14 H 1 R. ge L Nr. 245. Erscheint täglich außer Montags. Abonnements Preis für Berlin: Bierteljährlich 3,30 Mart, monat lich 1,10 Mart, wöchentlich 28 Pfg. frei in's Haus. Einzelne Nummer 5 Pfg. Sonntags- Nummer mit dem ,, Sonntags: Blatt" 10 Pfg. Post- Abonnement: 3,30 Mart pro Quartal. Unter Kreuzband: Für Deutschland u.Desterreich- Ungarn 2 Mart, für das übrige Ausland 3 Mart pro Monat. Eingetragen in der Post- Zeitungs- Preisliste für 1891 unter Nr. 6469. Vorwärts 8. Jahrg. Insertions- Gebühr beträgt für die fünfgespaltene Petitzeile oder deren Raum 40 Pfg., für Vereins: und Bersammlungs- Anzeigen 20 fg Inserate für die nächste Nummer müssen bis 4 Uhr Nachmittags in der Expedition abgegeben werden. Die Expedition ist an Wochentagen bis 7 Uhr Abends, an Sonnund Festtagen bis 9 Uhr Vormittags geöffnet. Fernsprech- Anschluß: Amt VI, Nr. 4106. Berliner Bolksblatt. Zentralorgan der sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Redaktion: Beuth- Straße 2. Schlechtes Gewiffen. Wie sehr alle Sozialreform waren. und mag sie noch so Dienstag, den 20. Oktober 1891. Expedition: Beuth- Straße 3. Herren Kapitalisten unbequem werden, trotz aller Ansprüche der Arbeiter- Herrgott, was müssen Pariser Briefe. Paris, 16. Oktober. Im Generalrathe des Seinedepartements, dessen Herbstfession vorgestern eröffnet wurde, sind sozialistischerseits zwei Anträge eingebracht worden, von welchen der eine, von Prudent Dervillers eingebracht, volle Amnestie für alle mit Streits, Preſſe, Versammlungen und sonstigen damit zusammenhängenden Handlungen verlangt, während der zweite, von Longuet eingebracht, fordert, daß im Gesetze vorgesehenen Widerhaken und Fall- die Herren Kapitalisten für ein schlechtes stricke für die Arbeiter, trotz aller Hinterthürchen für Gewissen haben! zahm sein unserer Bourgeoisie zuwider ist, dafür legt die Unternehmer. So viel der behäbige Philister vom neuerdings die Art und Weise Zeugniß ab, wie man sich sozialen Frieden" redet und so gern er sich in gegenüber der Einführung von gewerblichen Tiraden von„ Harmonie" und" Versöhnlichkeit" bewegt, Schiedsgerichten verhält. Diese Gerichte haben so verwirft er doch die zur Stärkung des sozialen sich bekanntlich überall bewährt, wo man sie bisher ein- Friedens" und zur Schlichtung gewerblicher Streitigkeiten geführt hatte, trotzdem die Ortsstatuten sehr verschieden bestimmten Spezialgerichte, weil er die Furcht hat, es 3 wei Amnestie- Anträge.- Gin Zadelsvotum und manchmal den Arbeitern durchaus nicht günstig könnten ihm gelegentlich einige Mark verloren gehen, die gegen den Polizeipräfekten.- 3ur Wahl Lafargue's. er lieber für sich behalten möchte. Wenn sich der gute Die Sozialreform" unter dem neuen Kurs griff Bürger" über einen Arbeiter ärgert, so wirft er ihn die gewerblichen Schiedsgerichte auf und gab ihnen eine gerne sofort hinaus und es ist ihm nicht mehr bureaukratische Einrichtung, so daß den Arbeitern recht, wenn der Arbeiter bei einem Schiedsgericht sein bis zu einem gewissen Grade wenigstens kein Ver- Recht schnell und kostenlos finden kann. Er gönnt gnügen mehr aus diesem Institut erwachsen konnte. Die ihm dann von Herzen die Scheerereien und Kosten, die Lafargue, der ja infolge einer in öffentlicher Versammlung geBourgeoismehrheit des Reichstages schaffte eine Menge der der gewöhnliche Rechtsweg mit sich bringt. haltenen Rede gegenwärtig im Gefängniß fizzt und dieserhalb Vortheile, die in den früheren Ortsstatuten der Arbeiter| Wiewohl nun in dieser Zeit des Großkapitalismus feine Kandidatur in Lille nicht vertheidigen kann, in jedem Falle, gewährt worden waren, bereitwilligst ab. Man bestand und der Massenarmuth der soziale Friede" ein schöner unbeschadet der allgemeinen Amnestie sofort in provisorische Freidarauf, auch die neuen Schiedsgerichte nur fakultativ Traum bleibt- denn die" steigende Ausbeutung der heit gefeßt werde. Zur Begründung seines Antrages führte Longuet aus, daß in analogen Fällen alle Regierungen zu machen, so daß es den Gemeindevertretungen der ein- Arbeitskraft zerstört alle Aussicht auf ein gutes Ein- dieses Vorgehen beobachtet hätten, und daß selbst das zelnen Orte freisteht, ob sie Schiedsgerichte einführen vernehmen" und der Klassenkampf ist die Signatur Kaiserreich seinerzeit Rochefort die Erlaubniß ertheilte, der Zeit so bieten die Schiedsgerichte dem Bourgeois seine Kandidatur in Belleville zu vertheidigen. Dervillers, Die Arbeiter haben überall, wo sie in größerer Masse doch wenigstens eine Gelegenheit, wenn auch großentheils welche die Republik erst fürzlich lief, weil sie es so lange verder den ersten Antrag begründete, wies auf die Gefahren hin, beisammen sind, den Wunsch geäußert, gewerbliche Schieds- nur scheinbar, seinen guten Willen zu bethätigen. Aber fäumt b fich mit der Lage der Arbeiter zu befassen, und hos by gerichte einzuführen, soweit noch keine vorhanden, und sie die brutale Profitsucht wirft jede taste ab und man hervor, daß die Berurtheilten, zu deren Gunsten der Antrag einhaben sich auch durch die bureaukratische Verschlechterung verschmäht es, noch länger sich mit dem Mäntelchen gebracht wurde, die Strenge der Gefeße, die er nicht qualifiziren nicht abhalten lassen. Aber da zeigte es sich sofort, daß des sozialen Friedens" zu drapiren. Rücksichtslos ver- wolle, nur darum so sehr empfinden mußten, weil sie das man einen verhängnißvollen Fehler beging, indem man weigert man den Armen eine von der Reichs- Gesetzgebung rühren, beschleunigen wollten. Und man könne ihnen, fügte er großen Anzahl von Städten haben nämlich die weisen streitigkeiten suchen können, wenn auch unter bureauStadtväter es einfach abgelehnt, die gewerblichen Schieds- kratischen Formen. gerichte ins Leben zu rufen, indem sie schlankweg er-| Auch in großen Städten hat die Sache ihre Schwierig flärten, es bestehe„ tein Bedürfniß" nach solchen keiten. Das Beispiel Berlins ist in dieser Sache ganz besonders lehrreich. wollen oder nicht. Gerichtshöfen. Es wurden denn auch beide werthen Gefühlen entspringen. Anträge, über welche gleichzeitig abgestimmt wurde, angenommen. Eine andere Frage ist es freilich, ob die beiden Anträge auch an gehöriger Stelle Berücksichtigung finden werden, denn es kommt nicht selten vor, daß die Regierung die ihr mißliebigen Boten, als außerhalb der Kompetenz des Generalraths stehend, ganz einfach annullirt. So wurde in derselben Sihung vom Generalsekretär der Polizeipräfettur ein Dekret zur Verlesung gebracht, das Mädchen zwang, einen Diebstahl zu gestehen, den es, wie sich Man kann sich in diese stadtväterliche Perrücken- Nichts kann eine bessere Charakteristik für die weisheit so recht hineindenken. Da ſizen in den Ge- herrschenden Klassen abgeben, als dies Verhalten gegen- ein in voriger Session gefaßtes Votum annullirte, welches dem meinderäthen der kleinen Städte die Philister und über den Schiedsgerichten. Nirgends tritt die Kleinlichkeit Bolizeipräfetten eine Rüge ertheilte, weil er einen feiner UnterReaktionäre aller Art, von denen man nur bedauern so kraß und so auffallend hervor, die sich vergebens hinter gebenen, einen Polizeikommissär, in Schuh nahm, der ein armes kann, daß sie nicht verpflichtet sind, zur Kennzeichnung tönenden Phrasen zu verbergen sucht. Wenn die Pro- nachträglich herausstellte, nicht begangen hatte. Allerdings hatte ihres Geistes lange Zöpfe zu tragen. Spießbürger alten fefforen, deren Aufgabe es ist, die kapitalistische Weltordnung dieses Detret feinen andern Erfolg, als daß der Generalrath, Schlages, Krämer, Bunftmeister, Rentiers und„ ehrbare" anzupreisen, auch die dicksten Bände zu diesem Zwecke auf Antrag Rouanet's, sein Tadelsvotum einfach aufrecht erhielt. Leute aller Art, die sämmtlichen Interessenkliquen der schreiben und die„ wohlwollende Gesinnung" der herr- Wäre dies aber auch nicht geschehen, hätte die dem Präfetten Bestzenden, die sich aus dem sozialen Leben einer schenden Klassen im schönsten Lichte darstellen, so schlägt ertheilte Rüge doch keinen Abbruch erlitten. Etwas anderes ist Stadt herausbilden können, natürlich nicht erfassen, daß die eine Thatsache der so vielfachen Verweigerung der nicht in der Macht des Generalraths liegt, wie dies bei den eine solche Einrichtung wie ein gewerbliches Schieds- Schiedsgerichte dies Alles mit einem Male unbarmherzig beiden Amnestie- Anträgen der Fall ist, und ist es auch feinesgericht wohlthätig auf das Verhältniß zwischen Arbeiter nieder. und Unternehmer einwirken muß. Wo Industrielle mit Sogar die bureaukratische Form der Schiedsgerichte Streits, Versammlungen zc. zusammenhängenden Handlungen erbietet gewissen Unternehmern keinen Schutz- wenigstens läßt, so unterliegt es doch andererseits feinem Zweifel mehr, daß die Schiedsgerichte könnten durch ihre Urtheile den keinen ihnen genügenden! die gesetzlich berechtigten Lafargue während der Liller Wahlkampagne nicht auf freien Feuilleton. Nachdrud verboten.) [ 46 gegen Macht bekleidet, von denen nicht ein einziger in ihren Reihen einen Flintenschuß abgefeuert hatte. es aber mit der Annullirung eines Antrags, dessen Ausführung wegs ausgeschlossen, daß die Kammer, die gestern zu einer außerordentlichen Session zusammentrat, eine Amnestie für alle mit immer dasselbe geblieben wäre und daß es genügte, einen mehr oder weniger berühmten General an die Spitze des Das Bolt hatte sich zurückgezogen, mehr als einmal Heeres zu stellen, der, geputzt mit Federbusch und Ordensbesänftigt durch schöne Versprechungen und die offen- sternen, den Namen der Republik mit wirklicher oder gebaren Lügen Louis Blanc's, Lobrie's und soviel heuchelter Begeisterung im Munde führte, damit das VerAnderer, während Männer wie Blanqui und Hubert, trauen wiederkehrte, und das Murren sich in Beifall verdie wahren Revolutionäre, verzweifelt, alle diese wandelte. Mißgeburten der Gesetzgebung zu sehen, vergeblich die Schwachköpfe und Lügner zu entlarven suchten. Von dieser Stunde an herrschte die vollständigste Verwirrung. Während das Volk in den Klubs sich verständigte und Die Generale Louis Philipps waren vervehmt, viele von ihnen hatten sich ihre Lorbeeren auf den Straßen von Paris, gegenüber den blutigen Leichen der tapferen, republikanischen Empörer geholt, alle waren berüchtigt als Menschen, Man hatte dem General Cavaignac, der seit Er kehrt zurück! Driginalroman von Jean Meroz. Während so die Regierenden intriguirten und die einen der Hunger schon die Eingeweide zusammenzog, bereits ein gegen die anderen konspirirten, begannen die Regierten, denen dumpfes Murren hören zu lassen. Der Sturm bereitete sich zur Revanche vorbereitete, einigte sich die Regierung ihrer- deren Beruf im Todtschlagen besteht. heimlich vor und sollte bald zum Ausbruch kommen. seits und beseitigte alle Zwietracht, um allen Eventualitäten rungen, die sich schon hören ließen, mit voller Gewalt antUm ſtatt, eine Manifeſtation, wie sie die Bourgeoisie immer zu machen versteht, wenn sie nicht füfilirt. Weiß doch diese dumme Klasse nur zwischen Komik und Haß hin und herzuschwanken. Als Antwort darauf erhob sich am nächsten Tage das revolutionäre Bolt von Paris wie ein Mann. worten zu können. Der alte Arago, welcher interimistisch als Kriegs- und Marineminister fungirte und den General Suberoil auf diesem Posten ersetzt hatte, war doch zu alt, um mit Energie den nöthigen Einfluß auf die Armee auszuüben, die man zu furchtbaren Zwecken bereit hielt. Königsthums Statthalter von Algier war, bas Bortefeuide des Kriegsministers angeboten, aber er hatte es mit solchen Auss flüchten abgelehnt, daß diejenigen, welche wie Marrast und die Gemäßigten auf ihn gerechnet zu haben schienen, sehr unzufrieden waren. Er erhielt daher den Befehl in Afrika zu bleiben. Dieser General, dessen Ehrgeiz und Wildheit sich später in so verächtlicher Weise offenbaren sollte, begriff, daß seine Man bedurfte eines energischen Generals, der beim Stunde noch nicht gekommen war. Mit ängstlicher Spannung verfolgte er die Ereignisse, Seit dem 20. März hatte man an General Cavaignac, in die er nicht verwickelt war und für die er keine Verant Er blieb ihnen fern, als wenn er im Eyil wäre, mit Eine Menge von 150 000 Arbeitern stieg aus den| der größten Ruhe und umringte sich ausbreitend das alte Vorstädtens herab, durchschritt die großen Straßenzüge mit Volfe beliebt und als fester Republikaner bekannt war. Stadthaus. Wie ein wildbewegtes Meer wogte sie auf und dessen Namen bekannt war, gedacht, besonders wegen seines wortung haben wollte. ich schlingen. Die Regierung war buchstäblich starr vor bekämpft hatte. Er war es ja, dessen literarisches Talent seinem republikanischen Heiligenschein und seinem Namen, Schrecken über diese Bewegung, man fand diese Arbeiter und politisches Feuer, deffen zündende Schriften einen so leb- welcher heroische Erinnerungen wachrief und wartete rubia jezt, wo sie Arbeit und Brot forderten, finster. Und doch haften Eindruck gemacht hatten, daß sein Name gleichbedeutend die Stunde ab, welche, wie er wußte, nahe war une hig waren es dieselben Arbeiter, welche man am Tage nach dem war mit allem dem, was Ehre, Thatkraft und Re- die Bürgerschaft ihn als Retter herbeirufen würde. Er hielt sich zurück und führte die Republik im Munde, und das Giege großmüthige Helden genannt hatte. Damals waren publikanismus hieß. ihre Hände schwarz von Pulver, sie hatten Politiker mit Es schien der Regierung ,, daß das französische Volt Bolt sagte:„ Wenn er doch zurückläme!" geschehen wäre. er hat deren drei Fuß gelassen werden wird, da dies zur Stunde sonst schon längst| thum, ohne jedoch dasselbe zu unterdrücken. Die rohesten ihr Vorgehen gegen Fusangel das Verfahren unnöthiger Patrone dürfte das Strafgesetz treffen, aber es werden sich weise verzögert. In Duisburg sei Fusangel sogar verboten Indessen treten unsere Genossen in Lille, wo sich gegen- Der Ausbeutung der Prostitution schlauere und noch hab worden, mit Rechtsanwalt Wallach über Baare zu sprechen; wärtig auch Freund Guesde befindet, recht tüchtig für Lafargue gierigere Elemente bemächtigen. Die ganze Bourgeoispreffe, Briefe, die Mittheilungen über den Stand der Stempel ein, dessen Wahl, wie mit Freude zu konstatiren ist, nicht nur das revolutionäre Zentralfomitee, mit unseren Freunden, Vaillant, sonst solche Gegner der Verstaatlichung und der Monopoli- angelegenheiten enthielten, seien ihm gar nicht übergeben Baudin und Chauvière an der Spitze, sondern auch der„ Partie firung, ruft heute bereits nach der Monopolisirung der worden. Trotzdem sei Fusangel in den letzten Tagen vor Ouvrier", das Organ der Allemanisten, und selbst der Prolétaire" Prostitution in Bordellen, und der konzessionirte Bordell- den Untersuchungsrichter geladen, dort vereidet und die das Organ der Broussisten, warm empfehlen. Von seinen Gegnern wirth wird kein angenehmeres Aussehen haben als der Zu- Vorlegung des gesammten Beweismaterials gegen Baare von ihm verlangt worden. Fusangel habe unter Hinweis Depasse und Bére, beide Opportunisten, hälter. die theils von der Präfektur, theils von dem Fabrikantenthum auf seine früheren Erklärungen die Staatsanwaltschaft für und seinen Soldschreibern mit allen möglichen Mitteln unterstützt Was bedeutet der Fall Manché, bei dem auch der jede Verzögerung verantwortlich gemacht, den Besitz weitern werden, und dem radikalen Roche, dessen Radikalismus aber, nach verstorbene Finanzminister Bitter blosgestellt und über Belastungsmaterials nicht in Abrede gestellt, dagegen für dem zu urtheilen, daß er seine Kinder in einem Kloster erziehen manche hochstehende Persönlichkeiten ein Schatten geworfen? die Sichtung und Bearbeitung desselben eine gewisse Frist läßt, von ganz eigenthümlicher Farbe sein muß, hat Genoffe Delcluze Die„ Norddeutsche Allgemeine Beitung" sagt es uns. Das verlangt, welche ihm auch zugestanden worden sei. Die Einem schon, Depasse, sicherlich jede Hoffnung genommen, auch Manko, welches bei einzelnen enthüllt wird, beweist die um ganze Voruntersuchung würde wahrscheinlich schon längst ab die Stimme eines einzigen Arbeiters zu erhalten. io Und das ganz einfach dadurch, daß er deffen im Pariser o größere Tugend aller Anderen. Gerade unser höheres geschlossen sein, wenn Fusangel seine jüngste Strafe wenig Beamtenthum steht so rein da wie kein anderes das sei ftens hätte in Bochum verbüßen können. Munizipalrathe abgegebene Voten in einer der jüngsten Wahlversammlungen ans Licht gezogen, wobei sich denn ergab, durch den Prozeß Manché bewiesen! Der blanke Schild Die Abänderung des bayrischen Polizei- Strafgefe daß Depasse gegen alle im Interesse der Arbeiter gestellten An- der Verwaltung" glänzt in Preußen heute noch ebenso hell, träge gestimmt hat. So stimmte er unter Anderem gegen das wie man es seither zu sehen gewohnt war. Es kommt eben auf buchs in Beziehung auf Versicherungsgesellschaften it Verlangen einer Amnestie für die mit Streits zusammenhängenden die Gewohnheit an- was hat nicht die„ Norddeutsche" Alles vom Landtage angenommen. Von den Abgg. v. Stauffen Handlungen; gegen den Vorschlag, den Arbeitern zu ihren bereits gesehen, die ganze Reptilienwirthschaft bis auf die berg und Gunzenhausen war ein Zusazantrag gestellt, Bersammlungen Gemeindelokale zur Verfügung zu stellen; gegen jüngsten Enthüllungen über deren Verwendung, für sie wird wonach die neuen gesetzlichen Bestimmungen auf Gewerk den Vorschlag eines Kredits. von 10 000 Frfs. zu Gunsten Arbeitsloser; gegen den Vorschlag eines Stredits zu Gunsten der Schild nie weniger blank erscheinen. streifender Weber und Spinner; gegen die Erhöhung des Kredits für Schultantinen; gegen die Einführung von staat lichen Werkstätteninspektoren; gegen den Antrag, die während des Kutscherstreits Verhafteten in Freiheit zu setzen, sowie gegen den Antrag eines Kredits zu Gunsten der streifenden Gruben arbeiter des Norddepartements und des Pas de Calais, welch' letzteres Votum allein schon ihn bei dem Gros der Liller Arbeiter unmöglich macht. Gelingt es auch nur halbwegs, den beiden übrigen Kandidaten ebenso an den Leib zu rücken, dann kann Lafargue's Wahl schon im vorhinein als eine gesicherte betrachtet werden. Leo Frankel. Der Abglanz und das Widerspiel des deutschen Lebens ist die nationalliberale Partei, und der Prophet dieses Abglanzes ist der Reichstags- Abgeordnete sann aus Darmstadt, der es am Sonntag auf dem nationalliberalen Parteitag zu Eisenach aussprach. Er gedachte als erster Redner Bismarc's als des Mannes, der Deutschland in den Sattel gehoben und dem sie Alle ewige Dankbarkeit schuldig seien. Er wandte sich gegen die Konservativen, die Freisinnigen, das Zentrum und die Sozialdemokratie. Nur die nationalliberale Partei sei das einzige Wahre. Die Zukunft der Partei liege nicht auf politischem, sondern auf wirthschaftlichem Gebiete. Nach Osann sprach als zweiter Redner Hänschen Blum und ergoß sich in seinem bekannten, mit Schimpfe Politische Leberlicht. reien gewürzten Phraſenbrei. Er bezeichnete die UltramonBerlin, den 19. Oktober. schafts- und eingeschriebene Hilfskassen keine Anwendung finden. Minister von Feiligsch bemerkte hierzu: Es sei ihm nie in den Sinn gekommen und komme ihm auch nicht in den Sinn, den§ 360 3iff. 9 auf die einge schriebenen Hilfskaffen zu beziehen; wenn er es thun würde, so würde er sich einer Gesegesverlegung schuldig machen. Für die eingeschriebenen Hilfskaffen sei das Reichsgesetz vom 7. April 1876 maßgebend und es sei ihm eigentlich unerfindlich, wie man dazu kommen könne, den vorliegenden Gesetzentwurf auf diese Rassen zu beziehen. Was die Gewerkschaftstassen anlangt, so sei der Ausdruck„ Gewerks schaftstassen" ein juridisch schwer festzustellender Begriff. So lange solche sich nur mit unterstützung be faßten und nicht eine Rente in Aussicht stellen, fielen fie weder unter das Reichs- Strafgeses noch unter das bayrische Polizei- Strafgesetzbuch. Die Staatsregierung hege teine inter gedanken und werde gegen die Unterstüßungs vereine in thunlichst rüdsichtsvoller Weise vorgehen. " Hierauf wurde der Zusatzantrag zurückgenommen. G tanen wie die Sozialdemokraten als antinational. Letztere seien von dem Lassalle'schen Programm, von dem natioDer Kaiser soll den Bericht über den Prozeß nalen und gesetzlichen Wege immer mehr abgewichen. Dann Heinze gelesen und dem Justizminister von Schelling stellte er seine Geschichte der Entstehung des sozialtelegraphisch den Befehl gesandt haben, er folle wirt demokratischen Programms dar und wandte sich gegen das war nach den vielen Versuchen, die in Deutschland gemacht same Auskehr halten". Es habe deshalb am neue, in Erfurt zur Berathung stehende. Es habe deshalb am neue, in Erfurt zur Berathung stehende. Die Grund- sind, um die Unterstützungsvereine der Arbeiter unter den letzten Donnerstag ein Ministerrath stattgefunden, zuzüge des neuen Programms zielten ab auf schrankenlose Be-$ 360, Ziffer 9, zu bringen, wohl angebracht, diese Frage welchem auch der Polizeipräsident von Richthofen, Graf thätigung des kommunistischen Prinzips, mit dem vollen in Erörterung zu bringen und die Erklärung des Ministers Bückler, der Leiter der Kriminalpolizei, und der Komman- Bewußtsein, die Massen dadurch zu vergiften, sie loszulösen zu provoziren, damit nicht jede untergeordnete Behörde dirende des Gardekorps, General von Meerscheidt- Hüllefsem vom Vaterlande, vom Glauben, von der Zucht und der ihre juristische Interpretationskunst gegen die Arbeiter zugezogen sei. Wenn es nur eines kaiserlichen Machtwortes Ordnung, sie zu Revolutionären zu erziehen, die dann los vereine kehre. bedürfte, um die aus unseren gesammten wirthschaftlichen schlagen sollen, wenn ein Krieg mit Frankreich und Rußund sozialen Verhältniffen hervorbrechenden Uebel zu be- land das Vaterland bedrohe. Schließlich empfahl er Liebe seitigen! Man kann wohl die Uebel überkleistern, man zu den Arbeitern, aber Strenge gegen die Führer. kann sie von der Oberfläche zurückdrängen, die Krankheit, Nachdem dann der dritte Redner, Meyer- Heidelberg, das eigentliche Uebel, wuchert nur um so stärker fort. Die noch etwas Kulturkampf getrieben und die Aufforderung gestellt, Verhältnisse sind stärker als die Kraft des mächtigsten Mannes, lebhaft gegen die Zulassung der Jesuiten zu agitiren, wurde behörde wieder daran geht, die Gedinge herabs und wäre er mit dem besten Willen erfüllt. Die Autorität der nationalliberale Parteitag geschlossen. des Kaisers wird jetzt in allen Fragen mehr als je in den Wahrlich, dieser Parteitag trug vollständig das Gesezen. Ob es in diesem Sinne gemeint war, daß die Bordergrund gestellt. Gerade der gegenwärtige Kaiser ist präge der Dhumacht und der vollständigen geistigen Serab- ſtaatlichen Bergwerke zu Musterinstituten gemacht würden? vielleicht dazu berufen, jeue Wahrheit an seinem Beispiel zu gesunkenheit. erweisen. Er hat sie erfahren bei den bekannten ferlichen Erlassen vor den letzten Wahlen. Sie wurden nicht offen Zum Prozeß Baare. In ihrer Besprechung über bekämpft, Konservative und Liberale rühmten sie in ihrer die Bilanz des Bochumer Vereins kommt die„ Westfälische Presse; aber der Kern derselben stieß auf eine so nachhaltige Volkszeitung" noch einmal kurz auf die Stempels Opposition in der gesammten Bourgeoisie, daß ihre Wirk- Affäre zurück. Die Veranlassung findet sie in dem UmUnsere Groß- stande, daß Baare Zeugnisse inländischer wie ausländischer samkeit vollständig paralyfirt wurde. Mit der Vertheuerung der nothwendigsten Lebens mittel verbindet sich noch die Herabsehung der Löhne, mit der grade die größten Industriellen vorangehen, die freilic auch in den staatlichen Berwaltungen oft ein Vorbild haben. So wird aus dem Saarrevier gemeldet, daß die Berg Für Deutsch Ostafrika ist vom dortigen Gouverneur Teine Schnaps- Verordnung erlaffen, die mit dem 1. Januar in Kraft tritt. Dieselbe bestimmt: Das bisherige Verbot des Verkaufs und Ausschauts geistiger Getränke wird vom Tage des Jukrafttretens biefer Berordnung dahin geändert, daß es sich in Zukunft nu noch auf Farbige erstreckt, indeß der Verkauf und Au schant solcher Getränke an Weiße unbedingt frei gegeben ist. An Farbige dürfen geistige Getränke nut ausnahmsweise mit besonderer schriftlicher Genehmigung der Ortsbehörde( Bezirkshauptmann oder Stationschef) etwa in Erkrankungsfällen als Arznei verabreicht werden. Diese Genehmigung darf jedoch nicht allgemein, sondern nur von Fall zu Fall erheilt werden. Unter geistigen Getränken im Sinne dieser Verordnung industriellen, König Stumm voran, ließen die Arbeiter die Eisenbahn- Verwaltungen, welche sich recht günstig über die taiserlichen Erlasse büßen; mehr wie je ist die in diesen Haltbarkeit der Bochumer Fabrikate äußern, seinem Berichte hervorgehobene Gleichberechtigung der Arbeiter in Frage hinzufügt. Baare vergesse, daß diese Zeugnisse absolut nicht geftellt und wird das absolute Regiment der Unternehmer durch- ausreichend seien, ihre Behauptungen über die unredlichen zuführen gesucht. Unsere Großindustriellen haben gerade Machenschaften auf dem Bochumer Verein zu entkräften. seit den kaiserlichen Erlassen ein festeres Trußbündniß ge- Sie halte ihre sämmtlichen Behauptungen aufrecht; die schlossen, welches gerade gegen diese Erlasse seine Spitze Zeugnisse reichten höchstens aus, um die Frage aufzuwerfen, richtet. Die Arbeiterschutzfrage, so schwächlich sie bereits in ob die von den Eisenbahn- Verwaltungen gestellten Abnahme- find Spiritus, Schnäpfe aller Art und Liqueure zu ver der Regierungsvorlage vertreten war, hat im Reichstage Bedingungen vielleicht zu schroff seien, da thatsächlich von den stehen. noch die meisten zu Gunsten der Arbeiter getroffenen Be- Abnehmern verworfenes Material fich als haltbar erwiesen stimmungen verloren. habe. Zum Schluß bemängelt die„ Volkszeitung" es, daß die Aus Rußland brachte der Telegraph wieder die Untersuchung gegen eine Anzahl von Beamten und Arbeitern Nachricht von Studentenunruhen; es sollte in Siew cine des Bochumer Vereins bisher nicht zum Abschluß gebracht Verschwörung entdeckt und 500 Studenten verhaftet feill wurde. Die Schuld liege zum größern Theil an der Fülle Der ganze Lärm drehte sich um geheime Lesezirtel, in denen des Materials; aber auch die Staatsanwaltschaft habe durch weder nihilistische nach anarchistische Anschläge geschmiedet, Die wirksame Auskehr" gegenüber der Prostitution wird, wie bereits gesagt, sich darauf beschränken, die Opfer der Prostitution schärfer zu treffen. Augenblicklich mag vielleicht die Polizei schärfer losgehen gegen das Zuhälter III. Es ist der erste April. Der soeben noch mit grauen Wolken bedeckte Himmel ist um zehn Uhr plötzlich klar geworden. Er ist von zartem Blau und glänzt in lebhaften Farben; alle Straßen wimmeln von Menschen. Die Bariser benützen den ersten schönen Tag des Jahres. Auf dem Place des Victoires ist die Bude Larirettes wieder geöffnet. Die kleine Blumenhändlerin hantirt dort geschickt und anmuthig hinter den Blumenkörben, in denen die Blumen in ihren zarten und mannigfaltigen Farben aufgehäuft sind. erst überstanden hat. δα id ift einzutreten, wo er sicher mit Erdarbeiten nichts verdient läßt, während ihre Bude kaum zwei Meter in der Breit und sich in seinem Handwerk als Mechaniker nicht ver- und anderthalb Meter in der Tiefe maß. vollkommnen kann. Ganz recht, Mamsell, ich werde morgen früh mit Der junge Gelehrte mochte noch so dringeng darauf Ihnen gehen, um Ihnen die Blumen ordnen zu helfen, aber bestehen und ihr vorstellen, daß zwei oder drei Tage mehr nachher wird es für mich nichts mehr zu thun geben, ihre geschäftiche Lage nicht verschlimmern würden, es Gie früher das übrige auch allein machten. Sie werden fonnte sie nichts umstimmen, Larivette blieb bei ihrem Ent mich wieder auf die Champs de Mars gehen lassen, wo schluß. So war ihre Entlassung für den folgenden Morgen weiter farren kann; nicht wahr? Trotzdem Mijoulet ein sehr stolzes Aussehen hatte, als angeordnet worden. Genau eine Stunde nach diesem Gespräch war Mijoulet er diese letzten Worte sprach, stieß er doch einen sehr schweren gekommen und die Blumenverkäuferin hatte ihm erzählt, Seufzer aus, weshalb Larirette, welche ihn verstanden hatt Sie hält in ihren lieblichen Händen ein ungeheures daß sie am nächsten Tage das Hospital verlassen würde. lächelnd zu ihm sagte: Aber Du würdest gewiß vo gute Veilchenbouquet, welches sie mit breiten Ephenblättern um Sie hatte zu sehr früher Stunde ihn daher auf den Markt ziehen, Dich vor einem Werktisch zu sehen, mit einer giebt, deren melancholisches Grün von den übrigen Farben des Innocents bestellt, um ihr beim Herbeischaffen der Feile in der Hand? - Ja freilich, Mamfell! Wie es nur möglich absticht und einen fesselnden Reiz auf das Auge ausübt. Blumen behilflich zu sein, welche sie sich zu kaufen vornahm. Die kleine Larirette ist noch nicht sehr fräftig, sie ist Es versteht sich von selbst, daß Wlijoulet Frendensprünge solch einen Hausen Arbeiter da hinzustellen, um Erdarbeiten zu machen! Es sind Leute von allen Professionen dabei be noch ein wenig blaß und ihr Gesicht chen ist ein wenig schmal machte, als er diese Neuigkeit vernahm. infolge der langen und grausamen Krankheit, die sie eben Er hatte endlich die Gefährtin wiedergefunden, welche schäftigt, Goldarbeiter, Elfenbeinarbeiter, Zimmerlente er so sehr liebte, und sollte nicht mehr nöthig haben, sie in Schlosser, Maurer, kurz, das ganze Handivert, nur fei Paul Philibert hätte sie noch gern im Hospital behalten diesem abscheulichen Krankenſaale aufzusuchen, der so traurig Groarociter. Es ist kaum glaublich, wie Bürger Marche da er sie nicht für völlig genesen aufah; aber die Blumen, aussah mit seinen großen Betten, in denen immer einige Senl sagt, daß man drei Tage lang gekämpft und ein händlerin hatte hinausgewollt, um ihren Geschäften wieder Unglückliche ſtöhnten und röchelten und in welchem die evolution gemacht hat, um dahin zu gelangen, den Erd nachzugehen, die seit dem Tage sehr vernachlässigt waren, schweigsamen Gestalten der Schwestern und der Spital- farren zu schieben! Das kann nicht so weiter gehen; an dem sie verwundet worden war. Diener unaufhörlich leise umbergingen und diejenigen quälten, giebt jetzt Leute, welche sagen, daß man nach der Au Der kleine Laden mußte ja doch bald wieder aufge- welche nach einem Leben voll Elend, Angst empfanden, wenn grabung des Bodens auf dem Champ de Mars noch ein macht werden. sie an den Tod dachten. mal daran gehen wird, das Pflaster von Paris auf Mein Herr Philibert, hatte sie auf das Drängen Er sollte sie wieder lächeln sehen in ihrer alten Heiter reißen, eine Geschichte, welche Abwechselung in die Arbe desselben geantwortet, ich kann nicht länger bleiben, ich bin keit inmitten ihrer Blumen; beide sollten ihre lustigen und bringt und mir wieder eine neue Legrzeit verschafft. - Nun wohl, Du sollst nicht mehr dorthin zurüd vollständig gesund und sie bewegte ihren Arm. zärtlichen Gespräche wieder aufnehmen können, ohne geMan sollte glauben, daß ich, niemals eine Kugel in nöthigt zu sein, mit dieser Stimme zu flüstern, wie sie es fehren, sagte Lavirette, und bis Du eine Mechanikerwe statt findest, in die Du eintreten kannst, und zwar als Ar die Schulter bekommen habe! während eines langen Monats hatten thun müssen. beiter und nicht als Lehrling, sollst Du bei mir bleiben. Nach dem Winter, während dessen sie zu theuer sind, fall die Pariser über die Blumen her, wie das Elend über armen Leute. Da giebt es schon für zwei Leute zu es lich bei dem Gedanken, sie nicht mehr verlassen zu müsse Während Larirette sprach, hatte Mijoulet, ganz glüd seine rechte Hand in die Tasche seines blauen Kittels ve ( Fortsetzung folgt.) graben. Ich bin stark und kraftstrozend, dank Ihrer guten Ach! Larirette, wenn Sie wüßten, wie glücklich ich Pflege und muß an die Arbeit gehen. Meine Kunden bin; aber meine Arbeit als Mechaniker werde ich fortsetzen werden mich schon vergessen haben, und möglich wär's, daß dürfen, nicht wahr? ich die Blumen nicht mehr kenne und kein Bouquet mehr Nicht doch, Närrchen, Du wirst zunächst mit mir arbeiten, Du wirst mir helfen; wir werden bald zu thun machen kann. Daun, bedenken Sie, habe ich meine Miethe zu be- bekommen, darum gehe und bringe da unten alles in zahlen, und er, mein Mijoulet, muß sich langweilen, um so Ordnung. mehr, als die Werkstatt seines Lehrherrn geschlossen ist und Larirette hatte gesprochen in dem Tone eines Groß er sich gezwungen sah, in jene häßlichen Nationalwerkstätten händlers, der ein ungeheures Magazin in Ordnung bringen Jetzt war die gute Jahreszeit für den Blumenhandel bi effen 122 e ? t T 13 er g na m 11 19 3 0 h e ie 110 il ell et, ite t 1 sondern nur die Werke Tolstoi's, Soltikow's und anderer Schriftsteller gelesen wurden. Der wahnsinnige Despotismus zwingt in Rußtand auch den unverfänglichsten Lebensäußerungen das Dunkel des Geheimnisses auf. Korrespondenzen und Parteinachrichten. Tokales. nahen städtischen Krankenhause geschafft werden. Den Brand, der in der Küche entstanden war, löschte die Feuerwehr ohne Mühe. Am Sonnabend ist bei einem anderen Brande ein DienstDer vorgestern Abend um 10 Uhr 32 Minuten von Breslau nach Berlin abgelassene Schnellzug ist bei der Einfahrt sich beim Absengen von Eisbeinen Spiritus, der dem Dienſt mädchen verunglückt. Im Wirthshause Fischerbrücke 25 entzündete in Kohlfurt um 12 Uhr 50 Minuten Nachts durch Zusammenstoß mädchen Auguste Gutsche derartig über den Leib floß, daß die In der Schweiz wurde am Sonntag in der Volks mit einer Rangirmaschine entgleist. So weit bis jetzt festgestellt, Unglückliche am ganzen Körper schwere Brandwunden erlitt. Ihr abstimmung der 8olltarif und das Bankmonopol find zwei Reisende getödtet und drei Reisende, sowie Führer Zustand war so bedenklich, daß die Feuerwehr sofort mit einem angenommen. Für den Zolltarif stimmten 204 821, gegen oder Heizer der Rangirmaschine verletzt worden. Der Schnellzug Bersonenwagen den Arzt Dr. Bock herbeiholte, der eine Morphiumdenselben 128 584. Ein ähnliches Verhältniß fand bei der war etwa 100 Meter vom Bahnhof Kohlfurt entfernt, als zweiten Vorlage statt, doch ist die Stimmenzahl noch nicht vermuthlich infolge vorzeitiger Weichenstellung die Rangir- Injektion machte, um die Schmerzen des Mädchens zu lindern. Dann wurde die Schwerverlegte nach dem Hedwigs- Krankenhauſe vollständig festgestellt. Die Demokraten sowie die Sozial- maschine in schräger Richtung in denselben hineinfuhr. Gin von gebracht. Die Flammen die sich während dessen über Thüren dem Zusammenstoß zunächst betroffener Waggon zweiter Klasse Demokraten stimmten für das Bankmonopol aber gegen den wurde umgeworfen und die Rangirmaschine auf denselben halb und Fenster der Küche verbreitet hatten, wurden bald gelöscht. Bolltarif. Ein brennender Eisenbahn- Wagen veranlaßte vorgestern Vor hinaufgeschoben. Der Schornstein drang in das erste Kupee des nachfolgenden Wagens dritter Klasse und fandte eine mittag auf dem Güter- Bahnhof der Ringbahn- Station Gesundbrunnen das Herbeirufen der Feuerwehr. Wohl infolge von enorme Rauchmasse in dasselbe hinein. Die dort befindlichen Reisenden, welche durch den folossalen Rauch fast betäubt Selbstentzündung war die aus Korkabfällen bestehende Ladung waren, wurden nur mit Mühe noch rechtzeitig gerettet. Auch stimmt war, in Brand gerathen. Es gelang, das Feuer zu eines Güterwagens, welche für eine hiesige Linoleumfabrik beder Schlafwagen und die beiden Lokomotiven des Expreßtrains waren aus dem Geleise gehoben und umgeworfen. Die sofort löschen, jedoch ist der größte Theil der Ladung verbrannt. trümmerten, nur noch einem Bretterhaufen gleichenden Waggon straße 3 haben die behördlichen Ermittelungen ergeben, daß an vorgenommenen Rettungsarbeiten gestalteten sich bei dem zer- Zu dem Zusammensturz des Gerüftes in der Gontardzweiter Klasse besonders schwierig. Hier mußte die ganze Decke scheinend grobe Fahrlässigkeit den Unfall nach sich gezogen hat. abgehoben werden, um die unter den Trümmern befindlichen Giner der Netzriegel, welcher als Träger des Gerüftes diente, war Passagiere, welche jammernd um Hilfe riefen, hervor- auf dem Dache nur in der Weise befestigt worden, daß man einen zuholen. Ein zufällig im Zuge anwesender Arzt über- mit Steinen gefüllten Sack auf das hintere Ende gelegt hatte. nahm den Samariterdienst bis zum Eintreffen meherer Als nun die drei Arbeiter das Gerüst bestiegen, gab der NetzKontusionen und Brandwunden Aerzte aus Kohlfurt. Eine große Anzahl Passagiere hat riegel nach, so daß das Gerüst aus der horizontalen in eine verDavongetragen. Reisenden, welche die Fahrt fortfeßen fonnten, wurden nach liche Dachdecker wird sich wegen fahrlässiger Tödtung verantworten Diejenigen tikale Lage fam, und die Leute herabstürzten. Der verantwort/ stündigem Aufenthalt mittelst eines Gytrazuges weiterbefördert müssen. und trafen heute früh um 1/27 Uhr mit halbstündiger Verspätung in Berlin ein. Nach weiteren Meldungen sind bei dem Zusannmenstoß der Schlafwagen und zwei Personenwagen start beschädigt. Für den verunglückten Zug wurde ein neuer mit siebzig Minuten Verspätung abgelassen. Der Sozialdemokratische Verein für den 1. Ham burger Wahlkreis hatte im 3. Quartal eine Gesammt einnahme von 8622,78 M., während die Ausgaben nur 3082,35 M. betrugen. Es verblieb somit ein Ueberschuß von 5510,43 M., wovon 5000 M. dem Vertrauensmann überwiesen wurden. Der Sozialdemokratische Verein für den 2. Samburger Wahlkreis hat die Vereinigung der drei sozialdemofratischen Vereine in eine Korporation abgelehnt. Diese Zentralisation war unter Berufung auf die Verschiedenartigkeit der Beschlüsse über einen und denselben Gegenstand, welche bei der jetzigen Art der Organisation vorkommt, beantragt worden. Hauptsächlich die Erwägung, daß die vom Zentrum der Stadt, in welchem die Versammlungen doch vorwiegend abgehalten werden würden, entfernter wohnenden Partetgenossen durch jene Zentralisation benachtheiligt werden würden, führten zur Ablehnung des Antrages. Der Verlag der sozialdemokratischen„ Volkswacht" in Breslan muß täglich zwei Pflichtexemplare dieses Blattes an das Lejezimmer der Universität abliefern. Wie man hört, darf aber die Volkswacht" auf Befehl des betreffenden Vorstehers jenes Instituts nicht mehr als Lektüre für die Studenten ausgelegt werden. des Brivattelegramm: Unter den Todten und Beschäbigten bei Die„ Norddeutsche Allgemeine Zeitung" erhält hierzu folgen: dem Eisenbahnunglück befindet sich, soweit jetzt bekannt: Kaufmann Schaefer aus Beuthen( Oberschlesien), Apotheker Wiener( Berlin), Lieutenant v. Kardorff, Rittmeister v. Höhn, Dr. Wolf- Berlin, Maschinenführer Zippel- Mühlbeck, Heizer Trenner- Rohlfurt, ein Passagier schwer verletzt. Boziale Mebersicht. Zur Flucht Wehels wird folgendes bekannt: Der Böttchermeister Warnecke aus der mecklenburgischen Stadt Gnoien führ Mitte vorigen Monats mit der Eisenbahn von Güstrow nach Lalendorf, und fand dort in dem Wagen, welchen er bestieg, mit den Worten: Sind Sie nicht Herr Wehel"? Der AnWetzel vor, den er genau fennt. Warnecke wandte sich an ihn geredete entgegnete ganz ruhig:" Mein Name ist Wetzel; wer find Sie denn?" Als Warnecke seinen Namen nannte, äußerte Wezel:„ Ach ja, jetzt weiß ich schon Bescheid." Dann bat er Warnecke, auf die alte Freundschaft mit ihm ein Glas Bier zu trinten, was auch auf dem Bahnhof Lalendorf geschah. Der Böttchermeister, welcher feine Zeitung liest, hat von dem RaubZwei Blutthaten werden uns, als in der Nacht zum morde keine Ahnung gehabt. In dem Zimmer, wo Beide das Diese Vorsicht läßt einfach darauf schließen, daß die Bres: Diese Vorsicht läßt einfach darauf schließen, daß die Bres- Sonntag geschehen, gemeldet. Die erste spielte fich in unferem Bier tranten, befanden sich noch der Gerichtsaffessor W. aus BerTauer Studenten den sozialdemokratischen Einflüsterungen"& u Borort Friedrichsberg ab und hat mit dem Tode eines lin und eine Kellnerin. Als nun Warnecke später von der Blutlauer Studenten den sozialdemokratischen Einflüsterungen"& u= 25jährigen Mannes geendet. Der in der Scharrnweber- that Weber's hörte, theilte er seine Wahrnehmung sofort der gänglicher sind, als für gewöhnlich zugegeben wird. straße daselbst bei seinem Brotherrn, dem Möbelhändler Richter, Spandauer Polizei mit. Es erfolgte eine Absuchung Mecklen= Den neuen Kurs" schildert in der Halberstädter Sonnabendstunde, von einem Balllokal in der Frankfurter Allee wie auch die Kellnerin haben die Bildnisse Wezel's mit aller Bewohnende unverheirathete Kutscher Stubbe passirte in der zwölften burgs nach allen Richtungen hin, aber vergebens. Der Assessor tagszeitung" ein alter Parteigenoffe recht anschaulich:" Die kommend, die Kronprinzenstraße, als er plöglich von drei jungen stimmtheit als diejenigen des Mannes erkannt, welchen sie in " Sonntagszeitung" hat einen neuen Redakteur angenommen, weil, Menschen angerempelt wurde. Als sich St. dies höflich aber Balendorf gesehen haben. wie sie selber zugesteht, der erste Redakteur mit Strafanträgen förmlich überschüttet worden. Wird der neue Redakteur besser ihn, vor der Uebermacht die Flucht zu ergreifen; vor dem Hause entschieden verbat, schlugen die Strolche auf ihn ein und zwangen fahren, als sein Vorgänger? Ich bezweifle es sehr, denn ich Kronprinzenstr. 16 holten sie den Fliehenden ein, rissen ihn zu fahren, als fein Vorgänger? Ich bezweifle es sehr, denn ich tenne die Schicksale der Redakteure früherer hiesiger Arbeiter: Boden und mißhandelten den Wehrlosen in entsetzlicher Weise. zeitungen, da die Sonntagszeitung" nicht die erste derartige Bei Annäherung von Straßenpassanten und Bewohnern der Beitung ist. Im Jahre 1877 erschien die Halberstädter Freie nächsten Häuser flohen die Burschen und auch Stubbe raffte Breffe". Sie war jedenfalls auch voll Gift und Galle, denn es sich auf und schleppte sich noch bis zur Frankfurter Allee, an regnete Strafanträge, Haussuchungen und andere Liebens- deren Ecfe er bewustlos zusammenbrach. Aufruf an die Gewerkschaften Berlins! Hier fanden ihn würdigkeiten. Schließlich wurde der Redakteur zu einem Jahre etwa 3/4 Stunden später Vorübergehende auf dem Bürgersteig Genossen! Wie Ihnen bekannt sein wird, befinden sich die Gefängniß verurtheilt. Als sein sein Nachfolger sein Amt antrat, fagte ich zu ihm:" Nun heißt es den Nacken liegend; der Aermste athmete nur noch leise und starb bald fiets opferbereiten Weißgerber schon seit zirka 2 Monaten im steifen." uch!" " Ach!" antwortete er, das wird so schlimmt nicht darauf noch vor Eintreffen des hinzugerufenen Arztes infolge Kampfe mit der profitwüthigen Kapitalmacht; dieselbe will den werden; ich werde nur„ liberalisch" schreiben und man wird Verblutung. St. hatte vier Messerstiche in den Kopf er Weißgerbern die von ihnen durch starke Organisirung erkämpfte mir nichts anhaben tönnen." Da habe ich ihn ausgelacht und halten, deren einer eine Blutvene am Hinterkopf getroffen und verkürzte Arbeitszeit wieder verlängern, um dieselben so in ihrer es zeigte sich bald, daß auch er es nicht verstand, die so den Tod herbeigeführt hat. Von den Messerhelden war einer Lebenshaltung wieder herabzudrücken. als der 18 jährige in der Kronprinzenstr. 26 wohnende Bursche Wir halten es nun für Pflicht sämmtlicher zielbewußten Paragraphentlippen zu unisegeln. Und weil er gar zu giftig" Schimte erkannt worden und wurde derselbe Sonntag früh ebenso Arbeiter Berlins hier mit aller Kraft einzutreten, damit dem war, so mußte auch er ein halbes Jahr ins Loch. Die" Freie wie der 17 jährige Bursche Grothe in der Friedrich Karl- Straße beutegierigen Kapital das Vorhaben nicht gelingt und unsere Presse" aber wurde unterdrückt und die Gesellschaft athmete erleichtert auf, als fei ihr ein Alp von der Brust genommen. Im on Gendarmen dingfest gemacht und nach dem fal. Polizei- Genossen aus dem ihnen aufgedrungenen Rampfe siegreich hervor präsidium am Alexanderplatz gebracht. Beide behaupten im gehen. Jahre 1882 erschien ein neues Arbeiterblatt, die Sonntags: Berhör, nur mit der Faust geschlagen zu haben, während der Darum, Genossen, ersuchen wir Sie, faufe jeder einzelne Beitung". Zwei Jahre lang behauptete sie sich unter den Auspizien des Ausnahmegesezes, und das will etwas heißen. eigentliche Messerheld eine ihnen unbekannte Person gewesen sei. zielbewußte Arbeiter die zu diesem Zwecke von der Berliner Aber sie mußte fallen und sie fiel. Der Redakteur und Heraus- Die zweite Blutthat, welche durch eine Schlägerei Streit- Kontrollkommission ausgegebene Fünf Pfennig- Marke und halten Sie in den bei dieser Rommission vertretenen Gewerkgeber wurde wieder zu 6 Monaten verdonnert und ihm die Kon- zwischen Studenten und Kaufleuten verursacht wurde, fand am zession zum Schriftenvertrieb entzogen. Die Sonntags- Sonntag Morgen um 2 Uhr in dem Ausschant zum" Propheten" schaften Ihre Delegirten an, daß diefelben die gesammelten Beitung" hatte außerdem andere Mißhelligkeiten auszuhalten; in der Neuen Königstraße statt. Hier hatten sich zwei Bech- Gelder so schnell wie möglich an den Genossen R. Millarg, 10 8. B. that ihr damaliger Drucker Alles, fie ungenieß gesellschaften, aus Studenten refp. Kaufleuten bestehend, ein Lehrterstr. 22 II, resp. an das Ausschußmitglied, von welchem sie bar zu machen und sich technisch zu blamiren. Das Blatt gefunden und zwischen beiden Parteien, die sich übrigens in ihre Marken entnommen haben, abliefern. wimmelte von Druckfehlern und Fehlbuchstaben, wodurch animirter Stimmung befanden, kam es bald zu Streitigkeiten, mitunter der ursprüngliche Sinn des Auffages bis zur welche schließlich in einen Tumult ansarteten und bald bildete das Rarrikatur entstellt wurde; schlechtes, durchschlagendes Papier, ganze Lokal einen wüsten Kampfplatz. Im Verlaufe der enormen Unpünktlichkeit in der Fertigstellung. Die unlautere Absicht Schlägerei wurden acht Personen mehr oder minder verletzt, sprang in die Augen und so wurde der Druckort nach Braun- schwere Verwundungen erlitten jedoch die beiden Kaufleute B. schweig verlegt und Kokosti zeichnete für die Redaktion. Aber und H., in der Friedenstraße resp. Neue Königstraße wohnhaft, fehr bald wurde die Zeitung verboten, weil sie wahrscheinlich deren Röpfe faft zur Unkenntlichkeit entstellt waren und die nach 3 giftig" war. Darauf abonnirten wir auf die nun entstandene Anlegung von Nothverbänden nach ihren resp. Wohnungen ge " Harzer Post", welche in Sonneberg erschien. Da die Staats- schafft wurden. Erst einer Abtheilung der in der Wache des anwaltschaft dieselbe als Fortsetzung der Sonntags- Zeitung" be- 18. Polizeireviers herbeigeholten Schuyleute gelang es, die Käm trachtete, so erlebte dies Blatt nur 3 Nummern. Jetzt haben pfenden auseinander zu bringen und mehrere Sistirungen vorwir wieder eine„ Sonntags- Zeitung" und man sollte meinen, zunehmen. daß dieselbe, da das Sozialistengesetz gefallen, weniger giftig" die Alten!" Kurowski von der per en id 16 cell th 01 Ten if Telt be LC ne he ど Bu Deit id ed Del DI en id 11 Genossen! Wir sind nun überzeugt, daß Jeder von uns feine Schuldigkeit thun wird und wir so geschlossen unseren reifenden Genoffen zum Siege verhelfen werden, denn was hent den Weißgerbern paffirt, fann schon morgen jeder anderen Gewerkschaft widerfahren und dann werden die Weißgerber auch ihre Pflicht thun und auch wir werden ebenfalls energisch dafür eintreten, daß sie zum Siege gefangen. Mit Gruß Der Geschäftsführende Ausschuß der Berliner Streit Kontrollkommission. J. A.: O. Witte, Staligerstr. 61. Achtung, Schneider und Schneiderinnen Berlins! Naubausall. Ein überaus frecher Raubanfall ist vorgestern Es gilt in der heutigen Zeit, sich immer mehr und mehr zuset. Fehlgeschossen! Es scheint, daß sich unser Ort keiner Arbeiter Abend um 7 Uhr im sogenannten Kleinen Thiergarten, nahe dem sammenzuschließen, um gemeinsam die Interessen der Kollegen zeitung ungestraft erfreuen darf, denn die Häufigkeit der Straf- Kriminalgerichts- Gebäude, verübt worden. Als der Stallmann und Kolleginnen zu fördern. Nur durch eine gute Organisation anträge, die diversen Haussuchungen und die vielen Strafen sehen dem verblichenen Ausnahmezustande verteufelt ähnlich und der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn, August Neumann, um ist es uns möglich, den augenblicklichen Verhältnissen Rechnung sehen dem verblichenen Ausnahmezustande verteufelt ähnlich und die angegebene Zeit jene Anlage durchlief, sprang plötzlich hinter zu tragen und die Aufgaben, welche an uns herantreten, zu ers der Kurs ist der alte geblieben. Bleiben wir drum ebenfalls bein Gebüsch ein Kerl hervor, der sich auf Neumann warf und füllen. So richten wir an alle Kollegen und Kolleginnen die ihm Uhr und Kette zu entreißen verfuchte. Der Ueberfallene hielt Bitte, sich der bestehenden Organisation, dem deutschen SchneiderDas Benthener Gericht verurtheilte den Redakteur den Räuber, welcher ihm das Geficht mit den Fingernägeln zer- und Schneiderinnen- Verband, anzuschließen. fragte, fest, hatte aber nach furzer Zeit blos noch den Rock des= Die Zahlstellen befinden sich: Gazeta Robotnicza" wegen felben in der Hand, während der Räuber entkommen war. Nach Zentral- Arbeitsnachweis und Auskunftsbüreau, wochentägig Beleidigungsvergehens zu 2 Monaten Gefängniß. vorgefundenen Papieren handelt es sich um einen nach Verbüßung von 8 Uhr Morgens bis 1 Uhr Mittags, Montag Abends von Aus der Schweiz. Der" Schweizerische Grütli einer 18 monatlichen Strafe aus Plößensee entlassenen Sträfling, 8-10 Uhr bei Seefeldt, Grenadierstr. 33; Mittwoch Abend von Berein hatte am Schlusse der Geschäftsperiode 1. Oftober 1889 welcher wohl alsbald festgenommen werden wird. Der Kleine 8-10 Uhr im Restaurant Proß, Annenstr. 9; Sonnabend Abend bis 31. Dezember 1890 in 353 Geftionen 16 391 Mitglieder, d. h. Thiergarten pflegt von Polizeipatrouillen viel durchstreift zu werden von 8-10 Uhr, im Verkehrslokal Markgrafenſtr. 88. In allen und ist sonst durchaus sicher. Bahlstellen werden neue Mitglieder aufgenommen. Die Fach36 Sektionen und 1028 Mitglieder mehr als zu Beginn der zeitung erscheint jeden Freitag; dieselbe kann in allen Zahlstellen Periode. Das Vereinsorgan, der„ Grütlianer", warf einen Ge- Ein unangenehmes Abentener hatte in der Nacht zum von den Mitgliedern entgegengenommen werden. Mitglieder, vinn von 6120,79 Fr. ab. Das Vermögen des Gesammtvereins 18. d. Mts. der Weber P. Er betrat ein Schanklokal in der welche diefelbe zugeschickt wünschen, zahlen vierteljährlich 35 Pf. betrug 38 209,17 Fr., worin ein Guthaben an die Grütlidruckerei Höchstestraße, trank ein Glas Bier und theilte den Gästen mit, extra. Die Herberge befindet sich Ritterstr. 128, bei Stramm. von 22 725 Fr. inbegriffen ist. Die feit dem 25. Januar 1890 daß er fein Nachtquartier habe und für ein solches 50 Pf. bis Die Ortsverwaltung. in Betrieb stehende Grütlidruckerei hatte auf den 31. Dezember 1 M. gern zahlen würde. Einer der Anwesenden, in dem später 1890 bei 71 182,35 Fr. Aktiven und 69 608,89 Fr. Passiven einen der Maurerpolier Sommer festgestellt wurde, erbot sich, P. nach Die Zentral- Kranken- und Sterbekasse der Glasarbeiter Attivfaldo von 1573,46 Fr. zu verzeichnen: Druckarbeiten lieferte seiner Wohnung mitzunehmen, und führte ihn nach einem Hause( E. S.) hält am 1. und 2. November in Charlottenburg eine sie, außer den Drucksachen für eigenen geschäftlichen Bedarf, für der Höchstestraße. Hier erklärte er aber, P. könne bei ihm nicht außerordentliche Generalversammlung ab, um 37 563,37 Fr. Der Schweiz. Gewerkschaftsbund zählte schlafen, müsse sich vielmehr mit einem Lager auf dem Boden über ihren Fortbestand Beschluß zu fassen. Entweder müssen die Ende September 191 Geftionen mit 7400 Mitgliedern. In den begnügen. Er führte denselben nach dem Seitengebäude fünf Beiträge erhöht oder es muß das Krankengeld herabgesetzt werlegten paar Jahren ist dieser Verband ganz erfreulich gewachsen. Treppen hoch, wo P. sich niederlegte. S. verließ den Raum und den, wenn die Kasse ihren Charakter als eingeschriebene bei( Statt 7400, sagt der Basler„ Voltsfreund", könnten es aber. bemerkte, als er nach 11/2 Stunden erwachte, daß der Rock, behalten will. 74 000 Mitglieder sein, wenn die Arbeiter nur wollten wenn mit dem er sich zugedeckt hatte, von ihm fortgezogen wurde. Er 18 892 Fr. In Juferaten aller Art suchen die Buchdruckereibesitzer fie nicht zu gleichgiltig gegenüber ihren eigenen Interessen und zu versuchte, sich aufzurichten, wurde aber niedergedrückt; es fniete feige wären!) Der Gewerkschaftsbund hat ein Vermögen von Jemand auf ihm, faßte ihn an die Gurgel und würgte ihn. Deutschlands Sezer und Maschinenmeister, in der Regel unter 2847,52 Fr.; die Reservekasse bereits ein solches von Gleichzeitig hörte er eine Stimme:" mach doch schnell", und es der Bedingung, daß dieselben sich zu zehnstündiger Arbeitszeit Im Großen Rath der Stadt Basel wurde ein Streichholz angezündet, bei dessen Schein eine andere verpflichten. Da die Buchdruckergehilfen die Einführung des haben dessen sozialdemokratische Mitglieder Ad. Müller- Ott, Person die Taschen P.'s untersuchte und ihnen einige Mark entW. Bärwart, G. Rester, E. Wullschleger und W. Arnold bean- nahin. Darauf verschwanden beide. Die Räuber, von denen Neunstundentages bezwecken, um in erster Linie den Arbeitslosen tragt, der Regierungsrath folle eingeladen werden, zu unter einer der Gastgeber ist, wurden verhaftet. Arbeit zu verschaffen, so ist es unabweisbare Pflicht jedes Gesuchen und Bericht darüber zu erstatten, welche Mittel, Maßhilfen, allen Arbeitsangeboten, welche eine Lähmung der NeunEin Brandnnfall ereignete sich vorgestern Abend gegen regeln und Einrichtungen in Vorschlag zu bringen sind, um dem auch in Baselstadt vorhandenen Nothstand unter 8 Uhr auf dem Grundstück Urbanstraße 35. Im zweiten Stock stundenbewegung hervorrufen sollen, feine Folge zu geben, arbeitenben Bevölkerung wirksam eines linken Seitenflügels hatte man ein Kind allein in einer sondern durch Nichtannahme solcher Konditionen die Gehilfenentgegentreten zu können. Als geeignete Wege erscheinen die Wohnung zurückgelassen, das die in der Küche stehende brennende schaft in ihren Zwecken zu fördern und dadurch sich selbst für fofortige Inangriffnahme staatlicher Arbeiten, weitherzige Zu Petroleumlampe sich auf den Leib geworfen hatte. Die Lampe fünftig größere Sicherheit der Arbeitsgelegenheit zu schaffen, als gänglichmachung der gemeinnützigen Institute und die unent wurde dabei zertrümmert und im Nu stand das Kind in hellen geltliche Abgabe unentbehrlicher Lebensmittel, Kleidung und Flammen. Wenn auch Nachbarn schnell zur Hand waren und die Buchdruckereibesitzer bei Beibehaltung der zehnstündigen ArHeizungsmaterial". das Feuer erstickten, so mußte das Kind doch schnell nach dem beitszeit trotz aller Versprechungen jemals gewährleisten können. der armen Theater. Dienstag, den 20. Otttober. Opernhaus. Die Hochzeit des Figaro. Schauspielhaus. Das Käthchen von Heilbronn, oder: Die Feuerprobe. Deutsches Theater. Die Kinder der Exzellenz. Berliner Theater. Die Bluthochzeit. Leffing- Theater. Die Ehre. Residenz- Theater. Von Dreien der Glücklichste.- Vorher: Besuch nach der Hochzeit. Wallner- Theater. Sportgeschichten. Hierauf: Gewagte Mittel. Friedrich- Wilhelmstädt. Theater. Der Vogelhändler. Thomas- Theater. Herr und Frau Doktor. Der Präsident. Oftend- Theater. Die Grille. Belleakiance- Theater. Deutschland zur See. Adolph Ernst Theater. große Prophet. Alexanderplatz- Theater. Schwarze Brüder. Jung Der Feenpalast. Spezialitäten- Vorstellung. Gebrüder Richter's Variété. Spezialitäten- Vorstellung. Theater der Reichshallen. Spezialitäten- Vorstellung. Unserm Freund und Genossen, dem Circus Renz. Ghantwirth E. Jahn, Boffenerstr. 6, zu Karlstraße. Dienstag, den 20. Oktober, Abends 71/4 Uhr: ,, Auf Helgoland", oder: ,, Ebbe und Fluth", große hydrol." Ausstattungs- Pantomime in 2 Abth. mit Nationaltänzen( 60 Damen), Aufzügen 2c., Dampfschiff- und Bootfahrten, Wasserfällen, Riesen- Fontänen mit allerlei Lichteffekten 2c., arrangirt u. inscenirt vom Dir. E. Renz. Runftschwimmerinnen 3 Geschw. Johnson. Schluß- Tableau: Grande Fontaine lumineuse, in einer Höhe von mehr denn 80 Fuss ausstrahlend. Außerdem: 4fache Fahrschule, ger. von 4 Herren 6 Trakehner mit 8 Schulpferden. Rapphengste, zus. dress. u. vorgef. v. Herrn Franz Renz. Schulpferd Trepido, ger. v. Frl. Oceana Renz. Quadrille de la Grande Duchesse, ger. v. 16 Damen. 3 Gebr. Briatore. Mr. F. Chiarini, Jockeyreiter I. Ranges. Mr. Henry Briatore, Grotesquereiter. Auftreten der Equilibristinnen Geschw. Cottrelly. Romische Entrees v. sämmtlichen Klowns 2c. Täglich: ,, Auf Helgoland." E. Renz, Direktor. seinem heut. Geburtstage ein dreimal donnerndes Hoch. A. G. M. D.[ 2183b Unserm Freunde und Genossen, dem Sangesbruder und Obmann Ernst Gutsch, zu seinem heutigen Wiegenfeste die herzl. Gratulation. Wir wünschen sehnlichst, daß wir ihn in unserer Mitte baldigst wiedersehen. Seine Freunde. Hiermit allen Freunden und Bekannten die traurige Nachricht, daß mein lieber Mann, der Klempnermeister B. Quinger, heute, Sonntag, Nachm. 1/2 Uhr, verstorben ist. Die Beerdigung findet Mittwoch, Nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause, Königsbergerstraße 28, aus nach Wilhelmsberg statt. Berlin, 18. Oft. 1891. Die trauernde Wittwe nebst Kindern. Empfehle mein Geschäft in friscдen Blumen und Kränzen. 533 L Robert Meyer, Winter- Garten. Spezialitäten- Bor Circus G. Schumann. meiden, bitte ich meine Freunde und stellang. Konkordia- Palast- Theater. Spezialitäten- Vorstellung. Kanfmann's Variété. SpezialitätenVorstellung. Giskeller. Theater und Spezialitäten Vorstellung. Friedrich- Karl- Ufer, Ede Karlstr. Heute Abend: Große Vorstellung mit neuem vorzügl. gewähltem Progr. Besond. hervorzuheben: Die dreifache Spring- Fahrschule. Parforce- Reiterin Edith Adams. Römischer Cäsarenritt mit 12 Pferden. Mr. Joe Hodgini, engl. Jockey. 3 Etagen- Karoussel mit heater d.Reichshallen 25 Pferden. Parforce- Reiter Victor Großer Erfolg! Bedini. Sämmtliche Klowns. Zum Brüder Beiso 18. Male: Eine Nacht in Venedig. und das Wunderthier. 6 Londoner Backfische. Maria la Bonita. Chas Haydn. Avolo Boys. u. f. w. u. s. w. Anfang 7/2 Uhr. Gratweil'sche Bierhallen. Kommandantenstr. 77-79. Heute sowie täglich: Auftreten der Hamburger Gaudebrüder Konzert- und Roupletsänger. Anfang Wochentags 71/2 Uhr, Sonntags 6 Uhr. Entree: Wochentags 10 Pf., Sonntags 25 Pf. Empfehle meinen berühmten Mittagstisch à la Duval. 3 Regelbahnen 6 Billards, 2 Säle. 1169L Nr 2. Mariannenstraße Nr. 2. NB. Um häufigen Irrthum zu verGenossen, genau auf meine Adresse zu achten. Dr. Hoesch, homöopath. Arzt Artillerieſtr. 27. 8-10, 5-7, Sonnt. 8-10. Empfehle allen Genossen mein Lokal ein Vereinszimmer zu vergeben. Paul Drügemüller[ 13029 ( fr. Mitan), Wienerstraße 31. bis 50 zu Todes- Anzeige. Allen Kollegen die traurige Nachricht, dass unser Leopold Lehmann, langjähriger Vorsitzender des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser, im nahezu vollendeten 47. Lebensjahre am Sonntag Vormittag nach langem, schwerem Leiden an der Lungenschwindsucht gestorben ist. Wir betrauern in dem Dahingeschiedenen einen treuen Anhänger und Verfechter der Prinzipien des UnterstützungsVereins deutscher Buchdrucker und einen Menschenfreund im wahrsten Sinne des Wortes. Sein unermüdliches Wirken, gepaart mit echter Kollegialität, sichern ihm bei uns ein bleibendes Andenken. Die Beerdigung findet am Mittwoch, den 21. Oktober, Nachmittags 43/4 Uhr, von der Leichenhalle des DreifaltigkeitsKirchhofes, Bergmannstrasse, aus statt und bitten wir um recht zahlreiche Betheiligung. Der Vorstand des Vereins der Berliner Buchdrucker und Schriftgiesser. Große öffentliche Volks- Versammlung am Mittwoch, den 21. d. M., Ab. 8 Uhr, im großen Saale des Böhmischen Brauhauses", Landsberger Allee. Zages Ordnung: M Glü Eine rung Bar berg tag Kom für Ant Sit Die Gef eine hatt da jähr Statuts. Ge das 1. Berichterstattung über die Thätigkeit der Kommission behufs Gründung der Genossenschafts- Bäckerei. Referent Genosse Augustin. 2. Vorlage des ausgearbeiteten Bäckerei Genossenschaft Referent Genosse Lazarus. 3. Diskussion. Neueſte Original- Waffer- Pantomime in Vereinszimmer Plick, Simeonjir. 28. der Bäckerei- Genossenschaft. zwei Abtheilungen, mit sensationellen Licht- und Wassereffekten, als: großartiger, mit elektrischer u. bengalischer Beleuchtung verfehener OriginalWasserfall. Ein mit zirka 300 Wasserstrahlen und ebenso vielen Glühlampen versehener Kranz um die Manege. Grossartiger Effekt einer grossen Fontaine( v. d. Weltausstellung in Paris), drei_wasserspeienden Nilpferden, ferner: Ruderbootfahrten, Serenaden auf dem Wasser, Brückensturz 2c. und diversen neuen höchst komischen Einlagen. Alles Original!! Keine Nachahmungen!! inszimmer, bis zu 30 Personen [ 2181b 1144L Sophabezüge! Refte in Rips, Damast, Granit, Plüsch u. bunt. Stoff, pottbillig. Emil Lefèvre, Oranienstr. 158. Proben franko! M 4. Einzeichnung der Mitglieder in die Listen zum Zwecke der Gründung, Zur Deckung der Unkosten Tellersammlung. 391/5 Verein der Lithographen, Steindrucker und Berufsgenossen Deutschlands. Kombinirte Versammlung am Donnerstag, den 22. Oktober, Abends 8½ Uhr, bei Feuerstein, Alte Jakobstraße Nr. 75. Tagesordnung: Eine Nacht in Benedig. Kinderwagen. Krößtes Bager Berlins über ein zu veranstaltendes Winterfest. 5. Verſchiedenes. Morgen: Große Vorstellung. Neues Programm. Welt- Restaurant, Dresdenerstr. 97. Täglich Nordd. Sänger. Etablissement Buggenhagen. Saat Auftr. b. Damen Fr. Golzsel, am Moritzplatz. Täglich: Unterhaltungs- Musik. II. d. Direktion A. Rödmann. Dienstag und Freitag: Walzer- Abend. Frl. Leander und des Hrn. Schröder und Elmano. Anf. 7 Uhr. Entree 15 Pf., Sonnabend 20 Pf., Sonntag 30 Pf. intl. Progr. 4 Regelb., 3 Billards, 3 Orchestrions. Großer Frühſtücks- und Mittagstisch. Evora Evora- Bräu. Spezial- Ausschant von Bazenhofer Export- Bier, Seidel 15 Pf. F. Müller. 641 PassagePanopticum und Theater Variété I. Ranges Echtes Nürnberger Bier, Original- Füllung der Export- Brauerei Evora& Meyer, Fürth-Nürnberg in Bayern, 25 u. 30 Flaschen für 3 Mt. frei Haus, ohne Pfand, empfiehlt Otto Linke& Co., Hauptkellerei Berl. Lagerhof III, Fernsprech- Amt III, Nr. 404. Jede Uhr unter Garantie 281/19 1. Geschäftliches. 2. Vortrag des Herrn Dr. Kantorowis über„ Die Abstammung des Menschen nach Darwin". 3. Diskussion. 4. Besprechung LagerBerlins - Um recht pünkt Andreasstr.23, H.p, lichen und regen Besuch dieser Versammlung ersucht Die Verwaltung. 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Tages Ordnung: 1. Vortrag. 2. Diskussion. 3. Ernennung eines Bevollmächtigten für den Osten. 4. Werkstattangelegenheiten und Verschiedenes. Zu dieser Ver sammlung werden die Kollegen der Werkstatt von Götsch, Koppenstr. 51, hiermit besonders eingeladen. 323/3 Um zahlreiches Erscheinen ersucht Der Vorstand. Arbeiter- Verein für Cöpenick u. Umgegend. Mitglieder- Versammlung Für einen Parteigenossen ist ein Lokal am Dienstag, den 20. d. M., Abends 8 Uhr, im Saale dee Herren Dienstag u. Freitag: Damentag. garantirt staubfrei und gereinigt, zu aller- i. Storden, da Inh. zwei Geſch. hat, bill. z. Entree 50 Pf., Militär 25 Pf.[ 1421L billigst. Preisen. Streng reelle Bedienung. Feen- Palast Burgstraße, neben der Börse. [ 1319L] vert. 3. erfr. b. Pahnke, Dresdenerstr.13. Einf. möbl. Zimmer zu verm. Grüner Weg 105, Quergb. p. v., b. H. Winkler. D. Levin,[ 107 7L N., Reinickendorferstraße 18. Allen Freunden und Genossen die Mittheilung, daß ich für mein Zigarren- Fr. Schlafft. z. vm. 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Diskussion. 3. Aufnahme neuer Mitglieder. 4. Vereinsangelegenheiten. Gäste willkommen. Um Zahlung der rückständigen Beiträge wird gebeten. 104/8 7061 anderweitig kauft Der Vorstand. eine illustrirte Wer Nähmaschine kaufen will, verlange bevor man Preisliste C. Mahnkopf, Berlin W., Strasse 23. eine von Diese seit 24 Jahren bestehende Firma ist die vortheilhafteste Bezugsquelle in Nähmaschinen, wie dies fortwährend von Tausenden von Kunden anerkannt wird. zu 50 Pf. ca. 33/4 Pfd., 60 Pf. ca. 4 Pfd., Pfd. 2176b Das größte Brot i Mart ca. 7% P. liefert die Brotbäckerei arb. f. Gießerei verl. Auguststr. 49a. Stralsunderstraße S und Zionskirchplatz 4. Ein nabe, 14 Jahre alt, als Lauf1396L August Thiedemann, Angelegenh. Unbemittelten unentgeld- bursche und zum Kegelauffezen verlangt Möbel, Spiegel- und Polsterwaaren. 1440L Oekonom. lich. Sonntags bis 4 Uhr. [ 1356L R. Schröder, Manteuffelstr. 9.[ 2170b Sat A CARE DE Be sta Hierzu zwei Beilagen NAF H. Menner, Reichenbergerstraße 150. Verantwortlicher Redakteur: R. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Max Bading in Berlin SW ,, Beuthstraße 2. 1. Beilage zum„, Vorwärts" Berliner Volksblatt. Nr. 245. Parteitag der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Erfurt, den 18. Oktober. Vierter Verhandlungstag. Um 3 Uhr eröffnet Kloß die Sigung und verliest einige Glückwünsche, erwähnt auch eine Zuschrift aus Berlin, in welcher Einer sein und einiger Anderer Einverständniß mit den Aeußerungen Wildbergers ausspricht.( Lachen.) Es folgt die Berathung der Anträge aus der Mitte des Parteitages. Agster- Stuttgart beantragt im Namen der württembergischen Landesorganisation, nur alle zwei Jahre einen Parteitag einzuberufen. Bebel spricht sich kurz gegen den Antrag aus. Der Brüffeler Rongreß habe sogar einen internationalen Kongreß alle zwei Jahre für nöthig erklärt. Wir können uns nicht so beschränken, wie es der Antrag will.( Beifall.) Der Antrag wird gegen wenige Stimmen abgelehnt. Eingelaufen ist folgender Antrag: In Elberfeld ist der Fall vorgekommen, daß in derselben Sigung des Strafgerichts ein Dienstmädchen, welches sich eines Diebstahls gegen seine Herrschaft vergangen hatte, mit 3 Monaten Gefängniß bestraft wurde, während ein Handlungslehrling, der einen Geldbrief mit hohem Betrage unter dem Dach versteckt hatte, von der Anklage der Unterschlagung freigesprochen wurde, da er aus guter Familie und im Besitz der Befähigung zum einjährig- freiwilligen Militärdienst war und nach Meinung des Gerichts bei ihm deshalb nicht die Absicht, ein Vergehen gegen das Eigenthum zu begehen, vorausgesetzt werden dürfe. Es wird der Antrag gestellt: " Daß alle Redakteure von Arbeiterblättern verpflichtet werden, Urtheile, durch welche auf Bildung und Besitz der Angeklagten in der Weise Rücksicht genommen ist, daß ein Aermerer auffallend hart bestraft oder ein Reicherer auffallend leicht behandelt ist, an eine Zentralstelle einzusenden, welche die zu einander passenden Fälle zusammenstellt und regelmäßig in der Parteipreffe veröffentlicht. P. Braun und 20 Genossen. Die Verhandlung dieses Antrages wird verschoben. Es liegt weiter der Antrag vor, die Wahl von Delegirten zum Parteitag nach Proportionalsystem vornehmen zu lassen und zwar bis zu 6000 Stimmen einen Delegirten, bis zu 10 000 zwei Delegirte, darüber hinaus höchstens drei Delegirte zuzulassen. Singer erklärt sich gegen den Antrag. Es liegt fein Grund vor, den Beschluß vom vorigen Jahre umzuwerfen. ( Beifall.) Frohme ist gegen den Antrag. Niederauer: Der Antrag entspricht dem, was wir für die Wahl zum Reichstage fordern. Stadthagen: Von Proportionalvertretung könnte man nur dann reden, wenn die Wahl der zu wählenden Delegirten der Zahl der wirklich wählenden Genossen im Wahlkreis entspräche. Bebel: Den Antrag könnten wir nur annehmen, wenn sich herausgestellt hätte, daß der bisherige Modus Nachtheile herbeigeführt hätte.( Beifall.) Der Antrag wird mit großer Mehrbeit abgelehnt Ein Antrag, welcher besagt, daß Frauen nicht berechtigt find, allein, ohne die Männer, eine 23ahl einer Delegirten zum Parteitag vorzunehmen, erregt Heiterleit und wird nicht genügend unterstüßt, so daß er gar nicht zur Verhandlung kommt. Zur Erledigung kommen nun die Anträge in Bezug auf die Presse. Die Delegirten 3 widau's beantragen: Dhne Zustimmung der Parteileitung darf kein Parteiblatt gegründet werden. Schmidt- Zwickau: Der Antrag habe Verwunderung erregt. Es würden aber zu viel Parteiorgane gegründet, die nicht lebensfähig seien. In dem Antrage liege fein Verstoß gegen das demokratische Prinzip, da die Parteileitung von der Gesammtheit gewählt werde. Agster Stuttgart bekämpft den Antrag, weil dem Vorstande nicht eine so große Verantwortung aufgehalft werden tönne. Singer: Die Parteileitung kann selbständig nicht entscheiden, ob die Gründung eines Blattes nöthig und nützlich, und ob das Blatt finanziell gesichert ist. Sie muß sich dabei an diefelben Genossen halten, denen die Antragsteller die Beschlußfassung über die Gründung nicht überlassen wollen. Redner warnt zugleich vor der Gründung von Parteiblättern, so lange keine genügende finanzielle Grundlage vorhanden ist.( Beifall.) werden." Dienstag, den 20. Oktober 1891. 8. Jahrg. Den zweiten Absatz des Antrages begründet Mehner: seines Wahl- Flugblattes zu rechtfertigen. Man müsse Viele Annonzen liefen den Grundsägen der Partei und den In- auf die Person des Gegenkandidaten Rücksicht nehmen; tereffen der Arbeiter zuwider. er habe dem Rechtsanwalt Munckel gegenüber gestanden. Es geht ein Antrag ein, auch die Aufnahme unsittlicher" Mit Vollmar befindet sich Redner, wie er erklärt, im schärfAnnonzen zu verbieten. sten Gegensatz. Bollmar habe der Partei unendlich geschadet, die Bebel wendet sich gegen die Sittenrichterei und bittet Landrathsblätter hätten ihn als Vertreter der nationalen Sozialdie Anträge abzulehnen. Auch Annonzen von Leihhaus- demokratie gefeiert. Er( Redner) werde namentliche Abstimmung Ausverkäufen können doch so lange nicht verboten wer- über das Amendement Dertel beantragen. den, als Leihhäuser existiren und Bestimmungen vorhanden sind, wonach die Pfänder binnen bestimmter Zeit verfallen. Grothe: Die Abzahlungsgeschäfte sind nicht sammt und sonders unreell. Er selber habe ein Möbel- Abzahlungsgeschäft. Will man die Abzahlung beseitigen, so erschwert man den Arbeitern das Heirathen. Mehner: Die Abzahlungsgeschäfte sind nur scheinbar ein Vortheil für die Arbeiter; thatsächlich zögen sie ihnen das Fell über die Ohren.( Beifall und Widerspruch.) Der Antrag wird mit großer Majorität abgelehnt. Koppe Rixdorf beantragt: a) Das Abonnement des Vorwärts" pro Quartal auf 3 M. festzusetzen; b) die Versammlungs- Anzeigen für Arbeiterversammlungen( politische und gewerkschaftliche) um 50 pet. zu verbilligen." Die Genossen in Tuttlingen:„ Das Partei- Organ„ Vorwärts"( Berliner Volksblatt) soll vom 1. Januar 1892 ab abermals eine Ermäßigung des Abonnementspreises erfahren." Bebel erklärt, Bunkt b sei bereits seit einem Jahre erledigt, Punkt a sei unannehmbar, der Ausfall würde 42 000 M. im Jahre betragen; der Ueberschuß betrage nur 38 000 m. Beiläufig bemerkt Bebel, daß vom 1. Januar an ein neues illustrirtes Sonntagsblatt mit dem Titel: Die Neue Welt", in Hamburg erscheinen soll. Redakteur soll unser Parteigenosse Kurt Baate werden. Die beiden Anträge werden abgelehnt. Der Antrag der Dortmunder Delegirten: a)„ Der Parteitag wolle beschließen, daß es Pflich eines jeden Parteiblattes ist, einem jeden anderen Parteiblat ein Pflichteremplar gratis zu überweisen. Ein Schlußantrag wird abgelehnt, nachdem Bebel erklärt, daß die weitere Debatte vermuthlich noch neue Gesichtspunkte besonders in Hinblick auf Bollmar's Standpunkt ergeben würde. Der Parteitag müsse sich der Tragweite seiner Beschlüsse voll bewußt sein. Richard Fischer Berlin: Viel wichtiger, als die Diskussion mit der Berliner Opposition ist die Auseinandersetzung mit Vollmar. Theilt die Partei Vollmars Anschauungen, dann muß aus unserem Programm das Wort: sozialdemokratische Arbeiterpartei gestrichen und durch: deutsche Arbeiterpartei ersetzt werden. fall.) Dann muß der Standpunkt, den die Kongresse in St. Gallen und Halle zur Sozialreform bez. den sog.„ praktischen Forderungen" eingenommen, aufgegeben werden. ( BeiVollmar will die Reform um ihrer selbst willen. Wir wollen sie, um die Arbeiterklasse zum Entscheidungskampf zu stärken. Für uns ist sie Mittel zum Zweck, für Vollmar Selbstzweck und Hauptsache. Seine Anschauungen können schließlich auch von Bennigsen getheilt werden. Redner erinnert an die Bennigsen'sche Rede bei Erlaß des Sozialistengesetzes, in welcher er auch für eine entfernte Zukunft die Möglichkeit sozialistischer Gesellschaftsgestaltung zugab. Vollmar will das Schwergewicht der Parteithätigkeit nicht in die Agitation, sondern ins Parlament, ins Parlamentiren verlegen.( 3ustimmung.) Das würde an Stelle der Herrschaft der Partei die Mandatsherrschaft, die Abgeordnetendiktatur setzen.( Beifall.) Deshalb muß der Parteitag klar und entschieden Stellung nehmen. Das Amendement Dertel ist frei von jeder persönlichen Spitze. Aber was nützen uns alle schönen Programme, wenn nicht klar fon= b) Der Parteitag wolle beschließen, daß der„ Vorwärts" statirt wird, in welchem Geist die Programme den Wir jedem Parteiblatt zwei Pflichtexemplare überweist und zwar Massen gegenüber vertreten werden sollen.( Beifall). eins zur Verwendung bei Herstellung der Partei- Organe fennen als Partei keine Politik der freien Hand. Diskussionen und eins zum Einreihen in die Bibliothek der Redaktion. innerhalb der Partei nach außen hin aber ist jeder verc) Der Parteitag wolle beschließen, daß der Redaktion pflichtet, für die Haltung einzutreten, welche der Kongreß festeines jeden Parteiblatts seitens der Parteileitung eine stellt. Die Frage, ob Vollmar sich fügt, oder nicht, berühre ich Handbibliothek gratis zur Verfügung gestellt wird und gar nicht, sie ist selbstverständlich. Wohin kämen wir denn, wenn zwar derart, daß diese Handbibliothek Eigenthum der Abgeordnete das Recht hätten, an die Entscheidung der Wähler Partei bleibt und im Falle Eingehens eines Parteiblatts gegen den Beschluß des Parteitages zu appelliren? wird von Zölde- Dortmund befürwortet, aber abgelehnt, nachdem Abgeordnete, wer es immer fei, zu fügen. on mare an die Parteileitung zurückzuliefern ist" ( Beifall.) Hat die Partei gesprochen, so hat sich der Sonst wäre der Weg geebnet, in unsere Partei den Boulangismus und Parnellismus einzuführen!( Beifall.) Bebel sich gegen denselben erklärt hat. In Rücksicht auf den Abends stattfindenden Kommers wird hier die Sigung abgebrochen. Die nächste Sigung wird auf morgen früh 9 Uhr anberaumt. Fünfter Verhandlungstag. Erfurt, den 19. Oktober, " Fleischmann- Frankfurt wendet sich gegen die Berliner Opponenten. Redner geht näher auf die Geschichte der Frankfurter Erklärung ein und hebt hervor, daß sich die verschiedenen Richtungen jetzt völlig miteinander ausgeföhnt hätten. 0 Dahlem Halberstadt bestreitet, daß die Genossen auf dem Lande relativ den Genossen in den großen Städten in intellektueller Entwicklung nachständen. Die Angriffe gegen Heine, das fortwährende Zurückkommen auf längst erledigte Dinge, erflare ficcus persönlichem Haß. = Goldstein Dresden weist auf den kleinbürgerlicher Charakter der Vollmar'schen Anschauung hin. Optimismus, nicht Pessimismus brauchen wir. Aber Vollmar will wie die will er Singer eröffnet die Sigung nach 9/4 Uhr mit der Mittheilung einer großen Zahl von Begrüßungen. Von Berlin ist eine Depesche eingegangen: Den mannhaften Genossen der Opposition Gruß und Anerkennung!" Die Genossen von TeltowBeeskow- Storfow erklären, auf dem Boden des Flugblattes zu stehen. Bei dieser Gelegenheit erklärt Singer, daß zuschriften einzelner Leute an den Kongreß, von denen man nicht wisse, ob Liebknecht: Müßte ich zwischen den Stürmern und sie autorisirt sind, künftig nicht zur Verlesung kommen werden. Bremsern wählen, so bin ich bei den ersteren.( Beifall.) Die Die Preßkommission der Volkstribüne" erklärt, daß sie Stürmer Tönnen uns nie so viel schaden. auf Grillenberger's Mittheilung hin, das Flugblatt sei mit der Bremser. nicht bremsen, „ Volts- Tribüne" versandt worden, eine Untersuchung veranstaltet die Parteilokomotive auf einen neuen Strang bringen. habe. Der Expedient behaupte nun, aus eigner Initiative fein Die Situation hat sich verrückt. Vollmar hat erklärt, daß er Flugblatt versandt zu haben. Nur auf ausdrücklichen Wunsch seinen Standpunkt nicht aufgiebt, daß er zwar für die Bebel'sche und Bestellung von Genossen habe er einige Flugblätter ver- Resolution, aber aus anderen Motiven stimmen würde. Dadurch fandt.- Zum Beweis, daß solche Bestellungen eingelaufen, sind ist das Amendement Dertel eine Nothwendigkeit geworden. Volldrei Postkarten eingefügt. mar standen zwei Wege offen: Entweder er erklärte; Was ich will, ist eine neue Taktit, was ich sagte, war ein Pronunziamento. ( Beifall.) Oder er erklärte: meine Aeußerungen sind mißverstanden worden: ich will keine neue Taktik. Er hat das letztere nicht gethan und deshalb liegt es im Lebensinteresse es ihre höchste Pflicht, wenn fte der Partei, ist nicht dem Ruin entgegen gehen will, auf das Entschiedenste den Versuch zurückzuweisen, fie in eine opportunistische, soziale Reformpartei, in eine sozialistische nationalliberale Partei umzuwandeln. ( Lebhafter Beifall.) Es wird in die Tagesordnung eingetreten und die Disfussion über die Taktik und die parlamentarische Thätigkeit der Fraktion fortgesetzt. Es liegt die Resolution Bebel, das Antendement Dertel, und der Antrag Schönlant, fünftigen Kongressen den Bericht über die parlamentarische Thätigkeit gedruckt vorzulegen, vor. Herbert Stettin bestreitet, daß ein neuer Kurs vor: handen sei, bekämpft Vollmar und hebt hervor, daß das Prinzip in seiner Reinheit erhalten werden muß. anderer auch von Schmidt München: Ich habe den Auftrag, die Münchener Das muß sachlich scharf, ohne persönliche Spitze ausgesprochen Genossen gegen den in Berlin erhobenen Vorwurf, sie seien werden. Wollen wir die Alten bleiben, wollen wir bleiben, was Der Antrag der Zwidauer Genossen wird mit großer Majo: Hurrahkanaille, energisch zu verwahren. Ich bedauere, daß ein wir sind, so sind wir hierzu verpflichtet. rität abgelehnt. solcher Ausdruck überhaupt fallen fonnte. Dem Sinne nach ist Bollmar hat zwar gesagt: Ja, ich habe ja gar keine neue aber Vorwurf Die Genossen in Dortmund, Lüdenscheid, Würt der Seite erhoben Taktit empfohlen, habe ja nur ausgesprochen, was der Bebel, der temberg, Berlin I und Leipzig beantragen:„ Das worden. Vollmar hat ungemein viel für die Agitation Liebknecht, der Auer auch gesagt haben. Aber die Stüßen, auf die er Parteiprogramm soll, mit einem furzen parteigeschichtlichen Weber- in Südbayern geleistet. Durch seine rednerische Begabung sich stützen wollte, verlassen ihn. Aus dem Zusammenhang geblick, sowie mit allgemein verständlichen Erläuterungen des Pro- übt er großen Einfluß auf die Massen aus. Daß aber durchaus rissene Aeußerungen beweisen nichts, und wir erklären ausgramms versehen, gedruckt und zum Zweck der Massenverbreitung nicht alle Münchener Parteigenossen mit Vollmar einverstanden drücklich, wir wollen teine neue Zaftik für die Partei. Die Staubwolke des Berliner Streites hat sich gelegt. Sie als Agitationsschrift zum Betrage der Herstellungskosten abgegeben waren, geht aus der Erklärung des Agitationsvereins für Südbayern hervor, eine Erklärung, die nicht gern abgegeben wurde, verlangen nicht in dieser methodischen Weise, wie Vollmar, daß Für den Antrag sprechen Zäterow- Berlin und Trilse- aber durch die Angriffe nothwendig war. Wir halten es für die Partei eine andere Taktik einschlägt. Leipzig. viel vernünftiger, wenn derartige Angelegenheiten nicht in großen Vollmar's Reden haben bei den Gegnern Hoffnungen, bei sondern auf dem Parteitag Singer: Eine Erläuterung zum Programm ist Vielen im Versammlungen, Lande jedenfalls sehr erwünscht.( Lebhafte Zustimmung.) erledigt manchem unserer Freunde Befürchtungen und Verwirrungen hervorwerden. Zum Schluß giebt Redner der Hoffnung Aus- gerufen. Deshalb ist es doppelt nothwendig, daß der Parteiflipp druck, daß Genosse Vollmar den Beschlüssen und Maßnahmen tag und flar erklärt: Wir wollen nichts Der Antrag wird mit großer Majorität angenommen. Die Genossen des I. Berliner Wahlkreises beantragen: des Parteitages, wie sie auch ausfallen, sich fügen wird. von neuer Taktik wissen. Wir sind die Alten geblieben. Wir Um dem Einwand zu begegnen, die Berliner Genossen Die Münchener Parteigenossen werden ganz gleich, um welche wollen nicht unser Endziel auf hundert oder tausend Jahre verhätten keinen Einfluß auf unser Organ; um weiter den Person es fich handelt, nach der Taktik es fich handelt, nach der Taftit arbeiten, welche schieben.( Lebhafter Beifall.) Es freut mich, daß hier der Antrag auf namentliche Abauswärtigen Genossen den für sie interesselosen Inhalt des vom Parteitag festgestellt wird.( Beifall.) Offen aber müsse er Organs, als die Lokallisten, Sprechsaal- Notizen', einen( Redner) es bedauern, daß der Antrag Dertel in dieser Form einstimmung eingebracht ist; ich hoffe, die überwiegende Majorität wird sich gegen den Standpunkt Vollmar's erklären. großen Theil der Geschäfts- und Vereinsannonzen, Be- gebracht worden sei. Meyner Berlin: Die Behauptung, die Preßkommission richte u. f. w. zu ersparen, wird der Vorstand beauftragt, Thate sie es nicht, so hätte die Berliner Opposition Recht wenn möglich eine Theilung des Zentralorgans Vorwärts" der Volks- Tribüne" bestehe aus gewählten Genossen der einzelnen und ich glaube, dann ginge ich selber zur Berliner Opposition zu bewirken, dergestalt, daß der erste Theil das eigentliche Wahlkreise, ist mindestens für den ersten Wahlkreis unrichtig. Man über.( Lebhafter Beifall.) Renner Augsburg erklärt sich mit Schmidt- München Bentralorgan bildet, wogegen der andere Theil die Ber- hat sich den Mann einfach ausgesucht, wie man ihn haben wollte, liner Parteipreffe darstellt. Das Zentralorgan bleibt unter und wir erkennen ihn nicht an, wenn wir auch die Sache einverstanden. Wengels Berlin wünscht, der Parteitag fasse eine flare der Kontrolle des Parteivorstandes, der andere Theil unter gehen ließen. Felgentreff- Berlin hat die ihn von der dem Einfluß der Berliner Genossen." Opposition vorgeworfene Aeußerung: Ich habe gelogen, aber Resolution gegen die Opposition und überlasse den Berlinern Der Parteitag möge sich dahin erklären, daß die ich habe im Interesse der Partei gelogen, nicht gethan.( Beifall.) das Weitere. Lütgens Hamburg: Ich bin mit einigen meiner Ham- Ein Schlußantrag wird angenommen. Organe der Partei angehalten werden, Annonzen von Beschlossen wird, Bollmar und einen Vertreter der Berliner schwindelhaften Abzahlungs- Geschäften, Leihhaus- Aus- burger Freunde gegen den Zusatz Dertel. Will man in einer verkäufen u. s. w. keine Aufnahme zu gewähren; besonders allgemeinen Resolution die Taktik eines Genossen speziell tadeln, Opponenten zum Schlußwort zuzulassen. Es werden die Redner aber dans die Aufnahme zu verweigern, wenn die einzelnen so muß man auch ausdrücklich und unter Namensnennung jeden in folgender Reihenfolge sprechen: Molkenbuhr, Auerbach, Gewerkschaften, deren Interessen hierdurch geschädigt audern tadeln, der Fehler gemacht, z. B. August Heine in seinem Vollmar, Bebel. werden, bei der Preßkommission, welcher das betreffende Flugblatt.( Sehr richtig!) Redner empfiehlt die größte Vorsicht Blatt unterstellt ist, dagegen Einspruch erheben." bei Streits. Da würden, wie die Erfahrungen in Hamburg geBebel erklärt sich gegen den ersten Theil des ersten Ab- zeigt, große Darlehne aufgenommen, die nachher von einer kleinen Absages folgendermaßen abzuändern: hakes des Antrages und schlägt vor, den zweiten Theil des ersten Bahl der pflichttreuesten Genoffen zurückgezahlt werden müssen, während das Gros der Indifferenten aus der Organisation aus tritt und sich zurückzieht. In Hamburg grassive seit einiger Zeit auch das Fieber der Genossenschafts- Gründungen. Wir alle find Freunde der Gewerkschaften; sie sollen aber auch den richtigen V Moltenbuhr rechtfertigt in seinem Schlußwort die Thätigkeit der Fraktion gegen die Angriffe der Berliner Oppofition. Der Antrag auf allmälige Einführung des MaximalArbeitstages sei mit dem Programm vollständig vereinbar gewefen. Die Opposition habe mit großem Applomb Behauptungen aufgestellt, es wäre besser gewesen, solch schwerwiegende Vorwürse, wenn man sie nicht beweisen tönne, gar nicht zu erheben. Auerbach: Man erzählt viel von revolutionärer Tattit, Heine Halberstadt vertheidigt sein Verhalten in der Zucker- aber man übt sie nicht aus. Das ist ein kolossaler Unterschied. steuer Kommission. Redner versucht im Weiteren den Inhalt Man hat uns die scharfen Ausdrücke übel genommen, zum Beis Die Berliner Genossen wählen eine Kommission, welcher die Rontrolle über den lokalen Theil des Vorwärts" zusteht. Diese Kommiſſion muß sich aber mit der Parteileitung in Berbindung setzen. Bei allen ihren Sigungen muß ein Vor- Weg einschlagen!( Beifall.) standsmitglied zugegen sein. Der Antrag Bebel wird angenommen. spiel, daß die gegenwärtige Taktik die Partei ruinire. Nun hat Fischer Herr Fischer vom Parteivorstand denselben Ansdruck Vollmar gegenüber gebraucht. Man giebt die Gefahr zu, die von Vollmar's Taktik droht, und man goß doch Kübel aus über uns, die wir diese Gefahr signalisirten. Im Augenblick der Gejahr tippt man nicht an die Glocke, fondern läutet die Sturmglocke. Wir haben die Sturmglocke geläutet.( Seiterfeit.) Liebknecht deutet an, daß er zur Berliner Opposition übergehen könne. Ju ein bis zwei Jahren wird es vielleicht wirklich so weit sein.( Heiterkeit.) Man hat gegen uns unsachlich gekämpft, man hat gesagt: Der von der Opposition ist ein Schuft und der ist ein Schurke. Singer die Glocke lautend: Das ist nicht gesagt worden, Auerbach: Nun, man hat doch gesagt, der und der schreibt für bürgerliche Blätter.( Zustimmung.) Singer: Die Angelegenheit muß an der Sieffe ausgefochten| lichen Dinge, wie es sich in unserer Parteipreffe zuweilen werden, an die sie gehört. findet. Das Wort Selbstbeschränkung ist im moralischen, nicht die Namen zu nennen. Meister: Zur Geschäftsordnung! Wildberger ist ja bereit, in materiellen Sinne von mir ganz allgemein angewendet worden. Für alle diese merkwürdigen Aus- und Unterlegungen finde ich nur eine Erklärung: Die Mehrzahl der Redner hier war nicht Singer: Wildberger hat das nicht erklärt, er wünscht im Stande, meine Rede von der Lawine, zu der sie durch die gewiß auch nicht einen Stellvertreter zu wählen. Presse, hauptsächlich durch die Gegner, angewachsen ist, zu trennen. Baethge verzichtet aufs Wort. Was die gegnerische Presse über mich sagt, kann mir doch im Ernst Niemand zum Vorwurf machen. Ich habe kein Preß bureau. Ich lasse mich nicht darauf ein, ob ich getadelt, nicht darauf, ob ich gelobt werde. Aber ein Recht habe ich von Ihnen zu verlangen, daß Sie mich nur nach dem beurtheilen, was ich gesagt habe. Singer: Um die Geschäfte abzukürzen, schlage ich vor, daß die Neuner- Kommission bei Beginn der Nachmittagssitzung durch Stimmzettel gewählt wird. Wenn Vollmar und Bebel ge sprochen haben, können wir dann gleich das Resultat der Wahl in Händen haben. Ich mache nochmals darauf aufmerksam, daß in diese Kommission durchaus unbetheiligte, unparteiische Leute gewählt werden müssen, weder ein Berliner, noch ein Mitglied Und wenn das auch zuträfe und wenn wir wirklich alle- der Fraktion und der Parteileitung darf sich in ihr befinden. fammt Schurken wären, so hätten Sie doch die Pflicht, unsere Auerbach: Im Namen meiner Freunde: Wildberger, fachlichen Einwände zu widerlegen. Der Parlamentarismus hat uns auf kleinbürgerliche Wege gebracht. Die Heine'schen Flugblätter, das Buckauer Flugblatt bei den Kommunalwahlen enthalten keine Spur von den Zielen der Sozialdemokratie. In Berlin beantragte Zubeil im Gastwirthsverein die Besteuerung des Flaschenbier- Handels, weil dieselbe sozial demokratisch sei, weil sie die Gleichheit anstrebe. Liebknecht nennt uns Anarchisten. Sat denn den Liebknecht von 1869 Jemand einen Anarchisten genannt? Die Verstaatlichung der Apotheken, wie sie die Fraktion beantragt, würde die Macht des heutigen Staates stärken, sozialdemokratisch ist sie so wenig wie Seehandlung und königliche Porzellanmanufaktur. Werner, Bäthge, Schulze habe ich folgende Erklärung abzugeben: In die Neun er- Kommission, die jetzt gewählt werden soll, gehen wir nicht hinein. Im vollem Lichte der Deffentlichkeit haben wir unsere Anklagen erhoben, sie können nicht hinter verschlossenen Thüren zum Austrag gebracht werden. 23ir find bereit, wenn es gewünscht wird, auch weiterhin dem Parteitage Rede und Antwort zu geben. Bisher haben wir im Austrage unserer Mandatgeber an den Arbeiten des Kongresses theilgenommen, wir werden aber wegen der den demokratischen Grundsätzen zuwiderlaufenden und...( Große Unruhe. Glocke des Vorsitzenden.) In meiner zweiten Rede in München habe ich mich ausdrücklich dagegen verwahrt, daß ich eine neue Taktik erfunden hätte und nun vorschlüge. Die vorhandene Taktik eine Taktik, deren Elemente immer vorhanden waren- will ich nur fons fequent durchgeführt haben. Das Schwanken in dieser Taftit, durch das revolutionäre Phrasengeklingel der Jungen veranlaßt, wünschte ich nur zu beseitigen. Gin Redner hat gesagt: wenn es nichts Neues gewesen wäre, Szene zu sehen. so hätte ich nicht Veranlassung gehabt, es mit solchem Lärm in Wie steht es mit dem Lärm? Die Bersammlung, in der ich zuerst sprach, war eine regel mäßige monatliche Parteiversammlung. Hätte ich einen Lärm machen wollen wir Alle verstehen Singer: Erlauben Sie: Jch kann Ihnen nicht gestatten, uns ja ein wenig auf dieses Geschäft( Heiterkeit) hätte ich ein Die Art, wie die Kommission gewählt werden soll. Erst wenn ich es wohl etwas anders angefangen. diese Erklärung weiter vorzulesen. Wir besprechen augenblicklich Pronunziamento, wie gesagt wurde, erlassen wollen, dann hätte die Kommission gewählt ist, kann eine solche Erklärung abgegeben Ich hätte in München eine Massenversammlung einberufen, werden. Ich lehne es ab, sie jetzt entgegen zu nehmen. Wir wäre dann ins Land gegangen, hätte meine Ansichten in einer lassen uns nicht in rein geschäftlichen Angelegenheiten zur Dis- Resolution ausgesprochen, hätte 7, 8 Versammlungen abgehalten fussion einer nicht hierher gehörigen Angelegenheit verleiten. und die Resolution vorgelegt, ( Beifall). Die Kommission wird gewählt, ob Sie sich ihr stellen oder nicht.( Beifall.)...... Immer weiter werden wir auf dieser schiefen Ebene rutschen. Bebel führt uns einen neuen Erbfeind vor: Rußland. Wir find froh, daß der alte Erbfeind" nicht mehr in den Köpfen ist. Die Parteileitung beruft sich immerfort auf die gegnerische Breffe. Propagiren wir unsere Ideen und kümmern wir uns den Teufel um die bürgerliche Presse. Der Typus des gegen. wärtigen harmlosen Agitators ist der vielgeschickte Beus geschickt nicht im Sinne von gesandt, sondern von fähig. Da ist alles so gemäßigt, so anständig, so konziliant, daß die Leute sich sagen: Warum sollen wir nicht einen Stimmzettel gange zu. Bäthge schreit: Nein, das wird nicht geschehen. für einen so netten Mann in die Urne werfen. Die Kornzoll- Resolution enthielt nichts Sozialdemokratisches; Bebel hat es für nöthig gehalten, in seiner Versammlung einen prinzipiellen Zusah zu machen. Aber das ändert nichts daran, daß die Fraktion seine falsche Resolution ins Land geschickt hat. Redner zitirt schließlich ein briefliches Urtheil des Genossen Lang, Bezirksanwalts in Zürich, der fachlich auf dem Standpunkt der Aften sicht, aber über den Ton gegen die Jungen entrüftet ist und meint, die Opposition sei relativ berechtigt, sie bilde das Gegengewicht gegen die gefährlichen Neigungen zung Possibilismus. Der Brief schließt: Die Alten sollten über die Opposition nicht schimpfen, sondern sie verstehen und von ihr lernen.( Gelächter.) Warten wir ab, ob Sie die Taktit auch halten werden, von der Sie sprechen. In Resolutionen falviren Sie sich und in der Praxis begeben Sie sich auf den Boden der Vollmar'schen Taktik. Lassalle sagt: Auf die Masse wirkt nur das Ganze, das Unmittelbare, das Extreme. Verkleiden gilt nicht auf dem Markte der Geschichte", ruft er im Siffingen. Die Gefahr liegt nahe, daß Ihre Taktik die Massen ins Kleinbürgerliche Lager führt. Wir aber wollen die Befreiung des Proletariats beschleunigen, nicht verzögern.( Beifall bei der Opposition.) Es folgen persönliche Bemerkungen. Heine bezeichnet es als unwahr, mit seinem Flugblatt Stimmenfang betrieben zu haben. Eine wissentliche Nuwahrheit liege in dem Vorwurf Auerbach's, daß er die Endziele der Partei in der Agitation verschweige. Scholz- Berlin erklärt, daß der Gastwirthsverein sich die Ausführungen Zubeil's nicht zu eigen gemacht, daß sich vielmehr ein wahrer Entrüftungssturm gegen ihn erhoben habe. Beus: Ich verwahre mich auf das Entschiedenste dagegen, daß ich je eines unserer äußersten Ziele in konzilianter Weise verfchwiegen hätte. Unser Ziel ist so edel, daß ihm die Besten Aller zustimmen können. Die Fünf erheben sich von den Plätzen und gehen dem AusSinger: Weigern Sie sich zu erscheinen, so wird es Aufgabe des Parteitages sein, zu erklären, was weiter geschehen soll. Die Thatsache, daß die Kommission zusammentritt, ist vollkommen unabhängig von Ihrem Erscheinen.( Beifall.) Die Mandatsprüfungs- Kommission wird mit der Ermittlung des Wahlresultats beauftragt. Keßler, Dertel, Meist und Scherm lehnen ab, in die Kommission gewählt zu werden. Damit schließt die Vormittagssitzung. Nachmittags- Sitzung. Singer eröffnet die Sigung um 34 Uhr und erklärt 3nnächst die Wahl der Neuner- Kommission für geschlossen. Zahlreiche Begrüßungen sind wiederum eingegangen. Es wird in die Tagesordnung eingetreten. " Ich hätte die Münchener Post" benutzen können. Nichts davon habe ich gethan. Ich hielt meine Rede und fümmerte mich so wenig um die Berichterstattung über meine Rede, daß Irrthümer im ersten Bericht vorhanden waren. Nicht freiwillig habe ich meine Reden gedruckt herausgegeben, sondern aus Zwang, weil ich nicht mehr anders konnte. Meine ganze Veranlagung ist so, daß ich meine Ansicht ruhig ausspreche und es dann einfach der möglichen Schwer kraft der Worte überlasse, daß sie wirken. Ich appellire nicht an das Gefühl, ich suggerire den Zuhörern nichts. Nur die wir von den Gegnern von der Meinungsfreiheit, im vollsten Maße für uns in Anspruch nehmen, mache ich Gebrauch. Wenn Jemand so ruhig und sachlich, wie ich, seine Ansichten nur zur Debatte stellt und kein Pronunziamento beabsichtigt und dann so angegriffen wird, wie ich hier und vorher in der Presse, dann muß ich doch fragen, wo soll da die freie Meinungs äußerung in unseren Reihen hinkommen?( Sehr richtig.) Und wo soll die freie Meinungsäußerung bei Leuten bleiben, die so eng mit der Partei verwachsen sind, daß ihre Existenz von ihr abhängt? Wo sollen sie den Muth, eine eigene Meinung zu äußern herbekommen? Wenn es etwas in unserer Partei giebt, was bes souders nach Fall des Sozialistengefeges nothwendig ist, so it es die Selbständigkeit des Dentens und Prüfens. Nichts way für mich deprimirender als die Thatsache: In Berlin referirt Wille vor 5000 Menschen und die 5000 stimmen Wille zu Dann referirt Bebel vor 6000 Menschen und die Versammlung entscheidet sich einstimmig für Bebel!( Zustimmung). Vollmar: Werthe Genossen! Ich bin bei meiner vor gestrigen Rede davon ausgegangen, mich nicht in ein Wiederaufwärmen aller Ginzelheiten des unerquicklichen Streites der letzten Monate einzulassen. Es war mir um die Sache zu thun, und ich habe alle Anspielungen persönlicher Art bei Seite gelassen. Leider geschah dies von Anderen nicht. Ich appellirte nicht an das Gefühl, sondern an die Intelligenz der Genossen. Ich ver suchte die Debatte an höhere Gesichtspunkte zu feffeln. Leider haben einzelne Redner die ganze Angelegenheit zu einem Wort streit zu machen gesucht. Sehen und hören ist eine schwere Will man Selbständigkeit des Denkens herbeiführen, so Kunst, zumal wenn einmal das Stück Staatsanwalt, das in jedem müssen wir alle neuen Gedanken mit Dank und Anerkennung Ginzelnen steckt, wach geworden ist. Namen will ich nicht nennen. annehmen. Schon deshalb, um in das alte und regelmäßige Aber ein erstaunlicher Scharfsinn, ist angewendet worden, um Agitationsgeklopf etwas Abwechfelung zu bringen,( Lebhafter mir schwerwiegende Absichten gegen die Interessen und die Beifall.) Taktik der Partei unterzuschieben. als wenn ich in meinen Reden den prinzipiellen Standpunkt völlig Zunächst einige Einzelheiten! Einige Redner haben fo gethan, außer Acht gelassen hätte. Man müßte in der Weise vorgehen: Wenn man eine Mei Freund, nicht als öffentlicher Ankläger darüber sprechen.( Beinung hört, über die man Zweifel empfindet, so sollte man als fall.) Noch eine Nebenbemerkung: Wi Mal läng eine gro obgl ist a es tritt Wer hent fage Unt blät hätt Ios thei wid Mei geri Bei war wir die and Veri Gta legt, lang wür Eben gung Sor Gr Ret fie jede und fein Frü We Gin wir zug eber Die ( Sti mit trat fona Bei imm ma por eine Des niffe fireE wer fart Er heu Zie Na gei Rü die will 1er Vol Hät Aug Die glei Lan dan bru ich in hat aber Bei ihre eige ein Sie thun so, als hätten wir in München nur eine Rede auf Damit sind die persönlichen Bemerkungen zu Auerbach's Rede erledigt und nunmehr müßte Bollmar das Wort erhalten. Lager. Wenn ich über die Kornzölle rede, verurtheile ich die RegieLiebknecht, fagte: Jch flammerte mich an ihn und Bebel an, Singer erklärt jedoch, daß Vollmar auf seinen Wunsch ung, wenn ich die Schacherpolitik des Zentrums bespreche, die das müße mir aber nicht. Ich verehre gewiß die Männer, die bei Beginn der Nachmittagssihung das Wort erhalten werde. Ultramontanen. Der revolutionäre Charakter unferer Bewegung unsrer Partei nützlich sind, aber keiner steht so hoch, daß ich es Jeht seien noch verschiedene Mittheilungen zu erledigen. beruht nicht in großen Worten. Er beruht darauf, daß die für nothwendig hielte, mich an ihn anzuflammern.( 3 Genosse Vanderhus ist nicht, wie es im Bericht des Vor Sozialdemokratie das naturnothwendige Produkt einer revolutimmung.) Nun zur Resolution! wärts" irrthümlich hieß, als Delegirter der holländischen Sozial- tionären Entwicke- lung ist. Man hat gesagt, ich predige Entsagung, wolle die Endziele demokratie da, sondern nimmt nur als Privatperson an den Ber- in den Silberschrant stellen und nur bei feierlichen Gelegenheiten und das haben Sie ja schon dadurch anerkannt, daß Sie Ich stehe voll und ganz auf dem gleichen Programin wie Sie, handlungen Theil. hervorholen. Die nebensächlichen Forderungen soll ich in den mich in die Programmkommision gewählt haben. Weiter: ich stehe Singer: Von den Mitgliedern der sozialdemokratischen Vordergrund geschoben haben. Man hat sogar gesagt, ich auf dem Standpunkt, daß unsere Agitation zum Ziel hat die Gr Reichstags- Fraktion ist folgende Erklärung eingelaufen: wollte eine nationalliberale sozialistische Arbeiterpartei gründen, ringung der politischen Macht. ja die Phantasie eines Redners hat selbst den seligen Boulanger Ich trete fest und entschieden, wie der Verfasser der Reso aufleben lassen. lution, für das ganze große Biel der Partet, aber auch für gegen Broschüre mit dem Rothstift durchging und die einzelnen aus die ich nicht nur für ein ausgezeichnetes Agitationsmittel halte, fon Das Alles hat man fertig gebracht, indem man meine wärtige Verbesserungen in der Lage der arbeitenden Klasse ein, son: dem Zusammenhang geriffenen Stücke als Beweismaterial gegen bern in denen ich auch den organischen Weg der Ent widlung zur sozialistischen fozialistischen Gesellschaft Gesellschaft fehe!( Beifall.) mich verwendete. Beil ich auf dem Standpunkt der Resolution Bebel stehe, weil ich ihre Annahme, die ja zweifellos ist, wünsche und sie, wie für die ganze Partei, so auch für mich bindend erachte, trete ich für sie ein. Wir unterzeichneten Abgeordneten erklären hiermit, daß feiner von uns über Fraktionsgenossen solche Mittheilungen gemacht hat, wie Wildberger sie in der Bersammlung am 9. Sep tember 1891 im Kolberger Salon erhalten zu haben behauptet. Insbesondere ist die Aeußerung: Wenn in dieser Weise eine lange Broschüre zerpflückt wird, bin ich gezwungen, so leid mir das Lesen thut, Ihnen die Kehrseite der Medaille zu zeigen. „ Sieben Achtel von der Fraktion hätten den Fraktionsentwurf eines Arbeiterschutz- Gesetzes vorher garnicht zu Gesicht bekommen, würden auch Verschiedenes nicht unter- o schrieben haben, wenn es vorher dieskutirt worden" von teinem von uns gethan worden. Und wir erklären weiter, daß eine Aeußerung dieses oder ähnlichen Sinnes unseres Wissens von teinem sozialdemokratischen Abgeordneten gemacht worden ist. Erfurt, 19. Oktober 1891. Auer. Bruhns. Frohme. Moltenbuhr. Wollmar. Diet. Bebel. aus der Hand gelegt werden sollen? Steis habe ich betont, daß Blos. Bock. Harm. Dreesbach. Meister. Geier. Albert Schmidt. Birt. Carl Schulze. Schwarz. Wurm. Wilhelm Schmidt. Ulrich. Joest. Megger. Heine. Förster. Grillenberger. Singer. Stadthagen. Liebknecht. Kunert. Damit ist nach meiner Ansicht die Angelegenheit erledigt. Weiteres fann einem Parteigenossen nicht zugemuthet werden. ( Sehr richtig und Beifall.) Redner zitirt Stellen aus seiner Münchener Rede, von denen er annimmt, daß sie das Gegentheil von dem beweisen, was seine Gegner damit bewiesen zu haben glauben. 230 steht ein Wort davon, daß ich den Arbeiterschutz für die Hauptsache Halte? Wo ein Wort davon, daß die Prinzipien verleugnet und unsere Waffen Da kommt der Antrag Dertel. Es giebt zwei Arten, Diffe renzen in der Partei zu erledigen: die sachliche und die peres sich nur um ein Daneben handelt. fönliche. Ich will das Programm genau so in die Massen gebracht Die fachliche ist in unserer Partei die Sitte. 69 erklärte haben, wie Sie. Aber neben dem bleibenden großen Programm, sich Liebknecht in schärffter Form gegen Bebel. 8 Monate später wünsche ich ein Arbeitsprogramm. Das Wort Aktionsprogrammn kam der Kongreß zu Stuttgart und löste den Konflikt fachlich, hat besonders zu Mißverständnissen geführt, zu der Annahme, ohne Liebknecht's Namen zu nennen. Im Streitfall Bebel: Singer: Ich habe eine weitere Mittheilung zu machen als handele es sich um ein zweites Programm.. Es handelt sich Frohme hat lein Kongreß erklärt: Wir sind mit Frohme nicht Folgender Brief ist eingelaufen: einfach nur um Forderungen, deren Durchsetzung augenblicklich einverstanden. Im Falle der Dampfersubvention ist nicht erklärt sehr nothwendig und auch möglich ist. worden: die Genossen A., B. und C. haben Unrecht. Unsere Parteigeschichte weiß nicht ein einziges Beispiel, wo führten zur Bersumpjung oder sogar in den Regierungs- der fachlichen Erledigung die persönliche, vorgezogen worden sozialismus, ein Wort, das geeignet oder bestimmt ist, mich hier wäre. Diese fachliche Erledigung ist der Weg der Freundschaft. in den, schlimmsten Verdacht zu bringen. Der audere, der persönliche, ist deshalb um so verletzender, weil er die Ausnahme bildet. Liebknecht führt wiederum das Wort an: Meine Gedanken Friedrichshagen, 17. Oftober 1891, Sehr geehrter Herr Singer! Es laufen in Berlin drei Versionen über die beiden Abgeordneten um, welche an Wildberger die Mittheilung über die Fraktion und das Arbeiterschutz Gefeß gemacht haben sollen. Alle drei stimmen in einem Namen überein, wechseln aber in anderen. In Bisher habe ich immer gedacht, die Sozialdemokratie sei tein einem Falle wird auch meine Person genannt. Hirngespinnst, sondern das Produkt der materiellen Verhältnisse. Ich weiß nicht, welche Namen in Erfurt zirkuliren und Die ganze Theorie ist darauf hinaus, den Nachweis zu daß nehme daher auch nicht Veranlassung zu irgend welcher that- liefern, die Erreichung des Endziels durchaus fächlichen Erklärung, die selbstverständlich nur eine Zurüchweisung nicht gehindert wird durch die Erreichung son Reformer. Der Normalarbeitstag wivit viel revolutionärer als die schönste der hier umlaufenden Behauptungen sein könnte. Wenn das Bureau aber in die Lage kommen sollte, Rede. Ich wünschte, wir hätten recht bald die Versumpfung des Normalarbeitstages, irgendwie an diese Sache herantreten zu müssen, so ist es ebenso selbstverständlich, daß es für meine Person er- Man hat schließlich gesagt, es feien weniger Einzelheiten in tlären tann, ich mache auf das Schweigen Wildbergers meiner Rede, als der Ton, der bedenklich sei. Der Ton das absolut feinen Anspruch, sondern ließe ihn bitten, flipp heißt das Unfaßbare, das nicht zu Beweisende. Damit fommen und flar zu sagen, was ich ihm über die Arbeiterschutz- Sie zu dem schönsten Tendensprozeß gegen mich. Berhandlungen der Fraktion nach seiner Meinung mitgetheilt Bon Entsagung habe ich nie gesprochen. Fast scheint hätte. es, man mache es mir zum Vorwurf, ich rathe zur Besonnenheit. Noch nie ist eine Partei, ja noch nie ein Mann durch zu viel Besonnenheit zu Gründe gegangen. Die Mahnung war nothwendig gerade der Entwickelung der Verhältnisse und den Berliner Drängern und Stürmern gegenüber. Aus den Zeitungsberichten kann ich nicht einmal ersehen, ob an den% s oder etwas Aehnlichem festgehalten worden ist, sondern ob nunmehr der Abgeordnete blos gesagt haben soll: von der und jener Bestimmung wisse er nichts. Mit bestem Gruße Max Schippel. ( Bewegung.) Baethge Magdeburg meldet sich zum Wort.( Nufe: Er will die Namen nennen!) Auch das Wort„ Selbstbeschränkung" ist mir zum Vorwurf gemacht worden. wie Bol fold fön gesc Du foll er fcht Ge ME Lin das nict An Nic der ver lich mar rebe fich fon Bar Nei ftin Schr Fre trag für An aus erle Ich weiß mir einen einzigen Fall, wo der persönliche Weg gewählt ist, das war die Ausschließung von Most und Hassel manu. Man hat gefagt, und es ist mir persönlich gesagt worden: Wenn der Antrag Dertel nicht angenommen wird, so scheint damit die ganze Partei sich Vollmar zu unterwerfen. Aber an eine solche Absicht denkt kein Mensch vielleicht weniger als ich. Die Resolution Dertel ist meiner Auffassung nach fachlich nach meinen Erklärungen beseitigt. Sie birgt eine persönliche Spitze. Der Abgeordnete nimmt nicht nur im Parteileben, sondern auch nach außen hin eine öffentliche Vertrauensstellung ein. Wenn er wirken soll, muß das Vertrauen in ihn, muß seine öffentliche Stellung unangetastet sein. Was würde man sagen, wenn ich der Bebel'schen Krieg rede eine Resolution hier entgegensette und der Parteitag aus spräche: Bebel's Auffassung über das Bevorstehen eines Welt frieges und seiner Folgen ist zurückzuweisen. So kann man nicht innerhalb der Partei vorgehen. Eine derartige persönliche Zufpißung, ein solches Zadelsvotum, wie es Selbstkritik und Selbstbeschränkung geben erst die Freiheit. das Amendement Dertel enthält, ist für mich unannehmbar. Und deshalb erkläre ich Ihnen ruhig und einfach: Nehmen Sie schaden dem Politiker nichts. Im Allgemeinen richteten fich meine Worte gegen das allzu leichte Absprechen über alle mög! Sie den Antrag Oertel an, so ist der Boden für eine weitere Ant De daß Bet unt Steb Sie Bei Au unt an ver Gr Be t. te et t t t 1100 Ft. -r, g 1: nt h. ch ch er he as an It ne es ent Pre tritt anders. Gerichts- Beitung. waren? Präf.: An= Wirksamkeit für mich nicht mehr gegeben, und ich habe zum letzten| Auer, Bebel und Fischer auf die Zugehörigkeit zu dieser sozial| Anget I.: Nein, vor seiner Berheirathung nicht. Male vor Ihnen gesprochen. demokratischen Partei zu verzichten."( Heiterkeit und Beifall.) Wann hat Backa denn seine jetzige Frau geheirathet? Lassen Sie die persönliche Spike weg, dann kann ich meine Die übrigen Berliner Delegirten beantragen: Der geflagte: Am 9. November v. J. Präs. Sie blieben länger denn zehnjährige Thätigkeit fortfehen.( Lebhafter Beisall Parteitag erklärt: die von Geiten der sogenannten Berliner als Dienstmädchen bei dem Ehepaare, haben Sie denn unerlaubten eines Theils der Versammlung.) Opposition in die Welt gesetzten Schmähungen, Verleumdungen, Verkehr mit ihm gepflogen? An gett.: Ja. Präs.: und Verdächtigungen gegenüber der Parteileitung und Fraktion Wußte die Ehefrau Backa von diesem Verhältniffe? Angeti.: Ueber den weiteren Verlauf der Sigung wird uns tele- find nach Anhören diefer Richtung in solch grundloser und nieder- Ich glaube, ja. Präf.: Woraus schließen Sie das? graphisch berichtet: trächtiger Art geschehen, daß den Berliner Parteigenoffen in Ge- Angeklagte: Frau Backa ließ mehrfach Aeußerungen meinschaft mit der Parteileitung aufgegeben wird, in der fallen, die darauf hindeuteten, hindeuteten, daß sie es wußte. Bebel: Ich muß mich nach beiden Seiten hin wenden, schärfsten Weise dem Treiben dieser Elemente entgegenzutreten, Präf. Wir kommen nun zum 26. Februar d. J. Backa war obgleich sich die Opposition außerhalb des Saales befindet. Das um sie für die Bewegung unschädlich zu machen." Diese mit seinem Gesellen Har wig fortgegangen, wissen Sie wohin? ist allerdings nicht unsere Schuld. Auerbach betonte so sehr, Resolution geht an die Neuner- Kommission, in welche gewählt Angeti.: Nach Mariendorf. Präs.: Woher wußten es sei ihm nur um die Sache zu thun; er ver find: Blum- Hamburg, Emmel- Frankfurt, Slomke- Bielefeld, Reiß Sie das?- Angefl.: Einige Tage vorher war der Bäckerdie allergetreueste Opposition in Der Partei. haus- Erfurt, Müller- Darmstadt, Ehrhart- Ludwigshafen, Kühn- meister Flatau aus Mariendorf bei Baca, der ihn bat, ihn zu Wenn die Opposition immer so gesprochen hätte, wie Auerbach Langenbielau, Sug- Oldenburg und Willig- Hannover. Der Partei- besuchen. Backa versprach, daß er am Donnerstag kommen werde. heut, oder wie Vollmar immer, so wäre garnichts gegen sie zu tag beschließt, der Ginundzwanziger- Kommission die Vorberathung Präf.: Der 26. Februar fiel auf einen Donnerstag. Was fagen. Unterschied. Das ist nicht geschehen und das ist eben der des Programms zu überlassen und auf eine Generaldebatte zu machten Sie und Frau Backa nun, als die beiden Männer fort Genosse Friß hat sehr bezeichnende Flug verzichten. - Angefl.: Wir saßen zusammen in der Küche bis blätter über Wildberger verlesen. Niederauer fragt nun:„ Was Nächste Sibung: Anträge. hätte man gesagt, wenn Wildberger sich von den Flugblättern ich hinausging, um das Pferd zu füttern. Präs.: Als sie zurückkehrten, haben Sie die Hofthür verschlossen?- Angefl.: losgefagt hatte. Das ist in der That eine sehr unglückliche VerJa. Präs.: Schloffen Sie auch das Fenster, das nach dem theidigung. Wenn die Flugblätter Wildbergers Ueberzeugung Hose hinausging? Angefl: Ja. Präs.: Haben Sie widersprechen, so müßte er sich von ihnen lossagen. Der das Fenster zugewirbelt? Angefl: Das weiß ich Meinungswechsel Werners und Wildbergers ist nur dadurch hervor nicht. Praf.: Um zehn Uhr schlossen Sie auch die Hausthür? gerufen, daß fie bei den Wahlen durchgefallen sind.( Heiterkeit.) - Angefl: Ja. Präf.: Dann gingen Sie zu Bett? Beifall). Bei den Frankfurter Vorgängen, die erwähnt wurden, Angefl: Ja. Präs.: Schliefen Sie bald ein?- Ange= war die Sachlage eine durchaus verschiedene. Damals standen Mordverfuch eines Dienstmädchens. Während die tla gte: Ich glaube, ja. Präs.: Wurden Sie nicht bald flagte: wir unter dem Sozialistengesetz. Trotzdem aber traten damals Unthat des Dienstmädchens Machus die Gemüther und die Kri- wieder durch Rufe der Frau Backa geweckt?- Anget!: die Frankfurter offen auf. Die Berliner Opposition handelt minalpolizei noch lebhaft beschäftigt, wurde heute vor dem Ja, sie fragte mich, ob ich den Lärm auf der Straße hörte Was nun den Vorwurf betrifft, daß durch die Schwurgericht am Landgericht II über ein fleines Gegenstück zu und schlief gleich wieder ein.- Präs. Was geschah nun Berstaatlichung der Apotheken die Machtmittel des heutigen dieser Blutthat verhandelt, bei welchem es jedoch bei einem weiter in jener Nacht?- Angef.: Ich hörte Frau Backa Staates verstärkt würden, so ist dieser Vorwurf dadurch wider- Mordversuch geblieben ist. Die zwanzigjährige Dienstmagd um Hilfe rufen und sprang aus dem Bette. Als ich in die Stube legt, daß wir abgesehen von sonstiger Beurtheilung ver: Anna Kölln, eine Peison von ansprechendem Aeußeren, soll trat, wo Frau Backa schlief, bat dieselbe mich, die Lampe anzulangt hatten, daß die Arzeneien zum Selbstkostenpreise abgegeben den Versuch gemacht haben, ihrer Herrin, der verehelichten Bäcker- zünden, was ich auch that. Präs. Sie sollen dabei so gewürden. Dadurch ist natürlich jeder Ueberschuß ausgeschlossen. meister Lacka, den Hals zu durchschneiden. Außerdem zittert haben, daß Sie die Lampe kaum halten konnten.- An= Ebenso verhält es sich mit allen anderen kleinlichen Anschuldi- legt ihr die Anklage den Diebstahl eines, ihrer Herrin gehörigen geflagte: Das ist wohl möglich bei dem Schrecken und der gungen der Opposition. Traurings zur Last. Ter Eachverhalt ist furz folgender: Jm Kälte. Präs.: Was bemerkten Sie nun, als die Stube erBollmar hat heute wesentlich anders gesprochen als am Sause Berlinerstr. 8 im benachbarten Stummelsburg hat der leuchtet war? Anget!.: Frau Backa war am Halse Sonnabend. Er sagt aber, man habe ihn bisher mißverstanden. Bäckermeister Backa die Kellerräume inne, die er theils zum Wohnen, blutig. Ich war so erschrocken, daß ich auf ihr Bett Gr will nicht nach einzelnen Sägen beurtheilt sein. Itun, seine theils zu seinem Gewerbe benutzt. An den Laden stößt die niedersant, ich mußte aber in die Küche gehen, um mir einen Rete ist ein gefchloffenes Ganze von firenger Folgerichtigkeit, Wohnstube, die von den Baca'schen Chelenten auch zum Rock überzuwerfen. Präf.: Als Sie nun wieder die Küche fie ist ein Muster an Logit, sie ist ganz aus einem Guß, durch Schlafen benutzt wird, daran schließt sich ein Arbeitsraum. Von beiraten, was riefen Sie dann der Frau Backa zu? Ange kl.: jede Seite zieht sich der Gedanke: Nur immer langsam diesem führt eine Thür nach der nach hinten belegenen Küche, Daß das Fenster offen sei. Präs.: Und das hatten Sie früher und bedächtig, und maßvoll. Selten hat Jemand von wo man wieder auf den Hausflur und von diesem nach der nicht bemerkt? Angel.: Nein. Präs.: Es soll ein feinen Standpunkt fo vollständig geändert wie Bolluar. Backstube gelangt. In der Küche schlief die Köln. Baca bat falter, aber trockener Abend gewesen sein? Angell.: Ja.Früher war Vollmar radikal, jetzt ist er Patriot und Optimist. feine jetzige Frau im November vorigen Jahres geheirathet, die Präs. Als Sie die Lampe anzündeten, woher nahmen Sie da Wenn Jemand die Fühlung mit der Masse verliert, so ist solche Rölln war schon seit April vorigen Jahres bei ihm als Wirth- die Bündholzer? Angetl.: Vom Tische. Präs.: Wissen Sinnesänderung leicht möglich, und wenn jemand in angenehmen schafterin und wurde von dem Chepaar gebeten, diese Stellung Sie, wohin Sie das abgebrannte Zündholz warfen- Angefl.: wirthschaftlichen Verhältnissen lebt, so ist er wohl dem Gedanken zu behalten. Tie Che war anscheinend feine glüdliche, Baca Auf den Fußboden.- Präs.: Es ist auffallend, daß man auf zugänglich: Langsam, es eilt nicht". Der Satte hat soll die Beziehungen, die er vor seiner Verheirathung mit seiner dem Fußboden am Kopfende des Bettes mehrere Bündhölzer eben Zeit. Bollmar nennt meine Taftit einen Appell an Wirthschafterin unterhielt, auch nach derfelben fortgesetzt haben. fand, drei waren nicht angebrannt gewesen, das vierte die Ungeduld der Massen. Jawohl, die Wassen sind ungeduldig. Die Anklage nimmt an, daß die Kölln ihrer Diensiherrin nach war aber ein wenig angebrannt, als habe Jemand es benutzt, ( Stürmischer Beifall.) Auf dem Wege Vollmar's komnien wir dem Leben trachtete, um später deren Stelle einnehmen zu können. um für einen Augenblick ſehen zu können. Angefl.: mit Mothwendigkeit dazu, zu vergessen, daß wir eine sosialt emo- Am 26. Februar d. J. waren Backa und fein Geselle Davon weiß ich nichts. Präs.: Frau Backa sprang tratifche Partei sind. Seine Taftit bedeutet die Rückwärts- am Nachmittage über Land gegangen, ihre Rückkunft zum Fenster auf den Hof hinaus, wo blieben Sie?-Angefl.: fonzentration und Verzettelung der Kräfte.( Stürmischer war vor 12 bis 1 Uhr Nachts nicht zu erwarten. Ich wurde ohnmächtig und mußte auf dem Bett der Frau Backa Beifall.) Immer müssen wir das Ziel im Auge behalten, Frau Backa blieb mit der Kölln zu Hause. Gegen acht Uhr be- liegen bleiben. Präs. Meinen Sie denn nun, daß die That immer in der Richtung des des Zieles marschiren. Voll- gab die Kölln sich über den Hof nach dem Schuppen, um das von Jemandem begangen ist, der durch's Fenster hineinkroch und mar's Reden hatten den Zweck eine 11ette Zattit Pferd zu füttern. Als sie zurückkehrte, verschloß sie die Softhür, denselben Weg zurücknahm?- Angetl.: Ich weiß es nicht, vorzuschlagen, das zeigt Titel und Inhalt. Bollmar nennt es überzeugte sich, ob auch die nach der Straße führende Thür ver- anfangs habe ich geglaubt, es hätte Jemand sich unter dem Bett einen Widerspruch, wenn ich, da ich an die baldige Erreichung schlossen war und machte die Läden vor den Fenstern zu. Bis versteckt gehalten. Präs.: Die Anklage behauptet, daß Sie bes Bieles glaube, gleichwohl unter den gegenwärtigen Werhält gegen halb zehn Uhr unterhielten sich die beiden Frauen in der die Thüterin gewesen sind, daß Sie der Backa haben den Hals niffen eine Besserung der Lage der arbeitenden Klaffen an- Wohnftube, dann gingen sie zur Ruhe und die Köln suchte ihr durchschneiden wollen, um dann den Ghemann Backa heirathen ftrebe. Beides fann absolut nicht von einander getrennt in der Küche stehendes Bett auf. Die Thür blieb offen. Bald zu können. Angefl.: Das ist nicht wahr, ich bin es nicht werden. Volimar mag mix Optimismus, meinetwegen rosa- löschte Frau Backa die Lampe und es herrschte tiefes Dunkel in gewefen. Präs. Sie müssen aber doch einräumen, daß eine farbenen vorwerfen, so sage ich, er ist ber schwärzeste Pessimist. sämmtlichen Räumen. Frau Bacha schlief bald ein, wurde aber Menge Verdachtsmomente gegen Sie vorliegen?- Angell.: Sie Er ist ein Optimist mit Bezug auf seine Erwartungen auf die gleich darauf durch Larm auf der Straße geweckt. Gie tann es ja auch selbst gethan haben.- Präs.: Warum sollte sie das heutige Regierung, aber ein Peffimist mit Bezug auf die letzten rief der Kölln zu, ob auch diese von den zankenden thun?-Angefl.: Ich meine nicht, daß sie sich hat tödten wollen, Ziele. Allzu große Borsicht hat viele Barteien ruinirt,&. B. die Benten geweckt worden sei und erhielt eine tejahende sie wollte sich vielleicht nur verwunden, um den Verdacht dann Stationalliberalen.( Lebhafter Beifall.) Unsere Partei fann der Be Antwort. Frau Backa Schlief wieder ein. Eie er auf mich zu lenken. Dann mußte ich zum Hause hinaus und sie geisterung nicht entbehren, Bollmar's Taftit aber würde ihr das wachte wieder durch einen heftigen Schmerz am Halse. Es war hatte ihren Mann für sich. Präf.: Wie soll das aber möglich Rucigrat zerbrechen. Eine Partei mit Zielen, wie sie ein Gefühl, als ob Jemand mit einem Messer, das zu stumpf fein, man hat ja kein Messer bei ihr gefunden, die Meffer lagen die sozialdemokratische hat, welche die Massen in Bewegung segen war, um den Zweck zu erfüllen, an ihrem Halse hin- und her- ja auf dem Tische in der Küche. Angefl: Sie kann sich ja will, fann nicht mit falter Berechnung von oben herab geleitet schnitte, Da es im Simmer völlig dunkel war, fab fie Niemanden. mit einer Nadel verlegt haben. Präs.: Das ist wenig werden; jezt so wenig wie zu Schweizers Zeiten. Man hat In ihrem Schrecken rief sie den Namen ihres Ehemannes, besann wahrscheinlich. Wie ist es denn nun mit dem Trauring, Bollmar einen zweiten Lassalle genannt, er ist es aber nicht. fich dann, daß derselbe nicht zu Hause sei und rief ihr Mädchen: ben Sie ter Frau Bada gestohlen haben sollen? Sätte Lassalle dieselbe Taktik eingeschlagen, wie sie Wollmar im Anna! Anna! Diese fam nach wenigen Augenblicken aus der Angefl.: Das will ich heute zugeben. Frau Backa Auge hat, wer weiß, wie weit die Partei gekommen wäre. Küche hervor. Was ist, was ist es fragte sie. Frau Bada hatte sich die Hände gewaschen und dabei vergessen, den Ring Die Lampe anzuzünden, mit zitternden Händen und wieder anzustecken. Ich nahm den Ring, weil es derselbe war, gleichen, die, als ihr Bräutigam kam, nicht genug Del auf der in der größten Aufregung führte die Kölln den Auftrag aus. welchen er meiner Schwester geschenkt hatte, als er sich mit ihr Sampe hatten Sie werden überrascht von den Greignissen und Als sie die Wunde am Halse der Frau Backa sah, setzte sie sich verlobte. Ich meinte, er gehöre ihr eigentlich noch. bruch der birgerlichen Gesellschaft für 1898 voraussagte, schrieb Bett, sprang aber gleich wieder mit dem Bemerken auf, gleichmäßigen Tone, ohne irgend eine Spur von Erregung. Sie ich ihm: in der Partei." Du und ich, wir sind doch die einzigen Jungen ihr sei falt, fie müsse einen Rock anziehen. Gie ging bleibt auch am Schlusse ihrer Vernehmung troß aller Er( Stürmische Seiterfeit.) Bollmar's Rede wieder in die Küche und rief von dort aus: Hier steht ja ein mahnungen des Vorsitzenden dabei, daß sie in Betreff des verhat mehr Beifall gefunden, als ich erwartet hatte. Am Sonn- Fenster offen!" Dann hörte die Backa, wie ein Fenster gefchloffen suchten Mordes unschuldig sei. Die Beweisaufnahme be= abend hat ein großer Theil von Guch ihm applaudirt und Euer wurde. Die Angeklagte tehrte wieder zu der Ueberfallenen ginnt mit der Vernehmung der Chefrau Bada. Beifall galt garnicht der schönen Form seiner Rede, sondern zurück. Diese war der Meinung, daß der Thäter sich noch in sich um Feststellung des untauteren Verkehrs zwischen dent ihrem Ji halt. Darum ist es gerade nöthig, festzustellen, welches der Wohnung versteckt halte, fie flüsterte der Kölln leise zu, die- Ghemann Wacka und der Angeklagten handelt, läßt sich eigentlich die Ansicht des Parteitages ist, und wie Viele mit ihm selbe möge das Stüchenfenster wieder öffnen, sie, die Bada, wolle über die Aussage dieser Zeugin nicht berichten. Der Präeinverstanden sind. Hätte Bollmar am Sonnabend ebenso gesprochen dadurch auf den Hof fliehen. Die Röllu erwiderte ihr, sie sei fident hebt hervor, daß die Deffentlichkeit nicht ausgeschloffen wie heute, so hätte es des Zusatzes von Dertel nicht bedurft. Aber hierzu außer Stande, alle Glieber zitterten ihr. Sierbei legte sie worden sei, weil ein Antrag in dieser Beziehung nicht gestellt sei. Bollmar erklärte, daß er die Motive der Resolution nicht theile; er will ich auf das Bett der Backa: Diese sprang auf, öffnete das Er mache aber das Publikum darauf aufmerksam, daß mancherlei folche Reben, wie er gehalten hat, wiederholen, und andere Küchenfenster und kletterte unbekleidet wie sie war auf den Sof Dinge zur Sprache fämen, welche sich für weibliche Ohren nicht fönnten es ihm nachmachen. Dem muß ein Riegel vor- hinaus, wo sie laut um Hilfe rief. Als dies nicht sofort von schicken und stelle er den anwesenden Damen deshalb anheim, den geschoben werden.( Lebhafter Beifall.) Man hat mir gesagt: den Nachbarn gehört wurde, eilte die Frau in ihrer Angst durch Saal zu verlassen. Es tritt nach dieser Erklärung des Präsidenten Du haft mit Schuld; Du hättest ihn gleich derber schütteln den Flur auf die Straße, wobei sie die Sansthür erst eine tiefe Stille ein, aber feine der vielen anwesenden Damen follen.( Beifall und Heiterkeit.) Am Sonnabend brauchte von innen öffnen mußte, und setzte bier ihre Silfe- macht Anstalten, den Saal zu verlassen. Endlich erhebt er nur die ihm gebaute Brücke zu betreten; er hat mir rufe fort. Nun erschienen verschiedene Hausbewohner und Nachsich eine Dame und verläßt den Gaal, eine zweite folgt schlecht gedankt. Wenn er mein Gintreten für die Arbeiterschutz barn, darunter auch ein Gendarm. Nachdem die verwundete ihrem Beispiele, alle übrigen beharren auf ihren Plägen. Die Gesetzgebung Heuchelei nennt, so ist das wahrlich nicht gerecht. und unbekleidete Frau erzählt, was ihr begegnet sei, nahm eine Zengin Backa giebt an, daß sie erst nach dem Attentat von dem it meiner Plesolution ist die äußerste Rechte wie die äußerste Nachbarin sie mit in ihre Wohnung, die übrigen Berfonen stiegen Berhältnisse erfahren habe, das zwischen ihrem Manne und der das Richtige treffen( Beifall). Linke der Partei einverstanden; ba sage ich mir, sie wird wohl durch das Küchenfenster in die Backa'schen Räume, um den Angeklagten bestand. Als sie in der fraglichen Nacht durch das Dertel's Antrag enthält Thäfer, der sich dort noch befinden mußte, zu ergreifen. Es schmerzende Gefühl am Halfe erwachte, habe sie, nach dem Ausnichts persönlichen Seite ist die wurde jeber Winkel durchsucht, aber Niemand gefunden. Unter foßen eines lauten Schreies die Bettdecke über den Kopf gezogen, Nicht so nach der sachlichen Seite. Angelegenheit mit der heutigen Rede Vollmar's erledigt. den Betten zeigte die unberührte Staubfcbicht, daß sich hier da sie fürchtete, im nächsten Augenblicke von dem Angreifer einen Der Standpunkt Niemand verborgen gehalten hatte. Im hinteren Badraune lag Schlag gegen den Kopf zu erhalten. Im Uebrigen decken sich der dringend wünschens. ruhig der sonst sehr wachsame Hund, der während des ihre Angaben mit dem Inhalte der Auflage. Die Zengin hält werth, daß jeder Delegirle als selbständiger Mann in nament Borhergegangenen nicht den geringsten Lärm gemacht. Die die Möglichkeit, daß ein anderer als die Angeschuldigte die That licher Abstimmung offene Stellung nimmt. Stimmtet Ihr Voll- Kölln fümmerte sich im die ganze Durchsuchung nicht, begangen haben könne, fast für ausgeschlossen, sie glaubt auch, War, mar bei, was Ihr nicht föunt, so würden Morgen Eure Wähler sie Tag, nothdürftig bekleidet und anscheinend ohumächtig auf daß es darauf abgesehen sie zu tödten, und Fände dem Bette der Frau Backa. zuerst( Beifall Als man sie mit Wasser daß der Zweck vielleicht erreicht worden wäre, wenn sie und Heiterkeit). Mehrheit für Vollmar, so müßte dieselbe bespritzte, erhob sie sich und nannte wie verwirrt den Namen nicht noch rechtzeitig erwacht wäre. Die Nachtjacke, die sie trug, fonfequenter Weise auch die Leitung der Geschäfte in die ihrer Dienstherrin. Frau Backa erhielt noch in derselben Nacht habe die Wirkung des stumpfen Messers abgeschwächt, dieselbe Hand nehmen. Stimmt als Männer, ehrlich Ja oder ehrlich ärztliche Hilfe, sie hatte bei dem Ueberfall eine fünf Zentimeter mufte erst zerschnitten werden. Unter ihrem Eide bestreitet die Rein.( Brausender Beifall) In der nunmehr folgenden Ab: lange Halswunde erhalten, die aber wegen des angewandten zengin, daß sie selbst Hand an sich gelegt habe. Auf Befragen mung wurde zunächst der Antrag Schönlant auf fünftige flumpfen Wessers nur eine oberflächliche geblieben war und bald des Bertheidigers, Rechtsanwalt Dr. Jvers, giebt die Zengin zu, schriftliche Berichterstattung über die Thätigkeit der Reichstags- geheilt ist. Verschiedene Berdachtsmomente sprechen dafür, daß die daß sie sich am Abende vor dem Attentat eines Messers in der Graftion angenommen. Ehrhardt- Ludwigshafen bean- Angeklagte die Thüterin ist es sind viele Zeugen geladen, Küche bedient habe und es dann auf dem Tische liegen ließ. Gs tragt:„ Nachbem sich Genosse Bollmar ohne jede Ginschränkung um dieselbe zu überführen. Der Zuhörerraum ist bis auf den folgt die Vernehmung derjenigen Zeugen, welche auf die Hilfehür die" vom Genoffen Bebel und anderen Rednern entwickelte letzten Platz gefüllt, das weibliche Geschlecht ist wieder start ver- rufe der Frau Backa herbeigeeilt sind. Dieselben bekunden überAnsicht bezüglich der Beibehaltung der bisherigen Parteitaktit treten. Landgerichte direktor Voigtel eröffnet die Sigung um einstimmend, taß die Angeklagte ohnmächtig auf ihrem Bette lag ausgesprochen hat, erklärt der Parteitag den Antrag Dertel für 10 Uhr. Die Anklage vertritt der erste Staatsanwalt Woytasch, und durch Besprißen mit faltem Wasser wieder zu sich gebracht erledigt und geht über denselben zur Tagesordnung über." Dieser die Vertheidigung führt Rechtsanwalt Dr. Ivers. Es find werden mußte. Die ganze Wohnung wurde fofort untersucht, intrag wird gezen zwei Stimmen angenommen, nachdem 23 Zeugen geladen. Auf die Frage des Präsidenten, ob sie sich aber Niemand gefunden, auch deutete nichts darauf hin, Dertel seinen Antrag unter der Bedingung zurückgezogen hat, der ihr zur Last gelegten beiden Straftaten, versuchter Mord daß ein Fremder die Wohnung betreten hatte. Der Zeuge Rebel'schen Resolution zu stehen erklärt. Bollmar erklärt neinend. In Betreff ihrer Personalien giebt die Angeklagte an, State, welche in dem Bette des Gefellen lag, der im Laden schlief. unter Boifall, daß er durchaus auf dem Boden der Resolution daß sie am 1. März 1870 zu Berleberg geboren ist. Den Bäcker: Der Gendarm Vayer kam in die Backa'sche Wohnung an, als Rehe und nur die persönliche Spitze abgebrochen wissen wolle. meister Backa babe sie schon seit zwei Jahren gekannt, als fie am die Angeklagte foeben wieder zu sich gekommen war. Dieselbe Sierauf wurde Bebel's Resolution unter stürmischem 15. April 1890 zu ihm zog, um ihm die Wirthschaft zu führen. habe auf Befragen erklärt, daß ein Mensch die That begangen Beifalle angenommen. Singer verliest eine von Wildberger, Präf.: Standen Sie in näheren Beziehungen zu ihm haben müsse, der den Weg durch's Fenster genommen habe. Auf Auerbach, Bäthge und Schulte unterzeichnete Erklärung: Die Angel.: Nein.- Präs.: Wie kam es denn, daß Sie zu die Bemerkung des Zeugen, daß es wohl auf einen Raub abunterzeichneten Mitglieder der Opposition, bisher zur Mitarbeit ihm zogen? Angefl.: Meine Schwester Marie war gesehen gewesen sei, machte die Angeklagte eine verfängliche an den Aufgaben des Pateitages durch den Auftrag ihrer Wähler damals mit ihm verlobt, aus der Heirath wurde Redensart, sie meinte: Wenn ich Geld hätte haben wollen, verpflichtet, erklären nunmehr, wegen der den demokratischen aber nichts, da sie sich erzurufen. Präs: Und nun zogen dann hätte ich's doch hier genommen." Dabei habe sie Grundsägen direkt zuwiderlaufenden und geradezu empörenden Sie zu ihm als Dienfimädchen?- Anget!: Ja.- Präs.: auf verschlossene Kiste gezeigt, welche int der Küche stand und in der Backa sein Geld aufbewahrte. Bekämpfung von Differenzen seitens der Vorstandsmitglieder Sind Sie dann in nähere Beziehungen zu ihm getreten? rebelliren, fich eine ich ?" ? Die Angeklagte giebt alle diese Antworten in ruhigem, eine Da es man noch 44 Das Gefangverein Gefang Gesangverein Ar Gesangverein Vor Gesangverein Theaterverein Eichenfranz", Waldemarstraße 17. ftraße 16. straße 63a. " " Gesangverein Gefangverein Theater Privat Tambourverein Frei Ur NE auf die von ge und di macht so find wir aim So steht gefprod rung a bürgerl 23 die bür deshalt dieser, Allein Partei nur err fuchen durch Wahler daß ma Nichts Frage Di und a lediglic So fd die vo Gegnerz ftehen, wußt o liche G Lage r fchlagen Gegner man di haben. tönnen In der fampf mit Gäfte wir würden ein Zie Der Gendarm, der damals noch keinen Verdacht gegen die stattfindet und die Agitation dafelbft überhaupt nöthig ist. Er Frauen als Gäste willtemmen. ,, tothe Flagge", bends 8% thr Angeklagte hatte, erwiderte:" Ich sage ja nicht, daß Sie es ge- bat die Genossen, der Agitationskommission Adressen aus dem Sornftr. 11 bei Zechlin. Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, haben Zutritt. Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend, Dienstag, Abends wesen sind." Frau Backa hat an jenem Abende die angedeutete Wahlkreise zukommen zu laffen, damit dieselbe mit dem Versandt suhr, uebungsstunde. Aufnahme neuer Mitglieder.- Gefangverein der Böttcher Vermuthung, daß die Kölln die häterin gewesen sein könne, von Flugblättern und Broschüren beginnen tönne. Adressen Steine ich e", Lichtenbergerstr. 31 bei Heiſe. Gesangverein Freund Gefangverein„ Har mit Entschiedenheit zurückgewiesen und erst später ist ihr der nehmen die Genoffen Grübe, Burgstr. 31, und Fafforke, Junker- chaft", bei Oswald Berliner, Brunnenstraße 114. monia", Flottwellstr. 5 bei Bartels. Arbeiter- Gesangverein Olympia", Verdacht gekommen. In einem Punkte sind die Aussagen der straße 1, entgegen. Da der jezige erfte Kassirer seines Amt es Buckowerstraße 8 bei Jung. Männerchor ,, Süd- Ost" 1, Stopnickerstr. 191 Zeugen widersprechend. Einige behaupten, daß die Angeklagte nicht fleißig wartet, beschloß die Versammlung einstimmig, einen bei Foge. Gesangverein Waldtapelle", Friedrichshagen, bei Blank. Gesangverein ohnmächtig auf dem Bette der Frau Backa, andere, daß sie auf anderen zu wählen. Mit einem Hoch auf die revolutionäre Gesangverein wiederha II", Wrangelfir. 141 b. Schmidt. ,, Schildhorn", Usedomstraße Nr. 33 bei Mieke. Gesangverein ihrem eigenen Bett in der Küche gelegen hätte. Eine Anzahl Sozialdemokratie ging man auseinander. " Fidelitas", Bergstraße 68 bei Reller. Gefangverein„ Allegro", Beugen wird darüber vernommen, ob die Angeklagte verdächtige Kaiser Franz- Grenadier Platz 7. Gesangverein Myrthenblätter" Hedensarten hat fallen lassen, woraus zu schließen war, daß sie Die Stereotypeure und alle in der Stereotypie be Belforterstraße 15 bei Schneider. Gesangverein Bruderherz", Strauß Ihn'scher Gesangverein, Humor", Straußberger darnach trachtete, die Stelle der Ehefrau einzunehmen. schäftigten Arbeiter hielten am 18. Oktober eine öffentliche bergerſtr. 3 bet Birt. straße 3 b. Birk. Gesangverein ,, unverzagt 2", Moabit, Wilsnackerstr. 63 E3 kommen hierbei wieder Erörterungen vor, Die fich Versammlung ab mit folgender Tagesordnung:„ Stellungnahme bet flges. Gefangverein, Hoffnung 2", Wilmersdorf, bei Gräz. nicht wiedergeben laffen. will der Stereotypeure zur Tarifbewegung der Buchdrucker. Der Zeuge Backa Gefangverein ,, Waldtapelle 2", Berliner Bockbraueret. ,, Arbeiter Maibund", Nowawes, bei Gärtner, Wallstraße. der Angeklagten niemals Aussicht gemacht haben, daß Eingangsreferat hatte Buchdrucker Dolinski. Derselbe führte verein„ Borwärts 3", Friedrichsfelde, bei Momber. ihr Verhältniß mit einer Ehe endigen könne. Die Angeklagte aus, daß in Berlin und Umgegend etwa 200 Stereotypeure vor Fretes Lied 2", Friedrichsberg, Frankfurter Chauffee u. Dorfstraßen- Eche habe ihn mehrfach darauf aufmerksam gemacht, daß seine Frau handen sind; wenn auch nicht all diese heute anwesend seien, so b. Reusch.- Gefangverein„ Wanderlust", Schöneberg, Grunewaldstr. 110. Gesangverein ,, Sänger- Freiheit", Naunynstr.43 b.Fröhlich.- Gesangverein in der Wirthschaft nachlässig sei und sich überhaupt zur Haus- wolle man doch hoffen, daß die Anwesenden dazu beitragen, Gänger hain", Fichteftr. 29 b. Kröfche.- Gesangverein„ Sängerte tte", frau nicht eigne. Auch anderen Zeugen gegenüber hat die Ange- einen Stamm zu bilden zu dem gesinnnngstüchtigen Kern, der Gräfeftr. 34 b. Fiebig. Musit- und Gefangverein ,, Firmitas", Adal bert Gesangverein ,, Kreuzberg", Lichterfelderstr. 7-8 flagte darüber Klage geführt, daß sie eine dienende Stellung ein- fich entwickeln müsse, wollten nicht die noch einigermaßen petuniär ftraße 8 bei Schneider. bei Winter. Gesangverein, yboly", Urbanstr. 88, bei Bollandt. nehmen müsse, während sie es doch beffer haben könne. Das besser gestellten Stereotypeure auf das Lohnniveau der Handlanger better- Gefangverein Freiheit", Adlershof, bei Albrecht. moralische Verhalten der Angeklagten wird durch die Beweis- herabgedrückt werden. Jeder solle sich deshalb als Delegirter seiner" Ite inde", Oppelnerstr. 13, bet Boden. saufnahme nicht in das beste Licht gestellt. Druckerei betrachten und sich selber zum Agitator heranzubilden suchen. wärts 4", Rathenowerstraße, Restaurant Walhalla. Gesangverein„ t Die Beweisaufnahme schloß mit der Vernehmung des Sach- Ein Vorurtheil, das leider noch vielfach in gewissen Kreisen der aria", Blumenstr. 46, bei Went.- Gesangverein„ Alpenglode", Lands bergerstr. 31, bei Musehold. Gesangverein Euterpe", Gericht verständigen, Gerichtschemifers Dr. Bischoff, daß er an dem Stereotypeure zu finden sei, iage, daß die Buchdrucker sich bis- straße 10.- Gefangverein Freiheit 3", Schönhauser Allee 45 b. Pägold. Gesangverein ,, Echo 3", Zehlendorf, Karlstr. 12 bei Rost. Dies sei hinMeffer, mit der die That begangen sein soll, Blut nicht hat ent- her noch wenig um dieselben gefümmert hätten. Ginigteit 2" Landsbergerstraße 31 bet Musehold. decken können. fällig. Eine große, ja die bestorganisirte Korporation, wie die Sorgenlos", Röslinerstr. 17 bei Wendt. Der Erste Staatsanwalt hält das Dunkel, welches im An- der Buchdrucker, hätte den bis vor Kurzem noch völlig unorga Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und Umgegend. fange über der That geschwebt habe, durch die stattgehabte nisirten Stereotypeuren naturgemäß nicht nachlaufen können. Dienstag: Geselliger Verein ,, limb im", bei George, Gr. Görschenstr. 16. Bewe isaufnahme für völlig gelichtet. Die Geschworenen hätten Referent gab einen Rückblick auf Wesen und Geschichte der Orga- Theaterverein„ Atazie". Abends 9 Uhr, bei Heise, Stalizerstraße 54. Tambourverein sich eigentlich nur mit der Frage zu beschäftigen, ob die Zeugin nisation im Allgemeinen und der Buchdrucker im Besonderen. Deutsche Eiche", Fürbringerſtr. 7, Uebungsstunde. Vergnügungsverein Backa einen Meineid geleistet habe, als sie beschwor, daß sie nicht Die Letzteren seien zu der Erkenntniß gekommen, daß auf die" Fidelio 1" erbittet Buschriften an Emil Gläser, Cuvryftr. 53, zu senden. felbst and an sich gelegt habe. Die Zeugin Backa habe nun Dauer mit der Forderung der bloßen Lohnerhöhung nicht aus- Bergnügungsverein Fidelio 2", Reichsgarten, Oranienftr. 108. verein" Stern". Die Sigungen finden alle Dienstag 9 Uhr in Lehmann's einen solchen Eindruck gemacht, daß dieser Verdacht garnicht zukommen sei. Die Zahl der Arbeitslosen wachse. In Berlin Restaurant, Alexandrinenſtr. 32, ftatt. Gesang-, Turn- und gesellige Vereine. Musikverein ,, belweiß" aufkommen könne und dann frage es sich nur noch: Wer war feien vor 4 Jahren 23 pet. aller Buchdrucker konditionslos gewesen. der Thäter?" Der Erste Staatsanwalt führt sodann aus, daß Der Prozentsaz der Kranken gehe bis zu 43 pCt. Von Buch- 9 Uhr im Restaur. Müller, Mariannenstraße 46. Aufnahme neuer Mitglieder. in der Person der Angeklagten die Thäterin vor druckern im Alter von 20 bis 30 Jahren stürben von 100 75 Gefangverein" Anafreon", Abends von 9-11 Uhr, bei Keßner, Annen" Gesangverein 2udwig'scher Männerchor, Abends 9 Uhr, Quartett- Verein, Wedding fich habe. Dieselbe sei, wie sie durch ihre Vertheidigung an der Lungenschwindsucht. Diese wenigen Angaben sprächen im Restaurant Boppe, Lindenstraße 106. Männer Gefangverein" ,, DIympia und ihr ganzes Verhalten vor und nach der That bewiesen habe, ganze Bände.( Sehr richtig!) Redner erwähnte demgegenüber bei stumte, Acterſtraße 123. bei Gerth, Prinzenstraße 106.- Männer- Gefangverein Alt- Dessau" jeden eine äußerst raffinirte und„ helle" Person, hoffentlich würden die die Opferfreudigkeit der Buchdrucker, die in drei Jahren Dienstag Abends 9 Uhr Gesangsstunde bet A. Niemann, Görlizerſtraße 4, Berliner Turngenossenschaft" Geschworenen sich aber nicht täuschen lassen, sondern die Schuld- 1/2 Million Mart für ihre nothleidenden Kollegen geopfert Gäfte fiets willkommen. fragen bejahen. Der Vertheidiger hielt das Räthsel noch feines- hätten.( Bravo!) Und ähnliche Verhältnisse warteten in wenigen 9. Männer- Abtheilung. Jeden Dienstag und Freitag 8-10 Uhr Blumen Theater und Vergnügungsverein Bulcania", in wegs für völlig gelöst, obgleich nicht zu verkennen sei, daß recht Jahren schon auch der Stereotypeure. Auch hier werde sich nur Meißner's Restaurant, Gartenstr. 162. Gäste, Damen und Herren, will Theaterflub Helmerding", Abends 9 Uhr, in Sanf viele und recht schwere Verdachtsmomente auf der Angeklagten zu bald eine Reserve- Armee bilden. Demgegenüber sei es doch tommen. ruhen geblieben seien. Die Beweisführung der Anklage- Behörde ein trauriges Zeichen, daß von 200 Stereotypeuren in der Stadt Restaurant, Tempelhofer Ufer 13, Ede der Großbeerenstraße. Theaterverein Georgina", Abends 9 Uhr, bei Meißner, Gartenstraße habe ebenfalls viele Lücken und für die Behauptung der Ange- der Intelligenz kaum 60 organisirt seien.( Sehr wahr!) Die nr. 162. Gäste willkommen. Bergnügungsverein ,, Saturnalia." Jeben flagten, daß die Zeugin Backa sich selbst verwundet habe, Stereotypie habe ganz sicher im Buchgewerbe noch eine große Dienstag Sigung mit Damen bet Noll, Andreasftr. 3, Anfang 9 Uhr. Nachher: Tanz. Gäste willkommen. Vergnügungs- und Theaterverein Rome o laffe sich mancherlei anführen. A13 direkt unmög Rolle zu spielen. Jetzt stehe sie noch in der ersten Entwicklung. Abends 9 Uhr, bei Säger, Grüner Weg 29. Gäfte willkommen.- Bergnügungs. lich sei auch nicht erwiesen, daß eine andere Darum müssen Seger, Maschinenmeister und Stereotypeure um Berein„ Nordlicht", Abends 8-11 Uhr, bei H. Sperling, Görligerstr. 37. die That Neue Mitglieder werden aufgenommen. Person Ver- so fester zusammengehen, um zu fiegen.( Stürmischer Beifall.) begangen haben könne. Bergnügungs- Verein Fidele theidiger schloß seine längeren Ausführungen mit dem Antrage Hierauf nahm der Vorsitzende Kollege Schimanski das Brüder", Abends 9 Uhr bei Berndt, Perlebergerstr. 17. Gäste wiltommen. - Geselliger Verein ,, Brüderschaft" NW., Abends 9% Uhr, Restaur. Deutscher an die Geschworenen, in diesem zweifelhaften Falle das Nicht- Wort, um einen Theil der heut durch Abwesenheit nicht hervor Reichsadler, Beuffelstr. 9.- Berein ehmal. 37 er, abends 9 Uhr, im König schuldig wegen beider Strafthaten auszusprechen, da die Be- ragend glänzenden Kollegen mit den unter den Fachgenossen stadt- Kasino, Solzmarktstr.72.- Dilettantenverein ,, Nord", uebungsft. Dienstag hauptung der Angeklagten, daß sie vermeint habe, nur einen herrschenden ganz absonderlichen und schwierigen Arbeitsverhält- bend 8-10% Uhr. Aufnahme neuer Mitglieder. meg!", Dienstag und Freitag Uebungsstunde Weinbergsweg 11 b b. Wenzel.ihrer Schwester gehörigen Ring zu nehmen, auch nicht ohne nissen zu entschuldigen. Er weist auf die miserablen Lokale hin, Rauchtíub, Rosenblätter", Abends 8 Uhr, bei Leopoldt, York- u. Mann Rauchtlub humoristische Pfeifen die man auch in Berlin den Stereotypeuren für ihre schwere, steinstr.- Ecte. Gäste willkommen. Weiteres als unglaubwürdig hingestellt werden könne. gesundheitschädigende Arbeit zuweise, und betont, daß der brüder", Abends 8 Uhr, Kleine Markusstraße 10. Gäfte, durch Mit glieder eingeführt, willkommen. Rauchflub Borsig", jeden Dienstag Gäste herzlich willkommen. Prozentsatz der Stereotypeure an Kranten noch größer sei als abends uhr Borsigstr. 10a, bet Noad. Reichenberger Rauchtíub. Jeden Dienstag, Abends 9 Uhr, Reichen selbst bei den Buchdruckern. Gegen die letzteren erhebt er den Vorwurf, die Stereotypeure nicht genügend unterstützt zu haben. bergerstr. 128 im Restaurant 3um Pfeifen- Lange". Gäſte, durch Mitglieder eingeführt, willkommen. Rauchklub Portorico". Jeden Dienstag Nach Erwiderung des Referenten nimmt Zeitungsstereotypeur abend 119 Uhr Manteuffel Straße Nr. Grewling. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Rauchtlub Knoch das Wort zum Angriff auf den Referenten, die Buchdrucker willtommen. 9 Uhr Böckhstraße 51. Bäfte und die Organisation. Ihm sekundirt Stereotypeur Netband. Dämmerwolte" Dienstag Abend find willkommen, Rauchflub Ginigtett" Abends 1876 habe man die Stereotypeure als Arbeitsleute von der Organi- bei Bater Rubs, Swinemünderstraße 82. Rauchflub Der Elf fation zurückgewiesen. Heut bekomme man Angst und biete ihnen jeden Dienstag Abends 8 Uhr, Wrangelstraße 32, bet Hoffmann. die Hand. Diese Hand müsse man zurückweisen. Er halte die Ambalema" Abends 8½ Uhr, Reichenbergerstraße 73 Abet Faustmann Gäste willkommen. Neue Mitglieder werden aufgenommen. Gefelliger Versammlung überdies zu so wichtiger Entscheidung, wie die Berein I tm bim" Abends 9 Uhr bei George, Großgörschenstr. 16. Herren als Tagesordnung es besage, für nicht kompetent. Es wird dem Gäste willkommen.-Bergnügungsverein„ Glud auf" Abends 8% Uhr im Re Geselliger Vergnügung Redner von mehreren Seiten entgegnet, daß er im Jahre 1876 ftaurant Blant, Schönleinstr. 1. Gäste willfommen. Das Ober- Verwaltungsgericht hat kürzlich wieder ein- und bis noch ganz vor kurzem Klempner gewesen. In dieser verein" Amicitia". Abends 9 Uhr, im Lokal von Marowski, Barnimsir. Vergnügungsverein Reichstrone", Sigung Abends 9 ubr mal Gelegenheit gehabt, fich dahin auszusprechen, daß das fönigl. Eigenschaft hätten ihn doch unmöglich die Buchdrucker zu ihrer Reichert's Restaurant, Müllerftr. 7. Gäste wiltommen. Stattlub,& tbel Polizeipräsidium nicht befugt ist, bei einer auf Grund des Organisation ziehen können.( Sehr richtig.) Ueberdies habe sich Brüder", jeden Dienstag von 8-11 Uhr Rottbufer Damm 74 bet site. Gäste, welche durch Mitglieder eingeführt werden, haben Zutritt. §33 der Reichs- Gewerbe- Ordnung ertheilten Erlaubniß zum Be- die Zahl und Stellung der Stereotypeure und deren ganze triebe des Schankgewerbes nachträglich an das zum Gewerbe- soziale Lage, auch die Erkenntniß der organisirten Gewerkschaften betriebe dienende Lotal weitere Anforderungen zu stellen, als geändert. bei Ertheilung der Erlaubniß gestellt sind. Das Polizeipräsidium Dolinsti wendet sich gegen Knoch, der feine hatte von einem Schankwirthe, welchem die Erlaubniß zum Be- Aeußerungen absichtlich verdreht habe, um sie dann in triebe einer Schankbude in der Nähe eines Kirchhofes ertheilt dieser falschen Form in die Kreiſe der Protzen, worden war, nachträglich verlangt, eine Thür zuzunageln, da sonst Klubmitglieder, von denen er nach der Anschauung des Kollegen Duisburg, 19. Oktober. In der Nähe der hiesigen Eisen Störungen gottesdienstlicher Handlungen zu befürchten seien. Die Schimanski als Berichterstatter abgesandt worden, zu tragen. bahnstation stießen zwei Güterzüge zusammen Bolizei berief sich dabei auf die allgemeinen Befugnisse der Polizei Es scheine ihm, als ob gewiffe" Herren", die sich heute so un- Mehrere Wagen wurden zertrümmert, ein Bremser wurde ver (§ 10, Titel 17, Theil II des Allgem. Landrechts). Der Bezirks- qualifizirbar arbeiterfeindlich gezeigt hätten, es darauf abgesehen letzt. Der Verkehr ist gestört. ausschuß hielt diesen Gesichtspunkt für zutreffend; auf die vom hätten, allen Zusammenhalt zu stören, um dann selber für ihre lett. Der Verkehr ist gestört. Budapest. Zu welch' empörenden Kniffen sich das profit das Ober- Verwaltungsgericht das Recht der Polizei zu solchem warne vor solchen Leuten. Er warne diese eingebildeten Ber- wüthige Unternehmerthum mitunter versteigt, wird durch folgen Verlangen bestritten, insoweit es sich dabei um polizeiliche An- blendeten aber auch selber, sich in der Sicherheit zu wiegen, des Vorgehen in der Maschinenfabrit Gutjahr und forderungen handelt, welche an das fragliche Lofal nicht etwa sie seien die Unentbehrlichen. Schon mancher Uebermüthige und Müller drastisch illustrirt. Eines schönen Tages macht Her wie an jedes andere zum Beispiel aus Feuersicherheits- oder bau- Hochfahrende sei aus dem Geschäft entlassen worden. Müller die Entdeckung, daß ihm die Arbeiter zu lange im polizeilichen Rücksichten, sondern mit Bezug auf den darin kon- Nach langer Debatte ward folgende Resolution gegen Abort verweilen und eine famose" Idee durchzuckt seinen zeffionirten Gewerbebetrieb erhoben werden. Der§ 1 Absatz 1 eine Stimme angenommen: Kapitalschädel. Der Dampf, welcher vordem durch die Gu Der Reichs- Gewerbe- Ordnung stellt den Satz an die Spike, daß Die u. f. w. Versammlung erklärt sich mit dem Referenten pußerei- Abtheilung ins Freie hinausgeleitet war, wurde nun in der Betrieb eines Gewerbes Jedermann gestattet ist, soweit nicht vollkommen einverstanden. Sie verpflichtet sich, bei der bevor- den Abort geleitet, um den„ faulen" Arbeitern den„ angenehmen durch die Gewerbe- Ordnung selbst Ausnahmen oder Beschrän- stehenden Tarifbewegung der Buchdrucker für die Verkürzung der Aufenthalt dortselbst zu verleiden. Außerdem wurde eine an fungen vorgeschrieben oder zugelassen sind. Zu den hier vorge- Arbeitszeit und entsprechende Lohnerhöhung einzutreten." standshalber nicht näher zu beschreibende Einrichtung" getroffen sehenen Beschränkungen gehören bezüglich des Betriebes der Die Kollegen Schulz, Becker, Fuchs, Möker und welche die Aborte zu einer Art Folterkammer gestalten, i Baft- und Schankwirthschaft im§ 33 enthaltenen Beschränkungen, Relling wurden hierauf in die Agitationstommission gewählt welcher die Arbeiter überdies stets in Gefahr sind, in den Kan insbesondere die, daß derjenige, welcher diese Gewerbe betreiben und mit brausendem Hoch auf die Einigkeit der Buchdrucker und zu stürzen. Die Arbeiter, welche von dem ausströmenden Damp will, dazu der Erlaubniß bedarf und daß diese Erlaubniß zu Stereotypeure die Versammlung geschlossen. total durchnäßt wieder ins Freie gelangen, sehen mit Schrecke verjagen ist, wenn das zum Betriebe des Gewerbes bestimmte der rauhen Jahreszeit entgegen, da sie alsdann mit Sicherhe 2otal wegen seiner Beschaffenheit oder 2a ge den polizeilichen Der Fachverein der Tischler für den Bezirk Rigdorf die Opfer der schlimmsten Krankheiten werden. ( Arbeiterpreffe Anforderungen nicht genügt. Indem hier das Gesetz die Be- und Umgegend hielt am 12. Oftober eine Bezirksversammlung schränkung auferlegt, daß das zum Betriebe des Gewerbes be- ab, in welcher Kollege Bruhns an Stelle des durch Krankheit ver- eignete sich in der hiesigen Menagerie Montenegro, Belgrad, 19. Oktober.( Boss. 8tg.") Gestern Abend e stimmte Lok al in Bezug auf Beschaffenheit und Lage einer zu hinderten Kollegen Wiedemann einen Vortrag über die wirth furchtbarer Vorfall. Drei Tiger stürzten auf ihren Bändige Prüfung zu unterziehen und von dem schaftliche Lage hielt. Zum zweiten Bunft verlas Kollege MeingAusfall dieser Prüfung die Ertheilung der Erlaubniß ab- las aus einem Fragebogen etliche Beantwortungen, 3. B. die in dem Augenblicke, als derselbe vor dem dicht gefüllten Hause hängig machen sei, fett es zugleich fett es zugleich die Grenze jenige eines Nichtmitglieds, welches es 3. B.lfertig gebracht hat, auf feine Produktionen vorführen wollte. Die wüthenden Bestie zerfleischten ihm Hände und Rücken und es gelang erst späte fest, bis zu welcher das öffentliche Interesse an der Beschaffen- die Frage: Durchschnittsverdienst läppischerweise zu antworten:„ Ich heit und Lage des Lokals bezüglich des Gewerbebetriebes berück- verdiene ja meins, wenn es mehr wäre, fönnte es nichts schaden." mehreren Wärtern, den gräßlich verstümmelten, heute Nachts be sichtigt werden soll. Die landesgesetzliche Vorschrift im§ 10 Ein anderer Kollege aus derselben Werkstatt hatte dagegen ben reits gestorbenen Bändiger aus dem Käfig zu bringen. Tit. 17, Theil II des Allgem. Landrechts kommt nach dem Grund- Fragebogen forrett ausgefüllt. Hierauf wurde zum Beitrags- Ballyshannon( Irland), 15. Oktober. Einem Telegram sage, das Reichsrecht dem Landesrecht vorgeht, dieser Konsequenz sammler Kollege Unversucht an Stelle des Kollegen Brose ge- zufolge treibt das auf der Fahrt von Mount Charles na gegenüber, welche sich aus dem§ 1 Abs. 1 und§ 33 der Gewerbe- wählt, der sein Amt niederlegt, ferner zum Mitglied der Ber- Runcorn befindliche Schiff, Gypsy" steuerlos auf hohe Ordnung ergiebt, überhaupt nicht in Betracht. Das Polizei- liner Kontrollkommission Kollege Körl an Stelle des Kollegen See. Man glaubt, daß die ganze Besayung verloren ist. präsidium war hiernach nicht für befugt zu erachten, an das Rauch. Lotal, in welchem der Kläger das Gewerbe betreibt, mit Rücksicht auf de Gewerbebetrieb neue polizeiliche Anforderungen zu stenen. Der Spruch der Geschworenen lautete auf schuldig des versuchten Todtschlags und nicht des versuchten Mordes, da der erschwerende Umstand der Ueberlegung als nicht erwiesen erachtet wurde. Die Angeklagte wurde ebenfalls des Diebstahls für schuldig gesprochen. Der Staatsanwalt beantragte eine Gesammtstrafe von fünf Jahren ein Monat Zuchthaus und zehnjährigen Ehrverlust. Das Urtheil lautete auf vier Jahre einen Monat Buchthaus, wovon ein Monat durch die erlittene Untersuchungshaft für verbüßt erachtet wurde. Außerdem wurde auf fünfjährigen Ehrverlust erkannt. vorigen " Versammlungen. " der z. Arbeiter. Dienstag, den 20. Ottober, Abends 9 uhr, ordentliche Bersamm: Sozialdemokratischer Klub der im Buchdruckgewerbe beschäftigten lung im Restaurant Breußer, Seydelstr. 30. Vorlesung. Ist der Sozialismus Naturheil- Verein" Zukunft". Dienstag, den 20. Ottober, Abends 8% Uhr, im Salon Vegetarisches Speisehaus Neue Schönhauserstr. 10, Vortrag des Dir. M. Canig über: Was ist und will die Naturheilkunde? mit der menschlichen Natur vereinbar? Gauverein Berliner Bildhauer. Dienstag, den 20. Oftober, Abends 8% Uhr, Veteranenstr. 16, Mitglieder- Versammlung der Zentral- Krankenkasse, Tagesordnung siehe Inserat. Vereinigung der Drechsler und Berufsgenossen 9 = bet Dermischtes. " um 9 Uhr Rauchtlub ein dafür bemüht verbeffe ob Ihr waret. der, we Mensch Endziel einzige bürgerl für die beitern, angefcht zeugung Die nicht zu erobern glauben nicht fix wurzeln Mütter, nicht: fagt, u Antlage Reden Anträge geworde Zattit, geben. all ihr eine fle die vor eine Um theil, i perlange unferer herausn fammelt wenden. gefühlt, werde t verschaf Wahlve New York, 14. Oktober. In Tipton( Indiana) tessel, wodurch fünfzig Männer und Knaben explodirte in der Faktorei von Colemann ein Dampf schwer verwundet wurden. Briefkaffen der Redaktion. Antwort wird nicht ertheilt. tennen, erfolgt, stellen. gegenüb Gelder, Parteife Derwen Schmäh die Bel entgegen Derschär eine Re dem f Herren bringen. haben Es find der Ver unjere mir reichen. Spruch unsere den bür ja tein fagte ei gewählt gewählt ( Heitert wählt r geordne Deutscher Senefelder Bund, Mitgliedschaft Berlin. Heute Abend Bei Anfragen bitten wir die Abonnements- Quittung beizufügen, Briefid 8% Uhr, im Restaurant Röllig, Neue Friedrichstr. 44. Centralverein der Haus- und Geschäftsdiener Berlins. Heute Dienstag, Abends 9 Uhr, bet Deigmüller, Alte Jafobstr. 48a, geselliger Abend Von den Stein Bildhauern des Plates Holzmann sind mit Damen. Gäste wiltommen. Aufnahme neuer Mitglieder und Annahme 13 M. und von der Militäeffekten- Fabrit Kröger, Komman dantenstr. 42, 11,55 M. mit Ausschluß von 3 Sattlern un Ortsverwaltung Berlin. Die mitglieder werden ersucht, die weltlands, 5 Nietern zur Unterstützung für die streikenden Weißgerber über folgenden Zahlstellen Sonnabends Abends von 8-10 Uhr zu entrichten: wiesen worden. Reichenbergerstr. 16 bei Päyold. Dresdenerstr. 116 bei Gründel. Mariannenlat 13 bei Strohmeyer. Weinstr. 22 bei Steuer. Langeſtr. 34 bei Giersch. Der Arbeitsnachweis befindet sich Dresdenerstraße 116. Die Ausgabe der Adressen findet jeden Abend von 8-9% Uhr, Sonntag Vormittags von 9%-10% Uhr statt. Die Benutzung ist für Arbeit geber sowie Arbeitnehmer unentgeltlich. Lese- and Diskutirklubs. Dienstag. Proletarier",( Pankow), Borchardt, Schulzenstraße 28. Sasenclever", J. A.: F. Trapp, Biesenthalerstraße 6 a, 4 Tr. Sch., Stolp. Ziehen Sie erst Erkundigungen über den Der Verein der oft und westpreußischen Sozialisten Berlins und Umgegend hielt am 14. d. M. eine Mitglieder Versammlung ab. Dieselbe war leider schwach besucht und so wurde von dem angekündigten Vortrag und der Diskussion von Beiträgen. darüber Abstand genommen und zum Verschiedenen" übergegangen. Hierbei ergriffen die Genossen Grübe, Kubick, Harte, Karklinnis, Ewald, Großmann, Horwig, Fafforte und Rott das Wort. Alle Redner waren der Ansicht, daß es eines jeden in Berlin wohnenden Genossen aus den betreffenden Provinzen Pflicht und Schuldigkeit ist, eine solche wichtige Versammlung Vorfall ein. Herr Karl Pfarr, Bandelstr. 13, S. II, ersucht uns, zu besuchen und auch sonst dahin zu streben, daß der Verein groß und start wird, um die Anforderungen der Agitation in bei Abends Verwechselungen vorzubeugen, mitzutheilen, daß er mit der den Provinzen zu unterstützen. Genosse Kulink machte ganz 8½ Uhr, im Restaurant Scholz, Kastanien Allee 35. Gäste willkommen. gelegenheit Schwabe- Farr, welche in der letzten Versammlung besonders darauf aufmerksam, daß bereits in fürzerer Zeit eine Lese- und Distutir- klub für Männer und Frauen, 3ohannes 23ebbe" Wahlvereins für den 6. Berliner Wahlkreis zur Sprache fa Reichstags- Nachwahl im Kreise Rastenburg- Gerdauen- Friedland Abends 9 Uhr, im Zotale von G. Lange, Manteuffelstraße 60. Männer und nichts zu thun hat. Brunnenstraße 38 bei Gnadt. " Agitationsverein Cassalle", bei Drügemüller, Wienerstr. 31. Verantwortlicher Redakteur: N. Cronheim in Berlin. Druck und Verlag von Mag Bading in Berlin SW., Beuthstraße 2. bes ist mir mentari werbe, er 1'8 " Dent 42. en in f's at aße Dent er: 87. Te en. her igs tag et 11 Rits tag en. en Der tag " bs her D= 191 ein er 63 ein g ein Ecte 10. ein rt -8 Tr eint ht b. ein ein d. wir in 2. Beilage zum„ Vorwärts" Berliner Volksblatt Nr. 245. Bebel's Rede über die Taktik der Partei. Tung an. ( Ausführlicher Bericht.) Dienstag, den 20. Oktober 1891. parlamentarischen Thätigkeit will, allein er verlangt, wir sollen nicht Anträge stellen, sondern im Reichstage nur protestiren. 8. Jahrg. Korrespondenzen und Parteinachrichten. " Es wird ferner der Vorwurf erhoben, daß die Reden unserer Abgeordneten im Reichstage nicht packend genug seien. Nun, es ist ja möglich, daß andere Genossen es besser machen könnten, als die gegenwärtigen Abgeordneten, allein ob es die Herren Desterreich- Schlesiens steht, nimmt nach einer MitDer Ausnahmezustand, unter welchem die Arbeiterschaft Abg. Bebel: Die Frage der Taktik der Partei wäre nicht Werner und Wildberger gerade besser machen würden, muß ich theilung der Wiener Arbeiterzeitung" immer deutlichere Formen auf die Tagesordnung des Parteitages gesetzt worden, wenn nicht nach den Leistungen, die sie hier an den Tag gelegt, bezweifeln. von gewisser Seite seit Monaten die Taktik, die die Parteileitung Herrn Werner gebe ich den guten Rath, hinsichtlich seiner parla- an. Die Troppauer Landesregierung erlaubt sich Dinge, die und die Fraktion beobachtet, zum Gegenstande des Angriffs ge- mentarischen Befähigung sich an das vom vorjährigen Parteitag selbst in Desterreich ungewöhnlich sind. macht worden wäre. Was die Grundsätze unserer Partei betrifft, über ihn abgegebene Urtheil zu erinnern und sich lieber leise Konsequent werden alle Arbeitervereine, mögen fie Bildungsso find dieselben im Programm der Partei festgelegt und werden bei Seite zu drücken und fleißig zu lernen, ehe er verlangt, eine vereine oder Fachvereine sein, als„ politische" Vereine untersagt. wir auch morgen an die Berathung eines neuen Programms gehen, öffentliche Rolle zu spielen. Die Opposition hat einen gemein- Jetzt ist wieder die Gründung des Fachvereins für geprüfte so steht doch fest, etwas prinzipiell Neues ist darin nicht aus famen Boden, und das ist das Bemühen, die Parteileitung Maschinisten, Maschinenwärter und Dampskesselheizer" in Jägerngesprochen. Es kommt in der Hauptsache auf bessere Formuli- zu verdächtigen und die Partei zu schädigen.'( Lebhafter Beifalldorf verboten worden, und zwar soll dieser Fachverein hauptWir sollten im Reichstage schärfer vorgehen, mit der Gewalt sächlich darum ein politischer" sein, weil er nach§ 2 seiner Wir haben von jeher als letztes Ziel die Beseitigung der drohen, fordern die Herren von der Opposition. Allerdings ist Statuten den Zweck hat, das Bewußtsein der Zusammengehörig bürgerlichen Geſellſchaft bezeichnet. Es ist selbstverständlich, daß im Reichstage keine Redewendung strafbar. Allein, welche Ston- unter den Fachgenoffen zu beleben und zu stärken"!! Das müssen die bürgerliche Geſellſchaft nicht freiwillig abdanken wird. Es iſt ſequenz erwüchse aus solchem Verhalten unserer Abgeordneten im ſich die Arbeiter bieten lassen. Die Herren Bürger können deshalb nothwendig, politische Macht zu erobern, um mit Hilfe Reichstage wohl der Partei? Schüßen, Gesangs-, Feuerwehrvereine, welche in Wirklichkeit dieser, die ökonomische Befreiung der Arbeiter herbeizuführen. Allein es entsteht die Frage: wie ist dies zu erreichen? Die würde: Wenn man uns nun im Reichstage die Frage vorlegen weit eher einen politischen Beigeschmack haben, gründen und sehr Partei ist stets von der Meinung ausgegangen, daß diese Macht allerdings ungeſtraſt ſagen: Die Gewalt Uber mer dürfe benn dumm, ſie daran zu hindern. Den Arbeitern gegenüber wird Was ist denn Euer letztes Mittel? dann dürfen wir viel Spektakel dabei machen, kein Mensch ist so frech oder so nur erreicht werden kann, wenn wir die Massen gewinnen. Dies diese Verantwortung auf sich nehmen? unter dem Vorwande, daß sie" Politik" treiben, verwehrt, ihre fuchen wir zu erreichen durch die Agitation in Versammlungen, durch die Presse und auch durch unsere Antheilnahme an den wäre ihnen angenehmer, als das wir es versuchten, unsere werden, geknebelt und gefesselt, ihren Ausbeutern ausgeliefert. Aber darauf warten ja nur die herrschenden Klassen. Nichts einfachsten, uächstliegenden Lebensinteressen zu verfolgen; sie Wahlen und an dem Parlamentarismus. Ich sage feineswegs, Forderungen mit Gewalt durchzusetzen. Die herrschenden Klassen daß man über die Taktik nicht verschiedener Meinung sein kann. wissen, daß alsdann unsere Partei ruinirt wäre. Das macht ja Der Dresdner Anzeiger" widerruft seine Mittheilung, Richts wäre verkehrter als das. Allein bei Grörterung dieser unsere Gegner so wüthend, daß wir ihnen durch unsere Baltung wonach die Eintrittskarten zu einer in Laubegast für den Frage muß man mit Vernunft zu Werke gehen. teine Gelegenheit geben, uns zu vernichten. Wer da konservativen Kandidaten Seidel- Striefen abgehaltenen Ver= Die Anarchisten sagen: alle gewertschaftliche Bewegung glaubt, daß angesichts der Entwickelung der politischen, sozialen fammlung von den zuständigen Gemeinde- Aemtern" und aller Parlamentarismus ist zu verwerfen, wir haben und militärischen Berhältnisse es möglich sei, auf den Barrikaden abzuholen gewesen seien. lediglich dahin * * Auf welchen Grund die vorgesetzte DienstZu streben, daß der heutige Staat unsere Forderungen durchzusehen, der befindet sich in einem argen so schnell als möglich zu Grunde geht. Die Taftit, Irrthum. Ich habe es schon einmal in Dresden ausgesprochen: Polizeiliches, Gerichtliches 2c. Der Vertrauensmann die von den Anarchisten empfohlen wird, wird von unseren wie Spatzen würde man uns zusammenschießen, wollten wir es Weiland in Fürstenwalde a. Spree hatte die Genehmigung Gegnern blos gewünscht. Diejenigen, die auf dem Standpunkt der bürgerlichen Gesellschaft nachmachen, d. h. mit Gewalt unsere zur Abhaltung einer Volksversammlung auf dem Neuen Markt stehen, daß mit Gewalt vorgegangen werden muß, arbeiten be- Forderungen durchsehen wollen. Wie wir zum Ziele gelangen erhalten; die Polizeiverwaltung zog dieselbe aber mit der Bewußt oder unbewußt im Interesse unserer Gegner. Die bürger- werden, will ich hier nicht aussprechen. Wir haben jedenfalls gar gründung wieder zurück, die vorgesezte Dienstbehörde habe sie Lage wäre, die proletarische Bewegung mit Gewalt niederzu beiten selbst darauf hin, ihren Untergang zu beschleunigen. Die behörde ihr Verlangen stützte, theilte die Polizeiverwaltung dem Schlagen. Gerade die ruhige Tattit, die wir einschlagen, liegt den gesammten politischen und sozialen Verhältnisse sind derartige, Vertrauensmann nicht mit, trotzdem sich das doch gehört.- Die Gegnern schwer im Magen.( Lebhafter Beifall.) Und wie will daß der Tag, an dem wir die bürgerliche Gesellschaf ablösen Elberfelder Freie Presse" veröffentlichte am 5. Februar man die politische Macht erobern, ohne die Massen hinter sich zu werden, vielleicht haben. Wenn wir aber die Massen haben wollen, dann die gar nicht so fern ist. Wie sich einen Artikel, welcher Bezug nahm auf eine Rede des Präsidenten bürgerliche Gesellschaft, auch fönnen wir ber gewerkschaftlichen Bewegung nicht entrathen. mag, drehen und wenden v. Holleben, die dieser in seiner Eigenschaft als Mitglied des sie ist verurtheilt, an ihrem eigenen Unter- Herrenhauses gehalten hatte. Es handelte sich um eine ReIn den Gewerkschaften müssen die Arbeiter zum Klassen- gange zu arbeiten. Wir haben tampf erzogen werden. nur nothwendig, die gierungsvorlage, welche einem Amtsrichter die Dienstaufsicht über mit unseren Wenn wir den Arbeitern blos Massen aufzuklären, das andere wird sich mit Naturnothwendig- seine Kollegen mit Gehaltserhöhung auf Widerruf Tekten Bielen tommen, dann würden feit von selbst vollziehen, Allein, daß wir mit Gewalt etwas er- ertheilen sollte. Präsident v. Holleben begründete diese Vorlage die Massen niemals gewinnen. Viele Arbeiter reichen fönnten, widerspricht der natürlichen Entwickelung. dadurch, daß heutzutage nicht selten Amtsrichter ver= würden sich sagen: wenn uns weiter nichts geboten wird, als Nun wende ich mich zu der bekannten Rede des Genossen lottern" und der„ Trunksucht verfallen". In dem ein Ziel, das wir doch nicht erleben, dann fällt es uns nicht ein, v. Vollmar. dafür zu arbeiten. Dieser behauptete: wir leben jetzt unter einem Artikel war ein Passus enthalten, welcher dem Vorwärts" mit bemüht sind, ihnen schon heute soviel als möglich ihre Lage zu werden. Wir müssen den Arbeitern zeigen, daß wir anderen Regime und deshalb muß auch unsere Taktik eine andere Quellenangabe entnommen war und worin die Ursache der von dem Präsidenten v. Holleben erwähnten Trunksucht unter den verbessern. Parteigenossen, ich frage jeden Einzelnen von Euch, Das Ziel dürfen wir nicht aus dem Auge verlieren, allein Amtsrichtern zu erklären versucht und dabei ausgeführt wurde, daß ob da der Weg bis zu diesem Ziele noch sehr weit und auch sehr die politischen Prozesse die Gewissen der jungen Juristen baret.( Beifall.) Wir müssen es so machen, wie der Teufel, dornenvoll ist, so sollen wir etwas langsamer vorwärts gehen vielleicht belaften und sie deshalb zum Glase greifen. Speziell der, wenn er erst den Finger hat, sehr bald auch den ganzen und etwas bescheidener in unseren Forderungen und lieber be- waren die Majestätsbeleidigungs- Prozesse sowie der Prozeß Arnim Menschen hat. Die Maisen schließen sich uns nicht wegen unserer müht sein, den dornenvollen Weg mer behaglich zu machen. Ich angeführt. In diesen Ausführungen fand die Staatsanwaltschaft Endziele an, sondern weil sie eingefeben haben, daß wir ore fann dieser Zeußerung des Genoffen Vollmar, nicht zustimmen. in Duſſeldorf Verächtlichmachung von„ Einrichtungen des Staates" einzige Partei sind, die für die Arbeiter eintritt und daß alle Wir sollen bescheidener sein. Was heißt denn das? Sind wir und erhob gegen Grimpe Anklage. Unter dem 23. April ds. Js. bürgerlichen Parteien nur schöne Rebensarten, aber feine Thaten denn jemals unbescheiden gewesen? Und selbst wenn wir wurde Grimpe freigesprochen, nachdem die Verhandlung für die Arbeiter haben. Es giebt eine ganze Reihe von Ar- die Erfüllung aller unserer Forderungen auf einmal ver- am 18. April stattgefunden hatte. Die Düsseldorfer Straffammer angeschlossen und unsere Prinzipien kennen gelernt haben, über ihre ganzen Kräfte auf die fünf Bunkte zu konzentriren, die feine Erwähnung finden und wenn auch Richter in Ausübung Vollmar betont, dann müßte das nothwendig zur Versumpfung ihres Amtes kritisirt werden und dadurch verächtlich gemacht erifte lub ifte If lub 1. ger als Re g 47. ett ers fit en err zen Ite geben. Und en" an en it anal пр fen jeit fe) et ein ger ufe cien iter be - wie man meinen sollte Die Opposition höhnt uns wegen der Massen, die eigentlich der Partei führen. Jeder Vortheil, den man für die Sache der scheinen könnten, so seien wohl diese beleidigt, aber keine Staatsnicht zu uns gehören. Wie aber wollen wir die politische Macht Arbeiter erreichen kann, darf nur aufgefaßt werden als ein Mittel, einrichtung. Die Staatsanwaltschaft war gegentheiliger Meinung, erobern ohne die Maffen? Wenn Sie zur Opposition), das die Kampfstellung der Partei zu verbessern, um endlich den letzten griff das Ürtheil an und legte Revision dagegen ein. In der glauben, so sind Sie politische Thoren. Die Menschen springen Schlag fräftiger führen zu können. Das wissen ja unsere Gegner, Begründung führte sie aus, daß dadurch, daß die Richter in Benicht fig und fertig aus der jeßigen Geſellſchaft; ihre Borurtheile und daher machen fie uns auch so leicht teine Rongeffionen, aug auf ihre Rechtsprechung angegriffen würden, die staatliche wurzeln in ihrer Erziehung.Gozialdemokratische Bäter und Machen sie uns zugeständnisse, so nehmen wir sie als Abschlags- Einrichtung der Rechtsprechung verächtlich gemacht sei, die Mütter, die Sozialdemokraten erziehen tönnen, gab es früher zablung, ſagen aber nicht einmal: Dante ſchön! Wir können Handhabung der Geseze ſei eben ſtaatlich geregelt, und nicht: die müſſen wir erst werden.( Heiterkeit. Die Opposition uns auf eine Aenderung unserer bewährten Laftit nicht einlassen! dadurch„ Einrichtung des Staates". Das Reichsgericht in seiner sagt, unsere Partei versumpft und versimpelt 2c. War je eine Wenn speziell die Berathung des Arbeiterschutz- Gesetzes Sigung vom 6. Juli cr. schloß sich der Rechtsauffassung der auch feine Piretten Erfolge gehabt hätte, jo hat dieselbe Düsseldorfer Staatsanwaltschaft an, hob das Urtheil vom Reden vielleicht schärfer als jest; in der Formulirung unserer doch in hohem Maaße Bazu beigetragen, in den Massen 23. April cr. auf und verwies die Sache an das Elberfelder Anträge sind wir viel beſtimmter, energiſcher und prinzipieller die Ueberzeugung zu befestigen, daß nur die sozialdemokratische Landgericht, um anderweitig zu prüfen, ob„ bie gegen„ bie geworden." Es wäre die größte Thorheit, wollten wir unsere Bartei die Intereſſen der arbeitenden Klaſſen vertritt; das haben Richter" erhobenen Angriffe unmittelbar auch die StaatseinrichTaftit, mit der wir bie bisherigen Erfolge ernungen haben, auf die zahlreichen Buſchriften bewiesen, die der Fraktion zugegangen tung der Rechtspflege treſſen, ſei es im Allgemeinen oder in was haben denn die Anarchisten tros find. Ich muß mich ganz entschieden dagegen erklären, daß ein einzelnen erkennbaren generellen Beziehungen, wie beispielsweise el ihrer Arbeiten erreicht? Sie sind bisher immer nur Genosse, daß sogar ein Führer der Partei-in objektiverer in politischen Prozessen, Beschlußfassung über Anklagen, sowie eine tleine Gette geblieben. Ich gehöre feineswegs zu denjenigen, weiſe allerdings- immer wieder darauf hinweist, daß die Bartei Beweiswürdigung". In der darauf am 15. Oktober stattgehabten die vor den Anarchisten eine Gänsehaut überlauft. Im Gegen- bis zur Verwirklichung ihrer Ziele noch einen langen, schwierigen wiederholten Verhandlung beantragte der Staatsanwalt zwei verlange, daß derjenige, der sich zum Anarchismus bekennt, aus vorwärts gehen und in ihren Forderungen bescheiden sein müsse. Veil, ich achte jeden überzeugungstreuen Anarchisten. Allein ich weg mit großen Hindernissen vor sich habe, daß fie langjam Wochen Gefängniß gegen Grimpe, das Urtheil aber lautete nicht auf Freisprechung, sondern auf vier Wochen Gefängniß. Dann folgte die Verhandlung über eine eine Unverschämtheit muß ich es betrachten, wenn Leute sich auf der Gegner Seite, leugnen. In demselben Maaße wie zweite Breßsunde Grimpe's. Unter dem 26. Februar herausnehmen, Gelder, die für sozialdemokratische Zwecke ge- wir nach vorwärts, haben die Gegner sich nach rück- brachte die Düsseldorfer Arbeiter- Zeitung" unter | Uebersicht" einen Artikel:" Das Schwert der wenden. Da ich dies erfahren hatte, so habe ich mich veranlaßt auch die gegnerischen Parteien im Stande wären, für die Inter- Gerechtigkeit", worin ausgeführt wird, daß gefühlt, in der bekannten geenpalast- Versammlung zu sagen: Ich essen der Arbeiter einzutreten, heute glaubt das Niemand mehr. unglücklichste Waffe gegen die Gozialdemokratie jei, denn dies werbe der Opposition en een nächsten Parteitage Gelegenheit Wenn wir fiegen wollen, müſſen wir dafür sorgen, daß die Schwert ſei zweischneidig und die strenge Handhabung deſſelben verſchaffen, eine eigene den nächsten ich muß be: Gegner den Glauben an ſich ſelbſt verlteren, worin uns ja die gegen die Sozialdemokraten könne die wirtung haben, daß der Innen, wäre die Ausschließung des Maurers Schwabe vom Entwickelung der Verhältnisse auch unterstützt; aber wir dürfen Glaube an die Unparteilichkeit der Juſtis bei Millionen von Wahlverein des 6. Bericht Bicichstags- Wahlkreises nicht bereits nicht immer mahnen: Nur immer langsam! Gine solche Hin Staatsbürgern erschüttert werde. Dadurch sollten abermals stellen. Dieser Mann hat sich nicht entblödet, der Parteileitung an unsere Sache schwächen, fönnen wir nicht gutheißen! erfolgt, so würde ich jest ben Untrag auf beljen Ausschließung baltungstaktit, mit der wir bei unseren Anhängern den Glauben„ Einrichtungen des Staates" verächtlich gemacht worden sein und die Düsseldorfer Staatsanwaltschaft erhob abermals Anklage. gegenüber zu erklären, daß er sich für berechtigt gehalten habe, Ich kann dem Genossen Vollmar nicht zustimmen, daß wir In der Sizung vom 25. April wurde Grimpe aber wiederum langsamer da der zu freigesprochen und zwar von derselben Straflammer des Parteifasse zuflossen, für die„ Autonomie", also für ein Blatt zu unserem Ziele führt, noch ein sehr weiter sei. Einmal Landgerichts zu Düsseldorf und fast mit derselben Motivirung. dem Schmähungen gegen uns strogt. Seitens der Opposition wird alles zu thun, was zur Beschleunigung des Untergangs der Staatsanwalts, es wurde ebenfalls Revision gegen das Urtheil entgegen. Parteigenpljen, niemals ist ein Vorwurf ein so un- follen wir unsere Tattit ändern? Allerdings Bismarck iſt ab- 6. Juli ſein Erkenntniß wie wegen des Artikels„ Der vereinschämter gewesen wie dieser. Die Opposition sagt: wir sind gegangen, das hat uns Alle gefreut, aber ist es benn unter totterte Amtsrichter" auch in Bezug auf Das Schwert eine Reformpartei, eine Partei geworden, die dem Spießbürger, Caprivi besser geworden?( Rufe: Nein!) Wir achten in der Gerechtigkeit" an, hob das Urtheil auf und verwies auch gem können wir diese Sache zur nochmaligen Verhandlung an das Elberfelder Herren von der Apperti ben Beweis bierfür zu er- ihn doch nicht nennen. Die Agrarpolitik der Regierung kann uns zandgericht. In dieser Berhandlung beantragte der Staatsbringen. Sowohl die Fraktion, als auch die Parteileitung auch nicht veranlassen, unsere Taktik zu ändern. Die Herren von anwalt 4 Wochen Gefängniß, das Gericht erkannte aber auf ber sind von uns niemals Antrage gestellt worden, die auch nur wenn sie für die Arbeiter etwas thun, dann gefchieht dies Grimpe wieder 6 Wochen, aufgebrannt exbatten. der Vermuthung niemals wir waren per Meinung, nicht aus Liebe zu uns, sondern um uns das Wasser aus teidigung eines Bergwerksaussehers durch einen Artikel des unsere Endziele seien innerhalb der heutigen Gesellschaft zu er der Mühle zu spruch gethan worden, daß auf dem Wege des Parlamentarismus Würden die herrschenden Klassen der Ueberzeugung sein, daß einem Fast tage, verurtheilt. reichen. Niemals ist von einem unserer Abgeordneten der Aus- Alles, was nach ihrer Meinung geeignet ist, uns zu schaden. Schwurgericht zu 6 Wochen Arrest, verschärft mit wöchentlich aus Wies= ben bürgerlichen Parteien irgendwie paftirt. Herr Werner scheint demokratie sterben würde, dann würden sie mit Jubel dem Ent- baden und der Redakteur Gustav Sprenger wegen fagte einmal: ich habe 22000 Stramentalien und bin nicht der otonomischen Verhältnisse die bürgerlichen Klaſſen ju un D. Reibnis zu 50 resp. 25 Wt. Getpouse, Hinze hatte in einer gewählt worden, andere haben 7000 Stimmen erhalten und sind arbeiten müssen. gewählt worden und haben nun in der Partei etwas zu sagen. adj Her na) of en ( Ti mir Ders Den Ans Des au ja 11 " Benehmen. Die herrschenden Klassen thun Arbeiterwillen" wurde der Parteigenosse Resel in Graz vom ( Heiterkeit.) Daß Werner trok seiner 22 000 Stimmen nicht ge- gedruckten Resolution und schloß mit den Worten: Sorgen wir später 1 Bebel befürwortete schließlich die Annahme der bereits ab- und ist mir neu. Herr Wildberger ist auch nicht gegen den Parla- werde.( Stürmischer, langanhaltender Beifall.) mentarismus an sich, er will nur, daß schärfer vorgegangen Das Mainzer SchöffenRede zu Wiesbaden den Mainzer Gouverneur angegriffen dadurch eine Anklage zugezogen, die ihm Monat Gefängniß einbrachte. Als Hinze „ Mainzer Boltsgeordneter mehr zu sagen hat, als irgend ein anderer Genosse, das Interesse der Partei nach allen Richtungen hin gewahrt Zeitung" die inkriminirte Stelle mit dem Ersuchen, daß alle werde, während Richard Baginski wohl eine Theilnahme an der Diejenigen, welche seine Rede gehört, ihm bezeugen möchten, daß er die betreffenden Worte nicht gebraucht habe. In der Wiederholung dieser Worte erblickte das Gericht die die Absicht der Beleidigung. Gegen den verantwortlichen Re-[ um welche die Anleihen amortisirt sind, die man zum Ankauf bei dem Versuch des Ablöschens eines in der Restaurationstüche Fischerbrücke 25 entstandenen Feuers bedeutende Brandwunden dakteur der Mannheimer sozialdemokratischen Volks- und zur Erweiterung der Werke aufgewendet hat. " 1 M Am Vor dem Grundstück Plan stimme", H. Keßler, hat die Staatsanwaltschaft eine Anklage Ein entschiedener Mangel des Berichts aber liegt darin, daß am ganzen Körper. Es wurde durch Samariter der Feuerwehr wegen Beleidigung des Landeskommissars Ober- Regierungs- er über die Höhe der Arbeitslöhne keinerlei An- verbunden und in das St. Hedwigs- Krankenhaus gebracht. raths Frech von hier erhoben. Die Anklage wurde, nach der gaben enthält, aus denen sich prüfen ließe, ob diese Löhne 18. d. M., Morgens, wurde im Thiergarten, nahe dem Restau " Franks. 3tg.", veranlaßt durch einen Artikel, in welchem die im Einklang stehen mit dem bedeutenden Ueberschusse des Unter- rant Charlottenhof, ein unbekannter, etwa 45 Jahre alter Mann Volksstimme" Herrn Frech heftig angriff, weil dieser das Ver- nehmens. Die Löhne sind nur in große Pauschalsummen zu- todt aufgefunden. Derselbe hat sich anscheinend mittelst einer daß er badischer Staatsbürger sei und seiner Wahl zum was entschieden gerügt zu werden verdient. Brahlt man mit den User 80-85 wurde Vormittags ein zweijähriger Knabe von badischen Landtag nicht der§ 35 der Wahlordnung ent- großen Ueberschüssen, so soll man auch die Arbeitslöhne pro einem Arbeitswagen überfahren und so schwer am Kopfe ver Arbeiter und Tag genau nachweisen. Wer das nicht thut, macht legt, daß er bald darauf im Krankenhause Am Urban verstarb. Abends entstand in der Wohnung des Arbeiters Seizt, fich verdächtig! Urbanstraße 35, dadurch ein kleiner Brand, daß die ohne Auf Auch ein Urtheil! Das parteilofe Organ der gesammten ficht gelaffenen beiden Kinder im Alter von fünf und zwei Berliner Studentenschaft( so nennt es sich) ,, Vivat Academia!" Jahren eine auf der Kochmaschine stehende Lampe um warfen. Hierbei erlitt der ältere Knabe bedeutende Brandwunden bringt im Brieffaften folgende Notiz: gegenstehe. verhandlung. Tokales. B Die Spitze des Trunksuchts Gesetentionrfes lediglich gegen das Proletariat zu richten, ist man bereits eifrig an der Arbeit. So schreibt u. A. die D. Gastw.- 3tg.": " Soziale Uebersicht. Auf Ihre Anfrage betreffs Jbsen gebe ich Ihnen zu wiffen: am Kopf und Hals, sodaß seine Ueberführung nach dem Krankens Ich habe mich nach Kräften in allen Fächern des Wissens ernst hause Am Urban erforderlich wurde. Zu derselben Zeit brachte Das Verfahren der Gerichtsvollzieher hat sich in der und eifrig umgethan. Dennoch erkläre ich mich für völlig un- vor dem Hause Forsterstr. 22 ein Schiffer einem Händler infolge Letzten Zeit mehrfach als ein ganz bedentliches herausgestellt, so fähig, irgend eine Figur Ibsens zu verstehen. Entweder sind einer Streitigkeit mehrere Messerstiche in die Arme bei und einen daß das interessirte Publikum in der That kaum noch weiß, wie feine Personen alle ausnahmslos verrückt, oder der Dichter ist Schnitt in die Hand, durch den ein Finger abgetrennt wurde. es sich diesen Beamten gegenüber verhalten soll. Ginen recht es! Das ist meine subjektive Meinung. Eine gütige Vorsehung In der Nacht zum 19. d. Mts. fand vor dem Hause Kolbergers drastischen Beleg hierfür gab eine kürzlich stattgehabte Gerichts- verhüte, daß auch nur ein deutscher Studirender an diesem Zeug straße 23 eine Schlägerei statt, wobei der Arbeiter Ziemann dem Gefallen finde. Die Jbsomanie ist eine etle Geistesfrankheit der Arbeiter Stein einen Messerstich in das Genic zufügte, während Ein Gerichtsvollzieher hatte an einem Februartage d. J. bei jenigen Modernen, welche bar sind jedes Funkens von Idealismus. Biemann eine Verletzung am Oberschenkel erlitt. Stein wurde dem Schlächtermeister R. eine Pfändung vorzunehmen. Er begab Der verantwortliche Redakteur des Studentenblattes, Dr. John nach der Charitee gebracht.- Am 18. d. Mts. Vormittags gerieth sich in den Laden, den er für denjenigen des Schuldners hielt. Hestel, scheint in seiner Bescheidenheit, in welcher er das Ent- auf dem Bahnhof Gesundbrunnen ein mit Korkabfällen beladener Hier traf er das R.'sche Ehepaar und eine Verwandte, die weder- oder ausspricht, sich gar nicht denken kann, daß auch Eisenbahnwagen in Brand. Wittwe K., an. Nachdem der Beamte den Zweck seines Kommens noch ein Drittes möglich sein, daß vielleicht er selbst etwas angezeigt, erklärte ihm R., daß er im Laden nicht pfänden könne, grün ist. derselbe gehöre mit sämmtlichen Geräthschaften der Wittwe K. Er selbst sei nur deren Geschäftsführer, und der Gerichtsvollzieher müsse mit nach seiner Wohnung kommen. Dieser war der Ueberzeugung, daß hier nur eine der gewöhnlichen Schiebungen vorliege, er erwiderte, daß er sich auf nichts einlassen und trotz3war richtet sich dieser Entwurf nicht nur allein gegen das dem pfänden werde. Nun schob R. ihn einfach zur Thür hin- Branntweintrinken, sondern das Trinken geistiger Getränke aus und die Wittwe St. betheiligte sich dabei. Der Beamte er- überhaupt, also auch des Bieres und Weines, doch glauben wir schien mit einem Schuhmann wieder, beide mußten aber noch kaum, daß er, wenn wirklich Gesetz geworden, unter den Trinkern einmal umfehren und weitere Hilfe holen, denn R. erflärte, letterer Genußmittel zu bestrafende Opfer finden dürfte, da deren sich jeder Pfändung mit Gewalt widerfeßen zu wollen. Genuß zu Ausschreitungen nur selten führt, also öffentliches Bald rückte eine ganze Truppe, ein Lieutenant, drei Schußleute ergerniß nicht erregt; denn unmöglich kann doch schon derjenige und der Gerichtsvollzieher in den Laden. Es kam zu einer argen bestraft werden, dem einmal der stille Mond ein schiefes Gesicht Szene. R. mußte überwältigt und zur Wache gebracht werden, macht oder der mit dem bekannten Bruder Studio singt:" Straße, dann erst konnte der Gerichtsvollzieher seines Amtes walten. Das wie wunderlich siehst du mir aus!" Schöffengericht verurtheilte R. zu einem Monat Gefängniß, die Natürlich, die Herren Bourgeois, die sich in Bier und Wein Wittwe K. zu 15 M. In der Berufungsinstanz wies nun der bezechen, sind ganz unschuldige Leutchen, die erregen kein öffentVertheidiger nach, daß der Beamte fich in einem Irrliches Mergerniß", die fahren fein sittsam per Droschte nach Haufe, thum befunden hatte. Das Geschäft gehörte und wenn es wirklich einmal vorkommt, daß sie Nachtwächter thatsächlich der Wittwe K., deren Firma sich durchprügeln, oder Leute anrempeln, oder sonstwie Radau machen auch über der Thüre befand. Somit habe der Ge- und Händel erregen, so hat das nichts zu sagen; die Leute haben richtsvollzieher sich nicht in der berechtigten ja Bier oder Wein getrunken! Die Proletarier aber, denen ein Ausübung seines Berufes befunden und das Ver Gläschen Fufel zu Kopfe gestiegen ist, ja, Bauer, das ist ganz halten des R. gegen ihn sei nicht strafbar. Der Gerichtshof trat etwas anderes! Diese Leute müssen bestraft werden! Rausch ist diefer Ansicht bei und verurtheilte den Angeklagten R. nur nicht Rausch und wenn zwei dasselbe thun, so ist es nicht immer wegen des Widerstandes, den er den Schutleuten geleistet hatte, dasselbe, so ist die heutige bürgerliche Bogit! zu einer Geldstrafe von 40 M. Die Angeklagte S. wurde fret gesprochen. Ein Zentralverband der deutschen Konditors gehilfen, Pfefferküchler, Lebtüchler und ver wandten Berufsgenossen sowie der Hilfsarbeiter und Hilfsarbeiterinnen dieser Gewerbe ist am 1. Oktober errichtet worden. Siz desselben ist Hamburg. Das Schöffengericht zu Frankfurt a. M. hat die vom Staatsanwalt verlangte Schließung des deutschen Bosamen tirer und Bandweber Vereins und die Bestrafung des Vorstandes dieser Organisation abgelehnt. Die Schließung und Bestrafung sollte erfolgen, weil in den Versammlungen jenes Vereins politische Gegenstände erörtert worden waren. Das Gericht sah als erwiesen an, daß an zwei Abenden Fragen politischer Natur zur Sprache gekommen waren: eine, welche den Normalarbeitstag betraf und aus dem Fragekasten entnommen war, und eine, die der Redner Krämer in seinem Bortrage erörtert hatte. Konkurs Elend. füh fint ten Die Fer B Mc eine in tom Per Rm in 285 gelo ftell Leb Bei zur fuc sta fam ist für be ich 15. Di 6 e gan Spie Gel sei Ver ma Die ohn Ver hät in rich gefo gep Da Ar hör Net ÖDE hier bele und der tön zeug Hil der ift ben Bue eins hin zun Gel run erfe sch fteh r inte we Beide Fälle waren aber nach Ansicht des Gerichts nicht geeignet, die Tendenz des Vereins au einer politischen zu stempeln. Wenn eine Anfrage, die nicht in den Verein gehört, kurz und abweisend beantwortet wird, und wenn ein Redner eigenmächtig Ein Urtheil aus gegnerischer Feber. Das, Erfurter von feinem nur zwecken der Belehrung dienenden Vortrags Bunächst begreifen wir nicht, wie es möglich ist, den Wider Tageblatt"( unabhängiges Organ für städtische und länd thema abschweift, so könne daraus dem Vorstand kein Vorwurf erwachsen, und der Verein werde dadurch nicht zum politischen. stand des Mannes gegen die Schußleute, die nur zur Unterstügung liche Interessen") schreibt in seiner Nummer vom 16. d. M.: des Gerichtsvollziehers zugezogen waren, für strafbar zu halten, Der sozialdemokratische Parteitag bietet in Der Vorsigende Landgerichtsdirektor Dr. Schrader gab indessen wenn der Widerstand gegen den Gerichtsvollzieher selber be- feinen Delegirten, so zu sagen, die Elite der Partei. Wer im den Angeklagten den Rath, in Zukunft große Vorsicht walten zu rechtigt war. Es sind das eben juristische Unterscheidungen, für Kaiserfaale die Bersammlung sieht, sucht in den zum Theil recht laffen, da die heute vorausgefeßte bona fides( der gute Glaube welche in dem Rechtsbewußtsein der Bevölkerung fein behäbigen Gestalten nicht jene heißblütigen Weltverbefferer, als an die Rechtmäßigkeit einer Handlung) nach dieser Erfahrung Boden vorhanden ist und die nicht geeignet sind, der Thätigkeit die sie in ihrem öffentlichen Auftreten und in der Presse bekannt kaum mehr angenommen werden dürfte. der Strafrechtspflege eine heilsame, die fittlichen Begriffe der Be- find. Erscheinen die Herren schon nach ihrem Habitus weit besser Bei einer gerichtlichen Auktion in völkerung läuternde Wirkung zu geben. als ihr Ruf, so schließt man aus ihrem Aeußeren ganz und gar Plauen i. V. wurde die Schiffchen Stickmaschine eines Klein, Geradezu vergiftend aber für jedes Rechtsbewußtsein wirkt nicht auf Vertreter des Arbeiterstandes. Die zum Theil elegant meister 8, welche 5000 m. gekostet hatte, für 80 m. lo das Verfahren der Gerichtsvollzieher in manchen Fällen. Ihr gefleideten Herren mit meist intelligenten Gesichtern sehen gar Eindringen in fremde Wohnungen, in denen zufällig ein Schuldner nicht banach aus, als ob ihr Lebensziel es fei, den Bourgeois geschlagen. Wie viel Schweißtropfen überangestrengtester Arbeit Die bestehende Gefell mögen wohl an jenen 5000 m. gehangen haben! fich aufhält, spricht so sehr dem Rechtsbewußtsein der Bevölke- das Lebenslicht auszublasen und Auch mit dem Intellekt der polnischen Kleinmeister rung Hohn, daß daraus die bedenklichsten Anschauungen über den schaftsordnung umzuwerfen. Zunächst sind sie allerdings darauf Charakter der vollstreckenden Gerichtsbarkeit entstehen. Säufig aus, unter sich eine Sache auszumachen, die voraussichtlich hißige es gleich früh nichts". Haben da die Posener Schuh kommen Verwandte des Schuldners in die Zwangslage, für den Debatten geben wird. So lange das Sozialistengeset galt, war macher, die zumeist aus Polen bestehen und ca. 2000 Man Schuldner bezahlen zu müssen oder einen Prozeß zu führen, um nichts als reine Wonne in der Partei. Jetzt hat sie auch ihre zählen, behuss Berbesserung ihrer durch die Konkurrenz, besonders den Nachweis zu erbringen, daß die vom Gerichtsvollzieher ge- Opposition unter sich selbst, wie das bei einer Partei, die aus so von außerhalb, gedrückten Lage beschlossen, eine„ Genossenschaft pfändeten Sachen nicht dem Schuldner gehören. Dabei findet mannigfachen kritikbedürftigen Elementen zusammengesetzt ist, der vereinigten Schuhmacher für die Stadt Posen" zu bilden, Die Berliner Opposition oder die deren Aufgabe sein soll: Verbesserung der Lage der die Abholung der gepfändeten Sachen aus der Wohnung statt, wenn nicht ausbleiben konnte. nicht rechtzeitig foftspielige Gerichtsbeschlüsse von den wirklichen Jungen, wie sie sich selbst nennen, führen ihre Sache unter Sch uh ma cher, Kampf gegen den Sozialismus, Eigenthümern der Pfandstücke erwirkt sind, um die Abholung Werner und Wildberger mit parlamentarischem Geschick, das bei und Errichtung eines Schuhwaaren- Lagers! Die beiden ersten Aufgaben", welche hier in gesperrte auf zu verhindern. Ein Familienleben kann durch die Willkür eines den Verhandlungen überhaupt allgemein herrscht und angenehm Gerichtsvollziehers auf das Schwerste geschädigt werden und zwar auffällt. Herr Reißhaus macht die Honneurs und versteht in Schrift gedruckt find, heben sich bekanntlich einander gerade Das aber was tehrt sich das Kleinmeisterthum an Logit? ist die Gefahr um so größer, als dieser Beamte einseitig im liebenswürdiger Weise seine Anordnungen zu treffen. Dienste des Gläubigers steht. Rauchen und den Genuß geistiger Getränke während der Mit vier Fingern das hat ein Sanitätsrath in Braun Wir haben nicht den Eindruck gewinnen tönnen, als ob die Verhandlungen hat der Borsigende Herr Singer gebeten Auch 8 junge Damen bemerkten bemerkten wir schweig herausbekommen fann man ebenso viel aufsichtsführenden Amtsgerichte in ausreichendem Maße dafür zu unterlassen. denen die eine leisten wie mit fünf Fingern, forgten, daß das Verfahren der Gerichtsvollzieher fich dem Geifte unter den Delegirten im Parterre, von Rothe Ein Brauer zu Braunschweig verlor durch einen Unfall ben ber modernen Gesetzgebung anpasse. Ift eine gerichtliche Pfän- wohl nicht zufällig ganz in blutroth gekleidet war. dung an sich schon eine harte Maßnahme, begleitet von den Kravatten und rothe Blumen in den Knopflöchern verbreiteten in Mittelfinger der linken Hand und erhielt darauf von der Beru fchädlichsten jozialen Folgen für den wirklichen Schuldner, so Berein mit zahlreichen rothen Fahnen jenen rothen Schimmer, genossenschaft eine Rente von 10 p& t. feines Verdienstes sugebilligt wird sie zu einer ernsten sittlichen Gefahr, wenn ein Fremder der den Zugehörigen der sozialdemokratischen Partei nun einmal Diese Rente wurde dem Brauer aber wieder entzogen, benn be durch diese Pfändung ungerecht betroffen wird. Ein Mensch, so großes Vergnügen bereitet. Wir können den Besuch der Ber- erneuter ärztlicher Untersuchung fonstatirte der Sanitätsrath, da der durch solche Pfändung ungerecht geschädigt wird, gelangt handlungen allen Bolitikern jeder Parteifarbe als lehrreich und die Gebrauchsfähigkeit der linken Hand durch den Verlust de Mittelfingers nicht die geringste Einbuße erlitten habe und be leicht zu einem unvertilgbaren Groll gegen die bestehende Gefell- nüßlich empfehlen." schaftsordnung. Wenn die Erziehung solcher Elemente der Der„ Empfehlung" wird nicht viel Folge geleistet werden. Betreffende ebenso erwerbsfähig sei wie vor dem Unfall. Das Schiedsgericht schloß sich der merkwürdigen Auffaffung modernen Justiz nicht bedenklich erscheint, so kann sie uns Unsere Gegner treiben nun einmal uns gegenüber die bekannte Vogelstrauß- Politiksie haben sich aus der Sozialdemokratie an, daß 4 Finger 5 Finger feien, trotzdem man meinen fo recht sein. ein so fürchterliches Schreckbild zurecht gemacht, daß sie in ihrer daß man alle Fakultäten studirt haben müsse, um die Höhe dieser Ein kommunales Unternehmen, das so recht deutlich Hafenherzigkeit uns gar nicht ins Gesicht zu sehen wagen. Auch fingerverachtenden Logit erklommen zu haben. zeigt, wie vortheilhaft sich die auf Kosten der Gesammtheit be der Schreiber der Notiz hatte sich ja augenscheinlich die sozialtriebenen Anstalten rentiren, ist unfere städtische Wasserleitung, demokratischen Agitatoren" als Vogelscheuchen vorgestellt, deren lehtjähriger Rechenschaftsbericht gegenwärtig vorliegt und sein Erstaunen, daß dieselben nicht wie Stromer, Wühlhuber oder troß mancher, den Jahresabschluß ungünstig beeinflussender Banditen aussehen, triit ja mit herzerfrischender Naivetät und Momente, doch noch ein äußerst günstiges Resultat liefert. Zu- Ursprünglichkeit zu Tage. gleich zeigt der Bericht, wie derartige Unternehmen, selbst wenn bet sie durch Aufnahme von Anleihen begründet werden, richtiger Leitung boch zu einer gebeiblichen Fortentwickelung gelangen, sobald sie dem allgemeinen Interesse dienstbar gemacht werden. " I e Ro übe An rine her Jah Soll las Ein eine Fri best fthe ber Re gen unt der Art Bor ver Ge Bre Laff Na an Ver ber ชิ น j tem lung trte bi AD Aus der Zuckerfabrik Waghäufel in Mannheim wurde nach einem Bericht der Mannheimer Volksstimme", ein Arbeiter feines Alters halber entlassen, welcher in diesem Etablissement 45 Jahre lang Dienste geleistet hatte. Er ist jetzt Mitte 60er Jahre alt, bekommt also noch nicht einmal die Reich Berlin steht gegenwärtig unter dem Zeichen der rente", und bezieht auch sonst keine Bension. Eine Kritit an de Besteffen". Am 21. d. Ms. wird der Augemeine deutsche Vorfall zu knüpfen, ist wohl überflüssig; das eine 8uderfabrit" besorgt die Kritit schon felbft. Die i Verein für Kaninchenzucht und Raninchenverwerthung abermals ein großes Kaninchenessen veranstalten, um weitere Kreise des Differenten Arbeiter aber mögen aus der Mittheilung fich Für die Anlegung und allmälige Ausdehnung der Wasser- Boltes auf das gerade in den jezigen theuren Zeiten schätzens- Lehre ziehen, daß ein weit befferer Schutz für sie im Anschluß leitungs- Anlagen hat die Stadt Berlin verschiedene Anleihen auf- werthe Kaninchenfleisch aufmerksam zu machen. Den gleichen ihre Fachorganisationen besteht, als in den sogenannten leben genommen, die heute bereits zum Theil wieder getilgt sind; aller- löblichen Zweck verfolgt augenscheinlich der hiesige Verein der länglichen" Stellungen. 10 Pig. Arbeitslohn für eine Hose foll eine Stuttgart dings aus allgemeinen kommunalen Mitteln; aber ganz sicher Roßschlächter, welcher im November ein großes Roßfleischnicht über den Betrag hinaus, den die Wasserleitungswerke, seit gestessen" veranstalten wird. Nun, die Herren Noßschlächter sie in städtischem Besitze sind, an die Stadtkaffe abgeführt haben. Fönnen mit ihren erzielten Erfolgen schon zufrieden sein, denn Konfektions- Firma ihren Arbeitern bezw. Arbeiterinnen zahle Leider ist die der Stadt aus den Einnahmen der Wasserwerke in den ersten neun Monaten dieses Jahres sind in der Berliner Diese geradezu unglaubliche Mittheilung wurde in der am 14. zugeftoffene ganze Summe aus dem vorliegenden Jahresbericht Sentral- Roßschlächterei" nicht weniger als 6099 Pferde, das sind in Stuttgart abgehaltenen Bersammlung der Schneider nicht ersichtlich; aber man fann sich eine ungefähre Borstellung 421 mehr als im Vorjahre, gefchlachtet und von den Berlinern Schneiderinnen gemacht. Falls die Nachricht wahr, so ift ci Da bedarf es wohl taum einer weiteren fach nicht zu begreifen, wie sich für einen solchen Sündenloh dieser Einnahmen machen, wenn man erwägt, daß in dem letzten verspeist worden. felbft trop der ungünstigen Geschäftslage noch Leute finden tönne welche solche Arbeit übernehmen. Jahre allein über 24 Million Netto- Ueberschuß an die Stadt Anregung". tasse aus den Ginnahmen der Wasserwerke abgeführt sind; trohdem die Gesammteinnahme der Wasserwerke für geliefertes Waffer ( ca. 6 Millionen) für Wassermesser- Miethe, Zinsen, Miethen und sonstige Einnahmen im Ganzen nur 6 450 000 m. betrugen; bie Werte haben also einen Beingewinn von über 38 pet. im letzten Jahre ergeben. " Di Herr Max Markiewicz, früherer Inhaber des Konfektionsgeschäfts Niederwallfir. 35, bittet uns mitzutheilen, daß Bor Arbeitsantritt in der Bandfabrik S. Tri richts- Zeitung". erwähnten Kaufmann gleichen Namens nicht Arbeiter- Zeitung". Es herrscht dort die Gepflogenheit, daß er mit dem in Nr. 241 des Vorwärts" unter der Vlubrif we dinger u. Komp. in Bregenz warnt die Wiene identisch sei. Attordarbeiter vier bis fünf Wochen gar nicht wissen, was für einen Arbeitslohn erhalten. Der Wechsel der Arbeitsträf ist ein fortwährender, die einen gehen, die anderen komme " Zahlreiche Verhandlungen wegen Lohnstreitigkeiten wurden gegen Polizeibericht. Am 17. d. M. früh wurde ein Mann in Nicht minder günstig stellt sich die Gesammtvermögenslage dieses städtischen Unternehmens, zu dessen Anlagen in der bis- feiner Wohnung, in der Forsterstraße, erhängt vorgefunden. ba herigen Ausdehnung Anleihen von der Stadt aufgenommen Um dieselbe Zeit vergiftete fich ein Schneider in feiner Wohnung diefe Firma bereits durchgeführt. Der Bezirksrichter hat sich wurden, die bis auf einen Betrag von 40 Millionen bereits ge- in der Weydingerstraße. Nachmittags stel ein fechsjähriger abfälliger Weise gegen diese Firma geäußert, da so häuf tilgt sind. Diese Summe ist voll gedeckt durch den Werth der Knabe vor dem Hause Landsbergerstraße 69 infolge Ausgleitens Streitfälle in teiner anderen Fabrik vorkommen. vorhandenen Anlagen, der sehr vorsichtig berechnet ist, daß ein dicht vor einem Pferdebahnwagen, so daß er von einem Pferde Ueberschuß sich nicht ergiebt, worauf ja auch nichts antommt, da getreten und vom Trittbrett am Hinterkopf erfaßt wurde. Er es sich um ein fommunales Unternehmen handelt. Erwünscht trug hierbei eine Gehirnerschütterung und An der Ecke der Landsberger und wegung geltend. Dieselben sind in der Errichtung eines aber wäre es doch, wenn der Magistratsbericht fünftig legungen davon. diejenigen Summen enthielte, die an die Stadt Haupt- Höchstestraße wurde Abends eine Frau durch ein Fuhrwert rufsvereins begriffen, durch welchen sie ihre Lage zu G3 überfahren und erlitt eine starke Quetschung des Unterschentele. hoffen. Der Beitritt zu derselben wird jedem Schreiber o tasse seit dem Bestehen der Werke gezahlt sind. tönnten diesen Summen ja die Beträge gegenüber gestellt werden, Am 17 Machmittag erlitt sa cunädchen Gade Rücksicht auf dessen politische Gesinnung gestattet werden; Unter den Schreibern der Advokaten und Staat innere Ver Kanzleien Wiens macht sich eine lebhafte wirthschaftliche ann wär einz fein hoff zufo gew Spar und B Bon 56 beffer meb und ba tuff führende und fördernde Element der erfreulichen Bewegung aber find diejenigen Schreiber, welche sich zur Sozialdemokratie betennen. Wegen Maßregelung eines Vertrauensmannes stellten die Tischler der Möbelfabrik Bernhard Ludwig in Bien VII, Münzwardeingaffe, die Arbeit ein. Um strengste Fernhaltung des Zuzugs ersucht der Wiener Gehilfenausschuß. " 1 Maschinenbauer Gutheit geht dann des Näheren auf die| Mißstände in den heutigen kapitalistischen Wirthschaftsverhält Bewegung ein, betreffs deren man ursprünglich nicht gewußt nissen aufdeckt und bekämpft und auch für die Belehrung der Arhabe, welche Stellung man gegen dieselbe einnehmen solle, da sie beiterklasse in allem Wissenswerthen sorgt; drittens in einer Es müsse jedoch der guten Organisation, welche welche als solche vollständig auf von Seiten der Aerzte ausgegangen. der Sozialdemokratie stehen muß. Wenn Grundsatz eingenommen werden, daß jedes Individium auch hin- dem Boden mit Energie benützten, dann ſichtlich der ärztlichen Behandlung so frei wie möglich zu stellen wir diese drei Wassen sei. Man suche jedoch diese Freiheit möglichst zu unterdrücken würden wir bald ein Heer tüchtiger Genossen hinter und hier müßten wir bestrebt sein, uns von einem Druck frei zu uns haben, welche jederzeit bereit sind, mit aller Macht Ein erschütterndes Bild sozialen Glends entwirft die machen, der dem Arbeiter von Oben auferlegt werde und seiner für die Verwirklichung unserer Ziele einzutreten. Die Diskussion Wiener Neue Freie Presse" indem sie schreibt: Mer am unwürdig sei. Das Monopol der Aerzte müßte gebrochen werden, über den Vortrag bewegte sich im Sinne des Referenten. Eine Morgen des 13. Oktober die Elifabethbrücke paffirte, konnte Zeuge das Monopol der Apotheken könne man, leider nicht brechen. diesbezügliche Resolution fand Annahme. Hierauf verlas Kamerad eines Vorfalles werden, welcher in greller Weise zeigte, wie dicht An praktischen Beispielen und aus eigener Erfahrung Hugo Lehmann die Abrechnung von der Lassalle- Feier der Freien in der Großstadt Reichthum und Eleganz neben Glend und Ver- heraus fuchte Redner zu beweisen, daß die vom Gewerks Vereinigung. Der Ueberschuß betrug 256,20 M., wovon jedoch tommenheit wohnen. Es war heut nach sechs Uhr, als einige Krankenverein angestellten 131 Aerzte ihrer Aufgabe nicht noch 25,70 Mt. ausstehen, so daß bis jetzt ein Baarüberschuß von Personen bemerkten, daß drei in Lumpen gekleidete genügen fönnten, die Frage sei daher eine brennende geworden 230,50 m. vorhanden ist. Das Vergnügungskomitee, bestehend naben aus einem der Kanäle, welche bei der Elisabethbrücke und es sei kein Druck so schlimm, wie dieser. Meditamente fönne aus den Kameraden Thamm, Lehmann und Seefeld, wurde hierauf in den Wienfluß münden, krochen. Als ein Wachmann die man sich wohl oftroyiren lassen, aber nicht den Arzt. Man solle entlastet. Für die streifenden Handschuhmacher in Friedrichshagen Böschung hinabeilte, liefen die Burschen eiligst davon und es sich nicht durch kleinliche Bedenken abschrecken lassen, sondern wurden 30 m. bewilligt, ferner erhielt ein frankes Mitglied eine gelang erst nach geraumer Zeit, ihrer habhaft zu werden. Es ernstlich Hand anlegen, mit Abwarten ist nichts gethan. Unterstützung von 15 M. stellte sich heraus, daß keiner der Knaben das zwölfte Steindrucker Stuhlmann, welcher nicht so ganz mit dem Lebensjahr erreicht hat; nach ihrer Angabe haben sie seit längerer Gehörten einverstanden ist, bemerkte, daß die Bewegung nicht aus Die öffentliche Versammlung aller Arbeiter und Zeit ihr Quartier in dem Kanal aufgeschlagen. Sie wurden der Reihe der Mitglieder komme, sondern von den Beschäftigung Arbeiterinnen in der Schuh, Schäfte und Filzzur Polizei gebracht, welche nun ihre Angehörigen zu ermitteln suchenden Aerzten hervorgerufen sei. Die Erhöhung der Wochenschuh Branche, welche am 12. Oftober tagte, bot einen mit sucht." beiträge würde mehr als 3 Pfg. und mindestens 6 Pfg. betragen, Beifall aufgenommenen Vortrag des Herrn Silberberg über: Unter den Negern in den nordamerikanischen Süd- ohne daß dabei ein greifbarer Nutzen für die Mitglieder heraus: Lohn- und Stückarbeit". In der Diskussion sprachen die Kollegen Unter den Negern in den nordamerikanischen Süd- täme. Die Thätigkeit des Gewerks- Krankenvereins muß auch er Krause, Körtel und Klinger. Aus der hiernach vorgenommenen staaten soll eine großartige Bewegung zur Hebung ihrer ge- tabeln, indessen sei für dieselben nicht einzig die leitende Person Wahl einer Agitations- Kommission, welcher auch die Regelung fammten Lage im Gange sein. Geistiger Leiter der Bewegung verantwortlich zu machen, es säßen zu viele Herren oben, die zu des Versammlungswesens obliegt, gingen die Kollegen W. Krause, ist ein Weißer Namens Humphrey, welcher in Texas ein Blatt Allem Ja sagten und nicht genügend für Reformen einträten. R. Fleischer, Seidel, Bens, A. Fleischer, Schmolling, H. Kraufe II, für die Angehörigen jener Rasse herausgiebt. Steffen, Opig, Niederauer, Büttner, Eckerlein und Plüschte als gewählt hervor. Für die Schäftebranche wurden nur 2 Kollegen gewählt, die übrigen sollen in einer nächsten Versammlung gewählt werden. machen Versammlungen. würden. er M Hierauf beleuchtet Herr Dr. Lewy die Sache vom entgegen. gefeßten Standpunkt, als wie die beiden ersten Referenten. Er bestreitet entschieden, daß die Fixirung des Arztes etwas Entwürdigendes habe; die behauptete Schädlichkeit, sich den Arzt zuweisen lassen zu müssen, sei nur mit Beschränkung zuzugeben. Redner glaubt nicht, daß das angegriffene Institut des Gewerks Eine öffentliche Bersammlung der Graveure, Biseleure Krantenvereins so entwürdigend sei, wie es dargestellt wurde, es und Berufsgenossen fand am 12. Ottober statt. In derselben Cine stark besuchte öffentliche Versammlung der in müffe sich eine Lösung schaffen lassen, weilche beide Theile be- sprach Genosse Pe us über die Geschichte des englischen Prole ben Buchdruckereien Berlins und Umgegend befriedige. Wenn die Kassen die eventuellen Mehrausgaben zur tariats". Der Referent schloß seinen sehr interessanten Vortrag schäftigten Arbeiter und Arbeiterinnen tagte am Mehranstellung von Aerzten verwendeten, statt den jetzigen 150 unter großem Beifall mit der Aufforderung zur Organisation, 15. Oktober in der„ Berliner Ressource". Den Anfangsvortrag Aerzten 450 anstellen und den Mitgliedern eine beschränkte Auswahl damit endlich der Arbeiter vom Joch des Kapitalismus befreit Die jetzige Bewegung der Buchdrucker", gab Herr Silber gestatteten, so werde sicher eine Entlastung der Aerzte eintreten und werden möge. Eine Diskussion fand nicht statt. Unter Punkt 3 berg. Derselbe führte aus, daß noch heut vor acht Tagen die das Mitglied würde sicher unter 3-4 Aerzten einen finden, der der Tagesordnung:„ Stellungnahme zum Kongreß", legte Stollege ganze Buchdruckerwelt mit Spannung auf die sich in Leipzig ab- seinen Ansprüchen genüge. Gegen Simulanten fönne der frei Back die Zweckmäßigkeit der Beschickung desselben dar und erspielenden Ereignisse gesehen habe. Wenn man im Lager ber gewählte Arzt viel weniger austommen, als es jetzt möglich sei, läuterte die einzelnen Punkte der Tagesordnung des Kongresses, Gehilfen auch feine große Hoffnung gehegt habe, der Aunahme weil er sich sonst seine Existenz selbst untergraben würde. Der dabei bemerkend, daß die Einberufung unbedingt der Organi sei man doch gewesen, daß die Prinzipale wenigstens den freigewählte Arzt müsse auf Kosten der Kasse gegen den Patienten fationsform wegen geboten sei. Hierzu sprachen die Kollegen Berfuch des gemeinsamen Wirkens mit den Redner bezeichnet es als wahr, natürlich Schwahn, Perke, Blümde, Bergener, Uhrbach, Guttmann den Gehilfen nachsichtiger sein. Wenn und Hälbig theils für Anschluß an den Gold und und entschuldbar, daß Simulation vorhanden sei. Man habe fich darin getäuscht. der Arbeiter ohne Arbeit und Brot sei, so habe Silberarbeiter- Verband, theils für eigene Bentralisation, Die Arbeiter insgesammt wüßten, wie starr sich die Unternehmer ohne Unterschied der hohen Kulturforderung nach entsprechender feinen andern Weg, als sich frant zu melden, es wäre aber theils endlich für Lotalorganisation plädirend. Nach langer Berkürzung der Arbeitszeit entgegenstellten. Dasselbe Schauspiel nicht richtig, daß der Einzelne dadurch auf Kosten der Andern Diskussion über diesen Punkt wurde beschlossen, den Kongreß zu hätten auch die Buchbruckerprinzipale bei den Verhandlungen erhalten werde, die Einrichtung sei ein Kranken- Institut und beschicken und 9 Personen zu wählen, welche die Frage der in Leipzig geboten. Alle auf die Verkürzung der Arbeitszeit ge- feine Versorgungsanstalt. Es sei von Beschränkung der Aerzte Organisationsform 2c. zu erörtern und dann einer demnächst richteten Bemühungen feien an der Hartnäckigkeit der Prinzipale in Bezug auf Verordnung der Medikamente gesprochen worden, einzuberufenden öffentlichen Versammlung über das Ergebnis gescheitert. Aus Prinzip, das sei von befannter Geite aus dieselbe gehöre jedoch in das Reich der Fabel. Allerdings follten ihrer Berathungen Bericht zu erstatten haben. Gewählt wurden geplaudert worden, wolle man bie Arbeitszeit nicht verkürzen. Die Aerate sparen, aber ohne der Behandlung der Kranken zu bierzu die Kollegen Sälbig, Berke, Blymde, Schwahn, Bergener, Das könne in erster Linie die Buchdrucker, in weiterer alle schaden. Bei der angestrebten Einrichtung würden die erste Rasper, Bwirg, Wolf und Siewert. Nachdem noch auf die am Arbeiterkategorien zur„ Begehrlichkeit" reizen und beim Geldsack den Patienten gegenüberstehen, wie den Privatpatienten, und da 28. Oktober in Hensel's Festfälen, Brunnenstr. 129, stattfindende Wanderversammlung, in welcher Kollege Blümde über die Gehöre nun einmal naturnothwendig alle Gemüthlichkeit auf. werde mehr jeder Wunsch berücksichtigt. Redner kam dann auf Eugen Richter, den Schildknappen des Schuhmacher Kowalewski wendet sich gegen frühere Aus- schäftsstockungen in unserem Gewerbe" sprechen wird, aufmertfam öbesten Kapitalismus des Näheren zu sprechen, und berührte führungen des Herrn Dr. Georg Müller, da derselbe dem Aerzte- gemacht worden war, wurde die Versammlung geschlossen. hierauf den im„ Borwärts" enthaltenen, die Buchdruckerfrage ſtande durch seine Behauptungen ein Armuthszeugniß ausDie Photographengehilfen Berlins hielten am 15. Dft. beleuchtenden Leitartikel, mit dem er sich nicht in allen Punkten gestellt habe. Der Aerztestand gehe aus tapitalistischen Kreisen hervor, die nicht wissen, wie dem Arbeiter zu Muthe ist. Die eine von etwa 200 Personen besuchte öffentliche Versammlung und vor Allem nicht in Bezug auf die Frage der Verkürzung Aerzte wollten bloß erreichen, daß sie mit gewissem Material ab, in welcher Herr 2. Henning einen Vortrag über das der Arbeitszeit der Maschinenarbeiter einverstanden erklären tönne. Redner drückte am Schlusse die Erwartung und Ueber- vor die Gesetzgeber treten können, um von dort aus eine Thema:" Was wir wollen" hielt. Als der Referent zu sprechen zeugung aus, daß, wenn Alarm geblasen werde, sich auch die Aenderung herbeizuführen. An den im Gewerks- Strantenverein anfangen wollte, erhob sich ein Herr aus der Versammlung und Silsarbeiter und Arbeiterinnen auf ihrem Bosten: an der Seite vorhandenen Mißständen trüge deffen 25er Kommission viel Schuld. meinte, die Photographen feien noch nicht soweit, sich von einem der gelernten Buchdrucker, befinden würden.( Lebhafter Beifall.) Tischler Sparfeld meint, freie Aerztewahl sei nur dann Sozialdemokraten Vortrag halten lassen zu müssen. Darob entbewegte, fand folgende Resolution Annahme: Nach reger Diskussion, die sich im Sinne des Referenten gutzubeißen, wenn die Stassen weiter nichts liefern als Geld, und stand großer Tumult, der erst durch eine Vertagung der Verjeder sich selbst furirt. Das könnten wir aber nicht, weil das fammlung und Hinausweisung des Betreffenden und seiner Freunde, Die Versammlung erklärt sich mit den Forderungen der Gesetz die Lieferung von Arzt und Medizin vorschreibt und des etwa fünf Mann, beseitigt wurde. Hierauf hielt Henning seinen von Buchbruckergehilfen betreffs Verkürzung der Arbeitszeit u. f. w. halb müsse die Ausmerzung der Ungerechtigkeiten aus dem Geseze den Versammelten mit Aufmerksamkeit entgegen genommenen Voreinverstanden und verspricht, die Solidarität nach jeder Stücksicht angestrebt werben. Ungerecht fei auch die Berpflichtung zur An- trag. Er spreche nur über die mißlichen Verhältnisse der Photographenhin in dieser Beziehung aufrecht zu erhalten, um den Buchdruckern sammlung des großen Refervefonds für die Nachkommen, die Mitarbeiter, nicht als Vertreter einer Partei, führte er aus, und zum Siege zu verhelfen. Ferner hofft sie von der Buchdrucker- möglicherweise leicht und bald das Doppelte aufbringen könnten. Auch ging dann im Laufe des Vortrages auf die lange Arbeitszeit, Gehilfenschaft, daß auch sie bestrebt sein werde, unsere Forde- infolge der miserablen wirthschaftlichen Lage wurden die Kassen die Sonntagsarbeit, den verhältnißmäßig niederen Durchschnittsrungen zum Durchbruch bringen zu helfen. Die Versammlung rungen zum Durchbruch bringen zu helfen. Die Versammlung sehr in Anspruch genommen. Die Arbeitgeber, welche meist lohn von 75 bis 90 M. monatlich und auf die Nothwendigkeit ertennt an, daß nur treues und festes Zusammenhalten die heutigen Kapitalisten, würden sich einer Beitragserhöhung entgegenstellen und der Abschaffung dieser Mißstände ein, wozu er den Anschluß an sich eventuell an die Behörde wenden und so würde das Ganze wieder den bestehenden Verein photographischer Mitarbeiter" empfahl. fchlechten Verhältnisse zu bessern vermag." Die erste Frage sei also die, das Gesetz Auch beleuchtete er die Unhaltbarkeit und Schädlichkeit des Es wurde darauf die Tariskommission gewählt; dieselbe be- au nichte werden. fteht aus folgenden Personen: Franz Dröhmer, Hermann entsprechend zu ändern und den Kassen mehr freien Spielraum heutigen Innungswesens. Der Vortrag erntete großen Beifall Methner, Oskar Krüger, Anna Horn, Franziska zu verschaffen, so werde es besser werden. Daß die Gewerks- und führte zur einstimmigen Annahme folgender Resolutionen: Grüßmacher und Ottilie Meyer. Nach Erledigung Aerzte minderwerthige Medikamente geben, bestreitet auch dieser„ Die Versammlung erklärt sich mit den Ausführungen des interner Angelegenheiten schloß die vom besten Geiste beseelt ge- Redner. Referenten einverstanden und beschließt, sich dem Verein photowesene Bersammlung. Herr Dr. Georg Müller bezeichnet die Frage der freien graphischer Mitarbeiter anzuschließen, da nur durch eine starke Aerztewahl als eine im Interesse der Mitglieder liegende rein Organisation die Interessen der Gehilfenschaft gewahrt werden In der Mitglieder- Versammlung des Bereins der wirthscha tliche Angelegenheit. Die Initiative dazu tomme austönnen." Plätterinnen und verwandten Berufsgenossen der Reihe der Mitglieder, die Arbeit geschehe von unten herauf," Die Versammlung spricht sich im Sinne des Referenten Berlins, welche am 6. Oftober abgehalten wurde, hielt Herr und wenn wir uns sträuben, werde die Aenderung über unsere gegen die Gründung einer Innung aus, da lettere unsere BerRohrlad einen mit reichem Beifall aufgenommenen Vortrag Köpfe hinans gefchehen. Wenn wir warten wollen bis das Gesez haltnisse nicht verbessern, sondern geradezu verschlechtern würde, über das Thema:„ Der Arbeiter im Kampf mit dem Kapital" dahin abgeändert ist, arbeiten wir für Urentel. Das Gesez an und sieht nur in einer starken Gehilfenvereinigung das Mittel An der darauf folgenden Diskussion betheiligten sich Herr Möh- fich sei ein humanes, aber die Handhabung desselben in Berlin zur Besserung." ring, Frau Emma Schulz und Herr Obst. Herr Möhring hob eine unwürdige. Die Rassenmitglieder bezahlten mehr als An der Diskussion betheiligte sich zunächst Herr Jahn, hervor, daß die Mitglieder nicht nur ihren Beitrag be- Andere, sie bezahlen während viele welcher sich hauptsächlich gegen den Künstlerstolz wandte, der daß wir uns dabei noch vielfach in den Gehilfenfreifen herrsche, und zum Anschluß besuchen Andere gar nicht bezahlten, Bersammlungen sollen, damit sie sich von Allem selbst unterrichten können. Dann die Behandlung vorschreiben lassen müssen, sei eben das un- an die allgemeine proletarische Bewegung aufforderte. Seine las Frau Stuckardt den Wierteljahresbericht vor, welcher eine würdige. Gegenüber Dr. Lewy weist Redner den Vorwurf ent- Worte fanden eine sehr getheilte Aufnahme. Herr Bruno Einnahme von 475,96 M., eine Ausgabe von 272,83 m., mithin fchieden zurück, daß Arbeiterschaft und Aerzteftand die Simulation Baruch, der dann sprach, vermiste im Vortrage direkte einen Bestand von 203,13 m. ergab. Bu diesem Berichte erklärte großzögen. Hinsichtlich des Hauptarguments( des Kostenpreises) Borschläge zur Abhilfe der kritisirten lebel und sprach Frl. Zickerick, die Kaffe revidirt und Bücher sowie Belege in sei zu sagen, daß sich freie Aerztewahl nicht theurer, sondern seine Verwunderung darüber aus, daß ein Nichtphotograph bester Ordnung vorgefunden zu haben, und ersuchte den Vor- billiger stellen werde. Wo freie Aerztewahl durchgeführt sei, habe wie Jahn in einer Photographenversammlung sich an der Disfihenden, der kaffirerin Decharge zu ertheilen. Dies geschah. Bu man die Beiträge erniedrigen können, weil die Krankheiten ver- tuffion betheiligen könne. Die Lohnverhältnisse an bessern, sei Revisoren wurden Frau G. Schulz, Frau Krause und Herr Obst fürzt wurden. Daß der frei gewählte Arzt die Krankheit unmöglich, die Sonntagsruhe tönne nur bedingt nicht absolut gewählt. Bei Punkt 5 und 6, Wahl einer zweiten Rafstrerin ungebührlich in die Länge ziehen werde, wie befürchtet wurde, durchgeführt werden, da die Operateure unbedingt des Sonntags und Wohin verlegen wir unseren Arbeitsnachweis?" forderte sei nicht wahr. Jeder Arzt suche sich Renommée zu schaffen und thätig sein müßten, weil Arbeiter aller Art nur Sonntags Zeit der Vorsitzende Frau Krug auf, ihr Amt als Raffirerin sowie als würde eine Ehre darein legen, viele und so schnell als möglich hätten, sich photographiren zu lassen. Der Redner wurde vielArbeitsvermittlerin bis Neujahr, wo eine Neuwahl des gesammten gesund zu machen. fach durch Zwischenrufe unterbrochen, die andeuteten, daß die gablen, auch die wäre nur Nummer, pro und " Borstandes stattfindet, weiter zu führen, womit sich dieselbe ein- Buchdrucker Baul Magnan wünscht, an die bezüglichen Berfammelten ihn nicht hören wollten. Henning wendete sich verstanden erklärte. Unter Verschiedenem wurde beschlossen, den Worte des Vorrebners anknüpfend, man möge es überall ver- unter allgemeinem Bravo gegen den Vorwurf des Vorredners, er Gefangverein„ Esmeralda" bet bem am 24. Oftober in der breiten, daß die freie Aerztewahl des Voltes Wille" sei. Das hätte nicht zur Sache gesprochen. Er habe blos den Fingerzeig Brauerei Friedrichshain stattfindenden Kränzchen mitwirken zu Bessere wäre immer der Feind des Guten. Man folle prüfen, zu geben gehabt, was die Photographengehilfen wollen müssen, laffen, gegen ein Entgeld von 25 Herren- und 25 Damen- Billets. ob man das Bessere einführen kann, und da sei zu sagen, daß nämlich durch festen Zusammenschluß ein Mittel zur Befferung der Nachbem der Vorsitzende die Mitglieder aufgefordert hatte, sich eine große Zahl von Kaisen das ausführen können. Uebrigens Lage zu schaffen; wie sie diese Befferung herbeiführen, das sei an diesem Kränzchen recht zahlreich zu betheiligen, wurde die würden die Aerzte ihre eigene Existenz nicht über die der Kaffen ihre Sache. Ein anderer Redner betonte, daß es auch Geschäfte Bersammlung geschlossen. stellen. Die Aerzte hätten aber ben falschen Weg eingeschlagen; gäbe, welche gute Löhne zahlen. Ein weiterer Redner nannte die auf gefeßgeberischem Wege sei zu reformiren, die freie Gehilfen für Alles" die Stieftinder des Gewerbes und theilte Bur Fortfehung der Besprechungen über die bei Wahl die burchführbar, wenn den hiesigen Orts Krantentassen etwa ein sowie Ortstassen folgenden bezeichnenden Vorfall mit. Ein Bekannter von ihm Die freien Hilfskaffen nicht freien Arzt und ging eines Tags, nachdem er von Morgens 7 bis Abends um 1/29 Uhr zuführen befreie erste wahl hatte die am 15. Sep- Medizin gewähren müßten. Judeffen sei Erniedrigung der Bet gearbeitet hatte, ein Glas Bier trinken. Gleich kam das Dienſttember cr. ernannte Rommission zum 11. Ottober eine Berfamm- träge eine Illusion. Ohne Fensehung eines bestimmten Honorars mädchen und forderte ihn im Namen des Chess auf, nach Hause lung einberufen, in welcher bei Feſtſtellung der Präsenzliste Ber- werde ber Krante auch bei freier Arztwahl ebenso verwaist sein su tommen, es wäre noch etwas zu thun. Or that dies nicht trieter von 40 Stassen in ungefährer Anzahl von 450 Mitgliedern wie jest. Ueber die neugeschaffene Einrichtung bei der Buch- und fand, als er dann nach Hause kam die Thür seines druckerkaffe seien die Mitglieder des Lobes voll, besonders über Schlafzimmers er logirte beim Chef verschlossen. Am Namens der Kommission berichtete Herr Frieß, dieselbe die Behandlung, es bleibe jedoch alles Stümperwert, wenn nicht andern Tage, als der betreffende Gehilfe zu feinem Arbeitgeber wäre zu der Ueberzeugung gekommen, daß die freie Aerztewahl das Geseg entsprechend abgeändert würde. fam und ihm mittheilte, daß er fahren werde, wies ihm diefer einzuführen set, selbst wenn einzelne Raffen nicht in der Lage Der vorgerückten Zeit halber beschloß man, die Diskussion die Thür und schrieb ihm einen Brief, welchen der Redner verlas. in einer späteren Versammlung fortzusehen. Darin wird geredet von einem jeder Beschreibung spottenden Benehmen des Gehilfen und davon, daß die ver In der letzten Generalversammlung der freien Verschlossene Thür des Schlafzimmers die Strafe für den einigung der Zimmerer Berlins und Ümgegend hielt Ge- ungehorsam gegenüber dem Befehle, zu Hause zu kommen, werde und bie beffere noffe Frizz Wilfe einen mit Beifall aufgenommenen Vortag gewefen fei, daß er seine Sündigung erst Mitglieder abzuwarten gründlichere Behandlung bestimmt rechnen könnten. über unsere Waffen im Kampf um's Dasein. Redner tam zu und nicht zu geben habe. Der junge Mann war angestellt mit sich dem Resultat, daß die besten Waffen im Kampf um's Dasein freiem Logis und monatlich 48 Mart Gehalt, auf das er übrigens 66 für freie Aerztewahl ausgesprochen und es empfehle sich nun für uns bestehen erstens in der Benutzung der durch die Wissen- noch verzichtet hatte, weil er sich noch nicht für voll ausgebildet 181 Gewerkvereins- Aerzten selbst hätten mehr, den Kassenmitgliedern bie Frage au unterbreiten fchaft festgestellten thatsächlichen Wahrheiten über die bielt. Ein weiterer Redner schilderte in drastischer Weise die Un diefelbe in ben bezüglichen Generalversammlungen zur Dis gefchichte, die Weltschöpfung, die Bildung des heutigen Staats- Uebelstände des Gewerbes. Er habe im verflossenen Jahre tuffton zu pellen. system u. s. w.; zweitens in einer gediegenen Presse, welche alle 23 Wochen keine Beschäftigung gehabt, weil er nicht für 18 m. anwesend waren. hoffe mit einer Beitragserhöhung pro Woche und Mitglied aus:| zukommen. Es werde nicht verkannt, daß der Sprung ein sehr| Spart und Bon den auf eine wöchentlich arbeiten wollte. Es komme vor, daß Kopirer von| lack referirte über Die Prostitution und die moderne anarchische| Seite der Arbeiter. Daß gegenwärtig das Niveau der Bildung früh 7 bis Abends 7 Uhr arbeiten, ohne Frühstücks- und Mittags- Produktionsweise"." An den Vortrag knüpfte sich eine rege De-( nicht Begabung, wie der Verfasser irrthümlich spricht) in den pause machen zu können und dafür die Woche 15 M. bekommen. batte, worauf folgende Resolution zur Annahme gelangte:„ Die oberen Ständen ein höheres ist als bei dem vierten Stand, G3 gäbe ja auch gute Stellen. Bei Zeidler und Körſten u. 2. heute im Lokale des Herrn Hoffmann, Bergstr. 133, tagende das ist gerade eine Folge der heillosen Kapitalswirthschaft. könnten viermal soviel eingestellt werden, wie jetzt dort sind, wenn öffentliche Versammlung der Textil- Arbeiter und Arbeiterinnen Von Geburt an aber ist die körperliche Ueberlegenheit der Nachdie Kollegen zusammenhielten, und könnten damit ihre arbeits- erklärt sich mit den Ausführungen der Referentin einverstanden kommen des gestählten Arbeiters( sofern er nicht durch die Losen Gewerbegenossen untergebracht werden. Auch das Lehrlings- und verspricht mit allen gesetzlichen Mitteln für die Befreiung Kapitalsausbeuterei fchon gebrochen ist) vor derjenigen der Nach wesen müßte reformirt werden; jetzt würden die Lehrlinge viel der Arbeit aus dem Banne des Kapitals zu wirken, erklärt auch kommen der durch Schlemmerei entarteten höheren Stände un fach zu Hausknechtsarbeiten verwandt und so mangelhaft aus zugleich, fich der hier bestehenden Organisation der Textil- bestreitbar. Ein gesunder Geist in einem gefunden Körper", heißt gebildet. Arbeiter und Arbeiterinnen anschließen zu wollen. Hierauf ein altes lateinisches Sprichwort; also hat der Arbeiter von Der Verband der deutschen Gold- und Silberarbeiter wurden in die Agitations- Kommission die Kollegen Splitter, Geburt an unverkennbare Vortheile vor den jetzigen meist sittlich Kellner und Hedwiger per Afklamation gewählt. Dann und daher förperlich zurückgebliebenen Bourgeoisindividuen. und verwandter Berufsgenossen( Bahlstelle Berlin) hielt am theilte Herr Braun mit, daß die Innung den Kampf gegen die Der Kampf ums Dasein", der nach Darwin die tauglicheren 12. d. M. eine Generalversammlung ab. Arbeiter durch möglichste Schädigung derjenigen Geschäfte, welche Individuen nach oben bringen soll, wird jetzt durch die Macht Vor Eintritt in die Tagesordnung machte der Vorsitzende die mit der Arbeiterkontrollmarke versehenen Erfurter Schuh- des Geldes korrigirt" und widernatürlich in ein falsches Bett die traurige Mittheilung, daß das Mitglied Otto Feyer am waaren führen, aufnehme; er würde sich aber feineswegs beirren gedrängt. 12. d3. Mts. plöglich verstorben ist. Die Anwesenden ehrten das Andenken des aus unserer Mitte Geschiedenen durch Erheben lassen, sondern die Erfurter Waaren nach wie vor führen. von den Plätzen. Der Arbeiter- Bildungsverein„ Zukunft" zu Reinickendorf hielt am 11. Oktober eine Vereinsversammlung ab, in welcher Herr Ludwig Henning über den heiligen Rock zu Trier" referirte. Der Vortrag, in welchem dargelegt wurde, daß der in Trier aufbewahrte Rock unmöglich ein Kleid Christi sein fönne, sondern ein im Mittelalter gefertigtes Gewand wäre, und daß auf den Besitz eines Heiligen Rocks" insgesammt 23 Städte Anspruch erhöben, fand den lebhaftesten Beifall der Zuhörer. Die Versammlung schloß mit einem Hoch auf die internationale völkerbefreiende Sozialdemokratie. Literarisches. Bei gleichen Lebensbedingungen der Menschen hat aber der vierte Stand vermöge seiner höheren sittlichen und törperlichen Kraft die Anwartschaft auf die Führerschaft. Es heißt dem gefunden Menschenverstand und dem Denker geist Darwins geradezu Gewalt anthun, wenn man seine Lehre für die kapitalistische Weltordnung, für die Berechtigung der Aristokratie, des Königthums und der Religion reklamirt. Aber, wie gesagt, es ist nichts zu dumm, als daß es nicht vor unserer Gegner Augen Gnade finde. den Kopf stellen will, ist ein ErVermischtes. Hierauf berichtete der Vorsitzende eingehend über die Thätig feit der hiesigen Zahlstelle im verflossenen verflossenen Vereinsjahr. Nachdem eine Diskussion über diesen Punkt statt gefunden hatte, gab der Kassirer den Quartalsabschluß bekannt. Die Einnahmen betrugen inkl. Bestand vom 31. Juni 650,55 Mart, die Ausgaben( inkl. der an den Hauptvorstand noch abzuführenden Restforderung von 119,30 M.) 540,15 M., verbleibt ein Bestand von 110,40 m. Der Jahresabschluß lautete: Einnahmen 1626,95 M., Ausgaben 1516,55 M., Bestand 110,40 M. Auf Antrag der Revisoren wurde dem Rassirer Decharge ertheilt. Sodann berichtete Kollege Tschentscher Arusberg, 12. Oktober. Unter der Anklage, durch über den Bestand des Unterstützungsfonds. Die Einnahmen des Fahrlässigkeit den Tod ihrer Tochter vers felben betrugen inkl. Bestand vom 1. Oktober 1890 346,40 M., ursacht zu haben, hatten sich am Sonnabend die Eheleute die Ausgaben 312,30 M., verblieb Bestand 34,10 M. Jm meiteren Tagelöhner Diezel aus Balve vor der hiesigen Straf berichtete Roll. Reiche über die Thätigkeit des Arbeitsnachweises. Numöglich ist es von all dem Geschwäh Notiz zu nehmen, kammer zu verantworten. Die Rabeneltern hatten das 20jährige Derselbe wurde von den Prinzipalen 126 Mal und von den Ge- das unsere Gegner in der Bekämpfung unserer Ziele hervor geistesschwache Mädchen in der unmenschlichsten Weise bes hilfen und Gehilfinnen 316 Mal in Anspruch genommen. Stellen bringen. Nur um zu zeigen, daß nichts dumm genug ist, um handelt. Während der grimmigen Kälte im vorigen Winter wurden 95 vermittelt. Um in Zukunft dem Arbeitsnachweis von unseren Widersachern nicht verwendet zu werden, erwähnen mußte die Aermste auf dem nackten Boden eines Speicher einen besseren Erfolg zu sichern, beschloß man nach längerer wir einer Broschüre:„ Der Darwinismus gegen die Sozial- abschlages schlafen; zur Bedeckung dienten zwei halbverfaulte Diskussion, daß der Beamte desselben keinem stellensuchenden demokratie" von Ammon"). Kartoffelsäcke. Das Ejsen bestand aus Abfällen, während der Kollegen schriftlich von der Vakanz einer Stelle Mittheilung zu Der fühne Streiter gegen die Sozialdemokratie stellt in Vater und die Stiefmutter für sich selbst reichlich sorgten. Als machen hat, sondern jeder Arbeitslose sich wenigstens täglich ein- dieser Broschüre die fühne Behauptung auf, daß es keine man hinter dies scheußliche Treiben fam, war das arme Mädmal im Arbeitsnachweis melden muß. Die hierauf vor: Behre gäbe, die so antidemokratisch, so antinivellistisch, so chen in bejammernswürdigem Zustande; der Leib war bis zum genommene Neuwahl des gesammten Vorstandes hatte folgendes monarchisch und so aristokratisch wäre, wie die Darwin'sche Ab- Stelett abgemagert, die Behen abgefroren, daß die Knochen aus Resultat: Brückner erster und Konrad zweiter Vorsitzender; Zeuge stammungslehre. Das ist der Hauptertraft des Machwerks, der dem Fleisch hervorstanden. Die Pflege, welche der Kranken sofort erster und Tschentscher zweiter Kassirer; Heynemann erster und ruhende Pol, um den alle Schlußfolgerungen systemlos gruppirt im Hospital zu Balve zu Theil wurde, konnte den AuflösungsAchilles zweiter Schriftführer; Kottonau Beisitzer; Almendinger werden. Mit keinem einzigen Satze aber wird die gewagte Be- prozeß nicht mehr aufhalten; sie starb nach einigen Tagen. und Reischel Revisoren. Unter Verschiedenem" wurden einige hauptung in den ganzen 20 Aufsätzen der Broschüre zu beweisen Diezel erhielt 1/2 Jahre, seine Frau 1 Jahr Gefängniß. Werkstellen- Angelegenheiten erledigt. versucht. Denn was der Verfasser zur Erhärtung seiner Be- Die Kommission des St. Galler Großraths für Verein der Lackirer, Filiale IV der Vereinigung hauptung vorbringt, beweist das gerade Gegentheil. 3. B. sagt Beerdigungswesen hat sich für Einführung unentgelt der deutschen Maler 2c. In der am 12. Oftober statt er, die soziale Gliederung, wie sie besteht und welche der licher Beerdigung ausgesprochen. Brüffel, 14. Oftober. Die große Kerzenfabrik in gehabten Generalversammlung gab der Kassirer Kollege Warne de Sozialismus auf folgende Abrechnung vom 2. Quartal: Kassenbestand am 1. Juli zeugniß der Darwin'schen sogenannten natürlichen Aus34,98 M. Hierzu Einnahme im 2. Quartal 162,15 M.: dem- leſe", eine Naturnothwendigkeit, gegen die sich nicht an- aren bei Brüssel brannte heute vollständig nieder. Holyhead, 15. Oktober. Ein hier eingetroffenes Telegramm „ Der Kampf ums Dasein tämpfen lasse". Ferner sagt er: gegenüber stehen folgende Ausgaben: an die Hauptkaffe 90,78 m., babe wie die Rassenunterschiede so auch die Klassenunterschiede meldet den Untergang eines von Newhaven gekommenen lokale Ausgaben 36,76 M., für den ersten Bevollmächtigten 3,90 M., für den Arbeitsnachweis 30,59 m., bleibt am Schlusse hervorgebracht, da er nicht nur die körperlichen, sondern auch die unbekannten Schiffes. Die ganze Besatzung ist ver des Quartals ein Bestand von 35,01 M. Kollegen Jungermann geistigen und fittlichen Eigenschaften vererbe und in gewissen foren. Ans Helena( Arkansas, V. St.), wird über eine Negers und Strocker als Revisoren bestätigten die Richtigkeit der Ab- ozialen Schichten zum Niederschlag bringe, während andere rechnung, worauf dem Kassirer Decharge ertheilt wurde. Zum degeneriren. Daher könne der vierte Stand trotz der vorhandenen schlächterei, welche von Weißen in Lee County verübt wurde, Punkt 2, Anträge zur Generalversammlung, lagen von der Theilbegabungen, wie Bebel, Liebknecht u. f. w. zeigen, niemals deren Ursache indessen die Ermordung eines Weißen war, folgenKommission zwei Anträge, betreffend die SS 1 und 2 die Führerschaft oder gar Diktatur in der menschlischen Gesell des bekannt. Als der Millionär J. F. Frank von Memphis vor der Statuten, zur Berathung vor; dieselben wurden von schaft einnehmen, und wenn der vierte Stand jemals mittelst An- einigen Wochen nach seiner Plantage New Hope Place kam, der Versammlung angenomment. Beim dritten Punkt, die wendung der rohen Gewalt einen Erfolg eiringen sollte, so äußerte er feine Unzufriedenheit über den langsamen Fortgang fönne es nur ein Eintagserfolg sein." Soviel Worte, soviel der Ernte- Arbeiten und sagte zu seinem Verwalter Miller, Tagesordnung der Generalversammlung, wurden der bisher mit den benachbarten Pflanzern unter Blödsinn! Versammlung Anträge gestellt; da jedoch die VersammNach der Darwin'schen Theorie führt nun allerdings der einer Decke gesteckt und nur 50 Cents für 100 Pfd. bezahlt lung nur schwach besucht war, so soll dieser Punkt in der nächsten Kampf ums Dasein die körperlich und geistig am vollkommensten hatte, er wolle seine Baumwolle gepflückt haben, und wenn er entwickelten Individuen an die Oberfläche, während die minder einen Dollar für 100 Pfd. zahlen müsse. Die Unterredung wurde man, den von der Gewerbedeputation eingelaufenen Fragebogen tauglichen degeneriren. Aber gerade der Kapitalismus bietet ja in lautem Tone in Gegenwart von 100 Negern geführt und das gewissenhaft auszufüllen und dann zurückzuschicken, da nur auf die Möglichkeit, minder taugliche Individuen vor den tauglichen Gespräch verbreitete sich wie ein Lauffeuer unter den Negern. Biele diese Art eine richtige Statistik zu erzielen ist. Für die am 1. November zu eröffnende Fachschule wurden die Kollegen Formond zu begünstigen. Die Erblichkeit des Kapitals ist das Haupt- stellten die Arbeit ein, in der Hoffnung, höhere Löhne zu erzielen. hinderniß für die wirthschaftliche, natürliche Bahnen Verwalter Miller bot am nächsten Tage 60 Cents für 100 Pfund, und Gröhl in die Schulkommission gewählt. Zum Schluß machte Schafft fand aber für den Lohn feine Arbeiter und weigerte sich auch, Kollege Rautenhaus bekannt, daß die öffentliche Lackirer- Ber- verfolgende Entwickelung der menschlichen Rasse. die man Erblichkeit des Kapitals ab, giebt man ab, giebt man die mehr zu zahlen. Darauf folgte die Ermordung Millers, welche sammlung Umstände halber nicht am 18. Oktober, sondern bestimmt am Sonntag, den 25. Oftober, Vormittags 10 Uhr, statt- Privatproduktion frei zu Gunsten der Allgemeinheit, d. h. entzieht das Signal zu der Negerschlächterei war. Von 19 Negern find findet; die Kollegen wurden ersucht, recht kräftig für den guten man degenerirten Individuen dadurch die Möglichkeit, vor den 15 ermordet worden. Besuch zu agitiren, da ein interessanter und lehrreicher Vortrag tauglichen Elementen obzusiegen, dann wäre die Entartung auf der Tagesordnung steht. Mit einem Hoch auf das fernere fraglos auf Seite der heutigen Machthaber und der Sieg auf Gedeihen des Vereins endete die Versammlung. *), Der Darwinismus und die Sozialdemokratie", von Otto Eine öffentliche Versammlung der Textil- Arbeiter und Ammon. Hamburg, Verlagsanstalt und Druckerei, Aktiengesellschaft, Arbeiterinnen tagte am 13. Oktober in Rigdorf. Frau Rohr- vorm. J. F. Richter. aus der Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstraße 2. Jm Berlage von Auer& Co. in Hamburg ist erschienen und von uns zu beziehen: Der Neue Welt- Kalender für das Schaltjahr 1892. Mit einem Farbendruckbilde Auf dem Markte" und einem Wandkalender auf Karton. Reich illustrirt. Preis 50 Pf. Inhalts- Uebersicht: Kalendarium.- Post- und Telegraphenwesen.- Deutscher Wechselstempel. Auszug aus dem Invaliditäts- und Altersversicherungsgesetz. Rückblick auf die Zeit vom 1. Mai 1890 bis 15. Mai 1891. Die Volkszählung vom 1. Dezember 1890. Verzeichniß der Messen und Märkte. Jm Kreislauf des Jahres. ( Gedicht.)- Pilatus. Erzählung von Franz Wichmann. Mit Illustrationen. Schiffbrüchige.( Gedicht.) Mit Illustration. Die Erde als Morgen- und Abendstern des Mars. Mit Abbildung. Statistisches aus der Landwirthschaft. Von May Schippel. Großvaters Geburtstag.( Gedicht.) mit Illustration. Unschuldig verurtheilt. Dichtung von Wilh. Hong. Mit Jalustrationen. Die Bergarbeiter einst und jeht. Von Karl Kautsti. Im Namen des Gesetzes!( Gedicht.) Mit Illustration. Antje. Gine Helgoländer Geschichte. Von Klara Reichner. Mit Illustrationen. Morih Rittinghausen. Mit Porträt. Cäsar de Paepe. Mit Porträt. Der Tuberkelbazillus und das Koch'sche Heilmittel. Mit Abbildungen.- Heimkehr aus Kamerun.( Gedicht.) Mit Illustration. Fliegende Blätter. ( Humoristisches.) Die Sehmaschine. Humoreste von M. Regel. Mit Juftrationen. Auflösungen der Räthsel aus 1891. Räthsel und Charaden. Wir empfehlen den vorliegenden 16. Jahrgang des Neuen Welt- Kalender" jedem Parteigenoffen zur Auschaffung und zur weitesten Verbreitung in indifferenten Kreisen. Derselbe ist ein vorzügliches Agitationsmittel und steht durch seinen gewählten Juhalt weit über der gesammten sonstigen Kalender- Literatur. Wiederverkäufern, sowie für Partiebezug, hoher Rabatt. Die Mordbande der Weißen stieß Drohungen gegen den Millionär Frank aus und tadelte ihn, weil er zum Schaden seiner Nachbarn höheren Lohn bewilligt und die Neger rebellisch gemacht habe. Drei befinden sich noch im Gefängniß in Marianna, sind aber stündlich mit dem Tode be droht. Zwei Neger, die Gebrüder Jones, Haupttheilnehmer an der Ermordung Millers, find flüchtig. Verlag des ,, Vorwärts" Berliner Volksblatt Berlin SW., Beuthstrasse 2. Die im Verlage von J. H. W. Dietz in Stuttgart erschienenen Bände der Internationalen Bibliothek halten wir ständig auf Lager und empfehlen dieselben zur Anschaffung. Es sind erschienen: I. Serie. . 10 Band 1: Aveling, E., Die Darwin'sche Theorie. 2. Aufl. Geb. 2,- Mark. Band 2: Kautsky, K., Marr' ökonomische Lehren. 2, Band 3: Köhler, C., Weltschöpfung und Weltuntergang. 2. Aufl. Geb. 3,50" ( Auch in 15 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Band 4: Die ländliche Arbeiterfrage. Nach dem Russischen des Kablukow. 2. Aufl. Geb. 2, Band 5: Kautsky, K., Thomas Moore und seine 2,50 Utopic. Geb. " 2 2 2 Band 6: Bebel, A., Charles Fourier. Geb. Band 7: Schippel, M., Das moderne Glend. Geb. 2, Band 8: Stern, J., Die Philosophie Spinoza's. Geb. 1,50 2,50 NO Band 9: Bebel, A., Die Frau und der Sozialismus. Geb. 2,50 B B 3, " Band 10: Lissagaray, Die Geschichte der Kommune von 1871. Geb.. II. Serie. 5,50 Mark. Band 1: Blos, W., Die französische Revolution. Geb. ( Auch in 20 Heften à 20 Pf. zu beziehen.) Band 2: Bommeli, Die Geschichte der Erde. Geb. 5,90 ( Auch in 22 Hejten à 20 Pf. zu beziehen.) Band 3: Zimmermann's Deutscher Bauernkrieg. Geb. ( Auch in 26 Hesten à 20 Bf. zit beziehen.) Band 4: Langkavel, B., Der Mensch und seine Rassen.( Erscheint in ca. 22 Heften à 20 Pf.) Das grösste Brot für 50 Pr. liefert 1297L 6,70 # Repara- Uhren turen an und Goldwaaren werden reell und billig unter Garantie ausgeführt. -Uhren und Goldwaaren billiger wie in jedem aden( Siehe Sonnbend- No.des ,, Vorwärts"). 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