniſter er erst vor etwa acht Tagen zurückkehrte. In Spandau trieb er sich der Kirchstraße liegenden Moabiter Fabrikanlagen der Firma waren. Das Reichsgericht verwarf die Revision, da die mitplaulos umher und nächtigte zumeist im Freien, und zwar, wie A. Borsig eingehen und ihr Betrieb ebenfalls nach Tegel verlegt wirkenden Richter nicht persönlich durch die That des Angeklagten er erklärte, in der Nähe des berühmten hölzernen Schuppens. werden wird. Uebrigens behauptet die Sp. 3tg.", daß Engel geistig nicht getroffen seien, die Strafanträge nicht genügten und auch sonst kein normal sei. Zu den Streikenden stand er nicht in den mindeſten Stegliz ist die Schloßstraße des letzteren Ortes vom Rathhause Von der neuen Prachtstraße zwischen Schöneberg und Rechtsirrthum zu erkennen sei. Beziehungen; sein Vater ist Maurer polier und arbeitet nach wie bis zur Friedenauer Grenze jetzt vollständig fertig und bereits vor bei dem Maurermeister Bäthge in Spandau. Unternehmertlüngel mit seinem Mordgeschrei recht fläglich rein- Friedenauer Rheinstraße geht ihrer Vollendung entgegen, so daß So ist denn der wieder dem Wagenverkehr übergeben. Auch die Asphaltirung der gefallen und die öffentliche Meinung ist wieder um eine Lehre vom 1. Oktober ab der größere Theil der neuen Prachtstraße von dagegen noch die Arbeiten im Friedenauer Ortstheil von Schöne Wagen wird befahren werden können. Ziemlich weit zurück sind berg. reproduzirte. reicher. Wohl veranlaßt durch die alarmirenden Meldungen der Schleifstein- Bresse, vor allem durch den Leitartikel der„ Post" über die Spandauer Brandstiftung, hat gestern der Regierungspräsident von Potsdam und heute der Kaiser Bericht über den Vorfall eingefordert. Wie die„ Spandauer 3tg." meldet, ist von der Spandauer OrtspolizeiBehörde sofort wahrheitsgemäßer Bericht an den Kaiser und an den Regierungspräsidenten erstattet worden. Das Spandauer Blatt schreibt wörtlich: „ Natürlich brauchten nur die thatsächlichen Verhältnisse richtig geschildert zu werden, um der Sache jeden ernsten Hintergrund zu nehmen. Aber man sieht doch, was solch' blöde Uebertreibungen alles im Gefolge haben können." Wie sich nun die Schleifstein- Presse über ihren Erfolg und die Klarstellung ihrer Wahrheitsliebe freuen wird! Gaft. 21.: " " Theater. " Brandenburger 3tg." mittheilt, standen gestern einige Maurer und Preußische Gerechtigkeit gegen Streikposten. Wie die ein Strafmandat Einspruch zu erheben, das ihnen von der Polizei Bimmerer vor dem Schöffengericht zu Brandenburg, um gegen wegen Streifpostenstehens zugestellt war. Diese Behörde hatte aus zwar nach bekanntem Rezept, das des groben Unfugs. Das Amt der gewerkschaftlichen Pflichterfüllung ein Vergehen konstruirt und des Vorsitzenden vom Schöffengericht war einem jungen Gerichtsassessor ohne etatsmäßige. Anstellung anvertraut worden und als unparteiische Schöffen fungirten in der Verhandlung gegen Wochen- Spielplan der hiesigen Bühnen. Opernhaus. Sonn die Arbeiter der Ziegeleibesiber Daude und der Zigarrentag, 18.:„ Der Freischütz". Mar: Herr Ernst Kraus, als Antrittsrolle. fabrikant Rein. Der junge Vorsitzende verkündete den Arbeitern Montag, 19.: Lohengrin". Lohengrin: Herr Grünig a. G. Dienstag, 20.: gegenüber den sonderbaren Grundsaß, daß schon das bloße tag, 22.:„ Don Juan". Freitag, 23.:„ Orpheus und Eurydike". Orpheus: wollen, zu beunruhigen; das sei daher strafbarer grober Unfug", " Undine". Mittwoch, 21.: Cavalleria rusticana". Bajazzi. Donners Streitposten stehen geeignet sei, Leute, welche arbeiten Frau Schumann Heint als Gast. singer von Nürnberg". Walther von Stolzing: Herr Grüning, als Gaſt. Arbeit abzuhalten. Aus diesem Stück Gesetzeskunde heraus entſprang Sonnabend, 24.: Die Meister: auch dann, wenn gar kein Versuch gemacht würde, jemand von der Anfang 7 Uhr. Sonntag, 25.:" Carmen". Schauspielhaus: Sonntag, 18. September:" Goldfische". Montag, 19.: 1.„ Post festum dem auch das Urtheil; die Strafe, welche in dem Polizeimandat 2. Zum 1. Mal:„ Der Präsident". Walter: Herr Emil Thomas als auf 5 M. gelautet hatte, wurde vom Gerichtshof auf 20 M. er= Gast. 3. Die Dienstboten". Die soziale Gliederung der Charlottenburger Bevölkerung Buschmann: Herr Emil Thomas als höht. Wenn nun nicht das Streifpostenstehen ein Ende hat, dann Dienstag, 20.:„ Der Kaufmann von Venedig". ist in den einzelnen Bezirken der Stadt sehr verschieden. Bei der Mittwoch, muß wirklich die Zuchthausvorlage heran, um der Arbeiterschaft die Egmont". Donnerstag, 22.:„ Der Raub der Sabinerinnen". heutige Gerechtigkeitspflege verständlich zu machen. Volkszählung von 1895 waren unter je 1000 männlichen Einwohnern Herr Emil Thomas als Gast. Freitag, 23.: Zum 25. Mal:„ Das Daß aber im Deutschen Reich doch noch nicht überall die 680 Selbstthätige und 320 Angehörige, unter je 1000 weiblichen Ein- neue Weib". Sonnabend, 24.: Bum 1. Mal: Jörg Trugenhoffen". Gerechtigkeit des Brandenburger Gerichtshofes zum Durchbruch gewohnern 332 Selbstthätige und 668 Angehörige. Unter je 1000 männ- Sonntag, 25.:„ Jörg Trugenhoffen". Montag, 26.:„ Das Käthchen lichen Selbstthätigen( Arbeitgebern und Arbeitnehmern) der ganzen hause wird der dritte Abend von Richard Wagner's Bühnen Festspiel in Neumünster( Holstein) zugeht. Man schreibt uns von dort von Heilbronn". Lektes Auftreten des Herrn Siegrist. Im Opern langt ist, beweist ein Vericht, der uns über eine Gerichtsverhandlung Stadt waren 710 Gewerbetreibende; aber es gehörten zu dieser" Siegfried" nicht am 30. September, sondern am 1. Oktober gegeben. Im unter dem Datum des 16. September: Berufsgruppe zum Beispiel in den Bezirken II und III neuen tgl. Operntheater wird Sonntag zu volksthümlichen Preisen Wegen Streitposten stehens hatte sich gestern das ( Sophie- Charlottenstraße, nördlicher Theil der Dandelmannstraße zum 150. Wale Karl Töpfer's Original- Lustspiel„ Rosenmüller u. Finfe" gegeben. Streiffomitee der Maurer und Bauarbeiter vor dem hiesigen Schöffen und Nebenstraßen) 806 pro Tausend der männlichen Selbst- Der Spielplan des Deutschen Theaters wird in dieser Woche fast gerichte zu verantworten. thätigen dieser Bezirke, im Bezirk IV( füdlicher Theil der ausschließlich von Edmond Rostand's romantischer Komödie„ Cyrano verübt haben, daß es den Perron des Bahnhofes revidirt Dasselbe soll groben Unfug" dadurch Dandelmannstraße u. f. w.) sogar 869 pro Tausend und in den von Bergerac" beherrscht. Die Vorstellung wird an jedem Abend Bezirken VIII und IX( nördlich der Spree) 884 pro Tausend, da- wiederholt, mit alleiniger Ausnahme des Dienstags, vom heutigen Sonntag bis einschließlich nächst folgenden Sonntag und zugereiste Kollegen durch Aufklärung über die Situation gegen z. B. in den wohlhabenden Ostbezirken XX( Umgegend der Sudermann's Johannes" zur Aufführung kommt. ant welchem veranlaßt hatte, wieder abzureisen. Durch diese Thätigkeit Kaiser Wilhelmskirche) nur 592 pro Tausend, XIX( zwischen den Vorstellungen erscheinen heute Als Nachmittags ist, nach Auffassung der Anklage, das ganze Baugewerbe in Bahnhöfen Zoologischer Garten und Savignyplaz) fogar mur 566 pro folgenden Somitag Der Biberpelz". „ Die versunkene Glocke", amnächst Neumünster brach gelegt und dadurch ein großer Theil des Im Lessing Theater Publikums beunruhigt worden. Nach dieser Logik ist übrigens jede Tausend, XXI und XXII( zwischen Wittenberg- und Nollendorfplatz) findet in dieser Woche am Donnerstag die Première von Max Betheiligung an einem Streit„ grober Unfug". Auch daß Mitglieder ebenfalls nur 566 pro Tausend.( Entscheidend für die Butheilung Dreyer's" Großmama" und am Sonnabend und nächsten Sonntag des Streiffomitees den Maurermeistern, welche in Westfalen Arbeitszu den einzelnen Bezirken ist auch bei den selbständigen Gewerbe eine Wiederholung dieses Stückes statt. An den übrigen Tagen dieser Woche, also ant treibenden die Lage der Wohnung, nicht des Geschäfts.) Handel, Mittwoch und Freitag gelangt das„ Weiße Nöß't" zur Aufführung mit haben, wird zur Begründung der Anklage angezogen und eine Geldheutigen Sonntag, Montag, Dienstag, willige zu werben suchten, nachgereist sind und diese Absicht vereitelt Baugewerbe und Metallindustrie sind am stärksten vertreten; Jenny Groß als Nöß'lwirthin. diese 3 Klassen zusammen umfassen allein über die Hälfte aller Theaters bringt in der Woche ausschließlich Bisson's" Eifersucht“ und daß gerade infolge ihrer Thätigkeit der Streit bislang so ruhig verDas Repertoir des Residenz strafe von je 50 M. beantragt. Die Angeklagten wiesen darauf hin, männlichen Gewerbetreibenden. Dem Handel gehörten in der ganzen Frühlingswende" von Alfred Halm täglich zur Aufführung. laufen sei. Eher sei eine Beunruhigung des Publikums dadurch 136 pro Tausend der männlichen Selbstthätigen an, aber z. B. in Heute Nachmittag 3 Uhr findet eine Aufführung von Der Hütten bewirkt worben, daß es den Meistern gestattet gewesen, durch eine IV nur 52 pro Tausend, dagegen in XXI, XXII 198" pro Tausend, Mittwoch„ In Behandlung", Montag„ Krieg im Frieden", Dienstag Othello", Pforte, die sogar dem Bahnpersonal verschlossen, mit Umgebung besitzer" statt. Jm Berliner Theater geht diesen Sonntag und XII( Stadtbahnhof Charlottenburg) 204 pro Tausend, XX 210 pro Donnerstag" Der Pfarrer von Kirchfeld" und Freitag Des Weeres und der Bahnsteigtarten den Perron zu betreten. Das Gericht Tausend, XIX 213 pro Tausend. Die östlichen Bezirke sind also der Liebe Wellen"( 6. Abonnements- Borstellung) in Szene. Sonnabend sprach die Angeklagten to stenlos frei, da in dem Betreten des besonders stark mit Staufleuten bevölkert( von denen ver- wird" 3 a za" zum ersten Mal gegeben und nächsten Sonntag wiederholt. Bahnhofs und in der Einwirkung auf ihre zugereisten Kollegen, muthlich die meisten ihr Geschäft in Berlin haben). Gewerbetreibenden der Metallindustrie( ganze Stadt 104 pro storff, Teresina Geßner, Albert Baffermann, Arthur Wehrlin.) Nächsten Publikum nicht belästigt worden, der Thatbestand des„ groben Die Diesen Sonntag Nachmittag" Der Pfarrer von Kirchfeld"( Otto Sommer vorausgesetzt, was nicht nachgewiesen, daß hierdurch das reisende Tausend) find am zahlreichsten in VIII, IX( 221 pro Tausend) Sonntag Nachmittag: Faust I. Theil. Im Theater des Westens Unfugs" nicht zu finden sei. zu finden, die des Baugewerbes( Stadt 145 pro Tausend) am zahl- singt in der heutigen„ Hugenotten" Aufführung Frl. Bertha Bertini den reichsten in IV( 346 pro Tausend), auch in XIII( westlicher Theil Pagen und Herr Alfred Arnold den Grafen Nevers, die übrige Besetzun Wegen Gotteslästerung hatte sich unser Parteigenosse der Goethestraße, südlicher Theil der Krummestraße u. f. w., 217 Wochenrepertoir stellt sich wie folgt zusammen: Mittwoch, Sonnabend und furt a. D. zu verantworten. Das Vergehen soll erfolgt sein gebleibt dieselbe wie in der Eröffnungsvorstellung; Anfang 72 Uhr. Das P. Jahn Berlin am Freitag vor der Straffammer zu Frankpro Tausend) und in II III( 210 pro Tausend). Von den übrigen nächsten Montag:„ Eugen Onegin", Lyrische Szenen in 4 Aufzügen von Gewerbeklassen ist z. B. die Bekleidungsindustrie in der ganzen Stadt P. Tschaikowsky, morgen:„ Troubadour", Dienstag:„ Hugenotten", Donnerstag: legentlich einer am 13. Juni in 3ielen zig abgehaltenen WählerStadt nur mit 32 pro Tausend vertreten, aber besonders start in 3. Gastspiel des Schiller- Theaters" Der Traum ein Leben", Freitag:„ Der bersammlung, in welcher Jahn von den Antisemiten zu einer Dis XX( 43 pro Tausend) und XXI, XXII( 52 pro Tausend). Hand- Postillon von Lonjumeau" und folgenden Sonntag: 8um 1. Male: fussion über religiöse Fragen provozirt worden war. Der Gerichtsarbeiter ohne Bezeichnung sind verhältnißmäßig am zahlreichsten" Der Streit der Schmiede", Oper in 1 Aft von Josef Beer und hof erkannte auf zwei Monate Gefängniß, indem er als„ strafin VIII, IX( 38 pro Tausend), IV( 39 pro Tausend) und VII, XI, Sonntag Abend Ernst von Wildenbruch's Schauspiel„ Die Haubenlerche" betracht zog. Der Staatsanwalt hatte eine Strafe von 4 Monaten " Der Postillon von Lonjumeau". Im Schiller Theater wird mildernd" das provokatorische Verhalten der Diskussionsgegner in XIV( Wilmersdorferstraße nördlich, Wallstraße östlich u. s. w., 53 pro zum ersten Male wiederholt. Nachmittags findet im Schiller- Theater keine Tausend). Von den Beamten überwiegen die höheren einschließlich Borstellung statt, dagegen gastirt dann die Truppe im Theater des Westens beantragt. Diplomaten und Rechtsanwälte( Stadt 15 pro Tausend), in XIX, in Grillparzer's Märchen, Der Traum ein Leben", Musik von Kleemann. Der Die Bedentung des Berliner Adressbuches für die eXX und XXI, XXII( 44, 52 und 61 pro Tausend), während sie in Anfang ist auf 3 Uhr festgesetzt. Weitere Wiederholungen von Wildenbruch's urtheilung einer Verjährungsfrage wurde gestern vor der 5. StrafIV und VIII, IX garnicht oder doch nicht in nennenswerther Zahl Haubenlerche" finden Montag, Dienstag, Donnerstag und Sonnabend statt. fammer des Landgerichts I in einer Straffache gegen den Heilfünstler zu finden sind. Subalternbeamte( Stadt 19 pro Tausend) sind be- Mittwoch kommt" Der politische Kannengießer", am Freitag" Hamlet" zur Mag Fa Ibe erörtert. Nach den Angaben des Angeklagten wurde sonders häufig in den längs der Stadtbahn von Bahnhof Char- Ausführung. Nächsten Sonntag Nachmittag geht als erste Nachmittags: der letztere im Berliner Adreßbuch als„ May Falbe, Spezialist für lottenburg bis Savignyplaz liegenden Bezirken XIII( 27 pro Taufend), Metropol- Theater theilt mit, daß ihr jede Vorstellung des Ausstattungs: Benutzung eines arztähnlichen Titels unter Anklage gestellt, Vorstellung Am Tage des Gerichts" von Rosegger in Szene. Das Hautkrankheiten" aufgeführt. Er wurde wegen unbefugter XV, XVIII( Bahnhof Savignyplay 2c. 29 pro Tausend), XII( 31 stückes Das Paradies der Frauen" 4000 M. eingebracht habe. pro Tausend), auch in V, VI( Schloßstraße, Kirchstraße 2c., 30 pro 8entral Theater wird heute Nachmittag der„ Bettelstudent", heute das Schöffengericht sprach ihn jedoch frei, indem es annahm, Taufend), Unterbeamte( Stadt 21 pro Tausend) besonders in VII, Abend Die Geisha" gegeben. Neues Theater( Direttion, daß Verjährung eingetreten sei. Das Gericht war mit dem XI, XIV( 36 pro Tausend) und V, VI( 46 pro Tausend). Die Nuscha Bußze). In dieser Woche ist der Spielplan folgender Rechtsanwalt Volkmar der Ansicht, daß die Uebertretung mit dem Rentiers( Stadt 24 pro Tausend) wohnen vorzugsweise maßen festgestellt: Sonntag und Montag bringen nochmals Auf Augenblick begangen sei, als der Angeklagte die für das Adreßbuch int Bezirk I( Westend, 48 pro Tausend), sowie in XIX, holung von„ Tartuffe" stattfinden. Am Mittwoch geht alsdann Thilo von Monate vor Erscheinen des Adreßbuchs zu geschehen hat. Da der Ottilie". Am Dienstag wird noch eine Wieder: bestimmte Notiz dem Acquisiteur übergab, was bekanntlich mehrere XX und XXI, XXII( 46-51 pro Tausend). Unter Trotha's vieraftiges Lustspiel Hofgunst" definitiv zum ersten Mal in den weiblichen Selbstthätigen Charlottenburgs sind faſt die Szene und wird an allen übrigen Abenden der Woche wiederholt. Als Strafantrag erst nach dem Erscheinen des Buches gestellt war, so Hälfte Dienstboten, in der ganzen Stadt 483 pro Tausend; Nachmittags: Vorstellungen zu ermäßigten Breisen sind für morgen war nach Ansicht des Schöffengerichts die dreimonatige Veraber es gehören zu dieser Berufsgruppe in I 559, XXI, XXII 617, Tartuffe" und für nächsten Sonntag„ Ottilie" angesetzt. An jährungsfrist abgelaufen. Auf die von der StaatsanwaltXX 655, XIX 702 pro Tausend der weiblichen Selbstthätigen dieser der Kaffe des Thalia Theaters ist der Vorverkauf eröffnet schaft eingelegte Berufung hat die 5. Straflammer diese AnBezirke. Gewerbetreibende sind in der ganzen Stadt nur 240 pro ber Gesangspoffe Unser lustiges Berlin", die mit neuer Ausstattung an daß die Absicht des Angeklagten nicht dahin gegangen sei, daß der worden. Die Saison beginnt bekanntlich Dienstag, 20. d. M., mit sicht nicht gebilligt. Sie vertrat vielmehr den Standpunkt, Tausend aller weiblichen Selbstthätigen, verhältnißmäßig die meisten Dekorationen und Kostümen erstmalig in Szene geht. Die einzelnen Bilder Beamte des Adreßbuches Kenntniß von seiner Beschäftigung erhielt, in IV( 518 pro Tausend). Die Bekleidungsindustrie( zumeist des Stückes betiteln sich:" Im Artistencafé",„ Eine scheene Bäckerei", Fünf Näherimen, Schneiderinnen u. s. w., Stadt 86 pro Tausend) ist minuten im Olymp"," Das geheimnisvolle Boudoir". Ein Rennen in vielmehr dahin, daß das Publikum durch die Veröffentlichung des am stärksten in IV( 178 pro Tausend) vertreten, das Reinigungs- Halensee". Alle Vorstellungen beginnen, wie im Vorjahr, um 7½ Uhr Adreßbuches seinen Namen und seine Thätigkeit als Heilfünstler gewerbe( Wäscherinnen, Plätterinnen u. f. w., Stadt 36 abends. Im Bellealliance Theater beherrscht auch in dieser kennen lernte. Die Verjährungsfrist begann daher erst mit dein pro Tausend) ebenfalls in IV( 115 pro Tausend), die Hand- Woche das Volksstück„ Ueber Land und Meer" den Wochenspielplan. Am Erscheinen des Adreßzbuches und sei in diesem Falle nicht abgelaufen arbeiterinnen ohne Bezeichnung( Stadt 15 pro Tausend) gleichfalls Donnerstag findet die 25. Wiederholung statt, das Stück geht außer an beiden gewesen. Das erste Urtheil wurde daher aufgehoben und der in IV( 56 pro Tausend). Bei dieser beruflichen Gliederung der Sonntagen Dienstag, Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend in Szene. Angeklagte zu 60 M. Geldstrafe eventuell sechs Tagen Gefängniß Bevölkerung ist nicht zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern unter Land" gegeben; Nachmittags- Borstellungen für diesen Sonntag„ Mutter und Im Abonnement wird Montag" Mutter und Sohn", Freitag„ Er muß aufs verurtheilt. schieden. Faßt man Gehilfen, Gesellen und Arbeiter einschließlich Sohn", für nächsten Sonntag„ Ein toller Einfall". Die Première des Lehrlinge, also denjenigen Theil der Bevölkerung, deu man als Grabbe'schen„ Napoleon" ist nun definitiv für Dienstag, den 27. September Ein gemüthlicher Gefangenen- Transporteur stand gestern Arbeiterklasse im engeren Sinne bezeichnen darf, aus allen angesetzt. Leopoldo Fregoli beendet sein Gastspiel im Friedri Rauendorf, vor der ersten Straffammer am Landgericht II. Der der Person des Gemeindedieners von Plößensee, Hermann Berufsgruppen zusammen, so sind das unter den männlichen Wilhelmstädtischen Theater am nächsten Dienstag und Selbstthätigen der Stadt 467 pro Tausend, speziell z. B. unter gelangen in diesen legten Vorstellungen zur Darstellung Angeklagte soll im vorigen Jahre durch seine Fahrlässigkeit die denen von XIX mur 178, aber von II, III 614, VIII, IX 726, rado". Am Sonntag Nachmittag um 4 úhr geht zu kleinen Preisen Legationsrath a. D. Stavie begünstigt haben. Letzterer " Die drei Räuber", Die Musikstunde", Camaleonte" und" Eldo Flucht der Strafgefangenen Schmidt von Bergehold und IV 786 pro Tausend, unter den weiblichen Selbstthätigen der Stadt das Ohnet'sche Schauspiel„ Der Hüttenbefizer" in Szene. 100 pro Tausend, speziell z. B. unter denen von XXI, XXII mur 17, alexanderplay Theater gelangt heute Nachmittag um 4 Uhr haftung beschlossen wurde. Infolge dessen konnte mir der Fall verIm war mitangeklagt, war aber nicht erschienen, weshalb seine Veraber von VIII IX 212 und IV 340 pro Tausend. Die Bezirke IV als Kindervorstellung zu kleinen Preisen das dramatisirte Märchen die Puppen handelt werden, welcher sich auf Schmidt von Bergehold bezog. Dieser und VIII, IX, sowie auch II, III bilden demnach die eigentlichen fee" zur Darstellung; abends 8 Uhr findet eine Wiederholung des dreiArbeiterviertel, während die östlichen Bezirke XIX bis XXII attigen Sittenbildes" mimonde" von Alexander Dumas statt. Am Montag all lag überaus komisch. Genannter hatte in Plößensee 5 Jahre Geund Bezirk I( Westend) das Gegentheil davon sind. und Dienstag gelangt das Schauspiel„ Die beiden Waisen" zur Darstellung. fängniß zu verbüßen, wovon er im Herbst v. J. erst ein Jahr verDie Frage der Errichtung eines Schlacht- und Viehhofes nächsten Donnerstag bei der Wiedereröffnung des Olympia Theaters noß in diefer bevorzugten Stellung, so weit die Umfassungsmanern Die Hauptbilder der Sylvester- Phantasie„ Mene Tetel", welche am büßt hatte. Er wurde im Direttorialsekretariat beschäftigt und ge= für Schöneberg durch Privatunternehmer beschäftigte Freitag Abend in Szene geht, sind die Lügen: Grotte"," Die Jagd nach dem des Gefängnisses reichten, die vollste Bewegungsfreiheit. Unter eine auf Veranlassung der dortigen Stadtverordneten von der neuen Glück"( Wandeldekoration)," Klondyke"," m" Herzen Berlins", der diesen Umständen war es ihm ziemlich leicht, einen Fluchtplan Schöneberger Schlächterinnung nach dem Lindenpark einberufene," Balaſt der Mode"( Wertheim),„ Am Sarge der Schönheit( Todteninsel). sorgfältig vorzubereiten. start besuchte öffentliche Versammlung der Schlächtermeister der Stadt, Die Première beginnt ansnahmsweise um 7½ Uhr, während der Anfang Legitimationspapiere eines Gefangenenaufsehers, welche im DirektionsEs setzte sich in den Besitz der in der übereinstimmend erklärt wurde, daß neben dem, den Welt au 8, Leipzigerstraße, wird auch in dieser Woche allabendlich das Lustspiel sekretariat verwahrt wurden, sogar mit Gift vermochte er sich zu viehmarkt beherrschenden Berliner Zentralviehhof und Schlachthof" Der liebe Onfel" gegeben. Jur Lutsen Theater fommt heute versehen. So ausgerüstet schütte er am 7. Oktober v. J. fürchterein zweites ähnliches Unternehmen, gleichviel ob in Schöneberg oder Nachmittag" Seine Puppe" und heute Abend„ Der Kaufmann von Venedig" liche Zahnschmerzen vor und verlangte zu einem Zahnarzt geführt zu einem anderen Vororte, teine Aussicht auf Erfolg haben könne. Für zur Aufführung. An allen anderen Abenden der Woche:" Seine Puppe". werden. Derartige Ausflüge aus dem Gefängniß werden gestattet, führungen bon drei " aller weiteren Vorstellungen auf 8 Uhr festgesetzt ist. " Im Im Konzert: tofern der Gefangene Geld hat und die 8-10 Mart für einen der neunftündigen, statt der bisher zehnstündigen Arbeitszeit. Aus- Allgemeine Kranken und Sterbekaffe der Metallarbeiter Transporteur bezahlen kann. Das geschah auch in diesem Falle. ständig sind seit Montag, den 12. September alle dort beschäftigten( H. 29, Hamburg) Filiale Berlin 2. Montag Abend 8½ Uhr, Als Transporteur wurde der Angeklagte bestellt, für welchen die 22 Personen. Recht bezeichnend sei es, führte Weyher unter im Märkischen Hof, Admiralstr. 18c: Versammlung. Transporte eine angenehme Ergänzung seines mehr als bescheidenen anderem aus, daß die Firma Firma ihren Arbeiterinnen Briefkasten der Redaktion. B. 12. Nein. Taufe. Nein. den Gehaltes bilden. Derartige Transporte führte der Angeklagte aber gesetzlich gewährleisteten früheren Feierabend des Sonnabends stets als 8ivilperson aus, denn er wurde in jedem einzelnen nicht gewähre, sondern daß die Arbeiter jetzt erst diese dieser Fälle formell beurlaubt. Als der Angeklagte den Herrn von Forderung mitstellen mußten. Der Stand des Streits sei sehr Die juristische Sprechstunde findet Montag, Dienstag und Bergehold begleitete, da hatte dieser natürlich seine Zivilfachen an. gut und der baldige Sieg sicher. Redner macht bekannt, daß die Donnerstag von 6 bis 7 Uhr abends statt. Beide setzten sich in eine Droschte und nun ging es nach Berlin Fabrikanten- Vereinigung die Agitationskommission der Täschner zu Schonert. Wir können Ihr Eingesandt nicht aufnehmen. hinein. Zuerst wurde gefrühstückt und dann fuhr man die Friedrich- einer gemeinsamen Besprechung eingeladen hätte, welche am 5. E. 35. Wenden Sie sich an das königliche Taubstummeninstitut, straße bis zur Leipzigerstraße entlang. Hier verspürte der An- Donnerstag stattgefunden hat. Eine Einigung sei aber nicht erzielt Elfafferstr. 86-88, 11-12 Uhr mittags Sprechstunde. geklagte plöglich ein kleines Bedürfniß, das keine Minute Auf- worden, da die Herren Fabrikanten wieder den alten Standpunkt Zwei Streitende 76. Beide Fragen sind zu verneinen. Vor 109. schub zu vertragen schien. Dem Transporteur ging es nicht viel einnahmen, daß die Arbeiter jede Agitation ruhen lassen müßten; Ohne Einsicht in den Vertrag nicht zu beantworten. W. H., Anklamerstraße. Die Adresse lautet: besser und so gingen beide in ein Eckhaus der Leipziger- und dann sollte zum 1. Dezember ihnen der Neunstundentag in allen G. S. In 5 Jahren. Friedrichstraße, wo sie auf dem Hofe ein kleines Kabinet aufsuchten. Werkstätten bewilligt werden, und zwar nannten sie dieses ein an den Herrn Minister des Innern, Exzellenz. Nur einen Moment trat der Gefangene früher wieder heraus, als Geschenk, dessen Größe man garnicht zu würdigen verstehe. Ferner der Transporteur, aber dieser Moment genügte ihm, einen zweiten erklärten die Herren Loth u. Struwe, die schwarzen Listen, die Ausgang zu gewinnen und im Gewühl der Friedrichstraße zu verschwinden. Man hat ihn nie wieder gesehen. Er soll mit dem Paß des Aufsehers nach England entkommen sein. In dem ganzen Verhalten des Angeklagten bei dieser Affäre vermochte der Gerichtshof eine Fahrlässigkeit nicht zu erblicken, zumal derfelbe als Zivil- Transporteur absolut feine Instruktion erhalten hatte. Das Urtheil lautete daher in diesem Falle auf Freisprechung. Derlammlungen. Die Täschner und Kofferarbeiter beschäftigten sich am Freitag Abend in einer sehr zahlreich besuchten öffentlichen Versammlung mit dem Streit bei der Firma Fischer u. Richter, Oranienstr. 110. Auch hier, wie bei dem fürzlich zu gunsten der Arbeiter beendeten Streit bei der Firma A. 1. C. Schmidt, handelt es sich um die Forderung Charlottenburg. Todes- Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß am 16. d. M. unsere innig geliebte Frau und Mutter Marie Pasche nach kurzem, aber schwerem Leiden im 39. Lebensjahre verstorben ist. Die Beerdigung findet am Montag, den 19. d. M., nachmittags 3 Uhr von der Leichenhalle des Louisen Kirchhofes aus statt. 10426 Ferd. Pasche, Gastwirth, und Tochter. Verein sozialdemokratischer Nachruf. Am 12. September verstarb in Karlsbad Herr Gastwirth Theodor Gerbsch im Alter von 54 Jahren. Wir betrauern in dem Entschlafenen einen Mann von großer Herzensgüte, der durch sein biederes ehrliches Wesen und Hingabe an seinen Beruf unsere größte Hochachtung erworben hat, die wir ihm über das Grab hinaus be wahren werden. 9766 Die Vergnügungspächter des ,, Hohenzollern- Park", Landsberger Allee 92. Witterungsübersicht vom 17. September 1898, morgens 8 Uhr. Stationen Barometerstand mm richtung Windauch diesmal wieder herausgegeben sind, wären nur im Intereffe der Streifenden selbst angefertigt worden. Die Herren Fabrikanten sind wirklich sehr human. Würde der Streif bei der Firma Fischer u. Richter aber länger dauern, dann sei dies alles hinfällig, und man würde mit allen Mitteln die Arbeiter niederzwingen. Nun, die Versammlung stellte sich auf den Standpunkt, daß die Täschner auf das großartige Geschenk verzichten und den Streifenden mit aller Swinemde. 773 Energie zum Siege verhelfen wollen. Eine in diesem Sinne ge- Hamburg haltene Resolution gelangte einstimmg zur Annahme. Im Anschluß Berlin hieran wurde beschlossen, daß jeder Täschner bis zur Beendigung Wiesbaden 770 NO des Streits pro Woche 50 Pf. an die Unterstügungstasse ab- München Wien zuliefern hat. Samariter Kursus für Arbeiter und Arbeiterinnen. Montag, den 19. September, abends 9 Uhr, bei Cohn, Beuthstraße Nr. 20: Vortrag des Herrn Dr. Friedeberg über:" Die Grundzüge der Krankenpflege". Arbeitsmarkt. Achtung, Solzarbeiter! Arbeiterinnen auf wattirte Räder. Möglich, Falkensteinstr. 42. Kartonarbeiterinnen verlangt Pape, Wassergasse 3, Ecke Rungestr. Acquifiteure In der Möbelfabrik von Zelder& Plathen, Königsbergerstr. 26-27 u. 28-29, werden von einer alten dauert der Streik fort. Zuzug fernhalten. Achtung! Achtung! Die Beerdigung des Herrn Biano Brauerei- Arbeiter forte- Fabrikanten R. Pflock findet am Sonntag, den 18. d. M., nachm. 3 Uhr, auf dem alten Georgen- Kirchhof, Landsberger Allee. statt. Die Berlins u. Umgegend. Den Mitgliedern zur Kenntniß, daß Kollegen, welche arbeitslos sind, sich Gaft- u. Schankwirthe Arbeiter versammeln sich um 2½ Uhr umgehend im Arbeitsnachweis, Berlins und Umgegend. Am 16. d. M., früh, verstarb die Frau unseres Kollegen Pasche, CharLottenburg, Marie Pasche, im Krankenhause. Die Beerdigung findet am Montag, den 19. d. M., nachmittags 3 Uhr, Prenzlauer und Lothringerstraßen Ecke. Die Arbeiter der Pianoforte: Fabrik von Wagner& Comp. Danksagung. Allen Freunden u. Bekannten, ins: besondere den Arbeitern der Firma Kunheim n. Co., sowie dem Arbeiter Blumenstraße 38 bei Scheere zu melden haben. Auch Nichtmitglieder werden un: entgeltlich in Arbeit geschickt.( 41/8 Der Vorstand der Brauerei: Arbeiter. Achtung! Achtung! Täschner von der Leichenhalle des Louiſen Bildungsverein für Johannisthal- und verw. Berufsgenossen! Kirchhofes( Fürstenbrunner Weg) aus statt. 69/14 Umt zahlreiche Betheiligung ersucht Der Vorstand. J. A.: Ferdinand Ewald. Nieder- Schöneweide fage meinen herz lichsten Dank für ihre Theilnahme bei der Beerdigung meines lieben Mannes, unseres guten Vaters, des Schloffers August Druck. 9976 2we. Druck nebst Kindern. * Fener- Versicherung gegen hohes Gehalt angestellt. Offerten unter W. 200 post Lagerb Bochum i. W. 9926 925 Schneiderlehrling verlangt. Mathieustr. 19 vorn II. Arbeiterin auf Mädchen- Jacketts außer dem Hause verlangt 9966 Canrath, Plan- Ufer 88. Einen Lehrling fucht Weidig, Vergolder, Wienerstr. 9. Achtung! Tüchtige Schriftmaler verl. Kaufmann, Stralauer Brücke 3. Tüchtige Drahthefter u. Drahthefterinnen nebst Falzerinnen verlangen Lüderitz& Bauer, Mauerstr. 80. Schildermaler 771 OSO 772 SO 770 Windstärke Wetter 2wolfent 3wollent 3 wolfen! 1wolfen! Temp. n. G. 5° 4° R. Stationen Barometer៩៩៩៩" fland mm Windrichtung 12Haparanda 765 S 12 Petersburg 11 Cort 16 Aberdeen Windstärke Wetter Temp. n. C. 225 5° C.= 4° R. 2wolfig 10 4 bedeckt 17 765 Still 3 bedeckt 16 wolfent 15 756S 760 4wolfen 12 Paris 773 Still -wolfent Wetter- Prognose für Sonntag, den 18. September 1898. Trocken und vorwiegend heiter, bei mäßigen südlichen Winden und hoher Tagestemperatur. Berliner Wetterbureau. SchulterkragenArbeitsstuben verlangen 9636 Schlesinger& Sohn, Kaiser Wilhelmstraße 29-30. Kleidchen- 9646 Arbeiterinnen auf besseren Genre verl. Schlesinger& Sohn, Kaiser Wilhelmstraße 29-30. Farbigmacher verl. Matthieustr. 14. Für Berlin: 1 Juwelier u. 1 Faffer, tüchtige erste Kräfte, bei hohem Lohn und dauernder Stellung. 1 Gold: arbeiter, der auch etwas fassen kann. 1 Goldarbeiter a. Neu u. Reparaturen. Für Außerhalb: 2 tücht. Hammerarbeiter, Lohn 36-42 M., auch mehr b. entsprechender Leistung. 1 Polizeuse 72/9 auf Gold( ältere Dame). Glaserlehrling verlangt Beuffelstr. 72 bei Poppe. Tüchtige Leute werden für den Verkauf von Mäh maschinen bei wöchentl. Spesen und hoher Provision gesucht. Offerten find an die Expedition des„ Vorwärts" unter Z. 5 zu richten. 8916* Tüchtiger Werkführer, selbständiger Arbeiter f. Spirituslad v. chem. Fabrik gesucht. Bewerbungen unter Chiffre B. 6 an die Erped. des Vorwärts", Beuthstr. 3.[ 944b Kartonarbeiterin, geübt u. zum 31/19 Lernen, verlangt Neumann, Stallschreiberstr. 23. Sattlergehilfen, tüchtige, felbständige Kofferarbeiter, finden sofort dauernde und lohnende Beschäftigung in der Kofferfabrik von Louis Pracht, Breslau, Ohlauerstr. 63. 31/ 17*] Nebenverdienft von 6 bis 8 Mart können Arbeiter, die in größeren Betrieben beschäftigt sind, wöchentlich verdienen. Zu ers fragen Müllerstr. 174 I bei Jacobi, 59816* abends 6 bis 8 Uhr. Plätterinnen auf geschweifte Umlegekragen u. Manschetten in und außer dem Hause sucht M. Treppe, Schönhauser Allee 167a, Fabrifgeb. IV. Mamsells auf Rümpfe und Baletots finden dauernde Be- Prospekt d. vereinigten Tischler. Der Streif bei der Firma| Dert. Niesch, Alte Jakobstr. 25. Fischer& Richter, Oranien Straße 119, dauert unverändert fort. Buzug ist streng fernzuhalten. Die Lohukommission. 2.3iehung d. 3. Klaffe 199. Kgl. Preuß. Lotterie.| 714 39 69 90 853 932 112045 117 98 283 437 68 728 Biehung vom 17. September 1898, vormittags. Nur die Gewinne über 160 Mark find den betreffenden Nummern in Barenthese betgefügt. ( Ohne Gewähr.) 25 190 872 461 640 720 893 918 21 30 68 1292 304 425 522 91 616 51 713 54 76 823 925 88 47 2088 148 45 58 844 456 527 622 787 79 820 906 731 3212 42 352 75 752 68 4021 317 478 584, 57 61 98 602 29 59 768 939 5001 117 36 208 360 458 525 713 6035 101 248 847 51 687 827 38 7193 282 347 495 508 744 66 995 8383 453 550 707 25 9212.99 397 424 621 50 56 713 20 53 851 968 10581 657 95 888 11045 55 97 199 279 496 509 695 747 12142[ 200] 52 76 294 316 55 443 602 702 48 974 13106 290 808 37 450 502 877 14364 72 470 72 545 662 76 725 84 15113 555 680 729 54 79 963 80 16061 64 112 45 58 888 447[ 200] 595 606 61 752 17090 173.280 585 642 722 837 80 89 18020 152 433 535 718 31 34 19060 235 548 796 804 90 934 80 20020 45 256 406 517 684 711 900 21318 28 471 79 80 508 19 28 721 880 99 965 90 22014 77 252 301 70 474 554 788 998 28616 799 939 92 24088 437 65 527 633 769 25091 191[ 300] 388 621 788 807 55 902 84 98 26033 61 207 75 801 480 602 75 720 880 989 27033 292 308 406 601 49 743 28235 546 80 633 74 720 865 923 29166 73 229 332 580 675 828 9 859[ 800] 30878 676 817 59 939 81446 84 587 610 53 859[ 300] 32076 263 94 387 428 546 97 626 92 723 24 49 934[ 200] 60 33082 155 88 261 91 818 467 98 812 92 931 34103 314 96 907 20 85017 62[ 300] 133 265 486 640 721 873 90 36226 73 99 336 62 529 640 711 87027 82 47 67 77 195 206 508 820 38080 149 298 848 421 648 780 39002 34 202 48 658 801 62 974 40085 107 202 52 444 71 571 755 88 942 58 61 41148 68 772 857 95[ 1000] 917 42090 96 227 97 318 420 24 677 963 43074 100 378 83 86 518 650 96 44090 113 94 221 417 560 84 92 689 740 817 27 948 45270 382 98 413 612 96 706 958 93 46382 417 58 93 651 64 47030 139 546 778 48025 42 47 64 182 808 85 586 603 86 750 847 84 907 28 49009 40 113 344 66 409 588 639 70 968 50021 78 184 81 317 462 560 756 840[ 300] 977 51137 77 236 452 76 551 76 687 52037 108 222 26 49 66 85 877 82 95 654 755 818 35 45 51 53049 87 402 761 95 54228 351 662 732 45 898 55111 84 287 89 446[ 500] 90 91 572[ 1000] 887 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838 68 88153 226 562 715 910 77[ 5000] 8784021 30 36 142 84 98 331 65 442 61 535 700 57 84 94 826 957 85043 91 118 316 404 555 670 747 814 44[ 200] 967 95 86126 281 80 86 97 369 450 644 719 52 869 99 87035 419 556 778 88112 53 78 241 87 329 67[ 500] 85 502[ 500] 751 860 89122 205 94 339 55 84 449 519[ 300] 650 77 90225 526 660 788 954 91199 219 48 722 98 890 991 94 92041 52 533 692 904 98064 244 822 55 543 652 922 29 94072 107 235 46 78 409 57 76 94 649 [ 200] 776 967 95043 286 91 312 57 418 528 604 88 724 34 892 96069[ 300] 404 16 67 513 40 706 819 97005 197 841 61 444 586 626 765 903 23 44 98060 131 60 239 316 29[ 200] 484 586 783 886 936 99155 263 451 961 71 100048 122 33 806 628 942 83 101003 167 73 883 92 677 842 47 971 102053 152 228 328 429 520 635 40 103048 107 77 99 222 341 435 623 76 702 48 869 90 712 40 911 32 104024 128 491 563 92 917 63 70 105247 50 57 595 854 106076 141 392 99 448 75 504 88 637 77 768 97 881 63 913 99 107161 845 75 79 493 519 814 108089 107 257 440[ 500] 85 97 528 785 803[ 200] 64 88 92 988 100041 86 480 679 768[ 200] 846 66 96 110123 75 234 35 54 468 602 16 704 71 87 811 979 111128 85 46 93 224 71 426 35 83 91 92 501[ 600] 10 72 835 113238 46 358 405 24 27 669 909 37 59 114046 139 20+ 360 532 757 67 916 115021 97 1200 238 825 414 513 729 35 47 841 929 116044 192 234 63 698 858 916 39 117017 106 85 330 38 91 481 85 673 866 118348 548 646 95 714 972 119183 240 58 875 440 593 735 69 120141 74 76 220 566 78 774 962 121008 227 848 432 99[ 200] 558 731 843 56 988 122128 911 33 85 123049 143 821 519 87 88 660 71 761 74 124260 428 95 668 777 89 889 125682 947 126146 86 262 479 556 127083 264 66 77 520 619 712 858 992 128013 64 250 326 640 99 737 871 952 129040 96 102 30 265 87 408 625 80 607 68 808 93 947 130014 53 136 209 39 57 570 89 626 88 868 973 131 85 366 423 528 622 132065 88 238 441 61 514 27 740 74 80 860 138247 646 60 790 889 998 134027 99 114 263[ 200] 347 448 596 888 941 135042 141 219 627 808 62 84 136072 130 82 228[ 5000] 88 302 21 82 34 531 94 618 93 748 137060 177 238 71 767 898 982 188033 678 757[ 2001 830 86 983 40 189033 120 275 351 402 6 25 500 53 698 846[ 200] 140040 94 185 483 37 609 58 732 83 848 95 914 141184 741 42 909 55 142188 42 70 274 485[ 500] 575[ 200] 707 841 904 143081 159 287 829 75 86 512 605 737 96 802 39 955 144078 80 210 29 393 429 856 930 145137 834 46 72 510 837 146074 241 55 94 642 147033 181 236[ 500] 617 88 893 953[ 200] 148088 274 [ 300] 630 716 853 87 977 140117 230 309[ 300] 510 77 644 700 896 946 150172 246 423 76 630 749 827 60 151228 437 525 722 32 48 152065 92 95 198 277 84 449 67 704 36 153125 93 95 203 368 607 851 154002 25 110 261 378 643 67 984 155127 457 792 902 156000 22 170 210 25 82 726 86 868 84 930 157019 21 198 718 903 61 158030 118 1500] 242 888 458 513 744 840 159022 195 250 70 648 81 754 63 160029 75 172 824 77 418 611 728[ 200] 802 45 161027 136 42 506[ 200] 627 84 701 950 162111 35 800 406 550 635 67 817 58 163005 279 300 488 586 702 847 49 55 84 930 69 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Berichtigung. In der ersten Biehung nachmittags les 9286 mit 300 t. und 100411 77 92 ftatt 100 811 77 92. Kragen u. Stoffräder) verl. Crohn, Straßmannstr. 31, Ece Petersburgerstr. Der Gesammt Auflage der ein 100 Schneider auf Jaquets heutigen Nummer liegt schäftigung. Probe- Arbeit vorlegen. und Tapezirermeister Th. Forks M. B. Rosenthal& Co.. Raiser Wilhelm Kretschmar& Co., Jannowik, straße 48. 31/ 13* brücke, bei. 2.3iehung d. 3. Klaffe 199. Kgl. Preuß. Lotterie. 611 20 914 116046 120 277 402 78 792( 200) 117184 Biehung vom 17. September 1898, nachmittags., Nur die Gewinne über 160 Wart find den betreffenden Nummern in Parenthese beigefügt. ( Ohne Gewähr.) 234 68 582 624 67 94 719 924 1136 226[ 500] 32 825 45 478 888 924 2112 249 381 637[ 800] 55 88 790 831 3062 147 97 826 60 429 58 540 67 85 619 987 92 98 4012 98 160 251 367 86 476 94 552 656 91[ 200] 881 62 5042 220 37 482 603 87 804 51 921 40 6009 65 108 79 236 822 28 54 57 434 652 794 98 924 72 7002 [ 300] 25 164 810 65 420 990 80-4 114 284 90 563 85 9110 85 99 479 505 6 48 50 71 830 961 10014 151 219 74 306 42 58 427 784 45 11116 57 204 844 82 468 676 816 12079 182 99 280[ 200] 377 493 916 42 13002 7 48 98 212 473 96 900 14214 23 36 403 86 631 813 18 53 69 15018 58 123 206 45 535 71 614 28 797 809[ 1000] 900 16017 54 77 805 67 444 567 85 621 816 55 962 17043 78 104 234 826 61 451 542 71 617 829 994 18029 175 212 684[ 200] 749 58 19187 88 210 30 786 828 69 20252 330 455 574 616 46 736 977 21012 40 57 [ 200] 265 97 430 616 760 968 22194 221 388 417 563 674 83 878 956 80 85 23089 104 612 718 820 942 47 68 24147 80 322 407 521 34 826 66 74 919 25123 42 209 14 415 27 56 735 845 76 26091 708[ 200] 71 99 818 941 98 27114 19 210 829 417 47 527 65 928 28155 848 69 411 599 693 95 707 57 29079 607 31 69 746 30009 178 204 88 391 405 32 526 62 67 663 89 750 888[ 200] 920 31011 186 84 238 356 562 78 651[ 200] 72 957 32153 95 215 691 33140 91 284 89 394 474 727 825 938 34088 70 273 839 427 39 596 611 905 11 35818 31 420 34 580 841 70 83 36046 151 256 58 94 486 623 57 79 777 882 88 974 37019 311 58 568 715 948 74 88040 61 92 819 405 78 646 86 768 39001 165 [ 800] 218 885 96 467 578 GINA AUX 40185 60 264 73 323 424 74 668 919 80 41015 128 99 336 48 490 803 967 68 42097 126 99 848 447 651 720 28 67 96 873 43057 563 639 760[ 200] 991 98 44013 108 19 43 45 200 25 493 523 65 607 11 25 45 45036 106 35 816 557 645 787[ 500] 937 46115[ 1000] 230 369 92 555 820[ 200] 68 47057 154 242 81 382 418 24 836 40 47 82 96[ 200] 48115 205 87 418 564 600 [ 1000] 6 7 43 83 89 854 49016 131 210 87 362 667 649 704 7 28 949 62 50327 401 15 553[ 200] 657 796 800 3 918 41 51084 85 530 45 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35 604 841 81001 95 203 353 558 624 99 792 956[ 200] 67 82195 453 515 41 58 780 922 83015 291 301 2 46 516 713 28[ 500] 84061 313 488 603 82 779 827 85241 787 90 819 940 86151 82 258 84 302 505 797( 200) 87099 120 59 269 457 68 553 646 899 902 47 88312 15 69 554 700 828 979 89030 127 245 851 90020 214 90 300 545 66 616 47 812 74 97 91010 69 149 426 550 749 830 45 86 92023 60 475 633 88 721 96[ 200] 940 71 93226 535 781 87 996 94118 58 416 22 556 63 745 809 943 95022 40 52 70 242 71 455 518 41 49 765 96040 50 448 55 680 755 868 97145 266 803 498 525 33 788 90 804 65 917 85 98046 49 192 296 604 6 11 68 800 16 962 99053 54 165 236 435 554 601 45 50 888 933 100450 98 644 702 820 27 80 101128 291 302 48 49 441 563 102034 163 821 488 547[ 200] 908 70 103211 416 628 52 942 52 80 104142 407 539 758 939 105028 36 261 549 85 608 727 864 80 106070 111 390 428 80 108187 107088 265 887 410 20 574 97 659 93 782 66 522 25 82 48 627 741 66 109100 69 208 40 87 449 682 848 923 51 96 110088 398 451 59 789 65 909 111032 48 58 119 87 288 98 620 67 721 847 49 69 904 112267 98 822 54 642 87 747 906 71 88 118214 314 516 654 770 114130 438 716 21 42 890 115005 81 58 242 44 88 98 311 441 588 247 985 118102 30 366 572 650 873 927 50 119085 112 291 478 534 623 947 49 95 120058 180 231 76[ 200] 858 572 821 58 915 60 91 121155 288 808 964 122026 263 508 675 88 835 989 123022 52 60 467 72 728 811 76 958 124045 802 40 75 448 96 125067 121 29[ 200] 62 69 471 668 77 876 126114 208 74 551 661 72 784 822 88 900[ 200] 84 88 127001 108 14 417 682 749 850 128199 888 468 657 70 [ 200] 861 87[ 200] 909 54 129106 92 249 820 541 69 [ 300] 709 988 130051 83 216 64 412 510 622 28 784 859 927 83 131218 64 67 76 416 34 48 535 804[ 200] 978 132009 51 91 150 821 42 410 560[ 800] 608 80 848[ 8001 907 58 133154 88 204 26 41 576 94 627 35 71 82 756 813[ 200] 134198 879 560 609 93 729 965 90 135116 56 231 39 331 55 520 636 814 96 136092 211 437 501 17 86 98 727 832 59 137005 54 168 99 247 51 77 718 887 88 138043 82 107 86 206 28 43 818 526 608 788 886 984 139064 70 78 107 34 360 87[ 200] 418 34 565 87 626 29 741 140046 152 78 849 502 671 771 948 62 86 141072 450 510 631 725 896 142045 115 68 74 881 474[ 500] 518 608 28 745 858 148604 741 72[ 800] 819 144015 114 897 423 748 61 88 915 28 74 145016 56 451 81 533 86 95 602 76 82 721 924 57 89 146035 246 84 813 454 61 70 506 8 64 864 147152 652 75 148001 66 128 81 211 91 364 439 70 504 24 85 622 710 892 149070 132 247 66 74 312 24 78 95 490 500 16 914 31 150184 96 281 87 340 737 69 914 151004 88 624 853 152093 227[ 200] 66 351 421 26 48 558 706 86 90 847 994 153133 336 514 608 154007 54 112 97 28: 155020 94 205 57 379 518 867[ 800] 951 89 156137 40 221 874 403 12 522 28 701 919 23 80 94 157111 96 287 458 534 623 43 846[ 200] 158060 121 72 244 678 812 959 159020 78 96 191 248 519 777 988 SU 160062 108 250 449 64 581 880 53 954[ 200] 161022 29 78 846 88 685 717 64 162209 895 570 729 47 873 103036 66 121 24 64 249 439 75 608 50 55 94 95 705 ( 200) 881 928 164031[ 200] 97 167 462 827 984 165050 54[ 500] 149 280 577 84 817 166098 193 646 727 819 168096 120 20 923 167145 467 90 94 599 726 928 232 604 742 63 861 99 109001 28 403 21 98 670 84 954 170097 134 292 564 674 765 811 15 33 96 171026 228 31( 3000] 305 55 78 497 585 649 85 789 936 86 172096 205 350 545 659 723 915 94 178127 225 89 78 303 13 428 663 727 807 174055 201 9 25 32 318 404 18 32 44 91 92 803 45 914 175029 72 324 35[ 800] 94 499 566 616 98 753 811 900 31 76 176066 186 280 82 478 657 62 746 177141 60 347 482 618 889 178062 218 37 72 439 620 94 737 961 179146 78 92 241 366 572 87 896 K 180049 125[ 800] 230 40 645 181030 108 587 609 839 182168 216 22 29 41 328 86 448 552 623 920 85 183000 59 113 30 59 262 95 515 922 70 181062 529 605 788 892 908 45 46 185126 265 319 78 436 620 78S 848 186018 62 102 232 351 405 66 714 827 51 92 906 98 187012 249 94[ 200] 305 459 887 933 188027[ 200] 55 68 601 2 19 22 712 992 189275 545 640 190092 148 227 38 42 327 81 442 695 793 881 933 60 191083 40 136 94 204 18 829 46 401 10 608 79 894 960 192193 99 388 431 42 76 551 72 762 193088 280 329 441 523 735 92 926 101115 40 68 310 41 557 76 88 624 785 988 195075 149 488 575 662 760 958 196016 53 82 195 268 73 398 428 50 589 631 792 197011 92 115 82 234 809 655 706 885 995 198298 400 21 714 84 877 904 190037 203[ 300] 42 92 316 22 649 65 873 911 74 200162 320 488[ 200] 647 878 201113 230 68 849 72 414 92 544 95 778 851 62 202838 78 466 80 827 918 74 91 203137 364 604 94 742 84 973 204010 79 88 197 289 385 556 76 685 205033 96 176 222 488 92 501 97 604 77 787 46 206028 90 156 361 603 81 713 27 913 91 207226 367 467 621 714 76 89 930 52 208025 39 47 65 105 52 247 312 760 96 948 209068 124 70 98 298[ 200] 400 34 68 945 55 98 210044 171[ 300] 227 846 53 90 418 758 990 211106 851 586[ 200] 610 49 950 212137 80[ 200] 225 96 300 8 18 425 630 94 213000 70 91 847 502 24 682 887 904 88 214050 372 435 82 93 540 983 215168 374 468 604 729[ 800] 803 216175 213 447 54 76 595 655 95 815 62 947 217000 110 80 90[ 300] 510 40 41 601 18 24 960 98 218096 117 79 292 361 620 72 768 961 74 210107 203 895 438 56 95 753 63 915 55 220121 60 404 92 534 818 221132 37 459 852 22: 2035 301 68 470 549 668 95 701 90 893[ 200] 228020 278 811 617 24 76 89 99 806 70 963 224089 142 78 209 31 521 55 692 813 992 225124 207 41 75 325 Im Gewinnrade verblieben: 1 Gewinn zu 60 000 m, 1 zu 45 000 wt., 1 zu 30 000 r., 1 zu 15 000 Mt., 1 au 5000 Mit au 3000 Mt., 5 au 1000 Mt., 20 au 500 Mt. Berantwortlicher Rebatteur: N. Schmidt in Berlin. Für den Inseratentheil perantwortlich; Th. Glocke in Berlin. Druck und Berlag von Mag Bading in Berlin. Br. 219. 15. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts" Berliner Volksblatt. Sonntag, 18. September 1898. im Afford. Steuern zu Bozinbes. minmn mil3wei Driftel der Arbeiter stehen in festem Lohn, ein Drittel arbeitet eingetragene Kapitalien 5 und 51/2 pet. Zinsen erhielt, erreicht man heute taum 3 pct. So habe sich also die Lage des Angestellten und In die Fabrikinspektion Darmstadt soll, wie das„ Offen der Größe der Betriebe steigt, wie die folgenden Zahlen zeigen: Hieraus wird dann der kühne Schluß gezogen:" Je mehr man den Besonders bemerkenswerth ist, daß der mittlere Lohnsatz mit Arbeiters in ganz anderem Maaße verbessert, als die des Kapitalisten. bach Abendblatt" mittheilt, ein auptmann a. D., namens Betriebe, die weniger als 100 Arbeiter beschäftigen, zahlen 3,55 Fr. Profit des Kapitalisten, des Rentiers zu schmälern ſucht, je mehr Schimpff, als Aſſiſtent berufen worden sein. Das genannte für 10 Arbeitsstunden, Betriebe von 100 bis 1000 Arbeitern 3,80 Fr. man seine Gümnahme zu vermindern und mit Blatt nimmt an, der Herr werde wohl nur eine Art Vorbereitungs- oder 3,85 Fr. und die Großbetriebe mit über 1000 Arbeitern belegen sucht, un so sicherer wird man die Angestellten und die Aroder Probedienst absolviren. Jedenfalls habe die Regierung Anlaß, mur eine durchaus tüchtige Hilfskraft für die Darmstädter Inspektion 4,55 Fr. Die Arbeiter haben also ein lebhaftes Interesse an der beiter treffen." zu gewinnen, umſomehr, da die Fabrikinspektion in diesem Bezirke Konzentration des Kapitals in Großbetrieben. gegen die Mainzer Inspektion bedeutend zurückſtehe. " Hierzu wird uns geschrieben: Das Arbeitsamt macht weiter noch Angaben über die Preise An den ganzen Ausführungen verivundert nur, daß man aus der nothwendigsten Lebensbedürfnisse. Es zeigt dem Sinten des Binsfußes nicht direkt den Schluß gezogen hat, daß Arbeiter- Risiko. In Pfungstadt in Hessen wollte in der sich da, daß der einzeinstehende, familienlose Arbeiter täglich 2,10 Fr. die Lage der Kapitalisten sich ständig verschlechtert, die der Arbeiter Hildebrand'schen Brauerei der Arbeiter Jost an einer gebraucht, int Jahre also etwa zwei Drittel desjenigen, was er bei ständig gehoben habe. Das zu behaupten, haben sich die gelehrten im Gange befindlichen Maschine etwas nachsehen. Dabei wurde er ununterbrochener Beschäftigung verdient. Doch scheint uns diese Herren doch wohl genirt. Es liegt eben offen zu Tage, wie unvon der Maschine erfaßt und vollständig zermalmt. Angabe ziemlich werthlos, da ja der einzelnstehende Arbeiter selbst geheure Summen und welche hohen Prozentsäße das in der Industrie Löhne und Arbeitszeit in Frankreich. Das Arbeitsamt in unter den nicht verheiratheten feineswegs die Regel ist. beschäftigte Kapital abwirft; die hohen Dividenden zeigen das jederParis hat eine Erhebung über die in der französischen Industrie Interessant ist die Besprechung, welche diese Angaben in der mann zu augenscheinlich. Aber nicht einmal für das reine Rentengezahlten Löhne und über die übliche Arbeitsdauer vorgenommen. Pariser Statistischen Gesellschaft" gefunden haben; sie zeigt, daß einkommen fann aus dem Sinten des Zinsfußes auf ein des Dieselbe erstrecte sich über 2957 industrielle Betriebe mit 674 000 die französischen Bourgeois dasselbe geringe Verständniß für die Zurüdgehen der Einnahme geschlossen werden. Dem Sinken des beschäftigten Personen; im Departement der Seine umfaßte sie mehr Forderungen der Arbeiter haben, wie ihre deutschen Ausbeutungs- Binsfußes steht eben eine ungeheure Vermehrung des Rentenkapitals als 60 000 Arbeiter. Der Antheil der Frauen und Kinder an dem genossen. Es wurde nämlich hervorgehoben, daß der Arbeitslohn in gegenüber. Bringen z. B. 100 m. statt 5 M. nur noch 3 M., ist gesammten Arbeitspersonal war etwa ein Viertel aller Beschäftigten. Sen legten 50-60 Jahren enorm gestiegen sei, von 2,07 Fr. in aber die zu verzinsende Summe um das dreifache gestiegen, so Die Zahl der jährlichen Arbeitstage betrug mit Berück- den Jahren 1840-45 auf 3,90 Fr. in den Jahren 1891-93, für würden jezt 9 M. an Zinsen aufgebracht werden, wo früher nur sichtigung der durch Krankheit verursachten Versäumnisse 290. Die weibliche Arbeitskraft sogar von 1,12 Fr. auf 2,15 Fr. Die noth- 5 M. nöthig waren. Da diese Zinsen nicht vom Himmel fallen, so normale Arbeitsdauer war im Departement der Seine, wozu wendigen Ausgaben für eine Familie, Wohnung inbegriffen, feien nur müssen die ihnen entsprechenden Werthe eben durch Arbeit geschaffen, Paris gehört, fast ausnahmslos 10-11 Stunden; in der Provinz betrug von etwa 750 Fr. auf 1010 Fr. gestiegen, also nur um 25 pet. durch die Arbeiter aufgebracht werden, und in diesen sich fie in dem 4. Theil der Betriebe 12 Stunden, in einigen noch mehr. gegenüber einer fast verdoppelten Lohnhöhe. Somit sei es flar, daß von Jahr zu Jahr steigernden Zinssummen liegt nicht der kleinste Nur in 6 pet. war sie 9 Stunden und darunter, und zwar sind das von der Ausdehnung des Handels und der industriellen Produktion Theil des Gegenfazes von Kapital und Arbeit. Doch die gelehrten durchweg Großbetriebe( Bergwerke, große Glashütten 2c.) in erster Linie der Arbeiter den Vortheil habe. Dies trete noch Herren fümmern sich um solche Kleinigkeiten nicht, sie stellen vielDer durchschnittliche Lohn betrug 3,75 Fr. für den mehr hervor, man den enorm gestiegenen Löhnen mehr die Thatsache fest, daß die Lage der Arbeiter sich in großartiger Arbeitstag; doch sind hierbei Frauen und Kinder eingerechnet. Für der Arbeiter, denen sich die Erhöhung der Gehälter der Weise gehoben habe, während die Kapitalisten eher Schaden als den erwachsenen männlichen Arbeiter war der Durchschnittslohn laufmännischen Angestellten, der fleinen Beamten, der Dienst- Vortheil haben. Warum sie blos nicht selbst Arbeiter werden! Das 4,20 Fr. und zwar 6,15 Fr. im Departement der Seine und 3,90 Fr. boten um 50, 60, 75 und 100 pet. zugefelle, das dauernde verhindert ihr gutes Herz; sie sind eben, wie es bereits im in der Provinz; die erwachsene Arbeiterin erhielt 2,20 Fr. täglich Sinken des Binsfuzes für Kapital um mindestens 50 pet. gegen- Kommunistischen Manifest heißt, Bourgeois-im Interesse der und zwar 3 Fr. im Departement der Seine, 2,10 Fr. in der Provinz. überstelle. Während man früher mit Leichtigkeit für an erster Stelle| arbeitenden Klasse. Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung. Theater. Sonntag, den 18. Septbr.: Freie Volksbühne.( Lessing= Theater.) Galeotto. 3. Abtheilung( graue Karten). Anfang nachin. 23 Uhr. Opernhaus. Der Freischüt. An fang 72 Uhr. Montag: Lohengrin. Schauspielhaus. Goldfische. Anfang 712 Uhr. Montag: Post festum. Der Prä sident. Die Dienstboten. = Neues Opern Theater( Kroll). Rosenmüller und Finfe. Anfang 71 Uhr. Oftend Schiller Theater end- Carl Weiß- Theater. ( Wallner: Theater). Sonntag, abends 8 Uhr: Die Haubenlerche. Schauspiel in 4 Aften Gr. Nachmittags 3 Uhr, halbe Preise: Dorf und Stadt. Schauspiel in 5 Aften von Ch. Birch Pfeiffer. Abends 72 Uhr. Zuni 12. Male: von Ernst v. Wildenbruch. Schluntz sel. Wwe. Montag: Die Haubenlerche. Dienstag: Die Haubenlerche. Mittwoch: der politische Kannegießer. Gesangsburleske in 3 Aften von D. Haneld, bearbeitet v. J. Dill. Musik von G. Steffens. Borher humoriſtiſcher Prolog, verf. u. gespr. vom Direktor C. Weiß. Morgen: Dieselbe Vorstellung. Urania Taubenstr. 48/49. Täglich: Die Urzeit des Menschen. Invalidenstr. 57/62: Sternwarte. Nachmittags täglich 5-10 Uhr. Im Konzert- Garten von 4 ur Passage- Panopticum. ab: Konzert und Spezialitäten. Central Theater Borstellung. Direktion: José Ferenczy. Nachmittags 3 Uhr zu bedeutend Der Bettelstudent. Olympia- Theater Deutsches. Cyrano von Bergerac. Der Bettelstudent. Anfang 72 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Die versunkene Glocke. Montag: Cyrano von Bergerac. Leffing. Im weißen Röß'l. Anfang 71/2 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Berliner. In Behandlung. Anfang 72 Uhr. Nachin. 22 Uhr: Der Pfarrer von Kirchfeld. Montag: Krieg im Frieden. Neues. Ottilie. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Tartuffe. Montag: Ottilie. Westen. Die Hugenotten. Anfang 71 Uhr. Nachm. 22 Uhr: Der Traum ein Leben. Montag: Der Troubadour. Residenz. Frühlingswende. Hierauf: Eifersucht. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Hüttenbefizer. Montag: Eifersucht. Frühlingswende. Metropol. Das Paradies der Frauen. Anfang 72 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Schiller. Die Haubenlerche. Anfang 8 Uhr. Montag: Dieselbe Vorstellung. Central. Die Geisha. Anf. 71/2 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Der Bettelstudent. Montag: Die Geisha. Belle Alliance. Ueber Land und = Meer. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Mutter und Sohn. Montag: Dieselbe Vorstellung. Ostend. Schlunk fel. Wive. Anfang 72 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Dorf und Stadt. Montag: Schlunk fel. Wwe. Luisen. Der Kaufmann von Venedig. Anfang 8 Uhr. Nachm. 3 Uhr: Seine Puppe. Hier: auf: Entdeckt. Montag: Dieselbe Borstellung. Friedrich Wilhelmstädtisches. Leopoldi Fregoli( Verwandlungsfünftler). Camaleonte. Eldorado. Zum Schluß: Fregoligraph. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Der Hüttenbesizer. Montag: Camaleonte. Eldorado. Fregoligraph. Alexanderplat. Demi Monde. Operette in 3 Aften von F. Zell u. R. Genee. Musit von Karl Millöder. Abends 1/28 Uhr: Die Geisha oder: Eine japanische TheehausGeschichte. Musit von Sidney Jones. Deutsch perette in 3 Aften von Owen Hall. von C. M. Röhr und Julius Freund. In Szene gesetzt von J. Ferenczy. Dirig. Hr. Kapellmstr. E. Goldmann. Kaffeneröffnung vormittags 10 Uhr ununterbrochen bis abends. Morgen und folgende Tage: Die Geisha. Thalia- Theater. Dresdenerstr. 72/73. Sonntag, den 18. September 1898, nachm. 3 Uhr: Volksvorstellung unter Regie von Julius Türk. Der Sohn der Wildniß. Romantisches Schauspiel in 5 Atten von Friedrich Halm. Dienstag, den 20. September: Erstes Auftreten des Fräulein Willy Sandrock vom Hofburgtheater in Wien, des Frl. Grete Bräunig vom Hoftheater in Cassel, des Frl. Claire Geschinsky vom Stadt: theater in Stettin, und der Herren Worliksch. Gastspiel des Herrn George Kaiser und George Friz Helmerding v. Metropol Theater in Berlin. Novität! 3. 1. Male: Novität! Unser luftiges Berlin. Große Gesangspoffe in 5 Bildern von E. Sondermann u. Ch. Bischoff. Couplets von Alfred Bender. Musik von Curt Goldmann. Anfang 72 Uhr. ( Circus Renz- Karlstrasse.) Donnerstag, 22. Septbr. EröffnungsVorstellung. Mene Tekel! Sylvester- Phantasie mit Gesang und großen Ballets in 3 Aften ( 12 Bilder). 1. Aft: Im Reiche der Lügen. 1. Bild: Auf dem Sylvesterball. 23 Im Weltenall. ( Lügenballet.) " 3. " Die Lügengrotte. 4. " 5. " Die Jagd nach d. Glück. ( Wandeldekoration.) Im Goldland( Klondyke). 2. Aft: Das Fest der ErdenSchönheit und Der Sieg der Mode. 1. Bild: Tempel der Schönheit ( Roccoco- Ballet). 2. " 3. Im Herzen Berlins. Im Palast der Mode ( Wertheim). 3. Aft: Das Erwachen der ***** Schönheit. 1. Bild: Am Sarged. Schönheit 2. " 3. [ 975b " 4. ( Todteninsel nach Boeklin). Im Feenreich b. Phan tafie( Größtes Ballet der Welt). Zu leicht befunden. Apotheose. Ort der Handlung: Berlin. Luisen- Theater Beit: Die Sylvesterfiunde 1899. 34. Reichenbergerstraße 34. Nachmittags 3 Uhr: Voltsvorstellung zu kleinen Preisen: Seine Puppe. Anfang 8 Uhr. Nachm. 4 Uhr: Die Puppenfee. Montag: Die beiden Waisen. Volksstück mit Gesang in 3 Aften Urania. Taubenstraße 48-49. bon Max Schönau. Naturkundliche Ausstellung. TägMusik von Fritz Krause. lich geöffnet von 10 Uhr vor: Der phänomenale Verwandlungs. mittags ab. Eintritt 50 Pf. Abends 8 Uhr: Wissenschaftliches tünfter Arpád Angeloti Theater. in feiner Tragi Entdeckt! Invalidenstraße 57/62. Täglich abends von 5-10 Uhr: Stern: warte, Operntelephon. Apollo. Anfang 7/2 Uhr. Reichshallen. Spezialitäten Vorstellung. Anfang 7 Uhr. Baffage Panoptikum. Speziali täten Borstellung. fomödie: Bum Schluß: Sinfonia Cosmopolita. Abends 8 Uhr: Spezialitäten Borstellung. Der Kaufmann von Venedig Elysium Landsberger Allee 40-41. Jeden Sonntag: BALL. Anfang 4 Uhr. Ende 2 Uhr. NB. Meine Säle sind noch an Sonnabenden im Oft.- Dez. frei. C. Eisermann. Lustspiel in 4 Aften von W. Shakespeare, Shylock, ein Jude: Ludwig Masson. Montag: Seine Puppe und Angeloti. Treptow. R. Hohlwein, Kegler Schlösschen. Schöner Garten, fl. Saal f. Vereine. Bairisch Bier 3/10 Liter 10 Bf., große Weiße 20 Pf. 55320* Anfang der Eröffnungs an Borstellung 72 Uhr, allen übrigen Tagen 8 Uhr. Die Kaffe für den Vorverkauf ist heute von 11 bis 1 Uhr und sonst täglich von 10 Uhr Morgens ununterbrochen ge= öffnet. Preise der Sikpläke ( Garderobe inbegriffen): Orchester Logenplatz Mt. 6,20, Logenplatz Mt. 5,20, ParquetFauteuil( 1.- 4. Reihe) Mt. 4,20, die weiteren Reihen Mt. 3,20, Parquet Mt. 2,10, Tribüne Mt. 3,20, I. RangBalkon Mt. 2,60, I. Rang Mr. 2,10, II. Rang- Mittelbalton Mt. 1,60, II. Rang- Seitenbalton Mt. 1,10. Stehplätze: Promenade M. 1, Gallerie M. 0,50. Choriner Mereinshaus empi Vereinsz. f. einige Tage i. d. Woche, 30-40 Bers. faff., m. Piano. Für gute Speis. 11. Getr. ist gesorgt. 9036* Mitglied des Klubs" Cothringia. J. Bjeske, Chorinerfir. 55, Geöffnet von 9 Uhr früh bis 10 Uhr abends. Im Theatersaal von 6 Uhr ab: ThéâtreVariété. Ohne Extra- Entrée. Neues SeptemberProgramm. Castan's Panopticum. Major Graf Neu!! WalsinEsterhazy. Neu!! Lebende Bilder dargestellt von 6 jungen schönen Damen. Reichshallen. ( Im großen Theatersaal) Täglich: Feen- Palast- Metropol- Theater. Theater Burgstr. 22. Burgstr. 22. Direktion: Winkler und Fröbel. Neu! Neu! Fred Edlawi. Erster deutscher Original- Bliz Verwandlungs- Schauspieler mit seiner Sensationskomödie Eine Minute zu spät. Sechs Personen dargestellt von Edlawi. = Neu! Nuscha Melitta, Neu! Sport Soubrette in ihrem eleganten Bonny Gespann. Neu! Balleni, Kaleidoskop: tänzerin. 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Im 6. Bilde: Eva's Vermächtniß, großes Balletbild mit Apotheose ( 80 Damen). Preise der Plätze: Orcheſterfauteuil 4,50 M., Partetfauteuil 3 M., Barket 2 M., Promtenoire 1,50 M. Von 9 Uhr ab 1 M. Anfang der Vorstellung 1/28 Uhr. Ende 11 Uhr. Morgen und folgende Tage: Das Paradies der Frauen. Restaurants unter Leitung des Hoflieferanten 2. Schaurté. Konzert der TscherkessenKapelle Petrow. Prater- Theater, Kastanien- Allee 7/9. Robert und Bertram. Boffe mit Gesang in 3 Abtheilungen von Räder. Klown Tanti mit seinen dreffirten Hunden. The 3 Forleys, chineftſche Grcentrics. Gebr. Milardo, Grotesque Duettisten. Elly Viola, Rostümsoubr. Jan and Jim, Knockebouts. Morleys, Fata Morgana. Konzert u. Ball. Anfang 4 Uhr. Eintritt 30 Pf., num. Plaz 50 f. Kalbo. Goldener Boden. Alcazar- Theater Original- Poffe mit Gesang u. Tanz in 4 Aften von Ely und Werel. Musik von F. Brandt. Jeden Sonntag, Dienstag und Donnerstag nach der Vorstellung: Tanzkränzchen. Stettiner Sänger Apollo- Theater. ( Meyfel, Pietro, Britton, Steidl, Krone, Röhl, Schneider Friedrichstr. 118. Otto Reutter andraber). Consuelo Tortajada Anfang Sonntags 7 Uhr. Vor der Soirée: Konzert. Entree( Saal) 50 Pf., Num. Balkon 75 Pf., Balton- Loge 1 M., Orchester- Loge 1,50 M., FremdenLoge 2 M. Tageskaffe b. 11-1 Uhr. Morgen, Montag: Anf. 8 Uhr. Reichshallen- Restaurant Täglich( Sonntags 7 Uhr, Wochentags 8 Uhr): Grosses Konzert des Reichshallen. Orchesters.( Kapellmeister Max Schmidt). Bon heute an, täglich: Grosser Mittagstisch. Couvert 1 M., Kinder Couvert 50 Pf. und à la carte zu fleinen Preisen. Während des Diners: Tafelmusik des gesammt. Reichshallen- Orchesters. Achtung, Vereine. Oktober und November noch Sonnabende frei im Saal zu 300 Personen. strasse Engl. Garten, Alexander Les Minstrels Parisiens und 15 hervorragende Debuts. Kasseneröffnung 6 Uhr, Anfang der Vorstellung 7 Uhr. Volks- Theater im Welt- Restaurant Dresdener: Straße 97. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Neu! Neu! Novität! Dresdenerstr.52/ 53.City- Passage. Direktion: Richard Winkler. Novität! Täglich: Novität! Die Kiebitze. Große Ausstattungsposse mit Gesang und Tanz. Neu! Neu! Neu! Schach und Matt. Lustspiel in 1 Att bon Carlos Duchow. Gesammtauftreten des durchweg neuengagirten Künstler: und Spezialitäten Personals. Anfang: Wochent. 7 Uhr. Sonntags 6 Uhr. Entree 30 Pf. Res. Platz 50 Pf. Vorzugsbillets haben Giltigkeit. Concerthaus. Leipzigerstr.No.48 Täglich: Hoffmann's Quartett, Humoristen- und Schauspiel- Ensemble. Zum Schluß: Unser Junge. Der liebe Onkel. Bosse mit Gesang v. E. Braune. Wochentags 8 Uhr. Anfang: Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 20 Pfennig. Sonntags 40 Pfennig. Die Direktion: Aug. Kolig. Mähr's Theater Lustspiel in 4 Aften von Rudolf Kneifel. Anf. Sonntags 7, Wochentags 8 Uhr. Berliner Sänger Direttion: Oskar Klein- Gustav Oberg. u. Theater: Ensemble Tyll Eulenspiegel. 10 Damen, 12 Herren, groß. Orchester. Jeden Montag u. Freitag in der Viktoria- Brauerei. Oranienstr. 24. Täglich Große Theater- und Spezialitäten Vorstellung. Berliner Wäscher- Mädchen. Anfang an den Wochentagen 8 uhr. Brauerei Friedrichshain Sonntags 6 Uhr. Bons haben Giltigkeit. Jeden Dienstag in der Actienfrüher Lipps. Am Königsthor. Humor auf Humor.fchön gelegen, Gr. Beginn 7/2 Uhr, Billet 75 und 50 Pf., Vereinszimmer Frankfurterſt. 80/81 Borverlauf 40 Pf. AUSSTELLUNG am KURFÜRSTENDAMM. RF Nur noch kurze Zeit! CARL HAGENBECK'S INDIEN. Mente, Sonntag, 18. September: 3 grosse Schaustellungen in der gedeckten Arena um 3, 5 und 7 Uhr nachmittags. Als Schluss der 7 Uhr- Vorstellung: Gr. Entscheidungs- Ringkampf zwischen dem Indier Mhabool Khan u. dem Berliner Ringer Kanitzki E um den Preis von 300 Mark. Eutree 50 Pf., Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. Max Kliem's Sommer- Theater, Hafenhaide 14/15. Artistischer Leiter: Paul Milbitz. Täglich: Theater- und Spezialitäten- Vorstellung Neues Programm: Wienecke's 3werg Theater. Mackwell, Froschmensch. Benedetti, Imitator. Edler von Metz, Transformations: fünstler. Bertoletti, Jongleuſe. Max Grabow, Romifer. Elsa Rotti, Chansonnette. Das Täubchen von Quedlinburg". Volfsstück mit Gesang. 99 In den Festsälen: A Grosser Ball. Die Raffetüche ist geöffnet. Max Kliem. Circus Busch F!! Voranzeige!! Dem hochgeehrten Publikum der Haupt- und Residenzstadt Berlin und ihrer Vorstädte beehre ich mich hierdurch ganz ergebenst anzuzeigen, dass ich im Laufe dieser Woche mit meiner, nur aus ersten Künstlern und Künstlerinnen bestehenden Gesellschaft mittelst mehrerer Sonderzüge hier eintreffen und am Sonnabend, den 24. September, 18 Uhr abends, in meinem völlig renovirten, komfortable und glänzend ausgestatteten Circus in der Burgstrasse( Bahnhof Börse) die diesmalige Saison mit einer Parade- Gala- Vorstellung eröffnen werde. Im Vertrauen auf die mir und meinen Künstlern bisher in Berlin entgegengebrachten herzlichen Sympathien, gebe ich mich auch bei Beginn dieser Saison der angenehmen Hoffnung hin, dass mein Unternehmen auch während des kommenden Winters durch ein gleiches geneigtes Entgegenkommen und durch freundliche Anerkennung meines ernsten Strebens seitens eines hochgeehrten kunstliebenden Publikums belohnt und gefördert werden wird, um so mehr, als ich dieses Mal Kräfte allerersten Ranges, speziell auf dem Gebiete der edlen Schul- Reitkunst und unübertroffene Freiheitsdressuren ins Treffen führe. Es erfüllt mich mit gerechtem Stolz, den Berlinern dieses Mal in der Person des Herrn F. Gebhardt, K. K. Hof- Oberbereiter Sr. Majestät des Kaisers von Oesterreich und bis vor kurzem der bewährte Leiter der K. K. Spanischen Hof- Reitschule in Wien, den klassisch vollendetsten Schulreiter, den Repräsentanten der wahren alten Schule bieten zu können, eine Kraft, welche ein ganzes Heer von Reitkünstlern der modernen Zeit aufwiegt. Die Bestände meines Marstalls sind bedeutend vergrössert durch edle Vollblutpferde aus den renommirtesten Gestüten. Ergänzende Details erfolgen demnächst durch Zeitungsanzeigen und Publikationen an den öffentlichen Anschlagsäulen. Hochachtungsvoll ergebenst Paul Busch, Direktor. Billets sind ab Mittwoch im ,, Invalidendank" und an der Circuskasse zu haben! Rixdorf. Allen Freunden und Bekannten zur Mittheilung, daß ich das Apollo- Theater ( Viktoria- Säle) Herrmannstrasse 48-50 übernommen habe. Ich stelle die Räume zu Versammlungen und Vergnügungen zur gefälligen Benugung für jedermann zur Verfügung. Jeden Sonntag von 5 Uhr ab: Spezialitäten- Vorstellung und Tanz. Ph. Thomas, and früher Bergstrasse No. 162, Rixdorf. Arbeiter- Bildungsschule.| Water! Sonntag, den 18. September, abends 7 Uhr, in den Arminhallen, Kommandantenstr. 20: Vortrag des Schriftstellers Wilhelm Bölsche über: „ Der Werth der Bildung für den Arbeiter Nachdem: Gemüthliches Beisammensein und Tanz. Eintritt 10 Pf. Garderobe 10 Pf. Zu recht zahlreichem Besuch ladet Mitglieder und Gäste höflichst ein [ 5/5] Der Vorstand. Im Buchhandel erscheint soeben: Dr Robinski( Berlin), Etablissement Feldschlößchen Operiren oder Nichtoperiren bei Inhaber Fritz Nagel Müller: Straße Nr. 142. Im größten und schattigsten Garten des Nordens( 8000 Personen faffend): Krebserkrankungen und andere zeitgemässe, insbesondere therapeutische Fragen. Ein weiterer Beitrag zur Kenntniss der Natur und des Wesens, der BehandPrivat- Schule für Dekorationsmalerei. Blumenmalen Modern ( Englisch) etc. 10 Stunden wöchentl. Monat 10 M. Oskar Hüttel, Def.- Maler, Beusselstraße 65. Anmeldungen: Sonntag 9-2, Mittwoch 7-9 Restaur. Robakowsky, Wiclefstr. 3( Ecke Bredowstraße). Beginn: Anfang Oftober.[ 10006 99. 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Protestversammlungen der Gewerkschaften Berlins am Montag, den 19. September, abends 8% Ihr, in folgenden Lokalen: Königshof, Bülowstraße Nr. 37. Cösliner Hof, Cöslinerstraße 8. Brauerei Bötzow, Am Prenzlauer Thor. Sanssouci, Kottbuserstraße 4a. Brauerei Moabit, Thurmstraße 25-26. Andreas- Festsäle, Andreasstraße 21. Martens Festsäle, Friedrichstraße 236. Tages Ordnung in allen Versammlungen: Die Beschränkung des Koalitionsrechts der Arbeiter durch hohe Zuchthausstrafen und durch einseitigen Schuh der Arbeitswilligen. Referenten: Bernhard Bruns, Paul Dupont, Dr. Herzfeld, Gustav Kessler, Paul Litfin, Hugo Poetzsch, Robert Schmidt. Arbeiter und Arbeiterinnen Berlins! Wir ersuchen Euch, diese wichtigen Versammlungen recht rege zu besuchen. Vorwärts, auf die Schanzen zur Vertheidigung des Koalitionsrechts auch für die bis dahin Unorganisirten. Die Berliner Geweischafts- Kommission. J. A.: Rud. Millarg. 9476 Sozialdemokratischer Wahlverein für den4. Berl. Reichstags- Wahlkreis( Südosten). Dienstag, den 20. September, abends 8½ 1hr: Versammlung bei Herrn Graumann, Naunynstr. 27. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Genossen Paul Jahn über:" Der Welthandel des 19. Jahrhunderts." 2. Diskussion. 3. Anträge. 4. Vereinsangelegenheiten. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Um rege Betheiligung der Mitglieder ersucht Der Vorstand. Sozialdemokratischer Verein 243/8 Achtung, Maurer! Der Zentr.- Kranken- BegräbnißMontag, den 19. September, abends 8 Uhr, in der Tonhalle, Kasse für Frauen und Mädchen Friedrichstraße Nr. 112: Grosse öffentliche Maurer- Versammlung. Tages Ordnung: Vortrag des Reichstags- Abgeordneten A. Stadthagen über:„ Schutz den Arbeitswilligen." Alle Kollegen, welche ein Interesse an der Erhaltung und Verbesserung für den 5. Berliner Reichstags- Wahlkreis. der Koalitionsfreiheit der Arbeiter haben, sind hierzu eingeladen. Der Einberufer: Karl Panser, Hohenfriedbergstr. 22. Donnerstag, den 22. September, abends 8½ Uhr: 263/11 Versammlung Achtung! Maurer. Achtung! im Schützenhause", Linienstraße Nr. 5. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genossen Dr. Paul Hirsch. 3 Vereinsangelegenheiten und Verschiedenes. Um zahlreichen Besuch bittet 2. Diskussion. Der Vorstand. 245/9 Dienstag, den 20. d. Mts., abends 8½ Nhr: Deutsch. Metallarbeiter- Verband Große öffentliche Versammlung der Maurer Verwaltungsstelle Berlin. Montag, den 19. September 1898, abends 8 Uhr: Groke Versammlung Tages- Ordnung: 2. Berlins und Umgegend in der„, Tonhalle", Friedrichstraße Nr. 112. Tages: Ordnung: V 1. Berichterstattung der Gewerbegerichts Beisitzer und die Bedeutung der Wahlen zum Gewerbegericht. Situationsbericht. 3. Gewerkschaftliches. Wir fordern hiermit die Kollegen auf, Mann für Mann in dieser, sowie in den zum Montag von der Gewertschaftskommission in ganz Berlin einberufenen Versammlungen zn erscheinen. 263/12 Die Lohnfommission. J. A.: H. Metzke. in Zimmermann's Festsälen, Badstr. 58. Die Arbeitsverhältnisse in der Berliner Gisenindustrie unter spezieller Berücksichtigung der Attordarbeit und des Kolonnensystems und die Aufgaben unserer Organisation. Referent: Otto Räther. NB. Das Bureau der Lohnkommission befindet sich nach wie vor Grenadierstr. 33. Telephon: Amt III 2153 Zu dieser Versammlung sind speziell eingelaben die Kollegen der Firmen: und ist geöffnet von morgens 8 bis abends 8 Uhr. Die arbeitslosen Kollegen haben in den letzten drei Tagen Breest& Cie., Brettschneider& Krügner, König, Kücken& Cie., Grengel, jeder Woche die Sammelfarte zur Abstempelung in Bureau vorzulegen. Roller, Rudolf& Kühne, Kapler ,,, Cyklop", Mehlis& Behrens, Arnheim, Panzer, Sponholz& Wrede, Belter& Schneevogel. Montag, den 19. September 1898, abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung für Tegel im Lokale von Müller, Schloßstraße 7-8. Tages Ordnung: Vortrag des Kollegen Fried. Schlegel über:" Die Ursachen der Streits." Dienstag, den 20. September 1898, abends 8½ Uhr: Bezirks- Versammlung für den Osten in Stechert's Salon, Andreasstraße 21. Tages Ordnung: Bortrag des Arbeitervertreters am Reichs- Versicherungsamt, Herrn Simanowski, über:„ Erläuterungen zum Unfallversicherungs- Gesez." Dienstag, den 20. September 1898, abends 8 Uhr: Branchen- Versammlung aller in der ( E. welche sich über ganz Deutschland er streckt und§ 75 des Krankenversiche rungs Gesetzes entspricht, fönnen Frauen und Mädchen vom 14. bis 45. Jahre, gleichviel ob sie erwerbs= thätig sind Berliner Verwaltungsstellen beitreten: Verwaltungsstelle I. Herr C. Heckel, Oranienstr. 180, IV. Herr P. Neumann, Görlitzerstr. 33, L Verwaltungsstelle II. Frau B. Luz, Buttkamerstr. 7. Frau M. Neuendorf, Solmsstr. 22, IV. Verwaltungsstelle III. Herr F. Dolz, Bergstr. 79.[ straße 21, I Frau W. Grünewald, BiesenthalerVerwaltungsstelle IV. Frau N. Vierkorn, Friedenstr. 78, IV. Herr J. Winkler, Fruchtstr. 32.[ 60/6 Meine Praxis nehme ich wieder auf. Dr Robinski, 80/15 Spezialarzt für innere, insbesondere schwere, u. langwierige Stranfheiten. Louisenstädtisches Klubhaus, 9426 Annenstrasse 16. 1 Jeden Sonntag: Gr. Ball. Fests fäle u. Vereinszimmer zur Abhaltung von Festlichkeiten u. Versammlungen. Einige Sonnabende an Vereine 3. verg. Golssen, Nieder- Laufik, , M. B. Nachricht zu spät, bitte Adresse, A. B." 99 Bildungsverein ,, Michr Licht!" Verband der Graveure u. Zifeleure Deutſchlands Heute, Sonntag, abends 7 Uhr, im Lokale von Feuerstein, Alte Jakobstrasse 75: Vortrag des Genossen Paul Jahn über: ,, Die Stellung des Menschen in der Natur". Nach dem Vortrage: Gemüthl. Beisammensein und Tanz. Gäste und Mitglieder sind höflichst eingeladen. 120/20 Der Vorstand. Achtung, Stuckateure! Wegen der am Montag stattfindenden allgemeinen Gewerkschafts- Versammlungen fällt die regelmäßige Mitglieder- Versammlung aus und findet dieselbe am 26. September bei Buske, Grenadierstr. 33, statt. Tages Ordnung: ( Filiale Berlin). Dienstag, den 20. September 1898: Filial- Versammlung " im Dresdener Garten", Dresdenerstr. 45. Tages- Ordnung: 1. Geschäftliches. 2. Vortrag. 3. Diskussion. 4. Verschiedenes. 87/3 Die Ortsverwaltungen. NB. Billets zu dem am 12. November im Konzerthaus Sanssouci" stattfindenden Wintervergnügen werden ausgegeben. Billets zur Kunstausstellung vorräthig. " Verein deutscher Schuhmacher. Donnerstag, den 22. d. Mts., abends Punkt 9 Uhr, im Englischen Garten", Alleganderstr. 27 c: " Kombinirte Mitgliederversammlung. Tages Ordnung: 1. Stellungnahme zur Provinzialfonferenz. 2. Abrechnung des VerKollegen. 4. Verschiedenes. 1. Anträge zum Verbandstag und Diskussion. 2. Wahl eines Schrift gnügungskomitees. 3. Antrag auf Unterstügung an zwei gemaßregelte 173/15 chirurgischen Industrie beschäft. Arbeiter u. Arbeiterinnen führers. 3. Berfchtebenes. Der Vorstand. Verband der Tapezirer, Filiale Nord. in Gründel's Salon, Brunnenstraße 188. Tages- Ordnung: Vortrag des Kollegen Otto Näther über:" Kampfesorganisation oder Montag, den 19. Sept., abends 9 11hr, bei Gründel, Brunnenstr. 188: Unterstützungsvereine?". Versammlung. Die Kollegen und Kolleginnen werden ersucht, zahlreich und pünktlich zu erscheinen. Borkrag. Vereinsangelegenheit. Filiale Süd. Um zahlreiche Betheiligung bittet 272/5 Die Ortsverwaltung. Achtung! Rabitzputzer. Achtung! Dienstag, 20. Septbr., abends 81/2 Uhr, Bukowerstr. 9( Luisenhof): Mitglieder- Versammlung Gäfte haben Zutritt. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Die Bibliothek befindet sich Annenstr. 39. part., und ist geöffnet Mittwoch, den 21. Sept., abends 9 Uhr, bei Zubell, Lindenstraße 106: der Bahlstelle Berlin III des Zentral- Verbandes der Maurer bon 9-1 Uhr vormittags und von 4-7 Uhr nachmittags; Dienstags und Donnerstags von 9-1 Uhr vormittags und 4-9 Uhr nachmittags. 113/15 Die Ortsverwaltung. Verband der in Holzbearbeitungs- Fabriken und auf Holzplägen beschäftigten Arbeiter Deutschlands. ( Filiale II, Berlin Nord.) Dienstag, den 20. September, abends 82 Uhr, Bergstraße 12: Verbands- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Vortrag des Genoffen Dr. Joël über: Die Grundlagen zur Vors ausbestimmung des Wetters". 2. Diskussion. 3. Gewerkschaftliches und Verschiedenes. Billets zum Stiftungsfest gelangen zur Ausgabe. 83/10 Der Vorstand. 178/4 Derlammlung. Diskussion über Streifreglement. Anträge. Vereinsangelegenheit. Die Ortsverwaltungen. Zentralverband der Handels-, Transport- und Verkeh: sarbeiter Deutschlands.( Verwaltungsstelle Berlin.) Zwei Versammlungen Sektion der Kohlenarbeiter u. Kutscher! Hente, Sonntag, 18. Septbr., abends 8 Uhr, bei Kintz& Ko., Alte Jakobftr. 83( nicht wie auf den Handzetteln angeben bei Feuerstein). Tages Ordnung: 1. Die Gefährdung des Koalitionsrechts der Arbeiter. Referent Genoffe Paul Jahn. 2. Distusfion. 3. Berufsangelegenheiten. 67/7 Die Versammlung wird und verwandten Berufsgenossen. Tagesordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Verschiedenes. Die Ortsverwaltung. 255/6] Achtung, Maurer! Das Bureau der Lohnkommission für Berlin, Charlottenburg, Rixdorf, Wilmersdorf, Schmargendorf, Friedrichsberg, Friedrichsfelde, Tempelhof und Pankow befindet sich vom 19. September ab Lindenstr. 106 int Restaurant Zubeil. Fernsprecher Amt IV Nr. 1399. Die Lohukommission der Maurer Berlins und Umgegend. ( Zentral- Verband deutscher Maurer.) Montag, den 19. September, 8% Uhr abends, im Victoriapark, Gneisenaustraße 67 und Blücherstrake 31: Großer Vortrag Schneider und Schneiderinnen! Seffion der Hansbiener und Packer! des Naturarztes E. Lindenau( handig niet prod Dienstag, den 20. September, abends 8 1hr, in den Arminhallen, Kommandantenstrasse No. 20: Dienstag, den 20. September, abends 8 Uhr, bei Feuerstein, Verbands- Versammlung. Tages Ordnung: 1. Die Bohn und Arbeitsverhältnisse der Firma Gerson resp. bes 8wischenmeisters Bible. 2. Diskussion. 3. Berichterstattung vom Ber: bandstage. 4. Diskussion. Die Arbeiter und Arbeiterinnen der Firma Gerson werben hiermit öffentlich zu dieser Versammlung eingeladen. Der Vertrauensmann. Achtung! Achtung! Dienstag, 20. September, abends 8%, Uhr: Gr. Branchen- Versammlung aller in der Leder- und Lebergalanteriewaaren- Juduftrie beschäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen im Louisenstädtischen Klubhause, Annenstrasse 16. Tages Ordnung: 1. Bortrag des Serm Dr. Weyl fiber:" Sausindustrie und Bungen schwindsucht". 2. Ein Gewaltstreich der Bereinigung der Berliner Beder waaren Fabrikanten den Arbeitern gegenüber. Referent Kollege Brückner. 3. Berschiedenes. 25/5 In anbetracht der wichtigen Tagesordnung erwarten zahlreiches ErScheinen Die Vertrauensleute. Alte Jakobstr. 75. Tages Ordnung: 1. Unsere Agitation, wie sie ist und wie fie sein soll. 2. Diskussion und Berufsangelegenheiten. Die Kollegen werden ersucht, sich recht zahlreich zu diesen Versamm lungen einzufinden. Gäste willkommen! Die Ortsverwaltung. Große öffentl. Versammlung fämmtlicher Geschäftsinhaber des Süden und des Süd- Often Berlins am Mittwoch, den 21. September, abends präzise 8 Uhr, im Konzerthaus Sanssouci, Rottbuserstraße 4 a. Tages Ordnung: über: ( staatlich approbirt) Schwangerschaft n. f. w. 9655 Naturgemäße Behandlung und Verhütung. Wie erzielt man eine leichte Geburt? Erklärt an 2 Meter großen Projektions- Sichtbilbern. Ha Nur Damen haben Zutritt. Achtung! Wilmersdorf. Achtung! Mittwoch, den 21. September, abends 8 Uhr: Große Volksversammlung für Männer und Frauen it Klingenberg's Volksgarten, Berlinerstr. 40. Tages Ordnung: 1. Die Beschränkung des Koalitionsrechts der Arbeiter durch hohe Zucht1. Vortrag des Redakteurs Herrn Mannes über: Was hat das Hausstrafen. Referent: Stadtverordneter Ernst Obst- Schöneberg. 2. Diss Kleingewerbe von den Rabatt- Sparvereinen und Konsum- Genossenschaften fuffion. 3. Berichterstattung über Kreis- und Provinzial- Konferenz. 4. Ber zu erwarten?" 2. Bericht der Agitationskommission. 3. Beschluß, von fchiedenes. [ 206/8] Der Vertrauensmann. tuffton. 10236 welchem Tage ab keine Rabattmarken mehr ausgegeben werben. 4.3! Hosen, Anzüge, Paletots! Der wichtigen Tagesordnung wegen ist es Pflicht eines jeden Geschäfts- voriährige, nach wraaß bestellt, nicht Zähne v. Mt. 2 an eventue inhabers, in dieser Versammlung zu erscheinen. abgeholt, verkaufe Hälfte Kostenpreis Schneider: Legitimation als Gewerbetreibender erforderlich. Die Agitationstommiffion. J. A.: E. Grosse, Sobrechtstraße Nr. 9. meifter Engel, anstr. 26, Frau Olga Jacobson 65/ 5* Invalidenftr. 145. Münzftr. parterre. Montag und Dienstag Hemdentuch Köper- Parchend Hemdentuch Piqué- Parchend Meter 38 und 48 Pf. Meter 27 und 35 Pfg. Meter 38 und 50 Pf. 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Diesen Schein, der kein Forderungsträger sei und der. Wege des Zivilprozesses gegen seinen ehemaligen Arbeit beim Anspannen geholfen habe. Nach den ärztlichen Gutachten sei leicht hätte ersetzt werden können, habe der Vertreter der Beklagten geber geltend, indem er behauptete, er sei durch dessen Schuld in die Erwerbsunfähigkeit des Klägers auf 25 pet. zu schäßen, nicht aufheben brauchen. feinem Betriebe verunglückt. St. war sehr schwer zu Schaden ge- was bei Bugrundelegung des Durchschnittsjahresverdienstes eines Der Hüttenarbeiter Franke führte ein Augenübel darauf tommen, als er einen Wagen im Auftrage des Arbeitgebers zur ungelernten Arbeiters, wie der Kläger, mit 624 M. eine monatliche zurück, daß ihm bei der Arbeit Sand in die Augen geSchmiede schaffen wollte. Das hierbei benutte Pferd hatte gescheut Rente von 13 M. ergebe. Außer betracht bleibe, daß der Kläger kommen sei, und verlangte eine Unfallrente. Die zuständige und das Gefährt, worauf der damals 15jährige Kläger faß, umge- augenblicklich einen Woch en verdienst von durchschnittlich 12 M. habe. Berufsgenossenschaft und das Schiedsgericht wiesen ihn jedoch worfen. Krüger befand sich zur Behandlung der Unfallfolgen, deren Denn es müsse damit gerechnet werden, daß er die Stellung jeder mit seinem Anspruche ab. Sie waren der Meinung, daß hauptsächlichste ein Schienbeinbruch war, länger als ein Jahr im zeit verlieren könne und daß er dann beim Suchen anderer Arbeit ein entschädigungspflichtiger Betriebsunfall nicht erwiesen sei. Krankenhause. Die Heimathsgemeinde des Klägers, Lichtenberg, der Konkurrenz vollständig erwerbsfähiger Arbeiter gegenüber erheb- Insbesondere nahmen sie auf grund fie auf grund ärztlicher Gutachten legte die Kurkosten in Höhe von 388 Mart vorläufig aus. Neben lich im Nachtheil sei. an, das Augenleiden des Klägers sei strophuloser Natur. Das dieser Summe verlangte der Kläger in der beim Landgericht II an- Mit einem der vom Verband der Metallindustriellen aus- Reichs- Versicherungsamt als Retursgericht hörte noch gebrachten Klage für sich eine Monatsrente von 25 Mart. Sein gegebenen Arbeitsnachweisscheine tam der Dreher S. zu dem einmal den Arzt und verurtheilte dann die Berufsgenossenschaft, F. Vertreter betonte, der Beklagte, der Schlächtermeister Schulze, habe Bertreter der Aktiengesellschaft„ Elektromotoren und Dynamowerke", die Rente zu gewähren, indem es folgendes ausführte: Der Kläger gewußt, daß das vor dem Wagen gespannte Pferd böse sei und daß um sich um Arbeit zu bemühen. Der von ihm vorgewiesene Schein sei allerdings strophulös und mit„ Drüsen" behaftet, und es sei auch der Wagen infolge seiner Konstruktion leicht umschlage. Schulze wurde ihm auch abgenommen, obwohl die Gesellschaft dem richtig, daß diese Disposition die fragliche Augenkrankheit wesentlich bestritt alles und bezeichnete das Pferd als militärfromm. Die Beweis- Verbande gar nicht angehört. Als S. später den Schein bedingt habe. Der Arzt habe aber auch festgestellt, daß sehr leicht erhebung ergab aber ein ganz anderes Bild. Das Landgericht II wiederhaben wollte, um sich andere Arbeit zu suchen, war er äußere Einflüsse bei einer derartigen Veranlagung Augenverurtheilte Schulze, die Schuld des Klägers bei der Gemeinde nicht aufzufinden. S. verlangte darauf eine Lohnentschädigung für Krankheiten auslösten. Ein solcher äußerer Einfluß liege hier vor, Lichtenberg zu begleichen, dem Kläger 178,50 M. zu zahlen und zwei Tage, indem er geltend machte, er habe diese Zeit infolge denn es sei nach der Verhandlung anzunehmen, daß dem Kläger ihm ferner eine laufende Rente von 13 Mart des Verschuldens der beklagten Gesellschaft nicht ausnüzen können. thatsächlich bei der Betriebsarbeit Sandkörner in die Augen gemonatlich zu gewähren. Zur Begründung führte das Seine slage wurde von der Stammer V des Gewerbegerichts mit tommen feien. Sei nun auch das Augenübel wesentlich ſtrophulofer Gericht in seinem Erkenntniß folgendes aus: Beklagter mußte gemäß folgender Begründung abgewiesen: Der Behauptung des Klägers, Natur, so habe doch der mit genügender Wahrscheinlichkeit dare der§§ 111, 115 und 119 I. 6 Allg. Landr. verurtheilt werden, den man hätte ihm den Schein nicht abnehmen dürfen, sei entgegen zu gethane Unfall mitgewirkt bei seiner Entstehung, und das verlangten Schadenersatz zu leiſten. Nach der Beweiserhebung sei halten, daß er ihn nicht hätte vorweisen und abgeben brauchen. Im genüge, die Berufsgenossensch ist zu verpflichten. Refle- Tage Jägerhaus Schönhauser Allee No. 103. Altes Schützenhaus, renov. Personen fassend) mit neugebauter Bühne für Vereine. Großer Tanzsaal. 4 neu renovirte Regelbahnen. Grösste Volksbelustigungen in ganz Berlin. Kaffeeküche von 2 Uhr an geöffnet. 5879L* Gesellschaftshaus( Inhaber Hübner), Swinemünder- Straße 42. Täglich: Concert, Theater u. Spezialit. Vorstellung. Entree 10 Pf.; Sonntage 20 Pf., Kinder 10 Pf. Jm Saale: Ball. Säle( 2-800 Personen faff.) zu Versammlungen u. Festlichkeiten empfohlen. Neu! Hierdurch allen Freunden und Genossen zur Nachricht, daß ich Gartenstraße 50 ein Neu! Weiss- und Bairischbier- Lokal eröffnet habe. 2 Vereinszimmer sind zu vergeben. 59072*] Täglich Bitherkonzert. Achtungsvoll Karl Risch, Kundmacher. Moabiter Spreehallen, Kirchstr. 27. Jeden Einige SonnEmpfehle mein Lokal nebst Saal und Garten am Wasser. 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Allen denen, die sich durch Erkältung oder Ueberladung des Magens, durch Genuß mangelhafter, schwer verdaulicher, zu heißer oder zu talter Speisen oder durch unregelmäßige Lebensweise ein Magenleiden, wie: Magenkatarrh, Magenkrampf, Magenschmerzen, schwere Verdauung oder Verschleimung zugezogen haben, fei hiermit ein gutes Hausmittel empfohlen, dessen vorzügliche Wirkungen schon seit vielen Jahren erprobt sind. Es ist dies das bekannte Verdauungs- und Blutreinigungsmittel, der Hubert Ullrich'sche Kräuter- Wein. Dieser Kräuter- Wein ist aus vorzüglichen, heilkräftig befundenen Kräutern mit gutem Wein bereitet, und stärkt und belebt den Verdauungsorganismus des Menschen ohne ein Abführmittel zu sein. Kräuter- Wein beseitigt Störungen in den Blutgefässen, reinigt das Blut von verdorbenen krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter- Weins werden Magenüber meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine Anwendung anderen scharfen, äzenden Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzuziehen. Symptome, wie: Kopfschmerzen, Aufstoßen. Sodbrennen, Blähungen. Uebelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen( veralteten) Magenleiden um so heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und deren unangenehme Folgen, wie Beklemmung, Kolitschmerzen, Herzklopfen, Schlaflosigkeit, sowie Blutanstauungen in Leber, Wilz und Pfortadersystem( Hämorrhoidalleiden) werden durch Kräuter- Wein rasch und gelind beseitigt. Kräuter- Wein behebt unverdaulichkeit, verleiht dem Verdauungssystem einen Aufschwung und entfernt durch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen und den Gedärmen. Stuhlverstopfung Hageres, bleiches Aussehen, Blutmangel, Entfind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhafter Blutbildung und kräffung eines frankhaften zustandes per Leber. Bet gänzlicher Appetitlosigkeit unter nervöser Abspannung und Gemüthsverftimmung, sowie häufigen Kopfschmerzen, schlaflosen Nächten, fiechen oft solche Kranke langsam dahin. Kräuter- Wein giebt der ge= schwächten Lebenstraft einen frischen Impuls. Kräuter- Wein steigert den Appetit, befördert Berdauung und Ernährung, regt den Stoffwechsel träftig an, beschleunigt und verbessert die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft dem Kranken Lebenslust. Zahlreiche Anerkennungen und Dankschreiben beweisen dies. Kräuter- Wein ist zu haben in Flaschen à 1,25 und 1,75 M. in sämmtlichen Apotheken von Berlin und Berlins Vororten, sowie in Preußen, ganz Deutschland und in Auslande in den Apotheken. Auch versendet die Firma Hubert Ullrich, Leipzig, Weftstraße 82", 3 und mehr Flaschen Kräuter- Wein zu Originalpreisen nach allen Orten Deutschlands porto- und fiftefrei. Vor Nachahmungen wird gewarnt! 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